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Klimaänderung, ein Buch mit sieben Siegeln?

Ulrich Wolff
Dezember 2014

Mathematische Modelle können Klimaänderungen grundsätzlich nicht
vorhersagen. Auch für einen allein damit begründeten vermeintlichen Einfluss
des CO2 und anderer mehr als zweiatomiger Gase auf die Klimate der Erde fehlt
die naturwissenschaftliche Grundlage.

Das veränderliche Wetter zeigt sich unübersehbar mit einem Blick aus dem Fenster.
Mit vielen Messinstrumenten, modernen Computern, mathematischen Modellen und
sehr viel Erfahrung lassen sich inzwischen sogar seine wahrscheinlichen
Veränderungen der folgenden Woche für fast jeden Ort auf der Erde vorhersagen.
An vielen Stationen werden die Messwerte der Temperatur, Niederschlagsmenge,
Bewölkung, Luftdruck u. a. m. aufgezeichnet. Ihre Mittelwerte, meist über Zeiträume
von dreißig Jahren, erfassen das Klima an jedem einzelnen Ort. Die
Zusammenfassung solcher Daten von vielen benachbarten Orten beschreibt die sog.
Klimate. Der Vergleich solcher Mittelwerte über einander folgende 30 jährige
Wetterperioden kennzeichnet mit dieser Statistik der Klimaänderungen die jeweilige
Klimageschichte.
Das alles geschieht nahezu exklusiv auf dem kleineren Festlandanteil an 29% der
Erdoberfläche. An 71% der Erdoberfläche, die von Ozeanen bedeckt sind, fehlen
solche Informationen mit einer annähernd vergleichbaren räumlichen und zeitlichen
Dichte. Soweit – so einfach!
Verwirrung stiftet daher die Erfindung eines sog. Weltklimasi, das ebenfalls nur mit
Hilfe einer Statistik von Mittelwerten, nun über die gesamte Oberfläche der Erde,
definiert werden könnte. Auch die Vorhersage der Veränderungen einer solchen
Statistik ist nicht nur wegen der Komplexität des Problems, sondern grundsätzlich
nicht möglich.
Die Irritation nimmt weiter zu, wenn die Erfinder dieser Methode lediglich die letzten
150 Jahre ins Auge fassen mit 1. einem geringfügigen Anstieg einer „globalen“
Temperatur um weniger als 1℃, 2. einem mittleren jährlichen Anstieg der
Meeresspiegel, der sich seit dem Ende der letzten Eiszeit vor 15.000 Jahren von 10
mm auf gegenwärtig etwa 2 mm verringert hat und 3. mit einem Wiederanstieg der
Konzentration des Spurengases CO2 in der Atmosphäre von 0,03% auf 0,04%. Die
Korrelation dieser Veränderungen soll beweisen, dass eine dramatische
Klimaänderung bevorsteht, von der seit 18 Jahren jedoch jede Spur fehlt.1,ii
Assimilation hatte die CO2 Konzentration in der Atmosphäre von mindestens 25% auf
0,03% reduziert, ohne das jemals ein Einfluss des lebenswichtigen Gases auf
Temperaturen erkennbar geworden war.

