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Das Fundament 1/2007

Deutscher Christlicher Techniker-Bund e. V. Januar/Februar


104. Jahrgang

Erwartungsvoll
Verirrte Sehnsucht

Regionaltreffen 2007

Einen anderen Grund kann niemand legen als den,


der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
Die Bibel, 1. Korinther 3, 11
Das Fundament 1/2007

INHALT
Jahreslosung 2007 3

DCTB-Intern 5

Rolf Höneisen: Verirrte Sehnsucht 6

Regionaltreffen 2007 15

Kalender 2007 22

Seminare 2007 30

Serie: Neutestamentliche Heilsgeschichte (1) 36


Fotos: © Bildmaschine (Robert Burch /Seite 1 - Stefan Cramer, Seite 7
- Jürgen Schilling/Seite 43), PhotoDisc, DCTB
Titelfoto: VLA Radioteleskop, Socorro/New Mexico - USA

IMPRESSUM
Das Fundament ®
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Jahreslosung 2007

Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt


wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht? Jesaja 43,19a
Gefangen
3f). Daran sollte Israel eigentlich er-
 Gott war mit seinem abtrünnigen kennen, wie heilig Gott sein eigenes
Volk ins Gericht gegangen und hatte Volk ist. Die Geschichte des Volkes
es nach Babel deportieren lassen. Die Israel ist voll von weltlichen Macht-
Mahnungen und Bitten durch die habern, die letztlich alle Werkzeuge
Propheten an sein Volk waren un- in der Hand Gottes waren. Das
gehört verhallt. Gottes Volk wurde ganze Kapitel Jesaja 43 ruft die Er-
daraufhin in drei Schüben von 598 - innerungen an diese geschichtlichen
582 v. Chr. nach Babylon deportiert, Tatsachen wach.
Jerusalem samt seiner Stadtmauern In ausweglosen Situationen
geschleift und der Tempel verbrannt sprechen sich Menschen unterein-
(2. Könige 24, 12 - 16; Jeremia ander Mut zu. Das ist auch gut und
52, 12 - 28). Eine ganze Reihe von richtig so. Vielleicht hält man die
Deportierten hatte bald verantwor- Erinnerung an vergangene, schöne
tungsvolle Positionen innerhalb des Zeiten wach, um sich gegenseitig
babylonischen Reiches inne. Nehe- aufzumuntern. Aber für Israel war
mia wurde bekanntlich sogar der wirklich keine Hoffnung in Sicht.
Mundschenk des Königs. Aber wo
war die Zukunftsperspektive für das
Volk Israel? Würde es einen Neuan-
Blickwechsel
fang in der Heimat, in Juda, geben?
Die deportierten Juden fühlten sich Gott fordert ultimativ dazu auf, sich
im Exil allein und von Gott im Stich von Vergangenem zu lösen: „Gedenkt
gelassen. Die Rückkehr nach Jerusa- nicht an das Frühere und achtet nicht
lem war sicherlich ein Wunsch vieler, auf das Vorige“ (Jesaja 43, 18)!, um
für wirklich machbar hielt es aber den Blick auf das Neue zu richten, das
vermutlich niemand. wächst. Auch Jeremia hatte aus der
In diese Situation hinein spricht zerstörten Stadt Jerusalem nach Babel
Gott, der Herr und Schöpfer Israels, an die Deportierten geschrieben und
und erinnert an Gerichte an anderen sie ermahnt: „Sucht der Stadt Bestes,
Völkern um Israels willen (Jesaja 43, dahin ich euch habe wegführen lassen,

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Das Fundament 1/2007

und betet für sie zum Herrn; denn Zeitgleich werden in unserem
wenn’s ihr wohl geht, so geht’s auch euch Land engagierte Christen feind-
wohl“ (Jeremia 29, 7). Und dann folgt selig oder spöttisch als gefährliche
dieser Paukenschlag: „Denn siehe, ich Bibelfundamentalisten öffentlich
will ein Neues schaffen, jetzt wächst es diffamiert, weil sie ihr Glaubensbe-
auf, erkennt ihr’s denn nicht?“ kenntnis zu Gott, dem „Schöpfer
Wachstum braucht Zeit. Das Himmels und der Erden …“, wört-
gesäte Wintergetreide kann zum lich nehmen.
Beispiel erst ausreifen und Frucht
bringen, wenn der Winter vorbei ist.
Ohne Winter und Kälte gibt es keine
Frucht.
Neue Frucht
Doch ich bin mir gewiss: Wie in
China in Zeiten der größten Ab-
schottung und Verfolgung Milli-
Christenverfolgung onen von Chinesen zum Glauben
Wir nehmen mit berechtigter Sorge an Jesus fanden und Gemeinden
und Erschrecken die Verfolgung von gegründet wurden und wuchsen,
Christen in islamischen Ländern ohne von der Auslandsöffentlich-
wahr. Unsere Glaubensgeschwister keit wahrgenommen zu werden, so
werden dort gefangen, gefoltert, lässt unser Herr auch zurzeit Frucht
aus ihren Familien verstoßen oder aufwachsen und gedeihen. „Erkennt
gar mit dem Tode bedroht. Auf der Ihr’s denn nicht?“ lautet die Frage.
anderen Seite scheint es, dass der Nehmen wir uns doch für dieses
Islam in unseren Medien geradezu vor uns liegende Jahr ganz fest vor,
an Attraktivität gewinnt. Wohlwol- auf das Neue, das Gott schaffen wird,
lende Fernseh- und Radiosendungen zu achten. Er schafft neues Leben
zum Islam füllen das Programm. bei Menschen: „Darum: Ist jemand
Spiegel, Focus und andere nehmen in Christus, so ist er eine neue Kreatur;
sich ebenfalls des Themas an, und das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist
islamische Glaubensgemeinschaften geworden“ (2. Korinther 5, 17). Das
veranstalten Tage der offenen Tür Leben mit Jesus ist aber auch ein
oder stellen ihre Räumlichkeiten zur dauerhafter Erneuerungsprozess:
Verfügung, um so mit ihrer Gast- „Und stellt euch nicht dieser Welt
freundschaft zu werben. gleich, sondern ändert euch durch Er-

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Jahreslosung 2007

neuerung eures Sinnes, damit ihr prü- In diesem Sinne wünsche ich
fen könnt, was Gottes Wille ist, näm- unserem DCTB viel Frucht sowie
lich das Gute und Wohlgefällige und allen Lesern für das Jahr 2007
Vollkommene“ (Römer 12, 2). Paulus spannende Glaubenserfahrungen
hat die Anweisungen Gottes auch mit Jesus, dem Anfänger und Voll-
selber praktiziert, denn er schreibt: ender unseres Glaubens. 
„Ich vergesse, was dahinten ist , strecke
mich aber aus nach dem, was vorn ist“
(Philipper 3, 13). Das Ziel ist der Jens Höner, 1. Vorsitzender
göttliche Siegespreis im Himmel.

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Das Fundament 1/2007

Verirrte Sehnsucht

Rolf Höneisen, Chefredakteur von „factum“

Das Wertvollste für einen Menschen ist eine ehrfurchtsvolle Beziehung zu


Gott. Das Klammern an eigenen Vorstellungen kann uns hindern, diesen
Schatz ganz anzunehmen.

„Der Herr ist erhaben, denn er wohnt in der Höhe. Er hat Zion mit
Recht und Gerechtigkeit erfüllt. Und du wirst sichere Zeiten haben:
Reichtum an Heil, Weisheit und Klugheit; die Furcht des Herrn wird
Zions Schatz sein.“ Jesaja 33, 5 - 6

 Jesajas Worte reden vom kom- wird die „Furcht des Herrn” sein.
menden Friedensreich des Messias. Sie ist wie ein wertvoller Schatz.
Dieselben Merkmale, die der Heili- Die Ehrfurcht vor Gott ist aber
ge Geist dem Messias verleiht (ver- nicht erst in Zukunft ein Schatz. Sie
gleiche Jesaja 11, 2), werden dann war es schon in der Vergangenheit
auch sein Volk prägen. Das Wert- und ist auch heute der Schlüssel zu
vollste, die eigentliche Grundlage einem erfüllten Leben. Aus der Ehr-
von Heil, Weisheit und Klugheit, furcht vor dem Herrn entspringt

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Verirrte Sehnsucht

eine gesunde Gottesbeziehung, und setzen! Die Bibel sagt: „In Christus
aus dieser wiederum strömen Weis- liegen verborgen alle Schätze der
heit, Erkenntnis und Heil. Weisheit und der Erkenntnis” (Kolos-
Christen wissen um den Schatz ser 2, 3). Ihn zu finden und im Her-
einer ehrfurchtsvollen Gottesbezie- zen zu tragen, ist der größte Schatz,
hung. Doch es gibt Ereignisse und den ein Mensch finden kann.
Denkweisen, welche diesen Schatz
zu entwerten versuchen.
Wer eine Schatzkarte besitzt und
deshalb weiß, wo ein Schatz liegt, Wer ist Gott?
der wird ihn suchen. Unvergesslich
für mich bleibt, mit welcher Leiden- Was wissen wir vom unsichtbaren
schaft sich unser 11-jähriger Robin Gott? Der Mensch ist darauf ange-
in einem Tiroler Bergtal dem Gold- wiesen, dass er sich uns zu erkennen
waschen widmete. Ein, zwei Stunden gibt. Wer ist Gott? „Es ist sichtbar,
lang die Schüssel schwenken, um den dass Gott ist”, schrieb der englische
Goldstaub aus dem Sand zu zentri- Prediger Stephen Charnock (1628–
fugieren: Das war für ihn kein Muss, 1680). Was ist sichtbar von Gott?
sondern ein Dürfen. Den gefunde- Das neue Großraumflugzeug
nen Schatz hat er anschließend aus- Airbus A380 ist 73 Meter lang,
giebig geprüft, sortiert und versorgt. 24 Meter hoch, hat fast 80 Meter
Mit viel mehr Energie und Lei- Spannweite und wiegt vollbeladen
denschaft sollten sich Menschen mit 548 Tonnen, bei einem Leergewicht
dem Schatz des Lebens auseinander- von 275 Tonnen. Am 27. April 2005

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Das Fundament 1/2007

nahm dieser Gigant Anlauf, nach Stärke und Art der Kräfte im Uni-
1800 Metern hob er ab – und flog! versum, etwa die Lichtgeschwindig-
Warum konnten sich die Konstruk- keit, nur ein bisschen anders, als sie
teure sicher sein, dass diese 500 Ton- es sind, dann gäbe es keine Sterne,
nen fliegen können? Die Antwort ist keine Planeten, kein Leben.
einfach: Weil die Gesetze der Natur Das Magazin „Bild der Wissen-
konstant sind, lassen sie sich zuver- schaft” beschrieb, wie die Größen-
lässig berechnen.1 verhältnisse der Teilchen innerhalb

Naturkonstanten
Naturkonstanten und physikalische
Gesetze passen perfekt zusammen.
Dadurch, dass wir die Naturgesetze
kennen lernten und präzise formu-
lieren können, lässt sich die Trag-
fähigkeit einer Brücke im Voraus
berechnen, genauso der Energiever-
brauch einer Rakete, die zum Mond
fliegen soll, oder die Schubkraft, die eines Atoms und die Kräfte, die sie
einen Airbus fliegen lässt. zusammenhalten, optimal aufein-
Werfen wir einen Blick ins Uni- ander abgestimmt sind. Sie sind ge-
versum: Was zuerst chaotisch und nauso stark, dass das Atom stabil ist
lebensfeindlich aussieht – explo- und trotzdem mit anderen Atomen
dierende Sonnen, schwarze Löcher, interagieren und chemische Verbin-
die alles in ihrer Nähe verschlingen, dungen bilden kann.
Kollisionen zwischen Himmels- Wären sie nur ein wenig größer
körpern – das ergibt bei genauem oder kleiner, wären solche Reakti-
Hinschauen ein anderes Bild: Un- onen zu langsam oder die Kerne der
ser Kosmos ist maßgeschneidert für Atome so instabil, dass sie zerfielen
Leben. Wären die Eigenschaften dann gäbe es im Universum keines
der Elementarteilchen, aus denen jener Elemente, aus denen Sterne
jede Materie besteht, und wären und Planeten zusammengesetzt sind.

