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Das Muttersprachen-Programm

An der Utahloy International School Guangzhou schätzen wir die Kultur des
Heimatlandes und der Muttersprache so sehr, dass wir acht Muttersprachen-Klassen für
Schüler von 6-18 Jahren anbieten. Dies ist das Einzigartige an unserer Schule. Die
Muttersprachen-Stunden sind in den regulären Stundenplan integriert und in den
Schulgebühren enthalten.
Unser Muttersprachen-Programm erleichtert es Schülern mit ihrer Heimatkultur
verbunden zu bleiben, einen ausgeprägten Sinn für ihre Identität zu entwickeln und damit
emotional stabiler zu sein. Wir glauben, dass die Bewahrung der kulturellen Identität
eines Kindes dessen Schlüssel zum Erfolg ist. Schüler finden einen emotionalen Hafen in
ihrer Muttersprachen-Klasse. Lehrer stellen einen stärkeren Sprachzuwachs und eine
bessere akademische Entwicklung bei Kindern fest, deren kulturelle Identität bewahrt
wird. Eltern drücken ihre Erleichterung und Freude darüber aus, dass ihre Kinder in ihrer
Erstsprache versorgt werden.
Kinder in international mobilen Familien müssen mit ihrer Kultur in Kontakt bleiben und
ihre Muttersprache kontinuierlich weiterentwickeln. Es ist nicht genug, diese Sprache nur
zuhause zu sprechen. Die Schüler sollten ein akademisches Vokabular erwerben und
ihren Sprachgebrauch durch den Umgang mit Literatur und Sprachkultur erweitern
können.
Die Sprachlehrer sind ein fester Bestandteil der Utahloy International School und
bereichern durch die Vermittlung übergreifenden kulturellen Verständnisses und
interdisziplinärer Aktivitäten. Sie sind allesamt Muttersprachler und für das Unterrichten
ausgebildet, auch im Sinne der Richtlinien des IB PYP, MYP und Diploma Programm.

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Weshalb sollte während des Auslandsaufenthaltes eine internationale
Schule mit Muttersprachen-Programm gewählt werden?
Kinder in international mobilen Familien sollten mit ihrer Heimatkultur in Kontakt
bleiben und ihre Muttersprache kontinuierlich lernen. Für einige Eltern bedeutet dies, ihre
Kinder nationale Schulen im Gastland besuchen zu lassen, wie zum Beispiel die
Japanische oder Französische Schule in Guangzhou. Einige internationale Schulen, wie
eben auch die Utahloy, ermöglichen aber die Muttersprachen-Versorgung mit dem
zusätzlichen Vorteil, die Kinder in einer internationalen Gemeinschaft aufwachsen zu
lassen. Mit der Utahloy können die Eltern also das Beste aus beiden Welten wählen. Wir
sind glücklich, ausgebildete Muttersprachen-Lehrer für jede Sprachgruppe zur Verfügung
stellen zu können.
Wir wissen, dass Schüler an internationalen Schulen durch den täglichen Lehrplan und
soziale Aktivitäten von und über andere Kulturen lernen können. Sie erfahren aus erster
Hand von den kulturellen Praktiken vieler verschiedener Nationen und entwickeln
kulturell übergreifende Einstellungen, Wissen und Fertigkeiten. Sie finden Freunde aus
allen Teilen der Welt und erwerben spezifische Fähigkeiten bezüglich Kommunikation,
Verständnis, Flexibilität, Toleranz und Neugier.

Was bietet das Muttersprachen-Programm der Utahloy?
Die Utahloy bietet Schülern die Möglichkeit, sich mit Lehrern und Schülern der eigenen
Kultur auseinanderzusetzen und von ihnen zu lernen. Sie können kulturelle und
sprachliche Bande zu anderen Schülern gleichen Hintergrundes knüpfen. Junge
Menschen brauchen in der Phase der Pubertät eine hinwendungsvolle und klare Weisung
von Erwachsenen als Vorbilder. Im Heimatland würde dies auch von Erwachsenen der
eigenen erweiterten Familie oder der lokalen Gemeinde übernommen werden. An unserer
Schule können Muttersprachen-Lehrer diese Funktion übernehmen und Unterstützung
und Führung bieten. Sie stellen dar, was ein Forscher den „Kanal zur Übertragung von
Sprache und Kultur“ nennt.
Unsere Muttersprachenlehrer sind jeweils „Muttersprachler“ in ihrem Fach. Sie alle
besitzen Universitätsabschlüsse und Lehrerfahrung.

