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E-Teams an der Humboldt-Universität

Stefanie Rühl (Redaktion) | Computer- und Medienservice | stefanie.ruehl@cms.hu-berlin.de
Tillmann Lohse, Andreas Kohring | Institut für Geschichtswissenschaften |
post@tillmannlohse.de, kohringa@geschichte.hu-berlin.de
Melanie Stilz | Institut für Europäische Ethnologie m.stilz@gmx.de
Wolfgang Jänsch, Hans-Ulrich Kamke, Matti Stöhr | Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft |
wolfgang.jaensch@rz.hu-berlin.de, hans ulrich.kamke@rz.hu-berlin.de, matti.stoehr@ibi.hu-berlin.de
Karin Madlener | Institut für deutsche Sprache und Linguistik | karin.madlener.1@staff.hu-berlin.de
Teresa Delgado, Victoria Castrillejo, Ioanna Gatzigianni und Gabriele Knauer | Institut für Romanistik |
teresa.delgado@staff.hu-berlin.de, castrilv@staff.hu-berlin.de, moodle-oanna@arcor.de, gabriele.knauer@romanistik.hu-berlin.de
Heike Wapenhans | Institut für Slawistik | heike.wapenhans@slawistik.hu-berlin.de
Uwe Ziegenhagen, Birgit Hadel | Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät |
ziegenhagen@wiwi.hu-berlin.de, birgit.hadel.1@wiwi.hu-berlin.de
Danilo Vetter, Marius Zierold | Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien | danilola@freenet.de, marius@naha.de
Roland Wenzlhuemer | Großbritannien-Zentrum | roland.wenzlhuemer@staff.hu-berlin.de
Christa Köbsch | Sprachenzentrum | christa.koebsch@rz.hu-berlin.de

E-Teams Mneme, und ein nachfrageorientiertes
als Netzwerke in den Instituten Service- und Beratungsangebot hat sich
in den vergangenen Jahren ein hoch-
Stefanie Rühl schulweites Netzwerk an »Aktiven« ent-
Ausgehend von den sehr unterschiedli- wickelt, die neugierig und innovativ neue
chen Erfahrungen, dem Stand der Inte- Wege in Studium und Lehre ausprobie-
gration und den fachlichen Bedürfnissen ren. Damit wurden Modelle und Anre-
kann es die »eine« E-Learning-Lösung gungen geschaffen, die weitere Nutzung
für eine Hochschule nicht geben. Zentral und Verbreitung initialisierten. Die Ver-
verfügbare Infrastrukturen und beglei- breitungswege der Erfahrungen waren
tende Services sind eine entscheidende schließlich ausschlaggebend für die seit
Voraussetzung für die Nutzung digitaler 2005 verfolgte Strategie einer fachbe-
Medien in der Lehre. Dazu bedarf es zen- zogenen Unterstützung des Einsatzes
traler Einrichtungen, die wie das Multi- digitaler Technologien in der Lehre: Vor
Der Artikel gibt einen Einblick in die sehr media Lehr- und Lernzentrum im Com- allem die Erfahrungen, informellen Ge-
verschiedenen Überlegungen und Ansätze puter- und Medienservice beratende und spräche und guten Beispiele der frühen
der Institute der Humboldt-Universität, die administrative Aufgaben wahrnehmen Nutzer überzeugten Kollegen und Kolle-
Nutzung digitaler Medien in der Lehre zu und als Ansprechpartner die Nutzung ginnen, selbst erste Schritte zu wagen
unterstützen und zu verankern. Mit den unterstützen. Neben der zentralen Un- und zu probieren. Im Projekt »E-Kom-
sogenannten E-Teams wurden institutsweite terstützung sind aber auch dezentral petenz im Kontext« werden hierzu soge-
Netzwerke von Ansprechpartnern aufge- organisierte Ansprechpartner und Exper- nannte E-Teams an den Instituten auf-
baut. Diese E-Teams sind eine Besonderheit ten vor Ort wichtig. gebaut, die als Akteure vor Ort kollegiale
in der Strategie der Humboldt-Universität Die frühen Jahre des E-Learning waren Ansprechpartner beim Einsatz von
zur Verankerung von E-Learning und auch an der Humboldt-Universität ge- E-Learning in der Lehre sind [1].
Multimedia in der Lehre. Hier arbeiten prägt von Einzellösungen, wenigen Ak-
»Aktive« und »Funktionäre« gemeinsam tiven und mehr Zweifeln als Antworten
an Lösungen, die für das Fach passen und auf die Frage, ob digitale Technologien
nutzbar sind. Aufbauend auf zentraler In- eine Bereicherung für die traditionelle
frastruktur können so flexibel an den fachli- Lehre bedeuten. 1 Informationen zum Multimedia-Förder-
programm, der Multimedia-Initiative und
chen Kontext angepasste Unterstützungsan- Unterstützt durch das Multimedia-För-
zum Multimedia-Konzept befinden sich auf
gebote aufgebaut werden. Zehn der E-Teams derprogramm der Medienkommission1, den Seiten der Medienkommission des
stellen exemplarisch ihre Arbeitsweise und die zentral betreute E-Learning-Infra- Akademischen Senats.
Angebote vor. struktur, bestehend aus Moodle und (http://www.mk.hu-berlin.de)

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Die Tätigkeitsbereiche der E-Teams det derzeit in drei Magisterteilstudien- – bestärkt durch die frühzeitige Integrati-
sind vielfältig und stark durch die Ge- gängen, dem Lehramtsstudiengang mit on engagierter, weil unmittelbar betroffe-
gebenheiten der Institute geprägt: dem Ziel Staatsexamen, dem Bachelor- ner Studierender – einen informellen
• Die Mitglieder der E-Teams sind An- kombinationsstudiengang mit Lehramts- Kreis, der mit neuen Lernformen im
sprechpartner am Institut für Fragen option und einem konsekutiven Master- Grundstudium bzw. in den Einführungs-
und Beratung bei E-Learning-Ange- studiengang etwa 3 000 Studierende im modulen anfänglich im Rainbow-gestütz-
legenheiten, Fach Geschichte aus. Die grundständige ten Portal, später dann in Moodle, experi-
• sie motivieren Lehrende und Studie- Präsenzausbildung des Institutes wird in mentierte.
