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Gorsleben, Hoch-Zeit der Menschheit 179

Bezeichnung Aryon heißt, von Aryanern bewohnt,


Verwandten der indischen Aryas.
B Es ist abwegig, in Bayer und Bojer verschiedene
Rune bar, birk, björk, bor. Worte und Begriffe sehen zu wollen, beide gehen auf
Buchstabe B. Zahlwert 13 bar zurück: In der Form ge-bar ist das bar noch im
Ein Dreizehntes nenn ich, netz ich den Sohn Deutschen rein erhalten. Barn im Schwedischen ist
Den Edlen, mit weihendem Wasser—. der Geborene, das Kind, bar = der Sohn, Bar-on der
Steht einst er vorm Feinde, kann fallen er nicht, große Sohn, der ältere, der Erbsohn, von Barun- und
Kein Schwert wird zum Staube ihn strecken. Bar-Hune. Born und Bjarn, Bär und Sohn, sind die
Bar bedeutet Geburt, Leben, Paar, Beide, bi (latei- häufigsten Vornamen bei den Isländern und Norwe-
nisch), gebären, tragen, Tracht, Bord, Barren, breit, gern, die uns in den Sagas, den Bauern- und Ge-
bereit, bergen, dann bar Gesang, Barde, Sänger, bar- schlechtergeschichten des alten Islands entgegen-
duit = Volksgesang, Born = der Brunnen als weibli- treten.
ches Sinnbild, die ewige Menschen: Quelle, aber ß
auch Bahre und bar im Sinne von aus, leer: bar jeder Sehen wir uns die umgelegte zweifache Bar-, Paar-
Freude, Bar-Laufen = Auslaufen. oder Paar-ungsrune an, so erkennen wir auf der Tel-
Bar bedeutet Leben, das gebärt und selbst geboren oder Teil-Rune, der weiblichen Sie-Rune — zwei
ist. Die Rune Bar B versinnbildlicht alles, was mit Berge hervorgehoben, also das doppelte symmetri-
dem Leben zu tun hat: Geborensein, Leben und Ster- sche Hervorbrechen, aber auch das Geborgene, Verb-
ben, alle Hoffnungen und Wünsche, alle Furcht und orgene, den Berg, die Bärmutter, wie noch althoch-
Freude, die damit verbunden sind. deutsch der Uterus heißt.
Das Laib „Brot“ ist überall ein Sinnbild für den Dieses Erheben ist ein „Hervorheben“ in des Wor-
Menschen, für die Geburt: Hunderte von Brotformen tes eigentlichstem Sinne, ein Heraus-heben. Wir wer-
und von Brotarten verraten solche Beziehungen. den unwillkürlich an den Vorgang der Zellteilung er-
Brot ist ja auch der „Leib des Herrn“ sinnbildlich. innert, an das Entstehen von Bergen, die etwas ber-
Brot löst sich auf in bar-od = Lebens-Geist; braten gen, verbergen, an die Paarung, die Zweiung aus der
und brüten sind verwandte Begriffe. mütterlichen Eins, Diese Bar-Rune ist die sinnbildli-
Die Bar-Rune umreißt also alles, was mit Geburt che Darstellung des Knospens, ob wir nun an das
und der Entwicklung zur Geburt durch Zeugung zu- Knospen von Blättern und Blüten oder an das Knos-
sammenhängt: das Geborenwerden, das Geborgen- pen der Frucht im Mutterleibe denken wollen.
sein, die Bergung. Sie war die Bär“mutter“-Rune. Er- Sie ist der Bar-mund, der die Knospe, die Blüte
kennt der Leser die engen tausendfältigen Beziehun- noch im Mutterleibe bergt, birgt, die dann offen-6or
gen des Lebens zur Sprache, die nicht nur eine werden soll bei der Ge-burt. Bergen heißt, einen Berg
Grammatik hat, sondern aus dem Urborn des Göttli- über etwas legen, verbergen durch um-graben, um-
chen überhaupt entspringt und uns zu Schöpfern zu kehren. In dem Berge, in der Her-berge ist etwas ver-
erhöhen vermag. Und unsere Vorfahren hatten noch bor-gen, ge-bor-gen, das, wenn es hervorkommt, of-
eine klare Vorstellung, ein Können und Wissen um fen-bar wird, ge-bor-en ist. Alle diese Worte sind Ge-
dieses Geheimnis und waren darum imstande, die burts-verwandt.
