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Grusswort

«Wenn möglich, bitte wenden …» Diese Worte ertönen aus dem Navigationsgerät des Autos,
wenn man in einer Grossstadt oder anderswo eine falsche Richtung eingeschlagen hat. Noch vor
wenigen Jahrzehnten wäre so etwas undenkbar gewesen. Heute aber führt uns das satellitenge-
stützte Gerät mühelos durch völlig unbekannte Gegenden ans gewünschte Ziel. Und dann freut man
sich, wenn der Satz kommt: «Sie haben Ihr Ziel erreicht.» Diese Technik ist eine grosse Hilfe.
Ein noch viel besseres, himmlisches Navigationssystem ist die Bibel, durch die Gott der Herr zu
uns redet. Der Psalmist fordert uns auf, regen Gebrauch davon zu machen und unseren Lebensweg
dem Vater im Himmel anzuvertrauen: «Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s
wohl machen» (Ps 37,5). Wenn wir das tun, werden wir das herrliche Lebensziel ganz gewiss errei-
chen.
Gott redet in direkter Weise durch Sein Wort zu uns. Er kann dies aber auch durch bestimmte
Umstände tun. Und manchmal gebraucht Gott unser Gewissen. Es ist von grosser Wichtigkeit, auf
Seine Stimme zu achten. Und wenn wir einmal falsch gelaufen sind, dann fordert Er uns ebenfalls
Inhalt auf, zu wenden!
In der Bibel finden wir eine sehr interessante Geschichte, die ganz direkt mit göttlicher Navi-
gation zu tun hat: Die Weisen aus dem Morgenland, die den Stern von Bethlehem sahen und sich
Biblische Botschaft durch diese Himmelserscheinung nach Bethlehem führen liessen. In der Vergangenheit haben viele
4 Stern der Hoffnung Wissenschaftler versucht, dieses Phänomen zu erklären, aber sie alle scheiterten. Die Aussage, Ju-
16 Joseph als Vorbild piter und Saturn seien auf einer Bahn zu sehen gewesen, hielt einer genaueren Prüfung ebenso we-
nig stand wie diejenige, es müsse sich wohl um einen Kometen oder Meteoriten gehandelt haben.
Matthäus erwähnt den Stern viermal. Irgendetwas muss am Himmelszelt also sehr hell aufgeleuch-
Im Blickfeld tet haben. Es war das göttliche «Navigationsgerät», ein neues Lichtzeichen (Stern), das eigens für
8 Der Kampf gegen den Gott in der die Reiseroute der Weisen bestimmt war! «Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich» (Lk 1,37).
Krippe (Teil I) Sehr interessant ist, dass Gott für den Rückweg der Weisen, nachdem sie Jesus besucht hatten,
13 Ein Gleichnis für die neue Welt ein anderes Navigationsmittel einsetzte: «Gott befahl ihnen im Traum, dass sie sich nicht sollten
14 Der Kampf gegen den Gott in der wieder zu Herodes lenken; und sie zogen durch einen anderen Weg wieder in ihr Land» (Mt 2,12).
Krippe (Teil II) Bei der Geburt unseres Herrn Jesus Christus vor 2 000 Jahren empfingen nur wenige Menschen
ein Zeichen darüber, dass der Sohn Gottes auf diese Welt gekommen war, dass es «Weihnachten»
Mitternachtsruf geworden war: «Das habt zum Zeichen …» (Lk 2,12). Heute sieht die ganze Menschheit Zeichen
bevorstehender endzeitlicher Ereignisse. Es sind besorgniserregende Zeichen. Angst kommt auf:
18 40 Jahre Mitternachtsruf Brasilien
Angst vor der Jahrhunderthitze, Angst vor der Wasserflut, Angst vor Erdbeben, Angst vor Feuers-
19 Brasilien – ein offenes Land!
brunst, Angst vor Polarschmelze, Angst vor unheimlichen Krankheiten. Und nicht zuletzt Angst vor
den Folgen der weltweiten Finanzkrise. In Lukas 21,28 tritt Jesus diesen Ängsten entgegen, wo Er
Fragen – Antworten erklärt, wie diese Ereignisse zu deuten sind: «Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, so sehet auf
20 Kirchliche Tradition oder biblische und erhebet eure Häupter, darum, dass sich eure Erlösung naht.»
Wahrheit? Wenn wir die Bibel offenen Herzens lesen, dann erkennen wir: Jesus kann sehr bald wiederkom-
20 Warum kämpfte der Teufel um Moses men. Damals, vor 2 000 Jahren, sahen nur die Weisen den Stern aufleuchten, der zu Jesus führ-
Leiche? te. Heute haben wir alle die Möglichkeit, diesen hell leuchtenden Stern zu sehen. Haben Sie Ihr
21 Vier Fragen zur Endzeit himmlisches «Navigationsgerät» eingeschaltet? Denn möglicherweise muss Gott dem einen oder
anderen unter uns ein «Wenden!» zurufen, weil wir einen falschen Weg eingeschlagen haben. Las-
sen Sie uns achthaben auf das prophetische Wort und auf den «Stern» schauen. Petrus ruft uns zu:
«Ihr tut wohl, dass ihr darauf (auf das prophetische Wort) achtet als auf ein Licht, das da scheint
3 Grusswort
in einem dunklen Ort, bis der Morgenstern aufgehe in euren Herzen»
11 Aufgegriffen (2.Petr 1,19). Dann wird die himmlische Navigation uns sicher ans
15 Streiflicht Ziel führen.
22 Dir kann nur Jesus helfen
22 Impressum In herzlicher Verbundenheit

Eingedenk dessen, dass alle menschliche Erkenntnis


Stückwerk ist (1.Kor 13,9), legen die Autoren
eigenverantwortlich ihre persönliche Sicht dar.

MNR > Dezember 2008 3


Biblische Botschaft

Stern der
Hoffnung
Einige Weise aus dem Morgenland durften den Stern
des neugeborenen Königs sehen, den «Stern der Hoff-
nung». Wir wollen diese Geschichte unter die Lupe
nehmen und fünf Punkte betrachten: Gnade, Verant-
wortung, Bekenntnis, Freude und Hingabe.

Marcel Malgo jüdischen Lande, bist keineswegs die


kleinste unter den Städten in Juda;
denn aus dir wird kommen der Fürst,

D
ie Weisen aus dem Morgen- der mein Volk Israel weiden soll.› Da
land werden auch Magier ge- rief Herodes die Weisen heimlich zu
nannt. Die Elberfelder-Bibel sich und erkundete genau von ihnen,
nennt sie in einer Anmerkung wann der Stern erschienen wäre, und
morgenländische Priester und Sternkun- schickte sie nach Bethlehem und sprach:
dige. In einer anderen Erklärung werden Zieht hin und forscht fleissig nach dem
sie Mitglieder einer babylonischen Klas- Kindlein; und wenn ihr’s findet, so sagt
se von Weisen genannt, die für ausserge- mir’s wieder, dass auch ich komme und
wöhnliche Einsicht im Zusammenhang es anbete. Als sie nun den König gehört
mit Traum- und Sterndeutung bekannt hatten, zogen sie hin. Und siehe, der
waren. Und diese Weisen durften einen Stern, den sie im Morgenland gesehen
Stern sehen – den Stern des neugebo- hatten, ging vor ihnen her, bis er über
renen Königs, den Stern der Hoffnung. dem Ort stand, wo das Kindlein war. Als
Wie kamen sie dazu? sie den Stern sahen, wurden sie hocher-
«Als Jesus geboren war in Bethlehem freut und gingen in das Haus und fanden
in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, das Kindlein mit Maria, seiner Mutter,
siehe, da kamen Weise aus dem Morgen- und fielen nieder und beteten es an und
land nach Jerusalem und sprachen: Wo taten ihre Schätze auf und schenkten
ist der neugeborene König der Juden? ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und
Wir haben seinen Stern gesehen im Gott befahl ihnen im Traum, nicht wie-
Morgenland und sind gekommen, ihn der zu Herodes zurückzukehren; und sie
anzubeten. Als das der König Herodes zogen auf einem andern Weg wieder in
hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jeru- ihr Land» (Mt 2,1-12).
salem, und er liess zusammenkommen
alle Hohenpriester und Schriftgelehrten Gnade
des Volkes und erforschte von ihnen, wo
der Christus geboren werden sollte. Und Waren es die Weisheit, das astrolo-
sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; gische Wissen oder gar das Magiertum
denn so steht geschrieben durch den jener Weisen aus dem Morgenland, was
Propheten: ‹Und du, Bethlehem im bewirkte, dass sie den Stern des neugebo-

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renen Königs entdecken durften? Sicher- Verantwortung heiligen Gott können Sie nicht bestehen.
lich waren ihnen einige ihrer Fähigkeiten Um verloren zu gehen, müssen Sie kei-
eine Hilfe. Doch vor allem widerfuhr den Dass die Weisen den Stern entdecken ne schweren Sünden begehen, sondern
Weisen eine grosse Gnade vom Himmel. durften, ist das eine. Etwas ganz ande- bloss so bleiben, wie Sie sind. Die Bibel
Es war der souveräne und gnädige Wil- res aber ist es, dass sie sich nun auch sagt: «Da ist keiner, der gerecht ist, auch
le des Vaters im Himmel, dass sie den aufmachten, diesem Stern zu folgen, nicht einer … Sie sind alle abgewichen
Stern des neugeborenen Königs, diesen um dem König zu huldigen und Ihn und allesamt verdorben» (Röm 3,10.12).
Stern der Hoffnung, entdecken durften. anzubeten. Indem sie dem gefundenen Jeder Mensch ist von Natur aus verloren.
Daher ist es auch gleichgültig, ob sie nun Stern der Hoffnung folgten, durften sie Darum, wenn Sie es noch nicht getan
Weise, Sterndeuter oder Zauberer waren. mit dem neugeborenen König Gemein- haben, dann nehmen Sie doch jetzt Sei-
Hier wurden einfach einige Menschen schaft haben. In Johannes 3,16 steht das nen Opfertod am Kreuz von Golgatha
durch die Gnade Gottes mit der grössten bekannte Wort: «Denn also hat Gott die persönlich für sich in Anspruch. «Wenn
Hoffnung konfrontiert, die je auf dieser Welt geliebt, dass er seinen eingebore- wir aber unsre Sünden bekennen, so
Erde war: mit der Ankunft des Heilands nen Sohn gab, damit alle, die an ihn ist er treu und gerecht, dass er uns die
in die Welt. glauben, nicht verloren werden, sondern Sünden vergibt und reinigt uns von al-
Lieber Leser, durften Sie den Stern das ewige Leben haben.» Hier werden ler Ungerechtigkeit» (1.Joh 1,9). Denn:
der Hoffnung, den hellen Morgenstern wir auch mit der Verantwortung derer «Wie viele ihn aber aufnahmen, denen
(Offb 22,16), schon entdecken? Wer das konfrontiert, denen das Geschenk vom gab er Macht, Gottes Kinder zu werden,
erlebt hat, kann die aussergewöhnliche Himmel angeboten wird: «… damit alle, denen, die an seinen Namen glauben»
Gnade und Liebe des Vaters bezeugen. die an ihn glauben …» Alle dürfen die- (Joh 1,12).
Denn nicht weil Sie danach gesucht sen Stern der Hoffnung, Jesus Christus, Tun Sie es heute, seien Sie nicht län-
hätten, durften Sie diesen Stern ent- entdecken. Es liegt jedoch in unserer ger nur ein Betrachter des Sterns der
decken, sondern weil der Vater im Verantwortung, diesem Stern zu folgen, Hoffnung. Nehmen Sie das Geschenk
Himmel Sie suchte: «Es kann niemand das heisst, an Ihn zu glauben. des himmlischen Vaters an: Lassen Sie
zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe Hätten die Weisen, als sie jenen es in Ihrem Leben wirklich Weihnach-
der Vater» (Joh 6,44; vgl. 6,65). Es ist Stern entdecken durften, ihn lediglich ten werden. Es ist Ihre Verantwortung,
Gnade: «Aus Gnade seid ihr selig ge- zur Kenntnis genommen, wären aber diesen Schritt zu tun.
worden durch Glauben, und das nicht nicht aufgebrochen, um ihm zu fol-
aus euch: Gottes Gabe ist es» (Eph 2,8). gen, dann hätte ihnen die Entdeckung Bekenntnis
Es ist der Vater im Himmel, der uns mit nichts genützt. Aber sie machten sich
dem hellen Morgenstern in Berührung auf, glaubten an das, was ihnen vom Über den alttestamentlichen König
bringt. Es ist Seine unendlich grosse Himmel geschenkt wurde, und so kam Josaphat, durch den eine grosse Erwe-
Weihnachtsgabe an uns Menschen. es zu einer wunderbaren Begegnung mit ckung geschah, lesen wir: «Im dritten
«Darin besteht die Liebe: nicht dass wir dem Heiland. Jahr seiner Regierung sandte er seine
Gott geliebt haben, sondern dass er uns Vielleicht haben Sie den Stern der Fürsten … Und sie lehrten in Juda und
geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Hoffnung schon entdeckt, aber in Ih- hatten das Buch des Gesetzes des HERRN
Versöhnung für unsre Sünden … Lasst rem Leben hat sich nichts verändert. bei sich; sie zogen in allen Städten Ju-
uns lieben, denn er hat uns zuerst ge- Warum? Sie sind nicht wie die Weisen das umher und lehrten das Volk» (2.Chr
liebt» (1.Joh 4,10.19). auf die Reise gegangen, um den König 17,7.9). Was war die Folge dieses un-
Dass wir Weihnachten feiern und da- anzubeten. Sie haben das Gnadenge-
ran denken dürfen, dass Jesus Christus schenk des himmlischen Vaters noch
für uns auf diese Erde kam, und dass wir nicht für sich persönlich in Anspruch
an Ihn glauben dürfen, ist nur Gnade genommen.
des Vaters. Diese Gnade will Gott allen Wollen Sie nicht in eine lebendige
Menschen zukommen lassen (1.Tim 2,4; Gemeinschaft mit Jesus Christen treten,
Tit 2,11). Denken wir nur an folgende wie es schon so viele vor Ihnen getan
alttestamentliche Aussage: «Meinst du, haben? Betrachten Sie nicht nur den
dass ich Gefallen habe am Tode des Gott- Stern der Hoffnung, nein, sondern
losen, spricht Gott der HERR, und nicht treffen Sie eine ganz persönliche
vielmehr daran, dass er sich bekehrt von Entscheidung. Sagen Sie Ja zu
seinen Wegen und am Leben bleibt?» Jesus Christus und
(Hes 18,23). lassen Sie es auf
Nicht wir haben Ihn gesucht und in diese Weise zum Es ist der Vater im Him-
unser Leben aufgenommen, sondern Er
hat uns aus dieser argen Welt herausge-
ersten Mal in Ih-
rem Leben richtig
mel, der uns mit dem
holt und zu Himmelsbürgern gemacht. Weihnachten wer- hellen Morgenstern in
Das ist das gewaltige Wunder der Gnade
Gottes. Das ist Weihnachten! Und das
den. Blicken Sie der
Wahrheit ins Auge:
Berührung bringt. Es ist
durften die Weisen damals erleben, als Wegen Ihrer Sünde Seine unendlich grosse
sie den Stern der Hoffnung entdeckten.
Sie hatten das nicht ihrem Wissen und
brauchen Sie einen
Erlöser! Mögen Sie
Weihnachtsgabe an uns
Können zu verdanken, sondern dem noch so anständig Menschen
Willen des Vaters im Himmel. leben, vor dem

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doch nicht missen, oder? Kommen Sie
Biblische Botschaft heute zum König und folgen Sie Ihm!

