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TRAININGSLEHRE

Kuno Hottenrott/Thomas Gronwald

Bedeutung der Herzfrequenzvariabilität
für die Regenerationssteuerung
Hohe Trainings- und Wettkampfbelastun- erscheint es sinnhaft, die ANS-Aktivität im entwicklung in Ausdauersportarten posi-
gen in Verbindung mit unzureichender Sinne eines Effektparameters während tiv beeinflusst werden kann (Kiviniemi et
Regeneration können zu chronischen Er- der verschiedenen Trainingsphasen zu al., 2007; 2010). Trainings- und HRV-Analy-
müdungszuständen bzw. einem Übertrai- erfassen und zur Regenerationssteue- sen belegen, dass vagale HRV-Parame-
ning führen. Ziel der Regenerationssteue- rung zu nutzen. Bisherige Studien bele- ter geeignet sind, ein funktionales oder
rung mit Parametern der Herzfrequenz- gen, dass sich ein guter Erholungszu- nichtfunktionales Overreaching sowie
variabilität (HRV) ist es, optimale Trainings- stand in hohen vagalen HRV-Parametern ein Übertraining (Overtraining) zu detek-
wirkungen zu erzielen, d.h., Erholungs- zeigt (Hautala et al., 2003; Buchheit & tieren (Plews et al., 2012; Buchheit, 2014).
pausen zur richtigen Zeit zu setzen, um Gindre, 2006; Le Meur et al., 2013; Buch- Für die morgendlichen HRV-Analysen ist
ein nicht funktionelles Overreaching so- heit, 2014) und als Voraussetzung für in- der Lagewechseltest (Orthostatic-Test)
wie Übertrainingszustände zu vermeiden. tensives Training anzusehen ist. Anhand besonders geeignet. Ein engmaschiges
Das autonome Nervensystem (ANS) prospektiv randomisiert-kontrollierter Trai- HRV-Langzeit-Monitoring trägt zur Opti-
kann als Hauptintegrationssystem für die ningsstudien konnte gezeigt werden, mierung der Anpassung und Vermei-
Vielzahl von afferenten Signalen aufge- dass mit einem HRV-Monitoring eine be- dung von Übertraining bei.
fasst werden, die in Ruhe und während anspruchungsorientierte Belastungs-
sportlicher Aktivität entstehen. Insofern steuerung möglich ist und die Leistungs- Eingegangen: 3.9.2014

1. Einleitung ningsforschung nach Frühindikatoren von trai- ten Vagusaktivität in dieser Hinsicht vielver-
ningsbedingt akuter und chronischer Ermü- sprechend ist.
Ziel der „Ermüdungs“- bzw. Regenerations- dung bis zum Übertrainingssyndroms. Haupt-
steuerung ist es, geeignete Messgrößen für die symptome von Übertraining lassen sich auf 2. Herzfrequenzvariabilität (HRV)
Erfassung des gesamtorganismischen Ermü- Störungen im autonomen Nervensystem zu-
