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FUSION

Antifa
krise
widerstand
1
„Ferienkommunismus“, Inhalt
so lautet das Motto des Fusion-Festivals. Gentrifizierung:
Einerseits Ferien vom tristen Alltag der Wem gehört die Stadt? 4
Verwertung als Objekt in Schule, Uni, Lehre,
Arbeit oder Arbeitslosigkeit. Andererseits Bildung: Universitäten im Wandel 6
gemeinsames Entwickeln und Ausleben
von Ansätzen, die auf Respekt, Solidarität Arbeit: „Wär‘ ich nicht arm,
und egalitär-freiheitlichen Vorstellungen wärst du nicht reich …“ 8
beruhen.
Doch der Urlaub vom Leistungsstress Partywirtschaft: Prekär beschäftigt,
wird nur von kurzer Dauer sein. Der Alltag aber mit dem Chef per Du 10
kommt wieder und dieser hat sich in den
letzten Jahren für viele Menschen massiv Finanzmärkte und Krisen 12
verschlechtert. Mieser Lohn, prekäre Arbeits-
verhältnisse, drohende Studiengebühren, WM & Nationalismus 14
Verdrängung aus den Kiezen, Verteuerung
der Lebensverhältnisse und seit zwei Jahren Kein Fußbreit den Faschisten!:
eine Wirtschaftskrise, deren Folgen und Nazis & Soziale Frage 16
Kosten in erster Linie wir und nicht die
Verantwortlichen ausbaden sollen. Krise, Krieg und Kapitalismus 18
Mit diesem kleinen Heft wollen wir Euch
ein paar Themen und Hinweise geben, wo

„Alles, was das


es sich lohnt, das Wort zu ergreifen, sich
einzumischen, selber aktiv zu werden und
den kapitalistischen Verwertungsmüll nicht
einfach hinzunehmen. Organisiert Euch!
Bewusstsein
Für Nachfragen und Anregungen stehen
wir gerne zur Verfügung. Einen tollen Ferien- verändert, ist
kommunismus wünscht Euch

Antifaschistische Linke Berlin [ALB] eine Bedrohung


www.antifa.de | mail@antifa.de
der etablierten
Herausgeberin: Antifaschistische Linke Berlin
Kontakt: ALB, c/o Oh21, Oranienstr. 21, 10999 Berlin Ordnung.“
Timothy Leary
2 V.i.S.d.P.: W. Iderstand · Torstraße 110 · Berlin The Policy of Ecstasy · 1968 3
die Einstellung des Flugverkehrs zu einem
Anstieg der Mieten, einem Bevölkerungs-
wechsel und einem Boom von billig sanier-
ten Wohnungen. Unterstützt wurde diese
Entwicklung durch Image-Kampagnen
des Bezirks und der Stadt, der Umwand-
lung von Miet- in Eigentumswohnungen
und prestigeträchtigen Plänen für das ge-
schlossene Flughafengelände.

Holen wir uns die Stadt zurück Carsten Joost, Spreeufer für alle
Dieser Prozess der Stadtentwicklung ist Vier Jahre Initiativenarbeit liegen hinter
in vielen Metropolen weltweit zu beob- uns, zahlreiche Aktionen und Demons-
achten und macht eines ganz deutlich: trationen. Ein Bürgerentscheid und die
Investoren und markthörige Städtepla- Verhandlungen mit dem Bezirk Friedrichs-
ner bestimmen meist die städtischen Le- hain-Kreuzberg und den Eigentümerver-
bens- und Wohnverhältnisse. Damit muss tretern im Sonderausschuss Spreeraum. Es

Wem gehört die Stadt?


