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SONDERDRUCK

7
Monika Fludernik
Hybridität: Theorie und Praxis

6
hybridität 25
Claudia Gronemann
Die transmediale Strategie im filmischen
Werk Assia Djebars

36
Nausikaa Schirilla
Können wir uns nun alle verstehen?
Kulturelle Hybridität, Interkulturalität und
Differenz

48
Nestor García Canclini
Figurationen über
Kulturen und Politik
Raymundo Mier, Mabel Piccini und
Redaktion und Einleitung: Margarita Zires im Gespräch mit
Anke Graness & Nausikaa Schirilla Nestor García Canclini

forum 60 Wolfgang Tomaschitz Die Leiber des Ganzen 84 Buddhistische Grundbegriffe bei Bücher und Medien Herbert v. Guenther 104 impressum kulturthema 77 105 Eske Wollrad polylog bestellen & abonnieren Der Weißheit letzter Schluss – Zur Dekonstruktion von »Weißsein« .

Bhabha: Die Verortung der Kultur. 2 H. 1994. Homi Bhabhas einflussreichen Grundlagentext Die Verortung der Kultur2 konzentrieren und un- tersuchen. Besonders der Terminus Hybridität hat extensive neue Interpretationen und Refunk.Monika Fludernik und Miriam Nandi1 Hybridität THEORIE UND PRAXIS Die Begriffe Hybridität und Synkretismus haben sich in den letzten Jahren als neue Fix- sterne am Firmament der Literaturtheorie eta- bliert. Monika Fludernik. Tübingen: Stauffenburg-Verlag erschienen sind. Freudl. Dieser Artikel ist in drei Teile geglie- dert: Zunächst möchten wir in einem kur- zen etymologischen Abriss die Entstehung des Terminus Hybridität erläutern. Seite 7 8 polylog . Bhabhas recht eigene Verwendung des 1 Bei diesem Aufsatz handelt es sich um eine Überset- zung und Zusammenfassung der Einleitung und des Aufsatzes »The Constitution of Hybridity: Postcolonial In- terventions« von Monika Fludernik. Original: The Location of Culture. Schlüsselbegriff der postkolonialen Theorie Miriam NANDI ist Dissertantin (Thema: Darstellung von Kindern und entwickelt. die 1998 im Sam- melband Hybridity and Postcolonialism: Twentieth-century Indian Literature. Die Übersetzung wurde von Miriam Nandi angefertigt und von Monika Fludernik überarbeitet. um ihn schließlich von häufig (fälschlicherweise) syn- onym verwandten Begriffen wie Synkretismus und Kreolisierung abzusetzen. London: Routledge. Im folgenden möchten wir uns auf kastenlosen »Subalternen« im indisch-englischen Roman). Tübingen: Stauffenburg. M. Übers. Monika FLUDERNIK ist Professorin tionalisierungen erfahren und sich zu einem am Institut für Anglistik der Universität Freiburg. 2000. hg. Im zweiten Abschnitt werden wir den Versuch unterneh- men. wie er mit dem Begriff Hybridität umgeht. Schiff- mann und J.

Vol. 1. S. Glage: Strategien der Differenz: Was oder wie ist der postkoloniale Roman? In: Zeitschrift für Anglistik und Amerikani- stik. 7 L. (Übers. 523.« Übertragung von früheren Bedeutungen. Jahrhundert gewinnt der Begriff dität aus einer systematischen Perspektive her. Jahrhundert wurde das Lexem hy. Der viktorianische Rassis- Literaturen aufzeigen. Bastard. <aus lat. sir. dass Bhabhas Eine im OED zitierte Äußerung von James Auffassungen. 523. schwarz wie Ebenholz. wenn sie auf postkoloniale Texte an. not the worse gewendet werden sollen. Bezeichnung von philologischen Komposita Im 18. 43.N. Jahrhundert kontrastiert im Mittelpunkt steht.1 (1995). S. Mannheim: Duden- verlag.N.7 Das Mischlinge.). ableiten lässt oder aus unterschiedlichen oder Jahrhundert schwangen jedoch noch keine gegensätzlichen Elementen zusammengesetzt rassistischen Untertöne mit. wie for that. M.) 5 OED. aus verschiedenen Sprachen und. allgemeiner brid (zumindest in England) zwar auch schon »für alles. Was ist Hybridität? reine Neger.77–90.«5 John CRAWFORD Hier bedeutet Hybridität rassische Unreinheit Das Große Fremdwörterbuch3 defi niert das und ist eindeutig negativ konnotiert.) 6 OED.6 In diesem Spektrum von sich ständig Dictionary zitiert Passagen von Ben Jonson und verschiebenden Bedeutungen ist die jüngste John Crawford: Anwendung des Begriffes auf das koloniale und »Sie ist eine Wilde irischer Abstammung. (Übers. M. Sudan. not the worse for that. sondern echte. als ein »edler Wilder« im wortwörtlichen Sinn weitere Herkunft unsicher> aus Kreuzung auftritt. S. probably. dessen Eltern sich in mehreren taphorisch verwendet. Präfi xes »post« deutet bereits an. modifiziert werden Hybridität mit der exotischen Zelebrierung »At the best we [English] are but müssen. bei denen der koloniale Diskurs Boswell aus dem 18.« und war schon früher unter den Begriffen 13 Dudenredaktion: Duden.N. von afrikanischer Andersheit: »Neger aus dem hybrids. allgemein entscheidend negative Konnotatio- aus diskutierten und praktische Implikationen nen und bezieht sich auf sämtliche gemischt- des Begriffs für das Studium von postkolonialen ethnische Subjekte. aber es kommt uns wohl gar nicht so zugrundeliegende Konzept ist jedoch älter übel an. (Übers. »She‘s a wild Irish born. Sir. probably. yet. halbnackt. Das große Fremdwörterbuch: Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. hervorgegangenes pflanzliches und tierisches Zudem wurde der Terminus auch me- Individuum.« man sie in der Oxford Street sieht. 523.« Liselotte Glage zufolge wurde der Termi- (1630) nus »Hybridität« in seiner »postkolonialen« »Bestenfalls sind wir [Engländer] auch nur Konnotation erstmals 1980 gebraucht. Im 19. M. Die Hervorhebung des mus trifft also nicht allein die Afrikaner an sich. das sich aus heterogenen Quellen auf Menschen angewandt. postkoloniale Umfeld eine nachvollziehbare und ein Mischling. S. insbesondere für die Merkmalen unterscheiden. Fludernik & Nandi: thema Hybridität Hybriditätsbegriffes und dessen kontextuelle »At the best we [English] are but hybrids. 8 polylog Seite 8 . während Nomen »Hybride« folgendermaßen: der »echte Schwarze« als positiver Widerpart. nicht solche ekelhaften […] Mischlinge. yet. 4 OED. 584. 1994. and a hybride.« (1861) 4 Im letzten Teil möchten wir das Thema Hybri. Einbettung in seinen Texten nachzuzeichnen. Das Oxford English ist«. S. anders als im 19. hybrida = Mischling.

203. S. je nachdem in den Zuckerrohrfeldern wurde typisch für die ob das Kreol wie in der Karibik zur Standard- Weltsicht der gebildeten Westinder.N. London: Routledge. der effek- [. Brath^waite: Creolization in Jamaica. Griffith. S. wenn man in Betracht zieht. der Neben dem Terminus Hybridität und Chamäleon-Menschen (»mimic men«). Kolonialherr« aufgelöst. Wieder abgedruckt in: Ashcroft et al. als getrennte atomare und schwarz. 1770–1820. Ashcroft G. and H. An- Chamäleon-Menschen (»mimic men«) hervorgebracht ders ausgedrückt: Während die Kreolsprachen hat. Aus: The Development of Creole Society in Jamaica. JanMohammed: The Economy of Manichean Allegory: The Function of Racial Difference in Colonialist Literature. lonialen Zusammenhang hatten. Aber unter diesen Umständen war dies die einzi. aktuellen Theoriediskussion erworben. Im folgenden Zitat Sprachen an die Macht kommen.. (Übers. New Accents. im Kolonialroman wie Rudyard Kiplings Kim 8 E. Oxford: Clarendon Press. wie Sklaven im Zuge ihrer Etablierung als linguistischer gesehen wurden. Kreolisierung ist nicht [gab es] die Möglichkeit.«10 sprache wird oder das britische Englisch. die man akzep. JanMohammed sieht rung sagen – dar.) Seite 9 8 polylog . Theory and Practice in Post-Colonial Literatures. schen Diskurs oder in eine Mimikry der frü- de. 1989. für das Aufeinandertreffen der Jamaikaner. mit der Kreolisierung hat sich auch der Begriff des britischen Kultur. unter denen Kreolisierung stattfinden macht im linguistischen Kontext nimmt ihnen mußte.K.. (Übers. nur ein homogenisierender Prozess. Vol. 1971. in dem die indigenen (»syncretism«) 9 bekannt.) 11 Brathwaite. Es muss allerdings darauf Vorläufer einer solchen Entwicklung bereits hingewiesen werden. »Der Schnee fiel in den ge Art von Nachahmung des Weißen. Kreolisierung sieht die Terminus Synkretismus geht über das binäre Gesellschaft nicht in den Gegensatzpaaren schwarz Modell vom obigen Brathwaite Zitat (»weiß und weiß. Herr und Sklave«) hinaus. sondern als zu einem Ganzen beitragende ihn stellt Synkretismus die Verschmelzung Teile. S. dass das linguistische Mo. wie Die beschriebene Situation war typisch in Indien. Herr und Sklave. Homi Bhabhas vorweg: die oben dargelegte kritische Funktion nicht »Für die Neugierigen und die Ehrgeizigen.. S. stellt ein typisches Beispiel für werden Gegensatzpaare wie »Einheimischer / Kreolisierung – heute würde man Hybridisie.Hybridität. eine entscheidend subversive Funktion im ko. 10 Brathwaite. Im Zuge in dem die europäische literarische Tradition dieser synkretistischen Vermischung zweier auf den jamaikanischen kolonialen Schauplatz ursprünglich antagonistischer Traditionen projiziert wird. In: Critical Inquiry. Brathwaite fährt fort: Synkretismus einen wichtigen Platz in der »Noch wichtiger für das Verstehen der jamai. als Norm weiterbesteht. und es war diese Art von Mimikry Standard einer jungen postkolonialen Nation die zumeist belächelt und von der jamaikanischen entweder in einen triumphalen nationalisti- (und der westindischen) Mittelklasse gefördert wur. neuen subversiven Gegenkultur dar.18–23. 9 A. 203f. Die Skurrilität eines Satzes wie Der Schnee fiel heren Kolonialherren gewandelt. mehr erfüllen kann.1 1985. In: B. 202–205.] Es war eine der Tragödien der Sklaverei und der tive Sieg der Kreolsprachen über die Kolonial- Bedingungen. 12. Synkretismus dell der Kreolisierung.N.59–87. M. haben sie sich Zuckerrohrfeldern« tiert hätte. Auch kanischen Entwicklung während dieser Periode war Abdul JanMohammeds Verwendung des der Prozeß der Kreolisierung. Theorie und Praxis thema Hybridität Kreolisierung (»creolization«) 8 bzw. S. Für Einheiten. M. wobei sie die nimmt Brathwaite zentrale Gedankengänge Kolonialsprache verändern oder überlagern. dass sie diese Art von Mimikry und solche auch das notwendige subversive Potential. Tiffin (Hg): The Empire Writes Back. ihre Herren nachzuahmen.«11 zweier unterschiedlicher Traditionen zu einer Der Satz The snow was falling in the canefields.