rende, rund 160 Lehrveranstaltungen pro Se- In den vergangenen Semestern sind
• sie sammeln Ideen, Themen und mester realisiert. Die große Nachfrage durch das E-Team des IfG zahlreiche
Akteure und führen diese zusammen, von Studieninteressierten, die Studien- Initiativen zu einer institutsweiten Koor-
• sie sind Ansprechpartner für die dauer und die kapazitären Vorgaben des dination der E-Learning-Aktivitäten ge-
Multimedia-Förderprogramme, Landes Berlin machen Geschichte zu startet worden. Im Zentrum stand dabei
• sie koordinieren den Einsatz von einem sogenannten Massenfach mit den zunächst die systematische Kompetenz-
Moodle, Mneme oder spezifischen üblichen Spezifika: überfüllte Veran- entwicklung der Studierenden. Zu diesem
Werkzeugen und Systemen staltungen, mangelhafte Literaturversor- Zweck wird seit dem Wintersemester
• sie beraten bei dem Einsatz didak- gung, eingeschränkte Kommunikations- 2005/06 in Kooperation mit dem MLZ
tischer Methoden, Techniken und möglichkeiten zwischen Lernenden und eine allgemeine »Einführung in Moodle«
Plattformen (Software) im fachlichen Lehrenden, usw. durchgeführt, die halbjährlich im Rahmen
Umfeld, Das innovative Potential EDV-gestütz- der von der Fachschaft organisierten Ein-
• sie arbeiten mit bei der Entwicklung ter Arbeitstechniken ist am IfG frühzeitig führungswoche für Erstsemester stattfin-
der E-Learning-Strategie der Einrich- erkannt und genutzt worden. Die dauer- det. Im Anschluss an eine Einführungs-
tung, hafte Einrichtung eines EDV-Beauftrag- veranstaltung, in der Aufbau und Funk-
• sie sind Ansprechpartner für ten auf Institutsebene Mitte der neunzi- tionsweise von Moodle vorgestellt werden,
CMS/MLZ, die Hochschulleitung und ger Jahre trug maßgeblich zur Schaffung haben die Studienanfänger hier die
zentrale Einrichtungen. einer zeitgemäßen Infrastruktur bei. Möglichkeit, das Lehr- und Lernmanage-
Überaus erfolgreiche Drittmitteleinwer- mentsystem der Humboldt-Universität
Lebendige Beispiele geben einen deut- bungen und in der Fachkollegenzunft im PC-Pool des Instituts gleich selber
licheren Einblick als lange Erklärungen. mittlerweile fest etablierte Projekte (Clio- auszuprobieren und können bei dieser
Zehn der aktiven E-Teams an verschie- Online als Fachportal; H-SOZ-KULT als Gelegenheit Account-Erstellung und
denen Instituten stellen sich auf den fol- E-Zine) ließen rasch den Wunsch auf- Kursanmeldung bereits in der »nullten«
genden Seiten vor und geben Anregun- kommen, auch im akademischen Unter- Semesterwoche hinter sich bringen. Er-
gen für den Aufbau eigener lokaler Netz- richt von den neuen – zunehmend auch gänzend hierzu wird seit dem Sommer-
werke. Deutlich werden die sehr hetero- multimedialen – Möglichkeiten Gebrauch semester 2006 – ebenfalls in Koopera-
genen Ausgangslagen, die eine Nutzung zu machen. tion mit dem MLZ – eine wöchentliche
digitaler Medien motiviert haben. Allen Aufgrund der oben angedeuteten in- »Moodle-Sprechstunde« für individuelle
Beispielen gemeinsam ist aber, dass vor adäquaten Betreuungssituation standen Fragen und Probleme angeboten, zu
allem die Pionierarbeit der »Aktiven« der dabei zunächst rein pragmatische Aspek- deren Besuchern mittlerweile auch die
ersten Stunde den Zugang für Kollegen te der Lehr- und Studienorganisation im Studierenden am Institut für Bibliotheks-
und Kolleginnen eröffnet hat. Die Ein- Vordergrund. So erklärt sich, dass es und Informationswissenschaft gehören.
bindung von »Funktionären«, also Stu- gerade Mitarbeiter der älteren Epochen Beide Support-Angebote haben nicht zu-
diendekanen und EDV-Beautragten der (Alte Geschichte und Mittelalterliche Ge- letzt deshalb so großen Zuspruch, weil
Institute, wurde an vielen Instituten er- schichte) waren, die aus der Koinzidenz sie systematisch und an prominenter
probt und eröffnet Möglichkeiten zur von vergleichsweise noch schlechteren Stelle auf der Homepage des Instituts
curricularen Integration. Interessant ist Betreuungsrelationen und technisch beworben werden. In jüngerer Zeit hat
auch die oft treibende Kraft der an fast sehr aufgeschlossenen Professoren zu sich das E-Team vor allem darum be-
jedem Institut eingebundenen studen- Pionieren im Feld des E-Learning wur- müht, die administrativen Potentiale von
tischen Mitarbeiter. den. Hier trafen die Aktivitäten des CMS Moodle stärker auszuschöpfen. So er-
auf Menschen, die schon eine Art möglichen lehrstuhlübergreifende Ab-
»E-Team« waren, bevor die Begrifflich- sprachen den BA- und MA-Studierenden
Institut keit selbst in der Welt der Historiker an- des Instituts mittlerweile, ihre komplette
für Geschichtswissenschaften gekommen war. Zusammen mit dem Seminaranmeldung in den Studienberei-
Wohlwollen der jeweiligen Institutslei- chen Alte Geschichte und Mittelalterliche
Tillmann Lohse, Andreas Kohring tung und dem kollegialen Kompetenz- Geschichte mittels eines Moodle-Votings
Das Institut für Geschichtswissenschaf- transfer durch den Bereich Historische zu erledigen.
ten (IfG) mit seinen 13 Lehrstühlen bil- Fachinformatik schufen diese Mitarbeiter

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Alle diese Maßnahmen haben zu einer Berührung gekommen. In einem Kurs auch von immer mehr Lehrenden er-
erheblichen Akzeptanz- und Effizienz- über Online-Plattformen und deren Ein- kannt und eingesetzt.
steigerung bei der Anreicherung der Prä- satz an deutschen Hochschulen stieß ich Der Einsatz von Multimedia – nicht
senzlehre mit E-Learning-Elementen ge- zufällig darauf, dass auch die Humboldt- nur Moodle – führt auch in anderen Be-
führt und so ein ausgesprochen günsti- Universität Moodle als E-Learning-Platt- reichen zu neuen Ideen und Wünschen.
ges Umfeld für eine rasante Institutiona- form nutzt. Und warum bin nicht einmal So wurde ich im letzten Jahr mehrfach
lisierung webgestützter Lehr- und ich, die sich damit beschäftigt, je darauf von Lehrenden gefragt, eine Literatur-
Lernformen geschaffen. gestoßen? In keinem meiner Seminare datenbank einzurichten, die themen-
Zukünftig wird sich das E-Team des in Europäischer Ethnologie wurde damals bezogen nach Schlagworten durchsucht
IfG verstärkt der curricularen Integration Moodle erwähnt, ein paar meiner Kom- werden kann und auf die unterschied-
webgestützter Lehr- und Lernformen militonen aus anderen Fächern hatten liche Personen Zugriff haben. Ein neues
widmen. Ein erster Schritt in diese Rich- zumindest davon gehört. Projekt steht also auf dem Plan: Aufbau
tung wurde bereits mit dem von der Me- Auf meine Anfrage im Januar 2005, einer Literaturdatenbank. Wenn der
dienkommission des Akademischen Se- ob man die Nutzung von Moodle nicht neue Antrag bewilligt wird, steht ein wei-
nats geförderten »E-Learning-Verbund mit Hilfe einer Studentischen Hilfskraft teres interessantes Jahr für das E-Team
Mittelalterliche Geschichte« unternom- vorantreiben könnte, erhielt ich leider bevor – in diesem Sinne: stay tuned.
