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HEFT NR.

40, MÄRZ

2003

FOTO: CRR SLOVAKIA

ROMANO CENTRO

Prof. Dr. Arnold Schäfer: Der Humanität auf der Spur bleiben - `Leib und Seele´: Ein erschütternder
Bericht aus der Slowakei - Roma-Märchen aus der Türkei - Erfahrungen einer Lernhelferin Berichte - Was uns freut - Was uns entsetzt - Termine - Schriften über Roma
Prof. Dr. Arnold Schäfer: Te aśas pe manušîkano drom - `O trupo thaj o đi´:
Jek raporto andaj Slovakija - Jek paramič kataj Turska - Gîndur kata jek školaći aźutorkinja Nevimata - So sî amengê drago - So daravel amen - Lila pa ´l Řom

ROMANO CENTRO

FOTO: CRR SLOVAKIA

WIRTSCHAFTSFLÜCHTLINGE?
Wer sind die Menschen, die um Gewährung von Asyl angesucht haben und jetzt
- nur in Österreich - aus der Bundesbetreuung herausfallen, weil ohne Verfahren
von vornherein klar scheint, dass kein
Asylgrund vorliegt? Sie bekommen, auch
wenn ihr Ansuchen noch nicht erledigt
ist, keine Unterstützung, werden nicht
untergebracht und dürfen nicht arbeiten.
Es sind zum Beispiel Roma, die aus
Ländern kommen, in denen sie gerne
bleiben würden, dort aber wirklich keine
Chance haben, menschenwürdig zu leben.
Verlassen sie ihre Siedlungen, können sie,
auch ohne Grund, der Polizei in die Hände
fallen, versuchen sie irgendwo Arbeit zu
finden, werden ihnen grundsätzlich und
immer Gadsche (Nicht-Roma) vorgezogen. Fügen sie sich ihrem Schicksal,
überleben mühsam von Sozialhilfe und
Kindergeld und geben alle Hoffnung auf,
werden sie von Behörden und Mitbürgern
als Schmarotzer beschimpft, die nicht
arbeiten wollen.
Wagen diese Menschen dann die Grenzen
ihres Landes zu überschreiten, dann werden sie zu `Wirtschaftsflüchtlingen´. Für
sie gibt es keinen Platz in den vergleichsweise reichen Ländern des Westens.
Angenommen, eine Familie kann das
nicht mehr ertragen, will nicht mehr, dass
ihre Romnja in den Spitälern miserabel
behandelt werden, angenommen, viele
von ihnen wurden von Polizisten oder
Skinheads misshandelt - die Asylämter
interessiert das nicht. Es gibt ja heute in
all den Ländern, aus denen Roma kommen, Gesetze, die so ein Verhalten von
Ärzten oder der Polizei verbietet, also,
denkt der Laie, können sich die Leute ja
wehren. Dass, vor allem in Ländern, die
Roma lieber heute als morgen los werden
wollen, Klagen gegen Polizisten oder
Ärzte absolut chancenlos sind, zählt nicht.
Rassisch verfolgt werden kann man nur
in Ländern, in denen Gesetze Verfolgung
nicht untersagen.
Dazu ein paar wahre Geschichten zu dem
Bericht von Seite 6:

„Rettungen kommen nie hierher,“ sagt
Ida aus Rudnany. „Nicht einmal für eine
schwierige Geburt. Sie sagen, `Such dir
selber einen Transport´. Wenn du sagst,
du rufst aus Patorácka (eine bekannte
Romasiedlung in der Slowakei, Anm.) an,
dann kommen sie nicht. Vor vier Monaten hatte Matila, eine Frau, die in einer
schäbigen Hütte hinter `Bytovky´ lebt,
zu Hause eine Geburt, weil die Ambulanz abgelehnt hatte, zu kommen und sie
keine andere Möglichkeit hatte, ins Spital
zu kommen. Sie bekam Zwillinge und
eines der Babys starb. Erst dann, als die
Familie noch einmal anrief und berichtete,
dass das Baby gestorben sei, schickten sie
doch die Ambulanz und im Krankenhaus
fuhr sie der Arzt an, `Wie kannst Du
wagen nicht ins Spital zu kommen?´“
oder
Milena, eine dreifache Mutter aus Zehra
berichtet: „Bei der Geburt schreien sie nur
mit uns. Ich blutete und der Doktor sagte
zu mir, `Du kannst sterben, wenn du willst´.
Die Ärzte behandeln dich nicht. Wenn
Romnja im Spital um Hilfe läuten, kommen
die Schwestern nicht, wenn sie wissen, wer
ruft, sagen sie, `Hilf dir doch selber!´“
oder
Eine Frau aus Jasov erzählt: „Mit mir
waren noch andere schwangere Frauen
im Zimmer. Sie wurden behandelt wie
Schweine und warteten, dass man ihnen
die Bäuche aufschneidet. Eine von ihnen
gebar am Fußboden, weil niemand kam,
um ihr zu helfen. Als der Arzt das sah,
sagte er, `Du bist ein Schwein, also kannst
du auch gebären wie ein Schwein!´“
Wagten Ida oder Milena in Österreich um
Asyl anzusuchen, sie wären Wirtschaftsflüchtlinge und hätten keine Chance hier
zu bleiben. Gott sei Dank dringen die unbeschreiblichen Umstände, unter denen Roma
in unseren Nachbarländern leben müssen,
langsam ans Licht der Öffentlichkeit.

Wir glauben nicht, dass alle Menschen aus armen Ländern
im Westen aufgenommen werden können, aber vor all dem Leid
die Augen zu zu machen, ist keine Lösung.
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ROMANO CENTRO

MANUŠA KAJ NAŠÊN KATA EKONOMIJAKO ČOŘÎMOS?
Kon sî le manuš, kaj rode azilo ande Austrija? Numa ande Austrija, la Austrijakê raj
či maj kamen te grižîn pa lende, kê von
gîndin već maj anglal, bi te na aźukêren la
krisako rodimos, kaj naj či sosko fakto, te
del pe len azilo. La Austrijakê raj či aźutin
le manušêngê, kaj roden azilo,čiti anzaren
lengê than kaj šaj bêsênas, čiti dozvolin
lengê te kêren bući, či atunči na, kana
joś či dine po gor pa lengo azilo. Kadala
manuša sî, po eksemplo, Řom, save aven
anda `k them, kaj voljasa kamenas te kothe
aśên, numa kothe čisośći šansa naj len, te
šaj trajin kothe manušîkanêš. Mekên von
peskê bêšimaskê thana, ušoro peren ande
le šîngalengê vas anda khančeste; zumaven
von te arakhên peskê bući, či primin len le
gaźe ande bući, kê le gaźe len ande ande
bući maj sîgo peskê manunšên. Kana xasaren le Řom sja e nada thaj trajin numa kata
socialno aźutimos thaj kata `l love kaj sî pe
śavořêndji sama, athoska mothon le gaźe
thaj le raj, kaj le Řom sî khandine thaj či
kamen te kêren bući. Te avel len Řomen e
troma, te nakhên e bar peskê themeśći thaj
von źan-tar ande `k aver them, athoska le
gaźe kam mothon, kê von našle numa kata
ekonomijako čořîmos. Lengê naj than ande
relativno barvale zapadni Evropakê thema.
Kana jek familja našti maj tîrpil, kê ande `l
špite tretirin lakê źuvljan desja bilaśes, vaj
le šîngale thaj le nangê šêrengê skinhedur
tretirin nasules lengê manušên, le rangê,
kaj den azilo, kodja naj interesantno. Le
gaźe gîndin kadja: „Adjes egzistirin ande
svako them, -vi kothe kata aven le Řom-,
zakonur, kaj ci dozvolin kasavo bilaśo
tretirimos kataj doktoronđi vaj šîngalenđi
rig, thaj le Řom šaj roden pesko čačimos
ande lengo them, te aven čačes bilaśes tretirime.“ Le gaźe či kamen te ašunen, kê le
Řomen naj šansa ande lengê thema, katar
von našên, te žalin pe kontra le šîngale vaj
kontra le doktorur. Le gaźe kamen numa
te skêpin pe le Řomendar ande `l thema
katar aven le Řom. Pala gaźengo gîndo
egzistiril rasističko progono numa ande
kodola thema, kaj či egzistirin zakonur
kontra progono.

Pašê pašâ o raporto kaj arakhên pe rig 7,
katka vuni čače pecimata:
„E ambulanta šoha či avel orde,“ mothol e Ida
kata foruco Rudnany. „Či athoska či avel, kana
sî jek pharo bijandimasko problemo. Le gaźe
mothon `arakh tukê korkořo jek transporto
źi kaj špita´. Kana mothos lengê, kê tu kêres
telefono kataj Patorácka (kodja sî jek ašundi
řomaji mahala ande Slovakija), athoska von č`
aven tukê. E Matila, jeg Řomni, kaj trajil ande
`k čořîvaji kolibica palal kata gav `Bytovky´ sas
te bijanel anglal de štar śon. Voj bijandja anda
jek data, duje śavořên, aj jek śavořo anda lende
mulo, kê e ambulanta či kamlja te avel, aj la
řomnja nas čisoko aver šajipe te bi arêselas
ź´ande špita. E ambulanta avili athoska, kana
mardja la Matilaći familja maj jek data telefono
thaj mothodja le rangê, kaj o jek bêjato mulo.
Ande špita o doktoro cîpisardja pe late: `Savi
troma sas tu, te na aves ande špita?´“
vaj
E Milena, anda gav Zehra, jek trine śavořênđi
dejoři, mothol: „Kana avel e vrjama te bijanes,
le gaźe numa cîpin pe tute. Me xasardem but rat
aj o doktoro numa mothodja mangê, `te kamesa,
mer!´ Le doktorur či grižîn čisar pala tute. Kana
Řomnja zvonin pala aźutimos, le špitaloskê
źene či aven, kana źanen kê je Řomnji zvonisardja, von mothon: `aźutisar tukê korkořo´“.
vaj
Je Řomni anda Jasavo mothol: „Ande soba
sas manca vi aver khamne Řomnja. Von sas
tretirime sar balja, save ažukêren, te śindol
lengo pêř. Jek anda lende sas te bijanel pe
phuv, kaj khonik č´avilo te aźutil lakê. Kana
dikhlja kodja o doktoro, vo numa mothodja:
`Bali san, anda kodja bijan sar bali!´“
Te bi rodenas e Ida vaj e Milena azilo ande
Avstrija, le gaźe dikhênas len sar emigrantur,
kaj našên numa kata ekonomijako čořîmos
thaj č` avlas le Řomnjan čisośći šansa te aśên
katka. Najis Devleskê, lokhêš dikhên v`e gaźe
o baro bilaśimos le Řomengo, ande `l thema
krujal e Austrija, sar sî te trajin le Řom.