Hingabe
erschrockenen Zeugnisses der Fürsten vor Seinem Vater und vor allen Engeln
Josaphats über den Herrn? «Da kam der im Himmel bekennen: «Wer nun mich Aus Gnade entdeckten die Weisen
Schrecken des HERRN über alle König- bekennt vor den Menschen, den will den Stern. Und sie erkannten ihre eige-
reiche der Länder, die um Juda herum ich auch bekennen vor meinem himmli- ne Verantwortung, machten sich auf und
lagen, sodass sie nicht gegen Joschafat schen Vater» (Mt 10,32; vgl. Lk 12,8). folgten diesem Stern, und zwar zu einem
kämpften» (2.Chr 17,10). hohen und hehren Zweck. Denn als sie
Genau dasselbe ereignete sich, als die Freude in Jerusalem einzogen, sagten sie: «Wo
Weisen auf ihrer Suche nach dem neu- ist der neugeborene König der Juden?
geborenen König in Jerusalem einzogen Nachdem die Weisen die Stadt Je- Wir haben seinen Stern gesehen im
und ohne viel «Drumherum» über den rusalem und seinen arglistigen König Morgenland und sind gekommen, ihn
neugeborenen König zu sprechen be- verlassen hatten, erreichten sie den anzubeten» (Mt 2,2).
gannen. Das versetzte Herodes in Panik Ort, «wo das Kindlein war». Und «als Das Ziel ihrer langen Reise war, dem
(Mt 2,2-4). Er bangte um seinen Thron sie den Stern sahen, wurden sie hoch- neugeborenen König Ehre zu erweisen,
und wollte seine Macht unter keinen erfreut» (Mt 2,9-10). Ihm zu huldigen und Ihn anzubeten, wie
Umständen an einen anderen – einem Viele Menschen durften das schon sie das dann auch taten. Sie «fielen nie-
neugeborenen – König abgeben. Aber erleben. Dem Stern der Hoffnung zu der und beteten es an und taten ihre
war es, davon abgesehen, nicht etwas folgen, also von ganzem Herzen an Jesus Schätze auf und schenkten ihm Gold,
ganz Besonderes, dass Weihrauch und Myrrhe»
aufgrund der Erwähnung (Mt 2,11).
eines neugeborenen Kö- Und das ist auch der
nigs eine ganze Stadt mit- Zweck unserer Lebensreise
samt Herrscher in grosse als wiedergeborene Chris-
Unruhe geriet? ten. Es wurde uns nicht
Ich möchte es uns allen nur deshalb geschenkt,
ernstlich sagen: Wenn wir den Stern der Hoffnung
den Stern der Hoffnung zu entdecken und an Ihn
entdecken und zum le- zu glauben, damit wir
bendigen Glauben an erlöst würden und ewi-
den Herrn Jesus kommen ges Leben bekämen. Wir
durften, dann sollten wir durften auch deshalb in
auch dazu stehen. Petrus Berührung mit dem Stern
schreibt: «Seid allezeit be- der Hoffnung kommen, um
reit zur Verantwortung vor fortan unserem König in
jedermann, der von euch ganzer Hingabe zu leben.
Rechenschaft fordert über Diese Hingabe, die immer
die Hoffnung, die in euch Dass wir Weihnachten feiern und daran denken dürfen, dass Jesus Christus für uns auf tiefer, inniger und reiner
ist» (1.Petr 3,15). Verste- diese Erde kam, und dass wir an Ihn glauben dürfen, ist nur Gnade des Vaters werden muss, ist der hohe
hen wir, worum es hier Zweck unseres Lebens als
geht? Es geht darum, zu bekennen, dass Christus zu glauben, verschafft uns eine wiedergeborene Christen. Aber wie
wir den Stern der Hoffnung entdecken ungeahnte tiefe und geistliche Freude. sieht diese Hingabe aus, wie wird sie
durften und nun an Ihn glauben. Und je mehr wir uns in echter Hingabe stets tiefer, inniger und reiner?
Es gibt vielleicht Momente in unse- an unseren Herrn halten, desto mehr Was waren die sichtbaren Zeichen
rem Leben, da merken wir: Jetzt muss werden wir diese Freude erfahren. der Anbetung der Weisen an den
ich zu meinem Heiland stehen! Wenn so Paulus war ein Mann, der zeit seines neugeborenen König? Sie brachten
ein Moment gekommen ist, dann sollten Lebens mit grosser Hingabe dem Stern drei Geschenke: Gold, Weihrauch und
wir auch wirklich Farbe bekennen und der Hoffnung gefolgt war. Darum konnte Myrrhe.
uns nicht zurückziehen. Wenn wir uns er auch in der Gefangenschaft, in An- Auch in unserer Hingabe, die immer
zu Ihm bekannt haben, dann wird sich fechtung und Not sagen: «Freuet euch und immer wieder erneuert werden
der Herr auch zu uns bekennen und uns in dem Herrn allewege, und abermals muss, sollten diese drei Elemente un-
bewahren. sage ich: Freuet euch!» (Phil 4,4). Er bedingt dabei sein.
Was geschah mit den Weisen? Sie war ein Mann, der innerlich nicht von
wurden nicht Teil von Herodes’ heim- der Seite seines Herrn wich und daher Gold
tückischem Mordplan. Denn Gott befahl immer wieder über diese tiefe geistliche
ihnen im Traum, nicht wieder zu He- Freude sprechen konnte. Gold ist das edelste Metall. Es wurde
rodes zurückzukehren, dem sie zuvor Abgesehen vom ewigen Leben, das in grossen Mengen für die Stiftshütte
ganz freimütig die Geburt des Königs der König denjenigen schenkt, die Ihm und ihre Geräte sowie für die hohepries-
verkündigt hatten. folgen, schenkt Er uns auch schon in die- terliche Kleidung verwendet. Auch im
Wenn wir uns zu unserem König sem Leben in der Gemeinschaft mit Ihm salomonischen Tempel wurde viel Gold
bekennen, wird Er unseren Namen Stunden der Freude. Und die wollen Sie verarbeitet (vgl. 2.Chr 3,4-10). Dass so-

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viel Gold verwendet wurde, will nichts ich, sondern Christus lebt in mir» (Gal schrieb: «Denn wir sind für Gott ein
anderes sagen als: Für Ihn, unseren gros- 2,20). Wohlgeruch Christi unter denen, die
sen König, ist nur das Beste gut genug. Sind wir bereit, für unseren König gerettet werden, und unter denen, die
Für uns bedeutet das ganz praktisch, in einer solchen Hingabe zu leben? Je verloren werden» (2.Kor 2,15).
dass wir Ihm … mehr wir zu einer solchen Hingabe Hingabe ist, dass der Duft Christi
… unser ganzes Herz, unsere ganze Ja sagen, desto weniger wird von uns durch unser Leben die Umgebung
Liebe (die erste Liebe), unseren absolu- selbst sichtbar sein, denn dann wird der erfüllt. Unsere Mitmenschen sollen
ten Gehorsam, unseren völligen Glau- Weihrauch verbrannt. merken, dass Christus in uns lebt: «Ist
ben, unser bedingungsloses Vertrauen, Es ist ein Veränderungsprozess, den doch offenbar geworden, dass ihr ein
unsere völlige Treue, unsere beste Zeit, Johannes der Täufer so beschreibt: «Er Brief Christi seid» (2.Kor 3,3).
unseren grössten Eifer, unseren selbst- muss wachsen, ich aber muss abneh- Bringen Sie dem König Myrrhe!
losen Einsatz und unseren ganzen Fleiss men» (Joh 3,30). Leben, handeln, sprechen und denken
geben. Sie so, dass der gute Geruch Christi von
Zur Zeit des Königs Rehabeam raubte Myrrhe Ihnen ausgeht.
Sisak, der König von Ägypten, alle golde-
nen Schilde, die Salomo hatte machen Dann war da auch noch Myrrhe, Fazit
lassen, aus dem Tempel (1.Kön 14,26). die die Weisen dem König schenkten.
Danach liess Rehabeam ersatzweise Myrrhe ist ein sehr kostbares wohlrie- Ich möchte die fünf Schwerpunkte zu-
kupferne Schilde machen (1.Kön 14,27). chendes Harz afrikanisch-arabischer sammenfassen: Gnade, Verantwortung,
Aber Kupfer ist nicht Gold. Herkunft, das in Salbölen und Arzneien Bekenntnis, Freude, Hingabe.
Im Leben mancher Gotteskinder verarbeitet wurde. Man brauchte es Gnade: Es ist einzig und allein der
wurde die Hingabe an den König durch als Beimischung zum heiligen Salböl: Gnade des Vaters zu verdanken, wenn
Sünde geschmälert. Anstatt Gold ist nur «Nimm dir die beste Spezerei: die edels- ein Mensch mit dem Stern der Hoffnung,
noch Kupfer da. Lassen Sie uns doch te Myrrhe, fünfhundert Lot, und Zimt,
darauf achten, dass unserem König das die Hälfte davon, zweihundertundfünf-
Gold nicht durch Sünde in unserem zig, und Kalmus, auch zweihundertund-
Leben geraubt wird. Denn Er begnügt fünfzig Lot, und Kassia, fünfhundert
sich nicht mit Kupfer. Für Ihn ist nur das nach dem Gewicht des Heiligtums, und
Beste – eben Gold – gut genug. eine Kanne Olivenöl. Und mache daraus
ein heiliges Salböl
Weihrauch nach der Kunst des
Salbenbereiters» «Denn also hat Gott die
Das zweite Geschenk der Weisen
war Weihrauch. Weihrauch ist das
(3.Mo 20,23-25).
Wenn wir an
Welt geliebt, dass er sei-
weisse Harz eines Strauches, das beim wohlriechendes nen eingeborenen Sohn dem Erlöser Jesus
Verbrennen einen aromatisch duftenden
Rauch entwickelt.
Salböl denken,
dann kommt uns
gab, damit alle, die an Christus, in Be-
rührung kommt.
Weihrauch nahm im alttestament- vielleicht das ihn glauben, nicht verlo- Verantwortung:
lichen Gottesdienst einen wichtigen
Platz ein, denn er war ein Teil des hei-
Pfund Salböl von
unverfälschter,
ren werden, sondern das Nachdem
Mensch mit dem
ein

ligen Räucherwerks. Man musste den kostbarer Narde in ewige Leben haben» Stern der Hoff-
Weihrauch «als Gedenkopfer in Rauch den Sinn, mit dem nung – mit sei-
aufgehen lassen auf dem Altar als ein Maria in Bethanien nem Heiland – in
Feueropfer zum lieblichen Geruch für Jesu Füsse salbte. Was waren die Folgen, Berührung gekommen ist, liegt es in
den HERRN» (3.Mo 2,2). Weihrauch hatte nachdem Maria diese Handlung an Je- seiner Verantwortung, diesem Stern zu
also eine Substanz in sich, die für den sus vollzogen hatte? «Da nahm Maria folgen. Er muss ganz bewusst Ja sagen
Herrn ein lieblicher Geruch war. Damit ein Pfund Salböl von unverfälschter, zu Jesus Christus.
aber dieser liebliche Geruch entstehen kostbarer Narde und salbte die Füsse Bekenntnis: Wenn wir den Stern der
konnte, musste der Weihrauch – dieses Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Hoffnung entdecken und zum lebendi-
weisse Harz – erst einmal verbrannt Füsse; das Haus aber wurde erfüllt vom gen Glauben an den Herrn Jesus kom-
werden. Duft des Öls» (Joh 12,3). men durften, dann sollten wir auch dazu
Weihrauch – bedeutet für uns ganz In dem Moment, als Maria jene unver- stehen und unseren Herrn bekennen.
praktisch: «Herr, ich übergebe mich Dir fälschte, kostbare Narde auf Jesu Füsse Freude: Dem Stern der Hoffnung zu
voll und ganz, ohne jeglichen Abstrich. ausgoss, erfüllte ein herrlicher Duft das folgen, verschafft uns eine ungeahnte
Ich lege mich auf Deinen Altar und sage: ganze Haus. Anders gesagt: Durch diese tiefe und geistliche Freude.
Mach Du mit mir, was Du willst.» Liebestat der Maria an ihrem Herrn ging Hingabe: Gerade deshalb sollten wir
Weihrauch – bedeutet auch, endlich ein Duft von Christus aus – denn das unserem König in innigster Hingabe
mit allem Murren und Rebellieren aufzu- wohlriechende Salböl war auf Seinen zugetan sein.
hören. Es bedeutet, von ganzem Herzen Füssen ausgegossen – und erfüllte das Bringen Sie Ihm immer wieder neu
Ja zu sagen zu dem Weg, den der Herr ganze Haus. Und so ging durch das, Gold, Weihrauch und Myrrhe. In diesem
für uns erwählt hat. was Maria tat, ein herrlicher Duft von Sinne wünsche ich Ihnen eine frohe und
Weihrauch – ist das, was Paulus Christus aus. Damit geschah buchstäb- gesegnete Weihnachtszeit. 
beschreibt: «Ich lebe, doch nun nicht lich, was Paulus später den Korinthern

MNR > Dezember 2008 7


Im Blickfeld
rauspickt, um eine Behauptung aufzu-
stellen. Man sollte im Zusammenhang
mit einer Frage immer alle Aussagen der
Bibel lesen, um zu einem zuverlässigen
Resultat zu kommen.
In Gegenüberstellung eben zitierter
Aussage des Herrn sagt Johannes 2,25
aus: «Weil er es nicht nötig hatte, dass
jemand von dem Menschen Zeugnis gab;
denn er wusste selbst, was im Menschen
war.» An anderer Stelle heisst es: «Jetzt
wissen wir, dass du alles weisst und
es nicht nötig hast, dass dich jemand
fragt; darum glauben wir, dass du von
Gott ausgegangen bist!» (Joh 16,30).
Und Petrus bekennt: «Herr, du weisst
alle Dinge; du weisst, dass ich dich lieb
habe» (Joh 21,17). Diese drei Verse
bestätigen die Allwissenheit Jesu. Wie
aber kann Er dann bekunden, dass
Sein Wissen begrenzt ist? Widerspricht
sich die Bibel? Nein, im Gegenteil, das
Evangelium erweist sich damit als umso
grösser! Denn Jesus ist von Ewigkeit her
Gott. Aber als Er Mensch wurde, um

Der Kampf gegen den


uns zu erlösen, entäusserte Er sich Sei-
ner Gottheit und wurde ganz Mensch,
sodass Er auch den menschlichen Be-

Gott in der Krippe


grenzungen unterworfen war. Dennoch
blieb Er Gott. Vergleichen könnte man
(TEIL I) das mit einem Milliardär, der für eine
Zeit seinen Reichtum zurücklässt und
Immer wieder und auf vielfache Art und Weise versuchen Gegner des unter die Bettler geht. Obwohl er als
Christentums die Bibel als unglaubwürdig darzustellen und die Einzigartigkeit Bettler mit den Bettlern lebt, ohne auf
seinen Reichtum zurückzugreifen, ist er
der Person Jesu Christi herabzuwürdigen. in Wahrheit dennoch Milliardär. «… der,
als er in der Gestalt Gottes war, es nicht

