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,.K

Archiv
für

Freimaurer
uild

Rosenkreuzer.
<
Erster Theil.

<A Berlin
bei August Mylius.
'783.

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B o r r e d e.

d hne hnr auszumachen, ob die Freimaurerei
ivl'Mch mit Magie, Theurgte und Kab-
bala in Verbindung stehe, ist der Autheil bekannt,
welchen Freimaurer und Rosenkreuzer an einander
nehmen. Die von beiden Zweigen herauskommen
den Schriften sind immer interessant, wenn auch
unter den Systemen ihrer Verfasser Zwietracht
herrscht. Allein eben die Verschiedenheit der Sy,
steme verursacht, daß Man so schwer das Allgemein,
interessante zusammen findet. Aus dieser Ursache
glaubt man, daß eine Sammlung von wissenschaft
lichen und historischen Aufsitzen, die für alle Sy
steme und Zweige der Freimaurerei bestimmt wä
re, die das Erhebliche aus alten und neuen Werken
enthalt, alle neuere Schriften unparteiisch anzeigte
und beurtheilte, in der Folge auch die neuesten Vor
falle treu erzahlte, Beifall und Unterstützung finden
müßte. . ' -

* . Die,

Vorrede.
Dieses ist die Absicht des Herausgebers dieses
Archivs indessen nur zum Theil; ganz laßt sie sich
hier nicht auseinander setzen; ganz kann sie eben st
wenig aus einem einzelnen Stücke beurtheilt wer
den. Nur das kann man bemerken, daß die Hort«
setzung allein Vollkommenheit und Vollständigkeit
gewähren wird und kann.

Um indessen diese immer mehr zu erreichen, er»
bittet man sich theils die Vorschlage zur Verbesse
rung nach dem Geschmack. verstandiger ieser; theils
neue und merkwürdige Vorfalle in der Maurerei,
sowol öffentliche als privatvorgefallene; lebensbe-
schreibungen oder Materialien dazu von merkwür
digen Männern; interessante Anekdoten, und neue
fteimäurerische und rosenkreuzerische Schriften;
unker der Addresse des Verlegers.
Man erinnert hiebet, daß man vorzüglich in
der Folge dahin arbeiten wird, eine fruchtbare Kri
tik alles dessen, was in ältern und neuem Zeiten
Üb r Hieher gehörige Gegenstände geschrieben wor
den, zu liefern. Außerdem aber werden auch neue
Abhandlungen erscheinen, von denen man sich
schmeichelt, daß sie Aufmerksamkeit erregen, und.
den mehrsten iesern angenehm seyn werden. ...

I. Was

I.
Was ist ein Freimaurer?

W ,enn jemandem die Fragen vorgelegt würden:
Was ist ein Rechtsgelehrter? ein Sachwal-
ter? ein Arzt? ein Philosoph? so verlaugte man in der
Antwort allerdings zwar zu wissen, wodurch sich alle
dies« Männer, in ihren individuellen Verhältnissen, von
allen andern Gelehrten und Ständen unterscheiden;
allein wahrscheinlich ist die Absicht des Fragenden doch
hauptsächlich diese, daß man ihm die wesentliche Abficht
des Standes , die wesentliche Eigenschaft des Mannes
bekanntmache, damit er, im vorkommenden Fall, seine
Leute prüfen könne, und nicht iu Ungewißheit bleibe, ob
der Mann, der sich für ein Mitglied aus Einem der ge-
nannten Stände ausgiebt, wirklich das sei, wofür er sich
ausgiebl, oder ob er nur den Namen angenommen, von
den wesentlichen Eigenschaften aber, auch die unerheb
lichste kaum an sich habe.
So kam, jemand, zum Beispiel, von einer philoso
phischen Fakultät das Diplom eines Doktors der Welt-
Archiv i. 3H. A weis

Weisheit und Magisters der sieben freien Künste erhalt
ten haben, oder von dem Juristenkollegio einer Univer
sität in die Zahl ihrer Doktoren eingeschrieben worden
sein , (als der bekannte unglückliche Doktor der Rechte,
Wilhelm Dodd, der doch eigentlich ein Gottesgelehrtee
war) und dennoch darum kein Philosoph oder Rechtsge-
lthrter sein. Hingegen lebt hie und da, in einem ein
samen Sitz, oftmals ein Mann, den sein Zeitalter zwar
nicht kennt, der nicht im Adreßkalender , oder in Meu-
sels Gelehrtenlexiko, , oder in den Bibliotheken der Kriti
kaster genannt wird, und der dennoch die Wissenschaft
aller Huarante einer Akademie in sich selber vereinigt
und wie der Merkur beim Plautus für vier Mann zu
schlug, dennoch für vierzig Akademisten gelehrt ist, denen
zusammengenommen doch Piro» noch nicht die Gelehr-
scnnleit von vier andern ehrlichen Männern einräumen
wollte.
Man findet diese Wahrheit nirgends so stark bestä
tigt, als in der Freimäurerei. Wir Freimaurer selbst
müssen zugestehen , daß von den zwanzig tausend Brü
dern, die in Deutschland etwa weben und leben ilögen
seine genaue Berechnung und Liste ist ans vielen Ur
sachen unmöglich) kaum zwanzig wahre Maurer sein.
Es ist also ein beträchtlicher Unterschied zwischen
Maurern im Allgemeinen, und zwischen wahren Mau
rern. — Derselbe Unterschied, der zwischen Magistern
der Philosophie und Philosophen, zwischen Doktoren der
Arzneikunst nnd Aerzten, zwischen Apothekern und Schei
dekünstlern obwaltet. So leicht es der, wie man zu
reden

ltden pflegt) profanen Welt ist, herauszubringen, wer
«in FrAmäurer sei, das heißt, wer in kogen und andern
Brüderversammlungen zugelassen werde, so schwer ist eS
dagegen den Brüdern selber, auf einen wahren Maurer
t» treffen.
Di« Frage ist daher gar nicht unbedeutend: was ist
ein Freimaurer? Sie heißt so viel, was ist ein wahrer
Maurer, und woran soll man die wenigen ächten von
dm unendlich vielen imächten unterscheiden?
Manche für eine Sache, die sie nicht kennen und
n.cht zu kennen verdiene,», enthusiastisch eingenommene
Sruder, werden zwar mit einer Antwort leicht bereit
sn.. Sie werden sagen: „Nur diejenigen, diezuun-
serm System gehören, als welches allein orthodox ist,
si'-dächt, alle übrigen sind falsch, unächt, verwerflich.
Sie dürfen mit keinem Fuß unsere Loge betreten, und
haben von uns kaum allgemeine Menschenliebe, vielwe
niger jen, zärtliche Zuneigung, womit ein Bruder den
inidern umfassen soll, zu erwarten.« Solche sprudelnde
Köpfe muß manausbransen lassen; sie werden am Ende
vielleicht, vielleicht auch nicht, doch beides zu ihrem
Schaden,. weise werdeu. Gewöhnlich haben sie kaum
eunge Begriffe von Verbindung, System, Matrikel
>n>d Jnstallation; oder ihre ganze Kenntmß schränkt
sich auf die äussere Form ein, läßt die Materialien un<
berührt, und ihr Verstand ist keine' Linie breit in das
Innere des erhabenen Gegenstandes gedrungen.
Wer von der zu einer Loge des Grades, den er b>
sitzt, vorgeschriebenen Ai.zahl Mitglieder, n, einer mitder

^ 2 Con/

daß sie bei Gelegenheit auf ihn fallen könne. alle. Da Beispiele und Gleichnisse so gute Mittel zur Erläuterung sind. heißt im gewöhnlichen Verstande «in freier und angenommener Maurer. aufge nommen worden ist . oder gar eine Art von Verbindlichkeit des Herrn gegen ihn erwar- ttt hätte. Zum wenigsten muß er warten. er nähert sich dadurch. so wollen wir wieder zu einem Zuflucht nehmen. oder doch einige. wenn er dadurch ein Anrecht zu Geschäften gebraucht zu werden. Sein Landesherr er^ iheilt ihn auch denselben auf seine demüthige Vorstellung für sein baares Geld. wenn sein erkaufter Charakter den Besitz der Geheinmisse seines Fürsien anzeigt. Gerade das ist der Fall mit den gemeinen Freimau rern. daß man so bald sie die (bei einem so weitläuftigen und zu so wohlthätigen Nebenabsichten ge widmeten Institut gewiß nöthigen) Eintrittsgelder er legt haben. bis sich Zeit und Umstände fügen. und dergleichen . wenn sie glauben. Es kann manchem Mann. Laßt uns hierbei eine Weile stehen bleiben. nun alle Geheinmissen die man zu bearbeiten anzieht. l b er gleich doch nun die Möglichkeit sich verschaft hat. . Thörigt wür de sein« Vorstellung gewesen sein . Er erhält nun dadurch allerhand Vortheile. einen Titel zu führen. Wie sehr irren sich die Laien in ihrer Meinung. oder. die ^r gewünscht hat» Allein sie eröffnen ihm noch keine weitcre Aussicht. daß die Wahl des Fürsten auf ihn falle. dem Ver trauen desselben auch um keinen Schritt. daran liegen. aus Ehrgeiz. um desto leichter eine Frau zu bekommen.Constitution von höherm Orte versehenen logt .

neunzehntausend neun hundert und siebenzig oder achtzig nichts von dem Ge. daß auch der gemeine Maurer als Maurer — etwas sein. und vielfaches Vergnügen für jeden Mann von Gefühl. «-5- «zlebt. die Maurer« viele Realitäten für jeden denkenden Kopf. so demüthigend herabgesetzt A z wird. auch ohne ein sol ches Gcheimnis — das heißt. absolut unmöglich. heinmisse als aufs höchste nur in der Ferne jemals ent deckt und anvertraut würd? — daß also auch ohne das. Die Möglichkeit eines wahrhaften wichtigen Ge heimnisses in der Maurerei — und das ftst wohl das wenigste.neu< esten maurerischen Schriften lieset. die nach ihrer Sprach« noch nicht vollendet sind. auch ohne daß gerade dem Snider N oder dem Bruder Z . . der jdie Sache lennt. und von den gedachten zwanjeMuscnd deutschen Maurern. das man verlangen kann — einmal zugege ben. mit sich führt: so ist es doch keine unbillige Forderung. und der Werth derer . diese Sehnsucht zu stillen. daß von jedem. oder zu kennen vorgiebt. welche man festsetzt. daß. die das Siegel der Weihung vor ihre Stirn druckten. Denn oft wäre es ja gera- de denen. ein so wichtiger Unter schied unter den wahren und gewöhnlichen Maurern ge macht. nachdenkenden Lesern derselben auffallend sein. Es muß. und die Thore des Heilig- thum« ihnen eröfnen wird. da sie selbst bei ihnen noch unbefriedigt ist. allein dagegen gehalten. wenn die Welt einen großen Theil dep. vor ihnen entfalten. durch gewisse Eigenschaften und Vorzüge von gewöhnlichen Menschen ausgezeichnet sein sollte.

wenn nicht verschiedene Gründe. - Der hohe Grad von UnWahrscheinlichkeit. ficht. wie . nnd treuherzige oder einfältige Brüder dadurch gewarnt . sondern von der wahrhaften Existenz einer wahren Mau terei Cin dem erhabensten Sinn des Worts genommen) überzeugen könnte. " < ^ . vor sich ha« Yen. daß im Verfolg die« ser Abhandlueg einige nicht zu verkennende wesentliche Kennzeichen eines wahren Maurers — der wahrlich nin höchsiseltenes moralisches Phänomen ist. wider ihre gute Ab. welchen so viele redliche und einsichtsvolle Männer. Die abentheuerlichen Erzählungen. Man könnte mit gutem Fuge a„f eine unlantere nnd dem Orden selber nachtheilige Ursache solcher Aeusse« lungen argwöhnen. die in dem Schooße der Maurerei leben. daher wollen wir hier zur Beruhigung »ieser^Brüder vorher nur den gemeinen Freimäurer zeich nen. zu öffnen. angegeben. werden sollen. es ist das Verhältniß von eins zu tausend — zum Licht zu dringen. turch sie zu so vielen Täuschungen . die Unpartheilichkeit selber. mit welchen sich Brüder von Ansehen. nicht bloß von der Möglichkeit. nah den Werth einer moralisch negativen Gewisheit be- sitzt. wird. Einsicht und Redlichkeit über die Erscheinung eines wahren Maurers tragen. und wenn wir ihn vielleicht nicht ganz so zeichnen. der bei. ihr ganzes Vertrauen hingegen nur dem nach 'jenen Zeichen für acht erkannten Maurer. sen. ihr Ohr vor dem Scharlctan zu verschlief« . würde in der That dem Ganzen «ines In so vielfacher Rücksicht schätzbaren Jnstituts nach« «heilig werden. —. ist die Ursache. und wo. Anlaß geben.

die meine Brü- der sind. getraute er sick nicht. Vergebt mir. Vcr. fährt er folgendergestaltf«rt> .. z. dessen Verfasser Hute maurerische Kenntnisse. Meine pflicht — denn für meine Pflicht halte ich was ich gethan habe — hieß Mich reden. Nicht die Kunst womit unsere Schotten sich quälen. *) Laßt uns die Sache nehmen.Hie und was er ist. ihr edeln großen Männer. eine wohlthätigere Kunst : die Kunst. an denen mein Herz hängt. *) . i. so werden wir mehr gethan haben. gute Menschen zu bilden. wie sie liegt.iDie Freimaurerei. vielleicht sein sollte. Aber was habe ich gesagt. wenn ihnen nuch andere Gründe eine andere Bestimmung geben möchten. daß der weisere Maurer nicht so gut wie ich gefühlt haben muß ? Nur es zu sagen. «ls die Überschrift versprach . gebt es mir. Laßt uns die vortreflichen Grundsätze herausnehmen. mein Herz würde zerrissen wer ben. Die Maurerei zeigt uns eine edlere. . indem wir ihn darstellen. da ihr schweigt." . wenn es euch beleidigt hätte. sei das Ziel unserer Bestrebungen. werthe maurerische Brüder. A4 Also *) Mit Vergnügen rücken wir hier ein abgerissenes Stück einer ungedruckten . hott« nemlich i« V«rh«g. was meine Liebe zu euch mich bis hieher sagen ließ. wie sie sein könnte. »ie n sein könnte." „Und ') V« V«f. gch»»ch<». und noch mehr guten Willen für die Maurerei besitzt. Nachdem derselbe «nWedeue Fehler im vorhergehenden an den Mau«' «rn mt Wärme gerügt. auch nie zum Druck be- stnnmt gewesenen Handschrift ein. O ! ich wollte euch nicht beleidigen. es öffent lich zu sagen.«h«n»«n ««!»« h«t ««gen ti« N«' »l»Wi»«n« n« ««i« n.

daß wirklich im siebenten Jahrhundert die Reform des Ordens nach dem so eben aufgekommenen christlichen System vorgenommen worden: so haben einige Lo< gen freilich etwas für sich. aller Völkerschaften zu vereinigen. auf alle andere Verbindungen nicht den Einfluß hatte. wie es sich ja selbst in ihren Arbeit ten geäussert haben soll. die ich . aus Westen und Osten ? ' . Es ist sonderbar. um sollen wir nicht Maurer nach neuem Fuß eben da hernehmen. wie auf die Maurerei. deren Glauben die Lehre des Muhammed war. da ansbil» den. Zwar. von eben denen Seiten erwarten .. will. der Maurerorden hingegen jedem ehrlichen Mann. für den größten Theil von Brüdern wenigstens kein Ge- heinmiß.. daß dieselbe Periode. in wel- «her die Tempelherren sich bekannt machten . Alsn angenommen der Orden habe kein Geheinmiß. Aber wie vergeblich ist nicht vielleicht diese Hofunng. die die Maurer erzeugte. wenn es wahr ist. der nicht auf die neuere Offenbarung schwören. wo sie sicher findbar sind .»n» das allgemeineBruder« band zwischen den Menschen fester zu knüpfet.. schen da suchen. wohin Thore unsers Tempels geöffnet sind? Aus Norden und Süden. und daß alle übrige Orden sich auf den rechtglaubigen Christen ein- schränkten. Und doch ist da« nicht die Lehre des höhern Ordens . so bleiben dennoch immer viele wesentliche Vor- theil« . die rechtschaffenen Männer. und den Iohannesrittern die Ent» stehung gab. Der Orden könnte also ein Werkzeug werden. wenn fi« jedermann. vielmehr fand ja ein reisender Schott von der Gewalt selbst in Feh und Marokko Zunftgenossen. von allerlei Glauben und allerlei Stand den Zutritt erlaubte.Und warum sollen wir nicht die guten Men. von ihrem Geheinmiß ausfchliessen. wo die Natur alle Anlagen gemacht hat? war.

in dessen Geheinmisse jeder recht- schaffener eingeweiht. preisen. Allein es iss des FreimiurerinstimtS nicht nur hlchst würdig. son dern kommt auch mit einem Theile seiner Beschäfti gungen sehr wohl übereil. die ihr aller Stünde seid. unter alle Natio nen die Gesinnung der Bruderliebe. welch eine Arbeit! wie ehrenvoll für den. vielmehr würde ich ganz dagegen stimmen. Ich will nicht sagen. schwächen. und darum auf alle Stände einwirken könnet.Warnin . zwar nicht gewaltsam bekämpsen . und welches nun .oh- nunM erstrecken. den es auf die Gemüther machen kann. daß man eigene Religionsmeimmgen lehren solle. der Menschenliebe verpflanzen: Freimaurer.Heile übrig. wenn er als eine der Arbeiten des Ordens diese Be- förderung der Toleranz empfehlen sieht. Allein das Gute aus jeder Kirche oder Religion herausheben und an. roahit. den Eindruck. und folglich wird es niemanden unbillig dünken dürsen. einerlei sein würde. und auf solche Weise die Völker vereinigen. was zu Ausschweifungen vcr- leiten kbnnte. daß sie (zum Anstoß für andere) Juden zulassen. der sie endigt! wie leicht für euch. welche die Aufnahme in die Manrerei ge.. und die Theilnehnmng an den an» geblichen Vorzügen allen Nichtchristen versagen kün- nm/ Es gereicht den niederländischen Logen zur Ehre. ' „Es kann manchem hier unzwekmaßig vorkommen.. sich buch bis in diese entlegenen W. wenn man gewisse Bedingungen an dieselben A 5 heft« ich in einem verführerischen Traume zu fassen wagte: durch die Freimaurerei den wahreil Tempel der Natur wieder herzustellen ." . und dasjenige. dessen Priester jeder Freund Gottes und seiner Gattung wäre ! Wie hat die Un- duldsamkeit. aber nach und nach unterdrücken.

Mein erstes Mittel würde die« sein. es bedarf nur entzündender Funken. der sich seiner itzlgen Ansprüche auf dl» Gesellschaft begäbe. sondern nur die alte eines jeden Landes reini« gen. O! möchte diese Zeit nicht sern sein ! Möchte doch dieser Tempel der Natur bald aufgerichtet werden. aus welchem sie gewaltsamer Weise verdrängt worden. wodurch er erreicht werden könnte. > '° heftet und fordert.9 . als Mitglieder oder als Freun< . und nach der erhaltenen Weihung sie zu einem im« mer „Warum sollte das menschliche Geschlecht nicht in seine ursprünglichen Rechte zurückkehren können? Warum sollte die wahre goldne Zeit nicht die Sterbe lichen besuchen ? — Unsere mehr ausgebildeten Gel> ftesvermögen können ohnmöglich Unschuld und Friede mit sich selbst." . — Schon vor» hin sagte ich.. bald die Hülle abwerfen . dl« Geistlichen selbst zu bewegen. die Wahn und Eigennutz und Gewohnheit vor ihre Augen geza« gen hatten ! Möchten doch die guten Menschen eine« jeden Landes die freiwilligen Maurer sein. daß der Mann schon vor seiner Aus« nahme verschiedene beliebte Eigenschaften in sich verel- »ige. möchten doch bald die Väter das Licht sehen. Wäre es. Das Gefühl für andere ist nicht in unsern Sinnen erstickt . können ihn doch nicht dazu unfHhig gemacht haben. Aber es ist nicht. um wieder die Ansprüche der Menschheit geltend zu machen. ich würde der erste sein. daß man nicht eine neue Religion ein» führen. und allumfassende Liebe gegen jeder« mann in dem Menschen unterdrückt. ^ „Mein Entwurf würde sehr unvollständig sein. wenn ich hier nicht auch die Mittel vorschlagen wollte. an den Arbeiten mittel. dar oder unmittelbar. um wieder in volle Flamme auszubrechen. die der Na< tur ihr Heiligthum wieder zurückgäben. und übrigens ihr gern ihre äussere Form lassen müsse.

indeß im Stillen arbeiten und «uf glücklichere Zeiten hoffen. In vielen Staaten würde man nur noch das Vorurtheil manches einzelneu Geistlichen zu niederlegen haben. ist's eine andere Sache. die muß man schon kollern lassen. woraus die Besoldungen der Obern so manches Sy» stems fliesten. der jetzt in die Kasse des höhen. und nickts mehr bedauern. ' > Und de.^ -'. als daß der Holzstoß der Verdammten nicht von den stetigen Geistern werde angezündet werden. - „Die Geheinmisse welche wir bei allen gesitteten Völkern des Alterthums finden . Man könnte auch ein Fündelhaus anlegen. zu diesem Behufe bestimmen. Man könnte von jeder Aufnahme den dritten Theil.5 ner Mern Grade der Vollkommenheit zu bringen suche. freilich mit den G — «und ähnlichen Mannen.. hatten ja den nehm» lichen Zweck. wodurch man der Mauresei bei den Geistlichen Eingang ver« schaffen könnte. Man wird sagen: woher der Fond? Und ich werde antworten. eben daher.. wenn nur beide von der Natur nicht verwahrloset. Die Priester selbst nahmen . den größten T5M seiner Menschen dein höllischen Feuer opfern. die Wege finden. Sie waren ebenfalls für den Fürsten wie für die Unterthaneu offen . mit dessen Zöglingen man dieselbe Absicht erreichen konnte. l . wo sie anzuwenden nöthig ist. und willigen Herzens zu sein erkannt wurden. Die Klugheit wird mehrere aufzufinden und anzuwen» den wissen. Theil zu nehmen. die Gott zu Ehren . Die Politik wird da. theilnehmenden Stände würde das dritte Mittel sein. Ordens fliestet. Die mannig/altige Mischung der an dem Institut. " . " „ Mein zwtites Mittel würde ein sreimaurerisches Erzichungsinstitut sein.

als die allgemeine Aubetung.Es ist für den Verstand überhaupt nichts crhabe. jemals ein Beispiel.. znczcrheilt hat : so läßt sich daraus gar nicht die Un möglichkeit eines natürlichen Gottesdienste« folgern. ' - Und allerdings sind die Vortheile nicht geringe. aufgedrungen und auf gezwungen Hütten ? Wenn das unterste Voll also auch aus der Zahl der geweihten nnd erleuchteten Brüder der Mystcnen auegeschlossen wäre. n«e. für beide nicht« edlere. sie haben aber auch gesorgt. den. sie haben dem Volke einen gewissn Aberglauben gelassen. ' . daß sie ihren Gott einem andern /ls den einzigen wahren Gott. weil er ihnen nützlich ist. Er der ja in leinen Mauren eingeschränkt werden kann. und noch einem andern mehr Aufklärung aus seiner alles gleich venheilenden Wage. sondern es vielmehr scheint. andern mehr Geisteskrafte. schichten der Völker. und ein Staat nicht ohne alle Religion bestehen kann . für das Herz nichts süsseres. 12 . Wenn auch Gott nicht un< mittelbar dem Menschengeschlecht die Erziehung zur wahren Religion gegeben.. daß das Volk keine Mew schenmäctelei anfing. Es »n den Mysterien Antheil. daß die Inhaber der Geheinmisse die wahre Lmie zwischen beiden Abwegen gehalten haben . nur in ihrem Tempel wohne das Wesen aller Wesen . welche die Freimaurerei auch denen gewahret. die Bilder für Gott anbeteten. in gesellschaftlichen . Man kann vielmehr vcrinuchen.Gottes nach den Vorschriften der Natur. daß er diesem Volte mehr Biedersinn. Dan- . die nicht zum Besitz des großen Geheinmissen gelangen. und nicht glaubte. so würde diese Einrichtung dennoch keine Quelle der Intoleranz sein. und wer findet in den Ge. sondern vielmehr die Absicht des Schöpfers bei der An- lage l>« Menschen erracheu: daß sie.

wie weit würde man noch in jeder Wissen. sind von einer dreifachen Art. Allein. wenn diese an sich so löbliche Neugier. in einem andern Lande erzeugten Be dürfnisse für Konterbande erklären könnte ! '. welch ein Regent. auch Theologie als ein Resultat von Beobachtung und Schlußfolgt. Einsichten mittheileu sollen. Merdings haben wir diestr Forschsncht viel Gute« zu «erdanken. was ihr unbekannt ist. sihaft zurück sein. so bereitet er sich eben so viel Misvergnügen. in einem unbekannten Felde neue Wahrheiten zu erfinden.' «. und sich einander ihre bessern Kennt nisse . welche sich hier entgegen zu setzen pflegen. Die Schwierigleiten. Sie liegen entweder in der Natur des menschli« Geistes überhaupt . daß die menschliche Na» m immer nach demjenigen strebt. oder sie liegen in einer individuellen Unfahigkeit einzelner Forscher. gehört dahin. erthcil-. der in seinem Lande die ihm unentbehrlichen. Die Produkte des Geistes lassen sich mit den Kunste werken der Hände vergleichen . 13 E« ist in der That sonderbar. Wenn dnGchsch in denen ihm gezogenen Schranken nicht hält. oder die Um- stän- Banden leben. de. sowie alles seine natürliche Grenzen hat. ' . le. als erVer. ZnuM zum Lohn seines eifrigen Bestrebens nach dem Anblick der Strahlen eines ihm bis dahin ncch verborge« nen lichtes erwartete. so. dessen von einem nur kleinen Bezirk eingeschränkter Blick den H>r Untersuchung gezogenen Gegenstand nicht durchdringen kann. «mtz «mch diese Forschsucht die ihrigen erkennen. ihre vorzüglicher!. dem Geiste nicht Eifer Muth und Kraft. .

ipollen. Im Himmel und auf Erden sind aber. wenn wir uns nicht dem Vorwurf. daß man aus sehr weisen AbsichtenEntdeckung und Aufschluß späteren Zeiten vorbehalten wolle. Nur in dem ersten dieser drei Falle kann es uns freistehen. Diese Mög- . sie zu bezweifeln. so viel Dinge. an das Zielftiner Wünsche zu gelangen. weil in Hen ersten Graden drr Freimäurerei dem Anschein nach kein Gehcinmiß mitgetheilt wird. das ganze Jnstitut nur auf eine Grundlage von Schimären aufgeführet sei. in Vorurthejlen zu stecken. daß es schwerlich dem entschlossensten Mnth . oder unbesonnen und unrichtig zu Messen. aussetzen . und keine größere Wahrheit-. lichkeit . verborgen sei. wovon sich unsere Philosophie nichts träumen läßt. stände legen so vielfache und so schwere Hindernisse in den Weg. So folgt es zum Beispiel gar nicht. wenn nicht ein besonderes günstiges Hhngefähr ihn auf den einzigen zu seinem Ziele führenden Weg hinleitet. die man darunter auf die allerentfernteste Art zu verstecken für gut erkannt. und im dritten . der eisernsten Geduld und dem scharfsinnigsten Kopfe wider fähret. daß. Wir wollen annehmen (aber nicht zugeben). 54 > . so bleibt immer noch die Möglich keit. die Möglichkeit eines glücklichen Erfolgs der Arbeit zu bestreiten. daß wir in unsern Aeusscrungen und Ur- theilen über den Welch wissenschaftlicher Bemühungen allerdings höchst behutsam zu Werke gehen müssen. daß die mitge- theilten Hieroglyphen keinen andern als moralischen Sinn zulassen . wie Shakespeare sagt.

daß die -Obern des Ordens. zum Glück so vieler Brüder. daß . welches man zur Prüfung derer der Mittheilmig ties Gchemlnisses würdigen Menschen einschlägt. und gewiß nicht einsichtslosen Männer. allein- die Klugheit und Vorsicht die bei einem Geheimnisse. mich zu dem Posten eines Staatsmimsiers hinauf zu schwingen — und es ist noch immer nicht in dem Grade moralisch unwahrstheinlich. der auf unsere Ueberzeugung billiger Weisn so vielen Einfluß haben sollte. ^ . für verwerflich und zweckwidrig erklären sollten. '5 iichleit erhält durch die Versicherungen so vieler redlichen. - NMcht könnte man sich indessen an das Mittel /rossen. und »lles. rechtfer tigen die Wahl in jedem Betracht. nicht auf die Erjagung dieses so schwer erreichbaren Ge- heimnisses ihre ganze Beschäftigung einschränken. die nun entweder selbst unterrichtet sind. welches nicht anders als von der höchsten Wichtigkeit ftin kann. . Dann aber ist es auch eben so unstreitig . was nicht darauf unmittelbar Bezug nimmt. scheinlichkeit. einen gewissen Grad einer Wahr. Wenn ich voraus sehe. die sich ihrer Führung willig und folgsam überlassen haben. oder die das ganze Geheimmß vollständiz in ihrer Gewalt haben. mit allem Fug höchsinothwendig ist. oder aus Fanatismus und Stolz ihren Mitobern nur nachsprechen. daß meine Zeit vergeblich verschwendet sein würde. denen entweder dn richtige und erhabene Auslegung des Geheimnisses bekannt ist. schon mehr für als gegen die Möglichkeit eines Geheinmisses überhaupt zu stimmen.

wenn sie auf eine wahrhaft philosophische. Die Vor- treflichkeit einer Disciplin . denen es aber selber an Einfluß und hinlänglichen Kräften fehlt. ist nicht für das Genie. dennoch auch in meinem niedri gern Verhältnisse ein nüzlicher und geachteter Mann zu sein. ist einleuchtend. dem ihre Bande verhaßt sind. verkennt. wenn sie mir nicht allen mög lichen Vorschub gäben . in wel chem sich das Genie besser entwickeln und zeigen könnte. deren Wahrheiten insgesammt schon erfunden sind. als in der Maurer«. Jn der That kenne ich ausser der Arznei- kunsi keinen Zweig der menschlichen Erkenntniß. die freilich allen guten Willen haben können. Hicher gehören wieder i) Das Studium der Philosophie. wenn man I. und nicht auf eine ihr gerade widersprechende Weise an gestellt wird. net. als daß ein gewöhnlicher Maurer vollendet werde — so würden doch meine Freunde. sehr unrecht an mir thun. Zuförderst die vielen Zweigen der Erkeunlniß. und zur vielfachen Ergötzung die nen können. ober sehr gemeine Begriffe von ihr be sitzen .l6 ' baß ein gemeiner Knabe alöMann diese Ehrensielle erlange. und nicht benutzet. die vielen Gegenstände . mich empor zu bringen. übersieht. und das sich nach neuen aber nicht minder evidenten Wahrheiten seh. . welche zur Unterhaltung. zur nüz- lichsien Beschäftigund. welche sich mit der Aufsu chung der Ursachen und Gründe der Dinge bcschäftigt. Die reine Mathematik. Man muß von der Freimaurerei sehr wenig un terrichtet sein .

- 2) Die Naturlehre kommt hier besonders in Be trachtung. Man muß sehr geringe und unbedeutende Begriffe von der Maurerci haben. slph-. Es bedarf keines Beweises. so ist es wohl um so weniger zu verwundern. schon ss äusserst vorsichtig umgiengen. Ktt. Jn wie w«it die Litbhaber der spekulativen Philo. da sie unter so viel rechtschaffenen und einsichtsvollen Männern die Wahl Archivl.n. 4) Die Litterärgeschichte der Philosophie insbe sondere. wenn die Ersten des Ordens das Geheinmiß.e auch in den ersten Graden des Ordens hinlängli- che Nahrung für ihre Forschbegierde finden. und selbst d«s:mgen. in welchen die denlselben unter- geordneten Wesen gegen jenes. finden doch. sehr schätzbare Aufschlüsse. . . die ihre dahin einschlagenden Maximen nicht in hrnn ganzen Umfange begreifen. H h»b. . Da die Maurerei seitmehrern Jahren einen großen Zulauf von Menscheq aller Art hat. darf hier nicht angezeigt werden. itzt. Jm allgemeinen giebt die Mau. wenn man nicht An laß die Menge zu theoretischen und praktischen Versuchen in der Naturlehre aus der Maurerei fände. mit welchem sie. - z) Die Geschichte überhaupt. wemi sie nur wollen . ihre Rechnung. 5a die Zahl der so ge. nannten M<u«er noch sehr unbeträchtlich war. «rei über das erhabenste aller Wesen und über die ver- schiedenen Verhältnisse. gegen andere und gegen sich selber stehen. LH. wie viel Stoff die Mau lerei einem forschenden Geiste hiezu darbiete.

für den Hauptzweck des Ganzen ansieht. Diesem entgegengesetzt ist. er ist es nicht. was durch seine mannigfaltigen Kräfte. Kennern und Unkundigen über dieselbe ge- schrieben worden. würde . Anlagen und Talente. daß in der Maurerei übernatürliche Kenntnisse gelehrt und gesucht werden. Jn der That. Verstand«. so muß man doch auch bemerken..^ . von redlichen und unredlichen Mannern. Natürlich nennen die Aerzte und Philosophen von dem Mensche» theils dasjenige. für sich. von wah. Allein offenbar liegt da eine Verwirrung und Unverständlichkeit der Begriffe zum Grunde. unh das Uebernatürliche. . kann man sich hinlänglich versichern/ daß die augeblich bekannten Zwecke gerade gar nicht das Augenmerk und das Ziel dieses ehrwürdigen Jnstituts find. den Znstand. wenn man die Spe kulationen in der Geisterwelt. was seit geraumer Zeit. . so lange er für gesund angesehen werden kann. Ungeachtet dessen. das Widernatürliche. . noch sorgfältiger und genauer damit zu Werke gehen. daß sie wahrlich nur ein kleiner Theil des Ganzen sind. und wenn man auch zugiebt. die Bemühungen in der höhern Naturlehre. '. Jene». welcher dadurch ange- bauet werden soll. »!»a haben. möglich ist. theils auch in engern. dem Ausdruck nach. Es ist nichts gemeiner als der Wahn . ren und falschen Maurern . Man irrt in der That sehr. in welchen er befind lich sein muß. welche allerdings einige Grade eini ger Systeme beschäftigen. daß die Maurerei sich des Studinms dieser Kenntnisse nicht völlig entsteht.

geräuschigen.. Denn entweder. ftrn. «ten. bilde gegen sein Wesen streiten. mitsovie. so müßte doch jeder Unpartheiische das zur Kultivirung jener Kenntnis »nd Kräfte erwählte Mittel für höchst unzweckmäßig an erkennen. statt der frommen Erhebung zu Gott. Und wäre das ersiere. den Geist von seinen Spekulationen völlig entfer.. als ob sich ein Blinder einem nicht minder blinden Mann an. suchten noch den ausschliessend richtigen Pfad. . weil sonst ein sehr auffallender Widerspruch sich in den einzelnen Einrichtungen der Maurereizu Tage legen würde. vertrauen sollte. wovon so viel Rühmens an einigen Orten gemacht wird. Feuerstrahlen.-. Wäre der letztere Fall. aber wann hat ein wahrer Maurer dieselbe Sprache geführet? Er kann sie auch nicht führen. durch zuviel zum Theil unsittliche Dinge... dieses hingegen würde dm Einfluß und die Mitwirkung höherer Kräfte voraus setzen. . weil die lermenden. 7 .. durch welche seiner Schwachheit aufgeholfen wer- den sollte. . Woher aber sollen diese Kräfte sich mit den seinigen vereinigen ? Soll es ein besonderer Aushauch der Gott. und das Herz. die Obern des Systems wären schon an dem Ziel der übernatÜNuHen Kenntnisse/ «enigsiens aufdem richtigen Wege dahin. . so hiesse das ja eben so viel.. oderste. mit Halte und Gleichgültigkeit erfüllen tvüryen.. die als Bothenihm dienen sollen? Freilich möchten einige Schwärmer uns d«wn so gern überreden. heit sein? oder sendet der Urgrund des Lichts ihm von seinem Throne herab. '. len Zerstreunngen verbundenen Einrichtungen des Aeus. .

B. «ine gewisse Gleichheit der Stande. und zum Besten der Menschheit kultivirt werden ? Mag dann auch der größte Theil der Frei mäurer selber nicht bestimmt wissen. daß die Masse.B. Und nun nach gerade liesse sich bestimmen . an welcher er arbeitet. die den Niedrigen für seine geringere Weltehre durch die Annäherung an die erhabneren Zünfte der Staa ten in gewisser Absicht schadlos hielte. daß er darinn bestehe — so würde man schon begreifen . Wie viel dergleichen mögliche Zwecke lassen sich aber nicht denken. was die - Freimäurerei sei ^ Sie ist ein sehr lobenswürdiges Jn. zweck. wie sie der Orden gegenwärtig hat. von innerm Wer- the sei. zur Erreichung jener Zwecke ein schickliche» Mittel sei. und ihrem Führer ruhig überlassen. . . wären das z. von dem Orden kultivirt. selben der Thron eines Königes geschlagen. Beförderung der nuzbaren Wissenschaften . Beförderung der allgemeinen Menschenliebe. und sage nicht. Die Freimäurerei hat allerdings ihren großen End. daß eine solche äussere Form. mehr oder minder sichtbar. ob ans de» . Zwecke des Ordens. zu welchen löblichen und für ihn und seine Mitbrüder nüzlichen Absichten er . Verähnlichxng der Gesin nungen unter allen Völkern und Sekten . einzeln oder insgesammt. Einschränkung des Despotismus. von welchem die Welt viele . Wäre dieser Endzweck z. arbeite — genug er kann doch wenigstens das wissen.oder Münze . für die darbende Armuth geprägt werden soll. ich sage. siitut. von denen einer oder mehrere höchst wahrscheinlich. das eine große und iyt nochwendige Relation auf das Wohl der Menschheit hat.

Neu. ' nick Vorcheile bereits zieht. «er näher gebracht wird. und einfältige Gemüther. so sind sie gefährliche Leute. zu denen die Maurerei ei gentlich angelegt sei. von dem. selber begegnet — bei Vermerkung einigen Antheils ander Maurerei. die ihrem Geschwätze Glauben beimessen. Und wenn denn diese Leute — es ist mir. und noch sehen werden. Es fehlet in Berlin nicht an derglei- chen Betrügern. sind unserer Natur zu NM. weil sie oft den Gescheutesten duvch ihr grundloses Gewäsch zu bethören im Stande sind. die sich ihren Augen in allen Elementen dargestellt. er. Will man sich darüber verwundern? Liebe zum Wunderbaren. und dann von den vielfachen Wundern. Es giebt Betrüger und Schwärmer. welche von den sonderbarsten Dingen . ft man nicht kennt. »no es hak zu allen Zeiten nicht'an Leuten gefehlt. zurdt. B ) zählen. der ich dieses schreibe. denen wir alle Erfindungen zu verdanken haben. Sie sein Betrü ger oder Betrogene. worüber ich den Gott der Wahrheit zum Zeu gen nehme. und . welche diese Grundttiebe des menschlichen-Geistes. was sie gesehen haben. von ihren Kenntnissen . . und Zuversicht anfd«. Mistrauen in lms was man kennt. daß sie die Wahrheit reden. welche vielleicht mehr als Einen hitzigen Kopf mit ihrem Feuer verbrannt und verwirrt haben.jedermann hat sich vor ihnen zu hüten. bei allem was Menschen heilig sein kann. schwatzen. beschwören. ANd noch m^rer« «rwattm lsnnj da« aber unmerklich seiner Vollkommenheit im. für sich und zu ihrem Vortheil zu nutzen gesuchet. in dem theatralischsten Pathos deklamiren .

ihre Aufnahm« mit den abentheuerlichsten tinb zum Theil grausenvollesten Umstanden beschreiben. endlich aber vor die sieben Geister am Throne Gottes. wenn der elende Gastwirth Schröpfer „ach ihrem Bericht sich von der Theurgie zur schwarzen Magie verwirret. wenn sie versichern. Himmel Gewitter entstehen und Todte erscheinen gese« hen zu haben. durch die Macht der Maulerei bei heitern. daß sie von dem noch höhern Grade der Gewalt gar nicht mehr fern sind — so kann es nicht fehlen . einen wirklichen Abscheu. s. jenen Wunderwerken als Augenzeugen beizuwohnen und dann zum Besitz der Kunst sich alle Elemente und das ganze Geisterreich unterthänig zu ma cheu. daß Schröpfer aus die« Ursache sich habe erschlossen müssen u. ebenfalls zu gelangen. lrüger. haben der Freimaurerei bei verständigen und recht schaffenen Männern. so manchen braven und gut denkenden Mann angeführt. die wissent lich oder doch aus ungegründetem Vertrauen in den Be. oder doch ' «ine . und zum Enthusiasten und fanatischen Thoren gemacht haben. daß Leichtgläubige nicht eben das Verlangen tragen sollten . und verrathen lassen . Dergleichen Betrüger oder Betrogene. vor das Urim und Thummim geladen worden sei. 2H '" . Michenen Gewalt zu geben. f. erzählen. fen. der sie hinterging. wenn diese leute sich für Schotten der Erkenntniß angeben. sich Glauben zu verschaf. und durch die einem reisenden Magus gestohlnen Kleinodien so viel wahre Wunder verrichtet z«habt habe. indem sie die heiligen Versicherungen misbrauchen. Rechenschaft von dem Misbrauch seiner er.

dieses Ungeheuer von Vorurtheil bekämpfen. als die Hofnung. mit Verachtung. »ndngeben. Ueberhaupt aber kann man allemal denjenigen bedau ten. Die Gefahr. — :. und daher sollten die Obern des Ordens mit «Um nur anständigen Waffen. dergleichen nach vielen ein wahrer Maurer B 4 ist. von einem Betrüger. die im Publike» und unter Mgen Brüdern über das Wesen v« Mau- rem Herrschen. angeführt zu werden. an welchsm von den guten Bau leuten gebanet werde. Das enge und genaue Frnmdschaftsband . Beispiele sind verhaßt. ist ungleich größer. und auf diese Art so manchem verwundeten oder ver kannten Gehirn seine Ruhe . in den Be sitz derer in dm Schooß der Maurerei niedergelegten Geheimnisse zu gelangen glaubt. so unterhalte man immer den angenehmen Wahn. daß r< der Tempel der Freundschaft sei . nach seiner Meinung glücklichen Zufall. Da die Harmonieder Gesinnungen und Entschlüsse bei einem gemeinschaftlich zu bearbeitenden Werke so nothwendig ist. wirklich einen sol chen Phönix. das ohnehin leider ! nur zu oft in kogen verfehlt wird. ist so eins. um die es gekommen ist. . die aber unschädlich sind. mit Spott. mit Erusi. E. die ein anderer b» h«ss«rn Sache sich bewußter Mann höchst ungern erdul det.K gickt noch mehrere Vorurtheile . welche er läuft.. welcher durch einen ihm von ohngefehr ausgeflossen neu. und deshalb gern geduldet werden können.eine Verachtung zuwege gebracht. der unter dem Schein der Philosophie seine Einfalt täuscht. . aber es giebt Hrn.

Man stößt sich auch nicht daran . rer. der sich durch seine Aeusserungen von den Aeusse- rungen der Menge von Betrügern und Böscwichtern. bei dem Eigensinn. woran er den achten Maurer bei dem Anschein von Sonderbarem. und selbst in einem un ter Manrerischer Autorität erschienenen Buche *) wird die Erwartung der Lefer nach der so seltenen Erscheinung aufs höchste gespannt. von diesen Betrügern unterscheiden soll? Man giebt gern zn. einen Mau. kennen zu lernen. theilung der Grundgeheinmisse zurückkehren sieht — Denn selbst auch da muß ein Mann von Einsicht nur anfs höchste Fingerzeige erwarten — aber billigen soll. die er verwahrt . <en unglaubliche Dinge erzählt. so empfind. nicht. Ueber den Zweck des Freimaurerordens. dem Anschein nach. mit denen Geheinmissen. ohne die andere. da ihm doch keiner ins Herz sehen kann. . daß man selbst Brüder des höhen Ordens misvergnügt von der angeblichen Mit. lich vermerken läßt. denen man in die Hände zu gerathen Gefahr läuft. daß man die eine nicht entdecken kann . nicht unterscheidet. Jch frage einen jeden. daß man die Blicke der Mau. Man hat von diesen seltenen leu. bei dem blinden Vertrauen. bei dem ängstlichen Misttauen in die Welt. ') S. daß die Geschichte des Ordens.25' ist. wie doch gar nicht angeht. sag' ich. das er fordert. den er . sobald die Er- Wartung blinder Zuversicht fehlgeschlagen ist. so verwunden sei. woran er. mit Preis zu geben. te man es. und dennoch läßt man uns am Ende in der größten Verlegenheit unsern eigenen Re- fierionen über.

esse tabei habm . finden . was den Verstand so irr« führen. wie aus den my. und ihn« dergleichen schlechterdings nachtheilige Schildernn. nicht nur vor denen so sehr gemischten Brüdern der un tern Grade. Gerade vor Schriften dieser Art. sdie doch allerdings wohl ihr erlaubtes Jnter. und so mancherlei Unannehmlichkeiten veranlassen kann. Der Spötter oder der Misvergnügte wird daraus Anlaß zu höchstbittern Vermuthunaen wider die lautere Absicht der B 5 Obern . was die Meinungen der ganzen Welt so sehr gegen sich hat. wohin man sie denn eigentlich ln bringen gedenke). durch die romanhaften Begeben heiten angeblich vollendeter Maurer . eine große Menge von Lesen. und von diesen Lesern eine nicht minder betrachtliche Anzahl bereden . löschen Schriften mancher mit angeblich vorzüglichen 3nmtmssm prahlender Maurer sich zu ergeben scheint. und wir sagen noch einmal. muß man sich am meisten hüten. gen vormacht. das. so wäre es in keinem Betracht vorsichtig ge» handelt. welche durch ihre einfältige Einkleidung. und den Ton von weit ausgebreiteter Uebersicht des Ganzen. es ist durchaus nicht »ohlgethan . -— 25 Nmrer. nnd als dm Apfel des Tantalus im Wasser hinzustellen. sondern vor der ganzen Welt auszukramen. so misleitet. nach gerade zu erfahren. daß die öffentliche Autorität des Ordens solche Schriften bekannt zu machen erlaubet. dem «bkwdtten Maurer aufbehalten und zum Ziele ge« steckt sei. den solche Verfasser anzunehmen wissen. Wir wollen zugeben — was denn ober bei weitem noch nicht eingestanden heißt — daß der Erwerb übernatürlicher Kenntisse.

. je mehr Einsicht sie sich zur Beurtheilung zutrauen. . hernehmen . die die Augen der For scher nur von ihren wahren Zwecken ableiten wollen. daß es. wenn es auch nur Nebenzweck ist. karrikaturmaßigen Vorstellungen ohngeachtet. 26 «——- Obern mit dem ganzen Jnstitut. wenn auch diejenigen. gerade am wenigsten die Hand kennen. die ganze Maurerei sei nur das Ge webe eines eigensinnigen Kopfs <^daß sie aber gewiß un endlich erhabner sei. ? Der völlig unrichtigen. Man kann doch in Wahrheit sag?n. daß über all. " Wir . je leichter man sie ihnen als solch» aufgeheftet hat. wo eine Freimaurerloge angelegt worden. . die nachmals um so unwiderleglicher sind . s . und je weniger sie be sitzen . man macht Fanatiker und Schwärmer . aus welcher sie ihn erhalten. und um so unbescheidner solche Schattenspiele als Realitäten verkaufen. diesem Jnstitut die Achtung und den See- gen eines jeden. Gesetzt endlich. die man von dem wahren Maurer dadurch veranlaßt hat. doch um des allemal mit in Verbindung gebrachten Nebeiv zwecks willen. zugleich «ine wohlthaliK Ansialt mehr ist. bleibet dieser dennoch ein sehr ehrwürdiger Mann. erwer ben müßte. schiefen. lehrt ein einziger Blick ins Jnnere): so fliesset doch auch so viel gutes aus derselben den Men schen zu. der sich um das menschliche Geschlecht auf vielfache Weise verdient macht. der für Menschenliebe Sinn hat. die den wohlthätigen Einfluß seiner Beni«- hungen am meisten empfangen.

wir wir schon oben sagten. daß den Logen nur Gelegenheit zum Wohlthun gegeben werden dms . Die Freimaurerei muß sich so viel unglimpfliche Urtheile gefallen lassen. welche der so genannten pro« fanen Lvelt. Die- ft befiehlt Mildigkeit gegen jedermann. der sich an sie wen. bei einem frllichen Tischi sich auch des darbenden Armen zn erinnern . die Frei maurer das thaten . man hat ihr so oft vorgeworfen. Mr zeigen daher nun auch ll. mehrmalen in Gesell schaften. eben weil. Es ist doch nicht zu läugnen. aus dem Instiwt der Freimaurerei zufiiessen. meine und anderer Ermunterung. die vorcheile. so ge gangen. welches bei einem so weitläuftigen und gemischten Hau fen noch immer zu vermeiden stehet. Folglich ist es nicht Schuld der An sialt. wie man sagte. sondern der tadelhaften Vollziehung der Gesetze. was ihre Rechte thut. und hier zuerst die liebreiche und edelmüthige Untersiü- jung der Arnim und Unterdrückten an. das ist aber nicht mehr Geist der Maurerei. der ihrer bedarf und verbietet vielmehr alle eigenliebige Prahlerei mitgu- len Handlungen. nnch ^rm Kräften Unterstützung erwarten kann. und verHchien nicht immer ihrer Linken. und bei so viel zum Theil nicht genossenen. einen ganz un . daß man zu ihren Wohlthaten keines besondern Jnstituts bedürfe. wo ich nicht als Maurer bekannt war. und doch kostbaren Leckereien. und doch ist es mir der ich dieses schreibe . daß man. und jeder Hülfsbedüeftige .' Vet. verachtet . Vielleicht sind sie etwas zu laut mit diesen Gaben.

wie sieso gewiß von der Freimaurerei verlangt wird. bringt keine Gleichgültigkeit gegen die Religion überhaupt zuwege. fdem man doch wenigstens das Verdienst lassen muß. hatten die Logen schon den Grundsatz angenommen. Die wahre Duldung. denen er fehlt : Wenn dei Arbeit Vchluß erscheinet. Wäve bei ei< «er der Fall. Und vergönnt euch auiluruhn. nur friedfertigen Gesinnungen. Denket. die schon ihren bestimmten Beitrag zu milden Verwendungen ausgesetzt hat.daß er bieGemüther derFürsteu für die Duldung aller.unmerklichen Beitrag für Arme versagt hat. ohne sich zu erin. Zweitens kann man mit Grund der Wahrheit sagen. Eine Gesellschaft von Freimäurern hingegen. Es sind zwar seit geraumer Zeit schon viel mehrere Triebfedern zu die ser menschenfreundlichen Absicht wirksam gewesen . die ihrem Urheber und den lo gen gleiche Ehre macht. uern daß es Leute gilbt. genießt doch Kinen Bissen Brod. und . daß der Arme weinet! Eine Ermunterung. sie unterhalt vielmehr allen frommen Eifer zum Besten derselben. ohne allen Unterschied der Lehrmeinungen. als durch die Freimaurerei. in so fern sie nur nicht alle andern zu ihren untergeordneten Sklavinnen machen will. daß die Duldsamkeit durch kein Mittel so kräftig befördert worden ist. daß sich das Streben nach SuMorität. allein ehe noch ein vpltare. einnahm). jedem redlichen und gefühlvollen Manne ein Recht zur Bruderliebe ihrer Mit glieder zu zu erkennen. So vergeßt nicht wohl zu H«n.

sen: so ist es vielleicht nicht recht. gemacht es ist. mit der Beförderung sitt licher duldsamer Handlungen vereinige. daß die Maurerei den See- gen duldsamer Gesinnungen. ml die Unterdrückung der andern Sekten und Sekten. und nicht ihres jüdischen Glau bens halber. und diejeni gen von treuen Vorstehern nicht geachtet werden . aber wenn es ge schieht. daß sie die Moralität befördere. ftmg l>« Juden von den Thoren der Loge ist ungesetz. daß. lich und wider die Observanz ihrer einsichtsvollesien Sy- steme/ und wenn allenfalls in Teutschland politische Ur sachen die Obern bewegen.'irde selbst dann der Orden die Ueberzengung der Or. die in dm Pflichten ihres Bekenntnißes lässig und trage sein könnten. so ist eö ihrer bürgerlichen Eigenschaften wegen. um deren willen man auch so viele Christen von besteck tem Charakter verbittet. Denn die Zurückwei. so n. «nv«ndt«n von ihrem Wesen nicht trennen liessen. und Gesinnungen vom großen Haufen allzu oft gemisbrancht wird : so gewiß ist es auch. oder es wäre das der einzige Fall. ^«nmüungen ausgeschlossen würde. ». So aus. sich meldende Juden abzuwei. daß Eine Religion von der Theilnehmung an den brüderlichen Ver. thodorie m seinen Gliedern nicht vertilgen. Drittens kann man der Freimäurerei gewiß nicht absprechen. auf der andern durch Unsittlichkeit und Jrreligiosität verlohren gehe. was der Staat durch Toleranz auf einer Seite zu gewinnen scheine. indem allerdings die allgemeine Zollfreiheit der Gedanken. vier» .

als das. wenn sie ihm auch keine iandere Rechte. die ausser den vorhin ange zeigten Hauptvortheilen einem Mitglied« von seiner Ver bindung entspringen. das es der Mühe werth ist zu kultiviren. der hierdurch unter eine Ge sellschaft aufgenommen ist. haben gewiß ihren großen Werth .. die nicht zum Besitze desselben gelangen .. und ein Geheinmiß. gewahrt schon dieallmählig wachsende Kenntniß. und um so mehr dann..-. Wir wollen hier nicht noch verschiedene Nebenvor- theile in Anschlag bringen. gegeben hätte. Sie hat sicher ihr Geheinmiß. mit ihr gemeinschaftlich viel Gw> les zu bewirken. die zwanglose Harmonie der vermischten Stande. Allein auch denen. "der sich freiwillig gewissen Prüfungen und Oblie genheiten iunterworfen hat. den sich jeder Bruder. Man kann also von der Maurer« im allgemeinen . das diejenigen. . und die stufenweise Annäherung zum Lichte. die es nicht empfinden.nicht anders als ein sehr vortheilhaftes Urtheil fällen. Die Gewißheit überall eine freund. daß so manches wissenschaftliche und Künstlertalent durch den Orden Ausbildung und Unterstützung gefunden. schaftliche Aufnahme zu finden. sich selber verbittern. der thätige Beistand. und ein bereitwilliges Herz für gut gemeinte Verbesse rungen hat. . so manche anständige Vergnü gung. Nach diesem allen also — ist ein Freimäurer ein Mann . unsägliches Vergnügen. viertenn kann man doch auch nicht unbemerkt lassen. die.. wenn er ein of fenes Ohr für die warnende Stimme eines Freundes. ihm immer ehrwürdig sein . . versprechen kann. welcher Unterstützung bedarf.

und den Gedanken nie zu bedaursn hat. seine Vollendung zu suchen. nchl und einer Aufklärung vor sich sieht. erwirbt. Diese Vollendung ist auf jeden Fall doch immer ein glückliches Ohngefehr. sich den noch mit der Zeit erweitern kann/' Er ist einem Wande rer gleich. die er auf seinem We- z» ünttift. die Augen verblenden. was man besitzt. wovon zuweilen die'höhern Grade gewisser Logen so viel Rühmens machen. das sich um so mehr entfernt. wenn man nicht alle Vergnügungen und Vortheile. seine Heimath verlassen zu haben. denn wem die . wenn auch nicht das eigentliche Ziel seiner Bestrebungen und Wünsche in dem dermahligen Gesichtskraise liegen mag. aber noch mehr dann.. Man lasse sich nicht von den hohen Kenntnissen. denn es ist eigensinnig. frauenzimmerhaft. Man handelt daher in der That unrecht. und einem eingebildeten Scheingut nachläuft. . an. der aber zugleich die Aussicht zu einem Unter. welche. und der. der vielleicht. anbie ten. doch Vergnügen die Fülle einärndlel. wenn er auch sein ganzes Leben völlig auf der vorhabenden Rn/'e /«brachte. je näher man ihm zu kommen glaubt. der sich ein weites Ziel zu seiner Wallfahrt gesetzt hat. mitnimmt. aber in der Gesellschaft der Gefährten. die in seinem Wege liegen. «in Maurer zu werden. aber man thut übel. je weniger man nach ihm strebt. doch einen grossen Theil seiner Endzwecke. . l 31 ftm muß. und «H dn angenehmste Weise. wenn man verläßt. > Na . und da» Glück muß sich nach einer bekannten Bemerkung. Wd ergiebt sich oft um so eher. Man thut wohl dar. launisch. dieses Ziel nicht erreicht.

- Ueberhanpt ist das Studium der Maurern eine ganz sonderbare Sache gewerden. der im Winter kein taub hat. . werden selbst Ne gationen den Werth bejahender Bestimmungen erhalten» Der Baum meines Gartens.. denn. doch noch immer eine richtigere Vor. keine Tanne. ist kein Apfelbaum. keine Linde. das die Eine Halbkugel der Erde zu gewissen Zei ten zu erleuchten diene. wie wohl er -such eine Esche oder eine Birke sein könnte. einige wenige positive Bestim mungen eines Wesens vorausgesetzt. Endlich kann das nega tive Studium der Maurerei auch einen sehr positiven Nuyen haben. vorstellt. Mau ist auf so viel wider. die mehrentheils alle. II. Wer sich den Mond lieber als ein licht. als er es bei seinem er sten Eintritt in die Lehrlingsloge war. Ga. so unvollkommen dieser Begriff ist. sinnige Vermuthungen gerathen. der ihn für einen elektrischen Funken ausgiebt. . nicht ohne den empfehlenden Anstrich einer Art von Wahr scheinlichkeit waren. hat. der wird schon aufder Lehrlingssiufe den belebenden Geist des Ganzen fühl«n und empfinden. der wird als Schott eben so fremd inderUeber- ficht des großen Plans. der ohnehin noch nicht ganz vor ihm aufgeschlagen liegt. bleiben. der keine Frucht tragt. als ein Petersburger Thor.32 »------« Natur Scharfsinn und Gefühl des wahren verliehen hat. stellung. und wem das versagt worden. sondern höchstwahrscheinlich ein Eichbaum. der diesem Palliativ der Ueberzeugung Glauben zustellt. dessen Blüthen nicht Geruch geben. Wie weit ist derjenige von dem Wahren entfernt.

il). Archiv. das körperliche Wohl und den Glücksstand jn gründen. Gabriel Naude's Schutzschrifk für alle große Männer. die zur Beurcheilung der Schriftsteller und besonders der Geschichtschreiber erfodert werden. hierüber den Inholt. Von denen Eigenschaften. daß er aus dieser Ursache von den Kirchen. "" 33 II. die gesellschaftlichen Eigenschaften bildet. ein seiner würdiges Denkmal zu stiften. natern die Alugheit des Fleisches.V.*) (Erster bis zehnter Abschnitt. die in unse- rer Sprache durch verschlagenheit und List gegeben «er- ') S. der die Vergnügungen ordnet. bemerkt in einer sehr nützlichen Schrift "> daß man in der Klugheit zwei Theile anzunehmen habe. halten lehrt. um dem Kaiser Karl V. den man inBe- tracht seiner vielen Verdienste. E . V^in gelehrter und verständiger Mann. und sich so ausschliessend beschäftigt. Einen. die der Magie bezüchngr worden.. und von lateinischen Schriftstellern mit Worten benannt worden. die Gesundheit er.) Erster Abschnikk. Aemter und Würden erwirbt.I. als den zweiten Plutarch unter den schönen Geistern seines Jahrhunderts erwählte. ") Viv« äe tl-5äenäil ä1lcir>lIlu. LH.

Man hat sicher sehr gegründete Vortheile' davon. oder zu. und uns die Ruhe oder den Sturm ihrer Leidenschaften. wenn man sie in An wendung bringt und als einen Probierstein ansieht. um ihn zur Erkenntniß und prak tischen Anwendung dessen . welche sich denn besonders in der Schätzung und Bcurtheilung der Schriftsteller of fenbaret: ein gew'iß so nothwendiges und erhebliches Stück. oder als «ine Fackel. was in denselben das beste und wahrste ist. daß sie nur einmal gehörig geordnet sein darf. wie palamedes den Ulys ses und der junge Aristeus den Gott des Meers lehrte. die uns in den handgreiflichen Dunkelheiten des Jrrthums . nnn . den edelsten Theil des Menschen auszubilden und zu ver feinern. den Strudel ihrer verschiedenen Bewe gungen und die bewundernswürdige Mannigfaltigkeit ihrer Seelenstimmungen zu entdecken.34 »«----- werden könnten. anzuführen. Da uns nun die Wahrheit nie an ders als verhüllt in den Leidenschaften derer. um uns solchergestalt in das Jnnere der Personen drin gen zu lassen. wenn es uns um eine richtige Erkenntniß der selben und ihren ungestörten Besitz ein Ernst ist. um das Wahre von dem Falschen zu unterscheiden. sie eben auf die Weise zu finden suchen. die sie ent weder aus Unwissenheit. erleuchten kann. zeigen muß. die wir anzustellen wün schen. der unsern Gang bestimmen und den Weg un serer Untersuchung der Wahrheit. Der andere Theil aber hat zum Zweck. oder als den einzigen Leitstern. erscheinen kann: so müssen wir schon.Gunsten ihres beson dern Eigennutzes verstecken. und den Geist mit Wissenschaften und Kennt nissen zu bereichern.

nimlich da. nicht unsern Beifall erzwingen. dn ihr bereits angelegt sind.von fabelhaften. wenn die Aacht den ersten Schlaf herbei geführt hatte *). wie eine kampe. anziehen. mucaro corpore. I'zntomaziz cuntenäe tenzcia vincw Qonec taliz «rir. incuep» rez«r« cum lumin» sumnc. So denken wir dann mit dem Dichter Birgit: in je mehr Formen sie sich verbirgt. welche sie mn der mehrsien Kunst zu verbergen. quzlem Viäeri«. Jndem wir also alle die schönen Titel die ausserordentlichen Lobsprüche. Dem Mangel einer s'lchen Untersuchung haben wir mit Recht alle die Fabeln. bis sie endlich ihre ganze Gestalt verändert und sich zeigt. mazi« form« K ven« in c>mn«. zu schminken und »usziizieren verstehen. wie ungründliche Richter alles zu billigen. für richtig md vernunftmäßig erkannt haben. . vergessen wir viel mehr nie.«u. diese Lobpreisungen ins Angesicht. daß alles das unsere Freiheit nicht eingrän- jen. der Verblendung der Eigennützigen. seltsamen. was ih nen beliebt uns vorzusagen: wir müßten es dann nach einer sorgfältigen Prüfung und Schätzung. wo sie sich verborgen hält. um so stärker muß man die Bande. sie endlich doch in ihrer ursprünglichen Gestalt sich uns darstellen muß. und sie dann solchergestalt drangen. bei Seite setzen.nro ill. die man gewöhnlich denen ertheilt. oder uns verleiten r-uß. dem Neide der Erhitzten.. ^ C 2 Thor- *) . daß wenn sie sich auch hinter der' Thorheit der Unwissenden. und hinter einer unab sehbaren Gallerie. und lächer lichen Meinungen verschanzt hätte.

die sie der ernst. worin mehrere stehen. die es gemacht hatte auch heilen konn te . welche sich noch heut zu Tage in die Schriften und die Einbildung vieler Personm eingeschlichen haben . die Reflexion. wel ches die Wunden. und vor allen eine völlige Unpartheilichkeit. und verschie- dene sehr würdige Päbsie. fung uns. Zauberer. Ferner muß diese Prü.er- fahrne Jugeud abschreckt. Locke. Thomasms. Tvolff und mehrere. daß es nicht fehlen kann. haftesien Bemühung werth hielten. schwache. so wie sie auch die m. minder schwierig wird und eher gelingt. die einem reifen Alter. sich mit dieser Benrthcilung zu beschäftigen. lich aber die thörigte und lächerliche Meinung. ein . oder vielmehr Mei ster der Magie gewesen wären. die man nur mit der Zeit erwirbt. leichtsinnige. dienen. zerstreuen kann. Scaligcr. Jn der That haben Erasmus. wie Seneka sagt. vorzug. oder wie diF Sonne. Momagn«. Leidmy.36 Thorheiten. daß freilich nicht jeder ohne Unterschied dazu Fähigkeiten besitzt : so hält ohnehin schon die Erfah rung. so viel darinnen ge leistet. Becker. die genaue Anmerkung wohlgesiellter Sätze und vcrnunftmäs- siger Handlungen anderer. Newton. (da. und abergläubischen Dinge zuzuschreiben. wie das Schwerdt des Telephus. Wenn sie indessen auch so verwickelt und schwierig ist. hart näckige Gemüther davon zurück. und einem Genie das sich über das Gewöhnliche erhebt. welche sich in ihrer Abwesenheit angehäuft haben . die uns allemal bei dieser Prüfnngder Wahrheit vorleuchten muß. daß die größten Männer. die allein die Wolken und Ne bel. die man über die gefaßten Begriffe anzustellen hat.

Das zweite Mittel ist eine gründliche Kenntniß der Vernunftlehre. Das erste Mittel besieht in einem aufmerksamen Lesen derer Schrift« sieller. Die . bei denen man viele neue Ge ballten antrift. um mit desto mehrerer Fertigkeit das Wahre vom Falschen. und aller Schriftsteller überhaupt. Momagne. so wie zum Beispiel die Bemühungen der Geschichtschreiber sind. und einer so viel es nur sein kann . des Seneka. in welchem die Eigenliebe so leicht über den Fleiß der Menschen trinmphirt. besonders in einem Zeitalter. und uns den Weg zum dritten und letzten dieser Mittel zu eröffnen: einer Kenntniß der nützlichsten Studien. die sich darin am meisten hervorthun. Sleidan. damit sie die Früchte ihrer Unwissenheit an den Tag bringe. das Einfache vom Zusammenge- sitzten. die man überhaupt zur Bildung und Läu terung der Beurtheilungskraft festsetzen muß. Allerdings ist die N>«hl in dieser Klasse von Schriftstellern von so großer Wichtig keit. Tacitus. endlich auch gewisser mit GckMMnt abgefaßter politischer Schriften. das Nothwendige vom Zufälligen zu unterscheiden. daß man sie nicht vorsichtig genug anstellen kann. Bako non verulam. als des Kanzlers von Engeland. die wir thcils durch unsere eigene Betriebsamkeit. des Thomasius und verschiedener Neu ern. Humei Schmidt und anderer. ' 37 «nzuterKopf nicht erkauft oder erworben wird). sie niucht ihres Beispiels und derer Regeln wenigstens zu «vollkommen. Nuintilian. allgemeinen praktischen Fertigkeit in Weltgeschäften. der vortreflichen hisiorischen Werke eines Thucydides. plutarch. thcils durch den Fleiß unserer Vor gänger erhalten. C .

schätzen wollten. i^tur. sagt ein Dichter. und der Bischof perrot von Siponto ein. sagte: wenn wir den Wcrth der Geschenke der Natur nach der unglück lichen Anwendung. und man hälts fast für entehrend . und nur diejenigen zu zulassen'. Man kann daher füglich von der Druckerei. wir sie dennoch auf leine Weise mit unserer Gelehrsamkeit erreichen kön nen. Hermolaus. die davon gemacht wird. es sei höchstnothwen- dig. seinen Nah men in den Buchlädcu nicht aushangen zu halen *). Bossuet und Rapin von den Franzosen. die alle diese Einbildungen unterhält. daß bei allen Vorthei- len die wir vor den Alten voraus haben.er. hat viele an gesteckt. sc turpe putanif In nuIÜ3 plnitul nl>men ploK»le talieiniz. und wir müssen auch diesem allein die ttr- sach einer so schnellen Ausbreitung so mancher Jrthümer zuschreiben : so wie nicht minder. . Schlö- . unter der unzähligen Menge von Schriftstellern zu wählen . ") Am Ende de« fünften Buchs der l^unelc.35 ------. Die leidige Schrcibsucht. Dies sahe schon vor der Mit te des scchszehnten Jahrhunderts der gelehrte Patriarch zu Aquileja . wie Anne bei den Engel- läudern. 8ci ibenäi inv»!il lcadiez . eben das sagen. so hatten wir freilich ein jegliches zu unserm Verderben erhalten **). Deswegen halte ich dafür. was Sencka bei einer Gelegenheit von ahnlicher Art. daß sie alle die zur Vollkom menheit eines Gcschichtschreibers erforderlichen und nö' thigeu Eigenschaften besitzen. deren fieissiges Lesen uns überzeugen kann.

den Geist der Leser . de ren Urtheil noch nicht durch das Lesen guter Bücher ge bildet worden. sich bei diesen unzeitigen und unstatthaften Früchten der Unwissenheit aufzuhalten. Gatterer und andere von den Teutschen. durchlieset. die daran Vergnügen finden. Denn wer jede Broschüre die gar keiner Aufmerksamkeit werth ist. wenn du gerade zu nichts Lust hast. dn nur dazu dienen . halten. oder wie in alten Zei ten jedermann unter vierzig Jahren unterftlgt war. so sei es unter eben denen Bedingungen . in- C 4 dem . die Offenbarung Iohcmuis und das letzte Kapitel des Pro pheten Esdra zn lesen : ft sollte es ebenfalls Leuten. Aber ich möchte darin noch weiter gehen. der kann sich auch wohl mit alten Weibermährchen eben so viel zuthun machen. daß ihre Vorstellungen auf wahren Erzählungen gegrün det sind.?n. «ber nur dann. zuweilen auch das vorzunehmen. Me übrigen. wie bei den zuverlässigsten Geschichtschreiberu zu beherrschen. sagt ein Römer. sagt er. . unsern Glauben eben so. verdienen keine Achtung . Denn. die nicht mit dem Stempel der Wahrheit bezeichnet sind . Ehe wir' uns weiter in die Beurthcilung und Verwahrung vor denselben einlassen . so nehmen beide sich doch zuviel Freiheiten. wenn man auch einräumen muß. welche die Mahlerei und Dichtkunst für zwei Schwestern. und sie entwe- dninber ganz unterdrückt wissen. und wollten nn sie ja lesen. müssen wir beiläu fig den Jrrthum gewisser Leute aufdecken. Schmidt. die gemeinschaftlich im Stande waren . zu erniedrigen und unedel zu machen. nicht frei stehen. die Seneka seinem Freunde Luzil erlaubte : ich will dich nicht abhalten .

gehen auf einerlei Wege.dem sie die Wahrheit unter Träumen und Schimären ver stecken. und damit bei dem bekannten Kolloqnium zu Poissy den Sieg davon zu tragen dachte. oder des ersten Evange liums. von der Gleichförmigkeit des heiligen Fran« zi»t'us. wcils die Dichter versichern. ") Man müßte sich ja am Ende sel ber verlachen. der neun oder zehn Evangelien. und denen man (um zum Beispiel ei nige davon aus der Kirchengeschichte anzumerken). emer goldenen Legende. Den isomer so gut. von der Kind heit Jesu. stellen. daß sie alle beide in einerlei Verdamnmiß stehen. ob man bei andern fabelhaften Erzählungen minder genau sein soll. aber nicht des Doktors. so wie sie sie vor. K Uomeiuz H a«r ^p«II«. daß Cu- rinun. weshalb man die Thorheit des Beza leicht entschul digen kann. der sich auf diesen gemahlten Grund stützte . Glauben ver schaff *) » I^num leÄintur itci'.als der kühne Apelles. un ter dem scheinbaren und günstigen Titel . dergleichen in der Welt hernm- getrngen worden. der kleine Tydeus undRodomont. weil die eigensinnige Laune eines Mahlers es so vorstellen woll te. oder daß Jesus auf einem Adler gen Himmel fuhe. Jch weiß nicht. ehemals gan ze Stücken von Gebürgen auf ihre Feinde hinab warfen. . weil sichs ein Mahler in der Domkirche des heiligen Andreas zu Bordeaux so vorge stellt hat : oder daß die Apostel bei dem Leicheubegäng- niß der heiligen Jungfrau auf Zimbeln spielten. vorhanden. sc inlwi^ verum 8c>inni» conelpium. und die Dinge sind nirgend . wenn man sich überreden wollte.

was hier oder da zerstreut lag . indem sie solche als sehr zuverlässig und sicher vorstellen . Turpin. die Kombinationen der Lullisten. weil sie der Naturgeschichte sicher einen eben so unwesentlichen Nutzen leisten. als die alten und zer störten Denkmale eines Olaus. für fabelhafte Naturbeschreiber halten wollte. alles zusammen zu raffen. von denen sie ihre Nach richten entlehnten. «nb einige andere nicht weniger merkwürdige Männer. sagt C 5 Sene« . Nomielerus. Schicklicher aber wäre es wenn man die Betrügereien der Scharlatane. Siegebert. und mehrere andere Thorheiten verschiedener Geheinmißkrä- mer. abzuwägen. Wer den Naturforscher plinius. die Räthsel der KoKhaKsien . Denn mehr besorgt. als die Glaub würdigkeit der Schriftsteller . vernichtete. Saro Grammatikus. Ncubrigensis. haben sie nicht nur An laß zu einer Menge schimärischer und lächerlicher Mähr chen gegeben. sondern auch eben dadurch gerade diejeni-' gen Begebenheiten. Paul von Venedig. «---->-« 4l schaffen wollte. der politischen und bürgerlichen Geschichte ge bracht Haben. die wir den Beobachtungen dieser großen Man. entweder. weil sie sie einmal dafür aufgenommen hatten und dem Bei spiel des heiligen Augustin in seinen Verbesserungen nicht folgen wollten — (Denn wenn wir uns auch. die der Wahrheit am wenigsten ge mäß erzählt worden. vinzent von Beauvais . die Träumereien der Mchymisien. die Thorheiten der Magiker. der würde nckch meiner Meinung die Verbindlichkeit sehr schlecht er« kennen. nti haben sollten. den Motzen Albrecht . Phrecul- phus. in Gang gebracht. Merlin. und unzählige andere. <5ardan.

bis man den ersten und vielleicht einzigen trift. daß alle alte Romane der Franzosen aus der Ehroüik des Bischofs Turpin. weil sie den gemeinen Weg ge wöhnlicher Autoren einschlagen. daher die Gründe mit Gewalt. 6cinäe leculi« . der sie ange geben hat. die Rettung Trojas von einem Johann 2e.und von einem auf den andern übergehen. die dergleichen schöne Schimären beschrieben. und von den Nachkommen endlich noch mehr vergrössert worden *).dlelv«t!o crelcit Lx «»vi« czunnäHm male coepr». das Hörensagen für zuverlässige Wahrhei ten. und Gassenhauer für Beweise annehmen. Um uns nun von diesen Ungereimtheiten frei zu machen .42 ---->«-- ka. So ist es zum Beispiel sehr richtig und aus gemacht . von irrigen Dingen haben hintergehen lassen . das Mährchen von der Pabstinn Johanna von einem gewissen Marianus Gcotus . müssen wir den Stand derer untersuchen. Das ist aber eine im Grun de höchst unschickliche Art zu schreiben. vita. Und so erhält die Unwahrheit einer Erzählung immer mehr Glauben. um nicht das Ansehen zu haa den. und daher immer zu be weisen und zu Ende zu bringen suchen . die dann eben so verfälscht auf die folgenden Zeiten gebracht. es sei nun auf welche Art es wolle. als hatten wir etwas grundloses unternommen) — oder wahrscheinlicher. ') ^ — 8i<: l. die man schon verfälscht von seinen Vorältern erhielt. was sie einmal angefangen haben. die Beweise mit Haaren herbeiziehen. so be harren wir dennoch dabei .

den sie vor Augen haben. und um nun ihcem Unheil Kredit zu verschaffen und auch andere dahin zu verleiten. ' . Endlich drittens. Hat man nun diesen ersten Urheber ausge- ftnden. aufst»tzen und verhüllen. . weil man von Schriften eben so urtheilen mus. in der er zuerst jchiieb. ihren Ursprung genom- mm habe. non nnem Mönche Felimandes. so untersuche man aufs sorgfältigste seine Lage. gerne von dem ihrigen hinzuthun. daß «s scheint. als ob die Autoren recht gewetteiftrt hätten. und weil uns die Erfahrung lehrt. sondern sie wenden und drehen und verhüllen. daß die heidnischen Auloren vieles gegen die Christen sagten.. und die Zeit. als auf einfältige und unwissen de teutt. virgil sei ein Zauberer gewesen. wie sie es gerade fär gut finden. als Pctterkulus von gelehrten Männern. verlangt. verlängern und erwei tern. die Geschäften vorsian- teu. der er folgte. wer. und die Sage. weil alle Geschichtschreiber Ceinige wenige ausgenommen > die heldeumüthig nur der lau tem Wahrheit treu bleiben). als Mönchen und Privatpersonen. So sehen wir ein. »ie Partei. uns niemals die Dinge rem und unverfälscht vorstellen. auf große und «chabme Männer mehr. daß fast «lle Geschichten seit acht oder neuntehalb hundert Jahren so vergrössert und mit Unwahrheiten durchwebt sind. Zweitens. und die ältern Engländer das Mädchen von Orleans zu einer Here und Zauberinn machen. weil sie sie haßten. weil man doch ungleich mehr Ver trauen auf Männer setzen muß. Grstlich. 43 vitn. . daß die Anhanger der Kaiser tausenderlei schlechte Streiche von den Pabsien erzählen. wie es der Gesichtspunkt.

