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Profachbereichsarbeit
aus Biologie bei Prof. Mag. Karl Kurz am BG/BRG Neunkirchen

Der heimische Laub- und Mischwald

(Ökosystem)

abgegeben am: 23.04.2001

abgegeben von: Gregor Koinig

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Inhaltsverzeichnis:
Selbstständigkeitserklärung ................................................................................................3 Zusammenfassung ..............................................................................................................4 Summary.............................................................................................................................4 Wälder: ..............................................................................................................................5 a) Was ist ein Wald? .......................................................................................................5 b) Wie ist er aufgebaut? ..................................................................................................5 c) Die Jahreszeiten und ihre Bedeutung für den Wald: ..................................................6 d) Standortfaktoren: ........................................................................................................6 e) Klimafaktoren:............................................................................................................6 f) Bodenfaktoren: ...........................................................................................................7 Waldgesellschaften und die Fauna im heimischen Wald: ............................................7 a) Vielfalt der Waldgesellschaften: ................................................................................7 b) Typische Pflanzen im heimischen Laub- und Mischwald:.........................................7 Tiere des Waldes – Die Glieder des Ökosystems:..........................................................8 a) Formen- und Artenvielfalt:.........................................................................................8 b) Struktur der Tiergemeinschaften – Ernährungspyramide:..........................................8 c) Tiere der Baum- und Strauchschicht – Konkurrenz und Nahrungsnischen: ..............9 Wald und Mensch:..........................................................................................................10 a) Entwicklung der Waldvegetation: ............................................................................10 b) Historische Nutzung des Waldes:.............................................................................10 c) Heutige Bewirtschaftung: .........................................................................................11 d) Naturschutz und Wald: .............................................................................................11 e) Die Bedeutung des Waldes:......................................................................................11 Gefährdung von Wäldern – Was können wir tun? .....................................................12 a) Entwaldung:..............................................................................................................12 b) Waldsterben: .............................................................................................................12 c) Was können wir tun? ................................................................................................12 Danksagung: .....................................................................................................................13 Literaturverzeichnis: .........................................................................................................14 Webseiten: ........................................................................................................................15

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Selbstständigkeitserklärung

Ich erkläre hiermit eidesstattlich nur die im Literaturverzeichnis angegebenen Quellen verwendet zu haben. Außerdem erkläre ich nur erlaubte und daher angeführte Mittel sowie Personen zu Rate gezogen zu haben.

______________________________ (Gregor Koinig)

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Zusammenfassung

Eine Zusammenfassung über Leben, Gewohnheiten und Besonderheiten der heimischen Tier und Pflanzenwelt in unseren Wäldern. Diese Arbeit beschäftigt sich genauer mit dem Ökosystem des heimischen Waldes und beschreibt dieses in Wort und Bild.

Summary

This paper describes the Central European wildlife, especially the animals and plants of Austrian forests. It also gives short examples in words and pictures about the life in the wilderness.

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Das Ökosystem des heimischen Laub- und Mischwaldes Laub1. Wälder:
(Amann 1983, Eisenreich W., Eisenreich D. 1989, Reisigl 1989, http://www.referate.at/)

a) Was ist ein Wald?
Ein Wald ist nicht nur eine Ansammlung von Bäumen, als welche er gerne gesehen wird, er ist vielmehr ein Ökosystem mit komplexen Wechselbeziehungen zwischen Pflanzen, Tieren und der unbelebten Umwelt. „Wälder gehören aufgrund ihrer differenzierten Gliederung zu den am höchsten entwickelten Ökosystemen der Erde“ (Hofmeister, Nottbohm, 1995, S. 2).

b) Wie ist er aufgebaut?
Mitteleuropäische Wälder können generell in Stockwerke unterteilt werden. Dies soll die unten angeführte Abbildung verdeutlichen.