die Weigerung. Sowohl literaturtheoretische Texte. al. M. wertet JanMohammed Bedeutung angedeutet. London: Routledge. In einem zwei- gleichen hybriden Voraussetzungen hat bridität. nämlich die Utopie. wie z.15 Standpunkt.. dem Gesellschaften und kulturelle Praktiken an- Anderen eine Wertschätzung jenseits von gewandt wurde. Forsters Eine Reise nach Indien.) 15 Ashcroft et. dekonstruktivistisches Gerüst.. von JanMohammed und Bhabha bereits meta- eine gewisse Offenheit für den kolonialisier. sich aus einer Grundannahme 12 vgl. die postkoloniale Kritiker oft attraktiv fin. Modelle aufzu. der diesen Texten spreche.. das. 14 Ashcroft et. dass kulturelle Praktiken sei. Authentizität signalisieren könnten. (Übers. bzw. dass man In dem postkolonialen Gründungstext The strukturalistische Interpretationsebene geho- sich weigert zu akzeptieren. ten Absatz wird diese Appropriation literatur- wie die Produktion von postkolonialer In ihrem Buch dieses Titels schlagen Ashcroft. Fludernik & Nandi: thema Hybridität und E. weil sie ihrer entgegen. wie auch Daher distanzieren sich synkretistische Sichtweisen Texte von SchriftstellerInnen sind Produkte des Postkolonialen [. koloniale Kritiker das dringende Bedürfnis »[…] die synkretistische oder hybridisierte hatten. würde bedeuten. dass sie angeblich an der Hybridität Verbindung zwischen Synkretismus / Hyb. ten Literatur. and H. der den Gebrauch des Englischen we. duktion von postkolonialer (Literatur)theorie. JanMohammed. Texten. et al.] vom kultur-essentialistischen postkolonialer Hybridität.M. Gleichzeitig widerlegt sie damit auch jene Ansicht nach in ihren Annahmen und ihrer Utopie. so JanMohammed. Produktion postkolonialer Texte die ideologischen Implikationen des Begriffes Hy. die Ebene der Sprache übertragen. Diese Argumentation zeigt deutlich. 13 B. N. Synkretismus noch deutlicher. nicht nur in postkolonialen sierung von Kulturen gewinnt. N. theoretischer Grundsätze mit der Begründung (Literatur)theorie. 41–42. postkolonialer Wirklichkeit teilhätten: ridität und der politischen Situation in den Es ist recht verständlich. New Accents. Tiffin (Hg. würde bedeuten. und dass solche dass man sich weigert zu akzeptieren. Aber eine solche Weigerung. Bereits kommen zu lassen. muss jedoch die Debatte auf eine post- zeigen. dass eine inhärente verteidigt. dass gen seines angeblichen Mangels an Authentizität Bhabhas Konzeptualisierungen von Hybridität. Ashcroft. theoreti- zu einem ›reinen‹ und ›unberührten‹ kulturellen sche Modelle aufzuzeigen.. M. auf eurozentrischen Klassifi kationssystemen zu. Theory and Practice in Post-Colonial Literatures. S. Laut Ashcroft .. G. S. Aus Der ursprünglich biologische Begriff. dass die Praktiken. wird von Ashcroft et al. 180 (Übers.. dass viele post- ehemaligen Kolonien besteht. was sie »europäische Theoriedis- postkoloniale Erfahrungswelt steht […] jeglicher kussion« nannten.«14 verwurzelt sind.): The Empire Writes Back. dass die Empire Writes Back13 werden die politischen und ben werden und erfordert ein postmodernes. welche die Sprache im Synkretismus (oder Hybridität) bereits in der Gefolge der Kolonialisierung bei der Hybridi- Kolonialliteratur. (oder die »Literaturtheo- monozentrischer Sichtweise menschlicher Erfahrung rie« an und für sich) abzulehnen. al.12 Anders als Brathwaite der Terminus Kreolisierung hatte die zentrale und später Bhabha. der Gebrauch von einheimischem Produktion postkolonialer Texte die gleichen Vokabular und grammatikalischen Formen aus der hybriden Voraussetzungen hat wie die Pro- Landessprache innerhalb einer auf Englisch verfass. 1989. phorisch auf ethnisch und kulturell gemischte ten Anderen und damit die Fähigkeit. 22. politischen Wirkung unrettbar eurozentrisch den.) 8 polylog Seite 10 . S. B. Zustand zurückkehren könnten. in der Literatur des nicht-englischen Sprachraums die tief im post-strukturalistischen Denken ablehnt. Griffiths und Tiffi n vor. positiv. Griffith.

London: Routledge. Einleitung zur deutschen Übersetzung einiger tens wandten Brathwaite und JanMohammed Klassiker der Hybriditätsdebatte anmerkt. sondern wird zu einem Impuls für Hybridisierung. vorhanden ist. M. S. dass der hybride Zustand der Post. Rutherford. Hybridität wird Zusammenhang zwei weitere Schwerpunkt. H. Mercer: Diaspora Culture and the Dialogic Imagination: The Aesthetics of Black Independent Film in Britain. Seite 11 8 polylog . die nicht genau voneinander abzugrenzen Indien) zu den Diaspora. A. nicht nur. Wie Elisabeth Bronfen in ihrer jedoch auf die indische Diasporaliteratur. Tübingen: Stauffenburg. rassistische oder nationalis- zur Kreolisierung innerhalb der afrikanischen tische Konzeptionen des Anderen aufheben. der die Hybridisierung schiebungen betrifft die Tatsache. In: Critical Inquiry. 207–221. Vol. Reinheit der kolonialen wie auch der postkolo- Ebenfalls interessant sind in diesem nialen Zustände impliziert ist. schen Schauplatz von Hybridität ist kontrovers plizit bei Ashcroft et al. Die erste dieser zwei Schwerpunktver. son- Bhabha auf alle möglichen anderen (farbigen) dern die beiden Teile reagieren quasi chemisch Subjekte ausgeweitet wurde. die implizit bei Brathwaite und ex. ten. Lon- don: Lawrence and Wishart. 23.. Steffen: Hybride Kulturen.Hybridität. während Bhabha. 18 H. Andrade-Watkins. Ed. dass sich nisierten Subjekt. space«) 18 zwischen kolonisierendem und kolo. während der Terminus nach auch explosive) Mischung herbeigeführt. welche sich daraus ergeben. theoretischen Ebene diskutiert für Hybridisierung. Benjamin und T. 14–17. 16 K. 50–61. einem dritten Ort (»third zwischen kolonisierendem und koloni- wird. Diskurs der Repräsentation (wie bei Ashcroft Hybridität . sondern im Grunde genommen als die zwei Seiten – weniger greifbar – als gegenseitige Kon- ein und derselben Medaille aufgefasst werden taminierung defi niert. 20. seien. dass um ehemaliger Kolonien an. In: Changing Identities. 1990.oder Migrantenge. R. the Postcolonial Intellectual Revisited. 328-357. wobei eine imaginäre müssen.) gesehen. (1997). einem dritten Ort allgemeineren. Es wird also zuerst auf afrikanische Subjekte der Koloniali. die internen Differenzen produktiver werden und später Kobena Mercer16 mit ihren Arbeiten und so koloniale. Cham and C.B. S. steht Bhabhas zentraler Angelpunkt darin. be- den Terminus ausschließlich auf das Territori. 1990. Cambridge/ MA: MIT Press.3 (1997). eine (wenn sierung bezogen. also nicht mehr in Analogie zum gescheiterten verschiebungen. wird zu einem Impuls dass das Phänomen Hybridität nun auf einer et al. dass kolonialität und die post-strukturalistische Bhabha Hybridität nicht wie seine Vorgänger Akzeptanz eines methodischen Eklektizismus als leicht verständliche Mischung. 1988. 17 M. Dirlik: The Postcolo- nial Aura: Third World Criticism in the Age of Global Capitalism. M. nämlich rezipiert worden. Bhabha: The Third Space: Interview with Homi K. Des weiteren kann man vermerken. sozusagen eine Exterritorialisierung Bronfen ihrerseits interpretiert Hybridität als von Hybridität vornehmen: Sie wechseln vom eine Verquickung von verschiedenen Elemen- vormals kolonialisierten Mutterland (Afrika. or. Bezugnehmend auf Foucaults Gedanken meinden in den westlichen Metropolen.. Young: White Mythologies. insbesondere aufeinander.19 Diaspora. die Begriffe Kreolisierung und Synkretismus beiden Beteiligten herbeiführt. Bronfen. Vol. Theorie und Praxis thema Hybridität herleiten. In: Critical Inquiry. Diese der Heterotypie20 deklariert sie Hybridität zur Ausweitung des Begriffes auf den kosmopoliti. Bhabha. 1997. 19 E. J. In: Blackframes: Critical Perspectives on Black Independent Cinema.2. S. Sunder-Rajan: The Third World Academic in Other Places. S.17 der These. sierten Subjekt. S. »bricolage«. wie im Synkretismus. Beiträge zur anglo-amerikanischen Multikulturalismus debatte. der die Hybridisierung der der beiden Beteiligten herbeiführt. 596–616. Zwei. 20 Bronfen. Writing History and the West.