men. Als dessen Kern fungiert ein per- erst einmal eine Absage. Es gab keine
manent unterhaltenes Moodle-Tutorium, Mittel für eine zusätzliche Stelle. Trotz Ansprechpartnerin und Ansprechpartner
das aus 14 Lernmodulen mit handlungs- meines Interesses und der Überzeugung • Melanie Stilz – studentische Moodle-
orientierten Aufgabenstellungen, lö- vom Nutzen – mein Engagement ging Beauftragte
sungsrelevanten Materialien und einem dann doch nicht soweit, mich aus- • Prof. Dr. Stefan Beck
integrierten Feedback-Tool besteht und schließlich ehrenamtlich mit der sich
an das sich im Semester-Rhythmus alle sicher nicht einfach gestaltenden Über-
im Studienbereich Mittelalterliche Ge- zeugungsarbeit an die Professoren zu Institut für Bibliotheks-
schichte angebotenen Proseminare an- wenden. Im November machte mich und Informationswissenschaft
docken (vgl. auch den Beitrag »Auf dann eine Freundin auf den Aushang der
elektronischem Wege nach Bologna«). Multimedia-Förderung aufmerksam: Wolfgang Jänsch, Hans-Ulrich Kamke,
Nachdem dieses Pilotprojekt für seine Dr. Stefan Beck stellte sich als interes- Matti Stöhr
innovativen Impulse auf dem Gebiet der sierter Ansprechpartner für Multimedia- Das Institut für Bibliotheks- und Infor-
akademischen Lehre im Jahr 2006 mit fragen heraus und die Sache begann sich mationswissenschaft (IBI) bietet neben
dem Dekanepreis der Philosophischen zu bewegen. der Lehre im Direktstudium den einzi-
Fakultät I ausgezeichnet wurde, arbeitet Den Antrag hatten wir schnell verfasst, gen Fernstudiengang in diesem Fach-
das E-Team nun an epochenspezifischen es gab ja schließlich genug gute Gründe gebiet an der Humboldt-Universität an.
Adaptionen, um eine institutsweit ab- und Bedarf für die Einführung von Im Direktstudium ist Blended Learning
gestimmte Lösung für alle drei Einfüh- Moodle. Leider mussten wir trotzdem bis seit 2006 das zentrale Lehr- und Lern-
rungsmodule der BA-Studiengänge zu Ende April 2006 warten, bis wir grünes prinzip des Instituts. Genutzt wird dafür
finden. Licht bekamen und alle Einstellungsfor- hauptsächlich das zentral bereitgestellte
malitäten überwunden waren – also mit- E-Learning- und Kommunikationssystem
Ansprechpartner ten im Semesterbeginn. Daher fühlten Moodle. Im Wintersemester 2006/07
Das E-Team besteht aus Dr. Andreas sich viele erstmal überfordert mit »dieser wurden die Struktur des Bachelorstu-
Kohring (Studiendekan) und Tillmann neuen Technik« unvorbereitet zu arbei- diengangs und das entsprechende Lehr-
Lohse (Moodle-Beauftragter). Sie agieren ten. Trotzdem war das Interesse sich angebot komplett in Moodle abgebildet.
in enger Abstimmung mit dem Ge- einzuarbeiten, groß. Im nun folgenden Für die Betreuung und Pflege dieses An-
schäftsführenden Direktor, Prof. Dr. Mi- Semester beschränkt sich meine Aufgabe gebotes steht ein studentischer Mitarbei-
chael Borgolte, und dem DV-Beauftrag- darauf, den Kurs nur anzumelden und ter als Moodle-Tutor allen Lehrenden zur
ten des Instituts, für gelegentliche Fragen zur Verfügung Verfügung. Die Abbildung des Bachelor-
Dr. Rüdiger Hohls. zu stehen – bearbeitet werden die Kurse angebots des Wintersemesters 2006/07
von Lehrenden und Studierenden. Be- ist jedoch nicht gleichzusetzen mit der
sonders gefreut habe ich mich über die tatsächlichen Nutzungsintensität von
Institut für im Moment laufenden Planungen, Moodle durch die Lehrenden des Insti-
Europäische Ethnologie Moodle für ein internationales Seminar tuts. So werden derzeit etwa 64 % der
zwischen Berlin und Istanbul einzuset- Veranstaltungen aktiv mit Moodle beglei-
Melanie Stilz zen, da meiner Meinung nach Moodle tet. Angesichts der noch recht frischen
Ich bin mit E-Learning über mein zwei- genau dafür neue Möglichkeiten eröff- Initiative ist diese Nutzungsintensität als
tes Hauptfach Informatik, das ich an der net. Und diese Möglichkeiten wird nun sehr positiv zu bewerten.
Freien Universität Berlin studiere, in

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Bereits 1995 wurde der postgraduale Es ist aufgrund der bisher positiven der Kurse ist dabei unterschiedlich; sie
Fernstudiengang »Bibliotheks- und In- Erfahrungen zu erwarten, dass die reicht von der Seminarorganisation und
formationswissenschaft« eingerichtet. Moodle-Plattform am IBI weiter aus- -verwaltung über die Online-Verfügbar-
Studienführer und Materialien wurden gebaut und intensiver genutzt werden keit von Literatur, Lehr- und Arbeitsma-
zu Beginn in einer HTML-Version auf wird. So soll beispielsweise auch der terialien bis hin zur Nutzung von Moodle
einem institutseigenen Webserver zur Magisterstudiengang und bei Einfüh- als Kommunikationsplattform und inter-
Verfügung gestellt, anfangs noch parallel rung auch der Masterstudiengang flä- aktivem Online-Arbeitsplatz für Grup-
neben der Papierversion. Später wurde chendeckend in Moodle abgebildet wer- penarbeiten.
auf der Basis von ZOPE ein System ent- den. Auch der Fernstudienbereich des
wickelt, das neue Möglichkeiten eröffnete IBI prüft derzeit, inwiefern dort Moodle Präsentation
(z. B. wurden die digitalen Studienmate- zur Unterstützung der Lehre eingesetzt der Lehre und Studienorganisation mit Moodle
rialien in eine relationale Datenbank werden kann. Mit der Umstellung auf Bachelor- und
migriert). Form und Inhalt der Studien- Die gemeinsame und zielstrebige Ar- Masterstudiengänge wuchs die Idee,
führer konnten voneinander getrennt beit des E-Teams bildete dabei die Grund- Moodle auch kursübergreifend als Platt-
und ein Workflow für die Bearbeitung lage für die Integration von E-Learning form zur Präsentation der Lehre am
des Materials eingeführt werden. Damit in Lehre und Studienorganisation am IdSL und für die Studienorganisation
konnten die Aufgabenbereiche deutli- Institut. Die Bereiche Fernstudium und einzusetzen. In einem öffentlich zugäng-
cher als zuvor getrennt werden. Parallel Direktstudium tauschen dabei ihre Er- lichen Meta-Kurs werden für jeden Stu-
zum postgradualen Fernstudium wurde fahrungen und Erkenntnisse aus, nutzen diengang die Modulgliederung, die in
mit der Universität Koblenz-Landau ein Synergien und bereichern sich gegen- den Modulen aktuell angebotene Prä-
grundständiges Fernstudium im Bereich seitig. senz- und Moodle-Lehre inklusive einer
Bibliotheks- und Informationswissen- Vorschau auf das Folgesemester trans-
schaft eingerichtet. Hier wurden aus- Ansprechpartner parent gemacht. Hinzu kommen modul-
führliche Erfahrungen mit dem solitären • PD Dr. Dr. Wolfgang Jänsch, Leiter des spezifische Informationen zu Studien-
Einsatz von Videokonferenzen in einem Bereiches Fernstudium punkten, Modulabschlussprüfungen etc.
