Hamas jagt eigenes Volk • 12

Europa: Juden schuld an Finanzkrise • 22

Nr. 4 – April 2009

Der trockenste Winter in Israels Geschichte
Ende Februar erlebte Israel das erste Sturmtief des Winters. Obwohl es mehrere Tage ununterbrochen regnete, macht das die Rückstände nicht wett. Israel steckt offiziell in seinem schwersten Dürrejahr. Da die Reserven ohnehin angegriffen sind, kommt das einer Katastrophe gleich. Seite 25

BETH-SHALOM

Israelkonferenz

20. - 21. Juni 2009

Zukunft Die
Redner
Prof. Dr. Jacob Thiessen ist an der STH Basel Rektor und Dozent für Neues Testament

zu speziellen Israel-Vorträgen ein. Hat Israel eine Zukunft? Wer garantiert das? Was sagt Gottes Wort dazu? Kommen Sie und hören Sie selbst. Programm Samstag, 20. Juni, 16:00
Fredi Winkler, Dr. Mordechai Waron
• Die Vorträge werden musikalisch umrahmt • In den Pausen bieten wir Ihnen ein reichhaltiges Angebot an israelischen Produkten und kostenlose Verpflegung mit orientalischen Spezialitäten • Es gibt auch ein besonderes Kinderprogramm mit Hans-Jürgen Braun und seinem rollenden Kindertreff

Norbert Lieth gehört dem Vorstand des Mitternachtsrufs an. Seine Botschaft beinhaltet die biblische Prophetie und Israel

Samstag, 20. Juni, 19:30
Prof. Dr. Jacob Thiessen

Sonntag, 21. Juni, 10:00
Norbert Lieth

Fredi Winkler ist Leiter des BethShalom-Gästehauses in Haifa, Israel. Er ist zudem israelischer Reiseleiter Dr. Mordechai Waron, ehemaliger Chefarzt des AssafHarofeh-Krankenhauses in Israel

Sonntag, 21. Juni, 14:30
Prof. Dr. Jacob Thiessen

Veranstaltungsort
Zionshalle Ringwiesenstrasse 15 CH 8600 Dübendorf www.mitternachtsruf.ch

EDITORIAL

Liebe Israelfreunde
Die bekannteste Ansicht von Jerusalem ist wohl der Blick auf die Stadt vom Ölberg aus. Was für ein überwältigender Anblick muss es einst gewesen sein, als man von Bethanien über den Ölberg ging und einen ersten Eindruck von der Stadt und dem Tempel hatte! Die Jünger Jesu waren jedenfalls stark beeindruckt von dieser Szenerie, als einer von ihnen zu ihrem Meister sagte: «Siehe, welche Steine und welch ein Bau ist das! Doch Jesus antwortete: Siehst du wohl diesen grossen Bau? Nicht ein Stein wird auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen werde» (Mk 13,1-2). Tatsächlich hat man vom Heiligtum selbst bis heute keinen einzigen Stein gefunden, sondern nur Überreste der Einfriedungsmauern, die Herodes errichten liess, um die Vorhöfe des Tempels zu vergrössern. Heute steht vom Ölberg aus gesehen in der Mitte des Tempelplatzes die goldene Kuppel des muslimischen Felsendoms, genau an der Stelle, an der sich einst der Tempel befand. Für viele Menschen stellen Fotos und Ansichtskarten mit diesem Motiv ein Ärgernis dar. Doch wir können heute mit derselben Gewissheit wie damals Jesus sagen: Es wird hier kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen wird. Dabei stellen sich uns die gleichen Fragen wie damals den Jüngern, nämlich: Wann wird das geschehen? Was werden die Vorzeichen sein? Vom Ölberg aus sieht man jedoch noch etwas anderes, das zwar weniger auffallend ist als die goldene Kuppel des Felsendoms, dafür aber auch ein geringeres Ärgernis darstellt. Es handelt sich um das goldene Tor. Nach jüdischer Tradition soll der Messias bei Seiner Ankunft durch das östliche Tor zum Tempel ziehen. Diese Überlieferung stützt sich auf Sacharja 14,4 und Hesekiel 44,2-3. Für uns als Christen ist Er bereits gekommen, und zwar durch das goldene Tor. Am Palmsonntag zog Jesus von Bethanien aus auf einem Esel reitend durch dieses Tor zum Tempel, so wie Gott es durch den Propheten in Sacharja 9,9 vorausgesagt hatte. Deshalb ist das goldene Tor eine Ermutigung für diejenigen, die darauf warten, dass sich die Verheissung über Seine Rückkehr erfüllt. Man hat es zwar zugemauert, angeblich um das Kommen des Messias zu verhindern, aber dieses verschlossene Tor wirkt beim Blick auf Jerusalem wie ein Mahnmal für die ablehnende Haltung der Menschen gegenüber dem König der Wahrheit. Zu Pilatus sagte Jesus: «Ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit zeugen soll» (Joh 18,37). Damals weinte Jesus auf dem Ölberg über Jerusalem, weil die Stadt Ihn und das, was zu ihrem Frieden gedient hätte, nicht erkannte. Heute beobachten wir, dass die Welt sich dem König der Wahrheit gegenüber immer stärker verschliesst und nicht mehr erkennen will, was zu ihrem Frieden dient. Doch Jesus verkündete vor Pilatus eine weitere, verheissungsvolle und tiefe Wahrheit, als Er sagte: «Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.» In der bedingungslosen und ungeteilten Liebe zur Wahrheit liegt die Verheissung zum ewigen Heil! In dieser Liebe zum König der Wahrheit mit Ihnen verbunden grüsse ich Sie zum Fest Seiner Auferstehung mit einem herzlichen Shalom. Ihr Fredi Winkler

Ärger mit der Hamas. Seite 13

«Meine Seele ist jüdisch.» Seite 30

Biblische Botschaft
4 Die Klagelieder Jeremias

Jeschua und Israel
9 Messianische Juden im Licht der Öffentlichkeit

Hintergrundinformationen aus Israel
10 Die 18. Knesset einmal anders betrachtet 11 Neuer befristeter Waffenstillstand 12 Bruderkrieg geht weiter 13 Sich selbst zwischen zwei Stühle bugsiert 14 Israelische Software für palästinensische Krankenhäuser 18 Zunehmender Unmut in der arabischen Welt 19 Der absurde Vorschlag, mit der Hamas zu reden 20 Beängstigende Zunahme von Antisemitismus! Doch warum sagt keiner etwas? 22 Europa: 31 Prozent geben Juden Schuld an Finanzkrise 24 Der Mann an Obamas Seite 25 Der trockenste Winter in Israels Geschichte 27 Gesundes aus der Bibel neu entdeckt 27 Zitronenstrauch wirkt Krebs entgegen 28 Strahlenfreie Lungenuntersuchung 29 Zweitmeinung per Internet einholen 30 «Meine Seele ist jüdisch» 31 Der «Cat-Bot»

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DIE BIBLISCHE BOTSCHAFT
Nachrichten aus Israel • 4/2009

Die Hölle ist kein Fantasiegebilde aus Dantes Göttliche Komödie, sondern erschreckende Realität

Die Klagelieder

Samuel Rindlisbacher
Das Buch der Klagelieder ist das persönliche Zeugnis Jeremias, ein Gang durch die tiefen Täler einer Seele, die um Gottes Volk ringt, einer Seele voller Kummer und Schmerz. Es beschreibt einen Abgrund der Not und des Elends, verursacht durch die bewusste und willentliche Auflehnung gegen Gott. Jeremia erlebte die Belagerung, Eroberung und Zerstörung Jerusalems persönlich mit. Er beweinte das schreckliche Geschehen in seiner Stadt Jerusalem, weinte um ihr Schicksal und war entsetzt über die Bestialität, die er miterleben musste. Dazu war er voller Trauer und Bestürzung über die Sünde seines Volkes und er rief zum lebendigen Gott: «Verschliesse dein Ohr nicht vor meinem Seufzen, vor meinem Hilferuf!» (Klgl 3,56). Der Autor der Klagelieder. Der Schreiber wird nirgends namentlich genannt. Dennoch sind sich die Ausleger einig, dass Jeremia aufgrund der vielen historischen Hinweise, des Schreibstils,

Jeremias
Als Gottes Gericht über Jerusalem kam und der babylonische König die Stadt eroberte, war das für Israel wie die Hölle. Jeremia hält dieses Empfinden in den Klageliedern fest. Lesen Sie aus dieser Geschichte Israels über die Parallelen zur Hölle und darüber, was das Buch uns zu sagen hat.
der Wortwahl und der tiefen Emotionen der Verfasser ist. Dazu kommt, dass Jeremia Augenzeuge der ganzen Tragödie Jerusalems war. So war er ein Miteingeschlossener, als Nebukadnezar II. 588-586 v.Chr. Jerusalem belagerte und sich Hunger und Pest ausbreiteten. Jeremia sah auch mit eigenen Augen, wie Jerusalem schliesslich eingenommen wurde. Sachlich protokollierte er in Jeremia 39,1-2: «Es geschah, dass Jerusalem eingenommen wurde. Im neunten Jahr Zedekias, des Königs von Juda, im zehnten Monat, war Nebukadnezar, der König von Babel, mit seinem ganzen Heer nach Jerusalem gekommen und hatte die Belagerung begonnen; und im elften Jahr Zedekias, am neunten Tag des vierten Monats, brach man in die Stadt ein.» Im Buch der Klagelieder bricht allerdings Jeremias Seele durch. Da kommt das ganze Elend zum Vorschein. Jeremia litt wie alle anderen Hunger. Er sah, wie einer nach dem anderen durch die Pest dahingerafft wurde. Er war Augenzeuge, als das Schwert seinen blutigen Tribut forderte. Er klagt: «Auf den Strassen liegen am Boden hingestreckt Knaben und Greise; meine Jungfrauen und meine jungen Männer, sie sind durchs Schwert gefallen»

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(Klgl 2,21). Jeremia beschreibt die völlig verzweifelten Menschen, die nicht einmal mehr vor Kannibalismus zurückschreckten: «Die Hände barmherziger Frauen haben ihre eigenen Kinder gekocht; sie dienten ihnen zur Nahrung beim Zusammenbruch der Tochter meines Volkes» (Klgl 4,10). All dieses Elend liess den Propheten nicht kalt: «Darum weine ich, und mein Auge, ja, mein Auge zerfliesst in Tränen, weil der Tröster fern von mir ist, der meine Seele erquicken sollte» (Klgl 1,16). «Mein Auge tränt unaufhörlich und kommt nicht zur Ruhe» (Klgl 3,49). Die Ursache des Problems. Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Jerusalem ein Trümmerhaufen, die Stadt, von der wir lesen: «Jerusalem ist gebaut als eine Stadt, in der man zusammenkommen soll» (Ps 122,3), oder: «Gelobt sei der Herr aus Zion, der zu Jerusalem wohnt!» (Ps 135,21). Doch nun war diese Stadt nur noch ein Haufen Steine. Der Tempel wurde ein Raub der Flammen und die Menschen starben entweder an der Pest, wurden ermordet, vertrieben oder in die Sklaverei verschleppt. Warum das alles? Die Klagelieder geben eine unmissverständliche Antwort: «Der Herr ist gerecht; denn ich bin widerspenstig gewesen gegen sein Reden» (Klgl 1,18), und: «Wir sind abtrünnig und widerspenstig gewesen» (Klgl 3,42). Im gleichen Atemzug wendet sich Jeremia auch uns zu: «Hört doch zu, alle Völker, und schaut an meinen Schmerz! Meine Jungfrauen und meine jungen Männer mussten in die Gefangenschaft ziehen» (Klgl 1,18). Wir sollten aus den Fehlern Israels lernen und die Reden Gottes nicht einfach ungehört verhallen lassen! Um der Tragödie Israels auf den Grund zu gehen, müssen wir in der Geschichte

800 Jahre zurückblättern. Dort begegnen wir dem greisen Führer Josua, kurz vor seinem Tod. Noch einmal ruft er sein Volk zu sich: «Es geschah nach langer Zeit, als der Herr Israel Ruhe verschafft hatte vor all seinen Feinden ringsum und Josua alt und wohlbetagt war, da rief Josua ganz Israel zu sich, seine Ältesten, Häupter, Richter und Vorsteher, und er sprach zu ihnen: Ich bin nun alt und wohlbetagt; ihr aber habt alles gesehen, was der Herr, euer Gott, getan hat an allen diesen Völkern um euretwillen; denn der Herr, euer Gott, hat selbst für euch gekämpft. Seht, ich habe euch diese übrig gebliebenen Völker durch das Los zugeteilt, jedem Stamm sein Erbteil, vom Jordan an, und alle Völker, die ich ausgerottet habe bis an das grosse Meer, wo die Sonne untergeht. Und der Herr, euer Gott, er selbst wird sie vor euch ausstossen und vor euch vertreiben, und ihr werdet ihr Land einnehmen, wie es der Herr, euer Gott, euch verheissen hat» (Jos 23,1-5). Eine ernste Warnung. «Aber es wird geschehen: Wie nun jedes gute Wort über euch gekommen ist, das der Herr, euer Gott, euch verheissen hat, so wird der Herr auch jedes schlimme Wort über euch kommen lassen, bis er euch vertilgt hat aus diesem guten Land, das der Herr, euer Gott, euch gegeben hat. Wenn ihr den Bund des Herrn, eures Gottes übertretet, den er euch geboten hat, und hingeht und anderen Göttern dient und sie anbetet, so wird der Zorn des Herrn über euch entbrennen, und ihr werdet bald vertilgt sein aus dem guten Land, das er euch gegeben hat!» (Jos 23,15-16). Als letztes Vermächtnis legte Josua Israel Segen und Fluch vor. Das Volk sollte sich entscheiden. Entweder für oder gegen Gott. Leider entschied es sich für den Weg des Ungehorsams und damit für den Fluch. Dabei erweist sich

ein altes Sprichwort als sehr zutreffend: «Gottes Mühlen mahlen langsam, aber trefflich fein!» Denn Israel hatte über Jahre hinweg Gottes Reden in den Wind geschlagen. Es hatte seine geistlichen Ohren taub gemacht und in mutwilliger Sünde gelebt. Nun war diese Saat aufgegangen. Auch wir sollten uns bewusst sein, dass wir Gottes Reden ebenfalls missachten und dem Mahnen des Heiligen Geistes widerstehen können. Selbst die Ratschläge der Ältesten der Gemeinde und anderer Gläubigen können wir ausser Acht lassen. Doch wer Wind sät, wird Sturm ernten. Über Israel braute sich ein fürchterlicher Sturm zusammen! Die Bibel sagt uns in einem anderen Zusammenhang: «Irrt euch nicht: Gott lässt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten. Denn wer auf sein Fleisch sät, der wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird vom Geist ewiges Leben ernten. Lasst uns aber im Gutestun nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht ermatten» (Gal 6,7-9). Und so war Israel nun dabei, das zu ernten, was es gesät hatte. Jeremia sagt dementsprechend: «Die Krone ist uns vom Haupt gefallen. Wehe uns, wir haben gesündigt! Darüber ist unser Herz krank geworden, und unsere Augen sind trübe» (Klgl 5,16-17). Die Zerstörung Jerusalems und das unsägliche über sie hereingebrochene Leid hatte seine Ursache darin, dass das Volk nicht mehr auf Gottes Wort hörte. Die Wirklichkeit der Hölle. Wer das Buch der Klagelieder durchliest, muss feststellen: Die Hölle ist kein Fantasiegebilde aus Dantes Göttliche Komödie, sondern erschreckende Realität. Hier

