You are on page 1of 68

Februar 2010

Februar 2010 Ärger am Arbeitsplatz Schwule, Lesben und die Karriere Singen in Samt Das Comeback von
Ärger am Arbeitsplatz Schwule, Lesben und die Karriere Singen in Samt Das Comeback von Pop-Queen
Ärger am Arbeitsplatz
Schwule, Lesben und die Karriere
Singen in Samt
Das Comeback von Pop-Queen Sade
und die Karriere Singen in Samt Das Comeback von Pop-Queen Sade Feiern in rosarot Alle Termine
und die Karriere Singen in Samt Das Comeback von Pop-Queen Sade Feiern in rosarot Alle Termine
Feiern in rosarot Alle Termine zum queeren Fasching
Feiern in rosarot
Alle Termine zum queeren Fasching
no limits in cool design Ice Hotel · Sweden Mezzo Sofa, weißes Leder € 4.464,-
no limits
in cool design
Ice Hotel · Sweden
Mezzo Sofa, weißes Leder € 4.464,- Lecco Wohnwand € 4.919,- Occa Couchtisch € 549,-

Kein Stil ist unmöglich. Und keiner identisch. Keine Grenzen bei BoConcept.

Finden Sie cooles Design, das perfekt zu Ihnen passt. Besuchen Sie ein BoConcept Geschäft in Ihrer Nähe und entdecken Sie die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten unserer Designmöbel. Alle Geschäfte und Adressen finden Sie unter www.boconcept.de

Geschäfte und Adressen finden Sie unter www.boconcept.de BoConcept München · Buttermelcherstraße 2 · zwischen

Glockenbachblues

Ach, meine lieben Mitspaziererinnen und Mitspazierer, haben Sie manchmal auch das Gefühl, dass Ihnen die Zeit wie ein alter Kaugummi unter den Schuhen klebt und Fäden zieht? Da wäre zum Beispiel dieser Winter, der gefühlt schon eine Ewigkeit dauert. Ok, natürlich haben Sie recht, wenn Sie sagen, dass Ende Januar auch kaum mit einer Hitzewelle zu rechnen ist. Will ich ja auch gar nicht, ein bisserl Frühling täte es ja fürs Erste auch. Aber leider muss man ja realistisch bleiben. Wie bei unserer neuen Regierung, die sich aufführt, als ob sie schon seit 100 Jahren und nicht erst ein wenig über 100 Tage zu Gange wäre. Aber das ist halt auch wie mit dem Januar: Was anderes war wohl nicht zu erwarten. Klientel-Politik an allen Ecken und Enden. Nur dass wir offenbar nicht zur Merkel-Westerwelle-Seehofer-Klientel gehören. Während also hierzulande zwar die Kraftwerke fröhlich weiterstrahlen dürfen, stehen homopolitisch alle Räder still. Was aber eigentlich nicht tragisch ist, oder möchten wir wirklich wissen, wie eine Reform des Lebenspartnerschaftsgesetzes dieser Regierung aussehen würde? Wahrscheinlich hätten wir am Ende noch eine Sonderabgabe zu zahlen, unsere Krankenkassenbeiträge würden angehoben und dafür die Renten gekürzt werden … Schließlich sind wir als mehrheitlich kinderlose Lohnempfänger das ideale Melkvieh für alle Parteien. Noch, schließlich sind wir genau so wenig vor Krisen und Arbeitslosigkeit ge- feit wie sonst irgendwer. Hier zumindest ist die Gleichstellung in allen Punkten schon erreicht.

Apropos Gleichstellung: Hierzu gab es kurz vor Redaktionsschluss noch eine begrüßenswerte Aktion von unerwarteter Seite: der Polizei. Die scheint zwar mit der Überwachung des Flughafens etwas überfordert zu sein. Dafür ist sie aber hocheffektiv im investigativen Ermitteln schändlichster Sittenverstöße. Hätten Sie gedacht, dass es in der Innenstadt Stricher gibt? Mitten im Sperrbezirk? Nein, sehen Sie, die Polizei ist halt doch schlau. Und da das Verbrechen immer und überall lauert, haben die Sittenwächter im Tarnko- stüm es doch tatsächlich geschafft, in hochgeheimen Treffpunkten im Glockenbachviertel käufliche Jungs ausfindig zu machen. Vermutlich haben die Beamten ein monatelanges Training durchlaufen, um die im

die Beamten ein monatelanges Training durchlaufen, um die im Homosexuellenmillieu üblichen Verhaltensweisen zu

Homosexuellenmillieu üblichen Verhaltensweisen zu studieren. Und wofür das alles? Na für die Gleich- stellung! Denn in einer Stadt, die sich selbst als Weltstadt bezeichnet und ihre Prostituierten dazu zwingt, sich am Arsch der Welt selbigen auf gottverlassenen Parkplätzen abzufrieren, kann und darf es nicht sein, dass ein paar Jungs ihre Dienste in geheizten Stuben in bewohnten Gegenden offerieren. Das ist prakti- zierte Gleichstellungspolitik, wie wir sie wirklich brauchen! Wer redet denn da noch von Adoptionsrecht und steuerlicher Gerechtigkeit? Also Jungs, raus ins schöne Moosfeld und an die lauschige Panzerwiese, eure Kunden werden da mit Begeisterung rausfahren. Und am Heimweg könnt ihr euch dann noch von ein paar Hools in der S-Bahn aufmischen lassen.

Ja, da zeigt sich unser Millionendorf mal wieder von seiner besten Seite. Aber da sein einst pulsierendes Herz eh‘ nur noch zuckt, steht der Exitus kurz bevor. Bevor Sie jetzt annehmen, die Alte sei vollkommen durchgebraten, lesen Sie doch lieber mal den Bildschirm, hinter dem immer ein kluger Kopf schläft – Sued- deutsche Online. Hier sitzt meine absolute Lieblingskommentatorin des Glockenbachschen Verfalls. Beate Wild heißt die Gute. Und sie hat ein Ziel: Schwabing endlich wieder zu dem zu schreiben, was es noch nie war: zu „Münchens Montmartre“. Ob sie Immobiliengroßbesitzerin in der Ecke ist, weiß ich nicht. Dank ihrer monatlichen „das Glockenbachviertel stirbt und die wirklich coole Szene zieht nach Schwabing“-Schwanen- gesänge weiß ich aber endlich, was wirklich dramatisch ist: das Sterben der alteingesessenen Lokale. Falls Sie jetzt in Tränen über das Ende von Feuerwache, Ochsengarten, Mylord, Drei Glöcklein, Sunshine Pub, Prosecco, Alexander‘s, Carmens und so weiter und so fort ausbrechen – die meint die Lifestyle-Expertin nicht. Sondern zum Beispiel das Café King. Alteingesessen seit über einem Jahr in einem Abbruchhaus muss es schließen. Unfassbar! Und die Erste Liga, immerhin schon seit fast drei Jahren im ehemaligen Stud soll auch nicht mehr so gut laufen. Skandal! Aber die echte Katastrophe ist das Publikum vor dem Paradiso (im wirklich legendären ehemaligen Hendersen). Das würde nicht mal ins P1 reinkommen, hat sie festge- stellt, die Frau Wild! Respekt, vor so viel Szenekenntnis kann ich nur kapitulieren.

Und darum prophezeie ich Ihnen und mir einen warmen Februar mit einer echten Hitzewelle. Und die bläst an Fasching durch das Viertel. Da wird auch Frau Wild feststellen müssen, dass die Faschingshoch- burg bestimmt nicht an der Münchner Freiheit ist. Ich bin Sarah Jäckel, wünsche ihnen eine geile Zeit mit Helau, Alaaf oder einem simplen Prost!

www.leo-magazin.de

Helau, Alaaf oder einem simplen Prost! www.leo-magazin.de Kleine Ursache! Apple iMac inkl. Beratung ab 1.099,00 Euro

Kleine Ursache!

Apple iMac inkl. Beratung

ab 1.099,00 Euro

Kleine Ursache, große Wirkung. Bei GRAVIS bekom- men Sie mehr – mehr Service, mehr Kompetenz, mehr Aufmerksamkeit und exklusive GRAVIS Vorteile.

Kommen Sie vorbei, und probieren Sie es aus.

GRAVIS Store München Tal 38 | 80331 München

probieren Sie es aus. GRAVIS Store München Tal 38 | 80331 München Ganz in Ihrer Nähe

Ganz in Ihrer Nähe und im Internet: www.gravis.de

probieren Sie es aus. GRAVIS Store München Tal 38 | 80331 München Ganz in Ihrer Nähe

Foto: Carlos Lopes

editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

um zu erfahren, dass schwul, lesbisch oder transgender zu leben (so manchem Wunschdenken zum Trotz) noch keines-

wegs eine Selbstverständ- lichkeit ist, muss man nicht das verminte Umfeld des Profifußballs bemühen. Immerhin: Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, bot Ende Ja- nuar bei der Jahrestagung des Gay Manager-Verbandes “Völklinger Kreis“ outing-willigen Spielern seine volle Unterstützung an. Doch nicht jeder, der sich in seinem beruflichen Umfeld outen möchte, hat prominente Fürsprecher. Wer als Angestellter einer einfachen Arbeit nachgeht und womöglich auf beruflichen Aufstieg hofft, überlegt sich auch noch im Jahre 2010 genau, was er wem über sein Privatleben erzählt. Nicht zu Unrecht. Denn wenn der Chef oder die KollegInnen einen unliebsamen Arbeitnehmer los werden möchten, schaffen sie das meistens auch - Gleichstellungsgesetz hin, Anti- diskriminierungsrichtlinie her. So wird sich in den nächsten Jahren neben dem Thema Schule/Erziehung der Arbeitsplatz als das Feld heraus kristallisieren, an dem Politik aber auch die queere Szene selbst ihre Fortschritte in Sachen Gleichstellung festmachen muss.

„I will follow him…“ „Sisters in Action!“ DAS! Straßenfest am Faschingsdienstag 16. Februar 2010 Himmlisch
„I will follow him…“
„Sisters in Action!“
DAS! Straßenfest am Faschingsdienstag
16. Februar 2010
Himmlisch Essen, Trinken und Feiern ab 14.00 Uhr
Traditionelles Fischessen am Aschermittwoch
in der Deutschen Eiche • Bitte reservieren
unter (089) 23 11 66 61
Reichenbachstraße 13
80469 München
Telefon: 089 /23 11 66 61
www.deutsche-eiche.de

Anlässlich der Karrieremesse MILK, die Anfang März erstmals im München veranstaltet wird, haben wir uns mit dem Thema Out am Arbeitsplatz in dieser Ausgabe näher beschäftigt.

Außerdem freue ich mich über eine neue Aktion des Sub-Zentrums, das schwule Migranten besser beraten und zu einem Teil unserer Community machen will. Das ist nicht einfach: nicht nur Sprachbarri- eren verhindern häufig Kontaktaufnahme. Auch kulturelle oder reli- giöse Vorbehalte Homosexualität gegenüber machen es ihnen nicht leicht. In vielen Sprachen ruft dieses Heft also schwule Migranten dazu auf, ihre Wünsche und Erwartungen an das Sub und unsere ganze Szene zu formulieren. Ich hoffen, wir können alle davon pro- fitieren!

Allen Faschingsfreunden (und denen, die es spätestens am Faschingsdienstag doch noch werden, weil’s halt gar so nett ist), viel Spaß beim Feiern und einen ausgelassenen Februar

ist), viel Spaß beim Feiern und einen ausgelassenen Februar SCHUSTER & RIEDL RECHTSANWÄLTE RA Peter Schuster

SCHUSTER & RIEDL

RECHTSANWÄLTE

RA Peter Schuster · RA Michael Riedl

Tätigkeitsschwerpunkte (Auswahl):

Familienrecht (inkl. PartnerschaftsG) – Erbrecht – Vertragsrecht Immobilienrecht – Miet- und Pachtrecht – Gesellschaftsrecht Arbeitsrecht – Verkehrsrecht – Strafrecht

Eisenmannstraße 4 (An der Fußgängerzone) – 80331 München

Tel.: (089) 23 88 89-30 – Fax: (089) 23 88 89-44

Internet: www.ra-srk.de

89-30 – Fax: (089) 23 88 89-44 Internet: www.ra-srk.de MyThai Summer Sylvester-Menü Anmeldung erforderlich! Jetzt
89-30 – Fax: (089) 23 88 89-44 Internet: www.ra-srk.de MyThai Summer Sylvester-Menü Anmeldung erforderlich! Jetzt

MyThai Summer

Sylvester-Menü

Anmeldung erforderlich!

Jetzt mit Sonderkarte für Jetzt mit Sonderkarte für Hans-Sachs-Straße 10 Hans-Sachs-Straße 10
Jetzt mit Sonderkarte für
Jetzt mit Sonderkarte für
Hans-Sachs-Straße 10
Hans-Sachs-Straße 10
Nordthailand-Spezialitäten.
Nordthailand-Spezialitäten.
80469 München
80469 München
Tel: 089 / 21 89 97 55
Tel: 089 / 21 89 97 55
Für Thai-Liebhaber!
www.lotuslounge.eu
Nur für Thai-Kenner!
T
H
A
I
K
I
T
C
H
E
N
A
N
D
B
A
R
www.lotuslounge.eu
T
H
A
I
K
I
T
C
H
E
N
A
N
D
B
A
R

Glockenbachblues

3

Editorial

4

Szene

6

Fasching

10

Kultur

16

Lesben

18

Beauties & Party

20

Politik

24

Musik

28

Film

30

Buch

32

Szene Kultur

12

Sub-Umfrage

34

Gay Business

37

Nürnberg

38

Kalender

42

Service/Kleinanzeigen

52

Horoskop / Impressum

58

Letzte Meldung

59

Reise

60

TV

62

Wellness

64

Letzte Seite

66

inhalt

TV 62 Wellness 64 Letzte Seite 66 inhalt Fachmarkt - TV - HiFi - Elektro -
Fachmarkt - TV - HiFi - Elektro - Küchen Genuss 2010! Feinster Espresso - „davor
Fachmarkt - TV - HiFi - Elektro - Küchen Genuss 2010!
Feinster Espresso
- „davor oder danach“
ENA 5 Espresso-/
Kaffeespezialitäten-
Vollautomat
5-stufiges Hochleistungs-Kegelmahlwerk,
Dreh- und höhenverstellbarer Kaffeeauslauf,
CLARIS plus-Filterpatrone für ENA,
Easy-Cappuccino-Düse, Connector System©
UVP bisher:
498,-
698,-
In verschiedenen
Farben erhältlich!
Reichenbachstr. 31
Bettina Lutz
(100 m vom Gärtnerpla tz)
Mo.- Fr. 9 - 18, Sa. 10 -14 Uhr
20 25 13 74
www.reithofer.de
Fachmarkt - TV - HiFi - Elektro - Küchen
blutz@reithofer.de

Foto: iStockphoto_Track5

Gleichstellung als Zukunftsthema

Münchner Regenbogenstiftung unterstützt queere Szene

Durch Coming-out ins Aus?

Arbeit und Beruf gilt für Lesben und Schwule als sensibler Bereich, in dem ein Outing keineswegs selbstverständlich ist. Die Furcht vor Mobbing oder einem Karriereknick ist groß. Dabei können gerade Homosexuelle für Arbeitgeber eine besonders gute Wahl sein: „Studien belegen, dass sie in ihren Berufen häufig besonders engagiert, kreativ, ehr- geizig und loyal sind. Zudem sind sie flexibler und machen

öfter Überstunden“, so die Nürnberger Karriereberaterin Barbara Späth. Doch vor allem kleinere und mittelstän- dische Unternehmen hätten diese Vorteile oft noch nicht erkannt. Nicht zuletzt deshalb wird Anfang März erstmals eine Messe rund um das Thema Homosexuelle in Karriere und Beruf stattfinden. Guter Grund für uns das schwierige Thema einmal näher zu beleuchten.

„Wir bringen die gesamte Szene nach vorn“

MILK – Europas erste schwul-lesbische Karrieretage in München

Die MILK-Macher: Stuart Cameron und Anders Wikberg Foto: privat
Die MILK-Macher: Stuart
Cameron und Anders Wikberg
Foto: privat

Am Freitag und Samstag, 5. und 6. März, findet in München die „MILK 2010“ statt – Europas erste Karrieremesse für Schwule und Lesben. An zwei Tagen treffen sich in München schwule und lesbische Mitarbeiter/innen, um sich über die „gayfriendlyness“ der Unternehmen zu informieren und Kontakte innerhalb und außerhalb der Szene zu knüpfen. Außerdem gibt es für die TeilnehmerInnen Workshops, Diskussionen und Vorträge zum Thema Diver- sity und Mitarbeiterförderung. Wir sprachen mit MILK-Organisator Stuart Cameron über das europaweit bislang einmalige Vorhaben.

Wie bist du auf die Idee zu den Karrieretagen gekommen? Ich habe in meinem Leben gute Erfahrungen mit Netzwerken gemacht und glaube sogar, dass man ohne Networking gar nicht mehr an Top-Positionen herankommt. So dachte ich mir: das braucht die queere Szene auch! Ebenso müssen die Firmen erkennen, dass Schwule und Lesben ein enormes Po-

tenzial haben, von dem sie profitieren können. In den USA gibt es bereits ähnliche Messen, und wir wollen das Prinzip nun nach Europa bringen.

Warum heißt die Messe MILK? Namenspatron unserer Karrieretage ist der US-amerikanische Bürgerrecht- ler Harvey Milk, der sich schon in den 1970er Jahren als offen schwuler Stadtrat in San Francisco für die Rechte der Homosexuellen einsetzte. Er war seiner Zeit voraus und ging einen neuen Weg der Schwulen- und Les- benbewegung. Wir finden, das passt gut zu unserem Konzept.

A propos Konzept: Was erwartet die Besucher bei der MILK 2010? Am ersten Tag veranstalten wir im Hilton Munich City Hotel den MILK Diver- sity-Kongress für Personaler, Diversity-Beauftragte und -Interessierte sowie Marketingfachleute. Hier sind die Plätze limitiert. Am zweiten Tag ist dann die Karrieremesse in der „Alten Kongresshalle“, zu der wir rund 2.000 Stu- denten, Professionals, Freiberufler, Angestellte sowie Fach- und Führungs- kräfte aus ganz Deutschland erwarten. Wir haben 26 Referenten eingeladen, die Workshops und Seminare veranstalten. Außerdem gibt es eine Networ- king-Area, Speed-Networking und jede Menge Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Ist das Prinzip Diversity in Deutschland denn angekommen? In manchen Firmen ja, in manchen nicht. Generell ist das Thema aber noch zu wenig in den Köpfen. Dabei muss man nicht nur an den Firmen dran blei- ben, sondern auch bei den MitarbeiterInnen ein Gefühl dafür entwickeln, dass die Arbeit in einem angstfreien und toleranten Umfeld viel wert ist. Nur dann kann man verhindern, dass der Aufbau einer Scheinidentität Energien verbraucht, die man besser in die Karriere investieren würde.

Wie kann ich mich zur MILK anmelden? Eine Anmeldung, am besten via Internet, ist für den ersten Tag unbedingt erforderlich und auch für den Messetag zu empfehlen. Außerdem sind die Online-Tickets im Vorverkauf deutlich günstiger. Unter www.milkmesse.de findet man alle Infos.

pInterview: Bernd Müller

Karriere-Kick oder Karriere-Knick?

Vier Beispiele, wie ein Outing das Berufsleben beeinflussen kann

Beispiele, wie ein Outing das Berufsleben beeinflussen kann Manfred (55), Einzelhandelskauf- mann Als ich in einem

Manfred (55),

Einzelhandelskauf-

mann

Als ich in einem großen Kaufhaus angefangen habe, bin ich schon beim Einstellungsgespräch in die Vollen gegangen und habe gesagt: Ich bin schwul, und wenn mich das daran hindert, aufzusteigen, fange ich erst gar nicht an. Das war Mitte der 1980er-Jahre, das war schon ungewöhnlich. Aber ehrlich gesagt: Selbst wenn ich wollte, könnte ich mein Schwulsein nicht verheimlichen – dazu bin ich schon optisch als Typ einfach zu „schwul“ für die Heterowelt. Meine Chefs haben ganz gelassen und positiv reagiert, die Kollegen haben kein Problem damit – und zum Abteilungsleiter hab ich es auch gebracht.

Lisa (28), Bürokauffrau

Ich arbeite im Büro einer Baufirma, also eher typisches Männerumfeld. Als ich dort nach meiner Ausbildung angefangen habe, fürchtete ich schon, als Frau blöd angemacht zu werden. Das ist aber nie passiert, ich komm ja auch relativ tough rüber. Anfangs hat man mich nicht nach meinem Liebesleben gefragt. Bei einem Firmenfest hab ich meine Freundin mitgebracht und da hat’s wohl bei allen geklickt, aber ein großes Thema war’s nie. Mittlerweile bin ich so was wie die gute Seele im Betrieb, leite den ganzen Bürobereich und bin echt zufrieden.

Grafiken: iStock_Maxiphoto
Grafiken: iStock_Maxiphoto

Melanie (41),

Computertechnike-

rin

Ich war im IT-Bereich ei- ner großen Firma ange- stellt, habe mit meinem Privatleben dort aller- dings immer hinterm Berg gehalten. Klar

wird geratscht und ich glaube, dass die Kolleginnen und Kollegen auch über mich geredet haben. Eher aus einer Sektlaune heraus hat sich dann mal eine Kollegin getraut und mich direkt drauf angesprochen. Ich glaube, ich bin sogar rot geworden und hab es dann rausgelassen. Eine schlechte Entscheidung. Gerade unter den Frauen in der Firma wurde ich nicht mehr ernst genommen und fühlte mich gemobbt. Inzwischen habe ich mich selbstständig gemacht.

Karsten(36),Jurist

Zu Beginn meiner Karriere habe ich in einer Kanzlei angefangen, die rela- tiv groß war und Aufstiegschancen bot. Dass ich schwul bin, wollte ich nicht verheimlichen und habe von Anfang an mit offenen Karten gespielt. Es gab zunächst keine Probleme, doch irgendwann hatte ich den Eindruck, dass mir gewisse Aufgaben nie zugeteilt wurden. Ich kann nicht beweisen, dass es ho- mophobe Gründe waren, glaube aber schon, dass sie bei repräsentativen oder wichtigen Kunden nicht „den Schwulen“ schicken wollten. Mittlerweile bin ich in einer kleinen Kanzlei, wo sich das Problem nicht mehr stellt. p bm

karriere

szene

Schon bei der Bewerbung sollte man sich Gedanken über ein Outing machen: Barbara Späth beim
Schon bei der Bewerbung sollte man sich Gedanken über ein Outing machen:
Barbara Späth beim Coaching in ihrem Nürnberger Büro.
Foto: privat

Behutsamkeit ist Trumpf

Karriereberaterin Barbara Späth gibt Tipps zum Outing am Arbeitsplatz

Wer einen neuen Job antritt, befürchtet häufig, gemobbt zu werden oder innerhalb des Systems nicht aufsteigen zu können. Doch ein Outing kann auch von Vorteil sein. Nützliche Tipps zum Thema Outing am Arbeitsplatz gibt die Nürnberger Diplom-Sozialwirtin Barbara Späth.