Či paćas, kê le barvale Evropakê thema šaj primin sa
le manušên anda `l čořê phuvja, numa te phandavas feri le jakha angla bilaśimos
le manušêngo, či kodo čisośći solucija naj!
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ROMANO CENTRO

Sich mit dem Fremden verständigen heißt:
DER HUMANITÄT AUF DER SPUR BLEIBEN

FOTO: D. JEVREMOVIĆ

von Prof. Dr. Arnold Schäfer

Jedermann weiß, dass uns das Fremde fasziniert, unsere Fantasie in seinen Bann schlägt,
aber dass es uns auch irritiert, verwirrt und
unsere Abwehrängste auf den Plan ruft. Das
wirft einen Schatten auf die Verständigung
und das Zusammenleben mit Fremden.
Dem Bekannten begegne ich mit sicheren
Erwartungen, einem nicht zu überschätzenden Kapital an Verständigungszuversicht.
Was hier vorbehaltslose Offenheit begründet,
fehlt zunächst im Kontakt mit dem Fremden. Seine mir unvertraute Präsentation
einer anderen Weltsicht irritiert mich und
mein Selbstverständnis. Weil der Fremde einem anderen kulturellen Kontext verhaftet
- Leben und Tod, Liebe und Gerechtigkeit,
Schönheit und Moral anders versteht, mutet
er mir zu, mein eigenes Lebens- und Weltverständnis in Frage zu stellen.
Es ist diese Erfahrung der Differenz, die uns
häufig veranlasst, den Fremden als Eindringling anzusehen, ihm ablehnend zu antworten.
Der defensiv-aggressive Rückzug ins
unbefragbar Eigene macht uns unfähig, die
Botschaft des Fremden zu vernehmen und
zu entschlüsseln. Nur wer die Risken der
Selbstverunsicherung auf sich nimmt und
sich dem Verständigungsdilemma stellt, wird
den damit ermöglichten Zuwachs an Lernkompetenz einholen können. Das wird nur
gelingen, wenn die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind. Nur wer im Gesicht
des Fremden die Spuren der Entbehrung heimatlicher Lebensgewissheiten wahrnimmt,
wer die Leidensschrift des Verlusts und die
Schriftzeichen eines versteckten Zugehörigkeitswunsches zu entschlüsseln vermag, wird
sich mit neuer Aufgeschlossenheit auf den
Fremden einstellen. Nur dann wird er von
ihm Aufschluss über neue, überprüfungswürdige Weltanschauungen und Formen der
Mitmenschlichkeit erwarten. Das ist aber nur
möglich, wenn er gleichzeitig den Mut und
die Bereitschaft aufbringt, den Konsens mit
der eigenen Gruppe zu hinterfragen und den
dadurch aufkommenden Konflikt auf sich zu
nehmen. Notwendig ist also das Misstrauen
gegenüber der eigenen Haltung. Unser kul-

tureller Horizont kann nämlich
zum Lerngefängnis werden.
Die Einwilligung in den Lernverzicht läuft unweigerlich auf
Selbstverminderung
hinaus.
Wer sich aber dazu bereit findet, im Licht einer alternativen
Lebensform die moralischen
Gehalte und Verbindlichkeiten,
die Glückskonzepte und Selbstverwirklichungsstrategien der
eigenen Lebenswelt in Frage
zu stellen, wird ungewöhnliche
Lerngewinne erzielen. Gegen
die bequeme Verankerung
im Eigenen steht die Neugier
auf das Andere, das Interesse
an der unabsehbaren Vielfalt
menschlicher Selbstverständnisse und kultureller Artikulationen. Sich, durch den Fremden
veranlasst, auf solche Vielfalt
einzulassen, bedeutet, den
Zweifel am Selbstverständlichen auszuhalten und entgegen
allen
Gewissheitswünschen
in die unabschließbare Deutungsarbeit einzuwilligen. Von
zentraler Bedeutung sind die
mit der Erfahrung des Fremden
eingeleiteten Reflexionsprozesse. Sie setzen
eine Fantasie frei, die in die Erkundung
neuer humaner Möglichkeiten investiert
werden kann und so aus der ethnischen
Verengung herausführt. Damit werden wir
frei von verordneten Beschränkungen und
Bevormundungen durch die eigene Gruppe, die uns, öfter als uns bewusst ist, den
Denkverzicht abverlangt. Darum ist es auch
so wichtig, die im Austausch mit Fremden
gemachten Lernerfahrungen in die eigene
Gruppe einzubringen. Wenn es gelingt, die
Gruppe dann für die neuen Erfahrungen zu
öffnen und eine Auseinandersetzung zu provozieren, kann sie sich aus der systemischen
Versteinerung herauswinden.
Wir müssen lernen, mit nicht aufhebba-

Notwendig ist das Misstrauen
gegenüber der eigenen Haltung.

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ren Differenzen, mit nicht zu lösenden
Konflikten zu leben und auch den damit
aufkommenden Widerstreit in der eigenen
Identität auszuhalten. Sich mit Fremden zu
verständigen bedeutet also immer auch: mit
einem nicht eliminierbaren Krisenpotential
zu leben. Damit ist uns eine andauernde
Selbstdeutungsarbeit zugemutet. Nur so aber
können wir der immer noch ausstehenden
Humanität auf der Spur bleiben.
Dr. Arnold Schäfer ist emeritierter Professor der
Universität Osnabrück, wo er einen Lehrstuhl für
Allgemeine Pädagogik inne hatte. Im Rahmen seiner Arbeitsschwerpunkte Pädagogischen Anthropologie bzw. Sozialphilosophie beschäftigt er sich
mit Kommunikationstheorie.

ROMANO CENTRO

Te haćares tu le strêjinosa, kodja buśel:
TE AŚÊS PE MANUŠÎKAJI VURMA
kata Prof. Dr. Arnold Schäfer

Svako źanel, kê strêjino bući lel, pe jek rig,
amari fascinacija thaj amari fantazija, pe
aver rig anel amengê iritacija, kêrel amen
nesigurno thaj daravel amen.
Kodolasa avel amari ko-operacija thaj amaro
trajo le štrêjinosa vađe maj phares.
O drom, kaj sî mangê prinźando, kodole dromesa phirav maj ušoro taj maj sigurno thaj
pîterde paćamasa. O pîterdo paćamos, kaj sî
ma karing sa kodja, so sî mangê prinźando,
naj ma, kana kontaktiriv le strêjinosa. Leśći
bi-prinźandi prezentacija anda jek aver biprinźandi filozofija, kêrel mangê iritacija
thaj iritiril muřo haćarimos pa mande. O
strêjino manuš sî phanglo avera kulturasa
- vo haćarel o trajo, e martja, o kamlimos,

o čačimos, o šukarimos thaj o tivno trajośći koncepcija, kodo kam sićol
laśimos aver fjal, aver źandes but thaj lesko trajosko horizonto kam barol
sar me, aj anda leste musaj sî zurales. Kontra o purano trajosko koncepto,
te puśav ma man, te sî muři kaj sî o manuš phanglo korkořo ande peste,
trajośći thaj ljumaći filozofija e aśêl o intereso le ilesko thaj la godjako pala
čači vaj na?
jek aver strêjino ljuma, aśêl o intereso ande
Butivar sî vorta kodja diferen- but fjal pa baro barvalimos kata manušîkane
cija o fakto, kaj dikhas le strêji- kulturakê artikulacije. Zurales importantni sî
none manušês negativno thaj vi le gîndimaskê procesur, save teljaren ande
amaro adveto karing leste sî manušêste, kana prinźandol strêjinona trjanegativno. O defensivno thaj basa. Kadala gîndimaskê procesur zurjaren
agresivno drom palpale, palpa- le manušeśći imaginacija, savi šaj ćidel pe
le ande amaro dji, ande amaro pala manušikane šajimata thaj save slobodí„ego“, savo či puśel, anel kodo saren le manušes kata ethnikako tangimos.
rezultato, kê našti das po gor, so Kodolasa avas slobodni manuš, kam avas
sî e vjašta le strêjini manušeśći slobodni kata propisur thaj kata o patrijaxato
thaj so sî palal pala kodja vjašta. pa amende paj rig kata amari grupa, savi maj
Numa kodo manuš, kaj lel pe butivar, sar amen źanás, rodel amendar, te
peste o riziko, kaj sî phanglo le na maras amari gođi thaj te na gîndis prja
problemosa pa haćarimos, kam kritično. Anda kodja sî čačes but importantsićol maj but thaj leśći kompe- no, te anas kodja, so sićiljam kata o strêjino,
tencija kam barol. Numa kodo vi ande amari grupa. Kana źanas te pîtras
manuš, kaj arakhêl ande faca le amari grupa pala nevo źanglimos kadići, te
strêjinone manušeśći le vurme, diskutuil le pozitivni thaj negativni faktur,
kaj sîkaven lesko ćijimos taj athoska e grupa sî la šansa, te škêpil pe
lesko xasarimos kata trajosko anda tangimos. Amen sî te sićos, te trajis le
paćamos, kaj dikhêl thaj haćarel konfliktonca, kaj našti rešîs le len, amen sî te
leśći garadi želja palaj familja sićos te trajis le diferencijenca kaj našti rešîs
ande leste, numa kado źeno len, amen sî te izdržîs o konflikto pa amaro
šaj avel pîterde ilesko karing identiteto korkořo ande amende. Te haćaras
o strêjino manuš, kaj sî angla leste. Feri amen le strêjinosa, kodja buśel ande jek: te
atunči šaj aźukêrel le strêjinone manušêstar trajis kasave krizenca, kaj sî butivar bi soluadveto pa `l trajoskê filozofije thaj adveto cijengo. Kodja značil, amen sî te trajis ande
pa `l forme la manušîkaja ko-operacijakê pe `k permanentno rodimasko proceso pa amaro
sama kata manušîkano haćarimos. Kodja šaj identiteo. Numa pe kado modo šaj aśas pe
numa realizuil, kana sî les pe isto vrjama e manušikaji hamanitetośći vurma, kaj vađe či
volja thaj e troma, te rodel o konzenso peska realizuisajlo.
grupasa thaj te rizikuil o konflikto peska grupasa, thaj te lel o konflikto pe peste, kaj šaj
înklel anda kodja. Importantno sî anda kodja,
kritično jek gîndo karing peste, kê amaro
kulturako horizonto šaj te avel amengê
ušoro jek sićimasko phandajimos. Kon či O Dr. Arnold Schäfer si zaslužime profesori kata
maj kamel te sićol, kodo avtomatično cînja- univerziteto Osnabrück, kothe sîkavelas generalrel korkořo pes. Pe aver rig, kas sî troma, te no pedagogika. Ando ramo kata leśći centralno
puśel korkořo pestar kritično, lesko paćamos, bući, kaj sî pedagogijaći antropologija thaj
leśći trajośći filoziofija thaj leśći trajoski socialno filozofija, o Dr. Schäfer kêrel bući pa
koncepcija ande relacija pe `k aver alterna- komunikacijaći theorija.

So sî importantno, kodja sî jek
kritično gîndo korkořo pa peste.