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DIE BIBLISCHE BOTSCHAFT
Nachrichten aus Israel • 4/2009

begegnen wir einem richtenden und strafenden Gott. «… wie hat doch der Herr in seinem Zorn die Tochter Zion in Wolkendunkel gehüllt! … Der Herr hat vertilgt und nicht verschont … in seinem Grimm hat er niedergerissen … In seinem grimmigen Zorn schlug er … Der Herr ist wie ein Feind geworden; er hat Israel vertilgt … er hat der Tochter Juda viel Seufzen und Wehklage bereitet!» (Klgl 2,1-5). Hier ist Gott der heilige, wahrhaftige, gerechte und strafende Richter. Wird nicht diese Seite Gottes heute oft unterschlagen? Gott ist es, der diejenigen in die Hölle werfen wird, die das Opfer Seines Sohnes nicht angenommen haben, sagt doch Jesus Christus: «Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der nach dem Töten Macht hat, in die Hölle zu werfen; ja, sage ich euch, diesen fürchtet!» (Lk 12,5). Dieser Gott wird uns wie folgt beschrieben: «Ich sah einen grossen weissen Thron und den, der darauf sass; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde kein Platz für sie gefunden. Und ich sah die Toten, Kleine und Grosse, vor Gott stehen, und es wurden Bücher geöffnet, und ein anderes Buch wurde geöffnet, das ist das Buch des Lebens; und die Toten wurden gerichtet gemäss ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand. Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod. Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen» (Offb 20,11-15). Über diesen Gott sagt uns das Alte Testament: «Den Herrn der Heerscharen, den sollt ihr heiligen! Er sei eure Furcht, und er sei euer Schrecken!» (Jes 8,13). Paulus schreibt: «In dem Bewusstsein, dass der Herr zu fürchten ist, suchen wir daher die Menschen zu überzeugen» (2.Kor 5,11). Wer die Hölle verschweigt, leugnet die Worte Jesu: «… die Hölle … das unauslöschliche Feuer, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt» (Mk 9,43-44). Die Klagelieder zeigen uns ansatzweise und bildhaft, was Hölle bedeutet! Der Ausweg am Kreuz von Golgatha. Wäre hier nun ein Schlusspunkt, müssten wir alle verzweifeln! Dass die Hölle Realität ist, kann man nicht wegdiskutieren. Doch gerade deswegen sagt Gott: «So wahr ich lebe, spricht Gott, der Herr: Ich

habe kein Gefallen am Tod des Gottlosen, sondern daran, dass der Gottlose umkehre von seinem Weg und lebe! Kehrt um, kehrt um von euren bösen Wegen! Warum wollt ihr sterben, o Haus Israel?» (Hes 33,11). Gott hat einen Ausweg geschaffen. Dieser Ausweg ist das Kreuz von Golgatha! Denn dort, an diesem Kreuz, ging die Liebe Gottes in der Person Jesu Christi für Sie und mich durch die Hölle. Ja, auf Golgatha wurde die Hölle für diejenigen Menschen, die dieses Geschehen für sich persönlich in Anspruch nehmen, aufgehoben. Hölle bedeutet, Gott zum Feind zu haben! Hat nicht Jesus Christus genau das am Kreuz für mich durchlitten? «Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich ver-

die an Ihn glauben, auf sich genommen. Die Bibel sagt: «Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet …» (Joh 3,16-18). Auf Menschen, die das für sich persönlich in Anspruch nehmen, hat die Hölle ihren Anspruch verloren! Doch Vers 18 geht weiter: «… wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.» So gibt es für jeden, der Jesus Christus und Sein Erlösungswerk von Golgatha ablehnt, keinen anderen Ort als die Hölle. Quo vadis Israel? Kehren wir noch einmal zu den Klageliedern zurück. Jeremia schildert die Situation der Eingeschlossenen während der Belagerung durch die Babylonier und die daraus resultierenden schrecklichen Ereignisse. Damit gibt dieses Buch leider auch einen tragischen, geschichtlichen Abriss über das Volk Israel in den letzten 2 500 Jahren wieder. Denn stets wurden die Juden verfolgt, vertrieben und umgebracht. Waren es in der alten Zeit die Assyrer, Babylonier und Römer, die sich an Gottes Volk vergriffen, kamen in der neueren Zeit die Byzantiner, der aufstrebende Islam, die Kreuzzüge, die Inquisition, die Pogrome und Gettoisierung und die Gräuel des Holocaust. Wo die Juden waren, wurden sie meistens verfolgt und gehasst. Traf ein Unglück die Stadt, waren die Juden schuld. Brach die Pest aus, hatten die Juden die Brunnen vergiftet. Ist es heute anders? Seit 1948 haben die Juden wieder einen eigenen Staat. Doch sind sie deswegen zur Ruhe gekommen? Nein! Vielmehr sprechen sich Länder wie der Iran öffentlich für die Auslöschung des Judenstaates aus – ohne entsprechende Reaktionen der Weltgemeinschaft. Die Hamas unterdrückt das eigene Volk, missbraucht die Zivilbevölkerung und beschiesst gleichzeitig täglich den jüdischen Staat mit Raketen. Doch nicht die Hamas wird als das Problem gesehen, sondern Israel als Hindernis für den Frieden. Kaum wehren sich die Juden, sind sie die Kriegstreiber. Verhalten sie sich ruhig, wird ihnen dies als Schwäche ausgelegt. Ja, Israel geht durch die Hölle und es ist so, wie es Jeremia sagt: «Die mich ohne Ursache hassen, stellten mir heftig

Hölle bedeutet, Gott zum Feind zu haben!
lassen?» (Mt 27,46). Hölle ist, von Gott verlassen zu sein. Das hat Jesus auf sich genommen: «Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne» (Ps 22,2). Hölle ist das Schweigen Gottes. Auch das hat Jesus am eigenen Leib erfahren: «Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht» (Ps 22,3). Hölle ist ohne Trost. Man hat niemanden, der einem die Tränen abwischt. Jesus klagte in Gethsemane: «Könnt ihr also nicht eine Stunde mit mir wachen?» (Mt 26,40). Hölle ist totale Dekadenz. Jesus hat sie für Sie und mich durchlitten: «Da spuckten sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten; andere gaben ihm Backenstreiche» (Mt 26,67). Doch Hölle ist auch völlige Schamlosigkeit und Perversion. Jesus hat sie für Sie und mich ausgehalten: «Nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider und warfen das Los darüber … die Inschrift, die seine Schuld anzeigte, war darüber geschrieben: ‹Der König der Juden›. Und mit ihm kreuzigten sie zwei Räuber, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken. … Und die Vorübergehenden lästerten ihn … Gleicherweise spotteten aber auch die obersten Priester untereinander samt den Schriftgelehrten … Auch die, welche mit ihm gekreuzigt wurden, schmähten ihn» (Mk 14,24.26-27.29.31-32). Diese Hölle hat Jesus Christus für Sie und mich durchlitten! Ja, Er hat diese Hölle, die Strafe für unsere Sünden, für alle,

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nach wie einem Vogel; sie wollten mich in der Grube ums Leben bringen und warfen Steine auf mich» (Klgl 3,52-53). Und so bleibt Gottes Volk – mitten im Gang durch diese irdische Hölle – die eine Hoffnung, von der Jeremia schreibt: «Dieses aber will ich meinem Herzen vorhalten, darum will ich Hoffnung fassen: Gnadenbeweise des Herrn sind’s, dass wir nicht gänzlich aufgerieben wurden, denn seine Barmherzigkeit ist nicht zu Ende; sie ist jeden Morgen neu, und deine Treue ist gross! Der Herr ist mein Teil! spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. Der Herr ist gütig gegen die, welche auf ihn hoffen, gegen die Seele, die nach ihm sucht. Gut ist’s, schweigend zu warten auf die Rettung des Herrn. … Denn der Herr wird nicht auf ewig verstossen; sondern wenn er betrübt hat, so erbarmt er sich auch nach der Fülle seiner Gnade!» (Klgl 3,21-26.31-32). Möge die Zeit der sichtbaren Gnadenbeweise Gottes doch bald anbrechen. Dies wird dann sein, wenn Jesus Christus, der auch für Israel durch die Hölle ging, sich Seinem Volk auf dem Ölberg offenbart: «Der Herr wird zuerst die Zelte Judas erretten, damit der Stolz des Hauses David und der Stolz der Bewohner Jerusa-

lems sich nicht über Juda erhebt. An jenem Tag wird der Herr die Einwohner Jerusalems beschirmen, sodass an jenem Tag der Schwächste unter ihnen sein wird wie David, und das Haus David wie Gott, wie der Engel des Herrn vor ihnen her. … Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgiessen, und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben, ja, sie werden um ihn klagen, wie man klagt um den eingeborenen Sohn, und sie werden bitterlich über ihn Leid tragen, wie man bitterlich Leid trägt über den Erstgeborenen!» (Sach 12,7-8.10). Und das soll unser Gebet sein: Herr Jesus komme bald – zur Entrückung der Gemeinde, zur Erlösung Israels und zur Verherrlichung Deines Namens! Wählen Sie das Leben! Es ist eines der Ziele der Klagelieder, uns die schreckliche Konsequenz der Sünde vor Augen zu malen, uns gleichzeitig aber auch das Angebot der Versöhnung und Vergebung aufzuzeigen. Gerade auch um uns vor der Hölle zu warnen, hat Gott uns dieses Buch gegeben. Es soll uns mit seinen eindringlichen Worten und

der ganzen Tragik vor noch viel Schlimmerem warnen; nämlich vor der ewigen Verlorenheit. Dabei ist gut verständlich, dass manche Menschen über all dem Grauen der Klagelieder nur noch den Kopf schütteln. Doch hören wir, was Jeremia gerade jenen Menschen zuruft: «Was beklagt sich der Mensch, der noch am Leben ist? Es hätte sich wahrlich jeder über seine Sünde zu beklagen! Lasst uns unsere Wege prüfen und erforschen und umkehren zum Herrn! Lasst uns unsere Herzen samt den Händen zu Gott im Himmel erheben!» (Klgl 3,39-41). Vergessen wir nicht: Gott will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehre und lebe (Hes 18,32). Damit sind wir aufgefordert, uns zu entscheiden. Die ganze Bibel zeigt es klar auf: Entweder für Jesus und damit für das ewige Leben oder aber gegen Jesus und für die ewige Verdammnis. Die Bibel kennt keinen «goldenen Mittelweg». Es gibt nur ein Entweder-oder. Wählen Sie das Leben, wählen Sie Jesus Christus, der für Ihre Sünden am Kreuz von Golgatha gestorben, am dritten Tag aus den Toten auferstanden ist und von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt! ■

Dr. Arnold G. Fruchtenbaum

Dr. Arnold G. Fruchtenbaum

Dr. Arnold G. Fruchtenbaum

Dr. Arnold G. Fruchtenbaum

Dr. Arnold G. Fruchtenbaum

Das Buch Ruth
Dieses Buch ist der 3. Band einer neuen Kommentarreihe von Dr. Arnold G. Fruchtenbaum. Der Autor ist ein «Hebräerchrist». Als solcher erklärt er das Buch Ruth vom messianisch-jüdischen Hintergrund her. • Gebunden, 120 Seiten Bestell-Nr. 17049 CHF 24.90, EUR 14.50

Der Hebräerbrief
Vers für Vers legt Dr. Fruchtenbaum den Hebräerbrief aus, wobei er das Thema aus messianisch-jüdischer Perspektive angeht. Eine ideale Lektüre zum umfassenden Verständnis dieses Briefes. • Gebunden, 272 Seiten Bestell-Nr. 17046 CHF 33.50, EUR 19.50

Der Jakobusbrief
Zum einen zeigt der Autor den roten Faden auf, der sich durch den Brief zieht. Zum andern bleibt Dr. Fruchtenbaum durchgehend seinem Auslegungsprinzip treu. Auf diese Weise leuchtet die Botschaft des Jakobusbriefes ganz neu auf. • Gebunden, 158 Seiten Bestell-Nr. 17045 CHF 24.90, EUR 14.50

Die Petrusbriefe und Judas
Die beiden Petrusbriefe und der Judasbrief legen wichtige Erkennungsmerkmale von Irrlehrern dar. Eine grossartige Hilfe zum Bibelstudium – nicht nur für Verkündiger, sondern für alle interessierten Christen. • Gebunden, 190 Seiten Bestell-Nr. 17051 CHF 28.–, EUR 16.50

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HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 4/2009

Israelreisen 2009
Erleben Sie mit uns eine Reise ins Land der Bibel
Israel und Petra/Jordanien 13.10. – 25.10.09

Beth-Shalom Jugendreise Beth-Shalom Herbstreise
Israel für junge Leute 26.07. – 07.08.09

m rogram ! P neuesiger Preis günst

• Erlebnisreiche Rundreise durchs Land • Baden im Mittelmeer und im Toten Meer • Besondere Attraktionen speziell für junge Leute!
Preise Pauschalarrangement mit Flug

• Abwechslungsreiche Rundreise durchs ganze Land vom Golan bis nach Eilat • Eintägiger Ausflug nach Petra/Jordanien • Baden in allen Meeren: Mittelmeer, Totes Meer, Rotes Meer
Preise Pauschalarrangement mit Flug ab Zürich CHF 3’459.–, EUR 2’229.– ab Frankfurt EUR 2’169.– Einzelzi.-Zuschlag CHF 929.–, EUR 599.–

ab Zürich CHF 2’560.–, EUR 1’690.– ab Frankfurt EUR 1’630.–

Anmeldung
Hiermit melde ich mich verbindlich zu dieser Reise an. Selbstverständlich nehme ich, wenn irgendwie möglich, am ganzen Programm teil! Bitte füllen Sie diesen Anmeldeschein vollständig und in Blockschrift aus – gewünschte Buchung bitte ankreuzen ● ✗

● Herr ● Frau
Name Vorname Strasse Zusatz Geb.-Datum Reisepass-Nummer Reisepass-Ausstellungsdatum Reisepass-Ausstellungsort Reisepass gültig bis Kirchen- oder Gemeindezugehörigkeit Im Doppelzimmer mit Ort/Datum Unterschrift Geb.-Ort

● Jugendreise: 26.7. – 7.8.2009 ● Herbstreise: 13.10. – 25.10.2009 ● Flug ab Zürich ● Flug ab Frankfurt ● Einzelzimmer ● Zusatzwoche Gästehaus Beth-Shalom ● Einzelzimmer während Zusatzwoche ● Rail & Fly (Deutsche Bundesbahn) EUR 75.–
Zubringerflüge nach Frankfurt auf Anfrage

PLZ/Wohnort Land Telefon privat Telefon Geschäft E-Mail Beruf

Einsenden an: Nationalität

Beth-Shalom-Reisen

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Für die Schweiz: Ringwiesenstrasse 12a CH 8600 Dübendorf Für Deutschland: Kaltenbrunnenstrasse 7 DE 79807 Lottstetten E-Mail: reisen@beth-shalom.ch

