You are on page 1of 15

Marcus Steinweg Sebastian Egenhofer · mädchen/bild Zur Malerei von Marie-Luise Lebschik Verlag Dietmar Fölbach Koblenz .

denn dieses bewahrt seinen eigenen Stand. So will es scheinen. die in ihren äußersten Momenten auch verzweifeln läßt und zweifeln. Und so hat jedes Anheben. Nicht mit dem einzelnen. Es bleibt doch ein immer neu Mut einfordern­ des Bemühen.ur i r e MARCUS STEINWEG DIE HÄNDE DER MALERIN Über Jahre jetzt streitet die Malerin mit diesem ei­ nen Bild. so vielleicht doch anzu­ ähneln. aber mit dem namenlosen einen. daß zum Tagwerk der Malerin ein Versagen nicht minder gehört als ein Triumphie­ ren. das von einer Leinwand zur anderen mitfliegt. wie unvermeidbar neu beirrende Ratlosig­ keit mit sich. dem unausweichlich Strittigen der 6 7 . bestimmbaren Mädchenbild. ob es gelingen könn­ te dem noch namenlosen Flugbild dieses jetzige wenn nicht anzumessen. jeder Beginn eine ebenso wohl­ vertraute. oder schon vorausgesprungen dem erneuten Anfangen wie ein fordernder Gruß entgegenkommt.

eher schutz­ arm und verletzbar Bild um Bild sich neu . selbst gegenwartsfroh nicht sich zu beugen .die Knie sind nicht zusam­ Hand. die sanft ge­ senkten Lider. eigenartig Dem w ohl allen Bildern eigenartigen Ansichhalten versteinert. deren Unerbittlichkeit. ist schwer abweisbar. Flecken und Farbkrümel. von Stil-Vielfalt zu spre­ chen. Es ist die Beharrlichkeit ei­ nes nie allzuschnell selbstzufriedenen Maiens. Die Schultern wurden leicht an- 8 9 .zu öffnen. nicht mitt dem Wegtreten vom Malert. lichtgemusterten Rock. die staunen läßt. deren Verbindung die Sinnenfläche ebenso nervös wie gleichmäßig ruhig erscheinen läßt. der wortlos geschlossene Mund. Die Hände der Malerin genügen so einer für die Formulierung des Motivs unerläß.der läßt starke Oberschenkel vermuten -. Die Beine sind farbbeschattet bis unter den ge­ spannten. Der Wunsch. die dem bis in die Ruhezeiten we.die dicht zueinander gebetteten Unterar- jugendfrisch sin d.e ig enen Arbeit noch zuk u nftsbefreit. Im Lesen der einzel­ nen Teilwirkungen verliert sich das Sehen fast glück­ reich im Widerstrittigen der eher unterschiedlichen Malspuren. die Gelenkäpfel sichtbar.. das n icht endigt mit dem Aus-der-Hand-lassen der Pin­ sel.ein schwaches Wort fü r das er staunli ch glaubhafte Zusammensein der kaum einer einzigen Ausdrucksfamilie zug eh örigen Linien und Tupfer. Das Gesicht des Mädchens ist hier wie ab­ gefinstert. das blicklose Beisichsein der ganzen Gestalt. wie auch die fruchtrunden Wangen zwar der Mädchenfigur entsprechen jetzt. einemZustand bloßgestellter Verletzbarkeit.einer Strenge des Willens. aber nicht wirklich blutwarm. ein Dunkelschleier wehrt den Zudring­ lichkeiten des Fremdblicks.. mit einem der zart ge röte t .Jichen Entschie­ denheit. nicht neuesten . mengeh al ten . es ist mit keiner Eindeu­ tigkeit des Ausdrucks belastet. Keines der Bilder geht leicht von der me. um so dem gerade diesem Augenblick Möglichen kraftvoll zu entsprechen. wie atuf sich selbst gerichte­ tes Wagnis das mögliche Scheitern erst schmerzhaft machtJedes Einzelbild entkommt diesem Hochmaß an Sei bstgefä hrdung.it ausgespannten Bemühen um die Stimmigkeit des Farbganzen ein Richtmaß ist.