I
n einer Islampublikation wird unter 1. Gott ist allwissend … Aber Jesus wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu
anderem die Gottheit Jesu infrage war es nicht. sein; sondern er entäusserte sich selbst,
gestellt. Für uns ist das eine Gelegen- Als er über den Jüngsten Tag sprach, nahm die Gestalt eines Knechtes an und
heit, zu den jeweiligen Behauptungen bezeugte Jesus deutlich, dass sein Wis- wurde wie die Menschen; und in seiner
biblisch Stellung zu beziehen. sen begrenzt ist, indem er sagte: ‹Jenen äusseren Erscheinung als ein Mensch
Tag aber oder die Stunde kennt niemand, erfunden, erniedrigte er sich selbst und
«Ist Jesus wirklich Gott? auch nicht die Engel im Himmel, auch wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum
Ohne Zweifel haben Sie die Behaup- nicht der Sohn, sondern nur der Vater› Tod am Kreuz» (Phil 2,6-8).
tung oft gehört, dass Jesus Gott ist, die (Markus 13,32 und Matthäus 24,36). Jesus war ganz Gott, aber Er wurde
zweite Person in der ‹Heiligen Dreifal- Aber Gott ist allwissend. Sein Wissen um unsertwillen ganz Mensch. Als
tigkeit›. Die Bibel aber, die als Basis für ist grenzenlos. Dass Jesus, wie er selbst Mensch unterstellte Er sich freiwillig
das Wissen um Jesus und die Doktrinen gesteht, nicht weiss, wann der Jüngste allen menschlichen Begrenzungen und
innerhalb des Christentums gilt, sagt das Tag ist, ist ein klarer Beweis dafür, dass war abhängig vom Vater. Doch Er konnte
Gegenteil. Wir ersuchen Sie, Ihre eigene er nicht allwissend ist und daher nicht jederzeit diese Begrenzungen aufheben,
Bibel zu befragen und zu bestätigen, dass Gott ist.»1 um Seine Göttlichkeit zu demonstrieren.
die folgenden Schlussfolgerungen nicht Darum sagte der Herr zum Beispiel auch,
aus dem Zusammenhang genommen Antwort: Es ist wichtig, dass man dass niemand Ihm das Leben nehmen
wurden. nicht einfach nur eine Bibelstelle he- kann, sondern Er es von sich aus lässt,

8 MNR > Dezember 2008


und dass Er die Vollmacht hat, es zu mehrte Speise und Er konnte ewiges gutmachen. Das bedeutet: Wie in Adam
lassen und es wieder zu nehmen (Joh Leben geben: «Ich gebe ihnen ewiges alle sterben müssen, weil alle Sünder
10,17-18). Die Grösse des Evangeli- Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht sind, so bekommt jeder, der in Christus
ums besteht darin, dass Gott sich klein verloren gehen, und niemand wird sie ist und an Ihn glaubt, Vergebung und
macht. Dass der Sohn Gottes als Mensch aus meiner Hand reissen» (Joh 10,28). das ewige Leben bei Gott.
in einer Krippe geboren wurde, war die Kein Gott untergeordnetes Wesen kann Als wahrer Mensch musste Er wohl
einzige Möglichkeit zur Erlösung. Da- ewiges Leben geben, das kann nur Gott sagen: «Mein Vater …», aber als wahrer
durch konnte der Sündlose die Sünde selbst: Jesus konnte es! Ebenso zeigt die Gott konnte Er auch sagen:
der Menschheit auf sich nehmen und Tatsache, dass Jesus als der Schöpfer of- «Ich und der Vater sind eins» (Joh
für uns Gerechtigkeit erwirken. «Als fenbart wird, dass Er Gott ist: «Denn in 10,30).
aber die Güte und die Menschenliebe ihm ist alles in den Himmeln und auf der «… damit ihr erkennt und glaubt,
unseres Heiland-Gottes erschien, erret- Erde geschaffen worden, das Sichtbare dass der Vater in mir ist und ich in
tete er uns …» (Tit 3,4). und das Unsichtbare, es seien Throne ihm!» (Joh 10,38).
oder Herrschaften oder Gewalten oder «Wer mich gesehen hat, hat den Vater
«2. Gott ist allmächtig … Aber Mächte: alles ist durch ihn und zu ihm gesehen» (Joh 14,9).
Jesus war es nicht. hin geschaffen» (Kol 1,16). Jesus betete als Menschensohn zu
Obgleich Jesus viele Wunder voll- dem Vater und lehrte Seine Jünger zu
brachte, gestand er selbst, dass die «3. Gott hat keinen Gott … Aber Ihm zu beten, doch wurde auch Er selbst
Macht, die er besass, nicht seine war, Jesus hatte einen Gott.
sondern von Gott kam. Er sagte: ‹Wahr- Gott ist der letztendliche
lich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn Richter und Zufluchtsort für
kann von sich aus nichts tun, ausser, alle, und er selbst ruft niemand
was er den Vater tun sieht …› (Johannes anderen an, noch betet er zu
5,19). Anderswo sagte er nochmals: ‹Ich anderen. Aber Jesus hat zuge-
kann nichts aus mir selbst tun. Wie ich geben, dass es Einen gibt, den
höre, richte ich, und mein Gericht ist er anbetete und zu dem er be-
gerecht. Denn ich suche nicht meinen tete, als er sagte: ‹… Ich steige
Willen, sondern den Willen dessen, der hinauf zu meinem Vater und
mich gesandt hat› (Johannes 5,30). Gott eurem Vater, meinem Gott und
ist nicht nur allmächtig, er ist auch die eurem Gott› (Johannes 20,17).
Quelle aller Macht und Autorität. Dass Es wird auch berichtet, dass
Jesus, wie er selbst zugibt, nichts von er am Kreuz ausgerufen hat:
sich allein aus tun konnte, ist ein klarer ‹Mein Gott, mein Gott, warum
Beweis dafür, dass Jesus nicht allmächtig hast du mich verlassen?› (Mat-
und daher auch nicht Gott ist.»1 thäus 27,46). Wäre Jesus Gott,
müsste man das als: ‹O Ich, o
Antwort: Die Antwort ist im We- Ich, warum hast du mich ver-
sentlichen bereits in der vorherigen lassen?›, lesen. Wäre das nicht
Erklärung gegeben worden. Jesus ist völliger Unsinn? Als Jesus das
von Ewigkeit her Gott, aber Er entäus-
serte sich und wurde Mensch, um uns
erretten zu können. «Denn ihr kennt die «Niemand wird sie aus
Gnade unseres Herrn Jesus Christus,
dass er, da er reich war, um euretwillen
meiner Hand reissen»
arm wurde, damit ihr durch seine Armut angebetet. Die Jünger erkannten und be-
reich würdet» (2.Kor 8,9). Als der Herr Vaterunser betete (Lukas 11,2-4), betete zeugten Ihn als Herrn und Gott, was sie
in den Himmel zurückkehrte, zog Er er da zu sich selbst? Als er im Garten von als Juden niemals getan hätten, wenn sie
wieder ganz das Kleid Seiner Göttlich- Getsemani betete: ‹Mein Vater, wenn Ihn nicht wirklich als solchen erkannt
keit an, darum heisst es in Offenbarung es möglich ist, so gehe dieser Kelch an hätten (vgl. Joh 20,28; Mt 14,33).
1,7-8: «Siehe, er kommt mit den Wolken, mir vorüber. Doch nicht, wie ich will, Es ist aber nicht nur so, dass Jesus
und jedes Auge wird ihn sehen, auch sondern wie du willst› (Matthäus 26,36- als «Gott der Sohn» zu «Gott dem Va-
die, welche ihn durchstochen haben; 39). Betet Jesus zu sich selbst? Dass Jesus ter» spricht, sondern auch umgekehrt
und es werden sich seinetwegen an die in seinen Worten und Taten ein anderes spricht Gott der Vater Seinen Sohn als
Brust schlagen alle Geschlechter der Wesen als Gott akzeptiert, verehrt und Gott an: «Wenn er den Erstgeborenen
Erde! Ja, Amen. Ich bin das A und das zu ihm betet, ist ein klarer Beweis dafür, wiederum in die Welt einführt, spricht
O, der Anfang und das Ende, spricht dass Jesus selbst nicht Gott ist.»1 er (Gott): ‹Und alle Engel Gottes sollen
der Herr, der ist und der war und der ihn anbeten!› Von den Engeln zwar sagt
kommt, der Allmächtige.» Antwort: Der ewige Sohn Gottes, er: ‹Er macht seine Engel zu Winden
Dass der Herr aber bereits auf dieser gottgleich, wurde Mensch, und als und seine Diener zu Feuerflammen›;
Erde allmächtig handeln konnte, zeigen Mensch ordnete Er sich ganz dem Vater aber von dem Sohn: ‹Dein Thron, o
viele Beispiele. Er weckte Tote auf, Er im Himmel unter. Durch Sein sündloses Gott, währt von Ewigkeit zu Ewigkeit.
hatte Macht über die Naturgewalten, Leben und Seinen ganzen Gehorsam Das Zepter deines Reiches ist ein Zepter
Er verwandelte Wasser in Wein, Er ver- konnte Er den Sündenfall Adams wieder des Rechts›» (Hebr 1,6-8).

MNR > Dezember 2008 9


dass sich der Vater einzig über den Sohn
Im Blickfeld sichtbar macht. Gott offenbart sich nur
über Jesus. Folglich kann man auch nur
über Ihn zu Gott kommen. Es gibt keine
«4. Laut Bibel ist Gott ein unsicht- verlassen musste. Danach versperrte ein andere Möglichkeit; wer Jesus nicht hat,
barer Geist … Aber Jesus war Fleisch Cherub den Zugang (1.Mo 2-3). wird Gott nie sehen.
und Blut. Dass Jesus der sichtbare Gott ist,
Tausende von Menschen sahen macht die Bibel sehr deutlich: «Im «5. Niemand ist grösser als Gott
Jesus und hörten seine Stimme, aber Anfang war das Wort, und das Wort und niemand kann ihn leiten … Aber
Jesus selbst sagte, das sei ein Ding der war bei Gott, und das Wort war Gott. Jesus hat bestätigt, dass es jemanden
Unmöglichkeit, was Gott betrifft: ‹Gott Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist gibt, der grösser ist als er selbst und
hat niemals jemand gesehen› (Johannes durch dasselbe entstanden; und ohne dass sich dessen Wille von seinem
1,18). ‹Ihr habt weder seine Stimme je- dasselbe ist auch nicht eines entstan- unterscheidet.
mals gehört noch sein Angesicht gese- den, was entstanden ist» (Joh 1,1-3). Der klarste Hinweis, dass Jesus und
hen …› (Johannes 5,37). Er sagte auch Hier wird das Wort einerseits von Gott Gott nicht gleich und daher nicht ein
in Johannes 4,24: ‹Gott ist Geist, und unterschieden und im selben Atemzug und dasselbe sind, kommt wiederum aus
die anbeten, müssen im Geist und in Gott völlig gleichgestellt: «Das Wort war dem Munde Jesu selbst, der in Johannes
der Wahrheit anbeten.› Dass Jesus sagen bei Gott und das Wort war Gott.» Nun 14,28 sagt: ‹… weil der Vater grösser ist
kann, dass niemand Gott gesehen oder stellt sich die Frage, wer das Wort ist. als ich.› Als ihn jemand als guten Meister
gehört hat, während ihn seine Anhänger Es ist Jesus der Schöpfer, durch den alles bezeichnete (Lukas 18,19), antwortete
er: ‹Was nennst du mich gut? Nur einer
ist gut: Gott allein.› Weiters machte Jesus
einen klaren Unterschied zwischen ihm
und Gott, als er sagte: ‹Denn ich bin
von Gott ausgegangen und gekommen.
Denn ich bin nicht von mir aus gekom-
men, sondern jener hat mich gesandt›
(Johannes 8,42). Jesus bezeugte seine
Unterwürfigkeit unter Gott und nicht
seine Gleichheit, als er in Lukas 22,42
sagte: ‹Doch nicht mein, sondern dein
Wille geschehe›, und in Johannes 5,30:
‹Denn ich suche nicht meinen Willen,
sondern den Willen dessen, der mich
gesandt hat.› Dass Jesus zugibt, dass er
nicht durch seine eigene Initiative auf
diese Welt kam, sondern dazu angewie-
sen wurde, dass er ein Wesen anerkennt,
das grösser als er ist, und dass er seinen
eigenen Willen negiert und dem Willen
eines anderen Respekt bezeugt und ihn
bestätigt, sind klare Beweise dafür, dass
Jesus nicht das höchste Wesen ist und
Der Sabbat gehört zu den höchsten Feiertagen in Israel und wird stets aus Ehrfurcht vor Gott genau gehalten Jesus daher nicht Gott ist.»1

sowohl sahen als auch hörten, ist ein entstanden ist, und der in Offenbarung Antwort: Alle fünf islamischen Argu-
klarer Beweis dafür, dass Jesus nicht 19,13 «das Wort Gottes» heisst. Dieses mentationen zeigen, dass die göttliche
Gott war.»1 Wort, das Gott ist, wurde sichtbar, in- Menschwerdung nicht verstanden wird.
dem es Fleisch wurde und auf Erden Der Vater war grösser als der Sohn, als
Antwort: Das ist ja gerade der Sinn lebte: «Und das Wort wurde Fleisch Jesus ganz Mensch wurde, um das Er-
der Erlösung, dass Gott sich in Jesus und wohnte unter uns; und wir sahen lösungswerk zu vollbringen. Was die
Christus sichtbar macht und uns nahe seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit Präexistenz Jesu angeht, ist Er mit Gott
kommt! Darum sagt die Bibel: «Weil als des Eingeborenen vom Vater, voller völlig identisch, wie uns die bereits be-
nämlich Gott in Christus war und die Gnade und Wahrheit» (Joh 1,14). Das ist handelten Bibelstellen zeigen. Gerade
Welt mit sich selbst versöhnte, indem der Grund, weshalb Jesus sagen konnte: das erwähnte Wort aus Lukas 18,19
er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete «Wer mich sieht, der sieht den Vater» bestätigt die Gottheit Jesu: «Da sprach
und das Wort der Versöhnung in uns (Joh 14,9). In diesem Zusammenhang Jesus zu ihm: Was nennst du mich gut?
legte» (2.Kor 5,19). führt Johannes 1,18 weiter aus: «Nie- Niemand ist gut als Gott allein!» Wenn
Bereits im Garten Eden wandelte mand hat Gott je gesehen; der eingebo- Jesus nicht auch sich selbst meinen wür-
Gott unter Seinen Geschöpfen und hat- rene Sohn, der im Schoss des Vaters ist, de, hiesse das, dass Er nicht gut wäre.
te ungetrübte Gemeinschaft mit Adam der hat Aufschluss über ihn gegeben.» Da aber deutlich bezeugt wird, dass Er
und Eva, bis die Sünde dazwischentrat Das bedeutet, dass der Sohn und der ohne Sünde lebte, Zeichen tat, die nur Er
und das erste Menschenpaar den Garten Vater vollkommen eins sind, aber auch, tun konnte, und vollkommen unschuldig

