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2.7. Das transaktionale Modell; Die Spiele (T. Harris, E.

Berne)
Sind Sie nur Sie? Eine ungewöhnliche Frage und dennoch ist sie bei der
Kommunikation stets vonnöten. Sprechen wir mit Freunden, Bekannten,
Kolleginnen, so sehen uns die meisten als kompetenten Gesprächspartner.
Dennoch „sprechen drei „Ich“-Formen in allem, was wir sagen, mit,
neben- und übereinander. Es würde für unsere Zwecke zu weit führen,
tiefer
in
die
gesamte
Transaktionsanalyse
einzudringen.
(Interessent/innen empfehle ich Thomas Harris höchst lesenswerte Bücher
"Ich bin o.k. Du bist o.k.", sowie „Einmal o.k immer o.k.)
Die erste grundsätzliche Annahme dieses Modells ist, daß die
Grundanschauung der meisten Menschen die Struktur „Ich bin nicht o.k. Du bist o.k.“ aufweist. Diese kann im Einzelfall variieren - die „Nicht o.k.
Gefühle“ schwach und/oder erdrückend stark ausgebildet sein.
Abhängigkeit, Anspruch auf Streicheleinheiten (Strokes) oder das Gefühl,
weniger zu wissen, zu können oder zu haben als andere Erwachsene,
lassen dieses Modell Akzeptanz erfahren.
Beobachtet man im Alltag kommunikative und/oder gelebte Strukturen, so
findet sich die wechselseitige Formierung des „Nicht o.k.“ häufig. Egal, ob
uns selbst gesagt wird, was wir versäumten, unterließen oder nicht
fristgemäß erledigten - im Resultat wird in uns ein Gefühl des „Nicht o.k.“
Seins beschleichen. Andererseits sind wir selbst Kritiker, wenn andere
unseren Vorstellungen nicht entsprachen.
Es gibt noch zwei andere Skripte - Grundkonstellationen. Sie heißen: Ich
bin o.k. - du bist nicht o.k. und Ich bin nicht o.k. - du bist nicht o.k. Auf
diese geht Harris im Besonderen ein, sie sollen bei diesen Ausführungen
aber keine Rolle spielen. Vielmehr soll sich der vierten Annahme stärker
zugewandt werden, „Ich bin o.k. - du bist o.k.“ Harris bezeichnet sie als
„Hoffnung“. Während die drei ersten in früher Kindheit entstehen, muß
diese Lebensanschauung „Ich bin o.k. - du bist o.k.“ erworben, gelernt
und gelebt werden. Sie ist eine „bewußte und begrifflich artikulierbare
Entscheidung“ ... in die wir nicht hinein gedrängt werden, sondern uns
dafür entscheiden (Harris 1993). Das heißt für Lehrerinnendasein in der
Grundschule offensichtlich, Kinder Situationen auszusetzen, in denen sie
sich selbst ihren eigenen Wert und den der anderen beweisen können.
Damit entdecken sie - und Lehrerinnen nicht minder - daß sie o.k. sind.
In praxi kann jedoch weit öfter die Form der Vermittlung von „Nicht o.k.
Gefühlen an Kinder angetroffen werden.
L.: „Tobias, wie oft soll ich dir noch sagen, daß du Ria nicht stören sollst.“
T.: „Aber Ria hat doch ...“
L.: „Vielleicht diskutiere ich noch mit dir ...“
Vier Kinder haben etwas vergessen (das ist bereits ein „Nicht o.k.“
Gefühl).
L.: „Ach Sabrina ist auch wieder dabei? Ich werde dir mal eine
Schlafmütze stricken ...“

die man . Räuspern.“ Harris betont.B. „Immer“ und „nie“. mein Freund".durchaus auch als Erwachsener verwendet. Nicht zuletzt sind der Gebrauch von „Bitte“. Es gibt viele Anhaltspunkte zur Erkennung von Reizen und Reaktionen die ihrem Ursprung nach im Eltern-Ich grundgelegt sind (vgl.v.“ L. der be-lehrende Zeigefinger (wohl ein Markenzeichen unseres Berufsstandes). Harris 1993). zumHimmel-blicken.. „Ein Junge tut so etwas nicht". ungeprüften Ereignisaufzeichnungen. Sprachliche Indizien für das Eltern-Ichs.. das erwartende mit-dem-Fuß-auf-den-Boden-klopfen. daß derartige Wendungen immer nur Indizien sind. Es äußert sich in ganz bestimmten Aussagen. von dem auch in der Schule . von „Sage immer die Wahrheit" bis „Wie es in dir aussieht. die vorder-Brust-verschränkten-Arme. gespitzte Lippen. „Was war denn das. Lebensmonat . Kindheits. es ist sehr unartig von Dir. Wir erkennen. die in-Falten-gelegte Stirn.und Erwachsenen-Ich Auf bestimmte Gegebenheiten des Lebens. du sollst nicht . „Das darf man nicht".“ L. Harris selbst modifiziert diese Internalisierung in die Zeit zwischen Geburt und ca.. die gerunzelten Brauen. „Das hätte ich von dir nicht gedacht". Aber auch "Lebensregeln" gehören dazu. nämlich verstreut im Klassenzimmer . hörst du .a. was ich nicht mag . Dieser erste Informationspack ist das Eltern-Ich. wie oft habe ich dir schon gesagt. Kopf-schieflegen u..: „Mario. die ein Mensch in der frühen Kindheit (etwa zwischen Geburt und Schulbeginn) in sich aufnimmt. der Augenaufschlag. L.Eltern-. geht niemanden was an". zu welchem auch Lehrerinnen greifen.: „Ralf. Maria. aber auch nur: „Tstststs" (mit der Körpersprache der heruntergezogenen Mundwinkeln und begleitendem Kopfschütteln). wo Deine Stifte sind. daß immer deine Tasche im Gang liegt“.. dem 10.meist von Lehrerinnen .: „Du müßtest wieder einmal nachschauen. „Entschuldigung“ usw.“ L. Weitere körperliche Indizien in der Schule sind u. wertende Ausdrücke. also auch der Schule reagieren Menschen in diesem Modell mit all jenen in früher Kindheit durch Eltern oktroyierten. sowie „sollte“ und „müßte“ bilden vielfach Trennungslinien um archaische Systeme. das Kopf-tätscheln.: „Und vergiß nie. die keine neuen Informationen - . ich kann es auf den Tod nicht leiden. daß du stets das machst.: Sarah.a. sind z. durch das formierte Eltern-Ich geprägt..Gebrauch gemacht wird.. daß all jenes einen übergroßen Fundus darstellt.danach wirken die neuen Impulse lediglich als Verstärker.: L. daß du vorsichtig mit dem Stück Papier umgehen mußt.. „Danke“.