Abb. 1: Schichtung des Waldes. (Hoffmeister, Nottbohm 1995)

Als unterste Schicht ist die Wurzelschicht mit vielen verschiedenen Flach- und Tiefwurzlern zu nennen. Das „Erdgeschoss“ bildet die Moosschicht, die vorwiegend aus Moosen, Flechten und Pilzen besteht. Das nächste Stockwerk ist die Krautschicht, in der grasartige Pflanzen und Farne zu finden sind. Als nächstes bildet die Strauchschicht die Mitte des „Hauses“. In ihr sind vorwiegend Sträucher, junge und niedrige Bäume zu finden. Als Abschluss bildet die Baumschicht in über 30 Metern Höhe den Abschluss des Ökosystems. Hier sind nur noch sehr hochwüchsige Bäume vorhanden.

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c) Die Jahreszeiten und ihre Bedeutung für den Wald:
Die vier Jahreszeiten spielen eine große Rolle im Bunde der heimischen sommergrünen Laubmischwälder. Generell kann gesagt werden, dass es zwei jahreszeitlich bedingte Phasen gibt: Die Vegetationsperioden- und die Winterruhephase. In welcher dieser Phasen sich der Wald gerade befindet kann man an sogenannten Zeigerpflanzen (z.B.: Windröschen, Scharbockskraut, Hohler für Frühlings- oder Vegetationsperiodenbeginn) erkennen. Der tiefere Grund für die unterschiedliche Vegetation, und somit für das Vorkommen dieser Zeigerpflanzen während den Jahreszeiten sind die Lichtverhältnisse im Wald. Während zum Beispiel Frühlingspflanzen viel Licht, durch die noch nicht vorhandene Belaubung, vorfinden, müssen Sommerpflanzen mit weniger Licht auskommen. Wird dieses Gleichgewicht durch Abholzung oder andere Einflüsse gestört, stimmen auch die Zeigerpflanzen nicht mehr mit den Jahreszeiten überein.

d) Standortfaktoren:
Das richtige und zahlreiche Gedeihen von Pflanzen im Ökosystem Wald hängt von vielen Umweltfaktoren ab, die generell als Standort bezeichnet werden können. Man unterscheidet hier zwischen den biotischen Faktoren, welche durch Menschen, Tiere oder Pflanzen ausgelöst werden, und den abiotischen Faktoren, die wiederum durch natürliche Verhältnisse, wie zum Beispiel Sonneneinstrahlung, Hanglage, Wind oder Niederschlag gegeben sind. Der Standort hat große Bedeutung für die Entwicklung, Evolution und Verbreitung der verschiedenen Pflanzen. Die einzelnen Standortfaktoren aber, wirken nicht für sich allein, sondern funktionieren nur in Zusammenarbeit mit anderen Standortfaktoren. Aus diesem Grund versucht man heute, Forste nur mit solchen Baumarten zu bestücken, für die auch der Standort geeignet scheint. Wird dies nicht berücksichtigt, ist der Wald schon zu Beginn zum Sterben verurteilt.

e) Klimafaktoren:
Das mitteleuropäische gemäßigte Klima zeichnet sich dadurch aus, dass es ganzjährig Niederschläge im ausreichendem Maß gibt, und dass die Vegetationsperiode nur durch eine vier- bis sechsmonatige Winterpause unterbrochen ist. Der wohl wichtigste Faktor des heimischen Klimas ist die Höhenlage. Während Tiefländer und Becken von Laubwäldern beherrscht werden, finden wir in höheren Lagen eher Nadelwälder, die an der Baumgrenze von Legföhrengebüsch abgelöst werden. Generell unterscheidet man folgende Höhenstufen: • Planare Stufe – Flachland • Colline Stufe – Hügelland • Montane Stufe – Bergwaldstufe • Subalpine Stufe – Krummholzstufe • Alpine Stufe – Mattenstufe Natürlich gibt es auch noch weitere Klimafaktoren wie zum Beispiel die ausreichende Versorgung mit Wasser, Wind, Niederschlag und Sonneneinstrahlung.