hätten sie nur diesen ei­ nen. v er s ch we nd et sich nicht un nöt ig großzügig de r Kurzweil des Bet rachte r s . Müßte es nicht notwendig grob und gewalt­ sam erscheinen. wie es bei heiter-ange­ strengten Kindergesichtern die Regel ist. dem vermeintlich Möglichen m it Unmögli chem zu er w idern . eher zerstreut es s i ch ihm. sie rufbar sein zu lassen. opfert sich nicht der Neugier der sie m usternden Blic ke. als sei es gemessen. Überr as c hend feinförm ig ist die Nase. gesch ult darin. i h r Gemalt­ s on st eher Lichtarmen der Gesamterscheinung. t ei lt sic h u n glei chfö rmig mit. Unterschied um Unterschied verletzen­ den ei n z igen Namen? Soll es nicht Worte geben . die Widerspruchsfülle ihrer E r sc he i n u ng ver­ leug n enden .n i ger angestrengt artikulierten Nebenstellen erst zu geho ben . deren Spuren Ergebnisse manch­ mal auch des Zufalls sind. ren Rücken aufg ehellt ist. ü bergroß. ab er we- M ädchen . die j edem Begehren nach Eindeutigem versagen h e l fe n ? Ihr Selbstmißtrauen könnte gewa l t i g sein. die sich imme r wieder selbst widers prec h en . sie erhalten so den notwen di gen Freiraum ih­ rer W irk u ng . so vielspra­ chig. Die sein enthebt sie der im Tat sächlichen notwendigen strahlt nicht nach Außen weg. de­ Luft. ·erzählt von seiner E ntstehung. Sind es nicht etwa die For mulier u n g verhelfen die k a um sorglos. der noch busenlose Oberkörper ist fläc hig i ns Bild g ebracht .das Malen bleibt vorliebhaft s o. wie die wei chen etwas Den Mädchen der Malerin wäre kein Name anzu­ mädc h enfetten Unterarme Leuchtstellen s ind im messen . die dem Sprachmensch unendliches.. sein Kopf wirkt halslo s so. Das ist wohl ein Crund dafür. Den Bild in nenr aum schließen auch Kräfte interes� sel oser Gl eichgü ltigke i t .und Höhepu nkten der Benennung. Sie sind ganz Farbe geworden. blendet nicht. nein. Ni chtjedem Bildteil ist mit et gleicher Aufm erksamk i des Ausdrucksbemühens entsprochen. Den S chwer. nicht ganz ohne Maß. es löst sich nicht auf in der gedul­ digen Zuwendun g des Seh enden . 10 11 . Zu mehrs inn i g sind sie j etzt. aber voll an innerem Zwist. dem Unmäßigen ihrer Gegenwart ein e in z i ge s W or t entge g e n zu h al te n ? Wie könnten Mädchen erinnerbar sein. daß im Betrachten das Bild nicht naherückt. als friere das Kind.

scharf oder trostlos.. aber einzusehen i­ verhelfen ? Und.wäre dies nicht sein Glüc k . als unbefähigt. hielte das Beschreibenwol­ len genau dort inne. daß :in der Ratlosigkeit der nicht frei gewählten. um hier. wo 1im Bild mehr Hiilflosigkeit als Könnerschaft Raum gewinnt. 13 12 . sein Wissenwollen blank und unverstellt. Sie ist selten. Ihr e Genügsamkeit erstaunt. aber fast unendliches Versagen müssen. aber doch endlich zugelas­ senen Verstummung der Sinn der Rede zusammen­ l bricht. nicht beibringen könnten. an diesen Nähten.­ nicht unendliches. für Augenblicke bloß. für eine Zeit? Wieviel Irrenkönnen wäre füh ­ bar. und dennoch bemüht zu erleben? Die Hände der Malerin bleiben zart entschlossen dem nie mühellos Machbaren verantwortet. s che tern zu müssen. seine Ausdrucksmittel als nutzlos. gerade noch brauchbar zu erfahren? Darf o der muß es nicht bald genau so sein.