Denn weil manche Leute nichts gründliches einzuwenden und entgegen zu setzen haben: so sind sie gar nicht schwierig alles zu glauben unb eigenmächtig anzunehmen . halb Esel ist. welches alle diejenigen auch sein sollten. daß sie wohl nicht auf die rechte Art von ein fältigen und verwahrloseten Käpfen kann in Ausübung gebracht werden. der nach dem Aencas Sylvius. daß die lange Erfahrung und Uebnng das Alter gewöhnlich ungläubig und argwöhnisch macht. Ans allen diesen zur Beurthcilung der Ge- schichtschreiber nöthigen Erfordernissen kann man daher urtheilen. die niemals aus den Glän zen ihres Vaterlandes gekommen sind . um so zweifelhafter wird. Sie halten also gerade das Widerspiel von den was ein Mann von Einsicht thut. das halb Pferd. in den mysteriösen Schriften der Egyplier hieroglyphisch vorstellt . so wie dieser Schriftsteller eben daselbst sagt. oder wie Aristoteles uns den Greis vorstellt. wie es in andern Ländern aussieht.44 ' wer um den Preis davon zu tragen. je mehr Einsichten ihm verliehen sind. die Geschichte nicht studiren. und nicht vom Fleck kommt. Zwei' . di? jenes Thier. am besten aufschnei- den könnte. eine Wahrheit. Nichtwissen. wenn sie den Namen eines großen Mannes etwa nennen hören. daß. und so roh und unwissend sind. nichts mehr geradc zu behauptet. die er von den Mängeln der Dinge gemacht hat. sie oftmals glauben . der durch die lange Erfahrung. die aus Schrif ten wahren Nutzen schöpfen wollen. nicht von Leuten. was ihrer Meinung ge mäß ist. man rede von einem Thiere aus Afrika oder der neuen Welt.

von sei nem Felsen hinabzustürzen. welche. welche tiefer n«>ie Kenntnisse der Natur ein. sich mit ihren Possen und Kindereien nicht abgeben wollten. drangen. heit durch die Grausamkeit jenes Ungeheuers vorstellig machen. Nmblcm. digkeu durch seine Fittige. man alle diejenigen. für Jndifferentisten und Leute ohne Religion erklärte j wer etwas mehr in der hebräischen Sprache bewandert war. An nicht unberühmter Rcchtsgelehrter *) hat Gelegen. und wer den ma. »87. mein waren. alle. diejenigen. Grammatiker und Ketzer schalt. . die sich gern mit ihrer Kultur und Aus bildung beschäftigten. man könnte das Gemälde noch voll- siandh« machen. Ich glaube. Wie wir denn in der That sehen. Von der Magie und ihren Gattungen. daß in jenen Zeiten. welches ein Vergnügen daran fand. ') ^lci«. nemlich die Wollust durch sein Gesicht. und auch die Wirkung der Unwissen. alle mögliche Mühe gegeben. da die angenehmern und schönern Kenntnisse noch nicht so ge. 45 Zweiter Abschnikk. als seit dem sechzehnten Jahrhundert. und den Stolz durch seine Hüye. Denn auf gleiche Weise hat sich die Unwissenheit zu allen Zeiten. da ihnen würdigere Beschäftigungen offen waren. in seinen Emblemen die drei Ursachen der Unwissenheit unter dem Bilde des Sphynr vorzusiel- len. und zu untergraben. wenigstens den Kredit und den guten Nahmen aller derer zu stürzen. die sein Näthsel nicht auflösen konnten oder wollten. heit genommen .einen Juden oder Türken hieß . die Unbestän.

daß sie den Fürsten des Lichts mit dem Ober« sien . das gefallt ihm nicht.46 '» mathematischen und andern nicht so gemeinen Wissenschaf ten oblag.' Da wir aber durch die Folge der Zeit. der die Feder ergriffen. noch keiner sich gefunden. er sei ein Zauberer oder Magus. in den Verdacht gerieht. daß sie nemlich Hexenmeister und böse Zauberer gewesen waren. und der Bosheit die Augen zu öffnen. das weiß ich nicht. die gerade am lächerlichsten und ihrem Stande am meisten zuwider ist. ihr altes Recht zu behaupten. der Bigotterie. die noch nicht so sehr in der Wahl ihrer verdientesten Diener geirrt hat. der Wahrheit der Thatsachen. der Ehre und Reinigkeit der Religion. Und dennoch war dieses eine bloße Ver leumdung. denn was ich weiß. nur auf der Unwissenheit des Pöbels gegrün det. und die Bemühungen derer. weil zwischen ihren und seinen Sitten zu wenig Gleichheit ist. und was ihm gefallt. die insgesammt der gleichen Mährchen und lügeichafte Sagen behaupten: znm Nachtheil der Beschuldigten. die sich mit Schreiben abgiebt. womit er allemal die Vorzüge großer Manner verfolgt hat. welche es der Mühe werth hielten. besonders so manches ge lehrten Geistlichen und Prälaten von einer Beschuldigung zu befreien. der Einfalt. um die Ehre der größten und klügsten Köpfe. wie Senera das sehr aufrichtige Geständniß ablegt: „Jch habe niemals dem Pöbel zu gefallen gesucht. und auf dem Neide. der Unwissenheit. dem misverstandnen Lesen. davon befreit worden : so kann ich mich nicht genug wundern daß ohngeachtet der großen Menge. Jch wage daher diese Unternehmung in der Absicht.

und seinem Schö pfer ahnliches Geschöpf. » . Er kann aber seine Handlungen ordnen und ein richten: entweder durch eineu besonderen Einfluß des Allmächtigen. oder durch Hülfe eines böjen Geistes. daß man itzt nöthig hat. um sie desto leichter zu übersehen. den sie mit ihren Gunftbezeugungen über häufen. und mit ihren edelsten Vollkommenheiten berei chern wolte um ihn zum Herrn ihrer übrigen Geschöpfe zu machen. die seiner Vortrefiichkeit gebührte. ohnge- «chtet ihr Leben und ihre Handlungen uns vielmehr zum. Ei ist doch in der That eine gar seltsame und betrübte E«che. oder endlich durch seinen Kaiu« Kümo. die Gottsee- ligkeit der besten Menschen in Schutz zu nehmen. man könnte. ausgebildetes. als das kühnste Werk der gan zen Natur. daß unter dem Schatten einiger geringen und leichten Muthmassungen. sagt Gvidius *). diese Meinung sich so erhalten ind fortgepftanzet. oder durch den Beistand eines Engels. Der geschaffene Mensch. als zlnn Gegenstand einer Schutz- llde und Apologie. 47 sim der Finsterniß. sollte über alles übrige herr schen. und da sich jedermann bestrebt. Beispiel dienen sollten. ihre verschiedenen Gattungen und Abänderungen nach seiner Einbildung anzugeben : so dünkt mich. hätte in Verbindung setzen wollen. Diese setzt nun den Unterschied zum Glimdt. dn zwischen der erlaubten und unerlaubten Magie zu machen ist. den Menschen ansehen als ein vollkommenes. und ihm eine Macht über dieselben zu geben.

und in aller Absicht zur Vollkommenheit ge diehene Magie. diese großen Wunderthäter und viele an. Diese Magie hat nie einen solche» . vielleicht auch derwunderthatige Gregorius und Simeon Stilita waren.48 stinen eigenen Betrieb und Kräfte. die von plinius zwar verdammt wird (weil er sie nicht kennt. der rrehet wohin er will. diejenige Gattung. um seine Erkenntniß unter den Menschen auszubreiteu. dere. Josua.) ferner. als Prophezei ungen. die Gabe Wunder zu thun. die über unsere eigenen Kräfte geht. göttliche. und nach dem vierten die natürliche Magie. sie darin zu erhalten. welche die Mosaische Magie in Ausübung brachten. und durchaus von jenem Hauche abhangt. fremde Sprachen zu reden. die propheten und Apostel. lei ganz verschiedenen Mitteln. Ins bei seinem Aufenthalt auf Cypern und in Gegenwart des Prokonsuls Sergius dem zauberer Elima» das Gesicht benahm. Nach diesen vierer. liche Magie. glückliche. kann man auch viererlei Arten von Magie annehmen. und sich aus seinen überaus vortreflichen unt> übernatürlichen Wirkungen erkennen läßt. deren er sich bedient hat. Die erste Gattung ist eine geheiligte. weil der heilige Pau. gezeigt als bei den beiden feier lichen . nach dem zweiten die Theurgie. dergleichen N7osco. auch ihnen Ehrfurcht vor den Dienern seiner Befehle einzuftössen. sie zu züchtigen und an ihre Pflicht zu erinnern. Glanz und Herrlichkeit. Wir richten uns nemlich nach der herschenden Meinung. welche eben dieser Schriftsteller die Zyprische nennt. nach dem ersten die gött. nach dem dritten die goetische.

er thue das alles durch eine verruchte und teu. feKsche Zauberei. Jesus Christus aber verrichtete sein« Wunder mit einer solchen Leichtig keit. und sich zum Anführer von sechs mal hundert tausend Mmschen machte .IH. weil doch jene Leute. D Vi« . die zu Aufschrift hatten : «Die Magie Jesu Christi. nun sich ein bildeten. und selbst so unverschämt waren. ja. l^aß sie gewisse Bücher umlaufen liessen. daß Juden und Heiden. wie der heilige Hieronynus und Augustin versichern. dennoch nichts zu Stande bringen konnten. . chmlehrer darthun. »us verkündigt hatten. die ihm Gott bei dem Schall der Blitze und Donner vorgeschrieben hatte. deren augenscheinlichen Umgrund aber dies« Kir. er das Volk Israels durch die Ausübung seiner göttlichen Kraft von der ägyptischen Gefangenschaft frei machte. welche er und seine Nachfolger nach den Gesetzen regirte. an die Apostel Peter und Paul ". Sie bestättig. teil sich nur in Kraft dieser Magie. die diese Bücher nun gesehen und gelesen hatten. da sie die eigentliche Quelle oiejer seiner Macht nicht begreifen konnten. daß nachdem er ganz die m den Schulen der Menschen erlernte Zauberei nerlassen. als seine Ankunft vor. scheu durch Mosen und Iesum Christum. die auch seine Gottheit so wohl. er konnte auch nicht durchsein« Magie die Propheten unterrichtet haben. noch Peter und Paul zum Aposiolat eher als nach seiner Himmelfahrt berufen. das den Thaten Jesu Christi verglichen werden könnte. Begebenheiten des Bundes Gottes mit den Me». welche besonders Moses so glücklich anwandte. ' 49 licim. Archiv i. Er hatte ja auch in seinem Leben nichts geschrieben.

durch ihren befleckten und verunreinigten Körper in nichts gehindert werde. Jesum Christum anzubeten. selbst nach dem Ausspruch des Apostels. haben will. Scaliger scheint ihrer allznvorcheilhaft ju gedenken. sprungs. was er in seiner Schrift gegen Aardan sagt: „die dritte Gattung der Magie ist göttlichen Ur. Die zweite Gattung ist die Theurgie. . sie macht die Nahmen ihrer Anhänger dem Pö. und ist lange Zeit wegen der Verrätherei und Treulosigkeit des Smerdes ein Gegenstand des Hasses gewesen. Ich für meine Person möchte diesen Text lieber von der natürlichen Magie erklären.5«. oder mit derselben geschützt haben. Daran hat er indessen sehr wohl gethan. sich der Anakrise und Ver engerung zu bedienen. kanterkeit und Rechtschaffenheit des Lebens empfiehlt. daß er der verhejssene König sei". die sie treiben. mittelst ihrer die höchste und einzige Gottheit erkennen. bel verhaßt. die sie uns ertheilt. wenn man von der Thenr- gie verstehen soll. in so fern sich solche vielleicht auf der göttlichen gründet. (nach dem Un. die durchaus und nothwendig zu dieser Handlung erfodert wird. damit die Seele. „ ein verderbter Leib die Seele belästigt "). die von fernen Gegenden kamen. weil diejenigen. und theil» durch die Kenntniß der Geschöpfe. weil sich so viel Betrüger in dieselbe einge- schlichen. gegen die Meinung de« Loyer und Godelmann. Reinigkeit. zur Erkenntniß des Schöpfers erheben kann. Gottseeligkeit. . welche unter dem Deckmantel der Religionsfasten und Enthaltsamkeit. oder weisse Magie. Durch sie wußten es. (weil. und nicht erlaubt. welche mit den höhern Geistern Gemeinschaft.

proNus. die Paulmische Kunst mit dem Vortrage. die im Kalender der Magier mit ro- lben Buchstaben stehen. und alle große Männer der finstern Jahrhunderte. Neverius und andern verworfen wird. die ardelische Kunst mit dem Ausdruck. welche er mit den Alten in Parallel setzte. und vielen andern geschieht. daß man sich bei seinem täglich zunehmenden Kredit. <üi. Gedächtniß. Aristoteles. und die Kunst des kullns mit den. Sokrates. Unlnricht. daß sich ßcaliger überaus geirrt hätte. der Himmel und Erde bewegt. welche sie uns von den Wundern der neuen Offenbarung giebt. »ie man uns einbilden will. aber von hinten zu sehen". Es wird sicher nicht feh-' len. nemlich. der zu dem Ende eine Rhetorik mit fünf ganz neuen und noch nie in Aus übung gebrachten Theilen drucken ließ. zur Erkenntniß khiisii leitet. Ihnen muß man noch beifü gen den Homer.) Heils durch die Gewißheit. und ^ndmgs müssen wir mehr ihrem Ausspruch beitre ten. Marimue. weil er diese Thcurgie s« paianymphirt. Merlin. da sie doch mit gegründetem Rechte «m Delrio. Maugis. dnimi neuern Schriftsteller. Sonst müßte man annehmen . Nostradamus. um für einen Magus angesehen zu werden. ebne daß er damit zum Zweck kame. wenn es wahr ist. porphyrius. den er selbst dem Moses gab: „du wirst mich nicht von Angesicht. Jamblichius. daß sie sich mit ihren Schutz- D 2 sei- . nach f»nfzig Jahren auf seine Kosten mit eben so viel schönen Mährchen tragen wird. als itzt vom Doktor Faust. die Trithemische Kunst mit der Erfindung . die Theurgie mit dem Ent wurf.

. sich von dem Menschen anbeten zu lassen. und nun die Zauberformel hergemurmelt wird". weil sie uns durch eine Hinterthür oder ver borgen« Treppe. und sie von dem Diensie. und die verborgenste Finsterniß erwählt.wcil man sie verbirgt. wovon Apulejus sagt: . die von dem Dichter palingenius so hoch gehalten werden. wie Agrippa *) sagt. zur Kennlniß und Uebung der schwar zen Magie bringen. dessen sich unser böser Genius allemal . wie bei der schwarzen und grau senvollen Zaubere^ gemeiniglich die Nacht verwacht. den sie ihrem Schöpfer schuldig sind. die um so schäd licher sind. womit sein Zodiakus menschlichen Lebens" angefüllt ist. wie wir bemerken. ä« vnnit«e lcientizium. wird eben. und. ab- zuhalten. alle nur möglichen Kunst griffe und List angewandt. XI. . die ihm nicht gebührt.52 geistern besprechen. daß es scheint. als ob alle die moralischen Vorschriften . von je an. um sich eine Ehre anzumassen. Sie muß uns auö dieser Ursache allerdings ebenfalls verdächtig und sträflich vorkommen. hat er. und über ihre guten Engel völlig schalten können.V. indem er alle Arten von Schein an. als daß wir armodische und paulinische Bilderkünsie treiben sollen. ") dnp. wo kein Horcher Zutritt findet. Um das desto leichter zu bewirken. auf nichts anders abzwecken. je göttlicher sie uns vorkommen: besonders darum. dergleichen abergläubische Dinge mehr. weil sie das vornehmste Werkzeug ist. bedient hat. sondern Einsamkeit herrscht. indem sie das ganze Zeremonie! und alle die theurgischen Zubereitungen beobachtet.

sichsovielnn- glückliche Mühe geben. und vor welchem man sich nicht' weniger in Acht zu nehmen hat. Wie denn in tn That einige Schriftsteller bezeugen. D ? eigen. oder vor dem Nothhemde. geoffenbaret hat. die von dieser Materie geschrieben haben. der aus Liebe und Zun«.. und den Stricken Erhenkter zusammenzubringen. zu Simon dem Zauberer »K nn Hund . Es ist zwar den Schriftstellern. um diese Abgötterei allgemeiner und hinfolglich demjenigen doch teste verhaster zu machen. « -" 53 annimmt. zum p^chügoras als ein Strom. und alle Geschöpft misbraucht. sagen. bei dessen Desnung er. der sich versammlet.de? zu finden ist zu opfern. gezwungen ist. daß er noch itzt bei den Versammlungen des elenden Haufens len Vorsitz habe. Eben dieses läßt sich auch mit völligem Grunde der Wahrheit von allen denen unzähli gen Arten wahrzusagen. ihm unter der Gestalt des scheußlichsten Bocks. . dem Nachtspiegel und dergleichen Sachen mehr. und zu einigen andern unter einer Eicht geredet . und die es unnöthig wäre. zung zu uns sich ehemals als. zu antworten . welche aus dieser dritten Gat tung von Magie abstammen. aus Leichnammen. dieOrakelsprü> che erhielten. wie der Aberglau be meint. mid daß er die Heiden in ihrem Aberglauben mittelst der Steinmassen und Bildsäulen. welche diese elenden abergläubischen und melan cholischen Heute unter Gesangen. erhalten habe. daß er zum Avollonius unter der Gestalt eines Ulmbaumö. den Gott. als vor dem aus Jungfernhäuten gemach ten Aprilibro. noch besonders anzuzeigen. der auf seine Ehre eifers»chtig sei. Man sagt sogar.

sich auch dieser Magie.''-. *) Viäi ezo jli5. theils weil man mit gutem Grunde hierauf anwenden kann. «i»H.-. um zu beweisen.lHz mot» f«c« cre<c«e Namma«.. die er nach > . dessen Bestimmung dahin adzwecke.'. zu^ widerlegen. . . ^.. wenn. Portikus oder Ly- zaum wäre. jemehr sie bewegt wird. Nt lurlu« nullu eoncuüeut« mori. so viel Schmerzen als Gattungen. ganze Alphabete und Verzeichnisse davon anzufer tigen. Denn wir sehen. . was. :. Unterrichtet war. Ware es.." theils weil sie die Natur der Flam- ine an sich zu haben scheinen . diese Thorheiten unter einem ewigen Stillschwei- gen zu begraben . . .-. so vielerlei Gifte. der nach dem Zeugniß de« Prcdigerbuchs. als es Geschlechter giebt. daß die schädliche und verbo tene Magie dermassen in ganz Aegypten im Schwange gehe. und um so mehr um sich greift.. daß Moses. z4 "".. diese Abgötterei in Ansehn zubringen. als wenns eine Akademie. sie niemand rührt. so vielerlei Schaden.. was TertuUian bei anderer Ge legenheit sagt: „so viel Arten. allein zur Beförderung der Wahrheit wäre es besser. . und alle übrigen versichern. Arinitus.. um so heller aufbrennt. ' . >' eigen. *) Nützlicher nach lneiner Meinung und der Religion wesentlicher gedient. die . daß sich die Ungläubigen und luzinaisten auf diese Meinung stützen. V. piro in seiner Apologie. wenn man lieber die Zeit dazu anwendete. ' . . ihrem. des Josephus und philo in aller Weisheit Aegyptens . und ordentlich zu leh ren. sammelte.. wie Ovidius sagt. daß man aus allen Winkeln der Welt sich dort ver-. da sie hingegen am leichtesten erlischt..

binn. 55 Hlnn Innersten mehr. nach der allgemeinen Meinung aller Schriftsteller. . und blos mit einigen nngegründeten und unnützen Gebräuchen des Aberglaubens vermischt wor- den. Buch. anders als natürlich. bedienet habe. -------. erklärt worden. wie man im Marsilius Ficinus. der im ersten Buch gegen die Heiden und Abgötterer sagt: „es' sei der gewöhnliche Einwurf der armen verblendeten Leute. vom plato. daß die Angabe gänzlich falsch ist. weil diese Eiwürfe ja eben so lächerlich /lud. was die bei. den genannten betriff) als Männer gerühmt werben. wie man leicht schon daraus abnehmen kann . daß Jesus Christus selbst sie getrieben habe. die von den christlichen Lehrern abergläubischer. als je die Rab.« Ein anderer Schriftsteller ') würde nicht nöthig gehabt haben . (besonders. welche darin am neisten berühmt waren. Joseph für einen Wahrlager) und Salmon für einen Zauberer. er hat die AtMtur beraubt. und noch genauer im Arnodius lesen kann. als ob dicse Magie. denn irgend em anderer ergrün. die allgemein in ganz Aegypten getrieben wurde. det. um seine Wunder zu thun. Zamolxin und andere. D 4 deren ') Der Verfasser des r°«°Iiuum 6äei lm «. er that das alles durch geheime Künste . ja. gethan haben. und sich verborgener Wissenschaften bedMtt. zu sagen: er war einZaube- m. weil Zoroaster. darüber nach seiner Gewohnheit Glossen zumachen. erklart werden. als wenn nach vielen andern Abraham und Jakob für große Sternkundige. Hiezu genommen. indem sie sich auf verschiedene Schriftsteller berufen.

eert. als auf jene Schutzgeister. zusammen getragen hat.il». als eine Ausübung der vierten und letzten Gattung der Zauberei. und sich weiter er streckte. diese so geheimgehaltene Lehre. und die Wirkungen dieser wunderbaren Lehre so ganz in dem kleinen Buche über sehen haben. und sich doch nicht so sehr würbe vergessen. Dämonen und der« gleichen. angezeigt hat. daß diese so erhabenen Wissenschaften. worin er sehr klüglich alles. wie der gelehrte Bischoff von Mirandola sagt. des pychagoras. diese so wunderthätigen Schüler nichts anders waren. was er als verborgen und die gewohnlichen Ursachen der Natur über steigend entdecken konnte. noch sonst ein Philosoph von seinem Schlage. sich nicht die Mühe nehmen wollen.56 -« deren Kenntniß vollkomnmer war . Um diese vierte Art der Magie desto besser zu er kennen und zu übersehen. wiewohl sie in diesen Discipliuen mittelst ihrer Reisen und Aufenthalts in Aegypten unterrichtet waren. tol. der in seinen Büchern alles. Hieraus können wir doch leicht vermuthen . was ihm der Ver- nunft angmressen geschienen. besonders der erste. 29 6e 3inß. uns davo» irgend' ein Denkmal zu verlassen. die man die natürliche Magie benannt hat. muß man sich erinnern. die allezeit in dem Ruf als gründliche Philosophen und nicht als Magier gestanden haben. Und in der That wäre es doch eine seltsame Sache. Mann kann dieses noch mehr durch das Bei spiel des plato selber.*) daß diese Magie so sehr im Schwange gegangen. und dennoch weder Aristoteles. . daß < der ') I. 517. des Empe- doNes und des Demokritus darthun.

pi«nmm «mp!» leren». vom Gemeinen zu entfernen. sich aus dem. " *) Was man vermittelst dieser Magie. welche die Perser vor Alters Weisheit. versehen mit allen Werkzeugen. die zum vernünftigen Denken und zur Kenntniß der wahren Beschaffenheit aller Dinge erfodert werden . wo sich ein Gegenstand merklich vor andern erhebt. die allein dem Sterblichen eine Wohnung in jenen vom tukrez so gepriesenen Gegenden «erstat tet: „in denen durch die erhabene Einsicht der Weisen erleuchteten Tempeln. l. auf die Gränzen der Er. und endlich zu der vollkommensten Stufe möglicher Glückseligkeit zu gelangen. solche auch anwenden könne. zu dem höchsten Vergnügen in An schaunng der Ursachen aufzuschwingen. C. die Pytha- D 5 goräer *) L6iüa äoitrin. und mit Fittigen zu dem geläntertsien und erha bensten Gedanken . . Druck zu zie hen. oder doch nur wenig oder gar nicht sich darüber hinauserstreckende Trlnmtmß seines Gleichen zu verschaffen. oder wunder bares ist. knmmiß aller andern Menschen eingeschränkte. wenn der ganze Wald zu derselben Höhe gediehen ist.5n Mensch .. Und zwar entweder. die Juden Kabbala. der ein politisches und der Unterweisung fähiges Thier ist.ein einzelner Baum erregt leine Verwunderung. bei welcher st üvch nun gar nichts ausserordentliches. Griechen Philosophie. sich in Freiheit zu setzen. Oder um sich zu erhabenern und unbekanntern Nach forschungen aufzuschwingen. um sich b!?s eine gemeine." sagtplato). weil die Ungleichheit nur da statt findet. die. gewöhckiche.

und die Wlatoniker das Hauptmittel nannten. und ihr aufs ge. Und daher muß <s leicht sein. vermöge der Kraft. und der spitzfün- tige Algazel der Physik angewiesen. Wir können daraus mit dem gelehrten Bato abnehmen. und die Elementarwesen der niedern Sphäre dem Einfluß der Gestirne und Himmelskörper. was »on ihr abhängig ist. die Stern- kuw- . daß diese vierte Gattung der Magie „die natürliche Philosophie von wahren Spekulationen auf wichtige Operationen zu leiten suche. und rechnet dahin zufördersi die Arzueikufist. mittelst tazu schicklicher und geziemender Materialien naher zu bringen. die leidenden Wirkungen mit den thätigen Ursachen zu ver- binden. bestät igt hat. sie von einer großen Menge abergläubi scher Dinge zn reinigen. welche tvendelin. nachmals die Scheidekunst. als eine kontemplative Magie . die es befitzt. muß auch in den Umfang der andern kommen. Nombach. «»zumessen. und dem Körper eine gute Ge sundheit gebe. " Denn sie ist ja nichts anders . „ausserhalb denen kein« Richtigkeit stattfindet. das der Seele eine vollkommen« Ruhe.- naueste die wahren Schranken und Gränzlinien zu zie hen. §8 ' goräer die Wissenschaft der formellen Zahlen. Diese Gränzen sind nun diejeni gen. Er zählt darinn die Theile der natürlichen Weltweisheit genau ab. oder viel mehr der Jntelligenzen die ihnen vorstehen. und Avizenna in seinem Buch von Eiutheilung der Wissenschaften. und was folglich in den Begriff der einen gehört. " wie Horaz sagt '). ihren Umfang auf das.

^Venn es erlaubt wäre. . ftei geübt werden . in den Versuchen des Momagne. len. Alle diese Theile können. wie diese Schriftsteller «nsichnn . - Daß viele große Männer für Magier gehalten worden. die Elioskopie. Drikter Abschnitt. daß man sich so strenge als möglich in den Grän- zeu dieser Ursachen hält. die Wahrsagung aus dem Antlitz. wovon die drei er. die blos staatsklug waren. die Deutung der Gesichtsmieuen und der Trau me. ' . wozu das Gemüth der Liebhaber dieser Künste nur allzuleicht verleitet wird. vigenerius. Fludd." etwas hinzuzufügen. und Agrippa wollen) zur Astronomie gehö- nn.59 lmde. tvn der große Albrecht. ohne Verdacht einer andern. „daß man nemlich zu einerlei Endzweck durch mehrere und völlig verschiedne Mittel gelangen kann. als der naturlichen . ohne auf tausend lächerliche Versuche zu gerathen. weil sie ihren Grund N natürlichen Ursachen haben. als uns die Ver werfung lügen.und fabelhafter Schriften an die Hand giebt. wohin man noch die Deutung der Handlineamen. und die Punktirkunst zuzahlen hat. und die letzten (wenigstens. wiewohl voraus gesetzt. pom- ponalius. erlaubten und von jeder mann gebilligten Magie zu erregen . so könnte man meines Be- tünkens kein kraftigeres Beispiel zur Erhärtung der Wahrheit dieser Maxime erwählen. sten zur Physiognomie. zu einer der Betrachtung überaus würdigen Bemerkung.

Auch wir würden dann ganz was anders thun können. diese Einrichtung zu machen. zu vertheidigen. aber z. sondern armer und unwissender Schlucker sei. daß heut zu Tage nur elende und jämmerliche Leute sich mit diesen schädlichen' und verbotenen Dingen abgeben. wenn er erwägt. 6o «-------- giebt. Gelegenheit nimmt zu' sagen : daß dies Gewerbe nicht in den Händen der Phi losophen. als uns hinzusetzen und alle die großen Männer gegen die Beschuldigungen. aber nützlichere. wenigstens den Verkauf und das Ausgeben desselben zu hindern. die von den Rechtsgelehrten ül-iÄi juris benennet werden. Wenn man ehemals so besorgt gewesen wäre. daß selbst ein Rechtsgelehrter des siebzehnten Jahrhunderts. weniger Bücher. gleichge- halten.als vor Alters von den Lyciern gegen falsche Zeugen und Anbringer gebraucht ward. daß alle historische Schriften . Mann könnte ihre böslicht Verhehlung der Wahr. hier hingegen sollte man ein Gesetz einführen. zen und zu verderben. denen Kontrakten . wir würden in der That weniger Anweisungen haben. Sie hatten nemlich die Ge- wohuheit. cken. aber gelehrtere. weniger historische Schriften . wie sie uns doch von einer großen Menge Schriftsteller vorgestellt werden. heit am besten durch ein entgegengesetztes Mittel unterdrü.l. und sie auf Marktplätzen zu verkaufen und zu verheuern. wie es jetzt nothwendig ist. eine unglückliche Kunst getrieben zu haben. den man darinn erwiese) im Stande wäre den ganzen Körper des Buchs zu siür. Da wir nun in dem ersten Abschnitt dieser Schrift gezeigt . und der erste Betrug . solche Leute als Sklaven zu behandeln. verlässigere.

und mit einem Worte. daß es zwar gewöhnliche Vorfalle zum Grund« legt. weswegen so viele große Männer f»r Zauberer gehalten worden. Kvwb scheint uns ein Mittel anzugeben. so müs sen wir nun weiter gehen. bei dem geringsten Schein von Gelegenheit als wahr geglaubt worden. um unser Augenmerk .u ver. Ölungen durch die geringe Beurtheilungskraft geschehe. folgen. um die erste Ursache p» entdecken. daß die feinsten und verschlagensten Gesetzge ber. sei dieses. stande begünstigen und sie in ihren Schutz nehmen wol le. sie aber mit angeblichen göttlichen Einwir. Wir sehen ja auch wirk« . um den ersten Ursprung der Stadte desto ehrwürdiger zu machen". Hieraus können wir erachten. der Magie der Alten. die sie mit ihrem Bei. um ihren Ehrgeiz desto besser zu verbergen. und den ersten Entwurf ihrer Herr schaft desto sicherer zu gründen. und dabei zu erhalten. den angeblichen Unterredungen mit denselben . die wohl wußten. und die allgemeinen Ursachen der falschen Ge- chchte anfsucheu. kungen vermischt. wenn er im vierten Buch semer Geschichte sagt: „man muß es dem Alterthum zu gute halten. ohngeachtet kein einziger /nnals Zauberei getrieben hat. lichsten Träumereien der Dichter . die nicht minder. die man beim Lesen der Schriftsteller anwendet. sie selber sein blos das Werkzeug einer obern Gottheit. daß die Fortpflanzung all<r dieser fälschlichen Er. daß sie sie überredeten.b«ben. der erdichteten Erscheinungen. als die unwahrschein. das sicherste Mittel sich Ansehen bei ihren Nationen zu verschaffen. sich mit großem Vortheil dieser erdichteten Gotthei ten. bedienten.

Charondas vom Saturn. der. nachdem er sieben oder acht Jahre lang in einer Einöde seine Rolle aufs Beste gespielt hatte. wenn er nicht den Sophi eines gewissen Ralenders auf gebracht hatte. Ferner der Auftritt mit dem Afrikaner Llma- ßel. ihm ins Ohr zu flüstern in der Gestalt einer Taube. und vermittelst dieser Theurgie und verstellter Erscheinungen. komme oft. die zu diesem Zweck eben so gut abgerichtet war/ als der Adler des pytyagoras. unternehmend . und die Hindinn des Sertorius. um seinem Oberherrn. endlich die Maske abwarf . daß Lrismegist seine Gesetze vom Merkur. Lykurg vom Apollo. daß sie von einem heiligen Wesen begünstigt würden. Drako und Solon von den Minerva. vesta. und gewiß viel weiter gegangen wäre. Hieher gehört zum Beispiel die Geschichte des ° Einsiedelers Schacocubis. und den Türken solan ge in Schranken hielt. Zamolris von der. die so fein. Dieser Kunstgriff ist einigen Genies der letzten Jahrhunderte nicht weniger geglückt . sagte Mahomet. bis er in einem Treffen geschlagen wurde. Numa von der Nymphe Egeris. und Mahomet vom Engel Gabriel zu em- pfanzeu versicherte. um die Meinung. und emsig als möglich waren . einen Bassa und Sohn Ma- homcts absetzte. den waglichsten und schwierig sten Unternehmungen einen glücklichen Erfolg verschafft haben. zu erhalten und in Gang zu bringen. der eben den Weg einschlug. der durch eine verstellte Andächtelei das ganze Natolien aufsatzig machte. worinn sie sich gesetzt hatten. sich verschie dener Städte bemächtigte . Dieser Engel. Minos vom Jupiter. dem . 62 wirklich.

63 5nn Kaiser von Marokko. nenn sie etwa von geringer Abkunft. unter' deren Begünstigung alle übrige Gesetzgeber und große Man- . daß andere. sie vorder gemeinen Zahl anderer Menschen wehrt achteten. der die Rö mer mit den mühsamsten Gebrauchen des Aberglaubens überhäufte.l non Truppen und andere militärische Starke. oder von keinen Freunden rmtersiützt wären. ist sonst nicht so tumm. wie :. folg lich nicht Unterstützung genug hätten. und Numa pompiüus.' den Fürsten und Regenten den Rach zu geben. dennoch ließ es sich vom Bruder Savanarola einbilden. um eine Zeüwz in Pavia den Meister zu spielen. oder keine hinlängliche An- l«!. und Gavanarola zn Florenz. und sie milder und menschlicher zu machen. Eben so machte es lange vor ihm vespasian mit seinen Wundern. oder es zu geringe und zur Befrei- digung ihres Stolzes nicht hinreichend hielten. und un zähliger andern. Dies gab dem Rard»nus Gelegen ick. die ihn nicht auf dieselbe Art in Ausübung brachten. von »e/chem wir das Urtheil eines italienischen Staats manns in seinen Gedanken über den Livius finden: «das Volk zu Florenz. den Zepter zu rauben. Johann vlcentm zu Bologna. daß er mit Gott spreche". ihre Reiche zu be herrschen: so sollten sie sich mit dieser geheiligten Theur- zn bewaffnen. Und in der That ist dieser Kunstgriff se erheblich. indem sie sich selbst Söhne dieser Gottheiten nannten . um diese wilden und noch ganz rohen Men schen durch die Anbetung so unendlich vieler Gottheiten in Erstaunen zn setzen.' Jacob Bussularius machte. dieser zweite Stifter Roms. sagt er.

Wir können daher »rthcilen. die nicht weniger wnnschten. des Propheten Mer lin. un< t<r diesem Verwandt ihre Schande verhehlten.uruz l«v«. ihre Absicht war. lud inß«nli m»lr>« l« protezit umbl«. und sich eine Ehrfurcht bei den keuten zu verschaffen. klüger und gewiegter als andere. wie in gewisser Absicht Fürsten und Regenten über ihren Unterthanen. machten. die Völker desto eher in Gehorsam zu erhalten. die sie für ihre angebliche Väter hegten. welche die Götter für ihre Person durch den Beistand eines Schutzgeistes hätten. wie es die Mütter des plaw. ihren Kredit und ihr Ansehen be haupten zu können. die ein Verhältniß gegen diejenige hätte. . seine Ge schichte noch wunderbarer und erstaunlicher zu machen. um nichts zu vergessen. der ihre vor- nehln- «) ^ — Veluti ?»ln«ll!» !. und so andere von an- dem nannten. wenn sich Herkules einen Sohn Jupi ters. uns die Sorgfalt zu erken nen zu geben. Romulus des Gottes Mars. auch des letztern Roman von den Enge- ländern noch mit diesem Mährchen eröffnet wird. Apollsnius. Alexander des Amnion. und sich deswegen beeifert haben. daß. Man kann noch eben dieser Ursache die Eitelkeit einiger Menschen zuschreiben.64 ---- Manner froh waren. oder weil ihre Mütter. was dazu dienen könnte. Servius des vul kan. „wie der kleine Lorbeer vom Par- naß sich unter dem ausgebreiten Schatten seiner Mutter nerbirgt". über ihren Mitbürgern uud dem gemeinen Haufen der Men schen eben so erhaben zu sein. mit V»rgil *) zu reden.

Cardan. die f»r ganz ausgemachGund gewiß versichern.r That glaube ich . daß man durch ihre Aufdeckung . —-. der kleine Scotus. die wirkliche Magie von der erdichteten und verstellten. daß «lle die Proben und Zeugnisse. die Wahrheit von der Un- «xchchcit. Caompanella und einige andere gemacht habm. der sich zu Kaiser Archiv i. wie es Sokrares. Jakob vom Piel. Apol- lomue. der aus diesen Träumereien zu ziehen ist. die nach der Geschich te des Abdias in Persien vom Gewitter erschlagen wur den. Elymas . In de. Simon der Zauberer . Zarses und Arfarat. und dieserhalb von jedermann verurtheilten Magie unterscheiden könne. E Karl . als jene alten Glossen der Rabbinen. nicht'weniger gün stig bei uns aufgenommen werden sollten. die sie uns von ihren ncttiauten Dämonen geben wollten . Abraham vom Tzadkiel/Isaak vom Raphael. darinn bestehe. und andre deren Na men Simon Paul angiebt. Cynops . wie im sechzehnten Säculo Dok tor Faust. nemlich : Joannes und Mam- bres . 6z »chnsteu Handlungen leitete. der auf das Gebet Johann des Evangelisten ersäuft ward. der dem heiligen Petrus widerstand . daß unter den Erzvätern des alten Testaments Adam von seinem Engel Raziel . der Jude Zcdechias. die sich schmeichelten. daß man sie alle über eins zu beurtheilen habe. Chikus. wie ehmals zum Beispiel die Magier des Pharao gegen Moses trieben. Trois — Echelles war derjenige. Scaliger.Ch. und der beste Nutzen. den Paulus blind werden ließ. und noch manche. die politische und natürliche von der sehr irri gen. Sem vom IovtM. und Moses vom Mitraton geleitet wor den.

ob sie gleich grösser und viel ausgebreiteter waren.66 ----. weil er bezaubernde Stciue auf die Aecker seiner Nachbaren gelegt hab«. sind für Feinde des menschlichen Geschlechts zu halten*^. in welchem Thcile der Erden sie sich befinden möchten. in <micun<me lmt M« tcriarum .'. Daß die große Gelehrsamkeit vieler braven Manner oft für Magie ausgelegt worden. zeigte. von denen man das schreckliche Gesetz im Kodex erklären muß : die Zauberer.. zeuge bei einer unermüdeteu Arbeit. Um seine Unschuld zu rechtfertigen . und viele andre . sie möchten nur glau ben . bedienen. dennoch keine so gute Erndte als die fcmigen gaben. Jch mit ') ^l«^l. selbige darzuthun. Vierker Abschnikk. '.---- Karl des fünften Zeiten den sehenden Meister (mazilrer viäens) nannte. und anhaltendem Wachen und Fleiß. daß er sich keines andern Giftes oder unerlaubter Mittel bedient habe . . «. . die. als daß er sich an dem angesetzten Tage mit allen zum Landbau nöthi- gen Werkzeugen . die stmmtlich im bcßtcn Zustande 'wa ren. nnmani Jener!« iniinici «e6cnc!i sunt.'. wollte er sich keines andern Mittels. E« 'in Bauer Funus Arisinius ward von dem römi- schen Volk belaugt. und die Richter bat. die er zu seinem großen Misver gnügen ihnen nicht zugleich mit vorlegen könnte. als des Gebrauchs dieser Werk.

als daß sie öffentlich begannt ma chen." Lr melior« luio Knxit pr^coräia 'll«a. ' '"'". So sehen wir. mit der sie hent zu 3«ge belegt werden.. als dmchauö ausserordentlichen und nicht gemeinen Ur sachen zuschreiben zu inüssen glaubten. und daß sie aus diesem Grunde sie zur Vermuthung eines Verbrechens hinreichend hielten . die in der That so wvoisicäMd war. welche sie nichts andern. von welchem man. wie sie verfahren haben. glaube. daß man ihn zu Rom als einen Zauberer in Ver lacht gehabt habe. mn durch seine ausgebreitete Kenntniß und Fähigkeit zu ' zeigen. " behaupten möchte. selbst ge steht . um sich diese Gelchr- sMkcit und Fähigkeit zu erwerben. daß sie in gewisser Absicht diejeni gen zu entschuldigen scheint. da derselbe dies einzige Mittel in jenem Fall nicht anwenden wollen. keinen bessern Weg einschlagen können . sich ron der Vcrläumdung zn befreien. weil er durchs Aderlaßen einen Fluß in weniger als zwei Tagen gehoben. daß alle diese großen Manner. es sei den ge lehrtesten Männern eigen gewesen. ihn zum E 2 Zau- *) — — Nuei« an« beniznl. mit welchem Bra- sü'rratus in ungleich längerer Zeit nicht habe fertig wer ten können. wenn der Aus spruch des Apulejus nicht gegründet wäre: „verlänm- tet kann jeder Unschuldige. Apulejus sah sich g?nö. daß Galen ein großes Genie in der Arzncikunsi. zwei öffentliche Schutzreden für sich zn halten. überführt aber nur der Schuldige werden. daß seine Feinde keinen Grund hätten . ll>H. denen phobun mi: müderer Haud und aus besserem Stoff das Herz Mete *). .

je hö her sie sprangen und je weiter sie sich mit ihren Tänzen in. daß die Unwissenheit ihrer Zeitgenossen.68 ------- Zauberer zu machen . die Luft erhöben. welches die Zaubergesänge und geheimen Mittel sind . die sie vor ihnen voraus hatten. Denn alsdann wollen wir ganz willig zugeben . in so fern sie alle Dinge übersieht. und daß alle die andern Männer. beleidigt über die Vorzüge. das heißt nun.' für welche wir diese Schutzschrift aufsetzen. und kränklich wa- ren . oder um den Gynmosophisten zu gleichen. ihre Farbe bleich macht. die im Studieren und Nachforschen uner- müdet. ihren Göttern um so angenehmer zumachen glaubten. die über einzelne Dinge Philosophiren. daß Galen. den ihm der heilige Hieronv«- mun giebt. und dieserhalb blaß. daß alle diese großen Männer sich bis zu dem Grad von Voll kommenheit aufschwangen. die c Natur schwächt. um durch die ses Mittel auf einige Art au der Göttlichkeit Theil zu haben. die Homer der Sonne beilegt. ihre Säfte austrocknet. wenn sie nicht vielleicht das Wort in dem Verstande nehmen. Wir sehen auch in der Tliat . die sie ange wendet . wenn er sagt: daß das Magier sein. um sich in den Schulen und Hallen derer von den Neuern so gepriesenen sieben freien Künste zu un terrichten und sich eine Einsicht von dem ganzen Jnbe- grif menschlicher Erkenntniß zu erwerben. die sich nach philostratus Erzählung. Magier gewesen. und die Kräfte benimmt. sie zu allen Zeiten wegen sirafli- chens . daß Apu- lejus. Männer. denen die Fortsetzung ihrer wissenschaftlichen Be schäftigungen alle Anmuth des Körpers benimmt. finster.

plutarch hat dieses in Absicht der ersten sehr Uglich angemerkt . um nicht E 3 einst . welche unmittelbar von dem Willen ler Götter abhingen. daß er dem Dionysius ganz aufrich tig gestand . " 69 chm Verfahrens in ihren Spekulationen und Theorien. eö sii nur ein Werk der Verwegenheit und Gott losigkeit. sie in einer Art von Kabbala^ «d sehr geheimem Unterricht ihren Schülern mittheil- len. Diese sirengen Behandlungen setzten daher den plato in ein solches Schrecken . deren Freiheit sich. wie den f>rc>tagoras > oder mit einer langwierigen Gefan genschaft. das sich von je an eingebildet hatte. und sich nicht unterstanden. Deswegen straften sie die Naturfor. es sei blos aus dieser Betrachtung . sie öffentlich unter dem NM bekannt zu machen. taß Anaragoras . sondern ihn deshalb venu'thcilten . die Ursachen dieser ausserordentlichen Wirkun gen aufzusuchen . so ungleich auch seine Philosophie den Lehren seiner Vorgänger war. ihrer Mei nung nach. wor aus die Philosophen die Erscheinungen in der Natur er weisen wollten. wenn er im Leben des Ninus sagt. daß er keine einzige seiner Maximen anders als unter dem Nah men des Gokrates bekannt gemacht habe. nicht mit der einmal festgesetzten und be- siinmtten Ordnung der Ursachen vereinbaren liesse. die die Ursachen der Verfinsterung entdeckten . scher sehr strenge. wie den Anaragoras. und die ersten. und dcc Magie in ihren Handlungen in Verdacht ge- h«vt hat. wie ne denn selbst dem Sokrates nicht verzeihen konnten. entweder mit Landesverweisung . ihn zu entrcissen. der perikles alle mög liche Mühe von der Welt hatte .

war. dem Befehle des Orakels ein Ge nüge leisten zu können. und sogar satirische Ausfal/e auf alle. swie den noch Laktantius that) daß der brennende Erdgürtel be wohnt sei. . was sie thun sollten. dem Avizemma abzuleugnen. um sich solches so sehr roh. so werden wir finden . daß man eben so wenig einen vernünftigen . zu thun. Wenn wir nun auf andere Zeiten unsere Gedanken rich ten. weil es ohne die Kenntniß dieser Wissenschaften platter dings unmöglich sei.. um die Antwort des Orakels zn erfüllen. stuf Yen wir uns berufen . Vielen Personen. einst dafür. der von kubischer Gestalt . Da die Athcuienser seinen Rach forderten. Meere. so ergriff er diese Gelegenheit als sehr vorthcilhaft. wie er denn sagt: „Man wundert sich. wenn nicht der Schriftsteller *). ') Plutarch in seiner Schrift vom Genius des S«< krates. daß sie sich dem Studium der Phi losophie und besonders der Mathematik widmen sollten. ausser allem Verdacht einer Un wissenheit oder Mangels an Aufmerksamkeit wäre. Grund hatte. daß hangende Gärten unter die sieben Wunder gezahlt werden. die von uns nicht so weit entfernet sind. könnte das fabelhaft scheinen. oder das Dasein der Gcgensüßler abzustrei ten.70 . welche zu viel Achtung für das Alterthum hegen. sie sollten den Altar verdoppeln. welches ihnen aufgelegt hatte. als für seine eigene zur Verantwortung gezogen zu werden. um sie zu bereden. da doch die Philosophen hangende Aecker. und kenutuiAos vorzustellen. die sie verthei- digten..

Daraus können wir also leicht erachten. III. " *). ehe Christoph Columbus wirklich die Ent deckung derselben machte. daß prMstrius in das Verzcichniß ketzerischer und zu seiner Zeit im Schwange gehender. und bei den Heiden im Pcrdacht der Gottlosigkeit . . lange ««her. der Ketzerei standen. So ist der größte Theil der Philosophen . dap. Jst es nicht seltsam. bei den Christen. aber von der Kirche ver worfener Meinungen mit aufnimmt. blos. ") ^vcnün. ä<. welche zur Zeit des philosirius für die gemeinste und allein für avthentisch gehalten würde. daß es kein Wunder ist. daß der arme Bischoff virgilius in den Bann gethan und für einen Ketzer erklärt wurde . da doch diese Meinung zu allen Zeiten Beifall gefunden. immer verworfen worden. ^nn2l.5lK lÄpientill. wiewohl im Anfange des siebzehnten Jahrhundcrs einige Professoren wieder da von abgingen. Mathemati ker und Naturgeschichtschreibcr fälschlich der Magie bc- E 4 schul- ') I. weil sie in Zeiten lebten da man dergleichen ausserordentliche Kennt nisse nun einmal für verdächtig und verfänglich ansahe. wenn einige Philo sophen die Himmel für feste Körper halten. weil er sich zum Beschützer dieser umge kehrten Halfte der Welt aufgeworfen hatte **). und sich noch itzt in Anschn erhalt .ili. LoM. Nach der gemeinen Meinung jener Zeit war das so lächerlich und der Religion so zuwider. Städte und Berge annehmen. Meere. und wieder jene ältere annahmen. XXIII. III. wenn alle die Lehrsatze dieser großen Manner . so gründlich und wahr sie auch sein mochten . Iiibr.

und verhindern können. daß die so oft gerügte Verläumdung. " Wir kön nen bei dieser Stelle bemerken . und bemerken. haben dieser Verläumdung nicht ausweichen. der letztere unter den Lateinern. wie ein verdienstvoller Mann . welchen sie in den Schulen der Teu fel erhalten. die von diesen Wis senschaften Profession macheu. daß man nicht die Früchte ihres eigenen Fleis. daß es scheint. daß wir durch deinen Unterricht gebildet worden. die derselben beschuldigt wor den. die uns mehr Magier nennen können. die Zeit. weil sich wenige und vielmehr gar keine Rechtsgelehrten oder Theologen Cdie heretischen ausgenommen) finden. denn wollte man . ses dem Unterricht . welche die aus- gebrcitctsie Kenutniß in der Philosophie befassen. die Aufwallu»gen der schö nen Geister. wo er nemlich unter andern Klagen. in der sie den Ton angaben. Lo renz valla. die daran am fruchtbarsten waren. im An fange seiner Dialektik sehr wohl eingesehen hat . wie die Unwissenheit sie alle zeit mit dieser Verläumdung verfolgt hat. trist. Oder vielmehr alle diejenigen. und die Jahrhunderte. und womit sie sich eher als mit allen andern Wissenschaften abgaben. darf man nur die Ent stehung der Wissenschaften . die er an die Philosophie richtet .72 ----— schuldigt worden . welche besonders alle. für Magier gehalten zu werden . beigemessen. als wenn es wesentlich zu ihrem Loose gehörte . wenn man nemlich diejenigen sprechen hört. nicht vergißt zu erinnern : „ Und schon dadurch scheinen wir der Uebelthat verwandt zu sein . als es Mücken giebt. aufführen. wenns warm ist. Um dies desto leichter einzusehen.

die die Kunst Gespenster zu laden. dn gelehrte Männer befassen. als ein Zauberer ge wesen. Borge von Lincoln. bis auch dies Land endlich die guten Wissenschaften auszubilden und zu bearbeiten anfing. Anselm von Parma und viele andere Jtaliener mehr. Arnaud von villeneuve nnd Wilhelm von paris trie-. Avizenna. daß sich Deutschland sehr unfruchtbar an diesen gezeigt hat. und die gelehr testen Männer unter den Arabern hätten dann die Ma^ gie gelehrt. 7Z man sich auf ihr Zeugniß verlassen. und nun den Trithemius und Agrivpa als die Meister aller vorherigen hervorbrachte. nach de Lancre auch den Scaliger und picus. alle Länder. waren ehemalige Meister bei den Engländern . Demokrttus. Chicus der Conciliator . Diesen muß man noch. pychagoras. falls man dem Bodinus glauben darf. Apulejus wäre nichts. und nach der Meinung einiger von den abergläubischen Autoren. als mit Teufeln um zn springen. als ob es keine andere Schulen gäbe. keine andere Bücher als verbor- E 5 gen« . Seo uln. Sokrares. wenn man den großen Albrecht ausnimmt. Alchindus. -------. könnten sich versichert ballen. kurz. Roger Bako. Geber. den Hermolaus und Cardan. ben sie mit gutem Glück in Frankreich . wie die Holen von Toledo. alle große Männer hinzufügen. Blos in Betracht des Mangels an jenen sehen wir. Empedokles. w»sten sehr gut Anrufungen und Beschwörungen zu machen. Magier gehabt zu haben. aus dem Grunde ver standen und erklärten. so hatten Zoroaster und Zamolris sich mit nichts als mit Opfern beschäftigt. und Aristoteles nichts gewußt.

wie Senera **) sagt. oder noch lieber sie mit Vorsatz verläumdcten. sie zu bewundern . wie die Schrift sagt. oder ><!s ob man end lich die größte Geschicklichkeit und Fleiß besitzen müßte. zu suchen. und über dem Begriff gemeiner Mcr. III. wen er ver schlinge. InltHur. entweder indem sie sie nach der Schwäche ihrer Urthcilstraft wirklich dafür ansahen. der um hergeht. keine Lehrer ausser den Teufeln. M2F. wcil alles was die fein sten und sinnreichsten Köpfe nur thun können . gezwungen wurden. daß mehrere so uachthcilig über die große Geschicklichkeit die ser großen Manner geurthcilt. daß er sich mehr von positi ven als negativen Sätzen rühren läßt. „dieser Jrthnm dem menschlichen Verstande eigenthümlich ist. als alle diese magischen Abgöttereien zu treiben. die sich unmerklich in uns festsetzen . da. woher es kommen möchte. der beneidet. und in Gefolge dessen sie als allzukühn und übernatürlich ta delten. nm sich in die Klauen eines Geistes zuwerfen. weil. zuerst überzeugt. wie der Kanzler Bare» bemerkt.74 ------- gene Schlüssel. indem sie die -) iHr. und ihm beständig anhängt. weil sich diese Philosophen zu so hohen . gleich stark ist. Oder endlich. daß alle die vergleichnngswcise nur krochen. der Pöbel. keine andere Mittel sich brauchbar zu machen. . Daher hab ich mich . der bewundert. daß es aus einem allen falschen Versicherungen gemeinen Grun> de herrühre. " *) Oder auch wohl. nachdem ich eine lange Zeit über untersucht hatte.schen so erhabenen Betrach tungen aufgeschwungen. '") De vira beat». um so mehr. und der Pöbel.

die sich nicht lange in Bewunderung er halten können. Hier aus ist abzunehmen . ^ ?5 die Natur nachahmen oder unterstützen. die kamen un. lehre. in deren Ausübung die gu- Meu Autoren die Gewohnheit haben. die Magie zu setzen. und handgreiflichen Körpern statt finden. daß alle große Männer den Titel Magier davon getragen. daß die Ausübung der Mathematik. sie M durch Magie und Zauberei' gemacht. Denn. da sie nur bei augenscheinlichen. deren Völker beim ersten Anblick unserer Schiffe glaubten. ist es fast un möglich. . um mit diesen ausserordentlichen Operationen zu Claude zu kommen. die sie befassen. und beson ders der Mechanik und Astrologie viel dazu beigetragen habe. der Druckerei und besonders der neuen Welt gewahr werden. viele seltsame Dinge ausrichteten. die Spanier ftm Teufel. sie mit den Blitzen und dem Donner ihrer Flinten und Pistolen auszurotten. die sie anwen den. bis man die ver schiedenen Triebräder und Mittel entdeckt. ob es gleich eben so. Man kann dieses bei uns unter andern bei der Erfindung der Kanonen . notwendig scheint. »nd m Jedermanns Kenntniß kommen. mit mehrerm zu erweisen. wie uns nun obliegt. gewöhnlich un ter dem Namen Magie begriffen wird. wie die mecha nischen Künste. zu zu geben. und anderer Wissenschaften. alle diese falschen Meinungen zu unterstützen. daß ihre Urheber lange das Geheimniß ihrer Ursachen und verschiedenen Triebfedern geheim halten können. weil sie sich nicht so leicht prophanieren lassen. weil sie vermittelst der Natur. Fünf.

oder Silberblätter über ihre schlechte Münze le gen. und besonders unter den Wissenschaften. die Feuersudler Chemisten. und die. die des Werths ihrer Gelehrsamkeit halber niemals gesucht wären. genöthiget. daß selbst . um sie für gutes und gültiges Geld unter die Leute zu bringen : so sieht sich auch der größte Thcil von Leu« ten. weil sie sie mit einer unendlichen Menge von betrügerischen und abergläubischen Dingen unter einander geworfen. Da heißen denn die Jrr- lchrer Theologen. ^ er allen guten Vorschriften. man doch gestehen muß.76 " Fünfker Abschnitt. daß man Gift nicht anders als in süßen Saftchen zu geben. Das hat nun eine solche Verwir rung unter den Dingen gemacht. die Sophisten Philosophen und die Zau berer Mathematik. die sich auch damit ab geben. es sei sehr schwer. Daß die Mathematik viele Mathematiker in den Verdacht der Magie gesetzt hat. die Schar latane Acrzte. und das Laster nur unter dem Schein der Tugend zu trü gen pflege. daß wenn es jezt auch nicht unmög lich ist. die zur Richtung und Leitung unserer Handlungen dienen können. scheint mei nes Bedünkens mit gutem Recht keine nützlicher und^ richtiger zu sein. die uns belehret. als diese. sich zu verstecken und einen andern Nahmen anzunehmen. daß eben wie falsch« Münzer einig« Gold . sie so verdächtig gemacht haben. Wie wir denn wirklich tagtäglich in der Erfahrung sehen. die wahren Lehrer dieser Kenntnisse von den Umwissenden und Waghälsen zu unterscheiden.

welche mittelst der verborgenen und der au genscheinlichen Kräfte aller Dinge oft die seltsamsten und in der That auffallendsten Wirkungen hervorbringt. I. 77 selbst diejenigen.id. der Dianenbaum der Scheide- künsiler. . nem- /ich die Arithmetik. «) VLlior Op. zwei Gattungen von natürlicher Magie anzugeben *"*). Burgravs Lampe nnd festmachender Ritter. die Musik und Astrolo gie. -----. die sie mit Nutzen getrieben . welche diese Schriftsteller gesehen oder erfahren zu haben versichern. I. Dieser Gelegenheit nimmt der Jesuit priverius. weil sie vor andern tief in die K. der gleichen GlociuL magnetische Salbe. Geometrie. " ) ^29. und viele ahnliche Wunder der Natur sein konn ten. äe l^l»^. Eine hängt ganz und gar von der Naturlehre und ihren Theilen ab. sie als Zauberer zu verschreien. Beguins Platzgold. wahr. <H<uercerans ideisches Pul- ver. 9. welche vom Aassiodorun *) du Thüi der vierfachen Mathematik. l. Ein anderer Theil setzt gewisse künst liche -) rpitt. von Sarisberien« sin die iai2 HUilärivii ^*) und von einem andern die l^uacirißll äilciplinllrum ***) genannt worden. lid. wenn er der feinen Art sie auszuüben gedenkt. "') Kl«2l in Hncomio artium liberalium. xxxxv. XXlV.nnlniß der vier Thcile der Mathe matik gedrungen sind. sie nie mals zur allgemeinen Billigung und zur Zufriedenheit eines Jeden haben ausüben können. daß viele scharf sinnige und gelehrte Manner ihren Feinden Gelegenheit gegeben. Jn der That ist dies eine von den vornehmsten Ursachen.

daß es kein Wnn- der ist. der Spiegel der Natur '. als ob sie Ue- bcrlegung hatte. oder jene Maschinen des Dadalus. liche Maschinen nach mathematischen Regeln zusammen. Dies beweiset das Beispiel des gaocognische Archimeden . die Dreifüße vulkans . -) LM lid. um uns nachher über die Sphäre des Archimedes *) in Verwunderung zusetzen: „eine kleine Maschine. mehr der Mitwirkung böser Geister als dem betriebsamen Geist der Menschen zuschrieben. der mit der Natur wetteifert. und auf diese Weise durch ihre Unwissenheit verursachten. . deren Triebfedern sie nicht aufdecken konnten. und nachher ermüdet aus einem Reife. sich auf sciue Arme setzte **). weil man sie ihnen versteckte. und die ohne Jemandes Hülfe ihren muntern Flug anfing. eine ganze Ronde machte. I. und viele ähnliche Wirkungen des menschlichen Verstandes. daß man die vortrcflichsieu Mathematiker allemal in Verdacht der Magie gehabt hat. le ^eicliH lur tun dr23. der Jnbegrif aller Dinge. Franz Flustad von Candale. welche Johann von Momroyal Kaiser Rarln V. die Taube des Architas. die hydraulische Maschine des Boe- thius. der sich forttragen läßt. und worüber minder feine Köpfe in solches Erstaunen genethen. <üomme «^«nt ju^enienc. ein Himmel. in sich hält. und die künstliche Fliege von Eisen .78 ------». überreichte. die aber die ganze Welt. ") ?iit ÜMz niäe <lllutlui 5» ssüillHick volee. der dieser Verläumdung nicht ausweichen konnte. wenn sie alle diese Maschinen und Werkzeuge.

so hat er sie vielmehr. daß.' ben. vor sechs oder sieben hundert Jahreu weit mehr im Schwange gewesen sein soll. zeugen mögen. gewahr werden kann. als gegenwärtig. so zusagen. ihre Uhren :md alle ihre übrigen ftinen Kunstwerke so in Erstaunen gesetzt haben. die Fruchtbarkeit selbst gereicht uns zum Nach ts*). die. ' 73 lWnte. Pepeiille nocet. Baco. ihre Jnstrumente. statt diese sonderbaren Wirkungen ihrer wahren Ursache und der Kultur der Mechanik zuzuschreiben. die die gerechte Klage erhoben: „die Frucht selbst ist uns hin derlich. sderen Mei ster. wenn es erlaubt ist. um desto eher fettig zu sein. Wie unwahrscheinlich ist das aber. ein trefiicher Mathe- t«n im Anfange des sechzehnten Jahrhunderts. endlich ter Pobst Sylvester. das Verborgene aufschließen. ') klug»« «best. der große Albrecht und viele andere. Da denn ihre Kenntnisse. » . ihre Kdfit von Erz. Ja man soll so gar in Spanien öffentliche Schulen der Magie gehabt haben. dieser teufli schen Magie zugeschrieben. ferner Johann Denys. wovon man noch die Spuren in dm Höhlen . wie sich viele Leute ein bilden.7" eine Schutzschrift zu seiner Rettung drucken ließ. Michael Scorus. „ beinah Gefährten der Na tur sind. und mit dem Kassi- vdorus mich auszudrücken. und mit Wundern spielen"). der 1. und wie kann mau da her dieser Sage einen so wenig gegründeten Beifall ge. das Augenschein liche verdrehen. nocet esse Krzcem. die nahe bei den Städten Toledo und Galamanca befindlich sind. und selber seine Sache in London verthcidigte.

den Nach erhielt. er habe . daß alles. der doch der Vorzug von allen an dern wiederfahren ist. daß diese Stadt nicht die Pflegemutter und der Sitz so vieler Magier gewesen ist. als dem berühmtesten Ort in Absicht des Unterrichts in dieser Wissenschaft. Was soll mau also sagen . zu Toledo erlernet? Wenn es daher wahr ist. daß Sylvester kein Zauberer. weiter keine gültige Beweise haben. sich so sehr zum Freund und Beschützer dieses Zweigs der Erkenntniß aufwarf. regierte. was er von dieser Wissenschaft ' gewußt. als Alphonsus X. der 1262 in Kastilie. daß auch ein Engeländer Rah mens Daniel Morbaus. wie wir in der Folge darthun werden. daß die christliche Kirche mittelst siebzehn Kirchenversammlungen hier befestigt und einge richtet worden. da alle Schriftsteller. 8< -------- ben. was man von dieser zu Toledo ge lehrten Magie spricht. die uns diese Dinge erzählen. sondernder größte und beste Mathema- tikus seiner Zeit war. uns zu überzeugen. endlich da er zu ihrer Erlernung schon eine geraume Zeit in der Barbarei sich aufgehalten hatte. als wir ebenfalls vom Schloß Bicctre sagen kannten. von der Mathemathik zu verste hen ist. daß er einigen Arabern mehr als zwei mal hundert tausend Thaler zur Be .. sich nach Toledo zu begeben. (die daselbst sehr in Flor stand und so vollkom men unterrichtet ward. wenn alle. einhellig dabei bleiben . so können wir wohl sehr gegründet schließen. wie man denn auch völlig gewiß sein kann . der i 1 90 lebte und sehr gelehrt davon geschrieben hat. die den Pabst Sylvester zum Maguö machen.) Der Ruf dieser Stadt breitete sich noch mehr ans.

gut Häuser bau en. die ohne die Begünstigung seines Rahmens und die Beispiele seiner Freigebigkeit niemals nüiden unternommen sein. gut verkaufen. und ebenfalls alle. Wie Johann pico Graf von Mirandola *) bemerkt . ") I. die sie bei der Emnchtung seiner astronomischen Tafel angewandt hat. leu. Die Meinung der Rechtsgelchrten kann uns dann eben so wenig Wunder neh- ') (Äpil. ^ui lunäomema mcenium per^etuet . c^ui viaron celcbli«. ult »äverz. sobald der Ort. gui nn> vi^ii5 os>^ortunu«. lib. . wie man leicht aus der Menge von Schriften und Uebersetzungen über diese Materie sehen kann. gut Reisen. für eine Schule der Magie gehalten ward. LH. Archiv 1. (oer sich beim Apulegus berühmt "). 81 TMmmg ihrer Mühe und Fleisses gab.il». wie Tertullian schon ehemals gesagt hatte: „die Verwandschaft der Magie und Astrologie unter einander ist uns bekannt ***). besonders aber der Stern- deutetunst großen Eingang zu wege. wo sie so sorgfaltig getrieben wurde. die es wie der Astrologe Diophanes ma- chen. Dieses brachte nachmais «Um diesen Wissenschaften. II. und der allgemeine Macen und Wohlthäter aller Mllmualiker seiner Zeit sein wollte. 60 IclololH». ulr. gut zur See gehen sei. ^ui <^ie« cupulam nuplialem aäiiimet. Klct»morpn. er könne aufs genaueste die Zukunft vorher sagen. und „den Tagan- zeigen. F . "*) Libr. ist das auch kein Wunder. «zul n«°/oriat0ll commuäu«. ") für Magier galten. da am beßten Hochzeit machen. ^KrolnF.

sagt Aulus Gelli^ us ^. I. son dern blos von der Sterndc. III. Mathematiker". 06. weil sie den Verdacht der Magie erregte. Geometrie.uterei. Man kann dieses noch durch folgende Stelle des Juvenal bestätti gen ff)': 'den Mathematikern ist deine Geburt bekannt". Und diese beiden Stellen kann man doch nicht von der Arithmetik.«2 ------- nehmen. und gerade zu alle Art von Religion untergrabt *). Musik und Astronomie.ib. nicht. weil sie uns zu Sklaven des Schicksals macht. VII5 - f) No» Klllt1. Numel. sondern weil sie „den Gestirnen zu schreibt. verstehen. in tticrun>m. Sech- *) Ve malessciz Ä ml»liemat!cl< vI6.cm2tici5 geneli8 tu«. 5»t. die unter einerlei Titel von Hexenmeistern und Mathematikern ***) handeln. die ei gentlich unter dem Nahmen Mathematik begriffen sind. „Der Pöbel. XIV. Cllp. ") I. was auf Erden geschieht". die mit allem Ncchtvcn der Kirche verworfen wird. und sich daher der gebrauchlichsten und gemeinsten Ausdrücke bediente. Juv. ff) (Kißcn. nennt die Leute. w:il der Kaiser Iusti- nian seine Gesetze deutlich und verständlich machen woll te. . blos bei Gelegenheit der Wahrsagerei und dieser Astrologie die unter dem Nah men Mathematik verboten wurde. die man nach ihrem Ursprung Chaldäer nennen sollte. und von Jedermann gebilligt^werden .

die er einen nach dem andern benannte. Daß die Schriften.efe Belohnungen verdient. In ?lom«tieo. und sie noch mehr zur Vollkommenheit zu bringen. an dem sich alle Dichter ver sammlet.N2n. zur Ehre der neun Musen Gedichte vor lesen. nicht zureichend sind. zu ordnen und zu vermehren . siellern geraubt worden. nach- l>M n allen seinen Fleiß erschöpft. daß alle die Stücke. «-. H^ie Geschichtschreiber erzählen*). und diejenigen. Verschiedene Dichter hatten nach dem Utthcil der meisten Zuschauer bereits d.l- F 2 ftrtig- ') 5ter. einen gewissen Tag zu emem sneckchen Feste ansetzte. zu allgemeiner Bewunderung seine große Belesen heit und bewundernswürdige Keuntniß ausschüttete und mittelst feistes ausserordentlich treuen und reichen Ge dächtnisses zeigte. rorc«. die dieser Absicht am meisten genügen würden . zz Sechster Abschnitt. die sie vorgelesen. als Aristophanes . welche vielen großen Männern . die er in der Stadt Alexandria errichtet hatte. die man für so vollkommen und vortreflich hielte. denen nicht zugehör- ten. besondere von ihm ausgesetzte Preise erhalten sollten. und so das Verzeichniß der Räubereien a. daß der mächtige Kmiz von Aegypten Pwlomäus philadelphus . sondern aus den beßten Schrift. sie der Magie zu überführen. um die kostbare Bi bliothek . . sich ihrer Auslieferung wider setzte.zugeschrieben werden. welcher der siebente un ter den Richtern war.

eine Mcnge schädlicher und vcrbothener Bücher geschrieben zu haben. seine verwunderns- werthe Belesenheit an den Tag zu legen . die uns ohne Ruthe und Stock. beilegte. daß der König. und der größte Bücherfreund . iuie M. als in der Vertheidigung und Beschützung derer großen Man- ner .«. und daß er noch weit mehr Gelegenheit finden würde. für welche sie statt verdienter Lobsprüche. zu ziehen. statt des Ehrennahmens „ höchstvortrcflich. als zu den Zeiten des Ptolemaus.«4 — fertigte. 6ne verdi« <K clwlera . non äurmiunt . . li obeilel. non lemurmurLNt. ohne Schelt- ') »i sunt KtllFlltri yui no« iuNi-uunt linc vÜFl« H te> lu1« . um uns von dem Nutzen guter Schriften zu überz/ugen. das Volk und die Richter ih ren ersten Ausspruch zurück nahmen . non le ad- sconäm«. sich gewöhnlich nichts als die Verachtung und den Fluch eines jeden Lesers. Jch bin überzeugt) daß es eines Aristophanes zu unsern Zeiten noch weit mehr bedürfe. der diese untergeschobenen Früchte ihres Geistes nicht von den rechtmässigen Kindern unterscheiden kann . Kanzler von Engeland. cacmnno»' nclcium. im zweiten Kapitel seines Bücherfreundes sagt *): „Dies sind die Lehrer. 5 in<^uüil . um einige andere damit zu begünstigen. " den ihnen ehemals Richard von Bury. sowohl in der Beurtheilung und Verwerfung der Plagiarier. li iznoi. wenn er. der seit dem Ptolemaus Philadelphus gelebt hat.« K pecnnia : ll acceäi« . denen man Schuld giebt . die nichts als ihre eigene Erfin dung vorgelegt hatten. Und das begegnet gerade den bcßten Leuten.

„deren Lesen verwerflich ist. Um deswegen ein Ge- gmM gegen das Gift der vielen Verläumdung anzuge- den. IH. Und gesetzt. " Aller dmgs können wir nach dem allen wohl schliefst». daß ihre Urheber Magier gewesen. ob aufzuklären oder zu tadeln. müssen wir zeigen. Police«. der Magie verdächtig geworden. ob der behandelte F 3 und *) 52r'lzd«ic„5. dem wäre also. ob zu unterrichten oder umzustossen . Erstlich. wenn man ihnen widerspricht. nNichten: wenn man zu ihnen kommt. C«P. dn nn Verzeichniß des Trithemius und vieler andern Handichch'ten genannt werden '). viä.------." wie die Nechtsgelehrten sagen **) wirklich von denen geschrieben worden . schlafen sie nicht. ohne Schwenke und Geld 'un. daß riele große Genies blos ans der vierten Ursache. sie murren nicht. - ") ImprobatT lectiuni« libri. licher waren. lich wegen derer ihnen fälschlich beigelegten Schriften. . so kann man doch daraus keinen gewissen Beweist fuhren . wie wir es mit den vorhergehenden gemacht ha ben. wenn wir nichts wissen. Vulpian. . welche um so gefähr. nnter deren Nahmen und Autorität man sie bekannt gemacht hat. je mehr ihr Jrthum auf Natur und Ver nunft gegründet zu sein scheint. wenn es nicht durch andere Umstände erhärtet wird . weil der größte Theil dieser Bücher uns nur aus gewis sen Verzeichnissen bekannt sind . und lachen uns nicht aus. daß man nicht wissen kann. die die Titel der Bücher so anzeigen. 85 Scheltworte und Zorn . wie wenig Wahrscheinlichkeit es habe. I. was der Zweck ihrer Verfertigung war. daß alle Bücher. Dergleichen sind alle. nem. XVlll.

die . daß sie die Ungereimtheit der Regeln und Grundsätze nicht zeigen können . welche meinen.daß ein gewisser Alexander von den Magischen Künsten. so schwache und falsche Folgerung. anders als die Regeln und verschiedenen Mittel. und Roger Baco über die Nekromcmtie ge schrieben . . als sich für einen Magus und Zauberer erklären lassen. um sich in der Ausübung aller dieser Divinationen zu unterrich ten. H)enn wenn diese Folge statt fände. denkt man. mußten sie. gleichmässig in Schuld sein. müßten wir ebenfalls annehmen. Denn man muß voraus setzen. Und dennoch ist das eine so ungegründcte. sie enthielten nichts. und es sei folglich gar nicht ohne Grund. die sich vornehmen gegen sie zu schreiben und sie zu widerlegen. und folglich eben also bestraft werden müßten.86 ------- und zu erklaren versuchte Gegenstand. daß alle. sich mit eben der Thcrheit befleckten. Sankt Thomas von der Stern« deutckunst. eingebildet. daß ihre Verfasser für Magier gehalten «nd angenommen würden. was man darüber urtheilm sollte. noch bis auf unsere Zeiten viele Personen trügt. wie des andern. ohne sie zu verstehen und uns zu erklären. gebilliget oder verworfen werden sollte? So hatte mau in Bücherver zeichnissen gefunden. weil die gute oder die böse Absicht des einen. in diesem Fall. nichts in der Natur dieser Vorschriften ver. und sich nun gerade das Gegenthcil von dem. daß ausser der eben be merkten Unrichtigkeit noch eine andere darin vorkommt. die man befolgen müsse . . weil sie nicht so in die Augen fällt . Man glaubte . von der Magie sprechen sei eben so viel. und da sie dieses thun.

nach dem Bei spiel vieler andern . ohngeachttt er. ob sie aus dem picarrix. wenn man glaubte. swenu sie selche ausdrücklich angeführt haben). wie diejeni gen. wie man glauben kann. oder dem Delrio. worinn es keine Vorschriften. da doch ein jeder sehr leicht nach seiner Phantaste von einer Sache rasonni- rm kann. wenn sie es nicht tbun. die in den Krais getreten sind. herrühren. Es wäre ja auch eine große Einfalt. die darum nichts mehr an Kraft gewinnen. oder von ihren Wi derlegen. ' 8? vnändert. dn es «hemals thaten . daß nur diejenigen. ob sie sich gleich niemals die Mühe nahmen . niemals auch nur eine einzige von seineu Deklamationen öffentlich herausgeben wollte. selbst zur Zeit des Cicero. für den vortreftichsten Redner geschätzt ward. oder ob sie von «ndcrn verböte!«n Schriftstellern . . daß jeder. daß sie es lncht für mcham halten . der an ihrer Kenntniß nichts vermindern kann. uns Bücher und Vorschriften davon zu liefern. in so fern sie so viel Fähigkeit haben. die die Beschwörungen selber getrieben und die Magic aus. Man müßte sogar noch weiter annehmen. die beim Senera und Cicero unge mein gerühmt werden. tarnendes und viele andere werden darum als Philosophen um nichts geringer geachtet .. ein Buch zu schrei beni so wie Hortensius in Rom. ßokrates. als ein Magus verurtheilt wer den müsse. allein und ausschliessend über einen Ge genstand Bücher geschrieben hatten . dieses 'entweder darum geschieht. der mit Dreistigkeit von der Magie schwatzen kann. oder wegen eines andern Umstan- des. mmq. und weil. keine Ord- F 4 .- geübt haben .

III. um eine unendliche Menge von diesen Büchern und geheimen Traktätcheu zu machen. um ihre Ur heber ') k1»F«:1Ium vXmonum. ^ wie ein Dichter sagt **). dem Schweiß. Urim und Thummim. daß Bücher.oder Eulen- blut. abergläubischer und melancholischer Köpfe ausüben . raktere der zwölf Zeichen und sieben Planeten.88 «-------» < nung . und da man nur die Cha. und durch die günstige Be- kanntschaft dieser Betrüger und Scharlatane das Mittel. ein Buch. nur einige Gebete und Beschwörungen aus der Gei- sierhetze *) hinzuzufügen braucht. Ensoph und Agla der Kabbalisten. die sich einbilden . dcm Fledermaus. Xuäi««. Mechava. hinlängliche Beweise abgeben. die Nah- men einiger Engel aus der heiligen Schrift. die doch gewöhnlich Früchte einer langen Theorie und Spekula tion sind. als daß sie diese Betrügereien auf Kosten schwacher. ") -» l'llin MHAna est penuri» menti« ut>!!zu« ! In nuza« tHm prun» vi» est. nebst dem Hippoman. denBTodtenkopf. viele wunderbare und ausserordentliche Dinge zu verrich ten in ihre Gewalt erhalten. die kein anderes Mittel haben . die nachher immer nur versteckt müssen an andere gegeben. dem Pentalpha. tuch. so groß der Hang zu Possen. „ So groß ist überall der Mangel an vernünftigen Leuten . . sie haben nun das Mehl zum Kuchcu gefunden. dem Jungfernpergament. I. keine Methode giebt . und nachmals cheuer von Leuten ver- kauft werden . das Tohu und Bohu. Endlich hat es gar keine Wahrscheinlichkeit für sich. Ben«.ibr. kalizen. ihre Be dürfnisse zu erhalten .

es habe sich auch nur ein einziger von ihnen mit der schwarzen und verbotenen Magie. einfaches oder öffentliches Bündniß. und ganz falsche. Diese (ohnehin an sich so lä cherliche^ Erklärung. weil nach Biermanns *) Ver. iür welche wir diese Apologie bestimmen. ^ 89 hcker der Magie zn überführen. soll gebrauchen lassen. weil sie diese zuverlässig ohne ein ausdrückliches oder geheimes. Um alle Einwürfe zu heben. Zuförderst kann man dieses durch das Zeugniß des Agrippa selbst beweisen. St. der so ein Bündniß mit dem Tnrfel macht. sichcnmg. paßt gewiß nicht auf die Man- nn. und dennoch in seiner Schrift von der Eitelkeit aller Wissen schaften und Künste. die wohl in einer ganz andern Praktik und Handlungsart besieht. wie wir oben ge^ zeigt haben . und darnach dem Zoroaster. irrige und verwegene Meinung ist. nur derjenige ein Magus genannt werden soll. Abraham. lrismegist. oder mit einer ihrer verschiedenen Gattungen abgegeben. daß es eine blos zur Lnsi erfundene Verlaumdung . daß sich derselbe. F ? Tho<° ') lu äll^ullliiune 6e MÄFlciz nitionibu«^ . wenn man Umt weitere Belästigung gegen sie hat. wenn man behaupten will. als in der Angabe gewisser Regeln. der doch als das Haupt aller Magie geschätzt wird. die sie über diese Materie geschrieben . hinter falschen Titeln verborgenen. Apulejus. schreiben konnten. als die Bücher. iLnoch. wozu der Verbündete nur ihn gebrauchen will. Salomo. die Trüglichkeit und Verführung aller dieser meistens verschleierten. so kommt noch das hinzu.

des TrismeZistus. Als wenn diese grossen Männer und ge- . Syne- Fus. und selbst in Denkmälern. Demokritus. Aristoteles. > lehr- . der dem Grafen pico von Mirandola Anlaß gab. dem großen Albrccht und vielen andern gros-' sen Männern fälschlich beigelegten Schriften' zeiget. weil sie es selber so glauben. und sich . m den Verwandlungen. — nachdem sie zuförderst ihre Hirnge spinste im ersten Buch Moses. ein gleiches Urthcil von ähnlichen Schrif ten über die Sterndeutckuiist zu fällen. wenn er sagt:*) »denn es ist ja durch nichts bewiesen worden. Albrecht und Sankt Johannes ans licht geben. vielmehr sind es Be trüger. in der Odyssee. Leichenge- wölben und Gräbern gefunden . die am scharfsinnigsten über diese Materie geschrie ben .. und regelmassig verfahren zu haben glauben. den Leser absichtlich falsch überreden wollen). in der Offenbarung Jo hannes. und ganz be sonders bei den Alchymisten. 9O Thomas. und ihrem Jrthum über diese angeblich erdichteten Schriftsteller Glauben verschaffen. (entweder. in den Hieroglyphen. zuschreiben. Avicenna. diese mit den ungereimtesten Fabeln angefüllten Bücher den berühmtesten Männern. auf eben dem Grunde stützen." Ueberhcmpt wird man dies Verfahren bei allen Arten von Scharlatanerie gewahr . Gleichermaßen wird solches von wier und allen bestät igt. oder mit Vorsatz. die oft in entfernten Zeiten gelebt haben. die nicht ihre Schuldigkeit erfüllt. noch dazu ihre Schrif ten unter dem Nahmen der Schwester Moses tNariens.i . wie es glaublich ist . die. wenn sie nicht. daß diese Schriften von ihnen herrühre.

daß Salisberiensis einer Traumkunst er wähnt. oder Kraise. als Kohlen anzublasen. in der Asche zu wühlen. Charaktere nnd Anrufungen zu machen. ' 91 lehrten Schriftsteller ihre ganze Lebenszeit über nichts lllitcr zu thun gehabt hätten. lit Thorheit. Daher kömmt es . zu reiben. Geister von dieser Verläumdung frei zu sprechen.?bcncil Kinder des Geistes ihren Ursprung neh men. die in allen diesen Büchern herrschen . nicht mehr. der Mangel an Ordnung. die man dem großen Albrecht und vielen andern. woraus jeue Phantome und un- tergcsch. und sie dem ersten dem besten der ihrer Phantaste in den Wurf kommt. und uns durch eben dieses Mittel die trübe und lmm'iie H»elle entdekten. denn a!!zuf. olM alle Achtung und anderweitige Be- lrachttmg zuschreiben. und den Titel „ von dem Schatten der Begrift fe" führe. dessen Urheber Sa» lomo sei. als wenn . um alle die großen Genies und nhabenn. und ein anderes. die unter Daniels Namen verkauft werde.«hige Gründe wären. Und das ist. die ihres Gcwinnstes halber erdichtete Dinge auibreiten. die Niedrigkeit. die Unrichtigkeit und die Unwissenheit. beilegt. das Homer über die Magie geschrieben. blos die Verwegenheit einiger armen elenden Schlucker. und als wenn die Barbarei. denn es ist dazu eben jo wenig Grund vorhanden . daß die beiden f?ico die Traktäte des heiligen Hieronymus. daß CHikus versichert. Et. und der Abt Trithemius sich mit allem Recht über die aufhält . Thomas und plaro über die Nekromantic durchaus nicht für rechtmässig erkennen wollen. die Kindereien. um ganz gerade heraus zu sprechen. er habe ein Buch gesehen.