Ob ein Outing am Arbeitsplatz ratsam ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab – Unternehmensgröße, Region, eigene Persönlichkeit, Organisationskul- tur oder die Branche. In wissenschaftlichen Berufen, der Kreativ- und Kultur- wirtschaft, in Politik oder Journalismus werden Schwule und Lesben meist eher toleriert als beispielsweise in konservativen Kanzleien oder kirchlichen Einrichtungen. Auch ist die Akzeptanz in Großstädten in der Regel höher als auf dem Land.

Hürden schon vor dem Arbeitsantritt

Bei einer Bewerbung entscheiden schon lange nicht mehr nur die forma- len Unterlagen über den Erfolg. Das sogenannte B-Profil ist für viele Firmen zu einem wichtigen Entscheidungskriterium geworden. Als B-Profil (Back- ground-Check) bezeichnet man jene Informationen, die nicht in der Bewer- bung stehen, sondern im Internet (etwa via Facebook, Twitter, Gayromeo oder Xing) zu finden sind. Sie können noch vor dem Bewerbungsgespräch Aufschluss über die sexuelle Orientierung des Bewerbers geben. Die Frage „Sind Sie homosexuell?“ ist in einem Vorstellungsgespräch im Allgemei- nen tabu. Obgleich mit ihr ein Diskriminierungsmerkmal des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) berührt wird, wird die Frage gelegentlich gestellt. Dem Fragesteller geht es dabei nicht zwingend um den Inhalt der Antwort, sondern um die Art und Weise der Reaktion. Tipp: authentisch, sachlich und diplomatisch bleiben. Druckst man herum, verweigert die Ant- wort oder weist gar auf die Unzulässigkeit der Frage hin, katapultiert man sich allein damit vielleicht schon ins Aus.

Der Zeitpunkt will wohl überlegt sein

Neue Mitarbeiter sollten zunächst dafür sorgen, am Arbeitsplatz menschlich und fachlich anerkannt zu werden. Zudem hat man in der verstrichenen Zeit

die Firma, die Kollegen und Vorgesetzten kennen gelernt und kann besser abschätzen, ob und wie ein Outing positiv verlaufen kann.

Riskant sind Outings in emotionalen Momenten, beispielsweise wenn ein Kollege einen Schwulenwitz erzählt. Das kann weh tun, sollte aber nicht zu einem spontanen Outing führen. Denn die Gefahr, im Zustand der Verletzung oder Wut unsouverän zu wirken, nicht die richtige Formulierung zu finden oder gar typische Klischees zu bestätigen, ist groß.

Behutsamkeit ist Trumpf

Eine beliebte Methode ist es, kommentarlos ein Foto des Lebensgefährten auf dem Schreibtisch aufzustellen. Daraus resultiert aber womöglich kein offenes Gespräch, sondern Klatsch und Tratsch. Bittet man einen Mitwisser um das Outing bei den Kollegen, so wirkt das nicht eben stark und selbstbe- wusst. Geeigneter ist die Variante, den Lebenspartner in Erzählungen aus dem Privatleben, etwa nach einem Wochenende oder dem Urlaub, zu erwäh- nen. Kommen entsprechende Rückfragen, so hat man die Möglichkeit, sich deutlich zu bekennen. Behutsamkeit ist also Trumpf.

Mein Tipp: Ein Selbst-Outing am Arbeitsplatz ist in jedem Fall befreiend. Denn eine Scheinwelt aufzubauen und diese für die Arbeitswelt aufrecht

zu erhalten, benötigt viel Energie – Energie, die man besser in seine Arbeit

p ds

stecken würde.

Info

Barbara Späth arbeitet als Trainerin und Coach und berät in Sachen Bewerbung, Beruf und Karriere. Seit 1999 bietet sie unter dem Namen „corvus albus“ (weißer Rabe, womit anders als die anderen gemeint ist) Workshops, Seminare und individuelle Coachings an. Immer am dritten eines Monats steht Barbara Späth, selbst übrigens heterosexuell, für ei- nen halben Tag kostenlos bestimmten Zielgruppen zur Verfügung. Informationen zu den aktuellen Beratungs- und Trainingsangeboten gibt es auf www.corvus-albus.de. Oder telefonisch unter 0911/241398.

Stellenausschreibung

Der Verein Sub e.V. ist Träger des schwulen Kommunika- tions- und Kulturzentrums München. Gegründet wurde der Verein 1986 als Zentrum für alle Schwulengruppen der Stadt. Zum Sub e.V. gehören die psychosoziale Beratungsstelle für schwule Männer und das Projekt Prävention, sowie ein Cafe und verschiedene Freizeit- und Selbsthilfegruppen, die sich regelmäßig in unserem Zentrum treffen.

die sich regelmäßig in unserem Zentrum treffen. Aufgabenbeschreibung • Führung und Betreuung der

Aufgabenbeschreibung

• Führung und Betreuung der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins

• Fachliche und inhaltliche Betreuung externer Gruppen

• Entwicklung, Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen (einschließlich der Koordinierung des Personaleinsatzes während der Veranstaltungen)

• allgemeine Verwaltungstätigkeiten

Erforderliche Kompetenzen

• Studienabschluss Sozialpädagoge (FH)

• Berufserfahrung im Bereich Gruppenarbeit

• Kenntnisse der schwulen und lesbischen Szene

• zielorientiertes und strukturiertes Arbeiten

• Kreativität, Belastbarkeit und Durchsetzungsvermögen

• Freude an organisatorischen Aufgaben

• Integrationsfähigkeit

• Fundierte EDV und IT-Kenntnisse

Der Sub e.V. fördert aktiv die Gleichstellung. Wir begrüßen deshalb alle Bewerbungen, unab- hängig von kultureller und sozialer Herkunft, Religion, Weltanschauung oder sexueller Identität.

Die Stelle ist zum 01.04.2010 in Teilzeit (50%) mit flexibler Zeiteinteilung nach Absprache zu besetzen. Vergütung nach TVöD. Bitte bewerben Sie sich bis zum 31.01.2010 ausschließlich per Email unter:

bewerbung@subonline.org.

Stellenausschreibung

LeTRa ist eine Beratungsstelle für lesbische Frauen, bisexuelle Frauen und Frauen auf der Suche nach ihrer Identität, sowie für andere Interessierte. LeTRa ist eine städtisch bezuschusste Beratungsstelle, die vom Verein Lesbentelefon e.V. getragen wird.

die vom Verein Lesbentelefon e.V. getragen wird. Wir suchen ab 1.05.2010 befristet bis 30.04.2011 eine Dipl.

Wir suchen ab 1.05.2010 befristet bis 30.04.2011 eine

Dipl. – Sozialpädagogin (FH) in Vollzeit/ 39 Wochenstunden

Unter Umständen ist eine Weiterbeschäftigung mit geringer Stundenanzahl möglich

für die Arbeitsbereiche

• psychosoziale Beratung

• Gruppenarbeit

• Mitarbeit bei laufenden Aufgaben der Einrichtung wie z.B. Verwaltungsaufgaben, Vernetzung, Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit und der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen

• Planung und Durchführung von Veranstaltungen

• Fortbildungen

Wir wünschen uns

• fundiertes Fachwissen zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen, wie z.B. lesbische Identitätsentwicklung, Lebenslagen lesbischer Frauen, Diskriminierungserfahrungen und ihre psychosozialen Auswirkungen und andere relevante Themen

• Kompetenzen für die psychosoziale Beratung und für Gruppenarbeit

• Bereitschaft zur Mitarbeit in einem hierarchiefreien Team

• Kommunikations-, Organisations- und Teamfähigkeit

• Bereitschaft, interkulturelle Öffnung mitzugestalten und eigene interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln

• Bereitschaft zu vielfältiger Kooperation, z.B. mit Einrichtungen für schwule Männer, für Transgender, öffentlichen Institutionen und mehr

Wir bieten:

• eine vielseitige, verantwortungsvolle Tätigkeit

• eine offene, vertrauensvolle Teamatmosphäre

• die Möglichkeit zur fachlichen Weiterentwicklung durch Supervision, Fortbildung und kollegialen Austausch

• Bezahlung nach TvöD mit den üblichen Sozialleistungen.

Schriftliche Bewerbungen bitte bis 19.03.2010 an :

LeTRa, Lesbenberatung Angertorstr. 3, 80469 München, Tel. 089-725 42 72, FAX 089-725 42 72 E-mail: info@letra.de · www.letra.de

Angertorstr. 3, 80469 München, Tel. 089-725 42 72, FAX 089-725 42 72 E-mail: info@letra.de · www.letra.de

Tunten, Tiere, Sensationen

Der Faschingsendspurt in der Münchner Szene – alle Partys, alle Termine

Donnerstag, 28. Januar

m 19:00, Künstlerball, Bar Rendezvous

Freitag, 29. Januar

m 18:00, G-Party: Faschingsauftakt in der Teddy-Bar

Samstag, 30. Januar

m

18:00, Huschen-Nacht, Teddy-Bar

m

19:00, Moro’s Hausball, Motto: „TV-Serien – alles ist möglich“, Restaurant Moro

m

20:00, Bauernball: Landburschen & Stadtmänner feiern, Café Selig

m

20:00, Puff-Party: für Matrosen, schwere Jungs und leichte Mädchen, Bar Morizz

Freitag, 5. Februar

m 18:00, Bussi-Party, Faschingsparty, Teddy-Bar

Samstag, 6. Februar

m 18:00, Pink Night, Faschingsparty, Teddy-Bar

Dienstag, 9. Februar

m 20:00, Gaudi und Stimmung mit Michelle und seinen Musikanten, Café Selig

Donnerstag, 11. Februar

m

18:00, Hausball, Teddy-Bar

m

18:00, Grattlerball, Rendezvous

m

19:00, Schlampenfieber: House-Ball mit DJ Lino Rodriges, Café Selig

m

20:00, Unsinniger Donnerstag:

Krawattenträger willkommen, Bau

m

21:00, Prosecco-Weiberfasching, open end, Bar Prosecco

10

10

  LEO02/2010 LEO02/2010
LEO02/2010
LEO02/2010

Freitag, 12. Februar

Rosenmontag, 15. Februar

m

18:00, Pink Friday: Köln meets München – Kölsch Karneval, Schrannenhalle, Eintritt 11 Euro

m

19:00, Rosenmontags-Gschnas:

Pop goes around the world, Café Selig

m

20:00, Luder der Nacht: der schwule Faschingsball, Eintritt 15 Euro, Oberanger-Theater

m

18:00, Flower-Power-Ball, Teddy-Bar

m

20:00, Venezianischer Maskenball, M54-Sauna, Eintritt 18 Euro

 

m

20:00, Rosenmontagsball im Morizz

m

20:00, Fasching im Bau

m

20:00, Aloha & Alaaf, Rosenmontagspar- ty mit Kölsch, Kraftakt

m

21:00, Prosecco Rambazamba, open end, Bar Prosecco

m

20:00, Dosenmontag im Bau

m

22:00, Costume and Carnival, Amazonas-Party, Retro Maximilians, Maximilianstr. 16

m

21:00, Faschingsparty im Glück, mit DJ, Café Glück

m

21:00, Faschings-Marathon: nonstop feiern bis zum Kehraus, Bar Prosecco

m

23:00, Schwarzwaldklinik Party: Ärzte, Schwestern, Schluckimpfung, Die Carmens

m

22:00, PopParty-Rosenmontagsspecial, Match Club

 

m

23:00, Rosenmontags-House Ball, Die Carmens

Samstag, 13. Februar

m

18:00, Hütchen-Nacht, Teddy-Bar

m

20:00, Liebestoll und Ausgehungert:

Hausball im Bau

m

21:00, Venus-Frauenfest for Gays, Lesbians&Friends, Wirtshaus zum Isartal

m

21:00, Party trotz Schweinegrippe, Fasching im Cook

m

21:00, Prosecco Rambazamba, open end, Bar Prosecco

m

23:00, Nutten & Ganoven Ball, freier Ein- tritt im Kostüm bis 24:00, Die Carmens

Sonntag, 14. Februar

m

20:00, Faschingstrauma:

Absturz garantiert …, Bau

m

21:00, Prosecco Rambazamba, open end, Bar Prosecco

Faschingsdienstag, 16. Februar

m

11:00, Weiß-Wurst-is! Weißwurstfrühstück und Party den ganzen Tag, Café Selig

m

12:00, Fasching in der Teddy Bar

m

12:00, Fasching total, kein Kostümzwang, Kraftakt

m

14:00, Straßenfest vor der Deutschen Eiche

m

14:00, Faschingsdienstags-Megaparty, Bau

m

15:00, Faschingstreiben mit DJ Isa, Melcher’s

m

15:00, Die Mega Faschings-Sause, bis 24:00, Die Carmens

m

16:00, Buntes Faschingstreiben, Restaurant Moro

m

16:00, Blast from the Past, Hits from 50s to 80s, NY-Club

m 21:00, Faschings-Marathon, Bar Prosecco Foto: Bernd Müller
m
21:00, Faschings-Marathon, Bar Prosecco
Foto: Bernd Müller

www.leo-magazin.de

www.leo-magazin.de

Samstag · 13. Febrauar

Rosarote Highlights

Nachdem der schwule Fasching 2010 am 23. Januar in der Deutschen Eiche

mit „Alaaf!“ eröffnet wurde, reihen sich die närrischen Veranstaltungen bis zum 17. Februar munter aneinander. Der Künstlerball im Rendezvous am

Donnerstag, 28. Januar, belebt seit ver- gangenem Jahr eine alte Balltradition, die in München ausgestorben zu sein schien. Die legendäre Puff-Party im Morizz steigt auch noch im Januar und zwar am Samstag, den 30. Wie in jedem Jahr findet am selben Tag der HausballimMoro statt, wo man unter dem Motto „TV-Serien“ feiert. Die Faschingsbegeisterten haben dieses Jahr allerdings eine neue Alternative: mit dem Bauernball im Selig, eröffnet das Café seine Faschingssaison und hält bis Aschermittwoch immer wieder Partys und witzige Aktionen bereit.

Am „Unsinnigen Donnerstag“, 11. Februar, startet auch der FaschingimBau

– jeden Tag kann hier ausgelassen gefeiert werden. Höhepunkt: Der Hauball „Liebestoll und Ausgehungert“ am Samstag, den 13. Februar.

Saunieren

Rokoko-

und s e n italie-

s c h e n

k e n :

das

K o n z e p t

beim Vene-

zianischen

Maskenball

inderM54,

zu dem Christoph und sein Team am 12. Februar einladen. Höhepunkt am Rosenmontag, den 15. Februar, ist der traditionellste aller schwulen Faschingspartys, der RosenmontagsballimOberanger-Theater:

Auf die „Luder der Nacht“ warten wieder schicke Preise bei der Kostümprä-

mierung, Vorverkauf nutzen! Am Faschingsdienstag ist die ganze Stadt auf den Beinen, natürlich auch die schwul-lebsische Szene. Die Gemeinde trifft sich bereits früh morgens am Viktualienmarkt (Ecke Frauenstraße), um von dort über das große StraßenfestvorderDeutschenEiche (ab 14:00, Motto: „Sisters in Action

– feiern bis der Abt kommt“) in die Szene zu wandern – und gegebenenfalls

wieder zurück. Für Frauen bietet sich an diesem Tag neben dem Café Glück auch der muntere KehrausimMelcher’s an. Also: In (fast) jedem Lokal geht es an diesem Tag hoch her und das bis zum Kehraus (meist) um Mitternacht.

Foto: Kestin Rode
Foto: Kestin Rode
Foto: Bernd Müller
Foto: Bernd Müller

zu

Musik

C

in

n

M

r

i

u i

a s

das ist

WirwünschenvielSpaßimqueerenFasching2010!

Foto: Horst Middelhoff
Foto: Horst Middelhoff

www.leo-magazin.de

und ausgehungert
und
ausgehungert

ROSEMARIES SCHLECKER-LAND

und ausgehungert ROSEMARIES SCHLECKER-LAND WO SOLL MAN(N) SONST HIN ? BOOTS UNIFORM JEANS LEATHER
und ausgehungert ROSEMARIES SCHLECKER-LAND WO SOLL MAN(N) SONST HIN ? BOOTS UNIFORM JEANS LEATHER

WO SOLL MAN(N) SONST HIN ?

ROSEMARIES SCHLECKER-LAND WO SOLL MAN(N) SONST HIN ? BOOTS UNIFORM JEANS LEATHER RUBBER & FRIENDS

BOOTS UNIFORM JEANS LEATHER RUBBER & FRIENDS

www.bau-munich.de

Daily 20:00 – Open End

Müllerstr. 41· 80469München· Fon+49(89)269208

12

Viva la VIVA!

20 Jahre Transsexuellen-Selbsthilfe München

Prominente Gratulanten: Im Rahmen ihrer Regenbogen-Tour durch Bayern machten Claudia Stamm (li.), Sprecherin für
Prominente Gratulanten: Im Rahmen ihrer Regenbogen-Tour durch Bayern machten
Claudia Stamm (li.), Sprecherin für Gleichstellung der Bayerischen Grünen und deren
gesundheitspolitische Sprecherin Theresa Schopper (2.v.li.) bei VIVA Station.
Hier im Bild mit den VIVA-Vorstandsfrauen Kerstin und Rebecca.
Foto: Bernd Müller

Die „VIVA Transsexuellen Selbsthilfe Mün- chen e. V.“ feierte am 15. Januar ihr 20-jäh- riges Bestehen. Bei Viva sind Transidente jeg- licher Couleur sowie deren Freunde, Partner und Angehörige willkommen. Wir sprachen mit den Vorstandsfrauen Wiebke und Silke über die Geschichte und Ziele des Vereins.

Was war 1989 der Grund, eure Organisati- on zu gründen? Damals waren bis zu 100 Betroffene in ver- schiedenen Selbsthilfezentren verstreut. Durch einen Verein wollten wir sie zusam- menführen, aber auch mehr Sicherheit, Sichtbarkeit und nicht zuletzt Zuschüsse der Stadt erreichen.

Hat sich das Vereinsleben in den letzten 20 Jahren verändert? Ehrlich gesagt: früher war es geselliger bei uns. Weihnachtsfeiern mit bis zu 100 Per- sonen sind heute nicht mehr denkbar. Wir

meinen, das liegt in erster Linie am Internet, aus dem sich natürlich auch Menschen auf dem Weg zur Transidentität mit Informati- onen versorgen.

… was eigentlich eine gute Sache ist … Ja, aber auch gefährlich. Denn im Internet stehen viele Halbwahrheiten und schlecht recherchierte Texte. Gerade bei einem so sensiblen Thema wie Transsexualität sollte man sich in erster Linie auf persönliche Empfehlungen, reale Erfahrungen und ge- prüfte Informationen stützen.

In welchem Alter sind eure Mitglieder? Ich schätze den Durchschnitt auf Ende 40, es gibt aber durchaus auch jüngere Mit- glieder.

Wie steht es um die Jüngeren? Das Coming-out eines transidenten Men- schen beginnt im allgemeinen früher als das

eines Schwulen oder einer Lesbe. Aber die jüngere Generation hat es heute einfacher:

Einerseits haben sie heute mehr Angebote wie das Münchner Jugendzentrum Diversi- ty. Andererseits werden sie nicht mehr mit so vielen negativen Erfahrungen konfron- tiert wie die Generationen zuvor und haben daher vielleicht einen geringeren Bera- tungs- und Gespächsbedarf.

Welche Erfahrungen sind das? Wir hatten (und haben immer noch) mit Un- wissen, Ausgrenzung und Spott zu kämpfen – in der Gesellschaft, bei Behörden oder am Arbeitsplatz. Früher war man als Transfrau beispielsweise in lesbischen Lokalen nicht gern gesehen. Das hat sich glücklicherwei- se geändert. Aber wie gesagt: unproblema- tisch ist es auch heute beileibe nicht, tran- sident zu sein.

Was würdet ihr euch für die Zukunft eures Vereins wünschen? Generell wünschen wir uns zunächst, dass über das Phänomen besser aufgeklärt wird, was schon in den Schulen und Erzie- hungseinrichtungen beginnen muss und eine echte Querschnittsaufgabe ist. Für uns wünschen wir uns mehr Miteinander und eine bessere Vernetzung der Einrichtungen für Trangender im gesamten Bundesgebiet. So könnte man sich austauschen, bessere Hilfen anbieten und sich insgesamt stärken.

Ist München ein gutes Pflaster für Trans- sexuelle? Definitiv ja. Wir haben hier eine sehr gute Versorgung mit anerkannten Ärzten und Psychologen, eine queere Szene, die ein Stück weit unsere Heimat ist, und nicht zu- letzt: Viva!

p Norbert Wagner/Bernd Müller

Foto: Horst Middelhoff
Foto: Horst Middelhoff

LEO 02/2010

Queere Zeitreise

Materialien zum Münchner CSD gesucht

Am 17. und 18. Juli feiert der Münch- ner CSD sein 30. Jubiläum. Die lange Geschichte des Christopher-Street- Day soll zu diesem Anlass aufbereitet und der Öffentlichkeit zugänglich ge- macht werden. Leider ist das verfügbare Material gerade aus den früheren Jahren sehr spärlich. Daher rufen die Veranstalter dazu auf, Zeitungsartikel, Fotos oder Berichte zu suchen, zu sammeln und dem CSD zuzuschicken, um ein mög- lichst buntes Bild der Zeit abzugeben.

Ab Juni soll die Chronik der ge- sammelten Werke auf der Webseite zu sehen sein. Unter allen Einsendern werden vier Plätze auf der Gästeliste des RathausClubbings am CSD-Sams- tag verlost.

