Hausarbeit zum Thema 'Unbedingte Schule' von Richard Brenner

Die offenen Bedingungen zur Ausführung der Hausarbeit begrüßend stelle ich mir womöglich eines
der ersten Male (künstlerische Entscheidungen im Kontext meines künstlerischen Wirkens
ausgeschloßen) im Laufe meiner 'Bildungskarriere' selbst die Frage, womit und wie ich meine
Arbeitszeit aus freien Stücken gestalten möchte. Wohlgemerkt habe ich die Sinnhaftigkeit der
Inhalte und deren Vermittlungskontext während meiner Schullaufbahn bereits sehr früh in Frage
gestellt, kam aber trotzdem nie in die Verlegenheit eine bessere Alternative anbieten zu dürfen/
müssen. Ich stelle fest, dass diese neue Situation äußerst ungewohnt ist, gleichzeitig aber mich
selbst persönlich anspricht und in einer Weise herausfordert die ich als positiv stimulierend
beschreiben würde. Eines der ersten Male wird einem im Rahmen des klassischen
Vermittlungskontextes die Verantwortung und Fähigkeit zur Selbstorganisation zugetraut. Das wird
von mir aufgrund vershiedener fixer Vorstellungen erstmal als 'mutig' eingestuft, sollte aber doch
genauer Betrachtet lediglich 'normal' sein. Hier versinnbildlicht sich doch schon die Metapher des
Gärtners, der einfach die richtigen Bedingungen schafft und weiter auf die in den Samen angelegte
integre Genialität und Findungs- /Entwicklungskraft vertraut. Aus diesem Bild ergeben sich
natürlich auch einige abweichende Fragestellungen. Lange Rede, kurzer Sinn. Ich habe mich dazu
entschloßen entgegengesetzt zu den – wie Sie es formulierten- „pseudowissenschaftlichen
Fragestellungen“ weniger eine Territorium abzugrasen welches aufgrund des Minimums an
Gefahren mir ein sicheren „Erfolg“ garantiert, sondern im Folgenden eine mehr oder weniger lange
Reihe von Fragen zu entwerfen, welche als gedankliche Sprungbretter in möglicherweise weniger
durchleuchtete und wissenswerte Bereiche dienen. Diese Fragen möchte ich nicht unmittelbar für
mich beantworten sondern als Wurzel für weitere frei- wuchernde Fragen begreifen und hoffe dass
hierdurch ein realer Mehrwert für mich als Verfasser resultiert. Ein Mehrwert der sich daraus ergibt,
dass mehr oder weniger bewusste Reflektionsprozeße angeregt werden und mein Bewußtsein sich
diesen Themen zuwenden darf ohne bereits mehr darüber wissen zu müssen. Vielleicht ist das ein
sinnvoller Schritt um zu vermeiden, dass ich mich beim Eintauchen in ein eher fremdes Thema
unwillkürlich an die paar Dinge - innerhalb stereotyper kultureller Bewertungsmuster- klammere
welche ich zu Wissen meine und dadurch vielleicht nicht viel mehr tue als ebendiese immer wieder
zu verstärken. Dem Entgegengesetzt besteht die Möglichkeit wirklich sein Bewußstsein zu
erweitern im Sinne der Integration neuer 'Ufer'. Das Wechselbild zwischen dem ängstlichen Typus
welcher sich gerne auf seiner kleinen Insel einrichtet aus Angst all dessen was diese Insel gefährden
könnte nicht nach links oder rechts blickt (Schließung) und des heldenhaften Eroberers auf der
anderen Seite welcher mit hinnahme möglicher Gefahren sich in die Ungewißheit aufmacht

Frage Nr. welcher nicht möglicherweise bestehende Ungerechtigkeiten ( hinsichtlich der Positionierung unterschiedlicher Menschenbilder im realen gesellschaftlichen System) in der Schule spiegelt. Wäre es eine zusätzliche Überlegung wert inwiefern man gleichzeitig einen 'utopischen' Raum schafft. einen dahingehend absolut richtungsfreien Raum kann es nicht geben. sondern auch ein Schutzraum vor Vorurteilen und historisch geprägten Stereotypen.