äock-ini gentium. die völlig unächt sind. Fenestella. Senekadas kleine Büchlein von den Tugenden und die Episteln an den Apostel Paulus geschrieben . zuschreiben soll. die besten Schriftsteller hatten sich damit eingelassen. Ga len das von den Bezauberungeu . . und allen die bei den Humani sten verdachtig sind. die gemeiniglich ihre Stel le in den Bibliotheken finden. noch von den kleinen Traktatchen des Gerson. von den Eigenthümlichkciten der Elemente . Wir wollen hier nicht einmal von den Werken des Orpheus. kurz . Hippokrates habe das Buch von der Mondcsdeutung. f?lato das von den Krautern und von der Kuh . und aller derer. reden. wissen wir ja kaum mit einiger Zuverlässigkeit. des Trismegistus.92 > wenn man glauben wollte. als wenn man glauben wollte. wem man einmal so viele Aufsätze. II!. pychagoras und Rato. Galen. Lxam. <l3vidius das von der Alten und den Pamphilischen Liebeshändeln. von den zweifelhaften Schriften des Hippokrates. von den apokryphischen Büchern der heiligen Schrift. Aristoteles das vom Apfel der Ge wächse. die Erasmus bei der Ausgabe der Kirchenväter in Zweifel zieht. und von den Geheimnissen an seinen Zögling Alexander. Denn wcitgefehlt . v»n!t. Aber ist es nicht eine selt same Sache. des Berosus und Marechon. der seines Oheims glück- ') !H. daß wir nur die mindeste Gewishcit und Keuntniß von den Urhebern dieser Scharteken haben. daß Franz pico *). eine unendliche Menge ähnlicher Klemigkei« ten und Bücher ohne allen Werth zu schreiben.

die alle den Nahmen des Aristoteles führten. In libro« tii^uocrlllii äe untura Nu- M2Nn. 1°om. nemlich das Buch von den mechanischen Wissenschaften. wovon die beiden er. I. und drei andere. IH. De re3a raiiane plnloloxliancu. es nur vier noch dazu sehr kleine und in Vergleichunz gegen die übrigen sehr unbe.. ") Ollem-«. die bis auf den heutigen Tag in dem Verzeichnis seiner Werke aufgeführt werden? Demohn- zeochtct hat Nizolius solches nochmals bestättigt *). Nachtliche Bücher giebt. p«iMk. Dagegen bezeugt Ammonius. endlich folgert **). und^atricius es so genau untersucht. VI. daß man in der herrlichen Bibliothek der Stadt Aleiandria vierzig Bücher von der Analyse fand. dnp. wiewohl er nur «iere davon wirklich gemacht hat. es sei völlig ungewiß. ob Aristoteles anch nur ein einziges Buch von allen denen zeschrieben habe.evon Gründen darzuthun. sich bemüht. wie Galen sagt -j-). s) doinln«««. daß von allen Büchern Kieses Genius der Natur .. des ersten Man. die ausser allem Streit und Zweifel bis zu uns gekommen . daß er nach den augenschemlichsien Proben des rühmlichsten Fleisses. den er bei Untersuchung der Wahrheit dieser Behauptung an gewandt. dem ") IH. 93 glüMcher Nachfolger im gelehrten Staat und in seiner Herrschaft war. III. Gorgias lind Xenovhanes schrieb. die er gegen den Zeno. nes seiner Zeit. im Kommentar der Ka» tegorien. --—--. Man muß dieses. sien mit den neuen übereinkommen . IV. dieses großen pico. . welche Diogenes laernu» anführt. aus einer weitläuftigen Fol< .

der gerade zu der Zeit den herrschenden Ton angab.94 ------ dem Wetteifer zuschreiben. unter dem Nahtnen irgend eines Man nes. die man zu diesem Argwohn haben kann. ") Auaz iple ^ !?on ülni elle Kamini«. unnütze Bücher. V^s giebt zwar eine große Anzahl von Schriftstellern. die ihneu Bücher von irgend einem guten Schrift steller . low. Vernunft und Beur- theilungskraft. " **) Siebenker Abschnikk. der unter den Königen von Pergamus und Alexandrien herschte. vor allen aber vom mristoteks brächten . ' daß dir Titel alter Bücher wäre verfälscht worden. . Von allen noch übrigen Ursachen. und ohne alle Ordnung. 1. daß sie kein Mami von -gesunder Vernunft ge schrieben haben könne. diejenigen zu be lohnni. 2. daß mit Unrecht und wider allen An schein von Grunde . non lanu« jurer Orell«i. fabelhafte Abhandlungen. uns zu ») DiKutl. um die Bibliothek desiomehr «usznzieren. so viele abgerissene Bruchstücken. M. xel-ipllt. noch weiter zu erhärten. wegen seiner hervorstechenden Gelehrsamkeit herumge hen : „ von denen der wahnwitzige Orestes selber schwören müßte. Wir würden dieses noch weiter ausführen wenn es nicht vom patricius be reits geschehen **) und es überhaupt nöthig wäre. da es den vorher gehenden niemals begegnet war . die sich seit mehreren Jahrhunderten beeifert haben. schlechte Rapsodien .ibr.

allein es scheint dennoch. «ich aus geringfügigen und ganz unbeträchtlichen Zufällen. vielleicht.zn zeigen. weil es leich ter ist . menen Schönheit. daß die eisten derselben sich einen äusserst schwankenden Gesichts punkt setzten und die mehrsten unter den Neuern diese Untersuchung zwar zn erleichtern gedachten. eine Behauptung in einen Erweis verwan- iei«. so ist man aufmerksamer gewesen.en vor . indem sie auf eine fast kindische Weise den geringsten Argwohn in Wahrheit. So stellen sie nns in ihren Schriften ein Sonnenstäubchen als ein Ge- ^mP. wodurch man eine Ameise in der Grösse eines Zolles sieht. an einer vollkom. Denn da sie die ersten Rollen auf dem Schauplatz der Welt zu spie le» hatten. Daher darf man sich nicht wun dem. was an der. und kleine Fchler als grosse Vergehun. der Cchmähsucht nicht haben entgehen können. als auf dem Angesicht irgend einer Baucis . wie erhabene und hochgelegene' Gegenstande am wenigsten sicher vor den.. ein Wärzchen.. aber Ver- grtsserungsgläser zu Hülfe nahmen . einen Flecken. wo sie sich einmal vergessen hatten. wenn eben so. äusserst denkwürdige und erstaunliche Bege benheiten macheu. Natur und Beschaffenheit der Nagic eigentlich sei. und über gemeinen Menschen eben so erha ben waren. Beschädigun gen des Blitzes sind: eben also der größte Theil der reichhaltigsten Köpfe aus den vorigen Zeiten. «nzumerken. die Schutz- götier des Parnaß und der Gefährten der Musen. ihre Fehler . wie diese über den übrigen Thicreu des Feldes . und ihnen aufs höchste anzurechnen. eine Fliege als einen grossen Elephanteu.

welcher sagt: „daß die Meinung das Böse ver- zrössert. und warum man die Forsch begier des grossen Albrechts. die Jrrlehre des Al- chindus und einige abergläubische Bewerkungen. wie es die Mode mit sich bringt . die natürliche Magie des Bacci. die an den Tag bringen . die sie gerne denn immer vergrössern.9" Baucis oder Cybele anzumerken.on Schriftstellern. " Ja wir köll- nen auch noch dieses zu den vorhergehenden Ursachen hinzufügen. yuanio m»jur . weil es nemlich Leute giebt . Wollten wir . warum viele gelehrte Männer im Verdacht gestanden. weil nach dem Ausspruch des sinnreichen Dichters*): „Ein jeder Fehler der Seele um so sichtbarer in die Augen fallt. . und sich eine Ehre daraus machen. wie man sie uns vorstellt.wch ausserdem dem Lipsius bei treten. n»b«cur. da sie nicht so schwach und voller Narben ist. v. die Ma thematik des Pabsies Sylvester. aufhäuft. von Büchern nach ih ren Titeln . oder auch. die wir in der Folge anführen werden. je grösser der fehlende gehalten wird. die von allem schief urtheilen . die über alles eine boshafte Auslegung ma chen. die doch in der That aufrecht er halten werden . was sie verhehlen sollten . die Fehler aller notorisch grossen Männer zu entdecken. um ihre Unschuld lieber zu unterdrücken als anerkennen zu lassen . Magier zu sein. und ihres Rechts gemessen muß . in eine schwarze und verbotene Magie verwandelt habe. lzui pecc«. auf Stelzen vorstellt. " so werden wir ») Umne «nimi Vitium timro conlpeÄilil in l« Oin>en nabet. die Sterndeuterei des Conciliators . und von den Menschen nach ihren Fehlern .

die wir auf Enten der Angeschuldigten finden können . G ben . Arnold von villanova. falschlich auch den Verdacht der Magie sich können zugezogen ha- Archiv i . und einige andere. das weisseste Zeug nimmt am ehesten FKcken an . daß der Edelste unter dm Engeln der erste war . erörtert ha ben: so müssen wir gegenwärtig noch fünf andere in dem Rest dieses Abschnitts anführen und bemerken. Hie erste Ursach nehmen wir darum an. und aus der heiligen Schrift wissen wir. l Ll2ntt5!t. die Jrrlehren. sungen. wie die ersten ßenics ihrer Zeit sich mit einer von beiden einlassen. wie man wohl sagen kann . die gar zu große Leichtgläubigkeit und 5n zu geringe Sorgfalt und Bcurtheilungskraft der Schriftsteller. die Feindschaft. Dennoch darf man sich nicht wundern. daß das allervollkommensie um so zarter und vergänglicher ist: die scharfste Schneide wnd »w ersten stumpf. und selbst mit ihrer Ausübung befassen konnten.!I»iN«»l l . nemlich. weil zu vermuthen sieht. diese unglückliche Meinung zu unterhalten. die. die beste Lcibesbeschaffeuheit ist oft mals den mehrsien Veränderungen unterworfen. weil mr gewöhnlich sehen . daß alle die Beweise in Muthmas. 37 wir endlich finden . peter von Abano. und alle die grossen Vergehungen in einen un- bedeutenden und grundlosen Aberglauben zerfallen. die mit Wahrheit im Verdacht der Jrrlehre standen . daß Alchindus. die Unwissenheit . welcher abfiel. LH. noch mehr als die vorherge henden dazu beigetragen . Da wir nun alle Ursachen dieses Verdachts .

" Er beftät- tigt solches noch mehr **). ") I. wenn er die Magie „eine fruchtbare Mutter irriger Meinungen " nennt. äe ^nim». daß die Urheber und Anhanger kirchwidriger Meinungen entweder selber Magier waren. daß nach einem langen Aufenthalt der Arrianer in diesem Reiche. um so mehr. als Simon der Zauberer.VII. als einen durch die Erfahrung aller Zeiten festgestellten Grundsatz anzunehmen. Berengarius und zZermogenes. Sterndeutern. I. man sich wunderte.i!)r. Daher haben nachmals die Katholischen Gottesgelehrten. wie die Teufel eine geraume Zeit über die Menschen quälten. . ääverll N«ret. "") In kroloAU (lil<M<It. wie auch auf die Walliser Jrrlehre in den Apenninischen Gebirgen. >l«A. welche er zählen . c«v. und Philosophen bemerkt. oder daß doch die magischen und verbotenen Künste allemal auf ketzerische Meinungen gefolgt sind.98 ^ ben. Der Jesuit Maldonat giebt davon V ") ?lHl«!i>t. XXXXIII. pris- cillianus. da Tertullian *) schon ehemals sagte: . Eben so folgte auf die Ketzerei des Johann Huß eine große Menge von Beschwörern und bösen Geistern in Böhmen und Teutschland . d«p. Marcus valentinianus. Herumsireifern. Rarpokratus. vor züglich Delrio *") und Maldonat "") Anlaß ge- nommen. man hat auch unter den Heretikern eine Ge meinschaft mit vielen Zauberern. Sie beweisen sol ches durch die spanischen Geschichtschreiber . Menan- der.

so ist gar kein Grund da. die sich nur dieses Vorwandes bedienten. Dies ist auch der Schluß. ------. um uns zu lmsrer zweiten Ursache zu wenden. alle Artikel von beiden Seiten er wogen worden. verlassen. " G 2 Wir ') In der Kriegskunst. concoiäi 6ecei nunt ore : mo6um<zu« . die wir aber übergehen . „ Nach« dem endlich . und den Irrlehrern. mit einiger Wahrscheinlichkeit zu behaupten . und endlich das Madchen von Orleans von dm Engeländern der Magie beschuldigt wurden. daß sie eine Zauberinn gewesen sei. die davon die sicherste Kenntniß haben muß ten. und der Gerichtsbrauch sowohl als der Innhalt der Gesetze von den Engeländern ver letzt worden. Wir bemerken zuförderst. die Päbste Sylvester und Gregorius von den Kaisern . sagt er . 99 >'«on fünf Ursachen an. ohugeachtet die Herren de tangn *) und du Haillon sie als ein ganz anderes Frauenzimmer darstellen. die allemahl Feinde des römischen Stuhls sind . so beschliessen die Richter einmüthiglich: daß ein ungerechter Richterspruch diese Kriegerinn zum Feuer verurtheilt habe. die sie in den Bann gethan hatten. Will man sich vielmehr auf diejenigen. sie als eine Here veinrcheilen zu können. ^lticuli« > N»mm«z sub iriiyue juäice p<Min llarcida . daß es blos Feindseelig- Kit war. wenn Apulejus ehemals von den Verwand ten seiner Frau . womit vale- randus Uranius ") ihre Geschichte endigt.

in Jta lien durch Hermolaus. in Engeland durch Linacer und Ascanus. Wir haben schon die Bemerkung aus dem plutarch angeführt. die Erde hat uns eine neue Halbkugel entdeckt. und zeigen. in der Schweiz durch !krasmun . in Frankreich durch Faber und Budeus . bis auf die letzte Eroberung von Konstantinopel. den mau beinah den Vater der Philosophie nennen kann. und alle die Griechen . endlich die ganze Weft durch neue Buchstaben und die Druckerei. in Teutschland durch Reuchlin und Agricola. und hier vor allen gegen den Sokrates . Symmachus. es in Grie chenland nicht erlaubt war. so überaus groß war. die von Konsiantinopel dahin geflüchtet waren. der Himmel wälzt sich nach neuen Hypothe sen . hervorgebracht. Denn seit dieser Epoche hat die Welt ein ganz anderes Ansehen gewonnen . wie diese sowohl bsi den Griechen. seit den Zeiten des Boechius. und Aassiodorus . daß vor dem Aufstande. in Spanien durch vives und Nebrissen- sis . welcher sich zu Sokrates Zeiten ereignete . das Meer ist zugänglicher geworden . führten vorhin die Gelehrsamkeit als eine der Hauptursachen dieser falschen Anklage an. von Astrologischen Dingen zu . man kennt die Luft genauer nach ihreu Erscheinun gen . sich mitzu- theilen. pikus. als auch bei den Lateinern. die Künste haben wahre Wunder. Polinanus. das Geschütz und die Buchdruckerei. Jetzt wollen wir gegenseitig auch von der Unwissenheit reden. und die Wissen schaften sind wieder in ihrem vorigen Glanze hergestellt. die Menschen ha ben durch die Schiffarth mehr Gelegenheit. Wir.

als den Graciemus. ausser dem Aguüegius. . und unzählige G z andere ') l^lclcnlul temponim.iach der Hirten 5). ?ilia sc 8piruu2 lanKa taufte? Was die Philosophen anders als Voraussetzungen. tische Bücher als das Handbuch ***) und den Alnm. lliolheken versiocken liessen . ") I. zu lehren. ausser dem Gingelfus. und den ganzen Jrrgang von Cpitzfündigkeiten. endlich keine mathema.e cumpor manulli. die Päbstinn Johanna. die Hölle St^ Patricias. oder die Phi- losophie zu lehren. Zwangsätze.e «lenririer ä« Lernen. ^ "") I. keine Geschichtschreiber als die hi/torische Sammlung *) und die Mutter der Geschichten"). D I. keine andere Grammatiker hatten. wie jener Priester anbrachte. ^) ?nrva loFlcalm. die die beßten Schriftsteller in den Bi.n möre cle« ttiltoiiez. die Mathematik zu siudiren. die unter dem Nahmen logikalischer Rleinigkeiten 55) begriffen sind? Was fanden end lich Kreunde der Geschichte für ihre Wißbegier? Zur kust erdachte Mährchen über die Weissagung Merlins. RüMus. keine Philosophen. Was konnten die Sprachkundigen aus solchen Barbarismen lernen . pilatus Thurm. . Ferrabris und peter Hispanus. der die Kinder in nomine karria. Einschränkungen. feine Rhetoriker. Deswegen muß man auch heut zu 3«ge untersuchen. und den Aerander de Villa Dei. das magne tische Schloß. welchen Grad von Fähigkeiten die/e- iigen befassen. Erweiterungen. Barbarismus. Trugschlüsse .

was wir in einem kleinen vom heiligen Agobarr. deren leerer und kraftloser Geist sich desto leichter unter die Last einer falschen Ueberredung beugte. Wie der Pöbel diejeni gen für Zauberer halt . Bischof zu Lyon im Jahr zzz aufgesetzten Traktat finden. bis auf uns unter dem Nahmen fortgepflanzt worden . den ihnen die Unwissenheit und Leichtgläubigkeit ihrer Zeit genossen beilegte .' und Lude . daran ist gar nichts Ausserordentliches. herleiten. Wir können hieraus die vierte Ursach dieses Arg> wohns.andere Fabeln und Traumereien. wie sie aus dieser Ursache auch im ersten Kapitel der Kapitulation der Könige Karls des Grossen. Sie besteht nemlich in einer allzugros- sen Leichtgläubigkeit an lügenhafte und abergläubische Dinge. und in der sireng.. jene Männer könnten die Luft in Bewegung setzen und Gewitter erre gen . ivollen wir mit demjenigen dee Anfang machen. welche als leuchtende Sterne mitten in dieser finstern Nacht erscheinen. die im strengsten Winter Nosen und andere Frühlingsblumen aufzeigen : so sind alle die treflichen Männer. Um die Leser davon desto überzeugender zu unterrichten. dieser eben so gewöhnlichen Begleiterinn der Unwissenheit. den man gegen so viele grosse Manner gehabt hat. Der damalige Pöbel glaubte nemlich. die heut zu Tage kaum die Kinder mehr glauben? Und in der That. als der Schatten dem Körper und der Neid der Tugend auf deni Fusse zu folgen pfleget. die gewöhnlich eins aufs andere folgen. so bewunderns« werthe Früchte ihrer Gelehrsamkeit hervorgebracht . sien Jahrszeit für die Wissenschaften.

Herzog von Benevent. ^«dewig des Gütigen Gewittermacher *) genannt wer den. Hagel. Quellen und Weiden auszustreuen. der sie zur Gerichtsstätte hinschleppte. welche alljährlich mit Schiffen aus der luft ankämen . so daß der heilige und verständige Mann . . der mit ansahe. die die Macht hatten. Sturm und Ungewitter zu erregen. daß es Belieferest werth gehalten. Es war eine allgemeine und von vielen Leuten «ls die unumstößlichste Wahrheit angenommene Mei- . ausgeschickt habe. "> Im Leben Ksrls de« Großen. um sie auf allen Marschländern. ein grosser Feind Karls des Großen. immillor« tempeKllNim. um alle Früchte der Erde zu verderben. Donner und Blitz. daß der gute Bischof eines Tages alle Mühe hatte . die sie nachmals an gewisse Leute ass dem Lande Magodien vnhmdelten. Cwovon eine so große Menge in ganz Europa umfiel.wie ") T/empelkarii. daß es zu der Zeit gewisse Zauberer gebe . G4 i . weil sie aus diesen Schiffen gefallen sein sollten. mng . drei Män ner und eine Frau aus den Händen des thörigten Pö bels zu befreien. 5. Dies ward für so sicher und gewiß gehalten . es in seinen Zusätzen zu Nicolas Gilles mit anzuführen. um sich mit Mundoorrath zu versehen. wann und so stark es ihnen gut dünkte. daß bei einer Seuche . die das Vieh und vorzüglich das Rindvieh befiel. Eben dieser Geistliche erzählt in dem eben gedachten Buche **). daß ein ge wisser Genoald. viele Leute mit vergifteten Pulvern versehen . .) die Abergläubigsten sich sogleich einbildeten.

wie ein gewisser Got tesgelehrter sehr passend bemerkt *).oder Chronikenschrciber dieser Zeit.n schönen Ausspruch zu beschlicssen: „die arme Welt ist gegenwärtig in solche Thorhcit versunken. die unmittelbar unter der Regierung Ludcwigs des Gütigen . für gut fanden. " Allen die sen Mährchen folgten Romane. sie wür den bei der Erzählung der Begebenheiten eines grossen Mannes nicht angenehm genug sein. und bei der Unwissenheit seines Zeitalters .. " Und dennoch wurden diese Schrif- ') ?itn«uz in Q»ltrcäu Xonimetenä.io4 " wie man Tag für Tag wegen dieses Mahrchens viele Unschuldige aufknüpfte . ersäufte oder entsetzlich marter- te. oder doch etwas ähnliches hin- zirfügten und folglich Wahrheit und Unrichtigkeit mit einander vermischten. poetische Erdichtungen . daß sie glaubten.daß die mehrsien Alten den Fehler. seine Schrift »mit folgende. sich entspannen. Er bekennt nem- lich aufrichtig: . zu dessen Zeit dieser Bischoff noch lebte. wenn sie nnr wunderbar waren. dennassen fortfianzte. das sich nur gar zu gern von Unwahrheiten. noch viele ähnliche Erzählungen hinzuzuthnn. als vorher wohl schwerlich Jemand die Heiden zu glauben überreden können. wenn sie nicht. endlich bewogen ward . . hinreissen ließ. um sie noch anmuthiger zu machen. daß derglei chen ungereimte Dinge von Christen gegenwärtig ge- Klaubt werden. nm (ihrer Meinung nach) die Erzählung auszuschmücken. oder vielmehr eine so große von aller Beurtheilungskraft verlassene Einfalt befassen . daß alle mögliche Geschicht.

ocoi. den wir diesen heiligen und gefährlichen Reliquien schuldig find . Schriften mit so viel Beifall aufgenommen . sie in den höchsten Panlagruelismus zu verwandeln. daß »29c. " und dessen Absicht wenigstens doch nicht anders als gut sein konnte.und zur Unterhal tung bis ins Jahr 1425. Thebit. tKeoloF. Gregorius. Diesen ungegründeten Romanen haben wir denn auch alle die falschen Sagen zu verdau. Michael Scotus . II. unter dem Pöbel verbreiteten. die sich von den wunderbaren Künsten des Sylve ster. zu einer Menge von Ge- G5 schich- ) IH. bis endlich die Jrrlehrende des sechzehnten Jahrhunderts anfingen. Bischof von Genua.diese Schreibart in die Kir- chexgtschichte einzuführen. und gewiß we lch strengem und vorsichtigem Gcmüth . „ein Mann. und den Grund von Ehrfurcht. . Vl. indem er eine goldene Legende ndachte. um die Religion zum Gchitt zu machen. die wir »it Fleiß haben anführen wollen. bleiernem Herzen . äe «ullz coriuptiolü« ««mm. daß es kein Wunder ist. ken. wenn die großen Einsichten so vie ler Männer aus jenen Zeiten. ") I. Jakob de voragine. Roger Baco/ Pe ter von Abano. um «lle vorhergehenden durchaus zu verdrängen. zu untergraben. «n eiserner Stirn. sMi den Einfall hatte. ' . nie ihn vives *) und Melchior Canus nennen "). um zu zeigen. und fast aller Gelehrten dieser 3nt. die vielen frommen und andächtigen Seelen lm Elbauung gedient. . da eine unzählige Menge an- derer abergläubischer Meinungen in Gang kamen. (Kp.

und die Tapferkeit und den Mnth fast aller der größten und tapfersten Heerführer betroffen hat. Es darf uns nicht wundern. Wiewohl es endlich allemal nützlicher und löblicher ist. (die. ohngeachtet wir im vorhergehen. daß man viele andere nicht gün stiger behandelt hat. Hiervon zeugen die drei Sätze . wie Judas. um nicht jenen Völkern ähnlich zu werden. worum sie versichern. die die aufgehende Sonne nicht anders als mit Schmä> hungen und Fluchen begrüssen. über den Roman von der Rose. wenn auch einige ihrer Schrif ten für Unterweisungen in der schwarzen Kunst gehalten . in Betracht . solche Mis- geburten gemacht und verbreitet zu haben. wenn sie nicht vör'ihrem Ende noch aufrichtig bereueteli . aus jeder Schrift lieber einen guten Sinn zu entwickeln als sie zu beschuldigen . vertheidigt. daß die Urheber dieser Romane nicht weniger verdammt sein. die ehemals der berühmte Kanzler der Paristschen Universität. lieber von Anschuldigungen zu befreien als zu tadeln . Jo hann Raulin. io6 --------- schicHten und lächerlichen Erdichtungen Anlaß gegeben haben . aufrichtig zu reden keine andere ist. den hinlängliche Beweise ihrer Unschuld beigebracht ha« den. den Ueberrest dieser Male- rie durch die Erklärung der dritten Ursache dieser ganzen Verläumdung. Gerson. oder vielmehr die . als die Nachlässigkeit der Schriftsteller. worden . über den Roman von dem Dänen <l)ger . Jndessen liegt es uns ob. weil eben dies unangenehme Schicksal auch den Eifer und das rechtschaffene Leben vieler heiligen Perso nen. und das Ur- theil des berühmten Doktors derselben hohen Schule.

Sie mochten nun sich vorgestellt haben. und Apulejus Verwandlungen. Aber „diese Autoren raffen. cnii. wiewohl ein jeder derselben sich die Freiheit nimmt. nach Eutdänken davon zu schwatzen/ unh -) öl«aloF. welche sie bei der Verfertigung ihrer Werke angewandt haben) zu endigen. ' . wenn ich solches durch eine wcitläuf- tige Beurtheilung aller. oder ein Wunder von Belesenheit zu zeigen . wer die mchrsten von so/chm fabelhaften Geschichten und Erdichtungen vorbrin gen konnte . sie ha ben so mit einander gewetteifert. u. und vielleicht zu langweilig sein. man würde um so besser in der Welt aufgenommen und 5«nde desto sicheren Beifall.ians Gesprächen. alle/. daß sie selber alles glaubten: genug. in Lu« . ich weiß selbst nicht welche Schriftchen. diesen Schriftverfassern zu gewissen und wahrhaften Be weisen gedient '. weil sie nichts besseres vorzubringen wissen. die Possen. die doch nur zur Lust erdacht waren. vn. wie Sarisderiensis *) sagt. Kl. die über diese Materie geschrie ben. gewagt. je mehr Wunder und Selt- samlcitm man vorbrachte . schreiben alles ohne Beurtheilungskraft hin. oder sich einbilden. alles. und selbst . sie desto leichter zu vergrössern : oder mit ihrer einmal an gefangenen Unternehmung zu Ende zu kommen . wie die alten Romane. diejenigen. was auch die schlechtesten Leute oft gesagt.. darthun wollte. " Es würde zu schwer. die Volkssagen. zusammen. oder besaßen endlich so wenig Verstand. . alle Meinungen. ' ic>7 ^n geringe Sorgfalt und Beurthcilungskraft. und bringen es vor. oder geschrieben.haben.

als diejeni gen. was er in einer Schrift **) hiervon und von den Magiern gesagt. die in die Fußstapfen dieser an gezeigten Schriftsteller getreten sind. sehr gründ lichen ") In c«2loF0 — in dibliotkecn IneoloA. das habe er von einem Berner Stadtrichter und einem Benediktiner . beim Johann Boom. I. wie es Jo hann Nider. Possenreißer und Gaakler gewesen. welche Nider erzählt. Jakob Sprenger und Heinrich Jnstiru- tor *) gemacht haben. III. die ihn zum Richter über die Hexen in Teutschland aufriefen) aufrichtig ge sieht: alles. der (gegen Trithenuus und Nlslanus. und das doch zur Quelle und zur eisten Grundlage aller seiner anderweitigen Be hauptung über diesen Gegenstand gedient. so viele Geschichten erzählt.ib. Man könnte eben das Ur- theil von vielen andern.. ^2?. « Die Heiden andern aber haben in demZauberhammer ***). den sie 1494 verfertigten. daßwier nicht ohne Grund angestanden. . und deren Unacht samkeit dennoch nicht so beträchtlich ist. Dieser letzte ist der erste. der vor seiner Bekehrung „ ein wohl erfahrner und bei weltlichen Juristen sehr angesehener Stodtenbeschwörer. . Nachdem dieser Schriftsteller mit einer bewundernswürdigen Lebhaftig keit d/s Geistes und einem damit verbundenen. ") rol-micar. als bei allen neuern und besonders bei dem ersten guten Schriftsteller Frankreichs. ob man so nicht für eben so wenig glaubwürdig halten müsse. Mönch erfahren. '") In lidro äe ülißil. und lnit gewissen und ungezwcifelten Wahrheiten unend lich viel Mährchen untereinander zu werfen. V.

natürlichen »md bürgerlichen Dingen gehandelt hatte. würde man i!m sicher für mehr als einen Menschen erkannt. ohne auf Andere zu achten. als die Beurtheilungskraft. i-itz « zu ihnen öfter seine Zuflucht nimmt. womit er ge- samnüet. und unsehlbar für irgend ein Wesen höherer Art gehalten haben. und der Glaubwürdigkeit der vornehmsten Schriftsteller. und uns dadurch verleiten. die davon geschrieben haben? urtheilen zu können . womit er niedergeschrieben habe". von welcher der König Jakob I. daß man dieses Buch. die durch die fabel haften Erzählungen und die geringe Beurtheilungskraft.. sti grösser. ohne Ausnahme von göttlichen. nach der Bemerkung des Jesuiten posswin. eine Menge von unrichtigen und kindischen Meinungen nachzubetem Sn . " ' ' IO9 Uchen Urlheil. weil dieser große Kopf. sich mehr. uns immer die Wolken ihrer Einbildung statt einer wahren Juno um armen lassen. . Hieraus kann man. die sie bei der Untersuchung angewendet. Vielleicht kam solches da her. also leicht abnehmen. um von der Wahrheit der Thatsachen. von Gras- drnünnim sehr wohl urtheilt : »der Fleiß. der die heilige Sprach« sehr gut verstand. in dieser Schrift so Methan scheint. und dann auch das' Wiersche von der Arglist und den Betrügereien des Teufels als zwei ent gegensiehende Extremen ansehen kann. denen er. als zum Evan- gelio ". wenn er nicht so deutliche Beweise und Spuren wn seiner Menschlichkeit . als es nöthig gewesen wä re. da man genau die Mitte zu halten suchen muß. mit der Gelehrsamkeit der Rabbinen und Thalmu- disim beschäftigte.in seiner Dämonomanie gege ben hätte.

Ein spitzfündiger Reder Namens Delphidius. ihn zu überführen habe. und da er sahe. als zu läugner. ihm in den vollen und gänzlichen Be sitz seines Gutes setzen. über die natürliche nachdenken. daß es unserm Geiste leichter fallt zu kriechen. als sich zu erheben. als wegen verschiedener Tugenden und Vollkom menheiten. und seines Amtes wahrzunehmen heissen muß. schrie er ganz entrüstet: auf die Weise könnte keiner jemals für schuldig erklärt werden . um ihn von diesen Hirngespinnsien zu befreien. und daß. die ihm besonders eigen waren. man ihn frei machen. <Ob wir gleich viele Proben von der Gegewart und dem Scharfsinn des Geistes bei jenem Kaiser haben. Daß Zoroaster weder Urheber noch Begünstiger der schwarzen. wenn weiter nichts nöthig wäre. bei der bürger lichen aber allemal zweifelhaft sein muß. als derKaiscr Julian ihm sehr vernünftig antwortete: Niemand könne dann auch .So dienen sie uns zu sichern Beweistn. Achker Abschnikt. wonach er die kirchliche Geschichte glauben und verehren. berühmt ist: so hat er doch den vortreftichsten Beweiß dieser Eigen- schaften in Paris abgelegt. der wegen seines Abfalls vom Christenthum eben so ver- schrien. Allein kaum hatte er dieses ausgesprochen. Statthalter des Narbonnesischen Gebirts vor ihm ange!- klagt. hatte nemlich den Numerius. theurgischen oder verbotenen Magie gewesen sei. daß er nicht hinlängliche Beweise.

entdeckt. daß das beßte Theil immer den meisten Bei. daß wie Generale ihre Heere durch Landstreicher vergrössern. vtrurtheilen und seinen Ruhm zu verdunkeln. wenn wir. als die Gründe zu prüfen. als den Fehler oder die Schuld des Mannes. gegen den es gesagt. Diese Betrachtung kannMr leicht das ge- gründete Recht aller der berühmten Männer bestättigen. oder angebracht wird. einen Mann zu..etuer Unschuld versichert sein. wenn es auf weiter nichtö ankäme. welches oftmals mehr die Unwissenheit. fall fände. wenn man durch fieis« siges Lesen weiß. wenn er diesen neuen Zuwachs von Stärke entdecket. als etwa ein bloßes «Ufallenes Wort. " Diese Menge zwar kann uns nicht mehr so ausserordentlich groß scheinen. wie die Rechtsgelehrten aus gesetzt. M nicht immer schuldig. und den Neid eines Men schen «onMer Gesinnung. daß Angegebene dar. um den Feind in Achtung zu erhalten. mit dem Menschen. die wir heut zu Tage zu ihrer Vertheidigung anwenden können: „Es steht nicht so gut. als jemanden anzuklagen. welche in der That unter der Zahl ihrer Ankläger erlie gen könnten. die Dreistigkeit. «bdaß es anderer Beweise bedürfe. mehr die Stimmen zu zählen. Er wollte durch diese . noch Angeklagte straffällig sein. Seneka *) macht eine Bemerkung. ebenso die Timonen in den .«ch. und zuweilen selbst Knechte und Troßbuben zu den Waffen greifen lassen .sein« Antwort zeigen. oder wie vor Alters die Tribunen zu Rom ge- zwungen wären. sagt er.

wie die Schaafe keiner andern Spur folgen. aufzuhalten . . als was von andern dafür erkannt wird. so wird alles. was wir von ihnen insgesammt dargethan. und wi der ihren guten Ruf. und wol len gegenwärtig von einem jeden einzeln beweisen. Demokritus und mehrere waren. Ohne uns daher bei alle dem. Orpheus. sagte. die wie die Lamier alles durch Brillen sehen. dergleichen Zoroaster. nachdem wir im Allgemeinen gehandelt haben. Wenn ich nur die Meinung der besten Schriftsteller über ihre Gelehrsamkeit darstelle. ats'die am meisten betreten ist. sich gewöhnlich einer ahnlichen Kriegslist bedienen. sich wie Pack knechte mit nichts als den abgetragenen Kleidern ih rer Herren kleiden. von denen <5iccro sagt *) : Das Vor- nrtheil habe bei ihnen so viel vermögt. ins besondere zu gehen. Freilich kann ich diesen Gegenstand nicht so weit verfolgen. daß sie . und die Feinde aller Gelehrten. als Ausschrciber . äe I^üMlll veorum. das Ansehen mancher Schrift steller von Volksseele und gemeiner Gesinnung aufführen. als vielleicht möglich wäre. die weiter nichts sind. fangen wir nun an. wenn ich zur Verteidigung eines jeden großen Mannes ein ganzes Buch schreiben wollte. und gleich den potamonischen Philosophen nichts für gut oder wahr halten.den Wissenschaften. und kurz in allem den gewissenhaften Schülern des pychago- ras gleich sind. was der schriftstellerische Pöbel von den alten Philosophen.das Anse hen so gar wirklichen Gründen vorgezogen. pvrhagoras. was ich etwa noch hin- *) Cicero l.

H . Urheber die ser verderbten und verbotenen Magie keinen als den Teu ft! anzunehmen habe . könntm dann von mir. und Simon der Zauberer der erste Jrrlehrer war. Th. mehr mein Buch zu vergrössern die nen. Gemeiniglich wird er uns als dn Hauptqnelle aller Magier vorgestellt. welche für gewiß annehmen. . sagen:" die Frösche stimmen in ihrem Sumpf das alte bekannte Klagelied wieder an ". und sogar vor verdrossen Ueberschwemmung be dient habe. um mit ihrem Verderben schon die Unschuld der ersten Jahrhunderte anzustecken. des Laktamius ***). *) Nicht füglicher könnte man diesen Vorwurf machen. wie lkuse- dius ^) sehr wohl bemerkt. des heiligen Cyprian. senden. daß man zun. äivinar. XXI. c^. Archiv i. VIl. zu meinem Endzwecke minder noth- wendig sein. II. des Priverius und vieler andern Katholischen Gottes- gckhitm ungleich wahrscheinlicher und zuverlässiger. die.) I. VIII. lnnlhun.id. inttitul. als bei der Ver- lWiyung des Zoroaster. 6e ?»-Xpkr«. der ein geschworner Feind aller Geschöpfe sei. '") l. wie sie von an. ------. und sich dieser schwarzen Kunst lange Zeit. LvanF. „2 hmMgen könnte. ") OU«. Den- noch ist die Meinung des Abbts Serenus beim Rassi- na "). <üsp. nicht mehr und nicht weniger als Rain der erste Todtschläger. Ninus der erste Abgötter. Nim- roch der erste Tirann. niemals mit dergleichen aber- ') — Vererem in limo i2NX cecineie yuclelLM. V. die diese Wiederholung nicht so ange nehm fanden. Andere.ib.

114 . seltsamer Opfer und aber gläubischer Gebrauche der Zauberei fangen und ver wickeln liesseu. Wir können da her abnehmen. die endlich einen solchen Sieg über die Tugend erlangten.----- abergläubischen Thorheiten und Zeremonien 'würden be steckt worden sein. als dieser ehrsüchtige Geist. Dennoch aber ist es durchaus nicht möglich. Kaum aber befanden sich die Gewässer wieder in ihren Betten und Ufern. daß sich plinius *) zwiefach geirrt hat. «) Muorlal. . die sich nur allzuleicht in dem groben Gewebe unzahliger verdächtiger Operationen. zn ver breiten. daß Gott sich genöthigt se hen mußte. daß sie zu unsern Zeiten aufgenommen und ausgeübt werden. wenn er diese Materie behandelt. der Beelzebuth und Fliegenfürsi noch ärger anfing. so weit sich die Welt erstreckt. weil er ' eben. seine Künste zu erneuern . wenn dieser über das erwartete Heil der Menschen eifers»chtige und neidische Geist nkht alle seine Kräfte angestrengt hätte . Ud. um sie eben so tief in die magische Abgötterei als' in alle übrige Lasier und Bosheiten zu stürzen. eine allgemeine Fluth zu veranstalten. c°v. wie wir doch sehen. I. Erstlich. und den Grund zu seiner zweiten Monarchie in den schwachen Gemüthern zu legen . ll. um seine Beschwörungen. XXX. wer in diesem zweiten Alter der Welt dem verderblichen Feinde der Natur unter allen Menschen zum ersten Werkzeuge gedient habe. wie man uns doch einbilden will. mit Ge nauigkeit anzugeben. um die Erde von diesem unseeligen Unheil zu rcimgm.

ii. da man ihn angenom men.^ wie er selbst offenbar gesteht. Und zweitens irret sich Pliuius darinn. wir wir. so für wahr an genommen. noch durch eine Stelle im porphvrius bewchm könnten. sondern die Natur sei es. als der lange Zeitraum. wie Lutretius *) ein Epikurer war. der doch kein an derer ist. lcr ssch die Mühe genommen hätte . Wie ihm in der That weiter nichts zum Grunde dient. indem plinius selber sich wundert. als den wir eben angegeben. zum ersten Urheber dieser Magie Zuflucht . . wie das H 2 Anden- ? » ölundum null» creäen« leÄor« mnveri. die Welt werde nicht von einem höchsten Wesen re giert. ") ll. Jndessen haben das alle. und das Ansehen derer Schriftsteller.. vu. c»r. was wir Gott nennen". und glaub- te . wenn es nöchig ware. i. i. die ihn be hauptet haben: so ist auch gar kein wahrscheinlicher Grund vorhanden. daß sich wenige oder gar niemand gefunden.i«z. wenn er mit eben so «icl Verwegenheit als Unwissenheit sagt: „Man sieht dai«us ohne Zweifel sehr deutlich . daß die Kraft der N<uur eben das sei. **). Er nahm «cht.ib. die die Abwechselun gen der Tage und Jahrszeiten gleichförmig bewirke. > H5 eben. wie die Christen und platonischen Weisen. ihn für gewiß und ungezweifelt an- Mehmen. die in dem schönen Bnch des Euse- büls über die Evangelische Zubereitung vorkommt. den Satz zu prü fen. >?3Nil» volvente vi«« H I««i« H «NM. der sie getrieben und unter den Menschen in Schwang gebracht habe. wenn er sagt: daß Zoroastcr der erste gewesen . die nach ihm geschrieben.

von welchem. von den Geschichtschreibern so verschiedentlich vorgestellt wird. welche glauben. i»mie perlzbitur umb«.Ii6 --------- Andenken und die Vorschriften Zoroasters sich einen so langen Zeitraum erhalten können. ^ . Und wollte man auch der Meinung des priverms *) und einiger Neuern folgen. ") ^ä noz vix «nui. und einer den andern in Absicht der Geschichte dieses Mannes wi derlegten.. 5) 5«m. nung und chronologische Gründe achten.. welche man uns davon erzählt . so -wird er wieder von allen Schriftstellern. da die geringe Kenntniß. daß man kaum zwei oder drei findet. so sehr un ter der großen Anzahl von Jahrhunderten versteckt. von dem plutavch sagt *) I<ib.II. den Augenblick mit einem Zaratas verwechselt. 6e K^zia d«p. XIII. die uns davon geblieben. daß man immer lieber seine Unwissenheit bekennen. die sich nicht widersprächen . er habe zur Zeit Abrahams und Ninus gelebt. Um so mehr. für den ersten Bezauberer an nehmen mag. I. der. so ist doch die ses Alter so weit von unserer Kenntniß entfernt. "') UMor. das er beibringt. selbe sechstausend Jahr vor Plato gelebt haben soll. als aus Stolz diesen Zoroasker. wie vir- gil") sagt. und die Dinge . Denn wenn wir ihn auch mit Theodor '"') und Agachias 5) Zarodes nennen wollen. „kaumein leichter Schatten von Gerücht zu uns herüber wallet". Lil. II. die nicht auf Zeitord. weil nach dem Zcugniß eines gewissen Eulaxus.

idr. dessen er im Malchus (der kein ande- rer als Porphyrius ist) im Leben eben dieses Pythago- las Meldung thut. Nicht minder mit Rho» diglnus *") und vielen andern . mik einem Zobrarus. wie am ge- ««mstw ist. Und wenn man auch voraus. äe FenitutÄ llnimge e l'imXN. und mit einem Nazaratus. der nach der gemeinen Meinung aller Schriftsteller ihnen einzubilden suchte. nun der Magus gewesen sei: denn viere derselben werden vom Arno- büls"). und der sechste vom plinius genannt. die all« eben diesen Nahmen geführt haben . wer von sechs Männern. der fünfte vom Suidas. welchen einige im Alemens von Alexandrien für den Propheten Ezechiel haben annehmen wollen. der andere von Baktra und erster Urheber der teuflischen Magie sein soll. sagt*). erhal- ') I. setzen wollte. Hz . -") Klx XVIII. so wird man doch nicht weniger Mühe ha ben zu errathen. wovon der Eine König in Persien und Erfinder der na türlichen. die allen diesen Völ kern nur Einen Zoroaster zum Gesetzgeber geben. der zwei Könige gleichen Rahmens angiebt. er sei der Lehrer des Pythagoras gewesen. daß der wahre und rechtmässige Zoroaster unter dieser Menge herausgebracht werden könnte. Wenn wir ihm lie ber den Nahmen Zoroaster lassen wollen . die er «vromasis nannte. c«p. XVIUI. er habe seine Gesetze und Einrichtun gen von einer gewissen Gottheit. so müßte man sich doch noch mit Sirtus Senensis ver gleichen. .

ohngeachtet plmarch *). I. die bewundernswürdige Ordnung . <!« orlZlne llnimi <l Ilim^o. ^egxi>üor. nichts mehr und nichts weniger verstanden. wie es ScraNit der Harmonie. daß Zoroaster unter diesen beiden Wor ten. äe Vita — I. was man uns sagt. Anaragoras dem Geist und dem Unermeßlichen. um die unendliche Menge von Fabeln und Widersprüchen aufeinander zu 'haufen und uns diesin Zoroaster als den Fürstcn der Magier vor zustellen. — I<ib. III. — donvivioi'um l. die ihrer Bcurtheilungskraft nicht so viel Gewalt anthun wollen.ib. »«M . . Jn der That sollte man ihn vielmehr als den Stifter der Philosophen und aller Gelehrten ansehen. wie lvir zu Ende dieses Abschnitts zeigen werden. ::nd parmenides dem Licht und der Finsierniß beilegte. ") In i'rcxemio — lab. er sei ein Sohn dieses Oromasts oder ArimaciuZ gewesen. II.id. da eben diese Autoren uns überreden wollen. vom Diogenes Laertius. die sich im Lauf der Natur und dem Umlauf aller Dinge zu erkennen giebt. wenn wir den ') I.Ii8 ' erhalten. iLmpedokles der Liebe und dem Haß. III. und nicht alles glau ben. der erste Mann unter den Schriftstellern des Alterthums uns bezeugt. Dies wird noch von eben diesem Autor iu der Abhandlung von Jsis und Osiris. als den guten und bösen Dä mon. Briss>». Billig müssen wir doch dadurch um so zwei felhafter und schwieriger werden .id. talcagninius und f?hidelphus bestättigt **). zuzuschreiben. 6e K-Tno ?e«. dem er gewohnt war. ä« ^^tllzuiiat. II. die er so oft im Munde führte.

als er selber eingewurzelt ist. daß Zoroaster ein Zauberer war. gar keine andere Erläuterung und Auflö sung nöthig. einen jeden ein.---. Und so hat nun in der That die Meinung des Goropius Bekanus *). . die nach seiner Meinung von der Schöpfung bis zur Sündfiuth gespro chen ward. los es ist. --. so wenig übereinstimmen. als daß man sie nur recht versieht und aus drückt. . da diejenigen. wie dieser Schriftsteller sich zu erweisen bemüht. entfällt ihm nichts desto weniger der handgreifliche Wi- H 4 deh> ') In LaMei«. wenn man uns diesen Zoroaster als den er. indem er die Ableitung dieser Worte aus einer gewissen Cunnerischen Sprache angiebt. Und indem er sich nun in völliger Gewissens freiheit zur Lust darüber allerlei Hirngespinnste macht. hnt ansehen darf. wenn man ihn als Krank. wenn seine ganze Geschichte nichts als Fabel und Hirngespinst ist. und das nicht nur vom Zoroaster. sten und vollkommensten Magus und Zauberer vorstellig macht. Sic sollte zwar schon von selbst zerfallen. wollen wir diese Meinung auf vier Hauptsätze festsetzen. Denn ist es wohl wahrscheinlich. H9 dm Irrtlmm dieser betrübten Meinung widerlegt haben. und. zeln durchgehen. wie grund. und dann dadurch zeigen. die sie behaupten. wie gewöhnlich unter allen Lügen. ein eben so mächtiges Gegenmittel an. zuzeben. die wir als die erste und leich teste festsetzen. und gerade soviel Widerspruch darunter herrscht. sondern auch vom Merkurius Trismegistus und Or pheus. . Um indessen diesen Jrrthum bis auf die Wurzel zu vertilgen.

weil Zoroaster und Cham nur eine Person gewesen. Man muß folg lich auch Messen. ungleichen des Verfassers der schola stischen Geschichte Bericht. noch *) In ^l«Fl2 pliilol'ophica. wenn sie wahr wäre. daß er sich wie ein Verschnittener gefühlti und wie ein Dichter **) sagt: „erstarrt. Die Freunde derselben behaupten. der auch nachmals vom Patricius *) sehr wohl angemerkt worden: da er nemlich erstlich diese Ne gative als einen unstreitigen Grundsatz festsetzet und den noch nachmals Zoroaster mitJapher dem Sohn des Noa ohne Unterschied verwechselt. selbst bis so weit. weil er ihn durch seine Zauberei so ge bunden und unfähig gemacht habe. . daher er auch nachmals weder von seiner Frau. warum Noa gegen ihn den Fluch ausgesprochen. daß. Diese Meinung schiene. die wir nun aus einander setzen wollen. 6»'««/. die einzige Ur< fache. sei diese gewesen. I2O ' ' derspruch. denn alle oben angeführte Schriftsteller bezeugen. den Verstand der Menschen mit allen seinen Beschwörungen und Zauberge brauchen zn bethören. und daß Cham der erste ge- Wesen. daß er sein erstes Kunststück an seinem Vater ausließ. sich mit der zweiten zu vertragen. wie es durch das Ansehen eben dicses Berosus in seiner Ge schichte wahrgemacht und gewiß wird. olla reliyuit. ohnmachtig blieb". und so gros auch seine Hitze war. 1//. der nach der Sündfluth Zauberei gctrieben. 6/»//«l Ne^. yUÄNtulyue tuit caloi-. ") DinFuit. nach des Berosus Didymus von Aleraudrien. daß Zoroaster bei der neuen Epoche ter Welt zuerst angefangen habe.

!2l »och von einer andern Kinder erhalten konnte. wie man leicht darthun kann. Daher wol . der das Ansehen des zwei ten anführt. die sie mittelst dieser Kunst ausrichteten. der nichts anders bedeutet. ja nicht einmal scheinbar ist . Und zwar was erstlich diese drei Autoren betrift. . wurden mit dem Bcinahmen Zoroaster belegt. daß man den Widerspruch nicht in der Geschichte. daß es gar leinen Glauben verdient. als die vorhergehenden find. lich ') r°l I. Benrtheilung beigelegt wird. so wohl bei Gele genheit des Zeugnisses des Berosus . ") Iu Klaßia pm'lolopnica. als lebendes Gestirn. welche zur Bestättigung des Ansehens sagen: Chus oder tNizraim. fügt so manches hinzu. Wenn wir zwar die Starke dieser Beweise sorgfältig untersuchen . und daß das ganze Gewebe von Gründen eben so wenig ge gründet . len nun viele aufs aller sirengste diese Meinung vom er sten Urheber dieser Magie behaupten. die aus <5ham und Zoroaster einerlei Person machen . die wir noch übrig haben.XXVI. so ist klar. denn patricias **). zur Erkenntlichkeit für die wunderbaren Wirkungen. Alles dieses ist vom Berosus iu solcher Ordnung und so deut lich aus einander gesetzt. der in der That d« älteste und ehrwürdigste unter allen Geschichtschreibern ist. die ihm fälschlich vom Delrio ') in seiner . die beiden ersten Söhne des Cham . -------. als auch! der Zeugnisse des Gregorius von Tours und des heiligen Alemens. zu suchen hat. so völlig grundlos und unwahrschein- H 5 . daß die beiden letztern nicht glaubwürdiger.

Was nun noch ferner den Berosus betriff. hinzu : so wird man finden. daß dieser Zoroaster. äe ölaxia c«p. Xlll. welches nach dem heiligen Epiphanius. der sich auf die Uebersetzung der Septuaginta stützt. daß es noch mehr vergönnt sei. das Cham schon vor der allgemeinen Ueberschwem- niung gelebt hatte. überwun den. der vom Ninus überwältigt wurde. der nach der Meinung einiger Schriftsteller von ihm für einen König von Thracien angegeben wird. daß Ninus den Cham. daß er vomNmus nicht könne überwaltigt worden sein. daß er seines Zluchs ohnerachtet. 122. wenn er nicht zwölfhundert Jahr gelebt hat: und das ist denn doch von keinem Schriftsteller bezeugt worden. und sechs hundert Jahr älter als Sem. '/ . Bücher *) I<ib. und Zoroaster genannt wurde. wie denn auch pererius *) aus dem drit ten nicht viel macht. rechnet man nun noch das Alter von hundert Jah - ren. Auch ist gar kein scheinbarer Grund vorhanden. zwei hundert und funfzig Jahr alter als sein Vater. daß nach der Zeitrechnung dieses Schriftstellers Cham aufs wenigste zwölfhundert Jahr müste gelebt haben. ihm nur 5n Absicht der beiden vorhergehenden Glauben beizumes sen. Man rechne hinzu . ein König der Baktrianer war. weil alle unter seinem Nahmen bekannt gemachten . der noch lebte. -------- lich ist es. weil Ninus zur Zeit des Abraham und Melchisedek lebte. der sagt. tausend und sechs und zwanzig Jahr nach der Sündfiuth gewesen sein soll. wenn man an nehmen wollte. einer seiner Brüder ge worden. . so glaube ich. ob gleich Justinus Anfangs seiner Geschichte bezeugt.

um zu beweisen. den die ser ') lH. um ihn zu «ntheidigen. äe tmclenä. I. V. der sich auf das An sehen dieses Berosus stützt. H dXXII. Denn man wird ihn völlig ab leugnen. wenn man nicht durch diese Magie die natür liche. seine Thorheit von dm gemeinen Neide befreien muß) gesagt hat. und in Werth zu erhalten. V. welches er der französischen Monarchie weissagt te. 156a. oder vielmehr überhaupt alle Wissenschaften ver stehen will. Melchior Aanus und vie len andern angemerkt worden '). XXX. Eben hierdurch beantwortet man auch den zweiten Satz des gegenseitigen Grundes. Wie solches sehr wohl vom Faber Stapuleirsis.ib. äe vü«Fen> tium — iHi-. äe loc. <le onzin. C»l». l. ?«Iiti2N. Gorovius. Aaspar vatenue. — kol. XVIII. temj. iliteFio üumce eäi». ' 123 Vücher nichts als Traume undHirngespinnsiedes Mönchs Anniue von vitervo sind. äe re- xar. — (^uaeN. XX. rlieoloz. äilcipl. — I. vives. Hc. deren Ansehen doch l>ci uns mehr Glauben verdient. worin er. I. — 5)^nt2FM.IV. ttierulol. . daß Cham ein Magus gewesen sei. dessen Nahme nach seinem Urtheil von plinius ") mit Unrecht in Azonach. ")IH. c°p.r. H I>. wie Delrio sagt. — I. — I<il.idr. weil er sich seiner zum Hauptgrunde bediente. um darauf die ge lehrten Träumereien zu gründen. als alles wcrs füstcll sden. wie Scaliger sagt. Gi- raldus. ä« civitat. die er sich beständig von lem Glück der Eroberungen des allgemeinen Reichs machte. von seinem Va ter Noa unterrichtet wurde.!. vergera.

Oo. wenn wir den Ursprung dieser Erzählung näher untersuchen und in seinem rechten Gesichtspunkt ansehen wollen. I. die Cham gegen seinen Vater ausgeübt haben soll. grün det. so kann es keinen vernünftigen Grund geben. denn was er so allgemein sagt: „ daß Cham und seine Kinder von Noa in der erlaub.124 ----. äoemon. die Rabbinen und Thalmudisten sel bige *) IH. ten Magie unterrichtet worden. Denn wenn sie blos den von dem Mönch von viterbo verfälschten Berosus zum Ur heber hat. weil. der uns als ein ausnehmender Zauberer und Todtenbeschwörer vorge stellt wird. die man zur Bestättigung des zweiten Satzes anführt. Besonders darum. Ob nun wohl die heilige Schrift uns zu gleicher Zeit die wahre Ursach dieses Fluchs angiebt : so haben dennoch Berosus . das Zeugniß für wahr anzunehmen und ihm mehr Werth und Ansehen beizulegen. als Urheber einer zweiten Gattung von Magie verwandelt habe. blsss. verwan delt worden. (^1. Mann kann auf eben die Art die Geschichte von der Magie. daß sie sich blos auf den vom Noa ausgesprochenen Fluch: „Cham soll verflucht. beantworten. << kann man auf keine Weise von jenem Zoroaster verstehen . III.---- ser letztere für den Lehrer Zoroasters ausgiebt. und der Sklave der Sklaven seiner Brüder sein". von dem es eigentlich herrührt.. so wie auch Bodinus bemerkt. II. II. als der Mönch. so werden wir finden. selber verdient. ") IH. daß er ") den Nahmen Gobola in Iotape oder Jochabella. Jndessen kann diese leichte Vermuthung des Del- «io nichts beweisen "). . äihu.

daß er eine so abscheuliche und schändliche Sache mit ihm vor. III. wie ein an derer Saturn alle zu dieser Verrichtung nothwendigen Theile glatt weg "). V. . aber mit einer so niedrigen Gelehrsamkeit. daß wenn man auch die ') I/lb. dem Berosus in seiner Geschichte Glauben beimessen. so muß man mit ihm glauben. zum Beispiel. --------. um seinen Va ter unfähig und zum Beischlaf unvermögend zu machen. ") rereriu« in 6en«. XIV. ausser was Lorenz valla bei Gelegenheit eines ahnlichen schändlichen Wortes sagte: »ich will lieber. daß ich. so müssen wir glauben . daß Cham in diesen Fluch wegen aller vier von den Rabbinen verzeichneten Ursachen zusammengenommen verfiel. Folgen wir dem Rabbi Levi in seinem Kommentar über die Schöpfungsgeschichte: so schnitt er ihm.» nahm. dbronoloF. Cap. daß sie uns «m besten die Wahrheit des Laktanzischen Ausspruchs ') erkennen lassei. I. 125 bige erweitern und nach ihrem Gutdünken umändern wollen. . d»p. 204. um zu zeigen. Der Rabbi Samuel ""). daß sich ilham gewisser Zaubermittel bediente. I^ib. Wollte mm. '") In rortalitco 6äei l. Divinarum lulüur. als durch mich erfahre ". III. iH. um keusche Ohren nicht zu beleidigen.ib. 925. „ es gehöre zum Wesen unrichtiger Sa tze. nichts davon sagen will. die wir darum aus einandergesetzt haben. und so seltsamen und widersprechenden Begriffen. daß sie nicht zusammenhängend sein". Wollen wir uns endlich aufdie Thalmudisten f) verlassen.. ver« XVll 6 lienebrar. daß man's nicht wisse. I. j) Ebendaselbst.

dennoch keine Ursache vorhanden sei. (aus den Worten : „ und sehr erfahren in den Gründen der Welt und der Bewegung der Ge stirne. geachtet der letztere nach des Arnobius Bericht seine Geschichte besonders geschrieben hat. König der Baktrianer. da vom Ninus die Rede ist. daß er nicht einmal angiebt. zeigen. der zu Folge viele behaupten. mit welchem Ninus in Krieg befangen war. und sehr erfahren in den Gründen der Welt und der Bewegung der Gestirne gewesen sein soll". Ob diese Stelle gleich leicht durch das gegenseitige Ansehen des Dio- dors von Sicilien sohngeachtet mau sie immer ganz vor züglich gebraucht hat. ihn als einen Zau berer und Magus zu verurtheilen. . und mit so zweideutigen und verfänglichen Ausdrücken. von welcher Art der Magie der Zoroasier der Erfin der gewesen sein soll. daß er ein König der Baktrianer gewesen. die man von dieser Person gehegt hat. weil Justinus zu ihrem Besten zu schiiessen scheint. der der erste Erfinder der Magischen Künste. im ersten Buch seines Auszugs sagt: „den lezten Krieg führte er mit Zoroasier. als welcher sagt: daß der König der Baktrianer. und man folglich nichts leichter schliessen kann . Axyartcs hieß. den guten Nnf des Zoroasier völlig umzuwerfen) widerlegt werden kann. Und selbst Justin spricht ja auch nur von ihm blos unter der Bürg schaft eines Höreusagens. ohn.. wenn er. Nachdem wir dieses nun weitlänftig genug gethan haben. die Person des Cham fürdenZoroasier annehmen wollte. und von dessen Magie weder Er noch Atesias ein Wort sagen. müssen wir noch den Jrthum der dritten Meinung.126 ^ .

die von der Natur. der den ersten Theil seines unter dem Nahmen . und nachmals vom patricius ver mehrt .. «nd wahrscheinlich damit auf die Zoroastersche Magie anspielt. eins das von Edelgesieinen. und fünf. ein Unterthan des Ninus.siü-ne. die er nebsi einigen Kommentaricn in derselben Sprache. " die er hinzufügt). sich so emsig bestreb te. einem Schüler des Sem oder Aber. . unterrichtet worden. daß er nichts weiter. aus dem Lande Chaldaa gebürtig. und Jo hann piko . welcher die beßten Autoren zugethan sind . die vom Zoroaster geschrieben haben. wahrscheinlich. und die durch die allgemeine Ueberschwemmung vcrlohren gegangenen Kenntnisse wieder herzustellen . die von der Sternkunde handelten. denen f'lnnus noch einige Bücher vom Ackerbau. daß er dadurch der erste Nann seines Zeitalters ward . wie er angiebt. der nachdem er vom Azonach . Graf von tNirandola *) noch eins vom shaldäischen Ausspruch hinzufügt. kicinum. und eine große Menge Bücher verfertigte . Zeitgenosse des Abrahams. Ein Theil derselben ward zu Paris gedruckt. Vielmehr ist es nach der vierten Meinung. die der Wahrheit nach keine ') In epiltola nä XlalKl. die Wissenschaften zu bearbeiten. «ls ein Mann von vorzüglichen und ausgebreiteten Kennt nissen in allen damals bekannten Arten der Wissenschaf ten war. wornnter nach dem Suidas vier waren. in seiner Bibliothek besitze. als daß es von der philo- sophischen und natürlichen Magie verstanden werden müsse. Philosophische Magie " bekannt gemachten Werks dar aus gemacht hat.

sie durch einen Kommentar über diese Bücher erkläret und erläutert hätte.125 ------- keine andere als eine natürliche und philosophische war.Icibiaäe. und des Plato eingebildet haben. obwohl gegen die Meinung desselben Ficinus. Denn der erste setzt als einen sichern Grundsatz fest: „daß vom Zoroaster die ganze Theologie der Alten herrühre". bedient sich vielmehr Steuchus lLugubinus in seinem berühmten Buche gegen die ungläubigen Gottcsläuguer und Philo- sophen. derselben auf eine sehr schickliche Weise. wenn sie eine Menge thörigter und abergläubi scher Ding« enthielten. und vom Zoroaster und Zamolxis in Gang gebracht wor den. wie Suidas be hauptet. oder daß Marsilius Ficinus sie in seinem Buche über die Unsterblichkeit der Seele so oft angeführt. Es hat auch gar keinen Grund zu glauben. der von allen Platonikern der Gelehrteste war . daß er sich diese Mühe gegeben habe. und pik» funfzehn seiner Schlußfolgen daraus hergeleitet haben . daß Syrian. Denn weit entfernt irgend etwas von teuflischer oder abergläubischer Magie zu enthalten. daß ') ?I«o in H. die wir von seinen Aphorismen und kurzen Aussprüchen behalten haben. plaio ") aber berichtet uns in seinen Gesprächen. .würde. wie man sehr leicht aus der Probe ersehen kann. und zu vertheidigen. um die Geheinmisse der christlichen Religion zu beweisen. wie sich viele. des pilo von Mi- randola . Der zweite sagt in der Vertheidigung seiner Schlußsätze ganz frei: daß diese Magie nichts anders als eine voll ständige Erkenntniß der natürlichen Philosophie sei .

I. I . die sich auf der Verehrung und Anbetung einer höchsten . «ä ^rnob. LH. worinn die Könige von Persien ihre Prin zen unterrichten liessen. wie der gelehrte Lehrer des Laktantius sehr. —. damit sie „nach dem Muster der Regierung des Weltalls ihren Staat zu regieren lernen möchten". ali eine Kenntniß der göttlichen Regierung der Welt (re« äivin2?). . In ecclo^. wenn er sagt: „daß nach der Ver f»hrung und der Aussage der Magier . und ihre Gelehrsamkeit in einer schönen Theolo gie bestand . ?inlolop!i. äe «Ano ?ellar. wenn sie nicht schon vom Nrisson. daß jene Magi der Perser uyd Chaldäer blos Priester und Philosophen waren. V. Archiv I. welche bei seiner Verehrung gegenwärtig sein. " Wenn uns nun Pli« nius dennoch eben diesen Sastares . und demnächst Engel und Diener dieses Gottes. — Onvivior. was man zur Rechtfertigung sagen kann. II. Wir könnten dieses noch mit ver schiedenen Autoritäten und Stellen aus den. II.ib. beßien Schriftstellern bestätigen.. der nach des Arn«- bius Zcugniß so ein großer Mann war. C2p. IH. allein des wahren Gottes. 6 VI. . welche alles treulich gesammlet haben. so können wir ') I.rich- tig angemerkt hat. als einen ausneh menden Betrüger und Scharlatan abmahlet. angenommen habe. philelphus und Heurnius *) angeführt waren . Boulenger. ' 129 diH die Magie des Zoroaster nichts anders gewesen. Hastares zuerst die verdiente Majestät des wahren Gottes erkannt. allmächtigen und einzigen Gottheit grün dete. — Ut». b»rr>«r.

daß Zoroaster von ihm und vie len andern nicht besser behandelt werden konnte. Und das müßte man doch wissen. so können wir sie leicht alle mit einander beantworten. den er in der Einsamkeit zubrachte .nd nie bis ins Jnnersie dringt *).wir ja wohl erachten . So . um gleich auf den ersten zu kommen . alle Arten von Bürgschaft für zahlbar und rechtmassig zu achten . ob dieses Lachen Zo-> roasters genau am Tage seiner Geburt erfolgte« ob er gerade wachend war. wenn sie auch keine andere hätten. sich mit allere Art von Münze bezahlen läßt. um sich über diese so lange bestrittene Frage nicht blos zu geben. Allein. um daraus zu Messen: daß das Lachen bei seiner Geburt. von seinen. Jn allen Fällen aber war «« *) — Auorum nu«<zuam penetrant «ä intim» t«Ia> . noch einige schwache und leichte Gründe er sinnen. daß es die Hand zurückstieß). als von seinen Nativitätsicllungen . um darüber urtheilen zu können. abgeben müßten. sich blos bei der Oberfläche der Dinge aufhält . oder schlief. Lebenslauf. daß er ein starker Zauberer und Magus gewe sen sei. das ihn zur Strafe so vieler Vergehnngen verzehrte. von der Art seines Todes.. das Klopfen seines Gehirns (das so stark war. mehr als hinreichende Gründe. der wird vielleicht dies für einigermassen beweisend an sehen. der Zeitraum von zwanzig Jahren. kann doch niemand in Wahrheit versichern. wenn wir alle diese Beweise untersuchen. um uns zu über führen . oder blos die Lippen sich bewegten. Wer gewohnt ist. und das Feuer von» Himmel. die. ob eine Bewegung der Luft damit verbunden war.

die langsam und von grobem und schwer begreifendem Gei ste sind. 5eÄ. daß die Kinder. 's) lüzoLii:. daß er ein mal ein großer Mann . in ihm diese Hand- lung eiiegte. Kec Den« Ku« mens» . sind gewöhnlich lebhafter und munterer. und folglich vieler Hitze be- z?Wm. Jas Lachen der Kinder ist ja wirklich allemal von so gl»cklicher Vorbedeutung gehalten worden. Dies konnte dem Zoroaster besonders wegen einer großen Menge von Lebensgeistern. zusagen: „wer seine El tern nicht anlachelte. «ß g»l nicht so etwas Wundersames und Ausserordent liches. <3e leptimelln panu. weil Hippokrates sagt *). eine grössere Vorbedeutung aus J2 der *) Libr. Prothymaterisch . oder wie sie Ap« pokrates *") nennt. schlafend lachen oder wei nen. «In?. keine Göttinn im Schlafzimmer ihrer Gegell watt''. aber kein Magus werden würde. lle» nee äiznzt» cnbili eli. aus der sich blos schliessen ließ. die von ent schlossenem und fähigem Herzen sind. VII. die. ehe sie über vierzig Tage alt sind. den würdigte kein Gott bei Ti sche. trnÄ«. die so frühzeitig lachen. als die. indem sie ihn von der allen Kindern ge meinen Feuchtigkeit befreien wollte. il. und daß sie auch wachend so fort von selber lachen «der weinen . Denn Kinder. nach dem. und geben dieserhalb mehr Hofnung zu ihrem künftigen Glück. '") I<ib. . so bald sie gcbohren sind. Op. was plmius 5) berichtet. daß Bir git") daher Anlaß nimmt. XVII. Eben so wenig muß man. II.

IZ2 '

der Bewegung seines Gehirns annehmen , weil es bei
allen neugebohrnen Kindern gewöhnlich ist, daß sie eine
gewisse Höhlung in der Stelle der Hirnschaale haben,
wo sich diePfeilnath mit der Kronnath verbindet, welche
mit einer starken und dicken Haut bedeckt ist, und man
wenigstens , bis sie eine knochenartige Natur an sich ge
nommen hat, sehr leicht mit Hand und Augen (wie
der gelehrte Zergliederer Riolan in seiner Lehre von
den trocknen Knochen bemerkt) das beständige Klopfen
des Gehirns bemerken kann. Vielleicht war das nun
beim Zsroaster starker und heftiger , als sich gewöhnlich
sonst bei andern Kindern äussert, wegen des Ueberfius-
ses an Lebensgeistern und natürlicher Wärme, die ihm,
«ie wir gezeigt haben , besonders eigen war.
Will man endlich annehmen , daß Zoroaster darum
-«in Magus war, weil Plinius von ihm anführt, er habe
«zwanzig Jahr in einer Einöde zugebracht, und weil
Süidas und volaierrae bezeugen, daß er vom Blitz
erschlagen worden: so muß mau gleichergesialt auch
schlicssen , daß Evimenides , der funfzig Jahr darinn
zubrachte ; Moses , der den dritten Thcil seines Lebens
sich in der Wüste befand, und daß alle Vater von The-
bais noch grössere Zauberer waren, als er, weil sie ihr
ganzes Leben hindurch nicht aus der Wüste kamen; end<
lich, daß Tullus Hosiillus, pompejus Seradei, Au-
relius <5arus , Anastasius und Simon Stylires Zau
berer und Beschwörer gewesen sein, weil sie alle vom
Blitz getroffen wurden und so starben. Das ist denn
doch aber der Wahrheit der Geschichte und einer aus»
drück.

' 133

drücklichen Bemerkung in Betreff des letztern in der
geistlichen TViese des Sophronius *> zuwider, allwo
gchgt wird, wie es heißt: daß der Abt Julian Sryli«
ne zu einer ausserordentlichen Stunde räuchern lassen,
ind auf Befragen, warum er solches tl,ne, zur Ant
wort gegeben habe: „weil mein Bruder Simon vom
Blitz erschlagen worden; und siehe, seine Seele wan,
dck nntFrohlocken und Jauchzen hinüber. " Man sieht
hienus, wie wenig Beurtheilungskraft diejenigen haben,
die uns burch ein Gefolge ungegründeter Muthmassun-
gen einbilden wollen: Zoroaster sei der erste Erfinder
der Magie und der größte Zauberer seiner Zeit gewesen.
Ich habe dieses mit Fleiß so ausführlich widerlegen wol
len, um der Wahrheit Tag zu machen, der allein wir
bei seiner Geschichte folgen müssen; und um durch eben
dieses Mittel die Beweise und angeblichen Gründe ge
wisser Schriftsteller verdächtig und unkräftig zu mache«,
welche glauben, daß die ganze Gelehrsamkeit, die die
Alten ehemals in Aegnpten erlernten, blos in der Ma
gie und den Anrufungen dieses Mannes bestanden habe.

Neunter Abschnikk.
Daß Orpheus kein Magus gewesen sei.

V,s ist der Faßlichkeit und den Kränzen der mensch
lichen Natur angemessen, daß wir von geistigen Hingen
nach den sinnlichen und materiellen, von den Substan-
I z zen
') O?. I.VU. "

134 -^-^-^

zen nach ihren zufälligen Bestimmungen, und von allem,
was wir zu erkennen wünschen, nach dem Anschein nr-
theilen. Daher scheint es mir aucl/, daß das einzige
Mittel, welches uns übrig ist, um die Wahrheit von ih
ren Verschleierungen und Decken zu befreien, darinn be
siehe, daß man sie noch als möglich ansieht, und sich bei
einer richtigen Abwägung und Schätzung niemals einer
vorgefaßten Meinung bedient, die uns oftmals die Schat
ten vor den Körpern und die unregelmässigsten Fabeln
vor den gewissesten und zuverlässigsten Begebenheiten vor
zuziehen bewegt. Dies liegt uns nun im gegenwärti
gen Abschnitt mit desto mehreren, Fleiß und Vorsicht ob,
weil nichts, nach einer plutarchischen Bemerkung, sich so
leicht in unsern Gemüthern einschmeichelt, nichts uns so
gefällt, mit solcher Gewalt uns hinreißt, so fest darinn
bekleben bleibt, als die Anlage gewisser wohl ersonnener,
aus einander gesetzter und doch verworrener Erzählungen,
als die von der wunderbaren Musik des Orpheus. Denn
man darf sie nur nennen, „so gerathen gesetzte Alte, und
zitternde Mädchen in Erstaunen, und die Gattinn hört
ihrem erzahlenden Manne mit umschlungenen Armen zu",
wie «vvidius sagt *). Um des wegen ganz ohne Leiden
schaft und mit Genauigkeit alle anscheinende Gründe zn
untersuchen, die man hat haben können, diesen grossen
Mann und Theologen wegen der Magie in Verdacht zu
halten, müssen wir zuförderst zum Grunde legen, was
/ wir
*) Klirantur juNiqu« lenez, ti«z>iä«:<zue püell«,
l^Hirant« coniux penä« »d nie vili.

«------ 125
v»l im vorigen Abschnitt vorausschickten, und mit pa«
tricius sagen *): daß nach des philo, Josephus, und
««derer Schriftsteller vom ersten Range Zeugniß, die
Wissmschaften und Künste, welche durch die allgemenre
lledcrschwemmung verlohren gegangen waren, zuerst in
len Schulen des Sem und Heber wieder hergestellt wurn
den, indem diese Männer zuerst Schulen anlegten. Nach
dem Urtheil der Rabbinen und Talmudisten, überließ
sich Zoroaster, der in denselben unterrichtetworden, und
ein Lohn oder Enkel des Ham sein mochte, so ansschlies-
send semer Neigung sie zu bearbeiten, und theils, im Lan
de Na/daa, theils bei seinen Landesleuten in Flor zu
trmgen, daß ausser der Kenntniß von der Arzueikunst,
die ihnen Apulejus, und von der Sternkunde, die ihnen
der heilige Hieronymus, Grigenes, propertius, Ci
cero, Philephus "), und alle Schriftsteller, beilegen
fum deren willen sie vor Alters für Sterndeuter, so wie
l>n Chananüer für Kaufieute, und die Araber für Räuber
galten) wir noch das Ansehen des Averroes beim pa-
tticius **") finden, welcher sagt, die Philosophie sei
ehemals im Lande Chaldaa so allgemein gewesen, als zu
seiner Zeit in Spanien durch die Universität Cordopa.
Alle diese Wissenschaften kamen nachmals nach Aegnpten,
,3 4 „als.
-) riori<l.
") ^,6 cllp. II. vaniel. — Homll. III. IN Hleronym —
I.id. II. Mez. V. — I.ib. I. äe vivinlt. .— In cc>n>

'") In maFln Z>ni1osl>xr!ica.

iz6 '"
als Abraham, wie die heilige Schrift ^) bemerkt, nach
Aegypten ging, daselbst zn wohnen, weil auf der übrigen
Erde Hungersnoth herschte. Joseph sagt offenbar,
(dem plato ^") zu zustimmen scheint), daß er wahrend
seines Auffenthalts in diesem Lande die Priester der Aegyp-
tier in der Mathemathik unterrichtet, und ihnen so zu sa
gen den ersten Geschmack an allen andern Wissenschaften
beigebracht habe, welche nachmals so in Flor kamen, daß
Aegypten bald danach die Quelle ward, woraus die Grie
chen mit langt» Zügen ihre Weisheit schöpften, und zwar
durch die Reisen und Wanderungen des Orpheus, Tha-
les, Dcmokrit, und pythagoras. " Der erste brachte
die ägyptische Theologie, der zweite die Mathematik,
der dritte die Naturlehre, und der lezte ausser allen drei
Wissenschaften nach die ftstematische Sittenlehre^ Uns
liegt nun ob, dieses zuförderst vom Grphcus, und dann
auch vom Demokrit und. pythagoras zu beweisen, um,
indem wir unumstößlich aufdecken, was sie waren, desto
sicherer zu beweisen, wie sehr man sich selber hintergeht,
wenn man sie uns als Magier und Scharlatane vorstellt.
Was mm den Vrpheus betrift, so bezeugt Diodor vvn
Sicilien***), daß er einer der ersten war, der nach
Aegypten ging. Dies geschah ohngefehr im Jahr der
Welt 3060, und also lange vor dem pythagoras, der
erst zurückkam, als polikrates Tyrann von Samos war,
im Jahr 3 1 92. Er brachte von dort seine Lobgesange,
seine
*) i. B. Mose Kap. 12. - - " , '
*') ln Lftinomiäc. . . ' .". :
"') l.ib. U. <l2p. VI.