10 MNR > Dezember 2008


zum Kreuzestod verurteilt wurde, wis- nicht drei. Er ist die vollkommene Ein-
sen wir, dass Er gut war. Das Problem heit. Wenn Sie an der Wahrheit Gottes Aufgegriffen
des Mannes aus Lukas 18, dem Jesus interessiert sind und an Ihrer Beziehung
antwortete, war offensichtlich, dass er zu Ihm, so laden wir Sie ein, die Religion
in Jesus nur einen «guten Meister» sah des Islam näher zu betrachten.»1 «Du hast dem Meer sein Ziel gesteckt
(V 18) und nicht den göttlichen Messi- und wirst in Windeln zugedeckt;
as. Jesus korrigierte ihn dahingehend, Antwort: Der Herr Jesus beanspruch- bist Gott und liegst auf Heu und Stroh,
dass Er ihm mit Seiner Antwort – «Was te göttliche Autorität. Seine Behauptung wirst Mensch und bist doch A und O.»
nennst du mich gut? Niemand ist gut Gott zu sein, war so eindeutig, dass die Paul Gerhard
als Gott allein!» – klarmachte, dass Er Juden das klar verstanden und Ihn
eben weit mehr ist, als bloss ein guter deshalb steinigen wollten: «Die Juden
Meister. Man könnte es so umschreiben: antworteten ihm: Wegen eines guten Auf die Frage: «Wann hilft Ihnen Ma-
«Du musst schon glauben, dass Ich der Werkes steinigen wir dich nicht, son- ria?», antwortete der deutsche Kardinal
göttliche Messias bin und nicht bloss dern wegen Lästerung, und weil du, der Joachim Meisner: «Sie hilft mir in meiner
ein guter Meister. Wenn du in Mir nur du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott ganzen priesterlichen Existenz. Schau-
einen guten Meister siehst, dann ist dein machst» (Joh 10,33).
en Sie: Jesus verdankt seine menschliche
Ansatz falsch, dann musst du Mich nicht Der Herr hatte die Macht Sünden zu
fragen, was du tun musst, um ewiges vergeben, was nur Gott kann: «Als aber
Existenz keinem anderen Menschen als
Leben zu bekommen.» Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu Maria. Und in vergleichbarer Weise ver-
Dass der Herr Jesus in Seiner Grösse dem Gelähmten: Sohn, deine Sünden dankt der Herr, wie er uns in der Eucha-
Göttlichkeit beansprucht, macht uns sind dir vergeben! Es sassen aber dort ristiefeier begegnet, seine Existenz dem
folgender Vergleich deutlich: Das Alte etliche von den Schriftgelehrten, die Priester. …» Fatima Ruft 202, S. 4; Fati-
Testament erklärt, dass Gott den Sabbat dachten in ihren Herzen: Was redet ma-Aktion e.V.
gegeben hat. «Seht, der HERR hat euch dieser solche Lästerung? Wer kann
den Sabbat gegeben» (2.Mo 16,29). Sünden vergeben als nur Gott allein?»
Der Sabbat gehört zu den höchsten (Mk 2,5-7). Ägypten: Zugehörigkeit zum Islam im
Feiertagen in Israel und wurde stets Der jüdische Hohepriester erkannte Pass als Zwangsverordnung. Maher Ahmad
aus Ehrfurcht vor Gott peinlichst genau den Anspruch Jesu, der göttliche Messias El-Mo’otahssem Bellah El-Gohary ist seit
gehalten. Nun aber behauptet Jesus, dass zu sein, als er sagte: «Ich beschwöre dich 34 Jahren Christ und beantragte, dass in
Er der Herr des Sabbats ist: «Denn der bei dem lebendigen Gott, dass du uns
seinem Ausweis die Eintragung seiner Reli-
Sohn des Menschen ist Herr des Sab- sagst, ob du der Christus bist, der Sohn
bats» (Mt 12,8). Wäre Jesus nicht auch Gottes! Jesus spricht zu ihm: Du hast es
gionszugehörigkeit von «Muslim» in «Christ»
Gott zugleich, könnte Er einen solchen gesagt! Überdies sage ich euch: Künftig geändert wird. Wenn seine christliche Toch-
Anspruch niemals stellen. Welcher werdet ihr den Sohn des Menschen sit- ter 16 Jahre alt wird, wird sie einen Ausweis
Mensch oder welches göttlich unterstell- zen sehen zur Rechten der Macht und erhalten, in dem sie automatisch als Musli-
te Wesen, welcher Engel oder welche kommen auf den Wolken des Himmels! min gekennzeichnet wird – es sei denn, ih-
Herrschaften (Eph 6,12) könnten von Da zerriss der Hohepriester seine Klei- rem Vater wird im laufenden Gerichtsver-
sich sagen, Herr des Sabbats zu sein? der und sprach: Er hat gelästert! Was fahren Recht zugesprochen. Als juristische
Dieser eine einzige Gott stellt sich brauchen wir weitere Zeugen? Siehe,
«Muslimin» wäre es ihr dann beispielsweise
im Alten Testament auch als Heiland nun habt ihr seine Lästerung gehört»
vor, und das deutet auf Jesus, der in (Mt 26,63-65). verboten, einen Christen zu heiraten. Die
Bethlehem als Mensch geboren wurde: Jesus hat die Macht, am Jüngsten Tag Diskriminierung durch den Staat, durch
«Es ist sonst kein Gott ausser mir, ein die Toten aufzuerwecken, was nur Gott Gesetze, durch die politische und adminis-
gerechter Gott und Heiland, und es kann: «Das ist aber der Wille dessen, der trative Praxis nimmt zu. Die Kopten beklei-
ist keiner ausser mir» (Jes 45,21). Das mich gesandt hat, dass jeder, der den den keine hohen Staatsämter, werden im
Neue Testament erklärt: «Denn euch ist Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Arbeitsprozess benachteiligt. Viele Kopten
heute der Heiland geboren, welcher ist Leben hat; und ich werde ihn auferwe-
müssen an den Müllkippen Kairos leben.
Christus, der Herr, in der Stadt Davids» cken am letzten Tag» (Joh 6,40).
(Lk 2,11). Jesus ist nach Seiner eigenen Aussage
AKREF, 16. September 2008
in Person (griech. Zoe) das ewige Leben
«Zusammenfassung (Joh 14,6), somit ist Er Gott. «Das Kind in der Krippe ist Gottes Ret-
Die Kirche erkennt die Bibel als tungsaktion. Allein darin liegt Grund zum
primäre Quelle für das Wissen um Gott Das Problem besteht darin, nicht
Feiern.» Autor unbekannt
und Jesus an. Aber da die Bibel deutlich zwischen Seiner Göttlichkeit einerseits
macht, dass Jesus nicht das höchste We- und Seiner Selbsterniedrigung in Seiner
sen und das höchste Wesen nicht Jesus Menschwerdung andererseits zu unter- Ein Gericht hat in Südafrika zum ers-
ist, worauf basiert dann ihr gegensätzli- scheiden. Wenn wir die vielfachen Aus- ten Mal das Recht auf Gleichbehandlung
cher Glaube? Mein Bruder oder meine sagen des Herrn Jesus in Zweifel stellen,
eines Individuums höher gestellt als das
Schwester, der Glaube, dass das höchste machen wir Ihn zum Lügner. Wenn Er
Wesen die Dreifaltigkeit ist, ist falsch aber ein Lügner wäre, dann wäre Er der
Recht auf Religionsfreiheit. Die mitglieder-
und steht im völligen Widerspruch zu grösste Betrüger aller Zeiten. Ist Er aber starke Holländische Reformierte Gemeinde
den Worten Jesu, wie sie in der Bibel die Wahrheit, so ist alles wahr, was Er in Pretoria wurde zu einer Geldstrafe von
vorgebracht werden. Gott ist EINER, sagte und tat. Es bleiben uns nur zwei

MNR > Dezember 2008 11


umgerechnet 8 000 Euro und einer bedin- Im Blickfeld
gungslosen Entschuldigung verurteilt, weil
sie einen Musiklehrer an der gemeinde-
Möglichkeiten: Ihm ganz und in allem zu anderen) Propheten von ihrem Herrn.
eigenen Kunstschule wegen seiner prak-
glauben oder Ihn ganz abzulehnen. Wir machen keinen Unterschied zwi-
tizierten Homosexualität entlassen hatte. schen ihnen; und Ihm ergeben wir uns.»
Während die Gemeinde weitere Schritte Der Koran bezeugt selbst, dass die Damit werden die Muslime aufgerufen,
überlegt, ist der vom Gericht Entschädigte Bibel das vollkommene Wort Gottes ist. der ganzen Bibel zu glauben und sich
noch nicht mit dem Urteil zufrieden. Er be- So heisst es zum Beispiel in Sure (Yunus) dem Gott der Bibel zu ergeben. Es ist
steht auf eine öffentliche Entschuldigung. 10,95-96: «Und wenn du im Zweifel bist demnach ein Widerspruch, Sein Wort
Er meint, dies würde anderen Homosexuel- über das, was wir zu dir niedersandten, und Seine Offenbarung zu verneinen.
so frage diejenigen, die vor dir die Schrift In Sure (Al-Baqarah) 2,88 werden die
len helfen. AKREF, 16. September 2008
gelesen haben. Fürwahr, die Wahrheit ist Muslime gewarnt, diejenigen als Lügner
zu dir gekommen von deinem Herrn; sei zu behandeln und zu erschlagen, die an
40 Prozent der Weltbevölkerung ha- also nicht der Zweifler einer. Und gehöre die Bibel glauben: «Wir gaben Moses
ben keinen Zugang zu eigenen Toiletten. auch nicht zu jenen, die Allahs Zeichen fürwahr das Buch und liessen Gesandte
Die mangelhafte sanitäre Versorgung geht verwerfen, sonst wirst du unter den folgen in seinen Fussstapfen; und Jesus,
einher mit Armut und Hunger und führt zu Verlorenen sein.» dem Sohn der Maria, gaben wir offen-
Erstens spricht der Koran selbst an kundige Zeichen und stärkten ihn mit
Krankheiten und Tod, weshalb die Welt-
dieser Stelle im Plural von Gott. Wenn dem Geist der Heiligkeit. Wollt ihr denn,
wasserwoche in Stockholm den «grössten der Islam behauptet, Gott sei nur eine jedes Mal da ein Bote zu euch kommt
Skandal der Welt» thematisierte. Täglich Person, warum redet er dann hier in der mit dem, was ihr selbst nicht wünscht,
sterben 5 000 Kinder an Durchfall; pro Wir-Form? hoffärtig sein und einige als Lügner be-
Jahr kosten Durchfallerkrankungen rund Zweitens wird Mohammed gesagt,
1,8 Millionen Menschen das Leben. NZZ, wenn er zweifle, solle er die fragen, die
20. August 2008 bereits vor ihm die Schrift gelesen hät-
ten, was sich auf die Bibel bezieht. Diese
wird also nicht als gefälscht dargestellt.
Nach fast 150 Jahren entschuldigt Drittens wird ihm mitgeteilt, dass die
sich die anglikanische Kirche von England Wahrheit auf diese Weise zu ihm gekom-
für die Ablehnung der Evolutionstheorie men sei. Das erklärt, dass Mohammed
von Charles Darwin. Die Kirche gibt zu, auch von der Bibel beeinflusst war.
mit ihrem «anti-evolutionären Eifer» einen Schliesslich und viertens wird ihm
gesagt, er sei verloren, wenn er an der
Fehler gemacht zu haben, heisst es in der Wahrheit zweifle.
Presse. Dieser Fehler führe noch heute zu In Sure (Al-Ma’edah) 5,44 ist zu lesen: Die Thora wird im Koran als Richtspruch Gottes
Missverständnissen, heisst es bei der an- «Wie aber wollten sie dich zum Richter beschrieben und somit als unfehlbares Wort
glikanischen Kirche laut britischer Sonn- machen, während sie doch die Thora bei Gottes. Warum lehrt dann der Islam, dass die Bibel
tagszeitung The Sunday Telegraph. Dem- sich haben, worin Allahs Richtspruch verfälscht sei?
zufolge will die Kirche … eine Internetseite ist?» Die Thora wird demnach als Richt-
zur Unterstützung von Darwins Theorien ins spruch Gottes beschrieben und somit als handeln und andere erschlagen?»
unfehlbares Wort Gottes. Warum lehrt Wiederum spricht der Koran in der
Netz stellen. ZDFheute.de, 14. September
dann der Islam, die Bibel sei verfälscht? Pluralform von Gott und es wird bestä-
2008 In derselben Sure, Vers 48, heisst es: tigt, dass Mose das Buch von Gott erhal-
«Es soll das Volk des Evangeliums richten ten hat, und dass die nachfolgenden Pro-
Eine Gruppe antizionistischer Rabbi- nach dem, was Allah darin offenbart hat; pheten sowie Jesus von Gott ausgingen
ner ist am 24. September in Manhattan wer nicht danach richtet, was Allah hi- und den Geist der Heiligkeit besassen.
nabgesandt hat – das sind die Empörer.» Bei alldem müssen wir bedenken, dass
mit dem iranischen Präsidenten Mahmud
Hier ist also von dem Evangelium die die Bibel immer noch genau dieselbe ist,
Ahmadinedschad zusammengetroffen. Rede, das Gott offenbart und gegeben so wie sie zur Zeit Mohammeds vorlag.
Sie streben nach der Auflösung des Staa- hat. Wer sich nicht nach diesem richtet, Von daher ist es widersinnig, diejenigen
tes Israel und plädieren für einen Paläs- ist ein Empörer. Da die Evangelien aber zu verfolgen, die der Bibel glauben, nur
tinenserstaat zwischen Mittelmeer und Jesus als göttlich offenbaren, kommt es um die eigenen Wunschvorstellungen
Jordan. … Zum Abschluss des Gesprächs einer Empörung gleich, diese Tatsache gelten zu lassen.
betete Ahmadinedschad mit den Rabbi- nicht ernst zu nehmen. Es ist unser Gebet, dass noch viele
nern: «Gott, bitte mache die Propaganda In Sure (Al-Baqarah) 2,137 steht: unserer muslimischen Mitmenschen
«Sprecht: Wir glauben an Allah und was aufrichtig nach der Wahrheit suchen,
der Zionisten zunichte und lasse sie die
zu uns herabgesandt worden, und was denn wer das tut und Gott darum bittet,
Hoffnung verlieren. Mache dein verdientes herabgesandt ward Abraham und Is- wird sie finden. N.L. 
Volk siegreich.» Israelnetz Newsletter, 25. mael und Isaak und Jakob und (seinen)
September 2008 Kindern, und was gegeben ward Moses 1
www.islamic.org.uk/deutsch/default.asp
und Jesus, und was gegeben ward (allen

12 MNR > Dezember 2008


«Was kein Auge gesehen
und kein Ohr gehört hat
und in keines Menschen
Ein Gleichnis für die Herz gekommen ist, was
Gott denen bereitet hat,
neue Welt die ihn lieben»
Der Herr Jesus gebrauchte oft Gleichnisse, um bestimmte Wahrheiten zu Mutter möglich? Und noch etwas: Wir
verdeutlichen. Gleichnisse können uns geistliche Realitäten sehr nahe bringen. haben zwar Beweise, dass andere vor
uns hier waren, aber keiner von ihnen

