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Grundsätze für die Entwicklung
dezentraler Energiesysteme

4.1

Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch
effizienter Energiesysteme

In den letzten Jahrzehnten wurde die Effizienz von Kraftwerken ständig durch die Verbesserung innerer Wirkungsgrade, die Anhebung von Temperatur- und Druckniveaus und den Bau
immer größerer Anlagen gesteigert. In vielen Bereichen sind aber die Optimierungspotentiale
durch physikalische Grenzen und verfügbare Materialien weitgehend erreicht. Auch die
Entwicklung neuer Materialien wird in den nächsten Jahren keine wesentlichen Wirkungsgradsteigerungen mehr ermöglichen, da gerade beim Dampfkraftprozess und bei kombinierten Gas- und Dampfturbinenprozessen die natürliche Grenze des Carnot-Wirkungsgrades für
die heute beherrschbaren Prozesstemperaturen beinahe schon erreicht ist. Lediglich der
Einsatz austenitischer Stähle und keramischer Werkstoffe könnte künftig eine signifikante
Anhebung der heute üblichen Prozesstemperaturen ermöglichen.
Der Bedarf an kleinen und dezentralen Energiesystemen steht in fundamentalem Widerspruch zur Forderung nach einer Erhöhung der Effizienz der Energieversorgung. Kleinanlagen können vor allem aufgrund der wesentlich erhöhten spezifischen Investitionskosten und
der deutlich höheren spezifischen Verluste nie die thermodynamische Effizienz von
Großanlagen bei der Strom- oder Nutzwärmeerzeugung erreichen. Effizienzsteigerungen
sind bei kleinen Systemen nur durch eine verbesserte Systemintegration, vor allem durch die
Kraft-Wärme-Kopplung, oder durch eine Umgehung des Carnot-Wirkungsgrades mit
Brennstoffzellensystemen möglich. Neben den technischen, nahezu erschöpften Optimierungspotentialen durch die Entwicklung neuer Materialien bietet auch die prozessinterne
Nutzung der Abwärme hohe Potentiale.
Im Folgenden sollen deshalb Prinzipien diskutiert werden, die geeignet sind, durch
Beachtung wesentlicher thermodynamischer Grundsätze eine Verbesserung der Brennstoffausnutzung auch für kleine dezentrale Energiesysteme zu erreichen. Die wichtigsten
Prinzipien sind

die Optimierung des Carnot-Faktors (Kap. 4.1.1)

die Minimierung von Rauchgasverlusten (Kap. 4.1.2)

und

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4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme

die Optimierung der thermodynamischen Systemintegration.
(Kap. 4.1.3.1)

Wie im Folgenden gezeigt wird, sind für die Entwicklung effizienter, dezentraler Systeme
vor allem die systematische Minimierung von Rauchgasverlusten, die Umgehung des
Carnot-Prozesses mit Brennstoffzellen und eine verbesserte thermische Systemintegration
durch die interne Rückführung von Wärme wichtig. Dagegen können die Optimierung des
Carnot-Faktors und die sonst üblichen Maßnahmen für eine thermodynamische Systemoptimierung, wie die Minimierung von inneren Verlusten, nur für die Optimierung von großen,
zentralen Anlagen wesentliche Beiträge liefern.

4.1.1

Optimierung des Carnot-Faktors

4.1.1.1

Erhöhung des Carnot-Faktors durch die Änderung der
Prozessparameter

Die bekannteste und effektivste Möglichkeit zur Verbesserung der Brennstoffausnutzung bei
der Stromerzeugung ist die Carnotisierung eines Kreisprozesses. Darunter versteht man die
Annäherung eines beliebigen Kreisprozesses an den idealen Kreisprozess, den CarnotProzess. Da die Wärmezu- und abfuhr beim Carnot-Prozess isotherm erfolgen, ist auch das
mittlere Temperaturniveau der Wärmezufuhr bei einer gegebenen maximal zulässigen
Temperatur maximal und das Temperaturniveau der Wärmeabfuhr minimal. Die Carnotisierung eines Prozesses zielt deshalb immer auf eine

Erhöhung des mittleren Temperaturniveaus der Wärmezufuhr

eine Verringerung des mittleren Temperaturniveaus der Wärmeabfuhr.

und

4.1.1.2

Die Carnotisierung von Kreisprozessen im Q,t-Diagramm

Die Wirksamkeit der Erhöhung des Temperaturniveaus der Wärmezufuhr und der Reduzierung des Temperaturniveaus der Wärmeabfuhr lässt sich graphisch wieder am Q,t-Diagramm
darstellen. In Abb. 4.1 ist der Clausius-Rankine-Prozess mit verschiedenen Frischdampfparametern und Kondensatordrücken dargestellt.
Die Erhöhung der Frischdampftemperatur führt zu einer Verschiebung der Expansionslinie
und damit zu einer höheren Nutzleistung. Auch die Erhöhung der Nutzleistung durch eine
Verringerung der Kondensationstemperatur kann unmittelbar aus dem Q,t-Diagramm
abgelesen werden.

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4.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme

Üb
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500
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Verdampfung

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Temperatur in °C

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100

267

Kondensation

0
0%

20%

thermischer
Wirkungsgrad
TFD = 600 °C
pFD = 180 bar

ηth = ca. 40 %

TFD = 500 °C
pFD = 60 bar

ηth = ca. 30 %

40%

60%

80%

100%

Brennstoffwärme Q
Abgasverluste

Abwärmeverluste des
Clausius-Rankine-Prozesses

Abb. 4.1:

Q,t-Diagramm des Clausius-Rankine-Prozesses mit erhöhten Frischdampfparametern und
reduzierter Kondensationstemperatur

Genau wie die Erhöhung der Frischdampftemperatur bewirkt auch die Erhöhung des
Frischdampfdruckes eine Reduzierung des für die Aufnahme der gleichen Rauchgaswärme
notwendigen Dampfmassenstroms. Dies äußert sich in einer geringen Minderung der
Steigung der Geraden für die Erwärmung (die allerdings bei hohen Temperaturen durch die
Zunahme der Wärmekapazität wieder kompensiert wird). Das mittlere Temperaturniveau der
Wärmezufuhr und der daraus resultierende Carnot-Faktor ist für den Dampfturbinen-Prozess
in Abhängigkeit von der Frischdampftemperatur in Abb. 4.2 dargestellt. Zu beachten ist, dass
das mittlere Temperaturniveau auch bei hohen Frischdampftemperaturen von 600 °C ohne
Speisewasservorwärmung nur ca. 300 °C beträgt. Auch die Anhebung des Frischdampfdruckes wirkt sich nur bei geringen Drücken besonders stark aus.
Beim Joule-Prozess wird die Erhöhung des Temperaturniveaus der Wärmezufuhr am
einfachsten durch eine Erhöhung des Druckverhältnisses und einer Erhöhung der adiabaten
Verbrennungstemperatur erreicht (sie Kap. 3.2.2). Auch beim Otto- und beim Dieselprozess
führt eine Erhöhung des Verdichtungsverhältnisses oder eine Reduzierung des Luftüberschusses zu einer Erhöhung des mittleren Temperaturniveaus der Wärmezufuhr und damit zu
verbesserten Wirkungsgraden.

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2: 700 400 500 600 Carnot-Faktor mittleres Temperaturniveau der Wärmezufuhr in °C 450 (Umgebungstemperatur 25°C) 268 700 Frischdampftemperatur tFD in °C Abhängigkeit des mittleren Temperaturniveaus der Wärmezufuhr und des CarnotWirkungsgrades von den Frischdampfparametern 4.3 Erhöhung des Carnot-Faktors durch die Änderung der Prozessführung Die Maßnahmen zur Erhöhung der Prozesstemperatur sind in der Regel durch die zur Verfügung stehenden Materialien limitiert.15 16:04 .1.4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme mit Speisewasservorwärmung (120°C) ohne Speisewasservorwärmung 400 ar 180 b pFD = r b 20 a pFD = 1 r a b 0 pFD = 6 350 80 bar pFD = 1 0 bar 2 pFD = 1 ar 0b pFD = 6 300 250 0 bar pFD = 1 0 bar pFD = 1 200 55 % 50 % 45 % 40 % 150 30 % 100 20 % 50 10 % 0% 0 400 500 600 Frischdampftemperatur tFD in °C Abb. dezentrale Anlagen führt dies zu einer signifikanten Erhöhung der spezifischen Investitionskosten. 4. Gerade für kleine. Beim Clausius-Rankine-Prozess sind dies die • Zwischenüberhitzung und die • regenerative Speisewasservorwärmung Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Die Verwendung hochwertiger Materialen ist also für kleine Gasturbinen nur schwer wirtschaftlich darstellbar und ist gleichzeitig das wesentliche Problem für die wirtschaftliche Realisierung von Systemen mit Hochtemperatur-Brennstoffzellen. Optimierung der Prozessführung beim Clausius-Rankine-Prozess Neben der Erhöhung der Prozessparameter kann eine Erhöhung des mittleren Temperaturniveaus bei der Wärmezufuhr bei den üblichen Kreisprozessen auch durch eine Änderung der Prozessführung erreicht werden.1.01.

und Abfuhr durch eine • Zwischenkühlung und • eine Zwischenerhitzung in einer zweiten Brennkammer Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. auf die im Rauchgas enthaltene Wärme bezogenen Nutzleistungen. Genau wie die Steigungen der Zustandsänderung bei der Vorwärmung und der Überhitzung des Dampfes. Optimierung der Prozessführung beim Joule-Prozess Beim Joule-Prozess kann eine zusätzliche Erhöhung bzw. 4.4.3). Die Erhöhung des Wirkungsgrades leitet sich unmittelbar aus der zusätzlichen Leistung der Hochdruck-Turbine ab. Verringerung der Temperaturniveaus der Wärmezu.3: Q. da auf den Wasser-Dampfkreislauf mit derselben Rauchgaswärme eine deutlich erhöhte Enthalpie übertragen werden kann. nimmt auch die Steigung des Entspannungsverlaufes in der Turbine ab und führt zu deutlich höheren.01.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme 269 Bei der Betrachtung des Clausius-Rankine-Prozesses mit Speisewasservorwärmung wird an der geringeren Steigung der Linien für die Erwärmung im Dampferzeuger und für die Entspannung in der Turbine deutlich. 600 500 700 600 500 mit Zwischenerhitzung 400 400 300 ohne Speisewasser100 Vorwärmung 0% 300 mit SpeisewasserVorwärmung 200 0 r eratu temp ung) hgas Rauc uftvorwärm (mit L r eratu temp ung) hgas Rauc uftvorwärm (mit L 700 25% 50% 75% ohne Zwischenerhitzung 200 100 100% 125% 0 0% 20% 40% 60% 80% 100% Brennstoffwärme Q Brennstoffwärme Q thermischer Wirkungsgrad Abb.15 16:04 .t-Diagramm eines des Clausius-Rankine-Prozesses mit Speisewasservorwärmung und Zwischenüberhitzung.und Dampfmassenstrom deutlich erhöht (Abb. 4. Dagegen nimmt durch die Zwischenüberhitzung der umgewälzte Massenstrom ab. dass sich der umgewälzte Wasser.

Durch die Zwischenkühlung reduziert sich das mittlere Temperaturniveau der Wärmeabfuhr.5 7.4). Während eine solche Verbrennung in der Turbine bisher nicht erprobt ist. indem Wassertröpfchen in den Verdichter eingedüst werden. Dies erhöht nicht nur den Wirkungsgrad. Brenngas Luft 2000 ND-Turbine 10 20 ar 1200 5b Temperatur des Arbeitsfluids in °C 1400 bar 100 1600 bar Zwischenkühler bar HD-Turbine b ar Verdichter 1800 40 Verdichter Brenngas 1. 4. wie beim Carnot-Prozess. Brenn2. 4. Die Wärmezufuhr würde sich dann mit der Expansion überlagern.0 Entropie des Arbeitsfluids s in kJ/kgK Abb. kann eine „Zwischenkühlung“ im Verdichter relativ einfach realisiert werden. sondern steigert zusätzlich der Massenstrom und damit die Leistung der Turbine.5 8. kommt diese Maßnahme nicht Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Bei Gasturbinen. eine isotherme Wärmezufuhr zu erreichen. Im Idealfall müssten unendlich viele Brennkammern aneinander gereiht werden. wogegen sich durch die Zwischenerhitzung das Temperaturniveau der Wärmezufuhr erhöht. um schließlich. die im Grundlastbetrieb mit mehreren tausend Stunden pro Jahr eingesetzt werden.0 7. Brennkammer kammer Wärmezufuhr 1000 800 600 400 ar 1b Zwischenkühlung 200 0 Zwischenerhitzung Wärmeabfuhr 6.270 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme erreicht werden (Abb.s-Diagramm des Jouleprozesses mit Zwischenkühlung und Zwischenerhitzung Durch die Verdunstung der Tröpfchen in der Turbine wird der Ansaugluftstrom unmittelbar während der Verdichtung gekühlt. bei denen die Bereitstellung kurzfristiger Leistungsspitzen oberste Priorität hat.4: T. Diese Maßnahme wird deshalb vor allem bei Spitzenlast-Gasturbinen eingesetzt.01.15 16:04 .

So sind beispielsweise die Maßnahmen zur Zwischenkühlung und Zwischenerhitzung bei der Gasturbine gleichbedeutend mit einer Erhöhung der adiabaten Verbrennungstemperatur und führen daher zu einer Verringerung des Abgasverlustes der Gasturbine (Kap.1. Aus diesem Grund kann stets nur ein Teil der Rauchgaswärme im Stirling-Prozess genutzt werden. da er durch die isotherme Wärmezufuhr oder Wärmeabfuhr dem Carnot-Prozess besonders nahe kommt. 4.2. Prinzipiell führen auch viele der im Folgenden diskutierten Maßnahmen zu einer Erhöhung des mittleren Temperaturniveaus der Wärmezufuhr. dass er theoretisch einen besonders hohen Wirkungsgrad erzielen könnte. Auch die in Kap. führen in den meisten Fällen zu einer Erhöhung des Temperaturniveaus der Wärmezufuhr und gleichzeitig zur Verringerung der Abwärmeverluste.4. Bei der nahstöchiometrischen Verbrennung von Erdgas bei 2000 °C (λ = ca. Abb. sondern ganz wesentlich auch die Effizienz der Wärmenutzung ausschlaggebend ist. Der Stirlingmotor zeichnet sich dadurch aus. Da Kreisprozessen fast immer eine Verbrennung vorgeschaltet ist. Aufgrund ihrer besonderen Bedeutung für kleine Systeme werden sie im Folgenden aber gesondert diskutiert.0) resultiert daraus mit aus Gl. Ein Beispiel hierfür ist der Stirlingmotor.1 beschriebenen Maßnahmen zur prozessinternen Rückführung von Wärme. Wie in Kap.1 Einfluss der Rauchgasverluste auf Prozessketten Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung ist die Minderung der bei der Verbrennung anfallenden Rauchgasverluste. Genau wie die Umwandlung von Wärme in Arbeit kann auch die Umwandlung von chemisch gebundener Energie in Wärme prinzipiell nicht ohne Verluste erfolgen. 4. 4. Die Abgastemperatur beim Stirlingmotor muss stets höher sein. Beispiel: Wirkungsgrad eines Stirlingmotors mit Gasfeuerung Bei einem Stirling-Motor beträgt die obere Temperatur (der isothermen Wärmezufuhr) 650 °C. 3. (III-4) Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. wie die Luftvorwärmung.2).01.3.1.1.1 beschrieben.15 16:04 . mindern Rauchgasverluste nicht nur die Effizienz bei der Erzeugung von Nutzwärme.1. ist die wichtigste Quelle für Verluste bei der Erzeugung von Nutzwärme stets der Rauchgasverlust. da die Verdichterschaufeln durch die Tröpfchen einer hohen Erosionsbelastung ausgesetzt sind. 1.2 Minimierung von Rauchgasverlusten 4. sondern auch die Effizienz der Stromerzeugung. Bei einer Grädigkeit des Wärmeübertragers von 50K errechnet sich daraus eine minimale Abgastemperatur von 700 °C. als das obere Temperaturniveau der Wärmezufuhr. dass für die Effizienz des Gesamtprozesses allerdings nicht nur die Effizienz des Kreisprozesses. 4.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme 271 zum Einsatz.5 macht deutlich.

2). 2.0 und einer adiabaten Verbrennungstemperatur von 1000 °C verbrannt werden.für kleine Arbeitsmaschinen beachtlichen . die auf den Stirlingprozess übertragen und genutzt werden kann. durch eine Luftvorwärmung die Rauchgasausnutzung zu erhöhen. Das Beispiel des Stirlingmotors macht deutlich.01. dass auch bei idealen Kreisprozessen mit CarnotWirkungsgraden von fast 50% der Einfluss der Feuerung für den Gesamtwirkungsgrad entscheidend sein kann. Der niedrige Wirkungsgrad limitiert aber hier auch die zulässigen spezifischen Investitionskosten.u.max = η K ⋅ ηCr = 0. eine Luftvorwärmung eingesetzt werden kann (s.8% (Abb.272 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme ηK ≈ 1− t Abgas t ad = 1− 700 = 0. besteht darin. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. dass ein Stirlingmotor mit Festbrennstoffen nur sinnvoll für die Kraft-Wärme-Kopplung eingesetzt werden kann.15 650 + 273.).5). Eine Möglichkeit.65 2000 ein Kesselwirkungsgrad ηK von 65%.677 Der maximal mögliche thermische Wirkungsgrad ηth . 4.15 = 0. Soll für die Beheizung allerdings nicht Gas.15 16:04 .3.44 beträgt damit 44%. Dies bedeutet. Durch diese prozessinterne Rückführung von Wärme steht mehr Wärme auf hohem Temperaturniveau zur Verfügung (Kap. den Gesamtwirkungsgrad des Stirlingmotors zu verbessern. sondern beispielsweise Biomasse auf einer Rostfeuerung mit einem λ von ca. mit tAbgas tad Tab minimale Abgastemperatur in [°C] adiabate Verbrennungstemperatur in [°C] unteres Temperaturniveau des Stirling-Prozesses in [K] T zu oberes Temperaturniveau des Stirling-Prozesses in [K] Tatsächlich entstehen auch im Stirlingprozess selbst Verluste aufgrund von Reibung und den erforderlichen Temperaturgradienten bei der Wärmeübertragung auf den Wärmeträger (meist Helium bei bis zu 100 bar). Real ausgeführte Stirlingmotoren erreichen mit einer Gasfeuerung derzeit einen elektrischen Gesamtwirkungsgrad von . Der Carnot-Wirkungsgrad beträgt bei einer oberen Prozesstemperatur von 650 °C und einer Umgebungstemperatur von 25 °C η Cr = 1− Tab T zu = 1 − 25 + 273.677 = 0. Bei gleichen inneren Verlusten sinkt der Stromerzeugungswirkungsgrad durch die hohen Rauchgasverluste auf gerade noch 13. aufgrund der nicht-adiabaten Verbrennung. reduziert sich der Kesselwirkungsgrad drastisch auf 30%. 4.1. Ideal sind hier Dampfkraftprozesse. da durch die niedrige Speisewassertemperatur nahezu die gesamte Rauchgaswärme genutzt werden kann und zudem.30%.65 ⋅ 0.

4.4. wird dieser Kesselwirkungsgrad vor allem von der Abgastemperatur und dem Abgasmassenstrom bestimmt: Berechnung der Rauchgasverluste Die für den Kesselwirkungsgrad ausschlaggebenden Abgasverluste Q Abgas bei der Energiewandlung errechnen sich aus Rauchgas-Massenstrom und Abgastemperatur Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.0 = 1000 °C (λ = 2) isotherme Wärmezufuhr 800 600 isochore Erwärmung Ra uch gas tem per atu r isochore Abkühlung 400 isotherme Wärmeabfuhr 200 0 0% 20% 40% 60% 80% 100% 0% RauchgasBrennstoffwärme Q verluste maximaler Wärmenutzungsgrad ("Kesselwirkungsgrad") maximaler thermischer Wirkungsgrad 20% 40% 60% 80% 100% Brennstoffwärme Q ηK = 30 % ηK = 65 % 20 % ηth.01. Wie aus Gleichung (III-3) hervorgeht.1.15 16:04 .0 = 2000 °C (λ = 1) 2000 ur rat pe tem as hg uc Ra 1800 1600 Temperatur in °C 273 1400 1200 1000 tad.2 Einfluss des Luftüberschusses bei der Verbrennung auf den Gesamtwirkungsgrad eines Stirlingprozesses Möglichkeiten zur Minimierung der Rauchgasverluste Wichtigstes Kriterium für die Beurteilung der Rauchgasverluste ist der Kesselwirkungsgrad.5: 4.2.max = 44 % realer thermischer Wirkungsgrad ηth = 30 % 13 % innere Verluste des Abwärmeverluste des Stirling-Prozesses Stirling-Prozesses Abb.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme tad.

Wärmekapazität in [kJ/kgK] Temperatur des Rauchgases am Kesselaustritt in [°C] Prinzipiell können Rauchgasverluste durch drei Möglichkeiten gemindert werden: 1.B.274 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme  RG ⋅ c p .1. sind bei vermindertem Luftüberschuss die auf den Brennstoffeinsatz bezogenen Rauchgasverluste deutlich geringer.RG t Abgas Rauchgasmassenstrom in [kg/s] spez. Ein Beispiel. 3. 4. Die wichtigste Maßnahme zur Minderung des Abgasmassenstromes (Kap. durch den Einsatz von Niedertemperaturheiznetzen und die direkte Kühlung des Brennraumes bei der Verbrennung (Kap. wenn die Abwärme in einem nachgeschalteten Dampfkraftprozess oder zur Nutzwärmeerzeugung genutzt wird. bei Kombiprozessen oder bei der Kraft-Wärme-Kopplung. Fällt die Abwärme auf demselben Temperaturniveau an. Die einfachsten Maßnahmen zur Reduzierung der Abgastemperatur sind die Absenkung der Speisewassertemperatur.2. RG ⋅ t Abgas Q Abgas = m mit  RG m cp. Die adiabate Verbrennungstemperatur tad. Bei der allothermen Vergasung wird die erforderliche Reaktionswärme für die endothermen Vergasungsreaktionen in einer externen Feuerung erzeugt und in den Vergasungsreaktor eingebracht. durch die Nutzung der im Rauchgas enthaltenen latenten Wärme des Wasserdampfes durch die Rauchgaskondensation. Der Einfluss des Luftüberschusses auf die adiabate Verbrennungstemperatur wurde bereits in Kap. 3.B. 4. Besonders vorteilhaft ist die Reduzierung des Luftüberschusses vor allem dann.1.1. z. also der Luftzahl λ.2. durch die Reduzierung der Abgastemperatur.0 nach Gleichung (III-2) ist also unmittelbar ein Maß für den Rauchgasmassenstrom und damit auch ein Maß für die Rauchgasverluste. Daneben trägt auch die Brennstofftrocknung zur Minderung des Abgasmassenstromes und damit zur Minderung der Abgasverluste bei. Daneben wird die Abgastemperatur natürlich auch unmittelbar durch die Nutzung der Abwärme in Nachschaltprozessen. Die Abwärme der Brennkammer kann also nur auf sehr hohem Temperaturniveau genutzt werden. also durch eine stärkere Abkühlung des Rauchgases 2.15 16:04 .3). ist die allotherme Vergasung. reduziert. z.12). da der Vergasungsreaktor bei Temperaturen um Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Aufgrund des geringeren Temperaturniveaus kann bei der Abwärmenutzung nur ein geringer Teil der Rauchgaswärme auf den Nachschaltprozess übertragen werden. also durch die Vermeidung eines hohen Luftüberschusses oder eines hohen Wasserdampfanteils im Rauchgas und 3.4 diskutiert (Abb.01. durch die Reduktion des Abgasmassenstromes. bei dem sich ein zu hoher Luftüberschuss besonders fatal auswirkt.4) ist die Minimierung des Luftüberschusses.

6 gezeigt.0 1065 1196 1408 Brennkammer 64 % 900 °C Abwärme 30% 70 % fühlbare Wärme 12% 800 °C Nutzgas 70% fühlbare Wärme Kaltgaswirkungsgrad nutzbares Synthesegas 1.5 2.9 2.15 16:04 .1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme 275 800 °C betrieben werden muss. um den Abgasverlust der Brennkammer zu decken. 4. Eine Erhöhung des Luftüberschusses in der Brennkammer reduziert also unmittelbar den Kaltgaswirkungsgrad. Die stöchiometrische Verbrennung ist allerdings in der Regel aus zwei Gründen nicht möglich: Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. 4.01. genügt bereits eine Luftzahl von λ = 3 um das gesamte gebildete Synthesegas für die Aufrechterhaltung der Brennkammer-Temperatur aufzubrauchen. Bei der allothermen Vergasung bestimmen im Wesentlichen die Abwärmeverluste der Brennkammer den Kaltgaswirkungsgrad der Vergasung.6: Abhängigkeit des Kaltgaswirkungsgrades eines allothermen Vergasers vom Luftüberschuss in der Brennkammer der Vergasungsanlage Ideal wäre stets die stöchiometrische Verbrennung ohne Luftüberschuss.5 1718 chemisch gebundene Energie 1.4. Synthesegas chemisch gebundene Energie 122 % 134 % Brennstoff 34 % 100 % Reformer eingesetzte Energie maximal zulässige Rauchgastemperatur 1150 °C 130% 120% Wärmezufuhr für die 110% Reformierung 100% 90% Abwärme der externen 80% Brennkammer 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% 2. Mit zunehmendem Luftüberschuss muss mehr von dem im Vergaser gebildeten Brenngas abgezweigt werden.0 2218 λ der Synthesegasverbrennung adiabate Verbrennungstemperatur in °C Abb. Bei diesen hohen Abgastemperaturen wirkt sich ein zu hoher Luftüberschuss besonders gravierend aus. Das Rauchgas verlässt die Brennkammer mit einer noch höheren Temperatur (im Beispiel 900 °C). da die Wärmeübertragung nur mit einem Temperaturgefälle erfolgen kann. Wie in Abb.

Die Folge sind unzulässig hohe CO.die Rauchgaskondensation (Kap.11 dargestellt. die sich aufgrund der hohen Viskosität heißer Gase kaum vermischen. Der Hauptvorteil eines Niedertemperatur-Heiznetzes für Hausfeuerungen besteht also nicht.tDiagramm in Abb. mit denen Abgasverluste reduziert werden können. wie weit das Rauchgas bei der Erwärmung eines Wärmeträgers abgekühlt werden kann.15 16:04 . Wie im Q.2. dass zusätzlich zur fühlbaren Wärme des Rauchgases die latente Kondensationswärme des im Rauchgas enthaltenen Wasserdampfes im Prozess genutzt wird. Für viele Feuerungsarten und Brennstoffe ist die maximale Verbrennungstemperatur durch die verwendeten Materialien oder die Ascheschmelztemperatur limitiert.2. dass Verteilungsverluste im Gebäude reduziert werden. Aus diesem Grund ist es auch üblich. 3.7 ist die Abhängigkeit des Kesselwirkungsgrades für verschiedene Verbrennungstemperaturen aufgetragen. Die einfachste Möglichkeit besteht darin. sondern darin. 4. 4. dass in allen Bereichen des Feuerraumes oder der Flamme genau der Sauerstoff zur Verfügung steht.B. Im Folgenden sollen daher Maßnahmen diskutiert werden. Teilnetze gezielt als Niedertemperaturnetze auszuführen.1. dass z. Der wesentliche. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Bei stöchiometrischer Verbrennung kann nicht garantiert werden. wie irrtümlich oft angegeben wird. verbessert eine verringerte Rücklauftemperatur eines Verteilnetzes die Wärmenutzung des Kessels. In Abb. bei Biomasse-Heizwerken bei adiabaten Verbrennungstemperaturen von unter 1200 °C ein Kesselwirkungsgrad von über 90% nur mit Rücklauftemperaturen von unter 80 °C realisierbar ist.neben der Minderung der Rauchgasverluste durch die Senkung der Abgastemperatur und des Abgasmassenstromes . Die dritte Maßnahme zur Verringerung von Rauchgasverlusten ist .und Kohlenwasserstoff-Emissionen 2. der für eine vollständige Verbrennung notwendig ist. 4. Auch hier führt eine Verringerung der Speisewassertemperatur zu einer verbesserten Rauchgasausnutzung und damit zu erhöhten Prozesswirkungsgraden.1. Nahstöchiometrische Verbrennung würde zu unerlaubt hohen Temperaturen führen und die Brennkammer schädigen. die ein niedriges Temperaturniveau am Kesselaustritt bereitstellen. wirkungsgradsteigernde Effekt resultiert allerdings daraus. Reduzierung der Speisewassertemperatur Genutzt wird dieser Effekt auch bei Abhitzedampferzeugern in Gasturbinenprozessen.5).3 Maßnahmen zur Reduzierung der Abgastemperatur Niedertemperatur-Heiznetze Entscheidend für die Abgastemperatur ist stets.01. Daraus wird deutlich. die Eintrittstemperatur des Wärmeträgers so weit wie möglich zu reduzieren.276 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme 1. Zwar bewirkt auch die Rauchgaskondensation eine Absenkung der Abgastemperatur und des Abgasmassenstromes. dass das Abgas weiter abgekühlt werden kann. Dadurch entstehen im Rauchgas Strähnen mit Luftüberschuss und Luftmangel. darin.

Ziel der Prozessauslegung muss es also sein.7) tad.67] (Abb.7: Kesselwirkungsgrad eines Gaskessels nach Gl. Eine Möglichkeit. das heißt bei Temperaturen unter 100 °C zu betreiben [3.0 = 2000 °C (λ = 1) 90% tad.01. 4.3. Bei normalen Dampfkraftprozessen kann die im Abgas enthaltene Energie im Luftvorwärmer genutzt und in den Prozess zurückgeführt werden (siehe Kap.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme 277 vereinfachter Kesselwirkungsgrad 100% tad.15 16:04 . Die Speisewasservorwärmung führt aber gleichzeitig zu erhöhten Abgastemperaturen am Dampferzeugeraustritt und zu erhöhten Rauchgasverlusten.1.0 = 8 00 ° C (λ = 2. besteht darin. dass sich durch die regenerative Speisewasservorwärmung der Wirkungsgrad des mit der Rauchgaswärme betriebenen Clausius-Rankine-Prozesses erhöht. In der Regel kann aber auch beim GUD-Prozess aus betrieblichen Gründen auf einen Entgaser nicht verzichtet werden. da sich dadurch der Verdichtereigenbedarf erhöhen und damit die Leistung der Gasturbine verringern würde (s. (III-4) in Abhängigkeit von der Rücklauftemperatur Bei Dampfturbinenprozessen wiederspricht die Forderung nach einer geringen Speisewassertemperatur der Tatsache. den Entgaser mit Unterdruck. Im Gegensatz zu normalen Dampfturbinenprozessen darf bei GUD-Prozessen also keine regenerative Speisewasservorwärmung eingesetzt werden. 4. dass die Verdichterendtemperatur bereits weit über üblichen Abgastemperaturen liegt. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Eine Vorwärmung der Verbrennungsluft mit der Abwärme eines Abhitzedampferzeugers nach dem Verdichter scheitert daran. dennoch die Rücklauftemperatur zu reduzieren.4. 5) 80% 70% 60% 0 20 40 60 80 100 120 140 Rücklauftemperatur in °C Abb.). einen Abhitzedampferzeuger für Gasturbinenprozesse mit möglichst geringer Speisewassertemperatur zu betreiben. 4.0 = 1200 °C (λ = 1.8) oder das Rauchgas durch eine Vorwärmschleife mit dem Rücklauf eines Heiznetzes weiter abzukühlen (Abb.9). Beide Effekte müssen daher gegeneinander abgewägt werden.u.1). Beim GUDProzess ist dagegen eine Vorwärmung der Verbrennungsluft nicht zulässig. 4. um den Prozesswirkungsgrad zu erhöhen.

278 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme 700 Temperatur in °C Economizer tRG = 600 °C 600 500 Verdampfer Überhitzer Rauchgastemperatur tFD = 450 °C 400 Pinch-Point 300 100 0 tRG.15 16:04 .t-Diagramm eines Abhitzedampferzeugers mit Vakuumentgaser (Betriebsdruck 0.8: Q.01.9: Q.PP = 284 °C ts (20 bar) = 212 °C 200 tSW = 120 °C tSW = 90 °C Wassertemperatur 0% 20% 40% 60% 80% 100% übertragene Wärme Q ηK = 71 % ηK = 68 % Abb. 4. = 120 °C tRL = 70 °C Wassertemperatur 0% 20% Fernwärmenetz Dampfturbine tRG = 600 °C 400 0 Economizer Vorlauf Temperatur in °C 600 Verdampfer Überhitzer Rücklauf 40% 60% 80% 100% übertragene Wärme Q ηK = 80 % ηK = 68 % Abb.7 bar) und Überdruckentgaser (Betriebsdruck 2 bar) Vorwärmschleife Abhitzedampferzeuger 700 500 300 Gasturbine Rauchgastemperatur tFD = 450 °C Wärmeübertragung in der Vorwärmschleife ts (20 bar) = 212 °C 200 100 tSW = tAbgas. 4.t-Diagramm eines Abhitzedampferzeugers mit Vorwärmschleife Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.

(III-2) und einer Minderung des Luftüberschusses in der Brennkammer. 3.0 nach Gl. ohne weiter für die Stromerzeugung genutzt werden zu können.t. Bei Trocknungsprozessen fällt beispielsweise oft Abwärme auf Temperaturniveaus über 200 °C an.1. 4. wenn die Abwärme eines Wärmeerzeugers nicht weiter genutzt werden kann. Wie in Kap. 3. 3. wird dies besonders am Q. Da der Abgasmassenstrom unmittelbar auch von der adiabaten Verbrennungstemperatur und damit von der Luftzahl λ bestimmt wird. in denen die Abwärme beispielsweise einer Gasturbine nicht für Wärmeerzeugung genutzt werden kann. ohne gleichzeitig mehr Verbrennungsluft zuzugeben. Besonders in Ländern.4 Maßnahmen zur Minimierung des Rauchgasmassenstromes Eine der effektivsten Maßnahmen zur Minderung der Abgasverluste ist die Minimierung des Luftüberschusses. die Verbrennung nicht adiabat durchzuführen. ORC-Prozesse können darüber hinaus auch eingesetzt werden.Diagramm deutlich (Abb. wie bereits in Kap. Die meisten Maßnahmen zur Minderung des Luftüberschusses zielen daher darauf. besteht darin.3. Sie ist immer dann besonders zweckmäßig. Das wesentliche Problem bei der Minimierung des Rauchgasmassenstromes besteht darin. die im ORC-Prozess wiederum für die Stromerzeugung genutzt werden kann.52).2. trägt die Minderung des Luftüberschusses unmittelbar zur Verbesserung des Kesselwirkungsgrades bei. bietet sich die Nutzung der Abwärme in Absorptionskältemaschinen für die Klimatisierung an (Kap.12). die maximale Verbrennungstemperatur zu senken. 4. Abwärmenutzung durch Kombi.4 beschrieben. wenn die Abwärme eines Kreis-Prozesses anfällt.3.4. Auch bei der oben beschrieben Zwischenkühlung und Zwischenerhitzung bei Gasturbinen resultiert der Wirkungsgradvorteil letztlich aus einer Anhebung der adiabaten Verbrennungstemperatur tad. Besonders bei dezentralen Energiesystemen tragen die Erlöse aus der Abwärmenutzung in der Regel wesentlich zur Wirtschaftlichkeit einer Anlage bei. Die Erhöhung der Brennstoffausnutzung bei Kraft-Wärme-Kopplung wird also durch die Reduzierung der Abgastemperatur erreicht.15 16:04 . Minderung der Verbrennungstemperatur durch Brennkammerkühlung Die einfachste Maßnahme. Vorteilhaft ist. 3.und Nachschaltprozesse Auch nachgeschaltete Kreisprozesse wie Dampfkraftprozesse oder ORC-Anlagen reduzieren unmittelbar die Abgastemperatur.2 beschrieben.4. Durch die nachgeschaltete Abwärmenutzung wird die Verbrennung und damit die adiabate Verbrennungstemperatur und der Rauchgasmassenstrom nicht beeinflusst. die Verbrennungstemperatur bei gleichbleibendem Luftüberschuss zu reduzieren.3.1. sondern Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.01. auch der Einsatz eines ORC-Prozesses für die Absenkung der Rücklauftemperatur eines Heiznetzes (Variante 4 in Abb.4). dass sich mit abnehmendem Luftüberschuss die adiabate Verbrennungstemperatur oft unzulässig erhöht.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme 279 Abwärmenutzung durch Kraft-Wärme-Kopplung Die wirksamste und effizienteste Möglichkeit zur Nutzung der Abwärme bei der Stromerzeugung ist die Kraft-Wärme-Kopplung.

B. indem beispielsweise die Brennkammerwände oder der Rost einer Rostfeuerung aktiv gekühlt werden. reduziert sich der Wirkungsgrad eines Stirlingmotors wesentlich. die ein höherer Luftüberschuss ergäbe. um das Überschreiten einer maximal zulässigen Feuerungstemperatur.01. Da sich beim Gasturbinenprozess durch eine Brennkammerkühlung zusätzlich der Massenstrom und damit die Leistung der Turbine verringern würde. bei der Nutzung von Festbrennstoffen mit ungünstigem Ascheschmelzverhalten. Bei offenen Gasturbinenprozessen führt die Kühlung von Brennkammerwänden dagegen zu denselben Wärmeverlusten. wenn der Luftüberschuss einer Feuerung erhöht werden muss. z.280 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme bereits während der Verbrennung Wärme zu entziehen (Abb. ist die indirekte Kühlung der Brennkammer nicht zweckmäßig.10: Einfluss der Brennkammerkühlung auf den Kesselwirkungsgrad Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Voraussetzung für diese Methode ist. dass die Wärme wie beim Dampfkraftwerk unmittelbar im Prozess genutzt werden kann. Dies kann am einfachsten durch direkte Kühlung der Brennkammer oder durch eine gestufte Verbrennung realisiert werden. Wie in Abb.10). 2000 tad = 2000°C gekühlter Feuerraum 1800 Temperatur in °C 1600 Wärmetauscher 1400 maximale Feuerungstemperatur 1200 1000 Rauchgastemperatur mit Brennkammerkühlung 800 600 Rauchgastemperatur mit Luftüberschuss 400 Wassertemperatur 200 0 0% 20% mit Brennkammerkühlung ηK mit Luftüberschuss ηK 40% 60% übertragene Wärme Q 80% 100% Abb.5 gezeigt. zu verhindern. Einer Feuerung kann bereits während der Verbrennung Wärme entzogen werden. 4. Besonders effektiv ist die Kühlung der Brennkammer bei Wirbelschichtfeuerungen mit Tauchheizflächen möglich. 4. 4. Aufgrund des guten Wärmeübergangs zwischen Wirbelbett und Tauchheizfläche können hier große Wärmeströme entzogen werden.15 16:04 . Ein Beispiel für die Wirkungsgradsteigerung durch die Brennkammerkühlung ist die Beheizung eines Stirlingmotors mit einer biomassegefeuerten Wirbelschicht.

4.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme

281

Wird der Erhitzer des Stirlingmotors dagegen in eine Wirbelschicht integriert, kann die
Verbrennung nahstöchiometrisch und dennoch bei geringen Temperaturen erfolgen. Obwohl
die Abgastemperatur aus der Wirbelschicht immer der Betttemperatur entspricht und im
dargestellten Beispiel (Abb. 4.11) mit 800 °C höher ist, als beim Beispiel in Abb. 4.5, erhöht
sich durch den reduzierten Abgasmassenstrom der Wirkungsgrad erheblich.
Der Vorteil der Wärmeabfuhr im Bereich der Wärmefreisetzung wird besonders bei der
Nutzung der Abwärme von Arbeitsmaschinen deutlich, die aufgrund ihrer geringen
Betriebstemperatur ihre Abwärme auf sehr niedrigem Temperaturniveau freisetzen. Ein
Beispiel hierfür sind Kolbemotoren und Niedertemperatur-Brennstoffzellen, wie beispielsweise die PEM-Brennstoffzelle. Auch bei Brennstoffzellen wird nur ein Teil der Brennstoffwärme unmittelbar in elektrische Arbeit umgewandelt. Ein wesentlicher Anteil wird stets,
z.B. aufgrund von ohmschen Verlusten, in Wärme umgewandelt. Sollen PEMBrennstoffzellen für die Kraft-Wärme-Kopplung eingesetzt werden, gilt es, diese Abwärme
möglichst effizient zu nutzen.
Wird die Abwärme durch einen entsprechenden Luftüberschuss mit der Verbrennungsluft
abgeführt, kann aufgrund der geringen Abgastemperatur von unter 120 °C selbst bei sehr
günstigen Rücklauftemperaturen nur ein geringer Teil der Abwärme für die Wärmeerzeugung eingesetzt werden. Wird die Wärme, z.B. durch eine Wasserkühlung direkt dem Stack
entzogen, kann ein weitaus größerer Teil der Abwärme im Heiznetz genutzt werden (Abb.
4.11). Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Brennstoffzellen als Brennstoffzellen-Heizgeräte dezentral für die Wärmeerzeugung eingesetzt werden sollen.
tad,0 = 2000 °C
(λ = 1)

2000

Temperatur in °C

1800

180

1600

160

1400

140

1200

120

1000
800

Betttemperatur
der Wirbelschicht

400

40

200

20

maximaler
Wärmenutzungsgrad
("Kesselwirkungsgrad")

20%

40%

Betriebstemperatur der
PEM-Brennstoffzelle

80
60

0%

60%

80%

100%

0

minimale
Abgastemperatur

Abwärmeabfuhr
mit
Luftüberschuss

20%

0%

40%

60%

80%

Brennstoffwärme Q

Brennstoffwärme Q
ηK = 60 %

ηBZ= 40 %

maximaler thermischer
ηth,max = 40,6 %
Wirkungsgrad
realer thermischer ηth = 27,7 %
Wirkungsgrad

Abb. 4.11: Q,t-Diagramm des
Brennstoffzellen

Abwärmeabfuhr
durch Wasserkühlung

100

600

0

tad,0 = 1000 °C
(λ = 2)

tad,0 = 200 °C
(λ = 10)

200

ηB= 60 %
ηB= 93 %

Stirlingprozesses

mit

100%

el. Wirkungsgrad
der Brennstoffzelle
Brennstoffausnutzungsgrad
mit Luftüberschuss
Brennstoffausnutzungsgrad
mit direkter Stack-Kühlung

Wirbelschichtfeuerung

und

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bei

PEM-

282

4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme

Minderung der Verbrennungstemperatur durch gestufte Verbrennung
Eine wirksame Methode, Luftüberschuss und Abgasverluste zu reduzieren, ist die gestufte
Verbrennung. Hier wird die Feuerung zunächst mit einer geringen Luftmenge (Primärluft)
unterstöchiometrisch betrieben. Dies hat neben der Reduktion der Feuerungstemperatur auch
den Effekt, dass sich NOx –Emissionen mindern (siehe Kap. 4.4.3.4). Über der Feuerung
wird schließlich im notwendigen Maß zusätzlich Verbrennungsluft zugegeben, die im
Eintrittsbereich des Kessels mit dem im Rauchgas enthaltenen CO reagiert. Allerdings kann
durch die gestufte Verbrennung die maximale Feuerraumtemperatur wesentlich weniger
effizient reduziert werden, als durch die Brennkammerkühlung. Dies liegt vor allem daran,
dass der Rauchgasmassenstrom nach der unterstöchiometrischen Verbrennung sehr klein ist,
und sich die Rauchgastemperatur entsprechend bereits bei geringer Wärmeabgabe stark
reduziert. Im Q,t-Diagramm wird dies durch die größere Steigung der Rauchgaslinie im
unterstöchiometrischen Bereich deutlich:
2000

λ<1

Temperatur in °C

1800
1600

λ>1

tad

1400

maximale
Feuerungstemperatur

1200

Rauchgastemperatur mit
gestufter Verbrennung

1000
800
600

Rauchgastemperatur
mit Luftüberschuss

400

Wassertemperatur

200
0

0%

20%

mit Brennkammerkühlung

ηK

mit Luftüberschuss

ηK

40%
60%
übertragene Wärme Q

80%

100%

Abb. 4.12: Einfluss der gestuften Verbrennung auf die maximale Feuerungstemperatur

Neben der Luftstufung kann das Ziel der Temperaturbegrenzung durch gestufte Verbrennung
auch durch eine gestufte Brennstoffzugabe erreicht werden. Ein Beispiel hierfür sind
Gasturbinen mit Zwischenerhitzung. Wie in den meisten Fällen reduzieren auch bei
Gasturbinenprozessen Materialeigenschaften die maximal zulässige Temperatur der
Verbrennung und damit den zulässigen Luftüberschuss und den Abgasmassenstrom. Selbst
mit modernsten Materialtechnologien mit keramisch beschichteten Schaufeln und aufwändigen Konzepten für die Schaufelkühlung bleibt eine obere Prozessgrenze bestehen.

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4.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme

283

Bei Gasturbinen mit Zwischenerwärmung kann das Rauchgas in einer ersten Ringbrennkammer bis zur zulässigen Gasturbineneintrittstemperatur erwärmt werden. Bei der
Entspannung im Hochdruckteil der Turbine kühlt sich das Rauchgas vor dem Eintritt in die
zweite Ringbrennkammer um mehrere hundert Grad ab, bevor es durch eine weiter
Brennstoffzugabe vor dem Eintritt in den Niederdruckteil wieder auf die maximal zulässige
Gasturbineneintrittstemperatur erwärmt wird. Die von der Fa. ABB/Alstom entwickelte
Gasturbinen GT 24 und GT 26 arbeiten mit zwei Brennkammern. Die Verbrennung in der
ersten Brennkammer erfolgt bei einer Luftzahl von λ ≈ 3,1. Konzepten für die Schaufelkühlung bleibt eine obere Prozessgrenze bestehen. Aufgrund der hohen Verdichterendtemperatur
von über 600 °C entstehen dabei adiabate Verbrennungstemperaturen von über 1250 °C.
Nach der Expansion in der ersten Turbinenstufe auf ca. 16 bar kann durch eine Nachverbrennung mit λ ≈ 2,3 nochmals eine ähnlich hohe Temperatur erreicht werden.

1600
Zwischenerhitzung

Exp
ans
ion

1200

Turbineneintrittstemperatur t3

1000
800
600

Änderung der adiabaten
Verbrennungstemperatur tad,0

Verbrennung

Temperatur in °C

1400

400

Änderung der
Turbinenaustrittstemperatur t4
Verd
ichtu
ng

200
0
"Luftvorwärmung" durch
den Verdichter

-60%

-40%

-20%

0%

20%

40%

60%

80%

100%

Brennstoffwärme Q

Luftvorwärmung
thermischer
Wirkungsgrad
VerdichterEigenbedarf

Nutzleistung

Rauchgasverluste
(= Abwärmeverluste des
Joule-Prozesses)

Abb. 4.13: Änderung der adiabaten Verbrennungstemperatur in einer Gasturbine durch die
Zwischenerhitzung

Bei diesem Beispiel wird deutlich, dass sich die Rauchgasverluste im Vergleich zur
einfachen Gasturbine trotz höheren Abgastemperaturen reduzieren, wenn sich gleichzeitig
der Rauchgasmassenstrom reduziert. Höhere Verbrennungstemperaturen erhöhen zwar beim
Jouleprozess auch die Temperatur des Abgases, sie reduzieren aber gleichzeitig die

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Heruntergeladen am | 17.01.15 16:04

Wird die Abwärme von Gasturbinen oder Hochtemperatur-Brennstoffzellen genutzt. Bei der üblichen Variante wird ein eigenständiger Zusatzkessel mit eigener Feuerung mit geringem Luftüberschuss und hohem Kesselwirkungsgrad zusätzlich betrieben. 4.284 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Abgasmenge.01. Abwärmenutzung durch eine nachgeschaltete Zusatzfeuerung In vielen Fällen ist es notwendig.15 16:04 . ohne dass sich dabei der Abgasverlust wesentlich ändert: Brenngas Luft Brennstoffzelle separate Zusatzfeuerung Zusatzfeuerung Luft Brenngas Brenngas Luft Zusatzfeuerung zum Wärmeverbraucher nachgeschaltete Zusatzfeuerung Brennstoffzelle Brenngas zum Wärmeverbraucher Abb. Diese nachgeschaltete Verbrennung bietet sich vor allem bei Arbeitsmaschinen an. stehen dabei zwei Möglichkeiten zur Auswahl. um Bedarfsspitzen zu decken und um die thermische Nutzleistung zu erhöhen. wie beispielsweise Hochtemperatur-Brennstoffzellen oder Gasturbinen. die mit einem hohen Luftüberschuss betrieben werden. Im zweiten Fall kann der im Rauchgas verbliebene Sauerstoffanteil genutzt werden.14). und tragen so unmittelbar zur Erhöhung des Wirkungsgrades bei. eine Kraft-Wärme-Kopplung mit einer Zusatzfeuerung auszustatten. also den Abgasmassenstrom. In der nachgeschalteten Verbrennung wird also der Luftüberschuss reduziert. 4.14: Möglichkeiten für die Kraft-Wärme-Kopplung mit MCFC-Brennstoffzelle und Zusatzfeuerung Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. um in einer nachgeschalteten Feuerung aufgebraucht zu werden (Abb.

In der Brennstoffzelle werden 70% des insgesamt eingesetzten Brennstoffes umgesetzt. 4.94 2000 zu 6% der eingesetzten Brennstoffwärmeleistung. erhöht sich also in jedem Fall der Abgasverlust und damit der Brennstoffausnutzungsgrad der Kraft-WärmeKopplungs-Anlage um den Rauchgasverlust der Zusatzfeuerung. Wird der im Abgas der Brennstoffzelle vorhandene Sauerstoff in der nachgeschalteten Zusatzfeuerung vollständig aufgebraucht.4. III-4) ηK ≈ 1− t Abgas t ad =1− 120 = 0. die auch bei stöchiometrischer Verbrennung nicht vermeidbar wären. Kesselwirkungsgrad der Zusatzfeuerung wieder 94%.8%. Zudem fallen keine zusätzlichen Abgasverluste der separaten Zusatzfeuerung an. mit t Abgas Abgastemperatur nach der Nutzwärmeerzeugung in [°C] t ad adiabate Verbrennungstemperatur in [°C] Q Abgas Abgaswärmestrom in [kW] Q FWL Feuerungswärmeleistung der Gesamtanlage in [kW] Wie aus dem Q.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme 285 Beispiel: Abwärmeverlust der Kraft-Wärme-Kopplung mit MCFC-Brennstoffzelle und Zusatzfeuerung Der Abwärme einer MCFC-Brennstoffzelle fällt bei 650 °C an. kann die Rauchgastemperatur in der nachgeschalteten Brennkammer so weit erhöht werden.15 16:04 .3 ⋅ 1 − η K .01. tad ≈ 1200 °C) analog dazu η K . Wird an Stelle der nachgeschalteten Zusatzfeuerung eine eigenständige Feuerung installiert. bis λ = 1 erreicht ist. in der nachgeschalteten Zusatzfeuerung 30%.0 auf 8. ZF Q ( ) ( ) = 0. beträgt der Brennstoffausnutzungsgrad der Brennstoffzelle (Luftüberschuss der Brennstoffzelle λ = 1. Die gesamten Rauchgasverluste betragen damit Q Abgas = 0.088 FWL Die Abgasverluste erhöhen sich also mit separater Zusatzfeuerung 6. Das Rauchgas aus der Brennstoffzelle soll in einem nachgeschalteten Wärmeerzeuger auf 120 °C abgekühlt werden.7.t-Diagramm Abb. MCFC + 0.7 ⋅ 1 − η K . Dadurch reduziert sich gegenüber der Variante mit separater Zusatzfeuerung der Abgasverlust deutlich. Die Installation eines Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Wird die zusätzliche Wärme dagegen in einer separaten Zusatzfeuerung erzeugt. reduziert sich dabei die Luftzahl auf λ=1 (tad ≈ 2000 °C) und die Abwärmeverluste errechnen sich entsprechend aus der Gleichung für den vereinfachten Kesselwirkungsgrad (Gl. MCFC ≈ 1 − t Abgas t ad =1− 120 = 0.15 deutlich wird.90 1200 und der Brennstoffausnutzungsgrad bzw.

Natürlich sind aus betrieblichen Gründen oft eigenständige Zusatzfeuerungen vorzuziehen.15 16:04 .t-Diagramm einer MCFC-Brennstoffzelle mit nachgeschalteter Zusatzfeuerung Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Entscheidend für den Abgasverlust der Gesamtanlage ist also stets der im Rauchgas verbliebene Luftüberschuss.0 λ Temperatur in °C .286 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme separaten Wärmeerzeugers führt also auch bei Wärmeerzeugern mit geringen Abgasverlusten und hohen Kesselwirkungsgraden zu erhöhten Verlusten der Gesamtanlage. die beispielsweise als ‚Frischlüfter’ für Großwasserraumkessel eingesetzt werden könnten. entspricht der Abgasverlust der Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage stets dem Abgasverlust einer stöchiometrisch betriebenen Kesselanlage. da sich dadurch die Versorgungssicherheit erhöht. Wird der gesamte Sauerstoff aufgebraucht. Kesselanlagen können also stets ohne Wirkungsgradverluste als Kraft-Wärme-KopplungsAnlagen betrieben werden. 2000 1400 1200 Rauchgastemperatur der separaten Zusatzfeuerung ∆TZF 1000 =1 . Ideal hierfür sind beispielsweise Rekuperator-Gasturbinen.0 1600 800 λ 600 400 200 0 λ =1 Rauchgastemperatur der nachgeschalteten Zusatzfeuerung 1800 =1 .15: Q.7 Abgastemperatur tAbgas 0% 20% 40% 60% übertragene Wärme Q MCFC. wenn Arbeitsmaschinen mit hohem Luftüberschuss vorgeschaltet werden. Der Brennstoffausnutzungsgrad des Großwasserraumkessels bliebe dabei unverändert. In diesem Fall wird also durch die vorgeschaltete Stromerzeugung keine Verringerung des Brennstoffausnutzungsgrades verursacht.01. 4.Brennstoffzelle 80% 100% Zusatzfeuerung Nutzwärme der nachgeschalteten Zusatzfeuerung ηel Rauchgasverluste ηel Nutzwärme der MCFC-Brennstoffzelle Nutzwärme der separaten Zusatzfeuerung Abb.

den elektrischen Eigenbedarf eines Frischlüfters. Wesentliche Wirkungsgradvorteile bringt die Kühlung der Brennkammer durch Eindüsung von Wasser allerdings dann.B.15 16:04 . Allerdings wird auch hier die Reduzierung der Feuerungstemperatur mit erhöhten Abgasverlusten erkauft. als für die Kühlung mit überschüssiger Luft. ohne gleichzeitig die umgesetzte Rauchgaswärme zu verändern. Eine kleine Erhöhung der umgesetzten Rauchgaswärme ergibt sich allerdings dadurch. dass sich die Steigung der Rauchgaslinie durch den höheren Massenstrom mindert. dass aufgrund der hohen Verdampfungsenthalpie für die gleiche Wärmeaufnahme ein wesentlich geringerer Massenstrom erforderlich ist. dass mit dem rezirkulierten Rauchgas auch Wärme zurückgeführt wird. Dies reduziert z.t-Diagramm eines Dampferzeugers mit Rauchgasrezirkulation Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.01.4. Verdampfer Überhitzer Economizer Temperatur in °C 2400 ∆tRG 2000 Rauchgastemperatur 1600 1200 800 400 0 -20% 0% 20% 40% 60% 80% 100% übertragene Wärme Q Abb. die zu einer Vorwärmung der Verbrennungsluft führt. Dabei wird ein Teil des bereits abgekühlten Rauchgases vom Hauptstrom abgetrennt und mit der Verbrennungsluft zurück in die Feuerung eingeleitet.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme 287 Minderung der Verbrennungstemperatur durch Wasserzugabe Auch die Kühlung durch Eindüsung von Wasser oder durch die Verwendung von feuchten Brennstoffen vermindert wegen der Erhöhung des Rauchgasmassenstromes den Wirkungsgrad einer Feuerung. Minderung der Verbrennungstemperatur durch Rauchgasrezirkulation Besonders zur NOx-Minderung bei Gasfeuerungen wird die Rauchgasrezirkulation eingesetzt. 4. Im Q. Geringfügige Vorteile ergeben sich bei der Zugabe von Wasser allerdings daraus. wenn das eingedüste Wasser anschließend in einer Rauchgaskondensation auskondensiert wird und die bei der Verdampfung aufgenommene Wärme wieder als Nutzwärme gewonnen werden kann.16: Q.tDiagramm äußert sich das dadurch.

muss das Brenngas vor dem Austritt aus dem Reaktor gekühlt werden. Gasturbinenprozesse mit integrierter Vergasung werden daher auch als Prozesse mit ‚extrem gestufter’ Verbrennung bezeichnet. Die Vergasung eines Festbrennstoffes läuft dabei bei Temperaturen um 800 °C ab. kann die Verbrennung in der Gasturbinenbrennkammer schließlich bei deutlich höheren Temperaturen stattfinden. Besonders vorteilhaft ist hierbei das beim CarboV-Verfahren eingesetzte chemische Quenchen. Durch die Vergasung des Kohlenstoffes kühlt sich das Produktgas ab. Beim CarboV-Verfahren wird dazu in den Flugstromvergaser Koksstaub eingeblasen. Allerdings ist auch bei Vergasungsprozessen die obere Prozesstemperatur limitiert. bleibt die Exergie im Rauchgas als chemisch gebundene Energie enthalten. Werden in einer Heißgasreinigung Alkalien. Da allerdings auch die Produktgasleitungen in ihrer Maximaltemperatur limitiert sind. Stattdessen erhöht sich der elektrische Eigenbedarf des Kessels. Ist die Verbrennungstemperatur begrenzt. wenn durch diese Maßnahme eine Erhöhung des Luftüberschusses bei der Verbrennung vermieden werden kann. Der Hauptvorteil der Rauchgasrezirkulation besteht darin. Dies kann in der Regel exergetisch besonders günstig realisiert werden.288 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Ein unmittelbarer Wirkungsgradvorteil ergibt sich durch die Rauchgasrezirkulation nicht. Unter Quenchen versteht man die Abkühlung eines Gasstromes durch Zumischen eines bereits abgekühlten Teilstromes des Gases. sollte dies aber nie zu Lasten des Luftüberschusses gehen. Minderung der Verbrennungstemperatur durch reduzierte Luftvorwärmung Sehr differenziert muss der Einfluss einer Luftvorwärmung auf die Abgasverluste eines Kraftwerks betrachtet werden. Die umgesetzte fühlbare Wärme des Brenngases erhöht dabei den Heizwert des Gases [3. Sinnvoll ist die Luftvorwärmung also nur dann. da sich durch diese Maßnahme weder der Abgasmassenstrom noch die Abgastemperatur ändert (Abb. wenn durch eine Kühlung der Brennkammer oder eine gestufte Verbrennung das Überschreiten der maximal zulässigen Verbrennungs- Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. die auf Rostfeuerungen zur Ascheerweichung führen würden und bei der Verbrennung eine hohe NOx-Bildung verursachen würden. da Luftmassenstrom und Rauchgasmassenstrom nahezu dieselben Massenströme aufweisen.16). Diese Zumischung ist stets mit einem Exergieverlust verbunden.01. Dadurch werden Temperaturspitzen vermieden.15 16:04 . Besonders bei der Flugstromvergasung werden Temperaturen bis 1500 °C angestrebt. dass durch die Vorwärmung der Verbrennungsluft in vielen Fällen die Abgastemperatur sehr weit abgesenkt werden kann. Wird die Wärme dem Produktgas dagegen durch eine endotherme Reaktion entzogen. 4. Der Hauptvorteil der Luftvorwärmung besteht darin. Minderung der Vergasungstemperatur durch „chemisches Quenchen“ Prinzipiell kann die gestufte Verbrennung auch als Vergasung mit nachgeschalteter Verbrennung gewertet werden.108]. Schwermetalle und niedrigschmelzende Aschebestandteile abgeschieden. um hohe Heizwerte und teerfreie Gase zu erzielen. dass sich durch den reduzierten Sauerstoffanteil die Verbrennungsgeschwindigkeit verringert. Ein Wirkungsgradvorteil wird durch die Rauchgasrezirkulation nur dann erreicht. In diesem Fall würde die Nachverbrennung des Gases beispielsweise in einer Gasturbine zu extremen Temperaturen führen.