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Verirrte Sehnsucht

„Natur“-Offenbarung gefordert: „Sie sollen loben den


Namen des Herrn, denn er gebot,
Angesichts solcher Beobachtungen und sie wurden erschaffen, und er
fragt „Der Spiegel”: „Woher kommt verlieh ihnen Bestand auf immer
diese unglaubliche, auf das Leben und ewig; er gab ein Gesetz, das
zugeschnittene Feinabstimmung? nicht überschritten wird.”
Kann sie zufällig entstanden sein?”2
• „Knüpfst du die Bande des Sieben-
Viele Physiker und Kosmologen
gestirns, oder kannst du die Fesseln
schließen den Zufall aus. Für sie
des Orion lösen?”, fragte Gott
sind die Naturkonstanten Teil ei-
den Hiob prüfend (Hiob 38, 31).
ner bislang unbekannten, logischen
Konstruktion. Wer dieser kosmische Natürlich konnte Hiob das
Ingenieur ist, der das Universum nicht. Genauso kann kein heutiger
gezielt geplant und so entworfen Wissenschaftler die Naturgesetze
hat, dass seine Bedingungen für das auch nur für eine Tausendstelse-
menschliche Leben optimal sind, kunde außer Kraft setzen. Wir
bleibt für sie offen. können sie nicht einmal umgehen.
Die Bibel spricht mehrfach davon, Sie geben uns viele Möglichkeiten,
dass die Schöpfung, als allgemein setzen uns aber auch Grenzen.
sichtbare Offenbarung, auf den Naturkonstanten sind das Ergeb-
Schöpfer verweist. Gott, der Schöp- nis der Schöpfungsaktion Gottes
fer, kann über die Naturbetrachtung und ständig und überall wirksam.
durch Nachdenken erahnt werden. Dank ihrer Konstanz lassen sie sich
berechnen.
• „Alle deine Werke werden dich lo-
Ganz anders der Schöpfer-Gott
ben”, notierte David (vergleiche
selbst: Er lässt sich nicht berechnen.
Psalm 145, 10).
• Paulus formulierte: „Denn sein (= • „Seine Größe ist unerforschlich”
Gottes) unsichtbares Wesen, näm- (Psalm 145, 3 b).
lich seine ewige Kraft und Gott- • „Kannst du die Tiefe Gottes errei-
heit, wird seit Erschaffung der Welt chen oder das Wesen des Allmächti-
an den Werken durch Nachdenken gen ergründen? Himmelhoch sind sie
wahrgenommen” (Römer 1, 20). ... tiefer als die Unterwelt ... länger
• In Psalm 148 wird die ganze als die Erde ist ihr Maß und breiter
Schöpfung zum Lob Gottes auf- als das Meer” (Hiob 11, 7 - 9).

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Das Fundament 1/2007

Gottes Größe übersteigt jede Be- „Vor ihm sind alle Völker wie ein
rechenbarkeit, Messbarkeit oder Nichts; ihre Macht hat für ihn kein
menschliche Vorstellungskraft. Gott Gewicht” (Jesaja 40, 17).
ist selbstexistent (2. Mose 3, 14). Er William MacDonald schrieb:
empfing seine Existenz nicht von au- „Gott schuldet keinem Menschen
ßen. Er ist der Ursprung allen Lebens, etwas noch kann ein Mensch ir-
der Schöpfer aller Dinge (1. Mose gendetwas für Gott tun, das den
1, 1), dabei ist er selbst ohne Anfang Allmächtigen zu seinem Schuldner
und ohne Ende (Psalm 90, 1 - 4). werden ließe. Wenn Gott irgendet-
Gott ist der Ewige und mit nie- was für seine Geschöpfe tut, dann
mandem zu vergleichen: „Wer ist dir geschieht das aus reiner Gnade.”
gleich unter den Göttern, Herr? Wer ist Gott trägt alles durch seine
wie du, herrlich an Majestät, furchtge- Macht, ist aber selbst unabhängig
bietend in Ruhmestaten, Wunder voll- von allem. Er gibt allen in Fülle,
bringend?” (2. Mose 15, 11). aber niemand kann ihm etwas hin-
Staatspräsidenten, Sportgrö- zufügen oder schenken (Apostelge-
ßen und Schauspielstars verlieren schichte 17, 25).
vor Gott ihre Größe: „Er stürzt die „Wie unerschöpflich ist Gottes
Mächtigen und nimmt den obersten Reichtum! Wie tief ist seine Weisheit,
Richtern die Gewalt” (Jesaja 40, 23). wie unermesslich sein Wissen! Wie
Supermächte verlieren ihre Macht: unergründlich sind seine Entschei-
Fülle

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Verirrte Sehnsucht

dungen, wie unerforschlich seine was einem über die Größe Gottes
Wege! Hat jemals ein Mensch die staunenden Menschen vollends die
Gedanken des Herrn ergründet? Ist Sprache verschlägt, ist die Tatsa-
je einer sein Berater gewesen? Wer che, dass der Schöpfer-Gott derart
hat Gott jemals etwas gegeben, so dass barmherzig ist, dass er zu einem
Gott es ihm zurückerstatten müsste? bestimmten Zeitpunkt seinen ein-
Gott ist es, von dem alles kommt, zigen Sohn zur Erde schickte, um
durch den alles besteht und in dem den Menschen die Chance zur Um-
alles sein Ziel hat. Ihm gebührt die kehr und zur Erlösung anzubieten.
Ehre für immer und ewig” (Römer Gottes Liebe entspricht in ihrer
11, 33 bis 36, NGÜ). Intensität seiner Macht und seinem
Zorn: Sie ist unendlich (Epheser
3, 18 - 19) wie er selbst (1. Könige
8, 27). Sie ist grenzenlos, ohne Brei-
Der große Gott der Liebe te, Tiefen- und Höhenbeschrän-
kung. Seine Liebe ist so stark, dass
Gott ist transzendent; erhaben über sie keine Kosten scheut.
Raum und Zeit existiert er unab- Die Strafe für die menschliche
hängig von seiner Schöpfung. Gott Arroganz trug Jesus Christus, der
ist der unumschränkte Herrscher anstelle der sündigen Menschen
des Universums. Niemand hat das litt, blutete und starb. Der Mensch
Recht, seine Motive und Hand- kann das stellvertretende Opfer
lungen in Frage zu stellen. „Nach Jesu für sich in Anspruch nehmen,
seinem Willen tut er mit dem Heere indem er bekennt, schuldig zu sein,
des Himmels und mit den Bewohnern Vergebung nötig zu haben, indem
der Erde; und da ist niemand, der sei- er umkehrt und mit dankbarem
ner Hand wehren und zu ihm sagen Herzen mit Gott zu leben beginnt.
könnte: Was tust du?” (Daniel 4, 32). Gottes Liebe ist unparteiisch,
Er ist der heilige Herr. Sünde kann selbstlos und nachhaltig.
er weder gutheißen noch unbestraft „Wer wird uns scheiden von der
lassen, da „keine Finsternis in ihm Liebe Christi? Drangsal oder Ver-
ist” (vergleiche 1. Johannes 1, 5). folgung oder Hungersnot oder Blöße
Gott ist gut zu allen, „und seine oder Gefahr oder Schwert? ... Denn
Erbarmungen sind über alle seine ich bin überzeugt, dass weder Tod
Werke” (Psalm 145, 9). Und das, noch Leben, weder Engel noch Fürs-

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Das Fundament 1/2007

tentümer, weder Gegenwärtiges noch Andere Menschen wiederum er-


Zukünftiges noch Gewalten, weder kennen etwas von Gott. Sie ahnen,
Höhe noch Tiefe noch irgendein an- dass ihre Sehnsüchte bei Gott gestillt
deres Geschöpf uns zu scheiden ver- werden, und sie stellen ihr Leben für
mögen von der Liebe Gottes, die in einige Zeit Jesus zur Verfügung. Aber
Jesus Christus ist, unserem Herrn” irgendwann stolpern sie über ein Er-
(Römer 8, 35 - 39, NGÜ). eignis, das sie mit ihrer Vorstellung
Gibt es einen vergleichbaren von der Güte Gottes nicht in Ein-
Gott? Nein, es gibt nur einen Schöp- klang bringen können – und sie lösen
fer von Himmel und Erde. Es ist der sich innerlich von Gott. Sie verlieren
Dreieine, der Souveräne, der All- den Schatz der Ehrfurcht Gottes,
mächtige. Er ist wunderbar und ver- und in der Folge schlagen sie den al-
dient unsere Anbetung für das, was ten Weg der Gottlosigkeit wieder ein.
er ist und für uns tut. Ehrfurcht vor
ihm zu haben, ist ein großer Schatz.