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1. Grundschule – Muttersprache & Chinesisch
Folgende Muttersprachen werden zur Zeit in der Grundschule angeboten:
 Chinesisch
 Deutsch
 Finnisch
 Französisch
 Italienisch
 Japanisch
 Koreanisch
 Spanisch

Schüler, die in der Grundschule am Muttersprachen-Unterricht teilnehmen, haben
zusätzlich die Möglichkeit an zwei Tagen in der Woche nach der Schule Chinesisch zu
lernen (Anfänger und Mittelstufe).
Andere Sprachen könnten abhängig von der Nachfrage und der Verfügbarkeit von
Lehrern angeboten werden.
2. Mittelschule – Die Schüler lernen 3 Sprachen
Unser Ziel ist es, Utahloy-Schüler zu mehrsprachigen, multikulturellen globalen Bürgern
zu erziehen, welche die Werte und Einstellungen anderer verstehen und schätzen. In der
Mittelschule stehen daher die Fächer Englisch, eine A-Sprache und eine B-Sprache auf
dem Programm.
Englisch
Englisch Sprache A
Englisch Sprache B Fortgeschritten
English Sprache B Mittelstufe
English Sprache B Grundstufe
Englisch als Zweitsprache
Englisch als Zweitsprache intensiv

Sprache A
Chinesisch Sprache A
Deutsch Sprache A
Finnisch Sprache A
Französisch Sprache A
Italienisch Sprache A
Japanisch Sprache A
Koreanisch Sprache A
Spanisch Sprache A

Sprache B
Chinesisch Sprache B
Deutsch Sprache B
Französisch Sprache B
Japanisch Sprache B
Spanisch Sprache B

Wir bieten in den Klassen 7-10 auch Gesellschaftslehre auf Französisch an. Schüler mit
sehr guten Französischkenntnissen könnten für den Eintritt in diese Klassen angenommen
werden.
3. Oberstufe
IB Diploma-Schüler müssen zwei Sprachen belegen, um die Anforderungen des
Abschlusses zu erfüllen. Sie dürfen zwei A-Sprachen wählen oder eine Kombination aus
A-Sprache und B-Sprache, sind jedoch zu mindestens einer A-Sprache verpflichtet. Es
finden Leistungskurse (HL), Grundkurse (SL) und Anfängerkurse (Ab initio) statt.
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Das Wahlfach in Gruppe 1 des IB ist für die Erstsprache oder zumindest die stärkste
Sprache der Schüler gedacht, der Kurs ist eher Literatur-orientiert. Wahlfach-Gruppe 2
enthält die Fremdsprachen in unterschiedlichen Niveaustufen, mit dem Ziel eines
muttersprachnahen Spracherwerbs (außer ab initio). Beide Gruppen sind prinzipiell für
Muttersprachler geeignet, abhängig vom Sprachstand des jeweiligen Schülers. Die
folgenden Sprachen sind im IB Diploma als Leistungs- (HL) oder Grundkurs (SL) und
teilweise als Anfängerkurs (ab initio) verfügbar:






Chinesisch
Deutsch
Französisch
Italienisch
Japanisch
Koreanisch
Spanisch

A, B, ab initio
A, B, ab initio
A, B, ab initio
A, B, ab initio
A, B
A
A, B, ab initio

