W^- i*n

"VI
*

"«.^-v

^>^t>

-|v-,j^.

l!

^ifiteiil
mi:i>
iiS&i

^Ät
!«.

i*»-

*.»,

VV ^

.Vf* v\
"^

m'-^'
i>i^

'!

BIBLIOTECA
A

GENTRALA

UNIVERSITATI!

BUCURE^TI
No. Curent
..5-V.3.V.

DIN

^'^'

Format
Anul
Raftul

No. Inventar
Sectia

'^I

*y

<^

Wj^.

1956

Fiirserioten.

Nach

einer AufiKilmio in Ocbrida.

-» .--i*-*

DIE

AROMUNEN

ETHNOGRAPHISCH-PHILOLOGISCH-HISTORISCHE

UNTERSUCHUNGEN
ÜBER DAS VOLK DER SOGENANNTEN MAKEDO-ROMANEN ODER ZINZAREN
VON

GUSTAV WEIGAND

ZWEITER BAND
-1

^A
VA

IQi'-i

b

LEIPZIG
JOHANN AMBROSIUS BARTH (ARTHUR MEINER)
1894

übersetzungsrecht vorbehalten.

Druck von Metzger

<fc

Wittig

in Leipzig.

j YOLKSLITTERATÜR DER ÄROMÜNEN

HERAUSGEGEBEN

MIT UNTERSTÜTZUNG DER KGL. SÄCHSISCHEN GESELLSCSAFT

DER WISSENSCHAFTEN ZU LEIPZIG
VON

GUSTAV WEIGAND

MIT

4

LICHTDRUCKEN UND

1

HOLZSCHNITT-TAFEL

LEIPZIG
JOHANN AMBROSIUS BARTH (ARTHUR MEINER)
1894

Cäträ oaspisl

i

a

nei,

atsel

ditu Turchie.

De cänd
putui, sä

fudzii

dila

voi,

tricurä
tsi

patru aü.
la voi.


Mas

täxii,

cä va sä scot la luuiuä
bitisescu
liarao

cäntisli,

adunai

tora

lucru

aistu.

Elpisescu cä cartea aistä va
si

vä facä

vidzundalui limba avoasträ tipäritä

de

adun cu zboarä uemtseaste.

Ma

un lucru

easte,

tsi

valii sä

nu vä

ariseascä: ortografia, tu care
altä
turlie

am

scriatä

limba avoasträ;
tsi

ama
nu

tu

uu puteam sä o
graiurilor

fac naiutea de atsel',

stiu

proforaua
yiväsii'ea
tsi

arämäneaste.
voi

Tea sä vä

o

licsuredzu

a

cäutislor,
cat9'e

spun cu ;'rame
voi.

„romäueste",

va sä dzäcä

/ramä necuuoscutä de

o

u
1

= =

ä:
ä,

ko o
i:

=

cä.

mune
nu

=

mäne.
surori,

so ü, se

avdu mas uilieamäzä:
se

kapü.

(in

cama multe

pärts
i,

avdu

hits.)

u,

in zboarä ca: treia,

daua.

j,

in zboarä ca: yin (vin).
in frasl'i (fratsii).
l'ertu
(lertu).

r,

n, in
g,

an (am,

ai),

iiik

(mic).

in gine (gbine, bine).
in kin (chin, pin).

k,

h
z

11

casi

X'-

hai'''iO

ama

liil'ü.

= j: zale = jale. dz = gi: dzone — gione

(june).
in:

g are mas unä profora ca

gurä.

VI

Atseale alte casi:
si

^,

\,

v,

q se avdu mas iu cäteva pärts,

putets

le

achicäsits licsor.

Canoua atsea
din
tsi

di pri

mansus

easte, cä

am
n

scriatä

cacum

tri

se avde.

Nicä
vrearea
tsi

lipseaste spuset,

efhavistisescu

tutä

inima

tri

tute ghineatsele,

n

featsit

de anda

alägai lioarele ayoastre;

nu va sä

le

agärsescu pute.

avostru oaspe

Griistay

Weiaaiid.

Vorwort
Band eines dürfte sonderbar erscheinen, daß der zweite Werkes über die Ai-omunen vor dem ersten erscheint.
Volkslitteratur der vorliegende Band, der sich mit der beschäftigt, ein durchaus in sich abgeschlossenes
dürfte
sich

Es
größeren

Da jedoch
der

Aromunen

Ganze
erste

bildet,

der

Mangel des
daß

ersten

nur wenig

föhlbar machen,

auch
die

hoffe

ich,

in einigen

Monaten der

Band, der
etc.

Statistische

Reisebeschreibung, das Etlinographische, enthalten wird, der Öffentlichkeit übergeben

werden kann. Ich gedenke
buch,
als

als

dritten

vierten

eine

Band das etymologische WörterGrammatik der aromunischen Sprache
eines

und

als fünften

Studien folgen zu lassen.
des

Der
fertigung.
tiu-,

Titel

Werkes bedarf

Wortes

der Recht-

Es hat sich, besonders der Name Makedo-Romanen

in der

rumänischen Litterasüdlichen

für

die

Rumänen
auch
in

eingebürgert.

Auch

in der französischen

und

teilweise

der deutschen Litteratur findet

man

diese Bezeichnung

neben

Ausdrücken wie: Kutzo-Walachen, Zinzaren, Walachen, Pindus-Walachen und andere mehr.

transdanubische

Am

schlechtesten gewählt

ist

jedenfaUs der

Name Makedo-

Walachen;

ihre denn wenn man damit ihren Wohnsitz oder Ihre (nächst Herkunft andeuten will, so stimmt beides nicht. sind Thessalien, ersichtliche) Herkunft und ihre Wohnsitze

heutzutage in Epirus, Mittelalbanien, während sämtliche, die emgewandert Makedonien wohnen, in bekannter Zeit dorthin

In und diese sind bei weitem der geringste Teil derselben. Stamm, Makedonien wohnt und wohnte nur ein walachischer scharf zu nämlich die Megleniten, die von den Aromunen
sind,

VIII

Kutzo -AValachen und Ziuzareu sind Spottnamen, die man nicht aufzunehmen braucht, Pindus - Walachen ist ein Name, der schon eher gerechtfertigt erscheint, wenn man das
ti'euneu sind.

Volk überhaupt

lokalisieren will;

denn

in der

Abhäno;e des Pindusgebirges in seiner sranzen

That sind es Ausdehnung,

die
die

von dem Volke besetzt sind. Allein auch in Mittelalbanien wohnen genug Aronumen. Aber Avaruni sollen wir ihnen nicht
denjenigen
legen?

Namen

geben, den sich ausnahmslos alle

Stämme

bei-

Er ist der einzig gerechtfertigte und vollständig unzweideutige Namen, der ihnen gebührt. Höchstens über die deutsche Form des Namens könnte man streiten. Im Aromunischen lautet der Name: Armüii im Centrum und Süden, Aromuü o o o (Arumiiii?) im Norden, Aromen bei einigen Farseriotenstämmen; Aromunen ist die deutsche Form, die am besten der nördlichen
7

einheimischen entspricht,
schheßlich gebrauchen.

ich

werde

sie

daher in Zukunft aus-

Das

in

diesem Bande veröffentlichte Material habe ich auf

meiner letzten Reise
gesammelt.

vom

30. April

1889

bis 9.

September 1890

Die Mittel zu dieser ausgedehnten Reise wurden mir gütigst
gewählt von der königlich sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Leipzig, der königlichen

Akademie zu Berlin und

der königlich preußischen Regierung, wofür ich herzlichen
sage;

Dank

ganz besonderer

Dank

aber gebührt der königlich säch-

sischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Leipzig, die auch zu

den bedeutenden Kosten der Veröffentlichung des vorliegenden

Bandes

in erheblicher AVeise bereitwillig beigetragen hat.
ist

Von

Rumänien aus

weder von

weiten der Regierung,

noch von

Seiten einer Gesellschaft

auch nur das geringste zu den ReiseIch

kosten oder zur Publikation beigetragen worden.

muß

das

ganz ausch'ücklich erklären, weil von griechischer Seite meine
Reisen mit der rumänischen Propaganda in Makedonien in Zu-

sammenhang gebracht und ich als rumänischer Agitator hingestellt wurde. Dies möge die einzige Antwort auf die heftigen
Angriffe in griechischen Zeitungen sein.
Griistav

Weiuaud.

Einleitung.

Das aromunisclie Volkslied ist dem völligen Erlöschen nahe, darüber kann kein Zweifel bestehen. Es ist daher keine dankbare und keine erfreuliche Aufgabe gewesen, die Trümmer Das Aufleben des der einst reichen Litteratur zu sammeln. Volksliedes im Norden des Gebietes ist nur scheinbar, es ist veranlaßt durch die nationale Bewegung im letzten Jahrzehnt.
Diese bewußte Pflege, wie
sie

dem Liede von
wird,
ist

selten der

Lehrer

und begeisterter Schüler zu

teil

künstlich

und kann

daher nicht von nachhaltiger Dauer

sein.

Die Politik hat die

Gemüter

erbittert, heftige

Parteikämpfe sind in den entlegensten

Dörfern entbrannt, das Volkslied aber kann nur gedeihen im
Stillleben.

Der
gesinnt,

bei

weitem größte Teil der Aromunen
ist

ist

griechisch

und da

es

selbstverständlich, daß für das aromuist.

nische Lied kein Platz

So kommt
größeren

es,

daß

in

den meisten
ferner in

Gemeinden des mittleren und oberen Aspropotamos,
den Niederlassungen
in

den

Städten Makedoniens,

Griechenlands und Epirus' überhaupt keine aromunischen Lieder

mehr gesungen werden.
die

Auf dem

01}TD25e

waren

die wenigen,

ich

gesammelt habe,
in

nur mit großer
die Stelle des

Mühe

aufzutreiben.
ein;

Das
bei

griechische Lied

nimmt

aromunischen

den

Albanien lebenden Farserioten

ist es

das albanesische

Lied, das bereits
bulgarische
ich

mehr gesungen
von

wird, als das nationale.

Daß
hal)e

Lieder

Aromunen
soll

gesungen

würden,

nur wenig beobachtet; es

aber bei den in Monastir,

X
Prilep,

Dzuniaja, Poroja lebenden

Aromunen
nicht
erste

durcliauf*

nicht

selten sein.

Die vorliegende Sammlung
Örtentlichkeit

ist

die

erste,

die

der

übergeben wird,

die

und zwar recht gute

Liedersammlung stammt von Vangeliu Petrescu aus Krusevo: „Mostre de dialectul macedo-romänu". Bucuresci I. Teil 1880, IL Teil 1881. Der erste Teil enthält ein rumänisches Märchen,
übersetzt
ins

Aromunische,
ist

der

zweite

Teil

25 echte

Volkslieder, das übrige

Übersetzung.

Die zweite Sammlung mit rumänischer und französischer
Übersetzung
betitelt

sich:

„Texte

macedo-romane,

basme

si

poesii poporale de la

Crusova culese de Dr. Obedenaru, publioriginale cu

cate

dupä manuscrisele

un

glossar complet de Prof.

Bianu", Bucuresci 1891.
der.
lieder,

Sie enthält zwei

Märchen und 30
18,

Lie-

Die Lieder sind aber zum größten Teile keine Volksso Nr.
2,

12, 13,

14,

15,

16,

17,

20 und andere,

und zum großen
mit
willkürlichen

Teile sind die Lieder nicht aus

dem

Volks-

munde gesammelt, sondern abgeschrieben

oder umgeformt und

Änderungen versehen aus der jetzt eingegangenen Zeitschrift „Tara nouä" von Joan Nenitescu; so sind Nr. 16, 24, 25, 10, 28 aus Heft 4, 7, 9 Jahrgang 1887 entnommen. Ich besitze nur wenige Nummern dieser Zeitschrift,
es ist wahrscheinlich,
in der

daß auch

die meisten schon daselbst oder

Macedonia (Nr. 14 daselbst, S. 163) veröffentlicht sind von Vangeliu Petrescu, Tascu Iliescu, der ja auch Obedenaru

und von Belimace aus Molovista. Auch läßt die von Obedenaru angewandte Orthogi-aphie recht viel zu wünschen übrig.
das Material geliefert hat,
Vereinzelt
licht

finden

wir aromunische Volkslieder

veröffent-

in

der aromunischen Zeitschi'ift „Macedonia",

Bucuresci

1888

— 89,

von der

leider

nur acht

Nummern

erschienen sind.

Zerstreut finden sich auch Volkslieder in den Lesebüchern von

Andrea Bagav, auch in rumänischen Zeitschriften und Zeitungen. Aber bei allen diesen sind größere oder kleinere Veränderungen zu Gunsten des Reimes und eines regelmäßigen Versmaßes vorgenommen worden. Zuverlässig in Bezug auf
T. Iliescu,

XI

Bezug auf Schreibweise finden sich genug Ungenauigkeiten und Fehler. Der von mir gesammelte Stoff stammt aus den verschiedensten Gegenden; der Ort der Herkunft ist bei allen angeInhalt
ist

nur

die

Sammlung von

Petrescu,

in

geben, ebenso der

Gewährsmann;
der

vielleicht ist bei

einem oder

dem anderen Liede

Name

nicht

ganz richtig angegeben,

da mir der Text manchmal von vier und mehr Personen gleichzeitig mitgeteilt wurde, wobei sich oftmals hitzige Redekämpfe
entwickelten,

welches

die

richtige,

respektive gebräuchlichere

Form
von
hatte

wäre.
Stoffes

Die vorgenommene Einteilung des
selbst.

ergab sich ganz

Als ich die Lieder auf einzelne Zettel geschrieben

und das Gleichartige zusammenlegte, ergaben sich die vorgenommenen Abteilungen. ]Man könnte einige der Räuberlieder als Totenklagen auffassen, doch da sie eine feste Form haben, was bei den Totenklagen nicht der Fall ist, habe ich sie unter die Räuberlieder aufgenommen. Die Arten der Lieder sind allerdings mit der von mir vorgenommenen Einteilung der Lieder nicht erschöpft, denn es giebt auch Schlummerlieder, wovon ich Olympo-Walachen p. 117 ein Beispiel gegeben habe; auch Streitlieder zwischen zwei oder mehreren Gegenständen, wie sie z. B. von Rosen aus der bulgarischen Volkslitteratur mitgeteilt worden sind (zwischen Quitte und Apfel, Rosenstock und Weinstock), kommen im Aromunischen vor, wie z. B. der Streit zwischen „Rose und Basilicum", Olympo-Walachen p. 138. Auch eine Art von Tagesliedern kommt vor (Nr. 52, 53), die ich unter die Abschiedslieder untergebracht habe. Zur allgemeinen Charakteristik des aromunischen Volksliedes in Bezug auf Stil und Form wäre ein Vergleich mit der Volkslitteratur der benachbarten Völker notwendig, was mich hier zu weit
fiihren würde,
sie

bleibt daher einer Spezialuntersuchung vor-

behalten;

für

jede

einzelne

Gattung von Liedern

sind

die

nötigen

Bemerkungen zu Anfang jedes Kapitels gemacht. Zum Lesea des Verses sei nur soviel bemerkt, daß derselbe accentuierend ist mit Vorherrschen des Verses von vier Hebungen. Häufig tritt beim Wechsel der Personen auch ein

XII

Wechsel des Acceutes
tonten »Silben

eiu.

Die Zahl

der zwischen den

be-

liegenden unbetonten kann eine bis selbst fünf

Silben betrauen.

Wenn

das Lied gesprochen wird, macht
als
fiir

man

noch mehr Anwendung von Elision und Synizesis
sänge,

aber die Lieder sind ja fast ausnahmslos
bestimmt.
fällt

im Geden Gesind

sang

Der Rhythmus, wie wir ihn gewohnt
dort fast ganz weg,
tritt

anzuwenden,

nur beim Tanzliede

etwas mehr hervor, sonst aber bewegt sich die Melodie in mehr
langgezogenen, oft tremulierten Tönen in wenig abwechselungsvoller

Weise

in

einer

Molltonart

und

schließt

in

der Regel

durch

schnelles

Heruntersinken

von einem gesungenen Tone

zum

Bprechtone, was einen ganz eigenartigen Eindruck macht.

Die Wörter des Verses werden dabei oft in unausstehlicher Weise auseinander gezogen und wieder angeknüpft, daß es fast
unmöglich wird, ein gesungenes Lied zu verstehen.
„tsi

Aus dem

n vidzui daole musate" wird etwa ein „tsi n vi- vi tsi ü vi vidzui, daole musa-daole musa-tsi n vidui daole musate". Dann folgt gewöhnlich noch ein haide, lai, lele oder ai und
dergleichen Wörter.
ein

Es

ist

weder

ein

Ohrenschmaus,

noch

angenehmer Anblick, wenn ein Keradzi mit auf einer Seite des Pferdes herabhängenden Beinen sitzt und mit weit
aufgerissenem Munde,

vor Anstrengung kirschrotem Gesichte
sein

und angeschwollenen Halsadern
entnehme,
gesetzt.

Lied in die Lüfte

sehreit.
p.

Ich gebe ein Beispiel, das ich der Zeitschiüft „iMacedonia"

131

von

einem
ist

nicht

genannten

Aromunen
p.

in

Noten

Das Lied
ist

ein echtes Volkslied, eine Variante des-

selben
licht.

von mir

in

den Olympo -Walacheu

112

veröffent-

Es werden meist nur zwei Verse gesungen, doch da
ist,

diese wiederholt werden, auch sehr häufig ein Refrain bei den

Liedern

sind die ^Melodien doch ziemlich ausgedehnt.
ist

Das Lied

willkürlich in den Dreivierteltakt gezwängt,
selbst
in

man könnte

es

ohne Schwierigkeit

takt setzen, auch fehlte im neunten Takte ein
korrigiert habe;

den VierviertelViertel, was ich
Als Tonart

außerdem habe

ich

durch Übersetzen der Fersind.
ist

mata

angresreben,

wo besondere Längen

C-moU angenommen, mit einem übermäßigen

Intervall zwischen

XIII

der sechsten und siebenten Stufe,
der Dominante,

doch schließt das Lied mit
ganz richtig angegeben
ist,

was

auch

nicht

dann im Sprechton eine Oktave tiefer, was sich nicht mit Noten schreiben läßt, ebensowenig wie die Intervalle von weniger als einem halben Tone, die auch bei den Aromunen in manchen den Türken entlehnten
denn das lang ausgehaltene
gleitet

G

Sangweisen

auftreten.

Die
trotz

Intervalle

in

dem vorstehenden
was mich auch

Liede sind aber durchaus genau angegeben,
veranlaßte, das

Lied

der Mangelhaftigkeit der Wieder-

gabe aufzunehmen.
/'TS

k

3^

E&=P=^^
Nu
va da
-

da

smi mo

n

to

-^

V

— —äko'n dzu
/T\
-

^

f V-

^r
i^v-!

ä

*

E5=*=^:Bfe ^1^^ 3E5EE
sku
^T\

tse

ko

ü'e

ni

-

ko
/T\

hai-

\i~p=Mz=i

^zz:^^
-

/'T\

^^@^
ko
iVe

zzz\.

-0-^

iS>-

=1=

de ko'n dzu

tse

sku

111

ko
ist

Was
der

die Lieder

als

Lieder kennzeichnet,

der begleiist,

tende Gesang, so daß, da dieser selbst so ungebunden

auch

Bau

der Lieder
die

außerordentlich

frei

erscheint.

Oftmals

haben Verse

doppelte Silbenzahl als andere, die auf die-

selbe Melodie gesungen

werden;

man

wirft

dann einfach auf

langausgehaltene Töne mehr Silben.

Die so sehr beliebte Assonanz gewährt auch einen gewissen

Zusammenhalt der Verse, da
zahl

sie

sich oft über eine große

An-

derselben

erstreckt,

aber

notwendig

ist

sie

keineswegs.

Auch Eeime kommen
role",

vor,

sogar mehrsilbige „zboarole: uboa-

„ügl'imele: vitsinile" etc.

Doch

ist

der

Reim

in älteren

XIV
Liedern
melir
zufälliger

Natur.

Findet
Lied,

man
so
ist

ein

ganz

regel-

mäliig paarweise

durehgereinites

dasselbe sicher

neueren Ursprunges; kreuzweise gereimte Verse

kommen

über-

haupt nur in der Kunstdichtung
Volkslittei-atur
sich

vor.

Der

in

der griechischen

so

beliebte

Vers mit 4

+
bei

3 Hebungen findet

vereinzelt in

Nachahmungen auch

den Aromunen, so

Nr. 12 in den Olympo-Walachen.

Bezüglich der Transskription und Aussprache werden die
folgenden Bemerkungen genügen, da in der zweiten und dritten
Beilage und vor Kap. VIII und

IX
u.
a.

noch besondere Angaben

gemacht

sind.
a,
e,
i,

Vokale sind
e
ist

o,

u,

g,

a klingt hell wie italienisches

mäßig geschlossen, im Süden offener, in Albanien ganz geschlossen; in Verbindung mit folgendem a, sowie vor s In oder s + Konsonant wird es überall offener gesprochen. unbetonter Silbe, besonders wenn es vortonig ist, wird es fast In der Gegend von Monastir unterscheidet man: „ti zu i.
duts" von „du te"
etc.

Im Süden

klingt

auch nachtoniges e
i.

mehr wie
i

i,

das aber verschieden

ist

von echtem
i,

ist

viel

geschlossener als deutsches
in

das

dem Aromunen
klingt,

dem Griechen) "welcher Laut nur in
(auch

Worten
'üts
u.

vfie

„Kind"

fast wie ü

einigen Fremdwörtern,

und auch da nicht

allgemein gesprochen wird:

neben

'its.

o ist geschlossen, ebenso g

und
är

iji

bezeichnen
a
(i)

die

gedeckten Kehllaute und ent(vergl. die

sprechen
derselben

und

im Rumänischen
p. 3).

Beschreibung
ist

im Vlacho-Megleu
eines jeden

Die Aussprache u
denn
die

im
be-

Aromunischen

so verschieden,

daß man danach die ungefähre

Heimat
wegen
der

bestimmen kann;
mit

Nuancen
und
i.

sich

in

der Skala von e bis u,

also sind alle

ZungenIn
ver-

artikulationen möglich

Ausnahme
e

derer von c

Manjana

ist

^i

durch reines

(im Megleu

durch

o)

treten.

Ich hätte,

um

nur einigermaßen genau sein zu wollen,

statt des einen

Zeichens u wenigstens deren vier einführen müssen,

da im Süden

die Zungenartikulatiou

von

o bis a,

im Centrum

bis

XV


dem ganzen

Klisura von hellem a, im Norden von o und u, in Albanien

von u besteht.

Ich habe mich au den historisch begründeten

Unterschied von o und u, die ja auch fast auf

Gebiete auseinander gehalten werden, gehalten, ohne die lokal
verschiedene Aussprache von u zu bezeichnen, auf die ich auch

355 (Gopes) aufmerksam gemacht habe. Ich bemerke beiläufig, daß auch im Rumänischen mehr als zwei gedeckte Kehllaute vorkommen; so kennt man in Transsilvanien deren drei mit e-, o- und u-Artikulation (rece,
p.

176,

p.

354 (Monastir) und

p.

bäträn).

Der einem Vokale
selben
als

untergesetzte Halbkreis bezeichnet denresp.

unbetontes
(ai,
ioii).

konsonantisches

Element

im

Diphthonge
1

und

ü,

die

nur imAuslaute vorkommen, sind im FlüsterVergl. p. 352, 353, 360.

tone zu sprechen.

Der
der
sind
feste,

leise

Stimmeinsatz, der im Xorden und in Albanien,

der im

Süden und auf dem Olymp
der gehauchte,
ist

die

Regel

bildet,

unbezeichnet geblieben;
findet,

der sich nur in

Fremdwörtern

durch den Spiritus asper bezeichnet,

doch sprechen manche auch h (ach-Laut), manche haben den
leisen Stimmeinsatz:
'aide,
'üts.

im Süden „haide", im Centrum und Norden
statt „habare".

Albanien „abare"

Konsonanten.

Die Liquiden sind vertreten durch palatales
(deutsches)
(p.

1',

mittleres
r

und gutturales 1, Zungen- r, stark Über q siehe p. 186. 176). Die Nasalen sind m, palatales n, n und ü.
1,

gerolltes

Letzteres
g,

kommt
auf,

in

den Texten zwar nur

in

Gesellschaft von

k

vor,

allein es

tritt

auch selbständig

in

der Interjektion „dan" (tan)

die den

Klang Explosivae.

eines Schusses

nachahmen

soll.

lab.

dent.

i^al.

gutt. (postpal.)

Stimmhafte
Stimmlose
b,
d,

b

d
t

g

p

k
als

g k
stimmlose Lenes, siehe

p.

g gelten dialektisch auch 359 unten und p. 360.

XVI

Spirimteu. V uud f sind labio-dental. tV uud & sind postdental, nicht
Stimndiafte Zischlaute sind
z,

interdental.
z,

stimmlose

s,

s

(tA

auf

dem Olymp.
Die
palat. Spiranten

sind: stimmhaft y,

stimmlos h, die

gutturalen:

Über 5 siehe p. 187. stimmhaft /, stimmlos h. Durch näher aneinander gerückten Druck wird die enge Zusammengehörigkeit zweier Wörter, die meist mit dem Ausfalle
eines

Vokals vei-buuden
Die Übersetzvuig
freie

ist,

gekennzeichnet.

ist

möglichst wortgetreu,
ist

wo aber der

Sinn eine
mit

Übersetzung verlangte,

in runder

Klammer
Die eckige
als

dem

Gleichheitszeichen die wortgetreue beigefügt, während

die einfache runde

Klammer Erläuterungen

enthält.

Klammer
flüssig für

bezeichnet die

darin enthaltenen Wörter

über-

den deutschen Text.

Inhaltsangabe.

I.

Kapitel.

Liebeslieder.
1

Einleitung

Lieder Nr. 1—27 IL Kapitel. Tanz- und Hochzeitslieder.
Einleitung

4

Lieder Nr.
III.

28—42

32 44 60
70
Nr. 54

Kapitel.

Abschiedslieder.

Einleitung

IV.

Gruppe A. Abschied. Nr. 43—53 Grruppe B. Sehnsucht nach dem Geliebten. Gruppe C. AYiederkommen. Nr. 60—63 Kapitel. Räuber- und Kampflieder.
Einleitung

— 59

82

90
98

Lieder Nr.
y. Kapitel.
1. 2. 3.

64—72

104

Religion, Moral, Aberglaube, Feste und

Bräuche.
Religion

116

Moral Aberglaube
(dzunele 119,

.117
119

Teufel 121, mus^ata a loklui 121,

Parzen 121, Vampir 122, karakandzu 123, pul' azburotor 123, Hexen 123, Träume 123, Krankheiten 125.1
4.

Feste und Bräuche (Einteilung des Jahres 126, Kolinde 127, Fastnacht, Ostern 128, Rusal'e 128, Tayanismata 129, Pirpiruno 130, Wahlbruderschaft 130, Blutrache 131.)

126

VI.

Nr.\3— 80 Kapitel. Lieder verschiedenen Inhalts.
Lieder
Nr.

132 138

81—94
Balladen.

VII. Kapitel. Zwei Nr. 95, 96

156
in

Vni. Kapitel.

Lieder aus der Manjana

Akarnanien.
174
178
b

Einleitung

Lieder Nr. 97—102

Weigand, Aromunen

II.

xviri
IX. Kaivitol.

Karscriotonlicder.
1S4

Eiiilcitmig

Lk'der Nr. 1U3

— 113

190

Totenklagen. X. Kapitel. Einleitung
Klagen Nr. 114—117 Neun Märchen. XI. Kapitel.
Einleitung
Nr. 118.
Nr. 110.
Nr. 120.

200 202 210 216 220 230 234 240
2.ö0 2.56

Der Mann mit dem großen Verstände Das kluge Mädchen, das Kaiserin wird Die falsche und die walire Königin
.

.

.

.

.

.

.

Nr. 121.
Nr. 122. Nr. 123.

Porkopulos, der Findling

Die böse Schwiegermutter Die habgierige Fi-au und ihre Strafe
Ali

.

.

.

Nr. 124.

Nr. 125. Nr. 126.

Baba und Daphne
Schneewittchen

die vierzig

Räuber

....
Dankes-

260 262

Xir. Kapitel.
Nr. 127. Nr. 128. Nr. 129.
Nr. 130.

Rätsel, Sprichwörter, Grüße,
Rätsel

fornieln, Trinksprüche, Flüche, Sjjiele.
Sjjrichwörter und sprichwörtliche Redensarten Grüße, Dankesfonneln, Trinksprüche. Flüche
Spiele

268 276
280 283
287

Erste Beilage.

Glossar .^
Dialektische Verschiedenheiten im

Zweite Beilage.

Aromu341

nischen
Dreiteilung der Dialekte

344 346
351

Zweiteilung der Dialekte Lokaldialekte
I.

Nord-Osten

II.

III.

Nord -Westen Centrum
Zagori

IV.

354 356 358 360
361

Süden Dritte Beilage. Die Methode beim Sammeln der Volkslitteratur zu sprachwissenschaftlichem Zwecke I. Was soll gesammelt werden, wo und wann findet
V.
.
.

362 364

II.

man es am besten? Wie soll das Gesammelte

III.

niedergeschrieben werden und welche Hilfsmittel können dabei angewandt werden? Wie kann man die Leute mitteilsam machen?
.

367 379

I.

Kapitel.

Liebeslieder.

lu der Volkslitteratur fast aller Völker
das Liebeslebeu zuerst und
poetische Ergüsse
in

zeigt sich,

daß

am

meisten dazu beigetragen hat,
entlocken.
[

dem Volksmunde zu

Findet sich

den folgenden Liel)esliedern auch nicht eine besondere Tiefe
anderei-seits nicht verkennen,

des Gefühls, drückt sich der sehnsüchtige Liebesschmerz meist

nur unbeholfen aus, so läßt sich

daß

die Phantasie des

Volkes sehr lebhaft

sein

muß,
die

um

Ver-

gleiche,

bildliche

Ausdrücke
B.
die

für schön zu finden,

unserem

Geschmacke nach,
erscheinen.

so wie sie ausgedrückt sind, fast lächerlich
z.

Augen mit Tassen verglichen werden, so soll das sagen, daß die Nase schön gerade, die Augen wundervoll groß sind. Der naive Dichter will durch Anwendung von Metaphern die Reize der
Stifte,

Wenn

Nase mit dem

die

Geliebten so genau wie möglich schildern, er empfindet es nicht,

wenn

er dabei triviale

Dinge verwendet.

„Weiß wie Milch,

rot

wie Blut" sind Metaphern, die sich überall finden, aber „so rot
wie ein Tollapfel"
ist

für unser Gefühl wenigstens, Aveniger an-

Andere Vergleiche dagegen berühren uns angenehm, z. B. in Nr. 5 vergleicht sich der Liebhaber mit einem Vogel, der unruhig von Baum zu Baum eilt und sein Liebesglühen im Wasser abkühlt. An Kraft des Ausdruckes fehlt es den
Vergleichen keineswegs.

mutend.

In Nr. 12 V. 17 ruft der von Liebesschmerz Überwältigte: „Wasser, denn ich platze". Auch Gott

und

die heilige

Maria werden von dem

in

Liebesnot Geratenen

um

Hilfe angefleht Nr. 10 und Nr. 12.
Aroiminen
II.

Weigand,

1

Nr.

1

—3

sind

Varianten eines weit verbreiteten Liedes.

In Nr. 3 ht nur auftUllend, daß der Liebhaber, der die schöne

Blume geholt hat, Zu Nr. 4 ist

sie
7ai

an einen andern abtreten
vergleichen Petrescu,

will.

Mostre II

p. 56.

Derselbe Stoff findet sich auch im Griechischen.
übersetzt von Müller, Neugr. Volkslieder II
j).

Bei Fauriel,
11,

wird alles

von den Lippen

i'ot

gefärbt.

Unter „vineto

Blaue" versteht

man

Mädchen, das eine so feine Haut hat, daß die Adern an der Schläfe und an den Nasenwurzeln blau durchschimmern. Die Lieder Nr. G, 7, 8, von denen das erste offenbar ein
ein

Bruchstück
werden.

ist,

könnten recht gut zu einem einzigen vereinigt
sie,

Ein Bursche hört von einer Schönen, besucht
(G),

als

Vater und Mutter weg sind
zu fliehen, aber
(7),
sie

schlägt ihr vor nach Albanien

lehnt ab, da sie nicht albanesisch verstehe
sie

darauf sucht er
(8).

durch Geschenke zu überreden, aber

vergeblich

Nr.

V.

1

„yirgoiiato" soll von Jirgana,

einem unbekannten

Dorfe kommen;
vollständig,
„frate
es

aber die Bildung desselben widerspricht

dem
V. 8

ku

soro

müßte dann doch „yirgoneang" heißen.
soll

Bruder und Schwester" wollen die Liebenaber sicher kein geschwisterliches Verwerden.

den werden; damit
hältnis

ausgedrückt

Dasselbe findet sich in Nr. IC.
in

Die Aromunen verstehen den Ausdruck, der sich nur
findet als

Liedern

„Mann und Frau, die sich so lieb haben wie Bruder und Schwester". Auch im Daco-Rumänischen ist der Ausdruck
nicht unbekannt.

In der L^mgangssprache

Avird

„frate" als

An-

rede Landsleuten

und

selbst

Fremden gegenüber

häufig benutzt.

V. 13

bis

15

„den Müttern keine Mitteilung von den Plänen

machen zu
Nr. 10
(so

wollen", findet sich auch in

dem Liede

Nr. 33 der

Olymjio-Walachen.

V. 8
mir

„sifter"

hat hier die Bedeutung von Taube

wurde

es

erklärt).

Vangeliu Petrescu
eigentlich
es

in

den Mostre
alb.,

erklärt es als Amsel.
ksLftcr;

Es

ist

Taubenhabicht

ngr.

in dieser
11
.

Bedeutung kennt

auch Kavalliotis.
Mutter

Nr.

Daß

die Schönheit der Geliebten oder ihre

verflucht werden, findet sich öfter: Nr. 17

und Olympo-AValachen


Nr.
1.

3

und Räuber wollen überhaupt nicht viel von schönen Mädchen wissen, da diese ihnen Unglück bringen sollen. Vergleiche auch Fauriel-Müller II 152, und Talvj, Volkslieder
Hirten
der Serben II 61.

Nr. 12 V. 3 „gelber Zopf" meint nicht die natürlich gelbe

Farbe, sondei'n die künstlich vor der Hochzeit hervorgerufene.
V. 16 „pirusano" wird von den meisten Aromunen nicht mehr
verstanden; die einen halten es für einen Vornamen, die andern
für

„rothaarig" oder „kurzhaarig".

In der Zeitschrift „Mace-

donia" Bucuresci 1888 findet sich sogar von einem
folgende Erklärung:

Aromunen
Mädchen

„Groß, sclilank,

stolz,

fröhlich, spaßhaft,

mit einem Worte

alles,

was

man von einem

lieben

Gutes sagen kann".
Nr. 13
eine

Das Wort bedeutet

weiter nichts als „voll-

haarig oder schönhaarig".

Nachahmung aus dem Griechischen; möglicherweise ist Athanas Papa Joan selbst der Uebersetzer. Nr. 14. Das i-'chmiuken des Gesichtes mit weißer und roter
ist

Farbe war früher sehr
einzelt bei

verbreitet; es findet sich jetzt

noch ver-

den Hirtenstämmen.
Hierzu
in

Auch

die Fingerspitzen

werden
in

nach türkischer
Nr. 15.
Ol.- Wal.
sie

Sitte rot gefärbt.

vergl. das sehr ähnliche

Lied Nr. 5

den

Der Ton,

dem das Mädchen zu den Eltern
Sitten.

spricht,

wolle sich einen Burschen, ohne sie zu fragen, nehmen, steht

ganz und gar nicht im Einklänge mit den
Nr. 17, siehe
ist,

Anmerkung zu Nr.
s.

11.

Der Sinn von V. 8

— 10
eine

daß

er Strafe bezahlen

muß, und zwar für jedes

Lamm

Handvoll
in Nr. 21

Heu

u.

w.
ist

In Nr. 18

— 21

ein etwas lüsterner

Ton angeschlagen;
V.
3.

V. 5 kommt dieselbe
ist

Wendung
ist,

vor, wie in Nr. 4

Nr. 26 V. 6 „kiriao"

Wachskerze, die mit roter Farbe
wie
sie in

(oder auch mit Goldplättchen) verziert

den Kirchen

gebraucht werden.
Nr. 27
als

V.

9.

Falls

die

Braut Vieh mitbekommt,

hat die ganze Sippe Nutzen davon.
ist

zwar schon in den
charakteristisch

Ol.- Wal. veröffentlicht, aber es

besonders

möge

auch hier eine Stelle
1*

finden.

!

1.

Lob der
IM
lilitse

Oelichtoii.

aroso,

analto ka fidane ü
tu grodino kseano. Do o
-^
<_

kum
5

sno arüp? pisti avlie s me ariik, s lilitisea sno ariip,
so fak,
s
s

n Kl'isuro
8 tu

n o

aduk

padc
s

n o liag,

tea
1

n o zilipseasko,
s

dzonl'i
s

o anurzeasko o
s

fetitele

o kreasko.

V^laelio-Klisura.

Adam

Kotula.

2.

Variante zu
11

1.

Tsi

vidzüi, le dado,
aroso,

no

lilitse

aroso ka mildzano,
aualto

ka
a

fidane,
le

5

dadamea!

nu
la

stiu,

tsi

so n fak,

lilitsa

so arup, diso s mi duk,
ubor
a
s

pisti

me
le

arnk,

10
]\Iu.skopolje.

dada mga

Vasilios Baltu.

1.

Eine rote Blume, hoch wie ein
in

Baumstamm
machen, daß ich
sie

fremdem Garten.
soll

Wie
5

ich's

breche?

lieber die Hoftnauer soll ich mich schwingen

und die Blume mir brechen, nach Klisura sie bringen und in den Boden sie einsetzen, damit sie mich drum beneiden,
10
die

Burschen dran riechen,

die

Mädchen

sie

pflegen

(= wachsen

machen).

3.

Was

sah

ich,

ach Mutter,

eine rote

Blume,

rot wie ein Tollapfel,

hoch wie ein Baumstamm,
5

ach meine Mutter.
Ich weiß nicht, was ich machen
soll,

daß ich

die

Blume

pflücke,

zu ihr mich begebe,

über die Mauer mich schwinge,

10

ach meine Mutter.

:;

;


3.

G


1.

Variante zu

Tsin vidzüi asearo?
no
lilitse

analto,
fidane, '

analto o

ka

aroso

ka mirdzeane,
so fak,
s s s

5 tu iidrdino kseano.

kum
pisti
s
'

o arup ?
ariik,

gardu

me

tu odo n

o

aduk
s

s

treako

fitsoril',

o veado,

1

dzonil' s o
si

anurzeasko

kara

s

lu ariseaskg,

tselu s o isoseasko
si

s

o ükirdiseasko.

Grebena.

Zisi

Papathanas.

4.

Die Blaue.

Di munte u munte u alogäm, more vmeto! o
auä
te
s te

akats, akl6 s te akiits.
li

akotsiti si

te

bosjii

5

Uli o

vinetsis

budza
li

tuto. o
asters,

skos simia di

me

vinetsis simia tuto,

ners la ruu, tra s o lau,
vinetsis aruul tut.

Samariua.

Athanas Papa Jean,
mitgeteilt in Tsaritsena.

3.

Was

sah ich gestern

Abend?

Eine hohe Blume, hoch wie ein Baumstamm,
rot wie ein Tollapfel,

5 im fremden Garten.

Wie

soll ich's

machen, daß ich

sie

pflücke?

Zaun soll ich mich schwingen, und in mein Zimmer soll ich sie bringen; dann mö^en die Burschen vorüberziehen und 10 die Jünglinge mögen dran riechen, und wenn sie einem (= ihm) gefällt,
lieber den

sie sehen,

der soll sich mit ihr verloben,

und

soll

sich ihrer erfreuen

(= Gewinn

haben).

4.

Von Berg
Hier

zu Berg
he,

eilte ich,

du Blaue!

will ich dich ergreifen, dort will ich dich ergreifen.

Ich ergriff dich und küßte dich;
.5

du machtest mir
Ich zog das

die ganze

Lippe blau.
ab,

Tuch heraus und wischte mich du machtest das ganze Tuch blau,
ich ging

zum

Fluß,

um

es

zu waschen,
blau.

9

du machtest den ganzen Fluß

:

:


5.

8

Liebesglut

im Wasser gekühlt.
zaniane
|

Tu uno O
:
I

dado lea dado
arburi:!;:
:jj:

pul'u erjim:[[:

arburde

ni alggiim

5 frundzo di fag:||:

kiperäm

:

:

sku vruta nu s me adunam
10
tsi

puteäm:j|:

:||:

so de raari f6kuri:||:
avesira
:||:

pi tu apo:||:

me

arotseam. o
'•

:l
I.

Lunga.

Papa Kostantin.

6.

Besuch bei der Schönen.
Naparte
di lai

amare
o vedti
?

n alovdaro no musato. o O O O

kum
5
s

so s faku, ta o
'

s

nkaliko kallu, d/onile,

du

te

pun

di

musata.
mu.sato!

Bungts
lu

dzug,«

mor

giue veuis, bre dzonile!

tsu muma, mor niusatg?

1

iu

mumaii easte la ng uumtg, la ng numtg vgsilkeaskg. tsu lata, mor musatg?
tatai'i

easte la no nurato

la no

numto vosilkeasko. u o ü

Vovusa

(Boyaso).

Kosta Vasili Hadzi.

:

9
5.

Zu
:
I

einer Zeit,

Mutter ach Mutter,
ich ein Vogel.
:

|

war
5

:

Von Bäumen
(eilte)

zu Bäumen:':
in:

flog ich.

Buchenblätter :j|:
pickte ich.
:j|:

Mit der Geliebten könnt'
nicht mich vereinen.
:||:

ich

10

Und von
die ich

der großen Glut,

empfand
:
II

:j|:

im Wasser:

kühlte ich mich.

:||:

6.

Jenseits des schwarzen Meeres
lobte

man
soll

mir eine Schöne.
[dirj's

Wie
5

ich

machen,

um

sie

zu sehen?

Besteige das Pferd, Jüngling,

und begieb dich zur Schönen. Guten Tag dir, du Schöne!
Sei willkommen, o Jüngling!

Wo
10

ist

deine Mutter, du Schöne?
ist

Meine Mutter

bei einer Hochzeit,

bei einer königlichen Hochzeit.

Wo

ist

dein Vater, du Schöne?
ist

Mein Vater

bei einer Hochzeit,

bei einer königlichen Hochzeit.


7.
'aidi,

10

Aufforderung zur Flucht nach Albanien.
feato,
.s

fiulzim, doU'ing!
iii

karsfudzim,

va nerdzem, doil'ing? kg

va nerdzem tu Arbinsie, doil'ing!

nu
5
.

yin, dzoue,

no

frikg,

singurg,

iou arbinsaste

nun

stiu,

dzonli a meu.

am
Grebena.

no

mumo

s te

nveatso, feata mea.

Zisi

Papathanas.

8.

Vcrsreblicher EntführunsrsTersueh. »^
'aidi,

feato,

yin

ku mine,

singurg,

sots adär ver di asirae, feata mea! ver di asime

m are

s

mine

ma
5

bune

di tine, dzonli

ameu.
mea!

'aidi feato,

yin

ku mine

so ts adär tsuprek di asime, feata

tsuprek di asime,
raa

m are

s

mine,

bune

di tine, dzonli

ameu.
(Tsonka).

Grebena.

Georg Cionca

9.

Verabredung-.

Ung
si

featg yirgguato,

un dzoui Muskupulean,
doil'i

doil'i,

us sburosku

smare lokordie sfak. Q Ü 5 la dukeanea diu pgzare.
„'aidi featg,

sg

ng lom,
'

so o

no lom, so no vrem, o o o
'

SO no fatsim frati o o

ku

soro, o'

so no dutsini tu loklu a meu,

11
7.

^

Haidi, Mädchen, fliehen wh- beide!

Wenn
Ich
5
ich

wir fliehen, wohin sollen wir gehen beide?
beide!

Wir gehen nach Albanien

komme
kann

nicht, Jüngling,

denn ich habe Furcht
(es) lehren,

allein,

nicht Albanesisch, mein Schatz.
soll

Ich habe eine Mutter, die

dich

mein Mädchen.

8.

Haidi Mädchen,

komm

mit mir

allein,

daß

ich dir Ohrringe

von Silber

verfertige,

mein Mädchen!

Ohrringe von Silber habe ich selbst
bessere als du, mein Schatz.

(=

aber hat auch ich)

Haidi Mädchen,

komm

mit mir,

daß ich

dir silberne Schnallen verfertige,

mein Mädchen!

Silberne Schnallen, habe ich selbst,
bessere als du, mein Schatz.

9.

Ein Mädchen aus Jirgana

und

ein junger

Mann
viel

aus Muskopolje,

beide,

beide sprechen sich
[sich]

und macheu

Gerede

auf dem Marktplatz. Haidi Mädchen, wir wollen uns nehmen, wollen uns nehmen, wollen uns lieben,

am Laden

wollen uns Bruder mit Schwester machen,
wollen nach meinem Orte ziehen.


10
akl('»

12


veara,
korvonarl'i.
doil'i
s

in

s

kuiito puillu

ö

pitruuikra naclzo vearo,
disteapto
s s

di z

doil'i

no

loni,
s s

no vrera

sa mumunlor 1 5 ko nu n alaso O ü
Selia bei Verria.

nu aspunein,
u unkurunum." O
^

Papa Hadzi.

10.

Bitte

au die

hl.

Maria

um

Beistaud.

Tsi ü vidziii daole

rau.sate,

pindzere ka din Pole,

polokorsesku Sto Morie,
X

ta so

u aprindu kandila,
s

5 ta so n adzuto Ü O

a

nia.

porumbu albu so mi fak, so n azbor s mi duk la diso, so dormu porumbu ku sifter,
doil'i

di

deadim
pi

10 so

doil'i

un kopituiiü

Skoalo,

porumbu
mine
tine.

albu,

tine ningo

mine

nifioro

eo

mi 15 somnu

Nu

skol,

porumbamea
sou dormu,

dultse va

tora tu aperito stu horozito. i o o o o

Schi])i.ska bei Muskopolje.

Versäumt nach dem Namen zu

frau'en.

1^ D

10 dorthin, wo der

Voj2:el

im Sommer singt

und und

die

Wachtel Mitte Sommer,
Karawaneuführer erwachen.

die

beide wollen wir uhs nehmen, beide uns lieben

und den Müttern wollen wir nichts sagen, 15 denn sie lassen nicht zu, daß wir uns heiraten ( =

l^ekränzen).

10.

Was

sah ich zwei Schöne,
(die

Fenster (so schön) wie aus Stambul
Ich bitte die
hl.

Augen
(die

sind gemeint.)

Maria,

daß
5 daß

ich [mir] (ihr) die
sie

Lampe anzünde
ich

vor

dem

Bilde

mir

helfe,

auch mir.
will

[derselbeu hängt),

Zum

weißen Tauber

mich machen,

und mich zu ihr begelien, und schlafe Tauber mit Taube, beide zusammen und beide auf einem Kopfkissen. 10
will auffliegen

(Die Geliebte spricht dann.) Erhebe dich,

weißer Tauber,

du neben mir
ich neben dir.

(Er spricht.)

Ich erhebe mich nicht, meine Taube,

15

süßen Schlaf
jetzt
in

will ich schlafen,

der Frühe

und Morgendämmerung.


11.

14
Verliebt«'.
a
nui.sätilor

Der
da

ligavra .so

sunotatea a dzonlor!
suflg vintul pi tu

amare,

di rainteaste kiitrisle.

5 kätrisle suntu tute varakie ü
s

adutseä daole musate,

daole musate so ka stele
so daole kusuriue vere. o
'^

trei

drgme, patrudzots di frixndzo.
suflet,

10 „yiuo,
to

m

zdimundzi

vurdane ku vamandzi,
fakg yatrie,

stg pureäo turundzie.
graiulu ton
s

basaiilu di Vinetie.

15 suflet a mea, dzo a dado
s

toi,

fako niko uno ka tine." o o o

„Dada mea
ni

alto

ma

niko, ni

ma im fatse, ma mare,

20

mas mine pi dimundare ku trei sute di madzare sku alts ahunts kala^ros." O O

Muskopolje.

Kostautin Christo Skeuderis.

13.

Komm
feato

mit, so, wie du bist.

„Feato, more feato,

ku

okl'ul

lai,

ku

kusitsa galbino,

fatsa ts din trundäfilo,

5 okFul

lai

ka mäsino,
z vino.

gusa
di la
o,

di arundurg,

dumnidzou so

moi dumnidzale,

dumnidzale mare,

!

15

11.

Das Fieber

soll

die

Schönen

ergreifen,

Gesundheit die Burschen

Der Wind weht über das Meer, und treibt die Segelschifle.
5 Die Segelschiffe sind ganz vergoldet

und brachten zwei Schöne,
zwei Schöne wie Sterne

und beide Basen

erster Linie.

Drei Zweige, vierzig Blätter.

10 „Komme, Herzchen, und verlange

[dir]

nach Halskette mit Diamanten

und nach orangefarbener Schürze. (?) Dein Wort soll Heilmittel werden (wie) Balsam von Venedig. 15 Mein Herzchen, sage deiner Mutter,
daß
sie

noch eine wie dich gebäre."

„Meine Mutter gebärt keine andere, weder kleinere noch größere,
nur mich auf Bestellung

20

mit dreihundert Dukaten

und ebensovielen Thalern."

13.

Mädchen, ach Mädchen, Mädchen mit schwarzem Auge,
mit gelbem Zopfe,
dein Gesicht wie eine Rose, 5 das

Auge schwarz wie
soll dir's

Olive,

der Hals der Schwalbe,

von Gott

kommen.

Ach

Gott,

großer Gott,

!

lU

In

u n

kille

maro,

tni

s(^ 11

yiuo astaro,

so

ii

yino tu miiiile a meale.
li

Bago
s 'aidi

ts

fesea

ku

fluviile,

dupo mine
ai

15 guraiits

ku

tine,
:

:||:pirusang laie:

apo kg n krepäi."

„Dzoni ku

okl'ul

lai,

nu am tu tsi so dau!" 20 „Featg, mor rusatg,
do n frumtea frumtea ku
tao,

frumtea, moi frumtea
fluriile.

bung
25
tsi
li

ii

ts

aveäi fatsg,

Iso vreai rusatso?
ts

bung n
buni

aveai gusg,

tsin ts o vreai gurdane?
li

ts

aveai tsgarile

tsis lipsesi Igpuzle?"

Verria.

Joan Dalametra.

13.

Das Stelldichein.
moi
liiko,

„'ai,
'ai

'aidi

so ng

primngm,

la bahtse s lierdzem,
doil'i "
s

no adzukom." O J
lai

5

„Nu

dzone, nu,

nu ku dumnidzou kg asearg noaptga
dada n
10

m iinggtsgä,
tine

kg un dzone ka
tru fatsan

me

boso."

17

10 laß

sie sie

komraeu auf
zu mir

die Straße,

daß

komme

heute Abend,

daß

sie in

meine Hände komme.
deinen

Setze [mirj

Feß auf mit Goldstücken,
her!
bei dir

und (dann) haidi! hinter mir 15 Deinen Mund hast du [mir]
:
II

:

schwarze Haarige:

:

(gieb)

Wasser, denn ich platze.
„Jüngling mit schwarzem Auge,
ich

habe

nicht,

worin ich

(dir)

gebe!"

20 Mädchen, du

rote,

(rot

geschminkte)

gieb mir deine Stirne,
die Stirne, ach die Stirne, die Stirne mit den Goldstücken.

Gut (genug) Gut
hattest

hattest

25 was brauchtest

(=

du das Gesicht, wolltest) du Schminke?

du den Hals,

was brauchtest du eine Halskette? Gut hattest du die Füße,
was brauchtest du Socken?

13.

„Haidi Kleine,
^r\/

haidi,

auf laß uns spazieren gehen,
wir wollen nach

/V>^

dem Garten gehen
(tanzen?)
nein,

\*.

beide mit einander spielen."

f
-^^

^
«

„Nein mein Bursche,
nein bei Gott,

denn gestern Abend spät
schalt

mich meine Mutter,
ein

denn
10
WoiganJ,

Bursche wie du
-

küßte mich auf die Wange."
Arouiuiioii
11.


,/a.i

18


tru vreare,

nioi

niko, 'aidi,
arisi»,

multu nie

multu
di
]

i'i

te

am

va n badz moraze." ü

5

„Nu

lai

dzone, im,
ts

moraze nu

bag,

mas kg asearo noaptea
dada n

m ufigotseä.
ts

yin astaro noaptea,

20
s

poarta so

disfak."

„Viü asearo noaptea,
poarta
i'i

o üklises."

„Nu
25

lai

dzoue, nu,

nu ku duranidzüu, ko s erä no feato O O o
'•

ditru moholo." o o o

Samarina.

Athanas Papa Joan

(Tsaritsena).

14.

Der Schmerz der
Tsi
s s
ii

Cresehiuiiikteii.
sor,

dor, lea

dado

alikeasko dzonri n gor,
igu

mundresku
dzone
s

dit ubor,

kae
pri
s

lai

me

ariseasko,

5 pri atsel dada

s ni

isuseaskg,

un dzone fgrg mustatso,
s tsino

nu me

pisti fatso

diii l'a albeatsg si rusatso

di
1

n asi)ardze

s

musoteatso.
niortit,

dzone bun, dzone

va

me

ahis

si

de

borbiit.

Samarina.

Kovatti.


„Haidi Kleine,
sehr gefielst

19
haidi,


(=
in Liebe)

du

mir,
lieb,

sehr habe ich dich

du
15

wirst mir

Kummer
mach' ich

machen."
nein,
dir nicht,

„Nein mein Schatz,

Kummer
die

nur weil gestern Abend

Mutter mich gescholten.
heute Abend,
ich dir öffnen."
ich,

Komme
20
die die

Thüre werd

„Gestern

Abend kam

Thür verschloßt du
„Nein mein Schatz,
nein bei Gott,

mir."
nein,

25

denn

Mädchen aus dem Machala (= Stadtviertel).
es

war

ein

14.

Was
daß

hab' ich
die

(

=

ist

mir) für

Kummer, ach
zu,

ältere Schwester,

Burschen sich im Reigen vereinen,

und
5 mit

ich sehe von der

Hofmauer aus
sollte,

welcher Bursche mir gefallen

dem

soll

mich

die

Mutter verloben,

mit einem Burschen ohne Schnurrbart,

damit er mich nicht auf die Wange drücke, und mir nehme die Weiße und Röte (Schminke)

und mh- verderbe

die Schönheit.

10 Guter Bursche, armer Bursche, du wirst mich verlassen auch

als

Mann.

:

-

20

15.

Verlangen naeli Heirat.
lele
s

Oh

mi, morata,

nu va

mi morito dada, Ü O
: -^

'

ma

n dzutse o
fets

lea^rono feata. Oo ü

ka uo eapo, 5 tsutse a meale kut no tseapo. soätsile ku dzon di guso,
mine,
laia,

ko mi

raproasto la uso.

ku pole u vale, 8 mine, laja, ku munile goale. 10 ia, tsi dzuk, moi dadameao: mine va s mi fak nveasta nao, s nu vruris tine ku tata, mine vor s mi fak pi inate s amindoil'i nu vo ntreb,
sotitsile

15 ko singurg dzone va slu
Pljasa.

aleg.

Anastas Nikola Bulamatse.

16.

Die gute Nachbarin des Ziegenbirten.
„Tsi so r fak a
:
]

li

vreari
|

vai mori vai
easti greag,
:}!:

kg vreari
skulä

koü aveäm ^ o
si

vitsino buno. ü o

:':
il

kat'/i

dimneatso

:

:

5 uü yineä la koporleatso:!':

din
si

atseji

(=

adutsea) ng pitg dultse:||:
:|i:

no turto di gruneatso

diii

ügustam

la kgpgrleatsg
si

:||:

ng ngustiim lU diu arse

no sburam:":
liikiit."
: :

lailu

„la me, dzone, so n
so no fatsim fruti O u

te

l'au

ku

sor."

\%M-ria.

Joan Dalametra.

:


Ach
ich

21

15.

Arme, Arme,

nicht will mich verheiraten die Mutter,

sondern sagt mir: wiege das Mädchen,

Denn

ich

wurde wie eine

Stute,

5 meine Brüste wie eine Zwiebel.

Die Freundinnen mit Burschen
ich,

am

Hals,

Arme, (stehe) aufrecht an der Thür. Die Freundinnen mit den Windeln im Bach, und ich. Arme, mit leeren Händen.
lU Höre, was ich sage, meine Mutter:

Frau (Braut) werden, und solltest du und der Vater nicht wollen, dann werde ich widerspenstig (= mache mich auf Zorn), und frage euch Ijeide nicht, 15 und suche mir allein den Schatz aus.
ich will junge

16.

„Was

soll
:
}

machen mit der Liebe, wehe, ach wehe
ich
:

denn die Liebe

ist

schwer,:]:
:||:

denn
5

ich hatte eine gute Nachbarin.

Sie erhob sich jeden Morgen,:]:

kam
und und

zu mir nach

dem

Ziegenplatz

:||:

und brachte mir einen süßen Kuchen
ein Weizenbrot, ich frühstückte
:|[:

:||:

am

Ziegenplatz

:
||

wir frühstückten und unterhielten uns:||:

10 und mein armes Herz brannte mir."

(Das Mädchen:)

„Nimm mich

Schatz, so will ich dich nehmen,

wir wollen Bruder und Schwester sein."

;

;

oo
17.

Der durch die Liebe verursachte Schaden. ,,N;u'/iinii mo ta, more feato,
tsi

n

te featse

ahnt musato u ü

'

n arkiii okl'ul pri tine, diu me tsildisii di minte, 5 di n agrgsii di n durnii, di n fudziro oile tu aOTu, diu kurmaro multo znie: o o
di

kai^^e üel si

munato, o o'
munukl'u,

kai9-e oaie si

]0

si

birbeklu no kopitso."
„Tats,
lai

dzone, tats,
tsi

nu kreapo,
tiue,

tuto kärderea,

feätsis,

mpart u n doaua portso
dzumitate alaso a üia

15

dzumitate tine tsine."

Selia bei Venia.
18.

Papa Hadzi.
verspätet.

Beim Schatz

Muma mea
si nkisi,

si

nkisi

s

dutse la maia

ni aflai usa

ku

kleaia.

5

kum s u fak, eu laia, va me ankatso maia. kum s u fak, morata,
va mi bato dada.
ni

am

dao tsutse ka di limon,

dzuo snoapte pbjfigu,

10 kafto un dzone. o oh laia
di mine,

me ma

akatso di sine, o

ko

ni

li

strundze,

multu

m

yine gine,
voi,

15 nu vo arudets

suror,
vor.

ko inime a voastre kama

Vlacho-Livadhon.

Jorji Tsarai in Larissa.

23
17.

„Fluch deiner Mutter, du Mildclien,
die dich so schön gebar;

5

und ich warf das Auge auf dich, und mir verwirrte sich der Sinn, und ich vergaß mich und schlief und mir flohen die Schafe aufs Feld, und verursachten mir großen Schaden:
jedes

Lamm

eine Handvoll,

jedes Schaf ein Bündel,

10 der Leithammel einen Schober."
„Schweige, Schatz, schweige, verzweifle nicht,

den ganzen Verlust, den du
teile

erlittest,

in zwei Teile,

die Hälfte lasse mir,

15

die Hälfte trage (halte) du."

18.

Meine Mutter machte
machte sich
ich

sich

auf,

auf, geht zur

Großmutter;

fand [mir] die Thüre mit Schlüssel (verschlossen).
soll ich's

Wie
wie

machen, ich Unglückliche,

5 die Großmutter wird mich schelten,
soll ich's

machen, ich Arme,

die Mutter wird

mich schlagen.

Hab'

ich

doch zwei Brüste wie Zitronen,
sie,

Tag und Nacht klagen

10 verlangen nach einem Schatz.

Ach Arme,
er ergreift

die ich bin,

mich an den Brüsten,
sie

aber wenn er mir

drückt,

thut es mir sehr wohl.

15 Spottet nicht über mich, ihr Schwestern,

denn eure Herzen haben noch mehr Verlangen.

24
1*,).

ScluMzicdoii zwischen zwei Liehendeii.
ninkisii,

zyin

la tine,

nu

te

aflai
s

bggato gine,
iou nifigo tiue.

me
5
s

bogai

sutso ts fatsa kutro mine,

no dzitPom ndao
suntu atseale,
„Filidzen
ti

fiarl

inie,

dao mine, dao
„tsi

tine:
tsi

ai

un sin?"

a beai'e yin."

10

„Don a nia, ta s nü fiklin!" „Nu li dau, kg me lipsesku,
ko
dzoul'i

va filipsesku.

Graniosti.

Naki Karakotta,
mitgeteilt in Hrupista.

20.

Variante

zum

Vorigen.
di

„Tine dzone, brad
tinde
tu
ts

kin,
sin,

muna, la me un
di l'in."

komeas atseä " O
flidzeii
tri

„Tsi sunt atseale,

tsi

ai

un sin?"

5 „Sunt

a beare yin."
so s
li

„üo u a

nia,

fikrin."

Nu
tri
si

s

li

dau, ko n lipsesku
tsi

un dzone,

am

aleptu,

tra slu hgrisesku.

Grebena.

Georg Cionca.

31.
n

Die gefangene Apfeldiebin.

am

ng yine pri un munte
dultse.

anämisa un meru
s

triku feata di
laiul,

1'

arupse,

in ine,

ded ku dealago.

25
19.

--

Ich machte mich auf, daß ich zu dir komme,
ich fand dich nicht in guter Lage,
ich

legte

mich

aucli

neben dich.

Wende

dein Gesicht nach mir,

5 daß wir uns einige Scherzreden sagen,

zwei ich, zwei du:

„was sind jene,
„Tassen

die

du am Busen hast?"
zu trinken."
dir zutrinke."

um Wein
daß ich
sie

„Gieb mir
10

(sie),

»Ich gebe

nicht,

denn ich brauche
will."

sie,

weil ich die

Burschen traktieren

30.

„Du

Bursche, Fichtenbaum,

strecke die

Hand

aus,

nimm mich an

die Brust,

an jenes

Hemd

von Linnen."

„Was
„Gieb
„Ich geh'

sind jene, die

du an der Brust hast?"
zu trinken."

5 „Es sind Tassen,
(sie)

um Wein
mir,

daß ich dir damit zutrinke."

sie

dir nicht,

denn ich brauche

sie

für einen Schatz, einen auserlesenen,

und damit

ich ihn erfreue.

31.
Ich habe einen Wingert auf einem Berg
mitten drin einen süßen Apfelbaum.

Kam
ich,

vorüber das Mädchen, und pflückte ab,
(ihr)

Armer, jagte hinter

her

(= gab

mit

Eile).

20
5 auä
s
()

akats, aklo s o akiita,
bo.stii,

n o akotsai s§ n o
daoli tsutso
li

akotsai.

„Strimdze, dzone, kutu pots,

kg piin tora furo a meale, 10
de azufiklo suntu a o o
tale."

Ochrida.

Dimitru Pelitsa

iu Gopes.

32.

Eriimeruiiff des ehenialijEfpii Liebhabers.
„Tutg noaptea
uii
i'i

durnii,

mi

«utsii

si

n mi

vortii,
o

truno musato O O
5 pleakgte, so
ts

nifigo O

uoi.
'^

moi vitsino ku okrul

lai,

dzik im grai."

„Tsi va n dzits, dzone mgrat,
iou te
stiu,

ko

ii

esti

drak.
fak,

snu am, tsits esku noveasto ku borhat."
va
10
Tsiii
ii

me

musti,

dauda de adiiu eram sum meru si sum gutiui,
minte,

sun no frundzo O O O

di

kostüii O O

?

meare aroase n adunäm
tu simie le bogjim,

15 sku kusturo

le

kuram,

tu yin dultse le

muräm,
mungani,

.sku zahare le pispele<4m,

gurg ku gurg

le

ska i)urüng ug gugusteam.

Samarina.

Kovatti.


ich ergriff sie

27
sie ergreifen,

5 Hier will ich sie ergreifen, dort will ich

und küßte

sie,

und

faßte die beiden Brüste an,

„Drücke, Bursche, soviel du kannst,

denn
10

bis jetzt

waren

sie

mein,

von heute ab sind

sie

dein."

33.
„Die ganze Nacht schlief ich nicht,
ich

wälzte mich und drehte mich
einer

wegen

Schönen neben uns (wohnend).

He

Nachbarin mit schwarzem Auge,

5 beuge dich, daß ich ein

Wort mit

dir rede."

„Was
ich

Du
ich

du mir ssigen, armer Bursche, weiß von dir, daß du mir böse bist. wirst mich beißen, und ich kann nichts dabei machen, bin verheiratet, hab' einen Mann."
wirst

10 „Denkst du daran, als wir zusammen

waren unter'm Apfelbaum und Quittenbaum,
unter einem Kastanienzweig?

Rote Äpfel sammelten
ins

wir,

Tuch

legten wir

sie,
sie,

15 und mit dem Messer reinigten wir
in

(vielleicht schälen

süßen Wein tauchten wir

sie.

(gemeint)

und mit Zucker bestreuten wir sie, Mund an Mund aßen wir sie, und wie Tauben schnäbelten wir uns.

2s 33.
Tsi
j)ri
l'i

Erzwungene
am
fapto,
l'i

Liebe.
lui?

mine a
triküi,

la poarto
s

vru
s el

me baso s nu me pimpse di n
la

sedzui

kodzui,

5 moartea ku okl'i ni vidzui.
nie aeriidi

daole fatso,

daole fatso, meare aroase,
s el
s

me

trapse di
dzis,

me

skulai

mine

so u

da Hurie

10 sei

dzise: fudz de atsia.

Selia bei Verria.

Tsika Zabul.

34.

Die Eliebreclieriii.

Semnu, semnu,
nveasta
al

kir

ma lai semnu, Naum al Benda,
agor.Ms,
z

nveasta, kuni

ti

ku
z

liil'ul

al

poso 1 o o

duriiis.

5 tro uno oaro laie bosare,

dede
dede

tsintsi

madzare,
laie durnire,
lire,

tro
z

uno oaro
tsintsi

Ochrida.

Dimitru Pelitsa

in

Gopes.

35.

Pipa und der Pascha.

Tsi dzyses, o moi mul'eare,
tine

snu
te te l'a

te

duts la Bealo,

ko

arud dzonl'i ku meare,
Posolu mul'eare. o ü

va
')

„Moi, Pipo, bingo suptsure,
te Ig

Posolu tu hoture,

29
33.


ich

Was hab' ich ihm gethau, An seiner Thüre ging ich
er wollte

ihm?

vorüber,
hielt ich still
hinfiel,

mich küssen, nicht
daß ich
sah ich vor

(=

ich saß nicht)

und
5 den

er stieß mich,

Tod

(=

mit)

Augen.

Er schlug mich auf beide Wangen, rote
und und 10 und
er f
. .
. .

beide
Apfel,

Wangen,

mich und ich erhob mich,

ich sagte ihm, daß er mher sagte:

Gold gebe,

gehe weg von

hier.

24.
Zeichen, Zeichen schlimmes Zeichen,

Frau des Herrn Naum Bendu, Frau, wie hast du dich vergessen, mit dem Sohn des Pascha hast du Für einmal schlechtes Küssen, gab er dir fünf Dukaten,
für einmal schlechtes Schlafen,

geschlafen.

gab

er dir fünf Lira.

'

Was
du

sagtest du, o Frau,

willst nicht

nach Beala gehen,

denn die Burschen betrügen dich mit Äpfelu, der Pascha wird dich zur Frau nehmen.
r>

5

„Ach, Pipa, lange dünne,
der Pascha faßte Liebe zu
dir,


nioi,

30

~
uame.

Pipo, kiisitse braue,

uts lo Posolu o o

moi mori
10

lai

bgrbäts,
ti

deadit Pipg

porildz."

Pljasa bei Gjordza.

Anastas Nikola Bulamatse.

36.

Wann

ist

Hochzeit?
me!"
a

„unsoaro, dado, vinsoaro

„Anar/a, o

Hil'lu

iiou,

puno

z

yino yinul nou

yinul nou sargliia nao;

5 va so lom nveasta nao,
albo
s

aroas ka kiriäo
okl'i ssufretseao

saibo

sno aduko paie multo, sno dorn la soia tuto." o o o
'^

Pljasa bei Gjordza.

Anastas Nikola Bulamatse.

27.
1

Lob der Geliebten.
at§a;
ni'

„Ai ng frgmplig ka trindare!"
„ali?9'lla

(lumnidzou
pri

o deade,

pune, rauma

mea

ni o

featse,"
etc.

5 „dzeauats easte ka ;'gitan"
„okli suutu filidzen."

alii'/lla

alii/lia

etc.
aliiT^lia

„uareats easte ka kundili."
„j^urats easte arouduriko."

etc. etc. etc.

aliMia
alii'/lia

„gusats easte ka per^ikg."

10

„tsutsile

ka

di limou."
di

aliiT-lla

etc.

„mesats easte ka

uel."

aliiVlla etc.

Vlacho-Livadhon.

Dimitraki Hudzi Zojides.


dir

31
den Boden,

ach, Pipa, mit Zöpfen bis auf

nahm der Pascha den Ruf. Ach ihr schlechten Männer,

10 ihr gabt Pipa für Geld."

36.
„Verheirate, Mutter, verheirate mich!"

„Langsam, mein Sohn, bis der neue Wein kommt, Raki. der neue Wein und der neue
.5

dann werden wir die Braut nehmen weiß und rot wie eine Opferkerze, sie haben, (schöne) Augen und Brauen muß

und uns

viel Mitgift bringen,

geben." daß wir der ganzen Familie (davon)

37.

„Du hast „Wahr

ein
(ist)

Grübchen wie
das;

ein Dreißigerstück!"

Gott hat es mir gegeben, hat beim Brot (wahrhaftig) meine Mutter
ein Band." 5 „Deine Augenbrauen wie „Deine Augen sind (wie) Tassen."

es

mir gemacht.'
ist's"

„Wahr

etc.

„Deine Nase wie ein

Bleistift."

„Dein
",Dein

Mund
Hals

ein Schvvälbchen."
ist

wie (der eines) Rebhuhn."

10 „Die Brüste wie Zitronen." „Deine Taille wie ein Ring."

11.

Ktipitel.

Tanz- und Hochzeitslieder.

Vergleicht

mau

die Hochzeitsgebräuche der

Aromuuen mit
Bulgaren

denen

der

umwohnenden Völker:
so findet

der

Albanesen,

und Griechen,
lich eigen

man kaum

einen, der ihnen ausscliließ-

Wohnenden zeigt sich am deutlichsten die albanesische Sitte, die noch mehr hervortritt In Monastir und der näheren Umgebung bei den Farserioten.
wäre; bei den im Norden

macht
die

sich

auch der bulgarische Einfluß geltend,
des

z.

B. durch

Begleitung

Hochzeitzuges und des Tanzes durch die

Zigeunermusik, die
nicht

man

bei

den Hirten -Walachen ursprünglich

gekannt hat und bei den Farserioten noch nicht kennt.

Bei diesen begleiten Gesänge die Zeremonien, deren Inhalt auf
die
letzteren

Bezug nimmt, und auch

bei

dem Tanze genügt

eintönige

und wenig markierte ^Melodie. Auf dem südlichen Pindus in den Thälern des Aspropotamos ist griechischer Brauch eingedrungen und selbst die nationalen Lieder sind durch griechische verdrängt worden.

Ich
zeiten

habe

nur wenige

Male Gelegenheit gehabt, Hochiu Saraa-

mitzumachen; auf meiner ersten Reise sah ich

rina eine Hochzeit zwischen einem dortigen

Mädchen und einem Burschen aus Furka, und zum zweiten Male wohnte ich bei meinem Aufenthalte in Muskopolje einer Hochzeit der Farserioten bei.
l)licken

Bei diesen aber werden die Frauen vor den !Männerz.

so sehr gehütet, dali, als ich

B. an ein Fenster

trat,

von wo aus ich dem Tanze der Mädchen mit zuschauen konnte,
ein Maiui

mit

groben Worten mich

vom Fenster wegzog und

-l-H

u d ß u

o
J
^^
1)

o
CA!

ß e o
<'1


ins

33


sich aufhielten.

Zimmer
es

führte,

wo

die

Männer

Mit Mühe

gelang

dem Zureden
eine

des Pfarrers mir die Erlaubnis aus-

zuwirken,

photographische

Aufnahme von den tanzenden

Frauen machen zu dürfen. Als ich das Bild eingestellt hatte, bat mich ein Mann, ihn einmal hineinblicken zu lassen, was
ich ohne weiteres gestattete.

Kaum

hatte er hineingesehen, als

er erstaunt ausrief, er sehe das Unterste zu oberst,

worauf die

ganze Kette mit lautem Geschrei auseinander stürmte und ich

mich mit einer Aufnahme der tanzenden Männer begnügen
mußte.

In

Monastir

hatte

ich

öfters

Gelegenheit Hochzeitszüge
teil

zu sehen, aber ohne an der Feier selbst
ich

zu nehmen.

Was

im Folgenden bringe, habe ich zum größten Teile durch Fragen erfahren, als ich die Lieder sammelte. Kleine Abweichungen
ich
in

den Gebräuchen

kommen

natürlich überall vor,

beschi-änke mich daher darauf,

das Wesentliche hervorzu-

heben, so wie es sich bei

dem

niederen Volke erhalten hat.

Im

allgemeinen läßt sich sagen, daß die Aromunen nur
z.

untereinander heiraten; in einigen Orten,

B. in Vlacho-Liva-

dhon heiraten sie nur aus derselben Gemeinde, andere nur aus demselben Stamme, wie bei den Farserioten. In neuerer Zeit besonders in den größeren Orten und unter Kaufmannsfarailien sind Mischheiraten mit Bulgaren, Albanesen und Griechen
durchaus keine Seltenheit.
einerlei

Daß

dabei der aromunische Teil,

ob

Mann

oder Frau,
liegt

die

Muttersprache aufgiebt

zu

Gunsten der fremden,
aromunische.

daran, daß der

Aromune immer
selten die

die fremde Sprache beherrscht, der

Fremde aber nur
der wohlhabende

Dazu kommt, daß
will.

Aromune

im Süden des Gebietes
sprache wissen Ich

überhaupt nichts von seiner Mutter-

habe Kinder aus solchen Familien

kennen gelernt, die nicht einmal aromunisch verstanden, geschweige denn sprachen.

Was
es bei der

das Alter bei der Eheschließung

betrifft,

so

schwankt

Braut zwischen 12 und 20 Jahren, mit Vorwiegen

des 16. Jahres.

Man
II.

betrachtet es bei den Farserioten durch-

aus nicht als Hindernis, wenn die Braut noch nicht das PuberWeigand, Aromunen
3


Klassen früher
als

34


den Albanesen.

tätsalter erreicht hat; gerade so ist es bei

Die

Burschen heiraten im Alter von 18
eines Wittwers bei den Hirten

24 Jähren. Bei den unteren bei den oberen. Eine Wiederverheiratung
bis

-Walachcn

ist

äußerst selten, eher

Wittwe einen Manu. Denn an Mädchen ist in Es wurde mir auf dem Hochden Gebirgsdörfern Mangel. Pindus öfters bestätigt, daß viel häufiger Knaben als Mädchen Junggeselle zu bleiben wird als Sünde angeboren werden. gesehen. Wie im übrigen Europa häufig die alte Jungfer zum

bekommt

eine

Gegenstande des Spottes
passive Rolle.

dient,

so hier der Junggeselle.

Bei der Verlobung spielen die zu Verheiratenden eine sehr

Kommt

es

doch vor, daß die Eltern schon bei der
diese et-

Geburt zwei Kinder für einander bestimmen, ohne daß

was davon erfahren,

als

bis

sie ins heiratsföhige

Alter

kommen.

Wenn

die Eltern

nicht selbst

die

Verlobung abmachen, wird

eine Vertrauensperson geschickt, meist ein Verwandter, der bei

den Eltern der Braut anfragt, ob ihnen der Bräutigam genehm
ist.

Im

Bejahungsfalle giebt

man dem Paare

Gelegenheit sich

einmal zu sehen, aber nicht zu sprechen; gewöhnlich wird hierzu
der Kirchgang benutzt; denn im allgemeinen werden die jungen

Mädchen vom

12. Jahre ab verborgen gehalten, wenigstens bei

den aus Albanien stammenden Aromunen.
Seite Widerspruch,

Entsteht von keiner

und das und

soll

nur äußerst selten vorkommen,
statt,

dann

findet die öffentliche

Verlobung

wobei der Bräutigam

der Braut einen Ring

eine Kette von Silbermünzen (Maria-

Theresienthaler) oder bei den reicheren von
reichische

Goldmünzen

(öster-

Dukaten und
Braut

alte

venetianische

Goldstücke) über-

sendet, die die
in

um

den Hals,
trägt.

in einigen

Gegenden

z.

B.
die

Zagori

auch

am Feß

Auch

hierbei

kommen

Brautleute nicht zusammen; es wird aber in den beiderseitigen

Häusern zur Feier gegessen und getrunken, gesungen und geBei schossen, damit das ganze Dorf die Verlobung erfahre. den südlichen Ai-omunen findet die Verlobung, das Wechseln
der Ringe,
oftmals vor

dem

Priester

statt;

dort

ist

auch der

Verkehr der Liebesleute vor und nach der Verlobung ungehindert.

Von

Seiten der Braut wird

dem Bräutigam

ein

Geschenk


gemacht,
sei es

35

ein

schön gesticktes Hemd, oder Taschentücher,

Strümpfe oder sonst ein Erzeugnis der weiblichen Handfertigkeit. Bei den Hirten dauert die Verlobungszeit nicht lange.
Braut dem Bräutigam oder einem Verwandten desselben zufallig auf der Straße, so flüchtet sie sich in ein

Begegnet

die

Haus
sich

oder versteckt das
die
in

abgewandte Gesicht.
weilen,

Bei den AroVerlobungszeit

munen,
oft

der

Fremde
wenn

kann
die

die

Jahre
treu,

lang

hinziehen,
sie

aber

Braut bleibt ihrem

Schatze
erhält.

auch

nur selten Nachricht von ihm

Schon lange vor der Hochzeit beginnen die Vorbereitungen zu derselben. Es gilt, die Braut mit Kleidern und Wäsche, mit Teppichen und Decken auszustatten; außer diesem bekommt
sie nichts,

nur die Hirten geben zuweilen Schafe mit.
in

Auch

der

Bursche erscheint bei der Hochzeit
tag vorher

völlig neuer Kleidung.
statt.

Die Feier findet immer an einem Sonntage

Am

Donners-

kommen

die

Burschen bei dem Bräutigam zusammen,
gefeiert

wo

eine

Art „Junggesellenabstand"
sich bei der

wird;

doch

ist

es

Sitte,

daß jeder Speise oder Getränke

selbst mitbringt.

Ebenso

versammeln
sie

Braut die Freundinnen derselben,

um

„hübsch" zu machen.
das

Ihr Kleid wird gemustert und an-

manchen Gegenden der ganze Körper) wird gewaschen und mit einer Salbe bestrichen, die ihm eine rötlichgelbe Farbe verleiht. Daher auch in Liedern die Braut
probiert,
(in

Haar

mit

„goldenen

Zöpfen"

(ku

kusitse
ist

galbiue)

besungen

wird.

Dieser Brauch des Haarfärbens

aber schon in den meisten
deren

Gegenden geschwunden; zuweilen
eigentümlich gelbe Haarfarbe von
kalkhaltigen Salbe herrühren
soll.

traf ich auch Kinder,

dem

Bestreichen mit einer

Wenn
trägt

die Braut,

was nicht

selten

vorkommt, einen kleinen

Schnurrbart oder viele Flaumhaare auf den

Wangen

hat,

so

man

eine Art Kleister auf,
abreißt,

den man erhärten läßt

und.

dann mit Gewalt
werden.

wodurch die feinen Härchen entfernt

Kameraden des Bräutigams in den Wald um Holz zu holen, das beim Kucheubacken verwendet
Freitag ziehen die
3*

Am


wird.

36


Fichtenbäumchen
mit,

Auch bringen

sie

ein (oder zwei)

das mit buntem Papier und Wollfaden, mit Flittergold, zuweilen

auch mit Früchten behangen und auf dem Giebel des Hauses
des Bräutigams (und auch der Braut) aufgesteckt wird.
Sitte findet sich vorzugsweise bei

Diese

dem Stamme

der Farserioten.

Die Burschen werden durch Speise und Trank für ihre Gefälligkeit

belohnt.

gebacken.

Samstag wird das Brot und der Kuchen Die Einladung geschieht durch einen festlich geder dieselbe

kleideten Boten,

mündlich vorträgt oder bei den

Vornehmen

die schriftliche
ist

Einladung überbringt.

In Albanien
eine Vorfeier

es

Gebrauch,
sich

daß
ein

am Samstag Abend
Die Verwandten und

bei der

Braut

stattfindet.

und schmücken einen Steinkrug mit Blumen und Flittergold, legen einen Kuchen auf die Öffnung und ziehen dann nach der Quelle, um ihn zu
die

Brautführer

finden

dort

füllen,

wobei das Lied Nr. 28 gesungen wird.
ist

Früh morgens schon findet bei dem Bräutigam eine Zusammenkunft der Kam.eraden Er sitzt in der Mitte statt, um dem Rasieren beizuwohnen. des Zimmers auf einem geschmückten Stuhle; wenn der Barbier mit seinem Geschäfte beginnt, singen die Umstehenden das Lied
Der Sonntag
der Hauptfesttag.

Nr. 29 oder Nr. 106.

Eine Anzahl Burschen zieht
die Person, die

fort,

um

den „Nun", das
hebt,

ist

das Brautpaar unter ihren besonderen Schutz
zu holen.

nimmt und sämtliche Kinder aus der Taufe

Man

wählt dazu meist einen älteren, würdigen Mann.

Die Mitgift der Braut wird gewöhnlich Sonntag früh von

dem Hause der Braut durch jüngere Brüder oder Verwandte nach dem Hause des Bräutigams gebracht. Die Kleider und die Wäsche sind in Laden eingeschlossen, die Decken, Teppiche und Kopfkissen sind zusammengerollt. Das Ganze wird von
einem oder mehreren Pferden getragen.
Die Begleiter
ei'halten

von der Mutter des Bräutigams kleine Geschenke.

Dann werden von dem Bräutigam Boten
der Braut verkünden
sollen,

ausgesandt, die
sich naht;

daß der Hochzeitszug

auch diese Boten werden mit Geschenken, wie Taschentücher,


bedacht.

37


sich die

Zu Fuß oder auch zu Pferde begeben
derselben beschleunigt wird.
ein

Burschen
Nr. 30.

zur Braut unter häufigem Schießen,

das bei der Ankunft vor

dem Hause
Meist

Man

singt

nur

Teil

der jungen Leute mit den
hinein.

Brautführern

geht in das

Haus

Die andern bleiben draußen und

singen Lieder oder eine Zigeunerbande mit Violine, Klarinette

und Tamburin
sah,

spielt ihre

Weisen

auf,

wobei ich in Samarina
auf-

daß zwei junge dafür bezahlte Aromuneu einen Tanz

führten,

dem

sie

sich mit allem

Feuer hingaben.

Sie sprangen

dabei auf und nieder, drehten sich so schnell und so andauernd

um

sich selbst

herum, bis

sie

ganz erschöpft aufhören mußten.
überbringen
die Brautführer

Ln Innern

des Hauses

von

Seiten des Bräutigams ein Paar Schuhe, die die Braut schein-

bar widerstrebend sich anziehen

läßt.

Dieses scheinbare Wider-

streben der Braut zeigt sich auch darin, daß sie sich bei

dem

Herannahen des Hochzeitszuges verbirgt und erst von den Kuskri (den Hochzeitsgästen) gesucht werden muß. Diese Sitte findet sich noch in Albanien und bei den Farserioten. Darauf setzt sich der ganze Zug in Bewegung, die Musik voran, dahinter der Bräutigam mit seinen Verwandten und dann die Braut, umgeben von ihren Verwandten. Durch den
lichten,
oft

mit Goldfaden durchzogenen,

tief

herabhängenden
die

Hände sind über der Brust gefaltet, indem sie ein seidenes Tuch umAm Goldfinger hängt manchmal durch einen Faden fassen. mit dem Ringe verbunden, ein Goldstück herab. Die Haltung
Schleier
sieht

man

die

nur halbgeöffneten Augen;

der Braut
sie

ist

steif,

dabei macht

sie so

kleine Schritte, als AvoUe
Sie

die

Ankunft

in

der Kirche verzögern.

und

die weib-

lichen

Verwandten vergießen reichlich Thränen. In manchen Orten, besonders auf dem Hoch-Pindus reitet die Braut, wobei
das Pferd von zwei Verwandten geführt wird.

In der Kirche stehen Braut und Bräutigam bei einander,
hinter ihnen

der

Nun, daneben

die Brautführer

(furtats)

und
die

Brautführerinnen (surate) mit Kerzen in der Hand.

Wenn

Messe beendet, wird der Braut der Kranz aufgesetzt, dann überIn schüttet der Nun das Paar und den Priester mit Gerste.

38

manchen Orten werden dazu auch Kichererbsen, Haselnüsse und Zuckerwerk verwandt. Auf dem Rückwege geht das junge Paar nebeneinander; dabei wird wieder geschossen, gesungen (Nr. 32) und Musik gemacht. Der Zug wendet sich nach dem Hause des Mannes, wo die Schwiegermutter (soakra) die junge Frau (nveasta nao)
erwartet, ihr ein oder mehrere kleine
sie

Kinder entgegenführt,

die ihr

küßt.

Bevor

sie

die Schwelle überschreitet reicht
in das sie hineingreift

man

ein

Gefäß mit Butter,

und Thürpfosten
der Thürpfosten

bestreicht.

Man

singt Nr. 33.

und die Schwelle Das Bestreichen

kommt auch bei andern Gelegenheiten vor. Vergleiche Lied Nr. 47, wo die junge Frau bei der Rückkehr ihres Mannes die Thüre mit Honig bestreichen will. Wie ich
aus der Zeitschrift Macedonia, Bukarest 1889 Seite 129 ersehe,
sind
in
in

der Gebräuche noch

viele,
z.

die ich aber persönlich nicht

Erfahrung gebracht habe;
den Geldstücke gesteckt

B. wirft die Braut einen Apfel,

sind, in die

Höhe, wer ihn auffängt,

dem soll er Glück bringen; oder die Schwiegermutter hält einen Kuchen eine Weile über den Kopf der Braut und zerbricht
ihn dann in zwei Stücke, die
sie

nach vorn und hinten

wirft;

oder es wird ein weißes Tuch ausgebreitet,

auf das die Braut

Demselben Aufsatz entnehme ich auch den Gebrauch, daß da, wo die Braut reitet, der Schwiegervater sie bei der Rückkunft von dem Pferde hebt und dann den Gurt desselben durchschneidet und den Sattel
die

und

Nachfolgenden

treten.

umdreht, zum Zeichen, daß
lassen werde.

sie

nun nimmer das Haus
nieder, bei

ver-

Man
bleibt

setzt sich hierauf

zum Mahle

den Hirten

meist nach den Geschlechtern getrennt,

und

diese

Trennung
ist,

auch bei dem Tanze bestehen.
auch
der

Wenn

Aromune im allgemeinen nüchtern
vertilgt.

bei derartigen Gelegenheiten läßt er etwas drauf gehen.
liche Quantitäten

Unglaub-

von Fleisch werden

Mehrere

Lämmer

und Hammel werden am Spieße gebraten und mit Geschick ohne Anwendung des Messers zerlegt. Dazu ißt man Brot und Meze, d. h. kalte, appetitreizende Speisen, wie Gurken,


Paprika,
Salat

39


mit
einliegendem

und

dgl.

Ferner Kuchen
Butter

Gemüse oder Käse,
gebacken),
bereitet.

ferner das Lieblingsgericht der

Aromunen,

„Bukuvala" genannt (Brot,
oder

und. Käse

im Thontopfe
zuerst

auch eine

süße Speise nach türkischer Art

Dabei wird tüchtig gezecht.

Man

läßt

den
eine

„Pa;'ur" (eine Schnapsflasche aus Zinn mit ganz kleiner Öffnung,

an der
d. h.

man

saugen muß) herumgehen, dann bringt

man

große „Ploaska", eine Holzflasche für Wein, oder eine „Bukla",
ein

Fäßchen von ungeßihr 20 cm Höhe und 40 cm Bodendas zwei Füße hat,

durchmesser,

damit

es bei

dem

Aufrecht-

stehen nicht fortrollt.

Oben

befindet sich ein

Mundstück aus

Messing und daneben ein Luftloch.
mit beiden

Händen

zugreifen,

um

Beim Trinken muß man das Fäßchen halten zu können.
ist,

An
man

der

eisernen Kette,

die

auch oben angebracht

reicht

es seinem

Nachbarn.

Die Trinksprüche sind lange nicht
I.

so umständlich, als bei den Bulgaren (siehe

Band

1,

3),

doch

begnügt

man

sich nicht nur die

Neuvermählten leben zu
ein.

lassen,

sondern schließt auch die zukünftigen Kinder mit

Nach dem Essen wird
freien Platz oder auf

getanzt.

Man

begiebt sich auf den

den Hof, selten nur bleibt man im Zimmer,

und unter der Begleitung der Zigeunermusik oder des Gesanges der Tanzenden bewegt sich der Reigen im großen Kreise um den Raum. Der Führer der Kette ist zunächst der Bi'äutigam, er muß durch gewandte und schnelle Bewegungen zeigen, daß er die Kunst des Tanzens beherrscht; das will sagen, daß es
nicht
so

sehr
als

auf genaue Einhaltung der üblichen Tanzweise
vielmehr auf die Erfindung und mannigfaltige

ankommt,

Dabei schwenkt er ein Taschentuch und stößt beim Niederspringen, auf die Kniee oder beim AufDer springen gellende Schreie aus, um sein Feuer zu zeigen.
Gestaltung neuer Formen.
Zweite und höchstens noch der Dritte beteiligt sich in geringem

Grade an seinen Figuren. Die übrigen gehen dabei im herkömmlichen Tanzschritte, indem jeder seine Hand auf die Schulter des Nachbarn gelegt hat, so daß die Kette geschlossen
ist.

In

manchen Gegenden

reicht

man

sich

die

Hand

oder

hält sich mit den Taschentüchern fest oder

man

legt sich

auch


einen
eine
Ist der Vortänzer,

40


ergreift,

Riemen um die Hüfte, den der Nachbar festere Verbindung herbeigeführt wird.
Die
Kette
der

wodurch

müde, wird er durch den Nächstfolgenden

abgelöst.

Frauen bewegt

sich

in

derselben

Weise, wie die der Männer, nur sind natürlich die Bewegungen
der Vortänzerinnen weniger wild.

war in Vlacho-Livadhon, habe ich beobachtet, daß die Ketten der Frauen und Männer, die sich auf demselben Platze gegeneinander bewegten, abwechselnd und dann im Chore
Einmal,
es

Lieder sangen.

Bei den Walach en Meglens tanzen beide Ge-

schlechter in einer Kette, die
die

Männer

voran, daran anschließend

Frauen.

(S.

die

beiden Abbildungen im Vlacho-Meglen.)

Die Tänze sind sehr mannigfaltig und haben ihre
meist nach der
weise

Namen

Gegend oder der Nation, von der

sie

vorzugs-

getanzt werden;

man

spricht von

einem aromunischen,

bulgarischen, griechischen, serbischen, türkischen, jüdischen Tanz,

von dem von Metsovo, Janina, Elbassan, Berat, Tikfes
Fast sämtliche Tänze, die ich gesehen habe,
Einzeltanz,
sind
sei

u.

s.

w.

es

Chor- oder

im Vier -Viertel-Takt.
der Takt

Bei manchen Einzel-

tänzen

tritt

aber

sehr zurück,
gestattet
ist.

da dem Vortänzer

volle Freiheit der
bis

Bewegung
fort.

Der Tanz
oder

setzt sich

in

die

Nacht hinein
statt,

Im Norden
das

des Gebietes findet

zuerst

der Tanz

kalte

Speisen

vor

man nimmt dem Tanze und gegen Abend folgt die
dann
Gelage,
die

Hauptmahlzeit.

Am
Nun,
laden
bei
sie

Montag machen

Neuvermählten Besuche

bei

dem
wobei

den Brautführern und den nächsten Verwandten und

zum Essen

ein,

das gegen

Abend

stattfindet,

auch getanzt und gesungen und die Aussteuer den Anwesenden
gezeigt wii'd.

In manchen Gegenden machen die Neuvermählten
(poryitso) erst

den ersten Besuch
bei

am

Mittwoch und zwar zuerst

den Eltern der Frau.
Dienstag empfangt das junge Paar Besuche.

Die junge
geht mit

Frau
die

erscheint dabei in ihrem vollen Brautschmuck,

niedergeschlagenem

Blicke auf die Gäste zu und küßt ihnen

Hand und

tlmt dasselbe bei allen männlichen Anwesenden,


selbst

41


Sie verschwindet

jüngere Brüder nicht ausgenommen.

dann sofort wieder, um nacheinander Süßigkeit, Kaffee und Raki anzubieten. Bei dem Verlassen des Hauses giebt man
ihr

ein

Geldgeschenk.

Diese Sitte,

die

sich

namentlich auf

dem Hoch-Pindus
Male
ins

findet, gilt nicht

nur für den Dienstag, sondern

noch wochenlang, so Mittwoch
sich

oft ein

Bekannter oder Fremder zum ersten Die Neuver-

Haus kommt.
ist

der letzte eigentliche Festtag.

mählten, begleitet von den Kuskri (Hochzeitsgästen), begeben

an den Brunnen unter fröhlichem Gesänge oder auch von Musik begleitet. Dort angekommen füllt die Frau einen Krug
wird,

mit Wasser, der drei

dann

füllt sie

Mal von ihrem Manne wieder ausgegossen ihn bis zum Rande, wobei das Lied Nr, 34

gesungen wird.

Dann
allerlei

geht der

Zug wieder zurück, wobei man der Frau
in

Hemmnisse
die
sie

den

Weg

wirft,

wie Zweige,

Klötze,

Steine,

geduldig

beiseite

schieben

muß.
begiebt
sie

Vor dem
sich

Hause
arbeit

singt

man

das Lied Nr, 35.
sei

Dann
es,

die

junge Frau sofort an die Arbeit,
ergreift

daß

eine

Hand-

oder Teig knetet,

um dem Manne
wolle.

zu zeigen,

daß

sie

eine fleißige

Hausfrau

sein

In den nächsten

Tagen werden noch Besuche gemacht und empfangen, kleine Geschenke namentlich an die Verwandten des Mannes ausgeteilt, um von diesen das nötige Hausgerät als Gegengeschenke zu bekommen. Über die Hochzeitsgebräuche bei den Aromunen haben geschrieben: T. T. Burada (der im Sommer 1882 einige Dörfer
in

Makedonien besucht
filologie"

hat) „Datinele

la

nunti ale poporului
istorie,

romäu
si

din Macedonia", in der „Revista pentru

archeologie

Marianu und Elena Sebastos haben in ihren Werken über die „Nunta la Romäni" hauptsächlich aus Buradas Arbeit geschöpft, doch auch Bolintineanu's, Vangeliu Petrescu's und Carageani's Veröffentlichungen dabei benutzt, die gelegentlich auch über die Hochzeitsgebräuche
schrift
ff,

Jahrgang II, Bukarest 1883, „Macedonia", Bukarest 1888 p. 96

Derselbe in der Zeit-

Bemerkungen machen.


Nr. 28 V.
blüht,
1

42
ist


eine Pflanze, die

„trandabotan"
Nieswurz.

im Winter
auf ein

vermutlich

Die Etymologie
(t).

weist

griechisches „roich'xa [jordvii"

V. 8 yerolcino (dasselbe in
{Uoc/.xi).

Nr. 32, 35) bedeutet ursprünglich Habicht
versteht

In Ochi'ida

braucht
sich

man man

darunter „Schwan", und in dieser Bedeutung gees
als

Metapher für
in

die Braut.

Das Wort
hat.)

findet

nur noch in Liedern.

(Vergleiche „sifter" [Nr. 10], das die

Bedeutung „Taubenhabicht"
„garangadzilor"
ist

„Taube" geändert

V. 15 da aber
diesen

eine auffallende Pluralbildung zu „j'oambo,

garombü".

Aus „griimbu" würde „graüg"

entstehen,

der Accent auf der Letzten steht, fügte

man

die

bei

Wörtern übliche Endung „adz" hinzu.
Nr. 29.

Die eingeklammerten Verse gehören zu der
zwischen Augenbraue und

in

Krusevo üblichen Fassung.
lich

V. 8 „sufruntseale" bedeutet eigentAugenlid,

die

Stelle

während

man
es

mit „fruntseao" die Augenbraue bezeichnet,
in der

doch

kommt

auch
es

Bedeutung Augenbraue
die

vor.

An

dieser Stelle

steht

für

Augen überhaupt,

mit

Sternen

verglichen
vor-

werden, während die darüber liegende Partie den
stellt.