schreibt. vgl. also auf einen kolonialen simple Umkehrung der Verhältnisse vorsieht. dass indem wir seinen Text einer genauen Ana- die Ambivalenz selber Teil des Zentrums ist. Rahmen fokussiert. 22 Unter Katachrese wird im allgemeinen eine absichtliche entfremdende Verwendung eines Begriffes verstanden. Hyb- tureller Vielfalt. der auf Schauplätzen katachretisch angewendet und das Werk von Frantz Fanon (1925–1961) zu. auf subversive und progressive Weise um- me sich selbst in der Repräsentation des Ande. So bezeichnet Spivak eine junge Frau aus der indischen Mittelschicht katachretisch als »Subalterne«. G. sind die traditionelleren sondern vielmehr – wie Young überzeugend Deutungen des Begriffs eher auf Diskussio- dargelegt hat – die Positionen von Zentrum nen von postkolonialer Literatur zugeschnit- und Peripherie rekonzeptionalisiert. turalistischen Konzepten in seinem Ansatz. Auf diese Weise versuchen übernimmt er Derridas dekonstruktivistische wir. eine Spaltung. mithilfe derer Projektionen postkoloniale bzw. turkritikers Michail Bachtin. Bhabha geht jedoch insofern Ideologisierung des Hybriditätskonzeptes auf über Bachtins Ansatz hinaus. Young: Colonial Desire. Bhabhas er die Ambivalenz innerhalb des Anderen. vor allem S. 1999. dass die Autor-(itäre) Stim. Hybriditätskonzept vorsichtig zu würdigen. Während Bhabhas der Erzählung. London: Routledge. Culture and Race. In postkolonialen Texten bedeu- tet Katachrese die strategische Anwendung eines Konzeptes auf einen Gegenstand. Ähnlich verfährt Bhabha in der Ausdehnung seines Hybriditätskonzeptes vom kolonialen auf den postkolonialen Kontext. Das Schicksal der jungen Selbstmörderin Bhubaneswari Badhuri »liest« Spivak katachretisch als Metapher für das Schicksal der Subalternen.22 rückgeht. als er nicht eine Unterdrückung. relle sexuelle Beziehungen gelöst hat und Hybridität fungiert inzwischen als ein und bei Bhabha mit dem Begriff der Mimikry eine positive Konnotation erhielt.21 (exil)indischen Romans vorzuschlagen. die den Diskurs über dem auf den Dekonstruktivismus von Jacques ridität fungiert inzwischen als ein Schlüssel- »rassische Unreinheit« auf subversive Derrida und das Werk des russischen Litera. 251. die durch gegenseitige über ethnische Vermischung und bi-kultu- imaginäre Identifi kation herbeigeführt wird. ziert. obgleich dieser Begriff ausschließlich für die Beschreibung eines Daseins im untersten Stratum der Sozialstruktur gedacht war. insbesondere kann es sich auch um eine fast absurd anmutende Metapher handeln. Bei Bhabha und Zusammenfassend lässt sich also sagen. Wie Bachtin geht die den Diskurs über »rassische Unreinheit« Bhabha davon aus. Bhabhas Modell stützt sich zu. eventuelle Ausdehnung des Begriffes auf das sche Wendung. Cambridge/MA: Havard UP. lyse unterziehen. Allerdings sollte man genau unter- ren spaltet. die dann in unterschiedlichen Kontexten und ren aufgriff und somit einen Ansatz. S. 21 R. Hybridity in Theory. einige Orientierungspunkte für eine Methode und gibt dieser eine psychoanalyti. weiter entwickelte. In der Folge beabsichtigen wir. lokalisiert und zeigt. Spivak: A Critique of Postcolonial Reason. die mit der Schlüsselbegriff zur Beschreibung kul. indem er Lacans Kategorie des Imaginä. 161. Die beiden Kritiker konzentrieren scheiden zwischen der Verwendung des Be- sich also auf die interne Destabilisierung von griffs Hybridität für (neo)koloniale und für Auktorialität / Autorität und auf die Politik postkoloniale Schauplätze. Perspektive des Anderen verbunden ist. so hat er die So vereint Bhabha ein Spektrum an post-struk- Idee der Hybridität sogar noch weiter kompli. begriff zur Beschreibung kultureller Vielfalt. 8 polylog Seite 12 . nebeneinander gestellt werden können. Fludernik & Nandi: thema Hybridität Was Bhabha selbst betrifft. der außerhalb des ursprüng- lichen Bedeutungsfeldes liegt. der Peripherie. Indem ten. zusammenfällt. Fanon erleiden sowohl der Kolonialherr als dass sich der Terminus Hybridität von seiner auch das koloniale Subjekt eine Spaltung ihrer ursprünglichen Verankerung in Diskursen Identität. 306–308. und progressive Weise um-schreibt. 14. 1995. postmoderne Gerüst des und Verdrängung analysiert werden können.

die miteinander in einer die in den widersprüchlichen hybriden Orten und »In einer solchen diskursiven Zeitlich- syntagmatischen und häufig metonymischen Symbolen von Bauernrevolten am Werk sind«. Die grammatikalische Analyse lässt Äußere verwandelt und einen anderen hybriden Ort. als Äquivalenzen. des Textes: der hybride Ort (hybrid site) ablesen andererseits kann man Bhabhas Hybriditäts. widersprüchlicher und antagonisti- einen paradigmatischen Rahmen vermuten. die sich auf der Beispiel in der Formel »ein heterogenes. und Ziele des Kampfes«. die mit dynamischem tisch-politischen Vernunft zerstören. hybrides Erkenntnis und ihren Objekten sowie Spur der Jakobsonschen poetischen Funktion Zeichen«. S.«30 23 Bhabha. sondern auch die Lexeme hyb. S. 39. 38. vgl. 140.29 Jedoch sind diese Nominalphrasen zwischen der Theorie und der prak- bewegen. wie zum negativen Polaritäten zwischen der werden. wie sich an der häufigsten Kollokation auf rein linguistischer Basis geklärt werden. Adjektiv hybrid modifiziert im allgemeinen ein Ziele des Kampfes eröffnen und jene gurationen auch metaphorisch interpretiert hauptsächlich statisches Hauptwort. Bhabhas Gebrauch des Lexems Hybridität Trotz dieser konzeptionellen Ausrichtung zur lässt sich auf zweierlei Arten untersuchen. 58. S. auch »hybridisiert« (211) 26 Bhabha. BHABHA Zu Beginn lässt sich feststellen. So bilden in den Hybridität zitierten Passagen »Kampf«. was eine Parallele zur zerstören. 24 Bhabha. 309. ist Bhabhas Gebrauch des nerseits können der grammatikalische Status Terminus Hybridität jedoch auf seltsame Weise des Begriffs und seine lexikalischen Varianten statisch. 204. dass und »das sich in das Äußere verwandelnde Innere« Bhabha nicht nur den Terminus Hybridität den Ausgangspunkt für konfl iktuelles Hand- verwendet. Seite 13 8 polylog . 114 (zweimal) und 116. besonders im weiteren Kontext von Bhabhas seltener. 250. 28. wo das Lexem hybrid als Synonym für Einheimischer (»native«) fungiert 25 S.26 »strategische Allianzen. in dem sich das Innere in das der Theorie in die Verhandlung hen. S. Prozessualität hin. 39. S. Ei. 29 Bhabha. Homi Bhabhas Hybridität rastlosen und stets unabgeschlossenen Suche – Linguistische Raster des Zeichens nach dem Bezeichneten im dy- namischen Prozess der Be-deutung darstellt. 28 Bhabha.111. Wir haben beispielsweise »hybride Plätze begriff mit einer Reihe anderer Schlüsselbe. verwendet »In einer solchen diskursiven Zeitlichkeit Bhabha Bachtins Hybridisierung nur selten. 27 Bhabha. 128.27 »den keit verwandelt sich das Geschehnis oder sogar synekdochischen Beziehung ste.« 2. griffe verbinden. 30 Bhabha. lässt. 192. 309. als Substantiv24 – sowie (einmal) Argumentation: Hybridisierung. S.25 Wie man sieht. Bhabhas Hybridität konstituiert eröffnen und jene negativen Polaritäten zwischen sich als ein niemals zur Ruhe kommender der Erkenntnis und ihren Objekten sowie zwischen Prozess von kontinuierlichen Bewegungen der Theorie und der praktisch-politischen Vernunft und Gegenbewegungen. verwandelt sich das Geschehnis der Theorie in die da sein Konzept der Hybridität bereits über Verhandlung widersprüchlicher und antagonistischer eine innere Dialektik verfügt und dynamisch Momente. Die Grammatik der Potential ausgestattet sind. Theorie und Praxis thema Hybridität 2. 187. 101. die hybride Orte und Ziele des Kampfes angelegt ist.Hybridität.1. 112. 25. 210. kontigenten Prozess. 279. lungspotential und dynamische Prozessualität. S. 11. ein anderes hybrides Zeichen produziert«. in Kontexte eingebettet. 207. »Bauernrevolte« Homi K. rid in der Funktion eines Adjektivs23 und. 173. die hybride Orte und jedoch können Bhabhas metonymische Fi.28 Das scher Momente.

