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Baselland spart jetzt auch bei der Volkshochschule

Basler Regierung beantragt 2,8 Millionen für 2017 bis 2020
Von Urs Rist
Basel. Die Stiftung Volkshochschule und Seniorenuniversität beider Basel soll in den Jahren
2017 bis 2020 vom Kanton Basel-Stadt einen gleich hohen Beitrag erhalten wie bisher. Das
sind 697 000 Franken pro Jahr und insgeamt 2,788 Millionen Franken. Dies entspricht
49 Prozent des Gesamtbeitrags von 1,44 Millionen Franken, die Basel-Stadt und Baselland
bisher zusammen an die Stiftung leisten. 51 Prozent oder 743 000 Franken kommen bisher
vom Kanton Baselland.
Dieser Aufteilungsschlüssel beruht auf den Teilnehmerzahlen an den Kursen der
Volkshochschule. Von den rund 41 000 Teilnehmern in den Jahren 2011/2012 bis 2014/2015
stammten rund 81 Prozent aus den beiden Trägerkantonen, davon wiederum wohnten knapp
49 Prozent in Basel-Stadt und 51 Prozent im Baselbiet. Weitere rund zehn Prozent kamen
aus den Kantonen Aargau und Solothurn, ein Prozent aus anderen Kantonen und
2,7 Prozent aus Deutschland oder Frankreich. Auch wenn diese Gemeinwesen keine
Beiträge leisten, erreichte die Volkshochschule in den vergangenen vier Jahren einen
Kostendeckungsgrad von 63 bis 65 Prozent aus Kursgebühren sowie kleineren Drittmitteln
und Donationen.
«Die Angebote erfreuen sich bei einem breiten Publikum grosser Beliebtheit», heisst es im
Bericht der Regierung. Die Volkshochschule bietet allgemeine Kurse, in denen die
relevanten Wissensgebiete abgedeckt werden, Sprachkurse, Kurse zur Förderung von
Grundkompetenzen sowie das Unifenster mit Vorträgen von Dozierenden der Universität.
Dazu gehören die Seniorenuniversität für Personen im Pensionsalter und die
Samstagsuniversität in Baselbieter Gemeinden, insbesondere in Augst, Laufen und Sissach.
Angebot muss reduziert werden
Aber der Kanton Baselland wird seinen Beitrag an die Volkshochschule in den Jahren 2018
bis 2020 um jährlich 100 000 Franken auf 643 000 Franken reduzieren, wie aus dem Bericht
hervorgeht. Diese Massnahme stehe im Rahmen der umfassenden Haushaltssanierung. Sie
beginnt aber erst im zweiten Jahr der kommenden Leistungsperiode. Damit stehen der
Stiftung noch 1,3 Millionen pro Jahr zur Verfügung. Die Volkshochschule beabsichtigt
angesichts dieser Kürzung das Kursangebot in den drei Jahren zu reduzieren. So werden bei
den allgemeinen Kursen die Angebote in Baselland von 30 auf 10 Prozent der Gesamtzahl
gekürzt, beim Unifenster werden die Veranstaltungen im Baselbiet gestrichen.
Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt hat auf eine analoge Kürzung des Beitrags
verzichtet. Er möchte vermeiden, dass die Volkshochschule «mit weiteren Kürzungen
belastet und damit das in Basel-Stadt durchgeführte Angebot gefährdet wird».