0 Verd ichtu ng 0 -60% -40% -20% Luftvorwärmung Zwischenkühlung 0% 20% 40% 60% 80% 100% Brennstoffwärme Q thermischer Wirkungsgrad Verdichter-Eigenbedarf Nutzleistung Rauchgasverluste (= Abwärmeverluste des Joule-Prozesses) Abb. sind Gasturbinenprozesse. diese ungewollte Luftvorwärmung zu umgehen ist die Zwischenkühlung der Verbrennungsluft im Verdichter.01.15 16:04 . Ein Beispiel. 4.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme 289 temperatur vermieden wird oder wenn die Rauchgaswärme nur auf hohem Temperaturniveau genutzt werden kann. also in einer geringeren Luftvorwärmung. wie beispielsweise beim Stirling-Motor oder bei allothermen Vergasungsprozessen.1). Eine wirkungsvolle Möglichkeit.t-Diagramm des Joule-Prozesses mit Zwischenkühlung. 4. Kann das Rauchgas. Die Zwischenkühlung reduziert die Luftvorwärmung und bewirkt also. Bei Gasturbinen sind die Verbrennungstemperaturen bei gleichem Luftüberschuss deshalb deutlich höher als bei konventionellen Brennkammern.3. 4. bei vorgegebener maximaler Brennkammertemperatur.17: Q. Die geringere Leistungsaufnahme des Verdichters äußert sich schließlich in einer geringeren Verdichterendtemperatur.17).22).1. Entscheidend ist letztlich. als dies ohne Luftvorwärmung möglich ist (siehe Kap. Bei der Verdichtung erwärmt sich die Verbrennungsluft je nach Druckverhältnis auf Temperaturen zwischen 300 und 600 °C (Abb. unmittelbar eine Minderung der adiabaten Verbren- Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. 4. tritt also bereits mit erhöhter Temperatur in die Brennkammer ein. ob durch die Luftvorwärmung tatsächlich eine stärkere Abkühlung des Rauchgases erfolgen kann. ist eine Luftvorwärmung dagegen oft nachteilig (Abb.4. wie beispielsweise bei der Warmwassererzeugung oder der Kraft-Wärme-Kopplung. auch ohne Luftvorwärmung bis zur minimalen Abgastemperatur abgekühlt werden. Durch die Zwischenkühlung reduziert sich der Volumenstrom im Verdichter und damit auch die notwendige Verdichtungsarbeit. bei dem sich die Luftvorwärmung ungünstig auf die Abgasverluste auswirken kann. 1600 Turbineneintrittstemperatur t3 1200 Ex pa nsi on 1000 800 600 400 Verbrennung Temperatur in °C 1400 Turbinenaustrittstemperatur t4 200 "Luftvorwärmung" durch den Verdichter Änderung der adiabaten Verbrennungstemperatur tad.

dass die Kondensationswärme des Wasserdampfes genutzt wird und zum anderen durch die Absenkung der Rauchgastemperatur. nicht aber die Abgastemperatur der Gasturbine. Üblich ist es allerdings oft.2. Das Rauchgas ist dann zu 100% mit Wasserdampf gesättigt. dass aus dem h. Beim Erreichen der Sättigungslinie wird die maximale Aufnahmefähigkeit des Rauchgases überschritten und das überschüssige Wasser kondensiert aus.s-Diagramm (Abb. Brennkammer und Turbine bewirken letztlich eine Zunahme der Rauchgasverluste durch die Erhöhung der Abgastemperatur oder des Abgasmassenstromes. In keinem Fall zulässig ist eine Luftvorwärmung bei Gasturbinenprozessen vor dem Verdichter.290 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme nungstemperatur und des Luftüberschusses.15 16:04 .x-Diagramm dargestellt. 4. In Abb.6). Der Wasserdampf beginnt zu kondensieren und setzt dabei latente Wärme frei. Mit abnehmender Rauchgastemperatur sinkt der Dampfdruck des Wasserdampfes. Auch die inneren Verluste in Verdichter. als zusätzliche Koordinate zusätzlich die Enthalpie h1+x des Rauchgases oder der feuchten Luft mit der enthaltenen latenten Wärme einzutragen. Aus diesem Grund werden für Gasturbinenprozesse Maßnahmen getroffen. zu geringeren Prozesswirkungsgraden und vor allem zu einer geringeren Nutzleistung.und beim Dieselprozess führt die Erhöhung der Ansauglufttemperatur zu einem erhöhten Eigenbedarf für die Verdichtung. Aufgrund des Säuretaupunktes ist die Abgastemperatur meist auf deutlich über 100 °C begrenzt.01.4) deutlich wird.18 ist die Abkühlung des Rauchgases im h. bis er dem Partialdruck des Wasserdampfes im Rauchgas entspricht.1. Durch diese Rauchgaskondensation oder Brennwerttechnologie ergibt sich eine Steigerung des Kesselwirkungsgrades zum einen dadurch. Wie aus dem T. Zu beachten ist. Die Zwischenkühlung ist also eine besonders effiziente Maßnahme zur Erhöhung des Wirkungsgrades des JouleProzesses. Eine weitere Reduktion der Rücklauftemperatur führt schließlich zur Kondensation des im Rauchgas enthaltenen Wasserdampfes. 4. Schlechte isentrope Wirkungsgrade des Verdichters erhöhen die Verdichterendtemperatur und deshalb – bei gegebener maximaler Turbineneintrittstemperatur – wiederum den erforderlichen Luftüberschuss λ.5 Rauchgaskondensation Brennwerttechnik für Erdgasfeuerungen In den meisten Fällen limitiert die zulässige Abgastemperatur den Wirkungsgrad bei der Nutzwärmeerzeugung. 4. ändert sich durch die Zwischenkühlung im Gegensatz zur Zwischenerwärmung nur der Luftüberschuss.x-Diagramm zunächst die Enthalpie des Rauchgases ohne die im Wasserdampf enthaltene latente Wärme abgelesen werden kann. 4. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.2. um die Ansaugluft zu kühlen (siehe Kap. Genau wie beim Otto.

6 Gew.08 0.00 0.16 0.14 0.145 kg Wasserdampf pro kg trockenes Rauchgas.04 0.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme Abkühlung des Rauchgases ohne Kondensation 100 ϕ = 60 T = 80 °C 80 ϕ = 100 T = 60 °C 60 % 40 % " rme othe el-Is "Neb (fühlbare) Enthalpie des Rauchgases in kJr/kg 120 291 "Kondensation" des Rauchgases 20 0 0. Bei ca.19: Q. 4. 16 Gew.t-Diagramm eines Brennwertkessels mit Rauchgaskondensation (Verbrennung von Methan mit λ = 1) Bei einer Verbrennung von Erdgas mit λ = 1 sind im Rauchgas ca.02 0.06 0. 4.4. Dies entspricht einem Wassergehalt im Rauchgas von 0.01.12 0.10 0.x-Diagramm (Verbrennung von Erdgas mit λ = 1) Temperatur in °C 600 Rauchgastemperatur 500 400 300 Wassertemperatur 200 ∆Qmax = 111 % 100 0 Brennstoffausnutzungsgrad ohne Rauchgaskondensation mit Rauchgaskondensation tSW = 30 °C 0% 20% 40% 60% 80% 100% 120% übertragene Wärme Q ηK = 96 % ηK = 105 % Abb.-% CO2 enthalten. 12. 60 °C beginnt der Wasser- Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.18 0.-% Wasserdampf und ca.18: Rauchgaskondensation im h.20 Wassergehalt des Rauchgases in kgWasser/kg trockenes Rauchgas Abb.15 16:04 .

Dies bedeutet. um die hohen Zusatzinvestitionen für die Rauchgaskondensation zu rechtfertigen. können für Kessel mit Rauchgaskondensation. die in der Öffentlichkeit mit Schadstoffemissionen assoziiert werden.15 16:04 . wird also mehr Energie frei gesetzt.292 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme dampfanteil im Rauchgas zu kondensieren. Deshalb wird das Rauchgas meist wieder erwärmt oder zusätzlich mit erwärmter Luft versetzt. Bei der Verbrennung von Methan (Summenformel CH4) entsteht deutlich mehr Wasserdampf als bei der Verbrennung von Heizöl (Summenformel CH2. als sich mit dieser Definition errechnet. 11% mehr Wärme freigesetzt werden als ohne Kondensation. Daher wird durch eine Abkühlung des Rauchgases unter den Taupunkt der Wasseranteil weitgehend auskondensiert. d. Im Falle des Methans kann daher bei vollständiger Kondensation des Wassergehaltes im Rauchgas ca. Während naturgemäß bei konventionellen Feuerungen mit trockenen Brennstoffen höhere Wirkungsgrade erzielt werden. dass sich an der Kaminmündung bei der Abkühlung der Rauchgase Dampfschwaden bilden. 2/3 des im Rauchgas enthaltenen Wasserdampfes aus. Wirkungsgrade von mehr als 100% erreicht werden. Die dabei freigesetzte Kondensationswärme steht als Nutzwärme vollständig zur Verfügung. Die maximal freisetzbare Wärme errechnet sich aus dem oberen Heizwert (Brennwert) des Brennstoffes. mit Brennwerttechnologie.19) dargestellt. Die Verbesserung des Kesselwirkungsgrades hängt stark vom Wasserdampfgehalt im Rauchgas und damit von der Brennstoffzusammensetzung und der Brennstofffeuchte und ab. steht also deutlich mehr Wärme zur Verfügung. wenn alle Verbrennungsprodukte in der Gasphase vorliegen. Da sich der Kesselwirkungsgrad also stets auf den unteren Heizwert bezieht. dass die chemisch gebundene Energie des Brennstoffs als vollständig freigesetzt gilt. kehrt sich die Situation beim Unterschreiten der Kondensationstemperatur um.h. Brennwerttechnik für Biomassefeuerungen Besonders vorteilhaft ist die Rauchgaskondensation auch bei der Verbrennung sehr feuchter Brennstoffe. um eine Schwadenbildung am Kamin sicher auszuschließen („Entschwadung“). um die Akzeptanz der Anlage zu verbessern. Dadurch dass der Wasserdampf kondensiert wird. Ein weiteres Problem ist auch. Bei einer Abkühlung auf 40 °C kondensieren ca. wie waldfrischer Holzhackschnitzel. Bei der Kondensation ändert sich die Temperatur des Rauchgases nur wenig. Der Wärmegewinn reicht wegen des niedrigen Temperaturniveaus in der Regel nicht aus. Die Rauchgaskondensation wird für Biomassefeuerungen überwiegend eingesetzt. 4. um 10 Ausnahme: In Japan sind Wirkungsgrade auf den oberen Heizwert Ho bezogen. Wie im Q.01.t-Diagramm (Abb.1) oder von Kohle. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Ein hoher Wasserdampfanteil im Rauchgas führt dazu. Da das Rauchgas nach der Rauchgaskondensation mit Wasserdampf gesättigt ist. Wirkungsgrade sind definitionsgemäß üblicherweise auf den unteren Heizwert eines Brennstoffes bezogen 10. würde auch der geringe im Rauchgas verbliebene Dampfanteil durch die Abkühlung am Kaminaustritt kondensieren. dass die Rücklauftemperatur aus dem Heiznetz meist nicht ausreicht.

das auch für die Umsetzung sehr kleine Energiesysteme geeignet ist.B.4.1. SO2 + H 2O  → H 2 SO3 Die Taupunkte der schwefeligen Säure liegen deutlich über dem Taupunkt des Wasserdampfes und sind abhängig vom Partialdruck der Säure beziehungsweise des Schwefeldioxids im Rauchgas. Analog zur Brennwerttechnik sind damit theoretisch Gesamtnutzungsgrade von über 100% möglich. insbesondere der Erzeugung von Substitute Natural Gas (SNG) ist die Rauchgaskondensation von erheblichem Vorteil (siehe Kap.4.1. kann der im Roh-SNG enthaltene Wasserdampf auf einem hohen Temperaturniveau (ca. 4. der Umwelt belastende Schwermetalle zu entziehen. 3. Das Roh-SNG besteht bis zu 50 Vol-% aus Wasserdampf. Rauchgaskondensation bei der Stoff-Wärme-Kopplung Auch bei der Stoff-Wärme-Kopplung.3). 10 % der dem Prozess zugeführten Energie als latente Wärme beinhaltet. Aufgrund des hohen Wasserdampfanteils im Synthesegas und des zusätzlich bei der Synthese entstehenden Wasserdampfes.1.3. Eines dieser Beispiele ist die regenerative Speisewasservorwärmung bei Dampfkraftprozessen. sondern auch die Kondensationswärme des im Rohgas enthaltenen Wasserdampfes zu nutzen. Ein weiteres Beispiel ist die Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Ein wesentlicher Vorteil der Rauchgaskondensation ist die Reinigungswirkung. nicht nur die Abwärme der Vergasung und der Methanisierung . Dieses Prinzip wurde schon in mehreren Beispielen beschrieben. der ca. Im Kondensationsbereich sind also hochwertige und daher teure Materialien einzusetzen. liegt es nahe.2. Hier wird das mittlere Temperaturniveau der Wärmezufuhr und damit der Carnot-Faktor des Dampfkraft-Prozesses durch die Rückführung von Dampf aus der Turbine in die Vorwärmstrecke angehoben (Kap.01.1. ist die prozessinterne Rückführung von Wärme. 120°C) kondensiert werden. die schließlich schwefelige Säure bilden. 4. Probleme verursachen dabei die im Rauchgas enthaltenen SO2-Anteile. Daher wird meist ein Teilstrom des Rücklaufes in Luftkühlern zusätzlich abgekühlt. Rauchgaskondensation ist also nur bei Brennstoffen mit sehr niedrigem Schwefelgehalt und entsprechend niedrigen Säuretaupunkten und pH-Werten des Kondensats möglich. Da mit diesen Feinstaubanteilen die mit dem Brennstoff eingebrachten Schwermetalle im Kondensatschlamm abgeschieden werden.1). Mit dem Kondensat werden die im Rauchgas enthaltenen Feinstaubanteile ausgewaschen. trägt die Rauchgaskondensation wesentlich dazu bei. z. Durch den so entstehenden Wärmeverlust wird allerdings der Wirkungsgradgewinn der Rauchgaskondensation deutlich reduziert.32].1 und Kap.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme 293 das Rauchgas weit genug abzukühlen. 3.15 16:04 .3 Optimierung der thermodynamischen Systemintegration 4. Mit steigender SO2-Konzentration sinkt auch der pH-Wert des entstehenden Kondensats. Wird der Prozess druckaufgeladen.1 Prozessinterne Rückführung von Wärme Ein wesentliches Prinzip zur Effizienzsteigerung. bei 5 bar betrieben. Bei hohen Schwefelgehalten des Brennstoffes liegt der Säuretaupunkt bei Temperaturen von bis zu 200 °C [3.

01. Entscheidend ist. Bei Dampfkraftprozessen mit regenerativer Speisewasservorwärmung ist dies aufgrund der hohen Speisewassertemperaturen von 200 °C und mehr immer der Fall (siehe Abb. da das obere Temperaturniveau ohnehin durch die oberen Prozessparameter limitiert ist.22). bei der das hohe Temperaturniveau der Gasturbinenabwärme zur Vorwärmung der bereits verdichteten Verbrennungsluft genutzt wird. oder das Temperaturniveau der Zustandsänderung steigt. wodurch die Luft exergetisch günstig im Gegenstrom im gleichen Maß vorgewärmt werden kann. 4. weil die Umgebungsluft aufgrund ihrer geringen Temperatur das Rauchgas weit abkühlen kann.2 Rückführung von Wärme bei Verbrennung und Vergasung Luftvorwärmung bei der Verbrennung Ein sehr einfaches Beispiel für die prozessinterne Rückführung von Wärme ist die Luftvorwärmung. dass sich entweder der Massenstrom eines Arbeitsfluids bei einer Zustandsänderung auf hohem Temperaturniveau erhöht. dass ein erhöhter Dampfmassenstrom auf hohem Druckniveau im Kreis gefahren wird. muss ein höherer Luftüberschuss zur Reduzierung der Verbrennungstemperatur eingestellt werden. Sie reduziert die Dampfmassenströme im kleineren und kostengünstigeren Hochdruckteil und die spezifisch teurere Niederdruck-Turbine kann kleiner dimensioniert werden. Ist dagegen bei der Warmwassererzeugung die minimale Rauchgastemperatur nicht durch den Säuretaupunkt des Rauchgases oder durch die Auslegung des Kamins limitiert.3. ohne dass sich die im Dampferzeuger und im Kondensator zu.1.15 16:04 . in dem sich das Rauchgas abkühlt. Ein anschauliches Beispiel hierfür sind Microturbinen. Sie ist besonders effizient. ohne dass sich gleichzeitig die Abgastemperatur oder der Abgasmassenstrom reduziert. ob durch die Luftvorwärmung tatsächlich eine Minderung der Abgasverluste realisiert werden kann. Dass die Luftvorwärmung nicht in jedem Fall thermodynamische Vorteile bringt. Muss der Luftüberschuss und damit der Rauchgasmassenstrom aufgrund der Luftvorwärmung erhöht werden. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Die regenerative Speisewasservorwärmung ist daher auch aus wirtschaftlichen Gründen vorteilhaft. In den meisten Fällen erhöht sich allerdings der Massenstrom. Eine Luftvorwärmung würde in diesem Fall lediglich die Verbrennungstemperatur erhöhen.2 beschrieben.und abgeführten Wärmeströme verändern. Das Prinzip der Wirkungsgradsteigerung durch die Rückführung von Wärme beruht immer darauf.20). Dabei erhöht sich vor allem der Dampfmassenstrom durch den Hochdruckteil der Turbine und die Turbinenleistung steigt entsprechend. Zudem stimmen Rauchgasmassenstrom und Luftmassenstrom gut überein. Wird darüber hinaus durch die Luftvorwärmung die maximal zulässige Verbrennungstemperatur erreicht. 4.294 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Rekuperator-Gasturbine. Auch bei der regenerativen Speisewasservorwärmung wird die Leistungssteigerung bei gleicher Brennstoffzufuhr letztlich dadurch erreicht. 4. kann dieselbe Rauchgasausnutzung in der Regel durch die Erwärmung des Speisewassers erreicht werden. verringert dies wieder den Kesselwirkungsgrad (siehe Abb. 4. wurde bereits in Kap.1.

Das Brenngas wird weniger stark mit Rauchgas und Luftstickstoff verdünnt und der Heizwert erhöht sich entsprechend. Wie aus Abb. 4.1) bei Vergasungsanlagen.1. Dadurch sinkt der Luftbedarf und damit die Luftzahl λ. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.15 16:04 .4.22 deutlich wird. 4. Im Beispiel in Abb.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme Überhitzer Economizer Verdampfer 2600 Temperatur in °C 2400 295 LUVO ∆tRG Rauchgastemperatur 2000 1600 1200 Wasser / DampfTemperatur 800 400 0 ∆tAbgas -40% -20% 0% 20% 40% 60% 80% 100% übertragene Wärme Q Kesselwirkungsgrad ηK ohne Luftvorwärmung ηK mit Luftvorwärmung Nutzwärme Rauchgasverluste Abb.22 ist die Vergasung von Holzhackschnitzeln bei 800 °C mit unterschiedlicher Brennstofffeuchte dargestellt.01. 3.t-Diagramm eines Dampferzeugers mit Luftvorwärmung Luftvorwärmung bei Vergasungsanlagen Die Luftvorwärmung ist auch eine wichtige Maßnahme zur Erhöhung des Kaltgaswirkungsgrades (Kap. 4.20: Q. hängt der Kaltgaswirkungsgrad auch von der Eintrittstemperatur der Vergasungsluft ab. Bei einer hohen Luft-Eintrittstemperatur von 800 °C muss durch die partielle Oxidation des Brennstoffes zusätzlich zur Reaktionsenthalpie der endothermen Vergasungsreaktionen nur noch die fühlbare Wärme für die Aufheizung des Brennstoffes aufgebracht werden.4. Auch bei Vergasungsanlagen mit allothermer Vergasung kann der Kaltgaswirkungsgrad des Vergasers durch die Vorwärmung der Verbrennungsluft der Vergaser-Brennkammer erhöht werden.

296

4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme
2600

Temperatur in °C

2400

tRG,max
Rauchgastemperatur
ohne Luftvorwärmung

2000
1600
1200

Rauchgastemperatur
mit Luftvorwärmung

800
400
0

tAbgas

Wassertemperatur
-40%

-20%

0%

20%

40%

60%

80%

100%

übertragene Wärme Q
Kesselwirkungsgrad

ηK ohne Luftvorwärmung
ηK mit Luftvorwärmung
Nutzwärme

Rauchgasverluste

Abb. 4.21: Q,t-Diagramm eines Warmwassererzeugers mit Luftvorwärmung bei einer maximal
zulässigen Verbrennungstemperatur

Ein wesentliches Problem der allothermen Vergasung besteht ja darin, dass die in der
Brennkammer erzeugte Wärme aufgrund des hohen Temperaturniveaus nur zu einem
geringen Teil für die Beheizung des Vergasers oder Reformers genutzt werden kann. Wird
der Vergaser bei einer Temperatur von 800 °C betrieben, kann für dessen Beheizung nur
Rauchgas mit Temperaturen von deutlich über 800 °C genutzt werden. Wie in Abb. 4.5
dargestellt, kann deshalb besonders bei niedrigen adiabaten Verbrennungstemperaturen in
der Brennkammer nur ein geringer Teil der im Rauchgas enthaltenen Wärme in den Vergaser
übertragen werden. Auch bei der allothermen Vergasung bestimmt also die Vorwärmung der
Verbrennungsluft für die Brennkammer den Kaltgaswirkungsgrad des Vergasers. Bei der
Wasserdampfvergasung kann darüber hinaus durch den in den Vergaser eingeleiteten
Wasserdampf Abwärme in den Reformer zurückgeführt werden.
Brennstofftrockung
Rückgeführte Prozesswärme kann auch für die Brennstofftrocknung genutzt werden. Diese
Form der Wärmerückführung wird beispielsweise beim BOA-Braunkohlekraftwerk in
Niederaußem genutzt, um einen besonders hohen Wirkungsgrad zu erreichen [4.14]. Im
Gegensatz zur Steinkohle fällt Braunkohle mit einem hohen Wassergehalt an.

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4.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme

0,9

offnst
n
e
Br uchte
Fe %

7000
6000

u=

5000
4000

0,8

8

0,7

30 %
50 %

0,6

%
100

3000

Luftzahl λ

Heizwert des Brenngases in kJ/kg

8000

100 %

0,5

50 %

0,4
0,3

2000

0,2

1000

30 %

0,1

0
0

200

400

Kaltgaswirkungsgrad des Vergasers in %

1,0

9000

600

Luftvorwärmung
in °C

800

u=8%

0,0
0

200

400

600

Luftvorwärmung
in °C

800

297

100%
90%

u=8%
30 %
50 %

80%

%
100

70%
60%
50%
0

200

400

600

800

Luftvorwärmung
in °C

Abb. 4.22: Einfluss der Luftvorwärmung und der Brennstofffeuchte auf den Kaltgaswirkungsgrad bei
der Vergasung (autotherme Luftvergasung bei 800 °C)

Durch eine vorgeschaltete Wirbelschicht-Trocknung der Braunkohle werden die Abgasverluste reduziert. Dadurch erreicht das Kraftwerk einen Nettowirkungsgrad von 42,5 %.Eine
noch wichtigere Rolle spielt die Brennstofftrocknung bei der autothermen Vergasung von
biogenen Brennstoffen. Wie in Abb. 4.22 gezeigt, sinkt der erreichbare Kaltgaswirkungsgrad
durch den Wassergehalt des Brennstoffes deutlich ab.

4.1.3.3

Rückführung von Wärme bei Gasturbinenprozessen

Rekuperator-Gasturbinen
Rekuperator-Gasturbinen (Microturbinen) sind ein anschauliches Beispiel dafür, wie der
Wirkungsgrad durch die Erhöhung eines Massenstromes auf hohem Temperaturniveau
erhöht werden kann. Wie bei den meisten Arbeitsmaschinen ist auch bei der Microturbine
das obere Temperaturniveau des Kreisprozesses limitiert. Das Rauchgas wird mit der mäßig
verdichteten Verbrennungsluft vorgewärmt. Bei gleicher Brennstoffzufuhr und gleichen
thermodynamischen Zuständen in der Gasturbine verdreifacht sich dadurch der Massenstrom
durch die Turbine, da - um die maximale Verbrennungstemperatur nicht zu überschreiten –
dem Rauchgas ein höherer Luftüberschuss zugemischt werden muss. Dadurch verdreifacht
sich die Leistung der Turbine und der elektrische Wirkungsgrad steigt im Beispiel (Abb.
4.23) von 11,5 auf 30%. Die eigentliche Gasturbine kann zudem auch wesentlich größer
ausgeführt werden, was schließlich auch wieder die inneren Verluste reduziert und dem
inneren Wirkungsgrad von Verdichter und Turbine zugute kommt.

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298

4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme

Cheng Cycle
Eine weiteres Beispiel für die Effizienzsteigerung durch die prozessinterne Rückführung von
Wärme ist der Cheng-Cycle oder STIG-Prozess (Steam Injected Gas Turbine), der
beispielsweise am Campus der Technischen Universität München in Garching eingesetzt
wird [2.9], [4.57]. Beim Cheng-Cylce wird die Abwärme eines offenen Gasturbinenprozesses im Normalfall genutzt, um in einem Abhitzedampferzeuger Nutzwärme zu erzeugen.
Kleingasturbine
ohne Rekuperator

Kleingasturbine
mit Rekuperator
Brennstoffzufuhr
100 kW

Abwärme
70 kW

Brennstoffzufuhr
100 kW

λ = 3,3

λ = 7,3

Rekuperator
200 kW
115 kW

15 kW
15 kW

Verdichter

Turbine

G

300 kW

40 kW

Leistung
11,5 kW

40 kW

Turbine

Verdichter

G

Leistung
30 kW

230 kW
Abwärme 88,5 kW

Abb. 4.23: Energiefluss-Diagramm bei Microturbinen
überhitzter Dampf zur
Brennkammer

Brenngas
Brennkammer

Verdichter

Gasturbine

Trommel

Sattdampf zum
Heiznetz

Luft
Speisewasserpumpe
Rauchgas

Heizkondensator/
Heiznetz
Entgaser

Zusatzwasser

Abb. 4.24: ChengCycle-Anlage der TU München

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durch die Absenkung der Rauchgastemperatur.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme 299 Wird die erzeugte Abwärme der Gasturbine nicht oder nur teilweise für die Erzeugung von Nutzwärme gebraucht. Der Luftmassenstrom durch den Verdichter bleibt unverändert. Dabei wird die Verbrennungsluft abgekühlt. ohne dass gleichzeitig der Verdichtereigenbedarf in gleichem Maß zunimmt. Der Abgasmassenstrom verringert sich trotz der Wasserzugabe sogar. In der Gasturbine wird also zusätzliche Rauchgaswärme in Arbeit umgesetzt. kann der Dampf überhitzt und anschließend in die Brennkammer der Gasturbine injiziert werden. Da die Verdichtung des Wasserdampfes mit geringem Eigenbedarf in der flüssigen Phase erfolgt. [3.2). siehe Kap. Zusatzwasser feuchte Luft zur Brennkammer Brenngas Befeuchter Brennkammer Gasturbine Verdichter Luft Speisewasserpumpe Rauchgas Abb. 4.2.01. da durch den zusätzlichen Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. dass sich der Wirkungsgrad eines Prozesses dadurch steigern lässt.5 auf 36.15 16:04 .25: Humid-Air-Turbine (HAT Prozess) Beim HAT-Prozess wird die Wirkungsgradsteigerung durch die Aufsättigung der verdichteten Verbrennungsluft mit Wasser vor dem Eintritt in die Brennkammer erreicht. Gleichzeitig erhöht sich der elektrische Wirkungsgrad von 28.2 %. Der Verdichtereigenbedarf erhöht sich nur dadurch.4. die Abgasverluste zu reduzieren. ohne dass dabei der Abgasmassenstrom erhöht wird. Der Dampf expandiert mit dem Rauchgas in der Turbine. 4. steigt die elektrische Leistung der Turbine von 4 MW auf 6 MW. die ansonsten nur für die Erzeugung von Nutzwärme eingesetzt werden könnte. um einerseits das mittlere Temperaturniveau der Wärmezufuhr und damit den CarnotFaktor zu erhöhen und andererseits.67]) ist ein Beispiel dafür. HAT Prozess Auch der HAT-Prozess (‚Humid Air Turbine’. Durch die Erhöhung des Massenstromes steigt die Leistung der Gasturbine. dass prozessintern Abwärme genutzt wird.4. dass sich der Druck in der Brennkammer aufgrund des erhöhten Rauchgasmassenstromes in der Turbine erhöht (Dampfkegelgesetz nach Stodola.

errechnet sich mit einem Brennstoffzellenwirkungsgrad von 38% ein Brutto-Wirkungsgrad von maximal 30%. 4.3. Nach Abzug des Eigenbedarfs für Verdichter und der Verluste des Wechselrichters bleibt schließlich lediglich ein Gesamtwirkungsgrad von ca. der wieder durch Eigenbedarf und die Verluste des Wechselrichters auf ca. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. TopCycle-Schaltung Wie durch die interne Reformierung. Zusätzlich wird die Abwärme der Gasturbine genutzt um das zur Aufsättigung verwendete Wasser vorzuwärmen. 4.27). Nicht besser ist die Situation bei allothermen Vergasern. SOFC Brennstoffzellen mit Brenngasen aus der autothermen Vergasung erreichen daher nur Zellenwirkungsgrade unter 40%.4 Rückführung von Wärme bei Prozessen mit Brennstoffzellen Interne Reformierung in Brennstoffzellen Auch bei der internen Reformierung eines Brenngases in Brennstoffzellen werden im Prinzip Abwärmeverluste der Brennstoffzelle prozessintern genutzt. kann auch durch eine externe Reformierung der Wirkungsgrad eines Brennstoffzellensystems gesteigert werden. Dadurch sinkt der Verdichtereigenbedarf und der elektrische Wirkungsgrad der Anlage erhöht sich entsprechend. kann ein Brutto-Wirkungsgrad von ca.oder Dampfturbinenprozesse Wirkungsgrade um 30% (siehe Abb. Interessant ist diese Option vor allem bei Systemen mit integrierter Vergasung von Festbrennstoffen.01. Übliche Konzepte mit integrierter Vergasung und Hochtemperatur-Brennstoffzellen erreichen ohne nachgeschaltete Gas. Wie oben beschrieben. Die meisten Vergasungskonzepte arbeiten autotherm. Der wesentliche Nachteil der autothermen Vergasung sind die niedrigen Heizwerte und der geringe Wasserstoffanteil des Brenngases.300 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Wasserdampf und die hohe Verdampfungsenthalpie des Wassers der Luftüberschuss in der Brennkammer verringert werden kann. trotz des erhöhten Wasserstoffanteils und des höheren Heizwertes des Brenngases. 4. bei üblichen Gaszusammensetzungen realistischen 42%. 25% gemindert wird.26 und Abb. 80% limitiert ist. Diese interne Kühlung äußert sich in einer Verringerung des notwendigen Luftüberschusses und kommt damit nicht nur dem elektrischen Wirkungsgrad der Brennstoffzelle zugute. Eine Verbesserung des Wirkungsgrades kann nur durch die Minderung der Stromdichte bzw. Durch den geringeren Kaltgaswirkungsgrad sind bei vergleichbarer Stromdichte.Da der Kaltgaswirkungsgrad selbst in günstigen Fällen auf ca. wodurch die Investitionskosten linear ansteigen.15 16:04 . die Gesamtwirkungsgrade noch geringer. kann die gleiche Leistung bei verringerter Stromdichte allerdings nur durch eine Erhöhung der Zellenzahl erreicht werden. 29% erreicht werden.1. Bei einem Kaltgaswirkungsgrad von 70% und einem Brennstoffzellenwirkungsgrad von. der ohmschen Verluste in den Zellen erreicht werden. 25%. Wie beim Cheng-Cycle wird dadurch Wärme prozessintern zurückgeführt und die Abgastemperatur reduziert. sondern auch der Rauchgasausnutzung in nachgeschalteten Prozessen. Ein Teil der Abwärme aus den ohmschen Verlusten wird durch die Reformierung wieder in chemisch gebundene Energie umgewandelt und steht dann wiederum für eine Konversion in elektrische Arbeit zur Verfügung.

15 16:04 . mit denen die Abgastemperatur durch Nachverbrennung zusätzlich Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Zusätzlich verbleibt im Abgas stets ein Anteil unverbrannter Brenngase.4.26: Vereinfachte Energiebilanz von Hochtemperatur-Brennstoffzellensystemen mit integrierter Vergasung (autotherme Luftvergasung.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme 301 21 % Wärme ηKG = 79% x ηBZ= 38% ηel = 30% 79 % CO. um damit die Wärme für die endothermen Vergasungsreaktionen bereitzustellen. Leistung 26 % Abwärme 44 % Abb.01. 800 °C) 122 % CO. kann der Wirkungsgrad des Gesamtprozesses ganz wesentlich erhöht werden. Die Abwärme der SOFC-Brennstoffzelle fällt auf einem Temperaturniveau von 1000 °C an. 4. die Abwärme der SOFC-Brennstoffzelle im Prozess zurückzuführen. 800 °C) Eine erhebliche Steigerung des Wirkungsgrades kann allerdings erreicht werden. Leistung 30 % Abwärme 49 % Abb. CH4. H2 ηKG = 63% x ηBZ= 42% ηel = 26% 134 % 100 % allothermer Vergaser 64 % Brennkammer Abwärme 30 % Hochtemperatur. 4. wenn es gelingt. CH4 H2 Biomasse HochtemperaturBrennstoffzelle 100 % - + autothermer Vergaser el.27: Vereinfachte Energiebilanz von Hochtemperatur-Brennstoffzellensystemen mit integrierter Vergasung (allotherme Luftvergasung.+ Brennstoffzelle 70 % Biomasse 12 % Wärme el. Wird die Abwärme der SOFC-Brennstoffzelle genutzt.

15 16:04 .28) aus 122% chemisch gebundener Energie insgesamt 51% elektrische Energie. Eine nachgeschaltete Nutzwärme-Erzeugung mit einer Abkühlung des Rauchgases auf 120°C würde trotz des hohen Stromanteils schließlich zu einem Brennstoffausnutzungsgrad von 90 % führen. Wird die Abwärme dagegen bei großen Anlagen in einem nachgeschalteten Dampfturbinenprozess oder ORC-Prozess genutzt. Ein elektrischer Wirkungsgrad von mehr als 50% ist für die Verstromung von Festbrennstoffen überaus hoch. können Wirkungsgrade von deutlich über 60% erreicht werden.50]. Wie bei der Rekuperatorgasturbine führt also die Erhöhung des Energiestromes durch die Wärmerückführung zu einer Erhöhung der Leistung der Arbeitsmaschine. 4. An der TU München wurde ein solches Vergaserkonzept. entstehen bei einem elektrischen Wirkungsgrad der Brennstoffzelle von 42% im Beispiel (Abb. Da dann das gesamte. Mit der Heatpipe-ReformerTechnologie ist es möglich. Dadurch dass im Gasstrom mehr als 120% der ursprünglich mit dem Brennstoff eingebrachten Wärme in chemisch gebundener Form vorliegt. die geringen Temperaturdifferenzen zwischen Brennstoffzellen-Abgas (800 – 1000 °C) und Vergaser (ca.28: Vereinfachte Energiebilanz der TopCycle-Schaltung Voraussetzung für eine solche Anlagenkombination (‚TopCycle’-Schaltung) ist ein Vergasungskonzept. der ‚Biomass Heatpipe-Reformer’ im Rahmen eines europäischen Forschungsvorhabens entwickelt [3. das es erlaubt.302 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme erhöht werden kann. bei der allothermen Vergasung erzeugte Brenngas in der Brennstoffzelle umgesetzt werden kann. entstehen Prozesswirkungsgrade von über 50% (Abb. chemisch gebundene Energie 122 % TopCycleSchaltung 134 % 100 % fühlbare Wärme 12% Heatpipe Reformer ηBZ = 42 % - + 1000 °C 83 % 800 °C 34 % SOFC-Brennstoffzelle Brennkammer 49 % elektrischer Wirkungsgrad ηel = 51% 51 % Abwärme 49 % 900 °C Abb. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.01. die erforderlichen Wärmeströme selbst bei den geringen Temperaturdifferenzen zwischen Brennstoffzellen-Abgas und Vergaser zu übertragen. 4. Damit kann die für die Vergasung notwendige Wärme aufgebracht werden. Zudem fällt die Abwärme des dargestellten Prozesses bei einer Temperatur von 900 °C an. 4. 700 – 800 °C) zu nutzen.28).

Strahlungsverluste oder – wie bei der Brennstoffzelle – ohmsche Verluste auf. treten bei jeder Energiewandlung auch innere Verluste durch Druckverluste. sind die üblicherweise bei großen Kraftwerksystemen eingesetzten Maßnahmen die zu einer Erhöhung des Carnot-Faktors oder zur Minderung innerer Verluste führen. als bei der Verdichtung von Luft oder gar des heißen Produktgases bei der autothermen Vergasung.1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme 4. Die wichtigste Quelle für Exergieverluste in thermischen Prozessen ist die Wärmeübertragung (siehe Kap. für dezentrale Anlagen nur bedingt anwendbar. 4. Aus diesem Grund ist beispielsweise die druckaufgeladene Wasserdampfvergasung einer atmosphärischen oder auch druckaufgeladenen autothermen Vergasung für druckaufgeladene Synthesen oder Gasturbinenprozesse vorzuziehen. wie Wärmeübertrager für die prozessinterne Verschiebung von Wärme. 4. Besonders ungünstig sind Prozesse. Bei großen Kraftwerksprozessen ist die thermische Verschaltung von Vorwärmstrecke und Dampferzeugern also die wichtigste Möglichkeit zur Beeinflussung der Exergieverluste und zur Optimierung von Prozesswirkungsgraden. All diese inneren Verluste führen zum Verlust von Arbeitsfähigkeit. wie bei der Brenngasaufbereitung für PEM-Brennstoffzellen.4. Exergetisch besonders ungünstig sind auch Druckverluste und die Verdichtung auf hohem Temperaturniveau.01.3 sind die Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme zusammengefasst und deren Bedeutung für dezentrale Anwendungen bewertet. Da bei dezentralen Anwendungen in Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Die Reduzierung solcher Exergieverluste ist allerdings oft nur durch eine Steigerung der Anlagengröße zu erreichen.1. Wie oben diskutiert. Eine Reduzierung von inneren Verlusten scheitert bei kleinen.15 16:04 . so dass sich auch die auf die Anlagenleistung bezogenen Wärmeverluste bei kleinen Einheiten stark erhöhen.2). Die Möglichkeiten der Prozessoptimierung bei kleinen. an überproportional hohen Kosten für hochwertigere Einzelkomponenten und an der Tatsache. die Exergieverluste sind dabei wesentlich geringer. 2. Die auf die Anlagenleistung bezogene Oberfläche einer Kesselanlage nimmt mit abnehmender Leistung stark zu.2. Ein weiteres Beispiel für die Zunahme von Exergieverlusten bei abnehmender Anlagengröße sind Strahlungsverluste.3. dezentralen Anlagen sind aufgrund der spezifisch höheren Investitionskosten für solche Maßnahmen allerdings sehr eingeschränkt. dass aus Kostengründen nicht beliebig viele Einzelkomponenten.5 303 Vermeidung von inneren Verlusten Neben den thermodynamisch unvermeidbaren Verlusten. Ein Beispiel hierfür sind die Spaltverluste bei der Expansion in Dampfturbinen. dezentralen Anlagen also meist an ungünstigen Größenverhältnissen. mechanische Reibungsverluste. In solchen Fällen sind Systeme mit Heißgasreinigung exergetisch immer günstiger. eingesetzt werden können. Bei der druckaufgeladenen Reformierung findet die Verdichtung in der flüssigen Phase statt. wie den Abgasverlusten bei der Wärmeerzeugung oder den Abwärmeverlusten eines Kreisprozesses.4 Zusammenfassung der Prinzipien für thermodynamisch effiziente Energiesysteme In Tab. bei denen beispielsweise das Rauchgas oder ein Brenngas mehrfach abgekühlt und wieder aufgeheizt werden muss.1.4.

266ff   .1: Zusammenfassung thermodynamischer Prinzipien Prinzipien und Grundsätze Maßnahme Optimierung des Carnot-Faktors Erhöhung des Carnot-Faktors . Tab.Brennwerttechnologie         Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.Abwärmenutzung durch Kraft-Wärme-Kopplung .Reduzierung der Kondensatortemperatur Erhöhung des CarnotWirkungsgrades durch die Änderung der Prozessführung Nutzung latenter Rauchgaswärme Seite  S. 268ff -     S.Rauchgaskondensation . Auch Brennstoffzellensystem sind aufgrund ihrer Anlagengröße a priori für dezentrale Anwendungen besonders geeignet.01. 290ff . kommt dagegen den Maßnahmen zur Minderung von Rauchgasverlusten eine besondere Bedeutung zu.regenerative Speisewasservorwärmung und Zwischenüberhitzung beim Clausius-RankineProzess .Minderung der Verbrennungstemperatur durch Rauchgasrezirkulation .Minderung der Verbrennungstemperatur durch Brennkammerkühlung .Abwärmenutzung durch Kombi.Reduzierung der Speisewassertemperatur .Minderung der Verbrennungstemperatur durch gestufte Verbrennung .Minimierung des Luftüberschusses bei der Verbrennung .Erhöhung von Verbrennungstemperaturen Prozessparameter .15 16:04 S.276ff .und Nachschaltprozesse Minimierung des Rauchgasmassenstromes Bedeutung für dezentrale Energiesysteme - S.Niedertemperatur-Heiznetze Abgastemperatur .Minderung der Verbrennungstemperatur durch Wasserzugabe .Abwärmenutzung durch  S.Zwischenerwärmung und Zwischenkühlung beim Joule-Prozess Minimierung von Rauchgasverlusten bei der Verbrennung Reduzierung der .304 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme den meisten Fällen auch Nutzwärme erzeugt werden muss. 4.Minderung der Vergasungstemperatur durch „chemisches Quenchen“ .Minderung der Verbrennungstemperatur durch reduzierte Luftvorwärmung  .279ff .Erhöhung von Frischdampfparametern durch die Änderung der .

294ff .Luftvorwärmung bei der Verbrennung Verbrennung und Vergasung .Rekuperator-Gasturbinen .4. 303ff .Vermeidung der Wiederaufheizung .Brennstofftrockung    S.TopCycle-Schaltung  Vermeidung von inneren Verlusten .Luftvorwärmung bei Vergasungsanlagen . 300ff S.01.297 ff Rückführung von Wärme bei Prozessen .Vermeiden ungünstiger Größenverhältnisse .HAT Prozess  S.Vermeiden von Exergieverlusten bei der Wärmeübertragung .Vermeidung von Verdichtung und Druckverlusten auf hohem Temperaturniveau Rückführung von Wärme bei Gasturbinenprozessen    - 305 --   --  von hoher Bedeutung von Bedeutung von geringer Bedeutung nicht von Bedeutung nicht anwendbar Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.15 16:04 S.Interne Reformierung in Brennstoffzellen  .1 Prinzipien für die Entwicklung thermodynamisch effizienter Energiesysteme Optimierung der thermodynamischen Systemintegration Rückführung von Wärme bei .Cheng Cycle .

Die Abhängigkeit von wenigen. zum Beispiel durch die Förderkapazitäten bei der Gewinnung von Erdöl oder die Transportkapazität von Erdgaspipelines beschränkt. meist fossilen Energieträgern wird dazu führen.306 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme 4. Die Flexibilität der Bereitstellung von thermischer und der elektrischer Leistung wird daher zunehmend bedeutender. wie in Kap. dezentrale Anlagen von großer Bedeutung. dass zunehmend mit Abschaltungen und Stromausfällen gerechnet werden muss. dass die Förderkapazität der bisher erschlossenen Ölquellen erschöpft wird und aufgrund des nicht mehr gewährleisteten Gleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage zu einer weiteren Erhöhung des Weltmarktpreises für Rohöl führen wird. sondern auch die Flexibilität eines Anlagenverbundes entscheidet letztlich darüber. um die Qualität der Energieversorgung und die Versorgungssicherheit zu garantieren. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 4.15 16:04 .2 beschrieben. 1. dass bei einer Verknappung der verfügbaren Ressourcen die Energiekosten stark ansteigen werden. Wichtig ist zunehmend auch ein flexibles Brennstoffband. Genau wie die thermodynamische Effizienz wirkt sich die Flexibilität eines Energiesystems zudem unmittelbar auf die Wirtschaftlichkeit einer Anlage aus. mit welcher Qualität die Versorgungssicherheit auch im liberalisierten Strommarkt nach Fukushima sichergestellt werden kann. sondern dessen momentane Verfügbarkeit. Nicht nur die Flexibilität einer einzelnen Anlage.und Photovoltaikanlagen. Die Laständerungseigenschaften der Energiesysteme in einem Verbundsystem bestimmen unmittelbar die Kosten für die notwendige Reserveleistung eines Versorgungsunternehmens und somit die Kosten des Netzbetreibers oder des Endkunden für Reservehaltung durch Reservekraftwerke oder Notstromaggregate. Diese Verfügbarkeit ist. Brasilien und Indien führt dazu. wie Windkraft. aber auch der verstärkte Einsatz dezentraler Erzeuger und regenerativer Energien. Plötzlich erhöhte Stromverbräuche oder eine plötzlich reduzierte Einspeisung aus regenerativen Energiequellen wie Wind und Sonne.1 Bedeutung der Flexibilität eines Energiesystems für die Versorgungssicherheit Ein wesentliches Problem im Strommarkt der kommenden Jahrzehnte wird die Abnahme der Versorgungssicherheit und der Stromqualität sein.2. erfordern eine hohe Flexibilität des Verbundnetzes. Eine hohe Flexibilität bei der Erzeugung von Strom und Wärme erlaubt aber auch eine Erhöhung der Anlagenauslastung für den Betreiber von einzelnen Anlagen und ist damit vor allem für spezifisch teure. Eine Zunahme des Weltverbrauchs an Erdöl durch die technische Entwicklung in bevölkerungsreichen Schwellenländern wie China. dem Ausstieg aus der Kernenergie und zu geringe Neuinvestitionen. werden dazu führen. Entscheidend für die Preisentwicklung ist dabei nicht die Reichweite eines Energieträgers.01. Vor allem Versorgungsengpässe durch veraltete Kraftwerksparks.

4. das mehr als die Hälfte des Strombedarfs mit diesen Energien gedeckt wird. wie schon in der Vergangenheit. die fluktuierende Einspeisung von Wind und Sonne zu speichern. Auch die Tatsache.29).2.01.2.2. 1. Demgegenüber kommt es zu Situationen in denen Wind und Sonne über mehrere Tage oder gar Wochen keinen signifikanten Beitrag zur Stromversorgung liefern.2. um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren.2.3) und • der Einsatz von Energiesystemen mit einer günstigen Leistungscharakteristik (Kap. dass Krisen in den ohnehin politisch instabilen Staaten der ehemaligen Sowjetrepublik kurzfristig die Versorgung Mitteleuropas gefährden können. zu einer Verknappung des Rohölangebots führen. birgt das Risiko. Besonders durch den rasanten Ausbau der Erneuerbaren Energien hat sich die Versorgungssituation im deutschen und europäischen Stromnetz wesentlich erschwert. Mit zunehmendem Ausbau der erneuerbaren Energien wird es daher notwendig. wechselnde Brennstoffe und Brennstoffmischungen zu verarbeiten. genießen kleine dezentrale Systeme den Vorteil.und Vergasungstechnologien müssen langfristig den Anforderungen unterschiedlichster Brennstoffe gerecht werden. • der Einsatz von Energiespeichern (Kap. Verbrennungs. wo beispielsweise Reststoffe homogen und mit gleichbleibenden Eigenschaften entstehen. Die wichtigsten Maßnahmen zur Sicherstellung der notwendigen Leistungsreserven sind • der Einsatz von Softwaresystemen für Lastmanagement und Anlageneinsatzplanung (Kap. Aus diesen Gründen kommt einem flexiblen Brennstoffband besondere Bedeutung zu. Durch den hohen Anteil an Windenergie und Photovoltaik von über 30% an der installierten Leistung. den Netzausbau voranzutreiben und die Flexibilität des konventionellen Kraftwerksparks weiter zu erhöhen.4. kommt es zur Situation.2. Laständerungs.2).4 . 4. (Abb.15 16:04 . 4. um das Einzugsgebiet und Transportkosten klein zu halten.9). Während Großanlagen dadurch zusätzlich mit dem Problem konfrontiert werden. dass die Erdgasversorgung Mitteleuropas nur durch wenige Erdgaspipelines sichergestellt wird (siehe Kap. Die wichtigste Maßnahme zur Sicherstellung der notwendigen Energiereserven für eine sichere Energieversorgung • ist die Erweiterung des Brennstoffbandes (Kap.8). 4.oder Speichereigenschaften für ein aktives Lastmanagement und die Optimierung der Anlageneinsatzplanung auszeichnen. also von Energiesystemen deren Eigenschaften sich aufgrund von guten Teillast-. dass sie unmittelbar dort eingesetzt werden können. Dezentrale Energiesysteme müssen allerdings auch dann an die Erfordernisse bestimmter Brennstoffe angepasst werden und müssen deshalb prinzipiell für ein breites Brennstoffband entwickelt werden.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 307 Auch gesellschaftliche und politische Krisen können.4.4.10) Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.

2.12.10].2 Versorgungsicherheit in Stromnetzen 4. Netzausfällen und schließlich.01.2009 25.308 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme 45 Anteil Windenergie bis 60% 40 Leistung in GW 35 30 Windenergie 25 20 15 10 5 0 0:00 konventionelle Stromerzeugung 26. Bei kritische Situationen der Stufe 3 (Leistungsreserve < 1.18] 4. Wie kein anderer Staat leidet Kalifornien bis heute unter negativen Folgen der Liberalisierung.2009 12:00 0:00 12:00 0:00 Uhrzeit Abb. wird in einer ersten Stufe allgemein zum Stromsparen aufgerufen. dass die verfügbare Reserveleistung 7% unterschreitet.12. Seit Sommer 2000 erlebte Kalifornien extreme Preisschwankungen bei Großhandelspreisen und Privatkunden. Ist abzusehen.15 16:04 .1 Die Kalifornische Energiekrise Kalifornien war der Vorreiter bei der Liberalisierung des amerikanischen Strommarktes. die zu unvorhergesehenen Stromausfällen führten. Die Spitzenlast tritt in Kalifornien im Allgemeinen am späten Nachmittag an heißen Sommertagen auf. wenn Klimaanlagen auf Hochtouren laufen. in der bis dahin größten Firmenpleite aller Zeiten in den Vereinigten Staaten gipfelte.2009 [1. Unterschreitet die Reserveleistung 5% werden bereits Kunden mit entsprechenden Stromlieferverträgen abgeschaltet. 4.2. die schließlich in exorbitant hohen Strompreisen bei Spitzenlast. Für Sommer 2001 wurde eine fehlende Kraftwerkskapazität von 5000 MW prognostiziert. Die wichtigsten Ursachen waren der durch die neuen Rahmenbedingungen bedingte Investitionsstau bei Kraftwerken und im Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Aber bereits im Winter 2000/2001 mussten bis Anfang April 36 kritische Situationen der Stufe 3 mit Stromausfällen und Lastabschaltungen hingenommen werden [4. in dem ein vom Bundesstaat unabhängiger ISO (Independent System Operator) gegründet wurde. Der ISO erstellt jeweils vorab Vorhersagen über die erwartete Last. Kalifornien ist der erste Bundesstaat in den USA.5%) werden Lastabschaltungen vorgenommen.12.2. im Dezember 2001. mit dem Konkurs des „Stromriesen“ Enron./26. Das Hauptproblem sind Versorgungsengpässe.29: Anteil der Windenergie an der erzeugten Leistung am 25.

Auch in den folgenden Jahren kam es zu einer Vielzahl kleinere Blackouts und BeinaheBlackouts in Folge ungewöhnlicher Wetterereignisse oder Störungen an der Netzinfrastruktur. Die Sicherstellung des Gleichgewichts zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch ist Hauptaufgabe des Übertragungsnetzbetreibers (ÜNB).2. dass geringe Schwankungen in Produktion Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.01. Trotz hoher Lastzuwächse und Außerbetriebnahme zweier Kraftwerke. Einen vorläufigen Höhepunkt erlebte die Versorgungskrise am 4.2.11. 4.9. Am 25.3 GW aus Windkraftanlagen – von Nordosteuropa nach West. In Folge der geplanten Abschaltung der Höchstspannungsleitung über die Ems kam es zur Überlast an weiter südlich gelegenen Leitungen.6]. 10 GW – davon 3.4. als beim Blackout in New York am 14. 4. Die automatischen Schutzeinrichtungen schalteten die überlasteten Leitungen ab.2. Zudem ist die Verfügbarkeit des veralteten Kraftwerkspark gering. Andererseits muss der produzierte Strom auch zeitgleich genutzt werden. dass stets die notwendige Elektrizität zur Verfügung gestellt werden kann. Dänemark und Südschweden waren über 4 Millionen Einwohner betroffen.3 Kriterien für die Versorgungssicherheit Strom steht prinzipiell nur in den Mengen zur Verfügung.2006 brachen Hochspannungsleitungen unter einer zu hohen Schneelast zusammen und unterbrachen im Münsterland die Stromversorgung von 250 000 Einwohnern für fünf Tage.2003 60 Millionen Einwohner in den USA und Teilen Kanadas für bis zu zwei Tage von der Stromversorgung abgeschnitten waren. Die Folge waren europaweite Blackouts von denen 15 Millionen Menschen betroffen waren [4.und Südeuropa übertragen. worauf der Stromfluss in ganz Europa aus den Fugen geriet. Zum Zeitpunkt der Abschaltungen wurde eine Überkapazität von ca.2003 ein Blackout der ganzen italienischen Halbinsel für über 50 Millionen Einwohner für bis zu zwei Tage die Stromversorgung unterbrach. Dennoch zeigte das Ereignis. London. bevor am 28. in denen er im selben Moment erzeugt wird. Das UCTE Netz zerfiel in drei Teilbereiche mit Überfrequenzen im Nordosten und Unterfrequenzen in Südost.8. Zwar konnte das Netz in überaus kurzer Zeit nach weniger als zwei Stunden wieder stabilisiert werden.11.2. Aufbauend auf Lastprognosen muss er dafür sorgen.2 Blackouts und Engpassereignisse Im Jahr 2003 eskalierte die Versorgungssituation in Nordamerika. 55% der in Kalifornien vorhandenen Kraftwerke sind über 30 Jahre alt.2006.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 309 Übertragungsnetz und hohe Lastzuwächse der boomenden Wirtschaft.15 16:04 . wurden über 10 Jahren keine größeren Kraftwerke in Betrieb genommen. Von den Blackouts in Helsinki. Auch in Europa war das Jahr 2003 von Stromausfällen gezeichnet. Wesentlicher Vorteil des Wechselstromnetzes ist. wie labil auch das europäische Verteilnetz auf Grenzsituation mit hohen Windlasten reagiert.und Südwesteuropa. als in den Abendstunden die planmäßige Abschaltung einer Höchstspannungsleitung über die Ems die Passage des Kreuzfahrtschiffes „Norwegian Pearl“ ermöglichen sollte.

Durch die verringerte Netzfrequenz sinkt also die Leistungsaufnahme der Verbraucher und es stellt sich ein neues Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch ein. Die Wellenenergie synchronisierter Turbomaschinen wirkt der Minderung der elektrischen Leistung entgegen. Werden von den Asynchronmotoren Pumpen oder Gebläse angetrieben. und 3. im gesamten Netz messbares Maß für die Leistungsbilanz zwischen Erzeugung und Verbrauch [4. Die Schwungmassen der zugeschalteten Turbosätze im Verbundnetz werden durch die zusätzlich abgeführte Leistung verstärkt gebremst und die Netzfrequenz sinkt. indem kurzfristig Leistungsreserven von bereits produzierenden Kraftwerken und Reserve-Kraftwerken aktiviert werden.310 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme und Verbrauch akzeptiert werden können.B. Frequenzkennlinie eines Verbundnetzes Die Frequenzänderung in einem Verbundnetz errechnet sich aus dem Leistungsdefizit zwischen erzeugter Leistung PE und der Nennleistung aller zugeschalteten Verbraucher bei der Nennfrequenz von 50 Hz und einer Netzkonstante oder Netzleistungszahl λN ∆P λN = V ∆f aus ∆P P − PV ∆f = V = E mit ∆f λN PE PV λN λN Frequenzänderung in [s-1] Netzkonstante [kW·s] erzeugte Leistung [kWel] verbrauchte Leistung [kWel] Eine Änderung des Gleichgewichts zwischen Erzeugung und Verbrauch führt also zum Einbruch der Frequenz. deren Wirkleistungsaufnahme unabhängig von der Netzfrequenz ist. z. durch einen Kraftwerksausfall. reduziert sich deren Wirkleistungsaufnahme sogar in der 2.53]. Frequenzgeregelte Motoren mindern ihre Leistung jedoch nicht und tragen somit nicht zur Minderung der Leistungsaufnahme des Verbundnetzes bei. Kurzfristige Leistungsdefizite führen daher nicht nur zu einem Spannungseinbruch. Potenz mit der Netzfrequenz. Im Gegensatz zu den ohmschen Verbrauchern. Die Frequenz ist daher ein eindeutiges. Ohmsche Verbraucher reduzieren ihre Leistung nur aufgrund der mit der Frequenz reduzierten Spannung. Zudem reduziert sich mit abnehmender Frequenz die Leistungsaufnahme der Verbraucher. sondern vor allem zu einer Minderung der Netzfrequenz. Dies gibt dem Lastverteiler die Möglichkeit auf den Frequenzeinbruch zu reagieren.15 16:04 . führt dies zu einem kurzfristigen Einbruch der Netzspannung. Wird ein Verbraucher zugeschaltet oder reduziert sich. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Zudem wird die Frequenzänderung durch Erzeuger und Verbraucher gedämpft. die erzeugte Leistung.01. ist die Leistungsaufnahme von Asynchronmotoren linear von der Frequenz abhängig.