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f) Bodenfaktoren:
Der Boden stellt das Umwandlungsprodukt aus mineralischen und organischen Substanzen dar, das mit Wasser, Luft und Lebewesen durchsetzt ist und höheren Pflanzen als Wuchsort dient. (Hofmeister, Nottbohm, 1995, S. 16) Der Waldboden hat viele Funktionen für die Pflanzen die in ihm wachsen, so ist er zum Beispiel Speicherort für Wasser und Nährstoffe, er wirkt als Puffer gegenüber Umwelteinflüssen und er hilft mit bei der Bildung von sauberem Grundwasser. Unsere heimischen Waldböden haben sich im Laufe der Jahrtausende entwickelt, haben verschiedenste komplexe Bodenbildungsprozesse (Verwitterung, Humusbildung) hervorgebracht und durch die Bildung von Tonmineralien zur Entstehung verschiedener Bodentypen beigetragen. Diese Bodentypen können nun vorteilhaft für Pflanzen, also voll mit Nährstoffen sein (Redzinen, Parabraunerden, Lehm- und Schluffböden) oder auch ausgewaschen und Sandreich und somit weniger vorteilhaft für die Flora sein (Ranker, Podsolböden).

2. Waldgesellschaften und die Fauna im heimischen Wald:
(Amt der Salzburger Landesregierung 1983, Bielli 1998, Dähncke 1982, Filek 1962, Klinting 1991, http://www.fundus.org/, http://www.referate.de)

a) Vielfalt der Waldgesellschaften:
Die gesetzmäßige Kombination von Pflanzenindividuen, die von verschiedenen Standortbedingungen abhängig sind, nennt man Pflanzengesellschaften. Während das Vorkommen des Waldes auf großklimatische Einflüsse zurückzuführen ist, hängt die Ausbildung von einzelnen Waldtypen eher von orographischen, mikroklimatischen und edaphischen Standortbedingungen ab. Die zwei wichtigsten Faktoren die zur Entwicklung der Art des Waldes beitragen sind Basen- und Wasservorkommen. Misch- und Auwälder besiedeln hier eher nasse, aber trotzdem warme Gebiete. Hier muss man nun unterscheiden ob es sich um Birken-, Eichen- oder Erlenbruchwälder handelt. Während Birken- und Eichenwälder eher basenarme Substrate bevorzugen, gedeihen Erlenmischwälder am besten auf basenreichen Böden.

b) Typische Pflanzen im heimischen Laub- und Mischwald:
In der untersten Schicht, der Moosschicht des heimischen Waldes sind vor allem Moose, Farne und Pilze zu finden. Hier zu gehören zum Beispiel die Röhrlinge (Boletaceae) oder die nicht minder berühmten Riesenschirmling (Lepiotaceae), im Volksmund auch Parasol genannt. Die nächste „Schicht“ des Waldes besteht vorwiegend aus Sträuchern und niedrigen Bäumen. An erster Stelle der Sträucher ist sicher die wilde Haselnuss zu nennen . Weiters sind noch wilder Hollunder, beziehungsweise Legföhren in höheren Lagen zu nennen. Die Hauptbewohner der Pflanzen des Waldes sind aber immer noch die Bäume. Hier gibt es eine relativ große Artenvielfalt, aber dennoch kann man einige wichtige Vertreter herausfiltern. Bei den Laubbäumen sind sicher Eiche, Rotbuche, Erle und auch Ulme zu nennen. Letztere hat sich aber in jüngster Zeit durch die hohe Luftverschmutzung eher nicht mehr etablieren 7

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können. Die Nadelbäume des heimischen Waldes sind die häufigen Fichten, sowie weiters Tannen, Kiefern und als Pioniere in höheren Lagen Lärchen und Zirben. Natürlich kann es da und dort auch noch andere Sträucher und Baumarten geben, sie alle hier zu nennen würde aber die Möglichkeiten übersteigen und den Rahmen sprengen.

