Märchen der sieben unverzeihbaren Todsünden

Es gibt natürlich viele verschiedene Auffassungen darüber, was in Gottes Augen Sünde sein soll. In manchen Religionen gibt es z.B. die sieben Todsünden (Hochmut, Geiz, Neid, Zorn, Wollust, Völlerei, Faulheit) die Gott anscheinend niemals vergeben wird (die wurden von sehr "religiösen" Menschen aus verschiedenen Bibelstellen des alten und neuen Testaments zusammengeschustert) und die Ihn als sehr ungnädigen, harten, ernsten und verbitterten Gott darstellen. Ich denke schon, dass diese und noch ein paar mehr Sünden als Grundsünden stehen, die uns tatsächlich auch gewaltig zu Fall bringen können. Z.B. steht hinter fast jeder Sünde erst einmal Stolz, als Wurzel allen Übels. Es stimmt aber nicht, dass Gott uns dafür nicht vergeben wird. Vor allem nicht, wenn man das Richtige tun möchte. Solch einen Gott würde ich nun nicht so gerne kennen lernen wollen. Da würde ich mich glaub ich freiwillig ganz hinten anstellen und vor lauter Angst bibbern, denn leider bin ich schuldig und Gott ist ja stärker als ich. Und die Vorstellung, dort die Ewigkeit verbringen zu müssen? Na ja, auch nicht so prickelnd und einladend. Aber nach Ansicht sehr "religiöser" Leute, würde ich ja eh in der Hölle landen, und das für immer und ewig. Wenigstens wartet dort laut diesem Artikel Mutter Theresa schon auf mich (sie hat nämlich auch schon mit Muslims und Buddhisten gebetet), und Gott sei Dank halten sich ja die "religiösen" Führer an alle Gebote, oder???(Sorry, aber eine gewisse Ironie kann ich mir an dieser Stelle einfach nicht verkneifen). Wenn das alles nämlich so wäre, dann kenn ich jede Menge Menschen (mich eingenommen), die netter und gnädiger, wenn auch nicht perfekt, zu ihren Kindern sind, als dieser so dargestellte Gott zu uns, der ja unser Vater und somit auch unser Vorbild sein soll. Das würde ja heißen, dass der, der uns gemacht hat, schlechter wäre als wir. Hmm, schon merkwürdig. Etwas stimmt da nicht. Ich finde, dieses Bild von Gott beleidigt Gott. Glaubst du denn wirklich, dass wenn du eines Tages vor Gott stehst, Er dich voller Bewunderung anschaut und sagt: "Wow, du warst nie neidisch? Wie hast du das alles nur gemacht? Immer so fleißig geblieben? Und deine Geduld. Unübertrefflich! Nicht einen einzigen schlechten Gedanken hattest du in deinem Leben und schon gar keine dieser widerlichen Handlungen. Du bist immer ernst geblieben und du hast es wirklich verdient, hierher zu kommen, so rein und sauber wie du bist. Bravo, du hast dich nicht befleckt".