also offenbar keine Veränderungen im eigenen didaktischen Weltbild zulassen. daß die Schule als Ordnungsform durchaus mit der modellierten Struktur des Eltern/Kindheits/Erwachsenen-Ichs konform gehen kann. kritisch und/oder als falsche Erziehungsmittel gesehen werden dürfen. noch nicht der Wortsprache mächtig ist. die in der Grundschule eine Rolle spielen: Tränen. die das Kindheits-Ich in einer Interaktion (Transaktion) ansprechen. Formulierungen des Eltern-Ichs scheinen daher zum festen Sprachund Handlungsrepertoire von Grundschullehrerinnen zu gehören. später durchaus positiv erfahrbare Lebenserfahrungen.nicht zuletzt auf schulische Inhalte und Erziehungsmaßnahmen nicht selten mit sprachlichen Formen des Kindheits-Ichs. Hier zeigt sich. Offenbar reagieren Kinder dieses Altersbereichs stark auf Formulierungen des Eltern-Ichs. welches Lehrerinnen gebrauchten. Schmollen. gerade im Verhaltensbereich stark bindend. Diese Gefühle konstruieren sich zum anderen Teil aus der (damaligen) Weltauffassung und sind ebenfalls in bestimmten Äußerungen erkennbar. Nägelkauen usw. niedergeschlagene Augen. (Das „Melden“ ist ebenfalls ein Ausdruck des Kindheits-Ich. erfolgten. Ihr eigenes Erwachsenen-Ich baut sich zwar auf.) Kinder in der Grundschule reagieren . daß die hier erwähnten Formen des Eltern-Ichs (wie auch des Kindheits. Grundsätzlich muß ich jedoch darauf hinweisen. Das zweite „Ich“ in uns stellt in dieser Annahme das Kindheits-Ich dar. Grimassen. . sind wichtige. auch Äußerungen des Kindheits-Ichs. also der Gefühle. in denen das Kindheits-Ich angelegt und später lediglich verstärkt wird. da das Kind in den Sphären der frühen Kindheit. Gleichzeitig ist es ein schulisches Ritual. wie Harris es formuliert Transaktionen (als kleinste Einheit der Kommunikation) nicht das erbringen. sondern ganz andere Effekte haben. Daher sind es vielfach Gemütsbewegungen.ä. Sie schaffen Lehrerinnen daher ein zusätzliches erzieherisches Element. ebenfalls in früher Kindheit. Kichern und Glucksen. die auf jedes äußere Ereignis.a. Wutanfälle. In Grundschulklassen „lebt“ das Eltern-Ich in vielfacher Form. Durchschnittlich wurden 15 Indizien gezählt. Das Kindheits-Ich reagiert zuerst sprachlos auf die Außenwelt. daß in der Klasse 1 in 100 zufällig ausgewählten Stunden die Indizien des Eltern-Ichs. zwischen 5 und 36 Impulsen pro Unterrichtsstunde lag. jedoch sind die frühen Prägungen. Was ist das Kindheits-Ich? Es sind die Aufzeichnungen innerer Ereignisse. von Umgangsformen u. Betteln. Harris nennt hier u. Unsere Untersuchungen zeigten.und Erwachsenen-Ichs) durchaus nicht ausschließlich negativ. Selbstverständlich können diese Interaktionen oder. Nicht zuletzt die Erfahrung des „bitte“ und „danke“. was gewünscht wurde.

wie der ist.. so groß.a.. unbekannt..L. weil. ich denke mir das so.“ Daniel: „Ich finde. "Nun gerade". wie. hörste?“ Roy: „Wenn ich groß bin.“ Ralph: „Ich kann schon radfahren. können als Indizien für den Gebrauch des Erwachsenen-Ichs gelten. Sprachliche Indizien dafür (Harris nennt dieses Phänomen des Erwachsenen-Ichs auch das Prinzip der Datenverarbeitung) können u.B. hier eine eher sachliche. der Strukturierung des Erwachsenen-Ichs der Kinder. eigentlich ist Yves zuerst dran gewesen. ich finde . wann oder wodurch. Berne in diesem Kapitel). daß dieses dritte "Ich" durch eigenes Erkunden. Schule lebt bekanntlich durch gemeinsames Entdecken der Welt. Sie werden z. schöner.“ Auch viele Superlative künden vom Einsatz des Kindheits-Ich.kurzum besser sind.a.“ Esther: „Ich finde.. Danach sind kindliche Äußerungen.. wonach bestimmte Dinge dieses Kindes größer.“ L. "Ich habe jetzt keine Lust". das Eltern-Ich als "angelerntes". "Ich will jetzt aber . stets Ausdrücke des herrschenden Kindheits-Ichs. Bereits kleine Kinder bekunden ihr Erwachsenen-Ich.. Probieren und Wägen heraus entsteht und immer neu "angereichert" wird. Karin hat sich nicht richtig verhalten. durch Fragen nach dem warum.. Damit wird klar. möglich. verhältnismäßig. "Es ist nur meine Schuld". u.". sein: Lars: „Wieviel kann denn so ein Eisbär wiegen?“ Sandy: „Auf welchem Weg geht denn das Wasser ins Meer?“ Franka: „Also. . Es scheint also real. Harris bezeichnet das Kindheits-Ich als "gefühltes". habe ich sowieso das beste Rad der Welt. wo. in den kindlichen Spielen „Meines ist besser“ verwandt (s. wo die olle Tasche liegt.. Jörg?“ Jörg: „Weiß ich doch nicht ..“ Auch die Wendungen: falsch und richtig. „am geilsten“ . auf die Entwicklung des Erwachsenen-Ichs der Kinder angeordnete Kommunikationsstruktur zu erwarten.. so einen Dinosaurier kann man sich gar nicht vorstellen...: „Und was kommt bei dieser Gleichung heraus. wie das Wasser in die Wolke kommt . wer. können ebenfalls zu den sprachlichen Entäußerungen des Kindheits-Ichs gezählt werden.: „Wo hast du denn nun deine Tasche hingelegt?“ Anna: „Ist mir doch egal. Sie hat sich vorgedrängelt.“ Sascha: „Wir müßten mal rauskriegen. das Erwachsenen-Ich dagegen als "gedachtes Lebenskonzept". .

