Energie

ist Kraft mal Weg
Sicherungstheorie, Teil 1

von Walter Fimml und Michael Larcher

Zahllose Sportkletterstürze in der Halle bei jeder Meisterschaft, Beim Sturz wird nun diese Ener- Kraft
Sprünge in die Gletscherspalte bei jeder Bergrettungsübung, Klette- gie in Bewegungsenergie umge- Wie die Energie begegnet uns
rer, die sich zum Nervenkitzel von Brücken in die Tiefe stürzen, wandelt (Ekin) und genau diese auch die Kraft beim Klettern und
Bungee-Jumping aus mehr als 100 m Höhe – gibt es eigentlich noch Energie wird nun unser Problem: Bergsteigen in unterschiedlichen
Sie wird nämlich in Wärme (das Formen: als Reibungskraft, Brems-
ein echtes Risiko beim Sturz?
ist noch kein Problem - außer kraft, Bruchlast, Fangstoßkraft,
In zwei Teilen wollen wir die physikalischen Zusammenhänge
evtl. für die Handflächen des Reißfestigkeit und Gewicht (unser
vorstellen, die zwar keinen Sturz verhindern können, aber deren
Sichernden) und in Deformations- Körpergewicht ist eine Kraft!).
prinzipielles Verständnis für die richtige Wahl und Anwendung der energie (Knochenbrüche,
Ausrüstung entscheidend sein kann, um im Fall des Falles die Materialdehnung oder -bruch) Die Maßeinheit - sie wurde
Folgen so gering wie möglich zu halten. In diesem ersten Teil umgewandelt. bereits erwähnt - ist das Newton
erläutern wir die wichtigsten physikalischen Grundlagen, die am [N]. Übliche Abkürzungen sind
Genau diese Energie gilt es also
Beispiel eines fiktiven Klettersteigsturzes mit konkreten Zahlen während des Bremsvorganges so 1 kN (Kilonewton = 1000 N)
gefüllt werden. umzuwandeln, dass wir mit heiler 1 daN (Dekanewton = 10 N) -
Haut davon kommen. wird vor allem deshalb verwen-
Energie, Kraft, Weg ... Energie
Energie begegnet uns im Berg-
Grau ist alle Theorie! Dieser Satz
sport in unterschiedlichen Formen
stimmt zwar für viele Bereiche
- als potentielle Energie (Epot,
des Bergsteigens, doch gerade
Lageenergie), als kinetische Ener-
beim Thema Sturz ziehe ich per-
gie (Ekin, Energie der Bewegung)
sönlich ein wenig Theorie bzw.
oder als Wärmeenergie. Energie
Ergebnisse aus Testversuchen
kann bekanntlich nicht vernichtet,
eindeutig einer vertieften Praxis
sondern nur von einer Form in
und jahrelanger persönlicher
eine andere umgewandelt wer-
Erfahrung vor.
den. Im Falle eines Sturzes ins
Die zentralen Begriffe in unserer
Seil z.B. wird diese Sturzenergie
„kleinen Sturzphysik“ sind Ener-
in Deformationsenergie (Dehnung
gie, Kraft und Weg.
des Seiles) und Wärmeenergie
Insbesondere interessieren uns: (heißes Sicherungsgerät) umge-
wandelt.
● die Sturzenergie,
Die für uns interessante Sturzen-
● die Fangstoßkraft, die Brems-
ergie hängt also - entsprechend
kraft und das menschliche
obiger Formel - einzig von unse-
Gewicht, sowie
rem Körpergewicht und unserer
● der Sturzweg (Sturzhöhe) und
Fallhöhe ab.
der Bremsweg
Epot und Ekin
Diese drei Begriffe stehen zuein-
ander in sehr enger Beziehung: Beim Hinaufklettern wird mit
Nicht „wie weit“, sondern „wie weich“, das ist die Frage, die
Muskelkraft ein Stück Weg, oder
über die Folgen eines Sturzes entscheidet. Bei diesem
Energie = Kraft x Weg besser, eine gewisse Höhe gegen
50-Meter Brückensprung ist der Fangstoss kaum spürbar,
die Kraft der Erdanziehung
oder die Zauberformel in der da viel elastisches Seil zur Verfügung steht und der Sprung
zurückgelegt. Dabei wird Energie
Sprache der Physik: zudem in einem Pendelschwung übergeht.
in Form von potentieller Energie
(Epot) im Körper gespeichert. C Michael Larcher
E=Fxh

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16 PHYSIK

✎ Angelika Zak
Der Fangstoß, der am Klettersteig ohne Verwendung einer Klettersteigbremse auftreten könnte, gleicht einem Frontalzusammenstoß mit dem
Auto! Bei einem 5 m-Sturz wird man auf einer Strecke von nur ca. 10 cm von 35 km/h auf Null abgebremst. Einzige Knautschzone: der Körper
des Kletterers. Durch Verwendung einer Klettersteigbremse („Fangstoßdämpfer“) können die Kräfte auf ein verträgliches Maß reduziert werden.
Eine sehr ungünstige Belastungssituation kann zudem für den Karabiner entstehen. Ein weiteres Argument für das Y-System, bei dem immer
beide Stränge eingehängt werden können.

det, da 1 daN etwa einem alten Fangstoßkraft Zeitraum, der zur Energieum- am Klettersteig ohne Verwendung
Kilopond entspricht. Die Kraft, die während des Sturz- wandlung zur Verfügung steht, einer Klettersteigbremse auftritt,
Da wir uns immer noch nicht abfangens im Seil auftritt, wird als desto höher werden die auftre- gleicht einem Frontalzusammen-
ganz von Kilopond verabschiedet Fangstoßkraft bezeichnet. Die im tenden Kräfte sein! stoß mit dem Auto! Bei einem 5
haben, kann man etwas schlam- Seil auftretende Fangstoßkraft m-Sturz wird man auf einer
pig sagen: 1 kp = 10 N oder wirkt auf alle Glieder der Siche- Strecke von nur ca. 10 cm von 35
umgekehrt 1 N = 0,1 kp. 1 kN
Sturzbelastung km/h auf Null abgebremst - ein-
rungskette, auf die Zwischen-
wären dann also 100 kp. sicherung sogar doppelt. Klettersteig zige Knautschzone: der Körper
Besonders gut geeignet, um des Kletterers.
Übrigens. Für den Begriff
„Gewicht“ verwendet man im All- (Brems-)Weg diese doch recht trockenen Selbst wenn die gesamte Siche-
tag anstelle der Einheit Newton Die Länge des Bremsweges ist Grundlagen mit Leben zu erfüllen, rungskette (Anseilgurt, Seilring,
oft die falsche Maßeinheit Kilo- der bestimmende Faktor für die ist das Beispiel Klettersteig. Reepschnur oder Bandschlinge
gramm [kg], die eigentlich ein bei einem Sturz auftretenden Hier sieht auf den ersten Blick mit Karabinern sowie die Metall-
Maß für die Masse ist. Das spielt Kräfte! Energie = Kraft x Weg – alles sehr sicher und harmlos bügel und das Drahtseil des Klet-
auch keine große Rolle, solange das bedeutet: doppelter Brems- aus: Ein solides, fixes Drahtseil, tersteiges) den enormen Kräften
sich dieses Gewicht nicht be- weg, halbe Fangstoßkraft. alle paar Meter stabile Eisenstifte standhält, kann es zu schweren,
wegt. Aber springen Sie einmal - da ist maximal ein kleiner Rut- ja tödlichen Verletzungen kom-
auf Ihre Badezimmerwaage und Zugespitzt lässt sich also formu- scher von ein paar Metern mög- men, da der menschliche Körper
erschrecken Sie, wie Sie zuge- lieren: nicht „wie weit“, sondern lich, und dafür müsste ja wohl derartige Verzögerungen nicht
nommen haben ... „wie weich“, das ist die Frage, die die zum Klettersteigset umfunk- schadlos übersteht.
Auf der Erde gilt: die Masse von über die Folgen eines Sturzes tionierte 6 mm Reepschnur alle- Dass relativ wenig passiert, hängt
1 kg in Ruhe hat ein Gewicht von entscheidet. Mit anderen Worten: mal reichen. in erster Linie damit zusammen,
9.81 Newton, also ca. 1 kp. Je kürzer der Bremsweg bzw. der Die Wirklichkeit: Der Fangstoß, der dass Unfallzahlen von zwei