Frustrierter Glaube
Einer der Hauptgründe für einen
Gott vertrauen frustrierten Glauben liegt in der
Wie steht es um unsere persön- menschlichen Vorstellung, wie sich
liche Gottesbeziehung? Ein kleiner ein guter Gott gegenüber uns ver-
Test hilft klären: Schreiben Sie die halten muss.
Namen Ihrer fünf besten Freunde Worauf basiert unsere Beziehung
und Freundinnen auf einen Zettel zu Gott? Oft ist es nicht mehr als
– steht der Name Jesus auch drauf? ein Katalog an Forderungen. Diese
Das feste Vertrauen in Gott in ei- reichen von einem freien Parkplatz
ner von ihm abgekehrten Welt fällt über genügend Spenden für den Bau
nicht leicht. Viele Menschen finden des Gemeindehauses bis hin zum
den Weg zu Gott nicht. Zu groß Wunsch, dass doch unsere Kinder
sind ihre intellektuellen oder emoti- gut geraten ...! Das sind legitime
onalen Hindernisse. Sie stören sich Wünsche, um die wir auf jeden Fall
an den herrschenden Ungerechtig- bitten dürfen. Nur – wie reagieren
keiten unter Menschen oder an der wir, wenn Gott unsere Wünsche
Frage des Leides. nicht erfüllt?

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Verirrte Sehnsucht

Da ist ein Mann, der Gott schon Wer ist der Mensch?
seit Jahren anfleht, ihm zu helfen,
damit der Wunsch nach einem ge- Um den Schlüssel zur Wahrheit zu
heiligten Leben stärker wird als sein finden, müssen wir uns sowohl mit
Verlangen nach Pornografie. Bis dem Wesen Gottes als auch mit
heute ist nichts geschehen. Jeden dem Wesen des Menschen befassen.
Tag kämpft er mit der Versuchung, Wir haben bereits einige Texte über
und die Niederlagen sind nicht die Allmacht des Schöpfer-Gottes
mehr zu zählen. gelesen, etwa dass er unerforschlich
Da ist eine Frau, 37 und Sing- ist, aber er unser Universum und
le. Sie hat eine gute Stelle, arbeitet das Leben ständig trägt und erhält.
aktiv in ihrer Gemeinde mit, hat Was ist der Mensch, was ist das
immer etwas vor. Doch wenn sie Hauptmotiv in unserem Leben?
einen romantischen Film sieht, Müsste die Antwort der allermeisten
dann kommen ihr die Tränen. Tief hier nicht lauten: „Wir sind dazu da,
in ihrem Herzen trägt sie einen un- das Leben zu genießen.”? Damit liegt
erfüllten Wunsch. Warum hat ihr das Problem auf dem Tisch. Wir wol-
Gott keinen Mann geschenkt? Und len nicht Gott als Lebenszentrum,
warum hilft er ihr denn nicht, in sondern wir richten uns nach der
Christus mehr Erfüllung als in ih- selbstzentrierten Vorstellung eines gu-
ren Wünschen zu finden? ten Lebens. Wir hoffen auf ein gutes
Was, wenn lang gehegte und Leben, anstatt dass wir unser Leben
durchaus gute Wünsche zerbrechen ganz auf die Gnade Gottes stellen.
und Gott nichts dagegen tut? Sich Der Schluss liegt nahe: Solange
auch mit zerbrochenen Träumen wir der Meinung sind, etwas anderes
weiter auf Gott zu verlassen, stellt als Gott könne uns mehr Freude be-
den Glauben auf eine harte Probe. reiten, solange reicht unser Vertrau-
en und Gehorsam in Gott nie weiter,
als es die Pflicht gerade erfordert.
Unsere Gebete bleiben Wunschkon-
zerte und Anspruchssalven an Gott.
Zurück bleiben Verunsicherung und
Leere, dazu die Überforderung, wei-
terhin aus eigener Kraft nach Erfül-
lung suchen zu müssen.

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Das Fundament 1/2007

Wer bin ich? Habe ich ein Recht getrennt bleibt und das Verderben
auf ein angenehmes Leben? Darf verdient. Der Zorn Gottes (Römer
mir so etwas wie Hiob nicht passie- 1, 18) steht über der Menschheit;
ren? Und falls doch – ist Gott dann keiner ist vor Gott gerecht (Römer
schlecht? 3, 9 - 18; 23): „Es ist keine Gottes-
Werden unsere Vorstellungen furcht vor ihren Augen” (Römer
eines erfüllten Lebens durchkreuzt, 3, 18). Dieser Mangel bringt die
dringt nach außen, was in uns drin Menschen um. Sie erkennen die
regiert: In erster Linie reagieren wir Furcht Gottes nicht als Lebensschatz.
mit Egoismus. Er äußert sich häu- Auch Christen kämpfen mit
fig in der Gestalt von Selbstmitleid, falschen Vorstellungen über das We-
manchmal auch als sturer Wille zum sen Gottes, geprägt vom Zeitgeist,
Überleben, oft führt er auch dazu, angepasst an persönliche Erfah-
dass wir unseren miesen Seelenzu- rungen. Billige Gnade zum Beispiel
stand verstecken und Gott misstrau- keimt dort, wo bereits von Gnade
en. Es ist das alte Denken, das seit geredet wird, noch bevor auch nur
dem Sündenfall den Menschen prägt. irgendeiner jemals vor Gottes Zorn
und Heiligkeit erschrocken wäre.
Viel zu schnell wird das Bild des
zornigen Gottes ausgetauscht gegen
einen väterlichen Gott, der uns ein
paar strenge Maßstäbe gibt. Und
da uns diese Maßstäbe mit der Zeit
zu gesetzlich erscheinen, legen wir
auch sie zur Seite. Übrig bleibt das
Bild eines hilfsbereiten Gottes, der
uns nützliche Lebensprinzipien an-
bietet. Diese wollen wir kennen ler-
Vergänglich nen, um unser Leben erfolgreicher
zu machen.
Unmerklich wird auf diese Weise
Gottes Zorn das biblische Gottesbild sanft und
Nach der biblischen Diagnose ist in einem fromm scheinenden Kon-
jeder Mensch so arrogant und selbst- text verändert. Doch am Ende steht
süchtig, dass er auf ewig von Gott nicht mehr Gott im Mittelpunkt
➤ Fortsetzung auf Seite 33

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Regionaltreffen und Seminare 2007

Region Nordbaden
Mannheim 24.02.2007

Auch wenn es viele anders meinen und wiederholen, so klar bewiesen ist die
Sache mit der Evolution immer noch nicht. Zumindest bleiben manche Fragen
offen. Nicht Polemik oder Ignoranz, sondern Nachdenken und -rechnen sind
gefragt - auch in Bezug auf Altersbestimmung.

Referent
Peter Korevaar, Meckesheim, Studium der Astronomie und Physik an
der Universität Utrecht. Consulting IT Spezialist; Experte für Optimierung,
Bestands- und Distributionsplanung.

Programm
9.30 Uhr Mathematische Evolutionsverfahren
– Ohne Intelligenz bleibt nur das Chaos
Vortrag und Aussprache
13.30 Uhr Aktuelles aus dem DCTB
14.00 Uhr Neueste Erkenntnisse zu radioaktiven Datierungsmethoden
Vortrag und Aussprache
17.00 Uhr Abschluss

Ort
Liebenzeller Gemeinschaft, Schwanenstr. 8, 68259 Mannheim-Feudenheim.
Auf Wunsch wird bei Anmeldung eine Anreisebeschreibung zugesandt.

Kosten
Für die Verpflegung wird ein Betrag von EUR 7,- je Person erhoben;
Studierende sind frei.

Anmeldung
mit Name, Vorname, Anschrift bis 15.02.2007 an Brigitte Köth, Kaiserstr. 24a,
69469 Weinheim, Tel. 06201/53466, Fax 06201/392202; info@dctb.de

Deutscher Christlicher Techniker-Bund e.V. - www.dctb.de

15
Das Fundament 1/2007

Region Ostwestfalen
Bielefeld 10.03.2007

Was sind „Apokryphen“ und warum wurden sie seit der Reformation absicht-
lich nicht in den protestantischen Gottesdiensten und Bibelleseplänen ver-
wendet? Die Frage, was eigentlich in die Bibel gehört und was nicht, bewegte
die Gemüter schon vor 1800 Jahren. Es wird wieder Zeit, sich darüber Klarheit
zu verschaffen.

Referent
Armin Bachor, Th. M., verheiratet, sechs Kinder, seit 1999 im DCTB als
Studentenreferent und Schriftleiter von „Das Fundament“.

Programm
9.30 Uhr Die Apokryphen - nützlich und gut zu lesen?
Vortrag und Aussprache
13.30 Uhr Aktuelles aus dem DCTB
14.00 Uhr Wieso gibt es nicht mehr als 27 Bücher im Neuen Testament?
- Zur Kanonbildung des Neuen Testamentes
Vortrag und Aussprache
17.00 Uhr Abschluss

Ort
Gemeindehaus der Lukaskapelle, Kampstr. 26, 33659 Bielefeld-Senne,
im Schillingshofgebiet.
Auf Wunsch wird bei Anmeldung eine Anreisebeschreibung zugesandt.

Kosten
Für die Verpflegung wird ein Betrag von EUR 9,- je Person erhoben.
Studierende und Kinder sind frei.

Anmeldung
mit Name, Vorname, Anschrift, bei Kindern auch Alter bis 01.03.2007 an Diet-
rich Affeld, Mindener Str. 302, 32479 Hille, Tel. 05703/1754, Fax 05703/980929;
affeld@teleos-web.de

Deutscher Christlicher Techniker-Bund e.V. - www.dctb.de

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Regionaltreffen und Seminare 2007

Region Hessen
Bruchköbel 10.03.2007

Wer findet sich im Dschungel religiöser Angebote und esoterischer Heilslehren


noch zurecht? Hat nicht alles auch seine guten Seiten? Kann man nicht von allen
lernen? So wahr das sein mag, so ist es doch ein Unterschied, ob jemand Jesus
Christus kennt und sein Leben von ihm bestimmen lässt oder ob andere und
anderes gleichrangig daneben stehen. Es lohnt sich, vom Ziel her zu denken und
zu handeln. Kommen Sie mit zu einem Besuch bei der Gemeinde in Kolossä!

Referent
Friedemann Wunderlich, Kreuztal/Siegen, Missionsleiter der Mission für
Süd-Ost-Europa.

Programm
9.30 Uhr Wenn Jesus Christus mein Leben bestimmt
- Zu Besuch in der Gemeinde Kolossä
Vortrag und Aussprache
13.30 Uhr Aktuelles aus dem DCTB
14.00 Uhr Groß denken von Jesus Christus
- Zu Besuch in der Gemeinde Kolossä
Vortrag und Aussprache
16.00 Uhr Abschluss

Ort
Evangelische Gemeinschaft, Hainstr. 20, 63486 Bruchköbel.
Auf Wunsch wird bei Anmeldung eine Anreisebeschreibung zugesandt.
Bei Bedarf wird ein gesondertes Kinderprogramm angeboten.

Kosten
Für die Verpflegung wird ein Betrag von EUR 7,- je Person erhoben.
Studierende und Kinder sind frei.