Schickt euer Material entweder digi- tal an: chronik@csd-munich.de oder postalisch an: Forum Homosexualität München e.V., Kennwort: CSD Mün- chen Chronik, Bayerstr. 77a, RGB III, 80335 München. p bm

www.leo-magazin.de

Foto: iStock_Xaviarnau

szene

Ein Prosit in pink

„Gay Bar Trail“ durchs Szeneviertel

Das werden feucht-fröhliche Abende: Am 9. und 10. Februar ziehen Freunde hochwertiger Spirituosen und Cocktails unter fachkundiger Anleitung durch das Münchner Glockenbach- viertel. Beim „Gay Bar Trail“, der ersten schwul-lesbischen Whisky-Tour, sollen die Teil- nehmer Wissenswertes über Hochprozentiges erfahren und dieses auch verkosten. In je- der der vier teilnehmenden Locations (Moro, Selig, Iwans, Morizz) gibt es neben dem Welcome-Prosecco einen lecke-

ren Drink und nützliche Infor- mationen rund um die feinen Flüssigkeiten. Gastgeber der Genießertour sind das Whiksy und Bar-Festival „Finest Spirits 2010“ und das schwule Inter- netportal romeoliebtjulian.com. p bm

Gay Bar Trail Dienstag/Mittwoch, 09./10. Februar Start: 19:30 Uhr (Moro, Mül- lerstr. 30), Ende ca. 23:30 Uhr (Morizz, Klenzestr. 43) Kosten 10 Euro (Getränke inkl.)

Foto: Sven Langenbuch
Foto: Sven Langenbuch

sich bis etwa 20. Februar bewerben. Die Wahl findet im Rahmen des „stark- bier-fests“ am Don- nerstag, 4. März, im Oberanger-Theater statt. Informationen gibt’s auf www. mlc-munich.de, Anmeldungen und Rückfragen nur per Mail an info@mlc- munich.de

Mister Leather gesucht

Auch in diesem Jahr sucht der Münchner Löwenclub (MLC) den „Bavarian Mister Le- ather“ als Repräsentanten der Bayerischen Leder- und Fetischszene. Männer jeden Al- ters, die sich für ein Jahr in den Dienst der „schwarzen“ Sache stellen wollen, können

Ein Wochenende für Positive

Die Münchner Aids-Hilfe bietet vom Don- nerstag bis Sonntag, 11. bis 14. März wieder ein langes Wochenende für Menschen mit HIV unter dem Titel „Positive Perspektiven“ an. In der idyllischen Umgebung des Chiem- gau werden dabei alle Themen, die den Teil-

nehmern wichtig sind, in Form angeleiteter Selbsterfahrung bearbeitet. Jeweils mor- gens und abends wird zusätzlich Sport/Yoga angeboten. Durchgeführt wird das Wochen- ende von erfahrenen Gruppenleitern sowie einem Sportlehrer. Anmeldung bis 26. Febru- ar unter Tel. 089/54333-0

Regenbogen-Stiftung steht

Mit einem einstimmigen Beschluss vom 14. Januar hat der Stadtrat die Regenbogen- stiftung beschlossen (LEO berichtete): Die kommunale Stiftung dient der Gleichstellung und Förderung von Lesben, Schwulen und Transgendern und deren Aktivitäten. Für die Fraktion Grüne/Rosa Liste beantragte Stadt- rat Thomas Niederbühl außerdem, dass die Landeshauptstadt in den ersten drei Jahren jeden an die Regenbogen-Stiftung geflos- senen Euro verdoppelt. Auch diesem Antrag wurde stattgegeben. „Etwas Schöneres kann sich die Community gerade zum 30. Jubilä- um des Münchner CSD nicht schenken!“, so der Rosa-Liste-Stadrat.

Münchner CSD nicht schenken!“, so der Rosa-Liste-Stadrat. 14  LEO 02/2010 Good Vibrations Wir verlosen das

14

LEO 02/2010

Good Vibrations

Wir verlosen das neue „Billy Boy FunPack“

Das sind ja vier Wünsche auf einmal! Im neuen „Billy Boy FunPack“ kommen Vibrationsring, Kondome, Gleitgel und Frischetücher in einer Packung. Vier- mal Spaß für Zwei. Wer demnächst nach Spiel, Spaß und Spannung beim Einkauf verlangt, könnte anstelle von eiförmiger Schokolade das Billy Boy FunPack meinen. Das gibt es ab sofort für 5,99 Euro (UVP) in Drogerien, im Lebensmitteleinzelhandel und im Internet unter www.billy-boy.com. Wir verlosen passend zu den vier Features vier FunPacks. Wer gewinnen möchte, schreibt eine Mail an gewinnen@leo-magazin.de

www.leo-magazin.de

Guter Ton für einen guten Zweck 4. Münchner Aids-Konzert im Prinzregententheater Foto: Florian Ganslmeier
Guter Ton für einen guten Zweck
4. Münchner Aids-Konzert im Prinzregententheater
Foto: Florian Ganslmeier

16

Bereits zum vierten Mal legen sich die Musi- ker des Münchner Kammerorchesters (MKO) unter der Leitung von Alexander Liebreich für die Münchner Aids-Hilfe musikalisch mächtig ins Zeug. Doch das diesjährige Kon- zert ist mehr als „nur“ ein weiterer Auftritt des hochgelobten Klangkörpers. Für Freitag, den 23. Februar, ist ein bisher einzigartiges Vorhaben geplant: Unter dem Titel „MKO goes Symphonic“ lädt das Orchester be-

freundete Solisten und Orchestermusiker ein, gemeinsam die 4. Sinfonie von Gustav Mahler aufzuführen. Außerdem stehen Pe- ter I. Tschaikowskys Rokoko-Variationen und Aaron Coplands Konzert für Klarinette und Streichorchester auf dem Programm. Als Solisten konnten Martin Fröst (Klarinet- te), Peter Wispelwey (Violoncello) sowie die Sopranistin Claron McFadden für das Projekt gewonnen werden. Das Konzert steht auch

heuer unter der Schirmherrschaft von Ober- bürgermeister Christian Ude. p bm

4. Münchner Aids-Konzert Freitag, 26. Februar, 19:30 Prinzregententheater, Prinzregentenplatz 12 Karten zu 18 bis 79 Euro unter Tel. 089/21 85-28 99 oder tickets@prinzregententheater.de

Engel wider Willen

Comedy mit Bob Schneider & Gert Thumser

wider Willen Comedy mit Bob Schneider & Gert Thumser LEO 02/2010 Eine Songshow der besonders zickigen

LEO 02/2010

Eine Songshow der besonders zickigen Art bieten Bob Schneider und Gert Thumser in ihrem ersten gemeinsamen Projekt „Zero Tolerance – wenn Frauen richtig hassen!“ Als Neuköllner Kneipenwirtin Jutta Hart- mann ist Bob Schneider seit vielen Jahren eine der Szenegrößen in Berlin. Er steht als glamouröse Gastronomin jeden Tag hinterm Tresen und versorgt die Kund- schaft mit Grundnahrungsmitteln wie dem Cola-Weinbrand-Gemisch Futschi oder der Bockwurst naturell. Eines Tages will sie sich den Traum von der Gesangskarrie- re erfüllen und gerät auf der Suche nach einem musikalischen Begleiter ausge- rechnet an das übellaunige Brachialweib Paula Frantz-Kuhn (Gert Thumser), die uneheliche Tochter der Starpianisten Ju- stus Frantz und Paul Kuhn. Und wenn die mittelfränkische Wuchtbrumme am Kla- vier auf die Futschiqueen aus der Berliner

Bronx trifft, ist das nicht nur musikalisch

p bm

aufregend.

„Wenn Frauen richtig hassen“ 17. bis 20. und 24. bis 27. Februar, 20:00 Theater Heppel & Ettlich, Feilitzschstr. 12 Karten zu 17/14 Euro unter 089/388 87 820

Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen Vielfalt bereichert München Die Stadt für Lesben, Schwule

Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen

Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen Vielfalt bereichert München Die Stadt für Lesben, Schwule

Vielfalt bereichert

München Die Stadt für Lesben, Schwule und Transgender

Information zur Lebens- partnerschaft

Beratung für Beschäftigte der Stadt

Fachberatung und Infor- mation

Projekte, Kampagnen, Öffentlichkeits- und Vernetzungsarbeit

Fortbildungsmaßnahmen

Andreas Unterforsthuber Angertorstraße 7 (Eingang Müllerstraße) 80469 München (0 89) 23 00 09 57 und (0 89) 23 00 09 42 kgl.dir@muenchen.de www.muenchen.de/ koordinierungsstelle

Termine nach Vereinbarung

www.leo-magazin.de

Lesung: Die Chronik der Schwulen Foto: Bruno Gmünder Dietmar Kreutzer, Autor aus Dresden und Berlin,
Lesung: Die Chronik der Schwulen Foto: Bruno Gmünder Dietmar Kreutzer, Autor aus Dresden und Berlin,

Lesung: Die Chronik der Schwulen

Foto: Bruno Gmünder
Foto: Bruno Gmünder

Dietmar Kreutzer, Autor aus Dresden und Berlin, veröffentlichte im Bruno-Gmünder-Verlag bereits mehrere Bände randvoll mit Bildern und Fakten zur Chronik der schwulen Geschichte in Deutschland seit den 1970ern. Am Samstag, 20. Februar, öffnet er im Sub sein Foto- album und erzählt, wie das mit der Homo-Bewegung alles begann. Kreutzer erinnert an Skandale, große Ereignisse und kleine Fort- schritte, an heimlich und offen schwule Stars und Vergessene aus den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Eine rosarote Zeit- reise, die sehens- und hörenwert ist. p bm Samstag, 20. Februar, 20 Uhr Sub, Müllerstr. 43, Eintritt frei

kultur

Intim, skurril und sensibel

Queere Porträts im Amerikahaus

Die Ausstellung „Embodiment: A Portrait of Queer Life in America“ zeigt Arbeiten der jungen amerikanischen Fotokünstlerin Molly Landreth. Bei ihrer Reise durch die ebenso wandlungsfreudige wie widersprüchliche Gesellschaft der USA besucht die 31-Jährige urbane Zentren und ländliche Gebiete – immer auf der Suche nach individuellen Antwor- ten auf die Frage nach der „queer identity“.

Dabei erzählt sie in ihren Porträts Geschichten über Liebe, Selbstdarstellung und über den Prozess des Wandels. Die Fotografien werden ergänzt durch Arbeiten der austra- lischen Videokünstlerin Amelia Tovey. Am Dienstag, den 23. Februar, um 19:00 laden beide unter dem Motto „Let’s Talk About Queer“ zu einem Künstlerinnen-Gespräch ins

Amerikahaus.

p bm

Embodiment: A Portrait of Queer Life in America. Zu sehen bis 12. März. Mo. – Fr., 12:00 bis 17:00, Mi. bis 20:00, Amerikahaus, Karolinenplatz 3

Kopflos in Ägypten

Das neue Programm der Philhomoniker

Wenn die Männer des Münchner schwulen Chores ein Werk Georg Friedrich Händels in die Mangel nehmen, wird aus der barocken Vorlage schnell eine Comicoper. So geschehen mit „Giulio Cesare“, der in der Version der Philhomoniker kurzerhand zu „Julius Cäsar – Kopf- los in Ägypten“ wurde. Dirigent und Komponist Alexander Strauch hat zusammen mit Andreas Schimkus (Text) eine Oper für Män- nerchor und Klavier geschrieben, die stilistisch zwischen Barockmu- sik, Comedian Harmonists, Avant-

garde und ägyptischem Pop angesiedelt ist. Al- lein diese Aufzählung garantiert einen wahrhaft bunten Abend voll Leben, Emotion und Action. Antiker Stoff und frühgeschichtliche Gestalten,

gesehen durch die rosa Brille: Regisseurin Marti- na Veh und Ausstatter Nikolaus Maier haben die- se Choroper in Szene gesetzt, die sich zu jedem

p bm

Premiere:

Samstag, 13. Februar, 20:00, Black Box im Gasteig Karten zu 14,– Euro im VVK bei Spexter und Max&Milian sowie an der Abendkasse Weitere Termine: Fr./Sa., 26./27. (20:30) und So., 28. Februar (18:00)

Zeitpunkt sehen und hören lassen kann.

Made in Germany

Das neue Programm im GOP

Jung, schnell und frech – so kommt das aktuelle Programm des GOP-Revuetheaters daher. Unter dem Motto „Made in Germa- ny“ hat Regisseur Markus Pabst Newcomer vereint. Im Rahmen des Projektes „Base Berlin“, das sich der Förderung junger Künstler verschrieben hat, bilden diese Talente ein frisches, unverbrauchtes Ensemble. Ansagerin Chantall berlinert sich durch die Show und überrascht mit Spontanität und erstaun- licher Gelenkigkeit. Vom Vertikaltuch über den Chinesischen Mast bis zum Jonglieren nach unten bietet das Programm alles, was sich von einer artistisch geprägten Show erwarten lässt. Pantomime Gregor Wollny’s Nummer setzt vollkommen neue Maßstäbe in der Verwendung ebensolcher und gerade die gemeinsamen Nummern aller Artisten geben dem Ganzen noch einmal eine Extraportion Tempo. Fazit: eine durchwegs unterhaltsame Show junger Künstler! p s-jj Made in Germany im GOP, Maximilianstraße 47 Mittwoch und Donnerstag 20.:00 Uhr, Freitag und Samstag 18:00 und 21:30 Uhr, Sonntag 15:00 und 18.30 Uhr. Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, bei München Ticket und unter der Hotline 089 / 210 288 444. www.variete.de

18

Kino für junge Lesben

„Itty Bitty Titty Committee“ im Arena

Das Lebensgefühl junger Lesben spiegelte in den letzten Jahren wohl kein Film so authentisch wieder wie Jamie Babbitt‘s „Itty Bitty Titty Commi- tee“. Nach iher überdrehten Coming-out-Komödie „But i‘m a Cheerleader“ dreht sie diesmal den lesbisch-feministischen Lebensstil durch den Wolf. Die frisch getrennte und noch im biederen Zuhause lebende Protagonis- tin landet bei der Aktionistinnengruppe „Clits in Action“, die gegen die Spießermoral im Allgemeinen und Brustvergrößerungen im Besonderen kämpft. Delikat ist allerdings ihr aktueller Job als Empfangsdame in einer kosmetischen Praxis, die sich auf Brustimplantate spezialisiert hat …

Gezeigt wird der Streifen in Kooperation von LeTRa, Jules und Julez im Rahmen des städtischen Schwerpunktjahres für lesbische Sichtbarkeit. Lesben, Bi-Frauen, Transgender und Heteras bis 27 Jahre sind herzlich

p s-jj

willkommen

Itty Bitty Titty Committee 5. Februar, 19:00 Uhr Arena, Hans-Sachs-Straße 5 Eintritt: 5,50 Euro

Kino für junge Lesben Präsentiert: Itty Bitty Titty Committee Wann? 05. Februar 2010 · Einlass:

Kino für junge Lesben

Präsentiert: Itty Bitty Titty Committee

Wann?

05. Februar 2010 · Einlass: 19 Uhr, Filmstart: 19.30 Uhr

Wo?

Arena Kino · Hans-Sachsstr. 5 · 80469 München

Wer?

alle Kinofans bis 27 Jahre: jung, lesbisch, witzig, kreativ, aufgeschlossen, bisexuell, vielfältig, heterosexuell, trans*

Wieviel? 5,50 EUR

Bissige Liebe

Love Bites – erotische Nacht im Schlachthof

Mit ihrem Jahrbuch „Das heimliche Auge“, einer anspruchsvollen Mischungen aus Storys, Fotografie und Kunst, erfreut die Kon- kursbuch-Verlegerin Claudia Gehrke seit Jahren das erotik-affine Publikum. Das 30-jährige Verlagsjubiläum wird jetzt im „Schlacht- hof“ mit einem üppigen Bühnenprogramm gefeiert, unter dem Ti- tel „Love Bites, die erotische Nacht“. Performances, Tanz, lebende Bilder, Lesungen und Live-Musik sollen einen Abend für alle Sinne schaffen. Vertreten sind Tänzerinnen der Kleinen Nachtrevue Ber- lin, die Saxophonistin Nikola Lutz und Bridge Markland. Ihre schrä- gen Transgenderperformances sind wohl absolut einzigartig – und absolut sehenswert. Dazu gibt es Lesungen von Anne Bax, Sigrun Casper und Litt Leweir. Lasst euch von „den multisexuellen, lesbischen, schwulen Augen in die Untiefen des Liebeslebens“ entführen. p s-jj Love Bites Mittwoch, 10. Februar, Schlachthof, Zenettistr. 9 Einlass 18:30, Beginn 20:30 Karten unter (089) 72 01 82 64

9 Einlass 18:30, Beginn 20:30 Karten unter (089) 72 01 82 64 Emma im Glück T-Shirt-Vernissage

Emma im Glück

T-Shirt-Vernissage für starke Frauen

82 64 Emma im Glück T-Shirt-Vernissage für starke Frauen Petra Eichstädt und Vero- nika Kerschreiter machen

Petra Eichstädt und Vero- nika Kerschreiter machen T-Shirts für starke Frauen. Und präsentieren ihr Label „Emma Shirt“ im Rahmen einer Vernissage im Café Glück. Mit der Zeitschrift „Emma“ hat das nichts zu tun, dafür aber mit fre- chen, bunten Shirts und witzigen Motiven. Für die Musik an dem Abend sorgt das Frauen- duo Clare. Und ein Teil des Verkaufserlöses des Abends geht an das Frauenhaus „Frauen helfen Frauen“ in München. p s-jj Vernissage „Emma im Glück“ mit Live-Musik von Clare Freitag, 5. Februar, 20:00, Cafe Glück, Palmstr. 4 www.emma-shirt.de

LEO 02/2010

Bi-Frauen unter sich

Neuer Stammtisch im Kinky

Für Bisexuelle sind die Angebote in- nerhalb der Sze- ne ja nun wirklich ü b e rs c h a u b a r. Dem wollte Wirtin Elke vom Kinky Ab- hilfe schaffen und rief deswegen eine Stammtisch exklu- siv für Bi-Frauen ins Leben. Ideal zum Austausch, Ratschen – und sicher auch zum Kennenlernen in geschützter Atmosphäre. p s-jj Bi-Frauen unter sich-Stammtisch Dienstag, 2. Februar, 19:00 Kinky-Bar, Lindwurmstraße 46 www.kinky-muenchen.de

unter sich-Stammtisch Dienstag, 2. Februar, 19:00 Kinky-Bar, Lindwurmstraße 46 www.kinky-muenchen.de www.leo-magazin.de

www.leo-magazin.de

Messe-AusstellerÊbei www.gayvention.de Meld jetzt dich an!
Messe-AusstellerÊbei
www.gayvention.de
Meld
jetzt dich
an!
DERDER GRÖSSTEGRÖSSTE MUSICAL-SPASSMUSICAL-SPASS DERDER WELTWELT DASDASDAS
DERDER GRÖSSTEGRÖSSTE MUSICAL-SPASSMUSICAL-SPASS DERDER WELTWELT
DASDASDAS ORIGINALERLEBNISORIGINALERLEBNISORIGINALERLEBNIS ––– LIVE!LIVE!LIVE!
DIE ENGLISCHE ORIGINALVERSION AUF INTERNATIONALER TOUR
PRESENTED BY MAREK LIEBERBERG
3.3. – 21.3.2010
MÜNCHEN DEUTSCHES THEATER
Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Telefonischer Kartenbestellservice: 089 - 55 23 44 44 und
0180 - 51 52 53 0 (0,14€ aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen)
www.bb-promotion.com · Örtliche Durchführung: BB Promotion GmbH
www.mamma-mia.com
Designed an printed by Dewynters © LITTLESTAR · Eine Veranstaltung der Marek Lieberberg Konzertagentur GmbH & Co.KG
© LITTLESTAR
KATE HUDSON
KATE
HUDSON
S I C H E N T S C H E I D E N
S I C H
E N T S C H E I D E N
W A R
N O C H
N I E
S O
S C H W E R
NICOLE
MARION
PENÉLOPE
STACY
SOPHIA
JUDI
KIDMAN
COTILLARD
CRUZ
FERGUSON
LOREN
DENCH
DANIEL DAY-LEWIS
DANIEL
DAY-LEWIS

„ELEGANT, SEXY, GLAMOURÖS“

VARIETY

NACH CHICAGO DIE NEUE MUSICALVERFILMUNG VON STAR-REGISSEUR ROB MARSHALL BESETZT MIT 6 OSCAR®-PREISTRÄGERN AB 25.
NACH CHICAGO DIE NEUE MUSICALVERFILMUNG VON STAR-REGISSEUR ROB MARSHALL
BESETZT MIT 6 OSCAR®-PREISTRÄGERN
AB 25. FEBRUAR IM KINO
WWW.NINE .SENATO R .DE
Partys und Beauties  Bitch Party@MatchClub Tunnel Salzburg Savoy Nürnberg 20 LEO 02/2010 www.www.
Partys und Beauties  Bitch Party@MatchClub Tunnel Salzburg Savoy Nürnberg 20 LEO 02/2010 www.www.
Partys und Beauties  Bitch Party@MatchClub Tunnel Salzburg Savoy Nürnberg 20 LEO 02/2010 www.www.
Partys und Beauties  Bitch Party@MatchClub Tunnel Salzburg Savoy Nürnberg 20 LEO 02/2010 www.www.

Partys und Beauties

Partys und Beauties  Bitch Party@MatchClub Tunnel Salzburg Savoy Nürnberg 20 LEO 02/2010 www.www.