Urschrift der Sprache zu finden im Anschluß an Of- Man stelle sich folgenden Vorgang vor, um es auch
fenbarungen geistiger Zeugungskräfte, die ihnen im Bilde zu sehen: Ich grabe ein Stück Erde aus und
wurden und heute noch jedem Suchenden Wahrheit lege es mit dem Spaten um. Was wird daraus?
werden können: Im Anfang war das Wort! Das umgelegte aus-ge-grab-ene Stück Erde ist dann
Bar, bor, bur, bir, ben heißt aber nun fast in allen ein Berg. Der Berg ist eine Umkehrung, entstanden
Sprachen ein Stamm, eine Wortwurzel für Ge-bur-t, aus dem Grab. Die Worte Berg und Grab sind auch
gebären, geboren, für Leben im weiteren Sinne, be- nur Umkehrungen, deutli-
sonders aber für Sohn, altnordisch bar, der cher noch in Burg und
Geborene. Hier liegt die Wurzel für unser Bauer oder Grub(e). So spricht die Spra-
Bur, was auch Sohn heißt, ganz deutlich zutage. Bur che in ihren Umkehrungen
heißt der Bauer in der Edda, „Bur“ und „Büer“ noch sinndeutlich, das heißt den
heute in deutschen Mundarten. Sinnen deutlich, deut-bar-lich, zu uns.
Bei seinem Eintritt in das Leben = bar wird der bar Auch ein Kind im Mutterleibe ist etwas „Geborge-
= Sohn aus dem „Born“ mit dem Wasser des Lebens nes“, in einem Berg, einer Berge, einer Herberge, bis
getauft. Die Taufe war von jeher arisches es „geboren“ wird. Für dieses Urbild hatten die Alten
Brauchtum, eine Tatsache, die auch den Johannes, in ihrer Urschriftsprache die B-Bar-Rune. Legen wir
den Täufer, auf seine arische Herkunft zurückführt; die .Rune bar, von der das B unserer Schrift abgelei-
das Judentum kannte die Taufe nicht. „Bir“ ist ara- tet ist, um, so haben wir den Schattenriß einer gebä-
bisch Mädchen und Quelle, bahr, arabisch = „Bach!“, renden Mutter, oder den Berg, der „kreißend das
der Flußlauf, das fließende, lebende (bar) Wasser. Mäuslein“ gebiert, ß
Bar hebräisch und arabisch = Sohn. Das Wasser,
„was“, ist die „Wasis“, die Basis des Lebens. Die Edda belehrt uns darüber im „Runenzauber“:
Es darf uns keineswegs in Erstaunen setzen, wenn „Gebärrunen kenne zur Bergung des Kinds
wir im Arabischen, einer, wie man heute sagt, semi- und Lösung vom Mutterleibe,
Um Hand und Gelenk mal das Heilszeichen ihm
tischen Sprache, Worte finden, die ganz unseren ari-
und bitte um Beistand die Disen.“
schen Worten entsprechen, denn schon das Wort ara-
bisch weist auf den ari-schen Ur-sprung dieser Spra- Die Bar-Rune ist die einzige weibliche Rune im
che hin, sind doch vor Tausenden von Jahren Arier Futhark, wenn wir von der Is-Rune absehen, die
dort ansässig gewesen wie im Iran, das in der alten männlich und weiblich, stehend oder liegend gedacht
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sein kann. Im weiblichen Falle wird das Lautbild Is scheinungsform des Menschen auf der irdischen
verdoppelt zur Isis, der Ist-Ist-, der Vater- und Mut- Ebene in Mann und Weib, wo jeder Teil einer Ergän-
tergöttin. In der Umkehrung lautet das männliche Is zung in vieler Beziehung durch den andern bedarf
weiblich Sie. Das Weib ist das Spiegelbild des Man- und beide nur in dieser Ergänzung ihren letzten Aus-
nes und umgekehrt. Die Bar-Rune zeigt im seitlichen druck und ihre volle Auswirkung finden.