Anmeldung
mit Name, Vorname, Anschrift, bei Kindern auch Alter bis 01.03.2007 an
Gerd Gottschalk, Franz-Liszt-Str. 14, 63486 Bruchköbel, Tel. 06181/76809;
gg.gottschalk@web.de

Deutscher Christlicher Techniker-Bund e.V. - www.dctb.de

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Das Fundament 1/2007

Region Ruhrgebiet
Herten 17.03.2007

So interessant die biblischen Geschichten auch sind, für viele Zeitgenossen


sind sie keinesfalls Geschichte, sondern bestenfalls lehrreiche Parabeln.
Das tut dem Glauben keinen Abbruch, so wird gesagt. Die Frage muss und
darf gestellt werden: Wie verhält es sich mit der Diskrepanz zwischen den
archäologischen Befunden und den Datierungen der Bibel?

Referent
Dr. Peter van der Veen, Schorndorf, Theologe und Altertumswissenschaftler;
wissenschaftlicher Mitarbeiter der Studiengemeinschaft Wort + Wissen.

Programm
14.00 Uhr Auf den Spuren der Könige Israels
– Bestätigen Schriftfunde die Bibel?
Vortrag und Aussprache
15.30 Uhr Kaffeepause und Aktuelles aus dem DCTB
16.30 Uhr Keine Posaunen vor Jericho? Israels Auszug aus Ägypten und
die Eroberung Kanaans – Archäologische Spurensuche
Vortrag und Aussprache
18.00 Uhr Abschluss

Ort
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, Hochstr. 3, 45699 Herten.
Auf Wunsch wird bei Anmeldung eine Anreisebeschreibung zugesandt.

Kosten
Der Eintritt ist frei.

Anmeldung
mit Name, Vorname, Anschrift, bei Kindern auch Alter bis 07.03.2007 an
Karl-Heinz Böhler, Geschwisterstr. 51, 45701 Herten, Tel. 0209/620874;
heka.boehler@t-online.de

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18
Regionaltreffen und Seminare 2007

Region Oberschwaben/Bodensee
Friedrichshafen 17.03.2007

Immer häufiger und bewusster werden Ideen aus der Natur zum Vorbild für
geniale technische Lösungen. Ingenieure lernen neu das Staunen. Besonders
eindrucksvoll sind optimale Konstruktionen, die multifunktional sind.
Natürliche Vorbilder sind technisch unerreichbar, und es können nur einzelne
Elemente in der Technik umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang darf
die Frage nach dem Urheber dieser Ideen gestellt werden.

Referent
Dipl.-Ing. Winfried Borlinghaus, Studentenreferent im DCTB, Korntal.

Programm
14.00 Uhr Bionik - wie intelligent ist die Natur?
Vortrag und Aussprache
16.00 Uhr Kaffeepause und Aktuelles aus dem DCTB
17.00 Uhr Abschluss

Ort
Erlöserkirche, Lilienstraße 15, 88046 Friedrichshafen.
Auf Wunsch wird bei Anmeldung eine Anreisebeschreibung zugesandt.

Kosten
Zur Deckung der Kosten wird um eine kleine Spende gebeten.

Anmeldung
mit Name, Vorname, Anschrift, bei Kindern auch Alter bis 07.03.2007 an
Dr. Torsten Büchner, Edelweißweg 3, 88046 Friedrichshafen, Tel. 07541/378755;
tabc.bue@gmx.de

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19
Das Fundament 1/2007

Region Württemberg
Malmsheim 31.03.2007
Maschinen werden bedient, Computer gefüttert, und man stellt sich die Frage:
Wer beherrscht eigentlich wen? Hat sich der Mensch selbst überflüssig ge-
macht oder gibt es vielleicht doch Unterschiede, Grenzen? Auf der anderen
Seite werden der Ohnmacht und Angst gegenüber dem Tod und dem Unbe-
kannten danach durch Erfahrungsberichte die Spitze gebrochen. Worauf kann
man sich wirklich verlassen?

Referent
Prof. Dr.-Ing. physiol. habil. Manfred Spreng, Erlangen. Lehrt Physiologie
und Biokybernetik an der Medizinischen Fakultät der Universität Erlangen-
Nürnberg.

Programm
9.30 Uhr Information und Kreativität – Computer gegen Mensch?
Vortrag und Aussprache
13.30 Uhr Aktuelles aus dem DCTB
14.00 Uhr Rückkehr vom Tod – Sinnestäuschung oder Wirklichkeit?
Vortrag und Aussprache
16.00 Uhr Abschluss

Ort
Evangelisches Gemeindehaus, Merklinger Straße 25,
71272 Renningen-Malmsheim.
Auf Wunsch wird eine Wegbeschreibung zugesandt.

Kosten
Für die Verpflegung wird ein Betrag von EUR 7,- je Person erhoben.
Studierende und Kinder sind frei.

Anmeldung
mit Name, Vorname, Anschrift, bei Kindern auch Alter bis 21.03.2007 an DCTB,
Postfach 1122, 70807 Korntal-Münchingen, Tel. 0711/8380828, info@dctb.de

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Regionaltreffen und Seminare 2007

Region Sachsen
Chemnitz 31.03.2007
Auch wenn es viele anders meinen und wiederholen, so klar bewiesen ist die
Sache mit der Evolution immer noch nicht. Zumindest bleiben manche Fragen
offen. Nicht Polemik oder Ignoranz, sondern Nachdenken und -rechnen sind
gefragt - auch in Bezug auf Altersbestimmung.

Referent
Peter Korevaar, Meckesheim, Studium der Astronomie und Physik an
der Universität Utrecht. Consulting IT Spezialist; Experte für Optimierung,
Bestands- und Distributionsplanung

Programm
9.30 Uhr Mathematische Evolutionsverfahren
– Ohne Intelligenz bleibt nur das Chaos
Vortrag und Aussprache
13.30 Uhr Aktuelles aus dem DCTB
14.00 Uhr Neueste Erkenntnisse zu radioaktiven Datierungsmethoden
Vortrag und Aussprache
17.00 Uhr Abschluss

Ort
Gemeindesaal in der Ev. Luth. Johanneskirche, Zwickauer Str. 516,
09117 Chemnitz.
Auf Wunsch wird bei Anmeldung eine Anreisebeschreibung zugesandt.

Kosten
Für die Verpflegung wird ein Betrag von EUR 7,- je Person erhoben.
Studierende und Kinder sind frei.

Anmeldung
mit Name, Vorname, Anschrift, bei Kindern auch Alter bis 21.03.2007 an
Andreas Kruse, An der Halde 18, 09117 Chemnitz, Tel. 0371/855112,
Andreas.Kruse@t-online.de

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Kalender 2007
29.12. - 02.01. Silvester City-Tour Berlin
21.01. - 01.02. Skifreizeit Stefansdorf
09.02. - 11.02. Sitzung der DCTB-Bundesleitung Marburg
24.02. Regionaltreffen Mannheim
25.02. - 04.03. Snowboard & Ski Stefansdorf
02.03. - 04.03. Seminar für Berufstätige Krelingen
10.03. Regionaltreffen Bielefeld
10.03. Regionaltreffen Bruchköbel
17.03. Regionaltreffen Herten
17.03. Regionaltreffen Friedrichshafen
23.03. - 25.03. TEAM-Tagung Neukirchen/Knüll
31.03. Regionaltreffen Malmsheim
31.03. Regionaltreffen Chemitz
13.04. - 15.04. Stubi-Team Korntal
14.04. Regionaltreffen Ahrensburg
21.04. Regionaltreffen Wilnsdorf
21.04. Regionaltreffen Fürth
05.05. Regionaltreffen Frankenberg
05.05. Regionaltreffen Köln
11.05. - 12.06. Regionaltreffen Bad Mergentheim
25.05. - 28.05. Hauptkonferenz Dassel/Solling
15.06. - 17.06. Sitzung der DCTB-Bundesleitung Korntal
01.07. - 08.07. Hüttentour Walliser Höhenwege/Schweiz
01.07. - 08.07. Hüttentour 45+ Berner Oberland
15.07. - 22.07. Hüttentour Dolomiten/Italien
28.07. - 11.08. Bergwanderfreizeit Stefansdorf/Italien
28.07. - 11.08. Kanutour Schweden
25.08. - 08.09. Familienfreizeit Blekendorf/Ostsee
27.08. - 07.09. Senioren-„Kombi„-Freizeit Rathen/Sächs.Schweiz
25.09. - 27.09. Intergeo Leipzig
28.09. - 30.09. Norddeutsche Tagung Krelingen
05.10. - 07.10. Seminar für Berufstätige Bad Liebenzell
12.10. - 14.10. Ruhr-Wupper-Sieg-Tagung Hattingen
12.10. - 14.10. Thüringisch-Sächsische Tagung Hohenstein-Ernstthal
19.10. - 21.10 Bayerisch-Fränkische Tagung Pappenheim
26.10. - 28.10. Süddeutsche Tagung Villingen
01.11. - 04.11. Süddeutsche Tagung Michelsberg
09.11. - 11.11. Stubi-Team Korntal
12.11. - 14.11. Rail#tec Dortmund
17.11. Regionaltreffen München
23.11. Korntaler Vortrag Korntal
Das Fundament 1/2007

Region Holstein/Hamburg
Ahrensburg 14.04.2007

Ehe und Familie sind nicht mehr unangefochten in ihrem Ansehen, sondern
höchst gefährdet, besonders auf dem Hintergrund der Gleichstellung aller
sexuellen Lebensmöglichkeiten. Lebenslange Treue und Gehorsam in der
Erziehung scheinen sogar für Christen Fremdworte geworden zu sein
und müssen um ihre Berechtigung kämpfen. Die Folgen sind erst zum Teil
absehbar. Psychologische Hilfen und pädagogische Rezepte sind wichtig,
biblische Grundprinzipien unverzichtbar.

Referent
Armin Bachor, Th. M., verheiratet, sechs Kinder; seit 1999 im DCTB als
Studentenreferent und Schriftleiter von „Das Fundament“.

Programm
9.30 Uhr Gott unser Vater: Er kennt uns!
- Biblische Grundprinzipien für christliche Familien
Biblischer Vortrag und Aussprache
13.30 Uhr Aktuelles aus dem DCTB
14.00 Uhr Wie das Leben gelingen kann
Gottes Perspektive für mein Leben
Vortrag und Aussprache
16.00 Uhr Abschluss

Ort
Kreuzkirche - EfG, Hagener Allee 65, 22926 Ahrensburg.
Auf Wunsch wird bei Anmeldung eine Anreisebeschreibung zugesandt.

Kosten
Für die Verpflegung wird ein Betrag von EUR 7,- je Person erhoben.
Studierende und Kinder sind frei.