D
ie nachfolgende Geschichte eines etwas gibt?» Der Mann im anderen Bett ist jemals zurückgekehrt, um uns zu
Krankenhauspfarrers darf als ein hatte aufmerksam zugehört. Dann sag- sagen, dass es Leben nach der Geburt
Gleichnis aufgefasst werden, das te er: «Ich werde euch eine Geschichte gibt. Dies muss das Ende sein!› So wurde
uns die Wahrheit über Gottes neue Welt erzählen. Diese habe ich einmal gehört der erste verzweifelt und ratlos. ‹Wenn
(Offb 21), die Er für die an Jesus Gläubi- und ich erzähle sie oft mir selbst, weil die Empfängnis in Geburt endet, was ist
gen bereithält, verdeutlichen möchte: es mich daran erinnert, dass Gott immer dann das Ziel vom Leben in der Gebär-
bei mir ist – bevor ich lebte, jetzt und mutter? Es ist sinnlos. Vielleicht gibt es
Als Krankenhauspfarrer treffe ich auch wenn ich nicht mehr da bin. gar keine Mutter.› ‹Aber es muss schon
viele Menschen, die mit mir über alles Es waren einmal Zwillinge, zwei eine Mutter geben›, sagte der andere,
Mögliche reden: Über den Arzt, über das kleine Jungs, die gerade gezeugt worden ‹wie sind wir sonst hierher gekommen?
Essen, darüber, wie unangenehm eine waren und im Verborgenen der Gebär- Wie bleiben wir sonst am Leben?› ‹Hast
Untersuchung war, oder über Ergebnis- mutter heranwuchsen. Sie entwickelten du unsere Mutter schon mal gesehen?›,
se, die eher positiv oder eher negativ sich und wurden sich ihrer Umgebung fragte der erste verzweifelt, ‹vielleicht
ausfielen, über die Kinder zuhause, über bewusst. Sie lachten und sagten: ‹Ach, existiert sie nur in unserer Vorstellung.
die Arbeit, die nicht beendet wurde. Am es ist grossartig, dass wir gezeugt Vielleicht haben wir sie erfunden, weil
Ende eines Tages ging ich noch kurz in wurden! Es ist toll, dass wir leben!› der Gedanke daran uns ein gutes Gefühl
ein Zimmer für zwei Personen. Da lagen Zusammen untersuchten sie die Welt, gibt.›
zwei Männer, ein älterer und ein jünge- in der sie lebten. Als sie die Nabelschnur So kam es, dass die letzten Tage in der
rer. Sie hatten beide am selben Tag eine entdeckten, waren sie sehr froh. ‹Sieh Gebärmutter von Angst und Verzweiflung
Rückenoperation gehabt. Ich setzte mich mal, wie gross die Liebe unserer Mutter erfüllt waren. Schliesslich kam der Tag
auf einen Hocker zwischen die beiden. ist: Sie teilt ihr Leben mit uns!› der Geburt. Als die Jungs mit Mühe ihre
Wir kamen ins Gespräch. «Wenn man Aus Wochen wurden Monate. Die Welt verlassen hatten, öffneten sie ihre
so den ganzen Tag daliegt und die De- Brüder bemerkten, dass sie sich sehr Augen. Und sie weinten vor purer Freu-
cke anstarrt, beginnt man sich zu fragen, veränderten. ‹Was bedeutet das?›, frag- de. Denn was sie sahen, übertraf ihre
worüber man sich eigentlich immer so te der eine. ‹Es bedeutet, dass das Ende kühnsten Träume.» AUTOR UNBEKANNT
Sorgen macht», sagte der Jüngere. «Ich unseres Aufenthalts in dieser Welt bald
habe eine eigene Firma, bin gerade Vater kommt›, antwortete der andere. ‹Aber Die Quelle dieser Geschichte ist
geworden, ich bin ein glücklicher Mann. ich will hier nicht weg, ich will hier für unbekannt. Anschaulich verdeutlicht
Aber wenn der Körper plötzlich nicht immer bleiben›, sagte der eine. ‹Wir sie jedoch die Herrlichkeit, die Gott
mehr funktioniert, weisst du auf einmal, können nicht wählen›, sagte der andere, für Seine Kinder bereitet hat. Denn:
dass Glück auch etwas mit Gesundheit ‹aber vielleicht gibt es ein Leben nach «Was kein Auge gesehen und kein Ohr
zu tun hat. Und das hört irgendwann der Geburt.› ‹Wie kann es da nur Leben gehört hat und in keines Menschen Herz
mal auf, früher oder später, das weiss geben?›, sagte der erste, ‹wir werden die gekommen ist, was Gott denen bereitet
man. Und was dann? Wie weiss ich Schnur loslassen müssen, und wie ist hat, die ihn lieben» (1.Kor 2,9). N.L. 
sicher, dass es nach dem Leben noch ein Leben ohne die Nabelschnur unserer

MNR > Dezember 2008 13


lich diesen Markus, als er schrieb: «Es
Im Blickfeld grüsst euch die Mitauserwählte in Ba-
bylon und Markus, mein Sohn» (1.Petr
5,13). Vor diesem Hintergrund steht
ausser Zweifel, dass Markus ganz nahe

Der Kampf gegen den am Geschehen war.


Johannes lebte wie Matthäus einige

Gott in der Krippe


Jahre mit dem Herrn Jesus zusammen,
sodass er am Ende seines Evangeliums
(TEIL II) über sich selbst schreiben konnte: «Das
ist der Jünger, der von diesen Dingen
Ausgerechnet eine Dezemberausgabe der deutschen Apothekenzeitschrift Zeugnis ablegt und dies geschrieben
hat; und wir wissen, dass sein Zeugnis
behauptet auf ihrer Seite für Kinder, dass die Autoren Matthäus, Markus, wahr ist» (Joh 21,24). Ausserdem war
Lukas und Johannes Jesus nicht gekannt hätten. er direkter Augenzeuge der Kreuzigung
des Herrn (Joh 19,35). In seinem ersten

E
ine Schlange namens Äskulapi Matthäus, der an anderen Stellen Brief schreibt Johannes nochmals deut-
ziert die obere Ecke der «Seite für auch Levi genannt wird und von Beruf lich, dass er ein Augenzeuge Jesu war:
Kinder» und wünscht: «Viel Spass Zöllner war, wurde von Jesus höchst- «Was von Anfang war, was wir gehört
mit meiner Seite, Dein Äskulapi.» Dann persönlich in die Nachfolge gerufen haben, was wir mit unseren Augen ge-
heisst es im Text unter anderem: (Mt 9,9). Später wurde er als einer der sehen haben, was wir angeschaut und
«Weihnachten ist der Geburtstag 12 Apostel berufen und ausgesandt (Lk was unsere Hände betastet haben vom
eines besonderen Mannes: Jesus. Ei- 6,15). Sowohl bei der Himmelfahrt Jesu Wort des Lebens» (1.Joh 1,1).
gentlich hiess er Joschua, so lautet sein als auch am Tag von Pfingsten war er
Name auf Aramäisch, der Sprache seiner dabei (Apg 1,13). Lukas hingegen war kein Wegbeglei-
Heimat Galiläa im heutigen Israel. Über Markus war ebenfalls ein Zeitzeuge ter Jesu, aber ein präziser Historiker.
sein Leben wissen wir nicht viel. In der Jesu. Die Ausleger sind sich weitgehend Ausserdem war er ein Gefährte des
Bibel gibt es zwar vier Kapitel darüber. darin einig, dass er der junge Mann war, Apostels Paulus, den er bis zu seinem
Doch die Autoren Lukas, Matthäus, der bei der Gefangennahme Jesu floh Tod begleitete (2.Tim 4,11). Zudem
Markus und Johannes kannten Jesus (Mk 14,51-52). Es war das Haus von war Lukas Arzt (Kol 4,14), was seine
nicht. Erst Jahrzehnte nach seinem Tod Markus’ Mutter in Jerusalem, zu dem akribische Forschung erklären könnte.
schrieben sie auf, was sie von seinen Petrus ging, als er aus dem Gefängnis Zu Beginn seines Evangeliums bezeugte
Freunden gehört hatten. So berichtet befreit wurde (Apg 12,12). Markus war er seine genaue Arbeit: «Nachdem viele
Lukas, dass Jesus in einem Stall nahe ein Cousin von Barnabas (Kol 4,10) es unternommen haben, einen Bericht
der Stadt Bethlehem geboren wurde. und begleitete Paulus und Barnabas über die Tatsachen abzufassen, die unter
Möglich ist aber auch, dass er im Dorf auf ihrer ersten Missionsreise. Später uns völlig erwiesen sind, wie sie uns
Nazareth zur Welt kam, wo seine Eltern schrieb Paulus über Markus: «Nimm diejenigen überliefert haben, die von
lebten …»1 Markus und bringe ihn mit dir! Denn Anfang an Augenzeugen und Diener des
er ist mir nützlich zum Dienst» (2.Tim Wortes gewesen sind, so schien es auch
Beim Lesen dieses Artikels vermisst 4,11). Petrus meinte sehr wahrschein- mir gut, der ich allem von Anfang an
man den Hinweis darauf, dass Jesus
Gottes Sohn ist. Es wird lediglich erklärt, Jesus Christus begründete keine Religion, sondern eine lebendige Gemeinde, zu der jeder Mensch hinzu-
dass Maria und Joseph Seine Eltern sind, getan wird, der an Ihn glaubt.
wodurch man den Eindruck gewinnt,
Er sei als ganz normales Kind wie jedes
andere gezeugt worden. Im weiteren
Verlauf des Textes ist nur von Seinem
Kreuzestod die Rede, ohne die Aufer-
stehung zu erwähnen. Gegen Schluss
schreibt der Autor als Schlange Äskulapi:
«Mit seinen Ideen begründete er eine
neue Religion, das Christentum …»
Es ist tragisch, dass Kindern hier
nur eine Teilwahrheit vermittelt und
die ganze, entscheidende Wahrheit
verschwiegen wird. So bekommt Gross
und Klein ein falsches Bild von Jesus und
wer Er wirklich ist.
Nicht richtig ist auf jeden Fall die
Behauptung, Matthäus, Markus und Jo-
hannes hätten Jesus nicht gekannt. Sie
kannten Ihn nicht nur, sondern lebten
sogar mit Ihm.

14 MNR > Dezember 2008


genau nachgegangen bin, es dir der Rei-
he nach zu beschreiben, vortrefflichster Streiflicht
Theophilus, damit du die Gewissheit der
Dinge erkennst, in denen du unterrichtet
worden bist» (Lk 1,1-4). Wie exakt und
geschichtlich nachprüfbar seine Angaben
Dank
waren, beweist Lukas 3,1-2. Diesen Monat erinnern wir uns wieder an die Geburt Jesu. Grund genug, Danke zu sagen.
Ferner wird in der Heiligen Schrift Doch was sagt die Bibel zum Danken?
deutlich erklärt, dass Jesus in Bethlehem Im Alten Testament erscheint das Wort öfters im Zusammenhang mit Opfer: «Opfere Gott
geboren wurde und nicht in Nazareth Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde» (Ps 50,14; vgl. 3.Mo 7,12). Wir sollen auch in
(Mi 5,1; Mt 2,1). Ebenso zeigt die Bi-
bel, dass Maria wohl Seine Mutter war, widrigen Lebensumständen Gott danken. Wie dies möglich ist, zeigt uns David sehr eindrück-
Joseph aber nur Sein Pflegevater, da der lich in Psalm 69,30-31. Er beklagt zuerst seine notvollen Lebensumstände: «Ich aber bin elend
Herr vom Heiligen Geist gezeugt war (Mt und voller Schmerzen …» (V 30). Doch im gleichen Atemzug fängt er an, zu danken. «Ich will
1,16.18-20; Lk 1,34-35). den Namen Gottes loben mit einem Lied und ihn erheben mit Dank» (V 31). Er sagt sogar, dass
dieser Dank Gott angenehmer ist als jedes Opfer! «Das wird dem HERRN angenehmer sein als
Es ist uns wichtig, darauf aufmerk-
ein Stier, als ein Jungstier …» (V 32). Echter Dank soll gerade auch in Notlagen des Lebens
sam zu machen, dass der Herr nicht
bloss Ideen verbreitete, wie es auf der zum Ausdruck kommen. Ja, dahinter liegen sogar Segenswege Gottes verborgen. Dank soll auch
«Seite für Kinder» heisst, sondern die unsere Antwort sein, wenn wir Gottes Hilfe in unserem Leben haben erfahren dürfen: «Dir, dem
Botschaft des ewigen Lebens und die Gott meiner Väter, sage ich Lob und Dank, dass du mir Weisheit und Kraft verliehen und mich
absolute Wahrheit Gottes. So begrün- jetzt wissen lassen hast, was wir von dir erbeten haben; denn die Sache des Königs hast du
dete Er auch keine Religion, sondern uns wissen lassen!» (Dan 2,23). Dank ist ein bewusstes Bejahen der Wege, auf denen Gott
eine lebendige Gemeinde, zu der jeder
uns führt.
Mensch hinzugetan wird, der an Ihn
glaubt. Jesus starb am Kreuz und ist drei Im Neuen Testament werden uns weitere Aspekte aufgezeigt. So lehrt uns der Herr Jesus,
Tage später aus den Toten auferstanden. dass wir keinen Dank erwarten sollen. Jesus sagte Seinen Jüngern: «Wenn ihr die liebt, die
Der Apostel Petrus fasst in wenigen euch lieben, was für einen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder lieben die, welche
Worten zusammen, was wir oben dar- sie lieben» (Lk 6,32). Das Wort Danke ist Ausdruck jeder guten Kinderstube. Doch wenn wir
zulegen versuchten: «Wir sind Zeugen für uns persönlich vermehrt die Worte Jesu beherzigen würden, bliebe uns manche Frustration
alles dessen, was er im Land der Juden
und Entmutigung erspart. So heilte Jesus zehn Aussätzige, doch nur einer kehrte um, um sich
und in Jerusalem getan hat. Ihn haben sie
getötet, indem sie ihn ans Holz hängten. zu bedanken. «Jesus fragte: Habe ich nicht zehn Männer geheilt? Wo sind denn die anderen
Diesen hat Gott auferweckt am dritten neun? Weshalb kommt als einziger dieser Fremde zurück, um sich bei Gott zu bedanken?» (Lk
Tag und hat ihn offenbar werden lassen, 17,17-18).
nicht dem ganzen Volk, sondern uns, den Dank darf auch nie zu einem «Mittel zum Zweck» verkommen, zu einem «Honig um den Bart
von Gott vorher erwählten Zeugen, die schmieren». «Als aber zwei Jahre verflossen waren, bekam Felix den Porcius Festus zum Nach-
wir mit ihm gegessen und getrunken ha-
ben nach seiner Auferstehung aus den
folger, und da sich Felix die Juden zu Dank verpflichten wollte, liess er Paulus gebunden zurück»
Toten. Und er hat uns geboten, dem (Apg 24,27). Dank sollte aus einem aufrichtigen Herzen kommen, ohne Hintergedanken und
Volk zu verkündigen und zu bezeugen, falsche Motivation: «Alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Je-
dass er der von Gott bestimmte Richter sus, und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn!» (Kol 3,17).
der Lebendigen und der Toten ist. Von Paulus erwähnt das Wort Dank oft im Zusammenhang mit dem Sieg über die Sünde! «Gott
diesem legen alle Propheten Zeugnis aber sei Dank, ihr seid Knechte der Sünde gewesen …» (Röm 6,17; vgl. 2.Kor 2,14). Dieser
ab, dass jeder, der an ihn glaubt, durch
seinen Namen Vergebung der Sünden Dank ist zielgerichtet auf die Person, die diesen Sieg errungen hat – Jesus Christus! So betont
empfängt» (Apg 10,39-43). Paulus auch: «Denn es geschieht alles um euretwillen, damit die zunehmende Gnade durch die
Vielen den Dank überfliessen lasse zur Ehre Gottes» (2.Kor 4,15). Zu alledem ist Paulus voller
Ist es nicht die Schlange, die als altbö- Dank, wenn er sich seine Glaubensgeschwister in Erinnerung ruft! Er dankt für einen Timotheus,
ser Feind listig und verlogen Wahrheit und einen Titus oder für ganze Gemeinden wie die in Korinth oder in Kollossä. Auch wenn diese Ge-
Lüge miteinander kombiniert, um so die
meinden ihm Nöte bereiteten und er ihretwegen manche schlaflose Nacht zubrachte (vgl. 2.Kor
Menschen zu verführen? Schon im Gar-
ten Eden ist sie in dieser Art und Weise 11,24-29). Ja gerade über seine Glaubensgeschwister kann er sagen: «Wir danken dem Gott
aufgetreten, um das erste Menschenpaar und Vater unseres Herrn Jesus Christus, indem wir allezeit für euch beten» (Kol 1,3).
von Gott wegzuleiten. Es ist bedrückend, Fassen wir zusammen: Dank ist keine Sache des Gefühls, es bedeutet oft ein Opfer. Es ist
dass ausgerechnet die Jüngsten, unsere ein sich Beugen unter Gottes Willen, ein Jubeln über Gottes Hilfe und ein sich Freuen über den
Kinder, Zielscheibe seiner Verführung Sieg von Golgatha. Es ist auch ein Danken für die Verschiedenartigkeit innerhalb der Gemein-
sind und dass sich Erwachsene von ihm
de – auch wenn dies uns schwer fallen sollte. Beherzigen wir dies, führt uns das Danken in eine
gebrauchen lassen. N.L. 
ganz andere Dimension des Lebens mit Gott. Psalm 50,23 drückt es so aus: «Wer Dank opfert,
1
Apothekenzeitschrift Nr. 9, Jahrgang 1; 3. Dezember verherrlicht mich und bahnt einen Weg; ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen.» Möge der
2007: «Wer war Jesus?» , S. 8 Herr uns immer wieder neu Gnade zum Danken geben! S.R. 