3. Tiere des Waldes – Die Glieder des Ökosystems:
(Amt der Salzburger Landesregierung 1982, Bezzel 1992, Eisenreich W., Eisenreich D. 1989, Fehringer 1940, Lucht 1987, Mladen 1970, Specht 1992)

a) Formen- und Artenvielfalt:
Wie die Flora, ist auch die Fauna mit einer unzähligen Artenvielfalt bestückt. Für unsere heimischen Wälder gibt es ungefähr 6000 verschiedene Arten die wiederum in unterschiedliche Klassen eingeteilt werden können. Die Gruppen verteilen sich folgendermaßen: 350 Arten Einzeller 7 Arten Amphibien 380 Arten Würmer 5 Arten Reptilien 70 Arten Schnecken 70 Arten Vögel 5830 Arten Arthropoden 27 Arten Säugetiere Regional schwanken diese Angaben natürlich beträchtlich, denn sie werden durch die bekannten Standortfaktoren beeinflusst. Trotz der Fülle der Biomasse der verschiedensten Tierarten ist sie im Vergleich zur Masse der Pflanzen eher gering und macht nur 2% der Gesamtmasse aus.

b) Struktur der Tiergemeinschaften – Ernährungspyramide:
Die Ernährungspyramide des Waldes (Abb. 2) soll uns die Verteilung der Arten etwas näher bringen. Während den größten Anteil der Pyramide die Pflanzen ausmachen, wird die Pyramide nach oben hin schmaler und der oberste und kleinste Stein wird von den Fleischfressern 2. Ordnung gebildet.

Abb. 2: Die trophische Pyramide im Wald. Die Länge der Balken gibt die Größe der jeweiligen Population an. (Hoffmeister, Nottbohm 1995)

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Dies liegt sicher daran, dass die in den verschiedenen Trophiestufen vorhandene Energie von Stufe zu Stufe rapide abnimmt. Das heißt: Von Stufe zu Stufe sind mehr Tiere nötig, um ein einziges Tier der nächsten Stufe zu ernähren.

c) Tiere der Baum- und Strauchschicht – Konkurrenz und Nahrungsnischen:
Der größte Teil der Biomasse im heimischen Laub- und Mischwald befindet sich in der Baum- und Strauchschicht. Natürlich wird erst durch das genaue Verständnis der Begriffe Konkurrenz und ökologische Nische klar, dass es hunderte von Möglichkeiten für Tiere gibt, in der Baum- und Strauchschicht zu hausen. Die Fauna hat somit die Möglichkeit, denselben Lebensraum mit mehreren verschiedenen Arten von Organismen zu besiedeln. Als Beispiel möchte ich das Konkurrenzverhalten am Baumstamm anführen. Hier geht es genauer um das Saugen des Rindensaftes, zu verschiedenen Tageszeiten und von verschiedensten Insekten. Tag Nacht

Hornisse Wespen und Ameisen Schwingfliegen große Fliegen kleinere Fliegen Mesembrina (größere Fliegenart)

(Hornisse) Ameisen und Ohrwürmer Ordensbänder Eulenfalter Laufkäfer Laubheuschrecken