die entweder komplementär verlaufen. L. Die Konstellation Lehrerin Kind erscheint . was meine Eltern alles für diese Schule geschafft haben . mit dem die Lehrerin spricht. ich glaube. Aber schauen wir einmal in das Lehrerzimmer.. "Mama ist nicht unordentlich“. Statt dessen bauen sich eine Reihe wirklicher . wird nun . Das kann der Anfang einer völlig gekreuzten Transaktionsfolge werden. die gestellte Frage anhand seiner Fakten. als wenn beide beteiligte Seiten öfter Formulierungen des Erwachsenen-Ich wählen.“. oder gekreuzt sind. In der Schule prallen viele "Ich's" aufeinander. die nicht zu geprägtem Verhalten führen. mit deren Kindheits-Ich zu antworten. wir haben das an dieser Schule bereits seit zwanzig Jahren so und nicht anders gemacht . welches in ganz unterschiedlichen Varianten „herauskommen“ kann.. Die Kindheits-Ich-Reaktion hätte diesen bereits vermindert.“ Wenn ein Kind gefragt wird: "Sind alle aus deiner Familie so unordentlich?". also wirklich immer klargekommen.: „Also meine 4b ist ja wohl das Beste.k.diese angebliche Provokation zurückweisen. es wird sich dann bemühen. ich bin der Schlimmste“. Es geht ihm um die Erkenntnis.. Die Lehrerin. in ein Gespräch zwischen Kolleginnen. L. so wird das Kind zweifellos zumeist mit seinem KindheitsIch antworten. Mitunter reagieren Kinder aber bereits mit Ausdrücken des Erwachsenen-Ichs. wie "Selber unordentlich" über "Immer ich" bis "Was geht's denn Sie an . werden dadurch Kinder stärker animieren... die sich nicht selten dadurch provoziert fühlt. des gedachten Lebenskonzeptes. und nun so etwas . meine Lieben. über das erschrockene Augenrollen. was dieser Schule je passieren konnte. „paßt“ zunächst nicht ins Denkkonzept des Kindes. Das Spektrum reicht vom abwendenden Weinen.zumindest in den unteren Klassen .: „Wissen Sie.. Das Eltern-Ich. Wahrscheinlich wollte die Lehrerin dem Kinde mit ihrem Spruch etwas signalisieren..“ Gefühl entstehen kann. daß durch gekreuzte Transaktionen bei einem (oder beiden) Kommunikationspartnern ein „Nicht o.. Pädagogen..Aus diesen Indizien modelliert Harris nun eine Reihe von Transaktionen. dagegen sieht es bei uns ganz prima aus“.eventuell mit einer anderen Nuance des ElternIchs . „Nein.und Eltern-Ich erwartet werden dürfen .“ bin ich mit meinen Schülern L. Daten und Erfahrungen zu beantworten. Vielmehr soll auf die Bedeutung des Modells im schulischen Bereich Bezug genommen werden.: „ Immer. Hier wird ebenfalls Kindheits. oft sogar eigenen Kummer. verbunden mit einem eher erschreckenden „Nein“ bis zum Murmeln abwehrender Formeln. Es kann an dieser Stelle nicht jede Transaktion dargestellt werden.“ Dies sind alles Beispiele des gefühlten Lebenskonzeptes. Wenn ich mir nur anschaue. die sehr viel mit Äußerungen des Eltern-Ichs arbeiten. also mittels des Erwachsenen-Ichs..klar. „Kommen Sie doch mal zu uns!“ oder „Ich habe eine Tante.

Aber das ist bereits Harris-Theorie für Fortgeschrittene.“ (Erwachsenen-Ich . Komplementär-Transaktion auf der Ebene des Eltern.“ (Erwachsenen-Ich . die noch nicht kommt) „Frau Z. die zumindest der Lehrerin ein Nicht o.“ Jana: „Oh.Eltern-Ich) Ronny: „Ich muß jetzt bitte meinen Radiergummi wieder bekommen. die komplementäre (parallele). die Überkreuz.Ichs Diana: (Wartet nach Stundenbeginn auf die Lehrerin.“ Tim: (zu Ludwig) „Ich werde diesem blöden Kerl ein für allemal zeigen..“ Francis (beim Hereinkommen): „Wie riecht es denn hier?“ L.„Mißverständnisse“ auf.. kommt nie pünktlich zum Unterricht.“ Beispiele für gekreuzte Transaktionen: Luise: „Wo habe ich denn nur mein Lesebuch?“ L.“ Komplementär-Transaktion auf der Ebene des Kindheits-Ichs Garry verteilt die Spielrollen: „Ich bin der Vater. oh ich bin ui . Immer druff. hier isser. drangekommen .“ Saskia: „Lehrer sind auch nicht mehr das.“ Ludwig: „Los. Mensch. wer hier der Chef ist.k.Kindheits-Ich) . oh weia. Diese drei Typen der Transaktion. jetzt hast du mich angeschubst. daß sich komplementäre Transaktionen auf den drei „IchEbenen“ bewegen können. wehre den Anfängen..: „Ich habe etwas aufgeleimt.“ Lydia: „Immer muß ich Kind sein“ (zieht schmollend die Lippe herunter). Karla: „Ui.: „Du wirst es wie immer verbummelt haben.“ Theres: „Brüll mich nicht so voll. Gefühl vermitteln.(gekreuzte) und die verdeckte Transaktion sollen mit Beispielen aus dem Schulalltag noch einmal gekennzeichnet werden. das ist der Klebstoff.“ Dennis: „Sandalen habe ich noch nie ausstehen können. Zu beachten ist. was sie mal waren .Eltern-Ich) Yildiz: „Ich habe ein paar neue Schuhe.“ (Erwachsenen-Ich . Nancy die Mutter und du das Kind.. der so riecht. eh.ja.“ Komplementär-Transaktion auf der Ebene des Erwachsenen-Ichs Nadine (wähend des Schreibens): „Gibst du mir mal deinen Tintenkiller?“ Frank: „Klar. Ui.

.“ Cindy: „Na guck mal. Ich will es zum Ausgangspunkt weiterer Analysen machen.. Gefühl vermitteln. daß „Nicht o. voraussagbaren Ergebnis führen. 1993. welches quasi „sich selbst aufdeckt“. Gefühle“ vermindert werden können. wo ist denn Roy. äußerlich scheinbar plausibel. S. die bei Transaktionen ins Gespräch kommen.“ Halten wir fest: Kommunikation sollte allen Beteiligten ein o. die mit einer Falle bzw.: „Bin ich euer Dienstleistungskombinat?“ (Erwachsenen-Ich . Kommunikation so zu gestalten. unser großer Liebling?“ Susanne: „Noch aufm Klo. nachdem sich auf dem Blatt zwei Farben vermischt hatten): „Können sie uns mal bitte helfen?“ L. .“ Friederike: „Wo hast du meinen Rotstift wieder hingemöhlt?“ Frank: „Biste blind oder was?“ Thomas: „Guck richtig hin. einem trügerischen Trick verbunden sind“ (Berne 1993).. dabei aber von verborgenen Motiven beherrscht.: „Sagt mal. Berne selbst (vgl. Prägungen aus früher Kindheit haben in uns unterschiedliche Anteile. Seine Definition des „Spiels“ hat aber mit der intrinsisch motivierten kindlichen Tätigkeit kaum etwas zu tun. Es kann an dieser Stelle nicht darum gehen. Das Wissen über diese Transaktionen und deren Wesensart kann helfen. die zu einem ganz bestimmten.Mandy (zur Lehrerin.“ Ulrike: „Oder er macht wie immer Blösinn. oft beobachtete Spiele. Die Spiele (E. eine fortlaufende Folge verdeckter Komplementär-Transaktionen.. Es läßt sich auch beschreiben als eine periodisch wiederkehrende Folge sich häufig wiederholender Transaktionen. Dabei reduziere ich mich auf einige. du Trine. 73) beschreibt ein Spiel. Berne) Eric Berne hat den Begriff der „Spiele“ in die kommunikationswissenschaftliche Diskussion gebracht.k. Es soll daher lediglich auf die Bedeutung der „Spiele“ und ihr Vorkommen im schulischen Sektor hingewiesen werden. hier liegt er doch .k.Kindheits-Ich) Beispiele für verdeckte Transaktionen: L. umgangssprachlich kann man es auch bezeichnen als eine Folge von Einzelaktionen. die gesamte transaktionistische Modellstruktur von Spielen zu recherchieren. Ein Spiel ist bei Berne: „ .