Bitch Party@MatchClub

Partys und Beauties  Bitch Party@MatchClub Tunnel Salzburg Savoy Nürnberg 20 LEO 02/2010 www.www.
Partys und Beauties  Bitch Party@MatchClub Tunnel Salzburg Savoy Nürnberg 20 LEO 02/2010 www.www.
Partys und Beauties  Bitch Party@MatchClub Tunnel Salzburg Savoy Nürnberg 20 LEO 02/2010 www.www.
Partys und Beauties  Bitch Party@MatchClub Tunnel Salzburg Savoy Nürnberg 20 LEO 02/2010 www.www.
Tunnel Salzburg
Tunnel Salzburg
Partys und Beauties  Bitch Party@MatchClub Tunnel Salzburg Savoy Nürnberg 20 LEO 02/2010 www.www.
Partys und Beauties  Bitch Party@MatchClub Tunnel Salzburg Savoy Nürnberg 20 LEO 02/2010 www.www.
Partys und Beauties  Bitch Party@MatchClub Tunnel Salzburg Savoy Nürnberg 20 LEO 02/2010 www.www.
Partys und Beauties  Bitch Party@MatchClub Tunnel Salzburg Savoy Nürnberg 20 LEO 02/2010 www.www.
Savoy Nürnberg
Savoy Nürnberg
 Bitch Party@MatchClub Tunnel Salzburg Savoy Nürnberg 20 LEO 02/2010 www.www.  leo-magazin.deleo-magazin.de
Holigay on Ice 10 Jahre Rosa Hirsch Nürnberg Eiche Fasching Single Party@Die Carmens Lost in
Holigay on Ice 10 Jahre Rosa Hirsch Nürnberg Eiche Fasching Single Party@Die Carmens Lost in
Holigay on Ice 10 Jahre Rosa Hirsch Nürnberg Eiche Fasching Single Party@Die Carmens Lost in
Holigay on Ice 10 Jahre Rosa Hirsch Nürnberg Eiche Fasching Single Party@Die Carmens Lost in
Holigay on Ice 10 Jahre Rosa Hirsch Nürnberg Eiche Fasching Single Party@Die Carmens Lost in
Holigay on Ice
Holigay on Ice
Holigay on Ice 10 Jahre Rosa Hirsch Nürnberg Eiche Fasching Single Party@Die Carmens Lost in Music@Jennifer
Holigay on Ice 10 Jahre Rosa Hirsch Nürnberg Eiche Fasching Single Party@Die Carmens Lost in Music@Jennifer
Holigay on Ice 10 Jahre Rosa Hirsch Nürnberg Eiche Fasching Single Party@Die Carmens Lost in Music@Jennifer
Holigay on Ice 10 Jahre Rosa Hirsch Nürnberg Eiche Fasching Single Party@Die Carmens Lost in Music@Jennifer
Holigay on Ice 10 Jahre Rosa Hirsch Nürnberg Eiche Fasching Single Party@Die Carmens Lost in Music@Jennifer
10 Jahre Rosa Hirsch Nürnberg Eiche Fasching
10 Jahre Rosa Hirsch Nürnberg
Eiche Fasching
Holigay on Ice 10 Jahre Rosa Hirsch Nürnberg Eiche Fasching Single Party@Die Carmens Lost in Music@Jennifer
Holigay on Ice 10 Jahre Rosa Hirsch Nürnberg Eiche Fasching Single Party@Die Carmens Lost in Music@Jennifer
Holigay on Ice 10 Jahre Rosa Hirsch Nürnberg Eiche Fasching Single Party@Die Carmens Lost in Music@Jennifer
Holigay on Ice 10 Jahre Rosa Hirsch Nürnberg Eiche Fasching Single Party@Die Carmens Lost in Music@Jennifer
Single Party@Die Carmens
Single Party@Die Carmens
Hirsch Nürnberg Eiche Fasching Single Party@Die Carmens Lost in Music@Jennifer Parks www.leo-magazin.de L E O
Hirsch Nürnberg Eiche Fasching Single Party@Die Carmens Lost in Music@Jennifer Parks www.leo-magazin.de L E O
Hirsch Nürnberg Eiche Fasching Single Party@Die Carmens Lost in Music@Jennifer Parks www.leo-magazin.de L E O

Lost in Music@Jennifer Parks

Ball der Liebe im Oberanger-Theater

Auch in diesem Jahr veranstaltet die Münchner Aids-Hilfe wieder einen „Ball der Liebe“. Am Fa- schingssamstag, den 13. Februar, ist es soweit: Feiern und spenden mit einer Riesen-Happy-Hour, bei der es ein 2-für-1-Angebot bis 24 Uhr gibt. An den Turntables angesagte DJs: DJ Maximus, den viele aus dem Café Florian kennen dürften, spielt Disco- und Partytunes sowie Old-School-Hip- Hop, Resident DJane Konny legt Disco- und Partytunes, R’n’B und Black auf. Auf der Bühne „Mr. Entertainment“ Johnny Tune (siehe Bild). Der gebürtige US-Amerikaner hat klassischen Gesang und Barockmusik studiert, bevor er sein Herz für Pop, Soul und R’n’B entdeckte – eine stimmge- waltige und abwechslungsreiche Show ist also garantiert. Präsentiert wird der Ball der Liebe von der U27-Party, deren Team auch für die Durchführung des Events verantwortlich zeichnet. Ball der Liebe, Samstag, 13. Februar, 22:00 Uhr Oberanger-Theater, Oberanger 38, Eintritt 8 Euro

Stuttgart: Fame Winter Luxury Extravaganza

Mit Superlativen gehen Partyveranstalter erfahrungsgemäß alles andere als sparsam um. So auch bei der „Fame“ in Stuttgart – doch immerhin kann sie einige davon halten. Zum Beispiel die größte Gay-Party in Süddeutschland zu sein. Und da auch Münchner gerne da sind, wo ne Menge los ist, sieht man an diesen Partyabenden auf der A8 in Richtung Stuttgart jede Menge Regenbogenflaggen auf den Karosserien. Zu Recht: mit einer Armee an Tänzern, Live-Vocals und Showacts und den DJs Delicious Dan und DJ Rocks treten sie am 13. Februar in der spektakulären neuen Location, dem Amici (Lautenschlager Str. 2) an. Im großen Glaskomplex wird auf zwei Floors, einer Designerlounge und neuester Laser-, Licht-, Sound- und Video-Technik gefeiert wer- den. Da das „Amici“ gleich am Hauptbahnhof liegt, bietet sich auch eine Zugfahrt nach Stuttgart an! Alle Infos, Bilder und Videos auf: www.fame-party.de

Augsburg: Party-Doppeldecker bei LovePop

Im Februar gibt es das lesbi-schwule Partyvergnügen „LovePop“ gleich im Doppelpack. Am Sams- tag, den 6. Februar, findet die sechste Ausgabe des One Night Stand mit DJ NT in der histo- rischen Kulisse des Capitol statt. Was bis 1998 Augsburgs bekanntestes Kino war, ist nun also Großgastronomie und Eventlocation – an diesem Abend ab 23:00 Uhr auch für Queers, Freaks and Friends. Zwei Wochen später, am Samstag, den 20. Februar, steigt in der Stammlocation Kan- tine ab 22:00 Uhr ein musikalischer Floor-Battle: LovePop meets Departures Events, wo DJ An- dreas Raucher Minimal und Techno auflegt. Nettes Extra ist der Nachtbiergarten mit Lagerfeuer.

Nettes Extra ist der Nachtbiergarten mit Lagerfeuer. Party-News Aus Match-Club wird DISCOvery Kuschel-Partie
Nettes Extra ist der Nachtbiergarten mit Lagerfeuer. Party-News Aus Match-Club wird DISCOvery Kuschel-Partie
Nettes Extra ist der Nachtbiergarten mit Lagerfeuer. Party-News Aus Match-Club wird DISCOvery Kuschel-Partie
Party-News Aus Match-Club wird DISCOvery Kuschel-Partie Am Freitag, den 19. Februar findet das Pre-Opening des
Party-News
Aus Match-Club wird DISCOvery
Kuschel-Partie
Am Freitag, den 19. Februar findet das Pre-Opening des Clubs
DISCOvery statt. Und zwar mit einer PopParty – was so man-
che Rückschlüsse zulässt. DISCOvery ist der Nachfolger des
Match-Clubs, der sich mit der Umbenennung endgültig von
der „Altlast“ des ehemaligen Betreibers Michael Ecker los-
sagen will. Ansonsten will Dominik Linneweber, der auch im
neuen Club für Booking und Veranstaltungen zuständig ist,
noch nichts verraten. Immerhin: der Club soll einem „auf-
wändigen Facelift“ unterzogen werden. Offizielles Opening
ist am Samstag, den 20. Februar, Zutritt nur mit Einladung.
Wir hoffen, im DISCOvery auf spannende Entdeckungsreisen.
Vor einigen Monaten noch schwer in Clinch, gehen NY-Club-Be-
treiber Ken Koch und Match-Club/Discovery-Veranstalter Domi-
nik Linneweber jetzt auf Kuschelkurs: dessen „Bitch-Party“ wird
künftig einmal im Monat im NY-Club steigen, Premiere ist am 6.
Februar.
How to Make a Billionaire
Wieder einmal hat das Rätselraten um eine geheimnisvolle Vo-
rankündigung, ein beliebter Volkssport vieler Partyveranstalter,
La Boum – die Fete geht später weiter
Die La Boum-Party, mit gewissem Promi-Aufwand (Fancy,
Marcus Schenkenberg) jeden Freitag im November gestartet,
ist eingestellt. Im „Helleaven“ lief der Bash-Club freitags so
gut, dass er den zweiten Teil des Abends nicht mehr, wie ur-
sprünglich geplant, an die Gay-Party abgeben wollte. Die Ver-
legung von La Boum auf den Dienstag Abend brach der Party
schließlich das Genick. Aber aufgeben ist nicht: Eine Neuaufla-
ge in neuer Location ist in den nächsten Monaten zu erwarten.
ein Ende. Hinter dem seit längerem kolportierten Begriff „Billio-
naire“ verbirgt sich eine neue Gay-Partyreihe, die Anfang März
durchstarten will. Die beiden Veranstalter, Gastronom Markus
Fahrendorf und Tanzschulinhaber Savac Karapiner, wollten zwar
zum Redaktionsschluss die Location noch nicht rauslassen, ver-
sprechen aber „frischen Wind und faire Preise“
In der Face-
book-Gruppe „Just Billioniare“ wird übrigens noch nach dem
griffigsten Slogan gesucht – wer gute Ideen hat, kann einen iPod
nano bräumen. Aktuelle Infos gibt’s unter www.just-billionaire.de
und natürlich in der Märzausgabe des LEO.
Alle Texte: Bernd Müller

22

22

LEO 10/09

LEO 02/2010

www. leo-magazin.de

www. leo-magazin.de

Ausgezeichnete Sportler Die Neujahrsfeier von Team München Der laut Homepage „große schwul-lesbisch-transgen-

Ausgezeichnete

Sportler

Die Neujahrsfeier von Team München

Der laut Homepage „große schwul-lesbisch-transgen- der-hetero Sportverein“ Team München feierte im Ja- nuar sein „Sporty New Year“ im Wirtshaus zum Isartal. Neben Buffet, Tombola und Showeinlagen von Baby Bubble und Entertainer Floo standen die Ehrungen zu den Sportlern des Jahres 2009 im Mittelpunkt. Den Ti- tel bei den Frauen holte sich Badminton-Spielerin Tanja Hagl (Amazonen), die bei den Outgames in Kopenhagen Silber im Einzel und Gold im Doppel abräumte. Sport- ler des Jahres wurde der 59-jährige Langstreckenläu- fer Dieter Seifert (Team München), der sich bei den Outgames eine Goldmedaille in der Staffel erlief. Zum „Team des Jahres“ wurden zum zweiten Mal die Tänze- rinnen Gabi Dietmann und Sibylle Schug (TSC Savoy/ LUST) gewählt, die nicht nur ihren Titel als Deutsche Meisterinnen verteidigten, sondern bei den Outgames eine Silbermedaille in der höchsten Klasse ertanzten. Ein guter Start in ein sportliches Jahr 2010! p bm

Gold-Jungs: Spende beim Sub-Neujahrsempfang

2010! p bm Gold-Jungs: Spende beim Sub-Neujahrsempfang Auch in diesem Jahr lud das Sub Mitglieder, FreundInnen

Auch in diesem Jahr lud das Sub Mitglieder, FreundInnen und Sponsoren Mitte Januar zum Neujahr- sempfang. Vorstandsmitglied Uwe Hagenberg resümierte das vergangene Jahr und umriss Aufga- ben und Bedürfnisse des schwulen Zentrums für 2010. Bevor das Buffet eröffnet wurde, überreichte der Münchner Zahnarzt Dr. Joachim Erger eine Spende von 5.000 Euro. Er hatte im Rahmen seines „Gold-Projekts“ seine Patienten erneut überzeugen kön- nen, ihre Gold-Inlays, Kronen und Brücken für den guten Zweck einschmelzen zu lassen. Der Erlös kommt zu gleichen Teilen dem Sub und der Münchner Aids-Hilfe zu. p bm

Aktionen für die MüAH

der Münchner Aids-Hilfe zu. p bm Aktionen für die MüAH Skurrilles, Nützliches Der alljährliche Benefiz-Flohmarkt

Skurrilles, Nützliches

Der alljährliche Benefiz-Flohmarkt der Regenbogenapotheke hatte im Dezember jede Menge Nützliches und Skurriles zu bieten. Das ist schön für die Kunden. Doch das Beste: der Erlös kommt der MüAH zu Gute. Das bunte Sortiment brachte 1.386,05 Euro, die Inhaber Werner Schelken auf 1.500 Euro aufrundete. p bm

Werner Schelken auf 1.500 Euro aufrundete. p bm Sammeln mit Sissi Auch die Darsteller des Musicals

Sammeln mit Sissi

Auch die Darsteller des Musicals „Eli- sabeth – die wahre Geschichte der Sis- si“ hatten sich im Deutschen Theater als Spendensammler zur Verfügung gestellt. Die Geschäftsführer des Deut- schen Theaters Carmen Bayer (li.) und Werner Steer (re.) überreichten einen Scheck über 5.600 Euro an Michele Lutzenberger und Christian Kranich von der Münchner Aids-Hilfe. p bm

Spenden in Rosa

Auch in diesem Jahr hatten die Veranstal- ter von Pink Christmas, dem queeren Weih- nachtsmarkt am Stephansplatz, der MüAH ein Gratiszelt zur Verfügung gestellt. Dort sammelten die fleißigen HelferInnen Spen- den, verteilten Informationen und verkauften Teddys und die leckeren Produkte des Café Regenbogen für den guten Zweck. Zusam- men mit den Inhalten der Spendendosen am Glühwein- und anderen Gastroständen und dem Erlös der spontanen Versteigerung der pinkfar- benen Christbäume kamen so rund 7.000 Euro zusammen. p s-jj

Christbäume kamen so rund 7.000 Euro zusammen. p s-jj Spenden aus dem Morgenland Originelle Aktion zur

Spenden aus dem Morgenland

7.000 Euro zusammen. p s-jj Spenden aus dem Morgenland Originelle Aktion zur Weih- nachtszeit: die Travestie-

Originelle Aktion zur Weih- nachtszeit: die Travestie- Künstler Baby Bubble und Francesca Napoli zogen mit „Rendezvous“-Wirt Fred als die „Drei Weisen aus dem Morgenland“ durch 25 Szenelokale, sangen ein Lied und trugen ein Verslein vor. Am Ende der Wanderung hatten sie nicht nur einen Fetzen-Rausch, sondern auch 600 Euro für die Münchner Aids-Hilfe gesammelt. p bm

Prominente Paten

Auch in diesem Jahr unterstützten wieder zahlreiche Promis aus Film und Fernsehen die Münchner Aids- Hilfe. Neben Ramona Leiß und Simon Verhoeven ab- solvierten Serienstars von „Marienhof“ und „Sturm der Liebe“ am Spenden-Stand in der Sendlinger Straße

Auftritte besonderer Art: Sie brachten die knuddeligen

p bm

Benefiz-Bären erfolgreich an Mann und Frau

p bm Benefiz-Bären erfolgreich an Mann und Frau www.leo-magazin.de L E O  0 2 /

politik

Ehrenmord vor Gericht

Ibrahim Can kämpft um Gerechtigkeit für seinen Istanbuler Freund

Istanbul, am späten Abend des 15. Juli 2008: Nur schnell mal ein Eis holen wollte sich Ahmet Yil- diz. Wenige Momente später, mitten in der City von Istanbul, wurde der 26-jährige Physikstudent kurdischer Herkunft erschossen, ein Tag vor sei- nem Examen. Yildiz starb in den Armen seines Freundes Ibrahim (genannt „Ibo“) Can, einem seit 1979 in Köln lebenden gebürtigen Türken mit deutscher Staatsbürgerschaft. Über Nacht musste der erschütterte 18 Jahre äl- tere Lebensgefährte die Stadt verlassen. Schon bald wurde die Tat als „Ehrenmord“ klassifiziert. Ahmet Yildiz hatte sich bei seinen Eltern geoutet, er arbeitete als stolzer Aktivist für die Schwulen-, Lesben- und Transgender-Organisation Lambda- istanbul und vertrat die türkische Bä- renszene beim internationalen Treffen in San Francisco. In den Wochen vor der Tat hätten die Morddrohungen aus der Familie zugenommen, erin- nert sich Ibo Can, hätte die Polizei das ernst genommen, wäre es vielleicht nicht zur Tat gekommen. Sein erstes Interview für die rik vom September 2008 gab er noch anonym, zu sehr die Angst, auch ihn könne es treffen. Doch schon bald entschied er sich für eine neue Strategie. „Ich wollte der Familie den Kampf ansa- gen. Dafür musste ich mein Gesicht zeigen“, erinnert sich Can. „Meine Freunde haben mir davon abgeraten, genauso die Polizeibeamten auf dem Revier in Kalk.“ Erst gab er der Londoner „Pink News“ ein Telefoninterview, als nächstes ka- men die heimischen Homo-Medien dran. Schnell wurde auch die Auf- merksamkeit der Mainstream-Presse geweckt. Ausführliche Artikel in der „Süddeutschen Zeitung“, der „Frank- furter Allgemeinen Sonntagszei- tung“, der „taz“ sollten folgen, dazu kamen zum Teil vor Ort in der Türkei gedrehte Features in 3sat und RTL. „Aber der Durchbruch kam mit einem Interview in der ‚Hürriyet’, der größten türkischen Zeitung, das am 1. Februar 2009 erschien. Das schlug im Land wie eine Bombe ein. Die Bilder dazu waren sehr aussagekräftig, auf einem lag mein Freund schla- fend mit freiem Oberkörper auf meiner Brust, ich küsste ihn auf seinen Kopf. Das war für die Leute wie ein Schock. Hier wurde ein Tabu gebrochen, Zärtlichkeit unter Männern hatte es in den tür- kischen Medien bislang noch nicht gegeben.“ Die Worte dazu ließen ebenfalls nicht an Deutlich- keit zu wünschen übrig. „Ich habe gesagt, dass ich immer noch zu meinem Freund halte, auch wenn er nicht mehr am Leben ist. Die türkischen Medi- en haben mich gefragt, was ich denn an Ahmet am meisten vermisse. Ich antwortete, seine Anwe- senheit, seinen Geruch, sein Lächeln, das Zusam- mensein mit ihm.“ Der Artikel trat eine öffentliche Diskussion über den Fall im Besonderen und Ho- mosexualität im Allgemeinen los, die Reaktionen in Leserbriefen und Online-Kommentaren fielen

höchst kontrovers aus. „Es gab sehr viele negati- ve Kommentare. Aber der größte Anteil der Leser sagte, das sei sensationell, was hier passiert sei.“ Der bisher eher unauffällig lebende Kölner Sze- negänger war selbst erstaunt über die gewaltige Veränderung, die er auf einmal durchlief. „Mit dem Kampf um Gerechtigkeit für meinen ermor- deten Freund wurde ich zum starken Bärenakti- vist, um mein Ziel zu erreichen, kannte ich keine Hindernisse mehr. Die Leute hatten Respekt vor mir, keiner wollte mich aufhalten. Die Kraft dafür nahm ich auch aus der Liebe zu meinem Freund.“ Zum Trauern kam Ibo Can dabei nur selten. „Ah- mets karge Grabstelle fand ich erst zwei Monate nach dem Mord. Den Schock habe ich immer noch

vor Gericht komme. Entsprechend verunsichert zeigten sich die Richter, denn es gab ja bislang kein Präzedenzurteil. „Wenn sie den Fall wie ei- nen Ehrenmord behandeln, bedeutet das, dass die Justiz künftig Schwule, Lesben und Transgender gleichstellen muss.“ Der Prozess wird sich lange hinziehen, da gibt sich Ibo Can keinen Illusionen hin, denn solange der Haftbefehl nicht vollstreckt werden kann, gibt es kein Urteil. „Man sagt, der Vater sei im Nordirak, aber was soll er da? Er muss ja ernährt werden, er hat eine Beinprothese, wie soll er da leben? Ich glaube, das ist eher ein Ablenkungsmanöver, der befindet sich noch immer in der Türkei. Und des- halb habe ich gesagt, dass alle Familienmitglieder, die an diesem Mord beteiligt waren, vor Gericht müssen, auch die, die den Mörder unterstützt haben.“ Für den dritten Verhandlungstag am 1. April ist Can selbst als Zeuge geladen. In der Zwischenzeit macht er weiter Druck, was Energien frisst. „Ich bin nicht in der Lage zu arbeiten, mittler- weile lebe ich vom Arbeitsamt. Und gerade ist meine hier in Köln lebende Mutter schwer erkrankt, sie hat Lun- genkrebs, ich muss mich auch um sie kümmern.“ Eine neue Bindung kann er sich vorerst nicht vorstellen. „Solange der Prozess noch läuft, solange die Täter nicht gefasst und bestraft wer- den, werde ich mich nicht verlieben“, betont er. „Natürlich werde ich sexuel- len Kontakt mit Männern haben, aber um mich in jemanden zu verlieben, muss ich Energie und Zuneigung auf- bringen, ich hätte Angst, darüber die Arbeit für meinen ermordeten Freund zu vernachlässigen.“ Mittlerweile gibt es weit fortgeschrit- tene Pläne, die Ereignisse zu verfil- men. „An der Berliner Filmakademie wurde mittlerweile ein Drehbuch ge- schrieben, das sehr gut geworden ist, drei Regisseure sind im Gespräch, das Budget soll so sechs, sieben Millionen Euro betragen. Mehr darf ich im Au- genblick nicht verraten.“ Egal wie der Prozess einmal endet, so hat er doch Signalwirkung für die türkische Ge- sellschaft, da ist sich Ibo Can ganz sicher. „Ich weiß, ich habe einen Musterprozess auf die Beine gestellt. Wenn so etwas noch einmal passiert, was ich nicht hoffe, können dem Beispiel auch ande- re Leute folgen. Und andere, die darüber nach- denken, ihren schwulen Sohn oder ihre lesbische Tochter zu ermorden, werden sich erst mal davor hüten, denn wenn die ganze Welt davon erfährt, wo bleibt dann die Ehre?“ Und auch sein Leben werde sich dauerhaft ver- ändern, glaubt er: „Auch wenn ‚mein’ Fall abge- schlossen ist, werde ich ein Aktivist bleiben, es gibt genug Ungerechtigkeit an Schwulen, Lesben, Transgendern in der Welt. Ich bin ja Muslim, als nächstes wäre es angebracht, mal über die Situa- tion im Iran und im Irak zu sprechen.“

p to

die Situa- tion im Iran und im Irak zu sprechen.“ p to nicht verarbeitet. Aber ich

nicht verarbeitet. Aber ich habe keine Zeit, mich auf meine seelische Verfassung zu konzentrieren, ich muss weitermachen.“ Mit Erfolg: Nach Abschluss der polizeilichen Er- mittlungen wurde Ahmets inzwischen flüchtiger Vater Yahya Yildiz des Ehrenmords angeklagt. Der erste Prozesstag wurde für den 8. September an- gesetzt. „Vor dem Justizgebäude in Istanbul habe ich eine Erklärung auf türkisch und auf deutsch verlesen, ich ganz allein. Um mich herum stand die nationale und internationale Presse, die Poli- zei, die Staatsanwälte haben alles mitbekommen, die Richter und Anwälte glaube ich auch. Ich habe laut und deutlich gesagt, dass ich den Täter vor Gericht gestellt haben möchte, ansonsten wür- de ich den Glauben an die türkische Justiz ver- lieren.“ Die Medien betonten, dies sei das erste Mal in der Geschichte des Landes, dass so ein Fall