Schluß sein! Die Stadt gehört uns! hat einige Veränderungen der Planungen
ergeben, aber keine Richtungsumkehr. Das
Weitere Informationen: schnelle Geld durch Grundstücksverkäufe
Wie die meisten Bereiche wird auch die mehr leisten können. Davon sind insbeson- >>> www.gentrificationblog.wordpress.com bestimmt nach wie vor die Politik.
Stadt und ihre Entwicklung maßgeblich dere Einkommensschwache betroffen: pre- >>> www.megaspree.de Es lohnt sich, das Thema weiter zu bearbei-
von den Interessen durch Geld und Ren- kär Beschäftigte, HartzIV-EmpfängerInnen, >>> www.wba.blogsport.de ten und der Betonfraktion aus Politik und
dite bestimmt. War dieser Prozess bis zu ältere Menschen sowie Menschen mit Mi- Wirtschaft weiterhin in die Suppe zu spu-
den 1970er Jahren eher durch sozialpoliti- grationshintergrund. Auch alternative und cken. Auch wenn die Verhandlungen erst
sche Eingriffe geprägt, dominieren seit der nicht-kommerzielle Projekte, soziale Zentren einmal beendet sind, ist eine Umsetzung
neoliberalen Entwicklung der 1980er Jahre und Selbsthilfeorganisationen gehören zu des Bürgerentscheids „Spreeufer für alle!“
private Investoren in diesem Bereich. den Verdrängten. nach wie vor unser Ziel. Die Möglichkeiten
Städte unterliegen einem permanenten Zu den Profiteuren gehört die Immobilien- sind vielfältig und das Engagement vieler
Wandel, das ist nicht neu. Neu ist jedoch wirtschaft sowie Besserverdiener, die sich ist gefragt. Der Protest ist durch den Bür-
eine bestimmte Richtung in der Stadtent- die zum Teil explodierenden Mieten leis- gerentscheid „amtlich“ legitimiert. Es geht
wicklung, die mit dem Begriff Gentrifizie- ten können. Supermarktkonzerne verdrän- um die Verhinderung eines Großprojektes,
rung gekennzeichnet wird. Kernelement gen mit neuen Filialen kleinere Läden. das nicht nur die Spreeufer sterilisieren
dieser Tendenz ist die massive Umwandlung Dass auch externe Faktoren zu einer und betonieren würde, sondern auch die
von ehemals innerstädtischen Kiezen durch Aufwertung des Kiezes führen, zeigt die sozialen Strukturen in den Kiezen durch
Sanierung, Aufwertung, Privatisierung und Schließung des Flughafens Tempelhof in eine weitere Hochpreisentwicklung zu
Mieterhöhung. Resultat ist eine Verdrän- Berlin. Waren die Mieten unter anderem zerstören droht.
gung von finanzschwachen AltmieterInnen, durch den Fluglärm niedrig und der Kiez Die Stadt gehört uns allen!
44 welche sich die steigenden Mieten nicht als Problemviertel verschrien, so sorgte Informationen: www.ms-versenken.org 5
Florian Wilde (Linke.SDS)
In den vergangenen Semestern haben
wir mit dem Bildungsstreik eine erste
Revolte einer neuen Generation von
Studierenden unter
den Bedingungen von
Bachelor und Master
erlebt. 270.000 Schüle-
rInnen, Studierende und
Auszubildende gingen
im letzten Sommer auf
die Straße. Bundesweit
fanden radikale Aktionen
des zivilen Ungehorsams
wie symbolische Banküberfälle statt. Im
Herbst folgte eine Welle von Hörsaalbe-
setzungen an über 50 Unis.
Die Probleme im Bildungswesen dürfen