JESCHUA UND ISRAEL
EIN MESSIANISCHES PANORAMA AUS JERUSALEM

Messianische Juden im Licht der Öffentlichkeit
«Ich habe verkündigt und gerettet und hören lassen, und kein fremder Gott war unter euch. Und ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR …» (Jes 43,12).
DR. GERSHON NEREL – TEIL 33 Medienberichte in hebräischer und englischer Sprache wecken in Israel nach wie vor das Interesse der Öffentlichkeit an jüdischen Jeschua-Gläubigen. Erst am Freitag, dem 13. Februar 2009, erschien wieder ein längerer Artikel in Up Front, der WochenendBeilage der englischsprachigen Zeitung The Jerusalem Post. Mit einer auffallenden Schlagzeile auf der Titelseite der Jerusalem Post wurden die Leser auf diesen Artikel aufmerksam gemacht. Der Titel lautete: «Glaubensschritt: 7 000 israelische Juden glauben an Jesus als ihren Erlöser.» Auf der Vorderseite der Beilage wurde dieser Schlagzeile noch ein Untertitel hinzugefügt, und zwar: «Zur grossen Verärgerung des jüdischen Establishments in Israel». Der Bericht über messianische Juden umfasste sechs ganze Seiten mit Farbfotos. Auf dem Deckblatt der Wochenend-Beilage war ein Foto von zwei jungen Männern zu sehen. Sie trugen rote T-Shirts mit der hebräischen Aufschrift «Yehudim Lema’an Jeschua» (Juden für Jesus) und verteilten auf der Strasse Flugblätter. Larry Derfner, dem Reporter der Jerusalem Post, ist ein umfassender und objektiver Artikel gelungen. Er hat es geschickt vermieden, bei den Lesern Vorurteile zu wecken oder zu bestätigen. In seinem Artikel zitiert er viele unzensierte Aussagen von jüdischen Gläubigen an Jeschua. Im Folgenden einige Beispiele. «Die meisten Israelis wissen nicht, wer Jeschua ist.» «Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Gott der Thora und dem Gott des Neuen Testaments.» «Jeschua ist die Verkörperung des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs – in einer neuen Zeit.» «Ich bin als Jude geboren, aber im Glauben gibt es keinen Unterschied zwischen mir und einem evangelikalen Christen.» «Wenn ich mich weigern würde, meinen Mitmenschen von Jesus zu erzählen, wäre das so, als ob ich das Heilmittel für AIDS kennen, es aber für mich behalten würde.» Weiter geht aus dem Artikel hervor, dass fünfzig Prozent der etwa 7 000 messianischen Juden in Israel Neueinwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion seien. Nach anderen Schätzungen soll die Zahl der messianischen Juden in Israel jedoch etwa 10 000 betragen. Zu ihnen gehören auch Hunderte Neueinwanderer aus Äthiopien. Der Journalist schreibt über diese Gruppe, dass «viele von ihnen ihren Glauben lieber für sich behalten». Solche «NikodemusGläubigen» sind oft auch aus anderen Ländern eingewandert. Aus Angst vor gesellschaftlichem, wirtschaftlichem und gerichtlichem Druck möchten sie ihren Glauben an Jeschua vorerst geheim halten. Im Artikel wird auch erwähnt, dass messianische Juden unter Schikanen und Verfolgung leiden. Angeheizt wird die Stimmung gegen diese Gläubigen von mindestens zwei ultra-orthodoxen «Anti-Missions»-Organisationen, und zwar von Yad L’achim (Hand zu Brüdern) und Lev L’achim (Herz für Brüder). Diese Einrichtungen gehen bis an die Grenze des gesetzlich Erlaubten und des Anstands, manchmal sogar darüber hinaus, um messianische Juden blosszustellen und anzugreifen. So versuchen die ultra-orthodoxen Aktivisten, Pastoren und Gemeindeälteste in ihrer unmittelbaren Umgebung zu verunglimpfen, indem sie pashkevilim, d.h. Plakate mit deren Fotos und mit Drohungen, an öffentlichen Plätzen anbringen. Den Ausführungen des Journalisten zufolge gibt es in ganz Israel etwa 100 messianische Gemeinden. Jede von ihnen bilde eine in sich abgeschlossene Gruppe, es gebe jedoch «eine grosse Fluktuation bei der Gemeindezugehörigkeit». Weiter erwähnt der Reporter, dass messianische Juden keine geschlossenen Zentren unterhalten, in denen «Neubekehrte einer Gehirnwäsche oder einer ‹Bombardierung mit Liebe› unterzogen werden». Neuankömmlinge in messianischen Gemeinden werden auch nicht von ihren Familien oder Freunden ferngehalten. Wenn ein Gemeindemitglied die Gemeinde verlassen will, wird der oder die Betreffende nicht zum Bleiben gezwungen. Der Autor des Artikels versucht, sich in seiner Berichterstattung als «objektiver Aussenseiter» zu verhalten. Einerseits schreibt er: «Messianische Juden haben in diesem Land einen furchtbar schlechten Ruf», weil sie als aktive «Missionare» mit jedem Juden (oder Nichtjuden), der sein Interesse bekundet, offen über Jeschua reden. Andererseits sind «die Messianischen» für den Reporter keine Sekte, vor allem deshalb nicht, weil jüdische Gläubige an Jeschua weder eine einzelne Führungsfigur noch eine Gruppe von Anführern haben und auch niemandem aus ihren Kreisen gottähnliche Eigenschaften zuschreiben. In seinen Ausführungen erwähnt er auch zwei gegensätzliche Aspekte der jüdisch-messianischen Szenerie in Israel, und zwar erstens die Tendenz, dass Kinder nicht dem Glauben ihrer Eltern an Jeschua folgen und «den Schoss der Gemeinde verlassen». Zweitens sei in anderen Familien eine generationsübergreifende Kontinuität des Glaubens an Jeschua zu beobachten, wie zum Beispiel in Yad Hashmona, einem messianischen Dorf (Moschaw) im judäischen Hügelland. Am Ende seines Artikels beschreibt der Journalist ein von Gläubigen an Jeschua organisiertes Konzert mit messianischer Musik. Zu dieser Veranstaltung kamen etwa 1 000 Besucher. Der Autor schreibt: «Eintausend messianisch Gläubige, von denen viele von jüdischen Eltern abstammen, versammelten sich in einer Art ‹sicherem Haus›, um Lieder für Jesus zu singen. Sie wirkten nicht bedrohlich, sondern eher harmlos und verletzlich. In diesem vor den Augen der Öffentlichkeit geschützten Rahmen brachten sie ihre Glaubensfreiheit zum Ausdruck.» ■ Den in englischer Sprache verfassten Artikel von Larry Derfner sowie die positiven und negativen Kommentare von über 100 Lesern kann man auch auf der Website der Jerusalem Post nachlesen. www.jpost.com

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HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 4/2009

MEHR FRAUEN, WENIGER RELIGIÖSE

Die 18. Knesset einmal anders betrachtet
Bei Redaktionsschluss der März-Ausgabe war das Wahlresultat noch nicht amtlich. Inzwischen liegt das Ergebnis längst vor und wird in folgendem Beitrag ganz interessant unkonventionell aufgeschlüsselt.
Wahlberechtigt waren bei den Wahlen zur 18. Knesset 5 278 985 Bürger. Die Wahlbeteiligung lag bei 65,2 Prozent (3 416 587 Wähler). Insgesamt gab es im Land 9 263 Wahllokale, darunter 194 in Krankenhäusern und 56 in Gefängnissen. Um in die Knesset einzuziehen, brauchte eine Partei mindestens zwei Prozent oder 67 470 Wählerstimmen. Natürlich interessierte alle zunächst die genaue Verteilung der Mandate auf die Parteien, doch schon bald tauchten in der Presse auch andere Aufschlüsselungen auf: Noch nie zogen so viele Frauen ins israelische Parlament ein. Unter den 120 Knesset-Abgeordneten sind dieses Mal 21 Frauen, erstmals auch eine Araberin. In der letzten Knesset waren es 18, sodass der Einzug von drei weiteren Frauen eine enorme Steigerung bedeutet, auch wenn sie nur 17,5 Prozent der Parlamentarier stellen. Den grössten Frauenanteil verbucht Kadima mit sieben Frauen, gefolgt vom Likud mit fünf und Israel Beitenu mit vier Frauen. Im Gegensatz dazu ist die Zahl der religiösen Abgeordneten zurückgegangen: von 34 auf 28. Der Anteil ehemaliger Journalisten aus Presse, Rundfunk und Fernsehen, die in der Knesset vertreten sind, erhöhte sich, und auffallend ist auch, dass relativ viele Juristen unter den Abgeordneten sind. Ausserdem sind unter den Abgeordneten vier Universitätsprofessoren und drei ehemalige Generalstabschefs der israelischen Armee. Die Zahl der arabisch-israelischen Abgeordneten stieg von 12 auf 13 an. Zehn gehören arabischen Parteien an, die ins israelische Parlament einzogen, jeweils einer gehört Kadima, dem Likud und Israel Beitenu (ein Druse) an. Von den 120 israelischen Parlamentariern sind 31 erstmals in der Knesset vertreten. Interessant sind die deutlichen regionalen Unterschiede. Unter dem Strich kann man im Hinblick auf die vier grössten Städte des Landes festhalten, dass Netanjahu bei den Einwohnern von Jerusalem (24%) und Beerscheba (28%) der Favorit war. Livni dagegen hatte in Tel Aviv (34%) und Haifa (28%) die Nase vorn. In Ma’ale Adumim und Ariel, den grössten Städten in Judäa und Samaria, liess der Likud alle anderen Parteien weit hinter sich. Das gilt auch für Städte wie Sderot und Ashkelon, die in Reichweite der Raketen aus dem Gazastreifen liegen. Sowohl in den jüdischen Siedlungen als auch in der Grenzregion zum Gazastreifen schnitt Liebermans Partei Israel Beitenu zumeist sogar als zweitstärkste Partei ab. Zudem bestätigte sich bei dieser Wahl ein seit Jahren zu beobachtender Trend: Die einst politisch links stehenden Kibbuzim wählen immer konservativer. Wenngleich die Bürgerrechtspartei im arabischen Sektor beobachten kann. In gemischten Städten wie beispielsweise Ramle erhielten einerseits der Likud (30%) und Lieberman (15%) viele Stimmen, anderseits ging Ram Ta’al, eine der radikalsten arabisch-israelischen Parteien, als stärkste Partei dieses Sektors aus den Wahlen in Ramle hervor. In der gemischten Stadt Peki’in im Norden des Landes ging diese Partei leer aus, während die anderen beiden arabischen Parteien, die als gemässigter gelten, zusammen 33 Prozent errangen und Lieberman auf satte 25 Prozent kam. AN Kommentar: Die Spaltung Israels besteht nicht nur darin, dass zwei gleich grosse Bevölkerungsanteile zum einen Kadima und zum andern Likud gewählt haben, die Trennung besteht auch zwischen Jerusalem und Tel Aviv: Ersteres wählte Likud und letzteres Kadima. Dies widerspiegelt die geistliche Situation im Volk: Nur Jesus Christus kann diesen Zustand ändern, nämlich dann, wenn sich Israel zum Herrn wenden wird, in Den es gestochen hat. Eine kleine Vorahnung davon wie das sein wird, finden wir in Nehemia 8,1ff., wo das Volk sich wie ein Mann versammelte, um das Wort Gottes zu hören. Uneinigkeit im Volk Israel ist gefährlich. Das ist auch eine Angriffstaktik unseres Feindes, denn durch Zerstrittenheit geht die Kraft verloren. Deshalb sagt Jesus: «Ein Haus, das mit sich selbst uneinig ist, kann nicht bestehen.» Und auch die Apostel ermahnen, dass wir innerhalb der Gemeinde Jesu eines Sinnes sein und dem einen selben Ziel folgen sollen. Es sollte auch unser Gebet sein, dass die Uneinigkeit Israels dem Volk nicht zum Schaden wird. Es ist bezeichnend, dass die Juden sagen, der Tempel wäre nicht gefallen, wenn das Volk nicht untereinander zerstritten gewesen wäre. Dies musste zwar so kommen, aber dennoch sollte es uns zu denken geben. CM ■ Mehr zu den Wahlergebnissen unter: www.knesset.gov.il

Uneinigkeit im Volk Israel ist gefährlich. Das ist auch eine Angriffstaktik unseres Feindes, denn durch Zerstrittenheit geht die Kraft verloren. Deshalb sagt Jesus: «Ein Haus, das mit sich selbst uneinig ist, kann nicht bestehen.»
Meretz bei den Kibbuzniks immer noch 18 Prozent der Stimmen bekam, gab es für die Kadima und die Arbeitspartei einen Gleichstand, nämlich 31 Prozent. Likud und Israel Beitenu hingegen waren weit abgeschlagen. 14 Prozent aller wahlberechtigten Bürger Israels sind Araber (672 000 Wähler). Bei ihnen ist die Wahlbeteiligung jedoch seit Jahren rückläufig. 1996 gaben noch 77 Prozent der wahlberechtigten arabischen Bürger ihre Stimme ab, 2006 waren es nur noch 56 Prozent. Dieses Mal lag die Wahlbeteiligung noch niedriger. In die Knesset zogen drei der angetretenen vier arabischen Parteien ein. Im jüdischen Sektor des Staates macht sich mit dem Abschneiden von Liebermans Israel Beitenu eine Polarisierung bemerkbar, was man auch

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EIN KOMMENTAR

Neuer befristeter Waffenstillstand
Obwohl in solchen «Angelegenheiten» immer viel «Bewegung» steckt, was für eine Monatszeitschrift durchaus problematisch sein kann, möchten wir den Kommentar des Nahostkorrespondenten Ulrich Sahm von Mitte Februar 2008 hier wiedergeben.
Während manche schon glauben, dass in einigen Tagen der «Frieden» in Nahost ausbreche, behaupten andere zu Recht, dass der nächste Krieg spätestens für August in anderthalb Jahren geplant sei. Es geht nur um einen Waffenstillstand zwischen Hamas und Israel. Den haben die Ägypter bei indirekten Verhandlungen angeblich vermittelt, da das «zionistische Gebilde» (Israel) und die «islamistische Terrororganisation» (Hamas) – so die gegenseitigen Referenzen – nicht miteinander reden. Bekanntlich ist ein Waffenstillstand in Nahost eine sehr relative Angelegenheit. Die Erfahrung seit Juni 2008 lehrt, dass die Hamas den Abschuss «selbst gebastelter» Kassam-Raketen nicht für einen Bruch des Waffenstillstandes hält, da doch «legitimer Widerstand» gegen Besatzer vom Völkerrecht abgedeckt sei. Und wenn die Israelis im Gazastreifen das Buddeln eines Tunnels in Richtung Grenze bemerken, halten sie das schon für einen vollendeten Angriff auf ihre Souveränität, auch wenn noch kein weiterer Soldat von der Hamas gekidnappt wurde und es noch kein Selbstmordattentäter durch

Ein Waffenstillstand ist in Nahost eine sehr relative Angelegenheit. Die Hamas hält den Abschuss «selbst gebastelter» Kassam-Raketen nicht für einen Bruch des Waffenstillstandes

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HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 4/2009

den Tunnel in ein israelisches Einkaufszentrum geschafft hat, um sich an «Zionisten» zu rächen. Skepsis ist angebracht, zumal die Hamas den entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit weiterhin festhält und Israel nicht der Freilassung von 1 000 Gefangenen zugestimmt hat, wie es die Hamas fordert. Israel hat ausgerechnet gegen eine Freilassung der vier prominentesten Massenmörder Veto eingelegt. Bis zu 66 Mal lebenslänglich erhielten die verurteilten Planer der blutigsten Anschläge der letzten Jahre, die auf das Parkhotel in Netanja 2002 und die Jerusalemer Pizzeria Sbarro 2001 verübt wurden. Am bedenklichsten ist, dass die Ägypter – und damit auch Israel – der ideologisch bedingten Forderung der Hamas stattgeben, den Waffenstillstand erneut zu befristen, weil die Hamas keine für die Ewigkeit bestimmten Abkommen mit Israel akzeptieren kann. 18 Monate sind eine lange Zeit … zur Vorbereitung auf den nächsten Waffengang. US Zusatz: Nur wenige Wochen später und rund 40 Tage nach Ende der israelischen «Militäroperation» meldeten alle israelischen Wochenendzeitungen: «Erneut sind die Raketenangriffe zur Routine geworden.» In Israel war die Militäroperation keineswegs unumstritten gewesen. Man war sich zwar allseits einig, dass etwas geschehen musste. Dennoch glaubten nicht alle, dass die Militäroperation das richtige Mittel war, um eine Veränderung zu bewirken. Andere glauben, dass die Militäroperation zu früh abgebrochen wurde und daher nicht das gewünschte Ergebnis erbrachte. Jedenfalls ist inzwischen nicht mehr von der Hand zu weisen, dass in der Grenzregion zum Gazastreifen und insbesondere in Sderot die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen schon längst wieder Alltag sind. Zwischen dem 10. und dem 24. Februar wurden 25 Kassam-Raketen und 15 Mörsergranaten auf Israel abgeschossen. Am letzten Februar-Wochenende gab es einen direkten Treffer eines Hauses in Sderot und einer Schule in Aschkelon, die wegen des Wochenendes stand glücklicherweise leer. AN ■ Zum aktuellen Stand mehr auf der Homepage des israelischen Aussenministeriums: www.mfa.gov.il/MFA