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Größen bestimmt werden: vom gung (= 10 g, eine Person mit 70
Risiko an sich und von der Zahl kg hat dann ein „Gewicht“ von
der Ereignisse - und Klettersteig- 700 kg) unverletzt überstehen. Kleine Sturzphysik –
stürze sind Gott sei Dank relativ Bei höheren Belastungen kommt
selten. Andrerseits boomt der es zu Knochenbrüchen und inne- Formeln und Einheiten
Klettersteigbereich, immer steilere ren Verletzungen sowie zu Kreis-
„Sportklettersteige“ werden eröff- laufschäden bis hin zum Herzstill-
net und von immer mehr Men- stand.
schen begangen. E=Fxh
Wird ein Kletterer innerhalb von Ein Beispiel1 Energie = Kraft x Weg
10 cm von 30 km/h bis zum Still- Ein UIAA-genormter Klettersteig-
stand abgebremst, so wirken freak mit einem Gewicht von 80 Die Einheiten:
dabei ca. 30 g, das Dreißigfache kg steigt auf einem Klettersteig E ... [J], Joule, 1 J = Nm (Newtonmeter) = 1 kg m/s2
der Erdbeschleunigung, auf den von einer Seilverankerung 5 m F ... [N], Newton, früher [kp]
Körper ein. senkrecht nach oben. Dabei spei-
Der Mensch kann kurzzeitig etwa chert er potentielle Energie, und
h ... [m], Meter
das Zehnfache der Erdbeschleuni- zwar:

Epot= m x g x h = 80 kg x 9.81 m/s2 x 5 m = 3980 J (Joule) E pot = m x g x h
potentielle Energie = Masse x Erdbeschleunigung x Fall-
Unserem Beispiel zuliebe verliert mit Seilweiche (Y-Form) und höhe
er nun den Halt und damit rasch beide Karabiner im Drahtseil ein-
an Höhe. Seine Geschwindigkeit geklinkt. Die Einheiten
nimmt ab nun jede Sekunde um Film ab: Der Seilstrang des Klet- m ... [kg], Masse
ca. 36 km/h zu! Nach 5 Metern tersteigsets beginnt sich zu span-
Sturz verfängt sich der Karabiner g ... [m/s2], Erdbeschleunigung = ca. 10 m/s2
nen, dehnt sich und sowie eine
seiner Selbstsicherung an der Kraft von ca. 4000 N (400 kp)
Seilverankerung. Die beim Auf- erreicht ist, beginnt Seil durch die
mv 2
stieg gewonnene potentielle Bremse zu rutschen. Die Kraft E kin =
Energie von 3980 J wurde bleibt dadurch auf diesen Wert 2
während des Sturzes in 3980 J von 4 kN begrenzt – es wirken kinetische Energie = Masse x Erdbeschleunigung x Fall-
kinetische Energie umgewandelt2. ca. 5 g, das fünffache der Erdan- höhe
Die Fluggeschwindigkeit unseres ziehung, auf unseren Kletterer
Stuntman beträgt nach diesen 5 ein. Die Einheiten
Metern 36 km/h. Aus Interesse rechnen wir nun
Glücklicherweise ist unser Norm- aber noch den Bremsweg aus, v ... [m/s], Geschwindigkeit
Kletterer auch vorschriftsmäßig d.h. wieviel Seil bei diesem Sturz
mit genormter Ausrüstung unter- durch die Klettersteigbremse
wegs: Steinschlaghelm, Brust- („Fangstoßdämpfer“) rutschen
und Sitzgurt, ein Klettersteigset wird: Noch einige interessante Formeln
Sturzenergie 3980 J
Bremsweg =
Bremskraft
=
4000 N
= ca. 1 m Sturzgeschwindigkeit (V in m/s!):
Fallgeschwindigkeit nach
Kaum ist er - geschockt, aber 7 mm-Reepschnur - ausgegan- (Luftreibung vernachlässigt):
unverletzt - zum Stillstand gen wäre. V= 2gh
gekommen, ist er ganz froh, dass Sturzhöhe und Sturzenergie 5 m ..... 35 km/h
er sich für diese Saison das neue wären selbstverständlich gleich 10 m ..... 50 km/h
Klettersteigset geleistet hat. geblieben, nur als Bremsweg 20 m ..... 71 km/h
wären ihm nur ca. 10 cm zur Ver- 40 m ..... 100 km/h
Doch unser Klettersteigaspirant ist fügung gestanden, soweit sich
80 m ..... 142 km/h
nicht nur ein beherzter Bergfex, halt Brustkorb, Oberschenkelmus-
sondern ein ebensolcher Physiker. kulatur und Reepschnüre verfor-
Bevor er also - diesmal vorsichti- men lassen. Sturzdauer:
ger - weiterklettert, malt er sich
noch rasch aus, wie der Sturz mit Uns interessiert nun die Kraft, die Man beachte: Die Sturzge-
seiner alten Ausrüstung - einer bei diesem Sturz auftreten muss:
t= 2h schwindigkeit und damit auch
Sturzenergie 3980 J 40.000 N g die Sturzdauer sind unabhängig
Bremskraft = = = ca. vom Gewicht des Kletterers!
Bremsweg 0,1 m bzw. 4.000 kp