Himmel

Sollte

den Versen 12, 13

die

Erkenntnis zu Grunde

liegen,

wie sehr es von

Eltern abhängt, daß die

dem gediegenen Nachkommen sich
sich

Leben der guter Zähne erfreuen?
sittlichen
4.

Nr. 31. Nr. 32

Vergleiche dazu Obedenar-Bianu Nr.

V. 12 bezieht
ist

auf die Sitte

am Vorabende
V. 15 „skifter"

der Feiertage sich des Beischlafs zu enthalten.

aus

.,ksifter"

dasselbe wie „sifter" in Nr. 10

und bedeutet

hier Tauber.

Nr. 33 V. G „arusio" (gew. arusie)
art

ist

eine rötliche Weizen-

besonders das

gerühmter Qualität.
„aros

man

Wort mit
ist in

zweifellos von „Arusie

Wegen

der Farbe bringt
Avähi'end

rot"

zusammen,

es

Rußland" kommt.

Nr. 35
enthalten.

ähnlicher

Form

bereits in Nr.

28 V.

8—10

Nr. 36
Nr. 37

ist

eine Satire, zu der auch bei Rosen, Bulgarische

Volksdichtungen, Leipzig 1879 Nr. 92 verglichen werden kann.

— 42

sind Tanzlieder.


Nr. 37

43


in

und
ist ein

38

sind Varianten,

denen

es

über die
112.

Schwiegereltern hergeht.

Nr. 39

weit verbreitetes Lied, siehe Ol.-Wal.

p.

Eine Variante von Grebena hat im V. 10 „l'ahurle" statt „fustanele", V. 12 ein Wort, das mir noch nicht sonst vorgekommen ist.
" armotolo" wird verwechselt o o

mit Anatolien, ebenso wie „armotolat"
2.

mit Anatolat in Nr. 91 V.
Nr. 40.
Stoff ist

Vergl. in der Zeitschrift Macedonia p. 130.

Der

bei allen

Balkan Völkern
so.

verbreitet.

V. 16

und 17

schon in Nr. 32 gerade
Nr. 41.
verbreitet.

Auch

dieses

Lied

ist

bei

allen

Balkan Völkern

Gustav Meyer, Griechische Volkslieder, Stuttgart 1890 giebt Seite 44 eine Übersetzung aus dem Griechischen.

28.

Beim Füllen

des Wasserkrugs

am Torabende

der

Hochzeit.
Trandabotan
intro sora o
esti,

iarna ste isusesti.

n kopisteare " o1

so friminto turto o o o

5

munko doil'i O o Umple frate, vearso
s

o

'^

ku ku

üare,
'

vreare.
soro,

ko
s

unsoaro untuii OO'-'OOü
s
*/

din hoaro.

"O

aduko no yerokino, O Q Q O' SO umplo kasa di luüino IT o o o
10 so umplo humbarea di ^ 1 O O O
ia o, ia o, iu
forino.

ma

z yine,

iu

ma

z

yine ka kiräo,

ka kiräo ska nveasta nao:
dao lune
z

doi sori,

15 lünele suntu a garaügädzilor
sorl'i

suntu a nveastilor.

Ochrida.

Dimitru Pelitsa.

39.

Barbierlied.

Mea, gine ng vine birberlu, tea sno surseasko rramboulu. ^ ^ o o so 1 sursestsi musät, musat
'^

/

tg Ia

nun

s tg

Ia furtiit,

5 sto Ia nveasta

ma

musat.

38.

Trandabotan (Blume)

bist du,

daß du dich im Winter verlobst.
die Schwester greift hinein in

den Backtrog,

um Kuchen
5

mit Honig zu bereiten

(=

kneten)

und beide
denn

essen ihn mit Liebe.

Fülle Bruder, gieß' aus Schwester,
es verheiraten sich die ersten
sie

aus

dem

Dorfe.

und
daß

bringen eine Braut
erfülle
fülle
sie,

(= Schwan)
Licht,

sie
sie

das

Haus mit

10 daß

den Speicher mit Mehl.

Siehe da

wo
als

sie

wo sie kommt kommt als Braut,
als

Braut und

junge Frau.

Zwei Monde und zwei Sonnen, 15 die Monde sind den jungen Männern,
die

Sonnen den jungen Frauen.

39.

Willkommen kam uns der

Barbier,

um

zu rasieren den Bräutigam.

Rasiere ihn sehr schön
für den Brautvater

und Brautführer,

und

für die Braut noch schöner.

;


ia,

46


fr^irate,

muntrislu di pi
s

kg

pare ku mare minte,

muntrislu pi sufryntseale,

spare katserlu ku 10
ia,

steale.

muntrislu
-^

di pi nare, to alovdare. o o

ko easte multu o
(ia
s

muntris lu di pi dintso,
l'i

alovdas

a

lui

pgrintsg).

ia muntris lu di pi keptu,

15 spare ka birbek aleptu.
(ia

muntris lu di pi bornu,
fornu).

spare ka atlu ku

Monastir (Kruse vo).

Olga Robi

(Vangeliu Petrescu).

30.

Wenn

der Bräutigam zur Braut zieht.
ükisi ;'rambolu Ia nveasta;

dzutsets

l'i

s
l'i

uükirdoseasko,

a

mg sai,
sui,

s

prukupseaskg,
ausasko

a tato

s

l'i

5 nkl'initsim a soäkrel'i
tu urekl'a a poarkel'i,
nkl'initsüü a sokrului

tu urekl'a a porkului.

Ochrida.

Brüder Dimonie.

31.
Tsi
si
i

Vor dem Kirchgange.
musato, ah morata,

asi ts

lumbrusoaste fatsa

ka

lutseafirle dimineatsa!

distimele kindisito! o

5 Ia tine av^iirn yükisitg,
doil'i

ü kale

s

n aduuym.

47
Da, seht ihm auf die
er scheint
Stirne,

von großem Verstände.
wie der

8eht ihm unter die Stirne,
es scheint

Himmel mit den

Sternen.

10 Seht ihm auf die Nase,
sie
ist

sehr zu loben.

(Seht

ihm auf

die Zähne,

und

lobt seine Eltern.)

Seht ihm auf die Brust,

15 er scheint ein auserwählter Widder.
(Seht
er

ihm auf den Gürtel, scheint ein Hengst mit

Zügel.)

80.

Der Bräutigam brach auf zur Braut; sagt ihm, daß er Glück haben möge,
seiner Mutter,

daß

es ihr
alt

gut gehen möge,
werde;

seinem Vater, daß er

Grüße an
ins

die Schwiegermutter

Ohr der Sau, Grüße an den Schwiegervater ins Ohr des Schweins.

31.

Was
und Bunt
daß

giebt's Schöne,

ach Arme,

so erglänzt dir das Gesicht

wie der Morgenstern in der Frühe!
gesticktes

Tuch!

zu dir war ich aufgebrochen,
wii'

uns beide auf

dem Wege

treffen.


fg stri kale,

48
s

nu krepom,

kg

nu z dukeaäte. skoate punga de n ts o measte,
1

nikg

s

10 un kilragros ku mgnuse,
so
1

poartg nveasta di guse.

Krusevo.

Vangeliu Petrescu.

33.

Beim Zuge

yoii

der Kirche Bräutigams.

zum Hause

des

Ma

so

n bonedz Mitrüi, luuino,
*/

ko n aduses no yerokino, o o o o'
no yerokino ku sundukea mplino.

nu 5 ka nu ka

are nveasta ngrimele,
so

nu alagg

vitsinele.

are nveasta zboärole,
so

nu alago uboärole. Ale nveasto, kund va so z ^iuo ko nu dzuts, ko este kotuso, o o o o o'
'

di la uso,

10

s

argsari, sgl Tai di gusg;
•/
r^

kund va so z yino di la tsitsoare, O O O so nu dzuts, ko este sorbotoare. o o o o o
?

'

"^

ngpoi, ngpoi voi
so

ki'iskril'i,

veado soakra
so no O O

dzinerle,
skifter

15 ko noi no adusira un " O o

ka

luom O

lilitsea "

di pi nier, 1
'

noi no adusim " o

un

skitiu, '

luom un trup di silviu, noi no adusim un arsalan " o 20 sg ng lugm lilitsea di argafau.
sg ng

ka

Ochrida,

Diraitru Pelitsa.


komm
denn
10
(mit)
sie
ist

49


[umkommen,
sie,

auf die Straße heraus, daß wir nicht (vor Ungeduld)
klein

und begreift es nicht. Ziehe den Beutel und beschenke mir [dir]
einem Thaler mit Henkel,
damit ihn die Braut

am

Halse

trägt.

32.

Du

sollst

leben Mitru, du Licht,

denn du brachtest uns eine Braut (= Schwan)
eine Braut mit voller Kiste.

Die Braut hat keine Streiche (im Kopf)
5 daß sie
[nicht]

bei

den Nachbarinnen herumläuft.

Die Braut hat (macht) kein Gerede,
daß
sie

[nicht]

von Hof zu Hof

läuft.

Haidi, junge Frau,

wenn

es dir

an die Thüre kommt,

so sage nicht, es sei die Katze,

10 (sondern) springe

auf, fall'

wenn

es dir

an die

ihm um den Hals; Beine kommt,
ist.

sage nicht, daß Feiertag

Dann, dann

ihr Hochzeitsgäste,

die Schwiegermutter soll den Schwiegersohn sehen,

15 denn wir brachten einen Tauber,

um
um
20

zu holen die Blüte des Apfelbaums,

wir brachten einen Junggesellen,

zu holen einen Zypressenstamm,

wir brachten einen Löwen,

um

zu holen die

Blume

des Fliederstrauchs.

Weigand, Aromimen

II.

"

;


33.

50


des Bräutigams.
ta, '
'

Bei der Ankunft vor
Nkl'ino
te, s te

dem Hause
duts la kasa

nvc^asto, ükl'ino te,

ko va o ko va o
80 ts

s te

duts la vatru ta

ai

soakra di

tinie

5

mas ku kelkea di arikio, mas ku turta dit arusio.

Ochrida.

Dimitru

Pelitsa.

34.

Beim Wasserliolen Mittwocli
„Umple
soro,

nacli der Hoclizeit.
frate,
!

vearsg
ali

so r dorn

apo

krepato

„Nu r
ko o
l'o

seate ali krepato

foame o

ali

musato!" o

Krusevo.

Vangeliu Petreseu.

35.

Bei der ßüekliunft

Tom

Wasserliolen.
liil'lu,

Es mumg,
ko n
ts

s ts

astepts

adutse yirokino,
si

yirgking

kasg mpling!
.

kaso mplino di luüino l o o o
5 ambare mplino X o

di forino. o o

Krusevo,

Vangeliu Petreseu.

36.

Hoclizeit des Flohs mit der Nisse.

Sombodo dimueatso O O c O
'^

si

skulg furniga,

z

duse la moaro
grotso di nieru,
'

ku dao
5 to o
s

fako kulats, o

to s

kFeamo uuulu

s

furtatlu.

sinsurg puriklu,
slo aminsusitsa nveasta,

— Sias.

Neige

dich,

Frau, neige dich,
jetzt in dein

denn du wirst

Haus

gehen,

denn du

wirst jetzt zu

deinem Herde gehen.

Halte die Schwiegermutter in Ehren, 5 nur mit der Flasche mit Raki, nur mit Kuchen aus bestem Weizen.

34.
„Fülle Schwester, gieß' aus Bruder,

damit wir ihr Wasser geben der Verschmachtenden!" „Sie hat keinen Durst, die Verschmachtende
sie

hat Hunger, die Schöne!"

35.

Komm
denn
eine

heraus Mutter, erwarte deinen Sohn,

er bringt dir eine Braut,

Braut und ein volles Haus!
voll

Ein Haus

von Licht

der Speicher voll von Mehl.

36.

Samstag früh
erhob sich die Ameise,
beo-a-b

sich zur

Mühle

mit zwei Hirsekörnern,

um Kuchen zu backen. Und sie rief den Nun und
Es verheiratete nahm die Nisse
zur Frau,

den Brautfühi-er.

sich der Floh,

4*

»

52

tahtabiklu uimlu,

10 spidukl'ul furtatlu;
bubuliklu sokru
z

bubulika soakro,

preftso tounl'i,

dzundzunarlu despot,

15 iükisiro

taifo.

Monastir.

Helene Robi.

37.

Tanzlied (Sehiviegermutter).
Moi
tsi

lilitsea

aliko,

ts

ai

boia sälbito!

nu ü va bun, ko n deade un lai maimün. 5 kundu z da di s noroeaste, skoate furka di mi agudeaste,
laia soakro

tu loyio

s

mutreaste,
tsi

sarpe laiu,

s

unvorteaste.

Ochrida.

Brüder Dimonie.

38.

Tanzlied (Schwiegereltern).
Moi,
tsi

lilitsea alik§,

aperis sälbito,
te

Roagoü
roao-o

a sokru

tui,
tai.

ü

te

a soakre
ii

5 albul sokru nu

va bun,

ko
l'a

l'i

dzuk,

el

s

noroeaste,

me agudeaste. albau soakro nun va bun,
tsibuka,
l'i

ko

dzuk, ea
si

s

noroeaste
agudgaste.

10 skoate furka

me

Grebena.

Zisi

Papathanas.


die

53

Wanze zum Nun

10 und die Laus zum Brautführer; der Mistkäfer war Schwiegervater,
die Mistkäferin Schwiegermutter,

Priester die

Mücken,

der Rosenkäfer Bischof,

15 so brach der ganze Zug auf

37.

He, rote Blume,
die

du gelbliche Farbe hast!

Meine böse Schwiegermutter will mir nicht wohl, denn sie gab mir einen bösen Affen. Wenn es sich macht, und sie wird böse, so nimmt sie den Rocken und schlägt mich.

Im

Spiegel betrachtet sie sich,

eine böse Schlange, die sich zusammenrollt.

38.

He, rote Blume,
die

du dich erhobst

gelblich,

bitte deinen Schwiegervater, bitte deine Schwiegermutter.

5 Mein weißer Schwiegervater will mü- nicht wohl, wenn ich (es) ihm sage, wird er böse,

nimmt den Tschibuk, schlägt mich. Meine weiße Schwiegermutter will mir wenn ich (es) ihr sage, wird sie böse, 10 nimmt den Rocken und schlägt mich.

nicht wohl,


39.

54


korlu.

Tanzlied (Bräutigam).
Ndreptu tradze
laj

hil'ü

de doinnu,

ko ü kolkda
laj

tsitsorlu,

dzone aleptu.

5

nun
ko n

strundze dzeädzitle,
lai

Hil'ü

de domnu,

se frungu nealile,
lai

dzone aleptu.
mordzealile,
liil'ü

neälile

si

10
Hil'u

lai

de domnu.

de domnu d amiro, o'
si

d amiro o
lai

d armotolo. o o
Hil'ü

Anar^^a tradze korlu,
de domnu,

15

ko
de

se

muto pülberea,
lai

dzone aleptu
fustänele,
'

s

uükarko o o
lai

Hil'ü
si

de domnu.

fustänele

vesturle,

20
Hil'ü

lai

Hil'ü

de

domnu
amiro,

de

domnu d
si

d amiro o

d armotolo. o o

Vlacho-Klisura.

Naki Vutsu.

40.

Tanzlied (Braut).
so

Albo
ta so

n

te ved,

o

sor,

tsin te alikis ü kor,

u
no

fats

nouo

fitsori

ka
5 doi
ta

lutsgafir so
s s
l'i

ka

sori.

pitretsem Besl'i
vesti;

unvgaskg koftim so


Gradaus

oo
39.

zieht der Reigen.
he,

Sohn des Herrn,
auserlesener Jüngling.

du

tratst

mir auf den Fuß,
he,

5 drücke mir nicht die Finger,
he,

Sohn des Herrn,
auserlesener Jüngling,

denn mir brechen die Ringe,
he,

die

Ringe und die Perlchen,
he,

10

Sohn des Herrn. Sohn des Herrn vom Kaiserreich, vom Kaiserreich und Anatolien.

Langsam

zieht der Reigen,
he,

Sohn des Herrn,
auf,

15 denn der Staub wirbelt
he,

auserlesener Sohn,

und
die

die Röcke
he,

werden schmutzig

(

= beladen sich damit)

Sohn des Herrn, Röcke und die Kleider,
he,

20

Sohn des Herrn,

Sohn

des

Herrn vom Kaiserreich, vom Kaiserreich und Anatolien.

40.

Möge
die

ich dich glücklich

(=

weiß) sehn,

o Schwester,

du dich dem Reigen angeschlossen

hast,

mögest du neun Knaben gebären
wie Morgensterne und Sonnen.

Zwei wollen wir nach Wien schicken, daß sie sich in lange Oberröcke und Röcke kleiden;

;

5(5

doi
ta
doi
s

s

no no

l'i

bogom

la sholie

no nv^atso ^'ramatikie;
s
l'i

bogora pormoteftsi

10 pi zinatea a totunlor;
doi
ta
s

ng

l'i

bgggm prgmgtäri
'

sno koaso fustan so sakuri; " o O o s un s lu boo:(')m tsobanbäs, c ~ o ta s no aduko umtu s kas. o
'

15 avdzgn,

le

yamanda mea,
ko easte sorbotoare

kundu s nu r
avdzg

z

viue di kuto tsitsoare,

dzuts,
n, le

musata mea,

kundu z yine di kutg kap, 20 s nu ii dzuts, kg nu ml bag. ku üker^u s unker Jiseasko
sadavgo oo
s

so shoriseasko ^ o o o
s

ka

pgrintsil'i

ausaskg.

Muskopolje.

Vasilios Baltu.

41.
'aidi

Taiizlust.

Tiuo, kg splundze fitsorlu!

„kara

s

plundze, lasg

s

kreapg,

mine diu koru uu
'aidi Tino,

nie dispärt."
s

ko

muri

fitsorlu!
s

5 „kara

s

muri, dumnidzyu

ul l'artg,

mine din koru nu me
'aidi Tino,

dispärt."

ko zvine borbatlu!
dispärt."

„kara

z vine,

gine vine,

mine din koru nu me
10
'aidi

Tiuo, kafto salokseasko!
s

„are

muma

lu

mutreasko

mine din koru nu

me

dispärt."

Gopes.

Dimitru Pelitsa

aus Ochrida.

!

I

'v

57

n 'S

.:!

zwei schicken wir auf die Schule,

'^
<'

damit

sie

Gelehrsamkeit lernen;

zwei lassen wir Kaufleute werden

10 das Geschäft der Väter;
zwei lassen wir Schneider werden

daß

sie

nähen Weiberröcke und Pelzjacken;

einen lassen wir Hirtenführer werden,

damit er uns Butter und Käse bringe.

15 Höre, mein Diamant,

wenn
höre,

es dir

an

die

Beine kommt,
ist;

sage ihm nicht, daß Feiertag

meine Schöne,
es dir

wenn
20 sage
sich

an den Kopf kommt,

nicht, ich lege

mich

nicht.

Mit Glück

sollen sie gedeihen,

vermehren und sich freuen
die Eltern alt werden.

und wie

41.

Komm
„Wenn

mit Tino, dein Kindchen weint!

es weint, laß es platzen,

ich. geh' nicht

vom Tanze

weg."
ist

Komm
5

mit Tino, dein Kindchen
starb,

gestorben

„Wenn

möge ihm Gott gnädig sein, ich geh' nicht vom Tanze weg." Komm mit Tino, dein Mann ist gekommen! „Wenn er gekommen ist, ist er willkommen, ich geh' nicht vom Tanze weg."
es

10

Komm
„Er hat

mit, er will sich umkleiden!

die Mutter,

daß

sie

für ihn sorge,

ich geh' nicht

vom Tanze

weg."


43.

58


dzuneame,

Tanzlied.
di voi,

Yazok, yazok
vo
vo
li
li

v^jnsurats ka di zomane,
li

luats nvgästile üits,
li

di fudzits,
.5

prohtisits.

li

luats uveastile mori,

nvortits tu tumbori;

un dukmen. dukinenladzl'i ku monuso o o nveästile l'i bagg di guso, 10 dukmenladzli ku kortel',
mistets kuti

in
Ochrida,

bago nveästile " So

di veri.

Brüder Dimonie.

59

43.

Wehe, wehe euch, der Jugend,
ihr verheiratet

euch wie vor Alters, ihr nehmt euch kleine (= junge) Frauen,
flieht,

und
5 Ihr

und

verlaßt

sie.

nehmt euch große Frauen,
hüllt sie in

und

Mäntel

ein;

ihr beschenkt sie mit je

einem Goldstück.
den Hals,

Die Goldstücke mit Ösen,
die

Frauen tragen

sie

um

10 die Goldstücke mit Ringelchen, die Frauen tragen sie an den Ohrringen.

III.

Kapitel.

Abschiedslieder.

In dem nachfolgenden Abschnitte

stelle ich alle die

Lieder
^

zusammen, die ihren Ursprung in dem Umstände haben daß die Aromunen, die nicht der Hirtenbevölkerung angehören, ihren Lebensunterhalt in der Fremde suchen, wodurch sie Monate ja 53 Jahre von der Heimat fern gehalten werden. Gruppe A. Nr. 43 enthält die Lieder, in denen dem Trennungsschmerze Ausdruck 59 wird das Verlangen gegeben wird. In Gruppe B. Nr. 54

nach dem fernen Geliebten,
AViederkunft geschildert.

in

Gruppe

C.

Nr. 60

— 63

seine

Die Aromunen, die die rauhen Gebirgsgegenden des Pindusund Grammoägebirges bewohnen, waren darauf angewiesen, als das Volk zahlreicher wurde und nicht mehr allein von der
Schafzucht leben konnte, ihr Brot in
der

Fremde zu
die

suchen.

Bei Albanesen und Griechen
seltener aber bei

ist

dies
sie

weniger der Fall, noch

den Slaven, da

als

Ackerbauer

Ebene

inne haben oder doch in niederen Gebirgsgegenden wohnen, die

den Ackerbau gestatten.
In
dieser

Gattung von Liedern

zeiat sich,

daß auch der
ist,

kühle Aromune einer tieferen Gefühlsbewegung fähig
selten in lieder

die so

den übrigen Gattungen

hervortritt.

Selbst die Liebes-

lassen

zum

größten Teile kalt und sind weit entfernt,

eine

Tiefe

des Gemütes

zu offenbaren,

wie wir
ich

sie

etwa im

slavischen Volksliede finden.

Doch wenn

sage „der Aro-

mune"
die

zeigt die

Gemütsbewegung,

so bezieht sich das
ergriffen in

Frau

die

vom Trennungsschmerze

mehr auf Klagen aus-


bricht; der

61

Mann

ist

gefaßt,

denn er weiß von früher Jugend,
einmal ins Ausland gehen zu

daß

es

seine

Bestimmung

ist,

müssen.

die

Welcher Art der Erwerb ist, zu dem die Aromunen Fremde ziehen, will ich im Folgenden schildern.

in

Unter der Hirtenbevölkerung können die Abschiedslieder
nicht

vorkommen, da

die Hu'ten bei ihren

Wanderungen

ihre

Familien mit sich nehmen.

Mehr schon

bei

den Keradzi (auch

kgrvonar und aguyat genannt).

Diese ziehen mit ihren Pferden

und Maultieren überall umher und selbst die Bahn hat ihrem Erwerbe nur wenig Abbruch gethan, denn man verläßt sich auf ihre Treue und Zuverlässigkeit mehr als auf die der Beamten. (Ich habe nur von einem einzigen Falle gehört, daß arom. Keradzi die Güter nicht an ihrem Bestimmungsorte abgeliefert haben.) Außerdem kommen sie direkt in die Magazine und laden die Waren da ab, wo sie gebraucht werden. So gelangt das meiste Getreide von Thessalien zu Pferd nach Volo, nicht mit In Makedonien ziehen sie nicht nur von Salonichi der Bahn. über Monastir, Kortsa nach den Küstenplätzen der Adria, sondern wandern auch nach Sofia und Konstantinopel, so daß sie oft wochenlang von zu Hause fort sind. Getreide, Salz, Wein und Öl sind die hauptsächlichsten Artikel, die sie verladen. Außer-

dem
Sie

beschäftigen
sind meist

sie sich

auch mit dem Transporte der Reisenden.

unbewaffnet,

da

sie

wenig von den Räubern,

vielfach Landsleuten,

zu fürchten haben;

man

beschuldigt

sie,

und wohl nicht mit Unrecht, daß sie diesen oft Spioneudieuste leisten, wozu sie auch durch ihr beständiges Umherreisen und ihre Kenntnis von allem, was im Lande vorkommt, am besten geeignet sind. Sie ziehen meist zu größeren Karawanen vereint, mit 20 bis 200 Lasttieren. Einer ist der Führer, dessen Anordnungen die andern gehorchen. Sie verbringen die Nacht fast immer mit ihren Tieren im Freien, selbst im Winter, bedeckt von ihrem schweren Mantel aus Ziegenhaaren (tumbare). Auch für das Futter der Tiere haben sie nur geringe Ausgaben, denn im Gebirge treiben sie sie hin, wo es ihnen gut dünkt, und in
der Ebene bezahlen
sie

nur eine Kleinigkeit an

die Besitzer der


Wiesen.

62


ihre Pferde

An

Gerste

bekommen

nur sehr kleine

Rationen, und

sie selbst

begnügen sich mit Brot, Paprika, etwas
es

gesalzenem und getrocknetem Fleische, machen sich auch kein

Gewissen daraus, wenn
u.
s.

möglich

ist,

Maiskolben, Melonen

w.

von den Feldern wegzunehmen.

So

ist

ihr Verdienst,

trotz der billigen Fracht,

groß genug, daß der Besitzer von nur

drei Pferden seine Familie unterhalten kann.

Noch mehr Heimat entfernt.

als

die

Keradzi sind die Handwerker von der

Viele haben allerdings in der neueren Zeit

ihre Familien in die Orte,

wo

sie

ihren Unterhalt finden, nachsich

kommen

lassen.

Die aromuuischen Handwerker zeichnen

besonders aus in Arbeiten, zu denen neben Geschicklichkeit der

Hand

eine besondere

Ausdauer

erfordert wird, wie in der Silber-

Filigranarbeit
arbeiter

und Holzschnitzerei. Der aromunische Silber(hrisik) hat nur wenig Handwerkszeug: einige Zangen,
Zirkel, Kohlenfeuer mit Blasebalg, Feile, Schraub-

Hämmer,
stock

und die „sirmakyase", d. i. eine Platte, in der Löcher von verschiedener Größe sind, durch die
faden gezogen werden, bis
sie

eine

Menge

die Silber-

die

gewünschte Dünne haben.

Die Fäden werden einzeln oder auch zu dreien verflochten zu Gürtelschnallen, Tassen, Körbchen, Bechern, Zigaretten- und
Tabaksschachteln, Uhi'ketten, Armbändern, Brechen, Kreuzen,

Ringen, Knöi^fen

u.

s.

w.

verarbeitet,

sind mit einer Sauberkeit, Zierlichkeit
angefertigt, der geradezu in

und alle diese Dinge und einem Geschmacke
setzt.

Erstaunen

Keineswegs be-

wegen

sie

sich dabei in

den überkommenen Formen, sondern

jeder Meister

sucht seinen

Ruhm

darin,

neue Formen und

Verzierungen zu erfinden.
Schnalle auf Tafel I

Die Tasse mit Untertasse und die stammen aus Monastir, das Ai-mband aus
die ganz aus Silber
Pistolen-,

Domoko

in Thessalien.

Außer den genannten Gegenständen,
gearbeitet
sind,

verfertigen

sie

auch für Gewehr-,

Dolch- und Jataganschäfte die Überzüge in Filigran.

Sie sind

ferner Meister im Metallziselieren, sowie in eingelegter Arbeit
in Silber.

ihre

Es darf auch nicht verschwiegen werden, daß viele Kunst angewandt haben, um antike Münzen nachzuahmen


in einer Weise,
die

63


Wenn
sie

daß selbst Kenuer getäuscht werden.
ist,

Münze gegossen

bearbeiten

den Rand derart, daß

es scheint, als ob sie geprägt sei.

Ihre Arbeiten, die durch die monatelange Arbeit oft einen

ganz bedeutenden Preis haben,
reichen Beys gekauft, die
sie

werden namentlich von den meist zu Geschenken benutzen.

In allen größeren Orten der Balkauhalbinsel kann
Italien
in

mau

aromunische Silberarbeiter finden, selbst nach Österreich und

(Rom)

sind

sie

gezogen.

Die Silber-Filigranarbeiten
Ähnlichkeit

Venedig haben eine der Aromunen, während

auffallende
die

mit

denen

der Tyroler und Vierländer ab-

Zusammenhang zwischen beiden besteht, ist unzweifelhaft, nur vermag ich aus Unkenntnis der Verhältnisse in Venedig nicht zu entscheiden, ob die Aromunen ihre Kunst in Venedig gelernt haben, oder ob sie ihre Kunst dortweichen.
ein

Daß

hin gebracht haben.

Die Beziehungen zwischen Venedig und
Viele der reichen Moskopoleani hatten

Muskopolje, der früher ersten Handelsstadt im Innern der Türkei,

waren sehr

innig.

Filialen in

Venedig und ein lebhafter Verkehr zwischen beiden
statt.

Orten fand
in

Einer der schönsten Paläste

am Canal Grande
Der

Venedig gehört dem alten Baron Sina aus Muskopolje.
einziges der

Umstand, daß kein

Werkzeuge einen italienischen Namen trägt, sondern meist türkische, auch griechische und slavische, scheint gegen eine Einwanderung der Kunst aus
Italien zu sprechen.

Außer den

in Städten ansässigen Silberarbeitern giebt es

auch solche, die umherziehen, sich zuweilen an einem Orte einige

Wochen

aufhalten bis es keine Arbeit

mehr

giebt.

Sie

machen

mehr grobe Arbeiten
Schnallen,
gossen.

für die bäuerliche Bevölkerung, wie Gürtel,
in getriebener

Schmuckgegenstände
der
billigen

Arbeit oder ge-

Das Material

enthält natürlich nur wenig Silber.

Durch
aus

Einführung

und

gefälligen

Schmuckartikel

Europa wird für diese Sorte Arbeiter die Existenzbedingung immer schwieriger, während den Arbeitern in den feineren Sachen weniger Konkurrenz erwächst. Auch in Holzschnitzereien haben einige Aromunen Groß-


artiges geleistet.
Stiel
stellt,

64


die

Ich meiue nicht jene Arbeiten,

von den

Hirten aus langer Weile ausgeführt werden, wie Löffel, deren

etwa den
oder

Kampf

einer Schlange mit einem Storche dar-

Cigarettenspitzen

mit Menschen-

und Tierfiguren

u.

dgl.,

das sind nur Spielereien
in

schnitzereien

den Kirchen.

im Vergleich zu den HolzDie schönste Arbeit dieser Art
der ganze sogedie die

befindet sich in der Hauptkirche in Kru.sevo;

nannte „templou"

d. h.

die

Wand,

Gemeinde von dem
er-

Altare abschließt, besteht, wie auch unser Bild (Tafel II)

kennen

läßt,

aus einer Anzahl Bilder,

die

durch je drei aus

Blumengewinden bestehenden Säulen, und zwar alle in verschiedener Art ausgeführt, getrennt sind. Der obere und untere Teil ist äußerst reich, geschmack- und kunstvoll gehalten. Der
Verfertiger soll zwanzig Jahre daran gearbeitet haben, eine Zeit-

dauer, die in Anbetracht der Größe der Arbeit nicht überrascht.

Viele Kirchen der arom. Gemeinden haben dergleichen Schnitzereien,

aber freilich sind nicht

alle

so

künstlerisch gearbeitet,

wie jene in Krusevo.

Auch
lichkeit.

als

Schneider zeigen die

Aromunen

ihi'e

Geschick-

Die Muhamedauer tragen auf ihren Jacken (dzamadan
die
in unzähligen

und

tsepkin) Schnüren,

Windungen
sie

fast

die

ganze Oberfläche derselben bedecken, und

setzen ihren Stolz

darein solche Verzierungen zu haben, die sich bei keinem anderen
wiederfinden.

Und

da sind es

speziell die

arom. Arbeiter (die

tsepkindzi), die

den größten Kuf der Erfindungsgabe haben. Der vornehme Türke ist ein großer Freund von feinem Schuhwerke; er trägt Stiefeletten aus Kidleder und darüber

Halbschuhe aus Glanzlcder, die so gar nicht sieht, daß es Überschuhe
Schuhmacher, die diese
Aller groben, schweren

fest anschließen,

daß

man

sind.

Meist sind es arom.

feine Arbeit ausführen.

Arbeit

ist

der

Aromune

abhold.

Feldbauer wird er nur ausnahmsweise; Schlosser und Schmiede
sind meist Zigeuner, Steinbrecher

und Maurer meist Bulgaren. Wenn Kanitz in seinem Serbien p. 322 328 über die Zinzaren sagt, daß sie die einzigen Architekten der Türken wären, daß ihre Arbeiten selbst die der Architekten von Fach überträfen,

o > o
(/}

u

N

o
Oh

U4

)-i

N +->
ß

<D

o
N

o
•T-H

c
:3

S o


es ao,

65


Wenigstens
in

so ist das gewaltig übertrieben.

Makedonien

ist

daß bei weitem die meisten Arbeiten von Bulgaren ausgeführt werden. Ganze Döi-fer leben von dem Maurerhandwerk.

Die bulgarischen Maurer von Smilevo
kannt.

(siehe

erster

Band

II,

15) bei Monastir, von Kiretskjöi bei Salonichi sind weithin beSelbst in den aromunischen Dörfern wie Vlacho-Livadhon,

Gopes, Kru.sevo habe ich beobachtet, daß
nicht

man Bulgaren und

Aromunen

bei

dem Neubau von Häusern und Kirchen
Nur
in

verwendet.

Und
man

zwar machen diese nicht nur die Maurerarbeiten,
einem
bul-

sondern auch die Zimmer- und Schlosserarbeiteu.
sind,

wie

mir

versicherte,

die

aromunischen

den

garischen Arbeitern überlegen, nämlich im Brückenbau, namentlich

da,

wo

es

sich

um

eine

grosse
die

Spannung

handelt.

Als
bei

Beisj^iele

wurden mir gegeben

Brücken von

Smixi

Kastoria, von
heit

Vovusa
(s.

in Zagori, die allerdings

durch die Kühn-

und Leichtigkeit des Baues
erregen
Tafel III).

den

Bewunderung des ReisenDie Breite der Brücken beträgt
die
ist

etwa 2 m; die Steigung nach der Mitte

so bedeutend,

daß

man

Stufen angelegt hat, vim den Saumtieren das Überschreiten

zu ermöglichen.

Für Wagen
in

sind die

Brücken unpassierbar.
daß

Man kann

sich

des Gedankens

nicht erwehren,

man
ist

bei

ihrem Überschreiten
der Handzi.
nien,
sie,

Lebensgefahr schwebt.
die

Eine von den Aromunen bevorzugte Beschäftigung
Epirus und Thessalien traf ich
an.

Überall auf meinen Eeisen in Makedonien, Albasie

Häufig haben

in

den Dörfern wenigstens, mit dem Haue noch einen Kram-

laden verbunden, in
bedürfen,

dem

sämtliche Artikel, die die Dorfbewohner

zu haben sind,

Ihr Verdienst
ist;

ist

zwar gering, weil

der Verkehr

unbedeutend

aber

sie selbst

haben so wenig

Bedürfnisse, daß sie es im Laufe der Zeit doch zu etwas bringen.

Dann gehen
und mit
Leute,
Bei
sicht,

sie

meistens in einen großen Ort, eröffnen einen

Kram-

laden oder ein Wirtshaus, leihen Geld aus, kaufen sich ein Tsiftlik

50
ihrer

bis

höchstens
in ihr

60 Jahren

sind

sie

vermögende

die

sich

Heimatsdorf im Gebirge zurückziehen.
Sparsamkeit,
sie

Ausdauer,

Eigenschaften, die
II.

und Vorden Juden ähnlich machen, haben
Intelligenz

Weigand, Aromunen


es
viele

60


Hamburg

von

ilineu zu

ganz bedeutendem Vermögen gebracht.

Au

sämtlichen größeren Plätzen des Mittelmeers, besonders in

Ag)^)ten, giebt es aromunische Handelshäuser, selbst in
(Sosides aus Neveska), Petersburg

und London sind Kaufleute Die Wiener aus den weltverlorenen Pindusdörfern ansässig. Sina und Dumba stammen aus Muskopolje und Platsa, der ^Moskauer Averof, ferner Sturnara und Tositsa, die Wohlthäter
Klisura, Perdhiki (Volo, Piräus

Gi'iechenlands, aus Metsovo, Pinika aus Monastir, Simota aus

und

Triest) aus

Dobrinovo

etc.

Kaum
so

hat der Junge mit 14 Jahren die Schule verlassen,
in

muß

er

irgend einem Orte der Ebene bei einem

Aroer in

nmneu
die

in die

Lehre

treten.

Ln

20. bis 25. Jahre

kommt

Heimat zurück, wo

seine

Verwandten ihm
findet statt

eine

Braut aus-

gesucht haben.

Die Hochzeit

und der arme Bursche
Bei diesem Abschiede

muß

schon wieder die Frau verlassen.

Verwandte und Freunde den Scheidenden ein Stück Wegs unter Singen und Klagen. Jahre vergehen oft, bis er Gelegenheit hat, in die Heimat zu kommen, wo er vielleicht Manche Dörfer in Zagori einen erwachsenen Sohn vorfindet. senden fast die gesamte männliche Bewohnerschaft in die Fremde,
begleiten
so
z.

B.

Tsernesi,

Makrini,

Flamburari,

wo

ich

bei

meiner

Durchreise außer Pfarrer und Lehrer nur noch einige ältere

Männer

antraf.
tritt

In Nr. 43

der uns fremdartig berührende plötzliche

Wechsel der redenden Personen hervor.

In den ersten 2 Zeilen

Anrede des Dichters, Zeile 3 und 4 dienen zur Er10 Antwort des Mädklärung, 4 und 5 Frage der Mutter, G chens, 11 bis Ende Klage des Mädchens an den Mann oder
lirekte

Geliebten

gerichtet.

Sie

will

ihn

durch
klagen

einen

Zaubertrank

zurückhalten,
will
sie

da

sie

aber doch fühlt,
will

daß das nicht möglich,

sclrreien

vom Hügel,

um

den Geliebten,

wie der Vogel im März.

Nr. 44.

Wenn

die Blätter eins

nach dem andern von den
die

Bäumen
die

fallen,

wenn der Wind über

Berge braust, verlassen

jungen Männer die Frauen, diese bleiben und weinen und
sich in ihr Schicksal ergeben.

müssen


*

67


Der Inhalt des Liedes

Nr. 45

V. 11

hängt mit „kofe
Nr. 46.
der

— Holzflasche" zusammen.
bleiben
solle.

„kufio" bedeutet irgend ein Holzgefaß, es

erinnert an Nr. 27.

Die junge Frau klagt,
verläßt,

bei

wem

sie

nun,

da

Mann
ab.

sie

Er
sie,

sucht sie zu trösten
sie sie

mit Vater, Mutter, mit den Schafen; aber

weist alle Trost-

gründe
in ein
sein,

Tag Kebhuhn verwandeln und unter dem Saumsattel verborgen bei Nacht aber als Wiesel bei ihm sein, um doch im
naiv bittet
wolle sich bei

Wie rührend

Stande zu sein,

den Tisch für ihn anrichten zu können, oder
sie

wie in Nr. 48,

möchte

als

Apfel oder wie im Liede aus der

Manjana Nr. 99
Nr. 46 an.

als

„haimali" (ein dreieckiges Silberstück) ihm
Nr. 47 und 48 schließen sich eng an

auf der Brust hängen.

Nr. 49 habe ich bereits in einer Variante in den Olympo-

Walachen 118
in

veröfl^entlicht,
II.

auch

findet es sich bei Petrescu

den Mostre

74 im Dialekte von Kruse vo.
der

Es

ist

wohl

das einzige, in
giebt,

dem auch

Mann

seinem Gefühle Auscbuck

und beim Abschiede seine Frau der zarten Fürsorge seiner Verwandten empfiehlt, bis er wiederkehre, „ka aslan" wie ein Löwe, in dem Sinne als „gemachter Mann", nicht aber wie Tiktin im Litteraturblatt f. rom. u. g. Phil. 1889 XII, 460 korrigieren will „ku aslan" d. h. „mit Geld". Das Lied ist sehr verbreitet, aber immer nur in der Form „ka aslan".
Nr. 50.

Wie

ergreifend klingt die

Klage der Neuvermählten
sie

beim Scheiden ihres Mannes, nachdem
gelernt hatten. Vermutlich
ist in

sich

Zeile 9 „siaklu
:

— Mantel"
sie

kaum kennen
statt

saklu zu setzen.
der Armut.

V.

16

heißt

wörtlich

daß

bezahlen bei

Nr. 51 Vers 11

„arvanliu"

wird

ein Pferd genannt,

das

den Ravän, eine Art von Paßgang, geht.
In Nr. 52 und 53 bringe ich zwei Lieder, die an die
französischen „aubades"
lieder" erinnern.
alt-

und an die mittelhochdeutschen „TagesDas erste stammt ganz aus dem Norden des

Gebietes,

das zweite aus

dem

Süden, doch
Teile

ist

letzteres unver-

kennbar gleich

dem zweiten

des ersteren

und nur

als

5*


Abschiedslied
ist

68


In Vers 2 „drei Uhr"
,2:egen

bekommt es einen Sinn. im Sommer nach türkischer Zeit

11 Uhr.

V. 12

„tormak" steht vermutlieh nur des Reimes wegen zu „bumbak",

und im ü])ertragenen Sinne auch „Sorgen", und so könnte möglicherweise auch die Bedeutung sein „das sorgenvolle Lager", da er sie verlassen will, s. Nr, 57 Anmerkung.
es heißt „Gift"

Nr. 54.
die

Die Mutter eines Mädchens, dessen Geliebter
zog,
ist

in

Fremde

böse darüber, daß ihre Tochter sich über

ihr Schicksal beklagt,

da

es ihr

doch nicht besser zu ergehen V. 6 „plgskonesku

brauche wie allen andern Frauen auch.
platze mit einem Knalle."

Nr. 55.

In diesem Liede wird in kräftiger Weise dem

Unwillen über das Fortziehen der Männer Ausdruck gegeben.

Gabe des Bräutigams, bestehend in Goldstücken, die au dem Feß getragen werden. V. 19 „Vlohuto" wird die Kumänin Daciens genannt.
V. 10 „die

Goldmünzen von der

Stirne"

sind die

V. 22 „ihkat", gewöhnlich „hikät"

Leber,

Sitz des

Lebens

und der Liebe. Ein Mädchen, das ihren Schatz Nr. 56.
sie

in

der

Fremd
sagt,

e

hat, weist die Liebeswerbungen eines andern zurück

und

wolle noch drei Jahre warten.

V. 13 „tsipune"

ist

das unter

dem Mantel
Ärmel.
Nr. 57.
in
ist

befindliche Kleidungsstück aus weißer

Wolle ohne
Variante

Hierzu

hörte

ich eine

sehr

ähnliche

Muskopolje die anfängt: „Lele,

pi doi

munts", und in V. 13
letzteres

„morozle" durch „formatse" ersetzt,
in Nr.

hat also die

Bedeutung „Sorgen" ganz wie
Nr. 58.

52 V. 12.

Auch
dem

hier

wie in 56 weist eine Verlassene die

Werbungen
Nr. 59.

eines andern zurück, sie wolle sich lieber

im Meere

ertränken, als

Geliebten untreu werden.
beständig bei

Die Gedanken der Braut weilen

dem
ihr

fernen Geliebten.

Die Freundinnen kommen,

um

sie

für

den Abend einzuladen.
vor

Da

malt uns der Dichter das Bild, das
Geliebten,
läßt,

Augen schwebt. Die schöne Gestalt des der auf dem Maultiere sitzend seine Lieder erschallen

oder,

wie eine andere Fassung des sehr verbreiteten Liedes sagt, das

-Taschentuch
glühenden

69


um
sich

um

den Kopf gewickelt hat,
die

vor den

Sonnenstrahlen zu schützen,
Geliebte weder
als

Lippen sind ihm
Mutter
erkennt

vor Durst aufgesprungen und die Holzflasche ausgetrocknet.

In Nr. 61

wird der

von Vater,

noch Schwester erkannt, aber
traut

er der Braut,

die gerade gewill,

werden

soll,

das übliche Brautgeschenk geben

ihn diese jubelnd als ihre „Sonne"

und

folgt

ihm

in sein

Haus.

Ganz ähnlich ist Nr. 62; in Nr. 63 aber weist die Braut den wiedergekommenen Geliebten entrüstet ab, weil er ihr neun Jahre nicht ein Wort geschi-ieben und keinen Gruß geschickt hat; sie rät ihm Mönch zu werden.

;

"

Oruppe

A.

Abschied.

43.
„Feato, lea feato,
tsi

stai

nveruato?"

uardze

mg sa,

ntreabg

dis aflg niptutg.
5 „Tsi
tsi ai,

lea feato, tsi

ai,

nu pots?" „]\Iinte, tsi u aveäm
ai,

di

dado,

nu ü am

tutg.

10

un dzone, tsiu aveäm, kaftg ta so n fugg."

„Nu

ts e

rgu di mine,

di doil'i pgrints?

toarno te ükolea
sots dzuk no habare. ü O O

15

va sgts fak mgyie,
ta s te torii diu kale

va so url pri dzeang, ka puillu tu martsu."
Perivoli.

Naki Nikola Bgyat.

44.
Muute,
lai

muute,
ts ai.

multe arale

vimtuiule te batü,

"

43.

„Mädchen, ach Mädchen,
was stehst du betrübt?"

Die Mutter geht

(zu ihm), fragt

und fimd
5

(sie)

krank.

„Was

hast du, ach Mädchen, was hast du,

was hast du, daß du krank bist?"

„Den Verstand, den
Ein Schatz, den
10
will fort

ich hatte,

Mutter, hab' ich nicht mehr beisammen.
ich hatte,

von

hier."

(Zum Geliebten gewandt)
mit beiden Eltern?

„Hast du nicht Erbarmen
[mit mir,

Wende
daß ich
15

dich hierher,
dir eine Nachricht sage.

Ich will dir einen Zaubertrank machen,

daß du dich vom
ich will auf

Wege

abwendest,
schreien

dem Bergesabhang

wie der Vo^el im März."

44.
Berg, böser Berg,
viele

Übel hast du.
treffen dich,

Die Winde

;

"

72
früudzile skadii,

5 kute uno, dao.
dzoül'i öfugti,

nveastile splimgu.
„lu vo tsets, voi dzon,

va no venim snoi." 10 „lu üerdzem
noi,

uu venits
Verria.

voi."

Joan Dalametra.

45.
„Pi la poarta ta tritseam.
es,

lea ^Tuto,
s

s te

ved noheamo
pitrek ?

ko voi " o
tsi

fug so nu n te ved. O o
\T:uto,
s te

ü dimundz,

5

„Un

keptine sno loyio,
di kelklo,
s
iii

sun skamnu tra so n sod
perl'i

keptin perl'i
di hrisozmg;

a nei

atsel'

truplu a nou tsoi di silviu,
1<»

narea

mea ka kundil, gura a mea ka di kufio gusa a mea di fgrforiu,
kalembär! vrutlu a ugu,

skama
Oehrida.

troaro zyin."

Brüder Dimouie.

46.
:

„Tu, lea uvgasto, üikg, nikg
te luai,

n dzuo de astodz un
astgdz

vaü
te

te aläs sgii fug."
s

„Kara va
5

fudz,

ku kare va
s

s

mi alas?"

„Van

aläs

ku mumg

tato."


5 eins nach

73


andern.

die Blätter fallen

dem

(=je

eins, je

zwei)

Die Burschen ziehen
Die Frauen weinen.

fort,

„Wohin

ihi'

geht, ihr Burschen,

werden auch wir gehen."
10 „Wohin wir gehen,

kommt

ihr nicht."

45.

„An

deiner Thüre ging ich vorüber.
heraus, Schatz, daß ich dich ein
will fort

Komm
Was
')

Weilchen sehe;
(mehr).

denn ich

und sehe dich nicht

verlangst du, Schatz, daß ich dir schicke?"

„Einen

10

und einen Spiegel, und einen Stuhl von Glas, daß ich sitze und kämme meine Haare, meine Haare von Goldfaden; Mein Körper wie eine Cypresse, meine Nase wie ein Federhalter, mein Mund wie ein Becher, mein Hals wie von Porzellan, Glückliche Reise mein Schatz, und komme früher (als abgemacht)!"
I

Kamm

46.
:
,

„Du arme

kleine, kleine

Frau,
ich dich,

heute vor acht Tagen

nahm

heute werd ich dich verlassen und wegziehen."

„Wenn du

weggehst, bei

wem

willst

du mich

lassen"

5 „Ich werde dich lassen bei Mutter

und Vater."

74

„Im§ statg smiue aveam dzone ka tiue nuü av^äm.":||: „Vau te alas ku käse musate." „Käse musate smine av^am, dzone ka tiue uuu aveam.": 10 „Vau te alas ku turma di oi." „Luplu iutrg smgkg turma, turma di oi smiue aveam; s mine ku tiue va z yin." 15 „Are Turtsi, va sti arikeasko." „Dzug va smi fak piturnikle, va s mi askundu tru sumär. noaptea s mi fak nivestul'e, so z baa: measo so s ts o skol." ^ O o o o
:

Gopes.

Dimitru Pelitsa.

47.
„iiiko

u eram, lüko ü me
va fudz
te
si

luäs,

tora

iu

vaü me
s

alas?"

„Va
si

alas

ku mo ü

ku

tatg

n

tu kasa atseä musato."
s tato

5

„Mumo
si

dzone
ts

am si mine uu A am ka tine.
ü
lai

oaro

buno,

dzuueale,

ku trandäfila ts tu muuo. o o snu fats mults an tu kseane,
10
di

me

aläs foro fumeal'e.

kundu va yin, son dai habare, s auügu portsile ku nare, s es afoarg so n te asteptu,
sgts l'au kallu de kgpestru."

Grebena.

Zisi

Papathauas.


einen Burschen wie

75


ich,
:|[:

„Mutter und Vater hatte auch

du hatte

ich nicht."

„Ich werde dich lassen bei schönen Häusern."

„Schöne Häuser hatte auch
10

ich,

einen Burschen wie du hatte ich nicht.":;:

„Ich werde dich lassen bei der Schafherde."

„Der Wolf bricht auch
15
ich

ein

und

frißt

die Herde,

eine Schafherde hatte auch ich;

wiU mit

dir

kommen."

„Da

sind Türken, die werden dich rauben."

„Am

Tage werde ich mich zum Rebhuhn machen, [machen, werde mich im Saumsattel verbergen. In der Nacht werde ich mich zum Wiesel (oder Marder) daß ich dir den Tisch anrichte und ihn wieder aufhebe."

47.
„Klein war
jetzt wirst
ich, klein

hast du mich genommen,

du weggehen, und wo wirst du mich lassen?" „Ich werde dich lassen bei meiner Mutter und bei meinem [Vater, und in dem Hause jenem schönen."

5 „Mutter und Vater habe auch ich,

aber einen Burschen wie dich habe ich nicht.

Lebe wohl (= gute Zeit dir), mein Schatz, mit der Rose in der Hand.
Bleibe nicht viele Jahre in der Fremde,

10 daß du mich läßt ohne Familie.

Wenn du kommen

wirst,

sende Nachricht,

daß ich die Thüre mit Honig bestreiche,
daß ich hinausgehe und dich erwarte,

daß

ich führe dein Pferd

am

Halfter."

:

48.
„Astodz ü esku, mune va
„iu va
fudz, lu
s

fug,

porumba mea!"
s

va

s

te duts,

dzoule a

meu?
aläs

mine ku kae va

s

me

sifterlu

a meu."
tata."

„Va
5

ste

aliis s

ku mota sku
tato

„Mumg
s

ku

tine

am alosatg, me am ükurunato." o
n

„Va

ku sor ku frate smine va sme duk departe."
s te

alas

„mine
10

.

slüg'uro

uu u aromün,
s

ko ku

tine

va zvin."

„Kalea

i

luügo,

nu pots
mer,

imni."

„Fonme
„Va
15
s

bagome nsin!"
s te

me agorsesku, va „Nu esku fgrmak,
n esku nare, va
s

musku."

ta s te nfgrmats,

te ndultsesku."

Krusevo.

Vangeliu Petreseu.

49.
Plgndzime, dado, plgndzime,

kg va sgn

fug, lailu, tu kseaue,

tu kseane multu diparte.

nu

se stsie
n,

bano

s

moarte

5 va so

trek pitu amare,

nu

se stsie a

mga

turnare.
i

muntre ä, dado, kae
kg mine,

tu ubör,

me

akatsg mare dor.

m par k^g
10
süfletlu

vine kgrvgnarlu,

va son

l'a

harlu.

nn

48.

„Heute bin ich

(hier),

morgen

zieh ich,

mein Täubchen!"

„Wohin
5

ziehst du,

wohin gehst du,

mein Schatz?
Mich, mit

wem

du mich, mein Tauber?"
läßt

„Ich lasse dich mit deiner Mutter und deinem Vater."

„Mutter und Vater hab' ich verlassen,

und mit
10 „Ich lasse

dir

habe ich mich verheiratet."
bei Schwester

dicli

und Bruder,

und

ich

werde ziehen weit von hier."

„Ich allein bleibe nicht,

mit dir will ich gehen."

„Der Weg ist weit, du kannst nicht marschieren." 15 „Mach' mich zum Apfel, trage mich am Busen!" „Ich werde mich vergessen und werde dich beißen." „Ich bin kein Gift, daß du dich vergiftest, ich bin Honig, und werde dich versüßen."

49.
Beklage mich, Mutter, beklage mich,

denn

ich.

Armer, gehe in die Fremde,

in die weite, weite

Fremde.
ziehen,

Man

kennt nicht Leben und Tod,

5 ich werde übers

Meer

ich weiß nicht, ob ich
Sieh',

wiederkomme (= mein Wiederkommen Mutter, wer im Hofe ist, [ist nicht bekannt),
Schmerz.

mich

ergreift gi'oßer

Es

scheint,

daß der Pferdeführer kam,

10 Charon wird meine Seele holen.


clipuue
11,

78


ragrozle.

dado, disozle,

ko uvgasta-u plyiudze
dado,
l'a

nvgasta di mono,
s

ko mine va
so

fug kgtrg n 8grung.

15 Mine vo alas oaro buno,

u Tau kgpestrul tu mgng.
so

Nveasta
pgno
s

ü o avets

iiffotan,

nie tornu

ka

aslän.

Monastir.

Olga Robi.
50.

Tsiü fu arao
3

tilü

ahtare.

akäts so spun, un yine zale
tu keptu suskirare
okl'i

stu

lokormare. Q O

5 uüluai

un dzone ka soare; nos ku mine avü sedeare
no stomono; O Q O O
'

to tsi O

hare?
mortare!

nu dukii

di a

mea
la

slo saklu di orfoüie c

10 zduse Soruno O O
s 8 s

dukeane,

^7

asterng pi la krueare,

akotsQ di kuseare, o
5

ka
15 pi

s

adaro dzamadaue,

so s le vindo to o o o
la Türtsilor

bairame
'^

domname,
la orfouie.

ka sploteasko

Monastir.

Olga Robi.
51.

Dzone, bre dzone, va fudz tru ksgane

nu aggrsesti zboarele a mgale. du te, bre dzone, oaro buno,
s

spitrets

ng karte din Sgrung.


Mutter,

79


bei der

Bringe mir herunter, Mutter, den Quersack,

denn meine Frau jammert mir ihre Sorgen.

nimm

die

Frau
Zeit,

Hand,

denn ich ziehe

jetzt

nach Salonichi.

15 Ich laß euch gute

und nehme den Halfter in die Hand. Haltet mir meine Frau recht gut
bis ich

wiederkehre als gemachter

Mann (= Löwe)

50.

Wie schlimm war doch mein Schicksal. Fang ich davon zu sprechen an, überkommt mich Trauer
und Seufzer (entsteigen) der Brust und Thränen (entströmen) den Augen. 5 ich nahm einen Burschen (schön) wie die Sonne; er blieb mit mir zusammen eine Woche; zu welcher Annehmlichkeit? noch merkte ich nicht, daß ich verheiratet bin!
er

nahm

sein ärmliches

Reisebündel (oder richtiger Mantel)

10 begab sich nach Salonichi in die Werkstatt,

begab sich ans Schneidern

und

fing

an mit dem Nähen,
verkaufen

um Jacken zu fertigen, um sie am Bairam zu
15 an die Heri*en Türken,

um

das arme Leben zu bestreiten.

51.
Schatz, ach Schatz,

du gehst

in die

Fremde,

vergiß nicht meine Worte.
Ziehe, Schatz, lebe wohl,

schicke einen Brief von Salonichi.

'


5 du
te.

80


suantate,

dzoue,
te

ku
so

snu
s

am im,
s

ü

skrii

no karte.

kartea

lübo

ku amnete,

nu n

trag laja n zahmete.

lukrul, kara s ts hibo oine,

10 so ü dimundzi,

z

yin

si

mine.

so

ü

pitrets

un kal arvanliu,

ka son yin ku keradziu. pri uno measo sno adunora, struno searo sno bogom, 15 pri un kopitunu sno durüim ffuse di o'u.se sno akotsom O o o o s somnu dultse s no trodzem, o o
*_

Öamarina.

Athauas Papa Joan,
mitgeteilt in Tsaritsena.

o'Z.

Noaptea, noaptea, iiadzo noajitea,
tu treia sohate de noapte
s inkisi

dzonle la nveasta.

dzonle aflo poarta ükl'iso.
5
„Disfo, vruto, disfo iiiko.
so s o

nu

s

Hibo o
ts
1'

*its

friko, o

ko mine

esku vrutlu a ton."
disfetsu.

„Me
10
urseji

skulai, so

ursea, dzoue, urseu analtu,

analtu tu udo,

pi dusek di bumbiik

skopitune

di formale."

„Skoalo, vruto, skoalo, üiko,

deade soarele pi yurgau."
15 „Nui soarele, ko
i

luna,

dorni, dzone, niko nolieamo!"

1

CO c«

>

> O
t—

1-1

0)

ü

o; 'TS

03

"^*^

;::

%-

^•, :'?

'

>
Q

> O

O
0)

o
C
;3

B o
i->

<


Der Brief
damit ich
soll

81

5 Ziehe, Schatz, mit Gesundheit, verspäte dich nicht, (zögere nicht) schreibe mir einen Brief. enthalten ein Geschenk,

Arme

keine Beschwerden zu ertragen habe.

Wenn

das Geschäft gut geht,

10 sende nach mir, daß auch ich komme. Schicke ein Pferd mit leichtem Trab,

daß ich daß
wii*

komme

mit

dem

Pferdeführer,

uns an einem Tisch vereinen,
niederlegen,

und an einem Abend uns

15 auf einem Kopfkissen schlafen,

Hals an Hals uns umfassen,

und süßen Schlummer

schlafen

(=

verbringen).

In der Nacht, in der Nacht,

um

Mitternacht,

um

die dritte

Stunde

in der

Nacht

begab sich der Bursche zur Frau. Der Bursche fand die Thüre verschlossen.
5

„Mach

auf,

Liebchen,

mach auf

Kleine,

habe gar keine Furcht,

denn ich bin dein Schatz." „Ich erhob mich, ich machte ihm auf
Bitte, Schatz,

komme

herauf,

10

komm
und

herauf ins Zimmer,

auf die Decke von Baumwolle
die vergifteten Kopfkissen."

„Erhebe
die

dich, Liebchen, erhebe dich, Kleine,

Sonne schien auf

die Decke."
ist

15 „Es

ist

nicht die Sonne, es

der

Mond,
"

schlafe, Schatz,

noch ein wenig!"

Weig<and, Arouumen

II.

"


pono

82


s

„Skoalo, vrut^, skoalg niko,
skoalo, vruto,

me

pitrets,

la soputlu
1

de azvest."

20

Me
du

skuläi so

pitreküi

pono
te,

la soputlu

de azvest.

dzone, oaro buuo,

korts a üia so ü pitrets ir o o

karte albo so

25 ko

te

grama am, dzoue, ku

laie,

sevdaie.

Megarovo.

Nuska Buya.
53.

„Deade

soarele tu yurgaue,

skoalo Ute niko, skumpo, skoalo iite!"

„Nu

i

soarele,

kg

i

luna,

bagg n te, dzone, bagg n te,
5 Tarne de guse, basgme,

katsome de
„Skoalg n

tsutse,

strundzeme,

l'ame de mese, bagg iite!"
te üikg,
'-»

skumpo, skoalg u
"'

te,

ko o
bago ü

z

dukü

nveästile la biseariko." o

10 „Nu suntu nveästile, kg suntu moäsile,
te,

dzoue, bago n te!

Metsovo

(Miutsu).

Nikola Dimitri Agrivu.

Crruppe B.

Sehiisiiclit

nach dem

(xeliebteii.

54.

„Danda

11

fudzi Lahlu, lea dado!

miue buno uu ü esku. o
strigäts ni

hiima
5 miraka

s ni
s

un yatru, aduno o

üi apung."


„Erhebe
bis

83

dich,

Liebchen, erhebe dich. Kleine,

erhebe dich, Liebchen, begleite mich

an den Brunnen von Kalk."

20 Ich erhob mich und begleitete ihn bis an den Brunnen von Kalk.
Ziehe,

mein Schatz,

leb'

wohl,

sende mir Briefe,

weißen Brief und schwarze Schrift,

25 denn ich habe

dich,

mein Schatz,

so

liel)

(=

in Liebe).

58.

„Die Sonne schien auf die Decke,
steh"

auf, Kleine, Liebe,

steh'
ist

auf!"

„Es
5

ist

nicht die Sonne, es

der

Mond,

lege dich, Schatz, lege dich,

nimm mich um den
ergreife

Hals, küsse mich,

mich an den Brüsten, drücke mich,
die Mitte, lege dich!"

nimm mich um
die

„Steh' auf. Kleine, Liebe, steh' auf,

Frauen gehen

(schon) zur Kirche."

10 „Es sind nicht die Frauen, es sind die alten Weiber,
lege dich, Schatz, lege dich!"

54.
„Seitdem mich verließ Basil, ach Mutter!
fühle ich mich nicht wohl.

Ruft mir einen Arzt,

(= vereinige) mein Verlangen besänftige (= beilege)."
daß
er

mein Herz

heile,

6*

!


„S krek so
tsi
11

84
s


?

ploskouesti

pistipseöti

tine

ka

iiiine

s esti."

Muskopolje.

Vasilios Baltu.

55.

Anaj^-ema kardeade kseane,

dumnidzou lui so 1' l'a bana, " o o ko no ökretuiro hoara. o o o
'^ -^

'

blostemats o
5
s

s liibo
o

di

nveaste
'"

kama mult
le

di laile feate,

ko o
s s

alaso nimortate. o o

keradziu, foü te kurbane

ü adüts dzonle ditu kseane.
kara
s

lu adüts pri tu munte,
fluriile,
s

10 yitsdau
s

tsi

am
trei
s

pri frunte.
'

muntsi kara

ajbo nori, " o

stau
tra s

sme
tsiii

bas tine

ori,

minte puno

mori.

kara
foklu

s

lu adüts pri dzade,
flurii,

15 iitsdau
s

k^ite zvrei.
V^loliie, '
o

ardo atsea " o
dzonl'i,

ko
es

sfus; dzoül'i tu ilikie.

ükisesku

zying a kaso,
l'i

Vlohute snu o

alaso. o

20

Nu
ä

stiu laian, tsi

son
'

fak,

ü armäs foro o

di borbiit, o
dit ibkät.

n askuku sundze

Samarina.

Athanas Papa Joan.

85

und krache auseinander! Was glaubst du eigentlich?
„Platze
dir soll es wie

mir gehen

(= du

sollst

wie ich sein.")

55.

Fluch dem, der

in die

Fremde

zog,

Gott nehme ihm das Leben,

denn
5

machten uns das Dorf leer. Verflucht sollen sie sein von den Frauen
sie

und
denn

viel
sie

mehr noch von den armen Mädchen,
lassen sie unverheiratet.
[Opfer)

Pferdeführer, bringe mir das O^sfer

(= mache

dich mü-

zum

und bringe mir meinen Biu'schen aus der Fremde. Und wenn du ihn bringst auf den Berg,
1

so gebe ich dir die Goldstücke, die ich

auf der Stirne habe.

Und wenn

die

Berge Wolken haben,

so halte ich

still,

daß du mich dreimal küßt,
bis

daß du dran denkst,

du

stirbst.

Wenn du
Das Feuer

ihn bringst auf den

15 so geb' ich dir

Weg, Goldstücke, soviel du

willst.

verzehre die Walachei,

denn die Burschen ziehen (dorthin) in der Jugend. Wenn die Burschen sich aufmachen um nach Hause zu kommen,
so

kommen

die

20 Ich weiß

nicht,

Walachinnen heraus und lassen ich Arme, was ich machen soll,
zurück,

sie nicht.

ich blieb ohne

Mann

und

speie Blut aus der Leber.

;

86
56.


musat^.
ai

„Uno

fgato

ma

s

musoteatso diu o

aflato?"
dato,

„Di dumnidzmi ü easte
s

ku

kuiidili

n easte skriato. Q
'^

5

tats,

bre dzone, nu n nie kreapo,

kg para kripatg n esku ko ii lu am dzonile tu kseane,
n

am

nao an, de anda ü
trei

fudzi,

nikg

an va so n lu astseptu

10

dapoia va sgn mi mgint.

va so n

l'au

un dzone
di kodifea

alej^tu

ku yilekea

sku s ku
Monastir.

tsipünele di Elbasane
nasturile pale pale."

Olga Robi.

57.

Ale

s

tu doi muntso,

unälts so fovoros,
ale z

dupo muntso

no livade vearde. ^ o
5 ale stu livade

no fonton aratse. o o o
aleii

me
to so

aplikili,

apo
ale

n beau.

me

airorsii

10

s

akloii durnij.

alen

me argtsij so n me plirutusii. ale nu n am dado o
tq s
l'i

spun mgrgzle,
soro, o'

15

ale
tg 8

nu n am
l'i

spun kaimölu,

i

STOß.

„Ein Mädchen und zwar ein schönes, [von] wo hast du die Schönheit gefunden?"

„Von Gott ist sie mir und mit dem Stift ist
5

gegeben,
sie

mir gemalt

(=

geschrieben).

Schweige, Jüngling, rege mich nicht auf

denn zu sehr bin ich aufgeregt; denn ich habe meinen Schatz in der Fremde, es sind neun Jahre, daß er Avegging,
noch drei Jahre werde ich ihn erwarten, 10 dann werde ich mich verheiraten. Ich werde nehmen einen auserwählten Jüngling
mit der Weste von

Sammet

und mit Untergewand von Elbassan und mit Knöpfen dicht übereinander."

57.
Ach, auf den zwei Bergen, hoch und schrecklich,
ach,
(ist)

und

hinter den Bergen

eine grüne Wiese.

5 Ach,
ist

und auf der Wiese

eine frische Quelle.

Ach, und ich beugte mich

um Wasser

zvi

trinken.

Ach, ich vergaß mich,

10 und schlief dort

ein.

Ach, ich erkältete mich

und wurde brustkrank.
Ach, ich habe keine Mutter

um

ihr

meinen

Kummer

zu sagen,

15 ach, ich habe keine Schwester

um

ihr

meinen Liebesschmerz (= Brand) zu sagen,

: :

:

88
ale
to

nu ü am
sg

frate,
s

n skrie

no karte,

tq so nvets di a lui songtate

20

ale lu

am

dzonile tu kseane,

tu kseane multu departe.

Mouastir.
58.
„Tsi
stai,

Helene Robi.

featg,
:
i

ningg mare?

feato

musato
so

!

"

'

„S easg marea
:
I

n me uueakg,
!
|

dzone Idradzi "

5 „Kotse, feato,

son

te uneakg?":|j:

„Ko n am
Tsi n dai, feato,
„z

dzonile tu kseane
s lu

adük mine ?

:

dau sinduka de

la dada."

„Yino, featg, ste l'au raiue,

10 ta sg
veri

z

bag de guse

flurie

sots adär tsoare,
si

muü

de asime,

nästuri di flurie."

„Kama
di

sgn me unek, kut un bratsets son me ved." o o o
gine

Grebena.

Zisi Papathanas.

59.
Soiitsile ntrebarg:

iu

va stom astaro? o o

dintiparte di
s

amare
korvane
sare (nkgrkatg)

treatse s no

5 nkgrgatg
8

ku

un dzone
perl'i

ma mare
(Var.

kgldr pri mulare

ku
s

simie arkatg,

ku

keptenats

lu tsing

aumbrät
krejyatg

mustake asudatg

sku budza

: :

:

89
ach, ich

habe keinen Bruder,

daß er mir einen Brief schreibe, daß ich von seiner Gesundheit erfahre; 20 ach, ich habe den Schatz in der Fremde,
in der

Fremde

so

weit.

58.

„Was

stehst du,
:

Mädchen, am Meere?

schönes

Mädchen

!

"

|

„Das Meer
:
I

soll austreten,
|

daß

es

mich ertränke,

junger Keradschi! "

5 „Warum, Mädchen, soll es dich ertränken?":]!: „Weil mein Schatz in der Fremde ist.":|j: „Was giebst du mir, Mädchen, wenn ich ihn herbringe?":; „Ich gebe dir die Kiste (mit der Mitgift) von der

„Komm, Mädchen, daß
daß
ich

ich dich nehme,
(als

[Mutter"

:1|:

10 daß ich dir Gold an den Hals hänge,

Zeichen der Ver-

[lobung) schmücke Füße und Hände mit Silber, Ohrringe und Knöpfe von Gold." „Viel besser wäre es, daß ich mich ertränke,
als

daß ich in deinen Armen mich sehe."

59.

Die Gefährtinnen fragten:

wo werden wir zusammenkommen (=
Jenseits des Meeres
zieht eine

stehen) heute

Abend?

Karawane

beladen mit Salz

und

ein

Bursche ziemlich groß
auf einem Maultiere

(=

größer)

[Taschentuche,

reitend

(Var.

mit gekämmten Haaren

sprießendem Schnurrbarte

Mit herausgezogenem daß es ihm Schatten mache, mit aufgesprungener Lippe

90
10 fatsa r karamuzg
kot^ula
0,
l'i


sku ploasko spiudzuratg
uskato foro apo.)

tunuzg;

tsi

skyintg mult musät
di borbdt. o

ku no boatse o

Grebena

(Samariua, Krusevo).

Zisi

Papathanas.

Grruppe C.

Wiederkoinineii.
00.

Tsintsi

an

iii

alggai

pri niüg amare.

so altsg tsintsi

mi primuai,
trandafir.
loil'i

tru grgding vrutani aflai,

5 in durnii

sum

disfeatse okl'i atsel'
di

mi mutreaste,

disfgatse gura di asime
sg

10

mi zburaste: „Ju esti, dzone, tutg iara, kund ui easte rokoare,

ma
Lunga.

yin primgveara.

kund me Kivreaste?"

Papa Kostantin.

Gl.

Dzua

raare,

dzua

di Paste

me asrorsii so ü durnii. mean vidzüj un yis urilt:
nveasta a kaso un " ö o
si

morito. o o

5 ükglikäj kallu di Indung

mea n

trapsu mare furtung.

ni aflai

tatgnu nkale
sg nisursit.

ku kapul gol

^
10 sonnverbranntem Gesichte
mit einem Feß aus Tunis;
0,

91
mit der Holzflasche angehängt
trocken ohne Wasser).

wie schön singt er

mit einer männlichen Stimme.

00.

Fünf Jahre zog

ich

umher
ich,

an der Meeresküste. und noch fünf wanderte

da fand

ich die Geliebte

im Garten,

wo
Sie

sie

schlief unter

einem Rosenstock.

machte die Augen auf die schwarzen und sieht mich an machte den Mund von Silber auf

und
10

sagt zu mir:

„Wo

bleibst du, Schatz, den
ist,

ganzen Winter,'

da mir kalt
sondern

kommst im

Frühling,

da ich Fieber habe."

61.

Am

hehren Tage,

am

Oster tage
ein.

vergaß ich mich und schlief

Ach, da sah ich einen häßlichen Traum:
die

Braut zu Hause verheiratet
wie ein Sturm.

sich.

Ich stieg aufs Pferd von der

Donau (Ungarn)

und

eilte

Ich fand meinen Vater auf

dem Wege

mit bloßem Kopfe, unrasiert.

" "

"

92
„Bwiif? ts oaro,

tu kolugrel"

10

„Giue

venis,

aksinitoaro
tsi

"
I

„Tsi SU t^impuuile,
„so igu n

bat u hoaro ?
lül

aveäm uu
l'i

ka

tine,

nveasta astoz

si

morito."

Ma üklo
„Bunots

s aflo

mumo sa,
displotitg.
!

15 ku kapul gol so

oaro, koluguritso
veniö,

„Giue

aksinitoarel"
tsi

„Tsi SU tumi^unile,
„so iou ü

bat n hoaro?"
tiue,

aveam un dzone ka
si

20
afläi

nveasta astgzl'i
nersu, uers

mgritg."

pun la loput. soramea, umpleä apg.
ts

„Buuo

oaro, tu kokilo
venis,

!

„Giue

aksiuitoare "
I

25 „Tsi SU tumpunile,
„so iou
1-^

tsi

bat n hoaro?"
frate

n aveam un
l'i

ka

tine,

nveasta astoz o

si

morito." c c

Dus,

me

dus tos tru ubur.
oaro, voi küskurl'il"
venis, aksiuitoare,

„Buno vo
30
ia,

„Giue

ursits di sedets!"
tri

„Mine nun vin

sedeare,
s

ma

skoatets nveasta, ta

u me.sku."

Skoäsiro nveasta " " o

su miskü

35 SU miskü nele dinkurnare,
s

aroko o o

okl'i

di sul mutri.

„Aistu neste soärele a uou
soärele a uou, atsgl di prota!"

Arsori so lakotso di

ffuso,

40

el

u ariki

s

u argko
kasg.

pi kal

di

su duse a

Gopes.

Dimitru Pelitsa.

"

93

„Guten Tag, du Mönch!" „Willkommen, Weitgereister!" 10 „Was bedeuten die Trommeln, die man im Dorfe schlägt?"

„Auch

ich hatte einen Sohn, wie du,

heute verheiratet sich seine Braut."

Etwas weiter fand er seine Mutter 15 mit bloßem Kopfe und aufgelöstem Haare. „Guten Tag, Nonne!"

„Willkommen, AVeitgereister „Was bedeuten die Trommeln, die man im Dorfe schlägt?"
!

„Auch
20

ich hatte einen Sohn, wie du,

seine Braut verheu-atet sich heute."

Ich ging und ging bis an den Brunnen. Ich fand meine Schwester,
sie füllte

Wasser.

„Guten Tag, du Jungfrau!"

„Willkommen, Weitgereister! 25 „Was bedeuten die Trommeln, die man im Dorfe schlägt?"

„Auch
seine

ich hatte einen Bruder, wie du,

Braut verheiratet sich heute."

Ich ging und ging bis in den Hof.

„Guten Tag, Ihr Hochzeitsgäste!"

30
„Ich

„Willkommen, Weitgereister,

nimm gefälligst Platz!" kam nicht um zu sitzen,
sie

aber holt die Braut heraus, daß ich
Sie holten die Braut heraus

beschenke."

und

er beschenkte sie,

35 und er beschenkte *

sie

mit Trauringen
.

.

und

sie

erhob die
ist

Augen und
meine Sonne,
Sonne!"

betrachtete ihn

[sich].

„Dieser

meine

erste

Sie sprang auf

40

er ergriff sie

und fiel ihm um den Hals, und warf sie auf das Pferd
nach Hause.

und führte

sie

5

"

:

:

94

63.
Tsi ü vidzüi un vis un oaro

kuud avciim uo piturikl'e, ui azbui'o soü fudzi. O O
lu Hits \oi, kolfäts a nei?

5

ndreadzets kallu atsol bunlu,

ko va
Dns,

s

iiergu

puu akäs.

me
ts

dus puno n kale,

üi afiaj

un pap
oaro,

aus.

„Buno
10
s
I

pap aus
liil'

!

„Gine
:

venis,

a ngu!
Hil'

miue

am un

ka

tine,

daospredzats an fudzi tu kseane,
azo
s l'i

morito nveasta.

s raine
1

de arou mare
fudzii."
|

luai

muntsFi so
dus

Dus,
aflai ^

me

kama
'^

üklotse,

no dado moaso. o o O
oaro,

„Bunots
„Gine

dado moaso!"
a ngu"
:
:

venis, Hil'

20 Dus,

me

dus pun akas.

„Buno voaro, voia kuskri!"
„Gine
venis, rudzinate!"

„Vo
25 ko n o

polokorsesku, voia kuskri,

skoatets üi nveasta atseä nao,

am

kusurino vearo!" ^ o o
polokorsesku, voia kuskri,

„Vo
doi

ku

doi

zvo

fudzits,

ko O

aistu easte dzonle a üou!" " o

Muskopolje.

Anastas Golea.

5

95

62.

Was

sah ich einmal einen Traum:

als ich ein flog es

Rebhuhn (die Braut auf und entfloh mir.
seid ihr,

ist

gemeint) hatte,

Wo
5

meine Diener?

Macht mein gutes Pferd bereit, denn ich werde nach Hause ziehen. Ich ging und ging bis auf den Weg,
da fand ich ein
altes

Väterchen.

„Guten Tag
10

dir,

Väterchen!"
nicht)

„Willkommen, mein Sohn! (er erkennt ihn auch ich hatte einen Sohn wie du,
:
I

(vor)

zwölf Jahren zog er in die

Fremde

heute verheiratet sich seine Braut,

und
1

ich vor

flüchtete

großem Herzeleid mich in die Berge ( = nahm
:
|

die

Berge und
[floh)

Ich ging und ging weiter, fand ein altes Mütterchen.

„Guten Tag dir, Mütterchen!" „Willkommen, mein Sohn:|j:" 20 Ich ging und ging bis nach Hause. „Guten Tag euch Hochzeitsgästen!" „Sei willkommen, Sonnverbrannter ( = Rostfarbener)."
„Ich bitte euch, Hochzeitsgäste,
bringt mir die Braut heraus,

25 denn

sie

ist

meine Base

erster Linie!"

(Die Braut erkennt ihn sofort) „Ich bitte euch Hoch-

zwei und zwei geht weg von hier,

[zeitsgäste,

denn dieser

ist

mein Bräutigam!"

9G

63.

„Astgaru§n
so

te,

vruto, pri pade,

duniim ka sor ku frate!"
„Ti utreb, tro tsiü

me
imo

tsun kako?

ma
5
foro

tro

nao an fudzit diparte
grai, foro

un

karte,

foro nkrinitsüü sonotate. o o o o
iä!
s ti

muto ts
nvesti
tine tro o

straüele dzunesti,

ku

kolugoresti,
esti."

ko

mine nu

Ochrida.

Dimitru Pelitsa.


„Lege

97
63.

auf die Erde, damit wir schlafen wie Schwester und Bruder!" „Ich frage dich, warum hältst du mich so fest?

dich, Liebchen,

Du

warst doch neun Jahre entfernt

ohne ein Wort, ohne einen Brief, ohne Grüße und Gesundheits- (Wunsch).

Da! wechsle deine Männerkleider,
bekleide dich mit Mönchskleidern,

denn du

bist nicht für mich."

Weigand, Aromunen IL

IV. Kapitel.

Räuber- und Kampflieder.

Wie

sehr

die

Balkanhalbinsel,

besonders

das

westliche

Makedonien und das Pindusgebiet, unter dem Räuberunwesen
zu leiden hat,
ist

durch eine reiche Litteratur*) über diesen
Aveniger
die

Gegenstand bekannt geworden;
einen
wie

bekannt dürfte
daran

sein,

bedeutenden

Anteil

Aromunen

haben.

Schon von Kedrenos wird

berichtet,

daß der bulgarische Bojar

David

um 976

von walachischen Wanderern (wohl Räubern)

und Prespa erschlagen worden sei, und Benjamin von Tudela schildert im 12. Jahrhunderte die Walachen in Thessalien als ein wildes räuberisches Volk;
bei Schöneichen zwischen Kastoria

aber die Existenz der Pinduswalachen blieb selbst den Gebil-'
deten Europas bis in die

Neuzeit hinein unbekannt

und

so

mancher angeblich griechische

Klefte, der in der Heldenpoesie
ist

Damals kannte man noch keinen nationalen Unterschied; Albanesen, Aromunen, Bulgaren und Griechen fühlten sich als Christen eins und
der Freiheitskämpfe gefeiert wird,

Walache.

kämpften unter griechischer Flagge gegen

die

Türken.
alte

Die

berühmten Chefs der Ai'matolen, „Nikotsaras", der
*)

„Buko184

Gustav Meyer hat

in seinen Essays

und Studien

II, p.

— 207

eine interessante Skizze über die türkischen, bulgarischen und grie-

chischen Räuber mit

Angabe der wichtigsten Litteratur gescln-ieben. Bande Veranlassung genommen, näher auf die aromunischen Räuber einzugehen und Herr Jerasimos Kyrias, der fünf Monate von albanesischen Räubern gefangen gehalten wurde, hat eine
Ich habe im
I.

Arbeit in englischer Sprache über seine Erlebnisse in Aussicht

gestellt.


vala",

99


I,

der an

seinem Lebensabende nach Jerusalem pilgerte,
294, der-

sowie sein Enkel „Blacava", (Pouqueville, Histoire
selbe,

„Hadzi Petru", von den Türken Vlach-Bey genannt, „Andrutsul" und
II,

Voyage

484), „Jorjios Olyrapios"

von

Fteri,

Sohn „Odysseus" aus Vlacho-Livadhon und so manche andere weniger bekannte sind Aromunen. Auch in der neuesten Zeit wurden von Griechenland aus Banden über die Grenze geschickt, die eine ähnliche Rolle spielen sollten, wie diejenige „Nikotsaras" im Jahre 1805. So im Jahre 1878 unter Führung von „Jorji Tsami" aus VlachoLivadhon nach Thessalien, eine andere unter „Leonidas" aus Samarina nach Epirus (vergi. das Lied Nr. in den OlympoWalachen), eine dritte 200 Mann stark, fast nur aus Aromunen bestehend, ist bis in die Gegend von Monastir vorgedrungen. Aber diese haben sich soviel Schandthaten zu Schulden kommen
sein

XX

lassen,

daß

sie

geschweige Begeisterung unter

der Christen-

bevölkerung zu erregen, nur Furcht und Schrecken verbreiteten.

Die Räuberbanden und einzelnen Räuber,
unsicher machen,

die jetzt

das

Land

entbehren jedes Interesses und infolgedessen

kann

sich

auch die Volkspoesie mit ihnen nicht beschäftigen.
ist,

Was
Zeit;

an Liedern vorhanden

sind spärliche Reste aus früherer
selten,

man

erzählt sich

zwar noch, w^enn auch

die

Thaten

der A^orfahren,

aber

man

besingt sie nicht mehr.

Höchstens
feiert.

daß man aus Lokalpatriotisnms einen Brigantenchef
es ist

Und
so

bezeichnend für die Aromunen, so sehr

sie

selbst unter

ihren eigenen räuberischen
sehr sie sie fürchten

Landsleuten

zu

leiden

haben,

Dorfe entstammt, so
früher
sie

und verfluchen, wenn ein Räuber ihrem rühmen sie sich dessen, sie sind stolz auf

ihren „dzone" (tapferer Kerl).

Genug

leben unter ihnen,

die

dem Räuberhandwerke obgelegen haben, ohne daß man darum weniger achtete. Es ist dies um so leichter möglich,
die

als

türkischen Behörden
in

die

Räuber,

die
sie

sich

freiwillig

stellen,

Gnaden aufnehmen,
haben.

selbst
stelle

wenn

Menschenleben

Räuber vor, die viele Jahre lang im nördlichen Thessalien ihre Räubereien ausgeführt haben und sich, als ich in Servia war, der
auf
Ich

dem Gewissen

auf Tafel

IV

vier


Behörde
wachsen,
stellten.

100


Haar und den Bart lang
Die
ist

Sie lassen sich das
ein

um

sich

wildes

Ansehen zu geben.

aus

Naturwolle und Leinen bestehende, also helle Kleidung

mit

RuB
soll

gefärbt,

damit

sie sich

leichter verbergen

können;

auch

dadurch das Ungeziefer fern gehalten werden.
nicht
d. h.

Die drei
sogenannte

kräftigen,

unschönen Gestalten links

sind

Kopatsani,

Abkömmlinge von Aromunen,
ist

die ihre Mutter-

sprache verlernt haben, der zur Rechten Samarina.

ein

Aromune von

Erwähnt zu werden verdient noch, daß die aromunischen Räuber ihre eigene für die übrigen unverständliche Sprache haben, z. B.: piu-intät = Türke (dieses Wort ist in die allgemeine Umgangssprache aufgenommen worden) bubulits = (Käfer) Militär; aros = (rot) Spion; grgdino mare = (grosser Garten) Gegend von Janina; roamigg koarnile = (er kaut Kornelkirschen) er versteht unsere Sprache, auch dieser Ausdruck ist in die Umgangssprache übergegangen. Die folgenden Lieder sind Kampflieder oder Klagen über Es fehlte mii' an die im Kampfe mit Räubern Gefallenen. eigentlichen Kampfes- und Heldenliedern, weil aus dem oben angegebeneu Grunde keine mehr gesungen werden. Derjenige Teil der Bevölkerung, der noch am meisten die Sitten und Bräuche der Vorfahren bewahrt hat und am meisten mit dem wilden Leben der Räuber vertraut und ihm zugethan ist, der Stamm der Farserioten, singt wohl genug Heldenlieder, aber leider in albanesischer Sprache. Ich habe selbst von dem
;

Tselnik Bulamatse in Kortsa,

der mir auch Nr. 64 mitteilte,
Sie sind

zwei Lieder im toskischen Dialekte niedergeschrieben.

dem aromunischen Liede
beiden findet sich die

im Charakter ähnlich. In sprungweise Erzählung der Handlung,
Nr. 64

der plötzliche Übergang aus der Beschreibung zur Rede

ohne
mit

Einführung der Personen, Vorkommen von Eigennamen
so
in Nr.

Hinzufügung eines Kleidungsstückes ohne jegliche Verbindung,
64 V. 6 Ach Kotsa, rote Weste, V. 12 Ach Kiki, Schnalle von Silber, und im albanesischen Liede: Mu&ta-Bey,
dünnes Hemd.

Wir

finden

in Nr.

64 V. 8

ein

rein

albane-


sisches

101


Ich will als Bei-

Satz,

Wort „buro", im albanesischen wieder einen türkischen Aber an Kraft und Wucht stehen die aromunischen
Lied im gegischen Dialekte von Elbassan

Lieder weit hinter den albanesischen zurück.
spiel ein albanesisches

Herrn Vasilios Nosi, einem Albanesen, verdanke. Bezüglich der Aussprache bemerke ich, daß sämtliche Vokale einen leichten Nasalton haben, wie denn die dortigen Bewohner nicht im Stande sind, ohne diesen näselnden Ton
mitteilen, das ich

zu sprechen, wodurch

sie

auch

sofort

erkannt werden, wenn

sie

eine fremde Sprache reden.

Moi Janin Janine
to raft zyari e to

skret

dyekt!
uidit vet.

mo vyen kek se to kam Moi kal'aya me bedena
Ali Pasa
ki

tsfar aslani paske mrenda?

me

stat

zemra

mus
i

topat

me dükmena.
tsifuti,

Bit emi, soi

yala

preft sultan

Mafmuti!

ki fuHkin soin e ki

udzakun

me

l'an

mu

pl'akun.

O

Janina, verfluchtes Janiua,

das Feuer ergreife und verzehre dich!

mir thut es

leid,

daß ich dich aufgerichtet habe.

O

Festung mit den Zinnen,

was für Löwen hast du drinnen?
Ali Pascha mit sieben Herzen, der die

Kanonen mit Goldmünzen

füllt.

Meine Söhne, jüdisches Geschlecht, o möchte euch der Sultan jMahomet zerstückeln, die ihr Stamm und Familie entehrt,
die ihr mich,

den Greisen, verlaßt.
ist

Lied Nr. 64 V. 3 Xiromeri
es ist dieselbe

ein Gebiet in

Akarnanien,
der

Gegend,

in der heute die

Aromunen

Man-

jana wohnen.


Wir
muueu
1

102


Hirten den Tod zweier Aro-

sehen

in

dem

Liede, daß die Feindschaft zwischen

aromuuischen
Nr. 65

und

cri-iechischen
wofiii-

herbeigeführt hat,

der tapfere „Kiki" Rache nimmt.

(vergL Vangeliu

Petrescu,

Mostre II,

p.

GO) V.

—4

klagt die Frau eines Keradzi, daß ihr ]Mann lauge Zeit

nicht nach

Hause gekommen
wird.

sei,

wofür im Folgenden der Grund

angegeben

V.
in

13

„Kita"

war

ein

berüchtigter

aro-

munischer Räuber
viel

Ejiirus,

von dem auch seine Landsleute
sind

zu dulden hatten.

V. 16 „dzeremdts"

Geldstrafen,

die

an die Behörden von solchen bezahlt werden müssen, die

wenn auch gezwungen, Lebensmittel geliefert Dies war auch dem Keradzi wdderfahi-en daher sein haben. Haß auf „Kita". Er wurde von den Türken, da er die Strafe nicht zahlen konnte, zurückgehalten, und dies war der Grund
den Räubern,
,

seines langen Fernseins.

Nr. 66.
p.

Zu diesem Stücke
288, Die Brüder.
1

vergleiche

Fauriel- Müller II,

14,

Die beiden Brüder,
I,

ferner,

Talvj,

Die Volkslieder der
des

Serben

p.

Nr. 67 V.

—6
der

spi-icht

der Bruder

Gefallenen,
für

im

Folgenden
Familie.

zeigt

V. 10

Mann man solle

seine
bei

zärtliche Fürsorge

seine

der Ankunft im Dorfe

nicht

soviel Schüsse feuern, weil sonst seine

Angehörigen herbeilaufen
die Grabes-

würden,
platte"

um

nach ihm zu fragen.
starb".

V. 19 „er nahm
soll,
Avie

=

„er

V. 23 „Stamula"
sein.

mir erklärt

wurde, der
transitive

Name

des Maultieres

V. 24 „kreasko" hat

Bedeutung.
p.

Nr. 68 und 69 ebenso in den Olympo-Walachen Nr. 32

187

behandeln denselben

Stoff,

den Tod des Schäfers Nika.
versteht

Der

Schmerz
er
sei

um

ihn

ist

so groß,

daß man gar nicht glauben kann,

wirklich

tot.

Nur
wirft

so

man V.
d. h.

15

in

68 und

V. 6

in 69:

Die Erde

den Nika aus,

er Avird wieder

lebendig,

übernimmt dann seine gewöhnlichen Arbeiten. In den Olympo-Walachen ist der ganze Sinn verdunkelt, da es heißt „man wirft ihn in die Erde". Nr. 68 V. 20 „bellu"
heißt der schwarze

Widder mit weißem Flecke auf der
hier,

Stirn,
sein,

doch kann auch, wie

ein eben solcher

Hund

gemeint


sind

103


Zu
vergleichen

selbst ein geschecktes Pferd wird „bei" genannt.

im Rumänischen „bälan, bälaie". Nr. 70 und 71 gehören zusammen, in 71 ist die ursprüngEs handelt sich wahrscheinlich liche Fassung sehr verkürzt. um drei Brüder, die als Räuber an Bäumen aufgehängt wurden; ein Mädchen wu'd von der Mutter an jene Stelle geschickt,
hat aber Furcht vor den Toten.
Nr. 72 V. 1 „turistä" bezeichnet den inmitten der Weideplätze gelegenen Ort,

an dem die Schafe zusammen getrieben

werden,

um

gemolken zu werden.

Eine oder mehrere Hütten

sind in der Nähe,

wo

sich die Frauen, die bei der Käseberei-

tung helfen oder Lebensmittel bringen, aufhalten können.

Von

V.

7

ab spricht der Tote

selbst.

Das Motiv, an einem Orte

begraben sein zu wollen, von wo er die Schafe beim Vorüber-

gehen ergreifen kann, findet sich auch in rumänischen Liedern
wieder.

64.

Kikis Kache

aii

den

Orieclieii für

den Tod der

beiden Kotsa.
Tsints fitsör di

Aromim o

tu yilek stu ponotori

ampulisea tu Ksilomere
la

uno dzeano ku purnori.

5 aklo zvortiro doi O O

Romim. "00
ai'ös,

„Ah,

lai

Kotsa, dulumits
gos,

no vortirg di pri

ah, lai doi Kotsa, buro,

ko va O
10
ah, lai

s

no aruko O O
al

tuts tu spui'o X o

Kotsa

Taku

Piua."

Habarea
„O,
lai

ta z dusi A?9-ina.

Kiki, plots di asime,
di tine.

Ksilomer zailea
o,

lai

Kiki, palo lungg,

15

tol'as Gretsl'i tuts tu strungo,
0,
o

lai

Kiki, palg mare,
Gretsl'i kalea mare."

tol'as

Pljasa

bei Kortsa.

Auastas Nikola Bulamatse.

65.

Oesang des Karawanenfübrers.
„Trung vearg mare, mare,

nuü

venis, laj kgrvgnare,

la mine,

kg ü

me

ai mul'eare,

sg sg z vedz a ta fumeal'e."

64.

Fünf Burschen der Aromuneu mit Wamsen und Röcken
kämpften
in

Xiromerie

auf einem Bergesrücken mit Eichen.
5 Dort wurden zwei

Aromunen

umringt.

„Ach armer Kotsa mit
sie

roter Weste,

umringten uns von unten.

Ach, ihr beiden Kotsa, ihr Helden,
sie

werden uns

alle

zu Asche zerschießen,

10

ach,

armer Kotsa, Sohn des Taku Pina."
dir

Die Kachricht davon wurde
Xiromeri
15
rief

nach Athen gebracht.

„0, Kiki mit silbernen Schnallen,

nach

dir.

O, Kiki mit langem Schwerte,

du hiebst nieder alle Griechen in der Hürde. O, Kiki mit großem Schwerte, du hiebst nieder die Griechen auf dem Hauptwege."

65.
„In einem langen, langen

Sommer

kamst du

nicht,

Karawanenführer
sehen."

zu mir, die du mich doch zur Frau hast,

und um deine Familie zu


5

106
ü
yin,

„Kum

so

mgratoXnveasto,

nu are iarbo, sgü, kalTi paskg. ö mine de minduire mare

me
z

akgtsai ding kimtare:
loi

10 Morasl'i

di Epirots

dusiro Mureaiia tots.
sots,

ah

ah voi moräts,

hiats

Kita dil votomäts,

di pre punte sgl arukats,

15

tre

apg nuntru sglanekäts,

so

askgpom de dzeremats,
Hirn oarfgii, dispul'äts."

kg

Ochrida.

Brüder Dimouie.

66.

Die nnlieilbare Wunde.
so doi fitsori,

Uno mumo
doi fitsor so ^ o

mintimeü;

'

un
5

sinsi für kurät

porraoteftu so alantu X^ o o o

ku
8

dzatse

muske

di flurii

alante ahute morgoritori.
z

duko Yanino. o o zduse, duse, puniu z duse? pim iin dzumitate kale. 10 aklö sinsiro nouo ins furi. o o
s kinisi
'^

trei
s

di asupra, trei di gos

alantsg trei dinainte.

tots
s

aminarg, nu
fratele

1

agudirg,

aming

a

lui,

15

1

agudi tru

lingiiritsg

„Oh, oh fratele a ugu,
pi zverkg frate tine

sme

aj."


5

107

„Wie

soll ich

kommen, arme Frau,
daß meine Pferde weiden.

es giebt kein Gras,

Und

ich in tiefem

Nachdenken,

ich fing

an zu singen:

Die armen Epiroten 10 sie gingen alle nach Morea. Ach Genossen, ach ihr Armen,

nehmt den Kita und tötet werft ihn von der Brücke,

ihn,

im Wasser drinnen ertränkt ihn, 15 damit wir den Geldstrafen entrinnen, denn wir sind arm, ohne Habe" (oder beraubtl

66.

Eine Mutter und zwei Söhne,
zwei Söhne und zwar kluge;
einer brach auf als echter

Räuber

und der

andei'e als

Kaufmann

5 mit zehn Maultieren mit Goldstücken

und ebensovielen mit Perlen. Er machte sich auf, um nach Janina zu gehen. Er ging und ging, bis wohin ging er? Bis zur Hälfte des Weges. 10 Dort kamen neun Mann Räuber hervor: Drei von oben, drei von unten und andere drei von vorn.

AUe

schössen, trafen ihn nicht,
sein Bruder,

und da schoß

15 traf ihn in die Herzgrube.

„Ach, ach mein Bruder, Du sollst mich auf dem Gewissen

(

= Nacken) haben.

:

;


skl'imo

108


lui,

atümtsga kopitanlu zduki
sosl'i

a

20 ka

s

adukg protlu
1

yatru.

\dne yatrul di

vidzü

„Aistu dzone nu z\'indiko,

ko

i

agudit di frate su."

Gopes.

Dimitru

Pelitsa.

67. Klagelied des auf der Keise uiuffekommeneii Busea.

Nu

z

dzitseitm, lai

Busea

frate,

ko Skodra gaste diparte?
sapte dzile imngturo
s alte

aJbunte turnoturo. o o o

5 tine vdzis, nu

me
sots,

askultas,

pun

di

Skodra
loi

te alosäs.