HAMAS JAGT EIGENES VOLK

Bruderkrieg geht weiter
Im Spätsommer 2008 ging ein Aufschrei gegen die Hamas um die Welt, als sie rund 180 Fatah-Anhängern im Gazastreifen nach dem Leben trachtete. Damals sprang Israel diesen Flüchtlingen helfend zur Seite. Das war kein Einzelfall und doch ignoriert es die Presse weitestgehend.
Zugegeben, es ist ein reichlich verworrenes Bild, aber dennoch ist es die Realität im Nahen Osten. Im Spätsommer 2008 rettete Israel Fatah-Anhängern, die von der Hamas im Gazastreifen verfolgt wurden, das Leben, indem man die Grenzen öffnete und zudem die Verwundeten in Israel medizinisch versorgte. (Wir berichteten darüber in der Ausgabe Oktober 2008, S. 10-11.) In den ersten Tagen der israelischen Militäroperation von 2009 «Gegossenes Blei» sendete das israelische Fernsehen kurze Bilder, die ebenso verwunderlich waren. Nachdem ein palästinensisches Gefängnis im Gazastreifen von den Israelis getroffen worden war, sah man Häftlinge fliehen, die den israelischen Hubschrauberpiloten dankende Gesten machten. Erneut waren es Fatah-Anhänger – das heisst Anhänger der grössten politischen Fraktion innerhalb der PLO –, die wegen ihrer politischen Gesinnung von ihren Hamas-Brüdern gefangen gehalten worden waren. Und trotzdem, fragt man die Fatah-Hardliner, so ist und bleibt Israel ihr Feind Nummer eins. Wie soll man das einem Publikum in aller Welt in wenigen Minuten Sendezeit auch erklären? Es ist verwirrend, absurd, schwer verständlich und doch ein Teil der nahöstlichen Realität. Dennoch ist das kein Grund, nicht ausführlich darüber zu berichten. Genauso gehört zur Realität, dass in den Wochen nach dem Waffenstillstand das Blutvergiessen im Gazastreifen weiterging. Nein, damit sind nicht die sporadischen israelisch-palästinensischen Schlagabtausche gemeint, sondern der Bruderkrieg, den die Hamas gegen die Fatah-Fraktion der PLO fortsetzt. Palästinensische Quellen aus dem Gazastreifen wie auch aus dem Westjordanland, darunter Mitglieder der Partei des Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, berichteten, dass die radikal-islamische Hamas weiter gegen Anhänger der Fatah-Partei vorgeht. Hunderte würden in Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen gefangen gehalten. Dabei soll es sich keineswegs nur um poli-

Hamas-Kämpfer im Gazastreifen: Sie foltern und töten Fatah-Anhänger, das Blutvergiessen nimmt kein Ende

tisch aktive Männer, sondern um ganze Familien handeln. Auch Krankenhäuser seien in regelrechte Gefangenenlager umgewandelt worden. Einige Augenzeugen berichteten, dass ein Lächeln von Fatah-Anhängern auf offener Strasse zu deren Verhaftung ausgereicht habe. Die Hamas habe das als «Freude über Israels Offensive» gedeutet und die Menschen festgenommen. Weiter heisst es, dass Fatah-Anhänger von den Hamas-Leuten gefoltert werden. Einigen sei das Augenlicht genommen oder ihnen seien in die Beine geschossen worden. Wieder anderen habe man die Arme und/oder die Beine gebrochen. Wenig später berichteten einige Quellen unabhängig davon über eine Fortsetzung der Hinrichtungen. Dabei werde Fatah-Anhängern Kollaboration mit Israel vorgeworfen. Das blosse Aussprechen eines solchen Vorwurfs soll schon zur Hinrichtung ausreichen. Laut Fahmi Sa’areer, Fatah-Sprecher

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im Westjordanland, wisse man alleine von 16 Hinrichtungen innerhalb von zwei Tagen. «Was im Gazastreifen passiert, ist ein wahrhaftes Massaker, das von der Hamas gegen die Fatah verübt wird. Wo waren diese Feiglinge, als die israelische Armee hier war?», sagte einer der Fatah-Angehörigen. Siad Abu Ein, Untersekretär eines PAMinisteriums im Westjordanland, sagte dazu deutlich: «Unsere Leute benötigen dringend eine Presse, die fähig ist, die Wahrheit zu schützen. Hier handelt es sich um terroristische Verfahren gegen patriotische P a l ä s t i n e n s e r. » Die Hamas, die zumindest in einem Fall eine Hinrichtung zugab, kommentierte diese trocken: «Hinrichtungen von Verrätern sind kein Gesetzesverstoss.» Diese und andere Machenschaften der Hamas riefen Mitte Februar sogar Amnesty International auf den Plan. In ihrem Bericht warf diese Organisation der Hamas vor, eine «tödliche Kampagne gegen ihre palästinensischen Gegner und Kritiker zu führen». Dennoch hielt diese Feststellung die Menschenrechtsorganisation nicht davon ab, ihren Boykott-Aufruf gegenüber Israel zu erneuern. AN Kommentar: Wenn wir schon über die Uneinigkeit in Israel gesprochen haben, so müssen wir es der Vollständigkeit halber hier auch über die Zerstrittenheit der Araber tun: Gott gebraucht diese, damit Seine Ziele erreicht werden. Wir erwähnten schon in der letzten Ausgabe, dass wir es der Uneinigkeit zwischen Hamas und Fatah zu «verdanken» haben, dass noch kein palästinensischer Staat entstehen konnte. Der Herr sagt über die Ägypter, und damit auch über die Araber schlechthin, dass Er einen Bruder gegen den andern aufhetzen wird. Das geschieht zugunsten Israels. CM ■ Der Amnesty International-Bericht ist einzusehen unter: www.amnesty.org/en/library

ÄRGER MIT DER HAMAS

Sich selbst zwischen zwei Stühle bugsiert
Während der Militäroperation im Gazastreifen musste sich Israel von den Vereinten Nationen die heftigsten Vorwürfe anhören. Inzwischen erfährt die UN am «eigenen Leib», wogegen Israel angekämpft hat: gegen die Machenschaften der Hamas.
Knapp zwei Wochen nach Ende der israelischen Militäroperation im Gazastreifen machte diese Meldung Schlagzeilen. Damals war der Generalsekretär der UN, Ban Ki-Moon, gerade erst in der Region zu Besuch gewesen. Er stiess mit vielen ins gleiche Horn, als Der Ärger stand kurz danach ins eigene Haus. Israel hat immer wieder darauf hingewiesen, dass nicht geringe Mengen der Hilfsgüter, die von Israel aus in den Gazastreifen transportiert werden, nicht bei den Bedürftigen ankämen. Das israelische Aussenministerium

Die UN im Gazastreifen: Sie wurde von der Hamas überfallen und ausgeraubt

er Israel mit Vorwürfen überschüttete, wenngleich er in Sderot Verständnis für die Schwierigkeiten aufgrund der fortwährenden Raketenangriffe bekundete. Bei seinem anschliessenden Besuch im Gazastreifen war dann endgültig nicht mehr zu übersehen, wem seine mitfühlende Sympathie eigentlich galt. Als er die von israelischem Feuer getroffene UN-Schule besichtigte, hielt die Hamas ganz in der Nähe eine «Siegeskundgebung» ab. Das schien den UN-Generalsekretär in keiner Weise zu stören.

hatte wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Hamas diese Hilfsgüter widerrechtlich aneigne. Als die UN dann unter den Augen der Weltöffentlichkeit selbst bestohlen wurde, gab es dennoch keinen Aufschrei – das wäre eine zu deutliche Blamage gewesen –, aber zumindest wurde die UN etwas kleinlauter. In der Folge sah sich diese internationale Körperschaft gezwungen, in aller Öffentlichkeit zuzugeben, dass «die Hamas die humanitäre Hilfe, die für die Bevölkerung des Gazastreifens gedacht ist, missbraucht». Der Presse-

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HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 4/2009

Über dieses aktuelle Thema spricht

Nathanael Winkler

DE 67550 Rheindürkheim-Worms
Freitag, 1. Mai 2009, 19:30
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Sonntag, 3. Mai 2009, 14:30
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sprecher der UNRWA (United Nation Relief and Works Agency, die für Palästinenser eingerichtete UN-Hilfsorganisation), Christopher Gunness, gab bekannt, dass eine Polizeitruppe der Hamas in ein Warendepot der Vereinten Nationen in Gaza-Stadt eingedrungen sei und es ausgeraubt habe. «Mitglieder der Hamas-Polizei beschlagnahmten gewaltsam 3 500 Decken und 406 Lebensmittelpakete, die an Hunderte bedürftiger Familien in Gaza verteilt werden sollten», sagte Gunness. Zudem wies er darauf hin, dass dies der erste derartige Zwischenfall war. Nachdem die UN dies zugegeben hatte, konnte man zumindest die nachfolgenden Zwischenfälle nicht mehr herunterspielen, wenngleich man weiterhin nicht zugibt, dass dies schon lange gang und gäbe ist. Bekannt wurden nach und nach weitere Plünderungen der Hamas, die sich dabei auch Hunderte Tonnen Lebensmittel aneignete. Daraufhin forderte die UN mit sehr scharfen Worten die Rückgabe dieser Hilfsgüter. Die Hamas konterte, dass diese nicht «geplündert» worden seien, sondern das «HamasMinisterium für Wohlfahrt sich dieser angenommen habe».

Das Fass kam dann zum Überlaufen – wie Israel kommentarlos und dennoch zufrieden registrierte –, als der neuen US-Regierung ein Bericht ins Haus flatterte. James Lindsay, ehemaliger Rechtsberater der UNRWA, warf der Hilfsorganisation in diesem Bericht vor, wissentlich palästinensische Terroristen und Kriminelle zu beschäftigen und zu finanzieren. Er bemängelte ausserdem, dass sich die UNRWA-Arbeit seit Jahren zum Negativen entwickelt habe und gegenwärtig Dienstleistungen für Personen angeboten würden, die nicht wirklich bedürftig seien. Darüber hinaus sprach Lindsay die Empfehlung aus, dass die UNRWA ihre «einseitigen politischen Stellungsnahmen» beenden und sich auf humanitäre Angelegenheiten beschränken solle. Vor allem müsse die Behörde dafür Sorge tragen, nicht weiterhin Terroristen und Kriminelle auf ihrer Lohnliste zu führen. Lindsay schickte den Bericht an die US-Regierung, weil diese einer der grössten Geldgeber der UNRWA ist. AN ■ Weitere Details zu diesem Bericht unter: http: //en.wikipedia.org/wiki/James_G._Lindsay

PALÄSTINENSISCHER AUFTRAG FÜR ISRAEL

Israelische Software für palästinensische Krankenhäuser
Die Meldung erregte in Israel Aufsehen zu einem Zeitpunkt, als die israelische Militäroperation im Gazastreifen noch nicht abgeschlossen war: Eine israelische Firma entwickelt im Auftrag der Palästinensischen Autonomiebehörde Software zur Verwaltung palästinensischer Krankenhäuser.
Es mutet reichlich merkwürdig an. Da dauern die Kämpfe noch an, nicht nur die militärischen, sondern auch die verbalen Schlagabtausche zwischen Israelis und Palästinensern, und trotzdem laufen von der Welt un-

Das neue Computer-Verwaltungssystem soll eine leichtere und effektivere Behandlung von Patienten ermöglichen

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beachtet etliche Projekte wie geplant weiter. Für die Krankenhäuser im Westjordanland war die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) auf der Suche nach einer besseren Software, damit deren Verwaltung effektiver wird. Den Auftrag zur Ausarbeitung dieses Computerprogramms erteilte die PA schliesslich einer israelischen Firma, die darauf spezialisiert ist. I-Rox hat schon viele Firmen in Israel wie auch im Ausland mit ihrer Verwaltungssoftware beliefert. Dabei handelt es sich um Programme, die auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt werden, das heisst, es sind massgeschneiderte Programme. Die PA gab dem Management von I-Rox den Auftrag, woran auch der Krieg nichts änderte. Das neue ComputerVerwaltungssystem soll eine leichtere und effektivere Behandlung von Patienten ermöglichen, indem man grundlegend die Verwaltung verbessert. In der ersten Phase soll das Programm in Krankenhäusern in Ramallah und Bethlehem eingesetzt werden. Yehudit Suissa, die als Geschäftsführerin von I-Rox amtiert, sagte dazu gegenüber dem israelischen Wirtschaftsmagazin Globes: «Hunderttausende von Bewohnern der palästinensischen Autonomiegebiete werden von diesem Projekt profitieren. Nachdem wir den PA-Behörden unser Angebot unterbreitet haben, sagte der Agent, dass wir den Auftrag haben und lieferte uns die genauen Angaben. Wir sind an die Arbeit gegangen.» Weiter fügte Suissa in dem Interview von Mitte Januar hinzu: «Wir werden das System in einem Monat liefern.» Interessant ist eine weitere Tatsache: Dieses israelische Unternehmen hat seinen Sitz in Bnei Brak, der grössten ultraorthodoxen Stadt Israels. Bei I-Rox sind fast ausschliesslich ultraorthodoxe Frauen beschäftigt. «Viele der Frauen, die hier arbeiten», so meinte Suissa weiter, «sind zu Hause die primären Ernährer, da ihre Ehemänner in der Yeshiwa studieren und unterrichten.» Vor diesem Hintergrund möchte die Geschäftsführerin ihre Firma zudem als ein «Beispiel gelungener Koexistenz» sehen. AN ■ Mehr dazu unter: www.i-rox.net/English.aspx

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Agenda vom 01.04. bis 31.05.2009

Änderungen vorbehalten. Die Agenda im Internet, immer aktuell: www.mitternachtsruf.ch

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26.04 EC Gemeinschaftshaus Spandau, Ruhlebener Strasse 9 EC Gemeinschaftshaus Spandau, Ruhlebener Strasse 9 Maranatha Baptisten Gemeinde, Kirchstrasse 14 Kleiner Kursaal, Königsplatz 1 EC Gemeinschaftshaus Spandau, Ruhlebener Strasse 9 Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 EC Gemeinschaftshaus Spandau, Ruhlebener Strasse 9 Restaurant «Zum Engel», Rue de la Republique 53 Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 CVJM Kassel, Wolfsschlucht Gemeindezentrum, Helstorfer Str. 21 (Nähe med. Hochschule) Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Kulturhaus «Aue», Goethe-Strasse 2 CVJM Gästehaus, Gerberstrasse 14a Pflegeheim Berntor, Bernstrasse 4 Stadthalle Sindelfingen, Schillerstrasse 23 Stadthalle Sindelfingen, Schillerstrasse 23 Brandpuntkapel (Gebouw van Het Zoeklicht), Postweg 18 Brandpuntkapel (Gebouw van Het Zoeklicht), Postweg 18 Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Vrije Evangelische Gemeente «De Ark», Kennelweg 14 Mitternachtsruf-Haus, Ringwiesenstrasse 12a Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Peter Blaser Marcel Malgo Nathanael Winkler Marcel Malgo Samuel Rindlisbacher Samuel Rindlisbacher Samuel Rindlisbacher Walter Mosimann Günther Schulz Samuel Rindlisbacher Samuel Rindlisbacher Samuel Rindlisbacher Norbert Lieth Norbert Lieth Norbert Lieth Norbert Lieth Günther Schulz, Marcel Malgo Nathanael Winkler Norbert Lieth Johannes Vogel (WOBI) Marcel Malgo Johannes Vogel Walter Mosimann Marcel Malgo Nathanael Winkler Nathanael Winkler Marcel Malgo Marcel Malgo

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HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
DISKUSSION ÜBER EINHEIT

Zunehmender Unmut in der arabischen Welt
Immer wieder geistern die Begriffe Einheit und Einigkeit durch die arabische Welt. Dem widmete kürzlich die BBC ein hochkarätig besetztes Diskussionsforum. Einig ist man sich allerdings nur darüber, dass man sich nicht einig ist. Auch nicht bezüglich der Hamas.
seits verwirft Syriens Alleinherrscher keineswegs vorschnell die «arabische Karte». So Ägyptens Präsident verhandelt Mubarak ist nicht gut Assad nach auf die Hamas zu aussen stillsprechen schweigend weiter mit Israel, verlieh aber gleichzeitig die höchste Staatsauszeichnung an Samir Kuntar, der 1979 einen der grausamsten Terroranschläge in Israel verübt hatte und im Sommer 2008 von Israel gegen die entführten Soldaten Goldwasser und Regev – die man in Särgen zurückbekam – ausgetauscht worden war. Zudem beglückwünschte er die Hamas-Führer zu ihrem «Sieg über Israel», meldete sich auf den arabischen Foren, die wegen des Krieges zusammengetreten waren, jedoch kaum zu Wort. Der libanesische Kommentator Charbel Barkat, der für die kuwaitische Zeitung Dar-el-Seyassah schreibt, sprach
vielen Libanesen wohl aus dem Herzen, die über die Beherrschung des eigenen Landes durch die vom Iran gesteuerte Hisbollah-Miliz unglücklich sind, dies aber niemals öffentlich zugeben würden. Barkat warf der Hamas vor, nach ihrem vermeintlichen «Sieg» in Gaza nicht mit sich selbst ins Gericht gegangen zu sein, nachdem sie die Bevölkerung in Gaza in einen Krieg mit Israel gezerrt und damit ins Unglück gestürzt habe. Mit einem versteckten Hinweis auf das eigene Land fügte er hinzu, sie und andere Terrororganisationen würden Zivilisten als neue Waffe betrachten und sich dabei nicht um den Tod von Frauen und Kindern scheren.