Falls die Muttersprache eines Schüler nicht an der Schule unterrichtet wird, kann der
Schüler diese Sprache aber dennoch unter Anleitung eines internen oder externen ASprache-Lehrers als Grundkurs (SL) belegen. Man nennt diesen Kurs dann „Self taught“,
weil der Schüler selbstständig arbeitet.
Im IB müssen die Schüler im Rahmen der Vorbereitung selbstständiger Forschung eine
Facharbeit in einem Schulfach ihrer Wahl schreiben, das sogenannte „Extended
Essay“ (4.000 Wörter). Wir ermutigen unsere Schüler, dies in ihrer Muttersprache zu
tun.
Das Fach Geographie wird im IB Diploma in Grund- und Leistungskurs auch in
Französisch unterrichtet und geprüft. Diese Aufgabe übernimmt Dr. Stéphane Vermeulin,
der vorher an einer französischen Universität gelehrt hat.
Es gibt außerdem IB Schulen überall auf der Welt, die einige Sachfächer auf Deutsch und
Chinesisch anbieten. Utahloy ist sehr interessiert daran, dies in Zukunft auch zu tun.

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Was sagt die aktuelle Forschung über mehrsprachige Kinder?
Die Vorteile von Zwei- und Mehrsprachigkeit sind gut dokumentiert. Wayne Thomas und
Virginia Colliers fanden in ihrer Studie über Schüler aus Sprachminderheiten in den USA
(1997) heraus, dass ein Schlüsselparameter für den Langzeiterfolg eine möglichst lange
akademische Instruktionszeit durch die Erstsprache der Schüler war. Diese dauerhaft
muttersprach-geförderten Schüler übertrafen die Leistungen ihrer gleichaltrigen
einsprachigen Mitschüler in der Oberstufe. Andere Studien berichten von einer
Erweiterung des abstrakten Denkvermögens, einer höheren Wertschätzung anderer
Kulturen, einem gesteigerten psychologischen Wohlbefinden, einem größeren
Selbstbewusstsein und einem höheren Level an Toleranz.
Eine andere interessante Empfehlung, basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen
und nachzulesen in „Raising Multilingual Children“ von Tracey Tokuhama-Espinosa
(2000), ist die Einhaltung von Kontinuität. Danach sollte von einer erziehenden Person
immer dieselbe Sprache verwendet werden. Es spielt keine Rolle, ob ein Kind mit drei
oder mehr Sprachen aufwächst. So könnten Mutter und Vater beispielsweise
verschiedene Sprachen sprechen und das Kindermädchen oder ein Lehrer in einer dritten
Sprache, ohne das Kind zu verwirren. Eltern wird zum Beispiel oftmals fälschlicherweise
erzählt, dass der Gebrauch der Muttersprache schlecht für den Sprachfortschritt in
Englisch oder einem anderen Sachfach sei. Deshalb versuchen manche Eltern Englisch zu
benutzen, obwohl sie sich eigentlich in ihrer Muttersprache wohler fühlen. In diesem Fall
entwickeln die Kinder selten ihre Muttersprache weiter und haben womöglich trotzdem
Schwierigkeiten in der Schule.

Die Flüssigkeit in einer Sprache variiert abhängig vom Wunsch einer Person die Sprache
zu lernen. Motivation ist äußerst wichtig im Spracherwerb. Kinder aus derselben Familie
lernen Sprachen nicht gleichermaßen gut. Je mehr Sprachen eine Person kennt, desto
leichter ist es aber, eine weitere Sprache zu erlernen, da bereits ein Grundverständnis der
Struktur von Sprachen vorhanden ist und Gelerntes angewendet werden kann.