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ROMANO CENTRO

FOTO: Y. LERESCHE

LEIB UND SEELE
Unter diesem Titel haben das `Center for
Reproductive Rights´, die Menschenrechtsorganisation `Poradna pre obcianske a
l´udské práva´ und Ina Zoon soeben einen
erschütternden und ausgezeichnet dokumentierten Bericht veröffentlicht. Wir bringen
einen Auszug der Zusammenfassung und
wünschen der Arbeit größtmögliche Öffentlichkeit: In 230 Gesprächen mit Romnja
aus 40 Romasiedlungen in der Ostslowakei
haben die Autoren massive Menschenrechtsverletzungen aufgedeckt und genau belegt.
In ausführlichen Tiefeninterviews musste
festgestellt werden, dass mehr als 140 Romnja zwangssterilisiert wurden oder vermuten,
zur Sterilisation gezwungen worden zu sein,
110 davon seit der Wende. Die etwa 30
anderen haben während des Kommunismus
der Sterilisierung deshalb zugestimmt, weil
sie kaum darüber informiert, dafür aber gut
bezahlt wurden.
Der Bericht befasst sich aber vor allem
mit der Praxis nach der kommunistischen
Zeit. Nach Geburten mit Kaiserschnitt wird
den Frauen bis heute oft erst nach dem
Eingriff weisgemacht, sie seien deshalb
sterilisiert worden, weil bei einem weiteren
Kaiserschnitt Gefahr für das Leben von
Mutter und Kind bestünde. Gelegentlich
mussten sie auch während der Entbindung
irgend etwas unterschreiben, was sie nicht
gelesen hatten oder nicht lesen konnten. In
einem Fall handelte es sich dabei um ein
weißes, unbeschriebenes Papier. Oft wurden
die Frauen nicht einmal davon informiert,
dass sie sterilisiert worden sind, sondern
haben das erst später, entsetzt, festgestellt.
Auch wurden einige minderjährige Frauen
zwangssterilisiert, ohne dass ihr Vormund
gefragt worden war.
Tatsächlich ist in der Slowakei aber genau
geregelt wann und unter welchen Umständen
sterilisiert werden darf: Eine Frau unter 35
Jahren darf das nur verlangen, wenn sie vier
oder mehr lebendige Kinder hat und nach
dem 35. Lebensjahr, wenn sie bereits drei
oder mehr Kinder hat.
Ärzte kommen ihrer Pflicht, Romnja zu
informieren aber nicht nach, sondern fühlen
sich berechtigt, folgenschwere Entscheidun-

gen für diese Patientinnen zu treffen.
In vielen Spitälern der Ostslowakei werden
Roma systematisch rassisch diskriminiert:
Romnja werden von Gadsche getrennt
untergebracht, dürfen deren Toiletten und
den Speisesaal nicht benützen. Sie werden
schlechter, wenn überhaupt behandelt und
Rettungen weigern sich oft, Romnja zu
holen, selbst wenn sie schon in Wehen liegen
oder sie verlangen Geld, obzwar sie von der
Versicherung bezahlt werden. Ärzte haben
meist nur bestimmte Zeiten, in denen sie
überhaupt Romnja behandeln, die dann oft
auch vom Krankenhauspersonal beschimpft
und kaum informiert werden.
In vielen Fällen werden sowohl den
betroffenen Frauen wie auch Anwälten mit
Vollmachten die Herausgabe ihrer Krankengeschichte verweigert, obzwar sie ein
gesetzlich verbrieftes Recht darauf haben.
Das ist inakzeptabel, aber verständlich, werden diese Dokumente doch verfälscht, wenn
sie überhaupt noch vorhanden sind. Aus diesem Grund können manchmal Romnja ihren
begründeten Verdacht, sterilisiert worden zu
sein, oft auch nicht bestätigen.
Die slowakische Regierung ist verpflichtet,
die Menschenrechte aller Staatsbürger einschließlich und besonders der Angehörigen
der Roma-Minderheit zu schützen. Dennoch haben ihre Beamten versäumt, diese
Zustände zu verurteilen und zu beenden.
Trotz mehrerer Anklagen wegen Zwangssterilisation wurden Ärzte und Schwestern
bisher für Diskriminierung und beleidigende
Behandlung von Romnja nicht zur Rechenschaft gezogen.
Das Gesundheitsministerium weigert sich,
die Misstände zu untersuchen und Verantwortliche zu verurteilen, akzeptiert Beweise
von diskriminierenden Verhalten nicht, weist
es als falsch zurück oder verteidigt es als
aus medizinischen oder sozialen Gründen
wichtig.
Die Slowakei will im Jahre 2004 in die
Europäische Union aufgenommen werden.
Die Mitgliedschaft erfordert Verantwortung
des Staates für Einhaltung der Menschenrechte und Schutz der Minderheiten. Die
slowakische Regierung aber verweigert der

Romaminderheit die Menschenrechte bis
heute. Die Lage der Roma, vor allem im
Osten des Landes, ist mit die schlechteste
in ganz Europa. Zwangssterilisation ist inakzeptabel und verhindert die Mitgliedschaft in
der Europäischen Gemeinschaft.
Der Bericht empfiehlt umgekehrt auch der
Europäischen Union, dem Europarat und den
Vereinten Nationen die Slowakei unter Druck
zu setzen und vor allem dafür zu sorgen, dass
Romnja nicht dermaßen diskriminiert, sondern die Gesetze und Verträge eingehalten
werden, an die sich die Slowakei gesetzlich
gebunden hat. Der vollständige Bericht ist
unter www.reproductiverights.org abrufbar.

Romnja werden nun von der Polizei unter massiven Drohungen davor gewarnt,
Klage gegen die beteiligten Ärzte einzubringen.

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ROMANO CENTRO

O TRUPO THAJ O ĐI
pesko raporto. Ande `l xor intervjuvur, save
kêrde le avtorur, von dine po gor, kê le raj
kêrde zorasa sterilizajije pe maj but de 140
Řomnja, aj 110 sterilizacije anda kodola 140
sterilizacije kêrde palal kata phanřuji revolucija. Kata 30 sterilizacije, kaj sas kêrde pe
`l Řomnja pe vrjama kata `l komunistur, le
Řomnja nas laśes informirime pa kodja đela,
numa sas mišto poćinde palaj sterilizacija.
O raporto sîkavel sja maj bufles la
sterilizacijaći praksa, kaj kêrde le raj palal
kata phanřuji revolucija. Kana anel jek źuvlji
peskê bêjatos pe ljuma caroskê śinimasa,
athoska ź`ađes mothon le raj la Řomnjakê,
kê stererilizacija musaj sas te kêren lakê, kaj
još jek kasavi trjaba anelas bi baro trajosko
bilaśimos vi la dakê thaj vi êl bêjatoskê. Po
kak data êl Řomnja musaj sas te den peśći
sêmnatura pala varesoste, so či na đinade
čiti haćarde so ramol. Ande jek slučajo jeg
Řomni sas te del peśći sêmnatura pe `k
parno, nango lil. Butivar le raj či mothode le
Řomnjangê, kaj kêrde pe lende sterilizacija,
le Řomnja ašunde thaj źangle pa kodja maj
palal, kana nas te kêren khanči. Le raj kêrde
vi sterilizacija pe `l źuvlja, kaj vađe nas pherde bêršengê, von či puśle le manušêndar kaj
sas odgovorni pala lengo trajo.
La Slovakijako zakono mothol precizno
kana thaj sar tromal pe te kêrdol sterilizacija
pe `l źuvlja: Sterilizacija šaj rodel numa
jek źuvlji, kaj vađe naj 35 bêřšênđi, kana
sî la štar vaj maj but śavořê kaj trajin, vaj
„O trupo thaj o đi“, pe kado anav înklisti sterilizacija tromal te rodel jek źuvlji, kaj
jek publikacija kata `Center for Reproduc- nakhli 35 bêrš, kana sî la trin vaj maj but
tive Rights´, thaj kataj organizacija pala śavořê. Numa le doktorur či den le źuvljan
manušîkane čačimata, `Poradna pre obci- informacije, sar so sî lenđi obligacija, von
anske a ľudské pravá´, ande ko-operacija korkořo, bi puśimasko anen le decizije palaj
la rajasa Ina Zoon. Kaća publikacija sî jek sterilizacija.
laśi, maladi dokumentacija kaj anel amengê Ande but špite la Slovakijakê, le Řom sî
but bimalade thaj strašni trjabe angla amare sistematičko diskriminirime andaj rasističko
jakha. Katka, pe kako than, anas vuni kotora trjaba: Le Řomnja sî fulade kata `l gajźa thaj
kataj konkluzija. Kamas kakala publikaci- pašljon rigate kata `l gaźa ande `k soba, naj
jakê, sja maj but manuša te đinaven la thaj lengê slobodno te koristin le gaźangê tovate prinźanen la. La publikacijakê avtorur lete, naj slobodno lengê te xan pesko xabe
kêrde 230 intervjuvur Řomnjanca, kata 40 ande `l sale, kaj xan le gajźa. Le doktorur
řomane mahale, ande istočno Slovakija. Le či dikhên le Řomnjan kadja laśes, sar kaj
avtorur arakhle, kê ande Slovakija le raj dikhên le gajźan, e ambulanta či avel, kana
phagen masivno le manušîkane čačimata akharen la le Řom, kê trobul e Řomni te bijathaj von sîkaven akana kadala bajur ande nel, vaj le raj roden love le Řomendar vi pa

kodja, so sî već poćindo kataj sigurta. Doktorur primin Řomnjan numa pe specifično
vrjama, te dikhên pa lengo sastimos. O personali kataj špita butivar akušêl le Řomnjan
thaj dabi del len informacije. Sî but slučajur,
kaj či den le raj le Řomnjan lilesa e diagnoza vaj e dokumentacija pa lengo nasvalimos,
čiti den lengê advokaton, i te sî len pravo
pala zakono, te dobin ramome e dijagnoza.
Kodja našti akceptuil pe, numa haćardol o
pincipo, kê le dokumentur sî butivar ramome
pe xoxamni sama vaj či na egzistirin. Anda
kodja butivar le Řomnja našti dokažîn, kê le
raj kêrde pe lende sterilizacija. Ka Slovakijako governo aśêl e obligacija, te lel sama
thaj te arakhêl le manušîkane čačimata kata
sa peskê themeskê manuša aj te lel sama
vi kata `l Řom, kaj sî ando them manjina.
La Slovakijakê raj či kritikuisarde sa kada
bilaśimata čiti aśade len. Vi te sas but tužbe
thaj žalbe andaj sterilizacija pe zor, le raj či
dine khanikas kazna andaj diskriminacija
vaj anda nasul tretirimos le Řomnajngo,
či le doktoron čiti lengê aźutkinjen, kaj sî
phangle kodola bućasa. O ministerijumo
pala sastimos či kamel te rodel o čačimos
pa kadala bilaśimata thaj či kamel, te kêrel
kris pa `l źene, kaj sî phangle kodola bi-laśa
bućasa. Či kamel te akceptuil dokazur kataj
diskriminacija. O ministerijumo mothol, kê
le dokazur na čače. E Slovakija kamel te
avel ando bêrš 2004 membro kataj Evropaći
Unija. Svako phuv, kaj sî membro ande EU
sî la e obligacia, te înkêrdon le manušîkane
čačimata thaj te arakhên pe thaj te zaštitin pe
le manjine ando them. Numa la Slovakijako
governo či zaštitil le Řomengê manušîkane
čačimata źi adjes. E situacija le Řomenđi
ande Slovakija, aj specifično ando istoko la
Slovakijako, sî desja bilaśi. Źi kaj akceptuil
e Slovakija sterilizacija pe zor, e Slovakija
naj te avel membro la Evropaka Unijako. O
raporto mangel kataj Evropaći Unija, kata
Evropako Saveto thaj kata `l UN, te kêren
presija pe Slovakija, te na maj kêrel pe diskriminacija pe `l Řomnja, te na maj kêrdol
sterilizacija pe zor thaj te înkêrdon le zakonur thaj kontraktur, pe save sî voj phangli thaj
odgovorno. O întrego raporto pe englezicko
śib, arakhên po www.reproductiverights.org

Le šîngale zurales daraven le Řomnjan, te na den pe kris le doktoron,
kaj sî hamime ande kaća bi maladi bući.