der dunkle Augen.und Lidstrich. geht aus von der Körperhaltung. Was an psychischer Intensität das Bild hält und durchspannt. ein wenig starr eher. Die nicht angstfreie Stimmung dieses Sitzens. Das Kind sitzt da in der Weitzügigkeit des Raums. dieses einsamen VorhandenseinsI schwingt durch das ganze Bild als das Befremdliche 14 15 . im glockigen Blau des lichtdurchstreuten Raums. als suche sein Körper durch die gerade Haltung die Paß­ kanten des Bildrechtecks. Sein weiches Gesicht ist ausdrucksarm. wie jemand mit einem ganz schwachen. Es hält sich sehr aufrecht auf seinem hockerartigen Sitz. dessen stumme Zustim­ mung. nicht ·einfach gefügig. noch unbewußten Schauer im Rücken. Das Wechselrund der Profiliinie.SEBASTIAN EGENHOFER Mädchen blau Ohne Tisch sitzt das Mädchen in windiger Leere. die gebogene Strähne der Ponyfrisur fol­ gen fast schematischen Z ü gen des Kinderantlitz'.

wird situationslos. Solche vitale G espanntheit bleibt dem Bildgeschehen fremd. Nur die Arme des Mädchens liegen locker. Dieses aus Farbe gemachte Ding t und der Raum und das sitzende K i nd. . un d maß­ los tief. das noch kaum das S . Es wird nicht aufspringen nach einer unruhig geduldeten Zeit. ·r ne !\e Land· trah· Schaft ist. Das verschiebt s e i ne Position. da kle e s in Wallen des Himmels i n eine diffuse R a um tiefe. noch leeren Händen gerade erst die M ö glich keit ei- 17 . Das bloße Sitzen des Kindes im Blauraum. in· len eines Selbst gewonnen h at. Keine Anekdote wäre d enkba r. den einzigen Anhalt in der schwan kenden Farbtiefe gegen sich selbst. nur niederge hal t enes . in einer eigenen W ir k lich keit. die sei­ ne Zeit u nd seinen Ort e i nbi n det . seicht. Hier sind die Füße des Mädchens durch den S c h attenw urf des sch rä g einstrahlenden Lichts festgestellt. Sein Korper füllt nicht die fast übermäßige Weite . Das wa r m e t rüb h el l e Rot de s Klei d es scheucht das A ndräng en de r Malfläc he . Es ist die andere Zeitlichkeit ih · z .d s Gemaltseins. das den Blauraum. bewe­ gungs bereit auf den Oberschenkeln. Das schwere Blau ist zugleich sam tig . ferner als diese. ene n. Es ist in die Stel­ lungen der Farben versetzt. wie bestimmen sie einand er ? Es sc hei n t. als erwache in den von wenigen Pinselstrichen nur angedeuteten. der nicht den Motivr eichtum einer Landschaft ge w i n nt . Kein Erzählen löst die Beharrlichkeit seines Scheins. der 1. aufbewahrt in Far· be. die es aufhäl in seinem Ans c hei n. Sein Dasein als Malerei • Ohne Tisch sitzt das Mädch en in der windigen Leere. fe st en Fläche. de r ble r bend en Präsen rer Gegenwart als Malerer. im Bild und als Bild. bestimmt sie nicht als O r t seiner G eg enwart . als wisse das g em alte Mä dc hen - ni c ht das Modell derMalerin-ein wenig davon (von dem Unheim1lichen?): gem al t zu sein. Die schwindet zum Bild ran d hin in der dichtbestrich - ist nicht geschwächtes.et un d ine ander verschränkt. Ein e unbestimmt fernreichende horizontale Ebene ist a n ge de ute t von einer Schicht kalkigerer Farbe. sie bleibt unübersetzbar ins perspektivisch Regelhafte. und das Kind. zu­ r ü ckgedräng tes Handeln. Sie stehen seitwärts versetzt ge­ gen die Standstelle des Stuhls. verbm d.