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Bei diesem Bremsweg von 10 cm die Sicherungskette ist nur so Karabiner, schlecht positionierte treten an welchen Stellen auf –
tritt also eine Kraft von 4.000 kp stark wie ihr schwächstes Glied. oder zu kleine Klemmkeile, Nor- und - was kann durch richtigen
(!!!) auf, das bedeutet weit ober- Es geht also darum, die Bruchla- malhaken, insbesonders jene aus Einsatz von Sicherungsmitteln zur
halb der Bruchfestigkeiten der sten der einzelnen Elemente ver- den Anfängen des Alpinismus Minimierung der Sturzfolgen
allermeisten Sicherungsmittel - nünftig aufeinander abzustim- und einige „russische“ Eisschrau- getan werden?
Berg Heil! men. Natürlich ist es technisch ben, die sich aus budgetären Walter Fimml
Selbst wenn die Sicherung über- machbar, Karabiner mit Bruchla- Gründen hartnäckig im persönli- Dr. Walter Fimml, 36, studierte Chemie
raschenderweise gehalten hätte sten von 50 kN zu konstruieren - chen Sicherungssortiment halten, und arbeitet derzeit an der Bundes-
(bei einer 7 mm-Reepschnur eine man müsste dann auch alle wei- sollten allerdings nicht unberück- anstalt für Lebensmitteluntersuchung
in Innsbruck. Als Bergführer ist er seit
Illusion), würde unser Klettersteig- teren Elemente der Sicherungs- sichtigt bleiben. vielen Jahren im Lehrteam des OeAV
freund jetzt aller Wahrscheinlich- kette entsprechend verstärken - Thema des 2. Teiles wird der im Einsatz.
keit nach mit Knochenbrüchen doch der Erfolg wäre gleich Null, Sturz ins Seil sein, vom Michael Larcher
und Schleuderverletzungen im da der menschliche Körper die- Toprope–Sportklettern bis zum Michael Larcher, 40, ist Alpenverein-
Drahtseil hängen. sen Kräften nicht mehr standhal- Sturz im Vorstieg. Welche Kräfte Ausbildungsleiter
ten kann.
Schlussfolgerungen: Bei Verwendung einer Kletter-
● Solange der Kletterer sich 1 Die Zahlenbeispiele gelten nur für kleine Sturzhöhen bzw. Geschwindigkeiten, für die der
steigbremse bleiben die auftre-
Luftwiderstand vernachlässigt werden kann. Weiters wird eine konstante Bremskraft während
während des Bremsweges tenden Kräfte unterhalb der des ganzen Bremsweges angenommen. Auch die während des Bremsvorganges
keine weiteren Verletzungen - Bruchlasten. Die schwächste zurückgelegte Höhe von 1 bzw. 0,1 Meter wurde nicht in die Sturzhöhe bzw. die
z.B. durch Aufschlag am Felsen Stelle ist hier ein quer oder auf Sturzenergie eingerechnet
- zuzieht, führt jede Verlänge- Knick belasteter Karabiner (siehe 2 Vielleicht etwas überraschend: Aber die Energiemenge in Form von Wärme würde gerade
rung des Bremsweges zu einer untenstehende Tabelle). ausreichen, um einen knappen Liter Bergsteigertee um 10 C zu erwärmen
Verbesserung seiner Situation. Besteht die Klettersteigsicherung (1 Kilokalorie [Kcal] entspricht 4187 Joule und erwärmt einen Liter Wasser um 10 C)
● Wird mit dynamischer Siche- nur aus einer Reepschnur, so ist
rung gearbeitet (Klettersteig- diese eindeutig die Schwach-
bremse, HMS, dehnbares Seil),
so bestimmen weder Gewicht
stelle. Wenn man berücksichtigt,
dass die Festigkeit einer
Bruchfestigkeiten:
des Kletterers oder dessen Reepschnur durch einen Knoten
Sturzhöhe die Größe der auf- um bis zu 40 % reduziert wird, übliche Werte bei Mindestanforderung
tretenden Kräfte, sondern nur so hält eine 6 mm-Reepschnur, Zerreißversuchen nach Norm
die Dauer, mit der diese Kräfte die kurzfristig zu einer Kletter-
auf den Kletterer und die steigsicherung umfunktioniert Einfachseil, 10-11 mm > 30 kN nicht genormt
Sicherungskette einwirken wird, im Einzelstrang etwa einer
müssen, um den Sturz zum Kraft von 5 - 6 kN stand. Halbseil, 9 mm > 30 kN nicht genormt
Stillstand zu bringen. Bei Ver-
wendung einer Seilbremse
Bruchlasten Reepschnur, 4 mm 3,2 kN
kommt es bei großen Sturz-
höhen zu mehr Seildurchlauf Direkt mit dem Thema Siche- Reepschnur, 5 mm 5,0 kN
im Sicherungsgerät, die Brems- rungskette verknüpft ist der
kraft aber bleibt konstant und Begriff Bruchlast (auch Bruchfe- Reepschnur, 6 mm ca. 8 kN 7,2 kN
hängt (fast) nur von der ver- stigkeit oder Reißfestigkeit).
wendeten Ausrüstung und Die Bruchlast gibt an, bei welcher Reepschnur, 6 mm
deren Bedienung ab. Kraft es zum Bruch bzw. Material- mit Sackstich ca. 5 kN
riss kommt.
Die Sicherungskette Die Bruchlast hängt stark von der Reepschnur, 7 mm 9,8 kN
Dauer der Krafteinwirkung ab und
Sie besteht aus allen Elementen auch davon, ob die Belastung Reepschnur, 8 mm 14-16 kN 12,8 kN
der Sicherungsausrüstung. Im langsam gesteigert wird oder es
Falle eines gut ausgerüsteten zu einer kurzen, schlagartigen Bandschlinge 15-25 kN 5 kN je Kennfaden
Klettersteigkletterers somit aus Kraftspitze kommt.
Seilgurt, Seilring (evtl. Karabiner Materialbruch ist in Zeiten Karabiner, in Längsrichtung 22-24 kN 20 kN
im Seilring), Klettersteigbremse, genormter Ausrüstungsgegen-
Karabiner, in Querrichtung 7-10 kN 7 kN
Seilstück mit Klettersteigkarabi- stände und Produktionskontrolle
nern sowie aus den Metallbügeln bei sachgemäßer Verwendung Karabiner, auf Knick nicht bekannt nicht genormt
und dem Stahlseil des Kletterstei- der Ausrüstung heutzutage prak-
ges inkl. Verankerung. tisch kein Thema mehr. Karabiner, Schnapper offen,
Wie für alle Ketten gilt auch hier: Offene und auf Knick belastete
in Längsrichtung 7-10 kN 7 kN

Klettersteigbremse

’ Je kürzer der Bremsweg bzw. der Zeitraum, der zur Energieum-
wandlung zur Verfügung steht, desto höher werden die auftreten-
(Fangstoßdämpfer) nicht bekannt 9 kN

den Kräfte sein!

