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Randy Alcorn

Behüte dein Herz
Warum es wichtig ist,
mit Sexualität richtig umzugehen

Christliche Literatur-Verbreitung e. V.
Ravensberger Bleiche 6  ·  33649 Bielefeld

Die Bibelstellen sind in der Regel zitiert nach der Luther­
bibel, revidierter Text 1984, neue Rechtschreibung. An
manchen Stellen, die entsprechend gekennzeichnet sind,
wurde die Übersetzung Schlachter Version 2000 ver­
wendet.

Originally published in English under the title:
The Purity Principle by Randy Alcorn
Copyright © 2003 by Eternal Perspective Ministries
Published by Multnomah Books
an imprint of The Crown Publishing Group
a division of Random House, Inc.
12265 Oracle Boulevard, Suite 200
Colorado Springs, Colorado 80921, USA
International rights contracted through:
Gospel Literature International
P.O. Box 4060, Ontario, California 91761-1003, USA
This translation published by arrangement with
Multnomah Books, an imprint of The Crown Publishing Group,
a division of Random House, Inc.
4. Auflage 2016 (CLV)
(früher erschienen im Verlag SCM Hänssler, Holzgerlingen)
© der deutschen Ausgabe 2013 by CLV
Christliche Literatur-Verbreitung
Ravensberger Bleiche 6 · 33649 Bielefeld
Internet: www.clv.de
Übersetzung: Dr. Friedemann Lux
Satz: CLV
Umschlag: Lucian Binder, Marienheide
Druck und Bindung: CPI – Ebner & Spiegel, Ulm
Bestell-Nr. 256153
ISBN 978-3-86699-153-8

Meinen Brüdern und Schwestern,
die sich von den niederen Vergnügungen der Lüge
abgewandt und den wahren Freuden zugewandt haben
und so Überwinder für Jesus geworden sind.

»Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne
zu deiner Rechten ewiglich.«
Psalm 16,11

Er hat zwei erwach­ sene Töchter und lebt mit seiner Frau Nanci in Gresham.Danke Ich möchte meinem Lektor und Freund. Ich hatte diesen Vers noch nie mit sexueller Reinheit in Verbindung gebracht. Larry hatte auch die Idee mit Jona 2.9. Ein herzliches Dankeschön auch an SL. Oregon. HT und NK für ihre wertvollen Anmerkungen zum Manuskript. . danken. was ich zusammengeschrieben hatte. NR. Larry Libby. Randy Alcorn ist der Gründer und Direktor der »Eter­ nal Perspective Ministries« und der Autor von vielen preis­gekrönten Bestseller-Büchern. dass es auf diese Seiten passte. der das. so bearbeitete und konzentrierte.

die uns ruinieren 7 8 Im eigenen Interesse Mehr als ein Motiv Seien Sie nicht dumm! Wir haben die Wahl Die Mutter aller Schlachten 13 16 17 19 21 Warum ist das mit dem Sex so wichtig? Die Macht der Sexualität Wo sind Ihre Grenzen? Reinheit ist Gottes Wille Wem gehört mein Körper? 23 24 25 26 28 Im Visier des Teufels Vertuschen zwecklos Sexuelle Sünde hat Folgen Die Lügen des Teufels erkennen Wahre Befriedigung 30 32 33 34 36 Der Kampf der Gedanken 38 Wo Sünde herkommt 39 Schützende Grenzen 41 Giftschlange und Vanilleeis 43 Wie sexuelle Begierde wirkt 46 Ein Bund mit meinen Augen 47 Entgiftungstherapie 47 Die richtigen Strategien Nichts wie weg! Abstand halten 50 51 52 .Inhalt Verspielt! Entscheidungen.

was nötig ist 64 »Aber …« 67 Zu viel verlangt? 68 Umgang mit dem Internet 69 Den Fernseher beherrschen 70 Tipps für Singles »Wie weit darf ich gehen?« Der richtige Umgang »Miteinander gehen« ist Kür. nicht Pflicht« 72 73 74 74 Tipps für Paare und Eltern Die eigene Ehe pflegen Das Feuer wieder entfachen Ehrlich währt am längsten Unsere Kinder Von Bienen und Maikäfern 77 77 79 80 82 84 Vergebung und Vorbeugung 85 R wie »Rechenschaft« 86 Risikoprüfung 89 Schluss: Wir können es schaffen! 91 »Dann wirst du sicher auf deinem Weg gehen …« 93 Eine letzte Frage 94 Anmerkungen 95 .Vorbeugen ist besser als heilen Das innere Leben kultivieren Mit der Bibel kämpfen Es ist möglich 53 55 56 57 Ganze Sache 61 Das ganz normale Böse 62 Der radikale Jesus 63 Tun.

ich bin echt wütend auf Gott. bis das Buch über die Tischkante kippte und laut auf den Boden knallte. ein großes Buch langsam über meinen Schreibtisch zu schieben. Jetzt war er ein Häufchen Elend. »Warum bist du wütend auf Gott?« »Weil ich letzte Woche Ehebruch begangen habe. Dann sagte ich: »Ich verstehe. eigentlich nicht. dass er sich seit Monaten stark zu einer Kollegin in seinem Büro hingezogen gefühlt habe und sie sich zu ihm.« Eine lange Pause. dass das Buch nicht auf den Boden fällt – bitte!« Ich schob und betete weiter.Verspielt! Eric stürmte in mein Büro und ließ sich auf einen Stuhl fallen. Ich fragte ihn: »Hast du deine Frau gebeten. sein Gesicht ein Fragezeichen. Dann sagte ich: »Eric. Eric schaute zu. Ich betete laut: »Herr. »Ich bin echt wütend auf Gott. dass Gott vielleicht wütend auf dich ist. Das Buch rutschte immer näher zu der Tischkante.« Der Sohn gläubiger Eltern. gib. »Ach ja«. ihn vor Unmoral und Ehebruch zu bewahren. aber warum bist du wütend auf ihn?« Eric erklärte. Wir sind fast jeden Tag zu­­ sammen zum Mittagessen gegangen. hatte ein gläubiges Mädchen kennengelernt und geheiratet. für dich zu beten? Hast du Abstand von dieser Kollegin gehalten?« »Nein. der christlich erzogen wor­ den war. Ich 7 . Und dass er Gott bestürmt hatte. sagte ich.« Ich begann.

seiner eigenen Tochter unsittlich nach­ zustellen. von Gott gesegnet mit einer Frau und einem kleinen Mäd­ chen. Obwohl er seine Taten bereut hat.hab ihn so gebeten. Musik – alles drehte sich um Sex. während wir tag­ täglich kleine. nach der Jugend­ 8 . wie dieses Buch auf den Fußboden fiel. scheinbar nicht so wichtige Entscheidun­ gen treffen. bis das Gesetz der Schwerkraft zu stark wurde und es abstürzte. die es hatte. Er hat mehrere Jahre im Gefängnis verbracht. die sündig sind und uns zu größeren Sün­ den hinführen? (Eine Umfrage unter 1500  christlichen Männern auf einer Konferenz der Promise-KeepersBe­wegung ergab. Als der Jugendpastor vor den Gefahren des vorehelichen Ge­­­­­­ schlechtsverkehrs warnte. Ihre Filme. dass Gott uns vor Unglück und Elend bewahren wird. Er begann. als er sein Leben so lange in Richtung »Kante« schob. das Buch nicht fallen zu lassen  – und jetzt schau dir das an!« Entscheidungen.) Auch Ruth und Robert wuchsen christlich auf. Fernsehprogramme. hatte Eric eine große Zukunft vor sich. mochten sie ihn nicht recht ernst nehmen. dass die Hälfte von ihnen in der ver­­ gangenen Woche Pornografie konsumiert hatte. Es war ein Bild für Erics Leben. muss er mit den bit­ teren Konsequenzen leben. Wie viele von uns Christen hoffen. die uns ruinieren Ich höre heute noch. Seine traurige Geschichte endete nicht an jenem Tag. Eines Abends. Jung. begabt.

Sie hat mehrere Vergewaltigun­ gen erlebt. Lucinda. er arbeitete. kam zu dem Schluss. nachdem sie unsägliches Leid über ihre 9 .stunde. Jahre danach. Er würde ihr vergeben. sich das Leben zu nehmen. Und Robert war wütend auf sie. auf der Suche nach dem großen Glück. Vor Kurzem hatte sie ihre zweite Ab­­treibung. Heute hat sie Albträume wegen des Kindes. zum Gottes­ dienst zu gehen. Hinterher war ihr schlecht. dass sie das nicht mehr glauben kann. Er ist Atheist geworden. Ihr Blick ist tot. es war überhaupt nicht so gewesen wie in den Filmen.  Wunder­ bar wie in den Filmen war er eben nicht. die Männer wollten immer nur das eine und such­ ten sich dann die Nächste. Er hat mehrere sexuelle Beziehungen gehabt. den sie schließlich heiratete. dass ihr Mann nicht romantisch genug war. eine Christin. Und Robert? Er studiert mittlerweile und hat jegliches Interesse an Gott verloren. Dann entdeckte sie. Ruth könnte zu Christus zurückkommen. Sie nimmt Drogen und geht auf den Strich. Aber ihr Herz ist mittlerweile so zer­brochen und hart. sie hat keine Hoffnung mehr. Eine Freundin fuhr sie zur nächsten Abtreibungs­ klinik. Er fühlt sich leer und probiert alles aus. Sie fand sie nie. Sie hat versucht. dass sie schwanger war. Sie ließ sich mit einem anderen ein. das sie ge­tötet hat. Sie hörte auf. gab Ruth Roberts Drängen nach. aber Mr. wahllos sexuelle Kontakte zu haben. auf der Suche nach der großen Liebe. er ging zum Gottesdienst. weil sie es so bereitwillig zugelassen hatte … Ruth begann. Er war anständig.

Warum? Weil er dazu geschaffen ist. Um unsere Hormone 10 . was wir über Gott stellen. ich könnte meinen ersten Mann wiederhaben. schmecken. Röm  1. Wer Gott den Rücken kehrt. Das Nichtige wird durch Götzen verkörpert. zeigt sich unter anderem in unserem sexuellen Verhalten (vgl. um sich einem Ersatz zuzuwenden. verlassen ihre Gnade« (Jon 2. was er hat (oder haben könnte). Manchmal wird die Lüge immer grö­ ßer und das Risiko auch – und wir schieben unser Leben immer näher auf den Abgrund zu. Ein Götze muss nicht eine exotische Statue sein. gegen eine Lüge ein. Wer oder was unser Leben bestimmt. ist ein Verlierer. seine Freude in Gott zu finden. das er zwar sehr direkt sehen. aber sie hat einen hohen Preis gezahlt. Sexuelle Sünde ist Götzendienst. und nicht in dem Gott-Ersatz. aber jetzt ist es zu spät. die jemand von seinem Afrika-Urlaub mitbringt. weil sie unsere Begierden an die Stelle Gottes setzt. Haben Sie das auch schon getan? Ich habe es getan. fand sie zu Chris­ tus zurück. Der Sünder tauscht das. hören oder spüren kann.Familie und sich selbst gebracht hatte. In seinem Gebet im Bauch des Fisches sagt der Pro­ phet Jona: »Die sich halten an das Nichtige. Heute sagt sie: »Ich wollte. Um die Gunst des Götzen zu gewinnen. machen wir einen Kuhhandel. Ein Götze ist alles.18-32). Er tauscht Gottes Gegenwart und Segen gegen etwas. und sein Verlust ist schrecklich. Ein Götze – das ist ein Gott-Ersatz.9). aber das ihn nie befriedigen kann.« Gott hat ihr vergeben und hat noch etwas mit ihr vor.

zufriedenzustellen. der unsere Lust anheizt. Kollegen und Mitchristen. wo das Gesetz der Schwerkraft in Aktion tritt und unser Leben abstürzen lässt. was Gott ihr alles schenken wollte? Ein reines Gewissen 11 . Jeden Tag verkaufen christliche Männer und Frauen ihr Glück und ihre Zukunft für das Linsengericht eines vorübergehenden sexuellen Reizes. Mit jedem flüchtigen Blick. So war es bei Eric. Ein Pakt mit dem Teufel. Wer weiß. könnte sie ein Licht für Jesus sein. Er verspielte die Liebe seiner Frau und seiner Tochter. zu jenem Augenblick. Was werden wir verlieren? Was werden wir verspie­ len? Wo wäre Ruth wohl jetzt. setzen wir unsere Zukunft aufs Spiel. Und Robert könnte das auch sein. hätten sie nur nicht … Und Lucinda? Auch sie verspielte ihr Glück. schieben wir uns näher zu der »Kante« hin. wenn sie rein geblieben wäre? Statt einer Prostituierten. das gleich wieder weg ist und den Durst nur noch schlimmer macht. oder weil unsere Fantasie uns keine Ruhe lässt. voller Freude und Hoffnung. deren Abtreibungen und Vergewaltigungen sie bis in ihre Träume verfolgen. doch der Teufel hält seine Versprechen nie. Wie Drogensüchtige gehen sie auf einen Trip nach dem anderen und tauschen die tiefe Befriedigung eines gottgefälligen Lebens gegen ein schales Hochgefühl. Freunde. Ja. das auf einem Uni­ versitäts-Campus für ihn leuchtet. die Achtung seiner Verwandten. Es ist ein furchtbarer Handel. Er verspielte ein Leben mit Christus und am Ende sogar seine Freiheit.

Wir brauchen jenen Weitblick. Kind? … Nein.« 12 . Wir kön­ nen nur die Realitäten anerkennen und dann mit Gottes Gnade neue Schritte tun. die ihr Beispiel sahen? Eine Aufgabe in der Gemeinde. Es gibt Gelegenheiten. auf welchen Weg die Weichen­ stellung von heute uns morgen führen wird. Viele haben im Kampf um die Reinheit resigniert. andere haben es gar nicht erst versucht. In C. die viele Menschenleben veränderte? Einen unvorstellbar reichen Lohn im Leben nach dem Tod? Gott hat ihr vergeben.und inneren Frieden? Lange Jahre erfüllender Liebe mit ihrem Mann? Die Achtung und Liebe ihrer Kinder und Enkel? Einen bleibenden Einfluss auf junge Frauen. Wir können nicht leben im »Hätte-ich-nur«-Land. nach­ dem sie seine Anweisungen nicht befolgt hat. wenn sie ihm eher gehorcht hätte. Der große Löwe erwidert: »Was geschehen wäre. die kommen nie wieder. haben vielleicht jede Hoffnung verloren. Das erfahren wir nie. Aber die Folgen ihrer Fehl-Entscheidungen bleiben. die mit solchen Folgen leben müssen. der uns zeigt. Absolut. S. wenn. Manche meiner Leser. wie die Dinge gelaufen wären.  Lewis’ Prinz Kaspian von Narnia fragt Lucy den Löwen Aslan (der ein Bild für Christus ist).

hätten sie alle gesagt: »Das tue ich für mich. Ruth und Robert haben etwas Interessantes gemeinsam. Wenn wir die vier. Man wird nie glücklich auf diese Art. seine Gesetze ver­ 13 . schon gehört. ihrer Begierde zu folgen. immer belohnt. was sie da taten. Die vier verletzten nicht nur andere Menschen mit dem. Aber genauso wahr ist dieser Satz: Reinheit ist immer klug. Ein heiliger Gott hat das Universum so erschaffen. war nicht nur falsch. Lucinda. Was sie taten. es gibt überhaupt keine Ausnahme. die sein Wesen bzw. Ganz im Gegenteil. die seinem Wesen und den von diesem Wesen abgeleiteten Ge­setzen entsprechen. Unreinheit ist immer dumm. nicht meistens. sich sexuell rein zu halten. dass es in ihrem ur­eigensten Interesse war. sondern immer. es war dumm. kurz bevor sie ihre sexuelle Reinheit wegwarfen. Ich möchte dies das Grundgesetz der Reinheit nen­ nen. Sie han­ delten gegen ihre eigenen Interessen. und Handlungen und Ver­ haltensweisen. Nicht manchmal.« Aber sie wurden nicht glücklich. Wohl die meisten von uns haben die guten Gründe dafür. sondern auch sich selbst. Es geht um mein Glück. Gott will es. ich bin keine Ausnahme. Reinheit ist immer klug. Unreinheit ist immer dumm. Sie alle dachten. inter­ viewt hätten. Sie sind keine Ausnahme. Stimmt vollkommen. Reinheit ist gut. Unreinheit ist böse.Im eigenen Interesse Eric. dass Handlungen und Verhaltensweisen.

Er ist wahr. Die Straße des Lebens ist manchmal gefährlich. Gott liebt uns so sehr. aber wir müssen mit den Folgen unseres Ungehorsams leben. und es folgt einer Eigendynamik. einen Knüppel über den Schädel. wenn er sich den nächsten Film aus dem Internet herunterlädt.« Niemand zwingt uns. Das heißt nicht. zum Beispiel: »Du sollst nicht ehebrechen. Gott belohnt jede gerechte Tat und bestraft jede ungerechte. dass er immer direkt eingreift. Römer  1.letzen. Reinheit ist sicher. sondern die Strafe ist sozusagen in die Sünde eingebaut: die innere Beschmutzung. Unreinheit ist dumm. sondern diese Gesetze sind schon da. So funktioniert Gottes moralisches Universum. 14 . Dieses moralische Gesetz funktioniert vielmehr so ähnlich wie ein Naturgesetz.27 drückt es so aus: Sie empfingen »den Lohn ihrer Ver­irrung«. immer bestraft werden. aber unsere Wahl hat unweigerlich Folgen. um den Raser zu bestrafen. Unreinheit ist riskant. Wir können selbst unseren Weg wählen. Wenn ein Raser bei Glatteis mit hun­ dert Sachen über die Landstraße fährt und gegen einen Baum prallt. erfindet Gott nicht schnell ein paar Gesetze der Physik. dass er Warnschilder an ihr aufgestellt hat. Gott hat es geschaffen. Unreinheit schadet uns. Reinheit ist klug. die all­­­­­­­mähliche Entstellung der Persönlichkeit. Immer.« Oder: »Kein Sex vor der Ehe. Reinheit hilft uns. die Erniedrigung. diese War­ nungen zu befolgen. Ganz ähnlich zieht Gott einem Pornografiesüchtigen nicht jedes Mal. Lernen Sie diesen Satz auswendig.