Anmeldung
mit Name, Vorname, Anschrift, bei Kindern auch Alter bis 04.04.07 an Heinz
Ennulat, Föhrenstieg 14, 22926 Ahrensburg, Tel. 04102/56243;
he.ennulat@gmx.de

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24
Regionaltreffen und Seminare 2007

Region Siegerland
Wilnsdorf 21.04.2007

Sind Dinge nur dann wahr, wenn wir sie verstehen? Entscheidet die
Naturwissenschaft, was Wirklichkeit ist? Erübrigt sich durch das Verstehen
der Naturgesetze die Frage nach dem Schöpfer? Mit Hilfe faszinierender
Beispiele und beeindruckender Bilder gibt der Referent einen verständlichen
Einblick in die Thematik Naturwissenschaft und Glaube.

Referent
Dr. rer. nat. Thomas Schimmel, Karlsruhe, ist Professor am Institut für
angewandte Physik und Leiter einer Forschungsgruppe auf dem Gebiet der
Nanotechnologie am Forschungszentrum der Universität Karlsruhe.

Programm
9.30 Uhr Wunder der Schöpfung
– Ein Streifzug (nicht nur) durch den Mikrokosmos
Vortrag und Aussprache
13.30 Uhr Aktuelles aus dem DCTB
14.00 Uhr Grenzen des Vorstellungsvermögens
– Ein Ausflug in die moderne Physik
Vortrag und Aussprache
17.00 Uhr Abschluss

Ort
CVJM-Bildungsstätte, Neue Hoffnung 3, 57234 Wilnsdorf-Wilgersdorf.
Auf Wunsch wird bei Anmeldung eine Anreisebeschreibung zugesandt.

Kosten
Für die Verpflegung wird ein Betrag von EUR 7,- je Person erhoben.
Studierende und Kinder sind frei.

Anmeldung
mit Name, Vorname, Anschrift, bei Kindern auch Alter bis 11.04.2007 an
Jürgen Schumann, Zum Obstgarten 15, 57080 Siegen, Tel. 0271/355803;
Fax 0271/3510371

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25
Das Fundament 1/2007

Region Franken
Fürth 21.04.2007

Der Sternenhimmel über uns hat die Menschheit schon immer fasziniert. Der
prachtvolle Anblick der auf- und untergehenden Sonne, die wechselnden
Mondphasen, und die stille Prozession der Sterne über das dunkle Himmels-
gewölbe bieten seit jeher ein grandioses Schauspiel - und ein faszinierendes
Rätsel gleichermaßen. Immer bessere Teleskope sorgen für immer mehr De-
tails. „Wenn wir ins Universum hinausblicken und erkennen, wie viele „Zufälle“
in Physik und Astronomie zu unserem Wohle zusammengearbeitet haben,
dann scheint es fast, als hätte das Universum in gewissem Sinn gewusst, dass
wir kommen.“ (Freeman J. Dyson, Astrophysiker)

Referent
Dr. Norbert Pailer, Friedrichshafen, promovierte in Astrophysik und ist der-
zeit Programmleiter für wissenschaftliche Raumfahrt bei der EADS Astrium in
Friedrichshafen. Nebenberuflich arbeitet Dr. Pailer als Wissenschaftsautor.

Programm
9.30 Uhr Kunstwerk Kosmos – Zufall oder Design?
Vortrag und Aussprache
13.30 Uhr Aktuelles aus dem DCTB
14.00 Uhr Unbegreiflicher Kosmos – Kosmologie und Genesis
Vortrag und Aussprache
16.00 Uhr Abschluss

Ort
Evangelisch-Methodistische Kirche, Angerstr. 21/23, 90762 Fürth.
Auf Wunsch wird bei Anmeldung eine Anreisebeschreibung zugesandt.
Kosten
Für die Verpflegung wird ein Betrag von EUR 7,- je Person erhoben.
Studierende und Kinder sind frei.
Anmeldung
mit Name, Vorname, Anschrift, bei Kindern auch Alter bis 16.04.2007 an
Georg Möller, Reichenfelser Str. 8, 91074 Herzogenaurach, Tel. 09132/61248;
georg.moeller@herzomedia.net

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26
Regionaltreffen und Seminare 2007

Region Nordhessen
Frankenberg 05.05.2007

Ergebnisse naturwissenschaftlicher Forschung erlauben uns Einblicke in


faszinierende Details der Lebewesen. Aber wissen wir, was „Leben„ ist? Sind
die naturwissenschaftlichen Methoden überhaupt geeignet, diese Frage
zu beantworten? Die Antwort ist nicht nur von akademischem Interesse,
sondern wirkt sich auch auf wichtige Lebensbereiche aus.

Referent
Dr. Harald Binder, Konstanz, promovierte 1992 im Fach Chemie, war drei Jahre
Internatslehrer für Biologie und Chemie und ist seit 1996 wissenschaftlicher
Mitarbeiter und Referent bei der Studiengemeinschaft Wort + Wissen.

Programm
9.30 Uhr Grenzfragen - Was ist Leben?
Vortrag und Aussprache
13.30 Uhr Aktuelles aus dem DCTB
14.00 Uhr Naturwissenschaftliches Erkennen
und das biblische Zeugnis von der Auferstehung
Vortrag und Aussprache
17.00 Uhr Abschluss

Ort
Evangelisch Freikirchliche Gemeinde, Mittelstraße,
35066 Frankenberg-Friedrichshausen.
Auf Wunsch wird bei Anmeldung eine Anreisebeschreibung zugesandt.

Kosten
Für die Verpflegung wird ein Betrag von EUR 7,- je Person erhoben.
Studierende und Kinder sind frei.

Anmeldung
mit Name, Vorname, Anschrift, bei Kindern auch Alter bis 28.04.2007
an Ulrich Garthe, Tellweg 9, 35066 Frankenberg-Friedrichshausen,
Tel. 06451/21748, ugarte@t-online.de

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27
Das Fundament 1/2007

Region Rheinland
Köln 05.05.2007

In der Bibel wird der Sternenhimmel als Illustration der Größe Gottes
angeführt, und dieser Vergleich hat bis heute nichts an Großartigkeit
eingebüßt. Im Gegenteil, durch den technischen Fortschritt sind Menschen
heute in der Lage, erheblich weiter zu sehen als je zuvor! Welche Folgen hat
der Blick in die Unendlichkeit für unser Denken? Wer ist der Schöpfer dieses
faszinierenden Universums?

Referent
Dipl.-Ing. Winfried Borlinghaus, Studentenreferent im DCTB, Korntal.

Programm
14.00 Uhr Faszination Universum – Unser Sonnensystem
Vortrag und Aussprache
15.30 Uhr Kaffeepause und Aktuelles aus dem DCTB
16.30 Uhr Faszination Universum – Sterne und Galaxien
Vortrag und Aussprache
18.00 Uhr Abschluss

Ort
Freie Evangelische Gemeinde, Clarenbachstr. 180, 50931 Köln.
Auf Wunsch wird eine Wegbeschreibung zugesandt.

Kosten
Der Eintritt ist frei; eine Spende ist möglich.

Anmeldung
mit Name, Vorname, Anschrift, bei Kindern auch Alter bis 27.04.2007 an
Frank Koppitz, Gottfried-Keller-Str. 20, 50389 Wesseling, Tel. 02236/40761,
Frank.Koppitz@t-online.de

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Regionaltreffen und Seminare 2007

Region Unterfranken
Bad Mergentheim 11.-12.05.2007

Immer häufiger und bewusster werden Ideen aus der Natur zum Vorbild für
geniale technische Lösungen. Ingenieure lernen neu das Staunen. Besonders
eindrucksvoll sind optimale Konstruktionen, die multifunktional sind. Natür-
liche Vorbilder sind technisch unerreichbar, und es können nur einzelne Ele-
mente in der Technik umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang darf die
Frage nach dem Urheber dieser Ideen gestellt werden.

Referent
Dipl.-Ing. Winfried Borlinghaus, Studentenreferent im DCTB, Korntal.

Programm
11.05.07 19.30 Uhr Bionik - Technik vom Schöpfer abgeschaut
Vortrag und Aussprache
12.05.07 9.30 Uhr Darwin - ein Mann von Gott angerührt, aber ...
Vortrag und Aussprache
11.00 Uhr Aktuelles aus dem DCTB
14.00 Uhr Habakuk - ein Mann von Gott angerührt
Vortrag und Aussprache
15.30 Uhr Kaffeetrinken und Abschluss

Ort
Gemeinschafts Zentrum der Liebenzeller Gemeinschaft, Unterer Graben 6/8,
97980 Bad Mergentheim. Auf Wunsch wird eine Wegbeschreibung zugesandt.

Kosten
Für die Verpflegung wird ein Betrag von EUR 7,- je Person erhoben.
Studierende und Kinder sind frei.

Anmeldung
mit Name, Vorname, Anschrift, bei Kindern auch Alter bis 02.05.2007 an
Wilfried Hund, Julius Echter Str. 53, 97922 Lauda-Königshofen. Tel. 09343/8559
Fax 09343/58 99 659; wilfried.hund@t-online.de

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Das Fundament 1/2007

Region Südbayern
München 17.11.2007

Die Spannung zwischen Glaube und Wissenschaft, zwischen Schöpfung und


Evolution ist für viele ein brennendes Problem. In den Medien wird diese
Thematik leider mehr und mehr eingesetzt, um den christlichen Glauben als
überholt darzustellen. Die Vorträge sollen helfen, wissenschaftliche Fakten in
einem biblischen Zusammenhang zu verstehen und Glaubenshindernisse auf
dieser Ebene auszuräumen.

Referent
Dr. Henrik Ullrich, Riesa, arbeitet als Arzt in einem städtischen Klinikum.
Als Christ und wissenschaftlich Interessierter beschäftigt er sich mit dem
Spannungsfeldern Glaube und Denken, Schöpfung und Evolution. Er ist
Vorsitzender der Studiengemeinschaft Wort+Wissen.