Universitäten im Wandel
dabei nicht isoliert von anderen gesell-
schaftlichen Entwicklungen betrachtet
werden. Studien- und Praxisgebühren
Für ein selbstbestimmtes Studieren entspringen der gleichen, neoliberalen Lo-
ohne Zeit- und Leistungsdruck gik. Das BA/MA –Zwangskorsett ist Kind
des gleichen disziplinierenden Geistes wie
Weltweit werden immer mehr Bereiche wachsende wirtschaftliche Nachfrage Bildung ist keine Ware, sondern die HartzIV-Schikanen. Mit gigantischen
des Lebens auf den Markt und seine Lo- nach Fachpersonal konzipiert wurde, un- Allgemeingut für alle. Die Uni gehört uns! Sparpaketen und drastischen Einschnit-
giken von Konkurrenz und Leistung aus- terstreichen auch die neuen repressiven Profiteure dieser Entwicklung sind dabei ten im Bildungs- und Sozialbereich ver-
gerichtet. Universitäten bleiben nicht Umgangsformen an den Unis. Anwesen- die verschieden Unternehmen. Durch die suchen Bundes- und Landesregierungen
verschont. Die neu eingeführten Bachelor/ heitslisten, Punktesysteme, Regelstudien- beständige Kürzung von Fördergeldern nun auch noch, die Kosten für die Rettung
Master-Studiengänge ersetzen Diplom zeiten und Prüfungsstress erlauben keine sind die Universitäten zwangsläufig auf der Banken auf die große Mehrheit der
und Magister und teilen das Studium in kritische Auseinandersetzung mit dem die Mittel der freien Wirtschaft angewie- Bevölkerung abzuwälzen. Wenn wir das
zwei Abschnitte mit jeweils eigenen Ab- Studium und seinen Lernvorgaben, son- sen. Teilweise ist die Forschung in einigen verhindern wollen, müssen Bildungs- und
schlüssen. Ziel ist es, die Kosten zu reduzie- dern drillen die Studierenden auf die Zeit Bereichen nicht mehr anders denkbar. Der Sozialproteste in einer gemeinsamen
ren. Es sind weniger Masterstudienplätze nach dem Studium. Studienbetrieb gerät so in die Abhängig- Explosion der Wut zusammenkommen.
verfügbar, so dass viele Studierende bereits Neben den genannten „Reformen“ er- keit der Wirtschaft. Nur die Angst vor sozialen Unruhen wird
nach dem Bachelorabschluss gezwungen schweren insbesondere Studiengebühren Bundes- und Landesregierungen noch
sind, die Uni zu beenden. weiter den Zugang zu Unis und Fachhoch- Weitere Informationen: von ihren Sparpaketen abbringen.
Dass dieser halbe Abschluss nicht für kri- schulen für junge Menschen, deren Eltern >>> www.bildungsstreik.net Florian Wilde, SDS (Sozialistischer Deutscher
6 tische Wissenschaften, sondern für die nicht selbst AkademikerInnen sind. >>> www.schulaction.org Studierendenverband): www.linke-sds.org 7
und Vermögen von unter 25 auf über 35 Daniel Wucherpfennig (DGB)
Prozent gestiegen. Die Arbeitgeber eignen Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften
sich einen immer größeren Anteil des er- fordern einen gesetzlichen Mindestlohn von
wirtschafteten Mehrwerts an. Nicht durch 8,50 Euro, damit ArbeitnehmerInnen nicht
die eigene Arbeit wird man reich, sondern gegeneinander ausgespielt werden können
durch die Arbeit anderer. und um Lohndumping zu verhindern.
Für immer schlechtere Arbeit mit immer Leiharbeit muss
längeren Arbeitszeiten wird immer we- beschränkt werden
niger bezahlt Diese Entwicklung sorgt und darf Stamm-
auch für einen europäischen Dumping- belegschaften nicht
Kreislauf: niedrige Löhne sorgen dafür, verdrängen. Gleicher
dass deutsche Firmen viel und billig ins Lohn für gleiche
europäische Ausland exportieren. Der Ex- Arbeit! Egal ob Fest-
portüberschuss der einen ist die Defizit- anstellung oder Leih-
verschuldung der anderen. arbeiterIn. Minijobs
Es waren und sind vor allem Gewerkschaf- zu fördern hat keinen
ten, die für höhere Löhne und bessere Sinn. Die meisten Minijobber wollen länger
Lebens- und Arbeitsbedingungen kämp- arbeiten und auch mehr verdienen. Vom
fen. Schon allein deshalb machen starke Minijobsystem profitieren nur die Arbeitge-
Gewerkschaften und eine starke Arbeiter- ber, eine Brücke in reguläre Beschäftigung
Innenbewegung Sinn. sind sie nicht. Wir brauchen klare gesetzliche

„Wär‘ ich nicht arm, Arbeitskämpfe dürfen jedoch nicht nur


auf die Maximierung des eigenen Luxus
Regelungen für Praktika, z.B. klare zeitliche
Begrenzungen. Für Praktika, die nicht unmit-