dungs- bzw. Regenerationszustands zu detek- rückführen (Hedelin et al., 2000; Lehmann et Die Herzfrequenzvariabilität (HRV, engl.: heart
tieren und diese in den Trainingsprozess so zu al., 1998). Bereits 1976 veranlasste dies Israel, rate variability) kennzeichnet die zeitliche Än-
implementieren, dass optimale Trainingseffek- ein „sympathikogenes“ von einem „parasym- derung der Herzperiode bzw. Schlag-zu-
te über längere Zeiträume erzielt und ein Über- pathikogenen“ Übertraining zu unterscheiden. Schlag-Variabilität der Herzfrequenz über ei-
training vermieden werden können. Dass dies Basierend auf dieser Idee, wurden unterschied- nen definierten Messzeitraum (1 min bis zu 24
im Leistungs- und Hochleistungssport nicht liche Parameter der Herzfrequenzvariabilität h). Die HRV ist eine Messgröße der neurovege-
immer gelingt, liegt darin begründet, dass Trai- (HRV) bei verschiedenen Kontrolltests (z.B. tativen Aktivität und autonomen Funktion des
ningsreize mit zunehmender Leistungsfähigkeit Lagewechseltest) für die Frühdiagnose des Herzens und beschreibt die Fähigkeit des Her-
des Sportlers immer dichter aufeinanderfol- Übertrainings entwickelt (Tamminen et al., zens, den zeitlichen Abstand von Herzschlag zu
gend gesetzt werden und auch intensiver und 1999; 2000). Neueste Studien zeigen, dass die Herzschlag laufend den wechselnden Anforde-
umfangreicher sein müssen, um wirksam zu zeitlich engmaschige Bestimmung der efferen- rungen anzupassen. Die HRV ist damit eine
werden. Dies führt dazu, dass der durch eine
Trainingseinheit ausgelöste akute Ermüdungs-
zustand meist noch bis zur nächsten Trainings- ABB. 1 Training-Ermüdung-Übertraining-Kontinuum
einheit vorhanden ist, was im Leistungssport
auch durchaus gewollt ist. Der Sportler befin- • Overload • Short term overtraining • Long term overtraining
det sich bereits vor Beginn der neuen Trainings- • Overload training • Überbelastung • Überlastungssyndrom
einheit im Zustand der Untererholung, der • Akute Ermüdung • Untererholung • Overwork/Overstrain
Überbelastung oder in einem funktionalen
Overreaching (FOR). Wird das Training ohne Functional Non Functional
hinreichende Regeneration fortgesetzt, kann es Overtraining
Training Overreaching Overreaching
zum nichtfunktionalen Overreaching (NFOR) OT
FOR NFOR
und schließlich zum Übertrainingszustand mit
zum Teil erheblichem Leistungsverlust kommen
(Meeusen et al., 2013; Ackel et al., 2010; Leh-
Erholung