Programm
14.00 Uhr Unsere Embryonalentwicklung
– Videoclip einer Stammesgeschichte
Vortrag und Aussprache
15.30 Uhr Kaffeepause und Aktuelles aus dem DCTB
16.30 Uhr Dinosaurier – Faszinierende Geschöpfe der Urzeit
Vortrag und Aussprache
18.00 Uhr Abschluss

Ort
Gemeinschaft in der Landeskirche, Kreuzstraße 8, 80331 München.
Da im Zentrum von München Parkplätze Mangelware und Parkhäuser teuer
sind, empfehlen wir die Anreise mit der S-Bahn (Linie 1 bis 7, Haltestelle
Stachus), U-Bahn (Haltestelle Sendlinger Tor Platz, Linien 2, 3, 6, 8) oder
Straßenbahn (Haltestelle Sendlinger Tor Platz, Linien 16, 17, 18, 27).
Kosten
Der Eintritt ist frei. Spenden sind möglich.
Anmeldung
mit Name, Vorname, Anschrift, bei Kindern auch Alter bis 10.11.2007 an Jürgen
Koppitz, Veilchenweg 4, 83607 Holzkirchen; ekjk@gmx.de

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30
Regionaltreffen und Seminare 2007

Seminar für Berufstätige Krelingen 02. - 04.03.07

Konfliktmanagement - Aufgabe und Notwendigkeit


Rechte Konfliktbewältigung ist mehr wert als Gold. Ganz abgesehen von dauerhafter
Verbitterung, die sich belastend auf Familie und Umfeld auswirkt, kosten Konflikte Geld.
Bis zu 80.000,- EUR werden die volkswirtschaftlichen Kosten für ärztliche Behandlung,
Rehabilitationsmaßnahmen und Frühverrentung geschätzt, die ein Mitarbeiter verur-
sacht, dem der Arbeitsplatz zum Alptraum wird. Was können Einzelne tun, damit es
nicht soweit kommt?

Referenten Dipl.-Ing. Reiner Brauwer, Bassum/Hude, Ausbilder in der Luftfahrt,


Personalberater und Dipl.-Ing. Klaus-D. Rumpel, Bassum, Verwaltungs-
und Organisationsleiter sowie Fachlehrer an einer Ev. Bekenntnisschule
sind beide nebenberuflich als Personal- und Organisationsberater sowie
als Referenten tätig. Aktiv im Beraterkreis „Christen im Personalservice”
(CPS), Kassel.
Dr. Manfred Dreytza, Krelingen, Theologe und Dozent am Krelinger
Studienzentrum.

Leitung Dipl.-Ing. Reinhold Wennagel, Korntal, DCTB-Geschäftsführer

Freitag, 02.03.07
20.00 Uhr Kommunikation in Theorie und Praxis - Weil Reden nicht nur Sil-
ber und Schweigen nicht nur Gold ist / Vortrag von Reiner Brauwer
Samstag, 03.03.07
9.30 Uhr Konflikte mit Gottes Hilfe bewältigen - Damit die Hoffnung
nicht zu sterben braucht / Vortrag von Klaus Rumpel
16.00 Uhr Globalisierung im Licht der Bibel betrachten
- Weil Gott allein den Überblick hat / Vortrag von Klaus Rumpel
20.00 Uhr Andere mit Gottes Augen sehen lernen - Menschen der Bibel
mit Konflikten wie heute / Bibelarbeit mit Dr. Manfred Dreytza
Sonntag, 04.03.07
10.00 Uhr Gottesdienst mit der Krelinger Gemeinde
13.00 Uhr Rückblick – Ausblick – Aufblick

Kosten VP DZ/Person € 54,- DZ Du/WC/Person € 66,- Kat.I € 74,- Kat.II


EZ/Person € 66,- EZ Du/WC/Person € 78,- Kat.I € 86,- Kat.II
Kursgebühr: € 30,- (nicht für Schüler und Studierende)
Anmeldung
Geistliches Rüstzentrum Walsrode, 29644 Walsrode, Tel. 05167/970145,
Fax 05167/970200, gaestebuero@grz-krelingen.de

31
Das Fundament 1/2007

Seminar für Berufstätige Bad Liebenzell/Monbachtal 05. - 07.10.07

Kommunikation und Konfliktmanagement


Der tägliche Kleinkampf wird leicht zum großen Krampf, und manche laufen Gefahr,
die notwendige Auseinandersetzung um Sachen zum Kampf gegen Personen werden
zu lassen. Wer das vermeiden will, wird sich rechtzeitig über seinen eigenen Standort
klar werden und nach Hilfe umschauen müssen.
Was kann aus christlicher Sicht getan werden?

Referenten Drs. Frank Koppelin, Pforzheim, Ausbildung zum Physiklaborant, Tech-


nischer Assistent für Informatik; Studium der Theologie in Altenkirchen,
Gießen und Kampen (NL). Pastor und Lehrer an verschiedenen theologi-
schen Einrichtungen; Beratung von Firmen; Mediation und TZI.
Dipl.-Ing. Jürgen Koppitz, Holzkirchen.

Leitung Dipl.-Ing. Reinhold Wennagel, Korntal, DCTB-Geschäftsführer

Freitag 05.10.07
20.00 Uhr Wir sprechen eine Sprache, versteh’n einander nicht -
Hindernisse und Hilfen zur Kommunikation im Betriebsalltag
Vortrag von Frank Koppelin
Samstag 06.10.07
9.30 Uhr Konfliktmanagement - Ursachen erkennen
Vortrag von Frank Koppelin
16.00 Uhr Konfliktmanagement - Lösungen gemeinsam finden
Vortrag von Frank Koppelin
20.00 Uhr Mit Jesus am Arbeitsplatz
- Unverzichtbare Voraussetzungen, praktische Hilfen
Vortrag von Jürgen Koppitz
Sonntag 07.10.07
9.45 Uhr Gottesdienst - Mit einem Liebenzeller Missionar
11.00 Uhr Rückblick – Ausblick – Aufblick

Kosten VP € 73,50 bis € 91,50 / Person je nach Zimmer


Seminargebühr: € 45, -/Person (Ermäßigung für Studenten)

Anmeldung
Bildungszentrum Liebenzeller Mission, Liobastr. 11, 75378 Bad Liebenzell,
Tel. 07052/17340, Fax 07052/17342; bildungszentrum@liebenzell.org

32
Verirrte Sehnsucht

➤ Fortsetzung von Seite 14


unseres Lebens, sondern wir: Es Ort auf der Welt gefunden werden
geht nur noch um uns. Wir wollen kann. Diese Menschen wissen, dass
ein gutes Leben, uns wohlfühlen, sie es nicht verdient haben, von Gott
gesund und erfolgreich sein. Gott in die Arme genommen zu werden,
soll uns dabei helfen. und sie merken, dass er es dennoch
Das ist egoistisch, „Leben im tut, jetzt und für alle Zeiten – das ist
Fleisch”, statt im Geist (vergleiche die atemberaubende, teure Gnade
Römer 7 und 8). Dieser Weg ist Gottes.
besonders verfänglich, weil wir an Was ist der größte Schatz nach
ihm auf den ersten Blick nichts Ver- Jesaja? Die Ehrfurcht vor dem
kehrtes erkennen können. Allenfalls Herrn und eine entsprechende Be-
gestehen wir ab und an mal „einen ziehung zu ihm. Wie oft halten wir
Fehler” ein und nehmen dafür ein viel Kleineres für viel wichtiger und
tadelndes Wort entgegen, aber das wir verbringen unser Leben damit,
war dann auch schon alles. unwichtigen Dingen nachzuren-
nen. Und dann sind wir enttäuscht,
wenn unsere Vorstellungen davon,

Kraft des Evangeliums


Die Botschaft des Evangeliums ent-
faltet seine Kraft nicht bei Heuch-
lern, sondern dort, wo arrogante
Menschen zugeben, dass sie nichts
anderes als das ewige Verderben
verdient haben und sie sich vor
dem heiligen Gott und seinem lei-
denschaftlichen Zorn beugen. Sie
werden die Gnade Gottes in ihrem
ganzen Reichtum entdecken. Sie
werden das Opfer von Jesus Chris-
tus am Kreuz zur Vergebung ihrer
Sünde unter Dankbarkeit anneh-
men und darin Gottes Liebe erken-
nen, eine Liebe, wie sie an keinem

33
Das Fundament 1/2007

wie ein guter Gott reagieren muss, – Josef fragt: „Wie könnte ich da ein
nicht verwirklicht werden, und wir so großes Unrecht tun und gegen Gott
beginnen zu zweifeln. sündigen?” (1. Mose 39, 9 b).
Niemand muss an diesem Punkt Die Ehrfurcht vor Gott und
stehen bleiben. Denn der Heilige der Wille, ihm zu dienen, stand in
Geist weckt in uns das Verlangen Josefs Gedanken an oberster Stelle,
nach Gott, ständig, immer wieder. und das inmitten einer heidnischen
Und der Heilige Geist kann unseren Kultur. Aus Ehrfurcht vor dem All-
Schmerz über zerbrochene Träume mächtigen hält Josef am Glauben
und unerfüllte Wünsche verwen- fest. Jesaja sagt: „Euer größter Schatz
den, um den größten Schatz zum ist die Ehrfurcht vor Gott” (HfA).
ersten Mal oder erneut zu finden: „Das alles macht deutlich, dass
eine Beziehung zum lebendigen, wir uns nicht entschieden genug an
souveränen Gott. die Botschaft halten können, die wir
gehört haben, weil wir sonst in der
Gefahr sind, vom Weg abzukommen”
(Hebräer 2, 1 NGÜ).
Festhalten an Gott Das Festhalten am Glauben ge-
lingt dort, wo sich ein Mensch von
So wie der von den eigenen Brüdern seinen eigenen Wünschen löst, um
verkaufte Josef. Er bewahrte seine sich Gott ganz hinzugeben. Die
Beziehung zu Gott in allen Umstän- Ehrfurcht vor Gott ist ein großer
den. Josef gab seine Haltung, Gott Schatz.
zu dienen, in keiner Situation auf. Sind wir entschieden für Chris-
Er wurde ungerecht behandelt, ver- tus, aus Dankbarkeit und Ehrfurcht?
führt und eingesperrt – in jeder Si- Es gilt, auf unser Denken, Glauben
tuation war ihm die Ehrfurcht und und Leben Acht zu geben, uns auf
das Bekennen Gottes das Wichtigs- die göttliche Lehre zu konzentrieren
te. Diese Haltung half ihm durch und sie im Leben anzuwenden. Tun
alle Probleme hindurch. wir das nicht mit Leidenschaft, dann
Dazu nur ein Beispiel: Als ihn verliert der Glaube seine Kraft und
die Frau Potiphars sexuell verfüh- wir driften ab. Das hat Folgen für
ren will, sagt er nicht: „Hey, was unser Leben, aber es hat auch Folgen
soll das! Überleg mal, was dein – ist uns das bewusst? – für das Le-
Mann dazu sagen wird ...!” Nein ben der Menschen in unserer Nähe.

