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GOTTES WORT

... durch Bertha Dudde
2152

Geistiger Austausch nötig
zum Reifen der Seele ....

Der immerwährende Austausch geistigen Gutes (Gedanken) von
gebenden geistigen Wesen zum Menschen und von diesem zum
Mitmenschen ist so unendlich wertvoll und trägt zur
Umgestaltung des menschlichen Denkens ungeheuer viel bei. Es
gibt keinen Weg, der einfacher genannt werden kann, daß die
Menschheit ins rechte Wissen geleitet wird. Denn dies ist die
aufschlußreichste und wahrste Erklärung dessen, was dem
Menschen noch zu Fragen Anlaß gibt. Doch dieser Weg wird nicht
oft gegangen, selbst wenn er den Menschen gewiesen wird ....
Und darum ist die Wahrheit nur sehr wenig unter der Menschheit
zu finden, denn die Wissen austeilen auf Erden, stehen zumeist
nicht mit den geistigen Gebern in Verbindung, folglich lehren sie
nur, was sie von weltlich Lehrenden empfangen haben. Dies aber
bietet keine Garantie für die Wahrheit.
Wird aber die reine Wahrheit durch einen Menschen den
Mitmenschen vorgetragen, so dünkt sie diesen unannehmbar,
und das hat zur Folge, daß geistiger Austausch nur sehr selten
möglich ist, denn der Hinweis darauf wird unbeachtet gelassen.
Es sind unzählige Wesen im Jenseits gebebereit, sie werden nicht
angehört, und ihre Gabe wird nicht begehrt. Die geistige Kraft,
die sie ausstrahlen möchten auf die Kraft-benötigenden
Erdenmenschen, wird nicht in Empfang genommen, und es ist
dies ein unvorstellbarer Nachteil für die gesamte Menschheit,
denn nichts kann diesen Ausfall ersetzen,

nichts kann die geistige Entwicklung so begünstigen als das
Vermitteln der Wahrheit, die unbedingt dem Menschen zugeführt
werden muß, soll seine Seele auf Erden reifen ....
Jede Austauschmöglichkeit wird unterbunden, sowie dem
Menschen der Glaube genommen wird an jenseitige Kräfte und
deren Wirken. Dieser Glaube aber kann nicht durch Zwang dem
Menschen erhalten bleiben, auch äußern sich diese Kräfte nur, wo
der Glaube an ihr Wirken besonders stark ist,
denn es ist der Glaube Voraussetzung, daß der Mensch nach
innen horcht, und erst dann kann er die Stimme jener geistigen
Geber vernehmen. In anderer offensichtlicher Weise aber können
sich die geistigen Freunde nicht äußern, soll die Freiheit des
Glaubens nicht angetastet werden.
Denn ein Mensch, der gezwungen würde, an jenseitiges Wirken
zu glauben, würde auch gezwungen zu seinem Handeln und
Denken und könnte daher niemals den Vollkommenheitsgrad
erreichen. Andererseits aber ist der Austausch mit Geisteskräften
unbedingt nötig dazu, denn deren gedankliche Beeinflussungen
regen den Menschen an zur bewußten Arbeit an seiner Seele.
Diese Arbeit muß aber getan werden und wird vernachlässigt, wo
die gedankliche Beeinflussung nicht stattfinden kann durch
Unglauben oder offenen Widerstand gegen das Wirken jenseitiger
Kräfte. Denn es steht dem Menschen frei, wie er sich
entscheidet, also es wird ihm auch das irdische Leben belassen,
wenngleich er es nicht nützet zu seinem Seelenheil ....
Amen

Herausgegeben von Freunden der Offenbarung
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