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Wie können Eltern helfen, Sprache zu pflegen und zu entwickeln?
Die Familie sollte durch vielfältige Konversation zwischen Kindern und Erwachsenen,
Fernsehen, Filme, Bücher u.ä. auch zu Hause zum Sprachlernen motivieren.
Eltern und Lehrer sollten Schüler insbesondere ermutigen in all ihren Sprachen zu lesen.
Die Wichtigkeit des Lesens für Schüler wurde eingehend von Steven Krashen untersucht.
In seinem Werk „The Power of Reading“ (1993, 2004) nennt er viele Gründe. Seine
Ergebnisse sind nachfolgend zusammengefasst:







Wenn Kinder Bücher lesen entwickeln sie eine Basis für Schriftsprachlichkeit –
Vielleser verbessern Schreib- und Lesefertigkeiten gleichermaßen.
Gute Leser sind gute Schreiber, weil sie unterbewusst einen guten Stil für
Schriftsprache erwerben.
Kinder brauchen eine zum Lesen anregende Umgebung.
Eltern sollten wissen, dass Kinder sehr viel mehr davon profitieren, wenn ihnen
vorgelesen wird, sie Eltern in der Freizeit lesen sehen, oder wenn sie Comics,
Zeitschriften, Bücher lesen, als vom Arbeiten in Schulbüchern.
Viele anfangs Englisch als Zweitsprache ablehnende Schüler werden eifrige Leser,
wenn die richtigen Voraussetzungen geschaffen sind.
Schüler, die viel lesen, erweitern ihre inneren Einstellungen.
Schüler entleihen mehr Bücher aus Schulbibliotheken, die viele Bücher anbieten
und länger geöffnet bleiben.
Die Freizeitlektüre in der Muttersprache erhält und verbessert die Kompetenz in
dieser Sprache; deswegen sollten Bibliotheken eine große Anzahl an Büchern in
den verschiedenen Sprachen der Schüler anbieten.

Die Schulbibliothek der Utahloy International School Guangzhou vertritt eine sehr große
Auswahl an Büchern, Zeitschriften, Zeitungen und Internetwerkzeugen in
unterschiedlichen Sprachen. Wir sind stolz auf unsere Sammlung, die dazu beiträgt, dass
sich die Lesefähigkeiten in allen Sprachen steigern. Bitte besuchen Sie unsere Bibliothek
und fragen Sie nach einer Tour, um das Angebot von Büchern in mehr als zehn Sprachen
zu sehen.

Wie gedeiht man in einer internationalen Umgebung?
Schülern, die kontinuierlich ihre Muttersprache entwickeln und neue Sprachen lernen,
wird die Möglichkeit gegeben sich im internationalen Milieu frei zu entfalten. Diese
Schüler lernen nicht nur mit dem Leben in einer international mobilen Familie zurecht zu
kommen, sondern sie blühen regelrecht auf.
Wenn Sie die Utahloy International School Guangzhou gerne besuchen oder auch gerne
Familie, Freunde, Kollegen einladen würden, kontaktieren Sie bitte das Sekretariat, um
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einen Termin auszumachen. Wir freuen uns immer mögliche zukünftige Familien durch
die Schule zu führen.
Ausländische Firmen sollten wissen, dass die Utahloy ein breites MuttersprachenProgramm anbietet, wenn sie Angestellte rekrutieren. Dies könnte für ausländische
Familien in ihren Überlegungen ausschlaggebend sein, ein Einstellungsangebot in China
anzunehmen.