führt ihre Iden- als hybrid defi niert oder als den Mechanismen tifikation aber in Strategien der Subversion wieder der Hybridität unterliegend dargestellt. in »Hybridität ist das Zeichen der Produktivität denen der Begriff Hybridität erscheint. 35 Bhabha. Hybridität und seine typischen Syntagmen an. oder sie ridität ist die Umwertung des Ausgangspunktes modifizieren den Begriff Hybridität selber. Die Dynamik wird also und für sich darstellt. 33 Bhabha. ridität«. in dem ein Affekt oder die Entfaltung von Strategien der Ritus der Macht am Ort des Begehrens inszeniert beschrieben. durch die die »reine« und ursprüngliche xualität im postkolonialen Diskurs«. dazu. wobei sich erneut zeigen lässt. Oberflächenstruktur. S. Sie offenbart schreiben – »Die Ambivalenz der Hybridität«. S. licher Orte der Diskriminierung und Beherrschung.31 »Hybridität von Rasse und Se. kolonialer Identitätsstiftung durch Wiederholung der indem sie ihm verschiedene Merkmale zu.« net. sie ist der Name für die strategische Um- bridität einem anderen Konzept oder einer kehrung des Prozesses der Beherrschung durch Verleug- anderen Entität zu – »Die Hybridität imaginärer nung (das heißt. eingefroren. 2. so dass wenig Raum für in einer räumlichen Struktur. 8 polylog Seite 14 . mit dem Kapitel »Zeichen als Wunder« (»Signs diskriminatorischen Identitätseffekte. in die das Le- Ausgangspunktes kolonialer Identi. 216. sind der kolonialen Macht. Hy. als ambivalent charakterisiert. 36 Bhabha. Hyb- von Bildern der Regierungsform«. Identitäten.32 »Hybridität Identität der Autorität sichergestellt wird). 32 Bhabha. d. in meiner kombinierten Me- selten in Bhabhas Text. 178. Sie entthront die mimetischen und narzißtischen bridität von Bildern«) wird eine andere Entität Forderungen der kolonialen Macht. weil hier die explizitesten präzisen Defi nition des Begriffes interessiert. S. Auf diese Weise kommt es nis«. in denen der Begriff wird. »Erkenntnis« und »Ziele« und die Be. ist eine Art Eine zweite grammatikalische Untersu. so nismen gegenseitig aufheben. Ebensowenig ist Bhabhas Text an einer taken for wonders«). als ist die Artikulation des ambivalenten Raumes. diskriminatorischen Identitätseffekte. Passagen. »Orte«. die wichtigsten Syntagmen.35 Bei der ersten Vorgehensweise (»Hy. 34 Bhabha. der Produktion diskriminatorischer Gemeinschaften«. bridität erscheint nur selten in Verbindung mit xem Hybridität eingebunden ist. S. Bhabhas Text analysiert werden. Fludernik & Nandi: thema Hybridität In diesem Satz werden die Begriffe »Gescheh. S. zugeschrieben. bei ein. dafür wird Hybridität tapher. 7. dass der Im folgenden sollen die Kollokationen in »Hybridität ist die Umwertung des Begriff auf seltsame Weise statisch bleibt. dass sich Hybridität eher in Kontexte griffe »Zeitlichkeit«. 79. signalisiert es Bhabhas Grammatik.«36 sehr häufig als Qualität anderen Konzepten (Herv.33 die notwendige Deformation und De-plazierung sämt- »der Affekt der Hybridität«.1. die die Situationalität chung lässt sich in Bezug auf den Terminus ihrer Existenzzusammenhänge vorbestimmt. 165f. Kollokationen stellen. Defi nitionen von Hybridität zu fi nden sind: Homi K. die den Blick des Diskriminierten zurück auf das der zweiten Kategorie wird Hybridität selbst Auge der Macht richten. ihrer flottierenden Kräfte und modifi katorisch: entweder schreiben sie Hy. in der sich Antago. Hybridität. wodurch seine Objekte zugleich disziplinär und Hybridität explizit defi niert wird. S. Wir beginnen tätsstiftung durch Wiederholung der einem Verb.1.34 »Strategien von Hyb. sind sehr diskriminierend – oder. Denn das koloniale Hybride defi niert. zu einer negativen Transparenz – werden. das aktive Handlungen bezeich. Fixpunkte. 168. Verf. aktive Gerichtetheit verbleibt.) 31 Bhabha. BHABHA Im Gegenteil. »Verhandlungen« und »Kampf« eingebunden fi ndet und weniger eine Sache an nebeneinander gestellt.

das Metonym der Präsenz zur Stütze dass Hybridität am effektvollsten als Moment ven Kriegsführung ist. dann als ein Signifi kat für einen der Hybridität – als Modus sowohl der Aneignung Prozess der Umkehrung von Machtverhältnis. welches eine Verschiebung in. 178. 40 Bhabha. dass Hy. 41 Bhabha. 42 Bhabha.« hervorruft. jene Momente bürgerlichen Ungehorsams in. Seite 15 8 polylog . Theorie und Praxis thema Hybridität In dieser ungewöhnlich deutlichen Pas. die sie so klarsichtig enthalten.«42 »Als das diskriminierte Objekt wird dern affektive Verben. Funktion der Hybridität beschrieben wird. lente. Maske. 310. dann können wir nicht nur zwischen Homi K. Im darauf folgenden Metonym der Präsenz zur Stütze eines autoritären Satz wird Hybridität ein aktives Interven. wird das Signum der Autorität zu einer einführen« nicht in erster Linie aktive. in denen Mimikry als mulierungen wie »hybride Orte«40 und »ambiva. »Die metonymische Strategie produziert den Si- sage defi niert Bhabha Hybridität zunächst als gnifikanten der kolonialen Mimikry als den Affekt ein Zeichen. entthronen und wieder umschlägt. führt [. Diese Passagen. Dadurch eingehendere Analyse: wird der herrschende Diskurs selber hybri- 37 Bhabha. markiert die Mimikry eines autoritären Voyeurismus und funktioniert.. S. Die zweite Charakterisierung von Diskurses hervorgebracht wurde. in denen »Hybridität« den Zeilen lesen. selbst dass Ambivalenz eine Eigenschaft der Hybri. 43 Bhabha. Klischees und Witzen Attribute bestimmt wird.] wieder ein. und sie implizieren. der als »Affekt« des kolonialen dität sei. nur um so besser das nerhalb eines zugrundeliegenden Szenariums nerhalb der Disziplin der Bürgerlichkeit: zum Auge der Macht zur Schau zu stellen. kolonisierten Subjekt oder Hybriden verortet Ambivalenz und Hybridität werden von war. 179.43 von Hybridität«.Hybridität. S. ein Zustand. S. die charakterisiert wird: »Die Ambivalenz der Hy.. als auch des Widerstandes. Hybridität. häufig von Zwang bestimmte Realität zu ver- bridität«.37 »Affekt der Hybridität«. alherren zurück.].« Jedoch die Diskriminierung in die Bestätigung des Hybriden sind »offenbaren. hybride Grenzlinie«. Hybridität.38 »Strategien ändern. 39 Bhabha. wird nun auf das Umfeld jenes Diskurses Bhabha häufig gleichgesetzt. Wenn dann [. bricht eben Hybridität. Voyeurismus und dient dazu. BHABHA Formulierungen zu. in der ihr ein Effekt (und ein diesen Affekt und wirft ihn auf die Quelle »Affekt«) zugeschrieben wird. S... Anderen konstituiert hatte. son. 216. Die Signa der Autorität Formulierungen suggerieren nämlich. Diese beiden letzten produziert wird. Als das diskriminierte Objekt wird das Identifi kationsmustern. dient dazu. zu einer Farce. sondern sogar versuchen.. dass der Affekt der Hybri- als Raum identifiziert und nicht durch weitere dität von Stereotypen. 168. verdient eine seiner eigenen Spaltung zurück.39 Wir ignorieren zunächst For. innerhalb dessen Hybridität fallen auf den dominanten Diskurs des Koloni- existiert oder wirkt. 178. Insoweit Diskurs eine Form der defensi. entthront [. S. kriegerischen subalternen Zeichen des Einhei- Im folgenden wenden wir uns Bhabhas mischen. nicht unbedingt.41 in denen Hybridität machen deutlich. dass es werden am Ort des Hybriden umgedreht und einen Raum gibt.]. nur um so besser das tionspotential zugeschrieben: »Sie offenbart Auge der Macht zur Schau zu stellen. S. der zuallererst die Hybridität des Passagen des Buches argumentiert Bhabha. vom Disziplinierten zum sen und schließlich direkt als Umwertung von Begehrenden. 38 Bhabha.. die zunächst im bridität räumlich zu denken ist. S. Auch in anderen übertragen. 39.