Homo-Zensur im Web

Der Umgang von YouTube & Co. mit schwul-lesbischen Inhalten

Umgang von YouTube & Co. mit schwul-lesbischen Inhalten Der Kölner Sänger und Kabarettist Holger Ed- maier

Der Kölner Sänger und Kabarettist Holger Ed- maier hatte mit seinem kleinen Musikvideo „Ro- meo4ever“ sicherlich nur eines im Sinn: mit den mitunter merkwürdigen Begegnungen und Ver- haltensweisen der Nutzer des Portals Gayromeo abzurechnen. Doch nun ist aus dem satirisch-iro- nischen Video, das er bei YouTube hochgeladen hatte, ein Kampf der Kulturen geworden. Wie heißt es noch in Artikel 5 des Grundge- setzes? „Eine Zensur findet nicht statt.“ Eben doch, klagen viele, darunter auch die Jungs von den „Blauen Seiten“. Sie hatten bereits vor ge- raumer Zeit erleben müssen, dass dort hochge- ladene Werbevideos bei YouTube unverzüglich gesperrt wurden. Den Grund erfuhren die Be- treiber erst kürzlich bei einem Geschäftstermin bei Google, zu dem die beliebte Clip-Plattform gehört. Die wiederholten Löschungen seien demnach nur erfolgt, weil gleich zu Beginn ein zu sexuelles Video eingestellt worden sei. Damit seien alle Gayromeo-Inhalte auf der schwarzen Liste gelandet. Nach den klärenden Gesprächen bei Google wollte man die Probe aufs Exempel ein weiteres Mal wagen. Edmaiers Clip wurde Anfang Januar hochoffiziell in einer englischen Version von Gayromeo bei YouTube eingestellt. Und ist dort jetzt noch abrufbar. Wenn auch mit der Einschränkung, dass ihn nur Erwachsene ab 18 Jahren betrachten dürfen. YouTube hat es – wie auch andere Social Com- munities im Web – nicht leicht. Denn Inhalte, die in dem einen Land akzeptiert werden, sind für andere Staaten ein Fall für den Richter. Wäh- rend in den USA häufig prüde Menschen und christlich-fundamentalistische Organisationen auf die Barrikaden gehen, steht hierzulande vor allem das Behüten von Minderjährigen im Fokus von selbst ernannten, aber auch von staatlich finanzierten Wächtern wie der Organisation Ju- gendschutz.net. Die Unternehmen reagieren auf den Druck häufig mit vorauseilendem Gehorsam oder radikalen Einschnitten ohne Einzelfallprü- fung. Die betroffenen User haben oft nur wenige Möglichkeiten, sich zu wehren und werden hän- gen gelassen.

Ein paar Beispiele: Beim Google-Dienst Blogger wurden im Sommer 2009 gleich dutzendweise homoerotische Fotoblogs gesperrt, wegen „Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen“. Das zuvor als Kompromiss vorgesehene (und nach US-Recht auch akzeptable) Verfahren, vor dem Einstieg in den Blog einen Warnhinweis zu schalten, der auf die folgenden nackten Tatsa- chen hinweist, galt auf einmal nicht mehr. Die Blogger, die sich in Foren über dieses Vorgehen austauschten, vermuteten gar eine konzertierte Aktion von christlichen Aktivisten, die massen- weise den Beschwerdebutton anklickten. Google selbst hüllte sich in Schweigen. Auch bei den Gamer-Communities herrscht Prü- derie. Bei Spielen des Online-Netzwerkes „Xbox Live“ sind alle Namen verboten, in denen die Sil- be „gay“ vorkommt – selbst wenn sie gar nichts mit Homosexualität zu tun haben. Die virtuelle Plattform „Playstation Home“ schloss bei ih- rem Start 2008 das Wort „Gay“ ebenfalls aus. Schlecht für spielfreudige Menschen mit dem Namen Gaylord. Der deutsche Blogger Steven Milverton bekam die Zensurkastration Mitte Januar zu spüren. „Wordpress.com hat mich aus den Top-Listen der Blogs und Posts geschmissen – weil ich ei- nen steifen Schwanz gezeigt habe“, beklagt er sich. „Nazi-Blogs werden aber fleißig gelistet. Für mich ein Ansporn, nun doch auf einen selbst gehosteten Blog umzusteigen.“ Das wird Milverton nichts nützen, sollte er sich für einen deutschen Webhoster entscheiden. Die untersagen in ihren AGBs in der Regel sogar das Aufspielen von „erotischen Inhalten“ auf ihren Servern. Bei Beschwerden anderer User über vermeintlich anstößige Inhalte etwa zwingt der Kölner Dienst Host Europe seine Kunden dazu, Unterlassungserklärungen abzugeben – anson- sten droht die Kündigung und gar eine Vertrags- strafe von bis zu 5.000 Euro.

p cs

youtube.com/user/PlanetRomeoVideos

stevenmilverton.com

politik

www.ardvideo.de
www.ardvideo.de

politik

»Ein Weltbotschafter der Homosexuellen«

Eine Bilanz der ersten Monate aus queerer Sicht

Foto: Greensleves
Foto: Greensleves

Hundert Tage ist die Regierung nun im Amt – ge- nügend Zeit, um einen ersten Blick auf das Wirken und die Wirkung des ersten offen schwulen Au- ßenministers zu werfen. Es gab nie den Knalleffekt wie bei Klaus Wowereit. Gewusst hatten es sowieso schon alle. Und ir- gendwann erschien Guido Westerwelle mit seinem Partner Michael Mronz auf dem 50. Geburtstag von Angela Merkel – und da war es offiziell und lange Zeit kein großes Thema.

Das änderte sich am 27. September 2009. Als am Wahlabend klar wurde, dass die FDP in die neue Regierung einsteigen würde, stand Westerwelle gleichzeitig als der wahrscheinlichste Kandidat für das Amt des Außenministers fest. Ein Schwuler als das Gesicht Deutschlands im Ausland? Diese Frage wurde nicht nur von einigen Ewiggestrigen skeptisch gestellt. Welchen Dialog würden Länder, in denen Homosexualität unter Strafe steht, mit einem schwulen Außenminister führen können? Zusätzlich hatte sich Westerwel- le in seiner Oppositionszeit auch deutlich für die Rechte von homosexuellen Männern und Frauen, die vor allem in muslimisch geprägten Ländern verfolgt wurden, stark gemacht. Würde er diese Positionen auch in seinem neuen Posten vertre- ten können?

Heute kann man Guido Westerwelle bescheinigen:

Er meistert seine außenpolitischen Aufgaben mit Bravour. Die Schweizer „Thurgauer Zeitung“ ernannte ihn sogar zum „Weltbotschafter der Homosexuellen“. Laut „Financial Times Deutsch- land“ hatte sich Westerwelle bereits vor seinem Amtsantritt im letzten Herbst dafür ausgespro- chen, Staaten die Entwicklungshilfe zu streichen, in denen „Männer und Frauen hingerichtet wer- den, nur weil sie homosexuell sind“. Mit Spannung erwartet worden war auch sein Besuch in Saudi-Arabien, wo schwule Männer im Extremfall noch den Tod fürchten müssen. Eine

offene Forderung für mehr Rechte von Schwu- len und Lesben hätte einen Eklat bedeutet. We- sterwelle fand den Mittelweg: Er sprach gezielt die problematische Menschenrechtssituation an, auch bezogen auf religiöse Pluralität. Sein sau- discher Amtskollege Prinz Saud räumte die Unter- schiede in Wertesystemen ein. Obwohl das Thema nicht explizit angesprochen wurde, war es klar, worum es dem deutschen Außenminister ging. Kürzlich in China dasselbe Bild: Westerwelle for- derte am selben Tag, an dem die Wahl des Mr. Gay China in Peking verboten worden war, Minderhei- tenschutz – und zwar so deutlich, dass sich die chinesische Regierung genötigt sah, ihn auf die Nicht-Einmischung in innerchinesische Verhält- nisse hinzuweisen.

Bemerkenswert ist auch die Position seines Part- ners, Michael Mronz. Da Westerwelle der erste of- fen schwule Außenminister der Welt ist, werden die Regierungen vor völlig neue Protokollfragen gestellt, wenn der Außenminister in Begleitung reist. Das Paar zeigte sich aber stets gelassen: In beiden Ländern verliefen die offiziellen Besuche sehr freundlich. Und das Echo nach seinen Besu- chen war manches Mal überraschend positiv. So erklärte ein türkischer Professor nach Wester- welles Türkeiaufenthalt der Presse mit erstaun- lichem Gleichmut: „Wir haben in der Türkei ja auch sehr viele.“

p LL

KeinMr.GayChina

Peking– Die Community im Reich der Mitte muss weiter auf ihren ersten Mr Gay Chi- na warten. Am 15. Februar wurde die von in- und ausländischen Berichterstattern er- wartete Veranstaltung mit acht Kandidaten aus den verschiedenen Regionen eine Stun- de vor dem geplanten Beginn auf Druck der lokalen Polizei abgesagt. Der Sieger hätte im Februar an der Kür des Mr World Gay in Oslo teilnehmen sollen. Der „Schönheits- wettbewerb“ diene dazu, das Selbstwert- gefühl und die Sichtbarkeit von Schwulen zu stärken, hatte die ausrichtende Agentur „Gayographic“ noch zuvor betont.

Am selben Tag reiste Bundesaußenmini- ster Guido Westerwelle in Begleitung von Lebenspartner Michael Mronz zum Besuch in Peking an, beide wurden offiziell von Chi- nas Präsident Wen Jiabao begrüßt.

KnastinMalawi

Lilongwe – Der Versuch eines schwulen Paares, ihre Partnerschaft mit einer traditi- onellen Verlobungszeremonie zu besiegeln, endete Ende Dezember mit einer Verhaf- tung. Tiwonge Chimbalanga (20) und Ste- ven Monjeza (22) erklärten sich vor Gericht für „nicht schuldig“. Homosexualität steht

in dem südostafrikanischen Staat unter Strafe. Sollte es zu einer Verurteilung we- gen „unnatürlicher Handlungen“ kommen, droht den beiden eine Gefängnisstrafe von bis zu 14 Jahren. Trotz der rechtlichen Ächtung hat sich einem Bericht der BBC zufolge vor kurzem eine Schwulen- und Lesbenorganisation, das Centre for the De- velopment of People (CEDEP) gegründet. Einzelne Regierungsfunktionäre plädie- ren für eine größere Öffnung gegenüber Homo-Belangen zur besseren Bekämpfung von Aids.

ADSverwaist

Berlin – Die Antidiskriminierungsstel- le des Bundes (ADS) bleibt vorerst ohne Führung. Die Koalition scheiterte noch im alten Jahr mit ihrem Versuch, die bishe- rige Leiterin Martina Köppen durch Chri- stine Lüders zu ersetzen, am Oberver- waltungsgericht Berlin-Brandenburg. Die Besetzung der Stelle sei „unter Beach- tung des grundrechtsgleichen Rechts auf gleichen Zugang zu jedem öffentlichen Amt nach Eignung, Befähigung und fach- licher Leistung (sog. Bestenauslese) zu messen“, der Anspruch auf ein ordnungs- gemäßes Verfahren sei verletzt, wenn ein „ordnungsgemäß eingegangenes Bewer- bungsschreiben“ nicht an die zuständige

Bundesregierung weitergeleitet werde, so die Richter. Nicht einmal die Mindest- standards des Verwaltungs- und Arbeits- rechts seien eingehalten worden, kriti- siert der grüne Abgeordnete Volker Beck. Die versuchte Ämterpatronage zeige den „untergeordneten Stellenwert“, den die Antidiskriminierungspolitik bei Schwarz- Gelb einnehme.

Benediktbleibtstur

Vatikanstadt – Neues, Altes vom Papst. Beim Neujahrsempfang für die im Vatikan akkreditierten Diplomaten sprach sich Be- nedikt XVI. am 11. Januar verklausuliert ein- mal mehr gegen Anerkennung und Gleich- stellung von schwulen und lesbischen Partnerschaften aus. Nicht nur durch Um- weltverschmutzung werde die Schöpfung gefährdet. „Einer dieser Angriffe erfolgt durch Gesetze oder Projekte, die im Namen des Kampfes gegen die Diskriminierung die biologische Grundlage der Unterscheidung der Geschlechter anzutasten versuchen“, so der Pontifex laut autorisierter deutscher Fassung der Rede. „Der Weg des Menschen kann nicht von der Willkür oder vom Ver- langen bestimmt sein, sondern muss viel- mehr darin bestehen, dem vom Schöpfer gewollten Gefüge zu entsprechen.“

p to

S A D E

DAS NEUE ALBUM SOLDIER OF LOVE

S A D E DAS NEUE ALBUM SOLDIER OF LOVE AB 5.2. ÜBERALL! Foto: Pamela Bloß
AB 5.2. ÜBERALL!
AB 5.2. ÜBERALL!
S A D E DAS NEUE ALBUM SOLDIER OF LOVE AB 5.2. ÜBERALL! Foto: Pamela Bloß
Foto: Pamela
Foto: Pamela

Bloß bescheiden bleiben

Sara Quin von Tegan & Sara über Projektionen und katholisches Schuldbewusstsein

Habt ihr schon in eurer Jugend von einer Musikkarriere geträumt? Nein, als Teenager passte die Musik weder kurz- noch langfristig in meine Zukunftspläne. Ich hätte mir niemals vorgestellt, dass ich mit knapp 30 Jahren immer noch Musik machen würde. Anfangs standen nur Tegan und ich auf der Bühne und haben dabei genug verdient, um damit un- sere Miete zu bezahlen. Auf unseren ersten Konzertreisen durch Kanada haben wir öffentliche Verkehrsmit- tel genutzt, 2.600 Meilen mit dem Greyhound. Du nimmst den Bus, der nachts fährt, schläfst während der Fahrt und gibst dein nächstes Kon- zert in der nächsten Stadt. Inzwi- schen sind wir in der Lage, eine Tour mit zehn Leuten zu bestreiten. Wir sind jetzt zehn Jahre dabei, haben sechs Alben veröffentlicht, es läuft gerade richtig gut für uns, und es wird auch noch besser werden! Wir lassen uns nicht von der Entwicklung überrumpeln. Wir sind bereit!

Spiegelt der Albumtitel euren ka- tholischen Hintergrund? Meine Eltern bezeichneten sich selbst als „Recovering Catholics“ (Katho- liken im Ruhezustand, Red.), sie haben die Religion nicht gelebt. Ich wurde getauft, bin aber nie zur Kirche ge- gangen und hab keine Erstkommu- nion empfangen. Ich war fünf Jahre mit einer Katholikin zusammen. Sie und andere praktizierende Gläubige, die ich kennen gelernt habe, meinten immer, dass Tegan und ich dieses ka- tholische Schuldgefühl in uns trügen. Nicht, dass wir wirklich Schuld im reli- giösen Sinne empfunden hätten, aber sie sagten, wir würden uns so ver- halten, als ob wir dieses Verständnis aufgesogen hätten. Die Vorstellung, ich könnte einen schlechten Eindruck hinterlassen, bringt mich um. Der Ge- danke, ich hätte nicht alles Mögliche für die Person getan, mit der ich zu- sammen bin, killt mich.

Und worin zeigt sich euer Schuldbe- wusstsein heute? Tegan und ich sprechen immer davon, dass wir vom Glück verwöhnt und dafür ausgesprochen dankbar sind. Sobald etwas gut läuft in unserem Leben, schreiben wir uns das nicht selbst zu. Stattdessen machen wir etwas Größeres dafür verantwortlich. Wir haben uns als Künstler eine ge- wisse Bescheidenheit bewahrt. Man darf nicht vergessen, dass es schon ziemlich absurd ist, vor 2.000 Men- schen aufzutreten, die dich verehren. Und wenn dieses Ego nicht durch ir- gendein Gegengewicht ausgeglichen würde, würde sich jedes menschliche Wesen ganz abscheulich entwickeln.

Fat Mike, der Frontmann von NOFX, hat eine Begegnung mit dir bei einem Festival in Deutschland in einem Song, „Creeping Out Sara“, verarbeitet. Hier lässt er seinen Fantasien über lesbische Zwillinge freien Lauf … Ich habe den Song nicht als Angriff, aber als einen plumpen, potenziell unverantwortlichen Witz auf unsere Kosten verstanden. Es ist schwierig, da ich die Jungs kenne und nicht glaube, dass sie schlechte Menschen sind. Fat Mike ist sogar jemand, der grundsätzlich die Interessen der LG- BT-Gemeinde aktiv unterstützt. Aber wenn in dem Song darauf verwiesen wird, dass ich lesbisch bin, und dann noch die Anspielung auf Inzest hinzu- kommt und solche Sachen … Die den- ken überhaupt nicht darüber nach, was sie da sagen. In diesem Fall ha- ben wir uns überlegt: Lassen wir die Sache ruhen, es lässt unser Publikum kalt, und die Anhänger von NOFX ha- ben sich auch wieder beruhigt. Also besser nicht dran rühren. p Michael Ernst

Das Album „Sainthood“ ist bei Va- por/Sire/Warner erschienen. Mehr unter www.teganandsara.com

DER NEUE FILM VON PEDRO ALMODÓVAR

„Eine Liebeserklärung ans Kino!“ DIE WELT
„Eine Liebeserklärung
ans Kino!“
DIE WELT

Veteranin der Liebe

Das neue Album von Sade

Wer in den Achtzigern schon bewusst Musik gehört hat, kam an ihr einfach nicht vorbei. Die Debüt-Single „Your Love is King“ erreichte 1984 die Top 10 in Großbritannien. Doch auch der Rest der Welt konnte sich gar nicht satt hören an dieser irritierend androgynen Stimme der Halb- Nigerianerin Sade Adu und verliebte sich in ihre eher kühle Schönheit. Auf dem ersten Album „Diamond Life“ verband die nach der Frontfrau benannte (und bis heute in ihrer Zusammenset- zung konstante) Band Elemente aus Jazz, R’n’B und Soul zu einer Melange, die große Teile des restlichen Jahrzehnts prägte. Bei vielen Schwulen, gerade in den Dreißigern und Vierzigern, erfreut sich Sade trotz eher unregelmäßiger Plattenveröffentlichungen gro- ßer Beliebtheit – ähnlich wie ihre etwa zeitgleich durchgestarteten Kolleginnen Madonna und Whitney Houston. Da gibt es die eine oder ande- re Gemeinsamkeit: Alle drei versuchten sich auch im Film, sie wurden Mutter, erlebten ihre privaten Dramen, Scheidungen und Drogenmissbrauch inklusive. Doch während jeder (Fehl-)Tritt der extrovertierten US-Sangesschwestern minuziös von Presse, Funk und Fernsehen dokumentiert wurde, zog sich Sade Adu konsequent aus dem Rampenlicht zurück, gab nur wenige Interviews. Vielleicht auch einer der Gründe, warum sie über so viele Jahre eine solche Faszination ausübte, vermutet zumindest der Kölner Amir Maafi-Tehr- ani (36), im DJ-Leben als Doc Love unterwegs. „Sade ist genauso wie Madonna oder Tori Amos eine nicht greifbare Person, was Schwule gerne zum Vergöttern verleitet.“ Eine „majestätische Ausstrahlung, sowohl im Video als auch live“ habe sicher bei der Imagebildung geholfen.

Eine Diva sei sie sehr wohl, stellte Adu schon 1992 in einem Interview klar. „Aber ich bin nicht schüchtern oder zurückgezogen, ich verbringe Zeit eher mit Menschen denn mit Journalisten.“ Im selben Gespräch bekannte sie, ihr Herz sei „zu viele Male gebrochen worden“. Passt zu einigen ihrer größten Evergreens, die perfekte Projektionsflächen zur Bewältigung der Liebe, vorzugsweise der tragischen, liefern. Etwa der unverwüstliche „Smooth Operator“, im Clip dazu vergießt sie als Barsängerin ein dezentes Tränchen, als ihr Angebeteter den Raum mit der Nachfolgerin verlässt. Oder „Is It A Crime“ aus dem zweiten Album „Promise“ (1985), ein fein ziselierter Torch Song mit großem Orchester über vergebliche Sehnsucht nach der verflos- senen Liebe. „Als ‚No Ordinary Love’ 1992 he- rauskam, arbeitete ich auf Ibiza“, erinnert sich Maafi-Tehrani. „Das Lied gab meiner damaligen Beziehung zu einem 18 Jahre älteren Mann das passende Soundgewand.“ Zehn Jahre hat sich Sade für ihr neues Album Zeit gelassen. Mit neuem Lebensgefährten und mittlerweile 13-jähriger Tochter lebt sie zurück- gezogen im ländlichen Gloucestershire. In ihrem sechsten regulären Album ist sie zum „Soldier of Love“ mutiert. In dem mit spektakulären Bildern und einer ausgeklügelten Choreografie aus- gestatteten Clip zum Titelstück überrascht die 51-jährige Sängerin mit jugendlichem Gesicht und straffer Figur. Und zeigt den jungen Kerlen, die auch mitspielen dürfen, wo es in der Liebe langgeht. Der Kult darf weitergehen … p to

Das Album „Soldier of Love“ erscheint am 2. Fe- bruar bei Sony Music. Mehr unter www.sade.com

am 2. Fe- bruar bei Sony Music. Mehr unter www.sade.com Oscar ® - Preisträgerin PENÉLOPE CRUZ

Oscar ® - Preisträgerin

PENÉLOPE CRUZ in

ZERRISSENE UMARMUNGEN

Ab 5. Februar auf DVD und Blu-ray im Handel! GROSSES KINO VON ALMODÓVAR -
Ab 5. Februar auf DVD
und Blu-ray im Handel!
GROSSES KINO VON ALMODÓVAR -

BEREITS ERHÄLTLICH

Die grosse Edition
Die grosse Edition

- 14 Filme von Almodóvar in einer Box!

