Spezialgebiet Schienen

Schienen werden in der Zahnmedizin eingesetzt, • • • • um schädliche Einwirkungen auf Zähne und Muskulatur durch Knirschen (Bruxismus) auszuschalten, um eine gestörte oder ungünstige Beziehung der beiden Kiefer (Bisslage, Bisshöhe) zueinander auszugleichen, um bei Verletzungen im Kieferbereich oder im Rahmen von Zahnfleischbehandlungen einzelne, gelockerte Zähne zu schienen oder in der Kieferorthopädie erreichte Ergebnisse zu halten (Positioner).

Je nach Einsatzzweck gibt es verschiedene Arten von Schienen:

a. Miniplastschiene ohne adjustierte Oberfläche b. Miniplastschiene mit adjustierter Oberfläche
c. Michigan-Schiene mit okklusalem Plateau d. Schiene nach Kubein-Meeseburg (Göttingen) mit CCFCuvaturenformer e. Schiene nach Prof. Schulte (Tübingen) als Dauerschiene aus Modellguss f. Schiene nach Peter Lerch, Schweiz (Lerch-Concept, Schluckbiss)

Schienen können aus Kunststoff oder Metall, oder einer Kombination aus beidem bestehen ( unsere Materialien). Sie werden ganztags, nachts oder tagsüber getragen. Manchmal reicht eine gewisse Tragedauer, manchmal wird die Schiene langfristig getragen. Sehr gute Erfahrungen haben wir mit den Schienen nach Lerch-Concept gemacht. Sie werden von unseren zahnärztlichen Partnern als erste Therapiemaßnahme bei größeren, komplexen Restaurationen eingesetzt, um eine physiologische Bisslage zu finden und deren Verträglichkeit zu erproben. Nachdem die Schiene erfolgreich ein halbes Jahr getragen wurde, kann über Provisorien aus "Art-Glas" ein der späteren Kronen nahekommendes Versorgungssystem getestet werden. Hierbei treten die Beeinträchtigungen beim Tragen einer Schiene (Mundraumgefühl) nicht auf. Nach einer weiteren erfolgreichen Tragezeit von etwa einem halben Jahr kann das Ergebnis in ein definitives, metallkeramische Versorgung umgesetzt werden. So hat man bei allen Zwischenschritten eine Möglichkeit der Korrektur.

Geschiebe und Frästechnik

Hochwertiger herausnehmbarer Zahnersatz benötigt ebenso hochwertige Verbindungselemente zu den Restzähnen. Normale Modellgussklammern belasten die Pfeilerzähne einseitig (unphysiologisch) und nutzen die Schmelzschicht durch das Reiben der Klammern ab. Außerdem sind sie häufig sichtbar. Hochwertige Zahntechnik kann heute Alternativen bieten. Präzisionsgeschiebe oder Doppelkronen können eine physiologische Verankerung des herausnehmbaren Zahnersatzes an den verbliebenen Pfeilerzähnen oder Implantaten gewährleisten. Man unterscheidet zwischen: • • • • Kronen mit Geschiebe, Kronen mit Anker, Doppelkronen oder Teleskopkronen. Stegverbindungen zwischen zwei Kronen.

Kronen und Brücken

1. Kronen, die nur einen Teil des Zahnes bedecken
1. Dreiviertelkrone oder Teilkrone Verblendet oder goldfarben 2. Veneers, Laminates, aus Keramik zum Aufkleben an den verbliebenen Restzahn 3. und nicht zu vergessen, Goldinlays oder Keramikinlays

2. Kronen, die den ganzen Zahn bedecken
1. Vollgusskrone Tangential-, Stufen-, Hohlkehlpräparation Nichtedelmetalllegierungen, Edelmetallreduzierte Metalllegierungen, Hochgoldmetalllegierungen 2. verblendete Krone (zahnfarben) Hohlkehlpräparation Kunststoff verblendet, Artglas verblendet, Keramik verblendet Mit Keramikschulter, mit individueller Farbgebung 3. Vollkeramikkronen, die kein Metallgerüst enthalten und am Zahn verklebt werden. Material: Presskeramik (Empress ®), geschichtete (Creation) oder gefräste (Zirkon ®) Keramik 4. Galvanokronen aus einer hauchdünnen Schicht reinen Goldes mit aufgebrannter Keramikverblendung

3. Kronen im Zusammenhang mit einer prothetischer Versorgung als Halteelement 1. Krone mit Auflage zur Aufnahme einer Modellgussklammer 2. Krone mit Konfektionsgeschiebe zur Befestigung einer Modellgussprothese 3. Krone mit individuell gefertigtem Geschiebe 4. Krone mit Anker (z.B. CEKA-Anker) zur Befestigung einer Modellgussprothese
5. Konuskrone (Doppelkrone, Teleskopkrone) zur optimalen Befestigung einer Modellgussprothese oder abnehmbaren Brücke (eventuell in Verbindung mit Galvanokäppchen) Brücken bestehen aus Kronenankern mit dazwischenliegenden Brückengliedern, die die fehlenden Zähne ersetzen. Die Anker der Brücke können fast aus ebensoviel Formen bestehen wie die obigen Kronen. Die Brücken müssen eine genügende Stabilität für lange Jahre garantieren und die auftretenden Kaukräfte optimal auf die verbliebenden Pfeiler leiten. In ganz schwierigen Fällen (gekippte Pfeilerzähne) können Brücken sogar aus zwei Teilen bestehen, die beim Einsetzen mittels eines Geschiebes fest verbunden werden. Brücken können mittlerweile aus fast allen Materialien, die auch für Kronen verwendet werden, hergestellt werden.