mann et al., 1993). Mehrere Wochen bis Mona- Stunden –
Tage – Wochen Wochen – Monate Monate – Jahr
te der Erholung sind dann notwendig, um aus Tage
dieser meist systemischen Erschöpfung wieder
in eine leistungsaufbauende Trainingsphase zu-
Leistung

rückzukehren (Abb. 1 und 2).
Aufgrund der Vielzahl stimmungs- und leis-  () – / 
tungsbeeinträchtigender Symptome beim
Übertraining und dem damit einhergehenden
schlechten Leistungszustand sucht die Trai-

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lsp14_05_09_13_Layout 1 21..14 15:46 Seite 10 TRAININGSLEHRE quenzregulation werden vor allem über die Ein- ABB. NFOR 1996. liegt die Ruhe- herzfrequenz bei Sportlern deutlich unter 50 min-1. was nicht ganz zutreffend ist. Berntson et al. Physiologisch gesehen. 10 LEISTUNGSSPORT 5/2014 . LF/HF = low-frequency/high-frequency-ratio (nach Hottenrott et al. 1997. Bei der Analyse der HRV wird im- mer Bezug auf konkrete HRV-Indizes genom- men. Häufig wird dabei von „der“ Herzfre- Übertraining quenzvariabilität gesprochen. werden kann. Kenngröße für die Anpassungsfähigkeit des gulation der Herzfunktion durch das autonome wie Zug. Die HRV operationalisiert dabei die Fluktuationen der Optimaler Herzperiodendauer in einem festgelegten Zeit- Trainingseffekt raum und wird aus der Zeitreihe der aufeinan- FOR Leistungsfähigkeit derfolgenden RR-Intervalle1 mit Hilfe verschie- Geringer dener Kenngrößen bestimmt (Task Force. dessen intrinsische Aktivität sowohl durch mechanische Faktoren. weil in Ruhe die efferente Vagusaktivität am Sinusknoten überwiegt. Es markiert die Dauer einer elek- trischen Herzaktion. die zum Teil ganz unterschiedliche HRV- Komponenten erfassen. • SD1 (standard deviation): Breite der Punkt- wolke aus dem Poincaré-Plot zur Kurzzeitvaria- bilität. Hottenrott et al. dogene Belastungen. Auf diese Weise können wichtige Kreislaufgrö- ßen. Die traditionellen HRV- Indizes werden methodisch in Zeitbereichs- Adaptation – Maladaptation und Spektralindizes eingeteilt. Dies ist Folge der permanenten autonomen Modulation der intrinsischen Sinusknoten-Akti- vität. Die elektrische Selbsterregung des Herzens geht auf eine charakteristische Eigenschaft des Gering Trainingsbelastung Extrem hoch kardialen Taktgebers. Der Sinusknoten kann als Multi-Input- Efferente Vagusaktivität im Kontext von Leistungsfähigkeit und Trainingsbelastung (Abkürzungen s. Leistungsdichtespektren eines Radsportlers aus einer 6-minütigen morgendlichen Messung im Liegen am 1 Ruhetag und an drei Trainingstagen. das den ABB. Druck und Temperatur. des Sinusknotens (SK). darf. Das RR-Intervall ist definiert als der Abstand zwischen 2006) zwei R-Zacken im EKG. 3 Leistungsdichtespektren stärksten modulierenden Effekt auf die Sinus- knoten-Depolarisation ausübt (Esperer. Adaptivität und Funktionalität der Herzfre. • HF-Power (high-frequency-power): Spek- tralleistung im HF-Frequenzband von 0. Nervensystem (ANS) sowie das Endokrinium Hormone. als auch durch menschlichen Organismus an exogene und en. (Hormonsystem) führen zur Anpassung des Noradrenalin) oder Kortikosteroide. rasch an die Bedürfnisse des Gesamt- organismus angepasst werden. Bewährt haben sich für die Regenerationssteuerung folgende drei Parameter: • RMSSD (root-mean square of successive dif- ferences): Zeitbereichsparameter. schlägt das Herz nicht gleichmäßig wie ein Metronom. 1) system angesehen werden. 2004). gibt Aus- kunft über kurzfristige Veränderungen der RR- Intervalle (Kurzzeitvariabilität). Über Sympathikus. zurück.10. fasern steht das Herz als zentrales Effektorgan des Kreislaufsystems unter unmittelbarer Kont- rolle des autonomen Nervensystems. Effekt 2006). sondern unregelmäßig. wie der arterielle Blutdruck und die Herz- frequenz.15 bis 0. Die Stärke der Vagusaktivität lässt sich aus den aufgezeichne- ten RR-Intervallen durch die Berechnung spe- zieller HRV-Indizes ermitteln.4 Hz. Abb. beeinflusst Das komplexe Zusammenspiel von intrinsi. 2 Vagusaktivität flussnahme der positiv chronotropen Wirkung des Sympathikus sowie der negativ chronotro- Vagale Aktivität Vagale Aktivität pen Wirkung des Parasympathikus und deren Neurotransmitter auf die intrinsische Aktivität der Schrittmacherzellen bestimmt. Herzminutenvolumens an den situativen Be. geprägt durch vagal modulierte respira- torische Sinusarrhythmie und nicht-neurale mechanische Faktoren. wie etwa Katecholamine (Adrenalin.und Vagus- scher Herzleistung und bedarfsorientierter Re. Obwohl die intrinsische Herzfrequenz deutlich über 100 min-1 liegt...