Der Mensch. 15 . Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus. wenn er uns dazu bringt.24-27 Jesus misst Gehorsam hier nicht nach der Tugend des einen Bauherrn. wer diese meine Rede hört und tut sie. der sein Haus auf Fels baute. Er nennt den Gehorsamen nicht »gerecht«. sondern nach seiner Klugheit. und er misst Ungehorsam nicht danach. der sein Haus auf Sand baute. uns zu fragen: »Soll ich das tun.« Matthäus 7. der gleicht einem törichten Mann. was Christus über den klugen und den törichten Bauherrn sagte: »Darum. denn es war auf Fels gegründet. was das Beste für mich ist?« Als ob Gottes Wille nicht immer das Beste wäre! Wir werden uns erst dann konsequent für Gottes Weg ent­ scheiden. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus.Bedenken Sie. dass dieser Weg immer das Beste für uns ist. wenn wir begriffen haben. sondern »klug«. und sein Fall war groß. der sein Haus auf Sand baut. der gleicht einem klugen Mann. Die größten Siege des Teufels und unsere größten Nie­ derlagen kommen dann. beschwört durch diese Dummheit seinen eigenen Untergang herauf. oder das. fiel es doch nicht ein. sondern dass er dumm ist. was Gott von mir will. dass der andere ver­ werflich ist. da fiel es ein.

damit du das Leben erwählst und am Leben 16 . dergleichen sei unbiblisch. Wer meint. »Gott gehor­ chen. Aber Gott ist nicht nur heilig. Das Abwägen dieser Konsequenzen kann ein Motiv zur Reinheit sein. dass er Gott liebt?« Offensichtlich nicht. der hat eine zentrale biblische Lehre noch nicht begriffen. »Ich nehme Himmel und Erde heute über euch zu Zeu­ gen: Ich habe euch Leben und Tod. und dies gilt ganz gewiss auch für die moralischen Entscheidungen und Weichen­ stellungen. die es mit sich bringt. den der Mensch erleben kann: der Freude. der belohnt (Hebr 11. aber die Bibel nennt uns noch zwei andere Motive  –  Motive. er ist auch von Natur aus jemand. zu dem auch die Angst vor den Konsequenzen gehört.Mehr als ein Motiv »Augenblick mal«. Gott zu gehorchen.6). wenn ich ihm nicht gehor­ che.1 Furcht vor Gott – das ist ein tiefer Respekt vor seiner Heiligkeit. Segen und Fluch vorgelegt. die wir in unserem Leben treffen. Der Gehor­ sam gegenüber Gottes Willen und Wegen ist das Funda­ ment jenes überaus seltenen und wunderbaren inneren Zustandes. Die Bibel nennt uns verschie­ dene Motive dafür. sagen Sie jetzt vielleicht. Die Liebe ist eines davon. die direkt an unser Eigeninteresse appellieren: die Furcht vor Gott und die Hoffnung auf Belohnung. weil dies das Klügere ist? Das ist doch der reine Egoismus! Sollte das Motiv eines Christen nicht einzig und allein sein.

so kannst du frei den Blick erheben. und mit mir gehst. liebt und seiner Stimme gehorcht und ihm anhanget. Wenn du aber meine Gebote verwirfst. Sicher. Seien Sie nicht dumm! Behauptet Gott wirklich.« 5. du und deine Nachkommen. Gott sagte Kain: »Wenn du dich für meinen Plan ent­ scheidest. so lauert die Sünde vor der Tür. warum willst du dich an der Fremden ergötzen und herzest eine andere? Denn eines jeden 17 .« Der Rest ist Geschichte. die dein Leben zerstören werden. Leben. Bist du aber nicht fromm. Hoffnung und das Lachen. euren Gott. findest du das Glück und wirst lachen können. sprach Gott zu ihm: »Warum ergrimmst du? Und warum senkst du deinen Blick? Ist’s nicht also? Wenn du fromm bist. dass sexuelle Reinheit klug und Unreinheit dumm ist? Urteilen Sie selbst: »Mein Sohn. dies ist eine gefallene Welt. Narben. und nach dir hat sie Verlangen. eine Handvoll Asche. lieferst du dich Mächten aus. Mose 30.19-20 Wir können uns für den Segen entscheiden: Freude. wirst du meinen Frieden be­­ kommen. indem ihr den HERRN. Oder für den Fluch: Elend. Aber wenn du Nein sagst zu den sündigen Begierden. die dich versklaven wollen. Als Kain an einer moralischen Wegscheide stand. Frie­ den.bleibst. du aber herrsche über sie« (1Mo 4.6-7).

und um seiner großen Torheit willen wird er hin­ gerafft werden. weil er Zucht nicht wollte.Wege liegen offen vor dem HERRN. es bleibt keiner ungestraft.21-27 wird der Mann. Schon vor dem Tag des Gerichts sind die Sünden »wie Stricke. und er hat acht auf aller Menschen Gänge. Der Ehebrecher verfängt sich gleichsam in seiner Sünde. 18 . der in die Falle läuft bzw. der sich zum Ehe­ bruch hinreißen lässt.18-19). in das Netz fliegt. mit einem Stier verglichen. Er wird sterben. Er ist das Opfer seiner eige­ nen Dummheit. ohne dass seine Kleider brennen? Oder könnte jemand auf Kohlen gehen. und er wird mit den Stricken seiner Sünde gebunden. Den Gottlosen werden seine Missetaten fangen. kann sich an seiner Frau freuen. Spr 5.20-23 Warum sollen wir uns vor Ehebruch hüten? Weil Gott es sieht und die Strafe sicher ist. der sie berührt. ja berauschen und die se­xuelle Gemeinschaft mit ihr in vollen Zügen genießen (vgl. bis sie ihm den Tod bringt.« Sprüche 6. Der Mann dagegen. und mit einem Hirsch oder Vogel. ohne dass seine Füße verbrannt wür­ den? So geht es dem. der zu seines Nächsten Frau geht. Ein Christ. der zur Schlachtung weggeführt wird.27-29 In Sprüche  7. Im nächsten Kapitel der Sprüche Salomos fragt Gott: »Kann auch jemand ein Feuer unterm Gewand tragen. die ihn binden«.« Sprüche 5. der lange Zeit sexsüchtig gewesen war. der rein bleibt.

Gott will. vor meiner Frau. vor meiner Gemeinde. wenn er erkennt. wie es wäre. Ich war ein Narr gewesen. dass wir das wissen – weil er unser Bestes will. die Sie mit ihren Lustpfeilen be­­ schießen. Erst dann. mit diesem Mädchen oder jenem Jungen in Ihrer Schulklasse ins Bett zu gehen. half mir nicht. Ich musste mein Denken ändern. Nur zu – der Schlachtplatz ist nicht weit. wohin mich dieser Weg noch führen konnte. Wollen Sie das wirklich – wie ein Stier zum Schlacht­ platz geführt werden? Dann flirten Sie ruhig weiter mit der Nachbarin oder dem neuen Kollegen. Schauen Sie sich weiter die Filme und die sex­geladene Fernsehwerbung an. Wir haben die Wahl Eines Abends. Und meine Entscheidungen. dass das nicht stimmt. dass ihm schon nichts passieren wird. wenn es um unsere sexuelle Reinheit geht! Es ist gut. Aber dass ich mich in den Boden schämte.erzählte mir: »Der Süchtige denkt immer. kann er sich ändern. Mit Schrecken sah ich. Ich hatte ver­ sagt – vor Gott. Fantasieren Sie weiter darüber. sah ich mir einen Por­ nofilm an. wenn ich ihn wei­ terging. mit dem Sex bis zur Ehe zu war­ 19 . wenn Sie Ihre Kinder dazu anhalten. als junger Pastor. Hinterher war mir hundeelend. Sie wollen etwas Besseres? Dann wählen Sie die Rein­ heit! »Mit mir nicht«  –  das ist völlig richtig.« Sexuelle Unmoral bleibt nie ungestraft.

wo der Ehebruch mich lockte. Ein Mensch. nie das Herz seiner Frau oder seiner Kinder gebrochen. er hat nie seine Familie ruiniert. Aber letztlich tat ich es nur nicht. dass die Liebe zu Gott und zu meiner Frau damals ausreichte. weil sie damit Gott Ehre machen. Gerne würde ich sagen. dass Unreinheit bestraft und Reinheit belohnt wird. nie seinen Dienst für Gott ruiniert. um mich vor dem Fal­ len zu bewahren. der sein eigenes Bestes im Auge behielt. um sich vom Kuhhandel der Sünde blenden zu las­ sen. lässt Gott dich fallen und dein Leben wird zur Hölle.« Dieser Älteste war ein weiser Mann. hier den warnen­ den Zeigefinger zu heben und seinen Kindern zu sagen. weil ich Angst hatte. Er war zu klug. son­ dern zu ihrem eigenen Besten! Es ist vollkommen in Ordnung. Ist Angst vor den Folgen ein minderwertiges Motiv? Nein! Dieser Bruder ist nie gefallen. was sie sich mit sexueller Unreinheit alles antun können. Ich war sicher: Wenn du das machst.ten  –  nicht nur. Genau so argumentieren die Sprüche Salomos in der Bibel. sondern zur Einsicht bringen! »Die Furcht des HERRN 20 . Was meinen Sie? Sind die Frau und die Kinder dieses Mannes wohl dankbar für seine Furcht vor Gott. die ihn in den schwärzesten Stunden der Versuchung bewahrte? Ganz bestimmt! Die Furcht vor Gott sollte uns nicht um den Verstand. Er hat nie seiner Gemeinde Schande gemacht. Er wusste. Einer der Ältesten in unserer Gemeinde gestand mir einmal: »Es hat Zeiten gegeben.

dass man meide die Stricke des Todes« (Spr 14. Sie haben sich. wären sie vor der Versuchung weg­­ gerannt wie vor einer Klapperschlange oder einer ticken­ den Bombe. Hätten sie wirklich gewusst. Wie ganz anders würde ihr Leben heute aussehen. will er uns nicht unser bisschen Freude nehmen. nur ein­ gebildet. Entweder Sie sagen: »Gott. verfluche mich. weil ich dir ungehorsam bin. das uns die größte Freude bringt! Die Reinheit wählen heißt. segne mich. die Sie heute getroffen haben? Die Mutter aller Schlachten Nach einschlägigen Untersuchungen ist die Sexualmoral der heutigen Christen im Westen fast nicht mehr von der­ 21 . die sexuellen Versuchungen er­legen sind. was das Beste für sie ist. das zu tun. Im Gegenteil: Er fordert uns zu etwas auf. wenn sie das getan hätten! Wenn Gott uns zur Reinheit aufruft. haben nicht in ihrem ureigensten Interesse ge­ ­ handelt. Mit jedem Schritt in Ihrem Leben entscheiden Sie sich für das eine oder das andere. oder Sie sagen: »Gott.27). sich unter Gottes Segen zu stellen.ist eine Quelle des Lebens. weil ich dir gehorche«. Sie haben die Wahl.« Wie ist das bei Ihnen? Welches dieser beiden Gebete sprechen Sie durch die Entscheidungen. die Unreinheit wählen heißt. vom Teufel verblendet. sich unter seinen Fluch zu stellen. Sie hätten die Reinheit gepackt wie ein Ertrinkender den Rettungsring. Die Menschen.

eine unheilige Welt für Christus gewinnen? Warum ist sexuelle Reinheit ein so zentraler Bestand­ teil eines Lebens. die uns in die Sklaverei locken und uns das über­ fließende Leben. die Versuchungen und Fallen. die selbst nicht mehr heilig ist. Die Stunde. 22 . Wer sich nicht mehr von der Welt unterscheidet. hat ihr nichts mehr zu bieten. Gottes Auftrag für uns zu erfüllen. wenn ich sage. um dieses Buch fertig zu lesen. das sich zu leben lohnt? Warum ist vorund außerehelicher Geschlechtsverkehr ein solcher Freu­ denvergifter? Warum haben so viele Christen es immer wieder versucht und sind doch immer wieder gefallen? Wie können wir sie vermeiden. Dass wir uns auf diesem Gebiet so oft nicht mehr an die Bibel halten. dass es hier um Leben oder Tod geht. wegnehmen? Es ist nicht übertrieben. wirkt lähmend auf unsere Fähigkeit. die Sie brauchen werden. kann Ihr Leben vor der Katastrophe retten und Sie auf einen Weg brin­ gen. Wie soll eine Gemeinde. Die Grenze zwischen Welt und Gemeinde ist oft bis zur Unkenntlich­ keit verschwommen.jenigen der Nichtchristen zu unterscheiden. für den Sie – und Ihre Lieben – ewig dankbar sein werden. das Gott uns geben will.

bleiben außerhalb des Leibes. umgeben von strahlenden. Sie ist die gute Gabe eines guten Schöpfers. was wir vielleicht nie zurückbekommen werden. was er gemacht hatte.18 Sexuelle Sünde hat eine andere Qualität als andere Sün­ den. Selbst nach dem Sündenfall spricht Gottes 23 . und siehe. was man tut. der in einem blendenden Licht wohnt. heiligen Engeln. Wir geben etwas hin. setzen wir unser ganzes Leben ein. es war sehr gut« (1Mo  1. Sexualität ist nicht von Hollywood. von Madonna oder von irgendeinem Lüstling im Internet erfunden worden. Den Christen im übersexua­ lisierten Korinth schrieb er: »Flieht die Hurerei! Alle Sünden. Warum? Weil Sex nicht einfach etwas ist. Unsere Sexualität wurde von einem unendlich heiligen Gott erschaffen. mit unserem Zentrum. der sündigt am eigenen Leibe.« Das sah Paulus anders. Sexuelle Reinheit und Unreinheit sind mehr als eine Sache der äußeren Etikette und Kultur. was wir sind und was wir werden. »Und Gott sah an alles. Sie haben mit unserer Seele zu tun. sondern etwas.Warum ist das mit dem Sex so wichtig? Kennen Sie den Spruch auch? »Vor Gott sind alle Sün­ den gleich.31). Korinther 6. was man ist. Zu diesem »alles« gehörte auch unsere Se­­xualität. Wenn wir Geschlechts­verkehr haben. die der Mensch tut.« 1. mit dem. wer aber Hurerei treibt.

uns viel Freude und Gutes zu schenken. Wenn wir ihm freien Lauf lassen. die vom Feuer der se­xuellen Unmoral verwüstet worden waren. Solange ein Kaminfeuer im Kamin bleibt. uns unendlich gutzutun … oder unendlich zu schaden. Beides ist Gott ungeheuer wichtig. Die Macht der Sexualität Hier ist der Grund. kann sich ins Gegenteil verwandeln und Böses und Elend bringen. Auch das Feuer ist eine Gabe Gottes. bringen sie schnell Zerstörung und Tod.Wort offen über die sexuellen Freuden in der Ehe (vgl. Ich habe die Ver­ 24 . Spr 5. Was würden wir ohne es machen? Womit würden wir kochen. womit unsere Häuser heizen? Aber wenn diese wärmenden Flammen ihre Grenzen überschreiten. Wo die eheliche Ver­ einigung auf rechte Weise und im Geist der Hingabe geschieht.18-19. sie hat die Macht. Wenn wir die guten Gaben Gottes außerhalb der Grenzen einsetzen. hält es uns warm. brennt es unser Haus nieder. warum das Prinzip der Reinheit so wichtig ist: Unsere Sexualität ist ungeheuer stark. Ihre Macht. wer­ den sie zu Geißeln. die er für sie vorgesehen hat. Hl 4 und 7). Ich habe die qualmenden Trümmer von Menschenleben gesehen. So ist es auch mit der Sexualität. Durch Geschlechtsverkehr zeugen wir Kinder und geben der tiefsten ehelichen Gemeinschaft Ausdruck. lächelt der Schöpfer.

die sich fragen. Offb 21.zweiflung der Opfer erlebt. dem wir 100  Prozent treu sind (wie sich dies in einer rechtsgültigen Eheschließung doku­ 25 . setzt beides herab – die Sexua­lität und die Ehe. der per­ vertiert Gottes Willen. Reinheit ist etwas unvergleichlich Schönes. Jede sexuelle Handlung. Geschlechtsverkehr ist ein Vorrecht. das untrennbar ist von den Pflichten des heiligen Ehebundes. nicht nur zweier Körper. Geschlechtsverkehr ist von Gott als die Vereinigung zweier Personen und Seelen gedacht. ob sie ihr Haus je wieder aufbauen können. wie der Duft von Rosen nach einem Gewitter­ regen. denn im Him­ mel werden alle rein sein (vgl. Wo sind Ihre Grenzen? Nach Aussage der Bibel sind die Grenzen des Geschlechts­ verkehrs mit den Grenzen der Ehe identisch. Geschlechts­ verkehr und Ehe gehören zusammen. dass sie es können?) Diese Sze­ nen haben sich unauslöschlich in meine Seele gegraben. die außer­ halb der Ehe geschieht. Wer dagegen die Reinheit wählt. Diese Schönheit wird nie vergehen. Sexueller Kontakt sollte etwas sein. Ohne die Ehe fehlt diese Hin­ gabe. und der Geschlechtsakt wird zu einer Lüge. das wir einem Menschen geben. der nimmt ein wun­ derbares Geschenk an.27). Wer das Vorrecht ohne die Verantwortung genießen will. Die sexuelle Gemein­ schaft ist von Gott als Ausdruck einer lebenslangen gegen­ seitigen Hingabe gedacht. (Sie können es – aber werden sie auch glauben.

