Bern, 15.

April 2008

MEDIENINFORMATION

Pensionskasse der ASCOOP erzielte 2007 eine Anlagerendite von 3,41 Prozent
Der Stiftungsrat der Pensionskasse der ASCOOP hat an seiner Sitzung vom 15. April 2008 in Bern die Jahresrechnung 2007 genehmigt. Im schwierigen Marktumfeld erzielte die Kasse mit einer Anlagerendite von 3,41 Prozent ein vergleichsweise gutes Ergebnis. Dazu trug namentlich der strategisch hohe Immobilienanteil am Vermögen bei, der in einer breit diversifizierten Anlagestiftung investiert ist. Im Risikoversicherungsbereich Tod und Invalidität wurde ein Gewinn von 11 Millionen Franken ausgeschüttet. Das Vorsorgevermögen der rund 9‘500 aktiv Versicherten sowie der rund 5‘900 Rentenrinnen und Rentner betrug am Jahresende rund 2,3 Milliarden Franken. Damit erreichte die ASCOOP einen konsolidierten Deckungsgrad aller Verpflichtungen von 79,68 Prozent, gegenüber 77,51 Prozent im Vorjahr. Da die ASCOOP seit dem 1. Januar 2006 eine Sammelstiftung ist und für jede der 150 angeschlossenen Unternehmungen ein eigenes Vorsorgewerk führt, hat der konsolidierte Deckungsgrad nur noch eine beschränkte Aussagekraft: Jedes einzelne Vorsorgewerk weist einen eigenen Deckungsgrad auf und zwischen den Vorsorgegewerken gibt es keine Solidarität. Die meisten Vorsorgewerke befinden sich nach wie vor in einer teils erheblichen Unterdeckung und müssen sich sanieren. Deshalb ist das im Vergleich gute Anlageergebnis für die meisten Vorsorgewerke nicht ausreichend. Aufgrund insbesondere der aktuellen Finanzmarktlage prüft der Stiftungsrat die Einführung weiterer Sanierungsmassnahmen, damit der vorgegebene Sanierungspfad eingehalten werden kann.

Zweitgrösste Vorsorgeeinrichtung des öffentlichen Verkehrs
Die ASCOOP ist nach der Pensionskasse SBB die zweitgrösste Vorsorgeeinrichtung des öffentlichen Verkehrs. Versichert werden namentlich die Mitarbeitenden von Privatbahnen wie der BLS, der MOB, der CGN, der Südostbahn oder der Matterhorn Gotthard Bahn. Dazu kommen zahlreiche Bus-, Schiff- sowie Seilbahnbetriebe, aber auch Unternehmen, die dem öffentlichen Verkehr nahe stehen wie die Schweizer Reisekasse oder Atupri. Die ASCOOP hat seit 2002 eine erhebliche Unterdeckung. Der Fehlbetrag belief sich Ende 2007 auf rund 580 Millionen Franken. Die angeschlossenen Vorsorgewerke befinden sich in einem einschneidenden Sanierungsprozess: Die Versicherten und die Unternehmen müssen ihr Vorsorgewerk mit Sanierungsbeiträgen und unter strikter Inkaufnahme der gesetzlichen Mindestverzinsung ihres Vorsorgekapitals in den nächsten Jahren wieder ins Gleichgewicht bringen. Die einzelnen Unternehmen haben es in der Hand, die Sanierung ihres Vorsorgewerks zu beschleunigen, indem sie zusätzliche finanzielle Mittel einschiessen. Das haben einzelne Unternehmen bereits gemacht, sodass der Deckungsgrad mehrerer Vorsorgewerke Ende 2007 wieder mehr als 100 Prozent erreichte.

Attraktive Konditionen
Die ASCOOP hat sich seit 2003 von Grund auf reorganisiert und die Verwaltung gestrafft. Das erlaubt, den angeschlossenen Vorsorgewerken im Bereich der Verwaltungskosten, Risikoprämien und Vermögensverwaltungskosten attraktive Konditionen zu bieten. Als Sammelstiftung und umfassender Dienstleister bietet die ASCOOP heute wieder eine konkurrenzfähige Lösung für die Pensionskassen von Unternehmen des öffentlichen Verkehrs und verwandter Wirtschaftszweige.

Gleichbehandlung mit der Pensionskasse SBB
Ein erheblicher Teil der 2002 entstandenen Unterdeckung der ASCOOP ist darauf zurückzuführen, dass Leistungen wie die vorzeitigen Pensionierungen und die Rente für die Berufsinvalidität gemäss dem früheren Reglement nicht oder ungenügend mit Beiträgen finanziert worden sind. Wie die Pensionskasse SBB unterstand auch die Pensionskasse der ASCOOP bis 1995 der Aufsicht des Bundesamtes für Verkehr: Sie musste die gleichen Vorschriften einhalten, insbesondere betreffend die Vorgaben zum technischen Zins. Dieser wurde bei beiden Pensionskassen bewusst hoch gehalten, damit die Pensionskassenbeiträge und somit die Sozialkosten der Unternehmen tief blieben. Das schlug sich dann in kleineren Abgeltungen des Bundes und der Kantone als Besteller des öffentlichen Verkehrs nieder. Weil die Unterdeckung der Pensionskasse SBB und der ASCOOP weitgehend die gleichen Ursachen haben, vertritt der Stiftungsrat der Pensionskasse der ASCOOP die Meinung: Falls der Pensionskasse SBB bei der Sanierung von der öffentlichen Hand Hilfe gewährt wird, muss die ASCOOP gleich behandelt werden. Sonst entstehen den Unternehmen der ASCOOP ungerechtfertigte Wettbewerbsnachteile.

Das ist die ASCOOP
Die ASCOOP führt im Rahmen einer Sammelstiftung mit dem Beitragsprimat die Vorsorgewerke von 150 Unternehmen, die im Bereich des öffentlichen Verkehrs und des Tourismus tätig sind. Betreut werden rund 9‘500 aktiv Versicherte und rund 5‘400 Rentenbezüger. Das konsolidierte Vorsorgevermögen beträgt rund 2,3 Milliarden Franken. Die Geschäftsstelle befindet sich an der Beundenfeldstrasse 5 in 3013 Bern. Email info@ascoop.ch Internet: www.ascoop.ch Tel 031 330 60 00 Fax 031 330 60 01

Weitere Informationen erteilt: Urs Niklaus, Direktor 031 330 60 00

uniklaus@ascoop.ch