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GOTTES WORT

... durch Bertha Dudde
1520

Erhellung des Geistes ....
Nicht-beten-Können ....
Wenn die Menschen sich vorstellen möchten, daß sie jegliches
Problem lösen könnten mit Inanspruchnahme göttlicher Kraft ....
der Erleuchtung durch den hl. Geist .... und daß sie sich alle in den
Zustand versetzen können, wenn es ihnen daran liegt, das Wirken
des göttlichen Geistes zu erproben. Nur der ernstliche Wille ist
vonnöten, dann wird der Mensch alle Bedingungen erfüllen, welche
die Erhellung seines Geistes zur Folge haben.
Und darum sollen die Menschen nicht Gott die Schuld geben, Der
sie angeblich in der Finsternis des Geistes wandeln lässet. Sein
Wille ist es wahrlich, der Menschheit das Licht zu bringen, doch
Seinen
Bemühungen
wird
stets
und
ständig
Abwehr
entgegengesetzt, und zwangsweise kann der Mensch nicht in den
lichten Geisteszustand versetzt werden.
Andererseits aber ist es auch nicht möglich, ohne die innere
Erleuchtung Gott richtig zu erkennen, und somit kann dem
Menschen weder Aufklärung gegeben werden über Dessen Liebe
und Allmacht noch über Sein Wirken und Walten im
Schöpfungswerk. Und es wird der Mensch unwissend bleiben,
solange er sich nicht in innigem Gebet der Kraft überläßt, aus Der
er selbst ausgegangen ist.
Ganz entsetzlich aber ist die Auswirkung in geistiger Beziehung, so
der Mensch nicht mehr beten kann .... Für ihn ist der Gang auf
Erden erfolglos, denn seine eigene Kraft genügt nicht zur
Höherentwicklung der Seele, und göttliche Kraft nimmt er nicht in
Anspruch.
Jeder scheinbare Erfolg im Leben ist also die Kraftzuwendung des
Widersachers, der des Menschen Einstellung nützet, ihn nun

seinerseits bedenkt und sein Denken völlig verbildet .... Er wird nun
nicht mehr fähig sein, sich geistig auf eine höhere Stufe zu bringen,
denn es mangelt ihm dazu völlig am Willen.
Ihm genügt sein Erdenleben und dessen Erfüllung, er nützet alle
empfangene Kraft nur in irdischem Sinn und fühlt sich innerlich den
wissenden Menschen weit überlegen, denn es stärkt der
Widersacher sein Selbstgefühl und läßt in ihm nicht das Gefühl der
Schwäche aufkommen.
Und solchen Menschen ist schwer das Evangelium zu predigen ....
es ist schwer, ihnen das irrige Denken klarzumachen, weil sie trotz
tiefster Dunkelheit des Geistes sich selbst im Licht stehend wähnen
und in Selbstüberheblichkeit jede Belehrung abweisen.
Nur eine gewaltsame Erschütterung des bisherigen Denkens kann
noch einen Erfolg zeitigen und dies eben nur herbeigeführt werden
durch außergewöhnliche Geschehnisse, die ihn in größte körperliche
Not bringen und ihn gewissermaßen zwingen, ein höheres Wesen
um Hilfe anzurufen, wenn nicht die Entfernung von Gott schon so
groß ist, daß er diese Verbindung durch das Gebet nicht mehr
herstellen kann .... Dieser ist verloren; wer aber Gott noch um Hilfe
angeht, der kann seiner geistigen und leiblichen Not enthoben
werden ....
Amen
Herausgegeben von Freunden der Offenbarung
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