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Die Eisdicke in der Antarktis nimmt seit mindestens 600.000 Jahren auch weiter zu,
so dass Forschungsstationen dort immer wieder angehoben werden müssen. In der
Arktis wird die Nord-West Passage gelegentlich kurzfristig eisfrei.
Während der Klimageschichte gab es Perioden, in denen nur einer der Pole oder
sogar keiner von beiden ganzjährig vereist waren.
Ein Süßwassereinbruch ins arktische Meer hatte den Golfstrom für die Dauer einiger
hundert Jahre abgeschaltet und auf diese Weise einige Klimate wesentlich verändert.
Die Ursachen für die seit 2 Millionen Jahren mehr oder weniger regelmäßigen
Wechsel zwischen Warmzeiten und Eiszeiten sind auch heute nicht bekannt.
Fazit: Das alles macht deutlich, dass „monokausale Schnellschüsse“ nicht einmal
das komplexe Wettergeschehen und schon gar nicht seine langjährige Statistik, das
Klima, erklären können. Daran können – inzwischen durch die Beobachtung wieder
einmal bestätigt - auch die besten Rechenmodelle nichts ändern.1
Unabhängig von diesem Sachverhalt sind die Rekonstruktionen globaler Mittelwerte
der Vergangenheit durchaus geeignet, die Interaktionen des Planeten Erde mit dem
Weltraum besser zu verstehen. Dazu folgende Fakten und Überlegungen:
Grundlage unserer Existenz auf der Erde ist die Versorgung der Erde mit
Sonnenenergie. Ohne diese zuverlässige Energiequelle, also allein mit der
Erdwärme aus radioaktivem Zerfall von Materie, würde die Temperatur an der
Oberfläche der Erdkruste nur etwa -240℃ betragen. Selbst Sauerstoff und Stickstoff
wären dann Festkörper so wie gegenwärtig Steine, Sand und zeitweilig Eis.
Die Strahlung der Sonne erreicht diese rotierende „fiktive“ Erde im Jahresmittel mit
einer mittleren Leistung von etwa 340 W/m2 und lässt Sauerstoff und Stickstoff
schmelzen und verdampfen. Über einer Erdkruste, die zunächst kein Wasser
enthalten soll, entstünde eine Gasatmosphäre.
In ihrer oberen Schicht würde, wie auch gegenwärtig auf der realen Erde, ein kleiner,
kurzwelliger Anteil der Solarstrahlung von Sauerstoffmolekülen absorbiert, es würde
Ozon entstehen und Wärme freigesetzt werden. Der große Rest der Strahlung würde
nach dem Durchlaufen dieser Atmosphäre die Oberfläche der Kruste erreichen. Die
Oberfläche dieser Kruste (ohne Wasser und Eis) würde etwa 10% der eintreffenden
Strahlung in den Weltraum reflektieren, den verbleibenden Anteil dagegen in der
festen Materie absorbieren und in Wärme wandeln.
Im Zustand eines Fließgleichgewichtes (dann ist die Energiezufuhr von der Sonne
gleich groß wie die Energieabgabe in den Weltraum) würde daher die gesamte
absorbierte und in Wärme gewandelte Energie an der Oberfläche der Kruste als
Wärmestrahlung in den Weltraum emittiert werden. Ein mittlerer Energiefluss von
≈300 W/m2 würde die lokalen Temperaturen an der Oberfläche um eine Temperatur
von ≈-3℃ (270K) schwanken lassen. Wie auch in der Atmosphäre der realen Erde
würde Wind Sand bewegen, Erosion erzeugen und die täglichen und saisonalen
lokalen Temperaturschwankungen glätten.
Die Temperaturen der Luft über der Oberfläche der Erdkruste würden dagegen, im
Gegensatz zur realen Erde, nach oben ansteigen, weil Wärmeleitung die in großer
Höhe zugeführte Wärme zur Erdkruste abfließen ließe. Ein Temperaturminimum

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entstünde an der Oberfläche der Erdkruste, weil diese Materie die gesamte
absorbierte Solarenergie dann als Wärmestrahlung in den Weltraum emittiert.
Wird nun einer solchen Atmosphäre CO2 beigemischt, so entsteht eine
Gegenstrahlung zur Erdkruste, deren Quellstärke mit der Dichte des CO2 nach oben
abnimmt. Diese Gegenstrahlung wird noch einmal von der Materie der Erdkruste
absorbiert und in Wärme gewandelt. Dieser Vorgang erhöht zwar nicht direkt die
Temperatur der Erdkruste, aber er vergrößert die Zeitspanne zwischen
ursprünglicher Absorption von Solarstrahlung und ihrer Emission als
Wärmestrahlung. Da die Solarenergie dadurch für eine längeren Zeitraum als Wärme
in der Erdkruste verbleiben muss, lässt die kontinuierlich absorbierte Solarwärme die
Temperatur der betroffenen Materie entsprechend ansteigen. (Eine solche Wirkung
wird selbst ohne Solarstrahlung und Messinstrument allein mit Körperwärme
spürbar, wenn man z. B. in der Nacht bei Windstille, gleicher, niedriger Außen- und
Innentemperatur, wenig bekleidet einen geschlossenen Raum betritt oder verlässt,)
Die Interaktion des CO2 mit der Wärmestrahlung der Erdkruste würde die Temperatur
über den vorgenannten Wert (ohne CO2) von ≈-3℃ (270K) hinaus geringfügig
ansteigen lassen.iii Auch für diesen Zustand würden die Temperaturen in der
Atmosphäre über der Oberfläche der Kruste ansteigen.
Eine völlig andere Situation ergibt sich, wenn der „fiktive“ Planet Erde an 71% der
Oberfläche wieder mit seinen Ozeanen ausgestattet wird.
Ebbe und Flut bremsen nun die Rotation der Erde und vergrößern den Abstand zum
Mond. Strömungen in den Ozeanen transportieren Wärme.
Die Leistung der atmosphärischen Wärme-Kraftmaschine wird wesentlich verstärkt
und ist Antrieb für einen Wasserkreislauf in der Atmosphäre:
Wasser verdunstet an der Oberfläche der Ozeane. Weil Wasserdampf darüber an
Keimen kondensiert, sinkt seine Konzentration von den Sättigungswerten in Luft an
der Oberfläche der Ozeane mit der Höhe gegen Null. Die Zahl und Größe der
Wassertropfen und Eispartikel nimmt gegenläufig entsprechend zu. Die Wasser- und
Eispartikeln werden kontinuierlich durch die Atmosphäre transportiert bis die
Schwerkraft den Vorgang beendet.
Für den Einfluss des Wasserdampfes auf langwellige Strahlung gilt ebenso wie für
andere mehr als zweiatomige Gase – jeweils an anderen Wellenlängen der
Wärmestrahlung – grundsätzlich das bereits für CO2 beschriebene Verhalten.