Studium gewonnen: Die Studierenden • Dr. Hans-Ulrich Kamke, Koordination Dies gibt den Studierenden die Möglich-
saßen in Seminarräumen in Koblenz Postgraduales Fernstudium keit, sich zu orientieren. Diese Metakur-
und Landau und die Dozenten in einem • Matti Stöhr, Moodle-Beauftragter und se sind zusätzlich eine zentrale Informa-
Videostudio des Instituts in Berlin. Über studentischer Mitarbeiter bei Prof. Dr. tionsquelle für Studieninteressierte und
TCP/IP-Verbindungen können auch Stu- Schirmbacher Studienwechsler aus dem In- und Aus-
dierende im Ausland ihre mündlichen land und damit ein wichtiges Instrument
Abschlussprüfungen absolvieren. der Studienfachberatung. Bisher ist das
Bereits seit dem Sommersemester Institut für deutsche Sprache Konzept für den BA Germanistische Lin-
2005 sind in der Lehre des postgradua- und Linguistik guistik, den BA Historische Linguistik
len Fernstudiums elektronische Tafeln und den MA Deutsch als Fremdsprache
im Einsatz. Sie dienen insbesondere der Karin Madlener mit Unterstützung durch das Multime-
multimedialen Unterstützung der Lehr- dia-Förderprogramm umgesetzt, die
veranstaltungen und bieten für Studie- Verankerung von neuen Medien und E-Learning anderen Studiengänge sollen folgen.
rende des Fernstudiums die Möglichkeit, Im Laufe der vergangenen Semester hat Kontakt: Monika Strietz, Nicole Schu-
Lehrveranstaltungen an beliebigen Orten sich am IdSL (http://www.linguistik.hu- macher, Johannes Gerwien
und zu beliebigen Zeiten zu erleben. Ge- berlin.de) ein sowohl für die Studieren-
samte Lehrveranstaltungen können als den als auch für die Lehrenden frucht- Verbesserung der Studierbarkeit
Tafelbild (Audio und Video) mitgeschnit- bares Zusammenspiel aus verschiedenen durch E-Learning
ten und digital abgelegt werden. So wird Einsatzszenarien von neuen Medien und Angesichts der hohen Studierendenzah-
in absehbarer Zeit ein vollständiges Ar- E-Learning-Instrumenten in Studien- len in Basismodulen, die für Studierende
chiv der Lehrveranstaltungen inklusive organisation, Lehre und Forschung etab- verschiedener BA-Studiengänge ver-
der course materials des postgradualen liert. Im Folgenden werden einige dieser pflichtend sind, wird im Moment über
Fernstudiums aufgebaut. Gegenwärtig Szenarien vorgestellt: eine Erweiterung des Lehrangebots um
umfasst der Bestand ca. 85 % der Ver- Online-Veranstaltungen nachgedacht.
anstaltungen. Die Aufnahmen werden Unterstützung der Präsenzlehre durch Moodle Ziel ist es vorerst, ergänzend zum Prä-
praktisch synchron im Netz für die Stu- Die Begleitung der Präsenzlehrveranstal- senz-Tutorium Linguistik ein Online-
dierenden zur Verfügung gestellt. Die tungen durch Moodle-Kurse ist inzwi- Tutorium in Moodle aufzubauen, in dem
Tonspur steht als MP3-Datei zur Verfü- schen fester Bestandteil der Lehre in allen sich Studierende selbstständig Lern-
gung und kann auch so separat genutzt Bereichen des IdSL. Seit dem Sommer- einheiten erarbeiten, zeitunabhängig
werden; über Änderungen und Neuig- semester 2005 ist die Zahl kontinuierlich Übungsangebote nutzen, Aufgaben in
keiten informiert ein RSS-Feed. von 12 auf 73 gestiegen. Die Ausrichtung Gruppenarbeit lösen und so den in den

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Grundkursen sehr komprimiert vermit- historischen und anderen Texten aus lieren. Unter den Lehrenden gibt es sehr
telten Stoff vertiefen können. mehreren Sprachen) für die Nutzung in aktive Nutzer/innen dieser Plattform.
Kontakt: Monika Strietz Lehre und Forschung zur Verfügung. Zur Unterstützung weiterer Lehrender
Besonders zu erwähnen ist das Lerner- und Studierender wurden so genannte
Forschungs- und Lehrprojekte korpus FALKO, erreichbar unter Moodle-Tutorinnen etabliert, die Work-
Multimedia-Chunks http://www.linguistik.hu-berlin.de/ shops und Beratung anbieten. Die Zu-
für Deutsch als Fremdsprache korpling/projekte/falko/index.php, das sammenarbeit zwischen den erfahrenen
Im Forschungsprojekt »Multimedia- Textproduktionen von Deutschlernenden Lehrenden und den Tutorinnen erforderte
Chunks für Deutsch als Fremdsprache« , enthält. Es ermöglicht durch Fehleranno- Koordination. Diese Aufgabe übernahm
ebenfalls vom Multimedia-Förderpro- tation systematische Untersuchungen zu die Gruppe aktiver Lehrender unterstützt
gramm unterstützt, wird eine linguis- typischen Mustern und Abweichungen von studentischen Moodle-Tutoren. In
tisch und lerntheoretisch fundierte On- in den Lernerdaten, die wiederum Auf- Zusammenarbeit dem Multimedia Lehr-
line-Lernumgebung entwickelt, die auf schluss über Erwerbsprozesse geben und Lernzentrum (MLZ) wurde darauf-
die Optimierung der Inputverarbeitung sollen (http://www.linguistik.hu-berlin.de/ hin ein Moodle-Kurs eingerichtet, der
und das Chunking als Erwerbsstrategie korpling/korpora/index.php). neben den realen Treffen als Kommuni-
abzielt. Das Chunk-Angebot besteht aus Kontakt: Anke Lüdeling kations- und Austauschplattform für die
vorgefertigten komplexen Ausdrücken Erfahrungen aus der Betreuung, für häu-
mit gefrorener grammatischer Informa- Die Mitglieder des E-Teams am IdSL fig gestellte Fragen und die Umsetzung
tion, die multimedial eingebettet sind. arbeiten eng zusammen, stimmen ihre didaktischer Konzepte in Moodle und für
Ausgewählte Lerngegenstände werden in eigenen Projekte und Vorhaben aufein- die Betreuung von Kursen dient. Das
Videos, Animationen und Fotosequenzen ander ab, um so insbesondere die neuen E-Team führt in festen Sprechstunden
präsentiert, auf verschiedenen Ebenen Studiengänge in ihrer Organisation effi- und durch individuelles Coaching Mood-
erklärt und mit Links zu Lexikon und zienter zu gestalten, die Lehre, die Stu- le-Beratungen und Schulungen für Stu-
Grammatik versehen. Interaktive Auf- dienorganisation und die Präsentation denten und Lehrkräfte durch.