Danach muss zusätzliche Leistung vom Netzbetreiber bereitgestellt werden. Ziel der Netzregelung muss es sein. Der Übertreibungsnetzbetreiber vereinbart dazu mit regelfähigen Kraftwerken ein Sekundär- Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme Leistung Leistungsdefizit ∆P erzeugte Leistung PE Abb.67]. Auch die Sekundärregelung wird automatisch aktiviert. dass innerhalb der ersten Sekunden nach dem Eintreten einer Störung eine Leistungssteigerung der gerade betriebenen Kraftwerke den Frequenzeinbruch mindert. Der vom Verband der Netzbetreiber verfasste Transmission Code 2007 schreibt vor. sobald die Netzfrequenz sinkt. dass Dampfkraftwerke im UCTE-Netz ihre Leistungsabgabe grundsätzlich innerhalb von 5 Sekunden um 2. Davor forderte die Deutsche Verbundgesellschaft (DVG) sogar.2.01. Zusätzliche Leistung kann in Dampfkraftwerken kurzfristig durch Öffnen der Regelventile. durch die Abschaltung von Vorwärmern oder durch einen Kondensatstopp erreicht werden (Kap. 4.5% und innerhalb von 30 Sekunden um 5% steigern können [3. die geforderte Zusatzleistung in den ersten Sekunden nach einem Spannungseinbruch bereitzustellen. den maximalen Frequenzeinbruch beispielsweise beim Ausfall eines größeren Kraftwerks so klein wie möglich zu halten.15 16:04 .2.30: Statische Frequenzkennlinie eines Verbundnetzes 4.Nennleistung der Verbraucher PV 50 Hz Frequenzänderung∆f 311 Ne tzk en nli nie Frequenz 4. dass sich alle Erzeugungseinheiten mit einer Leistung von mehr als 100 MWel an der Primärregelung beteiligen müssen und bei einem Frequenzabfall innerhalb von 30 Sekunden 2% ihrer Nennleistung zusätzlich für mindestens 15 Minuten bereitstellen müssen [4. also von der kurzzeitigen Speicherwirkung des Netzes ab. Der Frequenzeinbruch wird zunächst durch die Trägheit der Turbosätze der Kraftwerke gedämpft. Die Stärke eines Frequenzeinbruches hängt von der Trägheit.5). Die Primärregelung stellt sicher. 4. 4. In Abb.2. Diese „rotierende Reserve“ ist geeignet.4 Sicherstellung der Reserveleistung und Regelenergie Zuständig für die Frequenzhaltung und die Sicherstellung der Regelleistung sind die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB). Die Primärregelung wird automatisch von den Kraftwerken bereitgestellt.15].31 ist das berechnete Frequenzverhalten eines Netzes an einem Kraftwerksstandort nach Ausfall eines 1300 MW-Kraftwerks dargestellt.

oder Spitzenlastkraftwerke. Für die Sekundärregelung werden vor allem Pumpspeicherkraftwerke und Gasturbinen eingesetzt.3).15 % der Netzlast. Wird die Netzfrequenz weiter unterschritten. Den Investitionskosten steht eine geringe Anzahl von Volllaststunden gegenüber. wird das dynamische Verhalten großer Verbundnetze mit geeigneten Rechenprogrammen kontinuierlich simuliert [4. Bei solchen Großstörungen wird dann ein gezielter Lastabwurf oder die Entkopplung des Verbundnetzes notwendig.5 Hz. Unterschreitet die Netzfrequenz 47. Stufe 5: 47. Wesentliches Problem ist dabei die geringe Auslastung der Reserve. dass beispielsweise nach einem Kraftwerksausfall Frequenzschwankungen im gesamten Verbundnetz entstehen. wie das Zuschalten von Pumpspeicherkraftwerke und der Kondensatstopp bei Dampfkraftwerken.2: 5-Stufen-Plan zur Beherrschung von Großstörungen mit Frequenzeinbruch [4.67] ist dazu ein 5-Stufenplan festgelegt. oft nur in im Sekunden.10]. Besonders geeignet sind hier Gasturbinenkraftwerke.26]. reicht die Frequenz für den Antrieb von Pumpen und Hilfseinrichtungen nicht mehr aus und das Verbundnetz wird vollständig in Teilnetze aufgetrennt [4.15 16:04 . Auch die Sekundärregelung wird unmittelbar nach Eintritt einer Störung automatisch aktiviert und muss so lange verfügbar bleiben. Tab.7 Hz Unverzögerter Lastabwurf von weiteren 10 . Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. um das Regelband der automatischen Sekundärregelung wieder für neue Regelvorgänge verfügbar zu machen.8 Hz muss der Lastverteiler bereits alle verfügbaren Reserven aktivieren. Stufe 3: 48. 4. 4. Stufe 4: 48. die in der Lage sind. die zu hohen spezifischen Stromgestehungskosten führen (siehe Kap. die sich bei ungünstigen Lastverhältnissen überlagern und zu kritischen Situationen führen können. bis weitere Reserven verfügbar sind. Stufe 2: 49. also zusätzliche Kraftwerke ans Netz gehen. werden gezielt Verbrauchergruppen und Netzteile abgeschaltet.15 % der Netzlast. Die Anforderungen an Höhe und Dynamik für die Sekundärregelreserve kann der Übertragungsnetzbetreiber individuell mit den Anbietern der Regelleistung vereinbaren.oder Minutenbereich Zusatzleistungen bereitstellen können. Abwurf von Pumpen.4 Hz Unverzögerter Lastabwurf von weiteren 15 . Die Bereitstellung dieser Reserveleistung ist allerdings mit hohen Kosten verbunden. im Minutenbereich hohe Leistungen einspeisen zu können. müssen bei länger anhaltenden Defiziten Reserveleistungen abgerufen werden. Um ein mögliches Auftreten derartiger Ereignisse rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden.67] Netzfrequenz Maßnahme Stufe 1: 49.5 Hz Abtrennen aller Erzeugungsanlagen vom Netz. aber auch besonders ausgestattete Dampfkraftwerke oder virtuelle Kraftwerke.01. Bei einem Absinken der Netzfrequenz auf 49. Da kurzfristige leistungssteigernde Maßnahmen. Das Regelverhalten der im Netz gekoppelten Kraftwerke und Stromverbraucher kann dazu führen.312 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme regelband. Im TransmissionCode 2007 [4. Bei länger anhaltenden Störungen werden die Minutenreserve aktiviert.20 % der Netzlast.8 Hz Alarmierung des Personals und Einsatz der noch nicht mobilisierten Erzeugungsleistung auf Anweisung des ÜNB.0 Hz Unverzögerter Lastabwurf von 10 .

3 Lastmanagement und Anlageneinsatzplanung 4. die für die Reservehaltung oder nur stundenweise eingesetzt werden. 4. müssen deshalb meist auch im Stillstand auf Temperatur gehalten werden.1 Lastprognosen und Einsatzoptimierung Die Sicherstellung der Qualität der Stromversorgung.01.98 49. Dampfkraftwerke.97 49. 4.3. Besonders bei Dampfkraftwerken ist der Energieaufwand für das Erreichen der Betriebstemperatur sehr hoch. Dadurch erhöhen sich wiederum die Wartungs.2.4.2. Ein weiterer Kostenfaktor für die Besicherung von Kraftwerksleistungen ist die Verkürzung der Lebensdauer der Kraftwerkskomponenten. insbesondere die Verfügbarkeit und die Stabilität von Spannung und Frequenz.99 Frequenzeinbruch ∆f 49. Hohe thermische Spannungen. Der Netzbetreiber entscheidet durch seine Anlageneinsatzplanung über die Versorgung mit stabiler Frequenz Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.96 49.01 Sollfrequenz Netzfrequenz in 1/s 50.15 16:04 . führen zu einer hohen Belastung des Gefüges der Werkstoffe und mindern dadurch die zulässige Betriebsdauer der Bauteile.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 313 KraftwerksAusfall 50. um einerseits die Anfahrzeiten zu verkürzen und andererseits den Energieverbrauch für das Anfahren zu mindern.und Instandhaltungskosten.31: Frequenzverhalten eines Verbundnetzes nach dem Ausfall eines 1300 MW Kraftwerkes [4. denen beispielsweise Gasturbinenschaufeln und Überhitzerheizflächen ausgesetzt sind.20] Auch das An. genießt also höchste Priorität.und Abfahren von Kraftwerken ist mit hohen Kosten verbunden.95 -20 0 20 40 60 80 Sekunden Abb.00 49.

01.und Abfahrverhalten und das Laständerungsverhalten. also deren Teillastverhalten.32: Typischer Anlageneinsatzplan der Stadtwerke München [3. den Stromverbrauch aufgrund von Erfahrungswerten möglichst genau zu prognostizieren und einen kostenoptimalen Anlageneinsatzplan zu erstellen. Auf deutlich geringerem Niveau verläuft der Tageslastgang an Samstagen und Sonntagen. Das Kohlekraftwerk muss dagegen nachts in Teillast betrieben werden. 4. Wichtig ist dabei die Leistungscharakteristik der einsetzbaren Anlagen. also zwischen 2 und 5 Uhr morgens erhöht. Entscheidend sind aber vor allem die verbrauchsgebundenen Kosten einer Anlage. da hier industrielle Verbraucher fehlen. indem er auf Basis von Lastprognosen. Anlagen mit schlechten Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Der Stromverbrauch reduziert sich wieder im Tagesverlauf und bildet ein kleines Maximum in den Abendstunden. Mit Pumpspeicherkraftwerken wird der Strombedarf in Schwachlastzeiten. Die so gespeicherte Energie kann schließlich in der Mittagsspitze gezielt abgerufen werden. 4.und Kernkraftwerke gedeckt. ein Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch sicherstellt. Der Tageslastgang ist gekennzeichnet von einem starken Anstieg des Stromverbrauchs am Morgen bis zum maximalen Stromverbrauch zwischen 1000 und 1300 Uhr am Mittag. An.314 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme und Spannung.15 16:04 . also letztlich der Wirkungsgrad und die Kosten für den eingesetzten Brennstoff.32 ist ein typischer Tageslastgang eines großen Stadtwerkes dargestellt. Die Grundlast wird im Beispiel durch Laufwasser.104] Aufgabe des Lastverteilers ist es. 1200 Leistungsabgabe Leistung [MW] Pumpspeicher1000 kraftwerke 800 Leistungsaufnahme Fremdbezug 600 400 200 Kohlekraftwerk (Steinkohle) Gasturbine Kernkraftwerk Isar 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 Laufwasserkraftwerke Uhrzeit Abb. In Abb. Das Fehlen industrieller Verbraucher führt auch schon am Freitagnachmittag zu einer deutlich reduzierten Stromabnahme.

wenn Anlagen eingesetzt werden. Die Langfristplanung berücksichtigt Zeiträume zwischen einigen Monaten und einigen Jahren. dass Strombedarfsspitzen auch durch den Bezug von anderen Stromerzeugern aus dem Verbundnetz gedeckt werden können und im Gegenzug die Abschaltung eigener Grundlastkraftwerke durch den Verkauf von Strom. da sie in wenigen Minuten an.und Strombezugsverträge.und abgefahren werden können.104]. 4.2 Voraussetzungen für Lastmanagement und Anlageneinsatzplanung Um ein Online-Lastmanagement oder die Anlageneinsatzplanung effektiv einsetzen zu können.3. Wind und Sonne sind überwiegend Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Die Nutzung dieser Möglichkeiten erfordert eine zentrale Steuerung der Anlagen mit geeigneten Software-Lösungen. Diese Flexibilität kann vom Lastverteiler gezielt eingesetzt werden.15 16:04 . beispielsweise am Spotmarkt. Sie liefert die Basis für Entscheidungen über Revisionen und die Planung langfristiger Stromliefer. also mit hohen An. kurzfristig die Wärmeerzeugung zugunsten einer erhöhten Stromerzeugung reduziert werden kann.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 315 Lastwechseleigenschaften. Sie bieten sich vor allem dann an. Die Kurzfrist-Planung oder Tageseinsatzplanung zielt auf die optimale Organisation und den optimalen Einsatz der Einzelanlagen eines bestehenden Kraftwerksparks.4. In gewissen Grenzen ist dies beispielsweise bei regenerativen Energiequellen wie Wind oder Photovoltaik gewährleistet. Gasturbinenanlagen zeichnen sich dagegen nicht nur durch deutlich geringere spezifische Investitionskosten aus. Für die Langfristplanung sind bereits mehrere Software-Systeme kommerziell verfügbar. deren Leistungscharakteristik von Haus aus gut den Lastanforderungen entspricht. z.und Abfahrvorgänge zu vermeiden. vermieden werden kann.01. Ziel der Anlagenplanung ist es dabei. bei Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen mit flexibler Stromkennzahl. Ein weiteres Optimierungspotential ist dadurch gegeben. wenn. wie Kern. um die variablen Kosten eines Kraftwerksparks durch eine optimierte Anlageneinsatzplanung zu minimieren. werden aufgrund ihrer geringen Brennstoffkosten meist in der Grundlast eingesetzt. Im einfachsten Fall ist dies dann gewährleistet.und Abfahrzeiten und -kosten.und Kohlekraftwerke. um Strombezugsspitzen und damit hohe Leistungspreise zu vermeiden [4. kostengünstige Grundlastkraftwerke mit möglichst hoher Anlagenauslastung kontinuierlich einzusetzen und An. Online-Lastmanagementsysteme kommen bevorzugt in dezentralen Anlagen zum Einsatz.B. Kurzfristplanung oder Tageseinsatzplanung) und für die MomentanOptimierung (Online-Lastmanagement) [3. sondern sind auch deutlich flexibler einsetzbar. Man unterscheidet Systeme für die Anlageneinsatzplanung (Langfristplanung. oder wenn durch kurzzeitiges Abschalten einiger Großverbraucher Verbrauchspitzen.57]. Risiken von Kraftwerksausfällen und Prognoseunsicherheiten sowie aktuelle Bedingungen des Spotmarktes. müssen die technischen Voraussetzungen für einen flexiblen Anlageneinsatz im erforderlichen Umfang gegeben sein. Diese Systeme berücksichtigen zunehmend auch Wettervorhersage. vermieden werden können. die hohe Leistungspreise verursachen würden.2. Diese Systeme vergleichen dazu die entstehenden Betriebskosten und optimieren diese mit mathematischen Algorithmen.

B. die es dem EVU ermöglichen. bei denen die Wärmeerzeugung kurzfristig zugunsten der Stromerzeugung reduziert werden kann.2. der notwendig ist. Wichtig für Anlageneinsatzplanung und Lastmanagement sind außerdem die Leistungscharakteristik und Wirkungsgrade im Teillast.4) besonders geeignet für einen flexiblen Anlageneinsatz. durch leistungssteigernde Maßnahmen kurzfristig zusätzliche Leistung bereitzustellen.7). In Verbindung mit zuverlässigen Wetterprognosen kann diese Eigenschaft bei der Anlageneinsatzplanung und bei der Ausbauplanung berücksichtigt werden und so den Bau investitionsintensiver Mittellastkraftwerke zugunsten von günstigeren Spitzenlastkraftwerken vermeiden. die Besicherung von Windparks bei ungünstigen Wetterbedingungen ist allerdings nur wenige hundert Stunden im Jahr notwendig. da sowohl die Leistung als auch der Wirkungsgrad mit zunehmender Außentemperatur absinkt. bestehende Möglichkeiten zur Energiespeicherung zu nutzen. Diese Option Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Aufgrund der hohen Speicherfähigkeit von Wärmenetzen können diese Anlagen die Wärmeauskopplung kurzfristig zugunsten der Stromproduktion reduzieren. Interessant kann es schließlich auch sein. Für den Kunden reduzieren sich dafür die Strombezugskosten.und „Off-Design-Betrieb“ der eingesetzten Anlagen. Zwar sind Wind und Sonne nicht täglich gleichermaßen verfügbar. Speicherheizungen oder auch von Waschmaschinen und Wäschetrocknern gezielt in Schwachlastzeiten verlagert werden. 4. Auch für Haushalte und Kleinverbraucher bieten sich derartige Maßnahmen an. Durch Stromwertampeln und Stromwertschalter kann beispielsweise der Betrieb von Kühlgeräten. ohne dass dabei der Komfort des Endkunden wesentlich beeinträchtigt wird [4.6). Entsprechend sind Anlagen mit einem günstigen Teillastverhalten (Kap. Besonders interessant sind daher Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen.2. Ein Beispiel hierfür sind Gasturbinenanlagen mit Ansaugluftkühlung. 4. 4. Spitzenlastkraftwerke werden naturgemäß oft nur im Teillastbereich eingesetzt. beispielsweise in den Sommermonaten die erzeugte Wärme zu verwerfen. um Versorgungsengpässe oder hohe Kosten für Reserveleistung zu reduzieren. da sie nur den Stromanteil erzeugen. kurzfristig Leistungsreserven zu aktivieren (siehe Kap. Die einfachste Maßnahme sind Stromlieferverträge. Die dritte Option sind Energiesysteme mit günstigen Laständerungseigenschaften. sind schließlich gezielte Abschaltungen und Lastverlagerungen. Gasturbinen weisen besonders in den Sommermonaten eine ungünstige Leistungscharakteristik auf.01. vor allem in der Mittagszeit verfügbar und tragen besonders zur Deckung der Mittagsspitze bei. in der Mittagsspitze. ohne dass der Wärmeverbraucher ein Absinken von Raumtemperaturen oder Prozesstemperaturen registriert (siehe Kap. Großverbraucher gezielt abzuschalten. um das Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch sicherzustellen. wenn dadurch stillstehende Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen kurzfristig zur Deckung von Strombedarfsspitzen eingesetzt werden können. ohne dass die Wärmeversorgung wesentlich beeinträchtigt wird. So erlauben beispielsweise Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen mit flexibler Stromkennzahl in vielen Fällen eine kurzfristig erhöhte Produktion von Strom. Eine weitere Option. also z. die beispielsweise die Möglichkeit aufweisen. Die Ansaugluft-Kühlung ist besonders geeignet. um die ungünstige Leistungscharakteristik der Gasturbinen zu verbessern oder bei hohen Außentemperaturen.45].316 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme tagsüber.15 16:04 . Ein hohes Potential für die Flexibilisierung der Stromerzeugung besteht auch darin.2.

15 16:04 . die zur Frequenzstützung eingesetzt werden.oder Dampfmassenströmen reduzieren sich entsprechend das Druckgefälle und gleichzeitig die Leistung einer Turbine: Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. wenn ein System nicht im Auslegungspunkt betrieben wird.oder Dieselmotoren. und der gewählten Betriebsweise ab.4.1 Teillast und „Off-Design“-Betrieb von Energiesystemen Das Teillastverhalten eines Energiesystems ist in zweierlei Hinsicht wichtig. wenn die Randbedingungen.2 Teillastverhalten einzelner Komponenten Teillastverhalten von Turbinen Das Teillastverhalten von Turbinen wird im Wesentlichen dadurch bestimmt. die von den Auslegungsbedingungen. Besonders Spitzenlastkraftwerke und Kraftwerke. dass sich das Druckgefälle an der Turbine entsprechend dem durchströmenden Massenstrom einstellt.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 317 kann vor allem genutzt werden.4 Energiesysteme mit günstigem Teillastverhalten 4.01. Bei niedrigeren Rauchgas.3) oder um sogenannten ‚virtuelle Kraftwerke’ zu realisieren (siehe Kap. um die Anlagenauslastung von Kraft-Wärme-KopplungsAnlagen zu erhöhen (siehe Kap.2.2.4. Dies ist zum Beispiel schon dann der Fall. Beim klassischen Teilastbetrieb ist diese Leistungsreduktion ja Ziel der Fahrweise.2.3.8). Unter der Bezeichnung Teillastverhalten oder „Off-Design“-Verhalten wird auch das Verhalten eines Systems bei Randbedingungen verstanden. 4. wenn beispielsweise im Inselbetrieb die nicht benötigte Leistung nicht an ein Verbundnetz abgeführt werden kann. Zum einen ändert sich im Teillastbereich der thermodynamische Wirkungsgrad von Energiesystemen. nicht den bei der Auslegung zugrunde gelegten Bedingungen – den ISO-Bedingungen mit 15 °C und 1013 mbar – entsprechen. oder wenn in großen Netzen aufgrund vertraglicher Randbedingungen der Absatz des Stromes limitiert ist. kann sich der thermodynamische Wirkungsgrad aber auch erhöhen.2. 4. beispielsweise bei Brennstoffzellen oder bei Feuerungen mit reduzierter Rücklauftemperatur. In jedem Fall hängt die Änderung des thermodynamischen Wirkungsgrades aber vom Zusammenwirken mehrerer Komponenten eines Energiesystems. 4. In einigen Fällen. Neben dem thermodynamischen Wirkungsgrad kann sich im Off-Design-Betrieb auch wesentlich die Leistung eines Energiesystems verändern. 4. wie beispielsweise bei Otto. wie die Außentemperatur oder der Luftdruck. beispielsweise des Dampferzeugers und der Dampfturbine. den sogenannten ISO-Bedingungen abweichen.4. Kraftwerke werden die meiste Zeit nicht im Auslegungspunkt betrieben. Auch veränderte Umgebungsbedingungen wirken sich nicht nur auf den Wirkungsgrad. Meist reduziert sich dieser Wirkungsgrad. müssen naturgemäß die meiste Zeit im Teillastbereich gefahren werden. sondern auch auf die Leistung der Arbeitsmaschine aus.

errechnet sich die innere Leistung der Turbine aus den Dampfmassenströmen und dem Enthalpiegefälle in den einzelnen Turbinenstufen. Da auch der Austrittsdruck stets durch den Kondensator vorgegeben ist. In der Realität wird bei Dampfturbinen meist nur der Massenstrom reduziert.und Austrittsdruck im Auslegungspunkt in [bar] Druckverhältnis bei Teillast Druckverhältnis im Auslegungspunkt Bei Turbinen kann die Reduzierung der Leistung prinzipiell auf zwei Arten erfolgen. stellt sich der Frischdampfdruck am Turbineneintritt entsprechend der Durchströmung ein: Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. vor allem vom Kondensatordruck aufgeprägt. Teillastverhalten des Dampfkraftprozesses Wie oben beschrieben.T der Turbine errechnet sich aus den Massenströmen und dem Enthalpiegefälle in den einzelnen Turbinenstufen. Das Druckgefälle in der Turbine wird schließlich vom durchströmenden Dampfmassenstrom bestimmt. Bei Teillast verringert sich der Massenstrom durch die Turbine. Zum einen kann das Enthalpiegefälle in der Turbine verringert werden und zum anderen kann der Massenstrom und damit auch der Druckverlauf entlang der Turbine gesenkt werden.0    mit  m m 0 hein. paus. Pi . haus pein.und Austrittsdruck bei Teillast in [bar] Ein.318 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Änderung des Druckverhältnisses bei Teillast Die innere Leistung Pi.0 π π0 Massenstrom bei Teillast in [kg/s] Massenstrom im Auslegungspunkt in [kg/s] Enthalpie am Ein.15 16:04 .25] 2 p  1 −  aus  2 2  m   p ein  = 1 − π   = 2  m  1 − π0 2  0  p aus . und dem Massenstrom m Zusätzlich mindert sich das Druckverhältnis an einer Turbine bei verringertem Massenstrom entsprechend der Gleichung [2.0   1−  p ein.01. p )  . p ) − haus (T .0.und Austritt in [kJ/kg] Ein. paus pein.T = ∑ m ⋅ ∆h mit der von der Temperatur und dem Drücken abhängigen Enthalpiedifferenz ∆h = hein (T . Die abgegebene Leistung könnte also entweder durch die Verringerung des Enthalpiegefälles oder durch die Verringerung des Dampfmassenstromes reduziert werden. Das Enthalpiegefälle in der Turbine wird bei gegebener Frischdampftemperatur vom Austrittsdruck.

0 m 0 mit  m m 0 pein.0 pein = m 0 ⋅ 1 − ( paus pein ) 2 ( 1 − paus . sinkt auch die Speisewassereintrittstemperatur.01.und Austrittsdrücken bei Volllast bestimmt werden [2. Ist der Austrittsdruck im Teillastbetrieb paus.34 und Abb.0 ( 1 − paus .0 Massenstrom bei Teillast in [kg/s] Massenstrom im Auslegungspunkt in [kg/s] Ein. um den Druck im Dampferzeuger aufrecht zu Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Der verringerte Eintrittsdruck kann dadurch realisiert werden.und Austrittsdruck bei Teillast in [bar] Ein. Da sich bei beiden Maßnahmen mit dem Frischdampfdruck auch alle Anzapfdrücke reduzieren. paus.0 pein. geringerem Exergieverlust abläuft. dass der Frischdampfdruck nach dem Dampferzeuger durch eine thermodynamisch ungünstige Drosselung des Dampfstromes am Turbineneintritt eingestellt wird (Festdruckregelung).35 dargestellt. Vor allem bei modernen Zwangdurchlaufdampferzeugern wird dagegen auch der Druck im Dampferzeuger entsprechend dem Turbinen-Eintrittsdruck reduziert (Gleitdruckregelung). dass der Frischdampf anschließend adiabat gedrosselt werden muss.15 16:04 .0 durch den Kondensator vorgegeben. Sowohl die Reduzierung der Frischdampfparameter.0. 4. 4.4. Dieser Vorteil wird aber dadurch kompensiert.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 319 Änderung der Leistung einer Turbine bei Teillast Der Dampfdruck am Turbineneintritt wird durch den Dampfmassenstrom aufgeprägt und kann nach Stodola entsprechend dem Dampfkegelgesetz (‚elliptic law’) mit der Gleichung m m 0 = 1 − ( paus pein ) 2 pein ⋅ pein.0 ⋅ )2 Bei Kondensationsturbinen vereinfacht sich diese Gleichung wegen pA ≈ pA0 ≈ 0 zu pein = m ⋅ pein . dass die Wärmezufuhr im Dampferzeuger auf höherem Temperaturniveau und damit mit geringerer Entropieänderung bzw. Der Vorteil der Festdruckregelung besteht darin. Die Änderungen der Zustände sind in Abb.0 )2 aus den Ein.und Austrittsdruck im Auslegungspunkt in [bar] Neben der Änderung des Wirkungsgrades interessiert bei der Teillastrechnung vor allem die Änderung der thermodynamischen Zustände in jeder Komponente.25]. erhält man den sich einstellende Dampfdruck am Turbineneintritt iterativ aus der Gleichung m ⋅ pein. als auch die geringere Speisewasservorwärmung wirken sich natürlich negativ auf den Gesamt-Anlagenwirkungsgrad aus. paus pein.0 pein.

01. pFD = const. der – zusätzlich zum geringeren Druckniveau – den spezifischen Eigenbedarf der Speisewasserpumpe mindert. Bei großen Kraftwerken mit sehr hohen Frischdampfdrücken überwiegen die Verluste des Festdruckbetriebs.s-Diagramm Dass sich der Wirkungsgrad bei der Festdruckregelung gegenüber der Gleitdruckregelung trotz der Exergieverluste der adiabaten Drosselung des Frischdampfes durch die Regelventile nur unwesentlich ändert. dass das mittlere Temperaturniveau der Wärmezufuhr beim Gleitdruckbetrieb sinkt (Abb. 4. Bei der Gleitdruckregelung bleibt die Frischdampftemperatur unverändert. sinkt durch die Drosselung auch die Frischdampftemperatur. Da sich bei gleicher Frischdampfenthalpie mit abnehmendem Druck auch die Frischdampftemperatur reduziert. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.1 bar 0 1 2 3 4 5 0. 4.320 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme erhalten. Dadurch stellt sich ein etwas geringerer Dampfmassenstrom ein. Durch den niedrigeren Druck ist die Frischdampfenthalpie gegenüber dem Auslegungsfall leicht erhöht. liegt vor allem daran.33).33: Volllast und Teillast eines Dampfkraftwerks mit Festdruck-Regelung (links) und Gleitdruck-Regelung (rechts) im T. Die sich dadurch bei der Wärmeübertragung im Dampferzeuger einstellenden Exergieverluste sind bei kleineren Kraftwerken in derselben Größenordnung wie die Verluste durch die Drosselung.1 bar 6 Entropie des Arbeitsfluids s in kJ/kgK 7 8 0 Teillast 1 2 3 4 5 6 7 8 Entropie des Arbeitsfluids s in kJ/kgK Abb. Aufgrund der verringerten Leistung steigt auch der auf die Gesamtleistung bezogene Eigenbedarf der Speisewasserpumpe geringfügig.15 16:04 . 800 pFD sinkt 700 Temperatur t in °C 600 500 400 60 bar 300 60 bar 20 bar Volllast 200 100 0 0.

58 24.15 16:04 .73 1.000 Leistung: 5000 kW  4000 kW 5.933 mass[kg/s] h[kJ/kg] p[bar] t[°C] Abb.176 Frischdampfdruck Frischdampftemperatur 5.7 2 120.823 2 1.31 511.0927 2 -48.2 96.23 mass[kg/s] h[kJ/kg] p[bar] t[°C] Abb.00 500.08 399.176 3422.9 % 1309 7.35: Änderung der Frischdampfzustände an einer Gegendruckturbine bei Gleitdruckregelung Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.00 bar Druck an der Hochdruck-Anzapfung 30 bar  25.123 2 504.08 189.207 25 el. 4.4 %  1.123 49.933 406.7 120.8 5.71 kg/s 7.58 0.4 %  1.9 kW  48.176 504.04 °C 7.7 %  20.22 3239.01 elektrischer Wirkungsgrad 2785.4.7 kW 1.25 2785.5 % 5.08 399.00 bar Frischdampfmassenstrom 8.31 1.23 Gegendruck im Heiznetz 5.123 49.176 513.8 2 154.123 49.22 806.04 7.4.2 Eigenbedarf Speisewasserpumpe 72.66 2 154. Leistung: 5000 kW  4000 kW 2.23 2 96.956 2777.5 158.8 406.31 500.00 bar °C elektrischer Wirkungsgrad 20.2 7.31 3434.01.864 2777.123 49.5 158.00 °C 7.49 189.23 96.5 500 216.51 5.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 321 Frischdampftemperatur 500°C  495 °C Frischdampfdruck: 60 bar  49.864 406.23 3239.9 kW  59.49 1.65 2 154.936 804.09202 2777.25 3250.31 7.49 494.7 404.00 bar 7.916 2 3250. Wirkungsgrad: 21.35 kW 1.49 bar Frischdampfenthalpie 3422 kJ/kg Betriebsdruck des Dampferzeugers: 60 bar 7.34: Änderung der Frischdampfzustände an einer Gegendruckturbine bei Festdruck-Regelung Frischdampftemperatur 500°C Frischdampfdruck: 49.49 189.7 404.08 189.8 25.7 404.12kg/s 49.8 96.123 49.207 24 2785.65 60.2 % 7.05 5.916 25 926.35 5.51 5. 4.0 % Frischdampfdruck Frischdampftemperatur bar 1309 7.8 25. Wirkungsgrad: 21.71 kg/s 7.49 bar 60 bar  49.00 21.65 1.8 bar 5.25 Gegendruck im Heiznetz 1.31 3434.5 500 7.176 3422.49 MW el.51 1.18kg/s 216.936 7.22 806.49 121.8 bar -59.2 1.8 25.176 3422.823 1.31 el.5 158.5 500 49.49 1.63 60 216.19 0.78 el.08 bar 7.823 2 804.31 Frischdampfenthalpie 3422 kJ/kg 3436 kJ/kg Betriebsdruck des Dampferzeugers: 60 bar  49.67 Eigenbedarf Speisewasserpumpe 72.09 216 3250.7 %  21.2 60 500 49.2 60 500 Frischdampfmassenstrom 8.02 60 121.956 3239.90 % 4061 Druck an der Hochdruck-Anzapfung 30 bar  25.31 3434.864 406.207 25 7.08 399.8 25.123 25 bar °C % 4061 25.176 926.

Dadurch dass durch die Netzfrequenz die Generatordrehzahl und damit auch die Drehzahl des Verdichters festgelegt ist. Daher ist es üblich. ist auch der vom Verdichter geförderte Volumenstrom und damit der Massenstrom weitgehend konstant. Wie bei der Dampfturbine kann die Verringerung der Gasturbinenleistung wieder dadurch realisiert werden. Kleinere Turbinen ohne Leitschaufelverstellung können Teillast nur dadurch realisieren.15 16:04 . 120 100% Auslegungspunkt 80% 70% z. Dies liegt vor allem daran. Um die Änderung des Massenstromes zu realisieren. Dadurch mindert sich naturgemäß auch wesentlich der Wirkungsgrad der Gasturbine (Abb.01. werden bei großen Gasturbinen daher die Leitschaufeln am Verdichtereintritt verstellbar ausgeführt. Wirkungsgrad in % spezifischer Wärmeverbrauch in % vom Auslegungspunkt 90% Iso-Bedingungen: 15°C. Bei Turbinen mit Leitschaufelverstellung kann dagegen durch die Reduzierung des Luftmassenstromes im Verdichter auch im Teillastbereich die maximale Turbineneintrittstemperatur in der Brennkammer eingestellt werden (Abb. Wirkungsgrad 30% 20% 20 el. Der Wirkungsgrad ändert sich daher wenig. 1013 mbar 100 10% 0 0% 0 20 40 60 80 100 120 Generatorleistung Abb. 4. uch spe erbra ev rm Wä 80 60 40 60% 50% 40% el. dass das Teillastverhalten des Verdichters nur unzureichend genau modelliert werden kann. Erst bei sehr geringer Teillast muss auch bei großen Gasturbinen zusätzlich die Turbineneintrittstemperatur gemindert werden. dass entweder der Rauchgasmassenstrom reduziert wird oder das Enthalpiegefälle gemindert wird.36: Kennfeld für den spezifischen Wärmeverbrauch einer Gasturbine mit Leitschaufelverstellung Eine Reduzierung des Rauchgasmassenstromes ist allerdings konstruktiv nur aufwändig zu realisieren.322 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Teillastverhalten von Gasturbinenprozessen Deutlich problematischer als die Beschreibung des Teillastverhaltens einer Dampfturbine ist die thermodynamische Beschreibung des Teillastverhaltens von Gasturbinen. 4. 4. dass die Turbineneintrittstemperatur und damit das Enthalpiegefälle in der Turbine reduziert wird.37). das Teillastverhalten von Gasturbinen mit Kennfeldern zu beschreiben. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.38).

63 1.34 464. Wirkungsgrad 31.0 Turbinen-Eintrittstemperatur 1050 °C 15.4.39 kg/s Abb. 4.578 1203.232 40 18. .01.4468 .03 el.4 %  29.4439 .2  3.58 bar -4641 G 14.39 1.07 9.39 kg/s  14.47 bar -6482 G 18.44 11.4 %  30.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme mass[kg/s] h[kJ/kg] p[bar] t[°C] 0. Wirkungsgrad 31. Leistung: 5000 kW  4000 kW Brennkammerdruck 12 bar  11.18 Abgastemperatur 528 °C  565 °C Abb. 4.16. 316.013 15.47 61.013 615.197 15 Luftmassenstrom 18.0 % el.15 16:04 .232 40 14.8 % el.47 323 Luftüberschuss λ 3. Leistung: 5000 kW  4000 kW Brennkammerdruck 12 bar  9.07 1.578 61. .1 1050 el.84 1.63 326.1 946.37: Änderung der thermodynamischen Zustände in einer Gasturbine ohne Leitschaufelverstellung (Kleinanlagen) mass[kg/s] h[kJ/kg] p[bar] t[°C] 0.013 497.47 1066. 349. 11.013 15.2  3.93 9.38: Änderung der thermodynamischen Zustände in einer Gasturbine mit Leitschaufelverstellung (Großanlagen) Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.7 565.578 Luftüberschuss λ 3.8 Turbinen-Eintrittstemperatur 1050 °C  946 °C 18.197 15 18.84 11.39 360.66.51 Abgastemperatur 528 °C  464 °C Luftmassenstrom 18. 9.63 kg/s 15.

Dies ist insbesondere dann zu beachten.01. wenn der Verdichter mit ausreichendem Abstand zur Pumpgrenze betrieben wird. Die Pumpgrenze ist dadurch gekennzeichnet. Dagegen wird die Leistungsminderung bei Kleinanlagen ausschließlich durch die Reduzierung der Gasturbinen-Eintrittstemperatur und damit auch durch die Reduzierung des mittleren Temperaturniveaus der Wärmezufuhr erreicht.0 Entropie des Arbeitsfluids s in kJ/kgK Abb. also bei Großanlagen. nur geringfügig reduziert. dass sich das mittlere Temperaturniveau der Wärmezufuhr und damit der Prozesswirkungsgrad bei Gasturbinen mit Leitschaufelverstellung. 4. wie beim Cheng-CycleProzess die Leistung durch die Eindüsung von Wasserdampf erhöht werden soll. Durch den aussetzenden Luftmassenstrom sinkt in der Folge der Druck nach dem Verdichter wieder ab. ar 20 b 1000 800 ar maximale TurbinenEintrittstemperatur 1200 10 b ar 1400 5b Temperatur des Arbeitsfluids T in °C 1600 40 100 bar 1800 bar 2000 Teillast mit Reduzierung der Turbinen-Eintrittstemperatur 600 1b 400 Teillast mit Leitschaufel-Verstellung ar Volllast 200 0 6.39: Teillast eines offenen Gasturbinenprozesses im T.s-Diagramm wird deutlich.5 8.s-Diagramm Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.5 7. dass die Förderleistung des Verdichters bei zu hohem Gegendruck plötzlich einbricht.324 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Nach Stodola reduziert sich auch bei Gasturbinen im Teillastbereich der Druck in der Brennkammer. Die Injektion von Wasserdampf in die Brennkammer führt zur Erhöhung des Druckes in der Brennkammer und kann daher nur dann erfolgen. da eine optimale Umströmung der Verdichterschaufeln nicht mehr gewährleistet ist. bis die Förderung des Verdichters wieder einsetzen kann. Diese periodische Änderung der Förderleistung wird als ‚Pumpen’ bezeichnet und kann zu schweren Anlagenschäden führen. wenn.0 7.15 16:04 . Im T.

37 MW unwesentlich höher ist. Einfluss des Umgebungsdruckes Auch bei geringerem Umgebungsdruck reduziert sich die Dichte der Ansaugluft und damit der spezifische Verdichtereigenbedarf und der Ansaugluft-Massenstrom.15 16:04 . 4. 4. Eine geringere Dichte der Ansaugluft reduziert also nicht nur die spezifische Leistung des Joule-Prozesses.40). Einfluss der Umgebungstemperatur Am deutlichsten wird der Einfluss der Dichte der Ansaugluft bei der Betrachtung des Einflusses der Außentemperatur im T.8. als bei der Teillast mit Leitschaufelverstellung (9. 4.37 bis Abb. Wie oben beschrieben. Dies äußert sich auch in einer deutlich reduzierten Abgastemperatur im Vergleich zum Volllast-Fall oder im Vergleich zur Teillast mit Leitschaufelverstellung. Zudem reduziert sich bei gegebener Drehzahl der Gasturbine der Ansaugluft-Massenstroms und damit die Leistung der Turbine.28 MW) kann in einem nachgeschalteten Dampfkraftprozess oder Wärmeerzeuger nur ein deutlich geringerer Anteil der Abwärme genutzt werden. Abhängigkeit der Leistung und des Wirkungsgrades von Gasturbinenanlagen von den Umgebungsbedingungen Wirkungsgrad und Leistung von Gasturbinenanlagen unterliegen noch wesentlich stärker als der Betrieb von Dampfkraftwerken den am Standort vorliegenden Umgebungsbedingungen. Wesentlichen Einfluss auf beide Werte haben stets • Außentemperatur • Umgebungsdruck und • Luftfeuchtigkeit Der Einfluss dieser drei Parameter resultiert im Wesentlichen aus deren Einfluss auf die Dichte der Ansaugluft.40 dargestellt reduziert sich der Brennkammerdruck nicht nur durch den geringeren Umge- Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Obwohl die Abwärme im Abgas im Beispiel mit 9. Im T. Wie in Abb. dass bereits eine geringe Erhöhung der Umgebungstemperatur die vom Kreisprozess umschlossene Fläche. 4.01. Im ersten Fall erhöht sich im Beispiel (Abb.40 wird deutlich. Nicht berücksichtigt ist in den Abb.s-Diagramm des Gasturbinenprozesses (Abb.4.39 die Änderung der isentropen Wirkungsgrade von Verdichter und Turbine. 4. Gleichzeitig steigen die Abgastemperatur und der Luftüberschuss im Rauchgas. Von großer Bedeutung ist die Art der Teillast auch für die Nutzung der Abwärme.s-Diagramm kennzeichnet die durch einen Kreisprozess umschlossene Fläche dessen spez. Beide Parameter reduzieren den Prozesswirkungsgrad bei Teillast zusätzlich. Zusätzlich wird durch die Verdichterdrehzahl der geförderte Volumenstrom festgelegt. In Abb. sondern gleichzeitig auch den geförderten Massenstrom und damit das Druckverhältnis an der Turbine und deren Wirkungsgrad. Leistung oder die geleistete Arbeit. Leistung des Gasturbinenprozesses wesentlich reduziert.37) die Luftzahl λ von 3 auf 3.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 325 Entsprechend mindert sich der Prozesswirkungsgrad bei Teillast stärker als bei Großanlagen. also die spez. 4. verursacht eine geringe Dichte der Ansaugluft eine Zunahme des Eigenbedarfs für die Verdichtung.

Dadurch ändert sich mit der Außentemperatur aufgrund der veränderten Dichte Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.2 b 5 1 Turbineneintrittstemperatur U d mg Um ruck ebu 1 b ngs dr ge uc b k 0 un ar g . Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit ändert den Wassergehalt des Rauchgases also wenig und beeinflusst vor allem den Verdichter. Die daraus resultierende Leistungs. Der Einfluss der Luftfeuchtigkeit auf den spezifischen Eigenbedarf des Verdichters ist höher als dessen Einfluss auf die spezifische Leistung der Turbine. Außentemperatur 30 °C Außentemperatur 15 °C el. da der Wasserdampfgehalt des Rauchgases in der Turbine im Wesentlichen aus der Verbrennung und dem für die Stickoxidminderung in die Brennkammer injizierten Dampfanteil resultiert. Aufgrund der geringeren Dichte des Wasserdampfes reduziert sich wiederum die Dichte der Ansaugluft und damit auch der Massenstrom und das Druckgefälle an der Turbine. Die geringere Dichte der Ansaugluft reduziert also wieder nicht nur den geförderten Massenstrom.u. Kennfelder für die Temperaturabhängigkeit der Gasturbinen-Leistung Wie oben beschrieben. Leistung Entropie s in kJ/kgK Außentemperatur 15 °C r ba ar 16 .).01.15 16:04 .95 s0b ar T Temperatur in °C Turbineneintrittstemperatur U dr mge uc b k 1 un ba gs r Temperatur in °C π = 16 r ba 16 el. Leistung Entropie s in kJ/kgK Abb. Eine Reduzierung des Verdichtereigenbedarfs und damit eine Leistungserhöhung kann sich dagegen einstellen. die erst im Verdichter verdampfen. wenn die Ansaugluft Nebeltröpfchen enthält. sondern zusätzlich durch ein reduziertes Druckverhältnis.40: Einfluss von Umgebungstemperatur und Umgebungsdruck auf die Leistung des Gasturbinenprozesses Einfluss der Luftfeuchtigkeit Der Einfluss der Luftfeuchtigkeit ist bei niedrigen Außentemperaturen gering. ist durch die Drehzahl der Gasturbine der geförderte Volumenstrom festgelegt. 4. sondern mit dem Druckverhältnis an der Turbine auch wieder deren Wirkungsgrad.326 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme bungsdruck. Bei höherer Außentemperatur steigt mit zunehmender Feuchte allerdings deutlich der Wasserdampfanteil der Ansaugluft.und Wirkungsgradsteigerung beruht auf der höheren Dichte der nebelhaltigen Luft und auf der Kühlung der Ansaugluft durch die Verdampfung der Nebeltröpfchen (s.

Änderung der Abgastemperatur in K 30 20 10 15 °C 0 -10 -20 0 20 40 60 -20 -30 Änderung in % Außentemperatur in °C 125 120 115 110 105 100 95 90 85 80 75 -20 15 °C Wirkungsgrad spez. Eine Leistungserhöhung führt dann zu erhöhten Abwärmemengen. eine Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. 1013 mbar) absinken. Dies liegt daran.15 16:04 . Auch die Änderung dieser Parameter wird von Gasturbinenherstellern mit Kennfeldern beschrieben (Abb.41: Kennfelder für die Temperaturabhängigkeit der Leistung einer Gasturbine Teillastverhalten von Brennstoffzellen Im Gegensatz zu Dampfkraftwerken und Gasturbinenanlagen zeichnen sich Brennstoffzellen dadurch aus. 4. 3. dass für die Auslegung von Brennstoffzellen ein wirtschaftliches Optimum zwischen Investitionskosten und Wirkungsgrad ermittelt wird. Wärmeverbrauch Rauchgasmassenstrom el. Leistung 0 20 40 60 Außentemperatur in °C Abb.41).01. dass sich im Teillastfall die Stromdichte und damit die ohmschen Verluste im Brennstoffzellen-Stack reduzieren (siehe Abb. Bei Temperaturen von über 30 °C kann die Leistung einer Gasturbine um 20% gegenüber dem Auslegungspunkt bei ISO-Bedingungen (15 °C. 3. Durch die reduzierte Leistung ändert sich auch der spezifische Brennstoffbedarf.82 und Abb. der Rauchgasmassenstrom und in geringerem Maß auch der Wirkungsgrad.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 327 der geförderte Massenstrom und damit die Leistung der Gasturbine. Nur die Abgastemperatur der Gasturbine steigt aufgrund des geringeren Druckverhältnisses an. Diese Eigenschaft führt dazu. kann die Leistung in wenigen Sekunden stark verändert werden. 4. Ist die Brennstoffzelle auf Betriebstemperatur.83).4. dass der Wirkungsgrad im Teillastbetrieb gegenüber dem Auslegungszustand ansteigt.

kann die Feuerungswärmeleistung bei Rostfeuerungen durch die Beschickung und die Vorschubgeschwindigkeit variiert werden. Die Wärmeverluste eines Heiznetzes werden nur von der Oberflächentemperatur der Rohrleitungen bestimmt und sind deshalb weitgehend unabhängig von der Wärmeabnahme. Günstig ist es in diesen Fällen daher. Größere Laständerungen bei Wirbelschichtfeuerungen sind nur dadurch möglich. Das Teillastverhalten einer Feuerung hängt stark von der Feuerungsart ab. dass die Bettemperatur variiert wird oder durch eine Variation der Expansion des Bettes bei schrägliegenden Tauchheizflächen. der die Stromdichte entsprechend der Leistungsanforderung verändert.und Spitzenlastkraftwerke in Teillast betrieben. Auch der Einsatz von Brennstoffzellen für die Bereitstellung von Spitzen. Dies bedeutet. Teillastverhalten von Wärmeerzeugern und Verteilnetzen Besonders ungünstig ist das Teillastverhalten von Wärme-Verteilnetzen. Während bei Wirbelschichtfeuerungen die thermische Leistung durch das Wirbelbett und die in das Wirbelbett eingebrachten Kühlflächen weitgehend festgelegt ist. Besonders Gasturbinen werden allerdings oft als Reserve.4. Besonders günstig sind aus diesem Grund virtuelle Kraftwerke aus vielen dezentralen Einzelanlagen.3 Folgerungen für die Auswahl von Energiesystemen Der Betrieb eines Energiesystems in einem vom Auslegungspunkt abweichenden Betriebspunkt ist also nahezu bei allen Systemen mit einer Verringerung des Brennstoffausnutzungsgrades verbunden und sollte daher möglichst vermieden werden. Aus diesem Grund wird bei geringem Wärmebedarf in der Regel die Vorlauftemperatur abgesenkt. die die Versorgungssicherheit erhöht. Allerdings erfordern die hohen spezifischen Investitionskosten und auch die hohen Wirkungsgrade auch mittelfristig den Einsatz von Brennstoffzellen-Kraftwerken mit einer hohen Auslastung. 4.2. da diese dann häufiger in Volllast mit höherem Wirkungsgrad eingesetzt werden können.oder Reserveleistung würde sich aufgrund der hervorragenden Teillasteigenschaften anbieten.8). dass bei geringer Wärmeabnahme die Verteilungsverluste überproportional ansteigen. Die Regelung der Brennstoffzellenleistung erfolgt über die Leistungselektronik des Wechselrichters.2. der das Brenngas entsprechend der Leistungsanforderung des Wechselrichters bereitstellen muss.01. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. wie oben beschrieben. Zudem ist in diesem Fall auch eine höhere Redundanz gewährleistet. Dadurch wird die Länge der in das Wirbelbett eintauchenden Verdampferrohre und damit auch die übertragene Wärmeleistung geändert. Besonders ungünstig ist. wodurch wiederum der Kesselwirkungsgrad eines Wärmeerzeugers ansteigen kann. Auch die Zeitverfügbarkeit des Clusters beträgt im Gegensatz zu Einzelanlagen stets 100% (siehe Kap.15 16:04 . Der Teillastwirkungsgrad eines Clusters aus vielen Einzelanlagen ist stets identisch mit dem Wirkungsgrad einer Einzelanlage im Volllastfall. anstelle von wenigen großen Gasturbinen mehrere kleinere Einheiten einzusetzen. das Teillastverhalten bei Gasturbinen und Gasmotoren. 4.328 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Reduktion der Leistung dagegen zu einem erhöhten Wirkungsgrad. In der Regel ist die Dynamik der Brennstoffzelle durch den vorgeschalteten Reformer limitiert.

42 dargestellt. Allerdings erhöht sich die Leistung dann nicht durch die Abschaltung von Niederdruckvorwärmern. Wird das unterkühlte Kondensat aus dem Heiznetz zwischengespeichert.2. Beim Kondensatstopp werden gleichzeitig alle Niederdruckvorwärmer abgeschaltet. um kurzfristig eine erhöhte Leistung bereitstellen zu können. Für die Realisierung der im TransmissionCode 2007 (Kap. Für die Lebensdauer des Kraftwerks ist daher die Abschaltung eines Niederdruckvorwärmers günstiger. kann durch vollständiges Öffnen des Regelventils kurzfristig zusätzliche Leistung bereitgestellt werden.2. Auch bei Gegendruckdampfturbinen bietet sich der Kondensatstopp an. sondern dadurch dass der Speisewasservorwärmer genutzt wird. werden in großen Kohlekraftwerken eigene Kondensat-Sammelbehälter vorgesehen.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 4. 4. die Abschaltung von Niederdruckvorwärmern und der Kondensatstopp. um kurzfristig den Wärmebedarf für die Speisewasservorwärmung zu steigern.4. Die drei anderen Maßnahmen sind die Abschaltung von Hochdruckvorwärmern. Die einfachste Maßnahme ist der Gleitdruckbetrieb bei dem die Turbine nicht mit dem ganzen zur Verfügung stehenden Druckgefälle beaufschlagt wird. wird bei Gegendruckdampfturbinen in der Regel auch der Speisewasserbehälter mit dem Abdampf der Gegendruckturbine beheizt. um dauerhaft die zusätzlich geforderte Leistung bereit zu stellen. um die Feuerungsleistung des Dampferzeugers anzupassen. Wie in Abb. Allerdings sinkt dadurch die Speisewassertemperatur im Vorwärmer und Dampferzeuger treten hohe Materialbelastungen auf. kann es bei Bedarf in großen Mengen in den Speisewasserbehälter eingespeist werden. in denen das anfallende Kondensat ausreichend lange gespeichert werden kann.01. da sich die Erhöhung des Massenstromes nahezu über die gesamte Turbine auswirkt. In der Folge ist die Feuerungsleistung des Dampferzeugers zu erhöhen. Da dadurch hohe Leistungssteigerungen mit geringeren Materialbelastungen realisiert werden können.15 16:04 . da in den Niederdruckvorwärmern geringere Temperaturgradienten auftreten und aufgrund der geringeren Drücke keine dickwandigen Bauteile eingesetzt werden müssen. Wird der Frischdampfmassenstrom im Normalbetrieb leicht gedrosselt. Die Drosselung des Frischdampfmassenstroms ist natürlich exergetisch ungünstig und kommt daher nur bei kleinen Anlagen in Frage.16].2. Hohe Leistungsreserven lassen sich durch das Abschalten von Hochdruckvorwärmern freisetzen. Bei allen diesen Maßnahmen wird aus der Turbine weniger Dampf für die regenerative Speisewasservorwärmung entnommen.5 329 Leistungssteigernde Maßnahmen bei DampfturbinenProzessen Aufgrund ihrer großen Bedeutung im Verbundnetz kommt den Dampfkraftwerken eine besondere Bedeutung für die Bereitstellung von Reserveleistung zu. Dadurch erhöht sich der Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.4) geforderten Stellreserve kann die Primärregelung eines Kraftwerksblockes vier unterschiedliche Maßnahmen einsetzen. Der dadurch zusätzlich in der Turbine nutzbare Dampf wird vollständig bis zum Kondensatorgegendruck expandiert und leistet zusätzliche Arbeit [4. Zudem kann dabei das Speichervolumen des Speisewasservorwärmers genutzt werden und es bleibt mehr Zeit. 4.

42: Gegendruck-Schaltung des Heizkraftwerks am Stammgelände der TU München 4. kann ein solcher „Schwellbetrieb“ über mehrere Stunden aufrecht erhalten werden und so zum Beispiel während der gesamten Mittagsspitze zusätzliche Leistung bereitstellen. Eine solche Leistungssteigerung kann durch drei Maßnahmen erreicht werden: • durch die Abkühlung der Ansaugluft durch Verdunstungskühlung (’Fogging’) • durch die Abkühlung der Ansaugluft durch indirekte Kühlung (z.330 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Dampfbedarf für die Vorwärmung des Speisewassers und es strömt mehr Dampf durch die Turbine.6 Leistungssteigernde Maßnahmen bei Gasturbinen Bei Gasturbinen zielen leistungssteigernde Maßnahmen überwiegend darauf ab.01. 120 °C Speisewasserpumpe Speisewasserbehälter Heiznetz Kondensatpumpe Kondensatspeicher Kondensatpumpe Abb. die ungünstige Leistungscharakteristik bei hohen Außentemperaturen zu verbessern.15 16:04 . 4. mit Absorptionskälteanlage) • durch die Verdunstungskühlung im Verdichter (Tröpfcheneindüsung. Mit dem Massenstrom erhöht sich schließlich auch die Leistung der Turbine. 500 °C Dampfturbine Dampferzeuger HDVorwärmer Generator 2 bar.B. 60 bar. Ist der Speisewasserbehälter wie im Heizkraftwerk am Stammgelände der TU München ausreichend groß dimensioniert.2. ‘Evaporation Cooling’) Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.

050 0.000 0.15 16:04 .080 0. dass die Enthalpie. also die fühlbare Wärme der Wassertröpfchen (cpwTw) auch bei hohen Wassertemperaturen sehr viel kleiner ist.040 0.070 0.060 0.020 Temperatur der Tropfen 25 °C 0.010 0.x-Diagramm (Abb.4.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 331 Eine vierte Möglichkeit. bis die Sättigungslinie (ϕ = 100%) erreicht ist. 4. Der Zustand der Luft bewegt sich dabei auf einer Mischungsgeraden.h. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. d. Dies wird besonders im h. 50 indirekte Kühlung auf 5 °C ϕ= 40 35 30 % 60 T = 30 °C % 100 = ϕ Verdunstungskühlung 25 Mischungsgeraden bei der Verdunstungskühlung 20 15 rme" othe el-Is "Neb Enthalpie der Luft in kJr/kg 45 10 Temperatur der Tropfen 170°C 5 0 0. da die Ansaugluft nur dann Wasserdampf in wesentlicher Menge aufnehmen kann. die einerseits durch den Ausgangszustand der Ansaugluft und andererseits durch die Temperatur der eingedüsten Tröpfchen bestimmt wird. ist die Luftfeuchtigkeit < 100%. Die Temperatur der Tröpfchen ist von geringerer Bedeutung.43: Verdunstungskühlung und indirekte Kühlung im h.43) deutlich. als deren Verdampfungsenthalpie.090 0. Ist die Ansaugluft nicht gesättigt. Voraussetzung für die Wirksamkeit der Verdunstungskühlung sind hohe Umgebungstemperaturen bei gleichzeitig niedriger Luftfeuchtigkeit. die Leistung einer Gasturbine temporär zu steigern ist die • Dampfeindüsung in die Brennkammer (‚Steam Injected Gas Turbine’) Verdunstungskühlung (‚Fogging’) Bei der Verdunstungskühlung werden vor der Gasturbine feinste Wassertröpfchen in den Luftstrom eingedüst.100 Wassergehalt der Luft in kgWasser/kg trockener Luft Abb.030 0. die sich dadurch abkühlt. Die notwendige Verdampfungswärme wird der Ansaugluft entzogen. 4. Bei hohen Temperaturen (30 °C) und geringer Luftfeuchtigkeit kann durch die Zugabe von Wasser der Wassergehalt der Luft solange erhöht werden.01.x-Diagramm Dies liegt daran. verdampfen diese Tröpfchen.

dass die eingedüste Wassermenge nicht auf das für das Erreichen des Sättigungszustandes notwendige Maß limitiert wird. 4. die in Grundlast mehrere tausend Stunden pro Jahr betrieben werden. kühlt die Luft zunächst bei gleichbleibendem Wassergehalt ab. der mit einer Zwischenkühlung (Abb.4) verglichen werden kann. Für Industrieturbinen. führt eine weitere Abkühlung zur Kondensation des vorher in der Luft enthaltenen Wassers. Gerade in trockenen. Die im h. dass die Wärmeübertragerflächen oder der Rieselfilmkühler nicht vereisen können. Entspricht die Tröpfchentemperatur der Bezugstemperatur des h.01. Dadurch werden sie erst im Verdichter verdampft und bewirken einen Kühleffekt im Verdichter. dass die erreichbare Ansauglufttemperatur theoretisch nicht limitiert ist. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. zusätzliche Leistungssteigerungen dadurch erreicht werden. 4. Ist die Sättigungslinie erreicht. Indirekte Kühlung Der wesentliche Vorteil der indirekten Kühlung liegt darin. wenn die Ansaugluft mit Luftfeuchtigkeit bereits gesättigt ist. Wie in Abb.15 16:04 . liegt die Mischungsgerade parallel zu den Nebelisothermen und die Endtemperatur ist die Kühlgrenztemperatur. die mit der Abwärme der Gasturbine betrieben wird. Die Wassertröpfchen werden dann in den Verdichter mitgerissen.x-Diagramm meist angegebene Enthalpie h1+x berücksichtigt zusätzlich latente Wärme des Wasserdampfes und kann im Mollier-Diagramm aus zusätzlich diagonal eingetragenen Koordinaten abgelesen werden.xDiagrammes (0°C). 4. die für die Erzeugung von Spitzenstrom eingesetzt werden. 4. heißen Gegenden können mit geringen Investitionen erhebliche Leistungssteigerungen in der Mittagsspitze erreicht werden.43 dargestellt. Die erforderliche Kälteleistung wird mit einer Absorptionskältemaschine bereitgestellt. ‘Evaporation Cooling’ Beim ‚Evaporation Cooling’ können wesentliche. Diese Maßnahme hat sich in den USA vor allem für Gasturbinenanlagen bewährt. Wie in Abb. Wird die Ansaugluft in einem Wärmeübertrager oder in einem Rieselfilmkühler abgekühlt. da bei Dauerbetrieb an den Verdichterschaufeln Erosionsschäden zu erwarten sind. da diese für die weitere Berechnung eines Gasturbinenprozesses zu verwenden ist.18 ist auch in Abb. Im Gegensatz zur Verdunstungskühlung ist die indirekte Kühlung der Ansaugluft also auch dann wirksam. Im Rahmen des EU-Projektes ‚Cooled Gasturbine’ sollte die Ansaugluft einer Gasturbine mit einem Rieselfilmkühler deshalb auf 5 °C abgekühlt werden [4. Die Verdampfungsenthalpie und die Temperatur der Tröpfchen bestimmen die Steigung der Mischungsgeraden.43 nur die „fühlbare“ Enthalpie der feuchten Luft aufgetragen. ist diese Maßnahme problematisch. muss lediglich gewährleistet bleiben.332 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Der Endzustand der gesättigten Luft entspricht bei jeder Tröpfchentemperatur immer näherungsweise der Kühlgrenztemperatur oder Feuchtkugeltemperatur der Ansaugluft.30].