wärst du nicht reich …“ gerichtet sein, sondern müssen auch die


Kritik und Veränderung der gesellschaftli-
telbar der Ausbildung dienen, muss ein
Existenz sichernder Lohn gezahlt werden.
chen Verhältnisse einschließen, die über- Befristet beschäftigte Arbeitnehmerinnen
Angesichts Krisenangst, hoher Erwerbs- bildung, Studi-Job, Praktika, befristete haupt erst zur Ausbeutung führen. und Arbeitnehmer müssen den Anspruch
losigkeit und der Angst vor Hartz IV nut- Projekte oder Werkverträge. Und machen auf Übernahme in den Betrieb erhalten,
zen Unternehmen die Erpressbarkeit der wir uns nichts vor: Mit kreativer Flexibilität Weitere Informationen: wenn im Unternehmen Arbeitskräftebedarf
abhängig Beschäftigten schamlos aus. und scheinbarer Ungebundenheit hat das >>> www.labournet.de vorhanden ist. Solo-Selbstständige müssen
Fast 25 Prozent der Beschäftigten müssen wenig zu tun. Es nützt einzig der Arbeitge- >>> www.mindestlohn.de in das System der sozialen Sicherung
heute zu einem Niedriglohn arbeiten. Von berseite, schnell, billig und unproblema- >>> www.gute-arbeit-weltweit.de integriert werden. Auftraggeber müssen an
1997 bis 2007 sind 2,6 Millionen neue pre- tisch „überflüssig“ gewordene Beschäftig- >>> www.wildcat-www.de den Kosten der sozialen Sicherung beteiligt
käre Jobs entstanden: Minijobs, Leiharbeit, te entsorgen zu können. werden. Ein-Euro-Jobs gehören abgeschafft.
Befristungen und meistens auch Teilzeitar- In der Folge ist der Anteil der Löhne und Ge- Diese verdrängen reguläre Beschäftigung
beit. Im gleichen Zeitraum sind unbefriste- hälter am erwirtschafteten Gewinn rapide und leisten dem Lohndumping Vorschub.
te Vollzeitstellen um mehr als 1,5 Millionen von 55 Prozent (1960) auf unter 40 Prozent Daniel Wucherpfennig, DGB-Jugend
zurückgegangen. Gerade Jüngere kennen (2008) gesunken. In der gleichen Zeit sind Info: www.dgb-jugend-bb.de
8 nichts anderes mehr als unbezahlte Aus- Einkommen aus Unternehmensgewinnen Info: www.dgb-jugend.de 9
Gewerkschaft NGG
Nahrung-Genuss-
Gaststätten)
Die Gewerkschaft NGG ist
unter anderem Ansprechpartner für Be-
schäftige von Bars, Kneipen und Hotels.
Sie unterstützt und berät Euch bei Streß
mit dem Chef oder wenn Ihr zum Beispiel
einen Betriebsrat gründen wollt.
Die Gewerkschaft ist nur so stark wie
ihre Mitglieder. Deshalb: selber aktiv
werden und für seine Rechte kämpfen!

Kontakt: www.ngg.net
Jugend-Abteilung: junge.ngg.net
Region Ost (Berlin, Brandenburg,

Prekär beschäftigt, hungen geringer ausfielen als die Teuerungs-


raten wie z.B. Miete, Essen, Mobilität etc.
Sachsen, Thüringen): www.ngg-ost.de

aber mit dem Chef per Du Die Bedürfnisse nach sozialer Absicherung,
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlten
Überstunden und der Chance auf eine späte-
Die Partybranche boomt. In Großstädten elektronischer Musik. In der Berliner Club- re Rente steigen. Allerdings sieht es gerade in
kommt den Bereichen um das Ausgehen und szene arbeiten rund 8.000 Menschen, davon dieser Branche mau aus, wenn es um soziale Gewerkschaft ver.di
Feiern eine immer größere wirtschaftliche Be- rund 3.500 in sozialversicherungspflichtigen Absicherung und Mitbestimmung geht. Bei ver.di sind rund zwei
deutung zu. In Städten wie Berlin, Hamburg und 3.800 in „freien“ Beschäftigungsver- Da es sich häufig um kleine Belegschaften Millionen Beschäftige aus
und München arbeiten inzwischen zehntau- hältnissen sowie PraktikantInnen. Geringer in den Betrieben handelt und die Arbeitshie- verschiedensten Dienst-
sende Menschen in Agenturen, Büroetagen Stundenlohn, fehlenden betriebliche Mit- rarchien flach sind, fällt das Einfordern von leistungsbereichen organisiert. Mit dabei
und Clubs für die Partybranche. Die sozialen bestimmung, die Hoffnung auf Trinkgeld mehr Rechten oder die Gründung eines Be- unter anderem auch die Medien- und
Realitäten in den Firmen und Klitschen sind aber mit dem Chef immer per Du. Nahezu triebsrates schwer. Allerdings gibt es hierzu IT-Branche sowie Gesundheit, Handel,
oft sehr unterschiedlich. Geschäftsführer, Ab- unsichtbar und selten mit dem Chef per Du so gut wie keine Alternative. Wer mehr Geld, etc. Somit unterstützt ver.di auch
teilungsleiter, Teamleiter und andere Perso- arbeiten Reinigungskräfte in den Clubs und bessere Arbeitszeiten oder Mitspracherech- Beschäftigte aus Clubs und sonstigen
nen in gehobenen Positionen verdienen oft Bars. Häufig sind es migrantische Frauen mit te in seinem Job bekommen will, sollte sich prekären Jobs des Dienstleisungssektors.
gutes Geld, während es für die übrigen Ange- teilweise unsicherem Aufenthaltsstatus. Be- gewerkschaftlich organisieren. Organisiert Euch! Gründet Betriebsräte
stellten, Freelancer, Minijobber, Praktikanten merkenswerterweise organisieren sich ver- und kämpft für Eure Rechte.
oder „feste Freie“ oft mau aus sieht. mehrt Reinigungskräfte trotz ihrer prekären Weitere Informationen:
In den Clubs und Bars überwiegt die Prekäre Situation. >>> www.besondere-dienste.verdi.de Kontakt: www.verdi.de
Beschäftigung. Innerhalb dieser Wirtschaft Die Kaufkraft von ArbeitnehmerInnen ist in >>> www.chefduzen.de Jugend-Abteilung: jugend.verdi.de
10 boomt vor allem der Markt für Clubs mit den letzten Jahren gesunken, da Lohnerhö- >>> www.neverworkalone.de Region Berlin-Brandenburg: bb.verdi.de 11
der Unternehmen und Regierungen die Alternativen zum Finanzmarkt
Geld benötigten und sich dies über einen Die beste Lösung, um kapitalistische Krisen
Bankkredit beschafften, tritt der rendi- in Zukunft zu verhindern, besteht in der
tesuchende Finanzanleger. Nicht mehr Abschaffung des Kapitalismus. Allerdings
Unternehmen suchen nach Kreditgebern, ist das ein weiter Weg und bis dahin gibt
sondern Geldbesitzer suchen nach Schuld- es andere Möglichkeiten, um die Funk-
nern. Das Geld muss profitabel angelegt tionen von Banken und Finanzmärkten
werden. Besonders absurd dabei: Je unbe- zu ändern. Die Alternativen müssen dort
ständiger das Finanzsystem und je größer ansetzen, wo die Ursachen liegen. Hier
die Schwankungen der Kurse und Preise, ein paar Beispiele vom „Institut für sozial-
desto größer sind die Geschäfte und eine ökologische Wirtschaftsforschung“:
hohe Rendite. Das heutige Weltfinanzsys- • Finanzmärkte kontrollieren, Banken
tem basiert auf diesen Unsicherheiten und Finanzkonzerne in öffentliches
und Schwankungen. Eigentum und unter demokratische
Zum Crash kommt es dann, wenn die Fi- Kontrolle (Vergesellschaftung) stellen.
nanzblase zu groß geworden ist, wenn die • Schließung der Steueroasen, bis hin zu
realen Schulden nicht mehr zurückbezahlt Kapitalverkehrskontrollen.
werden können. Der Auslöser der letzten • Verbot der Börsenspekulation (Indien