weist hier auf . Hätte sich die gleiche Szene mehrfach wiederholt.) wird. Spiele sind Ersatz für seltene Streicheleinheiten des Alltags.. bekam während des gemeinsamen Essens Bauchschmerzen und bat darum. Wenn aber die Präsenz negativer Strokes akzeptiert wird. sicher aber auch das „Unterbrechen“ sind Zuwendungseinheiten. Magen. er sollte sich eine Weile hinlegen. denn es wird ja beachtet. Dem Kind genügen diese Streicheleinheiten. behandelt mich“ usw. der gleichen fürsorglichen Behandlung teilhaft zu werden. meist amnesiert worden. Berne. da Lehrerinnen und Kinder Zeiträume haben.. 3. der die Spiele nicht unter dem schulischen Aspekt analysiert. Warum kommunizieren Menschen „spielend“? Berne sieht fünf Ursachen: 1. als erwartet. offensichtlich trachtete er danach. sieben Jahre alt. Ich halte daher Spiele als Erwerb von Streicheleinheiten für notwendig .. Schmerzen und allgemeine Wehleidenszustände geachtet worden. Dann: „. wäre Mike von seinen erschrockenen Eltern ebenfalls ins Bett gesteckt worden. sind hier Spiele höchst wahrscheinlich 2. 1993.und zwar von beiden Seiten her. Spiele strukturieren (vertreiben) Zeit. Da Schule ein Ort sozialer Interaktion ist.allein schon das „mitspielen“. Sie werden dieses Spiel mit hoher Wahrscheinlichkeit wiedererkennen. Betrachten Sie Ihre kleinen und großen Hypochonder im sozialen Umfeld. Diese soziale Funktion wird uns auf den sprichwörtlich langweiligen Parties offenbar. er weiß sich „erkannt“ und geht aus dem Spiel heraus (Nein!). wie dies häufig der Fall ist. Wäre in dieser Familie sehr stark auf Essen. 73) Es würde sich eine verdeckte Transaktion ergeben.„Taniy. aber erst recht für den Betreffenden selbst. sich entfernen zu dürfen. nicht wahr?’ Mike brach sofort in Gelächter aus und versicherte pflichtschuldigst: ‘Nein!“ An diesem Beispiel wird deutlich. wenn Eltern ‘mitspielen“ (Berne. Seine Eltern schlugen vor. Wie ist es jedoch in der Schule? Sicher ähnlich. Daraufhin sagte sein kleiner dreijähriger Bruder Mike: ‘Ich hab auch Bauchschmerzen’. daß dieses Spiel zu einem Bestandteil von Mikes Charakter geworden wäre. die sie als unstrukturiert (langweilig) akzeptieren. Die Ursprünge sind für die Umwelt. Sein Vater sah ihn einige Sekunden lang streng an und antwortete dann: ‘Du willst doch nicht etwa dieses Spielchen mit mir spielen. wäre dieses Spiel offenkundig erfolgreicher für Mike verlaufen. daß der Versuch des Kindes Streicheleinheiten zu erhalten. Dann erfolgen nicht selten Spielinzenierungen .. muß diese Aussage erweitert werden. dann ließe sich leicht voraussehen. Spiele halten bestimmte Menschen gesund und bei Laune. wenn auch anders. durch eine Übertragung (Ich habe auch Bauchschmerzen) sofort durchbrochen (Du willst doch nicht etwa . die etwa so beschreibbar wäre: „Mir ist unwohl“ und würde auf psychologischer Ebene auf die Umwelt wirken als: „Nehmt Rücksicht“ bzw. kümmert euch. „Bedauert. S.

da diese Einteilungen eher therapeutisch von Nutzen sind und die an Schule Beteiligten meist im ersten Grad . 4. Kinder spielen ständig untereinander „Meines ist besser“.g. daß Kinder diese Spiele erst in deren Anfangsstadien spielen. wenn Kinder nicht sachlich. Sie sind weniger zur Erheiterung als zur Analyse. Auch erheben sie keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Eigene Schulspiele werden bei ihm nicht erwähnt.und Räuberspiele. In schulischen Unterrichtssituationen können Sie dieses Spiel beobachten.du bist o.“ „Dann zeigs doch. Man kann solche Spiele generell wiederkehrend verfolgen. Party-. „Guck mal. Ehe-.k.etwa durch Schulwechsel und eine dortige „nicht-aufnahme-bereite Umgebung“. Spiele verteidigen die Lebenshaltung „Ich bin nicht o. Diese persönliche Bedeutung der Spiele ist . zur aktiven Erkennung und/oder möglichen Vermeidung zusammengestellt.“ Da Kinder größtenteils mit diesem Konstrukt aufwachsen. Einige der o. Viertens sei lediglich verwiesen. daß Berne seine Spiele in Spielgrade unterteilt.k. Doktor. mein Auto.für Kinder und Lehrerinnen . Die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe impliziert auch gleichsam die Zugehörigkeit zu den darin zeitgemäßen Spielen.“ „Ich habe zu Hause ein noch viel schnelleres. wenn sie „ihre“ Spiele nicht spielen können.“ „Zeig mir erst deins. also meist noch keine Profis sind. .der Grundkonstellation . Drittens muß darauf hingewiesen werden.Psychosen hin. sondern nach diesem Spielskript vergleichen.“ „Habe ich doch. wie auch für die Schule. Gefühl“ leiten sie eine wenigstens teilweise Verbesserung der Aktuallage ab. ist das Spiel „Klassenkasper“ für manches Kind bereits so habitualisiert. die Notwendigkeit. Entsprechend umfangreich ist das Repertoire des Suchens und Variierens. rot und viel schneller als deines.spielen. Auch hierauf will ich nicht eingehen. diese Spiele mitzuspielen. habe ich. ist ein Spielen seitens dieser relativ sicher zu erwarten.k.“ usw. „dazuzugehören“. Spiele sind aber unmittelbar auf die Schule übertragbar. . andere treten durchaus dort auf. wenn dieses Spiel-Verhalten abrupt beendet werden würde . Aus ihrem eigenen „Nicht o.“ „Gar nicht. Jedoch sind die grundlegenden Tendenzen sichtbar und verleiten Lehrerinnen nicht selten. Und damit zusammenhängend ergibt sich: 5.“ „Doch. Ohne Mutmaßungen anstellen zu wollen.“ „Ich habe zu Hause ein viel schöneres.“ „Gar nicht. in die Spieler/innen fallen können. Diese Notwendigkeit ergibt sich sowohl für „Partyspiele“. indem sie ihrem Gegenüber dieses Spiel anbieten. Ich will einige dieser selbst beobachteten Schulspielvarianten folgen lassen.nicht zu unterschätzen. daß es durchaus „Entzugserscheinungen“ bekäme. Sex-. Berne unterscheidet sogenannte Lebens-.