gaben lösen Lernaktivitäten zum stru- nach außen insgesamt zu verbessern. Der Einsatz zeigt Erfolge. Es gibt mitt-
kturierten Input aus und ermöglichen lerweile mehrere Dozenten, die E-Lear-
die Überprüfung von Forschungshypo- Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner ning in ihre Lehrveranstaltungen inte-
thesen zur Rolle des Chunking im • Prof. Dr. Brigitte Handwerker, Bereich grieren. Das Institut bietet über 40
Fremdsprachenerwerb Deutsch als Fremdsprache Moodle-Kurse pro Semester an. Viele
(http://www.linguistik.hu-berlin.de/daf/ • Prof. Dr. Anke Lüdeling, Bereich dieser Kurse nutzen nicht nur die mehr
forschung/multimedia-chunks.php). Korpuslinguistik oder weniger gängigen Tools der Platt-
Kontakt: Brigitte Handwerker, • Karin Madlener, Bereich Deutsch als form, sondern auch Video- und Audio-
Karin Madlener Fremdsprache, COVCELL Streams und berücksichtigen damit be-
• Dr. Monika Strietz, Geschäftsführende sonders die didaktischen Möglichkeiten
Videokonferenzen Mitarbeiterin des IdSL von E-Learning.
im Fremdsprachenunterricht • Johannes Gerwien, Studentischer Mit- Am Institut wird als E-Learning-Ini-
Der erwerbsfördernde Einsatz von Video- arbeiter tiative der ersten Stunde mit Linguapolis
konferenzen im Fremdsprachenunter- • Stefan Merz, Studentischer Mitarbeiter ein eigenes Lernmanagementsystem für
richt wird in der Lehrveranstaltung den Studiengang IFK eingesetzt und –
»Deutsch als Fremdsprache (DaF) lehren teilweise unterstützt durch das Multime-
per Videokonferenz« theoretisch-didak- Institut für Romanistik dia-Förderprogramm – laufend weiter-
tisch diskutiert und praktisch umgesetzt. entwickelt, das speziell auf die Erforder-
Teresa Delgado, Victoria Castrillejo,
DaF-Studierende der HU unterrichten nisse von Spracherwerb ausgerichtet ist
Ioanna Gatzigianni und Gabriele Knauer
seit mehreren Semestern Kleingruppen (http://www.linguapolis.net). Initiator und
von Studierenden an der Waseda-Uni- Das Institut für Romanistik (IfR) bietet Verantwortlicher ist hier der DV-Beauf-
versität Tokio. in verschiedenen Bereichen Lehre für tragte Xavier Bihan.
Kontakt: Nicole Schumacher, romanische Sprachen an: Literaturwis- Die Unterstützung des E-Learning-
Constanze Niederhaus senschaft, Sprachwissenschaft, Transla- Einsatzes des Bereiches Spracherwerb
tionswissenschaft, Kulturwissenschaft, Französisch wird derzeit von vielen akti-
Korpuslinguistik Kunstwissenschaft, Fachdidaktik und ven, aber nur vorübergehend an der HU
Das Lehr- und Forschungsgebiet Korpus- Sprachpraxis. Zwischen diesen Bereichen beschäftigten Lehrenden getragen. Eine
linguistik stellt über ein öffentlich zu- gibt es mehrere Einzelprojekte und Ko- Ausweitung auf das gesamte Institut und
gängliches Webinterface verschiedene operationen, die z. T. durch das Multime- eine größere Unterstützung durch die
digitalisierte und mit verschiedenen In- dia-Förderprogramm gefördert wurden. Institutsleitung sind erforderlich, um die
formationen annotierte Korpora (Samm- Das E-Team wuchs mit der Aufgabe begonnene Arbeit auch in Zukunft fort-
lungen von Zeitungstexten, Fachtexten, zusammen, Moodle am Institut zu etab- führen zu können.

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Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner Es folgten weitere Anträge in den ten die Lehrenden des Instituts Unter-
• Prof. Dr. Gabriele Knauer, Spanische nächsten Jahren. Bewilligt wurden stützung durch Workshops des MLZ,
und französische Sprachwissenschaft folgende Projekte des Instituts: durch eigene Schulungen und durch
• Victoria Castrillejo, • 2004: Internetplattform zum Thema individuelle Betreuung von Kollegen am
Spracherwerb Spanisch »Muttersprachler im Russischunter- Institut. Eine Sensibilisierung weiterer
• Teresa Delgado, richt« (PD Dr. A. Ertelt-Vieth, Mitarbeiter für die Belange von E-Lear-
Spracherwerb Spanisch Dr. E. Denisova) ning wurde durch regelmäßige Informa-
• Ioanna Gatzigianni, Moodle-Tutorin, • 2004: Intermediales Archiv 1650-2000 tionen zu diesem Thema im Institutsrat
didaktischer Einsatz von Moodle – Digitalisierung von Material und und in Veranstaltungen des Mittelbaus
• Anastasia Triantafillaki, Forschungsergebnissen am Lehrstuhl erreicht. Es gab darüber hinaus Schulun-
Moodle-Sprechstunde Ostslawische Literaturen mit Hilfe des gen und Beratung über die selbststän-
• Petra Prochazkova, Moodle-Tutorin Medienportals (Prof. G. Witte, dige Pflege von Internet- und Lehrver-
• Inga Grantyn, Moodle-Tutorin Dr. S. Strätling) anstaltungsseiten auf der inzwischen
• Xavier Bihan, DV-Beauftragter, • 2005: Russiapolis c/o Linguapolis.net umgestalteten, teilweise dynamischen
Spracherwerb Französisch Aufbau einer Textdatenbank unter Institutshomepage.
Einbeziehung spezieller Übersetzungs-
korpora (Prof. Dr. L. Schippel, Perspektiven
Institut für Slawistik Dr. H. Wapenhans, A. Fertig) Weitere Vorhaben zum Einsatz der digi-
• 2005: Fachdidaktik Russisch. talen Medien sind eng mit der Einfüh-
Heike Wapenhans
Medienportal zum Thema »Visuelle rung der neuen BA- und Masterstudien-
Das Institut Medien im Russischunterricht« gänge verbunden. Das trifft insbesondere
Das Institut für Slawistik gliedert sich in (Prof. Dr. A. Ertelt-Vieth) auf den geplanten MA Interkulturelle
die Bereiche Ostslawistik (Russistik • 2006: »Novinki« – Internetportal über Fachkommunikation (IFK) zu, der den
sowie Weißrussisch und Ukrainisch), literarische und literaturwissenschaft- vom Bologna-Prozess verfolgten Zielstel-
Westslawistik (Polonistik, Bohemistik/ liche Neuerscheinungen in Osteuropa lungen internationaler Kompatibilität
Slowakistik), Südslawistik (Kroatistik/ (Prof. Dr. S. Sasse, Prof. Dr. M. Goller) und Flexibilität zur Gewährleistung stu-
Serbistik, Bulgaristik), Didaktik des dentischer Mobilität entspricht, ist er
Russischunterrichts, Translationswissen- Eine Übersicht über die Projekte sowie doch von seiner Anlage her bereits auf
schaft sowie das Seminar für Hungaro- detaillierte Informationen können Sie internationale Kommunikation ausge-
logie als eine nicht slawische Philologie. auf der Homepage des Instituts nach- richtet und schließt den Erwerb von Aus-
lesen (http://www.slawistik.hu-berlin.de/ landserfahrungen ein (siehe dazu den
Initiativen aus dem forschung/projekte). Dank dieser Projekte Beitrag »Auf elektronischem Wege nach
Multimedia-Förderprogramm zu Beginn erhielt das Institut vor allem personelle Bologna« in diesem Heft).