-.--- 137
sim lieber auf den Bacchus, und seine Feste mit, die
nichts anders waren, als die der Jsis und Gsiris. Da
her fthrt~thn auch der -heilige Augustinus *) im Ka
utel von den theologischen Dichtern auf, und virgil
zicbt ihm daher den Nahmen und die Kleidung eines
üpserers, wenn er ") von ihm sagt: „nicht minder de,
ftng der thrazische Priester , im langen Kleide u. s. f.
Echbmö legt ihm den Nahmen des größten Theologen
bei, und Justinusund Athenagorus versichern, daß er
zuerst die Nahmen und Opfer der alten Gottheit in Ord
nung mid ihre Theologie in ein System gebracht habe;
sowohl in seinen Lobgesange» auf die Götter und oben
«ngeführten Schriften, als in verschiedenen andern *").
Suibassagt, er habe von den Geheinmissen der Dreieinig
keit, von dem verborgenen Grund der Göttlichen Dinge,
von heiligen Unterredungen, von den Orakeln und Rei
nigungen geschrieben, weshalb plutarch seine Lehre hei
lig nennt ^). Viele Lehrer der katholischen Kirch? sind
ter Meinung gewesen, daß sie überaus nützlich zur Wi
derlegung der Religion der Alten, und Besiatligung des
Christenthums sei, worunter der heilige Augustinus,
Eusebius, Marsilius Ficinus, pikus, Moscllanus,
I 5 Fibiu»

') I.il,. XVlll. 6e civil. c«p. XIV.
") lfec nun l'nieiciuz lon^Ä cum velle f«cer6oz
vbloquitur numeril lepiem äilcrimir» vocum,

"*) IH. II. 6- plXpär. ev»!,^. — <7.»I'. II. orac. ex-
norl.ir, 26 Feine« —^poloz. pro dlinltiaililmo.
s) Lid. II. 57mx.

5zz >,>
Fibius paulinus, und der gelehrte Theologe Sreuchu»
Mugubinus, der die Erzählungen und Parallelen zwi
schen der Mosaischen Lehre »yd der des Orpheus sehr
bedächtig verfolgt und untersucht hat, und von dieser«
leztern behauptet, er sei der erste Philosoph und Theo
log unter den Griechen, so wie Zoroaster bei den Chat-
däern und Merkurius Trismegistus bei den Aegyptiern
gewesen. Jch habe diese Autoritäten mit Fleiß gesainm^
let,um durch ihre grosse Anzahl und den Kontrast mit
jenen schliessen zu lassen, was man vom größten Theil
unserer Geisterbeschrelber zu halten habe, die sich mit
Unwissenheit oder allzu grossem Vorurtheil dann nicht
mehr schützen können, wenn sie das Urtheil aller dieser
grossen Männer, die auch ohne Gründe mehr Glauben
als sie verdienten, verachten, oder es nicht kennen, aber
doch kennen konnten; um dagegen das alte Mährchen
wieder aufzuwärmen, das sie im pausamas *) entdeckt
haben. Denn der.sagt, freilich daß nach einigen Mei
nungen dieser erste Theologe der Griechen ein Zaube
rer und Hexenmeister gewesen. Dies Geschichtchen be
müht man sich nun zu verjüngen und nach Gefallen an
zufärben, um es zu der Meinung, die sie gern aufdrin
gen möchten, zum Grunde zu legen. Dennoch hat, so
viel ich gefunden, keiner diese Träumereien so weit ge
trieben, als ein französischer Schriftsteller, Le Loyer in
seinem Buch von Gespenstern "), worinn er behauptet,
die Orpheotelisten hätten ihren Rahmen gehabt vom
<vr-
*) In polt. Nü'aclz.
' «) 4. Buch. 3. Kapitel. .. ,.

«------. ig?
Orpheus, dem größten Zauberer, der jemalen gelebt
'habe, nicht minder dem größten Todtenbeschwbrer, des,
sen Schriften vollgepfropft von Lobgesangen auf die
Teusel waren, als auf den Jupiter Alastor oder den
Teusel der Rache und des Verderbens ; den Bacchus,
seinn, Herrn ; von phanetischen Satiren, da nach seiner
Meinung das der Luzifer war, von dem wir glauben,
nsei aus dem Himmel verjagt worden; von dem Ur,
sprung der Götter, welche Archenagerus anführt; von
»nzüchnzen Vermischungen der Götter mit den Menschen, .
welche Amer und Hesiodus in der Folge nachahmten,
und weiter nichts sind als Verkuppelungen der Teufel
milden Zauberern — welches alles sich selbst widerlegt.
Bacchus ist im Grunde nichts anders »ls die Sonne,
und wurde von dem Euhoe rufen, nachmals Euhoeus
zenannt, so wie die Sprünge und das Stampfen ihm
den Beinahmen Sabasius zu wege brachten. Es
waren auch noch gewisse in Frauenkleidern versteckte
Mannspersonen bei seinen Festen, welche nach Lu,
znms, Kolumclla und Eusebius Berichten das Bild
des Gottes Priapus trugen, als eine Vorstel
lung der Fruchtbarkeit und der Erzeugung aller
Dinge, welche Orpheus ihnen besonders empfohlen
wissen wollte. Da nur allzu wahr ist, was der Dich«
ler sagt: ,, Nacht, Liebe und Wein geben zu keiner
Mässigung Anlaß"; weil, wie er hinzufügt „jene keine
Schaam, und Liebe und Wein keine Furcht kennen" : so
waren auch die Zeremonien und Opfer nicht hinreichend,
den Genuß dieses Vergnügens in Schranken und bei
denen

140 '

denen Völkern, welche sie in der Folge der Zeit auch in
ihren Ländern eingeführt hatten, sich so zu erhalten, daß
sie nicht am Ende unzähligen Betrügereien , Ausschwei
fungen und schlechten Streichen den Weg gebahnt hatten.

Und da wie Liviue sagt, Wein und Nacht, und die
Vermischung junger Personen beiderlei Geschlechts un
tereinander, alle Schaam vergessen machten ; so wurden
diese Feste zu Ro,n im Jahr 568 seiner Stiftung unter
dem Konsulat des Posthumus Albinus und Martins
Philippus aufgehoben und völlig abgeschaft. Jch habe
dieses aus Schriftstellern zusammenbringen müssen, die
mehr Einsicht haben als Le Loyer, wenn er den ein
gebildeten Sabbath der Orpheotelisten, oder Meister
dieser Bacchischen Verbrüderung beschreibt; und meine
Absicht war, durch die nackte Wahrheit und die einfälti
ge Erzählung dessen, was in den Orgien und Dionysi
schen Festen vorging, zu zeigen, wie wenig Grund die
ser Schriftsteller Cder indessen wegen seiner grossen Be-
lcsenheit dennoch Entschuldigung verdient) hatte, das
Lulinc in Kar 8nc>2t, eine Trommel in einen bis auf
den letzten Tropfen ausgesogenen Bock und kleine Glöck-
chen und Zimbeln in grosse Gefässe und Kessel zu ver
wandeln, worin» neugebohrne und kleine Kinder gekocht
wurden. Er hätte, wenn nicht mit mehrerm Grunde
der Wahrheit, doch wenigstens schicklicher es treffen
können, wenn er die Schaalen, die nach der Erzählung
des Pl'.nscmias die Bacchanten in ihren Händen trugen,
gebraucht hätte; oder auch den Bock, welcher dem Ar»
nobiun

Der Kopf des Orpheus . warf. chen . streuet ihr mit bluti. sondern. Denn immerhin angenommen. verdächtig uut übel berüchtigt wären. Allein wir haben nichts ansgerich. in der Anrede an die Leute. oder als die Stelle des Nnnosihenes. der aus seinem Hirn» schädel sprach. . ertheilte doch auf der Jnsel Lesbos Antwort und Orakelsprüche. weil dies Wunder sich erst lange nach seinem Tode begab. daß er und seine Mutter sich zu diesen Ge. Wir hatten auf diese Weise den ersten Beweis grund entkräftet. Ich will mich nicht bei dem Zweifel aufhalten. versprechend reden. welch der übrigen angeblichen Beweisgründe darthun. wenn wir nicht auch die Ohnmacht und den Un. »eiche sich in die ZusamMnkünfte einlassen . ihr wäret erfüllt von der Gott« heil und Majestät des Bacchus . der dem Aeschines mit Recht vor. ». als was er d« «on der Trommel vorbringt . weil alle Schriftsteller davon so wi. . sagt man.. zu sagen : „Unl> um darzuthun. brauchen haben einweihen lassen. die wegen der von dem iioius oben angeführten Ursachen. so folgt doch daraus noch im mindesten nichts gegen den Orpheus.d wenigstens Er gewiß es nicht war. die Cache sei wahr gewesen. den »an über den Grund oder Ungrund dieser Geschichte erheben könnte.:. gm Antlitz die Eingeweide der noch ächzenden Böcke »nchei?" Denn in der That würde doch dies weit förmlicher seinen Satz bewiesen haben. der derglci^ .nckiue Gelegenheit giebt. tet . der gute Teufel.

wie er's nachmals mit denn Kopf eines gewissen Polykritus machte . ein wahrer Nachtreter aller göttlichen Handlungen. " Da auch dieser Grund vernichtet ist. " Vielmehr muß man Messen : . und ein anderer dem Macarius ant- . Man könnte frei lich hieraus wider beide Männer schliessen. eben so mißbraucht der Teufel. haben wir noch so fort den Ungrund der Behauptung zu zeigen: „daß Orpheus stummen Thieren befohlen. die der Stadt Rom widerfahren würden. so sind alle diese heiligen Männer Zauberer gewesen. um bei seinen Anhängern die Abgötterei zu vermehren. und nachmals in einei« langen Gedichte die Unglücksfälle weissagte.. und die weidenden Hecrden ihrer Weide vergessen haben. dessen Kopf erst ans dem Rachen eines Wolfes gerissen ward. da man oft die Fabeln der Dich- . eben so wie Engel unter der Gestalt dieser Männer zum Unter» richt gläubiger und andächtiger Seelen Antworten er- theilten. der auf öffent« lichcm Markte den Aetoliern vorher sagte. um ihm zuzuhö ren". von der Art. die erstem. 142 " chen Autworten durch diesen Schadel ertheilte . wie wir im ersten Ab schnitt zeigten. oder mit einem Gabinus. nm die Menschen desto leichter zu verleiten. wenn es nicht Träumerei wäre zu sagen: „Weil Samuel nach seinem Tode einer Beschwörern.. «ortete. der Abbt Cassian eb nem Heiligen. sie würden die Schlacht gegen die Acharncmienser verlieren. Denn dieser Jrthnm ist. und mit jeden? Tage immer in noch einen Abgrund neuer Gebräuche und abergläubischer Dinge zu stürzen. indem er den Kopf sprechen ließ .

"') In Oratione äe ttumel<. als seine Gelehrsamkeit auszubreiten. und den Buch stäblichen Sinn ihrer Schriften für den allegorischen und moralischen. er habe Tyger gebändigt. — De (lenealo^iH De»». Viitu3 od iä lenire r/zr«5. l«piäc>z<zuc l«<. und es lvürde daher ganz überflüssig sein . vom Morden und von ihrer abscheu lichen Lebensart zurück. daß dieft Bewegung lebloser Dinge in der Natur möglich sei. er sie in kei ner andern Absicht vorbringt." Das ist nicht weniger die gemeinschaftliche Auslegung Dions. „Or pheus. . ^. die bisher in Wäl der» gelebt hatten.ib. Und hätte er sie auch in allem Ernst als wahr« ') 8ylvellre5 Komine« lacer incerprezczue lleorum^ . Horaj *) ist eben der Meinung. als daß er mittelst seiner weisen Gesetze wilde und barbarische Völker civilistrte. I. Deshalb sagt man. Kassiodorus. die Fabius paulinus ans der Philosophie der Platoniker hernehmen wollte. wie er selb er ganz aufrichtig gesieht. annahm.beweisen. in dem n sie zu einer ruhigen und ordnungsmässigern Lebens mut brachte. ' '43 Dichter für ausgemachte Wahrheiten. »es heiligen Chrysostomus. brachte Menschen. Malrobius und Hnmtilicms ").ne«. — ltelxloma«!. — In lumnio iici^ionil. und reissende Löwen gezähmet. den sie darunter verstanden haben «Mm. die sieben verschiedenen Gründe durchzugehn. weil. Diese poetische Dichtung nun soll weiter nichts anzeigen. sagt er. des Boccaz'. XU. rum. um zu . ll.

Linus. wie wenig wahre und zuverlässige Nachrichten wir von dem wahren Urheber dieser Lobgesänge haben. Musaus. welches in Wahrheit nur ein sehr schwacher und völlig unerheblicher Beweis ist. daß wir kein einziges Buch mehr von allen diesen alten Schriftstellern und ersten Gottesgelehrten. die man aus seinen Lobgesangen herleitet. oder auf die Meinung des Ftanz Pico. als Orpheus. wenn wir mit Apulejus *) bedenken: „ daß man nicht alles. um so mehr. Dieser Verfasser wird's mir aber. I. darzuthun. daß ers bei der Auslegung der Hynmen des Orpheus eben so wenig getroffen hat.ib. als bei der Verwandlung der Orphcotelisten in Zaube rer. stäus. da schon Genedrand ") versichert. wenn ichs nochmals »mternehme. die verschiedene Schriftsteller und ncchmentlich Le Loyer in seinem Buch von Gespen stern. indem er sich vielleicht auf das Ansehen Cicero's . als wirklich geschehen annehmen kann ". ") I. Die Muthmassung . Jch will hier nicht einmal anführen. dKronoloF. so sind sie doch vom Dewio schon hinlänglich widerlegt worden. aä ^nnum äiluvü öl. daß man sie gegen wartig auf keine Weise mehr kann gelten lassen. besitzen. vergeben. davon gemacht haben. der diese Hynmen einem gewissen Nahmens Cäcrops beilegt. . ') ^poloZia II. würde stärker beweisen. phrinos und Ari. als die beiden vor hergehenden. v. was ge schehen konnte. wenn man die Anmerkung und die Aus legung befolgen wollte. da sie doch nur auf die Möglichkeit dieser Musik abzielen. wie ich hoffe.144 »------- wahrhaft angenommen.

wenn man nur die Sorgfalt dieses ersten Theologen ansehen will. Denn wenn alle die heiligen Gebräuche.lh. das einmal anzufüh. 145 Pico. das man nur immer erfinden kann . die aufrich tig bekennen. Ohne. Und dieses Mittel bestand darinn. . können wir mit zwei Worten zeigen. sag' ich. gründet. um in seinem Unternehmen glücklich zum Zweck zu gelangen. theils um ihnen durch sein Beispiel mehr Eingang und Glauben zu verschaffen. ihnen Furcht und Ehrerbietung für gewisse Gottheiten einzuftössen. in der That wenig von einander abgehen. K den. theils um seinen Nachfolgern gewisse bei ihrer Anbetung und Verehrung bei den Opfern^ zu beob achtende Gebräuche zu hinterlassen . daß uns der wahre Urheber davon völlig unbekannt sei. der um den Geist eines rohen und ungebildeten Volks zu bezähmen und umzufor men. um sie in einiger Art nls magisch anzusehen. gesange ja auch nichts enthalten . Um auf das erste zu kommen. so kann man solches leicht erkennen. ^ . welche in der That sehr verschieden und völlig ungleich waren. sich des stärksten und mächtigsten Mittels bedie nen mußte . Selben. und Eugubinus . nn. nach einem allegorischen und moralischen Sinn.. die noch heut zu Tage un ter dem größten Theil des Katholicismus gehalten wer den. weil sie sich alle auf den Dienst einer einzigen und allmächtigen Gottheit beziehen: so konnten die Religionsgebräuche des Alterthums hingegen nicht anders als sehr verschie« Archiv i. mau erkläre sie nun buchstäb lich. die «r n»n selber in seinen Lobgesängen besang . oder man folge den verschiedenen Auslegungen. daß diese Lob.

sagt Apulejus *).^inloS. andere bei Tage. I. Menge von Gottheiten. und darnach einrichteten. wie picus frei heraus bekennt. Gebrauche und Opfer. an dere in geheim. " Wein freilich wird diese Mythologie so lange nicht Statt finden. . wegen der grossen Menge von Göttern. wenn er sagt **) : „ Wie es überhaupt bei den alten Theologen gewöhnlich war . bei Nacht. die es giebt. gefeiert. De Den 3ciclllti5. widersprechend und unharmonich sein . hatten einige ihre Feste. daß nichts als Mährchen und wahre Possen darunter verborgen liegen. als die Scheidekünstler diese Hynmen durch ihre verschiedenen Tinkturen und den Stein der Weisen. einige mit Ausbrüchen der Fröhlichkeit. in . hat es Orpheus auch ge macht. . andere mit allen Zeichen der Betrübniß. Wir haben davon ein offenbares Beispiel an den Gesän gen des Orpheus . " Diese Einrichtung kam blos von der List und Feinheit der Gesetzgeber und ersten Theologen her. Sinn annehmen. ") ?l«sai... und die dichte rische Einkleidung zu geben. Götzen und Bildern.ib. so wie sie es jedesmahl der Bequemlichkeit und dem Nutzen ihrer Völkerschaft gemäß fanden. „Aus der unendlichen. gewissen Lehr sätzen das gehcinmißvolle Gewand. man müßte denn einen geheinmiß- vollen und unter der Hülle ihrer Allegorien versteckten. daß man thun müsse. die bei denen jedem derselben cigenthümlichen Opfern an gewandt werden mußten.146 - den. die Kabbalisten durch *) I. so muß man glauben. denn wenn man seine Lobgesänge liefet. einige wurden öffentlich.

Denn was die alchnmistische Ausdeutung betrift. die alle so eüunüthig stimmen. wenn man solche Autoritäten für hin- länglich hält. die Theolo gen durch die Geheinmisse der christlichen Religion und die Dämonographen durch Opfer und Beschwörungen erklären wollen . die Orpheus besingt. um die ersten Gründe des christlichen Glaubens zu befestigen. ohngeachtet nicht der mindeste Grund daist. weil wir erstlich die gegenseitige Autorität aller obgenannten katholischen Gottesgelehrten für uns haben. Orpheus habe jemals so viele nnd mttcreinander selber so verschiedene Geheinmisse un- ier einem Gewebe von Fabeln verstecken wollen. von je an darinn bestanden. anzunehmen. alles Dunkle und Schwere in der Geschichte zum Vortheil ihrer Bemühungen zu erklären. Zu dessen mehrerer Unterstützung dient K 2 das . Zweitens kann mau noch eher darthun . die so wenig vom allgemeinen Weltgeist und Stein der Weisen. «ls von den Zaubereien der Magier zu erklaren sind. sondern natürlicher und himmli scher Kräfte. daß man nicht zu weit geht. Und was Le Loyer . so werden wir in der Folge hinlänglich darthun. daß die Hynmen des Orpheus am beßten durch die Naturlehre ausgelegt werden . sind nicht Nahmen nerführerischer Teufel. und die Dämonographen anlangt/ so ist kein Grund vorhanden . daß eine der ersten Träumereien dieser Schwärmer. ihre Erklärung für richtig anzunehmen . durch das Ensoph und durch ihr Zephiroth. nach dem ähn lichen Urtheil des Grafen von Mirandola . wenn er in seiner Abhandlung vom Orpheus sagt' „die Nahmen der Gottheiten.

wie bei der Erde die Felsen und Berge . .. daß alle die Sagen . im Wasser das Meer. wie «vrpheus nach Strabo's Meinung . und nannte die Kräfte. daß die Aegyptier . das s»sse Was. gleichergestalt zwei verschiedene Kräfte in allen Körpern des ganzen Universums anzunehmen. in der Luft die Winde. für das schwächste und ohnmächtigste gehalten wurde. die stille Luft und das Feuer. und Verwandlungen. Das gab nachmals unserm Orpheus Anlaß. das ohne Thätigkeit ist. ein jedes Element in zwei Theile theilten. von denen dieser erste Philosoph und Theologe seine ganze Gelehrsamkeit hatte. die Stelle des stärksten Elements erhielt . welcher bemerkt.ib. die erder Erde bei- ") 5tmdom5 (3eo^l«9N. breitet wurden. immer die wichtigsten Meinungen der vorzüglichsten Naturlehrer enthielten. so machte er si« sämmtlich unter dem Nahmen einer jeden dieser Kräfte. welche im Alterthum von den Göttern ver. in seinen Hym. und die andere. das Urtheil des Stravo *). nen. sehr wohl verstand. I. X. ihre Sphäre zu beherrschen. wovon sie einen den Mann und den andern das Weib nannten. hingegen die weiche und zerreibliche Erde.148 »------. ser. Und da er nun diese Lehre mit angenehmen Liedern in Gang bringen wollte. muß man mit Seneka bemerken. die von ihrer Vollkommenheit abhängenden Wirkungen hervorzubringen. von denen eine blos bestimmt war. unter der Gestalt ihrer verschiedenen Fabel. im Feuer die Flamme und der Donner. Denn wenn man diese in ih rer wahren Bedeutung auslegen will.

der Luft. daß man den Amphion mit einer ahnlichen Verläumdung kranke . urcheilen . nachdem er doch K z ver- ') IH. und der Weltseele annimmt . wie Rassiodor sehr wohl bemerkt **). Und so kann man sich überzeugen. II. «) IH. n. ca?. weil er nur davon' un ter der Versicherung einer gemeinen Sage redet. theils» well er auch sagt. wenn er lie von der Arbeit abgematteten Menschen aufrichtete. ier sich selber widerlegt. «Mol. wenn sie diese Nahmen von einer kegion Mischer Geister verstehen. v«riar. als ob die Steine von selber ihre Felsen verliessen. nnd dem Orpheus auf den Bericht des pausanias die Magie anschuldigen. Den Nahmen einer zetni von den neun Musen aber und eines Beiworts des Gottes Bacchus. den ein Schrift- sieller gegen diesen großen Mann gehegt. XI« "') I. und zugeeilt wären. durch sein Saitenspiel die Mauren von Theben erbaut haben soll. den doch plinius ***) selber frei spricht. XXX. theils. legt er allen übrigen bei. der doch weiter nichts als ein guter Musikus war. dem Wasser. " Wir müssen daher gerade das Ge- gentheil von dem unrichtigen Argwohn. cnl».K. daß LeLoyer und ahnliche Schrift steller sich sehr irren. Pluto undproserpina. XXI!. die er in ler Sphäre der sieben Planeten des Firmaments . ------» 149 inlegte. . daß es schien. I. Thea tis und Oceanus. dem Feuer. Aurora und phanotus. wie man mit mehrerm im Coe- liu« Nbodl'ginus *) nachlesen kann. Jupiter und Juno. »der.

daß er sich über nichts auf der Welt mehr verwundere: so würde ich mich schwerlich überreden. äe lluäienäo. und den wirklichen Sinn seiner Lehre dermassen verstellt hat. . daß sein Leben den Begebenhei ten eines Scharlatans und Taschenspielers gleich sieht. gend ") IH. Zehnker Abschnitk. er habe die Gewohnheit gehabt. wie die Bosheit und Unwissenheit der Menschen die Wahrheit seiner Geschichte. und über haupt das alles. >enn plutarch *) uns nicht von dem Pythagoraö Nachricht gäbe. Und wie die Tu. Weisen am natürlichsten und wahrhaftesten ist. man hat Ur sache. darinn bestände. be freien wollen : so werden wir eben so wie im vorherge henden Abschnitt zu verfahren haben. sich über eine so seltsame Verwandlung zu wun dern.155 ------- verschiedene andere damit belästigt. . und von den Rost und Schaum. Vertheidigung des PythagoraS. Jn der That.. Wenn wir. daß der größte Vorthcil. daß er nicht gegenwärtig in die größte Verwunderung gerathen sollte. frei und offenherzig zu gestehen. deren Unschuld sich eben so leicht entdecken wird. was in der Geschichte dieses. verdunkelt. den' er jemals aus der Philosophie gezogen habe. der ihre schönen Züge. wenn er ein Zeuge sein sollte. und völlig grundlos zu sein scheinen. thörigt. seine Geschichte in ihrer ersten Gestalt darstellen. Und seine Grundsätze fabelhaft. wie wir itzt Vorhabens sind.

und die genauen Vor schriften der Mcßkunst. miser pychagoras war. was mau von allen denen blos zur kust erdachten Mährchen zuhalten habe. wonach er eben so der Zauberei Angeschuldigt wird. seine Akademie zu errichten. um das Talent. der alles was auf der Fläche des Erdbodens nur zu finden ist. selbst K 4 nacht- ßwiäquiä A Kerd»rum I^ss«!» terra zei'iiv . nemlich — „die unglaub lichen Wirkungen gewisser Gebräuche. zeck vor den. als zum Nachtheil sciner Menmenschen Gifte zu bereiten *). Hier fing er nun an. nach der von A. Er entschloß sich daher zu reisen . was man ihn in seinem Va- terlande nicht lehren tonnte. das er sich durch seinen . " Jn der That ward er auch durch diese funfzehnjährigen Reisen in allen Arten mensch licher Erkenntniß so unterrichtet. und die Wahrheit vor dem Jrr- lhum. die über oie Faßlichkeit gemeiner Menschen erhaben sind. die die mehrsie Sachkenntniß haben konnten und hatten. um nachher desto leichter ur- theilcn zu können. die verwunderns- »erthen Anwendungen der Zahlen. um von den Äegyptcrn und Chaldäern zu lernen. den Vorzug verdient : so wollen wir auch zuerst zeigen. als hätte er scm tetenlang weiter nichts gechan. Achagoras war für Wahrheiten gebohren. in dem engen Bezirk Einer Stadt eingränzen. welch ein Mann nach der Erzählung derer. daß er sie aus Aegypten nach Griechenland und besonders nach seiner Vaterstadt Krotona brachte. Gellius beschriebenen Ord nung. zu übersehen fähig war. Er konnte unmöglich seinen Geist. Laster.

' Will man hierauf seine medizinischen Kenntnisse als un erlaubt bezweifeln . so können Diogenes und Apulejus uns überzeugen. Gellius piimu« p^llnloril^ilr nuncu- pator öi creänoi-. und die seinen Fähigkei ten schuldige Achtung erhalten haben. Reuchlin. daß er eine ziemlich vollständige Wissen schaft . So nennt ihn ja A. wie nach dem Bericht des Dioge nes und anderer. nach dem Muster des Faber Stapu- lensi» und tNarsllius Ficmus. theils weil pychagoras der erste Stifter der Italienischen Sekte. nächtlichen Fleiß und unermüdeten Eifer erworben. welche sowohl in Frankreich als in Jtalien die aristotelische und platonische Weltweisheit in Gang gebracht hatten. hat das zweite Buch seiner Kabbalistischen Kunst bestimmt. und die Welt nicht der Kenntniß aus allen Zweigen des menschlichen Wissens zu berauben. und die Fackel der Wissenschaften angezündet hat. so können wir gerade daran am wenigsten zweifele. die der Schmeichelei verdächtig sein konnten. der zuerst die Unwissenheit aus Teutschland verbannt. geltend zu machen . Denn wollen wir bei seiner Philosophie anfangen. in seinem Lande die pnthagorische Philosophie wiederzubeleben. daß (um nicht blos bei Diogenes laertius und Iamblichus Zeugnissen zu bleiben. Thales von der Jonischen war. die seine Ehre gerettet. sich so einstimmig sind. worin er so bewandert war. theils weil er den nach seiner Mei nung allzusiolzcn Nahmen Weisheit in Philosophie ver wandelt.152 --------. wie er sagt. da alle gute Schrift- sieller. weil sie doch als seine Geschichtschreiber bekannt sind) man unter kei nerlei Grund daran zweifeln kann.

vollstän diger machte. ") IH. und die Griechen den Gebrauch von Maas und Gewicht lehrte. Diese Wissenschaft war ihm aufs genaueste bekannt. den Verstand seiner Schüler zu prüfen. in welcher pychago- ra« so geschickt und erfahren war. und zum Beispiel vor Freuden entzückt war. auch Cicero. den Grund aller Dinge aus Zahlen «NMcben. Calcassn. Calcagninus **) gründet hierauf den alten Gebrauch. Nicht minder gil« solches von den vier Theilen der Mathematik. daß Pytha- zoras alles aus seinen Zahlen herleitete. äe Iliäe 6 Olüiäe. I<Il. und immer gründlichere Kenntnisse von der Geometrie zu erhalten. weshalb er sie beinahe leidenschaft lich bearbeitete. V. Dies bekundet ausser jenen schon genannten Zeugen. welche vom plutarch *) sehr ausführ lich gezeigt werden.ucullo. als er den nach ihm benannten Lehrsatz erfunden K 5 '. hatte.. die anfangs mir unvollkommen waren. den ich nur allein anfuhren will. um diese seit dem pychagoras er loschene Kunst wiederherzustellen. wie er denn bekannt lich die zuerst von dem Möris erfundenen Feldmcßwerk- inige. denen er grosse Krafte zutrauete. Dazu war ihm allerdings diese Wissenschaft nöthig. und welcher sagt. daß er selbst ihre Schwierigkeiten dazu anwandte. Jn der Arithmetik und im dem Gebrauch der Zahlen war er Meister. ") dicelo in I. LMol. . so wie pilus es in seinem Schlüssel zu thun versprochen hatte. und einer Menge anderer. und so gar den Nahmen gewisser Gott heiten beilegte. !53 sch«ft von der Arzneikunsi besaß.

I.ib. mittelst welcher er sich zu zwei andern erhabenen. auch eben dieser Makrobius. I. . welche pomus von Tyard und Reppler bei der gleichförmigen Bewegung der himmlischen Körper ««genommen haben. nach Justmus Versicherung von Aegypteu nach Babylon reisete. Lib. durch die Akkorde und Proportion anwandte. daß er zu allererst die irdische und himmlische Harmonie entdeckte.der Töne unserer Musik. pli- nius nnd Laernus behaupten. was pychagoras von der Astro nomie verstanden. erhob. welche er bei den Schmieden fand. Ficinus. pychagoras habe zuerst die Obliquität des Thierkraises gezeigt. hatte. nemlich dir Musik und der Astrono mie. Diese zwei Wissenschaften waren so zu sagen zwei untere Stufen . wenn sie fünf oder sechsmal auf ihren Amboß schla gen. talcagninus (mehrere andere gleich- stimmige Schriftsteller nicht einmal anzuführen) sehr umständlich die Sorgfalt beschreiben . welche zu erlernen er. oder der Musik. Manu kann daraus einen sichern Beweis hernehmen . daß er den Göttern seinen Dank durch eine He katombe. . ll. »Man kann ihm die Kenntniß der reinen Harmo nie wohl nicht absprechen. abstat tete. c. und die Naur und Beschaffenheit des Planeten Venus entdeckt. man ver stehe diesen Ausdruck nun von der verwundernswürdigen Ordnung und Uebercinstimnmng der Natur. Boe- thius. I^c X.l54 ------. 8clxl«n!z. Was end- *) 8omn. oder ein Opfer von hundert Stieren. da *) Makrobius. die er zur Er findung . und Maximus Tyrius einstimmig dabeibleiben. — Klulic.

da philolaus sie herausgeben wollte. welches so weit ging. in so grossem Ruf. Die Eine dieser Schriften han delte von der Unterweisung. die er den Krotonensern gab. . geschrieben hat. cheils nach demjenigen. und denen dm Suchern. theils zu Krotona. die Eigenschaften des Geistes. er habe dreissig Jahre ununterbrochen. was Gvidius. und beständig über sechshundert Zuhörer um sich gehabt.' theils aus der Betrachtung de. Diese Weike standen. daß. daß er nicht weniger Kenntnisse davon tMn tmt^. daß.^ die Verrichtungen des Körpers. so kann mm Wessen. die dritte von der Natur. wie plmarch und Diogenes sa gen. daß plurarch erzahlt. / waren. für ihn anzukaufen. die wegen der Reinigkeit seiner Sitten. und endlich die der abgeschiedenen Seele nach ihrem Verdienst zugemessenen Belohnungen und Ettafen gelernt). sie für den Preis von hundert Minen. seine Autorität statt Gründe diente. die er. «r Gcsche. Diese ausgebreiteten Kenntnisse in allen Zweigen des Wissens brachte ihm bei seinem Leben ein solches An sehen. ——^ ^ tn^ich die übrigen Wissenschaften anbetrift. theils zn Metapont Unterricht gegeben. die mannigfaltigen Verände rungen des Lebens. nach Cicero's Zeugniß in seinem Buch von der Natur der Götter. Plato Auftrag gab. und seiner überzeugenden Beredsamkeit ein Wort von ihm wie einen Orakelspruch aufnahmen. da-- nW aber auch Apulejus erzählen sdenn der letztere chB: Pv'thagoras habe von den Brachmanen die Kräfte der Seele. Verschiedene italienische Fürsten und Regenten. die zweite von den bürger- lichen Eigenschaften.

gleich einen pyihagoräer nannte. wie er denn in der That einer der vortreflichsten Köpfe des ganzen Alterthums war. um ihn zur Betrachtung der natürlichen und bürgerlichen Verhält nisse zu leiten. sie sollten zwei Männern Ehrensäulen errichten: der eine sollte der kriegerischste und der an dere der weiseste Mann unter den Griechen sein. nach plutarchs Erzählung froh. wenn sie sich von ihm in allen Angelegenheiten Raths erhohlen durf ten. Die Römer hatten zur Zeit ihres Krieges mit dem Sanmitern einen Ora kelspruch erhalten. seine Woh- nung einweihten. daß aus Achtung seiner Verdienste gleich nach sei. und die heilige Musenstrasse nannten. und ihn von der Ausschweifung und Zerstreunng abzuhalten. nem Tode die Einwohner von Metapont. den Menschen zur Kenntniß und Verehrung einer ersten Ursache zurückzuführen. Da das Wenige. . weil der erste der grosseste General seiner Zeit war. sammlen wollte. was wir von seinen Fähig. und sie die Kapelle der Ceres. und der letzte sich in Jtalien einen solchen Ruhm erworben hatte. wenn mau alle die Lobeserhebungen und Ehrennahmen. Allein man würde kein Ende finden. 156 «----- waren. Die Alten hatten die größte Hochachtung für ihn. und ohne sich viel zu besinnen erwiesen sie diese Ehre dem Alcidiades und dem pythagoras . die diesem grossen Mann in so reichlicher Maasse beigelegt und von den Schriftstellern angemerkt worden. daß man einen Mann welcher für Weise gehalten wurde. dessen Neigung immer aufs Gute ging und der sich mehr als irgend ein anderer der Weisen des Alterthums be flissen hat.

dennoch sich einbilden lassen. daß die «lten Philosophen' und ersten Erfinder der Wissenschaf ten und Künste. den heiligen Augustinus. die. 157 Fahigkeiten angeführt haben. so liegt uns numehr ob . Grigenes. alle die Ungereimtheiten «od Träumereien zu untersuchen. Aus der geringen Wahrscheinlichkeit und den thörigten Erzählungen selber wird man aber folgern können. welche Feinde seines Ruhms. plinius. wie unrichtig gewisse Leute zu Werke gehen. der am gelehrtesten über diese Materie geschrieben hat. hinlänglich ist. um von allem. die hievoncherumgehen. wie Sarisberiensis sagt. die man ihnen Won angiebt. —---. was man noch darüber sagen könnte. was man irgendwo geschrieben findet. schchen besaß. drücken . so überreden sie sich. lertullian. den Ammianus Marcellinus und den Jesuiten Delrio. Der Grund war wahr scheinlich seine große Gelehrsamkeit und ausserordent liche Kenntniß. die. und Neider unmerklich in seine Lebensbeschrei bung haben einfliessen lassen. halb unter dem verworrenen Wust aller der Erzählun gen. Zauberer und Magi gewe sen sein. da es so viele Zeugnisse davon giebt. Alan sehe nur den Jamblichus in seinem Leben. statt die Beweise zu prüfen. die er in den mathematischen Wissen. ihre Beurtheilungskraft er. nicht zufrieden find. wenn ihre Schriften nicht enthal ten. zu urthei« leu. ver schieden« andere neuere Dämonographen nicht einmal i» Anschlag zu bringen. die vom Seneka Lehrer des menschlichen Geschlechts genannt werden. und die des. daß es gar keinem Streit unter worfen sei. Um besonders vom pychagoras zu reden.

und die letzte sollte sich plötzlich entzün den. wenn sie in Wasser gesetzt werden. Die beiden folgenden sollen besondere Eigenschaften wider den Schlangenbiß be sitzen. die er mit allerlei fremden Nahmen belegt. bis sie sich durch ein grosses Kunststück der Magic in Blut verwandelten. solches in Eis zu verwandeln. die Eigenschaften gewisser Krauter. und die Schriften Zoro- asters fieissig studirt hatte. die er. Die beiden ersten davon sollen die Eigenschaft ha ben. Dieses Bluts be diente er sich nun vielleicht.Entfcrnung Feuer bemerk te.'58 ^ drücken und ersticken. die er in seinem Buch von Wahrsagern beschreibt. um ein Wunder zu verrichten. kennen lernte. wann er . aus denen er wie zuvermu- then steht. und wenn er nun diese Schriften gegen den Mond gehalten. weil er sich zufbrderst lange in Annpten aufgehalten . „die Wolken " gedenkt. Man findet eine ziemlich voll ständige Sammlung davon im Bristardus. so bald sie in einiger. kochen und einige Nachte im Mon de stehen ließ. der sich vorzüglich Mühe zu geben scheint. dessen Cölius Rhodiginus nach dem Suidas nnd dem Ausleger des AristHpyanes in der Comödie. was ihm gut dünkte. unser Philosoph habe mit Blut auf einem dicken Spie gel. Man kann leicht einsehen. 'daß pychagoras darum für einen Zau berer und Magus gegolten habe. Diese Leute erzählen nemlich. geschrieben. wie er auch in einer seiner Symbolen ausdrück lich den Gebrauch der Bohnen untersagte. wie der Aberglauben will. den guten Mann mit unter den Zauberern prangen zu lassen.

so habe er in der Rundung dieses Gestirns «lles sehen können. sich von dem Flusse Nessus Kzrüssen lassen. und alles das blos durch die Kraft gewisser Worte ge- lw Me. was er auf dus Glas seines Spie gels geschrieben hatte. in welcher ers sehr weit gebracht hatte. den Flug eines Adlers aufgehalten. Diesem kaZn man noch l. der ein Feld mit Bohnen verdorben. und dem ihm von Fludd und Catin beigelegten Rade. urtheilen. er habe den Nahmen pychagoras erhalten. 159 er voll war. Ja noch mehr. weil er eben so gewisse und zuverlässige Antworten er- chellte. wobei man mit mehrerm Rechte. wozu ihm die Wahr sagerei aus Nahmen. als der Apollo pychius. wenigstens kann man sol ches aus den Fragmenten/ die man von seiner abergläu bischen Rechenkunst hat. einen Ochsen. als der sati rische Dichters sagen kann: „Was würde pychago« 7 ras Vel quo nunc kuz««. und verkündigte zukünftige Dinge mit solcher Zuverlässigkeit voraus. er zeigte sich an Einem Tage und zu einerlei Stuttde zugleich in der Stadt Krö ten« und Metapont. daß er mit einer goldenen Lende bei den Olmnpi- Wen Spielen erschienen. nne Bärinn gezähmt. behülflich gewesen sei. eine Schlange getödtet. ü nunc n«e<: montt« vicl««c .inzu fügen. daß viele sogar da für halten. Jch schäme mich in der That diesen Abschnitt durch die Erzählung so vielerlei Fabeln und seicht und übel passender Mährchen zu ver- grössein. verjagt.

den die Erde je gesehen : so würde er wenigstens Mitleid mit ihrem Blödsimi haben . Besonders gilt. dies in Ansehung der Fabeln. Hermippus und andere. I6O «------- ras sagen? wohin würde er seine Zuflucht nehmen. seine aus nehmende Gelehrsamkeit. an Neidern und Nebenbuhlern . wie man vom ausgemachtesten Scharlatan und Marktschreier spricht. als von der Unwissenheit des Pöbels. den sie bei der Auswahl aller der Beweise zeigen. von ihm in demselben Tone zu spre chen. die seinen musterhaften Wandel . Aristophanes. die in ihren Schriften nichts als lügenhafte Dinge vom pya thagoras zusammengeschrieben . der Tymon. Denn frei lich fehlt es ihm nicht. die über seine Seelenwan- < derung . sich mit so eiteln und thbrigten Spitzfündigkeiten amüsirt hätte. diese Ungeheuer?" Jch für mein Theil glaube. und wie er sich nicht über den Mangel an Urtheilskraft derer Leute wunderte. und seinen verdienen Ruhm mit misgünstigen Augen ansahen. so auf Gelehrsamkeit erpicht war. so ist gar kein anschei nender Grund vorhanden. und so haben denn seine böslichen Verläumder. Denn allgemein genommen . der in seinem ganzen Leben so ernsthaft. Aratinus. die auf keine Weise für rechtmässig anzusehen sind. Xenophanes. auch kein ihm eigen ge wesenes Verdienst unbefiekt gelassen. sein reines und unschuldiges Leben. und wie wir oben gezeigt ha ben. und der Bosheit seiner Feinde. die sich nicht entblöden . wie Reuchlin sehr wohl bemerket. wenn er sie sähe. er würdei»n zwei verschiedenen Leidenschaften gleich stark bewegt werden . daß ein Mann. die von nichts anderm entstanden sind.

da noch ohne hin Jamdllchus und Diogenes Laertius sie mit Still schweigen übergehen. so können wir doch mit Grund nicht «nders sagen . dm. Archiv i. wenn der größte Thcil seiner Regeln. sein Verbot belebte Dinge zu gemessen. dm Gründen für falsch und ungereimt erklärt worden. die vornehmsten Begebenheiten seines Lebens und die Ge schichte seines Todes von den Schriftstellern so verschie den vorgetragen und bestritten werden . wenn die Seelenwanderung . die man von seiner Magie herumgetragen. in welchem mau sie doch mit Recht. daß man eine Menge seltsamer und ausserordentlicher Dinge blos durch die Kraft gewisser Zahlen und Worte verrichten könne. Die Gcschichtchen .Ty.derung und das Verbots) Bohnen zu essen verkauft wor. und dies wieder auf den einsei tigen Bericht einiger andern Autoren. als daß sie in ihren Schriften gar nicht . wie können wir «uf die unbedeutenden Kleinigkeiten und Marktschreier sireiche wohl in einiger Absicht bauen. wenigstens gröstentheils zu suchen hatte. L ihre . wenn er s« emigermassen für wahr gehalten .vonwunderthäthigen Worten" der Meinung ist.. Wollen wir in dessen ihrer Glaubwürdigkeit eben die Gerechtigkeit wi derfahren lassen. allwo seine Absicht war zu zeigen : die Philosophie des Pythagoras habe eine große Achnlichtcit mit der Kabbala der Hebräer. daß er es nicht einmal der Mühe werth gehalten. sind vom Reuchlin mit so einleuchten. wovon er selbst in seinem Buche . von einer großen Anzahl nur zwei oder drei anführen. sie in einem Buche anzuführen . die eine der ersten Punkte des Pythagorischen Systems war. Und in der That.

der Magie getrieben. wie Galen angiebt. weny Pythagoras seine Kräuter eben so aber gläubisch beschrieben hatte. nach Plinius Versiche rung. die er sich von gewissen Kräutern. wie Ryodiginus sagt. ten bemerkt habens Es ist nicht weniger zu vermuthen. und das fieissige Studiren der in diesem Lande aufbewahrten Bücher Zoroaster» mehr seine feinen Kenntnisse in der Naturlehre. in der Naturlehre gute Einsichten ge habt habe. diesen in jeder Absicht vortreftichen Mann mit aller Gewalt zu einem Thoren. von den Bezauberungen und Verwand- ll»'gcü derer den Dämonen geweihten Krauter geschrieben haben . erworben. und natürlichen Magie beweisen. Jn dessen meinen wir . Arzneikunst. daß er durch die theoretische und praktische Kenntniß. . als Andreas und pamphy- lus die ihrigen in einer Schrift bezeichneten. die sich zwar von selbst widerlegen. die von jeher von den boshaften limonen und andern Feinden des Pythagoras unter den Pöbel ge bracht waren. als irgend einige Lieb haberei an der schwarzen und abergläubischen Zauberei. Dies konnte doch mit einigem Anschein > geschehen. aus einen nach ihrer Meinung unwiderleglichen Beweis seiner Magie.162 > ihre eigene Meinung. Zu diesem Ende brachten sie alle vorhin gedachte Fa beln in Umlauf. was wir oben von der ägyptischen Gelehrsamkeit und den Zoroasterschen Schrif. indem sie. Und dennoch ziehen seine Feinde eben dar. machen wollten. Wir beziehen uns dabei auf das. daß die Reisen . die pychago- ras nach Aegypten gethan . sondern die falschen Gerüchte auft zeichneten. um den thörigten Ungrund einer je den besonders zu zeigen . die sie.

das nur eine eulsernte Aehnlichkeit mit solchen Zeremonien hätte. ------. Msreau hat in snnnii gelehrten und mühsamen Kommentar über die Gceenksprüche der medizinischen Lehrschnle zu Salerno len Grund dieser Benennung angegeben. die Melisse. wenn er sagt. das Bilsenkraut. die man zu einer dem Charakter eines Philosophen so nachtheiligen Vermulhimg haben kann. plinius selbst scheint einen Grund von demjenigen cmzu- geben.und Weinblätter. Die Klapprosen. den Wein in der stärksten Sommerhitze erfrischen kann. oder nicht viel mehr von einem andern Autor herrühre. die Andora. ob das Buch worum diese Krauter be schrieben sein sollen. Vwlenlattich und Seeblumen noch leichter das Wasser. als sie ohnehin zur Kühlung der Luft in Krankenzim« ncrn vermögen. daß die l 2 Wue» . Ich begreife daher nicht wohl die Gründe. i6z hoben . oder wenn er sie unter gewissen Wendungen der Gestirne hatte sammlen lassen. das Ben zoln . plinius sagt obn bei den Kräutern des Pythagoras nichts . vom pythagoras. Und nimmt man ihn auch zum Verfasser an. Vielleicht bediente er sich auch noch des Salpeters. der Feigenbaum . ichaften dieser Kräuter halten könnte. sollen auch sehr herrliche Dienste gegen den Schlan genbiß thun. da es doch ohnehin gar nicht ausgemacht ist. das Eisenkraut und «ndere. Ferner erkälten Weiden . so war doch ihre Kraft gar nicht so wunderbar und ausserordentlich. die Cypresse . das Vergissmein- «icht. das Königskraut. wie man die so genannten Kn^25 äecanorum sammlen mußte. mit dem man eben wie mit Eis. was man für das schwürigste bei den Eigen.

weil sie ein hitziges Wesen an sich habe. Wenn er die Bohnen verboten hat. gründen. der seinen Schülern empfohl. ihren Saft in Blut zu verwandeln. und durch die Harmonie der Töne zu ihrer Ruhe zu bringen ihnen auch ausdrücklich den Genuß dieser Frucht unter sagte. welche sich auf das Verbot dieses Philosophen. deren Saft zu blähend. nemlich. keine Bohnen zu essen. die wir von seinem Kommentar über die Sa- lerner Arzneischule angeführet haben. nach der großen Menge von Erfahrnngen. als darüber queerfeld ein wegzulaufen. um nemlich die Seele einzuzaubcrn. daß Py- thagoras. daß er nicht mit der nöthi . sich unter den Tönen der tcler und angenehmer Gesänge zum Schlaf zubegeben. sind eben so leicht zu widerlegen. um ihnen zu cutrinnen. und auf das Mit tel. Die Beweise. Reuchlin spottet mit Recht über die ungereimten Dinge. die den Geist abstumpfen und abwenden. so geschah es aus keinem andern als N7oreaus erstem Gnmde in der Stelle. woran man gar nicht zweifeln kann. wie der Rauch eines ausgelösch ten Lichtes. und schlecht ernäh rend ist.164 ------» Wurzel von der Apraris sich von weitem wie die Naph- tha entzünde . das er besessen haben soll. das Gehirn mit bösen Dünsien anfüllt. f?^« thagoras hätte sich lieber von seinen Feinden am Ran de eines Bohnenfeldes todtschlageu lassen. die Agrikola und Aborius davon gesammelt Kaben. und nun ihre dicken brennbaren Ausdünstungen eben so Feuer fangen konnten. Armipvus glaubt beim Diogenes. herb. die manche K öpfe von verbrantem Gehirn daraus gefol gert haben.

dieses aus na- lluUchen Ursachen erklärt werde. daß man zu Zeiten Karls V. daß nach den Grundsätzen der Scheidelunsiler. der anschauenden Philosophie. und Noel des Contes schreibt. . I. und wenn Aggrippa gros gethan hat. -------. daß pychagoras sich dieses Bohnenelixi ers edcr des Menschenbluts bediente. daß es auch unmöglich ist. Es war auch niellnchts nichts Widernatürliches an der wirklichen Verwandlung des Bohnensaftes in Blut. und auf natürliche Weise geschehen kann. der sich damit. wie wir in der Folge bei der Zeichnung seines eigenen Cha rakters zeigen werden. *) IH. obliegen kann. was sich den Tag über im Schloß zu Mailand zugetragen : so war der erste nur ein Großprcuiler. und Franz I. wie man ehe mals vom Ninus nnd Zoroastcr. das müssige Leute auf Kosten zwei grosser Prinzen erdachten. die doch den ersten Zweck und die vornehmste Unterhaltung seiner Zuchgenossen abgab. pyrrhus und Crö- L z sus. äe occulta plülolnobia. viel wissen wollte. da Moreau im gedachten Kommentar sehr deutlich darthut. l65 nöchign. Denn warum sollte er dazu lieber Blnt als sonst eine andere Flüßigkeit genommen haben? Campanella aber *) beweiset durch sehr ein leuchtende Gründe. Die Erzählung des letztern aber ist ein blosses Mährchen. bei denen die NtlMchkcit eine Ursache der Kraft ist. Einbilden aber muß man sich darum nicht. Freiheit. zu Paris die Nacht gewußt habe. als wenn Er das Gehemmiß verstände. um damit auf sei nem Spiegel zu schreiben.

. sie sei ganz golden gewesen. Da sagt der Eine. daß es eine List vom pychagoras war . möglich.166 " sus. um sich beiden. daß der Werth des f?ytyagoras und seiner vorzüglichen Kenntnisse in den tiefsten Wissenschaften. wahre Hieroglyphen ihres philosophischen Steins sind. . andere ') IH. 4i. der im Anfange des siebzehnten Jahrhunderts lebte "i Denn thcils ist es durchaus un. Allein plutarch sagt dagegen im Leben des Numa . theils sind die Schriftsteller darüber nicht einmal einig. wie sich die Alchymisteu diese Gol dene Lende einbilden. . die Erdichtung der goldenen Lende veranlasset. sondern so wie Calcagnin es erklart.. den er bei dem Olympischen Spielen habe siiessen lassen. Diogenes Lacrnus erwahnt auch der goldenen Lende dieses Phi losophen. Noch wahrscheinlicher dünkt es mir. K. grossen Hauftilals ein Heros oder Halbgott in Ansehen zu bringen. Warum sollte man auch diese Lende wohl buchstäblich nehmen. Dieser Schriftsteller sagt nemlich *). Nectambue und dem Könige philipp von Maze. und pytyago- ras seine goldene Lende. Josuas Vließ. wie der Zahn des schlcsischen Knaben. es sei ein goldener Strom gewesen. bei der Erklärung der besondern Charaktere der alten Philo sophen. und glauben. 7 ^ . daß das Alterthum ihm diese Lende von Gold nur in einem allegorischen und moralischen Snm zugeschrie- den hat. nach deren Meinung pandorens Büchse. beim Dclrio. . 5M. donien ähnliche Erdichtungen ansbreitete. Sisyphns Felsen. nicht zwar. III.. in der Natur und in der Knnst.

auch das für einen Kunst griff des f>ychagoras annehmen. Diese Verschiedenheit zeigt. wenn er M-ihomet in Begleitung einer großen Menge Volks würde vorüber gehen hören: „Mahomet seider größte Prophet des lebendigen Gottes. daß er am ('nde einen schlechten Lohn dafür bekam. es sei der Sa? Mus. von Golde. vielleicht von einigen Fremden des pychagoras so gerühmt ward.gen . man müßte denn um das Ansehen so nicler Schriftsteller zu retten. dein Hals ist einem Thurme von Elffenbeine gleich.n Mahomet daran lag. diene.«ndere sagen wieder. es sei der Kaukasus gewesen. wenn er von seiner Braut spricht. von dem Genius eines Stroms gegrüßt. daß diese Lende weiter nichts war. er habe eine wirkliche Lende ge. Denn weil de. es sei der Nessus. h«bt. daß die Betrügerei verbor. und Diogenes sagt. und porphyrius. die ihrer blenden- tm Weisse und Schönheit wegen. Luzians und Dio- Mi Bericht. daß sie ' wie Elffenbein sei. L 4 . So bedient sich Salomo eben dieser Vergleichung im hohen Liede. " Pythagoras lvaid wegen der Wunder. «ou Elffenbein war. Und dann kann man leicht erach ten. dessen Meinung ich für die wahrscheinlichste halte. So erinnere ich mich vom Mahomet. der durch ein Blaserohr schreien sollte. „Dein Bauch ist von Elffenbein. Aelians. welchen Glauben diese Be- grüssi»ig ve." Der arme Mensch that es auch mit solchem Eifer. als die natürliche nnd leibhafte Lende des pythagoras. Apollonius Discolus. die nach pkutarchs. die er verrichtete. daß er einen seiner Freunde unter der Erde versteckt hielt. oder nach dem Origi- iit«.

daß er au einem Tage und zu derselben Stunde sich in zwei verschiedenen Städten . wo er eine so merkwindige Offenbarung gehabt hatte. Denn bei dieser ganz natürlichen Erklärung bleibt keine Schwie rigkeit übrig. wenn ich auf eben die Weise darauf antworten wollte. wenn ich ilm von einer bc. und plmarch ebenernmssen die Erzählungen von seiner goldenen Lende. welches zureichend war . mit einer alten Frau oder einem einfältigen Bauer in einer von den beiden Städten zu sprechen . da er von einem seiner Vertrauten seine Gebahrden und Manieren nachmachen ließ. Dies ward auch so fort aus. den pychagoras in eine neue Gefahr zu setzen . Geister und Dämonen ins Spiel zu mischen. den Ort zu bezeichnen. in seinem Na men.168 gen bliebe. und zu dem Ende eine grcße Pyramide von Steinen zu errichten. so . so bat er alle . gefuhrt. daß er. wasHermippus von des pychagoras Höllenfahrt erzählt. Diogenes erklärt durch ein ahnliches Mittel. freie. von dem Adler. den er so gut unterrichtet hatte. die er bei sich hatte. von der kast erdrückt. und den er hinschickte . Denn der Menschheit nach ist es Menschen unmöglich . die mau nicht heben könnte. ohne daß mau nöthig hat. Wie gut läßt sich diese Geschichte auf diese Art erklären . zu Krotone und Metapont habe sehen lassen. denn er möchte am Ende den Namen eines Be trügers davon tragen. Jch hal te es fast für eine List des pychagoras. Jch fürchte nur. die ihrem Wesen nach von sich selber unzertrennbar sind. daß das Gerücht von seiner doppelten Erscheinung sich ausbreitete. und der arme Engel unter der Erde.

so folgt ja daraus im mindesten nicht. forttragen. sich a. Der heilige Carbinian ließ eine Bannn ein Packet. müsse sehr wohl neisiauden haben. und den folgenden Morgen zu derselben Stunde wiederkam. die aber gewiß nichts weniger als magisch oder übernatürlich sind. schei nen. Der- Kaiser Valcutinian lies zwei Bärinnen. Der Trojaner Paris. womit sie sich wieder in ihren Busch fortmachte. die man Gold blättchen und Unschuld Nannte. den sie zerrissen. die nicht so wild sind. Nemlich kraft jener merkwür- L 5 ' digen . die die Gelehrigkeit dieser Thiere beweisen. welches am Ende freilich durch die Kraft gewisser Wor. bei Gelegenheit dieses Adlers . sie zu zahmen. die er über tztmffe Thiere bescss?» . geschleppt hatte. zum Beispiel. daß es Mahomet mit einer Taube machte. te geschieht . ward ja von einer Bärinn gesaugt und ernahrt. daß der Fleiß der Menschen nicht dahin kommen sollte. daß er eine Barinn in seinem Hause unter hielt. die ganz zahm und milde geworden war. zu antworten. um auf die ihm beigelegte Gewalt . als wenn Pythageras diesen Theil der Magie.»^ 169 sc>ost<r wollte. und eine gewisse zu ihrer Nahrung bestimmte Portion ablzohlte. daß er sie durch Magie zahm gemactt. das ein Esel. Denn will man einwenden. so zu sagen in seinem ei genem Zimmer aufziehen.. wenn wir nicht Gründe die Menge Kitten. Dies sind doch Beispiele. E5 könnte freilich. . daß sie alle Morgen von freien Stücken au sein Zimmer klopfte.f sein Haupt herunter ließ . der in der Zähmung wilder Thiere besieht. Der Litthauische Fürst Sin degal hatte eine Bärinn so gewöhnt. wie vmn sagt .

und die die Fa bel. die in Jtalien viel Schaden anrichtete. welcher wirklich den plutarch im Anfange seines Kapitels anführt. digen Worte. wenn er den f?lurarch im Leben des Nu- ma anführt. Will man die Wahrheit mehr in der Nahe suchen . indem sie sich blos auf der Unwissen heit derer Leute gründet. um die Geschichte des Ochsen . die Gor'rates und pychago- ras für einerlei Person halten können. einem Buche. die der Schöpfer aller Dinge aussprach. und über alle Thiere. welches. Er hatte besser gechan. derden Aristoteles zum Gewährsmann dieser Erzählung anführt. falschlich dem Aristoteles zuge schrieben wird. die er aussprach. daß er sie Wort für Wort aus dem Cölius^Rhodigmus genom men. allein nicht dieser Fabel halber . zu aulhoristren. son dern . so wird man sie ganz falsch finden. wie patricius darthut. " . Diese Unachtsamkeit des Bristardus könnte man noch entschuldigen. allein er begeht eine noch betrachtlichere. aufrichtig zu gestehen.170 . daß pychagoras durch gewisse Worte. nachdem er ihm einige Worte ins Ohr gemurmelt. aus dem er sie genommen. das Buchnicht angiebt. welche von dem ersten in einem Buche „von den Ursachen und Eigenschaften der Elemente^ erzählt wird. da er zu den Stammeltern des menschlichen Geschlechts sagte: herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel. eine Schlange sterben ließ. gleich für baares Geld annehmen. weil Bristardus . Es ist auch sehr unnöthig. den Pytha- goras von einem Bohnenfelde verjagte . die sich auf der Erde bewegen. sich im mindesten bei dem Umstand zu verweilen.

--------. Und «nm er es wirklich gethan hätte. dio er besaß. deren Genuß ihm das Abscheulichsie von der Welt schien. als der Philosoph. oder endlich abergläubisch. eben so leicht damit zu Stande lonnuen konnte. die ihm fälschlich vom Fludd und Catina beigelegt werden. daß Pythagoras bei der grossen und ausgebreiteten Gelehrsamkeit. wie die vom !f?hr«n:cidcs . Nun ist leicht zu erachten. Denn jener Fa bel gedenken beide Schriftsteller nicht. peirerius und Cardanus sehen kann. oder natürlich. Ohnehin ist eö j<l aller Vernunft zuwider . betrift. gründen sich blos auf der abergläubischen Rcchen- kunde und dem Rade der Nahmenwahrsagerci. Das . ein Thier fortzujagen. die man als rechtmassig an zieht. ^ 171 lern wegen eines andern Umstandes. nur einmal auf den Gedanken in Ansehung der letzten zu gerathen. oder andere bekannte magische «der Narktschreiermittel geschehen sei. in so fern seine Prophezeihungen nemlich mo ralisch waren. daß dieser Philosoph . sich damit hätte bemühen nollen. so folgt noch nicht daß es durch gewisse Worte. künftige Dinge vorher zu sagen. weil das kleinste Kind. Was endlich seine Kunst. sich wohl ein ziemlich richtiges Gefühl in der Vorherbestim- mung so wohl moralischer als physikalischer Erfolge er worben haben konnte. das ja seinen Willen vollzog. Die Beweise. der «msihaft und unschuldig lebte. als des Sokrates seine. so kann es nur auf dreifache Art gesche hen sein. Thales und Anaragoras. wie man im Ema- nuel von Maura. und Thorhcit würde es sein. wie der Zauberer ihre. indem es die Bohnen mit Füssen zertrat.

wie sie durchs Alphabet vorgestellt worden. als unter des plaw und Apulejus seinem. Endlich ists «m je an die Gewohnheit derer Leute. die über die Stelle des plutarchs haben Glossen machen wollen. Daher hat sich der grosse Mann gewiß nicht mit diesem Rade amüsirt . wo dieser Schriftsteller sagt: die Pythagoräer hätten die Zahlen und geometrische Figuren d?r Götter- nahmen sehr geehrt. wie der Abt Tri- themius nnd Ragusaun auch erkennen. der Wochentage und der zwölf Himmelszeichen.172 " ^" Das Nad aber ist nebst vielen andern Träumereien nichts als eine bloße Schimäre von den Leuten. weil es sich in gleiche Thcile mit drei durch jeden Winkel senkrecht ge zogenen Linien theilen lässet. zwischen welchen die Gerechtigkeit in die Mitte tritt. daß es eben so fälschlich unter seinem Nahmen verbreitet worden. Den Nahmen Apoll ga ben sie der Einheit. oder sonst mathema tischen . weil der Beleidiger und der Beleidig te. der Thätcr und der Duldende immer doch zwei ein zelne Personen sind. geschehe. daß das Wahrsagen aus Nahmen. und die Gerechtigkeit beschreiben sie mit der Zahl drei. mittelst der Zahlen. die dergleichen Thorheiten ins Publikum bringen. der sieben Planeten. So hätten sie das gleichlinigte Dreieck Pallas und Tritogenia genannt. Allein es ist diese Art von Wahrsagen falsch und ungegründet. Streit und Kühnheit nannten sie die zweifache Zahl. und die Anwendung der Zahlen hat gar keinen Bezug und Zusammenhang mit den Himmelszeichen und Planeten. wie er in seiner Schrift vom Mikrokosmus sagt. Fludd will uns zwar einbilden.

luccoz. allen Niesewurz von Anticnra gebrauchen und doch bei ihrem Wahnsinn bleiben könnten. Ein sehr einleuchtendes Beispiel davon finden wir im Alaudius de Brissiere. und sie ebenfalls unter dem Titel „ Py- thagorisches Spielwerk" ausgebreitet hat. ') ?urzlMt<:z coi-pm-. die sich dennoch nicht überzeugt haben. lll. so mwgemacht es auch ist. weil sie sich nicht überzeugen lassen wollen. chchen Spitzfundigkeiten ein Ansehn geben wollen. weil seine theoretische und praktische Geschicklichkeit in den mathematischen Wissenschaften erwiesen war. es unter dem Nahmen dieses Philosophen zu Hun. Wir glauben daher den Ungrund und die Thorhelt dieser Beschuldigungen dargethan zu haben. daß pythagoras am diese Subtilitat nicht gedacht hat. Schutz- . ob es gleich Leute geben wird. der sechzig Jahre lang die Nhythmoma- chie verehrt. die mit dem Iuvenal *) zu redeu.

erstiegt unr» . so ruhet er nicht. i. Dieser Dunst des Körpers stellet so ganz das völlige Wesen des selben dar. daß in jedem einzelnem Körper. daß man dadurch hauptsächlich eines von dem andern genau unterscheidet. und zugleich ist er höchst flüchtig. und gehet so in das allgemeine Chaos aller flüchtigen Körper über. Aber auch da behält er seine flüchtige Natur. <^)los durch die Chemie ist es uns zuerst kund worden. Ginleitung von demjenigen. daß er nur durch Geruch und Geschmack oder durch seine eigenen besondern Wirkungen sich zu erkennen giebt. (Aui den chemischen Vorlesungen de« vottreflichen Herman» Noerhave. ein gewisser jedem körperlichen Wesen ei- genthümlicher Geist wohne . was eigentlich über haupt die höhere Chemie zuwege bringt. mischet sich mit der Luft. er sei thierisch oder vegetabilisch. Sobald er für sich rein und frei ist.) §. Er ist aber so zart. Schutzschrift für die höhere Chemie. der so fein ist . l74 ^ - III. sondern stiegt mit einer steten Beweg lichkeit fort. daß man ihn auch durch kein Vergrösserungsglas stehet oder mit Händen greifet und fühlet.

daß sie wahrlich einem jeden Kör per nur ein ganz kleines Theilchen davon mitgetheilt hat. in welcher der Geist enthalten ist . diese wahrhaftig grossesten und vollkommensten Lehrer aller Kunst und Natur. den Weltgeisi slpiruuz reäor) genannt. i?5 umher. die er treibet nnd beweget. ist viel flüchtiger als die übrigen im Körper befindlichen Fettigkeiten. Es ist überdem die Natur in Austheilung dieses Geistes so sparsam. so daß sie auch beim Absterben des Körpers gleichsam von selbst mit ihrem Geiste fortgeht . es wohne in dem Schweifet ein Geist. das . noch von dem gewöhnlichen Feuer leicht zerstöret werden kann. der Thiere und Pflanzen wird . damit nicht ein zu so grossen Verrichtungen geschaffener Geist müssig in einem todten Leichnam sitzen bleibe. Daher kommt es. Hagel. indem er in die zähe Fettigkeit eingehüllet ist. hat ihn Gott in ein zähes dauerhaftes Dehl eingepflanzt. damit er nicht aus dem Körper alsobald wieder verfliegt. we/chen er be^ sitzen und treiben soll. und also immer in andere Körper über« zehet. Regen und Thau auf die Erde in seiner Mutter Schooß zurückkommt. . Nun diese Fettigkeit des Körpers. daß wir jene vor- treftichen Lehrer so oft sagen hören. solchen reichlich befeuchtet. das weder von Luft noch Wasser. Diesen in seinem Körper zu fesseln . Wegen seiner stets- bnveglichen durchdringenden Kraft „wegen seiner höch sten Feinheit und sehr flüchtigen Wirksamkeit haben ihn die «Ken Alchymisten . und mit deren Feuchtigkeit vermischet zum neuen Saft. bis er als eine Feuchtigkeit im Schnee.

Laßt uns einen vegetabilischen Körper nehmen. den von innen er nährenden Geist und mit noch vielen andern dergleichen Naiven benennet. das vor allen kräftig riecht und lieblich über alles andere am Geschmack ist. das edelste unter allen Gewürzen sein. daß so viel an Saa- menskraft jedesmal in jedem Saamen sich gefunden habe. so geht ein geruchrcichcr und schmackhafter Milch saft. Wenn man ein Pfund davon aussucht und mit' kochendem Wasser behutsam nach der Kunst über den Helm treibt. Die alten Adepten sind so weit gegangen. den Sohn der Sonne .. Sic berichten uns zugleich . will ich diese ganze Lehre mit einem einzigen Beispiele klar ma chen.76 das aber gewiß herrlich und völlig zureichend ist. daß sie dieses Thcil- chen des Ganzen ausgerechnet und zu 5/5^ angegeben haben . der sich durch seine eigenen Merkmale von allen andern bisher bekannten Körpern recht deutlich unterscheidet.. und zugleich etwas rothes siarkriechendcs Oel. und die Kraft des Zimmets am meisten . wenn es durch eine nährende Blutwärme und sonst schickliche Nahrung un terhalten wird. daß sie dieses Theil- chen so wirksam gefunden haben . Nutzbarkeiten dieser Kunst ausbreite. ohne daß etwas verlohrcn gehe. daß nach der alltäg lichen Erfahrung es an Beweglichkeit zunehme und be ständig auf eine unglaubliche Weise neue Kräfte zu Her vorbringung seinesgleichen gewinne. Es mag der Zimmet. das sich zu Boden setzt. i Ehe ich weiter gehe und mich nun über die einzelnen besonder. Sie haben es daher auch den Funken des Lebens . wovon sie uns berichten .

Man untersucht. daß man schwören sollte. ^Mi> . aber des sen Oefnung nicht verwahrt ist. was zuerst «cht. so riecht die ganze Ge Archiv i. sondern auch nichts eigenes mehr ent hält. daß es kaum von irgend einer andern Rinde oder Holze. zu unterscheiden fti. aber doch ist auch das. es wäre Zimmet: Aber ausser diesem blossen Schein hat es nichts von der ganzen vorigen Vortteftichkeit dieser Ninde. was abgekocht zurück geblieben ist. von seinem Oehle und setzet es in einem Glase hin.Lh. Wenn nun das Wasser im verschlossenen Gefässe ruhig eine lange Zeit stehet und sein Ochl vollends absetzt. so wird man wahck'ch nichts Zimmctähnliches finden. so steigt eine klare wässerichte Feuchtigkeit sauer und geruchlos herüber. das . von gleicher Art. das noch gr- «vürzhaft genug ist. Und also steckt alle eigenthüinliche Kraft des Zim- mets in dem abgezogenen Wasser und dem darinn zu Boden gegangenen Oehle. die nicht Mein gar keine Spur «em Zimmet hat. und mit frischem Wasser den zurückgebliebenen Zimmet nochmals kochen läßt.auf gleiche Weise behandelt worden. Wenn man nun diese beiden Flüssigkeiten herausgeschieden hat. herbe und ftuer schmeckt und gar keinen Geruch hat. Und doch sieht es von aussen dem Zimmet noch so gleich. Scheidet man alles Wasser. wodurch man solche von allen andern unterschrei ben könnte. das einen engen Hals hat. und röthlichbraun aussieht. Diese ^aft also steckt mit ihrer ganzen Vortreftichkeit hauptsächlich im Oehlichten.. und man wird finden. -------- ^^ meisten in sich hat. M . so sieht es klarer aus und riecht nun weniger nach Gewürz.

Jnzwischen aber verstiegt auf diese Art alle die besondere Kraft da von . und in kurzem bleibt zwar am Gewicht beinahe dasselbe Oehl. und daß sie auch dar inn noch den allerwenigsten Theil ausgemacht habe. Kraft des. habe. und in kurzem bleibt nichts als ein unkräftiges Wasser zuuick. jo riecht die ganze Gegend davon lieblich und jeder mann erkennet hier sogleich den Zimmet. ich. als an jedem an dern gemeinen Wasser unter gleichen Umstanden ver spürt werden würde..s».. .Theilchen desselben.. daß die ganze eigenthümliche gewürzhafte Kraft mit einem sehr weni gen Oehl verbunden gewesen sei . dem. aber es ist seiner vorigen Kraft nun be raubt und matt. . Zimmetwassers nur in einem kleinen . . Und dieses einzelne Beispiel läßt sich auch fast auf alle andere Fälle anwenden. und verweise die Lehrbegierigen zu den Adepten der geheimen // . .i^. .-Kunst. Daher sieht man itzt. offenen. was. und daß solche Geister nach der Auflösung ihres Bandes sehr wirksam in andere Körper eindringen und vorzüglich in Krankheiten sich vor allen höchst kräftig erweisen. Nun nehme man auch das Zimmetöhl und setze es in. gläsernen Gefässe an die Luft. Und also steckte die ganze lieb liche.. haben. Jch begnüge mich mit.. einem weiten.78 ------- gend nach Zimmet. ohne daß man mehrern Ab gangen seinem Gewichte verspührte. daß sie eben solchen Geist in den Metallen und in je dem Minerale in dem Körper gefesselt und in deren fi xem Schwefel gebunden angetroffen. das doch so machtig an Wirluug ist. Die glücklichsten Lehrmeister dieser Kunst sagen uns. gfsMt.

Denn ich möchte sonst vielleicht den Verdacht davon tragen. und die abgeschiedenen Theile deutlich darstel len. Welche Kunst. wenn sie wahr ist. ohne mehreres davon vorzubringen. Kunst. so nennen sie diese Art der Bearbeitung eine Ex. in eine andere ganz von der vorigen verschiedene und mehrentheils flüchtige Gestalt verwandeln können. Unter dem Nahmen KKMerium schei- neu die höchsten Meister dieser Kunst anfangs das vor züglichste Produkt dieser Wissenschaft verstanden zu ha ben. daß das Feuer etwas dergleichen zu bewirken scheint. Denn so viel ist gewiß. So berichten sie auch. eine der vortreflichsien. Wenn sie aber verschiedene Extrackte aus den Körpern zusammen zn einem Extrackte zusammen setzen. ausge nommen. ohne Veränderung des Gewichts oder Abgang einiger Theile. daß das Wachs wenn Ms ts .»ollle ich gewisse Maaren t>ucch mein Lob herausstrei- ' chen. Man hat aber überhaupt die Produckte der chymi- scheu Kunst in vier Klassen gebracht. so nannten sie das einen ciM«. aber bis itzo noch verborgen ist. daß sie einen jeden Natur- lörper der einfach gemischt ist. so wie das Feuer im Schmelzen es auflöset. Denn sie behaupten. Denn wenn die Chemisten irgend einen Körper in verschiedene Theile zerlegen. als ^ . ttacktion. daß sie ohne Beimischung eines andern Körpers eine Unze Gold in ein eben so schweres flüchtiges Wesen hotten auflösen können. wohin man eine un zählige Menge ganz verschiedener Produkte der Kunst zählen kann. die ich doch nicht habe und nicht geben kann. die man alle durch Mischung und Scheidung zu Wege bringt.

.180 ' es einmal durchs Feuer in einer Retorte öbergetrieben ist. schon etwas dergleichen ge liefert. daß er nur das zu diesen Wunderdingen hinlängliche Aufiösungs- mittel verschwiegen habe. eine andere Einsicht nach un- serm geringen Vermögen schätzen und abmessen zu wol len. daß er dergleichen von Aloe. so daß sie dadurch aus mehreren Ein 5^2- Merium gemacht haben.. paracelsus behauptet von sich. da gegentheils auch die Prahlerei die Künstler bestecket. daß sie zur allgemeinen Naturwissenschaft gehöre und auch mit . ^ allen . so hat die Bereitung.LUxir endlich scheinen sie genannt zu haben. daß andere nicht noch bessere Auftösungsmittel dazu kennen sollten.Sinne fallenden Körper beschäftiget. Jndessen warum sollte man nicht so etwas von der Kunst erwarten können? Jn Wahrheit wenn man nur die Hülsen des Safrans ausnehmen will. mehrere Körper zusammengesetzt . die man mit dem «rtaruz rartar'llÄtus angestellt hat . so ist klar. aber Helmont wirft ihm vor. und doch keineScheidung erlitten Hat. Safran und Myrten gemacht habe. .. Einfluß und Beziehung der Kunst auf die Natur wissenschaften überhaupt.2. Und ich zweifle gar nicht. wem. §.mit Beibehaltung ihres Gewichts von ihnen in eine ganz andere Gestalt verwandelt worden sind. Es ist immer eine Schande. wunderbar verwandelt ist.. . giebt aber statt dessen nichts bessers an die Hand. . ' Da die Chemie sich mit Untersuchung aller in die .

was die Mutter der Dinge unsnn Sinnen darbietet. Denn entweder sieht man blos . Wissenschaft aufzuhelfen. »----— izi allen einzelnen physikalischen Wissenschaften in Verbin. Und davon hat nun eben die Wis senschaft keinen so grossen Vortheil. da sie vor allen zur Verwandlung der Körper sich des Feuers bedienet. indem das Feuer das allgemeinste Werkzeug der Natur isc. allen Seiten mit andern wohl bekannten in Vergleichung setzt. Es giebt aber zweierlei Wege diese Beobach tung anzustellen. was vor Augen liegt. v M z oder . daß man alle offenbare Erscheinungen der Natur nimmt. Zu solcher Wissenschaft kann man nicht gelangen . So kann ein jeder sehen und seine Wahr nehmungen machen.. so sucht ja freilich die Chemie der Natur. wenn man nicht alles beobachtet. Der Naturkundige soll die geschaffnen Körper und olle ihre Eigenschaften bestimmt und deutlich erklären. die man gefunden und solche zusammen in die Naturgeschichte eintragt. Aber der andere Weg ist. das solche überall in allen ihren Wirkungen auf Kör- f«l braucht. der dabei seinen Emfiuß hat. indem der Zufall. Wenn nun die Naturwissenschaft eine Er- lnuMß der wirklichen Körper und aller ihrer Modifi kationen ist . nur dies oder jenes uns zeiget. so M sie schon dadurch überall der Naturwissenschaft fort. ohne den Kopf dabei anzu strengen. wenn man die er kannten Körper mit Anstrengung des Kopfes von. Laßt mich das ein wenig bes ser ins Licht setzen. dnng siehe: ja was noch mehr ist. daß es sei. Daher ist nun das erste vor nehmste Stück dieser wahrhaften Wissenschaft.

an der dabei sich zeigenden Flamme. Sie scheidet und mischet allerhand Dinge bestimmt und merket genau den Grad des Feuers und sieht alsdann mit scharfen Augen zu. Gewiß in diesem zweiten Wege zur Erkenntniß ist fast die Chemie das einzige Hülfsmittel. um zu sehen. wie sie die Natur in Hervorbriugung ihrer vor Augen liegenden Erscheinungen nachahmen soll und lehrt. Daraus lernet sie . am Aufbrausen zusammengemischter Dinge. wenn ich auch sonst alles übergeben will. ist. was alsdann neuerdings für eine Gestalt und Wirkung davon erfolge. verbunden oder geschieden. daß der Künstler den Erfolg davon erfahre. welche auf dem gewöhnlichen Wege der sich selbst gelassenen Natur niemals zum Vor schein kommen. am Phosphor . Daß dieser letztere Weg der Beobachtung. daß unzählige und just die wich tigsten Erscheinungen sind. was die Natur thut. wenn durch chemische Kunst die Körper. um genau zu sehen. Sie setzet das Zu sammengesetzte in seine Bestandtheile auseinander. schon daraus klar. zu dem Ende versucht werden. Und so entdeckt und mei stert sie die verborgenen Wege der Natur. und giebt wirklich die Werkzeuge dar. sondern nur dann offenbar werden. und andern un zähligen . Beispiele hat manW^cwon am Büchseupulver . vornemlich im Feuer.l82 ' oder sie verbindet. der Naturwissenschaft weit mehrern Vor teil bringe. deren sie oft mit Klugheit zu ihrem Vortheil sich zu bedienen weiß. womit jene ihre Werke vollbringet. was daraus neuerdings erfolget. be trachtet alsdann solche jedes für sich und setzt sie mit Kunst hernach zusammen.

daß die Chemie solche ganz eigenthümliche Kräfte der Dinge weit eher ent decken wird . wenn die jedem Körper insbesondere angebcchrne Kraft nicht wäre. sonst nicht anzutreffende Wirkung äussert nicht auf einige Annähe rung der Magnet und das Eisen gegen den Magneten. Wenn er das Glas erkläret.Migen dergleichen Erscheinungen. welche der Schöpfer gewissen Köiferu eigenthümlich eingepflanzt hat. sondern die Spekulation des Chemisten wird That wer den. der kann durch seine wirklich praktischen KeiMtiüsse die Werke der Natur selbst thun und wird nie bei blossen Worten und müssigen gelehrten Grillen stehen bleiben. die blos von der einzelnen besondern Art und Bc- ftMchcit herrühren. sie mag Nah men haben . Es würden auch selche besondere Würkungen nicht wirklich sein. Welche schnelle wunderbare. Jch sollte glauben. das sich vor allen am mch- resien dazu schickt. welches mit der Magnetischen Kraft angesteckt ist i Nun ist ja offenbar. Denn wer diese Kunst innen hat. niemals diejenigen Wirkungen der Körper erklären kön nen. Jch gebe' zu/ daß die Mechanisten und Mathematiker aus festgesetzten all gemeinen Gründen der Dinge viele physische Wirkungen <mf eine untrügliche Weise erkläret haben. «der das Eisen-. daß diese Kunst das vorzüglichste Hülfsmit- lel zur Naturwissenschaft sei . wie sie wolle. an welchen sich diese Kräfte zeigen müssen. als jede andere Wissenschaft. Denn sie füget ihnen Kör per zu . daß ich hieraus mit Recht schlies- sen könne. Aber doch haben sie aus ihren aufs weiteste getriebenen Sätzen. so wird er die Art M 4 «"d .

und wenn er sie hat. sondern wird die solchen Benennungen zugeschriebenen Wirkungen ans ticht bringen und zu gebrauchen lehren. Seine Worte sind Thaten. zu. die sich von Natur zusammenschicken. welche eine recht getriebene Chemie den Menschen in der Naturlehre geben kann. sammenfügen und )> seinen Zweck erreichen. kei ne Dämonen. die er jedem einzelnen Körper besonders ge geben hat. um wun derbare Dinge damit auszurichten. . solche zu nutzen lehren . Er wird sich wenig mit verborgenen Eigenschaften abgeben. wird er durch die Wirkung selbst zeigen/. Wenn er die Gahrung auslegt . Gespenster und Geister anrufen. Er wird von selbst erkennen. chen kann. aber die dadurch entstehenden Erscheinungen wird er sorgsam anmerkcu und genau aufzeichnen. son dern Körper. Ohne sich vergeblich bei den entferntesten Ursachen auf« zuhalten. . eine Wissenschaft der Natur. sondern in die Sinne fallende Kräfte von ein zelner Art. wenn er etwas verwandeln will. Sehet.'«4 > und Weist angeben . wird er die nächsten an die Hand geben. daß die Schöpfung der Samen. um sich ihrer klüglich zu bedienen. wie man solches ganz gewiß ma. Er wird sich nicht an die Nahmen von wesentlichen Formen kehren . wie sie der große Bacon verlangte und anfing . und die Entstehung der jedem Körper eigenthümlichen Bildung ihm unbegreiflich sei. und wie sie nach siinem Entwurf« der unsterbliche Robert Boyle fortgesetzt hat. so wird er sie auch zuwege bringen. das sind die angeneh men und löblichen Früchte.