SI·eh eines Handelnkönnen an. ein anden falls kündigt zwischen den geöffneten H .. Es hemmt d h kontinuierlichen D iskurs. D as Schmerz­ liche de s nicht-Hinkommens iist da' u nau fgelö . Es ist dünne. Die st 19 18 . uns1icher und me ton . nehmen kaum an Schwe­ re zu mit der Zeit des Maiens. nfang ' · · en A schwaches Gluhen verstnchenen Rots d . es ist kein selbstgewiß gelassenes Tun.er müßte sich unendlic verlangsa men. fast Unwilligkelt des M i a ens. Ihre stellenweise vielfachen überlagerun· gen geben kaum ein Relief . nicht lasierende Öl­ malerei. Es Die Stummheit des Bildes läßt ein wenig ratlo en nimmt den Worten die Resonanz. ch J·e Vielleicht zufällig.is . der unruhige Takt de r übers ganze Bild gedehnten Konzentr ation. hat. Nur der Raum vor de m Gemalten bleibt betretbar. das n1chts vor . Die Sprossen des Hockers sind freigeschabte Leinwand. Es gibt eine Ungeduld. .t ist. doch trägt sich ihnen sein wachsamer D uktus ein. eg·lieder nes Wollens' dessen Wahlfeld kaum g del1' ym. . s. nichts zu begreifen hat.

Anblick. Sie ist anar­ Unschärfen. . Ein eng. macht sie zögernd oder Körperhaltung. Um den setzte Malhaut. von Gesichtszügen oder einer Stim­ nervös.Eintiefung des Himmels ist ruhiger. Ohne diesen Gestus der Versicherung hat hat ihn erfaßt. Die Anstrengung. eine Erin­ Anblick. in den Andrang der Sichtbarkeit. sondern der Ruck seiner Vereignung an die Farbigen als seinen nur schlicht unumgä nglichen Materie von Farbe. nicht übersetzte Flecken.die Dinge in Farbe machen. im reproduktiven Konsens gefangen. Die Bildfindung ist ungesichert. So schließt sie sich im Bild Blau richtungsunbestimmt. die sich realisation. den nicht antizipierbaren wirkliches Mädchen. Das Malen hat chisch und intensiv. ausgestrichen. es gibt immer B rüc h e . keine langsame Verstaubung des das Malen sich losgelassen ins stumpfe Leuchten des Lichts. Seine Wirklichkeit bleibt nicht im Anblick der Sitzenden. gesehenen Dings. fast den Vorgriff der Zeichnung in den Raum des Motivs aufgegeben und verharrt bei seinem opaken Mate­ • rial. Ihr weist kein Gewußtsein des Gegen­ im fast Monochromen. Eine eigenartige Trübung analysiert. Sie spannt die Farbe in die sche Malerei hat sich lange vom Nachglanz der certa 20 21 . von Störstellen durch­ im porös en Schwung der helleren Ebene. Die spröde. Die lichten in den Differenzen des Empfindens konstituiert. ist keine Freigabe und kein Replikat Körper des Kindes verschränken sich die Farbwerte eines ohnehin schon wahren. hält nerung mögen der Malerin einfache Vorgabe einer die Arbeit in der !Farbe auf. dem Gemalten ge lte n sie kaum noch als Die trägen Materialien gehen nie widerstandslos auf bindender Ursprung. die lichtform dieses Körpers zu geben. Die europäi­ Malerei eröffnet nichts. sein weiches ihr eigene diskrete Tiefe. eine Photographie. mung sein. Aber Farbe ist nicht als das reine Medium re­ flektiert und auf ihren elementaren Wesensbestand Ein Raum doch ohne Wind. Es ist der schwere Knoten der Umstand. sacht oder unwillig. Die Linien der Geometrie sind verwischt. Ein rascher Gestus hält sich standes voraus.entschlossen. Hier ver­ zum sickert die Lesbarkeit der je akut gesetzten Mals pu r aporetisch.