(Öffnung) mag auch hier zutreffen. gibt es verläßliche Anhaltspunkte um Anzunehmen. Das würde dann eine . der Interaktion mit der 'Arbeitswelt' anzustreben? Im Sinne des allmählichen selbst Arbeiten. Funktionieren Menschenbilder so aus dem Kontext gegriffen überhaupt? Bilden sie sich nicht erst in Wechselbeziehung zu dem realen Kontext in ihrer 'realen' Kontur heraus? Muss mann sie überhaupt klar umreißen können? Denn. Aber. weiter in die Richtung denken.1: Ist eine dem entsprechende psychologische Konstitution des Menschen dafür verantwortlich. dass die schrittweise Revolutionen des Denkens und deren Grundlagen sich so langsam verbreiten? Ist es langsam oder empfinden wir es nur aus unserem subjektiven Standpunkt? Wann ist 'Schließung' angebracht und wann 'Öffnung'? Wann kann 'Öffnung' zum Zusammenbruch des System führen (siehe Wahnsinn des Genies)? Wenn ja. wäre nicht der Prozeß des Herausnehmens aufgrund seiner unumgehbaren Grobheit ein Stereotypisieren? Kann man in abstrakter Art und Weise Formulieren. für Schüler gewißermaßen Perforiert werden. Könnte die die Funktionsweise von Zellwänden eine inspirationsquelle sein? Dies könnte mann evt. wie ein im Sinne der Unbedingten Schule geglückter Bildungsweg aussehen möge? Welche Kriteria kann man ansetzten? Wäre es nicht sinnvoll eine Vermischung zwischen 'schulischen Aktivitäten' und dem Einstieg in bzw. Er möglicherweise weitere Jahre nach seinem 'Berufseinstieg' sich im Konzept der unbedingten Schule einen unabhängigen Bildungsraum bewahrt. Hierzu müssten natürlich viele Formen auf Seite geschloßener Berufsfelder aufgebrochen. Sodaß eine gewinnbringende Wechselwirkung entsteht. dass die Unbedingte Schule für den einzelnen Schüler zeitlich nicht begrenzt sein muss.ethischen Verhaltensweisen werden Zwischenmenschlich sowie gesellschaftlich verfolgt werden können? Theoretisch sollen die Antworten auf diese Fragen – welche den unterschiedlichen Menschenbildern inhärent sind – im Widerstreit stehen. dass man Versteht wie man den Öffnungsprozeß 'sicher' gestalten kann? Inwiefern ist unser derzeitiges Schulsystem überhaupt 'offen'? Wieso wollen wir aus der Schule hervorgehen und uns eines gewissen Bildungsschatzes vermeintlich sicher zu sein? Wäre es nicht attraktiv sich seiner unfassbaren Unbildung gewahr zu werden im Sinne einer 'Allgemein Unbildenden Schule'? Gefahr bei 'fehlendem' Menschenbild? Wenn die Schule kein Menschenbild vertritt. was ist dann der gemeinsame Konsens hinsichtlich der zu achten Werte? Welche sind sozusagen unabdingbar? Welche moralisch. sondern hinsichtlich etwaiger Tendenzen absolut steril zeigt? Schule wäre dann nicht nur der Ort an dem 'nicht gearbeitet wird'.

auf der einen Seite (als Repräsentation der menschlichen Funktionsweisen an sich) und des Wissens über dessen Selbstund Weltbezogenen Outputs in Form von Philosophie. Warum versucht das derzeitige Schulsystem die Zeit immer weiter zu komprimieren? Welche Angst vor welcher Pseudo. Dies würde wohl auch erklären. Damit meine ich nicht ein künstliches und äußerliches Verändern der Ausdrucksweise.konkurrenz der Schüler (mit Südkorea?) steht dahinter? Warum darf die Schule nicht ein zur allgemeinen Beschleunigung gegenläufiger Ort der Muße sein? Wieso versucht man unseren Bereich des 'Aufbaus' immer weiter zu stauchen obwohl unsere Lebenserwartung doch steigt? Man weiß heute aus den Neurowisenschaften.würde die Haltung der Unbedingten Schule widerspiegeln. mögliche Regularitäten im Zusammenspiel derer zu erkennen? Ist ein dergleichiges Unterfangen überhaupt sinnvoll oder zum Scheitern verurteilt? Welche Diskrepanz ergibt sich aus dem etwaigen neuen universellen Menschenbild und der derzeitigen Schule basierend im Sinne des Humanismus. Kunst. wenn derzeitigen Erkenntnisse über ihn aus Anthropologie. Soziologie. die Hierarchisierungen ändern wäre es wohl ratsam ebenfalls die Elemente mit einbeziehen. auf der anderen Seite in einen Topf genommen werden und mann versucht die Überschneidungen. Wenn wir die räumlichen Gegebenheiten. welche nur dann ausgeschüttet werden. sondern eher ein Schaffen von Bewusstsein für die über Sprache im weitesten Sinne transportierten Meta. wieso die Angst vor physischer Bestrafung im Schulsystem früherer Zeiten tatsächlich einen bleibenderen Lernerfolg herbeigeführt haben mag. diese Befürworten wäre für