Dadurch steigt der Massenstrom durch die Turbine. Dampf. Zudem steigt der elektrische Wirkungsgrad aufgrund der verbesserten Abwärmenutzung wesentlich an.3). Nachts und in den Morgenstunden ist dagegen die Luftfeuchtigkeit aufgrund der nächtlichen Abkühlung bei 100%. Steam-Injection Eine sehr effiziente Möglichkeit zur Wirkungsgrad. um den Dampf zu erzeugen.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 333 5 Zusatzleistung in MW 4 indirekte Kühlung mit Absorptionskältemaschine 3 Verdunstungskühlung 2 1 Ju li Au gu st Se pte mb er Ju ni Ma i Mä rz Ap ril Ok tob er No ve mb De er ze mb er Ja nu ar Fe bru ar 0 Abb. sondern in der Gasturbine selbst expandiert.und Leistungssteigerung bei Gasturbinen besteht darin.4. Ähnlich ist es im Beispiel auch in der Übergangszeit im Frühling/Herbst. Analog zum GUD-Prozess wird die Gasturbinen-Abwärme genutzt. Zusatzleistung einer 28 MW Gasturbine Hohe Leistungsgewinne lassen sich mit der Verdunstungskühlung vor allem an heißen Sommertagen in den Mittagsstunden erzielen. Voraussetzung für die Dampfinjektion ist eine Gasturbine mit sehr ‚gutmütigen’ Verdichter. Aufgrund des erhöhten Massenstroms durch die Turbine steigt der Brennkammerdruck um mehrere bar. Der Dampf wird dann allerdings im Gegensatz zum GUD-Prozess nicht in einer Dampfturbine.1. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. in die Gasturbinenbrennkammer einzudüsen. 4. 4. An solchen Tagen kann daher nur die indirekte Kühlung wirksam werden. Durch die Dampfinjektion können Leistungssteigerungen bis 50% erreicht werden. an kalten Wintertagen.3. kann die Ansaugluftkühlung naturgemäß mit beiden Systemen nicht eingesetzt werden (Abb.15 16:04 . ohne gleichzeitig den Verdichtereigenbedarf im gleichen Maß zu erhöhen.44). Auch an nebeligen Tagen herrschen Luftfeuchtigkeiten um 100 %. Bei sehr niedrigen Temperaturen.44: Vergleich der mit indirekter Kühlung (mit Absorptionskälteanlage) und Verdunstungskühlung (Ansaugluftsättigung) erreichbaren el. weshalb nachts auch bei hohen Temperaturen keine Zusatzleistung erzielt werden kann. über das für die Stickoxidminderung notwendige Maß hinaus. 4. wodurch sich der Betriebspunkt des Verdichter zur Pumpgrenze hin verschiebt (siehe Kap.01.

Auch wenn die mit dem Abgas abgeführte Wärme bei einer Ableitung über den Kamin verworfen werden kann. Die Abwärme des Motors muss zu einem großen Teil über die Motor-Kühlung aus dem Motorblock und dem Schmieröl abgeführt werden. kann die Gegendruckturbine nur mit konstanter Stromkennzahl σ = const. Vor allem aber kann die Anlagenauslastung erhöht werden. Eine variable Stromkennzahl ermöglicht dagegen auch eine stromgeführt Betriebsweise. (III-5) variabel ist. Der Nachteil einer konstanten Stromkennzahl wird besonders am Beispiel von Dampfturbinenanlagen deutlich.7. 4.2 beschrieben. muss also zusätzlich ein großer Teil der Abwärme über einen Kühlkreislauf abgeführt werden. Bei konstanter Stromkennzahl wird der Betrieb von KWK-Anlagen daher vom Wärmebedarf bestimmt (wärmegeführt Betriebsweise). dass die Abwärme der Stromerzeugung verworfen werden kann oder das Verhältnis zwischen Stromerzeugung und Nutzwärmeerzeugung. Auch für die Vermeidung von Strombezugsspitzen (‚Peak-Shaving’) oder für die Bereitstellung von Spitzenstrom ist eine variable Stromkennzahl besonders vorteilhaft (Kap. wenn gleichzeitig die Wärmeabnahme im Heiznetz sichergestellt ist. ist es dabei von Vorteil.51) kann dagegen die im Heiznetz benötigte Nutzwärme entsprechend dem Wärmebedarf aus der Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. indem die Anlage auch dann betrieben wird.334 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme 4. 3.1 KWK mit konstanter Stromkennzahl Die Kraft-Wärme-Kopplung ist besonders bei kleinen. können Dampfkraftwerke mit Gegendruckturbine nur dann betrieben werden.7 Flexibilisierung durch die Kraft-Wärme-Kopplung 4. Dadurch werden die hohen Investitionskosten für den Niederdruckteil.4. dezentralen Anlagen zur Stromerzeugung unerlässlich.2. Da auch bei BHKW kostenintensive Rückkühleinrichtungen wie Kühltürme oft nicht wirtschaftlich realisiert werden können.4). Um eine hohe Anlagenauslastung zu erreichen.3.7. werden BHKW oft nur dann betrieben. wenn eine Wärmeabnahme im erforderlichen Umfang sichergestellt ist. entlang einer einzigen Kennlinie betrieben werden (Abb. den Kondensator und vor allem für die Rückkühleinrichtung (Kühlturm) vermieden. Bei der Entnahme-Kondensationsturbine (Abb.2.3. also die Stromkennzahl nach Gl.01. Wie in Kap.2. 4. Das Heiznetz übernimmt hier die Rolle des Kondensators in dem die Abwärme des Kreisprozesses an die Umgebung abgeführt wird. wenn keine Wärme verkauft werden kann. Ein Gegendruck-Dampfkraftwerk kann allerdings in der Übergangszeit nur in Teillast und in den Sommermonaten gar nicht betrieben werden.15 16:04 . wenn zusätzliche Erlöse durch die Erzeugung von Nutzwärme erzielt werden können. 3. wenn Strom und Wärme bedarfsgerecht erzeugt werden. Dies setzt allerdings voraus. Die hohen spezifischen Investitionskosten können durch Stromerlöse oder vermiedene Strombezugskosten in der Regel nur dann erwirtschaftet werden. 4.45). Genau wie bei Gegendruck-Dampfturbinenanlagen ist auch bei Motoren.2 Dampfturbinenanlagen mit variabler Stromkennzahl Wie im Betriebskennfeld einer Dampfturbinenanlage deutlich wird.BHKW die Stromkennzahl meist konstant.

4. muss also ein erheblicher Teil des Dampfes im Niederdruckteil entspannt werden und es steht im Vergleich zur Gegendruck-Turbine nur ein weitaus geringerer Teil der im Dampferzeuger erzeugten Wärme im Heiznetz zur Verfügung. Die Entnahme-Kondensationsturbine kann allerdings nur dann betrieben werden. Das Kennfeld erstreckt sich allerdings nur in einem sehr engen Bereich mit hohen Stromkennzahlen (σ > 2. Im Sommer können diese Anlagen. Der Betriebsbereich der Entnahme-Kondensationsturbine reduziert sich also nicht wie bei der Gegendruckturbine auf eine Kennlinie.01. Aus diesem Grund werden für sehr kleine Anlagen Dampfturbinen mit abschaltbarem Niederdruckteil angeboten.und Temperaturniveau an der Entnahme nicht unterschritten wird. Abb. 4.8 70% = Kennfeld einer Entnahmeσ Kondensations-Dampfturbine (σ = 2 . Im Winterbetrieb können diese Anlagen dagegen als Gegendruck-Dampfturbine mit einer Stromkennzahl σ < 1 arbeiten.2.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 335 Turbine entnommen werden.4 st 60% 50% 40% 30% 20% 10% σ = 0.∞ ) σ = 0. elektrischer Wirkungsgrad 1. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.4. 4. Dadurch sinkt entsprechend dem Dampfkegelgesetz (Kap. wie die EntnahmeKondensationsturbine.4.5 = σ σ = 2 σ = 10 80% σ (in % der Feuerungswärmeleistung) 90% σ= 4 100% = 1 0.2 Teillla st Kennlinie einer Gegendruckdampfturbine (σ = 0.25) 0% 0% 20% 40% 60% 80% 100% Nutzwärmeleistung (in % der Feuerungswärmeleistung) Abb.45).45: Betriebskennfeld von Dampfturbinenanlagen für die Kraft-Wärme-Kopplung Durch die Dampfentnahme an der Anzapfung sinkt der Massenstrom im Niederdruckteil. ist die Stromkennzahl σ = ∞. Wird keine Wärme entnommen.15 16:04 . Dadurch erhöht sich die Anlagenauslastung und die Investition für zusätzliche Wärmeerzeuger zur Abdeckung von Wärmebedarfsspitzen kann unter Umständen vermieden werden. als Kondensationskraftwerk mit σ = ∞ betrieben werden. Um den erforderlichen Betriebsdruck im Heizkondensator oder im Heiznetz aufrecht zu erhalten.25 .6 Entnahmeerweitertes Kennfeld= einer σ Kondensations-Dampfturbine mit abschaltbarem Niederdruckteil Vollla (σ = 0.2) der Druck an der Anzapfung zum Heiznetz.∞ ) 0. wenn eine Mindestdurchströmung des Niederdruckteiles garantiert ist und das von den Wärmeabnehmern benötigte Druck.

3 Gasturbinenanlagen mit variabler Stromkennzahl Cheng-Cycle Beim Cheng-Cycle handelt es sich um eine Gasturbinenanlage mit Abhitzedampferzeuger.8 30% Teillast-Betriebsbereich der Cheng-Cycle-Anlage σ = 12 elektrischer Wirkungsgrad (in % der Feuerungswärmeleistung) 50% 20% e ohn on e i i n t i nnl jek Ke mpfin Da 10% 0% 0% 0.4 σ = 0. Durch eine Drosselung erhöht sich der Druck im Mitteldruckteil der Turbine auch bei sehr hoher Entnahme. ohne dass das von den Verbrauchern benötigte Druckniveau an Anzapfungen der Mitteldruckturbine nicht mehr gewährleistet werden kann.01.336 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Eine Erweiterung des Betriebskennfeldes einer Entnahme-Kondensationsturbine kann auch durch Drosselklappen zwischen Mitteldruck. 4. 4. Da dies in der Regel nicht gewährleistet ist können solche Anlagen nur mit konstanter Stromkennzahl betrieben werden.46: Betriebskennfeld der Cheng-Cycle-Anlage der TU München Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Wie bereits in 4. Durch den erhöhten Dampfmassenstrom und das erhöhte Druckgefälle in der Turbine steigen die elektrische Leistung und der elektrische Wirkungsgrad.3.und Überhitzerrohre sichergestellt werden.und Niederdruckturbine erreicht werden.1.6 σ = 10% 20% 30% σ = 0. wenn im Heiznetz keine Wärme abgenommen wird. müsste bei herkömmlichen Gasturbinenanlagen mit Abhitzedampferzeuger auch dann die Durchströmung der Verdampfer. dass im Bedarfsfall der im Abhitzedampferzeuger produzierte Heizdampf überhitzt und in die Brennkammer der Gasturbine injiziert werden kann (siehe Abb.2 40% 50% Nutzwärmeleistung (in % der Feuerungswärmeleistung) Abb.15 16:04 . 1.2. 4. Im Gegensatz zu herkömmlichen Gasturbinenanlagen kann so das Verhältnis zwischen Strom und Nutzwärmeerzeugung und damit die Stromkennzahl σ verändert werden.7. Um eine Überhitzung der Wärmeübertragerrohre zu vermeiden.5 = =2 σ σ σ σ= 4 σ = 10 40% Kennlin Dampfinje ie mit ktion (Vo lllast) σ = = 1 0. zeichnet sich der Cheng-Cycle dadurch aus.24).3 beschrieben.

Bei Störfällen. die bei der Papierproduktion einen hohen Wärmebedarf aufweisen.47: Lastgänge des Campus Garching der TU München Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. bei einem Abriss der Papierbahnen oder beim Anfahren der Papiermaschine entsteht kurzfristig ein sehr hoher Strombedarf bei gleichzeitig reduziertem Wärmebedarf der mit einer Cheng-CycleAnlage ideal gedeckt werden kann. 4. um gezielt Strombezugsspitzen zu vermeiden. d.1997 00:00 11. siehe Abb.1997 12:00 12. Die Zusatzleistung kann innerhalb von 2 Minuten erzeugt werden. Bei maximaler Dampfinjektion kann die Stromkennzahl bis σ = 12 gesteigert werden.06.01.4. wenn kein Wärme im Heiznetz benötigt wird. um eine Stromerzeugung auch dann zu ermöglichen. 4.06.1997 00:00 13.und Nutzwärmeerzeugung im gesamten Lastbereich auf σ = 0.h. Ideale Standorte sind beispielsweise Papierfabriken. Nachteil des Anlagenprinzips sind die Wasserverluste. Durch den in die Gasturbinen Brennkammer injizierten Frischdampf steigt die Leistung einer Allison 501 Gasturbine von 4 auf 6 MWel an.06.1997 12:00 Abb.06. Leistung in MW 7000 elektrischer Leistungsbedarf des Campus 6000 5000 4000 3000 2000 1000 thermischer Leistungsbedarf des Campus elektrische Leistung Cheng-Cycle 0 11. wenn Strom und Wärmebedarf zeitlich versetzt auftreten.06.47).15 16:04 .6 festgelegt. Ohne Injektion des überhitzten Dampfes in die Brennkammer wäre das Verhältnis zwischen Strom.06. Cheng-Cycle Anlagen sind immer dann besonders von Vorteil.1997 00:00 12.1997 12:00 13. da die in die Brennkammer injizierte Dampfmenge über den Kamin an die Umgebung abgegeben wird. Diese Flexibilität kann genutzt werden um in der Mittagsspitze unabhängig vom thermischen Bedarf Strom zu produzieren und den Leistungspreis zu mindern (stromgeführte Fahrweise.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 337 Bei der Cheng-Cycle-Anlage der TU München am Campus Garching wird die Möglichkeit der Dampfinjektion genutzt.

Im einfachsten Fall werden ‚virtuelle Kraftwerke’ daher wärmegeführt betrieben. dass die Verfügbarkeit des virtuellen Kraftwerks im Gegensatz zu großen Einzelanlagen kontinuierlich gewährleistet ist. Sollen virtuelle Kraftwerke in größerem Umfang eingesetzt werden. müssen daher Maßnahmen getroffen werden. der bei der Wärmeerzeugung anfallende Strom wird unabhängig vom aktuellen Leistungsbedarf ins Netz eingespeist. bleibt beispielsweise der Wirkungsgrad eines virtuellen Kraftwerks aus Mikroturbinen in Teillast unverändert.15 16:04 .8 Virtuelle Kraftwerke’ und ‚Smart Grids‘ Besonders attraktiv für Lastmanagement und Anlageneinsatzplanung ist die Realisierung sogenannter ‚virtueller Kraftwerke’ oder ‚Smart Grids‘.h. KWK mit virtuellen Kraftwerken Hauptproblem ist hierbei die weitgehend konstante Stromkennzahl dieser Arbeitsmaschinen. Ausfälle einzelner Anlagen betreffen immer nur einen geringen Teil der Kraftwerksleistung Die Zeitverfügbarkeit virtueller Kraftwerke beträgt damit 100%. Durch den Betrieb von virtuellen Kraftwerken ergeben sich vier wesentliche Vorteile gegenüber dem Betrieb großer Kraftwerke. Besonders vorteilhaft ist aber auch das hervorragende Teillastverhalten virtueller Kraftwerke. da eine Leistungsminderung durch einfaches Abschalten eines Teils der Mikroturbinen realisiert wird und die verbleibenden Anlagen mit unverändertem Wirkungsgrad und gleicher Leistung weiter betrieben werden (Abb. würde die wärmegeführte Betriebsweise die Deckung des elektrischen Lastganges auf den ersten Blick nicht wesentlich erschweren. Virtuelle Kraftwerke zeichnen sich aus durch 1. Hier werden eine Vielzahl kleiner. 4. steigt gleichzeitig die produzierte Abwärme. Während der Wirkungsgrad großer Gasturbinen in Teillast signifikant sinkt. als der Strombedarf. ein verbessertes Teillastverhalten und Die erhöhte Redundanz in der Stromerzeugung resultiert daraus. um die zeitliche Verschiebung des Bedarfs auszugleichen. beispielsweise kleine Gasturbinenanlagen oder BrennstoffzellenHeizgeräte. Durch die dezentrale. Tatsächlich setzt aber der Wärmebedarf einige Stunden früher ein.und abgefahren werden können als große Anlagen. Gleichzeitig verursacht ein hoher Wärmebedarf unabhängig vom tatsächlichen Strombedarf eine erhöhte Stromproduktion. 2. dem Leistungsbedarf entsprechend geregelt werden. eine erhöhte Redundanz der Stromerzeugung verbesserte Lastwechseleigenschaften eine Entlastung der Netzinfrastruktur 4. besonders im Niederspannungsnetz. Dadurch kann zentral die Leistung der Arbeitsmaschinen. dass kleine Anlagen deutlich schneller an.338 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme 4. d.01.2.als auch Stromverbrauch verstärkt am Morgen einsetzen. 3. Steigt die elektrische Leistung. Da in der Heizperiode sowohl Wärme.48). dezentraler Arbeitsmaschinen zentral gesteuert. Die hervorragenden Lastwechseleigenschaften resultieren daraus. verbrauchernahe Einspeisung ergibt sich zudem eine Entlastung der Netzinfrastruktur. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.

Besonders vorteilhaft wirkt sich hier aus. dass Brennstoffzellen auch dann wirtschaftlich betrieben werden können. die Stromerzeugung auf ein Minimum zu reduzieren und so nur die für Brauchwasser notwendige Wärme bereitzustellen. die im ungünstigsten Fall die produzierte Wärme bis zum nächsten Tag speichern. dass sich die Anlagenauslastung verbessert. die Sommermonate mit geringem Wärmeverbrauch zu überbrücken.48: Wirkungsgrade einer offenen Gasturbine und eines Mikroturbinen-Clusters bei verringertem Leistungsbedarf Ungünstig ist dabei. sie bringt unter Umständen auch einen Wirkungsgradgewinn gegenüber der Produktion von Lastspitzen in ineffizienten Reservekraftwerken. kann die zusätzliche Stromproduktion in den Sommermonaten die Wirtschaftlichkeit der Kraft-Wärme-Kopplung durch die Erhöhung der Anlagenauslastung auch dann verbessern. dieser ist allerdings mit 25 – 30 % meist noch höher als der Wirkungsgrad. reduziert sich deren Wirkungsgrad oft auf unter 20%.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 339 elektrischer Wirkungsgrad virtuelles Kraftwerk mit 900 30 kW-Capstone-Mikroturbinen 30% 25% 20% Gasturbine PG5371 (26. dass bei Brennstoffzellen im Teillastbereich der elektrische Wirkungsgrad ansteigt und so weniger Wärme freigesetzt wird. sind Speicher notwendig. Die hohen Wirkungsgrade von Brennstoffzellen lassen aber in einigen Jahren auch erwarten. Dadurch mindert sich zwar der Brennstoffausnutzungsgrad. Wärme über mehrere Monate zu speichern.3 gezeigt wird. Soll also bei einer stromgeführten Fahrweise die temporär erhöhte Wärmeproduktion für die Raumheizung genutzt werden. bietet sich hier an. Auch bei Gasturbinen-Anlagen kann die Abwärme aufgrund des niedrigen Temperaturniveaus von 250 – 500 °C meist problemlos über Kamine an die Umgebung abgeführt werden. der bei der Bereitstellung von Spitzenstrom von großen Gasturbinenanlagen erzielt wird.15 16:04 .4. Da es in der Regel wirtschaftlich nicht sinnvoll ist.3 MWel) 15% 10% 5% 0% 0% Teillast 20% 40% 60% 80% 100% 120% Lastbereich Abb. Noch problematischer ist es. Insbesondere wenn die Gasturbinen in Teillast betrieben werden. Die Nutzung von Mikrogasturbinen und Brennstoffzellensystemen lohnt sich also nicht nur dadurch.3. dass im Tageslastgang der Wärmebedarf vor dem erhöhten Strombedarf auftritt. 4. wenn die in den Sommermonaten produzierte Wärme verworfen wird. 4. Wie in Kap. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.01.

Die erforderlichen Baumaßnahmen sind entsprechend aufwändig. Soll beispielsweise Energie mit Pumpspeicherkraftwerken als potentielle Energie gespeichert werden. Energie als fühlbare Wärme zu speichern. Für die Bereitstellung von Wärme im Sekunden.2. Seit langem üblich ist beispielsweise die Speicherung von solarer Wärme in Warmwasserspeichern in Gebäuden oder die Speicherung elektrischer Energie in Pumpspeicherwerken. weil die Bereitstellung in kürzester Zeit erfolgen kann. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit eine Speicherlösung ist in der Regel die erreichbare Speicherdichte. Auch Gasmotoren oder Mikroturbinen eignen sich hervorragend für die Bereitstellung von Regelenergie. 4. mit Druckspeichern und als chemisch gebundene Energie gespeichert werden. Wichtig ist auch der Vorteil. Ähnlich aufwändig ist es. Dadurch kann einfach und effektiv eine negative Leistungsreserve gewährleistet werden. ist die Energiespeicherung.oder Minutenbereich reicht beispielsweise die Speicherfähigkeit des Kessels oder der Wärmeverteilung eines Wohnhauses völlig aus.340 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Bereitstellung von Regelenergie mit virtuellen Kraftwerken Besonders lukrativ ist der Einsatz virtueller Kraftwerke allerdings für die Frequenzhaltung. 4. sind große Wassermassen zu bewegen.01. Prinzipiell kann Energie als potentielle Energie. Aufgrund limitierter Transportkapazitäten der Stromnetze müssen beispielsweise Windkraftanlagen immer wieder abgeregelt werden. um beispielsweise die zu installierende Feuerungsleistung von biomassegefeuerten Heizwerken zu reduzieren. Mit dem zunehmenden Einsatz regenerativer Energien gewinnen vor allem die Optionen zur Speicherung von Strom aus der fluktuierenden Einspeisung von Wind und Sonne an Bedeutung.9 Energiespeicherung und Speichertechnologien Eine immer wichtiger werdende Option.15 16:04 . Für die Nutzung oder Abführung der im kurzzeitigen Betrieb anfallenden Wärme sind keine Speicher notwendig. Die Speicherdichte bestimmt die Menge der für die Speicher zu verwendeten Materialien und Speichermedien. Die höchsten Speicherdichten werden prinzipiell mit chemischen Speichern oder mit Druckspeichern erzielt. Bei einer Lastanforderung durch den Lastverteiler kann die Leistung in Sekundenbruchteilen auf die maximale elektrische Leistung erhöht werden. dass die Kleinanlagen einfach und schnell abgeschaltet werden können. als fühlbare und latente Wärme.3 dargestellt. Durch die Speicherung von Wärme oder Strom kann die eingespeicherte Energie flexibel abgerufen werden und ein Überschuss an Wärme oder Strom muss nicht verworfen werden. um zu deutlich flexibleren Energiesystemen zu kommen. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Die Speicherung von Wärme wird zunehmend auch in Nahwärmenetzen eingesetzt. Die Brennstoffzelle kann also im Normalbetrieb bei geringer Last und entsprechend hohem Wirkungsgrad mit geringen Abwärmeverlusten Strom erzeugen. Besonders Brennstoffzellen erlauben die Bereitstellung von Leistung in Sekundenbruchteilen und eignen sich daher hervorragend zur Bereitstellung der Sekundenreserve. das notwendige Bauvolumen und damit die Kosten der Speichertechnologie. Eine prinzipielle Wertung der Speicherprinzipien ist in Tab.

2. 102 ca. 1/3 .5 kg m³ kJ kgK (90 − 40 ) K = 891698 m³ Zur saisonalen Speicherung von solarer Wärme für die Gemeinde wär also ein WarmwasserSpeicher mit den Maßen 100 m x 100 m x 90 m zu errichten.4.19 980 . auch in Verbindung mit Kiesschüttungen in Frage: Beispiel: Saisonaler Warmwasserspeicher Für eine Gemeinde mit etwa 5000 Einwohnern soll ein Fernwärmenetz konzipiert werden. 104 ca. 1/3 ca. 3 x 100 ca.88 ⋅ 10 6 kWh / 4 .w (tV − t R ) ρ = 50 . Zur Versorgung der ca. 1 ca. 1 ca. 104 potentielle Energie ∆h = 100 m fühlbare Wärme ∆t = 100 m latente Wärme Druck (von Gasen) ∆p = 100 bar chemisch gebundene Energie 4. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. 3 x 10-2 ca. 1/3 ca.9.1 finanzieller Gegenwert der eingespeicherten Energie in [kWh/kg] ca. mit dem in den Sommermonaten solare Wärme saisonal gespeichert werden kann. 4.88 ⋅ 10 6 kWh d Durch die thermische Schichtung im Speicher kann dem Speicher Heizwasser mit der Vorlauftemperatur tV = 90°C entnommen und auf die Rücklauftemperatur tV = 40°C abgekühlt werden. Das notwendige Volumen des Speichers beträgt V= m ρ = Q c p . 100 ca. 3 x 100 Wirkungsgrad für die Erzeugung von Strom aus der gespeicherten Energie in [€/kg] 10-5 10-3 10-2 10-1 10-1 [-] ca. 3 x 10-4 ca.1 Speicherung von Niedertemperatur-Wärme Speicherung fühlbarer Wärme Für die Speicherung von Energie als fühlbare Wärme kommt vor allem Warmwasser.01. 3 x 10-1 ca.3: 341 Systemvergleich zur Größenordnung der Speicherdichte unterschiedlicher Energieformen Energieform speicherbare Energiemenge in [kJ/kg] ca. 103 ca. 2000 Haushalte soll in den Wintermonaten von November bis April (212 Tage) eine mittlere Wärmeleistung von 5 kW pro Haushalt bereitgestellt werden: Daraus errechnet sich ein Wärmebedarf von Q = 2000 ⋅ 5 kW ⋅ 212 d ⋅ 24 h = 50 .2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme Tab.15 16:04 .

dass sich das Speichermedium verfestigt. sobald die Schmelztemperatur durch einen Ausfall der technischen Hilfseinrichtungen zum Beheizen des Speichers bei gleichzeitigem Ausfall des Aufheizens durch das Solarfeld unterschritten wird. Latentwärmespeicher können naturgemäß auch bei sehr hohen Temperaturen eingesetzt werden. Derzeit gibt es in Deutschland Pumpspeicherkraftwerke mit einer Speicherkapazität von 40 GWh und einer Leistung von 7 GW.2 Speicherung elektrischer Energie Pumpspeicherkraftwerke Die derzeit wichtigste Maßnahme. Beim Auskristallisieren der zunächst flüssigen Salze oder Paraffine wird durch den Phasenwechsel die Schmelzwärme freigesetzt. um dem Tageslastgang des Strombedarfs zu folgen.342 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Die Speicherung von solarer Wärme für die Wintermonat scheitert also an den enormen Volumen die für die Speicher verbaut werden müssen. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Als Speichermedien kommen Paraffine oder Salze wie Natriumacetat in Frage. Insbesondere in den Wintermonaten. um der Wärmepumpe Wärme bei einem gleichbleibend „hohem“ Temperaturniveau von 0 °C bereitzustellen. Auch die Speicherfähigkeit von Laufwasserkraftwerken und Speicherkraftwerken kann genutzt werden. Spanien. für den Betrieb der Wärmepumpe. Diese Speicher arbeiten in einem Temperaturbereich von 290 bis 390 °C und ermöglichen damit den Betrieb der Dampfkraftanlage auch in der Nacht oder bei Bewölkung. um elektrische Energie in großen Mengen zu speichern sind Pumpspeicherkraftwerke. Dadurch verringert sich der Energieaufwand. Auch zur Speicherung von solarer Wärme in solarthermischen Kraftwerken. Allerdings wird nur bei Pumpspeicherwerken elektrische Energie unmittelbar eingespeichert (Abb. wie dem Parabolrinnen-Kraftwerk in Andasol. Latentwärme-Speicher Etwas besser gestaltet sich die Situation mit Latentwärmespeichern.01. die zuvor beim Verflüssigen eingebracht wurde.15 16:04 .2.9. Bei Temperaturen um 300°C kommen Nitratsalze zum Einsatz und darüber hinaus bei Temperaturen bis 800°C einfache Salze wie Natriumchlorid. kommen Flüssigsalztanks zum Ausgleich der fluktuierenden Sonneneinstrahlung zum Einsatz. Durch die hohe Leistung werden Pumpspeicherkraftwerke besonders für die Bereitstellung von Regelenergie verwendet. Warmwasserspeicher kommen daher vor allem für die kurzzeitige Speicherung von Wärme in Haushalten oder Nahwärmenetzen über wenige Stunden oder Tage in Frage. 4. kann die beim Gefrieren von Wasser freiwerdende Schmelzwärme genutzt werden.75). Diese Flüssigsalzspeicher haben jedoch den Nachteil. wenn Luft-Wärme-Pumpen bei hohen Minusgraden nur geringe Wärmeerträge aus der Umgebung liefern. 4. In Verbindung mit Wärmepumpen werden auch Eisspeicher vorgeschlagen.

01.49: Wasserkraftwerke und Wasserturbinen: Laufwasserkraftwerke (a).15 16:04 . um bei der Expansion einen höheren Anteil der eingespeicherten Energie nutzen zu können. Es wurde ursprünglich konzipiert.4. Dabei handelt es sich um einen „diabaten“ Druckluftspeicher. adiabates DruckluftSpeicherkraftwerk Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Speicherkraftwerke (b) und Pumpspeicherkraftwerke (c) Kavernenspeicher Zur Speicherung großer Strommengen wird seit 1978 in Deutschland auch ein Druckluftspeicher-Kraftwerk mit einer Leistung von 320 MW in Huntorf betrieben. 4. bei dem die bei der Verdichtung entstehende Wärme verloren geht. Beim „adiabaten“ Druckluftspeicher soll die Kompressionswärme zusätzlich gespeichert werden. a) b) Generator / Motor Turbine G Wärmespeicher G Verdichter Kaverne Kaverne Abb. um Überschussstrom aus Kernkraftwerken nachts zu speichern und tagsüber abzurufen.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme a) Kaplanturbine b) c) Francisturbine Peltonturbine (für Fallhöhen bis 350-1800 m) (für Fallhöhen von 50-700 m) (für Fallhöhen bis 50 m) 343 Düse Abb.50: Druckluftspeicher: diabates Druckluft-Speicherkraftwerk (a). 4.

um thermische und damit auch elektrische Energie dauerhaft zu speichern. Wärme oder Strom können genutzt werden. Der wesentliche Vorteil dieses Konzeptes besteht aber darin.83 kJ/mol in einer Solide Oxide Electrolysis Cell (SOEC) bei einer Temperatur von 750°C sind neben der Reaktionsenthalpie noch die Wärme für die Verdampfung und Überhitzung des Wassers aufzubringen. Am Beispiel der im Elektrolyse-Modus betriebenen SOFC-Brennstoffzelle [4. Ein Beispiel hierfür ist die umgekehrte Knallgasreaktion.344 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Ungewöhnlich erscheint zunächst das Konzept. dass sie als flüssige Luft gespeichert wird. die aufzubringen ist.01. um endotherme Reaktionen zu bewirken.15 16:04 .3 Chemische Speicher Speicherung elektrischer Energie als Wasserstoff Strom und Wärme können prinzipiell auch als chemische Reaktionsenthalpie gespeichert werden. und damit bei der Expansion ein großer Teil der bei der Kompression und Verflüssigung zunächst abgeführten Wärme wiedergewonnen werden kann.9. dass bei der Expansion der flüssigen Luft Umgebungswärme genutzt werden kann. Bei Vernachlässigung weiterer Verluste und einer Wärmerückgewinnung errechnet sich ein Wirkungsgrad von Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. um die Edukte der Reaktion auf die Reaktionstemperatur zu bringen. kann allerdings beispielsweise durch eine Vorwärmung der Edukte weitgehend recycelt werden. Luft so stark zu verdichten und zu unterkühlen. So entstehen bei der Elektrolyse hohe Verluste beispielsweise durch die bei der Reaktion entstehende Abwärme oder auch für die Verdampfung des eingesetzten Wassers. 4. deren Produkte die eingebrachte Reaktionsenthalpie vollständig und verlustfrei speichern.2. Prinzipiell sind endotherme Reaktionen also geeignet. Durch die Zerlegung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff können große Energiemengen im Wasserstoff gespeichert werden. Allerdings ist die Zerlegung in der Regel nicht verlustfrei technisch realisierbar. Die für die Elektrolyse eingesetzten Elektrolyseure sind aufgebaut wie Brennstoffzellen und es kommen dieselben Technologien zum Einsatz. wie die zusätzlich zur Reaktionsenthalpie aufzubringende Wärme den Wirkungsgrad der Elektrolyse mindert: Wirkungsgrad der Elektrolyse in einer SOECFür die Elektrolyse von 1 kmol/s flüssigem Wasser nach der Reaktion H 2 O fl  → H 2 + 1 O2 2 0 ∆H m = + 285 . steht nach der Reaktion nicht als chemisch gebundene Energie zur Verfügung. Lediglich die fühlbare Wärme.22] wird deutlich.

H2 Massenstrom in [kg/s] molarer Stoffstrom in [kmol/s] Heizwert des Wasserstoffs in [kJ/kg] ∆H m0 molare Reaktionsenthalpie bei Standardbedingungen (25 °C.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme η SOEC = m H 2 ⋅ H u .∆G mit der Abwärme aus den ohmschen Verlusten vollständig gedeckt werden.013 bar) in [kJ/kmol] ∆hv Verdampfungsenthalpie des Wassers bei Standardbedingungen (25 °C.83 ⋅ 10 +1 ⋅ 18 ⋅  2442 + 5 . da bei der Berechnung der Reaktionsenthalpie von flüssigem Wasser ausgegangen wurde.H 2 Pel = 345 = ~ n H 2 ⋅ M H 2 ⋅ H u .4. erhöht sich der maximal erreichbare Wirkungsgrad auf 239 972 kJ η SOEC = = 72 . dass die Wärme aus den Ohm’schen Verluste bei den hohen Betriebstemperaturen nicht verloren sind.013 bar) in [kJ/kg] spez.39 ⋅ 750 K  s kmol s kmol  kg kg ⋅ K  1 = 239 972 kJ = 59 . Wärmekapazität in [kJ/kg K] Temperatur in [°C] elektrische Leistung in [kW] cp t Pel Die bei der Elektrolyse von flüssigem Wasser aufzubringende Verdampfungsenthalpie ist in diesem Beispiel bereits berücksichtigt.15 16:04 . 1. Ein wesentlicher Vorteil der SOEC besteht darin.6 % 285 830 kJ + 43 956 kJ + 72 765 kJ kann die fühlbare Wärme des Wasserdampfes vollständig aus der Abwärme der Produkte Wasserstoff und Sauerstoff gewonnen werden.8 % 285 830 kJ + 43 956 kJ mit  m n Hu. 1. Man spricht dann von einer „thermoneutralen“ Betriebsweise. Ein Teil der aufzubringenden Wärme kann aus der Abwärme der Reaktionsprodukte Wasserstoff und Sauerstoff und aus der ohnehin anfallenden Verlustwärme durch die ohmschen Verluste der Zelle bereitgestellt werden. bei der die mit der elektri- Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. sondern unmittelbar für die Deckung der Reaktionsenthalpie genutzt werden.H 2 = ~ 0 n H 2 O ⋅ ∆H m + n H 2 O ⋅ M H 2 O ⋅ ∆hv + c p ⋅ t ( ) kmol kg kJ ⋅2 ⋅ 119 986 s kmol kg = =  kmol kmol kg  kJ kJ 3 kJ 1 ⋅ 285 . Da für die Elektrolysereaktion eigentlich nur die Gibb‘sche Reaktionsenthalpie durch elektrischen Strom gedeckt werden muss. kann der verbleibende Entropieterm T∆S = ∆H .01.

Dennoch sind die Verluste für die Verdampfung des Wassers und Überhitzung des Wasserdampfes wie im Beispiel oben gezeigt auch für die Hochtemperatur-Elektrolyse erheblich.50] oder [4.11] bzw.54] oder auch in Salzkavernen [4.12] Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.15 16:04 . Der Wirkungsgrad kommerziell verfügbarer Elektrolyseure beträgt nach [4. ist die Hochtemperatur-Elektrolyse also effizienter als die Niedertemperatur-Elektrolyse. mit Nanotubes [4.33] bezogen auf den unteren Heizwert 48% – 63%. bei denen Abwärme aus anderen Prozessen für Verdampfung und Überhitzung des Wassers verwendet werden kann. 4. Eine besonders lukrative Option. [4. Möglich ist die Wasserstoffspeicherung beispielsweise in Druckspeichern.23]. bis 5% für Wassersoff aus regenerativen Quellen zu. Die geltenden DVGWRichtlinien lassen im deutschen Erdgasnetz Wasserstoffgehalte bis 12 % für Wasserstoff aus fossilen Quellen [4. Brennstoffzellen-Betrieb Elektrolyse-Betrieb Spannung thermoneutraler Punkt Heizwert-Spannung Umax ΔUrev = T ⋅ ΔS n ⋅F ∆UR = R ⋅I = T ⋅ ΔS n ⋅F *) OCV -400 OCV*) reversible Spannung Urev ∆UR = R ⋅I Betriebsspannung U = Open Circuit Voltage (Leerlaufspannung) -200 ±0 +200 +400 Stromdichte in mA/cm² Abb. den Wasserstoff in das bestehende Erdgasnetz einzuspeichern. Metallhydridspeichern als Flüssigwasserstoff. wie effizient die Abwärme des Elektrolyseurs für Verdampfung und Überhitzung genutzt wird.51: Strom-Spannungs-Kennlinie und thermoneutraler Betrieb einer HochtemperaturElektrolysezelle Vorteilhaft sind daher Anwendungen. [4. 4. Wasserstoff zu speichern besteht darin.24].01. Der Wirkungsgrad hängt letztlich davon ab. Schlüsseltechnologie für die Wasserstoffwirtschaft ist die Speicherung des Wasserstoffes. Da die ohmschen Verluste unmittelbar in chemische Energie umgewandelt werden.346 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme schen Energie zugeführte Reaktionsenthalpie zu 100% in chemische gebundene Energie umgewandelt wird (Abb.51). Die oft auf den oberen Heizwert des Wasserstoffs bezogenen Wirkungsgrade liefern höhere Werte und täuschen damit über die tatsächlichen Verluste hinweg.

da zum einen die Verluste der Elektrolyse und der Kompression nur als Wärme anfallen und auch bei der exothermen Methanisierungsreaktion große Mengen an üblicherweise nur schwer nutz.21] zurück. Die Speicherung von regenerativ erzeugtem Überschussstrom als Methan im Erdgasnetz bietet eine der wenigen Möglichkeiten.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 347 Speicherung elektrischer Energie als Methan Die Idee. [4. 40 % Abb. das heißt über mehrere Wochen zu speichern. Darin wurde für das Projekt „Nukleare Fernenergie“ des Kernforschungszentrum Jülich in einer Teilanlage zur Methan-Dampfreformierung („Eva“) Hochtemperaturwärme gespeichert. um in einer örtlich getrennten Teilanlage („Adam“) durch die Methanisierung des Synthesegases die gespeicherte (Reaktions-) Wärme wieder freizusetzen.15 16:04 . Das so erzeugte „Windgas“ bietet die mit Abstand höchsten Speicherkapazitäten aller bisher diskutierten Speichertechnologien ([4. regenerativ erzeugten Überschussstrom aus der fluktuierenden Einspeisung von Windkraftanlagen und Photovoltaik in großen Mengen dauerhaft.01.3]. Dadurch verbleiben nur etwa 40 % der elektrischen Energie als chemisch gespeicherte Energie im Erdgas. geht auf das „Adam und Eva“ Projekt [4. Allerdings ist die gesamte Prozesskette mit erheblichen Verlusten verbunden. die Reaktionswärme der Reformierungsreaktion ∆H R = 206 .61]).52: Energiebilanz bei der Erzeugung von „Windgas“ Besonders hohe Verluste ergeben sich dabei durch die stark exotherme Methanisierung . Bei der exothermen Reaktion des Wasserstoffs mit CO2 (Sabatierreaktion) gehen 16% der im Wasserstoff enthaltenen Energie als Abwärme verloren gehen. 4. Speicherung elektrischer Energie mit Feststoffen Gerade zur Speicherung von Hochtemperaturwärme werden vielfach Reaktionen von Feststoffen vorgeschlagen. Hinzu kommen Kompressionsverluste und Verluste an fühlbarer Wärme.4. 40 % Strom 100 % Wärmeverluste ca.1 kJ / mol CH 4 + H 2O ←→ CO + 3 H 2 zur Energie-Speicherung chemischer Energie zu nutzen. 20 % H2 Elektrolyse Methanierung CH4 (ins Erdgasnetz) ca. Neben Systemen zur Hochtemperatur-Wärmespeicherung. bei Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.und speicherbarer Abwärme anfallen: Wärmeverluste ca.

1 Feuerungsauswahl und Brennstoffaufbereitung Entscheidend für einen störungsfreien Betrieb einer Feuerungsanlage ist die Art und die Qualität des eingesetzten Brennstoffes. wenn die Feuerung die Verbrennung anderer Brennstoffe. bei denen beispielsweise Vanadium-Sulfat-Elektrolyte nicht in der eigentlichen Zelle der Batterie gespeichert werden. Besonders attraktiv für größere Speichersysteme sind so genannte Redox-Flow-Batterien. Speicherung elektrischer Energie in Batterien und Kondensatoren Für die kurzfristige Speicherung geringer Energiemengen kommen vor allem Batterien und Kondensatoren in Frage.2. Neben altbewährten Bleiakkus kommen hierfür in unterschiedlichsten Leistungsgrößen Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz. Brennstoffzufuhr. Vor allem die stark unterschiedlichen Eigenschaften von Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. externen Tanks. Entaschung und Rauchgasreinigung erfordern. sondern in großen. Energiesysteme für Festbrennstoffe sind prinzipiell problematischer. das Brennstoffband einer Energieversorgungsanlage so breit und flexibel wie möglich zu halten.348 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme denen die spezifische Wärmekapazität oder latente Wärme zur Anwendung kommen. Brennstoffkonditionierung. da damit die Zufeuerung von „Billigmachern“ wie Altholz ermöglicht wird.01. um beispielsweise an existierenden Kraftwerksstandorten Wärme für die Dampferzeugung zur Verfügung zu stellen. 4. Damit wird die Speicherkapazität der Batterie nahezu beliebig erhöht. Verbrennungsanlagen mit breitem Brennstoffband Die Handhabung eines großen Brennstoffbandes erfordert allerdings einen hohen technischen und betrieblichen Aufwand. Ein breites Brennstoffband ist insbesondere deshalb von Interesse.2. Die so entstehenden Entsorgungs-Erlöse können die Wirtschaftlichkeit einer Anlage wesentlich verbessern. wie z. da sie einen deutlich höheren technischen Aufwand für Brennstofflagerung. Aus wirtschaftlicher Sicht gilt es. versprechen Systeme mit reversiblen chemischen Reaktionen höhere SpeicherkapazitätenEin Beispiel hierfür sind Carbonat-Speicher.B.10 Erweiterung des Brennstoffbandes 4. erlaubt.10. um auf Änderungen am Brennstoffmarkt reagieren zu können und so die Brennstoffkosten niedrig zu halten. Allerdings sind Festbrennstoffe in der Regel kostengünstiger als gasförmige Brennstoffe. Auch auf Änderungen des Brennstoffmarktes kann leichter reagiert werden. bei denen die Wärme mit der CalzinierungsReaktion CaCO3 ←→ CaO + CO2 ∆H R = + 178 .3 kJ / mol gespeichert wird.15 16:04 . Hochtemperatur-Carbonat-Speicher werden in der Literatur vielfach als Option zur Einspeicherung von Hochtemperaturwärme vorgeschlagen und versprechen vergleichsweise hohe Nutzungsgrade von Überschussstrom aus der fluktuierenden Einspeisung. Aufgrund der hohen Temperaturen sind sie ideal geeignet. Energiepflanzen oder Reststoffe aus der lebensmittelverarbeitenden Industrie.

Dichte. Feuchte. Große Partikel gelangen aufgrund ihrer längeren Flugbahn bis an das Ende des Rostes. die Auslegung der Feuerung an die geänderten Eigenschaften anzupassen. da die Verweildauer der Brennstoffpartikel nicht über eine Vorschubgeschwindigkeit eingestellt werden muss. Wirbelschichtanlagen werden den Anforderungen bei der Verbrennung inhomogener Brennstoffe mit unterschiedlicher Feuchte in der Regel besser gerecht. Für die Nutzung in dezentralen Energiesystemen kommen naturgemäß vor allem biogene Brennstoffe („Biomasse“) und Reststoffe in Frage. Die Brennstoffe unterscheiden sich in Ihren physikalischen Eigenschaften (Stückigkeit. Vor allem ist es daher notwendig. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. besteht darin.15 16:04 . dezentrale Energiesysteme kommt es in der Regel nicht in Frage. Vorschubrichtung und Vorschubgeschwindigkeit werden so eingestellt. Die technische Flexibilität. Die Wirbelschichttechnologie wurde bisher überwiegend für die Verbrennung und Vergasung von Kohle genutzt. inhomogene. dass die größten Partikel noch sicher verbrannt werden. Heizwert) und ihrer chemischen Zusammensetzung. Allerdings ist eine Anpassung dieser Technologie an die Besonderheiten eines Brennstoffes notwendig. unterschiedliche Brennstoffe einzusetzen. um eine ausreichende Verbrennungsqualität auch bei sich ändernder Brennstofffeuchte und Zusammensetzung zu gewährleisten. wo diese Brennstoffe homogen anfallen.4. Für inhomogene Brennstoffe eignen sich besonders Rostfeuerungen. Eine Möglichkeit. Feinanteile verbrennen bereits im Flug. So erfordert beispielsweise die Verbrennungsführung in Rostfeuerungen von Müllverbrennungsanlagen einen hohen regelungstechnischen Aufwand. Kleinere Partikel fallen in die Mitte des Rostes und verbrennen mit geringerer Verweilzeit.01. Bei diesen Rostsystemen wird der Brennstoff so auf den Rost geschleudert. Erweiterung des Brennstoffbandes durch mehrere spezialisierte Kleinanlagen Für kleine. Dadurch dass Kleinanlagen unmittelbar dort eingesetzt werden können. die aus den besonderen Eigenschaften der Biomasse resultierenden Problemstellungen ausreichend zu berücksichtigen. Auch Drehrostfeuerungen („Endlosrost“) eignen sich besonders für inhomogene Brennstoffe. kann durch den Einsatz mehrerer spezialisierter Kleinanlagen insgesamt ein breites Brennstoffband energetisch genutzt werden. Für den Einsatz von Wirbelschichtanlagen zur thermischen Verwertung von Biomasse in Heizwerken und in Heizkraftwerken ist es notwendig. bei denen der aufgrund der unterschiedlichen Stückigkeit ungleichen Verbrennungsdauer Rechnung getragen werden kann. die auch dezentrale Nutzung solcher Brennstoffe in sehr kleinen Anlagen zu erlauben. die Feuerung. Morphologie. auch stark unterschiedliche Brennstoffe zu verfeuern. ist beispielsweise mit einfachen Rostfeuerungen nicht gegeben. Geeignet dafür sind beispielsweise Wanderrostfeuerungen mit Wurfbeschickung. Der Einsatz von Verbrennungsanlagen mit einem breiten Brennstoffband wie Wirbelschichtfeuerungen oder Rostfeuerungen mit einer aufwändigen Verbrennungsregelung kommt bei kleinen Feuerungsleistungen nicht in Frage. insbesondere die Brennstoffförderung zu spezialisieren und an einen bestimmten Brennstoff anzupassen. Vor allem der hohe Chlorgehalt und die niedrige Ascheerweichungstemperaturen führen bei biogenen Brennstoffen zu Problemen. Damit wird eine solche Kleinanlage auf den dezentral vorhanden Brennstoff abgestimmt. das die Verweildauer auf dem Rost der Partikelgröße entspricht.2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 349 Biomasse und Reststoffen stellen besondere Anforderungen an das Verbrennungssystem.

aber auch die Brennstofftrocknung bis hin zur Pyrolyse und Vergasung.5 sind die Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme zusammengefasst und bewertet.4: Zusammenfassung der Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme Prinzipien und Grundsätze Maßnahme Bedeutung für dezentrale Energiesysteme Lastmanagement und Anlageneinsatzplanung Einsatz von Energiemana. Problematische Aschebestandteile verbleiben bei wesentlich niedrigeren Temperaturen im Vergaser und können problemloser ausgetragen werden. als Maßnahmen.Leitschaufelverstellung bei Gasturbinen  --  Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. in einfachen Niedertemperaturvergasern oder Pyrolyseschnecken.Gleitdruckbetrieb bei Dampfkraftwerken Teillastwirkungsgraden . Dadurch dass in einer nachgeschalteten Verbrennung nur noch flüchtige. 4. die aufgrund des niedrigen Ascheschmelzverhaltens in einfachen Verbrennungssystemen ohne Vorvergasung technisch nicht realisiert werden kann. höher bewertet. Problematisch ist allerdings bei Systemen mit einer solchen Vorvergasung oder „gestuften Verbrennung“. auch die Nutzung sehr inhomogener Brennstofffraktionen.3]. dass der Restkohlenstoffgehalt in der dabei entstehenden Asche sehr hoch ist.308 ff S.11 Zusammenfassung der Prinzipien für flexible Energiesysteme In Tab. Geeignete Maßnahmen sind die Pelletierung und Brikettierung. die den Einsatz von Brennstoffzellensystemen und Mikroturbinen begünstigen. Tab. Dadurch wird beispielsweise die energetische Nutzung von Stroh erleichtert.15 16:04 Seite S.01. sind einfachere Feuerungen und deutlich höhere Verbrennungstemperaturen möglich. 317ff . 4. Entsprechend sind Maßnahmen. gasförmige Bestandteile kontrolliert verbrannt werden.Verwendung von Brennstoffzellen Arbeitsmaschinen mit hohen .Softwaregestützte Anlageneinsatzplanung gementsystemen .2. 4. Bei der Bewertung der „Bedeutung für dezentrale Energiesysteme“ ist dabei auch die Größe der für eine Maßnahme in Frage kommenden Anlagen berücksichtigt. So erlaubt die Vergasung von inhomogenen Brennstoffen.Online-Lastmanagement  Verwendung von Arbeitsmaschinen mit günstiger Leistungscharakteristik Verwendung von .350 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Erweiterung des Brennstoffbandes durch die Brennstoffaufbereitung Neben dem Einsatz spezialisierter Kleinanlagen kann die Nutzung eines breiten Brennstoffbandes auch durch eine geeignete Brennstoffaufbereitung erreicht werden. und in Deutschland eine Deponierung dieser Aschen ohne eine thermische Nachbehandlung ab 2005 nicht gestattet ist [1. die bei größeren Gasturbinenanlagen oder kleineren Dampfkraftwerken eingesetzt werden.

Kavernenkraftwerke Chemische Speicher . 344ff    S. 342ff S.Speicherung in Batterien und Kondensatoren Erweiterung des Brennstoffbandes Verwendung von .Kondensatstop   S.Brikettierung von Festbrennstoffen .Speicherung von Wärme und Strom im Erdgasnetz .Brennstofftrocknung .Pelletierung von Festbrennstoffen .Dampfeindüsung in die Brennkammer     S.Entnahme-Kondensationsturbinen variabler Stromkennzahl .Pyrolyse und Vergasung von Festbrennstoffen von hoher Bedeutung von Bedeutung -von geringer Bedeutung     - S. 334ff Flexibilisierung durch die Kraft-Wärme-Kopplung Kraft-Wärme-Kopplung mit .Abschaltung von HD-Vorwärmern .01.Bereitstellung von Sekundenreserve mit Brennstoffzellenheizgeräten Flexibilisierung durch Energiespeicher Wärmespeicher .Pumpspeicherkraftwerke .Entnahme-Kondensationsturbinen mit abschaltbarem Niederdruckteil .349 S.Verdunstungskühlung (‚Fogging’) .2 Prinzipien für die Entwicklung flexibler Energiesysteme 351 Einsatz leistungssteigernder Maßnahmen bei Dampfturbinen-Prozessen .Verwendung angepasster Fördersysteme und Feuerungen .Tröpfcheneindüsung (‚Evaporation-Cooling’) .Dreh.‚Virtuelle Kraftwerke’ mit Mikroturbinen-Clustern .Speicherung in Feststoffen . 329ff Einsatz leistungssteigernder Maßnahmen bei Gasturbinen .Speicherung fühlbarer Wärme .Wirbelschichtfeuerungen Verbrennungsanlagen mit .Speicherung als Wasserstoff .„modifizierter Gleitdruckbetrieb“ . 341ff     S.Bereitstellung von Reserveleistung mit Mikroturbinen-Clustern Kraft-Wärme-KopplungsAnlagen .Latentwärmespeicher Stromspeicher . 338ff .indirekte Kühlung mit Absorptionskältemaschinen . 330ff - S. 338ff  S. 348ff  S.Abschaltung von Niederdruckvorwärmern .und Wanderrostfeuerungen breitem Brennstoffband .Cheng-Cycle-Anlagen  Nutzung der Speicherfähigkeit von Wärmenetzen   S.‚Virtuelle Kraftwerke’ mit Brennstoffzellen-Cluster Verwerfen der Abwärme von .Vermeidung von Ascheagglomeration .4.15 16:04 .350     nicht von Bedeutung nicht anwendbar Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.Vermeidung von Hochtemperatur-Chlorkorrosion Erweiterung des Brennstoffbandes durch spezialisierte Kleinanlagen Erweiterung des Brennstoffbandes durch die Brennstoffaufbereitung    .

wie Versicherungskosten und Instandhaltungskosten.) berücksichtigt.101]. die sich aus den Investitionen. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. müssen auch bei der statischen Wirtschaftlichkeitsrechnung zumindest die für die betrachtete Periode gültigen Kapitalkosten mit einer dynamischen Methode. Die häufig verwendete ‚Kapitalwertmethode’ oder die ‚Interne Zinsfuß-Methode’ liefern darüber hinaus bei vorgegebener Abschreibungsdauer einen kalkulatorischen Zinssatz. Bei der statischen Wirtschaftlichkeitsrechung werden die jährlich anfallenden Kosten ermittelt. der im Gegensatz zum Return-of-Invest auch den Zeitpunkt von ‚Ein. ‚ROI’) zu berechnen. um den Jahresgewinn zu ermitteln. Üblich ist es auch.B. als Ergebnis der statischen Wirtschaftlichkeitsrechnung die über einen Betrachtungszeitraum kumulierten Gewinne auf den Kapitaleinsatz zu beziehen und daraus eine Gesamtkapitalrendite (‚Return-of-Invest’ bzw.1 Wirtschaftliche Randbedingungen dezentraler Anlagen 4.7.3. als auch der aus den Investitionen entstandene Kapitaldienst gedeckt werden kann.01.1 Grundlagen der Wirtschaftlichkeitsrechnung Die Wirtschaftlichkeit einer Energieversorgungsanlage ist immer dann gegeben. Die statische Wirtschaftlichkeitsrechnung ist streng genommen nur für kurze Zeiträume (‚Perioden’) anzuwenden. Brennstoffkosten • Betriebskosten.1).1. wie Personalkosten und Verwaltungskosten sowie • sonstige Kosten. Die so ermittelten Jahreskosten der Versorgungsanlagen sind den Einnahmen gegenüber zu stellen. die ein Schema zur statischen Berechnung der im Lauf eines Betriebsjahres entstehenden Wärmeerzeugungskosten vorgibt. wenn mit den Einnahmen aus dem Verkauf von Strom oder Wärme sowohl die laufenden Kosten. der anzusetzenden Nutzungsdauer und dem Zinssatz errechnen. • verbrauchsgebundene Kosten.15 16:04 .und Auszahlungen’ und prognostizierte Preisentwicklungen (Personalkosten etc.3. Maßgebend für die Planung von Wärmeversorgungsanlagen und Anlagen für die KraftWärme-Kopplung ist die VDI-Richtlinie 2067 [3.3. Dazu sind folgende Kosten zu unterscheiden: • Kapitalgebundene Kosten. 4. in der Regel der ‚Annuitätenmethode’ bestimmt werden (s. Ist wie bei Energiesystemen die Wirtschaftlichkeit einer Investition über einen Zeitraum von mehreren Jahren zu betrachten.u. z.). Bei der dynamischen Wirtschaftlichkeitsrechung werden beispielsweise mit der ‚Annuitätenmethode’ über mehrere Perioden zusätzlich die Liquidität und die Gewinnentwicklung (‚Cash Flow’) eines Betriebes betrachtet (siehe Kap.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 4.352 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme 4.

können auch die spezifischen Stromerzeugungskosten in spezifische. spezifische Erzeugungskosten zu berechnen und zu vergleichen. aus denen die aus dem Kapitaldienst entstehenden jährlichen ‚kapitalgebundenen’ Kosten berechnet werden.15 16:04 . die Investitionskosten nicht auf die Nennleistung. dass es bei Wärmeerzeugungsanlagen im Gegensatz zu Stromerzeugungsanlagen üblich ist. Wie die Jahreskosten einer Anlage. Ein wesentlicher Parameter sind selbstverständlich die Investitionskosten. sondern schreibt gleichzeitig die Abschreibungszeiten der einzelnen Komponenten einer Versorgungsanlage vor. Üblich ist es. also die Anzahl der Betriebsstunden der Anlage pro Jahr. sowohl bei der Wärmeerzeugung.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 353 Die VDI Richtlinie gibt dabei nicht nur das Berechnungsschema vor. Wärmeerzeugungskosten werden meist in Euro pro MWh angegeben. Gemessen wird die Anlagenauslastung an den Jahresvollbenutzungsstunden oder Jahresvolllaststunden z: Definition der Jahresvolllaststunden Bei Stromerzeugungsanlagen errechnet sich die Anzahl der Jahresvolllaststunden aus der erzeugten Arbeit und der elektrischen Nennleistung eines Kraftwerks Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.01.und betriebsgebundene sowie sonstige Kosten aufgeteilt werden. als auch bei der Stromerzeugung. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist außerdem die Anlagenauslastung. auf die geleistete Arbeit oder erzeugte Nutzwärme bezogene kapital-. mit SI WI I Pel Q FWL spezifische Investitionskosten einer Stromerzeugungsanlage [€/kWel] spezifische Investitionskosten einer Wärmeerzeugungsanlage [€/kWth] Gesamtinvestitionskosten in [€] elektrische Nettoleistung in [kWel] Feuerungswärmeleistung in [kWth] Zu beachten ist dabei. verbrauchs. Für die wirtschaftliche Beurteilung von Energiesystemen ist es üblich.4. Stromerzeugungskosten in ct pro kWh. sondern auf die Feuerungsleistung des Kessels zu beziehen. die Investitionskosten auf die Leistung der Anlage zu beziehen: Spezifische Investitionskosten einer Energieversorgungsanlage Die spezifischen Investitionskosten errechnen sich aus den auf die Anlagenleistung bezogenen Gesamtinvestitionskosten I SI = I Pel WI = I Q FWL bzw.