KINO VON ALMODÓVAR - BEREITS ERHÄLTLICH Die grosse Edition - 14 Filme von Almodóvar in einer

www.universumfilm.de

KINO VON ALMODÓVAR - BEREITS ERHÄLTLICH Die grosse Edition - 14 Filme von Almodóvar in einer
Das lesbischwule Kultkino Das Programm im Februar 01.02. Verdamnis 3PRE VIEW OmU – S 2009,

Das lesbischwule Kultkino

Das Programm im

Februar

01.02. Verdamnis

3PRE VIEW
3PRE
VIEW

OmU – S 2009, 129 min Zweiter Teil der sen- sationell erfolgreichen Millennium-Trilogie von Stieg Larsson. Das Dreamteam des investigativen Journalis- mus mit anderen Mitteln. Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander gera- ten in einen kriminellen Albtraum, in den höchste Würdenträger verwickelt sind und der Lisbeth so- gar auf die Fahndungs- listen der Polizei bringt. Ebenso düster und span- nend wie ‚Verblendung’. Wir fiebern bereits dem dritten Teil ‚Vergebung’ entgegen.

08.02.

Eating Out 3

OmU USA 2009, 80 min

OmU USA 2009, 80 min

Im dritten Teil der erfolg- reichen Komödienreihe versucht die berüchtigte Tiffani ihren schüch- ternen schwulen Freund Casey zu verkuppeln. Ihr Geistesblitz: Er soll sich online als Kyle ausgeben, Tiffanis heißer, hetero- sexueller Stripper-Ex- Freund. Der Trick funktio- niert – bis der echte Kyle auftaucht…

15.02. Chefs Leckerbissen

OmU E 2008, 103 min Maxi ist begnadeter Koch und hat ein schickes Restaurant im

OmU E 2008, 103 min Maxi ist begnadeter Koch und hat ein schickes Restaurant im Madrider Szenviertel Chueca. Er träumt von einem Mi- chelin-Stern, stattdessen muss er sich um seine verrückte Kellnerin Alex und ihre Männerprobleme sowie zwei plötzlich auf- tauchende Kinder aus seiner heterosexuellen Vergangenheit kümmern. Gut abgeschmeckte, herr- lich überdrehte Komödie aus Spanien.

22.02. Nine

3PRE VIEW
3PRE
VIEW

OmU – GB 2009 USA 2009, 112 min Selbst wer eigentlich keine Musi- cals mag, wird „Nine“ lieben: Der berühmte italienische Regisseur Guido Contini steckt in der Midlife- krise: Der bevorstehende 40. Ge- burtstag zerrt an Nerven und Kre- ativität, auch die Frauen in seinem Leben – Ehefrau, Geliebte, Mutter – machen ihm zu schaffen. Mit der längsten Starriege des Jahres:

Daniel Day-Lewis, Penelope Cruz, Marion Cotillard, Nicole Kidman, Judy Dench, Sophia Loren und und und. Nicht zu vergessen:

fantastische Songs und brillante Shownummern!

präsentiert von

Songs und brillante Shownummern! präsentiert von • jeden Montag 21:15h • im Atelier-Kino, Sonnenstr. 12
Songs und brillante Shownummern! präsentiert von • jeden Montag 21:15h • im Atelier-Kino, Sonnenstr. 12

• jeden Montag 21:15h

• im Atelier-Kino, Sonnenstr. 12 (U Sendlinger Tor oder Karlsplatz)

• Kartenvorbestellung: Tel. 59 19 18

Tor oder Karlsplatz) • Kartenvorbestellung: Tel. 59 19 18 film Vom Vergehen der Schönheit „Giulias Verschwinden“

film

Vom Vergehen der Schönheit

„Giulias Verschwinden“ von Christoph Schaub

Schönheit „Giulias Verschwinden“ von Christoph Schaub Giulia (Corinna Harfouch) wird 50 und ist mit ihren besten

Giulia (Corinna Harfouch) wird 50 und ist mit ihren besten Freunden zum Feiern in einem Restaurant verabredet. Aber ist dieser runde Geburtstag wirk- lich ein Grund zum Feiern? Im Bus muss Giulia fest- stellen, dass sie von ihrer Umwelt kaum mehr wahr- genommen wird. Ein Phänomen, das sie mit vielen anderen alten Menschen zu teilen beginnt. Während Giulia zufällig die Bekanntschaft mit John (Bruno Ganz) macht, warten ihre fünf besten Freunde im Restaurant ungeduldig auf die Ankunft der Jubila- rin. Auch am Tisch in der geselligen Runde drehen sich die Gespräche um das Altern und das Vergehen der Schönheit. Besonders hart scheint das auch das

schwule Paar Stefan (Stefan Kurt) und Lorenz (André Jung) zu treffen, die sich gegenseitig schnippisch auf jedes neue Fettpölsterchen oder die dünner werdenden Haare hinweisen. Der bekannte Schweizer Schriftsteller Martin Suter hat hier ein sehr witziges und pointiertes Drehbuch geschrieben, das von seinen exzellenten und überaus gagreichen Dialogen lebt. Suter arbeitete zu Beginn seiner Karriere mehrfach als Autor für den schwulen Filmemacher Daniel Schmid, dem er „Giulias Verschwinden“ auch gewidmet hat. Vielleicht ist es ihm deswegen gelungen, die Macken seiner schwulen Nebenfiguren genauso authentisch zu zeichnen wie die ihrer heterosexuellen Freunde in der Midlife-Crisis. Stefan Kurt („Mutti – Der Film“) und der Luxemburger André Jung geben dazu ein glaubwürdig-streitsüchtiges Paar. p fb

Giulias Verschwinden. Komödie, CH 2009, 87 Min., Regie Christoph Schaub, mit Corinna Harfouch, Bruno Ganz u. a., Kinostart Do., 4. März

Corinna Harfouch, Bruno Ganz u. a., Kinostart Do., 4. März Düstere Vergangenheit „Verdammnis“ von Daniel Alfredson

Düstere Vergangenheit

„Verdammnis“ von Daniel Alfredson

Düstere Vergangenheit „Verdammnis“ von Daniel Alfredson Gerade mal vier Monate ist es her, dass die erste

Gerade mal vier Monate ist es her, dass die erste Stieg-Larsson- Adaption „Verblendung“ auch bei uns in den Kinos lief. Die er- ste Verfilmung der „Millennium“- Trilogie des bereits verstorbenen schwedischen Bestsellerautors war dermaßen erfolgreich, dass die beiden anderen Teile direkt im Anschluss gedreht wurden. Dieses Mal ermittelt der Sensa- tionsjournalist Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist) in einem Fall

30

LEO 02/2010

um Menschenhandel und Prosti- tution, in den auch hochrangige Politiker verwickelt sind. Als Mika- els junger Kollege Dag Svensson (sexy: Hans-Christian Thulin) ge- tötet wird, gerät Lisbeth Salander (Shooting-Star Noomi Rapace) un- ter Mordverdacht. Mikael glaubt aber an die Unschuld seiner exzentrischen Freundin und ver- sucht, dies auch der Polizei zu be- weisen. Blieben im ersten Teil die lesbischen Elemente der Vorlage

noch in Andeutungen stecken, so ist Daniel Alfredson hier schon sehr viel deutlicher geworden. Lis- beth ist mit ihrer Freundin Miriam Wu (Yasmine Garbi) auch in einer heißen Liebesszene auf dem Fuß- boden zu sehen. Außerdem gerät Miriam im Handlungsverlauf in tödliche Gefahr, als Killer versu- chen, Lisbeth auszuschalten und dabei Miriams Weg kreuzen. Auch hinsichtlich der Spannung, der Ac- tion und der generellen Dichte des Films kann „Verdammnis“ seinen Vorgänger noch übertrumpfen. Wo „Verblendung“ noch die gelun- gene, aber bedächtige Verfilmung eines Knobelfalles darstellte, bie- tet der neue Film große Kinomo- mente mit nervenzerrenden Sze- nen vor dem Hintergrund realer Gesellschaftsprobleme. p fb

Verdammnis. Thriller, SWE 2009, 129 Min., Regie Daniel Alfred- son, mit Noomi Rapace, Michael Nyquist u. a., Kinostart Do., 4. Februar

129 Min., Regie Daniel Alfred- son, mit Noomi Rapace, Michael Nyquist u. a., Kinostart Do., 4.

www.leo-magazin.de

film

Ein Teddy für Rio und Werner

Der schwule Filmpreis der 60. Berlinale

Unter dem Motto „Mein Name ist Mensch“ wird am

Freitag, 19. Februar, der 24. Teddy Award, der queere Filmpreis der Internationalen Filmfestspiele Ber- lin, verliehen. Was sich beim ersten Lesen wie „Ein Herz für Kinder“ anhört, hat – wer hätte es geahnt – eine tiefere Bedeutung: „Mein Name ist Mensch“ ist ein Titel der deutschen Band „Ton Steine Scher- ben“, dessen Sänger Rio Reiser im Jahr 1996 an Aids starb. Ihm gebührt beim Filmfest eine besondere Hommage: als erster geouteter deutscher Sänger und engagierter Polit- und Schwulenaktivist wird er geehrt. Für einen weiteren Sonderpreis hat das Film- team noch tiefer in der deutschen (Homo-)Filmge- schichte gekramt und zeichnet den Experimentalfil- mer Werner Schroeter mit einem Special Teddy aus; sein Werk umfasst rund 20 Filme und mehr als 70 Opern- und Theaterinszenierungen. Die aktuelleren Teddy-Gewinner werden ab dem 11. Februar ermittelt:

dann stellen in der Panorama-Sektion die internati- onalen Queer-Filmemacher ihre neuesten Filme vor. Schon im Vorfeld ein Aufreger: der österreichische Regisseur Peter Kern zeigt sein Nazi- und Schwulen- Drama „Blutsfreundschaft“ mit Helmut Berger in der

Hauptrolle.

p bjö

Teddy Awards 2010, Fr., 19.2., Station Berlin, Luckenwalder Str. 4–6, Berlin. Die Gala wird am Sa., 20.2., um 23:10 auf Arte gezeigt

Foto: Daphne de Baakel
Foto: Daphne de Baakel

Von Mala Noche bis Milk

Gus van Sant – Retrospektive im Münchner Filmmuseum

Richtig gelesen: Das Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum zeigt alle Filme von Gus van Sant – alle, inklusive seiner Kurzfilme. Dazu noch einige Streifen anderer Filmemacher, die sich auf sein Werk beziehen. Das dauert ein Weilchen: Die Retrospekti- ve startet am Freitag, 19. Februar, und endet am Mitt- woch, den 7. April. Gus van Sants erster („Mala Noche“) und sein bis- lang letzter Film („Milk“) sind seine schwulsten. Da- zwischen findet sich beim 1952 geborenen, offen schwul lebenden amerikanischen Regisseur stets das komplexe Psychogramm von halbwüchsigen Män- nern – quer durch alle Genres. Die Suche nach Iden- tität geht oft einher mit einer großen Anziehung zu einem anderen jungen Mann: In „Mala Noche“ – 1984 schwarzweiß mit wenig Budget gedreht – ist das sexuelle Begehren eines Mannes nach zwei jungen Mexikanern filmfüllend, das Road Movie „My Private Idaho“ (1991) handelt vom Leben zweier denkbar unterschiedlicher Stricher (River Phoenix und Ke- anu Reeves) und ihrer Kumpels. „Elephant“ (2003) erzählt in langen, ruhigen, aber beunruhigenden Kamerafahrten vom Schulalltag, bevor zwei Schüler ein Massaker planen – das sie durch einen Kuss in der Dusche besiegeln. In „Gerry“ endet der rätsel- hafte, scheinbar harmlose Ausflug zweier Freunde in die Wüste mit dem Tod des einen durch qualvolles Verdursten. „Paranoid Park“ – der Name einer illegal gebauten Skater-Anlage, in dem eine Jungmänner- welt ihre Zeit verbringt – konfrontiert die Jungs un- gewollt mit Gewalt und Tod. „Last Days“ über die letzten Tage Kurt Cobains be- schließt Gus van Sants „Todestrilogie“, bevor der Regisseur sich mit „Milk“ (2009) über Leben und

www.leo-magazin.de

mit „Milk“ (2009) über Leben und www.leo-magazin.de Ermordung des schwulen Bürgermeisters von San Francisco,

Ermordung des schwulen Bürgermeisters von San Francisco, grandios gespielt von Sean Penn, erstmals einem queeren Thema mit politischem Hintergrund widmete. Er ragt unter den kommerziellen Filmen wie „Good Will Hunting“ (1997), „Finding Forrester“ (2000) oder dem in Farbe nachgedrehten Hitchcock- Klassiker „Psycho“ (1998) weit heraus. p Klaus Josef Mosmann

Gus-van-Sant-Retrospektive im Filmmuseum, St.- Jakobs-Platz 1, Mi., 19. Februar., bis Fr., 7. April. „Portland Trilogie“: „Mala Noche“ (19./24.2.), „Drugstore Cowboy“ (21./23.2.) und „My private Idaho“ (26.2./3.3.) Die Retrospektive umfasst auch Streifen unter an- derem von Derek Jarman, Jim Jarmusch, Bernardo Bertolucci und Orson Welles. Mehr Infos unter www.filmmuseum-muenchen.de

LEO 02/2010

31

L-Filmnacht im CinemaxX

FEBRUAR

0 2 / 2 0 1 0  3 1 L-Filmnacht im CinemaxX FEBRUAR ALLES WIRD

ALLES WIRD GUT

ein Film von Angelina Maccarone · D 1998, 88 Minuten, dt. OF, FSK 12 · Darsteller: Kati Stüdemann, Chantal De Freitas, Isabella Parkinson (Hamlet X), Pierre Sanoussi- Bliss (Zurück auf Los!), Aglaia Szyszkowitz (Das Sams), Uwe Rohde

Nabou hat nur eines im Kopf: Sie will ihre Ex- Freundin Katja zurück. Dafür nimmt sie sogar den Job als Putzhilfe bei der Yuppie-Frau Kim an, die ein Stockwerk unter Katja wohnt. Der Rest lässt sich dann schon irgendwie deichseln, glaubt Na- bou. Mit der coolen, pedantischen Karrierefrau Kim verbindet die arbeitslose Lebenskünstlerin nur die Hautfarbe, entsprechend oft kracht es zwi- schen den beiden. Nabou stört das wenig, denn sie ist hauptsächlich hinter ihrer Exfreundin her. Erst als sie am Ziel ist, bemerkt sie, dass es gar nicht Katja ist, die sie will …

Die Idee zu Alles wird gut kam Angelina Macca- rone beim Dreh ihres ersten Films Kommt Mausi raus?!. Damals konnte sie keinen afro-deutschen Charakter in ihrem Film durchsetzen – also sind diesmal die vier wichtigsten Figuren afro-deutsch. Aber Alles wird gut ist kein gesellschaftspoli- tisches Betroffenheitskino. Angelina Maccarone hat Humor und ihre Figuren erst recht. Also ist die- se Komödie über den alltäglichen Rassismus völlig unverkrampft geraten. Auch politisch korrekt kann sehr witzig sein!

AUGSBURG

Fr, 19.02.2010, 20.00 Uhr, CinemaxX

FREIBURG

Fr, 26.02.2010, 20.00 Uhr, CinemaxX

MÜNCHEN

Fr, 19.02.2010, 20.00 Uhr, CinemaxX

REGENSBURG

So, 21.02.2010, 20.00 Uhr, CinemaxX

WÜRZBURG

Di, 23.02.2010, 21.00 Uhr, CinemaxX

WWW.L-FILMNACHT.DE

Karten: www.cinemaxx.de

Eine Veranstaltung von L-MAG, CinemaxX und der Edition Salzgeber

www.cinemaxx.de Eine Veranstaltung von L-MAG, CinemaxX und der Edition Salzgeber Mit freundlicher Unterstützung durch

Mit freundlicher Unterstützung durch

www.cinemaxx.de Eine Veranstaltung von L-MAG, CinemaxX und der Edition Salzgeber Mit freundlicher Unterstützung durch

buch

VomLeben gezeichnet

Graphic Novels sind schwer im Kommen

„Graphic Novel“ – so nennt sich die „literarische“ Variante der Comics, die auch im deutschspra- chigen Raum zunehmend ihre Fans finden. Wäh- rend sich klassische Comics in ihrer Bildsprache und Erzählstruktur an Filmen orientieren, knüp- fen Graphic Novels eher an der Erzähltradition

von Büchern an – und verlangen oft eine echte Leseleistung. Die Grenzen der beiden Genres sind allerdings fließend.

Aus dem schwul-lesbischen Umfeld brachten es der (leider vergriffene) Comic-Roman „Am Rande

des Himmels“ von Howard Cruse und „Fun Home“ von Alison Bechdel zu einiger Bekanntheit. Wir möchten euch einige aktuelle Beispiele queerer Graphic Novels vorstellen. Mehr zum Thema auch unter:

www.graphic-novel.info.

Geschichte(n) mal andersrum „Der Junge von nebenan“ von Martin Büsser

andersrum „Der Junge von nebenan“ von Martin Büsser Wenn man davon ausgeht, dass eine Graphic Novel

Wenn man davon ausgeht, dass eine Graphic Novel den Erzählfluss auch über die Bil- debene bewerkstelligt, dann ist Martin Büssers erzähle- rischer Erstling eher eine schräge Geschichte, die er mit

krakeligen Zeichnungen illus- triert. Diese allerdings „hat was“: Während sein Vater aus dem terroristischen Unter- grund nur auftaucht, um mit Frau und Kind vor der Polizei abzutauchen, entdeckt der pubertierende Junge ohne Namen sein Schwulsein. Zu- nächst mit Hilfe eines linken (im doppelten Wortsinn) Ver-

führers träumt er sich später, bei seinen Großeltern zwi- schengelagert, sein schwules Leben in Berlin zurecht, das aber wohl an der Einsicht scheitern wird, dass er die

Marianne-Rosenberg-Liebha-

ber nicht ausstehen kann und Jungs, die auf Johnny Rotten stehen, nicht schwul sind.

Nun, so schlimm kommt es dann doch nicht, wie Büsser andeutet. Dann bricht er aber (leider) den Erzählstrang ab und lässt uns an einer Kaba- Orgie mit tödlichen Folgen für einen Polit-Engel teilhaben, dessen Verschwinden überra- schende Folgen für die linke Alltagskultur hat …

70er-Jahre-BRD-Geschichte

mal andersrum, hübsch, aber der künstlerische Mehrwert von Kritzelschrift und Graffiti mag sich nicht so recht er- schließen. p rgk

Martin Büsser: Der Junge von nebenan. Kartoniert, 100 S., 14,– Euro, erschienen im Verbrecher Verlag

100 S., 14,– Euro, erschienen im Verbrecher Verlag Sklave liebt Pirat „Black Wade“ von Franze &
100 S., 14,– Euro, erschienen im Verbrecher Verlag Sklave liebt Pirat „Black Wade“ von Franze &

Sklave liebt Pirat

„Black Wade“ von Franze & Andärle

Liebe, Lust und Eifersucht auf dem Schiff des gefürch- tetsten Piraten der sieben Meere: Black Wade, so grau-

Während sich Jack zunächst mit allen Mitteln gegen sein Schicksal auflehnt, erliegt er mit der Zeit den Reizen von

därle erinnern atmosphärisch beinahe an Walt-Disney-Filme. Der Schwerpunkt des Bandes liegt eher auf der Bildseite,

sam wie charming, erbeutet

Black Wade und macht mit

der meist dialogische Text ist

den Leutnant Ihrer Majestät

ihm gemeinsame Sache – auf

englisch.

p rgk

Jack Wilkins, einen aufrich-

dem Meer wie auf der Matrat-

Franze & Andärle:

tigen, warmherzigen und ebenfalls nicht unhübschen Seemann als Lustsklaven.

ze. Die Bilder des italienischen Zeichner-Duos Franze & An-

Black Wade. Gebunden, 80 S., 4-fbg, 18,95 Euro, er- schienen bei Bruno Gmünder

Gay Guerillero „Muchacho“ von Emmanuel Lepage Eine klassische Graphic Novel, sehr detailreich gezeichnet und
Gay Guerillero „Muchacho“ von Emmanuel Lepage Eine klassische Graphic Novel, sehr detailreich gezeichnet und

Gay Guerillero

„Muchacho“ von Emmanuel Lepage

Eine klassische Graphic Novel, sehr detailreich gezeichnet und aufwändig koloriert. Sie spielt am Vorabend des Bürgerkriegs in Nicaragua 1976. Im Zentrum steht Gabriel, Sohn eines Großgrund- besitzers und Anwärter auf das Priesteramt, der aber sehr schnell mit der harten Realität konfron- tiert wird und die Seiten wechselt. Natürlich spielt Sex auch im Guerilleroleben eine wichtige Rolle. Die für Gabriel wichtigste spielt aber Diego … p rgk Emmanuel Lepage:

Muchacho. Geb., 158 S., 24,90 Euro, erschienen bei Carlsen

Muchacho. Geb., 158 S., 24,90 Euro, erschienen bei Carlsen Kuba, Kitsch, Klischees „Havanna“ von Reinhardt Kleist

Kuba, Kitsch, Klischees

„Havanna“ von Reinhardt Kleist

Wer frühere Werke des Berli- ner Comiczeichners Reinhardt Kleist kennt (z. B. die Oscar- Wilde-Adaption „Dorian“), weiß, dass ihn Meisterliches erwartet. Die Mischung aus Skizzen- und Reisetagebuch entstand wäh- rend einer vierwöchigen Kuba- reise 2008, während der Kleist der Wahrheit über Kitsch und Klischees des mittelamerika- nischen Landes auf die Spur kommen wollte. Gibt es tatsäch- lich einen gesellschaftlichen Wandel nach dem Rückzug von Fidel Castro? Die keineswegs

eindeutigen Antworten präsen- tiert Kleist in „Havanna“ und lie- fert damit ein aktuelles Porträt der kubanischen Hauptstadt und der Menschen, die dort le- ben. Schade nur, dass die Situ- ation schwuler Männer so gar nicht thematisiert wird, was für einen schwulen Künstler doch eigentlich nahe gelegen hätte. p rgk

Reinhard Kleist: Havanna. Eine kubanische Reise. Geb., 80 S., sw/4-fbg, 19,90 Euro, erschienenbeiCarlsen