Gottes Regeln gelten immer. dass es Leitplanken gibt. und nicht etwas. Gottes »Leitplanken« sind seine Gebote. Ein kluger Autofahrer hat nichts gegen Leitplanken. eure Heiligung. »Denn das ist der Wille Gottes. Der Satz »Aber wir lieben uns doch« gilt nicht als Aus­ rede in der Ethik der sexuellen Intimität. Geschlechts­ verkehr wird nicht durch subjektive Gefühle bestätigt. der zerbricht an ihnen. und dankt Gott dafür. das wir uns im Rahmen einer flüchtigen Beziehung nehmen. sondern beschützen. Reinheit ist Gottes Wille Im 1.mentiert). […] Denn der Herr ist ein Richter über das alles. Sie stehen zwischen uns und dem Untergang. Sie wollen uns nicht gängeln oder bestrafen. So lautet Gottes Regel. sondern allein durch den objektiven. die von Gott nichts wissen. nicht in gieriger Lust wie die Heiden. die dort liegen. sieht die zertrümmerten Autos. sie zu ändern. und wir haben nicht die Macht. Thessalonicherbrief findet Paulus leidenschaftliche Worte über die sexuelle Reinheit. lebenslangen Bund der Ehe. Und über das Thema »Dummheit und Klugheit«. dass ihr meidet die Unzucht und ein jeder von euch seine eigene Frau zu gewinnen suche in Heiligkeit und Ehr­erbietung. und wer sie bricht. 26 . Er jammert nicht: »Dieses dumme Teil hat meine Stoßstange verbeult!« Er schaut über die Leitplanke in den Abgrund hinunter.

wenn wir das. einfach beiseite­ schieben? Eines der Markenzeichen der Jünger von Christus war. dass ihr meidet die Unzucht. Wir dienen einem leidenschaftlichen Gott. was er uns bereits klipp und klar gesagt hat (nämlich dass wir rein sein sollen). legen sie oft achsel­ zuckend zu den Akten. dass sie die lustbetonte heidnische Kultur ihrer Tage nicht mitmachten. als sei Gottes Wille ein verlorener Regenschirm.« 1. der seinen Hei­ ligen Geist in euch gibt. Wer das nun verachtet. Das Problem heißt nicht Leidenschaft. sondern Lust. Dies ist ein Aspekt christlicher Identität. Aber Gottes Wille zum Thema »außerehelicher Geschlechtsverkehr« steht schwarz auf weiß in der Bibel: »Denn das ist der Wille Gottes. Gottes Wil­ len in irgendwelchen Details unseres Lebens zu suchen.wie wir euch schon früher gesagt und bezeugt haben. dessen Lösung das Gehirn eines Einstein erfordert.« Kann man es noch deutlicher sagen? Viele Menschen »suchen Gottes Willen«  –  aber was die Bibel über Gottes Willen sagt.h. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinheit. der ver­­ achtet nicht Menschen. Sie waren die reine Braut Christi. eure Heiligung [d. Thessalonicher 4. Aber wir 27 . ein Leben. das ganz ihm gehört]. son­ dern zur Heiligung. sondern Gott. Oder ein kriminalis­ tisches Rätsel.3-8 »Wie kann ich Gottes Willen erkennen?« Wie oft haben Sie diesen Satz schon gehört? Wir tun so. Unsere Liebe zu ihm sollte ebenfalls leidenschaftlich sein. Was soll es bringen. den die heutigen Gemeinden dringend wiederentdecken müssen.

die es bringt. und stattdessen Ja zu Gott zu sagen. ein Jesus gefälliges Leben zu führen. die nur der erfährt. der Gott kennt. tu das. weil wir der großen Freude nachjagen. Es erfordert Training und Disziplin. Ein reines Leben liegt uns von Natur aus nicht. Wollen Sie Gottes Willen tun? Wirklich? Dann machen Sie die Reinheit zu Ihrem Ziel. Es ist etwas.müssen diese Leidenschaft auf die richtigen Dinge rich­ ten. mir einen Bleistift aus­ 28 . Der Versuchung widerstehen. was du willst«. sich mutig und standhaft zu weigern. Ihren Körper unter Kontrolle zu haben. Nein zu sagen zur Welt. Wer sich dagegen auf die Kraft des in ihm woh­ nenden Christus verlässt. Dann werden Sie Gottes Strafe ent­ gehen und die Freude erfahren. das wir lernen müssen. Nutzen Sie nie­ manden sexuell aus. Lernen Sie es. sowohl in die­ sem Leben als auch in dem zukünftigen. Es bedeutet. Gottes Gesetze zu verletzen. der ist er­­ ledigt. Wir tun dies. das heißt. Wem gehört mein Körper? Bei meinen Vorträgen über sexuelle Reinheit bitte ich manchmal einen der Zuhörer. der ist ein Sieger. Wer diesen Tipp befolgt. zum Fleisch und zum Teu­ fel. immer wieder Christus um die Kraft zu bit­ ten. nicht auf die falschen. Vielleicht kennen einige von Ihnen den alten BeatlesSong: »All I gotta do is act naturally« – »sei natürlich.

mir vorzuschreiben. Meine Zuhörer starren mich an. was ich mit meiner Seele und meinem Leib machen darf und was nicht. zerbreche ihn. Durch die Schöpfung und erneut durch die Erlösung sind wir Gottes Eigentum. Er hat nicht nur seine Ehre im Auge.« 1. weil Sie den Bleistift kaputt gemacht haben. was ich will. dass das mein Bleistift war. Ich nehme den Bleistift. 29 . warum sie so schockiert sind. nicht. Er hat jedes Recht. Korinther 6. einige keuchen hörbar auf. den ich dem edlen Spender vor dem Vortrag ausgehän­ digt hatte und jetzt von ihm zurückbekommen habe. dass  …  ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft. Er hat mich »gekauft« und für mich bezahlt – mit dem Blut seines Sohnes am Kreuz. wurde Gott mein Eigentümer. und irgend­ jemand sagt: »Na. Ich frage sie. Aber Gott ist kein Tyrann.« Worauf ich erkläre. Ich habe kein Recht. Schon ändert sich das Bild: Wenn das mein Bleistift ist.19-20 Als ich Christ wurde. Wem gehört mein Körper? »Oder wisst ihr nicht. was er mir befiehlt. würde mir nur schaden. darum preist Gott mit eurem Leibe. mit meinem Körper zu machen. werfe ihn auf den Boden und trample auf ihm herum. Wenn er jemand anderem gehört.zuleihen. und alles. was ich will. kann ich damit machen. und ich darf wissen: Was er mir verbietet. kann nur gut für mich sein. sondern auch mein Bestes.

Wenn Sie glauben. wie ich als Student hörte. 1Petr 5.18 so schön heißt: »Hochmut kommt vor dem Fall. werden Sie ähnlich leichtsinnig sein und alle Vor­ sichtsmaßnahmen in den Wind schlagen. Nein. dass ein sehr bekannter Pastor Ehebruch begangen hatte. Ich erkannte die erschreckende Wahrheit: Es konnte mir tat­ sächlich passieren! Nur ein Narr glaubt das nicht.« Glauben Sie diesen Satz besser nicht. der Teufel will Sie bekommen.5-6). nicht ich! Durch Gottes Gnade habe ich tatsächlich mit nieman­ dem Geschlechtsverkehr gehabt als mit meiner Frau.« Gott stellt uns vor die Wahl: Entweder wir demü­ tigen uns vor ihm. dass ich doch noch klug wurde. So etwas würde mir nie im Leben passieren. dass bei Ihnen schon niemand ein­ brechen wird. oder er wird uns demütigen (vgl. Ich würde meinen Herrn und meine Frau nie verraten. will er wenigs­ tens Ihr Leben hier auf der Erde zur Hölle machen. dann sind Sie im Zielfernrohr des Teufels. dass Ihnen sexuell schon nichts passieren kann. Wenn Sie glauben. oder es passiert Ihnen doch! 30 . werden Sie die Fenster offen und Ihr Bar­ geld offen im Wohnzimmer herumliegen lassen. Ehe­ bruch? Ich war hell empört. Aber. Ich erinnere mich.Im Visier des Teufels Wenn Sie Christ sind. Wenn er Sie schon nicht nach dem Tod mit in die Hölle nehmen kann. Die Mächte des Bösen sind hinter Ihnen her. Aber das liegt allein daran. wie es in Sprüche 16. »Das kann mir nicht passieren.

dass jeder Ehebruch-Fall. dass ich das schon von Anfang an gespürt hatte. »ganz harmlos« begonnen hatte. deprimiert oder verbittert sind. dass Sie keine Vorsicht nötig haben … dann können Sie Ihren Namen D-u-m-m buchstabieren. wich er von ihm eine Zeit lang« (Lk 4. dass sie beleidigt war. aber dass ihre Aufmerksamkeit mir geschmeichelt hatte.13). den ich kannte. was sonst hätte passieren können.« Meine Übertragung gefällig? »Wenn Sie denken. Am gefährdetsten sind wir meistens dann. Gott erinnerte mich daran.12 zu Herzen nehmen: »Wer meint. mag zusehen. ich will es lieber nicht wissen. Das eigentlich Erschreckende daran war. Ich verwies die Frau an einen Kollegen. Ich wusste: Ich bewegte mich auf einem verminten Territorium. Doch tief drinnen hörte ich eine Alarm­ glocke klingeln. vor allem mit unserem Ehepartner. als ich plötzlich merkte. dass er nicht falle. Korinther 10.Ich hatte einmal eine Frau in der Seelsorge. war ich zunächst versucht. er stehe. Mag sein. Allein Gott weiß. wenn wir müde. Oder wenn wir Beziehungsprobleme haben. entmutigt. Ich wählte die Flucht-Strategie. Glauben Sie besser nicht.« 31 . Da ich (noch) nicht emotional bei ihr angebissen hatte. sol­ che Situationen auszunutzen: »Als der Teufel alle Ver­ suchungen vollendet hatte. aber das war ein kleiner Preis. einsam. dass sie ein Auge auf mich geworfen hatte. dass der Teufel das nicht weiß oder dass er zögern wird. die Sache auf die leichte Schul­ ter zu nehmen. Wir sollten uns die Warnung des Paulus in 1.

wird ertappt werden« (Spr 10. was nicht offenbar wird. wer aber auf den Geist sät. Denn was der Mensch sät. Wer auf sein Fleisch sät. der lebt sicher.7-9 Sexuelle Sünde kommt früher oder später immer her­ aus. dass eure Sünde euch finden wird« (Schlachter  2000). Eine der ältesten Taktiken des Satans ist. das wird man auf den Dächern pre­ digen« (Lk 12. die Strafe ist uns sicher: »Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Darum. und was ihr ins Ohr flüs­ tert in der Kammer. denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten. Nehmen Sie es zur Kenntnis: Wir sind nie un­beobachtet.23 heißt es: »Ihr werdet erfahren. was man nicht wissen wird. tu’s ein­ fach! Keiner sieht’s. uns in Sicher­ heit zu wiegen. der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden. wenn wir nicht nachlassen. und nichts geheim.Vertuschen zwecklos Gottes Gebote zu verletzen. der wird von dem Fleisch das Verderben ernten. ist so ähnlich.2-3). Jesus warnte seine Jünger: »Es ist aber nichts verborgen. wer aber verkehrte Wege geht. indem er uns einflüstert: »Komm. In 4. das wird er ernten.« Galater 6. niemand wird’s erfahren.« 32 . das wird man im Licht hören.9). Und Salomo schrieb: »Wer in Unschuld lebt. was ihr in der Finsternis sagt. Mose 32. wie das Gesetz der Schwerkraft zu missachten.

als ihr Vater. Gott sagt: »Wer sein Ohr abwendet. ein Pastor. Die »private« Sünde eines Einzelnen kann furchtbare Folgen für seine Mit­ menschen haben. die tief verletzt war. Die Medizin kann mich vor manchen der körper­ lichen Folgen meiner Sünde schützen. Einer weiß immer Bescheid. dessen Gebet ist ein Gräuel« (Spr 28. Und früher oder später wer­ den viele Bescheid wissen. Einer schaut uns immer zu. das Gott von uns hören will: das Gebet der Buße und der Bitte um Ver­ gebung. Wir kommen nie ungestraft davon. Jos 7). Cindys Mutter. hei­ ratete übereilt erneut. Aber es gibt kein Mittel gegen das schlechte Gewissen. werden unsere Gebete und unser Dienst für Gott kraftlos. Sexuelle Sünde blo­ ckiert die Gemeinschaft mit Gott. leider einen ungläubigen Mann. gibt es nur ein Gebet.9). eine Affäre mit einer Frau in der Gemeinde hatte und seine Familie verließ.Aber das ist eine Lüge. Cindy war zwölf Jahre. Meine Verantwor­ tung vor Gott kann sie mir aber nicht wegnehmen. Kondome können eine Schwangerschaft verhindern. um die Weisung nicht zu hören. Wenn wir nicht rein leben. 33 . Sexuelle Sünde hat Folgen Syphilis kann man mit Antibiotika heilen. Wenn wir im Griff der Un­moral leben. Achans Sünde kostete 36 israelitischen Soldaten sowie seiner Familie das Leben (vgl.

Jede Frau. die uns frei macht (vgl. Leider kennen wir sie zu oft nicht. wenn sie durch die Stadt ging. In 2.« Die Lügen des Teufels erkennen Jesus sagte über den Satan: »Wenn er Lügen redet. hätte ich es viel­ leicht nicht getan. Korinther 2. so spricht er aus dem Eigenen. denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge« (Joh 8.44). dass er die Tricks des Satans gut kennt. Jesus dagegen sagt uns die Wahrheit.11 schreibt Paulus. Der Teufel ist ein Meister im aalglatten Lügen. Als ich ihn später fragte: »Wie hätte man Ihnen helfen können. wie ich damit meine Arbeit ruinieren und welche Schande ich dem Namen von Christus machen würde.5). was ihr Vater gesät hat (vgl. wird Ihnen bestätigen können. deren Mann pornografiesüchtig ist. 34 . Joh 8. aber sie erntet auch das. dachte er kurz nach und antwortete dann: »Wenn jemand mir rechtzeitig gesagt hätte.Der Skandal war perfekt. Aber es kam noch schlimmer: Cindy hat eine ganze Serie unglücklicher Verhältnisse mit Männern hinter sich. mehr als einmal machte sie faule se­xuelle Kompromisse. damit das nicht passierte?«. 2Mo 20. Ein Pastor legte sein Amt wegen homosexueller Vor­ fälle in seinem Leben nieder. dass dies schmerzliche Folgen für die eheliche Gemeinschaft hat. Sie ist verantwortlich für das. Cindy musste die mitleidigen und verächtlichen Blicke der anderen ertragen. was sie getan hat.32).

Aber unser Gott ist unendlich mächtiger als der Teu­ fel: »… denn der in euch ist.4). dass sie sterben wür­ den. womit der »Angler« mich hat.« 2. damit wir ihm rechtzeitig Widerstand leisten können. Aber das Bild ist so schön  …  Stimmt genau.8). wenn sie von der verbotenen Frucht aßen. 1Petr 5. ist größer als der. Auch Pe­trus fordert uns auf. die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt. schließe ich manchmal meine Augen oder drehe den Kopf in die andere Richtung und stelle mir vor. sonst wären es keine. Der Teu­ fel sagte: »Ihr werdet keineswegs des Todes sterben« 35 . damit ihr dadurch Anteil bekommt an der göttlichen Natur. wenn ich auch nur einen Augenblick zögere. dass dieses Bild als Angelhaken am Ende einer Schnur hängt und dass es mir. der wie ein brüllender Löwe umherstreift und das nächste Opfer sucht (vgl. Petrus 1.3-4 Gott warnte die ersten Menschen. »Alles. die Zunge durchbohren wird. wie sonst sollte der Feind uns an den Haken bekommen? Versuchungen sehen immer schön aus.Wir müssen die Schliche des Teufels erkennen. was zum Leben und zur Frömmigkeit dient. jederzeit auf die Angriffe des Teufels gefasst zu sein. Wenn ich ein sexuell aufreizendes Bild sehe. der in der Welt ist« (1Jo 4. der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft. Durch sie sind uns die teuren und allergröß­ ten Verheißungen geschenkt. hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkennt­ nis dessen.

»Gott will dir etwas vorenthalten«. Wenn mein Durst auf Freude von Christus gestillt wird. dass meine Fantasien nur ein billiger Gott-Ersatz sind und dass der. Ich sage nicht des­ wegen Nein zu den flüchtigen Vergnügungen der Un­­ 36 . verliert die Sünde ihre Attraktivität. dei­ nen Stress. die mir keine Sex-Fantasien bieten können. dass Gott mir Freuden schenkt. ist dies ein Durchbruch. das Fleisch und der Teufel bombardieren mich mit ihren Versprechungen: Du wirst dich wie ein Mann fühlen. wenn ich Gott aktiv suche – und wenn ich einsehe. Die Welt. Es sagt mir. müssen wir uns zwischen zwei Stimmen entscheiden – der Stimme Gottes und der des Teufels. flüstern die Dämonen mir zu. Jedes Mal. Beides zu­­ sammen kann ich nicht haben.(1Mo  3. dass dies Lügen sind. der zu ihnen rennt. Aber dieser Durchbruch kommt nur. es wird dich glücklicher machen. damit von Gott wegrennt. es ist gut gegen deinen Schmerz. dass ich wahres Glück allein in Christus finde. deine Enttäuschung. Welcher Stimme werden Sie glauben? Wahre Befriedigung Ein sexuelles Bild will mich zur Lust verführen. Und jetzt habe ich die Wahl: Wem glaube ich  –  dem Teufel oder Gott? Ich muss mich entscheiden zwischen sexuellen Tag­ träumen und der Gemeinschaft mit Gott.4). Gottes Wort zeigt mir. wenn wir zu sexueller Sünde ver­ sucht werden. Wenn ich einsehe.

Wir müssen das mick­ rige Flämmchen der Lust mit dem Brand heiliger Be­­ friedigung ersticken. Joh 4. weil ich keine Freude will. Joh 6. das es nicht gibt. Wie der Rest Ihres Lebens verläuft. das Feuer der Lust allein mit Ver­­boten und Drohungen  –  und seien es die furcht­ baren Warnungen von Jesus  –  zu bekämpfen. John Piper schreibt: »Das Feuer der Freuden der sinnlichen Lust muss mit dem Feuer der Freude an Gott gelöscht werden. Wir brauchen die Wunderwaffe der Ver­­heißung wahren Glücks. dauerhafte Freude. bekommt nur noch mehr Durst (vgl. Allein bei Jesus kön­ nen wir uns satt trinken (vgl.35). sondern weil ich echte Freude will – eine größere. Wenn wir versuchen. hängt zu einem guten Teil von Ihrer Antwort auf diese Frage ab: Wem will ich glauben? 37 .«2 Wer von dem Brunnen der Unmoral trinkt.13).moral. Entweder ich lasse Jesus meinen Durst stillen oder ich stürze mich immer tiefer in Sünde – auf der Suche nach etwas. die es nur in Christus gibt. werden wir es nicht schaffen.