4. Bei der Stromerzeugung wird die Anlagenauslastung vor allem vom im Verbundnetz vorhandenen Kraftwerkspark und den Lastanforderungen der Verbraucher bestimmt. die Anzahl der Jahresvolllaststunden z. (IV-14b) mit A Pel erzeugte Nutz-Arbeit in [kWhel /a] elektrische Nettoleistung in [kWel] Feuerungswärmeleistung in [kWth] ηK Kesselwirkungsgrad Jahreswärmeverbrauch in [kWhth /a] Nennleistung der Wärmeverbraucher in [kW] Q FWL Qa Q N Der wichtigste bei der Strom.01.15 16:04 . Kommt ein Kraftwerk aufgrund von Überkapazitäten nur wenige Stunden pro Jahr zum Einsatz.354 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme z = A Pel in [h/a] Gl. welches Kraftwerk zu welchem Zeitpunkt eingesetzt wird. Der Lastverteiler legt fest. Die Anlagenauslastung bei der Wärmeabnahme ist von den Wärmeabnehmern und damit vom Standort der Anlage (siehe Tab. errechnen sich aus den laufenden Fixkosten oft extrem hohe Stromkosten pro erzeugte kWh. Berechnung von Stromerzeugungskosten Die Stromgestehungskosten oder Stromerzeugungskosten s werden in der Regel in ct/kWhel angegeben: Definition der Stromgestehungskosten s Die Stromgestehungskosten s in [ct/kWhel] oder [€/MWhel] errechnen sich aus den auf die elektrische Arbeit bezogenen kapitalgebunden Kosten si . (IV-14a) Bei Wärmeerzeugungsanlagen errechnet sich die Anzahl der Jahresvolllaststunden aus der erzeugten Nutzwärme.und Wärmeerzeugung zugrunde gelegte Parameter ist stets die Anlagenauslastung bzw. also dem Jahreswärmeverbrauch Qa und der Nennleistung Q N oder der Feuerungswärmeleistung Q FWL des Kessels z = Qa Q N = Qa η k ⋅ Q FWL in [h/a] Gl. den verbrauchsgebunden Kosten sv und den betriebsgebundenen und sonstigen Kosten ss s = si + sv + ss in [ct/kWhel] mit Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.10) abhängig.

01. die notwendig ist.4. den Jahresvolllaststunden z: si = a ⋅ SI z in [ct/kWhel] mit a= p ⋅ (1 + p ) n (1 + p ) n − 1 mit SI a p n z spezifische Investitionskosten in in [€/kWel] Annuitätenfaktor [-]. Da den für eine Investition geleisteten Zahlungen ein materieller Gegenwert gegenüber steht. also der Abschreibungsdauer n und dem Zinssatz p berechneten Annuitätenfaktor a und schließlich der Anlagenauslastung. Ausschlaggebend sind dabei der Zinssatz und die Abschreibungsdauer für ein Investment. Um die Jahreskosten auf die erzeugte Arbeit zu beziehen. Der notwendige Kapitaldienst setzt sich zusammen aus den notwendigen Aufwendungen für Zins und Tilgung. dem aus den Finanzierungsbedingungen. Die notwendigen Zeiten bis zu diesem ‚Return-of-Invest’ (ROI = 0%) 11 sind in der Regel bedeutend kürzer. 11 ROI = kumulierter Gewinn in [%] für einen gegebenen Betrachtungszeitraum Gesamtinvestition Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. die Annuität. um mit einer getätigten Investition Gewinne zu erwirtschaften.15 16:04 . Zinssatz [-] Abschreibungsdauer in [a] Jahresvollbenutzungsstunden in [h/a] Die Abschreibungsdauer ist nicht zu verwechseln mit der Zeit. über die Laufzeit konstant bleibt. wobei der zu leistende jährliche Aufwand. werden die Jahreskosten zusätzlich auf die Anlagenleistung und die Jahresvollbenutzungsstunden bezogen: Berechnung der spezifischen kapitalgebundenen Kosten si Die spezifischen kapitalgebunden Kosten si [ct/kWhel] errechnen sich aus den spezifischen Investitionskosten SI [€/kWel].3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 355 si spezifische kapitalgebundene Kosten in [ct/kWhel] sv spezifische verbrauchsgebundene Kosten in [ct/kWhel] ss spezifische betriebsgebundene und sonstige Kosten in [ct/kWhel] Für die Berechnung der Kapitalkosten wird meist die Annuitätenmethode verwendet. da der Zeitwert einer Investition bis zum Ende der Abschreibungsdauer stets als Buchwert bestehen bleibt.

119 0.126 0.084 0.117 0.059 6.133 0.0% 0.356 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme sind Ausgaben für Investitionsgüter in der Gewinn.130 0. verbrauchsgebundenen Kosten sv Die auf die erzeugte Arbeit bezogenen verbrauchsgebundenen Kosten sv errechnen sich aus den Brennstoffkosten KB sowie aus den Hilfsstoff.075 0.090 0.5% 0.093 0.064 0.103 0.106 0.102 0.5% 0.094 0.100 0.082 0.074 0.107 0.051 5.123 0.113 0.096 0.0% 0. beispielsweise die Vorfinanzierungskosten betrachtet (siehe Kap. die sich mittelbar oder unmittelbar aus der tatsächlichen Betriebsdauer einer Anlage und dem daraus resultierenden Brennstoffverbrauch berechnen: Berechnung der spezifischen.7.und Verlust-Rechnung nicht als Betriebsausgaben zu werten.110 0.146 0.077 0. also die Annuität für die Investition als Ausgabe angesetzt.091 0.087 0.063 6. Bei der ‚CashFlow-Berechnung’ wird darüber hinaus die Refinanzierung der über den Buchwert hinausgehenden Aufwendungen.116 0.110 0.123 0.071 0.139 0. 4.5% 0.0% 0.0% 0.0% 0.129 0.113 0.078 0.149 0.133 0.5% 0. 4.und Ascheentsorgungskosten KH und Ka sv = KB + ∑x H ⋅ K H + a ⋅ Ka ηel ⋅ H u in [ct/kWhel] mit KB xH KH Ka a ηel Hu spezifische Brennstoffkosten in [€/kg] Hilfsstoffbedarf in [kg/kgBS] Kosten für Hilfsstoffe [€/kg] Deponierungskosten für die Brennstoffasche [€/kg] Ascheanteil in [kg/kgBS] elektrischer Netto-Wirkungsgrad [-] unterer Heizwert in [kJ/kg] Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.01.136 0.098 0.090 0.072 7.094 0.3.047 4.15 16:04 .055 5.067 0.126 0.080 0.5: Annuitätenfaktor a in Abhängigkeit von Zinssatz und Abschreibungsdauer Abschreibungsdauer in Jahren Zins 10 12 15 20 25 50 4.1) Tab. In der Gewinn.082 Bei den verbrauchsgebundenen Kosten werden all die Kosten berücksichtigt.077 8.142 0.068 7.und Verlust-Rechnung wird daher nur der Kapitaldienst.086 0.

Wichtigster Unterschied dazu ist.oder Kesselwirkungsgrad nach Gleichung (III-4) eingesetzt werden darf. dass für die Berechnung des jährlichen Brennstoffbedarfs auch nicht der Feuerungs.01.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 357 Die verbrauchsgebundenen Kosten werden auch als variable Kosten bezeichnet. verbrauchsgebundenen. Berechnung der spezifischen betriebsgebundenen und sonstigen Kosten ss Die betriebsgebundenen und sonstigen Kosten ss setzen sich zusammen aus Personalkosten.. Die spezifischen betriebsgebundenen und sonstigen Kosten sv sind dagegen wie die Kapitalkosten weitgehend unabhängig von der Betriebsdauer der Anlage und fallen unabhängig davon an. ob die Anlage mit hoher oder niedriger Auslastung betrieben wird. Versicherungskosten und Instandhaltungskosten. betriebsgebunden und sonstigen Kosten. da sie von der Betriebsweise abhängig sind und sich somit von Jahr zu Jahr ändern können. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. ss = K P + KV + K I + .. Die Wärmegestehungskosten einer Wärmeversorgungsanlage errechnen sich also analog zur Berechnung der Stromgestehungskosten aus kapitalgebundenen. sondern auch die zum Teil erheblichen Verteilungsverluste berücksichtigt werden müssen. Pel ⋅ z in [ct/kWhel] mit KP KV KI Pel z Personalkosten pro Jahr in [€/a] Versicherungskosten pro Jahr in [€/a] Instandhaltungskosten pro Jahr in [€/a] elektrische Nettoleistung in [kWel] Jahresvollbenutzungsstunden [h/a] Berechnung von Wärmeerzeugungskosten Die Wirtschaftlichkeit einer Wärmeversorgungsanlage und von Anlagen für die KraftWärme-Kopplung ist nach VDI 2067 „Berechnung der Kosten von Wärmeversorgungsanlagen“ zu ermitteln. dass für die Berechnung des Brennstoffbedarfs mB nicht nur der Brennstoffausnutzungsgrad der Anlage.4.15 16:04 . der auch Anfahrverluste und einen verringerten Wirkungsgrad im Teillastbetrieb berücksichtigt. Stattdessen ist ein über das Jahr gemittelter Jahresausnutzungsgrad ηa einzusetzen. Aus diesem Grund werden Kapitalkosten. ist zusätzlich zu beachten. Da Wärmeversorgungsanlagen nur in Ausnahmefällen überwiegend mit kontinuierlich Nennleistung betrieben werden.. betriebsgebundene und sonstige Kosten in den sogenannten Fixkosten zusammengefasst. Dieser Jahresausnutzungsgrad ist wesentlich niedriger als der Kesselwirkungsgrad des Wärmeerzeugers.

Saugzuggebläse und Pumpen zu berücksichtigen sind. (IV-15) mit Qa ηa ηV Ηu Jahreswärmeverbrauch [kWh/a] Jahresausnutzungsgrad [-] Verteilungswirkungsgrad nach Tab. die beispielsweise für den Betrieb einer Rauchgaskondensationsanlage eingesetzt werden. der Brennstoffförderung.01.2 [-] unterer Heizwert in [kJ/kg] Ein weiterer Unterschied zur Berechnung der Stromgestehungskosten besteht darin.15 16:04 . Frischlüfter. Besonders hoch ist der elektrische Eigenbedarf von Kühltürmen. dass zusätzlich Kosten für elektrische Hilfsenergie.2.1. den verbrauchsgebundenen Kosten wv und den betriebsgebundenen und sonstigen Kosten ws. 4. w = wi + wv + ws in [€/MWhth] mit wi kapitalgebundene Kosten in [€/MWhth] wv verbrauchsgebundene Kosten in [€/MWhth] ws betriebsgebundene und sonstige Kosten in [€/MWhth] Die Berechnung der Investitionskosten bei der Wärmeerzeugung erfolgt analog zur Berechnung der Investitionskosten bei der Stromerzeugung: Berechnung der spezifischen kapitalgebundenen Kosten wi Die spezifischen kapitalgebundenen Kosten wi [€/kWhth] errechnen sich aus den spezifischen Investitionskosten WI [€/kW] WI = I  QFWL Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.5). um auch bei zu hohen Rücklauftemperaturen des Heiznetzes eine Entschwadung des Rauchgases zu ermöglichen (siehe Kap. beispielsweise für den Betrieb der Brennstoffaufbereitung. Definition der Wärmegestehungskosten w Die Wärmegestehungskosten w in €/MWh errechnen sich aus den kapitalgebundenen Kosten wi. 3.358 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Jahres-Brennstoffbedarf bei der Wärmeerzeugung Der jährliche Brennstoffbedarf mB errechnet sich aus dem Nutzwärmebedarf QN und den Verlusten bei Erzeugung und Verteilung mB = Qa η a ⋅ ηV ⋅ H u in [kg/a] Gl.

KH und Ka wv = KB + ∑x H ⋅KH + a ⋅Ka η a ⋅ ηv ⋅ H u + se ⋅ Pe η K ⋅ η v ⋅ Q FWL mit KB xH KH spezifische Brennstoffkosten in [€/kg] Hilfsstoffbedarf in [kg/kg] Kosten für Hilfsstoffe [€/kg] Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Hilfsstoff. Zinssatz [-]. Abschreibungsdauer [a] Jahresvollbenutzungsstunden [h/a] Gesamtinvestitionskosten [€] Feuerungswärmeleistung [kWth] ηK ηV Kesselwirkungsgrad [-] Verteilungswirkungsgrad [-] Im Gegensatz zu den Stromgestehungskosten sind hier noch Kesselwirkungsgrad und Verteilungswirkungsgrad zu berücksichtigen. die in der Regel auch unmittelbar von der erzeugten Nutzwärme und dem Brennstoffverbrauch abhängen: Berechnung der verbrauchsgebundene Kosten Die verbrauchsgebundenen Kosten sv errechnen sich aus den auf die erzeugte Nutzwärme bezogenen Brennstoff-. Entsprechend werden auch die spezifischen Investitionskosten auf die Feuerungswärmeleistung bezogen.oder Feuerungswärmeleistung.4.und Ascheentsorgungskosten KB.01. sondern die Brennstoff. Bei der Wärmeerzeugung sind hier allerdings zusätzlich Strombezugskosten für die Pumpen oder für die Brennstoffaufbereitung zu berücksichtigen. die Nettoleistung spezifiziert wird. wie bei der Stromerzeugung. Die verbrauchsgebundenen Kosten errechnen sich wieder überwiegend aus den Brennstoffkosten. da bei Wärmeversorgungsanlagen in der Regel nicht. also den Jahresvolllaststunden z in [h/a] und dem Annuitätenfaktor a wi = a ⋅ WI z ⋅ η K ⋅ ηV in [€/MWhth] Der Annuitätenfaktor a berechnet sich dabei wieder aus den Finanzierungsbedingungen.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 359 der Anlagenauslastung. also der Abschreibungsdauer n [a] und Zinssatz p a= p ⋅ (1 + p )n (1 + p )n − 1 mit WI a p n z I Q FWL spezifische Investitionskosten in [€/kWth] Annuitätenfaktor [-].15 16:04 in [€/MWhth] .

η a ⋅ η v ⋅ Q FWL ⋅ z in [€/MWhth] mit KP KV KI Personalkosten pro Jahr in [€/a] Versicherungskosten pro Jahr in [€/a] Instandhaltungskosten pro Jahr in [€/a] Feuerungswärmeleistung des Kessels in [kWth] ηa ηV Jahresausnutzungsgrad [-] Verteilungswirkungsgrad [-] Jahresvollbenutzungsstunden [h/a] Q FWL z Da auch diese Kosten wieder auf die übers Jahr gemittelte Wärme bezogen werden.01. Berechnung der spezifischen betriebsgebundenen und sonstigen Kosten ws Die betriebsgebundenen und sonstigen Kosten ss setzen sich zusammen aus Personalkosten.. Im Gegensatz dazu wird der elektrische Eigenbedarf nicht auf eine (gemittelte) elektrische Arbeit bezogen.15 16:04 .. Die betriebsgebundenen und sonstigen Kosten ss setzen sich zusammen aus Personalkosten. Versicherungskosten und Instandhaltungskosten.und sonstigen Kosten. Versicherungskosten und Instandhaltungskosten.360 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme KH a ηa ηV ηK Hu Q FWL se Pe Deponierungskosten für die Brennstoffasche [€/kg] Ascheanteil in [kg/kg] Jahresausnutzungsgrad [-] Verteilungswirkungsgrad [-] Kesselwirkungsgradgrad [-] unterer Heizwert in [kJ/kg] Feuerungswärmeleistung des Kessels in [kWth] Strombezugskosten in [€/kWhel] elektrischer Eigenbedarf in [kW] Die Brennstoffkosten werden dabei auf die übers Jahr gemittelte Brennstoffwärme bezogen. Entsprechend muss für die Berücksichtigung der Kesselverluste bei der Wärmeerzeugung im ersten Fall der Jahresausnutzungsgrad ηa verwendet werden und bei der Umrechnung des elektrischen Eigenbedarfs der Kesselwirkungsgrad ηK. sondern auf die elektrische Leistung. ws = K P + K V + K I + .. Instandhaltungs-. Sie errechnen sich wie bei der Stromerzeugung wieder auf die erzeugte Nutzwärme bezogenen Personal. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Versicherungs. ist wieder der Jahresausnutzungsgrad ηa zu verwenden.

Im Falle der Kraft-Wärme-Kopplung reduzieren sich die Wärmegestehungskosten also aufgrund zusätzlicher Stromerlöse. verbrauchsgebundenen. da in den meisten Fällen der Eigenbedarf des Betreibers nicht vollständig gedeckt wird und sich durch die Kraft-WärmeKopplung nur der Fremdbezug reduziert. betriebsgebundenen und sonstigen Kosten der Stromerzeugung s = si + sv + ss − wE σ in [ct/kWhel] mit σ sE wE Stromkennzahl nach Gl. alle Kosten entweder der Stromerzeugung oder der Wärmeerzeugung zuzuordnen. Dabei sind für die Berechnung der Wärmegestehungskosten die Stromerlöse über die Stromkennzahl auf die erzeugte Wärme zu beziehen.53 dargestellt.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 361 Berechnung von Wärmeerzeugungskosten bei der Kraft-Wärme-Kopplung In der Praxis ist es oft problematisch.oder Wärmeerzeugungskosten auf. 4.und Wärmegestehungskosten bei der Kraft-Wärme-Kopplung Die Wärmegestehungskosten w in [€/MWhth] errechnen sich aus den auf die Brennstoffwärme bezogenen kapitalgebunden Kosten wi.01. Wie in Abb. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. den verbrauchsgebunden Kosten wv und betriebsgebundenen und sonstigen Kosten ws zu w = wi + wv + ws − σ ⋅ s E in [€/MWhth] Die Stromerzeugungskosten s in [ct/kWh] ergeben sich analog aus den auf die erzeugte Arbeit bezogenen kapitalgebundenen. Auswahl von Energiesystemen Energieversorgungsanlagen mit niedrigen spezifischen Investitionskosten weisen nicht notwendigerweise geringe Strom. die Kosten für die Erzeugungskosten bei der KraftWärme-Kopplung dem erzeugten Strom und der Wärme zuzuordnen.4. hängt die Wirtschaftlichkeit einer Anlage in erster Linie vom Verhältnis der variablen Kosten zu den Fixkosten und damit wesentlich von der Anlagenauslastung ab.15 16:04 . Aus diesem Grund ist es zweckmäßig. Sollen dagegen die Stromgestehungskosten s einer KWK-Anlage berechnet werden. und für die andere Energieform die realisierbaren Erlöse zu berücksichtigen. sind die Wärmeerlöse auf die erzeugte elektrische Energie zu beziehen: Strom. (III-5) Stromerlöse in [ct/kWhel] Wärmeerlöse in [€/MWhth] In der praktischen Anwendung sind im Falle dezentraler Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen die Stromerlöse sE mit den Strombezugskosten gleichzusetzen.

Biomassefeuerung) (z.und Wärmeerzeugungskosten in Euro/MWh Beispiel mit geringen Investitionskosten und hohen Brennstoffkosten 2000 h 4000 h 6000 h 8760 h Jahresvolllastsstunden Fixkosten Fixkosten variable Kosten variable Kosten 2000 h 4000 h 6000 h Jahresvolllastsstunden 8760 h 2000 h 4000 h 6000 h 8760 h Jahresvolllastsstunden Abb.bzw. dass kostengünstigere Brennstoffe eingesetzt werden können oder beispielsweise.B.15 16:04 . geringere Personalkosten anfallen. aufgrund eines höheren Automatisierungsgrades. wie beispielsweise Biomasseheizwerke. Die Kostenvorteile durch günstigere Brennstoffe kommen allerdings nur dann zum Tragen. Personalkosten) 2000 h 4000 h Fixkosten 6000 h 8760 h Jahresvolllastsstunden Strom. Gasfeuerung) variable Kosten variable Kosten Fixkosten verbrauchsgebundene Kosten (jährliche Brennstoffkosten etc) kapitalgebundene betriebsgebundene und sonstige Kosten (Annuität. Feststofffeuerungen. Wärmegestehungskosten Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.B.01.53: Einfluss der Anlagenauslastung auf die Jahreskosten und auf die spezifischen Strom. Beispiel mit hohen Investitionskosten und geringen Brennstoffkosten Jahreskosten in Euro/a (z. können wegen der wesentlich höheren Investitionskosten nur dann kostengünstiger betrieben werden. Aus diesem Grund werden Reserve. wenn eine ausreichend hohe Anlagenauslastung erreicht wird.362 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Anlagen mit hohen spezifischen Investitionskosten können allein dadurch geringere Wärmeerzeugungskosten verursachen. wenn die Kostenvorteile durch geringere Brennstoffpreise während einer ausreichend hohen Anzahl an Jahresvolllaststunden genutzt werden.oder Spitzenlastkessel aufgrund der geringeren Investitionskosten meist als Gasfeuerungen ausgeführt. 4.

Investkosten 400 €/kW Brennstoffpreis 15 Euro/MWh 6 4 Brennstoffkosten Gasturbine Kohlekraftwerk ηel = 40% spez. 4.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 4.4 Euro/MWh (20 Euro/t ) Brennstoffkosten Kohlekraftwerk 2 0 0 2000 4000 6000 8000 Jahresvollbenutzungsstunden Spitzenlast Mittellast Mittellast Grundlast Abb.4.01.3.54: Einfluss der Anlagenauslastung auf die Stromgestehungskosten am Beispiel eines Gasturbinen.2 363 Kostenstruktur von Großkraftwerken Da bei Großanlagen die Personalkosten eine eher untergeordnete Rolle spielen. Investkosten 1500 €/kW Brennstoffpreis 2. Abb.und verbrauchsgebundenen Kosten bestimmt. Einsatzbereich des Einsatzbereich Kohlekraftwerks des Kohlekraftwerks Einsatzbereich der Gasturbine Stromerzeugungskosten in ct/kWh 10 Gasturbinenkraftwerk ηel = 30% 8 spez.15 16:04 . wird die Kostenstruktur von Großanlagen im Wesentlichen von investitions. Mittellast und Spitzenlastkraftwerke.1. Die kapitalgebundenen. 4. Bei gegebenen Investitions. also die Anzahl der Jahresvollbenutzungsstunden z nach Gleichung (IV-14).53 zeigt die Abhängigkeit der Stromgestehungskosten von der Anzahl der jährlichen Jahresvolllaststunden.und Brennstoffkosten entscheidet zusätzlich der elektrische Wirkungsgrad einer Anlage über deren Wirtschaftlichkeit. Je nach jährlichem Anlageneinsatz unterscheidet man Grundlast. Dagegen steigen die jährlichen verbrauchsgebundenen Kosten naturgemäß linear mit der Einsatzdauer der Anlage. betriebsgebundenen und sonstigen Kosten sind Fixkosten und hängen nicht von der tatsächlichen Betriebsdauer der Anlage ab. Wichtigster Parameter für die Stromgestehungskosten ist auch bei Großkraftwerken die Anlagenauslastung. Die Entscheidung für einen Kraftwerkstyp wird also immer vom geplanten Einsatz abhängen.und eines Dampfkraftwerks Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.

364

4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme

In Abb. 4.54 sind typische Stromgestehungskosten von einfachen Gasturbinenkraftwerken
und kohlebefeuerten Dampfkraftwerken gegenüber gestellt. Aufgrund des geringeren
Wirkungsgrades, vor allem aber aufgrund der wesentlich höheren Brennstoffkosten werden
Gasturbinenkraftwerke überwiegend für die Spitzenlast eingesetzt. Das Dampfkraftwerk
kommt aufgrund der hohen spezifischen Investitionskosten nur für Anlagen in Frage, die in
der Mittel- oder Grundlast eingesetzt werden. Dort wirken sich allerdings die geringeren
Brennstoffkosten und der bessere elektrische Wirkungsgrad vorteilhaft aus.

4.3.1.3

Kostenstruktur von Kleinkraftwerken

Investitionskosten
Das wesentliche Problem der Stromerzeugung in dezentralen Kleinkraftwerken sind die
unverhältnismäßig hohen spezifischen Investitionskosten. In Abb. 1.10 sind die spezifischen
Investitionskosten von Dampfkraftwerken unterschiedlicher Größe dargestellt. Daraus geht
hervor, dass die ausschließliche Stromerzeugung in Kleinkraftwerken mit Dampfkraftprozessen in der Regel nicht wirtschaftlich werden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass sich mit
abnehmender Anlagengröße auch die Effizienz der Anlagen deutlich reduziert.
Tab. 4.6:

Investitionskosten von Stromerzeugungsanlagen, (Kostenbasis 1999/2000)

20 – 30 %

spez.
Investitionskosten*)
[Euro/kWel]
1100 – 1400

[3.20]

30 – 35 %

2250 – 3000

[4.60]

30 kW – 250 MW

26 – 30 %

(800) – 3600

[3.11]

Stirling-Motor

300 kW – 2MW
9 kW – 40 kW

6 – 17 %
24%

Dampfkolbenmotor (Spilling)

140 – 1000 kW

< 10%

3000
(1500 – 2000)
2200
k.A.

[3.27]
[4.31]
[3.44]

bis 30 kW

27 – 32 %

1800 – 3500

[3.4]

30 kW – 100 kW

27 – 35 %

1000 – 1800

100 kW – 600 kW

30 – 38 %

500 – 1000

Arbeitsmaschine

Leistungsbereich

Dampfturbinen-HKW (Erdgas)

8 MW –100 MW

Biomasse-Kraftwerk, Altholz

5 MW – 20 MW

Microturbine
ORC-Prozess

Gasmotor

Gasturbinen
Gasturbinen-HKW

ηel

Lit.

600 kW -2000 kW

33 – 42 %

300 – 500

500 kW – 10 MW

20 – 30 %

750 – 1500

[3.20]

1 MW – 10 MW

20 – 30 %

1600 – 2800

[3.20]

4,5 kW

35 %

(1500)

[4.39]

BZH, Vaillant
PAFC-Brennstoffzellen

200 kW

40 %

5000 kW

[4.58]

MCFC-Brennstoffzellen

300 kW – 500 kW

52 %

(1000 – 2000)

[4.5]

*)

Angaben in Klammern: Kostenziele

Bereitgestellt von | provisional account
Angemeldet
Heruntergeladen am | 17.01.15 16:04

4.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme

365

Dampfkraftwerke mit einer elektrischen Leistung von einem Megawatt erreichen lediglich
Wirkungsgrade von deutlich unter 20 Prozent. Ähnlich ist die Situation bei einfachen
Gasturbinen-Prozessen. Besonders ungünstig ist die Kostensituation auch bei innovativen
Anlagenkonzepten wie Stirlingmotor, Dampfmotor und ORC-Prozessen. Aufgrund der
geringen Wirkungsgrade fallen die auf die elektrische Leistung bezogenen spezifischen
Investitionskosten teilweise sehr hoch aus.
Neben den eigentlichen Arbeitsmaschinen sind aber stets auch die Investitionskosten der
notwendigen Nebenaggregate zu betrachten. Der Hauptkostenanteil bei Dampfturbinenkraftwerken entsteht durch den Dampferzeuger, der bei Kleinanlagen einen Kostenanteil bis
90% verursacht. Aber auch die Nebenaggregate, wie beispielsweise Kondensator und
Kühltürme, erhöhen die Kosten beträchtlich. So verdoppelt beispielsweise ein Luftkondensator nahezu die Investitionskosten einer Dampfturbine. Bei einem Kondensatordruck von
200 mbar steigt allerdings die elektrische Leistung um 45 – 55 % gegenüber dem Betrieb
einer vergleichbaren Gegendruckturbine mit einem Gegendruck von 2 bar.
Verbrauchsgebundene Kosten
Wie bei den Großkraftwerken ist auch bei kleinen Anlagen der Brennstoffpreis stark vom
Brennstoff abhängig. Ein wesentlicher Vorteil kleiner Kraftwerksanlagen besteht darin, dass
im Gegensatz zu großen Kraftwerksanlagen auch kostengünstige, dezentral anfallende
Brennstoffe, wie Biomasse oder Reststoffe für die Stromerzeugung eingesetzt werden
können. Die höheren spezifischen Investitionskosten können dadurch oft zumindest teilweise
kompensiert werden. Dennoch sind kleinere Kondensations-Dampfkraftwerke ohne
Wärmeauskopplung für den wirtschaftlichen Betrieb von dezentralen Stromerzeugungsanlagen derzeit nur dann geeignet, wenn die hohen Kapitalkosten durch geeignete Subventionen
oder zusätzliche Entsorgungserlöse erwirtschaftet werden können (siehe Abb. 4.55).
Betriebsgebundene Kosten
Erheblich höher als bei Großanlagen sind bei Kleinanlagen die spezifischen betriebsgebundenen Kosten. Beim Betrieb eines Dampfkraftwerks ist stets Betriebspersonal notwendig,
das die Anlage im Schichtbetrieb beaufsichtigt. Die dadurch verursachten Personalkosten
sind nur bei Anlagen mit mehreren MWel zu erwirtschaften.
Deutlich günstiger ist die Situation, wenn die Anlage im „Betrieb ohne Beaufsichtigung“
(BoB) betrieben werden kann. Dies ist in der Regel bei kleineren Gasturbinenanlagen oder
bei Blockheizkraftwerken (BHKW) möglich. In diesem Fall werden die Betriebskosten nur
von den notwendigen Wartungsarbeiten (Ölwechsel etc.) bestimmt. Üblich sind hier
Instandhaltungs- oder Wartungsverträge, die beispielsweise für BHKW je nach Anlagengröße Kosten zwischen 0,5 und 3,5 ct/kWh verursachen [3.4].
Bei den sehr kleinen Anlagen sind Microturbinen oft besonders wartungsfreundlich. Da
Microturbinen meist mit Luftlagern betrieben werden, sind deutlich längere Wartungsintervalle möglich. Die Wartungskosten liegen daher mit ca. 1 ct/kWh ca. 1,5-2,5 ct/kWh unter
den Wartungskosten vergleichbarer Motoren-BHKW.

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366

4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme

Stromgestehungskosten von biomassegefeuerten Anlagen
Seit März 2000 galt in der Bundesrepublik Deutschland das „Erneuerbare Energien Gesetz“
(EEG, [1.5]), das eine Subventionierung des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen
festschreibt. Bis zu einer Anlagengröße von 20 MWel wurde beispielsweise der aus Biomasse
erzeugte Strom mit bis zu 9 ct/kWh vergütet. Die Vergütung steigerte sich in den nächsten
Jahren mit den Novellen des EEG in den Jahren 2004, 2009 und 2012 bis auf ca. 20 ct/kWh.
Über die Wirtschaftlichkeit eines EEG-Kraftwerks entscheiden bei Vernachlässigung der
Personalkosten vor allem die kapitalgebundenen und die verbrauchsgebundenen Kosten:
Beispiel: Stromgestehungskosten eines Biomasse-Kraftwerkes
Die spezifischen Investitionskosten eins Biomassekraftwerkes mit einer elektrischen Leistung
von 5 MW betragen 4000 Euro/kW. Die Anlage ist auf 12 Jahre mit einem Zinssatz von 8 %
abzuschreiben und soll 7500 Volllaststunden pro Jahr betrieben werden.
Die spezifischen kapitalgebunden Kosten si errechnen sich mit dem Annuitätenfaktor a
a =

p ⋅ (1 + p )

n

(1 + p )n − 1

zu
si = a ⋅

=

0,08 ⋅ (1 + 0,08 )1 2

(1 + 0,08 )12 − 1

= 0,133

SI

4000
= 0,133 ⋅
= 0,071
z
7500
kWh

Betragen die spezifischen Brennstoffkosten 50 €/t für Holzhackschnitzel mit einer Feuchte von
u=50%, ergeben sich mit dem Heizwert
u 
kJ

3
H u =  18,7 − 21,1 ⋅
 ⋅ 10 = 11667
1+u 
kg

bei Vernachlässigung der Hilfsstoff- und Ascheentsorgungskosten KH und Ka verbrauchsgebundenen Kosten sv in Höhe von
sv =

KB
50 € / t
50 ⋅ 3600

=
=
= 0,051
η el ⋅ H u
0,30 ⋅ 11667 kJ kg 0,30 ⋅ 1000 ⋅ 11667
kWh

mit
si
sv
KB

ηel
u
Hu

kapitalgebundene Kosten in [ct/kWhel]
verbrauchsgebundene Kosten in [ct/kWhel]
spezifische Brennstoffkosten in [€/t]
elektrischer Netto-Wirkungsgrad [-]
Feuchte des Brennstoffes in kg,Wasser/kg Trockensubstanz
unterer Heizwert in [kJ/kg]

Die Stromgestehungskosten betragen im Beispiel also selbst ohne Berücksichtigung der
Betriebs- und sonstigen Kosten 12,2 ct/kW und liegen damit deutlich über den nach EEG

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wenn adäquate Wärmeabnehmer zur Verfügung stehen.4.1 s mit KB ηel SI si sv s σ wE spezifische Brennstoffkosten in [€/t] elektrischer Netto-Wirkungsgrad [-] spezifische Investitionskosten in [€/kWel] kapitalgebundene Kosten in [ct/kWhel] verbrauchsgebundene Kosten in [ct/kWhel] Stromgestehungskosten in [ct/kWhel] Stromkennzahl nach Gl.75 - 6. 4. (III-5) in [kWhel/kWhth] Wärmeerlöse (Annahme: 50 €/kWhth) Wie in Abb.7 12. einer Abschreibungsdauer von 12 Jahren und einer angenommenen Anlagenauslastung von 7500 h/a errechnen sich bei der Verstromung von Biomasse mit den in der folgenden Tab. Trotz der unrealistisch hohen Anlagenauslastung von 7500 h/a ist ein solches Dampfkraftwerk also auch bei den im EEG vorgesehenen Stromerlöse nicht wirtschaftlich zu betreiben.1 5. zusammengestellten Annahmen folgende Stromerzeugungskosten: KB ηel SI si sv Kraftwerk 5 MWel. Zwar sinkt durch die Kraft-Wärme-Kopplung der elektrische Wirkungsgrad.9 - 6. 5 MWel. Altholz (15% Feuchte) -10 30% 4000 7. oder wenn im Idealfall wie im Beispiel (Abb.1 7.55) Entsorgungserlöse erzielt werden.2 Kraftwerk 5 MWel. wenn Entsorgungserlöse Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Holzhackschnitzel (50% Feuchte) 50 20% 4000 7.15 16:04 .3 Mitverbrennung. Holzhackschnitzel (50% Feuchte) 50 30% 4000 7. Beispiel: Vergleich der Stromerzeugungskosten bei der Verstromung von Biomasse Bei einem Zinssatz von 8%. Noch günstiger ist die Situation.1 -0.01.4. Deutlich günstiger wird die Situation allerdings bei geringeren Brennstoffkosten. Holzhackschnitzel (50% Feuchte) 50 40% 1250 2.35 Kraft-Wärme-Kopplung.2 3. σ = 0. konnte auf Basis des EEG 2000 bei den im Beispiel getroffenen Annahmen ein Kraftwerk nur dann wirtschaftlich betrieben werden. 4.55 dargestellt.5 2. Durch die oft hohen Wärmeerlöse werden jedoch die höheren kapitalgebundenen Kosten ausgeglichen.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 367 ohne Wärmeauskopplung erzielbaren Stromerlösen.1 - 12.

1 ct/kWh el .70].2 ct/kWh el KWK 5 MWel Mitverbrennung 5 MWel Abb. eingesetzt werden.2. 10-20% der eingesetzten Kohle zu substituieren. 4.) Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.1 ct/kWhel 7. s. wenn diese Biomasse ohne großen technischen Aufwand in solchen Großkraftwerken zugefeuert werden kann.1 ct/kWh el Entsorgungserlöse 7.15 16:04 . Zins 8%.368 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme oder Wärmeerlöse die Stromerlöse ergänzten. Ideal wäre die Nutzung von Biomasse allerdings bei einer Mitverbrennung in existierenden Kohlekraftwerken. In diesen Kraftwerken ist es oft möglich. Mit den EEG-Novellen der Jahre 2004.7 ct / kWh el EEG 2012 20 15 10 EEG 2000 5 0 kapitalgebundeneKosten 7.01. Abschreibungsdauer 12 Jahre. Stromerzeugungskosten in ct/kWh 30 Wärmeerlöse 12. sind aber im Vergleich zu kompletten Neuanlagen in jedem Fall erheblich niedriger. der mit Dampfkraftwerken mit EntnahmeKondensationsturbinen nur selten erreicht wird.1). 11 ct/kWh erhöht werden. also beispielsweise Holzhackschnitzel aus Kurzumtriebsplantagen.9 ct/kWh el 5.1 ct/kWh el Gewinn 0. 4. Durch den höheren elektrischen Wirkungsgrad der Großanlage sinken bei der Mitverbrennung zudem die Brennstoffkosten. Durch einen KWK-Bonus im EEG 2004 und 2009 konnten die Erlöse für ein 5 MW-Heizkraftwerk bis auf ca. 2009 und 2012 wurden die Erlöse für ein mit Holzhackschnitzeln betriebenes Heizkraftwerk angepasst. Die dafür erforderlichen Investitionskosten hängen vom Konzept für die Mitverbrennung ab (siehe Kap.65 ct/kWh el EEG 2009 7.55: Beispiel für Stromerlöse bei der Verstromung von Biomasse (Annahmen: Investitionskosten 4000 €/kWel.7 ct/kWh el Brennstoffkosten 3.75 ct/kWh el 2. Zusätzliche Boni waren für den Einsatz innovativer Technologien wie der ORCTechnik oder der thermischen Vergasung und die Nutzung nachwachsender Rohstoffe („Nawaros“) vorgesehen.5 ct / kWh el 25 Gewinn: 6. Besonders attraktiv ist das EEG 2012 wenn Einsatzstoffe der Vergütungsgruppe II der Biomasseverordnung [4. ohne dass sich die elektrische Leistung des Kraftwerkes wesentlich ändert.4.o.75 ct/kWhel Kraftwerk Altholzfeuerung 5 MWel Kraftwerk 5 MWel EEG 2004 2.0. Allerdings setzt das EEG 2012 einen übers Jahr gemittelten Gesamtwirkungsgrad von 60% voraus.

103].7 z 6000 h kWh Bei einer Anlagenauslastung von 200 Stunden pro Jahr (Erzeugung von Spitzenstrom) betragen die kapitalgebundenen Kosten si dagegen si = a ⋅ SI 400 € kW ct = 0.4. dezentrale Anlagen zur Stromerzeugung grundsätzlich mit maximaler Anlagenauslastung. einem Zinssatz von 7% und einer Jahresvollbenutzungsdauer von 6000 h/a errechnen sich für eine Mikroturbine mit spezifischen Investitionskosten von 400 €/kWel kapitalgebundene Kosten si von si = a ⋅ SI ct 400 € kW = 0.11 ⋅ = 22 z 200 h kWh mit si SI a kapitalgebundene Kosten in [ct/kWh] spezifische Investitionskosten in [€/kW] Annuitätenfaktor nach Tab. also möglichst 5000 – 6000 Stunden pro Jahr betrieben werden. 0.4].4].05 €/kW und mit einem elektrischen Wirkungsgrad von 26% verbrauchsgebundene Stromgestehungskosten von Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.5 [-] Unter der Voraussetzung einer hohen Anlagenauslastung tragen die Investitionen für die Microturbine also nur gering zu den Stromerzeugungskosten bei.01. Wie oben beschrieben.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 369 Stromgestehungskosten von Kleinstanlagen Aufgrund der hohen spezifischen Investitionskosten sollten kleine.5 €/m³ (Heizwert Hu = 35880 kJ/m³) errechnet sich ein Gaspreis ca. können Dampfturbinen im Leistungsbereich von unter 1 MW nur in Ausnahmefällen wirtschaftlich betrieben werden. da der hohe Brennstoffpreis und der geringe Wirkungsgrad den Einsatz für die Stromerzeugung nicht rechtfertigt Beispiel: Kapitalgebundene Stromgestehungskosten für die Stromerzeugung mit Microturbinen Bei einer Abschreibungsdauer von 15 Jahren. [3.11 ⋅ = 0. 4. Wesentlich günstiger ist die Situation dagegen bei der Stromerzeugung mit Gasmotoren oder mit Mikroturbinen.15 16:04 . Deutlich höher sind in diesem Fall allerdings die verbrauchsgebundenen Kosten: Beispiel: Verbrauchsgebundene Stromgestehungskosten für die Stromerzeugung mit Microturbinen Bei einem Gaspreis von 0. Für die alleinige Stromerzeugung aus Erdgas kommen diese Aggregate jedoch nur als Notstromaggregate in Frage. Für BHKW betragen die spezifischen Investitionskosten zwischen 300 und 3500 €/kW [3. Für Mikroturbinen sind Marktpreise von 400 €/kW angekündigt [3.

4 Kostenstruktur von Heizwerken Investitionskosten Auch die Investitionskosten von Wärmeerzeugungsanlagen werden vor allem durch die Anlagengröße bestimmt (Tab. Da der Investitionskostenanteil für das Fernwärmenetz oft 50% der Projektkosten und mehr beträgt. anderen kabelbzw. Kosten für Erdarbeiten und Wiederherstellung der Oberfläche belaufen sich in der Regel auf 20 bis 50% der Verlegekosten und hängen vor allem von den Verlegebedingungen ab.193 ηel ⋅ H u 0. Wichtigster Parameter ist neben der Anlagengröße der Brennstoff. ergeben sich aufgrund der geringeren Anlagenauslastung wesentlich höhere Stromerzeugungskosten. wenn mit störender Bebauung. 4. 4. dass auch die Kostenvorteile sehr großer Anlagen gegenüber der Hausheizung meist aufgrund der hohen Kosten für das Verteilnetz verschwinden.26 ⋅ 35 880 kJ m ³ kWh mit sv KB ηel Hu verbrauchsgebundene Kosten in [ct/kWh] spezifische Brennstoffkosten in [€/m³] elektrischer Netto-Wirkungsgrad [-] unterer Heizwert in [kJ/kg] Trotz der geringen kapitalgebundenen Kosten bei hoher Anlagenauslastung lassen die ansonsten zu hohen Brennstoffkosten die Stromerzeugung also nur bei der Nutzung von billigen Gasen wie beispielsweise Deponiegas oder Klärgas zu. Deshalb sind Hausheizungen mit 30 kW nur unwesentlich teurer als große Warmwassererzeuger mit Leistungen von 500 kW. mit denen die Heizkreise der Verbraucher indirekt an das Verteilnetz angeschlossen werden. dass bei hohen Stückzahlen die Kostendegression durch die Serienfertigung die sonst geltende Abhängigkeit der spezifischer Investitionskosten von der Leistung auch überwiegen kann.370 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme sv = KB € 0 . Für die Verlegung in bebauten Gebieten werden dagegen 750 Euro/m und mehr angegeben.7).5 € m ³ = = 0. eingesetzt werden. Für ausgeführte Anlagen werden für unbebaute Gebiete Investitionskosten von unter 200 Euro pro Meter Trassenlänge angegeben. rohrgebundenen Trassen oder problematischem Untergrund (z. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Die Kosten können insbesondere dann steigen. Bei sehr kleinen Anlagen für Hausheizungen wird deutlich. Soll die Gasturbine allerdings mit Erdgas.01.1. Die Verlegung von Fernwärmeleitungen ist mit kostspieligen Tiefbauarbeiten verbunden.B.15 16:04 . Fels) zu rechnen ist. Zusätzliche Investitionen entstehen den Verbrauchern beim Anschluss an große Heizwerke durch die Wärmeübergabestationen.3. beispielsweise zur Deckung von Spitzenstrom. Zu beachten ist allerdings. Feuerungsanlagen für Festbrennstoffe sind stets erheblich teurer als Feuerungsanlagen für Erdgas oder Heizöl. ist ein besonderes Augenmerk auf diese Kosten zu richten.

23].18].max in [€/kW] 102 112 540 255 255 225 153 153 153 962 765 714 721 204 561 714 Spezifische Investitionskosten für Wärmeverteilnetze (Kunststoffmantelrohre Durchmesser 25 – 250. [3. 1MW Heizwerk (Biomasse + Spitzenkessel Heizöl/Erdgas). über Land 175 400 aufwändige Verlegung. 500 kW Heizwerk (Biomasse + Spitzenkessel Heizöl/Erdgas). starke Bebauung. Heizöl/Erdgas 5000 kW Warmwassererzeuger. 5MW Heizwerk (Biomasse + Spitzenkessel Heizöl/Erdgas). [4. Heizöl/Erdgas 2000 kW Warmwassererzeuger. min in [€/m] SI.7: Spezifische Investitionskosten für Wärmeerzeugungsanlagen in [€/kW]. 10 MW Komplettanlage (incl.8: 371 WI. 10 MW Tab.min in [€/kW] WI.01. [3. Heizöl/Erdgas).max in [€/kW] 100 108 65 28 22 18 255 204 99 130 224 95 36 30 24 510 408 WI.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme Tab. felsiger Untergrund Mehrkosten Stahlmantelrohre 500 bis 1200 50 150 Übergabestationen 20-50 kW 90 – 220 €/kW Übergabestationen 100-500 kW 15 – 50 €/kW Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.34]. Heizöl/Erdgas 10 000 kW Warmwassererzeuger. 1MW Heizwerk (Warmwassererzeuger. max in [€/m] Einfache Verlegung. Kosten pro Meter Trassenlänge. Biomasse 500 kW Warmwassererzeuger. [2. 4.4. Heizöl/Erdgas 30 kW Warmwassererzeuger.23]. [2. ohne Gebäude Warmwassererzeuger. Heizöl/Erdgas).34]. Heizöl/Erdgas 1000 kW Warmwassererzeuger.20].20]) SI. Biomasse 5 000 kW Dampferzeuger. 10 MW Heizwerk (Dampferzeuger Biomasse). Heizöl. 4. Heizöl/Erdgas 500 kW Warmwassererzeuger.) ohne Heiznetz Heizwerk (Warmwassererzeuger. [2.15 16:04 .51] Technische Ausrüstung. mittlere Bebauung 300 Anwendungsfall sehr aufwändige Verlegung. Planungskosten etc. 5MW Heizwerk (Dampferzeuger Heizöl/Erdgas). Gebäude. 10 MW Heizwerk (Biomasse + Spitzenkessel Heizöl/Erdgas). [4. [4.min in [€/kW] WI.

3. Besonders vorteilhaft ist es allerdings. 2. 4. Abschätzung des Wärmeverbrauchs jedes Einzelabnehmers: Berechnung des Jahresnutzwärmebedarfs pro Abnehmer Der Jahreswärmebedarf QHa eines Abnehmers kann mit der Gleichung Q Ha = AN ⋅ q Ha aus der Wohn.372 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Neben hohen Netzkosten belasten auch oft unnötig hohe Kosten für Gebäude und Grundstücke die Wirtschaftlichkeit. 4. Die VDI 2067 legt den Brennstoffverbrauch auch für die Ermittlung der Brennstoffkosten. Die rechnerische Ermittlung des Wärmebedarfs eines Verbrauchers erfolgt nach DIN 4701. der Kosten für die Hilfsenergie Strom und der Kosten für die Entsorgung der Asche zugrunde. Dieser Wärmebedarf bestimmt zusammen mit dem Anlagenwirkungsgrad und den Wärmeverlusten des Heiznetzes den Brennstoffverbrauch.9) in [MWh/m²a] Analog zum Wärmebedarf der Einzelverbraucher ist deren Anschlussleistung zu bestimmen: Berechnung der Anschlussleistung pro Abnehmer Die Anschlussleistung oder Nennleistung des Wärmeverbrauchers berechnet sich entweder aus einer Wärmebedarfsberechnung nach DIN 4701 oder aus der Abschätzung des Wärmebedarfs Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. z.und Nutzfläche eines Einzelverbrauchers abgeschätzt werden mit QHa AN qHa Jahreswärmeverbrauch des Einzelverbrauchers in [MWh/a] (ausführliches Berechnungsverfahren: VDI 2067 und DIN 4701) Nutzfläche des Wärmeverbrauchers spezifischer Jahreswärmeverbrauch des Einzelverbrauchers (Richtwerte: Tab.B. bestimmt werden kann. 3. dem bisherigen Ölverbrauch. wenn der Wärmebedarf bei bestehenden Wärmeabnehmern aus bereits bekannten Bedarfszahlen. Die Berechnung der verbrauchsgebundenen Kosten eines Heizwerkes erfolgt in vier Schritten: 1. Die Vermeidung zu aufwändiger Baumaßnahmen ist daher für den wirtschaftlichen Erfolg einer Anlage besonders wichtig (siehe Kap.7) Wärmebedarf und verbrauchsgebundene Kosten Die verbrauchsgebundenen Kosten nach VDI 2067 errechnen sich direkt aus dem Wärmebedarf der Abnehmer. Berechnung des Jahresnutzwärmebedarfs pro Abnehmer Berechnung der maximalen Wärmeleistung pro Abnehmer Berechnung der notwendigen Feuerungsleistung des Heizwerkes Berechnung des Jahresbrennstoffverbrauches Grundlage für die Wärmebedarfsberechnung eines Heizwerkes ist die Berechnung bzw.15 16:04 . 4.01.

4. Neubau 80 120 Einfamilienhäuser/Reihenhäuser. Altbau 120 310 Einfamilienhäuser/Reihenhäuser.oder Ölverbrauch.bzw. 4.9: Spezifischer Wärmebedarf von Einzelverbrauchern pro m² Wohn.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 373 QHa und den Richtwerten für die Jahresvollbenutzungsstunden bVH typischer Verbraucher nach Tab.15 16:04 .) 80 Krankenhäuser 105 300 Schulen 40 126 Schwimmbäder 300 500 110 Die bei der Wärmebedarfsberechnung ermittelten Werte sollten nicht wesentlich die in Tab. 4.10 Q Q N = Ha bVH mit Anschlussleistung des Einzelverbrauchers in [kWth] Jahresvollbenutzungsstunden des Einzelverbrauchers in [h/a] (Richtwerte: Tab. beispielsweise aus dem Gas.4. So versprechen Standorte mit Industriebetrieben. Nutzfläche Verbraucher Wärmebedarf in [kWh/m²a] min max Mehrfamilienhäuser. dass das Heizwerkes überdimensioniert wird. Richtwerte für die Abschätzung der Jahresvollbenutzungsstunden typischer Einzelverbraucher sind in Tab. und lebensmittelverarb. ist die Anzahl der Vollbenutzungsstunden auch die wichtigste Kennzahl um die Plausibilität der Wärmebedarfsberechnung zu überprüfen.01.10) Q N bVH Auch für die Wärmebedarfsberechnung ist die wichtigste Kenngröße also die Anzahl der Jahresvollbenutzungsstunden. also des Heizwerks. Tab.10 genannten Werten übersteigen. Krankenhäusern und Schwimmbädern eine besonders gute Anlagenauslastung.10 gegeben. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Altbau 120 230 Mehrfamilienhäuser. allerdings nicht die der Wärmeerzeugungsanlage. Wurden Wärmebedarf und Anschlussleistung mit einer Wärmebedarfsberechnung nach DIN 4701 und VDI 2067 oder aus dem bisherigen Wärmeverbrauch. etc. Neubau 120 130 Hotels 90 125 Industriebetriebe (chem. sondern der Wärmeverbraucher. da ansonsten die Gefahr besteht. Aus diesen Tabellen ergeben sich auch wichtige Anhaltswerte für die Beurteilung eines Standortes. 4. bestimmt. Industrie) (prozessabhängig) Industriebetriebe (Maschinenbau. 4.

15 16:04 .10: Vollbenutzungsstunden von Einzelverbrauchern Verbraucher Vollbenutzungsstunden in [h/a] min max Mehrfamilienhäuser. etc. Durch den an Wochenenden und an Ferientagen fehlenden Wärmebedarf reduziert sich die Anzahl der Jahresvollbenutzungsstunden zusätzlich und wird in der VDI 2067 mit durchschnittlich 1100 h/a angegeben. 4. Aufgrund des fehlenden Wärmebedarfs am Nachmittag und Abends erfolgt eine Absenkung der Raumtemperaturen meist schon mittags. Neubau 1200 1600 Einfamilienhäuser/Reihenhäuser. Altbau 1200 1600 Einfamilienhäuser/Reihenhäuser.01. dem Gleichzeitigkeitsfaktor ηg und den Verlusten der Feuerung und der Verteilung: Q FWL = ηg ⋅ ∑ Q N η K ⋅ ηV mit Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Viele Heizwerke für die Nutzung von Holzhackschnitzeln entstanden auch deshalb in touristisch geprägten Gegenden. Demgegenüber sind Schulen in der Regel sehr schlechte Wärmeabnehmer. Der gesamte. Die Abnahme der Wärme erfolgt meist nicht durch alle Verbraucher gleichzeitig.) 1500 3000 Krankenhäuser 3000 5000 Schulen 1100 1500 Schwimmbäder 3000 4500 Lukrative Wärmeabnehmer sind auch großen Hotelbetriebe und Gastronomiebetriebe mit teilweise mehr als 2000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr. Altbau 1200 1600 Mehrfamilienhäuser.374 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Tab. Neubau 1200 1600 Hotels 1800 2200 Industriebetriebe (chemische und lebensmittelverarbeitende Industrie) 2500 8000 Industriebetriebe (Maschinenbau. Für die Berechnung der Feuerungsleistung des Heizwerkes sind zusätzlich Verteilungsverluste und die zeitliche Verteilung des maximalen Wärmebedarfs zu berücksichtigen. jährliche Nutzwärmebedarf errechnet sich entsprechend aus der Summe des Wärmebedarfs aller Einzelverbraucher. Berechnung der Feuerungswärmeleistung der Wärmeerzeugungsanlage Die Berechnung der Feuerungswärmeleistung eines Heizwerkes errechnet sich aus der Summe der Anschlussleistungen der Einzelverbraucher. so dass ein sogenannter Gleichzeitigkeitsfaktor ηg eingeführt werden kann.

4.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme

Q N

Anschlussleistung der Einzelverbraucher in [kW]

ηK
ηV
ηg

Kesselwirkungsgrad [-]
Verteilungswirkungsgrad [-]
Gleichzeitigkeitsfaktor [-]

375

In Abhängigkeit von der Größe des Versorgungsnetzes und der Anzahl der Verbraucher
nimmt der Gleichzeitigkeitsfaktor den Wert 1 bei sehr kleinen Netzen und den Wert 0,5 für
sehr große Versorgungsgebiete an. Allerdings sind Besonderheiten der Verbrauchstruktur
genau zu prüfen. Bei der Versorgung von Skigebieten ist beispielsweise zu überprüfen, ob
wegen der vielen Hotelbetriebe ein höherer Gleichzeitigkeitsfaktor angesetzt werden muss.
Da Skifahrer an den Nachmittagen ja meist zur gleichen Zeit ins Hotel zurückkehren, muss
damit gerechnet werden, dass durch den erhöhten Warmwasserverbrauch kurzzeitige
Verbrauchsspitzen entstehen, die auch durch die Speicherfähigkeit des Netzes nicht
ausgeglichen werden können.
Die Berechnung des Brennstoffbedarfs erfolgt nach Gl. (IV-15). Zu beachten ist, wie bereits
in Kap. 4.3.1.1 beschrieben, dass für die Berechnung des Brennstoffbedarfs stets der über das
Jahr gemittelte Jahresausnutzungsgrad ηa der Feuerung zu verwenden ist, während für die
Berechnung der Feuerungsleistung der Wirkungsgrad der Feuerungsanlage bei Voll- oder
Nennlast, also der Kesselwirkungsgrad ηK eingesetzt wird. Aus dem Brennstoffbedarf
errechnen sich schließlich die verbrauchsgebundenen Brennstoffkosten, die Deponierungskosten für die Brennstoffasche und die Stromkosten.
Kosten für Betätigung (Personalkosten)
Problematisch ist oft eine korrekte Bewertung der Kosten für die Betätigung. In der derzeit
noch gültigen Fassung der VDI 2067 sind für die Betätigung von Heizwerken mit Feststofffeuerungen mit einer installierten Wärmeleistung bis 6 MW 2000 h pro Jahr anzusetzen. Für
öl- oder gasgefeuerte Kesselanlagen sind dies 1500 Stunden pro Jahr. Zwar sind diese Werte
bei modernen, für den „Betrieb ohne Beaufsichtigung“ (BOB) nach TRD 604 ausgelegte
Heizzentralen sicher deutlich zu hoch angesetzt, besonders in der Inbetriebnahmephase und
in den ersten Betriebsmonaten sind allerdings oft umfangreiche Arbeiten an der Anlage
erforderlich.
Für Biomasse-Heizwerke werden meist 1000 h jährlich für die Betätigung der Gesamtanlage
angesetzt. Die Erfahrung zeigt aber, dass der Betätigungsaufwand gerade bei Neuanlagen bis
zur Lösung aller technischen Probleme unverhältnismäßig hoch ist und damit in den ersten
Betriebsjahren mit 1000 h pro Jahr meist zu niedrig angesetzt ist. Angaben über den
tatsächlichen Betätigungsaufwand lassen sich auch bei ausgeführten Anlagen nur schwer
nachvollziehen, da die meisten Betreiber und Genossenschaften die tatsächlich geleistete
Eigenleistung nur selten dokumentieren. Dagegen sind die Personalkosten für die Betätigung
des Netzes und die Kosten für Geschäftsführung und Verwaltung klarer zu fassen. Personalkosten für die Betätigung des Netzes entstehen bei der Erfassung des Wärmeverbrauchs, aber

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376

4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme

auch bei Arbeiten an den Übergabestationen (z.B. Neueinstellung der Heizleistung).
Zunehmend werden allerdings Übergabestationen mit Fernüberwachung eingesetzt, um auch
diesen Aufwand zu reduzieren.
Sonstige Kosten
Die anzusetzenden Instandhaltungskosten sind genau wie die anzusetzenden Abschreibungszeiten für jede Komponente in der VDI 2067 festgelegt. Sie variieren zwischen 0,5 und 5%
der Investitionskosten der jeweiligen Komponente pro Betriebsjahr. Im Mittel sind
Instandhaltungskosten von ca. 1,5% der Anlagenkosten anzusetzen. Die Kosten für
Versicherung hängen vom Versicherungsschutz ab und variieren zwischen 0,15% und 1 %
der Investitionskosten pro Jahr.
Erlöse
Sehr unterschiedlich sind auch die erzielbaren Erlöse für die Nutzwärme. Während
Stadtwerke ihren Großkunden naturgemäß Wärmepreise anbieten müssen, die sich stark am
Gaspreis orientieren, können in Gegenden ohne Gasversorgung deutlich höhere Wärmepreise
erzielt werden. Dies wird oft durch Gemeindesatzungen und Bebauungspläne erleichtert, die
beispielsweise eine ausschließliche Versorgung von Neubaugebieten mit Fernwärme
vorschreiben.
Zu betrachten ist dabei immer der erzielbare Wärmemischpreis, der sich ähnlich wie
Strompreise aus einem verbrauchsunabhängigen Anteil (‚Leistungspreis’) und den
tatsächlichen Verbrauchskosten (‚Arbeitspreis’) zusammensetzt. Bei den Stadtwerken
München lag der Wärmemischpreis im Jahr 2002 für den Endkunden bei 4,1 ct/kWh und
damit deutlich unter den Preisen, die dem Endkunden für Erdgas berechnet wurden Tab.
4.11.

