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Merkblatt

Stand
2011

Flächen für die Feuerwehr

Feuerwehrzufahrten und Aufstellflächen
Die Anforderungen für Flächen für die Feuerwehr (Feuerwehrzufahrten und Aufstellflächen) ergeben sich
aus der Bayerischen Bauordnung (BayBO) bzw. der Richtlinien über Flächen für die Feuerwehr und der
DIN 14090. Dieses Merkblatt fasst die wichtigsten Daten und Festlegungen für den Geltungsbereich der
Stadt Nürnberg zusammen.

1.

Allgemeines zu Tragfähigkeiten
Auf der Feuerwehrzufahrt und Aufstellfläche ist ein Fahrzeug von 16 t Gesamtgewicht und einer
Achslast von 10 t in jeweils ungünstigster Stellung anzusetzen. Auf den umliegenden Flächen ist
gleichzeitig ungünstigst 5,0 kN/m² als Verkehrslast anzusetzen. Bezüglich der geometrischen
Abmessungen und Achslasten gilt DIN 1072. Als weiterer Lastfall ist eine Einzellast von 14 t in
ungünstigster Stellung zu berücksichtigen. Der ungünstigere der beiden Lastfälle ist maßgebend.
Obige Lasten gelten als vorwiegend ruhend im Sinne von DIN 1055, Teil 3, Ziffer 3.2.1.
Bauliche Anlagen wie Hofkellerdecken u.ä., über die eine Feuerwehrzufahrt führt oder die als
Bewegungs- / Aufstellfläche genutzt werden können, sind für einen SLW 30 (siehe DIN 1072) ohne
Schwingbeiwert zu berechnen. In diesen Fällen empfehlen wir grundsätzlich die fachliche
Begleitung durch einen geeigneten Statiker.

2.

Feuerwehrzufahrten

2.1 Die Breite gerader Feuerwehrzufahrten muß mindestens 3,0 m betragen.
Werden die Zufahrten nicht geradlinig geführt, so muß ihre Breite den in der Tabelle angegebenen
Mindestwerten entsprechen.
Außenradius
der Kurve (m)
Mindestbreite (m)

10,5 - 12m

12 - 15m

15 - 20m

20 - 40m

40 - 70m

> 70m

5,0m

4,5m

4,0m

3,5m

3,2m

3m

Die Wegverbreiterung muß 11 m vor der Kurve an der Innenseite der Kurve beginnen. Der
Außenradius darf 10,5 m nicht unterschreiten. Auch zum Einbiegen von der Straße (Fahrbahnmitte)
in die Zufahrt muß ein Außenradius von mindestens 10,5 m vorhanden sein. Bei
Anfahrtsmöglichkeiten aus verschiedenen Richtungen müssen diese Bedingungen für jede
Anfahrtsrichtung erfüllt sein.
2.2 Werden statt vollbefestigter, geradlinig geführter Feuerwehrzufahrten Fahrspuren (z. B. in
gärtnerischen Anlagen) angelegt, so gelten bezüglich der Belastbarkeit der Fahrspuren die gleichen
Anforderungen wie an normale Feuerwehrzufahrten. Der Rasen und der sonstige Belag darf dabei
nicht dicker als 6 cm sein. Jede Spur muß mindestens 1,1 m breit sein. Der Abstand zwischen den
Spuren muß 0,80 m betragen (Mindestbreite der Zufahrt 3,0 m). Nicht geradlinig geführte Wege
müssen in ihrer Breite den Anforderungen der Ziff. 2.1 entsprechen und voll befestigt werden.