‘ Klettergurt > 16 bzw. 10 kN

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Energie
Die Gebrauchsdehnung ist jene
Seilverlängerung, die beim bloßen
Hängen im Seil auftritt. Jeder Klet-
terer erlebt sie beim Abseilen
oder – unangenehm – beim Hin-

ist Kraft mal Weg einrutschen im Nachstieg. Die
maximale Gebrauchsdehung wird
von der Norm festgelgt. Sie for-
dert eine maximale Dehnung von
10 % bei einer Belastung mit 80

Sicherungstheoretische Grundlagen, Teil 2 kg. Ein 50 m-Seil kann sich dem-
nach um maximal 5 m dehnen,
typische Seilwerte liegen bei 7 %.
Die Fangstoßdehnung eines Sei-
les ist die Dehnung des Seiles im
von Walter Fimml und Michael Larcher Falle eines Sturzes.
Sie beträgt bei einem Normsturz
elle Sportkletterseile wie etwa je nach Seilmodell und Höhe des
In der letzten Ausgabe wurden die wichtigsten physikalischen
das „Salewa Indoor“ mit einem Fangstoßes etwa 25 %.
Grundlagen eines Sturzes am Beispiel Klettersteig erklärt. Im vorlie-
Fangstoss von nur 6,8 kN sind In einigen Bergsportbereichen ist
genden zweiten Teil werden Stürze unter Verwendung eines Kletter-
zum weichen Abfedern vieler Dehnung unerwünscht, und hier
seiles - vom Sturz im Nachstieg über den fast selbstverständlichen
kleiner Stürze konstruiert, aber verwendet man sogenannte
Sprung ins Seil beim Sportklettern bis zum Sturz bei alpinen Felstou- Kraftseile. Diese dehnen sich
eher ungeeignet für große Sturz-
ren unter die physikalische Lupe genommen 1. Anhand von zuneh- kaum und würden auch schon
höhen oder um einem Nachstei-
mend komplexeren „Modellstürzen" sollen die theoretischen Zusam- ger „Zug" zu geben.
menhänge erklärt werden. Anschließend wird anhand realer Kletter- 1 Einschränkungen: Die Zahlen stellen Durch-
schnittswerte dar, die bei Versuchen ermittelt wur-
situationen versucht, die Praxis nicht aus den Augen zu verlieren:
Seildehnung den. Jedes Seil ist anders, ein Seil verhält sich
Welches Sicherungsgerät sollte verwendet werden? Wie stark wer- beim zweiten Sturz anders als beim ersten, Sturz-
Kletterseile sind „Energieseile“, experimente mit starren Fallgewichten lassen sich
den Standplatz und Sicherung belastet? Warum ist viel Seilreibung nicht 1:1 auf Versuche mit Menschen umlegen,
gefährlich? das heißt, sie können durch Deh- Abseilachter unterschiedlicher Größe und Form,
Felsreibung, die nicht genormte Fingerkraft der
nung Sturzenergie aufnehmen. Bremshand machen jeden Sturz zu einem indivi-
Belastet man ein Bergseil, so duellen Experiment. Damit die mathematischen
Modelle nicht ausufern, werden Vereinfachungen
Grundlagen Der Sturzfaktor kann Werte zwi- dehnt es sich und zwar umso gemacht, die aber keine grundlegende Auswirkun-
schen 0 - Sturz bei gespannten mehr, je länger und weicher das gen auf das Endresultat haben. Das Festziehen
der Knoten, die Seildehnung des Bremsdurchlaufs,
Der Sturzfaktor Seil im Nachstieg - und 2 2 - Sturz Seil und je größer die Kraft ist das Nachfedern usw. werden vernachlässigt, die
des Vorsteigers ohne Zwischen- (siehe Formeln S. 17). Bremskraft von Sicherungsgerät und Bremshand
Ein Begriff, der in den meisten wird als konstant angesehen, das Kletterseil als
sicherung in den Stand, egal aus Bei der Seildehnung unterschei- lineare Feder beschrieben usw. . . .
Kletterhirnen herumgeistert und 2 In der Praxis wird dieser Wert allerdings nie
welcher Höhe - ergeben. Eine det man zwischen der
selten wirklich verstanden wird, erreicht, da auch bei sehr aufmerksamer Sicherung
häufig übersehene Ausnahme bil- „Gebrauchsdehnung“ und der immer ein wenig Schlappseil besteht. Ein Sturzfak-
ist der „Sturzfaktor“. Diese dimen- tor von max. ca. 1,8 ist somit beim Klettern in Seil-
det der Klettersteig: Hier sind „Fangstoßdehnung“.
sionslose Zahl gibt Auskunft über schaften eine realistische Größe.
auch wesentlich höhere Sturzfak-
das Verhältnis von Sturzhöhe zur
toren möglich, eine Klettersteig-
augegebenen Seillänge. Die
bremse (= Fangstoßdämpfer) ist
Rechnung ist also einfach und
daher äußerst sinnvoll.
auch jenen zuzumuten, die in
Mathe nicht zu den Glanzlichtern
gehörten: Man dividiert die Sturz- Fangstosskraft
höhe durch die Länge des ausge- Die Kraft, die im Moment der
gebenen Seils! maximalen Seildehnung auftritt,
Der Sturzfaktor erlaubt somit eine bezeichnet man als Fangstoss-
grundsätzliche Aussage über die kraft. Der Fangstoss eines Seiles
„Härte“ eines Sturzes. Es ist ein- ist keine Konstante, er hängt vom
leuchtend, dass es einen Unter- Sturzfaktor und vom Gewicht des
schied macht, ob ich 10 m stürze Kletterers, weniger von der Sturz-
und dabei 20 m Seil ausgegeben höhe ab. Bei kleinen Sturzfakto-
wurden (Sturz nach 20 Metern ren (0,2 - 0,4) wird der Gewicht-
mit einer Zwischensicherung seinfluss zunehmend geringer
nach 15 Metern) oder ob bei die- (siehe nebenstehende Grafik).
sem Sturz nur 10 Meter Seil zur Kletterseile müssen so konstruiert Fangstoss, Sturzfaktor und Körpergewicht:
Verfügung stehen (Sturz nach 5 sein, dass bei einem Normsturz Fangstosskraft [in kN] eines Kletterseiles bei statischer Sicherung in
Metern ohne Zwischensicherung). (80 kg Eisenmasse, Sturzfaktor Abhängigkeit von Sturzfaktor und Gewicht des Gestürzten (schema-
Im ersten Fall steht mehr dehn- 1,7) keine Kräfte über 12 kN auf- tisch). In der Praxis (punktierter Bereich), bei Verwendung dynami-
bares Seil zur Verfügung, der treten. Typische Werte liegen im scher Sicherungsgeräte, sind je nach Seilverlauf max. Kräfte bis ca.
Sturz ist grundsätzlich „weicher“. Bereich von 8,5 bis 9,5 kN. Spezi- 700 daN möglich.

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Sturz in den Stand (SF = 2),
einmal statisch gesichert
(links), einmal mit dynami-
scher Sicherung (rechts): Im
ersten Fall besteht die Dämp-
fung einzig durch die Seildeh-
nung (a), bei dynamischer
Sicherung rutscht Seil durch
das Sicherungsgerät (l), der
Bremsweg wird verlängert, die
Fangstoßkraft auf die Brems-
kraft des Sicherungsgerätes
reduziert (z.B. ca. 350 daN bei
HMS). Die Seildehnung wird
aufgrund des geringeren Fang-
Kraftverlauf von statisch und dynamisch gebremsten Stürzen (vereinfacht)
stoßes geringer.