Tab. 4.11:

Erzielbare Wärmepreise (Stand April 2002, [3.47],[4.7])

Anbieter

Fernwärmepreise der
Stadtwerke München
Fernwärmepreise bayr.
Biomasse-Heizwerke
Gaspreis Stadtwerke München
- Industriekunde2)
- Kleinverbraucher1)
1)
2)

Leistungspreis

Grundpreis

Arbeitspreis

Mischpreis

in [€/kW]

in
[€/MWh]

in
[€/MWh]

in
[€/MWh]

26,80

-

44,64

41,1

k.A.

k.A.

k.A.

45 - 90

-

2,2 – 8,8
5 - 54

36,6
45

38,8 - 45,4
50 - 99

Grundpreistarif
Vollversorgungstarif II

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4.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme

4.3.1.5

377

Planung von Wärmeerzeugungsanlagen

Die Kostenstruktur für ein Heizwerk mit und ohne Wärmeverteilung ist exemplarisch in
Abb. 4.56 anhand der Jahreskosten dargestellt Die Berechnung der Jahreskosten erfolgte im
Beispiel nach der VDI 2067.
Die Wärmegestehungskosten von Heizwerken wird vor allem von der Abnehmerstruktur und
den verwendeten Brennstoffen geprägt. Die Brennstoffe bestimmen die verbrauchsgebundenen Kosten, während die Abnehmerstruktur die Anlagenauslastung und damit die Anzahl der
erreichbaren Jahresvolllaststunden z festlegt. In Tab. 4.12 ist ein Beispiel für eine Biomasseheizwerk mit einer Hackschnitzelfeuerung und einer Feuerungswärmeleistung von 5 MWFWL
ausgeführt. Neben den zusätzlichen Investitionskosten für Spitzenkessel, Gebäude und
Planung dominieren vor allem Kosten für das Verteilnetz die Investitionskosten. Im Beispiel
wurden diese Kosten mit 3,5 Mio. € angenommen. Dies entspricht einem Heiznetz mit einer
üblichen Trassenlänge von 10-15 km.
257 000 €/a

Heiznetz
50 %

Wärmepreis
100%

Investitionskosten

Jahreskosten [%]

0%

Gebäude
12 %
Leittechnik
3%

14 500 €/a
Brennstoffkosten

40%
20%

technische
Ausrüstung
30 %

15 000 €/a

80%
60%

45 €/MWh

40 €/MWh

Personal
und sonstige
Kosten

12 000 €/a

Heizwerk
500 kWth

132 500 €/a

Sonstiges
5%

85 500 €/a

Heizwerk
5 MWth + Heiznetz

Abb. 4.56: Kostenstruktur (Jahreskosten) eines 500-kWFWL Heizwerks ohne Nahwärmenetz und eines
Heizwerks mit 5 MWFWL (2 MWFWL Biomasse, 3 MWFWL Heizöl) und Nahwärmenetz (Zinssatz 6%, Abschreibungsdauer 15 Jahre, 2000 bzw. 4500 Vollbenutzungsstunden, Brennstoffkosten 12,5 €/MWh, Investitionskosten aus [4.34])

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000 4. 3 B.101] Beispiel: Biomasseheizwerk 5 MWth mit Heiznetz Kapitalgebundene Kosten A.190 248. 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Modifiziertes Kurzverfahren nach VDI 2067 [3.536 13.000 € 0 MWh spez. 2 B.000 62.00 €/MWh 50 €/t 120.000 0 250.000 250.00 €/MWh Summe Erlöse 1.000 MWh 210. 4.223.00 €/MWh 5. Verbrauchsgebundene Kosten B.500 MWh 5.875 100.000 53.12: A.000 0 825.364 200.500 MWh 12.00 €/MWh 35. 3 Betätigung Instandhaltung Zwischensumme Sonstige Kosten Verwaltungskosten Kosten für Versicherungen Zwischensumme A.00% 14. 2 E. 1 B.694 0 58.000 h 30.241. 7 A.00 €/h mittl. Erlöse F. Kosten bzw. 6 A. 3 A. 3 Wärmeverkauf Netzkostenbeiträge Stromerlöse Nutzungsdauer in Kapitalzins Jahren in % Anschaffungskosten in € Jahreskosten in €/a 1.15 16:04 .01.000 10. Nutzungsdauer und Zins 65.00 €/MWh 250. Jahreskosten F.812 304.15% von den Investitionskosten 30. 8 Biomasse-Heizung oder Heizkesselanlage Zusätzlicher Spitzenkessel Heiznetz Finanzierungskosten Grundstück Instandsetzung Planungskosten Bauliche Anlagen Zwischensumme abzgl. 35% Förderung B.00% 5.000 MWh 750. Betriebsgebundene Kosten C. 4 Brennstoff Hackschnitzel Brennstoff Restholz Brennstoff für Spitzenkessel Aschedeponierung Elektrische Hilfsenergie Zwischensumme C. 1 D.00% 5.728 spezifische Kosten Menge/a 12.500.250 25 25 25 50 25 25 50 5.214 Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.214 0 1.334 0 13.00% 5. 2 A.112.00 €/MWh 25 5.000 6.525.378 Tab.00% 120.875 127.000 3.000 9.788 1.00% 120.5% 0.170.000 spezifische Kosten 1. 2 F. 1 C.00% 5. 4 A. 1 F. 1 D.000 570.390 Menge/a 18.500 72.500 175. 2 B.000 20 5.694 468.000 97. Instandhaltungsfaktor: 1.500. D.00% 5.0 t 600 MWh Menge/a 20.788 109. 5 A.00% 5.

30 . die die Minderung der Stückkosten bei einer Verdoppelung der kumulierten Produktion angibt.1 Minderung der Investitionskosten Kleine.2 Maßnahmen zur Minimierung der Energieerzeugungskosten 4. Ein Beispiel hierfür sind Wärmeerzeugungsanlagen. die die zu erwartende Kostendegression in Abhängigkeit von der kumulierten Stückzahl angeben. Beispiel: Erwartete Kostenentwicklung von PEM-Brennstoffzellen für mobile Anwendungungen Kostenersparnis bei 10-facher Stückzahl ca. nehmen zwar auch für Warmwassererzeuger die spezifischen Investitionskosten mit zunehmender Anlagengröße ab. Wichtigster Parameter dieser Betrachtung ist die sogenannte KostenDegressionsrate. dass die Stückzahlen für kleine Hausfeuerungen ungleich höher sind und so durch eine bessere Standardisierung und Automatisierung der Fertigung eine erhebliche Kostenreduktion möglich ist [4. 4.3.7 deutlich wird. dezentrale Anlagen sind immer dadurch gekennzeichnet.4.57: Kostendegression in Abhängigkeit von der kumulierten Produktionsmenge Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. die Konstruktions. Die einzige Möglichkeit.oder Fertigungskosten durch Serienfertigung oder Standardisierung zu mindern. Um diesen Effekt zu beschreiben.3.73].70 % Kostendegression in % 90% 80% 70% 60% 50% K degr ostenessio ns 90 % rate 40% 30% 20% 70 % 10% 0% 1 10 80% 85% 100 1000 10000 100000 kumulierte Produktionsmenge 10000 spezifische Kosten in €/kWel 100% Ausgangspreis 3000 €/kW bei 1 MWel 1000 Kosten degress ionsrate 90 % 100 Preisspanne bei einer Produktion von 500 000 PKW mit einer Antriebsleistung von 20 kW 100 . dass die spezifischen Investitionskosten wesentlich über den Investitionskosten von Großanlagen liegen. Dies liegt daran.1000 €/kW 10 1 1 10 100 1000 85% 80% 70 % 10000 100000 kumulierte Produktionsmenge in MWel Abb. Wie in Tab. für sehr kleine Anlagen mit einer thermischen Leistung von 30 kW sind die spezifischen Investitionskosten dagegen deutlich geringer als bei größeren Anlagen mit einer Leistung von 500 kW. besteht darin.2.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 379 4. diese Kostennachteile zu kompensieren.15 16:04 . werden in der Literatur Degressionslinien angegeben. 4.01.

neben waldfrischen Holzhackschnitzeln sogenannte „Billigmacher“.2. die die wirtschaftliche Situation der Anlage erheblich verbessern. Aufgrund der hohen Kosten.oder Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.3. können diese Reststoffe zum Teil mit „negativen Brennstoffpreisen“ angeliefert werden. 4. Anlage aus den Investitionskosten der ersten Anlage aus dem Kostendegressionsfaktor D nach der Gleichung I (n = x ) = Dlog 2 ( x ) I (n = 1) mit I Investitionskosten in [€] D Kostendegressionsfaktor in [-] Übliche Werte für die Kosten-Degressionsrate liegen bei 70 – 90 %. die bei deren Entsorgung auftreten würden.57). dass bei den erwarteten Stückzahlen Produktionspreise zwischen 100 und 1000 € pro kW möglich wären [4. den spezifischen Brennstoffverbrauch durch die Erhöhung des Wirkungsgrades zu reduzieren.2 Minderung der verbrauchsgebundenen Kosten Die einfachste Maßnahme zur Minderung der verbrauchsgebundenen Kosten besteht darin. kostengünstigere Brennstoffe einzusetzen. wie Klärschlamm oder Tiermehl. Besonders lukrativ ist die Nutzung von Altholz oder anderer Reststoffe.3. An die Stelle der Brennstoffkosten treten für den Heizwerkbetreiber dann Entsorgungserlöse.01. Besonders bei Biomasse-Feuerungen ist es üblich. Eine zweite Möglichkeit besteht darin. die den mittleren Brennstoffpreis reduzieren. 4. Bei öl.3 Minderung der Betriebs. also die Personalkosten einer Versorgungsanlage so niedrig wie möglich zu halten.2. 4. Dadurch sinken nicht nur die Brennstoffkosten an sich.15 16:04 . sondern auch die verbrauchsgebundenen Nebenkosten.und sonstigen Kosten Ziel bei der Anlagenplanung muss es vor allem sein. beispielsweise für die Entsorgung der Asche oder der elektrische Eigenbedarf. den Aufwand für die Betätigung. Für den Einsatz von PEM-Brennstoffzellen würde das bedeuten.380 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Kostendegression bei Erhöhung der Stückzahl Bei einem Kostendegressionsrate D reduzieren sich die Investitionskosten I einer Anlage bei einer Verdoppelung der Stückzahl um den Faktor D: I (n = 2 x ) = D ⋅ I (n = x ) Allgemein errechnen sich die Investitionskosten der x. Daraus errechnet sich bei einer um den Faktor 10 gesteigerten Produktion eine Kostenreduktion von 30-70% der ursprünglichen Kosten (Abb.52]. also Restholz oder Altholz einzusetzen.

um die Wirtschaftlichkeit der Anlage zu verbessern. Besonders die Fördertechnik erwies sich als besonders anfällig.4.und Aschezusammensetzungen mit niedrigen Ascheerweichungstemperaturen. Bei Feststofffeuerungen. Zum anderen verursachen Inhomogenitäten und Fremdstoffe vielfach Anlagenstillstände und zusätzliche Wartungsarbeiten. Problematischer ist allerdings der Betrieb von Feststofffeuerungen und Dampferzeuger-Anlagen.27]. Durch die unterschiedliche Stückigkeit und Feuchte der Brennstoffe ergaben sich immer wieder Probleme durch verstopfte Schneckenförderer und verklemmte Fördersysteme. So wird zum Beispiel die Zufeuerung von Rinde oder Altholz oft praktiziert.4 Vermeidung von Anlagenschäden Die meisten Anlagenausfälle in biomassegefeuerten Heizwerken wurden in den letzten Jahren durch technische Probleme im Bereich der Feuerung verursacht.3. die zu einer Verschlackung des Rostes führen. Die mittlerweile langjährigen Erfahrungen und Weiterentwicklungen der führenden Anbieter und die größere Sorgfalt der Betreiber bei der Brennstoffauswahl und beim Betrieb führte zu einer deutlichen Steigerung der Anlagenzuverlässigkeit.und Personalaufwand bei der Beschickung des Kessels. Durch Verunreinigungen ergeben sich auf dem Rost oft lokal Brennstoff. Auch im Bereich der dezentralen Stromerzeugung ist die Verringerung der Wartungs.01. insbesondere bei Biomassefeuerungen. Aus diesem Grund werden moderne Anlagen zunehmend mit einer Rauchgasrezirkulation ausgestattet.2. Nur bei sehr großen Feststofffeuerungen kann die Beschickung mit vollautomatisierten Krananlagen und Fördereinrichtungen ohne Personal erfolgen. Bei kleineren Biomassekesseln ist dagegen die Beschickung mit Radladern üblich. Besonders Fremdstoffe wie Steine.15 16:04 . Nägel oder einfach nur unzureichend zerkleinerte Brennstoffbestandteile blockieren häufig Schnecken und Schubboden-Förderer. Die Zufeuerung von Altholz bleibt aber auch bei vorhandener Rauchgaszirkulation problematisch. da kein regelmäßiger Ölwechsel erforderlich ist. Bei der Verwendung von Luftlagern reduziert sich der Wartungsaufwand erheblich. Verschlackung Schwere Anlagenschäden ergaben sich in der Vergangenheit durch den Betrieb mit problematischen Brennstoffen oder durch Verunreinigungen im Brennstoff. mit der die Verbrennungstemperatur niedrig gehalten und die Roststäbe gekühlt werden können. Lange Anlagenstillstände verschlechtern das Betriebsergebnis zusätzlich. Der Rost muss dann aufwändig von der Schlacke befreit oder kostspielig ersetzt werden.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 381 gasgefeuerten Kesseln ist dies vergleichsweise einfach. ist besonders die Brennstoffförderung wesentlich aufwändiger und fehleranfälliger.und Instandhaltungskosten durch verlängerte Wartungsintervalle ein wichtiges Ziel [3. 4. Zum einen besteht ein zusätzlicher Logistik. Wesentlicher Vorteil einiger Mikroturbinenanlagen ist beispielsweise die Verwendung von Luftlagern. Die Zufeuerung von Brennstoffen mit sehr niedrigen Ascheerweichungstemperaturen (vor allem Halmgut) ist auf Rostfeuerung nicht zu empfehlen. da diese mit moderner Leittechnik problemlos im „Betrieb ohne Beaufsichtigung“ betrieben werden können. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.

und Fluorbestandteile verursachen Korrosionserscheinungen. Besonders die im Klärgas enthaltenen Chlor.15 16:04 . Anlagenschäden erfordern deshalb einen erhöhten Finanzierungsaufwand und belasten damit das Betriebsergebnis über Jahre. beispielsweise aus der Vergärung von Biomasse. Schäden an Gasmotoren waren in der Vergangenheit meist auf die Brennstoffeigenschaften zurückzuführen. die Anlagenverfügbarkeit hoch zu halten. Besonders zugenommen hatten in den letzten Jahren Schäden an Gasturbinen.382 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Korrosion Korrosionsschäden können aus den verschiedensten Gründen. die zu schweren Schäden beispielsweise durch Brennkammerschwingungen oder Korrosionserscheinungen an Turbinenschaufeln führten. die durch Anlagenschäden verursacht werden. auftreten. Wird ein Heißwassererzeuger eingesetzt. oder der Betrieb mit Klär. Oberstes Ziel muss es stets sein. Neben einer weitgehenden Anlagenautomatisierung mir einer geeigneten Prozessleittechnik trägt vor Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. vor allem im Rauchgaspfad. Siemens der Fall war. sind Korrosionsschäden auch dann weniger wahrscheinlich. wenn beispielsweise in den Wintermonaten die Wärmeversorgung nicht durch kostengünstige Festbrennstoffe sichergestellt werden kann.01. Die in Waschmitteln enthaltenen Siloxane bilden Silikate. Nicht selten führen Anlagenschäden deshalb zur Stilllegung einer Anlage.oder Deponiegas. Bei der Feuerung mit flüssigen Kraftstoffen verursachte oft die Nutzung von unbehandeltem Rapsöl große Probleme. Schäden durch Fehlbedienung oder durch das Versagen einzelner Komponenten verschulden nicht nur hohe Kosten für Reparatur und Ersatzbeschaffung. Die an anderen Anlagen. dass nur hochwertige Werkstoffe zum Einsatz kommen. Kosten durch Anlagenschäden Bei den Betriebskosten einer dezentralen Energieversorgungsanlage spielen neben den für den Normalbetrieb erforderlichen Personalkosten vor allem auch Reparatur. vor allem an Müllverbrennungsanlagen.64]. Bei großen Industrieturbinen wurden aufgrund eines starken Verdrängungswettbewerbes nicht erprobte Techniken eingesetzt. wenn Brennstoffe mit hohem Chloranteil wie Heu oder Stroh verbrannt werden. Auch der Betrieb mit biogenen Brenngasen. wie dies zum Beispiel nach einer Verpuffung in einer Schwelbrennanlage der Fa. die wiederum Ablagerungen an Kolben und Zylindern verursachten. Dies lag vor allem an den im Vergleich zur Verbrennung von Dieselöl hohen Koksrückständen bei der Verbrennung von Rapsöl [3.und Instandsetzungskosten. sondern statt dessen teures Erdgas oder Heizöl verfeuert werden muss. sie verursachen zusätzlich hohe Kosten durch den Anlagenstillstand. häufig aufgetretenen Schäden durch Hochtemperaturchlorkorrosion treten üblicherweise nur bei Dampferzeugern und bei Dampftemperaturen über 450 °C auf. führte in der Vergangenheit oft zur Bildung von Ablagerungen und Schäden. eine wichtige Rolle. Anlagenschäden beim Betrieb von Stromerzeugungsanlagen Auch beim Betrieb von Dampfkraftwerken stehen Schäden im Bereich der Feuerung und des Dampferzeugers an erster Stelle. Hier ist darauf zu achten. Auch im Bereich der Rauchgaskondensation ist mit Korrosion zu rechnen.

um im regulierten Energiemarkt ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit zu garantieren. da aufgrund der niedrigen Investitionskosten die Wärmeerzeugungskosten überwiegend von den hohen Brennstoffkosten bestimmt werden. 4. Neben hohen Kosten für den frühzeitigen Austausch von Kraftwerkskomponenten entstanden durch die vorbeugende Instandhaltung auch hohe Kosten für die Ersatzteilhaltung. Die Fläche unter der Jahresdauerlinie entspricht der tatsächlich erzeugten Wärme und ist daher ein Maß für die Anzahl der Jahresvolllaststunden der Anlage.3 Maßnahmen zur Erhöhung der Anlagenauslastung 4.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 383 allem der Einsatz von einfachen.3. Wie in Abb. Vorbeugende Instandhaltung Eine weitere Maßnahme zur Erhöhung der Versorgungssicherheit ist die ‚vorbeugende Instandhaltung’.15 16:04 . Für Gasfeuerungen ist dies ein üblicher und günstiger Wert. wartungsfreundlichen Komponenten zur Reduzierung des Personal. letztlich aber aufgrund der derzeit noch vorhandenen Überkapazitäten toleriert wurde.59 dargestellten Jahresdauerlinie errechnet sich die Anlagenauslastung für den Fall. ist die Verringerung der Anlagenleistung. Bei der in Abb. zu ca. dass die gesamte Wärme von einer einzigen Versorgungsanlage bereitgestellt werden soll. bei der Wärmebedarf absteigend geordnet über die Anzahl der Betriebsstunden pro Jahr aufgetragen ist. die zwar das Ausfallrisiko erhöht. Die vorbeugende Instandhaltung war in der Vergangenheit ein wichtiges Prinzip. Die EVU gingen deshalb im Zuge der Liberalisierung zur ‚reagierenden Instandhaltung’ über. Deutlich wird das Missverhältnis zwischen maximaler und übers Jahr gemittelter Heizleistung an der geordneten Jahresdauerlinie. um die Anlagenauslastung bei investitionsintensiven Versorgungsanlagen zu erhöhen.3. 4. Dem geringen Heizwärmebedarf in den Sommermonaten steht ein hoher Leistungsbedarf an wenigen kalten Wintertagen gegenüber.58 dargestellt. Die moderne Prozessleittechnik erlaubt es bereits. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.01. Für die Auslegung der Feuerungswärmeleistung einer Heizungsanlage muss dennoch die erforderliche Heizleistung bei einer Außentemperatur von –15 °C zugrunde gelegt werden. Durch dieses Online-Monitoring können auch Veränderungen des Anlagenverhaltens erkannt werden.4.und Wartungsaufwandes bei. hängt der Wärmebedarf für die Raumwärmeerzeugung vor allem von den Außentemperaturen ab und ist deshalb in den Sommermonaten sehr gering. Die Forderung nach einer hohen Anlagenauslastung bei Versorgungsanlagen mit hohen Investitionskosten kann besonders bei der Wärmeversorgung selten erfüllt werden. Dadurch kann gegebenenfalls ein drohender Anlagenausfall rechtzeitig verhindert werden. da die maximale Heizleistung nur an wenigen Tagen in den Wintermonaten erforderlich ist. mehrere Anlagen über Datenleitungen zentral zu überwachen und bei Störungen rechtzeitig und schnell zu reagieren.1 Minimierung der Anlagengröße Die einfachste Variante. 4. 2200 Vollbenutzungsstunden pro Jahr.3.

4.15 16:04 .58: Beispiel für den Wärmebedarf und die mittleren Außentemperaturen im FernwärmeVersorgungsgebiet der Stadtwerke München [3.104] Dagegen ist dies beispielsweise für eine Holzhackschnitzelfeuerung ein zu niedriger Wert. da die höheren Investitionskosten nicht auf ausreichend viele MWh umgelegt werden können.und Reservekessel) 0 0 2000 4000 6000 8000 8760 Betriebsstunden pro Jahr Abb.384 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme 16000 30 25 Temperatur 12000 20 10000 15 8000 10 6000 5 Wärmebedarf 4000 0 2000 -5 Tagesmitteltemperatur in °C Wärmebedarf pro Tag in MWh 14000 -10 Au gu st Se pte mb e Ok r tob er No ve mb De er ze mb er Ju li Ju ni Ma i Ja nu ar Fe bru ar Mä rz Ap ril 0 Abb. 4. die Hackschnitzelfeuerung nur für die Deckung eines Teils der maximalen Wärmeleistung auszulegen. Eine besonders einfache und wirksame Maßnahme zur Erhöhung der Anlagenauslastung besteht darin.und Reservekessel) 80 60 geordnete Jahresdauerlinie 40 Biomassefeuerung 20 Gasfeuerung (Spitzen.59: Geordnete Jahresdauerlinie für ein Biomasse-Heizwerk mit Spitzenlastkessel Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.01. Feuerungswärmeleistung in % 100 Gasfeuerung (Spitzen.

Immer dann. Dadurch können Feuerungen kleiner dimensioniert werden und die Anzahl der Jahresvolllaststunden steigt entsprechend. Herkömmliche KWK-Anlagen arbeiten mit konstanter Stromkennzahl. Durch die geringere Leistung reduzieren sich entsprechend die Investitionskosten der Biomassefeuerung und die Anlagenauslastung erhöht sich im Beispiel auf ca. wenn eine hohe Anlagenauslastung gewährleistet ist. wenn also Wärmeverbraucher mit hoher Grundlast auch in den Sommermonaten zur Verfügung stehen. 650 Vollbenutzungsstunden. die Anlagenauslastung dadurch zu erhöhen. Ideal ist die Einspeicherung von solarer Wärme.2.3.01. wie im Beispiel (Abb. Die Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.1). 4.3. Neben der Nutzung solcher Kurzzeitspeicher wird auch die Nutzung von Langzeitspeichern diskutiert [4.3. wodurch in den Sommermonaten nicht nur auf die Wärmeerlöse. Allerdings sind saisonale Wärme-Speicher unter den heute gültigen Randbedingung nicht wirtschaftlich realisierbar (Kap.4. 4.und Wärmeerzeugung nicht in einem festen Verhältnis zueinander stehen und die Wärmeerzeugung zugunsten der Stromerzeugung reduziert werden kann.3.3. 70%. Gelingt es. kann also auch in Zeiten mit geringem Wärmebedarf Strom erzeugt werden.59).3 Kraft-Wärme-Kopplung mit variabler Stromkennzahl Eine besonders vorteilhafte Variante zur Erhöhung der Anlagenauslastung ist die KraftWärme-Kopplung.5).9. sondern auch auf Stromerlöse verzichtet werden muss. der zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit in der Regel sowieso als Reservekessel vorhanden ist. kann eine Heizungsanlage wieder entsprechend kleiner dimensioniert werden und zudem auch in den Sommermonaten für die Einspeicherung der Wärme betrieben werden. dass die Anlage auch in der Übergangszeit und in den Sommermonaten betrieben wird (siehe Kap. eine Biomassefeuerung so ausgelegt. 5200 Vollbenutzungsstunden.15 16:04 .2 Nutzung von Wärmespeichern Eine weitere Möglichkeit zur Erhöhung der Anlagenauslastung besteht darin.4. ist es möglich. Gleichzeitig sinkt der Investitionsaufwand um ca. um die Wärmebedarfsspitzen in den Morgenstunden zu glätten. 4. die bereits ausreichen. Erlaubt eine KWK-Anlage eine unabhängige Erzeugung von Strom und Wärme. in den Sommermonaten überschüssige Wärme in einen Langzeitspeicher einzubringen und diese erst in den Wintermonaten wieder abzurufen. Die Anlagenauslastung der Gasfeuerung sinkt zwar gleichzeitig auf ca. können die Leistungsspitzen von einem gasbefeuerten Spitzenlastkessel gedeckt werden.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 385 Wird. da diese naturgemäß besonders in den Sommermonaten zur Verfügung steht. 4. Selbst mit Wärmeerlösen ist die Kraft-Wärme-Kopplung nur dann wirtschaftlich realisierbar. wenn die Strom. Bei dieser Konfiguration werden dann etwa 70% der erzeugten Wärme mit kostengünstigen Holzhackschnitzeln und nur 30% mit dem teureren Erdgas bereitgestellt. Wärmebedarfspitzen durch Wärmespeicher zu reduzieren.55]. Für dezentrale Anlagen ist also aufgrund der spezifisch erhöhten Investitionskosten ein wirtschaftlicher Betrieb ohne Wärmeerlöse in der Regel nicht möglich. dass nur 30% der maximalen Wärmeleistung mit Holzhackschnitzeln gedeckt werden. Ein besonders geeigneter Speicher sind die Wärmeverteilnetze.

entsteht in den Sommermonaten ein zusätzlicher Wärmebedarf. wenn Wärme aus der Kraft-Wärme-Kopplung nicht genutzt werden kann. Besonders in größeren Nahwärmenetzen und größeren Gewerbe. 4.3. durch Wärmezufuhr wieder „ausgetrieben“ wird.3. wie Gasturbinen mit Abhitzedampferzeuger oder Gasmotoren. sondern Wärme für die Verdichtung eines Kältemittels genutzt. Möglich wird dies durch so genannte Absorptionskälteanlagen. Besonders effizient kann die Anlagenauslastung auch durch die Kraft-Wärme-KälteKopplung erhöht werden. in dem in den Sommermonaten aus Wärme Kälte erzeugt wird. Ähnlich funktionieren Lithium-Bromid-Wärmepumpen. Bei einer Wärmepumpe wird Wärme vom Kältemittel im Verdampfer bei niedriger Temperatur aufgenommen und bei hoher Temperatur im Kondensator wieder abgegeben. steigert dies die Anlagenauslastung. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. reduziert die Stromgestehungskosten der KWK-Anlage und generiert zusätzliche Erlöse durch den Verkauf von Kälte. dass der Wirkungsgrad hinreichend groß ist. muss dagegen eine Kühlung des Dampferzeugers oder des Motors ständig gewährleistet sein. Bei Microturbinen fällt die Abwärme dagegen auf niedrigem Temperaturniveau an und kann problemlos an die Umgebung abgeführt werden.386 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Abwärme muss dann ungenutzt an die Umgebung abgeführt werden oder kann im günstigsten Fall zusätzlich zur Stromerzeugung genutzt werden.und Industrieobjekten kann der Wärmebedarf übers Jahr wesentlich gesteigert werden. Die unterschiedlichen Temperaturniveaus beim Verdampfen und Kondensieren resultieren aus unterschiedlichen Druckniveaus. Bei Großanlagen.4 Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung Eine weitere Möglichkeit zur Erhöhung der Anlagenauslastung ist die Kraft-Wärme-KälteKopplung. Voraussetzung für eine solche Fahrweise ist allerdings. Wird beispielsweise die Kälteerzeugung für die Klimatisierung von Bürogebäuden oder Krankenhäusern mit einer Absorptionskältemaschine realisiert. Bei mechanisch angetriebenen Wärmepumpen erfolgt die Druckerhöhung im Kältemittel durch einen Kompressor oder Verdichter. Besonders geeignet ist für den Prozess beispielsweise als Kältemittel Ammoniak. Hier wird Wasser als Kältemittel verwendet. Im Gegensatz zu konventionellen Kompressionskälteanlagen wird bei Absorptionswärmepumpen als Antriebsenergie für den Kälteprozess nicht elektrische Energie. bei dem das Kältemittel mit geringem mechanischem Aufwand in einer Lösung auf das obere Druckniveau gepumpt wird und dort thermisch.01. Kann die überschüssige Wärme für die Klimatisierung verwendet werden. Bei der thermisch angetriebenen Absorptionswärmepumpe tritt an die Stelle des Kompressors ein Lösungskreislauf. der mit einer bestehenden Wärmeversorgungsanlage oft günstig bereitgestellt werden kann. Ammoniak wird bei der Ammoniak-Wasser-Wärmepumpe in wässriger Lösung auf das obere Druckniveau gepumpt und im Austreiber wieder freigesetzt. Die Klimatisierung von Gewerbeobjekte erzeugt in vielen Fällen einen hohen Kühlbedarf besonders in den Sommermonaten.15 16:04 . um durch die Stromerlöse Brennstoffkosten und sonstige verbrauchsgebundene Kosten abzudecken. das in einer Lithium-Bromid-Lösung auf das obere Druckniveau gepumpt und dort wieder freigesetzt wird.

15 16:04 .3. Die Deckung von „Strom-Peaks“ erfordert vom EVU die Bereitstellung von Reserve. wie in Kap.und Windkraftanlagen oder Gasturbinenanlagen mit Ansaugluftkühlung. Technische Möglichkeiten zur Minderung von Strombezugsspitzen Voraussetzung für die Minderung von Strombezugspitzen ist eine hohe Flexibilität des Energiesystems. wie Photovoltaik.01. Auch für die Stromversorger eröffnet sich durch dieses „Peak-Shaving“ mit Kleinanlagen die Option. die bevorzugt zu Hochlastzeiten.60: Aufbau einer mechanisch angetriebenen Kompressionswärmepumpe (a) und einer thermisch angetriebenen Absorptionswärmepumpe (b) 4. Besonders geeignet für das Peak-Shaving sind. Bereits heute ist es bei größeren Verbrauchern üblich. um Strombezugsspitzen zu reduzieren.4 Peak-Shaving Die Deckung von Strombezugsspitzen wird eine der wesentlichen Herausforderungen im liberalisierten Strommarkt werden.und Spitzenlastkraftwerken und ist daher mit hohen Kosten verbunden. Durch ein aktives Lastmanagement können zudem Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen mit einer flexiblen Stromkennzahl und Notstromaggregate genutzt werden. also Anlagen mit günstigem Teillastverhalten. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Der Arbeitspreis richtet sich nach der tatsächlich verbrauchten elektrischen Arbeit. 4. Besonders attraktiv für kleine dezentrale Anlagen wird in Zukunft die Möglichkeit durch die Vermeidung von Strombezugsspitzen die Strombezugskosten eines Verbrauchers erheblich zu mindern.4. also in der Mittagsspitze produzieren. durch den Verkauf von Strom während der Strombezugsspitzen.2 beschrieben. die von Haus aus eine günstige Leistungscharakteristik aufweisen. zusätzliche Erlöse zu sichern. beispielsweise am Spotmarkt. Anlagenkonzepte. und Anlagen. 4. wogegen sich der Leistungspreis aus der in einem vorgegebenem Zeitraum maximal bezogen Leistung berechnet. die Strombezugskosten in einen Arbeitspreis und einen Leistungspreis aufzuteilen.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme a) oberes Druckniveau Q ab Kältemittel b) Q ab 387 Q Antrieb Kältemittel Austreiber („Generator“) Kondensator Drossel Verdichter Kältemittel Kältemittel unteres Druckniveau Verdampfer Q zu Q zu Kältemittelkreislauf Lösungswärmetauscher Lösungmittelpumpe Lösungmittel Absorber Q Kühlung Kältemittelkreislauf Lösungskreislauf („thermischer Verdichter“) Abb.

Die Preise lagen damit kurzzeitig mehr als das 10-fache über den durchschnittlich erzielten 20-40 € pro MWh in den Vormonaten [4. Die Kraftwerke wurden nur dann eingesetzt. auch zu hohen Preisen Strom am Spotmarkt einzukaufen. dass bei extremen Witterungsbedingungen oder beim plötzlichen Ausfall von großen Kraftwerkseinheiten an den neu eingerichteten Strombörsen Handelspreise erzielt werden.12.2001 2002 500 2003 500 Spotpreis Mittagsspitze 400 11 -12 Uhr 300 300 200 17 -18 Uhr 200 18 -19 Uhr 100 100 100 0 0 0 400 300 200 11 -12 Uhr 400 10 -11 Uhr 11 -12 Uhr Abb. 4.61). dass eine ausgeprägte Preisspitze nicht nur für Spitzenstrom-Kontrakte zustande kam.388 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme 4. Noch deutlich höhere Spitzenstrom-Preise wurden in der Vergangenheit in den USA verzeichnet. Dies führt dazu. um am Spotmarkt kurzfristig elektrische Leistung bereitstellen zu können. mit der Stromspitzen bedient werden können. ohne dass gleichzeitig das Handelsvolumen zunahm.4. wenn der erzielbare Stromerlös über diesen Grenzkosten liegt. sondern auch für Grundlast-Kontrakte. Entschieden wird über den Einsatz solcher Gasturbinenanlagen auf Grundlage der Grenzkosten der Stromerzeugung.15 16:04 .3. mit dezentralen Erzeugern kurzfristig Spitzenstrom am sogenannten Spotmarkt bereitstellen zu können. 4.700 700 Strompreis in Euro pro MWh 600 500 600 600 2001 17. Dort entstanden daher in den vergangenen Jahren eine Vielzahl einfacher Gasturbinenanlagen. Bei Engpässen in der Stromversorgung sind Stromanbieter meist vertraglich verpflichtet. Stromlieferengpässe führten an diesen Märkten in der Vergangenheit nicht nur in Kalifornien zu enorm hohen Handelspreisen. Bemerkenswert dabei ist.01. So verzeichnete die Leipziger Strombörse im Dezember 2001 Strompreise von über 400 € pro MWh (Abb. die trotz eines vergleichsweise geringen elektrischen Wirkungsgrades dafür eingesetzt wurden. LPX) [4.1 Spot Markt Besonders lukrativ ist die Möglichkeit.61: Spotpreis für elektrischen Strom an der Leipziger Strombörse (Leipziger Power Exchange GmbH. die weit über übliche Stromgestehungskosten hinaus gehen.29]. 1.29] Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. also im Wesentlichen auf Grundlage der aus dem Gaspreis resultierenden Stromerzeugungskosten.

bestehend aus einem Cluster von 20 Microturbinen mit einer Leistung von 60 kW und einem elektrischen Nettowirkungsgrad von 28%.28 MWh Diese Grenzkosten wurden an der Leipziger Strombörse im Jahr 2001 nur in 93 Stunden überschritten: 700 Strompreis in Euro pro MWh sG = 17. 11 000 Euro für das Jahr 2001 betragen. Aufgrund der geringen spezifischen Investitionskosten und dem akzeptablen Wirkungsgrad werden zunehmend Cluster diskutiert. Bei spezifischen Investitionskosten von 400 Euro/kW errechnet sich bei einer Abschreibungsdauer von 12 Jahren und einem Zinssatz von 5% ein Kapitaldienst von s I = 0.01. die aus einer Vielzahl kleiner Microturbinen bestehen und zentral gesteuert werden. Solche ‚virtuelle Kraftwerke’ zeichnen sich neben den geringen Investitionskosten durch eine hohe Redundanz und deshalb durch eine hohe Verfügbarkeit aus.4. nicht. Dadurch reduziert sich im Gegensatz zu großen Gasturbinenanlagen der Wirkungsgrad der elektrischen Erzeugung auch bei reduzierten Leistungsanforderungen.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 389 Besonders in Engpasssituationen. wenn die EVU ihrer Versorgungsverpflichtung aufgrund eines Kraftwerkausfalles oder wegen extremer Wetterbedingungen nur durch den Zukauf von Strom nachkommen konnten. das am Spotmarkt durch das zu geringe Angebot Stromerlöse erzielt wurden.2001 600 500 Spotpreis Mittagsspitze 400 300 200 Grenzkosten 71. zeigte sich.15 16:04 .4 η el 0. Beispiel: Virtuelles Kraftwerk mit Microturbinen Ein virtuelles Kraftwerk. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. also im ‚Teillastbetrieb’. Einen weiteren Vorteil bietet die Möglichkeit.113 ⋅ 20 ⋅ 60 kW ⋅ 400 € = 54240 € a kWel Aus dem elektrischen Wirkungsgrad betragen bei einem Gaspreis von 20 €/MWh die Grenzkosten für die Stromerzeugung sB € 20 = = 71. soll Stromkunden über den Spotmarkt der Leipziger Strombörse (LPX) bedienen.4 €/MWh 100 Oktob er Novem ber Dezem ber Juli Augus t Septe mber Mai Juni April Janua r Febru ar März 0 Die resultierenden Nettoerlöse hätten für den gegebenen Microturbinen-Cluster ca. bei geringerem Bedarf nur einen Teil der Microturbinen zu betreiben. die dazu geeignet waren. einen wesentlichen Teil der Investitionskosten der Gasturbinenanlage innerhalb weniger Betriebsstunden zu erwirtschaften.12.

Tatsächlich hat sich in den letzten Jahren die Anzahl der Engpassereignisse und der Strompreisspitzen an der Leipziger Strombörse weiter erhöht (Abb. und 18. Dezember des Jahres erzielt worden wären. Zum einen können sich die Erlöse dadurch erhöhen. wie in Kalifornien. dass der Betrieb eines solchen virtuellen Kraftwerkes trotz des geringen elektrischen Wirkungsgrades und des hohen Gaspreises wirtschaftlich werden würde. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. indem die Anlage auch dann betrieben wird.5. Der zweite Effekt wird dann wirksam.390 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Der Betrieb eines virtuellen Kraftwerkes auf der Basis von Microturbinen wäre mit diesem Gaspreis also in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2001 ohne weitere Wärmeerlöse nicht wirtschaftlich gewesen. Der elektrischen Wirkungsgrad hängt wie der Kesselwirkungsgrad wiederum im Wesentlichen vom Brennstoffausnutzungsgrad und dem in Kap.2 Erhöhung der Erlöse durch die Kraft-Wärme-Kopplung Ob sich die Einnahmesituation durch die Kraft-Wärme-Kopplung gegenüber der ausschließlichen Wärmeerzeugung verbessert. In den USA führte diese Situation zum Bau einer Vielzahl von Gasturbinenanlagen.3.1 Kostenstruktur der KWK Die Kraft-Wärme-Kopplung kann die wirtschaftliche Situation einer Energieversorgungsanlage durch zwei unterschiedliche Effekte verbessern.2 definierten Stromerzeugungsanteil ab. d.61) 4. 3. Eine Häufung vergleichbarer Engpässe würde daher dazu führen. Spotstrompreise von mehr 20$/kWh. Aufgrund der Liberalisierung des Strommarktes und der Altersstruktur des Kraftwerksparks in der Bundesrepublik Deutschland und in Europa. dass die Strompreisspitze von 17. also mehr als das 10-fache des Strompreises vom 17.01. wenn bei Anlagen mit variabler Stromkennzahl die Anlagenauslastung erhöht wird.h.3. 4.3.15 16:04 .3. Dadurch können im laufenden Betrieb bei gleicher Feuerungswärmeleistung.5 Wirtschaftliche Vorteile der Kraft-Wärme-Kopplung 4. dass allein 80% des Jahreserlöses am 17. deutlich höhere Umsätze erwirtschaftet werden. hängt wesentlich von den erzielbaren Wärme. wenn keine entsprechenden Wärmeabnehmer zur Verfügung stehen. dass bei der Stromerzeugung höhere auf den Brennstoffeinsatz bezogene Erlöse erzielt werden können. als durch den Verkauf von Wärme. Sollten in Europa dagegen gar.5. 4. könnten die Erlöse aus einem einzigen Engpass-Ereignis bereits die Hälfte der Gesamtinvestition für den Microturbinen-Cluster erreichen. Dezember 2001 erreicht werden.und Stromerlösen und von den erzielbaren Wirkungsgraden ab. Dezember ein singuläres Ereignis bleiben wird. Bei näherer Betrachtung zeigt sich allerdings. kann nicht davon ausgegangen werden. bei gleichem Brennstoffeinsatz.

unabhängig von einer nachgeschalteten Abwärmenutzung ist. Fall 60 ηB = ηB = 40 Gesamterlöse 90% Stromerlöse 60% Gesamterlöse 60 40 Wärmeerlöse Erlöse bei ausschließlicher 20 Wärmeerzeugung 0 80 Wärmeerlöse 20 ηel = 0 0. Entsprechend hängen auch die auf den Brennstoffeinsatz bezogenen Stromerlöse nur vom elektrischen Wirkungsgrad ab.4 Stromerlöse 0.15 16:04 . Fall 1+2.8 Stromerzeugungsanteil xs 1 0 0 0.8 1 Stromerzeugungsanteil xs Abb. beispielsweise beim Betrieb einer Gasturbine. da der Brennstoffverbrauch. wird allerdings letztlich vom Kesselwirkungsgrad oder dem Brennstoffausnutzungsgrad bestimmt.4 0.01. 4. Wie in Abb. Stromerlöse 90 €/MWhel) Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.2 beschriebenen Fälle der Kraft-WärmeKopplung. steigen die Stromerlöse im 1.2 xs = ηK.62 dargestellt.3.6 0. 3. KWK ⋅ wE + ηel . ( ) eB = η B .KWK ηel. da der Stromerzeugungsanteil dem elektrischen Wirkungsgrad entspricht.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 391 Berechnung der auf den Brennstoffeinsatz bezogenen Erlöse der Kraft-Wärme-Kopplung Die pro MWh Brennstoff erzielten Gesamterlöse bei der Kraft-Wärme-Kopplung errechnen sich aus der Summe der Stromerlöse und der Wärmeerlöse.62: Beispiel für die Erlöse bei der Kraft-Wärme-Kopplung in Abhängigkeit vom Stromanteil (Wärmeerlöse 45 €/MWhth.0 80 ηel = 40% 100 ηel = 10% Erlöse der KWK in €/MWhFWL 100 0. KWK − ηel . KWK ⋅ s E mit eB sE wE Gesamterlöse in [€/MWhBrennstoff] Stromerlöse in [€/kWhel] Wärmeerlöse in [€/kWhth] Brennstoffausnutzungsgrad bei der Kraft-Wärme-Kopplung elektrische Wirkungsgrad der Kraft-Wärme-Kopplung ηB. 3. 4. und 2. Ob durch die Kraft-Wärme-Kopplung die Erlöse der ausschließlichen Wärmeerzeugung erreicht oder übertroffen werden. Fall in Abhängigkeit vom Stromerzeugungsanteil linear an.6 0.4.KWK Zu unterscheiden sind wieder die drei in Kap.2 30% 0.

3. Bei guter Anlagenauslastung sind die Wärmeerlöse in der Summe meist deutlich höher als die Stromerlöse. Allerdings sind die Erlöse der Kraft-Wärme-Kopplung immer höher. beispielsweise in den Sommermonaten nur noch ein geringer Anteil von 20% und weniger der maximalen Nutz-Wärmeleistung als Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Fall also der Einfluss des Kesselwirkungsgrades und der Abgasverluste.8 €/hMWFWL. dass die Stromerlöse tatsächlich deutlich höher sind. und 2. Der Gesamterlös der Kraft-WärmeKopplung liegt damit nur unwesentlich über dem Wärmeerlös des Heizwerkes (42. Der wirtschaftliche Vorteil errechnet sich vor allem aus der verbesserten Anlagenauslastung. 4. z.5. wenn durch die Kraft-Wärme-Kopplung teure Strombezugskosten vermieden werden oder der Strom aus der Kraft-Wärme-Kopplung bei einer Einspeisung ins Verbundnetz. Gegenüber der reinen Wärmeerzeugung können dann nur bei hinreichend hohem Stromanteil durch die Kraft-Wärme-Kopplung Vorteile erzielt werden.B.3 Reduzierung der Wärmeerzeugungskosten durch eine erhöhte Anlagenauslastung Die Bedeutung der Anlagenauslastung für die Wirtschaftlichkeit einer Anlage wurde bereits ausführlich beschrieben. Dies liegt zum einen an der bei der Kraft-Wärme-Kopplung prinzipiell geringeren Brennstoffausnutzung und zum anderen daran. in welchem Maß die zulässigen Investitionskosten für die Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage durch die erhöhte Anlagenauslastung steigen. Dies ist in der Regel nur dann der Fall.5 €/ hMWFWL). In Abb.15 16:04 . So können die Gesamteinnahmen bei reiner Wärmeerzeugung höher werden als bei der Kraft-Wärme-Kopplung. Dabei wurden spezifische Investitionskosten von 400 €/kWFW für die Wärmeerzeugung und zusätzlich 3000 €/kWel für die Stromerzeugung zugrunde gelegt. Im Beispiel liegt der Erlös pro Betriebsstunde und MWFWL bei maximaler Anlagenleistung bei der Kraft-Wärme-Kopplung mit Stromerlösen von 10. Kann dagegen. dass im Beispiel nur noch 68% der Feuerungswärme als Nutzwärme verkauft werden kann.8 €/hMWFWL und Wärmeerlösen von 34 €/hMWFWL auf insgesamt 44. 4.oder Stromerzeugung. Entscheidend ist im 1. wie in der in Abb. als die Erlöse der ausschließlichen Wärme.392 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Im 3.63 sind die Jahreskosten einer Kraft-WärmeKopplungs-Anlage mit einem elektrischen Wirkungsgrad von 12% und einem Brennstoffausnutzungsgrad von 80% in Abhängigkeit von der Betriebsdauer einem Heizwerk mit einem Brennstoffausnutzungsgrad von 85% gegenüber gestellt. nach dem EEG entsprechend hoch vergütet wird.01. Der wesentliche Vorteil der Kraft-Wärme-Kopplung entsteht nicht unbedingt aus der Höhe der Stromerlöse.63 zugrunde gelegten Jahresdauerlinie dargestellt. Im Folgenden soll am Beispiel der Kraft-Wärme-Kopplung mit Biomasse dargestellt werden. denen in der Regel eine geringe Anlagenauslastung um 2000 h/a gegenübersteht. Das wesentliche Problem bei der Nutzung von Biomasse für die Wärmeerzeugung sind naturgemäß die geringe Anlagengröße und die daraus resultierenden hohen spezifischen Investitionskosten. Als zusätzliche Bedingung muss garantiert sein. reduziert sich dagegen der elektrische Wirkungsgrad in Abhängigkeit vom Stromerzeugungsanteil xs. zum Beispiel bei Dampfturbinen. wenn der Brennstoff mit geringerem Luftüberschuss und damit besserem Brennstoffnutzungsgrad genutzt werden kann. als die Wärmeerlöse. Fall. 4.

dass auch bei geringem Wärmebedarf Erlöse erzielt werden können. eine besonders teure Technologie zu sein. Diese Tatsache trifft vor allem für Großanlagen.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 393 Nutzwärme verkauft werden. Vor allem aus den 70er Jahren stammen Entwicklungen mit dem Ziel.4.01. 0 2000 4000 6000 8000 Betriebsstunden pro Jahr Wärmeerlöse 42.8 Euro/hMWFWL Wärmeerlöse 10. Investitionskosten Stromerzeugung 3000 Euro / kWel • Brennstoffkosten 5 Euro/MWh. Durch die Kraft-Wärme-Kopplung kann sich die Situation einer Wärmeversorgungsanlage also auch dann wesentlich verbessern. Zins 5%. spezifischen Investitionskosten werden besonders Anlagen für die thermische Vergasung von Festbrennstoffen attraktiv. wenn wie im Beispiel nur ein geringer elektrischer Wirkungsgrad von 12 % erzielt wird. In diesen Betriebsstunden können dann nur noch durch den Stromverkauf Erlöse erzielt werden. Kraft-Wärme-Kopplung 80% • el. insbesondere im Kraftwerksbereich.15 16:04 . und sich die Anlagenauslastung der Biomassefeuerung wesentlich erhöht. Wirkungsgrad Kraft-Wärme-Kopplung 12% • spez. 0 2000 4000 6000 8000 Betriebsstunden pro Jahr Abb. um so kombinierte Prozesse mit fossilen Festbrennstoffen betreiben zu können.9 Euro/hMWFWL K KW Wärmeerlöse 34 Euro/hMWFWL Wärmeerlöse 10.5 Euro/hMWFWL Jahreskosten in Euro / MWFWL 40 20 0 werk Heiz -20 -40 -60 -80 Fixkosten 72 Euro/MWFWL 96 Euro/MWFWL Wärmeerlöse 0. Die Vergasung steht bis heute im Ruf. reduzieren sich die Wärmeerlöse entsprechend. 4. Investitionskosten Wärmeerzeugung 400 Euro / kWFWL • spez. ohne Förderung) Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Personal und sonstige Kosten 40000 Euro/a • Abschreibungsdauer 20 Jahre. mit der Abwärme eines Kernreaktors Kohle zu vergasen.8 Euro/hMWFWL -100 -120 Wärmeerlöse 0. Durch die Erhöhung der zulässigen.8 Euro/hMWFWL Gewinne 100 80 60 40 20 0 Verluste Nutzwärmeleistung in % Der wirtschaftliche Vorteil der Kraft-Wärme-Kopplung ergibt sich deshalb vor allem daraus.63: Geordnete Jahresdauerlinie der Wärmeverbraucher und Erlössituation eines Heizwerks und einer Kraft-Wärme-Kopplung beim Betrieb mit Biomasse (Annahmen: • Brennstoffausnutzungsgrad Heizwerk 85%. zu.

Jedoch scheiterten diese Konzepte stets an zu hohen spezifischen Investitionskosten des Vergasers und der dazugehörigen Peripherie. Kosten für bauliche Anlagen und vor allem Netzkosten übersteigen die Kosten der eigentlichen Wärmeerzeugungsanlage oft bei weitem.15 16:04 . da sich die Kostenstruktur dezentraler Anwendungen grundlegend von der Kostenstruktur großer Kraftwerke unterscheidet.56) und von diesen Investitionskosten wiederum nur etwa die Hälfte der eigentlichen Wärmeerzeugungsanlage zuzurechnen sind. durch die Entsorgung von Reststoffen Einnahmen zu erzielen. 1/3 Personalosten.6 Erwirtschaftung von Zusatzerlösen 4. Stattdessen können die Entsorgungserlöse als „negative Brennstoffkosten“ angesetzt werden. stehen in der Wirtschaftlichkeitsrechung überschaubaren Mehrkosten deutlich höhere Erlöse gegenüber. Planungskosten. sind Reststoffe aus der Landwirtschaft. 4. Zieht man in Betracht. Kesselanlage. die den Betrieb einer Anlage selbst dann wirtschaftlich werden lassen. dass die Zusatzkosten für eine Vergasungsanlage für die Wirtschaftlichkeit des Betriebs nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die Mehrkosten für einen Vergaser bleiben von untergeordneter Bedeutung und die Wirtschaftlichkeit der Kraft-Wärme-Kopplung entscheidet sich vor allem an den Kosten der Arbeitsmaschine und der Brenngasaufbereitung. dass eine Energieversorgungsanlage mit Reststoffen betrieben wird. So fallen beispielsweise in südlichen Regionen bei der Baumwollernte große Mengen an Reststoffen an.394 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Bis in die 90er Jahre wurden immer wieder Konzepte diskutiert. 4. siehe Abb. Bei der Baumwollernte werden die Baumwollfasern mit großen Erntemaschinen aus den Baumwollbüschen Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.01. Besonders den Konzepten zur dezentralen Vergasung von Biomasse wird deshalb oft große Skepsis entgegengebracht.oder Stromerlösen sehr Anlagenkosten gegenüber stehen. wie zum Beispiel die für die Flugstromvergasung erforderliche Luftzerlegungsanlage. durch die Vergasung von Kohle die Effizienz konventioneller Kraftwerke zu steigern. Letztlich entfallen nur etwa 2 bis 5% der Jahreskosten eines Heizwerkes mit einer thermischen Leistung von 1 MW auf die Feuerung.1 Erzielen von Entsorgungserlösen Ein überaus wichtiger Beitrag zur Verbesserung der ökonomischen Randbedingungen kann dadurch entstehen.6. dass nur etwa ein Drittel der Jahreskosten eines vergleichbaren Heizwerks entsprechend der VDI 2067 auf die Investitionskosten entfallen (1/3 verbrauchsgebundene Kosten. Entsorgung landwirtschaftlicher Reststoffe Ein Beispiel für die Möglichkeit.3. Da sich Vergasungsanlagen zudem nur teilweise von Feuerungsanlagen unterscheiden und daher für die kostenträchtigen Hauptkomponenten der Kesselanlage (Brennstofflogistik und Fördertechnik. Rohrleitungen und Armaturen) oft keine Mehrkosten anfallen. Diese Skepsis ist aber nur bedingt zulässig.3. Durch die Kraft-Wärme-Kopplung steigen die Investitionskosten der Gesamtanlage deutlich an. In diesem Fall mindern sich die Brennstoffkosten und können im günstigen Fall ganz vermieden werden. Leittechnik. wenn geringen Wärme. wird deutlich.

Abnehmer sind landwirtschaftliche Betriebe.15 16:04 . dass die Entsorgungserlöse durchaus beträchtlich sein können und die Entsorgung in dezentralen Anlagen.4. Besonders hoch ist weltweit das Potential an Stroh. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. oft notwendig. Die Deponierung als kostengünstige Entsorgungsmöglichkeit kohlenstoffhaltiger Reststoffe fällt damit ab 2005 aus. beispielsweise durch das Pressen von Ballen oder durch Pelletieren.3]. Aufbereitung und Lagerung der Reststoffe durchaus erheblich werden und mögliche Entsorgungserlöse mindern. Stroh wird zwar bereits in kleinen Mengen stofflich oder energetisch genutzt. Im Einzelfall spielen auch lokale Strukturen eine wesentliche Rolle. Um die Verbreitung von Schädlingen zu vermeiden.17]. Ein Verbot dieser Praxis würde bewirken.und Strohverbrennungsanlagen. saubere Reststoffe müssen dann stofflich oder energetisch genutzt werden. [1. Für die Entsorgung von Tiermehl wurden Entsorgungserlöse bis 400 €/t erzielt [2. Auch ist die zukünftige Entwicklung der Entsorgungsmärkte mit großen Unsicherheiten behaftet. Ein vieldiskutiertes Beispiel für solche Reststoffe sind Tiermehl und Tierfette. dass beispielsweise in Griechenland in der thessalischen Hochebene in einem eng begrenztem Gebiet eine Energiemenge von 10 PJ entsorgt werden müsste. überaus attraktiv werden lassen. Aufgrund der Vielfalt möglicher Brennstoffe und der möglichen Entsorgungswege lässt sich der Entsorgungsmarkt nur schwer quantifizieren. Bei der Planung von Anlagen sind stets im Einzelfall regionale Gegebenheiten und Strukturen zu beachten. Entsorgungsmarkt Ein Boom für die energetische Nutzung von Restoffen wird aufgrund der prognostizierten Entwicklung zukünftiger Entsorgungskosten für kohlenstoffhaltige Reststoffe erwartet. bei der Strom. die Stroh als Einstreu nutzen und in geringem Umfang auch Biogas. Ein Nutzungsgebot würde es auch hier den Betreibern von Biomasseverbrennungsanlagen ermöglichen.01. Die TA Siedlungsabfall [1. Besonders bei Brennstoffen mit geringen Energiedichten ist eine Kompaktierung.12] schreibt vor. Die einjährigen Büsche verbleiben ungenutzt auf den Feldern. werden sie in der Regel dort verbrannt und verursachen durch die unkontrollierte Verbrennung hohe Schadstoffemissionen. Ein Vergleich mit den bei diesen alternativen Entsorgungswegen anfallenden Kosten zeigt. Der überwiegende Anteil des Strohs verbleibt allerdings ungenutzt auf den Feldern und wird nach der Ernte in die Böden eingearbeitet. dass diese Reststoffe seit 2005 endgültig nicht mehr deponiert werden dürfen. um den Aufwand für Transport und Lagerung zu minimieren. Die dezentrale Entsorgung dieser Reststoffe konkurriert mit konventionellen Müllverbrennungsanlagen und mit der ‚Mitverbrennung’ in Großkraftwerken oder Zementwerken. So kann der logistische Aufwand für die Sammlung. Kleintierhalter und Reitställe. beispielsweise in Tierkörperbeseitigungsanlagen. Sortenreine. oder wie beispielsweise das Reisstroh in China auf den Feldern verbrannt.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 395 ‚ausgekämmt’ und in großen Baumwollspinnereien weiterverarbeitet.und Wärmeversorgung zusätzliche Entsorgungserlöse zu erzielen. Aufgrund des in Folge der BSE Krise erlassenen Verfütterungsverbotes müssen diese Reststoffe in der BRD entsorgt werden.