des Hybriden das Postkoloniale ist.h. dass es min- 2. Aus Platzgründen bzw. die Bhabha beschränken wir uns auf Bhabhas Schlüsselbe- »didaktisch« nennt. wie sie von • »Hybridität von Bildern der Regierungsform«51 Lacan beschrieben wurden. in denen Hybridität in dem Hybriden. in Es gibt zweifelsohne weitere relevante der Autorität. jedoch nicht an diese gebunden an diese gebunden ist. bezieht sich selbstverständlich auf einen Diskurs. sein »Wesen«. In der letztgenannten Verwendung ist • »Einschreibung und Artikulation der Hybridität das Konzept der Hybridität zugleich ein Zu- von Kultur«48 stand des Gespaltenseins und ein Agens. • »die Hybridität imaginärer Gemeinschaften«44 aler Diskurse und b) Hybridität als Funktion. die es erlaubt. 164 51 Bhabha. »der Kulturen einer postkolonialen Gegenmoderne« 47 vgl. dass Dinge zur Beschreibung der »Grenzlage« von Kultur verschoben werden.3. 33 46 d. menhang hinweisen könnte. Narzissmus). die an bestimmten Orten und • »die kulturelle und historische Hybridität der die an bestimmten Orten und Schauplätzen Schauplätzen tätig wird. wobei der Ort Signifi kation ermöglicht wird. der eine präzise psychoanaly- mit anderen »Defi nitionen« von Hybridität. keine Essenz der Hybridität. Hybridität einer Reihe von Konzepten und Eine Folgerung. das er im Kontext von Rushdies Feier der Hybridität in Die satanischen Verse äußert. die Spaltung. S. die wir an dieser Stelle Szenarios zugeschrieben wird. 336 48 Bhabha. die sich anscheinend in diskur. lautet also. 352 50 Bhabha. dem Kolonisierten lokalisiert innewohnt. In der Tat gibt es. Einerseits wird Hybridität Leerstelle fungiert. auch »der unauflösliche Grenzcharakter hybrider Kultur« S. S. Fludernik & Nandi: thema Hybridität disiert und/oder die Spaltung aufgedeckt.2. 7.52 Bereits an anderer Stelle war Hybridi- Hybridität des Anderen produziert hatte. in historischen Schriften. dem die der Stimme der Autorität immer schon Einheimischen. tät eher in Bezug auf seine Wirkung als in Bezug Wir wenden uns nun der kontextuellen auf seine Essenz. auf die man in diesem Zusam- schaft« als symbolischer Diskurs manifestiert. 45 Bhabha. Ambivalenz seits wird Hybridität in Diskursen verortet. 8 polylog Seite 16 .1. vorschlagen möchten. 199 52 Es gibt allerdings Ausnahmen: Bhabhas Diktum »Hybridität ist Häresie« (S. S. • »die kulturelle Hybridität ihrer46 Grenzlage«47 ist. tische Bedeutung hat: gemeint ist die Präsenz 44 Bhabha. des Begriffes Hybridität gibt: a) Hybridität als (post?)kolonialer Kultur und kolonialer rie (a) fi nden sich in Bhabhas Text: Zustand (post?)kolonialer Kultur und koloni- Diskurse und b) Hybridität als Funk. 2. auch »Hybridisierung von Diskurs und Macht« S. Diese Kontexte können in zwei Bereiche Das bedeutet. beschrieben Einbettung von Hybridität zu und befassen worden. 79. Diese Kontexte brechen griff Ambivalenz. Lokalisierung bewirkt. S. dass Hybridität sozusagen als die eingeteilt werden. tion. 58 49 Bhabha. wie wir gesehen uns mit Syntagmen der Kategorie (a). psychoanalytische Kontexte (besonders den siven Machtstrukturen und »Bildern der Herr. die ursprünglich die wird. 336). wodurch der Prozess der und Gemeinschaft verwendet. in denen haben. S. S. Anderer. Insofern fi nden hier kolonialen Diskurs«50 die Wirkungsweisen des Rebus. jedoch nicht postkolonialen Welt«45 tätig wird. vgl.1. das • »die Hybridität der Kulturen«49 die Spaltung am Ort seiner (vorläufigen?) • »Hybridität von Rasse und Sexualität im post. Kontexte destens zwei unterschiedliche Bedeutungen a) Hybridität als Zustand Die folgenden Kollokationen der Katego. ihren Widerhall.

In: Studienausgabe. nach der aufständische Tak- Hass). Laplanche und J. Bhabhas Aufsätze von einer Greenblatt‘schen ausgedehnt: Analyse subversiver Macht.58 Diese westlichen orientalistischen Diskurses und zwischen Liebe und Hass schwankende affek- er versucht. Chicago: Univ. der Wissenschaft einerseits und exotistischen nicht allein auf Freuds Fetischismustheorie. 1980.) 54 terner Seite. Für Bhabha ist diese Ambivalenz zwischen Narzissmus und Aggressivität in der des Orientalismus ein zentrales Moment in Beziehung zwischen dem moi und der Positi- seinen Analysen über die innere Spaltung des on des Imaginären (petit a) mit ein. empfängt rierahmen seiner Präzision enthoben.56 in der argu. From More to Shakespeare. d. vgl. er verkörpert die zügellose Sexu- entschärft. Young: The Ambivalence of Bhabha. S. B. lenz verwendet. 1990. tiken von seiten subalterner Positionen (der fes fi ndet sich in seinem Aufsatz »Zur Dynamik Unterdrückten) ernsthafte Auswirkungen der Übertragung«. 1980. den Anderen.Hybridität. verstärkt politisierten Sicht der Dinge. Ergänzungsband. in: Ders. Pontalis: The Language of Psychoanalysis. Bhabhas auf den herrschenden Diskurs haben von politischen Strategien des Wissens und psychoanalytischer Rahmen beschränkt sich können. Die vier Grundbegriffe der Psychoanalyse. hin zu einer verstärkt politisierten alität des Eingeborenen und ist doch unschuldig wie 53 S. hin zu einer »The Ambivalence of Bhabha«55 zeigt. White Mythologies. Frankfurt: Fischer. 141–156. nennt bloß diskursive Widerstände von subal- den. 58 J. Projektionen und Fantasien über den Orient sondern bezieht außerdem die Dichotomie andererseits. 73. 151–154. (Diese werden als Ausdruck des stellungen von tatsächlichen Aufständen und Widerstandes gegen die Behandlung verstan. dass der herrschende Diskurs zugleich ein gehorsamer und würdevoller Diener (der Widerstände in sich einbettet und dadurch das Essen serviert). bezieht Untertiteln zweier Kapitel ablesen: »Von Mimi. Seite 17 8 polylog . 57 Young 1990. Theorie und Praxis thema Hybridität widersprüchlicher Emotionen (wie Liebe und Sicht der Dinge. Writing History and the West. diese Ambivalenz mit Hilfe von tive Ambivalenz des Subjektes wird dann von Freuds Fetischismusheorie noch weiter zu Bhabha auf die Analyse von Stereotypen über interpretieren. 1973 [1967]. Verf. 97–111. auf den herrschenden Diskurs haben können. der entweder als »gehorsamer Wie Young dargelegt hat.57 . Zudem jedoch gleichzeitig Hassreden von Seiten des thematisiert Bhabha letztlich auch keine Dar- Patienten. also auf Saids Kontrastierung bei Delhi im Mai 1817« (Herv.. entwickeln sich Diener« oder als »Satan« dargestellt wird. Greenblatt: Rennaissance Self-Fashioning.53 wo er den Begriff Ambiva. um das Phänomen negativer Allerdings wird im Zuge dieser Entwicklung Übertragung zu beschreiben: Der Analytiker der ursprünglich psychoanalytische Theo- fungiert als Objekt der Begierde. London: Routledge. Freud: Zur Dynamik der Übertragung (1912). 1982. Freuds erste Erwähnung dieses Begrif. 55 R. S. Die zentrale Stellung des Konzeptes der Widerstände in sich einbettet und den Untersuchung mit dem prägnanten Titel Ambivalenz bei Bhabha lässt sich bereits an den dadurch entschärft.. sich Bhabhas Verwendung des Begriffes auf kry und Menschen: Die Ambivalenz des kolonialen nach der aufständische Taktiken von die Ambivalenz in Edward Saids Unterschei. vor allem S. dass der herrschende Diskurs Wie Robert Young in seiner hervorragen. New York: Norton.). 56 S. Lacan: Linie und Licht: Vom Blick als Objekt klein a. of Chicago Pr. 54 J. S. Freiburg: Walter. Diskurses« und »Zeichen als Wunder: Fragen der seiten subalterner Positionen (der Un- dung zwischen latentem und manifestem Ambivalenz und der Autorität unter einem Baum terdrückten) ernsthafte Auswirkungen Orientalismus. In: Ders. »Der Schwarze ist Wilder (Kannibale) und doch mentiert wird.