Abb.2 ms nach ching (FOR) bezeichnen. . scheint demnach eine Diskrepanz zwischen hend sinkt und in der Entlastungsphase sofort tagen 1100 Radkilometer. Trainings- tungssportlern die Vagusregulation signifikant renter Vagusregulation nur schwer voneinander tag sinken die vagalen HRV-Parameter unter an (Abb. 3). Belastung ein Tag Erholung zu planen. Kritisch wird es allerdings.lsp14_05_09_13_Layout 1 21. Efferente Vagusaktivität zur nen bereits eine hohe efferente Vagusaktivität Minuten im Liegen eine Herzfrequenzmessung vorliegt (Abb. (2013) in ihrer Studie zeigen konnten. et al. wenn in der hem Trainingsumfang verdeutlicht. Zusätzliche Parameter müssen mit die Baseline. Die Daten der Frequenzbe- das Ausmaß der körperlichen Aktivität invers Overreaching (NFOR) vorliegt. um den aktuellen Ermü. Beispiel 1: Radsportler (Masters) dem 5. Ein vagalen Aktivität innerhalb einer Woche mit ho. im Liegen nachweisbar. Alle Werte befinden sich im individu- renten Sympathikusaktivität korreliert (Fraga führt.. Tag entspricht. Wird das Training in der Phase eines NFOR sympathiko-vagale Balance für den Ausgangs- tenrott et al. tiv bei Hochleistungssportlern mit hoher effe. bei de. Mueller. ihren Analysen retrospektiv aufzeigen. haben ergeben. Plews et al. 2007. Lediglich am letzten Tag schätzt der Sportler FOR würde auch dann vorliegen.als auch bei Leis. Dabei ist bracht werden kann und ein nichtfunktionales nicht entsprochen. droht ein Übertrainingszustand. rige Radsportler absolvierte an sechs Trainings. 3). Trainingstag auf Leistungsfähigkeit ansteigen.. und führte jeden Morgen über 6 schen Messgrößen vorzuliegen.7 (s. 3). Die ellen Baseline-Bereich.oder Regenerationszustand sicher be. 2). gleichzeitiger vorübergehender Abnahme der dungs.. wurde in charakteristischer Weise verändert. Training treffen zu können. Trainingstag mit 195 Radkilometern ist am fol- mehrwöchigen moderaten Ausdauertraining training sind fließend und lassen sich prospek.10. und die low-frequency/high-fre- bis zu drei Wochen kann die vagale Aktivität bei einbezogen werden. Bereits nach einem Übergänge von FOR zu NFOR und zum Über.14 15:46 Seite 11 TRAININGSLEHRE 3.4 und sinkt nach dem 5. Nach dem 3. ohne Regenerationsmaßnahmen weiter fortge. wert hin. wie dies Le Meur werten und Entscheidungen für das weitere 3. sofern die Leistungs. Bereits nach dem ersten et al. quency-ratio (LF/HF-Quotient) steigt auf 2. Wert von 2. 2004) ausgewertet wurde (s. Trainingsstatus eines Individuums dann keine optimale Wettkampfleistung er. (2012) konnten in Dem in der Literatur und vom Untersucher aktivität in Abhängigkeit vom körperlichen Akti. genden Morgen eine Abnahme des HF-Anteils steigt sowohl bei Freizeit. dass sich die efferente Vagus. reichsanalyse deuten auf eine ausgeglichene positiv mit der efferenten Vagusaktivität (Hot. nach drei Tagen vitäts.bzw. Tag leicht auf einen et al. Auch in einer Overloadphase von abgrenzen. 2006) und negativ mit der effe. 2007). den wird in den ersten fünf Tagen mit „1“ (fit. die anschlie- Detektion von Ermüdungszuständen wenn es in der mehrtägigen Entlastungsphase ßend mit der Kubios-HRV-Software (Niskanen Erkenntnisse aus der HRV-Trainingsforschung nicht wieder zum Anstieg der efferenten Vagus. Sie erhöht sich nach dem 4. Abb. dem subjektiv wahrgenommenen Beanspru- wieder ansteigt. (RR-Aufzeichnung) in Ruhe durch. ken von 49. Das morgendliche Befin- fähigkeit nach einer kurzen Regenerationspha.2. se von bis zu einer Woche wiederhergestellt ist Im folgenden Beispiel wird die Veränderung der nicht müde) und „2“ (leicht müde) bewertet. Dies beobachten wir meist bei schnittlichen Trainingsumfang von 183 km pro chungsempfinden und den objektiven biologi- sehr gut trainierten Ausdauerathleten.0 ms (Ruhetag) auf 21. seine Befindlichkeit mit „3“ (müde) ein. Der 57-jäh. Es Overloadphase die vagale Aktivität vorüberge. was einem durch. aktivität kommt. oder sogar das Ausgangsniveau übersteigt. Die RMSSD-Werte sin- Man würde dies dann als funktionales Overrea. Trainingstag. dass empfohlenen Trainingsaufbau.