7

ROMANO CENTRO

FOTOS: M. HEINSCHINK

ROMA IN DER TÜRKEI
von Ana Oprisan
Roma in der Türkei müssen mit niedrigsten Lebensstandards zurecht kommen, sie
werden mit Herablassung behandelt und
nehmen in Sachen Ausbildung und Arbeit
die untersten Plätze ein. Zwar pflegen sie
die Kultur ihrer traditionellen Handwerksberufe, sind aber wegen der schwierigen
Lebensumstände gezwungen, auch niedere
Arbeiten anzunehmen. Doch sind Roma in
der Türkei heute noch Musiker, Blumenhändler, Märchenerzähler, Korbmacher,
(Kupfer-)Schmiede, Straßenhändler, Altwarenhändler oder Tagelöhner. Von offizieller
Seite wird die Zahl der Roma in der Türkei
mit 500.000 angegeben, die (inoffiziellen)
Schätzungen gehen weit auseinander und
reichen von einer bis zehn Millionen.
In der Türkei gibt es eine Vielzahl an
Bezeichnungen für Roma: `Çingene´,
`Kipti´, `Poşa´ (im östlichen Anatolien),
`Mirti´ od. `Mitrip´, `Kocer´, `Arabaci´,
oder - abwertend gemeint - `esmer vatandaş´
(`dunkle Mitbürger´). Nomadisierende
Roma, die nicht dem Islam angehören,
werden von Nicht-Roma oder anderen
muslimischen Roma-Gruppen `Kalp Çingene´ od. `Kalpazan Çingene´ (`falsche´
od. `gefälschte Zigeuner´), `Reya Çingene´
oder `Velakhos´ genannt. Darüber hinaus
gibt es auch eine Gruppe christlicher Roma
griechischen Ursprungs, die `Balamorons´,
die im Türkischen mit `Yunan Çingeneleri´
(die `griechischen Zigeuner´) bezeichnet
werden.
Bis heute ist in der Türkei keine der zahlreichen Minderheiten offiziell anerkannt. Zwar
gibt es seit 1923 für alle Nicht-Muslime den
Status `Minderheit´, jedoch richtet sich dieser eben ausschließlich nach dem religiösen
Bekenntnis. Offiziell anerkannt ist also nur
die griechisch-orthodoxe Gemeinde, die
Armenische Gemeinde apostolischen Glaubens und Juden.
Vom offiziellen Standpunkt aus sind sesshafte Roma türkische Staatsbürger, so muss
auf nomadisierende Roma der Artikel 4 des
1934 in Kraft getretenen Niederlassungsgesetzes angewendet werden: „Diejenigen,

die nicht der türkischen Kultur angehören,
die Anarchisten, nomadisierenden Zigeuner,
Spione und jene, die aus der Türkei vertrieben wurden, werden als `Immigranten´ oder
`Flüchtlinge´ anerkannt.“ Dieser Artikel ist
bis heute gültig.
Die Zahl der nicht-sesshaften Roma in
der Türkei beträgt Schätzungen zufolge
rd. 100.000. Ein großer Teil von ihnen ist
aus der Balkan Region (die meisten aus
Bulgarien und Griechenland) eingewandert
und hält sich vor allem in den Grenzregionen von Trakya oder Edirne auf. Sie geben
an, um Staatsbürgerschaft zwar angesucht,
jedoch nie Antwort von offizieller Seite
erhalten zu haben. Somit, mit dem immer
noch gültigen Niederlassungsgesetz aus
dem Jahr 1934, werden sie als `Ausländer´
behandelt.
In der Türkei wird wenig für Roma getan,
private Initiativen gar verhindert: Im vergangenen Jahr wurde ein Ansuchen der
Roma-Gemeinde in Izmir zur Gründung
einer NGO (übersetzter Name: `Verband
zur Forschung über Roma-Kultur, Unterstützung und Solidarität´) vom türkischen
Justizministerium mehrfach abgewiesen.

Wegen der rigiden Politik der Türkei in
Sachen Minderheiten hatten Roma immer
schon nur dann eine Chance zu überleben,
wenn sie sich entweder assimilierten, oder
an den Rändern der Gesellschaft ansiedelten und (Markt-)Nischen nützen. Angehört
werden Roma im Allgemeinen nur dann,
wenn sie sagen: „Wir sind Türken“ oder
„Wir sind gute Bauchtänzerinnen“, und
nicht dann, wenn sie darauf aufmerksam
machen, dass abschätzige Bezeichnungen
wie `Çingene´ in türkischen Schulbüchern
geändert werden sollten...
Obzwar die Roma in der Türkei nichts von
den Roma-Bewegungen im Ausland und
von den Rechten, die ihre Brüder dort teilweise heute schon erworben haben, wissen,
obzwar sie nicht die Möglichkeit haben,
ihre Sprache und Kultur zu pflegen oder
sich zu organisieren - die Çingeneler in der
Türkei werden überleben.

Ana Oprisan ist Studentin der Politik- und Sozialwissenschaften an der Marmara Universität in
Istanbul, Türkei, und selbst Romni.

Bis heute wird in der Türkei
keine der zahlreichen Minderheiten offiziell anerkannt!

8

ROMANO CENTRO

O ROMA KO XORAXANIPE
katar i Ana Oprisan
Ko xoraxanipe en teluno džuvdipe isi i
Romen. O xoraxaja i Romen hep tele dikhena len. Ko okuli ja ki buti en palune thaneste
therena len. Isi bazi Romende, džak adives
purani buti kerena. I themeskere čorolimastar
o Roma en teluni buti da kerena. Ama džak
adives isi Roma, sevlja kerena, isi Roma
luludja biknena, isi čalgadžides Roma, isi
masalengere Roma, isi kon sastrinani buti
kerena, isi Roma bakîrdžides, isi ko sokakja
kon biknena, isi purane šeja kon biknena, isi
Roma diveseskiri buti kon kerena. O hükümeti vakerela, 500.000 Roma džuvdona
ko xoraxanipe, ama imdindivola, katar jek
milioni džak ko deš milionja Roma isi ko
xoraxanipe.
Xoraxanimaskere Romende isi len but
anava: `Čìngene´, `Kîpti´, `Poša´, (von
bešena odoriga, karing biandola o kham),
`Mirti´ ja `Mitrip´, `Kodžer´, `Arabadži´, ja
`Esmer vatandaš´. Köčebedes Roma, kala
nane müslimanja, lenge vakerena o xoraxaja
ja o müslimanengere Roma `Kalp Čingene´,
`Reja Čingene´, ja `Vlaxos´. Paši lende isi
adže khangirjakere Roma Balanimastar.
Lengoro anav isi `Balamorons´, xoraxanes
vakerena lenge `Yunan Çingeneleri´. Džak
adives o hükümeti i xurde gurupijen, i akalijeten, na dela len haki. 1923, adale brešestar,
kala gurupe nane müslimanja, odolen isi len
akalijetengoro durumi. Ama adava isi sade
pakjamastar. Adale trine pakjamatenge o
hükümeti dela haki: „balamanimaskere ortodoksja“, „ermenimaskere komünje“ hem
„čifutja“. O kanoni i jerlidengere Romen
dikhela len sar xoraxaja. Ko breš 1934
nikištilosas jek kanoni. I köčebedengere
Romen, o hükümeti dikhela len džak adives adale kanuniste andre. Ko kanoni, ko
artiklo 4 isi jazdime: „Adala džene, kala
nane len xoraxano kültüri, o anaršitja, i
köčebedengere Roma, o ispiondžudes, adala
džene, ka furatindile, lengoro durumi isi
imigratengoro ja kačakengoro.“ Adava
kanoniskoro artiklo nakhela dźak adives.
Imdindivola, šel hilja köčebedes Roma
džuvdona ko xoraxanipe. Adale Romendar andral isi but Roma, ka avile katar ko

Balkani (em but avile Balanimastar hem
Bulgariatar). Adala Roma bešena Trakja ja
Edirne. Von vakerena, von rodinde katar ko
hükümeti vatandašliki ti len, ama o hükümeti ič ek far dževapi na dinas len. Katar
1934 breš, o hükümeti dikhela len avrutne.
Ko xoraxanipe i Romen nane but jardîmi.
O hükümeti tordjarela Romengere inisjative. Persi o Roma ka ko Izmiri rodinde, ti
keren jek NGO biros, ama i makemeskoro
o bakani na muklas len, kabuli na kerdas. I
xoraxani politika, i akalijetonge isi but phari,
oduleske o Roma ja k` aven xoraxaja ja ka
čiden pes agore pumare džuvdimaske. Bax
isi tu, kana vakeresa „Mej isinom xoraxaj“
em to romanipe ti geraves ja ti vakeres: „Mej
isinom lačhi köčeki!“ Ti mangesa ti koslja-

Džak adives, o xoraxanipe
na dela haki i akalijetonge!

9

res o anav `Çingene´ okuliskere kitabjendar,
nane tut bax. Ko xoraxanipe o Roma javere
themende, so avela romane butja, von na
džanena javere themengere Roma, so hakja
isi len, xoraxane Roma adava da na džanena.
I Romen ko xoraxanipe nane len bax, pumari čhip ti keren, pumaro adeti, pumaro kültüri
ti sikaven - ama o Roma ko xoraxanipe pale
džuvdona.

I Ana Oprisan isi örendžika ko politikakoro em
sosjalakoro ilimi. Voj siklola ko Istambuliskoro
Marmara Fakülteti. Voj da isi Romli.
Adava texto isi jazdime Izmiriskere Romengere
čhibate.

ROMANO CENTRO

DAS GLÜCK UND DER VERSTAND
erzählt von Fatma Heinschink, in der Sprache der Izmirer Sepečides

FOTOS: M. HEINSCHINK

Nun, Gott schuf die Menschen – das
sind meines Vaters Worte. Gott schuf
nun alle Menschen. Er gab ihnen ein
Herz und alles das, was sie brauchen,
gab er ihnen. Dann kam die Stunde,
ihnen Verstand zu geben. In einem
großen Kessel ist der Verstand, in
einem anderen großen Kessel ist das
Glück. Da Gott alt ist, zittern seine
Hände, als er den Verstand verteilt.
Seine Hände zittern. Als er Menschen
den Verstand gibt, gibt er allen auch
Glück. Da aber erscheint der Teufel
und sagt zu Gott: „Ach, heiliger Gott!“
sagt er, „Schau, wenn du den Verstand
verteilst, zitterst du. Lass mich dir ein
bisschen helfen!“ – „Nein!“ sagt Gott.
„Diese Menschen habe ich geschaffen,
also gebe ich ihnen auch ihr Glück
und ihren Verstand!“ – „Aber schau,“
sagt (der Teufel), „du zitterst ja! Lass
mich dir helfen!“ Gott darauf: „Los,
also hilf mir!“ sagt er. Als er sich nun
abwendet und niedersetzt, was macht
der Teufel? Dem einen Menschen
gibt er viel Verstand, dem anderen
Menschen gibt er wenig Verstand!
Manchem viel, manchem wenig,
diesem viel, jenem wenig, er verteilt
den ganzen Verstand. Im Kessel bleibt
kein Verstand mehr, aus. Nun kommt
Gott, und sieht: „Es gibt Menschen
mit wenig Verstand und welche mit
viel Verstand. „Schau, schau!“ sagt er,
„in welchem Kopf wenig Verstand ist,
in den will ich Glück schütten. Er soll
glücklich werden!“ In wessen Kopf –
wenig Hirn ist, diesem Menschen gibt
er Glück. Dieser wird glücklich. Wem
der Teufel viel Verstand eingoss, dem
goss Gott kein Glück ein, den ließ er
ohne Glück. Wer zu klug ist, der ist
nicht glücklich. Wer wenig Hirn hat,
der ist glücklich.
Dort war ich, hierher bin ich gekommen!

„Wer zu klug ist, der ist nicht glücklich.
Wer wenig Hirn hat, der ist glücklich.“
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ROMANO CENTRO

I BAXTASA I GODI
Adaja masali vakerdas i Fatma Heinschink Izmiristar, ki Sevlengere Romengiri čhib.