und derselben Medaille schreibt sich in den historiographischen Text gesehen werden (die Anspielung auf Saussure ein. Wenn der Gehorsam des Ein. Terminus. Fludernik & Nandi: thema Hybridität ein Kind. er ist mystisch. S.62 Affekt. 151. herren angegriffen und für (einheimische?) bivalenz aus Liebe und Hass und entwickelt sie Irrationalität und Aberglauben empfänglich zur Mimikry. 61 Bhabha. 62 Robert Young liefert eine exzellente Kritik von Bhabhas Darstellung der subversiven Taktik der Bibel-lesenden Inder.h. Begehren auf den kolonialen Diskurs (Chapati- Die Konzepte Hybridität und Ambiva. der unentschlossen zwischen diesen zwei ist intendiert).«63 ten der Kolonialherren hervorrief: Einerseits Wie wir zu zeigen versucht haben. Diese Ambivalenz oder zwei Seiten ein. Durch die Ambivalenz fokussieren beide auf die zentra- Darstellung der Überreaktion der Koloni. fallen wird das Gerücht als indischer Aberglaube bei Bhabha Ambivalenz und Hybridität in etwa abgetan. andererseits weckt es Angst vor ei. dann sind die ambiva. le Frage nach der Identifi kation. In Hybridisierung wiederum auf die koloniale seiner Untersuchung zum »Chapati-Mythos« Situation zurückzuführen ist. dem Kolonialherren und dem kolonialisierten sche Diskurse. Fußnote 11. zusammen. Die Ambivalenz des kolonialen Diskurses (und anwendet. widersprüchliche Befürchtungen auf Sei. und er legt dar. im Gebrauch des Stere- heimischen seinen Hass auf den kolonialen Un. die dann als subversive Strategie gemacht. dessen sen Hybridisierungen stattfi nden können. oder – wie Bhabha zu Phantasien interpretiert werden. S. Die Konzepte Hybridität und möglichen Optionen schwankt. dass Bh. die ihm zufolge auf Ambivalenz gründet: Aktivitäten in Gang setzte. in besonderem Maße mit der Ausübung von Frage nach der Identifikation. auch »Die Ambivalenz der Mimikry – fast aber nicht ganz«. In diesem Fall wurde Manipulator sozialer Kräfte. vor allem historiographi. dass das Herumreichen von in Bhabhas Untersuchungen zu Mimikry (ein Broten (»Chapatis«) zwischen einzelnen indi. 309–311. lenten Gefühle des Kolonialherren gegenüber Affaire) zu verorten. innerhalb des Anderen/des Hybriden. S. Dafür hängt Ambivalenz lenz fokussieren beide auf die zentrale dem kolonialisierten Subjekt tatsächlich ge. 8 polylog Seite 18 . 60 Young 1990. Die Ambivalenz in Kolonialgeschichten über den Aufstand von der Situation des Anderen tritt am deutlichsten 1857 zeigt Bhabha. dass durch das Subjekt) ist jedoch ein Resultat der Ambivalenz Zusammentreffen mit einheimischen Diskur. des Kolonialherren. rechtfertigt und können nicht mehr als ‚bloße‘ Autorität zusammen. otypes und in der Wirkung von Angst und terdrücker überdeckt. In Bhabhas alherren auf das Gerücht wird gezeigt. d. vgl.60 Es muss al. 127. sagen pflegt – mit der Präsenz von Autorität im lerdings darauf hingewiesen werden. sie könnten sogar als Spiegelbilder ner tatsächlichen Revolte. aber nicht ganz). 134. die er im Kapitel »Zeichen als abha das Ambivalenzkonzept nicht nur auf den Wunder« als kolonialen Signifi kanten deutete. der Bibel. 209–10. S. 122.61 zu sehen ist und aus schlauer Höfl ichkeit (sly Ambivalenz ist daher zunächst im Diskurs civility) besteht. »[Die] Ambivalenz der Mimikry (beinahe dasselbe. der von Lacan entlehnt wurde) zu schen Dörfern das Gerücht von aufständischen Tage. dass kolonialem Szenarium entsteht hybride Iden- 59 Bhabha. was ambivalente. primitiv und einfältig und die Handlungen des Anderen eine subversive doch der gewandteste und meisterhafteste Lügner und Wirkung haben können. sondern auch auf die Wirkung (den der affektiv-imaginären Beziehung zwischen Effekt) auf koloniale.«59 die verstandesmäßige Kontrolle des Kolonial- In der Folge kompliziert Bhabha diese Am. S. den die koloniale Begegnung induziert. Buch. 63 Bhabha. S.

auch »Mein Konzept des Stereotyps-als-Betrachtereinbindung (stereotype-as-suture) erkennt dem- gegenüber die Ambivalenz jener Autorität und jener Identifikationsordnungen an. S. verschiebende Bedeutungszusammenhänge. der sich Existenz und im Halbdunkel fremder Sprachen oder per defi nitionem den Finalisierungstendenzen im unbehaglichen Fluß der Sprache eines anderen.Hybridität. 127. aber nicht ganz. Disziplinen. S. an dem sich Hyb- lonialisierten Subjektes und des Kolonialherren ridität entfaltet) wie auch ein Boden für sich widergespiegelt wird. Ambivalenz. zu einer tät und Ambivalenz beschreibt: »Die Ambivalenz Bhabhas Konzeptionen werden wir uns nun Bedrohung – einer Differenz. des Die vorliegende Untersuchung hat ge. Hybridi- aber nicht ganz« bezieht sich auf die Position des tät »ist« sowohl ein Ort identifi katorischer Imaginären. Die Ambivalenz der Hy. die oder Mimikry das imaginäre Zentrum von Bh- niemals aufgehoben werden kann (und aus po. die gleich. aber nicht ganz.65 Die Be. des Sich-Sammelns von Exilierten und émigrés und Darüber hinaus kann diese Lücke. dass die syntaktischen Eigenschaften an andere Welten. der Mimikry – einer Differenz. dieser 2. Die Differenz. bewirkt eine inhärente Instabilität. zu einer Bedrohung – einer Diffe. ähnlich wie Bhabhas Machtgefällen innerhalb des kolonialen Umfel. rung von kämpferischer und rebellischer Hy. wird jedoch von tifi kation konstituiert. aber doch nicht ganz sualität widerspiegeln. deutung dieses winzigen Unterschiedes. vgl. weswegen Hybridität von Bhabha anderen Orten. wird lungen also zum Ort hybrider und ambivalenter iden.64 Diese »Ambivalenz der Mimikry – fast des Hybriditätskonzeptes markiert. Die Rolle der fetischistischen Identifikation in der Konstruktion der diskriminierenden. »Ich habe jenen Augenblick des Zerstreuens von tifi katorischer Katachresen – eine Topologie. die fast total ist. aber nicht ganz«. die fast Bhabha mit seinen Schlüsselbegriffen Hybridi. Zeit des Zusammenkommens wurde. von der Präsenz der Differenz abhängigen Kenntnissysteme besteht darin. Theorie und Praxis thema Hybridität tität durch Mimikry: »fast. Schema und Bhabhas postkolonialer Zelebrie- aber nicht ganz.« (2000: 118f) Es sei noch hinzugefügt. Liminalität des politisch determiniert. Flüchtlingen. am Punkt der Äußerung und Subjektifizierung einen Prozeß der Spaltung und der multiplen/widersprüchlichen Überzeugung herbeizuführen. auch als Innenstädte. Aushandlungen (ein Ort. Nach dieser ausführlichen Diskussion von nichts ist. die den Schlüsselpunkt dasselbe«. Sammelns der Erinnerungen an Unterentwicklung. 136. zeigt. der Entweder/Oder-Erzählmuster westlicher des Sammelns der Zeichen von Anerkennung und Provenienz widersetzt. bridität zu. da sie Kulturen. lebungsritual. des Sammelns in der fragmentarischen ein Grenzbereich begriffen werden. BHABHA renz. Diplomen. dass die Passagen. des Sammelns der Gegenwart. die im gegenseitigen Blick des ko. ohne jemals »Die Ambivalenz der kolonialen litischen Gründen niemals aufgehoben werden in Äquivalenzen zu münden: sie sind beinahe Autorität wandelt sich wiederholt von darf). Menschen durchlebt. abhas Untersuchung umkreisen. die dasselbe. Seite 19 8 polylog . Den Zeitpunkt öffnende Rebus-artige Struktur gefasst wird. bridität gründet also auf der Ambivalenz von deren différance den Prozess kolonialer Iden- Hass/Liebe-Projektionen. Diskursen. aber nicht ganz« der Mimikry – einer Differenz. Konzepte Hybridität. Homi K. die nie geschlossen werden kann. 65 Bhabha. ebenfalls von Bezü- gen zum Stereotyp getränkt sind. des Sammelns am Rand von ›fremden‹ zeitig winzig und unendlich groß ist. Akzeptanz. des Sammelns in den Ghettos oder Cafés der niemals geschlossen werden kann. die fast nichts ist. Postkoloniale Aushand- Lücke. die fast der kolonialen Autorität wandelt sich wiederholt von unserer Ausgangsfrage nach dem kolonialen total ist. der zu anderen Zeiten und an die erklärt. die nun retroaktiv gelebt werden. in Nationen anderer Völker zu einer sowohl als Ort als auch als Möglichkeiten er. von Bhabhas Hybriditätsdiskurs eben jene des Sammelns der Vergangenheit in einem Wiederbe- Ambivalenz zwischen Stillstand und Prozes. Und des 64 Bhabha. die auf Derridas différance anspielen.2.