Das Fach Deutsch als A-Sprache an der UISGZ
Der Deutschunterricht an der Utahloy International School Guangzhou wird von der
deutschen Zentralstelle für Auslandsschulwesen (ZfA) personell gefördert. Die
entsendeten Bundesprogrammlehrkräfte der Grundschule und der Sekundarstufen I und II
haben das 1. und 2. Staatsexamen in Deutschland absolviert und unterrichten in Rahmen
und Kombination mit dem IB Programm nach dem deutschen Lehrplan (Bundesland
Thüringen, Gymnasium). Dies soll eine Rückübersiedelung nach Deutschland erleichtern.
Unterschiedliche Länder, Kulturen und Schulsysteme vermitteln auch unterschiedliche
Arbeitsweisen und Prüfsituationen. Im Deutschunterricht der Klassen 7-12 wird in
Ausrichtung an die Erfordernisse der deutschen Schul-, Hochschul- und Arbeitswelt
besonderer Wert auf struktur- und detailgenaues Arbeiten gelegt; typische 1-2-StundenKlassenarbeiten werden ebenso abverlangt wie andere Prüfungstypen; nonfiktionale
Texte finden ebenso Beachtung wie literarische; die Abschlussbenotung schließt die
sonstige Mitarbeit explizit ein.
Im Gegenzug finden die Anforderungen des IB durch vermehrte mündliche und kreativ
ausgerichtete Schülerleistungen verstärkte Beachtung.
Das Fach Deutsch als A-Sprache an der UISGZ will gemäß beider Lehrpläne
Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Medienkompetenz, Kommunikationskompetenz,
Kulturelle Kompetenz und Selbstkompetenz in deutscher Sprache durch deutsche Texte
vermitteln. „Deutsch“ ist also Unterrichtsmedium und Unterrichtsgegenstand zugleich.
Schüler werden explizit zu einem reflektierten Sprachbewusstsein angeleitet. Dazu
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werden vielfältige Lektüren, Schulbücher, Spielfilme, Serien, Theateraufzeichnungen,
Zeitschriften, Zeitungen usw. eingesetzt.
Die geringen Klassengrößen an der UISGZ erlauben außerdem eine stärkere individuelle
Ausrichtung hinsichtlich der Interessen und auch Schwächen einzelner Schüler, so dass
Lektüren, Themen etc. bei Bedarf entsprechend angepasst werden können.

Foto: Philipp Reißner, Kl. 8. – Erläuterung eines Modells – Unterrichtsreihe „Werbung“

Am besten sollten aber vielleicht die Schüler selbst zu Wort kommen. Im Nachfolgenden
finden Sie ein paar Schüler-Kommentare zu der spontan gestellten Frage: Was bedeutet
dir der Muttersprachen-Unterricht? (Die Kommentare sind teilweise gekürzt und
orthographisch überarbeitet wiedergegeben.)
Muttersprachen-Unterricht ist für mich wichtig. Er hilft nicht nur
Sprachkenntnisse beizubehalten, die im Ausland schnell in Vergessenheit geraten
können. Vielmehr zielt er darauf ab, das Verständnis der Sprache
weiterzuentwickeln. Anders als im Fremdsprachen-Unterricht, wo man neue
Sprachen von Grund auf erlernt, wird im Muttersprachen-Unterricht die eigene
Sprache vertieft, untersucht und erforscht. Der Unterricht dehnt den aktiven
Wortschatz über triviale Alltagsvokabeln hinaus. Außerdem fördern vielfältige
Inhalte und interessante Literatur sowohl Sprachbewusstheit als auch
Allgemeinwissen. Beides gibt Schülern die Chance ihre Sprachkenntnisse und ihr
Denkvermögen immer weiter zu entfalten. In Zusammenwirkung mit dem Rest

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des Schulprogramms macht es die Koexistenz eines interkulturellen Verständnis
und einer eigenen nationalen Identität möglich.

(Pauline Schlautmann, 16 Jahre, Klasse 11, seit 4 Jahren an der UISGZ)
Muttersprachen-Unterricht bedeutet für mich Konnektion zu Deutschland. Ich
denke mir, dass der Muttersprachen-Unterricht eine gute Idee ist, weil man
immer eine Verbindung zu der Heimat hat. Muttersprachen-Unterricht hilft uns
zu lernen, wie in der Heimat. Es bedeutet auch Sicherheit im eigenen Land,
Zugehörigkeit und Status.

(Simon Wendel, 13 Jahre, Klasse 8, seit 4 Jahren an der UISGZ, bilingual aufgewachsen)

Muttersprachen-Unterricht ist für mich ein Stück Kultur. Ich habe die Chance
meine Sprache zu behalten, ohne dieses Muttersprachen-Programm wäre Deutsch
für mich verloren. Man benutzt es einfach zu wenig. Die Muttersprache ist ein
Teil deiner Kultur. In einem neuen Land gibt es viele neue Dinge, die sich in deine
Kultur einfügen. Dennoch sollte man probieren immer noch etwas von seiner
Original-Kultur zu behalten. Dabei hilft das Muttersprachen-Programm. Es lässt
Kinder ihre Muttersprache nicht vergessen und dennoch werden die Kinder offen
zu neuen Kulturen durch andere Aspekte der Schule. Neue Sprachen können
erlernt werden, doch diese werden nie zur Muttersprache.