Finanzmärkte und Krisen


Finanzkrise lag in den USA. Dort konnten z.B. hat Spekulation auf Lebensmitteln
Hundertausende Immobilienbesitzer die verboten). Verbot der Hedge-Fonds
Raten für ihr Haus nicht mehr zahlen. Die • Beschneidung der privaten Profite und
Millionen sind out, gerechnet wird in Mil- dere „Anlageformen“ im virtuellen Raum Spekulation mit Hauskrediten brach zu- des Geldvermögens.
liarden und Billionen. Seit dem Jahr 2008 von Börsen, Banken und Versicherungen sammen, der Finanzmarkt sucht sich seit- • Nicht nur Spareinlagen sichern, son-
pumpen die westlichen Industriestaaten gesucht: Währungsspekulation, Derivate, dem neue Anlagefelder in noch größeren dern auch Arbeitsplätze, Löhne, Renten
gigantische Summen in die Finanzmärkte. Immobilienspekulation, Kreditvergabe Dimensionen, wie etwa Spekulationen auf und soziale Sicherungssysteme.
Banken müssen vor dem Kollaps gerettet etc. Die Geldmengen werden dabei noch Grundnahrungsmittel. • Rücknahme von Privatisierungen.
werden und das angeblich nur, damit hier größer. Finanzkrisen sind keine Ausnahmeerschei- • Steigende Arbeitsproduktivität in
nicht alles abschmiert. In Zeiten der Krise Das in der „Realwirtschaft“ erwirtschafte- nungen, sondern treten immer wieder auf. Arbeitszeitverkürzung
ist Geld da und zwar in riesen Summen. te Kapital sucht immer nach profitablen Allerdings vergrößert sich das Ausmaß der • Steigende Löhne und höhere öffentli-
Anlagemöglichkeiten, geschieht das nicht, Krisen aufgrund der wachsenden Bedeu- che Investitionen umsetzen.
Warum ist es überhaupt verliert es an Wert. Möglich wurde die An- tung und Macht der Finanzmärkte. • Steigerung der Massenkaufkraft durch
zur Finanzkrise gekommen? häufung großer Geldvermögen durch eine Während die Spekulationsgewinne in pri- gesetzlichen Mindestlohn
Der wesentliche Anlass für das schnelle massive Umverteilung von Unten nach vater Hand bleiben, sollen die Verluste so- • Öffentliches Investitionsprogramm
Wachstum bzw. die Verselbstständigung Oben, von Süd nach Nord und von den zialisiert werden. Zeit dies zu ändern. zum Einstieg in umweltschonende
der Finanzmärkte liegt in der Anhäufung Lohneinkommen zu den Unternehmens- Produktion, Verkehr, Energieerzeugung
großer Geldmengen. Für diese Geldmen- gewinnen. Weitere Informationen: etc. Demokratisierung der Unterneh-
gen gibt es keine ausreichenden Möglich- Als Folge des wachsenden Geldvermögens >>> www.kapitalismuskrise.org mensentscheidungen.
keiten in Firmen und Konzerne rentabel zu ist es zu einer Änderung der Funktion der >>> www.isw-muenchen.de Mehr Informationen unter:
12 investieren. Aus diesem Grund werden an- Finanzmärkte gekommen. An die Stelle www.isw-muenchen.de 13
macht es möglich, Deutschland getrennt Bernd Eichner,
vom miesen Alltag „zu genießen“. Die täg- medico international *
lichen Zumutungen des Kapitalismus wer- Der Auftritt der deut-
den dadurch nicht ungeschehen gemacht, schen Fußball-Natio-
doch der Durchschnittsnationalist hält sie nalmannschaft bei der
so besser aus. WM in Südafrika steht
Wirklich profitieren davon, hier und an- unter keinem guten
derswo, nur die Herrschenden, die sich Stern. Das Problem ist
über den „unverkrampften Patriotismus“ der DFB-Hauptspon-
freuen: Die Bevölkerung lässt sich leichter sor: Mercedes-Benz.
regieren und jede noch so große Schwei- Bei SüdafrikanerInnen,
nerei kann bei den nationalen Jubelfeiern die ihr Leben im Kampf
durchgesetzt werden. Meist nimmt das gegen das rassistische
kaum jemand zur Kenntnis. Im Rahmen Apartheidregime riskierten, ruft das
der WM 2006 wurde die Gesundheitsre- Daimler-Logo schlechte Erinnerungen
form durchgewunken. Bei der WM 2010 ist wach. Daimler verkaufte Fahrzeuge und
die unter dem harmlosen Namen „Spar- Maschinen an Polizei und Militär des in-
paket“ daherkommende Streich- und Kür- ternational geächteten Apartheidregimes.
zungsorgie im Sozialbereich dran. Fahrzeuge, mit denen die Sicherheits-