: „Müßt ihr euch schon wieder in den Haaren haben?“ Nicht immer wird das Spiel beendet. kommen aber kaum dazu. indem sie „Schiedsrichter“ spielen. aber nicht primär von der Lehrerin.“ „Danny hat einen Fehler gemacht. hat gesagt. mit dem Erwachsenen-Ich zu entgegnen.“ .. Harris und Berne empfehlen immer. sondern (transaktional) gestört ..: „Ihr habt die Hefte eures Nachbarn vor euch. daß Jörgs Übung schöner aussieht als Lisas. Kinder sind zu sich sehr kritisch. L. die etwas auszusetzen hatten. Die Begründungen waren größtenteils eindeutig. In diesem Fall könnte daher die Lehrerin die aktuellen Leistungen der Kinder vergleichen lassen und folgern.“ 13 von 26 Kindern taten dies.  selbst Führungsaufgaben zu bewältigen („Lehrerin sein“).: „Da hörstes. Solche immanenten Kontroll.womit „durchkreuzt“ nicht beendet. da die Kriterien eindeutig..“ L. diese Spiele zu beenden. L. die sich entweder aus dem Spiel „Meines ist besser“ oder anderen Interaktionen ergeben.“ L. zu bewerten. kann aufstehen.und Selbstkontrollmechanismen helfen Kindern  zu größerer allgemeiner Aufmerksamkeit.“ Kritisches wird angesprochen.. da es Lehrerinnen offenbar für wichtig halten. ob ihr zufrieden seid.“ L. bei denen es eine eindeutige Richtig-Falsch-Stufung gibt.  sich selbst und andere verbessernd zu verstehen.: „Kontrolliert bei eurem Banknachbarn die Arbeitsmittel und sagt ihm. meistens haben solche Schiedssprüche eher noch spielfördernde Wirkungen.meint. arbeitet lieber zusammen. Einfacher machen es uns und den Kindern jene Aufgaben. sondern von den Kindern untereinander. für wen ihr ein Bienchen (Stempel für gute Leistung) beantragt. Die Lehrerin befragte all die Kinder. Frau G. hier .: „Streitet euch nicht.“ „Die Buchstaben stehen zu gerade. „Das eine Wort hier ist ein wenig verschmiert. meines findet sie besser .: „Hast du nicht gehört. alle Konflikte. das Spiel „Meines ist besser“ zu spielen. K. und die Chancen gleich verteilt sind.“ K.“ „Das Wort hat Carola zu eng geschrieben. Denn die Aussagen werden durch die Mitspieler in ihrer Richtung gedeutet.“ Lehrerinnen versuchen oft. L. du sollst aufhören.“ K. Sagt mir.: „Wer mit seinem Geschriebenen zufrieden ist.: „Ihr seid beide gleich gut.: „Siehste.Dabei werden dann die geschriebenen Buchstaben nach dem genannten Prinzip „heruntergeputzt. Allein dies könnte eine Form schulischer Spiele darstellen..“ Wie können solche Spiele durchkreuzt werden? .

daß man sich diese Wirklichkeit einbilden kann und „die Erwartung des Ereignisses zum Ereignis der Erwartung“ führt. Keiner wollte unter der Zahl der Mißgeschicke des anderen bleiben.. die versagt uns dann wieder .. Töpfermarkt = etwas kaputt) L.. ehe sie ihr Markenzeichen weg haben. Mißgeschicke.offensichtlich aus Verärgerung über seine eigene Leistung ... du bist doch tolpatschig . als deine“. Tolpatschereien usw.“ L.: „Ich weiß nicht. Kollegin B.“ L.“ Auch unter Lehrerinnen selbst gibt es derartige Spiele.“ Eine besondere Form. sonst machst du wieder Deppermarkt.“ L. daß sie immer durcheinanderkommen. Zur Situation: Ein Kind der Klasse tut etwas unrechtes.: „Laß mal Louisa.) wissen wir.1. nur nicht mit der. sondern hat bereits . sich geworfen und dabei Blessuren abbekommen habe. solchen Kindern die Aufgaben nicht zuzutrauen. die dies mit Kindern spielen.nämlich „meine Mißgeschicke sind besser. Die Gruppe der Lebensspiele „Mach mich fertig“ wird durchaus von Kindern untereinander. du armer Kerl. Die ist doch gar nicht fähig für so was .. wieviel Mal jeder hingefallen. ich nehme dir das mal ab .die fehlerfreie Leistung seiner Nachbarin nicht lobend beantragt. Meist benötigen einzelne Lehrerinnen nur ein paar Wochen Arbeit. Projektarbeit mit Kollegin C. Direktorin: „Ich glaube. so ich dir“ (eine Sonderform von „Meines ist besser“) vereitelte. Kapitel 2. die das Schema leben. als auch von Lehrerinnen gespielt. wodurch diese bald arbeitsfrei sind.. Das Spiel „Jetzt hab ich dich endlich. geradezu „anzuziehen“. das wird wieder nichts. die auch unter Kindern zu finden ist. wenn sie großen Belastungen ausgesetzt sind. war die soziale Konsensstimmung nicht in Gefahr.. Solche Kinder werden Leute. Daraufhin wurde zusammengerechnet. Die Grundform basiert auf dem Skript „Warum muß das ausgerechnet immer mir passieren?“ oder „Jetzt hat es mich wieder erwischt“. du Schweinehund“ wird eher bei Lehrerinnen beobachtbar sein. Da die Lehrerin diese negative Spielart „Wie du mir. Laut Watzlawick (vgl. jedoch kommt es auch inter-infantil vor.Lediglich ein Kind hatte . sind Bestätigungen der Form der „Meines ist besser“ Struktur . stets versagen. können wir das nicht aufhalsen. Die Lehrerin nimmt ihm aber nicht dieses aktuelle Laster übel.“ (sächs. So betrachteten sich zwei Kinder einer zweiten Klasse intensiv ihre Wunden nach einem Fußballspiel. Lehrerinnen sind versucht. L. Bestimmte Kinder scheinen Auseinandersetzungen..: „Na Ilka..: „Ach Falko.. die wird mir doch wieder hysterisch .: „Mit allen arbeite ich zusammen.