Diese Tabelle zeigt uns ganz deutlich, dass es durch verschiedene Nahrungsnischen möglich ist, mehrere individuelle Lebewesen durch ein und dieselbe Nahrungsquelle am Leben zu halten. Ähnlich lassen sich auch Vögel in solche Konkurrenzbereiche und ökologische Nischen einteilen. Ich möchte nicht genauer darauf eingehen, sondern nur einige der wichtigsten Vogelarten des heimischen Waldes anführen. Die Nahrungsquellen der unten angeführten Vögel sind vor allem Larven und Raupen, sowie kleinere Käfer und Heuschrecken. Die einzelnen Vögel unterscheiden sich in ihren Fressgewohnheiten nur durch Spezialisierung auf einige der oben genannten Insekten. Nun aber zu den Vogelarten: die wichtigsten und auch die bekanntesten sind Kuckuck, Buntspecht, Singdrossel, Baumfalke (eher selten), Kleiber und Pirol. Die eher weniger bekannten sind Trauerschnäpper, Kernbeisser, Waldlaubsänger und Baumläufer. Um nun einen Übergang zu den „wirklich sichtbaren“ Bewohnern des heimischen Waldes zu schaffen, möchte ich nun das „Wild“ behandeln. Der Begriff „Wild“ ist nur ein vom Menschen gegebener Name. Was man damit meint ist offensichtlich. Im heimischen Wald werden wir heutzutage, wenn überhaupt, vorwiegend Rotwild antreffen. Dies bezieht Reh und Hirsch mit ein. Natürlich gibt es auch noch andere Arten wie Wildschwein, Feldhase oder Baummarder. Eher seltener anzutreffen sind heute Dachs, Fuchs, Luchs oder 9

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Wolf sein. Nicht zu vergessen ist der gute alte Braunbär, der erst vor kurzem wieder in unseren heimischen Wäldern angesiedelt wurde. Neben diesen Tier- und Vogelarten gibt es zahlreiche Insekten- und Schneckenarten, auf die ich auch nicht im Detail eingehen möchte.

4. Wald und Mensch:
(Filek 1962, Hofmeister, Nottbohm 1995, Schauenberg 1978, Wenzel-Jelinek 1992)

a) Entwicklung der Waldvegetation:
In unserer heutigen Gesellschaft taucht oft die Frage nach der natürlichen Vegetation auf. Was ist aber nun natürlich? Hier müssen wir grundsätzlich unterscheiden: Unter natürlicher Vegetation wird zum einen die Pflanzendecke, wie sie vor dem Eingriff des Menschen ausgesehen hat, verstanden, anderseits das Endprodukt, also die Vegetation wie sie nach dem Eingriff des Menschen aussieht. In diesem Fall kann auch von potentieller natürlicher Vegetation gesprochen werden. Natürlich wird auch durch intensive menschliche Nutzung die Umwelt verändert. Verschiedene Nährstoffe werden verbraucht, andere im Übermaß produziert. Manchmal kommt es zu einer Absenkung des Grundwassers und somit werden andere Pflanzen sesshaft, beziehungsweise wandern andere, als ursprünglich vorhanden waren ein. Hiezu ein Diagramm, das anhand des Beispiels von Niedersachsen zeigen soll, wie die Umwelt und die natürlicher Voraussetzungen durch die Hand des Menschen beeinflusst werden.

Abb. 3: Potentielle natürliche und tatsächliche Vegetation und Bodennutzung am Beispiel von Niedersachsen. (Hoffmeister, Nottbohm 1995)

b) Historische Nutzung des Waldes:
Vor ca. 5000 Jahren, zu Beginn des Sesshaftwerdens des Menschen begann dieser, den Wald intensiv zu nutzen. Durch Brandrodung und intensive Schlägerung wurde der Wald zurückgedrängt. Die Menschen begannen mit dem Wanderfeldbau. Anfangs wurde das gewonnene Holz nur als Brennmaterial verwendet. Jahre später jedoch wurden auch Häuser und 10

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Behausungen aus dem wertvollen Rohstoff gebaut. Zu dieser Zeit wurden auch zahlreiche Glashütten (Stätten zur Erzeugung von Glas) sowie „Eisenwurzen“ (Stätten zur Erzeugung von Eisen) mit Holz betrieben. Nicht zu vergessen ist noch die Verwendung von Holz zur Herstellung von Terpentin und Lacken. Besonders in unseren Breiten kann man sogar heute noch die schwer verwundeten Bäume sehen, aus denen Harz entnommen wurde.