WM & Nationalismus
kräfte den Widerstand in den Townships
Wir sagen: Abloofen! bekämpften. Die südafrikanische medico-
Party-Volksgemeinschaft – ohne uns! Partnerorganisation Khulumani Support
Trotz Krise und Sparpaket fängt für viele Selbstverständlichkeit – offensiv nach au- Weitere Informationen: Group fordert die Anerkennung des
Deutsche der Sommer 2010 gut an: Erst ßen getragen in Form eines „fröhlichen“ >>> www.antifa.de begangenen Unrechts und Entschädi-
der Grand Prix und dann noch die WM – so Deutschland-Hypes. gungszahlungen. Wir wollen die zuneh-
viele Gelegenheiten, endlich mal wieder Wenn Deutschland bei der WM gegen an- mende Aufmerksamkeit durch die WM in
mit der Nationalfahne zu wedeln, sie aus dere Staaten um die „nationale Ehre“ spielt Südafrika nutzen, den Druck auf Daimler
dem Fenster zu hängen oder mit dem Auto und sich dabei von seiner Schokoladensei- in Deutschland zu erhöhen. Mit der
spazieren zu fahren. Jeder Discounter führt te zu präsentieren versucht, dann feiert ein Kampagne „Daimler - Star of Apartheid“
Deutschlandfahnen und anderen Schwarz- Großteil der Bevölkerung gerne mit. Das unterstützen wir die Apartheidopfer in der
Rot-Gold-Kram als Set zum Schnäppchen- Angebot eines nationalistischen Massen- Auseinandersetzung mit dem Stuttgarter
preis. In der Alltagssprache verschmelzen events mit public viewing und Schwarz- Konzern. Forderungen der Kampagne sind
Nation, Lena und Fußballmannschaft Rot-Gold-Feiern wird begeistert angenom- die Öffnung des Daimler-Archivs und eine
längst in eins: Nicht eine Mannschaft und men. Bei den Beteiligten erzeugt es ein angemessene Entschädigung.
ihr Trainer, nein, „Deutschland wird Welt- positives Gefühl, das zwar allein aus einem Info: www.medico.de
meister“ (mindestens aber „Sieger der inhaltslosen „Wir Deutsche“ besteht, aber
Das Proletariat
Herzen“) und den Grand Prix haben „wir“ offensichtlich als Bestätigung ausreicht, hat * „Medico“ ist eine international tätige Hilfsorga-
ja schon gewonnen. Der positive Bezug man hätte es hierzulande doch ganz gut kein Vaterland! nisation , die unter anderem für ein globales Recht
auf Gesundheit eintritt
14 auf die Nation wird in diesen Tagen zur getroffen. Die Party-Volksgemeinschaft 15
Standorts Deutschland der Antifaschistische Linke Berlin
Sozialabbau vorangetrieben „Thor Steinar“ fuck off!
und auf Lohnerhöhungen Thor Steinar ist eine Modemarke aus dem
verzichtet werden müsse. So brandenburgischen Königs Wusterhausen,
soll die im Kapitalismus existie- die in der Neonaziszene äußerst beliebt ist.
rende Spaltung der Gesellschaft Dieser Trend kommt nicht von ungefähr.
in arm und reich, in oben und unten, in Im Gegensatz zu Marken wie Lonsda-
Besitzende und (weitgehend) Besitzlose le oder Fred Perry, die aus normalen
unter dem alle Widersprüche erstickenden Sportgeschäften stammen und teilweise
Mantel der Nation verdeckt werden. von Rechtsextremen vereinnahmt wurden,
Die Nazis treiben dieses – in der bürger- gibt es Thor Steinar fast ausschließlich
lichen „Mitte“ der Gesellschaft durchaus bei einschlägigen Naziläden und Versän-
vorhandene – Motiv auf die Spitze, indem den zu kaufen. Mit germanischen Runen,
sie die Konstruktion vom „deutschen Volk“ völkischer Symbolik sowie zweideutigen
gegen alle möglichen Feinde von außen in T-Shirt-Aufdrucken wie „Ski Heil“ oder
Stellung bringen: Migrantinnen und Mi- „Hausbesuche“ (mit einem Maschinen-
granten, „Ostküstenspekulanten aus den gewehr darunter) machte sich die Marke
USA“, nicht zuletzt auch das angebliche schnell in der neonazistischen Szene
„Weltjudentum“. beliebt. Inzwischen versucht Thor Steinar