daß dieses Kind sich etwas zuschulden kommen läßt. L. wir haben über das Zuhören gesprochen. Du bist der ungezogenste Junge in der ganzen Klasse. Kevin.: „Kevin spielt... die nicht „hierher“ gehört. sieht..(verwirrt): „Ich wollte . du hast mich richtig rausgebracht und nur.. sich demnach fehlerlos zu benehmen. Auch taktvolles Nachgeben könnte ein Schlüssel sein. Die Medizin spricht bei derartigen Phänomenen vom „alles oder nichts“ Prinzip. welche die Sachlage „Sieh bloß. was soll bloß aus dir werden.. daß Sie sich verhaspeln. stört und/oder einfach Zuwendung benötigt. ja.. was du angerichtet hast“ ist ebenfalls für klassische Schulsituationen relevant. eine Frage hat.(verdattert): „Ich habe doch nur . das Maß ist jetzt endgültig voll. daß längst mehrere Schichten Gras darüber gewachsen seien.“ L.. was du angerichtet hast“ ausdrücken können. dann passiert es. denn wenn Widerstand spürbar wird.“ Spieler/innen müssen sie „sich austoben“ lassen..: „Rede dich nicht heraus. Nunmehr verfolgt sie es mit ganzer Kraft für dieses und alle in der Vergangenheit angetanen Boshaftigkeiten.“ L. daß David Julia an den Zöpfen zieht.“ D. noch bei mir beschwert. nicht stark aufzufallen. so werden andere Beteiligte recht schnell einsehen. werden „Jetzt hab ich dich . ach was sage ich.“ Spieler/innen nur noch mehr Versatzstücke ans Licht zerren. Jetzt weiß ich gar nicht mehr. . Ach. Die Lehrerin erklärt momentan die Notwendigkeit gut zuzuhören.“ D. Auch wenn es zunächst weh tut. Das ist ja ungeheuer. L. Dann bekommen Kolleginnen plötzlich Dinge „aufgetischt“ von denen sie glaubten. Sie können Ihrem Gegenüber nun die Schuld geben mit allen Vokabeln. in der ganzen Schule. vor zwei Wochen hast du auch . L.längere Zeit darauf gewartet. Heute morgen hast du Kathrin geärgert. Wenn ein Kind sich dieser Ruhe nicht ergibt. Bremsversuche schaffen nur noch mehr Reibungshitze. Kinder eignen sich die Spielart ebenfalls sehr schnell an. während ich hier eine ganz wichtige Sache erkläre. als Kevin der Bleistift. auffallen muß. Das Spiel „Sieh bloß.“ Durchaus können Erzieherinnen und/oder Direktor/innen dieses Spiel ebenfalls spielen. dann hat sich Frau G. dann hast du nicht aufgepaßt.. mit dem er gerade spielte. Agiert eine Lehrerin wie im obigen Fall.: „So David..: „Wenn ich dazu noch an vorige Woche denke. Was sind profunde Gegenmittel? Erstens . was ich noch sagen wollte. Als Lehrerin möchten Sie in Ruhe ihren Unterricht gestalten.korrektes Verhalten. weil du immer spielst und niemals zuhörst. daß es ratsamer ist. da kamst du mit Sebastian ins Gehege und deine Mutter hast du auch nicht zum Elternabend eingeladen. herunterfällt. weil du in Werken nicht richtig schneiden konntest und nun das. einmal in Fahrt gekommene „Jetzt hab ich dich .

was du gemacht hast. ich koche mehr. sonst wäre das ja nicht umgefallen. daß dieser zusammenfällt... Auf diese Weise kann sie sich „eine unangreifbare Ausgangsposition für die Terrorisierung“ ihrer . was ihm selbst passiert.“ Jan: „Na klar. sie hat Teller aus dem Schrank geholt und will in die Puppenecke zurückgehen.“ Gabi (erschrocken): „Du . S. um zu trösten. was du angerichtet hast.“ (vgl. Da Gabi weitergegangen ist. Beiläufig erkennen wir in dieser Art auch viel „Eltern-Ich“ („immer .. Jan: „Jetze siehste mal. sondern die eigene . was du angerichtet hast. bzw. Jedes Mißgeschick. Gabi kommt vorbei.. Es genügt bereits. du blöde Zicke.. Ja?“ . Kevin.. schlägt an seinen Turm. Jan. Jan baut gerade auf dem Bauteppich einen Turm und sucht nach einem bestimmten Stein.. nachdem sie beinahe anfing zu weinen: Gabi: „Jetzt baust du selber deinen Turm auf. hat sie dies nicht gesehen.) nicht solitär verbalisiert werden. Jan haut ihr einen Baustein auf den Fuß: „So.Ich bin ganz durcheinander. Unter Lehrerinnen ist das Spiel vor allem ein zwischen Schulleitung und einzelnen Kolleginnen gespieltes. offensichtlich frustriert darüber. das hast du gemacht.“ Gabi: Aber ich habe doch nicht . die Ursache genau auf den Verursacher zu focussieren. kann sie „als Waffe gegen sie verwenden“.. Mitarbeiter schaffen. So kann die Schulleiterin: „als Ausdruck ‘demokratischer Gesinnung’ oder ‘guter Menschenführung’ die ihr unterstellten Mitarbeiter um Ratschläge und Anregungen“ bitten. siehst du. da bin ich aber nicht drangekommen . Da siehst du... daß er die bestimmte Art Steine nicht findet. 111) Günstig ist es.. Das macht ihn zwar einsam.“ Nicht der Störer. Denkbar ist es auch. sich schnell aus deren Wirkungskreis zu entfernen. jetzt siehste mal. indem sie „ihnen die Schuld dafür in die Schuhe schiebt . und in der Zeit koche ich Essen für mich und mein Kind . Berne 1993.. läßt ihn aber mitunter auch seinen Zorn vergessen.. Die oben genannte Gabi tat dies.vielleicht zu Hause erlernte Spiel mit hoher Trefferquote.. die Verantwortung auf den Spieler zurück zu übertragen. Sie streift Jan am Fuß..du kannst mitessen. dafür mußte büßen. was du angerichtet hast . niemals“) Auch Kinder untereinander spielen das .. wie in diesem Fall.“ Selbstverständlich muß die eigentliche Formel ( .“ Jan: „Glaubste. ich reiße meinen Turm selber ein? Das ist alles deine Schuld“ Gabi geht auf ihn zu.wie auch immer motivierte Gereiztheit ist der eigentliche Anlaß seines Ausbruchs. derartige Spieler/innen sich selbst zu überlassen.