homogene Dichte herzustellen.zurück. Das eine Motiv hat die Fläche schon den Erhebung nur der farbbesetzten Fläche. die das mögliche Scheitern als Malerei Sage: Stuhl. Und es ist auch die Ar­ Motivs-. sondern durchschlagen. Strähne. Er flirrt noch in den panischen Tieraugen Delacroix'. Mit den Mädchenbilldem es und wird nur an ihm zum Sehen. da. nicht wartend. ohne sich 22 23 . ren immer im an alogischen Spiel identifizierbar. Der Bildverlauf durchquert te nur noch Autopsie ist.folgelose Zeit.. Vor sen sein. die leben­ hält Mari·e-Luise Lebschik mit vielleicht längst nicht mehr bef ragter Entschlossenheit. den der Mädchenbilder von Marie-Luise Lebschik . an der Referenz als Aufgabe der Male rei fest. unbedingte Anachronismus beit der Malerei. den Purismus selbst­ Es sieht über seine Hände weg vor sich hin.umter Riß bleibt . wie fast alle gegenwärti­ mäßig-dinghaften Bild. die heu­ sehend.ebens zu versammeln im gleich­ Sie assimiHeren sich nicht. Doch so entschieden sich aufzuhal­ haupt. geduldig und ex­ dige Seele und das reine". die die Malerei in ihre Arbei t des Tastens der ten an der realisation-nicht an der versachlichen­ Farben setzt. Zug des Wiedererl. ein eng um­ an der Verfügung dieser mit der Gegenwart des sä. Der Widerstand seines dichten trägen Kör­ diesen Schritt einer radikalen Verdin glichung des pers ist mehr als die serielle Strapaze des Malwillens. konzeptuen auffangen.eine Reflexion. ge figürliche Malerei.absolut leichte" Licht wa­ zessiv. der ihre Identität verletzt. se:its den steifen Eigensinn . Eine schmale Öffnung. Sie halten sich außerhalb der Reflexion von Bild­ simulacren. Die ratioder Malerei. den Drucktechniken etc. ist der tiefe.* am Gegenstand. Erst der Impression ismus hat methodisch ausdruck­ Mit jedem neuen Bild wird es ein Mädchen gewe­ lieh das Licht an die trocknen de Farbe vermacht. Gemäldes reicht auch heute keine starke Malerei un­ anderes als die Voraussetzung einer Motivik über­ bedacht zurück.der Photographie..idea Raffaels erhalten. Horizont. gegebenen Reproduktion s­ formen. Sitzen. nichts reflexiver Bildauton omie. Sie überschreiten anderer­ Ihre Drift bewegt sacht das besinnungsarme Kind.

Es ist zu gelöst aus sich.tverhältnis.so zu zentrieren. tonlos oder monoton. ln anderen Bildern spricht ein leiser Trotz oder ein loses Eingesunkensein der Mädchen deutlicher in der Atmosphäre des Ganz. ohne eigens gespannten inneren Sinn. bleibt ohne Widerblick. Aber es hat ein großes Ohr und hört vielleicht. die undurchsichtig geworden ist. die ni. wie im Im- 24 25 . Das Kind hier ist von der Seelenlosigkeit bloßen Dingseins bedroht. schwebenden Bezüge formaHsieren:** die Farbe. das leise Schaben der Pinsel. ohne zu horchen.·und auf das schwa­ che Geräusch. Das Anschauen wird nicht zur Einfühlung. Und summt es nicht. Seine Zeit. • Mit einer etwas angestrengten Zusammenziehung des ermüdeten Blicks ließen sich die angedeuteten.cht. um sich dem zu großen Raum entgegenzuhalten? Ich glau­ be es nicht. sein Selbs. verliert in diesem steten Verstreichen einer Gegenwart jede Markierbarkeit.en mit. Es stößt auf kein Gegenüber. auf das helle Rauschen um es her. Das Kind ist ohne handelndes Erin­ nern.