Er fuhr in ein Lokal. Da wird eine Beziehung nicht mehr gepflegt. ganz alltäglicher Prozesse. Auch das Gegen­ teil –  ein festes Rückgrat in moralischen und glaubens­ mäßigen Dingen  – kommt nicht über Nacht.Der Kampf der Gedanken Peter war ein Seminarstudent. Tatsache ist: Sexuelle Sünde kommt nie wie ein Blitz aus heiterem Himmel. »Wie soll ich das mei­ ner Frau beibringen? Wird sie mir das vergeben können? Es kam alles so plötzlich. Dann hatte er angefangen. Unser Charakter von morgen ist das Ergebnis un­serer Gedanken von heute. Der Höhepunkt war diese »Blitz-aus-heiterem-Himmel«-Nacht. Er warb nicht mehr um seine Frau und hatte ihr nichts mehr zu sagen. die auch dort war. da öffnet man sich fremden sexuellen Bildern. Eines Abends stritt er sich mit seiner Frau. Ein paar Stunden später war er mit ihr im Bett. Versuchungen mögen plötzlich kommen. Beides 38 . die Sünde an sich nicht. es war wie ein Blitz aus heite­ rem Himmel!« Wirklich? Peter hatte Tag und Nacht gearbeitet. der Pastor werden wollte. um sich durch sein Studium zu boxen. sondern ist das logische End­ ergebnis gewisser. Bald entspann sich ein Gespräch mit einer jungen Frau. sich Erotik-Magazine und entsprechende Filme anzuschauen. Ganz geknickt kam er zu mir. Seine Frau und die Kinder hatte er nach und nach nur noch als hinderlich empfunden. um in Ruhe nachzudenken.

ein flüch­ tiger Gedanke dort. Ehebruch. Wir werden. Läste­ rung. in das Bild ein. ist meist ganz überrascht: »Wie hat mir das nur passieren können?« Die Antwort der Bibel ist klar: »Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken. Wo Sünde herkommt Der Mensch. den wir sehr wohl be­­ einflussen können. Diebstahl. ob nun gut oder böse. Unser Gehirn ist so ähnlich wie der Film in einer Kamera. Mord. sie zu begehren. was wir denken. der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. sondern 39 . dass gesagt ist: ›Du sollst nicht ehe­ brechen. Unzucht. Der Kampf tobt in unseren Gedanken.« Matthäus 5.19 »Ihr habt gehört.‹ Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht. Was er belichtet. die ganz klein und scheinbar unschuldig sein können – ein kurzer Blick hier. Jesus hat die moralische Messlatte höher gehängt: Die Lust der Ge­­ danken ist nicht nur die Quelle sexueller Sünde.ist das Ergebnis eines Prozesses. Wir verändern unsere sexuelle Moral durch eine Serie immer neuer Entschei­ dungen und Handlungen. falsches Zeugnis.27-28 Die Pharisäer betonten das Äußerliche.« Matthäus 15. der in sexuelle Sünde fällt. das geht.

bereits selbst Sünde. Unser wichtigstes Sexualorgan ist unser Gehirn! Wie ist das bei Ihnen: Füttern Sie Ihre sexuelle Unrein­ heit oder lassen Sie sie verhungern? Füttern Sie Ihre Lei­ denschaft für Christus oder lassen Sie sie verhungern? Welche Wünsche in Ihnen werden sich als die stär­ keren erweisen? Diejenigen. ernte eine Tat. einen Riegel vor. säe einen Charakter. säe eine Tat. Das alte Sprichwort ist wahr: »Säe einen Gedanken. entspricht dem. 40 . Die Bilder und Worte in unse­ rem Inneren kommen entweder von Dingen. was wir in unser Inneres hineinlassen. ernte eine Gewohnheit. was wir über unsere Sinne hineingelassen haben. ernte ein Schicksal. Was aber in unserem Gehirn ist. Wenn wir die Bibel und gute Bücher lesen. Gespräche mit christlichem Inhalt führen oder bedürftigen Mitmenschen helfen.« Taten. ernte einen Charakter. dass ein Mann eine Frau in Gedanken ausziehen und dabei rein bleiben kann. hängt davon ab. Was für ein Mensch wir werden. die Sie am meisten füttern. Gewohnheiten. öffnen wir uns für Gottes Gerechtigkeit. oder von der Verarbeitung solcher Dinge durch unsere Fan­ tasie. und Gedanken entspringen aus dem. die unsere Augen gesehen und unsere Ohren gehört haben. Jesus schiebt der spitzfindigen Vor­ stellung. Sexuelle Lust nährt sich von allem Essbaren. säe eine Gewohnheit. was wir in unser Gehirn hineinlassen. Charakter und Schicksal – sie alle beginnen mit Gedanken. das wir in unserem Gehirn gelagert haben.

dass wir gerne rein sein möchten. Entscheidungen haben Folgen. aber dann treffen wir Entscheidungen. Ein Mann schrieb mir: »Als jemand. warne ich die Menschen gerne vor ›Einstiegshandlungen‹.Schützende Grenzen Um unsere Reinheit zu schützen. der muss andere Entscheidungen treffen. die dies glatt sabotie­ ren.‹ Ich füge immer hinzu: ›Noch nicht. brauchen wir innere »Zäune«. also die Stufen 1. folgenschwere Sünden legen können. Oft sagen wir. die oft das Fundament für handfeste. Auf einer Skala von 1 bis 10 kann man eine handfeste Affäre oder Pornosucht bei 9 bis 10 ansiedeln. dass jemand sagte: ›So schlimm bin ich doch nicht.‹« 41 . Wer andere Folgen will. Wie oft habe ich gehört. Sünde führt immer zu mehr Sünde. 2 und 3? Denn dort oder gar nicht fin­ det die Vorbeugung gegen die Katastrophen der obersten Sprossen statt. Gelegentliche Masturbation mag einem nicht weiter tragisch erscheinen. der selbst gescheitert ist. aber wohin führt sie? Dass Sie eines Tages mit der Frau Ihres besten Freun­ des schlafen? Oder mit einer Prostituierten? Vielleicht werden Sie in zehn Jahren wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vor Gericht stehen. Aber die Frage ist: Was sind die unteren Sprossen dieser Leiter.

Jahrelang betrat ich unseren Supermarkt nicht durch
eine bestimmte Tür, weil dort das Regal mit den Sex­
magazinen stand. Später wurde meine innere Disziplin
stärker, sodass ich wegschauen konnte. Aber bis es so weit
war, hielt ich mich an die Tür-Regel. Sie war lästig, aber
ein kleiner Preis für den Schutz meiner Reinheit.
Wir haben zu Hause einen Fernseher, aber keinen
Kabelanschluss. Nicht weil wir gegen Kabelfernsehen
wären, aber wir wollen nicht noch mehr Versuchungen
in unserem Wohnzimmer.
Ich kann Ihnen nicht sagen, was für Grenzen und
Regeln Sie sich schaffen müssen; das ist bei jedem Men­
schen anders. Es könnte sein, dass Sie zum Beispiel
bestimmte Stadtteile meiden sollten. Oder niemals allein
eine Geschäftsreise machen.
Grenzen und Schutzzäune machen es der Versuchung
schwerer, Fuß zu fassen. Der Grundgedanke ist, dass wir
unsere sexuelle Reinheit nicht stärken können, wenn wir
so weiterleben wie bisher. Wir müssen manche unserer
Gewohnheiten ändern. Wir sind wie Soldaten, die eine
strategisch immens wichtige Stellung halten müssen.
Unser Kommandant sagt: »Behüte dein Herz mit allem
Fleiß, denn daraus quillt das Leben« (Spr 4,23).
»Mit allem Fleiß« – das heißt, dass dies ganz oben auf
unserer Tagesordnung stehen muss. Wir müssen unser
Inneres vor neuen Quellen der Versuchung schützen. Wir
dürfen dem Feind nicht auch noch die Munition liefern,
mit der er uns beschießen kann.
Ihr »Fleisch«, Ihr altes Ich wird natürlich verlangen,
dass Sie es weiterfüttern. »Ich habe Hunger!«, schreit
42

es. Aber Sie lassen es abblitzen, indem Sie beten: »Halte
meine Augen davon ab, nach Nichtigem zu schauen;
belebe mich in deinen Wegen« (Ps  119,37; Schlach­
ter 2000). Sie selbst können helfen, Ihr Gebet zu er­hören,
indem Sie Ihre Augen abwenden. (Wie wäre es, wenn Sie
diesen Psalmvers abschreiben und an Ihren Fernseher
kleben?)
Wir sollen uns nicht der Welt anpassen, sondern
durch eine Veränderung unseres Denkens neue Men­
schen werden (vgl. Röm 12,2). Gott ruft uns auf, die Lust,
die uns in ihren Griff bekommen möchte, ab­zutöten
(vgl. Kol  3,5). Wir sind in Christus eine neue Schöp­
fung – Menschen, die mit seiner Gerechtigkeit bekleidet
sind (vgl. 2Kor 5,17.21).
Der beste Schutz für unser Gedankenleben ist ein
Herz, das geheiligt ist und sich von Gottes Wort und sei­
nem Geist ernährt  –  ein Herz, das Ja zu dem sagt, was
Christus gefällt, und Nein zu allem, was ihm nicht gefällt.

Giftschlange und Vanilleeis
Darf ich ein kleines Experiment mit Ihnen machen? Also:
Denken Sie nicht an Schlangen. Ich wiederhole: Denken
Sie nicht an Schlangen, große, glitschige Schlangen, die
nachts aus Ihrer Badewanne kommen und in Ihr Bett
kriechen.
Noch einmal: Nicht an Schlangen denken!
Woran haben Sie gerade gedacht? Natürlich an Schlan­
gen!
43

Jetzt denken Sie bitte an Ihren Lieblingsnachtisch.
Zum Beispiel Obstsalat mit Schlagsahne. Oder Erdbeer­
eis. Oder Apfelstrudel mit Vanillesoße. Denken Sie inten­
siv daran.
Haben Sie gerade immer noch an Schlangen gedacht?
Nein, erst jetzt wieder, da ich sie erneut erwähne. Tat­
sache ist: Unser Gehirn kann kein Vakuum vertragen. Es
will mit irgendetwas gefüllt sein. Unreine Gedanken las­
sen sich durch reine Gedanken vertreiben:
»Was  …  rein, was liebenswert [ist], was einen guten
Ruf hat, sei es eine Tugend, sei es ein Lob – darauf seid
bedacht.«
Philipper 4,8
Es ist schwierig, die bereits vorhandenen schädlichen
Dateien auf der Festplatte unseres Gehirns zu löschen,
aber wir können verhindern, dass beliebig viele neue
schädliche Dateien dazukommen. Und wir können die
nützlichen Dateien öffnen. Es ist das einfache Gesetz von
Ursache und Wirkung: Je mehr Reines und je weniger
Unreines wir in unser Denken hineinlassen, umso leich­
ter können wir der Versuchung widerstehen.
»Die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich …
wir  … [nehmen]  …  jeden Gedanken gefangen  …  zum
Ge­­­­horsam gegen Christus« (2Kor  10,4-5; Schlach­
ter  2000). Wenn die falschen Gedanken kommen, kor­
rigieren wir sie und ersetzen sie durch Gottes Wahrheit.
Martin Luther sagte einmal, dass wir es nicht verhin­
dern können, dass die Vögel über unseren Kopf fliegen,
sehr wohl aber, dass sie Nester darauf bauen. Wir können
44

dass sie sich in uns festsetzen. Wenn wir nicht auf unsere Augen und Gedanken acht­ haben. Unter der rein se­xuellkörperlichen Begierde liegt eine tiefere Ursache. Erst kürzlich sprach ich mit einem ehemaligen Sexsüchtigen. Diese Ursache müssen wir vor Gott bringen und ihn bitten. Der Masturbierende will mit seinem Verhalten gewöhnlich einen Schmerz betäuben. Der Sieg ist möglich. zu sagen: »Ab heute masturbiere ich nicht mehr. Im Gegensatz zu anderen körperlichen Bedürfnissen ist Geschlechtsverkehr nicht unbedingt lebensnotwendig (vgl. dass er seine Gedanken in Zucht genommen hat. das innere Loch in uns zu füllen. uns mit ihren Bildern zu bom­ bardieren.« Es reicht nicht.« Gute Vorsätze löschen die Lust nicht aus. wenn wir unser Gehirn weiter mit »Brenn­ stoff« für unsere sexuellen Lüste füttern. Ohne Essen und Trinken sterben wir. Aber der Sieg kann nicht kommen. Der Schlüssel zum Sieg dieses Bruders war. Egal. Ablehnung oder Angst. 1Kor 6. Eine bewährte Hilfe ist das therapeutische Selbstgespräch. werden wir bald in die alte Gewohnheit zurück­ fallen. ohne Geschlechtsverkehr nicht. zum Beispiel so: »Dieses Pornoheft hier löst keines meiner Probleme. Der Nährboden der Masturbation sind das umher­ schweifende Auge und die zügellosen Gedanken. der seit zwei Jahren nicht mehr masturbiert hat. es macht sie nur noch schlimmer. Ent­ mutigung. zum Beispiel Einsamkeit.der Welt nicht verwehren. wie stark der ent­ 45 .12-13). aber wir müssen nicht zulassen.

der täuscht sich sehr. Ständig wartet er auf die nächste Affäre – und sie kommt. viele Menschen tun immer wieder Buße. der man nur mit Buße und Änderung des Lebens begegnen kann. und wer sich einbildet. sie in den Griff zu bekommen.sprechende Drang sein mag – hinsichtlich unserer wirk­ lichen Bedürfnisse kommen wir auch ohne Geschlechts­ verkehr aus. Der Lustbesessene flattert vom einen Bild zum ande­ ren. weil der Druck der Samenzellen zu stark wurde. Eine sexy Ehe­ frau ist keine Absicherung gegen Pornografiesucht. Wer als Junggeselle anderen Frauen hinterherschaut oder masturbiert. wird dies auch als verheirateter Mann tun. Wie ein Freund es ausdrückte: »Es ist noch niemand geplatzt. wie wir aufhören.« In dem Maße. nur um gleich wieder zurück in die alte Sklaverei zu fallen. ihn zu be­­ 46 . (Das mit der Änderung erwähne ich bewusst. ob nun in der Realität oder in der Fantasie. Sex­ sucht ist eine Krankheit der Seele. sich damit heraus­ zureden. unsere Lust zu »füt­ tern«. wenn er heiratet. von einer Partnerin zur nächsten. dass sein Lustproblem verschwindet. fangen wir an. dass seine Frau es nicht versteht.) Der Sexsüchtige lebt gleichsam mit einer Schlinge um den Hals. und der innere Druck wird weniger. Mancher Sexsüchtige versucht. Wie sexuelle Begierde wirkt Lüsterne Gedanken sind innere Promiskuität.

Die folgenden Verse (Hi  31. dass ich nicht lüstern blickte auf eine Jungfrau« (Hi  31. Haben Sie solch einen Bund mit Ihren Augen geschlos­ sen? Haben Sie sich vorgenommen. bis das Opfer nach und nach immer schwächer wird und schließlich stirbt. sofort wegzublicken. das Sie zum Ehebruch verführen will? Praktizieren Sie diesen Reinheitsbund. wenn Sie durch die Fußgängerzone gehen. Bei Gott zählen andere Qualitäten (vgl.1). die es gehabt hätte. mit dem Auto fahren. 47 . Ein Bund mit meinen Augen Hiob sagte: »Ich hatte einen Bund gemacht mit meinen Augen. vor dem Fernseher oder im Hauskreis sitzen? Haben Sie anderen Christen von Ihrem Bund erzählt und sie um ihre Fürbitte und Korrektur gebeten? Entgiftungstherapie Wer einen Menschen mit Arsen vergiften will. sein Herz zu hüten. 1Petr 3.2-12) schildern die schrecklichen Folgen.3-4).friedigen. wenn Sie etwas sehen. Aber wo hat er seine Bedürfnisse her? Aus Sexfilmen und Magazinen. gibt ihm keine Superdosis. in denen Supermänner und Modepuppen übereinander herfallen. Hiob verpflichtete sich vor Gott. Arsen wirkt allmählich. indem er seine Augen hütete. wenn Hiob seinen Bund nicht gehalten hätte. sondern hier ein bisschen und dort ein bisschen.

« Wer lange genug die richtigen Dinge isst und trinkt. Gib mir die Weisheit und die Entschlossenheit. dass die erotische Bilderflut in den Medien ein Gift ist. ich weiß. dass etwas Gift für Sie ist. Ich glaube schon seit Jahrzehnten. Sie lässt Christen und ihre Ehen den schleichenden Vergiftungs­ tod sterben. hier ein bisschen. wegzublicken. Nennen 48 . die dir gefal­ len. und Sie werden wieder gesund.und Pornosucht Sieg und Freiheit gefunden. wie unsere Begierden uns im Griff haben können. Dieses Arsen der Seele vergiftet uns ganz allmählich. dieser Film. jene Illustrierte. ihnen den Rücken zuzukehren und mich Dingen zuzuwenden. ist stärker geworden. dort ein schmutziger Witz. sodass wir uns heute nicht viel anders fühlen als ges­ tern – aber wir sind deutlich anders als vor fünf Jahren. Aber schon viele Menschen haben nach langen Jahren der Sex. und es lange genug nicht mehr zu sich nehmen. aber der Instinkt. jene Fernseh­ sendung. dass diese sexuellen Bilder mich vergiften.Mit der sexuellen Unmoral ist es ganz ähnlich. Doch manchmal verspüre ich immer noch die Lust. kann nach und nach das Arsen aus seinem Körper aus­ spülen – vorausgesetzt natürlich. dort ein wenig. Wir nehmen das Gift täglich zu uns. sie anzuschauen. geschieht etwas Wunderbares: Ihr Verlangen nach diesem Gift wird weni­ ger. Römer 7 beschreibt mit schmerzlicher Deutlichkeit. er nimmt kein neues zu sich! Wenn Sie erkennen. hier ein kleiner Flirt. Glauben Sie das? Ja? Dann sagen Sie zu Gott: »Herr. Dieser Roman.

den ich mit meinen Augen schloss – und durch Gottes Hilfe und Gnade –. neue. Wenn ich Nein zur Ver­ suchung sage. 49 . und Gottes Geist kann uns helfen. wählte ich den Weg des Lebens und des Segens. sage ich Ja zu Gott. Manchmal falle ich immer noch. aber nicht mehr entfernt so oft wie vor Jahren. Wir Men­ schen sind Gewohnheitstiere. wie Sie wollen – das Wegschauen ist mir zur zwei­ ten Natur geworden.Sie es. Durch den Bund. Und niemand hat mehr davon als ich selbst. gesunde Gewohnheiten zu entwickeln. und er freut sich und wird verherrlicht.