MNR > Dezember 2008 15


Biblische Botschaft

Joseph als Vorbild


Sicherlich war Joseph ein netter Kerl.
Alles in seinem Leben schien in Ord-
nung. Er war verliebt, er war fleissig,
er war fürsorglich, er freute sich auf
die Hochzeit mit Maria und bereitete
diese vor.
Joseph gehört zur Geschichte Jesu. Er handelte vorbild- Die Bibel beschreibt ihn als einen
lich, stellte Gott über sein Gerechtigkeitsempfinden und Mann, «der gerecht war». Das bedeu-
tet, dass er treu nach dem Gesetz lebte.
wurde so Teil biblischer Prophetie. Wir wollen die bekannte Und als er vernahm, dass seine Verlob-
te schwanger war, handelte er nicht in
Weihnachtsgeschichte anhand dessen betrachten, was wir Rachsucht, Vergeltung oder Hass, son-
dern sehr einfühlsam und milde – und
über diesen Mann wissen, der so still und leise aus der Ge- das bereits in einem Moment, als er von
schichte verschwand, wie er gekommen war … Gott noch keine Antwort hatte.
Wie handeln wir, wenn wir Gottes
Wege nicht verstehen? Wie handeln wir,
wenn wir meinen, im Recht zu sein?
Norbert Lieth 1. Joseph gehört zur Suchen wir dann auch einen Weg, der
Geschichte Jesu dem anderen möglichst wenig schadet?

J
edes Leben schreibt eine Geschich- «Die Geburt Jesu Christi aber geschah Sind wir behutsam und feinfühlig?
te. Josephs Leben schrieb mit an der auf diese Weise» (V 18).
Geschichte Jesu: «Die Geburt Jesu Josephs Leben schrieb mit an der Ge- 3. Joseph stellte Gott
Christi aber geschah auf diese Wei- schichte Jesu. Sein Handeln gehört zum
se: Als nämlich seine Mutter Maria bekannten Geschehen bei der Geburt
über sein Gerechtigkeits-
mit Joseph verlobt war, noch ehe sie unseres Herrn. Josephs Handeln wurde empfinden
zusammengekommen waren, erwies zu einem tragenden Element. Die Ge- «Während er aber dies im Sinn
es sich, dass sie vom Heiligen Geist burt Gottes im Fleisch ist untrennbar hatte, siehe, da erschien ihm ein Engel
schwanger geworden war. Aber Joseph, mit diesem Mann verbunden, obgleich des Herrn im Traum, der sprach: Joseph,
ihr Mann, der gerecht war und sie doch er nicht Sein «leiblicher Vater» ist. Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria,
nicht der öffentlichen Schande preisge- Gott will auch uns heute in Sein deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was
ben wollte, gedachte sie heimlich zu Wirken mit einbeziehen. Die Geschich- in ihr gezeugt ist, das ist vom Heiligen
entlassen. Während er aber dies im te des Evangeliums geschieht auf diese Geist» (V 20).
Sinn hatte, siehe, da erschien ihm ein Weise. Es geschieht da, wo wir sind, wo Als Gott in Josephs Gedankengänge
Engel des Herrn im Traum, der sprach: wir leben und wo wir arbeiten. hineinfunkte, ging Joseph ohne «Wenn»
Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Auch unser Leben schreibt eine und «Aber» darauf ein. Wir lesen nicht,
Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; Geschichte. Ist es die Geschichte Jesu dass er selbst irgendein Wort sprach. Er
denn was in ihr gezeugt ist, das ist vom Christi? tat einfach, was Gott ihm sagte, glaubte
Heiligen Geist. Sie wird aber einen Sohn alles und handelte danach. Das war
gebären, und du sollst ihm den Namen 2. Joseph handelte vorbildlich zweifellos kein einfacher Schritt und
Jesus geben, denn er wird sein Volk ret- mit manchen Unannehmlichkeiten
ten von ihren Sünden. Dies alles aber ist «Als nämlich seine Mutter Maria mit verbunden.
geschehen, damit erfüllt würde, was der Joseph verlobt war, noch ehe sie zusam- Joseph liess sich seine Gedanken
Herr durch den Propheten geredet hat, mengekommen waren, erwies es sich, durchkreuzen. Kann Gott uns in schwie-
der spricht: ‹Siehe, die Jungfrau wird dass sie vom Heiligen Geist schwanger rigen Lagen herumlenken? Lassen wir
schwanger werden und einen Sohn ge- geworden war. Ihn unsere Gedan-
bären; und man wird ihm den Namen Aber Joseph, ihr ken durchkreuzen?
Immanuel geben›, das heisst übersetzt: Mann, der ge- Wie handeln wir, wenn Stellen wir die For-
‹Gott mit uns.› Als nun Joseph vom
Schlaf erwachte, handelte er so, wie ihm
recht war und sie
doch nicht der öf-
wir Gottes Wege nicht derungen Seines
Heiligen Geistes
der Engel des Herrn befohlen hatte, und fentlichen Schande verstehen? Wie handeln über unser ge-
nahm seine Frau zu sich; und er erkann-
te sie nicht, bis sie ihren erstgeborenen
preisgeben wollte,
gedachte sie heim-
wir, wenn wir meinen, im trübtes Gerechtig-
keitsempfinden?
Sohn geboren hatte; und er gab ihm den lich zu entlassen» Recht zu sein? Ist die Liebe unser
Namen Jesus» (Mt 1,18-25). (V 18-19). höchstes Gebot?

16 MNR > Dezember 2008


4. Joseph und Jesus geben›, das heisst übersetzt: ‹Gott mit – Joseph war ein Mann, der bedin-
uns›» (V 22-23). gungslos glaubte.
«Sie wird aber einen Sohn gebären, Das prophetische Wort, das Jesaja von – Er war ein Mann, der einer Jung-
und du sollst ihm den Namen Jesus Gott durch den Heiligen Geist inspiriert frau beistehen konnte, die sonst zur
geben, denn er wird sein Volk retten vor vielen Jahrhunderten ausgesprochen Zielscheibe des Spotts geworden wäre.
von ihren Sünden» (V 21). hatte, sollte sich erfüllen. Und Gott – Er war ein Mann, den Gott gebrau-
Jesus bedeutet «Jahwe ist Rettung». knüpfte dabei an den Gehorsam ei- chen konnte, Seinen Sohn und dessen
Am Anfang des Lebens Jesu stand ein nes Mannes an, der Mutter nach Bethlehem zu führen, in
Joseph und am Ende des Lebens Jesu 700 Jahre später einem Stall zu versorgen, auf der Flucht
stand wieder ein Joseph (Joseph von Ari- lebte. Gott hätte
mathia, der Jesus sein Grab überliess; auch ohne Joseph
vgl. Mt 27,57-60). Sein Ziel erreicht, Kann Gott uns in schwie-
Indem Joseph dem Herrn den Namen
Jesus gab, verkündigte er die beste Bot-
aber Er wollte es mit
Joseph erreichen.
rigen Lagen herumlen-
schaft, die er überhaupt verkündigen Der Herr erreicht Sein ken? Lassen wir Ihn
konnte. Durch seinen Gehorsam tat er
mehr Gutes für die Welt, als er durch
Ziel auch ohne uns. Wie wertvoll
ist es jedoch, wenn wir uns gebrauchen
unsere Gedanken durch-
alle anderen guten Dinge zusammen je lassen und dazu beitragen dürfen, dass kreuzen?
hätte tun können. Joseph selbst taucht in dieses Ziel erreicht wird!
den Evangelien nie sprechend auf, aber
er war es, der dem Herrn den Namen 6. Joseph handelte nach Ägypten zu tragen und wieder zu-
Jesus gab. rück nach Nazareth zu bringen.
Es ist nicht wichtig, was wir für den «Als nun Joseph vom Schlaf erwachte, – Joseph konnte offenbar Strapazen
Herrn tun, ob wir Prediger sind oder handelte er so, wie ihm der Engel des ertragen und blieb dabei fürsorglich.
Buchhalter, ob Grafiker oder Handwer- Herrn befohlen hatte, und nahm seine – Er war ein Mann, der Wärme,
ker. Wichtig ist nur eines: Dass wir für Frau zu sich; und er erkannte sie nicht, Schutz und Geborgenheit bot. Er war
den Namen Jesus da sind. Unser Leben bis sie ihren erstgeborenen Sohn gebo- der Mann, der den Herrn Jesus die ers-
soll Jesus als den Retter darstellen. ren hatte; und er gab ihm den Namen ten Jahre Seines Lebens als Handwerker
Jesus» (V 24-25). unterrichtete und sicherlich auch in der
5. Joseph wurde Teil biblischer Die beste Handlungsweise dieser Welt Thora.
ist, so zu handeln, wie es uns der Herr – Joseph war ein stiller Mann und
Prophetie aufträgt. Joseph handelte im Glauben doch war er stark. Er predigte nicht,
«Dies alles aber ist geschehen, da- und im Gehorsam. Er war demnach so- doch seine Geschichte spricht Bände.
mit erfüllt würde, was der Herr durch wohl verlässlich und praktisch als auch Gott will uns Jesus anvertrauen, näm-
den Propheten geredet hat, der spricht: sensibel, beständig und stark. Denn Gott lich die Botschaft Seines Lebens und Sei-
‹Siehe, die Jungfrau wird schwanger vertraute Seinen Sohn bzw. sich selbst nes Evangeliums. Bewähren wir uns in
werden und einen Sohn gebären; und diesem Zimmermann an – keinem Pries- jeder Lage als treu und zuverlässig?
man wird ihm den Namen Immanuel ter, Pharisäer oder Schriftgelehrten.
7. Joseph verschwand ebenso still
und leise aus der Geschichte, wie
er gekommen war
Gerade das ist typisch für diesen
Mann. Er liess sich für Jesus gebrauchen.
Er wollte keinen
Ruhm, keine Ehre,
Es ist nicht wichtig, was sondern nur das
wir für den Herrn tun. tun, was Gott ihm
auftrug. Er wollte
Wichtig ist nur eines: für Jesus da sein,
Dass wir für den Namen ganz und gar.
Irgendwann,
Jesus da sind nachdem der Herr
Jesus das Alter von
12 Jahren über-
schritten hatte, verschwindet Joseph
aus der biblischen Geschichte. Aber
das Licht, das sein Leben warf, leuchtet
noch heute hell und lebendig.
Was wird von unserem Leben blei-
ben? Welche Geschichte wird es erzäh-
len? 

MNR > Dezember 2008 17


Mitternachtsruf
zwei Abenden eingeladen. Montagabend
sprach Norbert Lieth, Dienstagabend
Meno Kalisher. Obwohl der Süden sich
mit dem Christentum sehr schwer tut,
kamen viele Besucher, gerade auch
junge Leute. Einige bezeugten danach,
wie sie gesegnet worden seien und zum
ersten Mal so richtig die Linien, die sich
durch die Bibel ziehen, erkannt hätten.
Als Eintritt verlangten wir von jedem
1 Kilogramm Reis, Bohnen, Nudeln oder
Öl, die wir dann an verschiedene soziale
Einrichtungen weitergaben.
Es waren gesegnete Tage schöner
Gemeinschaft. Wir hörten viele dank-
bare Zeugnisse der Teilnehmer über die
Arbeit des Werkes und die Organisation
des Ganzen. Für uns Mitarbeiter war es
eine Ermutigung zu sehen, wie das, was
wir tun, Frucht bringt.