bei einem kleinen Vorstiegssturz unseren Bereich relevant, da wir
zu extremen Fangstoßkräften es beim Sturz ins Seil mit Be-
bzw. zu Materialbrüchen und Ver- lastungszeiten in dieser Größen-
letzungen führen. Reepschnüre, ordnung zu tun haben (ca 0,5 - 1
Höhlenseile, Bandschlingen und sec.; Fangstoßspitze 0,1 – 0,2
Stahlseile gehören zur Familie der sec.) Bei Belastungszeiten von 30
Kraftseile. Also Achtung: Die Ver- bis 60 Sekunden treten bereits
wendung etwas dickerer bei 8-12 g Schwindel und Störun-
Reepschnüre als Seilersatz hätte gen der Sinneswahrnehmung auf.
bei einem Sturz fatale Folgen! Fazit: Bei kontrollierten Stürzen
hält der Körper den Belastungen
Der „g“-Wert eines typischen Sturzes gut
Da die Belastbarkeit des mensch- stand. Bei kleineren Sturzhöhen
„schluckt" bereits die Verformung a
lichen Körpers etwa proportional
des Körpers ca. 20 - 40 % der l
zu seinem Gewicht ist, ist der
„g“-Wert, der angibt, dem Wieviel- Sturzenergie. Hier unterscheiden
fachen des Körpergewichtes eine sich Sturzexperimente mit Eisen-
bestimmte Kraft entspricht, gewichten deutlich von Stürzen a
wesentlich aussagekräftiger als eines Menschen. Aufgrund der
die Angabe einer bestimmten Reaktionszeit der Muskulatur (ca.
Kraft in kN. 0.08 Sekunden) ist weniger die
absolute Fangstoßkraft als viel-
g-Wert = Kraft / Gewicht mehr die Geschwindigkeit des Sicherungsgeräte hängt im die HMS-Sicherung abgeklemmt
Kraftanstieges ausschlaggebend. wesentlichen von Fabrikat, Be- wird und ihre dynamische Wir-
Im Klettersport bedeutet dies,
dass bei einer vorgegebenen lastungsrichtung, Seildurchmesser kungsweise nicht entfalten kann.
Bremskraft eines Sicherungsgerä- Die Belastung und Kraft der Bremshand ab. Auch zu geringe Seilreserve kann
tes (oder z.B. einer Klettersteig- der Sicherungskette zu beinahe statischer Sicherung
bremse) ein schwerer Kletterer Wird ein Teil der Sicherungskette Der Sturz ins Seil führen. Gewarnt sei hier auch vor
mit weniger „g" belastet wird als - bestehend aus Anseilgurt, einem senkrechten Bungee-
ein leichter Kletterer, dafür aber Anseilknoten, Seil, Zwischen- Situation 1: Sprung in ein fixiertes Kletterseil!
über einen längeren Zeitraum, sicherungen, Standplatz - zuneh- Sturz in ein fixiertes Seil Das Seil spannt sich, dehnt sich
d.h. es wird beim Schwergewicht mend belastet, so kann er sich (statische Sicherung) und die Kraft erreicht je nach
zu mehr Seildurchlauf im starr verhalten - wie etwa eine Solche - eher seltene - Situatio- Seiltyp und Körpergewicht den
Sicherungsgerät kommen. Expressschlinge oder sich bewe- nen können bei Verwendung Fangstoßwert des Seiles so im
Eine Fangstoßkraft von 600 daN gen, verformen oder brechen. Nur eines Grigri als Standplatzsiche- Bereich 600 - 1200 daN.
(ca. 600 kp) zum Beispiel ent- im zweiten Fall wird Sturzenergie rung auftreten, aber auch, wenn Bei einem statisch abgefangenen
spricht bei einem Kletterer mit abgebaut.
einer Masse von 80 kg ca. 7,5 g, Bei dynamischen Sicherungs-
Typische Bremskraftwerte:
bei einem 60 kg schweren Klette- geräten kommt es nach dem
rer jedoch 10 g. Erreichen einer bestimmten Kraft HMS: 3,5 kN bei Zug nach unten, 2,7 kN bei Zug nach oben
Für Belastungszeiten unter 0,5 zu einem Seildurchlauf, der so Abseilachter: 1,3 – 1,5 kN bei Zug nach unten, 2 – 2,5 kN bei Zug
Sekunden werden heute 20 g als lange anhält, bis die Sturzenergie nach oben
Belastungsgrenze beim Sturz ins durch Reibung und Verformung Grigri: ca. 7-9 kN, d.h. statisch (unter realer Sturzbelastung;
Seil mit aufrechter Körperhaltung des Seiles abgebaut ist. Die bei langsamen Zug wurden Werte zwischen
angesehen. Dieser Wert ist für Bremskraft der unterschiedlichen 3,8 – 5,5 kN ermittelt)

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✎ Angelika Zak
a b c d

3,75

7,5 7,5

11,25

15

SF=0,5 e
11,25

7,5

3,75 22,5 4

30 8

SF=1

SF=2

SF=1,5

f
g

SF=2 2,3

0,3

Beispiele verschiedener Sturzfaktoren:
a) Sturz in den Stand: SF = 30 m / 15 m = 2 4,7
b) Zwischensicherung nach 3,75 m: SF = 22,5 m / 15 m = 1,5
c) Zwischensicherung nach 7,5 m: SF = 15 m / 15 m = 1
d) Zwischensicherung nach 11,25 m: SF = 7,5 m / 15 m = 0,5
e) Sturz in den Stand, diesmal aus einer Höhe von „nur“ 4 m: SF = 8 m / 4 m = 2

Der Vergleich von a) und e) macht deutlich, dass extrem unterschiedliche
Sturzhöhen den selben Sturzfaktor ergeben können. Oder umgekehrt:
die gleiche Sturzhöhe kann zu völlig unterschiedlichen Sturzfaktoren führen.

f) Klettersteigsturz, 5 m, Länge der Selbstsicherung ca. 1 m: SF = 5 m / 1 m = 5 !
g) Sturzfaktor bei Normsturz auf der Fallprüfanlage (schematische Darstellung):
SF = 4,7 m / 2,7 m = 1,8