Mal ehrlich, glaubst du das ganz im Ernst? Wieder einmal ist genau das Gegenteil der Fall. Deine Schwächen und deine Unvollkommenheit bewirken nämlich in Ihm, dass Er umso mehr Mitgefühl für dich hat. Er weiß wie du leidest und kennt die Schmerzen. Er kann es so gut verstehen, wie schwer alles ist. Deine Kämpfe in diesem Leben bewirken, dass Er dich umso mehr liebt. Und dein Hinfallen bewirkt in Ihm, dass Er zu dir herkommt, dir aufhilft und dich fest in den Arm nimmt und drückt. Dann flüstert Er dir zu: "Probier's noch mal, ich helfe dir". Lässt du deinem kranken Kind denn nicht extra viel Liebe zukommen? Geht dein Herz nicht auf, wenn deinem Kind das Herz bricht? Um die Geschichte kurz zu machen: So hart und ungnädig wie oben beschrieben, habe ich unseren lebendigen Gott nicht kennen gelernt. Es gibt nämlich niemanden der vergibt wie Er und niemand der so gnädig, liebevoll, verständnisvoll, ermutigend, geduldig, freundlich und sanftmütig ist wie Er. Er möchte unser bester Freund sein und eine lebendige, liebevolle, verständnisvolle Beziehung zu uns haben. Er möchte, dass wir Ihn lieben, weil Er uns so liebt und Er wirklich sehr gut zu uns ist, nicht weil wir so furchtbare Angst vor Ihm haben. Angst ist das falsche Motiv. Wir können immer und jederzeit mit allem und jedem Problem zu Ihm kommen, ohne dass es Ihm jemals zuviel wird, und Er wird immer Zeit und Verständnis für uns haben. Immer!! Viel, viel mehr als wir für unsere Kinder. Eines kann ich mit Sicherheit sagen. Gottes Wege sind viel, viel höher als unsere und wir werden ganz bestimmt große Überraschungen erleben. Wenn wir nun Gottes Willen tun möchten, dann müssen wir natürlich auch wissen, was richtig und was falsch ist. Ein ziemlich guter Leitfaden ist es, wenn wir uns immer fragen, ob wir in Liebe handeln. Ist es Liebe oder Egoismus. Im Grunde gibt es keine größeren Gesetze als Liebe. Mit Jesus kam die Gnade und darin sind alle Gesetze. Wenn wir Jesus kennen lernen, sind wir also nicht mehr unter den Gesetzen und Geboten des alten Testaments, sondern unter diesen beiden: Du sollst Gott deinen Herrn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Kraft und von ganzer Seele. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst» In diesen beiden Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten. Matthäus 22, 34-40 Also, ewiges Leben und Vergebung durch Jesus ist für immer. Das können wir nie mehr verlieren. Wollen wir seinen Willen tun, so sollten wir uns immer an die Liebe zu ihm und unsere Mitmenschen halten. Wenn wir niemanden verletzen, auch uns selbst nicht, sondern sogar helfen, ist es sicherlich das richtige und höchste Motiv und kann gar nicht falsch sein, selbst wenn gewisse sehr religiöse Menschen behaupten es sei falsch.

Auch dürfen wir alles was Er geschaffen hat, genießen. Darum hat Er es ja gemacht. Sicher nicht, damit wir uns selbst kasteien. Das nützt weder Ihm, noch dir oder sonst jemanden etwas, außer natürlich dem Teufel, wenn du dich wieder mal schlecht und furchtbar schuldig fühlst, weil du deine (oder seine) selbst auferlegten Vorsätze wieder einmal nicht eingehalten hast. Sei mutig und schnapp dir das Königreich Gottes und was darin ist. Es gehört dir. Er hat es uns versprochen. Du musst nur genug Glauben haben es auch zu nehmen. Es zeigt deinen großen Glauben an Gott und Seine Liebe und das gefällt Ihm. Kindlicher Glaube ist hier angesagt und falsche Bescheidenheit ist hier völlig fehl am Platz. Damit verfehlst du vielleicht alles, was du hättest haben können und schlussendlich wird Gott die ganze Selbstkastei nicht einmal honorieren, weil es nur zeigt, dass du keinen wirklich großen Glauben an Ihn und Seine Liebe hattest. Denn das ist wieder einmal nichts anderes als der menschliche, verzweifelte Versuch, selbst heilig genug zu werden. Gib es auf. Du wirst es eh nie schaffen. Niemals. Denn nur Gott selbst kann dir Seinen echten, wahren und ewig währenden Geist der Liebe geben. Und das nicht, weil du so toll und gut bist und bis aufs kleinste immer alles befolgt hast, sondern weil Er dich liebt und es versprochen hat und du es annimmst. Heb. 4:16 Lasst uns also voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben. So schön kann also Gottes Liebe sein :-))

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