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Beiderseits der Aufstellfläche (3. daß die Fahrtrichtung parallel zur anzuleiternden Außenwand verläuft. 2. 2. Sie müssen mehr als 10 m voneinander entfernt sein.9 Die Zufahrten müssen jederzeit (auch im Winter) deutlich sichtbare Randbegrenzung (z.3 Ist die Aufstellfläche so angeordnet.25 m breiter Geländestreifen auf einer Länge von mindestens 11 m frei bleiben. auf der Drehleitern zum Anleitern in Stellung gebracht werden müssen.3 Durchfahrten müssen an jeder Stelle eine lichte Höhe von mindestens 3. wenn kein anderer Fahrzeugverkehr nachgewiesen wird. 3. Baumäste dürfen bis in eine Höhe von 4m nicht in den Fahrweg hineinragen.5 m breit) muß ein mindestens 1. ist diese Fläche so anzulegen.7 Wendeplätze an Stichstraßen müssen eine Größe von mindestens 13 x 18 m haben. 3.und Strauchbepflanzungen müssen mindestens 1. 2.11 Zu. am Kopf des Pfahls eingeprägte Zeichen „FW" -Buchstabengröße 8 cm-) im Abstand von max.6 Hecken.B. B.8 Die Zufahrten sind an der Auffahrt und erforderlichenfalls an weiteren Stellen durch Hinweisschilder zu kennzeichnen (siehe Kapitel 4) und erforderlichenfalls mit zugelassenen Sperrpfosten zu sichern.4 Stufen in Zufahrten (z. Stufen dürfen sich im Bereich dieser Übergänge nicht befinden. Die Breite der Aufstellfläche muß mindestens 3.2. 2.und Durchgänge für die Feuerwehr sind geradlinig und mindestens 1.25 m breit auszubilden.5 Erforderliche Übergänge von einer Steigung oder Waagrechten in ein Gefälle oder umgekehrt sind mit einem Radius von mindestens 15 m auszurunden. 3.5 m betragen. 2.und Durchgängen genügt eine lichte Breite von 1 m.5 Bäume oder dergleichen zwischen der Aufstellfläche und der Gebäudewand dürfen den Einsatz von Drehleitern nicht behindern. 10 m erhalten und müssen jederzeit von der Feuerwehr benutzbar sein. Seite 2 von 4 . 2. so muß sie 8 m über die letzte Anleiterstelle hinausreichen. Entlang der Aufstellfläche muß auf der dem Gebäude abgewandten Seite ein mindestens 2 m breiter Geländestreifen ohne feste Hindernisse frei bleiben. Für Türöffnungen und andere geringfügige Einengungen in diesen zu.0 m von den Zufahrten entfernt bleiben. Bordsteine) dürfen nicht höher als 8 cm sein.5 m haben. 2. 2. Pfähle 50 cm hoch. so muß sie bis auf 1m an diese Außenwand heranführen.2 Ist die Aufstellfläche so angeordnet.4 Aufstellflächen für Drehleitern müssen in einer Ebene liegen und dürfen in keiner Richtung mehr als 5% geneigt sein. daß der dem Gebäude zugekehrte Rand nicht weniger als 3 m und nicht mehr als 9 m Abstand von den zum Anleitern vorgesehenen Fenstern oder Balkonen hat. 3. Aufstellflächen 3. 3. müssen sie mit dem Überflurhydrantenschlüssel nach DIN 3223 einwandfrei geöffnet werden können.10 Werden Sperrbalken und Sperrpfosten in Feuerwehrzufahrten mit Verschlüssen versehen. daß die Fahrtrichtung senkrecht auf die anzuleiternde Außenwand heranführt.1 Ist eine parallel zur Gebäudefront verlaufende Aufstellfläche gefordert.

ist das Abstellen von Kraftfahrzeugen verboten. soweit kein anderer Fahrzeugverkehr nachgewiesen wird. 2.8. Ist der Verlauf von Feuerwehrzufahrten in umfangreichen baulichen Anlagen und/oder die Zuordnung von Hausnummern (z. in Wohnanlagen) unübersichtlich. B.. Hinweis: Die Bordsteinabsenkung erfolgt nur gegen Übernahme der Baukosten. 4.1. Die Bordsteinabsenkung ist beim Servicebetrieb öffentlicher Raum. Die Maßnahmen legt das Verkehrsplanungsamt. Kennzeichnung 4. 299 StVO („Zick-zack-Linie“) oder Haltverbot). 4. Zuvor muss der Lageplan durch die Feuerwehr Nürnberg. 90402 Nürnberg.html . Zuwiderhandlungen werden ordnungsbehördlich verfolgt. Seite 3 von 4 ...Antrag auf Einrichten einer Gehwegüberfahrt erhältlich. schriftlich zu beantragen.Antrag auf Anbringung einer Grenzmarkierung vor einer Grundstückseinfahrt erhältlich. An der Nahtstelle zwischen der öffentlichen Verkehrsfläche und dem Privatgrundstück (Grundstücksgrenze) ist ein Schild „Feuerwehrzufahrt" nach DIN 4066 aufzustellen.nuernberg. Schild nach DIN 4066: Schwarze Schrift auf weißem Grund mit rotem Rand Größe des Schildes 210 mm x 594 mm 4. Lorenzer Straße 30.3 Soweit die Kennzeichnung der Feuerwehrzufahrt nach Ziff.4.1 Die Feuerwehrzufahrt ist zu beschildern und mit zugelassenen Sperrpfosten zu sichern.2 Im Zufahrtsbereich ist der Bordstein abzusenken (maximale Höhe 8 cm).. Der Text ist im Einzelfall nach den Gegebenheiten und um die maßgebende Rechtsgrundlage zu ergänzen (§ 22 der V V B oder § 31 der V Stätt V oder § 25 der V k V ).html . Abteilung Vorbeugender Brandund Gefahrenschutz freigegeben werden. Ein Formular ist unter http://www. Ein Formular ist unter http://www. Der Standort der Tafel muss auf Privatgrund liegen. können Verkehrsregelungsmaßnahmen nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) auf der öffentlichen Verkehrsfläche erforderlich werden (Markierung nach Z. Stab Verkehrsrecht. Abteilung Betrieb und Unterhalt.de/internet/verkehrsplanung/parken.4 Bei Bedarf ist der weitere Verlauf der Zufahrt auf dem Privatgrundstück mit Zusatzschildern mit folgendem Wortlaut zu kennzeichnen: „Feuerwehrzufahrt nach §. nicht klar erkennbar und die Bordsteinabsenkung nicht ausreichend ist.nuernberg. 90402 Nürnberg. Abgestellte Fahrzeuge werden abgeschleppt". schwarze Schrift auf weißem Grund mit rotem Rand nach DIN 4066) gut sichtbar anzubringen. Dieser Text ist auf einer Tafel (Mindestgröße 300 x 400 mm.de/internet/soer/formulare_und_anwendungen. Bauhof 2. so ist an jeder Feuerwehrzufahrt ein Lageplan zusätzlich zum Schild „Feuerwehrzufahrt“ anzubringen.. fest.

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