Schattenriß das Bild der werdenden Mutter. Es weist In der Zeichnung der Bar-Rune B läßt sich also un-
auch auf die Lage des Ungeborenen hin im Mutterlei- schwer das Sinnbild für das Wort und den Begriff des
be, des Toten im Hockergrab, des Hockergrabs im Paares erkennen, des Beid-Einigen, das durch Paa-
ausgehöhlten Baumstamm als einem anderen Mut- rung den Bar, den Sohn zeugt, die bar- die Ge-burt
terleib, in dem der Mensch der Wiedergeburt entge- verursacht, die über das Bar des Lebens zum Ende
gensieht, der Ask, der Mensch, im Schoße der Embla- wieder zur Trag-Bahre zurückführt.
Mutter. Läßt man eine Hebung, einen Berg der Bar-Rune
Der Wortstamm bar bezeichnet also wesentlich das mit dem darin Geborgenen fort, so entstellt eine
Irdische, das Fleischgewordene, das was tierischer neue, die Sohnes-Rune mit dem Namen Pard, was
Natur ist im Menschentum, das Tiermensch-liche. auch zusammenhängt mit dem Worte und Begriff
Mit der Geburt tritt der Mensch in den Kampf des Part, der ein Teil ist. Diese Pard-rune gleicht offen-
Daseins, so scheint es nicht verwunderlich, daß diese kundig der Thorn-Rune, auf der verlängerten Is-
Rune dem kriegerischen Planeten Mars zugeeignet Rune gleich einer Fahne aufgesetzt, beide des glei-
ist, dessen Zeichen @ sich in die Bestandteile der chen runischen Ursprungs, nämlich die Hälfte der B
phallischen Zeugerune Tyr t und in den Ring, das = Bär-Mutter-Rune. Es ist die Sohnesrune, die Pard-
ovum, das Ei zerlegen. Das Menschenleben geht sowohl wie die Thor-Rune, die am Kreuze der Welt
vom Bar der Geburt über das Bar des Lebensgesan- hängt des Christus,
ges (ein Bar besteht bei den Meistersingern von
Nürnberg aus zwei Stollen ß) zum Bar der Bahre! T W ¥
Die Bar-Rune ist demnach auch die Rune des Bar- Thor-Rune Pard-Sohn- oder Teil-Rune Monogramm Christi

den, des Sängers, der den Bar-duit, den Volksgesang, der auf aramäisch bar-hvam heißt, der Menschen-
dem Volke lehrt und vorsingt. Er fand seinen Nach- Sohn, also auch nach dem Dogma ein Teil des Gan-
folger im nordischen Skalden und im Minnesänger zen, des Vaters ist. Die Rune Thorn ist zu allem
der Provence, die damals ein rein arisches Land Überfluß noch die dritte Rune im Futhark, also die
noch war. Die Bar-den sangen den bor-d-wit, der dem Rune des Dritten, des Tyr oder des Thor, des Sohnes
Volke das ein-ge-bor-ene und im Bilde ge-bor-gene in der Heiligen Dreiheit: Vater, Mutter, Sohn.
alte Weistum vermittelte. Es wurde durch den Ge- Ist das nicht sinnvollere, tiefere Deutung als die
sang der Bar-den den Bar-bar-en wieder offen-bar. Annahme, diese All-Rune seien die griechi-
Der germanische Volksgesang, der Barditus des schen Buchstaben chi und ro, X und P =
Barden ist ein geistiger Geburts-Vorgang, ein Her- zu deutsch Ch und r, die Anfangsbuchstaben
vorquellen zeugerischer Gefühle und Empfindungen. des Namens „Christus“ ?