(Jonas Schlautmann, 14 Jahre, Klasse 9, im vierten Jahr an der UISGZ)
Muttersprachen-Unterricht ist für mich sehr wichtig, weil es einem selbst hilft, die
Muttersprache nicht zu vergessen oder zu verlernen. Ich, zum Beispiel, bin in
China geboren. Mit neun Jahren bin ich nach Deutschland umgezogen und ging
auf eine deutsche Schule, die keinen Muttersprachen-Unterricht förderte. Deshalb
hat Deutsch Chinesisch als Muttersprache ersetzt. Nun bin ich aber nach China
zurückgezogen und da ich denselben Fehler nicht zweimal mache, gehe ich auf
diese Schule. Hier lerne ich nicht nur wieder Chinesisch, sondern habe auch
Muttersprachen-Unterricht, damit ich Deutsch nicht verlerne.

(Mingyu Gao, 16 Jahre, Klasse 9, seit einem Monat an der UISGZ)
Muttersprachen-Unterricht bedeutet für mich, dass ich in der Schule ein Fach
habe, in welchem ich in meiner Muttersprache unterrichtet werde. Es ist sehr
wichtig für mich in einem Fach in meiner Muttersprache unterrichtet zu werden,
weil wenn ich später mal in mein Heimatland in die Schule gehe, kann ich noch in
meiner Muttersprache mit anderen reden. (...) Und wenn du im Heimatland einen
Job willst, in dem du nur deine Muttersprache sprechen musst, musst du sie auch
schreiben können, weil es kaum einen Job gibt, in dem du nicht schreiben musst.

(Philipp Reißner, 13 Jahre, Klasse 8, seit einem halben Jahr an der UISGZ)
Muttersprachen-Unterricht bedeutet für mich, dass ich mich auf der anderen
Seite der Welt wie zu Hause fühle. Ich spreche eine bekannte Sprache mit
Leuten, die durch dasselbe wie ich gegangen sind. Am Anfang habe ich nie
außer im Muttersprache-Unterricht gesprochen. Wenn man durch etwas geht,
wo man nicht verstanden wird, ist es gut mit Bekannten, die dich verstehen,
zu sprechen. Wenn man eine neue Sprache lernt und überwiegend spricht,
leiden deine anderen Sprachen darunter. Muttersprachen-Unterricht hilft
mir, meine Muttersprache aktiv zu benutzen und dazu zu lernen.

(Nils Schlautmann, 12 Jahre, Klasse 8, seit 4 Jahren an der UISGZ)

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Muttersprachen-Unterricht ist für mich eine Hilfe mein Deutsch so beizubehalten,
wie es ist. Das ist jetzt mein fünftes Jahr an einer Schule auswärts von
Deutschland, aber die erste Schule, wo ich die meiste Zeit eine andere Sprache als
meine Muttersprache sprechen muss. Auf der Deutschen Schule Genf (DSG) war
der Unterricht auf Deutsch. Aber hier ist alles auf Englisch und dass ich hier
Muttersprachen-Unterricht habe, hilft mir meine Muttersprache nicht zu
vergessen. Natürlich verliert man mit der Zeit einzelne Wörter oder auch Teile
der Grammatik. Aber ohne Muttersprachen-Unterricht würde es viel schneller
und vor allem würde viel mehr Wissen verloren gehen.

(Lukas Reißner, 14 Jahre, Klasse 9, seit einem halben Jahr an der UISGZ)

Foto: Schüler der Klasse 8 ordnen die Bedeutung der Muttersprache innerhalb der Bedürfnis-pyramide
nach Maslow (1943) einstimmig Level 3 „Zugehörigkeit und Liebe“ zu

Mehr Informationen über die Utahloy International School Guangzhou finden Sie auf
unserer Webseite: www.utahloy.com

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