34
Verirrte Sehnsucht

„Denn so wie Gott einmal befahl: können andere an uns sehen. Sie
‚Licht soll aus der Dunkelheit hervor- zeugt von Gott. Wir sollen Gott
brechen!‘, so hat sein Licht auch un- in einer Welt repräsentieren, in der
sere Herzen erhellt. Durch uns sollen viel Böses geschieht. Dafür lohnt
nun alle Menschen Gottes Herrlich- es sich mit Leidenschaft zu leben.
keit erkennen, die in Jesus Christus Lawrence Crabb schreibt: „Gott hält
aufstrahlt. Diesen kostbaren Schatz seinen Segen nicht zurück, bis un-
tragen wir in uns, obwohl wir nur sere Probleme gelöst sind. Er segnet
zerbrechliche Gefäße sind. So wird uns in diesen Problemen und durch
jeder erkennen, dass die außerordent- diese Probleme.” Und am Ende der
liche Kraft, die in uns wirkt, von Gott Zeit wird sein Sieg über alles Böse
kommt und nicht von uns selbst. Die sichtbar triumphieren und seine
Schwierigkeiten bedrängen uns von Kinder werden bei ihm geborgen
allen Seiten, und doch werden wir sein. „Euer größter Schatz aber wird
nicht von ihnen überwältigt. Wir sind die Ehrfurcht vor dem Herrn sein.”
oft ratlos, aber nie verzweifelt” (2. Gott schon heute zu kennen, ist un-
Korinther 4, 6 - 8). bezahlbar. 
Das „Gefäß” – unser Körper, der Mit freundlicher Genehmigung aus
äußere Mensch – ist zerbrechlich, © factum 6/2006
das wissen wir. Die Schwierigkeiten www.factum-magazine.de
umzingeln uns. Aber da ist ein
kostbarer Schatz, Christus in uns, 1
Werner Gitt: „Naturgesetze und
der uns die außerordentliche Kraft Wunder”, factum 2/2006
zum Überwinden gibt. Diese Kraft
2
Spiegel online, 23. Juli 2006

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Das Fundament 1/2007

Serie: Neutestamentliche Heilsgeschichte (1)


e:

Das Erscheinen

des Welterlösers
Erich Sauer (1898-1959) war als Leiter des Missionshauses Bibelschule
Wiedenest weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt als scharf
denkender, aber immer bibelbezogener Theologe. Wenn manche Gedanken
auch philosophisch klingen mögen, so werden sie gleich im nächsten Satz
biblisch belegt und geerdet. Sauers Gedanken sind nicht abgehoben. Eine
stille Ecke, eine aufgeschlagene Bibel und ausreichend Zeit sind nötig, die
Pinselstriche Sauers nachzuvollziehen. Vielleicht gerade das Richtige für die
Weihnachtszeit und den Jahreswechsel. Die Beiträge dieser Serie aus: Erich
Sauer: Der Triumph des Gekreuzigten, 1998, erscheinen mit freundlicher
Genehmigung des Brockhaus Verlags, Wuppertal.

 Mit jubelndem Frohlocken den Menschen ein Wohlgefallen!”


himmlischer Heerscharen trat das So klang es zur nächtlichen Stunde
Evangelium auf den Schauplatz der auf Bethlehem-Ephratas Fluren
irdischen Welt. „Ehre sei Gott in (Lukas 2, 14). Er, auf den die Väter
der Höhe und Friede auf Erden und längst geharrt, trat in die Mitte

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Das Erscheinen des Welterlösers

seines Volkes als die „Hoffnung” alttestamentlichen Weissagungen


(Apostelgeschichte 26, 6) und der an (Maleachi 3, 23). Sie handel-
„Trost” Israels (Lukas 2, 25). „Gott te zunächst von der Geburt des
geoffenbart im Fleisch!” Welch Wegbereiters, des zweiten „Elias”,
Geheimnis der Gottseligkeit! (1. und sagte, dass er, dessen Vorläufer
Timotheus 3, 16). Zwar kam er in dieser „ Elias” werden sollte, kein
Knechtsgestalt (Philipper 2, 7) und Geringerer sein würde als der Herr,
bettelarmer (1) Niedrigkeit; aber der Gott Israels selbst. „Viele von
dies Äußere war nur das „Zelt” (2) den Kindern Israels wird er zu dem
seiner innewohnenden Göttlichkeit Herrn, ihrem Gott, zurückführen,
(Johannes 1, 14). Auch im Lande und er ist es, der vor ihm einher-
des Todes blieb er der „Fürst des ziehen wird mit dem Geist und der
Lebens” (Apostelgeschichte 3, 15); Kraft des Elias” (Lukas 1, 16; 17).
denn „in ihm war das Leben, und Gerade diesen nahenden Herrn
das Leben war das Licht der Men- und Gott hatte Maleachi im Geiste
schen” (Johannes 1, 4). geschaut und ihn als den „Herrn
der Heerscharen” (3) bezeichnet, „der
da unversehens zu seinem Tempel
kommt” (Maleachi 3, 1). Wie pas-
Die Gottesbotschaften send war es darum, dass gerade in
einem Tempel und an einen Priester
der Zeitenwende diese Prophetenbotschaft als un-
Ein dreifaches Zeugnis himm- mittelbar vor der Erfüllung stehend
lischer Boten hatte das große Ereig- verkündigt wurde.
nis angesagt.

2. Christus
1. Christus der Davidssohn
der Gottessohn
Die zweite Ankündigung ward
Die erste Ankündigung geschah im Maria, der frommen Jungfrau aus
Tempel an Zacharias, dem Priester Davids Hause, zuteil (Lukas 1,
(Lukas 1, 8 - 13). Sie schloss sich 26 - 38). Hier knüpfte der Engel an
sofort an die letzte und höchste der die davidischen Verheißungen an,

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Das Fundament 1/2007

und zwar sofort an die älteste und sein Volk selig machen von ihren
erste, die dem David selbst durch Sünden” (Matthäus 1, 21). Hier
Nathan den Propheten gegeben war von dem Amt und dem Werk
worden war und die den Messias als des Erlösers als solchem die Rede.
Gottes- und Davidssohn bezeichnet Und gerade dies ist das Wichtigste;
hatte (1. Chronik 17, 13; 14; Lu- denn Christus ward nicht Erlöser,
kas 1, 32; 33). „Der wird groß sein um Gottes- und Davidssohn zu
und ein Sohn des Höchsten genannt sein, sondern er trat als Gottes- und
werden, und Gott der Herr wird ihm Davidssohn auf, um Erlöser zu sein.
den Thron seines Vaters David geben” „Jesus” - „Der Herr ist Rettung”
(Lukas 1, 32). Auch hier ist also die - ist darum sein eigentlicher Name,
Engelbotschaft wundersam fein auf und das Erlösersein ist so ganz sein
die Person des empfangenden Men- eigenstes, innerstes Wesen, dass er
schen abgestimmt. den Namen „Erretter” direkt als
menschlichen Personennamen trägt.
Alle drei Engelankündigungen
aber wurden zusammengefasst
3. Christus in der nächtlichen Botschaft der
himmlischen Heerscharen auf dem
der Heiland Hirtenfelde von Bethlehem:
Die dritte Ankündigung ward
„Euch ist heute der Heiland ge-
schließlich dem Joseph gegeben. Er
boren” - das ist die Erfüllung der
kam, trotz seiner davidischen Ab-
Immanuelsweissagung Jesajas
stammung, nicht als Vater, sondern
und der Anordnung des Jesusna-
nur als Pflegevater in Betracht, also
mens an Joseph.
lediglich als gläubiger, bußfertiger
Israelit, nur dazu bestimmt, den „welcher ist Christus der Herr”
Erlöser in sein Haus aufzunehmen. - das ist die Erfüllung der Ma-
Ihm wurde darum gesagt, was der leachibotschaft von dem kom-
Messias für das erlösungsbedürftige, menden „Herrn” und „Gott” an
glaubende Israel sein würde. Er ist Zacharias.
der „Immanuel”, der von Jesaja „in der Stadt Davids” - das ist die
geweissagte „Gott mit uns” (Jesaja 7, Erfüllung der Nathansbotschaft
14; Matthäus 1, 23). „Des Namen vom Davidssohn an Maria.
sollst du ‚Jesu‘ heißen; denn er wird

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Das Erscheinen des Welterlösers

Mit diesem vierfachen Zeug- Die Menschwerdung


nis direkter Himmelsbotschaften
durch Engelmund klang noch
als geschichtliche Tat
harmonisch zusammen ein sie- Gewaltige Bewegungen in der obe-
benfaches, indirektes Geisteszeug- ren Welt müssen dem Erscheinen
nis durch den Mund gläubiger des Gottessohnes auf Erden vor-
Menschen: Zacharias, die Hirten, angegangen sein. Nur wenig lüftet
Simeon und die Weisen aus dem die Schrift den Schleier. Doch
Morgenlande, ferner Elisabeth, teilt sie uns, gleichsam aus einem
Maria und Hanna standen da wie innergöttlichen Zwiegespräch, ein
leuchtende Fackeln am Eingang Wort mit, das der Sohn gerade „bei
der Zeitenwende, welche hinwiesen seinem Eintritt in die Welt” zum
auf den, der da kommen sollte, den Vater sprach: „Schlachtopfer und
„Aufgang aus der Höhe” (Lukas 1, Speisopfer hast du nicht gewollt, wohl
78), den großen Erretter aus Davids aber hast du mir einen Leib bereitet;
Geschlecht. Und zwar priesen: an Brandopfern und Sündopfern hast
du kein Wohlgefallen gefunden. Da
Zacharias - den Besuch Gottes
sprach ich: ‚Siehe, ich komme, in der
(Lukas 1, 68. 78. 76)
Rolle des Buches ist von mir geschrie-
Die Hirten - den Heiland
ben, dass ich tue, o Gott, deinen Wil-
(Lukas 2, 20; vergleiche 11)
len‘” (Hebräer 10, 5-7).
Die Weisen - den König
Und dann geschah das Unbegreif-
(Matthäus 2, 11; vergleiche 2)
liche. Der Sohn verließ des Him-
Simeon - das Licht der Welt
mels Pracht und ward ein Mensch
(Lukas 2, 31. 32).
wie wir. Aus der Ewigkeitsform gött-
Und von den drei Frauen priesen: licher Überweltlichkeit begab er sich
freiwillig in das Verhältnis mensch-
Elisabeth - die Glückseligkeit
licher Innerweltlichkeit. (4) Aus der
(Lukas 1, 41-45)
freien Unbedingtheit und weltre-
Maria - die Barmherzigkeit
gierenden Absolutheit der göttlichen
(Lukas 1, 54. 50; vergleiche 48)
Gestalt trat er ein in die raumzeit-
Hanna
liche Begrenztheit der Kreatur. Das
- die Erlösung (Lukas 2, 38).
ewige „Wort” ward menschliche See-
le und entäußerte sich seiner welt-
umspannenden Herrschergewalt.