Die Nutzung von Multimedia ist am In- Unterstützung durch engagierte studen- So werden zukünftig, der Natur des
stitut durch die Aktivität einzelner Mit- tische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Fachgebietes entsprechend, Online-
arbeiter in Schwung gekommen. Neben Angebote nicht mehr nur zur Unter-
der Eigeninitiative bekam das Institut Moodle stützung von Präsenzveranstaltungen
Unterstützung durch die Förderung des Seit dem Sommersemester 2004 nutzen genutzt. Sie erlauben, ausgewählte
Multimedia-Förderprogramms der HU Lehrende des Instituts das Lernmanage- Lehrveranstaltungen ohne Präsenz zu
sowie durch das Multimedia Lehr- und mentsystem Moodle zur Online-Unter- absolvieren. Zudem steht nicht nur die
Lernzentrum (MLZ). Impulse für den stützung ihrer Präsenzlehre. Zu Beginn Kommunikation zwischen Projektpart-
Einsatz der Neuen Medien wurden am wurden ca. 10 Kurse für die Bereiche nern über Ländergrenzen hinweg im
Institut vor allem durch die Förderung Sprachpraxis und Translationswissen- Vordergrund, sondern auch die Mög-
mehrerer Projekte im Rahmen des schaft eingerichtet. Die Zahl der Moodle- lichkeit des Einsatzes verschiedener
Multimedia-Förderprogramms gegeben. Kurse ist in den letzten Semestern konti- Internet-Tools und der Lernplattform
Auslöser und initialer Funke war das nuierlich angewachsen. So begleiten im Moodle innerhalb von Lehrveranstal-
Projekt »Interkulturelle Fachkommuni- Wintersemester 2006/07 ca. 70 Moodle- tungen.
kation und Übersetzen – Modularisiertes Kurse die Präsenzlehre. Moodle wird
Hauptstudium im Internet« (Dr. L. bislang vorwiegend zur Materialbereit-
Schippel, Dr. H. Wapenhans, A. Fertig). stellung und zur Übermittlung von Wirtschaftswissenschaftliche
Für dieses erfolgreich umgesetzte Pro- Informationen der Lehrenden für die Fakultät
jekt gab es eine Fortsetzung: »Slawistik Studierenden genutzt.
im Netz. Datenbankbasierte Internetsei- Birgit Hadel, Uwe Ziegenhagen
te. Dozenten- und Administratoreninter- Kompetenzerweiterung und Beratung Zahlreiche Methoden des E-Learning
faces« (Dr. H. Wapenhans, A. Fertig). Zur Kompetenzerweiterung in Bezug auf kommen an der Wirtschaftswissen-
den Einsatz der digitalen Medien erhiel-

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schaftlichen Fakultät zu immer größe- auf Wiki-Technologie auf. Zeitgleich zur Zentrum für transdisziplinäre
rem Einsatz. Implementierung von MM*Stat wurde Geschlechterstudien (ZTG)
Die Zahl der mit Moodle betreuten die Idee der interaktiven Inhalte auch auf
Projekte beläuft sich im Fachgebiet Textbücher angewandt. In den Lehrbü- Danilo Vetter, Marius Zierold
Betriebswirtschaftslehre auf 30 Kurse, chern von Wolfgang Härdle und ihren Das gesamte E-Team »AG Multimedia«
im Fachgebiet Volkswirtschaftslehre auf HTML-Versionen befanden sich Links wird auf folgender Webseite des Insti-
18 Kurse und im Fachgebiet Quantitative auf Webseiten, von denen Nutzerinnen tutes vorgestellt: http://www.gender.hu-
Methoden auf 37 Kurse. und Nutzer Java-Applets starten konnten. berlin.de/service/multimedia.
Darüber hinaus finden zahlreiche Auf diese Weise ließen sich auch um- Das Zentrum ist eine transdisziplinä-
Aktivitäten zur Entwicklung innovativer fangreichere Berechnungen und Para- re, wissenschaftliche Einrichtung in der
E-Learning-Lösungen statt. meteränderungen visualisieren. Im Rah- Philosophischen Fakultät III. Das Kon-
Auf Initiative der Studiendekanin Sy- men des bundesweiten e-Stat-Projekts zept des ZtG sieht vor, Gender-Kompe-
bille Schmerbach erfolgt in Kooperation hat der Lehrstuhl Statistik an der Umset- tenzen aus allen Disziplinen zusammen-
mit dem MLZ seit 2006 ein organisier- zung von Lehrinhalten in plattformunab- zubringen, zu koordinieren und darüber
ter, gemeinsamer Austausch zwischen hängiges XML mitgewirkt. Diese XML- hinaus dem Studiengang Gender Studies
den Lehrstühlen und ihren Aktivitäten Inhalte wurden dann in verschiedenen einen Ort zu geben. Universitäre und
im Hinblick auf die E-Learning-Entwick- Szenarien und Ansichten arrangiert und studentische Aktivitäten, wie Projekte,
lungen in der Fakultät. Angesprochen für die Nutzerinnen und Nutzer aufbe- Kolloquien, Tagungen oder Konferenzen,
werden Professoren, Wissenschaftliche reitet. Andere Projekte des Lehrstuhls werden hier entwickelt, ermöglicht und
Mitarbeiter und Studentische Hilfskräf- waren »Q&A« , eine interaktive Um- gefördert. Es sollen Brücken geschlagen
te. Ziel ist hier neben der Motivation zu gebung zur Klausurvorbereitung sowie werden in unterschiedliche Öffentlich-
weiteren E-Learning-Aktivitäten auch die »TeachWiki« (http://teachwiki.wiwi.hu- keiten, zu Lehrenden und Forschenden
Erstellung eines fakultätsweiten Multi- berlin.de/index.php), ein auf MediaWiki aus aller Welt und zu anderen Gender-
media-Konzeptes. basierendes Projekt, an dem auch Stu- forschungszentren.
Das Institut für Statistik und Ökono- dierende aktiv teilnahmen und noch Das erste Treffen zur Planung einer
metrie sowie das Institut für Operations teilnehmen. Multimediagruppe wurde im Sommer-
Research (Entwicklung interaktiver und Die momentanen Bestrebungen der semester 2004 von Susanne Baer und
multimedialer Lerneinheiten und die E-Learning-Tätigkeiten am Lehrstuhl ge- Daniela Hrzán organisiert. Neben der
Nutzung webbasierter Software mit Web- hen zum einen in die Richtung der Pro- öffentlichen Diskussion des Glossars
Mathematica) sind als wichtige Vertreter liferation von MM*Stat-Inhalten mittels »Recht und Geschlecht« und der »Lehr-
unserer Fakultät für die Entwicklung Wiki-Technologie, zum anderen in Rich- und Lernplattform der Gender Studies«
eigener Softwarelösungen im Bereich tung der einheitlichen Beschreibung von entstand in diesem Zusammenhang die
E-Learning zu benennen. numerischen Verfahren und Quellcodes Idee, eine Arbeitsgruppe »Multimedia«
Am Institut für Statistik und Ökono- durch XML. zu gründen, die einen Kommunikations-
metrie der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultätsweit werden Lehrstühle an- ort für Fragen multimedialer Lehre,
Fakultät gibt es seit Mitte der 90er Jahre gesprochen, die von den in den anderen E-Didaktik und Onlinerecht bieten sollte.