c) Heutige Bewirtschaftung:
Zu Beginn des 19.Jahrhunderts begannen die Menschen eine intensive Aufforstungswirtschaft zu betreiben. Da der Boden aber schon sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden war, konnten viele Bereiche Österreichs nur mit den anspruchslosen Nadelgehölzen bewaldet werden. So hat zum Beispiel bereits Maria Theresia hier im Steinfeld den „Föhrenwald“ anpflanzen lassen. Hätte sie dies nicht getan, würden wir heute höchstwahrscheinlich in einer Steppe leben. Natürlich hatte man mit dieser Aufforstungswirtschaft aber nicht nur „umweltfördernde Ziele“ im Blickwinkel, sondern erhoffe sich auch großen Ertrag. Dieser blieb aber wider Erwarten aus, denn die Monokulturen waren und sind es heute noch, anfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall.

d) Naturschutz und Wald:
„Grundlegendes Ziel des Naturschutzes ist es, die Pflanzen und Tierwelt des Waldes so zu unterstützen, dass sie nachhaltig gesichert ist. Hier muss man unterscheiden, ob man naturnahen oder naturfernen Umweltschutz betreibt.“ (Kreuter, 1982, S10) Der Naturschutz setzt sich besonders für gefährdete und seltene Tier- und Pflanzenarten ein. Hier hat er natürlich die Hilfsmittel von Naturschutzgebieten, Nationalparks oder Naturdenkmälern. Das Vorkommen von Eichenmischwäldern, zum Beispiel, ist in Österreich auf warme Hanglagen begrenzt. Somit werden die Naturschützer versuchen, diese vor Verbauung und übermäßiger Nutzung zu schützen.

e) Die Bedeutung des Waldes:
Für den Menschen hat der Wald vielerlei Bedeutung. Die vier wichtigsten Bedeutungen möchte ich hier genauer anführen: • Der Wald liefert Rohstoffe zum Bau von Häusern und als Brennmaterial. Er liefert weiters Früchte als Futter für Tiere oder als Essen für den Menschen. • Holz-Rohstoffe bilden eine solide wirtschaftliche Grundlage. Ihr Verkauf und Export sichert viele Arbeitsplätze und Einnahmen. • Wälder haben einen positiven Einfluss auf die Umwelt. Sie tragen sowohl zur Luftverbesserung als auch zur Lärmdämmung sowie zur Regulation des Grundwasserhaushaltes bei. • Der Wald bildet auch Grundlage für künstlerische Betätigung. Er bietet weiters viele Erkenntnismöglichkeiten und liefert Erholung und Entspannung.

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5. Gefährdung von Wäldern – Was können wir tun?
(Lucht 1987, Reisigl 1989, http://www.referate.at/, http://www.referate.de/, http://www.onlinesearch.de/)

a) Entwaldung:
Wälder waren schon seit jeher Opfer von Bränden, Naturkatastrophen und der Menschen. Als Beispiel für den intensiven Eingriff des Menschen in Waldflächen sei der Mittelmehrraum erwähnt. Dort bedeckten einst riesige Wälder die Berge und Hügel. Sie wurden jedoch alle für Schiffbau und Weideflächen abgeholzt und heute muss zum Beispiel Italien, das ganze benötigt Holz importieren.

b) Waldsterben:
Das heutige Waldsterben geschieht nicht wie in damaligen Zeiten direkt durch Abholzung, sondern vielmehr indirekt durch Luftverschmutzung und wachsende Industrien. So konnte man etwa in den 70er Jahren eine Erkrankung der Tanne feststellen, die durch verschmutzte Luft hervorgerufen wurde. Heute ist aber nicht nur die Tanne von dieser Krankheit befallen, sondern auch sämtliche andere Nadelbäume und auch bereits Laubbäume zeigen erste Symptome.

c) Was können wir tun?
Jeder von uns kann dem Wald mehr oder weniger helfen. Wir glauben zwar immer alleine machtlos zu sein, aber dem ist nicht so. Am besten ist dem Wald geholfen, wenn wir vielleicht einmal das Auto stehen lassen und mit dem Zug oder Fahrrad fahren. Das ist meist billiger, fördert die Gesundheit und hilft auch noch der Umwelt als Ganzes. Weiters sollten wir auf eine peinlichst genaue Mülltrennung achten, und keine Abfälle direkt im Wald ablagern.

