Es ist zu deutsch in

KALTLAND
Veranstaltungen gegen den Alltag
www.basisgruppe-antifa.org

Love feminism – Geschlecht und Geschlechterverhältnisse hinterfragen
Donnerstag, 20. Oktober, 16 Uhr: Uni Bremen, Raum GW1 A0150.
Menschen wird von Geburt an ein Geschlecht zugeordnet. Unser Geschlecht begleitet uns unser Leben lang und hat nicht nur mit uns persönlich zu tun,
sondern ist stets auch gesellschaftlich verankert.
Wir gehen diesem Geschlecht auf den Grund: Warum unterscheidet die Gesellschaft ausgerechnet zwischen Mann und Frau?
Was hat es eigentlich mit dem Patriarchat auf sich? Und warum können wir nicht das Geschlecht hinterfragen, ohne Kapitalismuskritik zu üben?
Wie entstehen überhaupt Sexismus, Trans- und Homophobie? Und was hat das Ganze mit (queer) feministischen Bewegungen zu tun?
Wir versuchen den Rundumschlag, wollen euch einen Einblick in wichtige Themen feministischer Bewegungen geben und mit euch ins Gespräch kommen.
Die Veranstaltung ist für Einteiger_innen in die Thematik gedacht.
Achtung: Mann und Frau sind hier analytische Begriffe. Es gibt eine ganze Bandbreite an Geschlechtsidentitäten, die nicht in das Schema der Zweigeschlechtlichkeit
passen.

Ohne revolutionäre Organisierung gehts (leider) nicht.
Mittwoch, 12. Oktober, 11:30 Uhr: Uni Bremen, AStA Konferenzraum.
Die Basisgruppe Antifaschismus, Bremer Gruppe des bundesweiten …UMS GANZE!-Bündnis, stellt sich vor.
Das …UMS GANZE!-Bündnis wurde Ende 2006 und die Basisgruppe Antifaschismus 2008 gegründet, um linksradikale Gesellschaftskritik sowohl überregional als
auch lokal zu organisieren und handlungsfähig zu machen. Es geht um eine Kritik, für die es weder Institutionen noch Parlamente, noch feste Verfahren gibt: Um die
Kritik gesellschaftlicher Herrschaft in ihrer Gänze. Denn Herrschaft resultiert nicht aus der falschen Politik, aus Behördenwillkür oder dem angeblichen Egoismus der
Menschen.
Sie ist in der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung angelegt – in der Art und Weise, wie Individuen, Unternehmen und Nationalökonomien sich im Kapitalismus
tagtäglich reproduzieren müssen. Die Herausforderung besteht darin, diese verrückte Logik des patriarchalen und kapitalistischen Alltags theoretisch und praktisch
aufzubrechen. Deshalb kritisiert …UMS GANZE nicht nur die jeweils herrschende Politik, sondern auch die falschen Alternativen der Linken. Wir wollen keinen
sozialeren, multikulturelleren oder straffer regulierten „nachhaltigen Kapitalismus“, sondern gar keinen!
Um sich sowohl den Alltag erträglicher zu machen – als auch die Weichen zu stellen auf eine Revolution, die ihren Namen auch verdient hat – benötigen wir revolutionäre Organisierung. Zur Organisierung gehört notwendigerweise auch immer die Debatte um Strategien und Taktiken; bezogen auf gesellschaftliche Konflikte.
In der Veranstaltung wird es darum gehen, diese Praxis vorzustellen und nachvollziehbar zu machen.

Wir, der Klassenkampf und der ganze Rest...
Dienstag. 18. Oktober, 14 Uhr: Uni Bremen, AStA Konferenzraum.
Anlässe, sich gegen Zumutungen dieser Gesellschaft zu wehren, scheinen endlos. Selbst wer die tagesaktuellen Nachrichten über rassistische Übergriffe, erstarkende
rechte Bewegungen und europaweiten sozialen Abbau ausblenden kann: Stressige Ausbildungs- und Studienbedingungen, noch schlechtere Aussichten auf eine
prekäre Arbeitsstelle, steigende Mieten und eine ungleiche Verteilung von unbezahlter Sorge- und Erziehungsarbeit betreffen (fast) alle.
Während die radikale Linke gegen die gruseligsten Symptome kapitalistisch-nationalistischer Normalität immerhin medienwirksame Kampagnen und Demonstrationen parat hat, stehen viele in den Auseinandersetzungen um ihre alltäglichen Lebensbedingungen eher ratlos und verhältnismäßig schlecht organisiert da.
Mit einem Input, beruhend auf dem Strategievorschlag “Klassenkampf und die Kommunist*Innen”, wollen wir zunächst einige Grundbegriffe unserer Gesellschaftsanalyse zur Diskussion stellen: Warum beschäftigen wir uns heute noch mit Klassen? Hat die Verteilung von Sorgearbeit etwas mit Kapitalismus zu tun?
Und warum wählen wir uns nicht einfach eine bessere Gesellschaft?
Im Anschluss erhoffen wir uns eine Diskussion darüber, wie wir gemeinsam in die Rolle kommen, unsere Lebensbedingungen selbst zu gestalten. Dabei spielt für uns
auch die Frage, warum wir die Ablehnung der Gesellschaft als Ganzes – eine revolutionäre Exit Option – nicht im Gegensatz, sondern als Bedingung für eine
Verbesserung hier und heute sehen.