eine E-Learning Gruppe (Wolfgang Härd- Lehrstühlen bereits entwickelten Lö- Im Wintersemester 2006/2007 gab es
le, Sigbert Klinke), die sich vor allem mit sungsmöglichkeit digitaler Technologien Beratungsgespräche zu einem Projekt-
der Verbesserung der Lehre durch inter- Nutzen ziehen könnten, sowohl in Hin- antrag im Rahmen des Multimedia-För-
aktive Inhalte beschäftigt. Eines der ersten blick auf die Anreicherung und Optimie- derprogramms. Dabei stellten sich vier
Projekte war das internetbasierte rung der Lehre als auch auf die Möglich- wesentliche Themen des ZTG in den
MM*Stat (http://www.quantlet.com/ keiten der Repräsentation nach außen. Vordergrund:
mdstat/ scripts/mmdeu/java/start.html), Um diese Bestrebungen zu koordinieren • Didaktisch sinnvoller Einsatz von Mul-
das sich an Studenten im Grundstudium wird derzeit ein (Multimedia-)Konzept timedia und E-Learning in der Lehre,
richtete und die kompletten Inhalte der erarbeitet, das konkrete Zielstellungen • Motivation von Lehrenden, diese Mittel
zweisemestrigen Grundstudiumsveran- benennt. und Methoden zu nutzen,
staltung Statistik abdeckte. In einer Um- • Möglichkeiten des Internets, mit Tools,
gebung ähnlich zu Karteikarten konnten Ansprechpartnerinnen: Plattformen oder Programmen die Stu-
die Studenten zwischen Lecture- und • Dr. Sibylle Schmerbach, Studiendekanin dienorganisation zu optimieren (z. B.
Example-Seiten wechseln, zusätzlich gab • Uwe Ziegenhagen, Generierungsmöglichkeiten für ein –
es auch die Möglichkeit interaktiver Bei- Wissenschaftlicher Mitarbeiter transdisziplinäres – Kommentiertes
spiele auf Basis von Java-Applets, die mit • Birgit Hadel, Studentische Mitarbeiterin Vorlesungsverzeichnis) und
einem mitgelieferten XploRe-Quantlet- • Gestaltung der Zusammenarbeit mit
Server kommunizierten. MM*Stat wurde allen beteiligten Fächern durch Multi-
für zahlreiche Sprachen implementiert, media.
die neueste – arabische – Version baut

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Das Team um die AG »Multimedia«, in die Einrichtung eines Moodle-Kurses, in Jahre der Wunsch ergeben, die Lehre so-
dem Lehrende, Mitglieder des ZtG sowie dem bisherige E-Learning-Tools und wohl im als auch außerhalb des Klassen-
Studierende zusammenarbeiten, bemüht Webangebote der Tutorien der Gender zimmers stärker elektronisch zu unter-
sich um die Verbreitung von Grundla- Studies zusammengefasst werden. Die- stützen. Dies entspricht zum einem dem
genwissen und die Förderung von Kom- ser soll für Studierende einen gemein- Selbstverständnis des Zentrums, das
petenzen im Einsatz von Multimedia samen und zentralen Kommunikations- großen Wert auf moderne, zeitgemäße
und digitalen Kommunikationsmitteln, und Lernort im Internet bieten. Lehrmethoden legt. Es wird aber auch
in dem es Workshops und Informations- Daniela Hrzán arbeitet darüber hinaus dem Wunsch vieler Studierender ge-
veranstaltungen initiiert. Es erprobt auch in der »Steuerungsgruppe e-KoKon« recht, die eine fest verankerte und gut
virtuelle und multimedial unterstützte mit (siehe dazu den Beitrag »Der E-Ver- betreute elektronische Unterstützung
Seminare und tauscht gemachte Erfah- bund an der Humboldt-Universität zu der Lehre sehr begrüßen.
rungen aus. Besonders wichtig ist dem Berlin« im gleichen Heft). Um all dies umsetzen zu können, hat
ZtG die gemeinsame Arbeit an Inhalten. das Zentrum für das Jahr 2006 erfolg-
So entwickelten z. B. Studierende des Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner reich Mittel aus dem Multimedia-Förder-
Studiengangs Gender Studies ein • MA Daniela Hrzán, programm der Humboldt-Universität
»Gender@Wiki« (http://www2.gender.hu- Kulturwissenschaftliches Seminar beantragen können. Bereits im Vorfeld
berlin.de/genderwiki), das auch heute von • Andreas Heilmann, Sozialwissen- der Antragstellung hat das GBZ seine
ihnen betreut und erweitert wird (Nähe- schaften, Bereich Soziologie Multimediaplanung eng mit dem MLZ
res dazu im Beitrag »Auf elektronischem • Dr. Maureen Maisha Eggers, abgestimmt, um gegebenenfalls Syner-
Wege nach Bologna«). Erziehungswissenschaften gieeffekte nutzen zu können. Aus diesen
Die Arbeitsweise der AG »Multime- • Dr. Gabriele Jähnert, Geschäftsführerin gemeinsamen Bemühungen ist schließ-
dia« ist gekennzeichnet durch: • Dr. Ilona Pache, lich das E-Kompetenz-Team am GBZ
• zwei Treffen pro Semester zum Aus- Studiengangskoordinatorin entstanden. Es besteht aus Professor
tausch von Erfahrungen und Vorstel- • Anette Türk, PC-Pool/Multimedia und Gerhard Dannemann und Dr. Roland
lungen eigener Vorhaben, Reflektion DV-Beauftragte Wenzlhuemer, konnte aber durch die
und Evaluation von laufenden und ab- • Danilo Vetter, Studentischer Mitarbei- Unterstützung aus dem Multimedia-
geschlossenen Multimedia-Projekten, ter Bibliothek/Information/Dokumen- Förderprogramm im August 2006 um
z. B. des universitätsübergreifenden tation Herrn Keywan Ghane, Studentische
Virtuellen Seminars »Geschlecht, Eth- • Kerstin Piepenstock, Hilfskraft, erweitert werden. Das E-Team
nizität und Klasse« von M. Maisha Nordeuropa-Institut hat sich die folgenden Aufgaben gestellt
Eggers, • Sandra Palacsik, und Ziele gesetzt:
• ein Treffen pro Semester zur Weiter- Studentische Mitarbeiterin • die gesamte Lehre des Zentrums in
bildung (Einführung in Moodle und • Diana Drechsel, Studentische Tutorin aktueller, einheitlich gestalteter und
E-Didaktik in Moodle, Einführung in • Marius Zierold, Studentischer Mitar- leicht zugänglicher Weise in Moodle zu
Anwendungen des Web 2.0, Weblogs beiter PC-Pool/Multimedia präsentieren (100 % der Lehre sind
und Wikis), mittlerweile online),
• die generelle Kommunikation, die über • die Kurse aktuell zu halten und ständig
einen Kurs auf der Lernplattform Großbritannien-Zentrum zu überprüfen,
Moodle geführt wird, • in Abstimmung mit den Lehrenden
Roland Wenzlhuemer
• die Information des Studiengangs neue Kursvorlagen zu entwickeln und
durch regelmäßige Publikationen im Das Großbritannien-Zentrum (GBZ) das Kursdesign zu vereinheitlichen,
ZtG-Bulletin und eine eigene Unter- bietet den postgradualen Masterkurs • auch Kurse von externen Lehrenden
seite auf dem Webauftritt des ZtG »Master in British Studies« an. Jedes einzubeziehen, die nicht ständig am
(http://www.gender.hu-berlin.de). Jahr studieren hier ca. 25 Studierende GBZ anwesend sind – hier läuft die
aus aller Welt. Der Lern- und Lehrhinter- Umsetzung erst an,
Perspektivisch richtet sich die Arbeit der grund ist äußerst multikulturell, die • Einsatz von Moodle als integrierte Lehr-
AG »Multimedia« auf die verstärkte Unterrichtssprache ist Englisch. und Lernplattform auch im Unterricht,
Implementierung von E-Learning in die Für den Masterkurs lehren nicht nur • Digitalisierung aller wichtigen Lehr-
Lehre des Studiengangs sowie die Ge- »universitätseigene« Dozenten, es kom- materialien (läuft im Moment).