„Voi

voi loi frats,

1.0

mare aridzae vo fak: o atsia n dzeang, iu va isits, tufek multe s nu arkats

kavde mumea di vontreabo: ^ „„Ju üe Busea, lu lie liil'lu?"" Ah, Busea tou s armase n kale
di nipteare arkat nvale.

CO

15

kavde ml'area di vontreabo: „„Ju üe Busea, lu üe dzonle?""
Ah, Busea tou armase ükale
aklotse

ü kale

si

ü

k<}rare,

iu slo plotsa nikukirlu,

20

k ahtare Fi fu laia mirg. dim^mdarea m§a, tsil' dau:
tute mülele
s le s

vindo,
o vindg

ma
ka
Perivoli.
s

Stamula

nu

kreaskg laja di fumeal'e."

Joan Kojäu.

109

Da
und

merkte

es der

Hauptmann

rief seine
sie

Genossen,

damit

holten den ersten Arzt.
ihn:

Der Arzt kam und sah „Dieser Bursche kann
denn
er ist

nicht geheilt werden,
getroffen."

vom Bruder

67.
Sagte ich dir nicht, armer Freund Busea,

daß Skutari entfernt
Sieben Tage Hinweg,

ist?

und ebensoviel Rückweg. 5 Du gingst weg, hörtest mich nicht, bis Skutari ließt du dich (ziehen). „Ihr armen Gefährten, ihr armen Freunde,
eine große Bitte hab' ich

an euch:

hier auf

dem

Bergesrücken,

wo

ihr

herauskommt,
ab,

10

schießt nicht viele Schüsse

(= Gewehre)
ist

denn

es hört
ist

meine Mutter und fragt euch:

„„Wo

mein Busea, wo

mein Sohn?""

Ach, dein Busea blieb unterwegs
vor Mattigkeit geworfen ins Thal.

15

Denn

es hört
ist

„„Wo

mein Weib und fragt euch: mein Busea, wo ist mein Mann?"'

Ach, dein Busea blieb unterwegs
dort unterwegs

und auf dem Pfade,
die Grabesplatte

wo der Hausherr
20

nahm,

denn derart war ihm das traurige Geschick

Meine Bestellung,
Alle Maultiere

die ich ihr gebe,
sie

(ist):

soll

verkaufen,

nur das Stamula nicht,
damit
es die

arme Familie ernähre."


68.

110

Tod des Schäfers Mka.
di
z

Dzuo moi
z
z

Paste mare
doi l'undari,
s

votomaro

votomaro Nika o o o
lai

Mihale.

O

Nika ku
tsel

tsal

Nika

5 doiri agudi
tsi sta

Kika.

Nika nvirinät?

rintr§ kutsitlu tu liikät.

skoalo Nika, skoalo frate,

ko

te

plimgu daoli kumnate.
liilü,

10 skoalo Nika, skoalo

dada

ts

plundze kopituüü.

skoalo Nika, skoalo soare,

nveastats plundze la

tsitsoare.

skoalo nveasto, aprinde foklu,

15 ko Nika slu aruko o o

loklu.

skoalo nveasto, aprinde tseara,

ko Nika nu slu
grits
al

aflo

seara.

kunto kukotlu kikiki,
l'i

Nika, ko aperi.

20

se aurio bellu tros
srits
z
l'i

un dzeano,
s

al

Nika, tra

lu aücrano.

düsiro oile la sonne,
l'i

grits

al

Nika, tra

s li

morsine.

ins! tsaplu tu korare,

25

grits
z

l'i

al

Nika, so

1'

da

sare.

düsiro oile tros la balto,
l'i

grits

al

Nika, tra

s li

adapo,

Selia bei Verria.

Papa Hadzi.

69.

Tod des Schäfers Nika.
Tseal Nika, tseal Nika!
daole
tsi
s

no agudeaskg pika

I

are Nika, sto nverindt?
kutsitlu tu
liikiit.

l'i ntrr')


Am

111
68.

Tage ach des Osterfestes wurden zwei Löwen getötet, wurden getötet Nika und Michale. Ach armer Nika und die Frau des Nika
5 beide traf jener Kika.

Was

steht

Nika

traurig da?

Ihm drang

das Messer in die Leiter.

Steh auf Nika, steh auf Bruder,

denn dich beweinen beide Schwägerinnen.
10 Steh auf Nika, steh auf Sohn,
deine Mutter weint (am) Kopfkissen (stehend).

Steh auf Nika, steh auf Sonne,

Frau weint am Fußende (stehend). Erhebe dich Frau, zünde das Feuer an, 15 denn den Nika wirft die Erde aus (= wird wieder Erhebe dich Frau, zünde die Kerze an, den Nika findet man nicht am Abend. Der Hahn singt kikeriki,
deine
sagt

leben[dig)-

dem Nika, daß

es hell

wurde.

20 Der
sagt

Hund
dem

heult auf

dem Bergesrücken,

Nika, daß er ihn locke.

Die Schafe zogen nach dem Salzplatz,

dem Nika, daß er sie melke ( = das Fett Der Bock kam auf den Pfiid heraus, 25 sagt dem Nika, daß er ihm Salz gebe.
sagt

al)uehme).

Die Schafe gingen an den See,
sagt

dem Nika, daß

er sie tränke.

69.

Frau des Nika, Frau des Nika!
Beide
soll

uns der Schlag

treffen.

Was

hat Nika, (was) steht er traurig? das Messer durch die Leiter.

Ihm drang

!

112


lok.

5 skoal^, nvgastg, aprinde fok,

k§ Nika va slu aruüko
kg Nika va snul 10

skoalo, nveastg, aprinde tseara,
aflo seara,
frate,

„Skoalo Nika, skoalo

kon

te

plungu daole kumnate!
liü'ü,

skoalo Nika, skoalo

plundze nveasta un kopitinü.
skoalo Nika, skoalo soare,
pl^iudze uveasta la tsitsoaro.

15

viniro oile la strvxngQ,

vaj de Nika,

kum

sie mulgo?

latro kunl'i pri X^
gris Fi al

dzeano o
s l'i

Nika

aügang

z düsiro oile la sorin,

20

'aide Nika, sie marsid!
z düsiro

oile la balto,
al

gris

l'i

Nika

sie adapg."

Ochrida.

Pelitsa.

70.

Klage
te

um

di-ei

Brüder.
nkatse te?"

„Nkatse

mota,

featg,

me ma me
„Ni
5

nkatse, ni tsivaii dzitse,
pitreatse,

so

Tau ap

aratse.

de dinde la livodz.
ni easte friko mare,

ko suntu
si

trei

lai

dzon,

trejl'i

spiudzuräts,

atsel

ma

marele
lele

plundze

muma;

10

kare va te hgrneaskg?
ats^l

de mese
lele

plundze
kare va

nveasta;

te

horiseasko?

>

l-H

C

u
(0

ß
0)

Co

c

o

(1)

^

B G

u


f)

113

Erhebe
denn

dich, Frau,

die

mache Feuer an, Erde wird den Nika auswerfen.
zünde die Kerze an,
sie

Erhebe

dich, Frau,

denn den Nika werden
„Steh
10
auf,

nicht
auf,

am Abend

finden.

Nika, steh

Bruder,
dich.

denn beide Schwägerinnen beweinen
Steh auf, Nika, steh auf, Sohn,
die

Frau weint auf dem Kopfkissen.

Steh auf, Nika, steh auf, Sonne,
die

Frau weint zu
Avie

(deinen) Füßen.
in die

15

Die Schafe kamen
wehe, Nika!

Hürde,

soll

er sie

melken?

Die Hunde heulen auf dem Berge
sagt

dem Nika, daß
Nika! melke

er sie locke!

Die Schafe gingen nach dem Salzplatze,

20

auf,

sie!

Die Schafe gingen nach dem
sagt

See,

dem Nika, daß

er §ie tränke."

„Zankt dich deine Mutter, Mädchen, zankt sie dich?" „Weder zankt sie mich, noch sagt sie mir etwas,
aber
sie

schickt mich kaltes

Wasser zu

holen,

von
5

jenseits der W'iesen.

Ich habe große Furcht,

denn da sind

drei

arme Burschen,

und

die drei sind aufgehängt.

Den
10

ältesten

beweint die arme Mutter;

wer

soll

dich ernähren?

Den
wer

mittleren

beweint die arme Frau;
soll
II.

dich erfreuen?
"

Weigand, Aromunen

114
atsel

ma

i'iiklu

15 plimdze
lele sora

lele

sora

isosito,

kai'e

va

te

morito?"

Metsovo

(arom. Mintsu).

Nikola Dimitru Agrivu.

71.

Die drei Brüder.

„Feato, more feato,
tsi

5

muma?" Muma DU me aükatso, si tsiva nu me dzutse. Muma me pitreatse,
te

aükatso

so aflu aparatse;

ma
Islia

apa

nun

stiu.

valea nsüs

tu livodzo verdzo o

10

si

tu prisingts
lai
trei

.

sum
Avdhela.

frats

spindzuräts de fadz.

Tselnik Asrnosti.

T2.

Der Wunsch des sterbenden Tanaki.
Daoli
türi.ste
si

lui

Yauaki!
'

mul'erile

borbatsl'i adunats, C

tra s pluudzetz lailu di Yanaki.

„O
5

lai

Yauaki

al Seder,
oi,

uu dzitseam, s üerdzem la ko vidzüi, kg vai mori." „Ka si mor ska si uu mor,
la estu

trap

s

nu me

algsats,

la turiste

sme

aügrupiits.

10 primgvettr andii zvenits,
s

tr§akg

oili,

so ü

li

akats.

Perivoli.

Kaki Nikola Bgyät.


Den
die

115

jüngsten

15 beweint die arme Schwester,

arme verlobte Schwester,
soll

wer

dich verheiraten?"

41.

„Mädchen, he Mädchen,

was zankt dich deine Mutter?"
Die Mutter zankt mich
5
nicht,

und sagt mir gar nichts. Die Mutter schickt mich, um kaltes Wasser zu holen;
aber ich weiß nicht (wo) das Wasser
(ist).

Geradeaus thalaufwärts
auf den grünen Wiesen 10 und auf den frischgrünen Stellen
unter den drei Brüdern

aufsehänat an Buchen.

73.

Beide Lagerplätze des Janaki!

Sammelt

die

Frauen und Männer,
des Seder,

daß ihr den armen Janaki beweint.

„Ach armer Janaki, Sohn
5

ich sagte nicht, daß wir zu den Schafen gingen,

denn

ich sah,

daß du sterben würdest." mich
nicht,

„Ob
bei

ich sterbe oder ob ich nicht sterbe,

in dieser Schlucht laßt

den Sennhütten begrabet mich.
Frühlinge,
die

10

Im

wenn

kommt, Schafe vorüberziehen, daß

wenn

ihr

ich sie ergreifen kann.'

V. Kapitel.

Religion,

Moral,

Aberglaube, Feste und Bräuche.

1.
>i

Religion.

Leben der Völker des Balkans betriöt, so besteht es bei sämtlichen mehr in dem Beobachten gewisser Formen und Gebräuche, als in dem Erfassen und Bethätigen Bei den Aromunen speziell kommt der Lehren der Religion. in Betracht, daß die dem Kaufmanns- und Handwerkerstände ano-ehöris'en Männer viel in der Fremde herum kommen und infolge davon gleichgiltig gegen ihre Religion werden. Geld
as das religiöse

zu verdienen
rung,
die

ist

ihr

oberster Grundsatz.
ist,

Die Hirtenbevölkeerst recht nicht

fast

immer im Freien

kommt

dazu, die Lehren der Kirche zu hören, weil es ihnen an Gelegenheit hierzu gebricht.
eine gewisse

Bei den Farserioten läßt sich sogar

Abneigung vor Kirche und Pfarrer beobachten. Lieber wollen sie, daß ihre Kinder berühmte Räuber werden,
als

daß

sie sich

dem

geistlichen Stande

widmen.

Dieser letztere

nimmt auch eine sehr untergeordnete Stellung ein. Man kann oft genug im Gebirge Pfarrer finden, die nicht schreiben und
nur notdürftig lesen können, die nicht einmal den Sinn der
griechischen Bibeltexte zu verstehen im stände sind.

Wo

sollte

auch die Achtung herkommen, wenn
stellen für

es

möglich

ist,

daß PfaiT-

und die Geistlichen zu ihrem Lebensunterhalte meist auf die Gaben der Gemeindemitglieder augewiesen sind. Es giebt natürlich auch Ausnahmen, namentGeld zu kaufen
sind,
lich da,

wo

Pfarrer zugleich auch Lehrer sind.

Diese natürlicli


erfreuen
sich

117


in

dann eines großen Einflusses

der Gemeinde.

Nicht die Kirche, sondern die Schule ist der Faktor in den aromunischen Gemeinden, an dem alle das regste Interesse

Der Religion gegenüber glaubt man seine Pflicht erfüllt zu haben, wenn man die zahlreichen Fest- und Fasttage behaben.
obachtet.
ihre

Selbst Leute, die sich kein Gewissen daraus machen,
töten,

Nebenmenschen zu berauben und zu
die

halten gewissen-

Räuberhauptmann Rapp, der mich von Lunga nach Elbassan begleitete. Über den Glauben ans Jenseits siehe Band I, Kap. II, 13.
haft

Fasttage

ein,

wie

z.

B.

der alte

3. Jloral.

so

Aromuneu betrifft, muß man unterscheiden zwischen Hirten- und städtischer
die moralischen Eigenschaften der

Was

Bevölkerung,

Von

Leuten, die ohne Belehrung über christliche
sind,

kann man nicht verlangen, daß sie Glauben doch viele Ungebildete, ein zartes Gewissen haben. daß man dem Türken Schaden jeder Art zufügen dürfe, ohne
Moral aufgewachsen
ein

Unrecht zu thun.

So erklärt

es

sich,

daß Räuber,
halben,

die

ihre Greuelthaten
l)ei

an Muhamedanern verübt
erfi-eut

sich fi'üher

dem Volke
auch

großer Sympathien

haben; doch scheint

diese Räuberspezies heutzutage ausgestorben zu sein.

Übrigens
geo'enüber

halten

die

fanatischen Türken

den Christen

Unrecht für

erlaubt.

Lüge und Betrug
löbliche Schlauheit,

jeder Art faßt der

Kaufmann mehr

als

wie als sittlichen Fehler auf.
leistet

Namentlich

im Prahlen und Übertreiben
geheuerliches.

der

Aromune geradezu Unist

In Bezug auf das geschlechtliche Leben
in der Hirtenbevölkerung äußerst streno-.

man dagegen
ist

Ehebruch
giebt
es

unter

den Farserioten
Kinder.
als

unerhört,

ebensowenig
düi-fen die

uneheliche

In dieser Beziehung
hingestellt
oft

aromunischen Hirten

Muster
die

werden.

In den größeren Orten aber,

wo

Männer

Jahre lang abwesend sind,
bei den

kommen

schon

eher Geschichten vor, die in die chronique scandaleuse gehören.

Aber immerhin

ist

Aromunen

die Moralität größer, als


bei Bulgaren,
ist

118


Die Päderastie zumal

Griechen und Albanesen.

durchaus verpönt.
Sie

Auch

sonst sind sie in den

Genüssen sehr

nüiliig.

begnügen

sich mit so

wenig und so einfacher Speise,

daß

sie

sieh

sogar deshalb den Spott anderer Nationen zuge-

zogen haben. Die Griechen in Epirus singen folgendes Spottlied:
Vlahi, Vlahi tsintsara,

pos ton tros ton bagaga

me
ke

la()l

ke

me

ksi<3i

me

tis

/atas to kopsi()l.

d. h.

Walachen, Walachen Ziuzaren,
fi'eßt

wie

ihr

den Dreck

mit Öl und Essig

und mit zerhackter Katze.
Die Gastfreundschaft wird von den Hirten gerne geübt,
weniger aber bei den andern Ständen, und

wenn

ich persönlich

zwar in den Ortschaften des Nordens mit Freundlichkeit und

Zuvorkommenheit aufgenommen und
so

reichlich bewirtet wurde,

geschah das, weil ich bei natioualgesinnten Leuten einkehrte,
fiir

die sich
es

meine Studien interessierten.

Im Süden dagegen
ist

ist

mir

um

so

schlimmer ergangen und reichlich habe ich die Bezu geizig,

herbergung lohneu müssen. Der Aromune
lich gastfrei zu sein.

um

wirkdiese

Bei den Griechen dagegen findet
entfaltet.

man

schöne Tugend besonders

Albanesen thun
Ich

ihr möglichstes,

Aber auch Türken und um den Fremden zu befriedigen.
es sich

In gleicher Weise verhält
Deutsche, die das
streifen,

mit der Mildthätigkeit.
darunter auch an

wandte mich des Öfteren an

Bettler,

Land

bis tief

nach Albanien hinein durch-

Der von ihnen darüber Auskunft zu erlangen. arme bulgarische Bauer teilt sein letztes Brot und weist eine Stätte zur Ruhe an, auch der Türke giebt gern ein Almosen,
aber der wohlhabende Zinzare weist kurzer
zurück.
erhellt

um

Hand

den Bettler

Daß auch die Hirten habsüchtig und neidisch sind, am besten aus dem Umstände, daß die Bewohner von

Perivoli

im

im voiügen Jahrhunderte mehrere aromunische Dörfer Umkreise zerstörten, um allein die Berge zu besitzen.

119

3.

Aberglaube.
ist

Von dem Aberglauben
flußt
als

der

Aromune weniger
er
ist

beein-

der Bulgare oder Türke,
er
ist
'

dafür zu nüchtern

in

der Denkweise,

zu

welterfahren,

um

die

„glorin"

(Dummheiten) zu glauben.
schlecht

Wohl

aber

ist

das weibliche Ge-

vmd auch

die Hirtenbevölkerung

von abergläubischen

Vorstellungen durchdrungen.

Betrachten wir zunächst die ver-

schiedenen Gestalten, die der Aberglaube erzeugt hat.

D z un e
entspricht

1 e.

— Die Hauptrolle spielen die „dzune". Sg. „dzuno"
„zänä"*) und wird abgeleitet von

dem rumänischen

dem
sie

lateinischen „Diana".
die
in

Die dzune werden

als Geister ge-

dacht,

den Menschen meist Böses zufügen.

Man

denkt

sich

Bäumen und Quellen wohnend,
Sie

die sie

nach Be-

lieben

können auch die Gestalt von Menschen, Tieren oder beliebigen Gegenständen annehmen, meist aber bleiben sie dem Auge verborgen. Sie sind, wenn
verlassen können.
sie als

Jungfrauen erscheinen, mit einem

leichten, seidenen Stoffe

bekleidet, der durch einen Gürtel
es

zusammengehalten wird. "Wenn

einem Menschen gelingt sich dieses Kleidungsstückes, etwa
sie

wenn

baden, zu bemächtigen, so gewinnt er Gewalt über
der

sie.

Wenn

Wind
und

heftig geht, lassen sie sich

von ihm durch

die Lüfte tragen

spielen dabei auf Flöten
sie

;

wo

ein Wirbel-

wind entsteht, tanzen
hüten sich

einen Reigen,**)

und

die

Menschen

Wochen und Monate

lang, auf jene Stelle zu treten,

wo
mir

die

dzune getanzt haben.
bestätigt

In der Zeitschrift Macedonial, 19

nennt Herr Belimace diese
nirgends

Wesen „Vinturitse", welches Wort wurde. Auch die dort angegebenen
sie sich in

Verse sind wohl nur von ihm selbst verfaßt.
Besonders gerne verbergen
herunterfallenden Tropfen.
*)

den von den Dächern

Wer

davon getroffen wird, wird von

Über

die zu vergleichenden

Formen

bei den

Daco-Rumänen

hat Shaineanu eine interessante Arbeit veröffentlicht, in der auch auf
sonstige Quellen verwiesen wird: lelele etc. Buciu-esci 1886.
**)

Berthold Auerbach in seinem „Jvo der Hajrle" erwähnt den-

selben Aberglauben als im Schwarzwald verbreitet.


Nasen-,

120

Krankheit heimgesucht. Die Gicht, Apoplexie, Epilepsie, Ohren-,

Mund- und Augenkrankheiten werden besonders ihrem Einflüsse zugeschrieben. Wenn man jemand etwas Übles wünschen will, sagt man: „kikuta laie (oder arao) s te agudeasko" der schlimme Tropfen soll dich treffen. Der zufällig von einem

Tropfen Getroffene wird nicht versäumen zu sagen
vine,

:

„alba

s

alba

s

musata

s

fugo"

musata

die weiße
soll

dzung) kam, die weiße und schöne

und schöne (nämlich weggehen. Der Volks-

mund benennt die bösen Namen, sondern um sie
schmeichelnde Epitheta

Geister nicht mit
nicht zu

dem

eigentlichen

beleidigen,

werden ihnen
So
findet

gegeben,

deren ursprünglich adjektiwird.

sdsche Bedeutung gar nicht

mehr empfunden

man

die folgenden

Namen

häufig in Gebrauch: „albile"

weißen, glücklichen, „musatile"

=

die schönen, „bunile"
,

= =

die die

guten,

„horioasile"

=

die

fröhlichen (argaut,

„dultsile"
ein

=

die

süßen

„argaudele"

=

die

silbernen

albanesisches Wort,

bedeutet Silber); in Makedonien sind auch die bulgarischen Be-

und „samovili" bekannt. Aus den angegebeneu Formen und auch nach dem, was ich gehört habe, geht hervor, daß man die dzune als weibliche Wesen auffaßt, ich werde aber von Herrn Lehrer Cionescu in Krusevo belehrt, daß es
zeichnungen
„vili"

dzune beiderlei Geschlechts

aiebt.

Die weiblichen entstanden
Dieser

aus Mädchen, die sich mit Wittwern verheii'aten, die männlichen
aus jungen Burschen, die eine Wittwe zur Frau haben.

Glaube

steht
als

wohl damit im Zusammenhange, daß es sowohl

Wittwen,

auch noch mehr Wittwern schwer

wii*d, sich

wieder

zu verheiraten.

Weiter erfahre ich durch denselben Herrn, daß die dzune

und
sich

die

dzuu aus Ansrehöriaen

aller

Nationen und Relio'ioneu
nicht nur den ^Menschen,

bilden,

daß
;

aber

die

schlimmsten die von Juden und
ist,

Zigeunern sind daß ihre Bestimmung

sondern auch allen Dingen, die diesen dienen, wie Tieren. Blumen,
Pflanzen und Geräten Schaden zu bringen. Vertrocknet ein oder bringt er keine Frucht, ohne daß
platzt ein Schlauch mit

Baum

man

die
ist

Ursache kennt,
er „agudit de

dzunele"

Wein

oder Öl, dann

getroffen

von den dzune.


Um
gut zu machen, sucht

121

-

das Unheil, das die dzune angerichtet haben, wieder

man

sie

zu versöhnen.
sie

Die Frauen be(in

geben sich

allein

oder,

-wenn

zu schwach sein sollten, in

Gesellschaft von andern in einer mondhellen

Nacht

gewissen

Gegenden gelten auch bestimmte Tage wie Mittwoch und Freitag dafür als besonders geeignet) an eine Quelle in der Nähe des Ortes („fontuna dzunelor", in Gopes kurz „L albile" =
zu
sich

den Weißen genannt)
in

in

sonntäglichem Staate,
aller

entledigen
eine weiße

einiger
auf,

Entfernung

Kleider,

setzen

Haube

kommen

ans Wasser heran und sprechen eine Ent(74),

zauberungsformel Nr. 73

darauf trinken

sie

etwas von

dem

Wasser, waschen sich ab und werfen Opfer ins Wasser, wie Geld-

(An der Quelle in Gopes fand ich von letzteren eine große Menge, ein Beweis, wie sehr der Aberglaube blüht.) Dann gehen die Weiber
einige Schritte rückwärts

stückchen, Kuchen, Basilikum

und bunte Wollfedern.

von der Quelle zurück,

um

nicht etwa

die

dzuno zu beleidigen, dadurch daß sie den Rücken zeigen. Teufel. Der Teufel spielt selbstverständlich auch eine

große Rolle und zwar unter derselben Gestalt, in derselben Weise
Avie

bei

uns.

Er wird
tiefen,

„di-ak"

(lat.

draco),

häufig auch „drak

din vale" (Teufel aus

dem

Thale) genannt, weil er seinen liebsten
soll.

Aufenthalt in

engen Thälern nehmen
(gr. daifjon')

Auch

die

Bezeichnung „demon"
vor.
s te

l'a"

— der Teufel dich „draklu — der Teufel dich holen, sind beliebte Flüche. Musata loklui. — Neben der dzuno erscheint im Volks„Draklu
s te

kommt
soll

dafür aber seltener
fressen,

moko"

soll

mehr im Märchen, die „Mu.sata loklui" = die Erdschöne, eine Fee, die mehr Gutes als Schlechtes thut, und wie mir scheint den Türken entlehnt ist; vergl. darüber das bei den Märchen Gesagte (Nr. 122 Bemerkung). Parzen. Ebenso sind fremdes Gut, und zwar griechisches,
glauben,
aber

die Gestalten der drei Schicksalsgöttiunen, die

auch den

griechi-

schen

Namen

tragen: tibi (rr//y) oder mira (fioi^a). Sie

kommen

Nacht an das Lager der Neuo-eborenen und sagen ihnen Gutes oder Schlechtes voraus; vergl. das Märchen von „Porkopulos". Es ist auch Sitte, daß eine Verwandte, eine ältere
in der


soust ein iSymbol auf die
für die

122


legt

Frau, au das Lager der Wöchneriu kommt, Haud\vcrkszeu<r oder

Decke

und dabei Segenswünsclie
sie
soll

Zukunft des Kindes ausspricht;

die Stelle der

Parzen vertreten.

Vampir. Der Glaube an den Vampir ist nicht so sehr imter den Aromunen verbreitet als bei den Slaven, Türken, Megleniten (cf. Vlacho-Meglen p. 30), Griechen und Albanesen. Nur in den Gegenden, wo die Aromunen mit den Bulgaren
in

Berührung

sind, hat

man

wirkliche Furcht vor ihm.

Schon

sein slavischer
ist:

Name

weist darauf hin, daß er fremden Ursprungs
gr.

Vorkolak (virkulak, vurkulak),
der
ist

ßovoxö'kaxaq,

alb. vurvolak.

Auch
maus)

Name

vampir, vombir (letzteres bedeutet auch Fleder-

bekannt.

Man
die

glaubt, daß der

Vampir

entstehe aus

Leichnamen, über
oder ein

eine

Katze oder eine schwarze Henne
ist,

Hund

gesprungen

oder aus solchen mit offener

Wunde,
ein

die nicht bedeckt wurde.

Ferner sollen ]\Ienschen, die

Leben geführt haben, Kinder, die ungetauft beerdigt wurden, sich in Vampire verwandeln. Nach Sonnenuntergang erhebt sich der Vampir aus dem Grabe, geht von Haus zu Haus zu Verwandten und Freunden, in Keller und Kammern, macht Lärm mit Geräten, verrückt die Gegenstände, stößt eigenartige Laute aus etc. Nur Samstags darf er nicht das Grab verlassen. Zuweilen zeigt er sich auch den Menschen unter den verschiedensten Gestalten, sowohl von Menschen, als von
gottloses

Tieren,

verschwindet aber ganz plötzlich.

Selbst die bläulich
fiir

aufflackernde

Flamme

eines Feuers hält
die
in

man

den Vampir.

Verheiratete

Männer,

der

Fremde gestorben und

Vampire geworden sind, kehren in ihrer eigenen Gestalt in die Heimat zurück, verweilen bei ihrer Frau eine Nacht, so daß diese empfängt. Das Kind, das immer männlichen Geschlechts ist, läßt sich als Vampirkind äußerlich erkennen und zwar an seiner gelblich-weißen Haut und ebensolchen Haaren und Augenwimpern; manche Leute glauben auch, daß sie geschwänzt seien. Derartige Menschen werden „abrasi" (aus tk. abras blond, ebenso

bei den Bulgaren) genannt,

und nur

sie

haben Gewalt über die

Vampire, können

sie sehen,

ihnen folgen und erschießen, wenn


sie

123


Im Grabe
selbst

können sie von ihnen unschädlich gemacht werden, dadurch, daß sie ungelöschten Kalk und Wasser hineinschütten.
sie
treffen.

außerhalb des Grabes

mit
in

Karakandzu-— entspricht etwa dem deutschen Butzemann, dem man den Kindern Furcht macht. Auch trinkt man
der Zeit von Weihnachten
in

bis Christi
ist,

Taufe kein Wasser,

das

der

Dunkelheit geschöpft

denn das würde dem

Karakandzu Macht über den Menschen geben. Pul' azburotör. In der Ballade von der Artabrücke o und auch sonst tritt der „pul' azburotör" der fliegende Vogel auf, der den in großer Not befindlichen Menschen Rat erteilt. Er hat sein Gegenstück in dem rumänischen „pasere mäiästrä".

Auch

in der griechischen Volkslitteratur tritt oft ein sprechen-

der Vogel auf.
flüssige

Es

ist

auffallend,

daß der Vogel das so überIch hatte geglaubt,

Epitheton „azburotör" (fliegend) hat.

es sei nicht so

mit „fliegend", sondern mit „sprechend", das genau
übersetzen;

lauten würde, zu

aber so viele
sei „fliegend"
ist
ist

Aromunen

ich

darüber befragte,

Hexen.
^vie

alle

meinten

es

zu vei'stehen.

Der Glaube an Hexen

ebenso verbreitet
derselbe wie

bei

andern Völkern; der
striglo

Name

dafür

im

Griechischen:

{GTQr/'i.a).

wendet

man

das

Wort

als

Auch Mädchen gegenüber Schimpfwort an. Auch für Zauberer
die

und Zauberinnen gebraucht man ma/u und mäyiso oder mayistro.
der bösen Geister zu schützen,

griechischen Ausdrücke:
sich vor

Um
trägt

dem

Einflüsse

das Volk Amulette

um
die

den Hals, von dem Priester geweihte Silberstückchen mit dem
Bilde
eines

Heiligen;

ferner

Holzkreuzehen,

die

auch

unverwundbar zu machen. Selbst den Tieren hängt man zuweilen nach muharaedanischer Sitte Amulette um.
Eigenschaft
sollen,

haben

Träume.
sich sehr

— Ich habe vielfach gefunden, daß
lassen,

die

Aromunen
ganz

von den Träumen beeinflussen

selbst sonst

aufgeklärte Männer.

Als günstige Zeichen gelten: Das Sehen

von fließendem Wasser oder Quelle, Geld mit der Bildseite, Begegnen von Bekannten oder von türkischem hodza (Geistlichen). Als ungünstige: Das Begegnen von Priestern, stehendes


Wasser, Biß von
Schliuigeii,

124

Seheu von Blut, von schwarzem

Rnuch, von Nadeln, das Finden eines Gegenstandes, Schnaijstrinken, Essen von Fett während der Fasteuzeit, Holz zerkleinern,

das Brechen des Dachbalkens, wenu
eiu

der Fließ
wird,

des

Bodens auseinandergeht, wenn

Bi*and

gesehen

der

Empfang von Geld
sprechen),

(bedeutet,

daß die Leute schlecht von einem Zahnes
(bedeutet

das Verlieren eines

das Sterben

eines Verwandten) etc.

Nicht nur im Traume, sondern auch in der Wirklichkeit
bedeutet das Begegnen

vom

Pfarrer Unsrlück, das

vom Hodza
Hase,

aber Glück.

Vermutlich weil der christliche Pfarrer schwarz,
ist.

der türkische hingegen rot gekleidet

Wenn Hund,

Fuchs oder Katze über den Weg laufen, ist es ebenso verhängnisvoll. Es ist Sünde das Brot auf die gewölbte Seite zu legen, oder ein Stück Brot auf dem Boden liegen zu lassen (die Türken heben es auf, küssen es und legen es hoch). .3

und
wird

7

sind

Glückszahlen,

13 eine Unglückszahl.

Niemand

Monats oder au einem Dienstag (weniger am Freitag) eine Reise antreten. Wer den Rückstand in der Pfanne mit Brot auswischt oder Teller ausleckt, wird Regen zur Hochzeit haben. Beim Eintritt in das Zimmer einer Wöchnerin spuckt man aus und sagt „masala" (tk, ma sae allah) „wunderbar, schön", damit das Kind nicht vom bösen Auge getroffen wird. iMänner sollen den Rest von Wein nicht austrinken, sonst werden sie jNIädchen zeugen. Man soll das Hirn nicht essen, sonst wird man beim Überschreiten eines Flusses vom Schwindel erfaßt und ertrinkt. Frauen sollen während der Schwangerschaft keine Oliven essen, sonst bekommt das Kind
13. eines

am

Muttermale
genannt).

(die

Muttermale werden auch „mäsine"
Kaffee
oder

Oliven

Wenn man

nicht schlimm, wohl aber beim Raki.

Wein verschüttet, ist es Der vom Dache schreiende
Sternschnuppen
verlassen

Kauz verkündet nahen Tod.
ihi'eu Platz,

Die

um

sich einen besseren zu suchen,

auch sagt mnn,

ein

Gefangener entspränge
Elias her.

Blitz ist der Teufel,

Der einschlagende das Donnern rührt vom Rollen des Wagens
den Räubern.

des

hl.


Wenn man

125


daß die

eiu Pferdehaar in eine Quelle legt, so

Sonne darauf scheinen kann, entwickelt sich daraus eine Schlange. Aus einem Gebirgsteiche trinken die Schafe kein Wasser, denn darin lebt ein schwarzer Bock, der plötzlich kommt und
die

Schafe

bespringt.

Im nächsten
kommt,
alle

Jahre,

wenn

die

Herde
Wasser
bei

wieder an den Teich
schreit

erscheint auch wieder der Bock,

bäh, bäh,

worauf
kleinen

Jungen der Herde
auf dem

ins

springen und ertrinken.

Daher scheuen
Teiche

die Schäfer diese Teiche.

Von einem

Peristeriberge

Monastir behauptet

man, daß niemand ihn durchschwimmen
sieht,

könne, ohne hinabgezogen zu werden.

Wenn eine Frau einen Marder Mund von Silber, damit er asime"

sagt

sie:

„gura di

nicht in der

Nacht kommt
(Wiesel) wird

und das Blut aus der Kehle
„nveasta
aus
al

trinkt.

Der Marder

„nivestul'e" oder „nvestal'an", das ist

Jani"

nach der Volksetymologie

die

Frau des Johann genannt.

Wie man
will,

dem

Schulterblatt des

Hammels
p.

die

Zukunft erkennen
203.

habe

ich in

den Ol.-Wal.

16 angegeben, siehe ferner darüber
p.

Gustav Meyer, Essays und Studien H,

Frauen (babo) wird die Kraft zugeschrieben, Krankheiten heilen zu können durch Besprechen oder Handauflegen, oder man begiebt sich zur Quelle Bei der dzunele (siehe oben) oder ein Amulett muß helfen.
alten

Krankheiten. — Manchen

und läßt einen anderen auf sich herumtreten. Bei Erkältung werden Arm- und Beinmuskeln fest geknetet und die Sehnen an der Ferse gedi*ückt, bis der Kranke schreit. Die Verrückten sucht man mit Brot und Essig zu heilen. Zeigen sie sich widerspenstig, werden sie gebunden und geschlagen. Meist schickt man sie ins Kloster, wo sie eingeMuskelschmerzen
leart

man

sich hin

schlossen werden.

indem man

die

Der Essig wird auch bei Fieber angewandt, Arme und die Brust damit befeuchtet, was, wie

ich aus eigener

Erfahrung weiß, große Erleichterung bringt. Ob aber auch, wie behauptet wird, der Absud von Weidenrinden
ist,

und grünem Paprika wirksam
Schnittwunden
will

vermag

ich nicht zu sagen.

man

mit

dem

Safte der Schafgarbe (Achillea


millefolium)
heileu.

126

In Ermangelimg von Ärzten weudeu die

Leute sich auch au die Zahnheilkünstler, meistens Aromunen
aus Zagori, die sich nicht nur mit Zähneausreißen, sondern auch

mit

dem Heilen
sie

aller

möglichen Krankheiten befassen und zu

diesem Zwecke auch eine Anzahl Geheimmittel mit sich führen,
mit denen
gute Geschäfte machen.

4.

Die Feste und Bräuche.
einem unterdrückten Volke keine anderen

Es kann
als religiöse

bei

Feste geben, die
d. h.

zum

Teil zugleich Volksfeste sind.
ist

An
sich

Feiertagen,

an Tagen, wo nicht gearbeitet wird,

durchaus kein Mangel.
nicht
so

Wenn man
hält,

auch in den größereu Orten

genau daran

so

werden doch

in kleinereu lustigsten

mindestens

100 Feiertage im Jahre gehalten.
es her bei

Am

und fröhlichsten geht
bei

dem

Feste des Kirchenpatrons,

Abgesehen von dem Kirchenbesuche am Morgen besteht die Feier im Essen und Trinken, Tanzen und Singen und unterscheidet sich kaum von unseren
der Panayir {navt'jyvoii).

deutschen Kirmessen.

Die Einteilung des Jahres

ist

verschieden von der unseren.

Es

zerföllt iu zwei Hauptteile: das
a. St.)

Sommerhalbjahr vom Georgs-

tag (23. April

bis

zum

Dimitritag (20. Oktober) und das

Winterhalbjahr.
ihren

Au

diesen Termiuen erhalten die Dienstboten
die

Lohn, werden

Schulden, die Zinsen, die Miete
ist

etc.

bezahlt.

Der Georgstag

zugleich ein Freudenfest über das

Wiedererwacheu der Natur.
her die Thüren
einige
sich

Deshalb werden

am Abende
Auch
ist

vor-

mit grünen Zweigen geschmückt, auch wohl
es Sitte

Kränze auf den Thüren angebracht.
St.

am
sehr

es fast als
ist

Georgstage zu wiegen, zu einer anderen Zeit gilt Sünde. Das Schaukeln im Freien an diesem Tage
St.

verbreitet.

der den Winter bringt,
bringt der
hl.

Georg gilt als Freund, St. Dimiter, Den Schnee als Feind der Menschen.
St.

Andreas.
Elias (20. Juli)

Die Vierteljahr-Termine
(20.

und

St.

Athanas
letzteren

Januar) sind von untergeordneter Bedeutung.
ist

Am

Termine

es Sitte ein

Lamm

zu schlachten. Die

Muhamedaner


ist

127


Auch
sie
1.

schließen sich in allem diesem den Christen an.

für sie

der Georgstag ein großer Festtag,

an dem

den „Babä
Avird

Edreles" feiern.

Das

offizielle

neue Jahr

am
bei

Januar

wenig oder gar nicht
deren Kinder mit Jahr, oder

gefeiert,

mehr schon

den Bulgaren,

dem Neujahrsgruße „surova godina"

reiches

Sorkova
Ochrida
hat,

in

dem Absingen von Liedern (ähnlich wie bei der Rumänien) von Haus zu Haus ziehen und Gaben
In einigen Gemeinden, so in Jankovats, Rezna,
es Sitte,

einsammeln.
ist

daß jede Familie einen Heiligen
festlich
ist

als

Patron

dessen

Tag

sie

Freunden begeht.

Es

im Kreise von Verwandten und das ein Brauch (sluzba), der den dort

wohnenden Slaven entlehnt ist. Die Koliude werden bei den Aromunen in größeren Gemeinden gefeiert, weniger bei der Hirtenbevölkerung. Bulgaren und Griechen feiern die Kolinde viel eifriger. In der Nacht

vom

23.

auf den 24. Dezember wird auf den Plätzen Feuer
oder

angezündet, wozu oft schon lange vorher das Holz von Kindern

zusammengebettelt

gestohlen

wird,

in

den

werden Kuchen gebacken und die Kinder ziehen nach Mitternacht von Haus zu Haus, klopfen an die Thüren, bis der Hausherr oder häufiger die Hausfrau erscheint und
singen die Kolinde-Lieder Nr. 75, 76, 77;
sie

Wohnungen von 2 Uhr

empfangen dann

Geschenke, bestehend in Kuchen, Äpfeln, Nüssen, Kastanien, wohl auch Kleingeld mit dem Wunsche „ti mults au auf \ie\e

Jahre".

Wenn
ist

es

hell

wh'd,

gehen die Kinder nach Hause.
anders bei den Bulgaren oder

Wie man
Veudista
gar den
werden,
gepriesen

sieht,

sind die Lieder arg verstümmelt, das aus

fast sinnlos.

Wie

Rumänen
in

Daciens, bei denen hübsche Lieder gesungen

denen die Jungfrau Maria und das Christuskind

werden.

Wiederum hat man andere Gebräuche
heiligen drei Könige, aber nichts

zu

Neujahr,
alledem

zum Feste der
in

von

den rein aromunischen Gemeinden.

In Monastir

haben

die

Kinder der rumänischen Schule angefangen mit dem
sie

Sterne aus Papier umherzuziehen, aber

sind dazu
findet

von den

Lehrern angeleitet worden.

Über

die

Kolinda

man

das

Material bei Teodorescu, Poesii populäre, Bucuresci 1885 und


iu

128

Manaiuca, Daco-romanisehe Sprach- und Geschichtslbrschunir bei Köhler iu Leipzig 1890. Als Kuriodeutscher Sprache,

sum möchte
ich

ich erwähnen,

daß ich von einem Bulgaren, den

nach der Bedeutung von „Kolinde melinde," das manche
melete" nach naheliegender Volksetymologie sprechen,
zur Antwort erhielt: es bedeutet „schlagt (das Holz

„kolete,
fragte,

zum

Feueranmachehj und mahlt" (nämlich das Korn, aus dem der Kuchen gemacht Avird). Die Aromuneu, die den Gebrauch den
Slaven höchstwahrscheiolich entlehnt haben,
wissen nicht die

Bedeutung von „Kolinde, melinde".

Für

die

Entlehuuug des

Gebrauches aus dem Slavischen spricht auch der Umstand, daß der Text der Gesänge in manchen Orten noch deutlich die

Xachbildung des Slavischen zeigt. So in Monastir, ferner in Krusevo (nach brieflicher ^Mitteilung des Herrn Cionescu), wo

man

singt:

Kolinde, melinde, sarava godina,

tsintsi

kakg, iu

z baligo

vaka etc. (kolinde, melinde, ein herrliches Jahr, fünf kaken, wo die Kuh scheißt). Das ist doch offenbar eine rein lautliche Anbildung an das bulgarische: kolinde, melinde, tsaie

reva (oder surova) godina, sin

skaka ot bojeva raka,

d. h.

kolinde, melinde (wir wünschen) ein herrliches Jahr, der
ist

Sohn

entsprungen aus Gottes Hand.

Xach Fastnacht, wenn
(viele

die

Leute

ihre

strengen Fasten

essen drei Tage lang gar nichts) gehalten haben, werden
Salz gebacken, mit denen

Kuchen aus Mehl, Wasser und

man

Bekannte und Verwandte, überhaupt jeden Ankommenden beschenkt; wer es kann, fügt auch

Kompott

hinzu.

Zu Ostern

finden ähnliche Gebräuche statt wie bei uns.
,

Das

Beschenken mit Eiern, besonders mit rotgetarbten

sowie das

Kippen mit denselben
findet

ist

überall verbreitet.
bei

Bei den Bulgaren

man auch

buntgefarbte Eier,

denen die Farbe mit

einem Messer in der AVeise w-ieder wegradiert wird, daß man die Auferstehung auf der einen, die Kreuzigung auf der andern
Seite des Eies sieht.

Manche

sind geradezu kunstvoll gefertigt.

Pfingsten
„rusal'e" (big.

ist

das eigenthche Totenfest, von den

Aromuneu
drei

duhov den) genannt.

Es dauert gewöhnlich

Tage, Samstag vor bis Montag nach Pfingstsonntag.

Man schmückt


die

129


daß der Preis

Gräber der Toten mit Blumen, besonders Rosen und setzt darauf Speisen wie Reis, Milch^ Kirschen und Fische. Letztere
sind an diesen

Tagen

ein so gesuchter Artikel,
steigt.

auf das Zehnfache des gewöhnlichen
wird nicht gebraucht.

Anderes Fleisch

Die Besucher der Friedhöfe gehen dann

zu den Gräbern der Bekannten, essen ein bischen von den auf-

und sprechen dabei: „dumnidzou s l'i l'eartä „Gott möge den Toten verzeihen", oder ähnliches. mortsil'i" Von alten Frauen kann man auch wohl hören: „siel' moratsl'i „auch sie, die Armen (Toten) wollen essen". vor s moko" Die Pfarrer, selbst die Bischöfe kommen auf den Friedhof und
gestellten Speisen

lesen die „trisayion" vor den Gräbern, stehend oder knieend, je

nachdem

sie

dafür bezahlt werden.
stellt

Thonkrüge auf die Gräber
Bulgaren zu finden.
Rusalien
cf.

Der Gebrauch, daß man und zwar nach dem Alter der

Verstorbenen von verschiedener Größe, scheint sich nur bei den

(Über Verbreitung und

Herkommen

der

Miklosich,

Die Rusalien in den Sitzungs-Berichten

der Wiener Akad. Bd. 46, ferner Tomaschek,

Über Brumalia

und Rusalia, ebenda Bd. 60 Taj^anismata. Das Johannisfest wird überall gefeiert, besonders der Vorabend, an dem geschossen wird und die Kinder mit Fackeln und Feuerbränden umherziehen oder über angezündete Feuer wegspringen (cf Bd. I Kap. I. 8). Es werden

gewisse Kräuter gesammelt, die von

dem

Priester gesegnet

werden

Thee zubereitet gegen Krankheiten helfen sollen. Die Kinder, von denen die Mädchen Blumenkränze auf den Köpfen tragen, ziehen mit diesen Kräutern oder auch sonstigen Blumen

und

als

umher und singen das Lied Nr. 78 (79). „Tayani yauismata" ist eine im Gesänge ü1)liche Wiederholung; die Bildung ist nach
griechischem Muster aus

dem Substantivum
d. h.

Jani, d.

i.

Johannes

entstanden und lautet „ta yanismata",

die Johannesdinge,

gemeint sind die Kräuter, die an jenem Tage gesammelt werden.

Wer man
als

die in

dem Liede genannten neun Brüder

sind,

vermochte

mir nicht zu sagen.
ob

Da

sich namentlich die

Mädchen zu

Gruppen vereinigen und
sie

dieses Lied singen, so scheint es mir,

sich

in

ihrer Festtagsfi-eude
II.

aufmachen,
"

um

einen

Welgand, Aromimen


dieser ueuu
spielt

130


(Die Zahl

Brüder

als

Gatteu heimzuführen.

„Neun"

im Volksglauben der Balkanvölker eine ebenso große Rolle,
den Deutscheu,
cf.

als bei

Weiuhold, Zur Bedeutung der Zahl
1).

Neun, im Urquell Bd

V

Heft

Große Mädchen und

selbst

junge Frauen versammeln

sich,

Kanne und ziehen damit unter verschiedenen Gesängen an, die Brunnen. Am andern Morgen kommen wieder dieselben zusammen und ziehen mit einem mit Blumen geschmückten Kruge an eine Quelle, wo sie Wasser schöpfen und unter Gesäugen das Wasser austrinken und die Blumen unter einander verteilen. Pirpiruno. Zu Zeiten anhaltender Trockenheit besteht in einigen Gegenden der Brauch, daß Mädchen im Alter von 7 12 Jalu'en zusammenkommen und eine arme, aber ki'äftige
nehmen
eine kupferne

unter sich auswählen, die

sie

von unten

bis

oben mit grünem

Laube und Pflanzen einhüllen. Eine trägt ein kupfernes Gefäß (sime) auf dem Kopfe und so ziehen sie vor die Häuser und singen Nr. 80. Das in Laub gehüllte Mädchen, das Pirpiruua, auch Dudula genannt wird, begiebt sich während des Gesanges tanzend unter das Fenster des Hauses, von wo aus Wasser über sie gegossen w'ii'd. Man giebt ihnen dann Mehl und Butter, die man in die siüie thut, und wenn sie genug haben oder die Tanzende ermüdet ist, begeben sie sich in ein Haus, Avo aus dem eingesammelten Mehl und Fett ein Kuchen gebacken wird. Mit diesem Kuchen ziehen sie an einen Bach, in den alle barfuß hineingehen und in dem Wasser stehend den Kuchen verzehren. Bei den Bulgaren und Rumänen Daciens
besorgen avxsschließlich Zigeunerinnen das Geschäft der Pirpiruna.

Der Brauch der Pir2:)iruua findet sich bei den Griechen (Sanders, Das Volksleben der Neugriechen dargestellt und erklärt aus seinen Liedern), bei den Rumänen unter dem Namen Paparuda oder Papaluga (Teodorescu, Poesii literare p. 208 212), bei den

Slaven

unter

dem Namen Dodole
p. 113.)

oder

Dudule,
hier

Peperuga.

(Tscholakow, Zbornik

Auch

die

Wahlbruderschaft
sie

verdient

als

Volks-

brauch erwähnt zu werden.

Obgleich diese Sitte mehr bei den

Albanesen vorkommt;, so hat

doch auch bei den aromunischen


Hirten

131


Weise ausgeführt.
aus

und, wenn auch weniger, bei den übrigen Aromunen

Eingang gefunden.

Die Zeremonie, durch die die Bruderschaft
Bei den

besiegelt wird, wird in verschiedener

Farserioten Albaniens trinken die beiden Betreffenden aus einem

Glase Wein,

in

den

sie

einige Blutstropfen

dem

rechten

Wein saugen sie sich gegenseitig etwas Blut aus einer kleinen Wunde. Andere Aromunen, auch in Albanien, gehen gemeinsam zum
träufeln
lassen,

Arme haben

oder in Ermangelung von

Abendmahle und essen die Hostie oder das Stück Brot jeder zur Hälfte, und der Priester spricht den Segen über sie aus, wobei sie das Evangelium küssen. Daher sagt man auch ich habe ihn zum Bruder auf dem „1 am frate pi evangel'u" Evangelium. Da Bruderschaften auch zwischen Christen und Muhamedanern vorkommen, so genügt es bei diesen, wenn sie nach einem gemeinschaftlich genossenen Mahle sich umarmen und Brüder zu sein versprechen. Und in der That, die Wahlbruderschaft wird ebenso, wenn nicht heiliger gehalten, als die leibliche Bruderschaft. Ohne Bedenken würde ein Wahlbruder sein Leben einsetzen für den in Gefahr geratenen anderen. Blutrache. Trotz der engen Berührung mit den Albanesen hat die Blutrache bei den Aromunen keinen Eingang gefunden. Es kommt zwar des öfteren vor, daß ein Mord aus Rache geschieht, aber immer nur war dann eine persönliche

Beleidigung die Ursache.
einziges Beispiel unter

Von Selbstmord wüßte
ist

ich

kein

den Hirten zu berichten, wie

oft ich

auch

danach gefragt, aber unter den Kaufleuten
nicht unerhört.

der Selbstmord

!

!

73.
Albile
avets
tsi
s

musätile,
di uoi.

iiilo

no

dedit,
luats,
luat,

sno
5
tsi
s

no

no o

dats

Gopes.

Naki

Sterju.

74.
Albile smusatile
bünile
sto
z dültsile,

Mari
no

z

vo sutso

la dine,

noi liim oarbe

ffol'ine,

5 voi
tsi
tsi

s

l'irtats,
s

no

luat,

no o dats
s

no dedit,

no o luats

Monastir.

Olga Robi.

75.
Kolindo, melindo,
tsdreva godina!
tsintsi

vake,

d§ö, babo, no kulakg,
5 so boneadzo vako o o o
-^

vako ku

yitsel.

Monastir.

73.
Ihr Weißen und Schönen,

habt Mitleid mit uns.

Was
was

ihr uns gabt, (das Schlimme)
es

nehmt

uns wieder,

ihr

uns nahmt, (das Gute)

gebt es uns wieder!

74.

Weißen und Schönen, Guten und Süßen, die hl. Maria wende euch zum Guten,
Ihr
wir sind blinde Hennen,
ihr

mögt uns
ihr

verzeihen,

was
was

ihr

es uns wieder, uns gabt, nehmt es uns ab.

uns nahmt, gebt

75.
Kolinde, meliude
herrliches Jahr!

Fünf Kühe,
gieb mir, Mütterchen, einen Kuchen,

daß die
die

Kuh
mit

lebe,

Kuh

dem Kalb.

!

134

76.
Kolinde, meliude,
dats vo din ala^o,

ko sfeatse Hristolu o
tu pohuia boilor 5 di friko Uvreilor.

Hrupista.

;7.

.

Koliuda, melinda

don kulaklu o
pul'

teto! o

ku

kotsei

di vornoaro

ma

o-ine.

Vendista.

78.

Tayani yanismata
kokozo o o
s

ma

iiikozo o o

lu nkisis di ü te adoräs,

diz bogäs dzuplu smoruna,
5 di
ii

ts umpli'is

moinle ku neale,

diu tsuiuplus dzekile ku meare?
lükisii la uaol'i frats,
naol'i frats tuts niusuräts,

ninsuräts nisusits,

10

ui la nuu, ni la furtät,
ui la

nveasto

ma

musat.

Megarovo.

Nuska

Buja.

135

76.
Kolinde, melinde,

begebt euch auf die Wanderung,

denn Christus

ist

geboren

im Ochsenstall
5 aus Furcht vor den Juden.

77.
Kolinda, melinda,
gieb mir den

Kuchen Tante! Huhn und Hündchen

niemals besser.

78.

Johanniskräuter

Hagebutten und kleinere!

Wohin
5

bist

hast dir

du aufgebrochen und hast dich geschmückt, angelegt den Rock und Überrock,

und hast die Hände voll Ringe, und hast die Taschen voll Äpfel? Ich machte mich auf zu den neun Brüdern, zu den neun Brüdern, alle unverheiratet,
unverheiratet, unverlobt,

10

nicht beim Brautvater, noch Brautführer,

noch bei der schöneren Frau (gewesen).

13G
79.

Tayaui yauizmata
kokozg
lu
(li

sma

nikgzg!

nkisi's

nte adoras?

5

La

naoli

frats,

ninsurats, nisusits,
nisusits niülcerdisits.

Monastir.

Helene Robi.

80.
Pirpirung

säranduno o
dg plgaie, dg,
s

kreaskg äggrle,
s ayiuile,

5 äggrle

iergile slivgdzile.

Krusevo.

Cionescu Sterju.

137
79.

Johanniskräuter

Hagebutten und kleinere!

Wohin machtest du

dich auf

und machtest dich bereit?

Zu den neun Brüdern, unverheiratet und unverlobt, unverlobt und ohne Familie (= ohne Gewinn).

80.
Pirpiruna

saranduna
gieb Regen, gieb,

damit die Äcker wachsen,
die

die

Äcker und die Weinberge, Kräuter und die Wiesen.

VI. Kapitel.

Lieder verschiedenen Inhalts.

Die vier ersten Lieder Nr. 81
spöttischen Ton,

— 84 zeigen einen neckischen,
ist.

dem

ja

das Volkslied keineswegs abhold

Nr. 82 V. 7 „tsuprekl'e" steht für tsuprekle;

geraeint sind die

großen Silberschnallen des Gürtels.
Nr. 83 V. 16
steht

„okl'u

laiu"

eigentlich

„schwarzes Auge"*

für

„Kuß

aufs Auge".
als

Liebende küssen sich eher auf
in

Auge und Hals,

auf den Mund.
Sie

Nr. 84 V. 20.
als Steigbügel dient,

war beim Fallen

dem

Stricke, der

hängen geblieben.
(cf.

Die
lieder

"vaer

folgenden Lieder behandeln den Totschlag, und

zwar Nr. 85 des Glaubens wegen
Nr.
105),

Rosen, Bulgarische Volks(cf

Nr.

86

aus

Eifersucht

Fauriel-Müller,

Neugriechische Volkslieder

II, p. 18.

Rosen, Bulgarische Volks-

dichtungen Nr. 80), Nr. 87 aus Rache an den Eltern, weil sie nicht dem heiratslustigen Mädchen Mitgift gaben und Nr. 88
aus Rache an

dem

Bruder, der seine Schwester geschlagen hat.
Siehe darüber: Ethnologische
p. 91,

Der

letztere Stoff ist weit verbreitet.
I,

Mitteilungen aus Ungarn 1887

ein slowakisches

Lied

„Die Geschwister", worin die Schwester den Bruder auf den

Rat des Geliebten,
Schlange vergiftet;
p.

der allein

mit ihr leben

will,

mit einer

94 und

in Nr. 2, p.
in

Varianten angegeben.
p.

Ebenso
Stoff,
I,

206 finden sich andere Kaden, Italiens Wunderhorn

86.

Nr. 89 enthält einen
Zeitschrift Shezätoarea

der sich auch in der rumänischen
p.

1892

13 wiederfindet.

Nr. 90

ist


1892 1887
die
es,

139


Siehe Shezätoarea

„die Liebesprobe", ein sehr bekannter Stoff.
II,
I, p.

p.

45, ferner Ethnologische Mitteilungen aus
ff

Ungarn

34

Das Mädchen

will ihre

Eltern und Geschwister auf

Probe

stellen,

die sie nicht bestehen,

nur der Geliebte wagt
holen.

die giftige Schlange aus

dem Busen zu

Über andere

Varianten
ordentlich

Avird dort gehandelt.

In unserer Fassung, die außer-

kurz gehalten

ist,

wird nicht gesagt, ob dann ihr

Geliebter die Schlange herausgezogen habe.

Nr. 91

ist

geschichtlichen Inhalts,

es

bezieht

sich

wahr-

scheinlich auf die erste Zerstörung der Stadt Muskopolje in der

zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts.
siehe im
I.

Band

II,

12.

In V. 2

ist

die

Das Nähere darüber Rede von armotoläts.
in Ald. h.

Das Wort hat

die ursprüngliche

Bedeutung wenigstens

banien verloren, indem

man
fast

es verwechselte

mit Anatolats,

türkische Soldaten aus Kleinasien. Früher verstand
die

man

darunter

Mannschaften der

unabhängigen Kapitäne im Gebirge,

Ordnung dienten. Sie waren oft genug mit den Türken im Kampfe, bis sie von Ali Pascha teils vernichtet, teils aber auch von ihm zu seinen ehrgeizigen Plänen als Hilfsgenossen benutzt wurden. V. 4. Linotopi und Nikolitsa, ehemals große von Aromunen bewohnte Orte auf den Nordabhängen des Grammosgebirges. V. 9 sagt, daß auch die Jungfi-auen sich am Kampfe beteiligt haben. V. 11. Überraschend wirkt der plötzliche Übergang aus der Schilderung zur direkten Anrede an eines der beim Kampfe beteiligten Mädchen.
die zur Aufrechterhaltung der

Nr. 92 V. 8 „afendu", eigentlich „Herr" wird in Albanien
besonders für „Pfarrer" gebraucht.

Nr. 93 V.

4.

Unter den Albanesen sind die Gegen gemeint,

die thatsächlich zuweilen kein

Leinenhemd anhaben.

81.

Verspottung eines Burschen, der sieh mit seinem Schatze entzweit hat.
„sedz korsi de mine

ko iou ars o ^o ^

tro tine." o

„Arde, dzone, arde!
vrutats o ai departe
5

ku soatse mploteaste ku okl'i nu smundreaste ku gura nu s greaste ku munle nu s korteaste." " O O

Samarina.

Athanas Papa Joan.

83.

Die Terlorenen Schnallen.
Ntuniko, moi, ntunik(^,

zduse
la
s

soärele, skgpito

erodino al dumnidzou.

agorsi feata di z durni
fitsor

5

ku

al

amiro.
skul{),

staliina,

tsuprekl'e
si
si

kundu se nu s aflo.
laia,

plundzeä,
tsuprekl'e
la

si

plundzeä,

nu

s afly.

10

si si
si

kodzabas zdutsed
el

kurbane
tsuprekl'e

sfitseä
s aflo.

nu

Verria.

Joan Dalametra.

81.
„Setz dich mir gegenüber,

denn ich entbrannte für dich."
„Glühe, Jüngling, glühe!

Dein Schatz ist weit von dir mit den Freundinnen strickt
mit den

er,

Augen blickt er nicht um, mit dem Munde spricht er nicht, mit den Händen neckt er nicht."

83.

Es wurde dunkel, ja dunkel, die Sonne sank und ging unter
in

den Garten Gottes.
schlief

5

Das Mädchen vergaß sich und mit dem Sohn des Kaisers.

Und
fand

früh, als sie sich erhob,
sie

nicht ihre Schnallen.
die

Und
10

sie weinte,

Arme, und
sie

weinte,

aber die Schnallen fand

nicht.

Und
und

sie

er

zum Bürgermeister (um ihm den Verlust zu [melden) machte sich zum Opfer,
ging
sie

aber die Schnallen fand

nicht.

:


83.

142


treile

Die TcriiTteii Mädchen.
si

Trei Igi feate
s

musate

aliaaro pi

un munte analtu.
trandafil'

sis adunaro vasiruk,
vasil itk
si

5 di

s

Kerduro kalea mare
üiko

di s luaro kalea-

disisiro la kosorie O
di s aflarp

un pikurar.
dzuo, pikurare!"

„Buno
10 „Gine

^anit,

mori musate!"
kalea, pikurare,
s

„Spuneno
kalea tra
„Tsi

uerdzem a kaso."

van dats, mori musate?" „Va z dorn no turto di »runeatso."
feate,

15 „Turto,
dats üi

üam

sa kaso

un

okl'u laiu."

Verria.

Joan Dalametra.

84.

Wie Lina tom Maultier
Naun
oaspits

fiel.

nkisi tsol

ku mulare

di kgpestrul.

„Ku kare, nveasta, va snerdzi?" „Ku korvonarl'i di ti sare;
5

mi bogaro

pi

mulare
la livade

mi düsirg pun

[mirmints]

mi deade skreta pi pade [dints] mi düsirg tu kupatsul ros,
di

u

fretsu lailu di gof,
la fgnt^ing,

10

mi düsirg pun Lina, ku veri mi düsirg pun
insiro sotsl'i s

tru miing,
la apg,

untreabo

143
83.


alle drei

Drei schwarze Mädchen,
erstiegen einen

schön,

hohen Berg,

und
5

sie

pflückten Basilikum,

Basilikum und Rosen,

und sie verloren den Hauptweg und nahmen einen Seitenweg und kamen an der Molkerei (= Käseplatz) heraus und trafen einen Schäfer. „Guten Tag, Schäfer!" 10 „Willkommen, ihr Schönen!" „Zeige uns den Weg, Schäfer, den Weg, daß wir nach Hause gehen." „Was wollt ihr mir geben, ihr Schönen?"
„Einen Kuchen von Weizenmehl." 15 „Kuchen, Mädchen, hab' ich auch zu Hause
gebt mir einen

Kuß (=

ein

schwarzes Auge)."

84.

Die Frau

(=

jene) des

Naum

ging auf Besuch

auf einem Maultier mit Halfter.

„Mit Avem, Frau, willst du gehen?"

„Mit den Leuten der Salzkarawane;
5
Sie setzten

mich auf's Maultier

10

und führten mich zur Wiese [an die Gräber], mich warf das Luder zu Boden [auf die Zähne] sie führten mich zum roten Busch, und ich schund mir den armen Hüftknochen, sie führten mich zur Quelle, mich, die Lina, mit den Ohrringen in der Hand,
sie

brachten mich ans Wasser,

da

kommen

die Gefährten

und fragen:

"


15
Uli
ja,

14-4


morata?""

„„tsi p^tsus, Lina,

^n potsui rusune mare:
surpo, laia mulare.
luats trastul di kuläts

di

r importsuts pi la borbäts,

sal Pärisa

kama

l'i

dats,

20
Pljasa.

ko

ii

skoase tsitsoru ditu lats."

Anastas Nikola Bulainatse.

85.

Die kluge jüngste Schwester.
Namisa
s

di tsersie

era no dukeane nao. ^ o
trei

sera

Turtsi pe ara^o.

„Aman, doamne, dumnidzale!
5
so
ii

alas trei dzule
treili

muvlete

snero;u la

surori."

„Buno
„Gine
tsi
l'i

ts oaro,

sor

ma mare

!

venis, frate al nostru!
ai isti

dupg tiue?"

10

„Isti
i

va

s

mi turkipseasko

si

nu, kaplu son, tal'e."

„Kama
di pi

gine turkipseäte

tsi,

kaplu so
ts oaro,
"

s tal'e."

[derholt.)

15

„Buno „Buno " u

— 12wietsoaro, sor ma üiko!" (V. 6 — 10 wiesor di mes."
o

(V. 6
V

o'

„Kama
Sor
sor

gine,
ti

tal'e s

kaplu,

[derholt.)

di pi tsi s

turkipsesti."
'

ma mare sforo hare, ma iiikg smintimeno.

Muskopolje.

Anastas Golea.


„„Was
15
ist

145


Lina, du

dir geschehen,

Arme?""

»Ich habe eine große Schande

erlitten:

Mich warf das böse Maultier ab. Da nehmt die Tasche mit den Kuchen und teilt sie unter die Männer,
20

dem Paris gebt am meisten, denn er nahm den Fuß aus der Schlinge."
aber

85.
Mitten auf

dem Marktplatz
Laden.
drei

war

ein neuer
es

Und
5

waren

Türken hintereinander (=
Frist,

in der Reihe)

„Erbarmen, Gott, allmächtiger Gott!

Laß mir

drei

Tage
dir,

daß ich gehe zu den

drei Schwestern."

„Guten Tag

älteste Schwester!"

„Willkommen, unser Bruder!

Was
10

hast du diese hinter dir?"

„Diese wollen mich türkisch
oder wenn nicht,

(= muhamedanisch) macheu mir den Kopf abhauen."
Kopf abhauen."
!

„Lieber werde türkisch,
als

[auf das] daß sie dir den

„Guten Tag dir, mittlere Schwester
15

"

(

V

.

6

—-12
1 0.

wiederh.) wiederh.)

„Guten Tag dir, j üngste Schwester " „Besser, sie hauen dir den Kopf ab,
!

(

V. G

als

daß du türkisch
ältere

wirst."

Die

Schwester aber ohne Verstand,

die jüngere Schwester aber klug.

Weigaud, Aromunen

U.

10

"

14G
80.

Der botro^enc Eifersüchtige.
„Bi'P)
tsi

Naun,

fitsor

musat
!

ts e

ahot niusato o o
stsij,

„Diu

ko neste musato,"
kunusküi."

„O
5

vidzüi,

„Kara

o vidzüs,

tsi

arme poartg?"

„Arme
brun
kara

aroasg di kaftane,

di asirae tine

dao palme.

nu u ükredz,

ua, dol' uellu atsol

ma
s

iiiklu."

10

El atumtsea
dede
llima,
s

spistipsi,

alagg

alagg
s

pono

adzumse kaso

poarto.

soakra dzutse a nveastel'ei,
ta zdiskl'ido a dzonelui.

15

zduse nveasta

di

1'

diskl'ise.

dzonele mult uoroit erä (erea)

skoase kutsutlu di 1' dede,
apoi
z

bago kutsutlu ü gurg,

atumtsea alagg sg

mg sa.
tsi
fitses,

20

„Ah
di
ii

bre
te

liil'u,

aruse yanitsaru,

yauitsaru

ku

baltsul laiu."

Ochrida.

Dimitru Pelitsa.

87.

Raclie eines Mädchens, das licine Mitgift beliani.

Lundure ma yin sraa fug, mine fug s nu n yin, dada mea! „Fgatg, tsi tso ai kasa nkale?"

„üo
5
el'

fetsirg
l'i

lail'i

pgrintsg,

aklö

fets pri dintsg

tsi

nun

dedirg laia paig?


„He Naum,

147
86.

hübscher Biu'sche,
du, daß sie schön ist?"

der du eine so schöne (Frau) hast!"

„Woher weißt
„Ich sah
5
sie,

lernte sie kennen."
sie

„Wenn du

sahst,

was für Kleider trägt sie?"

„Rote lange Kleider,
Gürtel von Silber zwei

Hand

(breit).

Wenn
10

du mir nicht glaubst,
ihi-

da! gieb

den kleinsten Ring."
glaubte,

Er drauf
lief

bergab bergauf,

bis er erreichte

und eilt, Haus und Thor.
eilt

Die Schwiegermutter sagt zur Frau, daß
15
sie

öffne

dem

Biu'schen.

Die Frau ging und machte auf

20

Der Bursche war sehr erzürnt zog das Messer und traf sie, dann stößt er sich das Messer in den Mund. Drauf eilt auch seine Mutter herbei. „Ach Sohn, was hast du gemacht,
betrogen hat dich der Janitsar,
der Janitsar mit schwarzer

Kopfbinde.

87.

Die Schwalben kommen und ziehen weg,
ich ziehe

weg und komme nicht wieder;
meine Mutter!

„Mädchen, warum steht dein Haus auf dem Wege?"
„Mir machten
5 dort tötete ich
es die
sie ( sie

bösen Eltern,
machte, daß
sie

=

auf die Zähne
10'

fielen).

weshalb gaben

mir nicht die Mitgift?

:


ndodiro im
8 atsol s

148
s;ik


di pnl'o,
s l'i

u ul mokaro kailTi,
tal'o."

trgako vulpea di

Ochrida.

Brüder Dimonie.

88.

Der
„Tsi

mißhaiiclelteii Scliwester Rache.
ai,

lea feato, di

mas
r>

plundz,
I-*

feato lea! Q
ti

botü o

mo ta o

iko ta tu ? o
feato lea!" Q
rt
.->

„n

am
rai

ui tato,

ü am

ni dado,

dzoue

lai,

ma
5 „So
so
s

botü laiulu

frate,

dzone lai!"

spuu no
ti

yatrie,

:

soru lea,
: :

|

n

skol' luü dimineatsa,

SOS

lai
ti

muna,

so s lai fatsa:l|:
:||:

sgn

duts tru gordinuso
I:

sots akats uoportikuso:

10 son tso

fats

filii,

filii:||:

son tso badz O
„„'ai, frate,

tru tipsiorll: ± o M
:||:

sol ükl'eü laiulu frate

smuukom

pune, frate

lai

mine gela tso fets bung, fi-ate lai, 15 'ai uno oaro, 'ai dao ort, fi-ate lai!"" „jMol'u uno oaro, mol'u dao ori, soru
apg, soru, kg va sgii mor, soru lea,
apg, soru,

lea,

kgn

kripai, soru lea!"
z yin, fi-ate lai

„Pgug s üergu, pgug 20 miue umplu, dzonl'i

vearsg, frate lai."

Öchrida,

Dimitru Pelitsa.


sie

149


laufen."

gaben mir einen Sack mit Stroh,

und diesen fraßen mir die Pferde, möge ihnen der Fuchs über den Weg

88.

„Was

hast du, Mädchen, was weinst du nur,

he Mädchen!

Schkig dich die Mutter oder der Vater?
he Mädchen!" „Ich habe weder Vater, noch hab' ich Mutter,

mein Bursche,
sondern mich schlug der böse Bruder,

mein Bursche!"
5 „Ich will dir sagen eine Arznei,
erhebe dich Montag Morgen,
:|j:

:||he

Freundin

||:

wasch deine Hand, wasch dein Gesicht, begieb dich in den Garten, :j|:
ergi-eife eine

:||:

Schlange

:||:

10 haue

sie in

kleine, kleine Stückchen,
:||:

:||:

lege sie aufs Kuchenbrett

rufe deinen bösen

Bruder :[[:
essen, he Bruder,

„Wohlan, Bruder, laß uns
Essen

ich hab' dh- gutes

bereitet,

he Bruder,

15 vorwärts einmal, vorwärts zweimal, he Bruder!""
„Ich tauche einmal
ein, ich

tauche zweimal

ein,

he Schwe[ster,

Wasser, Schwester, ich sterbe, he Schwester,

Wasser, Schwester, ich
„Bis ich gehe, bis ich

komme um,

he Schwester!"

komme, he Bruder,

20

ich fülle, die

Burschen gießen aus, he Bruder."

:

:

150
89.


lukredz,

Die Woclientage.

Luuea, luuea
:
I

uuü
|

mori mer aros

martsa van tsun
nerkuri
5

tri

okri:||:

van tsun tri fits6ri:||: dzoia van tsijn tri borbiit:||: viniri van tsun tri X o provdzo:||: O o sumboda vaü me lau: o dumiuika vaii me alikesku,
II

o

11:
II

ta snii primuu.

Graniosti.

Naku Karakotta,
mitgeteilt in Hrupista.

90.

Liebesprobe.
feata
l'i

Durüa
^,Tati,
:
I !

sum
s

trandafir,
sin.

sarpe yiu

Hipse n
tati,

tati,

a nou

nvorteä o
"^

ts

rauna tru somie, o o
'
!
|

5 sarpe yiu so skots din sin "

„Dado, dado, a meä dado,
Frate, frate, a nou frate:||:

:||:

Dzone, dzoue, a üou

dzone.":||:

Oehrida.

Dimitru

Pelitsa.

91.

Auf

die Zerstöruiii? von Muskopol.je.

Uno o
z

üire di Arbines
ahtiints o

so alts o

ArmotoMts o

duk

so kalko Linotopea,

Linotopea sNikolitsa,
5 dzumetatde Muskopol'e.


Am
am am am am am am

151
89.


nicht,

Montag, Montag arbeite ich
:|he roter Apfel
:
j

[mit den)

Augen
ich

:|j:

Dienstag

halt' ich halt'

Mittwoch

mich an die (= beschäftige ich mich an die Burschen,

mich

Donnerstag an den Mann,
Freitag an das Vieh,

Samstag wasche ich mich, Sonntag schmücke ich mich
spazieren zu gehen.

um

90.

Das Mädchen

schlief

unterm Rosenstock,

eine lebende Schlange schlüpfte ihr in den Busen.

„Vater, Vater, mein Vater,
:
I

umwickle

dir die

Hand

mit

5 eine lebende Schlange hole

dem Taschentuche, aus dem Busen!"
|:

„Mutter, Mutter, meine Mutter

Bruder, Bruder, mein Bruder

:||

Schatz, Schatz, mein Schatz.":

11

91.

Ein Tausend Albanesen und ebensoviel Kleinasiaten (Armatolen)
ziehen aus

um

Linotope zu vernichten,

Linotope und Nikolitsa,
5 die Hälfte von Muskopolje.


ko sunt
s

152

Muskopol'e uu se kalko,
dzoiiri tuts alepts,

y.usuruts so uiiisurats;

sg sunt feate uinigrtate

10 so a dzoülor zduk

^in

dato,

„yino fikoa, fitika ineao

ku

fusetsli tu puc)~eäo,
ir

ko noapte " o

aisto easte rao." o
^'

Pljasa

bei Kortsa.

Anastas Nikola Bulamatse.

93.

Der

lästige Hausfreuud.

Tu, dado, a furtatlui

dzu

l'i

auai9imatlui,
di searo,

ko yine searo
astaro O
s

lu skot nofoaro. o O "

5 streako liva, ka slu azboaro,

ka slu aduko tu atseä hoaro, tu atseä hoaro aromuueasko " O o o O
•-'

'^

foro afeudu, foro prifteaso.

Ochrida.

Dimitru Pelitsa.

03.

Des Mädelieiis Furcht vor den

Albaiieseii.

„Du te, Leno, „Nu n me
n easte
di

s

badz koldarea."

duk, ko n easte friko,

friko di Arbin^s,

Arbines fordi koraes,
11

5

ko
si

nie l'au

el'

di kusitse,

n

me duk

la poduritso."

Samarina.

Athauas Pajia Joan.

153

Muskopolje wird nicht vernichtet, denn alle sind auserwählte tapfere Gesellen, sowohl die Verheirateten, als auch die Unverheirateten;

auch giebt
10 die den

es unverheiratete

Mädchen,

Burschen erschreckt zu Hilfe kommen.
hierher,

„Komm
denn

mein Mädchen,
gar schlimm."

mit den Patronen in der Schürze,
diese

Nacht

ist

93.

Du, Mutter, dem Brautführer
sage ihm,

denn
5

er

daß ich

dem Verfluchten, kommt Abend für Abend, ihn heute Abend hinauswerfe.
der Südwind, damit er ihn wegbläst,
in jenes Dorf,

Möge vorüberkommen
damit er ihn trägt
in jenes

aromunische Dorf

ohne Pfarrer, ohne Pfarrersfrau.

93.
„Gehe, Lene,
stelle

den Waschkessel (am Bache) auf!"

„Ich gehe nicht, denn ich habe Furcht,
ich

habe Furcht vor den Albanesen, vor den Albanesen ohne Hemden,
sie

5 denn

nehmen mich an den Zöpfen,
ins

und führen mich

Wäldchen."

154

04.

Yerteidigiins der Frau gegenüber ihrer
Scliuieiicriiiuttei'.

„Dado mea,

tsi

fats

atsia?"

„Nveasta no verso rakia."
„Dado, uveasta nu u o
figatse,

kg

s

fudze di

me

alasg,

5 tuto hoara ni
s alto O
'^

aloe'äi,
ii

nveasto nu o
s isi

o

afliii. ^

trostu miü-dzinea di hoaro

aklö

no feat afoaro
de arovoano."

ku

fluriile

Samarina.

Athanas Papa Joan.

155

94.

„Meine Mutter, was machst du hier?" „(Deine) Frau hat uns den Raki vergossen,"
„Mutter, zanke nicht meine Frau,

denn
5

(sonst) geht sie

weg und

verläßt mich.

Das ganze Dorf habe und eine andere habe
dort

ich durchlaufen,
ich nicht gefunden.

Gerade an der Grenze des Dorfes

kam

ein

Mädchen heraus

mit Goldstücken der Verlobung."

VII. Kiipitel.

Zwei Balladen.
Ol)<ileicli

ich nur Selbstgesammeltes veröfFentlicheii wollte,

so
die
in

sehe ich mich

doch aus verschiedenen Gründen veranlaßt,

beiden schon von anderen veröffentlichten Balladen auch

meine Sammlung aufzunehmen; denn einmal gehören beide

mit zu

dem

Schönsten, was die aromunische Volkslitteratur er-

zeugt hat, dann auch wüi'de ich keinen Ersatz haben,
Beispiel einer Ballade geben zu können,

um

ein

und

ich

möchte doch

zu

allen

vorhandenen Gattungen der Volkslitteratur Beispiele

bringen.

Außerdem habe

ich,

um dem

Sprachforscher einen

Dienst zu erweisen, beide Texte mit Hilfe des Herrn Perikles

Robi

in die

Mundart von Monastir übertragen, und
ist

einige offen-

bare Versehen korrigiert.

Die Ballade von der „Pest"
in der Zeitschrift

zuerst veröffentlicht worden
7

„Tsara nouä" 1887 Nr.
in

von Belimace aus
184.
al

Molovista,

danach abgedruckt

der

Sammlung von Obedep.

nar-Bianu „Texte macedo-romane" Bucuresci 1891

Herr

Belimace hat den Text gehört von einer Frau Botsea
ali

Dina

Ruse aus Krusevo.
ist
ist.

Wie
in

die

paarweise

gereimten Verse
alt

zeigen,

das Lied neueren Ursprungs, so
Vergl.

und

verbreitet

auch der Stoff
„Miladinov"
in

der bulgarischen Volkslitteratur

der Übersetzung von Rosen p. 247
I,

und 116;

Talvj, Volkslieder der Serben

p.

295, Jeliza und ihre Brüder.
p.

Dozon, Chansons populaires bulgares
gehörige Lieder
Philol. VI,

130 hat

vier hierherslav.

zusammengestellt; Wollner,

Archiv für

239; Leskien und Brugmann, Litauische Volkslieder

und Märchen j). 497 „Von des Flachses Qual"; Psichari, La Ballade de Lenore en Grece, Paris 1884; Fauriel-MüUer, Neugr. Volkslieder II, p. 65 und Anmerkung p. 96. Herr Schischmanof


in

157

Sofia

wird demnächst eine größere Abhandlung über den

Lenorenstoff veröffentlichen.

Die zweite Ballade von dem „Baue der Artabrücke" wurde
zuerst veröflTentlicht von Vangeliu Petrescu in seinen Mostre II,
p. 84. p.

Nach ihm von Tascu

Iliescu in seiner „carte de leetura"

I,

43 und dann von Obedenar-Bianu a. o. O. p. 211. Ich habe abgesehen von der Umschreibung des Textes in den Dialekt von
Monastir, die beiden ersten Ausgaben zu

Grund legend unbedeu-

tende Änderungen vorgenommen.
mitgeteilte

Die von Petrescu
ist

am Anfange

Anrede an

die

Zuhörer

ganz unaromunisch, eine

bloße Übersetzung aus

dem

Slavischen, wie denn überhaujit das
giebt.

ganze Lied zu Bedenken Veranlassung

Der Erzähler, wie mich dünkt in der Hauptsache auch der Verfasser, soll der Onkel von Petrescu gewesen sein. Manchmal finden sich Reimpaare, dann
Tiraden von selbst 12 Verseu, was auf neueren Ursprung
weist.

Was

aber das Lied besonders als neu kennzeichnet,

ist

das Vor-

kommen des Ortes Nunta, V. 43, aus dem die Maurer stammen sollen. Nun ist Nunta ein von Walachen (Megleniten) bewohnter
Ort im Karadzova-Gebirge, der
erst in allerueuster Zeit

den Aro-

munen bekannt geworden

ist,

etwa in den sechziger Jahren, seitdem

Außerdem giebt es in Nunta durchaus keine Maurer, sondern die Bewohner sind Muhamedaner, die vorzugsweise von Ackerbau und Töpferei leben. Der Dichter, dem der sonst unbedeutende Ort bekannt
die nationalen Bestrebungen in
sind.

Gang gekommen

wurde, hat ihn sicher nur des Reimes wegen (Arta-Nunta) gewählt.

Aber immerhin

enthält das Lied doch solche Schönheiten

und

ist in

solchem volkstümlichen Tone verfaßt, daß, wenn auch
sein
sollte,

der Sänger der Onkel Petrescus

es

doch verdient

unter die Volkslieder aufgenommen zu werden.

Der Grundgedanke der
verbreitet.

Ballade, daß zur Vollendung eines
ist

Baues ein Menschenopfer gebracht werden müsse,
popularä romänä, Bucuresci 1883

allgemein
Literatura

Man findet Litteratur-Nach weise bei Gaster,
p.

479

— 483.

Ich füge hinzu

Shaineanu, Legenda mesterului Mauole la Grecii modern i, in

den Convorb.

lit.

XXII, 609

— 682;

Sp'ku, Journal minist, stva

narodnago prosvescenija 1890 Jan. 136

— 156,

Febr. 310

— 346.

95.

Ballade von der Pest.
KalötUio di
tsi

mum atseä,
lül'

optu maskuri
liiV

savea;

optu
s

s

optu nipots,
s

umpreuna

erä tots.

5 soptu uveaste nuror

ku

tsisprots di lukrotor. A Ü O
Hil',

tu ahots

tu ahots nipots,

tu ahots borbats maskuri tots,

mas uno
uno dzuo o o uno dzuo O O

feato goal aveä,

10 so Dzanfike so klimä, o
di vearo mare, o
'^

*

di sorbotoare, ' O O
'^

patru pruksenits yineä,

Dzanfikea di o koftä, o

'

15 ko O
to ü

to O

nveasto solo da " o o
'

un dzone,

tsi

s

erä

ditung kasg
tiner s

di udzäk,
fitsoräk.

(=

tk.

udzakdan)

musät

ka s o da, 20 mas Kostantin nu 1 o alosa,
frasVi vruro,
frätele atsel

kama
lo

nik

dzone multu musotik.
nos a fraslor
dzutseä,

sa mosoi nu
o

l'i

spuneä:

25 „Dzanfike, sora meä,
o morit tu hoar atseä.

am

isosit

foro voi ^ o o

ngfoär diparte di noi,

nikg

ma

üklo di Sufie,

95.
Glückliche Mutter,

Die acht inännliche Kinder hatte, Acht Söhne und acht Enkel
5

Und zusammen lebten alle, Und acht Frauen Schwiegertöchter Und fünfzehn Arbeiter.
Unter
Unter
Hatte
soviel Söhnen, soviel
alle

Enkeln,
männlich,
allein,
sie.

soviel
sie

Männern,

nur ein Mädchen
sie

10

Und

Dzanfikje nannten

Eines Tages mitten im Sommer,

Au

einem Feiertage
vier

Kamen
15

Abgesandte
ihnen
als

Verlangten Dzanfikje,

Frau mitgebe Für einen Jüngling, der war [Abstammung) Aus einem Hause von guter Herkunft, (= Herd, Ein junger und schöner Bursche, Die Brüder wollten, daß man sie gebe,
sie

Daß man

20 Nur Konstantin

ließ

sie

ihnen nicht.

Der jüngste Bruder Ein sehr schöner Jüngling. Er sagte zu seinen Brüdern,

Und

sprach zu seiner Mutter:

25 „Dzanfikje, meine Schwester,
Verheirate ich nicht nach jenem Dorfe,

Ich habe

sie verlobt

ohne Euch

Draußen, weit von uns.

Noch über

Sofia hinaus


3U
t

160
politie
s

imo niare
tsitate

ku

niüg amare
are.

kare n lume soatso nu
tu noso suntu o ü o

oamen multso " o
s

tu ngso are sapte niuntso.

35

z

dzonele,

tsi

va

o

l'a,

ka di vorstea mea, tiner smultu pripsit, m par ko easte zugrafisit." ku mo sa kum bitisi o
easte

40

ali

Dzanfike Fi
,,ia, 77'-» 7
«^

gri:
te, '

ndreadzo O

soro lea,
rt

7

kg yin

küskril'i ste l'a!"

Kostantin kundu zbura o
küskril'i pi kale era.

45

uilieara di oaro
s

nu

trekü,
s umj)lii.

hoara di küskril'i
kal'l'i

ükglär pi
intraro

a lor

pou tu ubor,
astsepta.
s

Dzanfikea o

50 pon

s

undreago so

o

l'a.

küskril'i
s alosaro O O

Dzanfikea o luaro,
-T

puskl'a n lioaro. " o

Dzanfikea kut fudzi
puskl'a
s

se

ngskumbusi
lo intro o o

55 a

lor di

kara

pgn
t

un

ul'

diuikg.

optu

frats,

optu nipots
l'i

uno dzuo

moko

tots,

optu nveaste nuror

CO ku

tots lail'i lukrotor.

tu mardzinea tutulor

moko

8 porintsl'i

a

lor:

toato kasa irniuksi " o

ku kgtrane

s iinvgpsi.

161


hat.

30 lu einer großen Stadt Mit Festung und am Meere, Die in der Welt nicht ihres Gleichen .In ihr sind viele Menschen,
In ihr giebt es sieben Berge.

35

Und
Ist

der Jüngling, der

sie

nehmen

wird,

etwa in meinem Alter,
sehr hübsch
als

Jung und Es scheint
40 Sprach

ob er gemalt

sei."

Als er mit der Mutter fertig war,
er zu Dzanfikje:

„Auf, Schwester,

mach

dich fertig,

Denn
Waren
45

es

kommen

die Hochzeiter

um

dich zu
[holen."

Als Konstantin sprach,
die Hochzeiter unterwegs.

Kaum
So

verging etwas Zeit,

füllte sich

das Dorf mit den Hoclizeitern.

Zu Pferd auf ihren Pferden Drangen sie in den Hof ein,
Erwarteten Dzanfikje,

50 Bis sie sich fertig machte, und sie sie dann nähmen. Die Hochzeiter nahmen Dzanfikje

Und

ließen die Pest

im Dorfe.
[Ärmel um);

Sobald

als Dzanfikje fort war,

Machte
55 Als
sie

sich die Pest

au die Arbeit

(= krampte (=

die

bei ihnen eingedrungen war,
sie

Vernichtete

sie

bis

auf den letzten

einen).

Acht Brüder, acht Enkel An einem Tage verschlang sie Acht Frauen Schwiegertöchter 60 Und alle armen Arbeiter. Zuletzt von allen
Verschlang
sie

alle,

auch ihre Eltern;
blieb leer,
[gefärbt).

Das ganze Haus
Mit Unglück
Weigand, Aromuneu
II.

überzogen

(=

mit Theer
11

wurde

es

!

"

1G2


lo,

G5 dupo uiskuntu Uero
DzanfiUesi dor o

sun hoaro se turno, ma ku frats nu s aduno. ö ko yiu nitsi un afl(),
70
di kots laia saloso. ^ o o o

Kostantin, atsel
fi'utele

ma

liik,

atsel

musotik o
se skulo,
di

ditmorminte
insi

ü kale

o astsepto.

75

„Dzanfike, sora
stoi,
s te s

med
!

bas tu fruntea tea
tsudiseä,
l'i

Dzanfikea
noso di o o
„iu

ko lok fatsa

aüurzeä.

mono o o
s

1

akotso o o
s frasl'i

80 sku dor mare luntrebo: o ö
pgrintsri
tots,

iu su.nt optul'i nipots?

iu sunt optule nuror

ku
85
s

tsisprosl'i

di lukrotor?

spunen, frate Kostantiue,

nu te aproke muhlo stsearo
spune n mort
i

nifigo

mine

aüurzestsi,

yiu estsi ?

kae boneadzo, kae muri, 90
de anda mine uü fudzii?"
„tots "

boneadzo " o o

man
viü

mormintso o o
unyiai

a nostri frats so pwintso.

mas mine,

lailu,

mi skulaj, 95 ku dor mare alogai, vii'i auä diu te astseptai". frate ku soro s se bosaro,
ditu groapg
s

im

z

vidzuro alto oaro.
ali

Botsa tseal Dina

Ruse.


05 Nacli einiger Zeit

163

Bekam Dzanfikje Heimweh. Und sie wandte sich nacli ihrem Dorfe, Aber mit den Brüdern kam sie nicht zusammen. Denn lebend fand sie auch nicht einen, 70 Soviel die Arme zurückgelassen hatte.
Konstantin, der Kleinste,

Jener schöne Bruder

Erhob

sich aus

den Gräbern
heraus und erwartete
sie.

Kam
75

auf den

Weg

„Dzanfikje, meine Schwester,
Stehe,

daß ich dich auf die Stirn küsse!"

Dzanfikje wunderte sich sehr,

Denn
Sie

sein Gesicht roch

nach Erde.

ergriff*

ihn bei der

Hand
sie:

80

Und

mit großem Verlangen fragte
sind die Eltern

„Wo

und

alle Brüder,

Wo Wo
Mit
85

sind die acht Enkel, sind die acht Schwiegertöchter
den- fünfzehn Arbeitern?

Sag' es mir, Bruder Konstantin,

Und
Sag

nähere dich mir nicht.
riechst du.

Nach Moder und Erde

mir, tot oder lebendig bist
lebt,

du?

Wer
90

wer

starb,

Seitdem ich weg war?'„Alle leben aber in den Gräbern,

Unsere Brüder und Eltern.

Nur ich Armer wurde Aus dem Grabe erhob

wieder lebendig,
ich mich,
ich

95 Mit großem Verlangen wanderte

umher.

Kam

und erwartete dich." Bruder und Schwester küßten sich Und wurden nie mehr gesehen (oder sahen
hierher

[mehr).
sich nie

Botsa, Frau dus Diua, des Sohnes der Ruse.
11'

1G4


Narta.

9G.

Kiiiitiklu
s eril
s

ii

piiiitirei di

trei

niiisturi

alovdats,

amintreiri serti frats;

pi masturie
s

mult unvitsats

amintreiri era nsuräts.
tsi s

5 di nuiltu ra astur i
la tots

erä

numa

lo

avdzeä.
era

kute lukre
el'

srreale le

puteä di

adorä.
dil' krirao,

un om viue
10

ko amiroulu o o
-^

lo o

striffo. C»
o

8

unkisiro di pre 1 o o

uno Ü
pi luug

tuto noaptea
1

imna

amiroulu O
'^

s

unkl'inaro o o
luntrebaro:. o o
noi,

sku dor mare
15 „Tsi ursestsi di la
noi him

oamen skl'ai a toi?" „Mine am avdzuto di voi,
Hits

ko

masturi mult aroi.
tsi

di la

mine

koftäts,

20

punten Narta siio adorats?

ma

s

nu putets
kg
yij

s

so stsits,

n o adgräts, nu askgpdts."

„Dgamne,
trei

te pglgkgrsira,

dzule sno minduim!"

25

Dupo X o
1

tsi s
'^

se

minduiro o
adgrgm,

amiroulu apondisiro: X^ o C o
aistg s o

„Punte

sapte an kerö kgftgm.
itsi

sliibg sg slipseaskg
s

30

amiril'a

hordzuiasko. " o O
tgi, tsi

noj skl'ai a

Hirn,

dao zboarg va so

z grim.


96.

165


Helene
H.

Ballade von der Artabrücke.

In Eeime gebracht von

Es waren
Die waren

einst drei
als

Brüder wert,
sich aus

Meister hochgeehrt;
sie

Im Handwerk kannten

Ein jeder hatte eigenes Haus.
5 Ihre Fertigkeit war so bekannt,

Daß Wie

Name wurd' von sehr ein Werk auch
ihr

allen genannt.

schwer mocht
fein.

sein,

Sie führten's sicher aus

und

Einst

kam

ein

Mann vom
sie

Kaiser gesandt,

10

Und rief sie Da brachen

in ein fernes

Land.

im Verein Marschierten nachts bei Mondenschein
auf

Vor'm Kaiser neigten

sie

sich

tief.

Fragten verlangend, warum er
15 „Sag uns, o Herr, was sollen
„Bestellen ließ ich
wir,

rief:

Ergebene Diener sind wir Dir?"

Euch

hierher,
sehr.

Weil Eure Kunst man lobte
20 So über die Arta
'ne

Sagt an den Lohn, der Euch gebührt

Brücke Ihr führt?

Doch könnt Ihr mir sie nicht vollenden. Entkommt Ihr lebend nicht meinen Händen." „Wir bitten in Bescheidenheit, Laß uns drei Tag' zum Denken Zeit!" Nachdem sie alles wohl bedacht 25

Dem
Bedarf
es

Kaiser haben

sie

Antwort gebracht.

„Bis daß die Brücke wird sein bereit,
sieben Jahre Zeit.
sei
frei.

Was
30 Das

wir bedürfen, was es auch
liefere

uns das Reich ganz

Ergebene Diener sind wir Dir,
Zwei Worte wollen wir sagen gleich
hier.

s

166
alas ta
s

im HO

uo

zilini

tu ksgaiie aisto,

tsi

Hirn,

35 fumgalile vrem sie adutsera,
pi ningo
noj[

s

no

le

avem."
koftat,

„Tute

aiste,
VC)

tsi

miue
1

le

dan ku dzurat.

])unte

sonotoaso voi, ^' o O " o
tal'u treil'i

40

ko vo
z düsiro

ka

oi."

Si skularo s amintreil'i,
s l'a

a lor fumeil'.

furaeälile erä di
le

Nunta,

luaro, le düsiro Narta,

45 fumeälile era dit munte le düsiro Narta la ])unte.
s aliurliiro

di lukra,

loklu a püntil'ei iiudredzea
{Veraearile le sopa

50 ketsurile

le

arodopseä. oir o
'^

tuto dzua o

tsi

lukrä, '

apa noaptea lo ueka.
sase aü
s

mas

se
lo o
s

kurma,
s adorii. o

puntea nu ^ X

55 mas sedeä so " o
s

minduia
plundzeä,

ku lokroü
s

loi

ko kerolu
s

aprukä
lo
s

puntea nu

adgra.

Uno dzuo di dimneatsa ^ ü o 60 ma marele, kundu sla fatsa,
iu s

primna

pi tu

ubor

vidzü „pul'lu azburotor".
pul'lu aklo, iu s azbura,
pi

lumok

si

diskurma,

65 pi
s

ma

marele mas muntrea

ku dor mare piridesi sa ma marelui ul' dzutsed:


Zu Klagen

167


Anlaß geben
Avir

laß uns kein

Die weil im frenaden Land

leben.

35 Auch unsere Familien möchten wir haben,

An

ihrem Hiersein uns zu laben."

„Air

das,

was Ihr von mir begehrt,

Es
40
Sie

sei

mit einem Schwur gewährt;

Eine

feste

Brücke müßt Ihr bauen

Sonst laß ich wie Schafe in Stücke

Euch hauen."

machten

sich auf

nun

alle drei,

Und

holten ihre Familien herbei.

Die Familien waren von Nunta, Sie brachten sie hin nach Arta,

45 Sie waren aus dem Bergland,

Und
Den

zogen zur Brück' an der Arta Strand,
sie

Mit der Arbeit fingen

munter an,
sie

Platz zur Brücke suchten

dann.

Gruben drauf das Fundament,
50 Setzten Steine Doch was sie
ein behend.

am Tage

fertig gebracht.

Das wurde vom Strom

entführt in der Nacht.

So schafften sie sechs Jahre Zeit, Vergeblich war Mühe und Arbeit. 55 Sie saßen da und klagten,

Gedanken trüb sie plagten; Denn immer näher kam die Zeit, Und die Brücke war noch nicht bereit.
Eines Tag's beim Morgenlicht

60 Wusch sich der Ält'ste das Gesieht.

Und

wie er sich

zum Geh'n

anschickt

Er den „fliegenden Vogel" erblickt. Das Vöglein flog dem Baume zu Auf den Zweigen sucht es Ruh', 65 Und schaut dem Ältesten immer zu.
Sehnsüchtig zwitschert es dann

Und hob

zu ihm zu sprechen an:

'


„INIa

168
s

mare,

nu vo
s

zilits,

ania z vrets lukru

lu

l)itisits,

70

a

niklui

frate
s

nvßasta
o bogäts.

s

o luäts

tu »V-eragare

n

yie,

n

yie
o

so
s

unvglits,

zale so o

liilo

nu muntrits."
dzutseä,

ma

mdrele kijnd o avdzeä,
tsil'

75 pul'lu aistu
iuima
di

ditu Jükate suskiro o
l'i

si

diniko, o'

mult

tsi

aveä mare dor
iiiko

pi atseä

kama

nor.