Akana o Dovol kerdas i dženen - adala si i godi, izdrasa. Muk da ti kerav tuke xani
mi dadeskere lafja-. O Dovol kerdas sare i jardîmi!“ - „Na!“ vakerla o Dovel. „Adale
dženen akana. Dinas len gi, kova, saro so si dženen me kerdom len, lengiri bax, lengilenge lazimi, dinas len. Ama avilo o sahati ti ri godi mej ka-dav la!“ - „Dikh“ vakerla,
del len godi. Lel akana, ekhe bare kazaniste „izdrasa! Muk da ti kerav tuke ek jardîmi!“ O
i godi, ekhe bare kazaniste i bax. Akana o Dovol: „Hajde, ker mange jardîmi!“ vakerla.
Dovol isi phuro, izdrana o vasta leskere, ka Odova akana vurtinla ti bešel, o šejktani so
čhuvela i godi. Izdrana o vasta leskere. Kana kerla? Bazi dženeske but godi čhuvela, bazi
i godi ka čhuvol, pale ka-čhuvol dženenge dženeske xani godi čhuvela. Baziske but,
i bax da, sarilenge. Ama avela o šejktani. baziske xani, akaleske but, okuleske xani, i
Akana vakerela i Devleske: „Eh, somlaleja godi dela la sarilenge. Nanʻ ačhola ko kazani
Devleja!“ vakerela. „Dikh, tu ka čhuvesa godi, bitinela. Akana avela o Dovol, dikhela:

Isi dženeskiri godi xani, isi dženeskiri godi
but. „Dikh!“ vakerela, „kale šereste si xani
godi, odule šereste bax ti čhorav! Tʻ avel
baxtalo.“ Kale šereste si xani godi, odule
dženeske bax čhuvela. Avela baxtalo. Kaske
čhudas o šejktani but godi, o Dovol na
čhudas leske bax, muklas les bibaxtalo. Kon
isi but godjaver, vov isi bibaxtalo. Kaste si
xani godi, oduva dženo isi baxtalo.
Othe ka sinomas, athe avilom.

„Kon isi but godjaver, vov isi bibaxtalo.
Kaste si xani godi, oduva dženo isi baxtalo.“

11

ROMANO CENTRO

FOTOS: D. JEVREMOVIĆ, R. ERICH

Anita Tuta lernt schon einige Monate erfolgreich
mit den 4 Kindern einer Romafamilie, die in
Wien aufwachsen sind. Anita ist sehr engagiert
und hat genug mit ihnen zu tun. Ihren letzten
Bericht baten wir sie, leicht gekürzt, veröffentlichen zu dürfen:

Ich war am Freitag bei den Kindern. Wieder
einmal war „full house“ und es ließ sich
nicht vermeiden, dass das Lernen in einer
Versammlung von 5 Kindern im Wohnzimmer endete. Aber das war nicht so tragisch,
nur die letzte halbe Stunde war chaotisch.
Die Eltern sind etwas später gekommen,
haben sich zu uns gesellt und ein bisschen
erzählt, wie es ihnen so geht.
In der westlichen Kultur neigt man dazu,
Menschen nur nach ihrem Anpassungswillen an die westliche Zwänge und Wertvorstellungen einzuschätzen. Ich stelle immer
wieder fest, dass sich viele Menschen bei
uns anderen Kulturen gegenüber privilegiert
fühlen. Stellen wir jedoch dabei nicht sehr
zweifelhafte Werte präpotent über alles
Andere?
Viele von uns sind doch gar nicht mehr
dazu imstande, wichtige Wertvorstellungen
von bloßen gesellschaftlichen Zwängen
zu unterscheiden. Verlieren wir dabei aber
nicht jegliches Gefühl dafür, was im Leben
wirklich zählt - leider auch einen gehörigen
Schuss an Menschlichkeit?
Ich will das an Hand meiner Erlebnisse
am Freitag bei der Familie M. erklären:
Anfangs war kein Tisch frei, an dem man
hätte lernen können. Es war laut, die
Kleinen haben ständig versucht, meine
Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, die
Stimmung war lebendig. Die Wohnung der
Familie M. erinnert mich nun wirklich nicht
an ein Museum, man sieht und hört, dass
hier emotionale Menschen leben, die im
Ärger mal was auf den Boden werfen oder
beim Blödeln etwas kaputt machen. Was mir
aber immer wieder sehr positiv auffällt: Es
wird in diesen Räumen viel gelacht, eine so
lebendige Stimmung ist eher eine Seltenheit
in dieser Stadt.
Der Vater der Kinder hat sich sichtlich darüber gefreut, dass ich seine Sprache ein bisschen verstehe, dass ich weiß, wie herrlich
der Käse bei ihm zu Hause schmeckt und
dass die Einkommen in seiner Heimat sehr
klein, die Preise aber sehr hoch sind. Das

Interesse an seiner Geschichte und Kultur
hat ihn sogar außerordentlich gefreut, er
war das nicht gewöhnt. Im Gespräch kam
auch heraus, dass sich mein Lebensstil von
dem junger Frauen in seiner Kultur sehr
unterscheidet. Ich bin 25 Jahre alt, nicht
verheiratet, denke nicht daran, in nächster
Zeit Kinder in die Welt zu setzen und fühle
mich bei aller Wertschätzung nicht gerade
dazu berufen, es zu meiner Lebensaufgabe
zu machen, für einen Mann zu putzen und
ihn zu bedienen. Hinzu kommt, dass ich jahrelang Judo - einen typischen Männersport
- trainiert habe, womit ich bei den Kindern
gut punkten konnte.
Ich bin an diesem Abend bis 22 Uhr bei der
Familie gesessen und alle haben sich darum
bemüht, mich vom Gehen abzuhalten, was
mir natürlich verdeutlichte, dass ich willkommen bin. Es gab zwei Mal wunderbaren
Kaffee und zwei riesige Portionen Spaghetti.
Die Burschen haben mich von vorn und hinten bedient. Hat es einer gewagt, mich beim
Essen anzusprechen, sind die anderen mit
erhobenen Zeigefingern dagestanden, um
ihn zu rügen. „Lass´ die Anita in Ruhe essen,
da stellt man keine dummen Fragen!“ Als
ich schon nicht mehr konnte, meinte Mayk:
„Schäm´ dich nicht, Anita, schämen soll man
sich wegen dem Stehlen, aber nie wegen
Essen.“ Billy (5) hat ständig irgendwelche
englischen Poplieder völlig korrekt nachgesungen, ohne auch nur ein Wort zu verstehen
- zeugt das nicht von Talent? Die musische
und musikalische Begabung der Kinder ist
sowieso umwerfend. Zum Schluss ließen es
sich die vier `Männer´ nicht nehmen, mich
nach Hause zu bringen.
Mit alldem will ich sagen, dass man als

Lernhelferin außergewöhnlich viel über
eine andere Kultur lernen kann. Ich finde, es
wäre ideal zwischen beiden Welten hin- und
her zu pendeln, überall die Vorteile heraus
zu picken.
Warum soll Lernen überhaupt nur auf Leistung aufbauen, wenn der Wissensdurst und
die Entdeckungslust der Kinder so ungebrochen ist? Nützt man diese Eigenschaften, so
wird das zur Stärkung des Selbstwertgefühles der Kinder führen und das ganze System
wäre nicht mehr annähernd so negativ
besetzt, wie es im Moment der Fall ist.
Ich freue mich, dass die Kinder der Familie
M. natürlich geblieben sind, was wohl nicht
zuletzt dem etwas anderen Erziehungsstil zu
verdanken ist. Zugegebenermaßen sollten
die Kinder lernen, mehr Wert auf die Schule zu legen, sie ernster zu nehmen. Vielen
österreichischen Kindern fehlt aber die
andere Welt, die `kindliche Leichtigkeit´,
wie ich sie im Hause der Familie M. immer
wieder erlebe. Ich war oft frustriert, wenn
es nicht so funktioniert hat, wie ich mir das
vorgestellt hatte, aber es hat noch nie einen
Frust gegeben, der nicht von den Kindern
selbst wieder aufgehoben worden wäre
- scheinbare Kleinigkeiten, die eigentlich
große Erfolgserlebnisse sind. Zum Beispiel
ruft mich Toni in letzter Zeit immer an, ob
ich zu ihm kommen könnte, wenn er für die
Ansage lernen muss. Das hätte es zu Beginn
noch nicht gegeben. Mayk hat letztes Mal
gesagt: „Wenn der Jonny dann auch Hilfe
braucht (er geht jetzt erst in die Vorschule),
behalte mich aber, weil du kannst gut mit
mir.“ - Tja, wenn er das sagt, dann kann ich
mich seiner Meinung nur anschließen, wir
können gut miteinander.

Nicht umsonst ist das Projekt Lernhilfe
eines unserer wichtigsten.

12

ROMANO CENTRO
E Anita Tuta sîkavel de vuni śon štare
śovořên kata jek řomaji familja. Le śavořê
barile ande Vienna thaj sićon desja laśes.
E Anita sî but angažuime le śavořênca thaj
sî la but bući lenca. Amen řuđisardjam
la, te anas lako raporto katka ande amaro
žurnalo RC, thaj aketa lo, numa xancî sas te
xarnjaras les:

Paraštune sîmas ka `l śavořê. O khêr
sas pherdo manuša. No musaj sas te
kêras le lekcije ande bari soba kaj sas
5 śavořê. Kodja nas kadja tragično,
numa le palune 30 minutur sas xancî
xaotični. Le śavo řêngo dad thaj lenđi
dej avile xancî maj palal, bêšle amenca
pe `k than thaj mothode sar von trajin.
Ande amari zapadno kultura dikhâs le
manušên maj but pe kodja sama, sar
von adoptirin pe pe `l zapadni norme
thaj tradicije. Me sadajek malavav, kê
but manuša amende haćardon privilegirime ande relacija karing aver kulture.
Numa te na dikhas thaj thovas po angluno than bimalade trjabe, kaj či mon
thaj či vredin kadići, sar amen gîndis?
But manuša amende či maj źanen te razlikujin, so sî čačimasa kuč thaj vredno
thaj so sî numa obligacija kataj publika,
kê khonik či puśel pe, so sî palal, pala
sa la publikakê obligacije. Numa kodolasa xasaras o haćarimos pa `l buća, kaj
sî čačimasa kuč thaj vredni ande amaro
trajo - thaj anda jekh xasaras vi jek kotor
kata amaro manušîkanimos. Kodja kamav
te sîkavav jekhe eksemplosa, kodolesa, so
pecisajlo paraštune kaj familja M: Anglunes nas ame than kaj šaj bi sićosas. Sas but
cîpimos, êl śavořê zumade sadajek, te aven
ando centro, svako te dikhêl numa pe lende,
e atmosfera sas desja źuvindi. O khêr kataj
familja M. čačimasa naj muzejumo, dićhol
thaj ašundjol, kê kathe trajin źuvinde, emocionalni manuša, kaj šaj vi śuden vareso pe
phuv, kana sî von xoljarić, vaj phagen vareso anda khêlimasko dilimos. Numa so lav
sama: Ande kodo khêr savořê źene but asan,
lošan thaj sî baxtale. Kodja amende, ande
amaro foro, ka `l gaźe numa phares šaj arakhês. O dad le śavořêngo lošajlo, kaj haćarav
xancî leśći śib, kaj źanav savo laśo ćiral sî
leste khêre, kaj źanav, kê sî ande lesko them
e poćin cîni, aj le cene vuče. Kaj sîkadem
intereso pe leśći historija thaj pe leśći

kultura, kodja sas leskê desja drago, nas
vo sîklo, kaj varekon interesuil pe pa leśći
historija thaj pa leśći kultura. Kata amaro
divano sićilem, kê o koncepto muře trajosko
sî desja diferentno kata `l têrne źuvlja, kaj
trajin ande leśći kultura. Me sîm akana
25 bêršênđi, či sîm mêritime, čiti kamav
te aven ma sîgo śavořê aj naj ma ni volja
vaj ideja ande muřo trajo te avav sluškinja
jekhê mîršeśći, te khosav, te grižîv leskê.
Pašê paša sa kodja avel, kê trenirisardem
bêřšenca „judo“ kaj sî maj but mîršengo
sporto nego źuvljano, numa ka `l śavořê sas
kodja jek punkto plus. Kodo djes aśilem kaj
familja źi ka `l 22.00 časura, savořê aśade
ma, te na źav-tar mangê sîgo khêre, aj kodja
sîkadja mangê, kê mišto avilem ande kaća
familja. Duvar ande mangê but laśi kafa thaj
duj bare porcije „Spaghetti“. Sa kodja ande
mangê êl śave. Von služisarde ma desa laśes.
Źi kaj či xalem muřo xabe, aj jek śav kamlja del duma manca, mothodja leskê lesko