D i e arabische Welt sammelte während der israelischen Militäroperation im Gazastreifen mittels TV-Spendenmarathons Millionen von Dollars. Auch danach sprachen Staaten wie Saudi-Arabien wahrhafte Unsummen als Soforthilfe zu. Das heisst jedoch nicht, dass die Hamas in allen arabischen Staaten auf Wohlwollen stösst. Dennoch deuten die hier dargelegten kritischen Stimmen im besten Falle eine Tendenz an, die nicht den «Mainstream» vertritt. Man könnte zwar ohne weiteres einen Beitrag zusammenstellen, der nur Jubelrufe auf die Hamas enthält, aber dennoch hört man hier und da auch Kritik. Hier kann nur ein kleiner Ausschnitt präsentiert werden. Insgesamt kann man festhalten, dass die arabische Welt bezüglich des Iran zwar sehr leise tritt, aber keineswegs begeistert ist von den iranischen Bestrebungen, eine Vormachtposition im Nahen Osten zu übernehmen. Diesbezüglich sind mindestens zwei der insgesamt vier arabischen Anrainerstaaten Israels hin- und hergerissen. Syrien verspricht sich einerseits eine Chance, dank der neuen US-Regierung unter Obama eventuell den Anschluss an den Westen zu schaffen. Anderer-

Jordanien, das während der israelischen Militäroperation wohlweislich ebenfalls Stillschweigen gewahrt hatte – die Mehrheit der Bevölkerung des haschemitischen Königreiches stellen Palästinenser –, zog seinen Botschafter aus Tel Aviv ab. Da das jedoch ohne jegliche Stellungnahme geschah, war es eher

ein Zugeständnis an die eigene Bevölkerung, als ein offener politisch-diplomatischer Protest. Darüber hinaus setzte König Abdallah durch die Entlassung des Nachrichtendienstchefs seines Landes ein weiteres Zeichen. Es war wegen Mohammed Dahabis engen Verbindungen zu der in Damaskus ansässigen HamasFührung zum Zerwürfnis gekommen. Dahabi forcierte den jordanischen Dialog mit der Hamas, um einem eventuellen Friedensvertrag zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) entgegenzuwirken. Zudem hatte er islamistischen Gruppen umfangreiches Demonstrationsrecht gewährt, was den Bestrebungen der jordanischen Führung vollkommen zuwiderläuft, die die Hamas-Führungsschicht vor acht Jahren aus dem Land verbannte. Dass auch Ägyptens Präsident Mubarak nicht gut auf die Hamas zu sprechen ist, bezeugten zahlreiche grosse und kleine Worte und Taten. Unterstrichen wurde dies, als sich der ägyptische Aussenminister seinen Kollegen aus SaudiArabien, Bahrain, Jordanien, Marokko, Tunesien und dem Jemen auf einer Zusammenkunft in Abu Dhabi anschloss. Sie riefen dazu auf, die PLO, also den Präsidenten der PA, als «einzige und legitime Vertretung der Palästinenser anzuerkennen und zu stärken». Ausserdem regt sich Unmut in den eigenen Reihen. Laut dem palästinensischen Meinungsforschungsinstitut PCPO verliert die Hamas auch unter den Palästinensern an Zustimmung. Im November 2008 unterstützten noch 51,5 Prozent der Befragten die Hamas, im Februar 2009 waren es nur noch 27,8 Prozent. 56 Prozent sind der Überzeugung, dass die Hamas sie in die falsche Richtung führt. Dennoch werden sich alle hüten, sich zu offensichtlich gegen ihre «arabischen Brüder» im Gazastreifen zu stellen. AN ■

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VERZWEIFELTE SUCHE NACH LÖSUNG

Der absurde Vorschlag, mit der Hamas zu reden
Die Hamas gilt bei vielen immer noch als legitime politische Partei. Auch ihr gewaltsamer Putsch im Gazastreifen ändert daran nichts. Wenngleich hier und da kritische Stimmen an der Hamas laut werden, so wollen andere doch unbedingt mit ihr verhandeln.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International rief zu einem Waffenboykott gegen Israel auf. Zugleich möchte sie allerdings auch, dass die Hamas boykottiert wird. Das entspricht einer Gleichstellung des Staates Israel mit dieser radikal-islamischen Organisation. Einen solchen Boykott gegen Israel durchzusetzen, wäre kein Problem, da Israel ein anerkannter Staat ist. Doch wie könnte ein solcher Boykott gegen die Hamas durchgesetzt werden? Der Gazastreifen ist (noch) kein anerkannter Staat. Die Hamas wird nicht als Regierung anerkannt. Kein Land liefert offiziell Waffen an die Hamas. Und Ägypten gibt inzwischen zwar die Existenz von Schmuggeltunneln zu, behauptet aber weiterhin hartnäckig, es gäbe keinen Schmuggel von Waffen. Inzwischen haben auch internationale Friedensvermittler, darunter der ehemalige israelische Aussenminister Shlomo Ben-Ami, in einem offenen Brief Gespräche mit der Hamas gefordert. Der SPD-Nahost-Experte Rolf Mützenich sagte dazu gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: «In der Europäischen Union müssen wir uns damit befassen, ob das Sprechverbot gegenüber der Hamas noch sinnvoll ist. Ohne die Hamas wird es keinen Frieden zwischen Palästinensern und Israel geben.» Die Hamas hat sich demokratisch legitimiert, indem sie 2006 bei den Parlamentswahlen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) eine Mehrheit gewann, obgleich sie weder die Autonomie noch Israel und auch nicht die Osloer Verträge akzeptiert. Ohne die Hamas gäbe es kein palästinensisches Parlament. In jeder anderen gar eine Anerkennung ihrer «de facto» Regierung im Gazastreifen einem grundlegenden Wandel der Nahostpolitik gleich. Wer für Verhandlungen mit der Hamas plädiert, scheint sich der Konsequenzen nicht bewusst zu sein. Eine Anerkennung der Hamas würde das Ende des Friedensprozesses bedeuten. Israel führt Friedensverhandlungen nur mit der offiziellen Repräsentanz des palästinensischen Volkes, der PLO. Ihr Vorsitzender ist Mahmud Abbas. Die Hamas ist nicht einmal PLO-Mitglied. Gespräche Israels oder anderer relevanter Parteien mit der Hamas hätten zur Folge, dass Israel über die Errichtung von zwei separaten palästinensischen Staaten verhandeln müsste, einem Hamas-Staat in Gaza und einem PLO-Staat im Westjordanland. Die Alternative wäre, Abbas und der PLO den anerkannten Status als offizielle Vertretung des palästinensischen Volkes zu entziehen und die Hamas als Ansprechpartner für sämtliche Belange zu betrachten. Die Befürworter von «Gesprächen mit der Hamas» müssten dann allerdings erklären, wie denn ein Frieden zwischen Israel und «den Palästinensern» zu Stande kommen soll, solange die Hamas Verhandlungen mit

Wer für Verhandlungen mit der Hamas plädiert, scheint sich der Konsequenzen nicht bewusst zu sein. Eine Anerkennung der Hamas würde das Ende des Friedensprozesses bedeuten
Demokratie wäre die Hamas jedoch als «verfassungswidrig» von Wahlen ausgeschlossen worden. Im Gazastreifen hat sich die Hamas im Juli 2007 an die alleinige Macht geputscht und die offiziellen Vertreter der PA ermordet oder vertrieben. Ungeachtet der Frage, ob die Hamas eine Terrororganisation ist, wie es EU, UN, USA und Israel sehen, kämen Gespräche mit der Hamas oder

N EU:

Parndorf
Sa. 06.06.2009
Norbert Lieth spricht über das Thema:

Hotel Pannonia Tower, Gewerbestrasse 3, AT 7111 Parndorf

«Dem HERRN entgegen»
Die Tagung beginnt 16.00 Uhr. Um17.30 Uhr wird Ihnen ein Imbiss angeboten: für alle Besucher gratis. Ende der Veranstaltung ca. 21.00 Uhr. 19 Herzlich willkommen, Eintritt frei!

HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 4/2009

Israel grundsätzlich ablehnt und das Existenzrecht des jüdischen Staates negiert. Die drei auch von der EU aufgestellten Bedingungen – Anerkennung Israels, Gewaltverzicht und Akzeptanz bestehender Verträge – wurden von der Hamas bis heute nicht akzeptiert. Die EU-Mitgliedstaaten müssten dann wohl auch ihre diplomatischen Repräsentanzen von Ramallah nach Gaza verlegen und sich neue Wege ausdenken, wie sie ihre Millionenbeträge zu Hunderten bereits laufenden Projekten schleusen könnten, mit denen sie im Augenblick Mahmud Abbas den Rücken stärken. Überspitzt könnte man fragen, ob Gespräche der EU mit Hamas bedeuten, dass der Staat Israel dann vielleicht Verhandlungen mit der NPD-Fraktion im sächsischen Landtag aufnehmen sollte, um den Antisemitismus in Deutschland zu bekämpfen. International üblich waren bisher nur Verhandlungen mit Regierungen, nicht aber «Gespräche» mit gewählten Parteien in den jeweiligen Parlamenten. US Kommentar: Mit jemandem das Gespräch zu suchen, der nur das eine Ziel hat, mich umzubringen, ist ungefähr das Gleiche, wie wenn Christen mit dem Teufel reden würden, damit er sie nicht mehr so anficht. Aber Jakobus sagt etwas ganz anderes: «Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch!» Auch Israel hat keine andere Wahl, als die Hamas zu bekämpfen. Aber die heutige Welt ist durch ihren Hass auf Israel leider so verführt und verlogen, dass man sich gerne mit dem Todfeind auf Kosten Israels an einen Tisch setzt. CM ■

ANTI-ISRAEL-DEMONSTRATIONEN

Beängstigende Zunahme von Antisemitismus! Doch warum sagt keiner etwas?
Eigentlich wollten wir diesen verachtenden Parolen, die oftmals mehr an Schlachtrufe erinnern, hier kein Forum geben. Dennoch scheint es wichtig, sie der Öffentlichkeit erneut ins Gedächtnis zu rufen und diesbezüglich einige unbequeme Fragen aufzuwerfen.
Zahlreiche anti-israelische Demonstrationen auf dem ganzen Globus. Hier in Valencia

Tage der Verkündigung mit Marcel Malgo

in Berlin

EC Gemeinschaftshaus Spandau, Ruhlebener Strasse 9, DE 13597 Berlin

Freitag, 1. Mai 2009, 11:00 Uhr
Thema: «Die Pfade der Vorzeit»

ich Herzl men! m willko

Freitag, 1. Mai 2009, 14:30 Uhr
Thema: «Der Kampf wider die Sünde»

Samstag, 2. Mai 2009, 19:00 Uhr
Thema: «Der Sieg ist des Herrn»

Sonntag, 3. Mai 2009, 11:00 Uhr
Thema: «Abba, lieber Vater»

Wenn man behauptet, fast überall hätten Demonstrationen gegen die israelische Militäroperation «Gegossenes Blei» stattgefunden, so ist das keine Übertreibung. Das gilt ausnahmslos für alle arabischen Staaten und sollte diesbezüglich weniger Verwunderung auslösen. Doch auch in vielen Grossstädten in den USA und Kanada sowie in Südafrika und Australien fanden solche Demonstrationen statt, ebenso wie in zahllosen europäischen Städten: Amsterdam, Belgrad, Bern, Brüssel, Duisburg, Leuven, London, Madrid, Mailand, Marseille, Oslo, Prag, Rom, Stockholm, Strassburg, Wien … Nein, diese Liste ist nicht vollständig, aber in diesen und vielen weiteren Städten kam es zu teilweise handfesten Konfrontationen. Und die Plakate, die auf diesen Demonstrationen zu sehen waren, sollten nachdenklich stimmen. Wenn man sich die Tranparente mit den Aufschriften ansieht, so muss man kein Experte sein, um zu erkennen, dass dabei eine gehörige Portion Antisemitismus im Spiel ist. Darüber hinaus sollte den Bürgern der westlichen Demokratien zu denken geben, auf welche Weise das demokratische Recht auf freie Meinungsäusserung sowie das De-

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Freundestreffen des Mitternachtsruf in

Sindelfingen
Stadthalle, Schillerstrasse 23

Do. 21.05.2009 (Himmelfahrt) Norbert Lieth spricht
um 10:00 und 14:00 Uhr über das Thema:

«Dem HERRN entgegen»
Es gibt auch ein besonderes Kinderprogramm mit HansJürgen Braun und seinem rollenden Kindertreff. Reservieren Sie sich jetzt schon diesen Termin und laden Sie Ihre Freunde und Bekannten ein. Musikalische Umrahmung.