80 noso saveä un niku nat
pi tsitsoaro uimprustjit.
di

mg

sa

uu

si

dispgrtseä

Küstantin us lu kl'imä.

ma

marele

s si

minduiä
minduf,
asi ursi:
s

85 so mult argu uF yineä.
tu märdzine
si

ko dumuidzou
lipseä,

punte aistg ta so
nor

adarg,
snioaro.

ma

iiiko

90 a kas atumtsea dimondo, o o
•^

prundzu bun
nor

lg

s s

adgrg,

ma

liikg

so

undreagg

in-uudzul

ma
95 nor

ku noso so s pitreako marele, tsi dimondo ü o
'

ma

üiko ul askulto. o o
distseptg.

Kostantiulu slu skulo,
diu duriui, sg
di
tsyitsg
1

^islu suturu

angpoi pi soninu lu bggg,

100

s adi)ro,
o O
'

s

armotusi, ' o
s z

la

punte

dukg

unkisi.


„Altester,

169


nicht,

nunmehr klaget

Wenn
70

Ihr wollt, es nicht an Rat gebricht.

Die Frau nehmt Euerm Bruder klein Und mauert ins Fundament sie ein.
In Eile müßt
Ihi-

sie

umgeben,

Nicht trauernd klagen

um

ihr Leben."

Als der Ältste gehört den Rat,

75 Den ihm der Vogel gegeben hat,
Tief er seufzt aus

dem Herzen;

Es brach ihm vor großen Schmerzen, Vor Kummer, den er trug im Sinn

Um
Auf
Der

seine jüngste Schwägerin.

80 Ein Kindchen hatte sie gar klein. Es mußte noch getragen sein.
der Mutter Schoß

man

stets

es fand,

Konstantin wurd' es genannt.

und her 85 Und wurde trauriger immer mehr. Bis endlich er in seiner Not
Älteste dachte hin

Dachte, es

sei

Gottes Gebot:

Um

zu vollenden der Brücke Bau,
seines Bruders Frau.

Müsse sterben

90 Als er drauf nach Haus geeilt, Ein Essen verlangt er unverweilt, Die Schwägerin
solle

sich

schmücken

fein.

Hinaus

es bringen

ganz

allein.

Was

der Ältste ihr gesagt,
sie

95 Führte

aus wohl unverzagt.

Konstantin, ihr kleines Kind,

Weckt
Drauf

sie sie

aus

dem Schlaf

geschwind.

an die Brust

es legt,

Dann

wieder es

zum

Schlafen trägt,
sich schön.

100 Macht sich bereit und schmückt Um nach der Brücke hinzugehn.

"

"


ku mare
pruudzAil
nui la

170
harjio er;!

kimdu slu dutseä. punte kund adzumse,

105 a musturilor

"Od
tsi

ia lo dzuse:

„Voi masturi, ah, voi moräts,

ku mboreatso,
iu
i

lukräts.

jiuntea, tsi adorät
tsi

sase aü,

lukrät?"

110 „Doamuo, snoi no tsudisim. puntea denda o aliurliim, dzug snoapte tots lukrom
9

nu putem

s

o ijmprustom.

ma

marele no dimondo, o' o O

115 ku dzurat no spridzuro: azo prundzu kae s adukg,

snul alosom O o
tu

so sfugo, c> o' o

i^-emeal'e sol boo;om,

puutea

120

putem s o adgrom Noso, laia, nu zdukea " " o o'
s
'

!

mästuril'i tsi
pi

1'

zbura

bgrbätsu mas muntrea
\.

sol videa ko tot plundzeti: ^ ^ o o o

ku dor mare
125
'

1

untreba,

kut videa, ko lokroma: " o o o O
„Vrutlu a ngu, dzone bgrbät,
voi,

so

ü

spuii ndrept so kurat,

tg tsi plgndzi s Igki-gmedz,

spune n ndrept,

asi so

m bgnedz
mea
mea,

!

130

„Vrutg, suskirarea

nu gaste un kodzü

tg alttsiva,
nellu, vruta

tu atseä groapg, strets di lu l'a!"
tu groapg ngsg s iutrg

135 kakum bgrbat su
fgrg s stsibg
tsi

l'i

dimgndg,

aliurlu nellu sgl kaftg

va

s patg.

171
Sie
eilt

und
sie

freut sich ungemesseu,

Als hin

trug das Mittagessen.

Als zur Brücke

105 Hat

also sie

gekommen, das Wort genommen:
sie
tliut

„Ihr Meister, ach, Ihr

mir

leid,

Ich wünsch'

Euch Glück

zur Arbeit.

Wo
110 „Auch

habt die Brück' Ihr aufgeführt,

Sechs Jahr Ihr schon die
wir,

Hände rührt?"

Frau, wundern uns gar sehr,

Seitdem zum Bau wir kamen her
Geschäftig war'n wir

Tag und Nacht

Und haben die Brücke nicht fertig gebracht. Drum ließ der Ältste uns geloben 115 Zum Schwur die Hände wir erhoben: Wer heute uns das Essen bringe,
Nicht ungehindert von uns ginge.

Wir wollen Dann käme
120
Sie,

ihn mauern ins
der

Fundament Brücke Bau zu End!"
begreift es nicht.
spricht.

die

Arme,

Was
Auf
Sah
125

so der

Eine zu ihr

ihren

Mann

hin blickt sie nur,

deutlich vieler

Thränen Spur,
die Ursach' war.
lieber

Voll Mitleid wurd' das Herz ihr schwer,

Und
„Mein

fragt ihn,

was

lieber Schatz,

mein

Mann,

Nun sag' mir im Vertrauen au. Warum Du weinst, warum du klagst,
Sag
130
mir's

und

so

Du

leben magst!"

„Liebchen,

vom
fiel

Seufzen und Klagen

Will ich den Grund Dir sagen.

Zur Grube

mein Riuglein nieder

und hol' es wieder." Hinunter stieg sie ohne Bangen 135 Auf ihres lieben Mann's Verlangen, Begann zu suchen nach dem Ring
Steig schnell hinab,

Nicht ahnend das Unheil, das bald

sie

umfing.

:

masturiri

172
s s


i'ülo
o

llumusiro o

ku
140 tu
8

vie sforo di Ü u

iViinel'u

o arukutiro,

ku

ketsuri o stizmusiro o

ugso, laia,

ma

lo

strigä,
r>

ku
145

nilo o

l'i

polokorseä, J J^ ü o o

kgrnle sie dipira
perl'i

diu kap

sl'i

arupea;
rt

de kut vorun nu o avdzeä, O O
7

boatsea lej nu
eara noso
lo

s

askultä.

dzutseä,

skut puteä

l'i

polokorseä:

150

jjVoi,

masturi, ah, voi mgrats,
s

pi

un zbor
z

nie askulüits,

va

vo dzuk nik un oaro " o o o
s

tsutsa o

u o alosäts nofoaro o o o
«^

niklu de foame

155

ia,

pitretsets so

nu n raoaro, n lu adukg
s

sol bag pi tsutso so OX o

ooo

suffo.

~o

ko

i

nik so nikrisküt

nimprustat so mult minüt.

kum
160

treambur mine morata,
di Narta.

streämburg spuntea
kots kolotori va so

ooo

treako 0*^0
s

kama
ahots

multsFi so ü

s

neako o
'^

kgts peri n kap mine n

am

oamen

so

s

neako tu au."


Die Meister

173


sich

sofort ans

Werk

machten

Und

gar nicht an Erbarmen dachten.
sie

140 Sie stießen hinab

in

den Grund

Und mauerten
Sie,

Steine in die Rund.
schreit,

die

Arme, gellend

Flehend ruft

um

Mitleid,

Zerfleischt den Leib,

von Angst

gehetzt,

145 Rauft

sich die

Haare aus

entsetzt;

Doch niemand

hört ihre Stimm' erschallen
verhallen.
sie

Grube Nochmals wandte zu ihnen

Ihre Klagen in der

sich

Und
150

bat sie so herzinniglich:

„Ihr Meister, ach, Ihr Armen, hört, O, daß Ihr mir es nicht verwehrt.

Den Daß
155

einzigen

Wunsch mein Herz
vom Tod
stillen

begehrt.
laßt.

Ihr die Brust mir draußen

Sonst wird mein Kind

erfaßt.

Laßt holen

es,

ich leg' es an.

Daß

ich

mein Kindchen

kann.

Es ist so schwach, es ist so klein, Gehen kann es noch nicht allein.

Weh,
160
So

wie jetzt mich das Zittern erfaßt,

erzittere die

Brück' unter jeder Last.

Die meisten Wandrer, die drüber ziehen, Sollen dem Wellentod nicht entfliehen.
Soviel auf

dem Kopfe

ich trage

Haar

Soviel

Menschen verschlinge der Fluß im Jahr!"

Vni. Kapitel.

Lieder aus der Manjana

in

Akarnanien.

Die erste Kunde über die südlichsten Ansiedelungen der

Aromunen

erhielt

ich

von

dem

alten

Tseluik Bulamatse

in

Wanderungen mit den Herden nach Akarnanien und Ätolien gekommen war und dort
Kortsa, der in seiner Jugend auf seinen
seine Landsleute

kennen gelernt
lieferte

hat.

Eine zweite Notiz über
Griechenland,

die

dortigen

Walachen

mir Baedekers

wo

bei Gelegenheit

der Beschreibung der Ruinen von .Stratos

auch der dort ansässigen Walachen von Suroveli Erwähnung
gethan wird.

Endlich gelang

es

mir durch Vermittelung eines
hatte,

rumänischen Juden, der in Patras längere Zeit gelebt
einem Angehörigen der Tabaksregie, der
in

von

Geschäften dorthin

gekommen
veli,

war, einen Empfehlungsbrief für den

von Suroveli zu erhalten.

Herrn „Tselingas" Ich fand im Ganzen 7 Dörfer (Suroalten Tseluikverfassung lebend
sich

Ohtu, Katsaros, Kutsobina, Busa-Nusas, Gakia-Pipa) mit
ernähren.

525 Familien, die noch in der von Ackerbau und Schafzucht im I. Bande IV, 4.)

(Näheres siehe

Man
diese
alter

könnte vielleicht auf den Gedanken kommen, daß
seien von jenen, die
hielten, die

Aromunen noch Überreste die dortige Gegend besetzt

im

jMittel-

im Gegensatze zur

„großen Walachei" in Thessalien „kleine Walachei" genannt wurde.
Dies kann
Tradition,

aber nicht der Fall sein,

denn erstens meldet die
sind

daß

sie

aus

dem Norden gekommen
erhalten,
die
in

und zwar
nicht

vor

niclit

allzulanger Zeit, zweitens haben sich einige Lieder in
dortiger

albanesischer Sprache

Gegend


gesprochen wird, drittens

175


aspropotamitische
Atolien, die sich als die Ein-

kommen im Winter

Aromunen nach Akarnanieu und
das Lied Nr. 102 von

heimischen, jene als die Fremdlinge betrachten.

Ferner handelt
der

dem Hauptmann Naki Kokorada,
in

auch im Liede Nr, 112, das ich
wird.
die

Ochrida hörte,

besungen

Beide

Lieder

haben noch andere Übereinstimmungen,

unzweifelhaft auf dieselbe Quelle in Mittelalbanien gehen.

Der Name Manjana ist von dem Dorfe Kutsobina oder Manjana auf die ganze Reihe der Dörfer übertragen, und ich behalte ihn bei, um einen bestimmten Ausdruck für ihren Dialekt zu haben. Sie selbst nennen sich Ai-omenen; von den umwohnenden Griechen werden sie Karagunides genannt, ein Wort, das in verschiedenen Gegenden und von verschiedenen Stämmen
auch in verschiedenem Sinne gebraucht wird, doch darüber
der IL Beilage des
I.

in

Bandes.
die

Am
Stamme

nächsten

stehen

Aromunen der Manjana dem
sie

gemeinsam haben dieselbe Art der Tselnikverfassung, ferner die Kleidung der Frauen: blaue Röcke mit weißen Querstreifen und vor allem das weiße Kopftuch, die „Tsitseroanä". Abweichend ist die schwarze oder dunkelblaue Kleidung der Männer, während die echten Farder Farserioten,

mit denen

serioten

zum

größten Teile weiß gekleidet gehen; ferner tragen

die

Frauen eine Art Achselklappe, ein dreieckiges Stück Tuch, das von der Schulternaht über den oberen Arm herabhängt.

Mein Diener Naki
Klisura

teilte

mir mit, daß derartige Walachen
(tsipg)

in

nach dieser Klappe
aber nicht,

Tsipuni genannt würden.

Ich glaube

aus Perivoli,

da ich diese Klappe auch bei Frauen Samarina und anderwärts gesehen habe, daß
für

man

sie

als

Kennzeichen

einen

besonderen

Stamm

an-

nehmen darf. Der Grund, der mich veranlaßte
daß
ihre

die „Lieder aus der

Man-

jana" getrennt von denen der übrigen zu bringen,

liegt darin,

Sprache einige Eigentümlichkeiten enthält, so daß sie, wie die der Farserioten und Olympo -Walachen, besonders behanDie Unterschiede sind allerdings nicht delt zu werden verdient. derart, daß dadurch irgend welche Schwierigkeiten im Ver-

17(1

-

stäudnisse herbeigefülirt würden, aber immerhin sind sie auffallend

genug.

Vor

allem hebe ich hervor das gerollte r

=

F.

Es

unteralveo-

scheidet sich von

dem auch vorkommenden gewöhnlichen
Zunge
frei

laren Zuugen-r dadurch, daß die

schwebend

in heftige

Vibration gesetzt wird.
r nicht;

Einen ethymologischen Grund hat dieses
z.

es steht

nur intervokalisch,

B. aros

iaro

— Brief.

— Winter; dagegen amar —
Im Albanesischen
karne

bitter, trek

— gehe vorüber, karte
rn;
in

rot,

are

hat,

entspricht r häufig einem
ist

iaro für iarno, kare für

dies

auch hier der Fall; aber
Auslaut
tritt:

selbst dieses r wird zu r, sobald es in den

pur

für purn (so in Krusevo) aus

prun — Pflaume.

Es

ist

offenbar,

daß Kavalliotis und Daniel, die ja beide aus Albanien (aus
Muskopolje) stanunen, durch die Schreibung von r und
selben Unterschied haben andeuten wollen, wie er noch
rr

den-

in

der

Manjana gemacht
gerufen wurde.

wird, der durch albanesischen Einfluß hervor-

Während nun aber
sie

heute sich die Aussprache

beider r ausgeglichen hat

geworden
ist

ist,

hat

und zu einem mäßig gerollten Zungen-r sich in der Manjana bewahrt. Auch dieses
Herkunft der dortigen Aromunen aus
das Ein-

ein

Grund

für

die

Albanien.

Eine weitere Eigenheit des dortigen Dialekts
treten

ist

von

e für betonte o,

u.

Selbst bei Boiadschi hat sich
die

eine

derartige

Form

eingeschlichen,
sie

ich

nicht
auftritt.

für

einen

Druckfehler

42 erste, Seite 216 di intenje erstens. Diese Aussprache soll auch bei den Farserioten vorkommen, aber ich habe sie nie beobachtet, so oft ich auch mit diesen zusammengekommen bin. Wahrscheinlich giebt es den Walachen der Manjana nahestehende Sippen, die e für g, u sprechen; schon
halte,

da

au zwei Stellen

Seite

a intenea — der

die

so

sehr
e

helle

Aussprache des u
die

in

Klisura

kommt dem
bei

offenen

nahe,

würde

Aussprache wegfallen, so
kene

Senkung des Kehlkopfes würde reines e hervortreten.
:

der

Beispiele für e statt u

putsen

— Hund, aromen — Aromune, — Fuß, Lied, kemp — Feld, ber brun) — Gürtel, ger
k()lk(!nu
(für

— wenig,

tsen

ich halte,

kentik

(für

— gruu) —

177
"Weizen,
spei

-

ich

wasche,

mokem
der

Mantel,
übrigen

Plur. tomberi,
steht

miliare

— Maultier,
z.

— wir

essen,

tombare


Im

Plur. muleri.

der Dialekt

Manjana dem der Aromunen
B. wird das
hier

Mittelalbaniens fast gleich, im Wortschätze natürlich findet sich

noch manche Eigentümlichkeit,
gleich
bei

Adverbium
sonst

aits,

dem rumänischen den Aromunen gehört
auatse)
als

aici

(das

ich

nirgends
atsia oder

habe, sondern dafür

immer

auä,

Substantiv gebraucht und bedeutet „die Ein-

heimischen, die Hiesigen".

Die Form „meao"
in

— meine,

Nr. 101,

V. 11, 13, 14 kann

man auch

Albanien hören.

Dem

Inhalte nach gehören Nr. 97, 98 zu den Liebesliedern,

im weiteren Sinne auch Nr. 100, 101, ein Abschiedslied ist Nr. 99, das an Nr. 48 erinnert, und Nr. 102 ist ein Räuberlied.
Nr. 97 V.
jedenfalls
ist
i

3,

7

„s in"

könnte auch

si ii

geschrieben werden,

deutlich hörbar.

Nr. 100 zeigt denselben Anfang wie Nr. 23 in den Ol. -Wal. Nr. 102 V. 9 „mgkä"
ist

auffallend; es scheint die Imper-

fektform statt der Aoristform zu stehen, vielleicht des Reimes

wegen zu „avea", denn der Aorist würde „moke"

lauten.

Weigand, Aromunen

II.

1-

97.
ii

Verschmähte Liebe.

alovdafo no mu.sato o ü O C

napai'te de

amave

laie;

kum s in fak, tea s o ved ? nu am koravi, tea sin trek;
5 skriai no karte, o pitrekni
atselei musatirei.
la

nu

vru, sin pitreakg,
ii

de atsea

arimase pl'agg.

Jerji

Jankas

in

Suroveli.

98.

Bitte an die schöne Nachbarin.

Moi
tsi

vetsina
o
te

ku

okl'i lai,

moi vetsina mea!
taliina

skol'

dimneatsa,

moi musata mea!
5
tsi

te

skol',

te lai

tu fatsg,

moi vetsina mea!

din aspar pgrungri a
tsi s

liei,

duk tu

perivoli,

din aspai'gu vasilikolu; 10 mine voi, moi vetsina mea,
tga slu mparts pe la dzungarae

spe

la musate,

moj vetsina mea.

Jerji

Jankas

in

Suroveli.

07.

Mau
wie

lobte mir eine

Schöne
sehe?

jenseits des schwarzen Meeres;
soll

ich's

machen, daß ich
Schiff,

sie

Ich habe kein

daß ich hinüberfahre;

5

ich schrieb einen Brief, ich sandte ihn

jener Schönen.
Sie wollte nicht, daß sie mir (einen) sende,

deshalb blieb mir die AVunde.

9S.

He, Nachbarin mit den schwarzen Augen,
0,

meine Nachbarin!
]\[orgen,

Die du dich erhebst früh am
0,

meine Schöne!
meine Nachbarin!

5 Die du

dich erhebst und wäschst dich im Gesichte,
o,

Und

verscheuchst mir meine Tauben,

die in den Garten fliegen,

und mir das Basilikum verderben;

10

ich wünsche,

meine Nachbarin,

daß du es verteilst an die Jugend und an die Schönen, meine Nachbarin.

12'

ISO

90.

Klage der Frau beim Abseliied.

Uno
tsi

feato ditu feate

sta niinduito;

treatse

me

sa ntreabo:
esti

„Hil'e,

tsi

noroito?"

5 „Miutea di kap, dado, nu
ts ai
tsi

tuto?

Un

borbät,

am

niine,

el kafto

tea sfugo.
sfudz, lai korbe,

Kend va
s

10 strets pragul di uso

mi
s

fats haimali,

tea

mi

ports di guso.

Nu

ts e

afeu di miae,

di daoli nipoate?

15 kend va es
zgilesku

la

dzeano

ku

boatse."

Niku Pangu

in

Ochtu.

100.

Der

Kummer

des Yerschmäliteu.

Di ku üiko ti mutreäm, pen s iükresti, o moi featg,
tea
tora
s in
ti

lau.
e

nu ü

areu,
'

5 ko te mortäs; o o

n

e afeu,

ko nu me

kl'imäs,

tea sin yin, sbag kuruno;
kurunle,
tute
tsi

sbag
si

niine,

mälamo O

asime.

Gvegorios Kekos aus Kutsobina.


-Ein
[die]

181

99.

Mädchen

unter den

Mädchen

steht nachdenklich da; seine Mutter vorüber (und) fragt:

kommt

„Tochter, was bist du erzürnt?"

5 „Den

Verstand des Kopfes,
ich habe,

Mutter, hast du nicht ganz?

Ein Mann, den

er will weggehen.

(Zum Manne gewandt) Wenn du weggehen
10 (und)
trittst

wirst,

du Armer,

über die Thürschwelle,

so mache mich

zum Amulet,

daß du mich am Halse trägst. Hast du kein Mitleid mit mir, mit den beiden Nichten? 15 Wenn du am Hügel herauskommen
schreie ich mit (lauter) Stimme.

wirst,

100.

Von
bis

Klein auf sah (oder hütete; ich dich,
ich dich nehme.
leid,

du heranwächst, o Mädchen,

daß

Jetzt thut mir's nicht

daß du dich verheiratetest;
mir
thut's leid,

daß du mich nicht eingeladen
ich dir den

hast,

daß ich komme, daß
(sind)

Kranz

aufsetze;

die Kränze, die ich dir aufsetze,

ganz (von) Gold und

Silber.

;


101.

182

Erzwuiiüciie Liebe.

Tsi sase dzile tu Rivout

imno
ti

uoiipte,

imno dzuo
sof al Siveri,

Surika tsea fudulo?

„More
5
lu ai

lai

kusitsa

ku

tuts perli?"'

„nu duse Kiki Ksifomeri."
„Surika, raare ket uo eapo,
tsi

sfitsea

Kiki lu dzado?
»

dzada trimura, tea
10

kado

vidzü tsal Yanaki de akaso,

somulaie Surika meao
lu ai kusitsa

ku pu^'eao?"

„Somulaie dada meao,

nun
15

plendzi laia karg ameao,
plendzi kusitsa

mau

ku

pu^eao."in

Spira Marusa

Katsaros.

102.

Auf den Kapitän Xaki KakaracUu
Di Armiro peu tu Koravo, trikü Xaki Kokorado. o c o Naki zduse Skiperie
s

fako kordo di o o

flurle.

5 Naki, frate ali soro,

kapidaiiul tu Zaj'ore,

Naki, nipot

ali

teto,

kapidauul tu vilaycte,

Xaki lokul

lu mokil
l'i

10 Za/orga friko

avea.
in

Janaki Vasil

SurovelL

183

101. Tage iu Rivent geht Tag und Nacht
sechs
für die

Wer

hochmütige Surika?

5

„Ach arme Schwester des Siveri, wo hast du deu Zopf mit den Haaren?"
„Kiki brachte ihn nach Xiromeri."
„Surika, so groß wie eine Stute,

was that
10

dir

Kiki bei der Tanne?

Die Tanne

zitterte,

daß

sie

fiel;

die (Frau) des

Janaki sah's von zu Hause,

meine dunkelfarbige Surika,

wo

hast du den Zopf und die Schürze?"

„Meine dunkelfarbige Mutter, du klagst nicht um mein armes Fleisch, 15 sondern du klagst um den Zopf und die Schürze.

103.

Von Halmyros
streifte

bis

nach Karava,

Naki Kakarada.
reiche Beute
[zu holen),

Naki ging nach Albanien um einen Säbel von Gold zu machen (um
5 Naki, der Bruder der Schwester,

der Kapitän in Zagori,

Naki, der Neffe der Tante,
der Kapitän

am

Vilajet,
fiel

Naki, die Erde fraß ihn (er

im Kampfe)

10 Zagori hatte (immer noch) Furcht vor ihm.

IX. Kapitel.

Farseriotenlieder.

Die Farserioten

(Forserots

von den übrigen Aromunen,

Arvanitovlachi von den Griechen genannt) sind
Teile in Älittelalbanien, besonders in

zum größten

Muzakje lebende Hirtenleben.

stämme,

die in

Sippen unter Leitung des Tselnik im Sommer
in
ist

im

Grebirge,
sie

im Winter

der

Ebene

Das Gebiet,
denn

in

dem

umherstreifen,

weit ausgedehnt,

sie besitzen

meist keine eigenen Berge, sondern müssen das Weiderecht er-

kaufen.
sind

Auf

der Sucha-Planina in der
nördlichsten
bei

Nähe von Nis
bis

in Serbien

wohl

die

zu

treffen;

von der türkisch-bul-

garischen Grenze

Melnik im Osten

im Westen an die

Küste der Adria, im Süden bis Akarnanien dehnen sie ihre Züge aus. Früher gingen sie auch in den Peloponues, doch schon
seit

Jahren nicht mehr.
Sie

haben keine Dörfer mit Steinhäusern, sondern begnügen
zuweilen

sich

im Sommer wie im Winter mit elenden Hütten aus Zweigen, auch aus Lehm.
Ihre Ansiedelungen

Schilf,

nennt

man

„kolive", größere „kgtuue".

mehrere Sippen vereinigen,
Dörfer angelegt,
des

Es kommt auch vor, daß sich um gemeinsam Berge kaufen zu
solide

können; dann werden natürlich an solchen Plätzen auch
wie Pajtadhi auf
in

dem Gebirge
etc.

nordwestlich

Ostrovosees

Makedonien, oder das

farseriotische Selia

östlich

von Verria auf dem Karatas-Gebirge

Aber es haben sich auch viele der Farserioteu unter den übrigen Aromunen niedergelassen; es giebt wohl kaum eine Gemeinde, in der nicht einige, wenigstens zeitweise zu treffen

-wären.
Sie

185


Unter den anderen bebei;

ziehen besonders gerne in die verlassenen Häuser

der übrigen, die ihnen nichts kosten.
halten
sie

ihre Tracht

und Eigenart

Ehen zwischen beiden

Stämmen kommen wohl kaum oder selten vor, nicht, weil die Farserioten dem abgeneigt wären, sondern weil die andern Aromunen zu stolz sind. Über ihr Äußeres und ihre Tracht habe ich im ersten Bande in der ersten Beilage geredet. Die Tselnikverfassung ist im I. Bande Kap. IV, 5 ausführlich behandelt, der Rückgang
des Wohlstandes

und

seine

Ursachen ebenda im Kap.

III, 6.

Der Charakter der Farserioten ist verschieden von dem der Karaguni, wie sie die übrigen Aromunen nennen. Sie sind
wild, schwer zugänglich,
streitsüchtig,

schrecken vor keiner Ge-

dem Räuberhandwerke noch mehr zugethau, als die anderen Hirten. Der Schulbildung sind sie abgeneigt, noch mehr aber dem geistlichen
fahr zurück
sind infolge dieser Eigenschaften

und

Stande.

Gottesdienst wird

nur in wenigen Kaliven gelialteu

und zwar von auswärtigen Geistlichen. Nur wenige von ihnen, selbst nicht einmal immer der Tselnik, können lesen und schreiben.
Alle eigentlichen Farserioten sprechen auch albanesisch, selbst
diejenigen, die
ihre

mau

in

Makedonien
sind

trifft,

ein Beweis,

daß Albanien
die

Heimat

ist die

Auch
treiben,

Frauen

abgehärtet

und

verrichten

schwersten Arbeiten, da,

wo

sie

neben der Viehzucht Ackerbau

wie in Muzakje liegt fast die ganze Arbeit auf ihren

Schultern.

Ich sah die Frauen pflügen und selbst Holz
sich

fällen,

während die Männer
es

Not

thut, greifen sie

mehr um das Vieh kümmern. Wenn auch zu den Waffen. Die Frau ist in
vollständig untergeordnet, sie

ihrer Stellung

dem Manne

muß

ihn

bedienen, wie eine Magd.
nicht in

Kommt

Besuch dürfen

sieh die

Frauen

Gegenwart der Männer setzen, was übrigens auch bei andern Hirten-Aromunen Gebrauch ist. An der Unterhaltung

nehmen die Frauen nicht Mahl vorüber ist; selbst
haupt nicht gern, wenn

teil,

sie

ziehen sich zurück, sowie das

bei der Hochzeit

haben Männer und
es über-

Frauen gesondert ihre Unterhaltungen. Ihre Männer sehen
sie

mit anderen verkehren.

Noch mehr


als

186


sobald
sie

ihre

Fraueu, hüten
gehalten,

sie

aber ihre Mädchen,
Sie werden vor
zufällig

die

Jahre der Reife erreicht haben.
verborgen

jedem Fremden
ihnen begegnet,

und wenn

einer

wenden Es war
lich,

sie

das Gesicht ab oder verbergen es in der Schürze.

mir, als ich in Ochrida einige

Mädchen und junge Frauen

photographieren wollte, selbst mit Hilfe des Pftirrers nicht mögsolche aufzutreiben.

Ich mußte mich mit alten Weibern

und Kindern begnügen (s. das Titelbild). Auch Lieder konnte Sie waren schon argich nicht <lirek.t von ihnen erlangen.
wöhnisch,

wenn

ich

im Gespräche mit ihnen mir
es,

einige Notizen

machte.

So kommt

daß die folgenden Lieder nicht durch

mich direkt, sondern durch die Lehrer Gebrüder Dimonie in Ochrida, und durch den Lehrer Koe Haralarabie in Selia bei
Verria gesammelt wurden; deshalb
ist

aber die Umschrift nicht

ungenau, denn ich hatte genug Gelegenheit im Verkehre mit

Männern

kennen zu lernen. Dennoch aber verfehle ich nicht darauf aufmerksam zu machen, daß der Stamm der Farserioten in jeder Beziehung eine eingehendere
ihi-e

eigenartige Aussprache

Untersuchung verdient
sondern wenn
sie

als

mir vorzunehmen möglich war.

Nicht nur sind die Farserioten an ihrer Tracht zu erkennen, nur den

Mund

aufmachen, hört

man
ist

sofort,

ob

man

es

mit einem solchen zu thuu hat.
besonders verschieden von

Zwar

ihr

Wortihre

schatz

nicht
sie

dem

der übrigen Aro-

munen,

haben nur mehr albanesische Elemente, aber
ist

Ausspi'ache

auffallend.

Vor

allen

Dingen haben

sie

kein

Zungen-r, auch nicht etwa das uvulare Pariser-r, sondern einen

durch Reibung des Gaumensegels mit dem hinteren Zungenrücken hervorgerufenen Geräuschlaut, der eher gutturale Spirans,

und die größte Ähnlichkeit mit dem Mainzer r-Laut hat. Der Laut ist intervokalisch und nach Stimmhaften, stimmhaft, im Auslaut und nach Stimmlosen ist er stimmlos. groß, Beispiele maoe = mare Ich bezeichne ihn mit o.
als

r-Laut

ist,

boatsü

=

bratsü
der


=

Arm,
nergu

t(>ekü
r

ich gehe vorüber.

Auch
einzelt vor,

Ausfall

von

vor Konsonanten rn

kommt
rl

ver-

negu

jaoo

=

iarng

ich gehe,

und

wird

Winter, kaoe

=

karne

o.

Fleisch, fitsoooo

=

^fitsorlor etc.
1

187
a, o,


iu

vor betontem
gutturale,
a,

u geht meist im Anlaut über
Ich bezeichne es mit

die reduzierte,

stimmhafte Spirans,
hörbar.
lale

ähnlich griechi,s:

schem
jupii

;'

vor

aber

=

lupu

— Wolf,
1.

kaum
jale

=

— Onkel.

Sonst wird es iu
1,

Gesellschaft von dunkeln
gutturalisiertem
ich überdies
ersetzt wird),

Vokalen und im Auslaute zu (Der Laut 1 kommt im Albanesischen

d. h.

vor, ^Y0
5,

auch bei Soldaten beobachtet habe, daß er durch
atsol

=

atsel

jener, kal

Pferd.

Auch

vollständiger Ausfall

von

1

nach Konsonanten vor

dunkeln Vokalen

kommt

vor: ako

=

aklu

dort.

Andere Eigentümlichkeiten des Dialektes zu besprechen, ist hier nicht der Platz, sie gehören in die Grammatik; die angeführten genügen vollständig, um den Dialekt als solchen
zweifellos

erkennen zu lassen.
in seinen „Studii istorice",

Herr Caragiani hat

von denen

mir die ersten 7 Druckbogen vorliegen, ich weiß nicht, ob überhaupt das Werk im Buchhandel erschienen ist, den Nachweis
zu erbringen gesucht, daß die Sulioten

Aromunen gewesen
die

sind.

Dem

widerspricht das direkte Zeugnis aller Farserioten, die ich
befragt

darüber

habe.

Ferner

sind

meisten

Namen

gar

nicht aromunisch, sondern albanesisch, einige haben allerdings
ein rein

aromuuisches Gepräge, was ich mir nur so erklären

kann, daß unter den Sulioten auch einige Sippen der Farserioten

und leben heute noch mit den Albanesen in inniger Freundschaft. Außerdem darf man auf Familiennamen kein so großes Gewicht legen, als Caragiani thut, denn gerade bei den Aromunen war es in vielen Gegenden bis in die neueste Zeit Sitte, die Kinder nicht nach
diese lebten ja

aufgenommen waren; denn

dem Vater, sondern nach dem Großvater, Onkel, Paten oder
sonstigen Bekannten zu benennen, oder ihnen einen bekannten

Namen
erst

beizulegen, der ihnen beliebte.

Der Vorname

wird, wie

schon erwähnt,

vom Hochzeitspaten

(nun) bestimmt.

Er wird

bekannt gegeben, wenn dieser seinen Besuch macht. Sobald er von ihm ausgesprochen ist, rennen die Kinder der Verwandten mit der Nachricht nach Hause. Wer zuerst kommt,
erhält ein Geldgeschenk.


ständlich

188


wozu dann entweder

Die heranwachsenden Kinder werden im Dorfe selbstvermit ihren Vornamen genannt,
des Vaters, oder häutiir auch der Mutter
wird.
Z, B.

Vorname

hinzugesetzt

Tulu
ein

ali

Maru.sa

— Demeter,
häufig

der Sohn der Marie.

Oft genug
blieben.

ist

Vorname
wozu
der
sehr

wie Marusa als Familienname ge-

Auch kann
werden,
z.

der Familienname durch Spottnamen ver-

drängt
werden,
lige,

B. topallu

tsakorlu

— der

türkische Wörter

benutzt

Hinkende, kamburlu
altiparmaklu

Schielende,

fiugerige,

bala matse oder

bula matse

— der Buck— der Sechsetc.

Durcheinander

Es bedarf wohl kaum der Erwähnung, daß die zahlreichen Namen auf -esku Neubildungen nach dem Kumänischen aus
allerjüngster
Zeit
sind.

Unter diesen Verhältnissen Schlüsse

aus

Namen
Rand

ziehen zu wollen, würde verfehlt sein.

Nr. 103 V. 1 „kukotü", eigentlich Hahn, bedeutet „der gestickte

des Hemdeukragens". Die übrige Stickerei befindet

sich längs des Brustschlitzes.

Das „haide"

wiederholt sich nach

jedem zweiten Verse, länger
straüele

ist

auch nicht die Melodie. Zwischen
Zeile:

V. 6 und 7 hat eine Variaute noch eine
nale"

„tea so ü lau

um

meine neuen Kleider zu waschen.

V. 8

„asudats"

bedeutet nicht etwa „schweißig",

sondern wird von
gesagt.

dem eben he^'^'orkommendeu Schnurrbarte junger Leute
V. 16 „Velarde"
thäter
es
ist

die

aromunische Bezeichnung für Berat,

ehemals Belgrad genannt.
nicht
ein

Es

bleibt zweifelhaft, ob der Übelist,

Aromune gewesen
Tausend.

denn

in

Berat giebt
„ich

deren

mehrere
so

V. 17

bedeutet
nicht das

war

so

außer mir,

von Sinnen,

daß

ich

Haus meiner
erwartet,

Mutter sah".
Nr. 104 V.
1

„unsuoaoe"

ist

auffallend,

mau

da

das Lied zweifellos von einem INIädchen gesungen wird, „moritare"

ebenso Ol. -Wal, Nr. 29 V.
achtet,

1.

Ich habe auch in Istrien beob-

daß der Unterschied zwischen beiden Wörtern nicht einroter Apfel. gehalten wird. V. 3 ist rein albanesisch molo kuko

V. 4 Es

ist

bekannt, daß die Farseriotinnen schön gestickte

Taschentücher zu verfertigen verstehen, die auch bei den All)anesen sehr geschätzt werden.


Nr. 106
wird,
ist

189


V. C daß die Schwieger-

das Lied, das

am Hochzeitsmorgen gesungen

während der Bräutigam
in

rasiert wird.

mütter den Burschen nicht wohl gesinnt sind, wird in derselben

Weise auch
Nr. 107.

den Olympo-Wal.

Lied Nr. 32, V. 6 gesagt,
35.
sich

vergleiche ferner oben Nr. 34

und

Ganz

in

derselben Weise finden
die
in

auch im
sind

Daco-Rumänischen
unverkennbar.

Volkslieder,
z.

Beziehungen

dazu

Vergleiche

B.

der

Sammlung von Jarnik

und Bärseanu, Doine, Bucarest 1885 Nr. 168.
bine a
zis

frunza de fag
i

cä dragostea nu

iosag,

binea

zis

frunza de vie
i

cä dragostea nu

mosie.

Nr. 108 V. 2 „zyafete" heißt festliches Gelage, feierlicher

Besuch, Besuch im
geld, das der

allgemeinen.

V. 9 „pines"

ist

das Klein-

Pate oder Verwandte bei der Taufe zum Geschenke

geben,

V. 15 „skos" steht offenbar nur des Eeimes wegen, es

müßte heißen „am skoaso" ich habe hervorgebracht. Nr. 109 V. 7 bedeutet „er wolle ihn tot sehen", denn den Verstorbenen werden die Arme über die Brust gekreuzt, wobei die Hände unter die Achselhöhlen kommen.
Nr. 110 V.
1

„aoiu

=
;

arniu"

ist

die

Gegend,

Hirten den Winter verbringen

in diesem Falle ist es die

wo die Gegend
„betsl'i"

am

Golfe von Volo in Thessalien, wohin auch heute noch die
des

Sippe

Spira Bula-Matse aus

Pljasa zieht.

V. 2

steht für „birbetsl'i", wie „tsor" für „tsitsor".
lich:

V. 5 heißt wört-

Damit
Nr. 112.

sie

nicht uns

nehmen

in

Kundschaft.

Nr. 111 V. 2

„kanda" aus „ko anda"

als.

Zu diesem alten Liede vergleiche Ol. -Wal. Nr. 29, beide ergänzen sich. Yanaki war ein berühmter Armatole, der in einem Hinterhalte fiel. Er ist derselbe, der in Nr. 102 besungen wird.

Man

brachte ihn schwer verwundet nach Hause,

gerade als seine Schwester Hochzeit halten wollte.

103.

Die geseliäiidete Frau.
-^

Moi komeaso ku kukotü « o
ku kukut
limbito
s

ku kindiuo,
limbito,
va''yi'>u,

'aidee!

moi suoato

ka

'aidee!

5

„Mi
rai

skuläi sumboto zaoe,
s iieo'u

tuäi koldaoea

n vale.

aduuai k un dzoue ü kale,

un dzone mustats asudats, mi
boiso

tu daole fats,

10 un dzone mustats sutsuts,

mi boao tu daole tsuts, O un kotsol di koovonaoe
'^ ^'

'

un fetse rusune n kale, un dzone dit kosobo o o O 15 rai 50 m boatso, mi angltso,
kosobunlu din Vilaode,

nu n vidzui kasa

ali

dadg."

Ochrida

(und Selia).

104.
n

Reigenlied der Frauen.

am un

dzone

t

unsuoape,
jxiai,

ü ul nsuoäi, n ui
moi,

muvo kuko!
li li

distimbel' to dzone fitseäm,

5

ku veode s ku aoos

toimam,
tsoseam.

Ochrida.

103.
He,

Hemd

mit gesticktem Kragen

mit gesticktem Kragen und Stickerei, haidi!

He, Gevatterin, du

reine,

rein wie Quecksilber, haidi!

5 Ich erhob mich Sonuabend ganz früh,

nahm den
ein

Kessel,

um

an den Fluß zu gehen.

Ich traf mit einem Burschen auf

dem Wege zusammen,

Bursche mit sprießendem Schnurrbarte,

er küßte

mich auf beide Wangen, mich auf beide Busen,
Keradzi

10 ein Bursche mit gedrehtem Schnurrbarte,
er küßte

ein

Hund von

that mir große Schande auf
ein

dem Wege
in

an,

Bursche aus der Stadt
in

15

nahm mich
ich

die

Arme, hob mich

die

Höhe,

ein Städter aus Berat,

sah nicht das

Haus

der Mutter.

104.
Ich hab' einen Schatz zum Heiraten,
ich heiratete ihn, ich
he,

nahm

ihn,

roter Aj^fell
ich,

Taschentücher für den Schatz machte
mit Grün überstickte ich
sie,

und mit Rot webte

ich

sie.

! !

!

105.

192


dides!"

Trost fUr einen Mann, der eine blinde Frau hat.
„Lele dado, tsiü
nveasto oaobo s O o
<->

fitsos?

'^

uo

„Tats, lüru, so ü bouedz tiue,


5

okl'ui

l'i

adä(j di asime.

kaoe so
la nurato

a(>e
s

nveasto buno,
z

nu
o

ko Dumta c

s

aoe
'^

kaoe S
10

s

o

ape nveasto skuoto, S so" o

so
duko,
fi

kaso.

to kotsuio s O O O

nu

z

duko

ko kotsuia so aoe nkaso. s o o o kaoe so aoe nveasto uouto, S s
puouoie
s

"OSO'
n kaso."

nu

z

duko,

puouoia

8

a()e

Ocbrida.
106.
Anao/a,
s

Barbierlied.
f(>ate,

suoafea,

lu suosestsi musat, musät,
so
stsii,

kum

asü
\

s

iu nvets,

la soak(;o s

nu

aousuuedz.

5 soakoa

stsie

aoale muhe,

suoupo
fatse

dzonl'i dipi punte,
di s
l'i

gooapg

askunde.

Ocbrida.

Reigenlied der Männer. Moi lilitsa di pi ougii, di pi ougu
107.
mine tooa va so u fugü, va so ü fugü

moi
5 moi

lilitsa

di pi

meo,

di

\n

meo
va son
ke()!

raine tooa,
lilitsa

va

soii ke«,

di pi fagii, di pi fagü

raine tooa

va so n bagü, va so n bagü
di pi skin
nkl'in, '

moi lilitsa di pi skin, mine tooa va so ii

Ocbrida, auch

so
Selia.

va so ü

li

ükl'in

in

193
105.

„Ach Mutter, was

hast du gemacht?

Eine blinde Frau hast du mir gegeben!'
.

„Schweige, Sohn, ich bitte dich,
ich gebe ihr ein silbernes

Auge.

5

Wer
soll

eine gute

Frau

hat,

nicht auf Hochzeiten gehen,

denn Hochzeit hat er im Hause.
AVer eine kleine Frau hat,

braucht nicht

in

der Mütze zu gehen,

10

die

Mütze hat

er

im Hause.

Wer

eine häßliche

Frau

hat,

braucht keinen Trost zu suchen,

den Trost hat er zu Hause."

106.

Langsam, Bruder,
stelle

rasiere,

ihn sehr hübsch her

(=

rasiere),

wie du es verstehst, so richte es aus,

damit du ihn nicht bei .der Schwiegermutter beschämst.
5 Die Schwiegermutter weiß viele Bosheiten,
stürzt die

Burschen von der Brücke,
sie.

macht eine Grube und verbirgt

107.

He, Blume auf der Brombeerstaude,
ich

werde

jetzt

weggehen!

he,

Blume auf dem Apfelbaum,
ich

werde jetzt

umkommen!
jetzt legen!

he,

Blume auf
ich werde

der Buche,

mich

he,

Blume auf dem Dornstrauch,
ich

werde mich

jetzt neigen!

Weigand, Aromunen

II.

13

194
108.


li;vtte.

Der betrogene
laje

Gazepe,

gazepe!

Nusa
zduse

z

duse zyafete

tu apeoito ue(>kuoea.
la

soakoasa
ta ü ts o adiis,

5 soakoa sa ku tut aus.

„kuskoe,

liil'a

u

ts

adüs ku un kokilüö.

kokiliLs di tsintsi mes,

muinli rapline ku pines."

10

„Koaobo, ku kaoe lu

fitses?"

„Ku

dzönile,

tsi

ü dides."

„ii " dzüsioo

ONO
z

ku Iboaim N

skuotu

goos."

„Nu mi
Ochrida.

stoundze ahüt vootos,
lu

15 ko ku nos c o

am

t<kos."

109.

Fluch auf den unredlichen Tselnik.
Tsi nkisi no kiudoo mape? S so o iu z dutse din pgzaoe?
ia,

mutoits, kaoe

i

diniute?

easte kat al

Toda Buosao;
;si^udz,

5 Toda, Toda, vestuoi

muükas din hoaoo. s ti ved ku muinli sumsoaoo! O "NO Toda, tsi munkds di sots,
Toda,
tsi
-^

so ts nioaoo fitsool'i tots!

Ochrida.

110.

Aulbruch im Frühjahre.
tu a«iu de

Ma
ni
tsi

Aomioo,

aooniiisioo betsl'i aku. NO > C
dzvise

BulaMat.sela?

195

-

108.
Schande, schlimme Schande!

Nusa ging auf Besuch (= Gastmahl) am Mittwoch in der Früh (= Dämmerung). Er ging zu seiner Schwiegermutter,
5 zur Schwiegermutter mit ihrem Alten.
„Schwiegervater, ich brachte dir deine Tochter,
ich brachte dir deine Tochter mit einem Kindchen.

Ein Kindchen von fünf Monaten,
Die Hände
voll

Patengeschenke."

10

„Unglückliche, von

wem

hast du es?"

„Von dem Manne, den du mir gegeben." „Man sagte mir von Ibrahim, dem kurzen, dicken."
Drücke mich nur nicht so heftig, 15 denn ich habe es ja von ihm."
,,

109.

Was
seht,

für ein großer Hochzeitszug brach auf?
er

wohin geht

von dem Markte aus?

schaut, wer ist an der Spitze?

Es

ist

das Pferd des Toda Bursar;

5 Toda, Toda mit den langen Kleidern, Toda, die raubtest (= aßt) du dem Dorfe.
Ich will dich sehen mit den

Händen

in der Achselhöhle!

Toda, die raubtest du den Genossen,
alle

Kinder

sollen dir sterben!

110.

Im Winterlager von Halmyro,
dort blieben mir die

Hammel.
13'

Was

sagte Bula-Matsela?

;

]i)G

„skuhitö, fitsoo,

s

korkom
habaoe,

funieille^

5 ta

s

nu no

l'a

di

kg no
tute

es Gegil'i

ü kale

ko uoi avem nveaste musate,

ku

güsile ligate.
fete
susite,

ko noi avein
10 ku jiooduü
.s

ku

bislits.

moi, tsal Bpioa kania maoe,
fo

n liimo kutoo pozaoe, n Kima kutoo Vizio, s OSO
'

skoate Spioa dit liapsanc,
fo o

15 skoate Spioa

dit

zindzio."

Oclirida.

111.

Der Traum des

Burselieii.

Tsiü vidzüi Uli vis aleptu, kanda li dede ;;uua pi keptu. uü juai kalea iidoeptu, ndoeptu, di mi dus la poomoteftu: los o
5

„Bum
''

voaoo, poomoteftc!"
di

„Uoseä

sodz pi dukeaue."
"^

„Nu am
ko
10

venito to sodeaoe, s O O O
'
,

am

venito to tsinteue,

to tsintene a voutel'i.
s

mu(;a(iem di aistg nioaote,
s

tsintencle
ali

nu n

li

bogäts, oo
'

vouto N O

s li

dats."

Oclirida.

11'^.

Der sterbende llauptmanu und seine Schwester.
Moi Yauaki Kokooada,
juai kuosilele dit vat(>o,
a'.ogaj

katrg di katro.


5
daß nicht
die

197


auf,

„Erhebt euch, Burschen, laden wir die Angehörigen

daß man uns nicht gewahr wird,

Gegen uns auf den

Weg kommen:

denn wir haben schöne Frauen, alle den Hals umwickelt (mit wertvollen Ketten). Wir haben verlobte Töchter

10

mit Halsketten und Armbändern.

He, Frau des älteren Spira,
ziehe abwärts nach

dem Markte,
Gefängnis,

hole Spira aus

dem

ziehe abwärts nach Vizir,

15

hole Spira aus den Ketten."

111.

Was
als

sah ich einen auserwählteu Traum,

mir der ]Mond auf die Brust schien.
gerade aus,

nahm meinen Weg immer und kam zum Kaufmanue:
Ich

5 „Guten Tag, Kaufmann!"
„Setz dich,
bitte,

auf die Theke."

„Ich bin nicht zum Sitzen gekommen,
ich bin

gekommen wegen der
Todes sterben

Untei'hosen,

wegen der Unterhosen der Geliebten.

10 Wenn
gebt

ich

sollte,

zieht mir nicht die Untei'hosen au,
sie

meinem

Schatze."

113.
He, Jauaki Kakarada,

du nahmst

die

Riemen vom Herde,

du

eiltest

von Felsen zu Felsen.

198
moi YauaUi, uipot
5
ali

tetg,

kapicUiu tu vilayete.

moi Yanaki, pnngo tli kapidiin tu Aomunfe.
„a
tsia,

fuoie,

soou, ts ^indoeago veoi^

a nia, so{>u, ni aprindo tseoi.

10

a

tsia,

soou,

ts

adaro kallu,

a üia, soou, lü adaro skamuu.
tine,

soou, te astseapto soakoa,

mine, soou, nie astseapto groapa.
tiue,

soou, te astseapto sokrul

15

mine,

me astseaj^to jokuL ma me plundz, soou, uilieamo,
so easo kuskoi pi dzeauo."
s

puu
„Tsi so

fak mine, ^ai foate,
ii

guso so pi o X^ o o

te aibo " o

täte, '

20

tsi

n

te fetse

pe atsea kale."

Selia und Ochrida.

113.

Taiikas Klage

um
s

die teriien Eltern.

Ja fontuno dit atun <^

tsuue kallu

mi dipüu.
adün,

toetse ^sde, so n mi
s
l'i

pitoek no kl'iuitsune,

5 kl'initsune
ali

ku

siinotate
täte;

dado

s al

ko Taüka smiotu dipaote,
no sohate O
z

dzumitate.
akatso,
tsi

maoe dooü mi
10 vidzundalui

.;;ale,

toeatse.

mine voeam s mi mooitu n hoaoo, s la dada s mi dutsesim un oaoo,
kute uno oaoo tu stomuno, 0^0' j^sü
sal täte
Selia.
sl'i

b^.^iim

tu

muuo.


5

199


voll Gold,

He, Jauaki, Neffe der Taute,

Hauptmann im

Vilajet.

He, Janaki, (mit dem) Beutel

Hauptmann im Aromunenland. „Dir, Schwester, lege man die Ohrringe an, mb.', Schwester, zünde man die Kerzen an. Dir, Schwester, mache man das Pferd l)ereit, 10 mir, Schwester, mache man die Bahre bereit.
Dich, Schwester, erwartet die Schwiegermutter,
mich, Schwester, erwartet das Grab.

Dich, Schwester, erwartet der SchAviegervater,

15

mich, Schwester, erwartet die Erde.

Beweine mich, Schwester, noch
bis die

ein wenig,

Hochzeiter auf
ich machen,

dem Bergesrücken zum Vorschein
armer Bruder,
schickte."

„Was kann

[kommen",

der Vater soll dich auf

dem Gewissen (= Halse) haben,

20 der dich auf jenen

Weg

113.
Bei
-der

Quelle aus

dem Haselbusch (kommend)
und
ich begebe

hält das Pferd an

mich hinab.

ö

Der Onkel kommt vorüber, ich will ihn treffen, um ihm einen Gruß zu bestellen (= schicken), einen Gruß und Gesundheit der Mutter und dem Vater; denn Tauka verheiratete sich in der Ferne, eine Stunde und eine halbe,
große Sehnsucht ergreift mich,

10 wenn ich den Onkel vorüberziehen sehe.
Ich wollte mich im Dorfe verheiraten,

um

einmal zu der Mutter zu gehen,

je einmal in der

Woche, und zum Vater, um ihm

die

Hand

zu küssen.

X.

Kapitel.

Totenklagen.
Kommt
Weihrauch
der
ffi-oßen

in

einem Hause

ein Todesfall vor, öffnet

man

so-

fort die Fenster,

damit die Seele aus dem Zimmer kann, zündet

au,

um

die bösen Geister zu vertreiben, stellt auch
hin,

Avohl eine Schüssel mit

Wasser Reise seinen Durst

damit der Verstorbene vor
kann.
in der

stillen

Dann

lest

man

den Toten auf

eine sehr niedrige

Bahre

Mitte der größten

Stube, angethan mit seinen besten

Kleidern und Stiefeln, ja

man

läßt

ihm womöglich neue, schwere mit Isägeln beschlagene
(so in

Schuhe anfertigen
doch eine

Muskopolje gesehen), weil der Tote
zu machen habe. In den meisten
in

weite, weite Reise

Orten
zu

ist

es

auch

Sitte eine kleine

Münze „aspru"

den ^Slund

legen für

den Charön.
schließt

IMan legt den Leichnam mit dem

Kopfe nach Osten,
wolle

ihm

die

Augen, steckt etwas Baum-

oder

eine

Blume zwischen

die

Lippen vmd kreuzt

die

Arme

ül)er der Brust.

An

den Kopfenden werden zwei große

Wachskerzen angezündet.
Glocken
fall

Nun

erscheint der Priester,

während

Geläute oder das Klopfen auf Holzbrettern, die an Stelle der

den meisten Orten dienen, der Gemeinde den Todesverkündet. Verwandte und Nachbarinnen, weniger die
in

ISIänner,
in

stellen sich ein,

mit einer Kerze und einem Strauße

der

Hand und

stellen sich

um

die

Bahre auf
so hört

Hat

der Priester seine Gebete beendet,

mau

zu-

nächst nur das Schluchzen und Weinen der anwesenden Frauen, bis plötzlich eine der nächsten Verwandten in langen, klagen.den

hohen Tönen,

hall)

weinend, hall) singend ihrem Schmerze


um
einstimmen und die Klagen 4

201


bis

den Dahiugeschiedeueu Ausdruck giebt,
bis 6

andere darin

Stunden lang weiter führen.
er-

Die Klagen sind

von solch poetischer Schönheit und so greifend, daß die rauhen Männer sich nicht der Thräneu
oft

er-

wehren können. Selbst schüchterne Frauen und Mädchen geraten

unbewußt an den Klagen beteiligen, und später gar nicht mehr wissen, was sie gesungen haben. Wenn auch manche Formen, Wendungen und Bilder bei diesen Klageliedern sich wiederholen, *o sind sie doch im allgein eine solche

Stimmung, daß

sie sich fiist

meinen Improvisationen,
anpassen.
lieder
(sie

die sich

den jedesmaligen Verhältnissen
griechischen

Es

ist

daher auch nicht möglich bestimmte Klage-

tragen bei den

Aromunen den
zu

Namen
Die

„miroloye"

oder „kuntitse lipiroase")

veröffentlichen.

von mir gegebenen Formen geben daher auch nur ein ungefähres
Bild, wie

man

unter den angegebenen Verhältnissen klagen würde.
des Gebietes gelten die
INIetsovo für

Im Norden

im Süden die von

Frauen von Krusevo, besonders geschickt im Klagen
in

um

die Toten.

Bei Fauriel, Neugriechische Volkslieder
finden
sich

der

Übersetzung
einer

von Müller

Seite

LXV

die

Klagen

Frau aus Metsovo, die notwendigerweise eine Aromuniu gewesen sein muß, weil es keine andere Nationalität dort giebt.
Sie klagt

um

ihren

Gatten folgendermaßen: Ich sah neulich

vor der Thüre unseres Hauses einen Jüngling von hoher Gestalt,

mit drohendem Blicke, an seinen Schultern weiße aus-

gebreitete Flügel.

Er stand auf der Schwelle

des Hauses, ein

gezogenes Schwert in der Rechten.
„ist

„Weib," so fragte er mich,
ist

dein Gatte in

dem Hause?"
Aber

„Er
tritt

darin," antwortete ich

ihm, „er

kämmt
nicht
tritt

unseren kleinen Nikolos und streichelt ihn,
weine.
nicht herein,

damit

er

furchtbarer

Jüngling,

nicht herein!

Du

würdest unserem Kinde Furcht

machen."
darauf,

Und

der Jüngling mit den weißen Flügeln bestand

hereintreten

zu Avollen.

Ich wollte ihn hinausstoßen,

aber ich war nicht stark genug.
er
stürzte
sich

Er

stürzte sich in das

Haus,

auf dich, mein Geliebter,

er schlug dich mit

seinem Schwerte, dich Unglücklichen!

Und

da

ist

dein Sohn,

unser kleiner Nikolos, den er auch töten wollte.


Auch das Bruchstück im
Nr.

202


desselben Buches p. 125

II. Teile

XXI
In

hat sehr ^vahrscheiIllich eine Aronuinin zur Verfasserin.
der

aromunischen

Zeitschrift

Macedonia finden

sich
in

p.

39

— 42

miroloye aus

]\Iolovista

angegeben,

von denen

einer

auch darauf hingewiesen wird, daß der Tod des Sohnes

der Mutter durch einen

Traum verkündet

war: „Ich sah dich,

mein Sohn, im Traume neulich abends. Züngelnde Schlangen bissen mich, der Dachbalken brach entzwei, und das ganze Zitternd, o Sohn, erhob ich mich, und Fließ war aufgewühlt.
warf mich vor dem Heiligenbilde auf die Kniee.
riß ich

Verzweifelnd

Haare aus, denn neben dir sah ich den Charon (wird nicht als Fährmann sondern als Tod selbst betrachtet) stehen. Ich wollte dich rufen, aber die Stimme versagte mir und ohnmächtig fiel ich nieder auf das Gesicht. Wie aus einer anderen Welt erwachte ich, und ich erblickte dich, ausgestreckt wie die
mir
die

Tanne, schlafend.
dich

Erstarrt vor

Furcht bücke ich mich,

um

und verweilte auf deiner marmorkalten Stirn. Ich Unglückliche, mein Haar sträubt sich, allein im Hause, ewig bleibe ich stumm. Hattest du denn kein Mitleid mit mir,
zu küssen

Sohn,

der

du

zum Jüngling herangewachsen
bei

bist,

schöne

Nachtigall,

Löwe

der Arbeit,
lieb

geweckten A^erstandes, mit

einem Lächeln auf den Lippen,
Unglückliche,
denke.
bei

und

klug, du verläßt
nie

mich
sülies

damit

ich

immer klage,

mehr an Freude
dein liebes,

Wo

ist

dein Lächeln von ehemals,

Verwandten und im Dorfe? Sieh' um dich, deine Genossen versammeln sich um dich, sie kommen um dir ein gutes Los
zu wünschen, dort wohin du gehst in die andere Welt, für die

arme ^lutter

die Unglückswelt!" Erschöpft schweigt

sie,

da hebt

eine andere au: „Schweige,

denn so wollte

es

jammere nicht, schweige, arme Joana, Ertrage, was alle Gott, du sollst leben.

deine Freundinnen ertragen müssen, daß du fühlst den Schmerz,

den du nicht kanntest.

Mache

dein

Herz von Eisen,

arme

Schwester, und lösche von nun au deinen Schmerz aus."
diese

Durch

und ähnliche Trostgründe suchen die Nachbarinnen den Schmerz der Trauernden zu lindern. Dabei wird nach jeder Verspause ein langer Weheruf „äi" ausgestoßen.


An
getragen,

203


Planke
in die

demselben Tage oder

am

folgenden wird der Verstorbene

im offenen Sarge oder auf

einer bloßen

Kirche

wo

er

eingesegnet wird.

Die Leidtragenden stehen

mit einer Kerze in der

Hand

dabei.
ist

Dann

begiebt sich der

Zug nach dem
tragen.

Friedhofe.

Das Grab

nur von unbedeutender
die

Tiefe; es wird von den

Freunden gegraben,
legt

auch den Toten
einige schwere

Über

die

dünne Erdschicht

man

Steinplatten, damit nicht etwa Tiere die Leiche schänden.

Ein

Kreuz oder Stein mit dem Namen
zeichnet die Grabstätte der

in griechischer

Sprache be-

Wohlhabenden,

das Grab ohne alle Zeichen.
der Gräber mit

Ärmeren lassen Auch das Pflegen und Schmücken
die

Blumen

ist

nicht gebräuchlich, oder doch erst

neuerdings

eingeführt.

Das Durchbohren

der Leiche,
sie

wie es
sich
in

bei den Slaven

vorkommt,
ist

um

zu verhindern, daß
in

Vampire verwandeln,
wohl aber bindet

bei

den Aromunen nicht

Gebrauch,

man

aus demselben Grunde die Beine zusammen.

Nach
hause
ein,

der Beerdigung finden sich die Bekannten im Trauer-

um

den Totenschmaus („pomeanu" oder „spomeau,"
Beti'olfenen

im Süden „pgmont") einzunehmen, der den
Opfer
übrigen
falle

große

auferlegt.

Man

trinkt

dabei

auf die Gesundheit der

Familienangehörigen.

Vierzig Tage nach

dem

Todesverteilt,

wird

an

die

Bekannten und Verwandten Brot
gleichfalls

welchen Vorgang

man

„spomean" (Erinnerung) nennt,
die

oder „r fakü dzule" (die Tage sind um).

Ein Jahr lang nach einem Trauerfalle tragen
ein weißes

Frauen

Stück Zeug auf dem Kopfe, das „dulben" genannt
ist

wird.

Diese Sitte

auch türkisch.
auf den Friedhof kommt, wird
ihrer
sie

Eine Wittwe wird ihr ganzes Leben lang schwarze Kleidung
beibehalten.

So

oft

sie

das

Grab ihres Mannes oder in Klagen auszubrechen.
Nr. 114 V. 3 vergl. Nr. 116 V. 8 „dus"

Kinder besuchen,
„dzunele".

um

von neuem

p.
ist

HO
Part.

Perf

Vergl. Nr. 78 V. 10.

Nr. 117 V. 20 „mistiriul" „Geheimnis", hier übertragen auf
die

Mutter „die Vertraute", ebenso „vrearea"

die Liebe.

114.

Toteuklage
Tsi
tu
fitses,

um

einen Knaben.
a
i'iou,

liil'lu

ahtare ilikie?

ai!
atses'i

diu te aflo kikuta

laie?

kum
5
s

te

astepta dada,

adzundzi tiusurare!

aistu lukru

nu easte
ti

buii.

kama

uaiute

kaplu atou;

nhtare üato musato

kum
va
s

va so dai a loklui,
s

10 a loklui
s ts

a rudzinerei.

aspargo truplu

aklu, iu

va
are,

s te

duts,

uumta im haraua uu
15 va
s

are.

te stiudzi

ditu dzon,

va

s te s

stindzi ditu sots.

kum
ti

aravdo dada
de tato
si

ahtare dzone musat.
si

te mportsiis

dado

20

si

de frats

de surori.

Krusevo.

Frau Ciouescu.

115.

Klaue einer Mutter
Tsi
tsi
tsi

um

den verheirateten Sohn.

fitses
fitses fitses

fitsorlu

a üou, a
i

yazoko inare ?
a uveastel'ei,

tsi

alosas veduo tu ahtare ilikie?

a

i

114.

Was
in

hast du gemacht, mein Sohn,

so zartem Alter? ai

Von wo traf dich Wie wartete dich

der böse Tropfen?
die Mutter,

ai

5 daß du das heiratsfähige Alter erreichtest!

Du

hast nicht wohl daran gethan.
deiner selbst;

Ganz besonders wegen
eine derartige schöne

Jugend

wie kannst du sie der Erde geben,

10 der Erde und der Verwesung.

Der Körper wird verfaulen und dort, wohin du gehen wirst,
giebt es keine Hochzeit,

keine Freude.

15

Du
Wie

wirst verschwinden unter den Jünglingen,

du wirst verschwinden unter den Gespielen.
häi'mt sich

(=

erträgt es) die Mutter

um Du

einen so schönen Burschen.
trenntest dich von Vater

und Mutter

20 von Brüdern und Schwestern.

115.

Was
Was
die

hast du gemacht, mein Sohn,

welch' großen
thatest

Jammer

hast du angerichtet?

du der Frau, du hinterließt als Wittwe

in solch

jugendlichem Alter?

;


5
tsi

20G
'^

alos.is
o

uveasta ku ahato fiimeare? " w ü
i

fameal'e foro tato mi
IUI

l)imn,

])oate

SD r
s

veado

nila.
»li

kuiidu va
atuiiitsea

akatso fumoara
s

iiiiiite,

va

kafto tato,
laia
si

10

js^i

kam
s
l'i

s lo

dzuko

dado?
liikatele;

va

diiüko inima
z

ko va
si

yiuo

jxn-iutsl'i
si

aiantor,
c

va
s

s

kafto o

nos o
loi-

tato.

va

untreabo a
z

dada:

15 kundu va

vino babauostru?

Krusevo.

Frau Cionescu.
ihren Sobn verloren.

IIG.

Trost

einer Mutter,

die

Te
ti

asiDlumpse.s,
s

kaftso tea

krek
tsi
'

ahtare dzoue

kerüs.

Ma
si

ku

arovdare, ko o o
fitsorl'i
-^

nu

ai "

tsi

sfats;
'

5 so z boneadzo o c

alantso c

ku
s

fejitele,

tsi

ts aj
si

ko o
iii

fudzi ninsurat
la

iiisusit, '

dus ui

nun

ui la furtat.

Krusevo.

Frau Cionescu.

IIT.

Klage einer Tochter
Tsi
tsi
titses,

um
ail

die 3Iutter

dailaniea?
tsi

aroulu,

fitses?

di ts alosas kasa, di ts alosas lükrurilo? o

5

tsi
tsi
si
si

alosas nikukirlu

atsc'l

buulu,

alosas feiitele nimoritate
fitsorl'i

uinsurats,

fudzi.s

ka koarbele?

ai!

207
5

Warum

verließt

du

die

Frau mit
ist

soviel Familie?

Familie (Kinder) olme Vater

nicht gut,

man kann

sie

nicht sehen ohne Mitleid. (?)

Wenn

die

Kinder zu Verstände kommen,
sie

dann werden
10 und was
soll

nach dem Vater verlangen,
die LeberJ

ihnen die arme Mutter sagen?
wird ihr brechen;

Das Herz [und
denn
es

werden die Väter der andern kommen,
sie

dann Averden auch
15 wann

nach ihrem Vater fragen.

Sie werden ihre Mutter fragen:

kommt

unser Papa?

116.

Du

hast dich durch

Weinen

erschöpft,

du wirst dich umbringen um eines solchen Burschen

willen,

den du

verlorst.

(Es bleibt nichts,) als zu dulden, denn sonst kannst du nichts
(bedenke,) daß dir noch andei-e

Knaben leben

[machen;

und Mädchen, die denn er ging weg

dir sind;

unverheiratet, unverlobt,

[begeben.

weder zum Brautvater noch zum Brautführer hat er sich je

117.

Was Was

hast du gemacht, meine INIutter?
für ein

Übel hast du gemacht? ai!

daß du

verließt dein

Haus,

daß du verließt deine Geschäfte? Warum verließt du den guten Hausherrn,

warum
und und

verließt

du die unverheirateten Mädchen,
Rabenmütter? ai!

die unverheirateten Söhne,
flohst wie die

!

208
kut va
s

potsura,

10 kut va skuuoastem,

ko va viuo
si

alto

tu loklu a ton

tu toate lukrurile a tale,
adora.s o
si tsi

tsi

lukrtis a

i

tine askuratg tu mormintii

15

si

ia

smorito

sj el

sinsoaro;

tine
si

va

s

krek
s

di

sum

lok,
lok,

noi va

krepom
di

pisti

ku
si

okl'i mi)liü 1

lokroü O
mistiriul ai!

ku kapite

pi keptu,
si

20 ko no fudzi \Tearea

Kruse vo.

Frau Cionescu.


Wie
10 wie
viel

209

werden wir zu

leiden,

viel zu erfiihren

haben,

denn eine andere wird an deinen Platz kommen, und an alle deine Dinge,
die

du
sie

bereitet,

Du
15 und

(bist)

du gearbeitet hast ai! verborgen im Grabe, nimmt den Mann und er die Frau;
die

du wirst unter dem Boden vor Schmerz vergehen, und wir über dem Boden, mit den Augen voll von Thränen, und mit dem Kopfe auf die Brust (herabhängend),
20 denn
es floh unsere Liebe, unsere

Vertraute ai!

Weigand, Aromunen

Li.

|4

XL

Kapitel.

Neun Märchen.

Es

scheint

mir

nach

meinen Erfahrungen,

als

ob

die.

wandernde Hirtenbevölkerung reicher an Liedern, aber weniger reich an Märchen sei, als die Bevölkerung mit festen Wohnsitzen,

und daß unter diesen

die ackerbautreibende

Bevölkerung

den größten Märchenschatz besitze. Der Grund hiervon liegt offenbar in der reichlichen Muße, die die ländliche Bevölkerung
zur Winterzeit hat,

wenn

die Arbeit

ruht

und im

traulichen

Gespräche

um

den Kamin die Langeweile durch Erzählen von
ist

Geschichten vertrieben wird. Hingegen

die

Hirtenbevölkerung

zu jeder Jahreszeit gleich viel durch das Vieh in Anspruch ge-

nommen, Märchen
giebt

die
ist

Gelegenheit

Aveniger

zum stundenlangen Erzählen von gegeben. Nur ein einziges der neun Märund
dieses
soll

chen, Nr. 122, wurde mir von einem Hirten erzählt
sich sofort
als

fremdes Gut zu erkennen.

Hiermit

nicht gesagt sein, als ob es eine spezifisch aromunische Gattung

von Märchen gebe. Durchaus nicht; zu sämtlichen lassen sich

genug Parallelen finden und nicht nur unter der Volkslitteratur der Balkan Völker, sondern auf einem weitausgedehnten Gebiete;
findet sich

doch selbst unser Schneewittchen wieder.
es zeigt sich

als

im gewissen Sinne eine Eigenart, insofern, der Stoff den eigenen Verhältnissen angepaßt wird, und eine

Aber

Vorliebe für eine bestimmte Gattung, die
zusagt, hervortritt.
leute oder

dem Volkscharakter
Kauf-

Ein solcher Zug

ist

die Vorliebe für

Handwerker, die durch

ihre Klugheit zu

Vermögen

und Ansehen gelangen.

Es

ist

gewiß ein universeller Zug, daß


die Phantasie

211


am
Märclieu sich
ergfötzt,

des niederen Volkes
es

dadurch

daß
sich

seinen

Gestalten

durch die

mannigfaltigsten

Mittel, Avie Tapfex-keit, Unerschrockenheit, Ausdauei-, Wahrheitsliebe
etc.

Reichtum

erwerben

läßt,

aber daß

es

gerade

Kaufleute oder Handwerker sind, die durch ihre Klugheit zu Wohlhabenheit gelangen, dürfte sich auf die Kreise beschränken,
die
ein Interesse

durch ihre eigene Lebensweise dafür haben.
ist

In diesem Sinne

das Märchen Nr. 118, das unter den Arosehr verbreitet
ist,

munen des Nordens
zeichnen, das

als

das einzige zu be-

man

seinem Charakter und Inhalte nach aromunisch

nennen kann, obgleich auch hierzu sich selbstverständlich Gegenstücke finden.

Es

ist

sicher,

daß der auf das Praktische gerichtete, mehr

nüchterne Sinn der

Aromunen

sie

wenig zur Märchenwelt hin-

gezogen hat, wodurch einmal wenige Stoffe im Volke verbreitet

und

ferner

die

entlehnten Stoffe nicht liebevoll erweitert oder
sie

geschmückt wurden, obgleich
könnte

doch sonst eine bilden-eiche
sind.

Sprache zu gebrauchen gewohnt
als

charakteristisch für die aromunischen

Noch etwas Negatives Märchen an-

geführt werden, nämlich daß der Sinn für das naive Tiermärcheu
fehlt.

Auf meine Fragen nach diesem und jenem bekannten
erhielt

Stoffe

ich

immer zur Antwort, daß
betrifft,

sich die

Bulgaren

dergleichen erzählen, sie aber nicht.

Was

den Anfang der Märchen

so

ist

auch der

„Es war einmal, was nicht war," oder „Es war einmal oder war auch nicht" findet sich nicht nur bei den Rumänen Daciens (oft noch erweitert durch Zusätze,
nicht spezifisch aromunisch.
wie:

„Es war einmal, damals

als

man den Floh

^iiit

Hufeisen

beschlug und er sprang über 10 Pferde", oder: „Als der Floh in

einem Sprunge über den Berg sprang" und
(„Ich erzähle euch, was gewesen
acht"),
u. a.
ist,

dergl.)

und

Istriens

und nicht gewesen

ist;

gebt

sondern auch bei Albanesen, Slaven, Ungarn, Zigeunern

Über Anfang und Schluß der Märchen im Daco-Rumänischeu siehe Teodorescu, Poesii populäre Bucuresci 1885 p, 400 406.

Die Schlußformel

ist

verschiedenartig; es wird öfters hervorsei,

gehoben, daß die Erzählung nicht wahr

so in Nr.

118 und 121,

14*

:

212

trotz

der ironischen Betenerungen, dali der Erzäliler die Zuhörer
In Nr. 120 ^vird in der gereimten Schluß-

nicht belogen habe.

formel sogar ausdrücklich gesagt, daß

dem Erzähler aus

seiner

erlogenen Erzählung keine Sünde erwachse, und zur Belustigung

werden noch einige sinnlose Reime hinzugefügt. Auch der Schluß dient offenbar zur Belustigung der zuhörenden in Nr. 122
Kinder, er
ist

getreu nach albanesischem Muster, wie ich von

dem
bei

albanesischen Lehrer Panteli Sotiri in Kortsa erfuhr.

Was nun

den Inhalt der Märchen

betrifft,

so

kann

es

den so sprachkundigen und wenig seßhaften Aromunen nicht Wunder nehmen, daß sie Anleihen bei allen ihren Nachbarn

machten;
kische

und noch mehr

als

bei

den Liedern

tritt

dies bei

den Märchen hervor.

Slavische, albanesische, griechische, tür-

und

selbst arabische Stoffe gelangen auf direktem

Wege

zu ihrer Kenntnis.
Soldat in
der

Ich war einst Zeuge, wie ein arabischer

Nähe von Lapsista einem größeren Kreise von
denen sich auch vorüberziehende arohatten,

militärischen Zuhörern,

munische Keradzi

angeschlossen

Märchen aus

seiner

Heimat
ii-ewiß

in türkischer

Sprache erzählte, die von den Zuhörern
der

weiter verbreitet wurden.

Ohne auf

einen Vergleich
will ich

vorliegenden

mit andern

Märchen einzugehen,

im Nachfolgenden doch auf Par-

allelen hinweisen, die in erster Linie in Betracht

kommen würden.
Backsteinen
ein-

Zu Nr. 118 sammlung
breitet;

findet

sich

der

Zug mit den

in

geschlossenen Edelsteinen wieder in der bulgarischen Märchen-

von
in

„Schapkaref".
Nr. 119
ist

Das Lösen

von

schwierigen

Aufgaben wie
siehe

auf slavischem Gebiete sehr verlassen sich vergleichen bei
die

Leskien und Brugmann, Litauische Volkslieder
p.

und Märchen
Berthaformel

471.

Zu Nr. 120

Hahn, Griechische und
p.

albanesische Märchen,

unter der

53 angegebenen Märchen, ferner das von Gustav

Meyer

in

seiner

„Kurz gefaßten

albanesischen

Grammatik"

mitgeteilte erste

Märchen.
oder „mire", bei den Bulgaren „Naretsnitsi",

Nr. 121 zeigt das so häufige Auftreten der drei Schicksalsgöttinnen, die
„tili"

bei den Serben „Sudnjenitse" (Sojenitse) genannt werden.

Bei


Krauß,
Ni'.

213


die ebenso gut

Märchen der Südslaven II sind Nr. 57 und 88 zu
122 besteht eigentlich aus zwei Teilen,
erzählt

vergleichen, namentlich letzteres zeigt große Ähnlichkeit.

getrennt

werden könnten.

Der

erste Teil handelt

von

der Unterschiebung von Tieren an Stelle neugeborener Kinder

von

Verwandten (cf. Hahn, Griecliische und albanesische Märchen p. 46 unter Genovevenformel). Der zweite Teil behandelt die Lösung von schweren Aufgaben, bei der die zwei Brüder umkommen, aber durch die jüngere Schwester
selten

neidischer

erlöst

Averden

(cf.

Hahn

a.

o.

O.

p.

52

unter

Signyformel).

Bei

Krauß

II Nr. 148 „Die

böse Schwiegermutter" sind auch
ist

beide Teile vereint und auch sonst

die Ähnlichkeit sehr groß,

auch Nr. 138 gehört hierher, ferner bei

Hahn

Nr. 69

nebst

den Varianten
(die

p.

287

ff.

Die Gestalt der „musata a loklui"
als „bukiu-a
als „dunytl güzel";

Erdschöne) findet sich auch im Albanesischen

e cTeut"

und im Türkischen

im Bulgarischen

wird die türkische Bezeichnung beibehalten.

In Nr. 123 vertreten ein alter Beutel, ein altes Glas und

Mütze die Stelle der „Tischchen deck' dich" etc. anderer Märchen, cf Laura Gonzenbach, Sicil. Märchen Nr. 52 und dazu die Anmerkung von Reinhold Köhler. Der Zug mit den Feigen findet sich bei Laura Gonzenbach
eine alte
in Nr. 31,

bei

wozu Rh. Köhler weitere Parallelen angiebt, ferner Hahn Nr. 44, doch wird in unserem Märchen der Unter-

schied von schwarzen

eine

und weißen Feigen nicht angegeben. Nr. 124 ist die bekannte Geschichte aus Tausend und Nacht. c£ Laura Gonzenbach Nr. 79 und die Anmerkung
Nr. 125
ist

von Rh. Köhler.
nur wenig abweichend von dem bei

Hahn

unter Nr. 21 „Das Lorbeerkind" erzählten Märchen, bedeutender

abweichend

ist

„Die Waldjungfrau Wunderschön" bei Schott,

Walachische Märchen Nr. 24.
mir Herr Matof
oder
mitteilte,

Im
es

Bulgarischen kommen, wie

ähnliche Fassungen vor.

Die Mutter

wünscht sich ein Kind und wäre

auch nur ein Sonnen stralil

Hund

oder Strohhalm.

Bei Krauß I Nr. 73 „Die Sonnen-

mutter" gebar die Frau einen Basilikumstrauß.

Das

angerichtete

214

Mahl wird vou dem Mädchen uicht versalzen, sondern auf den Boden geworfen, bis sie beim dritten Male ertappt wird. Es kann kaum einem Zweifel unterliegen, daß die Erzählerin
unseres Märchens, die Lehrerin an der griechischen Schule in

Siraku

ist,

die griechische

Fassung nicht gekannt habe, ebenso

wie die des folgenden Märchens Nr. 126 „Schneewittchen", das

dem albanesischen ^Märchen Nr. 103 bei Hahn nebst den Anmerkungen p. 314 zu vergleichen ist, ferner Nr. 2, 8, 4 206. bei Laura Gonzenbach, nebst den Anmerkungen
mit
j:).

Die Übereinstimmung mit der deutschen Fassung
fallend

ist

aufsie

(Kamm,

Gürtel,

Äpfel, von jedem Tellerchen aß

ein Bröckcheu), doch wie bei

dem

albanesischen Märchen wird

nicht

der Spiegel,
ist,

der übrigens
die

bei

den Bergvölkern

fast un-

bekannt

sondern

Sonne
wird

gefragt.

Das

serbische

und

bulgarische

Schneewittchen

durch Gürtel

und Ring zu

töten gesifcht.

Die Zahl der vorliegenden Märchen

ist

zwar gering, aber
Stoffes

immerhin genügend,

um

die

Art der Behandlung des
zeigen.

und der Sprechweise des Volkes zu
mit französischer Übersetzung findet

Weiteres Material
in

man
,

„Texte macedo-

romäne"

,

gesammelt

von

Obedenaru
Feen"
ist

herausgegeben

von

Bianu, Bucarest 1891.

Das

erste der dortigen jNIärchen

„Der

König und

die Königin der

abgeschrieben und

zum

Teile umgearbeitet aus der Zeitschrift „Tsara nouä"

das zweite „Der Schäfer Perpilitsa und die
ebenso aus „Tsara

1887 Nr. 4, Erdschöne" stammt
3.

nouä"

1887 Nr. 2 und

Der Erzähler

von beiden ist Tascu Iliescu, Lehrer in Krusevo, der den Stoff' den Bulgaren entlehnt hat. In der Zeitschrift „INIacedonia",
Bucaresci 1888
p.

Ol findet sich ein INIärchen „Johann der Faule"

von Vangeliu Petrescu,

Lehrer

in

Krusevo.

Der Inhalt

ist

kurz folgender: Johann der Faule gerät durch seine Trägheit
mit seiner Familie in große Armut.
Eines Tages findet er ein
Goldstück, worauf er auf den Rat seiner Frau Frucht kauft,

doch
eines

in

seiner Faulheit versäumt er sie zu dreschen die

und

findet

Tages

Halme ohne Körner.
fängt
eine

Er
ihm

legt
als

sich

in

den

Hinterhalt

und

Taube,

die

Lösegeld ein


„Tischcheu deck' dich"
seiner
giebt.

215

Einst ladet er gegen den Willen

Frau den Bürgermeister und Pfarrer ein, die ihm das Tischchen wegnehmen. Zum zweiten Male fängt er die Taube, die ihm nun einen Beutel giebt, der Geld hat, so oft man hineinDie Warnung seiner Frau vor den falschen Freunden greift. weist er zurück mit der Begründung: „Ihr Weiber habt einen langen Zopf und einen kurzen Verstand" (ein auch am Rhein bekanntes Scherzwort), und so verliert er auch den Beutel. Zum dritten Male fängt er die Taube, die ihm eine Pistole (Knüppelchen aus

dem Sacke)

schenkt, mit deren Hilfe er das Tischchen

Darauf zieht er in eine andere Gegend, wo er viel Gutes thut und zu Ansehen gelangt. Seinen ältesten Sohn schickt er auf die Hochschule mit
und den Beutel wiedererlangt.

dem
liert,

Tischchen, das dieser aber an die Tochter des Kaisers verder zweite
verliert,

ebenso
besser.

Sohn macht sich mit dem Beutel auf, den er und dem jüngsten mit der Pistole ging es nicht

Verzweifelt lief er ins Gebirge, findet die Feigen, nach

deren

Hörner wachsen, und begiebt sich damit an den Hof, woselbst der Kaiser, seine Frau und Tochter davon essen. Als Arzt kommt er wieder, verlangt aber eine Nacht
die
bei

Genuß

dem Kaiser
ein

schlafen

zu

müssen,

einen
als

Monat
sie

bei

der

Kaiserin,

Jahr bei der Tochter,
seine

die,

Zwillinge ge-

boren hatte,

Frau

Avurde,

worauf

er

seine

Eltern und

Brüder

kommen

läßt.

:

118.
1

Der Mann mit dem üroßen Verstand.
tsi

Tsi

s erd,

nu

s era.

Eni uu om tu uuo kosobo o ü ü ö
s

niare.

Omlu
Imnä
2

atsel era

multu miutimen, minte aveä,
Tsi fotseä,

poradz nu avea.

prin pgzare.

mas

strigä:

„Minte am, pgrädz

uu am."
Tutg pozare o alogg: „Minte am, pgradz nu am."
uu promoteftu mare,
„Tsi easte aisto di
si 1

Insi

striffo
tsi

tu masrazie.

sade

si 1

antreal)o

tine,

te

avdu

tru tute dzulele aurl'i prin

pgzare: minte am, pgrädz

nu am?" nu strig, minte am, pgrädz dzuse: „Kuts pgrädz te lipsesku?"
sg
uil'
si
1'

3

Atsel arsgri

sil'

dzuse:
l'i

„Kum

nu am."
4

Prgmgteftul

„Me
si

lipsesku tsindzgts

de asläü."

promoteftul skoase
akotso
s

deade kuts porädz

kofto.

Nos

kara

lo porazl'i,

fako promotie.

Tsi promotie nveskü ?

Mas
5

aruguzin.
si

kara

l'i

nveskü
sli

pgrazl'i,

zduse iara
pgrazl'i

la prgmgteftul

si

r

dzuse:

„Tsisfak.

Ku

tuts

kumpgräi aruguzin

si

tora
üil'

nu am,
de aslän."

ku

tsi

mut de
tsintsi
si

auätse.

mi lipsesku

tsintsi

G

Prgmgteftul
a;'oyäts,
li

ul'

deade

üil'

de asläü.

skara akgtsg
si

ükgrkg aruguziüle

fudzi
li

ku ngse

z

duse pun tu

märdzine

di
li

amare atseä
argdgf)si.
tsi

laia,

si

diskorko tute aklotse niügo

amare
7

di

ka s lu aveagl'e, tsi va sfako, erä askuratu si kundu vidzü, ko omlu ku minte multg lg deade fok aruguzmlor, fudzi si zduse la prgmgteftu sil' dzi^ise: „Atsel om nu aveä minte, erä glar, kg aprease
era bggät de prgmgteftul,
aruguziüle."

Omlu

IIS.

Was
Stadt.

war, was nicht war.

Es war

ein

Mann

in einer

großen
aber

Jener

Mann war

sehr gescheit, Verstand hatte
rief Tseständig

er,

Geld

nicht.

Er ging über den Markt. Er
„Verstand hab'

(= Was
nicht."

er that, er rief nur):

ich,

Geld hab' ich

Den ganzen Markt durchlief er: „Verstand hab' ich, Geld hab' ich nicht." Ein Kaufmann kam heraus und rief ihn in sein Magazin. Er setzt sich und fragt ihn: „Was bedeutet das von dir, das ich höre (das) du alle Tage auf dem Markte schreist:
Verstand hab'
ich,

Geld hab'
ich,

ich nicht?"
soll ich nicht

Jener sprang auf und sagte ihm: „W^eshalb
rufen,

Verstand hab'

Geld hab' ich nicht."

Der Kaufmann

sagte: „WieAnel

Geld hast du nötig?"

„Ich brauche 50,000 Piaster."

Kaufmann nahm und gab ihm, soviel Geld er verlangte. Als er das Geld genommen hatte, begann er es in Waren anzulegen. Was für Waren schaffte er an? Nur Matten. Und als er das Geld angelegt hatte, ging er wieder zu dem Kaufmann und sagle ihm: „Was soll ich machen. Für alles Geld kaufte ich Matten, und jetzt habe ich nichts, womit ich
der
sie

Und

von hier

fortschaffe.

Ich brauche 5000 Piaster."
Piaster.

Der Kaufmann gab ihm 5000
und ging
bis

Als er Keradschi

gemietet hatte, lud er die Matten auf und zog weg mit ihnen

ans Ufer des Schwarzen Meeres und lud alle dort
sie

neben dem Meere ab und schichtete

auf.

Der Mann, der von dem Kaufmann beauftragt beobachten, Avas er mache, war verborgen, und als
der

war,

um

zu

er «ah,

daß

dem großen Verstand Feuer an die Matten legte, ging er weg und kam zum Kaufmann und sagte ihm: „Jener Mann hatte keinen Verstand, er war dumm, denn er hat die
mit

Mann

Matten angesteckt."


^
r

218


di

Promoteftul dzuse: „Atsel' poriidz

kyudul' dedü mine,
l'i

am

kii

Ueruts; foro

kg vorno oaro va soü
iiiulto,

toarng, atumtsga

va
^^

s l'i

am ka

amiutatik."
di

Atsel

ku miute
s(^ara,

kara arugiizinle

s

feätsiro tsinuso

askumse tu un lok. Ditu amare atsgä laie iusil, kall' arri. skara insiro, aflaro tsinusa si akotsaro Kuudu s kutovoleti, ditu nos insu ketre skumpe. s kutovoleasko.
sintuniko
se

Omlu

askunitu

vidzuudalui

ais^ta,

lo

strigg

vortos,

si

kaill'i

aspgreäts searukaCl'o tu amare.

10

Atumtsea omlu ku

miute multo
li
-^

z

dutse

s

aduuo

ketrile

ku

tuto tsinusa O
boo-o

si

ka

s

nu

kunoasko lumea de ^
si

raulto a lor o

lunino,

de adoro tule

tu

kaj'/e

tulo

boffo

kute dao

ketre skumpe.
11

un kgrgvyot sli duko la promoteftul, kutro kare aveä uno karte, ko va s l'i aduko ahute uil' di tule si s easte ko uuo de nose va o p s karg, va s lu tsung kgrgvyotlu, pung z ying ngs.
atseä
uil'

Dupg

kama multe

di

tule akotsg

'^

12

Kgrgvyotlu ku atseä kgrävi bggg
kgrgvyotlu adzumse la prgmgteftul,
tülele.

si

alte prgmgtii
üil'e

si,

kg

unkorko multu koravea, aruko tu amare
ul'
si

di tule.
si

Kundu
diskgrkg

deade kartea

Promoteftul yavozi kartea

veade, ko nu suntu tute
dzutse tsiva
si

tülele,

kute suntu skriate tu karte,
„Liults
tülele
si

ma nu
boo-ats

strigg

ku

norleätso:

le

nafoaro tu ubor su

strgahg.

Tsi sli fak

ku tülele?"
dzule vine omlu

13

Dupo noskunte

ku minte

raulto,

zduse

la prgmgteftu sintreabg: „Vinirg tute tülele?"

„Ung
14

nil'e lipsesku."

„Kotse nu tsinüs korov^'otlu?"
„Tsi
li

vi-ei

tülele?"
dzutse: „iu
ai

Omlu ku miute multo

tülele?"


8

219


ihm das Geld gab, betraches

Der Kaufmann
tete

sagte: „Als ich
sollte er

ich

es

als verloren;

mir einmal zurückgeben,
es dunkel

9

dann werde ich es als Gewinn betrachten." Als die Matten zu Asche geworden waren und
wurde, verbarg sich der ]\Iann mit

dem großen Verstand an
wilde Pferde.

einem Orte.
Als
sie

Da kamen

aus

dem Schwarzen Meere

herausgekommen waren, fanden sie die Asche und begannen sich (darin) zu wälzen. Beim Wälzen kamen aus ihnen
kostbare Steine
heraus.
er
sie

Als
laut

der

Mann

in

seinem Versteck

das sah,

schrie

an;

und

die erschreckten Pferde

stürzten sich ins Meer.
10

Darauf geht der Mann mit dem großen Verstände und sammelt die Steine mitsamt der Asche, und damit die Leute
sie nicht

an ihrem hellen Lichte erkennen könnten, fing er an Ziegelsteine
zu bereiten und in jeden Ziegelstein steckte er zwei kostbare Steine.
11

Darauf übernahm
steine,

ein Schiffer die

mehreren tausend

Ziegel-

um

sie

dem Kaufmann zu

bringen, für den er einen Brief

hatte, (in

dem

stand) daß er soviel tausend Ziegelsteine erhalten

würde, und sollte einer von ihnen fehlen, so solle er den Schiffer
festhalten, bis er
12

komme.
auch andere Waren und,
hatte,

Der
ins

Schiffer lud in jenes Schiff

da er das Schiff sehr beladen
Meer.

warf er tausend Ziegelsteine

Als der Schiffer bei dem Kaufmann ankam, gab er
die Steine ab.

ihm den Brief und lud

Der Kaufmann
und
ruft

las

den

Brief und sieht, daß es nicht alle Ziegelsteine sind, als in
Briefe geschrieben sind, aber er sagt nichts

dem

im Zorn:
unter

„Nehmt
13

die Ziegelsteine

und
ich

legt sie hinaus in

den

Hof

das Vordach.

Was

soll

mit den Ziegelsteinen machen?"

Tagen kam der Mann mit dem gi'oßen Verstand und ging zum Kaufmann und fragt: „Kamen alle Ziegel-

Nach

einigen

steine

an?"
fehlt."

„Ein Tausend
14

„AVeshalb hast du den Schiffer nicht zurückbehalten?"

„Was willst du mit den Ziegelsteinen?" Der Mann mit dem großen Verstände sagt: „Wo
die Ziegelsteine?"

hast du

"


„Nafoaro tu ubor."
15

220


si

Omlu

lo

iino
si

.si

l'a

prora^teftul de muiio
„ia, tsi
li

utraro un tselur;

frumpse uuo
16
si

dzi^itse:

voi tülele."

Promoteftul akotso omlu di guse
sfeätsiro nikukir

si

spune: „Tora Rim frats,"

ku

uikukir.

1"

Asi pormiiV- üi

stsiain,

pormii'/ vo spus,

nu

stsiu

kam

fets,

ma nu

vo arüs. o o

Krusevo.

Frau Ciouescu

Steriu,

119.
1

Das kluge Mädchen, das Kaiserin wird.
tsi

sera
Aistu
z

nu

serä.
s

satrazam

Erä uno oaro un amiro sun satrazam. " o o O tsineä ti multu stiüt so dzutsea ko poate
-^

dukeasko so ^ o o

z dislea^o itsido ö
o

lukru.

2

Uno

oaro vru amii'oulu

slu veado, disi are multo

stii-e

pi nos sul' dzuse:

„Ma ko

tine esti ahüt stiüt,

un lukru so z videm, disi va s pots s lu fats. 8 ku aisto mintso s ti duts s akumpiri un birbek
nopoj
toi

va so z dzuk Na, uno mintso,
so s

n adüts
a

])irbeklu
voj."

fi'iptu

s

tot

aistg

mintso,

ma
so
s

di

porazl'i

nu

B

Satrazamul,
„]\Iine

di kara
s

luo

mintsa,

fudzi

dzuse siügur:
s

nu va
s

s

pot

fak aistu lukru,
s

ma

va

mi duk

untreb

vornu aus,

ni spuno, kura

fak

ta*

aistu lukru."

4

Satrazamul

z

duse tu uno j^ozare, iu

s

aduna mults oamen
sol' dzuse:

ditu tute hoärele di anvirlisra.

Aklo

aflo

un om aus

„Tine, aus, diu esti?"

„Ditu uno boaro deauä aproilpea."
„Tsi oämeü
ts ai

a kaso ?


„Draußeu im Hof."
15

221

16

Der Mann nahm einen und faßt den Kaufmann bei der Hand, und sie traten in den Keller; er brach einen entzwei und sagt: „Da sieh, wozu ich die Ziegelsteine will.''' Der Kaufmann fiel dem Manne um den Hals und sagt: „Jetzt sind wir Brüder," und sie wurden Compagnons (= Eigentümer mit Eigentümer).
So wußte ich mein Märchen,
ich euch nicht. ein

17

Märchen habe

ich euch

erzählt, nicht weiß ich, wie ich es machte, aber betrogen hab'

119.

Es war einmal, was
und
ein Minister.
sagte,

nicht war.

Es war einmal

ein Kaiser

Dieser Minister hielt sich für sehr klug und

daß

er jedes

Ding begreifen und
der König sehen,

(jede Aufgabe) lösen

könne.

Einmal
hätte

wollte

ob er große Klugheit

und

sagte ihm:

„Wenn du
stellen

so sehr gescheit bist,

werde

und war wollen sehen, ob du sie Da, nimm ein Goldstück und damit geh und lösen kannst. kaufe einen Hammel und bringe mir den Hammel gebraten und ebenso dieses Goldstück, aber von deinem Geld will ich nicht."
ich dir eine

Aufgabe

Als der Minister das Goldstück genommen hatte, ging er
fort

Aufgabe werde ich nicht lösen können, aber ich will mich aufmachen und irgend einen Greis fragen, daß er mir zeige, wie ich mich bei dieser Aufgabe anfür sich: „Diese
stellen soll."

und sagte

Der Minister ging auf einen Markt, wo viele Menschen zusammen kamen aus allen Dörfern ringsum. Dort fand er einen alten Mann und sagte ihm: „Du, Alter, woher bist du?" „Aus einem Dorfe in der Nähe von hier." „Was hast du für Angehöi'ige zu Hause?"

1

:


5

222


tra so

„Nu am dikut mas uuo fgato." „Va z yin s miue ku tiue," dzAise satrazamul. Dupo tsi s akikosiro, s iükisiro pri pade .samindoil'i
z

duko
era

tru hoaro.
ul'

<>

Pi kale satrazamul
s
,

dzuse a aüslui: „Ausu,
di

tsi

gine va

ma

s

no akumporom kute un kal aros

kute dzatse

porädz;

ko

nu va sno kurmom ahut multu
avdzil,

so

va simn^m
kute dzatse
lipseaste

kama ku
"i

liveudeatso."

Auslu kuud
s liibo

ko dzuse uu kal aros

di

ponidz, apliko kaplu so dzuse

ku miutea: „Aistu om

vornu

glar."