Auf dem Festland entsteht ein Süßwasserreservoir, dessen Verluste an die Ozeane
durch Rückfluss in Flüssen und Verdunstung kontinuierlich wieder ersetzt werden.
Das hat einige signifikante Folgen für Wetter und Klima:
Die Partikel flüssiger und fester Materie in der Atmosphäre emittieren – wie die
Ozeane nur in den oberen Halbraum – an ihrer gesamten Oberfläche kontinuierlich
Wärmestrahlung in alle Richtungen, also jeweils etwa zur Hälfte in Richtung
Weltraum und zur Erdoberfläche. Dabei wird der Atmosphäre in ihrer Umgebung

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ständig Wärme entzogen und es entsteht die Tropopause, ein Temperaturminimum
bei knapp unter -50℃, das den gesamten Erdball umschließt.iv Die Temperaturen
über der Erdoberfläche sinken bis zum Minimum der Tropopause. Ein Minimum
entsteht jetzt in der Atmosphäre, weil sich die Emission der Wärmestrahlung von der
Erdoberfläche in die Tropopause verschiebt. Den emittierenden Partikeln fließt von
oben (wie beschrieben) und von unten Energie zu. Letzteres umfasst
Wärmestrahlung der Erdkruste, Konvektion, Kondensationswärme und
Wärmeleitung.
Die recht großen Partikel in sichtbaren Wolken wirken ständig über 60 bis 70% der
Erdoberfläche und im Nebel. Kleinere Partikel sind als Dunst erkennbar. Dazu
kommen sehr kleine und daher unsichtbare Eispartikel insbesondere in größerer
Höhe sowohl am wolkenfreien Himmel als auch über den Wolken.v
Wasser und Eis in der Atmosphäre erhöhen den reflektierten Anteil der
Solarstrahlung – die Albedo - auf etwa 30% und reduzieren damit die Energiezufuhr
zur realen Erde um etwa 20% auf 240 W/m2. Trotzdem steigen die Temperaturen an
der Oberfläche ihrer Kruste auf die bekannten Mittelwerte um etwa +15℃.
Auch das Spurengas CO2 kann die Intensität der Gegenstrahlung in der Atmosphäre
der realen Erde nun nicht mehr beeinflussen und verliert daher seinen ohnehin
geringen Einfluss auf Temperaturen. Die Wasser- und Eispartikel haben diese
Wirkung übernommen:
Von den Molekülen der vermeintlichen Treibhausgase emittierte Wärmestrahlung
wird entweder von den Eis- oder Wasserpartikeln absorbiert, oder erreicht ohne
solchen Umweg direkt die Erdkruste. Das erklärt auch, warum der CO2 Gehalt der
Atmosphäre mit seiner Reduktion von 25% auf 0,03% während der Erdgeschichte
niemals einen Einfluss auf das Klima haben konnte.1
i

https://de.scribd.com/doc/245220065/Fakten-Die-Klimapolitik-beachtensollte?post_id=100005110448729_335951823251830#_=_
ii

https://de.scribd.com/doc/171268396/Schwankungen-der-Energiebilanz-der-Erdelassen-Meeresspiegel-und-Temperaturen-ansteigen
iii

https://de.scribd.com/doc/242156102/Der-Traum-vom-anthropogenenTreibhauseffekt-docx
iv

Im Fließgleichgewicht, bei ausgeglichener Energiebilanz, emittieren die Partikel im
Mittel Strahlung mit einer Intensität von etwa 240 W/m2 sowohl nach oben als auch
nach unten, wenn ihnen im Mittel 480 W/m2 zufließen ( jeweils bezogen auf ihre
Projektion auf eine Kugelschale). Die Intensität der von Wasser und Eis emittierten
Wärmestrahlung ist proportional zur 4. Potenz seiner absoluten Temperatur. Solche
Partikel emittieren Wärmestrahlung z.B. bei einer Temperatur von – 50 ℃ mit einer
Intensität von etwa 140 W/m2, bei einer Temperatur von -18℃ mit 240 W/m2 und bei
+15℃ mit 390 W/m2 nach oben und unten, wenn der jeweilige Energiezufluss 280
W/m2, 480 W/m2 bzw. 780 W/m2 beträgt (jeweils bezogen auf die Projektion der
Partikel auf eine Kugelschale).
v

https://de.scribd.com/doc/144664169/Treibhauseffekte