indem er wiederum ein „Versehen“ produziert. Die Lehrerin ermahnt das Mädchen. räumte eine kleine Weile die Bausteine hin und her und ging dann in die Puppenecke. Der Junge rempelt seine Banknachbarin mehrmals an. Die Lehrerin ermahnt ihn. über den Kopf. verzeihen Sie wiederum usw. als zweite handelnde Person (Lehrerin) finden das Verhalten zwar nicht schön. doch die Entschuldigung anzunehmen. so daß ihr die Buchstaben. Beide Parteien sind befriedigt. 16. „um zu essen“.Jan grummelte etwas vor sich hin. Sie möchte dem Kind nicht vor-den-Kopf-stoßend die Grenzen seines Tuns aufzeigen. Minute. eine weitere Unterrichtsstörung. Das Spiel „Schlemihl“ (Schlauberger) gehört nach Berne zwar zu den Partyspielen. ein Versehen und/oder Vergessen zwingt Sie wiederum um Aufmerksamkeit. das Kind durch das Gewährenlassen. er macht eine Untat oder richtet mildes Unheil an. Ein weiteres „Mißgeschick“. Die Lehrerin möchte den Unterricht beginnen. die sie gerade schreibt.  Sie. (Das Kindheits-Ich schabernackt.  Daraufhin wird der Schüler weiter Ihr Gemüt strapazieren. ihre Toleranzbereitschaft. vermeidet aber allen „bösen Schein“. Minute. daß sein Lächeln erwidert wird. Das Mädchen beschwert sich bei der Lehrerin. Die Lehrerin streicht dem Jungen. mißlingen. dieser lächelt so schuldbewußt. Florian klackert mit dem Stift auf die Bank. ist es leicht. als sie wenig später durch die Reihen geht. Stundenanfang. . die Lehrerin wird durch die Entschuldigungen gestreichelt. Florian schaut schuldbewußt nach unten. Die Stunde beginnt. verzeihen es aber. Vergebungsfähigkeit. da es sich zu seinen Verfehlungen stets augenblicklich bekennt und gleich entschuldigt um gleich wieder Schuld auf sich zu laden. Parallelen zu finden. die Grenzen seines Tuns auszuweiten. aber da Parties und Schule sozusagen beides soziale Brennpunkte darstellen. Das Kind testet die Bereitschaft zur Toleranz. Die Lehrerin ermahnt Florian.  Der Missetäter geht in seinem Feldzug weiter.auf ihr verzeihendes Eltern-Ich. die sie nicht will. Die Handlung für die Schule ist in etwa so programmiert:  Einem Schüler „geschieht“ ein Mißgeschick. aber weil das Kind tief zerschmettert von seinem Ausfall ist. Daraufhin gibt er dem Mädchen die Hand.  Zwar platzt Ihnen gleich der Kragen. Sein „Versehen“ tut ihm scheinbar leid. versucht. „wenn es Flori doch ernst meint“. Das Spiel kann sich fortsetzen. Florian erntet ein Kopfschütteln. aber Florian packt noch.  Das Kind ist zunächst wieder untröstlich und Sie vergeben wiederum.) Die Lehrerin ist zunächst stolz auf ihre Selbstdisziplin. Gleichberechtigungsauffassung und vielleicht auch Duldsamkeit . 11.

Die Lehrerin fragt. Florian hält sich die Hände vors Gesicht. Florian meint es offenkundig nicht ernst.: „Ich gebe dir jetzt die gelbe Karte. Die Lehrerin fragt. er wäre heute falsch aufgestanden. nun ist es genug. an denen das Kind rüttelt. Jedoch genießen sie diese Probierphase. Minute. ob Florian das böse gemeint habe.: Das war jetzt das letzte Mal. Daraufhin werden die Augen des Jungen ganz groß und er erwidert „Nein“. Die Lehrerin ist schockiert.. um sich immer wieder aufs neue zu entschuldigen .. das Mädchen will erklären. Florian tut tief verstört.“ L. olle“. Der Junge schlägt zurück. Die Entschuldigungen (die gar keine sind) dürfen nicht akzeptiert werden. Minute.. daß ich dir das durchgehen lasse. Die Kinder bringen etwas nach vorn. welcher der Lehrerin Bericht erstattete. Wie ist dieser Spielart zu begegnen? Gute Lehrerinnen wissen es längst. Florian kippelt und stößt dabei an den hinteren Tisch. 31. Als die Lehrerin dies nicht bemerkt. 44.dies tun sie vielfach nonverbal. Beim nächsten Mal werde ich . inwieweit ihre „Entschuldigungen“ akzeptiert werden . 29. daß dem Kind die Grenzen nicht immer nur angedroht werden . Florian macht Faxen hinter dem Rücken der Lehrerin..“ Der Junge geht grinsend. ein Bein und zischt ihm zu: „Petze.sondern diese auch konsequent ausgeschritten werden. Florian weiß zum wiederholten Male die Antwort auf eine Frage der Lehrerin nicht. 37. Florian sagt. wiederholt er sein Tun. Michael bestreitet dies. wie Florians Beispiel zeigt.“ L. Florian grinst auch. 40. Minute. Das Spiel ist dann meist schnell zu Ende und andere Kinder. Die Mitschüler lachen. berichtet ein Kind wahrheitsgemäß. Erstens haben sie noch nicht den elaborierten Sprachcode. Ich werde . Der Junge entschuldigt sich in aller Form. L. Der Junge kriecht in sich zusammen. Für die Lehrerin ist der Fall damit erledigt.sie testen noch. Minute.. .. das Mädchen böse aus dem Zimmer. ob mit ihm etwas nicht stimme. Die Lehrerin winkt ab.24. Minute. müssen gezeigt und auf ihnen muß beharrt werden. Minute. Die Lehrerin droht Florian mit dem Zeigefinger. Kinder im Grundschulalter spielen dieses Spiel etwas abgemildert. bis zum letzten. Das Mädchen hinter ihm stößt ihn nach vorn. Michael wäre hingefallen.“ Es ist wichtig.: „Ich habe dich jetzt zweimal verwarnt. Zweitens wissen sie noch nicht. daß Florian Faxen gemacht hat. Das Mädchen protestiert . „frische Luft schnappen. Sie stellt Florian zur Rede. Die Lehrerin schickt beide Kinder auf den Hof. Noch einmal und ich werde . Florian rülpst laut. macht sich ganz klein. Die Lehrerin grinst. sind gewarnt. Florian stellt dem Jungen. damit ihr ruhiger werdet. dies bemerkt die Lehrerin. Auf ihre Frage.aber eben mit dem Erwachsenen-Ich erfolgen. Die Grenzen.das kann eine hübsche Garnierung der Spielart sein .beide werden ermahnt. Das kann durchaus freundschaftlich . Er stößt des Mädchens Federtasche von der Bank. Die Lehrerin rügt das Verhalten Florians. Dieser sagt. die sich dieser Spielart anschließen möchten. was los sei.