phral „na vorbisar lasa, mek la pe pača
te xal pesko manřo, kana xal pe manřo,
athoska či puśel pe!“ Kana maj but našti
xavas, motholas mangê o Mayk: „Na
laźa, Anita, o xabe naj laźavo, laźavo sî
te čores.“ O Billy, kaj sî panźe bêršengo,
đilabal pe englezicko śib desja korektno
varesave englezicka đilja, aj či haćarel
či jek vorba kata điljako teksto, aj kodja
naj jek talento? La muzikako talento le
śavořêngo sî desja fuliminanto thaj baro.
Po gor ande ma sa le štar „mîršořê“ źi
khêre, kodja sas lengê musaj. Kodolasa kamav te phenav, sar sićimaśći
aźutorkinja but šaj sićov i me kata jek
aver kultura. Me gîndiv, čačes idealno
bi avelas, maškar duj ljume te phiras vi
katka vi kutka thaj te losaras kata li duj
ljume kodja, so sî drago thaj kuč. Sostar
trobul te avel o sićimos sadajek zoraki
bući, kana sî e truš le śavořênđi pala
źanglimos thaj pala neve trjabe desja
bari? Te fajdis kaća truš, kam avel le
śavořêngo haćarimos pa peste maj laśo
thaj maj zuralo aj o întrego sistemo či
dikhasas kadići negativno, sar kaj sî
kodja momentalno. Mangê sî drago,
kaj le śavořê kataj familja M. aśile
sa kadja, sar trobun te aven, aj kodja
kêrdile kata o aver edukacijao modo
lengê themesko. No čačimasa, le śavořê
trobunas bi te cenin maj but e škola thaj
o školuimos thaj te dikhên ande kodja jek
laśi trjaba. Pe aver rig, ka `l gaźengê raklořê
phares arakhas le śavořênđi laśi khêlimaśći
sama, sar kaj arakhav la sadajek ando khêr
kataj familja M. Butivar sîmas frustririme
thaj bi voljako, kana či funkionišîlas sa
kadja, sar me kamavas te avel, numa či jeg
data či pecisajlo, te na našêl-tar mandar e
frustracija. Aj kodja vorta kêrde êl śavořê
te našêl-tar e frustracija. Kodja sî xatam
xurdimata, numa čačimasa sî kodja baro
laśimos. Po eksemplo, ande paluji vrama
kêrel mangê o Toni sja maj but telefono thaj
puśel ma, dali šaj avav karing leste, kê sî te
sićol pala „Ansage“. Kodja nas te avel maj
anglal. Paluji data mothodja mangê o Mayk:
„Te trobula vi e Jonnyjos aźutimos (momentalno źal-tar o Jonny ando „Vorschule“) - vi
man te ne mêkes ma, kê tu desja mîšto źanes
manca te kêres bući.“ - No čačes, kana vo
kodja phenel, atunči sî les čačimos, amen
laśes haćaras amen jek-avres.

Le sićimasko aźutimos sî jek
kata amare maj importantni buća.

13

ROMANO CENTRO

BERICHTE

Situation der Roma in Albanien
sowie Möglichkeiten für Verbesserungen, u.a. durch die Gründung
einer eigenen politischen Vertretung
(Sa E Roma bulletin, 04.01.03).

* Sehr gefreut haben wir uns über den
Besuch von Qerim Gara, den Frater
Karl Helmreich nach Wien gebracht
hat. Qerim ist der gewählte Vertreter
der Ashkali in Fushe Kosove, ihr
Vertreter in der Gemeinde und der
2. Mann in der Ashkali Partei im
Kosovo. Er hat erzählt, wie besonders wichtig die Hilfe ist, die Karl
Helmreich gebracht hat. Was ihn vor
allen anderen auszeichnet, ist, dass
er nicht nur zu neuen Häusern und
der Schule verholfen hat, sondern
sich immer auch bemüht, Nahrungsmittel zu verschaffen. Es gibt schon
auch andere Organisationen, die helfen, Häuser wieder aufzubauen. Die
Roma und Ashkali, die im Kosovo
überlebt haben, können dann zwar
einziehen, haben aber keine Chance,
sich die notwendigen Lebensmittel
zu beschaffen und hungern!

FOTOS: M. LJILJANA, O. GARA

* Mushija Ljiljana aus dem Flüchtlingslager in Šuto Orizari, Mazedonien, hat sich
mit einem langen Brief und Fotos bedankt
für die Spende unserer Leser. Sie schreibt,
dass schon viele Delegationen das Lager
besichtigt und Hilfe in Aussicht gestellt
haben, aber nur Romano Centro hat wirklich
geholfen. Die Roma im Lager sind ziemlich
verzweifelt, ihre Kinder werden außerhalb
des Lagers von Albanern angegriffen, es
gibt zu wenig zu essen und für Roma keine
Chance, in ein anderes Land zu reisen. Im
Juli vergangenen Jahres haben Vertreter der
Flüchtlinge ein Protestschreiben an das UNFlüchtlingshochkommissariat (UNHCR)
in Skopje gerichtet - bisher ohne Erfolg
(ERRC Journals Nr. 3 und 4, 2002).
* Der Journalistin, Balkan-Expertin und
Leiterin des österreichisch-bosnischen Kulturvereins `Kulturni Centar´, Christine von
Kohl, wurde Ende November vergangenen
Jahres in Wien der `Mitteleuropapreis´ verliehen. Wir gratulieren herzlich!
* Auf Beschluss des Parlaments der Vojvodina wird der Romanes-Nachrichtenservice
und -Verlag `Then´ gegründet. `Then´ wird

ein 14-tägiges Magazin mit einer Auflage
von 3.000 Exemplaren für ganz Serbien
produzieren (V.I.P. Daily News Report,
30.12.02).
* Harri Stojka und seine Gruppe Gitancoeur
gaben am 30. Dezember im ‚Porgy & Bessʻ
in der Wiener Innenstadt ein vielumjubeltes
Konzert.
* Am 1. Dezember 2002 verstarb der 86jährige Dr. W.R. Rishi in seinem Haus in
Chandigarh, Indien. Rishi widmete den
Großteil seines Lebens den Anliegen der
Roma in der ganzen Welt und war EhrenPräsident der Internationalen Romani Union
auf Lebenszeit. Er gilt auch als einer der
`Väter´ der Roma-Flagge. Rishis Arbeit wird
nun von seinem Sohn Veerendra fortgesetzt
(Valery Novoselsky, 31.12.2002).
* Im Jänner wurde in Tirana die erste albanische Roma-Konferenz abgehalten. Im
Rahmen dieser zweitägigen Veranstaltung,
unterstützt von der OSZE, dem Europarat
und der Europäischen Kommission, diskutierten Vertreter von Roma-Organisationen
mit Regierungsangehörigen die aktuelle

* Die Vereinten Nationen fordern
in einem Bericht ihres UN-Entwicklungsprogrammes (UNDP) die
zentral- und osteuropäischen EUBeitrittskandidaten auf, durch die
Schaffung von Arbeitsplätzen und
Ausbildungsmöglichkeiten mehr für
die Integration der Roma zu tun, ihre
Armut zu verringern und gegen ihre
Diskriminierung vorzugehen. Die im
Jänner veröffentlichte Untersuchung
- die erste grenzüberschreitende Studie über Roma-Minderheiten in der
Tschechischen Republik, Ungarn,
Slowakei, Bulgarien und Rumänien
- hält fest, dass „...Roma die Ärmsten
der Armen in Zentral- und Osteuropa sind. Gemessen an Faktoren wie
der Alphabetisierungsrate, der Kindersterblichkeit und der Ernährung
leben die meisten Roma in diesen Staaten
unter Bedingungen vergleichbar eher mit
einem afrikanischen Land südlich der Sahara
als mit Europa.“ Der Untersuchung zufolge
leidet ein Sechstel der Roma permanent an
Hunger, nur ein Fünftel von ihnen hat eine
offizielle Anstellung. Der Bericht kritisiert
weiters, dass die bisher in die genannten
Staaten geflossenen Förderungen von RomaProjekten zu keinen signifikanten Verbesserungen der Situation geführt hätten. Die
Untersuchung ist unter http://roma.undp.sk
abrufbar (UNDP Presseerklärung sowie
Associated Press, 16.01.03).
* Am 25. Jänner fand im Amerlinghaus in
Wien eine szenische Lesung mit Lyrik von
Ilija Jovanović statt.
* Derzeit wird im Rahmen des Projektes
`Protection Center for Roma Population in
Georgia´ erstmals die Situation der Roma
in diesem Land erhoben und in einem
Bericht dokumentiert, der im Juni 2003 zur
Verfügung stehen soll (Valery Novoselsky,
08.02.03).

Am 1. Jänner 2003 verstarb in Prešov, Slowakei,
die bekannte Roma-Schriftstellerin Ilona Lacková. Sie wurde 82 Jahre alt.
Romano Centro trauert mit ihrer Familie.
14

ROMANO CENTRO

NEVIMATA
* Zurales lošajlam, kana avilo amende ando
RC o Qerim Gara. O frater Karl Helmreich
andja les amende. O Qerim Gara sî o
losardo reprezentanto kata `l Aškalije ando
Fushe Kosove, vo reprezentiril le Aškalijen
ande opština thaj sî vi reprezentanto kataj
Aškalijenđi partija ande Kosova. O Qerimi
Gara mothodja amengê, kaj sî but importantno o aźutimos, kaj kêrel o frater Karl
Helmreich ande Kosova. O frater Helmreich
na numa grižîl, te aven le Aškalijengê neve
khêra thaj škola, vo grižîl vi pala kodja, te
aven len xamaskê trjabe kothe kaj trobun.
Već egzistirin vi aver organizacije, save
aźutin, te kêren pe khêra. Le Řom thaj
Aškalije ande Kosova, save aśile źuvinde,
vunivar den ande khêra, numa aśên bokhale,
kê naj len šansa te anen xamasko.
* E Ljiljana Mushija kata o kampo le
našadengo ando Šuto Orizari/Makedonija
tradja amengê jek lungo lil slikenca thaj
najisardja sa amare źenengê, kaj aźutisarde
le našade Řomengê. Voj ramol, kê źi akana
avile but delegacije, te dikhên lengo kampo
thaj dine peśći voba te aźutin. Numa źi
akana čačimasa feri o RC aźutisardja. Le
Řom ando kampo sî but grižîme, kê avrjal
kata kampo kêren albancur atake pe lengê
śavořê, o xabe sî xancî aj le Řomen naj
šansa, te źan-tar ande `k aver them. Po juli
2002 trade reprezentantur kata `l našade
Řom jek protestosko lil ka o Vučo Komisariato pala našade manuša kata UN (UNHCR)
ande `l Skople - numa źi akana naj khanči
înklisto pa kodja (ERRC Journlas Nr. 3 thaj
4, 2002).
* E raji, Christine von Kohl, lja po gor le
novemberosko 2002, ando Beči o `Mitteleuropapreis´. E Christine von Kohl sî
źurnalistkinja, ekspertkinja pala Balkano
thaj šêrutni kata Avstrijako-Bosansko kulturako ćidimos, `Kulturni Centar´. O Romano
Centro kêrel bari gratulacija.
* Le Řom ando foro Düsseldorf aśade pala
šov śon peskê protestur, kê nas fajda. Kana
teljarde le Řom, te kêren demonstracije, sas
von 700 źene demonstrantur. Von phirde cerhenca than-thanestar, te bi kêrenas protesto