winnung von weiteren Lehrenden für die men auch Gastdozenten aus Großbri-
Mitarbeit in der Arbeitsgruppe. tannien. Sie übernehmen in der Regel Großen Wert legt das E-Team mit seiner
Thematisch wird sich die AG »Multi- Blockveranstaltungen. Ihnen wird als Arbeit auf Nachhaltigkeit. Durch den
media« in der nächsten Zeit mit aktuel- Arbeitsgrundlage und als Kommunikati- Aufbau einer Dokumentation aller Vor-
len Fragen zum Urheberrecht und dem onsbasis ein Kurs in Moodle angeboten. gänge und Fortbildungen für Lehrende
Problem der Plagiate intensiv ausein- Aus der speziellen Unterrichtssituation werden die in der aktuellen Gruppe
andersetzen. Außerdem unterstützt sie am Zentrum hat sich schon über die aufgebauten Kompetenzen nutzbar ge-

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macht für weitere Lehrende. Die gene- mit dem Mitarbeiter Übungen zur eng- • Swetlana Filippowa, Studentische Mit-
relle Perspektive liegt in der 100%igen lischen Grammatik und zum Wortschatz arbeiterin in der AG Computereinsatz
Aufbereitung der Lehre am Zentrum für (bisher ca. 20 Module) zur Einbeziehung des SPZ; Kursverwaltung für das SPZ
und in Moodle. Dies beinhaltet auch und in den Unterricht aber auch als Selbst- und für COVCELL und Durchführung
vor allem die Lehre externer Gastdozen- lernmaterialien erstellen. Dieses Material von Workshops für Lehrende
ten. Die Standardisierung des Kursde- kann auch heute von der Homepage des
signs und die Schulung der Mitarbeite- SZ heruntergeladen werden.
rinnen und Mitarbeiter sollen bis Mitte Auch ein E-Mail-Lateinkurs wurde Literatur
2007 soweit vorangeschritten sein, dass angeboten und zwei Jahre erprobt.
die Kurse mit überschaubarem Aufwand Überzeugt vom Nutzen einer E-Lear- [1] Schirmbacher, P.: E-Kompetenz im
selbst aktuell und gepflegt gehalten wer- ning-Plattform als Begleitung von Prä- Kontext. cms-journal. 2005, 26, S. 69-
den können. Zudem soll das Potential senzkursen und auf der Suche nach ei- 72, http://edoc.hu-berlin.de/cmsj/
von Moodle als integrierte Lehr- und nem Ersatz für Blackboard, das nach der 26/schirmbacher-peter/PDF/25.pdf
Lernplattform auch in der Unterrichts- Erprobungsphase nur kostenpflichtig
situation getestet werden und eine genutzt werden konnte, wurden wir vom
schrittweise Integration von E-Learning- MLZ auf Moodle aufmerksam gemacht,
Plattform und Präsentationsmedium was den »Beginn einer wunderbaren
stattfinden. Freundschaft« und einer fruchtbaren
Zusammenarbeit markierte. Für die
Ansprechpartner Kollegen und Kolleginnen des Sprachen-
• Dr. Roland Wenzlhuemer, zentrums wurde im Verlauf der vergan-
Leiter des E-Teams, wiss. Mitarbeiter genen Semester in Kooperation mit dem
• Prof. Gerhard Dannemann MLZ eine interne Fortbildungsreihe ent-
• Keywan Ghane, Studentische Hilfskraft wickelt, in der Beispiele und Erfahrun-
gen aus der Praxis und thematische
Schwerpunkte in der E-Learning-Nut-
Sprachenzentrum zung in regelmässigen Treffen im 14-
tägigen Rhythmus behandelt wurden.
Christa Köbsch
Seit einem Jahr arbeitet das SPZ im
Schon seit Anfang der 1990er Jahre gab europäischen Projekt COVCELL mit, das
es Einzelaktivitäten interessierter Kolle- als Hauptziel die Entwicklung von spe-
gen am Sprachenzentrum (SPZ). Im ziellen Moodle-Tools für die Sprachaus-
Jahr 2000 wurde auf Initiative der ehe- bildung hat.
maligen Direktorin des Sprachenzen- Dabei wurden im ersten Quartal des
trums die Arbeitsgruppe Medieneinsatz zweijährigen Projekts alle Mitarbeiter
gegründet, der jeweils eine Mitarbeiterin des SPZ im Rahmen von Workshops
aus den Abteilungen Englische und und auch individuell (durch die Medien-
Romanische Sprachen und Deutsch als gruppe und die studentische Hilfskraft)
Fremdsprache (DaF) angehörte. Unsere in Moodle eingewiesen.
Aufgaben waren zunächst die eigene Moodle dient der Unterstützung von
Fortbildung zu Medienexpertinnen und Lehrenden und Lernenden, unter ande-
-experten, beispielsweise durch Fernstu- rem bei der Organisation des Unter-
dium der Mediendidaktik, Teilnahme an richts, der Materialbereitstellung, bei
jährlich stattfindenden Konferenzen, wie Gruppenarbeit und Nachbereitung von
EUROCALL, Expolingua, und Work- Unterrichtsstoff (z. B. durch Bereitstel-
shops, um sich über neueste Lehr- und lung von Hörtexten); es wird aber auch
Lernmethoden zu informieren. Aus der als Plattform für die Arbeit in verschie-
anschließenden Erörterung der Möglich- denen AGs genutzt.
keiten der neuen Medien konnten wir Weitere Informationen zu Moodle und
dann geeignete Lernplattformen und dem EU-Projekt COVCELL sind in dem
Autorenprogramme für das Selbstlernen Beitrag »Vom Schaukasten zum Bau-
und die Unterrichtsbegleitung am SZ kasten« zu finden.
auswählen.
Daraus ergab sich die Anwendung von Ansprechpartnerinnen
Blackboard, einer E-Learning-Plattform, • Christa Köbsch, Englische Sprache,
und KLEA, einem Autorenprogramm, Koordinatorin Medieneinsatz

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