Er stöbert die Zeitung nach SchokoladenGutscheinen durch und kauft sich regelmäßig das SchokoMagazin mit seinen verführerischen Hochglanzfotos. dessen große Schwäche Schokolade ist. Der Mann meint es ernst. Er trifft sich mit anderen Schokoladenliebhabern. um sich über das gemeinsame Hobby auszutauschen.« Er verspricht seiner Familie: »Keine einzige Tafel mehr. der die Gabe hat. und er macht morgens auf dem Weg zum Büro einen Umweg. Er öffnet das Autofenster und zieht den Schokoladenduft ein. Bald kauft er sich die Zeitung an dem Kiosk neben dem Laden. Er schielt ver­ stohlen zu den Auslagen im Fenster hin: Hmmm. Der Arzt sagt ihm: »Keine Schokolade mehr!« Gut – er gelobt Gott: »Keine Schokolade mehr. nicht wahr? Aber was macht er dann? Wenn er so ist wie die meis­ ten von uns auch. Vielleicht geht er sogar zu einem vollmäch­tigen Prediger. hört Musik mit Schokoladen­texten und sieht Fernsehfilme über die Schokoladen­herstellung an. EdelNuss-Vollmilchschokolade mit ganzen Nüssen … 50 . macht im Büro Schokoladenwitze und betrachtet gerne die stilvollen Schokoladenmotive auf dem großen Wand­ kalender.Die richtigen Strategien Stellen Sie sich jemanden vor. liest er Artikel über die Tugenden des Schokoladenverzehrs. der rein zufällig an einem Süß­ warenladen vorbeiführt.« Er ruft seinen Pastor an und lässt sich auf die Gebetsliste setzen. Nicht lange. den »Dämon der Schoko­ ladensucht« auszutreiben.

ja Gebete allein genügen nicht. seinen guten Vorsatz zu brechen und Schokolade zu essen. und er weiß auch. Korinther 6. brauchen wir klare Ziele und solide Strategien. Wenn es dann geschehen ist. und wir müssen diese konsequent anwenden. ich glaube. ich geb’s auf …« Nichts wie weg! Wenn wir nichts anderes von dem Beispiel mit der Scho­ kolade lernen.Eines Tages erinnert er sich. Ich habe Gott gebeten.18 sagt es uns: »Flieht die Hurerei!« Das Bild mit dem Fliehen ist eindeutig. warum nicht schnell einen Kaffee trin­ ken? Der arme Mann hat nicht die Absicht. Wenn man schon mal da ist. Wenn wir Sieg über die Versuchung bekommen wollen. dann doch wenigstens dies: Gute Vorsätze. Was ist unsere erste Verteidigung gegen Unreinheit? 1. wo die nächste Telefonzelle ist: vor dem Süßwarenladen. dass er ja dringend einen Anruf machen muss. Aber genau dies wird er früher oder später tun. Wenn es um se­­ xuelle Versuchungen geht. mich frei zu machen – und jetzt das! Ach. jammert er: »Was ist da nur schief­ gelaufen? Ich hab doch so gebetet! Und andere haben für mich gebetet. sein leicht­ sinniges Verhalten führt ihn geradewegs dorthin. ist Feigheit gar nicht so 51 .

Sprüche 4. Versuchen Sie nicht. und als sie ihn zwingen wollte. sondern auch. Lass ihn liegen und geh nicht darauf. als die Frau des Potiphar ihn verführen wollte: »Und sie bedrängte Joseph mit solchen Worten täglich. weiche von ihm und geh vorüber.10-12 Joseph weigerte sich nicht nur. rannte er weg.« Genau so verfuhr Joseph. tut gut daran. Wer zögert (»Soll ich.14-15 baut dieses Bild noch aus: »Komm nicht auf den Pfad der Gottlosen und tritt nicht auf den Weg der Bösen. mit dieser Frau ins Bett zu gehen. […] Und sie erwischte ihn bei seinem Kleid und sprach: Lege dich zu mir! Aber er ließ das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause hinaus. einen großen Bogen um Schokolade zu machen.« 1.schlecht. soll ich nicht?«). Aber er gehorchte ihr nicht. dass er sich zu ihr legte und bei ihr wäre. der Versuchung tapfer zu »widerstehen«. Wer eine Diät hält.« Was erwarten Sie? Dass die lieben Kleinen an 52 . der hat schon halb verloren. Abstand halten Sie sagen Ihren Kindern: »Spielt nicht an der Auto­ bahn. wenn Sie auch vor ihr wegrennen können. Mose 39. »bei ihr zu sein«. »Lauf weg!« ist die Devise.

sondern zwanzig Meter. der Liebe. dem Glauben. damit ich einen Zenti­ meter davor anhalten kann. dem Frieden mit allen. wie nahe an der Autobahn sie spie­ len können. Familie.der Böschung der Autobahn entlangspazieren und auf die Leitplanken neben dem Standstreifen klettern? Ganz offensichtlich nicht.« Vorbeugen ist besser als heilen Wer viel reisen muss. sind ja nicht da.22). werden sie irgendwann überfahren werden. die den Herrn anrufen aus reinem Herzen« (2Tim 2. Aber wenn sie lange genug ausprobieren. Ich halte nichts von der klassischen Frage »Wie weit kann ich gehen?« Was bedeutet diese Frage denn? Sie bedeutet: Wie viel kann ich mir erlauben. Gemeinde usw. ohne zu sün­ digen? Sag mir. dass das hier nicht recht ist. halte ich Abstand  –  nicht zwei Zentimeter. Die natürlichen »Bremsen« wie Ehe. Wer vor einer Gefahr flieht. Paulus warnt den jun­ gen Timotheus: »Fliehe die Begierden der Jugend! Jage aber nach der Gerechtigkeit. der dreht sich nicht alle fünf Meter um und fragt: »Bin ich schon weit genug weg?« Der Geist des Gehorsams sagt: »Wenn mein himmlischer Vater mir sagt. Die Bibel sagt etwas anderes. erlebt viel sexuelle Versuchung. Die Kinder protestieren: »Aber wir waren doch gar nicht auf der Autobahn!« Mag sein. wo die Grenze ist. wenn ich allein in einer fremden Stadt 53 .

und bisher hat es noch immer geklappt. So habe ich Gott gezeigt. dass sie eine andere Stelle annehmen müssen. wie sie mit der sexuellen Versuchung umgehen. die Ihnen helfen. die auch oft reisen.« Dieser Mann hat etwas Wichtiges entdeckt: Es ist immer einfacher. als ihr zu widerstehen. dass es mir ernst war. zu erzählen. Einsamkeit und freie Zeit können eine explosive Mischung sein. bitte ich als Erstes an der Rezep­ tion. auch wenn dies vielleicht bedeutet. in der Sie stark sind. und mein Leben ist wie neu geworden. dass er sich jahrelang Sexfilme angesehen hatte. Bis er schließ­ lich beschloss. Doch viele andere schaffen es nicht. Anonymität. etwas dagegen zu tun: »Wenn ich heute in einem Hotel absteige. Sie sollten aufhören mit ihren Geschäftsreisen. Entscheidungen. der Versuchung auszuweichen.bin. Ich mache das jetzt seit einem Jahr so. Ein Mann erzählte uns. die weniger Gehalt bringt. Auf Männerkonferenzen bitte ich manchmal Män­ ner. wenn er abends allein in seinem Hotelzimmer war. Der Fernseher ist weg. aber nicht in Versuchung fallen. in Ihren schwachen Augenblicken Versuchungen zu vermeiden. die viel unterwegs sind. 54 . ich kann ihn gar nicht mehr einschalten. Treffen Sie in einer Stunde. Gewöhnlich heißt es dann erst einmal: ›Warum lassen Sie ihn nicht einfach aus?‹ Ich bestehe auf meinem Wunsch (schließlich ist der Kunde König). den Fernseher aus meinem Zimmer zu entfernen. Ich kenne gläubige Männer und Frauen.

dass es als ein »Sieben-Schritte-zum-Erfolg«-Ratgeber miss­ verstanden wird. dass sie nicht aus­reichend. und die Gemeinschaft mit un­­ seren Mitkämpfern in Christus. Wer übermüdet ist. bestimmte Dinge. und wenn wir damit Ernst machen. ein Leben in Gerech­ tigkeit zu führen. Wer immer nur beschäftigt ist. indem wir wissen. Aber die Bibel fordert uns auch auf. wie Gottes Geist. der kann nicht mehr hören. Es gibt hier keine einfachen Patentrezepte. wo wir den Kampf um Reinheit gewinnen. Das Leben des Gläubigen ist mehr als SündenManagement. Ich kann nicht genug betonen. es bedeutet. dass ein paar gute Tipps und moralische Appelle nicht aus­reichen. dass sie die Sünde der Unzucht durch die Sünde der Selbstgerechtigkeit ersetzen. wie wichtig es ist. in dem wir allein mit Gott sind. Wir sollten also die nö­tigen Schritte tun. dass Gott mich von innen her neu macht und mir seine Kraft gibt.Das innere Leben kultivieren Bei einem Buch wie diesem ist die Gefahr immer. zu tun oder zu lassen. sein Wort und seine Leute zu ihm reden. kommt es oft zu einer Veränderung des Herzens. die Kraft des in uns wohnenden auferstandenen Christus in Anspruch zu nehmen. die in unserer Macht liegen. das stille Kämmerlein. Moralische Besserungsprojekte sind nicht genug. der merkt nicht mehr. aber nötig sind. um den Griff der sexuellen Sünde oder tief eingewurzelter Angewohnheiten zu brechen. Ich bin mir voll darüber im Klaren. was 55 . es besteht die Gefahr. Letztlich ist der Ort.

das Wort Gottes.20). In der nüchternen Selbst­ prüfung merken wir. h. Phil 3. damit ich nicht wider dich sündige.1-11). die wir mit Gott verbringen. Unsere Heimat ist der Himmel (vgl.13-16). Wir sind nur zu Besuch auf dieser Erde. und wenn wir unsere Gedanken täglich auf den Himmel ausrichten. Sie erinnern uns daran. gibt er uns die Kraft. Die Stunden. eine »Heimat im Himmel« suchen (vgl.um ihn und in ihm passiert. aus dem unsere Heiligung fließt – und unsere Freude. Wenn die Angriffe auf unsere Reinheit kommen. wo Christus ist. um die Versuchungen des Satans zu kontern (vgl. wer wir sind und wem wir gehören. Mt 4. was für Dinge und Situationen es sind. sind der Brunnen. die bei uns zur Versuchung führen. und dann kön­ nen wir sie vor Gott bringen. d.1-5). nehmen. um damit zu kämp­ fen (vgl. Hebr 11. Mit der Bibel kämpfen Jesus zitierte Bibelverse. Eph 6. Wir sind »Gäste und Fremdlinge« auf dieser Erde. dass wir Bibelverse auswendig lernen: »Ich behalte dein Wort in meinem Herzen. die einen »besseren Ort« bzw. Dazu aber ist es notwendig. sollten wir das Schwert des Geis­ tes. einschließlich der sexuellen Sünden (siehe Kol 3. die Sünden unseres alten Menschen unter die Füße zu bekommen.« Psalm 119.17).11 56 .

Jakobus wusste es auch: »Widersteht dem Teufel.7).In diesem Buch finden Sie viele Bibelverse. Wenn der Teufel Sie versuchen will.« Nein. »allezeit [zu] beten und nicht nachzulassen« (Lk  18. dass sie immer mehr Gebiete in unserem Leben und unseren Häusern beherrscht. wir gingen schon auf die Knie. Aber Gott hat uns die Berufung und 57 . Halten Sie sie bereit. Jesus wusste. sexuelle Sünden zu meiden. Würde Gott uns aufrufen. Oft landen wir auf den Knien. sie werden nicht alle gelöst – aber ohne Bibellesen und Gebet wird gar nichts gelöst. wenn dies unmöglich wäre? Viele haben so viele Niederlagen erlebt. und alle deine Probleme werden gelöst. Wir dulden es. dass der Sieg möglich ist. dass sie nicht mehr glauben. Die Bibel liefert Ihnen die passenden Worte dazu. Zu oft schließen wir einen Waffenstillstand mit der Sünde. dann geben Sie ihm Kontra. Es ist möglich Jesus wies seine Jünger an. Sie haben das Handtuch geworfen. bevor die Schlacht beginnt. die Sie besonders ansprechen. Suchen Sie sich einige aus. Jesus ruft uns zu: »Gib nicht auf! Bitte Gott um Hilfe!« Vielleicht halten Sie das für naiv. wovon er redete. so flieht er von euch« (Jak  4.1). Schreiben Sie sie auf. wenn wir eine Schlacht verloren haben. Sie haben den folgenden Spruch vielleicht zu oft gehört: »Lies die Bibel und bete. Besser wäre es. heften Sie sie an den Kühlschrank oder die Pinnwand oder tragen Sie sie mit sich herum.

die gar keine Christen sind. sich zu ändern. wenn es weniger wehtut.5). Sieger zu werden – Menschen. die lebende Beweise dafür sind. in denen er selbst wohnt. sagte mir einmal: »Die Leute ändern sich erst. Wenn selbst Nichtchristen (wenn auch unter Be­­nutzung so mancher biblischer Prinzipien) eine solche Ver­ änderung in ihrem Leben erfahren. dass der Geist Gottes bei den Gläubigen. sind durch Gruppen wie die Anonymen Alkoholiker frei ge­­worden. der es geschafft hat. nicht noch viel mehr bewirken kann? Wenn Ihnen jemand eine Pistole auf die Brust setzt und droht. wie man ist. wenn Sie den Sexfilm im Fernseher einschalten. Ein Freund.die Macht gegeben. Wir sollten uns ihre Geschichten anhören. Sie müssen lernen. ihr Leben in den Griff zu bekommen. Sie zu erschießen. dass Sieg über sexuelle Versuchungen möglich ist. die die Sünde überwinden (vgl. Sie können woanders hingehen. 58 . als so zu bleiben. Sie können wegschauen. wie können wir dann glauben. werden Sie ihn dann trotzdem einschalten? Nein? Dann müssen Sie ihn nicht sehen! Dann haben Sie lediglich Ihre Augen nicht im Zaum. Es gibt Zehntausende. wo sie lernen. Sie können den Fernseher abschalten. Gott für sie danken und an­­ deren diese Botschaft der Hoffnung bringen. Viele Süchtige. Offb 3. Es ist möglich. Ihr falsches Denken von Gottes Wahrheit korrigieren zu lassen. Nein zu Ihren sündigen Impulsen zu sagen und gesündere Gewohnheiten ein­ zuüben.« Viele christ­liche Männer – die dazu erst ins Loch der Verzweiflung fallen mussten – sind in Selbsthilfegruppen für Sexsüchtige.

59 . Röm 7.« Titus 2.Sie brauchen nicht diese Internetseite zu besuchen oder jener Frau über die Brust zu streicheln oder sich strei­ cheln zu lassen. damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Be­gierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottes­ fürchtig leben in der jetzigen Weltzeit. Gott ist mächtiger als die Sünde. Wollen Sie einen Tag lang Freiheit haben von der Sexbesessenheit? Holen Sie sich Hilfe. Der Sieg ist nicht erst im Himmel möglich.11-12 (Schlachter 2000) Es geht hier um die ganz großen Themen der Bibel. Ps 34. um Gnade und Erlösung. Seien Sie weise.3-4). dass der Herr freundlich und gut ist (vgl. Wenn die ersten 24  Stunden vorbei sind und Sie geschmeckt und gesehen haben. sie nimmt uns in Zucht.9). Verlassen Sie sich jeden Morgen neu auf ihn. dann legen Sie ihm die nächsten 24 Stunden hin. Gehen Sie der Versuchung aus dem Weg. nur für diesen einen Tag. Unser Kampf mit der sexuellen Versuchung sollte uns neu an unsere Bedürftigkeit vor Gott erinnern – und uns eine neue Sehnsucht nach unse­ rer endgültigen Erlösung geben (vgl. Unterschätzen Sie Christus nie. Ein ganzes Leben lang rein sein  –  ist das zu viel für Sie? Dann fangen Sie einfach mit den nächsten 24 Stun­ den an. Es gibt eine Alternative. »Denn die Gnade Gottes ist erschienen.7-25). Nehmen Sie Gottes Kraft in Anspruch (vgl. die Heil brin­ gend ist für alle Menschen. 2Petr 1. Gehen Sie zu Christus und erfahren Sie seine Kraft.