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Sturz besteht Verletzungsgefahr wird jeder Haken mit etwa 250 -
für den Gestürzten, da die Bela- 300 daN belastet.
stung in den Bereich jenseits der Gefährlich wird ein solcher Sturz Sturzphysik
10 g kommt und damit in einen bei Verwendung von Sicherungs-
Bereich, der für den Menschen geräten mit dem „F2-Problem" für Anspruchsvolle
gefährlich wird. Auch Normalha- wie etwa dem Abseilachter oder
ken und nicht optimal gelegte – noch dramatischer – mit den
Klemmkeile kommen hier an ihre „Saurüssel“-Sichgerungsgeräten Energie, Kraft, Bremsweg
Grenzen. (ATS, VC, Tuber, etc.). Der Gestürzte
Die Energiebilanz ist hier relativ Der Titel unserer Serie - „Energie = Kraft x Weg“ - gilt leider nur
und der Stand werden durch
einfach: Die Sturzenergie muss dann, wenn die Kraft während des gesamten Weges gleich bleibt
diese Geräte zwar weniger bela-
mangels Bremsgerät vom Seil – wie etwa beim Seildurchlauf durch ein Sicherungsgerät. Wird
stet, die geringe Bremskraft aller-
und vom Körper als Dehnungs- z.B. mit zunehmender Dehnung eines Seiles die Zugkraft immer
dings führt zu einem größeren
und Verformungsarbeit aufge- größer, berechnet man die Energie als Integral
Seildurchlauf, wodurch das Risiko,
s
nommen werden. sich die Hände zu verbrennen E = # F ds
Daran wird man kaum während und als Folge das Seil loszulas- o
des Sturzes denken, bemerkens- sen, steigt. Steigt die Kraft linear mit dem Weg - also
E = ks
2
wert ist aber, dass die Fangstoß- F = k x s, so erhält man für dieses Integral: 2
kraft bei einem statischen Sturz
Situation 3: Bleibt die Kraft
außer vom Gewicht des Kletterers
Sturz in eine Zwischen- entlang des Weges konstant, ergibt sich: E = Fxs
- an dem außer mit langfristigen
sicherung
Diäten wenig zu ändern ist - und
der Seilfederkonstante (k) vom Bei einem Sturz steigt die Zug- Seildehnung
Sturzfaktor abhängig ist und nicht kraft so lange an, bis auf der a = F x k x L oder umgeformt: E = a
von der Sturzhöhe: Bei statischer Seite des Bremsgerätes dessen kL
Sicherung führt ein 40 Meter Bremskraft erreicht wird. Dann a ... Seildehnung in m
Sturz in den Stand zur gleichen beginnt das Seil durch das Siche- F ... Kraft in N
L ... Länge des belasteten Seilstückes in m
Fangstoßkraft wie ein 10 m Sturz! rungsgerät zu rutschen und bringt k ... Elastizitätskonstante des Seiles (Federkonstante), ca. 0.00017 bis 0.000023 N-1
Bei Sturzfaktor 0 (Nachstieg ohne den Kletterer mit annähernd kon- Ein Wert für k kann abgeschätzt werden, wenn man für einen Normsturz die
Kraft mit ca. 10 kN, und die Seildehnung mit 20 % anstetzt, also a/L= 0.2
Schlappseil) erhält man eine stanter Kraft zum Stillstand.
Belastung mit dem doppelten Der Gestürzte wird mit ca. dem Die Energie, die dabei aufgenommen wird, kann nach obiger
Körpergewicht. Diese Fangstoß- 1,7-fachen der Bremskraft des Formel berechnet werden
kraft wirkt auf den Körper und auf Sicherungsgerätes belastet, die a
E = # a da = a
2
die Verankerung, das Seil dehnt Zwischensicherung mit ca. dem
sich dabei um ca. 25 %. o kL 2kL
2,7-fachen.
Situation 2: Das sind bei Verwendung eines
HMS ca. 430 daN (250 x 1,7), bei
Fangstoß
Sturz in den Stand mit dynami-
scher Sicherung einem Abseilachter 340 daN E sturz = E Dehnung + E deform
Hier treten die Seileigenschaften (200 x 1,7) für den gestürzten,
680 daN bzw. 540 daN für die Lässt man die Körperdeformation E deform außer Acht, erhält man bei
in den Hintergrund, die Härte des a Metern Seildehnung
Sturzes wird in erster Linie von Zwischensicherung (Bremskraft
hier jeweils für Zugrichtung nach a2
der Bremskraft des gewählten = mg(h+a)
oben). 2kL
Sicherungsgerätes bestimmt. Viel-
leicht überraschend: Obwohl es Bei ungünstigem Seilverlauf und für die Kraft die im Moment maximaler Seildehnung auftritt:
sich um einen Sturz mit Sturzfak- stöhnt der Vorsteiger nicht nur
tor 2 handelt, ist der Sturz für wegen der hohen Seilreibung
beim Klettern, er fällt im Falle des
Fmax = mg + dXXXXXXXX
m g + 2mg x h
2
k
2
L
den Gestürzten eher „weich", und
auch der Standplatz wird deutlich Falles auch härter und die letzte Bei Sturzfaktor 0 (h/L = 0; Nachstieg ohne Schlappseil) erhält
weniger belastet als etwa eine Zwischensicherung wird höher man:
Zwischensicherung. belastet. Denn bis zum Stand- F = mg + mg = 2mg
Bei Verwendung einer HMS wir- platz eine Kraft von 250 daN
„durchkommt“, um die dynami- d.h. eine Belastung mit dem doppelten Körpergewicht.
ken auf den Gestürzten ca.
350 daN, also ca. 1/3 der Kraft sche Sicherung auszulösen, muss
bei statischer Sicherung. Auf den an der Umlenkung mit wesentlich Pendelsturz
Standplatz wirken noch zusätzlich höherer Kraft gezogen werden, Die Zentrifugalkraft kann aus Masse, Geschwin-
F = mv
2

die Bremskraft der Bremshand und nach der Umlenkung auf der digkeit und Radius berechnet werden:
Seite des Kletterers kommen
r
(ca. 40 daN) und allenfalls noch
dann nochmals 70 % dieser Kraft Die Geschwindigkeit ist abhängig von der Fallhöhe: Bei einem 90 0
das Gewicht des Sichernden, falls
dazu. Pendler ist der Radius r gleich der Sturzhöhe h
dieser frei im Standplatz hängt
(ca. 80 daN), in Summe also
max. ca. 470 daN. Mit einer ver-
Der Sturz wird vom Sichernden
am Standplatz kaum wahrge- dXX
v = 2gh F = 2mgh = 2mg
h
also das doppelte
Körpergewicht
nünftigen Ausgleichsverankerung nommen und statisch gehalten,
Gleichzeitig mit der Fliehkraft wirkt noch die Gravitation (F = mg) -
(Kräftedreieck) an zwei Haken obwohl die Belastung für den
das ergibt in Summe - egal ob 1 m oder 20 m Pendesturz! - eine
Belastung mit dem 3-fachen Körpergewicht.

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18 PHYSIK

Vorsteiger und die Zwischensi-
cherung am größten ist.

Fazit: Geringe Seilreibung schont
den Gestürzten und die Siche-
rungskette!