Wenn es auch eher für die Verwendung im Lehrerinnenteam prädestiniert scheint.: „Ich kenne den.  Der agierende Urheber stellt irgend ein beliebiges Problem zur Debatte.. Haben Sie es denn mal mit Leistungsforderung versucht?“ M. die können sich benehmen? Vor allem dieser Tobias .. Monika: „Ich weiß gar nicht recht. nicht?  Der „problembeladene“ Spieler kann zwar akzeptieren (ja).“ Miriam: Du kannst ja auch auslosen. hat aber immer einen Einwand (aber).. aber“ stellt ebenfalls ein für die Schule repräsentatives Beispiel dar.: „ . sonst kann ich mir das nicht erklären. wer lost?“ Geli: „Du kannst ja erst einmal schreiben. saubermachen und füttern und nachgucken. grinst und fängt an zu schreiben. das mache ich .  Irgendwann geben alle auf. Monika bleibt allein sitzen. sie ist sehr leistungsstark..so scheint es . und die Pumpe . das ist gut. mit dem er .. der Tisch wird leerer. ich will mich nicht verkrachen..?“ Sarah: „Dann mußt du eben jemanden bestimmen. ihm Ratschläge zu erteilen. wer die Biester füttern will. aber wie schreibe ich das hin?“ Dieses Gespräch geht noch weitere 7 Minuten. ja... aber ich bestimme. gut . die Kinder wenden sich anderen Dingen zu.. und wenn sie mal mit seinen Eltern sprechen?“ M.Das Spiel „Warum nicht . die Eltern halten auch nicht mehr so zu uns . kommt es in Grundschulklassen ebenfalls zum Vorschein. Eine Kindergruppe hat Monika den Auftrag gegeben. wenn du dran bist. Vielleicht hat er was gegen Sie?“ M.“ Monika: „Ja.: „Ja. das kann man. ja.“ G. der ist doch recht nett. was der Dienst zu tun hat.“ .. gut. aber Sie wissen ja selbst. Der Urheber gewinnt. aber ich kann das nicht. und . Monika?“ Monika: „Ja... dann fange ich eben an.. aber glauben Sie etwa. den Fütterungsplan für das Aquarium zu erstellen.“ Ralf: „Du kannst doch erst mal fragen.: „Also ich komme ganz gut hin. ob die noch leben.: „Ja.nicht zurechtkommt.“ Monika: „Ja. Frau M kommt händeringend zur Lehrerzimmertür herein: „Diese 3b. aber wie mache ich die Zettel zusammen..: Na ja. aber was hat er denn zu tun?“ Geli: „Na .“ Dennis: „Na gut.“ Monika: „Ja. Was macht man nur mit so einer Klasse?“ Frau S. wie ich das anstelle... hier sauber halten. das kann sein..“ Monika: „Ja... ich könnte sie auffressen.  Die anderen helfen mit Handlungsvorgaben oder Vorschlägen des Musters „Warum tust du (dies oder jenes) .“ Monika: Ja.. Aber was tut man denn gegen solch einen Jungen? G. aber wenn nun keiner will. sich in der Freiarbeit damit zu beschäftigen.

“ Diese Schulspiele erheben.“ „Überlege einmal selbst . machen müssen Sie es nur mal. werden diese ebenfalls mit dem „Problem 3 b“ konfrontiert . Daher ist die (Wieder)Gewinnung dieser Primärerfahrungen eines der erstrebenswertesten Ziele. sie ist aber ein Teil dessen. das wäre schon was.. was Grundschulbildung ausmacht .. Aber leicht gesagt.. Bewußtheit als eidetische Wahrnehmung.“ „Machen Sie sich mal einen Plan. deutlich geworden) sind: Petzen .. befriedigt.“ Nach und nach verlassen alle Kolleginnen das Lehrerzimmer..: „Mal zusammenschnauzen.. Das Kindheits-Ich spielt ein Spiel. Die „klugen Ratschläge“ der anderen (freilich besonders der Lehrerinnen) sind das eingeschaltete Eltern-Ich.“ M... Eine bewußte Wahrnehmung ist Grundlage dafür... denen sich der Partner stellen muß: „Was würdest du denn am liebsten machen?“ „Wie könnten Sie denn der Sache Herr werden?“ „Hast du dir nicht schon eigene Überlegungen gemacht?“ Es sind aber auch Aussagen möglich. Die Handlung scheint auf das Erfassen möglicher Handlungsvorschriften hinauszulaufen. das können Sie mit Ihrer Stimme. nicht nur grundschulischer Menschenbildung Übung: Überlegen Sie bitte selbst. welche die Beschäftigung mit dem Thema (und der Person) mit sich bringen. ich bin eine Frau . Dies geht mit Fragestellungen. welches um neue Informationen bittet. Spiele als solche zu erkennen und mit ihnen. Was ist dagegen zu unternehmen? Man sollte die bis dato komplementäre Transaktion „kreuzen“.“ „Herr T.. diese insgesamt ad absurdum zu führen.“ M. den Spieler/innen und dem Spiel an sich..das Empfangen von Umwelterfahrungen aus erster Hand.. verknüpft mit eidetischen Anschauungsbildern (Jaensch) ist nicht nur für Lehrerinnen eine höchst erstrebenswerte Eigenschaft. nämlich „Ist es nicht schrecklich“ und wird durch die vielen Streicheleinheiten. nimmt sich eine Zeitschrift und vertieft sich darin. keinen Anspruch auf Vollständigkeit. sorgsam und souverän umgehen zu können. Frau M. der klappt bestimmt . Als in der nächsten Pause . welche „Spiele“ Ihnen in der Schule noch geläufig (oder seitdem Sie dieses Buch lesen. die den selben Zweck verfolgen: „Ich bin sicher. sie also zu verwerfen. Es ist nicht das ErwachsenenIch..: „Ja. Ihnen wird etwas einfallen..: „Ja.: „Das kann jeder..“ „Sie haben doch bestimmt schon etwas in petto .sie hatte eine Freistunde wieder Kolleginnen in das Lehrerzimmer kommen.Herr F. Ich kann das nicht . wie angedeutet.“ „Damit wirst du fertig . hat jedoch den verdeckten Zweck. scheint mit dem Gespräch zufrieden. die Truppe .

 Streicheleinheiten anzunehmen.  nach Streicheleinheiten zu fragen. Spiele können unterbrochen werden. sie zu erbitten. die es gestattet:  Streicheleinheiten zu geben.  auch sich selbst Streicheleinheiten zu geben. Spiele finden weniger statt in einer Atmosphäre.wie in allen Lebensbereichen zu finden. .Begrüßung (Hof)pause Mädchengruppe Jungengruppe Vorsagen Leistungskontrolle Halten wir abschließend fest: Spiele sind im Schul.