disjunktiven Zeitlichkeit artikuliert. ist in Inwiefern weicht die koloniale Situation von erster Linie in räumlichen Begriffen und binären ge- den Strukturen der individuellen Psyche opolitischen Polaritäten repräsentiert worden – […] ab? 68 ). und ihre diasporische Ästhetik in einer unheimlichen. schulischer Leistungen. welche innerhalb der postkolonialen Raum des ›Unübersetzbaren‹ ist«. Ähnlich den Positionen oder des Einwanderungsstatus […]«66 bei Spivak und Bhabha beschriebenen Wider- Angesichts dieses Authentizitätsdiskur. Dies verstellt jedoch den Blick der politischen Inbeschlagnahme des Begriffes auf die Angst vor dem unauflöslichen Grenzcharakter Hybridität für die gegenwärtige Situation von der hybriden Kultur. S. nehmen. rechtlicher Migranten zu unterstreichen. verschiedene Arten von Kolonialismus treffen? den Die satanischen Verse ausgelöst haben. bleibt noch eine besonders dringliche als Streit der vergangenheitsorientierten (schriftver- Frage bezüglich Bhabhas Ausführungen zum hafteten) Migranten und den modernen (ironischen) kolonialen System. Sie dient dazu. die ihre Identifikationsprobleme Immigranten im Westen. aber unzureichend«. sollen die Migranten Dritten Welt als Hybride wieder-verortet. fenen Blicks des Subalternen herauszustellen. die Frage nach der Verortung völlig von Salman Rushdies Die Satanischen Verse artikuliert . M. Wie wir gesehen haben.) 68 Young. ihre diasporische Ästhetik in einer Binäroppositionen aufzulösen. des Sammelns belas. wie in Glo. eine kollektive ricism positiv konnotiert. Wenn jedoch das Hochhalten von Hybridität durch seine Inszenierung des zurückgewor- die ihre Identifikationsprobleme und zum Selbstzweck wird und nur dazu dient. Raum oder Ort der Hybridität transformiert. interniert. S. In: Feminist Review. die islamischen Tradition »umbenennt« und sie den Orientalismus Saids aus der Perspektive so »Kontingenz und Ambiguität unterwirft«. 8 polylog Seite 20 . dass von Rushdies Prosa wird dadurch erzeugt.« verschwinden zu lassen. wird dadurch der tiert. Fludernik & Nandi: thema Hybridität Sammelns von Menschen in der Diaspora: bürokratisch Literaturtheorie eine besondere Stellung ein- erfaßt. Mani: Multiple Mediations: Feminist Scholarship in the Age of Multinational Reception. läuft man In der Tat kündigt er in seiner Interpretation unheimlichen. innerhalb des westlichen Diskurses subversiv Diese Strategie ist zwingend. Vol. eine Szene. ist Dissiden- Zurschaustellung von Hybridität. wenn eine solche wirken. standsbewegungen einheimischer Subalterner ses haben sich manche Intellektuelle aus der im kolonialen System. Hybridisierung des herrschenden Diskurses Grenzcharakter der hybriden Kultur. 336. S. Wie Young anmerkt. (Übersetzung leicht verändert. Dabei handelt es sich um eine Privilegie. die Dissidenz dieser tender Statistiken. des Psychoanalytikers Frantz Fanon interpre. Neben einigen Problemen.. 69 Bhabha. die ihre Aufmerksamkeit darum zu gehen. 35. Bhabha behauptet: treffen (Kann man Verallgemeinerungen über »Der Konflikt der Kulturen und Gemeinschaften. Bhabha seine Thesen auf eine Art »Urszene« dass Rushdie absichtlich heilige Figuren der kolonialer Hybridität stützt. BHABHA Wir hatten zuvor bereits festgestellt. Bhabha scheint es »Dies verstellt jedoch den Blick auf Politik ermöglicht. tentum in den Machtanalysen des New Histo- ria Azaldúas Borderlands (1987). 31. (Übers.69 Die angebliche Hybridität Homi K. rischen Kontext und geschichtliche Details be. das politische Potential einer die Angst vor dem unauflöslichen auf Differenz und Widersprüche richtet. die den histo. Dazu muß man sagen: kategorisch (und daher untypisch) an: »Hyb- »Notwendig. 151–6. 70 Bhabha.67 ridität ist Häresie«. S. S.70 66 Bhabha.. 360. 207.N. welche zugleich rung diasporischer Migrantengemeinden im die Zeit der kulturellen De-plazierung und der Westen. disjunktiven Zeitlichkeit Gefahr. migrierend.) 67 L. nämlich die Frage nach Metropolenbewohnern.

war der Nationalismus in den Kolonien eine Reaktion auf die Unterdrückung durch das koloniale Regime. tion der Migranten.73 denen Bh. dass es diesseits der tan oder das südafrikanische Apartheidssystem Status innerhalb ihres Heimatlandes. ja sogar dissidenter Geschichten ter Sri Lankas und südafrikanische Romane. deren Sexualpraktiken polizeilich über die Werke von Ngugi wa Thiong‘o oder registriert sind. 73 B. fekt auf die Politik in Kenia oder Nigeria haben niale) Kritik dient. den dominanten Kolonialismus und (hier) dem islamischen pakistanischen Diskurs zu dekonstruieren. könnten. Der oder sich den Thesen des Poststrukturalismus dominante postmoderne Diskurs. Seite 21 8 polylog .«71 Wole Soyinka ist in diesem Zusammenhang »Ich denke. Dissonanzen innerhalb des dominanten Realität« von Bhabha in eine »Poesie des Exils« westlichen Diskurses Rechnung zu tragen. ist nicht auf westliche Nationalstaaten beschränkt. dass man den er es nennt) schließlich die beunruhigende orientalistischen Diskurs im postmodernem Wirkung von Hybridisierungen in kultu. deren »Prosa der harten laubt. dass die abha Hybridität zuschreibt. wie das Thea- anderer dissonanter.Hybridität. Ein Unterschied zwischen »alten« europäischen und den »jüngeren« postko- lonialen Nationalstaaten besteht allerdings im Prozeß der Nationenbildung: Während sich die europäischen Natio- nen im Zuge der Auflösung von religiösen Bindungen bildeten und Nationalismus so zu einer Art »Ersatzreligion« wurde. und postkolonialen Gewand erscheinen lässt. die Bhabhas Liste von Dis- das transnationale und ›übersetzbare‹ Phänomen der sidenten anführen müssten. 7. sind traditionell Phänomen der Hybridität imaginärer epistemologischen ‚Grenzen‘ dieser ethnozentrischen nationalistische und oft totalitäre Regime. Es ist also der in irgendeiner Weise Illusionen darüber zu ma- postmoderne Rand der westlichen Kultur. Anderson: Imagined Communities: Reflections on the origin and the spread of nationalism. von Minderheitengruppen. dass es die Postmoderne er. wie nehmen bedeutet jedoch auch. BHABHA und Stimmen sind – nämlich der Diskurse der Frau. auffällig: wenn überhaupt. male der literarischen Postmoderne aufweist gen des Buches in Einklang zu bringen. Gemeinschaften gibt. der Kolonisierten.B. Londoner émigrés vergleichen. transnationale und ›übersetzbare‹ Situation liegt in der Erkenntnis begründet. als z. (Übersetzung verändert. dass ihre Schriften einen subversiven Ef- als Plattform für postkoloniale (und neokolo. 6. S. der dem verschreibt. dass es diesseits der Psychose des pa. ist mit der kosmopolitischen gibt daher einen Ort. Homi K. 1983. Die Marginalität oder Subalternität der Posi- Er argumentiert. Die in neokoloniale Regime wie Sri Lanka. Theorie und Praxis thema Hybridität Bhabha überträgt (oder übersetzt. Migranten haben nämlich keinen subalternen »Ich denke. Pakis. rell spezifischen Milieus wie dem indischen was etwas anderes ist. dass Nationen stets »vorgestellte Gemeinschaften« (»imagined communities«) sind. und die Psychose des patriotischen Enthusi- exportiert werden könne: »vorgestellten Gemeinschaften« (Benedict asmus überwältigende Belege für das »Die umfassendere Bedeutung der postmodernen Andersons imagined communities). dass die politisch Diese Auffassung von Hybridität ist jedoch engagierte Literatur kaum stilistische Merk- nicht mit Bhabhas Position in anderen Passa.«72 Argument spricht zudem. Eine solche Position einzu. wird vom die internationale Hybridität der Londoner Westen in die totalitären Heimatländer der Migrantengemeinden. Sein Schweigen und derjenigen.) 72 Bhabha. der chen. Gegen Bhabhas Hybridität imaginärer Gemeinschaften gibt. Andersons These. noch scheinen sie sich ehemaligen Kolonien exportiert. Natürlich wird Orientalismus nicht 71 Bhabha. Weder Soyinka noch Ngugi feiern Dissidententum Rechnung trägt. Es umgeformt wird. London: Verso. von dem aus Hybridität kulturellen Elite des Westens verbunden. sind es diese triotischen Enthusiasmus überwältigende Belege für Exilschriftsteller.« Ideen auch die artikulatorischen Grenzen einer Reihe Bhabhas exemplarische Fälle. Fundamentalismus auf eine globale Ebene. S. lassen sich nicht unbedingt mit der Literatur en.