Neu am Büchertisch

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Veranstalter: Missionswerk Mitternachtsruf • www.mnr.ch

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HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 4/2009

monstrationsrecht genutzt werden, um eben diese und andere demokratische Werte zu verletzen. Die Parolen sind hasserfüllt, aggressiv, volksverhetzend und zudem ein Frontalangriff auf die demokratischen Werte. Eigentlich sprechen die Drohungen Bände und jedem Bürger der westlichen Welt sollte Angst und Bange werden, doch oftmals wird öffentlich lieber kein Wort darüber verloren – das scheint bequemer als eine Konfrontation. Nachfolgend möchten wir zur Veranschaulichung einige Parolen aufgreifen und dazu einen Text aus dem Internet wiedergeben, der unbequeme, an uns alle gerichtete Fragen aufwirft. «Eine Demonstration in London. Es ist befremdlich, dass derartige Demonstrationen, die als ‹freundlich und friedlich› ausgeschrieben sind, auf denen aber nur Drohungen ausgestossen werden, nicht unterbunden werden. Wann wird es nicht mehr bei nur verbalen Drohungen bleiben? Wann werden solche Angelegenheiten für gesetzeswidrig erklärt? Nachdem diese Menschen nicht nur demonstrierend aktiv geworden sind? Eines Tages werden wir nicht behaupten können, dass

es keine Warnungen gab. In der amerikanischen Stadt Atlanta – 520 000 Einwohner – leben 80 000 Muslime. Sie bauen zurzeit an einer Moschee, die eine Grundfläche von fast 43 000 Quadratmetern haben soll. (Ein grosses Fussballfeld umfasst rund 10 000 Quadratmeter.) Das wird die grösste Moschee der USA!» Hier einige der oben erwähnten erschreckenden Parolen: • Nieder mit denen, die den Islam angreifen! • Europa, du wirst bezahlen, die Zerstörung ist im Anmarsch! • Prangert alle an, die den Islam entweihen! • Wer den Islam entehrt, muss geköpft werden! • Der Islam wird die Welt dominieren! • Freiheit – zur Hölle damit! • Europa, du wirst deine 11.-September-Lektion noch lernen! • Europa, du wirst bezahlen, der 11. September kommt auch hier! • Seid auf den echten Holocaust gefasst! «Und jetzt versuchen Sie sich Folgendes vorzustellen: Eine christliche Demonstration gegen den Islam im

Stadtzentrum von Bagdad … Muslime haben zudem bereits angekündigt, dass England das erste Land ist, das sie einund übernehmen werden. Das sollten alle Christen der Welt zur Kenntnis und auch sehr ernst nehmen …» AN Kommentar: Mit normalen Argumenten ist dieser Entwicklung nicht mehr beizukommen. Vielmehr ist es so, wie es die Bibel sagt, dass der Teufel diese Welt regiert und Israel daher am besten verschwinden sollte. Wie ist es möglich, dass der iranische Präsident immer wieder die Vernichtung und Auslöschung Israels proklamiert und kaum jemand in der Welt protestiert, im Gegenteil: Die schweizerische Aussenministerin reist nach Teheran und unterschreibt mit den Todfeinden Israels einen Gaslieferungs-Vertrag. Das ist für Israel, das freundschaftliche Beziehungen zur Schweiz unterhält, eine schallende Ohrfeige! Man beachte auch den nächsten Beitrag. CM ■ Hier eine Liste solcher Demonstrationen und ihrer Parolen: www.adl.org/main_Anti_Semitism_International/Anti-Israel+Protests_Unleash_AS.htm

SCHOCKIEREND

Europa: 31 Prozent geben Juden Schuld an Finanzkrise
In unserer Ausgabe von Dezember 2008 berichteten wir, dass Israel «eine Oase inmitten der Finanzkrise» ist. Das hat sich inzwischen etwas geändert und doch ist das Land weniger schwer betroffen als andere Staaten. Zurückzuführen ist das aber keineswegs auf die Gründe, die Antisemiten allzu gerne anführen.
Eine aktuelle Umfrage hat gezeigt, dass in Europa rund 31 Prozent der Befragten, «den Juden die Schuld an der globalen Finanzkrise geben». Ganze 41 Prozent sind der Ansicht, dass «Juden zu viel Einfluss auf die internationalen Finanzmärkte» haben. Die Umfrage wurde von der Anti-Defamation League (ADL) in Auftrag gegeben und in Deutschland, Grossbritannien, Spanien, Österreich, Ungarn, Frankreich und Polen durchgeführt. Die israelischen Medien zeigten sich gemeinhin nicht im Geringsten erstaunt über diese Ergebnisse, wenngleich dennoch überall kommentiert wurde, dass das Ausmass des erstarkenden Antisemitismus erschreckend sei. Nicht nur wegen der israelischen Militäroperation im Gazastreifen haben die antisemitisch motivierten Übergriffe massiv zugenommen, sondern zudem scheint die globale Finanzkrise längst widerlegte antisemitische Vorwürfe ebenso massiv wieder aufleben zu lassen. Auf den ersten Blick scheint unser Artikel zur Wirtschaftslage in Israel zu bestätigen, was Antisemiten gerne behaupten: «Juden verstehen es, ihr Schäflein ins Trockene zu bringen.» Doch dass die israelische Wirtschaft bisher weniger schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, hat ganz andere Gründe, die nur allzu gerne ignoriert werden. Wie gesagt, sind auch auf dem israelischen Wirtschaftsmarkt längst nicht mehr nur die ersten Vorboten der globalen Finanzkrise zu spüren, nein, die Auswirkungen haben auch hier schon voll zugeschlagen. Die Arbeitslosenrate ist innerhalb von zwei Monaten sprunghaft angestiegen. Allein im Januar 2009 verloren 20 000 Israelis ihren Arbeitsplatz, und ein extrem hoher Prozentsatz konnte nicht erneut vermittelt werden. Unter den neuen Arbeitslosen sind viele mit akademischer Ausbildung. Alle Konzerne in Israel haben zum Ausgang des letzten Quartals des Geschäftsjahres 2008 Verluste gemeldet, wobei es vor allem die Banken des Landes hart ge-

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troffen hat. Wie der Generalgouverneur der Bank of Israel, Stanley Fischer, deutlich sagte, kann sich die israelische Wirtschaft den Zusammenbruch einer Bank «nicht leisten», und somit steuert er auch fleissig dagegen an. In Zeiten der Globalisierung sind Firmen diverser Branchen oft weltweit tätig. Das hat folglich globale Auswirkungen. Nach den Lehman Brothers wankte in den USA der Versicherungsriese AIG, sodass mehrere Zehntausend Bürger Israels, die Verträge bei der hiesigen Tochtergesellschaft abgeschlossen haben, um ihren Versicherungsschutz bangen. Auch in Israel hat es Pensionsund Spareinlagen getroffen, und auch hier ist die Regierung mit einem Sicherheitsnetz eingesprungen, wie in vielen anderen Staaten. Besonders schwer trifft es wie immer die kleineren Betriebe, die über keine grossen Kreditrahmen verfügen und daher weniger Durchhaltevermögen haben. Etliche Betriebe und Fabriken sind bereits bankrott. Fast alle Arbeitnehmer – sowohl auf dem privaten wie auch auf dem öffentlichen Sektor – mussten schon Lohnkürzungen in Höhe von mindestens zehn Prozent hinneh-

Rund 31 Prozent der Befragten geben den Juden die Schuld an der globalen Finanzkrise

DR. THEOL. ROGER LIEBI

Gottes
im Weltall
Wissenschaft stützt sich auf die Urknalltheorie. Aber st sich diese wirklich beweisen oder ist es – wie es s Wort schon sagt – nur eine Theorie? In seinem Vorr. Roger Liebi sieben Fragen, die diese Theorie als entlarven. Gottes Wort und Seiner einmaligen Schöpfung zeigt präzise die Angaben der Bibel über das Universum ert wird der Vortrag mit eindrücklichen Bildern aus ichen Weiten des Alls – das Zeugnis eines wahrlich lichen Schöpfergottes! «Die Himmel erzählen die Gottes, und die Ausdehnung verkündigt das Werk seiner Hände» (Psalm 19,2). Bestell-Nr. 11705, CHF 20.00, EUR 14.00 Sehen und hören Sie auf dieser DVD mehr über die Grösse und Allmacht Gottes, des Herrn der Heerscharen!

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HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 4/2009

men. Die meisten Hightech-Firmen sind zu Kurzarbeit übergangen. Konferenzen und Reisen sind gestrichen. Trotzdem wankt die israelische Wirtschaft (noch) nicht in ihren Grundfesten. Warum nicht? Weil diese Wirtschaft auf Grund ihres Aufbaus, der unter anderem auf den lokalen Gegebenheiten beruht, im internationalen Wettbewerb zu einem guten Teil eine Nischenwirtschaft betreibt. Was ist damit gemeint? Hier sei nur ein Beispiel angeführt. Wenngleich Israel technologisch die Nase mit ganz vorne hat, so kommt die lokale Mobiltelefonindustrie keineswegs gegen die asiatischen Produzenten an. Doch gerade diese Branche klagte auf der kürzlich stattgefundenen Messe im spanischen Barcelona über Verluste. Mit Ausnahme der israelischen Firmen. Während andere untätig herumsassen, waren die israelischen Geschäftstermine schon im Voraus ausgebucht, denn allseits interessierte man sich für die einzigartigen israelischen Innovationen, die Marktlücken schnell erschliessen. Somit sind es oftmals israelische Firmen, die Verbrauchertrends ins Rollen bringen und als Einzige darauf vorbereitet sind. AN Kommentar: Es ist mehr als erschreckend, dass 31 Prozent der Europäer den Juden die Schuld an der gegenwärtigen Krise geben. Das zeigt einmal mehr, dass derselbe teuflische Geist aus der Nazizeit auch heute voll tätig ist und das lässt uns erahnen, wie es in Zukunft einmal aussehen wird. Der Hass gegen Jesus beziehungsweise Sein Volk Israel scheint schon heute grösser zu sein, als die ärgsten Pessimisten angenommen haben. Aus der Bibel geht klar hervor, dass, bevor die Völkerwelt Israel gänzlich vernichten kann, Jesus Christus wiederkommen wird, um zugunsten Seines Volkes einzugreifen (vgl. Sach 12 und 14). Viele sogenannte Experten versuchen «zu erklären», weshalb Israel noch nicht so stark von der Krise getroffen wurde wie andere Nationen. Die einzig richtige Erklärung dafür ist der Gott Israels, der auf der Seite Seines Volkes steht und Sein Volk auch wirtschaftlich segnet. Es besteht ein Unterschied zwischen dem Volk Gottes und den anderen Nationen. Das gilt trotz der Tatsache, dass sich der grösste Teil Israels noch nicht zu Gott bekehrt hat. Dennoch sind die Juden Gottes erste Liebe und das auserwählte Volk Gottes auf Erden. CM ■

UNEINGESCHRÄNKTES VERTRAUEN

Der Mann an Obamas Seite
Es war eine der ersten Ernennungen, die US-Präsident Obama verkündete. Rahm Emanuel wurde zum Stabschef des Weissen Hauses ernannt. Die Presse bezeichnet ihn als «zweitstärksten Mann». Er hat ein enges Vertrauensverhältnis zu Obama und eine ganz besondere Beziehung zu Israel.
Rahm Emanuel wurde 1959 in Chicago geboren. Er hat einen M.A. in Kommunikationswissenschaften. Noch während seines Studiums wurde er politisch zeichnete Emanuel die Unterzeichnung der Osloer Verträge zwischen Israel und der PLO im Jahre 1993. Er war höchstpersönlich für die Details der Zeremonie zuständig. Er war es, der vorab den Handschlag zwischen Rabin und Arafat dirigierte. Warum war ausgerechnet das für Emanuel ein solch stolzer Moment? Dafür muss man seinen persönlichen Hintergrund näher kennen. Seine Eltern sind Juden. Sein Vater Benjamin, der Kinderarzt ist, wurde in Jerusalem geboren und war Mitglied der jüdischen Untergrund-Organisation «Etzel», der auch Menachem Begin angehörte. 1950 lernte er in Chicago die Tochter eines bekannten jüdischen Gewerkschaftlers kennen, die er schon bald heiratete. Rahm, der zwei Brüder sowie eine Adoptivschwester hat, besuchte jüdische Schulen. Kurz nach dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 war er zusammen mit seinen Brüdern zu einem Sommerferiencamp in Israel. Immer wieder wird berichtet, dass er bei der israelischen Armee gedient habe, doch das stimmt nur indirekt. Während des Golf-Krieges von 1991 leistete er einen ehrenamtlichen Dienst, allerdings nicht an der Waffe und nicht bei der Armee. Auf eigene Initiative reparierte er damals kaputte Bremsen von Militärlastern, da er sich zum Dienst bei der «Sar-El»-Einheit für Volontäre gemeldet hatte. Insbesondere die US-Medien betonten, dass Emanuel eine «neue Generation der US-Juden» repräsentiere: vollends einig mit seiner Identität, loyal gegenüber seinem Land und dennoch als praktizierender Jude dem Judentum sehr nahe stehend und auch Israel eng verbunden, was er nicht im Geringsten zu verstecken versuche. Seine Nomi-

Rahm Emanuel, der Mann an Obamas Seite

aktiv. 1984 beteiligte er sich erstmals an einer Wahlkampagne eines demokratischen Kandidaten für den US-Senat. Sein steiler Aufstieg begann während der Wahlkampagne von Bill Clinton mit seiner Ernennung zum Direktor des Finanzkomitees. Von 1993 bis 1998 bekleidete er eine hochrangige Beraterfunktion im Weissen Haus. Bis 2002 war er zeitweise in der Investmentbankenwelt tätig, doch letztlich zog es ihn zurück in die Politik. Nachfolgend hatte er öffentliche Ämter inne und machte sich zusammen mit David Axelrod – übrigens Emanuels Trauzeuge – einen Namen als Chefstratege der Wahlkampfkampagne von Obama. Als einen seiner «stolzesten Momente» be-

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nierung löste vor allem in der arabischen Welt ein negatives Echo aus. Und dennoch erklärt das alles nicht das Phänomen der endlosen Beiträge über Emanuel in den Medien. Ausschlaggebend dafür scheint auch nicht unbedingt sein besonderes Verhältnis zu Obama zu sein. Immer wieder kann man in der Öffentlichkeit sehen, dass Emanuel seinen Chef durch ein hörbares Knacken seiner durchgedrückten Finger auf sich aufmerksam macht, dann zu ihm hinübergeht und ihm etwas zuflüstert – sogar während wichtiger Sitzungen und öffentlicher Auftritte. Solche Episoden veranschaulichen nicht nur das Verhältnis zwischen Obama und Emanuel – distanzlos und frech, zugleich eng vertraut –, sondern geben vor allem einen Einblick in Emanuels Charakter. Und genau der scheint ihn zu einer aussergewöhnlichen und interessanten Persönlichkeit zu machen. Die Medien porträtieren ihn als kämpferisch, aggressiv und streitlustig, als despektierlich, launisch und ziemlich aufbrausend, was schon häufig dazu führte, dass er sich im Ton vergriff. Obwohl beispielsweise David Axelrod betont, dass «Rahm ruhiger geworden und viele Geschichten aufgebauschte Mythen seiner Jugend seien», macht KATASTROPHALE DÜRRE

Rahm weiterhin Schlagzeilen, weil er auch bei offiziellen Anlässen gerne unverhohlen lästert und flucht. Er ist kantig und bietet Angriffsflächen, was für die Medien das berühmte «gefundene Fressen» ist. AN Kommentar: Dass Juden in der Weltpolitik und Geschichte oft sehr erfolgreich waren und sind, müssen auch die grössten Antisemiten anerkennen. Schon in der Bibel lesen wir beispielsweise über Joseph und Daniel, dass sie in allerhöchste Ämter aufstiegen. Das Buch der Bücher, die Bibel, hat fast nur jüdische Autoren. Diese Fakten, aber auch, dass Jesus Jude war, scheint ein Grossteil der christlichen Welt vergessen zu haben. Jesus sagte selbst: «Das Heil kommt von den Juden.» Möge sich die Welt dieser Tatsachen viel mehr bewusst werden! Als Christen haben wir so viel Gutes von Israel empfangen. Der Apostel Paulus sagt sogar, dass die Heiden aus diesen Gründen verpflichtet sind, die Juden in Jerusalem zu unterstützen. CM ■ Unter diesem Link finden Sie konzentriert deutschsprachige Pressemeldungen zu Rahm Emanuel: www.wikio.de/news/ Rahm+Emanuel

Sieben Gründe,
die die Scofield-Bibel so wertvoll machen:
1. Einführung zu jedem Buch der Bibel mit einer Übersicht des Inhalts, einer genauen Einleitung und der Hervorhebung wichtiger Persönlichkeiten, heilsgeschichtlicher Tatsachen und prophetischer Ausblicke. 2. Fussnoten mit Erklärungen über Worte, Zusammenhänge, biblische Begriffe, archäologische Beweise biblischer Berichte; Überblicke von Lebensläufen und Erläuterungen über Charaktere, über die Offenbarung Gottes sowie über die Person und das Werk Jesu Christi. 3. Thema-Ketten verfolgen wichtige Lehren und Themen durch die ganze Bibel und geben so ein klares Bild der biblischen Wahrheit im vollen Zusammenhang. Das grosse Plus dieser Bibelausgabe! 4. Zusammenfassungen der wichtigsten biblischen Begriffe und Lehren in kurzer und übersichtlicher Darstellung vermitteln eine klare biblische Lehre. 5. Parallelstellen und Randbemerkungen, die viele Tausende Vergleichsstellen angeben, dienen einer Erklärung der Bibel durch die Bibel. 6. Titel und Untertitel im Bibeltext erleichtern die Übersicht des Inhalts. 7. Die Betonung der biblischen Heilszeiten lässt die prophetische Wahrheit der Bibel klar aufleuchten, was zum besseren Verständnis unserer Zeit und unserer Zukunft von unermesslicher Bedeutung ist.