kontra o progono le
Řomengo. Po gor aśile
numa 40 źene Řom. Le
njamcoskê raj mothon,
kê kaća demonstracija sas e maj lungo
demonstracija
ande
historija le njamcośći
(Neue Ruhr Zeitung,
20.12.02).
* La Vojvodinako parlamento andja decizija,
te kêrdol jek Řomengo
vjaštango serviso thaj
vi jek štampa anavesa
`Then´. E štampa `Then´, kam del avri jek
do kurkêngo źurnali. E tiraža kam avel
3.000 kotora. O źurnali kam fuladol ande
întrego Srbija (V.I.P. Daily News Report,
30.12.02).
* O Harri Stojka thaj leśći grupa „Gitancoer“
dja po 30.12.2002 jek koncerto ando lokali
„Porgy & Bess“ ande Vienna. Sas len baro
aplauzo. Vi o Romano Centro kêrel baro
aplauzo.
* Po 1.12.2002 mulo o raj Dr. W.R. Rishi ande
pesko khêr ando foro Chandigarh/Indija. O
Dr. Rishi sas oxtovardeš thaj šove bêršengo
kana mulo. E maj but vrjama peśkê trajośći,
o Dr. Rishi kêrdja bući pe řomaji sama ande
întrego ljuma. Vov sas vi Častno Prezidento
kata IRU źi po gor peskê trajosko. O DR.
Rishi sî jek kata `l źene, kaj înkalade o stjago le Řomengo. E bući kata o Dr. Rishi kam
kêrel maj dur lesko śav, o Verendra Rishi
(Valery Novoselsky, 31.12.2002).
* Ando januari înkêrdilo ando foro Tirana
e angluji albanijaći Řomenđi Konferencija.
Ando ramo, kata kaća do đesenđi konferencija, diskutuisarde reprezentantur kata `l
Řomengê organizacije le ranca kata governo paj aktualno situacija le Řomanđi ande
Albanija thaj vi pa drom, sar šaj laśardol
le Řomenđi situacija kodolasa, te avel le
Řomen jek politikaći reprezentacija. Kaća
Konferencija dije dumo: E OSZE, la Evropako Saveto thaj la Evropaći Komisija (Sa e
Roma bulletin, 04.01.03).
* Le UN roden kata `l centralni thaj istočni

Evropakê thema, save sî kandidatur palaj
EU, te ćiden peći zor palaj integracija le
Řomenđi, te cînjaren le Řomengo čořimos,
te arakhên thaj te kêren le Řomengê bućakê
thaj edukacijakê thana thaj te astaren mere
kontra le Řomenđi diskriminacija. O raporto
kaj înklisto ando januari, sî e angluji studija
pa `l Řomengê manjine, kaj nakhêl êl bara
thaj ramol pa `l Řomengi situacija ando
Čexo, ando Ungro, ande Slovakija, ande
Bulgarija thaj ande Rumunija. Ande studija ramol: „...le Řom ande Centralno thaj
Istočno Evropa trajin po maj paluno than
thaj kata savořê manuša, sî von maj čořê.
Kana dikhêl pe o merimos le śavorengo thaj
o pravarimos, atunč trajin le maj but Řom
ande kadala thema kadja, sar kaj trajin le
manuša ande Afrika južno kataj Sahara“.
Pala o raporto, aśên o šovto kotor kata `l
Řom bokhale thaj numa jek panźto kotor
kata `l Řom sî len oficialno bući. O raporto
kritikuil maj dur, kê le love kaj line kadala
thema, te bi laśardolas le Řomenđi situacija,
či laśarde efektivno le Řomenđi situacija.
O raporto arakhên po: http://roma.undp.sk
(UNDP štampa thaj Associated Press,
16.01.03).
* Po 25.01.2002 ćitosardja o Ilija Jovanović
ando Amerlinghaus/Vienna anda peśći
lirika.
* Pe kaća vrjama kêrde jek studija paj situacija le Řomenđi ande Georgija. E studija
kêrel pe ando ramo kata projekto `Protection
Center for Roma Population in Georgia`. E
studija kam publiciril pe ando Juni 2003
(Valery Novoselsky, 08.02.03).

Ka 01.01.2003 muli ando foro Prešov/Slovakija e aśundi řomaji poetkinja
Ilona Lackova. Voj sas 82 bêršenđi kana muli.
E phuv te avel lakê loćhi. O Romano Centro žalîl laka familjasa.
15

ROMANO CENTRO

WAS UNS FREUT
* dass der rumänische Landwirtschaftsminister Ilie Sirbu angekündigt hat, RomaFamilien für einen Zeitraum von 5 Jahren
Grund und Boden zur landwirtschaftlichen
Bewirtschaftung steuerfrei zur Verfügung
zu stellen (DIVERS news bulletin Nr. 32,
18.11.02).
* dass die deutsche `Stiftung Wissenschaft
und Politik´ nun ihre Studie „Die Roma
im EU-Erweiterungsprozess: Fallbeispiel
Rumänien“ nach massiver Kritik auch des
Zentralrates Deutscher Sinti und Roma
zurückzieht und nicht mehr verfügbar macht
(Presseerklärung des Zentralrates, 10.12.02).
Siehe dazu auch RC-Bericht in Heft Nr. 36.
* dass in Bukarest vor kurzem ein `Zentrum
für Roma-Jugend´ eröffnet wurde. Die von
UNICEF-Romania unterstützte Einrichtung
bietet Informationen und Beratung der
Jugendlichen hinsichtlich eines besseren
Zugangs zum Arbeitsmarkt (Valery Novoselsky, 22.01.03).

FOTOS: ROMANO LICORO

* dass das UN-Komitee gegen Folter in Genf
die Bundesrepublik Jugoslawien für schuldig befunden hat, im Zusammenhang mit
einem Vorfall im Jahr 1995 gegen internationale Konventionen verstoßen zu haben.
Nach einer angeblichen Vergewaltigung
eines Gadsche-Mädchens durch zwei junge
Roma hatten hunderte Gadsche - mit Einwilligung der lokalen Behörden und unter
den Augen der Polizei - eine Roma-Siedlung
in der Stadt Danilovgrad in Montenegro
gestürmt und zerstört (Valery Novoselsky,
22.01.03).
* dass die `Romani Baht Foundation´ (RBF)
in Sofia, Bulgarien, den `Body Shop Human
Rights Award 2002´, gestiftet von einer
internationalen Kosmetikkette, erhalten hat.
Die RBF wurde für ihre Arbeit für Roma
in einer Baracken-Siedlung in Sofia ausgezeichnet (Valery Novoselsky, 15.02.03).

WAS UNS ENTSETZT
* dass eine 5-köpfige Familie, offiziell
staatenlose Roma, seit fast einem Jahr am
Flughafen Otopeni in Bukarest von den

Behörden festgehalten und gegen ihren
Willen massiv dazu gedrängt wird, die
rumänische Staatsbürgerschaft wieder anzunehmen. Die Familie war von 1990 bis 2002
mit `Duldung´ in Deutschland, musste das
Land aber verlassen und will nicht mehr
rumänisch werden (ERRC Journals Nr. 3
und 4, 2002).
* dass nach dem Aufsehen, das rumänische
Roma-Flüchtlinge in Frankreich verursacht
haben, nunmehr rumänische Grenzbehörden
Roma daran hindern, das Land zu verlassen
(ERRC Journal Nr. 3 und 4, 2002).

melager für Roma vorbereitet (Reisebericht
GGUA, Dezember 2002).
* dass nach heftigen Regenfällen zu Beginn
des neuen Jahres in den Roma-Siedlungen
Bavci und Sredorek in Kumanovo, Mazedonien, mehr als 300 Häuser rd. 1,5 Meter
hoch überschwemmt wurden. Die Familien
wurden nur sehr notdürftig in so genannten
`Collective Centers´ untergebracht (Valery
Novoselsky, 10.01.03).

* dass die rumänische Zeitung `Ziua de Vest´
auf der Titelseite ein Editorial des Herausgebers veröffentlichte, in dem zu lesen stand:
„...wir Rumänen sind nicht verantwortlich
für die Schwierigkeiten im EU-Raum, sondern die Zigeuner aus Rumänien ..., weil sie
betteln, stehlen und durch ihre Aggression
das Gleichgewicht der europäischen Zivilisation stören“ (Valeriu Nicolae, 16.11.02).
* dass junge Roma in der ostrumänischen
Stadt Roman künftig nur mit einem Ausweis,
der `gutes Benehmen´ bescheinigt, Zutritt
zu lokalen Discos und Bars erhalten werden.
Die Maßnahme wurde auf Betreiben der
Lokalbesitzer in die Wege geleitet, nachdem
es in den Clubs zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen Roma gekommen war
(DIVERS news bulletin Nr. 34, 02.12.02).
* dass bei einer Razzia in einer Roma-Siedlung in Rumänien zwei Roma von der Polizei getötet sowie drei weitere, darunter ein
14-jähriger Bub, angeschossen und schwer
verletzt wurden (Valeriu Nicolae, 08.12.02).
* dass die Situation der aus Deutschland nach
Belgrad rückkehrenden Roma unerträglich
ist. Unabhängig voneinander kommen Vertreter der deutschen Flüchtlingsorganisation
GGUA aus Münster sowie der deutschen
PDS nach Recherchen vor Ort zu dem
Schluss, dass seitens der Bundesrepublik
Jugoslawien keinerlei Voraussetzungen für
die Rückkehrer geschaffen worden sind.
Nach ihrer Ankunft erhalten sie weder
finanzielle Unterstützung noch Unterkunft,
keine medizinische Versorgung und keine
Arbeitsplätze. Auch wurden keine Aufnah-

* dass `Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln´ bei der Wiener Magistratsabteilung 61
nicht als Einkommen gelten. Eine Romni,
die in Österreich aufgewachsen, in die
Schule gegangen ist und gearbeitet hat, jetzt
aber in Karenz ist und zwei kleine Kinder
hat, kann nur österreichische Staatsbürgerin werden, wenn sie trotzdem arbeiten
geht. Die große soziale Errungenschaft des
Karenzgeldes soll den Müttern ermöglichen,
sich ihren kleinen Kindern zu widmen
- nicht allen!

TERMINE
* Am 8. April 2003 findet in Niš, Serbien und
Montenegro, bereits zum 4. Mal das `Festival of Romaniesʻ Children Song´ statt.
* Am 10. und 11. April 2003 findet in der
Hofburg in Wien das `OSCE Supplementary Human Dimension Meeting on Roma
and Sinti´ statt.

Achtung: Die Frist für Einreichungen um Entschädigungen
aus dem Versöhnungsfonds für Zwangsarbeiter
wurde bis 27.09.2003 verlängert!
16

ROMANO CENTRO

SO SÎ AMENGÊ DRAGO
* La Rumunijako ministeri pala ekonomija,
o Ilie Sirbu dja izjava, kaj kam anzarel
Romengê familjengê pe 5 bêrš phuv, te
fajdin la pe ekonomijaći sama. Porezo či
kam poćinen (DIVERS news bulletin Nr.32,
18.11.02).
* Le Njamcośći fundacija `Stiftung Wissenschaft und Politik´ cîrdel palpale peśći studija „Die Roma im EU-Erweiterungsprozess:

kontra kodo bilaśimos (Valery Novoselsky,
22.01.03).

Maškar le řanime źene sas vi jek dešuštrine
bêršengo śav (Valeriu Nicolae, 08.12.02).