Netzverluste sind in Fernwärmenetzen prinzipiell nicht vermeidbar.7 Vermeidung von Planungsfehlern Erfahrungen mit biomassegefeuerten Nahwärmenetzen der letzten Jahre Eine weitere. SunFuel [4. 4. Die Erfahrungen und Weiterentwicklungen der letzten Jahre führten allerdings dazu.und auf Rostfeuerungen ist heute weitgehend Stand der Technik. nach einer Brikettierung aufgrund der deutliche erhöhten Energiedichte in Großanlagen für die Stromerzeugung oder für die Herstellung synthetischer Treibstoffe (z.B.B. wenn die Asche aus der Verbrennung beispielsweise in der Bauindustrie genutzt werden kann. als Aktivkohle) in der Industrie genutzt werden kann oder z. Dies ist vor allem auf die Inhomogenität des Brennstoffes zurückzuführen.B. Insbesondere die Verbrennung von Holzhackschnitzeln in Unterschub. Wesentliche wirtschaftliche Vorteile ergeben sich auch dann. Fehler bei der Planung von Neuanlagen möglichst auszuschließen.396 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme 4. Die wichtigsten Planungsfehler waren dabei • überdimensionierte Heizwerke und Netze (Ausbau für die Zukunft) • ein unrealistisch hoch prognostizierter Wärmeverbrauch • zu geringe Anschlussdichte (vor allem in Neubaugebieten) Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. vor allem aber unrealistische Planungsvoraussetzungen.3. Vor allem die von landwirtschaftlichen Interessengruppen initiierten Heizwerke in Bayern und Österreich erwiesen sich in der Vergangenheit vielfach als hochdefizitäre Unternehmungen. sehr gering ist. Die betrieblichen Probleme waren meist darauf zurückzuführen.64]) verwendet werden kann. Die Hauptursachen für die finanziellen Misserfolge der letzten Jahre waren allerdings Planungsfehler und die daraus resultierenden zu hohen Investitionskosten für die Anlagen und Fernwärmenetze. wenn das Heizwerk weitab von den Verbrauchern errichtet wird und wenn der Wärmeverbrauch. Hauptgrund waren dabei stets betriebliche Probleme.01. zu hohe Netzverluste. Die bei der Kokserzeugung entstehenden Pyrolysegase können vor Ort für die Wärmeerzeugung eingesetzt werden oder könnten gegebenenfalls auch zusätzlich in Gasturbinen verstromt werden. überaus wichtige Maßnahme zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit einer dezentralen Energieversorgungsanlage besteht darin. dass die betrieblichen Probleme weitgehend gelöst sind.6. z. in den Sommermonaten oder in Neubaugebieten.15 16:04 . Auch die dezentrale Erzeugung von Methanol oder synthetischen Treibstoffen in kleinen Reaktorsystemen wird diskutiert. dass die Realisierung zuverlässig arbeitender Biomassefeuerungen technisch sehr anspruchsvoll ist. Besonders hoch sind sie allerdings dann.3.2 Produktion von Wertstoffen Besonders für die dezentrale Nutzung von Biomasse und Reststoffen wird die Erzeugung von Wertstoffen diskutiert. Bei einer solchen „Stoff-Wärme-Kopplung“ soll beispielsweise in dezentralen Vergasungsanlagen durch eine unvollständige Vergasung gezielt Restkoks (‚Biokoks’) erzeugt werden. Für den Bau von Microreaktoren sprechen vor allem die geringeren Sicherheitsanforderungen beim Betrieb der kleinen Anlagen. der entweder als Rohstoff (z.B.

ungünstige Anfahr. Diese Erfahrungen führten in den letzten Jahren dazu. entsteht ein wesentliches Risiko für den Betreiber aus der Verzögerung von Einnahmen. Dies führte beispielsweise in Österreich verstärkt zur Realisierung vergleichsweise kleiner Netze (Stichwort „Mikronetze“). Ein besonders großes Problem war oft auch der gegenüber der Planung deutlich reduzierte Wärmebedarf. dass die Fördergeber Ihre Förderung verstärkt unter den Vorbehalt stellen. Auch Energiesparund Dämmmaßnahmen führten oft zu einer reduzierten Wärmeabnahme. Zudem wurde oft der Wärmebedarf der Einzelkunden zu hoch kalkuliert. dass die Anschlussbereitschaft der potentiellen Kunden oft deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. Vor allem aber im realen Betrieb. 4. Dies resultierte zum einen daraus. vor allem in den ersten Betriebsjahren • Anschluss von Niedrigenergie. So ist der Wärmebedarf bei Neubaugebieten besonders beim Bau von Reihenhäusern und Niedrigenergiehäusern meist so gering. wie Ascheentsorgungskosten und Stromkosten für die Deckung des elektrischen Eigenbedarfs.und Teillastzustände durch eine geeignete Auslegung zu minimieren. Gründe für Planungsfehler Gründe für diese Fehlplanungen sind vor allem • zu optimistische Einschätzung der Anschlussbereitschaft potentieller Wärmekunden • technische Probleme. dass die bei der Planung vorausgesetzten Wirkungsgrade nicht eingehalten wurden. mit sich ändernden Lastzuständen.und Reihenhäusern mit geringem Wärmebedarf in Neubaugebieten • fehlende Wärmeabnehmer durch den zu langsamen Baufortschritt in Neubaugebieten • die Kopplung von Förderquoten und Planungshonoraren an die Investitionskosten Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.4. dass relevante Kennzahlen eingehalten werden. Neben der Verbrennungsführung ist hier vor allem die Anlagengröße entscheidend.15 16:04 .1 ausgeführt.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme • unrealistische Zeitplanung • unzureichend berücksichtigte Betriebskosten 397 Wirtschaftliche Probleme ergaben sich in der Folge oft daraus. Eine Abnahmemessung nach DIN 1942 findet daher in der Regel nicht statt. Dies bedeutet wieder. ist eine Bestimmung des tatsächlichen Wirkungsgrades nur mit hohem Aufwand möglich. dass ein Anschluss an eine Nahwärmeversorgung unwirtschaftlich ist. Wie in Kap. dass eine zu große Auslegung der Anlage unbedingt vermieden werden muss.3. Ziel muss sein.01. Brennstofffeuchten und Anlagenstillständen. beispielsweise durch verzögerte Genehmigungsverfahren oder Bauzeitverzögerungen und unzureichend berücksichtigte Betriebskosten.7. Selbst im stationären Betrieb ist die Messung des Anlagenwirkungsgrades aufwändig. Ein Problem für den Betreiber ist der Nachweis einer Abweichung von den Garantiewerten.

Entscheidend für die Beurteilung der tatsächlichen Geschäftsentwicklung ist daher die dynamische Kostenrechnung und die Betrachtung der kumulierten „Einzahlungsüberschüsse“ oder des kumulierten Cash-Flows. dass die entstandenen Kosten nicht durch die Erlöse gedeckt werden können. angepasst und kostengünstig zu planen. ob das zugrunde gelegte Geschäftsziel erreicht wird. Wird der Kreditrahmen überschritten. Die Cash-Flow-Betrachtung gibt außerdem darüber Aufschluss. da der Betreiber naturgemäß mit Zahlungen für Brennstofflieferungen oder Personal in Vorleistung gehen muss.15 16:04 . da sich durch die in dieser Zeit auflaufenden Zinsen ja die Jahreskosten in den darauffolgenden Jahren entsprechend erhöhen.7. gesicherte Annahmen zu den verbrauchsgebundenen Kosten und eine konservative Planung. Der bei der Cash-Flow-Berechnung zugrunde gelegte „Einzahlungsüberschuss“ unterscheidet sich von bei der Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV) ermittelten „Jahresüberschuss“ dadurch. Aber auch wenn die Jahresbilanz ausgeglichen werden kann. Investitionskosten fallen zwangsläufig schon während der Planungs. Grundlage jeder Investition ist stets ein angemessener Return-of-Invest (ROI) innerhalb der vom Betreiber angestrebten Finanzperiode.und Bauzeit an.3. Die zeitliche Verschiebung zwischen Einnahmen und Ausgaben kann auch nur scheinbar dadurch ausgeglichen werden. Auch Betreiber und Kommunalpolitiker zielen vor allem auf hohe Förderbeträge und nehmen damit zu groß dimensionierte Anlagen in Kauf. Für den Planer besteht kein Anreiz. Netze sind meist so dimensioniert. bei der Planung auch eine zukünftig erwartete Erhöhung des Wärmebedarfs zu berücksichtigen. Der dafür erforderliche. Das Bestreben der Planer und Betreiber. dass auch bei günstigen Randbedingungen oft zu groß und zu teuer gebaut wurde. droht dennoch oft der Konkurs des Betreibers. also lange bevor Erlöse entstehen können. erhöhte elektrische Eigenbedarf ist meist gering. bedeutet dies in der Regel den Konkurs des Betreibers. in den ersten Geschäftsmonaten zins. eine hohe Anschlussbereitschaft.398 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Vor allem die Kopplung von Förderquoten und Planungshonoraren an die Investitionskosten führte dazu. dass auch ein höherer Wärmebedarf durch höhere Vorlauftemperaturen oder höhere Umlaufzahlen gedeckt werden kann. Eine Minderung der Einnahmen durch zu geringe Anlagenwirkungsgrade oder zu geringe Wärmeabnahme führt in der Jahresbilanz nach VDI 2067 dazu. ob der verfügbare Kreditrahmen insbesondere in den ersten Geschäftsmonaten eingehalten wird. 4. Der Cash-Flow gibt also Aufschluss über die Liquidität des Betreibers und entscheidet darüber.und tilgungsfrei gestellt wird. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Für die Betrachtung des Jahresüberschusses oder des eigentlichen „Gewinns“ sind zusätzlich beispielsweise Abschreibungen und Rückstellungen gewinnmindernd zu berücksichtigen.1 Wirtschaftliche Konsequenzen von Planungsfehlern Der wirtschaftliche Erfolg biomassegefeuerter Nahwärmenetze erfordert eine günstige Verbraucherstruktur. wie oft üblich. also „auf Vorrat zu bauen“.01. dass nur die tatsächlichen Ein.und Auszahlungen einer Periode betrachtet werden. ist unbegründet. da im Heizwerk meist ein ausreichend großer Reservekessel vorhanden ist und auch eine Erweiterung später jederzeit möglich ist. dass die Finanzierung.

also vom Betreiber nur der jährliche Kapitaldienst aufgebracht werden muss.9 69. beispielsweise in der Ölindustrie.4 -570.4. Dies ist so zu verstehen.0 -127. wird ein positiver ROI auch schon nach 1 oder 2 Jahren erwartet.8 -143.01.9 -109.12 angegebenen Erlöse erwirtschaften. Jahr 5. Dem Betreiber wird vom Kreditgeber ein maximaler Kreditrahmen von 500 000 Euro eingeräumt.9 -570. Der Ausbau des Wärmenetzes erfolgt in drei Ausbaustufen: 1.8 41.3 -153.2 110. Jahr 4.0 -127. im dritten Betriebsjahr werden 100% der geplanten Wärmemenge verkauft. In den ersten 5 Betriebsjahren ergeben sich daraus folgende Jahreskosten (in 1000 €): Kapitalkosten Heizwerk Netz Zinsen verbrauchsgeb.9 -109.2 -330.3 -29. Der Saldo ist mit 8 % zu verzinsen.6 -83. sondern die Summe der Finanzmittel.7 -288.4 -143.3 -80. Vereinfachend wird angenommen.2 89.0 -285. 4.8 978.0 -127.0 -513. im zweiten Betriebsjahr werden 90% der geplanten Wärmemenge verkauft 3.5 Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.3 -161. Die ersten Erlöse fließen 3 Monat nach der Inbetriebnahme zurück.Referenzfall Die Bedeutung der zeitlichen Geschäftsentwicklung soll am folgenden Beispiel eines Biomasseheizwerkes dargestellt werden: Beispiel: Cash-Flow Betrachtung für ein Biomasse-Heizwerk Ein Biomasse-Heizwerk mit einer Feuerungswärmeleistung von 5 MW soll im Endausbau die in Tab. Jahr 3.1 -261.3 -23.9 -109.0 -143. die notwendig sind. Kosten Betriebskosten Sonstige Kosten Wärmeerlöse Jahresgewinn (Cash-Flow) kumulierter Cash-Flow VDI 2067 1. um laufende Kosten zu decken.8 1146. Jahr 2.9 -109. in Ausnahmefällen.4 -570.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 399 Als Investition werden dabei nicht die Gesamtinvestitionskosten des Heizwerkes angesetzt.8 1207. im ersten Betriebsjahr werden 50% der geplanten Wärmemenge verkauft 2.8 458.0 -127.4 -26.8 1223.15 16:04 .3 -161. Angestrebt wird ein positiver ROI in der Regel innerhalb von 5 bis 10 Jahren.7 -143. Investiert werden durch den Betreiber oder die Bank also die Finanzmittel.3 -145.8 1223. Jahr -143.7 -371.0 -288.9 -171.9 -109.9 -109. dass die Investitionen 3 Monate vor der Inbetriebnahme vollständig erfolgt sind. die nicht bereits durch laufende Einnahmen ausgeglichen werden. Beispiel Biomasseheizwerk 5 MW .5 -127.5 -143. mit denen der Betreiber in Vorleistung gehen muss.4 -20. dass der Investition für das Kraftwerk in der Geschäftsbilanz ja der tatsächliche Zeitwert des Kraftwerks gegenüber steht.7 -541.0 -127.7 0.3 -161.

In der Regel fällt ein Großteil der Investitionen ja bereits vor der Inbetriebnahme an.000 Jahresgewinn kumulierter Cash-Flow maximaler Kreditrahmen 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Geschäftsjahr Abb.64 gezeigt.64: Cash-Flow und Return-of-Invest (ROI) des Referenzfalles Szenario „6 – monatige Einnahmeverzögerung“ Besonders kritisch sind bei allen Investitionen mögliche Verzögerungen der Einnahmen. so dass eine unplanmäßige Verzögerung dieser Inbetriebnahme die Zeitspanne zwischen Ausgaben und dem Eingang der ersten Erlöse verlängert. dass sich im ersten Betriebsjahr anstelle des im Endausbau angestrebten Jahreserlös von ca. 4.000 0 -200. obwohl wegen des unvollständigen Netzausbaus nur ein Teil der Erlöse erzielt werden kann. Wie in Abb. Mögliche Ursachen sind vor allem Verzögerung des Genehmigungsverfahrens oder der Fertigstellung der Baumaßnahmen. Der maximale Kreditrahmen des Betreibers von 500 000 € wird also nicht ausgeschöpft. Erst im 5.15 16:04 .12 nicht berücksichtigten Zinsen für Vorleistungen des Betreibers zu berücksichtigen. und gegen Ende des 6. 4.000 ROI < 0% Cash-Flow in Euro 400.01. Die Cash-Flow-Betrachtung zeigt.000 ROI > 0% 200. Betriebsjahres erfolgt der Return-of-Invest.000 -600. Betriebsjahr entsprechen die Einnahmen und Ausgaben den in der statischen Berechnung nach VDI 2067 angesetzten Werten. Beispiel: Cash-Flow bei 6-monatiger Einnahmeverzögerung Die Inbetriebnahme des Heizwerkes verzögert sich aufgrund unerwartet aufwändiger Tiefbauarbeiten für die Netzverlegung um 6 Monate. Die beiden Gründe sind zum einen die Verzögerung zwischen den laufenden Ausgaben für Kapitaldienst und Personal und den Einnahmen aus dem Verkauf von Wärme und zum anderen die Tatsache.000 -400.400 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Neben den Abschreibungen für die erfolgten Investitionen sind zusätzlich die in der statischen Berechnung in Tab. 4. werden Gewinne erst ab dem dritten Betriebsjahr erzielt. In den ersten 5 Betriebsjahren ergeben sich daraus folgende Jahreskosten (in 1000 €): Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. 110 000 € ein Defizit von 288 000 € einstellt. dass die Kapitalkosten bereits für das gesamte Heizwerk anfallen. Das Defizit summiert sich im Folgejahr bis auf 372 000 €. 600.

also erst nach der vorgesehenen Nutzungsdauer der Anlage.6 -143.3 -145.3 -153. Der maximale Kreditrahmen wird überschritten und der Betreibergesellschaft droht der Konkurs. Das Scheitern der Betreibergesellschaft wird dann schon in der Planungsphase verursacht.4 -570.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme Kapitalkosten Heizwerk Netz Zinsen verbrauchsgeb. auch durch einen Kesselschaden oder durch Probleme mit den Zulieferern ergeben.7 -541. steigen die Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.5 -513. Werden Kesselwirkungsgrade oder Verteilungswirkungsgrade zu optimistisch angesetzt.6 -995. sind unrealistische Anlagenwirkungsgrade.0 -127.0 -127. summiert sich das Defizit im 1.15 16:04 .9 -109.6 -570.6 -570.3 -75. dass das maximale Defizit von 947 000 € gedeckt werden kann.2 110.B.0 -285.8 1223.3 -161. Einnahmeverzögerungen können sich z. Jahr 2.4 -982. Jahr 3. Jahr -143. wie Planungsfehler die Wirtschaftlichkeit einer Anlage substantiell gefährden können. 200000 -200000 Jahresgewinn -400000 kumulierter Cash-Flow maximaler Kreditrahmen -600000 -800000 -1000000 -1200000 Insolvenz Cash-Flow in Euro 0 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Geschäftsjahr Abb.0 -127.3 -80.9 -109.9 -593.7 0.4 Die Wärmeerlöse im 1.6 -143. Szenario „Erhöhte Netzverluste“ Ein weiteres Beispiel dafür. Kosten Betriebskosten Sonstige Kosten Wärmeerlöse Jahresgewinn (Cash-Flow) kumulierter Cash-Flow 401 VDI 2067 1.0 -143.8 152.8 1116.9 -109.3 -161. würde sich der ROI erst nach 21 Jahren einstellen. Jahr 5.2 -35.4. Betriebsjahr bereits auf 594 000 €.9 -109.3 -47.0 -127. Oft werden der Finanzplanung aber einfach auch nur unrealistische Zeitplanungen zugrunde gelegt.8 1177.65: Cash-Flow-Betrachtung bei Verzögerung der Inbetriebnahme um 6 Monate Aber auch wenn der Kreditrahmen soweit erhöht wird.9 -109. 4.8 1223.3 -13.0 -127.4 -78. Betriebsjahr reduzieren sich auf 150 000 € und obwohl sich auch die verbrauchsgebundenen Kosten gegenüber dem Referenzfall von 570 000 € auf 285 000 € nahezu halbieren.01.8 -143.8 -143.3 -161.8 -593.2 31.5 -127.9 -352.2 -964.8 733.9 -109.4 -79. Jahr 4.8 -946.

9 23.2 72.2 -143. Jahr 5.15 16:04 . Jahr 4.0 -307.0 -127.6 -127. Jahr 3.2 -608.8 0. also vor allem die Brennstoffkosten und die in der Regel geringen Jahresüberschüsse reduzieren sich empfindlich.9 -109. Auch dann sinkt bei Anlagen ohne Rauchgaskondensation der Anlagenwirkungsgrad und die verbrauchsgebundenen Kosten steigen.6 Der jährliche Einzahlungsüberschuss (Cash-Flow) reduziert sich dadurch um 35 %.7 0. wie bei Rohrleitungen.8 1146.3 -161.soll ⋅ ηV .9 -109. Jahr 2. dass die Anlage mit zu geringer Auslastung betrieben wird und sich aufgrund des geringeren Feuerungswirkungsgrades im Teillastbetrieb und häufigeres Anfahren der Anlage ein geringerer Jahresausnutzungsgrad einstellt. Mitunter werden bei ungünstigen Randbedingungen.0 -143.3 -80.608.8 1207.7 -143.8 458.4 -32. dass ungünstigere Bodenverhältnisse die Netzverluste erhöhen: Beispiel: Cash-Flow bei erhöhten Netzverlusten Aufgrund der Verlegung des Netzes in grundwasserführenden Schichten erhöhen sich die Netzverluste von 20% auf 25%. aber der ROI verschiebt sich um fast sieben Jahre in das 12.402 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme verbrauchsgebundenen Kosten.8 1223. Die zuverlässige Bestimmung der Netzverluste ist in der Planungsphase besonders problematisch.0 -304. Bei gut ausgelegten Netzen sollten sich die Netzverluste im Bereich von höchstens 20% bis 25% bewegen.20 ) = 608 000 € (1 − 0.soll ηV = 570 000 € ⋅ (1 − 0.01. Der maximale Kreditrahmen wird zwar nicht gefährdet.9 -109.7 -425. Die verbrauchsgebundenen Kosten wv steigen damit von 570 000 €/a auf wv = wv .2 -127. Jahr -143.9 -109.0 -127.1 -577.6 -547.8 -143.3 -145. die im Grundwasser liegen. Betriebsjahr.3 -153. wenn vom Betreiber zu feuchte Brennstoffe eingesetzt werden.1 -608.3 -161.5 -402. da neben der Netzlänge und der Isolierung der verlegten Leitungen auch der Wärmeverbrauch zu berücksichtigen ist und die Bodenbeschaffenheit oft unzureichend bekannt ist. Werte von bis zu 35% festgestellt. Besonders problematisch ist es auch.2 40.7 -307.3 -34. Die Wärmeverluste von Heiznetzen an das umgebende Erdreich können teilweise beträchtlich sein. Ein Unterschreiten der prognostizierten Wirkungsgrade kann beispielsweise dadurch zustande kommen.3 -24.4 -426.0 -127.3 -161.9 -109. Ein ähnliches Problem kann sich dadurch einstellen.25 ) In den ersten 5 Betriebsjahren ergeben sich daraus folgende Jahreskosten (in 1000 €) Kapitalkosten Heizwerk Netz Zinsen verbrauchsgeb. Die Investition wäre also bei realistischen Planungsvorgaben aufgrund der zu geringen Renditeaussichten nicht erfolgt.6 -119.4 -143.4 -34. Kosten Betriebskosten Sonstige Kosten Wärmeerlöse Jahresgewinn (Cash-Flow) kumulierter Cash-Flow VDI 2067 1.8 1223.6 -361.9 -109.8 978.0 -127.4 . Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.

8 -143.2 8. Jahr 5.5 -127.6 -569.9 -109.9 -109.9 -109.15 16:04 .6 -633.4 -39.3 -161.3 -25.01. Werden vom Planer beispielsweise die angesetzten Kosten nicht verifiziert oder wird versäumt die kalkulierten Kosten durch Brennstofflieferverträge langfristig abzusichern.8 1146.8 -25.8 1207. Jahr 4. gefährden bereits geringfügige Änderungen der angesetzten Brennstoffkosten oder zu gering angesetzte Kosten für Hilfsstoffe und für die Ascheentsorgung den Jahresüberschuss.0 -127.000 € -400.66: Cash-Flow-Betrachtung bei einer Erhöhung der Netzverluste von 20 auf 25 % Szenario „Erhöhte Deponierungskosten“ Genau wie die Erhöhung der verbrauchsgebundenen Kosten aufgrund zu geringer Anlagenwirkungsgrade.9 -6. kann auch dies zu Fehlinvestitionen führen.6 Auch in diesem Beispiel wird der maximale Kreditrahmen nicht gefährdet.1 -633. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.2 47.8 458.8 1223.5 -319.4 -633.7 -127.9 -488.9 -109. Die Entsorgungskosten steigen dadurch von jährlich 21 000 auf 84 000 € In den ersten 5 Betriebsjahren ergeben sich daraus folgende Jahreskosten (in 1000 €) Kapitalkosten Heizwerk Netz Zinsen verbrauchsgeb.3 -80.3 -143.2 -486.000 € ROI > 0% Cash-Flow in Euro 200. Jahr -143. Durch die Entsorgungskosten werden aber die gesamten Jahreserlöse aufgezehrt.000.4.7 0.9 -109.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 403 - € -200.0 -127.5 -494.3 -37. so dass ein positiver Return-of-Invest nicht zustande kommen kann.7 -319.3 -161.8 -143.3 -161. Kosten Betriebskosten Sonstige Kosten Wärmeerlöse Jahresgewinn (Cash-Flow) kumulierter Cash-Flow VDI 2067 1.4 -127.0 -316. Jahr 3. Beispiel: Cash-Flow bei erhöhten Aschedeponierungskosten Aufgrund steigender Entsorgungspreise betragen die Deponierungskosten für die Brennstoffasche nicht 50 €/t sondern 200 €/t.000 € -1.0 -601.0 -127.3 -153.3 -145.8 978. Jahr 2.000 € kumulierter Cash-Flow 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Geschäftsjahr Abb.4 -143.5 -143. 4.9 -109.6 -142.000 € -600.9 -462.4 -39.8 1223.000 € maximaler Kreditrahmen Jahresgewinn -800.

2. dass sich in günstigen Fällen auch geringfügig die Investitionskosten durch eine geringere Anzahl von Anschlussleitungen reduziert. 95% des Ascheaufkommens) und Flugasche (ca.B. Für eine zu geringe Auslastung gibt es im Wesentlichen zwei Gründe: 1. Ein weiterer Grund ist oft die Nutzung zusätzlicher Energiequellen durch die Wärmekunden.01.67: Cash-Flow-Betrachtung bei einer Erhöhung der Ascheentsorgungskosten von 50 auf 200 €/t Szenario „Reduzierte Wärmeabnahme“ Ein besonders schwerwiegender Planungs-Fehler liegt immer dann vor. muss die schadstoffbelastete Flugasche teuer deponiert werden. Zu unterscheiden ist hier Rostasche (ca. wenn die Anlage nicht bedarfsgerecht ausgelegt wurde. Auch die hoch schadstoffbelasteten Kondensatschlämme der Rauchgaskondensation müssen mit hohen Kosten deponiert werden. beispielsweise durch Kachelöfen oder Solarkollektoren oder die Durchführung von Wärmedämm-Maßnahmen. wenn die Wärmebedarfsberechnungen mit zu hohen spezifischen Bedarfszahlen durchgeführt wurde.404 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Besonders bei der Feuerung von Holzhackschnitzeln mit Rindenanteilen fallen vergleichsweise große Aschemengen an. Fall: Die Wärmeabnahme bleibt hinter den Erwartungen zurück: Dies ist dann der Fall. 4. 5% des Ascheaufkommens). weil die Anschluss- Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. wenn also die Anlagenauslastung und die Jahresvollaststunden hinter den Erwartungen zurückbleiben. Während die Rostasche aus der Verbrennung naturbelassener Brennstoffe in der Regel unbedenklich auf Felder ausgebracht werden kann.15 16:04 . bei Niedrigenergiehäusern oder neuen Reihenhäusern oft geschieht. sie ist aber gerade deshalb von großer Bedeutung. wie dies z. Fall: Die Anzahl der Wärmeabnehmer bleibt hinter den Erwartungen zurück: Dieser Fall unterscheidet sich zwar vom ersten dadurch. 500000 -500000 -1000000 -1500000 -2000000 maximaler Kreditrahmen Insolvenz? Cash-Flow in Euro 0 Jahresgewinn kumulierter Cash-Flow 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Geschäftsjahr Abb.

01.2 -466.3 -80. Jahr 4.4 -36.15 16:04 .9 -109.5 -127.4 -37. dass die Jahreskosten nicht mehr gedeckt werden können.8 880.Restholz 0 .3 -161. Auch der maximale Kreditrahmen wird beinahe erreicht.7 -127.7 -437.2 -458.0 -127.4 -127. Jahr 5.6 -143.8 1100.9 -109.0 -127.9 -109.5 -461. Wichtig ist daher. Jahr 3.9 ⋅ Q B =  Q Q FWL = ) = FWL 0.9 8.3 -143.3 -24. dass auch der Wärmeabsatz bereits in der Planungsphase durch entsprechende Vorverträge Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Jahr 2.3 -145.0 -487. Durch die geringere Wärmeabnahme mindert sich die Anzahl der Jahresvolllaststunden der Biomassefeuerung von z = Q B . Da das Verteilnetz schon vorab fertiggestellt wurde.5 -143.9 -109.3 -161.9 -513.1 -24.8 1032. Durch die geringere Wärmeabnahme mindern sich zwar immer auch die verbrauchsgebundenen Kosten.3 -513.7 -143.4 -461. Jahr -143.7 -131. können die Netzkosten nicht reduziert werden.8 1100.9 -109.8 1087. Beispiel: Cash-Flow bei reduzierter Wärmeabnahme Die Betreibergesellschaft kann 10 % weniger Kunden gewinnen.4.4 -513.Restholz QB = =  Q FWL Q FWL = 12500 MWh + 12500 MWh h = 5000 5 MW a auf z= ( 0.9 ⋅ (12500 MWh + 12500 MWh ) h = 4 500 5 MW a In den ersten 5 Betriebsjahren ergeben sich daraus folgende Jahreskosten (in 1000 €) Kapitalkosten Heizwerk Netz Zinsen verbrauchsgeb.0 -256.6 Ein ROI kann so innerhalb der Nutzungsdauer der Anlage wieder nicht erwirtschaftet werden.8 412.3 -305.9 45.3 -35. wenn bestehende Heizanlagen ersetzt werden sollen.1 -5.9 ⋅ QB . Das Verhältnis der Erlöse zu den kapitalgebundenen Kosten reduziert sich aber und führt im ungünstigsten Fall dazu.8 -305. Hackschnitzel + QB. Kosten Betriebskosten Sonstige Kosten Wärmeerlöse Jahresgewinn (Cash-Flow) kumulierter Cash-Flow VDI 2067 1. Hackschnitzel + Q B.7 0. als für die Planung zugrunde gelegt wurde.9 -109.3 -161.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 405 bereitschaft potentieller Abnehmer immer dann besonders gering ist.0 -143.3 -153.0 -127.

8 -127.3 -161. 100000 Cash-Flow in Euro 0 -100000 Jahresgewinn kumulierter Cash-Flow -200000 -300000 -400000 -500000 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Geschäftsjahr Abb.3 -161. € erwirtschaftet.8 -143. 4.8 -143.9 -109.5 -127. Jahr -143.3 -26.7 0.8 -127.3 -161.9 -109.4 -43.0 -326.8 -143.9 -109.406 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme gesichert wird. Anstatt des veranschlagten kumulierten Cash-Flows von rund 540 000 € werden dann mehr als 1.3 -145.15 16:04 .8 -143.9 -109.4 -587.2 -127. Jahr 4.8 -127.4 -127.3 -153.4 -45.1 Mio. wenn der Planer ein ungeeignetes Anlagenkonzept erstellt. Jahr 2.8 Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.8 -143. In den ersten 5 Betriebsjahren ergeben sich daraus folgende Jahreskosten (in 1000 €) Kapitalkosten Heizwerk Netz Zinsen verbrauchsgeb. das den Anforderungen des zur Verfügung stehenden Brennstoffes nicht genügt oder ein zuverlässiger Betrieb durch die Betreibergesellschaft nicht sichergestellt werden kann.01.4 -652.3 -80.5 -652. Die verbrauchsgebundenen Kosten steigen dadurch erheblich. Jahr 3.0 -652. In diesen Fällen reduziert sich die Verfügbarkeit der Biomassefeuerung und die Versorgung muss durch den Spitzenlastkessel mit dem teureren Erdgas erfolgen.68: Cash-Flow-Betrachtung bei einer um 10 % geringeren Anschlussbereitschaft Szenario „Reduzierte Zeitverfügbarkeit“ Ähnlich schwerwiegend sind die Konsequenzen auch. Jahr 5.9 -109. Dadurch müssen anstatt der veranschlagten 5000 MWh pro Jahr 8750 MWh mit dem Spitzenkessel erzeugt werden. Beispiel: Cash-Flow bei reduzierter Anlagenverfügbarkeit Aufgrund technischer Probleme bei der Brennstoffzufuhr kann die Anlage nur mit einer Zeitverfügbarkeit von 85 % betrieben werden. So verdoppeln sich bei einer um 20% erhöhten Anschlussbereitschaft innerhalb der ersten 10 Betriebsjahre die Gewinne.3 -39.9 -109.3 -620. Kosten Betriebskosten Sonstige Kosten VDI 2067 1. Auf der anderen Seite bietet eine erhöhte Anschlussbereitschaft auch große Gewinnpotentiale.

und Reparaturarbeiten meist in die Sommermonate verlegen. Die Erfahrung zeigt.15 16:04 .2 28. Aussagekräftig sind die spezifischen Investitionskosten allerdings nur in Verbindung mit Angaben zu den Brennstoffpreisen und der Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.6 -161. Eine Zeitverfügbarkeit von 100% wird schon allein aufgrund vorgeschriebener Wartungsarbeiten nicht erreicht. Vielfach werden spezifische Investitionskosten überbewertet.0 -537. den kalkulierten Jahreserlös einer Anlage vollständig aufzuzehren.0 458.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme Wärmeerlöse Jahresgewinn (Cash-Flow) kumulierter Cash-Flow 1223.bis 5-wöchiger Anlagenstillstand im Januar oder Februar reicht unter Umständen also schon aus. 4. dass die Zeitverfügbarkeit von Biomassefeuerungen besonders in den ersten Betriebsjahren erheblich hinter den Erwartungen zurückbleibt.4.3 -568. aus denen die Wirtschaftlichkeit eines Energieversorgungssystems bereits in frühen Planungsphasen abgeleitet werden kann. 0 Jahresgewinn -200000 -300000 kumulierter Cash-Flow -400000 maximaler Kreditrahmen -500000 -600000 -700000 -800000 Insolvenz Cash-Flow in Euro -100000 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Geschäftsjahr Abb.4 -585. Allerdings wird ein Betreiber Instandhaltungs. Ein erster Anhaltspunkt für die Wirtschaftlichkeit sind neben den Wirkungsgraden (s.7 -329.) die spezifischen Investitionskosten einer Anlage.2 Kennzahlen zur Bewertung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen Das wichtigste Werkzeug zur Vermeidung von Planungsfehlern ist die Definition und Nutzung geeigneter Kennzahlen. da Brennstoffpreise und vor allem die Anlagenauslastung oft eine wesentlich größere Rolle spielen. Ungeplante Anlagenstillstände in den Wintermonaten sind dagegen besonders fatal. Vergleiche mit bestehenden Anlagen bieten einen Eindruck.6 In diesem Beispiel können die Jahreskosten auch nach erfolgtem Ausbau nicht mehr gedeckt werden.5 -490.8 -47.9 1146.u.4 -329. ob ein wirtschaftlicher Anlagenbetrieb erwartet werden kann.2 407 1223.69: Cash-Flow-Betrachtung bei einer Zeitverfügbarkeit von 85% Der Ausfall des Biomassekessels an einem kalten Wintertag verursacht zusätzliche Brennstoffkosten in Höhe von mehreren tausend Euro. Ein 4.7.3. 4.4 978. wenn der Biomassekessel aufgrund zu geringer Auslastung sowieso nicht betrieben werden kann.9 -30.9 1207.2 -17.01.

408 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme 10 €/M W h Anlagenauslastung. 4. Die Wärmebelegung beschreibt das Verhältnis der jährlich Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. 4. oder „auf Vorrat“ ausgelegt wurden.01.70 sind die zulässigen Investitionskosten für ein Heizwerk mit einer Feuerungsleistung von 1 MW in Abhängigkeit dieser beiden Parameter dargestellt. Anlagen die überdimensioniert wurden.82]. In Abb. Ein weiteres Indiz für die Wirtschaftlichkeit eines Fernwärmekonzeptes ist die Wärmebelegung des Verteilnetzes. die Summe der Anschlussleistungen bezogen auf die Trassenlänge des Verteilnetzes.2 kW/mTrasse aufweisen [3.77]. Günstige Randbedingungen sind dann gegeben. wenn Verteilnetze eine Anschlussdichte von etwa 1 bzw.B. 15 80000 64000 Heizkraftwerk (40% Förderung σ variabel) 1500 1000 0 1000 2000 3000 4000 Kraftwerk (40% Förderung) 5000 6000 7000 48000 32000 Wh 10 €/M Heizwerk (40% Förderung) 500 0 96000 Wh €/M 16000 zulässige kapitalgebundene Kosten in Euro/a 2000 Br 5 €/M en Wh ns tof fko ste n Heizkraftwerk (40% Förderung σ const) 2500 10 €/M Wh zulässige spezifische Investitionskosten in Euro/kWFWL 3000 0 8000 jährliche Volllastbetriebsstunden in h/a Abb. erfordert der Betrieb einer Biomassefeuerung in der Regel mindestens 3000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr für einen wirtschaftlichen Betrieb. 1. Die Anschlussdichte hängt also von der Bebauungsdichte und der Bausubstanz ab. [3. d.70: Zulässige Investitionskosten für ein Heizwerk und ein Heizkraftwerk mit 1 MW Feuerungswärmeleistung mit üblichen Randbedingungen Bewertung der Wärmebelegung und der Anschlussdichte Ein wesentliches Indiz für die Wirtschaftlichkeit eines Konzeptes zur Wärmeversorgung eines Gebietes über ein zentrales Heizwerk mit Verteilnetz ist die Anschlussdichte. können in den wenigsten Fällen wirtschaftlich betrieben werden. Auch Ortszentren mit Krankenhäusern und großen Hotels bieten in der Regel sehr gute Randbedingungen für den wirtschaftlichen Betrieb eines Heiznetzes. Großabnehmer wie Schwimmbäder oder Industriebetriebe wirken sich besonders günstig auf die Anschlussdichte aus.15 16:04 . Die Bewertung von spezifischen Investitionskosten ist also nur in Verbindung mit der Anlagenauslastung (z. da mit nur einer Leitung hohe Leistungen übertragen werden. Während eine Gasfeuerung oft schon mit 1000 bis 2000 Vollbenutzungsstunden wirtschaftlich betrieben werden kann. Jahresvollbenutzungsstunden nach VDI 2067) sinnvoll.h.

Aufgabe des Planers ist es daher. Stromerlöse 8 ct/kWh.3 Vermeidung von Planungsrisiken Planungsrisiken.1 beschriebenen wirtschaftlichen Konsequenzen führen. Bei Vernachlässigung von Personal. Dies wird aus Abb. 6000 ηel = 5000 4000 ηel= 3000 0 2000 4000 6000 8000 jährliche Volllastbetriebsstunden in h/a 20% 2000 ηel= 20%: 2000-3500 Euro/kW 1000 0 0 % 30 0 2000 4000 6000 8000 jährliche Volllastbetriebsstunden in h/a Abb. Wärmenutzungsgrad bei der Kraft-Wärme-Kopplung 40%) 4. die Risiken richtig zu bewerten und gegebenenfalls nach Lösungen zu suchen.3. Hohe Werte deuten auf eine gute Auslastung des Netzes hin.und Wartungskosten variieren die zulässigen spezifische Investitionskosten beispielsweise bei Stromerlösen von 8 ct/kWh mit der Anlagenauslastung und dem elektrischem Wirkungsgrad von 800 bis 8000 € pro kW elektrischer Leistung.82]. Bei Stromerzeugungsanlagen sind sie dagegen.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 409 Stromerzeugung 9000 9000 ηel= 50%: 3000-5500 Euro/kW 8000 7000 % 50 l= 5000 ηe 4000 η 3000 2000 30% el = ηel= 20% 1000 ηel= 50%: 4000-8000 Euro/kW 8000 ηel= 20%: 800-1500 Euro/kW 6000 Kraft-Wärme-Kopplung 10000 =5 0% 10000 7000 η el zulässige spezifische Investitionskosten in Euro/kWel verkauften Wärmemenge zur Länge des Netzes (Trassenlänge).4. Genehmigungsrisiko Ein wirtschaftliches Risiko ergibt sich aus dem Genehmigungsverfahren immer dann. 4. die wichtigste Kenngröße für die Wirtschaftlichkeit. Zinssatz 7%.3. Als Zielwert sollten 1200 kWh/m angestrebt werden [3.71: Zulässige spezifische Investitionskosten für Stromerzeugungsanlagen und bei der KraftWärme-Kopplung in Abhängigkeit von der Anlagenauslastung (Brennstoffkosten 18 €/MWh.7.01. wie diese Risiken reduziert oder vermieden werden können. spielen sie als Kennzahl für die wirtschaftliche Bewertung einer Wärmeversorgungsanlage eine weniger wichtige Rolle.7. Da die Wirkungsgrade von Feuerungsanlagen in der Regel nicht zu sehr voneinander abweichen. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. lassen sich prinzipiell nicht vollständig vermeiden. wenn durch eine Verzögerung des Baufortschrittes Kapitalkosten aus bereits geleisteten Investitionen nicht oder erst verspätet mit den erwarteten Einnahmen bedient werden können.71 deutlich. 4. Abschreibungszeit 20 Jahre. die zu den in Kap.15 16:04 . neben der Anlagenauslastung. 4.

BImSchV erfordern. Emissionsgrenzwerte werden in eigenen Verordnungen festgelegt.21]. wie dies beispielsweise für Holzhackschnitzelfeuerung mit einer Feuerungswärmeleistung von mehr als 1 MW der Fall ist. Emissionsgrenzwerte und die Erfassung von Emissionswerten aus. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. die die von Feuerungsanlagen verursachten Immissionsbelastungen der Umwelt reglementiert. Für größere Anlagen gelten die ‚Verordnung über Großfeuerungs. wenn ein Genehmigungsverfahren von Anfang an vermieden werden kann. Sie wird auf der Grundlage des BundesImmissionsschutzgesetzes (BImSchG) in der 4. ist mit einer unverhältnismäßigen Verzögerung der Realisierung durch das Genehmigungsverfahrens in der Regel nicht zu rechnen. Diese Verordnung wurde vor allem für Müllverbrennungsanlagen konzipiert und zeichnet sich deshalb durch besonders strenge und detaillierte Vorschriften für das Verbrennungsverfahren. 4. wird das Verfahren vor allem auch wegen der notwendigen Öffentlichkeitsbeteiligung sehr aufwändig. Die 4. dass die Anlage beispielsweise als Versuchsanlage nicht ‚gewerblichen Zwecken’ dient. die Anlagengröße auf die in Tab. die neben Emissionsgrenzwerten auch Mindestwirkungsgrade und deren Überwachung vorschreibt. Werden die Genehmigungsbehörden bereits frühzeitig mit eingebunden. Anlagen mit geringerer Anlagengröße unterliegen der Kleinfeuerungsanlagenverordnung. Dazu kann es sinnvoll sein. BImSchV) festgelegt [3. belastete „Billigmacher“ einzusetzen. BImSchV ("Verordnung über Verbrennungsanlagen für Abfälle und ähnliche brennbare Stoffe") festgelegt. Die Genehmigungspflicht lässt sich nach dem BImSchG aber auch dadurch umgehen. Wird dagegen die Genehmigung einer Anlage nach der 17. der 1. Brennstoffe’ und ‚Erzeugnisse’ dienen.2 des Anhangs zur 4. BImSchV. ist auch keine Bürgerbeteiligung nach §10 des BImSchG während des Genehmigungsverfahrens erforderlich. die der Forschung. Altholz wird in der Altholzverordnung [4. Das vereinfachte Genehmigungsverfahren nach §19 des BImSchG bietet zudem den Vorteil. die das Genehmigungsverfahren stets sehr aufwändig werden lässt. Entwicklung und Erprobung’ neuer Verfahren oder der Erprobung neuer ‚Einsatzstoffe. BImSchV genehmigungspflichtig.13 angegebenen Anlagengrößen zu beschränken. BImSchV beantragt. oder nicht ‚im Rahmen wirtschaftlicher Unternehmungen verwendet’ wird.68] in vier Klassen eingeteilt. BImSchV) und die ‚Technische Anleitung Luft’ (TA Luft).15 16:04 . BImSchV gilt dies allerdings nur für Anlagen im Technikumsmaßstab.01. erfolgt die Genehmigung in der Regel zügig und problemlos. Emissionsgrenzwerte für Anlagen zur Entsorgung von Reststoffen aller Art sind in der 17. die eine Genehmigung nach der 17. wie beispielsweise baurechtliche oder wasserrechtliche Genehmigungen von der Genehmigungsbehörde koordiniert werden. Nach der 2003 novellierten 4. sondern entscheidet nur über die Genehmigungspflicht und klassifiziert die Anlagen. BImSchV legt keine Emissionsgrenzwerte fest.410 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Die Genehmigungspflicht von Energieerzeugungsanlagen hängt vor allem von den eingesetzten Brennstoffen und der Anlagengröße ab. dass auch alle notwendigen weiteren Genehmigungsverfahren. Ist nicht beabsichtigt. Die Verbrennung belasteter Althölzer der Klassen III und IV setzt immer eine Anlagengenehmigung nach 17. Bundes-Immissionsschutzverordnung (4. BImSchV voraus. Eine Sonderrolle nimmt dabei die Verbrennung von Altholz ein.und Gasturbinenanlagen’ (13. Genehmigungsbehörden sind je nach Bundesland die Landratsämter oder Landesbehörden. Ist eine Feuerungsanlage nach Nummer 1. Besonders gering ist das Genehmigungsrisiko natürlich.

zusätzlich müssen auch Tagesmittelwerte und Halbstundenmittelwerte eingehalten werden. Das BImSchG schreibt für Großanlagen und für Anlagen nach der 17. z. BImSchV erlaubt Hinsichtlich einer Genehmigung sind vornehmlich zwei Risiken zu sehen. Abs. Dies ist besonders dann zu erwarten. Tierkörper sonstige Reststoffe 1) Betrieb nur mit „Regel-Brennstoffen“ nach §3 1. 100 mg/m³ für die Halbstundenmittelwerte und zusätzlich Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Klasse I < 1 MWFWL 1 – 50 MWFWL > 50 MWFWL – Altholz. Werden Emissionsgrenzwerte nicht eingehalten. BImSchV Kohle gasförmige Brennstoffe (Erdgas.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme Tab. Klasse III – 0. Problematisch ist dabei. Klasse II < 1 MWFWL 1 – 50 MWFWL > 50 MWFWL – Altholz. durch Lärm. BImSchV die "Unterrichtung der Öffentlichkeit" vor. (2) für verschiedene Emissionen insgesamt drei Grenzwerte vorschreibt. 4. dass eine geplante Anlage in der Öffentlichkeit als "Müllverbrennungsanlage" gesehen wird und die Genehmigung deshalb durch Einsprüche verzögert oder behindert wird. dass die geforderten Emissionsgrenzwerte nicht eingehalten werden. erlischt die Betriebsgenehmigung und die Anlage muss stillgelegt werden.1 – 1 MWFWL > 1 MWFWL  – 0. beeinträchtigt werden. (3). dass die 17. BImSchV. • pflanzlichen Abfällen aus der Land. Grubengas.15 16:04 . Brennstofflieferungen oder Geruchsbelästigung. Abs. z.01. Auch bei Anlagen zur Verbrennung von sortenreinen.1 – 1 MWFWL > 1 MWFWL  Reststoffe nach § 1. Das erste Risiko ergibt sich aus einer möglichen Bürgerbeteiligung und der Umweltverträglichkeitsprüfung.13: 411 Genehmigungspflichtige Anlagen [3. wenn durch eine Anlage Wohngebiete. Synthesegas) < 1 MWFWL < 10 MWFWL 1 – 50 MWFWL 10 – 50 MWFWL > 50 MWFWL > 50 MWFWL – – Heizöl EL < 20 MWFWL 20 – 50 MWFWL > 50 MWFWL – naturbelassenes Holz < 1 MWFWL 1 – 50 MWFWL > 50 MWFWL – Altholz. BImSchV.und Forstwirtschaft • pflanzlichen Abfällen aus der Nahrungsmittelindustrie (nur mit Wärmenutzung) • Korkabfälle.21].B.1 – 1 MWFWL > 1 MWFWL – – 0. Biogas. Klasse IV – 0.4.[4.B. Für die Emissionen von Kohlenmonoxid bedeutet dies beispielsweise Grenzwerte von 50 mg/m³ für die Tagesmittelwerte. biogenen Reststoffen oder Lebensmittelresten besteht die Gefahr. So müssen nicht nur die kontinuierlich zu messenden Emissionen innerhalb enger Grenzwerte gehalten werden. 17.68] genehmigungsfrei1) vereinfachtes Genehmigungsverfahren nach § 19 BImSchG Genehmigungsverfahren nach § 10 BImSchG Genehmigung nach 17.1 – 1 MWFWL > 1 MWFWL  Altholz. Das zweite Risiko besteht darin.

sowie eine mögliche. wesentlich erschwert.01. wenn die Brennstoffe lokal entstehen. dass im Betrieb. Besonders das Auftreten neuer Großabnehmer in der näheren Umgebung eines Standortes ist bei Anlagenplanungen zu beachten. Ausschlaggebend wird dabei in den nächsten Jahren weniger die Reichweite der vorhandenen Erdöl. die geltende Grenzwerte kurzfristig um das Vielfache überschreiten. wenn in der Nähe der Anlage größere Mengen dieser Brennstoffe anfallen (z.B.B. (3) beschränken (z.B. ist aufgrund der steigenden Zahl von Holzfeuerungen und Biomasse-Kraftwerken mit einer steigenden Nachfrage nach Resthölzern zu rechnen.).2 des Anhangs zur 4. Vorteilhaft ist es stets. also z. Während die Preise für Waldhackschnitzel in den letzten Jahren durch Windwurf und Überschwemmungen zeitweise stark gefallen sind. lassen eine weitere Zunahme der Kosten für Erdöl und Erdgas erwarten. BImSchV verbrannt werden. für die die Bestimmungen der 17. BImSchV erwirkt werden. sondern vielmehr inwieweit der aktuelle Verbrauch durch vorhandene Förderkapazitäten gedeckt werden kann. Kann für den Betrieb einer Energieversorgungsanlage. Besonders beim Rohöl wird schon in naher Zukunft mit Engpässen gerechnet. Risiken des Brennstoffmarktes Der Preis von Erdgas wird sich auch weiterhin am Erdölpreis orientieren und ist deshalb von den politischen Randbedingungen in den arabischen Ländern abhängig. wie Altholz nach Klasse III und IV der Altholzverordnung). BImSchV ausdrücklich nicht gelten. beispielsweise beim Betrieb mit biogenen Reststoffen. Dem gegenüber steht der Vorteil eines rechtsgültigen Genehmigungsbescheides nach einem erfolgreichen Genehmigungsverfahren der es Gegnern einer Anlage ggf.und Erdgasreserven sein. Abs. weitergehende steuerliche Belastung fossiler Energieträger.2 oder 8. Diese Staffelung ist dadurch begründet. CO-Spitzen auftreten können. Bei Erdgas wird durch die steigende Zahl der Gasturbinenanlagen weltweit mit einer deutlichen Erhöhung des Preisniveaus gerechnet. Ohne Einschränkungen können auch Brennstoffe nach Nummer 1. zum Beispiel beim Anfahren der Anlage. pflanzliche Abfälle aus der Land.412 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme müssen 90% der innerhalb von 24 Stunden kontinuierlich erfassten Messwerte unter 150 mg/m² liegen. wenn also zum Beispiel ein großes Sägewerk als potentieller Lieferant vorhanden ist. keine Genehmigung nach 17. in Holzverarbeitenden Betrieben). Auch der jüngste Anstieg des Rohölpreises. bleiben dem Betreiber zwei Alternativen: Der Betreiber kann sich auf die Verbrennung von Brennstoffen nach §1. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.15 16:04 . Allerdings ist dies im Allgemeinen wirtschaftlich nur dann möglich. ausdrücklich auch gestrichenes oder beschichtetes Holz (Ausnahme: Brennstoffe mit halogenorganischen Beschichtungen oder Holzschutzmitteln. gegen den Betrieb einer bereits genehmigten Anlage vorzugehen.und Forstwirtschaft etc. Genau wie die Preise fossiler Brennstoffe unterliegen auch die Preise von regenerativen Brennstoffen starken Preisschwankungen.

59]. 4. Auch bei den Stromerlösen nach dem EEG entsteht in der Regel kein Risiko. führen also schnell zum Scheitern eines Investments. die nicht nur die Planungskosten erhöhen. und zum anderen als Fördergrundlage die gesetzlichen Rahmenbedingungen gelten. Zum andern reagieren die Jahresgewinne. Die gängige Praxis. Sind die Bedarfszahlen allerdings zuverlässig kalkuliert und ist die Wärmeabnahme durch Vorverträge weitgehend gesichert.4.3. regenerative Energien weiterhin zu fördern.15 16:04 . überdimensionierte Anlagen und damit Anlagen mit zu geringer Anlagenauslastung zu vermeiden. dass über Lieferverträge die Versorgung einer Anlage langfristig sichergestellt wird. sondern auch Bauzeitverzögerungen verursachen können.8 Zusammenfassung der Prinzipien für wirtschaftlich effiziente Energiesysteme In Tab.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme 413 Die Risiken des Brennstoffmarktes können dadurch gemindert werden. Zudem wird die Wirtschaftlichkeit maßgeblich von der Flexibilität einer Anlage.7.3. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Dadurch werden zwar zukünftige Gewinnaussichten bei fallenden Brennstoffpreisen geschmälert. Das wichtigste Prinzip bei der Realisierung dezentraler Anlagen ist dabei in jedem Fall. beispielsweise zur Vermeidung von Strombezugsspitzen oder für die Erhöhung der Anlagenauslastung durch eine variable Kraft-Wärme-Kopplung. wie in Kap. die Grundversorgung sollte aber aus zwei Gründen unbedingt sichergestellt werden: Zum einen sind Energieversorgungsanlagen meist kapitalintensive und sehr langfristige Investitionen und erfordern daher eine hohe Planungssicherheit. da zum einen ein parteiübergreifender Konsens besteht. hat der Planer diese Risiken ausreichend berücksichtigt. bestimmt. 4. vorläufige Förderbescheide zu erlassen.und Stromabsatz. Sonstige Risiken Genau wie durch das Genehmigungsrisiko entstehen auch Risiken durch langwierige Entscheidungsprozesse der Fördergeber [4.1 gezeigt. äußerst sensitiv auf Änderungen der Brennstoffpreise. 4. ist aber ein wesentliches Instrument zur Minderung von Planungsrisiken.01. birgt ein Restrisiko. die zum Zeitpunkt der Erteilung der Betriebsgenehmigung relevant waren („Bestandsschutz“).14 sind die Prinzipien für die Entwicklung wirtschaftlich effizienter Energiesysteme zusammengefasst und bewertet. Ähnlich wie die Risiken des Brennstoffmarktes bestehen auch Risiken beim Wärme.

Anlagen-Automatisation .Abführen der Abwärme der Stromerzeugung an die Umgebung Erwirtschaftung von Zusatzerlösen Peak-Shaving .Online-Monitoring .379 ff        –   S.und sonstigen Kosten .Entsorgung von sortenreinen Reststoffen   S. wartungsfreundlicher Komponenten Vermeidung von Anlagenschäden .Mitverbrennung von Reststoffen .Bereitstellung von Spitzenstrom am Spot-Markt .Verwendung standardisierter..„Wasserstoff aus Biomasse“ .Nutzung von Reserve und Spitzenlastkesseln Anlagengröße .Nutzung der Speicherfähigkeit von Wärmeverteilnetzen .Erzeugung verwertbarerer Asche  – –   S.01. 394ff Produktion von Wertstoffen .Nutzung landwirtschaftlicher Reststoffe .Einsatz flexibler Technologien . 4.Standardisierung und Serienfertigung kosten Minderung der verbrauchs. 383ff  S.385ff  –   S.15 16:04 .Nutzung von Kurzzeitspeichern .414 Tab.Vermeidung von Korrosionsschäden und Verschlackung durch den Einsatz unproblematischer Brennstoffe . 396ff Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.Vorbeugende Instandhaltung Erhöhung der Anlagenauslastung Minimierung der .Herstellung von Aktivkohle und Biokoks .14: 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Zusammenfassung wirtschaftlicher Prinzipien für die Entwicklung und Realisierung dezentraler Energiesysteme Prinzipien und Grundsätze Maßnahme Maßnahmen zur Minimierung der Energieerzeugungskosten Minderung der Investitions. 390ff   S.Minderung des spezifischen Brennstoffverbrauchs gebundenen Kosten .Nutzung von Langzeitspeichern .Nutzung von Notstromaggregaten Nutzung von Wärmespeichern Kraft-Wärme-Kopplung mit variabler Stromkennzahl .Betrieb ohne Beaufsichtigung . 385ff S.Vermeidung von Strombezugsspitzen Bedeutung für dezentrale Energiesysteme Seite  S. 388ff Erzielen von Entsorgungserlösen .Herstellung synthetischer Treibstoffe .Einsatz kostengünstiger Brennstoffe („Billigmacher“) Minderung der Betriebs.„Stoff-Wärme-Kopplung“ .

Beantragung vorläufiger Genehmigungs.Langfristige Verträge für Brennstofflieferung . 409ff .Wärmebelegung und Anschlussdichte .spezifischen Investitionskosten .Vermeidung von Genehmigungsrisiken .Vermeidung von Überdimensionierung und Ausbau von ausgeführten Anlagen „auf Vorrat“ .Langfristige Verträge für Wärme.3 Prinzipien für die Entwicklung ökonomisch effizienter Energiesysteme Vermeidung von Planungsfehlern Orientierung an Erfahrungen .und Förderbescheide .Berücksichtigung möglicher Änderungen am Brennstoff.4.15 16:04 S.Wirkungsgrade  . 396ff   .Anlagenauslastung (Anzahl der Jahresvolllaststunden) .realistische Zeitplanung .und Stromabsatz   S.und Energiemarkt   .Entkopplung von Planungshonoraren und Förderung von der Anlagengröße . 407ff      von hoher Bedeutung von Bedeutung von geringer Bedeutung nicht von Bedeutung nicht anwendbar Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.frühzeitige Berücksichtigung der Abnehmerstruktur Verwendung von Kennzahlen Vermeidung von Planungsrisiken    -- 415  S.01.