8

9

Di kara imnaro kama üklö, sati'azamul iara dzuse a auslui „Ka s nu no dukim aliut multu di kale, l'a me tine prota ügry.ska s apoia va s te Tau s miue." jjAh, nu pot s te portu mine, nu pot so ü portu truplu a nou."
Di kara imnaro niko kama nklo, auslu mului: „Yedz, tsi agru bun easte aistu!"
'

ul' o

dzuse a satrazäo

„]Multu
1

musat

easte,"
-^

dzuse satrazamul,

„ma domnusu
s

are

mokato niko o o c

di vearde."

„Aistu dealiliea easte un glar," dzuse auslu pi ngs

tokü.

10

Seara ^
so

adzümsiro a kaso tru hoaro. " o o o

Feata auslui avea "
-^
,

Kearto un pul'.

Kundu
noso.

sedzuro pi sufrg,
tsitsoarle
le

feata mportsu puillu

deade kaplu a auslui,
le

deade a satrazamului
satrazamul
erä ntrupat

Tu mpgrtsurea a püillui duki, kg feata easte multu stiutg. Dupg tsing, kum di stismg, dz^se: „Ya z dormu i)utsuu."
s aripetle

tsinü

1

ynkl'ise okl'i sg
s

s

featse

k anda

lu akatsg

somnul

s

akatsg

hgrbuleaskg.

Auslu, di kara vidzü, kg satrazamul duriil gine,
„Kgtse, feata mea, tiue ijmpgrtsus asi puillu

ul'

dzuse a

fgätil'ei:

pi sufrg?" 12
esti

üi spare, kglurapgrtsui gine; z

dedu kaplu a

tsie,

kg

tine

kaplu a
s

käsil'ei.

Dedu
s

tsitsoarle

a kseuitlui kg ngs easte
luai aripetle,

ta

fugg sg va tsitsoarg ta

fugg, s

mine

kg

.s

mine


ö

223


sagte der Minister.

„Ich habe nur eine einzige Tochter." „Ich werde mit
dir gehen,"

auf,
6

Darauf machten sie es ab und machten sich zu Fuß beide um nach dem Dorfe zu gehen, Unterwegs sagte der Minister zum Alten: „Alter, wie gut
es,

wäre

wenn

wir jeder ein rotes Pferd für je zehn Pfennig

kauften;
"

denn dann würden wir nicht so sehr ermüden und

würden mit mehr Leichtigkeit marschieren."
Als der Greis hörte, daß er sagte ein rotes Pferd für je
zehn Pfennig, schüttelte
Sinne: „Der
8

(=

beugte) er den

Kopf und

sagte im

Mann muß wohl

nicht recht gescheit sein."

Als

sie

weiter zogen, sagte der Minister wieder

zum

Greise:

9

„Damit wir den Weg nicht so sehr merken, nimm mich zuerst huckepack und dann will ich dich nehmen." j,Ach, ich kann dich nicht tragen, ich kann ja nicht meinen Körper tragen."
Als
sie

noch weiter gekommen waren, sagte der Greis zum

Minister: „Sieh, welch schöner

Acker

ist

dieser!"

„Sehr schön

ist

er,"

sagte der Minister, „aber der Besitzer

hat ihn bereits grün aufgezehrt."

10

„Der ist wirklich ein Narr," sagte der Greis bei sich und schwieg. Abends erreichten sie das Dorf, wo er wohnte. Die Tochter
des Greises hatte ein
teilte

das

Huhn gekocht. Als sie bei Tisch saßen, Mädchen das Huhn und gab den Kopf dem Greise,

Füße gab sie dem Minister und die Flügel behielt sie. An dem Teilen des Huhns merkte der Minister, daß das Mädchen sehr klug sei. Nach dem Essen, wie er gegen die Wand gedie
stützt war, sagte er:
11

„Ich werde ein wenig schlafen."
stellte

Er
Schlaf

schloß die

Augen und

sich,

wie

wenn ihn der

und fängt an zu schnarchen. Als der Greis sah, daß der Minister gut schlief, sagte er zum Mädchen: „Weshalb, meine Tochter, hast du bei Tisch das Huhn so geteilt?"
ergriffe

12

„Mir

scheint,

daß ich

es

gut

geteilt hätte;

ich

gab

dir den

Kopf, denn du bist der

Kopf

des Hauses.

Ich gab die Beine

dem Fremden, denn er ist auf der Wanderung und hat Beine nötig zum Wandern, und ich nahm die Flügel, denn auch ich


esku
tsi

224


Ma
tora spunen.

ta

sfug din kasa so va smi mgrit.
gaste atsel,

^^

ku kare veuis?" „Atsel gaste im glar. Avdzo, tsiu dz^ise, kund vineäm uü kale: Tsi gine va serä, ma s akumporom kute un kal arös di kute dzatse poradz, va siranom kama ku vihate s nu va
s

om

no O

kurmom

ahut multu."
C'

14
s

„Multu gine dzuse,
akumporats kal
kefe."

tato,

ma

tiue

nu

dukis.

Nps nu vreä
kiite dzatse

di dealiliealui,
z beats

raa

s

akumpordts

porädz yin arös, ka

so

zvapriudets ka siranäts

kama
fatse

ku

E
auslu.

gine,
„l'a

laso aisto,
tiue prota

zvedz uno
ügruska
s

alto,

tsi

n dzuse,"
s te

me

apoia va

lau
aisto

s

mine,

ka

s

nu no kurmom." o o

„Multu ^ine
spuneiii tiue

z gri.

Nos

vi'ea

so

dzuko ku

ka
s

s l'i

vornu poromii^- uü kale so noslu dipreapoia
s tritsets

tso

spuneä, so asi

kalea foro

s

u dukits."
altg glgrime, tsi

16

,,E gine,

dzuse.

alaso saista,

ma

zvedz uno
ul'
1

Tsi

bun

easte aistu agru,

dzus mine.

ü

Multu

musät

easte, fatse nos,

ma domnu su

moko

niko di vearde.

Nu
17

easte aisto uno glgrime,
,,Nu,

featamea?"
tsg zbm*g.
ia,

nu easte glgrime, multu gine
a agrului va
s

tsi easte.

Domnu su
lipseaste
z
s

aibo luato porädz
tsi

ku tok

di s

akum-

pgrg atsel agru.
o

Ngslu tora atseä
s

va skoatg de

atsel agru,

da a alantüi

dzuko, ko

domnu

su

1

are

nu 1' armune tsiva. mokato niko di vearde."
asi

Aista va

18

Satrazamul, kare
graie a
featil'ei,

sfitseii,

ko doarme, kund avdzü
:

aiste

„Mine ahtare featg stiutg koftam. Va stentreb un lukru. Mine esku akotsat ku baste uü deade uno mintso ku amiruulu a nou tu uno lugrie. so n dzuse s mi duk s akumpgr ku aistg mintso un birbek sg s l'i adük nopoi birbeklu friptu s aistg mintsg, ma tot
z disteptg sg dzijse
aisto mintso.
tsi
s

Pi mare minduire esku;

nu

stiu,

kum

s

fak so

adär."


bin auf der
13

225

Wanderung von zu Hause und will heiraten. Aber jetzt sag' nyr, wer ist denn jener, mit dem du gekommen bist?" „Das ist ein Narr. Höre nur, was er mir sagte, als wir unterwegs waren Wie schön wär's, wenn wir je ein rotes Pferd für je zehn Pfennig kauften, wir Averden dann mit mehr Be:

haglichkeit marschieren
14

und werden nicht

so

sehr

ermüden."

„Gut hat er gesprochen, Vater, aber du hast es nicht verstanden. Er wollte nicht, daß ihr ein wirkliches Pferd kauftet,
soüdern für je zehn Pfennig Rotwein, damit ihr trinkt und euch
anfeuert,

damit ihr mit mehr Lust marschiert."
gut, laß das, hör' etwas anderes, das

15

„Nun
dann

er

mir sagte,"

antwortet der
will ich

Greis:

„Nimm du mich
v,iv

zuerst

huckepack und

dich nehmen, damit

nicht ermüden."
wollte damit sagen, daß

„Sehr gut hat er gesprochen.

Er

du ihm auf dem Wege irgend eine Geschichte erzähltest und er wollte dir dann eine erzählen, und so würdet ihr den Weg
zurücklegen, ohne ihn zu gewahren."
16
„Grut, laß

auch das, aber vernimm eine andere Dummheit,,

die er mir sagte.

— Sehr
I
17

— Wie schön
er,

steht dieser Acker, sagte ich ihm.

schön steht

sagt

er,

aber der Besitzer hat ihn schon

grün aufgezehrt.
„Nein, es
Hör',
ist

Ist das keine

Dummheit, mein Mädchen?"

keine Dummheit, sehr gut hat er dir gesprochen..

Der Herr des Ackers wird Geld auf Zins genommen haben um jenen Acker zu kaufen. Er muß nun das, was der Acker ihm eintragen wird, dem andern geben, und so bleibt ihm nichts. Das will sagen, daß der Herr ihn
was
es bedeutet.

schon grün aufgezehrt hat."
18

Der Minister, der sich stellte, als ob er schliefe, als er diese Worte des Mädchens vernahm, wurde wach und sagte:. „Ich suchte so ein kluges Mädchen. Ich werde dich etwas fragen. Ich bin durch Wette mit meinem Kaiser zu einer Aufgabe verpflichtet. Er gab mir ein Goldstück und sagte mir, ich solle hingehen und für dieses Goldstück einen Hammel kaufen und solle ihm den Hammel gebraten bringen und auch dieses selbige Goldstück. Ich bin nun in großem Nachdenken; ich weiß nicht, wie ich's machen soll und was ich thun soll."
Weigand, Aromunen U.
15


19

226
uu


Dute
s
s

,3^" dzuse

f(^ata,

„aisto

(^aste tsiva. ä

aktimporo
s

ku

atseii
s

mintso un birbek nitiins,

apoja tundel
s

ku

liina
s

atsgd

adari

uno

sidzade.

Sidzadea

o vindz,

asi

va sg

Tai mintsa

ku kare akumpgräs

birbeklu."

20

Satrazamul akumporc') un birbek,'o tunse so ul J.CO
a
featil'ei.

Noso akotso sfako sidzadea,
la

s

O" kund
1'

deade luna o

era bitisito,

o vindü
so

satrazamul so skoase mintsa.
aniiroulu.
so O

Apoia
la
s fats

fripse birbeklu

zduse

Kuud adzumse
„Kare
77

palate,

amiroulu

stsudisi

multu

dzuse: O

te

nvitso O

aistu lukru?"

21

„Vornu, siügur o
te polokorsesku."

fets."
s ai

,,Nu n akatso mintea,
l'i

fapto tine aistu lukru

;

ma
1

spune,
polo-

spuse tas tu sone, vidzundalui ko

korsgä multu.

Amiroulu
a lui
s

tru garg se skul§ so z duse la feata

ku
22

tuts oamenl'i

o luo

ti

nveasto.

Di kute
Amiroulu
s

ori

amiroulu dzudika tu midzilise vornu lukru 0^ o
so zbura,
1'

ku strumbotate, amiroroana arsoreä
niireä
lui.

kum
s

erd ndreptu.
s

multu

pi noso so

dzutseä

nu

minteasko
El' aveä
'^

tu lükrole a 23

Uno
so

0"O"
oaro doi

vitsiii

viniro so zdzüdiko la nos.

oo

oo

aisto uiakikosire:

Unlu aveä uno

eapo,

s

alantu aveä uno vako.
eäpel'ei

vaka s eapa afitarg. Dupo niskuntu kero mundzul a muri z doninu su a eäpel'ei z duse s furg yitsgllu a so 1 bogo la eapo ka so susro.
24
s

vakgl'ei

Domuulu
la

a vakol'ei vidzü aisto

lugi-ie,

so z duse la vitsinlu

kgftg yitsgllu,

amiroulu
ngijL,

z

nu vru deade uu phmo; so
aistu

ma

sg stibg.
1'

Atüntsalui zduse

dzuse:

„Doamne,
s

vitsinlu

a

ijn

fur^ yitsgllu a ngu."

25

^Kum
vitsinlu

poate

s

bibg

aistg

lugrie,

lipseaste

avdzum

so

a

tou."

De
askumta;

alautg parte domuul a eäpel'ei zduse la amirgulu pe
l'i

spuse

ti

furtul,

tsi

aveä faptg, sg

1'

deade pgrädz

ku skopö ka

s lu adzutg sg z dzukg,

kg ngs are ndreptate.


19

227


ist.

„Bah," sagte das MädclieD, „wenn's weiter nichts

Geh

und kauf mit jenem Goldstück einen ungeschorenen Hammel, und dann scheere ihn und aus der Wolle bereite einen Teppich.

Den Teppich
erhalten, mit

verkaufe

und

so wirst

du das Goldstück wieder

20
die

dem du den Hammel gekauft hast." Der Minister kaufte einen Hammel, schor ihn und gab Wolle dem Mädchen. Diese gab sich daran einen Teppich
und
als

zu machen

er fertig war,

verkaufte ihn der Minister

und schlug dabei ein Goldstück heraus. Dann briet er den Hammel und ging zum Kaiser. Als er im Schlosse angekommen war, wunderte sich der Kaiser sehr und sagte: „Wer lehrte
dich die Sache (so)
21

machen?"
machte
in
ich's."

„Niemand,

allein

„Das

will

mir nicht

den Sinn, daß du das gethau hättest;

aber sprich nur, ich bitte dich drum."

Er

zu Ende, da er sah, daß er ihn sehr bat.
der Kaiser auf

ihm bis Sofort machte sich
erzählte es

und ging zu dem Mädchen mit seinem Gefolge
zur Frau.
fällte,

und nahm
22

sie

So

oft

der Kaiser vor Gericht ein verkehrtes Urteil
so,

mischte sich die Kaiserin ein (sprang auf) und sagte
recht war.
ihr,

wie es

Der Kaiser

erzürnte sich sehr über sie

und sagte

sie

solle sich nicht in

seine Angelegenheiten mischen.

23

Einmal kamen zwei Nachbarn,
holen.

um
Der

bei

ihm

ein Urteil zu

Sie hatten folgenden Streit:

eine hatte eine Stute,

der andere eine
Zeit

Kuh, und

beide warfen Junge.

Nach

einiger

starb

das Fohlen und der Besitzer der Stute ging und

stahl das

Kalb und

legte es der Stute

zum Säugen

unter.

24

25

Der Besitzer der Kuh sah diesen Vorgang und ging zum Nachbarn und verlangte das Kalb, aber dieser wollte nichts davon wissen. Darauf ging er zum Kaiser und gab eine Klage ein und sagte ihm: „Herr, mein Nachbar hat mir mein Kalb gestohlen." „Wie kann das sein, wir müssen auch deinen Nachbarn hören." Andererseits ging der Besitzer der Stute zum Kaiser ganz heimlich; er teilte ihm den Diebstahl, den er begangen hatte, mit und gab ihm Geld mit der Absicht, daß er ihm helfe und
daß er sage, daß
er

Recht habe.
15*


26

228


ul'

Kund
ndrept so

viniro
dziise

doil'i,

so

zdzüdiko la aniiroulu,
eapel'ej,
s

deade

ko yitsoUu gaste a

nu a

vakol'ei.

Di kara
2"
s

z hitisx

dzudikata, se skularo samiudoil'i

s

fudziro.

Amiroroaüe
aravdo.

avdzü
pitrikü

aisto

strumbo
di la

dzudikato
krirao

s

nu putü
tsi

Noso

atseä dzuo
tine

atsel,

kerü
l'i,

yitsollu, so

r dzuse:

„Mune
tsi

dute

amiroulu so spune

kaso
ditu
z

s

ploteasko asrul,
insiro s

aveäi niüffo amare, ko tuts
tut o-rünlu tsi erä tu aarru; so

pestil'i

amare

mokaro

maso
tine

dzuko nos, ko moko

pestil'i

grün, tine so

1'

dzuts

:

afeato eapo
asi,

yitsol?

Ma
:

ste ntreabo, kare tenvitso, so zburosti

so r dzuts

„amiroroaüa a ta

me

nvitso."

28

Nosu
amiroroaüa

z

duse alanto dzuo la amiroulu so dzuse,
spuse.

kakum

ul'

Amiroulu skorti multu, kundu avdzü
El dzuse:

aistu zbor sgl intrebo, karel' spuse, so greasko asi.

„ko amiroroaüa a
29 "*^
ul'

ta."

Tru oaro z duse ^ o dzuse „Fudz de
:

la noso

000
asi,
*/

auätse, s

ku uno mare nu n te veado

inate
okl'i.

s

ku
l'a

striffare ~

din kaso

kama
nu va
30

ahordzutlu lukru,

tsi ts ai,

so fudz diparte di mine,
'

ko nu

pot z bonedz mine X^ o
s te

Ts am dzuso de ahute ori, ko tine o ü o o mintesti tu lukrole a meale, s tine nu vrei so stii."

ku

tine.

Amiroroaüa,
huzmikärel'ei
atseä
tsil

kara
tu

avdzü

atseä

searo

ul'

dzuse

a

zbajro '"Co
s

skafa di yin
tsi

a amiroului nilieamo di
otou.

o-^^-^o
-^

mbeato omlu,
no kilime o
s

adutse somnu
pi

Asi featse

huzmikarea
1

amiroulu kodzü
s

invorti tu ö

intro tu

000'
uno korave,

somnu

grgu.

Di pre apoia
ta s iükiseasko '"'O

tsi erä,

tu atsgä sgarg

asi fudziro.

31

Kund
mi
aflu,
i

arairnulu z distepto, dzijse:

„Tu korave

di dgalihea

ma

yis

ved?"
te
afli

„Tu korave

di dealiÜgalui,"

dz^se amiroroaüa.

„Kum

asi?" fatse nos.

^


26

229


falle,

Als beide kamen, daß der Kaiser das Urteil

gab er

ihm Recht und zur Kuh.
gingen weg.
27

sagte,

daß das Kalb zur Stute gehöre und nicht

Als das Urteil beendet war, machten sich beide auf und

Die Kaiserin hörte dieses verkehrte Urteil und konnte
nicht ertragen.
Sie schickte noch an demselben

es

Tage und ließ jenen, der das Kalb verloren hatte, rufen und sagte: „Morgen geh zum Kaiser und sage ihm, daß er dir den Acker bezahle, den du am Meere hattest, denn alle Fische kamen aus dem Meere heraus und fraßen den ganzen Weizen, der auf dem Acker war; und wenn er dir sagt, ob denn Fische Weizen fressen, so wirst du ihm sagen: wirft denn die Stute ein Kalb? Aber wenn er dich fragt, wer dich so sprechen lehrte, so wirst du ihm sagen:
„Deine Kaiserin lehrte mich."
28

Er ging am andern Tage zum Kaiser und
die Kaiserin gezeigt hatte.

sagte,

wie

ihm

29

30

Der Kaiser ärgerte sich sehr, als er diese Rede hörte und fragte, wer ihm gezeigt habe, daß er so Er sagte: „Deine Kaiserin." reden solle. Sofort ging' er zu ihr mit großem Zorn und sagte ihr schreiend: „Geh weg von hier, daß dich meine Augen nicht erblicken. Nimm aus dem Hause das liebste Ding, das du besitzest, und geh weit weg von mir, denn ich kann nicht mit dir leben. Ich habe dir so oft gesagt, du sollst dich nicht in meine Angelegenheiten mischen, aber du willst nicht hören (= wissen)." Als die Kaiserin so hörte, sagte sie an jenem Abend der Dienerin, sie solle in den Weinbecher des Kaisers etwas von jenem, das den Menschen betäubt, das tiefen Schlaf herbeiführt, thun. So that die Dienerin und der Kaiser fiel in tiefen Schlaf Darauf wickelte sie ihn in eine Decke und stieg in ein Schifl, das im Begrifie war, an jenem Abend abzufahren, und so zogen
sie

weg.

31

Als der Kaiser erwachte, sagte
keit

er:

„Bin ich in Wirklichsagte die Kaiserin.

im

Schiffe oder sehe ich nur ein Trauml)ild."

„Im Schiffe befindest du dich wirklich," „Wie so (ist das gekommen)?" sagt er.


„uü
asi te

230


luffrie so s fuar.

dzises s

Tau diu kaso kama ahordzuta
di

Mine kama ahordzut lukni
luai s f udzii."
,

tine

nu

putui.

s aflu

n kaso,

s

32

Amiroiilu
amiroroanilei

kund avdzu
deade
urdiii,

aisto

s tsudisi
s

multu

ti

miutea a

z

ka

so

toarno korave.
s s

atsgä garo noslu z dipuse di pi

skamnu

o aloso

Niko de smgurg z dumnepi tsiva.

asko so z dzüdiko tute lukrole, foro so

minteasko noslu

Megarovo.

Frau Nuska Buia.

130.
1

Die falsche und die wahre Königin.
nu
trei
s

s

era

si

erä

;

era

un
ts

Ygsil'ou,

kare de pasa searg
z

tol'ä

kute doano,

mul'eri.
tsi

Uno

raoaso

duse uuo searo la nos
tail'

slu utrebo: „Vgsil'e,
mul'eri?"
2

gaste lialea de

de pasa searo

Vosil'oulu

dzuse:
s

„De
z
o

atseii

tail'u,

ko voi so
s

aflu

uno

murare, kundu
s

arudo

da

soärile,

kundu

plunso, z da ploaie,

kundu O

s

noreasko Ü o
'^

s llibo

kerolu urüt."

3

Dzuse raoasa

:

„S
'

ts aflu

iou

uno mul'are

ahtare.
'

Easte

un om ditu Arbinusie, kare are uno soro o o aduko sor sa." si z dusiro de o luaro s aveä mgasa teta.
4

ahtare;
si

s l'i

dzutsem o

uno

alto feato, tsi

Moasa
vosil'gulu,

atsea,
si

kundu
s

era tu koravi, akotsu di

l'i

bo^o un
dusiro la

ak un kreastet
snoroi multu

featse

purumbu

si

azburo.

Kara

z

arudea nveasta,
si

ama

soärele

nu

dedeii.

Vosil'oulu

o bogo

moasa

tu hapse,

kolu mintsuuo,

ma

feata o luu nveasta, ko era musato.

5 fixido

Uno

oaro

z

duse kafedziulu, ta
musttt.

sl'i

fako kafe.

Vine tu
l'i

un purumbu multu
si

Kafedziulu, kare Ividzü,

armase rairake

vru, ta s lu akatsg,

ma nu

putii;

ssinti

multu

puno

sl'i

aduko kafeulu a

vosil'milui.


„Du
sagtest

231
solle


von Hause das
liebste

mir,

ich

Ding

mitnehmen und weggehen. Etwas Lieberes als dich konnte ich zu Hause nicht finden, und so nahm ich dich und ging weg."
32

Als der Kaiser dieses hörte, wunderte er sich sehr über die
Klugheit der Kaiserin und gab Befehl, daß das Schiff gewendet
werde.

Noch

in jener

Stunde

stieg er

vom Thron und
alle

ließ

sie

allein regieren

und Recht sprechen über

Dinge, ohne daß er

sich

in etwas mischte.

130.

Es war einmal,
der jeden

vielleicht

auch nicht.

Es war

ein König,

Abend

ging eines

Frauen umbrachte. Eine alte Frau Abends zu ihm und fragte ihn: „König, warum hast
zwei, drei

du das Bedürfnis, daß du jeden Abend Frauen umbringst?" Der König sagte: „Deshalb bringe ich sie um, weil ich
eine

Frau
sie

finden will, daß, weint,

wenn

sie lacht,

die
sie

Sonne
zornig

scheint,
ist,

wenn

daß
ist."

es

regne,

und wenn

daß

schlechtes Wetter

Da
Es
ist

sagte die Alte: „Ich werde dir eine solche

Frau
sie

finden.

ein

Mann
sie

aus Albanien, der hat eine solche Schwester;

sagen wir ihm, daß er seine Schwester herbringe."

Und
die

gingen

und holten
Tante
hatte.

und
als

ein

anderes

Mädchen, das

Alte zur

Jene Alte,
steckte ihr eine

sie

auf
in

dem

Schiffe waren, ergriff sie
sie

und

Nadel
sie

den Scheitel und

wurde zur Taube

und
die
die

zum Könige kamen, lachte die Frau, aber Sonne schien nicht. Der König wurde sehr zornig und warf Alte ins Gefängnis, weil sie ihn belogen hatte, aber das Mädflog weg.

Als

chen

nahm

er zur Frau,

denn
(

sie

war schön.

Einmal ging der Diener
zu bereiten.

=

der Kaffeesieder),

um ihm Kaffee
Der

Da kam

ans Fenster eine sehr schöne Taube.

Diener, der sie sah,

bekam Verlangen und

wollte sie ergreifen,

aber er konnte nicht; er zögerte lange Zeit, bis er

dem Könige

den Kaffee brachte.


6

232


s l'i

Aestu
aurlo,

s

uoroi nuiltu,
ul'

kossinti,
s

aduko kafeulu,
ko mi
lu akäts,

si

lu

ma

nos

dzuse: „Vosil'e,
niultu nul^^at, z

mi

l'ertsi,

sintli,

ko

vidzüi im

purumbu

dedu

s

ma nu putüi."

7
s lu

Alto oaro
akotso

z

duse earo

s l'i

adaro kafe
'^ -^

si

\dne earo
s

CO

si

lu aduse a vosil'oului. o o
z

Aestu

purumbul horisi multu si u
si
1'

lu

bog^ tu kofase.
s

viue oara, so z dukg tu jioiem

dzuse

a vosil'odnirei ta

lu afireasko gine.

8

Nveasta,

di

uruto
si

tsi

era,

akotso di lu

tgl'e

purumbul, lu

mokö
oliele

si

peanile

oäsile le

arko tu amare, lu sfeätsiro uno

Yine vosiloulu ditu polem, skara vidzü, ko nu easte purumbul, aurlo multu. Ma vosil'oaüa l'i dzuse, so
hrisusito.

nu

aurlo,

ko uoso lu

afiri

multu,

ma

tsi

s l'i

fako, pususi.

9
si

ORel'a hrisusito O
oara,
di
z

isi

uofoaro de amare 0-^0

si

o akotso o o
kelke.

o aduse la vosil'oulu, kare o bowo tu

uno

un peskär Vine earo
i.

duse tu polem.
di o
a l'i

Kara
si

sfudzi vosil'oulu,

nveasta sa
l'i

akotso oHel'a
tu uno \'nloao-o

tol'e

o fripse;

^kinVi duse di

arko

nsrrupo, ta s

nu
tsi

l'i

veado

vosil'oulu.

Kara
dzuse,

viue earo ditu polem, ntreabo,
pususi.

sfatse

oliel'a.

Noso

Di

aesto oaro tgkü.

10

skinl'i

atsel'

kreskurg uü kopäts,
'

tsi

deade
'^

lilitse

multu

musate.
si

si

erä vornu tselnik, o
atsel

tsi

z

duse un oaro ku oile aklo o

kara vidzü

kupats ku

lilitse

musate, arupse
isirg

trei

si

li

duse la fgätele a vezirlui.
vosil'oulu O
'^

Fgätele

ngfoarg

si

le

vidzü

si

lintrebg: 6

„Diu suntu ü
'^

aeste

lilitse

musate?"

11

„Tselniklu ng

li

doade."

„Dutsezvo

di luäslu tselniklu!"

Kara
s fridz

vine,

spuse a vgsil'gului, kg

li

aflg lilitsele la

un

kopats pe nifi^g ung vulgagg.

Dzuse
z

vgsil'gulu:

„Mune

taliind

un birbek

si

s

no kl'eü ta

venim."


6

233

Dieser wurde sehr böse, weil er (so lauge) gesäumt hatte,

ihm den Kaffee brächte uud zankte ihn aus, aber jener sagte ihm: „König, verzeihe mir, daß ich mich verspätete, denn ich sah eine sehr schöne Taube, und ich lief, um sie zu erdaß
er
greifen,
7

aber konnte nicht."

Ein andermal ging er wieder

um ihm

Kaffee zu bereiten,

und da kam wieder
sie

die Taube,

und
er
sie

er ergriff sie

und brachte
sie

dem Könige. Dieser freute Käfig. Es kam die Zeit, wo
und
8

sich sehr
in

und that

in einen

den Krieg ziehen mußte,
wohl behüte.

er sagte zur Königin,

daß

sie

Taube und tötete sie, aß sie auf und warf die Federn und Knochen ins Meer, wo sie sich in einen goldenen Aal verwandelten. Der König kam aus dem Kriege zurück, und als er sah, daß die Taube nicht mehr da war, zankte er sehr. Aber die Königin sagte ihm, er
Die Frau
in ihrer Schlechtigkeit ergriff die
solle
sollte

nicht
sie

zanken, denn
sie

sie

hätte sie sehr gehütet,

aber was

machen,

wäre gestorben,

9

Der goldene Aal kam aus dem Meere heraus und ein Fischer fing ihn und brachte ihn dem König, der ihn in ein Glas that. Wieder kam die Zeit, daß er in den Krieg mußte. Als der König fort war, ergriff seine Frau den Aal, tötete ihn und briet ihn die Gräten nahm -sie und warf sie auf eine Wiese und grub sie ein, damit der König sie nicht sähe. Als er wieder aus dem Kriege kam, fragte er, Avas der Aal mache. Sie sagte,
;

er ist gestorben.

Diesmal schwieg

er.

10

Jene Gräten wuchsen zu einem Laubbaume, der sehr schöne

Blumen

trug.

Uud

es

war

ein

Herdenbesitzer,

der einmal

mit den Schafen dorthin kam, und als er jenen

Baum

mit den
sie

schönen Blumen sah, brach er drei ab und brachte

den

Töchtern des Ministers.

Die Mädchen gingen heraus und der

11

König sah sie und fragte sie: „Woher sind diese schönen Blumen?'' „Der Tschelnik gab sie uns." „Geht und holt den Tschelnik!" Als er kam, sagte er dem Könige, daß er die Blumen an einem Baume neben einer Wiese gefunden hätte. Da sagte der König: „Morgen früh brate einen Hammel und rufe uns, daß wir kommen."

"


12

234
si

Alanto dzuo

z

A

tutulor lg tsingil
si

tu loklu algntör

sum umbra a kopatsului. umbrg, a vgsirgdnil'ei nu tsineä; z dutsgä earg nu l'i tsineä umbrg.
düsiro
stoturg
1

si
si

s

noroi

si

dzuse so

tal'e,

si

fudziro.

si

z

düsiro un aus
tupoaro,

uno moaso
deddiro di
fudziro,

ta s lu tal'e lemnul.

Kara deädiro ku
Ausl'i
s

ul'
si

O'^ü
Ama

ak

si

arsori

ooo
si

noso.

uufrikusaro o o

multu

ko aveä friko snu hibo draklu.

13

noso o o

l'i

adzumse

lo

P:)rädz O

si

uno kaso musato. O
si

OO
si

Kara avdzü
si
l'i

ooo COO'^''
dzuse so
sta.
tsi

si

lo a
z

deade
•^

vosil'oulu,

duse la

noso

si

noso arudeii,

deade soärele

nos ohto, ko nu aveä
pgtsu dela mgasa
asitse,

niul'are ahtare.
si

Ama
moasa
noso O O

ngsg

spuse tute,

dela vosiroaüa.

Vosil'oulu, kara vidzü,
si

ko erä

kakum
si

spuse, le bogo

vosil'oaua tu ruo'oziue
vosil'oane. O
'^

ku kotrane,

deadiro fok. " O

s featse

14

si

ahute

s

tute

si
si

aklo nu ü eräm

amortie

s

nu ü am,

ale

Lino O

al

Dumorak Q
pisti

ku uno tsumg
tu sak

kap

laläk.

Neveska.

Joan Dan, 13 Jahre

alt.

121.

Porköpulos. der Findling.
insi s

Erä uno oarg un prgmgteftu mare, kae

adung pgrädz.

sumplg
80
1

OOOO
me
aprukats

disgzle

mpline siükisi a kasg.

akotso uno furtuno
s

OO
s

serä ung iarg mare
di kale.

aromase namesa

Dupg putsin J.OX
„Aman,

vidzü ung luning,
s
!

apruke sintrg tu ung kasg so

strigg:


12

235
sie


aber

Am
des
nicht.

andern Tage gingen

und standen unter dem Schatten

Baumes.

Allen spendete er Schatten, der Königin

Sie ging auf den Platz der andern, aber wieder gab er

ihr keinen Schatten.

man solle ihn fällen und sie gingen weg. Es kamen ein alter Mann und eine alte Frau um den Baum zu fällen. Als sie mit dem Beile darauf schlugen,
Sie

wurde böse und sagte,

Mädchen) sprang heraus. Die Alten erschraken sehr und flohen, denn sie hatten Furcht,
trafen sie auf die
sie

Nadel und
wäre.

(das

daß
13

es der Teufel

Aber
bleiben.

sie

holte sie ein
sie

und

sagte ihnen, sie sollten stehen
ein

Und
(es)

gab ihnen Geld und

schönes Haus.
lachte,

Als

der König
die Sonne,

hörte,

kam

er zu ihr

und

sie

da schien

Frau hatte. Aber sie erzählte ihm alles, was sie von der Alten und von der Königin erduldet hatte. Als der König sah, daß es so war, wie sie gesagt hatte, ließ er die Alte und die Königin in Schilfmatten mit Teer thun, und sie legten Feuer an. Und sie wurde Königin.
er seufzte,

und

daß

er nicht eine solche

14

und alles, und dort war ich nicht, und Sünde ist es nicht; hau Lina (Tochter) des Dumarak mit einer Beule auf dem Kopf, im Sack, laläk.
soviel

Und

131.
1

Kaufmann, der ging fort, um Greld einzutreiben. Und er füllte die Quersäcke voll und machte sich auf den Heimweg. Es war ein strenger Winter und ein Unwetter überraschte ihn und er blieb auf der Hälfte des Weges liegen. Nach kurzer Zeit erblickte er einen Schein, ging darauf zu und trat in ein Haus und rief: „Erbarmen, nehmt mich auf."
Es war einmal
ein großer


-

236


am
s tsg

yine uu

om
s

so dziitse:

„Nu

pot ste aprolcü, ko

lihoano

ükas;
3

ma

va

imtreb mul'erga

mga

so

nopoi va

spun."

]Marerea
uointru

dzutse:

„Nu putem

so

1

alosom

nofoaro,

'aidi,

ku

nos." o

Kuudu
lihoano

pronioteftul intro, vidzü sapte fitsori dispurttts so

m pade.

Atumtsea
si

ul'

vine multo friko
erä
oarfoii

ti

ponidz

tsi

aveä ku nos; ko vidzü,
medzidz a omlui, ta
z biuro.
s

atsel'
ti

multu.

l'a

kal sfumel'e so
z

Dede doi dapoia muükaro

kundu

z bosro,

nu puteä

doarmo

di friko, tsi aveä.

4

nou.
ti

Tu mesea noäptil'ei vidzü treile tili pe niügg fitsoru atsol Uno dzuse: „So uu boneadzo, ko tata nu are pune
Alanto spuse:
„So boneadzo, kg lu sapte au pune, au „So boneadzo so de
promoteftu

nos." o

si

optu."

5

Atseä

iiiko

dzuse:

istu

s unker()iseasko." ü
s

"O

Promoteftul avdzü tuto so

oo
1

kundu
ul'

aperi,

dzuse:

„Istu fitsor

ooo sgn
z

1'

erä multo friko

oo

dats,

kg voj sgl fak

liil'.

dediro

ku haräuo
are faptg.

so promoteftul fudzi

ku

nos.

Dupo

dzumitate de sahate
a mul'erisai,
tsi

arukg tu neag sg
„gine
fitses,"

duse a kasg so spuse
dzuse disg.

6

Ease ung poarkg ditu munte ku
soru
sg r

tuts purtselüs

s

aflg

fit-

da lapte

sg
s

1

dutse
'^

tu
X^

guvg.

dzule fitsoru kriskü o
aflaro O

fitseä

ka
'

purtsel'.

Dupg tsintsi an di Uno dzuo avinotori

porkul ku fitsoru atsol, saistu akotsaro, alantsi fudzirg. o X O' o o
s

ooo

Tuts
kero

tsudisiro

multu

di aistu fitsor so

1

bogarg la skolig

s

ku

s fetse

c>askal

mare ku numg „Porköpulos".

7

Uno duminiko
vine tu biseriko
s

z

duse

s

atsol promoteftu tu aisto politio,
fitsor.

avdzü boatse musato de atsol

ntrebo,


(Da)

237


sagt:

kommt

ein

Manu und

„Ich kann dich nicht

aufnehmen', denn ich habe eine Wöchnerin im Haus; aber ich

werde meine Frau fragen und dann werde ich
auf! herein mit ihm."

dir antworten."

Die Frau sagt: „Wir können ihn nicht draußen

lassen,

Als der Kaufmann hereinkam, sah er sieben nackte Kinder

und
sie

die

Wöchnerin auf dem Boden.
das Geld, das er bei sich

Angst

um

wurde trug; denn

Da

es

ihm sehr
daß

er sah,

arm waren. Er gab dem Manne zwei Thaler, um für das Pferd und die Familie (Nahrung) zu holen und darauf aßen und tranken sie. Und als er sich niederlegte, konnte er
sehr

vor Furcht, die er hatte, nicht schlafen.

Um

Mitternacht sah er die drei Schicksalsgöttinnen neben

dem Neugeborenen.

Die eine sagte: „Er
soll

soll nicht leben,

denn

der Vater hat kein Brot für ihn."

Die andere sagte: „Er
haben, haben auch acht."

leben,

denn wo sieben Brot

Die Kleine sagte: „Er
soll

soll

leben und von diesem

Manne

Glück haben." Der Kaufmann hörte alles und hatte große Furcht und. als es Tag wurde, sagte er: „Gebt mir diesen Jungen, denn ich will ihn als Sohn annehmen. Sie gaben (ihn) ihm mit Freude und der Kaufmann zog mit ihm weg. Nach einer halben Stunde warf er ihn auf den Schnee und ging
er

nach Hause

und sagte zu

seiner
sie.

Frau,

was

er

gethau hat.

„Du

hast wohl gethan," sagte

Ein Wildschwein mit
ihn mit in
die

allen Frischlingen

Gebirge und fand den Knaben und giebt
Höhle.

dem ihm Milch und nimmt
aus
[der Tage]

kommt

wuchs der Knabe heran und machte wie die Schweine. Eines Tages fanden die Jäger das Schwein mit dem Knaben, und diesen fingen sie, die andern flohen. Alle wunderten sich sehr über diesen Jungen und sie brachten ihn zur Schule und mit der
Zeit

Nach fünf Jahren

wurde

er

ein

großer

Lehrer

mit

Namen

„Porkopulos"
in diese Stadt

(Schweinesohn).

Eines Sonntags ging auch jener

Kaufmann

und kam

in

die

Kirche und hörte die schöne Stimme jenes


kae
aistu

238


smiudueaste,

easte,

sol'

dzusiro

tuto.

Promoteftul

ko

va

s liibo

atsol fitsor, tsi

aruko tu neao,
sa nveasta so

8

vü'

dzuse, ko va so

1'

da

liil'a

un keradziu
karte,
iu

tu politia, lu aved kasg.
skriato,
kaf'to
s

A

ku keradziului dede uno
1

pitretse

era

nveasta

sol'

tal'o
s

kaplu a
aflundalui
,

fitsorui.
tsi

n kale
skriato,

fitsoru

kartea di keradziul
alto karte,

era

skrio
viniro

uuo

kaküm aveä
nveasta
s

dzuso promoteftul.

Kundu

uu atsed

politio,

al

promoteftu kunto

kartea, kl'imo noskuntsi oaspits

tu atseä searo bogaro kuruno.

9
z

Dupo
dukeaste

trei

dzule vine borbatlu

tuto,

kundu vidzü, kofto kartea ama nu spune tsiva. Trekü putsun kero,
s

dzutse a nveastel'i: O
searo
z voi
s

„Am r,J?
fotsem

lukru tu uno hoaro, va stornu
sorbotoare
raare.

0"0'

mune
C

uno

Taliina

s

pitrets

dzineru a nostru pi kallu ats^l albu tu podure ta so
birbets."

l'a

dzatse

Asi dzuse

s

fudzi.

10

Alanto dzuo nveasta vidzündalui, ko dzineru niko durnä, o o o o o
"^

'^'

pitrekü

fratesu.
1

Ama

promoteftul

bggo

furi

ku

tufek

tu

podure, ta so

vätgmo omlu

atsgl pi kal albu.

Furl'i,

kundu

vidzuro

un ahtare om,
kallu atsgl albu
su, '
1'

ulvotomaro.

Seara yine ijromoteftul

ngpoi

s

votomaro kumnatu
1

ooo
duä.

ku sundze. Kundu avdzu, kg furl'i iutro un molupe, ko vede, ko dumnidzgu o-^ A'o 'o o

dupo putsun kero muri s tutiputa o iiker<31si atsgl Porkopulos, s ahute s tute, s miutsun nu vg spus s akasg
adzuto.
z

me

Muskopolje.

Naum

Dimitri Tsipa.


Er Der Kaufmann
Burschen.
8

239
ist,


und
sie

fragte,

wer er

erzählten

ihm

alles.

überlegt,

daß dieser jeuer Knabe

sein müsse,

den er auf den Schnee warf.
seine Tochter zur Frau geben und sendet ihn mit einem Keradzi in die Stadt, wo er zu Hause war. Dem Keradzi gab er einen Brief, worin geschrieben war, daß die Frau dem Burschen den Kopf abschneiden solle. Unterwegs verlangt der Bursche von dem Keradzi den Brief und, da er fand, was darin geschrieben war, schreibt er

Er

sagte ihm, er wolle

ihm

einen
sie

andern Brief, so wie der Kaufmann gesagt
Stadt kamen,
las

hatte.

Als

in jene

die

Frau des Kaufmanns den

Brief, rief einige
sie

9

Freunde und noch an demselben Abend legten den Kranz (fand die Trauung statt). Nach drei Tagen kam der Mann und als er (es) sah, veralles,

langte er den Brief und begreift
Zeit verging,
in

aber sagt nichts.

Kurze

(da)

sagt er

zur Frau:

„Ich habe ein Geschäft

einem Dorfe, morgen Abend werde ich zurückkommen und
will,

10

Früh schicke unsern Schwiegersohn auf dem weißen Pferde in den Wald, damit er zehn Hammel hole." So sprach er und ging fort. Als am andern Tage die Frau sah, daß der Schwiegersohn noch schlief, schickte sie ihren Bruder. Aber der Kaufmann hatte in dem Walde Räuber mit Gewehren (in den Hinterhalt) gelegt, um den Mann auf dem weißen Pferde zu töten. Als die Räuber einen solchen Mann sahen, töteten sie ihn. Am Abende kommt der Kaufmann zurück und das weiße Pferd mit Blut (bedeckt). Als er hörte, die Räuber hätten seinen Schwager getötet, bekam er einen Schlaganfall denn er sieht, daß Gott ihm hilft. Und nach kurzer Zeit starb er und das Vermögen erbte jener Porkopulos, und soviel und alles, und Lügen erzählte ich euch nicht und nach Hause ging ich.
ich

daß wir ein großes Fest veranstalten.

('?),

240
123.
1

Die böse Schwieg:('rmutter.
s era.

^

eru

tsi

nu

Erii

uu bosilou un
Bosiloulu

oaro.
insi

Tato uu aveä,
kai9e
sgarg
di

mo
uno

sa

avea.

Erä

uiusunlt.

muntreä lümea.
skombo.
so
'

Uno searo aveii sedzuto dupo uno kaso tu Tu kasa atseä erä trei feate surori. Lukra
so

noaptga
tsi

zburä

uu

le

akätso somnu.

Tsi zburd?

ia,

zbuni.

2

Atseä

ma mare
s

dzuse:

„Ka

so

aveäm borbät

^elodziul

amiroului, ta

uu

dzuses,

mi fgnitesku de pune." Atseä ditu mese: „Tsiva mine vream s aveäm korutseru amiroului." Atseä ma
,,s

üiko dzuse:

amiudäoli

fflare Hits."

„Kotse?

Tine,

tsi

vrei?"

3

„Mine voi amiroulu borbät.
sfak doi
fgata
fitsori

suno

feato,

Kara fitsorl'i ku

s

ki

lau borbät, va

lutseäfire tu frumpte,

ku luna."

„Mare lukru koftäs!"
Bosiloulu avdzü,
tsi

zburä

feätile,

so

simno kasa

s

fudzi.

4

Taliinä narse la feäte.
gelodzlul
so
trei

Aveä
„voi

luato
s

ku nos korutseru
tu
tsi

so

porekl'i

de

strane

intro

kaso.

„B^ii§ asearo

dimiueatso,"

dzuse bosiloulu,

feate,

zburäts

noäptga?"

Se muntreä tru

okl'i

imo ku o

alanto. o

„Spunets nu vo aspgräts!"
5

Ma

marea dzuse: „Amiro mare,
s

tsi

fitseäm,

oärfoü liim,

zbui'om dao zboaro, ta

treako oaro."

„Spunets, ko mine vg avdzui."

Öpüsiro
lo

atsgä

ma mare
tale

s

atseä ditu mese

so

bosiloulu

deade gelodziul so korutseru.
suntu
s

Atseä
feata

iiiko ul'

dzuse amiroulu:

„Lukruri a surori a

bitisite

tora.

Kara

s te

Tau

mine mul'ere, va sfats

fitsorl'i

kum

spuses?"

241


Es war einmal
ein König,

133.

Es war

einmal, was nicht war.
er nicht,

Einen Vater hatte

Er war unverheiratet. Jeden Abend ging der König aus um die Welt zu sehen. Eines Abends hatte er hinter einem Hause auf einem Steine gesessen. In jenem Hause lebten drei Mädchen, die Schwestern waren. Sie arbeiteten in der Nacht und sprachen,
wohl aber seine Mutter.

damit der Schlaf

sie nicht ergriffe.

Was
ich

sprachen sie?

Hört,

was

sie

sprachen.
:

Die Alteste sagte
könnte."

„Ach wenn
ich

doch den Koch des

Königs zum Manne hätte, damit

mich an Speise ergötzen
„Nichts sagtest du, ich

Die aus der Mitte sagte:

möchte den Kutscher zum Manne haben."
„Ihr beide seid

Die Jüngste sagte:

dumm." „Warum? Was willst du denn?" „Ich will den König zum Mann. Wenn ich ihn zum Manne habe, werde ich zwei Knaben und ein Mädchen gebären, die Knaben mit dem Morgenstern auf der Stirne, das Mädchen mit dem Monde."

„Was du
bezeichnete das

nicht alles willst!"
hatte gehört, was die

Der König
Früh ging
trat

Mädchen

sprachen,

und

Haus und ging weg.
er

zu den Mädchen.
sich

Er

hatte den Kutscher

und den Koch mit
ins

Haus

ein.

Paar Kleider und „Guten Morgen," sagte der König, „ihr
drei
ihr gestern

genommen und

Mädchen, was spracht

Abend

in der

Nacht?"

Sie sahen sich einander (verlegen) an.

„Sprecht nur, habet keine Furcht!"

Die Älteste sagte: „Großer König, was thaten wir, wir
sind arm, Avir sprachen einige Worte, damit die Zeit vergehe."

„Sprecht nur, denn ich hörte euch."

Die Älteste und die Mittlere sagten

(es)

ihm,

und der

König gab ihnen den Koch und den Kutscher.

Der Jüngsten
die

sagte der König: „Die Angelegenheiten deiner Schwestern sind

nun

Frau nehme, wirst du Knaben und das Mädchen gebären, wie du sagtest?"
vollendet.

Wenn
II.

ich dich zur

Weigand, Aromunen

16

242
6

jjVoi

l'i

fak,

ku numa
s

al

dumnidzou,

ma
s

s

nu

l'i

fak,

atumtsga

tal'g

n kap."

o lo mul'eare.

nkisi grgao sg bosiloulu z duse

ku askerea

ampuliseasko.

Nvgasta luj featse un
lui
s
1

fitsor

ku
z

lutseäfire

tu frumpte.

Mo sa
featil'ei,

a bosiloului

s

ku daole surori
1

baba bogaro uno matso

iitsoru tu
aflu ö

uno sinduke

arukaro tu arüu,

Uno

spolotoreaso

so o

1

boo:Q X pi tsutse. oc? o o

7

Vine
nveasta?"

bosil§ulu, insi

mo sa

lui, 1 astepto.

„Dado,

kum

gaste

„Alaso nveasta!"

„Kotse, dado?"

„Vrea sfako

fitsor s fatse

matso."

„Kumu
„Asi
easte."
8

spoate kg omlu sfakg matso?"
ntreabo surorile a
Fei.

featse,

Lukru

al

dumnidzou

6arse la nveasta

sa,

kare plundzeä.
s

„Nu

are tsiva," dzuse, „va

fats alt fitsor."

s

iükisi greao.
fitsor,

eara z duse bosiloulu tu polem.

Featse nveasta niüffo un
fitsoru tu

ma

boffaro
1

un
lo

kotsol,

arukaro

arüu

s

atseä mul'eare

lu aflo so o o.

a kaso, o
s

9

Vine bosiloulu
s

ngpoia o

l'ertg.

Alantu an ükisi greao,

nopoi featse uno feato ku luna tu frumpte.

O

arukaro tu arüu,

nopoia mul'eärea atseä

aflo

s

feato

s

o duse akaso.

Ti aisto

bggarg un pul' de patg.

ia

plundzeä so zgileä.
dzuse: „Tsi ü
s

10

Kundu
fitses.

vine

bgsilgulu,

fitses,
s

pul'de

patg

Tine dzases, ko va

fats

doi

fitsori

uno feato ku

semnu,

ma

fitses

matso, kgtsgl spatg!"

„Dumnidzou
baba."

stie,

kaküm un

feätsiro

mo ta ku

surori s

ku

11

„Tora nu strek
nafgarg tu un kuser
s

atseale,
z

nu

te l'ertu."
kvits

so bggg tu skarg
s

dgade zbor,

oameü

aling pi skarg,

oakuko.

Asi feätsiro.


6

243

„Ich werde
nicht,

sie

in

dann schneide Sie wurde schwanger und der König ging mit dem Heere den Krieg. Seine Frau gebar einen Knaben mit dem MorgenSeine, des Königs, Mutter

Namen Gottes, aber wenn mir den Kopf ab." Und er nahm sie zur Frau.
gebären, beim

7

und die beiden und die Hebamme legten der jungen Frau eine Schwestern Katze hin und den Knaben warfen sie in einem Kasten in den Eine Wäscherin fand ihn und legte ihn an die Brust. Fluß. Der König kam zurück, seine Mutter machte sich auf und „Mutter, wie geht es der Frau?" erwartete ihn. „Ach, laß die Frau!" „Warum, Mutter?" „Sie wollte einen Knaben gebären, und gebar eine Katze." „Wie kann ein Mensch eine Katze gebären?" „So machte sie (es), frage ihre Schwestern. Das Werk
stern auf der Stirn.

Gottes
8

ist

es."

Er ging zu
„Es
schadet

seiner Frau, die weinte.

nichts,"

sagte
sie

er,

„du wirst einen andern

Knaben gebären."

9

wurde schwanger. Wieder ging der König in den Krieg. Die Frau gebar noch einen Knaben, aber sie legten einen jungen Hund hin, warfen das Kind in den Fluß und jene Frau fand es und nahm es nach Hause. Der König kam zurück und wieder verzieh er ihr. Im
folgenden Jahre wurde
sie

Und

schwanger, da gebar

sie ein

Mädchen

mit

dem Monde auf

der Stirne. Sie warfen es in den Fluß, da fand

10

Mädchen und brachte es nach Hause. Für dieses schoben sie eine junge Gans unter. Sie weinte und schrie. Als der König kam, sagte er: „Was machtest du mir, eine junge Ente gebarst du. Du sagtest, daß du zwei Knaben und ein Mädchen mit einem Male gebären wolltest, aber gebarst
jene Frau auch das
eine Katze, einen

Hund und
es

„Gott weiß, wie
11

Gans!" deine Mutter samt meinen Schwestern
eine
hin,

und der Hebamme machten." „Das geht du* nun nicht (mehr)

ich verzeihe dir nicht."

Er

ließ

sie

au die Treppe hinaus in einen Hühnerstall bringen

und gab

Befehl, wer die
es.

Treppe hinauf gehe,

solle sie anspeien.

So geschah

16*


12

244


insi

Dupo

tsisprodzatse
s

de an,
fitsori

bosiloulu

s

avino

l'epuri.

Aklu nafoar^
dzuse: „Venits
z

adzuku doj

so vidzu,

ko erä musdts.

ku mine

la avinare!"

so üärsiro

ku

nos.

L§ Kundu
gaste

dusiro

ku

dealago, kodzü kgtsula diu kap a fitsorui so yiütso

lutsgjifire

tu frumpte.

Bosiloulu dzuse: „yino nkoatse,

tsi

aistu?"

„Nui
„Kare

tsiva."

easte alantu?"

„Frate easte."

„A kui Hits?" „Nu avem tato, dado
13
z dusiro

avem."
s

a kaso saklo vidzü

feata
s

ku luna tu frumpte.
feata,
ta s Fi baa; tu

Dzuse bosiloulu: „Doni a nia
sholio." o

fitsorl'i

„Amirg mare,
esku."
l'i

fitsorl'i

s

feata

a toi

suntu smine a tou

lo

tuts

s

fitsorl'i

nvitsaro tu slioKo,

feata erä siüguro

ü kaso. Ü
14

Moasa, mosa a

bosilgului,
el'.

ku

surori

sku

baba,

kund

l'i

vidzuro, s adukiro, ko erä o' o' o
/^

tsi

Moasa dzutseä dzuo di dzuo: o o o „Feato, kotse nu lo dzuts a fratslor, kunto multu bun?"
-^

s

aduko

atsol pul' musat,

„Ju

s aflo

ats§l bilbil?"

,,Lu are

musata a
a

loklui."

,Ju easte musata a loklui?"

,0
15

aflo

ft-atsl'i

toi."
s lo

Viniro
bilbillu

fratsl'i

a kaso

dzuse feata:

„Nu va
s

s

üi adutsets

atsol musatlu, ta '

sno kunto a kaso?" U ü O O
z dutsgii

fitsoru atsol o

mare kgfto un kal bun s pgradz. aflo un aus ku barbo albo.
16

kalea un mes,

„Bung

searg,

pap aus."
fitsor

„gine venis, bgsilopul."

„Mine nu esku

de bgsilgu."

I


12

245
der


(einmal) auf die

Nach 15 Jahren ging
jagd.
sie

König

Hasendaß

Dort im Freien

spielten zwei

Knaben

u'nd er sah,

schön waren.

Er

sagte ihnen:

„Kommt
Als
sie

mit mir auf die
fiel

Jagd."
die

Und

sie

gingen mit ihm.

schnell liefen,

Mütze von dem Kopf des Knaben und der Morgenstern erglänzte auf der Stirne. Der König sagte: „Komme näher zu mir, was ist dies?" „Es ist nichts."

„Wer

ist

der andere?"

„Mein Bruder."

„Wem
13

seid ihr?"

„Einen Vater haben wir nicht, eine Mutter haben wir." Sie gingen nach Hause und dort sah er auch das Mädchen
mit
die

dem Mond auf der Stirne. Der König sagte: „Gieb mir Knaben und das Mädchen, damit ich sie zur Schule schicke." „Großer König, die Knaben und das Mädchen sind zu
und
alle

deiner Verfügung

ich auch."

Er nahm sie das Mädchen war
14

und

die

Knaben

lernten in der Schule,

allein zu

Hause.
die Schwestern
sie es

Die Alte, die Mutter des Königs, und
die

und

Hebamme,

als

sie

sie

sahen,

merkten, daß

waren.

Die Alte sagte Tag

für

Tag:
sie

„Mädchen, warum sagst du nicht den Brüdern, daß schönen Vogel holen, der so wunderschön singt?"

den

„Wo „Wo
15

ist

jener Singvogel?"

„Die Erdschöne hat ihn."
ist

die

Erdschöne?"
sie

„Deine Brüder finden
ihnen:

(schon)."

Die Brüder kamen nach Hause und das Mädchen sagte

„Werdet ihr mir nicht den schönen Singvogel holen, damit er zu Hause singe?" Und der ältere Bruder verlangte ein gutes Pferd und Geld. Er war einen Monat unterwegs,
da fand er einen Greis mit weißem Bart.
16

„Guten Abend, Großväterchen."
„Sei willkommen, Köuigssohn."

„Ich bin kein Königssohu."


„0
sorta, ta
stiu
s

246


s

miue, aj ningg un frate

uno

sor,

s

tora te pitrekü

Tai pul'lu atsol musitt dila
so z dzuk.

musata a

loklui.

Askulto

miue,
ia

tsi

va

Kalc^a lu nerdz dupo

munte

atsol mare,

uno palate mare.

Difikoa de kasa atseä easte no gordino
pi nountru.

ku poü.
atseale;

Va
kg

s trets

Aklo va
te

so s alikeasko oameu,

serk, ugpgrtits, luk,

ma

tine s

nu

aspari,

kg nu suntu tsiva

ma

ste aspäri, va ste ngl'^ts aklo.

1'

Musata a loklui easte bogato pisti kaplu a l'ei. Are dao kofasi, uno de hrisafe, uno de lemnu. So Tai atseä di lemnu, ko atsol pul' easte bun; la va zdzuko, alantu i kama bun, tine nu askulto,
siierdz

Kara

auaparte va

ste alin tu skarg.

ma
18

s

fudz

s

atseä yine dupg tine,

ma
s

s

nu mutresti ngpoi."

Fitsoru

z

duse so

s

asporo so

ungl'itso de tiüko.

Frate SU, kare lasteptg, ükisi
la

s

ngs.
s

Aflg auslu, z duse
s

gordino

,

ama

s

nos

s

asporo so

ungl'itso

aromase

la

frate SU.

(18 gekürzt.)
fratsl'i

19

Feata astepta
dzuse a bosiloului
z
:

doi

mes de

dzule.

Nu

^^nirg.

Dapoia

„Do n

strane de borbät,

un kal bun

so porädz.

duse feata la aus, kare o nveatso.

„Nu

i

gine,

sg

astui") urekl'i,

ta s

nu avdu ? " untrebg

feata.

„giue va
20
z

s fats."

duse

la

ggrdiug.

Tuts

aury,

la

nu

avdzii.

Trapse
sg

ndreptu la palate, dipuse dipi kal,
s

ligg

kallu la pgartg,
l'i

alinn unaltu.

Aflu musata a loklui,

ama nu

gri

ku

gura.

Lo

kgfaslu di lemnu ku pul', gase nafoarg, dipune skara, iikglikg
s

sg trapse kvjtg pgartg ta sg

arukg auaparte.

21
s

Musata a loklui grgd: „Aj'alea, ap'alea, sg yin smine," sfeatse. o adzumse la poartg sgl' dz^tse: „Disfg urekl'i."

^
„Ich weiß
es,

247


Bruder und eine Schwester,
damit du den schönen

du hast

noch, einen

und

jetzt sendet dich deine Schwester,
holst.

Höre mich, was ich dir sagen werde. Der Weg, auf dem du hinter jenem großen Berge gehst siehe da einen großen Palast. Diesseits jenes Hauses ist ein Garten mit Obstbäumen. Du wirst hineingehen. Dort werden sich Menschen, Schlangen, Giftschlangen, Wölfe an dich drängen,
Vogel der Erdschönen

aber erschrick nicht,

denn jene sind gar nichts; denn wenn

du
1'^

erschrickst, wirst

du dort

erstarren.

Wenn du
Die Erdschöne
jener Vogel

jenseits gehst, wh'st
liegt

du

die

Treppe hinaufgehen.
hat
zwei Käfige,

auf ihrem Kopfe.

Sie

einen von Gold, einen von Holz.
ist

Nimm
eile

jenen von Holz, denn
ist

gut;

sie

wird dir sagen, der andere

besser,

aber du höre nicht (darauf), sondern

weg, und jene

kommt

hinter dir her, aber sieh dich nicht um."
18

Der Bursche machte
vor Furcht.
Sein Bruder,

sich

auf und erschrak und erstarrte

der ihn erwartete,

machte

sich

auch

auf.

19

Er fand den Greis, ging in den Garten, aber auch er erschrak und erstarrte und blieb bei seinem Bruder. (18 gekürzt.) Das Mädchen erwartete die beiden Brüder 2 Monate [der Tage]. Sie kamen nicht. Darauf sagte sie dem König: „Gieb mir Männerkleider, ein gutes Pferd und Geld. Das Mädchen kam zum Greise, der sie belehrt. „Ist es nicht gut, daß ich die Ohren verstopfe, daß ich nicht
höre?" fragte das Mädchen.

„Du
20

wirst

wohl daran thun."
in

Sie

kam

den Garten.

Alle heulten,

sie

hörte

nicht.
es

Sie eilte gerade auf den Palast zu, stieg

vom
Sie

Pferde,

band

an die Thüre, und ging hinauf
sprach nicht mit ihr [mit
käfig mit
stieg aufs
seits

Sie fand die Erdschöne, aber

dem Munde].

nahm den Holzsie

dem Vogel,
Pferd und

geht hinaus, steigt die Treppe hinuntei-,
eilte

nach dem Thore, damit

nach jen-

gelange.

21

Die Erdschöne rief: „Langsam, langsam, daß ich mitkomme," und sie holte sie am Thore ein und sagt ihr: „Öffne die Ohren";


„Tora
s

248


,/aidi, skuliits

disfo s
ti-ei

oameü

di miirmgre."

Spusefeata:
s
fratsl'i.

vg!"

tuts

sute

de ins se skularo

z

dusiro la aus

Sgl luar§ la politio.

Aistu dzuse:
grits.

„stiits

voj,

kare easte dada

voastro?
s

Ma
z

ku gura snu

askukem

tuts tu fatso so s

Aklö easte tu kuser. o asterdzem ku simio." so

Va
asi

feätsiro.

dusiro disupro, bogaro misale, so

moko pune.

Ma

mo sa

a bosiloului aveä bogato formäk tu

gele.

22

Aüslu kunosku atseale
pi misale,
s

so dzuse:

„snu bago muna vorun
pul'

pung

so

dzuk mine.

So ying pätrule mul'eri auatse,
s

adutsets uno matso,
l'i

un kotsotüs

un

de pato."

l'i

adüsiro

so

nformoko

tuts.

Kundu
s

viniro mul'erile,

untrebo auslu:

„Ju suntu
dzüsiro,
stim."

fitsori

feato ali amii'oaüo?"
s

Tsi stiranoi?"
pato, altsiva

„amiroaiia featse matso, kotsotuso

uu
s

23

„Ku

spunets udreptu; muntrits auä,

aisti

suntu

fitsorl'i

feata amirgänil'ei, ar

semnu

tu frumpte."

„Asi easte," spuse bgsiloulu, „voi tora munkats aiste gele";
s

atumtsea, legaro mul'erile tu koade kal'lor so
bukots. o

s

feätsiro

kumots

ku
94

Bosiloulu

lo

nveastosa nopoi, musata o deade atselüi

ma mare
25

so s featse " O

numto mare. o

Aklo lu eriim dus, unvitsäi tute aiste, a voäna vo adus kute uno peskese musatg, ma vinirg furl'i, üi Iviarg peskesile Ana lu liim, sunotate z birikete, s aklo. s mine diskopäi di uos. lu erä el' skombe sketre. o

Pljasa

bei

Kortsa (Koritsa). Anastas Nikola Bulamatse.

249

„Jetzt erlöse auch die Menschen von und sie that es. Marmor," Da sprach das Mädchen: „Auf, erhebt euch!" Und alle dreihundert Menschen erhoben sich und auch die Brüder. Sie gingen zum Greis und nahmen ihn mit zur Stadt. Dieser Aber sprecht nicht sagte: „Wißt ihr, wer eure Mutter ist? Dort ist sie im Hühnerstall. Wir werden [mit dem Munde]. ihr alle ins Gesicht speien und sie mit dem Taschentuch abwischen. „Und so machten sie es. Sie gingen hinauf, richteten den Tisch an um zu essen. Aber die Mutter des Königs hatte
Gift an die Speisen gethan.
22

Der Greis erkannte jene und

sagte:

„Daß niemand

die

Hand
her

ans Essen lege, bis ich es sage.

Die vier Frauen
herbei

sollen

kommen,
alle.

bringt auch eine Katze, einen jungen

Hund und

eine junge Gans."
sie

Man

brachte

sie

und

er vergiftete

Als die Frauen kamen, fragte der Greis:
sind die

„Wo
„Was
23

Knaben und das Mädchen
sie,

der Königin?"

wissen wir," sagten

„die Königin gebar Katze,
nicht."

Hund
Söhne
Stirn."

und Gans, etwas anderes wissen wir
„Ihr sprecht nicht wahr;

seht her,

diese sind die

und

die Tochter der Königin, sie

haben das Zeichen auf der

„So

ist

es," sagte

der König, „ihr eßt jetzt diese Speisen";

24

25

und dann banden sie die Frauen an die Schwänze von Pferden und sie wurden in tausend Stücke (geschleift). Der König nahm seine Frau wieder zu sich, die Erdschöne gab er dem ältesten, und eine große Hochzeit wurde gefeiert. Dort, wo ich gewesen war, erfuhr ich alles dieses, euch habe ich jedem ein schönes Geschenk mitgebracht, aber die Räuber kamen, nahmen mir die Geschenke ab, und ich bin ihnen entkommen. Hier, wo wir sind, (soll sein) Gesundheit und Feldsegen, aber dort, wo jene waren, Felsen und Steine.

250
1*23.
1

Die habgierige Frau und ihre Strafe.
nu
s er&.

Erä un aus tsi s duse s fako leamne o si aflo lupiilu l'uftyndalui ku ursa. Lupülu kade de ursa si dzyitse aüslui: „Ela, sme asktik dela urso si iutsi vrei, va s ts dau." L askopo. Lupülu lo auslu si 1 duse la guvg 1', iu Fitsorlu l'i dzuse: „So nu Tai lire, skaftsi arol: erä tato su. ~ o o o uno puüffo veakl'e si uno veakl'e kelke ti videare s uno kotsüo

Eni

tsi

'"

-^

'

yeakl'e."

Asi featse;

le

lo

auslu

si

le

duse a kaso.

2

Ku
la

multu putsin
si

kerö

muri auslu

;

aromase mul'are sa
veado.

vedug, algso

un

fitsör

ka de

siiptsprgdzatse de an, kare erä

un promoteftu.
si

Uno

dzuo vine

mo

sa,

ta so

1

n kale
l'i

fitsorlu

aveä paradzi tu muna, ta so
ta

l'a

pune.

L aflo Mg sa

dzuse:

„U am uno
nguntru
s

veakl'e pufio-o dela tata a kaso, so badzi

paradzi

nu arkuredzi." Ku dao dzule 1' aduse punga mgsa, si kuudu sduse, sg l'a pune, bggg paradzi nguntru. Ma kara skgase paradzi spglteaskg punea, vidzü, kg
bokure OO
s

adoraro tute

OO

lire si arestele, '

ma

nos nu dzuse tsiva.

tsi

bogo, tute oCiQ'

lire s feätsiro,

^o'

3

Tro ndao dzule o
fitsori

"G
Trg

s

adunaro promoteftsil', so o
'

oioo

s

duko n Sorung.
si

ooo
i-

Fitsorlu dapoia vindeä tutg prgmgtia tu dis di pazare,
skriiro la domnil' o

alantsi

a

lor, ^

ko tare huzmekär o
vinirg

le

vindü prgo

motia tu dis di pazare.

Avdzutg domnulu a
dz^ile

lui,

multu
a

l'i

pgrü

argu.

ndao
asteptg

prgmgteftsil'

kasg

si

domnusu.
si

snu

fitsorlu

dzuse a

ma kgftg logarismolu domnusui: „Smynggm pune si dapoia va
smuingg pune,

sgts spun logarismolu."

Domnulu nu aveä

argvdgtsune.

251

133.

Es war
der ging

einmal, was nicht war.

Es war

ein alter

Mann,

um Holz

zu

fallen.

Da

fand er den Wolf im

mit der Bärin.
alten

Der Wolf

fällt

unter der

Kampfe Bärin und sagt zum
befreite ihn.

Manne: „Komme,
willst,

befreie

mich von der Bärin und, was

du auch

werde ich dir geben."

Er

Der

Wolf nahm den Alten und führte ihn in seine Höhle, wo sein Der junge Wolf sagte ihm: „Nimm nur keine Vater war. Goldstücke, verlange nur einen alten Beutel und ein altes Glas zum Sehen und eine alte Mütze." So that er er nahm sie und ging nach Hause. Nach sehr kurzer Zeit starb der alte Mann; seine Frau
;

blieb als

Wittwe zurück, und

er hinterließ einen

Sohn von etwa

17 Jahren, der bei einem Kaufmanne war.
seine Mutter

Eines Tages

um

ihn zu besuchen.
in der

Sie traf ihn

kam auf dem Wege
einen
alten

und der Bursche hatte Geld
Seine
]Mutter

Hand um
zu

Brot zu kaufen.

sagte

ihm:

„Ich

habe

Hause

Beutel

vom

Vater, da

du nicht frierst." den Beutel, und
Geld
hinein.

du das Geld hineinthun, damit Nach zwei Tagen brachte ihm die Mutter
sollst

als er
als

wieder Brot holen wollte, that er das
er das
die

Aber
er,

Geld herausnahm
alle

um

das Brot

zu bezahlen, sah

daß

Kupferstücke

zu Goldstücken
die er hinein

geworden waren und
that,

die Reste

(vom Wechseln),

wurden zu Goldstücken, aber er sagte nichts. Nach einigen Tagen kamen die Kaufleute zusammen, um nach Salonichi zu ziehen. Der Bursche verkaufte darauf alle Waren zur Hälfte des Marktpreises, und die andern Lehrlinge schrieben ihren Herren, daß der und der Diener die Waren zur Hälfte des Marktpreises verkaufte. Als der Herr es gehört hatte, schien es ihm sehr schlimm. Nach einigen Tagen kamen die Kaufleute nach Hause und auch der Herr. Er nahm sich nicht die Zeit zum Essen, sondern verlangte die Rechnung und der Bursche sagte seinem Herrn: „Wir wollen Mittagbrot essen, und nachher will ich dir die Rechnung zeigen." Der Herr aber
hatte keine Geduld.


4

252


am
tu kaselg, tütele
lioaro atsgä erä

„gine,"

dzvise fitsorlu,

„iä kute lire

s^iutu a tale."

Dapoja
avulo,
tsi

se skulo
l'a

si

f'udzi.

Tu

uno doamuo

uu borbätii musätu si avütü. Musitts aflo multsi, ma avüts nu erd, si avüts aflo multsi, ma musäts nu erä. si fitsorlu atselu, ku tut atseä tsi nu erä ahutü musätu, u ziksi trei ort ku lire si u lo mul'are. Seara s kulkaro, s doarmo deadün, si dzuse mul'area a borbatlui: „Diu amintäs
vred so
ahyts paradzi?"

„ni

l'i

deade dumnidzou."

5

„Nu, nu, spuneu, diu
Atuntsea spuse
si,

l'i

luas,

ko tora Bim uno!"
Se
tsudisi

fitsorlu

punga.
si

multu mul'area

kundu

duriii,

lo

pufiga

skoase fitsorlu afoarg.
skoäses afoarg?"

Dapoia

greaste a mul'erisai: „Tsi

me

6

„Tsi te am, ta

s

nu

te

skotü afoarg

;

nu

te

am
s

tsiva,"

Vinitalui fitsorlu a kasg ntrebg

mg sa,
sil'

kara

aibg ältsiva
a
fit-

de afendi,
sorlui.

„Easte uno veakl'e kelke,"
si

deade ragsa
tutg, tsi

Aestu mutreaste nguntru
iSduse
tsi

veade lümea
sade

adgrg
si

ka»9euu.
dzuitse:

la

kasa

a

mul'erisai,

din

afoarg

„stiu,

adarg dgamua nouutru."

7

Dula avdzu
la uso
si

si

sduse

la

dgamna

si

dzuse:

„Vine un

cm
tsi

veade,

tsi

adari tine n kaso."

„So vedem," dzuse, si adung peril' usus si ntrebg, „Are adunatg peril' nsus," dzuse fitsorlu. fitsgä.

„Viuo analtu," dzuse ngsg,
Ikofto l'ertare. o o
8

s

kundu
si
1

vine,

ulkunoskü

si

Dapoia duruirg
de tato
SU.

si

ngsg
si

lo

kelka

skoase eara afoarg.

Fitsorlu sduse a kasg

ntrebg

mg

sa,

kara sargmase ältsiva


4

253


dir."
fort.

„Gut," sagte der Bursclie, „siehe wie viel Goldstücke ich
in der

Kasse habe, Darauf machte

alle

gehören

er sich auf

und ging

In jenem Orte

5

und hübschen Mann wollte. Schöne fand sie viele, aber sie waren nicht reich, und Eeiche fand sie viele, aber sie waren nicht schön. Aber jeuer Bursche, obgleich er nicht besonders schön war, wog sie dreimal mit Goldstücken auf und nahm sie zur Frau. Am Abend legten sie sich nieder, um zusammen zu schlafen, und die Frau sagte zu dem Manne: „Woher hast du all das Geld bekommen?" „Gott gab mir es." „Nein, nein, sage mir, woher du es genommen hast, denn
war auch
eine reiche Herrin,
die einen reichen

jetzt sind wir eins!"

Da
-

zeigte

der junge

Manu den
als

Beutel.

Die Frau versie

wunderte sich sehr und,

er schlief,

nahm

den Beutel

6

und warf den Burschen hinaus. Da sagt er zu seiner Frau: „Warum hast du mich hinausgeworfen?" „Als was habe ich dich (was bist du mir), daß ich dich nicht hinauswerfe; du bist mir gar nichts." Als der Bursche nach Hause gekommen war, fragte er
seine

Mutter, ob
ist

sie

irgend

etwas anderes

„Da

ein

altes

Glas" und die Frau,

vom Vater habe. Mutter gab es dem Sohne.
setzt

Dieser blickt hinein und sieht die ganze Welt, was jeder machte.

Er ging ans Haus
7

seiner

sich

davor und sagt:

„Ich weiß, was die Herrin drinnen macht."

Die Dienerin hörte

es,

ging zur Herrin und sagte: „Es
sieht,

kam

ein

Mann an

die

Thüre und
fragte,

„Laßt uns sehen," sagte
oben zusammen

sie

was du drinnen machst." und band die Haare nach
sie

und

was

machte.

„Sie hat die

8

Haare nach oben gebunden," sagte der Bursche. „Komm herauf," sagte sie, und als er gekommen war, erkannte sie ihn und bat um Verzeihung. Darauf schliefen sie und sie nahm das Glas und warf Der Bursche ging wieder hinaus und ihn wieder hinaus.
fragte seine Mutter, ob

noch etwas anderes von seinem Vater

übrig wäre.


Mo sa
„Kumu
9
l'i

254


si

dgade veakl'a kotsüo; u bogo n kapü

ntreb§:

lÜu tora?"

„Nu

te

vedii,"

spuse

mo

sa.

S duse
kotsüo
tsiva,
si

la

kasa murerisai, salino, intro tu odaie, sedzü .-.7 Q
.^7
7
(_,

pe uingo noso
aurlo

tsi

s

gulisinä

ta

so

s

kulko.

Atüntsea skoase

noso.

Viuiro dülele analtu,

ma nu
nu vedu

vidzuro

ko bogo kotsüo.
si

Kundu aveä

fudzito dülele, nos skoase
tsiva
si

kotsüo,
fugu.

eara aurlo doamna.
striffo

yin dülele,

Kundu

mul'area a treia oaro, nu viniro dülele,

ko dzüsiro: „Are
10

yise."

Borbatlu spuse: „Tora

me

fetsu drakü, ta

s te

sgrum."

„Oh,
di durni.
si

lele,
si
1'

l'arto lo

me," dzuse noso
si 1

si

lu aruse

si

s

agorsi

kotsüa

skoase afoaro.
si

Fitsorlu lo niüntsil'

podürile 1 O

si

täurli.
trei

L akotso foame 0'-'
l'i

vidzü un Hikü ku
koarne,
le

Hitse.

Muüffo
si

liitse,

kreskuro
si

trei

toYd

si

kresteä;

vidzü
liiko

alt

un

liikü

dzuse: „Skreasko kute svor."

Moko uno
trei
si

de atsel liikü, kodzü un
tute.

kornu,

moko

dao,

kodzuro

11

Dapoia umplü un saku ku
a kaso
Hitse,
8
s

liitse

de daoli

sei.

S dutse
de bünile

si

s

adaro dao
alanto

nits konistre.

Tu uno bago

tu

de atseale de kare kresteä koärnile.
si

Ku

aeste

dutse la kasa murerisai
liitse

strig^:

„liitse,

musate,

liitse

bune!"
easte
vrei

12

Isi

mul'area pri polo?9iri, foro slu kunoasko, ko
li

borbat 3u insu, silntreabo, kut
efenditlts."

da.

El dzutse: „Kut
si

Pitrekü

trei

liitse,

si

uno

uno
si

fudzi,
l'i

Ku

uno

mungare kreskuro

trei

koarne.

Le

tol'a

tut

kresteä.

13

Kl'amo

yätsurl'i tutsi,

ma nu
s

potü, so

1'

fako tsiva.

Dujx)

noskiante dz^ile se skoalg fitsorlu,

^inveskü

ku vestemintu de yatru


Die Mutter gab ihm die

255
alte


Mütze
;

er setzte sie auf

den

Kopf und
9

fragte:

„Wie

bin ich jetzt?"

„Ich sehe dich nicht,"

sagte die Mutter.

Er ging nach dem Hause
Zimmer,
zulegen.
setzte sich

seiner Frau, stieg hinauf, trat ins

neben

sie,

die sich grade auszog

um sich niederDie
er hatte die

Darauf nahm

er die

Mütze ab und
sie

brüllte sie an.

Dienerinnen kamen herauf, aber

sahen

nichts,

denn

Mütze wieder aufgesetzt. Als die Dienerinnen weg waren, zog er die Mütze ab und brüllte die Herrin Avieder an. Die Mägde kommen, sehen nichts und gehen weg. Als die Herrin zum dritten Male
rief,

10

kamen die Mägde Der Mann sagte:

nicht,

denn

sie

sagten: „Sie hat Träume."

„Jetzt habe ich mich in den Teufel ver-

wandelt, daß ich dich erwürge."

„O

weh, o weh, verzeihe mir," sagte

sie

und

sie

bethörte ihn

11

und er vergaß sich und schlief. Da nahm sie ihm die Mütze und warf ihn hinaus. Der Bursche nahm (begab sich auf) die Berge, die Wälder und die hohen Berge. Der Hunger befiel ihn, da sah er einen Feigenbaum mit Feigen. Er ißt drei Feigen, da wuchsen ihm drei Hörner, er schnitt sie ab und sie wuchsen wieder. Da sah er einen andern Feigenbaum und sagte: „Mögen wachsen, soviel wollen." Er aß eine Feige von jenem Feigenbavim, da fiel ein Hörn, er aß zwei, drei und da fielen alle. Darauf füllte er einen Sack mit Feigen von beiden Sorten. Er geht nach Hause und verfertigt zwei kleine Körbe. In den einen legt er die guten Feigen, und in den andern von jenen, von denen die Hörner wuchsen. Mit diesen geht er aus Haus seiner Frau und rief:
„Feigen, schöne Feigen, gute Feigen!"

12

Die Frau sah zum Fenster hinaus, ohne daß
daß er ihr eigner

sie

erkennt,

Mann

ist,

und

fragt ihn, wie er sie verkaufe.

Er
sie

sagt:

j,So

wie die gnädige Frau will."

Er

schickte

drei

Feigen und eins zwei drei
aber immer wieder wuchsen
13

war
ihr. sie

er

weg.

Kaum

hatte sie

gegessen, so wuchsen ihr drei Hörner.
sie

Sie schnitt sie ab,

Sie ruft

alle

Ärzte,

aber

können
der

ihr nichts

machen.
zog
die

Nach

einigen

Tagen macht

sich

Bursche

auf,


si

256


ul'

sdutse lu mul'are ku noskunte kortsi sunsoaro.
te viudiku,

dzutse:

„Mine va

ma

s

me

askultsi, tsi

va

ts

dzijkü."

„Kuni uu? va
14

te

askultu."
ö

„Tiue
ndredzi,

pung tora trei lukre slabe nu va streakg. Spunele!"
ai

fapto

ma s nu

le

Spuse mul'area
kelka;
el
si

itsi

lukre are faptg.
sil'

sma

nainte, ul'
ul'

deade deade

deade uno
nosu
sol'
1'

liiko

kodzü un kornu, apoi
si

kotsüa

deade

alto liiko

kodzü

s

alantu kornu

;

ma puüffa

nu vrea,

u da.

Elü dzutse, ko al'umtra nu
si

val' treako

kornul. sedzundalui kornul niügg kresteä

adzunse pun latgvane.

15

Vru,

tsi
si

nu

vi'u,
s

ul'

da

s

punga,

el

dapoia

ul'

deade ningg

ung

liiko

kodzü

alantu koruu.
s

üupg
si

tute
si

aeaste spune,

kare easte.

Mul'area aKursi so

deapiro

so s bato

kapülu

ku

daoli

mune, so kado
si

pri dzenukl'i

kafto l'ertare.

Borbät su

u pimpse

nu u

\a'u

dipü.

Vovusa

(Bgyasg).

Kosta Dumbale und Jani Vasilaki,
mitareteilt in

Athen.

134.
1

xlli

Baba und
doi
frats,

die vierzig Räuber.
s

Erä uno oaro
Ftohlu
trei
s

un erä avüt, untsertä kai7e dzuo ku mul'area.
sg aflg parädz.

alantu era ftoh.
pitretseä
la

Ja 1

ärburi,

Uno
guvg.

searo

s

duse aklo

si

s

alino pri
flu'i,

un

arbure.

Pri gos trekurg patrudzgts de

s

düsirg, ntrarg tu

ung

Dumngatsg
s aflg

fudzirg

furl'i si

bgrbatlu

s

duse tu guva nguntru,
si s

patrudzots de
lo yiptu,

ttilari

de fluni, umplü irng tisagg
si

duse

a kasg;

piandzg, strane

nveskü

fitsorFi si

mul'area.

"


unter

257

Kleidung eines Arztes an und geht zur Frau mit einigen Büchern

dem Arm.

Er

sagt ihr: „Ich will dich heilen, aber höre

mich, was ich dir sagen werde."

14

„Warum nicht? ich werde schon hören." „Du hast bis jetzt drei Schandthaten begangen
du
sie

und, wenn

nicht wieder gut machst, werden sie (die Hörner) nicht

vergehen.

Sage

sie

!

Die Frau gab
sie

sagte,

was für Thaten
er
sie

sie

begangen

hatte.

Zuerst
fiel

ihm das Glas;
;

gab ihr eine Feige und ihr
die

ein

Hörn ab darauf gab
Feige,

und da fiel wollte sie ihm nicht geben.

Mütze und er gab ihr noch eine auch das andere Hörn; aber den Beutel

ihm

Er
sie

sagt,

anders werde ihr das

Hörn
15

nicht vergehen.
bis

Als

so

da saß,
giebt

wuchs das Hörn
er

noch und reichte

an die Decke.
sie

Ob
Hörn.
sich

sie

wollte

oder nicht,

ihm den Beutel,
fiel

darauf gab ihr noch eine Feige und da

auch das andere

Nach alle dem sagt er, wer er ist. Die Frau fing an die Haare auszuraufen, den Kopf mit beiden Händen zu
und auf
die

schlagen,

Kniee zu

fallen

und

bittet

um

Verzeihung.

Aber

ihr

Mann

stieß sie Aveg

und

wollte sie gar nicht.

134.

Es waren einmal zwei Brüder, der eine war reich, und der andere war arm. Der Arme stritt sich jeden Tag mit der Frau. Sie schickte ihn nach den drei Bäumen, damit er
Geld
finde.

Eines Abends ging er dorthin und kletterte auf einen Baum.

Unten kamen 40 Räuber vorüber, zogen weiter, traten in eine Höhle ein. Am ]SIorgen gingen die Räuber weg und der Mann ging in die Höhle hinein, und fand 40 Fässer mit Goldstücken, füllte einen Quersack und ging nach Hause; er kaufte Getreide, Leinwand, Kleider und bekleidete die Söhne und die Frau.
Weigand, Aromunen
II.

l"


2

258
l'i


l'i

Vidzündalui

el frate

sgu

dzuse: „Gine venis ditu ksoaiie.

Ved, ko

ai

multso

pavi'idz.

Dia

adusea?"

,,]N[e

diis,

alogäi tu muntso, atlai
luaj

aliuts

furi,

durüii aklo
niiigg

kundu in.siro ditu guvo, ung sutg de fortume."
si

ung tisagg de

flurij;

s^mtu

„Ju gaste atseä guvg?" „Tu munte la trei ärburi."
3

Frate sou
für

s

duse, aflo a'uva
si

s intro.

Ma

furl'i

bogaro un
atsel

nountru ta
si

veagl'e,

si

kundu

iutro

avutlu,

für

ulvotomo
fudzl."

aksi armase aklö votomät.
,,iu

Dupo
nou?"

doi, trei

dzule
si

ntreabo ftohlu norsa:

easte frätele a

„Lo kallu

4

Fi-atesou
frate sgu

duki,

iu

erä

dus;

si

el

sduse aklo
si

si

vidzü

m pade.
vegl'ä
sotslu

S askunde dupg uu kopats
paradzl'i,
1

furlu,
furl'i,

tsi

vgtgmg

si

lo

tuts

kundu vine Yin pai'adzl'i.

aflg

vgtgmät

si

paradzl'i luäts.

5
si

Tsi adoraro?

Luaro pätrudzets
yitsel,

si

doi de mulori
furl'i,
si

si

treidzets

optu de
si

kel'

de

de intrarg nguntru
si

kunipgrarg

nare

nkgrgarg
lioaro,

trei

mulgri

kgpitanlu ku kgrvang yine de

hoaro tu
fi

Vine tu atseä hoaro, tsi erä frätele. Dzuse kgpitanlu: „Nu vindu ung förtumg, vindu tute." Horiatsl'i dzusirg: „mas uu easte, kare pgate sie kümpgrg." Si atsel kumporo tute, ko erä multu avüt, si le bos^g nkasg ku tut kgpitanlu. Un fitsor uik lo ung sulg de Her, ta si bea
nare
si

dukl, ko
si

nu

easte nare,

ko easte om nountru.

dzuse

a münierei

a tätolui.
dukf, aksi erä, kaküra

7

Depune
spuse simbetg.
kvjte

tata

si

ntsgpg

vgtglalil'i
si

si

fitsorlu.

S Dapoia

aling
1

desuprg,

bea ku kgpitanlu
kel'le

pung
tgl'e

vgtgmg, sduse ügos, dislegg

de

un om.

Nevoden

(Vendista),

Janaki Tsutura.


2

259

Als sein Bruder ihn sah, sagte er ihm: „"Willkommen aus der Fremde. Ich sehe, daß Du viel Geld hast. Woher hast

Du

es

genommen?"
fort,

„Ich ging

durchstreifte die Berge, fand so
als
sie

und
es

soviel

Räuber, schlief dort und,

aus der Höhle hei'auskamen,

nahm

ich einen

Quersack

voll Goldstücke;

noch sind

hun-

dert Pferdelasten."

„Wo
3

ist

jene Höhle?"
bei

„Auf dem Berge
hinein.

den

drei

Bäumen."
fand die Höhle und
wins:

Sein Bruder machte sich

auf,

Aber

die

"Wache
drei

aufgestellt,

Räuber hatten einen Räuber drinnen zur und als der Reiche hereinkam, tötete ihn
so

jener Räuber,

und

blieb

er

dort

tot

zurück.

Nach
ist

zwei,

Tagen

fragt

der

Arme

seine Schwägerin:

„Wo

mein

Bruder?"
1

„Er nahm das Pferd und ging
sah seinen Bruder

fort."

Sein Bruder merkte, wohin er gegangen war; auch er ging
dorthin und
hinter

am

Boden.

Er

verbirgt sich

einem Laubbaum und

als

der Räuber,

der das

Geld

bewachte, kam, tötete er ihn und

nahm

alles Geld.

Die Räuber

5

und das Geld genommen. "Was fingen sie an? Sie nahmen 42 Maultiere und 38 Kalbfelle, und die Räuber gingen hinein und kauften Honig und beluden drei Maultiere und der Hauptmann zieht mit der Karaw^ane von Dorf zu Dorf. Er kam in jenes Dorf, wo der Bruder war.
kommen,
finden den Gefährten getötet

6

Der Hauptmann
verkaufe
alle."

sagte: „Ich verkaufe nicht eine Last, ich
ist,

Die Bauern sagten: „Nur einer

der

sie

kaufen kann."

Und

jener kaufte

alle,

denn er war sehr

reich,

7

Ein und brachte sie ins Haus mit samt dem Hauptmann. kleiner Junge nahm eine Eisenspitze, um Honig zu trinken und merkte, daß es kein Honig ist, daß ein Mensch drinnen ist. Er sagte es seiner Mutter und seinem "Vater. Der "Vater geht herunter und stach in die Felle (Schläuche) und merkte, so war es, wie der Junge gesagt hatte. Er stieg wieder hinauf und trank mit dem Hauptmann, bis er betrunken war. Darauf tötete er ihn, ging hinunter, band die Felle los,

und

schlachtete einen nach

dem

andern.

2G0

135.
1

Dapliue.

nu erd. Era, uno vasiliso s nu umintä fitsori di o o poroklosi dumnidzou s amintc^ imo feato de asi erä si frundzo Dumnidzou l'i deade uno frundzo di dafne; si ea di dafne. O uu dul<i di .0 arko ku kupriile.
Eni
s
"^
'""'

Quo

in

2

Frundza atsea sfeatse uuo dafineäoo mare.
trekü

Uno
s s

oaro
tu

un vasiropul.
Vasil'opullu

l'i

plokü dafineaoa di vru
kiniyi
si

mungo

umbrg.
gare.

liti

mayii-lu

armase

adoro muü-

Bogo

tavlo
so

Ama

arliinsiro

ku muügare s vine vasil'opullu ku oamen. Ndrebo mungo, aflaro mungorile amare.

YasiropuUu: „kotse suntu amare mungorile?"
3

Mdyirlu nu

stiä,

tsi

dziko.

IJia potsiro trei

ori.

Dapoia

sedzü Vasil'opullu sungru so veado,

kare aruko amoreatso tu
liti

muügare.

uno feato gulisano ku peri de mälama ditu kopatsü, arko amoreatso tu muügare

Araa bogaro mufigärea

hazir,

si

vru so indro napoia tu kopatsü;

ama

vasil'opullu o akotso
si

di

muno, sedzü ku ea
si

sapte,

optu dzile

napoia vrea so
anaro luludzi de

fugo

feata so

alaso.

Pitrekü oamen de
lulüdzile di durüi
si

multe

loyie.

O

ruse

ku

el fudzi.

Se distepto feata

di

saflo suügro,

Tsa a

luludzlor:

„Luludzli n musatile
tsi

me

ruset de durnii o

din fudzi bunlun.

Dafne

dinsupi'o

dafne dinges
diskl'ide so indru noundru." o o

Dafngsioa

l'i

dzise:

„Feato bosato nu o va dafueaoa."


Es war

261


Es war einmal
eine

135.
1

einmal, vielleicht auch nicht.

Königin, die keine Kinder bekam.

Sie bat Gott, daß sie ein

Mädchen bekäme, und wenn
und warf
2

es

auch nur ein Lorbeerblatt wäre.
sie

Gott schenkte ihr ein Lorbeerblatt; und
es

merkte

es nicht

mit

dem Kehricht Ihm

fort.

Jenes Blatt wurde ein großer Lorbeerbaum.
ein

Königssohn vorüber.

wollte

im Schatten
blieb

essen.

und der Koch
den Leuten.
bitter.

Der zurück und

den Tisch an mit dem Essen
Als
sie

Einmal kam gefiel der Lorbeerbaum und er Königssohn ging auf die Jagd bereitete das Essen. Er richtete und der Königssohn kam mit
sie die

zu essen begannen, fanden

Speisen

8

Der König fragte: „Weshalb sind die SiDcisen bitter?" Der Koch wußte nicht, was er sagen sollte. Dasselbe erlitten sie dreimal. Darauf setzte sich der König allein nieder

um

zu sehen,
fertig

wer Bitteres in das Essen werfe.

Als

sie

das

Essen

gemacht hatten,

kam

ein nacktes

Mädchen mit
Essen
er-

goldenen Haaren aus

dem Baume, warf

Bitteres in das

und
faßte

wollte wieder in den
sie

Baum

eintreten; aber der

König

4

und dann wollte er sich entfernen und das Mädchen verlassen. Er Er sandte Leute um Blumen von vielen Arten zu sammeln. bethörte sie mit den Blumen, daß sie schlief und er floh. Das Mädchen erwachte und fand sich allein. Es sagte zu den Blumen:
bei der

Hand,

blieb bei ihr sieben,

acht Tage

„Meine Blumen,
die ihr

ihr schönen,

mich
floh

bethörtet,

daß ich

schlief,

daß mir

mein Liebling.

Lorbeerbaum oben Lorbeerbaum unten
öffne dich,

daß ich

trete hinein."

5

Der Lorbeerbaum

sagt ihr: „Ein geküßtes

Mädchen mag

nicht der Lorbeerbaum."

"


Fgata pluudzfjii
sol'

262


dil'

Atüutsga trekü un kalugur
tri

dzise
aloso.

da

riizile
l'i

äil

indrebo

atsel

vasil'opullu,

tsi

o

Kalugurlu

dzise,
1

ko

gaste

tu

uno

politie

la

uno nunto.

Fgata

s

duse di

aflo,

ma nu

se spuse.

6

Oameüri dela uunto

si

rudeä ku

ea.

iioäj)tea

nu

duriia,

ama
noso,

tsa

sboiirele

a

luludzlor.

Un om

avdzi
si

si

le

spuse

a

vasil'opului.
l'i

Aestu o kl'imo ningo nos,

avundalui nilo de

dzise,

ko va

o

la mol'are.

Siraku.

Paraskevi Sima Rizu.

136.
1

Scliiieewittelieii.

Un
ma
litiro

vasil'e

aveä

trei feate.

Mgl'ärea muri.

De

treile feate

niko erä

ma

musato; daoli

ma

mori o

zilipsea.

Uno dzuo

tu soare de lu ndrebä:

„Soareli no, bunlu uo,
di

tsi

yedz duneaoa

tuto,

ma
i

marea, di raizakua, di

ma

üika,

kare
2

ma
am
ka

musato

?

»Am

vidzutg smusate,
si

vidzuto

;'rute,

soravoasti'o
o
loiro,

nu am vidzuto."
veskuro ku pal'oskutits smvine
treile easte

3

Daoli

surori

o

napoi indrebaro soarele, kare de

ma

musato,

Sodrele

napoi

lo

dzise,

ko

ma

musato de
so

trejle

erä nika.

4

Daoli

surori

nu puteä

o

vgado

di

vrea so o karo.
si s

luaro uno dzuo di o adüsiro tu uno podure
sungro.
tsi
erii

aklö o alosaro

Vasil'opula,

am armase
S duse
tu

sungro, urni di

duse tu munte,

psine kos.

ma mare

kaso, o aflo diskl'iso.


Das Mädchen
und
sie

263


gerade ein

weinte.

Da kam
sie

Mönch vorüber
und fragte ihn

sagte ihm,

er solle ihr Kleider geben

nach jenem Königssohn, der

verlassen hatte.

sagte ihr, er sei in einer Stadt bei einer

Der Mönch Hochzeit. Das Mädsie

chen machte sich auf und fand ihn, aber
(vor ihm).
6

zeigte sich nicht

Die

Leute

von

der Hochzeit

machten Scherz

mit

ihr.

Sie schlief die

den Blumen.
sohn mit.
hatte,

Nacht nicht, sondern sagte immer die Worte von Ein Mann hörte sie und teilte sie dem Königssie

Dieser rief

zu sich, und da er Mitleid mit ihr

sagte er ihr, er wolle sie zur

Frau nehmen.

136.
1

Ein König hatte drei Töchter.
drei Töchtern

Die Frau
sie

starb.

Von den

war

die jüngste die schönste; die beiden älteren

beneideten
fragrten sie: "1^'

sie.

Eines Tages

gingen

in

die

Sonne und

„Sonne, unsere gute, die du die ganze Welt

siehst,

von der wer ist
2

ältesten,

der mittleren

und der jüngsten,

die schönste?"

„Ich habe gesehen schöne,
ich

habe gesehen häßliche,

wie eure Schwester habe ich nicht gesehen."
3

Die
alte

beiden Schwestern

machten

sie

schwarz,
sie

zogen ihr
wieder die
die

Kleider an und

am

folgenden Tage fragten

Sonne, wer von den dreien

am

schönsten

sei.

Wieder sagte

Sonne, daß die schönste von den dreien die kleine wäre.
4

Die beiden Schwestern konnten
wollten sie verderben.
sie in

mehr sehen und Eines Tages nahmen sie sie und führten
sie

nicht

einen

Wald und

ließen sie dort allein.

Die Königstochter,

als

sie

allein

o-eblieben

war,

machte

sich auf

und ging auf den


ludru noimdru
kute
uli(,'am()

2G4


tri

di

aÜo tavla asternato
tutoisi

sapte oamen.

M^iügo

de a

s

duse tu uno krevati.

