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ITI-HOLIDAY Deutschland

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Ho Chi Minh Stadt - Kriminalität steigt weiter an
Die Kriminalität in Vietnams größter Metropole ist in den vergangenen Jahren stark angewachsen
und steigt stetig weiter. Verbrechen wie Diebstahl und Raub, sowie andere sind nicht nur ein
Problem für Touristen und Einheimische, sondern werden vielmehr auch zu einer
Herausforderung für die staatlichen Behörden.
Herr und Frau Mustermann (Name von der Redaktion
geändert) sind verärgert, weil sie am Morgen zu
Opfern eines Raubes,in der Nähe des Marktes BenThanh, in der Innenstadt von Saigon wurden.
Straßenräuber haben ihre Handtaschen mit Handy und
Kamera, sowie 500 USD Bargeld während eines
Raubüberfalls entwendet. Anschließend warteten Herr
und Frau Mustermann mehr als eine Stunde, auf einer
Polizeiwache im Bezirk 1 von Ho-Chi-Minh-Stadt, um
Strafanzeige zu erstatten. Da Herr und Frau
Mustermann jedoch nicht in der Lage waren, Zeugen
für den Vorfall zu benennen, wurde die Anzeige von
der örtlichen Polizei nicht akzeptiert.

Ho Chi Minh Stadt bei Nacht - eingefangen von Silvia

Aber nicht nur Touristen und ausländische Besucher der Stadt sind über solche Zustände frustriert. Auch die
Bewohner von Saigon haben zunehmend Angst, ihre Häuser zu verlassen und fühlen sich in der Stadt
unsicher. Plünderer, welche Chaos in der ganzen Stadt verursachen werden immer übermütiger und
gefährlicher, sowie auch professioneller. Die am meisten frequentierten Bereiche für die gestiegene Zahl der
Kriminellen sind unter anderem der geschäftige Stadtverkehr auf Straßen und Märkten oder in der Nähe von
Geldautomaten, als auch verlassene Häuser oder Wohnungen und Hotelzimmer. Raubüberfälle erfolgen in der
Regel während der Dämmerung, aber mehr und mehr auch bei Nacht und zu Tagzeiten. Kriminelle agieren als
Paare oder in Gruppen und in einigen Fällen auch als Einzelpersonen. Viele der Räuber sind mit Motorrädern
unterwegs, um sich ihren Opfer schnell und unbemerkt nähern zu können. Den überraschten Passanten
werden dann Handtaschen und Kameras, als auch Handys oder sogar Schmuck entrissen. Anschließend
verschwinden die Räuber ebenso schnell wie sie zuvor erschienen sind. Nach den Statistiken der örtlichen
Polizei sind 7 bis 8 von 10 überführten Täter Drogenkonsumenten. Die Zahl der Drogenabhängigen wurde in
den vergangenen Jahren zu einem weiteren großen Problem in Ho-Chi-Minh-Stadt.
Ein Bewohner der Stadt kommentierte die Situation wie folgt: " Diebe und Räuber verbreiten gleichermaßen
Angst unter den ausländischen Besuchern und den Einheimischen in Ho-Chi-Minh-Stadt. In den Straßen von
Saigon kommt es jeden Tag zu Raubüberfällen, sowie Diebstählen und die Anzahl der Straftaten steigt ständig.
Verbrechen wie diese, passieren zu oft ohne die radikale Verfolgung durch die staatlichen Institutionen,
sondern galten zu lange Zeit als Kavaliersdelikte. Die Situation wird zunehmend immer unerträglicher. Saigon
ist ein attraktives Ziel für Touristen, aber wenn wir dieses unwirtliche Problem nicht bald lösen können, werden
die Besucher der Stadt in naher Zukunft ausbleiben ".
Die Warnungen bezüglich von Raubüberfällen in Ho-Chi-Minh-Stadt sind nicht wirklich etwas Neues. Die
Auslandsvertretungen von Australien, Korea, Japan und auch einiger anderer Ländern, in Vietnam beobachten

