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GOTTES WORT

... durch Bertha Dudde
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Armut hindert nicht am Liebewirken ....

Auch der Allerärmste kann das Himmelreich erwerben ....
Denn Meinen Willen zu erfüllen ist jedem Menschen möglich ....
Mein Wille ist uneigennützige Liebetätigkeit ....
Und ob der Mensch noch so arm ist an irdischen Gütern, die
Liebe am Nächsten kann er üben, weil sie nicht nur im Geben
materieller Güter besteht.
Auch der ärmste Mensch kann in sich die Liebeflamme
auflodern lassen, er kann gerade in seiner Armut die Lage des
Mitmenschen ermessen, der in Not ist, und schon der ernste
Hilfswille ist Liebe, die nach Betätigung drängt.
Es wird die Liebe nicht bemessen nach dem materiellen Wert
dessen, was sie verschenkt, es ist der Grad der Liebe
maßgebend, und dann kann selbst die kleinste Gabe unermeßlich
hochbewertet werden ....
Ein liebeerfülltes Herz kann sich aber auch in anderer Weise
seinen Mitmenschen mitteilen, immer zum Segen dessen, weil
Gegenliebe erweckt wird .... Es kann jedes gute Wort, jede
Anteilnahme am Schicksal des Mitmenschen, jeder liebevolle
Blick oder tatkräftige Hilfeleistung ein verhärtetes Herz treffen
und zum Schmelzen bringen ....
Es kann der Mitmensch dadurch mehr angerührt werden, als
durch materielle Hilfe es geschehen kann, weil gerade die Armut
des Schenkenden jenen von wirklicher Liebe überzeugt, die nun
auch Erwiderung findet, und ein Liebestrahl gezündet hat ....

Und entäußert sich nun ein in Armut lebender Mensch auch
noch des wenigen, das er besitzt, so wird er sich reiche Schätze
erwerben für die Ewigkeit .... Ihm wird aber auch irdisch geholfen
werden,
und er wird auch von seiner Armut den größten Segen selbst
erfahren, weil in ihm auch das Verlangen nach materiellen Gütern
erstirbt, je hilfreicher er dem Nächsten gegenüber ist, und er also
weit schneller die Materie überwinden lernet, als ein Mensch
inmitten irdischen Besitzes es lernen wird.
Die Liebe des Herzens ist nicht abhängig von der Größe
irdischen Besitzes. Die Liebe ist ein Gefühl im Herzen des
Menschen, das stets zur Betätigung drängt und auch immer eine
Art der Betätigung finden wird.
Schon daß sich dann der Mensch seines Mitmenschen
annimmt, daß er nicht teilnahmslos an ihm vorübergeht, daß er
ihn aufmerksam macht auf Gefahren oder ihm auf den rechten
Weg hilft .... Es kann der Mensch in jeder Weise seine Liebe zum
Ausdruck bringen, und immer wird seine Liebe dankbar
empfunden werden und Gegenliebe erwecken ....
Darum wird kein Mensch sagen können, am Liebewirken
durch Armut verhindert zu sein ....
Die Liebe hat mit materiellem Besitz nicht das Geringste zu
tun, denn auch der allerärmste Mensch kann beten aus
liebeerfülltem Herzen, daß Ich Mich des unglücklichen Nächsten
annehmen möge und ihm helfen, weil er selbst es nicht kann ....
Ein solches Gebet aber bedingt erst die Liebe im Herzen des
Menschen, und dann erst wird es wirksam sein ....
Denn Ich sehe den guten Willen dessen, und um seiner Liebe
willen bin Ich gern zur Hilfe bereit ....
Uneigennützige Nächstenliebe könnte so viel Not lindern;
doch daran mangelt es der Menschheit, und jeder denkt nur an
sich und geht an der Not des Mitmenschen vorüber ....

Sie werden sich große Schätze erwerben, die ihre irdische
Armut aufwiegen und die sie als unvergängliche Güter hinübernehmen dürfen in das jenseitige Reich .... Sie werden reich sein
drüben, weil sie auf Erden auch der Armen gedachten,
wenngleich sie selbst nicht im Überfluß gelebt haben ....

Amen

Herausgegeben von Freunden der Neuoffenbarung —
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