Der trockenste Winter in Israels Geschichte
Ende Februar erlebte Israel das erste Sturmtief des Winters. Obwohl es mehrere Tage ununterbrochen regnete, macht das die Rückstände nicht wett. Israel steckt offiziell in seinem schwersten Dürrejahr. Da die Reserven ohnehin angegriffen sind, kommt das einer Katastrophe gleich.
In Jerusalem blitzte, donnerte und hagelte es fast 24 Stunden lang. Das war der Höhepunkt eines Sturmtiefs, das über das ganze Land zog. Innerhalb kurzer Zeit fielen beeindruckende Mengen Niederschlag, und dennoch ändert das nichts daran, dass Israel eine der schwerwiegendsten Dürren seiner Geschichte durchmacht. Niemals zuvor in der Geschichte des Staates wurden während eines Winters so wenig Niederschläge verzeichnet. Keiner hatte damit gerechnet, dass es alle Regionen des Landes so hart treffen würde. Nicht nur Jerusalem und Tel Aviv sind im wahrsten Sinne knochentrocken – Gärten dürfen nicht bewässert werden, sodass viele Pflanzen schlichtweg eingehen –, sondern auch im Norden sieht es schlecht aus. Dabei ist Galiläa eigentlich das niederschlagreichste Gebiet Israels, das die Wasserreserven des Landes beherbergt. Das gilt nicht nur für den See Genezareth, sondern auch für alle Quellen und Flüsse sowie natürlich für die unterirdischen Wasserreservoirs. Somit wird in der Knesset schon jetzt darüber nachgedacht, das Bewässerungsverbot für Gärten und Parkanlagen zu

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HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 4/2009

Die Niederschlagsmenge, die das Sturmtief mit sich brachte, reichte nicht aus

verlängern. Der leitende Repräsentant der israelischen Wassergesellschaft Uri Shani kommentierte dem Thema angemessen trocken: «Von mir aus können alle Gärten verdorren und eingehen.» Die Daten sind tatsächlich ernüchternd. In Jerusalem fiel noch nicht einmal ein Drittel der jährlichen Durchschnittsmenge Regen, in Beerscheba liegt die Quote etwas über 60 Prozent und im gesamten Norden reicht sie hier und da im besten Fall an die 50 Prozent heran. Die Messungen, die zur Strömungsgeschwindigkeit der Flüsse durchgeführt wurden, zeigten den schwächsten Wasserfluss seit Beginn der Messungen im Jahr 1949. Vor allem der Dan, einer der Hauptzuflüsse des Sees Genezareth, ist nur noch ein dünnes Bächlein. Deshalb gab es Mitte Februar in Israel auch die ersten Probleme bei den Mineralwasserfirmen. In den Quellen, die den beiden israelischen Hauptlieferanten von Mineralwasser zur Verfügung stehen, wurden bakteriologische Verunreinigungen festgestellt. Auf Anweisung des israelischen Gesundheitsministeriums mussten die Firmen für fast zwei Wochen das Abfüllen von Trinkwasser vollständig einstellen. Die Firmen «Ein Gedi» und «Neviot» haben hohe wirtschaftliche Verlus-

te einzustecken. All das wirkt sich selbstverständlich auch auf das grösste Trinkwasserreservoir des Staates Israel aus. Schon die Jahre zuvor waren schlechte Regenjahre. Die diesjährige Regenperiode, die man nicht mehr als solche bezeichnen kann, grenzt an eine Katastrophe. Gegen Ende des Winters liegt der Wasserstand nahe der roten Grenzmarke, sodass dem Binnensee eine ökologische Katastrophe bevorsteht. Schon jetzt blühen giftige Algen, und die Sauerstoffzufuhr ist so gering, weshalb schon bald ein grosses Fischsterben beginnen könnte. Der Wasserstand des Sees Genezareth hat auch einen direkten Einfluss auf das Tote Meer. Hier ging der Wasserpegel im Vergleich zum Vorjahr um weitere 140 Zentimeter zurück. Das bedeutet auch hier: Man steuert auf ein ökologisches Desaster für Mensch und Natur zu. Wenngleich Experten schon seit Jahren vor einer solchen Katastrophe warnen, scheinen die Politiker des Landes erst langsam wach zu werden. Sie setzen auf mehr Entsalzungsanlagen, die allerdings ein kostspieliges Unternehmen sind. Dennoch soll der Bau solcher Anlagen massiv vorangetrieben werden, sodass schon 2013 ein Drittel des israelischen Trinkwasserbedarfs

dadurch gedeckt werden kann. Dann, so die Pläne, müsse man aus dem See Genezareth kein Wasser mehr abpumpen, um den Trinkwasserbedarf zu decken. Fraglich ist jedoch, ob dieses Gewässer bis dahin überhaupt noch als Trinkwasserreservoir eingestuft werden kann. ZL Mehr zu Israels nationaler Wassergesellschaft unter: http://de.wikipedia.org/wiki/National_ Water_Carrier Kommentar: Es ist absolut biblisch, dass wir den Herrn um Regen bitten sollen für Israel: «So bittet nun vom Herrn Spätregen, so wird der Herr Gewölk machen und euch Regen genug geben zu allem Gewächs auf dem Felde» (Sach 10,1). An anderer Stelle heisst es: «Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet.» Oft ist das auch mit Dingen des alltäglichen Lebens der Fall: Man ist so «fromm», dass man sagt: «Der Herr weiss es», und das Fürbittegebet geht fast ganz unter. Aber das Wort lehrt uns sowohl im Alten wie im Neuen Testament, dass wir unsere Bitten mit Danksagung vor Gott kund werden lassen sollen: Der Herr ist ein Gebet erhörender Gott! Lassen Sie uns täglich für Regen in Israel bitten. CM ■

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HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
SYRISCHER OREGANO BESSER ALS ANTIBIOTIKA

Gesundes aus der Bibel neu entdeckt
Die moderne Forschung stösst immer wieder einmal auf alte Weisheiten. Gerade in der Botanik bestätigen die Wissenschaftler mit modernen Mitteln oftmals die Heilkräfte, die einigen Pflanzen schon seit Jahrtausenden zugeschrieben werden.
«Entsündige mich mit Isop, Herr, dann werde ich rein, wasche mich, dann werde ich weisser als der Schnee», fleht David das dem physischen Alterungsprozess entgegenwirkt. Die Wissenschaftler, die diese Studie durchführten, arbeiten im Psalm 51, nachdem Gott ihn dafür an einem der namhaften israelischen bestrafte, dass er aus Leidenschaft zur Institute für landwirtschaftliche Forschönen Bathseba zum Verbrecher wur- schung. Schon vor rund einem Jahrde. Es wird vermutet, dass es sich bei zehnt hatte sich das Volcani Center undem sowohl im Alten als auch im Neuen ter der Leitung von Dr. A. E. Putievsky Testament erwähnten Isop um ein Ore- einen Namen in der Erforschung der gano-Gewächs handelt und zwar um den Eigenschaften dieser Gewürzpflanze gemacht. Mit der neueren Forschung machte sein Kollege Dr. Nativ Dudai von sich reden. Zwei Bestandteile, die diesem Gewürz seinen besondern Geschmack geben – Thymol und Carvacrol – sind nämlich auch für die mediziDie Wirkung des syrischen Oregano als Antibiotika und als Mittel, das dem nische Wirkung physischen Alterungsprozess entgegenwirkt, ist wissenschaftlich bestätigt verantwortlich. im Heiligen Land heimischen «Origanum Sie vermögen sogar besser als Antibiotika den Kampf gegen Bakterien und syriacum». Auf Hebräisch heisst die Pflanze Pilze aufzunehmen. Sie wirken als «Za’atar», Araber sprechen es «Zahatar» natürliche Antioxidantien. Die Wissenschaftler beschäftigen aus. Langsam aber sicher wird das syrische Oregano auch in anderen Regionen sich aufgrund dieser Erkenntnisse nunbekannter. In Israel kommt dieses Ge- mehr mit der Züchtung von Sorten des würz täglich zum Einsatz. Es wird zum syrischen Oregano, die gerade diese Würzen von Käse und Salaten verwen- beiden Stoffe in hoher Konzentration det, Gemüsegerichte werden damit ver- enthalten. Dann könnte dieses Gewürz feinert, und viele tunken Brot in Olivenöl, einen viel grösseren Wirkungskreis als Heilpflanze haben. Laut Dr. Dudai habe das mit «Zatar» versetzt wurde. Nunmehr haben Wissenschaftler man erst kürzlich einen neuen Ableger dank umfangreicher Forschungen be- des syrischen Oregano im südlichen stätigt, dass es sich um ein Gewürz Negev entdeckt, der eine besonders handelt, das nicht nur hervorragend hervorragende antibiotische Wirkung schmeckt, sondern gesundheitsför- aufweist. ZL ■ dernde Eigenschaften hat. Sie bestätigten die Wirkung des syrischen Oregano Mehr zu Arbeit des «Volcani Center» unter: als Antibiotika sowie als ein Mittel, http://www.agri.gov.il/en/home/default.aspx

Vom Rest der Hoffnung zur Fülle der Seligkeit
Über dieses aktuelle Thema spricht

Israel:

Norbert Lieth

DE 57223 Kreuztal-Langenau
Sonntag, 19. April 2009, 10:00 Uhr
Evangelische Gemeinschaft Langenau Buschhüttenerstrasse 25

KREBSHEMMENDES MITTEL

Zitronenstrauch wirkt Krebs entgegen
Zu diesem Gewächs führten israelische Wissenschaftler umfangreiche Studien durch. Dabei kam zutage, dass es der Ausbildung von Krebserkrankungen entgegenwirkt. Ein US-amerikanischer Lebensmittelkonzern, der Nahrungsmittelzusätze produziert, setzt die Erkenntnis bereits zugunsten der Verbraucher um.
Zu dieser Pflanze heisst es in der Internet-Enzyklopädie Wikipedia: «Der Zitronenstrauch (Aloysia citrodora oder Lippia citriodora), auch Zitronenduftstrauch oder Zitronenverbene genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae). Der Name citrodora verweist auf den Duft beziehungsweise den Geschmack der Pflanze. Der Name triphylla (Dreiblatt) deutet auf die Blattanordnung der Äste hin. Früher nannte man die Pflanze Lippa citriodora.»
Die israelischen Wissenschaftler fanden im Zuge ihrer Forschungen heraus, dass der Stoff, der dieser Pflanze das Zitronenaroma gibt und übrigens auch in der Melisse zu finden ist, bei Labortests erstaunliche Eigenschaften zeigte. Im Reagenzglas vermag dieser Stoff Krebs-

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HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 4/2009

zellen abzutöten, ohne dabei die gesunden Zellen anzugreifen.

SENSOREN STATT RÖNTGENGERÄT

Die israelische Studie, die sich über rund zwei Jahre erstreckte und in der Arava-Region durchgeführt wurde, befasste sich mit 250 Wüstenpflanzen, die fähig sind, unter widrigen ökologischen Bedingungen zu wachsen. Diese Widerstandsfähigkeit sollte näher erforscht werden, da man annahm, dass

Strahlenfreie Lungenuntersuchung
Das Verfahren, das eine israelische Firma entwickelt hat, wurde bereits von den US-Gesundheitsbehörden genehmigt. Damit steht in der modernen Medizin ein entscheidender Durchbruch in der strahlenfreien und somit unschädlichen Lungenuntersuchung bevor.
Die israelische Firma Deep Breeze, die erst 2001 gegründet wurde und in Or Akiva angesiedelt ist, hat bereits die wichtigste Hürde genommen. Ihr non-invasives Verfahren, das die Untersuchung von Lungen ohne schädliche radioaktive Strahlung ermöglicht, wurde von den US-Gesundheitsbehörden freigegeben. Einige Experten bezeichdauert gerade einmal so lange, wie der Patient braucht, um sein Hemd aus- und wieder anzuziehen», erläuterte Dr. Igal Kushnir, der die Firma Deep Breeze gründete und zudem seit rund 30 Jahren als Allgemeinarzt praktiziert. Er gab zudem an, dass dank dieser Untersuchung auch evaluiert werden kann, wie effektiv eine Behandlung von Lungenkrebs ist. «Durch unsere extrem genauen U n t e r s u c h u n g s e rgebnisse wird man zukünftig eine solche Behandlung in unterschiedlichen Stadien besser verfolgen und daher auch besser an den Krankheitsverlauf anpassen können.» Dr. Gerald Baum, der Vorsitzende der israelischen Vereinigung für Lungengesundheit, ist von dem Verfahren zutiefst beeindruckt. «Das ist ein enormer Durchbruch. Zukünftig werden viel mehr Ärzte, auch wenn sie keine Fachkräfte im Bereich der Radiologie sind, diese Untersuchung durchführen können. Das erspart dem Patienten Wartezeiten auf Folgetermine und vermag schon alleine dadurch in schwerwiegenden Fällen Leben zu retten.» Aufgrund der Zulassung in den USA hat die israelische Firma Deep Breeze eine Tochterfirma von General Electrics bereits mit dem Verkauf des Gerätes an Krankenhäuser in den Vereinigten Staaten beauftragt. Dennoch ruht sich Dr. Kushnir keineswegs auf den Lorbeeren aus. Er arbeitet an der Entwicklung eines weiteren Geräts, das auf der gleichen Grundlage Aufnahmen zur Herzfunktion liefern soll. Schon in Kürze will er erste Patente anmelden. ZL ■ Details dazu auf der Homepage dieser Firma: www.deepbreeze.com/DeepBreeze/

Der Zitronenstrauch hilft gegen Krebs

sich dabei auch Erkenntnisse für die moderne medizinische Heilkunde ergeben würden. Zumindest im Hinblick auf den Zitronenstrauch erwies sich diese Arbeitshypothese als zutreffend. Die Wissenschaftler unter Leitung von Dr. Rivki Ofir versuchen nunmehr, Investoren für ihre Forschungen zu finden, um diese ersten Erkenntnisse weiter auszubauen. Letztlich wollen sie zur Entwicklung von neuartigen Medikamenten beitragen. Parallel dazu setzen diese Wissenschaftler selbstverständlich ihre Sammeltätigkeiten und Laborversuche fort. ZL ■ Weitere Informationen unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Zitronenstrauch

Vom Rest der Hoffnung zur Fülle der Seligkeit
Über dieses aktuelle Thema spricht

Israel:

Norbert Lieth

AT 7100 Neusiedl/S
Sonntag, 7. Juni 2009, 10:00 Uhr
28 Emmanuel Baptistengemeinde Obere Hauptstrasse 24/1

neten die Innovation dieser israelischen Firma, die vor einiger Zeit zudem eine Zweigniederlassung in den USA eröffnete, als «grössten Durchbruch seit der Erfindung des Ultraschalls». Die Untersuchungsergebnisse liegen innerhalb von nur einer Minute vor und erlauben die Diagnose von Lungenkrebs, Asthma, Lungenentzündung und anderen Erkrankungen der Atemwege. Für die Untersuchung muss der Patient den Oberkörper frei machen, um den dann eine Art Gürtel gelegt wird, in dem sich hochsensible und somit extrem leistungsfähige Sensoren befinden. Während der Untersuchung wird der Patient gebeten, drei bis vier Mal tief ein- und auszuatmen. Dadurch geraten die Lungen in Vibration, die von den Sensoren wahrgenommen und registriert wird. Dank modernster Technologie können die so erfassten Daten dann in ein Bild umgewandelt werden, das den Medizinern eine Diagnose ähnlich wie bei einer Röntgenaufnahme ermöglicht. «Die eigentliche Untersuchung einschliesslich der Diagnose