Teil- und Totalprothetik

Zum Ersatz fehlender Zähne hat der Zahnarzt heutzutage verschiedenste Möglichkeiten. Fehlen einzelne Zähne, kann der Patient unter Umständen festsitzend versorgt werden. Die einzelnen Formen von Kronen und Brücken haben wir im entsprechenden Kapitel beschrieben. Fehlt eine gewisse Anzahl an Zähnen können diese nicht mehr festsitzend ersetzt werden. Es sei denn, die Anzahl der Pfeilerzähne wird durch Implantate (in den Knochen eingesetzte künstliche Zahnwurzeln) vermehrt. Ist dies nicht möglich erfolgt die Versorgung mit einer herausnehmbaren Teilprothese. Hier gibt es auch wieder verschiedene Verankerungsmöglichkeiten an den verbliebenen Pfeilerzähnen (beschrieben im Kapitel Fräsund Geschiebetechnik). Sind keine Zähne mehr vorhanden ist eine größere Anzahl von Implantaten nötig, um wieder festsitzend zu versorgen (so wie die eigenen Zähne), oder es kann mit einer kleineren Anzahl von Implantaten eine herausnehmbare Prothese stabilisiert und befestigt werden, oder es muss ohne Einsatz von Implantaten eine Totalprothese angefertigt werden, die von der Ausdehnung her größer ist und den Oberkiefer häufig bedeckt.

Herausnehmbarer Zahnersatz oder Totalprothesen können bei hochwertiger Herstellung nach verschiedenen Kriterien gefertigt werden. Die Zuordnung der Zähne und die Gestaltung der Prothese kann nach Prof. Gutowski oder nach Peter Lerch (Lerch-Concept ®, Prof. Gerber) erfolgen.

Prof. Gutowski:

Nach einer speziellen Vermessungstechnik, unter Berücksichtigung der Ausdehnung der alten Prothesen, hergestellte Totalprothese, welche sich durch besonderen Tragekomfort und eine erhöhte Saughaftung auszeichnet. Lerch-Concept:

Anfertigung der Prothese nach biodynamischen Kriterien durch Festlegung der Zahnzuordnung mittels Schluckbiss, spezieller Modellanalyse und spezieller Art der Aufstellung mit Zähnen (Keramik oder Kunststoff) nach Mörser-Pistill-Prinzip. Dadurch kann verlorengegangene Bisshöhe wieder physiologisch ersetzt und eine sehr gute Lagestabilität erzielt werden.
Aber auch bei der normalen "Kassenprothese" geben wir uns höchste Mühe und bieten ihnen einen Zahnersatz, der Qualitätsnormen entspricht, obwohl er nach Kassenrechtlinien nur "ausreichend, wirtschaftlich und zweckmäßig" (SGB 5) sein müsste.

Das Labor
Hochqualifizierte Mitarbeiter 12 Zahntechniker und 2 Meister mit insgesamt 133 Jahren an praktischer Erfahrung. Zahnmedizin und Zahntechnik entwickeln sich ständig weiter. Wir gehen mit durch häufige Fortbildungsveranstaltungen, teilweise sogar zusammen mit den Zahnärzten. Hinzu kommen häufige interne Schulungen aller Mitarbeiter. Alle anfallenden zahntechnischen Arbeiten können direkt im Labor durchgeführt werden. In besonders schwierigen Fällen kommen wir zur höchst individuellen Anpassung in die Praxis oder laden den Patienten ins Labor ein. Langjährige, gute Zusammenarbeit zwischen Labor und Zahnarzt sichern eine optimale Behandlung Hoher technischer Standard Die Verwendung von Stereomikroskop und Zeiss-Lupenbrille nicht nur bei der Endkontrolle, sondern bei allen wichtigen Arbeitsschritten. Laserschweißen zur lotfreien Verbindung der Metalle. Galvanotechnik bei Kronen und Brücken für natürlicheres Farbverhalten der Keramik. Voll programmierbare Artikulatoren, häufig verwendet nach Gesichtbogenübertragung. Vollkeramikrestaurationen, metallfrei, auch speziell für ganzheitliche Bereiche (einsetzbar ohne Kunststoffkleber). Höchste Qualität der Ergebnisse Maximale Präzision von Randschluss und Passgenauigkeit. Größtmögliche Individualität durch persönliche Kommunikation mit dem Zahnarzt oder Patienten. Höchster Tragekomfort z.B. durch dento-alveoläres Design. Geringer Verschleiss und optimierte Lebensdauer durch Verwendung von ausgewählten Markenprodukten und Fertigungsverfahren z.T. nach ganzheitlichen Überlegungen.

Stichwortverzeichnis
Bisshöhe.......................................2, 6 Bisslage............................................2 Bruxismus.........................................2 Kieferbereich....................................2 Kieferorthopädie...............................2 Krone................................................4 Kronen..............................2, 3, 4, 5, 7 Kubein-Meeseburg............................2 Miniplastschiene...............................2 Oberkiefer.........................................5 Schienen...........................................2