28].2.01. Aber nicht nur für die Herstellung des Wasserstoffes.15 sind die pro umgesetzter kWh Brennstoffwärme freigesetzten Mengen an CO2 zusammengestellt. die Nutzung von Wasserstoff nie „CO2-frei“. beziehen einen großen Teil der freigesetzten Verbrennungswärme aus der Oxidation des im Brennstoff gebundenen Wasserstoffes. da Wasserstoff in der Regel aus der Reformierung kohlenstoffhaltiger. Eine wesentliche Menge CO2 wird stets auch beim Bau einer Anlage freigesetzt.4.4. wie Methan. Bei einer genaueren Betrachtung muss zusätzlich das bei der Brennstoffaufbereitung oder beim Brennstofftransport entstehende CO2 mit bilanziert werden. 1. also meist fossiler Brennstoffe gewonnen wird. Wasserstoffreiche Brennstoffe.15 16:04 . 4. In Tab. Wichtigstes Kriterium für die ökologische Bewertung eines Energiesystems sind daher zweifellos die auf die erzeugte Wärme oder Arbeit bezogenen CO2-Emissionen. Dabei wird deutlich. da beispielsweise beim Bau von Kernkraftwerken große Mengen Zement verarbeitet werden. die in der Regel aus fossilen Quellen stammt. auch für dessen Verdichtung. Dadurch wird insgesamt pro umgesetzter Kilowattstunde Brennstoffwärme weniger CO2 freigesetzt. Ähnlich energieintensiv sind auch die Stahlerzeugung und die Herstellung von Silizium für Photovoltaik-Anlagen.1 Minderung der spezifischen CO2-Emissionen Aufgrund der bereits heute sichtbaren Folgen des Klimawandels (siehe Kap. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Die CO2-Emissionen bei der Energieerzeugung können entweder durch die Nutzung CO2armer oder CO2-freier Brennstoffe oder durch die Erhöhung des Brennstoffausnutzungsgrades reduziert werden.B. Die Zementherstellung ist ein überaus energieintensiver Prozess. Die Reduzierung des auf die erzeugte Arbeit oder Wärme bezogenen Brennstoffverbrauchs führt unmittelbar zur Minderung der bei der Verbrennung entstehenden CO2-Emissionen.1.4 Prinzipien für die Entwicklung ökologischer Energiesysteme 4. Die dabei verursachten CO2-Emissionen entsprechen in der BRD beinahe 10% der CO2 Emissionen aus der Verbrennung von Kohle [4. Biomasse oder andere Kohlenwasserstoffe. So ist z.416 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme 4.3) ist die Emission von Treibhausgasen das weitaus größte Problem der Energiewandlung. Aus diesem Grund ist strenggenommen auch die Kernenergie nicht CO2-frei.1 CO2-Reduktion durch Effizienzsteigerung und Brennstoffauswahl Eine in jedem Fall wirksame Maßnahme zur Minderung von CO2-Emissionen ist stets die Erhöhung der thermodynamischen Effizienz eines Prozesses. 4. dass die spezifischen CO2-Emissionen aufgrund des hohen Kohlenstoffgehaltes und des niedrigen Heizwertes bei der Braunkohle am höchsten sind. Transport und Lagerung muss Energie aufgewendet werden. Daneben spielt aber auch die Zusammensetzung des Brennstoffes eine wesentliche Rolle.

kann das CO2 als Inertgas einfach abgetrennt werden.19]. 30%. Das dabei entstehende Rauchgas besteht nur aus CO2 und Wasserdampf. Aus der Abhängigkeit der Emissionen wird deutlich. durch Vergasung von Kohle ein Brenngas zu erzeugen.34-0. So sinken die Emissionen bei der Nutzung von Braunkohle um ca. Dabei werden verschiedenste Verfahrenskonzepte vorgeschlagen.72 dargestellt. 4.4. die eine Abtrennung und Deponierung des bei der Verbrennung erzeugten CO2 ermöglichen. in dem durch die Shift-Reaktion der CO-Anteil unmittelbar in CO2 umgewandelt wird.4.43 0.20 Der Einfluss des elektrischen Wirkungsgrades auf die Stromerzeugung ist in Abb.26 0. 4. beispielsweise durch die Druck-WechselAbsorption oder die Rectisol-Wäsche zu ermöglichen [4.and Storage (CCS) – also die Abtrennung von CO2 bei der Nutzung fossiler Energieträger wird seit einigen Jahren für große Kohlekraftwerke diskutiert.1. 4.15 16:04 . dass sich die spezifischen CO2-Emissionen durch die Effizienzsteigerung auch beim Einsatz fossiler Brennstoffe erheblich reduzieren lassen. Allerdings betragen die spezifischen Emissionen dann immer noch mehr als das Doppelte eines erdgasbefeuerten GUD-Kraftwerkes. Man unterscheidet • Pre-Combustion-Sequestration • Post-Combustion-Sequestration • Oxyfuel-Prozesse und Die Pre-Combustion-Sequestration zielt darauf ab. Wird der Wasserdampf auskondensiert. wenn bestehende Altanlagen mit einem elektrischen Wirkungsgrad von 32% durch Neuanlagen mit einem elektrischen Wirkungsgrad von 42% ersetzt werden. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.4 Prinzipien für die Entwicklung ökologischer Energiesysteme Tab. Bei den alternativ dazu vorgeschlagenen Oxyfuel-Prozesse wird ein Brennstoff mit reinem Sauerstoff verbrannt.01.2 CO2-Abtrennung Carbon-Capture. um dann vor der Verbrennung aufgrund der deutlich kleineren Massenströme eine effiziente Abtrennung des Kohlendioxids.15: 417 Spezifische CO2-Emissionen fossiler Brennstoffe Brennstoff unterer Heizwert in kJ/kg 29000-33000 8000-12000 42600 50015 Steinkohle Braunkohle Erdöl Erdgas Spezifische CO2-Emissionen in kg pro kWh Heizwert 0.37-0.35 0.

gezielt CO2 abzutrennen. Für kleine. 4. bevor es beispielsweise bei der Verrottung der Pflanzen endgültig in die Atmosphäre entweicht. ist im Anodenabgas im günstigsten Fall nur noch Wasserdampf und Kohlendioxid enthalten.5 0. bei denen das CO2 mit Amin-Wäschen oder CaO/CaCO3Kreisläufen (Carbonate-Looping-Prozesse) aus dem Rauchgas entfernt wird. In der Zelle wandern Sauerstoffionen von der Kathode zur Anode und bilden dort mit dem Erdgas CO2 und Wasserdampf.0 Braunkohle 1. spezifische CO2-Emissionen in kg/kWhel 2. Allerdings ist es bei Brennstoffzellenprozessen möglich.418 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Besonders für die Nachrüstung bestehender Kraftwerke eignen sich die Verfahren zur PostCombustion Sequestration. Verzichtet man darauf.01.5 Steinkohle 2. Allerdings wird dabei das CO2 aus den fossilen Brennstoffen nur kurzzeitig zwischengespeichert. dezentrale Anlagen werden diese Maßnahmen keine wesentliche Rolle spielen.5 Altanlagen -30% Neuanlagen Erdöl 1. das Anodenabgas mit dem Kathodenabgas zusammenzuführen und setzt die im Anodenabgas üblicherweise noch vorhandenen Brennstoffreste in einer nachgeschalteten Zelle vollständig um. Auch die Einleitung von Rauchgasen in Gewächshäuser wird oft als Maßnahme zur CO2Abtrennung genannt. die in hoher Konzentration im Anodenabgas enthalten sind.15 16:04 .72: Abhängigkeit der spezifischen CO2-Emissionen bei der Stromerzeugung vom elektrischen Wirkungsgrad Bei der SOFC-Brennstoffzelle wird im Gegensatz zu herkömmlichen Verbrennungsprozessen das entstehende CO2 nicht mit der Verbrennungsluft und anderen Verbrennungsprodukten vermischt. Zwar profitieren die Pflanzen im Gewächshaus durch diese „CO2Düngung“ und der CO2-Anteil im Abgas wird tatsächlich abgereichert. das durch eine Partialkondensation leicht vom Wasserdampf abgetrennt werden kann.0 Erdgas 0.0 0% 20% 40% 60% elektrischer Wirkungsgrad Abb. Die Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.

dass große Potenziale – vor allem in Schwellenländern wie China und Indien bereits schon heute wettbewerbsfähig genutzt werden können. 4. Zwar beträgt das technische Potenzial der Nutzung dieses Energieträgers nur etwa 8-10% des Primärenergieeinsatzes in der BRD und in Europa [1.2 Verwendung regenerative Energieträger 4.01. Biomasse eignet sich aber im Besonderen für die Substitution von den fossilen Festbrennstoffen.73: CO2 Biomasse natürliche Verrottung CO2-Bilanz der energetischen Nutzung von Biomasse Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.4. und kann daher wesentlich zur Minderung von CO2-Emissionen beitragen. dass der Energieinhalt der Biomasse bedarfsorientiert eingesetzt werden kann und keine zusätzliche Speicherung erforderlich ist. Ein weiterer Vorteil der Biomasse besteht auch darin.4. Ein Vorteil gegenüber anderen regenerativen Energieträgern wie Wind und Sonne besteht darin.6].62]. Biomasse gilt als regenerativer. CH4 CO2 Biomasse Biomasse-Verbrennung Abb.4 Prinzipien für die Entwicklung ökologischer Energiesysteme 419 nachgeschaltete Zelle liefert aufgrund der geringen Brennstoffkonzentration keine Leistung mehr und wird daher als Sauerstoffpumpe bezeichnet [4.15 16:04 . wie Steinund Braunkohle.1 Die energetische Nutzung von Biomasse Die energetische Nutzung von Biomasse ist seit vielen Jahren ein Schwerpunkt nationaler und internationaler Fördermaßnahmen.2. dezentralen Anlagen mit vergleichsweise einfachen Mitteln CO2 aus der Nutzung fossiler Energieträger abzutrennen und deren Austreten in die Atmosphäre zu vermeiden.4. 4. CO2-freier Energieträger. Die SOFC-Brennstoffzelle bietet also die Möglichkeit auch bei kleinen.

15 16:04 . Schließlich stellt auch der hohe Gehalt an flüchtigen Bestandteilen und die Brennstoffzusammensetzung hohe Anforderungen an die eingesetzte Verbrennungstechnologie. dezentralen Einheiten. Ölpflanzen sowie tierische Biomasse und Mikroorganismen. Der wichtigste Unterschied resultiert aus den gegenüber der Kohle wesentlich geringeren Heizwerten biogener Brennstoffe.73).und auch von Braunkohle. die bereits für die Nutzung fossiler Brennstoffe verbreitet sind. Zwar sind bei trockenen Brennstoffen durchaus vergleichsweise hohe massebezogene Heizwerte von ca.18 000 kJ/kg üblich. wie für den Transport von Heizöl mit demselben Energieinhalt (Tab. z. Für den Transport von Strohballen ist sogar die 30-fache Transportkapazität erforderlich. dass eine effiziente und umweltgerechte Verbrennung nur mit hohem technischem Aufwand gewährleistet werden kann. Während sich die Zusammensetzung halmgutarti- Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. 16 000 .01. 4. Aufgrund der geringeren Energiedichte erhöht sich aber beispielsweise der logistische Aufwand für den Transport von Holzhackschnitzeln auf das zehnfache gegenüber dem Transport von Steinkohle. 4. Prinzipiell zu unterscheiden sind halmgutartige und holzartige Biomassen. Brennstoffeigenschaften Für die energetische Nutzung von Biomasse stehen prinzipiell dieselben Verfahren zur Verfügung. So stellt die Verbrennung von halmgutartigen Brennstoffen fundamental andere Anforderungen an die Feuerungstechnik. Vor allem bei erntefrischen oder sehr feuchten Brennstoffen liegen die massebezogenen Heizwerte (in kJ/kg) deutlich unter den Heizwerten von Stein. Die zweite wesentliche Brennstoffeigenschaft von „Biomasse“ ist die große Inhomogenität der Brennstoffe oder von Brennstoffmischungen. durch den Einsatz von Düngemitteln. Aus diesem Grund ist aus ökologischer Sicht die energetische Nutzung von biogenen Reststoffen in der Regel dem Einsatz von schnellwachsenden Energiepflanzen.B.oder Kraftwerke zur Nutzung von Biomasse ist also aufgrund hoher Transportkosten limitiert. wie die Verbrennung von Holzhackschnitzeln. dass bei der Verbrennung genau die Menge an CO2 freigesetzt wird. Im Gegensatz zur natürlichen Verrottung der Biomasse und biogener Reststoffe in Wäldern oder auf Deponien wird zusätzlich die Entstehung weiterer Treibhausgase wie Methan vermieden. wie Miscanthus und Triticale vorzuziehen.B. Das Einzugsgebiet für Heiz. indirekt CO2 aus fossilen Brennstoffen freigesetzt. da bei einem extensiven Anbau von Energiepflanzen der Flächenertrag für eine energetische Nutzung meist zu gering ist. Im Gegensatz dazu wird beim Anbau von Energiepflanzen. wie Holzhackschnitzeln. die vorher beim Pflanzenwachstum aus der Atmosphäre assimiliert wurde (Abb. Brennstofffeuchte und Stückigkeit oft so stark. variieren z.16). Biogene Brennstoffe eignen sich daher besonders für den Einsatz in kleinskalierten. Von entscheidender Bedeutung für die Wirtschaftlichkeit der Nutzung biogener Brennstoffe ist der volumenbezogene spezifische Heizwert – die Energiedichte (in kJ/m³).420 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Die Bezeichnung der Biomasse als „CO2-frei“ oder „CO2-neutral“ resultiert daraus. Selbst bei der Nutzung von Monobrennstoffen.

Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. die Konsistenz und Stückigkeit und der Heizwert [4. 4. überwiegt in holzartigen Brennstoffen die Liginstruktur mit einem leicht erhöhten Kohlenstoffanteil (Summenformel CH1.2. Die erste. dagegen sind vor allem Stickstoff.38 azit Anthr 100 % Kohlenstoff CO CO2 100 % Sauerstoff Abb.74: Zusammensetzung biogener und fossiler Brennstoffe im Dreiecksdiagramm Zwei weitere Eigenschaften biogener Brennstoffe erfordern bei Biomassefeuerungen besondere Aufmerksamkeit.15 16:04 . die eine zuverlässige Handhabung und Verbrennung der Brennstoffe beeinflussen. 4.17].4. Bei Wirbelschichtfeuerungen verursachen niedrige Ascheerweichungstemperaturen Agglomeration der Bettpartikel und bei Rostfeuerungen eine Verschlackung des Rostes (siehe Kap. also die Feuchte. die zu Anbackungen an Heizflächen und Brennkammerwänden führen.74).38).oder ölhaltige Brennstoffe weisen meist einen reduzierten Kohlenstoffanteil auf. [4. 100 % Wasserstoff Methan CH4 Rapsöl CH1. Derzeit befassen sich verschiedene nationale und internationale Institutionen mit der Standardisierung von biogenen Brennstoffen.4 Prinzipien für die Entwicklung ökologischer Energiesysteme 421 ger Brennstoffe überwiegend aus der Cellulosestruktur (Summenformel C6H10O5) ableitet. deutlich erhöht (Abb.und Überhitzerheizflächen.10). problematische Eigenschaft ist der oft hohe Chlorgehalt der Brennstoffe. Besonders Alkalichloride führen zur HochtemperaturChlorkorrosion an Verdampfer. Die wichtigsten Kriterien sind dabei die Eigenschaften der Brennstoffe.26 Methanol CH3OH H2O Rohöl ohle Braunk ohle Steink Torf Cellulose C6H10O5 Lignin CH1. Ein zweites Problem stellen die oft niedrigen Ascheerweichungstemperaturen von zum Teil unter 800 °C dar.70O0. aber auch Schwefelgehalt.23O0. 4. Protein.23O0.01.63].

Das heiße Rauchgas wird schließlich in den Feuerraum eines großen Kohlekraftwerks eingeleitet und passiert gemeinsam mit dem Rauchgas aus der Kohleverbrennung den Rauchgasweg des Dampferzeugers. die Biomasse stattdessen extern zu verbrennen oder zu vergasen (s. die Biomasse extern zu vergasen und nur das entstehende Schwachgas in den Feuerraum eines existierenden Kohlekraftwerkes einzuleiten.u. Verbrennung von Biomasse Die meisten. Zwar ist diese Variante mit den geringsten Investitionskosten verbunden.01.15 16:04 . Die dritte Variante für die Mitverbrennung besteht darin. wie Heu. der biogene Brennstoff in Kohlemühlen zermahlen und in konventionellen Kohlestaubbrennern verbrannt werden. auf Rostfeuerungen. Während holzartige Brennstoffe weitgehend unproblematisch sind. besondere Anforderungen an das Verbrennungssystem. ist aber mit vergleichsweise hohen Investitionskosten verbunden. die Biomasse in existierenden Kohlekraftwerken zuzufeuern.). z. wie oben beschrieben. Technisch zu lösen ist bei dieser Variante das Problem. insbesondere auch die Rauchgasreinigung. für die Verbrennung von biogenen Festbrennstoffen eingesetzten Feuerungssysteme (Rostfeuerung. h. Besonders geeignet für die Mitverbrennung sind Wirbelschichtfeuerungen.422 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Mitverbrennung von Biomasse Das effizienteste Konzept.B. Hauptproblem sind hierbei Ascheschmelztemperaturen und der oft hohe Chlorgehalt. die auch für die Verbrennung von Kohle eingesetzt werden. wegen der schlechten Mahlbarkeit der meisten Biomassen wird aber meist diskutiert. die Verbrennung von halmgutartigen Brennstoffen. dass große Öffnungen in die Flossenwände des Dampferzeugers geschnitten werden müssen. heiße Strähnen und Anbackungen im Feuerraum entstehen können. besteht darin. Bei dieser Mitverbrennung können bis zu 20 % der Kohle durch einen biogenen Brennstoff substituiert werden. bei denen biogene Brennstoffe meist ohne allzu aufwändige Vorbehandlung direkt in die Brennkammer zugegeben werden können. Auch verschiebt sich die Wärmeentbindung im Rauchgas von den Strahlungsheizflächen zu den Konvektionsheizflächen. Die Umsetzung des Brennstoffes in elektrische Energie erfolgt mit dem hohen Wirkungsgrad des Dampfkraftwerks. stellt. Neben der Brennstoffkonsistenz. und damit Schieflagen. Stroh oder vielen Energiepflanzen. Bei einer externen Verbrennung. So kann z. große Mengen biogener Brennstoffe bei hohen Wirkungsgraden energetisch zu nutzen. d. Staubfeuerung und Wirbelschichtfeuerung) entsprechen weitgehend den Feuerungssystemen. den stark unterschiedlichen Brennstofffeuchten und den dadurch stark variierenden Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.B. Zudem drohen wasserdampfseitig vor allem bei Zwangdurchlaufdampferzeugern Strömungsinstabilitäten. Bei der einfachsten Variante wird die Biomasse mit der Kohle vermischt. kann die Feuerung an die spezielle Anforderungen der Biomasse angepasst werden. Diese Variante beeinflusst den Betrieb des Dampferzeugers am geringsten. Allerdings sind bei allen Feuerungssystemen aufgrund der besonderen Brennstoffeigenschaften Modifikationen notwendig.

Die Rostfeuerung ist für die Verbrennung von Biomasse besonders im Leistungsbereich von einigen hundert kWFWL bis ca. 160 PJ an. um durch den Anbau von „Energiepflanzen“ fossile Brennstoffe zu substituieren. Demgegenüber ist aber die Feuerungsleistung eines Kraftwerks mit biogenen Festbrennstoffen dadurch begrenzt.2 Die energetische Nutzung von Reststoffen Der Einsatz biogener Brennstoffe wird vielfach diskutiert.15 16:04 . beim Betrieb mit Biomasse nur unwesentlich höhere Wirkungsgrade als vergleichbare Dampfkraftwerke. Diese Kraftwerkstypen erreichen mit Kohle zwar prinzipiell Wirkungsgrade bis 50%. Wegen des hohen Speichervermögens des Bettmaterials sind Wirbelschichtfeuerungen für Verbrennung inhomogener Biomasse gut geeignet. Stromerzeugung aus Biomasse Prinzipiell werden für die Nutzung biogener Brennstoffe die gleichen Kraftwerkssysteme diskutiert.und Rostfeuerungen eignen sich besonders für homogene Brennstoffe. die mit biogenen Brennstoffen. Allerdings ist dabei die geringe Dichte der Brennstoffpartikel zu berücksichtigen.01. Derzeit entstehen bundesweit vor allem Heizwerke zur Nahwärmeversorgung.und Steinkohle substituiert werden.und Steinkohle. Pelletfeuerungen werden derzeit für Hausfeuerungen stark gefördert. 10 . allerdings sind die Brennstoffkosten derzeit aufgrund der starken Nachfrage hoch. Die Alternative zum klassischen Dampfkraftwerk sind Kombi-Kraftwerke mit integrierter Vergasung (IGCC). Hinzu kommen 125 PJ Ernterückstände und organische Reststoffe aus der lebensmittelverarbeitenden Industrie und nicht genutzte Potentiale an Schwachholz (130 PJ) und Holzzuwachs (156 PJ) [3. in der Regel Holzhackschnitzel.4 Prinzipien für die Entwicklung ökologischer Energiesysteme 423 Heizwerten. Im Bereich von wenigen hundert kW und einigen MW ist die einfachere Unterschubfeuerung üblich.4. 70 MWFWL verbreitet.49]. Besonders bei der Verbrennung halmgutartiger Biomasse entstehen bei solchen „Strohfeuern“ oft hohe CO-Emissionen. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. betrieben werden. 16 % der derzeit genutzten Braun. wie für die Nutzung von Braun. Ein für die Verbrennungseigenschaften besonders wichtiger Unterschied zur Kohle ist der hohe Anteil flüchtiger Bestandteile biogener Brennstoffe. die neben dem hohen Chlorgehalt und dem ungünstigen Ascheschmelzverhalten eine effiziente und zuverlässige Verbrennung dieser Brennstoffe erheblich erschweren. dass der Einzugsbereich aufgrund der geringen Energiedichte durch die hohen Transportkosten je nach Brennstoffart auf maximal ca. 4.100 MW beschränkt ist. Die Verbrennung läuft dadurch sehr viel schneller ab und ist daher schlechter zu kontrollieren. Aufgrund der geringen Anlagengröße erreichen bestehende IGCC-Anlagen.4.2. Damit könnten ca. Derzeit ist allerdings vor allem die Nutzung der in der Landwirtschaft anfallenden Reststoffe von hohem Interesse. 420 PJ und Stroh und Landschaftspflegematerialien mit einem Primärenergiegehalt von ca. Unterschub. So fallen in der Bundesrepublik Deutschland jährlich Resthölzer mit einem Primärenergiegehalt von ca. wie die BioFlow-Anlage in Värnamo [3.88]. bereiten vor allem die stark unterschiedlichen chemischen Zusammensetzungen biogener Brennstoffe bei der Verwertung in herkömmlichen Verbrennungsanlagen oft Probleme.

424 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme In der Bundesrepublik Deutschland wird in naher Zukunft vor allem die Nutzung organischer Reststoffe interessant. t Gebrauchthölzer („Altholz“). Basis 2001.40].49] errechnet sich allein aus biogenen Reststoffen ein Primärenergiepotential von mehr als 800 PJ oder mehr als 200 Mrd. 1200 Braun.und Steinkohle.01. t Industriehölzer (z.25 Mio. Biomüll oder Lebensmittelabfällen fällt damit ab 2005 aus. 3500 PJ oder knapp 1000 Mrd.und Steinkohle eingesetzt [3. da durch die Nutzung der Reststoffe fossile Energieträger substituiert werden und zusätzlich noch die Entstehung des hochwirksamen Treibhausgases Methan beim Abbau der Reststoffe bei der Kompostierung oder Deponierung vermieden wird.B. 4. Die Deponierung als kostengünstige Entsorgungsmöglichkeit für kohlenstoffhaltige Brennstoffe wie Altholz (vor allem Bauholz).und der lebensmittelverarbeitenden Industrie in den kommenden Jahren mit erheblich steigenden Kosten verbunden sein. Nach [3. dass seit 2005 endgültig nur noch Reststoffe mit Restkohlenstoffgehalten von weniger als 3 % deponiert werden dürfen. /8/) Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Stroh Abb. Treber etc. die derzeit nur zu etwa 10 % energetisch genutzt werden [3.. 0 Industrieholz Altholz Waldrestholz.und Steinkohle 1000 800 600 400 Reststoffe aus der lebensmittelverarbeitenden 200 Industrie biogene Reststoffe verfügbare Primärenergie in Mrd kWh Die TA Siedlungsabfall schreibt vor. 4. kWh Primärenergie aus Braun.75). t organischer Reststoffe (Kartoffelschalen. Schwachholz etc. Sägemehl) und 8 Mio. Derzeit fallen in der Bundesrepublik jährlich 15 . /7/. Die mit den organischen Reststoffen verfügbare Primärenergie entspricht also fast 25 % der derzeit in Deutschland genutzten Primärenergie aus Braun.70]. Zudem wird ein aktiver Beitrag zur Reduzierung von CO2 Emissionen geleistet. Frittierfette.75: In Deutschland pro Jahr verfügbare Primärenergie aus organischen Reststoffen (ohne Waldrestholz. Demgegenüber wurden 2001 in der BRD ca. Hinzu kommen etwa 34 Mio. Die Entsorgung von Reststoffen wird gerade für kleine und mittlere Unternehmen der holz.15 16:04 .) in der lebensmittelverarbeitenden Industrie an [3. Die energetische Verwertung bietet also die Möglichkeit.97]. kWh pro Jahr (Abb. die auf die Betriebe zukommenden Entsorgungskosten zu reduzieren und gleichzeitig ganz oder teilweise den energetischen Eigenbedarf zu decken.

wie Gasturbinenanlagen oder virtuelle Kraftwerken ergänzt werden. mögliche Nutzung der Windenergie zu bevorzugen. Windkraftanlagen gezielt für die Frequenzstützung einzusetzen.4 Prinzipien für die Entwicklung ökologischer Energiesysteme 425 Ein Markt für die ausschließliche Stromerzeugung aus naturbelassenen Reststoffen (überwiegend landwirtschaftliche Reststoffe wie Olivenkerne. Schwierigkeiten bereitete in den letzten Jahren vor allem die Regelung. wodurch bei einer entsprechenden Vergütung der Regelleistung mit großen Off-Shore-Anlagen ähnlich wie mit Pumpspeicherkraftwerken eine Frequenzstützung möglich wäre.15 16:04 . nach dem Ausfall einer größeren Kraftwerkseinheit vom Netz genommen werden mussten. Auch die Erzeugung mit Windkraftanlagen lässt sich durch die Verstellung der Rotorblätter gezielt steuern. dass keine Brennstoffkosten anfallen. Diskutiert wird auch. Bis 2009 war bereits eine Nennleistung von 26 GWel am Netz. führt dazu. dass die Einspeisung aus der Windenergie oft gut mit den Lastanforderungen übereinstimmt und die Erzeugung.4. in Frage. sind die Kapazitäten der bestehenden Verteilnetze bereits weitgehend erschöpft. 4. Erdnuss-Schalen) existiert vor allem in Regionen ohne geeignete Wärmeabnehmer in Südeuropa oder in Schwellenländern wie China und Indien.4.B. Auch die immer noch schlechte Prognostizierbarkeit des Windaufkommens bereitet bei der Frequenzhaltung Probleme und verursacht hohe Kosten für die Reservehaltung. dezentralen Kraftwerkseinheiten. dass die Reservekraftwerke nur mit einer geringen Anlagenauslastung als Spitzenlastkraftwerke betrieben werden können. die Windeinspeisung mit konventionellen Dampfkraftwerken zu besichern. In der Konsequenz müssen Windkraftanlagen daher in Zukunft verstärkt durch geeignete flexible Spitzenlast-Kraftwerke.2. z.01. In diesen Ländern besteht ein nahezu unbegrenzter Bedarf an kleinen. Da die Erzeugung weitab von den Verbrauchszentren erfolgt. Reisstroh. Probleme bereitet vor allem die Netzeinbindung. Aufgrund der Tatsache. die maximal. Als Energieträger kommen in diesen Gegenden meist nur regenerative Energien. Obwohl durch die verbreitete Nutzung von Windkraftanlagen Schwankungen in der Netzeinspeisung durch lokale Flauten bereits weitgehend reduziert sind.3 Nutzung von Wasser. Durch die gezielte Minderung der Erzeugung oder Abschaltung von Windkraftanlagen kann die Einspeisung also auch im Sekundenbereich gesteuert werden. Wind und Sonne Die stärksten Zuwachsraten bei den regenerativen Energieträgern konnte in der Bundesrepublik Deutschland den letzten Jahren beim Bau von Windkraftanlagen verzeichnet werden. mit denen trotz der fehlenden Netz-Infrastruktur eine Versorgung mit Elektrizität auch in entlegenen Gegenden aufgebaut werden kann. Vor allem in den Küstenregionen Niedersachsens und Schleswig-Holsteins entstanden große Windparks. dass Windkraftanlagen bei einem zu starken Abfall der Netzfrequenz. besteht durch die Einspeisung von Windkraftanlagen ein erhöhter Regelbedarf im Stromnetz. ist aufgrund der beschränkten Laständerungseigenschaften von Dampfkraftwerken besonders bei einer weiteren Zunahme der Stromeinspeisung aus Windkraftanlagen ungeeignet. Die derzeit aufgrund des vorhandenen Kraftwerksparks übliche Praxis. wie bei der Photovoltaik überwiegend in den Mittagsstunden einsetzt. vor allem biogene Brennstoffe. Allerdings ist natürlich aufgrund der CO2-Freiheit und aufgrund der Tatsache. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. die bis Anfang 2002 eine installierte Nennleistung von 8500 MWel erreichten. Baumwollreste.

Für die konventionellen Kraftwerkstechnologien wurde eine Nutzungsdauer von 25 Jahren angesetzt. dass sich der Energieverbrauch bei der Fertigung durch neue Technologien. neue Fertigungsverfahren und die Steigerung der Effizienz von Solarzellen in den kommenden Jahren weiter reduziert.8]) Die Nutzung der Solarenergie ist also aufgrund des hohen Energieaufwandes bei der Herstellung mit hohen CO2-Emissionen verbunden. In Abb.76: Spezifische Treibhausgas-Emissionen von Kraftwerksanlagen (nach [4.426 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Auch die Nutzung der Photovoltaik und der Wasserkraft aus bestehenden Anlagen ist in jedem Fall zu bevorzugen. dass die Amortisationszeit für die eingesetzte Primärenergie je nach Zellentechnologie und zugrunde gelegtem Stromerzeugungs-Mix zwischen 5 und 15 Jahre beträgt. Erdgas Kernkraftwerk ηel = 33 % ηel = 30 % ηel = 42 % Braunkohle-Dampfkraftwerk Steinkohle-Dampfkraftwerk ηel = 33 % ηel = 45 % 0 0.6 0.15 16:04 . so wird deutlich.2 0.4 0. Ähnlich ist die Bilanz bei der thermischen Nutzung von Solarenergie in Sonnenkollektoren. wie Dünnschichtzellen. Allerdings kann damit gerechnet werden. Wasserkraftwerken und Windkraftanlagen. 4.2 1. Die Herstellung von Solarzellen ist sehr energieaufwändig. 4.01.8 1 1. dass die CO2-Bilanz der Photovoltaik nach heutigem Stand der Technik keineswegs wesentlich günstiger ist. Berücksichtig man die bei der Herstellung eingesetzte Primärenergie.6 spezifische CO2-Emissionen in kg/kWh Abb. Dies äußert sich darin.76 werden die spezifischen CO2-Emissionen für verschiedene Stromerzeugungsanlagen verglichen. als beispielsweise die Nutzung von Erdgas.4 1. Für die Photovoltaikanlagen wurde dabei eine Nutzungsdauer von 20-30 Jahren zugrunde gelegt.8]. Besonders günstig sind naturgemäß die kumulierten Treibhausgasemissionen aus der Nutzung der Kernenergie. da diese Primärenergie kostenlos zur Verfügung steht. Hier beträgt die primärenergetische Amortisationszeit zwischen 5 und 13 Jahren [4. Die kumulierten CO2- Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Bei der Planung von Photovoltaik-Anlagen ist aber auch der kumulierte Energieaufwand bei der Herstellung einer Anlage zu berücksichtigen. amorphe Solarzellen monokristaline Solarzellen Photovoltaikanlage Windkraftanlage ηel = 58 % Wasserkraftwerk ηel = 38 % GUD-Kraftwerk.

Schwefeldioxid und Staub. dass die Verfügbarkeit dieser Energieträger weder garantiert. dass durch die Verbrennung biogener Brennstoffe die Entstehung besonders schädlicher Treibhausgase.43]. Auch Schwermetalle und Alkalien gehen bei der Verbrennung überwiegend in die Gasphase über. wie Methan aus der natürlichen Verrottung von Biomasse. Wasserstoff-Druckspeichern und Leitungssystemen. noch beeinflusst werden kann. Besonders günstig ist die CO2-Bilanz bei der energetischen Nutzung von Biomasse. dass eine effiziente Abgasreinigung bei kleinen. errechnen sich sogar negative spezifische Treibhausgas-Emission [4. Für die Verbrennung von Reststoffen gelten die in der 17. dezentralen Anlagen nicht wirtschaftlich darstellbar ist. Bei der Kernenergie entfallen ca. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Zieht man hierbei in Betracht.7. genehmigungspflichtigen Anlagen eingesetzt.4. resultieren die Emissionen bei den regenerativen Energieträgern überwiegend aus der Herstellung der Anlagen. Das wesentliche Argument gegen die Einführung regenerativer Energieträger.15 16:04 .72]. als der Aufbau einer „Wasserstoffwirtschaft“ mit teuren. ineffizienten Elektrolyseuren.01. Die Bereitstellung von Reserveleistung mit kostengünstigen Gasturbinenanlagen ist wahrscheinlich mit geringerem Aufwand zu realisieren.9]. Die zulässigen Grenzwerte für die Emission dieser Schadstoffe sind für die nach der 4. Entsprechend werden Maßnahmen zur Emissionsminderung nur bei größeren. BImSchV festgelegten Emissionsgrenzwerte ([3. [4. Stickoxide. So lange allerdings der Anteil der regenerativer Energien aus Wind und Sonne gering ist. Kleinanlagen unterliegen der 1. Die wichtigsten Schadstoffe sind entsprechend Kohlenmonoxid. vermieden wird. siehe Kap. die nur Grenzwerte für Kohlenmonoxid vorschreibt. Deshalb wird intensiv über die Speicherung dieser Energieformen diskutiert. BImSchV genehmigungspflichtigen Anlagen in der Bundesrepublik Deutschland durch die TA Luft geregelt. 4. die bei der Verbrennung aus Inhaltstoffen des Brennstoffes entstehen. die erzeugte regenerative Energie direkt ins Netz einzuspeisen.21]. kondensieren aber bei abnehmender Rauchgastemperatur bevorzugt an Feinstaubpartikeln. Während die Treibhausemissionen bei der Nutzung von fossilen Energieträgern überwiegend aus deren Verbrennung stammen. 4. 70% der kumulierten CO2-Emissionen auf die Brennstoffaufbereitung und 30% auf den Bau der Kraftwerke.4 Prinzipien für die Entwicklung ökologischer Energiesysteme 427 Emissionen betragen hier weniger als 10 % der kumulierten CO2-Emissionen aus der Nutzung von Erdgas in GUD Kraftwerken. In der Öffentlichkeit wird dabei vor allem Wasserstoff als Möglichkeit zur dauerhaften und leicht abrufbaren Speicherung von Energie propagiert.3). BImSchV. [4.4.3. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen. Zudem sind die Emissionsgrenzwerte nach Anlagengröße gestaffelt. ist es beispielsweise aufgrund der hohen Verluste bei der Wasserstofferzeugung durch Elektrolyse sinnvoller. In der Regel sind dies Schadstoffe. wie die Windenergie und Photovoltaik ist die Tatsache.3 Minimierung der Umweltbelastung durch Emissionen Bei der Konversion von Brennstoffen werden notwendigerweise auch Schadstoffe an die Umgebung emittiert. Besonders bei der Verbrennung von belasteten Brennstoffen entstehen zusätzlich Chlorwasserstoff (HCl) und Fluorwasserstoff (HF).

Chlor oder auch Schwermetallen belastet sind. die Nutzung kleiner. weil bei dessen Verbrennung zunächst nur Wasserdampf entsteht.2 Maßnahmen zur Minderung von CO-Emissionen CO-Emissionen sind aus zweierlei Gründen besonders sorgfältig zu vermeiden. Aus diesem Grund wird derzeit beispielsweise auf Initiative der Weltbank versucht.15 16:04 . Brennstoffe zu verwenden. Gasförmige Brennstoffe sind nicht nur aufgrund ihrer Zusammensetzung besonders geeignet. Die wichtigste Maßnahme zur Reduzierung von CO-Emissionen ist eine optimierte Verbrennungsführung. Unvermeidbar ist auch die Entstehung von Staubemissionen. Dadurch dass die Feuerstellen meist in geschlossenen Räumen ohne geeigneten Kamin betrieben werden. da die Verbrennung sehr gleichmäßig und kontrolliert ablaufen kann.4. Dadurch werden auch in Gegenden mit geringer Vegetation letzte Holzreste weitgehend aufgebraucht. einem pastösen Brennstoff auf Ethanolbasis abzulösen [4. dass der Heizwert des Brennstoffes nur unvollständig genutzt wurde und sich durch die CO-Anteile die mit dem Rauchgas an die Umgebung abgegebenen Verluste erhöhen.1 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Nutzung schadstoffarmer Brennstoffe Die einfachste Maßnahme zur Vermeidung umweltbelastender Emissionen besteht darin. Besonders die Entstehung von CO kann in Gasbrennern weitgehend vermieden werden.oder Scheitholzfeuerungen zu ersetzen [4.3. da stets ein Teil der unverbrennbaren Aschebestandteile mit dem Rauchgas aus der Feuerung ausgetragen werden. Aus diesem Grund wird beispielsweise in den USA und vor allem in Kanada aktiv versucht. wie Erdgas.35].01. Ungünstiger sind dagegen stets Festbrennstoffe. ineffizienter Holzöfen in ländlichen Gegenden zu reduzieren und diese Feuerungen durch modernere. die aufgrund ihrer Zusammensetzung und ihrer Verbrennungseigenschaften von Haus aus eine geringe Emissionsbelastung verursachen.3. Besonders bei der Verbrennung von Festbrennstoffen auf Rostfeuerungen oder Unterschubfeuerungen kann eine inhomogene Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Erdöl oder auch Wasserstoff.und Kohlenwasserstoff-Emissionen führt auch die Emission von Feinstäuben und Aerosolen zu großen Beeinträchtigungen. Auch die Verbrennungsführung ist bei der Verbrennung von Festbrennstoffen wesentlich erschwert und führt oft zu hohen COEmissionen. 4. Auch in Afrika wird unter der Federführung der Weltbank versucht. die Verwendung von Holz in einfachen offenen Feuerstellen einzuschränken. Besonders die heute noch weitverbreitete Nutzung einfacher Holzfeuerungen führt zu hohen gesundheitlichen Belastungen der Bevölkerung. Holzöfen und offene Feuerstellen werden in ganz Afrika traditionell zum Kochen verwendet. optimierte Pellet.428 4. Dies bedeutet. Neben den Kohlenmonoxid. CO-Emissionen sind zum einen von der Verbrennungstemperatur und zum anderen vom Luftüberschuss abhängig. ergeben sich erhebliche gesundheitliche Belastungen. Die Entstehung von Staubemissionen ist bei der Verbrennung von Erdgas ausgeschlossen. Vor allem aber sind CO-Anteile zu vermeiden.4. die Nutzung von Holz durch die Nutzung von „Millenium-Gelfuel“. sie sind auch besonders vorteilhaft.65]. Wasserstoff wird vielfach deshalb propagiert. Dies gilt insbesondere dann. Zum einen resultiert Kohlenmonoxid aus einer unvollständigen Verbrennung. wenn die Festbrennstoffe mit Schadstoffen wie Schwefel. da hohe Kohlenmonoxidkonzentrationen besonders gesundheitsschädlich sind. Besonders geeignet sind hier naturgemäß gasförmige und flüssige Brennstoffe.

dass ein ausreichend hoher Luftüberschuss sichergestellt wird. 4. Aus dieser Darstellung wird allerdings auch deutlich. Aus diesem Grund muss die Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Dies liegt daran. BImSchV für Holzfeuerungen von 100 . 4. so dass sich in keinem Bereich der Feuerung Zonen mit Luftmangel ausbilden können. dass mit dem Luftüberschuss die Verbrennungstemperatur absinkt. um ausreichend niedrige COEmissionen sicherzustellen. BImSchV für Holzfeuerungen von 100 . dass ein zu hoher Luftüberschuss wiederum zu erhöhten CO-Emissionen führt.8 notwendig. In diesem Fall ist eine Luftzahl λ = 1. Diese CO-Strähnen können besonders bei kleinen Feuerungen nur dadurch wirksam vermieden werden.4.500 kWFWL 1 2 CO in mg/m³ Betriebsbereich der Feuerung 10 5 10 4 10 3 10 2 10 3 4 5 6 Luftzahl λ Grenzwert nach 1. entstehen CO-Strähnen.15 16:04 .77: Abhängigkeit der CO-Emissionen einer Holzhackschnitzel-Feuerung vom Luftüberschuss und der Verbrennungstemperatur Da sich die heißen Rauchgase aufgrund ihrer hohen Viskosität im Rauchgaspfad fast nicht vermischen.77 ist die Abhängigkeit der CO-Emissionen am Beispiel einer Unterschubfeuerung dargestellt. CO in mg/m³ Betriebsbereich der Feuerung 10 5 10 4 10 3 10 2 10 1 Grenzwert nach 1. In Abb.4 Prinzipien für die Entwicklung ökologischer Energiesysteme 429 Beladung des Brennstoffbettes dazu führen.01.500 kWFWL 1 1000 800 600 400 200 0 Verbrennungstemperatur in °C Abb.6-1. so dass sich die Verbrennungsgeschwindigkeit verlangsamt und eine vollständige Oxidation des Kohlenstoffes in der von der Feuerung vorgegebenen Verweilzeit nicht mehr möglich ist. die zu unzulässig hohen CO-Emissionen führen. dass sich lokale Zonen mit Luftmangel einstellen.

78: Schwefelkonzentrationen verschiedener Brennstoffe Zum anderen wirkt sich bei biogenen Brennstoffen auch der hohe Kalzium. Bei diesem Verfahren wird nach der Feuerung ein trockenes Kalkhydrat-Gemisch in den Rauchgasstrom eingeblasen. CaSO4). Unüblich sind bei Kleinanlagen die bei Kohlekraftwerken eingesetzten Rauchgasentschwefelungsanlagen mit einer Nasswäsche oder einer Sprühadsorption.und Erdalkalibestandteile bilden bei der Verbrennung mit Schwefel bereits in der Feuerung bevorzugt Sulfate (z.B.3.3 Maßnahmen zur Minderung von SO2-Emissionen Die Minderung von SO2-Emissionen ist bei kleinen. Ist bei größeren Anlagen aufgrund der verwendeten Brennstoffe dennoch mit unzulässig hohen SO2-Emissionen zu rechnen.4. das.2 % Hackgut (Fichte) Rinde (Fichte) Grasschnitt Stroh Ganzpflanzen (Triticale) Miscanthus Landschaftspflegeheu 0 500 1000 1500 2000 2500 3000 Schwefelgehalt in mg/kg Abb. wie die in der Brennstoffasche enthaltenen Alkali. aber auch Chlorwasserstoff (HCl) oder Fluorwasserstoff (HF) bindet. Zudem ist beispielsweise bei der Verbrennung biogener Brennstoffe nur mit geringen Schwefelemissionen zu rechnen. Der Luftüberschuss wird entsprechend in Verbindung mit einer Lambda-Sonde meist für die Regelung der Verbrennung verwendet. Die in der Brennstoffasche enthaltenen Alkali.1 % 0.2 % 0. 4. dezentralen Anlagen in der Regel nicht erforderlich.oder Braunkohle. werden die SO2-Anteile mit geeigneten Sekundärmaßnahmen abgetrennt. das im Rauchgas enthaltene SO2. Im Gegensatz zu großen Kraftwerksanlagen existieren für genehmigungsfreie Kleinfeuerungsanlagen bis 1 MWFWL keine Grenzwerte für die Emission von Schwefeldioxid. Die Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.und Erdalkalianteile. 0.01.4 %.und KaliumAnteil in der Brennstoffasche besonders vorteilhaft auf die SO2-Einbindung aus.430 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Feuerung auf einen optimalen Luftüberschuss eingestellt werden. Durch diese Einbindung des Schwefeldioxids in die Brennstoffaschen werden bis zu 95% des im Brennstoff enthaltenen Schwefels in der Feuerung zurückgehalten und in Staubfiltern abgeschieden.3 % Kohle 0. Zum einen ist der Schwefelgehalt beispielsweise in Holz wesentlich geringer als in Stein.15 16:04 . 4. Bei Biomasse-Feuerungen hat sich vor allem die Trockenabsorption durchgesetzt. SO3.

15 16:04 . Abb. Stickoxide wie NO und NO2 werden bei der Verbrennung vor allem bei hohen Temperaturen als „thermische Stickoxide“ aus der Oxidation des Luftstickstoffs gebildet. Wie bei den SO2-Emissionen existieren für kleine. wodurch maximale Verbrennungstemperaturen entstehen. Reingas Absorber Entstaubung Kamin Kalkhydrat H2O Rohgas Staub. 4. Vor der Zugabe der Sekundärluft erfolgt bereits eine Abkühlung der Rauchgase.01. CaSO4 etc.4. dass sich eine reduzierende Atmosphäre mit niedrigen Temperaturen bildet. muss bei der Verbrennung die Bildung sehr heißer Zonen vermieden werden. Dies ist einer der wesentlichen Gründe für eine gestufte Verbrennungsführung. noch wichtigerer Effekt der gestuften Verbrennung liegt darin begründet.3. In der ersten Verbrennungsstufe wird die Zugabe der Primärluft daher so eingestellt. Diese Absorptionsprodukte werden im nachgeschalteten Entstaubungssystem abgetrennt. Kalziumsulfat (CaSO4 x ½ H2O) und Kalkstein (CaCO3). genehmigungsfreie Verbrennungsanlagen keine Emissionsgrenzwerte für Stickoxide. dass sich durch die reduzierende Atmosphäre das thermodynamische Gleichgewicht der Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Ein zweiter.4 Prinzipien für die Entwicklung ökologischer Energiesysteme 431 Absorptionsprodukte bestehen im Wesentlichen aus den Kalziumverbindungen wie Kalziumsulfit (CaSO3 x ½ H2O).79: Trockene Entschwefelung für Feuerungsanlagen im kleinen Leistungsbereich (DeSoxVerfahren) 4.4 Maßnahmen zur Stickoxidminderung Für die Minderung von Stickoxidemissionen kommen in kleinen. Da die NOxBildungsrate stark temperaturabhängig ist.4. dezentralen Anlagen überwiegend Primärmaßnahmen zum Einsatz. die deutlich unter der adiabaten Verbrennungstemperatur bei der dann eingestellten Luftzahl λ liegen.

Aus diesem Grund werden in einem.432 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Stickoxidbildung aufgrund des Sauerstoffmangels zugunsten des Stickstoffes verschiebt. 2% 1% 3% Kohle Hackgut (Fichte) Hackgut (Pappeln. Bei Gasfeuerungen werden heiße Zonen der Flamme durch die Gestaltung des Brenners vermieden. Stickoxidemissionen durch die Kühlung der Flamme mit Dampf oder Wasser zu mindern. werden besonders bei der Verbrennung biogener Brennstoffe auch Stickoxide aus dem im Brennstoff enthaltenen Stickstoff gebildet. Durch Stauscheiben oder durch die Aufprägung eines Dralls wird versucht. um NOxEmissionen zu reduzieren. Besonders in GasturbinenBrennkammern ist es üblich. Dieser Brennstoff-Stickstoff tritt bei der Verbrennung von stickstoffhaltigen Festbrennstoffen und flüssigen Brennstoffen auch bei niedrigen Verbrennungstemperaturen auf. Da für den Klinkerprozess Temperaturen von 2000 °C im Drehrohrofen notwendig sind. bilden sich bei der Zementherstellung unweigerlich hohe Konzentrationen an thermischen Stickoxiden. In Abb.80 sind die Stickstoffanteile verschiedener Brennstoffe aufgetragen. die in kurzer Zeit den im Rauchgas enthaltenen Restsauerstoff aufbrauchen. 4.15 16:04 . im Flammenbereich eine Rezirkulationszone einzustellen. Durch den Sauerstoffmangel werden auch zuvor gebildete Stickoxide wieder zu N2 und O2 reduziert. 4. dem Drehrohrofen nachgeschalteten „Calcinator“ Brennstoffe mit einem hohen Anteil an flüchtigen Bestandteilen zugegeben. Weiden) Stroh Rinde (Fichte) Miscanthus Ganzpflanzen (Triticale) Landschaftspflegeheu Nadeln (Fichte) Grasschnitt 0 5000 10000 15000 20000 25000 30000 Stickstoffgehaltgehalt in mg/kg Abb. Dieser Effekt wird beispielsweise auch in Zementwerken genutzt.80: Stickstoffkonzentrationen verschiedener Brennstoffe Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.01. Neben den bei der Verbrennung entstehenden thermischen Stickoxiden. eine reduzierende Atmosphäre bilden und die zuvor gebildeten Stickoxide weitgehend reduzieren. Neben gestufter Verbrennung und Rauchgasrezirkulation mindert auch die Eindüsung von Wasser oder Dampf in die Flamme die Bildung von thermischen Stickoxiden. durch die sich die Verbrennungsgeschwindigkeit reduziert und die lokalen Flammentemperaturen herabgesetzt werden.

Besonders Gräser und halmgutartige Stoffe weisen oft sehr hohe Stickstoffgehalte auf. Ein Teil der mineralischen Bestandteile wird allerdings bei der Verbrennung vom Rauchgasstrom mitgerissen und muss mit geeigneten Staubfiltern aus dem Rohgas abgeschieden werden. Quecksilber oder Chrom gehen wie Alkali. Dabei wird bereits in der Feuerung. Allerdings sind die bei der Ammoniak Zudosierung entstehenden Betriebskosten bei kleinen Anlagen oft problematisch. Besonders stickstoffreich sind eiweißhaltige Brennstoffe. Die Emission von Stäuben resultiert aus dem Anteil unverbrennbarer. Dies beruht darauf.3. Zwar wird bei den meisten Feuerungssystemen ein Großteil der anfallenden Aschebestandteile (bis 95%) beispielsweise als Rostasche direkt in der Feuerung abgeschieden. das. Ammoniak zugegeben. 4. Je nach Herkunft des Brennstoffes variiert der Aschegehalt erheblich. dass der Stickstoffanteil überwiegend von den eingesetzten Stickstoffdüngern verursacht wird.01. Kann mit geeigneten Primärmaßnahmen. also bei hohen Temperaturen. ist es erforderlich. anorganischer Bestandteile des Brennstoffes. Üblich sind dafür vor allem Elektro. also vor allem mit einer gestuften Verbrennung.und Gewebefilter. eine Reduzierung der zuvor gebildeten Stickoxide bewirkt. Schwermetalle wie Cadmium.5 Maßnahmen zur Minderung von Staub-Emissionen Ein wesentliches Problem bei der Verbrennung von Festbrennstoffen sind die stets entstehenden Staub-Emissionen.4. also insbesondere Ölsaaten oder tierische Reststoffe. wie beim in großen Kohlekraftwerken eingesetzten SCRVerfahren (‚Selective Catalytic Reduction’). Hier stammt der Stickstoff überwiegend aus den im Eiweiß enthaltenen Peptidketten.81 sind die Aschegehalte verschiedener Festbrennstoffe gegenübergestellt. der NOx-Anteil in den Rauchgasen nicht weit genug reduziert werden. Durch diesen „Ammoniak-Schlupf“ kann eine unzulässig hohe Geruchsbelastung in der Umgebung der Feuerungsanlage entstehen. die Stickoxidemissionen durch geeignete Sekundärmaßnahmen weiter abzusenken.15 16:04 .4. 4. Im Gegensatz zu großen Kraftwerksanlagen kommen bei kleinen Feuerungen überwiegend nichtkatalytische NOx-Minderungsmaßnahmen (SNCR = ‚Selective Non Catalytic Reduction’) zum Einsatz. dass geringe Mengen Ammoniak in der Feuerung nicht vollständig umgesetzt werden. also dem Aschegehalt. So trägt mitunter die Verschmutzung eines Brennstoffs wesentlich zur Erhöhung des Ascheanfalls in der Feuerung bei.4 Prinzipien für die Entwicklung ökologischer Energiesysteme 433 Im Gegensatz zum Schwefelgehalt ist der Stockstoffanteil bei vielen biogenen Brennstoffen gegenüber dem Stickstoffanteil von Kohle erhöht. Zu beachten ist. Zudem besteht die Gefahr. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. In Abb.und Erdalkalimetalle bei den hohen Verbrennungstemperaturen in die Dampfphase über und kondensieren bei der Abkühlung der Rauchgase an den mitgerissenen Feinstaubpartikeln. Hohe Stickstoffemissionen entstehen auch bei der Verbrennung von Spanplatten. Hier resultiert der Stickstoff aus den in Leimbestandteilen enthaltenen Stickstoffverbindungen. Allerdings variiert hier der Stickstoffgehalt sehr stark mit der Herkunft der Brennstoffe. dass die dabei abgetrennte Filterasche oft mit hohen Schadstoffanteilen belastet ist.

In Tab.01.15 16:04 . Wird dagegen der Brennstoff. Holzpellets weisen nicht nur aufgrund der geringen Feuchte eine besonders hohe Energiedichte auf. Die Energiedichte von Heizöl ist bis zu 30 mal höher als die Energiedichte von Strohballen.16 sind die Energiedichten verschiedener Brennstoffe verglichen. wie Biomasse oder Reststoffen. wenn dezentral anfallende Brennstoffe erzeugernah genutzt werden.81: Aschegehalt verschiedener Festbrennstoffe 4. der Aufwand für den Brennstoff-Transport reduziert. kann der Transportaufwand durch eine geeignete Brennstoffaufbereitung erheblich gemindert werden. Besonders bei Brennstoffen mit geringer Energiedichte. 4. Besonders effektiv ist auch das Brikettieren oder Pelletieren von Holzresten. dass sich immer dann. Eine Nutzung von Stroh kann sinnvoll deshalb nur dezentral erfolgen.4.434 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme 16% 14% 12% 10% max 8% 4% min 6% 2% Steinkohle Braunkohle Stroh. Dies bedeutet. Entscheidend für den logistischen Aufwand und die damit verbundene Umwelt-Belastungen ist die Energiedichte eines Brennstoffes. 4. wie im Falle des Erdgases oder des Heizöls. Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. Durch die hohe Dichte einzelner Pellets (ca.und Ganzpflanzen Altholz Restholz Sägespäne Hackgut ohne Rinde Hackgut mit Rinde Rinde 0% Abb. 1000 kg/m³) und die guten Schütteigenschaften ist auch die Schüttdichte erheblich höher als die von Holzhackschnitzeln.4 Minimierung der Umweltbelastungen durch Transport und Verteilung Ein wesentlicher Vorteil dezentraler Energiesysteme besteht darin. nicht dezentral bereitgestellt. So kann beispielsweise durch das Pressen von Ballen die Energiedichte von Stroh nahezu verdreifacht werden. dass sich der Aufwand beim Transport von Stroh unverhältnismäßig erhöht. erhöht sich durch die dezentrale Nutzung der Aufwand für Transport und Verteilung.

gehäckselt 59 – 65 0.4 4. Ganzpflanzen1) 1) Stroh.6 Hobelspäne 90 – 153 1.[2.9 – 7.9 Rinde1) 205 – 320 3.9 Holzpellets1) 1) Feuchte 15% Feuchte u in % 12000 6000 Rinde 4000 600 Holzhackschnitzel gehächseltes Stroh 0 10 Holzpellets 500 Holzhackschnitzel 400 Rinde 300 200 Ballen 2000 Getreidekörner 700 Holzpellets 8000 20 30 Wassergehalt w in Gew.9 – 11.7 – 7.4. Ganzpflanzen1) 190 – 216 2.6 Getreidekörner1) 760 10.0 8.0 7.4 – 42.6 – 20.4 15.2 – 11.0 – 4.-% Abb.3 Ganzpflanzen.16: 435 Volumetrischer Heizwert (Energiedichte ) fester Brennstoffe [2.9 38.3 Sägemehl1) 110 – 170 1. 4. Heu.7 – 2.4 – 2.1 Quaderballen.18].75] Brennstoff Schüttgewicht Vergleichsfaktor in [kg/m³] Energiedichte in [103 MJ/m³] 840 36.1 11.2 – 5.4 Prinzipien für die Entwicklung ökologischer Energiesysteme Tab.8 – 0.7 Holzhackschnitzel1) 195 – 260 3.6 – 13.3 15.8 1) Rundballen1) 85 – 104 1.0 – 3.4 Quaderballen.2 16.6 13.11].15 16:04 . Stroh etc.82: Einfluss des Wassergehaltes auf Schüttgewicht und Energiedichte biogener Brennstoffe Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17.1 17.0 1 (Bezugswert) Heizöl Steinkohle 870 27.2 – 1.5 24. gehäckselt1) 150 2.3 Scheitholz1) 300 – 475 4.0 3.8 1.1 144 2.2 – 12.7 – 3.[3.0 – 29.3 Rundballen.3 500 – 650 9.7 – 2.9 3. 4.-% Hobelspäne 40 50 100 50 800 Schüttgewicht in [kg/m³] Energiedichte in [MJ/m³] 100 Getreidekörner 10000 0 Feuchte u in % 50 Ballen 100 0 0 10 Hobelspäne gehächseltes Stroh 20 30 40 50 Wassergehalt w in Gew. 1) 120 – 160 1.01.

wie in Tab. Das Volumen und damit die erforderliche Transportkapazität lässt sich nur durch eine Kompaktierung wie das Pressen von Ballen oder das Pelletieren reduzieren.436 4 Grundsätze für die Entwicklung dezentraler Energiesysteme Bemerkenswert ist auch.15 16:04 Seite S. dass sich durch eine Brennstofftrocknung die Energiedichte von Holzhackschnitzeln oder Rinde nur unwesentlich erhöht. wie die Effizienzsteigerung und CO2-Abtrennung.4.416ff . für kleine. Die Feuchte eines Brennstoffes beeinflusst also im Wesentlichen dessen Gewicht und nicht das beim Transport von Brennstoffen mit geringer Energiedichte ausschlaggebende Volumen. die Energiedichte. Holzhackschnitzel vor dem Transport zu innerstädtischen Heizwerken unmittelbar nach der Ernte zu pelletieren umso die Transportkosten und Verkehrsbelastung zu reduzieren. nahezu unverändert. da sich aber gleichzeitig das Schüttgewicht bei der Trocknung reduziert.18 zusammengefasst.Substitution von Altanlagen Brennstoffauswahl Bedeutung für dezentrale Energiesysteme  – Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. 4.Verwendung von Methan und Kohlenwasserstoffen Effizienzsteigerung und . Regenerative Energieträger.01. Dabei spielen. Tab.5 Zusammenfassung der Prinzipien für nachhaltige Energiesysteme Für die umweltverträgliche Erzeugung von Strom und Wärme sind vor allem die Emissionen von Treibhausgasen ausschlaggebend. Aus diesem Grund hat es sich beispielsweise in Schweden bewährt. 4. dezentrale Energiesysteme eine untergeordnete Rolle. die für Großanlagen diskutierten Maßnahmen. 4. Demgegenüber können in dezentralen Energiesystemen in höherem Maße regenerative Energien eingesetzt werden. Zwar erhöht sich durch die Brennstofftrocknung der auf die Brennstoffmasse bezogene Heizwert. Das Volumen einer Brennstoffschüttung ändert sich bei der Trocknung nur unerheblich. wie Biomasse oder Solarenergie. bleibt der volumenbezogene Heizwert.17: Zusammenfassung ökologischer Prinzipien für die Entwicklung und Realisierung dezentraler Energiesysteme Prinzipien und Grundsätze Maßnahme Minderung der spezifischen CO2-Emissionen CO2-Reduktion durch . spielen für die Minderung von Treibhausemissionen in dezentralen Energiesystemen deshalb eine entscheidende Rolle.

λ-Regelung    S.4.Abtrennung des CO2 aus dem Rauchgas .‚Selective Non-Catalytic Reduction’   – –    –  S.Verwendung aschearmer Brennstoffe . Wind und Sonne   Minimierung der Umweltbelastung durch Emissionen Nutzung schadstoffarmer .energetische Nutzung von Biomasse  . 430ff .01. Reformierung mit CO-Shift und CO2-Abtrennung aus dem Brenngas .gestufte Verbrennung .Nasswäsche .15 16:04 S.Vermeidung von Strähnenbildung . 434ff .‚Selective Catalytic Reduction’ .Brikettieren .Nutzung von Reststoffen der holz.Pressen von Ballen    --     von hoher Bedeutung von Bedeutung von geringer Bedeutung nicht von Bedeutung nicht anwendbar Bereitgestellt von | provisional account Angemeldet Heruntergeladen am | 17. 428ff Minderung von COEmissionen .Trockenabsorption . 428ff Minderung von SO2Emissionen . 417ff  S.Nutzung von Wasser.Elektrofilter     Maßnahmen zur Stickoxidminderung Maßnahmen zur Minderung von Staub-Emissionen Minimierung Umweltbelastungen durch Transport und Verteilung Erzeugernahe Nutzung von .energetische Nutzung von Reststoffen .Vergasung bzw.Sprühabsorption .Optimierung des Luftüberschusses .Verwendung kalziumreicher Brennstoffe .Pelletieren Brennstoffen .Verwendung schwefelarmer Brennstoffe .Gewebefilter .CO2-Düngung in Gewächshäusern .Zyklonabscheider . 431ff S.und Reststoffen Lebensmittelverarbeitenden Industrie Kompaktieren von .4 Prinzipien für die Entwicklung ökologischer Energiesysteme CO2-Abtrennung Verwendung regenerative Energieträger . 419ff S. 433ff S.Verbrennung von flüssigen und gasförmigen Brennstoffe Brennstoffen S.Verwendung stickstoffarmer Brennstoffe .SOFC-Brennstoffzellen mit Kondensation des Anodenabgases 437 – ––   .