80 S., sw/4-fbg, 19,90 Euro, erschienenbeiCarlsen Wie im richtigen Leben „Leben in Städten, z.B. Sexy“

Wie im richtigen Leben

„Leben in Städten, z.B. Sexy“ von Frajo

An einem Herbstabend be- schließt Flo, sich auf den Ball der einsamen Herzen zu begeben, um endlich den idealen Lebens- gefährten aufzutun – oder we- nigstens ein Fick-Date. Von der minutiösen Vorbereitung (Ra- sieren oder sexy-nicht? Welches sexy Rasierwasser? Welche sexy Unterhose etc.) über den Verlauf des Abends in der Wie- ner Szenebar (man wird vom Barkeeper ignoriert, Panik, und dann plötzlich: ein Typ, ein Tanz, ein langer Kuss – bis ein Handy-

anruf alles zunichte macht). Bis zur letzten Frust-Zigarette vor dem leeren Bett gewährt uns Frajo vor allem Einblicke in die inneren Monologe, an denen Paul Watzlawick („Anleitung zum Unglücklichsein“) seine helle Freude hätte. Ein sehr ge- lungenes Porträt eines weniger gelungenen Abends, wie ihn je- der schon mal erlebt hat. p rgk Frajo, Leben in Städten, z.B. Sexy, Kt., 85 S, sw, 10.– Euro, erschienen im Glaskrähe- Verlag.

szene

Wir denken noch viel zu deutsch

Sub startet Umfrage für Migranten

noch viel zu deutsch Sub startet Umfrage für Migranten Schwule Männer mit Migrationshintergrund haben es nicht

Schwule Männer mit Migrationshintergrund haben es nicht leicht: Vorbe- halte in der Familie, aber auch in der Szene machen ihnen oft das Leben schwer. „Allerdings ist auch das Sub noch viel zu wenig auf deren Bedürf-

nisse eingestellt – wir denken oft noch viel zu deutsch“, meint Sub-Berater und Diplom-Psychologe Sascha Hübner. Um sich ein Bild über die Situation schwuler Migranten machen und adäquat auf sie eingehen zu können, hat das Sub einen Fragebogen erstellt. „Wir wollen mit den Leuten ins Gespräch kommen – und zwar auf Augenhöhe“, so Hübner. Der Fragebogen ist hier in der deutschen Version, im Internet aber in insgesamt elf Sprachen unter

www.subonline.org erhältlich ist.

p bm

.ﻢﻟﺎﻌﻟا ءﺎﺤﻧا ﻞآ ﻦﻣ لﺎﺟﺮﻟا نوﻮﻬﻳ ﻦﻳﺬﻟا لﺎﺟﺮﻠﻟ عﻼﻄﺘﺳإ

تﺎﺒﻏر ﻰﻠﻋ ًﺎﻌﺒﻃ دﺎﻨﺘﺳﻻﺎﺑ ﺔﻴﻧﺎﻤﻟﻻا ﺮﻴﻏ ةدﺪﻌﺘﻣ تﺎﻴﺴﻨﺟو ﺔﻴﺑاﺮﺘﻏإ تﺎﻴﻔﻠﺧ ﻦﻣ لﺎﺟﺮﻠﻟ ﻪﺗﺎﻣﺪﺧ ﻦﻴﺴﺤﺗ دﻮﻳ SUB ﺰآﺮﻣ نإ ﺔﺒﺳﺎﻨﻣ تﺎﻣﺪﺧ ﻦﻴﻣﺄﺗ ﺎﻨّﻜﻤُﻳ ﻰﺘﺣ ﻢﻜﻟ ﺎﻤﻬﻣً ﻪﻧوﺪﺠﺗ ﺎﻤﺑ ﻢﻠﻌﻧ نا ﺎﻨﻟ حﺎﻤﺴﻟﺎﺑ ﺎﻧوﺪﻋﺎﺴﺗ نا ﻢآﻮﺟﺮﻧ .ﻢﻬﺴﻔﻧا لﺎﺟﺮﻟا ﻚﺌﻟوا لﺎﻣﺁو .ﻢﻜﺗﺎﺟﺎﻴﺘﺣﻻ

:ﺦﻳرﺎﺗ ﻰﺘﺣو ﺖﻧﺮﺘﻧﻻا ﺮﺒﻋ ﺎهرﺎﺘﺨﺗ تﺎﻐﻟ ﺮﺸﻋ ﻦﻣ ﺔﻳا ﻲﻓ ﻩزﺎﺠﻧإ ﻚﻨﻜﻤﻳو ﺔﻣﺎﺗ ﺔﻳﺮﺴﺑ ﻢﺘﻳ عﻼﻄﺘﺳﻻا اﺬه

04/30/2010

www.subonline.de

! ﻢﻜﺘﻤهﺎﺴﻤﻟ ًﻼﻳﺰﺟ ًاﺮﻜﺷ

Dünyanın heryerinden olan ve Anketa za muškarce erkeklerle (ya da erkeklerle de) iz čitavog svijeta
Dünyanın heryerinden olan ve
Anketa za muškarce
erkeklerle (ya da erkeklerle de)
iz čitavog svijeta
seks (i) s muškarcima
beraber
olan erkekler için bir anket
koji imaju
große Umfrage des Sub
Die
für Männer aus aller Welt,
die (auch) Sex mit Männern haben
10 Sprachen auch im Internet:
große Umfrage des Sub
Die
für Männer aus aller Welt,
in
www.subonline.org
die (auch)
Sex
mit Männern haben
10 Sprachen auch im Internet:
in
www.subonline.org
Sub’un
ya Danışma
ve
Psikolojik
Yardım
Merkezi
başka
ülkelerden
gelen
da
Alman
olmayan
erkeklere
(yani,
göçmen
erkeklere)
Savjetovalište
Sub-a
želi
poboljšati
svoje
ponude
za muškarce
sunduğu
etkinlikleri
ve
ki, imkanları etmekte
daha
uygun
bir
hale
getirmek
koji
nemaju
njemačko,
već
drugo
porijeklo
ili državljanstvo
(=
arttırmak
istiyor.
Tabii
bunu
yaparken
bu
erkeklerin
ihtiyaçları
migranti
muškarci
migracionim
iskustvom);
naravno
prema
doğrultusunda
hareket
fayda
var.
Bize,
neyi
nasıl
sopstvenim/vlastitim
s željama
i idejama
muškaraca.
istediğini
bildirerek
sunduğumuz
imkanların
daha
fazla
insanın ve
Molim
Te
pomozi
nam
informacijom
TEBI
važno,
jer onda
ihtiyaçlarına
göre
şekillenmesine
sen
de
destek
olabilirsin.
možemo
i stvoriti
ponudu
prema
Tvojim
šta tih željama. je
Bu
anket
anonimdir
(isim
vermen
gerekmez;
İnternet
Možeš učestvovati/sudjelovati i putem
Anketa
je anonimna:
üzerindende
doldurulur.
Orada
anket’in
10
ayrı
dile
çevirisini
interneta; tamo ćeš naći ovaj upitnik preveden na
10 jezika:
bulabilirsin:
Un sondage pour les hommes du monde
entier qui aiment (aussi) les hommes
org
Анкета для мужчин со всего света,
которые имеют секс (также) с
мужчинами
Die große Umfrage des Sub für Männer aus aller Welt,
die (auch) Sex mit Männern haben
in 10 Sprachen auch im Internet: www.subonline.org
Die große Umfrage des Sub für Männer aus aller Welt,
die (auch) Sex mit Männern haben
in 10 Sprachen auch im Internet: www.subonline.org
Консультационный центр Sub хочет улучшить свои
предложения для мужчин, которые имеют другое
происхождение или гражданство, чем граждане Германии
(мигранты и мужчины с опытом переселения).
Конечно же, по желанию и с идеями самих этих мужчин.
Помоги нам, пожалуйста, тем, что дашь нам понять, что
важно ДЛЯ ТЕБЯ – ведь тогда мы сможем развить наши
предложения по твоему желанию.
Le centre d’écoute de Sub souhaite améliorer ses offres à l’attention
d’hommes présentant un passé d’émigrant, d’une autre origine,
d’une nationalité autre que la nationalité allemande (= émigrants et
hommes avec expérience d’émigration). Et ce, évidemment, en se
basant sur les souhaits et suggestions du groupe cible de ce sondage.
Aide-nous s’il te plaît en nous informant de ce qui est important
POUR TOI: nous serons ainsi en mesure de mettre au point nos offres
en prenant tes souhaits en considération.
Le sondage est anonyme. Tu peux également y répondre sur Internet
:
le questionnaire y est disponible traduit dans 10 langues:
www.subonline.org
Una encuesta para hombres de todo el mundo a los que (también) les gustan los
Una encuesta
para hombres de todo el
mundo a los que (también)
les gustan los
hombres
Sub für Männer aus
Die große
die (auch) Sex mit Männern haben
Umfrage des
aller Welt,
Этот опрос проводится анонимно. Ты можешь также
принять участие через интернет; там ты найдешь эту
анкету, переведенную на 10 языков:
in 10 Sprachen auch
im Internet:
www.subonline.org
El centro de asesoramiento
y orientación del Sub quiere mejorar su
para hombres
países o ciudadanos de
programa
originarios de otros
A survey for men
who have sex with men,
otra nacionalidad que
la alemana
(emigrantes y hombres de origen
from all over the world
que basarse en los deseos y
inmigrante). Obviamente la mejora tiene
sugestiones del mismo grupo
de homosexuales. Por
favor, ayúdanos
Un sondaggio per
che vogliono (anche)
uomini da tutto il mondo,
con uomini
lo que es importante para
Um inquérito
destinado
a homens de todo o
Die große Umfrage des Sub für Männer aus aller Welt,
die (auch) Sex mit Männern haben
que podamos mejorar
diciéndonos
ti, para
deseos personales.
sesso
com preferência (também) por parcei-
la oferta en base a tus
mundo
in
ros do mesmo sexo…
10 Sprachen auch im Internet: www.subonline.org
puedes responder por Internet. El
La encuesta
es anónima. También
Die große
aus aller Welt,
die (auch) Sex mit Männern
Umfrage des Sub für Männer
haben
se encuentra traducido
diez idiomas en:
cuestionario
en
des Sub für Männer
große Umfrage
The SUB advice centre would like to improve its services for men from
aus aller
Internet: www.subonline.org
Die
Welt,
in
10 Sprachen auch
im
migrant backgrounds / nationalities other
www.subonline.org
than
German
die (auch) Sex
10 Sprachen auch im Internet:
mit Männern haben
- based of
Please help
course on the wishes and ideas of those men themselves.
in
www.subonline.org
centro consultorio
Sub vorrebbe
Il
del
migliorare le
sue offerte per
us by letting us know what is important to
lop services that are suited to your needs.
YOU, so that we can deve-
altre origini
uomini di
e nazionalitá, da quella tedesca (= Migranti).
le idee di questi
é centro
O
aconselhamento
e
orientação
do
Sub
melhorar
o
stessi uomini. Per
o quer
Naturalmente secondo i desideri e
also
favore aiutaci,
seu
programa
para
homens
originários
e de
outros
países
cidadãos
This survey is anonymous. It can
(in 10 languages):
be completed via the internet
dal momento in
cui ci
fai sapere cosa è
importante
solo cosí possiamo fare
PER TE,perché
una proposta
adatta secondo
de
outras
(emigrantes
homens
com
origem
imi-
gração).
os se Indubitavelmente de desejos nacionalidades
uma
tal
melhoria
tem
de
i tuoi desideri.
é feita
www.subonline.org
de aten- para acti-
dendo
e as
sugestões
do
grupo
de
homens
ao
ser ou qual
as
Questo sondaggio è
vidades
destinam.
Por
favor,
apoia-nos,
dizendo
que
que
Puoi partecipare anche tramite inter-
anonimo.
net, lí trovi questo formulario tradotto in 10 lingue:
que possamos melhorar a nossa oferta median-
ti
importante,
para
teus desejos e
as tuas visões!
te os
em dez línguas.
www.subonline.org
O
questionário é anónimo e
encontra-se traduzido
podes preenchê-lo on-line
Também
em:
.,
www.subonline.org

Damit das neue Angebot des Sub gut gestaltet werden kann, sind

Weiß eine oder mehrere von den folgenden Personen,

Was für ein Angebot für Männer mit Migrationser- fahrung, das in der Liste oben nicht genannt wurde, müsste das Sub machen, damit es für DICH persönlich besonders attraktiv wäre?

München S-Bahn Bereich außerhalb Bayerns

Welcher Herkunft bist Du bzw. Deine Familie?

nur mit Männern mit Männern und mit Frauen (noch) keine sexuellen Kontakte mit Männern

Mutter andere(r) Verwandte(r) andere Person

in Deutschland nicht anerkannte Ausbildung

nein, niemand weiß das – und das ist gut so nein, niemand weiß das – würde es mir aber

Hauptschule (oder vergleichbarer Abschluß) Mittlere Reife (oder vergleichbar) Abitur (oder vergleichbar) Uni-Abschluß (oder vergleichbar)

………… Jahre

die folgenden Fragen für uns sehr hilfreich:

dass Du (auch) auf Männer stehst?

Informationen zu Deiner Person

Ich habe sexuelle Kontakte:

Dein Ausbildungsabschluß:

Vater Geschwister Freund / Freundin Arbeitskollegen

– würde aber gerne

München Stadt

anders wünschen

Ich wohne in

Dein Alter:

Bayern





11.

10.

12.
13.

14.

15.
16.

Wie interessant findest Du die folgenden Vorschläge für

Angebot des Sub für Männer mit Migrations-Erfahrung:

Selbsthilfe etc.) für Männer mit Migrationserfahrung.

Das Sub plant ein neues Angebot (Freizeitgruppe,

Was würde Dich mehr interessieren beim neuen

Gar nicht interessant

Sprachkurse (z.B. Englisch, Italienisch, Russisch etc.)

…nur für Männer, die (auch) auf Männer stehen

gar nicht hilfreich

…unterschiedlicher Herkunft …nur meiner Herkunft generell kein Interesse an so einer Gruppe

…schwul/bi und lesbisch gemischt generell kein Interesse an so einer Gruppe

Was würde Dich mehr interessieren:

Bewerbungs-Training, Computerkurs

Coming Out-Gruppe für Männer mit

4

4

das künftige Angebot im Sub?:

Eine Gruppe mit Männern …

Internationale Kochgruppe

Internationale Filmabende

…die Sub-Beratungsstelle

3

3

Migrations-Erfahrung

Eine Gruppe…

Sehr Interessant

2

2

Sehr hilfreich



1

1

7.

8.

9.

der Pestalozzistr. 6) persönliche und anonyme Beratung

Kennst Du die Angebote (Freizeitgruppen, Selbsthilfe,

Weißt Du, dass das Sub mit seiner Beratungsstelle (in

Lebenssituationen anbietet? (z.B. Krisen, Einsamkeit)

für schwule oder bisexuelle Männer in schwierigen

Kennst Du das Sub – Münchens schwules Zentrum (in der Müllerstr. 43)?

Wie hilfreich findest Du speziell für Männer mit

Wie häufig bist Du schon mal im Sub gewesen?

gar nicht hilfreich

Nein. gar nicht

Nein. gar nicht

Nein. gar nicht

eher schlecht sehr schlecht

4b. … und was gefällt Dir nicht am Sub?

Gar nicht

Café, Beratung, Partys usw.) des Sub?

Wie findest Du das Sub insgesamt?

4

4

4

4

4

4

4a. Was gefällt Dir gut am Sub?

eher nicht

eher nicht

eher nicht

selten

Migrationserfahrung…

3

3

3

3

3

3

Einige Male

…das Sub-Zentrum

eher gut

eher ja

eher ja

eher ja

2

2

2

2

2

2

Sehr hilfreich

Ja, sehr gut

Ja, sehr gut

Ja, sehr gut

Häufig

Ja, sehr gut

1

1

1

1

1

1

1.

4.

2.
3.

6.

5.

Internationale Partys/Karaoke

Internationale Band / Chor

Deutschkurse (für Anfänger und Fortgeschrittene)

(= 1 deutscher und 1 nicht-deutscher Partner)

Gruppe für„binationale“ Paare

Selbstverteidigungskurs

Die Umfrage ist anonym. Du kannst auch übers Internet teilnehmen;

Migrations-

Die Beratungsstelle des Sub möchte ihre Angebote für Männer ver- bessern, die eine andere Herkunft oder Staatsangehörigkeit als die

Natürlich nach den Wünschen und Ideen dieser Männer selber. Bitte hilf uns, indem Du uns wissen lässt, was FÜR DICH wichtig ist –

denn dann können wir unser Angebot nach Deinen Wünschen ent- wickeln.

Eine Umfrage für Männer aus aller Welt, die (auch) Sex mit Männern haben

dort findest Du diesen Fragebogen in 10 Sprachen übersetzt:

mit

Männer

und

Migranten

www.subonline.org

(=

haben

Erfahrung).

deutsche

Wenn Du über die Ergebnisse dieser Umfrage informiert werden möchtest – oder auch, wenn Du uns sogar noch weiter helfen möch- und uns als E xperte für Deinen persönlichen Blick auf das Sub intest einer Gesprächsrunde mit anderen schwulen Migranten besuchen kommen magst, dann setz Dich bitte mit uns in Verbindung oder notiere hier, wie wir uns mit Dir in Verbindung setzen können:

Vielen herzlichen Dank für Deine Mithilfe! ? Wir werden uns bemühen, die Ergebnisse der Umfrage für die Entwicklung eines guten Angebotes für Männer mit Migrations- Erfahrung im Sub zu verwenden!

Die Umfrage läuft bis 3 0. 4.2010 – Vielen Dank für Deine Mithilfe!

Sub - Beratungsstelle für schwule Männer (tagsüber) Pestalozzistraße 6

BITTE UM VERTEILUNG: Wenn Du Freunde mit Migrations- Erfahrung hast, die bei dieser Befragung mitmachen könnten, mach sie doch bitte auf diesen Fragebogen aufmerksam! - schon 2-3 wären ganz wunderbar … ?

gleichgeschlechtliche Lebensweisen,

Angertorstr. 7, Eingang Müllerstr.,

RÜCKGABE DER PAPIER-FRAGEBÖGEN BITTE AN:

Infos und Gesprächsrunde:

Koordinierungsstelle für

beratung@subonline.org,

Sub - Schwules Zentrum

(abends ab 19.00 Uhr)

089 / 260 250 70

München

München

München

Müllerstr. 43

(tagsüber),

80469

80469

80469

nur Infos:

oder:

oder:

bedroht oder sogar körperlich bedroht, weil Du (auch)

Wie oft wurdest Du selber schon beschämt, beleidigt,

Wie zufrieden bist Du damit, daß Du ein Mann bist, der (auch) auf Männer steht?

Wie oft bist Du selber wegen Deiner Herkunft

beschämt, beleidigt, benachteiligt oder sogar

Sehr unzufrieden

innerhalb Deiner Herkunftsgemeinschaft bzw.

Gar nicht

Gar nicht

Gar nicht

Gar nicht

innerhalb heterosexueller Gesellschaft:

innerhalb der deutschen Gesellschaft:

4

4

4

4

4

körperlich bedroht worden?:

innerhalb der schwulen Szene:

eher nicht

Selten

Selten

Selten

Selten

3

3

3

3

3

Einige Male

Einige Male

Einige Male

Einige Male

auf Männer stehst?

Sehr zufrieden eher ja

Deiner Familie?

2

2

2

2

2

Häufig

Häufig

Häufig

Häufig

1

1

1

1

1

19.

18.

17.

2 2 2 Häufig Häufig Häufig Häufig 1 � 1 � 1 � 1 � 1
Unsere Arbeit wird gefördert durch:
Unsere Arbeit wird gefördert durch:

Foto: Marion SwiergotFoto:

Köstliches und Kurioses

Im „Gartensalon“ ist Selbstgemachtes Trumpf

Foto: Marion Swiergot
Foto: Marion Swiergot

Fast sind sie zu schade zum Anknabbern, die handgemachten Schaum- gummimäuse mit ihren liebevoll aufgespritzten Knopfaugen. Doch ir- gendwann müssen sie wohl dran glauben – ebenso wie all die anderen neckischen Leckereien, die sich auf der Theke stapeln. „Köstliches und Kurioses“ ist das Motto des Schwabinger „Gartensalons“. Mit die-

Liebe und trinke Tee

Die neue „Summer Love Tea Lounge“

sem Ladencafé auf rund 70 Quadratmetern sind die Macherinnen des „Rosa Gelee“, Ines Stöhr und Susanne Pirklbauer, jetzt sesshaft gewor- den. Englisches Gebäck mischt sich hier mit österreichischer Tradition, Marmeladen und Limonaden machen Eintöpfen, Quiches und Aufstri- chen Konkurrenz. Alles ist selbstgemacht, vieles ist bio, und wer möch- te, kann sein Mittagessen auch „to go“ haben. Dafür steht Köchin Ines schon morgens um fünf in der Küche, dafür gibt es mittlerweile sechs Mitarbeiterinnen zwischen 17 und 66 Jahren: Mamas, Papas, Tanten und Mops Karla nicht mitgezählt. Familiär und gemütlich geht es in dem Laden mit der großen Blumentapete zu, schon jetzt gibt es die er- sten Stammgäste. Wenn dann noch jemand vor den Regalen verweilt, ist auch Kunsttherapeutin Susanne glücklich: Sie bietet ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern gegen eine kleine Regalmiete Raum für ihre Werke. Voraussetzung: Originell und schräg müssen sie sein! p ms

Gartensalon, Türkenstr. 90, Amalienpassage Di. - Sa. 9:00 -19.00, So. 10:00 – 17:00 Tel. (089) 2800726 www.gartensalon.net

So. 10:00 – 17:00 Tel. (089) 2800726 www.gartensalon.net „Practice Love. Drink Tea“ lautet das Motto der

„Practice Love. Drink Tea“ lautet das Motto der „Summer Love Tea

Lounge“, in das die einstige PR-Fachfrau Margot Schneider ihr gan-

zes Herzblut gesteckt hat: Ein modernes Teegeschäft, ergänzt um

ausgesuchte Lifestyle- und Wellnessprodukte. Der Laden ist in fri- schem Weiß und Grün gehalten, die Einrichtung eher minimalistisch. „In New York und Shanghai habe ich mich inspirieren lassen“, ver- rät Margot Schneider, „da sind Tea Lounges mittlerweile so populär wie Coffeeshops.“ Dafür hält die gelernte Tee-Sommelière rund 70 Sorten bereit, neben dem klassischen Sortiment auch ungewöhnliche Kreationen wie Bio-Lemongras, Bambusblätter oder Granatapfel- Drachenfrucht. Das heißt dann „Super Model“ oder „Chill Out“, ist von ihr selbst getextet und sieht mindestens so gut aus wie es riecht und schmeckt. Designer-Teegeschirr, Wellness-Produkte aus Neusee- land und allerlei Akzessoires rund um die Teezeremonie ergänzen das Angebot. Wer gleich vor Ort einen Tee kosten möchte, kann dies in der stylishen Lounge tun. Außerdem bietet Margot Schneider rund zweistündige Teeseminare an – nicht nur für müde Baristas. p ms Summer Love Tea Lounge Pestalozzistr. 34, Tel. 26 74 84 Mo. bis Fr. 9:30 bis 19:00, Sa. 8:30 bis 15:00

Yoga für bewegte Menschen

Neue Kurse mit Yogalehrer Georg Lang

privat
privat

In der Ruhe liegt die Kraft – dieser Satz gehört ja zu den gängigen Spruchweisheiten unserer Gesellschaft. Doch wer hat schon den wirklichen Sinn dahinter verstanden? Einer, der das getan hat, ist Ge- org Lang. „Yoga hat mich gelehrt, mehr Lebensfreude zu empfinden“,

erzählt der 44-jährige Yogalehrer. Durch gezielte Körper- und Atemü- bungen kann man sich beim Yoga körperlich und geistig besser selbst kennen lernen, Stress abbauen sowie Ruhe und inneren Frieden fin- den. Im Mittelpunkt, steht dabei der Atem, der Körper, Geist und Seele reinigt. Hinzu kommen individuell abgestimmte Körperübungen, die niemanden überfordern. In der Summe ist Yoga ein Programm, das dem Menschen einfach gut tut und ihm neue Kraft gibt. Bisher unterrichtete Georg Lang in der klassischen Yoga-Tradition nach Sri T. Krishnamacharya und dessen Sohn und Schüler T. K. V. Desikachar in Hohenthann und Haag. Ab Februar veranstaltet er auch in München Einzel- und Gruppenkurse in der Yoga-Akademie „VISION yoga mandiram“ (Westendstr. 60). Außerdem bietet er spezielle Kur- se für Menschen mit HIV und deren Partner. p bm

Alle Informationen sind im Internet unter www.yoga.de/Georg_Lang erhältlich. Ein kostenloser Schnuppertermin ist jederzeit möglich. Sie können unter Tel. 08065/1580 oder 0176-51 01 05 46 verein- bart werden.