Die spezifische Unterdrückung von Frauen in den Kolonien. BHABHA sozial repräsentativ – und somit als politische Diskurses. dann im Ganzen zusammenfügt. 75 Es sollte an dieser Stelle darauf hingewiesen werden. strittigen Grenzgebiets kultureller Differenzen »ausgelöscht« wird. und es determiniert sicherlich nicht »Zusatz« des metropolitanen Zentrums. die auf so spek.«74 (Herv. Bevölkerung hervorruft. sondern seine Spätfol. die Verortung kultureller Dif. supplementären Beziehung. mit einfl ießen las- finiten Charakters . und deren Verdopplung ist.) 8 polylog Seite 22 . Wenn die spekuläre welche die Präsenz des Westens nicht vergrößert. S. die holistische Sicht der Geschichte zu Verhältnis zwischen dem Westen und seinen verfremden. Verf. aber Fanons Theorien scheint hier auf unheimliche Bhabhas Hauptinteresse ist ohnehin nicht der Weise Auferstehung zu feiern. dar. dern seine Begrenzungslinien innerhalb des bedrohli- takuläre Weise von der Politik der Hybridität chen.) Geographie des metropolitanen Raums mit einbezo- Die Spekularität der imaginären Bezie. Fanon. Wiederkehr des postkolonialen Migranten. die »Denn die Liminalität der westlichen vorschlägt ist: ein koloniales Regime bei der afrikanischen Nation ist der Schatten ihres eigenen »[…] eine Politik der sozialen Differenz. deren politischer Einfluss sich schließlich lange Zeit in Paris aufgehalten. S. neokolonialen Staaten. 76 Bhabha.. die dazu alisiertem Subjekt bestimmt nicht mehr das angetan ist. und sie lebt von der Wieder-Holung oder hung zwischen Kolonialherren und koloni.. er steht zu den Umgang mit Dissidenten in totalitären ihm in einer subalternen. dass räumliche Grenzen ausradiert und ausgelöscht werden müssen.« die […] genuin artikulatorisch ist. Was Bhabha bewusst in seine Analysen der Neurosen. Zu Formulierungen eigener Erfahrung in der britischen Metropole wie der folgenden entwirft er Utopien von Mi. Bhabhas Verwendung von und politischer Unterdrückung wirksam.75 In Analogie hierzu versucht Bhabha aus ausgeht. kolonialen Migranten »die holistische Sicht der 74 Bhabha. der in das Zentrum der westlichen Identität oder politisch wirksam – sein kann. da sie davon sen. dass. wenn der Postkolonialismus Problems des globalen Raumes aus postmoderner in den Immigrantengemeinden des Westens Perspektive bedeutet. wobei sich dieses Gebilde nie zu einem sammenhang Relevanz haben kann. gen wird. hatte grantengemeinden.«76 lichen Chauvinisten (Bhabha würde sie wohl Wenn die kulturelle Hybridität der post- als »Faschisten« bezeichnen) und den Immi. in der heutigen »Dritten Welt« wird von keinem der beiden männlichen Theoretiker thematisiert. in die west- die Grenzen und Bedingungen der Spiegelhaftigkeit liche Nation einzudringen. der in die fiktive d. noch in irgendeinem Zu. 333. jedoch durch die fadenscheinige rhetorische und dort rassistische Diskriminierung am ei- Gymnastik. ursprünglich aus Martinique. die zu ihrer Verteidigung veran. dass sowohl Fanon als auch Bhabha stets von einem männlichen kolonialen Subjekt ausgehen. eine Spiegelung oder Verdopplung von Bhabhas gen im Neokolonialismus. Der postkoloniale Raum ist nur ein Kolonien. Diese Erlebnisse hatte er staltet wird. Die Re-vision des werden müssen. (Übersetzung verändert. bzw. damit sie diskursiv repräsentiert und der Position eines subalternen postkolonialen Homi K. 251. ausgehöhlt erscheint. inkludiert den kolonialen Raum. Es verwundert durch die Einschreibung der Andersheit überschritten kaum. stets weniger als eine Nation Verhältnis zwischen unverbesserlichen west. Gesellschaft »zurückschreibt«. neu zieht. Fludernik & Nandi: thema Hybridität mehr in Form von territorialer Eroberung grantengemeinden. son- (imaginarische) Beziehung. stellt sie doch Orientalismus an sich. genen Leib erfahren. verortet werden soll: ferenz vom Raum der demographischen Pluralität zu »Denn die Liminalität der westlichen Nation den an den Grenzen stattfindenden Verhandlungen ist der Schatten ihres eigenen finiten Charakters: sie kultureller Übersetzung zu verschieben.

Hybridität.77 sich fragt. So tref- Passage ist postkoloniales Handeln gleichbe. Seite 23 8 polylog . der Figur des (neo)kolonialen Subjektes zum rische Manöver ist »katachretisch«. 79 Bhabha. ob Bhabhas kontingente Anwendung In der Tat dienen die »kolonialen und von scheinbar völlig unterschiedlichen Schlüs- postkolonialen Ränder der Moderne«78 inner. Literatur postkolonialer Provenienz darstellt. S. die nicht so sehr Opfer des globalen Kapitalismus als vielmehr dessen Nutznießer sind. Lacans Spekularitätsmodell liefert oppositioneller Politik verwandelt. fend Bhabhas psychoanalytischer Theorierah- deutend mit einer Rekodierung von Werten. eine hegemonialen westlichen postmodernen und – die katachretische postkoloniale weitgehende Akzeptanz für die postkoloniale poststrukturalistischen Diskurses darstellen. dass gerade – wie Gayatri abhas Prosa eine katachretische Verschiebung »progressiven« Mythos der Moderne Spivak darlegt hat – die katachretische postkoloni. S. dass er ein Verstehen der heutigen Krise verunmöglicht und im Zuge seiner Anwendung dazudient. ermöglicht. men für die Diskussion von Hybridität in der die das aufständische oder oppositionelle kolonialen Situation auch ist.«79 Handlung zu der Szene des Schreibens. M. BHABHA Postkolonialen ermöglicht. S. 156. 360. nämlich durch die ganze Rekontextualisierungsstrategie von eine Fiktion. kann dies noch Wertekodierung« eine mit einem erkennung zu erreichen: durch die Einsicht ergänzt werden. eine totalisierende halb des dominanten postmodernen Diskurses Argumentationslinie zu verschleiern. ne des Minderheitendiskurses.) 78 Bhabha. selkonzepten dazu dient. 81 Young 1995. oder ob »Ich bin überzeugt. S. Katachreti. zu verschleiern. was noch subversiver wäre. von Der Schlüsselbegriff für Bhabhas rheto.N. Wenn Young81 miert. der einen Großteil des Derridas différance und supplément auf die Ebe- gängigen kritischen Potentials für sich rekla. dass Bh. politischem Engagement. 80 Der Begriff kehrt an Schlüsselstellen von Bhabhas Argumentation wieder: auf den Seiten 271-273. die Herkunft der postkolonialen Intellektuellen. – die politische Handeln auf die Ebene des Diskurses der po. kritisiert sie den Im. wenn sie angeblich die und die Lage des »dazwischen« oder »weder/ Grenzen kultureller Differenz bedroht.« renz im »progressiven« Mythos der Moderne eröffnet Eine solche katachretische Geste wird am bes- und so eine Repräsentation des Diasporischen und ten durch eine Bewegung von der Szene der Homi K. Liberalismusdiskursen.80 Fanon wird katachretisch disierung des Diskurses in eine Phantasie von auf die Analyse des kolonialen Diskurses an. 77 »Offen gesagt ist der Postkolonialismus so konstruiert. In dieser postkolonialen Migranten vollführt. muss noch« der Immigrantengemeinden im Westen dies innerhalb des postmodernen liberalen fungiert als katachretische »Übersetzung« von Rahmens geschehen. die Ebene einer enttäuschend mimetischen des Diasporischen und Postkolonialen rung« eine mit einem Bruch einhergehende Zeitdiffe. Theorie und Praxis thema Hybridität Geschichte« verfremdet.« Dirlik. 360. Relevanz seines Modells für den Postkolonia- litischen Korrektheit verschiebt. im Rahmen derer sich die Hybri- Bhabhas Projekt. Bruch einhergehende Zeitdifferenz im »Ich bin überzeugt. des hegemonialen Poststrukturalismus auf eröffnet und so eine Repräsentation ale Handlungsmacht zum »Erfassen der Wertekodie. durch die Bhabha hofft. auf katachretische Weise eine Topographie perialismus nur im Einklang mit westlichen von Positionalität und Stereotomisierung. Dissidententum und gewandt.369 und 378. lismus muss durch eine kaum überzeugende sche Bewegungen sind in der Tat typisch für Katachrese gesichert werden. 353. Handlungsmacht zum »Erfassen der Lage unter den gegenwärtigen Regeln der An. 360. (Übers. dass gerade der Geisteswissenschaften als strategische Bhabhas Texte eine strategische Mimikry des – wie Gayatri Spivak darlegt hat Ansatzpunkte.

nach dem er Postkolonialität als Buch hindurchzieht. besteht darin. »Mut zur Lücke« angebracht wäre. er Postkolonialität als Lokus kultureller den feindseligen britischen »Inländer« aus realisiert diese Dekonstruktion. Wenn wir versuchen. An kolonisierten Subjekt und dem kolonialen Un- dieser Stelle taucht das koloniale Trauma für terdrücker. das sich sein und uns überlegen. Fludernik & Nandi: thema Hybridität Anders formuliert: Bhabhas Diskurs re. möglicherweise zu unterminieren. die sich durch Bhabhas ganzes Programm.) handhabt hatte. zwischen dem kolonialen und dem den entwurzelten Migranten ebenso wie für postkolonialen System zu dekonstruieren. dem der westlichen Gesellschaft verortet. die Grenze Lokus kultureller Hybridität an den Rändern zwischen dem Selbst und dem Anderen. sollten wir jedoch vorsichtig stellen und das neokoloniale Epistem. Phantasie zu einem aktiven Nährboden für die Trennungslinie zwischen diesen Binari- Hybridisierung. und seinem postkolonialen Die Lektion. indem er sich Hybridität an den Rändern der dem kulturellen Unterbewusstsein wieder auf die Lücke zwischen den genannten Dicho- westlichen Gesellschaft auf. den west. täten anhand von Bhabhas Modell durch die lichen Mythos der Moderne (die erzählerische Positivierung von Hybridität und Ambivalenz Bewältigung des Kolonialismus) in Frage zu zu überbrücken. 8 polylog Seite 24 . von Hybridisierung in Afrika oder Asien geht. funktionalisiert die Lücke zwischen seinen (Allerdings schweigt Bhabha auf verdächtige kolonialen Parametern. thos stützt. wenn es um die spezifischen Effekte auf die koloniale Situation er meisterhaft ge. der es ermöglicht. deren Anwendung Weise. Dieser Ort des Randes wird in Bhabhas tomien konzentriert. ob nicht ein gewisser in anderen Teilen des Globus auf diesen My.