Erzeugt aus Begeisterung, begeistert er wieder. Ge- Hier mag noch einmal an den „Menschen-Sohn“ er-
sang und Sprache sind Zeugungsvorgänge geistiger innert werden, den „Christus“, der sich in aramäi-
Art, wie uns das „Wort“ bezeugt aus dem Evange- scher Sprache „Bar-hvam“ nannte, etwas
lium des Johannes, des Jo-Ansen, des Feuer-Asen, verschliffen aus Bar-man, Sohn des Man, des Ma-
das am Anfang aller Dinge ist, die Geburt des Flei- nuns, des Menschen, der Menschheit, bedeutet aber
sches, das heißt der Materie, ein Wissen, um das auf höherer Begriffsebene auch Sohn des Manas, des
auch Goethe wußte, wie seine Behandlung des „Wor- Geistes Gottes, denn Mann und Manu sind zwei der
tes“ im Faust andeutet. vielen Namen des Einen höchsten Gottes, des Ur-
Es ist die Macht der Rede, die wiederum die Rata sprungs, des Vaters, des „Mannes“ aller Menschen.
ist, die Wurzel aller Dinge. Der Kehlkopf als der Sitz Aus dieser Ableitung heraus leuchtet uns schon der
der Sprache, der Stimme, ist anatomisch längst als klare Sinn entgegen von dem Worte dieses
ein Zeugungsorgan, ein Zeugungs-Ur-gang erkannt ,,Christus“, dieses Haristos, dieses Höchsten als des
und hat überraschende Beziehungen zu allen ge- „Menschen Sohn“: bar-man. „Ehe denn Abraham
schlechtlichen Entwicklungsvorgängen. Der Stimm- (das ist runisch BKM = bar-ar-man) war, war schon
wechsel des Jünglings zur Zeit der Mannwerdung, ich!“ Was sollte das anderes bedeuten, als daß er
die Kinderstimme des verschnittenen Eunuchen, die selbst dieser Bar-ar-man ist, Vater, Sohn und Heili-
Beziehungen der Geschlechter bei Mensch und Tier ger Geist in Einem, nicht Mensch, nicht Mann in
zu hoher und tiefer Stimmlage, oft umgekehrt wie „Galiläa“, sondern hier der „Sohn“ aus dem Hag-All-
beim Menschen, zum Beispiel bei Rind und Ente, der Gaue des Himmels.
Gesang der Menschen und Vögel in der Paarungszeit Nach den drei Wortordnungsstufen auf Grund der
sprechen eine deutliche Sprache. ewigen Drei im Entstehen, Sein und Vergehen ne-
Die „Sprache der Vögel“ verstehen, heißt, die Spra- beneinander gereiht, ergibt das Runen-Wort bar drei
che der Zeugung verstehen, denn fak, fik, fok, fog Deutungsstufen:
sind Zeugungsworte und die „Vögel“ sind wort- und Werden Sein Vergehen
sinndeutliche Beigaben aller Liebesgöttinuen. So bar bar bar
sind zum Beispiel die Tauben der Venus geweiht, Geburt Leben, bares Geld, Bahre, Tod.
Eine Größe vom Werte Zwei, Bar-Paar muß sich das was jetzt gilt!