* E fundacija `Romani Baht Foundation´
(RBF) ande Sofija/Bulgarija, lja e bari ocena
`Body Shop Human Rights Award 2002`, e
ocena del jek maškar-themutni kozmetikaći
firma. E RBF lja e ocena pala peśći bući savi
kêrel pala l`Rom ande`k Romenđi barakenđi
mahala ande Sofija (Valery Novoselsky,
15.02.03)

* E situacija le Řomenđi, kaj bolde kata
Njamco palpale ando Beogrado, sî desja
phari. Nezavisno jek le avrestar, mothon le
reprezentantur kataj Njamcośći našadenđi
organizacija GGUA anda Münster, thaj
reprezentantur kataj partija PDS, li duj
gele inča, te bi dikhênas peskê jakhenca e
situacija le Řomenđi kothde: E Jugoslavija
či aźutil khanči, čiti getisardja vareso te šaj
aven le Řom palpale. Kana arêsen le Řom
naj le či financijsko aźutimos, čiti bêšîmos,
naj le sastimaśći griža čiti bućako than.
Čisoskê kampur naj getime, kaj le Řom šaj
bi bêšenas (Reiseberichte GGUA, decembro
2002).

SO DARAVEL AMEN
* Po aeroporto Otopeni/Bukarešti sî de kata
jek bêrš jekh panźe źenenđi familija phangli.
Lengo statuso sî „bi themengo“ aj le raj
zumaven barja zorasa te anen le Řomen źi
kothe, te len von pale papale la Rumunijakê
themeskê lila. E familja trajisardja kata `l
bêrš 1990 źi ka `l 2002 ando Njamco, kothe
sas la `Duldung´. Numa musaj sas te mekêl
o Njanco. Či maj kamen te aven la Rumunijakê manuša (ERRC Journal Nr. 3 thaj 4,
2002).

Fallbeispiel Rumänien“ e studija maj but
našti dobil pe. O Zentralrat Deutscher Sinti
und Roma kêrdja maj anglal bari kritika
pa kodja studija (Presseerklärung des Zentralrates, 10.12.2002). Thaj dikh vi amaro
źurnali RC Nr. 36.
* Ando foro Bukurešti pîterdilo jek `Řomengê
têrnengo Centro´. O UNICEF kataj Rumunija dja dumo pe kodo projekto thaj anzarel le
têrnengê informacije thaj saveto, maj ušoro
te šaj arakhên peskê bući (Valery Novoselsky, 22.01.03).
* O UN-Komiteto kontra tortura ando foro
Genf malavel, kaj e Jugoslavija došali la.
E Jugoslavija phagla le maškar-themutne
Konvencije ando ando bêrš 1995. Kana
xatam duj têrne Řom kêrde jekha rakljakê
zor, rîmosarde thaj perade vuni šêla gaźe jek
řomaji mahala ando foro Danilovgrad ande
Crna Gora. Le lokalni raj či kêrde khanči
kontra kodja aj vi le šîngale dikhle kodja
peskê jekhênca thaj či von či kêrde khanči

* Kana našlesas Rumunijakê Řom ando
Francuzo, but manuša line sama pala kodo
bajo. Akana la granicakê raj či maj mekên,
le Řom te mekên pesko them (ERRC Journals Nr. 3 thaj 4, 2002).
* La Rumunijako źurnalo `Ziua de Vest´,
ramosardja pe angluji rig le žurnalośći:
„...amen la Rumunjakê gaźe či sam doš anda
`l bajur kaj sî kaj EU, doš sî la Rumunijakê
Řom..., von mangên, čoren taj peska argresijasa xasaren e balansa kataj Evropaći civilizacija“ (Valeriu Nicolae, 16.11.02).
* le têrne Řom kata istočno Rumunijako foro
Roman či maj troman te den ande `l barur
thaj ande `l diskotheke, te na sîkaven maj
anglal jek lil, kaj ramol kê von sî laśe. Kaća
mera rodja o gazda le birtosko, kana kêrdesas êl Řom čingar maškar peste aj kodja
ande lesko birto (DIVERS news bulletin Nr.
34, 02.12.02).
* Ande `k řomaji mahala ande Rumunija,
kêrde êl šîngale racija, mundarde do Řomen
thaj řanisarde maj trine Řomen zurales.

* Ando Kumano/Makedonija dja, po angluno śon le bêršesko, baro bêršind. O paj le
řekosko daj ande `l Řomengê khêra (ande
karing trin šêla khêra dja o paj) kaj sî ande
`l mahale Bavci thaj Sredorek. Le Řomengê
familije, kaj dja o paji ande lengê khêra, sî
momentalno ćidime ande `l `Collective Centers´ (Valery Novoselsky, 10.01.03).
* O aźutimos kata publikakê love, či računil
pe ka Viennako magistrato 61 sar poćin. Jeg
Řomni, kaj barili ande Austrija, geli ande
škola ande Austrija thaj kêrdja katka vi bući.
Akana sî voj ando karenco thaj sî la vi duj
cîne śavořê. Voj šaj lel la Austriajko themsko lil numa athoska, kana źal te kêrel bući
maj dur. Le karencoskê love sî pala kodja,
te del le dejan e šansa te len sama pe peskê
cîne śavořê - dićhol kê kaća šansa či važîl
pala savořê!

TERMINUR
* Ka `l 8.04.2003 kam înkêrdol ando foro
Niš o štarto festivali `Festival of Romanies
Children Song´.
* Po 10. thaj 11.04.2003 înkêrdol ande
Hofburg/Vienna jek ćidimos kata OSCE po
anav: `Supplementary Dimension Meeting
on Roma and Sinti´.

Len sama! E vrjama, kaj šaj anzardon le molbe palaj reparacija
anda „Versöhnungsfonds“ pala `l manuša kaj kêrde bući pe zor,
lunđardili źi ka 27.09.2003!
17

ROMANO CENTRO

SCHRIFTEN ÜBER ROMA

FOTO: J. KOUDELKA

* Thomas Huonker, Regula Ludi: ROMA,
SINTI UND JENISCHE - Schweizerische
Zigeunerpolitik zur Zeit des Nationalsozialismus, Chronos Verlag, Zürich, 2001, 131
S. Im Jahr 1996 wurde in der Schweiz eine
unabhängige Expertenkommission zur Erforschung der wirtschaftlichen Beziehungen der
Schweiz mit den kriegführenden Mächten
des 2. Weltkriegs, insbes. Nazi-Deutschland
bzw. dem faschistischen Italien, eingerichtet.
Im Rahmen der Arbeit dieser Kommission
wurde auch vorliegende Publikation erstellt,
die sich somit als Forschungsbeitrag versteht
und in Sachen schweizerischer Zigeunerpolitik
während der Nazi-Zeit zu einem eindeutigen
Schluss kommt: „Abwehr statt Asyl“. Die
`zigeunerpolitische´ Praxis sei darauf bedacht
gewesen, ausländische, staatenlose und selbst
schweizerische Roma, Sinti und Jenische vom
Schweizer Territorium fernzuhalten - ungeachtet dessen, von welchen Verfolgungsmaßnahmen die betreffenden Menschen bedroht
waren und ungeachtet des Wissens um die
Lebensgefahr, in der die vor allem nach NSDeutschland zurückgewiesenen Menschen
schwebten. F.SCH.
* Friedrich Ebert Stiftung, Hrsg.: THE ROMA
POPULATION IN SOUTH EASTERN
EUROPE, InterGraf-Verlag, 2002, 123 S.
Die geschätzten rd. 4 Millionen Roma in den
südosteuropäischen Staaten stellen zwar keine
homogene Gruppe dar, vieles aber verbindet
sie `grenzübergreifend´: Ihre gesellschaftliche
Randstellung, ihre Rechtlosigkeit in vielen
Bereichen und fehlende Zukunftsperspektiven.
Zwar haben die meisten Regierungen dieser
Staaten inzwischen eine Reihe von Abkommen zum Schutz der Minderheiten verabschiedet, gegen die soziale Ausgrenzung der Roma
hingegen werden keine Maßnahmen ergriffen.
Auch bildungs- oder arbeitsmarktpolitische
Strategien greifen kaum. Die Länderberichte
zeigen dringenden Handlungsbedarf u.a. in
folgenden Bereichen auf: Soziale Absicherung
(Sozialhilfe, Arbeitslosenunterstützung, Kin- * Jan Hancock: WE ARE THE ROMANI
dergeld) und Gesundheitsvorsorge, Strategien PEOPLE, Ame sam e Rromano dzene,
gegen segregative Bildung (Einweisung von Centre de Recherches Tsiganes, University
Roma-Kindern in Sonderschulen) und negati- of Hertfordshire Press, 2002, 180 S. Das
ve Medienberichterstattung. F.SCH.
Buch gibt in englischer Sprache eine gute

Übersicht über Geschichte, Verfolgung und
Kultur der Roma. Eine eindrucksvolle Liste
berühmter Roma, ein nützliches Kapitel über
die Sprache Romanes mit Beispielen und
einer Kurzgrammatik, eine Liste der wich-

Die schweizerischer Zigeunerpolitik
während der Nazi-Zeit war
„Abwehr statt Asyl“.
18

ROMANO CENTRO

S. Die Publikation ist die Dokumentation
eines Kongresses vom November 2001, der
anlässlich des `Europäischen Jahrs der Sprachen´ abgehalten wurde. Bewusst wurde
dabei der Schwerpunkt Regional- und Minderheitensprachen in Deutschland gewählt,
um eine möglichst große Öffentlichkeit
auf sie aufmerksam zu machen. Behandelt
wurde deshalb auch Romanes und vor dem
Verlust der Lebendigkeit dieser Sprache,
weil sie aus Angst vor Diskriminierung in
der Öffentlichkeit kaum gesprochen wird,
ausdrücklich gewarnt. F.SCH.

tigsten wissenschaftlichen Publikationen
und eine Biographie ergänzen den Titel zu
einer knappen, aber umfassenden, empfehlenswerten Information auch für Leser, die
noch nicht viel über Roma wissen. R.E.

* Europäisches Büro für Sprachminderheiten, Komitee für die Bundesrepublik
Deutschland, Hrsg. und Verlag: SPRACHENVIELFALT UND DEMOKRATIE
IN DEUTSCHLAND, Brüssel, 2002, 131

* European Roma Rights Center, Hrsg.:
SEGREGATION AND DESEGREGATION,
Roma Rights, Quarterly Journal of the ERRC,
Nr. 3 + 4, Budapest, 2002, 169 S. Die Nummern 3 und 4 der Zeitschrift `Roma Rights´
befassen sich eingehend mit der Rassentrennung in den Schulen Ost- und Mitteleuropas
in englischer Sprache: Alle Untersuchungen
bestätigen, dass die meisten Roma gerne mit
den Gadsche lernen und arbeiten würden und
zweitens, dass alle Romaschulen sehr viel
schlechter ausgestattet sind. Dabei geht es
zwar besonders, aber keineswegs nur um die
Sonderschulen, in die Romakinder oft ohne
Wissen der Eltern automatisch eingestuft werden. Dort wird den Kindern nicht die Möglichkeit geboten, ihren Anlagen entsprechend zu
lernen. Außerdem ist der Prozentsatz unqualifizierter Lehrer in Romaschulen extrem
hoch. Nur in Rumänien gibt es darüber eine
Statistik. Danach unterrichten in Schulen
mit einer Mehrheit von Romaschülern oft
mehr als 50% untrainierte Lehrer. Allen
Gegnern zum Trotz gibt es in Bulgarien
ein sehr erfolgreiches Projekt. Dort werden
Kinder aus der Romasiedlungen mit dem
Bus in die Stadt gebracht, arme Kinder mit
Schultaschen, Büchern und Heften versorgt
und ihre Fortschritte genau beobachtet. In
einem Kapitel wird das Projekt von Vidin
genau beschrieben und fünf andere Städte
folgen bereits dem Beispiel. Wir freuen uns
sehr über die sehr lesenswerte Nummer der
`Roma Rights´ von ERRC, sind wir doch
schon lange mit den Autoren der Ansicht,
dass rassische Diskriminierung in der Schule beginnt und dringend abgebaut werden
muss. R.E.

Der Prozentsatz
unqualifizierter Lehrer in Romaschulen
ist extrem hoch.
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Übersetzung: Mozes F. Heinschink
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Romano Centro erscheint vierteljährlich
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