Viniro

seara sapte frats

de

arliisirg

so

niufigo.

un, so lipseasko
si

m ungare,
lipseii

veade alautu so lipseaskg
kute uo piko de mungare.
feato.

Veade muügare
S düsiro

sintsiro tuts

ko

so

sbago.
alasg

Ma
eni

üiklu

afl()

Alants
tsi

frats

lui

dzisiro so

o

sungrg
tsi

smuue sveadg,
sindrebaro,

gaste.
aflo

Mune,
si

am

aperi,
dzise,

vidzuro

kum
so

se

aklo.

Feata

kute

potsi.

Fratsl'i apofosiro,
fitsori

so liibo sora a lor,

ea o vru.

Lükurlu
aloscl
c

atselor

era,

skoato mitlama.

Tuto dzua o

suügro. ~ o

6

Surgrli

napoi

udrebarg
sintsiro

soärele,

kare

era

ma

musato.

Soarele tokü.
urni
si

Eale

ko bona soralo.

Ma
di

marea soro

o

aflg.

S duse a kasa ka kalugreaog

vindea kaptin.

Feata dipuse
era mayipsit.

di

kumbgro uu kaptine; ma käptine
bggg
ii

atselii

Am

lu

kap, armase moartg.

Viniro
ori,

fratsl'i

seara
'^

si

aflaro usa nkl'iso. O O

Deiidiro nuilte " ü
di o
si

ma

ea nu avdzea.

Si

alinarg

pri

tu

grebii

aflaro

moarto.

O

frekaro tu
kgdzii
INIa

mune, tu
kaptinle
fratsl'i

tsoare,
s

ma
se

ea uu

sintsea.
si

Ama
tsi

bgturg,

feata

disteptg
erti

dzise,

ko durüi multu.
aveä,

dzisiro,

ko nu
si

somnu

atsel

ama

erä kaptinle mayipsit,
'^

altg oarg so

nu küm-

boro tsiva de atseä mo-Fare. O

8

Am
dzise,

indrebaro

surorile

soärele,

kare

easte

ma

musato,
lo

kg sora gaste doamna.
si

Napoj sora
vindga.

ma mare

zone

de

asime

s

duse

napoi

di

Sora uikg vidzü ditu


Berg,

265


zum
größten

wo

kleine
offen.

Häuser waren.
Sie ging hinein

Sie ging

Haus und

fand es

sieben Menschen.
sich in ein Bett.

Sie aß je

und fand den Tisch gedeckt für ein Bißchen von allen und legte

Am
essen.
fehlt,
fehlte.

Abend kamen
sieht,

die

sieben Brüder
fehlt,

und begannen zu
sieht,

Einer

daß Essen

der andere

daß Essen

und
Sie

alle

merkten, daß je ein Bröckelchen

vom Essen
Der
kleinste

gingen

um

sich

schlafen

zu legen.

findet
sie

das Mädchen.

allein lasse,

Die andern Brüder sagten ihm, daß er und morgen wollten sie sehen, wer es wäre. Am
sie,

folgenden Tage, als es hell wurde, sahen
fragten, wie sie dahin

wer

es war,

und
sie

gekommen
und
sie

wäre.

Das Mädchen
es

erzählte,

wie viel

sie

erduldet hatte.
solle,

Die Brüder beschlossen, daß

ihre Schwester sein

war

zufrieden.

Das Ge-

schäft jener

Burschen war, nach Gold zu graben.

Den ganzen

Tag

ließen sie sie allein.

Wieder fragten die Schwestern die Sonne, wer am schönsten wäre. Die Sonne schwieg. Sie merkten, daß ihre Schwester

am Leben
fand
sie.

war.
Sie

Die

älteste

Schwester machte sich auf und

ging an das

Haus

als

Nonne und verkaufte

Kämme.
Das Mädchen
aber jener
steckte,
stieg

herunter

und kaufte einen
Als
sie

Kamm;
Kopf

Kamm

war

vergiftet.

ihn

auf den

sank

sie tot hin.

Am
schlossen,
nicht.

Abend kamen
Sie
stiegen

die

Brüder und fanden die Thür veraber
sie

schlugen viele Male dagegen,

hörte
tot.

Sie

an der Mauer hinauf und fanden

sie
sie

Sie

rieben sie an den

Händen, an den Füßen, aber
als
sie sie

kam
und

nicht zu sich.

Aber

schlugen,

fiel

der

Kamm

das

Mädchen erwachte und sagte, daß es lange geschlafen hätte. Aber die Brüder sagten, daß jenes, das sie hatte, kein Schlaf
es

war, sondern

war der

vergiftete

Kamm,

und

ein

anderes

Mal

solle sie nichts

Als die
wäre, sagte

von jener Frau kaufen. Schwestern die Sonne fragten, wer
daß die Schwester
die Siegerin
sei.

am

schönsten

sie,

Wieder nahm

die größere Schwester Gürtel

von Silber und ging wieder,

um


parai'/iri

266
vinde,


ko Y plokuro.
Viniro
si

siudrebo,

kut

li

kuraboro
sgara

uno;
etc.,

ama

bogo, napoi armase moarto.
7.

fratsl'i

wie oben unter

9

Napoi
raayipsite tu

sora

raare

veskuto

ka

Bulgarg

vindeä

mgare

uug parte.
vidzündalui
dzise:

Sora

o

„Fudz de

aoatse,
li

palongare!
dzise,

ko

me

muris de dao ort ku mayilits."
atsel lok alto oaro si O o
'^

Buleara

ko

uu are venito tu ü

amo

viue, tra si ^^ndo ' o

meare, ko easte mgl'are ftoho.

10

„Kara ver

so

kümbgri meare,

so

nu

te aspari di mayilits.
si

Eu

muüo-u

dis

di mer."

Muügo

dislu di mer,

dislu

muügg

feata.

Ama

lu duse tu gusg,

armase mgartg.
moarto, o bogaro tu uno kutie
si

11

Viniro

fi-atsri,
si

o

aflaro

de miilama

o

adüsirg tu uu munte,

o

hgrneä

ma

niklu

di säptil'i frats.

Aklo treku un

liil'

di

vasile dindrebg:

12

„Tsi horne.sti?" " o Fratele lui dzise, kute featsirg.
Frätile lui deade, o luarg patru ins
si

El o kgftg, kgl' plgku. si kgdzü kutia; liti merlu
o lo rngFare.

yie feata

si

o duse la pgrints

si

Ama

avdzirg surgiüle, kreparg de

inrgii-e.

Siraku.

Paraskevi Sima Rizu.


sie

267


fiel sie tot

zu verkaufen.
fragte,
sie

und

Die kleine Schwester sah aus dem Fenster wie teuer sie sie verkaufe, denn sie gefielen ihr.
sie

Und

kaufte einen; als
die

ihn anzog, wieder
etc.,

hin.

Am
9

Abend kamen
Wieder

Brüder
die

wie oben unter
Schwester,

7.

verkaufte

große

verkleidet

als

Bulgarin, Äpfel, die auf einer Seite vergiftet waren.

Als die Schwester
alte

sie

sah, sprach sie:

„Geh

fort

von

hier,

Hexe! denn zweimal hast du mich mit
Die Bulgarin sagte
ihr,

vergifteten

Sachen
sie,

getötet."

daß

sie

noch nicht ein anderes
jetzt

Mal an jenen Ort gekommen wäre und
Apfel zu verkaufen, denn
10
sie

käme

um

sei

eine
so

arme Frau.
habe keine Furcht vor
Sie aß die Hälfte

„Wenn du
Giftwaren.
des Apfels,

Äpfel kauten

willst,

Ich esse die Hälfte des Apfels."

und

die Hälfte aß das
sie

Mädchen.
tot,

Als

sie

ihn in

den Hals brachte, sank
11

tot hin.
sie

Die Brüder kamen,
der
sieben

fanden
sie

legten

sie

in

einen

goldenen Sarg und brachten

auf einen Berg, und der kleinste

Brüder bewachte
behütest

sie.

Dort

kam

ein

Königssohn

vorüber und fragte:

„Was

Du?"

»

12

Der Bruder sagte ihm, was sie gemacht hatten. Er verlangte sie, denn sie gefiel ihm. Der Bruder gab sie ihm, vier Männer nahmen sie und der Sarg fiel hin; der Apfel ging heraus und das Mädchen wurde lebendig, und er führte sie zu den Eltern und nahm sie zur Frau.
Als
es die

Schwestern hörten, platzten

sie

vor Zorn.

XII.

Kapitel.

Rätsel, Sprichwörter, Grüße, Dankesformeln,

Trinksprüche, Flüche, Spiele.

127.

Kätsel (ugoltsitöri,

iigutsit<3ri, kutsitöri).

Monastir.
1

üik ni esku,

Var. Gopes. nik esku

drak

ni esku,

nu kresku,
toato

tuto eta

uu

amvesku.
(ak.)

hoara o nvesku.

2

Un

aus ku barb un lok. o
(pras.)

3 nik ni esku,

son ahordzosku,
suflet di

om

hronesku. o
(tsotso.)

Neveska.
4

Un

dzone ku

lilitse

n kap.
(gazlu.)

5 Tsintsi dzoü adaro un putsii.
("füsile

ku pyrpodea.)

137.

1

Klein bin
die ganze

ich,

Var. Gopes. Klein bin

ich,

ein Teufel bin ich,

-wachse nicht,
ich.

Welt bekleide

das ganze Dort bekleide

ich.

(Die Nadel.)

2 Ein Greis mit

dem Barte im Boden.
(Die Fleischzwiebel.)

3 Klein bin ich,

und bin

nützlich,

erhalte (ernähre) das

Leben

(

=

die Seele) des

Menschen.

(Die Brust der Frau.)

4 Ein Bursche mit einer Blume auf dem Kopfe.
(Die brennende Kerze.)

5

Fünf Burschen

verfertigen einen Brunnen.

(Die Stricknadeln und der Strumj^f)


Uuo

270

Muskopolje.
steano numisa di amare.
(kandilo.)
7

Uno eapo
tu

büturg,
si

amare

sküturo.
(tsiru.)

8

Uno eapg

zurg

alago pitu pgdure.
(tuporu.)

9

Luplu tu moare, koado uafoaro.
(Knguro.)

10

Un

putsü ku kapite

tgl'ate.

(tälar

ku moare.)
nkap.
(burete.)

11

Un am ku ng

tindzere

12 Tiude fune so

s

adün

kl'en.

(kurkubetg.)

13

Ung

lugurie, tsi s aflg tu tute luguriile,

(numg.)

14 üik ni esku
lai
s

ni

esku
(puriklu.)

amiroulu lu ursesku.

15 Trek

tsintsi

gameü
dzedzite.

ku patru süflete s ku uno suto di j

(patru yii

ku un

mortu.)

16 yinlu

al

amirgu ku yinlu
s

al

pgsg

tu uno bute

nu

s

meastiko.
(ou.)

271

6 Ein Stern inmitten des Meeres.
(ÖUicht.)
7

Eine Stute schnaubt,
schüttelt sich auf

dem

Meere.

(Das
8 Eine tolle Stute

Sieb.)

jagt im

Walde umher.
(Das
Beil.)

9

Der Wolf in der Krautsuppe der Schwanz draußen.
(Der
Lötfei.)

10 Ein Brunnen mit abgeschnittenen Köpfen.
(Das Faß mit Krautköpfeu.)
11 Ein

Mann

mit einem Teller auf

dem

Kopf.

(Der Schwamm.)

12 Si^anne den Strick aus und

es ziehen sich

Knäuel zusammen.

(Der Kürbis.)

13 Ein Ding, das sich bei allen Dingen

findet.

(Der Name.)

14 Klein bin

ich, ich,

schwarz bin

und den Kaiser beehre

ich

mit meinem Besuch.

(Der Floh.)
vorüber

15 Fünf Menschen
mit vier Seelen

kommen

und mit hundert Fingern. (Vier Lebende mit einem

Toten.)

16 Der Wein des Kaisers und der Wein des Paschas
in

einem Faß und mischen sich

nicht.
Ei.)

(Das


17

272

Kur

pi katro,

kaj) pi kur,

dzatse strungu,

dao pl\ingu.
(omlu
tsi

muldze kapra.)

18 „in
„tsi

te

duts, fune

luügg?"
(fum.)

miutreg, pre fund apres?"

19

Doi purüng da si z baso, ma nu z baso dl tot.
(okl'i.)

20 Vidzuto

gigifteasko,

namea amireasko.
(kafe.)

21 Puslu di puudzo,

apa

di frundzg, di lok,

kova

funea di lemnu.
(tsibüke.)

Pljasa.

22 Uno

lugurie,

anda are apo,

domnul bea yin; anda nu are apo, domnul bea apo.
(moarg.)

23

Un
disli

jirbure

luügu
'

ku multe

frundzo, U Ü

albe, disli laje.
(an.)


der

273

17 Der Hiutere auf

dem Stein, Kopf auf dem Hintern,

zehn drücken
zwei weinen.

(Der Manu, der die Ziege melkt.)
8 „Wollin gelist du, lauger Strick
"

L

?

„Was

fragst

du mich, am Boden Angezündeter?"
(Der Rauch.)

19 Zwei Tauben machen
aber
sie

sich

zum Küssen

bereit,

küssen

sicli

gar nicht.
(Die Augen.)

20 Von Ansehen zigeunerisch,
von Ruf
kaiserlich.

(Der Kaffee.)
21 Der Brunnen von Leinwand, das Wasser von Blättern,
der Eimer von Erde (Lehm)

der Strick von Holz.
(Die türkische Pfeife.)

22 Ein Ding,
wenn's Wasser hat,
trinkt sein

Herr Wein;

wenn's keiu Wasser hat,
trinkt sein

Herr Wasser.
(Die Mühle.)

23 Ein langer

Baum

mit vielen Blättern,
die Hälfte weiße, die Hälfte schwarze.

(Das Jahr.)
Weiganil, Aroimiuen
II.

1"

274

Gopes.
24 Uno muloritso nkorkato ku sküuduritse.

.25

Tsiutsi uveste

ku

tasurile n kap.
(dzedziLe.)

26

Un

dzone noaptea ease, dzua saskunde.
(lüstiir.)

27 Blide, Wido pnn un Pole.
(i'ivmele

de

kal.)

Verria.

28 Tsiütsi
tu

suroritse o
'

uuo komisitso; o
z yin,

CO

aklü

tra

si

akatso.
(utsile

di ni])lotire.)

29

Me

vedz, te vedz.
(yilia.)

30 yiügits

frats

ku

plotsle ükai^.

(cf.

25.)

(dzeadzitle.)

31 Turta a ta ku turta a
pi

mea

uu

fus,

uno se

sutso.

(kutrele la luoaro.)

32

Uu

tii'bure

mare

früudzile sare;

albe di uo parte,
loj

de alanto parte.
(aulu.)
(cf.

23.)

275

24 Eiu Maultiercheu
beladen mit Brettehen.
(Die Henne.)

25 Fünf Weiber mit den Untertassen auf dem Kopfe.
(Die Finger.)

2G Ein Bursche, nachts geht er

aus, tags verbirgt er sich.

(Der Thürquerbalken.)

27 Tellerchen, Tellerchen

bis

nach Stambul.

(Die Hufspuren des Pferdes.)

28 Fünf Schwestern
in

einem Hemde;

dorthin

kommen

sie,

um

sich zu ergreifen.

(Die Stricknadeln.)

29

Du

siehst mich,

du

siehst dich.

(Der Spiegel.)

30 Zwanzig Brüder mit Platten

auf dem Kopfe.

(Die Finger.)

31 Dein Weizenbrot und mein Weizenbrot an einem Bolzen, eins dreht sich.
(Die Steine in der Mühle.)

32 Ein großer

Baum

Blätter hat er;

weiß auf einer Seite,

schwarz auf der andern.

(Das Jahr.)

18*


138.

276


KetleiiJsiirteii.

Sprieliwörtcr und sprich wöitlielie
1

Ninvitsatlu, ahnt avut va sliibo,
easte huzinikar a nvitsatlui

Samarina.
2

Kares bäte
kare
s

niurarea,

US bäte kaplu;
bäte mula,

US bäte punga.

Samarina.
'S

Kares bäte kaplu

la prauul
difigos.

diiisus,

mutreaste la pragul

Samarina.

4 Albo easte

si

neaua,

ama

arde.

Samarina.
5 Läptile
s vei'so, s

aduug ku

.sil'e.

Avdhela.

Kare alago dupo
nu akatso o
uitsi

doi l'epuri,

un.

Krusevo.
7

Graiul dultse multu adutse. Krusevo.

8 Kare nu O gusto amarlu, nu
t>
'

stsie

tsi

e zahorlu. o

Krusevo.
9 Tute müstile

nu fak

iiare.

Krusevo.

10

Kama

gine

azun

ou, di

kut mune un bou.
Krusevo.

277

138.
1

Der Ungebildete,
ist

so reich er

auch sein mag,

der Diener des Gebildeten.

2

Wer

seine

Frau

schlägt,

schlügt seinen Kopf;

wer sein Maultier schlägt,
schlägt seinen Beutel.

3

Wer
blickt

seinen

Kopf an den obern Thürlialken

stößt,

nach der Schwelle.

4 Weiß

ist

auch der Schnee, aber

er brennt.

5

Wenn

die

Milch verschüttet

ist,

sammelt mau

sie

mit Plüseln

(Schmutz)*).

6

Wer

hinter zwei

Hasen her

ist,

fäusrt nicht "O'

einmal einen.

7

Süßes Wort bewirkt

viel.

8

Wer

nicht das Bittere kostet, Aveiß nicht was Zucker

ist.

9 Nicht alle Insekten (Fliegen) geben Honig.

10 Lieber heute
Vergleiche
statt

ein

Ei,

als

morgen

ein Ochse.

*)

Olympo- Walach cii

Seite 136,

wo

ich

fälschlich

kubile

ku

sil'e geschrieben habe.

1


1

278


s

Kare
kijt

fiUiseaste dimugatsa,

pe auar/a
s

imno,

kunaka va

o adzungo.

Krusevü.
12 Kare lukrearlzo
kaiiia
si

tatse,
fatse.

multu lukru

Krusevo.

13

Ma
di

gine oarfou

tiüisit,

kut avüt
tsi

})izuit.

14 Atsel

alajro

multu, va so
s

s

kurmo kurundu.

15 Di kikuto, kikuto

fatse balto mare.

IG

Apa

treatse,

arina nromuue,
liiko

17 Di skunteal'e
1

mare fok

sai)rinde.

8

Kare

s

akatso n kor, lipseaste so dzoako.
au.sasle.

19 Kare alokseaste multso domü, huzmikar

20 Fudz diu
21

s ijükat.se,

tradz di uo parte.

Ma
di

buu

easte uii elitru miutimen,
glari.

kut dzatse oaspits

22 Tsi easte tu muno, nu oastc miiitsuuc.

23 Pe uiügo leranul uskät
arde
si

atsel verde.

24

Ma

buno pune goalo ku arudeare de kut gele multe ku nkotsare.
guvo utr^ apo" oder „bäte vimtu" oder
Uli

25 „Fatse
„tordz

ports".

279

11 Wei- früh aufbricht,
wie langsam er auch gehe,
erreicht die Herberge.

12

Wer
bringt

schweigend arbeitet,

am

meisten

fertig.

13 Lieber arm und geehrt,
als reich

und

verspottet.

14

Wer

sehr

eilt,

wird schnell müde.

15 Aus Tropfen und Tropfen entsteht ein großer See. 16 Das Wasser
rinnt, der

Sand

bleibt.

17 Aus einem kleinen Funken entsteht ein großes Feuer.

18 19

Wer Wer

sich

im Reigen mit anfaßt, muß tanzen.
Herren wechselt, wird
als

viele

Diener

alt.

20 Flieh von

[dort,|

wo man

sich streitet, geh' zur Seite.

21 Besser ein kluger Feind,
als

zehn

dumme

Freunde.
ist,

22

Was

in der

Hand

ist

keine Lüge.

23 Neben trockenem Holze
brennt auch das grüne.

24 Besser trocken Brot mit Fröhlichkeit,
als viele

Speisen mit Streitigkeit.
ins

25 „Er macht ein Loch

Wasser," oder „er schlägt den Wind"

oder „Kleie in Stücke" etwa wie unser „er drischt leeres Stroh".

280

120.

Grüße. Daiikesformchi. Triiikspriiche, Flüclio.
der Aroniuiie besonders höflich wäre, kann

Daß
behaupten.
einen

man

nicht

Begeynet man ihm auf der Keise, so wird er kaum
für den

Gruß

Fremden haben, doch seinem Laudsmanuc

ruft er ein
1

kalembar
Zimmer

glückliche Reise

entgegen, wie der Albanese sein
Eintritt in das

„u^o ml)ar".

Der Gruß

Ijciin

lautet

2 „oaro buno" oder „buno

voaro"

gute Zeit oder gute Zeit euch
3 buno vo dzuo

— 000"

guten Tag. o

Als Antwort wird dasselbe erwidert, oder 4 gine venis

sei

willkommen.

Beim Weggehen

sagt

man:

5 so sodz

ku sunotate

bleibe mit Gesundheit, oder
G

vo aläs sunotate o 00


dem
Grie-

ich lasse euch Gesundheit (niöget ihr sie bewahren.)
7

so no

vedem sunotos
für

Auf

glückliches Wiedersehen.
es nicht, das aus

Ein eigenes Wort

„danken" giebt

chischen eingeführte „efharistisesku" hat noch nicht überall

Eingang gefunden.
vorhanden, weil

Das Bedürfnis dafür
statt

ist

um

deswillen nicht

man

durch ein bloßes AVort, das Gefühl

der Dankbarkeit durch

einen guten
tsi

Wunsch
va iuima

ausdrückt,

z.

B.

8 s§

z

da dumnidzou tut
dir

möge
9
s te

Gott

alles geben,

was das Herz begehrt.

adavgo dumnidzou
soll dir

Gott

Kinder schenken (= dich vermeliren).
s

10 iilbosi (albo
glücklicli

hü)

(=

weiß) sollst

du

sein

(luu-

Frauen und

^Mädchen gegenüber gebraucht).


11
sagt

281


[sollst

/ambro

Bräutigam

du werden]
nicht die

man

zu jungen Burschen.

Beim Trinken macht der Aromune lauge
stände,

Um-

wie der Bulgare.

Wenn

die Schuapsflasche aus Zinn,

der

„pa/ür",

oder

die

Holzflasche

für

Wein,

die

.,ploasko",

kreisen,

begnügt

man

sich mit

einem

12 gine

te aflai!

gine venis!

Wohl habe
(alb.

ich dich gefunden!

mu-g to geta!

Sei willkommen!

mirg

mg

evdV.)

oder

13

'aidi,

so bonedz!

Du
oder

sollst leben!

— —
ku

tro

multsan!

Danke!

(=Auf

viele Jahre.)

14

'aidi,

horios!

sunotate.
sein!

Du
Wünsche

sollst glücklich

mit Gesundheit.

Bei besonderen Anlässen werden auch der Feier entsprechende
gethan.

Einem

unvez'heirateten Besucher wünscht
-^
»^

man

15 sozda dumnidzou nveasta buno o o o

si

musato o

Der

liebe

Gott möge

dir eine gute

und schöne Frau geben.

Dem

Verheirateten

16 sg bgneadzg fiuneal'ats

deine Familie

soll

leben.

Im Herbste und Frühjahre wünscht man
17 „iarna bung" resp. „veara bung"

Guten Winter

resp.

guten Sommer.
'^

18 anlu tut sliibo ku mboreatso o o o

Das ganze Jahr möge mit Glück
Alle angeführten Triuksprüche

sein.

kommen auch

bei

den andern
ist

Nationen vor, nicht aber weiß
mit
Gläser zerschmettert, indem

ich,

ob dies auch der Fall

dem Gebrauche, daß man nach einem Trinkgelage
wirft,

die

Zimmerdecke

damit,

man sie auf die Straße wie man mir erklärte, das

oder an die

Glas durch

gewöhnlichen Gebrauch nicht mehr „entweiht" werden könne.

:


ein

282


Stelle

Ein Ausruf möge hier seine

finden,

den ich

oft

genug von nioinem Diener zu hören bekam, wenn wir irgend

ihm gefährlich scheinendes Uutei'nelimen ausführen wollten:
19 saporo dumuidzou di aestu

om
dem
aus

Gott bewahre vor diesem Menschen.
„Ich bitte" drückt

man

aus mit

dem Griechischen

kommenden
20 polokorsesku oder poroklisesku.

Das

inständige Bitten wird bezeichnet durch die Formel

21

asi

son bonedzi o o

so

du mir

lebst.

Zur Bekräftigung eines Ausspruches dient
22
asiii

boneadzo tata o o
-^

so

wahr mein Vater

lebt.

In Flüchen

ist

der

Aromune weniger derb
(l'a)

als der Grieche.

23 ste moko
der Teufel

draklu
dich fressen (holen).
soll
etc.)

soll

24
25

s te
s te

l'a

harlu
fi

tal'e

— der Charon (Tod) kale — er (Hase, Pfaffe
laufen.

dich holen.
soll

dir über

den

Weg

2G streako vulpea 27 ste 28
29
s


du

der

Fuchs

soll

vorüber kommen.

astindzi

sollst

verlöschen (sterben).

krek

alikitä

— —
s te

du

sollst krepieren.

angeheftet (ans Krankenlager).

30 foklu

ardo u

das Feuer

soll

dich verzehren.
dich

31 ste ved

muinle sunsoaro " O " o

ich will
(tot)

mit den

Händen

unter der Achsel

sehen.

32 „an{u7ema" mit dem Nom. oder Dativ der Person Fluch dem wird in Liedern viel gebraucht.
.
. .


ihn

33 bago

l'i

luplu, s lu diniko
laia
si

34 bago

l'i

— der Wolf ihn kotranea — das Unglück
soll

zerreißen.
soll

treffen

(=

lege

ihm das Schwarze und den

Teer).


130.
1.

283


fast dieselben wie bei

Spiele.

Die Spiele der Erwachsenen sind

uns.

Dem

Kartenspiele (adzukare ku korts) wird mit Leiden-

schaft gefi-öhnt, besonders

von den Kaufleuten,

die die heißen

Heimat verbringen. Vom frühen Morgen bis zur einbrechenden Nacht kann man sie im Freien an einem hübschen Plätzchen im Kartenspiele vertieft sitzen sehen. Es Beliebt sind auch wird natürlich immer um Geld gespielt. Eine Tricktrack (adzukare tablo oder tavlo) und Domino.

Sommermonate

in der

besondere Art des letzteren sah ich in Ochrida, wobei es darauf

ankommt,

die

Augen
sind.

des

einen

Feldes
bis

eines

Steines

durch

Hinzulegen zu sieben zu ergänzen,
Reihe weiße Felder
Verlierer
ist

an beiden Enden der

derjenige, der die meisten

Augen
2.

übrig hat.

Unter der Hirtenbevölkerung ist mehr das Würfelspiel verbreitet, wozu man gewisse Gelenkknöchel (ipo, ipü, misiku)
der Schafe benutzt,
die,

wie

sie

auch fallen mögen, einen ver-

schiedenen
(pitso,

Anblick

gewähren und darnach benannt werden Die Bezeichnungen und
verblüffend ähn-

pulo,

zako, tsur in Ochrida).

Spielregeln sind sehr verschiedenartig.
3.

Die Kinderspiele sind den unseren

oft
z.

lich oder vollständig gleich.

So fand ich
das

B. in

Vovusa

ein

Spiel

(adzukare a findzea),
bezeichnet.

man

in

Hessen (Gießen) mit

„Sautreiben"

Die Spielenden machen ein größeres

Loch und in einiger Entfernung um dieses herum kleinere Löcher und zwar eins weniger als Spieler sind. Dann stecken die Knaben ihre Stöcke in das mittlere Loch und gehen singend
oder zählend herum,
anderstieben,
belegen.
bis

bei

einer gewissen Zahl alle ausein-

um

eins der kleineren

Löcher mit dem Stocke zu

Wer

übrig bleibt,
(in

muß

ein Stück

Holz

in

Form

einer

Pyramide
huf,

(findze)

Gießen benutzt

man dazu

einen Schweine-

daher auch der

Name

des Spiels) in eines der Löcher der

Spielenden zu bringen suchen, was die andern mit ihren Stöcken
verhindern, wobei aber der Treiber das Recht hat, mit seinem

Stocke in ein unbesetztes Loch zu fahren, wodurch er Besitzer


desselben
er

284


so beginnt das Spiel

und der andere Treiber wird, ebenso wenn der getriebene Gegenstand in das Loch eines Spielers gerät; kommt
aber in das Locli
in

der Mitte,

von

Neuem.
4.

Ferner sind gleich uusern Spielen: das Versteckspielen
t

(adzukare

askundeare),

Nachlaufen (adzukare

t

akuvinare),
(furi

Blindekuh (adzukare a
s

orgisalui),

Räuber und Husaren

askere).
5.

Man

benutzt

zum

Spielen: den Ball (topa), der aus
(sfurla),

Garn
sind,

oder Wolle gefertigt wird, den Kreisel
selbst herstellen, selbst solche, die

den die Kinder

im Innern ausgehöhlt

um

zu „brummen", den Bogen (arkulu), den

Feß

(fes,

kgtsuo,

kotsulo),

Kerne von Johannisbrot u. dergl. an (Klickern); Reifspiele scheinen unbekannt zu
(proaste) verstehen die

Stelle

von IVIarmeln
Schleuder

sein; die

Knaben

äußerst geschickt zu handhaben.
hergestellt,
nicht.

Schaukeln verschiedener Art werden

selbst eine

Art

von Karussell

(vortokönitso)
legt

fehlt

Über einen

festge-

rammten Pfahl

man

wagerecht eine elastische Stange, die

durch einen Nagel im Pfahle festgehalten wird.
der Stange bringt
darin Sitzenden
so

An

den Enden

man

zwei Seile mit einem Sitzbrette an; die
sich
in

stoßen

mit ihren Füßen ab und setzen
eine

die

wagerechte Stange

schnelldrehende Bewegung.

(VI acho-Klisura.)
6.
s.

Die Auszählreime sind ebenso sinnlos wie im Deutschen,
p.

Olympo-Wahichen
ich

118. (Den dort mitgeteilten Auszählreim
in

finde

mit einigen willkürlichen Änderungen
copiläresci culese dela
p. 21.

Papahagii\Iacedonia,

Vurdunu, Jocuri
Bucuresci 1893,

Romäuii din

Ebenda finden sich im ganzen 12 Auszählreime angegeben; die mit „unumina dudumina" beginnenden sind zu vergleichen mit dem albanesischen in Aromunen I Kap. II, 8.) Statt einen Knaben auszuzählen, kann er auch durch das Los (skürtitso) bestimmt werden.
7.

Die Gesellschaftsspiele für die

stille
a.

Winterzeit sind sehr
orientiert

mannigfiich.

Papahagi-Vurdunn
hinzvi

a.

O.
in

darüber

ganz ausgezeichnet; ich füge
übtes Spiel.

ein

Vlacho-Livadhon ge-

Einer fragt: In einem Hause sind soviel Männer,


Frauen,
dabei

285

Knaben und Mädchen, welches ist es? Interessant ist, daß man ganz ungewöhnliche Ausdrücke anwendet:

„kurkon"
„fii-firitso" " o

— Mann, „kurkoane" — Frau, „hurhutuläs" — Knabe, — Mädchen.
vermisse ich in

8.

Auch

dem Werke

die Aussprechreime,

die

doch auch der Unterhaltung dienen, wie:

Kapra

albo

Weiße Ziege
weißer Stein
die Ziege tritt darauf,

katra albo

kalko kapra,

kreapo katra.

der Stein zerspringt.
bei Teodorescu, Poesii popuci'äpä

Ganz ähnlich im Dacoruraänischen
läre,

Bucuresci 1885,

p.

2G5: „capra calcä peatra, peatra

n patru, sä crape ochii caprii n patru,

cum a

cräpat peatra

n patru".
9.

Portsul treatse pisti punte,

puntea amputo portsul.

Der Bock geht über die Brücke, die Brücke macht stinkig der Bock.

K

10.

Poarka poarto kloputlu,
purtsel'l'i

Das Schwein
die

trägt

die

Schelle,

kluputitsl'i.

Schweinchen die Schellchen.

I.

Beilage.

Glossar.
In das Glossar sind sämtliche in den Texten und
in

den

Vorreden zu

den einzelnen Kapiteln enthaltenen Wörter auf-

genommen worden, letztere mit Angabe der Seitenzahl, erstere mit Angabe der Textnummer, während die durch ein Komma
getrennte Ziffer
die

Zeile

des

Textes

angiebt.

Die häufiger
übrigen
aber

vorkommenden oder durch andere Quellen bekannten Wörter
sind

nur

mit einer Belegstelle angegeben,

alle

p

mit sämtlichen, auch wurde darauf geachtet, daß
ein Gebiet der

alle fiir irgend

Grammatik wichtigen

Stellen

und Formen

auf-

genommen wurden.
Die Reihenfolge des Alphabetes
a
ist

folgende:


bei
ist

288

den Neutren

(n.)

ist

das Geschlecht bezeichnet.

Der Plural
Bildung

nur dann angegeben,
ist.

wenn

er

belegt und

seine

bemerkenswert
hat

Die Verba sind
Infinitiv

in

der Präsensform angegeben, denn der
in

sich

nur

.'substantivischer

Bedeutung und

in

einigen stehenden

Wendungen
Vex'ba

erhalten, die

dann auch besonders
gehen nach kuntu,

angeführt
kuntiii,

sind.

mit

der

Ziffer I

kuntato, die mit II nach trekü, treküi, trekuto, die mit

III sind starke Verba, deren Aorist mit

immer angegeben

ist,

die

IV nach

avdu, avdzii, avdzito resp. avdziii, avdzuto.
I,

Verba

auf edzü gehen nach

solche auf esku nach IV.

Die Pronominalformen sind immer unter dem N. Sg. der
betreffenden Person angeführt.

Die übrigen Wortarten sind nur dann bezeichnet, wenn
in

sie

verschiedener Funktion

vorkommen können, doch
daß
sie einer

erhalten

die Interjektionen

das Ausrufezeichen.
derart,

Die angewandten AbErklärung bedürften;

kürzungen sind nicht

auch

ist

durch häutig angebrachte Vermerke das Auffinden der
erleichtert.

Wortformen

Das Zeichen

~

steht

an Stelle des Titelwortes.

a. a!
le.

s.

abras
c. Acc. a kaso zu nach Hanse 55,18. wird mit dem Subst.

Vampirkind

p.

122 (ab-

a 1) Priip.

razü blond).

Hause,
6
]
,

4

;

als

Adv. empfunden
G.

in:

puu

adäp I tränke 68, 27. adär I bereite; puntea s adoi-a die Brücke wurde fertig 96,54;,
te
s

akas 62,

de akaso 101, 10.
c.

adoras

d^i

schmücktest dich;

me duk
2)

aniinte erinnere mich.

adoraro o c

sie

venvandelten sich

Dat. a sokru tui 38, 3. a soakre tai 38, 4. a lui Nika G9, 18. a dzonelui 86, 14. a nveastel'ei 86, 13. amästurilor 90,105. amureri
Prä]),

123,2. adavguIIIferweÄre; steadavgo

dumnidzou

Gott

möge

dir

sai 121,5. 123,5. atsia,

aüia

Kinder schenken 129, 9, s adavgg sie sollen sich vermehren (Aor. adapsu).

I

a tutulor 120, 12. a alantüi 119, 17. 3) Vor einem Gen. amul'eri sai 123,0. apüntil'ei 96,48. a eäpel'ei 119, 23. a väkeFei 119,23,24. a surori a tale 122, 5. domnu su a itgrului 119, 17. mo sa a bosil'oului 122, 14. la feätele a vezirlui 120, 10. 4) Vor dem Possess. a nou, a nostru, a ta, a tale etc. Bei a lui, a lor faßt man a richtiger als Präposition auf, wie in a lor dada 115, 14. amea, und das darnach gebildete ameu, Avürden auch ohne Artikel diese Form

112,8,9.

adük III

bringe,

adutse bewirkt
2.

128,7; Impf, adutsea 11,6;
atseä 16,
6.

Aor. aduses 32,

adusim 96, 35. adukesku s. dukesku. adün I vereine: aduno o
'

er heile

54, 4.

adunam
refl.

ich

sammelte
ich

22,13;

me adunam
;

kam zusammen 5, 8 mi adunai ku 95, 68. 103,7. anaro .-,7 o
^

aus adunaro 125,3. (vergl. alnai Ol. -Wal. p. 99.) adün adv. zusammen, de adün

haben

vermittels
a.
II.

des

pro-

thetischen

22,10. 123,4. adzok I spiele, tanze 13,4. dzok 128,18. adzukare f Sjoiel 130, 1. adzungu III erreiche; s adzundzi 114, 5; Aor. adzumse 86, 12. adzunse 123, 14. 96, 104.
19

Weigand, Aromunen

.

290
adzut
aestu
afeudi
I helfe
;

1

0, 5.

ahtare
1 1

solcher

67, 20.

50, 1.

A t/ina Athen
s.

nacli

Athen G4,
G.

114,2.
ahtunts sovielc 91,2
s.

aistu.
Vate?'

aliut.

123,

af'eudu

Pfarrer 92,8. afet I Junge. iverfe

afitaro

ahurhesku fange an. aliurhiro di hikrii fingen an zu arbeiten 96,47.
allursesku fange an, aliursi 123,
15.
ai!
'ai!
cf.

119,23,28.
afiresku sahütze,hewahrei20,7,8.
afiu I finde 18, 3. 43, 4. aflato

arhinsesku.

ach! ivehe!
'aide 69,20.
7, 1.

114,2

etc.

56, 2.

so aflu

daß ich hole
121,8.
hinaus,

auf! 13,1,2,11. 88,13,15.

71,0.
afoaro

aflündalui

103,2,4.
etc.

'aidi

adv.

heraus,

8,1,5. 9,6

"draußen 47,13. 94,8. 123,5. agorsesku vergesse. agorsesti oo

aistu dieser 96, 27. uoapte aisto

51,2

agorsii

57, 10.

a^ro-

sesku 17,5. agru D. Acker lld,d. PI. aggrle
80,4.

91,13. PI. ra.isti 85,9. aista n. 118, 9. 119,16. tuteaiste alles dieses 96, 37. im Süden
estu 72, 8 oder aestu 12ü,
6.

agudesku

agudeaste agudiro trafen nul 37.6. ihn nicht 06, 13. agudit geschlage.
troffen
a,dy.

aestg 120, 123,°15.

9.

tute

aeaste

ak

a/alea
a;'oydt

66,23. langsam 122,21. Keradzi 118,7 (auch

n. Nadel 120,4. akas adv. nach Hause, pun akäs de akaso 3 01,10. 62,6. 21,5. akäts I ergreife 4,3. katsg me 53,6 akäts so spun

aguyat).

a/ru ivild, roh 118,9. ajün m. Haselstrauch 113,1.
(alün)
all!

fange an zu reden 50, 2. me akgtsai fing an 65,9.

nu ü akatso mintea das iciU ^ o mir nicht in den Sinn 119,21.
akgtsät verpflichtet 119, 18. aklo adv. dort 4,3. 9,10. ak(5 110, 2 (aklotse, aklutsine).
aksinitor
derer.

ach!

64,6. 67, 13, 17

etc.

ahordzosku beschenke, bringe Nutzen 127,3. ahordzüt kostbar, lieb, kama ahordzutlu lukru das liebste o Q Ding 1 1 9, 29. kama ahordzüt hikru di tine ein lieberes Ding
als dich

Weitgereister,

Wan-

119, 31.

ahot, 1)

ahuutu soviel PI. ahgts 95.7. 96,164. ahute 66,°G. ahunts 11,21. ahunte 67,4 etc. 2) adv. .so sehr, ahut musatg
86,2.

Voc. aksinitoare 61,10. .so 124,3,7. s. asi. akumpgr I kaufe, akumpiri 119,°2, 18 etc. akuviiiare f. Nachlaufen {Spiel) 130,4. akikgsesku verstehe (im Norden, dukesku im Süden) refl. komme überein 119,5.
aksi adv.

291
al m.

G. liirul amiro 82, 5. al pgso nveasta all^irNaum alBendu 24, 2. nveasta al promoteftu
1) für alu,

alui.

alikesku

klebe

an.

s

alikeasko

24, 4.

al

va n me alikesku ich werde mich schmücken 89, 9. te alikis
sie halten sich fest 14, 2.

•°

121,8. vergl.

ali.

°

du
(nu

schlössest
s

dich
di
ist

an

4<), 1.

2) Artikel frate al nostru

alikeaste
nicht,

inima es

85,8. gebräuchlicher a nostru.

gefällt
thisch.)

unsympa-

aläg I

eile,

ziehe

timher 4,

1.

32,5. GO, 1. 128,14. dats vo alago f. Wanderung,
diu alago begebt euch auf die Wanderung 1%, 2. s. dealago.

alikito! angeheftet

ans Krankenso hii)

lager (ergänze:

Fluch
(auch

129,29.
a\\ko
f.

hellrot 37,1. 38,1.

alautu
a

andere

6G,4.

alantu
9.

violett.)
refl. gehe hinauf 83, 2. 122,11. algksesku ivechsele. refl. kleide

an das folgende Jahr 122,
alautui 'd.
trei

alin I

alantso

G6, 12.

119, 17. IIG,

PI.
5.

alantor

D.
'

115, 12

neben

alontor 120, 12. o
9, 15 etc. 29,13. albeatso weiße Schminke 14, 8. älbosi! sei glücklich! 129, 10

°mich um 128, 19. 41, 10. alovdare f. Lob 29,11.

aläs I lasse, verlasse

algvdät
alt[u

gelobt,

berühmt 9G,
alttsiva,

1.

alavdu

lobe

G, 2.

andere

ältsiva

etwas anderes 9G, 131. 122, 22. alto eine andere 11, 17. o
'

(albo so

hii).

altsg tsintsi

noch fünf 60,

3.

albu weiß, glücklich 40,1. 38, albile die Feen etc. 5, 8 73,1.
ale!

altiparmak Sechs fing er ig er p. 188. al'umtra adv. anders 123, 14
(al'umtrea).

ach!

57,1,3,5,7.

s, le.

ale nveasto auf!

Frau

32, 8.

am

habe,

aleglll wähle aus 15,15 (Aor.
alepsu).

avem, 122,23 oder aoü. Conj. aibg

are (aoe 105,5), avets, au oder ar
ai,

aleptu auseriüählt, ausgezeichnet

26,7. 112,11.^123,6. Iraptl

20,8. 29,15 etc. ali ist das f. zu al.

G. frate ali soro 102,5. ali teto 102,7. I). ali *krepate ali 34, 2. niusate 34,4. ali vouto 111, ali 12. Dzanfike 95,40.
ali

aveäm. Aor. avui. Part. Perf. avuto. Ger. avundalui 125,6. O
r^

7

are es giebt

(

= dr. ieste) avets

nggtän nao an

gut 49, 17. am seit neun Jahren 5G, 8.
haltet
s

m are
selbst

mine aber habe ich

vreari
G."

16,

1.

ali

dado
2.

8, 3, 7.

113,
ali«9-ha
s.

~
(gew. aliliea.)

dient zur Bildung des

Wahrheit, wahr 27,

dealiliea.

Perfectums arefaptg 1 21,5. ai aflatg56,2,desPlusquamperf.
19*

292
avga fapto 119, 25. avease(Izuto 122,\. avealuato 122,4.
avi'ain iifikisito 31,5.

amnete

f.

Geschenk 51, 7 (auchi
126, 9 (nur

Liebespfand).

Diese
be-

amo jelzt

beiden Zeiten hört
sonders

man

im Norden, selten im Centrum, fast gar nicht im Süden, wo der Aorist beide vertreten muß.
aber 9G, 69. 120,4. 121, 9
(seltener
s.

Asim»potamos in Gebrauch von den darnach benannten Amunen. Die übrigen Aromunen brauchen das griechische

am

tora.)

ama

etc.

am 126,5,6 amu, gewöhnl. ma
121,1.

dieses).

amoreatso Bitteres Bitterkeit 125,3. amortie f. Sünde 120, 14. o
,

amän Gnade! Erbarmen! 85,4.
amär büter 125, 2. amare f. Meer 6, 1
97,2.

amp-

s.

mp-.

ampulisesku führe Krieg, kämpfe 122,6. ampuliseä 64,3 (gew.
etc.

amare
5,

ambulisesku).

ampüt
auch
51,

I

mache stinkig 130,6.
refl.

ambare f. Sjoeicher 35, humbare 28, 10.
ameastik I
66, 13.
s.

amunl zögere,
6.
s.

verspäte in ich

meastik.

amvesku

nvesku.

amiu I bewege, drücke los, schieße
amindoi beide, s amindoil'i m. 15,14. samindaoli f. 122,2
s.

an Jahr [vergangenes Jahr). an- vor Konsonanten aus lat. in wird bei Verben, die auch in
andrer Gestalt vorkommen, ebenso wie un unter n aufo geführt z. B. andreg (undreg)
s.

samindoi.

aminsusitso Xisse 36, 8. amintatik Geivinn 118,8.
amintrei
2"
alle

ndrea".
Flticli

drei,

amintreil'i

anai^-ema

55,

1.

129, 32.

96,

nä»9'ima 17,

1.

amintu

I erwerbe, gewinne, be-

komme

125,

1.

anai9imat Verfluchter 92, 2. analto analtu 1) hoch 83, 2.
1,2.
2)

amiresku kaiserlich, f. 127,20.
amiril'e
f.

amireaskg
Kaiserreich

2,4. adv. herauf, nach oben

Reich,

52,9.

123,7, vergl. unaltu.

96,30. amiro Kaiser amiroulu 96, 10. 119,2. 122,2. (Pramiradzi). amiro Kaiserreich, lieich 39,12,
22°.

amiroano

Kaiserin

G.

ali

~

122,2^2. amirormil'ei 122,23. amiroroaüe Kaiserin 119,22.

anämisa adv. mitten drin, mitten auf 21,2 etc. anar/a adv. langsam 26,2. 39, 13. 128,11. anao/a 106,1. anaro s. adün. O anda wenn, als 72, 10. 127,. 22. de anda seit 95,90. anek s. unek.

293
anoltsesku o
anvirliga
s.


lege
bei,

uuoltsesku. o o

apün III

besänftige

adv.

ringsimt di
liebkose

~

119,4.

54,5. ara^g Eeihe 85,
argdz, araJe.)

3.

(aradg PI. 70,3.

angän I

locke,

68, 21.

69,18.

aratse kalt 57,6.
9.

angrup I begrabe 72,
aiiurzesku
95, 87
1, lU.
;

rieche

,

anurzestsi

Conj.

aüurzeasko

aravdu I ertrage, erdulde 114, 17. 119,28. Arbines Albanese. PL Arbines
91,1.
93,3.
als

3, 10.

Impf, aüurzeä
aufstehen,

lok
^aper

roeli

nach Erde 95. 78.
1)

arbinsaste Albanesisch 7,5 (wird

IV
bist

persl.

auch
f.

Substantiv im
arbinsastile

PL

aperis

38, 2

(kum

apens

aufgeftißt

=

wie
erste
2)

du erwacJä, ist die Frage am Morgen). unpersl. es wird Tag,
121,5. 126,5.

aperi 68,19.

TU uoßavirixa). Arbinsie f. Albanien 7, 3. Arbinusie f. Albanien 120, 3. äi'bure m. Baum, un ärbure 124,
1. 127,23. PL arburi 5,3. ardu III brenne. Conj. s ardg 55,16. Aor.ars81,2. n arse

aperito Frühe, tu aperito in der

Frühe 10,16. apeoito 108,3.
aplek s. piek. apofosesku beschließe, apofgsirg
12°6,5.
°

mir

glühte 16, 10.
(?)

°-

arestu n.

Rest.

PL
di

arestele

apoia a.d\. dann 119,8. apg Wasser. apgndisesku a«/i^or^e.apgndisirg

123,2.
ärgafan,
lilitsea

argafan

Blume

des

FliederStrauches

96,26. apgr I schütze 129,19. Aprindu III zünde an 10,4. 68,14. ka zvaprindets damit ihr euch anfeuert 119, 14. Aor. aprease 118, 7 (auch aprimsiW« öe^'n'/fjMuskopolje). Part. Pf. apres angezündet 127,18. aproapea ady. nahe 119,4.

{nacrxcchd) 32, 20. argande, PL f. -die silbernen Feen p. 120.

arHinsesku fange an, vergl. ahurhesku, arliinsiro 125,2.
aridzäe
f.

Bitte

67, 8.
;

arikesku ergreife, raube va s ti arikeasko 46, 15; Aor. ariki 61,40 (argkesku und in

Ochrida araku).
arikio o
s.

aproku I nähere, nu pot s te aprokü ich kann dich nicht aufnehmen 121,2. s me aprukäts nehmt mich auf 121, 1. Impt. nu te ajyro^e nähere dich nicht 95, 86. Impf, s aprukä 96,57. Aor. sapruke 121,1.

arokie. o

arino

Sand 128,

16.
aripetle

aripg Flügel

PL

119,

10,12.
arisesku gefalle,
c.

Acc. Aor.
etc.

me
arkato

arisis
s.

13,

12

arük.

294
arku Bogen 130,5. arkuredzu friere 123,2.
Arniiru
llalmyros,
13. PI. multe arale viel Übet

Stadt

in

Thessalien 102,1.

aoale 106,5. f. Geduld 116,4. arovdotsune f. Geduld 123,3.
A4:, 2.

aro vdare

armg PL arme Kleidung

86, 5.

arovoano Verlobung 94,
arsaldn
arsar
s.

9.

Armotoltit Armatole, hat jetzt meist die Bedeutuno; von
Anatolier,

s.

aslan.

arosar. u

Türke aus Klein-

asien 91,2.

aruguzino Schilfmatte 118, 4> D. a ruguziülor 118,7.

Armotolo ehemals Kapitanat,
jetzt Anatolien

arük I

39,

12,22.

werfe arunku 69, 6. arukuts werft 65, 14. arkats
iverden

armotusesku

kleide an, 96, 100.

schießt 67, 10.
sie

ar6s°l) rot 1,1. 2,2 etc. PI. f. aroase 23,7; aroaso 86,6. ° 2) Spion p. 100.

va s ng arukg uns zerschießen

arodopsesku setze in Reihen auf, mauere 96,50; arodopsi schichtete auf 118,6. arokesku s. arikesku. arokie f. Schnaps 26,4. arikio
33,
o

Aor. arkäi i<;h ivarf 17,3. argkg 61,36. arkg 120, 8. refl. me aruk ich schwinge mich 1,5. ä arukaro sie stürzten sich 118,9. Part. P. arkatg herausgezogen 59, 7. arukuteskusto^e96, 140 (wälze).
64, 9.

5.

aromün III bleibe. Aor. armäs O 55,21. sarmase 67,13. arimase97, 8.apomäsirooll0,2.

arünk s. arük. arüp III pflücke, breche
aus.
1, 4, 6.

ab, reiße

Aromnn Aromune

04,

1.

PI.

96,145. 120,10.
arusio o
art
f.

arupeä Aor. arupse 21,3.
Impf,

Rorauu 64, 5 (auch Armun). aromunesk aromunisch, f. aro-

eine rötliche
6.

Weizen-

33,

muneasko 92, 7. arosärlV springe 32,
61,39. 118,3. arotsesku mache kalt,

10. arsgri

refl.

külde

mich ab
57,11. arou adj.

5, 12.

erkälte

mich
Übel.

arusunedz beschäme 106,4. arüd III lache, nie arüd ich o o maclie mich lustig 18, 15. arud sie betrügen. Aor. arus 118, 17; aruse 86, 21; ruset
ihr betrogt

125,4
Lachen
4, 9

etc.

schlecht,

subst.

arudeare
aruy
n.

f.

128, 24

nu

ts e

rou di mine hast du

(arudere Betrug).

nicht Mitleid mit

mir 43,

11.

Fluß

etc.

afeu99,
aroi

13.

geschickte

100, 6; masturi Meister 90,

arvauliu,

llerxeleid

de arou mare aus großem 02, 14; tsi aronlu 117,2. f. arao 50,1. rao'91,

18

;

kal arvanllu Pferd,, das den Ravan (eine Art Paßgang) kann 51, 11.

aoiu Winterlager, Winterquartier
'

110,

1

(arniu).

.

: .


Aomioo Halmyros,
Thessalien 110,1.
S

295
in
p.

Stadt

140 wird

ein asplirapsesku

angeführt, das eine Ableitung

Aoraume f. Land der Aromimen. G
Pindusgebiet 112,
apomasirto V o 'so
s.

vom

Aoriste asplumpsu

ist.)

7

ax'omün. o o

aspgreät erschrocken 118,9. aspru ein halber Piaster in
Silber
p.

asearg adv. gestern Abend 3, 1. asearg noaptea gestern Abend
spät 13,7. 122,4. asime f. Silber 8, 2 etc. askäp I entkomme, so askopom G5. 16. im transit. Sinne sme askak 123, 1. askere f. Soldaten, Heer 122, C. 130,4.

200 (auch
Abend

Parc4).

aspun

s.

spun.
12, 11.

astarg adv. heute 59° 2 etc.

astergu III wische ab; asterdzem 12^2,21. Aor. asters 4,6.
Q.?>ieYnkiausgehreitet. tavlg aster-

natg gedeckter Tisch 126,4.
s.

asternu.

askuku I speie, askukem 1 22,2 1 Conj. so askuke 122, 11 etc.
askultu I höre,
Jiorcke,

astodz

adv.

heute

48,

1

etc.

gehorche
as-

dzuo de astodz heute vor acht o o Tagen 46,2. astgz 61,13.
(ästondzo)
s.

sme
16

askultats 9G, 151.
hÖ7-e

azo.

kultg mine
etc.

mich 122,

askumtu
lich

117, 14. adv. pe askumta heimadj.

verborgen

119,25. askundeare f. 130,4.

Versteckenspiel

askundu III verberge 46, askunde 100, 7 (Aor.
kümsu).

17.
as-

asudät schiveißtriefend. mustake asudatg eben hervorsprießender Schnvrrbart 59, 9. mustäts asudats 103,8. asupra adv. oben, di asupra von oben 66, 11. asi adv. so 31, 2 etc. asu 106, 3. aksi 124,3 (auchasg, asü,
asgtse,
sine).

asitse, asitsine, aksit-

aslän Löwe, übertragen tapferer

asteptu I erwarte 35,
etc.,

1.

47, 13.

Mann,
ster

vermögender

Mann
Pia-

te

asteptä

er pflegte

49,18; arsalän 32,19.
118,4.

dich

114,4. 95,49.

astseptu 56,9.
refi.

aspär I erschrecke, nu vo aspgräts 122,4. Aor. s aspgro

asternu I breite aus.
?nich nieder 50,11.
nät.

lege

cf.

aster-

122,18. aspargu III

rerrferie,

14,9. 98,

astüp I verstopfe 122, 19 (astup).
at Hengst 29, 17.

9 etc. (Aor. aspärsu).

asplungu III. Aor. te asplumpses du hast dich durchweinen erschöpft 116,1. (Bei Vangeliu Petrescu, Mostre II

atsä

s. s.

atsel.

atsea
atsel

atsel.

jmer.

Sg. m. 15,5. niku-

kirlu

atsel

bunlu

117,5;


atsel nia niarele 70, 8 etc. in

296
aus Greis 108,5. 119,3 etc. Voc. ausu 1 1 9, 6. adj. alt. pap aus 62, 8; om aus 119, 4.

01,38. 62,5. 80.9. Dat. atselui 122,24. tselu 3,12. tsel 68,5. PI. m. ats^r 45, 8.
ats()l

Albauien

Sff.f.kasa atseä
4.

musato47,

55,10etc. Dat.atserei97,6.
PI.
f.
f.

atseale

als n.

19,7. gebraucht im Sg.
atsa 27,2. im

ausesku werde alt; ausaste 128, 19; ausasko 30,4. 40,2,8. avdu IV höre. Impt. avdzo 40, 15,18. 119,13. Impf.avdzeä Aor. avdzui neben 96, 6.
avdzi

125,

6.

Part. Pf. av-

de

atseit 97, 8.

dzuto 90, 17.
absol.
tion:

PL

atseale 122,11.

Participialconstriiclui "

atseä al die (Frau) des wird

avdzuto domnulu a O O

zusammengezogen zu tseal 69,1; tsal 101^10; tsalllO,
11;
tsol

als es sein

Herr gehört

hatte

123,3.

84,1.
94,
1.

atsia hier 67, 9.

de atsia

ayegVul bewache. Conj. aveagl'e 118,7. Ind. veagfe 124,3.
Impf, vegl'ä 124,4.
avin I jage 122, 12.

23. 10.

atumtsea da, dann 96,90 etc. atuntsea 123,9 (atümtsinea). atüntsalui da 119,24. anä hier 118,5. hierher 95,96.

avinare
avlie

f.

Jagd 122, 12.
6.
1,

avinotor Jäger 121,
f.

Hofmaner

5 {Hof).
5.

122,23

etc.

avütü
ayine
az
59,
7.
s.
f.

reich

auatse hier 118,5. 122,22.

123, 4. Weinberg, ayinile 80,
7.
iii

aumbro o
auml)rHt
12.
aurlii

Schatten.
tjcschattet

azo. o

aungu III
I

salbe,

bestreiche 47,

azbor I 1) fliege 10, azburä 90,03; Aor.
entflog

Impf. azburo
5.

(Aor. aumpsu.)
heule,
schreie;

mir 02,

3.

bellu

2)

wehe, blase 92,

aurlo der

Hund

heult 68, 20;

aurl'i dn sehreist 118, 2; Aor. lu aurlo er schalt ihn 120,6; aur§ 122,20.

azburotor fliegend 90, 02. p. 123. azo heute 02,13. 90,110. az
°21, 10.

128,10. cf astodz.

azvest Kalk, Kalkstein.

b.

ba!

ba!

Ausruf der Gering119, 19
{)iein,

babo

Vater

(in

schätzung
sogar).

spräche)

1 15,

der Kiuder15 verschieden
;

babo Mütterchen. o
75,4;

Hebamme

Voc. babo 122,10.

von pap. bag I setxe,

lege,

stelle,

bag

la sholi'e schicke in die Schule

297


trinke,

40,7; bag prgragteftu

lasse
;

beau II

beats 119, 14.
'

bag maso richte den Tisch an o 4g, 19; va n badz moraze du wirst mir Kummer machen 13,14. bogaro kuruno die Trauung fand statt 121, 8. Aor. = Plusquampf. bggarg 124,3; refl. me bggäi ich
iverden 40, 9
legte

Kaufmann

Aor. biuro 121,3 o

etc.

bei schivarzer Widder oder Hund mit iveißem Flecke auf der

Stirne 68, 20 {weißer Kieselstein
Besl'i

beim Spiel). m. PI. Wien. Besl'i nach
(aus

Wien 40, 5
Artikel
betsl'i
s.
l'i).

Bets und

mich.
Pf.
tsi

birbek.

Prt.

19, 3.
gestellt

liegend bogatg era bogät der an7.

war 118,
f.

l>ahtse

f.

Garten 13,

3.

bairame

Bairam 50,
p.

14.

balaraatse, bula

matse drunter
188.

m. Nachtigall, auch allgemein Singvogel 122, 14. birbek m. Hammel, Leithammel 17, 11 etc. auch Widder 29, 1 5, wofür bei den Farserioten PI. ariete in Gebrauch ist.
bilbil
art. birbetsl'i

und drüber
bgligu I
refl.

gekürzt

betsl'i

scheiße p. 128.

110,2.
birber Barbier 29, 1 etc.
birikete f Feldsegen 122, 25.

balto See 68, 2 G. baltsu n. Kopftuch, Binde, die

um

den Feß gewickelt wird
(PI. baltsuri.)
'

biseariko Kirche 53,

{).

biseriko

86, 28.

121,7.
bislikg

bano Leben 49, 4 etc. o basan Balsam 11, 14.
baste
f.

Armband.
beendige.

PI.

bislits

110,10.
bitisesku

Wette 119, 18.

Aor.

bitisi

bas I küsse 55, 12. Conj. basg 23, 3. Impt. basg me 53, 5. Aor. bgsai 13,10. bgsg 13, 10. 103,9 (auch bglef etc. bat II schlage, treffe; bäte 128, 25. batü 44,3. Aor. bgtü
88,
2.

95,39.
bitisit fertig

119,20.

bitsu Knote7i (ein Spiel) 130, 2.

blido

Teller chen

127,27.
etc.

blgstemät verflucht 55, 4. boatse f Stimme 59, 13 boie £ Farbe 37,2.

Bealg

Belitsa, arom.Dorf (Oberund Unter-B.) nordwestlich

von Struga

am

Ochridasee
Inf. in ver-

25,2. beare f. Trinken. Der
baler Bedeutung

ist

fast voll-

ständiggeschwunden, doch: ti a beare yin um, Wein zu trinken 1 9, 8. tri a beare 20, 5.

bou Oc/ise 128, 10. G. boilor 76,4. bgkur n. Kupfermünze 123,2. bgnedz[ü lebe, ma sg n bgnedz du sollst leben, sollst bedankt sein 32, 1; so ü bonedz tine ich bitte dich 105,3; asi sg m bgnedz 96, 129. Conj. bgneadzg 75,5. Impf bgnä 126^6.


borbät|ü 3Iann
14, 11.

298
budzo Lippe 4,5. 59,9. bukato Stück. PI. bukots 122.
23.
h\\k\o Fäßchen zuyn Weintrinken p.°39.

123,
72,2.

'4

etc.
s.

PI. borbatsl'i

bornu O

bnin. ü

bosilopul

Königssohn
s.

122,16.
vosil'ou.

bosilyu König 118, 1
boriare
f. Kuß 24, 5. bosiU geküßt 125,5

s.

bas.
di

bracl[ü

Tanne,

brad
1.

kin

Fichfenbaufn 20,

braue PI.
die bis

f.,

kusitse bi'ane Zöpfe,

auf den Boden reichen

25, 7 (eigentl. Eggen). brats n.
15.

Arm.

bratse ts <Zei«e
PI. bratso 103,

Ärm.e 58,4.

Bulgarg Bulgarin 120,9. Bula Matrieia Familien- Name 110,3. bumbak Baumwolle. bun gut; bung nu n esku ich fühle mich nicht ivohl 54,2; Voc. bunlu no 120,1; adv. o kunto bun 122,14; subst. bunile die Guten {Feen) 74, 2. burete m. Schwamm 127,11.
' '

bre! he! 0,7. 51,1. 50,5. 86,1.

(gew. bureate).

brun Gürtel 80, 7. boruu 29, 10. bubiüik Mistkäfer (Männchen) 30,11. PI. bubulits Soldaten
in der Gelieirasprache p. 100.

buro Mann, Held 04, 8. Buosäo Familien-NaTnelO^,^. Busea Vorname 07, 1 (auch
Buäa).

bubulikn Käfer, Mistliäfer 30,
12.

bute f. Faß 127,10. butur I schnaube 127,7.

d.

dadg Mutter. Voc. leadado 2, 1. 5, 2. dado sor ältere Schwester
14,1
;

dau gebe

12, 19. Conj.

da 23,

9.

d?i&(.)m(m^o altes Mütterali

impt. dg 12,21 etc. Impf. dedeä 120,4. Aor.ded21,4.

chen
dafne,

D. 02, 17. 103,17. 113,0.
125,1,2.

dadg

dedu

119, 12.

120,
1.

0.

3.
etc.

Prs. dede 24,0.

dafineagg Lo^'beerbaiim "
als,

und

deade

55,

80,17 deade

sgärele die Sonne schien 52,
1.

danda
s.

seitdem 22, 10. 54,

deanda.
s.

dao

doi.

15; deade pi pade icarf auf den Boden; deade fok legte Fetter an 118, 7. deadiro
sie

däospredzats zwölf; ~ an 62, 12 (gew. ~ de an), dapoja adv. dann 50, 10 etc. dato f. plöfdicher Schreck; ^n

schlugen

1

20, 1 2 sie klopf;

ten

dede liima lief bergab 80,11; deade kseaue
120,
7.

zog in die Fremde 55,

1.

~

erschreckt

91, 10.

de

s.

di.

299
deadüu adv. zusammen;
10, 9. s. adün. dealagg Eile; ku
di

~

di

~

122, 12.
di

nach Comp. 58, 14. nu am di kut mas uno ich o o habe nur eine 119,5.
kut
als

ded ku
dealiliea
di

~

ich eilte 21,4.

la

von;

di

la

dumnidzou

didiV.

wahrhaftig 119,9.

119,32. di dealiliealui 119,14,32.
als,

~

di pi

12,7 etc. auf 29, G
15,31.

etc.

di pre

apoia adv. darauf 119,

deanda

seitdem 56,

8.

deapir I reiße die Haare aus; s deapiro Impf. 123, 15.
dipira
9°G,

di pre uno adv. zusammen 96,11. di

144.

demon

Teufel p. 121.

unter 117, IG. dipüu III nehme herunter 49, 1 1. refl. steige herunter 113, 2.

sum

äQndix seitdem 9G, 1

1 1. s. deanda. departe weit, entfernt 48,8; diparte 49, 3 etc.

dipuse 119,33; nicht refl. 122,20. 12G, G. dimineatso Morgen 36, 1. diraiz

Aor.

despöt Bischof 3G, 14.
desdi
s.

dis-.

(auch

sonders
1)

buri

de gesprochen, bevor folgendem a). praepos. arbur de ärvon Baum %ii Baum

neatsa in der Frühe 31,3. 88,6. 98,3. dimneatso 16,4. dumneatso 124, 1. " o
'

dimundare f. Bestellung; auf Bestellung 67,21.

pi

~

dimundu

I

verlange,

bestelle

5, 3; di munte n muute von Berg zu Berg 4, 1. ver di asime Ohrringe aus Silber 8,2,4. frundze di fag Buchen-

11, 10. 45,4. so

n dimundzi

sende nach mir 51, 10.
diu aus; din sin aus

dem Busen

90, 5. din Pole aus Stan^bul

10,2

etc.

hlätter

5, 5.

de mari fokuri aus großem. Verlangen 5, 9.
2)

conj.
etc.

und

4, 6.

13, 14.

14, 9

dinäparte di jenseits 59, 3. dinde adv.jenseits ; de dinde7 0,4. dininte adv. vorn 109,3. dinsupro m\\. oben 125,4. dinte m. Zahn. PI. dintso 29, o
'

damit 90, 8. 3) 17." 122, 1. 125,3,4. 119, 120,8. 4) conj. als (beim Verconj. daß,

12. fets pri dintso 87, 5 vergl.

altfranzösisch

:

gesir

adenz.

diüges adv. unten 125,4 (nur
in

Za;^ori

und Siraku).
122, 16.
vernichte

gleich),

raa

buno
si

di

tine

dinkoa de
dinik I

diesseits

de borbat auch als Mann 14,11. di kara als 118,9. 119,3,9. di ku, di ku niko von Kleinauf 100,1.
8,4. 85, 13.

zerkleinere,
refl.

95,56;
dipti adv.

breche,

inima

si

dinikg 96,77. 115,11.

gar {nicht) nu u vru dipü 123,15.

300
dis
Hälfte,

tu

dis

di

pazare

dgarang Herrin, Siegerin 12G,

8.

zur Hälfle des Marktpreises
123,
di
3.

dis

di

mer einen
dislu

doi zwei, doil'i 9, 3 etc. dojri ng f. dgaug 17,13". 7,1,2,3.

lialben

Apfel 12G, 10;

120,

mer

den
disli

hnWen
albe,

Apfel
disli

12G, 10.

dao zboarg einige Worte 122,5. daole 10,1. 11,17. daoli 21, 7.
1.
f.

laie die Hälfte iveiß, die Hälfte

domname
Herren,

Gesamtheit

der

schwarz 127,23.
disagg
Qnrrsack.
PI.

pi la Türtsilor

dom-

disgzle

49,°11. 121,1. tisagg 124,1,2.

name 50, 15. domnu Herr,
Besitzer 1

Gebieter

disfak III
disfg

mache
52,

auf.
.5.

Impt.

1 9, 9.

erlöse

122,22.

85.4. 9G, 23.
lor 123,3.

39.2. Voc. doamne la dom"nil' a
14,
1.

Aor. disfetsu 52, 8. disi oh, disi are 119,2. diskäp I entkomme 122,25. diskarku I lade ah 118, G. diskurm I vefl. ruhe mich aus
9G, 04.

dor Schmerz,
49, 8.

Kummer

Heimweh
schlafe.

95, 66.

dormu IV

Impf, durnä

dislegl binde los 11^,
diso
sie.

1.

A.c.

Sg.

f.

2,8.

124, 7. 10,7.

Aor. duniii 60, 5. 90, 1. 17.5. 24,4. drak 1) Teufel; draklu 120, 12.

drak din vale
2)

p.

121.

dispart

IV

refl.

ich trenne

mich

böse 22,7.

41,3. Irupf.dispgrtseäOG, 82. displgtit entwirrt; mit aufgelöstem Haare Gl, 15.
dispul'at ausgeplündert G5, 17;

drgmg Zweig 11,9. duk III führe, refl. gehe 2,8. vg tsets 44, 8. Impt. du te 6, 5.
dutsez vg 120, 11. Aor. dus 61,28 etc. Part. Perf. dus

nackt 121,3.
distimele
f.

Taschentuch
ohen,

31,4,

gegangen seiend 116,8.

PL

disuprg

104,4. hinauf 122, 21. °desuprg 124,7.
distimbel'
Vi6.\.

dukmen

PI. Goldstück 42, 7. dukmenladzl'i 42,8,10.
f. Laden, Ladentheke 50,10. 85,2. 111,6.

dukeane
dukesku
50,
z
8.

diskl'idu III schließe

auf

8G, 14.

Impt. diskl'ide 125,4,
diskl'ise

Aor.

1)

merke, nehme wahr
in derselben
8.

86, 15.
s.

refl.

distimbel'

distimele.

dukeaste 31,
1 1 9,

Bed. Aor, no

di.steptu I erwecke.

90,97;
dit,

refl.

Aor. distseptg erwache 9, 12.
dit

dukim

8

etc.

adukesku
im
für

122,14.
2) verstelle (besonders

ditu, ditru aus\
;

ubor

14, 3

dit ilikdt 55, 22. ditru

Süden

und

Centrum

mghglg
95, 94.

13, 2 G.

ditu groapo
9G, 97 etc.

diu adv. woher 5G,

2.

akikgscsku) 119, 1. dulbeu weißes Stück Tuch zum, Zeichen der Trauer p. 203.


dulo

301
dziuere m. Schwiegersohn, Iziner.

Magd 123,7

etc.

dultse süß 10, 15.

dültsile die

le

32, 14.

dzineru a nostru

Feen 74,2. dulumits Weste,
(dulomg).

für dzinerlu 12J,9.

Wams

G4, 4

duminiko Sonntag 89, 8. dumneatso s. dimineatso. dumnesku regiere 119,33. dumnidzou Gott 12, 7. 13, 6 etc. grgdino al ~ 82,3. ku ~
hei Gott

dzone s. dzone. dzuo Tag; n dzuo de astodz heute vor acht Tagen 46,2.
PI. dzule 9G, 24.
tsintsi

dzile G7, 3.

an

di

dzule

121,

G.

dzuk (dzgk im Norden, dzik im Süden) sage dzik 22,5.
dzutse 15, 3. dzitse 70, 1. dzitsem 19, 5. Impt. dzg 11, 15. Impf dzitseam 72, 5. tsa
für dzitseä 125, 4. 23, 9.
dzises 25, 1
p.

13, 24.

Voc. dum-

nidzale 9,8,9. 85,4. Dumoräk Famüiemt am el20, 14. o
'

duneao Welt, Leute,
12G,
1.

duneaoa
etc.
7.

Aor. dzis
(dzus).

dupo

liinter
f.

12,

14

dzuno Fee

119.

durnire

Schlafen 24,

dusek Decke, Steppdecke 52, 11
[Matratze).

dzade

(m.

oder

f.)

Hauptweg

dzämadan n. Jacke mit Schnüren 50, 13 (Leibchen von Männern und Frauen). Dzanfike weibl. Vorname 95, 10
(Dzamfike).

55, 14.

dzado Tanne 101,8 [Kienholz). dzatse zehn 6G, 5 etc.
dzeadzit
u.

dzeApe f Tasche
"dzekile

(dzepe).

PI.

78,

G.

Finger,

PI. dzeä-

"dzitle39,5. 127,30. dzedzite

127,15,25
dzeano
2)

(dzedzitu).
ts

1)

Augenbraue, dzeana
Bergesriicken,

27, 5 (gew. Augenlid).

Hügel,

Bergesabhang (daher dzeano de morts Friedhof auf dem Bergesabhang) 43,17. 64,4 (trgs tu dzeano gerade auf

dzereme f Geldstrafe. PI. dzeremäts G5, IG. dzoi f. Donnerstag 89, 5. dzok s. adzok. dzone m. Bursche, Schatz, ganzer Kerl, als adj. jung, tapfer, tüchtig. Voc. dzone 7, 4;
dzönile G, 4;
dzonli

a

meu

7,5; dzoni 12,18; dzuneale 47,7. PLD. adzoülor 11,2.

Die Bedeutung „Lichtung", die ObedenarBiauu, Texte etc. p. 353 geben, ist mir unbekannt, auch ist die dort angegebene Aussprache dzeano falsch. dzenukl'u Knie 123, 15.
Gipfel).

dem

Olymp, dzone
dzudikato o dzudikü I
Urteil
urteile

18, 10.

119, 26, 27. 119,22. refl.
' '

processieren ,

sich ein

Urteil

dzik

s.

dzuk.

holen 119,23. dzumitate f. Hälfte, ~ de sahate 121,5; ~ kale 66,9. dzundzunar Rosenkäfer 36, 14

,

j

302
(auch
soustifre

Käfer,

die

dzuiiesku
kleider

zum Burschen gehörig
dzunesti
63,
7.

beim Fliegen ein hören hissen), dzuucale s. dzone.

Summen

Strände

Männer-

dzup
jungen

n.

Eockj Unterrock, dzuplu

dzungame

f.

Jtigend, die

Leute 42,1. 98,11.

78,4. dzurät Schwur 96, 38.

Die

meisten Wörter Lehrer 121,6.
s.

mit

Ö werden auch mit d gesprochen,
(alb.).

doch immer ^alo Dickmilch
<5"askal

der
für.

Ton darauf

ruht,

ya^lä-

(Jemon
^'ia-

wird, wie

demon. auch im Griechizu
ya,

mändg, yavosesku, aber
^ulo
s.

scheu,

wenn

nicht

dulo.

d-exaeYw n.

Fundament 90,140.

PI.

i^emeal'e 96,71,118.

e!

nun, na! e, gine 119,15, 16 nun gut [und, auch).
gale
s.

Acc.
lu
l'artg

el

124,
lu

2.

mutrits

29,6.

am

50,7.

sul
8.

ea,

el.

41,5.
ul

slu mutreaskg
87,

^apo

101, 7 15, 4. (bei den Farserioten epg). G. domnu wu a eäüel'ei
Stute

41, 11. 96,95.

61, 36. ul 104,2.
dzisirg

D.
66, 14

lui

126, 5,12,
1.

119,23. ^ara ady. iviederuni 96, 148. earo 120, 122, 8. 123, 8. iara 118,5. 7,9. efendi Herr, gnädiger Herr (efenefendia ts die gnädige Frau, Ew. Gnaden 123, 12. efharistisesku danke 128, 7. ehtru Feind 128,21. el er. m. .Sg. N. 38,6. 82, 11. 86,10. 99,8.
di vg)

12. (fratele a lui sein Bruder
etc.)

a lui 23,
etc.

ul'

dzutseä 96, 67
etc.; so r,

l'i

23,^2

kommt

häufig vor.

(la

guvo r nach seiner Höhle

123,1.)"

m. PI. el' 93,5. 96,8. Acc. el' 87,5. l'i 40,5 etc. ijl' dinikg 95, 56 (auch il'). D. a lor 95, 55. (sora a
lor

ihre

Schwester

120,

5.

303
lo 95, 15,
°

23,55

etc.

(sora
6.)

insiro o

66, 10.
'

84,13.
'

Fut.
8.

lo ihre Schwester
f.

12G,
9.

va
1.

isits

67, 9.
9. liiu

125, ia 96,105.117,15. ia97,

Sg. N. ea 38,

esku bin 22,
estsi 95,

123,

7.

88 (gew.

esti).

eastc

122,9,17.

6,9. 27,5. este86,3.32, 12.
3.

Acc.eal25,
etc.

o,ul2, 10

neutral 18,4. 119,21.
C.
l'ei

122,7. koi31, 8. tsi 131,1. tse 86,2,° ne 67, 12. iio
7, 4.

124,

ts

u

6, 8.

nu

l'o

34, 4.

D.
a
l'i

9G, 147.

(surorile
7.)

l'ei

ihre Schwestern 122,

95,24,40. N. eale 126, G. bei den Farserioten.) D. (lor, lo).
PI.

(ele

62,4. suntu 11,5. 95,33 etc. suntu 2°7, 6. 53,10. SU 61, 11. 70, 6. 125, 2. ins 95,81.
Iura, Hits.

Conj.
eräts,

s liibo

51,7
s

etc.

Impf, eräm,
era.

eräi, era,

eräm,

Acc.
le

(eali)°li

18, 13. 21,7.

erä ta

war im

22, 14.

ela!

komm

her! 123,

1.

Elbasane Elbassan, Stadt in Albanien 56,13. Epirot Bewohner von Epirus 65,10. eräm s. esku.
es

eräm dus Begriffe 119,31. ich war gegangen (gewesen) 122,25. ex -k Avi^ er hatte sich erä skriato begeben 124,4. geschrieben 121,8. er war s erä es war einmal 1 19, 1 etc. (auch earäm, ereäm, ireäm).
Aor.
estu
eto
s.

IV komme

heraus,

breche

fui,
'

fuö, tu,

fum,

fut,

auf 47, 13. 55, 19. easo 58,3. 112,17.
es.

Conj.

furo 21, 9. o
aistu.

iusi

Impt. Impf, insa 118,9. Aor. 66, 3. 68, 24. 118, 2.

Welt, Leute
s.

127,

1.

eu

lou.

fagnBucJie 5,5. PL fadz 71,12. fak III mache; fatse er sagt

119,15,16,32; fats bringst zur Welt 40, 3 va s fak werde gebären 122,3. fats s nu mults an bleibe nicht viele
;

Liedern noch stammbetonte Formen fätsim 9, 8. 16,12. Impt. fo u ü kale lasse sie auf die Straße komtnen fo stri kale 31, 7. 31,7. fotImpf, fitseä 82, 11.
seä 118,
1.

Jahre aus 47, 9; die I. u. II. Prs. PI. Praes. sind meist

endungsbetont fgtsem 121,9
etc.,

vereinzelt

trifft

mau

in

Aor. fets pri dints 87, 5. feätsis 17, 12 gew. fitses 86,20. featsel7,12.

stammbetont

304
fetselOS, 13. 112, 20. fetsiro87,4. 122, 21 etc.
etc.

27,4

fortumo Pferdelast. 124,2.
57,2.

PI.

fortume

Part. Pf."

am

fapto

23,

1.

fovorös furchtbar. PI. m. fovorus

119,21.
refl. icerde,

werde geboren.

ini

fets

ich

wurde

s

featse

iciirde

geboren 76,3. sfeätsirg

fonitesku sättige 122,2. fontuno Quelle 84, 1 0. fontono 57,6 (funtono).
forfgriu

als sie geworden

waren

1

18, 9.

Porzellan 45, 12.
'

fatso

Gesicht,

Wange,

fiitsats

12,4. 13,10. fats: asudats
23, 7
feato
feätele
fes
(PI.

PL
103,
7, 1

tu
9.

daole
fatso

forino Mehl 28, 10. o o formäk n. Gift 48, 14. {Soi-gen) 52, 12 siehe p. 68 Anmer-

auch

fots).

kung zu Nr.
PI.

57.

Mädchen

etc.

fornu o
foro o O

s.

frun. o

1,10. fete 110,9.

1)
'^

ohne foro voi 95, 27. -^7
fgr
di

Feß 130,5.

fgrg tato 115, 6. fgrg afeudu
92,° 8.
°

üdixwQt Baumstamm 1,2. 2,4. 3,3. filii fiin PI. kleine Stückehen,
Schnitzel (aus
filie
f.).

kome's

93,4.

foro di 6ilo 96,139.
2) foro so

ohne daß 123, 12.

filidzano Tasse. PI. filidzen 19,8.
flidze°n

3)

fgrg

kg
kg).

sollte

es sein

20,5.

filidzeü

27,

G.

daß 11 8,° 8
statt furi

(hier

steht fgrg

filipsesku bewirte

19, 11.

findze adzukare a findzea Sautreiben (Spiel)
firfiritso

fratem. Bruder

(in

der Anrede:

130,3.
7

Mädchen 130,

(beim

Freund, Landsmann), frate SU 121, 10. frati kusoro9,8.
frati

Spiel),
firido
fitiko
fit.sor

ku

sor

16, 12.

sor

ku

Fenster 120, 5

(firicio).

frate

63,2.

Mädchen 91,11.

frek

1

und III

reibe.

Aor.

Knabe, Sohn, Bursche. fitsor al amiro Kaisersohn artik. fitsoru 121,8. 5. 82,

fi-ekarg 126,7. fretsu quetschte,

D.a

fitsorui

121,8. PI.

fitsori

40, 3. artik. iitdoril' gew. fitöorl'i. fitsonik Bursche 95,18.
fiidzcü
tlurie
s.
f.

3,9

schund 84:, 9. (Möglicherweise muß es fi-edzu heißen, das eine Nebenform zu frumpsn ist, wie stresu zu strump^u. Eine Differenzierung der Bedeutung läge dann bei beiden

filidzane.

Wörtern
Gold.
PI.
etc.

vor.)

Goldstück,
12, 24.

frig III l)rate.

Aor.

frips, fripse

fluriile

55, 10
4.

fuoie

112,6.

119,20. frikg Furcht 7,4
friptu gebraten
frgmjilig

etc.

foame f Hunger 34,
fok
n.

frimintu I knete 28, 4.

Feuer, Liebesglut 55,16.
5, 9.

PI. fukuri

119,2. Grübchen 27,

1.


fnm
D.

305
fumeil' 96, 42. fumealile 96,

Zügel;
Blatt.

frundzo O O

fornu 29, 17. PI. frundzo 5,5. ü o
^

35. fumeirie 110,4.

11,9. frungu III
'39,
7.'
f.

fund
fune
für

n.

Boden, Grund 127, 18.
fimduri.)

breche', se frungu Aor. frumpse 118, 15.

(PI.

frunte

Stirne 95, 76. frumpte
9.

"122, 3,
29, 6.
ftoh

frurate

12, 21.

f. Strick 127,12,18. Räuber QQ, 10. furko Rocken 37, 6. furnigo^mm^eS 6, 2. (Pl.furnidz.)

arm 124,1.

126,9.

furtät °Brautführer 29, 4. 78,
etc.

1

fudül Stolz 101,3. fug IV fliehe, reise ab.
7,1.

D. a furtatlui

92,

1.

va
3.

sf'ug 49,4. voi

fudzim sfug

(fortät.)

furtu Diebstahl 119,25.

45,

Conj.

fugo

43, 10.

Imptfudz
fudziro
fui

23, 10. °Aor. fudzi

furtuno Gewitter, Unwetter 61,6. 121,1.
fuoie
s.

54,1. vdzis

(=

fudzis)67,5.

flurie.

Plusquampf. aveä fudzito 123,9.
17,6.
s.

fus n. Stricknadel
del,

121

,

5.

Spin-

Spule, Bolzen 127,31.
f.

esku.
n.

fustane
18.
(PI.

Weiberrock, Unterrock.
fustänele

fum

Rauch 127,
f.

PI. fustän 40, 12.

fümuri.)

39,17.
Familie,

fumeal'e

Nachkometc.

fuseke f Patrone.

PL

fusetsli

menschaft

47, 10

PI.

91,12.

g.

garangädzi FL junger Ehemann. a garaügädzilor 28, 15. (PI. zu /ramböu.) gardu n. Zaun. ga.zKerzel27,A (gew. Petroleum). gazepe f. Zorn, Entrüstung, Schande 108, 1. Gegü Gege, Nord-Älbanese. PI. Gegil'i 110,6. glar dumm, Narr 118,7. 122,2. glgrime f Dummheit 119,16.

I

gol 1) adj.

leer, bloß,

kapul gol

61,8; pune goalo trocken Brot 128,24. PL"f°goale 15,9. 2)adv.WMrl23,l(adj.95,9).
gor
s.

kor.
'

[(goLin).

gol'ino ~o o

Henne 74,4. PL gol'ine Oo
'

gordino Garten 3,5. 122,16. gordinuso Gärtchen 88, 8. ~o o grai n. Wort, Rede 22, 5. 63, 5. artik.graiul 128,7. graiulu tou 11,13. PL graie 119,18
(greaiü

PL

gloriü p. 119.

PL

graiuri,

grairg).

godina Jahr 75,2 (sonst nicht
gebräuchlich),

gof Oberschenkel

,

Hüfte 84,
11.

9.

grambo s. /rambö. gramg, grama Buchstabe, Schrift 52,° 24 (/rama).
20

Weigand, Aromunen

30 ü
grebü Mauer,
126, 7. Grieche. PI. Gretsl'i 64,15.
spreche,
sage,

Wand

gr\xngatsg

Weizenmehl

16, 7.

Grek

gresku

gris

l'i

alNika 68,19. greaste81,7.
Conj. greasko 119,29. Impf. grga 122,21. Aor. l'i gri

83,14! gugustesku schnäbele. gugustgiim 22,19. gulisda nackt 125,3.
gulisinedzü,

Irapf.

me ~

entblöße

mich

sprach %u ihr 95, 40. grea schwer, somnu ~ tiefer Schlaf 119,31. f. greao 1 6,2. iikisi greao ivurde schwanger 122,6. PI. greale96,7.(grou.) groapo Grube, Grab 96, 133.
"(PI."

grok.)

123,9. guro Mund 12,15. 27,8. gustu I koste, probiere 128,8. gu80 Hals 15, 6. 32, 10. 99, 12. 112,19. guse 31,11. PI. 53, 5. 58,10. 113,16. (In Albanien guse 42, 8.
ist

gi-os

108, 13. grodino Garten 1, 3
dick

mehr

gusg, in Monastir,
ver-

s.

gording,

Krusevo und Süden guse
breitet.)

grotsü

n.
4.

Körnchen.
(groslu

PI. grgtso

36,

atsel

bunlu

Karbunkel.)

gutüu Quittenbamn 22,11. Loch, Höhle, la guvgl' Ö o
123,1.

gruu Weizen 119,28.

geig

Speise 8 8, 14.

PI.

gele

122,21. 128,24.
gelgdziu Koch 122,2.
gigiftesku zigeunerisch 127.20.
(giftu

gos adv. unten,
lichen

das Gute 74, 3. pri gos 64,7. di gos 66,11. (ges im süd2) subst.

Zagori.)

Zigeuner.)
6, 7

gine 1) adv. gut

etc.

gine

18,14.

gurdaue f. Halskette (aus Silbermünzen) 12,27. PI. gorduü 110,10. vurdane 11,11.^

Griechisches y wird vielfach durch g ersetzt.
j'arabrör
s.

;'ramb6.

;'ranib6 Bräutigam,
5.

/rambolu

;'gitän

n.

Band
grama.
f.

27,

(gew.

30,
PI.

1.

gajtan, ggjtau.)

/ambro
28,15.
yvwt
s.

j'rama

s.

;'ramboulu 29, 2. 129, 11 (gambrö). garaßgadzi /rangadz,
urvit.

;'ramatikie

Gelehrsamkeit,
8.

Wissenschaft 40,

307


und

Der Laut
^ale

5

kommt nur

bei den Farserioten vor

vertritt

1.

jai schwarz, unglücklich.

juai Aor. von. Tau
6.

nehme 103,

Oheim 113,3,10.

104,2.

5uno

Mond

111,2.

h.

habare
11.

f.

Nachricht 43,14. 47, habarea ta Nachrichi

bgrios fröhlich, glücklich 1 2 9, 1 4.

no l'a di von dir 64, 11. hgbare werden uns gewahr 110,5. haimali f. dreieckiges Silherstück,
das als Ämulet an die Halskette

borisesku erfreue 40,22. 70,13. °120, 7 (borgsesku).

bornesku ernähre 70, 10. o wache 126, 11, 11.
^

be-

borozito
16.

Morqendämmerunq
Liebe,

10,

hale

f.

gehängt wird 99,11. Bedürfnis, Notwendig-

boture
brisafe

f.
f.

Gefallen 25, 6.

Goldfaden,

Gold 122,
62.

keit

120,1 (auch

Abtritt).

17.
brisik Silberarbeiter p,

hapse f. Gefängnis 120,4. hapsane 110,13. bar der Tod, harlu 49, 10. haräo Freude 96,102; haraug

brisozmg,
45,
8."

brisosmg

Goldfaden

121,5
bare
f.

etc.

Fähigkeit, Verstand 85,

18.

Annehmlichkeit,
7.

Reiz,

Freude 50,
bazir

Hristö Christus 76,3. brisusit golden 120,8. bronesku ernähre 127,3. s. bornesku. burbutuläs Knabe, eigen tlicb

fertig, bereit 1

25, 3 (bazur).

Truthähnchen 130,7.

I

boaro Dorf 28, 7 etc. horbulesku schnarche 119, 11. o hgrdzuiesku gebe aus, spende, ° liefere 96,30.
'

buzmekar Diener 123,3
^

etc.

buzmikaro Dienerin 119,31. o

bumbare

f.

Speicher 28, 10.

s.

ambare.

li.

Heavro Fieber 11, 1. Herbu III koche, avea bearto 119,10 (Aor. Hersu).

bibo 8. esku. o bigü III sehlüpfe hineiti Ripse 90,2. 20*

Aor.

308
liikiit
liiLeber PI. Herz, kate 96,76. 115,11. ilikät 55,22 (i^kat Olymp). Riko Feige, liitse 123, 10.

n.

Himo

Gefälle,

Abhang (von oben
dede
bergab

betrachtet) (are Himo).

hima

lief

bergauf ,

liikü
Kil'e

Feigenbaum 123, 10.
f.

86,11; nYiivuo abiüärts 110,12. Hivresku habe Fieber, unpers.

Tochter 99, 4 etc.
liil'u

me
etc.

liivrgaste

60, 13.

liilü,

Sohn 61,12
24,
4.

artik.

liil'ul

Hil'lu

Humusesku refl. begebe mich eilig an etwas, stürze mich auf
etwas 96, 138.

26,2.

1.

i

oder 85, 11
ist;

etc. etc.
s.

inrgire

Zorn

126, 12

vergl.

i

nu

i

52, 15

esku.

noroesku. o o
insu
selbst,

ia,

ia

s. el.

eigen

123,12.

PI.

vsida! sieh da! 15,10. 28,11 etc.

Mann nouo
trei

ins furi QQ, 10;

iaro

1)

adv. ivieder

s.

eara.
s.

sute de ins 122,21.
es.

2)

subst. Winter

iarng.

insi

s.

iarbg Kraut, Gras 65,6 {Pflanxsn).

intru I trete ein, dringe ein 46,.
13. 68,7.

PI. i^rgile

80, 6.
etc.

iarng

Wi7iter

28,2

iarg

iou ich

95,48 etc. (im Norden durch mine
61, 12.

60,10. 121,1 {in Albanien). Iboaim Ibrahim 108, 12. iJia dasselbe 125,3.
ilikiit
s.

ersetzt)

iou

7,

5.

e)

19.3. 54,2. eu (mit offenem 18, 4. D. a nia 10, 15.

Hikat.

ikg oder 88,2.
ilikie
f.

17.4. 112,9. ni 5,4. 22,7. 126,10. n, 1,4 etc. im 16,

Alter 114,2.

115,4.

imo Mutter 46, 6. imngturg Hinweg 67, 3. imnu I gehe {ohne ans Ziel des Gehens zu denken) 48,11.
96.12. 128,11.
in

97, 3, 4. 100,3. Acc. mine, me, mi. PI. noi. D. a noaua, ng. Acc. noi, ng 9, 6,"7.^ 81,2. ipg, ipü Gelenkknöchel, Würfel
5 etc.
in

°130, 2.

=
n,

un
n.
f.

s.

iou.

irmuksesku

leer

werden

95,

in Vorsilbe bei

Verben

s.

unter

63.
islia

gerade aus 71,8.
3, 12.

inate

Eigensinn, 15.13. 119,30.
61, 5.

Zorn, Wut

isosesku verlobe

isusesku
susite

14.5. 28,2.
isosit

Indung Donau, Donauland spez.

verlobt

70, 16.

Ungarn

110,9.
istu
s.

inimo Herz 18,16. 54,4.

aistu.

,

309
itsi

was auch immer
wer
im/iner.

96, 29.

lu 100,

wohin

6, 8,

11.

7, 2.

28,

123,14.
itsido jeder^
*its
.
.

11
lutsi

etc. iu 9,10. 95,81 etc. was auch immer 123,1

nu gar

nicht 52,6.

(lutsido).

k.

ka

di

ka per^iko 27,9; ka lemon 27, 10; ka aslän 49,18. ka de etwa 95,36.
wie.

kalotili glücklich

95,

1.

123,2.

ka

si

.

.

.

ka

si

.

.

.,

ob

.

.

.

oder

kalugreaoo Nonne 126,6. kalugur Mönch 125, 5. Voc. kglugre 61,9 (golugur). kama mehr 18,16. kama tr
oaro " o
früher
'

72,7. ka so daß^ damit 51,12. 118,
ob
.

..

45, 14.
'

mult

mehr

55,

5.

kama kama

7 °etc.

kadll

falle.

Aor. kgdzui 23,

4.

multsri die meisten 96, 162. kama multe nil' mehrere

kodzü 119,31.
ka.&e jeder 17,8. 118,10. ksi&i 16,4. ~ un ein jeder 123,6. kae s. kare. kafe[u m. Kaffee 120,5. 127, 20^ (auch f.). kafedziu Kaffeebereiter 120,5. kaftäne f. langes OberJdeid 86,6. PI. koftim 40, 6. (koftane). kaftu I suche, verlange, beabsichtige

Tausend 118, 11.

kambür
kanda
kandilo

Buckliger p. 188. (= kg anda) als 111, 2.
Öllicht,

Nachtlicht 127

6; ewige

kap

n.

Lampe 10,4. Kopf 40,19; ti kaplu

atgu für dich selbst 114,7. kapul 61,8,15. PI. käpite 117,19. 127,10. kapidän Hauptmann 102, 6
(kgpidan). kgpitan

18,10

etc.

kakü I kacke p. 128. kaimo m. Liebesglut 57,16. kako so, so sehr 63, 3.

kara
s

1)

wenn
etc.

a)
'

cum

124, 6. Conj.
s liibo

lu ariseasko " o
b)

3,11.

51, 9
s

cum

Ind.

~

o

kaküm

wie, so wie 96,

135

etc.

kailTi 87,8. käla^ros Thaler 11,21. käragros 31,10. kale f. Weg, Straße 12, 10 etc. kalembär! glückliche Reise 45,
6.

kal Pferd. PI. kalTi 65,

kail' 118,9. artik.

plundze 41,2; 41,8. c) ohne sg:

~ z %ane ~ o vidzüs
123,
6.

86,5;
2)

~
o&

va

s s

fudz 46,4.
aibg

3) als

~ ~

deadirg 120,12.
4, 6.

skgase 123,2. °118, käragros s. kdlagros.

~

13.

129,1.
zer-

kalku I niedertreten 39,3;
stören 91,3.

karakandzu Butzemann p. 123. karamüzu sonnverbrannt 59, 10. kare wer 119,20 etc. ~ welcher

310
der

119, 18.
14, 4.

kape 105,
48, 3.
Hits

5.

kae

95, 89.

121,7.
seid ihr

D. a kui 122,12.

wem

karku

I lade
f.

auf

1 1 0,

5 (kargu).

käme
karte
13.

Fleisch.

PI. korüle 96,

144.
f.

kare 101,14.'
Brief.
PI. korts

123,

kor Tanx, Beigen, korlu 39, 1. n gor 14, 2. korbu Rabe, Ärmer, Böser, Voe. korbe 99, 9. Sg. f. koarbo Ungliickliche 108,10. f.koarlDele Rahenmutter 1 1 7,8. kordo PI. Säbel 102,4. kornu n. Hörn. PI. koarne

kaselo Kasse 123,4.

kaso °Haus 28, PI. kos 126,
kgsui-i).

9.

4. (PI.

n kas 121, 2. auch käse,

kas Käse, 40, 14.
katriffu n.
Schiff.

123,10 etc. kornu u. Kor nelkirsehe p. 100. kos II nähe 40,12. Kostantin Konstantin 95, 20. Kotsa männl. Vorname 64, 68. kovo Eimer (am Brunnen)
1°27,

PI. kätrisle

11^4, 5. ^ katso s. akäts. o

kg 1) °125
2)

21 (Wassertrog). unterordnend daß
etc.

96^
19,

kend s. kvmdu. o ket s. kut. klopot Schelle, Glocke 130,10.
t

beiordnend
f. f.

denn

10,11.
kodife

96,40 etc. Samt 56,12.

kl'eaie

f.

SchlU.^sel.

kgfase

kl'em I rufe, lade ein. kreamg Aor. kl'imas 100,6°. 36,6. kl'imo 66,19. kl'em m. Knäuel. PL kl'eu 127,
12.