Beide abn kann niemand recht verstehen .' Einfluß insbesondere auf die Medicin. Bios die Chemie hat uns gezeigt. wie diese Erde. wenn er nicht die Chemie zu Hülfe nimmt. Und die Bestandtheile. wel ches mit den dichten Theilen verdichtet ist und nach die ser semer Verdichtung schwerlich von ihnen herausgetrie ben wird. ' 185 §. Arten. wer würde davon etwas sagen können. daß selbst auch das dazwischen gefügte Wasser ein Band sei. daß nichts als irdi sche Grundtheile das feste in unserm Körper ausmachen. mit einander zu sammenhangen. Sie hat uns auch gelehret . dieses Oehl und dieses Wasser aus den Nahrungsmitteln entstehen . welche man vorher chemisch untersucht hat. dieses hier ganz nach der Ordnung auseinander zu setzen. welchen man sonst nicht wissen würde. wenn er nicht in die ser Kunst wohl unterrichtet ist? Da besonders ein ge- M 5 wisscr . welche durch einen bhlichtfetten Leim. welche für die ganze Natur. Jch bin nicht willens . Kräfte und Verwandlungen dieser Säfte selbst. lehr« vortheilhaft ist? Denn die Medicin hat es nur nitdem menschlichen und andern Körpern zu thun. in ft weit diese auf jenen einen Einfluß haben. Eben daher wird auch der Ursprung der Safte des menschlichen Körpers aus der in der Che mie untersuchten Nahrung klar. der nur durch das stärkste Feuer davon zu scheiden ist. Wer wird einer Wissenschaft den Einfluß auf di« Medicin streitig machen.3. Ja sie hat auch zuerst uns klar gemacht.

das man auf keine Weise sonst finden könnte. das wahre Merkzeichen ist. der Mechanist seine Gesetze darauf anwendet. das zu unserm Gesundheitszustande gehört. welche alles ohne Chemie erklären wollen. ------— wisser nunmehr durch den Thermometer bestimmten Grad der Warme mit der Gesundheit allzeit verbunden ist. So wie nun die Mechanisten und Mathematiker durch ihre Wasserkünste v'ieles erklären . Wenn die Anatomie getreulich die sichtbaren Theile und den Bau des Körpers bemer ket. anderer zu geschweigen. so sieht man Ha von selbst. daß sie mit ihrer Kunst alles in der Physiologie erklä ren könnten : aber eben so fälschlich lehren und irren die jenigen auf eine schändliche Weise. so machen auch ge wiß die Chemisten fast das mehresie hierinnen klar und deutlich. Ja man muß wider Willen auch bekennen . welche die durch die Chemi- kaster in die Medicin eingeschlichenen Jrrthümer ent decken und abthun kann. haben dieses mit den schönsten Beispielen dargethan. welche die Wir kungen dieses Feuers erforschen kann. Hofmaun und Homburg. daß sie allein es ist. und wie andere Naturkün- diger noch täglich vieles entdecken . Bohn. wenn er richtig bcurtheilt wird. Boyle. Das größte Lob dieser vortrcflichen Kunst ist noch die ses. welcher. Fälschlich hatten jene ungeschickten Liebhaber der Chemie vorgegeben.186 . daß vieles und noch dazu das wichtigste in der ganzen Physiologie der Aerzte blos durch die Chemie erkannt werden kann. daß vor allen andern die Chemie es sei. nach dem mau die Kraft des le bendigen Körpers berechnet. die Hydro- .

eine vollkommene Naturlehre der Medicin soder des thieri- sch«n Körpers) entstehen. Man wird die Beschaffenheit des Eiters. und wie sich aus uns selbst eine dergleichen Beschaffen heit entspinne. ^ fe sei. wie das Blut gerinne und wie das geronnene wieder aufgelößt werde. so wird erst. wird mau soyst nirgends erklärt finden . glaube ich.« 187 Hydrostatik nnd Hydraulik die Gesetze und Kräfte der fiüssigen Theile in Absicht auf ihren Umlauf durch die Gefasse zeiget. so bin ich über. der verdorbenen Lymphe. i«ugt. Was Schar. Bleibe nur hier aus dieser Schule weg. des Salzwassers. . wenn ich mich nicht ganz betrüge. Geister und Erden mit un fern Säften vermischt. wie beim schnelleren Umlauf durch die Pulsadern. des fressenden Faulgiftes «nd die Wirkung des kalten Brandes hier entdecken. hier aber deutlich einsehen lernen. Denn würde man ohne sie wohl die Ursachen. welche in den Saften entstehen. und wie mancherlei Arten derselben es gebe. Arten und Wirkungen derer in unserm Körper verdorbenen Säfte angeben können? Ge wiß niemals würde man die Verderbnisse begreifen . verwandelt werden. Salze. und dann über dieses alles eine richtige Chemie mit möglichstem Fleisse das ihrige hinzufüget. . Auch wird man aus der Chemie am besten begreifen. wenn sie fest sitzen und unbeweglich in ihren Gefässen hängen bleiben oder lang samer umlaufen und in die Zwischenräume sich ergicssen und stocken. Auch kann blos aus dieser unsrer Kunst begriffen werden. Wer auch in der Pathologie. ist der Ein- stuß der Chemie eben so groß. Oehle.

daß die Chemie in der Physio logie und Pathologie nützlich sei. so kann doch solche in den semiotischen Beobach tungen. daß der vermehrte Pulsschlag ein Fieber anzeige und sie lehrten . i88 «---— zeugt. E. daß er daß alles ihrer Weisheit zu danken hat. und muß erkennen. durch einzelne Fälle in Beispielen zeigen. wenn dir hier nicht die Beobach tungen der künstlichen Chemie vorgeleuchtet haben. was die Natur von selbst zur Beobachtung darlegt. Ich könnte das wenn ich Lust hätte. das wird ohne chemische Wissenschaft si> leicht nicht gelingen. ehe er seine Kunst zur Erkenntniß der Krankheiten anwenden kann . Nun aber zugegeben. Aber nachmals einzuse hen. Aber doch gieng ihr ganzer Fleiß nicht weiter. daß du dann nicht das geringste erträgliche von allen diesen Dingen mit allen deinen sonstigen Bemühun gen an den Tag bringen wirst. werden die meisten denken. Du wirst nicht einmal die in den Knochen entstandenen Schäden begreifen und richtig erklären können. durch sie aber gegentheils sehr wohl zu bewirken sein. als auf das jenige. Anch muß sich der Chemist alles dieses erst von ihnen im voraus anneh men. Die alten wußten z. Und das haben sie so genan beobachtet. zu gar nichts dienen. welche die allen Griechen so weit getrieben ha ben. daß solche einen fast übermenschlichen Fleiß in Genauigkeit der Bemerkung der Krankheiten und Sammlung ihrer Zei chen angewendet haben. daß den Nachkommen hierinnen fast nichts übrig geblieben ist hinzuthun. Man muß auch gestehen. daß der Grad des Fiebers nach dem Puls- . was jedes beobachtete Zeichen der Krankheit eigent lich bedeute.

Daraus nun giebt der Chemist den rechten und wahren Begrif jener Krank heit. de. welche mit Gewalt in die kleinsten Ge- fässe dringen und das Gehirn auf allerhaud Art ver letzen. aus seiner seifenartigen Gestalt m ein kaustisches Alkali übergehe. daher entstehen flüchtige und fackende Theile. durch den vermehrten Pulsschlag M nelnne. Ja auch Harvets lehrte uns. Eben so hatten die Alten alle im Gebrauch. gehe in eine neue Mischung mit dem Blute. Der Chemist aber lehrt uns ferner. das übrige werde dichter. welches das lebendige und aus den Adern empfangene Blut in die Pulsandern öfter forttreibe: Hubei bleibt es nun mit der Anwendung solcher Beob achtungen. aus dem Urin die innere Beschaffenheit des Körpers und die ver steckten Ursachen der Krankheiten zu errathen und auch heuti- . daß. daher soll ferner der salzig- t« Theil des Bluts so verändert werden. werde zar ter und scharf zugleich. so verfliege das Flüchtige vom Blute. und daß zur Ver- mehrung der natürlichen Wärme die Grundftuchtigkeit sich verzehre. das Oeligte löse sich Auf. daß er aus seiner natürlichen Firität herausgesezt und flüchtig wer.Pulsschlag gerechnet werden müßte. und also nach Beschaffenheit des Grads der Hitze das Leben in Gefahr sci. wenn die Hitze. und aus seiner milden Beschaffenheit in ein höchst scharfes Wesen. daß der gehäufte Pulsschlag dem Herzen zu- zuschreiben sei. und lehrt uns zugleich dessen rechte Benutzung. und. auch so leicht nicht wieder aus dem Blute Her ausgeschaft werden können . die er hier aus verschiedenen sichern Versuchen erklärt.

Oehls und der Erde im Urin und folglich auch im Blut zeigen. so würden sie nicht so verwe gen von einer Kunst urtheilen. was man sonst ohne Beide nicht im geringsten versteht» Wenn doch das allei die Feinde der Chemie unter den Aerz- ten wohl beherzigen wollten. was hilft das? gewiß sehr wenig. auch die darum schwimmen und sich setzen. deren Bcihülfe so nützlich und in keiner Betrachtung schädlich ist. des Eiters. Maaß. daß es seinem Leben keinen Schaden bringen möge. sondern wer die Medicin nebst der Che mie gründlich versieht. der scharfen Flüsse und auch des Stuhlauswurfs nach ihrein Zeichen recht beurtheilen. o wie vieles und wie viel nützliches wird er da nicht entdecken können. Jch gebe zn.I9Q ------- heutiges Tages noch müssen Aerzte sich dieses zu thun gefallen lassen. der nur wird geschickt sein. Es wird ihm die versteckten Fehler in den Saften anzeigen und das' Schlimme davon zum Voraus eben so lvohl . alles dieses wird ihm die bestimmte Beschaffen heit des Wassers. Nicht als ob ein blosser Che« mist das könne. daß . durch bei der Hülfe in einer vernünftigen Anwendung zu entdecken. als den gukm zu hoffenden Ausgang entdecken. Salzes. der Schweisse. Aber man sage mir nun. Wenn aber ein erfahrner chemischer Arzt nach den Vorschriften seiner Kunst den Urin un tersucht. Und so lernt dlos hier nirgend anders ein Arzt das Gegenwartige zu meistern und das Künftige vorher zu sehen. Geschmack und Bestandtycile. Farbe. Eben so kann kein anderer als ein geschickter Chemist die Natur der Spcichelauswürfe. und auch dieses Wenige ist nichts gewisses.

Saure und Harte der Fäul nis) am meisten widerstehet. die also die nöthige Bewegung zur Uebung und Befesti gung ihres Körpers sich entziehen. . diesen verordnet man im gesunden Zustande am vortheilhaftesien. oder seine eigene Mischung und Temperament hat. nachdem sie sich verwegen unter die Aerzte ge- mischt. sondern vielmehr auf Rechnung der menschlichen Schwach heit setzen. und beinahe den natürlichen Saften un- ftrs Körpers gleichartig ist. Aus der Chemie lernet «an also. was durch Salz. Mehlspeisen. vielen Schaden gethau haben. wenn sie auch Wasser und dünnes saures Bier dazu trinken. was leicht i» verdauen. je nachdem man sich dabei in einem gewissen Grade beweget. Die Diät zur Gesundheit kann niemand vorschreiben. d«ß Chemisten. das wei- . Denn da bei ihnen durch zu starke Bewegung die Galle und das ganze Blut zur Fäulung eine Anlage hat. gehen Fische und frisches Fleisch ohne viel Salz genossen schnell durch ihre zn starke Bewegungen Faulung über. Milch. . der nicht weiß was für einer Art von Verderbung Speise undTrank ausgesetzt sei. daß hier von Fischen Fleisch nnd Eiern. gesäuertes schwar zes Brod aber.. Laufern. so muß dagegen verordnet werden. . Aber Leuten die sich blas und todt über ihren Papieren sitzen. Aber das muß man nicht auf die Rechnung ihrer Wissenschaft. Bauren. trocknes und ge räuchertes Fleisch und Fische mit recht vielem Salz und Essig bekommt ihnen wohl. und scharf meditieren. die noch nichts von der Medicin ver stehen. und allen die grobe und starke Arbeit thnn. .

Wenn es die Beschei denheit nicht verböte mich selbst als Schriftsteller anzu führen. und wie Bewegung. durch welche man begreift . welche dazu allein im Stande sind. wird durch die Autorität des grossen Verulam unter- . so möchte ich wohl wissen . welche ich ehedem in meiner Anlei tung für Anfänger in der Medicin üe metdoäo meäen« äi geschrieben habe. um das Leben zu erhalten oder zu er. Ausführung und Gemüthsbewegung einge richtet werden müsse. daß es gar nichts abgeschmacktes sei. die vor allen andern Wissenschaften aus umständ lichen Gründen erkläret. so würde ich die Leser auf diejenige Abhand lung hier verweisen. weniger gesalzene nnd frische heilsam sei. daß man aus der Chemie ans besten alle die Wege und Anweisun gen erlerne. wie Luft. die ich gesagt habe. wenn nicht die Chemie die Berei tungen erkläret. Schlaf. Aber die Wahrheit. neuern und die Ursache des Nebels mit sammt der Krank heit zu heben oder zu verbessern. was und durch was für Mittel man et was thun könne. ob. ihre Arzeneien und das jenige hernehmen wolle. wenn sie zu einem gesunden Leben etwas beitragen sollen. und das Fremde in der Mischung der Säfte verändern «der ausführen kann. man muß annehmen. Sieht man nun vollends ans die Heilung der Krank heiten. Speise und Trank beschaffen.192 ' weichere. wenn ich behaupte. wie man nach denen von der Krankheit genommenen Kennzeichen verfah ren soll. woher man anders die heilsamen Lebensmittel für Kranke. Sie ist es. was das Leben ersetzet. und zubereitet sein müsse. Mit einem Worte.

Ein Johann Bohn. nach diesem noch andere anzuführen? Man schlage. in seinem cKenMa lcepticu. 6e meckani- « PiaÜtÄtum proäuQlone. llikroria . wenn man. die berühmten Werke der fran. der uns überall. . wie sie alle um die Wette diese Kunst zur Be förderung der Arzneiwissenschaft treiben und anwenden. die in beiden Fächern bewandert sind. daß zu flüchtige praktische Aerzte. Auch die Ephemeriden der deutschen Gelehrten enthalten eine Menge Abhandlungen.' zvsischm Akademie der Wissenschaften nach: so wird man sehen. ä? re- meäÜH speciiiciz. wie groß in jedem Theile der Medicin der Nutzen der Che mie sei. Was Hube ich nöthig hier noch eines Boyle zu erwähnen.TH. mern sie unter andern hervor? daß ich einen <ie ie Loe Archiv i. N 8/1. ii. Den noch aber ist es zu bedauren. die dasselbe beweisen. äe l^nzuiniz Kumani. die brittischen philo sophischen Sammlungen. worunter gewiß beide vor- trefliche Künste leiden müssen. ein Friedrich Hofmann. die sonst recht sehr gelehrt sind. nachdem er selbst durch Versuche davon überzeugt worden ist. was verdienen sie nicht für Lob? und wie schim. will. ' 193 unterstützt. wie billig. Wird es nö thig sein. der in st vielen seiner Schrif ten mit der That selbst aufs beste erwiesen hai. die Chemie empfiehlt und ulchig machet. in den Abhand lungen 6e inliäo experimenrorum lucecssu. s. so selten was rechtes von der Chemie verstehen. w. 6« unl'uare pllilalaziKiX experimentaliF. um alle Theile der Medi- nn vollkommen zu machen. und daß auf der andern Seite wieder die besten Chemisten kaum etwas von der Medicin verstehen.

Mechanische Künste nennt man die Handwerkskün ste. die mit lebendigen Farben das Sicht bare. wird für eine so schöne Kunst gehalten. wo die Farbekünste zu erst betrachtet werden. welche sich damit ab geben. als vielmehr diese ein blosser Zweig von jener. als durch die reine Wahrheit sich verleiten lassen. aber die erster«n. auf viele Jahrhunderte lang darstellt. welche die Mathematiker aus den gemeinsamen Eigenschaften aller Körper erklären. oder auf die Handwerkskünste insbesondere. der Natur gleich.«94 «------» L^lvius und einen Otto Tachenius diesen nicht beifilge. daß Könige und Fürsien sie jederzeit geliebt und geehrt haben. Man sehe des Junius mühsames Werk von der Malerei der . Diese letztere hat von der Chemie keinen Vortheil. das macht ihre zu große Neigung zur blossen Chemie. welche mit der Hand verrichtet werden und ganz von derjenigen Mechanik verschieden sind. Körper durch ihre Behandlung zu verwandeln. Was man mit gehöriger Ein schränkung ans der Chemie in der Medicin nutzen kön ne .Arzneiwissenschaften zu sammlen ge sucht und an seinem Orte in meinen Aphorismen und dem nachher herausgegebeneu Büchelchen von der Kla> terinlneäica eingeschaltet» . kühn zu behaupten. als wäre sie nicht so wohl zum Dienst der Medicin. Die Malerei. da sie mehr dadurch. §-4- Einfluß der Chemie auf die übrigen Künste. habe ich selbst auf eine untrügliche Weise und zunn größten Vortheil der.

Was suchen die beste» Mhler wohl mehr als die angenehme Grüne. wenn selche mit einem dauerhaften Gelb vermischt wird. Gewiß. Man nehme unsere Kunst weg . Jch will jetzt vom Zinnober. welche als das schönste unveränderliche Blau bloß durch die Chemie aus dem Lasur ausgezogen und bereitet wird. kann ihr sonst nichts als die Che mie vor allen andern helfen. licht Farben bereitet. Schönheit und Richtigkeit erhalten nicht dadurch die Gemälde? und doch sind dieses alles Er« sindungen der Chemie. Die gemeine blaue Smalte ist nichts anders als ein schö« ms Werk derselben Kunst. aber darinnen daß sie die lieblichsten und unvergäng. auch nicht erwähnen. Damit ich dieses nicht mit weithergeholten Beweisen zu bestätigen nöthig habe. die lange genug Stand halte? aber sie haben sie aus der blauen Ul« ttamarinfarbe.der Alten. der durch chemische Extraktion und Präcipitation bereitet werden muß! wie vielen Glanz. Diese Kunst nun bedarf allerhand'Künsie. Der Chemist N » braucht . so würde doch dies« ohne jene ihre Zierrathen nicht haben. Was soll ich von dem man<! cherlei so genannten Malerlak sagen. und? also ein Gemälde der holdseeligsten Grüne giebt. so will ich nur der Ultramannfarbe erwähnen . die theurer als Gold gehalten wird. so würde die Malerei der zwei schönsten Farben entbehren müssen. das Jahrhunderte lang lebhaft bleibt. so wenig auch die Che» mie mit der Malerei zu thun hat. wie zum Vortheil der Mahler dis Knochen in verschlossenem Grfässe zu einem schwarzen Kalch bereitet werden. Operment und Ocher und dergleichen nichts sagen.

an- '! ". indem wir nicht ohne Ehrfurcht die mit den lebhaf testen durchsichtigen Farben auf Glas gemalten Figu- ren bewundern.' das keine Macht der Zeit zerstöhren kaum Man schlage/ ft wie wegen des vorigen. an den Fenstern der alten Kirchen auch in Holland noch angetroffen werden. noch Mehr aber den «ortreflichen Jfaac Holland nach. welche itt Glasgestalt aus Metall.' und dem durchdringenden fixen Alkali bereitet werden.I9s ' braucht nichts von der Malerei zu verstehen. daß die Gläskünsie stellbarn) des stolzen Alterthums fast übertrlft. Denn man hat es durch die Kunst so weit bringen können. ob etwas feineres. bestehen im Schmucke dieser Art. aber der Maler kann die Chemie nicht entbehren. Dieses Mt mit einem strahlenden Glanz in die Augen. dergleichen Wunder der Kunst heut zu Tage unnachahmlich. Matt nennt das Schmelzglas und Emaille. sehn . womit sie ihre eigene Schön heit erheben wollen. Glas. also auch hier besonders den Anton Neri in seinem sechsten Buche. Die Bemühung der Scheidekünstler hat die Erfin dung ans Licht gebracht. der so viel schönes über dieses Kunststück sagt. daß die über das Glas gezogenen Farben im Feuer mit vermehr tem Glanze und Durchsichtigkeil bis in das Glas einge drungen und die äusseren Züge unterschieden geblieben sind. das Gold vornemlich und an- here Metalle Mit den schönsten und lieblichsten Farben zu überziehen. Huch eine dritte Art Schönheit dieser Malerei giebt es. ist ein liebliches Spiel der abwechselnden Farben und ein Werk. Die schönsten Zierrathen unserer Damen. Wahrlich ich weiß nicht.

ist die ge hörige Vermischung der Farben. daß solche rein gepuzt die Farben anneh me und behalte. Dadurch wird aus den seidenen Faden der zähe allezeit dazwischen sitzende Leim der Seidenwürmer aus gewaschen und abgespühlt. » N 3 Unser . Leinzeug und Wolle trägt. Aber die verlohrne Kunst «nder zu finden. Und in der Zubereitung. daß sie rein werden m<d die reinen Farben einsaugen können. Diese Kunst beruht auf drei Stücken. Wahl und Anwendung aller dieser Mittel thut die Wis senschaft eines nicht gemeinen Chemisten sehr vieles und bringt immer neue nützliche Erfindungen zu den alten hinzu. Verwandt mit der Malerei ist die Farbekunst. Die bhligtfettigten Unreinigkeiten der Wolle und der fettigtzähe Schmuz des Linnen werden ausgewaschen. allerhand Seifen und Galle von Thieren dieses aus richte. daß sie be ständig ihren frischen Glanz und ansehen behalten. daß vornemlich gefanlter Urin. Man weiß. Jn diefem Stücke hat die Chemie gezeigt. welches man durch Waschen mit allerhand kaugen. durch Einweichung und Stanwfen bewirkt. " 197 sehnlicheres und schöneres für Tempel und Fürstenhauser h« erfunden werden können. Bänder und derglei chen bereitet. um sie genau mit dem vorher zubereiteten Körper zu vereinigen. wird so lange eine vergebliche Hofmmg sein. als ein Chemist nicht seine Erfindungen und Kunst ftr diese Schönheit verwendet. und Kleidungen. scharfes Laugen salz. was sie kann. Das andere Stück. so hieher gehört. Sie muß die Oberfläche des zu färbenden Zeuges einsau gend machen. welche die zartesten Farben auf Seide. Baumwollen.

198 >

Unser Landsmann Cornelius Drebbel, ein Mann von
altem Schroot und Korn , den man in den geheimsten
Dingen aller Arten von Chemie so bewandert gefunden
hat, daß er damit des Königs von England Gnade er
worben, und so gar für einen Adepten gehalten worden
ist, dieser hat unter andern dm Versuch aufgeschrieben
hinterlassen, wie die Wolle feuerfarben gefärbt werden
kann. Sein Eidam, Kuffelaar, hat durch dieses Ge
heinmis der Färbckunsi sich unermeßliche Reichthümer
erworben. Er erhöhet die mit Sälpeter geschwängerte
Farbe der Cochenille bis zu einer strahlenden Feuerfarbe.
Alsdann aber frißt sie, weil sie zu scharf ist, die Wolle
an. Wenn man inzwischen mit Zinn die Schärfe bricht,
so schadet die Tinctur weder der Seide noch der Wolle,
und die Schönheit daran bleibt. Drittens endlich wer
den auch die niedlichsten Farben hier erfordert. Und
dieses machet unsere Kunst. Jch erinnere mich daß ich
einmal einigen der geschicktesten Farbermeister gewisse
Wasser vorgezeigt habe, die ich aus dem aufgeschlossenen
Kupfer gezogen hatte. Die Schönheit derselben ver
anlaßt« sie öffentlich zu bekennen, daß sie alles darum
geben wollten, wenn diese Farben so lebhaft auf das
Tuch getragen werden könnten. Kein Wunder, denn
die blaue Kupferfarbe, das Violet, und die Grüne des
Kupfers kann nach Belieben des Künstlers so dunkel
und so hell, in einer so anmuthigen Verschiedenheit
vorgestellt werden, daß es gefallen muß; dergestalt daß
jemand, der ihnen die Dauer auf Wolle, Seide, Linnen
und Baumwolle geben könnte, unermeßlichen Reichthum
erwor«

emerben könnte» Und so wäre es unerhört, wenn je-
mnnd noch zweifeln wollte, daß die Chemie den Färbern
besondere Vortheile verschafft um täglich neue Schön
heiten in ihrer Kunst zu erfinden.

§5-
Besonderer Einfluß auf die Künste des Glases und
der Steine.
Die Glasmacherkunst ist vor vielen andern dem
menschlichen Geschlechte nützlich. Durch sie und das
Glasschleifen kommt man den Mangeln des Gesichts zu
Hülfe. Man nehme sie weg, wie sollte wohl Ein Alter
mitden gelehrten Beschäftigungen fertig werden? Jhr
haben wir es zu danken , daß wir vor Hitze und Frost
gesichert und vor dem Schmutz geschützt, alles dennoch
klar dadurch sehen können, so daß uns auch nicht einmal
der Wind hindern kann, wir mögen ruhig zu Haus sitzen,
oder auch in Kutschen und Schiffen fahren. Reines
Glas, das nicht leicht sich von fremden verderben läßt,
kann, wenn es beschmutzt ist, leicht wieder gereiniget
werden. Was darinnen aufbehalten wird, stehet man
beständig, ohne daß das darinn aufbehaltene sich davon
verändere, oder das Glas leichtlich verändert werde.
Was in einem überall verwahrten Glase eingemacht wor
den, das hält sich unverdorben und unverändert. Der
Alkahest selbst, wenn es dergleichen gegeben hat, kann
dem Glase nichts anhaben, dem alle ätzende Dinge
nichts schaden; er mag darinnen kochen, oder durchs
N 4 Feuer

225 « . ^

Feuer getrieben dunsten, so wird es dych von ihm gehal
ten, wenn alles übrige von diesem Mähest zu Wasser
sich ausidstt. Das Glas ist selbst das hauptsächlichste
Werkzeug in der ganzen Chemie. Es ist allerdings we
älteste Erfindung, die vor alleu in Aegypten getrieben
worden ist, und zu Tibenus Zeiten hatte man es soweit
gebracht, daß es sich hammern ließ; heut zu Tage und
schon sei't Jahrhunderten wird das schönste Glas zu
Muran im Venetianischen, und in England gemacht.
Ware es nicht so häusig, so würde es gewiß alles Me
tall an Werth übertreffen. Es machen zu können, so
wohl in Absicht der Auswahl seiner Materien und de
ren Bereitung, als in Absicht der rechten Mischung,
der Feurung und Vollkommenheit, das hat man alles
einzig und Min den Chemisten zu danken; so daß nir
gends anders woher einiger Beitrag zu dieser Kunst
, und einige Verbesserung möglich ist. Nun geben auch
Kiesel, Sand und Stein verschiedene Arten von Glas.
Aber ihre verschiedene Zubereitung zu Kalch, in Absicht
des Brennens und Ablöscheus macht sehr verschiedene
Schönheiten des Glases aus. Auch die Verschiedenheit
der Pflanzen, die zu Asche gebrannt werden, macht ei-
nw Unterschied in der Güte des Glases. Und auch
ein reines fixes und scharfes Alkali macht mitdem Bes- .
ten und ausgesuchtesten Kalch von Kieseln ein Glas,
das reiner, als anderes oder als Bernstern aussieht
Ich gestehe? daß mehr Salz als Stein ein sehr helles
Glas giebt; aber es ist- dann auch zerbrechlich, zerspringt
vom Feuer und Wasser, wird dunkel und unansehnlich ,
'^' ;. <. ja

--------- 201
j« beschmutzet so gar , wenn etwas darinn aufgehoben
wich, und verdirbt es ganz und gar, so wie der Thee,
der in dem grünen Glase unverändert bleibt, in diesem
schönern gänzlich verdirbt. Daher wir auch für unsere
Kunst lieber grünes dauerhaftes Glas erwählen , das
mehrere Erde und weniger Salz hat und in längerem
und stärkeren' Feuer geschmolzen wird. Es braucht
liier nicht noch mehrere Worte ; da der oben belobte
Anton Neri, k'IoreminuZ äe arre viirarin, und der
über alles Lob erhabene Georg Agricola in seinem sie
benten Buche von Fossilien, auch Christoph Merrette,
der berühmte Engländer in seinen Ann^rkungen über
den Neri , und Johann Kunkel mit wirklich Königlich
zioßmüthigem Aufwande des Churfürsien von Bran-
denburg, die Kunst fast zum höchsten Grad ihrer Voll
kommenheit gebracht hat. Man sehe seinen herausge
gebenen Commentar über den Neri, vorncmlich die an
gehängte Abhandlung von den künstlichen Edelsteinen.
Eine andere Art Glas findet sich, das zwar hell,
aber mit jeglicher schönen Farbe ausgeschmückt ist, so
daß diese große Erfindung , die von den Meistern uns«,
rer Kunst, abstammet , wirklich mit den schönsten Edel
steinen wetteifert. Es ahmet die Natur nach , indem
das reinesie und schönste Glas die ganz zerstörten Me-
lalle innigst mit sich vermischet und davon den Schmuck
des dauerhaften Glanzes annimmt. Ja es giebt fast
keine Edelsteine von Farbe, deren Schein nicht auch
diese künstlichen Gläser darstellen sollten. Und gewiß,
wenn einst die Gtasmacherkunst so weit kommen /Me,
N 5 daß

202 »---------»

daß sie durch künstliches Feuer das Glas noch andert
halbmal so schwer als jetzo machen könnte , so wird sie
leichtlich mit den Metallen die künstlichen Edelsteine so
funkelnd machen, als sie die Natur hervorbringt. Denn
je dichter und fester die durchsichtige Materie sein wird,
destomehr wird der hindurchsirahlende Glanz der Me-
talle ins Auge fallen. Da aber bisjetzo unsere Kunst
dem Glase diese Festigkeit nicht geben können , so macht
die dünnere Materie der falschen Edelsteine einen viel
schwächeren und matten Strahl, daß es ihnen an der
natürlichen Lebhaftigkeit fehlet. Wer aber mit Blei
das Gewicht vermehret, der macht die Materie nur
weicher. Die Liebhaber der Chemie mögen also mit
allem bestmöglichsten Fleisse auf einen Weg sinnen, die
Masse des Glases zu verdichten, so werden sie gewiß
eine Belohnung ihrer Mühe finden. Aber noch ein
Punkt gehört zur Verfertigung künstlicher Steine , daß
man nemlich, wenn man darinnen glücklich sein will,
auch lerne, den Gläsern die Harte zu geben, daß sie
sich im Tragen nicht abreiben und den Glanz verlieren,
sondern gleich den natürlichen Perlen unverändert blei
ben , wie sie geschliffen sind. Darnach 'gebe man die
ser schweren und harten Materie die reichen Tinkturen
der Metalle , und mache aus solcher im Feuer bereiteten
Masse vieleckigte Körper. Auf die Art tonnte man die
Natur in Absicht der Grösse und Mmmichfaltigkeit über
treffen , da man die reichsten, und mehr als man glau
ben sollte, mannichfaltigen Farben in Menge hat, die
man dem geschmolzenen Glase einverleiben , oder wenn
die

„ 2QZ

die alle Kunst einst wiedergefunden werden sollte, auf«
tragen und im Feuer durchdringend machen könnte.
Diese drei wahren untrüglichen Gründe der Kunst, Edel
steine zu machen, giebt nun blos die Chemie an die
Hand und bietet uns täglich die Gelegenheit dar , die-
je ansehnlichen Kunststücke zu erfinden und Nutzen
zu schaffen.
Jndessen da vergeblich bisher die Künstler gesucht
haben, das künstliche Glas so dicht und hart zu machen,
so haben auch die geschicktesten unter ihnen geglaubt,
man müsse den vollkommenen reinen Bergkrysiall neh
men, wie ihn die Natur giebt, und müsse versuchen,
wie man dieser schweren und bis zum Glasschneiden har
ten Materie die metallischen Farben dergestalt beibrin
gen könne, daß die Durchsichtigkeit und äussere geschlif
fene Gestalt bleibe. Dieses hat man mit einigem glück
lichem Erfolge versucht, indem man die heißgemachten
Krysiallen in gefärbten Wassern abgelöscht h<^, aber
die davon entstandenen Risse behindern das Werk.
Man sehe den Boyle von Edelsteinen. Einige haben
dadurch etwas ausgerichtet, daß sie die Krysiallen mit
allerhand Metall cämentiren, indem das Feuer das
Metall auflöset, in die Höhe treibt und innigst mit dem
Krysiall vereiniget. Endlich kanns auch sein, daß
durch Kunst noch eine von metallischer Farbe reiche
Materie erfunden werde, welche wie mit einer Haut
den Krysiall überziehn und darnach durch Hülfe des
Feuers mitten hineindringen und den schönsten Glanz
zeben könne. Ich meine, daß aus allem diesen darge-
than

2O4 '
than werden könne, daß es nur die Chemie sei, von
der man etwas hoffen könne, wenn in dieser schönen
Kunst etwas ausgerichtet werden soll. Und ich sehe gar
nicht , daß eine andere Wissenschaft das geringste nütz
liche hiezu beitragen könne.

§. 6. ,
Die Metallurgie.
Die Kunst der Metalle hanget so gänzlich von der
Chemie ab, daß sie sich solche ganz besonders zu eigen
gemacht zu haben scheine^ Jch verstehe hier noch' nicht
diejenige Kunst , die sich der Erzeugung und Verwand
lung der Metalle rühmet. Von der will ich hernach
aufrichtig einige meiner Gedanken eröfnen, wenn ich
von dem Einfluß der Kunst auf die Alchemie rede. Aber
hier verstehe man diejenige Wissenschaft, welche die Me
talle zum Nutzen und Zierrctth der Menschen geschickt zu
machen lehret.
Das Gold ist oft aus mancherlei Ursachen bleich
und nicht recht gelb und glänzend, welches denn der
Chemist mit einem Cäment oder Spießglaökönig erhö
het; so wie daher die jetziger Zeit geschlagenen hollandi
schen Dukaten vor allen einen leuchtenden Glanz haben,
den ihnen der geschickte Münzmeister durch seine Kunst
zu geben weiß. Dasselbe Metall, wenn es ganz rein
ist, würde zu weich zu Münzen sein. Daher es durch
»inen genau bestimmten Zusatz von Kupfer oder Silber
zu diesem seinem nothdürftigen Gebrauch geschickt ge
macht wird. Auch das Silber würde zu .käglichen Ge-
. brauche

. --------- 205
brauche zu weich sein, und wird daher durch einen ge
wissen Zusatz des Kupfers aust schönste zu Münzen
und zum Gebrauch zubereitet. Was soll ich vom Mes
sing sagen, das durch eine Verwischung vom Kupfer
wid Galmey wie Gold aussieht? oder vom Prinzmetall
aus Kupfer und Zink, das in ber Vergoldung den
prächtigsten Glanz des feinsten Goldes macht? Wie
kostbar 'und schön ist nicht die Ueberzielmng der geriw-
gen Metalle mit Gold oder Silber? Dieses alles will
ich nur zu einigem Beispiel angeführt haben, damit man
überzeugt weM, daß iwch unzahlige Dinge gemacht
werden können ,' wenn ein geschickter Chemist seine Kunst
auf die. Vermischung der Metalle anwenden will. '^
Selbst auch die Medicin nimmt daher die Berejtulü
gm, wenn sie im Min die metallische Kraft anziehet,
wie man langst am Spießglaskönig gesehen hat, web
cher auch mit andern Metallen versetzt sein kann. Hätte
doch "der edle HelmoNt den armen Kröniken nicht dieje
nige metallische Composltion mißgegönnet, davon eilt
Ring nur ein Vaterunser lang getragen, schnell allen
Schmerz von innern sowohl als äussern Hämorrhoiden)
nebst der Muttererstickung und allen Arten von Krampfs
hemmet! Und ich rathe daher auch an, daß man derglei
chen Versuche mache. Denn es steckt oft eine verbor
gene Kraft in dergleichen Mischungen. Man kann ohne
Schaden hier vielerlei Versuche machen, und es ist btl>
lig, daß man solche sichere Versuche anstelle.
Die Metallurgie auch, die die unterirdischen Ge
wachse zu erforschen, zu unterscheiden und in abgeson-
der

2Q6 ««------
dertes reines Metall zu bringen sucht, hanget lediglich
von unserer Kunst ab , dies ist schon daraus offenbar,
daß selbst ehedem die ganze Chemie damit ihren Anfang
genommen hat , und noch heutiges Tages das Metall-
wisen durch chemische Kunststück« bis zum Erstaunen be
fördert wird. Es braucht auch hier keine Worte wei,
ter. Man schlage nur sorgfältig den Georg Agricola,
den Lazarus Erker, den Glauber, und andere nach,
hie aus jenen geschöpfet haben. Wenn man will , so
Will ich auch hier gern einige Beispiele gebm. Es ist
den Liebhabern der Chemie wohl bekannt, daß man
leicht eine Materie machen kann, welche in der Ver
mischung mit Gold oder Silber, und auch anderer Me
talle, sie alsbald dergestalt flüchtig machet, daß siebet
gelindem Feuer in die Höhe gehM und über den Helm
getrieben werden können. Nicht weniger weiß man
aus Erfahrung , daß oft von Natur schon in den Mas
sen, wo die edlen Metalle stecken, dergleichen Beimi
schung sich findet, welche zum größten Schaden der Ar
beiter diese Metalle während dem Schmelzen im Feuer
in die Luft jagen. Gewiß der oft dem Silber und
Golde beigemischte räuberische Schwefel hat schon viele
tausend Pfund solchen Metalls in die Luft gejagt, wenn
sie auch nur mit gelindem Feuer geröstet worden sind.
Aber der geschickte Fleiß chemischer Künstler hat solche
Dinge erfunden, welche im Augenblick die flüchtigen
Erzte dergestalt figiren, daß sie nun im stärksten Feuer
sich schmelzen und abscheiden lassen. — Man weiß, daß
Spiesglaskönig mit doppelt so viel Iuecksilbersublimat
in

v

und dieser metallische Kalch des Spiesglases verträgt nun ein so starkes Feuer. welche macht. und eben so viel reines Wasser dazu gießt. daß das Erzt im Feuer ver fliegt und der größte Theil des reichen Satzes verloh- ren geht. Nachdem aber Chemisten gelehrt haben . darnach es zum Schlich zu ziehen und mit Quecksilber zu zermahlen und zu waschen. Aber auch durch das in der Calcina- tion hinzugethane Eisen wird oft der Schwefel derge stalt verschlucket. welches auch in geringer Wärme tödtliche Dünste von sich giebt und durch wiederholte Bearbeitung im Feuer ein flüchtiges von selbst dampfendes Oehl wird. dieses Erzt erst in gelin dem Feuer zu rösten. also behandelt. daß er das Metall nicht mehr entfüh ren kann. reiche Ausbeute gegeben . flüchtige Erzte mit Wasser zu befeuchten und jn beobachten. Aber welch ein Wunder ! Wenn man ein Pfund dieses Oehls hat. in den allerremesten Spiesglas- lönig schmelzen kann. dar. Laßt uns aus diesem Versuch ler/ nen. daß es in eine dem Silber ähnliche Masse. mehreres Metall als sonst geben. nach . so fallt schnell ein weisser Präcipitat nieder. Ich erinnere mich diesen Versuch oft gemacht und vorge ht zu haben. Auch haben fixe alkalische Salze durch Töd- tung und Auflösung des Schwefels und der Saure. — Die reichen Silbergruben in Peru leiden viel von einer bösartigen Fettigkeit. wenn von diesen die metalli schen Materien ihre Flüchtigkeit hatten. ob sie. wie denn eine unglaubliche Menge Silber auf die Art vor Zeiten verlohren gegangen ist. 207 inmassiger Hitze in ein gewisses flüchtiges fettes Wesc« übelgehet.

Wollte Gott . das Zinn leicht aus der Vermischung fortzujagen ist. Einfluß auf die Kriegskunst.2O8 . die reichlich sich aus der Chemie über die Metallurgie verbreiten. daß sie durch den Krieg ihren eigenen Tod gesucht haben . und Gewalt mit ent gegengesetzter Gewalt vertrieben werden muß: so beruht heut zu Tage nächst dem Gelde die ganze Macht des Krie- . so bekommt man nun mit leichter Arbeit und fast ohne Kosten das reine Silber vom Treibheerde. aber ich bin überzeugt. die sonst zer splittert wurden. und die der neuern Welt so vielen Schaden thun. — Wie haben nicht Bergleute und Schmelzer die Schwierigkeit beklagt. den 3od zn befördern und dem Kriege solche Werkzeuge zu liefern. Jch könnte unzählige Vortheile anführen. Da es aber allzeit mit den Menschen so gewesen ist. und werden durch diese Kunst unermeßliche Schätze gewonnen. nach das Quecksilber von dem Silber in Retorten wie der abzuziehen und dieses dann zu schmelzen. §. welche sich findet) das Silber vom Zinn zu scheiden ! Nachdem aber die Chemie gezeigt hat. daß man es hier nicht von mir verlangen kann: und ich habe nicht Lust. die die Alten nicht kannten. wie durch den Zusatz des geschmol zenen Kupfers. daß die Chemie nur nicht zum Vor- theil der Kriegskunst so erfmdsam gewesen wäre. mich blos bei dieser Materie zu verweilen. so geht nun kaum ein Gran verlohren . ?.

was sonst für un überwindlich gehalten wurde. aber er wollte. und erfuhr zufälliger Weise. hat alle Kunst zu kriegen ver geblich gemacht. Aber es überläuft mich ein Schauer indem ich davon rede. Salpeter und Weinsteinsalz ge- Archiv i. Barthold Schwarz. der nicht dieser Macht weichen müßte. daß die erstaunliche Erfindung schon zum Todten der Menschen bekannt würde. nicht. welches aus Schwefel. oder die erstaunliche Wirkung desjenigen Pulvers bedenke. daß dieses zu medicinischem Gebrauch verfertigte Pulver eine schnelle ausdehnende Kraft habe. zum Glück seines Jahrhunderts. Man muß immer mehr und Mehr die Macht diescs erstaunlichen Pulvers befürchten. jetzt kaum seine eigenen Beschützer vertheidigen und innerhalb der Versiungen sicher stellen kann. daß. Fast zwei Jahrhunderte nachher kam. Jm zwölften Jahrhundert ahmte Roger Baco in England mit dem von ihm erfun denen Schießpuloer Donner und Blitz nach. Der kluge Ge neral Coehorn in Holland. Er versuchte zuerst die gewaltsame Kraft dieses Pulvers in einer eisernen Röhre und lehrte solche alsodald die Venetianeo zum Kriege anzuwenden. O macht . Kttttzts auf Her Chemie. und alle sonstige Vertheidigung und Gegenwehr vereitelt. der die Macht dieser chemi schen Erfindung einsah . wenn es auch die nngeheu- erste Last zur Gegenwehr sein möchte. ein deutscher Mönch und Chemist. und kein Widerstand in der Welt ist. Und nun beruhet zu unsrer Zeit auf dieser einzigen chemischen Erfindung alle Macht des Kriege Z dergestalt. daß ein uMrtiger Knabe den streitbarsten Held in den Staub legt. dergestalt. Ih.

Magisten hat man ehedem. da diese Erfindung von selbst ohne weiter hinzukommendes Feuer eine wüthende Gewalt zeiget. Dieses ist auch die Ursache. die Weisesten unter den Menschen in den Morgenländern genannt. zu erfmdsam zu ihrem eigenen Verderben sein und nicht die heilsamste Wissenschaft mit Fleiß zu Scha den anwenden. daß sie nicht. der alles andere weit Übertrift. so sieht man eine noch mächtigere Wirkung als die vom Schißpulver. daß solcher im verschlosse nen chemischen Gefässe auf einmal vom Feuer zersprun gen ist. Welcher Sterbliche erzittert nicht. der den Menschen gnadig ist. der die Gewalt des knallenden Schlaggoldes betrachtet? Wenn man Oehle von Gewürzen mit dem Salpetergeist mischet. Gebe Gott. das sieht man schon beim Evangelisten Matthaus. warum man bei aller Wissenschaft von andern noch viel schad lichern und abscheulicheren Dingen nicht weiter reden darf. wo die Magisten aus Morgenländern er wähnt . Und daß dieser Aus druck nicht eben blos böse Künstler. §.8. Jch will nichts von dem traurigen Vorfalle sa gen. Von der natürlichen Magie.210 ' macht wird. oder tollkühn in ihre ejanen Eingeweide wüthen mügen. Betrüger und Zau berer bedeute. wie ich es für hinläng lich bekannt annehme. da in Deutschland der unglückliche Versuch mit dem Schwelfelbalsam aus Terpentin sich ereignet hat.

daß sie durch Umgang mit den Gei stern und deren Unterricht solche Weisheit empfangen hatten. ' ' 211 wähnt worden.' daß die Gelehrten und Weistn in Persien Magisten genannt worden sind. Ja selbst Zoroaster war ein König der Bactrianer. O 2 Denn. so wie von der Mathematik. ehe sie zur Regirung haben gelan gen können. am Ende nichts hat hören wollen. der diese Schule gestiftet hat und haupt sachlich wegen seiner Kenntniß der Gestirne und ihres Umlaufs und der physischen Grundanfänge der Natur denn Justinus gerühmt wird. ließt man fast überall. Und daß diese zugleich in den allerältesten Zeiten schon die Fürsten und Vertrauten der Regenten gewesen. zuletzt einen solchen Schandfleck angehängt haben. wenn ihr Betrug oft entdeckt worden ist. Daher auch von den Per. was Gott weislich tief verborgen und blos dem unverdrossenem Fleisse zum Lohn übrig gelassen hatte. fischen Königen Cicero berichtet. dnß man von ihr. welche als berühmte Weltweisen und Astrologen zn dem wahren Gott kamen. und man glaubte. daß sie vorher die Ma- gie verstehen müssen. Man fürchtete sie daher mehr als man sie liebte. ihn erkannten und verehrten und von ihm aufgenommen wurden. Da her aber ist es nun gekommen. Er meldet zugleich. daß auch unverständige und gewinnsüchtige Betrüger mit Zauberpossen diese höchste Weisheit der Gelehrten nachgeahmt und dadurch der Magie selbst. Die wahren Magisteu waren grosse Naturkündiger und hatten entdecket . Daher schienen diese Leute den übrigen zu diesen Geheinmissen nicht Eingeweiheten eine übermenschliche Weisheit zu besitzen. .

können wir uns überzeugen. Aber durch das. Wer kann läug- nen. welche Verstand. daß es Wesen giebt. was wir wissen . Denn wir wissen ja nicht ein- . was das hauptsächlichste hiebet ist . oder nicht. Es ist meine Sache nicht zu untersuchen. daß also überirdische Wesen dem mensch lichen Geiste ihre Gedanken mitthcilen können.21» - Denn. die Gesetze und Ordnungen in Vtn Ursachen einsehen und das Gegenwärtige nebst dem Zukünftigen und Vergan genen durchschauen können? Es ist auch nichts absur des zu glauben. ihre Kräfte wissen. ob dieser Glauben Grund gehabt habe. als die Anzahl und Arten solcher Wesen . daß noch unzähliche Dinge einst den Menschen bekannt werden können. Die von Gott der Natur verliehenen Güter Kräfte. Willen Md Begierden haben. Werkzeuge und geheimen Vermögen sind mir unbekannt. ihnen ergebenen Men schen durch den Reiz der Wissenschaften an sich zu locken. wovon man sich jetzo kaum noch etwas träumen läßt. in Hofnung. die. die geschaffnen Dinge genauer zu kennen. daß es so wohl böse als gute Geister gebe .wiederfahren zu lassen. da wir bis jetzo die Verbindung denkender Wesen und ihre Un terhaltungen mit einander eben so wenig einschen. die als Kenner der Natur ans Liebe oder aus Haß zum menschlichen Ge scylechte bewogen worden sind. daß solche Geister nicht ohne den körper> liehen Beistand die Körper erkennen. als der allererfindsamste Mensch sie bis jetzo gekannt bat ? Wer kann beweisen. so lange die Welt steht. hat man den Glauben gehabt . sie entweder damit zu verderben oder ilmen Hülfe . die das anerschafne Vermögen besitzen.

ob es sich so oder anders verhält. — 213 ennM. auch der mit einer solchen flüchtigen Gestalt verbundene Geist alles einsehen bewegen und verändern können? Jch will nicht bestimmen. nicht. Gewiß nicht! Jch weiß nur zu wohl. Wenn man die in der freien Luft aus einem Hohlspiegel zum Vor schein kommenden Gespenster so deutlich gesehen hat. wird man denn wohl noch läugnen können. ein Grauen an kommen kann. wenn man diese Gestalten in ihrer genaue sten Figur und Grösse mit allen lebnaften Farben und mit allem was sonst nur am Körper wahrzunehmen ist. ob die Menschen durch Beistand von Geistern dasjenige gelernt und gethan haben . Und also lasse ich es auch an seinem Orte ge stellt sein. daß einem auch wohl. Fabeln und Hirngespinnste leichtgläu biger Leute oder Träume der Lügner jemandem einreden »ill. daß zarte Gestalten ohne Körper in einem leeren Bilde umher fliegen können ? Und war um soll nicht eben so. der nicht das geringste davon versteht. wie es zugeht. daß ich Alte Weiberhistörchen. Jch trage dieses alles hier vor. Vielleicht wird man es künftig einmal wissen. daß die Berührung von einem dem andern sich durch Berührung mittheilt. Ueber unbekannte Dinge zu urtheilen zeigt einen verwe genen eitlen Menschen an. wie unser an seinen Körper ge bundener Geist durch dessen Hülfe das äussere wahr nimmt. Vollkommen in der Luft abgedruckt sieht und solche doch nicht mit der Hand greifen kann. der die Sache weiß. daß der- O z gleichen . was ohne deren Kraft durch natürliche Kraft zu erlangen unmöglich war.

oder mit blossem Ansehen und Berühren hervorbringe und hebe oder be sänftige. Schatze finde. als könnten sie machen. von Narren desto öfter geglaubt werden. und verstorbenen Kör per. und daß man sie um so weniger wahrnimmt. Laster ablege und Tugend bekomme. zahm mache und regiere. die wildesten Thiere bezaubere. Nur aberwitzige Vetteln versprechen solche Dinge und der Aberglaube nimmt solche für wahr an. die Feinde überwinde oder nach Willen vcststelle. Geister und Schatten ans Licht rufe. in der Luft nach seinem Willen Meteore hervorbringe. sich Ehrenstellen erwerbe. die abgeschiednen Seelen. sich gegen alle Waffen vest mache. Stimme und Neigungen mit theile. daß man sich und andere verwandle. verborgene Dinge erkenne. Die wahren Magisien haben auch niemals sich berühmt.gleichen Dinge von Klugen nur selten. Gespenster zwinge und banne. sich un sichtbar mache. oder auf dem Wasser gehe. wenn eine gehörige Klugheit auf ihrer Huth ist. die Neignugen leite und errege wie man wolle. oder gar die Natur selbst überwin de daß einem weder Feuer noch Wasser schaden könne. den Elementen gebiete. die Krankheiten mit Zahlen Zeichen Worten Figuren undeutlichem Ge murmel Zaubersprüchen Bildern. zu verhüten. s. im Augenblick durch die Luft wegfliege. w. Geld habe das immer wieder zu seinem Eigen tümer zurückkomme. . daß gescheute Leute hiuführo nicht mehr hintergangen werden. daß man künftige Dinge voraus wisse. mit einem Worte gleich allerhand Lustspiele zum Vor schein bringe u. unbelebten Dingen Leben Gefühl und Bewegung.

Diese ist es. vor . da sie für das menschliche Ge schlecht die nüzlichste Wissenschaft. wodurch man eben so grosse Wunderdinge zum Vorschein brin gt« könne . «--««. um Unvorsichtige zu betrügen und nach ihrem Willen zu len ken und zu regieren. die sie in ihren vernünftig angestellten Versuchen fänden. Roger Baco sehr scharf geschrieben. jagt er. 215 «m. und Gott den Schöpfer aus seinen wunderbaren Werken zu verherrlichen an« allergeschicktesten ist. daß in die Natur vom Schöpfer solche heim- biche und verborgene Kräfte gelegt waren. den ich schon mehr als einmal ge rühmt habe. es hätte «ihrer Zeit jemand öffentlich vor unzähligen Zeugen O 4 . Eine solche wahre Weisheit wollen wir nun mit Recht eine natürliche Magie nennen. daß eine solche Magie ein Unding sei . Auch boshafte Leute erfinden so was zuweilen. um solche Dinge zu thun. ihrem Besitzer auge nehm. Vielmehr hat gegen solche der ansehnliche Autor. die den Unwissenden nicht anders vorkommen müß ten. und dann zusammen anwendeten. Man lasse mich nun blos aus der Chemie einige Beispiele dieser Sache hier anführen. auch glaubt. würden nur den unermüdetfleissigen offenbar. als man nur jemals irgends den Teufels- künsien zugeschrieben haben möchte. daß sie auf solche Art niemals sich unter Menschen gefunden habe. als ob sie gegen alle Gesetze der Natur liefen. Dagegen versichert er uns ernstlich. welche ich an zupreisen im Begrif bin. Wenn etwann vor zehn Jahrhunderten auch die glaubwürdigsten Schrift steller ihren Nachkommen hinterlassen hätten. Aber diese Kräfte. indem er behauptet .

Rachdem aber nun dieses Geheinmiß be kannt worden ist. und wenn er sonst alles nithige dabei. und er hätte nach heutiger Erfindung nun eine Uhr gemacht. daß. daß es ein Mann gewesen. derselbe würde durch ein solches Wunder nicht blos die Leicht gläubigkeit des Volks. Man setze nur. . und man glaubt nun. es könne der Natur noch wohl möglich sein. veranstaltet gehabt? Gewiß. wie Mahomet oderHaln. und das wäre genau also nach der Prophezeiung eingetroffen : würden nicht alle die dieses läsen. was täglich vor unfern Augen. 2l6 > vorhergesagt. sondern selbst kluge Leute gewon nen haben. die man in den Ge schichten kieset. welche auf eine bestimmte Zeit Stahl und Stein zusammen schlagen müssen. der des Schießpulvers Kraft verstanden und solches in hinlänglicher Menge unter den Thurm ver graben hätte. Das kommt nun gar nicht etnxm da her. O nein! Aber wir bilden uns fälschlich ein. daß ein gewisser vor ihnen liegender stark gebauter Thurm auf eine gewisse genau vorher bestimm te Zeit vom selbst in die Höhe sich heben und dann in Stücken zusammenfallen würde. als ob zu unserer Zeit auch der allerweisesie die Ursache einer solchen Macht einsähe. es für eine Fabel halten und aus rufen. mehr als alle übri gen magischen Wunderwerke hielt. so verschwindet das ganze Wunder. das auf eine übermenschliche und übernatür liche Weise hätte zugehen müssen ? und würde man sich nicht gleich Teufelskünsic dabei gedenken? Aber wie? wenn nun unter den damaligen Menschen. nur Einer ge wesen. um sie zu regieren wie er wollte. was man vorher für.

von kaltem Wasser ohne alles hinzukommende Feuer und un ter der Erde und deren Drucke. wie es vorher gesagt worden. wobei ein schwarzer Dampf sich in die Luft ver. Rauch.' breiten und endlich ein prasselndes Feuer ausbrechen soll te. Als endlich nichts mehr bei ihm verfangen wollen. stand dieser stillschweigend mitten in der Nacht auf und schrieb mit Phosphor auf ein zu F»ssen des Bettes hervorstehen. des Brett des Schlafenden Nahmen und mit drei Wor. das sahen wir ein. len die Warnung. vom unkräftig scheinenden Schwefel. und ihm vorgestellt haben. halb Schwefel und halb frisch gefeiltes Eisen mit wenigem Wasser anderthalb Lchuh tief in der Erde vergraben. Man könnte vorhersagen. Denn eine Masse von funfzig Pfund. Ein gewisser Hofmeister soll einen jungen Herrn von Adel lange vergeblich mit aller Berede samkeit wegen seiner lüderlichen Aufführung moralisirt. /r sollte sich bessern oder des Todes /. «7 Augen geschieh« und gewöhnlich ist. wenn man kurz darauf alles so zutreffen sähe. Als der hofnungslose Jünglich mit seinem Aufseher in einem Zimmer vest und ruhig eingeschlafen war . . Wer es hörte würde vielleicht dazu lachen. wird. daß er sich selbst und seinen Adel beschandflecke. Feuer und Flamme entsteht. daß nach einer Stunde von einem gewissen bestimmten Orte ein Erdbeben ausbrechen wärte. hat er. D 5 sein. . Aber wie würde man erstaunen. Hitze.^ Eine wirklich wunderbare Sache! daß vom kalten Eisen. wenn es dicht und recht mit Erde bedeckt ist. diesesZauze Wunder aus richten. wer sollte es glauben ? durch ein chemisch Kunststück glücklich seinen Zweck erreicht.

die nichts von der Sache wissen. Er geht darauf wieder zu Bette und löscht das Licht aus. werden gerufen. Er nimmt und braucht die Gelegenheit den jungen Menschen zu ermahnen. und da beim Lichte die Buchstaben verschwin den. daß sie nichts sehen. so sagen auch die.218 ------- Darauf schlich er sich stillschweigend wieder in sein Bette. Dieser stellt sich nun selbst. Er ficht sich um und wird die blaulicht leuchtenden Buch staben gewahr. der wieder nach der fatalen Stelle hinsicht. und macht. Licht zu bringen. und der er schrockene wundert sich selbst. Nachdem aufs neue Licht gebracht worden. Die Bedienten gehen weg. und machte Lärm ihn aufzuwecken . indem er selbst that. ohne daß der junge Mensch etwas gewahr ward . daß die Schrift verschwun den ist. indem er sagt. das angezündete licht scheinet auf das Brett. er sehe nichts. bringet er die Nacht schlaflos und . Alsbald fängt der Erschrockene. Er erstarrt vor Furcht. als wenn er sich fürchte und mit Schrecken dieselben Worte lese. richtet sich auf im Bette und fragt was da wäre . daß alles vorige ein blosser Traum wäre. und erschreckt ihn dadurch desto mehr. der aber verstellt sich und sagt. als das Schnarchen des verstellt Schlafenden. daß er in sich gel)?. daß er dem Wunder Gehör geben solle. und die vorigen Buch staben erblickt. und der Hofmeister setzt sich bei seinem Untergebenen und räth ihm ruhig einzuschlaf- fen. Die Bedienten. als ob er schlief. weckt und ruft endlich seinen Schlafkammeraden. Jener erwachte von einem Knalle. an zu schreien und seinen Hofmeister zu rufen. und zeigt ihm die ßchrift. hört aber nichts.

so wird doch kein Kunstverständiger in Abrede sein. so leuchtet es m Dunkeln auf eine erschreckliche Weise. Viel schrecklicher sieht es im Fin stern . gleich eine wahre und schön anzusehende Flamme aus brach? Dies erschreckt nun schon ani hellen Tage die Zuschauer mif seinem schwarzen Dampfe und hellen Blitze der Flamme. siehet man nichts. Wenn nach der Kunst der Phosphor in dem lindereu Oele dergestalt verdünnet wird. Gewiß nichts kann wun derbarer aussehen. Haare und Bart eines also gesalbten Menschen im Dunkeln dem unwissenden und leichtgläubigen Volke ich weiß selbst nicht was Göttliches . Wenn die Geschichte wahr ist. Hande. daß er die Haut nicht mehr brennet und dann das Gesicht mit solchem Oehle bestrichen wird. nen andern Ort und rettet auf die Art den Verwilderten von seinem Irwege. indem das Antlitz. Ware sie aber auch erdichtet. wie ich sie oft habe erzählen hören. was er nur wollte. Und doch. zieht darauf mit ihm an ei-. wenn ich zwo der kaltesten Flüssigkeiten zusammen gegossen und in dem selben Augenblicke eine ungeheure Hitze entstand und zu. hat das ' leuchtende Gesicht seinen Glanz wieder. so daß er ihm weis ma chen könnte. Was soll ich vollends von einem Phänomen sagen. Englisches oder Himmlisches einprägen würde. wenn Licht dazu kommt. so bald aber das Licht wieder weg gethan wird. > ^ ^ 219 und voll Sorge mit ihm zu. daß dergleichen allemal durch den Phosphor zu roege gebracht werden könne. das ich oft zur Verwunde rung der Zuschauer hervorgebracht habe. als eben das. so ist sie ein Beispiel von natürlicher Magie aus der Chemie.

daß man kann etwas so wunderbares dar inn finden wird. daß ich mich nie erinnere dergleichen von Donner und Blitz gelesen zu haben. wenn die Vermischung in des Boyle luftleerem Raume angestellt wird. und das ganze Schloß würde von dieser Gewalt auseinander ge- rissen und verbrannt worden sein. die mit unbändiger Gewalt alle Bande zerreissen und alles mit einem unauslöschlichen Feuer ver brennen und tödten würde. so glau be ich gewiß. als der Schwefel und Terpenthin in einem ver schlossenen Glase bei starkem Feuer hervorgebracht hat. Man vergleiche ^ nur mit diesem Wunder das jmige. als Medea um den Kopf der Creusa gemacht hat. ob ich gleich viel sonderbares oft mit Verwunderung davon gelesen habe. was in Geschicht- schreibcrn von magischen Gespenstern vorkommt. wenn man zwei Quelttchen von einem. und ein Quentchen von dem andern nimmt: was würde entstehen. 225 -a------- stern ans. Gewiß man könnte eine andere Flamme auf die Art machen. wenn augenblicklich eine pechschwarze Dune kelheit das hellesie Feuer ausstrahlet. daß durch magische Kunst so erschreck liche und höchst wunderbare Wirkungen hervorgebracht sein. Und wer hat jemals gehört oder gelesen. Man sehe des berühm- . wenn man es Pfundweise zusammenmischte ? gewiß ein Dampf und eine Flamme. Und doch ist dabei nichts so sehr wunderbar / als daß es um so heftiger wüthet . da mit einem entsetzlichen Donner das Glas zerschmissen ist und so vielerlei ganz besondere Wirkungen gethan hat. und augenblicklich alles zerschmeißt und arger als ein Wirbelwind überall umher stiegt. Und das geschieht nnn.

so wird man finden.:ift. Veränderungen und einige Eigenschaften der Körper ausser ihnen zu empfin den und zu begreifen. wieder hervorbringt und verwandelt. wenn man das erstemal sieht. Die Menschen sind von Gott so geschaffen und ein gerichtet. berühmten Friedrich Hofmanns Observation^« pl^vll- cocnemic28 im dritten Buche Obs. Wenn das zum erstenmahle im Leben geschie- het. Nicht weniger wunderbare Wirkungen liest man eben daselbst vom Weingeist. ein Verniögen haben. den nebst angezündetem Schwefel ein Wcinhandler in ein starkes Faß gethcm und solches genau verschlossen habe. Man lasse sich dieses Wenige als einen Beweis der che mischen Macht in der natürlichen Magie genug sein. daß sie wenigstens erwachsen und wenn sie sonst gesund sind. was man sonst vielleicht in der Natur für un- möglich gehalten hätte. daß « ganz in dieser Süssigkcit verschmilzt und bisweilen ganz . wie ein geschickter Chemisi in reinem Glase alle Arten Farben augeblicklich hervorbringt und wieder zerstöret. ohne daß man das geringste davon be- g. es mag das nun zugehen. wenn ich mich noch mehr darinn einlassen wollte. Aber ich würde kein Ende in diesen Dinge fin den. wo mit einer entsetzlichen Gewalt und mit unglaublichen Wirkungen das Faß zersprungen ist. wie es wolle. und erlaube mir nur noch einige meiner Gedanken über die se Materie frei zu eröffnen. so nimmt es gemeiniglich die ganze Seele des Meir< <a)en der gesialt mit Bewunderung und Affcct ein. XV. Endlich auch schei net es über die Natur und mehr als magische Gewalt zu sein.

da sie denn nicht wie das erstemal. nur nach und nach verliert sich nebst dem Felle die Kürze des Gehörganges und dann kann durch Ge wohnheit der stärkere Schall ertragen werden. so genießt der das erstemal sehende Mensch eine solche. Der anbetungswürdige Schöpfer hat es auch so eingerichtet. durchdringende Wollust. so sehr davon gerührt wor- den ist. daß die dessen ungewohnte Seele sich behutsam daran gewöhne. so giebt er ihm auf einmal das Vermögen zu sehen. daß die Augen der neugebohrnen Kinder allezeit eine Dunkle wässerichte Feuchtigkeit haben. der Urheber der Natur hat es so einge richtet. Ja man hat in dem Falle geschwind die Augen wieder verbinden und nur nach und nach so viel Licht geben müssen. Er hat also verhütet. daß Neugebohrnen der Schall keinen Schaden thun kann. Man lerne hier im Vorbeigehen. daß eine Erschöpfung der Kräfte bis zur Ohnmacht erfolgt.222' > ganz aufhört. daß der Anfang des Gehör- ganges mit einer Art von schwieligten Haut verstopft ist und die gekrümmte längere Ausdehnung fehlet. sich seiner bewust zu sein. die nur nach und nach helle wird. wie schlecht für die neugebohr nen Kinder gesorgt werde. Was geschieht? Wie der grosse Boyle erzahlt. welches Aerzte denen das Wohl der . wenn ihnen ein Haufen Wachslichter angezündet und die Canonen von allen Wällen gelöset werden. Gott. Wenn ein geschickter Künstler einem von Kindheit auf an beiden Augen blind gewesenen Menschen den Staar sticht. wodurch sonst der Schall sich verstärket. daß die ganze Seele und alle Nerven in eine solche Bewegltug gerathen.

oder nach der Natur unmöglich. . wenigstens beim ersten Anblick auf eine übernatür liche Magie. die uns die Natur in den Körpern täglich vor Augen legt. wo Eisen und Kupfer zugleich gefeilt wurde. daß man sich einbildet.Ein General Graf von Fürstenberg kam in Zwingers Apotheke . ob wir gleich nichts weniger. und selbst seine Ursachen gründlich versiehe. die uns ganz und gar fremd sind. widerrathen und ordnen sollten. so sagen wir gleich. ob er gedächte. Eben so fallen wir auch gleich. Aber ich komme auf meine Sache zurück. sagte der General. es habe keine natürliche Ursache. Daher nennen wir nur das natürlich. die wir noch nicht kennen. als ob man das Wahrgenom mene völlig einsehe. als seine natürliche Ursa chen begreifen. Was aber neu erscheint das hal ten wir fast für wunderbar und glauben fest . das sei über die Kräfte der Natur. das Eisen wie der aus dem Kupfer genau abgesondert hervorzusuchen und was er für diese Mühe bezahlt nehme? Zwinger antwortete mit Heiterkeit daß er das gleich chun wolle für eine einzige Kanne Wein. daß es auf etwas spätere Zeit hinaus verschoben werde. . sondern von solchen be- sondern. > 22Z . er frug Zwingern lachend und im Scherz. und die Gewohn heit blos uns betrügt. wenn physische Erscheinungen nicht von den jenigen Ursachen 'herkommen. daß man ganz anders von ungewohnten Dingen als von gewöhnlichen gerührt werde. da doch nichts falscher ist . was täglich vorkommt . der Prinzen anvertrauet wird. Man fleht. oder es sei unmöglich. Gut. Daher kommts. Wenn aber neue physiche Erscheinungen kommen.

das Feilsel herführte. Es war nie etwas dergleichen zu seinen Ohren ge kommen. zog er wie durch eine Zauberei alles Eisen heraus und zeigte das Kupfer abgesondert dar. so setzt sich unter diesem Wasser ein schweres Oehl. die Natur niemals von selbst an Tag giebt. gethan . so giebt es eine Flüssigkeit. vor. Der Graf rief auS: das wäre eine Zauberei! Er hatte es nie gesehen. so ein grosser Mann er auch sonst im Krie ge war. Gesagt. Ich will abermal ein Beispiel geben : wenn das kalte Sal- pnersalz recht trocken mit halb so viel reinem Vi- triolöhl vermischt und im Feuer zu rochen flüchtigen höchst sauren uud feurigen Dämpfen übergetrieben wird. so daß der Dunst -davon in den Helm steiget und von kaltem Wasser abgekühlt in einer zinnernen Röhre wie ein Wasser hervorgehet. Zwinger nahm ei nen Magnet. Zum Schluß lasse man mich noch eins hinzufügen. und in dem er ihn über. hat geben können. den der General gar nicht kannte. die von innern Kräften her. 224 «-------a so thun Sie das. Glaubers Erfindungen. so hält man gleich eine solche Wirkung für magisch oder der Natur unmöglich. rühret. das alle Kraft des Gewürzes in sich schließt. sondern die mau erst durch künstliche Zubereitung oder zufälliger Weise findet. die weder die Natur noch ein vorhin bekannt gewesenes Kunststück. Wenn eine grosse ungewöhnliche Verwandlung sicht barer Körper vorgehet. Wenn nun auch die aromatischen Gewächse der heistern Zonen mit Wasser gekocht werden. Auch diese .

Und so wird die Art und Weise dergleichen Bewegungen und Flamme hervorzubringen in der ganzen Natur nur durch die drei erwehnten Be dingungen ans Licht gebracht. deren Ursache von Gott in diese Körper gelegt war. wenn es einmal wieder zum Vorschein kommen sollte. wenn ich alles hieher Gehörig« nach der Ordnung her erzählen wollte? Archiv i. te Feuchtigkeiten. die man für nichts ansieht und die bei de kalt sind.----. der alles verbrennt. Man sieht hier eine Sache. denn wo wolte ich fertig werden. Aber wenn man itzt in einem stillstehen den Gefasse zu einem Theil des üehls zwei Theile des be schriebenen Geistes gießt. weil es in keiner Schrift auf behalten ist. sie mögen auch gelebt haben« zu welcher Zeit sie gewollt. Denn immer können noch mehr und noch weit wunderbarere Kräfte gcheim in der Natur verborgen liegen. . 225 diese Flüssigkeit wird durch diese einzige Kunst hervorge- bracht. Auch ist vor Alters vieles selbst dem gemeinen Manne bekannt gewesen. Hier hat man nun zwei durch Kunst so gemach. aufs neue als Wunder angestaunt werden wird. und das.5i. doch so. wie wenig die Menschen mit Grund die Kräfte der Körper erklaren können.Th> P §. daß sie der Mensch an kei nem Werkzeichen anders als durch diese Kunst entdecken konnte. . Aber ge nug davon.. wenn er alles genau eben so und nicht anders dabei veranstaltete. so entsteht also bald der hef tigste Streit. Daraus von selbst er- hellet. das nachher und itzo gänzlich verlohren gegan gen. als alles das jenige ist. was zu dieser oder jeiwr Zeit bekannt worden ist. das ganze Ding schwillt und brauset auf und wirft einen Blitz aus.

daß dadurch das menschliche Leben seine Unterstützung erhalte. Vor allen andern Künsten sorget keine so sehr für die menschlichen Bedürfnisse. da er die Abhandlungen zum Trost der Seefahrenden und Teutschlands Wohlfahrt nebst andern ge- . so giebt das ein grosses Er haltungsmittel für Fleisch Fische und was sonst gern faulet. faule Fische. welche Nah- . zubehalten oder auch zu verwandeln lehret. als diejenige.9- Die Chemie der Küche zum Kochen und Brauen. giebt einen gute» Geschmack und bereitet die Sachen zur Verdaunng aufs schicklichste zu. indem diese Leute in der Hitze verdorbenes Wasser. Es verhütet die Verderbniß. so kann sie doch noch immer durch die Chemie vielen Zuwachs erhalten. riechendes Fleisch und scharf gewordenen Speck zum Lebensunterhalt zu nehmen gezwungen sind. 226 ' ' §. als eine Medicin» Ob sie nun gleich uralt und mit den Menschen gleich alt ist. rungsmittel durch ihre Zubereitungen unverdorben auf.^ denen Krankheiten. ja es widerstehet zugleich den faulenden Einflüssen der heissen Witterung und den daher entsta. Gewiß Glauber hat in dieser Sache ein Verdienst. Wenn blos der saure Geist des gemeinen Meersalzes durch die Kunst ausgetrieben und mit hinlänglicher Men- ge Wassers vermischt wird. Aus gleicher Ursache ist es auch den Schifsleuten ein so vortreffliches Hülfsmittel. Diese heißt daher die Kochkunst oder die Kunst der Küche und sorget sowohl für Gesunde als Kranke. daß es zu verwundern ist.

Der Saft von Beeren. als der natürliche Geschmack derselben ist. bei dessen Bereitung alles fast blos nach den Vor. fruchten. die dabei manchmal mit unterlanfen. wenn sie recht reif geworden. so wird daraus der Wein. machen mit Würzen lehret und bestimmet diese Kunst. gepreßt. ^ 227 geschrieben hat. Auch die Versehen. wenn es vor der Luft verwahret bleibe ein in geringer Dosis sehr nahrhafter Trank gemacht werden könne und wie aus eben demselben und dem Vorsprung des Wei zen Zwieback zumachen sei. Der grosse Boyle giebt in seinem Buche vom Nutzen der Experimentalphilosophie die gemeinen aus der Chemie genommenen Weisen an. Aber wenn eben dieser Saft zur Zeit der Weinlese in Gährung geräth und durch sein Aufschäumen das gröbere absetzt. dick eingekocht werden und giebt eine haltbare Masse. und worinnen er zeiget. wovon wenig Tropfen die allerheilsamsien Wirkungen thun können . und zugleich sebr nahrhaft sei. Aepfeln und allen Baum. man mag es mit oder ohne Zucker bereiten. d«ß man unbeschwert in einem kleinen Gefüsse ein Wasser bei sich führen könne. imgleichen wie aus reinem dick eingekochten Ertract des Malzes. wie Fleisch Fische Eier. kann frisch aus. der lange sich halte. frisch gebraten oder gekocht lange aufbehalten werden können. wodurch selbst der angegangenen Fäulniß Einhalt ge schieht. die man im Winter wieder im Wasser verdünnen und zu einem eben so lieblichen Trauke bereiten kann. Denn auch das Ein. schriften der Chemie gemacht werden muß. die hieher gehören. oder die P 2 Man. .