Rückblick auf 40 Jahre Mitter-


nachtsruf Brasilien. Meine Eltern
Dieter und Helga Steiger reisten auf
Anfrage von Wim Malgo im Februar
An der diesjährigen Prophetiekonferenz haben sich über 620 Teilnehmer angemeldet 1965 nach Brasilien – damals noch per
Schiff –, um eine neue Arbeit des Mitter-

40 Jahre Mitternachtsruf
nachtsrufs zu beginnen. Ich war gerade
fünf Monate alt. In Brasilien machten
sie im Missionsseminar der New Tribes

Brasilien
Mission in Jacutinga (Minas Gerais) ein
siebenmonatiges Sprachstudium. Sie
lebten, studierten und arbeiteten dort
mit etwa 70 Jugendlichen aus ganz
Markus Steiger, Porto Alegre RS Brasilien.
Wim Malgo wollte ursprünglich die

10.
Kongress über das zum 40jährigen Jubiläum war ein Arbeit auf die deutschen Kolonien be-
prophetische Wort. Bei Galaabend. Beim festlichen Essen bei schränken. So begann mein Vater sie in
strahlendem Wetter trafen Kerzenschein wurden die Teilnehmer Rio Grande do Sul, Santa Catarina und
sich über 620 Teilnehmer in Águas de durch ein vielfältiges und ungezwun- Paraná mit seinem VW-Käfer zu besu-
Lindóia, wo während der vier Kongress- genes Programm geführt. Nach Dieter chen. 1968 stiessen Werner und Ursula
tage Norbert Lieth, Arno Froese, Meno Steiger sprachen Norbert Lieth und Arno Beitze sowie Renate Linder zum Werk.
Kalisher, Eros Pasquini und Reinhold Fe- Froese aus ihrer Sicht über die Arbeit Zu dritt führten sie Evangelisationen,
derolf die Vorträge hielten. Mit dabei wa- und wie alles begann. Sie brachten uns Freiversammlungen und Einsätze in
ren auch Sonja und Erich Maag mit zwei mit erfrischenden Erzählungen ihrer Schulen durch. Überall boten sie deut-
ihrer Mitarbeiter aus Uruguay. Ernst und Erinnerungen herzlich zum Lachen. sche Literatur, Schallplatten, Tonbänder
Elvira Kraft kamen aus São Paulo. Von Dann wurde eine 25minütige DVD über und Kassetten an. Durch diese Einsätze
unserem Zweig in Porto Alegre kamen die Geschichte des Mitternachtsrufs in erkannten sie sehr schnell, wie wichtig
die beiden langjährigen Mitarbeiter Dona Brasilien gezeigt. es ist, alles in der Landessprache anbie-
Erica aus der Buchbinderei und Pacheco, ten zu können. Am 24. August 1968
unser Schneider und Falzer, mit. Jubiläumsfeier in Porto Alegre. fand dann die Gründungsversammlung
Als Programmleiter Jamil Abdalla Damit auch in Porto Alegre die Men- des «Chamada» statt.
fragte, wer zum ersten Mal mit dabei schen die Mission besser kennenlernen 1970 wurde das Missionsgelände in
sei, hoben fast 30 Prozent der Gäste und die Bekannten mitfeiern konnten, Porto Alegre gekauft und 1971-1972
die Hand. Der besondere Höhepunkt hatten wir einen Saal gemietet und zu wurden die ersten Holzhäuser für das

18 MNR > Dezember 2008


Trainingszentrum gebaut. Es kamen die zum ersten Mal. Dabei bekamen wir das alte Gebäude zur Strasse hin auf zwei
ersten Schüler aus Europa. Unterricht den Anstoss zum Bau einer in viel Ei- Etagen erweitern mussten. Später wur-
und Arbeitseinsatz lösten sich gegensei- genleistung verwirklichten Druckerei, de nochmals vergrössert. Nun beten wir
tig ab. Der Brand des Schwesternhauses heute das Herzstück der Mission in schon seit Langem für eine gebrauchte
1982 durfte sich später als eine Führung Brasilien. Unser erster Drucker war Zweifarben-Offsetdruckmaschine. Lei-
Gottes herausstellen, da so Raum für ein Erich Maag. 1978 kamen die erste Off- der hat es mit der Maschine aus Italien
Wohnhaus mit Mehrzwecksaal und ein setdruckmaschine und ein Falzautomat nicht geklappt.
Bürogebäude mit Wohnung geschaffen aus Europa. 1989 wurde mithilfe vieler Seit 1991 wird die Gesamtleitung
wurde. Christen aus Europa eine neue und des Missionswerks von einem Brüder-
Um 1974 herum half ein einheimi- bessere Druckmaschine gekauft. Arno rat wahrgenommen, der sich aus Dieter
scher Bruder, ein kleines Tonstudio Froese schenkte uns fünf Jahre später die Steiger, Ingo Haake, Reinhold Federolf
einzurichten. Werner Beitze, einige Zweifarben-Druckmaschine SOLNA. und mir zusammensetzt. 2001 kam Ri-
Missionare und Einheimische gestal- Reinhold Federolf kam rechtzeitig cardo Rempel zu uns, der mit Ingo Haake
teten Programme, die von lokalen ins Trainingszentrum, um danach die die Arbeit im Internet aufbaute. Heute
Radiostationen ausgestrahlt wurden. grafische Abteilung aufzubauen. Mit werden die acht Sites täglich von 30 000
Vor einigen Jahren konnte ein mo- ihm arbeiteten jahrelang Ernst Kraft Besuchern angeklickt. 2007 begannen
derneres Studio gebaut werden und und Walter Dürr. 1978 zogen Ingo und wir wieder mit den Israelreisen.1 
wir begannen auch, eigene CDs und Ione Haake von Florianópolis nach Porto
DVDs herzustellen. 2008 produzierten Alegre. 1
Siehe Mitternachtsruf 09/08, «Brasilianer in
wir schon 20 000 DVDs. Anfang der 1990er Jahre wurde der Israel», S. 18
1975 besuchte uns Arno Froese Platz in der Druckerei so knapp, dass wir

Brasilien – ein offenes Land!


Reinhold Federolf, Porto Alegre RS

E
in Grossteil der bunt-gemischten unterstellen und die Aktualität der Gottes eingesetzt werden. Später sass
Bevölkerung hat eine gewisse biblischen Botschaft, speziell des pro- ich «mutterseelenallein» in einer Ecke
Gottesfurcht, seien es Katho- phetischen Wortes, betonen. der noch total leeren, von Missionaren
liken oder sogar die Spiritisten und gemauerten und gezimmerten Missi-
solche, die den afrikanischen Kulten Das Evangelium erreicht die letzten onsdruckerei und baute am Leuchttisch
anhängen. Brasilianer sind bekanntlich Indianer Brasiliens. Wer sich einmal mitsamt Regalen … Dann erlebten wir
leicht zugänglich und erzählen einem gut darüber informiert, wie die Indianer die gesamte Pionierphase und wie die
schon nach 5 Minuten «ihr ganzes wirklich leben und an was sie glauben, benötigten Maschinen nach und nach
Leben». Offen ja, sowohl für Gutes erkennt: Das Bild des glücklichen Wilden, zusammenkamen. Später kamen dann
als auch für Schlechtes. Hier schiessen der harmonisch und friedlich über das die Reisen durch ganz Brasilien hinzu,
alle möglichen mystischen Kreise und grüne Paradies wacht, ist ein Wunsch- um unsere Literatur direkt zu verbreiten
Gemeinden wie Pilze aus dem Boden. denken, eine Utopie, die von Anthropolo- und den einheimischen Christen mit bi-
Gesunde biblische Lehre ist leider oft gen und Zivilisationsmüden vorgegaukelt blischer Unterweisung und Vorträgen
nicht das Thema, dafür rücken Heilung, wird. Jesus hat prophezeit, dass das Evan- weiterzuhelfen. Aus meinen «geplan-
mehr Geld und Konfliktlösungen an ers- gelium auf der ganzen Welt verkündigt ten» 5 Jahren Missionsarbeit sind, bis
ter Stelle. Die Jagd nach dem Segen und wird, und in Brasilien dringt die frohe jetzt, 34 geworden.
angenehmen religiösen Gefühlen wird Botschaft immer mehr in die letzten Mit dankbarem Herzen dürfen wir auf
durch stark manipulierte «Gottesdiens- Winkel. Nicht zuletzt durch die zum insgesamt 40 Jahre des brasilianischen
te» gefördert; die Leute werden mehr Teil gläubige Flussbevölkerung, durch Zweigs unseres Missionswerks zurück-
zur Dopamin-Ausschüttung gereizt, an- Holzfäller, Goldsucher, das Militär sowie blicken. Wir sind davon überzeugt, dass
statt eines echten Wirkens des Heiligen durch Erdöl- und Bodenschatzforscher in dieser besonderen Zeit, in der wir le-
Geistes. Und hier haben wir als Mis- ergeben sich immer mehr Kontakte mit ben, der Auftrag unseres Missionswerks
sionswerk den wichtigen Auftrag, klar den Indianern. Wir dürfen auf keinen Fall immer wichtiger wird! Der Süden Brasi-
die biblische Botschaft zu verkündigen. alle Kontakte als schädlich verwerfen! liens, speziell unser Staat Rio Grande do
Viele Menschen sind dafür landesweit Sul mit seiner Hauptstadt Porto Alegre,
sehr dankbar. Durch regelmässige «Verachte nicht den Tag der ge- ist bei vielen als «Missionsfriedhof» be-
Aussendienste, Gemeindeeinsätze und ringen Anfänge!» (vgl. Sach 4,10). rüchtigt. Das unterstreicht umso mehr
Reisen mit dem Missionsmobil Verbus Schon während meiner Ausbildung im Gottes Barmherzigkeit und Durchtragen
erhalten wir neue Kontakte. Wir wollen Trainingszentrum ergaben sich Gelegen- in all diesen Jahren, nicht zuletzt auch
dabei die Wahrhaftigkeit der Bibel auf heiten für grafische Gestaltungsarbeiten. dank der vielen Gebete und Gaben un-
den Leuchter stellen, unser Leben der Nach einer Schriftsetzerlehre konnte serer Missionsfreunde! 
Autorität Gottes und Seines Wortes nun Gelerntes direkt für das Reich

MNR > Dezember 2008 19


Fragen – Antworten
Warum kämpfte
der Teufel um
Moses Leiche?
Weshalb hat sich der Erzengel Michael mit
dem Teufel um den Leichnam Moses gestrit-
ten?

I n Judas 9 wird uns dieses Ereignis ge-


schildert: «Der Erzengel Michael da-
gegen, als er mit dem Teufel Streit hatte
und über den Leib Moses verhandelte,
wagte kein lästerndes Urteil zu fällen,
sondern sprach: Der Herr strafe dich!»
Den Tod Moses finden wir in 5. Mose
34,5-7: «Mose, der Knecht des HERRN,
starb im Land Moab, nach dem Wort
des HERRN; und er begrub ihn im Tal,
im Land Moab, Beth-Peor gegenüber;
aber niemand kennt sein Grab bis zum
heutigen Tag. Und Mose war 120 Jahre
Kirchliche Tradition oder biblische alt, als er starb; seine Augen waren nicht
schwach geworden, und seine Kraft war
Wahrheit? nicht gewichen.»
Mose verkörpert und repräsentiert
… Ich finde es sehr gut, dass Sie (Endzeit-) Ich glaube aber daran, dass der Herr das Gesetz. Daher wurden seine Augen
Tendenzen hervorheben. … Leider muss Jesus Christus auch der Herr des Sabbats auch im Alter nicht schwach und seine
festgestellt werden, dass auch der MNR ist, wie Er es selber sagt (Mt 12,8). Und Kraft wurde selbst mit 120 Jahren nicht
nicht frei ist von Grunddogmen der Frühkir- wenn Er das betont, ist das ein Hinweis weniger. Das soll uns zeigen, dass Gottes
che, zurückgehend auf die konstantinische darauf, dass Er die Göttlichkeit für sich Gebote nichts von ihrer Kraft und ihrem
Wende von 325 n.Chr., die da sind Sonntags- beansprucht. Ferner sagt Er selbst: Anspruch verloren haben. Jedoch wurde
heiligung, Dreieinigkeitslehre, u.Ä. … Es «Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: das Gesetz eines Tages abgelöst von dem
wäre sehr erfreulich, wenn Sie diese Fragen Ehe Abraham war, bin ich!» (Joh 8,58). einen Menschen, Jesus Christus. Mose
aus rein biblischer anstatt aus traditionell Damit bezeugt Jesus Seine Präexistenz war sich dessen bewusst und sagte: «Ei-
kirchlicher Sicht ausloten könnten. … Nie- und Gottheit, was die Juden sehr wohl nen Propheten wie mich wird dir der
mals bezeichnete sich Jesus selbst als Gott verstanden haben, denn sie wollten HERR, dein Gott, erwecken aus deiner
im absoluten Sinn. … Gemäss urchristlicher Ihn deshalb steinigen. Sie sahen in Mitte, aus deinen Brüdern; auf ihn sollst
Christologie hatte Jesus keine Präexistenz, Seiner Behauptung eine Lästerung ge- du hören!» (5.Mo 18,15). Durch Jesus
weder … als zweite Person eines dreieinigen genüber dem einen Gott. In Johannes wurde diese Prophetie erfüllt: «Denn
Gottes … und schon gar nicht als Schöpfer- 10,30 macht Jesus deutlich: «Ich und Christus ist das Ende des Gesetzes zur
gott im Alten Testament … der Vater sind eins.» Wieder sollte Er Gerechtigkeit für jeden, der glaubt»
gesteinigt werden, denn damit behaup- (Röm 10,4). So führt der Glaube an

W as die Sonntagsheiligung angeht,


darf ich Ihnen ganz offen schrei-
ben, dass für mich – nach der Aussage des
tete Er nichts anderes, als Gott zu sein.
Ich glaube deshalb von ganzem Herzen,
dass Er Gott ist, eins mit Gott-Vater, zu
die Erlösungstat Jesu zur Gerechtigkeit,
nicht die Werke (vgl. Gal 3,24; Tit 3,5).
Damit kommen wir wieder zu Ihrer
Apostels Paulus (Röm 14,5) – alle Tage Seiner Rechten sitzend auf dem Thron Frage zurück.
gleichen Wert haben. Jesus hat uns zur (Kol 3,1; Hebr 1,3). Und überdies hat Zwei Dinge könnten die Ursache des
Ruhe gebracht (Hebr 4). Und damit habe Gott durch Ihn auch die ganze Welt Streites um den Leichnam Moses gewe-
ich jeden Tag Sonntag. Wir stehen durch erschaffen (Hebr 1,2).1 N.L.  sen sein. Erstens weiss der Teufel, dass
das vollbrachte Werk unseres Herrn nicht wir Menschen dazu neigen, uns selber
mehr unter dem Gesetz und den Forde- 1
siehe auch: «Der Kampf gegen den Gott in der erlösen zu wollen, und zwar durch gute
rungen des Alten Bundes. Das lehrt uns Krippe (Teil 1)», S. 8 Werke, die sogenannte Werksgerechtig-
ja das Neue Testament sehr deutlich. keit. Um dem vorzubeugen, wurde der

20 MNR > Dezember 2008


Leichnam Moses an einem unbekann- Zweitens wusste der Teufel nur zu gut,
ten Ort beerdigt. Mose verschwand dass der Leichnam Moses, wie auch sein
im wahrsten Sinne des Wortes von der Grab, zu einem Ort des Götzendienstes
Bildfläche. Er, der Repräsentant des werden würde. Damit hätte man Gott Bitte beachten Sie,
Gesetzes, sollte einem anderen Platz die Ehre geraubt. S.R. 
machen: dem Erlöser Jesus Christus.
• dass unsere Büros zwi-
schen Weihnachten und
Neujahr geschlossen sind.
Wir wünschen
Vier Fragen zur Endzeit Ihnen eine geseg-
nete Advents- und
Ich habe einige Fragen zur Endzeit. Welches Israel 7 Jahre lang mit den Waffen hei-
Weihnachtszeit!
Land oder welche Länder ist/sind «das Land zen können und sie werden 7 Monate
des Nordens» (Jer 23,8; 31,8)? In Offenba- benötigen, die Leichen zu beerdigen Ihr Mitternachtsruf
rung wird Gog und Magog erwähnt. Sie kom- (Hes 39,9-14).
men auch aus dem Norden. Ist damit Russ- 2. «Gog und Magog» in Offenbarung
land und China gemeint oder die USA und 20 betrifft offensichtlich einen anderen,
eines von diesen beiden? Leben wir schon der als Synonym denselben Namen trägt.
in der Zeit des 2. Siegels (Offb 6,3) oder in Er ist ein Beispiel für die generelle Feind-
der des 4. Siegels (Offb 6,7)? Ich denke, die schaft der Völker gegen Gott und Sein wird herrschen von Ewigkeit zu Ewig-
Entrückung findet bei der letzten Posaune Volk Israel. Bei diesem Gog handelt es keit!» Bei der siebten Posaune wird also
in Offenbarung statt (wo Jesus mit einem sich aber nicht um einen, der spezi- nicht die Entrückung angekündigt, son-
Fuss auf dem Wasser steht und mit dem fisch aus dem Norden kommt, sondern dern der offizielle Herrschaftsantritt Jesu
andern auf der Erde mit einem Büchlein in von den «vier Enden der Erde» (Offb bei Seiner Wiederkunft in Herrlichkeit.
der Hand), das passt zu 1. Korinther 15,51- 20,8). Er kommt nicht nur mit einzeln Die Entrückung wird meines Erachtens
52. Bitte lassen Sie mich Ihre Meinung dazu aufgeführten und speziell erwähnten in Offenbarung 4 angedeutet. Jesus
wissen. … Ländern, sondern mit allen «Heiden- selbst gibt uns dazu einen Schlüssel,
völkern» (Offb 20,8). Dieser wird nicht wenn Er sagt: «Schreibe, was du gesehen