Situation 4:
Sturz beim Toprope-Klettern
Die auftretenden Kräfte sind hier
relativ gering und liegen für den
Kletterer, wenn nicht von einem
unaufmerksamen „Sichernden"
zu viel Schlappseil gelassen
wurde, im Bereich des zwei-
bis dreifachen Körperwichtes
(160 - 240 daN).
Der Sichernde wird maximal mit
etwa 90 - 140 daN nach oben
gezogen, und kann aus dem
Stand gehoben werden.
Speziell bei abschüssigem Unter-
grund (Pendler!) oder unerfahre-
nen Sichernden kann dies zum
Problem werden kann, wenn im
Schreck das Bremsseil ausgelas-
sen wird.
Auf die Umlenkung wirkt die
Summe der beiden Kräfte - also a
220 bis 330 daN - kein Problem l
für Umlenkhaken und Karabiner
in Klettergärten und -hallen.
Alle üblichen Sicherungsgeräte
wirken hier bei normaler Handha-
bung statisch, d.h. sie haben
Bremskraftwerte größer als die
90 daN. Zum Ablassen muss die
Bremshand dosiert Seil eingeben HMS wirkt statisch! HMS wirkt dynamisch!
oder durchlaufen lassen.
Neben Fehlbedienungen von
Sicherungsgeräten (Grigri, keine
Hand am Bremsseil, Griff zum
Lastseil) sind ein freies Seilende Die Bedeutung des Seilverlaufes für die Belastung der Sicherungskette wird selten erkannt: Je reibungsin-
(Knoten ins Seilende) und die tensiver der Seilverlauf, desto größer werden die Kräfte, die auf den Gestürzten und – vor allem – die auf
Verwendung einer Reepschnur die Zwischensicherung einwirken! Der Halbmastwurf kann erst dann seine dynamische Wirkung entfalten,
oder Bandschlinge als Umlen- wenn eine bestimmte Kraft (ca. 250 daN bei Zug nach oben) auftritt. Bei ungünstigem Seilverlauf (links) –
kung die größten Gefahren beim hier durch fehlende Schlingen und Felskante bedingt - kann auf der Seite des Stürzenden eine weitaus
Toprope-Klettern. höhere Kraft entstehen, bis jene Kraft beim Sichernden „ankommt“, die für ein durchrutschen des Seiles
notwendig ist (hier kein Seildurchlauf, HMS wirkt statisch).
Situation 5: Sportklettern Bei günstigem Seilverlauf (rechts) wird die dynamische Sicherung wesentlich früher wirksam. Die letzte
Beim Sportklettern ist die Situa- Zwischensicherung, an der sich die Kräfte (vektoriell) addieren (!), wird dadurch deutlich geschont, was bei
tion allgemein günstig. Mit jeder „heikleren“ Sicherungspunkten durchaus den Ausschlag geben kann, ob eine Sicherung hält oder nicht.
eingehängten Zwischensicherung (Bei Norm-Bohrhaken spielt das keine Rolle.)
wird das Verhältnis von ausgege-
benem Seil zu Sturzhöhe
(= Sturzfaktor) kleiner und damit Sturzfaktor 0,33, ein 4 m-Sturz Körper wirkt, im Bereich 200 - dosiertes Nachspringen des
besser. Ideal sind kurze Hakenab- nach 20 Klettermetern nur zu 400 daN oder 2,5 - 6 g. Sichernden für den Gestürzten
stände speziell auf den ersten Sturzfaktor 0,2). Bei Verwendung von statischen sehr angenehm.
Klettermetern, nicht nur wegen Sicherungsgeräten (Grigri) sollte
der Gefahr einer Bodenlandung, Beim Sportklettern liegt der Sturz- das Halten eines Sturzes an einer Situation 6: Klettern-Alpin
sondern auch um den Sturzfaktor faktor meist im Bereich 0,1 - 0,4, überhängenden Wand geübt wer- Charakteristik: Mehrere Seillängen,
rasch zu verringern. (Ein 4m-Sturz die freie Sturzhöhe im Bereich den. Speziell bei Pendelstürzen größere Sturzhöhen und Sturzfak-
nach 12 Klettermetern führt zu 1 - 4 m, die Kraft die auf den oberhalb von Dachkanten ist ein toren bis 0,7 sind möglich, die

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PHYSIK
19
Haltekraft der Sicherungspunkte
ist nicht immer eindeutig, gelän-
debedingt kann es auch in kur-
zen Seillängen zu hoher Seilrei-
bung kommen. Die Partnersiche-
rung erfolgt zumeist über einen
Fixpunkt (Standplatz, HMS).
Der vom Gefühl her unange-
nehmste Fall - der Sturz in den
Standplatz ohne Zwischensiche-
rung, sieht - bei Verwendung
einer dynamischen Sicherung -
physikalisch gesehen gar nicht so
übel aus: Der Kletterer wird nur
mit etwa 300 - 400 daN belastet,
Egal ob 1 m oder 20 m
treten höhere Kräfte auf, so
Pendelsturz - eine Belastung
beginnt das Seil im HMS durch-
mit dem 3-fachen Körper-
zurutschen.
gewicht ist das Maximum,
Was nicht hält, das bremst - das auftreten kann. Ein freier
denkt man sich gelegentlich, Pendelsturz ist somit keine
wenn man irgendeine Rostgurke große Belastung für die
als Zwischensicherung einhängt. Sicherungskette. Allerdings
Das stimmt auch, denn bis die besteht durch die hohe
Bruchkraft eines Hakens oder horizontale Geschwindigkeit
Klemmkeils erreicht wird, muss (gleichzusetzen mit der freien
sich das Seil auf beiden Seiten Pendelgeschwindigkeit = Fallgeschwindigkeit !
Fallgeschwindigkeit!) ein
der Zwischensicherung dehnen großes Verletzungsrisiko.
und dabei wird Energie abgebaut
- bei Bruch fällt man dann unge-
bremst weiter, bis sich das Seil in
der nächsten Zwischensicherung durch solide Klemmkeile ersetzen – fen“ gekommen, ist nur mehr dreifache des Körpergewichts
wieder spannt, dehnt usw. Der oder auch mal einen Haken schla- schwer unter Kontrolle zu brin- (120 - 240 daN).
tatsächliche Nutzeffekt ist aller- gen (wer kann das noch?). gen.
dings ziemlich gering. Einzelne Normalhaken oder
Klemmkeile können damit bereits
Situation 7: Situation 8: Abseilen überfordert sein, wie mehrere
Ein Beispiel 3: Sturz im Nachstieg und passi-
Je nachdem wie schnell und Unfälle beweisen.
Ein Haken 10 m oberhalb des ves Abseilen
Standplatzes hält 500 kp. Nach ruckartig abgeseilt wird, beträgt Wird an einem Twin-Seil oder
Der Sturzfaktor bei straffem die Belastung auf Kletterer und einem einzelnen Seilstrang abge-
15 m kommt es zum Sturz. Seil = 0, Kräfte bis max. zum
Der 5m-Seilabschnitt zum Abseilpunkt etwa das zwei- bis seilt, wird ein Abseilachter mit
doppelten des Körpergewichts
Gestürzten wird dann mit ca. (ca. 160 daN) sind zu erwarten.
315 kp, der 10 m-Seilabschnitt Mit einem dünnen, neuen Seil