Käfig 120, 7. n. kg°faslu 122, 20. PI. dao kofasi

122,17
koftane o
s.

(Sg.

auch kgfasg).

kaftane.

Kgkgradg Familienname 102,2. Kokooado 112, 1. s o O
'

Krisura
1,7.

Vlacho-Klisura,

Ort

kolär reitend 59,7. kolotor Beisender 96, 161.

koado Schivanz. PL koacle 122,
23.

kgldare f. Waschkessel "kgidare 103,6.

93, 1.

koarbo s. korbu. kodzabas Bürgermeister

kolflra. Diener. PI. kolfäts62,4.
,

Vor-

kgluggr Mönch.

Voc. kglugre
8.

stand eines Macbalti 82, 10.

kokgzo

PI.

Ilagehutten

78,2
61, 23.

61, 9; s. kalugur. kolufforesku mönchisch 63,
koluaruritso

(auch sonstige Beeren),
kokilg Kind,

kokilös

Mädchen Kind 108,7.
Kolin de,

Nonne 61,16. komeaso Hemd 20,3. PI. komes

kolindg

Weihnacbts-

umzug 75,1. 76,1. 77, 1. kopäts Lauhbawn 120,10. 124,
4.

93,4. kgmisitsg Hemdchen 127, 28. kguistroViorft 123, 11.

kgpestru

n.

Halfter 47,1 i. 84,2

kupatsu Busch 84,

8.

(PI. kgp(jastre).

311
kopisteare
f.

Backtrog

28, 3

(kopistere).

kgtsulg Mütze, Feß 69,\1. 122, °12.°130, 5. kotsulo 105,19.

kopitäu

s.

kapidan.

kopitinü n. Kopfkissen 68,12. "kopitunu 10,10. 51,15. 68, 11. PI. kopitime 52,12. kopitso Schober, HeuJtaufen 17, °10.°

kgtsug Mütze, Kappe 123, 18. °136, 5. kotuso Katze 32, o o
'

9.

kreastet Scheitel 120,4.
krepiplatze, vergekevor Schmerz
;

kgpitunü
kora°re
f.

s.

kopitiuü.
(Schei-

kgporleatso Ziegenplatz 16,5.

Fußpfad 68,24

nukreapg verzweifle nicht 17,11. nu n me kreapg rege mich nicht auf 56,5. n krepai 12,17.
skrek54, 6. 116,
2.

tel).

kripai 88,18.

korave f. Schiff '^l,^. 118,12. °119, 31. kgrgvyot Schiffer 118,11. kgrsi de gegenüler 81,1. kgrtel B^7^g, Ringelchen (zum "Aufhängen) 42,10. kgrtesku necke mit den. Händen, ° tändele 81,8. 119,29.
kgrutser Kutscher, artik. korut-

krepät

aufgesprungen; budza krepatg 59, 9. para kripatg
sehr
6.

zu
56,

aufgeregt,
all

betrübt
2, 3.

D.

krepate 34,

kresku II

1) trans. pflege 1, 11.

ernähre 67, 24. intr. wachse, 2)

gedeihe

80,4. Impf, kresteä 123,10, Aor. kreskuro 120,10. 123.
10.

%era 122,2. korvane f. Karawane o
\a°dzi
9,

59,4.
'

krevati

f.

Bett

126,4

(krivete).

kgrvonär Karawanenführer, Ke12. 49, 9.

65, 2.

kg(^vona^e 103, 12. Koravo Korava, ein Ort, wo? ^ o o
'

krueare f. Nähen, 50,11. kseane f. Fremde
2
etc.

Schneidern
47, 9. 49,

102,1.
kgtrg
s.

kutg.
^

kosobö f. Stadt 103,14. o o o kosobün Städter 103,16. o o o kostunü Kastanienhaum o o
'

(go^ö o

stunü).

ksen fremd, f. kseang 3, 5. ksenit Fremder; D. a ksenitlui 119,12. Ksilomere Xiromeri, in Akarnanien 64. Ksiromeri 101,6. ku 1) mit 5, 7 etc.
2)

Platz, wo der Käse wird 83, 8. kgtrane f. Teer, Unglück 95,64. °120,13. 129,34.

kosorie o o

f.

'

und

kusitsa

ku puJeao

bereitet

101,15. siku feätele 116,6. ku tut 108,5. 124,6. nach ku dag dzule 3)

kgt, kgts

s.

kut.

123,2.
kufio
Holzbecher,
oder
etivas

kgtse

Janm 58,5. 122,2.125,2.
junger

kgtsel

Hund,

Junges

Aknliches, gura a

mea ka

di

°n,3.

kotsol 103,12. 122,8.

kufio 45,11.

312
kiij
s.

kare.

kuköt Hahn 68,18; Stickerei auf dem Ilemdkragen 103, 1. kuk(^ rot 104,3 (alb.). kuldk m. Kringel, Ktichen36,5. 84,17. 77,2. f. kulako 75,4. kulku lege nieder 123,4. kum[u wieY 1, 4. kum so s fak kumu spoate 122,7. 6,3. kumate f. Stück. PI. kumots 122,23.

kurkubetg Kürbis 127, 12. kurmedzü auch kurmu I refl. werde müde 119,6. 128,14.
se

kurmä

96, 53.

mühten sich ab kurmaro znie verursie

sachten Schaden 17,7.

kurundu

schnell 128,

14 (selten

.ü:ebrauclit).

kurimg Kranz, Hochzeitskranz
100°
7.

kumndt Schwager; kumnatu
121,10. kuinuato Schwägerin 68, kumpor s. akumpor.
9.

su

kuseare f. Nähen 50, 12. kuser Hühnerstall 122,11.
galbing 12,8. PL \usitse 25,7. 93,5. kuskru Hochzeitsgast. PL küskusitsg Zopf;
kurl'i

~

kunake
kundili
dil'u
f.

f.

Herberge,

Rastplatz

61. 29.

küskril'i

32,

128,11.
Federhalter, Stift 27,7.

56,4.

kundil
m.).

45,10 (kuu-

Voc. kusk(>e 108,6. kusurin Vetter; kusurino vearo " o o Büschen 62,25. PL kusurine
13.
^

vere 11,8.

kunoskull kenne, lerne kennen; va s kunoastem wir iverden
erfahren

kustm'o Messer
kosturo). o O'

22, 15

(auch

117, 10.

Aor.

o

kunosküi 86, 4. kupatsu s. kopati
kuprie
f.

Kehricht.

PL

kupriile

125,1.

kur Hintere 127,17. kur I reinige 22, 16
lecken von

{tröpfeln,

Gefäßen).
PI. kuoälele

kuräo f. Riemen. 112,2.
kurtit rein,
echt

f. Schachtel, Sarg 126,11. kutovolesku wälze umher 1 1 8, 9. kundu ivann?, wenn, als 37,5. kund 32, 8, 1 1 mit dem Conj. kundu s noroeasko 120, 2; o o o auch kundu 82, 6; kend 99,9. kune m. Hund. PL kuüLi 69,17. kyintare f. Gesang 65, 9.

kutie

'

;

'^

'

'

kyintik n.

Lied.

PL

kuntitse p.

96,

126
fg

etc.

201.

kurbane
bringe

i.

Opfer,

u

te

~
7.

kuntu
ter

I

singe,

kräJie

(vom

mir das Opfer 55,
f.

Hahn)
k^vt

68, 18.

lese (mit lau8.

~

sfitsgä 82,11.
(statt

Stimme) 121,
conj,

kurkoane
130,7.

kurkoane)
Spiel)

1)

sobald

als,

als

Truthenne,

Frau (im

95,53. 96,125.
doch 96,146. 2) pron. wie

de kut jeviel,

kurkoa

(kurkoüü)

Truthahn,

so viel
k^ite

Mann

(im Spiel) 130,7.

96,149.

kvjtu 21, 8.

313
kute indecl. je; kuti un 42,7; kute uno dao eins nach dem ^ o o andern 44, 3; kute un om einer nach dem andern 124, 7. kute uno oaro 118,13. ü o o kuto gegen, nach 40, 16. 32, 11. kotro n Soruno 49, 14. kutro i9,°4. kutpo°110, 12. o o ^ o o
-^

zvrei soviel du willst 55, 15. kots 95,70. 3) beim Vergleich indecl.
so groß wie 15,
5.

mare ket

101,7.
s

'

kut pe anar/a imng wie langsam er auch
4)

adv.

gehe.

'

^

t.
kale, (keale?)
f.

Fell.

PL

kel'

keradziu

K&radzi
verliere;

55, 7

etc.

kelle 124,7. 124,5. käptine m. Kamm. kaptiule 126, 7. keptine 45,5. PI. kaptiii 126,6. kardere f. Verlust 17,12. katro Stein. PI. kätrele 127,31; ke°tre 118, 9. 122, 25; ketsuri 96, 50. (auch artik.
ketsorile).

kiradzi 58,4.

kerdull
s.

kerduro 83,

5.

ker,

kerö m. Zeit 95, 65. (Wetter.) kernt verloren 118,8.

Kika männl. Vorname 68,
101,6.

5.

Kiki 64,14.
3.

ki ki ki! kikeriki! 68, 18.

kikuto Tropfen 114,

128, 15.

kefe i'.°Lust

119,14

(Appetit).

kelke
are

f.

Olas 120,8; ~ ti vide123, 1; Flasche 33, 5.
8.

auch VoiTede V. kilime f. Teppich, Decke 119,
s.

31.

kelkig: loyig 45, 6,

keptenat gekämmt 59,
keptin I

kin Fichte 20,1. kindine f. Stickerei 103,
kindisit gestickt 31, 4.

2.

kämme
s.

45,

7.

keptine

käptine.

kind(jg Hochzeitszug 109,
kiuiyi Jagd 125,2.

1.

keptu

ker II

Brust 29,14. 50,3. komme um va so ii ker o 107,4. Conj. karo geht verloren 118,11. 126,4. Confusionmitkerdu: kerus du verlorst 116,3. kern er verlor 119,28.
n.
; '

kiper I picke auf kir Herr 24,2. kiradzi s. keradzi.
kirao Braut 28, 12
kiriäo

5, 6.

(Herrin).

Kerze 26, 6. Kita männl. Vorname 65,13.

1.

la

na^h

2,

8 etc. (Ort),

la

ng

Lah Basil; Lahlu aus Vasilaklu
54,1. lai schwarz,

numtg
6,

auf

einer

Hochzeit

9

etc.

arm, unglücklich

314
(vielfach

tung 2,48
ni.

z.

auch ohne Bedeu13,5. 15,4. 39, .:;aj etc.). 112,18. iSg. lai dzone 13, 5.
B.
hiiu

Ugid gebunden ,
(verpflichtet).

iimivickelt

110,8

artik. laihi hikat 16, 10. 49,
2.

72,3.

83,16

artik.

lihoano Wöchnerin 121,2. mitsei: Blume 1,1. 2,2. 3,2. artik. lilitsea 1,6. 2,7 etc. oder lilitsa 107,1. PI. lilitse

laiul 21,4.

laiulu 88,4.
loil'i

PL
60,6.

loi 65, 10. 66, 7.
"lail'i

80,4. f. Sg. laie 12,16. 24,5,7, artik. laia 15, 9. 52, 24.

auch lilitso.) limbit klar, rein, schön 103,3. limoiie f. Zitrone. PI. limön
120, 10.
(Sg.

37,3.
PI. loi
laile

18,8. 27,10 (limoü). Lina ^e/ewe 84,11. Lino 120,1 4. Linotope f. Aemalige arom.
Stadt, jetzt kleiner alb.Weiler

96,56. 83,1.
(loile.)

art.

55, 5.

91,3.

lakromo

Thräne.

PI.

lokron

linguritsg

Herzgrube

66, 15

96, 56. 117, 18.
lokriü im Süden.) / o
lalak

(lakrimo,

(Löffelchen).

Imguro
fall).

Löffel

127,9 (Wasserlipirös Totenklage

(Reimwort ohne Bedeutung) 120,14. latru I belle, lieide 69,17.
Schleife,

lipiros,
p.

kuntik 20l!
fehle

latsü Schlinge,
der

Strick,

lipsesku

cum

Acc.

me

an

Stelle

des Steigbügels

lipsesku sie fehlen mir, ich

dient 84,20.

lau I

wasche 4,8; Impf, la 90,60.

lai

87,7.

brauche sie 19, 10. 118, 3, 5. cum D. tsi s lipsea lopuzle

le! ach! 2, 1. 40, 15; auch mit a! verbunden: ale dada mea ale 2,5,10. 57, 1,3, 5 etc. Lino 120,14. s. lele. l§a! ach! 5, 2. 14, 1. 43, 1.

12,29. 20,7. impers. °es ist nötig 96,29,89. 126, 5 etc. Uro Lira (=20 Mark) 24, 8. 123,1.
litesku gehe heraus,

mache mich

88,1. Igagon I wiege 15,3. lele ach! oh ~ mi 15,1.

Aor. liti 125, 2, 3. (nur litiro 126,1 126,12. am Aspropotamus in Ge-

auf

70,9. ~ dado majko! Ausruf bei heftigem,
körperlichen

~ muma 105,1. (oh ~

brauch).

livade f Wiese.
4.

PI. livodz 70,

livodzo

71,

9.

livodzile

oder geistigen

Schmerze.) lemnu n. Holz,
PI.

80,6. livendgatso

Leichtigkeit,

Be-

Baum

120,12.
1.

Leno
li
s.

Helene.
el.

l^amne 123,1. Voc. Leno 93,

quem Hell keil 119,6. livo Südwind 92, 5.
lo
s.

l'au.
f.

logarismo

Fechnung 123,3.

,

315
lok
n.

Ort,

tu loklu a tou an

Werk 96,7. lukurlu 126,5.
lukrul 51,9.

kova di lok Eimer aus Lehm 121 21. E)'de 68,15. 95, 78 etc.
deine
Stelle

117, 11.

artik. loklu, aber lokul

102,

9.

Pl.lükrurilel07,4.1ükrole 119,22. lukre 96,7 etc.' lulude Blum,e. PI. lulüdzile
125,
3, 4.

lor

s.

el.

luludzli

u meine

lostur

Querhaiken [der Nachts vor die Thüre geschoben ivird) 127,26. loyie f. Art] de multe loyie

Blumen 125,4.
125,4
(lilude).

a luludzlor

125,3.
lo
o

s.

el.

loiesku schivärze; loiro 126,2. O'^
^

'OD

lokordie o o
9,4.

f.

Gerede ^ ,

Geschwätz

lokormare f. Weinen 50,4. o o lokromedzü iveine 96, 125. o o lopudo Socke. PI. lopuzle 12,29.
'
_^

loyio

s.

yilie.
f.

lugurie
;

Sache,

Ding 127,13,

2 2 lugrie 119,18,24 (lu/urie).
lui
s.

el

und

sou.

lukredzu arbeite; lukreadzo 128, 12. Impf, lukrä 96,47. lukrotor Arbeiter 95, 6. lukru D. Arbeit, Angelegenheit,

Pl.lumok 96,64. lume f. Welt 95,32.'' 123,6. Leute 118,10. luno Mond. PL lune 28,14,15. lungu lang f. luügo. PI. f. lundz 109,5. \\xn Montag; luuea montags 89,1. lunino Glanz 28,9. 32, 1. 118, 10.° Schein 121,1. lup Wolf, luplu 46, 12. PL luk 122,16. lutseäfire m. Mwgenstern 31, 3. 122,3. PL lutseafir 40,4. lumbrusesku erglänze 31,2 (auch lumbrusesku). lunduro Schwalbe. Pl. lundure ^ o o o
\\xra?i^Qi.Zweig.

87,1. luno Wolle 119,19.

r.
r
s.

el.

l'ertare

f.

Verzeihung 123,7.

l'au

nehme 16,11; Tai 32,10;
14,8.
Conj. 55,2. 95,42.
42,13.
1 6, 1 1

l'epur

Hase 122,12.

i'a

l'ertui verzeihe;
l'ertsi

cum Acc. smi
l'arto

lom 26,5. luats
Impt.
I'a

me

.

65,13. Aor.
l'i,

120,
el.

6.

41, 5.

l'irtäts

74,5.
3.

luai muntsri^'M?^'

m die Berge
3.

Lei

s.

6Vl5;

luäs 47,1; lo 67,19.
hatte

l'in

Linnen 20,
I
1.

25, 6; di kara Ino als er ge-

l'uftu

kämpfe,

ruftundalui
2.

nommen
73,5.

119,

luat

123,

l'undär Lötve 68,

,

3 IG

m.

m
3

1)

=

bratsg 103,15;
etc."

un vor Labialen: m m pude 121,
un: o
.

mas adv. nur 11,19. 95,9; immer 88, 1.
masaläEntzauberungsformel gegen das böse Auge p. 124. misik Gelenkknöchel, Würfel 130,2. matso Katze 122,6. o
'

2) /

=
s.

so o

m

bonedz o

96,129.

ma

1)

aber 8,3,7. 11,17. 15,3

etc.

auch

araa,

am

(nur).

2)

7nehr (beim Comp.)

ma

mayilik
mayipsit
yipsit).

vergiftete

Speise.

PI.

niko 11,18.
älteste

ma

mavele der

mayilits

126,9

(mgyilik).

3) 4)

96, 60 etc. raakg wenn 119,2.

vergiftet

126, 6 (mg-

ma
n.

s

aber

wenn 119,
(aus

28. 122,6. 123,14.

madzär

Dukaten

Un-

mayir Koch 125,2. mäyisg Zauberin p. 123. mayistrg Zauberin p. 123.

garn) 11,20. 24,6.

mbar

s.

kalembär.
betäube
refl.

magazie f. Laden 118,2 etc. map'u Zauberer p. 123. maie f. Großmutter 18,2.

mbet I

119,31 (mache
betrunken wer-

trunken),

den 124,7.

maimün

Äffe 37, 4.
'

mboreatso
18. 96,

öföc/t 96, 107.

129,

mälamo Gold 100, 9 etc. o mardzine f. Ende 95, 61.

86: Grenze 94,7. mare groß. PL f. mgri 126, 1. aucli mari, mari 5, 9. marmore f. Marmor 122, 21 (aucb märmare). märsin I reinige von Fett (Gefäße in der Fastenzeit), nehme Fett ab. sie marsiü melke sie 69,20. martsi Dienstag, martsa am Dienstag 89, 3.

me me

s.

iou.

s.

mg.
he!

mea!

ach!

29,

1.

61, 3

(vielfach Flickwort),

mea, meao

s.

üou.
19.

measo Tisch 46,

meastik mische, vermische 121
16. ^Qyi. ameastik. medzid, medzidie tk. Geldstück, etwa vier Mark. PI. medzidz

martsu März 43, 18.
miising Olive 12,5.

Muttermal

p. 124. mäskurii männlich 95, 2. mastur Meister 96, 1, 5.

121,3. melindg p. 127. 76, 1. 77, 1. PI. meliude 75, 1. mel'u Hirse 36, 4.meru m. Apfelbaum 21, 2; meo 107,3.

meru

n.

Äpfel.

PI.

meare 22

raasturie

Handwerk

96,

3.

13. 28,7. 78,6.

;

317

mes Monat. PI. mes 108, mes de dzule 122,19.
mes[e
f.

8;

Mitte

122,2.

70,11.

85, 14. 121,4. Taille

mesats

mirdzeanef. Tollapfel 3,4. vergl. mildzano. o mirmintu m. Grab, Grabstein. PI. mirmints 84, 6. vergl.
morraint. o

27,11.

mesku II
mistets

beschenke (bei

Hoch-

zeiten, Taufen),

42,

7.

measte 31,9. Aoi*. miskü

miroloye f. Totenklage p. 201. miro Geschick 67,20. Schicksalsgöttin p. 121.

61,34.

misale

f.

Tischtuch 122,21,22.

meze Vorspeise (Gurken, Paprika, Nieren, Leber u. dergl.)
p. 38.

meu

s.

nou.

mgrare s. mul'are. mi s. iou.
raidzilise
f.

Gerichtsvei'samm-

Geheimnis, Vertraute 117,20. MitriTs Demeter 32, 1. mizaköa die mittlere 126,1. ml'are s. mul'are. moare f. Krautsuppe 121 9. eingemachtes Kraut 127, 10.
mistiriu
,

lung 119,22 (midzilize). Mihale Michael 68, 3 (Haie,

moaro Mühle 36, 3 etc. moaso alte Frau 120,
moasile 53, 10.

1.

PI.

Mihu, Misu). mildzang Tollapfel

2, 3.
refl.)

minduesku 96,24,25,55. rainduire f. Nachdenken 65,
überlege (meist

moarte f. Tod 23, 5 etc. moi Ihe! moi dumnidzale 1 2,8 ~ frumtea 12, 22; ~ niko
13,
1
;

8.

~
etc.°

dada meao
22,
4.

15, 10.

119,18.

~
Norden und Al3.

vitsino

~

bgrbäts
l'intrg

mine
etc.

ich (im

25, 9

banien für iou) 8,

15,7

ku mine
f.

8, 1.

molupem. Schlag anfall {?) un molupe 121, 10.

minte
etc.

Verstand 17,4. 29,7

mol'u I tunke ein 22, 16. 88, 16. mor IV sterbe, muri 41, 4;

mintesku bewege, treibe, mische (durch Herumrühren) 11,4. me ~ mische mich ein 119,22. mintimen klug 66, 2. £ minti-

muoaoem wenn ich sterben sollte 111,10; me vanviii da
s

hast micit getötet 126,9.

mor[e! he! mor musatg

6, 6, 8.
1.

meno o

85, 19.
'

more

feato 12,
4,2°.

1.

17,

more

mintsg Qoldstück (acht Gulden) 119,2. mintsune f Lüge 121, 10. 128,

vineto

mori 16,1. 89,2.

22

etc.
4.

moi mori lai borbats 25,9; mori musate 83, 10. mortü tot 95, 88 etc.

raintsunedz lüge 120,

mo o
mok

s.

mumo. o
Stadtviertel

mirake f Verlangen, Sehnsucht 54,5. 120,5.

moholo o o o
s.

13,26.
'

munk.

318
mouuso

31, 10 (mouu^e).

0'
f. f.

Öse,

Henkel 42,
'

8.

mplgtire

m^rät arm, bedauernswert 14, 10. 65,5 etc.
niorazo (?)

127,28. mpgrtsure Teilen 119,10. mprost aufrecht 15, 7. vergl. umprustedzü.
f.

Stricken

Schmerz, Kummer, Sorge, nur im PI. belegt, moraze 13,14,16. morozle 49,12. 57,14 (von mirake kann, wie Petrescu, Mostre II p. 74. 144 Anm. 71 thut, das AVort nicht abgeleitet werden, sondern aus tk. maraz
Krankheit).
f. Perle, Sieinehen (am Schmuck); mgrdzedlile 39,9.

mui:^o

Apfel 104,3 (alb. moig).
95, 87.
7.

muhig Moder
mulare
PI.
f.

Maultier 59,

84, 2.

mulgri 124,5. mulgu III 'melke 69,15. 127, 17 (Aor. mulöu). mulg llaultier {Weihchen) 67, 22.
m.u.lontBojungesMaultierl27,24:.

niordzeao

mult[u viel 55, 5 etc. PI. multsg 95,33. 124,2. adv. sehr 13,
12; di multu so sehr 96, 5. mul'eare f. Weib, Frau 2b, \ etc. mul'ere mul'area 123, 5.

morgoritare
66,6.

f.

Perle morgoritori
;

Morie Maria 10,3. o morit I heirate (von \ o
'

gesagt)

15, 2
n.

etc.

Mädchen smooto
'

ml'area 67,15. 121, 2, 3. mgl'are 125, 6. 126, 1. D. a mul'ere sai 123, 5. PI. mul'e-

113,7.

mormintü o

Grab 115,14.

dit

72,2. murag Mutter
rile

1 8, 1.

35,1;

muma
mg

morrainte 95,73. raormintso:
pgrintso 95, 91.

mea 18,1; mumea 67,11; mum atseä 95, 1. mg ta 17,1.
48,4.
43,
3.

morsinü nehme das Fett ah, melke 68,23. vergl. märsin
69, 20.

70, 1.

88, 2;

sa

mortare

f.

Verheiraten 50, 8.
'

99,3. a mo sgi D. a mo sai 30,3; 95,24. PI. D. a mümunlor
86, 19.

mesa

moruno
mgyie
1
f.

TJberrock 78,4.
Gift,

9,14.

Zauberirank 43,

5 (mayie).

mundresku munte m.
55, 11.

s.

mutresku.
PI.

Berg.

muntsi
1.

mparkg
49,9°.

mir, daß 95,38 (m ist aus ü
es

scheint

muntsg 57,
s.

95,

34.

124,2.

Dat. entstanden),

mpartu IV teile, trenne 17, 13. 98,11; impgrtsuts 84, 18; te mportsus du trenntest dich 1
Li

mutresku. Mureauo Morea 65,11. Muskopol'e Muskojyolje, Ort in Albanien 91, 5.
munti'esku

C

114,19. mplin voll 32,3. PI. m. inj)lin 117,18. f. mpline 108,9. mplgtesku stricke 81, 5.

muskg

Fliege; tute mustile alle

Insekten 128,9.

Muskupulean Einicohner von
Muskopolje
9, 2.

319
mustake
Schnurrhart 59,9; meist im PI. mustats 103,8. mustatso 14, 6 (gew. mustötsV / o
f.

(m.)

nicht 96, 73.

36.

Aor. rnutn 61, rauntresku 29, 6. mun-

musät schön;

Schöne D. musätirei 6,2. 97,6. musata (a) loklui die Erdschöne p. 121. 122,14. PI. musätile die Feen 73, 1. D. a musatilor 11, 1. adv. 29,3. musko Maulesel [Maultier). PI.
'

musato o

dresku 14,3. muvlete f. Frist 85, 5. munato Handvoll 17,8. o o muQdzu Fohlen 119,23.
'

mune
11
;

adv. morgen 48,

1. 1

120,
26, 5.
PI.

am folgenden
'

Tage
'

muno Hand; mono CO o o
munle
12, 12.

49, 13.

miinile 15,9;

muske musku I
22,8.

QQ, 5.
heiße

48,14;

musti
14, 9.

musoteatso

Schönheit

56, 2 (musuteatso).

musotikü hübsch 95, 22. o
•'

mutü

I ich tvechsele 6 3, 7

.

1 1 8, 5.

mutresku hetr achte 33, 7. 60, 7. Conj. mutreaskg sorge 41,11. Impt. muntreä 49, 7. 96,65. nu muntrits hekümmert euch

mginle 78,5; muinli 108,9. mune 123,15. 126,7. o munukl'ii Bündel 17,9. muiigare f. ^sse« 123,12. PI. munggrile Speisen 125, 2. munk[ul esse 22,18. 28,5. °88, 13. muügu 123,3. 123, 10. 125, 2. mgkü (vorzüglich in Monastir, doch auch in Ochrida etc. neben der Form mufik gebräuchlich) 46,13. 87,8. 95,58,62.
' ^

U.

n

s.

un.

na! da! sieh! 86,9. 119,2.
näi^-ima Fluch 17,1 s.auät^^ema.

Nase 27, 7. Narta Arta, Fluß in Epirus 96,20. dusirg Narta 'dQ,U.
nare
f.

nafoaro C
'>

s.

nofoaro. T " O

nastur
56,

n.

Knopf.
etc.

PI. nästurile

nainte adv. voi-n; di nainte von

14

vorn

66, 12;

kama

nainte

nat Säugling 96, 80.

erstens

114,

7.

Naun
127, 20
1.

Naum

,

Familienname

Naki Johann 102,3. name f. Ruf 25, 8.
(aname).

84,1. 86,1.

nämisa

di

mitten

auf 85,
121,

127, 6. namesa de s. anamisa.

1.

ndao f. einige 19,5. 123,3. ndreg III mache bereit, schirre an; ndreadzets kallu 62,5; ndredzi mach st wieder gut 1 23,
14.

Impf. undredze<4
refl.

richte-

nao s. nouo. u aparte (i\ jenseits 6,1. 97,2.

ten her 96, 48.
te

ndreadzo

95, 41

(Aor. ndrepsu).

;

320
u3rept[u recht, richtig 96, 127 etc. adv. geradeaus 39, 1 nd(>eptu 111,8. ndreptate f. Recht 119,25. udultsesku versüße 48, 17.

22,

3.

58,

1.

96,36 (auch
122,8,

ninko). Ol

ningo noch

(statt niko)

16. 123,14. (Im

Süden und

Centrum
ninkerdisit

verbreitet.)

ngao Schnee 121, 5; ngauo 128,4. nek I ertränke 96,52; refl. ertrinke 96,162. nel Q. Ring 27,11. PI. neale
78, 5;
neälile

ohne Nachkommen
ükirdisesku.

19,1.

s.

m^ot

Neffe 95,3.

102,7 (auch
niptutg 43,
4.

Enkel).

nipotüt krank

f.

39, 7;

nele

61,35.

nformak
°22.

I

vergifte

48,4. 122,
refl.

nfrikusedz

erschrecke;

=

Kranksein, Krankheit 67,14. niskuutu einige, etwas 95,65. 119,23. PI. noskuntso 121,8. o o o f. noskunte 123,13.
nipteare
f.
"

iutrans. 120, 12.

nisursit unrasiert 61,8.

ulieamo ^ O
ui
. . .

s.
.

nolieamo. o
"^

weder noch ..11, 18. 70,2. 88,3.
ni
. .
.

.

niakikosire
Streit

f.

Mißverständnis,

78,9. auch nicht, nicht einmal; ~ un 95,69. 128,6. nitüns ungeschoren 119,19.
nisusit tinverlobt
nitsi

119,23.
s.

nivestul'e

f.

Marder

(Wiesel) 46,

uilieamo O
^'

nolieamo. " o o

18. p. 125.

uüresku s. noroesku. o o Nika männl. Vorjiame. Nika 68,19. 69,18.

noapte

f.

Nacht 13,
noaptil'ei

7 etc.

tu

D.

al

Nikolitsa ehemalige ar. Stadt in Albanien 91,4.

121,4. nor[g f. Schwiegertochter, nor sa Schwägerin 124,3. PI. nurgr

mesea

nikg adv. noch 11,16. 52,16 etc. schon 119,9. vergl. ningo. nikrisküt unerwachsen 96, 157. nikukir Eigentümer , Hausherr
67,19. 117,5.

95,5,59. nori PI. Wolken 55, 11

(auch

nuori, aber meist nori).

nostru unser. PI. nostri 95, 92.

~ ku~ Com-

pagnons 118, 16.
nimortät unverheiratet (von Mädchen) 55,6. 91,6. nimprustiit nicht stehend 96,81. ninsurjit unverheiratet (von Burschen) 78,8.
ninvitsjit

nou neu f. nao 26, 4, 5. nöuo neun 40,3. 66,10; auch nao 56,8. naol'i 78,7. no uns s. iou. ^o O no eine s. un. o ngfoarg adv. hinaus, draußen °92,4. 95,28. 96,153. 120,
«^

9.

nafoaro

118, 12.

122,

Ungebildeter

128, 1
19,
3.

11,20.

{unabgerichtet

von Tieren).

ngheamg

ein tvenig 45, 2. 52,

niügo neben

9, 12, 13.

"l6. niheamo 95,45. 112,16.


119, 31.
ulieamo

321
126,1 etc. antreabo 118,2. sintreabo 84, 13.
ntruipät gestützt, angelehnt 119,

126, 4

(no»9'eamg Olymp),

nointru adv. hinein

121,3

s.

nountru, o

10.

ngpoi adv. zurück, wieder 119, °2. 122, 17. dann 32, 13. 96,99. ngportikg Schlange sp. Viper ° 122, 16. ngpgrtikusg Schlange SS, 9. norleatso Zor)i 118,12. ngrgesku refl. cum Ac. (oder Dat.) werde böse; suoroeasko 120,2; sngrgi 120,4; s ngrgeaste 37,5. ^38, 6, 9. Impf. s niireä 119,22. ngrgit erzürnt, zornig 86,16.
°9°9, 4 (norloit).

ntsap I steche 124,7.
ntsertu I streite 124, 1 (nur

im

Süden

gebräuchlich),

ntünikg I es ivird dunkel 82, 1. 118,9. nu nicht, wird in der Regel
nicht elidiert,
82, 4, 6 etc.
also:

nu are

numo Namen
lumtg).

96, 6 etc.
6,

numtg Hochzeit
nun Pate
4.

9 etc. (nuntg, 29,

bei der Hochzeit

78,10. nuntru s. nountru. o

ngs er 95,23 etc. ngslu 119, °15, 17. noso sie 95, 33. PL m. DOS 118,9. f. nose

Nusa Christiane 108, 2. Nunta Nunta, tk.

!Notje,

118,11.

uoskumbusesku

die

Ärmel auf-

krämpeln, sich an die Arbeit

machen

95, 54.

uoskuntu s. niskuntu. o o o nountru drinnen 123,2. 125, nointru 121,3. nuntru 4.
65,15°.

nsor I heirate (vom Burschen
gas.);

nul nsu^ai 104,2 von

der Frau gesagt!; unsoarg ine 26,1. s unsoaro 28,7.
s

Ort in Vlacho-Meglen 96, 43. nveastg i^m^^ 22, 9 etc. nveasta na,o° Braut 15, 11. 28^ 13; nveasta atseä nao 62, 24. D. a nveästel'ei 86, 13. PI. nveästile 42, 3. D. a nveastilor 28,16. nvevinät /rat<r/^, betrübt nvernät nvirinat 68,6. 43,2. nverliga adv. ringsum 119,4. uvesku II bekleide. Conj. u.nveaskg 40,6. nveskü 118,4; amvesku 127, 1; veskuro
;

unsuro 36, o o
f.

'

7.

126,3. 114, 5. von der
nvestal'an

nsurare

Heiraten

Marder

p.

125.

s.

unsu(>a^e

104, 1

nivestul'e.

Frau gesagt!
usus adv. aufwärts 71,8. 123,7. ntre apg ins Wasser " 128, 25. ntreb I frage 15, 14 etc. ndreb
ntre

nvets I lerne 40,8. 57,19 etc.
lehre

119,20.
s.

nvirinat
nvitsät

nverinät.

gebildet,

a
21

nvitsatlui

128,1.

Weigand, Aromiinen

11.

322
nvolesku


119,31; z vortiro umringt 64,5;
aste sie rollt sich
sie
s

hüUe

ein.

Impt.

o

wurden

unvolits 06, 72.

ynvorte-

nvortesku umrvickele, hülle ein. Impt. nv(2rt§a 42, 5. 90, 4.

xusammen

37,8.

n.
mir: tsi u 2, 1 etc. so ü etc. meist D. ethicus s. iou. nare f. Honig 28, 4. 47, 12.
ii

iiikozo klein, niedlich 78,2. 79,2.
nilo°
o

Mitleid 73,2. 96,73.
'
•'

48,15. 124,5. nate f. Jugend 114,8. nedzu. mittlere f. nadzo 9, \ o
^

1.

52,1. '

iiegu

s.

iiergu.

nel

Lamm

17, 8.

Tausend, uno ~ 91, 1. o tsintfii lül' de aslaü 118, 5. iiou (üou) mein; \\\\'\\i a ~ 26, °2. 45,9. 61,37,38. 62,28. mi'a^ 62,10,19. 66,16 etc. meu (mehr im Süden, Thessauire
'

iiergu III gehe, iierdzem 7, 2, 3.

lieu

und
2, 3.
ii

Za;'ori

verbreitet),

13,3. üerdzem 44, 10. Aor.
iiersfu

dzonle a
48,
(luludzli

meu

7, 5. 8, 4. 9, 9.

4, 8.

61, 21.
89, 4.

negii

uu, tato

103,6. nerkuri Mittwoch

üu 61, 7 meine Blumen
perl'i

uqqs.

125,

4).

PI.

a üei 45,
7,6.

m

kuoga 108,3. mir 83, 16. 127,
iou.
klein,

7,8.
1,

3 etc.

f.

Sg.

mea: feata mea
a

8,2. 40,18. 45,10.
tui'nare

mea

niku

jung, üiku nat 96, 80. D. a niklui frate nveasta
96, 70.

PL

f.

nits

42,

3.

meao: dada ~ 15, 10. 91, ll" 101,11, 13,14. PI. raeale: muüle a
49,6.

123,11.

~

12,12.

tsutse a

~

15,5.

II.

ji

für im vor

g, k.

dem Wege
Bgl'ets I
ve?i.

61,

7.

ü kale auf ü gor im

iigrop I vergrabe 120, 9; aügrop

begrabe 72,9.

Reigen 14, 2
'l8.

etc.

ügr^iska adv. huckepack 119, 8.

erstarre

122,16,

ngrimg Scherz 19,5. 32,4.
figos
a,dy.

hinab 124,7.
versehen,
s

ngotän versorgt,
avets

o

~

haltet sie

gut 49, 17.

ngustu I frühstücke 16,8. ükalik I steige auf {ein Reittier) 6,4. 61,5. nkarku, ükargu I lade auf 1 1 8,6. ükorsraro 124,5, s uukarko 39,17.

323
nkatsu I zanke, scJielte, streite] iikatse 70,1,2. 128,20. ankatso 71,2,3. 128,20. ankatso
94,

nklo

ügatse Impf, ungotsea 13, 8. adv. dorthin; ma üklo
18, 5;
Irapt.
3.

95,29; kama nklotse 62,16. de az uüklo von heute ah 21, 10. Bkl'em I lade ein 88,12.
weiter 61,14.
nkl'id III
verschließe,
ükl'iseä

ükgrgät beladen 59, 5 (nkgrkät im Norden). nkgtsare f. Streiten 128, 24. nkred II schenke Vertrauen, kai'a nu u ükredz 68, 8. ukresku II wachse heran, iükresti 100,2.

ükurun

I

bekränze,

refl.

sieh

heiraten 9, 15. 48, 6.

13,22.
nkl'iu I
ich
neige,

ükurunare f. nele di ~ Trauringe 61,35. nkerdu Gewinn, Glück 40, 21.
nkirdisesku habe Geivinn,
tzen, Glück,
s

trinke

%u
5, 7.

Nu-

19,9. 20,6. 33,1. nkrinitsune f. Gruß
63, 6 (ükringtsune).
nkl'is verschlossen

ukirdiseasko

30,

52,4.

fikoa adv. hierher, näher 91,11;

nkoatse 122, 12. nkolea adv. hierher 43,13. fikolär adv. %u Pferd 95,47;
vergl. kolär.

3,13. s unkirdoseasko 30, unker^lseaskg 40, 21; 2. erbe 121,5,10. ükisesku breche auf, mache micii auf den Weg 30, 1. 52, 3. 78,3 etc. siükisi 18,1. aveäm uükisito 31,5, ükisi greao sie ivurde schivanger 122,6.

0.

o!

moi dumnidzale! 12,8.
sor 40,1.
lai
s.

o

oh! ach! 15,1.
13.

64,10,12,14.

18,11. 66,16. ohtedzü seufze. Aor. ohto 120,

o

el.
f.

gaie

Schaf
17,6.

PI. oi

96,40;

oile

Aal 120,8. oklu Au^e, ku okl'ul
ohel'e
f.

lai

12,

121,3. oarg Stunde, Zeit, Mal. oarg bung 47,7; trei ori 55, I2! tru oaro sofort, tro uno oai'o 24,5. oaspe (auch gaspit) Freund. PI. gaspits 128,21. 84,1. odaie f. Zimmer 123,9, odg m. Zimmer , odg ü 3, 8 (auch odg f.); udg °52, 10.
65, 17.

oarfon

arm

2.

22, 4. okl'u lai

Kuß

(aufs

Auge) 83,16. optu acht 95, 2, 82, 83. orbu blind 1A,4:. 105,2.
orfonie
f.

Armut

50, 9.

orgisaluj,

adzukare a
4.

~

Blinde-

kuhspiel 130,

OS n. Knochen, PI. gasile 120,8.

DU

n.

Ei 127,16.
21*

PL

oauo.

324

pade

f. Boden; pri ~ 63, 1. 119,5. pi ~ 84,7; mpade 121,3; tu pade deu Boden

m

Paste f. Ostern 61,1. 68,1. pat IV erdulde, leide, va s pato 96,137. üi potsui 84,15°;
potsus 84, 14; pgtsirg 125, 3 (auch pgtsgsku). pato Gans 122, 9, 22°(inMonatsi

1, 8.

pa/ür Schnaps/lasche aus Zinn 129,11.
paie
pale
f.

Mitgift 26, 8. paio 87, 6.
f.

stir

Ente).

paiate

Schlo ß

\\9 ,20 122,16.
.

pale adv.

dicht

überein-

patrudzets vierzig 124,1. trudzots 11,9.

pa-

ander 56, 14. paloügare f. alte Hexe 126,9. palo Schivert. palmo flache Hand, dao ~ 86,7. pal'o uuveränderl. alt, häßlich;
pal'o
skutits
alte

pe s. pi. peang Feder, PI. peauile 120, pen s. pung. per Haar, PI. perl'i 45, 7, 96,145. peril' 123,7.
per^ikg Rebhuhn 27, 9. perivoli f. Garten 98, 8 peskar Fischer 108,9.

8.

8.

Kleider,

Ldimpen 126,3.
pal'o
f. Stroh 87,7. panayir Kirchiveihfest.

papii

alter Mann, Großvater. papaus 62,8. 122,16.

pära adv. ;?;w sehr 56,6. para (paräug) m. Para PI. parsidzi

GeM 123,2.
f.

(parats pgrats)

poriidz 25,10.

118,1,3

etc.

peskuF/scA, Pl.pestil'i 119,28. peskese f. Geschenk, PI. peskesile 122,25. pi auf 10, 10 etc.; pi lung bei Mondenschein 96, 12. pi la unter 84,18. pe la 98,11, 12. pi la poartata 45, 1.
pi tu
pri.
5, 11.

paraiViri
»9-iri

Fenster 126,8; polo123, 12.
es

11,3. 49,5;

s.

pare II

scheint;

7,9,15,17. ni 12 vergl. mparkg. Aor. l'i pgrü 123,3. Parisa männl. Vorname. D. al Parisa 84,19. parte f. Teil, tu ung ~ auf einer Seite 126,9. Ph pgrts 128, ° 25; pgrtsg 17, 13. pasa (unveränderl.) /crfer 120,1. pasku II weide, kal'l'i pasko
65, 6.

spare 29, spare 119,

pidukl'u

Laus 36,10.

pikg Tropfen, Bröckchen 126,5. Schlagfluß 69, 2 (die gew.

Form
ist

für

die

erste

Bedeu-

tuno: ist kiko, für die zwxite

kikg seltener).
9.

pikurar Schäfer 83,9,11.

Pina Familienname 64,
pindzer
als
n.

Fenster 11,2.

piues Kleingeld, Geldstücke, die

Patengeschenk gegelieu werden 108,9.


pifigu III stoße,

325
plots de asime breite silberne

Aor. pimpse

23,4. 123,15.

Pipo

weibl.

Vorname 25,5.

Schnallen 64,12 (PI. ploatsile). plgskgnesku platze, explodiere
°54,°6.

piridesku zwitschere 96, 66. Pirpirung s. p. 130.

plgtesku
°28.

bezahle

50, 16.

119,

pirusang

Vollhaarige,
s.

Haarige

12,16
pispelesku
pisti

p. 3.
,

bestreue Impf. pispeleäm 22,17 (bespritzen).

über

1, 5.

2, 9.

3, 7 etc.

pistipsesku (//aw&e 54,7. 86,10.
pitg

Kuchen 16,

6.

pitrekü II schicke 40,5. 51,4. s te pitrekü ich schicke dir
45, 4 (te erklärt sich daraus,

poltesku 123,2. pluüg Klage; deade un pluüg 119,24. pluügu III iveine, pluügu 18, 9. 68,9. plundze 68,11,13. s plundze refl. 41,1. Impt. plundz 112,16. klage 49,1. plendzi 101,14,15.
pl'agg

Wunde 97, 8. poarkg Sau 130, 7.
poarkel'i 30, 6.

Gen. a
2.

daß pitrekü in der Bedeutung begleiten den Acc. regiert) begleite 52,18,20.
pitrunikl'e
f.

poarto Tlvüre 13, 20. 23,
portsile

PL

47,12.

Wachtel

9,

11
16.

Pole

f.

Konstantinopel 127, 27.
Stadt 95, 20.
politig

(l^er^ikg Bebhuhn).

polem Krieg 120,7.
politie
f.

piturnikl'e
piturikl'e

f.

Rebhuhn 46,
62,
2.

pitsg

Geschlechtsteil

von Mäd-

polg

121,7,8. 122,22. Windel (poalg ^
Schoß) 15,
8.

Schürze,

chen, hohle Seite des Knöchels

130,2.
pizuit verspottet

pom Obstbaum
128, 13 (von

F\.

pon 122,16.

pizuesku).

plak II gefalle, plgkü 126,12; plokurg 1 2 6, 8 (nur im Süden
gebräuchlich, sonst arisesku).

piek I beuge, bücke 22, b; me aplikai 57, 7. Aor. aplikg kaplu 119,7. plendze s. plungu.
plirutusesku
ploaie
refl.

(spomeän) Leichenschmaus, Totenfeier 40 Tage nach dem Tode p. 203. Fovkopnlos SchiveinesoJm(N'dme) 121,6. porku Schwein G. a porkului
30,
8.

pomeanu

portsu (pgrtsu) Ziegenbock 1 30,9.

schwindsüchtig
3.
s.

werden 57, 12. f. Regen 80,
p.

pot II kann; nu pots du bist nu putui ich krank 43, 6. vermochte ?iicht 120,6 etc.

podure
j)ghnie
f.

f.

Wald
6.

121, 9, 10.

ploaskg Holzflasche 59, 10.
39.

pgduritsg 93,
Stall
s.

76,4.
10,3. 62,23.

plotsg Platte,
19^
PI.

Grabesplatte 67,
plotsle

pglg»9^iri

parai^^iri.
bitte

127, 30;

pglgkgrsesku

326
119,21. povoklosesku 125,1. por(?krisesku 129, 20.
vergl.
pi.
])ri

Li

poartg

an
pri

der Thür vorüber 23,2.

pgltesku

s.

plotesku.

tu

munte 55,9.
I
i'efl.

pc^raont Gedenkfeier für die Ver-

prifteaso Pfarrersfrau 92, 8.

storbenen p. 203.

primuu

gehe spazieren

pouo

s.

puno.

IDouotor

Rock 64,
s.
f.

2.

porddz
porekl'e

parä.

13,2. 60,3. 96,61. 89,9. primgvearg Frühling 60,12. prin über; imua prin pgzare
pgrekl'i

Paar.

PL

118,1.
pripsit hübsch 95, 37.

°122,4.
poriute m.,
PI. pgrints Eltern
1°2.

prisinate

f.

frischgrüne
Wiese.

Stelle prisi-

"40, 23. 115, 29,13. 87,4.
pgrmii9"

porintso

auf

einer
'

PL

nots 71, 10. o

Märchen 118,17.
s.

prot erster 66, 20.

polokorsesku pgrpode f. Strumpf 127, 5. pgrmoteftu Kaufmann 66, 4. ' ' V. poomgtefte 111,5. PL pormoteftsi 40,9. promoteftu 1 o 1 o o c
povoklosesku
'

prota adv. früher, 38. 119,8.

zuerst 61^

prghtisit verlassen 42, 4.

prgmgtiir Schneider 40,11.
A

118,2. 121,1.

promoteftu s. 1 O pormoteftu. O O O prgmotie f. Ware 118, 4, 12.
°123, 3.

pgrumbu Tauber

porumbg ''Taube 10,14. purumbu 120° 6. PLpgfungLi 98,7. purung
10,6;

prukseuit Abgesandter, Heiratsvermittler

95,13

(proksenit).

22, 19.° 127, 19 puruügu).
i)orvitso erster 1 " o
.

(Sg.

auch

prukupsesku gedeihe 30, 3. prundzu Mittagessen 96, 91, 93.
psin
s.

Besuch nach der

putsin.
f.

Hochzeit p, 40. [Mso Pascha 24,4. pgsglu25,4. pgzare i. Marktplatz, Markt 9,5. pazare 123,3. pgzaoell0,12, l)ragu Schwelle 99,10. 128,3. Thürbalken 128, 3. pras Fleischzwiebcl 127,2. pi'avdg Vieh, PL provdzo 89,6.
I

Schürze 91,12. 101^ pureao 11,12. pülbere f. Staub 39, 15. pulg männliches Glied, gewölbte Seite des Würfels 130,2.
pufVeao
12.
pul'ii

Vogel 5, 3.

artik.

puillu

l)re

s.

pri.

'

[yreftn Pfarrer,

PLpreftsg 36,13.

pri

auf;

pri

un munte 21,1.
pri tine

pri

dzeang 43, 17.

isusesku pri un 17, 3. dzone verlobe mich mit 14,5. pre fund am Boden 127, 18.

m

9,10. 43,18. punte f. Brücke 65, 14. G. a puntil'ei 96,48. puögg5m/e/ 31,9. 112,6.128,2. pureao s. puAiao. purik /7o/i 36,7. 127, 14. purintat Türke p. 100 (eigentlich jemand, der in der Fastenzeit
Fleisch
ilit).

327
purnäre m. Eichenbaiim, Seharlacheiche. PL purnori 64,4. purtsel Ferkel 121, g! 130, 7. purtselüs Frischling 121, 6.
putsu Brunnen 127, 5. puslu 127,21. pun[o l)Praepos. bis; pun tora 21, 9; pon di un 95,56; pun di musata bis zur Schönen; pen 100,2. pono la 52,19. 2) conj. puno zyino 26, 3. 55,13. pono zying 118, 11.

purumbu

s. porumbu. puouoie f. Trost 105, 12. pususesku sterben (von Tieren gesagt) pususi 120,8. puskl'e f. Pest 95,52.

putsm wenig; psine kos kleine Häuschen 126,4 (putsun).

pgn s undreagg 95, 50. pundzg Leinwand 124, 1. punef^ßro/ 27,4. Essen\22,21.

r

(r)

o.

(Siehe auch unter ar-)

raze PI. Kleider 125,
rihate

5.
j

rugü
j

wilde

Rose,
cf.

Brombeer-

f. Ruhe, Behaglichkeit 119,13. Rivent Landschaft in Albanien 101,1. roämigul kaue p. 100 (arumigü). rogü I bitte, roagg n te 38, 3, 4.

strauch,

(>ugü.

rugozing
rusal'e
p.

s.

aruguzino Schilfmatte
f.

120,13.
pl.

Pfingsttotenfeier

128.
rot

rusatg

geschminkte 12,20.

rgkoare f. Kälte 60, 1 rou s. arou. rudzinät verrostet,
brannt.

1 (arkoare).

rusatso rote

Schminke 12, 25.

sonnver-

14,8. rusine f. Scham, Schande 84, 15.

V. i'udzinate 62, 22 (durch langes Umherstreifen
in

rusune 103,13 (arusine,
sune, arsune).

ar-

der Welt

rotbraun

ge-

ruse o

s.

arud. o

wordener Mann).
rudzing
Verwesung.
114, 10.

ruu

n.

Fluß

4, 8

(aruu).
1.

D. a rud-

^ugü
cf.

Brombeerstrauch 107,
rugü.

zinel'ei

S.

s

=

1)

sg daß.
ts

sahate
s.

f.

Stunde

121,5

(PI.

2)
8)

dir

tu.

sahots).

tu treia sohate de

se sich.

4) si

wenn.

noapte52,2. ngsghatell3,8. sak ''Sack ^1,1. l°2d, 14; saklu
di orfoiiie 50.9.

sa

s.

sou.

cf.Anm. 50

328
p. 67 (glar ku sak Erznarr) mit Peh besetzte Jacke der

silviu

Oypresse
f.

32, 18.

45, 9.

simie
14.

Taschentuch
simie
59,

4, 6, 7.

22,

Frauen
sap I
sare

40, 12.

PI. sdkuri.

7.

122, 21.

salbit gelblich
i/rabe.

37, 2. 38, 2.

8§raie 90, 4.

Impf, sopä 96, 49.
2.

simnedz bezeichne 122,3.
sin u.

sarauduuo 80,
f.

Brmt, Busen 19,7. 90,2.
18,12.
Kiste 58,8.
f.

Sah

satrazam
sbor
se
si
s.

59,5. 84,4. Minister 119,1,3,4.

PI. sine

sinduke

zbor.

(si) sich;

skulo O

96,41.
soaro 28,

Ac. se kalko 91,6. si skularo 36, 2. si skulä 16, 4. s un'

122,6. 32. 3 (binduke, sfinduke Krusevo).

sunduke

siutu (simtu)
sintseä

IV

merke; nu
nicht

si

sie

kam

ins

7.

s

noroeaste 38,

9.

stimmhaften z: z duse 119, 28 etc. D. skunto9,10. 14,7. D. PI. sfaiv 9° 4 etc. (meist D. ethicus). D. PI. US 9, 3. 96, 83. vor stimmvor
haften zbago 86,18
sgaro Abend.
seate
f.

etc.

Durst.
al
1.

Bewußtsein 126,7. siutsiro 126,5,6 (im Norden sgmtsu). sinie f. kupfernes Gefäß p. 130. siügur allein 1,4:. 8,1. 119,3. suügru 125,3,4. 126,5. sirmakase f. Platte mit Löchern verschiedener Größe p. 62. SiYevi Familienname,?d ~ 101,4. skafg Schale, Becher 119,31.

Seder Familienname,

~

72,4.

skamnu

Scheinet,

Stuhl 45,

6.

semnu n. Zeichen 24, mal 122,10.
sevdaie
f.

Ilnttcr-

Thron 119,33. skamnu Bahre 112,11.
skapitg I (von der Sonne gesagt'»
geht unter 82, 2. skarg Treppe 122,11.

Liebe 52, 25.

sfurlo Kreisel 130,5. ^ o

sgrum
sholie

I erwürge 123,

10 (gew.
sholig

zgrum, auch zgurunesku).
f.

skl'au

Sklave,

Diener
skol

96, 16

Schule

40,

7.

(skl'au).

122,13. skoHo 121,6.
si,

skol (ökol) I erhebe

;

measg

so

1)

wenn

i
:

si

nu 85, 11

gekürzt zu s s muoaoem 111,10. snu vruris i5, 12.
s

hebe den Tisch auf, decke ab (hänge ihn an die Wand)

gaste

ko
s. s.

im
se.

Falle,

daß

1 1 8, 1 1 (s furi ko, s foro ko).

2) sich
3)

daß
f.

ta.

sidzade
sifter

Teppich

aus

Wolle
10, 8;

46,19. Impt. skgahi stehe auf 10, 11. 52, 13; in derselben Bedeutung refl. skgalg n te 53,2. skuMts vg 122.21. skuMts 110,4.
skolio o
s.

119,19.
{Habicht)

shoh'e.

Taube
skifter

skopo
skot

Tauber 48,4.

32,15.

119, 25. (skot) III ziehe heraus.

A bsicht

329
Impt. skoate 31,9. Aor. skos skoäses 123, 5 (skoses 4, 6. im Norden), skoase 84, 20. skoase 118,4. "Part. Perf. skos: vootos 108,15. skriät geschrieben, suntu skriate 118, 12. skriato gemalt 56,4.
skriu I
skriiro
schreibe.

so daß;
sol',

1)

so

ts

adär,

so n,

so skoalo,

so ntreabo,

va

ü dormu 10, 15. vor Vokalen und 2) s stimmlosen Konsonanten s
si

aibo, o"
'-

s

treako, o"
-^

s liibo o s

(m, n, \

'

1,

r

sind nach

stimmlos,

Conj.
skriai,

skrie

57, 18.

Aor.

aber

zuweilen kann man im Norden von solchen, die viel Bulgarisch

123,3 nach IV.
teuer,
lieb

sprechen,

auch

zm

skumpu

53, 2 etc.

hören).

skutiko Lumpen, Fetzen 126,3
(nur im Süden). skutur I schüttele 127,7. skunduritso Brettohen 127,24. skunteal'e f. Funken 128, 17
(skuntel'e).

vor stimmhaften Konsonanten zvindg, zyin, zdau, (Ausgez bagg, z greaskg.
3) z

nommen
Gegenden
anlautend
sind.)

sind

natürlich

die

Za/ori,

Olymp,
lenes

Aspropotamus, wo d, b, g
stimmlose

skifter

s.

sifter.

32,17. slabü schwach, schlecht 123, 14. soakrg Schwiegermutter. D. a
skitiu Jimggeselle
soäkrel'i
"

sohate o

s.

sahate.
s.

sombodo o o o
soDotate

sumbodo. o o o
sunotate. O
' '

30,

5.

s.

soare m. Sonne.

126,1. PI. soatso Freundin, Gefährtin.
soatsile 15, 5.

V. soäreli no sori 28^14.

souotos stark, solid 96, 39. o o

sorbotoare
°

f.

Feiertag

32, 12.

PL

40,17. 121,9.
f.

81,

5.

Rivalin

sgrine
°

Platz,

95, 32.
f. Familie, Sippe 26, 9. Art 123,11. sokru Schtviegervater. D. a

erhält 68,22.

wo das Vieh Salz PL sorin 69,19.
etc.

soi[e

Soruno Salonichi 123,3. sou sein, frate sou 124,2

sökrului 30,

7.

somnu Schlaf 10,15.
somulai dunkelfarbig 101, 11. sone f. Ende 119, 21.
sorfo

gew. su: frate su 66, 23. borbät SU 96, 123. domnu SU a eapeLei 119, 2 3 etc. D. a domnu sui 123, 3.
'

a tato sui 30,
f.

4.

Schwester:

frati

ku

soro

sa,

mosa

lui

a bosil'oului

9,8; sor
ali
5.

ku

frate 63,2; frate

soro 102,5.

V. soru 88,
surori

PI. surör 18, 15.

85,6. surori 122,5. 126,3.
sotsü Genosse.
sotsl'i

122,6,7. D. a muLeri sai 121, 5. 123,5,6. sou ersetzt durch das Personale: fratele a lui
la

PI. sots 65, 12.

&Q, 14.

84, 13.

guvoL 123,1.

,


surorile a
l'ei

330
strigare
f.

122,7. kaplu
26,6.

Schreien 119,30.

a

l'ei

122,17.
1

strigü I rufe, schreie 96,10.
strufiffo

soraloiVwe Schicester

Hürde 64,15. 69,15.
Verkehrtheit

Doppelt

bezeichnet:

mo

strumbotate
22.

119,

sa luj 122,7.
spindzurc4t a nfgchängt, angehängt

striimbu verkehrt, schief 119,28.

59,10. 70,7. 71,12.

spomgan
spridziir I

s.

pomeauu.
schivöre, beschwöre

strxmgwlWumschließe fest, mache enger 18,13. 58,6. 108,14.
Aor. strump^u,
SU s. Sufie
suflet
striins,

spolotoreaso Wäscherin 122,6.
icli

stres.

sum und
f.

sgu.

96,115.
spiin III
teile

Sofia 95^29.
Seele

(aspuu) sage, zeige, mit 50, 1. 57, 14. aspunem 9,14. Impt. 83,11. Impf, spuneä 95, 24. Aor. spus 118,17. spuro Asche, glimmende Asche
64, 9 (spruüo).

n.

49, 10. 11, 15.

127, 3
f,

als

Kosewort gebraucht
a

suflet

mea
f.

suflu I ivehe 11,3.

sufretseao

Augenbraue 2^,1

Augenhöhle PI. sufruntseale
29, 8 (auch sufruudzeale).
Tisch 119,10. sugü III sauge, säuge 96,156. 119,23. Aor. supsu. sulg Spitze, Ahle 124,6. sum unter 22, 11. 60, 5. sun ng 22,12. SU streaho 118,12
sufrg
(suntu).

Stamula JS^ame 67,28.
stau I stehe,

eines 2Iaultiers

48,2. 58,1. Impt. stoi 95,76. Aor. stoturo 120, 12.
stai

stom 59,
f.

2.

steag

Stern.

PI. stele

11,7;

steale 29,9.

stiügu III
lösche,

lösche aus.

refl. er-

va

s te

stindzi

ditu

sumar Saumsattel 46,17. sumsoaoo adv. unter der Achselhöhle 109,7. sunsoarg 123^
13.

sots

114, 15

(gew. astiügu).

stismo Mauer,
(stizmg).

Wand 119, 10

suptsure
stg

dünn,
supato.

fein

25, 5

stizmusesku tnauere 96,141.
sto
f.

(suptsire).

heilig,

Morie

10, 8.

surato o

s.

So

'74, 8.
stoi
s.

suroritso Schwesterchen 127,28, ' o

stau.
f.

surgfesku rasiere;
1 1 8, 1 3.

IrajJt.

suoa-

stgmong
straue
19.
f.

Woche 50, 7.

feä 106,1.

PI. Kleider 63,7. 122,

surpu I u-e7-fe ai 84, 16. süoupg 106,6.
sursesku rasiere, sursestsi 29, 3. Conj. sursgaskg 29,2; suosestsi

Vordach 118,12. stri auf; fg stri kale komme auf die Straße hinaus 31, 7
strgahg
(stri

106,

2.

°

über, oberhalb).

Suriko weibl. Vorname 101,3.

331
supato Gevatterin, vertrauliche Anrede an Jugendgespielinnen und speziell an die Hoclizeitsbegleiterinnen der

suto Hundert, trei sute di 11, 20. 122,21.

sutur I sättige 96,98.

Frau

103,3. suoafea s. surofesku.

swmhodiO Samstacj 89,7 sumboto ^ U OO o CO 103,5. sombodo 36, 1. ü O
iJ
;

J

'

-'

sunduke
sundze
10.

f.

Kiste 32,3.

s.

sinduke.

suoupü
susit
s.

3.

surpu.
96, 76.
3.

m. Blut 55,22.
f.

121,

isusit.

susliir I seufze

sungtate
°
'

suskirare

f.

Seufzen 50,

11,2. 113,5. sonotate 57,19. 63,6. o o
'
'

Gesundheit

s.

s

1)

D. Sg. oder
2)
si

PI.

von

se.

siak,

suyak

ist ein

grober,

und.
die beiden
als

weißer Wollstoff, der von den

samindoiH
(wird

119,5,26
ein

Frauen
sil'e
f.

selbst verfertigt wird.

\ielfach

un-

Plüsel,

feiner

Schmutz

trennbares
s.

Wort

aufgefaßt).

128,5.
simie
s.

amindoi.

simie.
refl.'

sapte sieben 67, 3. sarpe m. Schlange 37,8. 90,2. PI. serk 122, 16.
sase sechs 96, 53.

sintesku

zögere,

säume.

me

sintii

120,5,6,6.

Skodra Skutari 67, 2. skombo Felsblock 122,1,25.
'

'

sedeare

f.

Sitzen 61, 32. 111,

7.

skret

verflucht

84, 7

(Luder!),

sedü Süd II sitze, wohne, bleibe. sedz 81,1. sod 45,7. sodz 111,16; Impt. sedets 61,31. Aor, sedzui 23, 3.
Ger. sedzundalui 123, 14.
si,

skretuesku mache leer, veröde 55,3. skurtu klein, kurz 108, 13. skuoto 105,8. so
'

skürtitso o

Los 130,6.
'

so und, auch 3, 11, 13. 4, 4.

&\km Dornstraueh 107,7; Gräte

10,8
so

etc.
5,

PL
etc.

skinl'i
f.

9

(namentlich

Skiperie

120,9. Albanien 102,3.
einge-

in Albanien,

auch Monastir,

soput
so o
s.

Röhren-Brunnen ,
Quelle 52, 19.
simie.
1
si. s.

verbreitet).
s 1,6.

faßte

5,7 etc.

zvorStimm1 3.

haften
so,

z
s

doi 28,

68, 2 etc.

somie o
stire
f.

(auf

dem

Olvrap)
Woll-

Wissen, Klugheit

1

9, 2.

18,9.
siak Mantel aus dickem
stoff 50, 9 (für saklu).

stiu

kenne 2,6; te stiu ich kenne dich 22,1 stsii 86,3. 106,3. stsie 106,5.
iveiß,
.


49,4. 96,22.
stsiuj).

332
suugru
suts
s.

Stirn

122, 22.
(Aor.

stsits

singur. ivende: sutso ts

Couj. stibo

119,24.
stii

IV

drelie,

stsibo 96,

137

und

fatsa

19,4.

sutso

la

gine

74,3. Aor. sutsii 22,2 (sutp.

stiüt klug, weise striglg

Hexe

119,1. 123.

sutsut gedreht 103,10.

t.

ta

damit 6,3. 10,4. 61,33. 120,5,11. tea s 29,2. 97,3,4. to s fako 36, 5. to so n O O o
s

daß,

(tatälu,

tatlu);

täte

112, 19
90, 3.
PI.

(art. tatele).

Voc.
113,
'

tat!

D.
taur

al

täte

6.

G. a

'

totuülor 40, 10. o o
n.

beau 57,
"tra
s

8.

hoher Berg, taurli 123,10
vor).

4,8.

12,11.

20,9.

(kommt wohl nur im PL
tavlo

55,13. 119,5. tra si 126,9 (auch tri si, trg si).
ta deine
s.

tou.

Tisch 125,2. Tricktrack 130,1. tayaui s. yanismata.
te
s. s.

130,1. tahtabik Wanze 36,9 (tartabik). taliinä adv. früh 82,6. 98,3. 120,11. taifg Festzug, Hochxeitszug 36,
tablg
Tricktracl:
1°5.

tu.
ta.

tea
tetg

Tante 120,3. G. nipot
' '

ali

ti

tak II schweige. Impt. tats 17, 11. 56, 5. 105, 3. Aor. tokü 126,6. refl. 119, 9. Taku Demeter 64,10. tälar n. Faß 127, 10. PI. tälari 124,1. tal'u I sehneide, haue ab, schlachte tajlu 120,2. tal'e 85,11,16. tal'o 87,9. Aor. tole 120,8. Taüka weibl. Vorname 113,7.
;

102,7. 112,4. für, zu; ti poradz für Geld 25, 10. 101,3. 114, 7. ti nveasto 119,21. ti a beare
teto o

utn zu trinken 19,8. to 29,4.
11, 11,12.

95, 15, 16.

96,

128,131. 105,9.
4, 5.
tri

to la 29,

tsi

hare
5.

50,

7.

tri

a beare 20,
trg

tro

24,

5, 7.

45,14. 63,9. 81,2. 119,3. ndag dzule nach einigen Tagen 123,3. tibi Schicksalsgöttinp. 121. trejle
tib

tare

ein

solcher,

der

und

der

121,4.'
ireibl.

tasg

123,3. vergl. ahtare. Un tertasse 127,25. tas tu bis zu 119,21. vergl.
tros tu.

Tina

Vorname V.
spanne aus.
1.

Tino
Impt.
(Aor.

41,1. tindu III
tinde
tinsu,

20,

127, 12

tato

Vater

artik.

tata

15, 12

P. P. tins).

333
tindzere
tine
f.

Teller

127,11.
tu.

trag III

du 8,4. 9,11. s. tiner jung 95, 18. tirne f. Ehre 33,4. tinisit geehrt 128,13.
f.

korlu zieht der Reigen 39, 1. trag zahmete ertrage Mühe 51,8. trgdzem 51, 17. Impt. tradz
ziehe,

tradze

di

ng parte weiche aus
eilte
eilte

128,.

tipsie

Kuchenbrett 88,11.
disago.
4.

20. Aor. trapsu ich

61,6.

tisago

s.

trapse sie

122,20.

me

Toda männl. Vorname 109,
tok Zivs 119,17.
topäl Hinkender p. 188. topo Ball 130,5.

trapge er f... mich 23,8. trandabotän Name einer Blume,,

vermutlich Nieswurz 28,
trandäfilo o

1.
'

Böse

47,8.
'

83,4.

tora adv. jetzt 10, 16. 21,9 etc.

truudäfilg

12, 4

(Betonung
5.

tornu I schenke

ein,
8.

wende, gebe
refl.

auch

trandafilg).

zurück

118,

komme

trändafir Bosenstock 60.

90,

1.

wieder, kehre

um

43,13,16.

trap n. Schlucht, enges Thal 72,8.
trastu

49,18. 95,67
tot
to
s.

etc.

Sack,

Tasche
die

aus

der
frißt

tut.
ti

das
ta.

s.

und

Bferd 84,17.
tre

Gerste

tgi'ät abgeschnitten

127,10.

tre in.

apg im Wasser 65,
tru).

tordz Kleie
tos tru bis

128,25 (torts). zu 61, 28.
o

15 (steht für

totün o o

s.

tato.

treamburi zittere 96,159. Impf. trimufa 101,9 (trambur).
trei drei

iqndein 11,13. Buseatou67,13. ° vi-utlu a tou 52, 7. °117, 11. tatu dein Vater 88,2; tata 48, 4. D. a sokru tui 8, 3. Pl.skl'ai atoi 96,16.119, 2. subst. a toi die Deinigen 122,13. f. a ta fumeal'e 65, 4. Yiil'a ta 108,6. sorta 122,
16. mota48, 4. fruutea tea 95,76.° frumtea tao 12,21.

11,9. Pl.f treue 83,1.

a treia
tu
dritte

oarg zum, dritten

Mal 123,9."
treia

sghate Stunde 52,2.

um

die

trek II gehe vorüber, gehe

hi?i-

über 97,4. Conj.treakg 3,9. 72, 11. Impf, tritseäm 45, 1.

Aor. triküi 21,3. 23,2.
tri
s.
ti.

trimura
trindare
27, 1
tro o
s.
ti.

s.
f.

trearabur.

D. a soakre

tai.

Stück von 30 Bara

PL
12.

lükrurile a tale
subst.

a

tale

117, 21, 10.

(trundare).

Possessivum

ersetzt

durch

Personale: efendiäts 123,12.

trgs (tu) bis an, grade an 68^ °20, 26. 94,7. tas tu 119,21.

toün Mücke 36,13. O tgvane f. Decke (davane).
'

tru

s.

tu.

trup

Bumpf, Körper 114,11.
32, 8.

tra so

s.

ta

s.

Stamm

334
trymlatili)
s.


Festung 95, 31.
71, 4.
s.

trandafilo

12,4.
oder
her-

tsitate f Ruine,

toimedzu

durch
bunte

Sticken
Streifen

tsiva etwas, nichts 70, 2.
tsol o
atsel.

Weben
stellen.

Impf, toimum 104,5.

tsos

ts

s.

tu.

II °104,
s.

webe.
6.

Imjjf.

tsgsgäm

tsa für dzotsgd
dzvik.

125, 4,

6.

s.

tsun

tsin.

tsutso

tsal

s.

atsel.

tsutse

tsap Bock 68, 24, tsäreva königlich, herrlich 75,
tseal
s.

53,
2.

103,11.

'00
6.

Brustwarze, Brust. PI. 15, 5. 18,8. 27,10.
tsutso

96. 98.

tsuts o

atsel.

tsakor Schielender

p.

188.

tseapo Zwiebel 1 5, 5. tsearo Erde, Boden 95, 87.
tsearo Kerxe 68, 16.
PI. tseri

tselnik Führer einer Hirtensippe

120,10.
tsepkindzi

Sehneider,

der

die

112,9.
tsel
s.

mit Schnuren besetzten Jacken
verfertigt p. 64.

atsel.

tselar Keller
tser

118, 15.
29, 9.
s.

tsersie

f.

Markt,

Marktstraße

Himmel
1)
rel.

tsets für dutsets
tsi

der,

die,

duk. das

85,1. tbibuke f. türkische Pfeife 38,7.
etc.

127,21
di

(tsibuko).

5,

10

etc.

mit

Auslassung

tsildisesku verwirre; metsildisii

einer Präposition: tu kseane
aisto tsi
tsi

minte meine
sich
f.

Sinne ver-

Kim

96, 34. sase an
tsi

winden

1 7, 4.

lukrdt 96, 109. hoaro,
fratele
5.

tsintene PI.

Unterhose 111,8.

erä

das

Dorf,
tsi

wo
der

tsinuso Asche 118,9.

124,
Berg,
2)

munte

erä

wo

125, 4.

tsipune m. 56, 13. Untergewand oline Ärmel, auch siguno ge-

interrog.

was

2, 1

etc.

nannt.
tsitsor n.

{%oer kare).

Fuß, Bein;
PI. tsitsoare

tsitsorlu

tsin,

tsim II halte;
tsuii

tsiü

minte
55,

39, 3.

32, 11.

denkst du daran 22, 10.
13.
2.

63,3. 89,3. 113, Impt. Impf, tsineä tsine 17, 15. 120,12. tsindzots fimfzig 118,4. tsino Abendessen 119,10.
Conj. tsino 14,7.
tsints[i
tsir

40,16. 68,13. tsitsoarlell9, 10. tsitsoaro 96, 81. 119, 12. tsoare 58,11. 126,7. tsobanbäs Oberhirtc 40,13. tsudisesku wundere, refl. Impf.
tsudiseä 95, 77. s tsudisi 119, 20"(tsudusesku). tsumo Beule, Geschwür 120,
s

24,6,7.

127,7. tsisprodzatze fünfzehn 122, 12.
Sieb artik. tsiru
tsisprots

14.

tsuprek

f.

PI.

Schnalle
s.

(am

95, 6.

Gürtel der Frauen)

Tafel I.

,

335
8, 6.

82,7,9,12. tkiprekl'e
für

Schafe

zusammengetrieben
1.

steht

tsuprekle
eine

(Sg.

werden 72,

tsupraku
ScJiiialle).

Hälfte

einer

Turku

Tiirke

64, 15;

pi

la

Türtsilor

domname 50,15.

tkir

ra.

Seite des Knöchels

heim

turkipsesku bekehre
refl.

zum

Islam, 85,
te

Spiel 130,2.
tu, tru in, 7iach, auf;

we7'de

Muhamedaner

tu pat
1,

in den Boden hinein

8; tu

od 6 ii in mein Zimmer 3,8; tu uno zamano xii einer Zeit o o 5,1; tu tsi worin 12,19; tu yurgane auf die Decke 53, 1; tu an inn Jahr 96, 164. tru fatsa n auf meine

10,17. Impt. turkipseä 85,12. turmo Herde 46,11. o
'

turnare

Wiederkommen 49, 6. turuoturg Rückweg 67, 4. turto Weißbrot, Art Kuchen 16,
f.

28,4. 83,14. 127,31. turuudzie ora?igefarbe?i 11, 12
7^.

Wange
tine

13, 10.

(messingfarben).
tut 1) alles,

tu du 46,1. 61,9. 92,1. gew.
8,4. 9,11 etc.

ganz

5,

9 etc. die
tuts

D.

tsie

Formen mit u
wöhnlichen.

sind die gealle,

uts

119,12. a tsia 112,8 etc. dau 55, 10. tso zburö tso spuneä 119, 119, 17. 15. uu ts 13,16,20. 52,7. 99,13. s: s uu sliibo 52,6 etc. z: z dede 24, 6, 8 etc.
Acc.
te,
ti.

PL

GretsLi tuts 64,15. G.tutulör D. a tutulör 120, 95,61.
12. atutor 126,4, satzbetont

auch tots 66,13. 95,58,81. 109,9: sots. f. tuto 5,5. 17,12. 94,5. 96,12. °toato 95,63.

PL N.

voi

verstärkt voja

PL
12.
7.

tute 11° 5.

toate 117,

62,21,23. D. a voaua 122,25. vo 15, 14 etc.
tufeke
tui
f.

neutral Sg. tuto 121,5,

Gewehr.

PI.

tufek

67,10. 121,10.
s.

tou.

tulg Backstein

118,10

(tuvlo).

tundu III
20.

schere.

119, 19.

Impt. tunde 1 Aor. tunse 119,

120,13. 2) adv. tot immer, in einem fort 96,123; tut immer 123, 12; ebenso 119, 2; di tot ku durchaus Glicht 126,4. tut atseä obgleich 123, 4. tot aisto mintso oanz dasselbe o o
tute
«^

PL

Goldstück

1 1 9, 1 8.

si

ku

tut
5.

aus mitsamt

dem

Alten 108,

tunuzo f. aus Tunis stammend h^ 11 (so erklärt, aber fraglich), tupor n. Beil, artik. tuporu 127, 8. PI. tupoaro 120,12.
türisto Sennhütte, Platz, ^ o
'

tutiputg Vermögen 121,10 (tuti-

pute

f.).

tumbare

wo

die

f. Mantel (aus Ziegenhaaren) 42, 6. p. 61. tumpung Trommel 61,11.

330
u.

u s. ubur

el.

urekl'e

f.

Ohr

30, 6. PI. urekl'i

n.

Hofmaucr
7.

2,9.

14,3.

122, 19 (ureakl'e).
url[u I heule, schreie.

Hof
udo o
ul
s. s.

4U,

ri. uboärole 32, 7.

odo.

urmg Spur, Hufspur.
127,27.

PI.

unne

lulziik

Herd, Herkunft 95,17.
el.

urmesku

umbro umplu

Schatten 120,12.125,2.

II Conj. umplo 28,9; Impt. umple 28, 6; Impf. Aor. umumpleii 61, 22. umplü 88,20. 5. plüs 78,

Aor. uriu 126, 4, 6 (hängt nicht mit urmo zusammen, sondern ist o
breche auf.
beliebe;

ursesku befehle,
anal tu

urseä

komme
9.

gefälligst her-

95,46.

auf 52,
tsi

ursits

de sedets

um tu
uu

Butter 40, 14.

61, 32; upseä
ursestsi

di sodz 111,6.
befiehlst

uulu 119,23. D. unui. uno mumo 66,1; uno f. o o o oaro ein Mal 88,15; uu oaro einmal 96,152; uuo si uno im Nu 123,12. uno meist no: 1,1. 2,2 etc. D. unei,
ein,
'
'

was
1.

du

96,15.

Aor. ursi 96,87.

urso Bärin 123,

urüt häßlich, scJdecht 120, 2; uouto 105,11. urot 61,3;
yrut 126,2.

unoi.

uuo adv. s. di pre uno, umpreuua zusammen. urdin Befehl 119,33.

59,11. uso Thüre 15,7. 32,8. 99,10. usa 18, 3. Uvreu Jude G. Uvreilor 76,5.
uskjit trocken

n.
ul'
s.

el.

^impreuna adv. zusammen 95,4.
ijmi^rustedzü
vergl.
i'ichte

auf 96, HS.

unoltsesku erhöhe, hebe hoch. o o Aor. anoltso 103, 15. unsor s. nsor.
-^

m prost,
s.
;

untunu

erster

28, 7.
'

auch n-. u]n in, nach n vale 15,8; n doauo
un- als Vorsilbe
17, 13; n wird

\jnvopsesku färbe 95, 64. unvortesku s. nvortesku. o o o

m

vor Labial:
:

^myiedzü

u-erde

lebendig,

uii

m pade etc.; ü vor g,k
adj.

ükap etc.

unaltu 1) 2)a,dv. hinaufl 22,20.s.analtu. unek ertränke 58, 3, 5 Impt.
;

koch 57,2.

unyiaj 95,93. ^ugats s. ükatsü.
^lüks.

nk-.
-^

im O

s. s.

lou. "o
se.

anekats 65, 15.

P

1

337

T.

va

s.

voi.

vesku II
69,16.

vai! wehe! 16,1.

vako Kuh, G. vakol'ei 119, 24. PI. vake: kulako 75,3 (gew.
vots).

bekleide 126, nvesku. vesküt bekleidet 126,9. vestu n. Kleid, Jacke.

3.

s.

PI.

vesti 40,6; vesturle 39,19;

vak

Bach 15,8. 67,14. vampir Vampir p. 122.
f.

Thal,

vestuoi 109,5.

vestemintu
vezir

n.

Kleidung 123,13.

varakiu vergoldet 11, 5 vasile König 126, 1, 11.
vosil'oii. "
O

Vesir 120, 10.

s.

vidzuto Alissehen 127,20.
vilayetef. Vilajef, Provinzl02,8.

vasiliko

m. Basilikum 98, 9;

Vilaode

f.

Berat, Stadt in Al-

vasil'äk 83, 3.

banien.

Königin 125, vasil'opul Königssohn 125,2.
vasiliso

vimtu
11,

n.
3.

Wind 128,25.
PI.

vint

vimturile

44, 3

vasil'öpulg Königstochter

1

26, 4.
'

(^Imtu).

vatom o
z

I

Wte

65,13.
^

121,10.

votomaro

sie

wurdeyi getötet
2.

68, 2 (auch vatgu). vatro Herd 33,3; vatoo 112,

vindiki te7e, zvindiko 66,22. vindu II verkaufe 50,14. 67,22. vinet blau, vineto Mädchen mit o
zccrter,

durchscheinender

Haut

vdzis

s.

fug.

4,2.

vearde grün 57, 4. 119, 9; "verde 128,23; veode 104,5. PI. f. verdzo 71,^9. vearo Sommer 9,10. 65,1. vedü II sehe 6, 3 etc. Aor. vidzui 2,1. 3, 1 etc. Ger. vidzündalui 113, 10. 118,9.
119,° 21.

Vinetie

f.

Venedig 11,14.
4, 5, 7, 9.

vinetsesku mache blau
viniri Freitag

89, 6.

vinit

s.

yin.

vint

s.

vimt.

vitsino

Nachbarin 16,3.

Vizir Ort in Tliessalien 110,14.

121,10.

vidzün-

Vlohuto Rutnänin (im König;reiche) 55, 19.

dalui 124,2. 126,9. veduo Witwe 115,4. 123,2.
vegl'u
s.

Vlohie
1

f.

Rumänien
liebe.

55, 16.
15, 13
in

avegl'u.
f.

voi will,

1) voi ist die

vek'lu

cdt,

veakl'e

123,

gew. Form,
vrei,

vor

(vleku).

ver Ohrring 42,11. 58,12. ver (wahr, echt) erstell Grades,
kusiirine vere 11, 8.

Albanien. (Fars. vreu [vor], vrea, \Tem, vrets,
2) vrei 55,15. ver 3)

vrea.)

126,10.

ver SU I gieße

aus, 128,5. 28,6.

verschütte

des Fut.

va dient zur Bildung va üerdzem 7,2,3.
22

Weigand, Aromunen IL

338
vg euch s. tu. vorkolak Vampir

13,14. 19,11. 47,2. 70,17 besonders im Süden. etc. Bilduuo; mit so besonDie

p.

122

(vir-

kulak, vürkulak).

Norden; va s mi morit^ 15,2,11. 48,17 etc. ohne die andere Form ausders

im

zuschließen

z.

B.

Ochrida:

voruu irgend einer (resp. nie° mand] 119, 3. 120,10. di vorng oaro niemals 11 A.. " li8,°8. vorun 96,146.
,

va

s

mi

aläs 46, 4.

va n

te

vorste

f.

Alter 95, 86.
icälxe, '

alas 46, 5.
spiel

Im

ersten Bei-

vortesku o
tii

drehe: '
5.

mi

voro

könnte s aus ts entstanden sein, doch sind dort die Bildungen mit so die häufigeren, dagegen in va zdom 83,14 aus Samarina Die ist z zweifellos ts dir. Bildung mit vai, namentlich vor Vokal, gehört dem Olymp und Centrum an: vai mori
72,6.
4)

22, 2.

z vortiro sie

wur-

den umringt 64,

vortos stark, kräftig, laut 108,

°14. 118,9. vortokunitso Art von Karussel o o o

130,5.

vorun o

s.

voruu. o
6, 10.
f.

vosilkesku königlich
vosil'oaüe
vosil'oanil'ei

vrem 9,7. 96,35.
vor
sie

5) vrets.

D. a 120,12. vosil'^u König 120,1 etc. D. a vosil'oului 120, 6, 7. V.
Königin.
vosile
bosilou. o o
«^

6)

haben Verlan-

120,1

s.

vasile

und

gen 18, 16. Impf, ^^'eam 122,2. vreai 12,25. Aor. vrui, vru 23,3. vruro 95, 19. s nu vruris wenn du nicht wollen würdest
15, 12.
(Ger. \TÜndalui.)

votoldh Schlauch (von ZiegenPI. votoldh 124,7. ''fell). vreare f. Liehe 13,13. 117,
20.

D.
lieb,

ali

vreari 16,
f.

1.

vrut

Geliebter,

Lieb-

voj ihr

s.

unter

tu.

vombir
p.

Vampir,

Fledermaus

122.
PI.

vostru euer, sor a voa&tro 126,
2.

a voastre

18,"'l6.

5,7. 45, 2 etc. G. a D. ali vouto 111,12. vuloago Wiese 120,9. vulpe f. Fuchs 87,9.
cJien

voutel'i 111,9.

yamundoD/flmaw^.yamandamea 40,15. PI. yamandzi 11,11. Yanaki Johannes; G. lui ~
72,
1.

Yanino Janina, Stadt
,

in

Epi-

rus 66,7.

I

yauismata Johanniskräuter, mit
griech.

101.10.
i

Artikel.

ta

yaui

3

339
.


Wein,
art.

yanismata 78, 1. Im Gesänge werden die ^yörter häufig auseinaudergezogen
(yanizmata).

yin n.
_

yinul 26,

(gew. yinlu).

yin

IV komme

7,

4

etc.

Impt.

yanitsär Janitschar 86,21.

yin 8,1,5. 13,19. yinoll, 10. Impf, yineä 95,13. 96,

yaoyiou Quecksilber 103,4. yatrie f. Heilmittel, Arznei 11,
13.

85 (auch \'ineä). Aor. viü 13, 21. 95,96; venia 6,7;
gine

88,5.

yatru Arzt 54,3. 66,20. PL yatsurl'i 123,23. yavosesku lese 118, 12. yazok! Schmach! ivehe! 42, 1. yazoko Schaden, Unglück 115,2. yeroking Schwan, (übertragen) Bratä 28,8. 32,2. yirokino
35,2.
(Eigentlich

83, 10; \'iuiro 69,15. 118,13. absol. Part. Constr. vinitalui fit.sorlu a
vinit
als

kaso Q

der Bursche nach

Hause gekommen war 123,6. y ingits zwanzig 127,30.
yine
f.

Weinberg 21,

1.

yiptu Getreide 124,
yirgoiiato
yis n.

1.

IfoöMf
ist

=

rb
sich

yeoc/.xi,

doch
bei

diese
findet

Bedeutung vergessen,
aber
189.)
yie
f.

Kavalliotis

Eile 96,72.

aus Jirgaiia(?) 9,1. Traum, 61, 3. PI. vise 123,9. yitsel Kalb 75,6. yitsol 119, 23,24. }au lebend 90,2. 95,69. 127,
15.

yiedzü
yie

werde lebendig. Aor. 126,12. s. unyiedzü. yileke f. Weste hQ, 12. 64, 2. yilie f. Spiegel 127,29. loyio 37,7. 45,5.

jultseäzu glä?ize 122,12. yurdane s. gurdane.

yurgan[e m. 53,1.

f.

Bettdecke 52, 14.

z.

z

= 1) so daß.
2)
ts,
f.

zyiu 19,1
s.

etc. s.sg

5, 1.

di

zomane vor

Alters

s,

z dir

tu.

Za;'ore

Landschaft 102,6. zähare f. Zucker 22, 17. zahorlu m. 128,8. zahmete f. Mühe, Beschiverde
Zagori,
in Epirus

42,2. zaoe f. früheste

Dämmerung

\03,
zbor
n.

5.

51,8.

Wort; aistu zbor diese PI. zboare Rede 119, 29. 32,6. 51,2. zboaro 96,32. 122,5. sboare 125,6 (spor

zakg

Seite

des

Knöchels beim
vergangene Zeit

in Zagori).

Spiel

130,2 (kazako).
f.

zburgsku spreche; zburgsti 119,
28. zburaste 60,9. sbui-osku

zamane

Zeit,

22*

340
9,3. 16, 9 (spurosku). Impf,

zgilesku schreie 99, 16.

zbura 95,43. zburam 16,9. Impf,

zone 126,8. zomane s. zamaue, ö zugrafisit gemalt 95, 38 (zu/raGürtel.
PI.
fisit).

zono

zgilgil 64,13. 122,9. ziksesku wiege; traus. 123, 4

zur närrisch,

toll

127,8.

(auch

ziyiseskii).

zilipsesku
zilipseii

beneide

1, 9.

Impf,

zinate

f.

126, 1. Kunst, Geschäft, Hand-

zverko Nacken; s me ai pi zverko du sollst mich auf dem Gewissen haben 66, 17 pi guso) (vergl. 112, 19.
zvergo.

werk 40,10.
zindzir Kette, Fessel

110,15.

zyafete

f.

Festlichkeit,

Gastmahl

znie

f.

Schaden 17,7.

108,2.

t.

z

=

1)

si

und.
sich.

zdoi 68,2

etc.

zale f. Trauer bO, 2.% 6,73 (Pl.zol').

2) US

D. zbago 86,

zilesku

refl.

beklage mich, trauere

18.

96,33,68.

II.

Beilage.

Dialektische Terseliiedeiilieiten

im Aromunisclien.
bis ich

Da

es

wohl noch einige Jahre dauern wird,

an

die VeröiFentlichung einer historischen rumänischen

Grammatik

denken kann, worin auch die verschiedenen Dialekte des Aromunischen ihre Stelle finden werden, will ich wenigstens im
folgenden eine kurze Übersicht über die wichtigsten dialektischen

Verschiedenheiten geben, indem ich mich vorzugsweise auf das

im vorliegenden Werke vorkommende Material stütze, doch habe ich auch hier und da einige nicht belegte Formen anführen müssen, die sich mir gerade als geeignet darboten.
der Bearbeitung eines ai-omunischen Wörterbuches
ist

Vor

nicht an

eine eingehende Darstellung der Dialekte zu denken.

Verschiedene Umstände sind
halten muß,

es,

die

man im Auge

be-

wenn man

sich die bei

den Aromunen hen'schenden

sprachlichen Verhältnisse, die sehr von denen anderer Völker ab-

weichend

und sie erklären will. 1. Abgesehen von dem zusammenhängenden Sprachgebiete auf dem Pindus und Grammosgebirge sind die meisten anderen Ansiedelungen oft durch weite von anderssprachigen Völkern
sind,

richtig beurteilen

bcAvohnte Gebiete voneinander getrennt. Sie stellen meist Sprachinseln

dar,

die

wie

die

Berge,

auf denen

sie

angelegt

sind,

aus

dem Meere

der sie umsrebenden Bulgaren, Albanesen
so

und
,

Gruppe am Peristeriberge am Karatas, auf dem Olymp und die zahlreichen ganz isoliert
Griechen hervorragen,
die

liegenden

einzelnen

Dörfer,

wie

Krusevo,
etc.

Neveska,

Klisura,

Pissoderi, Bela, JMuskopolje,

Luüga


2.

342
in


den meisten gi'ößeren Orten,
Orten,
da, so

Die Einwohnerschaft
Staramt

sowohl rein arcmuuischen, als solchen mit gemischter Bevöl-

kerung

aus

den

allerverschiedensten

daß
ältere

Dialektmischungeu

fast überall

vorkommen.

Nur

wo

Kolonieen bestehen, oder die Bevölkerung vorwiegend aus einem
Oi'te

stammt, hat sich

ein

mehr

einheitlicher Dialekt heraus-

gebildet.

und 18. Jahrhundert waren Sipiska, Nikolitsa, Linotopi, Fusa, Grabovo, Luüga und vor allem Muskopolje Städte mit zahlreicher Bevölkerung. Heute sind diese Orte
17.

Im

von Aromunen ganz verlassen,
oder
sie

wie

Nikolitsa

sind nur noch unbedeutende Dörfer.

und Linotopi Die Einwohner-

schaft aber hat sich überall hin verbreitet.

Kruse vo ist erst im vorigen Jahrhunderte gegründet worden von Einwohnern aus Muskopolje, Linotopi, Grammosti, Platsa,. Die aromunische Bewohnerschaft von Metsovo, Nikolitsa.
Monastir besteht
in der

Hauptsache aus denselben Elementen,.

nur
mit

noch melir gemischt,
den

und

in

neuester

Zeit

ziehen viele
es

Kaufleute von Kru.sevo dorthin.
bedeutenden

Gerade

so

verhält
in

sich

und Salonik, woselbst außerdem sich noch viele Olympo-Walachen angesiedelt haben. Die Aromunen Ochridas stammen zum
aromunischen Kolonieen
Serres

größten Teile aus Luüga, Nikolitsa, Linotopi, außerdem haben
sich

dort

viele

Farserioten

aus Grabovo

niedergelassen,

aus

Muskopolje sind nur ganz wenige vorhanden.
Ähnlich
banien

gemischt

ist

die

Bevölkerung in

Trnovo und

Megarovo, weniger gemischt, aber auch hauptsächlich aus Al-

stammend in Neveska und Pissoderi. Ich habe im ersten Bande die Herkunft der Bewohner eines jeden Ortes, den ich besucht habe, soweit ich es ausfindig machen konnte, angegeben. In Trikala befinden sich Aromunen aus allen
Pindusdörfern zahlreich angesiedelt.
3.

Alljährlich im Herbste w'andert die Bewohnerschaft der

höher gelegenen
potaraos

Ortschaften

wie Smixi,

Samarina,

Perivoli,

Avdhela, Grammosti und der meisten Döi'fer
in

am

oberen Asproin

die

Niederungen und

verteilt

sich

die

»Städte

und Dörfer Thessaliens, Makedoniens, Albaniens und Epirus',


wo
sie

343

den Winter unter einer anderssprachigen Bevölkerung ver-

bringt, deren Sprache sie kennt
4.

Auch

jene Orte, in

und außer dem Hause gebraucht. denen Handwerker und Kaufleute

den Winter über verbleiben, wie Metsovo, Siraku, Kalarites, Vovusa, Muskopolje, Luüga, die Dörfer am mittleren Aspro-

potamos und
so

in Zagori verlieren

im Winter

die Hirtenbevölkerung,

daß

oft

die

Bewohnerschaft

oder

gar

die

Hälfte

im Winter auf zwei Drittel Die Kampania zwischen zurückgeht.

und Verria, das Kampos im südlichen Epirus, die Landschaft Muzakje in Mittelalbanien am Adriatischen Meere, die Ebene um Halmyros am Golfe von Volo wimmeln dann von den Herden der Aromunen, besonders der Farserioten, die sich dort zi;sammenfinden, um im Frühjahre wieder nach oft
Salonichi

weit entfei-nten Plätzen
heit

abzuziehen.
oder
der

Trotz der AbgeschiedenIsoliertheit
statt,

der

Sommerdörfer

der Gemeinden

findet so

im Winter

ein

Rendezvous

das ihnen Gelegen-

heit giebt, regen
5.

Verkehr miteinander zu

pflegen.

Durch das Wandern der Bevölkerung der Sommerund der Hirtenbevölkerung, ferner durch den Umstand,

dörfer

daß die Handwerker, Keradzi, Handzi und Kaufleute meist in
nicht
es

aromunischen Gemeinden ihrem Geschäfte obliegen,

ist

gekommen, daß sämtliche Männer mehrsprachig sind. Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Aromunen getroffen zu
der nur
seine Muttersprache gesprochen hätte.

haben,

Unter

den Frauen allerdings, die weniger mit der Welt in Berührung

kommen, kann man schon genug finden, die ausschließlich aromunisch reden. Es giebt einige rein aromunische, abgelegene Gemeinden wie Metsovo, Sipiska, Laista (Laka), wo sogar die
Mehrzahl der Frauen nur die eine aromunische Sprache kennt

und

redet.

Am

meisten verbi*eitet

ist

wohl das Griechische,

nächst

dem

das Albanesische (die Farserioten kennen sämtlich

diese Sprache),

dann Bulgarisch, weniger Türkisch.
ist

Daß

ein

gewöhnlicher Keradzi vier Sprachen redet,
Seltenheit.

durchaus keine

Aus
schiedenes,

den
das

angeführten

fünf

Umständen

resultiert

Ver-

anscheinend im Widerspruche steht, nämlich:

:u4
dio
ireringen Yer.'5chiedenheiteu

uud

die Verschiedenheiten

der

Dialekte,

ferner

die ^Tischdialekte

an größeren Orten.

Wenn
mit-

wir die Sprache der nöi-dlichsten

ständigen größeren Ansiede-

lung, die von Krusevo, mit der der südlichsten in

Theben

einander vergleichen, so sind wir erstaunt, trotz der Entfernung

von 300 Kilometern nur
i\Ian übertrage diese

so

geringe Abweichungen zu finden.

Entfernung nach Frankreich, Italien oder
ist,

Deutschland; welche dialektische Verschiedenheit

um

auf

oberdeutschem Gebiete zu bleiben, zwischen der Sprache, die

Gegend von Kassel und jener, garts Umgegend spricht! Und was liegt
in der

man

die

mau

in Stutt-

alles

dazwischen!

Dort aber haben wir

es

mit zweien nur unwesentlich voneintliun,

und ohne die geringste Schwierigkeit findet die Verständigung statt. Die Wanderungen, die beständige Berührung der Bevölkerung verhinderten eben, daß sich größere Abweichungen bildeten. Andererseits macht
ander verschiedenen Dialekten zu
sich in

den verschiedeneu Gegenden der Einfluß jener fremden

Sprachen geltend, die die Aromunen neben ihrer Muttersprache
sprechen und zu sprechen genötigt sind.
Einfluß nicht nur in

Und zwar

ist

dieser

der Aussprache und im Wortschatze zu

erkennen, sondern auch auf grammatischem Gebiete.

Dreiteilung der Dialekte.