das Gelingen eines möglichen Schulexperiments sicherlich nicht unerheblich. Da sich Denkweisen wohl am rigidsten in Sprache konservieren (bis hin zur Relikthaftigkeit) und dieses wohl eines der unmittelbarsten Elemente der Kommunikation untereinander darstellt sollte es meiner Meinung nach unbedingt überdacht werden. etc. etc. Desweiteren bedarf es für eine wirklich anhaltende Veränderung beim Aufbau der Gehirnstrukturen Proteine. etc.konzeptuelle Vermischung mit den derzeitigen Praktika. welche die unsichtbare Ebene der bildungsphilosophischen Grundlage im Alltag andauernd ausdrückt/ manifestiert: eben auch Sprache. Mit anderen Worten: Man ausgesprochenes persönliches Interesse für oder Angst im Zusammenhang mit dem Obkekt verbindet. Welches Bild vom Menschen an sich erhält man. Weiterbildungen. Kultur. wenn genügend Emotionen involviert sind. des Laizismus? Welche sprachlichen Richtlinien – wollte man welche an die Pädagogen weitergeben. Einige Überlegungen zum Thema Selbstwertgefühl in der US: Nach Nathaniel Branden ist das persönliche Selbstwertgefühl der grundlegendste Faktor für 'Glück' und so ziemlich der gesamten . Sprache. Kognitionsbiologie. dass unter Druck gelerntes nicht hinreichend Verankert wird. Ein Erkunden alljener unterbewusst transportierbaren gedanklichen Haltungen welche der Philosophie der US entgegenstehen bzw. die strukturelle Organisation. mit sich führen. Psychologie.botschaften. Parallitäten und möglichen Muster zu extrahieren.

Ein gesundes Selbstwertgefühl als 'Erdung' ist in unserem Informationszeitalter möglicherweise wichtiger denn je. richtungsweisender Akzent bleiben. produktiven und glücklicheren Gesellschaft. resilienten. schützt man Probleme vor ihren Lösungen hat man gewonnen' Zum Schluß möchte ich Ihnen einmal dafür danken.B.) in fairer Weise auf Alle verteilen? Vielleicht in alternierendem Modus? Besteht ein Zusammenhang zwischen der nachträglich ausdrücklich positiven Beurteilung der eigenen Schulzeit einiger Seminarteilnehmer und dem 'Stockholm-syndrom'? (Scherz) Wieso haben die Leute heute soviel Angst etwas neues auszuprobieren. ja.geführte Schritte in einem definiertem Rahmen stattfinden? Sozusagen als allmähliche Integration des neuen 'Modus Operandi'. etc. noch halb. Müllabfuhr. welche Möglichkeiten gibt es um jene zuverlässig Auszuwählen? Ab welchem Alter oder besser gesagt. Der Schule kann und darf meiner Meinung nach ein erhöhter Verantwortungsanteil an der Unterstützung des Selbstwertgefühls der Schüler zukommen.. Eine solchen Entwicklungen zuträgliche Atmosphäre würde natürlich auch mit der exklusiven Beschäftigung von Menschen mit einem gesunden Selbstwertgefühl hinsichtlich des Grundstock.personals der US bedeuten. ab welchem Entwicklungsstand ist es der Entwicklung der Schüler zuträglich mit dem hohen Maß an Selbstorganisation und Entscheiungsfreiheiten umzugehen? Wäre es möglicherweise sinnvoll eine Art Übergangsphase einzuführen in welcher ( beispielsweise mittels des Spielekonzeptes ) erste. es zumindest gedanklich einmal neutral-durchzuspielen? Ist diese irrationale Denkart eine Eigenart der Künstler/ Musiker oder ein Charakteristikum unserer Zeit? Unsere scheinbar kohärente Welt gerät 'aus den Fugen' und wir werden uns noch nach dem Schiffbruch an einzelne Planken klammern? Kleiner Aphorismus: 'Löst man Probleme fühlt man sich gut. Ist es Möglich sich eine Gesellschaft vorzustellen.Palette positiver Korellationen im Sinne der Selbsverwirklichung. in welcher sich jeder Einzelne des Anomals seinen persönlichen Bedingungen relativ sein größtmögliches Potential (für sich und andere) ausschöpft? Wie könnte diese aussehen? Würden sich in einer solchen Gesellschaft alle unattraktiven Tätigkeiten (wie z. Und somit auch der Bildung einer seelisch starken. . Möchte man dies.. dass Sie mich mit Ihrem kompromißlosen Querdenken inspiriert haben! Dieses Wochenende wird rückwirkend ein starker. Wc's reinigen.