Kein Fußbreit den Faschisten! Solidarität statt Rassismus


mit dem rechten Schick auch in „normale“
Läden zu drängen. Teilweise mit Erfolg.
Neonazis, Rassismus und die Soziale Frage Es muss aber klar sein: eine Lösung der so- Eigene Geschäfte von Thor Steinar gibt es
zialen Probleme der Welt kann es mit den inzwischen in Berlin, Magdeburg, Dresden,
In den letzten Jahren, vor allem seit Ein- eine Abschaffung von Hartz IV, wollen rechten Parolen von Volkstümelei, Rassis- Halle, Erfurt, Plauen, Nürnberg und Essen.
führung der „Agenda 2010“, haben Neona- aber gleichzeitig alle nicht „rassedeut- mus und Antisemitismus niemals geben. Wie in Clubs sowie bereits in zahlreichen
zis in der Bundesrepublik die soziale Frage schen“ Menschen aus Deutschland ab- Eine Überwindung der gesellschaftlichen Fußballstadien ist auch bei der FUSION
wiederentdeckt. Nazis protestieren gegen schieben und arbeitsunwillige „Parasiten“ Spaltung kann letztlich nur funktionieren, klar: mit Klamotten von „Thor Steinar“
Hartz IV, sie führten Kundgebungen gegen zur Zwangsarbeit schicken. Ähnlich ver- wenn die Ursachen dieser Spaltung und und anderem Nazi-Scheiß kommt keiner
den G8-Gipfel in Heiligendamm durch, hält es sich mit der Forderung nach einem damit der Kapitalismus selbst überwun- rein. Naziscum Fuck off!
fordern einen Mindestlohn („8,80 Euro nur Mindestlohn – dieser soll ausschließlich den werden. Info: investigatethorsteinar.blogsport.de
für Deutsche!“) und sind gegen die Rente an eine nach rassistischen Kriterien aus-
mit 67. Themen, mit denen sich vorrangig gewählte Gruppe von „echten Deutschen“ Weitere Informationen:
linke Gruppierungen beschäftigen, sollen gezahlt werden. >>> www.antifa.de
so auch von rechts „besetzt“ werden. Doch Gerade während Krisen, die viele Men- >>> www.stop-thorsteinar.de.vu
bei genauerer Betrachtung wird schnell schen verunsichern, gewinnt die Rück-
klar: hier soll die gleiche braune Scheiße besinnung auf Volk und Vaterland an At-
wie eh und je mittels anschlussfähiger traktivität. Politikerinnen und Politiker fast
Themen an die Wählerinnen und Wähler aller Parteien beschwören dann die Bür-
16 gebracht werden. So fordern Nazis zwar gerinnen und Bürger, dass zum Wohle des 17
Christine Buchholz, MdB (Linke)
Derzeit sind in Afghanistan 135.000
Soldaten aus verschiedenen Ländern
unter dem Kommando
der NATO stationiert.
Die Bundeswehr betreibt
nicht Wiederaufbau,
sondern führt Krieg.
Die UNO stellt nach fast
neun Jahren Krieg viele
Verschlechterungen fest:
Die Zahl der Armen ist
von 33 auf 42 Prozent
gestiegen. Jedes fünfte Kind stirbt, bevor
es das fünfte Lebensjahr erreicht.
In den letzten acht Jahren gab die Bun-
desrepublik viermal so viel Geld für den
„humanitäre Mission“ ist tatsächlich eine Militäreinsatz aus, wie für den zivilen