Vergangenheit Gegenwart Zukunft
teilen in zwei Größen vom Werte Eins (bar = Sohn
und bir = Tochter), wenn sie irdische Erscheinungs- Es ist das dreifache Bar = Leben der arischen
form in weiterer Zukunft einnehmen will. Auf die- Menschheit im Vollbesitz von Geist, Seele und Leib,
sem Gesetz beruht zum Beispiel die Teilung der Er- die Dreigliederung der Schöpfung, sozusagen auch
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Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, aus denen den Ratern, den „Göttern“ innerlich oder äußerlich,
das Sein, das Leben, das Bar besteht. Wir lesen dann meist mit Beidem, verloren, mag er tun und lassen was
tri-bar = das dreifache Leben, die dreifache Gottheit er will, mag er noch so „deutschgläubig“ oder
in All-Einern. „deutschkirchlich“ sich gebärden, er ist weiter von
Bar-bar-bar ruft uns der Dreiklang des Lebens über den Quellen seines Gottums, der Troja, der Treue, der
Geburt, Leben und Bahre zu. Truth (englisch), der alten Drei entfernt, als der gläu-
Bedeutet aber bar = Geburt, geboren, so lesen und bige Christ, der noch nicht zu seiner eingeborenen
lösen wir: wiederholt-, wieder-geboren, dreimal wie- Treue, zu seiner Breie erwacht ist und der Un-Drei, der
der-geboren. Unsere Vorfahren müßte man demnach Un-Treue, dem Truge dient. Er hat noch einen Weg of-
als die Bar-bar-baren bezeichnen, das heißt die drei- fen, aber der „Deutschgläubige“ und der „Deutsch-
mal Wiedergeborenen, die im Geist, in der Seele und kirchliche“ haben sich zwischen zwei Kirchenstühle
im Leibe Wiedergeborenen, ganz nach dem Worte und gesetzt. Sie glauben und wissen vom einen nicht mehr
im Sinne des „Christus“, der da sagt: „So ihr nicht und vom andern noch nicht. Sie haben einen zu kurzen
wiedergeboren werdet, könnet ihr nicht in das Gottes- Schritt gemacht und stehen im Schlamme des Grabens,
reich kommen“, das heißt, das Guten- oder Goten- der die Erkenntnis-Insel der Sal-igen, der Säl-igen, der
Reich hier erleben, in dem wir es vor- und nachleben. Seligen von der Jotenwelt trennt. Der Schritt war ver-
Den Griechen war das Wort Bar-bar keineswegs dienstlich, aber er genügte nicht, um festen Erkennt-
eine verächtliche Bezeichnung, sondern sie ge- nisboden auf „Mittgart“ zu gewinnen.
brauchten das Wort durchaus achtungsvoll, ja gera- Zwar müßte einem jeden die Tatsache auffallen,
dezu ehrfürchtig, denn die Edlen unter den Griechen daß alle vornehmen alten Schriften und alle vorneh-
kannten sehr wohl noch ihre Herkunft aus dem men großen Menschen, Männer wie Frauen, von der
Lande der Hyperboräer, der Bar-Baren. Gewißheit unserer geistigen Ewigkeit = Ehe-ich-heit,
Die Bar-Rune offen-bart uns die Geburt aus dem die durch kurze, aber viele Verkörperungen in der
Ur-Bar-Gewordenen, dem Ur-Geborenen, und wir Stoffwelt unterbrochen wird, wie von etwas Selbst-
nennen uns mit Stolz in Zukunft die Bar-baren, denn Verständlichem, das heißt: Seel-Leib-Verständlichem
dieses Wort ist noch erfüllt vom Urgebraus der wer- sprechen, aber sie haben Augen und sehen nicht und
denden, der gebärenden Welt. Ohren und hören nicht. Wie selbstverständlich klingt
Die Wiedergeburt war unseren Vorfahren nicht uns ins bewegte Gemüt, wenn wir das Lied von Helge
bloß blasser Glaube, sondern ein Wissen aus der se- dem Hundingstöter und seiner Walküren- Sigrun ge-