Schlachter 2000). was aus Gott geboren ist.sondern schon jetzt! Gott selbst hat es uns gesagt: »Denn alles.4. 60 . überwindet die Welt« (1Jo 5.

dass wir es nicht live durch ein Fenster. die ich gerade beschrieben habe. dann sage ich Ihnen etwas anderes: »Heute Abend schauen wir uns Titanic an. Ja.« Viele Christen schwärmen von diesem Film. und wir hören ihnen zu und sehen. viele haben ihn zu Hause im Wohn­zimmer gesehen. tagtäglich schauen in unserer Gesellschaft viele Christen durch das Fenster des Fernsehbildschirms zu. Wir sind eine Ge­­ neration von Voyeuren geworden  –  von Menschen. wie sie sich auszieht und dann mit nacktem Oberkörper für uns posiert.Ganze Sache Stellen Sie sich vor. die 61 . wie Men­ schen sich ausziehen und Sex haben. Darauf wird sie mit ihrem Freund in ein Auto steigen und dort Sex haben. Der Film enthält exakt die Szenen. Jugendgruppen schauen ihn sich an. wie die Autofenster beschlagen!« Wahrscheinlich sind Sie schockiert. Da geh’n wir hin und schauen durch das Fenster zu. den man auch Jugendlichen unbesorgt zeigen kann. Und jetzt frage ich Sie: Wie kann etwas. sondern als Konserve im Fernsehen oder im Kino sehen? Wo ist hier der Unterschied in der Wirkung auf unsere Fantasie und unsere Moral? Aber viele halten Titanic für einen wunderbaren Film. ich sage Ihnen: »Eine Straße wei­ ter wohnt ’ne sexy Biene. Sie denken wohl: Das ist ja voll pervers! Nun gut. dadurch salonfähiger werden. das schmut­ zig und schändlich ist.

die niemals im Leben einen Babysitter für ihre Kinder engagieren würden. der auch nur um drei Ecken der Pädophilie verdächtigt wird. Auf diese Weise bekommen auch unsere Kinder eine moralische Hornhaut.« Wirklich nicht? Wenn ich Ihnen einen Keks anbieten und sagen würde: »In dem Teig ist ein biss­ chen Mäusekot. in denen Schwule scheinbar ganz normal »zusammen­ leben«? Eltern. die mit homo­ sexuellen Versuchungen kämpfen. Wir las­ sen un­seren Sohn Hunderte von Sexszenen konsumieren. das Böse für nor­ mal zu erklären. wenn sie im Fernsehen Serienfilme anschauen. aber das ist so wenig. wenn wir uns von ihm unterhalten lassen? Wie können wir rein sein. das merken Sie nicht« – würden Sie den Keks nehmen? »Die Furcht des HERRN bedeutet. liefern dieselben Kin­ der unbesorgt der Sünde aus. wenn wir uns mit der Unrein­ 62 . Das ganz normale Böse Die Strategie des Teufels besteht darin. Tausende von Schlüpfrigkeiten hören – aber wenn er dann ungewollt Vater wird. um sich damit zu unterhalten. das Böse zu has­ sen« (Spr 8. Wie wirkt es wohl auf sie. verstehen wir die Welt nicht mehr … »Aber das bisschen Sex im Fernsehen macht doch nichts.13. Nehmen wir junge Leute. wenn sie diese vor dem Fern­ seher zappen lassen.gierig die Sünden anderer begaffen. Schlachter 2000). Aber wie können wir das Böse hassen.

die sich nicht gehören.« Epheser 5. Es ist besser für dich. wie es Heili­ gen geziemt. auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien.‹ Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht. so hau sie ab und wirf sie von dir. was Jesus in der Bergpredigt sagt: »Ihr habt gehört.3-4 (Schlachter 2000) Wie vergleichen sich Ihre Lieblingsfernsehsendungen mit diesen Bibelversen? Wie viel Unzucht und schmutzi­ ges Gerede enthalten sie? Kann man wirklich Gott achten und das Böse hassen.heit amüsieren? Gott warnt uns davor. dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde. wenn man sich zu seiner Abend­ unterhaltung die Anzüglichkeiten fragwürdiger Enter­ tainer anhört? Der radikale Jesus Hören wir. der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. Wenn dich aber dein rechtes Auge zum Abfall verführt. dass gesagt ist: ›Du sollst nicht ehe­ brechen. dass eins 63 . sie zu begehren. über Sex auch nur zwei­­deutig zu reden: »Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal bei euch erwähnt werden. Es ist besser für dich. Wenn dich deine rechte Hand zum Abfall verführt. so reiß es aus und wirf ’s von dir.

dass wir radikal werden und alles tun. müssen wir in un­serem Denken über sexuelle Reinheit viel radikaler werden. dass die Hand und das Auge an sich nicht die Ursache der Sünde sind. Punkt. Aber das Auge ist ein Einfalls­ tor für gute und böse Dinge. Folglich müssen wir darauf achten. ein Mann mit nur einer Hand immer noch stehlen. Man beachte hier. dass da doch alle hingehen? Aber wenn Sie durch den Video-Verleih zum Sündigen verführt werden. dann haben Sie dort nichts zu suchen. was nötig ist. und mit der Hand kann ich Gutes und Böses tun. dann gehen Sie in keinen Video-Verleih. wenn Sie mit einer bestimmten Frau/einem bestimmten Mann zusammen sind? Dann gehen Sie die­ 64 . um mit der sexuellen Versuchung fertig­ zuwerden. der Einsatz zu hoch für einen unbekümmerten Umgang mit dem Thema »sexuelle Reinheit«. was unsere Augen sehen und unsere Hände tun. weil er will. was nötig ist Der Kampf ist zu heftig.27-30 Warum malt Jesus dieses schockierende Bild? Ich glaube.« Matthäus 5. Gehen Ihre Gedanken auf entsprechende Wander­ schaften. Sie meinen. Wenn wir Jesus ernst nehmen.deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fahre. Also: Wenn Bilder mit Sexszenen Sie magisch anziehen. Ein Blinder kann immer noch sexuell gierig sein. Tun.

Wenn Sie Pro­ bleme mit bestimmten Annoncen in Ihrer Tageszeitung haben. 65 . Kaufen Sie keine Boulevardblätter. dass solche Regeln Krücken sind? Nun. Manche Männer begehen im Geiste Ehebruch. Weihen Sie Ihre Frau in Ihr Problem ein. wenn Sie diese brauchen. bitten Sie Ihre Frau. um sexuell reiner zu werden. dann sollten Sie diese benutzen. auch wenn es keine Pornomagazine sind. dann tun Sie das. dann bleiben Sie eben zu Hause. in denen Sie hinschauen müssten. Wenn Sie Ihren Fernseher abschaffen müssen.ser Person aus dem Weg. sie auszuschneiden und weg­ zuwerfen. dann schaffen Sie ihn ab! Wenn Sie nicht mehr zu bestimmten Sportveranstaltungen gehen können. Oder mit Illustrierten. Wenn Sie in einer Situation wegschauen oder die Augen schließen müssen. Ist Telefon­ sex eine Versuchung für Sie? Dann lassen Sie Ihr Telefon für diese Nummern sperren. bevor Sie die Zeitung lesen. Wirken bestimmte Schlager erotisch auf Sie? Hören Sie diese nicht mehr. wenn sie Reizwäsche-Prospekte durchblättern oder Frauen in Miniröcken. die regel­ mäßig die Nackte der Woche zeigen. Sie finden. Die Generalanweisung lautet: Wegschauen! Und zwei­ tens: Die Situationen vermeiden. um besser laufen zu können. Andere Männer haben Probleme mit dem Anzeigenteil ihrer Zeitung. zu engen Hosen oder mit tiefem Ausschnitt sehen oder bestimmte Fernsehshows oder Werbespots. wenden Sie sich an einen guten Freund. Wenn Sie allein­­ stehend sind.

Es ist Sünde. wo Versuchungen auf uns warten. denen wir nicht widerstehen können. uns nicht von unseren Leidenschaften beherrschen zu lassen. Sagen Sie Nein zu allem. das Freibad oder das Fitness-Center  –. Orten und Situationen. die uns zur Sünde verführen.) Römer  13. sich bewusst in Situationen zu begeben. Nein. wenn es Ihnen zur Versuchung wird. gehen Sie nicht ins Internet. Inzwischen hat meine Frau diese Aufgabe übernommen. die Sie gar nicht erst abonnieren oder kaufen sollten. dass Ihr Leben anders wird. Egal. wenn es eine Gemeindefreizeit ist.14 fordert uns auf. die allzu sexy Titel­seiten unserer Fernsehprogrammzeitschrift abzureißen und wegzuwerfen. Wenn Sie keine Frau im Bikini sehen können. wie ein törichter junger Mann einer Ehebrecherin ins Netz geht. was es ist – die Miederwarenabteilung im Kaufhaus. ohne lüsterne Gedanken zu bekommen. und dafür bin ich ihr dankbar. Gehen Sie nicht in die Buchhandlung mit der umfangreichen Erotikabteilung. Meiden Sie die alte Studienfreundin. Klingt Ihnen das zu drastisch? Die Hand abhacken ist noch viel drastischer! 66 . dann gehen Sie nicht hin! Sprüche  7 beschreibt. was Sie von Jesus wegziehen will. müssen Sie andere Ent­scheidungen treffen. Wenn Sie wollen. machen Sie keinen Urlaub am Strand.Vor Jahren fing ich damit an. Wir müssen Abstand halten von allen Menschen. auch dann nicht. (Natürlich gibt es auch Illustrierte. schaffen Sie den Fernseher ab.

dass wir nicht den Frauen und ihren Badeanzügen hinterherschauen. schickte ich meinen Schwiegersöhnen die folgende E-Mail: »Wir sollten das nur machen. »Aber diese Illustrierte habe ich seit zehn Jahren abon­ niert. Wenn wir das nicht schaffen. »Aber in den modernen Romanen gibt es immer irgendwo Sexszenen.« Dann lesen Sie alte Romane. warum Sie das tun. und wir wurden Kampfgefährten im Krieg um die Reinheit. Die Lösung ist einfach: Bleiben Sie abends nicht länger auf als Ihre Frau.Als unsere Familie einen Wochenend-Ausflug ans Meer plante. Lesen Sie stattdessen ein Buch oder unterhalten Sie sich mit Freunden. wenn wir uns darüber einig sind. wenn es dunkel wird.« Meine Schwiegersöhne machten mit. Dann haben Telefonsex und Sex im Internet Hochsaison. damals gab es die Nacktseiten noch nicht. bleiben Fernseher und Computer aus. die anständig sind?« Dann sehen Sie eben nicht mehr fern. Oder solche von christlichen Autoren. Bestellen Sie die Zeitschrift ab und sagen Sie dem Verlag. bleiben wir besser zu Hause. was ich auch nicht anders erwartet hatte. 67 . »Aber …« »Aber wo gibt es im Fernsehen heute noch Sendungen.« Aber es gibt sie heute. Oder: Wenn Ihre Frau im Bett ist. Für viele Männer wird der Kampf härter.

gute Bücher zu dem Thema zu lesen. Jesus hat gesagt. das Nötige zu tun. dafür aber. als sich mutwillig in Versuchung zu be­­ geben. der die folgenden Fragen stellt: »Bist du bereit.« Es geht nicht darum. was ich sage. Filme anzuschauen. möchte ich lieber. um rein zu werden! Ein Freund formulierte einen Vertrag für jeden Tag. Er meinte es ernst. dass ich mich zum Einsied­ ler mache. Das ist zu radikal.»Aber wo gibt es heute noch Filme ohne Sexszenen oder schlüpfrige Sprache?« Es gibt heute auch gute christliche Videos oder sehenswerte Filme. in hilfreiche Vorträge zu gehen. Das nenne ich radikal! Ich habe gebetet: »Herr. dass du mich sterben lässt. ich mag gute Filme. aber die Bibel fordert uns nirgends auf. dass es ihnen ernst ist mit der se­­ 68 . es gibt keine »anständigen« Filme –  was dann? Nun. Gott oder andere um Hilfe zu bitten? Bist du bereit. um deine sexuelle Fantasie zu schützen? Bist du bereit. Wir stehen in einem Kampf. sein Auge auszureißen oder die Hand ab­­zuhacken. ehe ich meine Frau betrüge und Ehebruch begehe. unser Herz in Acht zu nehmen. Ich auch. heißt doch. Viele behaupten. dass es besser ist. Tun Sie alles.« Jahre vor mir hatte Bill Bright das gleiche Gebet gesprochen. Grenzen zu ziehen und einzuhalten und brutal ehrlich vor dir selbst zu sein?« Zu viel verlangt? »Was Sie da sagen. Aber gesetzt den Fall. was nötig ist.

Umgang mit dem Internet Nehmen Sie sich einen »familienfreundlichen« Pro­vider. oft ausblenden. Vielleicht geben Sie einem Menschen Ihres Vertrauens Ihr Pass­ wort und lassen ihn regelmäßig prüfen. Prüfen Sie die Ein­ stellungen in Ihrem Internet-Programm (und ändern Sie diese gegebenenfalls). zusätzlich ein entsprechendes Fil­ terprogramm auf Ihrem Computer. aber dann sagen sie: »Den Fernseher lasse ich mir nicht nehmen. falls notwendig. und wir jammern. Sieg zu er­­ ringen? Zu wie viel Radikalität für Ihren Herrn sind Sie bereit? Wie wichtig sind Ihnen die Freude und der Friede – jene geistlichen Güter. was für Inter­ netseiten Sie in den letzten Tagen oder Wochen besucht 69 . hat er damit Opfer gemeint. So lassen sich zum Beispiel un­­ erwünschte Werbefenster u. Installieren Sie. wenn wir das Kabelfernsehen ab­­ schaffen sollen? Als Jesus seine Jünger aufrief. der Porno-Seiten von vornherein ausfiltert. die größer sind.xuellen Reinheit.38). für ihn ihr Kreuz auf sich zu nehmen (Mt 10. die es nur in ihm gibt? Nur der wird rein.« Oder: »Ich werde doch mei­ ner Frau nicht das Passwort für meinen Computer ver­ raten!« Viele Christen haben Folter und Tod für Jesus er­litten. als nicht mehr ins Internet zu gehen! Wie entschlossen sind Sie in Ihrem Kampf gegen die sexuelle Sünde? Wie ernst ist es Ihnen damit. der wirklich rein werden will. a.

deaktivie­ ren Sie den Internetzugang Ihres Computers. dür­ fen sie Wünsche äußern. Lassen Sie Ihren Vierjährigen nicht selbst auswählen. wenn Sie nicht allein sind. Oder schaf­ fen Sie den Computer überhaupt ab. Den Fernseher beherrschen Wählen Sie vorher aus. was Sie sehen wollen. Ziehen Sie den Netzstecker Ihres Fernsehers oder bewahren Sie Ihren Apparat in einem Schrank oder in der Garage auf. 70 . wenn die problematischen Sendungen von dort kommen. wenn nichts an­­deres funktioniert. damit Sie nicht ständig vor ihm kleben. Stellen Sie den Computer lieber ins Wohn­ zimmer (wo andere sehen können. was er sehen möchte. Zwischen den Kanälen hin und her springen (»zappen«) kann gefährlich sein. gehen Sie nur dann ins Internet. den »Aus«-Knopf zu drücken oder auf ein anderes Programm zu schalten. was Sie machen) als ins stille Kämmerlein. Wenn die Kinder älter werden. wenn es auf dem Bildschirm zu heiß wird.haben. aber die Eltern haben ein Veto­ recht. Wenn Sie Probleme mit gewissen Internetseiten haben. Wenn alles nicht hilft. Der eigene Fernseher im Kinderzimmer ist eine ideale Methode. Benutzen Sie den Fernseher nie als Babysitter und halten Sie nicht mehr als ein Gerät im Haus. Zögern Sie nicht. Schaffen Sie den Kabelanschluss oder die Satellitenschüssel ab.

eine Stunde lang in der Bibel oder einem christlichen Buch zu lesen. die Sie fernsehen. aber oft halten sie uns von Dingen ab. Oder sich in der Gemeinde zu engagieren oder etwas mit der Familie zu unter­nehmen. was sich in dieser Woche in Ihrer Familie oder Ihrem Freizeitverhalten ändert. Legen Sie regelmäßig eine »Fernsehfastenwoche« ein. Noch einmal: im Zweifelsfall besser ganz abschaffen. Übrigens: Es gibt auch Familien.die Familie auseinanderzureißen. in der sie den Apparat ausgeschaltet lassen. (Das ist nicht »Gesetzlichkeit«.) 71 . Beobachten Sie. dass Sie zu dem Ergebnis kommen. für jede Stunde. Es könnte sein. das ist Nachfolge. die eigentlich besser sind. die gar keinen Fernsehapparat haben! Machen Sie es sich zur Gewohnheit. dass die Stunden vor der Glotze eigentlich verlorene Zeit sind. Nicht alle Sendungen im Fernsehen sind schlecht.

sind nur insoweit gut. Die Bibel warnt uns vor menschengemachten Regeln. Unsere jungen Leute haben heute Freizeit. die nie geheiratet haben. braucht die richtigen Strate­ gien. die nach dem Tod des Ehepartners oder einer Scheidung erneut allein sind. Geld und Mobilität wie noch nie zuvor.3-6)  –  alles Menschen.20-23). Athleten und Bauern (siehe 2Tim  2. 72 . Aber nicht jede Regel ist gesetzlich. als sie biblisch und weise sind. unserem gesunden. an Got­ tes Wort geschärften Menschenverstand zu folgen. Die Bibel vergleicht Christen mit Soldaten. Kol 2. Gala­ ter  5. und der Druck der Versuchung ist enorm. Machen wir uns nichts vor: Der christliche Single. aber auch ältere Erwachsene. Nehmen wir dazu die zurückgehende elterliche Aufsicht und die wachsende Lücke zwischen Pubertät und Eheschließung. für die Sex außerhalb der Ehe etwas völlig Normales ist. der da noch nach Gottes Geboten leben will.Tipps für Singles Es gibt heute immer mehr Alleinstehende: junge Leute. sowie Menschen. die diszipliniert ganz bestimmte Regeln einhalten. Die Sprüche Salomos etwa rufen uns immer wieder dazu auf. Die Tipps. außerdem noch die Sexualisierung der Werbung und der Medien. die letztlich keinen echten Wert haben (vgl. die ich Ihnen im Folgenden gebe.22-23 nennt die Selbstbeherrschung als eine der Früchte des Heiligen Geistes.