Krise, Krieg und Kapitalismus


militärische Besatzung, die von der Mehr- Aufbau. Die Bundesregierung macht die
heit der afghanischen Bevölkerung abge- Vergabe von Entwicklungsgeldern sogar
lehnt wird. von der Kooperation mit der Bundeswehr
Am 31. Mai 2010 trat Horst Köhler auf Grund republik also deutsche Arbeitsplätze, indem Gewinner sind westliche Konzene, wie abhängig. Der Militäreinsatz aller betei-
seiner Aussagen über die Hintergründe neue Absatzmärkte erschlossen und die etwa der Logistikkonzern DHL. Er hat seine ligten Staaten kostete bisher insgesamt
deutscher Kriegseinsätze von seinem Amt nötigen Handelswege gesichert werden. Auslieferungsräume längst auf Krisen- und über 250 Milliarden US-Dollar. Für huma-
als Bundespräsident zurück. Er sprach aus, Laut gängigen Berichten befindet sich die Kriegsregionen ausgedehnt. DHL liefert nitäre Hilfe zahlten die ausländischen
was bisher meist nur KriegsgegnerInnen Bundeswehr in Afghanistan jedoch aus- Feldpost und Kriegslogistik bis zur Front Staaten nur 15 Milliarden.
äußerten: Deutschland verfolgt in Afgha- schließlich im Kampf gegen die Taliban und lässt sich diese Dienste von Bundes- Die Afghanen bezahlen den Preis für die
nistan wirtschaftliche Interessen, die auch und den so genannten internationalen is- wehr und US-Army gut bezahlen. geostrategisch bedeutsame Lage ihres
mit Krieg und Gewalt durchgesetzt werden. lamischen Terrorismus. Ziel des Krieges sei Wie zufällig entdeckten kürzlich US-Geolo- Landes zwischen dem russisch domi-
Gegenüber Deutschlandradio Kultur äußer- es, die Demokratisierung zu stärken, Dro- gen in Afghanistan Bodenschätze im Wert nierten Raum, China, der Erdölregion
te Köhler: „Meine Einschätzung ist aber, dass genanbau zurück zu drängen und Straßen, von einer Billionen US-Dollar, darunter Kup- am Kaspischen Meer, Iran, Pakistan und
[…] im Notfall auch militärischer Einsatz not- Schulen und Krankenhäuser zu bauen. Och fer, Eisen, Lithium und Gold. Es ist davon Indien. Die Kontrolle Afghanistans kann,
wendig ist, um unsere Interessen zu wahren, wie schön: Bundeswehrsoldaten als Frie- auszugehen, dass insbesondere westliche so hoffen die NATO-Strategen, in alle
zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel densstifter. Doch die Realität sieht anders Konzerne davon profitieren und nicht die Richtungen ausstrahlen.
ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, aus: Der Bevölkerung in Afghanistan geht afghanische Bevölkerung. Info: www.christinebuchholz.de
die mit Sicherheit dann auch auf unsere es nicht besser, sondern schlechter. Darü-
Chancen zurückschlagen – negativ durch ber hinaus erhalten die sich im Widerstand Weitere Informationen: Christine Buchholz reiste im Februar 2010 nach
Afghanistan und traf sich dort unter anderem mit
Handel, Arbeitsplätze und Einkommen.“ Mit gegen die Besatzung befindenden religiö- >>> www.imi-online.de den Opfern der Bombardierung von Kundus.
18 Bomben in Afghanistan sichert die Bundes- sen Kräfte weiteren Zulauf. Die angebliche >>> www.dhl.blogsport.de 19
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Sehr geehrter Dr. Zetsche,
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Ich fordere deshalb von der Daimler AG:
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