zum Standplatz mit ca. 185 kp und Verwendung eines Ab- Die Problematik der statischen Sicherung wurde auch bereits
belastet - der Haken bricht, bevor seilachters kann aber auch das von Zsigmondy und Paulcke erkannt:
die HMS mit 250 N belastet wer- Nachsichern oder Ablassen
den konnte. „Für das Reißen oder Nichtreißen eines Seiles bei einem Sturz usw.
bereits Stress verursachen und
Die Sturzenergie nach 10 m kommt es im allgemeinen weniger darauf an, ob es ein paar Kilo-
die vom Sichern verkrampften
beträgt, 8000 Nm, für die Seil- Hände werden in der nächsten gramm Zugfestigkeit mehr oder weniger besitzt, als besonders auf
dehnung (siehe Formeln S.17 ) Seillänge den Vorstieg nicht die Art der Beanspruchung und den Erhaltungszustand des Seiles.
erhält man 0,40 m auf der Seite gerade erleichtern. Ernste Betrachtung verdient der Vorschlag von Prof. Braun, Stras-
des Gestürzten und 0,46 m auf Bei unaufmerksamer „Sicherung" sburg und seines Mechanikers Roll (Mitt. DOeAV 1910) als Siche-
Seite der Sicherung. (Schlappseil, keine Hand am
rung gegen das Zerreißen des Seiles bei Abstürzen eine Vorrich-
In Summe sind das 1065 Nm Bremsseil) oder bei Pendelstürzen
oder ca. 13 % der Sturzenergie in Quergängen haben sich auch tung anzubringen, welche ein unvermitteltes Auftreten starker Zug-
des Kletterers - nicht gerade hier schon Unfälle ereignet, die kräfte verhindert.
phantastisch - denn jetzt geht‘s im günstigeren Fall mit Verbren- Die Herstellung einer handlichen, möglichst leichten Vorrichtung
weitere 20 m nach unten und nungen des Sichernden, im (Metallhülse und Einrollung von etwa einem halben Meter Seil in
weitere 16.000 Nm Sturzenergie schlimmsten Fall mit dem Tod dieselbe, oder Einschalten elastischer Federn) scheint mir eine sehr
kommen hinzu! des Nachsteigenden endeten.
dankenswerte Aufgabe. Besonders wäre ein solches Sicherungs-
Schlussfolgerung: In das „Reißver- Schlussfolgerung:
schlussprinzip“ sollte man beim Auch beim Nachsichern ist höch- mittel zwischen Sichernden und Vorangehenden einzuschalten.“
Klettern nicht allzu große Erwartun-
gen stecken, lieber eine Rostgurke
ste Aufmerksamkeit angebracht.
Selbst die HMS, einmal ins „Lau-

3 Zur Vereinfachung lassen wir das Durchrutschen des gedehnten Seiles durch die Umlenkung unberücksichtigt
Aus Paulcke, Zsigmondy: Die Gefahren der Alpen 1912


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20 PHYSIK

Hinweise: Die Petzl-Homepage
(http://www.petzl.com) bietet
α = 180 0 α = 150 0 α = 90 0 einiges zum Thema Sturz und
Sicherheit. Besonders interessant
ist ein Rechenprogramm, der
Petzl Sturz-Simulator
(http://www.petzl.com).
Hier kann sich jeder sein persön-
liches, schmerzfreies Sturzpro-
65 % gramm zusammenstellen. Anlei-
tungen und zugrundeliegende
Berechnungsformeln sind detail-
liert angegeben.
60 % Nachdem man sein Gewicht ein-
100 % α gegeben hat und sich seine
α Sicherungskette (Seiltyp, Stand-
100 % α platz, Art und Höhe der
Zwischensicherungen, Seilverlauf
158 % 75 % und Sicherungsgerät) ausgewählt
hat, wählt man noch völlig
Adrenalinfrei die „gewünschte"
160 % Sturzhöhe.
Das Programm berechnet die
Kräfte, die auf den Körper und
die einzelnen Sicherungspunkte
wirken, man sieht, ob Verletzun-
gen wahrscheinlich wären und
100 % welche Sicherungen gehalten
125 % hätten. Einen kleinen Fehler hat
das Rechenprogramm noch: Wer-
Zwischensicherungen „bremsen“. Je größer der Umlenkwinkel, desto mehr Reibung entsteht. Der Sichernde den Zwischensicherungen wieder
wird daher „nur“ mehr mit 60 - 75 % der Kraft belastet, die auf den Gestürzten wirkt. Dadurch ist es z.B. entfernt, kommt es ins schleu-
möglich, dass ein leichtes Mädchen (54 kg) eine schweren Jungen (90 kg) ablassen kann, ohne dass sie dern - nach einem Neustart des
gleich hochgezogen wird. Programms geht‘s wieder.
Aufgepasst: Auf die Zwischensicherung wirkt die (vektorielle) Summe der beiden Kräfte - zwischen 125 % Tipp: Recht aufschlussreich ist
und 160 % der Kraft, die auf den Gestürzten wirkt. Zwischensicherungen sind also mit Abstand die am die Verwendung unterschied-
stärksten belasteteten Glieder in der Sicherungskette! licher Sicherungsgeräte oder
guter und schlechter Seilverlauf
bei sonst gleichbleibenden
Bedingungen.
seiner Bremskraft bereits gefähr- Gleichzeitig mit der Fliehkraft Situation mit zunehmenden Win- Weiters: Auch bei Beal
lich, besonders wenn am Ende wirkt noch die Gravitation, das kel in die des geraden Vorstiegs- (www.beal.com) werden einige
der Abseilstrecke das Gewicht ergibt in Summe - egal ob 1m sturzes über. Grundlagen der Sturzphysik
des frei hängenden Seiles, wel- oder 20 m Pendelsturz - eine grafisch gut erklärt.
ches die Bremshand unterstützt, Belastung mit dem 3-fachen Situation 10:
immer geringer wird. Körpergewicht. Der Bungee-Jumper
Literatur:
Das Synchronabseilen (2 Kletterer Bei kleinen Pendelsturzradien er- Der Bungee-Jumper hat zwar die
Mägdefrau H.: Die Belastung des
gleichzeitig) ist wegen vielfältiger fährt allerdings der Körper ein größte Sturzhöhe, aber ein sehr
menschlichen Körpers beim Sturz
Sicherheitsprobleme aus der größeres Drehmoment, es dreht weiches, dehnbares Seil, welches
ins Seil und deren Folgen, Disser-
Mode gekommen - Gott sei den Gestürzten und ein Sturz mit über eine lange Strecke den
tation, München 1989
Dank! Kopf nach unten kann die Folge freien Fall sanft bremst - die
sein. Maximalkräfte bleiben im Bereich Randelzhofer P.: Zur Funktion und
Ein freier Pendelsturz ist somit von etwa 300 - 500 daN. Wirkung von Sicherungsgeräten
Situation 9: Pendelsturz beim Klettern, Diplomarbeit, Mün-
keine grosse Belastung für die Walter Fimml
Beim Pendelsturz wird die poten- Sicherungskette, bei Fels- Dr. Walter Fimml, 36, studierte Chemie chen 1996
tielle Energie in Geschwindigkeit berührung wird der Sturz aber und arbeitet derzeit an der Bundes-
anstalt für Lebensmitteluntersuchung Schubert P.: Alpin-Lehrplan 6,
umgewandelt, es kommt zu einer rasch unkontrollierbar, und beim
in Innsbruck. Als Bergführer ist er seit Ausrüstung -Sicherung - Sicher-
Rotationsbewegung und zum Aufschlagen gilt wieder: Energie = vielen Jahren im Lehrteam des OeAV heit, BLV Verlagsgesellschaft,
Auftreten einer Fliehkraft Kraft x Weg, und letzterer beträgt im Einsatz. 2. Auflage, 1991
(„Zentrifugalkraft“). Die maximale oft nicht einmal eine Nasenlänge Michael Larcher
Geschwindigkeit und die maxi- als Knautschzone. Larcher M.: Sicherungsgeräte,
Mag. Michael Larcher, 41,
male Kraft treten am tiefsten Bei Pendelstürzen oberhalb der Berg&Steigen Chefredakteur, 3-teiliger Beitrag in Berg&Steigen
Punkt auf. Zwischensicherung geht die Alpenverein Ausbildungsleiter 2/98, 2/99, 3/99

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