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Danksagung:

Diese Seite meiner Profachbereichsarbeit möchte ich noch allen widmen die mir dabei geholfen haben, die nötigen Materialien zu finden. Persönlich anführen möchte ich unseren Biologie Professor Herr Prof. Mag. Karl Kurz, weiters unser Schulbibliothekar Prof. Mag. Karl Fux, und nicht zuletzt meiner Mutter, die mir auch geholfen hat, einige der höchst interessanten Bücher als Quellen zu finden.

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Literaturverzeichnis:

Aichele D. Dr., Schwegele H. W. Dr. (1987): „Blumen der Alpen“, Frankh’sche Verlagshandlung, Stuttgart Amann G. (1983): „Kerfe des Waldes“, J. Neumann-Neudamm Verlag, Melsungen Amt der Salzburger Landesregierung (1982): „Heimische Vögel. Kennen und schützen“, Reischl-Druck, Salzburg Amt der Salzburger Landesregierung (1983): „Laßt Blumen blühen!“, Reischl-Druck, Salzburg Bezzel E. Dr. (1992): BLV Bestimmungsbuch. „Vögel“, BLV Verlagsgesellschaft, München Bielli E. (1998): „Pilze. Ein umfassender Ratgeber zum Bestimmen und Sammeln von Pilzen”, Neuer Kaiser Verlag, Klagenfurt Dähncke R.M. (1982): „Pilz Kompaß“, Gräfe und Unzer Verlag, München Eisenreich W., Eisenreich D. (1989): „BLV Tier und Pflanzenführer für unterwegs“, BLV Verlagsgesellschaft, München Fehringer O. Prof. Dr. (1940): „Wildtiere und Haustiere“, Frankh’sche Verlagshandlung, Stuttgart Filek W. Dr. (1962): “Geschützte Pflanzen”, Österreichischer Agrarverlag, Wien Hofmeister H., Nottbohm G. (1995): Basiswissen Biologie 8. „Ökologie der Wälder“, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart Klinting L. (1991): „Mein Kleines Baumbuch“, Friedrich Oetinger Verlag, Hamburg Kreuter M.L. (1982): BLV Garten- und Blumenpraxis. „Biologischer Pflanzenschutz. Naturgemäße Abwehr von Schädlingen und Krankheiten“, BLV Verlagsgesellschaft, München Lucht I. (1987): „Die Wald-Uhr. Das Jahr des Waldes mit seinen Pflanzen und Tieren“, Heinrich Ellermann Verlag, München Mladen J. Dr., Horneck H. Dr. (1970): „Geschützte Tiere in der Steiermark“, Landesgruppe Steiermark des Österreichischen Naturschutzbundes, Graz Reisigl H., Keller R. (1989): „Lebensraum Bergwald. Alpenpflanzen in Bergwald, Baumgrenze und Zwergstrauchheide“, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart Schauenberg P., Paris F. (1978): BLV Bestimmungsbuch. „Heilpflanzen“, BLV Verlagsgesellschaft, München

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Specht R. (1992): „Singvögel. In Wald, Park und Garten“, Frackh-Kosmos Verlag, Stuttgart Wenzel-Jelinek M. (1992): „Kapital Wald. Wahrheit und Hoffnung“, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg

Webseiten:

http://www.fundus.org/ http://www.online-search.de/ http://www.referate.at/ http://www.referate.de/

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