KONSULTATION ÜBERS WEB

Zweitmeinung per Internet einholen
Die israelische Expertise in der modernen Computertechnologie führte zur Gründung einer neuen Firma, die weltweit einen einzigartigen Service anbietet: Das Einholen einer weiteren medizinischen Diagnose innerhalb kürzester Zeit dank Internet.
Die Idee, die zur Gründung dieser Firma führte, basiert auf einer sehr einfachen Grundannahme: Kein Patient, dem eine schwerwiegende Krankheit diagnostiziert wurde, möchte sich auf die Meinung eines einzigen Arztes verlassen, sondern fühlt sich sicherer, wenn er eine zweite Diagnose eines unabhängigen und unbeteiligten Arztes einholen kann. Zugleich gibt es auch immer wieder Ärzte, die erste Diagnosen vor der Überweisung von Patienten stellen müssen, die nicht unbedingt in ihr Fachgebiet fallen. Auch sie wären ruhiger, wenn sie sich beraten könnten. Eine zweite Meinung muss auf soliden und genau den gleichen Fakten basieren, das heisst, dafür müssen Röntgenaufnahmen, Ultraschallergebnisse, Ergebnisse von MRI- und CTUntersuchungen vorliegen. Daher ist es oftmals schwer zu bewerkstelligen, einen zweiten Mediziner aus weiter Ferne hinzuzuziehen. Darüber hinaus gibt es nur bedingt Fachärzte, die solche Gutachten erstellen können. Das bedeutet zudem lange Wartezeiten. Doch Zeit ist gerade das, was die meisten Patienten, denen schwerwiegende Krankheitsdiagnosen eröffnet wurden, nicht haben. Manchmal kann von der Länge einer Wartezeit auf ein Zweitgutachten das Leben des Patienten abhängen. Genau darauf hat sich die israelische Firma «ATDS Teleradiology Services» spezialisiert. Sie bietet jedem Mediziner – vorerst auf die USA beschränkt – die Option an, eine zweite Meinung auf der Grundlage von radiologischen Untersuchungsergebnissen einzuholen. Das Besondere daran ist, dass die Firma in Aussicht stellt, dieses Zweitgutachten innerhalb von 24 bis 48 Stunden vorzulegen. Das kann jedoch nur dank einer schnellen Übermittlung aller Untersuchungsergebnisse erfolgen, wobei selbstverständlich die moderne Telekommunikation eine entscheidende Rolle spielt. Dazu sagte Adi Ben-Dor, der bei dieser israelischen Firma für den Aufbau der Geschäftsbeziehungen zuständig ist, dass man in Israel bei jeder umfassenderen medizinischen Behandlung eine zweite Meinung für angebracht hält. Schliesslich, so fügte er hinzu, läge die Rate von Irrtümern um die 20 Prozent. Würde jedoch eine zweite Meinung eingeholt, so sinke die Fehlerquote einer solchen Diagnose auf 5 Prozent beschäftigt ein Team von 20 fest angestellten Medizinern und hat darüber hinaus rund 15 Spezialisten auf Abruf bereitstehen. Daher finden wir sogar innerhalb weniger Stunden immer einen Mediziner, der für ein bestimmtes Gutachten nicht nur zur Verfügung steht, sondern zudem auf dem jeweiligen Gebiet hoch qualifiziert ist.» Hinzu kommt gerade in der Kooperation mit den USA ein weiterer Vorteil, der sich aus der Zeitverschiebung ergibt. Wenn Arzt und Patient sich in den USA am Tag nach einer Diagnose zur Nachtruhe ins Bett legen, beginnen die Ärzte in Israel schon bald ihren Tagesdienst. Wenn also zum Abschluss eines Arbeitstages in den USA das Material nach Israel geschickt wird, dann kommt es dort praktisch am Morgen zu Beginn eines Arbeitstages an, sodass wertvolle Zeit gewonnen wird. Ferner kann man anmerken, dass diese israelische Firma ihre Dienstleistung zu einem Preis anbietet, den man als erschwinglich bezeichnen kann. Für ein Zweitgutachten werden 125 US-Dollar beziehungsweise 99 Euro verlangt. ZL ■ Zusätzliche Informationen zu diesem Service unter: www.atds-med.com/about.html

Ärzte können dank Internet rasend schnell eine Zweitmeinung einholen, dadurch sinkt die Fehlerquote massiv

ab. Daher sei ein Zweitgutachten zum Schutz des Patienten ebenso wie zur Absicherung des behandelnden Arztes eigentlich unerlässlich. Darüber hinaus verriet Ben-Dor, dass seine Firma die besten Radiologen des Landes beschäftigt. «Sie sind für unsere Firma rund um die Uhr erreichbar. Meine Firma

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HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 4/2009

MUSLIM VOR RABBINAT

«Meine Seele ist jüdisch»
Er lebt in Haifa. Geboren wurde er als Nizar Mahameed, jetzt nennt er sich Nati Peretz. Israels drittgrösste Stadt Haifa ist eine gemischte Stadt, doch dieser Mann lebt die vielschichtigen israelischen Identitäten noch auf eine ganz andere Weise.

Inzwischen hält Nizar, der jetzt Nati heisst, die jüdischen Religionsgesetze strikt ein. Er isst koscher, hält die Sabbatruhe und bildet sich über das Judentum in regelmässigen Unterrichtsstunden fort

Haifa ist die drittgrösste Stadt des Staates Israel. Unter den Einwohnern sind Juden, Muslime, Christen und

Drusen, und zudem ist es die Stadt der Bahai-Anhänger. Immer wieder ist in der Presse zu lesen, dass «Haifa anders

ist», weil hier alle friedlich miteinander auskommen. Grundsätzlich stimmt das zwar, aber auch diese Stadt bleibt nicht von Spannungen verschont. In einer Familie machen sich solche Spannungen vor ethnisch-kulturellem Hintergrund gegenwärtig besonders bemerkbar. Die muslimische Familie Mahameed hat nämlich in ihrer Mitte plötzlich einen bekennenden Juden. Der junge Mann ist 30 Jahre alt. Vor einigen Monaten wurde er unter dem Namen Nizar beim Rabbinatgericht der Stadt Haifa vorstellig. Er bekundete seinen innigen Wunsch, zum Judentum zu konvertieren. Alle Dokumente, die er für den Beginn dieser Prozedur vorweisen musste, hatte er dabei, sodass er an einen Rabbiner verwiesen wurde, um den Konversionsunterricht aufzunehmen. Inzwischen hält Nizar, der jetzt Nati heisst, die jüdischen Religionsgesetze strikt ein. Er isst koscher, hält die Sabbatruhe und bildet sich über das Judentum in regelmässigen Unterrichtsstunden fort. Laut eigenen Angaben fühlte er sich niemals zu der Umgebung hingezogen, in der er aufwuchs. «Alle meine Freunde sind jüdisch. Ich lebe in einem Wohnviertel, das jüdisch ist, und ich habe keine Beziehungen zu der arabischen Gemeinschaft Israels und schon gar nicht zum Islam», zitierte ihn die israelische Presse. «Mein Herz und meine Seele sind jüdisch», schlussfolgerte der junge Mann, der fest entschlossen ist, die Konversion erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Sein Entschluss hat nicht nur für ihn Folgen, sondern wirkt sich auch auf seine Familie aus. Nizar-Nati stammt aus einer der prominentesten arabisch-muslimischen Familien in Umm al-Fahem, einer Stadt mit rund 43 000 Einwohnern im Einzugsbereich von Haifa. Der Mahameed-Clan zählt rund 6 000 Mitglieder. Einige der namhaftesten Persönlichkeiten des israelisch-arabischen Sektors stammen aus dieser Familie, darunter auch der ehemalige Knesset-Abgeordnete der arabischen Partei Hadash, Hashem Mahameed. Von seiner Familie wurde der junge Mann in aller Öffentlichkeit als «Verräter» bezeichnet. Sein Vater verkündete zudem, dass er kein Mitglied dieser Familie mehr sei und als ausgestossen gilt. AN ■

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Nachrichten aus Israel®
DIE NEUE SOLDATENGENERATION

Der «Cat-Bot»
Die Idee geht auf die gescheiterte Befreiung eines entführten israelischen Soldaten zurück. Der schreckliche Zwischenfall veranlasste die israelische Armee dazu, den Ingenieuren der Ben-Gurion-Universität des Negev in Beerscheba einen ganz besonderen Forschungsauftrag zu erteilen.
Ein Roboter klettert gleich einer Katze mithilfe von Krallen steile Wände hoch. Ein anderer Roboter, der sich auf Rollen vorwärts bewegt, sondert Klebstoff ab, sodass er sogar Fensterschreiben überwinden kann. Ein Roboter in Schlangenform kommt gar durch Rohre und andere schmale Öffnungen hindurch. Nein, das sind keine Fantasiegebilde, sondern eine neue Generation Roboter, die von der israelischen Armee teilweise schon bei Kommandoeinsätzen genutzt werden. Der «Cat-Bot» sieht auf den ersten Blick wie ein mechanisches Spielzeug aus, ist in Wahrheit jedoch ein technologisch hochkompliziertes Gerät. Er kann steile Wände erklimmen und dabei um Ecken biegen, ohne abzustürzen. Der «Cat-Bot» gehört zu einer Entwicklungsreihe der Ingenieure der Ben-Gurion-Universität des Negev, die in der israelischen Wüstenhauptstadt Beerscheba angesiedelt ist. Ihre Innovationen gehen auf einen schmerzlichen Zwischenfall zurück. 1994 scheiterte die Befreiung des entführten israelischen Soldaten Nachshon Wachsman. Bei der Rettungsaktion war zudem ein weiterer hochrangiger Soldat einer Elitetruppe ums Leben gekommen. Wachsman war von seinen Entführern in Ramallah gefangen gehalten worden. Als die israelische Armee endlich davon Kenntnis hatte, wurde eine Rettungsaktion lanciert, die jedoch aus einem einzigen Grund kläglich scheiterte: Wachsman war im Obergeschoss eingesperrt. Das Eindringen der Soldaten ins Erdgeschoss wurde sofort bemerkt, sodass den Bewachern im oberen Stockwerk genügend Zeit blieb, Wachsman hinzurichten. «Wenig später tauchten bei uns hochrangige Verantwortliche der israelischen Armee auf. Wir erhielten den Auftrag, ein Gerät zu entwickelt, mit dessen Hilfe man ein Gebäude möglichst unbemerkt ausspionieren kann. Es sollte eine Apparatur sein, mit der man auch in obere Stockwerke gelangen und Hindernisse überwinden kann», sagte Dr. Amir Shapiro vom Fachbereich für Ingenieurwesen der Ben-Gurion-Universität. Zunächst versuchten die Wissenschaftler, einen Prototypen einer solchen Apparatur zu entwickeln, mit der man höher gelegene Stockwerke erkunden kann. Daraus wurden im Laufe der Jahre verschiedene Roboter entwickelt, die im wahrsten Sinne des Wortes klettern können. Wichtig war dabei, verschiedene auf dem Weg liegende Hindernisse zu berücksichti-

Schweiz: Missionswerk Mitternachtsruf Abteilung Beth-Shalom Ringwiesenstrasse 12a CH 8600 Dübendorf Tel. 0041 (0)44 952 14 17 Fax 0041 (0)44 952 14 19 E-Mail: beth-shalom@mnr.ch Deutschland: Mitternachtsruf Zweig Deutschland e.V. Abteilung Beth-Shalom Kaltenbrunnenstrasse 7 DE 79807 Lottstetten Tel. 0049 (0)7745 8001 Fax 0049 (0)7745 201 E-Mail: beth-shalom@mnr.ch Zeitschriften Schweiz: Missionswerk Mitternachtsruf, Abteilung Beth-Shalom «Nachrichten aus Israel» Ringwiesenstrasse 12a, CH 8600 Dübendorf Tel. 0041 (0)44 952 14 15, Fax 0041 (0)44 952 14 11 E-Mail: nai@mnr.ch Deutschland: Missionswerk Mitternachtsruf, Abteilung Beth-Shalom «Nachrichten aus Israel» Kaltenbrunnenstrasse 7, DE 79807 Lottstetten Tel. 0049 (0)7745 8001, Fax 0049 (0)7745 201 E-Mail: nai@mnr.ch Die «Nachrichten aus Israel» erscheinen auch in englischer, französischer, holländischer, portugiesischer, rumänischer, spanischer und ungarischer Sprache. Erscheinungsweise monatlich.

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Er kann steile Wände erklimmen und dabei um Ecken biegen, ohne abzustürzen
gen, wie Fenstervorsprünge, Ecken, Fensterscheiben usw. Inzwischen sind diese Innovationen so sehr ausgereift, dass sie sogar dazu in der Lage sind, Abhörgeräte anzubringen. Doch auch für den kommerziellen Bereich sind diese Innovationen interessant, denn in der Zukunft könnten sie zum Reinigen von schwer erreichbaren Fensterscheiben oder der Einsichtnahme in unzugängliche Rohrsysteme eingesetzt werden. Zu den Entwicklungen gehört auch eine Ballkamera, die ein Soldat in einem Zimmer vor dessen Betreten einsetzen kann. Innerhalb von fünf Sekunden sendet diese Apparatur dann Bilder vom Geschehen in dem Zimmer. Gerade diese Ballkamera wurde bereits während des Zweiten Libanon-Krieges eingesetzt und rettete nicht nur das Leben von zahlreichen israelischen Soldaten, sondern trug auch dazu bei, dass unschuldige Zivilisten verschont blieben. ZL ■ Der Link zur Homepage der Ben-Gurion-Universität: http://web.bgu.ac.il/Eng/Home/

Abonnementspreise jährlich: Der regelmässige Bezug der Zeitschrift in der Schweiz, Deutschland und Österreich bedingt Kosten von jährlich 15 EUR / 24 CHF. Übrige Länder, Preis auf Anfrage Einzahlungen Schweiz: Missionswerk Mitternachtsruf, Abteilung Beth-Shalom Postkonto 80-11535-0 oder Zürcher Kantonalbank, CH 8330 Pfäffikon ZH Konto 1152-0772.695, Bank Clearing 752 Einzahlungen Deutschland: Missionswerk Mitternachtsruf, Abteilung Beth-Shalom Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70, Konto 139220-700 oder Sparkasse Hochrhein, Waldshut, BLZ 684 522 90 Konto 06600670 Herstellung: GU-Print AG, Urdorf Israelreisen: Missionswerk Mitternachtsruf Abteilung Beth-Shalom-Reisen Ringwiesenstrasse 12 a, CH 8600 Dübendorf Tel. 0041 (0)44 952 14 18, Fax 0041 (0)44 952 14 19 E-Mail: reisen@mnr.ch Gästehaus: Beth-Shalom, P.O.B. 6208, Hanassi Avenue 110 IL 31060 Haifa-Carmel, Israel Tel. 00972 4 837 74 81, Fax 00972 4 837 24 43 E-Mail: beth-shalom-israel@mnr.ch Eingedenk dessen, dass alle menschliche Erkenntnis Stückwerk ist (1.Kor 13,9), legen die Autoren eigenverantwortlich ihre persönliche Sicht dar. Initialen der Autoren und Quellenangaben in dieser Ausgabe: ZL = Zwi Lidar; CM = Conno Malgo; AN = Antje Naujoks; US = Ulrich Sahm

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HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 4/2009

Freitag, 26. Juni 2009, 20:00

Jesus: Herr über Raum und Zeit
> Horizonte jenseits der Naturwissenschaften Samstag, 27. Juni 2009, 19:00

Warum gibt es Leiden und Tod in dieser Welt?
> Eine der häufigsten Fragen unserer Zeit Sonntag, 28. Juni 2009, 10:00

Nicht die Hälfte hat man mir gesagt
> Die bemerkenswerte Reise der Königin von Saba

i! Eintritt fre

Zionshalle Ringwiesenstrasse 15 CH-8600 Dübendorf Missionswerk Mitternachtsruf www.mnr.ch
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