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Betriebsverfassungsgesetz

§ 84 Beschwerderecht (1) Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, sich bei den zuständigen Stellen
des Betriebs zu beschweren, wenn er sich
vom Arbeitgeber oder von Arbeitnehmern des Betriebs benachteiligt oder ungerecht behandelt
oder in sonstiger
Weise beeinträchtigt fühlt. Er kann ein Mitglied des Betriebsrats zur Unterstützung oder
Vermittlung hinzuziehen.
(2) Der Arbeitgeber hat den Arbeitnehmer über die Behandlung der Beschwerde zu bescheiden
und, soweit er die
Beschwerde für berechtigt erachtet, ihr abzuhelfen.
(3) Wegen der Erhebung einer Beschwerde dürfen dem Arbeitnehmer keine Nachteile
entstehen.
§ 85 Behandlung von Beschwerden durch den BetriebsratEin Service des Bundesministeriums
der Justiz und für Verbraucherschutz
in Zusammenarbeit mit der juris GmbH - www.juris.de
- Seite 29 von 47 (1) Der Betriebsrat hat Beschwerden von Arbeitnehmern entgegenzunehmen und, falls er sie
für berechtigt
erachtet, beim Arbeitgeber auf Abhilfe hinzuwirken.
(2) Bestehen zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber Meinungsverschiedenheiten über die
Berechtigung der
Beschwerde, so kann der Betriebsrat die Einigungsstelle anrufen. Der Spruch der
Einigungsstelle ersetzt
die Einigung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat. Dies gilt nicht, soweit Gegenstand der
Beschwerde ein
Rechtsanspruch ist.
(3) Der Arbeitgeber hat den Betriebsrat über die Behandlung der Beschwerde zu unterrichten. §
84 Abs. 2 bleibt
unberührt.

§ 2 Begriff des teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmers (1) Teilzeitbeschäftigt ist ein Arbeitnehmer.Teilzeitbeschäftigungsgesetz Erster Abschnitt Allgemeine Vorschriften § 1 Zielsetzung Ziel des Gesetzes ist. Ist eine regelmäßige Wochenarbeitszeit nicht vereinbart. wer im jeweiligen . dessen regelmäßige Wochenarbeitszeit kürzer ist als die eines vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers. wenn seine regelmäßige Arbeitszeit im Durchschnitt eines bis zu einem Jahr reichenden Beschäftigungszeitraums unter der eines vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers liegt. Gibt es im Betrieb keinen vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer. Teilzeitarbeit zu fördern. in allen anderen Fällen ist darauf abzustellen. so ist der vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer auf Grund des anwendbaren Tarifvertrages zu bestimmen. so ist ein Arbeitnehmer teilzeitbeschäftigt. die Voraussetzungen für die Zulässigkeit befristeter Arbeitsverträge festzulegen und die Diskriminierung von teilzeitbeschäftigten und befristet beschäftigten Arbeitnehmern zu verhindern. Vergleichbar ist ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer des Betriebes mit derselben Art des Arbeitsverhältnisses und der gleichen oder einer ähnlichen Tätigkeit.

wenn seine Dauer kalendermäßig bestimmt ist (kalendermäßig befristeter Arbeitsvertrag) oder sich aus Art. 1 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch ausübt.www. Gibt es im Betrieb keinen vergleichbaren unbefristet beschäftigten Arbeitnehmer.juris.de .Seite 2 von 6 § 3 Begriff des befristet beschäftigten Arbeitnehmers (1) Befristet beschäftigt ist ein Arbeitnehmer mit einem auf bestimmte Zeit geschlossenen Arbeitsvertrag. in allen anderen Fällen ist darauf abzustellen. Ein auf bestimmte Zeit geschlossener Arbeitsvertrag (befristeter Arbeitsvertrag) liegt vor. (2) Vergleichbar ist ein unbefristet beschäftigter Arbeitnehmer des Betriebes mit der gleichen oder einer ähnlichen Tätigkeit. 1 Nr.Ein Service des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit der juris GmbH . Zweck oder Beschaffenheit der Arbeitsleistung ergibt (zweckbefristeter Arbeitsvertrag). so ist der vergleichbare unbefristet beschäftigte Arbeitnehmer auf Grund des anwendbaren Tarifvertrages zu bestimmen. wer im jeweiligen Wirtschaftszweig üblicherweise als vergleichbarer unbefristet beschäftigter Arbeitnehmer anzusehen ist. § 4 Verbot der Diskriminierung (1) Ein teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer darf wegen der Teilzeitarbeit nicht schlechter behandelt werden als . der eine geringfügige Beschäftigung nach § 8 Abs.Wirtschaftszweig üblicherweise als vergleichbarer vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer anzusehen ist (2) Teilzeitbeschäftigt ist auch ein Arbeitnehmer.

(2) Ein befristet beschäftigter Arbeitnehmer darf wegen der Befristung des Arbeitsvertrages nicht schlechter behandelt werden. § 5 Benachteiligungsverbot Der Arbeitgeber darf einen Arbeitnehmer nicht wegen der Inanspruchnahme von Rechten nach diesem Gesetz benachteiligen. es sei denn. dass sachliche Gründe eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen. so sind für befristet beschäftigte Arbeitnehmer dieselben Zeiten zu berücksichtigen wie für unbefristet beschäftigte Arbeitnehmer. der dem Anteil seiner Beschäftigungsdauer am Bemessungszeitraum entspricht. es sei denn. dass eine unterschiedliche Berücksichtigung aus sachlichen Gründen gerechtfertigt ist. . Einem befristet beschäftigten Arbeitnehmer ist Arbeitsentgelt oder eine andere teilbare geldwerte Leistung. die für einen bestimmten Bemessungszeitraum gewährt wird. mindestens in dem Umfang zu gewähren. es sei denn. als ein vergleichbarer unbefristet beschäftigter Arbeitnehmer.ein vergleichbarer vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer. Einem teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer ist Arbeitsentgelt oder eine andere teilbare geldwerte Leistung mindestens in dem Umfang zu gewähren. der dem Anteil seiner Arbeitszeit an der Arbeitszeit eines vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers entspricht. dass sachliche Gründe eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen. Sind bestimmte Beschäftigungsbedingungen von der Dauer des Bestehens des Arbeitsverhältnisses in demselben Betrieb oder Unternehmen abhängig.

.Zweiter Abschnitt Teilzeitarbeit § 6 Förderung von Teilzeitarbeit Der Arbeitgeber hat den Arbeitnehmern. auch in leitenden Positionen. Teilzeitarbeit nach Maßgabe dieses Gesetzes zu ermöglichen.