Das aber heißt: Wir müssen die Bremse betätigen. das uns körperlich oder seelisch in Richtung Geschlechts­ verkehr weist. wird ein Mechanismus in Gang gesetzt. der auf den Höhepunkt abzielt. bevor wir sexuell erregt werden. und das Vorspiel gipfelt. dass eine scheinbar noch so harmlose Berührung ihn sexuell stimuliert. Wundern Sie sich nicht. welche frommen Vorsätze wir gefasst hatten. ist verboten. Sie selbst haben die Wei­ chen dazu gestellt. dann ist mithin auch das Vorspiel verboten und überhaupt jedes Verhalten. so wie Gott uns geschaffen hat. was uns oder den anderen »anturnt«. befinden Sie sich in einem Kanu. soll­ ten Sie beide sofort auf die Bremse treten. ist sexuelles Vorspiel. dass Sie beide in der Sicherheitszone bleiben! Wenn einer von Ihnen merkt. im Geschlechtsverkehr. Wenn wir die Sicher­ heitsgrenze erst einmal überschritten haben. das auf einen Wasserfall zurast. Alles. Einander auf eine sexuell erregende Art zu streicheln und zu liebkosen. 73 . Männer werden im Allgemeinen leichter sexuell erregt als Frauen. Ziehen Sie die Grenzen so. Tun Sie das nicht. der Mann denkt schon an mehr. ist es un­­ seren Hormonen egal. Wenn nun Geschlechtsverkehr außerhalb der Ehe verboten ist. Wird er stimu­ liert. Die Frau genießt die Küsse.»Wie weit darf ich gehen?« Gott hat unseren Sexualtrieb geschaffen. wenn eine allzu heftige Schmuserei irgendwann in den Vollzug des Geschlechtsverkehrs mündet.

die Ernst mit Gott machen. wer sich aber mit Narren einlässt. Korinther 15. Schlachter 2000).33 Wir sind so verdrahtet. dass wir uns von unserer Um­­ gebung beeinflussen lassen. »Der Umgang mit den Weisen macht weise. wo 74 . 2Tim 3.« 1.4-5. wird uns das näher zu Gott ziehen.« Sprüche 13. Wenn wir mit Menschen umgehen.20 (Schlachter 2000) Wir werden so wie unser Umgang. »Miteinander gehen« ist Kür. müssen Sie die Weichen anders stellen. die »das Ver­gnügen mehr [lieben] als Gott« (vgl. wird uns das von Gott wegdrücken. dass der Zug in eine andere Richtung fährt. nicht Pflicht Viel sexuelle Versuchung in unserer Kultur kommt da­­ durch zustande. dass junge Paare sich rasch nur für sich allein treffen. dem geht es schlecht. die nichts von Gott wissen wollen. Der richtige Umgang »Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.Wenn Sie wollen. Die Bibel warnt uns vor dem Umgang mit Menschen. Es gibt Kulturen (etwa die he­­­­­­bräische). Wenn wir mit Menschen Umgang haben.

nicht Ihr »Geliebter«/Ihre »Geliebte« (vgl. Falls Sie wissen wollen. nicht Berührungen. • Pflegen Sie das Gespräch. • Lassen Sie sich Zeit mit der Entwicklung der Be­ ziehung.1-2). wenn ältere Erwachsene dabei sind. 1Tim 5. 2Kor 6. wie das geht und warum das gut ist. den ich vor Jahren für meine Töchter und potenziellen Schwieger­ söhne verfasste. gute Freund­ schaften mit Menschen vom an­­deren Geschlecht zu pfle­ gen und viel Spaß miteinander zu haben. Die folgenden Richtlinien habe ich einem 16-seitigen Leitfaden über sexuelle Reinheit entnommen. • Wenn es Ihnen ernst ist mit der Christusnachfolge.14). 75 . Wenn Sie sich doch für das übliche »Mi­­teinander­ gehen« entscheiden. nicht allein. gehen Sie nur mit Christen. gehen Sie nur mit anderen Christen (vgl. • Gehen Sie zusammen mit anderen aus. Ob Sie es glauben oder nicht: Es ist möglich. ohne gleich ein Händchen haltendes Paar zu werden. Meine Frau und ich gingen diese Richt­ linien Punkt für Punkt mit unseren beiden Töchtern durch. wohin Sie gehen und was Sie machen. • Denken Sie daran: Christus ist den ganzen Abend mit dabei – egal. • Ihr Ausgehpartner ist Ihr Bruder/Ihre Schwester in Christus. lesen Sie das Buch Ungeküsst und doch kein Frosch von Joshua Harris. können Ihnen diese Richtlinien viel­ leicht helfen: • Wenn Sie Christ sind.dies ganz anders ist und die jungen Leute sich nur dann treffen können. denen es ähnlich ernst ist.

• Vorsicht vor zu langen Verlobungszeiten! Wenn Sie sich zur Ehe entschlossen haben. im Auto. die jemand anders mit ihr/ihm ruhig auch tun dürfte. • Pflegen Sie den Kontakt zu einem Menschen.17)! • Schreiben Sie sich Ihre eigenen Maßstäbe und Ziele auf und halten Sie diese ein. im Haus oder im Zimmer. • Stellen Sie sich vor.8-9). • Vermeiden Sie es. • Tun Sie mit Ihrer Freundin/Ihrem Freund nur solche Dinge. 76 . 1Kor 7. allein zu sein: auf dem Sofa. lassen Sie keine Lücken.• Planen Sie den ganzen Abend vor. dass Ihre Eltern oder Ihr Pas­ tor Ihnen durch das Fenster zuschauen. dem Sie regelmäßig Rechenschaft über Ihr Verhalten ablegen. Gott schaut Ihnen auf jeden Fall zu (Jer 16. ist es gefähr­ lich. noch länger als unbedingt nötig zu warten (vgl.

Sagen Sie sich: »Dies könnte eine Beziehung werden. weil scheinbar harmlose Beziehungen am Arbeitsplatz. Sie sollen nicht hinter jedem Busch den Teufel wittern. Wie kann man dem vorbeugen? Erwähnen Sie im Gespräch mit dem neuen Kollegen/ der attraktiven Gemeindemitarbeiterin Ihren Ehe­partner und Ihre Kinder. ja sogar in der Gemeinde zu sexuellen Verhält­ nissen mutierten. wenn Sie sich (noch) nicht zu dem anderen hingezogen fühlen.Tipps für Paare und Eltern Zahllose Ehen sind zerstört worden. ist ein Frühwarnsystem. Ihre Augen und Ihre Körpersprache  –  auch dann. Sie wissen ja nicht. bevor sie sexuell wird. Seien Sie einfach auf der Hut. was mir lieb und wert ist. damit Sie die Ma­­ növer des Teufels rechtzeitig durchschauen. Eine Beziehung kann schon lange. bevor Sie von ihnen gepackt werden. und die meis­ ten Betrügereien beginnen mit scheinbar unschuldigen 77 . das uns rechtzeitig zeigt. Achten Sie auf Ihre Gedanken. Fliehen Sie vor seinen Lügen. die alles bedroht. un­­angemessen sein. Das darf nicht sein!« Nein. Was wir brauchen. in der Aus­ bildung. was vielleicht in ihm/ihr vor sich geht. Die eigene Ehe pflegen Jeder Ehebruch beginnt mit einem Betrug. wo Gefahr im Verzug ist.

Stellen Sie Fotos Ihrer Frau und Ihrer Kinder auf den eigenen Schreibtisch im Büro.5). Seien Sie selbst dann noch vorsichtig. Wenn der se­­xuelle Appetit der beiden Partner unterschiedlich groß ist.«) Wenn Sie verheiratet sind. es handelt sich um einen Verwandten oder Berater. damit keiner sich fragen muss. rufen Sie oft zu Hause an. dass die eheliche Sexua­ lität auch Verantwortung bedeutet  –  keiner soll sich dem an­deren verweigern (vgl. es sei denn. Seien Sie offen für die Bedürfnisse Ihrer Frau/Ihres Mannes. sollten sie sich auf einen »Sexfahrplan« für die Woche ei­nigen. Achten Sie auf die Warn­ symptome der Unzufriedenheit und des Abbröckelns der sexuellen Beziehung. Reden Sie offen miteinander. Beten Sie mit. prüfen Sie regelmäßig Ihre Beziehung. Halten Sie zu Ihrer Frau/Ihrem Mann. wann »das nächste Schäferstündchen dran ist«. (Spontanität ist nicht alles!) Halten Sie sich Termine für Ihre Ehe frei. Vertrauen Sie Ihre Eheprobleme nieman­ dem vom anderen Geschlecht an. Legen Sie Ihre Probleme auf den Tisch. Seien Sie nicht bitter oder nachtragend. (»Das braucht mein Mann/meine Frau nicht zu wissen. damit Sie für Ihren Partner so attraktiv wie möglich sind. Wenn Sie geschäftlich verreisen müssen.und füreinander. Seien Sie zurück­ haltend in der Öffentlichkeit und sexy zu Hause  – nie­ mals umgekehrt! 78 .Geheimnissen. Bedenken Sie. auch wenn es wehtut. Tun Sie etwas für Ihre Gesundheit und Ihr Aussehen. Reden Sie nur Gutes über sie. Sprechen Sie offen darüber. 1Kor  7.

Das Feuer wieder entfachen Ein Freund erzählte mir. um sie zu lösen. der seine Geschichte ebenfalls gehört hatte. Ein anderer Mann. seine Frau war nicht anders geworden. (Aber wir haben Zugang zu Gottes Kraft. Christen haben in ihren Ehen dieselben Probleme wie Nichtchristen. mit ähnlichen Ergebnissen. Gott täglich darum zu bitten. sie wieder zu der attraktivsten Frau der Welt für ihn zu machen.) Auch in christliche Ehen können sich Bitterkeit und Langeweile einschleichen und die Part­ ner entsprechend offen für den Reiz des/der »anderen« machen. Wenn Ihr Geschlechts­ trieb sich meldet. aber er. Dies ist der erste Schritt hin zu einer Affäre mit »jemand. richten Sie ihn auf Ihren Partner. Nach einem Monat wurde sein Gebet gründ­ lich erhört. dass er sich nicht mehr zu seiner Frau hingezogen fühlte. Unser 79 . Reden Sie viel über Ihren Beruf. Er begann. sondern nebeneinanderher. sondern Ihre Frau. (Verschanzen Sie sich nicht hinter der Zeitung. Aber die Antwort ist nicht ein neuer Partner. nicht sexy Bildchen anzustarren. Bringen Sie es Ihren Augen bei. Hören Sie ein­ ander zu.Lassen Sie Ihren Ehepartner an Ihrem Berufsalltag teilnehmen. sondern ein neues Auge für den »alten« Partner. Enttäuschungen und Sorgen. Beide Ehen kamen wieder ins Lot. dass Sie nicht mehr miteinander leben. tat das Gleiche.) Lassen Sie es nicht so weit kommen. Nein. der mich endlich versteht«. auch über Ihre Kämpfe.

dass ihr Mann jetzt ihre Hilfe brauchte und nicht ihr Selbst­ mitleid. Sicher gibt es auch in Ihrer Nähe Freizeiten oder Konferenzen für Ehepaare. dass es ihn zu der neuen Kollegin hinzog und dass die Versuchung allzu stark für ihn wurde. schieben Sie die Sache nicht auf die lange Bank! Besorgen Sie sich christliche Bücher und andere Mate­ rialien zur Verbesserung Ihrer Ehe. durch Berater oder an­­ dere Christen. ihm zu helfen und für ihn zu beten.19). Manchmal brauchen wir zur Lösung unserer Ehe­ probleme auch Hilfe von außen. dass die Qualitäten Ihrer Frau/Ihres Mannes nicht das Ergebnis des richtigen Make-ups. und bat sie. aber begriff. Spr 5. Werden Sie sich dar­über klar. und nicht von der neuen Kollegin oder irgendwelchen Illustrierten-Models. lässt sich schulen. sich nur von seiner Frau »berauschen« zu las­ sen (vgl. Er versprach seiner Frau. Nehmen Sie solche Hilfe rechtzeitig in An­­ spruch. die Ihnen sehr helfen können. der richtigen Kamera-Pose oder des neuen Augenliftings sind. 80 .Appetit. sondern tiefer liegen. und er wird das Juwel Ihres Herzens werden. Ehrlich währt am längsten Eine Frau berichtete mir Folgendes: Vor einem Jahr habe ihr Mann ihr unter Tränen bekannt. Richten Sie Ihre Blicke auf Ihren Ehepartner. Halten Sie Ihre Ehe hoch. Man kann es lernen. Seine Frau war geschockt. die Be­­ ziehung zu beenden. auch der sexuelle.

Auch wenn Ihre Frau nichts von Ihrer Sünde weiß. damit ihr geheilt werdet« (Jak  5. Er wäre mit dieser Sünde auf dem Gewissen gestorben. dass das stimmte. hätte er eine Affäre mit die­ ser Frau gehabt und mich wahrscheinlich verlassen. sondern die Beziehung zu seiner Frau wurde inniger als je zuvor.« Sexuelle Sünde gedeiht am besten im Verborgenen. sondern schweißt zusammen. Wenn Sie Ihre Sünde nicht be­­ kennen. Aber genau so ist es nicht gekommen. und seine Affäre hätte mich für den Rest meines Lebens ver­ folgt. und ich weiß. Schlach­ ter 2000). Wenn er an diesem Abend nicht so ehr­ lich zu mir gewesen wäre. dass 81 . Seine letz­ ten Worte zu mir waren: ›Ich liebe dich‹. betrügen Sie Ihre Frau gleich zweimal: erstens durch den Ehebruch selbst und zweitens dadurch. Offenheit kann sie nicht vertragen. dass er mir ehrlich von seinem Kampf erzählte.« Die ehrliche Kommunikation in der Ehe ent­fremdet nicht. Es mag anfangs weh­ tun. Unter Tränen erzählte sie mir: »Vor zwei Monaten ist mein Mann ganz plötz­ lich ge­­storben. dass ich die Er­innerung an meinen Mann in Ehren halten kann – weil er Gott und mich so liebte.Das Ergebnis? Der Mann ging nicht nur auf Di­stanz zu seiner Kollegin. »Bekennt einander die Übertretungen und betet für­ einander. aber auf Dauer bringt es Erleichterung und ein Wachstum der Beziehung. über sexuelle Versuchungen zu sprechen. ist sie ihr Opfer.16. Ein Mann sagte mir dazu: »Wir sind nur so krank wie unser tiefstes Geheim­ nis. Ich danke Gott jeden Tag. er hatte es mir durch sein Verhalten be­­ wiesen.

Unsere Kinder Unsere Kinder mögen nicht immer auf uns hören. dass er nur dann ins Internet geht. nicht als Gegnerin. Auch die Töchter registrieren es. Wenn Sie übereingekommen sind. Zu viele Ehefrauen haben keinen Schimmer von den Kämpfen.Sie es ihr nicht möglich machen. Haben Sie sich etwa noch nie Tagträumen über andere Männer hin­ gegeben oder der Seelenpornowelt der Seifenopern und Frauenromane oder des Klatsches und Tratsches? Be­­ kennen auch Sie Ihre Sünden. (Was nicht heißt. fragen Sie Ihre Männer. eine schlichte Feststellung der Tatsachen reicht. weil Ihr Mann Probleme hat. was für sexuelle Versuchungen sie haben und wie Sie ihnen helfen kön­ nen! Seien Sie dankbar. wenn sie ehrlich zu Ihnen sind. bitten Sie Ihre Frauen um Hilfe! Liebe Ehefrauen. dass Sie alle Einzelheiten auf den Tisch legen müssen. Ihr Mann braucht Sie als Freundin und Gefährtin. Lassen Sie Ihren Mann besser nicht zusammen mit Ihrer besten Freundin joggen. wenn Sie dabei sind.) Liebe Ehemänner. die Sie gerade nicht haben. Der Sohn lernt vom Vater. denken Sie nicht: Ich gehe schon mal ins Bett. Setzen Sie sich nicht aufs hohe Ross. 82 . da passiert schon nichts. Ihnen zu vergeben oder irgendwie zu reagieren. wohin die Blicke ihrer Väter (oder Mütter) wandern. aber unser Verhalten ahmen sie nach. die in ihren Männern toben. ob man die sexy Dame in dem Werbespot fas­­ziniert anstarrt oder wegschaut.

aber waches Auge darauf. was eine von Liebe geprägte. Ehemänner sollten ihren Frauen – und Töchtern – klarmachen. führen Sie sie auf den Weg der Weisheit. Bringen Sie Ihren Kindern bei. dass ihre Entscheidun­ gen Konsequenzen haben. Gott zu lieben und das Böse zu has­ sen (vgl. bitte glauben Sie uns: Wir wissen genau. ist. Nein zu sagen. Lehren Sie sie Selbstbeherrschung. Liebe Frauen. das wir unseren Kindern mitgeben können.Das größte Erbe. Hal­ ten Sie sie dazu an. welche Freunde Ihre Kinder haben und was sie sich im Fernsehen ansehen. dann ist er auch nichts für Erwachsene. dass wir ihnen zeigen. wenn Sie ihm einen Computer mit unkontrolliertem Internetzugang spendieren. wie die Sprüche Salomos ihn beschreiben. oder«? Aber ganz ähnlich verfahren Sie. wovon wir reden! 83 . Die Fähigkeit. Schützen Sie Ihr Kind. Sie sollten auch die Kleidung Ihrer Kinder kontrollie­ ren. Ps 97. Vermeiden Sie Doppelmoral – wenn ein Sexfilm nichts für Kinder ist.10). wird sich von selbst auch auf das Gebiet der Sexualität übertragen. warum dieser Minirock oder jener Bikini nicht ganz das Richtige ist. Würden Sie Ihrem Zwölfjähri­ gen einen Stapel Pornomagazine in den Kleiderschrank legen und ihm anschließend sagen: »Du schaust die Hefte aber nicht an. reine Ehe ist. Halten Sie ein liebevolles.