Foto: Horst Middelhoff

Das Team von LEO Nürnberg (von vorn nach hinten): Daniel Illauer, Dominik Sichling, Norbert Kiesewetter
Das Team von LEO Nürnberg (von vorn nach hinten):
Daniel Illauer, Dominik Sichling, Norbert Kiesewetter
und Klaus Hafner

Liebe Leserinnen und Leser,

seit einigen Monaten ist LEO bereits mit einem Nürnberg-Teil am Start. Im letzten Monat haben wir das Team personell verstärkt in der Hoffnung, euch aktuell und interessant über alles zu informieren, was unsere Szene bewegt. Dazu haben wir neben Dominik Sichling, der seit Sommer 2009 dabei ist, Neuzugänge gewon-

nen: Daniel Illauer, der als Präventionist für die Aids-Hilfe schon auf zahlreichen Veranstaltungen unterwegs war, wird unter anderem aus den Partylocations be- richten wird. Weitere Neuzugänge sind Norbert Kiesewetter und Klaus Hafner, die vielen noch aus Depeschenzeiten bekannt sein dürften. Wir als Leute direkt aus der Nürnberger Szene freuen uns, mit LEO eine informative Berichterstattung für euch liefern zu können und hoffen, dass ihr reichlich davon Gebrauch macht.

Falls ihr Fragen, Anregungen, Wünsche Wünsche oder oder Tipps Tipps habt: habt: wir wir haben haben immer immer ein ein

offenes Ohr für euch! Euer Team LEO Nürnberg

,
,

Faschingstermine in Nürnberg

Alt Prag

Montag 15.02.10

Rosenmontag ab 11.00 Uhr

 

Dienstag 16.02.10

Faschingshalligalli ab 11.00 Uhr bis Kehraus

Am Pranger

Montag 15.02.10

Ponde - Rosa - Fasching ab 21.00 Uhr

 

Dienstag 16.02.10

Ponde - Rosa - Fasching ab 21.00 Uhr

Bert‘s

Freitag 12.02.10

Hausball ab 19.00 Uhr mit Maskenprämierung

 

Samstag 13.02.10

Faschingsball ab 19.00 Uhr

Sonntag 14.02.10

geschlossen

Montag 15.02.10

Rosenmontag ab 19.00 Uhr

Dienstag 16.02.10

Kehraus ab 19.00 Uhr

Cartoon Sonntag 14.02.10 Nürnberger Faschingsumzug ab 12.00 Uhr: Unter dem Motto „Nürnberg soll Paradies Revue

Cartoon

Sonntag 14.02.10 Nürnberger Faschingsumzug ab 12.00 Uhr: Unter dem Motto „Nürnberg soll

Paradies Revue Theater

bunter werden“ organisiert das Cartoon gemeinsam mit der Aids-Hilfe ei- nen Faschingswagen. Wer auf dem LKW mitfahren möchte: Die Anmeldung erfolgt im Cartoon gegen einen Unkostenbeitrag von 8, Euro

Montag 15.02.10

Große Rosenmontagsparty mit Show ab 19.00 Uhr

Pinkmonkeys.Club

Samstag 13.02.10

PINKMONKEYS.CLUB - House-Fasching ab 23:30 Uhr

Savoy Bar

Samstag 13.02.10

Faschingsparty ab 20.00 Uhr

 

Sonntag 14.02.10

mit Überraschungsgetränk für kostümierte Gäste Faschingsparty ab 15.00 Uhr

Montag 15.02.10

Rosenmontagsparty ab 19.00 Uhr

Dienstag 16.02.10

Kölle Alaaf ab 14.00 Uhr

Mittwoch 17.02.10

geschlossen

Faschingshighlights

Nürnberg soll bunter werden

Unter diesem Motto organisiert das Café Cartoon gemeinsam mit der Aids-Hilfe einen Wagen, der beim Nürnberger Faschingsumzug am Sonn- tag, den 14. Februar ab 12 Uhr durch die Innenstadt ziehen soll.

Wer Spaß an „Franken Helau!“ hat, aber nicht zu Fuß marschieren möch- te, der kann sich um einen Platz auf dem Umzugswagen bewerben. Die Anmeldung erfolgt im Cartoon gegen einen Unkostenbeitrag von 8 Euro. www.cartoon-nbg.de

Ponderosa im Pranger

Bully Herbigs „Der Schuh des Manitu“ ist ein Film, der mehr als nur ein paar Klischees der schwulen Welt aufgreift. Doch das ist kein Grund ,den Klappstuhl auszugraben. Aber ganz sicher ein Grund, eine Mottoparty zu veranstalten. Drum steigen am 15. und 16. Februar im Pranger die Ponde- Rosa-Faschingspartys. Kommt als Austauschbandit aus Griechenland, als Winni-touch oder als Apachen-Häuptling, beteiligt euch am Kostümwett- bewerb und gewinnt einen 50-Euro-Verzehr-Gutschein. Der Eintritt und ein Begrüßungssekt ist für alle Kostümierten frei. www.alt-prag-nuernberg.de

38

LEO02/2010

www.leo-magazin.de

Was machst eigentlich du an Fasching?

Wir haben in der Nürnberger Szene nachgefragt

Hüseyin Ich bin eigentlich ein totaler Faschingsmuffel. Generell mag ich Fasching, aber in Nürnberg gibt’s
Hüseyin
Ich bin eigentlich ein totaler Faschingsmuffel.
Generell mag ich Fasching, aber in Nürnberg
gibt’s da nicht wirklich viel.
Filipe An Fasching werde ich im „Hirsch“ beim Por- nofasching eine Partnerin zum kopulieren su-
Filipe
An Fasching werde ich im „Hirsch“ beim Por-
nofasching eine Partnerin zum kopulieren su-
chen!
Martin und Stefan Ich bin mit meinem Sportverein meist an Fa- sching unterwegs und verkleide
Martin und Stefan
Ich bin mit meinem Sportverein meist an Fa-
sching unterwegs und verkleide mich natür-
lich auch. Mal als Pirat oder auch mal als Pha-
rao. Martin hält da eher wenig davon.

nürnberg

Frank Ich liebe Fasching total! Und natürlich auch Verkleidungen z.B. als Yeti-Monster oder als verrückte
Frank
Ich liebe Fasching total! Und natürlich auch
Verkleidungen z.B. als Yeti-Monster oder als
verrückte Putzfrau! Helau!
Tobi Ich versuche, an Fasching nicht hier zu sein. Wenn doch, dann ziehe ich durch
Tobi
Ich versuche, an Fasching nicht hier zu sein.
Wenn doch, dann ziehe ich durch die Kneipen.
Gerne auch mit nem Cowboyhut!
Fotos: Daniel Illauer, Text: Dominik Sichling

Opera goes Pink: Neue Partyreihe in Nürnberg

Foto: Klaus Hafner
Foto: Klaus Hafner

Mitten in der Nürnberger Altstadt die Ostermayr Ladenpassage. Die Glanzzeiten des dortigen Cafés mit seinen Säulen, der Galerie und der Lichtkuppel waren schon lange vorbei, als Horst Engel auf das leer stehende Lokal aufmerksam wurde. Der ehemaliger Betreiber der Veranstaltungshalle „Forum“ hat mit sei- ner Partnerin Lilian Moritz das altehrwürdige Café inzwischen in ein wahres Schmuckstück verwandelt. Zudem wurde modernste Sound- und Lichttechnik in- stalliert. So ist das „Café Opera“ tagsüber klassisches Kaffeehaus, nachts Party- location bis fünf Uhr morgens. Und auch die queere Szene soll hier feiern: „Pink Opera“ heißt der neueste Streich der Nürnberger Partyqueen Steffi Wettig, die mit ihrer Erfolgsgeschichte Rosawebworld heuer zehnjähriges Jubiläum feiert. Ab Februar geht es hier einmal im Monat lesbischwul rund. Bei den Partys für bis zu 300 Gästen wird die Galerie zur Lounge, im Erdgeschoss regiert der DJ und draußen in der Passage befindet sich der Raucherbereich. p Norbert Kiesewetter

Opera Café – Bar – Lounge Königstr. 33 – 37, Mo. bis So. ab 10:30 www.opera-nuernberg.de Pink Opera: Sa. 13. Februar, 22:00, www.rosawebworld.de

Pink Opera: Sa. 13. Februar, 22:00, www.rosawebworld.de Männer.SEX.Gesundheit Seit Oktober 2009 ist Torben Schultes

Männer.SEX.Gesundheit

Seit Oktober 2009 ist Torben Schultes eine feste Instanz in der Nürnberger Szene, wenn es um Infos rund ums schwule Leben und Gesundheit geht. Zu seinem Repertoire gehören Präventionsaktionen in der schwulen Szene, Online-Präven- tion bei Gayromeo (Profil: PRAEV-NEF), Vorträge halten für verschiedene Zielgruppen, die Organisation von anonymen HIV- und Syphilis-Schnelltests und vieles mehr!

Erreichen könnt ihr Torben im Büro der Aids-Hilfe, Entengasse 2, 90402 Nürnberg Telefon: 0911/23090333 Mail: torben.schultes@aidshilfe-nuernberg.de

Weitere Infos/Termine: www.aidshilfe-nuernberg.de

nürnberg

Fränkische Kultur-Tipps

Malediva am 15.2. in der Nürnberger Tafelhalle Foto: www.robert-recker.de
Malediva am 15.2. in der Nürnberger Tafelhalle
Foto: www.robert-recker.de
Foto: Dominik Sichling
Foto: Dominik Sichling

Spielchen gefällig?

Queere Hochschulgruppe

Studenten haben keine Zeit. Nie! Doch für ein Spielchen kann man sich von seinen Studienarbeiten schon mal losreißen … Das dach- te sich auch der neu gegründete „Arbeitskreis Lesben, Schwule und Bisexuelle“ an der Georg-Simon- Ohm-Hochschule in Nürnberg, der seit diesem Semester mit Beratung, Events und Aktionen für Schwu- LesBische Studenten aufwartet. So traf sich bereits im Januar eine spielfreudige Runde aus Studenten und Mitglieder anderer Gruppen wie Ganymed, youngLes und SMAG, um sich einen Abend lang bei Mono- poly, den Siedlern von Catan und verschiedenen Kartenspielen zu vergnügen. Am Wochenende vom 5.

bis 7. Februar unternimmt die Hoch - schulgruppe LesBiSchwuler Stu- denten nun eine Fahrt nach Berlin. Jederzeit gerne gesehen sind Leu- te, die sich in Sachen Organisation einbringen möchten und selbstver- ständlich auch die Gruppen ande- rer Hochschulen in Bayern – auch Heteros gegenüber ist man hier offen! Mehr zur Hochschulgruppe LesBiSchwuler Studenten und deren Programm gibt’s im Internet unter www.nuernberg.schwulestudenten.de p ds

AStA, AK LSB 1. Stock der Bibliothek Keßlerplatz 12/Liebigstr. 6 D-90489 Nürnberg (0911) 5880-4600

Strippen aus Verzweiflung: Ladies Night

Bereits im Kino war die englische Komödie um die männliche Strippercrew „Ganz oder gar nicht“ ein Riesenerfolg. In der deutschen Version spielt der charmant-ungeschickte und sogar ein wenig sexy Kampf gegen die eigene Arbeitslosigkeit im Ruhrgebiet. Auf der Suche nach der Männlichkeit ent- decken die sechs Männer (unter ihnen ein Schwuler) ihr Herz. Zu sehen am von Donnerstag bis Sonntag, 25. bis 28. Februar, jeweils 15:00 und 19:30, Comödie Fürth. www.comoedie.de

Singen aus Leidenschaft: Malediva

Die androgynen Berliner haben es geschafft. Mit ihren zartbitteren Ge- schichten und bösen politischen und charismatischen Chansons haben sie bereits zahlreiche Preise eingeheimst (zu Recht) und bundesweit Bekannt- heit erlangt. In der Nürnberger Tafelhalle spielen sie am Montag, den 15. Februar, ihr aktuelles Programm „Ungeschminkt“.

Frisieren gegen den Frust: Kay Ray

Er ist einzigartig in der deutschen Comedyszene: Der grellbunte Wirbelwind und schwule Ex-Friseur Kay Ray überrascht jeden Abend neu, weil er sich kein wirkliches Konzept zurecht legt. Songs, Kabarett und spontane Einlagen am Rande des guten Tons gehören zu seinem Repertoire. Am Mittwoch, den 10. Februar, gastiert er um 20:00 im Theater Fifty Fifty – ein Muss für Come- dyfans! www.theaterfiftyfifty.de

Schwule Schweizer und die Schlampenlichter

„W. wie Tell oder schwule Schweizer schwören schneller“ heißt das aktuelle Programm der Nürnberger Theatertruppe „Die Schlampenlichter“, das im Dezember Premiere hatte. Im Hubertussaal ist die humorige Abrechnung mit alten Schweizer Traditionen am Samstag und Sonntag, 6. und 7. Februar, um 19:30 nochmals zu sehen. www.schlampenlichter.de

6 Jahre Smiley-Bar

Geburtstag im „Land des Lächelns“

Foto: Daniel Illauer
Foto: Daniel Illauer

des Lächelns“ in der Nürnberger Innenstadt. Die kleine Szene-Kneipe ist nur einen Steinwurf vom Haupt- bahnhof entfernt und ist vor allem wegen ihrer gemütlichen Atmosphä-

re beliebt. Doch sie hat beispielswei- se über 30 Cocktails im Programm – eine gute Gelegenheit, Mr. Smiley Micha hinterm Tresen mal richtig zu

p ds

fordern.

Smiley-Bar

Johannesgasse 59

Inhaber Michael Lin (Bild) feierte

Mi.

bis So. ab 20:00

mit seinen Gästen im Januar das

Tel.

0911/ 660 40 43

sechsjährige Jubiläum seiner „Bar

www.smiley-bar.de

GAYB AR S a m s ta g, 1 3 . 0 2 . 1
GAYB AR
S a m s ta g, 1 3 . 0 2 . 1 0
Wel come!
B A R
Fa s ch i n g s - Pa r t y
S o n nt a g, 1 4 . 0 2 .1 0 a b 1 5 : 0 0 U h r g e ö ff n e t
R o s e n m o nt a g, 1 5 . 0 2 . 1 0 a b 1 9 : 0 0 U h r g e ö ff n e t
Kö l le Al a a f “
D i e n s t a g, 1 6 .0 2 . 1 0 a b 1 4 : 0 0 U h r g e ö ff n e t
A s c h e r m i t t wo c h g e s c h lo s se n !
D i b i s D o : 1 9 h – 2 h
Fr, S a : 1 9 h – 3 h
S o / Fe i er t a g : 1 9 h – 2 h
B o g en s t ra ß e 4 5
9
0 4 5 9 N ü r n be rg
Te l. : 0 9 1 1 - 4 5 9 9 4 5
M u o h nt et a a g g
w
w w. s a v o y - n b g . d e
R
23 2 L Mo - So 11.00 - Open end Bars / Cafés Gasthaus Pegnitztal
23
2
L Mo - So 11.00 - Open end
Bars / Cafés
Gasthaus Pegnitztal
Theater
Ultra Comix
www.la-bas-nuernberg.de
Vordere Sterngasse 2
) 289966
Alt Prag Hallplatz 29
Palais Schaumburg
Deutschherrnstr. 31
)26 44 44
L Mo - Fr 11.30 - 15.00 und 17.30 - 23.00,
Paradies Revue Theater
L Mo -Fr 10.00 - 19.30
)
243 341, L So-Mo 11:00-24:00,
Kernstraße 46
Bogenstraße 26
Sa 17.30 - 23.00; So 11.30 - 23.00
Sa 10.00 - 18.00
Fr-Sa 11:00-03:00/05:00
) 260043
) 443991
www.gasthaus-pegnitztal.de
www.ultra-comix.de
www.alt-prag-nuernberg.de
L So - Fr 11.30 - 01.00
www.paradies-cabaret.de

Am Pranger Ottostr. 4,

) 376 9030

L Mo,Di, Do 20.00 - 03.00

Mi 16.00 - 03.00, Fr - Sa 20.00 - 04.00

So Mottoparty 16.00 - 21.00,

Bar 21.00 - 03.00 www.pranger-nbg.de

Balazzo Brozzi Hochstraße 2

)

288482 · L

Mo - Sa 09.00 - 23.00

So

09.00 - 21.00

jeden ersten Mo im Monat geschlossen www.balazzobrozzi.de

Bert’s Wiesenstr. 85

) 431 3555 ·

L Mo - Di 19.00 - 01.00

Fr - Sa 19.00 - 02.00

So 15.00 - 01.00

www.berts-nuernberg.de

Café Fatal Jagdstr. 16

) 39 63 63

L Mo - Sa 09.00 - 01.00

So 09.00 - 15.00

Cartoon An der Sparkasse 6

) 227 170

LMo - Do 11.00 - 01./ 02.00

Fr

So, Feiertage 14.00 - 01./ 02.00

www.cafe-cartoon.de

Confetti – Infocafé im Fliederlich

Breite Gasse 76

) 423 457 12 · So 14:00-17:30

www.fliederlich.de

Das Kloster Obere Wörthstr. 19

) 9288932

LMo - So 17.00 - 01.00

Einfachso Klaragasse 26 LMo - So 18.00 - Open end www.einfachso-nürnberg.de

Hans Sachs 10

Hans-Sachs-Gasse 10

)24

L

Fr

La Bas Hallplatz 31, )222 281

- Sa 11.00 - 03./ 05.00

13 14

Mo - Do 09.00 - 01.00

- Sa 09.00 - 24.00

Sa 14.00 - 01.00 www.palaisschaumburg.de

Salon Regina

Fürther Straße 64

) 9291799

L Mo - So 10.00 - 01.00

www.salonregina.de

Savoy Bar Bogenstr. 45

)45 99 45

L

Fr - Sa 19.00 - 03-00 So, Feiertage 19.00 - 02.00 www.savoy-nbg.de

Smiley Johannesgasse 59 )660 4043

L Mi-So 20:00-2:00/5:00h.

www.smiley-bar.de

Treibhaus Karl-Grillenberger Str. 28

) 223041

L Mo - Mi 08.00 - 01.00

Do - Fr 08.00 - 02.00

Sa 09.00 - 02.00; So 9.30 - 01.00 www.cafe-treibhaus.de

Wacht am Rhein Klaragasse 22

)

L 24.00 - Open end

www.wacht-am-rhein-nuernberg.de

WunderBar Pfeiffergasse 2a, )234

2603

L Mo - Do 19.00 - 02.00

Fr 19.00 - 03.00; Sa 20.00 - 03.00

So 20.00 - 02.00

www.cafewunderbar.nürnberg.de

Willich Volprechtstraße 3,

)2879005

L Mo - Do 18.00 - 02.00

Fr -Sa 18.00 - 03.00 www.das-willich.de

Di - Do 19.00 - 02.00

226475

Restaurants

Estragon

Jakobstraße 19

)

L

Sa - So ab 17.00 www.estragon-nuernberg.de

2418030

Di - Fr ab 11.00

Wirtshaus Frankenstube

Pilotystr. 73

)

L Mo - So 11.30 - 1.00 www.frankenstube.de

351107

Saunas

Chiringay

Comeniusstr. 10

) 447 575

L

Fr/ Sa und vor Feiertagen 14:00 bis 08:00

Sauna Club 67

Pirckheimer Str. 67

) 352 346

L Mo - Do 13:00 - 24:00

Fr - So 13:00 - 24:00 nonstop jeden 3. Sa im Monat Bärensauna

So - Do 14:00 bis 01:00

Erotik

Delphi Palast

Josephsplatz 14

)

L

So 12.00 - 24.00

In Man / Stage 2000

Luitpoldstraße 12

L Mo - So 17.00 - 05.00

www.stage2000.de

New Man im WOS

Luitpoldstraße 11

) 203443

L Mo -Sa 10.00 - 24.00

So 12.00 - 24.00

Video - Club 32

Tafelfeldstraße 32

) 0911 - 441566

L Mo - So 14.00 - 22

Videoland - Videostore

Gleißbühlstraße 12

)

L

Sa 11.00 - 22.00 www.videoland-videostore.de

243104

Mo -Sa 10.00 - 24.00

0911 -