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Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Multiphonics
und andere zeitgenössische
Spieltechniken auf der
Klarinette
(„deutsches System“)

Diplomarbeit zur Erlangung des akademischen Grades
„Magister artium“
von
Gerhard Kraßnitzer

Betreuer: o. Univ. Prof. Mag. Gregor Widholm
Institut für Wiener Klangstil
Wien am 5.9.2000

......... Glissando...............350 .............. Grifftabelle (Akkordnotation in C) Akkord.................232 5.............................................. Klangfarbentriller.....................................................231 4...................................................................................................................................3 A........................................................................................................................................................................................47 -)Vielklänge........................... Griffschrift........................................................................................................... Anhang Grifftabelle (Akkordnotation in B) • Multiphonics durch Unterblasen.........................246 • Multiphonics durch spezielle Griffkombinationen -)Zweiklänge.........................................................11 5...............................16 • Multiphonics durch Überblasen...................................229 2........................................................234 6.........................................................................................................................................................240 11.......23 • Multiphonics durch spezielle Griffkombinationen -)Zweiklänge.....................259 -)Vielklänge...................................................................231 3................................. Zirkularatmung...241 C......................110 B......................242 • Multiphonics durch Überblasen.................................................................................................. Vibrato...237 9................ Multiphonics durch Unterblasen................................................... Microtöne............................................................................................................................................................... Trippelzunge.........................................13 6.........................................................................2 Einleitung.....................................................................11 4.............................................................................................................................................................248 -)Drei-Fünfklänge.................... Multiphonics Einführung............. Smorzato.......................................................................................236 8............................... Doppelzunge....................................................................................................................................................................................................................................... Erläuterungen zu den Griffsymbolen........................................................................................................... 1 Inhaltsverzeichnis Vorwort... Multiphonics durch spezielle Griffkombinationen...................................................................................................................................... Flatterzunge.................229 1........................................................................................................238 10.................................... Multiphonics durch gleichzeitiges Singen und Spielen......... Slap Tongue........... Legende.............26 -)Drei-Fünfklänge........................................................................................ Multiphonics durch Überblasen............................................................................................................................235 7........................................14 7..................5 1.....................................................................................................9 2...........................................................................................291 Literaturverzeichnis.............................................................................................................................................................................. Klangspektrum • Multiphonics durch Unterblasen).............................................................................................................................. Zahntöne................................................10 3................ Andere Spieltechniken Einleitung......................

da sie im direkten Zusammenhang mit der nötigen Ansatzveränderung stehen. Jahrhunderts“ und die daraus resultierende Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten brachten mich auf die Idee. „Überblasen“. Hochschulen und Konservatorien kaum mit diesen neuen Spielmöglichkeiten vertraut gemacht wird. Die vorliegende Arbeit soll also ein Nachschlagewerk für Interpret und Komponist darstellen. welche eine Grifftabelle für „französisches“ und „deutsches“ System beinhaltet. Darüber hinaus habe ich auf meiner Klarinette experimentiert und eine Vielzahl an neuen Griffmöglichkeiten gefunden. zumal der junge Interpret an den Instrumentalklassen der Universitäten. Weiters versuche ich im Anschluß andere Techniken. Diese Einteilung scheint mir deshalb sinnvoll. Dem ausübenden Klarinettisten sollen die Erläuterungen eine Hilfestellung zum Erlernen der neuen Spieltechniken bieten und somit dazu beitragen. Akkordklänge). „spezielle Griffe“ und „gleichzeitiges Singen und Spielen“. Die hohen Anforderungen der teilweise sehr experimentierfreudigen Komponisten an die Musiker bringen mitunter auch so manche Schwierigkeiten mit sich. Deshalb starte ich den Versuch. Schriften der Hochschule „Mozarteum“ Salzburg Heft 5. 1 Heine. Jhdts.München-Salzburg. veranlaßten mich. Die Tatsache. den interessierten Klarinettisten eine Hilfestellung zum Erlernen dieser neuen Spieltechniken zu geben. die von Beginn des 20. bzw. die ich quasi für das „deutsche“ System adaptierte. Musikverlag Emil Katzbichler. den Bedürfnissen der komponierten Stücke gerecht zu werden. welche in vier Kategorien eingeteilt sind: „Unterblasen“. an als Bereicherung der Klangmöglichkeiten in die Kompositionen eingeflossen sind. Alois: Akustische Phänomene. daß Messungen bezüglich der Multiphonics beinahe ausschließlich für die „Böhmklarinette“ (= französisches System) existieren.1978 . zu erläutern und für den ausübenden Klarinettisten unter der Rubrik „praktische Realisierung“ kleine Tips zum Erlernen zu geben. eine Vielfalt dieser Möglichkeiten zu untersuchen. (Eine Ausnahme bildet die Arbeit von Alois Heine „Akustische Phänomene“1.) Da die Erzeugung von Akkordklängen in erster Linie von bestimmten Griffkombinationen abhängt. diese Arbeit zu verfassen. Analysen von Akkordklängen an der Klarinette mit „deutschem“ System durchzuführen. 2 Vorwort Meine Tätigkeit als Klarinettist im „Ensemble des 20. Ich behalf mir einerseits mit den bereits von Alois Heine gezeigten Griffmöglichkeiten für „deutsches“ und „französisches“ System und andererseits weiteren „französischen“ Griffkombinationen. galt es. Der Hauptteil der Arbeit behandelt das Erzeugen von „Multiphonics“ (Mehr-.

um gemeinsam die im musikalischen Sinne besten Möglichkeiten zu finden. des Lippendrucks und der Position der Unterlippe am Blatt. welche Spieltechniken auf der „deutschen“ Klarinette am Beginn des 21. Trotzdem ist es meiner Ansicht nach unerläßlich.B.Jahrhunderts möglich sind. die Kommunikation zwischen Komponisten und Interpreten zu intensivieren. . Für den ausübenden Klarinettisten gibt es zusätzlich noch Angaben bezüglich des notwendigen Blasdrucks. um eine möglichst hohe Trefferquote zu erzielen und den Einschwingvorgang. 3 Den Komponisten soll gezeigt werden. zu minimieren. K103) dem des entsprechenden Files auf der CD.Rom. Die Benennung der nach Kategorien und Tonhöhen geordneten Mehrklänge bezieht sich auf die Aufnahmereihenfolge und dient zur Identifizierung in den entsprechenden Computerdateien. Alle Mehrklänge sind mit drei Schwierigkeitsstufen bezeichnet und die mögliche dynamische Bandbreite ist miteinbezogen. und diese Vielfalt von neuen Klängen möge Anregung für neue musikalische Ideen sein. Der Arbeit ist eine CD-Rom mit allen analysierten Multiphonics beigelegt. der bei vielen Mulitiphonics deutlich länger ist als bei einem Einzelton. Anders gesagt entspricht der Name eines Multiphonics (z.

Legende . 4 1.

5 2. Erläuterungen zu den Griffsymbolen halbgeschlossenes Griffloch “optische” Trennlinie zwischen Ober.und Unterstück der Klarinette .