 B. Bringen Sie Ihren Kindern bei. Verantwor­ tung und Ehe geht. Achten Sie darauf. informieren Sie sich genau. dann informieren Sie sich. über etwas zu reden. Schieben Sie es nicht auf die lange Bank. Wo sonst sollen sie es lernen? 84 . was Sittsamkeit ist. Leben Sie den Kindern zu Hause vor. Wenn Sie nicht alle Fakten kennen. Es geht um das Wohl Ihres Kindes. ist es zu spät. Wenn Ihr Kind von anderen (z. in der Schule) Auf­ klärungsunterricht bekommt. Erwähnen Sie. Sagen Sie ihm so viel. Seien Sie nicht negativ. Beantworten Sie seine Fragen stets ehrlich und auf eine seinem Alter gemäße Weise. wie schön Geschlechtsverkehr in der Ehe ist. was es da hört. Die Frage ist nur. wo und von wem.Von Bienen und Maikäfern Jedes Kind wird sexuell aufgeklärt. Wenn Sie das erste Gespräch über Sexualität mit Ihrer schwangeren Fünfzehnjährigen füh­ ren. wann. dass es auch um Werte. Die Hauptaufklärungsarbeit sollte von den Eltern geleistet werden. wie es wissen muss – nicht mehr und nicht weniger. was Gott erschaffen hat. Schämen Sie sich nicht. dass Sexualität mehr ist als Biologie. für welche Informationen Ihr Kind reif ist und für welche noch nicht.

als den Film anzuschauen. aber sie öffnet mir den Weg. aber keine Jungfrau mehr? Dann können Sie sich vornehmen. Ps 51). dass ich anfange.13). der Ehebruch und einen Mord begangen hatte. ist besser. wird die­ ser Satz zur Ausrede. der wird Barmherzigkeit erlangen« (Spr 28. so ist er treu und gerecht. sondern auch. »Wer seine Sünde leugnet. müssen wir unsere Sünde ohne Wenn und Aber vor Gott bekennen (vgl. »Aber ich muss da einfach hinsehen. die Quellen meiner Versuchungen bewusst zu meiden. In ein Sexkino zu gehen und die Augen zu schließen.Vergebung und Vorbeugung Wenn wir aber unsre Sünden bekennen. und das sofort und ohne lange Verschiebespiele. Sie sind ein Single. sich von der geschehenen Sünde abzuwenden. Noch besser ist es.« Das mag manchmal stimmen. was mich dort erwartet. aufzustehen und zu gehen – und am allerbesten. dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. 1. Zu echter Buße gehört. dem wird’s nicht gelingen. Vergebung beseitigt nicht automatisch alle Folgen mei­ ner Sünden. 85 . Johannes 1. wer sie aber bekennt und lässt. obwohl ich genau weiß. gar nicht erst hinzugehen! Buße bedeutet nicht nur.9 Wie David. aktive Vorbeugung zu betreiben. aber wenn ich an einen Strand voller Bikini-Schönheiten fahre. ab jetzt sexuell rein zu sein. mit dem Sün­ digen aufzuhören und ab jetzt den Segen der Reinheit zu genießen.

21. Hebr  10. was wir getan haben. wo wir in Buße vor Gott treten. Suchen Sie sich einen Menschen. Allein können Sie den Kampf nicht gewinnen. Gott ist wie der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn: »Sein Vater [sah ihn] und hatte Er­­barmen. Er wird uns seine Gnade zeigen. der einen seiner geistlichen Betreuer eisern jeden Tag anruft. ob er gerade mit einer Ver­ suchung kämpft oder nicht. die »dem Haus­ herrn nützlich« sind (2Tim  2. Ich habe einen Freund. Bitten Sie einen älteren. reiferen Chris­ ten. Schlachter  2000). Gottes vergebende Gnade verlieren wir nie! R wie »Rechenschaft« Arbeiten Sie aktiv in einer bibeltreuen Gemeinde mit (vgl. Schlachter 2000).Lassen Sie sich von dem.6-8). Wir können durch unsere Sünden gewisse Dinge verlieren. wenn Sie Fürbitte oder sonstige Hilfe brauchen. auf Ihrem Weg in die Reinheit Ihr Begleiter und Betreuer zu sein (vgl. und er lief. Der all­­mächtige. Auf diese Art betreibt er 86 . was ich über die Folgen der Sünde gesagt habe.33).20.25). nicht entmutigen. nimmt er uns in das Zentrum sei­ nes Willens hinein. die Ihre moralischen Maßstäbe heben und nicht verwässern (vgl. gnädige Gott kann aus Asche Diamanten schaffen. den Sie jederzeit anrufen kön­ nen. Er kann uns reinigen und zu Gefäßen machen. fiel ihm um den Hals und küsste ihn« (Lk 15. 1Kor 15.2. Tit 2. dass wir nur so staunen werden. Umgeben Sie sich mit Freunden. egal. in dem Augenblick. Egal.

Darauf beantwortete jeder die fol­ genden Fragen: Wie sieht dein Verhältnis zu Gott zurzeit aus? Wie ist es in deiner Ehe. 87 . die wir aus­ wendig gelernt hatten. aber wahr: Je höher ein Pastor. die in sexuelle Sünde fallen. und wie gehst du mit ihnen um? Wie war dein Gedankenleben in der letzten Woche? Hast du dir regelmäßig Zeit zum Bibellesen und Beten ge­­ nommen? Wem hast du das Evangelium weitergegeben? Waren deine Antworten gerade alle ehrlich? Wie können wir für dich beten und dir helfen? Die Männer in beiden Gruppen sagten. Vor etwa 20  Jahren wurden die Mitarbeitersitzun­ gen in unserer Gemeinde so groß. dass wir die Bibelstellen aufsagten. Darauf begann ich eine zweite Gruppe mit vier Laien. die ihnen diese unangenehmen Fragen stellen. dass dies die sinnvollsten 90 Minuten der Woche für sie waren. dass ein Bruder in Christus ihnen solche Fragen gestellt hatte. wie mit deinen Kindern? Was für Ver­ suchungen hast du gerade. haben solche Mentoren und Begleiter. Mitarbeiter usw. Für die meisten war es das erste Mal. wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. anstatt sich erst dann zu melden. Traurig. aufsteigt. Das fand ich nicht gut. umso dringender braucht er solche Menschen  –  und umso weniger hat er sie.effektive Sündenvorbeugung. Die meisten Christen. Wir begannen unsere Tref­ fen damit. nicht gehabt. mich jede Woche mit zwei anderen Pastoren zu treffen. dass man ohne Wei­ teres ein wenig auf Tauchstation gehen und persön­ lichen unangenehmen Fragen ausweichen konnte. und ich fing an.

Regelmäßig Rechenschaft über sein Leben ablegen –
ich brauche das, Sie brauchen das, Ihr Pastor braucht es,
Ihre Frau und Ihre Kinder brauchen es. Aber wenn ich
mir eine heimliche Sünde leiste, ist das Letzte, was ich
will, die Aussprache mit anderen Christen, obwohl ich sie
gerade jetzt am meisten brauchen würde.
Eines Abends hatte ich mit starken sexuellen Ver­­
suchungen zu kämpfen, die nicht aufhören wollten. Ich
rief schließlich einen Bruder an, mit dem ich am nächs­
ten Morgen frühstücken wollte, und sagte: »Bitte bete
jetzt für mich und frage mich dann morgen früh, was ich
gemacht habe.« Er sagte zu. Als ich den Hörer wieder auf­
legte, war die Versuchung weg. Wie kam das? Weil ich
so ein toller Christ war? Nein, sondern weil ich den Ge­­
danken, diesem Freund am nächsten Morgen eine Sünde
bekennen zu müssen, nicht ertrug.
Dieser Freund war sozusagen meine geistliche Not­
rufnummer. Es war besser für mich, sofort Hilfe zu be­­
kommen, damit ich gar nicht erst sündigen musste, als
in ein paar Tagen meinen Freunden gestehen zu müssen,
dass ich es wieder nicht geschafft hatte. Sich ehrlich sei­
ner Sünde zu stellen, ist gut; die Versuchung sehen, wenn
sie kommt, ist besser.
Wer sind Ihre »Notruf-Freunde«?
Jeder geheilte Sexsüchtige wird bestätigen, dass man
den Kampf nicht allein gewinnen kann. Der Süchtige ist
in seiner Sünde gefangen. Aber sobald er dies einsieht
und erkennt, dass er sich nicht aus eigener Kraft ändern
kann, steht ihm die Tür zur Hilfe offen – die Hilfe Got­
tes, aber auch die Hilfe von menschlichen Mitstreitern.
88

Für den Sexsüchtigen ist ein Treffen pro Woche nicht
genug; es kann sein, dass er täglich einen Termin braucht,
ob nun am Telefon oder persönlich. Aber Hilfe und Hei­
lung ist möglich, für jeden, der will. Sicher gibt es auch in
Ihrer Nähe Selbsthilfegruppen und Beratungs- und The­
rapiemöglichkeiten, wenn Sie von Ihrer Sucht frei wer­
den wollen.3

Risikoprüfung
Vorehelicher Geschlechtsverkehr kann ernste Folgen
haben: Entfremdung von Gott, quälende innere Bilder,
größeres Risiko von Ehebruch in einer späteren Ehe,
ungewollte Schwangerschaften, Geschlechtskrankheiten
usw.
Bitte beachten Sie: Vorehelicher Geschlechtsverkehr
ist Sünde, eine Schwangerschaft nicht. Treiben Sie das
Kind nicht ab! Eine Abtreibung tötet nicht nur das Kind,
sondern ist auch ein Anschlag auf die eigene Seele. Auch
hier gibt es Organisationen und Adressen, wo Sie Hilfe
finden können.4
Vor Jahren stellten mein Freund Alan Hlavka und ich
je eine Liste der Folgen zusammen, die ein Ehebruch für
uns haben würde. Die Listen waren niederschmetternd
und sprachen stärker zu uns als jede Predigt. Manch­
mal (vor allem, wenn ich unterwegs war) las ich meine
Liste wieder, bis ich sie schließlich auswendig konnte. Sie
riss allen schönen Ausreden die Maske vom Gesicht und
erfüllte mich mit einer heilsamen Angst.
89

Hier eine kombinierte Version unserer beiden Listen.
Sie dürfen Sie gerne abändern, um sie an Ihre persönliche
Situation anzupassen:
Was würde ich mit einem Ehebruch anrichten?
• Ich würde den Namen meines Gottes und Herrn in
den Schmutz ziehen.
• Irgendwann müsste ich vor Gottes Richterthron ste­
hen und ihm erklären, warum ich das damals getan
habe.
• Ich würde meiner Frau, die mir treu und meine beste
Freundin ist, ungeheuer wehtun.
• Ich würde auch ihre Achtung und ihr Vertrauen ver­
lieren.
• Ich würde in den Augen meiner Kinder unglaub­
würdig werden.
• Ich würde große Schande über meine Familie brin­
gen.
• Ich würde den Leuten in meiner Gemeinde so­
wie meinen Freunden wehtun  –  am meisten denen,
die ich selbst zu Christus geführt habe. (Namen auf­
listen.)
• Ich würde auf Jahre hinaus mein christliches Zeugnis
gegenüber Familienangehörigen und Freunden un­
wirksam machen.
• Ich würde dem Teufel, Gottes Feind, Freude machen.
• Womöglich würde ich mir eine Geschlechtskrankheit
oder AIDS zuziehen.
• Ich würde meine Selbstachtung verlieren und meinen
guten Namen in Verruf bringen.

90

Wir unterhalten uns mit Dingen.  Tolkiens Der Hobbit ist niemand (scheinbar) unbesiegbarer als der Drache Smaug. und die Stadt am See ist gerettet. weil sie genau wissen. die Gottes Heiligkeit beleidigen.Das ist nur knapp die Hälfte der Punkte auf unseren Lis­ ten. wenn es um das Thema »sexuelle Reinheit« geht. Sie sind noch 91 . Schluss: Wir können es schaffen! In J. die längst eine moralische Hornhaut bekommen haben – oder die an der Eiterbeule des schlechten Gewissens leiden. In un­seren Gottesdiensten sitzen Männer und Frauen. Der Pfeil geht bis ins Herz des Drachens. Unsere sogenannte Toleranz wird immer größer. begeben wir uns in das Visier des Teufels. Was Smaug nicht weiß: An seinem Unterleib gibt es eine kleine Lücke in seinem Panzer. Wenn wir im Voraus bedenken würden. was für ver­ heerende Folgen unsere sexuelle Unmoral haben kann. Eine spannende Geschichte mit Happy End. ist das Ende tragisch. Aber wenn ein Christ den Pfeilen des Satans erliegt. was für Heuchler sie sind. Ohne es zu mer­ ken. R. würden wir sie bei Weitem nicht so leicht begehen. wie leichtsinnig viele meiner Brüder und Schwestern in Christus heute sind. und mehr braucht der Bogenschütze Bard nicht. R. um ihn zu treffen. Der Teufel kennt die Lücken in unserer Rüstung genau. Es beunruhigt mich. und er zielt meisterhaft. Manch­ mal sind wir erschreckend leicht beeinflussbar.

uns von der Straße des Todes auf den Weg des Lebens zu bringen. zu verlieren. das wird er vom Herrn empfangen« (Eph 6. Worte und Taten. Seien Sie geduldig. Bilanz zu ziehen über unsere Gedanken. 92 .8). Es kann Sie davor bewahren. »Denn ihr wisst: Was ein jeder Gutes tut. Unser Gott sehnt sich danach. Verlieren Sie nicht die Hoffnung.anwesend. Gott wird Ihnen den Glauben und die Treue. Es kann sein. wenn Sie dieses Buch lesen und befolgen. die Sie ab heute zeigen. fallen wir. uns zu vergeben und zu heilen. auch wenn Sie durch die Folgen vergangener Sünden (die vielleicht nicht alle Ihre eigenen sind) hin­ durchmüssen. Es ist Zeit. den Segen. aber innerlich sind sie meilenweit von Gott und ihren Mitchristen entfernt. den Gott Ihnen geben möchte. dass wir in den Augen der anderen (oder auch unseren eigenen) so unverwund­ bar erscheinen wie der griechische Held Achilles – aber sobald ein Pfeil unsere Ferse trifft. Gott ist noch nicht fertig mit Ihnen. Seien Sie ehrlich: Ist Ihre Achillesferse vielleicht die sexuelle Unreinheit? Ist hier die Lücke in Ihrem Panzer? Dann kann es Ihr Leben und Ihre Familie vor dem siche­ ren Ruin retten. reich belohnen. Ist das Unglück schon passiert? Dann schauen Sie auf zu Gottes Gnade und Vergebung.

dann (und nur dann) können wir unseren Weg »sicher  …  gehen« und brauchen uns nicht zu fürchten. auf unser Herz ach­ ten und den Bund mit unseren Augen halten. Dann wirst du sicher auf deinem Weg gehen. Denn der HERR wird deine Zuversicht sein und deinen Fuß bewahren vor dem Fallstrick. und dein Fuß stößt nicht an. auch nicht den Untergang der Gottlosen. plötzlich zu fallen. bewahre Überlegung und Besonnenheit! Sie [d. Du brauchst keinen plötzlichen Schrecken zu fürchten. lass dies [d. Weisheit] niemals aus den Augen. In den Sprüchen Salo­ mos sagt der Weise: »Mein Sohn.»Dann wirst du sicher auf deinem Weg gehen …« Gott will nicht.21-26 (Schlachter 2000) Wenn wir täglich mit Christus gehen.« Sprüche 3. dass wir jeden Tag halb gelähmt sind vor lauter Angst. wenn er kommt. h. h. und liegst du. Ohne Furcht wirst du dich nieder­ legen. so wird dein Schlaf süß sein. Weisheit und Erkenntnis] werden deiner Seele zum Leben dienen und zum Schmuck deinem Hals. 93 .

die wir auf uns genommen haben. und die von uns gebrachten Opfer unendlich klein werden.Eine letzte Frage Sind Sie bereit. werden wir einst eine große Ernte bekommen. Wenn wir diese Worte aus seinem Munde hören. in Ihrem Leben mit der sexuellen Rein­ heit Ernst zu machen oder wieder Ernst zu machen? Jetzt ist die Gelegenheit! Nichts geht schneller vorüber als der Augenblick. Machen Sie Gott Ehre durch ein Leben in sexueller Reinheit. nicht nur heute. kann das Herz ergründen und die Nie­ ren prüfen und gebe einem jeden nach seinem Tun. Unreinheit ist töricht. Immer.« Jeremia 17. »Ich. Wenn wir heute Reinheit säen. Immer. Gott hat ein Universum erschaffen. Rein­ heit ist klug. in dem wir die Wahrheit sehen. der HERR. Dann werden Sie seinen Segen erfahren. wenn wir auf unser Leben zurück­ schauen. dass Ihr Herr Ihnen einst sagen kann: »Recht so.21). nach den Früchten seiner Werke. in dem das Gute immer belohnt und das Böse immer bestraft wird. werden die Mühen. morgen und in zehn Jahren. 94 . du tüchtiger und treuer Knecht« (Mt  25. sondern in alle Ewigkeit. sondern uns freuen und dankbar sein.10 Leben Sie so. Dann werden wir uns nicht schämen müssen.

gewinnt. Weißes-Kreuz-Str.Anmerkungen 1 Siehe Randy Alcorn. B. Wer gibt. Telefon: 05609/8399-0. OR: Multnomah Publishers. B. Fax: 05609/8399-22. Future Grace. 336. Sisters. V. 1-4.. 95 . Hänssler Verlag. 2 John Piper. 1995. Fax: 05609/8399-22. Weißes-Kreuz-Str. V. 3 Z. 2004. Telefon: 05609/8399-0. Weißes Kreuz e.. 1-4. 34292 Ahnatal. S. Weißes Kreuz e. 4 Z. 34292 Ahnatal.

Sexualität. schreibt. Lewis vor mehr als sechzig Jahren berühmt machte. Es geht um aktuelle Lebensphilosophien. seinen Unter­gebenen. die Graf Moderthal an Qualob. Was in Jordans Leben wirklich geschieht und welche Dimensionen auf dem Spiel stehen. Ehe. die neuen Medien. erfährt der Leser durch die Briefe. Okkultismus – aber auch um falsche Vorstellungen von Himmel und Hölle sowie um den Umgang mit Zeit. dass um ihn herum eine Schlacht entbrannt ist. . Kollege und Nachbar.und Beziehungsprobleme. in welcher Himmel und Hölle um seine Seele kämpfen. S. In diesem Konflikt zeigen beide Seiten großen Einsatz. die C. Geld und unglaubwürdigen Christen. Dieses Buch ist eine moderne Version der »Dienstanweisung für einen Unterteufel«. Paperback ISBN 978-3-86699-251-1 Jordan Fletcher ist ein ganz normaler Familien­ vater.Randy Alcorn Post von Graf Moderthal 320 Seiten. Doch er ahnt nicht im Geringsten.