Rezension: Macht Kuhmilch krank von Wolfgang Spiller

Stand / Letzte Aktualisierung durch Elisabeth Rieping 10.01.2008 Wolfgang Spiller Macht Kuhmilch krank? ISBN 3-89526-001-0 Waldhausen Verlag 1995 27718 Ritterhude Wolfgang Spiller untersucht im Zusammenhang mit Kuhmilch einige Krankheiten, die man sich näher ansehen könnte. Ich greife mir die heraus, bei denen er eine Besserung unter Milchvermeidung beschreibt und untersuche dann, ob man bei dieser Krankheit eine vermehrte Produktion von progestronabhänigig gebildeten Enzymen wie VEGF findet. Krankheiten mit vermehrter Bildung des progesteronabhängig gebildeten VEGF

Nasenpolypen
Über VEGF in Nasenpolypen Caye-Thomasen B 2004 Muluk MB 2007

Neurodermitis heute Atopisches Ekzem genannt
Bei der Neurodermitis, heute Atopisches Ekzem genannt, wird tatsächlich das progesteronabhängig gebildete embryonale Protein VEGF gefunden und zwar in eine 25-mal so hohen Konzentration, wie sie sich im Gesunden finden lässt. Zhang Y 2006 Progesteron und Krankheiten

Osteoporose

Diabetes mellitus
Als typische Spätschäden sind bei Dabetikern die Fehlbildung von Gefäßen zum Beispiel in der Netzhaut, aber auch in den Nieren bekannt. Diese Gefäßbildungen werden ebenfalls durch das progesteronabhänig gebildete Protein VEGF angeregt.

So findet man VEGF bei der diabetischen Nierenerkrankung Marshall SM 2007. Die diabetische Nierenerkrankung führt zu Nierenversagen und Dialyseabhängigkeit. Aber die Gefäßkrankheiten der Diabetiker beschränken sich nicht auf die Nieren. Es sind alle Gefäße betroffen. Die Autoren hier weisen nach, dass die Herz- und Gefäßschäden bei Diabetes abhängig sind von der VEGF-Produktion in den Herzvorhöfen Zygalaki E 2007. Auch bei der Diabetischen Netzhauterkrankung des Auges ist zuviel VEGF vorhanden Sawada O2007. Der VEGF wird durch Bevacizumab/Avastin-Injektionen ins Auge bekämpft. Progesteronvermeidende Ernährung würde das überflüssig machen.

Rheuma (Rheumatische Arthritis) und Lupus Erythematodes
In dem Review von Carvalho JF 2007 werden Autoimmunkrankheiten aufgelistet, die mit einer Erhöhung des VEGF einhergehen. Die Autoren beschreiben dabei, dass die VEGF-Erhöhung mit den Krankheitsschüben zusammenfällt. Es werden folgende Autoimmunkrankheiten aufgeführt: Systemischer Lupus Erythematosus, Rheumatische Arthritis und Multiple Sclerose

Wolfgang Spiller hat diese Zusammenhänge zwischen Milch und Erkrankung erkannt, ohne dass ihm heutige Forschungeergebnisse zur Verfügung standen. Auch dass Milch heute hauptsächlich von trächtigen Kühen gewonnen wird und in großen Mengen Progesteron enthält, ist ihm - wie anderen - vermutlich nicht bekannt. Aber ihm sind auch die vielen schwerwiegenden Infektionskrankheiten, die vor der Erkrankung bei seinen Patienten auftraten, aufgefallen.

Wie sind sie zu erklären? Das Progesteron aus der Milch trächtiger Kühe behindert die zelluläre Immunantwort, um Angriffe des mütterlichen Immunsystems auf den Embryo zu verhindern. In der ist dies Schwangerschaft sehr sinnvoll. Nicht so beim nichtschwangeren Kind oder Erwachsenen. Beide können Infektionen und Tumoren, die durch die natürlichen Killerzellen, einem wichtigen Arm der Immunabwehr, bekämpft werden müssen, nicht abwehren. Denn durch das progesteronabhängig hergestellte Protein MUC1, auch als Tumormarker CA15-3 bekannt, werden die Killerzellen behindert, obwohl gar kein schützenswerter Embryo vorhanden ist. Wolfgang Spiller muss jemand sein, der den Rat suchenden Menschen aufmerksam zuhört. So hat er es geschafft, Zusammenhänge der Krankheitsentwicklung zu erkennen, bevor all diese Untersuchungen bekannt waren. Die heutige Stand des Wissens bestätigt sein Vermutungen und erklärt sein Erfolge bei Erkrankungen, die anderen heute noch Rätsel aufgeben. Text im Archiv der Library of Congress: http://web.archive.org/web/*/http://www.erieping.de/wolfgang_spiller.htm

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