D as Land des Nordens, das Jeremia


in Kapitel 16,15, 23,8 und 31,8
beschreibt, betrifft den äussersten Nor-
so vernichtet, dass man noch 7 Jahre
mit seinen Waffen Feuer machen könnte
oder 7 Monate bräuchte, um die Toten
hast, und was ist, und was nach diesem
geschehen soll» (Offb 1,19).
«Was du gesehen hast» betrifft Offen-
den aus Israels Perspektive. Denn der zu beerdigen. Nein, dieser Gog wird barung 1: Johannes sah die Herrlichkeit
Prophet spricht von Israel aus. Dieses plötzlich und total vom Himmel her Jesu.
Land ist wohl Russland. Wenn Sie eine mit Feuer von Gott vernichtet. Gleich «Was ist» bezieht sich auf die Gegen-
Linie von Israel senkrecht nach Norden im Anschluss daran findet das «Jüngste wart des Johannes, das ist das Gemeinde-
ziehen, stossen Sie auf Moskau. Tatsäch- Gericht» statt (Offb 20,10). zeitalter, welches in den nachfolgenden
lich hat sich diese göttliche Prophezei- Diese Unterschiede deuten an, dass 7 Sendschreiben dargestellt wird.
ung genauso erfüllt. 1882 gab es die es sich um zwei verschiedene Feinde «Was nach diesem geschehen soll»
erste grosse Einwanderungswelle nach handeln dürfte. betrifft die Zeit unmittelbar nach dem
Israel – hauptsächlich aus Russland. 3. Ich denke nicht, dass wir uns be- Gemeindezeitalter und bezieht sich auf
Später kamen die Juden auch aus den reits in den Siegelgerichten befinden, da die grosse Trübsal.
anderen Ländern, aber es geschah in der diese zum Zorn Gottes gehören (Offb Nun beginnt Offenbarung 4 (nach
Reihenfolge, wie es der Prophet Gottes 6,15-17) und die erste Person des ersten dem Gemeindezeitalter) ausgerechnet
angekündigt hatte. Siegels noch nicht offenbart ist (Offb 6,1- mit dem Satz: «Nach diesem schaute
Zu Ihrer zweiten Frage: In der Bi- 2). Dass wir uns aber heute bereits in ich, und siehe, eine Tür war geöffnet
bel wird zweimal «Gog und Magog» der Endzeit befinden, ist unumstritten. im Himmel; und die erste Stimme, die
erwähnt: Einmal in Hesekiel 38-39 Seitdem Israel wieder als Land und Volk ich gleich einer Posaune mit mir reden
und einmal in Offenbarung 20,7-10. besteht, befinden wir uns in dieser End- gehört hatte, sprach: Komm hier herauf,
Allerdings müssen beide voneinander zeit (vgl. Jer 30,24-31,2; Hos 3,4-5). Die und ich will dir zeigen, was nach die-
unterschieden werden: Zeichen der Zeit sind deutliche Vorboten sem geschehen muss!» (V 1). Nicht ohne
1. «Gog in Magog» aus Hesekiel 38 der nahenden grossen Trübsal, auf die Grund wird die Gemeinde – so denke
und 39 kommt geografisch gesehen wir unbedingt achten sollten. ich – ab dem Zeitpunkt bis in Kapitel
aus dem Norden (Hes 38,15). Er führt 4. Was das Stehen Jesu auf dem Meer 19 nicht mehr erwähnt. In Kapitel 19
mehrere mit Namen erwähnte Völker und der Erde betrifft – und die damit kehrt sie mit dem Herrn in Herrlichkeit
mit sich gegen Israel (Hes 38,2-6). Bei zusammenhängende 7. Posaune (Offb zurück.
diesem Feind aus dem Norden scheint es 10,1-7) –, wird uns in Offenbarung Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit
sich wiederum um Russland zu handeln, 11,15 deutlich erklärt, was dieses be- Ihre Fragen einigermassen beantworten
das mit einigen Verbündeten (alliierte deutet: «Und der siebte Engel stiess in konnte. Auch wenn unsere Meinungen
Nationen) das Land Israel überfallen die Posaune; da ertönten laute Stimmen etwas auseinander gehen, freue ich mich
wird. Doch Gott wird übernatürlich im Himmel, die sprachen: Die Königrei- doch sehr darüber, dass Sie sich mit der
eingreifen und diesen Feind vernichten che der Welt sind unserem Herrn und biblischen Prophetie beschäftigen. N.L. 
(Hes 38,19-23; 39,1-6). Später wird seinem Christus zuteilgeworden, und er

MNR > Dezember 2008 21


Vorschau Dir kann nur Jesus helfen
Die nächste Ausgabe erscheint am 16.12.2008,
mit u.a. diesem Thema*:
«Der Erste und der Letzte» «Flaschenpost» ins Weltall
*Änderungen vorbehalten «Hallo, ist da jemand?»
Anfang Oktober wurden von einem ukrainischen Radioteleskop Nachrichten in Richtung des Pla-
neten «Gliese 581c» verschickt. Bis die 20 Lichtjahre Entfernung bewältigt sind, werden 40 Jahre
Impressum vergehen. Übermittelt wurden Fotos, Zeichnungen und Texte, die vor allem Umwelt, Politik, globalen
Frieden und familiäre Beziehungen thematisieren …
Missionswerk und Verlag Mitternachtsruf
Ist es nicht tragisch, dass man auf unserer Erde immer wieder auf die Hilfe höher entwickelter
www.mitternachtsruf.ch Ausserirdischer hofft – die uns dann wohl als «Götter» erscheinen würden? Und das, obwohl unsere
GRÜNDER Wim Malgo (1922-1992) Wissenschaftler heute wissen, dass unsere Erde in jeder Hinsicht etwas ganz Aussergewöhnliches
VORSTAND Peter Malgo, Norbert Lieth, Conno Malgo, darstellt, und vieles darauf hindeutet, dass alles dafür eingerichtet wurde, hier menschliches Le-
Jonathan Malgo
ben zu beherbergen!
SCHWEIZ Missionswerk Mitternachtsruf, Ringwiesenstrasse 12a,
8600 Dübendorf, Tel.: (0041) 044 952 14 14 Die eigentliche Frage sollte lauten: ausserirdische oder überirdische Intelligenz? In unserer Zeit
DEUTSCHLAND Mitternachtsruf Zweig Deutschland e.V., sinniert man über verschiedene Dimensionen, da sollte doch die himmlische Realität nicht mehr
Kaltenbrunnenstr. 7, 79807 Lottstetten, Tel.: (0049) 07745 8001
ORGAN Der «Mitternachtsruf» erscheint monatlich. Er ist ausserdem
so absurd erscheinen. «Könnte es nicht doch sein, dass unsere Erde schon von Überirdischen be-
in englischer, französischer, holländischer, italienischer, portugie- sucht wurde?»
sischer, rumänischer, spanischer, tschechischer und ungarischer
Sprache erhältlich. Wenn wir den Menschen mit all seinen Fähigkeiten, Problemen und Konflikten betrachten, dann
REDAKTION (Adresse Schweiz) Tel.: (0041) 044 952 14 16, erkennen wir mehr einen «gefallenen Adam» als einen «höher entwickelten Affen». Unser abstraktes
Fax: (0041) 044 952 14 05, E-Mail: redaktion@mnr.ch,
Mitarbeiter: Brigitte Hahn, Elke Lieth, Norbert Lieth, Conno Malgo Denken und unsere Kommunikation stehen weit über den Instinkten der Tiere. Wir dringen heute
(Ltg.), René Malgo
dermassen in die «Geheimnisse der Natur» ein, dass sich eigentlich jedem die Frage stellen müss-
LAYOUT (Adresse Schweiz) E-Mail: layout@mnr.ch,
Mitarbeiter: Daniel Malgo, Gabriel Malgo, Jonathan Malgo te: «Könnte es nicht sein, dass der Mensch im Bilde Gottes erschaffen wurde – aber gerade wegen
SEELSORGERLICHE FRAGEN (Adresse Schweiz) Tel.: (0041) 044 der Sünde moralisch gewaltige Probleme hat?»
952 14 08, E-Mail: seelsorge@mnr.ch, Mitarbeiter: Elke Lieth,
Marcel Malgo, Fredy Peter, Samuel Rindlisbacher
ADMINISTRATION, VERLAG UND ABONNEMENTE (Adressen Schweiz Der Herr des Universums
und Deutschland siehe oben) Tel. Schweiz: 044 952 14 15,
Fax Schweiz: 044 952 14 11, Tel. Deutschland: 07745 8001, Durch viele Begebenheiten dokumentiert das Alte Testament immer wieder das wunderbare Ein-
Fax Deutschland: 07745 201, Tel. alle anderen Länder: 0041 44 greifen Gottes im Volk Israel. Naturgesetze wurden ausser Kraft gesetzt, manchmal wurde sogar
952 14 15, Fax alle anderen Länder: 0041 44 952 14 11, E-Mail:
verlag@mnr.ch, Mitarbeiter: Hannelore Dölker, Ruth Dölker, der Kosmos miteinbezogen. Das hat Logik: Wenn es Gott gibt, sollte Er sich doch irgendwie zu er-
Thomas Lieth, Eliel Malgo, Elishevah Malgo, Marianne Malgo,
Peter Malgo, Stephan Nabulon, Fredy Peter, Susanne Peter, kennen geben. Immer wieder erklärten die Propheten, dass einmal ein Retter aus Israel kommen
Beatrice Rindlisbacher, Esther Roos, Rebeca Winkler
würde. Er sollte aus Bethlehem stammen und viele zum Teil nie gesehene Zeichen und Wunder tun,
TECHNISCHER DIENST Markus Hollenweger, Manuel Klinner,
Gerson Maag, Nathanael Winkler die Ihn ganz klar und unverwechselbar als den überirdischen Messias kennzeichnen würden. Und
ISRAELREISEN (Adresse Schweiz) Tel: (0041) 044 952 14 18, Fax: am Ende sollte Er wie ein Feldzeichen erhöht werden und für die Welt sterben. Jesus, der Messias
(0041) 044 952 14 19, E-Mail: reisen@beth-shalom.ch, Mitarbeiter:
Fredy Peter, Fredi Winkler (Haifa, Israel) selbst, warnte vor Blindheit und dem Reich der Finsternis und unterstrich stets die Verlorenheit des
BUCHHALTUNG (Adresse Schweiz) E-Mail: buchhaltung@mnr.ch, Menschen ohne Gott. Seine Auferstehung aus den Toten bestätigte Ihn als gottgesandt und signali-
Mitarbeiter: Wafa Malgo; Treuhandstelle: HWT, 8305 Dietlikon
sierte gleichzeitig, dass es für uns kurzlebige und leidende Menschen Hoffnung gibt.
STUDIO (Adresse Schweiz) E-Mail: studio@mnr.ch, Mitarbeiter:
Andreas Klinner, Govert Roos, Marc Stolp
SENIORENZENTRUM ZION Ringwiesenstr. 14, 8600 Dübendorf, Glühweinduft und Bratwurstgeruch
Tel: (0041) 044 802 18 18, Fax: (0041) 044 802 18 19, E-Mail:
post@seniorenzentrum-zion.ch, Mitarbeiter: Silvia Bättig, Ursula Weihnachten ist heute für die meisten ein Familienfest, ein Friedensappell gepaart mit Nächs-
Dürr, Walter Dürr, Astrid El Khouri, Walid El Khouri, Martina Lang
tenliebe und Geschenken, eine spezielle Zeit der religiösen Beschaulichkeit, mehr in sich selbst ge-
BEGEGNUNGSZENTRUM E-Mail: begegnungszentrum@mnr.ch,
Tel: (0041) 044 952 14 68, Fax: (0041) 044 952 14 11, kehrt als auf Gott ausgerichtet. Weihnachten wurde romantisch humanisiert und biblisch entleert.
Mitarbeiter: Traude Klinner
So hat man auch keine Probleme, kurz vorher noch mit Horrormasken Halloween zu feiern und
HOTEL BETH-SHALOM P.O.Box 6208, Haifa-Carmel 31061, Israel,
Tel: (00972) 04 8373 480, Fax: (00972) 04 8372 443, E-Mail: nachher den Karneval. Und zum Weihnachtsmann gesellen sich schon Weihnachts-Girls … Das ist
beth-shalom-israel@mnr.ch, Leitung: Fredi Winkler, Beate Winkler
tragisch, denn Weihnachten stellt erst den Anfang dar, und wenn wir da den Anschluss verpassen,
EINZAHLUNGEN Schweiz: Postscheckkonto 80-47476-4 Zürich,
oder Zürcher Kantonalbank, 8330 Pfäffikon ZH, Konto-Nr. 1152- verlieren wir wirklich alles. Vor 2 000 Jahren wurde auf den Hirtenfeldern von Bethlehem verkün-
0472.519, BC-Nr. 752.
Deutschland: Sparkasse Hochrhein, Waldshut, BLZ 684 522 90, digt: Gott – der Übernatürliche – hat die Erde besucht und zeigt uns den Ausweg in Jesus. Dieses
Konto 06-600 530 oder Postbankkonto 3911-709 Stuttgart,
BLZ 600 100 70, «Missionswerk Mitternachtsruf» Zweig Deutschland
Evangelium ist auch für unsere Zeit noch hochaktuell. Die Reaktion der Welt von heute entspricht
e.V., Geschäftsstelle DE 79807 Lottstetten jedoch der Ablehnung von Israel damals: Weihnachten ja, aber ohne Jesus; und bitte nicht von
Österreich: Postscheckkonto 438 5903, Allgemeine Sparkasse Linz,
«Für Konto 0000-118902 Missionswerk Mitternachtsruf» Sünde und Verlorenheit reden; auch keine Bibeln oder Bibelverse in die Schaufenster stellen. Die
DRUCK EKM-Nyomda, Palóc utca 2, HU 1135 Budapest Schriftgelehrten konnten König Herodes und den Weisen aus dem Morgenland damals sofort ant-
ABONNEMENTSPREIS JÄHRLICH Schweiz CHF 18.–, Deutschland worten: «Der gesuchte, neugeborene König der Juden muss sich in Bethlehem befinden, weil das
EUR 12.–, Europa und Mittelmeerländer EUR 18.–, Übersee EUR 24.–.
Abonnemente laufen ein Jahr (beginnend jeweils Januar) und werden so prophezeit ist.» Aber niemand ging mit, niemand zeigte Interesse. So wird auch heute der wahre
automatisch um ein weiteres Jahr verlängert, wenn sie nicht einen
Monat vor Jahresende gekündigt werden. Sinn von Weihnachten zugeschüttet, pervertiert und kommerziell missbraucht.
ZWEIGSTELLEN-VERZEICHNIS www.mitternachtsruf.ch/mrweltweit.php Hallo, ist da jemand? «Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab,
auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben» (Joh
INITIALEN DER AUTOREN IN DIESER AUSGABE
R.F. = Reinhold Federolf; N.L. = Norbert Lieth; 3,16). R.F. 
S.R. = Samuel Rindlisbacher

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