Enteignungsgleiche Eingriffe?

– 134 neue Moscheebauten in Deutschland
Udo Ulfkotte

Derzeit gibt es in Deutschland 134 in Errichtung befindliche neue Moscheebauten oder beantragte Moscheebauprojekte, die das Genehmigungsverfahren durchlaufen. Im Umfeld neuer Moscheen sinken die Immobilienpreise rapide – aus der subjektiven Sicht der Immobilieneigentümer oftmals ein enteignungsgleicher Eingriff der Genehmigungsbehörden ...
Seit mehreren Jahren erarbeitet der als Sicherheitsund Islam-Experte tätige Autor im Auftrag von Investoren, Industrie und Banken wissenschaftliche Umfeld-Studien über die Auswirkungen von Moscheebauten auf privatwirtschaftliche Investitionsvorhaben. Da der Inhalt dieser Studien das jeweilige Eigentum der Auftraggeber ist, können die Einzelergebnisse hier von der Redaktion nicht veröffentlicht werden. Es gibt vor dem Hintergrund der öffentlichen Debatte über das Für und Wider von Moscheebauten jedoch Kennzahlen, die allgemein gültig – und von Interesse sind. Danach sinken die Immobilienpreise im Umfeld einer Moschee vom Zeitpunkt der Beantragung bis zum Baubeginn im Bundesdurchschnitt etwa um 19 Prozent, nach Baufertigstellung gibt es regional große Unterschiede beim weiteren Preisverfall. Dabei ist der Immobilien-Preisverfall im Süden Deutschlands geringer als im Norden. Dieser Preisverfall macht Wohnobjekte im Umfeld von Moscheen immer attraktiver für muslimische Mitbürger. Ethnische Deutsche ziehen im Laufe der Jahre fort – Muslime ziehen zu. So entstehen allmählich überwiegend islamisch geprägte Wohnviertel, in die allerdings auch Investoren aus islamischen Ländern nicht mehr investieren mögen, da dort auch mittelfristig keine Renditen zu erwarten sind. Vor diesem Hintergrund wird derzeit von einem der großen InvestmentFonds die Entwicklung im Umfeld des Baus von 120 beantragten neuen Moscheen in Deutschland analysiert, darunter der neuen Aalener Moschee, der Kölner Großmoschee, der KasselOberzwehrener Kuppelmoschee und der noch in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Münchner Moschee, Interessant ist an den bisherigen Studien, dass im Umfeld von Moscheeneubauten die Ausgaben für staatliche Sozialleistungen steigen. Privatwirtschaftliche Investoren ziehen sich zurück, der Staat rückt an ihre Stelle. Aus der Sicht betroffener Anwohner, die Eigentümer von Immobilien im Umfeld von Moschee-Neubauprojekten sind, kommt die behördliche Absegung eines neuen Moscheebau-Projekts subjektiv oftmals einem enteignungsgleichen Eingriff nahe.