seit vielen Jahren den Status ihrer Bürger, welche Pässe oder Vermögenswerte usw., in Fällen von Raub oder
Diebstahl eingebüßt haben. In den nicht offiziellen Statistiken der Auslandsvertretungen in Vietnam, aus dem
Jahr 2015 sind 83 derartige Fälle mit Japanern, 73 mit Australiern, 10 mit Koreanern und 80 Fälle mit
Taiwanesen und Chinesen angeführt. Hilfe von den staatlichen vietnamesischen Behörden, wie Polizei erhielten
die Opfer der Raubüberfälle nur in sehr wenigen Fällen. Die tatsächliche Zahl der Straftaten ist vermutlich um
ein Vielfaches höher, da die Opfer von Diebstahl und Raub, nur dann den diplomatischen Missionen in Vietnam
diese Vorfälle melden, wenn dabei Reisepässe abhandenkamen. Eine aussagekräftige Statistik bezüglich der
Fälle von Raub und Diebstahl bei der Polizei von Saigon ist nicht verfügbar, da in vielen Fällen Strafanzeigen
entweder nicht gestellt oder bei den zuständigen Polizeidienststellen nicht akzeptiert, bzw. nicht registriert
wurden.
Berichte des vietnamesischen Ministeriums für Tourismus sagen aus, dass die Zahlen der nach Vietnam
zurückkehren Touristen in letzter Zeit sehr niedrig sind. Herr und Frau Mustermann werden wohl auch nicht
wieder nach Vietnam kommen, doch nicht weil sie von Kriminellen ausgeraubt wurden, sondern weil es keine
vietnamesische Regierungsbehörde gab, welche die an ihnen verübte Straftat ernst genommen hätte. Dies ist
jedoch nicht nur eine Unsicherheit, welche ausländischen Touristen Sorgen bereitet, sondern auch den
vietnamesischen Stadtbewohnern vor Ort. Besorgnis über wachsende Kriminalität und die Untätigkeit der
Polizei wird jetzt zunehmend zur Identität als auch zum Gesicht von Ho-Chi-Minh-Stadt und dem ganzen Land.
Es spielt keine Rolle, wie schön ein Land ist oder wie gut manche Menschen sind wenn sich Besucher unsicher
fühlen und belästigt werden. Diese Touristen werden nie wieder kommen und wenn sie von solchen
Geschichten über Vietnam wie jenen, ebenfalls ihren Freunden berichten, dann werden auch diese niemals
hierher kommen. Daher ist dies wirklich ein unverzeihliches Versagen des vietnamesischen Ministeriums für
innere Sicherheit, welches Auswirkungen auf die Tourismusindustrie und die gesamte Wirtschaft in Vietnam
hat.

Laut einem Bericht der Polizei von Ho-Chi-Minh-Stadt, gibt es monatlich mehr als 1.000 Raubüberfälle in der
Provinz. Die Polizei klärt dabei angeblich mehr als 700 Fälle auf und verhaftet etwa 1.030 Verdächtige. Ein
weiterer Bericht sagte sagt aus, dass sich im März 2016 die Zahl der Raubdelikte in Ho-Chi-Minh-Stadt,
gegenüber dem Vormonat um 15% bis 20% erhöht hat. In mehr als 100 Fällen waren Ausländer das Ziel der
Raubüberfälle. Knapp 60% der Fälle ereigneten sich im Bereich von Straßen im Bezirk 2, welche von Touristen
stark frequentiert sind. Laut diesem Bericht gab es weitere 109 Raubüberfälle im Bezirk 1, wobei in 55 dieser
Fälle Ausländer die Opfer waren.
Die sozialen Netzwerke sind voller Kommentare von Besuchern, welche sagen, dass Saigon eine Stadt voller
Energie oder sehr interessant ist und es lohnt diese zu erkunden. Doch viele von haben auch geschworen,
dass sie, wegen der Gefahr von Raubüberfällen nie wieder nach Ho-Chi-Minh-Stadt oder nach Vietnam
zurückkehren werden. Andere Gründe für solche Entscheidungen sind Diebstahl von Geld, Kreditkarten oder
Reisepässen, sowie Betrug und Gaunereien. Diejenigen, welche Vietnam in der Vergangenheit noch nicht
besucht haben äußern sich besorgt und wollen mögliche Pläne zum Besuch von Saigon oder Vietnam im
Allgemeinen, gründlich prüfen. Ich denke es ist an der Zeit, dass die vietnamesische Regierung und die
staatlichen Behörden ihre Haltung gegenüber Verbrechern im Allgemeinen und Verbrechen an Ausländern im
speziellen überdenken sollten. Die Verantwortlichen in den Ministerien sollten jetzt damit beginnen jede Art
von Verbrechen ernst zu nehmen, welche dem Bild des Landes in der Welt schaden, sowie alle Verbrecher in
Vietnam streng zu bestrafen und nicht nur jene, welche den sozialen Frieden der Regierung stören. Ansonsten
wird es in der Zukunft vielleicht zu spät dafür sein.
28.03.2016
Silvia Huynh - ITI-HOLIDAY
http://www.visum-für-vietnam.de/ho-chi-minh-stadt-kriminalitaet-steigt-weiter-an.html