herischen Erfahrung, kraft ihres reinen Blutes, das lesen haben und der christliche Schreiber im Nach-
ihnen Rück- und Vorschau gestattete, wie ja heute satz noch selbst wissend und altgläubig hinzufügt in
noch das zweite Gesicht in den arisch reinsten Ge- stiller unbefangener und ungebundener Rede:
genden, in Schweden, Schottland, bei den Friesen „Das war Glaube in der Vorzeit, daß die Menschen
und den Westfalen geradezu alltäglich ist. wiedergeboren würden, aber das wird nun alter Wei-
So war ihnen die Erberinnerung eine durch Übung ber Aberglauben genannt. Von Helge und Sigrun
zu erstaunlichen Ergebnissen führende Errungen- wird gesagt, sie seien wiedergeboren, und da hieß er
schaft und sie vermochten, wenigstens was die Füh- Helge Hattingenheld und sie Kara, Halfdans Tochter,
rerkreise anbelangt, frühere Lebenszustände, in ein- und war auch da Walküre.“
zelnen hervorragenden Fällen auch zukünftige Ver- Walküre, Walkyrie ist hier die Wahlherrin. Das
körperungen, zu bestimmen. Da sie Empfängnis und heißt, die in den Walburgen seit Generationen hoch-
Geburt mit Hilfe der astrologischen Voraussetzun- gezüchtetsten, schon alles wissenden, seherischen
gen festzulegen in der Lage waren, so beherrschten Jungfrauen hatten das Recht der Gattenwahl, sie
sie in der Tat bis zu einem gewissen, ja besonderen wählten sich den furchtlosen Helden, den sie für wür-
Grade auch die, für uns noch unvermeidbar schei- dig befanden, der Vater ihrer Kinder zu werden.
nenden Zufälligkeiten beim Eintritt von Heute läßt nur die Furcht den Menschen zum Helden
Zeugung Geburt und Tod. werden, ehemals war es die Furchtlosigkeit. Und in
bar bar bar der Tat, Sigrun wählt, kürt sich den Helge, wie es im
Wie im arischen Indien war die Zeugung ein feier- Liede erzählt wird.
licher, heiliger, vorbedachter, vorberechneter Akt Das war vielleicht noch notwendig zu sagen bei der
mit Rat und Hilfe der Astro-nomen, die von jeher und Behandlung des Dreiwortes Bar-Bar-Bar!
vor allem Astro-logen waren, bis auf die unselige Von Gullweig heißt es in der Edda:
kurze Zeit eines abergläubischen Materialismus, seit Dreimal aus Gluten
der man den Himmel als ein mechanisch-lebloses Wiedergeboren
Uhrwerk zu betrachten sich erdreistete. Ward sie lebendig!
Der Gedanke der Wiedergeburt war den Bar-bar-ta- Die Bar-Rune erscheint häufig in Wappen, aber
ren jedenfalls nichts Ungewöhnliches, Unglaubli-ches, fast stets in den bekannten Bergen und Hügeln, also
sondern eine Selbstverständlichkeit, und die Selbst- in der umgelegten Gestalt ß, /\/\/\ zweifach und
verständlichkeit dieses Wissens um die Wiedergeburt dreifach, also mit zwei und drei „Bergen“. Meist sind
ist heute noch der Prüfstein des arischen Menschen für es drei Berge mit drei Türmen, Kirchen, Bäumen
die Geistes- und Blutsverbundenheit mit seiner Ver- oder anderen Sinnzeichen. In jedem Falle „bergen“
gangenheit. Wo diese unbedingte Sicherheit noch fehlt die drei „Berge“ die göttliche Dreiheit, runisch-gra-
oder nicht zurückgewonnen werden kann, oder gar ab- phisch, die dreifache Bar-Rune:
geleugnet wird, da fehlen auch die wesentlichsten Ei- Entstehen, Sein, Vergehen
genschaften und Werte, da fehlt jede Voraussetzung
etwa im Namen des Arier-, Germanen- oder
Deutschtums zu sprechen. Wem diese Ahn-nng verlo-
ren ging, der ist auch den Ahn-en, der Rasse, der Rata,
bar bar bar

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