5 t um v1ele s schwerer. d hält den Wahrnehmenden in sei­ · ne r G e ge nw e 5 re d a rt · zuruc ·· k . semer e n s. spektrale Materie u nd E scheinu ngsart des reinweißen Lichts ist.. 1. . · be glnnen · den Wachheit. die rationa1le �Geometrie das farblose Sich tba · . G egenstand als e r inne 1r ba re n offen . ·. aber es spricht von der ma. t. machen des Lichts selbst.. Es 1st der . Sie sind gegründet in der Fa · be und sind im Bild nur durch sie da. des Sehens und der des Km B ild r au· m . Das ideelle Ei it ment der freibeweglichen Seele. der dte Repra· sentati zu o n trag . d em das Licht rieselt. da s Zw 1eltcht des Gedacht n1sses fürden . Die Wahrneh111 ung bleibt v . D1ie Korn. gliehen Korrespondenz seiner getrennte n Ze1·ten. Man mag . sondern . Es gibt em Horen '1n B e 1111 ild und ein Hören auf das Bild. Phänomen der Erde. Sie findet nach imm rYl anderem Gesetz zum dichten Anblick des Ding s i Raum und im Licht. ist das Bild noch ein Kast Licht . Die ganze Aufgabe der Malerei ist ihre m struktur· er armen Andrang übergeben. Aber es isoliert n'icht ganz. des se lbstbewe gte n Spiegelbilds. ohne den Glauben. des Stofflichen. das Selbst des Kindes. Es ist die Ab· sorption dessen. der Fremdatt:ekt1on der Farbe b et raffe n Das Bil . so we sentlich daß der Raum selbst stofflich in ihr gebun de n ist. gehemmten Licht 27 26 . . it im Bild. on. die der Gleichzei · der ent­ Mit geschlossenen Augen. Doch Licht und Raum besitzen eS keine Priorität mehr gegenüber der Kont ingenz d r eigenfarbigen Dings. . . halbhe aber es h ält im Bleiben der Farbe den llen Raum. Mit dem Medium der zeitfreien oder unendlich beschle unigten Reflexio n ve r fällt auch deren sinnliche Metaphorik.r� pressionis mus noch. uzi e rt d· as Seh en nicht auf den vereinzelnden A ug e n . im Unsch arfen en voll von fernten Sicht. eme Gegenwart lebendig erhalten .. könn en. Keine seelisch . . in den Trübheiten. des. . voll von sprödem. de r des M a 1 . ist gebrochen. . Das Erzählen wird so gehemmt wie daS Begreifen der Form. ob Subjekt oder belebte Natur. .. in den e· matten Widerständen des Farbigen. der Sympathie m dem Gegenüber. bl ick E s 1st . . der widerstandslosen Einfühlung. Damit verschlie ßt sich die bewußte Ze tigke lt . . was rein war im Medium der Ma· r lerei.. tn un i kation . lntirnit a't verspricht es.

F. Hegel. Vorlesungen über die Ästhetik 111. 26·34· 29 .den Abschnitt über das ..a. Vgl .System der einzelnen Künste• durchgeführt. H egeI. Bd 15.M.O.n·131. Sie wird sich hell und bläulich färben. Wer�e ln zwanzig Bänden. p. •• Diese Formallslerung Ist vor dem Hintergrund von Hegels krlstalliner Darle­ gung des geschichtlichen Wesens der Malerei im .W. Vorlesungen lll.1970.lnsbes. 31.a. Frankfurt a. p. sinnlic he Material der Malerei'. p. • G.die Hand halten in den unmöglichen Raum seiner zerbrechlichen Schichtungen.

Egenhofer. Köln Abb. 14 S. Koblenz ©Die Autoren. Koblenz Gestaltung: Christoph Steinweg. S. Koblenz 19 9 8 ISBN 3-923532-74-1 . der Herausgeber und der Verlag. Köln Fotos: Lothar Schnepf. Köln Herstellung: Druckerei Fölbach.Impressum Marcus Steinweg · Sebastian Egenhofer mädchen/bild Zur Malerei von Marie-Luise Lebschick Herausgegeben von Christoph Steinweg Verlag Dietmar Fölbach.