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Das Fundament 1/2007

Mag die Gesinnung der Selbstsucht ken auf Erden ist der Wendepunkt
sogar fremdes, unrechtmäßiges Gut alles Werdens, und die Geschichte
als willkommenen „Raub” (Philip- seiner Person ist der wesenhafte
per 2, 6) mit Zähigkeit festhalten: er, Inhalt aller Geschichte. Damit aber
der Urquell der Liebe, sah nicht ein- wird die Menschwerdung Christi
mal seinen ureigenen, rechtmäßigen das In-Erscheinung-Treten des gött-
Besitz, seine göttliche Gestalt und lichen Weltfundaments, der Eintritt
gottgleiche Stellung als unbedingt des Herrn der Geschichte in die
zu behauptendes Gut an, sondern Geschichte selbst und die Krippe
gab ihn dahin, um uns zu erretten. von Bethlehem, in Verbindung mit
Er stieg hinab „in die niederen Ge- Golgatha, wird auf ewig:
genden der Erde” (Epheser 4, 9), um
„Aller Zeiten Wendepunkt,
uns, die Erlösten, dann mit sich und
aller Liebe Höhepunkt,
in sich emporzuheben in die Höhen
alles Heiles Ausgangspunkt,
des Himmels. Gott wurde Mensch,
aller Anbetung Mittelpunkt”
auf dass die Menschen göttlich wür-
(Uhlhorn).
den. Er ward arm um unsertwillen,
auf dass wir durch seine Armut reich
Wie sich aber in Christo diese
würden (2. Korinther 8, 9).
beiden, seine Gottheit und seine
Für die Heilsgeschichte der
Menschheit, in einem vereinen, das
Menschheit aber ist Christi Er-
vermag niemand zu erklären. Das
scheinen die innerste „Sinnmitte”.
Geheimnis seiner Selbsterniedrigung
Was vor ihm geschah, kam ledig-
ist ewig unergründlich. Christus tat
lich im Hinblick auf ihn zustande;
nicht nur Wunder, sondern war sel-
was nach ihm geschieht, wird nur
ber ein Wunder, ja, das Wunder aller
in seinem Namen vollbracht. Wie
Wunder, das Urwunder in Person.
die buntschillernden Farben eines
Begreifen wir doch schon die Zeit
Prismas, trotz aller Verschiedenheit,
nicht; sie ist uns ein Rätsel. Noch
dennoch nur Ausstrahlungen eines
viel weniger begreifen wir die Ewig-
und desselben Lichtes sind, so wird
keit; sie ist uns erst recht ein Rätsel.
auch die Offenbarungsgeschichte
Wie können wir da das Rätsel der
mit all ihren Haushaltungen von
Rätsel begreifen, die Vereinigung
einem einheitlichen Lebensprinzip
dieser beiden entgegengesetzten
getragen. Christus der Mittler ist
Geheimnisse, den „Schnittpunkt”
der Eckstein des Ganzen. Sein Wir-

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Das Erscheinen des Welterlösers

dieser zwei „Parallelen” in der Zeit den an sich, was für den Sohn des
(!), die organisch-harmonische Höchsten jene unendliche Ernied-
Verbindung von Unendlichkeit rigung bedeutete, sondern das Ein-
und Endlichkeit, von Gottheit und gehen in die Form der unverklärten,
Menschheit in einer Person, in Jesus unter den Folgen der Sünde stehen-
von Nazareth! (5) Nein, hier bleibt den Menschheit (Römer 8,3 (6));
uns nur das eine Bekenntnis übrig: denn wenn schon das Menschsein als
solches eine Erniedrigung des Sohnes
„Wenn ich dies Wunder fassen will,
Gottes gewesen wäre, dann hätte ja
So steht mein Geist vor Ehrfurcht still.
seine Erhöhung nicht etwa in einer
Er betet an, und er ermisst,
Verklärung, sondern in der völligen
Dass Gottes Lieb‘ unendlich ist”
Ablegung seines ganzen mensch-
(Gellert).
lichen Wesens bestehen müssen!
Und doch ist es die klare Lehre der
Heiligen Schrift, dass Jesus in seiner
Erhöhung die Form der Menschheit
Menschwerdung und behalten habe (7), dass also seine Auf-
Auferstehung erstehung und Himmelfahrt nichts
Geringeres in sich schlössen als die
Um aber die Heilsbedeutung der Verewigung seines Menschseins in
Menschwerdung noch lebendiger zu verklärter, verherrlichter Form, wenn
schauen, müssen wir sie im Zusam- auch in einer uns völlig unvorstell-
menhang mit der Auferstehung des baren Weise! Er ging zwar ein in die
HERRN betrachten, und zwar hier „Knechtsgestalt” (Philipper 2, 7) der
unter einem dreifachen Gegensatz: erniedrigten Menschheit; doch durch
1. Erniedrigung und Erhöhung sein Erlösungswerk erhöhte und ver-
klärte er sie so, dass sie selbst zu sei-
2. Heilserwerbung und
ner eigenen Herrlichkeit als des zur
Heilsvollendung
Rechten des Vaters Sitzenden keinen
3. Geschichtliche Form und Widerspruch oder Gegensatz mehr
ewige Idee bilden kann. Denn die Herrlichkeit
des verklärten Menschen Christus
1. Denn in der Tat! Trotz alles Her-
Jesus im Himmel ist gewiss keine
absteigens aus Himmelshöhen war
geringere als die, welche das ewige
es nicht eigentlich das Menschwer-
„Wort” vor seiner Menschwerdung

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Das Fundament 1/2007

gehabt hat. Sagt er doch selbst: insofern ist dieses eine Verklärung
„Verherrliche du mich, Vater, bei dir seiner Person als des Erlösers; doch
selbst mit der Herrlichkeit, die ich er ward erniedrigter Mensch, um
schon bei dir besessen habe, ehe die auf dem Wege der Stellvertretung
Welt war” (Johannes 17, 5). für die Sünder die Herrlichkeiten
dieses letzten Adam durch Leiden
2. Aber noch mehr. Dies ewige
zu erlangen. Das war die geschicht-
Menschbleiben des Sohnes Gottes
liche Form seines Kommens in die
ist sogar unerlässliche Bedingung
Welt; und in dieser Hinsicht war es
für die Vollendung und Bewahrung
eine Selbstentäußerung und Entlee-
seines Werkes. Denn nur als verherr-
rung seiner Herrlichkeit.
lichter Mensch konnte er der „letzte
Aber die geschichtliche Form war
Adam” (Römer 5, 12 - 21; 1. Korin-
nur der Weg zur Verwirk lichung der
ther 15, 21 - 22; 45) und das erhöhte
ewigen Idee. Er kam, um zu dienen
„Haupt” (Epheser 4,15; Kolosser 2,
und sein Leben zu geben als ein
19) des „neuen Menschen” (Epheser
Lösegeld für viele (Matthäus 20, 28)
2, 15), des von ihm erlösten Mensch-
und um so, durch seine „Stunde”
heitsorganismus, seiner Gemeinde,
von Golgatha (Johannes 12, 27), die
sein. Nur so konnte das „In-Chris-
für die Ewigkeit zu erretten, die sich
to-Sein” der Geretteten, die orga-
von ihm zur Buße rufen (Matthäus
nische Lebensgemeinschaft der
9, 13), suchen und finden lassen
„Glieder” (1. Korinther 12, 12. 27)
würden (Lukas 19, 10). In uns aber
seines „Leibes” (Epheser 1, 23;
gewinnt, durch unser Eingegliedert-
4, 16; Kolosser 1, 24) mit ihm, dem
sein in ihn, unser Leben (Kolosser 3,
Haupte, ermöglicht werden. Darum
4), der himmlische Christus immer
ist das Menschbleiben Christi ein
sieghafter Gestalt; und so kommt
wesenhaft notwendiges Stück seiner
es zu einer fortlaufenden „Mensch-
Erhöhung, und erst durch die Auf-
werdung” seines heiligen Wesens
erstehung und Himmelfahrt wird
in uns, seinen Erlösten (2. Petrus
das Wunder von Bethlehem in das
1, 4), und „die Menschwerdung
rechte, biblische Licht gestellt.
des Sohnes als der Mittelpunkt der
3. Christus ward Mensch, um Geschichte wird zugleich auch der
„letzter Adam” sein zu können. Mittelpunkt unserer persönlichen
Das ist die ewige Grundidee seines Lebensgeschichte und der Ziel-
Erscheinens in der Kreatur, und punkt der Zukunft”. 

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Das Erscheinen des Welterlösers

Anmerkungen deutlich gelehrt in Johannes 8, 58; 17, 5;


1
2. Korinther 8, 9; griech. ptochos. Philipper 2, 6 - 8, wo dem vor weltlichen Got-
2
Johannes 1, 14; griech. eskenosen = „zeltete“ tessohn ein wollendes Handeln zugeschrie-
3
Jahwe (Jehova) - Zebaoth. ben wird, was eine nur „ideale” Präexistenz
4
Die Tatsache der persönlich bewussten, ausschließt. Vergleiche ferner die Stellen, die
metaphysisch realen Präexistenz Christi wird vom „Senden“ des Sohnes und seinem „Aus-
gehen” vom Vater handeln. Ferner Micha 5,
1; Johannes 1, 14.(1 - 5); Hebräer 10, 5 - 6.
5
Wie unzureichend hier alle, selbst die best-
gemeinten Spekulationen sind, haben die

„christologischen” Streitigkeiten des 4. bis 7.


Jahrhunderts zur Genüge bewiesen, und zwar
sowohl die Auseinandersetzungen über das
„intertrinitarische” Verhältnis des ewigkeit-
lichen Logos zu Gott (Arius) wie auch die „
monophysitischen” und „monotheletischen”
Kämpfe über das innermenschliche Verhältnis
der göttlichen und menschlichen „Natur” im
fleischgewordenen Gottessohn (Apollinaris,
Nestorius, Eutyches).
6
Zwar kam er nicht in das „sündige Fleisch”,
wohl aber „in GleichgestaIt des Fleisches der
Sünde” (Römer 8, 3).
7
Johannes 20, 15.25; Lukas 24, 13ff.; 36 - 43;
Apostelgeschichte 1, 11; Offenbarung 1, 13;
Philipper 3, 21; Hebräer 6, 20, vergleiche 2,
17 - 18. - Vergleiche S. 48f.
Rettung von oben

43 43
DCTB e.V., Postfach 11 22, 70807 Korntal-Münchingen
Postvertriebsstück E 1701 F, Deutsche Post AG, „Entgelt bezahlt„

Bei Änderung der Anschrift bitte Rücksendung dieses Abschnittes mit neuen Angaben.

Darin ist Wir


erschienen wünschen
die Liebe unseren
Gottes unter Freunden
uns, dass frohe und
Gott seinen besinnliche
eingeborenen Christfesttage
Sohn gesandt sowie viel Kraft
hat in die Welt, und Zuversicht
damit wir durch für das Jahr
ihn leben sollen. 2007.
1. Johannes 4,9
Ihre Mitarbeiter
im DCTB