Die mildthätige Natur hat ihm Aepfel gegeben. der als nn wirklicher Wein und wenn ihn. müssen blos durch chemische Kunst stücke wieder gut gemacht oder auch verhütet werden. so wird bald unser Rath und nnsere Lehre der Kunst Hülfe schaffen. Kirschen Stachelbee ren Saurachbeeren Johannistrcmben Holunderbeeren Birnen Aepfeln und Pflaumen von allerhand Art u. eben so lieblich schmecket und eben die Kraft und gleiche Beschaffenheit hat. be trüben. Und wenn man Essig aus dem Wein haben will. woraus es nach seiner eigenen Kunst einen Wein machet. voll von einem Geiste ist der brennet und im Wasser sich ausbreitet. w.228 -------- Mängel des Weins . so muß ihn abermal unsere Kunst bereiten. als Wein. Alle Arten von Beeren und Trauben. die auch aus andern Dingen eben denselben zu machen gelehrt hat. die manchmal dem schon fertige» Wein noch zusiossen. daß die in gelindem Feuer von ihnen zuerst sich abschei dende Feuchtigkeit. Denn alle diese Dinge haben die Art. sauer unrein oder abstehend wird. s. Wenn der Wein zur Unzeit oder aufs neue zu stark Zäh let. Dieser ist in allen die sen Dingen von einerlei Art und Beschaffenheit. daß die Weintrauben in seinem fruchtbaren Bo den nicht so reif zum Wein werden. durch Zuthat geholfen wird. Auch braucht das glückseelige Bretagne sich gar nicht zn. der es in Absicht auf den Geruch und die Lieblichkeit im Geschmack mjt den sussesten Jtalienischen Spanischen und Französischen Weinen . Alles das kann von einem geschickten Chcmisten zu einem Trauk bereitet werden. wenn er durch chemische Kunst rein dargestellet wird.

mit wenig Krebsaugen oder Kreide nimmt ihnen ein Künstler glücklich die Saure. cerevllia) genannt. wo kein Wein wuchs. Und auch mit andern sauer brechenden Mitteln. der den Produkten wärmerer Regionen nichts nachgiebt. Die Verfalschung der Rheinweine mit giftigen bleiigten Mitteln ist zu bekannt und hart genug. indem solche unter einem trüg- lichen Schein von angenehmer Fettigkeit und Mildigkeit eine unbezwingliche Lähmung der Glieder zu wege ge- bracht und tödtlich worden. haben zuerst Isis und Osiris in Gegenden gelehret. Aber wer anders als der Che- mift lehret diese Zubereitungen alle mit dem Schwefel dampfe zu würzen und vor einer neuen Gährung zu schü- tzen. daß die alten Deutschen aus verdorbenem Getreide Wein gemacht. 229 Weinen aufnehmen kann. E. Cornelius Tacitus schreibt deswegen noch mit Befremdung davon. der zwar weniger aber doch kräftig genug ist. aber von Rechts wegen. als z. aber sie verwan deln Iohannistrauben Stachelbeeren und Holunderbee- teeren in Wein. Aus den Feldfrüchten Bier zu machen. und haben es daher mit Recht den Wein der Ce res (Oreriz vinum . l . Aber bloß die Chemie hat künstlich diese Verfalschung entdecket. Die Holländer machen selten aus ihren Trauben einen tauglichen Wein. so hat die Salzkundige Chemie sie mit wenig verbrannten Wein- hefen zu mildern gelehrt. bestraft worden. und ihren Geschmack frisch ohne Abstandigkeit zu erhalten? Wenn die Weine zu herbe sind. Auch selbst von abgekochten Krautern können sie einen Geist ausziehen. Diese Kunst nun schreibt sich die Che- P 3 m<« .

liches Vaterland haben. die Chemie nebst den andern Lehren. l«. wie so ganz eigen zu. so wird man leicht das was ich oben vom Nutzen der Che mie beim Wrin gesagt habe. daß die Menschen nothdürftig wohl dadurch könnten veranlaßt werden. Jch glaube also. Auch noch Basilius Valentinus hat die ganze geheime Lehre der Al- chcmie unter der Beschreibung des Bicrbrauens niedlich vorgetragen. und alle hieher gehörige Beobachtungen sorgfältig und getreulich aufzuschreiben und in Ordnung gebracht her aus zu geben . Was ich gekonnt. nm andern ein Beispiel zu lassen. Und man hat so viele und so wichtige Gründe. die die körperlichen Beschaffenheiten und Veränderun gen betreffen. . daßauch beide so gar Ein ursprung. Jch sollte daher wohl mit Wahrheit versichern können. damit durch einen Zusammenfluß aller Arten die Künste zur Vollkommenheit gelangen möchten. daß ich hinlänglich erwiesen habe. Gewiß. habe ich selbst aber doch nur weniges gethan. auch auf das Bierbrauen klüglich anwenden können. ncmlich Aegypten. daß die Künstler es in ihren Künsten unglaublich vizl weiter bringen wür den. §. indem er dieses wohlbedächtlich nach allen seinen Haitdschriften genau beschrieben hat. die mit meh rerer Geschicklichkeit und mit mehrerem Glück Erfindun gen machen können. daß die Wohlthaten der Chemie auf alle. wenn sie zugleich die Chemie verstünden und lern ten. zu einer eigenen Wissenschaft zu machen. da Bier und Wein wenig von einander verschieden sind. weuigsiens auf die wichtigsten Künste sich erstrecken.

§. daß man nur die ersten ächten Autoren aber nicht mit einer gemeinen Aufmerksamkeit lesen wolle. die die Natur der Körper und ihre verwandelnde Kraft tiefer erforscht und deutlicher erklärt hatten. und das hat er auch in der P 4 That . Und man sage mir dann aufrichtig. Ich will offenherzig sagen. mit was für einer Deutlichkeit er daselbst durch blosse Versuche ohne allen Umschweif und ohne falschen Anstrich der Einbildung die Natur des Werischen mi neralischen vegetabischen in seinen Wirkungen erklärt. Man ftbe. Durch sie thun wir hier selbst was wir lehren. Nan nehme nur hier den Raimund tullius in demjeni gen Buche. und leisten das in der That «vas die Theorie verlanget. erzwin gen wir den Beifall unendlich sicherer und gewisser. io. als rede ich hier partheisch. wo man wohl etwas ähnliches von Physik finden will? Durch diese Demon stration sagt er. Von der Alchemie. 3l«n bin ich endlich dahin gekommen. als die Achemisien. daß ich etwas »emges aber desto auftichligeres von dem aller vorzüg» liichstm Nutzen der Kunst in der Alchemie sagen kaim. Un ter allen physischen Schriftstellern . jo bitte ich. was ich gefunden habe. Und damit man nicht glaube. habe ich noch keine angetroffen. welches gar meine Sache nicht ist. als durch alle übrige Beweisgründe. welche uns die durch unsere Kunst auf geschlossenen Körper öffentlich vor Augen legt. welches er seine Versucht betitelt hat. die mir bis itzo zu Gesicht gekommen sind.

Sie haben daher auch alle die zu fein ausgedachten all gemeinen blos durch die Spekulation gesuchten Grund anfänge verlacht.2Z2 . Beiderlei Kräfte aber wären gleich natür lich. auch gleich ihre Wirkungen thun müssen. kein einzig Ding in der Natur z. so daß eine Physik. es durch die That wahr macht was sie erklärt. die so bald sie da sind. welche die Kräfte der Kör per der gestalt erklärete. zum Theil aber wären sie ganz verborgen und entdeckten sich nur denen. wie sie eben im Begrif sind ihre Wirkungen zu thun. Diese Leute haben also die Physik wirk lich auf die Art gegründet. Der Mensch aber könne. die nicht insbesondere zum Nie- . diese Kräfte der Körper aber waren zM Theil einem jeden zu täglichem noth- dürftigem Gebrauche vor Augen nnd offenbar. die unverdrossen und mit einem empfindsa men Fleisse als Weise die heimlichen Werke Gottes er forschten. eine Physik. wenn er auch die Kunst aller Jahrhunderte befasse. Darum schärfen sie auch bestän dig in ihre Physik ein. ein Senfkorn neu erschaffen oder aus einer Materie hervorbringen.--------- That geleistet. die man von ihnen theoretisch voraussetzte und welche also nur solche Grundanfänge voraussetzte. stn . er möge mit dem Körper auch anfangen was er wolle. wie es der grosse Verulam verlangt hat. so oft sie will. das der Mensch mit aller Kunst ausser denen vom Schöpfer dem Körper beigelegten Kräf ten nichts ausrichten könne. E. wodurch der Erfinder derselben nichts ausrichten kann. und womit die Schulphilosorhen (Scholastiker) in ihrem Müssiggange der Welt beschwer lich geworden sind.

das vorher vollkommen so schon da gewesen. und wenn die beiden nicht natürlich zusammen kämen. Mineralien von Mineralien. welches das in ihr Wesen aufgenommene Rohe auszeitige und dem angenommenen Wesen gleich mache. der Saame aber erfordere zugleich Vater und Mutter. Und so werde seit der ersten Schöpfung nichts neues unter der Sonne gebohren. 233 sen des Smfs gehöre. Die ganze Kraft der Forpftanzung aber sei lediglich in der Saamenkraft enthalten. Die Weisen nehmen die von Gott geschaffenen Dinge sowie sie sich darböten und lern ten durch ihre Versuche und Beobachtungen wie die Natur darinn zu Werke gehe. so entsiehe er niemalen. die ganze Ober- P 5 tläche . Wenn aber dieses auf irgend eine Weise gegen die Naturge setze gestöhrt werde. daß alles von seines Gleichen seinen Ursprung nehme. so entsiehe eine Frucht. darnach schicklich ernährt werde und seine Brutwärme auf die gehörige Zeit bekomme. Pflanzen von ihren Gewachsen. sondern blos durch Saa- men von seines Gleichen gezeuget und nach gewissen Gesetzen in seines Gleichen vermehret. und nach welcher Weise sie ein jedes nach seiner Art beginne hervorbringe nutz rollkommen mache. Also könne ein jedes Geschöpfe sich bis ins Unendliche vermehren. so entstehen frühzeitige und mangel hafte Geburten. Vornehmlich dringen sie auf die ses erste Gesetz der Natur. Thiere von Thieren. derselben gleich von welcher sie erzeugt worden. Man würde z. Wenn also der Saame geschwän gert sei und in seine natürliche schickliche Mutter komme. E. aber «cht ohne Saamen. nicht aber das was man erwartet. --------.

durch derer beider Kraft die Fort- . wenn man es allemal wieder aussäen und nach seiner Art anbauen wollte. daß überall alles nach gleichen Gesetzen sich richte. die sehr einfach gemischt sind . oder wie das Wasser ein Vehikel der verdünnten Nah erung abgeben oder wie die reine Erde nur zur Befesti gung des Ganzen das ihrige beitragen. kämen zwar wegen der Fixation in den todten Metallen nicht zum Vorschein. Ferner lehren sie. ihre eigene Nahrung zur Ver mehrung ihrer Natur zu zu bereiten und anzunehmen und sich also beständig fortzupflanzen. so würde doch. Sie haben auch beobachtet. sondern entweder wie das Feuer blos zu Bewegung des andern dienen. Denn es finde sich etwas schwängerndes Männliches und etwas ge schwängertes Weibliches. «entdecke man sie und sie bewiesen da schnell und sicher ihre wunderbaren Wirkungen. daß einige Körper.------ stäche der Erde blos mit Fenchel bedecken können. so lernten sie daraus. Als sie dieses lurch unzählige Versuche in der ganzen Natur wahrge nommen hatten. Denn wenn auch bei diesen die einfachere gleichartige Mischung eine organische Bildung des Saamens aus schlösse. aber in den aufgeschlossenen offenen und wieder lebendig gemachten Metallen. 234 «. keine Saamelr- kraft haben. und selbst bei den Mineralien dieselbe Ordnung der Natur antrafen. sagten sie. Die Geister welche sie Rectores nannten. daß auch hier etwas ähnliches mit der Saa- men zeugenden Begattung statt finde. in ihnen die ange- bohrne Kraft angetroffen. daher auch sich nicht vermehren lassen und nichts in ihrer Natur verwandeln.

235 Fortpfianznng I>er Art in den lebendigen Metallen ge schehe. aus einer schweren merkurialischen Flüssigkeit und einer schwc. und weil der lebendige Funken im Mittelpunkte des schwängernden Schwefels oder der zarteste Embryo» sonst leicht zerstöret würde. beim Golde und Silber und ihrer Mut ter dem lebendigen Silber. und mit welcher Nahrung sie genährt werden müssen. daß diese Erzeugung bei Thieren und Gewächsen ihre gewisse Zeit habe. daß nur die Metalle wegen ihrer höchsiglcichartigen einfachen Mischung im Augenblicke entstehen können. felichten figirenden Saamenkraft. we gen der Zartheit des Saamengewebes und des sonder baren Baues der aus so viel verschiedenen Theilen zu sammenwachsen müsse. das lebendige Gold der Vater. was in dem ganzen und daß auch eine solche Un- zer- . So sei das lebendige Silber die Mutter. aber bei den Metallen.- setzt. wenn sie ncmlich durch die Feuersgcwalt innigst gemischt. wie die Metalle lebendig gemacht werden können. Endlich haben sie hinzu ge. ------. Und so könne in einem Augenblick in denen durch Kunst vor her lebendig gemachten Metallen das zu Stande ge bracht werden. sich unauflös lich mit einander verbinden. was unter der Erde durch den unter indischen Vulkanus erst in vielen Jahren zu Stande kömmt. Sie gestanden dabei zu. daß wegen ihrer Reinigkeit eine solche Gleichheit ihrer Theile sei. daß in jedem Punkte eben das enthalten sei. Sie haben auch die Weise nicht verschwiegen. geben sie uns zu überlegen. in was für eigenthümlichem Feuer und in welcher Propor tion sie gemischt werden.

Man will meine Meinung hieven wissen. Die erzeugende Kraft ihres Saamens bestehe also im Feuer und wirke daher sehr geschwind. eines Betrugs beschuldi gen. Da wo ich die Alchemisten versiehe. sie hatten blos. um die Geschickten aufzlnnuntern sie zu suchen. wenn sie bis dahin kom men. Und das würde der Goldsiein der Weisen genannt. daß diese Kunst wahr sei. Jch will sie sagen.2Z6 «------ zersiöhrlichkeit in ihnen anzutreffen sei. von denen ich das mehrsie gelernt habe. daß sie weder vom geringen noch von einem grossen Feuer verdürben. in denen Stellen ihrer Schriften. so las es der Weise mit grossem Bedacht durch und gab zur Antwort: da wo ich das Buch verstehe finde ich es vortreftich. und er nun seine Meinung davon sagen sollte. ich glaube also. Als dem weisesten unter den Menschen dem Sokrates. welches sehr dunkel geschrieben war. um die schick« liche merkurialische Materie im Augenblick sich gleich zu machen. daß es auch da eben so vortreftich ist wo ich es- nicht versiehe. als ich. deutlich zu reden? Sie sagen. das Buch des Heraklitus gebracht wurde. sehe ich. die doch in der Kunst viel weiter gekommen sind. wo sie es für gut befunden. daß nun das letzte in der Kunst eröfnet werden sollte. zeigen «ollen. um den Verstand aus der Tiefe heraus zu heben. Warum soll ich also sie. «s . und wo man den Wahrsagergeist des Apollo haben müsie. Dies sei auch die Ursache warum blos in den Metallen seine Vermehrung geschehen könne. daß sie die reinste Wahrheit mit ungekünstel ten Worten vortragen und weder irren noch betrügen.

das Kunststück zu so vielem Misbrauch und Schaden der Menschen öffentlich bekannt zu machen. der seinen faulen Kindern <agte. Alexander von Suchten. wenn sie so viel besonderes durch getreue Beobach tung entdecket und gefunden haben. Jch lege also lieber in dieser Sache ein Zeugniß von meiner Unwissenheit als von ihrer Falschheit ab. daß sie mit unsäglicher Gedult bei den schwersten Arbeiten uns die entdeckten physikalischen Wahrheiten hinterlassen haben. Wenn das ist. ihre Pflicht sei nur den Weg der 3?. weil sie sehen. Doch will ich eins dabei mit ihrer Erlanbniß erinnern. Und mit Recht vergleicht sie der grosse Veni- lam dem sterbenden Vater. daß er im Acker einen Schatz vergraben hatte. seine zweite Ab handlung vom Spiesglase damit. der für dessen Lehren sehr eingenommen ist. wenn ich ihre Geheinmisse lese. daß es so hätte erfolgen müssen . ts w!re ihnen aber nicht erlaubt. als wären sie schon erfolgt. so haben sie denn doch uns alle ihnen verbindlich gemacht. beschließt endlich. vielleicht durch eine schnelle Vorausbestimmung von den darauf erfolgenden Wirkungen reden. welches ich just nicht behaupten will.ttur anzuzeigen und vor Jrrthum zu warnen. daß er sagt: alle Philosophen. der . Ich stehe oft bei mir an. wären eher gestorben als sie ihre Spekulatio nen ausgeführet hätten. wenn sie ihr vorgedachtes Werk ausgeführt hätten.n denen er die vornehmsten daselbst er wähnet. vr. ein Schüler des Paracelsus. die wir die von ihnen em pfangenen Wohlthaten dankbar zu erkennen wissen. nach dem er so viel vergeblich gesucht hat.

Das wäre also eine Universalarzenei. das ganze Gold in soichen Stein verwandle. in. ihn zu finden. höchst roth an Farbe und stießt wie Wachs am Feuer. was ich längstens von der Weisheit der wahren Alchemie in der Naturwissenschaft zum Druck habe befördern wollen. entzündete ihre Begierde. Allein die Hofnung. dem er der angebohrnen natürlichen Kraft aufhülfe. der aus.der aber nicht darinnen war. Dann die Erfindung eines erkünstelten Körpers der so kräftig wäre. daß er auf Gold getragen. davon ein wenig auf die Metalle im Fluß aufgetragen. das reiner und besser ist. alles merkurialische in ihnen also bald in fein Gold verwandelt. und Kunstpro. als das ans den Bergen. Und dieses wenige ist es. Dieser Stein ist schwer wie Gold. daß er jedes Wesen in allen drei Naturreichen vollkommen machen könnte. Drittens die Erhöhung des philo sophischen Steins. der nun statt des Schatzes sie mit siinen Früchten bereicherte. wobei das übrige nicht merkuriali- sche sich augenblicklich im Metall verschlacket. daß er das Quecksilber gleichfalls in Stein verwandle. ben der Probirer. Ferner die Ausarbeitung eines ähnlichen Silbersieinö. die Ausarbeitung des philosophischen Steins. daß sie den Acker umgraben. damit nicht die allergeschicktesten Künstler von dm env fältigsten Richtern sich verdammen lassen müssen» Die vcrheissenen Kunststücke der Alchemisten beste hen vornehmlich in folgenden: als. so auch die Erhöhung desselben. brüchig wie Glas. ser Gold und Silber alle Metalle eben so in das feinste Silber verwandelt. die die festen so wohl .

Und es scheint auch wirk lich. der Natur gefehlt hat. als ob Blei Zinn Kupfer und Eisen in ihrer Art eben so vollkommene Körper wären als das Gold in seiner Art. daß sie aus dem Quecksilber durch Feuer und die Reinigung in reinen festen Orten endlich Gold hervorbringe. wenn sie aber ferner durch Kunst vollkommen gemacht würden. Und so wären denn ausser Gold Silber und Quecksilber alle übrige Metalle. und als wenn sie ihr gewisses eigenes be stimmtes Wesen hätten. Wenn sie aber theils durch Abgang des Feuers theils durch zu weiche oder unreine Orte behindert werde. daß also im Feuer veränderlich sei. daß diese in den Gebürgen allezeit da rauf arbeite. daher man dieses edle Geschöpf der Einbildung ein allgemeines Fer ment genennt hat. bis er durch sich selbst abgenutzt endlich sanft sterbe. wohl als fl»ssigen Theile des menschlichen Körpers ver. Dasselbe soll solcher auch an andern Thieren und selbst an den Erdgewächsen thun. Doch hat diese letztere Meinung nicht eben bei allen Alchemisten Beifall gefmr- den. die den natürlichen gleich sein und auch die Auszeitigung geringer und unvollkom mener Metalle zu Gold durch fortgesetzte Kochung und Reinigung. sondern nur bei einigen. andere und ihn vollkommen gesund mache und so era halte. Daher ist auch das Wesen des Kupfers dem Menschen zu allerhand Gebrauch eben so . Endlich gehört hieher die Verferti gung künstlicher Edelsteine . so entstehe ein grobes nicht ganz gleich artiges Metall. Denn man stellt sich vor. so könnten sie in Silber und Gold verwandelt werden. woran es.

daß dieses Metall jemals durch fortgesetzte Kochung und Ab- schcidung Gold werden möchte. Und so ist es auch mit den andern. Was auch ganz Unwissende Leute nicht wissen. Es scheint auch nicht recht glaublich. Ueberdcm kann ich noch nicht einsehen. Hofmann endlich es ganz deutlich machte.. das wie ein fester Körper dicht sein und unter dem Wasser fortgebrannt haben sollte. Boyle beschrieb und Nieuwentyt noch heller ins Licht setzte. solches doch seiner Natur nach weiter von ihmabstehen soll als das Silber.240 /' . da war die Möglichkeit mit der That erwiesen. wenn «S gleich nicht so einfach gemischt und daher auch verän derlich ist. Als es aber Kraft erfand. daß wir der Natur in ihrem Vermögen keine Grenzen bestimmen können. wenn sie lange im Feuer gehalten werden. sondern vielmehr ein voll kommenes reines Kupfer. Sagen nicht alle Adepten einhellig. Aber es ist noch nicht gewiß. ob es durch eine Auszeitigung oder durch eine Schei« dung im Feuer sich also verbessert habe. so lachten wir laut über ihre Thorhect. Jch habe mich und die Leser lange genug mit dieser Abhandlung aufgehalten und er müdet. Kunkel ausbreitete. daß die Schwere ein Beweis über alle Beweise seN Doch es ist genug. da das Blei dem Golde an Schwere zu nächst beikommt. als Gold und'Silber. das wird oft schon für unmöglich gehalten. Jch gestehe zwar daß aus den geringern Me tallen. etwas Gold geschieden werde. so dienlich wo nicht nutzbarer. woher es komme. Laßt uns nur allzeit denken. Roger Bacons künst . daß. Wenn die alten von einem ewigem Feuer sprachen.

wie un. ungläubig sein. niemalen Gottes Macht einschränken. wie Schriften vor denen viele Leser wegen der Schreibart geekelt hat. oder der von Gott hervorgebrachten Natur Gränzen setzen wollen» VI. ich heisse ein Gärtner. würde dm Unerfahrnen noch vielnnglaublicher vorkommen. ttrrichtend oftmals ein schlechterdings unkundiger Leh. sind durch Schwarzen nur allzu wahr gemacht. ter den Weisen. Jndessen dringt mich die Liebe zu . . ter scheinen kann. meinen ') Ein Versuch. Ein. und nicht werth daß ich ein Schüler der Weisheit heisse.hat auch keinen Vortheil gebracht. der geringste un. Archiv i. Leichtgläubig sein bringt Schaden. ") Vorrede. als alle Verwandlungen des Bleies in Gold. vom Garten oder vom Schloß am Meer mit Jakobs Fell überzogen. I. Das was er sonst in seiner natürlichen Magie sagt. ' 241 künstliche Blitze und Donner die laxge genug als leere Einbildungen ausgelacht waren. sich im modernen Kleide auenehmen. nebenher «in Beweis.Th. Weiser muß alles untersuchen und das Gute behalten. Des englischen Philosophen John G»w land (Johann Gärkner) Erklärung der Saaragdkafel. H .

: Er ist der Vater aller Vollkommenheit des ganzen Inbegriffs der Welt und der Dinge in der Welt. nichts wahrhafter als das. gleich sei dem was «ben ist. ^ Erde . gleich sei dem was sich unten befindet. wo die Lehre des Geistes wirkt. Die verborgene Rede der Weisen kann nicht hin. der Mond ist die Mutter» Die Luft hat ihm zur Gebahrmntter gedient.24» meinen Freunden. Tafel des Hermes. Diese Worte des Hermes sind dunkel und verborgen. So wie alle Dinge von einem Dinge allein geschaf fen sind. mit Verstand und Kunst. daß was unten ist. durch den Willen und das Gebot eines Einzi gen. Sei ne Kraft ist vollkommen. der es bedacht hat! Also entspringen und entspriesse« alle Dinge von diesem einzigen Dinge. Scheide die Erde vom Feuer. dennoch hoffe ich sie leicht darzu- stellen. und eine einzige zweckmäßige Benutzung. Wunder lassen sich dadurch ausrichten in einem ein zigen Dinge. durch einen einzigen Weg. und was oben ist. erklä ren. seine Säu gamme war die Erde. wenn sie in der Erde verwan delt wird. das Feine vom Gro ben. Jn der Arbeit meiner Hände will ich alle Ordnung und das Geheinmiß der Weisen in ihren Worten. Die Sonne ist der Vater. Wahrhaft ists. Es erhebt sich von der . ihnen die Worte des Vaters aller Weltweisen zu erklären. derlich sein.

Die Natur lehrt. daß ein Thier das andere zeugt. 243 Erde m den Himmel und senk sich wieder herab in die Erde. Die Zeugung des Steins. und das ist das philosophische Silber. die mit ihm. der es kennet und zn gebrauchen weiß. dem Golde der Wei sen übereinkommt. Denn es Übertrift die allerfeinsien Dinge. und dringt hinein in alle feste und dichte Substanzen. du Glücklicher. H 2 Die . und ein solches. Eben so muß in dieser künst lichen Gebährung der Stein ein bequemes Behältniß sei ner Tinktur erhalten. Also bekommst du die Kraft des Obern und des Un- lern. ist dann die Herr lichkeit dieser ganzen Welt — Dunkelheit und Jrrthum weichen von dir. die derjenige ausrichtet. Und so ist erfüllet. So ist die Welt geschaffen! Daher so viele Wunder. denn ich besitze drei Theile von der Weisheit de» ganzen Welt. Du besitzest von allen Kräften die stärkste Kraft. Darum bin ich genannt worden der dreifache Mer kur. «---—. das mit dem Vater Gleichheit oder doch Aehnlichkeit hat. so zeugt auch nach der Kunst die Materie des Steins den Stein. Eine jede Zeugung setzt ein bequemes und schickliches Bchältniß der Materie des Saamens vor aus. was ich gesagt habe von dem Werke der Sonne. In deiner Gewalt.

in der Mischung des Warmen und Kalten. Wird hingegen das Silber zu einem klaren Wasser aufgelöset. Die zweite Ursache. Eins ist daher die nöthige Tink tur des andern. ehe der lebendige Merkur verstiegt. daß man. so erhältst du den weiblichen Saamen. und gäbe auch eins einige Tinktur. es ist dicht vollkommen und feuerfest : allein wird es aufgelöset und von einander ge schieden. und doch sich selber nicht zum Behältniß dienen kann. so wird es geistig flüchtig gleich einem Mer kur. als in ihr selbst wäre. fttzung sich j" einem Wesen vereinigen: so streiten sie wäh- . eine fliessende Arzenei besitzt. diese Tinktur ist der Mannssaamen unsers Steins. Denn das Gold ist das Edel ste unter allen Metallen.244 ' Die Schwängerung des Steins. so nimm die Tinktur. Das zu seinem erhabenen Ende gediehene grosse Geheinmiß der Weisen ist so be schaffen. aber nun hat es seine Tinktur. warum beide sich vermischen sollen. Auch daher ist eine Ver mischung nöthig. so bleibt es doch feuerbeständig wie zuvor. Em überraschendes Wunder! Die Ursache ist das Feuer. Denn wenn beide in der Zusammen. Die Vermischung der väterlichen Sonne mit dem mütterlichen Monde oder des Weissen und des Rothenist aus zwei Ursachen nöthig. da sie hingegen zusammen vermischt leicht in Fluß gerathen und zergehen. Und ist es nun bereitet. weil sie ein Behältniß braucht. sowürdn doch dieselbe nicht mehr tingiren. und mache sie feuerbeständig. ist die schwere Flußbarkeit des Silbers und des Goldes für sich. und hat keine Tinktur. das eine würde ohne das andere nicht fliessen.

daher heißt es darnach: Die Luft hat ihm zur Gebährmutter gedienet. oder der Grundstoff der ganzen Welt. Da her sagt der Philosoph.Kmder die dem Vater gleich sind. giebt. aber es ist be- kannt.dann der Mutter gleich werden an Weisse. und in den untern oder den dichten Thcil. daß der Wind eine Luft ist. in den obern oder den flüchti gen. eine Wirkung der in ihm bleibenden Seele. Denn der Stein ist in zwei Theile zu theilen. Jn der Ursprache heißt es der Wind . So wie ein Kind ohne Nahrung nicht zum erwachsenen Al ter gedeihen kann: so würde unser Stein ohne die Gäh- rung seiner Erde nie zu seiner wirksamen Thätigkcit ge langen. Jener obere Theil nun ist die Seele. Diese vollständige Kraft hat der Hz Stein . sie ist ein Vater aller Vollkom menheit. aller Geheinmisse und Schätze die die Welt verbirgt. ' 245 wahred dieser Vermischung miteinander. und Ernährung der Säugalnme. das heißt. der Erde. die Luft aber ist das Leben. Die Luft trägt ihn hin und her und gebiert ihn durch die Kunst der Meister. und das Leben die Seele. Dieser Stein ist der Vater. wenn sie keine lange Zeitigung erhalten. die seine Säugamme und Ernährerinn ist. Die Vollkommenheit des Steins. uud . Denn auch die Wirkung hat ihr Meisterwerk in der Bereitung des Steins auf sich. Diese Vermischung des Vaters und der Mut ter. die den ganzen Stein le- bendig macht und erwecket. Und dann erhalt er seine Nahrung von der Mutter.

er ist leicht zu schmelzen und hat die Kraft. das ernä!irende Oel. Die Erde wird vom Feuer abgeschieden. sorgfältig. und von dieser seiner Ernahrerinn in ein Ferment verwandelt worden. Denn wie die Seele des Steins. so kann er sich vervielfältigen und vermehren. Der Vorzug des flüchtigen Thells. und dadurch eben tren nen sich die Unreinigkeiten von dem Geist. in die . die Natur einer Erde erhal ten haben. in welchem das Leben des Steins seinen Sitz hat. im philosophischen Dünger. das Feine vom dichten: und zwar nicht mit grosser Gewalt. So wie nemlich ein wenig Sauerteig eine " grosse Menge Teig säuert. son dern sanft und nach und nach . Die Scheidung der Theile Zeschiehet durch ihre Auflösung. und die ganze Sub<canz des selben wieder in Sauerteig verwandelt: so muß auch der philosophische Stein die Natur eines solchen Ferments erhalten haben. Die Reinigung der Thcile. 246 » Stein erhalten. der Luft und dem Wasser. Das heißt. der auf eine Menge andere wie ein Fer ment zu wirken vermag. die ganze Substauz des Steins bleibt rein und ohne Schlacken für sich. so bald er wieder zur Erde gekehrt ist.seine ganze Sub stanz ist von der Erde in Gäbrung gebracht. so ist sie ein feuerfester Stcm. die Luft. regelmässig. die ihn ge tragen bat. Wenn die Reinigung auf diese Weise geschehen ist.

und fest. der ganze Stein sich wieder unten ansetzt. bis durch die Kraft des Ferments der Erde. daß der Stein zwar bei der ersten Ar beit sich in vier Theile. Von jenem flüchtigen Theile aber muß man sich eine grosse Menge anschaffen. Dann man muß ihn durch die Gewalt des Feuers so oft in die Höhe treiben . Wenn der Stein auf diese Weift erhöhet ist . dieser letztere trotzet dem Feuer. Die Verdichtung des verflüchtigten Steins. und dem gerei- nigten. > 247 die stärksten und dichtesten Körper einzudringen. muß man ihn auf einem Marmor mit Oehl flüssig machen. So wird das Körper- Q 4 lube . Man bemerke hierbei. nicht minder aber auch in weiche. das ist. wenn er sagt: er erhebt sich von der Erde in den Himmel und senkt sich herab in die Erde. und der andere der am Boden bleibt. den ganzen Stein in die Höhe erhebt und verflüchtigt. man nennt ihn Erde oder Fennent. Dieser heißt das Wasser des Steins. (vom Himmel zur Erde hinabsenkt). er ernährt den ganzen Stein und giebt ihm die fermen- tirende Kraft. vermöge der Kraft des flüchti gen Geistes. Dies ist der Sinn des Philosophen. oder mit einem Grundtheile. bis derselbe. daß aber dennoch nur zwei Haupt- theile anzunehmen sein : der eine der in die Höhe steigt. der aus dem Steine in der ersten Arbeit ausgezogen ist. zerreiben. nemlich die vier Grundanfange aller Körper. und von aller Unsauberkeit befreieten Theile da von geben. fliessend bleibet. die mit den Körpern sich erhoben hat. theile.

heilt er alle Krankheiten und besitzt die stärkste Kraft unter allen möglichen Kräften. die Freude. Ahme der Weis heit des Schöpfer nach in der Gründung des Weltalls. Er bemächtigt sich aller flüchtigen Dinge und durchdringt die dichteste Festigkeit. ein Modell der Schöpfung des. indem er die Armuth entfernt. Nutzen der Kunst und Wirkung des Steins. das Elend der Sterb lichen vermindert zu haben. Die Materie ist der dreifache Merkur. und durch diese Scheidung erkennt man das Gleichartige von bei Heterogenen. und du wirst das Werk vollenden. . Ganzen. in reichem Maas zu geniel« sen. Ausser dem Jnbegriff so mancher Vergnügungen. den der Besitz dieses Steins gewahren kann und wird. scheidete ihn auf die wunderbarste Weise. Materie des Steins. und die Wohlthätigkeit in den Stand setzt. Alle Mate rialien in der Welt. Der Stein.248 ' liche durch die Sublimation ein geistiges Wesen und da« Geistige verkörpert durch die Präcipitation. Die ganze Welt war in ihrem Anfange ein vermisch ter Klumpen. die sich durch ihre Formen uns dar stellen. Die Zusammensetzung des gehörig berei teten Grundstoffs ist das Kunststück. allein die Weisheit des höchsten Schöpfers zertheilte denselben in viererlei Arten von Grundstoff.

Tödte ihn und mache ihn wieder leben dig. die vier Elemente. und die dritten die Anm. Der Stein ist vegetabilisch. wenn du sie nicht weißt. die weisse und die rothe. in andere die aus der Erde kommen. Dun . das einsam und kinderlos bleibt.alien. aus dem Saft des Bingelkrautes und der Meerwur- zel. der dieses schreibt. Die er- simsind die Mineralien. und drei Farben. 249 flellen. welche in der Erde wachsen. die Früchte der Vollkommenheit. die zweiten die Vegetabilien. welcher daher mit Recht der dreifache Merkur genannt werden kann» Der Stein der Vollkommenheit. in noch andere welche Leben haben. sind ans dem vierfachen Grundstoff zusammena gesetzt. Schaffe den philosophischen Merkur. wenn es nicht erstirbt. Rach dem er zwanzig Tage im Q 5 . Er ist dreifach und doch Eins. Und alle diese drei Steine sind in dem einzigen Steine begriffen. Weißt du jetzt die Bereitung des Steins. Auch hat er seine vier Farben nach den vier Grundtheilen. das weiß ich. welche die weisse Milch machte und aus dem Safte des Schwalbenkrauts. hat vier Naturen. Denn er wird aus dem Safte dreier Kräuter gemacht. Er heißt auch das Waizenkörn- lein. so bringt er dir die herrlichen Früchte. so hast du hier Wahrheit gefunden. die schwarze. der Philosoph aber theilt sie ein in diejenigen. Daß er's sei. Aber du hast Mhts gefunden. .

daß der Stein thierisch ist. seine Gestalt ist schrecklich. der dieses schreibt. sagt ein Philosoph. und er in ein Metall ver wandelt wird.250 " Dünger gestanden hatte. Dieses Thier ist an sich ein lebendiges EMr. Daher ist der Stein «in lebendiges Geschöpf. sah ich den Merkur heran« fliessen. Meinungen vom Stein der Weisen. sich lebendig macht und in Gold verwandelt. auch seine Masse in einem starken glä sernen Geschirr mit einer kleinen Oeffnung in der gelin« den Wärme eines schicklichen Düngers drei Msnathe lang aufbewahret hat: so werden Würmer entstehen. Seine mineralische Natur ist daraus klar. daß er der Stein des Merkurs sei. Man zweifle daher nicht. zu welchem nichts fremdes hinzukömmt. Dieser Wurm wüchset zur Grösse «ine Kröte. Es ist ein Stein. daß man ihn von seinen überflüssigen Theilen. der aus dem lebendigen Merkur ernährt wird. Dil die Projection auf ihn geschieht. Der Stein ist mineralisch. der dem andern Merkur durchaus gleich war. die ganze Arbeit besieht nur darin. der sich selber tbdtet. von denen nur einer bleibt. Auch das weiß ich. womit . Der Stein ist animalisch. Denn wenn man die Grundtheile des Merkurs geschieden und mit gleichem Gewicht wie der zusammengemischt — söhne irgend etwas anders hinzuzumischen). wieder auferstehet.

die das Werk abzukürzen dienen. Es sind also allerdings Nebengehülfen . wenn es gebührend zubereitet wird. Er heißt ein Wind. in Form ei nes Oehls gebracht. Diese Gehülfen sind bereiteter Schwefel und Hüttenrauch. der kann an dessen Stelle zubereiteten Hüttenrauch nehmen^ Der Zerstörer des Steins ist der Stein. von lenm ein jeder ein Verderber ist. die Vitriolen. eine Luft. und so auch Gold und Silber auflösen. von der aus dem Merkur gezogenen Luft. der das eheliche Band zwischen Leib und Geist knüpfet: er redet. der das ganze Werk vernichtet. Dann sind zwei Ge- hülsen da. frei macht. daß er den ganzen Stein geistig und lebendig macht. Geber sagt davon: „die Kraft des nicht brennenden Schwefels be steht darinn. einige Wasser von Alaun und vegetabili schen Dingen. den man zu laufen bekömmt. ein mwerbrennliches Oehl. Wer daher das aus dem Merkur gebrachte Oehl nicht haben will. das er den Merkur härte. denn es giebt in der That daraus be reitete Wässer. Und wegen dieses Wassers wird es . der Alaun. wie schon gesagt worden. Die Wirkung des Hüttenrauchs ist diese. daß er den lebendigen Merkur hart macht und tödtet. " Allein hier redet der Philosoph von dem Steine. Erfordernisse zur Verfertigung des Steins. die so fort alle Körper. wenn er nicht getilgt wird. 251 womit er beladen ist. Die Eigenschaft des Schwefels bestehet darinn. wodurch die Arbeit leichter erfüllt wird. «--—-. als die Salze.

" Was ist der Stein? Der Philosoph nennt hier.252 «-----» es mit dem vorher bereiteten. den Stein und sagt: es sei eben das. oder von seinen fremde» Thcilen gereinigten Steine vermischt. davon die Grundtheile durch die Kunst können« ausgezogen werden. Alaunwasser giebt so fort ein Oehl aus er- höhtem Hüttenrauch. zu welchem sonst drei Monate gehörten. er nehme dann körperliche Natur an: so hat derselbe Geist durch die edle Kraft seiner Na tur . welchen der Philosoph gebene- dcict nennt. man heißt es den Geist des Steins. der kein Stein ist. Das findet auch von unserm philosophischen Steine statt. welches im Au genblick den Brand und die Entzündung des Schwe fels unterdrückt. Und da wir einen Geist nicht sehen oder be greifen können. Durch ihre Zusammensetzung auf kunstmas- sige Weise wird eine Substanz hervorgebracht. Der Philosoph sagt: „Nimm den Stein. und dann da5 Werk sehr bequem in einem Tage gemacht. auch die Natur eines Steins nicht an sich hat. Dieses ist ausserhalb den vier Elemen ten. daß er weiß und unverbrennlich bleibt. die auf dasselbe Ziel füh ren. Ferner soll ein Wasser aus de» vegetabilischen Dingen gemacht werden. kann man auch anders verfah- ren. Es sind viel Wege. ein fünftes Wesen. Um geschwinder damit zu Stande zukommen. wie man zu merken hat. und daran müssen wir uns begnügen. und scheide die Elemente von ihm. die einem Stein gleich ist.

und zur Vertilgung aller überflüssigen und verdorbenen Säfte des menschlichen Körpers bereitet wird. Wird man es noch wei ter . Man scheide die Geister so fteissig als man nur kann. Wahr P's. die Natur des Feuers nicht an sich hat. ohngeachtet er seine geistige Natur beibehält. und verbindet das Werk mit den Elementen in der Verwandlung. 253 <ur lmw lebendigen Leib an sich genommen in den edelsten Element. vermittelst der Sinne des Künstlers. man benetze damit ein leinen Tuch. Das Zeichen ist dieses. so weit er für sich selber ist. Verfertigung des Steins. --«. und ein anderes zur Erhaltung des menschlichen lebens. denn man wird es kaum so fein machen können. und teshalb kein Feuer ist. nemlich in dem Umkreise des Feu ers. ver brennt es nicht. in so fern nemlich ein Elixir zur Fixirung des lebendigen Queck silbers. so ist's gut. Der ganze Prozeß den Stein der Weisen zu vev- sertigen. Daher verwandelt er sich durch bequem« Werkzeuge. und schei det sich ab. daß wir einen geistigen brennenden Körper we gen seiner Feinheit in seiner Reinigkcit nicht sehen können. und zünde es an. in die Gestalt eines Wassers und läuft herunter. Dieser Geist wird auf einmal abgeschieden und das bren nende Wasser genannt. und als dann wird er auch noch ein Geist genannt. besteht also in folgendem. welche zweierlei ist. daß es nicht etwas vom Phlegma der Substanz des Windes behalten sollte.

der ihre leibliche Kraft in sich enthalt. giesse es tropfemvcis ab. daß das Oehl die Oberhand behält. nemlich das Phlegma und die Luft in seiner Gewalt. Alsdann wird die ganze Substanz schwarz und trocken erscheinen. die andern drei Elemente ebenfalls geistig zu machen. wenn es hineingetaucht wird. Man hat daher zwei Gnmdtheile in der Kraft des fünften Wesens. und zwar mit eben dem Geiste. Macht man es noch ein oder das andere Mahl. so heißt es ein verbrennendes Wasser. Auf solche Art wird alles überftüssige Phlegma von besag tem Steine abgeschieden. das die Alchymisten suchen. Hierauf nehme man vorgemeldete Substanz. alsdann wird es rektifizirtcs Menschenblut genannt. welches geistig gemacht worden. wie denn der Philosoph spricht: der Wind hat ihm zur Gebährmutter gedient. Auch führt es den Nahmen Luft oder Wind. . Und wenn das bren nend: Wasser mit der Substanz vermischt und wohl geschüttelt wird. in welchem ein Tuch verbrennt. Daher nehme man daö lebendige Oehl. nichts von dem Phlegma bleibt. und es stehen bleibt wie Pech. und scheide davon das ganz überftüssige Oehl in einem gläsernen Helm. Da von mache man ein Pulver mit dem rektifizirten Men- scheublut und lasse es an drei Stunden lang stehen. bis nichts vom Oehl darinnen bleibt. welche als ein Pech zurückgeblieben ist. bis es körperlich geworden : so giesse man es tropfenweise aus. Es ist auch nützlich . und nenne es Wasser des Feu ers. 254 -------- ter abscheiden. mit dem Geist des fünften We sens. bis man stehet.

Dies ist das Wasser. die Luft. folglich können gewiß durch sie Wunder geschehen. Und also hat man die Grundtheile. bis sie wie ein Kalk wird. und nicht minder seinen ganzen . Daraus soll man nun nicht ein Menschenblut anfertigen. so hat man vier Grund theile mit dem fünften Wesen. ^-----. vermöge der Wirkung der Krauter durch die Dehligkeit seine anziehende Kraft verlieren. Ein Wasser des lebens. welche nun mit Geiste geistig gemacht worden. und macht durch dringend. und die Kraft des Untern. so würde es. Mit diesem Kalk vermische man das rek. Nunmehr nehme man die besagte Substanz und er kalte dieselbe in einen: Neverberirofen. das ist eine geistige. Dies ist das Wasser des Lebens. Es ist sehr rchthig und nützlich. um mit demselben alle Schwachheiten und Gebrechen der festen und flüssigen Theile zu heilen. tisizirte Wasser des Feuers. so verfahre man folgendergestalt. sehr wohl rektifizirtes Nasser. nemlich. Wenn man zur Erhaltung des menschlichen Lebens ein Lebenswasser bereiten will. besitzt. daß diese Quintessenz ihre Kraft behalte. welches in der Kunst der Alchymie gesucht wird: es heilet und bricht alle Festigkeit. Man nehme ein gebranntes. das Feuer und das Wasser. welches die Kraft des Obern. und sie hat die Kraft der vier Elemente. das ist eine körperliche. denn wenn es ein nach oben gezeigter Weise verfertigtes Menschenblut wäre. 25z so wird es rektifizirtes Wasser des Feuers genannt.

ten und vertilgen. oder andere. die Kraft des Weinsteins sei. Man sorge auch nicht. und alsdann hat es ganz und völlig seine Wir kung. daß in diesem Stein ein wenig Erde grosse Kräfte und Tugenden besitze. Sie irren aber alle mit einander. denn das würde stark und scharf sein. und . die sie in der Asche des Glases zu. wenn gleich dieser Erde nur wenig ist. Und wird es oft von seiner Erde abdcstillirt. besitzen glauben. Und die Arzenei nicht trinkbar sein. ser machen. so macht es ein rek- tifizirtes und vollkomnmes Lebenswasser aus. die Erde des Steins . nicht eine andere Erde zu suchen. Man bemerke daher wohl. und ihm jenes Ferment erthcilt. ja das brennende Wasser würde das ganze Werk vernich. daher geben wir dem Wasser die Kraft seiner Erde. So denken zwar einige. . welche sich einbilden und lehren.-. Da her soll man sich wohl hüten. ohne welches der Geist des Steins nicht vollkommen kann erhalten werden: so hat er keine vollständige Kraft. Wenn es nun so in seine Erde verwandele wird : so heißt es ein Wasser des Lebens. welche der Stein in sich hält. zur völligen Nahrung des ganzen Steius zu. denn wie schon vorhin gesagt ward : wie ein wenigSall- erteig eine grosse Menge Teiges zu säuern dient: so reicht auch die geringe Menge Erde. Auch soll man dazu kein brennendes Was.256 -.-- ganzen Geschmack. Weil hingegen vielmehr die ganze Vollkommenheit eines jeden Steins in der Kraft seiner Erden besieht. daher würde es nicht gut beizube- halten sein. die nach dem Ausdruck des Philosophen seine Ernahrerinn und Säugamme ist.

Allgemeine Reformation der ganzen Welt. " Eben so wird auch diesem Lebenswasser nichts zugesetzt. Und das ist alsdann der geseegnete Weisensiein. ei« Arzenei. das er einzuführen gedachte. 3t daher . blos das Ueberftüssige wird hinweg gethan. welcher den ungeordneten Haufen von Gesetzen in eine geordnete Sammlung M sammentragen und ein Gesetzbuch des römischen Kaiser- thums einführen ließ. denn sie glauben. 257 und so leitet ein Blinder den andern und fallen beide in die Grube. ersuchte vor einiger Zeit den Gott Apollo um seine Einwilligung zu einem neuen Gesetz. <^)er Kaiser Justinian. von den sieben Weisen Griechenlandes. Dies Gesetz dünkte dem Gott abscheulich zu sein. V. Er sagte Archiv i. Aber eine fremde Erde muß gar nicht hinzukommen. wie «uch Geber bezeuget. sie machen ein Wasser des Lebens. «—. und bereiten ein Wasser des Todes. 'wo nichts fremdes hinzu kommt. und wodurch er den Men schen aufs schärfste verbieten wollte: Grausam gegen sich selber mit verkürzung ihres Lebens zu sein. und andern gelehrken Mannern bekannk gemachk und ausgeschrieben worden. sondern man hat nur alle übrigen Feuchtigkeiten davon zu trennen. wenn er sagt : „ Es ist ein Stein. weiche <wf Befehl des Gokkes Apollo.Ch.

so voller Laster und Bosheit. indem eine Menge Beispiele vorsielen. wenn man nicht durch sein vor geschlagenes Mittel dem Uebel zuvorkommen würde» Apoll erkundigte sich hierauf sehr genau. zu sterben begehren? Jch habe bis her so viele Philosophen und Lehrer guter Sitten ange stellt. damit dem Elende abgeholfen werde. daß die Leute. daß es immer arger werde. die durch Weisheit und hohen Verstand be . und ihnen die Furcht und den Abscheu vor dem Tode benehmen sollen . auf welche Art die Welt jetzt lebe. daß die Leute sich selber aus Verzwei flung den Tod angethan. und den noch sind die Sachen nun unglücklicher Weise dahin ge kommen. daß eben diese Menschen die sich vorher so schwer zum Tode entschliessen konnten. wozu man aus allen Standen. eine Zusam menkunft zu halten. daß sie durch ihre Lehren und Schriften andere beherzt machen. um nur des Lebens entledigt zu werden. dem sei freilich also. nun mehr gar keine Freude an dem Leben finden ? Und ich bin noch lassig und schlummernd bei einem so unordentlichen Wesen?" Der Kaiser antwortete. und fand sie bei dieser Untersuchung so verdorben.Man» ner rufen sollte. und zu befürchten siehe. daß' sie schwerlich noch einen höhern Grad der Ruchlosigkeit erreichen konnte. blos zu dem Ende. und die Negirung in so grosse Unordnungen und Mis brauche verfallen ist. daß das menschliche Geschlecht so übel beherscht wird.»5« "> daher seufzend zum Kaiser: „Jst es immer möglich. den noch bleibe das Gesetz höchst nöthig. Daher beschloß er aus dringender Roth.

daß bei einer solchen Reformation das unsträsiiche Leben und gute Beispiel der Verbesserer weit mehr Nutzen und Vortheil stiften. daß die Früchte und der Nutzen. Dem Kaiser war dabei bekannt. Allein es fanden. sie hätten das Mittel gefunden: den Hunden grade Beine zu machen. genschaften. daß die Weisen aus ihrem Mittel unbilliger Weise bei dieser Wahl übergangen worden. als die besten Regeln und Gesetze. Und da dem Kaiser wohl bekannt war. die mau vorschreiben könnte. R » don . keinen einzigen. wendigen Grad der Vollkommenheit besessen hätte. sehr angenehm. berühmtwaren. war den Griechen einer seits wegen der ihrer Nation vom Kaiser erwiesenen Ehre. weil sie glaubten. sich bald zu Anfange einer so wichtigen Sache allerhand Schwierigkeiten und fast unüberwindliche Hindernisse. und einer unzählbaren Menge anderer geschickter Leute. ja man glaubte. der nur einigermassen die zu einem so wichtigen Werk. und im Zeugniß eines ehrbahren Lebens und mismifiichen Wandels standen. erforderlichen Ei. welches doch von den Alten mit vieler Mühe und Arbeit vergeblich gesucht worden war. als die Verbesserung seiner ganzen Gattung ist. die bei jedermann auf dem Parnaß in grossem Ansehen standen. den Rö mern hingegen desto schmerzlicher. Diese Nachricht. fand man unter so viel Philosophen. Denn da der Kaiser zur Wahl schreiten wollte. Aus Mangel an andern schicklichen Personen trug daher der Kaiser das grosse Verbesserungswerk den sieben Weisen Griechenlands auf. geschweige denn den im Grunde dazu uoth. welche sich bald ausbreitete.

als mit scharfen landesherrlichen Befehlen. um sorgfältig die klugen Reden und schönen Denksprüche aufzusammlen. denen doch nur aus Zwang nachgelebt wird : so beschloß er. ihre erste Unterredung zu pflegen. da die gemeldeten Manner sich versamm let hatten. wenn diejenigen. sehr verhindert wird. um den Unmuth der Römer zu mildern. auf dem Schloß zu Delphis versamm let. das Protokoll der Verhandlungen zu führen. Diesem zu Folge haben sich am vierzehnten abgewi chenen Monats diese Weisen nebst den ihnen zugeordne ten Mannern. Am folgenden Tage. die reformirt werden ftllen. Eine auserlesene Gesellschaft der würdigsten und geschicktesten Leute aus dem ganzen Lan. auch noch den Markus Nato und Annäus Seneka zuzuordnen. die erbitterten Gemütherder Unterthanen lieber mit Sanftmuth und Bewilligung einiger Dinge zu besänftigen. auf welchem die beregte Reformationssache solte behandelt werden. welche mit Schaalen in den Händen her^ um liefen. Besonders sahen die Gelehrten mit Vergnügen eine grosse Menge Schulmeister und Bakkalauren. wie er denn nicht minder. welche die gedachten wei sen Männer in grosser Anzahl von sich gaben. wie man . zu den genann ten griechischen Weisen. den jun gen italienischen Philosophen zu gefallen. den Jakob Mazzanius ansetzte. hat. de begleitete sie dahin.26<3 l den man au« der Reformation zu erhalten sucht. persönliches Misfallen an den Verbesserern tra gen. und immer im Gebrauch hatte.

daß das Werk. wodurch andere zur Hleinmüthigkeit veranlaßt werden. da ich euch sagen kann. denen der mensch liche Verstand sich unterziehen kann. uns und unserm Korpori Muth und Entschlossenheit einfiössen sollten. ihr treuloses Herz mit dem verführenden R z -und . 26l man sagt. einem mit je. eine verwahrlosete bis in das Gebein ge drungene Wunde . es werde ein jeder unter uns mit mir überzeugt sein daß nichts zur gegenwärtigen Zeit den Wohlstand und ein ehrbares Leben so sehr erschweret. uns um so genauer zu verbinden und durch. die ihren verborgenen Neid und Haß. Dennoch dünkt mich. Ein eingewurzel- ter Schaden. ihr weisen Männer. folgendermassen geredet: „Es ist.vereinte Bemühungen ein Werk zu beendigen. zu dessen Vollbringung »ir uns hier versammlet haben. wohl keinem Zweifiel unterworfen. eine der wichtigsten und schwersten Unternehmungen ist. Und das um so eher. und es werden sich viele Wund ärzte vielleicht dadmch abschrecken lassen. ein Krebs . ?h«les von Milet. sind allerdings am be schwerlichsten zu heilen.vielen Schwierigkeiten verworrenen Unternehmen sich zu unterziehen. ihre falsche und ge färbte Liebe. als die tückische Art vieler listigen und doppeltgesinnten Naturen. daß eben diese Schwierigkeiten. dessen angebliche Unmöglichkeit unsern Ruhm um so mehr erhöhen und das uns beigelegte Ansehen desto stärker befestigen wird. daß ich das wahre und einzige Mittel gegen die eingerissene Verderbniß der Sitten gefunden zu haben glaube. Denn ich glaube gewiß. der erste unter denWei» ftn.

Denn wenn die Menschen dieses Zeit alters. Weise leichter erreichen. tödtlich danieder liegt. Got tesfurcht. bemerken werden." - „ Und nun. und ihr werdet bald durch den Erfolg erfahren. ihr weisen Männer. legt nuf diese Wunde. daß das menschliche Geschlecht. Aetzmittel und schneidende Messer. braucht glühendes Eisen. Und diese Absicht kann man doch auf keine. tretet herzu. daß man die Menschen bewege und dringe. Freundschaft. mit offenem. wie ihr mir eingestehen werdet. wie unser Kaiser selbst seinen getreuen und tugendhaften Unterthanen als eine nöthige Sache versproche hat. welches itzt seiner vielfältigen Laster und Bosheit wegen. und von Aerzten fast verlassen und auf gegeben wird. und die Hei ligkeit des Lebens wieder annehmen und wie es in sei nem Ursprung war. und die Aufrichtigkeit im Munde. in ihrem ganzen Leben mit einem reinen und lautern Gemüch und in Einfalt des Herzens zu verfahren. in Einfalt und Lauterkeit wandeln werde. Herzen zu reden und zu handeln. die ich euch entdeckt habe. und sie sich gezwungen finden.262 >„ und gleissenden Mantel der Einfalt. scharfe und beissende Arzneimittel. Es besteht daher die wahre und heilsame Ar- zenei gegen dieses Uebel darinn. so werden sie sich auch des Vorzüglich sten . die in ihren Händeln itzt so arglistig und verbor gen verfahren. daß ihre Gesinnung durch diese Oeffnung ihres Herzens offenbar sei. sogleich genesen. die Wahrheit in der Rede. und christlichen Liebe zu bedecken und zu be schönigen wissen. als daß man das Herz der Menschen mit einem Fenster versehe.

" Dieses Gutachten des Lhales gefiel der ganzen Ver. Averroes und andere Belehrte von Ansehen zum Kaiser und stellten ihm vor: daß das vornehmste Mit tel. Allein eben da die Wundarzte ihre Werkzeuge anzulegen im Begriff standen. um den Leuten die Brust zu öffnen. er gab Befehl noch denselben Tag Hand anzulegen. und daß dieses köstliche Kleinod der Fürsien nicht in solche Gefahr zu setzen sei. sammllmg. im Publike ständen: so sollte man billig doch auch bedacht sein. in dem Ansehen bestehe.. Plaro. sie in dieser Meinung zu erhalten. womit die Glieder desselben andern vor leuchteten. ward es von jedermann gut und heilsam befunden. welches nicht geschehen könnte. Der Geist der Gleisneret und des Heuchelns wird aus dem Herzen vieler Men schen weichen müssen. ihr» Werke werden mit dem Worten übereinkommen. wegen seines unstraflichen Wandels. versichern müs ten. sie werden nicht mehr scheinen. der That selbst. l« 263 sten bei aller Tugend. « 4 re» . und als man die Stimmen sammlete. womit heut zu Tage die Welt beherrscht und im Zaum gehalten werde. virgil. traten Homer. die doch nicht lügen kann. und das Fenster einzurichten. sondern sein. welches die Obrigkeit bei den Unterthanen habe. wenn man mit schleunig ger Vollstreckung des heutigen Rathschlusses fortfah. Jn so grosser Achtung der Philosophische Rath. Lebens und guter Sitten. Der Kaiser bestättigte nicht minder den Vorschlag. und ihre /tzt so hurtige und zur Falschheit abgerichtete Zunge wird mit der Wahrheit des Herzens harmonisch sein.

und für aufrichtige und ehrliche Leute gehalten werden. in welcher sie für die Reini gung ihrer Herzen noch einige Anstalt treffen könnten. mit Schimpf bestanden zu sein. daß sie einer geringen Reinigung nicht trauen dnrf. Einige versuchten die Reinigung durch eine Wäsche. Und so wie jene zur schärfsten Lauge greifen mußten. sondern den Leuten eine fügige Zeit lassen mögte. so befand sich keiner ohne Be- sorgniß. und falscher Liebe reinigen könnte. ten Rathschlusses auf acht Tage ausgestellt sein sollte. Dem Kaiser schien diese Erinnerung nicht grundlos. Denn wenn man sie mit dieser Eröfnung der Brust überraschen. und ihnen unverwarnt ins Spiel sehen sollte: so könnten viele die itzt in hohem Ansehen stehen. verborgenem Neide. wie auch in dem medicinischen Waarenlager diese Mittel völlig oer grif- . und daher befahl er. als der Schein vermuthen lassen. daß man nicht so rasch mit dieser Verrichtung zufahren. wenn man ihn so unerwartet überfallen und den heimlichen Rath seines Herzens offenbar gemacht hätte. Daher baten gedachte Manner. andere durch Arzeneien. Viele fanden so gar in ihrem He rzen die arglistigen Gesinnungen so ciugewur- zeit.»64 ren würde. verdeckter Bosheit. die stärksten Mittel zur Hand zu nehmen. daß die Vollstreckung des gedach. damit ein jeder innerhalb dieser Frist sein Herz von Arg list. da man sie für ganz andern Leute erkennen würde. ten und genöthiget waren. erröthen müssen. so hatten diese die wirksamsten und heftigsten Arzeneien nichig. Da nun jedermann an sieng in sich zu gehen und sich zu prüfen und sein Jn nerstes zu untersuchen.

? als diese mechanische Reinigung der Herzen. in denen der Saft des Lebens rinnet. Galen. wenn nicht des Lebens beraubet. Allein den Tag zuvor. vorging. der bemerkte das alles nicht ohne Verwunderung. ehe man zum Werk. und die menschlichen Leiber. das edle Geschöpf. also zu belasten und der Gefahr auszusetzen. und man hätte eher auf wer weiß was. oder eine der verwundernswürdigen Röhren. Erosistratus und andere berühmte Aerzte zum Kaiser. verlezt. gingen Sippokra- tes. denn es verbreitete sich in der Atmosphäre ein stinkender Dunst . ftn Universums gehallen worden . an ihrer Ge sundheit geschwächt werden? Und nun warum? einiger weniger Jndividuen halber. welches wegen seiner verwundernswürdigen und höchstkunstreichen Zusammensetzung seiner Glieder. und zähem Gehirnmark? Denn Menschen von etwas glück- N 5 licht . und thaten ihm folgende Vorstellung: „Jst der grosse Kaiser völlig entschlossen. zu allen Zeiten für das erste aller Wunderwerke der schaffenden Meisterhand und für einen Auszug des gros. argwöhnen sollen. " 265 griffen wurden. daß irgend ein grösseres oder kleineres Werkzeug seiner Empfindung. dennoch. und anderer. die sich für Lehrer der guten Sitten ausgaben. beson ders was im Revier der platonischen und perivatheti- schen Philosophie. von dickem Schädel. Jndessen war die bestimmte Zeit der allaemeinen Herzensreinigung verflossen. und so hatte der Auswurf der Dichter oft den Geruch von auf gewärmter Kohlbrühe. schreiten sollte. Wer hierauf genau Acht gab.

daß in die Herzen der Sterblichen Zuneigung. welches itzt unter den Menschen Ueberhand genommen hat. aus dem Wege zu räumen. durch das Bei spiel der Thiere zu bewegen. Es ist nicht zu zweifeln. nehmen. und dem nur da durch abgeholfen werden kann. daß er den Entwurf aufgab und der Versamm lung durch den Arzt und Dichter Ausonius Gallun ansagen ließ. Eintracht und Liebe gepflanzt werden. hat meines Erachtens nichts anders zur Ursach. deren Vernunft sie über die der selben beraubten Thiere so weit erhebt. als das Gift des Hasses und Neides." Diese Vorstellung der Aerzte vermögt« beim Kaiser st viel. den gewünschten Endzweck zu er reichen. Worauf Solon folgendergesialt da« Wort nahm : „ Die gegenwärtige Anordnung. durch den Umganz von wenig Tagen. Und das ist Gottes vornehmstes und höchstes Gebot. fündigkcit und Verschmitztheit. sind hinlänglich fähig. sich freundlich mit einander in . weise Männer. und der andern Umanderer Gutachten ebenfalls vor. die auch nicht geradezu Spitz. Jnnerstes zu durchschauen. Daher sollten wir uns nach allen unsern Kräf ten dahin bestreben. daß es uns gelingen werde.266 licherer Organisation. sondern nur geringen Mutterwitz und halb gesunden Menschenverstand erhal ten haben. und Menschen. die Ursachen derer Feindschaften und Uneinigkeiten die itzt im Schwange gehen. sie sollten in ihrem Geschäft fortfahren. den verdecktesien Heuchler bis in ftin.

wie nun die Menschen thun. daß diejenigen. ^sind. Es ist also augenscheinlich. daß sie. Dies ist der Stein des Anstosses und der Aergerniß. nicht dazu. daß sie sich nicht mit gleicher Grausamkeit begegnen. diese Welt. wie doch allen bekannt ist. und Neid. deren Gemüth von Geiz. die wir bewohnen . dessen sie so würdig ist. daß die Geizigen sie unter sich theilten. aus welcher der grausame Haß. ihren Aufenthalt ans ihr haben. ich habe oftmals dieser Sache. " „Liebe Gehülfen. die unversöhnliche Feindschaft unter den Menschen entspringen '! Und desto mehr ward ich dann in meiner Meinung bestärkt. gleich den Thieren. werthe Mitgenossen. oder des Dein und Mein entstehen. Abgunst und Haß von sich ent. Fände diese schädliche Gewohnheit unter dm Thieren Statt. so fragte ich mich. welches uns in so grosse Verwirrung gebracht hat. und ein Mein und Dein daraus machten. " „Die Menschen. Wel ches ist. und eine völlige Gleichheit unter ihnen herrscht. 267 zu begehen. ftriit zu halten. Uebermuth und Herrschsucht eingenommen ist. da jene hingegen itzt friedlich leben. diese un gleiche . Hoffart. daß sie blos aus der Ungleichheit der Güter. in gewisser Absicht auch Thiere. allein sie haben die Vernunft zu ihrem Gebrauch em pfangen . mit dem Fleisse. und mit gleicher Wuth sich aufreiben würden. doch die wahre Quelle. nachgedacht. so zweifle ich nicht. «-«-----. und dem un- seeligen Gebrauch des Jndividualrechtes. weil sie kein Eigenthum haben. ist von dem Schöpfer dazu bestimmt worden.

daß die Reichen gegen die Armen allerlei Uebermuth verüben. und bei diesen Verzweiflung ihren Sitz ausschlagen. hinterlassene Erbschaft ist. und sie unter alle und jede Mew . blos. so kann leicht auf ein dien liches Mittel gedacht werden. gleiche Theilung verursacht haben.. da man bemerkt. von denen wir alle als Brüder un- fern Ursprung haben. Mit welchem Rechte läßt es sich daher beschönigen. daß gemeinhin der Redliche und Tugendhafte Mangel leidet und darbt. daß er damit nicht sein Haus vorzusehen vermag? Diese ungleiche Theilung ist um so verhaßter. weil bei jenen gemeinhin Uebermuth. daß zu dem gegenwärtigen Verbesserungswerke nichts ersprießlicher sei. als daß von der gemeinschaftlichen Erbschaft Einer ein so grosses Thsil besitzen soll. Da ich Euch nun das Uebel entdeckt zu haben glaube. Denn wir beken» nen doch alle. daß dieser nicht so viel Theil daran haben soll. Eben dahsr kommt es nicht minder. und ich bin der Mei nung. daß der Machtige den Schwachern unterdrückt und auf der andern Seite der Widerwillen wider die Reichen und die Obern aufwachset. Aus dieser ungleichen Thei lung der Güter kommt es her. die Armen hin- wieder den Reichen beneiden. indessen sich Buben und The rm im Ueberfiuß befinden. eine dem menschlichen Geschlechte von Einem Vater und Einer Mutter. daß er ihm nicht vorstehen kann? der andere hingegen so wenig. daß die ganz« Welt. als sein Bru der'! Oder welche grössere Unbilligkeit können sich Recht» liebende denken.68 ' . als so fort zu einer neuen Thei lung der Welt zu schreiten. die wir bewohnen.

die redlichen und tugendhaften Men schen hingegen bei weitem den kleinern erhalten." Die versammleten Weisen stritten lange über dieses Solonische Gutachten. periander. würde das sein. Da dieserhalb der Solonische Vorschlag aus an geführten Ursachen verworfen ward: so trat Chilo mit folgender Rede in der Versammlung auf: «Jch . theure Zeit. allein vergeblich. und pitta- tuo fielen ihm zwar völlig bei. Denn der mächtigere Löwe würde doch den grössern Theil. so verhalte es sich doch in der That nicht also. wenn Sklaven sollten reich und ihren Herren gleich werden. daß ob zwar viele die ansieckenden Krankhei ten. mit denen Gott das menschliche Ge schlecht strafen könnte. der mit dringenden Gründen darthat. die von Gott verhängt we«den könnte. allein der grössere Theil stimmte für den Senera. und Krieg. daß die vorgeschlagene neue Austheilung der Welt. daß man ten Menschen hinfort kaufen und verkaufen aufs ernst- lichsie untersage. Dadurch könnte die heilsame Gleich heit der Güter und de« Reichthums unter den Men schen eingeführt werden. halte ich für gut. Er fügte hinzu. Blas. die ich und andere Gesetzgeber ehemale mit grosser Mühe. noch grössere Unordnung und Zwietracht mit sich führen würde. sondern die schrecklichste Plage. Mensch«n in gleichen Antheilen auszutheilen. Und da» mit man nicht in der Folge aufs neue in die gegenwär tige Unrichtigkeit gerathe. diese Mntter des Friedens und der Eimgkeit. zu bewirken ge sucht haben. Pest. für die schärfsten Geisseln achteten.

und dasjenige dessen man zur Erhaltung seines Leibes und Lebens bedürfe. für die Ursach alles Unglücks . zur Erhaltung des menschlichen Geschlechts sei aber ein Aequioalent nöthig. die an sich doch keinen andern als eingebildeten Werth besitzen. in dessen Besitz man sich aber nicht befände. das wir itzt in der Welt antreffen. ansehe. die nicht n»gescheut begangen zvird . gelehrte. Wenn . «Jch glaube nicht. dafür eintauschen zu können. daß einer unter euch mir wider streiten werde. Es ist kein Bubenstück so schändlich» keine That so abscheulich." Diese Meinung. um dagegen andere Dinge einzu wechseln. so muß auch nothwen- dig das Uebel aufhören. das man nach einer allgemeinen Verabredung zur Schätzung aller tzbrigen Dinge zum Grunde legen müßte. auf ewige Zeiten zu verbannen. hielt dennoch bei genauerer Prüfung die Probe nicht. Laßt uns daher einmüthig mit einander Messen. wofern der Thäter nur den Erwerb Geldes und Gutes davon absieht. und zum Theil selber nut erleiden. Denn da auf diese Weise die Ursach hinweg genommen wird. verständige und ein. die freilich anfangs einigen Schein hatte. wenn ich die unersättliche Begierde nach Ueichthümern. sichtsvolle Männer. weil es zum Maaß der Schätzung und Vergeltung aller Dinge diente. daß kein besserer Weg vorhanden sei. als die beiden Metalle. die Laster womit die Welt beladen ist. daß die Menschen darum Gold und Silber sammleten. auszurotten und ein der menschlichen Natur würdigeres Leben ein zuführen. Man wandte dagegen ein.

wo die Muscheln. ^ . Sicheln. um daraus Pftugschaaren. und sagte : . Welt. das so. zu bezahlen. Es würde unbedachtsam sein . Schrammen mit Wunden zu heilen. " Rleobuls Meinung schien zwar den Reformatoren gegründet zu sein. Vorzüglich nahm Rle« obul. wie die Erfah rung in Jndien gelehrt hat. die nur nach ihnen geschätzt werden. Nur die menschliche Bosheit hat es zn Werkzeugen des Mordens angewandt. und sie nicht eher aus dem . Gold und Silber werden blos nach ihrer natürlichen Bestimmung gebraucht. das ist das schädliche Metall. Das Eisen hingegen hat uns die Natur gegeben. so würde man doch au ihrer S/att andere Dinge einführen müssen. Hacken und andere zum Ackerbau nöthige Werkzeuge zu bereiten. mit Erbitte rung das Wort. Sie beschlossen daher emmüthig : Es sollte das Gold und das Silber nach wie vor beibehalten werden. „ Verflucht und verbannt eher alles Eisen aus der. die es läuterten. daß man auch des Eisens nicht entbehren könne. ^ . viel höher geschätzt werden als Gold und Silber. nemlich alle andere Dinge. > 271 Wenn man daher auch die beiden bezüchtigten Metalle von ihrem Werih entsetzte. die beiden Metalle mit größter Genauigkeit zu läutern. der sich mehr als die andern Männer über die Widerlegung dieser Meinung erhitzt hatte. allein denen. viel Böses in der Welt gestiftet hat. man nähme dann Eisen in die Hand und zöge einen Harnisch über die Haut. wollte man aufgeben. sagten sie. allein sie erwogen nicht minder. deren man sich statt des Geldes bediente..

sich durch Verdienst dazu wür- dig mache. daß unsere Vorfahren die ehemals s« wohl gebaute Strasse der Tugend verlassen und sich auf den Weg der Untugend geschlagen haben. zuärndten sind. zur Nachtzeit Strickleitern an dem Tempel der Ehre an. sondern man legt. fing pittakus zu reden an : „Weise und gelehrte Männer. wer nach Belohnungen. die doch mit ausschliessendem Rechte der Tugend zu gebühren scheinen. Theure Männer. bloS dadurch gerathen. daß leider! Niemand mehr zu Wür den und Ehrenstellen. Andere erbrechen durch Ge- schenke und Vortheile das Dach. in wtlchem die Wünsche ihres Herzens auf bewahret liegen. dies ist meine Meinung. gereiniget -worden. daß.272 „«--»-«« dem Feuer zu geben. so treibe man. und springt durch die gewaltsam eröfneten Fenster hinein. und steigen so in den Tempel . und die Tugend zur Führerinn auf dem aller . Als diese Sache mit dem gehörigen Ernst beendigt war. es geht so traurig zu. die sie bei sich haben. wodurch in diesem verderbten Zeitalter weit eher Belohnungen ein. und befehle durch ernstliche Gesetze. gleich den Räubern. von welchem wir sie zu entledigen streben. durch Verdienst und Tugend zu gelangen strebt. daß die Münze auch heilig«» und frommen Leuten so fest am Finger klebe». Wenn man also diese verderb- <e und von Thorheit angefüllte Welt gründlich verbes sern will. die Menschen auf den Weg der Tugend. hinab. die Welt ist in das Elend. indem eine phy- fische Ursach vorhanden sein müßte. bis sie von denen Schlacken. Wür den und Aemtern strebt. wie vormals.

dadurch <uif.. . alles unsers Nachfor. schens hbchsiwürdige Sache. Ih. i.. allein periander hielt ihren Entschluß. daß die höchsten Würden durch keute bekleidet werden. vielmehr unbekannte und unversuchte keute. zu bezaubern und sich verbindlichzu machen wissen/.' ' . senden. bei interrsslrt sind wie ihr Land regirt werde. Die ganze Gesellschaft hörte der Rede des pittakus mit Vergnügen und Verwunderung zu.-. daß ein grosser Misbrauch in der Austheilung der Würden und Acmter eingerissen. wägen. Allein es ist eine. erwähle. als durch die Magie der Heuchelei und Schmeichelei. bei denen man gar nicht absieht. durch welche andere Mit. selbst derer. die nicht ohne Verstand und Klugheit sind. aus dem Staube>erhehen? Einen geheimen Einfluß magl. von deren Verdienst nichts zu rühmen ist. wenn er sehen muß. Archiv. die wahren Verdienste zu erwerben siehen. wie ehemals. ernstlich die Ursache zu er. auf den. M sie dazu gekommen sind.. Männer von Redlichkeit und Ver- dienst in Würden von ausgebreitetem Ansehn und Macht setzen. die doch am meisten da. nicht mehr. wodurch sie die Gemüther der Fürsten. er dem erstem Nel< sen nachdrücklich widersprach und sich folgendergestalt über seinen Vorschlag ausdrückte : „pittakus bat allerdings Recht. Freilich isi's eine trankende Demüthigung für den tugendhaft ten und verdienstvollen Mann. daß. . lsi. . S fch« . Vielleicht hätte man es bei seinem Gutachten bewenden lassen. warum die Fürsten . den sie zu fassen im Begriff standen. -73 allerdings beschwerlichen Wege...

von Leidenschaften beherrschen. son dern ihre ganze Bemühung hat die Erhaltung ihrer Hoheit zum Zweck. daß sie sie nicht beobachten. Alle Schriftsteller. verblenden lassen. Für sien macheu ihre Entschlüsse nicht aufs Ohngefehr. nicht allein die brüderliche liebe hintan setzen. daß Fürsien .. es sei nicht "' . und könnte eher als Regel in der Politik dienen. lassen sich auch nicht.. wenn man den Grund davon in einer Fahrlässigkeit suchen wollte. Weil nun diese Hauptregel den Fürsien zwar bekannt ist.. einer Re gierung wohl vorzustehen.. was ihre fürstliche Hoheit so genau angeht.'. wo ihr Land und ihre Städte nur ein wenig interessirt sind. Jch habe viel darüber nachgedacht. und man dennoch augenscheinlich siehet. oder des mit einem grossen Theil seiner Macht beliehen«n Höflings wird man nicht annehmen wollen. wie sich einige thörigter Weise einbilden.. und eine Handlung. die von Regierungssachen geschrieben ha ben. die Privatper sonen oft für fehlerhaft und nachlässig halten.274 ' ' scher Mittel in den Willen des wahlenden Fürsien. sagen frei heraus. die Liebe desselben zu gewi»nen. sondern sich gegen ihre eigenen Kin der erbittern. darinn besiehe.'-'.'". Um so weniger werden sie sich daher in dem. ist oft nach der überlegtcsten Bedachtsamkeit angelegt. wie andere. die sie auf einen gerin gen Diener geworfen haben. und endlich mich überzeugt. würde es freilich sehr voreilig ge.^ schlössen sein. daß das beste Mittel. denn die Erfahrung lehrt zu deut lich.. daß man die hohen Aemter und Würden verdienten Leuten übertrage. von einer übermassigen Liebe.der .

unerfahrne. als durch ihre Gnade und Milde ihm zuwachse. daß er glaubt. . und überhaupt unwürdige Leute von dem Fürsten eher zu wichtigen Aemtern befördert werden. und bläht sich darüber so auf. . und wenn sie so viel Dankbarkeit als andere gute Eigenschaften befassen. als der wahre Werth beträgt. der einige Talen te in sich fühlt. als sie den Sachen übrigens gewachsen sind. 275 der Fürsten. daß. diese Männer. so würde man itzt nicht so viel Klage über die Unordnung zu führen haben. zum Stolz berechtigt. man würde sich nicht beschweren dürfen. daß Einfalt und Untüchtigkeit den Thron der Tugend »nd Geschicklichkeit eingenommen habe. daß aus. sein etwaniges Verdienst doppelt so hoch anschlagen. Jch habe sie selbst gekannt. nnverdienten Zwergen in wenigen Tagen schrcckenvolle Riesen werden und ein kleiner Kürbis über hohe Frucht- bäume hinauswachst. daß Geschicklichkeit und Einsicht eine Hauptcigenschaft fürstlicher Diener sein muß. der leider! fast ein jeder unterworfen'ist. die Fürsien haben mehr RuKm von seinen Diensten. daß die Treue nicht minder nothwendig sei. redliche und verdiente Männer. ist eine Untugend. Ich gebe zu. sondern — ich sage es nicht ohne Un. Sich selber über seine Kräfte gehende Fähigkeiten zutrauen. Und daraus folgt nun . aber man kann auch mir nicht in Abrede sein. lnutb — die Schuld der Unterthanen selber. wenn un gelehrte. die so berauscht von ihrer eingebildeten S 2 Ge» . wenn geschickte und würdige Männer ihren Herren eben so treu waren.als ' Gelehrte. allein vorzüglich vor allen glaubt sich denn doch jeder.

