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Das Leben als Beweis, dass es kein „Happy End“ gibt 

Eigentlich steht dieser Ausspruch für sich, werte Lesenden aber es gibt ab und an noch Zweifelnde, aus dem 
Grund werde ich es etwas ausbreiten. Der wohl sicherste Beweis dafür ist der Tod, man erkennt, dass es ein 
Ende gibt, der Fehler darin besteht aber wieder, dass man nicht weiß wann er eintritt. Es ist nicht, wie in 
einem Film, bei dem man anhand der Länge abschätzen kann, wann das Ende kommt. Das Leben lässt sich 
nur in ganz seltenen Fällen, von schwerer Krankheit, oder aussichtsloser Situation wage vorhersagen, nicht 
im Sinne das es endet sondern wann.  
Dennoch kann ich nicht vollkommen pessimistisch in die Zukunft sehn, schließlich gibt es doch zahlreiche 
kleine „happy days“ an denen man sich erfreuen kann. Sicherlich mag die Tatsache der eigenen 
Vergänglichkeit nerven aber sie ist nicht zu ändern. Ich würde mich sogar soweit hinauslehnen wollen, 
anzunehmen das der Mensch an sich Zeit seines Lebens nur versucht genügend „happy days“ anzuhäufen, 
um am Ende sagen zu können, „ist zwar kein Happy End aber bis hier hin hat´s Spaß gemacht“. Das mögen 
jetzt nicht alle so sehen aber das spielt auch keine nennenswerte Rolle, denn schließlich ist es eine 
allgemeine Betrachtung und keine spezielle.  
Doch was treibt einen eigentlich an den Spaß oder das Glück oder eine andere Art der Erfüllung im Leben zu 
suchen? Wenn alles vergänglich ist, wozu dann die Mühen und Anstrengungen? Nicht selten kommt es 
deshalb vor, dass Menschen im besten Alter von uns scheiden, obwohl sie doch zu einem gewissen 
Zeitpunkt X alles genießen wollten, dass sie sich aufgebaut haben. Erschreckend schon wieder eine Beweis 
für das fehlende „Happy End“, denn das Leben ist auch noch Ungerecht und Undurchschaubar. Das dürfte 
jetzt der Moment sein, an dem die Optimisten von Ihnen sagen: „Aber ein gewisses Glück entschädigt doch 
für eine Entbehrung!“, da würde ich prinzipiell zustimmen, doch was bleibt denn übrig am Ende? Nur weil 
man glaubt man wird durch etwas entschädigt, tritt das deshalb noch lange nicht ein, oder besser noch, auf 
ein scheinbares Glück kann auch ein großes Unglück folgen. Wieder höre ich sie sagen: „Was ist denn mit 
den vielen geistigen Genüssen, der Bildung, Kunst und Kultur? Diese sind doch zweifelsohne von einem 
stetig guten Charakter.“. Ich denke nicht, schließlich sind das alles Merkmale die die Gesellschaft zur 
Verfügung stellt, es dürfte deshalb nur recht und billig sein, anzunehmen, dass man nur das an Glück 
erfahren kann, dass diese Gesellschaft überhaupt zu Verfügung stellt. Oder nicht? 
Denn wie kann man halbwegs vernünftig etwas beurteilen, dass in sich hauptsächlich willkürlich und zufällig 
abläuft, wie das Leben selbst.  
Dazu eine kleine Anekdote:  „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“ Murphys Gesetz 
Das wesentliche dazu wäre wie folgt geschildert, der Mensch an sich nimmt am Prozess des Lebens teil, er 
wird oft genug vor eine von meist mehreren Alternativen gestellt und hat meist die Freiheit zu wählen. 
Doch hat er wirklich eine Wahl? Wenn man es philosophisch betrachtet Ja, wenn man den Medizinern des 
„Geistes“ glauben will dann Nein. Es spielt aber auch keine wesentliche Rolle, ob es diese Freiheit gibt, dass 
was zählt ist allein der Glaube daran, dass man frei sei. Das hilft ungemein, um uns in dieser Welt eine 
Selbstbestimmung einzureden und auch bei den größten Schicksalsschlägen zu mutmaßen, wenn ich mich 
anders entschieden hätte, wäre vielleicht alles anders geworden. Hier stellt sich auf einmal die Frage, wenn 
alles zufällig ist, woher kommt dann auf einmal diese eigenartige Vorherbestimmung? Sagte ich nicht 
bereits, dass es willkürlich abläuft? Darin liegt das eigentliche Wesensmerkmal, man kann es nicht 
verstehen, weil es nicht zu verstehen ist und dennoch kann man überall von den „Experten der 
Lebensweisheiten“ hören und lesen, „Hier gibt´s das Allheilmittel für ihre Probleme“, was  für eine Farce. 
Letzten Endes sollte es sich jeder selbst überlegen, was man daraus macht. Ich für meine Begriffe glaube 
Optimisten und Pessimisten verlassen die Welt gleich schnell, die Einen weil sie glauben das alles Gut wird 
und die Anderen, weil sie wissen, das es nicht so ist und an der Erkenntnis kaputt gehen.  
Folglich bleibt nur ein Tipp, macht das Beste aus jedem Tag, jeder Minute und jeder Sekunde, denn ihr wisst 
nicht welche Eure letzte sein wird. Glaubt auch nicht das ihr das System oder den Sinn dahinter findet, der 
Sinn meines Erachtens ist der, dass es keinen gibt, außer der Reproduktion der Lebensformen. 

Auf bald der OG3r