Tag nach 15 h MTB. Die Sportlerin befindet sich in keinem Übertrainingszustand. 2 min Stehen). im ersten FOR geführt. 4 aufgezeigt. (2001) der Herzfrequenz und vagalen Aktivität bei An. Entscheidend für den Trai- ningsfortschritt wird es jetzt sein. Nach dieser harten Trainingswoche hat der bei der Messung den HF-Peak z. unmittelbar nach niemi et al. Tag nach ei- nem umfangreichen MTB-Training (24 h Wo- chenumfang) in den französischen Alpen. Dieser Algorithmus wurde erfolgreich bei Freizeitsportlern angewendet. Erholungstag Für eine prospektive Regenerationssteuerung wurde die Baseline wieder erreicht.und 3 h Lauftraining sowie die Durchschnittswerte aller Messungen darge- stellt. läuferin (TOP 10. RMSSD im Liegen/Stehen 188 ms bzw. (2007) entwickelt und evaluiert. 4 Herzfrequenztachogramme mit dem Programm „Polar Flow“ ausgewertet. mit der HRV tag wieder angestiegen. Hierbei handelt es sich um einen einfachen Algorithmus (s. Tag nach einer Regenerationswo- che mit 6 h MTB.und 2 h Lauftraining und vom 21. Abb. Polar) dings nur bedingt auf den Hochleistungssport übertragen werden.14 15:46 Seite 12 TRAININGSLEHRE dem Aufstehen. Eine Abnahme vagaler HRV-Para. gen. Um mehr Sicherheit in die Interpretation der Werte aus den Orthostatic-Tests zu gewinnen. kann aller- Schlaf-.lsp14_05_09_13_Layout 1 21. 4 werden die Herzfrequenz-Tachogram- me und Analysewerte der 22-jährigen Mittel- und Langstreckenläuferin vom 8.. vom 15. sondern in einem FOR. Am 5. eine um- fassende Baseline-Bestimmung beispielweise vor einem Trainingslager durchzuführen. Dieses Beispiel verdeutlicht die Veränderung ler HRV-Parameter bei weitgehend regenerati- sitivität wurden auch von Portier et al. sollten neben dem Training zusätzlich die Schlafzeit. durchgeführt und anschließend ABB. 2007). bei sehr 4. 159 ms). niedriger Atemfrequenz in den LF-Bereich ver- Die vagale Aktivität ist nach dem 2. Der Test wurde mit dem mung (s.B. 6) kann im zweiten Schritt das nur bei definierter Atemfrequenz einbezogen Herzfrequenzmessgerät V800 (Polar) täglich geplante Trainingsprogramm starten (vgl. der auch als Orthostatic. Die LF/HF-Ratio soll. Vielfach ist es nicht möglich. Ruhemessungen zu bestimmen. 7).und Aktivitätszeiten vom 7. Prospektive Regenerationssteuerung Sportler eine Regenerationswoche eingelegt. Beispiel 2: Mittel. wendung eines Lagewechseltests (3 min Lie. 42 min-1.10. sogenannten individuellen Baseline-Bestim- te allerdings in die HRV-Analyse und Bewertung Test bezeichnet wird. Abb. Ein anderes Verfahren der Regenerationssteue- rung haben Kiviniemi et al. und eine beanspruchungsorientierte Belas- Die harte Trainingswoche hat folglich zu einem tungssteuerung empfiehlt es sich. Polar Flow) einfach realisiert werden kann (s. Trainingstag der 22-jährigen Läuferin (V800. 5 24-Stunden-Analyse der Basis der HRV-Veränderungen vorzuneh- men. was durch das Tragen des Messgerätes V800 über 24 h Herzfrequenztachogramme und Analysewerte von drei Orthostatic-Tests (Polar V800. begründete Abweichungen vom erstellten Trainingsplan auf ABB. Auslenkungen nach einem Tag über oder unter den Baseline- Bereich rechtfertigen keine Trainingsplankor- rektur. denn mit Reduzierung des Um- fangstrainings nimmt die Vagotonie wieder ab und die Werte nähern sich den Durchschnitts- werten an. das Schlafverhalten und die Alltags- aktivitäten mit einbezogen werden. wie in Abb. Das autonome Nervensystem reagiert auf das Umfangstraining mit einer ausgepräg- ten Bradykardie als Folge eines gesteigerten Vagotonus (Herzfrequenz im Liegen/Stehen 41 min-1 bzw. (2000) bei hohen Trainings.und Langstrecken. DLV-Bestenliste) Schritt über mehrere Tage die Auslenkung vaga- meter und eine eingeschränkte Baroreflex-Sen. Abb. Kivi- werden. weil unterschiedliche Atemfrequenzen über drei Wochen morgens. 12 LEISTUNGSSPORT 5/2014 . In Abb. Nach dieser umfängen nachgewiesen. Ruhe. Eine gute Alternative ist dann die Orientierung an den Durchschnittswerten von mehreren Trai- ningstagen. 5). schieben können. (2012) zufolge sollten Korrekturen erst aus ei- nem mehrtägigen Trend oder einem 7-Tage- Durchschnittswert erfolgen. bei dem Trai- ningsvorgaben entsprechend der HRV-Verän- derung nach vorangegangener Trainingseinheit erfolgen. Erholungs. ven Trainingsbelastungen durch morgendliche und Uusitalo et al. Den Untersuchungen von Plews et al.

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