Jst es daher Wunder. die Teutschen in Teutschland. alles wo. „Weise Männer. die Spa nier in Spanien. 276 - Geschicklichkeit waren. zu sie fähig sind. der aus keiner andern Ursache die Gal lier in Gallien. daß die Sterblichen in diese unglückliche Lage blos dar um gerathen sind. wenn die Fürsien sie über gehen oder abschaffen. der einen so treuen und geschickten Mann in seinem Lande besitze. vä terlichen Boden wohnen hieß — wie er selbst dem Für sten der Finsterniß feine Wohnung anzeigte und ihn in den Abgrund der Hölle verbannte — als damit unter allen Völkerschaften der Erde ein immerwährender und allgemeiner Friede erhalten werden möchte. wenig Dank. als sich. besonders. und als Treulose vermeiden ? Und daß sie dagegen sich lieber andern vertrauen . daß sie den Fürsten'. wenn sie in Bedrängniß gerathen. und zu deren Dankbarkeit sich die Fürsien auch in den Zeiten der Bedrängniß. und so ein jedes Volk auf seinen. indem der Fürst ihnen so viel Gnadenbezeugungen erwiesen. zu versehen haben? — ' periander hatte seine Anrede kaum geendigt. Diese Eingebil deten schreiben alle die von den Landesherrn ihnen er- theilten Vorzüge daher sich zu. es ist augenscheinlich. viel glücklicher schätzten. die ihr gemachtes Glück dlos der Milde des Herrn verdanken zu müssen erktunen. als er ihnen die Erde zur Woh nung anwies. und wissen es den Fürsien. Allein nach . als Blas sein Gutachten abgab. die ihnen von dem Allmächtigen damals vorgeschrieben wurden. sprach er. weil sie die heiligen Satzungen ver lassen haben.

so können wir. die wir Pyrenäen nennen. getrennt sind. die nn Gallien und Spanien nennen. zwischen Welttheilen Meere sich wälzen. S z ijnd . durch eine fortge hende Kette von Gebürgen. dann müssen wir sie verehren und schweigen. ihre Bestimmung sei. Wälsche. die allezeit die Quellen der grausamsten Handlnngen waren.'in Werk der gros sen Schöpfung seiner Hande ohne zureichende Absicht angelegt sei. die wir nicht erkennen könneu. in die Länder ihrer Nachbaren zu fallen : so ist das Meer von Unglück ent standen. Von der Weisheit des höchsten We sens läßt sich nicht vermuthen. ver muthen. war' nicht unbekannt. daß . und die Welt ein Schauplatz grausenvollor Auftritte. wenn sich zwischen Teutschland undWälsch- lond die Alpen erheben. Dem. wissenden Wesen. bei dem Jnbegriff aller Vollkommenheit. da die Wege und Reisen zu den benachbarten Nationen durch so viele ver schiedene Hindernisse in der Natur er chwert worden. der sie erkennen kann und danti um so mehr bewundern muß. und wie die Völker alle hcisscn mögen. Oft aber liegen sie auch vor nnserm Verstände da. angereizt haben. daß jegliche Völkerschaft sich mit ihrem Lande begnügen soüe. Oft sind uns diese Absichten Geheinmis« se. Gallier. zu dessen Abanderung wir. und zwischen einzelnen Landern grössere und klei nere Ströme flicssen. und der Himmel gebe! nur nicht vergeblich. weise Anstalten auszumitteln versammlet sind. daß die schöne Harmonie eines allgemeinen Friedens würde getrennt. Teutsche. Wenn jene Länder. Griechen. 5 2?7 nachdem Geiz und Ehrsucht. ohne Vorwitz. auch all. Italiener.

sondern er legte ausser fast unersieiglichen Gebürgtn anch unabseh- lich tiefe Klüfte. und nicht allein ftemde und entlegene Länder. aufs höchste ihrer Gattung. nur von dem einzigen römischen Volke das Beispiel zu nehmen. abzusondern und gleichsam so viel verschiedene Menschen geschlechter zu erhalten. als ns Nationen geben würde : Menschen sollten. das heißt. die Völker noch mehr von einander . daß er seine Haab und sein Gut. wenn die Toll kühnheit der Völker die durch die Natur gezogenen Granzlinien überschreiten würde. sich auf ein kleines Holz wagte. und durch die nothwendig aus dem völligen Maugel an Umgange un ter den Nationen folgende Verschiedenheit der Sprache eines jeden Volkes. nm statt aller. ausscr den. seine Toll kühnheit verleitete ihn so weit . ihrer Na tion. das unermeßliche Welt« nieer befuhr. daß er sein Leben einer wahrscheinlichen Gefahr preisgab. ihrer Familie verständlich sein. daß. 258 ' und ein Wohnsitz des Elendes werden. begnügte er sich nicht an blossen Merkzeichen natürlicher Schranken. So kam es dann. wie die Er fahrung ohnehin auch immer lehret. sondern auch . Gewässer auch Strudel. Allein der unstät- tige und unruhige Mensch durchgrub diese Gebürge. um die ZNenschcn um so mehr an ihre Nation zu binden. und hier Tiefen und da Untiefen an. ihrer Bestimmung nach. Um den Vorwitz daher desto mehr abzuhalten. setz te über Ströme und beschiffte die Meere. und auf die sem so waglichcm Werkzeuge. durchaus in ihren Sprachen verschieden und gleich den vernunftlosen Thie- ren. die Römer unter andern so übermüthig^wurden.

um dadurch alle Nationen und Völker zu zwin gen. die schärfsten Gesetze vorzu schlagen. die Strassen über die Gebürgt verlege. und derglei chen feindseelige Gesinnungen oft von Fürsien und Mäch ten nur durch manche Kunstgriffe angefacht und un terhalten werden. da man aber seine Meinung prüf te. und endlich bei harter Strafe die Schiffahrt untersage." Man hatte der Rede des Biae mit der größten Auf merksamkeit zugehört. vernichteten — weil ihnen die Herrschaft über Wälschland nicht hinreichend war. erkannte man sie nicht für rathsam. die Gebürge selber durch Menschen- »rbeit noch unersteiglicher mache. Und «n auch für die Zukunft einen neuen Ausbruch dieses Ue- bels zu verhüten. allein. eine Brücke auch nur über einen kleinen Wald strom zu schlagen. bin ich der Meinung : daß man alle Brücken grosser Ströhme abwerfe. welche zwischen verschie- denen Nationen im Schwange gehen. zerrissen. daß die Sache sich anders verhalte. die die alte Regel kennen und anzu wenden wissen: viviäe 6c impcra! *) Auch ist bei S 4 keiner *) Trenne es und beherrsche es dann! . Den Reforma toren war zwar nicht unbewußt. um diesem kläg lichen Unwesen zu steuern. ' 273 «uch ihre eigenen Provinzen und Wohnsitze. zerstörten. daß ein jeder in sein Vaterland zurückkehre. Nach meiner lieber- znigung haben wir daher schlechterdings. daß der Pöbel glaube^ der Haß und die Feindschaften. und niemandem ver gönne. sie wußten auch nicht min der. sein ihnen von Natur eingepflanzt .

so der menschliche Verstand jemals erdacht oder ausgefnnden hat. Freunde und Witgenossen der . und das beste Mittel. daß die Gewürze. wenn man die Gesetze und Sitten meh rerer Völker untereinander vergleicht. Allein sie wird ihm auch unentbehrlich und nothig .md zuträglich.« nnd gleichsam in Auszug zu bringen. Zu diesem End« zweck ist die Schiffarth den. und doch einem jedem Lande besondere Gaben . in so grosser Menge werden sie durch die Schiffahrt daher gebracht. in ihren eigenen Gärten gezogen würden. Die Moluckischeu Jn- seln find von den Jtalienern über funfzehntausend Mei len entfernt. weil der Schöpfer die Erde von einer so ansehnlichen Grösse geschaffen. worauf er. welches man doch leicht sich zu eigen machen lann. erbat sich Aleoduws Crlanbniß. weil er viele Länder durchreiset war. die sie daher ziehen. 280 > keiner Nation etwas Vollkommenes in Gesetzen und Gebräuchen. Daher ist die Schiffahrt eine Erfindung der klügsten und ^beherz testen Manner. menschlichen Geschlechte also schon dienlich . vor der Gesellschaft zu reden. Da man also des Bias Gutachten abgefertigt hatte. Daher erhielt Ulysses so viel Anse hen. aus seiner unermeßlichen Milde zugetheilt hat. und dennoch sollte man glauben. folgende Rede hielt: „Ich bemerke. um die Porzüge einzelner Völker und Länder zu sammle. mit so Viel vortrefflichen und bewundernswerthen Dingen an gefüllt. da sie ihm ertheilt worden. Diese Klugheit aber kann doch blos durch Reisen in einiger Absicht vollständig werden. und ihre Sit« ten und Gebräuche beobachtet hatte.

sondern fast unmöglich machen. die Leute mit Gewalk anzuhalten.. die Sown vorschlägt. mühen. als Thales angerathen hat. wenn wir blos darauf ausgehen. Stimmen mich der Freiheit.:' erklären. pittakus Gutach ten. snm« Abtheilung der Welt in gleiche Theile. ' 28 l^ der Weisheit. wie sehr es mich schmerzt. indem sie sich bei den gemeinschaftlichen Berathschlagungen mehr be. wie wir das menschliche Geschlecht von so vielen Mängeln und La stern reinigen. zu. daß ich auch iu die/ ' ser Versammlung Personen bemerke. durch unsere widersprechenden und zum Theil selt^ samen nnd ungereimten Bedenken und Meinungen. die mir theils dieser Ort giebt. und in die Herzen den Keim der Tugend pflanzen mögen. Damit ich also bei meinen. zur Erörterung des Gegenstandes dienliche und für die Zu hörer selbst zweckmässige Sachen vorzutragen. wo wir vei samm« let sind. unternehmen? Chilolw Rath. daß wir unser gegenwärtiges Verbesserung^ ' werk. theils die Wichtigkeit der Sachen. der bei jungen leichtsinnige» und' titeln Genckthern gewöhnlich herrschet. bediene. der die Brust geöffnet wissen will? Wc^. Denn gewiß. . Gold und Silber aus der Welt zu verbannen. durch neue und weit hergehohlte Spitzfündigkei? ten sich auszuzeichnen. bei welchei. so bm ich gedrungen. als fn. die unsern Händen anvertrauet worden.chtbare gegründete. nicht allein äusserst erschweren. auf dem Wege der Tugend und Verdienste zu wandeln. daß man die Berge höher nnd nnersieiglicher S 5 mache. sollen wir die müh-. und dcs Bias Einfall. wozu bedarf es danu einer so gefähr lichen Verrichtung. sich eben' der Mangel befindet.

oder die er durchaus nicht nehmen kann. als verbessert. oder dem Kranken mehr Schmerzen und Marter machen. und daß das augewandte Mittel. seine Wirkung hervorbringe. daß es bald und still. wie wir nnserm Zwecke nach sein sollen. nicht unbedachtsam und unweise. die die Gegenstände des grossen Ver besserungswerkes sind. als sie von Natur sind. und. Wer würde nicht einen Barbier für straffällig halten. und daß es mit Ver gnügen von denen. Wenn man aber diese Regeln nicht zum Grunde legt. die ihm nicht bekommen. daß die Kur nicht ärger als das Uebel sei. 282 ' mache. Denn mit Recht wird doch ein Arzt getadelt. Binde suchte. Daher sind die Reformatoren verpflichtet. ehe sie die Wunden und die Laster verschreien. aufgenommen werde. leicht ins Werk zu richten stehe. so wach sen die Misbräuche. nur in andrer Gestalt. müssen vor allen Din gen dahin sehen. abzuschaffen — sind das nicht lauter seltsame ungeheure schädliche fruchtlose unausführba re und lächerliche Entwürfe? Reformatoren. eben so arg. welches allem schon einen glänzen den Beweis von der Vortrefflichkcit des menschlichen Verstandes ablegt. welches die Aus rottung der Laster bewirken soll. als die Krankheit selber. ohne grosses Aufse hen. als zuvor werden. der einem Kranken solche Mittel ver- schriebe. daß sie ein gutes und heilsa mes Mittel in ihrer Gewalt haben. daß man die Leute durch Ver- . und die Welt wird eher verschlim mert. der erst die Ader öffnete und hernachim Hause herumliefe nnditzt erst eine. um sie zu verbinden'? Jst es nun ebenfalls . und das grosse Wunder- werk der Schiffahrt.

daß menschliche Hülfe ihr nicht steu- len könne ? Tacitus. 283 Verschreien und Ausbreiten erst in bösen Ruf ihrer La sier wegen bringet. die seine Meinung nur recht fassen. ra. oder sich ihren Meinungen zu widersetzen. es sei weit besser. jedem vorschwatzt. haben. nicht zu regen. so fort die Axt an die größte Wurzel legen. ein Schriftsteller. wenn er klüglich handeln will. standen alle in der doch gewiß ge« gründeten Erwartung. Wer einen bejahrten und starken Eichbaum fällen will. daß man wohl merken konnte. wenn es auch mit gutem Grunde geschehen könnte. nicht nur ich. denn mit glühenden Augen und brennendem Gesicht redete er also l „ O weiser Aleobul. die Wipfel von den obersten Zweigen mit Scheeren abzu schneiden. fing Thale» von NAlet an. angeschene und für fromm gehaltene Männer zu er zürnen . der sich vielleicht nie irret. die Bosheit sei so hoch gestiegen. die Laster." AlsAleobulus seine Rede geendigt hatte. sondern alle die- sc Manner. allezeit Recht findet. wie gefährlich es sei. wenn er von oben anfangt. daß wir deiner besondern Klug« heil . als daß man ihnen zu erkennen gebe. wie auch ich gegenwärtig thun will — indem ich erkläre : daß die ganze Reformation der gegenwärtigen Zeit in diesen we- »igen Worten besiehe: Das Gute belohnen und dan Vöse bestrafen. sie mit einer solchen Heftigkeit zu wider legen. die überhand genommen.thet daher in diesem Fall. und bei Lesern. man sei zu schlvach ^hnen abzuhelfen. deren Gutdünken du so sophistisch und unbe hutsam verlacht hast. fangt seine Sache gewiß nicht recht an. sondern er wird.

in dieser ganzen Versammlung ist wohl keiner zugegen. Denn wer weiß nicht. ich will nicht sagen die schwerste. ob du ein solches schar fes Auge gehabt hast. oder einigen Betrug und Heuche lei. der d«s sogleich hat erkennen können? Denn noch bis itzt ist es keinem lebendigen Menschen geglückt. die in ihrer frommen Einfalt hin leben ohne Gepränge. der nicht auch ohne deine Bemerkung gewußt hätte. Allein hier frage ich eben: welches ist denn zu unfern Zeiten der wahrhaft fromme. würden zu verdanken haben. 284 »—. Allein anstatt eines leichten Mittels. welches der böse Manu? Und ' gern tnöcht' ich von dir erfahren. und also der einzige bisher ge wesen bist. daß die Beloh nung des Guten und Bestrafung des Bösen das Haupt werk bei nnserm Reformationswesen ausmache. daß oft der loseste und arglistigste Tropf für «inen frommen und ehrbaren Mann gehalten wird. heit und Einsicht irgend einen neuen und mit Wunder« kräften begabten Bezoarstein. Lieber Aleodul. die der leichtglaubige Sammler <5ajus plimus. das du uns versprochen. die wahre und aufrichtige Frömmigkeit von der falschen und gefärbten zu unterscheiden. Herzen. hast du uns. . und der lügenhafte Erklärer Albertus der Grosse nick' wunderlicher hatte erfinden oder ausdenken können. wie hoch die List und die Tücke unserer heutigen Meiß ner gestiegen sind? Allerdings haben sie es zu einer sol chen Vollkommenheit gebracht. etwa aus Jndien gebracht. und hingegen Leute von reinem und lautern. und gegen den vorhandenen Zustand heilsam zu gebrau chen. sondern die allernn- möglichste Sache vorgeschlagen.

" . Jedermann liebt von Natur die Frommen und hasset die Bösen. allein das ist nicht erst heute in Gebrauch gekommen und wird auch nicht mit heute aufhörei. Das hätten wir auch thun können durch die Eröfnung des Herzens . die Frommen hingegen ge drückt und nachgesetzt werden. die nunmehr ihr« Augen auf den periauder anch . besondere aber die Fürsieu. so geschieht es doch nicht mit der Fürsten Willen. oft einer argen Nachlässigkeit beschuldigt werden. 285 lei. Und wenn bisweilen Heuchler und Fuchsschwanzer und dergleichen arglistige und verschmitzte La ucer von Fürsten hervorgezogen und erhoben. mit dem Schein des gemeinen Beßten eigene Schande zu bemänteln. weil sie sich in der Wahl der Personen irren. Der Widerspruch des Lhakes gefiel der ganzen Ver sammlung. die nicht allein der wesentliche Trieb ihrer menschlichen Natur. in wel- ches ich den heilsamen Saamen der Erinnerung gewor fen hatte. werden allezeit durch diejenigen angefochten und gehindert. sondern darum. sondern auch die Betrachtung ihres eigenen Jnteresse dazu reizet. so gut und heilig sie immer sein mögen .. Allein alle neue Gesetze. wie er nicht minder allein in die Tiefen und Verborgenheiten des Herzens stehet. und eine heuchlerische Tücke ist es. die ich vorgeschlagen. wenn nicht ein fcindsteliger Genius des menschlichen Ge schlechts sein Unkraut gejact hatte in das Land. die wegen ibrer straflichen Nergehul'^en ihren Lohn zu befürchten lmben. Denn nur Gott allein kennt und belohnt die achte und wahre Frömmigkeit.

die wahre Ursache der Verwirrung. die man uns vorgebracht hat. also vor. Aber daß wir. nur allzu leicht fti. daß vier Finiftel von Kranken deswegen sterben. da die Krankheit. ist uns desto schimpflicher. nicht minder das Mitleiden. sondern auf den Arm. liebe Brüder. nicht zu er forschen im Stande sind. in welcher diese Zeit schwebt. die der weiseste der Kaiser als das Salz der Erde hervorzogen hat. daß sie nun begierig sei. welche wir erforschen sollen. wel ches der Anblick des Elendes dieser Zeit billig erpresset. der doch gesund ist legen. als wo!l:e man das Pflaster nicht auf die von hohlgän- gigten Geschwüren gefressene Brust. 286 . auch sein Gutdünken «nzuhören. daß Jrthum m Sachen. da es nicht nur der Befehl unscrs erhabenen Gebieters. sondern augenschein lich und jedermann offenbar ist. ihm dadurch anzudeuten. be- stärkt mich in meinem alten Glauben. die sich doch noch einigermassen damit entschuldigen können. weil ihre Aerzte ihre Krankheit nicht recht erkannt haben. die man nur aus zweideutigen und oft sehr unvollständigen Zeichen erkennen kann. nicht in ver deckten Umständen verborgen liegt. die mir bis iyt bekannt geworden. alle unsere Aufmerksamkeit erfordert: so bitte und ermahne ich Euch alle. Allein. Er fing deswegen an : „ Würdige und weise Männer. die Mannigfaltigkeit derer Vorschlage. und dennoch kommen mir alle die Rathschläge und Bedenken. Die Welt schreit mit lauter Stimme nach einein heilsamen Verbcsserungsmit- tel. son dern auch die Erhaltung unscrs Ruhms und unsers Rah mens dabei iitteressirt ist.------« warf. laßt uns die Larven von unfern Gesichtern hin- .

und die Achtung und Ehrerbietung. und unter dem Ge- richtszwange so zu sagen zittert. daß sie nicht auch in den künftigen Zeiten die Oberhand behielte. man alsdann ein allgemeines Verbcsserungswe. nicht allein auf offener Landstras- se. so sich bei Pri vatpersonen ereignet. wie die grossen Herren und Regenten durch ihre Laster alles haben un-. sondern auch in den dicksten. indem man einiger einzelner Pri vatpersonen Missethaten oder Verirrungen bestrafet. und jedermann das Geld öffentlich in der Hand. und dem Uebel abzuhelfen vermeine. und finstersten Wäldern ohne Furcht tragen kann. nicht grosse und schändliche Laster waren. daß nemlich. denn weil durch die beilsamen Gesetze des Rechts alle dergleichen Mishmidlungen und Unthaten sehr hart bestraft wer den. daß das menschliche Geschlecht sich so gehorsam den Gesetzen unterwirft. Geiz. wo mit wir sonst einander zu begegnen pflegen. Ich bin nicht in Abrede. daß sie nicht Ursache an den itzigen bösen Zeiten und Umstanden sind.en errichte. Hoff art. Daher lebt man zu Friedenszeiten so sicher und ruhig. Heuchelei und dergleichen Untugend. sich und über sich gewendet. daß Schriftverfälschung. daß einige wenige Be-- amte und Richter so viel hundert tausend Menschen in Schrank» halten. uns nicht hindern. ' 287 hmwegnchmen. und wollte Gott. ter. so sieht man. wie es uns ums Herz ist» Allerdings geht itzt eine grosse Unordnung im Schwange. welche auch schon längst in der Welt geherscht hat. daß der Reiche ohne grosse Gefahr den Armen nicht unterdrücken. frei heraus zu reden. So bald aber der gemeine Friede . Allein das sage ich.

der die Ursache aller Plagen unse rer Zeit ist. dieser. allerlei Argwohn und Verdacht in die Welt gebracht. die mit wüthender Grausamkeit gegen einander tobtn und auf die erbarmungswürdigste Weise sich zer reiß». sondern ein Thier vcn ganz an derer Art und Natur. Daher ist der wahre Stein des Austosses. dem Spanier ein Franzose und so jedem Volke ein Auslander lein Bruder zu sein. dem Teul- schen ein Jtaliener. die in der Welt sind. die Gerechtigkeit durch die Gewalt unterdrückt. geben sich die grossen Mängel. Wachte dieser Welt. in jämmerlichen Meid und Haß ist verändert worden. . daß durch der Fürsten Ehrgeiz der allgemeine Friede in grausame Kriege und mit denselben Tugend und Laster. und das menschliche Ge schlecht. denen Gott ein menschliches Herz und ein ieutseeliges mw geselliges Gemüth gege ben hat. allein bei den Menschen ist es anders : dem Cngeländer dünkt ein Schotte. Liebe und Zuneigung des Menschen zu seiner Gattung. wie er doch in der That ist. sich einbilden. ihr Schweröl habe einen gewissen und ausdrücklichen Pfand- schilling an allen Ländern derer Fürsten. welches zuvor unter guten und heiligen Gesetzen geboh. Ein Löwe erkennt alle andere Löwen für Löwen. auch sie dermassen mit Blltt befleckt. und das allein daher. daß es scheint. zu Tage.288 --------- Friede aufgehoben wird. So wird durch den unersätt lichen Ehrgeiz der. die nicht so machtig sind als sie. zu wilden und rcissenden Thieren geworden wären. daß die Fürsten. Dies hat allein Neid und Haß. durch Geiz Nuhm- dursi und Uebermuth getrieben. als wenn die edeln Geschöpfe.

gen. wie man an der Obrigkeit gewahr wird. Der Dieb. ergrimmet bis zur Grausamkeit wider sich selber. dieser Meister in allen listigen und tücki schen Kunstgriffen. daß sie es nicht nur nicht für entehrend. ist eine schwere Sache. l ' 289 gebohrt«. um fremde Herrschaft zu streiten. Tacirus. und kann nicht von einem einzelnen Archiv l. daß b?i den Mächtigern die Billigkeit nach der Gewalt und Macht geschätzt werde. List. daß wenn sich jemand nur an einem Ei vergriffen hat. die Für sien so sehr verblendet.lh. die Unterthanen ein rnhiges und tugendhaftes Leben führen können? Einem mächtigen Fürsten sein Land zu nehmen. das Seine beschützen. den Königen hingegen zieme es .- . das allein Königen wohl an steht — durch Gewalt. wie ist eö möglich . Den- noch hat die schändliche Begierde zu herrschen . die Un< terthanen wirklich die Nachahmer ihrer Fürsten sind. und lebt auf die Weise der wilden Thiere. oder Treulosigkeit die Herrschaften anderer zu überfallen und an sich zu brin. Hier frage ich aber: wenn. 3 Mn. h. sondern für rühmlich achten.tt sich nicht entblödet öffentlich zu sagen. so' wird der unglückliche Thäter hart bestraft und bekömmt einen Flecken an seiner Ehre und guten Nahmen. die in Regierungssachen angewandt werden. auch wird er von den Richtern so hart verfolgt. siabl ist ein vor allen übrigen Lastern schändendes Laster. wie alle Weltweisen dafür halten . daß bei so grossen Mängeln . erzogen und beherrscht war. sei das Recht der Privatpersonen. bei denen allezeit das schwä- che« von dem stärkern überwältigt wird. für ein redli- ches und löbliches Werk .

wenn sie anders ihr Land und Leute vor diesen Raubvögeln beschützen wollen.. die wun dervollen Wirkungen und Eigenschaften des Himmels und der Erde zu betrachten und zu untersuchen. haben sie den schand lichen Nahmen eines Diebes und Mordbrenners verän dert in den Nahmen eines muthigen Soldaten. deren Länder sie einnehmen. und der mensch liche Verstand . von ihrem Ehrgeitz angetrieben worden . Und das ist um so verabscheunngswür- diger . und den Nahmen eines Räubers in den Ehrentitel eines tapfern Heerführers. weil auch die frommen Fürsten zu gleichen Un- thaten genöthigt werden . um ihre ungeheuren Anschläge ins Werk zn setzen. andern das Jhrige entrcisseu. und ihren Nach baren ebenfalls ihre Herrschaften abdrängen . So ist es dann gekommen. welcher dazu bestimmt war . für eine höchst nöthige und rühmliche Kunst gehalten. Allmählig aber werden sie durch den Gewinn angereizt und gelockt. sich viel- . Leute er würget. daß man stehlen. wenn man scinen Mitmenschen das Jhrige raubt. Daher sind die Fürsien. Menschm allein ausgeführt werden. Städte in Brand sicckt. Und damit diese Leute nicht aus Furcht der dar auf erfolgenden Schande kleinmüthig würden. wieder zu erobern und sich zu rächen. so tiran. bis sie sich endlich auch auf das Kriegshandwerk legen . rauben. daß sie grosse Schaaren bewafneter Leute zusammengebracht haben. oder was ihnen geraubt worden. nisch noch kurz zuvor diese Gewalthätigkeit ihnen gedünkt hatte. entweder dadurch desto be/ser das Jhrige zu versichern. anfänglich nur zu dem Ende.

die sie gegenwärtig besitzen. sich begnügen lassen: Jn der That scheint es mir eine seltsame Sache. deren es sich bemächtigen könnte. welche keinem Fürsien zu überschreiten verstattet seyn muß. welche die Erde^ wovon wir uns ernähren. Nun ist also meine Meinung. und ich sehe es deshalb für rathsam an. besteht meines Erachtens darinn. und mit dem Reichthum. wonach die Fürsien sich einbilden . daß man vor allen Dingen die Herrschaf ten und Königreiche in gewisse Gränzen fasse. daß in manchen Ländern ein einziger Sterblicher ohne alle Einrede anzuordnen und zu beherrschen verlangt. Ihr wisset alle. als die Anstifter so großer Unordnun gen. der Gewalt und Macht. im Zaum halte. der guten Ordnung T 2 und . — Dies ist die wahre Ursache. daß allzugroße Herrschaften wohl versorgt und mit dem Fleiß. allerhand verborgene Anschläge und geheime Auswege zu erfinden. daß die Fürsten. um dann andere Menschen zu erwürgen.vielmehr beflissen hat. ihr abzuhelfen . die Waffen wohl zu führen. aber höchstschädliche Meinung ausrotte. sich übet. ihr Schwerdt habe über alle Lander einen Pfandschilling ausgethan. angesehene Männer. welche gemeinhin den Fürsten eigen ist. ihren Nachba ren das ihrige abzudrängen. Das wahre Hülfsmittel aber . daß man die Begierde. bauen sollte. und daß die Hauti. daß man auch die hie und da so eingewurzelte. sondern es ist auch sehr nöthig. sich bessern. daß der Allmäch tige die Fürsten zum Nutzen der Menschen eingesetzt habe. Denn es ist unmöglich. welche beinah das menschliche Geschlecht ver nichtende Folgen gehabt hat.

" " Allein Solon widersprach sofort deni heriander fklgendergestalt: „Lieber Periander. allein nicht mehr Rach weiß. daß kein verständiger Arzt es unternimmt. wor- innen nicht bald grosse Unordnungen und Verwirrungen entstanden wegen der Unvorsichtigkeit und Nachlassigkeit der Oberherren. ist auch der Mis brauch. eingerissen : Der Stär kere hat nemlich den Schwacher. und die wahre Zeit ver. wenn der Schade eingewurzelt ist. 292 ^ und Gerechtigkeit regieret werden . der Obrigkeit Amt und der Unterthanen Bedürfmß erfordert. wodurch sie in weniger Zeit hernach getrennet und zu Grund? gegangen sind. wie es beides. das Auge sich verschlossen hat. welche Du unge- scheut und mit aller einem wahrheitsliebenden Manne anständigen Freimüthigkeit angezeigt hast. Sobald die Menschen angefangen haben sich zu vermeh ren und mithin sich auszubreiten. der eingerissene Mis- brauche abstellen soll.- säumt . einem Blindgebohruen das Gesicht wieder zu verschaf fen. Mau hat auch nie eine grosse Monarchie gesehen . nicht aus Unwissenheit. jeder mann hat gegen jedermann gestritten. die Ursache. Und allerdings dünkt's mich einerlei Beschaffen heit mit dem Arzte zu haben . sondern aus wohl überlegten Absichten zurückgehalten worden. ist von uns Deinen Mitgenossen. da das Auge erst zu fliessen begann. Allein Dir ist auch bekannt. gerufen ward.: unterdrückt. Wenn ein Arzt gleich anfangs. und nun sofort eine dienliche Heilart anwendet. dessen Du gedacht hast. der ein krankes Auge heilen und mit dem Verbesserer.

so ist es viel rathsamer. daß man das Uebel duldet. Denn da sie von keinem Oberherrn dieser Welt abhängig sind. wenn sie aber einmal Wurzel gefaßt haben . muß man billig die an ihnen nöthi- gen Verbesserungen dem Allmächtigen überlassen. oder nach ihrem Gefallen redet. sofort angewandt werden. als den Staar mit grosser Lebensgefahr zu stechen? Ausserdem sind wir von unserm preiswürdjgen Kaiser zusammen berufen. der allein ihnen diesen Vorzug gegeben hat . Jst es ferner nicht rathsamer. sondern den Unglücklichen blinzelnd und einäugig lassen muß: so müßten auch die Mittel. Unterthanen steht es daher nicht zu. heiliges und unsträfliches Leben können sie einigen derselben ab helfen : denn der Fürsten Herz stehet in Gottes Hand. wenn ein steinalker Mann einen einge wurzelten Staar hat. so erweckt er ihnen. ihm diese Misgesialt zu lassen. und sich in Gefahr begiebt. Wenn sich daher die Völker gegen die Gottheit versün digen. von denen ein vorsichtiger Mann entweder ganz schweiget. daß sie gebie ten sollen. blos durch ein frommes . ihnen zu gehorchen. > ' ' 29z säumt worden . welche ein Weltver- perbesserer vorschlägt. um mit anständiger Peschejdenhejt die Untugenden der Privatpersonen zu prüfen. wie sich die Mißbrauche zu ereignen beginnen . als daß man unzeitige Mit tel gebraucht. grössere und beschwerlichere Unordnungen zu erregen. von keinem die Lehen empfangen . allein nicht die Mängel der Fürsten und Regenten . und uns auferlegt hat. die Mangel ihrer Obrigkeit zu rügen. da ihm noch geholfen werden konnte. wie uns die Geschichtschrei- 3 Z her .

«---— ber des Jüdischen Volkes berichten. Allein das Böse hat sich six tief in allen Adern. und die menschliche Natur so geschwächt. daß die noch übrige Lebenskraft dem langwierigen und schweren Uebel nicht mehr. Die La- ster und bösen Mangel. ihnen abzu helfen. sprach er. Pharaonen. so ist es nicht deshalb. beschloß Solon seine Rede. worauf es hier doch ankommt. " Mit diesen Worten. „Jhr weisen und achtungswürdigen Männer Grie chenlands. de- ren . und wenn wir daher eurer Meinung. so wie er hingegen die Herzen der Fürsten mildert. ja bis in das innerste Mark menschlicher Gebeine festgesetzt. wenn die Menschen durch Treue und Geher- sam der göttlichei. womit dieses Zeitalter zu seiner Schande sich auszeichnet. Widerstand zu leisten vermag. daß wir ihre Vortreflichkcit nicht erkennetcn. Hülfe sich würdig machen. man hat bisher euren Reden und Gutdünken mit großer Verwunderung zugehöret. nicht beitreten. Wir bewundern vielmehr euren Scharf sinn und Uutersnchungsgeist . Wir müssen uns ansehen als Aerzte. als von euch geschehen ist. hatten nicht besser nach dem Leben gezeichnet werden können . ihr habt dadurch nicht nur euren erworbenen Ruhm erhal ten. und mit lobenswürdigen Tugenden und rühmlichen Eigenschaf ten zieret . worauf Rato das Wort nahm.294 . die die gefährlichsten Kranken zu be- handeln haben. die Schwindsüchtigen helfen sollen. die von der ganzen Versamm lung Lob und Beifall erhielten. der von einem mehr als Menschlichen Verstande geleitet zu sein scheint. sondern auch bei jedermann vergrössert.

das selbe nicht durch Gedanken und Entwürfe der Sterbli chen ist abgeschaft worden . indem es der andern hilft. das Heilsame vom Schädlichen unterscheiden . Jch trage daher keine Hofnnng zu gegenwärtigem Geschäfte. wo selbst das Haar von mangelndem Nahrungssafte ausgeht und abfällt. und bin der Meinung. -----— 295 ren Lunge verzehrt ist. als der Sterne am Himmel und des Sandes am Meer. und zu der Hülfe. das wir ausfinden . deren geringe Kräfte mit jedem Tage immer mehr schwinden . Denn das Mittel . das mit T 4 deni . Es giebt der Laster voriger und itziger Zeiten so viel. so werden wir befinden. welche das menschliche Geschlecht. wie lacitus sagt. als die Blumen auf den Wiesen. besteht darinn. seine Zuflucht zu nehmen zum Gebet. der größte Haufe richtet sich nach anderer ihrem Beispiel. wie wir billig thun sollten. das allervorzüglichsie und sicher ste Mittel . so unterschieden und vielfältig. sondern durch die göttliche Allmacht. daß man bei den ge genwärtigen Beschwerden die Beispiele der vorigen Zei ten zu Rathe ziehe. als die Welt schon ehemals in ein gleiches Uebel gerathen war. daß. es sei höchstnöthig. Wenn wir diesem Rache folgen wollen. Jn der That haben wir ein beschwerliches Geschäft auf uns. Denn nur wenige können. " „ Liebe Männer. muß nicht auf der einen Seite schaden. in wichtigen Sachen den erwünschten End zweck zu erreichen. durch eigene Klugheit das Gute vom Bö sen . welche man in solchen änssersten Fällen der Noch bei der göttlichen Barmherzigkeit zu suchen und zu erlangen pflegte.

in welchem Alter sie sein. durch eine allgemeine Wasserflut!) hinweggenommen hat. herzigkeit von Grunde meines Herzens. die nichts bringen als wilde Reben. man reiste das Haus nieder und grabe die Stöcke aus . Gewiß ists doch. daß es durch menschliche Hülfe nicht wieder zu seinem alten heilsamen Zustande gebracht werden kann: so bitte ich die göttliche Parm.296 . daß es seegenmässig werde. und baue es beides von neuem. es werde über den Haufen fallen . Da nun das Leben der Menschen durch so viele harte Vergehungen so verderbt ist. l nd die Weinstöcke bauet. das weibliche Geschlecht über. > den ärgsten Gebrechen und Mängeln behaftet war. daß alle Knaben. so ist es viel rathsamer. in einer neuen Arche erhalten würden. daß die Scöcke gar keine gute Schößlinge mehr bringen. und rache. nicht minder das Fundament so schwach ist. als daß man mit großer Mühe die alten wankenden Mauren bessert und unterstützet." . oder wenn ein Weinberg dergestalt in Abgang gekommen ist. daß auch ihr alle miteinander desgleichen thut: daß sie aufs neue eröfne die Fenster des Himmels und mit neuen Wasserfluthen die Erde bedecke) und sich ergrimme der Herr wider das menschliche Geschlecht und die unheil- baren Wunden desselben mit dem Pflaster des TodeS verbinde. wenn in einem Hause die Mauren mit dem Dache baufällig sind. die nicht zwanzig Jahr alt sind. daß man mit Grunde befürchten „uß. als das verabscheute Gedächtnis. jedoch also. die man legen konnte :. daß nichts davon übrig bleibe. insgesammt vertilgt und vernichtet werde.

daß er das liebe und süsse Geschlecht der Weiber er halten. Und wenn ja das menschliche Ge schlecht wegen seiner Missethaten der göttlichen Gnade und Barmherzigkeit unwürdig wäre. „Auch bitten wir. ungeheure. in welchen Unmuth die ganze Versammlung über diese Rede gerieth. deren Kopf unermeßlich voller Ehr geiz und Hoffalt ist. so wolle der Aller- bannende sie abstrafen mit Hunger. widersinnige. Fische und andere Tbiere mehr. daß. und ohne Grund bei sich selber in der größten Achtung stehen. eigenwillige und Hirngespinste erdenkende Kopfe möchten immerhin und mik völliger Billigkeit aus der Welt vertilgt werden. Der ungeheure Vortrag von der Wasserflut!) kam ihnen allen so abscheu lich vor. die Bienen. wie seine göttliche Allmacht. in ihrem Innern aber nichts sind . sie sich vermeh ren und Brut erzielen können. daß sie auch das menschliche Geschlecht der Gnade würdigen wolle — weil ich völlig versichert bin. als unsinnige und wüthende Leute. die nur in ihre eigene Person thörigter Weise verliebt sind. Denn nur solche ungereimte. ohne Zuthun eines Wei bes. Krieg und an steckenden Seuchen. die Menschen sein werden." Es ist unbeschreiblich. ja er wolle sie lieber mit der grau- 3 5 sameu . indem. daß. un besonnene. daß sie insgesammt zur Erde fielen und mit emporgehobenen Händen den Allmächtigen andächtig ba ten. auch die Welt vor einer neuen Wasserfluth be hüten. wie eine Heerde elender und mühseeliger Thiere. wenigstens sie nur über diese feindseligen Leute kommen lassen wolle. so lange Weiber in der Welt bleiben. mit beson- derer Barmherzigkeit angesehen.

ins Werk richten sollten. nem> lich die Bauern reich zu machen. man sollte bei dem gegenwärtigen Ge schäfte Ernst brauchen und mit Schärfe verfahren. als ein starker Eifer neben großem Unverstande. . 298 samen Nuthe züchtigen. Da nun die Welt seit so viel tausend Jahren nur allmäh- lig und nach und nach in den gegenwärtigen leidigen Zu stand gerathen ist. wenn sie die wüthigen und unge heuren Anschläge. in Erwägung zu ziehen. hier rasch zu verfahren . nahm Sene- fa folgendermaßen das 'Wort: „Werthe Manner — es haben zwar viele unter Euch gerathen . womit ihr Kopf angefüllt sei. Da Aato's Gutachten so übel ablief.nur daß er sie in Gnaden bewahre . Wir Re form»- . deren Seneka erwähnet. daß Gelindigkeit und Sanftmuth weit mehr zur Sache diene . da nur Geduld und Mässigung die nicht minder allmählig zu bewirkende Um- äodruug und Verbesserung befördern können. den Stand und die Eigenschaften der Reformatoren und den Stand und die Eigenschaften derer . an denen sie ihr Verbesserungsge schäft üben sollen . um so mehr . so würde die Welt ohne Zweifel zu Trüm mern gehen müssen. daß solche aufgeblasene und feindseli ge Menschen nicht zur Herrschaft gelängen. Ausser diesen muß mau nicht unterlassen . und halte gänzlich da für. Denn weil in ihnen nichts sei. und die damit verbundene Gefahr bil lig die sanfte Behandlung einer sanften Hand erfordern. da die Grosse und Wichtig keit des Uebels . so würde es verfänglich und gefähr lich sein . den noch bin ich anderer Meinung .

es ist nicht die so nöthige Klarheit zu erwar< len. Meine Absicht hierbei ist. sobald man uns ein wenig aus unserer armseeligen Verschan zung von Wortklaubereien bringt. Denn sobald wir etwa einige Sprachkenntniß und dergleichen besitzen . kundig sind. so würden wir gröbere Fehler be- gehen und noch mehrerm Spott vor der Welt uns aus. oder mit Schreibmaterialien handelten. Drucker und Papiermacher waren. als wenn man in den Theilen die» "ses Geschäftes wie im Finstern wandelt. die reformirt werden sollen. als wir gewöhnlich in unfern Büchern lesen . Wenn nun die . Und doch ist kein Licht. und auf andre Sachen leitet . uns mit anderer Leute Gewerbe und Handthie- rungen zu befassen . wir die ungereimtesten und lächerlichsten Dinge von der Welt zu Markte bringen. 299 > formateren sind insgesamt Philosophen und Gelehrte. welchem wir Gelehrte gemeiniglich unterworfen sind. Allein es ist klar. daß wenn wir es wagen würden. helfen. wenn die Reformatoren nicht aufs genaueste der Mängel und Gebrechen derer. sn könnten wir leicht ihre Mängel entdecken und ihnen ab. Jch muß hier eines Fehlers gedenken. der sich unterstand von Far< ben zu urtheilen und Apelles Gemälde zu tadeln. daß. deren Besserung uns am Herzen liegt. -------. so bilden wir uils ein. Denn . Euch zu überzeugen. daß nichts den Reformatoren so zuwider und hinderlich ist. was für weise Leute wir sein. verstehen alle Dinge — und werden nicht gewahr. Die Ursache ist augenscheinlich. setzen. auch alles Buchhändler. und uns deren Verbesserung in den Sinn kommen liessen. als jener Schuster.

als wüßten wir alle Dinge. die Verwirrun gen der Prokuratoren. bemerken. das voller Ritzen ist. sondern werden auch hartnäckig und widerspen stig.Hieraus kann man also aufs deutlichste abnehmen. so beharren sie nicht allein dar innen. wer- the Männer . daß das Geschäft der Reformatoren nur alsdann von skatten gehen könne. die Tücke der Apotheker. daß den Reformatoren ihre wahren Mangel unbekannt sind. es werden sich noch in jedem Stande drei oder vier fromme Männer finden . die Dieberei der Schneider . wenn wir das Werk angriffen. welche Achtung für die Gebole Got- . die heimlichen Kunstgriffe der Richter . die Räuberei der Fleischhauer und die Schelmereien verschiedener anderer Professio nen ? Sollten wir daher allen diesen Mängeln begegnen. würde eine große Verwegenheit senn. will ich mich eines Beispiels bedienen. die sich bemühen. die von un fern Fähigkeiten so fern ist. daß wir einem Haufen blinder Männer gleich sein würden. ein Faß zuzustopfen. die die Heerden angehen. Daß wir uns dafür ausgeben wollten.zvo 5a Denn sollten diese Leute . daß. meint ihr nicht. wir uns einer Sache unterziehen würden . kennt nicht dje mancherlei Schriftverfäl schungen der Notarien . Auch steht zu hoffen. die Ausflüchte der Sachwalter. wenn der Schiffmann von Winden redet. die man bessern und meistern will. der Soldat seine Wunden zählt. Wer unter uns .. gehört wird. Um dies desto mehr ins Licht zu setzen . und den Wein an den Enden durchrinnen lassen? ^ . der Schäfer bei seinen Schaafen und jeder Hirte bei Dingen.

eine Reformation zusammen zubringen und auszugeben. daß man keinen bessern Weg in dem gegenwärtigen Refor- mationsgeschäfte einschlagen könnte. mit wel cher Verwunderung und Unwillen man vernehme. daß er das Kaiserliche Ansehen so wenig achte. so wird dann der Schuhmacher über Schuh und Pantoffeln . daß man aus jedem Stande vier fromme und verständige Männer an. und sie für Männer gehalten habe. sein Urthtil fällen . Man gah ihnen mit grossem Eifer und Uumuth zu erkennen . als den Seneka angegeben habe. und so fort . vor Gott und vor der Welt bezeugten. der Schneider über die Kleidung . die zu dem ihneu aufgegebe nen Geschäft nicht nur nach Bedarf. und es schien. Daran zn zweifeln . und diese Weisen. " Wiewohl die Meinung des Seneka vom Pittakus und CHilo überaus erhoben ward. und wir werden dadurch in den Stand gesetzt werden . so legten sich doch die übrigen hart da wider. und andere in den großen Rath ziehen wolle . welche »ns zur Ehre und unserm Zeitalter und Mitmenschen zum Nutzen gerei chen wird. da der weise Kaiser doch nur ihnen allein dieses Werk aufgegeben. Gottes u. Jch bin daher der Meinung . und ein jeder von ihnen seine Hattdthiernng verbessere . daß die übrigen Glieder anders gesinnt waren. sondern auch über flüssig . würde Schmähung und unbesonnenes Ur^ theil seyn. da sie merkten . als wenn sie diesen Vorschlag für noch unannehmlicher und unerträglicher hielten . als das ungereimte Bedenken des Aato.<> ihren ehrlichen Nahmen tragen. her berufe .

302 flüssig mit Verstand und Einsicht versehen sein . ge- riech die ganze Versammlung in eine große Bestürzung. die allgemeine Reformation mit Entdeckung ihrer eigenen Schande anzufangen. das mit Niesewurz geheilt werden muß. . Auch sollte er. nnd es seinem Feinde gäbe. daß er es mit der Spitze wieder nehmen müßte. weil alle Anschläge. Wer das Schweröl beim Griffe hätte. sie zu einem glücklichen Fortgange brin gen müßte. . für welche man mehr zu eisern pflege als für sein eigenes Weib. weil sie sah. / .' Da nun diese Gegenstände vorgebracht waren. daß er etwas nur in einiger Absicht dienliches würde oor- brin. daß zwanzig Pfund Blut wohl ange wandt waren. in denen man noch weniger Nebenbuh ler und Gefährten leide als in der Liebe. da des Seneka Vorschlag eben massig verworfen worden. wenn dadurch nur eine Unze Gerichtsbar keit und Hoheit erhalten werden könnte. nicht den gehörigen Nachdruck er hielten. der der witzigste unter den lateini schen Schriftstellern sei. der sei gewiß an dem Uebel krank. daß nun. einem «st angehenden Manne. hatten sie kein Vertrauen. Denn zum Mazzonius. nicht so freigebig und verschwen derisch in Angelegenheiten der Gerichtsbarkeit und Ho heit verfahren. die das Ansehen und den Kredit ihres Urhebers schwächen . daß es kein weiser Rach wäre. der doch gleich einer lebendigen und wirksa men Kraft. . das Reformationswerk völlig fruchtlos abgelaufen sei. Ja die weisesten Menschen aller Zeiten sein immer darinn einig gewesen.^ .

ich bekenne es. wie einige unverständige Aerzte. so sollte beinah in einem Gegenstande. Allein . was Euklides der Mathematik war. das Wort zu nehmen.bringen können. ich bekenne auch. plagen. Ob nun gleich Mazzomun dieses Misttauen wohl bemerkte. in welchem ich so bewandert bin — jedermann schweigen und mich reden lassen. wenn gleich auf gelehrte Weise. daß ich zu der gegenwärtigen Handlung von un> serm erhabenen Kaiser blos aus Gnade und nicht wegen meiner etwa vorzüglichen Geschicklichkeit und Einsichten. so entfiel ihm doch deswe gen der Muth nicht. ich bitte euch um Verzeihung. da hier die Rede von Reformation ist> und ich erst vor kur zem auS einer Welt gekommen bin. '' „Weise Männer. aber den Kran ken nicht sehen. da ich ihm das bin. sondern er redete unerschrocken zur Versammlung also: „ Sehr weise und würdige Männer . um schweigend zu lernen. noch sich von der Geschichte seiner Krank . die ihre Zeit im Hörsaal zubringen und sich mit Streiten. des sen ich so erfahren. daß es in einer so auserlesenen und vortreftichen Zusammenkunft mir eher anständig sei . und einer so ehrwürdigen Ge sellschaft Aufmerksamkeit abzufordern. zu hören als selber zu sprechen . da man von nichts so sehr handelt als von Verbesserern und Ver besserung . Und allerdings hätte ich es bei eiuei jedem andern GelegenhcA nicht wagen dürfen. Bedenken und Gutachten insgesammt so vorgekom men. baß ich's sage: ihr seid mir mit euren Meinungen. gezogen worden.

alt von Jahren. " Diese Erinnerung gefiel der Versannnlung so sehr. man wisse sich auch seiner vor hundert Jahren zu erinnern. um dem itzigen Jahrhundert zu helfen. man lasse das Jahrhundert vorladen. welches an zeige. Man fragte ihn daher. Krankheit unterrichten. welches auch von Stund an. -------. und dann wird die Heilung uns leicht sein. zn befreien. da er eine sehr böse . als hätte er noch viele hundert Jahre zu leben gehabt. daß die Kraft des Umlaufs. alle nicht wenig geschäftig gewesen. aber doch von einer so frischen und starken Leibesbeschaffenheit. Allein er war engbrüstig und klagte beständig mit einer heisernen Stimme. daß sie sogleich Befehl gaben. was ihn denn so quäle. womit es verunstaltet ist. den Kranken zuvor sehen zu wollen. keiner aber hat den Einfall gehabt. so wie die Ver daunng gut sein müsse. man sollte das Jahr hundert vorsordern. Es war ein Mann. da er doch eine muntere und gesunde Gesichtsfarbe habe. von den vier Zeiten des Jahres auf einem Sessel in den Pallast getragen ward. Wir sind hieher berufen. und solches von den vielen Gebrechen .304. daß es schien . haben uns den Kopf zerbrochen. Deswegen. welches die Weisen lnsgesammt sehr wunder nahm. befrage es selber um sein Nebel . an welcher ihr itzt ins- gtsammt allen Muth verloren habt. liebe Männer. Da sind wir nun. wäre znförderst meine Meinung. besehe die verletzten Glieder . wie wir doch die Ursach und dann ein heilsames Mittel dagegen finde« möchten. -.

heit ist gleich dem A!pl>abet und dem Zulauf des Mee res. und sei auch an Kräften viel stärker gewesen. Solche Veränderung finde ich bei mir auch . welches allezeit dasselbe Wgsser in sich behält. »nd wen« ich ein gutes Aussehen und schöne Gesichtsfarbe von aus sen habe. weil man ihn gerufen habe. daß der arme Elende über seinem ganzen Leibe viele Fingerdick mit einer eiterkaften Archiv l. die mich itzt plagen. allein er habe doch frisch heraus geredet. Die gute Farbe im Gesicht kommt nur daher. die mich also martern : so zieht mir dieses schöne Kleid aus. Meine Krank. was es eigentlich für Ucbel sein . wie die Natur mich erschaffen hat. als wenn er die Gelb- sucht haltt. womit die Leute einen häßlichen todten Leich nam bedeckt haben. Wenn ich aber böse Farbe und verfallenes Angesicht habe. ich bin bald nach meiner Geburt tnit den Krankheiten befallen. wie ich sie itzt befinde. . daß mich die leute angestrichen und geschminkt haben. so ist die Krankheit innerlich. Hierauf antwortete der Mann also i „ Ihr Männer . daß ichswie ich sagte.böse und krankliche Farbe gehabt. ob es gleich zu gewissen Zeilen wächsct und wieder abläuft. Man bat ihn also .Ch. er möchte seine Krankheit frei entdecken." Hierauf traten die Weisen hinzu. bin wie ein lebendiger Leichnam. dann bin ich inwendig gesund. um ihn davon zu ent- ledigen. sehet mich nackend und bloß.. U Rinde. und da sie ihn entkleidet hatten . Wem« ihr aber zu wissen verlangt. sahen sie . so werdet ihr erkennen.

so traten sie zusammen. und unterredeten sich.3o<5 -»-------» Rinde besetzt war. und da mit es bei den Leuten ein Ansehen. daß sie ihm sein Kleid wieder anlegten und beurlaubten.* mit welcher das Reformationskolle- gium die gegenwärtige neue und höchstnöthige Ordnung zusammengetragen. den Grind damit wegzu schneiden.hätte . in welcher sie zu Anfange mit vielen prächtigen und geschmückten Worten die väterliche Zuneigung darthaten und rühmten. das gemeine Beßte be fördert. Worüber sie denn so erschracken. wie sorgfältig der Monarch sich die allgemeine Wohl fahrt des menschlichen Geschlechts angelegen sein liesse. daß er so tief bis »ufs Ge bein hmcwacdnmgen war. daß in dem grossen Ro'oft nicht zwei Loth lebendiges und gesundes Fleisch zu fin den gewesen wäre. aber sie fanden . daß keine Hofnung zur Gesundheit mehr war . Weil sie nun daraus hinlänglich abgenommen hat ten . und um den Kaiser sich höchst verdient gemacht hätten: so diktirten sie ihrem Sekretär eine allgemenie Reformationsordnung . und setzten die ihnen anbefohlne Sorge fürs gemeine Beßte hintan. als ob sie ih rem Amte wohl vorgestanden . die der Kaiser zu seinen getreuen und tugendhaften Unterthanen trüge. durch was für Mittel und Wege ihr guter Ruf und Ansehen ihnen ungekränkt erhalten werden könnte ? Um der Sache nun einen Scheiu zn geben. die ihn verzehrte. Hierauf folgte eine Taxe und ge wisser . Sie liessen des wegen Schecrmesser bringen. und erhoben dann nicht minder mit vielen Umständen die groHe Mühe.

Verständige Leute aber wissen. und mit den stärksten Zeichen der Verwunderung zuhörte. wo man U K nur . so lange es Menschen giebt. und ihn mit schlechten Dingen vergnügen. auch von den Mitgliedern sämmt- lich unterschrieben. Petersihe und dergleichen gesetzt. daß der ganze Pallast von dem Jauchzen der Frohlockenden wiederschalleke. die die Vitsbvhnen und rothen Brnstbeeren ver kauften. Hierauf wurken die grossen Thore 'des PallasieS zeifnet. Wurzeln. auch Laster sein werden und in dieser Welt keine untadelhafte Vollkommenheit cmzu- tteffen sei. so kleines und übervortheilendes Maaß. daß man da wohl lebe. einige eigennützige und betrügliche Leute. Diese Erin- nerung gefiel dem Kollegio und sofort ward in die Re formation als ein höchstnöthiger Artikel eingerückt. und war also die Re formation vollzogen . wisser Werth. wenn mau's mcht andern würde. den sie auf Kraut. Also kann man sehr leicht dem gemeinen Haufen ein Blendwerk vormachen . auch ein solches Vergnügen an diesem Werke trug. sondern. auch zu merklicher Ver- schmälerung der gegenwartigen Reformation gereichen würde. daß es ein großes Aergermß geben. Rüben. daß. daß die ermeldeten Maasse in alle Wege sollten grösser ge macht werden. als Thales ihnen noch einen wichti gen Umstand zu Gemüthe fülirte. wie er erinnerte. und die allgemeine Reformation öffentlich vor dem Volke abgelesen . welches haufenwcis hinzulief. Es hätten nemlich.

die Brüder der Fraternität des N. und wir uns mit Recht einer glückli chen Zeit rühmen dürfen. entbie ten allen und jeden. Liebe und Gebet. daß es das erst« Zeichen menschlicher Klugheit sei. seines Sohnes und der Natur. C. An die Häupter. Noch ist kaum der halbe Theil der unbekannten und verborgenen Welt erfunden. unfern Gruß. C. . Stande und Gelehrten Europcns. . I'ama k'rarernitatig Oder Brüderschaft des Hochlöblichen Ordens des R. Vl. man hat viel wunderbare und zuvor nie erreichte Werke und . die Welt also zu las? ftn. sich in die Zeit mit ihren Beschwerlichkeiten zn schicken . . die diese Fama christlicher Meinung lesen. und sich zu entschliessen. iemehr und mehr erweitert . wie man sie gefunden hat. daß sich die Erkennt- »iß beides. Es hat der allein weise und gnädige Gott in den letzten Tagen seine Gnade und Güte so reichlich über das menschliche Geschlecht ausgegossen. endlich.328 ' nur über wenige Unordnungen Klage zu führen hat. und dergleichen. ^ >ir.

und ein sehen lerne . man bleibt bei der alten keier. Schwärmer. die Wahrheit entgegengesetzt wird. daß sie sich nicht zu einer Verei nigung verstehen. welche einen so hofnungsvol- len Fortgang hindern und verhaßt machen. Vielmehr ist immer ein Theil dem andern zuwi der.»«er Künste aussondern wob len. Jn der Absicht einer allgemeinen Reformation aber. des Lästerns und Spottes ist immer mehr. und Pabst. welches Gott unser« Zeitalter so reichlich mitgetheilet . Hier aber ist man für ein so grosses Werk zu schwach. die zum Theil die verun reinigte und unvollkommene Kunst wieder in Ordnung bringen sollen. da doch die gelehrten Männer des Alterthums ohne Zweifel selber. wie er die Welt im Kleinen sei . Aristoteles. ein System der Na- tur. und aus allem. Nun ist zwar damit der unbesonne. gilt wider das offenbare kicht. hat sich U z auch . Raturlehre und Mathematik. ---»-«.«n Welt wenig geoienet. manchen Jrrthum ihrer Zeit einsehen und mit grosser Frcllde verbessern würden. so hat doch ein der Voll kommenheit und Progression des menschlichen Verstan des feindseeliger Genius. ja was nur einem Kodex gleich stehet. auch in den Gelehrten der Stolz und der Durst nach Ehre so hoch gediehen. wenn sie auflebten. und wie weit sich seine KmP in der Natur erstrecke. endlich sind er leuchtete Köpfe aufgestanden. damit doch endlich der Mensch seines Adels und seiner Vortreflichkeit Meister würde. oder eine Richtschnur. und wiewohl in der Gottesgelehrsamkeit. zog nnd Geschöpfe ber Natur abgestellt. Ga len. Zanksüchtige und unstete Leute aufgemacht.

welche Wunder dieselben in der Physik leisteten . Bruder C. und wegen einiger medizinischer Kenntnisse . und es war ihm nicht mehr so. sondern verdingte sich den Arabischen Meistern. viel daran gelegen . . und bekam also Je rusalem nicht zu sehen.auch aus allen Kräften und lange Zeit bemühet. Jerusalem als Damcar zu sehen. der fromme und erleuchtete Vater . kehrte aber dennoch nicht um. und über Damask. die Gunst der Türken erhielt. «' J. Hierdurch ward der edle Geist des Bru ders C. so kam man auch von ohngefahr ans die Weisen zu Damcar in Arabien zu reden und erzählte. ein Teut- scher. auf sein anhaltendes Bitten noch in blühender Jugend zum Gefährten mitgegeben. Ohn- geachtet derselbe adelicher Herkunft war. Dieser Bruder verstarb in Cypern . unser Bruder C. unserer Brüderschaft Haupt und Stifter. entstammt. sondern gieng zu Wässer vollends »veiter. R. ward er doch aus Armuth im fünften Jahr seines Alters in ein Klo ster gesteckt. und darauf einem Bruder P. ihn gegen eine gewisse Summe nach Damcar zu bringen. als er dahin kam. Er war nun sechzehn Jahr alt. R. wie wohl von ansehnlicher starker teutscher Gestalt. Weil er aber seiner Gesundheits- umstände wegen dort einige Zeit verbleiben müssen. und wie die Natur ihnen aufge^ schlössen wäre. worinn er nicht unerfahren war. wo er die griechische und lateinische Sprache ziemlich fertig erlernte. Er konnte auch seine Begierde nicht länger unterdrücken. zen Grabe gefaßt hatte . welcher den Entschluß einer Reise zu dem heili. R. in der Absicht von hier Je« rusalem zu besuchen. Hier empfin» .

und begab sich aus dem arabischen Meerbusen nach Aegypten . Dies ist der Ort. als wenn sie lange auf ihn gewartet hatten . Naturlehre und Magie (denn darinn besitzen die Weisen zu Fetz die mehrsten U 4 Vor .) in rein Lateinisch übersetzte und mitnahm. ob nicht vielleicht etwas besseres erfunden worden . und befragen sich einander aus den Künsten. zeigten ihm auch einige Heimlichkeiten aus seinem Kloster an. wie er selber bezeuget.empfingen ihn die Meister. wodurch die Mathematik .n verließ er Damcar auf erhaltene Erlaub- inß. Jn der That ist's eine Schande für uns. wovon die Welt gewiß weit grössere Vortheile erhielte. daß so weit entlegene Weisen nicht allein einig und allen Streit schriften feind. selber Kl. Alle Jahre schicken die Araber und Afrikaner Abge ordnete. reisete er das ganze mittelländische Meer. sondern . Nach drei Jahre. worüber er nicht genug erstau nen konnte. sondern auch zur Vertraulichkeit mch Mit theilung ihrer Geheinmisse so geneigt und willig sind. wie er denn gleich im folgenden Jahre das Buch M. Hier erlernte er nun die Arabische Sprache »och vollkommener. wo er seine Naturlehre und Mathematik cinhohlcte. nicht als einen fremden . um nach Fetz (Fessa) zukommen. durch. wenn die kiebe grösser und die Misgunst geringer ware. wohin idn die Araber gewiesen hat ten. oder die Erfahrung ihre Gründe und Versahren geschwächt habe? Alle Jahre erhalten sie dadurch neue Entdeckun gen. wo er sich nicht lange aufhielte Allein um nun eine genauere Kenntniß von den Gewächsen und Kreaturen und ihren Eigenschaften zu erhalten .

dje ihm viel von ihren ssebeiinnissen entdecken . Was diesem zuwidex. Staatseinrichtung . Ge sundheit. wenn nur mehr Liebe und Ei»igkcit ui. Worte und Werke —. Natur. daß er ihre Magie nicht ganz rein und die Kabbala mit ihrer Reli gion besteckt gefunden. «nd mit allen Perioden des Weltalters auf eine verwun- dernswürdige Welse durchftochteu war. machen . Hinnnel und Erde. wenn ein jeder die Lcinigen eröfnete. und . Ma giern. Aerzten und Philosophen. gleicher Harmonie. Und hieraus entsprang die herrliche Vereinigung des Ganzen . gleichem Tone. Daher fehlt es auch selbst in Teutschland nun gar nicht mehr an Gelehrten .. so Wie auch wir Teutscheu einen Schatz von Kenntnissen zusammenbringen könnten . darinnen enthalten sind .ler denselben herrschte. Zu Fetz erhielt er die Knmtmß und Bekanntschaft deb (wie man sie zn nennen pflegt) Bewohner der Elemen ke . mit Gott. wel cher mit der Harmonie der ganzen Welt einstimmig. Verfälschung. das sei Irrung. Glieder. Von Diesen Weisen zu Fetz bekannte er oft. Sprache.Vorzüge) bereichert werden. wenn unter uns dieselbe Einigkeit herrschte »md mau die Wahrheit mit allem Ernst zu suchen begehrte. so geht auch die ganze grosse Welt in dem kleinen Menschen — seine Religion . durchaus mit gleichem Schritte. denn wie möglichem Kern oder Korn ein ganzer Baum oder eine ganze Frucht. und erhielt da durch noch euren starkern Grund seines Glaubens. und beide so gut wie alles aus den Händen der allgemeinen Mutter hervorgeht. Kabbalisten. Nichts desto weniger wußte er sie sich vortrestich zu Nutze z.

zeigte ihnen neue Gewächse. alles andere aber mit tausend fachen irrigen Meinungen besteckt sei. Nach zwei Jahren verließ Bruder C. an ihre Lehrart sein sie gewöhnt. neue Früchte. heit in der Welt sei. und nun alle ihre wissenschaftlichen Be mühungen nach gewissen Gründen ordnen und einrich ten. Er besprach sich zu diesem Behuf mit den spani schen Gelehrten darüber. wie diesem Mangel abzuhelfen siehe.und Kunstwerken nach Spanien. worinnen es unsern Künsten fehle. und weil es noch neu war. so würde man finden . woraus man die sichern Anzeigen der folgenden Jahrhunderte zu nehmen habe und worinn sie mit den vergangenen übereinstimmend sein müßten. wenn sie erst lernen und ihre vichährigen Jrrungen be kennen sollten. daß das Gute und Gewisse immer. . der allein das erste Mittel und die letzte Ursach aller Dissonanz. Man könne alle menschliche Be wohner des Erdbodens untersuchen und prüfen. dar mit sich selber eins. sie ^'' U 5 hät. ihr grosser Nahme würde dabei gekränkt. die europäischen Gelehrten mit ihm gemeinschaftlich dersel ben erfreuen. Ek. da diese Reise für ihn selbst so wohl ausgeschlagen sei. die sich nicht nach den alten Philosophiesysiemen richten. und vom Teufel. wie die Mängel in der Kirche und sittlichen Weltweisheit zu verbessern sein. Fetz und ging mit vielen vortreflicheu Natur. R. welche alles ohne Ausnahme aufiöseten nnd erklärten. Allein es war ihnen allen lächerlich. und gab ihnen neue Axiomen an die Hand . Blindheit und Unwissen. -besorgten sie. es würden sich. Thiere. in der Hofnung.

und freilich die Spitze in dem feurigen Trigon waren . setzen . wie die Orakel ehemals bei den altem Völkern befragt werden könnte. 314 «-^---». so Gott dem Menschen zu wissen zugelassen. und nachdem den Königen der gebührende Vorschlag geschehen. dessen Flamme immer Heller leuchtet und gewiß die Welt in den letzten Branb < . welche mit aller Gewalt durch die Finsterniß und Bar barei hindurch brachen und uns Schwachern nur nach zu sprechen übrig gelassen haben . aus allen Disciplinen. und im Nothfall. daß man sich der Mühe unterzog . daß sie sich glcich einer Weltkugel nach dem einzigen Mittelpunkte richten würden. Gewiß ist es auch nicht zu läugnen . -' ' . Dies Lied ward ihm von andern Nazioneu auch vor gesungen. wie bei den Arabern im Gebrauch war. wäre. mit Unruhe gedient sei. daß diese Gesellschaft im Besitz alles dessen. allein den Weisen zu einer Regel dienen . weil er wußte. gewisse untrügliche Gründe festzusetzen. da er sich dessen gar nicht versehen hatte. Künsten und der gan zen Natur. Auch sollten diese Aliomen. daß man also auch in Europa eine Gesellschaft hatte. ein Jnstitut zur Erziehung künftiger Regenten sei . die überflüssige Schatze und Reichthümer befasse. hätte ihnen auch genug eingetragen. und so bereit war. Wissenschaften. welches ihn um so mehr mit Wehmuth er füllte. alle seine Kenntnisse unverhohlen und ohne Zurückhaltung den Gelehrten mitzutheilen. und so mwerdrossene und ruhmwürdige Helden sich zeigten. könnte auch reformiren. daß schon damals eine so grosse Gahrung in der Welt entstanden . Es kam nur darauf an . und ein ander«. den.

prangen können. nicht vergessen . Jndessen bauet« er sich doch eine bequeme und anständige Wohnung. Damit wir aber unsers geliebten Vaters Br. ' Zi5 letzen wird. und deshalb in seinen Schriften mehr der Vor witzigen spottete. die Menschen. daß er seine Bedenken von ter Natur niemals friedlich mit andern vergleichen konnte. wenn er sie nicht mehr des Spottes . so kehrte derselbe . als daß er sich ganz gezeigt hatte. Mein diesen Mann hatte die Femdseeligkcit und der Vor witz der Gelehrten und Misgünstigen verdrängt und i» dem beßten Laufe gehindert. ficissig gele- sen und seinen scharfsinnigen Geist damit entflammt hat. welches er (wegen der nachsibeoorsichenden Verändrung und eines seltsamen gefährlichen Kampfes) herzlich liebte. als allen Prunk. er würde sie anch ohne Zweifel den Gelehrten steimüthig nn'tgetheilt haben. wieder nach Teutschland zurück. nach vielen müh- seeligen Reisen und übel angewandten treuen Unterwei sungen. als eines gründlichen Unterrichts in der Kunst würdig gefunden hatte. C. Ein solcher Mann war auch in seinen Leh ren und Vortrage Theophrastus Vomdastun ^arazel« fus von Hc>hc!cheiM. dennoch ließ er sich den Himmel und dessen Bürger. daß er auch mit freiem und unachtsamem Leben seine Zeit verlohr> nnd der Welt ihre thörigte Freude ließ. viel mehr angelegen sein. in '^3 welchem . allein das Buch M. der glcick)wohl nie in unsere Brü derschaft getreten ist. Hier hätte er zwar mit seiner Kunst. Zu geschweigen. Dennoch ist die gedachte Harmonie bei ihm gründlich zu finden. besonders in Verwand lung der Metalle. R.

mit größtem Fleiß aufzuzeich nen. anfangs blos Unter vier Personen. massig und verschwiegen zu sein. wie damals gewöhnlich war. so nahm er sich vor . :. wie wir uns noch heut zu Tage derselben zu Gottes Ehre und Verherrlichung bedienen. G. Diese drei Brüder verpflichtete er sich aufs heiligsie. O. Jn diesem Hause soll er eine ziemliche Zeit mit der Mathematik zugebracht. und viele vortrefliche Jnstrumente aus allen Theilen die- ser Kunst verfertigt und eingerichtet haben . Einsichten hatten. welche durch be sondere Offenbarungen sollte zugelassen werden. Nach fünf Jahren kam ihm die gewünschte Reformation wieder in den Sinn . mit einigen wenigen Gehülfen und Mitarbeitern selbst den Versuch zu machen. auch alles. i. Zl6 —----»- welcher er seine Reise und Philosophie überdachte und in einen gewissen Aufsatz brachte. V. damit die Nachkommenschaft. für seine eigne Person aber arbeitsam. nicht mit einer Silbe oder Buchstaben betrogen würde. wovon uns aber nur ein kleiner Theil übrig geblieben ist . die ohnehin ihrerseits in den Künsten mehr. worin» er ihnen Anleitung geben werde . und weil er alle Hofnung zu fremder Hülfe und Unter stützung aufgab. und Br. Br. Deshalb verlangte er aus seinem ersten Kloster (zu welchem er besondere Zuneigung hät te) drei seiner Mitbrüder. und grosse Weisheit dar innen finden. einrichteten. wie man aus folgendem ersehen wird. Sie machten auch den ersten . thätig und unverdrossen war .' C. getreu. A. The« . i. welche denn die Magische Sprache und Schrift mit einem weitläuftigen Wörterbuche . So begann also die Brüderschaft des R.

Sie erwähl ten hierzu Br. zu Sekretären. Br. und sie der unglaubliche Zulauf der Kran ken in ihren Bemühungen sehr hinderte. und ihr hülfreiches Gemüth nicht blos mit Anwünschnng und Erseufzung der Vollendung erwiesen haben. welches sie erreicht.m Tage ihren Anfang. Diese Brüder sollten nun den ganzen Jnbegriff dessen. R.einige andere in ihre Ge sellschaft und Verbrüderung aufzunehmen. wenn er sprechen wird: Gehe unter! Wir glauben auch zuver sichtlich . die Schriftgelchrten . den Mahomelismns . und P.en bekommen. G. bereits geendigt war. A. sammlen. daß ihrer also acht Personen insgesamml ledigen Standes und verlobter Jungfrauschaft waren. auch das neue Gebäude. daß un sere Grundsatze unbeweglich bleiben werden bis an den jüngsten Tag. bis auf J. nichts zu sel. denn unsere Zeitrechnung nimmt von d. G. Ob wir gleich freiwillig bekennen . da Gott sprach : werde ! und endigt sich . daß wenn unsere geliebten Väter und Brüder in unserm itzigen aufgeklärteren nnd erleuchtetern Zeit alter gelebet hätten . insgesamml Teutsche. ein geschickter Mahler. noch.Theil des Buches M. so beschlossen sie. C. so würden sie das Pabstthum. so der Mensch sich nur wünschen und hoffen kann. Weil ihnen aber die Arbeit zu groß ward.D. daß sich die Welt innerhalb hundert Jahren überaus zu ihrem Vorthcile gebessert habe: so sind wir doch vergewissert . Künstler und Sophisten machtiger und nachdrücklicher bestritten. Da nun diese . Die Welt wird in dem höchsten Alter. seines verstorbenen Vaters Bru- dersohn . B. zum heiligen Geist genannt .

gestiftete Wohnung genannt hatte) einzustellen.zi8 ' . C. ein Jahr lang. oder die Ursache seines Ausseubleibens mel den. soll ihr Siegel. wenn eine in diesem oder jenem Lande aufgesiosscne Beobach tung eine Jrrung zuwege brächte. auch jeder einen vollkommenen Aufsatz von der ge heimen und offenbaren Philosophie besaß. sondern sich in der Kleidung „ach der Landessitte richten. Tag bei Ot. Spuitus (wie man die vom Br.. Lösung und Charakter sein. 6) Die Brüderschaft soll Einhundert Jahr geheim bleiben. ' diese acht Brüder alles soweit geordnet und eingerichtet hatten. 5) Das Wort R. Allein die Brüder B. damit nicht allein ihre Grundsätze in Geheim von den Gelehrten scharfer geprüft würden. nicht länger bei einander bleiben. C. wie sie gleich anfangs beschlossen hatten. so wollten sie. C. sondern sie verteilten. C. 2) Nie mand sollte genöthigt sein . Auf diese sechs Artikel verpflichteten sie sich gegen einander. die ihm auf den Fall des Todes nach folgen könne. daß nun keine besondere Arbeit weiter nöthig war. als Kranke zu heilen und alles umsonst. blieben bei dem Vater B. N. und D. Als auch diese sich auf die . der Brüderschaft wegen ein gewisses Kleid zu tragen. 4) Ein jeder Bruder soll sich nach einer tüchtigen Person umsehen . Sie machten dabei nnter sich aus : i) Es sollte sich keiner von ihnen zu einem andern Geschäfte beken nen. sondern sie selber auch sich einander benachrichtigen könnten . 3) Ein jeder Bruder sollte alle Jahr sich auf C. und begaben sich die fünf Brüder auf ihre Reise. sich in alle Länder.

Jn solchem höchstrühmlichen Wandel ging ihr Leben daher. Die Brlcker hatten beschlossen. besonders weil er einem jungen Grafen von Northfolk den Auesatz vertrieben. heiligster Ver schwiegenheit und möglichster Gutthätigkeit unterci»andcr gelebet haben. O. Man weiß in Engeland auch viel von ihm zu sagen. Bei diesen Versammlungen muß es freilich höchst angenehm gewesen sein . Der erste auZ dieser Verbrüderung war J. und wiewohl ihre Leiber von aller Krankheit und Schmerzen befreiet waren. N. daß er also die ganze Zeit seines Lebens über immer zwei Brüder bei sich hatte. wie seine kleine Schrift. so wissen wir doch was sie von ihr hielten . Und obwohl die Kirche noch ungesäubert war. auserlesen worden . in höchster Einigkeit. Es kann auch jedermann sich überzeu gen . so konnten doch ihre Seeleu den bestimmten Punkt ihrer Auflösung nicht überschreiten. die Gott in der Welt hier und dort ansgesireuet hat. daß ihre Begräbnisse so viel . welcher in Engeland starb. ohne Zu. die in einigen Jahrhunderten gelebt. genannt. längst zuvor gesagt hatte. solches bezeuget. Er war besonders in der Kabbale sehr gelehrt und fertig. die Wanderschaft machten . blieb sein Vetter und I. daß solche Männer . und von den weise sten Männern. alle Wunder . und worauf sie mit Verlangen war- leten. Alle Jahre kamen sie mit Freuden zusammen. nnd statteten von ihren Verrichtungen ausführlichen Be richt ab. sitze und Erdichtung der lautersten Wahrheit nach er zählen zu hören. C. O. die von Gott und der ganzen himmlischen Maschine ausgerüstet . wie ihm Br. bei ihm.

viel möglich verborgen bleiben sollten. sobald er konnte. der der letzte aus der zweiten 3leihe war. und weiter nichts hat ten. ims dennoch weder unser Unglück noch unsere Todesstunde bewußt sei : dies behalt der Allmäch tige sich vor . wie uns denn heut zu Tage nicht bewußt ist. als der Kluig von Spanien aus beiden Jndien erbatt. nicht. woselbst wir auch die sieben und dreissig Ursachen anzeigen . C. bisher gar nicht wußten . Das aber wollen wir Gott zu Ehren hiermit öffentlich bekannt ha ben . zusammen. R. daß damals sein Grab zuerst gemacht worden. um uns in steter Bereitschaft zu erhalten. die in unseru Händen sind. Nach dem Tode des Br. so erinnerten wir uns doch noch eines Geheinmisses. freiwillig ungezwungen. Obgleich wir. als die blossen Nahmen der Stifter. das mutz ein wichtiges Pathengeld haben. daß so viel tiefe und verborgene Geheinmisse wir auch aus dem B»ck) M. die jüngern Brüder . O. sondern be rief die andern Brüder. ja mehr Gold versprechen. wann unser geliebte- ster Vater C. warum wir anjetzt unsere Brüderschaft eröf- nen. feierte auch der Br. gestorben.. wo einige von ihnen ver storben sind. Indessen ist die Stelle eines jeden durch einen tauglichen Nachfolger ersetzt worden. der Nachfolger des D. und ist uns sehr wahrscheinlich . C. und die hohen Mysterien. Denn Euro pa gcht schwanger und wird ein Kind gebahren. erfahren und ohngeachtet wir die Abbildung und Kopie der ganzen Welt vor Angeu haben können . .320 . welches A. wovon wir aber weitläuftiger in unserer Coufession re den . und ohne alle Belohnung anbiclen.

uns antworten wird: so wollen wir keinem Beden ken folgen und uns nicht scheuen. und uns. tvar. R. i. Tode. sondern auch gegenwär tig bekanntmachen. C. ist nun folgender. ausser demjenigen. und seinen ersten Mitbrüdern ge wußt hätte. kam an seine Stelle unser geliebtesier Brw »er N. « ^n" . daß nach des A. was wir von dem Begräbniß des C. unsere Zusammenkünfte. Nachdem A. R. in öffentlichem Druck bekannt zu machen. namms des erleuchteten Mannes Gottes. vertrauet hat. nicht nur erfahren haben. C. keiner von uns das Geringste von R. Ih. ob die Brüder aus der zweiten Reihe eben der selben Weisheit gewürdigt und zu allen Geheinmissen zw gelassen worden. erlaubt und n»befohlen worden.und Zu- nahmen. denn sonst müßten wir gestehen. der dritten Reihe . was in unserer philoso phischen Bibliothek von ihnen vorhanden war. Wir erinnern hierbei den Leser noch mals. Da dieser Mann sich bei uns einfand und Archiv. und was man sonst Von uns zu wissen wünschen möchte. das Rad der Welt für das Künstlichste und Prothcus für das Nütz lichste von uns gehalten werden. Br. und auf die Weise wie es chiisilich ist. N. C. md mit vielen unter nms noch gelebt hat. also von Gott verfügt. daß alles. in Frankreich seelig «erstorben. Wir wissen daher nicht gewiß. unsere Tauf. C. daß wenn man mit Bescheiden heit uns begegnen. Wir leben auch diesem Befehle mit solcher Treue nach. worun ter unsere Grundsätze für das Vornehmsie. '- Der wahre Vorgang mit der Auffindung des Leich. durch verborgene Reden von den hundert Jahren.

so daß er. mit nahm. und daß sich Teutschland in seiner dermaligen Verfassung im mindesten nicht davor zu scheuen Ursach haben werde. daß diese Verbrüderung in kurzem nicht so geheim. über der verborgenen Thür. welche die Nahmen alter Brüder nebst einigen andern Umstanden enthielten. und den Vorsatz hatte seiner Gelegenheit nach mit einem so ansehnlichen Zehrgelde. sondern unserm gemeinschaftlichen Vaterlande. die von Messing gegossen. und als die Thür gerei nigt worden. A.Z22 den Eid der Treue und Verschwiegenheit feierlichst ab leisten sollte. und blieb uns daher unbekannt). bald sehr vortheilhaft nothwendig und rühmlich sein würde . da er sonst ein guter Bauverständiger war. Das nächst folgende Jahr. der teutschen Nation. einen ziemlichen Stein von dem dünnen Gemäuer. Diese will er nun mein anderes füglicheres Gewölbe fortbringen. so fand man daran gleich oben mit grossen Buchstaben geschrieben : roll . fand er für gut. ward uns von den Alten verhehlt. etwas an dem Spiritusgebände zu verandern und schicklicher einzurichten. da er sein Schulrecht abgeleistet. berichtete er uns im Vertrauen. seine Wanderung vorzunehmen. wie unsere reisenden Brüder in ihren vortreff lichen Kenntnissen zur Reise erhalten. habe ihn vertröstet. daher wir mit Freude und Verlangen das übrige Gemäuer hinwegwarfen. An seiner Tafel nun steckte ein großer Nagel etwas star ker. Bei dieser Aus besserung kam er auch an die Gedächtnißtafeln. und wann er verstorben sei. (denn «yo Bruder C. als man ihn mit Gewalt auszog. und die Thür unverhofft entdeckte.

durch eine andere Sonne. Zum dritten Mahl beziehen wir uns auf die Confession . l^. die fernere Nachsuchung diesen Abend an stehen. um erst unsere Zeitrechnung darüber nach zu sehen. einer messingeruen Platte. die es der eigent lichen Sonne abgelernt hatte . wunderbarer Weise eröffnet hat : so soll Europen eine Thür aufgehen. den Unwürdigen soll es. Ob gleich dieses Gewöl be von der Sonne nie beschienen wurde. t^oc univerll cum^enäium vivuz yHi le^> ulckrum leci *"). die Höhe acht Schuh. Denn wie unsere Tnüre sich. die zu oberst im Mittel punkt in der Bühne stand. . wenn nur das Gemäuer hinweg ist. Wir dankten Gott dafür und liessen. die sich schon sehen lässet. worauf diese Schrift stand : ^. nach so viel Jahren. so Gott will. N. C. mit. Des Morgens öff neten wir die Thür und nun fanden wir ein Gewölbe von sieben Seiten und Ecken und jede Seite von fünf Schuh. habe mir diese Abbildung des gow zen Weltalls zum Grabmal eingerichtet. R. ") Ich A. wenig helfen. 5' ?lltt cxx 2NNU8 pgtebo ') und darunter die alte Jahrszahl. *. geschieht den Würdigen zum Nutzen. E. und von uns nicht weniger mit Begier erwartet wird. so leuchtete es doch helle. In der Mitte war statt ei nes Grabsteins ein runder Altar überlegt. ' X 2 Um *) Nach hundert und zwanzig Jahren wird man mich offnen. denn was wir hier offenbaren. ('.

selber sehen. das sollen vielmehr.32? Um den ersten Reif oder Rand herum stand t 7elu5 miln omnia *). . Diese Seiten sind auch. die Wand oder die Seiten und den Boden oder da« Pflaster. Jn der Mitte sind vier in einem Zirkel eingeschlossene Figuren. ss Gott will. deren Umschriften heissen: 1) KeyuayUÄln vacuum 2) I. der uns mehr gewähret als alle menschliche Vernunft erfinden könnte. Hierauf knieten wir alle ins geftmmt nieder . wie auch die siebente Seite. 1) die Strenge. gen Gott. des Gesetzes ?) die Freiheit des Evanzelii 4) die unver» sehr« Herrlichkeit Gottes. daß er nach den sieben Seiten in dem leuchtenden Mittelpunkte im Dreieck getheilet ist. allein ewi. Von dem Himmel wird man für dies Mahl nichts von uns vernehmen. eure Augen.'ldertÄ8 LvanFelii 4) Del ßloria inraÄa **) dies ist alles klar und deutlich. was sich aber hierinn befindet. ausser. Gelobet sei sein Nahme ! Wirtheilten das Gewölbe in drei Theile. nemlich die Bühne oder den Himmel. allein mächtigen. eine jede in zehn gevierte Räume abgetheilet und jede mit ihren Figuren und ^ ') Jesus mein Alles.eFi8 )uzutn ^) I. und dankten dem allein weisen. ihr die ihr des Heiles wartet. imglcichen die zween siebenten Triangel. ") 1) Nirgend ein leerer Raum.