Von dem
wiegend

angeführten

Gesichtspunkte

aus

können

di*ei

Dialektgruppen unterschieden werden, nämlich solche mit voralbanesischem,
solche

mit

bulgarischem

und solche
fi-ühesten

mit griechischem Einflüsse.
1)

Das bulgarische Element hat
gewirkt;
in

offenbar

am
alle

auf das Aromunische

die

bulgarischen Wörter sind

am

orleichmäßiffsteu

und

derselben

Form auf

Dialekte

verteilt

und nur im Nordosten macht sich auch ein jüngerer Einfluß im Wortschatz und sell)st in der Aussprache geltend,
z.B.
sts

statt st:

stsiu,
ist

estsi,

eine Aussprache, die
st.

dem

dortigen

Bulgarischen eigen Bulgarischen

an Stelle von

alt ist, ist sie

Doch während sie im im Aromunischen jung uud entlehnt,


denn man hört
sie

845

sonst nirgends als in bulgarischen Gebieten,

wo

die

aromunischen Niederlassungen selbst jüngeren Ursprungs

sind,

wie in Monastir und

Umgebung, Krusevo und Oehrida.

In derselben Gegend macht sich auch der türkische Einfluß,
allerdings

im wesentlichen nur beim Woi-tschatz, recht sehr be-

merkbar.
2)

Das Albanesische hat den größten Einfluß auf den
Finden
sich

Dialekt der Farserioten ausgeübt, in geringerem Grade auf die

Sprache der übrigen Aromunen Albaniens.
gebraucht, in
ia

doch

rein albanesische Wörter, wie „buro, molo", die

man

sonst gar

nicht

die Lieder eingestreut.

Die Erscheinung,
als
io
er-

daß auslautendes
scheint,

im albauesischen Aromunisch
ist

während sonst auf dem ganzen Gebiete, auch nördlich
noch jung und beruht auf albahil'o

der Donau, je herrscht,

nesischem Einflüsse: paie Mitgift,
serin, tal'o er schneidet etc.

Tochter, amiroaiig Kai-

Auch

die Sprache

von Kavalliotis,

Daniel und Bojadzi zeigt deutlich albauesischen Einfluß.

Aus-

sprache, Wortschatz, Sjiitax, Styl lassen gleichmäßig die Herkunft
eines

Aromunen aus Albanien erkennen. (Siehe Lokaldialekte.) 3) Den verbreitetsten Einfluß hat das Griechische auf

die

aromunischen Dialekte erlangt,

am

größten und tiefgehendin

sten ist dieser Einfluß natürlich

im Süden,

den zum König-

reiche Griechenland

gehörigen Dörfern des Aspropotamos und

den Sommerdörfern im Hochpindus, deren Bewohner den Winter
in Thessalien verbringen.

Man

scheut sich nicht für allerwärts

gebrauchte aromunische Wörter ohne weiteres die griechischen
einzusetzen,

indem
So
sind

man
bildet

ihnen

manchmal

eine

aromunische
Alle
wie

Endung
{öof.ud),

giebt.

man

a/apisesku, apofosesku, urmesku

apandisesku,

lulu^'i,

ftoh, iSia, pal'o,

molonoti

etc.

Wortklassen
„rVahtilor"

vertreten

und

selbst

Wortungeheuer

statt „dzeadzitlor" sind nicht selten.

Ich habe mit

Leuten vom Aspropotamos
ein

in Trikala geredet, die schon
als

mehr

Aromunisch sprachen. Auch muß man darauf gefaßt sein, daß die Leute mitten im Satze auf die griechische Sprache überspringen. Unaufhaltsam
aromunisch gefärbtes Griechisch
geht hier das Aromunische

dem

völligen Verlöschen entgegen.


Der
griechische

346


sich

EiufluÜ

beschränkt
ist

nicht

nur auf

den t^üden und das Centrum, er
gi'iechische
fiir

auch im Norden vorhanden,
seit

namentlich zeigt sich das in Gemeinden, wo

längerer Zeit

Schulen bestehen und die Proi>aganda die Aromunen

ihre

Fall.

Zwecke gewonnen hat, und das ist ja fast überall der Der Einfluß des Dacorumänischen durch die Schulen

macht sich bis jetzt nur individuell geltend. Die Abweichungen des Aromunischen von dem Rumänischen
fast

in

semasiologischer Hinsicht
gi-iechischem
stiu tveiß

beruht
z.

in

direkter Linie

immer auf
weg

Einflüsse;

B.

fug

ßiehe

und

gehe

ffevyro;

und

betrüge

=

und kenne = ^evoco; arud lache ye?M; aspargu verderbe und wechsele (Geld) =

easte es giebt konnte sich gegenüber einem gr. f/et, alb.

ka, big. imat nicht halten,

dafür trat are

ein.

tsi

wird ver-

wendet wie

7101',

d. h.

als

Relativ und Ortsadverbium.

Leicht

ließen sich die angeführten Beispiele vermehren.

Drei unscheinbare Wörtchen genügen schon,
kunft eines
zeichnen
:

um

die

Her-

Aromunen aus einem der

drei Gebiete

zu kenn-

nämlich die Verstärkungspartikel der Verneinung heißt

im Nord-Osten „'its", das türkischen Ursprungs ist, im NordWesten in Albanien braucht man das albanesische „dot", wonach man auch scherzweise die dortigen Aromunen, speziell Farserioten „Doten" nennt, und im Süden, Centrum und in
Zagori wendet
(tip)

man

das aus

dem

Griechischen stammende

„dip''^

an.

Zweiteilung der Dialekte.

Während
accidenzieller

die

vorstehende
ist,

Dreiteilung der Dialekte rein

Natur

beruht die zu erörternde Zweiteilung
ist

auf einem Stammesunterschiede,
stattgehabten DiflTerenzierung zu

also in einer schon früher

suchen.

Daß dazu
ist

natürlich
selbstver-

auch anderssprachige Völker beigetragen haben,
ständlich.
1)

Ich begründe die Zweiteilung auf sechs Punkte:
des Gebietes
ist

Im Süden

die

Erscheinung der Syn-

kope im besonderen Maße ausgebildet, wobei unter Umständen

347
anaptyktische Laute auftreten oder sclieinbar apokopierte For-

men

erzeugt werden,

während der Norden

die vollen

Formen
zeigt.

behält

oder sogar gewisse

ursprüngliche Konsonantengruppen

durch Vokale trennt, was sich besonders im Nord -Westen

Norden.


erklären läßt; auch
ist

348

Form nur bei einigen Far.serioteastämmen in Gebrauch, sonst sagt man §apo (eapo auf dem Olymp). Bojadzi hat mit Ausnahme von der Verbindung east immer e statt ea. Es kann nicht dem geringsten Zweifel
diese

unterliegen, daß

im Urrumänischen ea überall vor e gesprochen

wurde, denn auch die Farserioten sagen sase, sapte, dzatse,

und auch im Dacorumänischen ist nur in Rumänien altes §a zu e geworden, während man in Transilvanien „muiere, zece" etc.
mit sehr breitem e spricht, das ganz verschieden
e
ist

von dem
allein

etwa in

„trec,

leg" etc.

Im Süden und Centrum
im Nord-Osten
noch
in e

sind

die

Formen auf ea

herrschend, bei den Farserioten wird nur e gesprochen, während

und ea promiscue gebraucht werden.
als

Das ea-Gebiet hat
Klisura hört,
sprochen wird.

Pron. demonstr. „aestu", das

man
ge-

während im ganzen Norden „aistu"

Behandlung von i nach ZischAm weitesten geht der Norden, resp. Nord-AVesten, lauten. der i nach jedem Zischlaut in u verwandelt, am konservativsten
3) Verschieden ist auch die
zeigt
sich der

Süden, wo

fast alle

i

erhalten sind.
verfolgen,

Auf dem
die
ts,

zwischenliegenden
schiedenen

Gebiete kann
in

man
t),

wie die ver-

Konsonanten
ist

verschiedener
ts

Kraft wirken;
s,

Reihenfolge

dz (aus d),
ist,

(aus

s,

am

wenigsten

das

aus

c

entstanden

obgleich
ts

seine

Aussprache

jetzt

wenigstens vollständig mit der von

aus

t

zusammenfallt.


4)

349

existiert nicht) gegenüberstellt,

geht auf singru zurück, das sehr

gut durch Vokalassimilation zu sungru werden konnte.

Aus

der

Flexion des Substantivums kann angeführt

werden, daß der Plural der neutralen femininen

R-Stämme im
tsitsoaro

Norden meist auf
tsoare,

ro,

zboaro

im Süden auf
etc.,

re ausgeht:

sboare

doch läßt sich gerade auf dem

Gebiete der Flexion, wo Analogiebildungen eine so mächtige
Rolle spielen, beobachten, daß die allergrößte Mannigfaltigkeit
herrscht.

Zwei und selbst drei Formen bestehen
die

oft

nebeneinander,

ohne
einer die

daß

eine

die

andere gänzlich verdrängt hätte.
ist

In

nur gesprochenen Sprache

das eher möglich, als wenn

Sprache auch

als Schriftsprache

gebraucht wird.

So finden

wir:

„kaso PI. käse, kos, kosuri, kasuri"; „luuduro

PL

lun-

dure, lunduro, lunduri".
„ali

Man

hört an demselben Orte

im Gen.
nach-

dade" und

„ali

dado", „ali vrute" und „ali vruto",
„vrutel'i",

gesetzt

vorwiegend

dagegen

immer „vako".

Gen.

„vakol'i", PI. „vots, vake".

Im Norden
l'i,

braucht

man

als

Genitivendung der Feminina

im Süden
das

l'ei.

Im Süden
durch

ist

auch die Umschreibung des Possessivums

Personale

noch häufiger
lo

als

im Norden:
bunlu
ni

soareli

no

unsere
etc.

Sonne,

sora

ihre

Schwester,

mein

Guter

5)

Aus

der Flexion

des

Verbums
II. Sg.

sei

bemerkt, daß

vom

Smolika ab nach Süden die

des Aorists

der starken

Verba stammbetont
werden, daß

ist;

„deädis" gegenüber „dides", „feätsis",

„ärsis" (arses), „rüpsis" (rupses) etc.

Auch

verdient erwähnt zu

man im Norden

mit Vorliebe das zusammengesetzte

Perfectum an Stelle des Aoristes gebraucht, im Süden dagegen

den Aorist, selbst da wo
Eigenheit

es

sich

um
aber

ein Perfectum praesens
tritt

oder Plusquamperfektum handelt.

In den Texten
Avar

diese

weniger

hervor,

wohl

es

mir

in

der

kann auf gi-iechischem Einflüsse beruhen, wie der vollendete Schwund des Aoristes im Istro-Rumänischen dem Serbo-Kroatischen zuzuUmgangssprache sehr
aufgefallen.
dies

Auch

schreiben

ist.


Auch
iu der

350

Bildung des Futurs stehen sich Norden und

Während man dort „va so yin" wie im Albanesischen „do to viü" bildet, ahmt mau hier den Griechen
Süden gegenüber.
nach:

„va

yin"

nach

„&((

elO'io".

Weiteres

sehe

mau im
Norden

Glossare unter „voi".

Im Centrum und auch
sei

weiter nach

kann man beide Bildungen hören.
6)

Aus dem Wortschatze
jgu,
ieu,

nur angeführt, daß ich im

Süden durch
wird.
tritt

im Norden durch miue wiedergegeben Tine du herrscht auf dem ganzen Gebiete, das alte „tu"
nur noch
wobei
iu

fast

Liedern auf

Aus

der auf den angegebenen sechs Punkten beruhenden

Zweiteilung,

abgesehen

von

einigen

mehr gemischten
stehen,

Dialekten im Centrum sich Norden und Süden, oder genauer

ausgedrückt
folgt,

Nord -Westen und Süd-Osten gegenüber

daß wir von zwei verschiedenen ursprünglichen Centren Die Hauptmasse bildeten die thessaliotischen
jetzt

auszugehen haben.

Aromunen mit Trikala (früher*) und noch Aromunen Tgrkolo genannt) als Hauptort.
Diesen
gegenüber
stellen

im Munde der

sich

die

Farserioten mit

dem

Hauptsitze in Albanien, besonders in Muzakje und den Hauptorten: Nitsa, Grabovo, Linotope, später Muskopolje. die Hirtenbevölkeruug
dieses

Aber nur

Stammes hat

sich rein erhalten.

Diejenigen, welche sich früher fest niedergelassen haben, haben
sich

mit

den übrigen vermischt.
selbst

Die jetzigen mehr umhermit

ziehenden Farserioten sind leicht zu scheiden von den übrigen

Aromunen,

da,

wo

sie

ihnen

zusammenwohnen.

Mischheiraten

kommen

äußerst selten vor.
ist,

Das

schließt aber
Zeit,

nicht aus, daß es früher anders gewesen

zu einer

als

auch die übrigen Aromunen vorwiegend Hu'ten waren.

Außer-

dem
mit

sehen wir auch genugsam anderwäi'ts, daß die Kaufmannsz.

bevölkerung wie
der

B.

die

Hirten-

und

von Vlacho-Livadhon keine Ehen Arbeiterbevölkeruug von dem nahen
liegt

Kokinoplo

schließt.

Der Grund

nicht

im Stammes-,

*) Auf der aus dem 16. Jahrluindert stammenden Karte von Fabius Ticinius in Venedig (Dogenpalast) ist Tricola zu lesen.


steten

351


Dei- Einfluß der Sprache der
ist

sondern im Staudesuuterschiede.

Farserioteu auf die der übrigen Bevölkerung Albaniens

im
r

Wachsen.
rl

Während

Kavalliotis

und Daniel rn durch
ist

wiedergeben,

aber unverändert

lassen,

auch

letzteres

heute fast überall in Albanien zu r geworden.
der heutigen
nicht
farseriotischen

Ich sehe in

aromunischen Bevölkerung

Albaniens eine Mischung von Megalovlachiten aus Thessalien

und

Farserioten.

Wann

die

Mischung stattgefunden,

läßt sich

nicht sagen.

Jedenfalls sehen wir in der Sprache der Mitte des

vorigen Jahrhunderts noch mehr sichere Anzeichen einer Beeinflussung der südlichen Dialekte auf die nördlichen als heutzutage,

wie dies

z.

B. die synkopierten

Formen

bei Daniel

und

Kavalliotis darthuu.

Es

giebt,

ganz abgesehen vom sprachlichen

Standpunkte, nur zwei von einander scharf geschiedene Stämme.

Die Aromunen (Megalovlachiten), von den Farserioten Kara-

gunen genannt, und die Farserioten mit ihrem Anhängsel. Was von den übrigen bekannten zahlreichen Stammesnamen
zu halten
ist,

habe ich
in

in

Aromunen

I Beilage II

dargelegt.
sich
;

Nach Mitteilungen rumänischer Hörer
im Rumänischen
pierte
:

scheint
:

auch

Bezug auf gewisse Punkte (e ea synkonicht synkopierte Form; verdumpfter heller Laut etc.)
:

eine ZAveiteilung der Dialekte herauszustellen, die gewisse Dia-

Rumänischen dem Farseriotischen, andere der Sprache der Megalovlachiten an die Seite stellen würde, so daß sich also nicht Rumänisch und Aromunisch, sondern gewisse Dialektgruppen innerhalb dieser Gebiete gegenüberstünden. Bevor wir
lekte des

aber die rumänischen Dialekte nicht genauer kennen, läßt sich

auf diese so hochinteressante und besonders für die Geschichte
des Volkes so wichtige Frage nicht eingehen.

Lokaldialekte.

Bevor ich auf die Besprechung der Lokal dialekte eingehe, muß ich noch einige Erscheinungen erwähnen, die auf Dialektmischung beruhen oder
lassen. solche, die sich nicht

räumlich begrenzen


An

352

kann man beobachten, wie aus dem Zusammenströmen der Bewohner aus verschiedenen Gegenden Mischdialekte entstehen und zwar nicht in der Weise, daß
allen größeren Orten

die einen diese, die anderen jene »Sprechweise bevorzugen, nein,

von einer und derselben Person kann man

ein

und dasselbe

Wort

verschieden aussprechen hören, ohne daß dieselbe sich

dessen bewußt wird.

Bei meinem Diener, den ich ein volles Jahr bei mir hatte,
beobachtete ich, daß er,

ohne darauf zu achten, bei unserem

Umherziehen

in

den verschiedensten Gegenden seine Aussprache

und

selbst

den Wortschatz

dem

der betreffenden

Gegend

bis

zu einem gewissen Grade anpaßte, doch nie so weit, daß er etwa

das spezifisch in seiner Heimat Klisura gebräuchliche „^imt"
für „vint"

aufgegeben oder das farseriotische o angenommen

hätte; allein e

yin

ea,

synkopierte

— nichtsynkopierte Form,
kam.
Prilep,

va

va zyin

etc.

machte
zeigt

er mit, wie es

Ganz
Sen*es
„tsun",
etc.,

dasselbe

sich

auch bei den Bewohnern der
Krusevo,
Salonichi,

größeren Orte

wie

in

Monastir,

wo man bald
etc.

„biseriko",

bald „biseariko";

bald

bald „tsin"

hört.

Man

gebraucht unterschiedslos

für die Präposition in tu

und

tru; das deutsche für wird wieder-

gegeben durch

ti,

tri,
(si),

to, tro,

dementsprechend das

finale

daß

durch

ti

so,

tri

so

to so, tro so, ta so, tea so.

Auslautendes u

ist in

der Regel im Norden nach einfachem

Konsonanten

gefallen,

wobei auslautender Stimmhafter stimmlos

wird, aber Lenis bleibt, gerade wie

im Daco-Rumänischen.

Im

Süden und Centrum, besonders aber in Zagori wird das auslautende u geflüstert gesprochen und man sieht noch deutlich die Rundöffnung der Lippen, sowie das Zurückziehen der Zunge. Man spricht also „kutü, lupü" und mit Artikel „kapülu'' und nicht „kaplu" wie im Norden. Ganz volltönend wird hier das u, wenn die Leute besonders eindringlich reden, sei es im Affekte oder sei es, daß eine Mutter ihrem Kinde ein Wort zum Nachsprechen vorspricht.

Von

dieser

Regel kann

mau

in

den Texten genug Abbleibt

weichungen finden.

Denn

selbst

im Norden

u volltönend.


wenn
eine schwierige

353


7.

Konsonantengruppe mit dem Anlaute des folgenden Wortes entstehen würde: „dit mormint" neben „ditu
groapo" 95, 94.
„dus,

„kum

easte"

neben „kumu spoate" 122,
Gl, 21, obgleich
ist

me

dus" neben „nersu

iiers"
ist.

im

letzten

Falle u nicht ursprünglich

Natürlich

auch durch das

Versmaß oft ein volltönendes u verursacht „kutu pots" 21,8. Ganz analog ist die Behandlung von auslautendem flexivischen i,
doch
auf
r

kommt noch
auslautend
i

hinzu,

daß

in

ursprünglichen Proparoxytonis
als in

besser hörbar

ist,

Paroxytonis: „ärburi"

neben „per". Ich habe der Deutlichkeit wegen bei denr-Stämmen
meist
1

geschrieben, weil

sonst der Plural von
Artikuliert sagt
in Zagori
„peril'i",

nicht zu unterscheiden wäre.

im Süden synkopiert „arburl'i" und
„per"
bildet

dem Singular man „ärburil'i", „arburil'". Von
nur in Za/ori

man immer

„perl'i",

nie

„peril'".

„parä" hat im Plural „paradzi" im Süden, im Norden
das auch „parats" geschrieben wird, ebenso
siehst,
ist

„paradz",
•mit

es

„vedz" du

und

allen

fachen Stimmhaften

ausgehen.

Stämmen, die auf einen einAber au allen größeren, oben

angeführten Orten findet

man

verschiedene Aussprachen neben-

einander bestehen.

Man
betonten

giebt gewöhnlich an, daß im

Aromunischen dieVerba
Dies
ist

der III. Konjugation endungsbetont sind, gegenüber den stamm-

Formen im Daco-Rumänischen.
ist

nicht richtig;
die

allerdings

die

Tendenz dazu vorhanden, aber
noch häufig,
öfter,

starken

Formen
in

sind in Liedern
II. PI.

in der

im Imperativ

noch

und

bei

Umgangssprache einigen Verben immer

Gebrauch: „fätsim" besteht neben „fotsem", „dütsim" neben
weitem vorherrschend, auch „iierdzem, kärdem" sind
bilden das Part. Praes. auf

„dutsem", „spüuets, kunoastets, skoätets, ndreädzets, nveästets",
sind bei
in

Gebrauch.

Die schwachen Verba auf

-ui

undalui und undalui, ohne daß eine lokale Begrenzung möglich
wäre; andere Doppelformen aus der Flexion sind schon weiter

oben angeführt.

Wenn
schließt

im Folgenden von Lokaldialekten die Rede ist, so das nie aus, daß man nicht neben der von mir
II.

Weigand, Aromunen

23


angegebenen Aussprache
ortsübliche festzustellen.

354


nicht

oder

Flexionsform

auch

eine

andere hören könnte. Ich habe mich bemüht, die vorherrschende,

Für das Schwanken des Geschlechts verweise ich auf das Außer Betracht bleiben der eigentliche Dialekt der Glossar.
Farserioten,
stellt sind,

dessen

Hauptkennzeichen im IX. Kapitel darge-

und der der Manjana, der im VIII. Kapitel behandelt ist. Über den Dialekt der Olympo-Walacheu, von dem in Nr. 17 und 27 Muster gegeben sind, sei kurz soviel bemerkt,
daß
er sich,

wie schon bemerkt,
s

den südlichen Dialekten antrotzdem aber
ts

schließt,

daß außerdem
ts

durch

s ersetzt,

für das

gewöhnliche
r,
11

aus lateinischem c

zeigt,

und

die palatalisierten

in

1,

n verwandelt.
in

Im Übrigen muß

ich

auf meine

„Olympo -Walachen"

verweisen.

der Landschaft Meglen

Der Dialekt der Bewohner Makedonien gehört nicht zu den
gezeigt habe.

aromunischen, er nimmt eine vollständig gesonderte Stellung
ein,

wie ich in
I.

meinem Vlacho-Meglen Im Nord-Osten.
79, 95, 96.

1)

Monastir vertreten durch Nr. 29, 36, 49, 50, 56, 57,

74, 75,

Hier

tritt

am

wenigsten der Unterschied

zwischen o und u hervor,

mono, fontono, kots", alle o gleichmäßig artikuliert und kurz. Ebenso kurz, aber dennoch im Klange etwas verschieden und zwar mit größerer Enge also nach u zu in Wörtei-n wie „pune, kune (aber
spricht „lono,
kginl'i),
kiite,

man

plundze, plungu, primdzu, niskuntu"; aber immer-

hin
die

ist

der Unterschied nur gering, daher

kommt
ein

es auch,

daß

aus

dem Norden stammenden Texte nur
in Krusevo,

Zeichen für
in

die gedeckten Kehllaute kennen,
ist

denn ähnlich wie

Monastir

es

auch

und Aor.
„baso",

„tol'e";

Megarovo und Trnovo. Präs. „skrie" und Aor. „skrie".
multso" Ü
Nr. 31,
etc.
sti

Präs. „tal'e"

Aber

Präs.

Aor. „boso".

„ninko" (neben) für „ningo"; ferner die
erscheint

Pluralia
„stsiu,
2)

„muntso, " O ' Krusevo.
118.

immer

als stsi:

estsi".

34,

35, 48,
steht

80, 114, 115, 116,
sehr

117, Prosa
nahe,

Der Dialekt

dem von Monastir
allerdings

auch hier „alantso,

multso",

auch „mults".


Ferner „si" neben
nicht „stiu".
„so",

355


„stsiu"

„guse" und nicht „guso".

und

Es kommt noch
Gürtel
etc.

hinzu, daß in Wörtex*n, die wie

^,grun" gebaut sind,

eine Metathese eintritt:

gorn Korn, purn
„sinduUe".

Pflaume,

born

„sfinduKe"

statt

Die

meisten in neuerer Zeit veröffentlichten

Werke stammen aus

Krusevo, wie die von Tasku Iliesku, Vangeliu Petrescu, Sterin
Cionesku, aber keiner von ihnen giebt den Dialekt seiner Heimat
getreu wieder.

Auch

die Veröffentlichungen in der Zeitschrift
einerlei

Macedonia zeigen eine merkwürdige Übereinstimmung,
von wo
sie

ausgehen.

Alle Schreiber haben in überraschend

kurzer Zeit,

mau kann
wie

sagen

innerhalb

10 Jahren, die von

Athanasescu angebahnte Orthographie angenommen.
daraus
erkennen,
schnell
ist,

Man kaim
bildet

sich
sich

eine

Tradition

und

wie wenig

man

berechtigt

allzusehr auf die Orthogra-

phie auch der frühesten

Schreiber in irgend einer Litteratur

zu verlassen.
lieren bei

Die ersten Erzeugnisse in einer Sprache zirkuin

den Interessenten und genügend Gebildeten

kurzer

Zeit

und fordern bewußt oder unbewußt zur Nachahmung heraus. 3) Megarovo (Trnovo) Nr. 52, 78, Prosa 119, haben den-

selben Dialekt wie Monastir, doch hört

man

hier schon „yits§l",

aber noch „atsel".
4)
fluß

Neveska Nr. 120 zeigt schon „aestu", es aus dem Süden ersichtlich. Im Wortschatz
5)

ist
ist

also Ein-

manches,

das an Albanien erinnert.

die

Gopes Nr. 41, 46, 61, 66, 73 hat als Charakteristikum sehr tiefe Aussprache des gedeckten Kehllautes u und deut-

lichen Unterschied zwischen o
liegt

und

u.

Damit

nicht genug, es

über der Aussprache sämtlicher Vokale die eigentümliche

Klangfarbe der gedeckten Kehllaute, hervorgerufen durch die
Beibehaltung der gesenkten Lage des Kehlkopfes auch für die

andern Vokale und außerdem durch die äußerst geringe Beweglichkeit

der Lippen.

Ich

habe

p.

101 ein albanesisches Lied

im Dialekte von Elbassan mitgeteilt und dabei angegeben, daß der näselnde Ton auf allen Vokalen liegt. Hätte ich ganz genau sein wollen, so hätte ich Vokale mit voller und solche
mit halber Nasalität bezeichnen müssen.

Ähnlich verhält
23*

es


sich mit

356


o,

den gedeckten Kehllauten in Gopes.

u sind Laute

mit voller Tiefstellung des Kehlkopfes, die übrisren sämtlicli mit
halber Tiefstellun<i: desselben.

Die aus Gopes mitgeteilten Lieder
ausgeschlossen.

wurden mir meist von dem aus Ochrida gebürtigen Lehrer Pelitsa
mitgeteilt, 6)

besondere Genauigkeit

ist

also

Molovista nimmt eine ganz eigentümliche Stellung unter
in

den aromunischen Gemeinden des Nordens

Bezug auf

die

Aussprache
liegenden

ein.

Ich

habe keine Probe von dort
mitgeteilt,

in der vor-

Sammlung
daß

denn mein Aufenthalt daselbst
Ausdas gänzliche Fehlen

war
von

so

kurz,

ich ihn lediglich zur Feststellung der

sprache benutzte.
rV

Das

Auffallendste

ist

und

(h,

Laute, die doch allen übrigen
sie selbst in lateinische

Aromunen

geläufig

sind, so sehr,

daß

Elemente eingedrungen
Ferner

sind, wie S'vmi (ventum), i?7kat (ficatum), ?9-eamin (femininum)
etc. ist

Hier aber spricht mau „dalo, perdiko, Atanas"
auffallend,
also

etc.

daß der Artikel angehängt wird wie im Daco„omul,
borbatul"
g:

Rumänischen,
„omülu".
aus
j

gegenüber „omlu" und
dz
Statt „ahtare" spricht

Anlautend y wird zu
z:

„gin (yin), gitsel (yitsel)".

wird

„zok (adzok), zone (dzone)."

man

„aftare".

Auch im Wortschatze
p.

findet sich

Abweichendes

genug, das an den Dialekt der Megleniten erinnert, so daß ich

schon in Vlacho-Meglen
es

55 die Ansicht ausgesprochen habe,

könnten versprengte Abteilungen jenes Stammes sich dort
in Ober-

und wahrscheinlich auch
mit

und Unter-Beala

bei Struga

Aromunen gemischt haben. IL Nord-Westen (Albanien).
1)

Ochrida gehört zwar streng genommen zu Makedonien,

allein es liegt hart

an der albanesischen Sprachgrenze und die
sämtlich aus Albanien, sind auch

dortigen

Aromunen stammen

meist noch des Albanesischen mächtig, so daß wir das dortige

Aromunisch zu den albanesischen Dialekten rechnen müssen.

Wir

besitzen eine Arbeit von !Michäileanu (Studiu asupra dia-

lectului

Romänilor din Macedonia, Bucuresci 1889), der seine
basiert,

Phonetik im Wesentlichen auf die Aussprache des Dialektes
von Ochrida

ohne sich indessen darauf zu beschränken,
wird.

was

nicht

immer angegeben

Leider

ist

das Buch so


dilettauteuhaft geschrieben
fehlern,

357


ist.

uud wimmelt dermaßen von Druck-

daß

es

nur mit der größten Vorsicht zu benutzen

Aber immerhin bietet es für den Wortschatz manches Wertvolle. Das Wichtigste aller aromunischen Denkmäler, wichtig sowohl weil
es

sehr umfangreich,

als

auch weil es von einem
ist

vollständig Unbefangenen geschrieben wurde,

ein Manuskript,

das ich der Güte der Herren Dimonie in Ochrida verdanke

und das demnächst im Jahresbericht des rumänischen Seminars
zu Leipzig
teilweise

publiziert

wird.

Darin zeigen

sich
in

im

Wesentlichen dieselben Eigentümlichkeiten, die auch

meinen

Proben hervortreten,
Auslautend
lauten und
r:

in Nr. 21,

24, 28, 30, 32, 33, 37, 42,

45, 63, 65, 69, 86, 87, 88, 90, 92.
ie
ist

io:

„paio".

o steht für e

nach Zisch-

„moasole, budzole, matsole".
statt,

Svarabhakti findet in
statt „ksen", „lukurü,

ausgedehntem Maße
6esku (zgrum)".

selbst

„kosen"

kalugurü, paturü, kuskurü, kopesturü, kumpurü, surupü, zguru-

Betontes vortoniges o nach p wird u: „pur-

po^e, puduritso, pultare,

purümbu" etc. Erweichung der tenues nach den Nasalen findet, wenn auch nicht durchgeführt, von einem Teile der Bewohner statt: „mbiltesku (mplitesku), mu.ngare (munkare)"
„kotsgl,
etc.

atsol" etc. sind die in
fällt:

Albanien vorherrschenden

Formen,
2)

h im Anlaut

„h] abare, hjavae" etc.

Der Dialekt ist fast derselbe wie in Ochrida. Die Aussprache im allgemeinen gedeckter, dumpfer und der Wortschatz mehr mit albanesischen Elementen gemischt, st, sk wird fast immer st, sk: „Hristolu,
vertreten
in

Lunga

Nr. 5,

60.

skarg, skamnu".

„vleku" statt „vekl'u".
wie

Es
zwischen

herrscht,
r

überhaupt

in

Albanien,

die

Neigung,

preag

und a

ein offenes e einzuschieben: „greas

präg, al'umtrea, greaiü

gras,

graiü," bei „ereäm" statt

„eräm" kann auch Analogie mitgewirkt haben.
3)

62, 85,
st ea.

Muskopolje vertreten durch Nr. 2, 10, 11, 40, 54, Prosa 121. e gefolgt von e erscheint als e, doch vor
„dede",

aber „nveastil'i,

gaste".

Es

scheint auch, als

ob

o

nicht zu

oa gebrochen wird:

„dorme", aber „doarmg".


rl

-358


statt

Dasselbe scheint mir auch in Siebenbürgen vorzukommen, ich
bin aber meiner Sache nicht gewiß.

wird

r,

rn

wird

r.

„auro"

„aurlo",

„fitsoru"

statt „fitsorlu".

Statt des gewöhnlichen „pikurär"
„pikular, palaj^-iri".

und

„paraiT-iri" sagt

man

„numir", das
icli

icli

sonst nicht belegt habe,

heißt zähle
4)

und

refl.

heiße.

Sipiska Nr. 10.
bei

Ich würde einem etwaigen Nachfolger,

der Dialektstudien

den Aromunen machen wollte,

raten,

hier längere Zeit zu verweilen.
ist

weniger gemischt als

Der dort gesprochene Dialekt irgendwo sonst. Das Dorf hat keinen
einem Seitenthale
liegt,

Durchgangsverkehr, da
Schule und
hörte
ich
ist

es in

hat keine

ausschließlich

von Aromunen bewohnt.
„dukesku" (im Süden),

Dort

auch das Wort „ntseleg" verstehe zum ersten Male,
teils
teils

wofür die andern Aromunen
Auffallend

„akikosesku" (im Norden) und in Muskopolje „prindu" sagen.
ist

uvulare Aussprache des
sind.

r,

obgleich die Be-

wohner keine eigentlichen Farserioten

Aus den übrigen Orten Albaniens habe ich keine Texte, sondern nur Wörter. In Muzakje spricht man den Dialekt der Farserioten, doch in Fieri und Berat den Dialekt von Muskopolje.
5)

Pljasa Nr. 15, 25, 26, 64, 84, 91, Prosa 122.

Sämtsich

liche

Lieder stammen von
einen

dem

Tselnik Bulamatse,
allein

der

selbst

Farserioten

nennt,

seine Sprache ist

doch

keineswegs der der Farserioten gleich,
steht,
sotsl'i"
z.

obgleich

sie

ihr

nahe

B. „ia"

{sie

f)

statt „ed",

„iu" nicht „iu".
in

„Gretsl'i,

zeigt keine Abschleifung,
ist.

was sonst
i

Albanien überall

die Regel

(„Gresl'i,

sosl'i".)

wird nach Zischlauten immer
etc.

zu u: „rusvjno, pgtsui, niportsuts, dzus"

Die albanesische

Diminutivendung „zg"
III.
1)

findet sich selbst

an „featg" angehängt,

„vor" ich will vertritt das gewöhnliche „voi".

Centrum.
1,
.39.

Klisura Nr.

Griechischer Einfluß

ist

schon recht

merkbar, besonders im Wortschatz und auch in der Aussprache,
z.

B, ük,

nt,

mp

wird meist wie

fig,

nd,

mb

gesprochen, so daß

„ningg"

längfi

und

„iiinko" (niko) noch vollständig gleichlauten.


Von
2)

359


man
„iou",

hier

ab nach Süden sagt

nicht „mine".

Hrupista Nr. 76.
(il

„prinde"
3)

faut) statt

ab nach Süden sagt man „lipseaste"; „duMesku" statt „akikosesku".
hier
7,

Von
8,

Grebena Nr.

3,

20, 38, 47, 58, 59, hat "eine so

gemischte Bevölkerung, daß sich
läßt.

kaum

etwas Besonderes sagen

Erwähnt zu werden

verdient,

daß dort noch das

alte

„ultu" vergesse statt des sonst überall gebrauchten „agorsesku" gehört wird. Ebenso interessant ist der Ausdruck „dzuo lolo^'

o

o

o

toare"
4)

Wochentag.

Gramosti.

Die Lieder Nr. 19,

189

hörte

ich

in

Hrupista.

Samarina Nr. 4, 13, 14, 22, 51, 55, 81, 93, 94. (Die Lieder wurden mir sämtlich von zwei Lehrern, den Herren Kovatti und Athanas Papa Joan mitgeteilt, können also auf
5)

besondere Treue des Dialektes keinen Anspruch machen.) Die Aussprache von ts, dz aus lateinischem c, g ist ähnlich wie auf dem Olymp; daher kommt es auch, daß ich in den Liedern
aus Samarina in den Olympo-Walachen öfter
habe.
ts,

dz geschrieben

Es kann auch daran
mitteilte,

liegen,

daß der Lehrer, der mir

die Lieder

des leichteren Verständnisses

wegen wohl
te

die dacoromanische

Aussprache anwandte.
daß

Ich

hörte

erzählen,
solle,

man

in

Samarina unbetontes

wie ke aussprechen
„punge".

also „frate" wie „frake", „punte" wie

vermag ich nicht zu sagen, da ich selbst auf meiner letzten Reise nicht dort war, sondern die Lieder an anderen Orten niedergeschrieben habe.

Ob

das seine Richtigkeit hat,

Daß
ist

ich

einmal in Monastir von einem

Aromunen

die

Aus-

sprache „promotefke" als Voc.
sicher.

von „promoteftu" gehört habe,

Ich führe das nur deshalb an, weil

man auch im

Banate eine derartige oder ähnliche Aussprache des „te" kennt. Die Erweichung der tenues nach Nasal ist ganz gewöhnlich
selbst in
ts

verliert

Verbindung wie „un kor", das zu „n gor" wird. wird vor Konsonanten nicht zu s, anlautende media den Stimmton, bleibt aber lenis, daher: „sbadz, so ts
ts

dzik,

tsi

fak" gegenüber „zbadz, so zdzuk,

tsi

sfak" im

Norden.


0) AvrYela Nr.

3G0
7)


72.

71 und

Perivoli Nr. 43, 67;

Die

Futurbildung geschieht mit „va" oder „vai" ohne „so".

Die Synkope
In

tritt

nocli

stärker

auf:

„neptüt" (nepotüt)

krank, „psiu" (putsin) wenir/.
einigen Wörtern
zeigt

sich

Einschub

von

u vor d:

„kartsindo, iistoudzo".
8)

Getrennt von dem Centruni, aber dem Dialekte nach

doch ihm zugehörig sind die Orte auf dem Karatas-Gebirge,
deren Bevölkerung
Dialekt
selbe
ist

zum

größten Teile aus AvfVela stammt; ihr

daher aucli dem dortigen sehr nahe stehend.
für die

DasBei

gilt

aromunische Bevölkerung von Verria.

Selia

muß man
17,

unterscheiden zwischen

dem aromunischen Dorfe

und dem farseriotischen Dorfe Nr. 112, 113. Die Lieder von dort wurden mir in Verria mitgeteilt, woher auch Nr. 12, 16, 44, 82, 83 stammen.
Nr.
9,

23, 68

IV. Zagori.

Zagori hat
schaften,
allein

zw'ar
es
ist

eine

ganze Anzahl aromuuischer Ort-

mir nicht möglich gewesen, Lieder zu

sammeln außer Nr. 6, das aus Vovusa stammt, sowie das Märchen Nr. 123 aus demselben Orte. Doch habe ich ein ziemlich
reiches Wortmaterial

gesammelt.

Das
als

Auffallendste au
ist,

dem

Dialekte

ist,

daß auslautendes u nicht geschwunden
geflüstertes
bleibt.

sondern

auch

nach einfachen Konsonanten

u deutlich

wahrnehmbar
da
sie

Die weitere Folge

ist,

daß

die Stimmhaften,

nicht in den direkten Auslaut

kommen, auch stimmhaft
sondern verhärten
sie

bleiben;

dagegen
bleiben

werden sämtliche Stimmhaften im Anlaute
selbst

stimndos,

nicht lenes,

sich.

Jedenfalls werden auch die fortes,

wenn

sich überhaupt in

der Exspirationsstärke von ihnen unterscheiden, nur in geringem

Grade energischer ausgesprochen.

Alle proklitischen Wörter,

soweit sie überhaupt zu einem einfachen Konsonanten

zusammenzg und

schmelzen können, werden natürlich auch stimmlos, z.B. „sduse",
selbst

Härten wie „va

s ts

dau" bleiben stehen.

Auch

zb im Anlaut werden

stimmlos, „sgrum, sburosku" oder auch

mit k und p zu schreiben. In „adzunse, aiuntsea"

etc.

steht n, nicht wie gewöhnlich


m.

361


was
„skriu" nach der IV. Conj.

Aus der Flexion hebe
sonst

ich hervor „hiu" statt „esku",
trifft,

man auch
nil'i,

im Süden
I,,

nicht wie sonst nach der
perl'i".

ferner „domnil', peril'" statt

„dom-

Von
über,
lai).

alten Wörtern sind gebraucht:
selten

„me nir pri" wundere mich
selbst „negru" (sonst

was sonst äußerst
In

vorkommt und

Laka

in Zagori heißt schwarz „gal".

tragen daselbst sonst
„eato".

und Mutter ganz ungewöhnliche Namen, „andiku" und
Vater
ist

„uomal'u" Tier

sonst unbekannt,

„prudit" faul aus
alle drei, alle vier.

„pudrit" für „putrit", „amistreil'i, amispatrul'i"

In dem eigentlichen südlichen Zagori (Flamburari, Tsernesi,
Grebenits)
ist

der griechische Einfluß stärker als im nördlichen.
ist

Besonders auffallend

der häufige Gebrauch einer bedeutungs-

losen Partikel „^"ana" für das

im Norden

oft

gehörte „de".

V.
1)

Der Süden.
Vendista (aromunisch Nevoden) Nr. 77 und Märchen 124.

Metsovo (aromunisch Mintsu) Nr. 53, 70 und 3) Siraku, Märchen 125, 126. n, n, m und r erweichen die folgenden Teuues zu Medien, ohne daß diese Regel konsequent durchgeführt Aväre, wie auch im Norden „minte" neben „minduesku", besteht. Doch im Norden: „ükoldzosku", Süden: „ügoldzesku"; Norden: „mok, munk", Süden: „mungu"; Norden: „ükarku",
2)

Süden:

„ngargu",
als

doch auch „nkargu".
ob diejenigen, die sehr

Es machte mir ganz
viel

den Eindruck,
die

unter Griechen

wohnen, ausschließlich nd, mb, ng anwenden, während andere,

mp, ük bewahrt haben, aber durch das häufig anders Gehörte nicht mehr im Stande sind zu unterscheiden, wo Tenuis, wo Media zu sprechen
viel

ihre Muttersprache

gebrauchen,

nt,

ist;

bei einigen Wörtern, besonders in der

Verbindung

ng, scheint

sich eine

Form

überall eingebürgert zu haben.
ist

Die Synkope
adunarg, mgl'are

noch stärker

als

im Centrum: „anaro

=

=

mul'are, palofigare

=

paleö mul'are"; selbst

„/rut" statt „urut" erklärt sich lediglich

aus

dem Bestreben

zu synkopieren, wenn überhaupt möglich.

Besonders interessant
so
viele

ist

der Wortschatz im Süden; obgleich
in

griechische

Wörter

die Sprache eingedrungen sind,


haben
ükred
sich

362


sanus
stark, platse

doch einige alte Elemente erhalten, die anderwärts
incredo,

gar nicht gehört werden: „sun

negur — negru"

placet,

(allerdings hier in der Be-

deutung „schwarzer Kaffee",
frigu
in

vergl. Zagori).

frigus,

sintu
die

„de aver
sonst sind
als

— de

vero,

sentio".

Auch

Ausdrücke
das
übrige

Gebrauch,

eher
:

ans Rumänische

an

Aromunisch erinnern
„akmo, amo"
„litesku"
jetzt

„pi gor" abwärts,
dr.

„m blai"

(plai) aufwärts.

=

moldauisch „amu", ferner „gavrg

=

dr.

gauro" für das sonst überall gebräuchliche „guvo".
steht

für „es"

(exeo),

aber

am

verblüffendsten
vai,
s

wirkt „vai" aus „va(d)is".
etc.

Man

flektiert

„me duk,
resp.

dutse"
unter-

als

Impt. immer „vai".

Es kann keinem
alten

Zweifel

liegen,

daß wir

es

mit

dem

„vado"

„va(d)is"

zu

thun haben, das seine Erhaltung vielleicht nur dem Ausdruck
„vai

m blai"

zu verdanken hat.

Also im äußersten Süden des
sich

rumänischen Sprachgebietes
altrumänischen „vau".
Ich hätte bei

findet

der letzte Rest eines

Angabe

der dialektischen Verschiedenheiten

auch die verschiedene Bedeutung eines und desselben Wortes
in verschiedenen

Gegenden angeben können, aber

in

den vor-

liegenden Texten

kommen nur wenige
ich

Beispiele

vor und das
Einiges
sei

übrige Material habe

noch nicht bearbeitet.

erwähnt: „patg" heißt Ente ßlonastir), Gans (Albanien);
skifter"

„sifter,

und Bräutigam). „pitrunikl'e" Wachtel und „iergking" Habicht, Schwan (Braut), Rehhuhn. Überhaupt in Dingen aus der Naturkunde begegnet man einer großen Unwissenheit. In manchen Gegenden unterscheidet man bei Bäumen nur Gattungsnamen: „ärbure" Baum,
Hahidit,

Tauher

und

Taube (Braut

Lauhhauyn, „pom" Fruchthaum, „kin" Nadelholz, andere
wie „tag frapsing,
als

plop"

etc.

sind

luibekannt.
ist

Namen „yaspe" muß
(flitur

Biene und

Wespe gelten,

Schmetterling

„flutur"

frutur),

„liubulik" ist alles Käferartige.

Kräuter werden schon

verhältnismäßig mehr unterschieden, aber Steine fast gar nicht.

Die Bezeichnung der Kleidungsstücke und der Speisen
so,

variirt

daß mau

fast überall etwas

Neues zu hören bekommt.

III.

Beilage.

Die Methode beim Sammeln der Volkslitteratur zu spraeliwissenscliaftliehem Zwecke. *)
Es
in
rial

dürfte vielleicht weitere Kreise interessieren, zu erfahren,

welcher Weise ich verfahren habe,

um

das vorliegende Mate-

zu sammeln.
dieser

Da

noch wenige Sammler ihre Erfahrungen
wird
es

in

Beziehung veröffentlicht haben,
sein,

wohl kein

Schaden
spreche,

wenn

ich etwas weiter aushole, etwas allgemeiner

Aromunischen notwendig wäre. Daß dabei natürlich immer mein Standpunkt als Philoals

es für die Eigenart des

loge

durchleuchtet,

hat nichts zu sagen.

besser,

wenn

die Folkloristen
sie

Es wäre überhaupt im allgemeinen mehr philologische

Kenntnisse besäßen,

doppelten Dienst leisten

würden dann der Wissenschaft einen können. Mir geht z.B. viel folkloristisches
ist es

Material aus rumänischem Sprachgebiet zu, leider aber

für

mich aus dem angeführten Grunde zu spi'achwissenschaftlichen Zwecken gar nicht zu gebrauchen.

Aber auch der
säumt häufig seine
stellte

Philologe, der Dialektstudien macht, verPflicht.

Es

ist

nicht genug, vorher aufge-

Formen auszufüllen, er muß auch die Wörter ini Zusammenhang kennen lernen, wie sie in der volkstümlichen Sprache vorkommen. Wie manche alte
Listen von Wörtern und

*)

Ich

Friedrich
liches in

mache aufmerksam auf die vortrefflichen Artikel von Kaufmann (Dialektforschung) und Uh'ich Jahn (Volkstüm-

Glaube und Brauch etc.) in „Anleitung zur deutscheu Landesnnd Volksforschung" von Kirchhoff, Stuttgart 1889.


Form, wie mauches
auch
in

364


Und
welchen Vorteil hat

sonst

ungebräuchliche

im Liede erhalten, geschützt

Wort hat sich nur durch Reim und Versmaß oder

volkstümlichen Wendungen.

die Geschichte, besonders die Kulturgeschichte, die ^Mythologie,
die

Deniopsychologie

von

der Volkslitteratur!

Der

tSprach-

forscher würde unverzeihlich handeln, wollte er nicht auch für

jene Wissenschaften

das Material liefern, wenn er sich

denn

einmal in der glücklichen Lage befindet sammeln zu können,

zumal bei einem weniger bekannten Volke.
Ja, er darf

und muß
auch

selbst

noch weiter gehen und nicht
Wissenschaft

nur die Volkslitteratur, sondern überhaupt das Volkstümliche

sammeln,

das ja

mit

seiner

im engsten

Zusammenhange steht. Ich brauche nur darauf hinzuweisen, wie sehr beim Sammeln der Bräuche, Sitten und Gewohnheiten
in

Bezug auf das ganze Leben der ^Menschen, auf Hausbau,
Hausindustrie
etc.

Viehzucht, Milchwirtschaft,

der Wortschatz

bereichert werden kann, wie dabei Wörter, die in der Litteratur-

sprache längst geschwunden sind, wieder ans Tageslicht kommen.

ihm anthropologische und ethnographische Studien im engeren Sinne; kann er sie mit in den Kreis seiner Beobachtungen ziehen, so wird das nur von Nutzen sein; doch dies nur nebenbei erwähnt. Für den Sprachforscher bleibt die Hauptsache, daß er seiner Wissenschaft dient, der allgemeinen Phonetik, der Laut-, Flexions- und Satzlehre der betreffenden S])rache. Diese Punkte hat er im Auge zu behalten und dafür hat er ein zuverlässiges, genau niederEtwas
ferner liegen

geschriebenes Material zu

liefern.

Was man es am
I.

soll

gesammelt werden,

wo und wann

findet

besten?
der Volkslitteratur hat zuerst das

Von den Erzeugnissen
das Märchen.

Volkslied die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, etwas später

Nachdem durch

diese beiden

Gattungen einmal

das Interesse für die Volkslitteratur geweckt worden war, richtete

man

seine

Aufmerksamkeit auf
in

alle

der Volksrede

litterarischer

vorkommenden Erzeugnisse Form und nicht nui' damit


begnügte

365


mit
Eifer

man

sich,

sondern

mau sammelte

und

Methode das Volkstümliche. Nicht nur in Deutschland, auch in den romanischen und slavischen Ländern erschienen und
erscheinen beständig
die meisten lassen

Sammlungen

des Folklore, aber bei weitem

den sprachwissenschaftlichen Zweck aus dem

Auge.

kommt es nicht nur auf Inhalt und die litterarische Form, sondern, dem vorhin erwähnten Zwecke entsprechend, ganz besonders auf Wort- und Lautform an. Mit Rücksicht hierauf verfaßte Bücher sind noch selten, am
Bei diesem
besten
sind

wir versehen mit Liedersammlungen.

Lieder

er-

schallen überall.

Der

Fall,

daß ein Stamm auf romanischem
sollte,

Gebiete

ganz liederlos sein

dürfte

kaum vorkommen;
sich
z.

höchstens der, daß bei einem zweisprachigen Volke das fremde

Lied das einheimische verdrängt hat.
in Sirako oder Kalarites auch

So erobert

B. das

griechische Volkslied aromunisches Gebiet.
lich,

Es war mir unmögÜberhaupt
bereits

nur ein aromunisches Lied
das

aufzutreiben.

Man

singt lediglich griechische Lieder.

im

ganzen Süden

und auf dem Olymp herrscht
als die eigenen.

griechische Lied vor.

Die Farserioten singen auch mindestens
Die Walachen
die Istriens kroatische

eben so

oft albanesische Lieder,

Meglens singen ausschließlich bulgarische,
Lieder.

Beim Sammeln kann
meisten Fällen
ist

es

vorkommen, daß dem Sammler
In den

irgend ein Kunstprodukt als Volkslied angeboten wird.
ja

das Volkslied leicht zu erkennen.

Das

echte Volkslied ist fast immer über weite Strecken und mit einer Menge von Varianten verbreitet. Es liegt ihm immer
etwas Thatsächliches, etwas Erfahrenes, ein Erlebnis zu Grunde,
das einfach und treu berichtet wird; die Gemütsbewegung zeigt sich
nicht

um

Effekt auf den Zuhörer hervorzubringen, sondern Lust

und Schmerz brechen hervor aus der unmittelbaren und wahren Empfindung des Volkes. Das Volkslied ist nicht das Erzeugnis
der Reflexion, sondern der naive Ausdruck eines Geschehnisses,

dem
lich

selbst

der zuweilen

darin

vorkommende gutmütige Spott

keinen Abbruch thut.
in

Die speziellen Kennzeichen sind natürjeder Sprache verschieden; wenn man aber eine Reihe


von
liat,

366


sie

ecliten Volksliedern bis

durchgegangen, sich in

eingelesen

man

ihre Schönheiten erfaßt hat,

dann wird man mit

dem

Geiste und Charakter der Volksdichtung des betreffenden

Volkes vertraut, so daß
einem unechten zu thun

man
hat.

sofort fühlt,

wenn man

es

mit

Äußere Kennzeichen, wie Vers-

maß, Reime, Redewendungen sind sehr unzuverlässige Führer, die kann sich auch ein Kunstdichter aneignen.
bei

und Tanzlieder jungen Burschen und Mädchen oder
Liebes-, Hochzeits-

findet

man am

besten

bei Jungverheirateten

Frauen.

Man

begnüge sich dabei nicht den Text aufzuschreiben,
Selbst die Be-

sondern bemerke auch die damit verbundenen Gebräuche oder
die Gelegenheit, bei der sie gesungen werden.

schreibung des Tanzes hat ethnographisches Interesse.

Wiegenlieder, Schlummerlieder erfragt mau natürlich bei Die letzteren sind auch am Müttern oder älteren Frauen.
besten

bekannt mit den

in

mancher Gegend üblichen Klageund
sogenannte

oder Totenliedern.

Reigenlieder,

Spiellieder

Abzähllieder

muß man Rätsel am

spielenden Kindern

ablausclien,

ebenso findet

mau

besten bei

Knaben und
alles,

jNIädchen.

Balladen,

Epen, Legenden, Märchen, Sagen, Schwanke,

Anekdoten, überhaupt

was größere Reife
in

voraussetzt, nuiß

man
Es

bei

den Männern suchen, wenigstens
in jeder

Südost-Europa.
einer

giebt

Gemeinde

solche,

die

sich

gewissen

Berühmtheit im Erzählen erfreuen und

wenn man ihren Ehrgeiz reizt, gern bereit sind vor dem Fremden ihr Talent zu entfalten. Märchen findet man bei Männern und Frauen, bei Knaben und Mädchen, doch kommen letztere bei den Aromuneu nicht in Betracht, da man sie kaum zu Gesicht bekommt. Auch die verschiedenen Stände liefern eigenartige Poesie. Der Jäger im Walde, der Hirt auf der Weide, der Handwerker
die, in

der Werkstatt,

der Schiffer beim Rudern,

alle

würzen die

Arbeit durch Gesang,
die

und nicht

am

wenigsten sangreich sind

den Bergen und die Handwerksburschen auf der Wanderschaft. Wenn man das sprachliche Material von solchen

Räuber

in


Treue
sind

367


so

Leuten erlangen kann, die keine Schulbildung genossen haben

und ausschließlich ihren Dialekt reden,
des
die

kann das
sein.

für die

Niedergeschriebeneu

nur

von Vorteil
fern

Auch

dem Durchgangsverkehr
Klöster,
u.

liegenden

Ortschaften

solchen mit regem Verkehre vorzuziehen.

Burgen,
bizarre Felsen

Ruinen,
sollen

auffallende

Naturgebilde

wie

dergl.

den Sammler zum Nachfragen
u.
s.

anregen, häufig knüpfen sich Sagen, Balladen

w. daran.

Auch
Maienfest,
weltliche
litteratur.

muß vom Sammler im Sommer der Johannistag,
die Zeit
liefern

beobachtet werden.

Das

die Weinlese, kirchliche,

und lokale Feste

reichlichen Stoff zur Volksselbst,

Und

nicht

nur an den Festtagen

sondern

auch an den Vorabenden oder bei den Vorbereitungen zur Feier
finden oft mit

Gesang und Scherz verbundene Gebräuche
infolge
ist

statt.

Auch

der Aberglaube in der mannigfjichsten Gestalt spielt

im Volksleben und
eine große Rolle.

davon auch

in

der Vol-kslitteratur

Hier

eine Quelle, dort ein

Baum, wohin

die mit irgend einem

Kummer

Beladenen ziehen,

um

ihr Vers-

chen herzusagen. Bei anhaltender Trockenheit finden in manchen

Gegenden noch aus heidnischer Zeit stammende Bräuche statt, bei denen Gesänge ertönen, die unser ganzes Interesse in Anspruch nehmen, weil sie uns einen Blick in längst entschwundene
Zeiten thun lassen.

Bei jeder Gelegenheit, zu jeder Zeit
bei

muß

der

Sammler
etc.

der

Hand

sein,

um

Volksbräuche, Volkslieder
es

ans

Tageslicht zu ziehen.
lichkeiten

Nicht darf er
in

verschmähen Volksfestmit

mitzumachen und

vertraulicher Weise

dem

Volke zu verkehren.

Wer

das nicht über sich gewinnen kann,

darf nicht unternehmen Volkslitteratur zu sammeln.

IL Wie

soll

das Gesammelte niedergeschrieben werden

und welche Hilfsmittel können dabei angewandt werden?
Die beste Niederschrift würde diejenige
sein,

die in

dem

Leser eine Vorstellung hervorrufen würde, die genau

dem Ein-

drucke entspräche, den der Schreiber beim Hören gehabt, und

zwar

nicht

nur

in

Bezug auf

die

Aussprache der Laute im


engeren Sinne,

368

sondern auch über Länge und Kürze, Silben-,

Wort- und Satzaccent, Stärke der Exspiration, Stimmeinsatz,
kurz über den ganzen Habitus der Sprache.

Das

ist

ein Ideal,

nach dem allerdings gestrebt werden

muß, wenn man sprachwissenschaftliche Zwecke verfolsrt, das aber, ich darf es getrost sagen, bis jetzt niemand erreicht hat und das bei unseren jetzigen Hilfsmitteln überhaupt nicht möglich scheint.

Augen, daß zw'ischen u und i eine kontinuierliche Reihe von Vokalen liegt, auf der wir gewisse Stationen machen, die Avir mit o, a, e bezeichnen, womit aber in Wirklichkeit ganze Lautgruppen
das
einzusehen,
halte
sich

Um

man

vor

gemeint
einen

sind.

Der Hörende

ist

auf das subjektive Urteil ange-

wiesen, ob er etwa einen Laut, der zwischen a

und

o liegt,

dem
in

oder anderen

zuweisen

soll.

Solche Fälle

kommen

genugsam vor, und wenn schon Angehörige einer und derselben Sprache darüber in Widerspruch geraten, um
der Praxis

wie viel leichter

ist

da die Divergenz
kein

in

der Auffassung bei

Angehörigen verschiedener Nationalität.
Bis jetzt hat

man

Maß
noch

gefunden,

um

die Stelle oder

den Abstand
Stufen

der Vokale
ist hier

voneinander

zu bestimmen.

Feste

aufzustellen

viel schwieriger,

als bei

den

Farben, wo

man

sich mit den

nach festangenommenen Prinzipien

Der Glaube an den absolut Die Angaben der festen Eigenton der Vokale ist erschüttert. verschiedenen Beobachter differieren und selbst bei einem und
aufgestellten Skalen geholfen hat.

demselben Beobachter weichen

sie ab,

wenn

sie

zu verschiedenen

Zeiten gemacht wurden. Ich verweise auf Techmer, Phonetik p. 40,

Es
mente
könnte.

ist nötig,

daß wir nun einen kurzen Blick auf
deren
sich

die Instru-

werfen,

der

Sammler

allenfalls

bedienen

Man
setzt,

hatte große Hoffnungen
er
zeigte

auf den Phonographen ge-

aber

doch
fast

niclit

unbedeutende

INIängel.

Die

Hauchgeräusche werden
lierten
als
f,

gar nicht, die Nasalen und nasas viel

Laute nur unvollkommen wiedergegeben,
das bilabiale

schwächer

w

unverhältnismäßig stark und jedenfalls


ist

369


Phonographen

unser

Ohr

für die akustische Reproduktion des

viel

empfänglicher als unser

Zinnfolie.

Auge für die Eindrücke auf der Die Versuche von Prof. Wagner in Reutlingen haben
die sich

Resultate ergeben,

auf den tonischen Silben-

mehr auf die Zeitdauer der Silbe, und Wortaccent beziehen, als auf die

Charakteristik der Laute selbst.

Hermann

in

Königsberg hat sich der Photographie bei
diese

seinen Versuchen bedient,

Versuche können aber nur im

Laboratorium vorgenommen werden, sind also auf Reisen nicht
anzustellen.

Die Untersuchungen mit dem neuen Phonographen
festen Partialtönen liegt, d. h. den in der Schall-

von Edison haben ergeben, daß das Hauptcharakteristikum der

Vokale in den
welle

schwingenden

Teiiwellen,

die

bei

den

tiefen

Vokalen

weniger, bei den hohen

mehr

hervortreten.

es

Aber bei allen Versuchen mit dem Phonographen handelt sich immer um das akustische Moment, um den Effekt, den
Laute hervorbringen, während die Genesis ganz unbekannt
Derselbe Effekt kann ja auch auf verschiedene Weise

die

lileibt.

hervorgebracht werden.
lebhafter

Man kann

die Vokalreihe

i

—u
sie

mit

Lipjjenbewegung hervorbringen,
energischer

man kann

aber

auch

mit

Zungenartikulation

und unbeweglichen

Lippen hervorbringen. Für den Sprachforscher ist aber die physiologische Entstehung mindestens ebenso wichtig, wenn nicht
wichtiger, als die akustische

Wirkung

;

letztere

kommt mehr
beiden
ist

bei

Beurteilung der Fremdwörter in Betracht.

Aber eine absolute Auffassung

bei

un-

möglich, weil bei der physiologischen die Schwierigkeit in der

Unbegrenztheit der individuellen Gestaltung, bei
in

der akustischen
liegt.

der Unbestimmtheit der individuellen Lautauffassung
Allein
insofern

kann der Phonograph für den Sammler doch von großem Werte sein, daß er ihm Klangfai'be, exspiratorischen und tonischen Accent oder auch allenfalls eine Melodie bewahrt, und auch anderen Personen Gelegenheit giebt,
Beobachtungen anstellen zu können. Es giebt noch eine Anzahl von Apparaten,
Mittel an die
die

dem Forscher

Hand
II.

geben

sollen,

den Charakter der Laute zu
24

Weigand, Aromuuen


erkennen.
der Nafialität,
in einer Weise,

370

Ich erwähne noch den Czermak'schen für Feststellung
der von Grützner-Marey vervoUkonminet wurde

daß nicht nur der Grad der Nasalität bestimmt
bei

Averden kann, sondern auch das Druckverhältnis bei explosiven

Lauten,
ferner

sowie die Anzahl der Vibrationen

den R-Lauten,

die

neuerdings erst bekannt gewordeneu Apparate des

Abb6
jetzt

Rousselot, die ausgezeichnet arbeiten sollen, mh' aber bis

unbekannt geblieben

sind.

Aber die Anwendung solcher Apparate dem Sammler aus verschiedenen Gründen:
1)

verbietet sich oft

Die Apparate sind umfangreich, schwer, können nicht
mit hingenommen werden oder sind überhaupt nur im

überall

Laboratorium zu gebrauchen.
2)

Sie

erfordern Vertrautheit

mit der

Handhabung und

längere Übung, die
3)

dem Philologen
schwer
sein,
oft

meist abgeht.

Es

dürfte

sogar unmöglich, bei der

Landbevölkerung Individuen zu
Erfahrungen
wollten junge

finden, die sich

dazu hergeben

würden, genaue Untersuchungen anzustellen. Ich habe schlimme
darin

gemacht.

Als

ich

auf

dem Olymp

war,

Frauen nicht mit mir sprechen, weil ich ihnen gewöhnlich nach dem Munde sah. Das war ihnen schon peinlich.

Man

bedenke, daß

man

es meist mit ungebildeten

Leuten

zu thun hat, die

man weder

mit grammatischen, noch mit lautdie überhaupt nicht gern
sie

physiologischen Dingen quälen darf,

auf Fragen antworten, deren Zweck

nicht einsehen.

Das

Volk

ist

im allgemeinen mißtrauisch, aber wohl nirgends so
eigentlich wissenschaftlichen

sehr als in der Türkei.

Die
stohlener

Zwecke muß man

in ver-

Weise verfolgen, oder mit Personen,
Bei diesen hat
Leute,
die

die schon eher

ein Verständnis dafür besitzen, wie die Lehrer, die mir wenigstens

sehr nützlich gewesen sind.

man

sich aber vor
ihre

einer anderen Klippe zu hüten:

gewohnt sind

Sprache nach einem überkommenen oder angenommenen Prinzip
zu schreiben, lassen sich gar zu leicht durch das Wortbild verleiten,
sie

anders zu sprechen als Gebrauch

ist,

namentlich wenn
sie

nach

einem einzelnen Worte gefragt werden;

wollen,


gar nicht vorhanden sind,
sie

371


Form

verführt durch die Schriftsprache, Lautunterschiede hören, die

erklären eine schriftgemäße

für eine dialektische oder umgekehrt.

Jedenfalls

muß man an den Sammler
ihm

der Volkslitteratur
die Schwierigkeiten

folgende zwei Forderungen stellen, damit

l)eim Niederschreiben nicht allzu groß werden.

Der Sammler muß eine gediegene phonetische Bildung haben, er muß genau Bescheid wissen über die Entstehung der Laute. Dazu genügt nicht, daß er Sievers, Victor oder Techmer studiert hat, nein, er muß auch Übung im Beobachten
I.

haben,

muß

zur Klarheit

gekommen

sein über das

Lautsystem
sich selbst

seiner eigenen Sprache

und

seines Dialektes, er

muß

und Avomöglich auch schon andere beobachtet haben.

IL

Muß

er

ein

für Lautunterschiede

empfindliches

haben, was er auch nur durch
Niederschreiben nach

Übung

erreichen kann.

Ohr Das

dem Gehör

einer fremden, aber

kannten Litteratur-Sprache kann den Anfang bilden, er sich einmal in einem Dialekte der Muttersprache versuchen, dann erst darf er es wagen, auf fremdem Gebiete zu arbeiten.

ihm bedann mag

Je mehr Lautraaterial man
der

sich

durch die Kenntnis fremder

Sprachen und Dialekte angeeignet hat, je geschickter

man

in

Nachahmung

solcher Laute geworden

ist,

um

so größer ist

die Wahrscheinlichkeit, erstmalig gehörte
teilen.

Laute

richtig zu beur-

Gewiß habe
bei

ich

nicht allein

die

Erfahrung gemacht,

einem Vertrautsein mit einem Dialekte, einen ungewöhnlichen Laut anders beurteilt, als beim ersten Hören.

daß

man

Es

immer gewagt, flüchtig von Platz zu Platz zu eilen und dann das Gesammelte als unbedingt zuverlässiges Material ausgeben zu wollen. Fehler sind dann unvermeidlich. Es ist viel besser, in einem Centrum längere Zeit zu verweilen und das Ohr zu gewöhnen an die Eigenart eines Ortes und eines
bleibt

bestimmten Individuums,

als möglichst viele Orte besucht zu haben; nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ erzielt

man

ein besseres Resultat.

Ein zu langes Verweilen stumpft andrerseits aber auch die Empfindlichkeit des Ohres für die dialektischen Eigentümlichkeiten
24*

372


Wochen genügen, um

ab, dalicv glaube ich, daß drei bis vier

mehr als vier Wochen aber schon zu viel sein dürfte, dagegen würde diese Zeit für jemand, der das Hauptgewicht auf das Sammeln des Volkstümlichen legt, bei weitem
gut zu hören,
nicht ausreichend sein

Um

dai'in

nur einigermaßen Erschöpfen-

des leisten zu wollen,

bedarf es monatelangen,

noch besser

jahrelangen Aufenthaltes.
ist
es,

Von

ganz besonderem Vorteil aber

wenn man nach längerer Zeit wieder einmal nach dem Orte zurückkehrt und das früher Geschriebene kontrolliert. Kontrolle ist notwendig, das sieht man erst ein, wenn man
durch längere Dialektstudien sich erst recht der zu überwinden-

den Schwierigkeiten bewußt geworden ist. Denn trotz guter phonetischer Schulung sind die Schwierigkeiten immer noch
recht groß.

Im Anfange

bildet

man
die

sich oft ein, richtig nieder-

geschrieben zu haben,

man

verläßt

sich

auf die individuelle
eines
isoliert

Aussprache,

man

verwechselt

Aussprache

gesprochenen Wortes mit jener im Satze, oder die satzbetonte mit der satzunbetonten Form,

man

ist

zunächst gar nicht ßihig,

Lautunterschiede, die in der ^Mutter spräche nicht vorkommen,
direkt in der fremden Sprache zu unterscheiden etc.

Nun

giebt es allerdings einige Hilfsmittel, die

man

auch

anwenden kann, um sich Klarheit über den Charakter mancher Laute zu verschaffen, über die jede Phonetik das Nähere mitteilt, weshalb ich mich ganz kurz fassen kann.
auf der Reise

Vor allem muß das Auge das Gehör
leichtesten
es mit
hat,

unterstützen.

Am

zu beobachten

ist

die

Lippenbewegung.

Ob mau

einem labio-labialen oder labio-dentalen Laute zu thun
ablesen, ob die

kann man
sind, sieht

Vokale offener oder geschlossener

Art

man

meist an der Öffnungskurve der Lippen.

Man
wobei

beachte, ob die Lippen angepreßt oder vorgeschoben sind,
sie

manchmal

einen

trichterförmigen

Kanal

bilden,

ob

ihre Beweglichkeit lebhaft ist oder nicht.

zur

Über stimmhafte und stimmlose Laute kann man leicht Klarheit kommen, wenn man die Kehlkopfprobe zur
bringt,

Anwendung
knorpel
legt,

indem

man

zwei

Finger an die Schild-

oder einen kleinen Glastrichter aufsetzt, der mit


führt.

373


ist,

einem Kautscliuksclilauche versehen

den man
ist

ins Ohi- ein-

Jedes Schwingen der Stimmbänder

deutlich

wahr-

zunehmen.

Ein geübtes Ohr bedarf nicht dieses Hilfsmittels, es hört selbst heraus, wenn bei einem Dauerlaut die Stimmhaftigkeit
in

die

Stimmlosigkeit
z

übergeht,

wie

z.

B. recht deutlich im
ts

aromunischen „s

dau" im Norden, für „so

dau" im Süden.
ob die in der

Besonders aufmerksam

muß man darauf

sein,

gewöhnlichen Schrifi als Mediae und Tenues unterschiedenen
Explosivlaute sich nicht etwa nur als Lenes und Fortes gegen-

überstehen oder womöglich ganz zusammenfallen.

Das Verhältnis
es

der proklitischen Wörter giebt dabei sicheren Aufschluß, vergl.
z.

B. „s dau

zdau", im ersten Falle haben wir

mit der

stimmlosen Lenis, im zweiten mit der Media zu thun.

Über-

haupt

ist

von Interesse das Verhalten der An- und Auslaute

der Wörter beim Zusammenstoßen mit anderen.

Um

Nasale zu erkennen, hält

man

eine blanke Messer-

klinge oder auch ein Spiegelglas unter die Nasenöffnung.
geringsten Nasalcharakter, oder

Beim
auszu-

um

es lautphysiologisch

drücken, bei der geringsten Senkung des Gaumensegels wird
sich die

Klinge beschlagen.

Man muß

nur dabei acht geben,
Ich

ob

der Beschlag nicht von Nasalkonsonanten herrührt.
feststellen

habe

können,

daß die Gegen von Elbassan und
noch größer) überhaupt

in der Stamari (vielleicht ist das Gebiet

nur Nasalvokale kennen und zwar solche mit nasaler Enge

wodurch der näselnde Ton entsteht und solche mit herabhängendem Gaumensegel, dem Vollnasalton. Ich wurde zuerst darauf aufmerksam, als ich Gegen griechisch reden hörte. Es ist überhaupt ein empfehlenswertes
achten, wie der betreffende
Mittel,

um Eigenheiten
eine

einer zu unter-

suchenden Sprache oder eines Dialektes zu erkennen, zu beob-

Fremde

dem Beobachter geläufige

Sprache
fallend.

spricht.

Da

wird die fremde Eigenheit besonders auf-

zu

man es meist mit einsprachigen Völkern thun haben, wo man dieses Mittel nicht anwenden kann.
Freilich wird

Zur Feststellung der oralen Artikulation habe
des

ich

mich

sogenannten Tuschverfahrens bedient,

wie es

zuerst

von

-

374


Techmer
Phonetik
bietet
in

Oakley-Coles, daim von Grützuer angewandt Avurde.

hat
eine

es

weiter

vervollkommnet und
in^^truktiver

seiner

Reihe

sehr

stomatoskopischer Bilder.

Das

Verfahren besteht darin, daß
Brei
ist,

man den Zungenrücken

mit einem

aus Mehl und Gummiarabicum,
bestreicht

der mit Tusche gefärbt

und dann

artikulieren läßt.

Man
und,

sieht

darnach

die

Artikulatiohsstelle

auf dem

Gaumen

was besonders
auch auf

bei

der Feststellung der so

scliAvierigen

Palatalen und ihrer
ist,

Übergangsstufen zu den Dentalen von Wichtigkeit
der Zunge
selbst,

wie

weit

und

in

welcher Art die Engen-

bildun2:en stattgefunden haben.

Die Farbenschicht darf weder

zu dick noch zu dünn sein,

man muß

das Verfahren geübt

haben, denn es gelingt nicht beim ersten Male, auch
möglichst rasch vor sich gehen.

muß

es

Ich habe es nur bei Lehrern
weil andere

und meinem Diener

in

Anwendung bringen können,
die

Personen sich dagegen sträubten.

Das

sind

Mittel,
sein,

auch der Philologe,
]Man

ohne

speziell

Phonetiker zu

mit Erfolg anwenden kann, mit denen sich

die gewünschte Genauigkeit erzielen läßt.

unterscheiden;

diejenige

Genauigkeit,

wie

muß man sie

doch auch
in

einem
findet,

phonetischen

Werke

bei der

Wiedergabe von Lautnuancen

kann man

billigerweise

nicht von

einem Sammler der Volksdie Feinheiten der

litteratur verlangen.

Ja, wollte

man

Aus-

sprache bis in ihre kleinsten Einzelheiten verfolgen, dann

käme
auch

man

gar nicht

zum Sammeln, sondern
zu thun.
Platze, umsoraehr

hätte nur mit der Her-

stellung

der Transskription

Ein Allzuviel

ist

hier nicht

am

wenn man

erwägt, daß

kaum
bei

zwei Menschen vollständig gleich artikulieren, selbst ein und
dieselbe Person

nicht

immer auf

dieselbe Weise,
leicht

da

man

Krankheiten oder im Affekt sich
ge-\vöhnlichen

veranlaßt sieht, den

Laut durch einen bequemeren zu ersetzen. Ein Zu\äel in der Wiedergabe würde auch verstoßen gegen die Forderung, daß die hergestellten Texte deutlich und leicht
lesbar sein sollen.

Welches Alphabet man zur Anwendung bringen

soll,

muß man

für jeden Fall besonders beurteilen.

Xach meiner

375

Überzeugung und Erfahrung kann man sich überhaupt nicht genau an eins der bekannteren halten. Weder das Lepsius'sche Standard -Alphabet, noch das von Ascoli im Arch. glot. 1872,
noch das von Böhmer
in

demselben Jahre in den romanischen

Studien veröffentlichte, läßt sich überall in

Anwendung
solche, die

bringen.

Man

wird immer Laute entdecken,

die

gar nicht oder nicht

genügend bezeichnet sind oder umgekehrt
nicht nötig hat ektypisch zu bezeichnen.

man

gar

Man
nicht

hat

sich

für

seinen Dialekt ein

einfaches

System
ist,

aufzustellen, das nicht mit diakritischen Zeichen überladen

allzusehr

von der lateinischen Kurrentschrift abweicht,

und auch nicht, wie Techmers System, große Buchstaben enthält; denn es ist doch notwendig, daß man beim Diktate geläufig schreiben kann, daß man bei der nachträglichen Revision
der Transskription mit Leichtigkeit die diakritischen Zeichen

über und unter den Buchstaben
selbst

anbringen kann,

ohne diese

ändern zu müssen, und auch darf
längere Zeit
Schi-ift
ist

mau an den Leser
ist

nicht allzuhohe Anforderungen stellen, denn nichts
der,
als

ermüden-

eine

von der gewöhnlichen besonders
daß man bei der Transdas

abweichende
skription

zu lesen.

Aber das
Hilfe
eines

selbstverständlich,

eines Dialektes,

der bereits durch Einheimische mit
ist,

anderen Schriftsystems niedergeschrieben

nicht den Anforderungen der Phonetik gerecht mrd, mit

dem

herrschenden Systeme gründlich brechen darf

Man
auch wenn
aber
wollte

ist

im Interesse der Wissenschaft dazu
sich

verpflichtet,

man

den Tadel der zunächst dabei
zuzieht.

interessierten,

nicht

maßgebenden Leute

Es wäre

verkehrt,

gar

man aromunische Dialekte mit dem rumänischen oder mit dem griechischen Alphabete medergeben, obgleich
doch von Laien dazu benutzt werden.
Dialekte
feststehende
selbst

beide

Auch

für

die

rumänischen
keineswegs
reichen.

würde

die

übliche,

aber

noch

Orthographie

bei

weitem

nicht aus-

Die Überhäufung mit diakritischen Zeichen oder von den gewöhnlichen abweichenden Typen kann man dadurch ver-

meiden, daß

man

eine

Beschreibung der Laute vorausgehen


läßt.

376


also unnötig für sämtliche

Jeder Dialekt

luvt

doch nur eine gewisse, ziemlich beist

grenzte

Menge von Lauten. Es

abweichenden Laute neue Zeichen anzuwenden,

wie dies im

Lautsystem der allgemeinen Phonetik nötig
also eine

ist.

Wenn man

Beschreibung der vorkommenden Laute vorausschickt,

kann man sich der allgemein üblichen Zeichen bedienen, auch wenn sie einen etwas al)weichenden Wert haben. Man kann
z.

B. „a" recht gut für

(Las tiefere

oder hellere „a" gebrauchen,
ist,

und das wird ja meist der Fall sein. Von den geschlosseneu und offenen Lauten braucht man nur eine Art zu bezeichnen. Es scheint sich jetzt allgemein einzubürgern, nach Böhmer den geschlossenen Laut durch untergestellten Punkt, den offenen durch einen Strich nach rechts zu bezeichnen. Mit dem Striche nach links
vorausgesetzt natürlich, daß das Zeichen eindeutig
die

Nasalieruug
sich

zu

bezeichnen,

will

mir
ein.

nicht

gefallen,

es

schleichen

gar zu leicht Fehler
vor.

Ich ziehe die An-

wendung der Tilde

Den

untergestellten

Haken nach

rechts,

den besonders die Slavisten zur Angabe der Nasalität gebrauchen,

kann man gut anders verwenden.
Lassen sich allgemeine Gesetze über den Accent, über

Länge und Kürze aufstellen, so bleiben sie im Texte unbezeichnet. Ruht z. B. der Accent meist auf der vox'letzten, so bi'aucht er nur dann bezeichnet zu werden, wenn das nicht der Fall ist. Zur Charakteristik eines Dialektes gehört auch
die

Angabe, wie sich

die

Länge

zur

Kürze

verhält, Avie der

tonische Accent steigt und fällt, welche Litervalle dabei vorkommen, w^e sich die Stärke des exspiratorischen Accents der betonten zur unbetonten Sill)e verhält, wie der Stimmeinsatz
bei

vokalisch

anlautenden AVörtern

ist,

wobei

man

unterscheidet:
1)

Leisen Einsatz (Stimmband zum Tone angesetzt, dann
Einsatz (Stimmritze geschlossen, dann bricht mit

die Exspii'ation),
2) festen

einem Knacken der Vokal heraus),
H)

gehauchter

Einsatz

(Exspiration

l^eginnt

vor

dem

Schwingen der Stimmbänder).


Weun
gespannt
es

377
suche


man
zu ergründen, welche

möglich
clie

ist,

Artikulationsbasis

Zunge

für einen Dialekt vorzieht, ob sie
breit oder spitz artikuliert, ob

oder schlaff,

mehr

mehr die vordere oder Bewegung lebhaft oder

hintere Partie

bewegt wird, ob diese
in ähnlicher AVeise suche
festzustellen.

träge

ist,

und

man

dies

auch bei der Lippen-Artikulation

Alle diese Punkte, die ich zuletzt angegeben habe, dienen
dazu, die Eigenart eines Dialektes zu ei'keunen,

und wenn

sie

auch nicht auf sämtliche Texte ausgedehnt Averden können, so dürfen sie doch bei der allgemeinen Beschreibung eines Dialektes nicht mit Stillschweigen

übergangen werden.
über das bei der Niederschrift

Wenn man
man
hört, nicht

sich

klar

ist

anzuwendende Alphabet,

so schreibt

man genau

so nieder, wie

mehr und

nicht weniger; dies bezieht sich nicht

nur auf die Laute, sondern auch auf die Worte.

Man

darf

weder Zusätze irgend welcher Art machen, es müßte denn sein, daß sie als Erklärung dienen, dann müssen sie aber in Klam-

mern
denn
sich

eingeschaltet werden,
sein,

iioch darf

man

kürzen, es müßte

daß wörtliche Wiederholungen kommen, die man und den Lesern wohl schenken darf, doch muß es besonders

angegeben werden.

Es

ist

ja ein Hauptreiz der Volkslitteratur,
in der
zeigt.

daß die Naivetät des Erzählers sich sowohl Länge, als in der oft drastischen Kürze

umständlichen

Die Wörter

müssen
d. h.

so

che

medergegeben sein, -^A-ie man sie im Satze hört, gewöhnlichen und allgemein gebräuchlichen Elisionen
in

sind

auch

der

Schrift

Aviederzugeben,

doch braucht

man

man auch die individuell oft vorkommende Unart des Verschluckens ganzer Silben mit aufnimmt. Den gewöhnlichen Apostroph für die Bezeichnung der
nicht so weit zu gehen, daß
Elision anzuwenden, halte ich für unpraktisch, da zu leicht Ver-

wechselungen entstehen mit dem Striche, der die Palatalisierung
bezeichnet
(k,
1',

t'

u.

s.

w.).

Man

wendet schon besser den
weil

Binde-Strich an,

aber

am

praktischsten,

und

für das

Auge

des Lesers wohlthuend,
Elision

am

einfachsten

die zahlreichen

Striche

zur

Andeutung der

-wirken störend

ist

die

von mir im vorliegenden Wei'ke befolgte Methode, Wörter,

die

:


besonders

378


ausgesprochen

im

engen

Zusammenhange

werden

(Proklitika, Enklitika), wobei

auch meist eine Elision
als

stattfindet,

auch durch den näher aneinander gerückten Druck
gehörig zu kennzeichnen.
die Stellen durch ein besonderes Zeichen

zusammen-

Allerdings müssen im Manuskripte

dem

Setzer ersichtlich

gemacht Averden.

Ob man

gewisse proklitische Wörter,

die je

nach ihrer

Stellung mit stimmhaftem oder stimmlosem Laute gesprochen

werden, auch dementsprechend schreiben

soll,

hängt von den

Umständen
Regel

ab.

Jedenfalls darf man,
läßt,

wenn

sich eine

bestimmte
Ich habe

aufstellen

zur

Erleichterung

des Verständnisses

weniger geübter
es vorgezogen,

Lesei-,

eine Schreibweise anwenden.
z ying, z da,

dem

rein phonetischen Prinzipe treu zu bleiben,

also

skunto, sporkulu, aber

zyinlu zu schreiben.

Beim Niederschreiben suche mau dem Erzähler zu folgen, olme ihn durch Fragen zu unterbrechen, selbst wenn man nicht
alles

richtig

verstanden hat.

Ich habe häufig gefunden,

daß

der Erzähler, der ja sieht, wie
Aveiter

man
ruht.

fährt,

wenn

die

Hand
vor.

willkommen,
schriebene

um

sich zu

sammeln.

dann Kurze Pausen sind ihm Darauf lese man das Geniederschreibt, erst
er selbst stilistische oder
sie

dem Erzähler

Wenn
richte

grammatikalische Veränderungen zu macheu hat, so dürfen

vorgenommen werden. Dabei
merksamkeit auf

man

seine besondere Auf-

Haken, Längeund Kürzezeichen, Accente u. s. w. an. Später ist eine Nachprüfung mit einer zweiten Person und, wenn der Dialekt weniger bekannt ist, mit einer dritten Person notwendig. Erst dann darf man es wagen diesen Text den Sprachforschern anzubieten,
die Aussprache, bringe seine

wenn

er

auch wohl

kaum
ist

je

vollständig fehlerlos sein wird.

Unter jedes Lied
Kritik

der

Name

des Erzählers, sowie der
es

Ort der Herkunft zu setzen.

Manchmal kann

auch für die
welches

des Textes von Wichtigkeit sein,

zu wissen,
ist.

Alter der Erzähler hat, und ob er mehrsprachig

Fasse ich kurz zusammen, was der
sich die Fordei'ungen

II.

Punkt, der sich

mit der Frage der Niederschrift beschäftigt, enthält, so ergeben

379

Der Sammler muß mit der allgemeinen Phonetik
und ihren methodischen Hilfsmitteln vertraut sein; er muß ein wohlgeübtes Gehör und eine gewandte Zunge besitzen und mit Hilfe eines leicht zu handhabenden und leicht und unzweideutig lesbaren Alphabetes den Stoff in rein phonetischer Weise zu Papier
bringen.

machen? Es ist gar nicht so einlach wie es scheint, den im Volke schlummernden Schatz an Volkslitteratur zu heben, und viele Leute haben durchaus kein Geschick dazu. Da, wo es gewerbsmäßige Sänger oder Erzähler giebt, kann man ^ich in der
III.

Wie kann man

die Leute mitteilsam

Hauptsache an diese halten.

Bei den

Kumänen

sind

es

die

Zigeuner, von denen einzelne oft einen unglaublichen Vorrat

Ebenso giebt es bei den slavischen Völkern Personen, die oft mehr als 1000 Verse zählende Epen auswendig können. Auch in Italien, Frankreich und Spanien findet man umherziehende Sänger, die sehr von Nutzen sein
von Liedern inne haben.
können.
geeignete

Da

aber,

wo das

nicht der Fall

ist,

muß man

schon

Personen
oder

suchen.

Man

hat

zu

kämpfen mit der
Mir
ist

Schüchternheit namentlich des

schönen Geschlechts, mit dem
der Männer.
es

Mißtrauen

dem Unverstände
als

vorgekommen,
weil
ich

ich

mich

einst

mit Hirten unterhielt,

daß

andere hinzukamen, die jene aufforderten mir nichts zu sagen,
mit ihren Liedern
viel

Geld verdienen würde, „was

brauchen wir uns dazu herzugeben".
bei

Oder

ein

anderes

Leuten aus dem Stamme der Farserioten,
11.

che ihre

Mal Mädchen

vom

oder

12.

Jahre ab verborgen halten und auch ihre

Frauen sehr eifersüchtig bewachen, passierte es mir, als ich einst eine Gruppe von Frauen getroffen hatte und mich mit ihnen unterhielt, daß ein Mann hinzukam, mich am Arme packte und rief: „Wenn du etwas willst, komme zu uns Männern, was hast du mit den Weibern zu reden."
Sitten

sonst

ist

und Gebräuchen muß man überall Rechnung tragen, Es ist es um den Erfolg des Sammlers geschehen.


gefühl des Sammlers
ich versuchen,

380


Dennoch
aufzustellen.
will

schwer, allgemeine Regeln aufzustellen, denn überall herrschen

verschiedene Verhältnisse, ein praktischer Blick und das Takt-

einige

müssen das meiste thun. allgemein giltige Regeln

Vor allem, gieb selbst, damit auch dir gegeben werde. Freigebigkeit gewinnt schnell die Herzen aller und fordert zu Gegenleistung heraus. Es braucht nun nicht gerade klino-eude Münze zu sein, das dürfte oft seinen Zweck verfehlen.

Man muß natürlich sehen, mit wem man es zu thun hat. Ein Päckchen Tabak oderCigarren sind fiir den einen, geistige
Getränke
für

den andern die Mittel, ihn redselig zu macheu.

Die Mutter kann man am schnellsten gewinnen, wenn man sich In mit ihren Kindern beschäftigt, sie lobt und beschenkt. katholischen Gegenden ist es vorteilhaft, immer mit Gold reichverzierte Heiligenlnlder oder dergl. bei sich zu führen,

auf die

Kinder und Frauen sehr versessen

sind.

Ringe mit l)unteu

Steinen, Messerchen, Spiegel u. dergl., die ja bei uns zu Spott-

preisen zu haben sind, haben mir gute Dienste geleistet.
sind

Knaben

am

meisten empfänglich für kleine Geldgeschenke, junge

Burschen

würde man, Avenigstens in der Türkei, eher dadurch beleidigen, die muß man beim Ehrgeiz packen. Als zweite Regel gelte, daß man jeden vornehmen, zurückaber

haltenden oder gar gelehrten Ton beiseite
sich

lasse.

Man

stelle

ganz auf den Standpunkt des Volkes.
für seine Leiden, höre in

INIan

zeige Teil-

nahme

Geduld

die

Erzählungen und

Klagen mit an. Man nehme ohne Umstände ihre Einladungen an und mache ihre Gebräuche mit. Man suche in jeder Weise ihr Vertrauen zu gewinnen. Man hüte sich von Landesgebräuchen
veräclitlieh zu reden, Aberglaul)on zu verspotten oder gar ihren

Meinungen entgegen zu treten. Gerade in der Türkei herrschen in dieser Beziehung <He unerquicklichsten Verhältpolitischen
nisse,

mit denen

man

leicht in Kollision gerät.

Man
es

sei

allen

Parteien ffewnüber gleich freundlich,
Parteien

besuche die Führer der

ohne Unterschied,

nur so kann

man

möglicherDocli
ist

weise vermeiden den Beliörden denunziert zu werden.

der Fanatismus der Parteien so groß, daß

man unbedingt

mit


sonst
ist

381

oberbehördlichen Empfehluugsschreiben ausgerüstet sein muß,
ein

Reisen in der Türkei überhaupt nicht möglich.

Eine
bediene.

dritte

Regel

ist,

daß

Wenn
sei

es möglich
in

ist,

man sich der Volkssprache läßt man die Ortssprache durchsei
es,

scheinen,

es

der Nuancierung der Aussprache,

daß mau Lokalausdrücke hineinbringt, das verursacht allemal
große Freude bei den Zuhörern.

Sehr mißlich

ist

es,

wenn
Daher
die

man
muß.

sich zur

Verständigung gar einer fremden Sprache bedienen
so

Mißverständnisse sind dann fast unvermeidlich.
sich,

bemühe man
Sprache

bald als möglich sich die betreffende

anzueignen.

Wenn man

auch Verstöße

gegen

Grammatik begeht, das hat wenig zu sagen. Ich erinnere mich, mit welchem Vergnügen mir die Tschiribiri in Istrien oder die Megleniten in Makedonien zuhörten, wenn ich mich mit ihnen in ihrer so unbekannten und von den Umwohnern verachteten
Sprache unterhielt.

Dann werden

die

Leute

zutraulich.
ist

Selbst

zur Erklärung der Bedeutung eines Wortes

es besser, sich

dasselbe in mehreren Sätzen sagen zu lassen, als sich mit der

Übersetzung in einer fremden Sprache zu begnügen.
es sich freilich

Wenn

um

ein

Konkretum

handelt,

ist

selbstverständlich

die

Übersetzung ausreichend.

Noch
sich

eine vierte

Regel möchte ich empfehlen:
eigentlichen Zw^ecke.
die

man

nähere

nur auf

Umwegen dem

Man muß
Auf man in
Als

mit List verfalu'en,
direkte

um

Leute mitteilsam zu macheu.
u. dergl.

Frage nach Liedern, Märchen

wird

den meisten Fällen zur Antwort erhalten: ich weiß keine.
ich auf meiner ersten Reise zu

den Olympo- Walach en bei den
fragte,

jungen Burschen nach Liedern
alten

wiesen diese mich au die
diese,

Frauen.

„Wir wissen keine mehr," sagten
die freien wollen,

„da

mußt du zu den Jungverheirateten gehen". „Ja," sagten
„die jungen Burschen,

diese,

wissen Lieder".

So

kam
war.

ich

von

den

dzoül'i

zu

den moasile,
in

von da zu den
zu-

neveastile,

bis ich

wieder glücklich bei den dzonl'i angelangt
vier

Mit Mühe brachte ich

Wochen 18 Lieder

sammen, freilich kannte ich damals auch die Sprache nur sehr unvollkommen und war auf das Griechische zur Verständigung


angewiesen.

382


wie ich es auf meiner letzten
*
,

Um

nun zu

zeiufn,

Reise in

einem bestimmten Falle gemacht habe
will
icli

um
in

schnell

das Gewünschte zu sammeln,

einen Tag-

Perivoli

auf

dem Nord-Piudus
Dort

schildern.
als

kam

ich gerade an,

die

Leute im Begriffe waren

das Doi'f zu vorlassen,

um

sich in die

Ebene zu begeben. Ich

mußte
Avollte.

also

eilen,

wenn

ich

überhaupt noch etwas ausrichten

Es war etwa 10 Uhr morgens, als ich von dem nahen Av^ela ankam. Ich stieg beim Pfarrer, der zugleich Lehrer an der rumänischen Schule ist, ab. Meine erste Sorge war, mit seiner und seiner Frau Hilfe eine Liste von Wörtern auszufüllen,

worin ich die hauptsächlichsten Eigenheiten des dortigen

Dialektes erkennen konnte.
schiede
in

Außerdem

ließ ich

mir die Unter-

der Aussprache und im Wortschatz zwischen dort

und den benachbarten aromunischen Dörfern sagen, worüber Dann machte die Leute meist recht gut Bescheid Avissen. ich eine Aufnahme von dem Dorfe und darauf Besuche bei einer ganzen Anzahl von Familien, namentlich da, wo junge
Burschen waren.
die

Wir sprachen über alles Mögliche, über das Klima, Beschäftigung, wo sie den Winter verbringen, über

ülter

ihre

Leiden und Freuden, über das Verhältnis zu den Türken und
Griechen, über Aberglaube, über die Geschichte des Dorfes,

kurz eine ganze Fülle von interessantem Material sammelte ich
in

kurzer Zeit,

aber von Volkslitteratur war nicht die Rede.

Wohl

aber richtete ich meine besondere Aufmerksamkeit auf
der dortigen Aussprache.

die Eigenheiten

Meinem Diener

hatte

ich den Auftrag gegeben, die

jungen Burschen einzuladen, den

kommen. Nach dem Abendessen stellten sie sich ein. Für Wein und Tabak war gesorgt. Bald war ein Gespräch im Gange und ich erzählte auch, daß ich in Av<5'ela

Abend

zu mir zu

einen gewissen Toli

Mana

getroffen habe,
(s.

der mir ein Rätsel
Nr. 17
p. 272).

gesagt habe,

das

ich

ihnen mitteilte

Es
alle

war etwas

derb, so

daß ein Gelächter entstand, aber auch

Schüchternheit war verschwunden.

Im Nu

hatte ich einzelne

mir unbekannte Rätsel

notiert.

Der Wein

hatte seine

Wirkung


getliau,

383


Mau
ließ

und

ich

schlug vor etwas zu singen.

sich

nicht nötigen.

Ich gab acht, wer der Führer im Gesänge war,

und
die

als

das Lied zu

Ende war,

forderte ich diesen auf,
,

mir

Worte noch einmal zu
dazu;

wiedei'holeu

da

es

mir so gut genatürlich
ich

fallen habe,

daß ich es aufschreiben daß ich mir eine
die

Avolle.

Er war
fügte

bereit

auch andere halfen mit.

beiläufig

hinzu,
hätte,

Dann Sammlung

ganz

solcher Lieder
sollte.

;angelegt

im Frankenlande gedruckt werden

Dort werde man aber auch neugierig sein, wo und von wem ich das Lißd gehört habe, deshalb müsse er mir auch seinen, Namen sagen, der komme dann darunter. Mit strahlenden

Augen und

einer über die

Ehre

fast

verlegenen Stimme

teilte

er mir .das Gewünschte mit.

Und

die

andern?

Sie brannten

Vor Ungeduld mir auch ihre Lieder und
mir die meisten schon bekannt,
essant, die
es

Namen

zu sagen.

In

kurzer Zeit hatte ich acht Lieder aufgeschrieben.

Zwar waren

war mir aber doch interVariauten kennen zu lernen, die oft die Erklärung

enthalten für anderwärts verstümmelt überlieferte Lieder.

Am
Reise

anderen Morgen ging ich die niedergeschriebenen Lieder noch
einmal mit

dem Lehrer durch und konnte darauf meine

fortsetzen, versehen

mit einer erklecklichen Ausbeute, trotzdem

24 Stunden gedauert hatte. Auch die letzten Bewohner verließen an demselben Tage das Dorf. In dieser Weise betrieben, macht das Sammeln Vergnügen und man kann sicher sein Ausbeute zu machen. Der Verkehr
der Aufenthalt noch nicht

mit
die

dem Volke,

besonders mit den Gebirgs- und Hirtenstämmen,
sind, ist außerordentlich

von der Kultur noch wenig berührt und befriedigend.
es

interessant

Ich möchte jedem Sprachforscher
sei,

wünschen, daß
verlassen,

ihm einmal vergönnt
er

die Studierstulie zu

und daß

an der frischen und ewig sprudelnden

und Volkslitteratur seine Ansichten über Sprachleben zu klären, sein Wissen und seine WissenQuelle
der Volkssprache
schaft zu bereichern vermöge.

;

.

.

-^

*^

$S^^ä^
^i^^^^^>§^'

il^^i?^ii

^A%.
/)>^)ar^
Qriä^r^m^^:^

Q^S^^'^*^

^1

PLEASE

m
'^i.
*
'.

DO NOT REMOVE
FROM
THIS POCKET

CARDS OR

SLIPS

UNIVERSITY OF
'^^K

TORONTO LIBRARY

IJ
DR 27
A8W4.

Weigand, Gustav Ludwig Die Aromunen

Bd. 2

n

W^:^tr|

»

>

Sign up to vote on this title
UsefulNot useful