Hierinnen fanden wir auch des Br. wozu sich unser Zeitalter sehr wohl schickt. eben so auch anderswo Glöckchen. von Hohenh. da wir denn wieder eine mes- singerne Platte fanden. daß auch nach vielen hundert Jahren. und da wir sie aufhoben. unversehrt und ohne X z «lle . dieselbe blos durch ein einziges sol ches Gewölbe. brennende Lampen und überaus künstliche Gesänge) welche insgesammt da hin eingerichtes waren . C.<nd Sprachen ausgelegt. Eine jede der Seiten hatte eine Thür zu einem Kasten. Noch hatten wir den Leichnam unsers sorgfältigen und klugen Vaters nicht gesehen. be sonders alle unsere Bücher so wir auch sonst hatten. P. R. wenn der ganze Orden oder Verbrüderung zu Grunde gehen sollte. und de nen die wir täglich ohne Falsch mittheilen. Jn einem andern Kasten waren Spiegel von mancherlei Eigenschaften. allein weil darinnen des untern Regenten Herrschaft und Gewalt beschrieben sieht. seine Rcisebeschrei- bung und sein Leben aus welchem die obenstehende Er zählung meistentheils genommen ist. Was sich aber mit dem himmlischen Gehör ver stehek. Der Boden ist auch wieder in Dreiecke abgetheilet. Wir rückten daher den Altar auf die Seite. worum unterschiedliche Sachen lagen. lag dar unter ein schöner ehrwürdiger Leib. so läßt sich solches nicht der vorwitzigen und gottlosen Welt zum Misbrauch hinstel len. wiederhergestellet werden könnte. nebst dem Wörterbuch Theophr. wie solches in einem unserer kleinen Werke aufs sorgfältigste und genaueste abgezeichnet ist. C. das tritt der alten bösen Schlange ohne Furcht und Gefahr auf den Kopf.

. Z26 -------. nach dem über Ein hundert Jahr hinaus seine Wallfahrt sich erstreckt hatte. Durch göttliche Offen barungen. alle Verwesung. Rosenkreuz. . der aber seinem Zeitalter noch nicht angemessen wür. Nach dem er dieses in Nichtigkeit gebracht. wie . . durch den erhabensten Unterricht und durch n»ermüdetes Bestreben fand er den Zugang zu allen Ge heinmissen und Verborgenheiten des Himmels und der menschlichen Natur." „Allhier ist den Augen der Welt von seinen Freun den auf 1 20 Jahr entzogen worden. die allen Bewegungen des grossen Weltalls . in lateinischer Sprache folgende Lobschrifl. Er war aus einer vornehmen und adelichen Familie in Teutschland entsprossen und ein sehr grosser Mann seines Zeitalters. genannt Vird. der Leichnamm des Chr. und nunmehr nach der Bibel unfern höchsten Schatz ausmacht. welches T. nnd endlich einen zuverlässigen Auszug aller geschehenen. Zu Ende dieses Büchleins stehet . „ Ein in das Herz Jesu gejaetes Saamenkorn. Jn der Hand hielt er ein Büchlein auf Pergament mit Gold geschrieben. treue und aufs ge naueste verbundene : Erben seiner grossen Kenntnisse und seines Nahmens eingesetzt auch eine verjüngte Welt ge bauet hatte. geschehenden und zukünftigen Begebenheiten gemacht hatte: so gab er. und nicht leicht einer weltlichen Kritik unter- lvorfen werden soll. völlig harmonisch war. : . und derohalben von ihm für eine würdigere Nachkommenschrift verborgen ward. Auf seinen Reisen nach Arabien und Afrika hatte er einen mehr als königlichen nnd kai serlichen Scha? gesammlet.

O und Vr. 4) Vr. z) Br. Vr. P. A. „ i) P. durch den Geist werden wir wieder lebendig. . D. fthaft dermaliges Haupt. '^ 2) Br.. Vorn Zweiten Kraise. unter den Umar mungen und letzten Küssen seiner Brüder. G. A.r. . z) Vr. sind also damals schon verschieden gewesen. P. A. Br. 2) Vr. ." .G. G. G. 3l. Nachfolger des mit Christo triumphiren- den Vatersc. der jüngere. „ i) Vr. Geist. . J." . getreuester Lehrer und aufrichtigster Freund/' Zu unterst hatten sich unterschrieben.. F. D. M... 0. Mahler und 5) Vr. c. die er nie an seinem Leibe erfahren. Erbe zum heil. in die Hand seines Gottes und Schöpfers zurück — unser geliebte- sier Vater. B. ------. P. M. P. ^ Zu Ende stehet. durch die Wahl der Brüder-. V. / . A. . auch nie an andern geduldet hatte. Mathema- tikus. Kabbalist. Nachfolger P. wo ist nun X 4 ihr .. . thenerster Bruder. „Aus Gott werden wir gebohren. sondern auf den Ruf des Geistes Gottes. . ' . M. Nachfolger-. J. . :. Br." (Alles ist in lateinischer Sprache). ch. seine erleuchtete Seele.. C. in Jesu sterben wir. 327 wie wohl ohne irgend ein vorangegangenes Gebrechen und Krankheit. R.R.

so fanden wir die selbe in einem andern kleinen Altar verwahret.nicht ! . die wir darum eröffnen. 323 >. Hierauf sind nach Anleitung und Befehl unserer Zeitrechnung. und endlich die Brüder nach Gewobnheit von einander gegangen. was wir von Gelehrten und Un gelehrten hierauf für einen Bescheid oder Urtl. bis uns auf diese treuherzige Fama vertraulich geantwortet wird» Also haben wir nun die Platte wieder übergelegt. die Thüre wieder verschlossen und mit unser aller Siegel versichert. welche von dem angeneh- wen Dichter M. gewiß schöner. zum wenigsten besser erläu tert werden. und die gegenwärtige noch . die natürlichen Erben aber im Besitz unserer Kleinodien gelassen worden. Wir erwarten also. den Altar darauf gelegt. bekannt gemacht. als etwas besonders zur Erde gelegt oder vielleicht auch verborgen worden sein.eil erhal ten werden. Auf solche Weise würde unser Schatz vielleicht vermehrt. gedichtet worden. Die v« jungte Welt anbelangend. Höh. Nun wissen wir zwar. fteissiger wegen ihrer Nahmen. daß noch eine ge raume Zeit verstiegen wird. etliche Bücher. als sich ein verstandiger Mensch sie einbilden möchte. worunter auch die M. Wir geben davon keine Zeichnung. es werde der alte Bruder Senior des Ordens. ihr Begräbniß zu finden? Wir zweifeln aber gar nicht. wir verhoffen auch. denn der größte Theil ist noch unter alten Leuten wegen ihrer Heilungen bekannt und in rühmlichem Gedächtniß. es soll dieses unser Beispiel andere erwecken. P. Nachfrage zu halten und ihrem Begräbnisse nachzuspüren .

vorgeschriebenen philosophi schen Kanons einen glücklichen Anfang machen. wie sie in der kürzlich erneuerten Kirche eingesetzt wor den.' die sich angeben werden. wie dieselbe zu dieser letzten Zeit. C. ver- theidigt und fortgepflanzt wird. die Bitterkei ten und Beschwerlichkeiten dieser Welt versüssen.'. die uns niemals ausgehen können mit uns in Demuth und Liebe gemessen . und noch heut zu Tage . zusammentreten. bis auf die gänzliche Ausnahme aller Schwärmer. 323 nicht der Zeitpunkt ist. ehe die Sonne aufgehet. . Damit aber auch ein jeder Christ wisse. besonders in Teutschland hell und lauter be kannt geworden. Jrrlehrer und falschen Propheten von gewissen Ländern erhalten.. Wir geniessen auch zweier Sakramente mit allen Worten und Gebräuchen. durch eine allgemeine Verbesserung und Umformung des höhern Himmlischen und Menschlichen wieder genüget werden soll. Jn der Polizei erkennen wir das Römische Reich und die vierte Monarchie für unser und der Christen Haupt» X 5 Und . in unserer Verbrüderung mit der Zahl und dem Ansehen des ge wünschten und von Vr. und in den Wunderwerken Gottes nicht so blind umher gehen mögen. oder gar unsere Schatze.. welches Glaubens und Bekennmisses wir sin5: so bekennen wir uns zur Erkennlniß Jesu Christi. Indessen ist es eben daher nicht unbillig. und unterdessen einige wenige. sie zuvor ein helles oder dunkles Licht über den Himmel verbreitet. . daß. da einmal unserm Verlangen oder auch der Hoffnung anderer..

der allweise Gott sie jedermann und selbst. wenn er es für gut erkennet. Aristoteles. Abraham." wie hiervon in der christlichen Vergleichung ausführ licher und mit mehrerm zu ersehen ist. Falle erhalten und Moses und Salomon sie geübt h >ben. kurz und immerdar sich selber gleich isi^ che-: sonders aber mit Jesu in jeglichem Stück und sämmt- lichen Miedern übereinkommt. Was . Daher soll sie nicht mit Zweifeln kämpfen oder andere Meinungen widerlegen. 33i? - Uns ist zwar keinesweges verborgen. den Unwürdigen zum Gebrauch in die Hände geben können. wie das Glück der Heiden. es wird uns auch kcin Mensch. Moses. der Theologie nach aber ist's falsch " — sondern: wo rinn Plato. wo Enoch. was für Ver änderungen bevorstehen und wollen wir dieselben auch herzlich gern andern Gottesgelehrten mittheilen: allein uns bleibt die Handschrift. wie er des Vaters Eben bild und sie eine Abbildung von ihm ist : so soll es auch nicht heissen: „der Philosophie nach wäre das wahr. die wir in Händen haben. deren gesammte Theile sich in gleich weiter Entfernung vom Mittelpunkte befinden. Pythagoras und andere es ge- troffen. Denn unser Gott ist nicht blind. sondern blos. Salomo den Ausschlag geben. sondern der Schmuck der Kirche und die Ehre des Tempels. Unsere Philo sophie ist nichts neues. Und darauf werden wir der guten Sache verborgene Hülfe leisten. sondern wie sie Adam nach sei nen. besonders wo das grosse Wunderbüch die Bibel konkordirt: das kommt zusammen und wird ein Krais oder eine Kugel. sondern weil die Wahr heit einzig.

oder. der nur große Haufen golduer Masse machen könne. und die Engel Gottes auf« und absteigen und seinen Nahmen im Buch des Lebens an- geschrieben stehet. daß unter der Benennung chymischer Schriften. wie Christus sagt. C^ „Pfui über das Gold. und sie viel Tausend dergleichen und bessere Kunststücke besitzen. daß zuförderst vielen Landläufern. Hand genommen hat. die Verwandlung der Metalle sei der höchste Gipfel in der Philosophie. Bücher und Figuren herausgekommen. den allwissenden und das Herz durchschauenden Gott zu bereden suchen: so bezeugen wir hiermit öffentlich . R. wie wir solche zu seiner Zeit ben:nnen und den . > 33l Was aber besonders zu unsrer Zeit das schändlich« und unseelige Goldmachen betrift. die Teufel ihm gehorsam sind — sondern. und derjenige Gott besonders lieb sein müsse. verlaufenen Schmarotzern und Betrügern dadurch An laß zu grosser Büberei und Misbranch des Vorwitzes und der Leichtgläubigkeit einfältiger Gemüthcr gegeben wird. daß mau dazu seine äusserste Mühe und Kräfte anstrengen. und mit trübseeligem Sauerseyen. Wir bezeugen auch. daß er Gold machen kann. die der Ehre G?tteö znr Schmach gereichen. und selbst bescheidene Männer dafür halten. daß er den Himmel offen. daß solches falsch sei und mit den wahren Philosophen diese Bewandtmß habe. der freuet sich nicht. daß ihnen Gold zu machen nur ein Geringes und blos ein Nebenwerk ist. und daher unbedächtig Gott darum anstehen. welches so sehr über. Und daher sagen wir mit unserm Vater C. als Gold!" denn wenn die ganze Natur offen stehet.

in welcher Sprache es auch sei. sich aber in das größte und äusserste Ver derben stürzen. Denn ob zwar weder wir noch unsere Ver sammlung gegenwartig genannt silU) : so n5ird uns doch gewiß eines jeden Urtheil. die dermaligen Zeitumstände mit allem Fleiß überdenken und dann ihre Bedeuken. R. Es wird auch keinem. Wir seine Brüder. C. bis ihm ein Stärke- rer es vertreibt. denn der böse Feind un- lerlässet nicht sein Unkraut zu säen. Wir bittei? alle Gelehrten. ' Es . ' '. Das sagen wir aber hier für gewiß. der seinen Nahmen wird angeben. 332 —----- den reinen Herzen ein Verzeichniß mittheilen wollen. . schriftlich im Druck eröfnen. zu Händen kommen. Wenn aber ein falsches und aufs Geld gerichtetes Herz unser Vertrauen suchte : der wird uns zufördersi nicht Scha den bringen. nach Vr. daß wer es ernstlich und aufrichtig mit uns meinen wird. Leib und Seele davon Nutzen haben. fehlen. mit dergleichen Schriften vorsichtig zu Werke zu gehen . oder auch einzeln. mit einem unserer Brüder entweder mündlich. . C. entweder auf gemeinschaftlich gepflogenen Rach. ihre Künste Miss genaueste und schärfste prüfen. oder wenn er desfalls Be denken trüge. welche diese unsere in fünf Sprachen anögesandte Fama. zum andern Mahl alle Gelehr ten in Europa. nebst d?r lateinischen Confession le sen werden. daß sie mit Beucht diese unsre Bitte erwä gen. der wird au Gut. Also ersuchen denmach. schriftlich zur Sprache zu kommen. Mei nung.

welche nun mit ihrer ganzen Stärke d. D. gen hinweg genommen wird .» Tt»u«. wie mancherlei zum Theil so fremde und vielleicht noch nie empfundene Gefühle er- wecken. — Nah «in Erobe st»en Weis«: D«« L«ben ist «. Gleim. stört. in der g. und wohl gar vor ihr verborgen bleiben — Unter dem Schatten deiner Flügel.. lH z. zu wie viel ernsthaften Betrachtungen kann er nicht jeden. Ichova! —» VII. indem kaum erreich. unbeftchtigt. gehalten. unzer. veranlassen. Rede zum Gedachkniß des Bruders R. Es wird auch unser Gebäude — hätten es auch hundert tausend Menschen in der Nähe gesehen — in alle Ewigkeit von der bösen Welt unangerührt. der. der ihn kannte oder nicht kannte. ten Mittag seiner Jahre. und v. K. ohne die vorbereitende Prü. '" 333. g. vor »nsern Au.as Herz ergreiffen l — Gin . fung einer auch nur kurzen Krankheit.l^ler Tod eines Jünglings.

siorb?ner Araft. Und wie viel län ger wird die D^uer dieses Nahmens sein. das diese Erde belebte ? Auch nicht unter Men schen — wir behalten nichts vom ihm als Handlungen. was das Jhre war! Wo bleibt das Wesen. sie oft anzustellen. wenn er sich einen Nahmen erwarb. und unthätig gewordener Würksamkeit! Er sicht nicht mehr — Er hört nicht mehr — Er han. der noch fern vom much- maslichm Ziel ist. vertraut? Man hat so oft das menschliche Leben mit einer Pflanze. der bei weitem noch nicht die ganze Bestimmung. mit dem Umfang eines Jahrs vergleichen. nicht fortzuschreiten. welche jeder Sterbliche erfah ren muß. und dann ihr Nesultalt dem Gemüthe tief einzuätzen. der B!ü< . man hat ihm perioden des Rennens. deren einer aus dem an- dem stießt. wird mitten in seinem Gang aufge- halten: ein Augenblick heißt dem Blut in seinen Güngen still zu stehen. gewöhnlich. dem Arm. Da liegt er nun. B. deren Folgen länger dauien. mit einem Tage. erfüllet. dem Fuß. uns bleibt sein Nahme. mit er. sich nicht mehr zu bewegen. wie lernen wir sie verstehen? Wie machen wir sie uns eigen. ist gewiß der nahern Untersuchung würdig: es ist so. delr nicht mehr! Seine Gestalt verschwindet — Seine Glieder verwesen im Schooß der Erde — die Erde nimmt wieder. welche Gott dem Menschen ange wiesen zu haben scheint. gar Pflicht.334 -------- Ein Jüngling m. Leben und Tod. die seine Fasern bildeten ? Diese Verä»derung. diese verketteten Begriffe. als die Ver bindung der Elemente. bei weitem noch nicht die ganze Bahn durchgegangen.

der Frucht und die Mannigfaltigkeit der Iahrs- zeit beigelegt — Sinnbilder. der verschiedenen Anftrit» te des Lebens. und das Herz nnr mit Mühe fasset. bewegt mich.Bloche. nes Bruders . tvenig- siens selten untersuchten Gegenstandes angenommen hat. nicht in ihrer wahren Gestalt. vor Ilmen znm Anden ken eines nun nicht wehr lebenden Jünglings — ach ei. wo sich der letzte Punkt des Lebens im Tode ver liert. Und wer will es m^ verargen? wenn wir durch Bilder in der Kindheit nnterrichtet werden. wenn wir durch sie die höhern Begriffe. uns gern die Dinge. an die wir ge wöhnet sind. Meine Pflicht S. sondern bereit vorfinde. B. durch Sinnbilder entweder schon ergründet ha ben. . E. diese Veränderung uns nicht überrasche. denn ich rede vor Männern. die Gedanken „Leben und Tod" eben unter Bildern vorstellen . Jch siehe auch gar nicht an . wovon uns die Ge burt nichts und die Gewöhnliche Erziehung nur wenig mittheilt. Denn wir sind gewohnt. Sic mit einigen Bildern zur unterhalten. diesen in manchen Augen vielleicht gemeinen Vorwurf zu behandeln. und feines frühern oder spätern Schlusses. welche die ehrwürdigste aller Künste. deren sich der gemeine Ge brauch zur Bezeichnung dieses unbekannten. sondern unter einem Bilde zu denken. zu reden. wenn wir sie uns un- ter Bildern bekannt zu machen suchen. welche der Verstand kaum begreifet. wetmdie wichtige Periode erschei net. wenn wir uns die beiden Gedanken. erst erreichen: so ist es nützlich. es erleichtert die Untersnchung. damit.

welche einen Theil des Tages ausmachen. Alle übrige Tageszeiten greifen in einander. So gewiß der Mittag dem Mor gen folget. war einst nicht — was nicht mehr ist . uns vorzustellen. Monat« und Jahre. dann begin net der Tag: wann das Kind gebohren wird. endiget. was giebt sie? den Begrif der Zeit und so nehmen wir die Bilder für Leben und Tod von der Zeit her. Das Licht des Tages wachset fast mit jedem Augenblick : also entwickeln sich. Da wir selten stark genug sind. Allerdings stehet nichts in genauerer Verbindung.336 —» ben. . s» fangen wir an zu theilen — und^so er halten wir Stunden und Tage. wie Jugend und Alter. Wann die Morgemöthe hervorgehet. das war zi. die Kräfte des Kindes. unterscheiden sich merklich von allen an dern — eben so zeichnet sich ein Abschnitt des Lebens vor allen übrigen aus.st — alles ist in einer unaufhörlichen Folge : Glie der einer Kette. welches wir nicht kennen. fast vor unfern Augen . oder diese angenehme Hofnung von der Zukunft noch erfüllet erwarten. ein Gan zes von etwas beträchtlicherm Umfange. so gewiß dem Leben der Tod! Was izt da ist. Eine Stunde verdrängt die andere — wie wahr verdrängt der Tod das Leben ! Aber wir gehen weiter : eine oder mehr Stunden. deren Eins immer in das andere greift» Diese Folge. bis der Tag sich in der Nacht verliert und das Er denleben sich in einem andern Leben. so wie e^ist. fängt sein menschliches Leben sich an. als Leben und Tod. Ein ..

im Sommer fängt sie an. blick. alles ist lachend. die Erde zu schmücken. Ein ganz neues Leben! Von allen Geschöpfen . V zur . sehen wir neue Anlage . 'behalten die todte Stille . neu anfan gende Entwickelung. turvermögen. sind die Jahrszeiten. 337 Ein andrer Wechsel der Zeitfolge. son- dern sich ohne Begattung fortpflanzen. Blüm chen hervorzulocken. ^. welche leben ohne zu empfinden. die erdhafte Unreiz- barkeit. Nur diejenigen Werke der Natur. Sein einziges Geschäft ist. wie wir sie ge- theilt haben . und das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet. selbst und fast vorzüg lich bei denen . fortschreitende Verbesserung bei allen Geschöpfen. um die Anlage derer Geschöpfe zu entwickeln. aber doch schon sichtbar ernstlicher wird. welchen sie das Leben zugedacht hat. welche zum Theil schon Archiv i. Ein treffendes Sinnbild unserer Jugend ist dieser Frühling. ohne unsere übrigen Bedürfnisse zu befriedigen.TH. Man könnte sagen : den Frühling bestimmte die Natur . deren Dasein nicht über den Umfang eines Jahres hinausgeht oder nur ein Theilchen des Jahres einnimmt . Der Frühling und die Kindheit gewähren beide einen gleich fröhlichen An. die metallene Kälte . unsere Au gen zu vergnügen. Jm Verlauf dieser Spiele nähert er sich dem Sommer. welcher sich noch nicht ganz von den lachenden Belnstigungen seines Vorgängers entwöhnen kann. mit ihnen Entwürfe zu machen. welche nicht leben. Wie tummerfrei ist alles in der Natur ! Alles ist jung. den gänzlichen Mangel alles Mitgefühls an denen nach Vervollkommung so sichtbar strebenden Na. welche leben.

wenn sie auch einer ausgebildeten Nuß ganz gleich scheinen sollte. — Diese Epoche der Thaten vol lendet auch den Maurer. und bie arbeitenden Triebrader fangen an sich abzunutzen. ehe der wahre Zeitpunkt der Reife vorhanden ist. welche unfern Entwurf zur That reift. . und bald kommt die Periode. wenn wir unsere Fähigkeit ten. aber wah« lich . wird durch alle die Vorbereitungen abgezweckt. Diese Wirksamkeit und dies Bestreben zu handeln. Der Zukunft. welche die Vernunft erfüllt zu sehen wünscht. diese Geschenke der Natur und Früchte der Erzie hung ausgebildet. so unmerklich ist der Abstand von einem verlebten Leben. ist der gländzendesie Schein einer Handlung noch nicht Handlung. wo alles zu seiner Reife. — Nun kommt (und wie konnte es anders sein?) die Zeit. zur Handlung werdLn. ist es vorbehalten uns zu erweisen. Wenn wir gleicherge. wie ähnlich unsere ganze Bestimmung dem Wechsel der Jahreszeiten sei —. Eine verlängerte Ruhe.338 . entwickelt haben. und das Alter im menschlichen Leben herbei — die Periode der Ruhe. und dem Tode. wir entwerfen. den ganzen Plan zu vollziehen. Allgemach rückt der Winter im Jahre. Denn nur ein Punkt scheint es zu sein . 'die mit einer Schlafsucht anfängt. ein langer Winter ist der Tod. stalt Männer geworden sind. und sich mit ihrem Bruder. so zeigt sich der Plan unsers Lebens . «r ist Entwurf. zu seiner Vollkommenheit gediehen ist. diese Hofnung. dem Tode. in Einem Punkte verliert. welcher kein Sterblicher entrinnen kann. dem Herbst ist es vorbehalten. so wenig die junge Nuß Kern hat.

— Glücklicher Wanderer. Er bereite sich. noch vielfach vorgesiM. oder sie zerreissen die Leine und wehe dem. Auch unter Bildern. Führt er ihn in dun kele Gegenden . Wir werden dazu von Rossen getragen. von der Zeit hergenommenen Bildern. sie zu besiegen. als das Leben. denen zu begegnen. so lange wird auch der abziehende Verstand die Strahlen des körperlichen Lichtes empfänglich aufnehmen. hat man sich den Tod sowohl. noch wohin wir gehen. welcher von ihnen fortgeschleppt wird. er üb. was ihn für Begegnisse erwarten? — Er weiß viele. Unser Leben gleicht einer Seife : Wir gehen aus. nnd nicht ohne aufgehellt zu sein zurückgeben. Klugheit und Vor sicht helfen ihm. — Nie weit liesse sich diese Allegorie aus dehnen : man könnte sie auf Staaten nnd Nazionen. wünscht. denn so lange wir ohne Sinne nicht denken nnd unter den Sinnen die Angen der edelste sein werden: so lange werden uns Bilder belehren. andern zu entgehen . 339. wenn sein weg eben . Weiß der Wan- derer. welchen er nicht entrinnen kann. woher wir kommen. Wir sind auf dem Wege und kennen sein Ende und unsere Bestimmung nicht. wenn das unmöglich ist. und wissen nicht. Führt sein Weg über einen Berg. wegen fortgesetzter Folge der Epo- ken. Ausser diesen . so lasse er die Vernunft seine Fackel sein. oder . welche von einer geübten Hand gelenkt sein wollen . nicht alle. aus einzelne Gesellschaften und ans Unternehmungen anwen den — wenn das hier zweckmässig wäre. .erklimme ihn. und wovon die Religion die gewisse Ueberzeu- gnng giebt.

ihn zu tra« gen -" daß er seinen Fuß nicht an einen Stein flösse! Aber endlich gelangt er an das Ziel seiner Bestimm nnmg. wenn wir die Handlungen der Menschen. der Eine früh nnd der andere spät. Er ruhet aus auf die Mühseeligkeiten des We ges. und ein Herz . wenn wir dem grossen Manne die Theaterlleidung abzögen. wie oft würden wir unter der ehr . ein grösseres oder ein geringeres Maaß von Kräften verspäten oder ver frühzeitigen die Ankunft am Ziele. bis zum Erhabnen groß zusein scheinen . sie zu Fürsten macht? Was ist der Mann. wenn nur ihr Gewand und nicht ihr hö herer Muth . was er zu sein scheinet imTaumrl der Tauschung? Was sind Fürsten . Das Leben gleicht einem Schauplatz . auftöseten . verzischen wird. sondern nur fremde Hand lung vorstellender Mann war ? Wenn er das nicht ist. da man der Tauschung inne werden. — Mein« Brüder. welche nach ei- Mm Ziele laufen. Sie erreichen es alle. welche man Schicksal nennen könnte. sondern nur «ine Rolle spielte — Es kommt die Zeit . Gegrüßt sei die Statte! — Das Leben gleichet Wettläufern. wenn «r nicht selbst handelnder. Aber was ist der Mensch. welche man in unserm theatralischen Zeitalter nur zu oft und bis zum Ecket höret.und wmn Engeln Befehl gegeben ist. Unvorhergesehene Begegnisse. und jeder Mensch einem Akteur — eine Vergleich»»«. welches nach Billigung ei nes bearbeiteten Geistes wählt. dm man als Mensch bedauert hätte . und den Spieler. die oft so auffallend gut. welcher nicht lebte.

nhrwürdigen Larve einen Achtnngslosen —» wie oft — ich sage es mit Schmerzen — unter dem maurerischen Schurzfell einen Nichtswürdigen — unter der Miene. so müste es «lies ihnen das Leben sein . ein anderes Subjekt. so würden S« weit mannichfaltigere Spiele der mahlen den EinbildMgskraft erblicken: jeder Künstler. der sich diesen Gegenstand zu bearbeiten gewählet. die Leben und Tod abbilden sollten. andern wieder das Leben eine so geringfügige Sache. und wenn's noch etwas Nichtswürdigers gäbe . das Andenken an ihn. Jhnen scheint nur der Tod Z) z allein . So sehr kommt es auf die Seite an . würde nach seiner veränderten Manier. je nachdem es aus seiner kaltem oder wärmern. o ! so begleite der klatschende Beifall der Zu schauer jeden Maurer . welche lauter Ge mälde. Einem ist das Leben der Gipfel aller Glückseeligkcit und der Tod deren Ende . welcher ihn verläßt — so er halte sich noch lange. eine andere Farbenmischung. die im Moment ihres Entstehens auch schon wieder verschwindet. sein . hel lern oder schwärzern Vorstellungskraft in seine Finger spitzen überftiessen würde. wann der Vorhang schon gefallen ist. enthielte. eine Weibersage. welche nichts als gleissende Bauentwürfe weissagt — den Schalk entdecken ! — Soll das Leben ein Schau- pla. sich unser Sein und Nichtmehrsein vorzustellen. aus welchem unsere Blicke ausgehen. auf welcher wir eine Sache betrachten^ auf den Standpunkt. und man sage: Er hat gut gespielt! Wenn wir eine Gallerie hatten . einen andern Strick) haben.

sie fallt in em Fieber. diese des Sterbens. allem willkommen und wünschenswerth. Laßt uns vielmehr lernen. seinen wahren Werth erkennen. weil ihre Trägheit in der Untbätig. Wahrlich . ' keit sich wohl zu befinden hoft. und all unser Erden- glück ist — die Gemüthsruhe. Z)a ist er eine Ruhe. wenn sich die Mittelzeit des Lebens von dem Alter trennt : so erleidet die ganze Natur einen Aufstand. es ist eine Wohlthat. der Jüngling männ lich und das Mädchen mannbar wird . Wenn der junge Zahn durch die Häutchen hervorbricht. . dessen Krise die abgezweckte Entwickelung ist. schätzen . 342 >. . brauchen. was hinter dem Tode ist. wel- cher die Knospen des Hagedorns zur Blüthe bringen soll. und der Leib sich ungern von seiner treuen Gefährten trennen will — was ist es anders als ein analogischer Auftritt aller körperlichen Veränderungen? Alle Entwicklungen sind mit Zerrüt tungen und Schmerzen verbunden. wenn sich die Jugend von der Kindheit scheidet. Wenn den Sinnen schaudert. Aber so war wohl nicht der Wille dessen. ein Köstliches Ge schenk aus den Händen der Vorsicht. die Nachbarinn der Faulheit : der laute Wiederhat! der Freude auf grosse Thaten findet bei ihnen verschlossene Ohren und un empfänglich unfruchtbare Gcistcsvermögen. der uns das Leben gab und mit dem Leben eine andere Nothwen- digkeit verband . So schei det sich Winter und Frühling durch jenen Sturm . der einzige Quell der Zufriedenheit. Wenn sich denn die Natur regt. und.nur Undank bare können es verachten und von sich siossen. es ist »ncht geringe. und alles.

find ein Traum. von denen es vorher nichts wußte. Gerade so konnte die Seele unwirksam ohne körperliche Werkzeuge . Kann beides ohne den Fall der Krücke. da es nnn Begriffe erhielt . (Es liegt uns hier nicht daran. oder ein feineres Nervengewebe wieder erhalten werde. diese grosse Erwartung : so »verden uns allerdings anfangs unangenehme Empfin dungen bevorstehen. genug sie hatte bisher diese or ganischen Glieder/. ob sie ohne «Um Körper wirken. wo sie ihrer entbehren. nun gekeilt ist. wir lernen viel Z) 4 und . der an Krü cken zu gehen gewohnt war. Wenn ein Lahmer. Es ist auffallend. das in sei ner Nacktheit unschuldig dahin gelebt hatte. Jenes Paar. nicht so fest ste hen. glücklich oder nicht. Alle Vorfälle. sich nicht ohne Furcht der Zeit nähern. und ohne Erschütterung des sinnlichen Men schen geschehen ? — Gewiß nicht ! Das Leben gleicht einem Traume. der grosse Rest aber ganz falsch und unangemessen. er wird anfangs nicht schmerzlos sein . wissen wir kaum Ei tles gewiß. seiner Blösse inne. ward erst. nicht so sicher das ganze Gewicht auf ihm ruhend tragen. »Ol 343 soll. aus welchem der Tod weckt. wo sie ohne Krücken gehen soll. von den übrigen ist bei weitem noch nicht die Hälfte wahrscheinlich. wir sehen viel. aber wahr: von zehn Zehnteln unserer Erkenntniß. und Sommer und Herbst durch ein Ungewitter. und diese Stützen wegwirft : so wird er sich freuen und fürchten. Dennoch sind wir am glück lichsten in dieser Täuschung. Wenn also die Periode der Reifung unsers Geistes zur Vollkommenheit einbricht .

oder die stolzere Lilie. alles vergebliche Furcht! Man lasse dem Schlafenden seinen Traum . Jch möchte es lieber kein Bild nennen. Noch Ein Bild. Der pfianzenkenner sieht es schon dem Reime an. die sich nach her ausgebildet hat. viele unter Jhnen werden es mit mir zum Lieblinge erwählen unter den mehrsten Bildern die ses Gegenstandes. Eine pflanze — welche keimet — Stamm und Blätter gewinnet — blühet — Frucht tragt — wie ähnlich ist sie in jeder Absicht dem Menschen! Er wird. sondern eine Kopie. welches so passend und so gefällig ist. wie sie. versagen. daß ich nicht zweifele. «ines. meine Brüder. Auch der Renner des menschlichen Herzens entdeckt bald. wenn wir gleich viele zurücklassen . Also. bis der Tod ihn weckt und ihm die Morgenröthe seiner wahren Bestimmung von fern zeiget. Lassen Sie uns hier schweigen. brachten wir ans dem Schoosse der Mutter jede Anlage mit. . meine Brüder. wollen wir nicht Vorbeigehen. Die pflanze blühet und wird nn . und selbst nnsern Gedanken . deren Original das menschliche Leben ist. dem Sinnbilde der Jugend. seine Anlagen und Fähigkeiten »erden wie Blätter und Knospen entwickelt — bis sie sich zur Blume öfnen. erzeuget. und was es unter gehöriger Wartung werden wird. was er werden wird. welche der tägliche Gebranch für meine Absicht liefern könnte. ob ein be scheidenes peilchen. " und sehen nichts ein und lernen nichts aus: alles ver« gebliche Freude. jede Kraft. was «in Rind werden kann. weiter zu gehen.344 .

wiewohl nicht vermuthen konnten. meine Brüder. die Sonne trocknet ihre Säfte aus. wir nicht so nahe geglaubt hätten. Sie welket . R — d. welches ihm so gewiß eigen war. Wie sollten wir ihn auch vergessen kön- Z) 5 . wie unsere Thränen um ihn . *. wenn er auch bereits eine geraume Zeit in dem Schoosse der allgemeinen Mutter ruhet. auf welchem das Auge des Gärtners mit Wohlgefallen ruhet. dem wir alle ein längeres Leben wünschten. blühet heute. da ihre Gespielinnen noch lange die Zierde des Gartens sind . und Mitglied unserer guten und gerechten lü z. noch immer neu. nen. ehe sie das gege ben hat. ehemaliger R. R. und morgen — ist sie nicht mehr! — — Und so ist auch Er nicht mehr . sie giebt uns Nahrung oder sie wird ein Werkzeug der Heilung. Sie kannten ihn. Sie tragt Früchte — und leere Schaalen — gleich den Entwürfen der Menschen. ihr Mark verzehret sich von selbst. Dennoch ist die Absicht unserer heutigen versammlung. an vieles Gute. H. sie senket die Krone . dessen Verlust aber. was sie zu geben Hofnung machte. Sie stirbt ab : auch wir fallen. g. zu erinnern. ehe sie ihren letzten Zeitraum er reichte. Ein Wurm nagt an ihrer Lebenskraft . an seinen guten Muth und redlichen Karakter. insgesammt. K. noch nicht erloschen ist. a- 345 ein Gegenstand. kurz. und so könnte es eine vergebliche Sache scheinen. Sie an semen Umgang. Sie ist in jedem Verlaufe nicht ohne Nutzen für den Menschen. den wir nnn vermissen. welches. . G. sein Gedächtmß unter uns zu erneuern. unser unvergeßlicher Freund K.

was den guten Maurer macht. mit dankbaren Thranen. welches alle Menschen umfasset aber dem er kannten Bruder sich noch williger öfnet. Seine Kenntniß der Gcseye war ausgebreitet. der in vielem Betracht viel versprach . Das Ge wissen thut den Ausspruch. Wer . konnte es ihm auch versagen. wie er selbst. thun würde. ihn lieb zu gewinnen ? Beides . welcher Gott . als gewöhnliche Jünglinge erwarten lassen. der ihn naher kannte. die Jh nen . Wir fanden alles in unserm Bruder. angesehen. nicht Losungsworte — maurerische lugend drückt das Siegel der U?eihung vor unsere Stirnen. 346 ' nen . und wer nur den Nahmen trägt — nicht versteckte Zei chen. und in' ei nem noch nicht ganz reifen Alter — denn nur vier und zwanzig Jahr ist er bei den Menschen gewesen — schon viel leistete? Unser Bruder war unserer ganzen Liebe werth. und als einer sei ner nächsten Freunde halte ich mich verpflichtet. mehr Ueberlegung als Erfindsamkeit. ein nicht schnelles aber treues Gedachmiß. Er hatte einen geübten ver stand. er war es überzeugt. mit einem Herzen .selbst rühmlich sind. und er berei tete sich mit Ernst zu einem Richter vor. wer ein Maurer ist. daß er mehr zeigte. sein Geist und sein Herz mach ten ihn fähig und würdig geliebt zu werden. Jhnen sodafür zu danken. Jch selbst habe mit Wohlgefallen diese Acusserungen derselben. wenn er könnte. ange- . Diese Anlage bebauete sein nicht immer anhaltender aber doch mehr als massiger Fleiß zu einem Grade. dnß er sie hatte.

nicht die allgemeine Billigkeit aus den Augen ließ . welche ein Gesey des menschlichen Geschlechts ist. das heißt. der weit entfernt von Parteilichkeit. sie verbrecher zu nennen — eine Zuflucht zn eröfnen. Dies brachte ihn zu dem Vorsatz . immer . welche mehr als ein Gesetz der Könige. meine Brüder. den er mit Beifall der tvelt. auch die angenehmere ließ uns vieles von der Zukunft erwar ten. ' 347 nngemhm und dem Fürsten nützlich werden konnte. sein Ferz. Herr von Leidenschaften. Jn dieser Absicht fing er an. welches von Eifer für maurerische lugend . dies Herz. und zur Sicherheit des Landes. welcher Rechtskenmniß und Rechtsliebe besaß. über die Sittlichkeit der Handlungen für das peinliche Recht zu schreiben. dem Missethäter hingegen. von Liebe gegen jeden Maurer voll war und überströmte. gewissen Unglücklichen ->. einige itzt noch n»verwehrte Schlupfwege abzuschneiden. welche mit jener Liebe kontrastirten. Diese machte den Umgang mit ihm belebt. Mehr als sein Geist und seine Nennmisse interessirt uns. Wenn er in unsern Festen öffentlich oder geheim unter uns sprach. zur Bestättigung der bür gerlichen Ruhe. Er strebte dem Lichte der Vollkommenheit . und mit Billi gung der Verständigen. Dies war die nützliche Seite seiner Kenntnisse. so war jedes Wort ein Bürge seiner unverfälschten Ge sinnungen.denn es wäre hart. ausgeführt haben würde — wenn ihm nicht eine höhere Macht die Feder aus den Händen genommen hatte. und entfernte die lange Weile. ein Vorsatz.

welche er in feinen ersten Jahren genossen . der das dritte Thor eröfnet. aber er wollte sich von vielen Dingen. die Erziehung. bei der Menge seiner guten Eigenschaften . wenn ihn nicht die Vorsicht in seinen ersten Jugendjah. Er ging nie von Einmal gefaßten Ueberzeugungen ab. nicht überzeugen. aber zärtlichen Aörper zur Wohnung gegeben hatte. befördert haben würde. eh' er noch die Schürze bekam. welcher die Natur einen gleichförmigen. seinen vater ge noni/ . Er hatte viele Anlage zu einer Festigkeit in Grundsäyen. So stand es um die beiden Hauptvermögen feiner Seele. Vielleicht würde er. die höhern Stufen zu betreten. nachdem er den Schlüssel. Die wohlchatigkeit. und war im Begriff. und öfnete es gegen jeden Nothleidenden. und wer weiß . wenn nicht eine Gewohnheit an manchen Ergötzungen. diese wahrhaft maurerische Tugend. als nach lieber- legung. und er schäm te sich nicht. ein noch besserer Mann geworden sein. wohnte in seinem Her zen. Willig nahm er sich aller Aufträge dieser Art an. delte in dem ersten Ranme der Leidenschaft mehr nach Aufwallung oder unverstanduem Triebe. welche die Zeit. auch bei Ungerveihten sich für Unglückliche zu vermitteln. ren die Ilcherste Stütze für einen Sohn. erhalten. welche in da« sittliche Leben einfliessen. 34« l immer näher zn treten . die die reizbarsten Fasern spröde macht. und han. Er war dem Herzen nach ein Mau rer. wie viele andere Nebeuumstände ihm eine mit dieser Festigkeit kon- trastirende Schwachheit: die Gleichgültigkeit gegeben.

daß ich vielmehr nicht anstehe. auch von gewissen Dingen Er. verursachte wohl. eine Vermuthung. menschliche Ihsrheiten nicht für etwas ln . Denn es ist so wenig unsere Absicht. welcher in der ganzen Natur nichts ersetzen kann. Dieser Verlust. wo sie getroffen werden. und es ist unsere heilige Pflicht. noch auch einen Bruder heilig und vor allen Fehlern und Schwachheiten frei zu sprechen. wähnung zu thun. daß hie und da etwas Rauhes in seinem Karakter zurück blieb . weder andere Menschen. da der würdige Mann wegen seines Herzens im Andenken aller seiner zahlreichen Freunde noch izt lebt. und wenn uns R * * s gute Eigenschaften zur Nacheifenmg er muntern. welche nm so wahr scheinlicher wird . mit dem wenig umfassenden Zirkel unserer Sinnen messen. so soll die Erinnerung manches ^swuchses an seiner Denkungs. 343 nommen hätte. So lange wir nach dem verjüngten Maasstabe dieses Lebens. und wegen seiner vorzüglichen Talente in der angenehmsten aller schönen Künste. welches das aufmerksame vaterliche Auge bald entdeckt. noch lange die Bewunderung der Tonküusiler sein wird.oder vielmehr — denn jene war ganz rein — an seiner Handlungsart zur Lehre dienen. und welche ein reiferes Alter. welche an unserm nun verewigten Bruder nicht zu billigen waren. Beispiele nutzen. die Bitte und die Ermunterung seiner Freunde gemildert oder ganz ausgelöscht und vertilgt haben würde. auch leicht abge feilt und geglättet haben würde. und da er von einer weichen Masse gebildet war. so lange sind wir Menschen.

als uns seine Grundsatze erwarten liessen. und alsdann wann die erste Furcht vorüber war. daß wir lcruen einer den andern ertragen . welches dem Verstorbenen auch nicht Schuld zu geben war. und alle unsre Freunde kräftigst ermuntert! . . er sei dem Lrunk ergeben gewesen. dazu arbeiten wir ja. Nein. die Ursachen nicht hob: so wird ihn unsere brüderliche Liebe entschuldigen. und »ins ge meinschaftlich üben. jede Tugend uns ge wöhnlich zu machen. dazu ruhen unsere Bauwerkzeuge. (so lange wir leben. daß hier gerade nicht gesagt ward. das heißt jede Schwachheit abzulegen. Wenn unser Bruder daher nicht immer so edel zu handeln schien. die so oft durch seine Schuld wankend wurde. sie wird es seinen Jahren. nach Göchens Ausdruck sich verleiten ließ.zu halten. Aber auch nur entschuldigen und beklagen wollen wir ihn. der zur an dern Natur gewordenen Gewohnheit zuschreiben. wenn er mancher Leidenschaft welche die Reli gion nicht nur. *) wenn er in der Verwaltung seines Vermögens nicht der ordentliche Mann war. seiner Erziehung. das uns fremde oder unter uns gelegen wäre. und dagegen Hpn unserer Achtung gegen ihn nichts abrechnen. meine Brüder. smaurerisch) besser zu werden. nachhieug . wenn er im Gen»sse dieses oder jenes sinnlichen Vergnügens von einem Glase bis zur Flasche. sondern die Rlugheit und der Wohl stand sogar unterdrücken heissen .) ja niemals. ihm in ') Man sieht leicht ein. wenn er die Sorge für seine Gesundheit vernachlässigte.

Er war nicht so warm gekleidet. kalten Monat des abge wichenen Jahres in seine vaterstadt reisete. ' sters. ihn früh in die Arme des Todes führte. brechen. welche am AlHnd dürr war und am Morgen grünte und blühte. meine Brüder. — Er ruhe im Heiligchum Gottes. . am Abend vor seinem lez« ten Morgen. Dies ist der eigentliche Verlauf seiner lezte» Geschichte und die wahre Art seines Todes. die seine geringe Sorgfalt. und so geschah es. diese Klippen aber. erworben. welche ein kränklicher Körper. um einige Geschäfte.seinem vielfachen Guten zu folgen. den Schlagfluß zuzogen. wie es die kalte feuchte Witterung verlangte. ver anlaßt?. Sie wissen. Er ist in den Händen des höchsten Baumei« . Erlauben Sie mir. sich gesund zu erhalten. in der Frühstunde vom Schlage getroffen. welche ihm keinen Aufschub zu leiden schienen. und die Kränklichkeit. hier abzu. so mancher liebreichen Ermahnnng ungeachtet. bei einer von Natur schwachen LeideSbeschaffenheit. und manche krampfhafte Zufälle schon seit einiger Zeit befürchten liessen. wie er in einen.. geringe Lebensordnung. auszurichten. Um so mehr. da der Gram. wie er es verdiente. zu vermeiden. welchen mancherlei Umstände ihm verursachten . . wie der Ruche Aarans. in seinem Bette todt gefunden. dessen Bekanntschaft und Freund schaft er sich zu gleicher Zeit. ihm die hitzigste aller Krankheiten. daß Verdruß und Erkältung . Er ward von einem Manne. es gehe ihm. an welchen die noch nicht fest gewordene Jugend so leicht scheitert.

der ihm ein Haus wiederbauen wird . den Tod. welcher er sich hier widmete. — Bis wir es wissen. und durch die Erin nerung an würdige entschlafne Brüder uns zur Thatig- keit in der Tugend erwecken. versagen ihm nicht die Bürgen un serer Liebe gegen ihn . Da sieht er die. vollendung dieser Kunst ein.352 " sters. — sondern die Schmerzen der Trennung und un ser erlittene Verlust gerecht machen. aus welcher er ihn nahm. was in der Finsierniß ist . An . unsere Thranen — welche nicht sein Tod — denn er ist unter der Obhut des Allgüti- «en. — Sein Andenken sei die ser Loge noch lange theuer! wir. für die ab. wie das Rind die Dunkelheit. wie er es be reits weiß. Wir wer den erfahren . eh er die Erde verließ. so fürchten wir ihn alle. gebrochene Hütte. seine nahern Freunde unter uns Brüdern . wollen wir fortfah ren. VIII. unser Werk zu vollenden. da ist er ein geendigter Maurer — Er fürch tete.

bitdung der Erde. vor r e d e. ^ . ^ Daniel. ^ch sehe dieses Leben als die Reise einer fürstlichen Person an. als die Charte zeigt. um das Land zu besehen. I 5e„ . 353 VIII. Sie findet die vortreftichsten Muster in Archiv i.Lh. die Seele verläßt nur ihren Hof. Der Himmel enthalt eine Ab.. und durch praktische Unter suchung der Anfänge der großen Welt befestigt. hätten sie nun diese Kopien be friedigtest wäre sie nicht weiter gegangen. Auf seines Schopfers erste Chemie gegründet. Zoroaster. Aus dem Englischen des . Eugenius Philalekha. V»le werden hin u« her l«ufe» und ni« CrKnntniß «i« «ermehn »er»en. Hl« »i« Stimm« les Feuert. Anthroposophische Theomagie. das ist Diskurs von der Natur des Menschen und seinem Zustande nach dem Tode.

war. als ob die Seele ihre gebietende Ober macht sichtbarlich darstellte. Allein die Zerbrechlichkeit der Materie. Her beste aber ist. Die Un wissenheit gab dieser Befreiung den Nahmen des To des. nach der schlechten äusserlichen Schaa- le der allgemeinen Weltweisheit beuttbeilt. konnte nach der an ihr vollendeten künstlichen Bear beitung nicht häßlich befunden werden. um nur. und die Trennung derselben von der Ewigkeit. wenn sie durch dieses Thor wegziehet. haben es für eine Verschwendung der Ein flüsse gehalten. das heist die Lehr satze der Weisen. ohngeachtet sie ein eigenthümliches Recht der Seele und ein Geleitsbricf ihrer Freiheit ist. wie es denn ohne Schaden ih. der seine eigene Schönheit liebt. rer gemietheten Wohnung geschichet. —---- den Handlungen ihrer Vorgänger. ihr Haus abzubrechen. verursachten in dem Zusammengesetzten eine Auflösung. Die Weisen sagen mir: „die Seele eines Wesens geht aus. zurückzukehren. bereitet sich «in Glas. die im Urbilde mit einem so höchsianmuthigen Glanze geschmückte Natur. um sich durch einen Gegenschein zu se hen. bereitet sie dasselbe. " Einige Gelehrte. ihren Aufenthalt zu verandern. oder ' eine blinde Gewalt in den Schweißlöchern übte. Dieser ist ihr Heimgang — sie geht fort. Wir le ben . ohne einige Krankheit. Gott. woher sie . und geht in ein ande res wieder ein. Allein. das Gepräge nach dem Stempel zu untersuchen. Dies beweg te sie. die darüber nach gedacht. Sie hat zwar mancherlei Wege. Jndem sie aber symmetrisch fortschreitet. 354 .

«-----. denn er redet von Erlenchtung. Also wollen auch wir die ersten Grundsatze der Lehre Jesu bei Seite setzen. ten haben. dessen Nachfolger ein so gutes Vertrauen zu seinen Elemen. oder besteckt es so lange mit falschen Auslegungen. von der Tauft. erzählt es uns.. mit denen wir Leute. Wenn man etwas Ausserordentliches an- trift. vom Hand. B. bis es den Meinungen des Aristoteles ähnlich sieht. Es ist in der Natur wie in der Religion: Wir schmücken noch immer die alten Gründe. wir stehen in dem Zeitalter intellektueller Leib eigenschaft. daß sie nicht zu verstehen suchen. ke. vom Genuß der himmlischen Gaben. sondern uns andere zu reden zwingen. was jene verstehen. dere sprechen . und suchen nicht die neue jenseits gelegene Welt. auflegen. so werden sie mich auf die ersten Gründe des Unter- Z ^ richts . und von den Kräften der zukünftigen Welt. Der Apostel P-ml.. ten. z. vor allen Dingen unterrich. was an. verei. und zu jenen für reifere' Einsichten bestimmten Wahrheiten aufsteigen. die zum Christenthum übergehen. 355 den mit den Schätzen des Verstandes in der Skla. von der Auferstehung der Todten und dem ewigen Gerichte. von der Theilhaftia- keit des Geistes. vom Glauben an Gott. Sollte ich nun einige Sekten — denn Gemeinschaft ist in dem heutigen Christenthum nicht — fragen wohin doch diese letzten Anweisungen abzwecken. jene übergehen. so beschneidet man es mit Distinktionen. die Lehre von der Busse durch todte Wer. im Sendschreiben an die Ebräer. vom Schmecken des guten Wortes Gottes.

allein sie sagen nichts Wesentliches. die ein jedes Kind verrichten kann. ihre Gelehrsamkeit ist nichts als eine Belu stigung des Verstandes. oder einem untern Principium reden. und schreiben Regeln und Methoden vor. Bruder Baco wandelte in Orfort zwischen zwei Pfeilern. ihre Wortstreitigkeiten und Methoden in der gelehrten Fecht kunst. der wäre eher für ei nen Thoren als für seinen Genossen anzusehen. Unsre Naturkündiger sind fast von gleichem Schlage mit den Leuten. so gehet ihre Beschreibung nur auf die äussern Umstände. 356 ------- richts verweisen. die lauter Disciplin. ohngeachtet sie keine Materie haben. die eben so viel Grund hat. die sich den Vor zug der Propheten'. Es ist aber eine Folge. Jhre Philoso- ^ phie ist einer Kirche gleich. Dennoch erkenne ich die Schulgelehrten für sinnreiche Leute. . ihre Erzählung der verschiedenen Meinungen und viele andere weitschweifende Sätze dieses Schlages ab : so wird das übrige sich in thörichte Possen verlie ren. und nun aus seinen Bewegungen sein Vorhaben erforschen wollte. wie er seine Kriegs völker übt. und vorher angezeigter Erfolge. Daher richten sich nun alle Schriftsteller nach dem Ansehen. wer aber daraus seine Gedanken errathen wollte. oder den leeren Vorwand vom Gei ste anbringen. sie fassen nur ihre Elemente un rechtmässig. als wenn ich einem Könige zusähe. Wenn die Peripatetiker etwas von der Seele. die nicht ins Herz der Na< f»r dringt. aber keine Lehr« hat. in Abbildungen und Bewegungen anmaßen wollten. man ziehe ihre Deklamationen.

wenn ihn die Wahrheit todt haben will. daß Lykophron seine Lobsprüche gebraucht habe. die sie da«n. die sie mit ihm vorhaben. ansieht. daß er zu ver nünftig. wie ein abgerichteter Asse. Nächstdem ist ihr Aristoteles ein Dichter in unge- bundenerRede. (wie er sagt. daß er zu unvernünftig. Allein da der armseelige Vorfechter des Strcit- platzes seinen Schede! durch den langen Gebrauch ver stählet hat: so sind alle auf ihn abgeschossene Pfeile von ihm abgeprellet. dass seine. Wenn man seine Gegner ansieht. Aquinas greift ihn ge lind an . als »us ihren Gründen ruhen. Wenn man die Klopf- fechtereien.) nicht als Gewürz. die sie so durchgehen ließ. sollte man glauben. allerlei Schabernack an. seine Elemente sind Einfälle. Der eine beschuldigt ihn. daß. Daher kommt es. er beides rede. den die Welt immer wieder aufschreiet. So ist dieser Aristoteles durch hadersüchtigen Wortstreit zu seinem Ansehn gekommen. und Ramvanella ihm ganz das Garaus ge macht. wiewohl zu einem reifen Alter gelangten Nach-^ folger nichts als eine kernlose wissenschaftliche Schaale aus seinen philosophischen Schätzen erhalten. «-----« 357 ren. Die perivatetiker 3 3 sahen . der dritte. und wie das Quecksilber nie zu einem Ganzen aufhaufen lassen. sondern als or- deutliche Speisen gemessen. ein Gefecht aus dem Don Quischot zu lesen. so hat ihn der geringste unter ihnen zu Bo den geworfen. Scotus thut ihm. die mehr auf unserer Gutwilligkeit. Telesius hat ihn anf den Kopf ge schlagen. der andere.

zeugten Thiere verursachet. und ihr einen höchsi- unverdienten Werth beilegen. Hier wird man vielleicht sagen. bigen Geistes ist. sondern die wirklichn Mißgeburt des Aristoteles ist es . das Ele- nient des Wassers bezieht sich auf das Blut. da diese grosse Kreatur. und jene Aristotelische. lichste zu erkennen giebt. eine alte Philo. eine überlaut jchreien.de Widerlegung ihres Erfinders^ sondern einen bestimm- . Der Erdboden. deren wahre Ursache aber sie nicht verstehen. welcher der erste sichtbare natürliche Grund dieses Weltgebäudes ist. welche seine Nachfol- ger mit größtem Fleisse studieren. ihr seelisches em pfindliches Feuer. gen der Erzte. und die Sterne. welches offenbare Beweise des Lebens sind. Die dazwischen stehende Himmel sind derselben lebendige geistliche Wasser. Jch übergebe hiermit den Lesern nicht. das ist eine neue. den die mei- sien Ebbe und Fluth nennen . der alle Geburten und Vermehr»». sie ist es aber in Wahrheit nach demselben Sinn . doch nicht ganz unempfindlich Athen. in wel chem der Puls der grossen Welt schlägt. Die Luft ist der auswendige erqui ckende Geist. höhlet. wiewohl unsicht- bar .358 ' ' sahen Gott als einen Künstler an . als die römisch katholische Religion. wiewohl das ganze Weltgebäude seine Beseelung für sich aufs deutlichste und untrüg. stellt die grbbern fletsthichten Theile vor . sophie. Nicht die anfängliche Wahrheit der Schöpfung. ohne Eingiessung des Lebens bauet. der mit Holz und Steinen. . da doch die Welt als Gottes Gebäude voll bewegenden leben. Gewachse und aus der Faulung er.

das Urthcil der Leser gefangen zu nehmen. wenn sie sich nicht für vollkommen gehalten hätten. nicht aus schweifende Einbildungen eines entzündeten Gehirns. an dem Tage. da Gott die Him mel und die Erde gemacht hat. angesehen haben. Dieses sind die Geburten des Him mels und der Erde. und ihre Ueberein- siinunung prüfen. Die Zahl derer ist groß.bestimmten und richtigen Abdruck derer in der Natur zu findenden Anfänge. meinen Fleiß — nicht als ein Bestreben. von denen ich eben das sagen kann. er drücke. daß mein langdhrigte« 3 4 Roß . daß muthwilli- ges Strauben gegen übeezeugende Wahrheitsgründe die Seele sklavisch mache. Ob es den Lesern angenehm ftin werde? weiß ich nicht. denn ich suche nicht. was Moses von dem erhabnen Wort „Es werde ! " sagte. Will ein Leser von seinem Aristoteles nicht ab lassen . erinnern zu müssen. und ihre Kräfte. die ihr Gott zum Erforschen und sich empor zu schwingen gab. sondern man soll meine Schlüsse mit der Natur vergleichen . so werde ich mit dem Kardinal antworten. sie zu überwinden. Man soll sich nicht verschwören weinen Gründen beizutreten. welche über unsern Verstand gehen . Es sind Dinge. Dies glaubte ich. sondern ihren Verstand zu üben. die vielleicht zur Vollkommenheit gelangt wären . Man erwäge aber. einleuchtende feststehende und durch Erfahrung gegründete Wahrheiten. Will irgend ein ungesitte- ler Gegner um sich schlagen und flössen . Auch will ich meine Bemühungen — und ich kann wohl sa gen. so muß nur kein Vorurtheil ihn in seinen fernem Untersuchungen hindern.

übrig gelassen hat te.nß. Allein durch seinen Fall waren die edelsten Theile seines Leibes so sehr zerschmettert. ließ meine Verwunde- lung so fort nach. Geschrieben zu London . Vielmehr machte ich's mir nun zu mei- ner ersten und wichtigsten Angelegenheit..lls ich die Wahrheit. da die Wahrheit einem Mißgange nahe kommt. Darum ist's zureichend. „der Mensch sei seinem Ursprun. und nun fand. wir leben in einem Zeit.g6e> »«-------a Roß auch ausschlägt. daß daher ein immerwährender Trieb von dem Stamme zum Gipfel sein müßte: so setzte nnichdie Verderbniß desselben in nicht geringe Betrüb . alter. sagt Agrip- pa. ge noch ein in Gott gepfianzter Zweig gewesen. Da ich aber erfuhr. Denn in der That achte ich das Urtheil der Menschen nicht hoch. daß er von ei« nem andern Baume gekostet hatte. Denn die Strafe begangener Missethai folgte ihm auf dem Fuße nach. daß er der Seele keine Er- kemttniß ihm Heilung zu verschaffen . . daß seine Früchte mit der Wurzel nicht übereinkommen. Alles ward verhüllt. im Jahr 1650. Theomagische Ankhroposophie. A. und alle Ver mischungen des Bösen und Guten von ihm abzusondern. nnd ich entsetzte mich . daß ich noch vor dem Ablauf des Gefahrstages vor ihr erschienen bin. " erforscht hatte. ihn auf seine ur» sprüngliche Simplizität zurück zu führen .

und durchlief alle jene Erfindungen . die Mutter der Unwissenheit ein. Hierauf lehrte mich die aufmerksame Untersuchung. und so haben es alle Seelen che sie in diesem Leibe verhüllt werden . als blos eine Erkenntniß ohne Ordnung von der Krea- tur. 3§l pa. sondern bediente sich. seiner Nachkommenschaft zum Mittel der Fortpflanzung des Todes. ich verließ das Bücherstudium. alle Mühe. Allein. zurückgelassen. Der Mensch hatte an. daß nicht der Mensch. sondern die Welt.*) es fand sich die Vergessenheit. Jn diesem kümmerli chen Zustande lernte ich unterschiedliche freie Künste. Jch hatte also btos eine Fähigkeit ohne Vermö gen. die Tugend fand gar selten einen Erhen. kaum sind sie aber in den LeA eingehüllet. das anfängliche unmittelbare Werk Gottes sei. Dieser Tod nun ruhete nicht blos auf seinem Leibe. was mir doch viel zu erhaben liegt. nachdem er sich mit seiner Natur vereinigt hatte. worans er geschaffen worden. und um in meinen Untersuchungen nach einer richtigen V 5 Ord F ") Kornellus Agrivvn von der Eitelkeit der Wissenschaft ten. und wollte lieber die Natur . die ich über mich selber ausiellte. . welche die Menschen so falsch und thorigt Wissenschaft nennen. ihnen bleibt nichts. so ist diese Freiheit schon verlohren. brachte mich meinem Ziele um keinen Grad naher . und einen Willen das zu thun. als die Meinungen der Gelehr ten ergründen. seine Verlas. senschaft bestand in Unvollkommenbeiten. die ich anwandte. eine entwickelte und methodische Erkenntniß. . fänglich.

daraus die Erdgewachse entspringen. hielt ich für rachsam erst seine Elemente .362 . so beschloß ich einen Theil statt des Ganzen zu nehmen . als sie nun ist. ^ Jtzt ging ich mit meinem Schl»sse noch weiter und bemerkte daß dieser Saame. Jch suchte die Welt und gieng neben ihr vorbei. Jch mußte daher von meiner Spekulation abstehen. in welchem wir nnsre Wohnung haben. gmizen Umfange nach zur Unter suchung zu ausgedehnt und wcitläuftig ist. nnd sie auch in nichts anderm als in ihrem eigenen himmli schen . um daraus ihr Verhnltniß zu entdecken. Jch wandte diese Betrachtung auf die Welt an. ans der auch sie gemacht sein. und dann erst ihn selber zu erforschen. aufanglich etwas anders als Saame sein . waren sie doch nicht solche Dinge. wie die Erdgewächse. Da aber die Welt ihren. Ordnung zu Werke zu gehen . und mich zur Erfahrung wenden. Als ich aber auf ihren Ursprung zurück sah. sondern ein anderer Saame und Materie war. Jch bemerkte hier eine grosse Menge zu ihrer Zeit frischer und angenehmer Gewächse der Erde. schon zuvor vorhanden gewesenen Materie entsprossen sein müssen. aus welcher das Gebäude. Allein . und fragte nun nach ei ner Materie. entstand. Jn dieser Absicht betrachtete ich die Früchte des Frühlii^>s. indem die Natur sie auf eine bewunderns würdige Weise in ihrem Schoosse verbirgt. daß sie von einer. und gewann dadurch diesen Schlußsatz: „daß die Welt im Anfange kein solches Wesen. was das für eine Materie sei? konnte ich nicht errathen. die ich doch ohne Kunst nicht zu sehen vermochte.

etwas von Ihm zu reden: Dil also. -"Und setze mich in Freiheit! Mich dürstet nach Dem Glonl des Lichtes. so oft von Dir entfernet . mein Gewissen. nur Gott der Allmächtige der einige cigenthümliche und" unmittelbare Werkmei ster dieser Materie ist. um den Ursprung durch die Geschöpfe und die Ge- schöpfe durch den Ursprung zu erkennen. Lichtheller Region will ich empor. auch nicht ergründen kann. Dir nah ich mich! Ich zittte! . leuchtet mir . Verbirgt. ihr s ' Verwerfet mich ! der. die . wird es nicht vergeblich sein. Auf meinem Wege nicht dein himmlisch Licht! Zu Dir. von der Eitelkeit Der Welt. daß doch. die. zu deines Thrones. !. o Herr ! den» seh ich an Die Wege. o mein Gott. als der vor- mahligen Schöpfung nach .Deines Wesens licht. die schwer. meines Lebens erster Quell. sowohl der Gebahrung. Dir Zuwider sind. So oft. den Geist gefangen nehmen ließ! . Das in mir schlagt.' . He«. Dir nah ich mich.> Viel. Aus dem Betracht aber. des Lichtes Strahlen selber sich Bedeckt ! -^ Entbinde drum die Seele. . die mein Fuß verfolgte. Ach! die Finstcrniß Wird mich ersticken.schen Hauche vor Augen leget.Dennoch nah ich mich ? O ! mein Gebet ist Uebermuth ! Du . du. In meine« Leibes Sinnen eingekerkert liegt! Entbinde mich der Last.. wie Sind sie so böse ! . Der gleich dem Maulwurf in der Erde sich. was kein Mensch Engründet hat. überschüttet von Der Lust des Fleisches. Von fern zu sehen . wie Blei Auf menler tief erdrückten Seele ruht.Nahen will Ich mich zu Dir mit den Gedanken. um.

in der schrecklichen und öden Finsierniß. da sich das Ebenbild seines ersten Vorbildes mit dem andern vereinigt liatte. Es werde Licht ! " / Es ist Gottes eigene und festgesetzte Wahrheit: Jm Anfang. in dem todten Stillschweigen. ist eine den Menschen so wohl bekannte Sache. als mit der göttlichen Vorsehung überein. ehe sie gebühren.364 ------- Vielleicht nicht itzt. Daß auch in Gott etwas Analogisches mit dem jenigen sei . Und der Geist spricht hier zum Esdra: „da überlegte ich diese Dinge" — Er überdachte sie erst und schuf sie nachmals. Daß nun die Be trachtung bei jedem Werke von Wichtigkeit vorangehet.einst. das ist. Übung des bei der Betrachtung erhaltenen Entwurfs be- darf. da noch nichts gebil det war (spricht der Herr beim Esdra) . Die Güte und Schön- heit des Einen bewegte ihn das Andre zu schaffen. In seiner ewigen Jdee sah Gott alles vorher . daß. daß es davon keines fernern Beweises . hervor. wovon kein wesent licher Abdruck gegenwärtig war. doch einst . durch die Sün . Jamblichun sagt : Die Götter empfangen erst das gan ze Werk. welche allein durch mich und keinen andern geschaffen wurden. bewegte es ihn zu sol cher Liebe gegen sein Geschöpf. Aus meiner Sinne Gruft hervorgeh. und Du in die Nächte rufst : . au« der Finsternis. Und gewiß. woraus der Mensch seine gewöhnliche Er- kennt^ß schöpfet.. nann ich n«n Gcbohren. überlegte ich diese Dinge. und durch mich und keinen andern sollen sie auch geendiget werden. sondern allein der Ans. das stimmet sowohl mit der gesunden Vernunft. da es.

der in den ersten Zeiten der neuen Offenbarung lebte . und der Geist Gottes ist der gei« siige Werkmeister oder Beweger.Sünde war verunstaltet worden . und bisweilen noch eigentlicher durch Traume. nach welchem er es erstlich be- reitet. in welchem ich wohne. D?m Nebutadnezar stellet er einen starken hohen. den desselben Musters. wieder herstellcte. so ich dir zeige. der das Geschöpf zn einer richtigen Gleichförmigkeit des Vorbildes brachte. eben so sollt ihr sie verfertigen. und nach dem Muster der Werkzeuge derselben. er es durch das Lei. nennt bisweilen den Vater „das Gcheinmiß der Gottheit. denn der Vater ist der übernatürliche Grund seiner Geschöpfe." und an einem andern Orte vergleicht er ihn mit einer Wurzel . So gebeut er bei der Einrichtung der Hütte dem Mo ses auf dem Berge. Dionysius Areopagita. die . Dieses ist wahr. bis a>. in dessen ausgedrücktem Bilde sie geschaffen worden. in- dem er durch eine besondere Ausdehnung Seiner ausser sich selbst. das verborgene Ueberwesent« liche. nach dem Muster der Hütte. uns die Jdeen oder Abbildungen darreicht. allwo der göttliche Geist ihm die Abbildung der künftig zu machenden Werke zeiget: „Laß sie mir ein Heiligthum bereiten . der Sohn ist das Muster. und die Geheinmisse der Gottheit unmittelbar von den Apo. deren Baum die andere und dritte so genannte Person vorstellt. stein erhalten hatte. Diese Betrachtung oder dieses Vorbild hat Gott bisher in der Bereitung seiner untern Werke gebraucht. " Eben also unterrichtet auch der göttliche Sinn. nach alle dem.

Z66 . Hier könnte ich auch von der übernatürlichen Geburt. der uns mit den! Schaarcu der Geister vereinigt. Dem pharao zeigt er sieben Kornähren. und nach aller Wahrscheinlichkeit jener grosse Geist des plato. so sage ich nun: der Vater ist die übcrnatür-' liche und überhimmlische Sonne. ohne deren Gegenwart keine Empfahnng des Lichtes und folglich auch kein Einfluß von dem Vater des Lichtes statt findet. deren Trismegist *) ge- denket. welches den Liebhaber mit dem Gegenstande seiner Jnbrunst vereinigt.' >K in lc luuni reiiectit . und wirft die warmen Strahlen ihrer Liebe in sich zurück. Von dem Amte dieses lebenden Geistes könnte ich noch viel anfüh ren: aber dieses sind Wunder Gottes und der Natur. sondern unsere Ehrerbietung. Dem Joseph erschien er in Gestalt der Garben. sich auszudrücken. und von dannen bis an die Gränzm der Erde reichenden Baum vor. Denn diese Liebe ist das Mittel. und er ist die wahre Quelle und der wahre Schatz der Gestalten. wodurch er will: denn in ilm sind unzählige ewige Vorbilder. und verlangen nicht unsere Darstellung durch Worte. und bildet ihm darauf die Scnne. es siebt ihm frei. Damit wir aber auch zu unserm vorhabenden Ziele gelangen . « Aber ') Klon25 FiZn'tt monlläem . Kurz .^ die Himmel. und der Geist ist die von beiden ausgehende fcu< rige Liebe oder Wärme. der Sohn ist das Licht. etwas anführen: „Die Einheit gebiert die Eilt- heit. den Mond und die Sterne vor.

Und damit ich solches desto besser beweise. so ist zu bemerken. Damit . in welchem das Leben. Jn diesem Zustande nannten ihn die Acgnp- ter die einftme Einheit. So le st» wir . dennoch kein Licht gegenwärtig. Deswegen gab auch Gott. vor dem Werke der Schöpfung gleichsam eingehüllt und zusimuneugezo- gen war. indem die Erleuchtung eigentlich das Werk der zweiten Person ist. und der Geist Gottes sich auf der Ober- flache des Wassers bewegte. welches nicht.<Ls werde Licht!" von sich. Dieses ist das Licht. daß ohngeachtet des Ausgangs der dritten Persönlichkeit. Als aber die Handlung des zu fassenden Ent schlusses der vorhabenden Schöpfung geschah. nachdem die Materie durch die Liebe zur Empfänglichkeit des Lichtes zubereitet war. stin Wort: . sich befand. daß Gott. > Z67 Aber ich überlasse dieses dem allmächtigen Gott. welches das Licht der Menschen ist. erschien ein hellleuchtendes Aleph. als sein eigenes wesentliches und inneres Geheinmiß. Hier bemerke man . die Kabbalisten ein finsteres Aleph. und der erste Ausfluß war von dem göttlichen Geist in das Herz der Materie. sondern Finsierniß auf der sichtbaren Oberfläche der Tiefe herrschte.. daß es in der Finsierniß scheine. oder auf den Ausgang der Dreieinigkeit von dem Mittelpunkt zu dem Umkraise gerichtet. und die Finsterniß begreife es nicht. Mein Zweck ist nur auf die äussern Handlungen. von welchem der hei- lige Johann redet. daß Finsierniß auf der sichtbaren Oberfläche der Tiefe war. sondern ein Ausfluß des Wortes war. eine Schöpfung. wie die mehrsten Schrifterklärer glauben.

wie plato redet . aber noch rohe und gestaltlose Materie zu bewohnen. welchem Gott. sobald beide hervorgebracht waren: „Es sei Licht!" wofür die fehlerhafte Uebersetzung setzt: es »verde Licht ! Denn das Licht ist nicht erst geworden. wenn er ausdrücklich sagt : es sei alles durch das ewige Feuer gezeuget. welche sich über die ganze Welt ergossen. das Gemüth (vos?) dein Gott der älter ist als die feuchte Natur. Nun gehen wir weiter. Der den Trismegist in dem Werke der Schö pfung unterrichtende pimander lehrt ihn eben dasselbe. Und nun sprach der Werkmeister. Hieraus folgt. befohlen hat. Dasselbe Licht (heißt es) bin ich. was lebt. lehrt Zoroaster. das lebt wegen des ihm einverleibten Feuers. äe N«rmom2 muncli.«68 «-----» Damit ich aber in diesem Stück nicht etwas beson deres vorzugeben scheine. Kaum hatte das göttliche Licht auf die Materie gewirkt. Durch jenes Fener nemlich. will ich solches noch weiter er läutern. die bereits erschaffene. . als der Bewohner dieser feurigen Wesenheit. " Und Georg venems sagt: *) „Alles. sondern es ist denen noch dunkeln Dingen mitgetheilt und eingeimpft worden. . um ihr Leben und Form zu ertheilen. die Na tur der Warme müsse in sich eine Lebenskraft besitzen. damit sie in ihren Gestalten hell und glänzend würden. Ja daß alles ursprüglich aus d?m Feuer entstanden.ldr. welche aus dem Schatten hervorgeleuchtet hat. so erschien bereits da« Bildniß oder Muster der ganzen wesentlichen Welt in den ') I.

aufwachsen. Jch erinnere aber. die grossen P. und aufs neue entstehen. es sei die Seele der Welt. Dieses Ge heinmiß der Erscheinung des Bildnisses wird vortrefflich durch die magische Auflösung der Leiber vor Augen ge stellet. rung in dem auswendigen natürlichen Gewande den Eindruck desselben selien.Ah. es sei dieses eine neue Erfindung. sie irren : es ist ein grosser Unterschied zwischen der Seele unb ') v. daß es ein doppeltes Bildniß gebe. wie ein Ebenbild in einem Glase. Damit man aber nicht ge. denke. Daher nann ten es die Platomker einen Nimbus der herabsteigenden Gottheit. ilosophen wohl sagen. als es mir beliebte. „ Was würden. " Es ist eine Stelle des D. Nach diesem Muster modelte und bereitete der göttliche Geist das allgemeine Gebäude. allein. so will ich eines andern Mannes Zeugniß anfüliren.den anfänglichen Wassern. Mar« *) in seiner Verteidigung der wirkenden Jdeen. sehen sollten? Jch glaube. in welchen das Leben gefesselt ist. mit allen lebendigen Farben. Archiv i. kann durch Ersah. mit ihrer Erlaubniß. ein durch Zauberei verschlossener Dämon täusche damit die menschlichen Sinne. Zoroaster und andere Weisen glauben. ein göttliches nemlich und ein natürliches. Ullru läeanim äelenllc» o^cilltiiciuin. und das so oft. wemi sie fast in einem Augenblick eine Pflanze in einem gläsernen Gefäß. An . nachzuahmen versteht. sie würden sagen. und wieder vergehen. Heim Himmel. und keine ge gründete Wahrheit. Denn wer die erste Chemie des Geistes durch Voneinanderfcheidung der Anfänge.

Das Bildnlß aber. ^iur kurz. welches das Ende der Geburt ausmacht. ge schaffen habe. in welchem alles enthalten war. Es . andere waren nicht geneigt. und diese? ist die erste innerliche Hervorbrin- . chen> Nunmehr komme ich zu dem gröbern Werke oder GeHanse des Geistes. in Ansehung dessen. solche geistliche Geheinmisse gemein zu mn. von welchem ich hier spreche. Z7o . eh es auf Erden war. nemlich zu der Absonderung und Trennung veschiedener wesentlicher Stücke von derselben M«terie. Dieses Bildniß prä- get. bevor sich die fämmtlichen Anfänge in ein rohes äus seres Gelausc zusammenziehen .' ' '' ' und dem Geiste. nach welchem der Leib zuberei tet wird. ich bin aber überzeugt. ohugeachtet der Gegenwart die ses Bildnisses in der Materie. Allein. es sei mehr als vormahls entdeckt worden. und ein jedes Kraut des Feldes. welches uns auch der göttliche Geist vorstellet. ehe es hervorgewachsen sei. und ein reiner Einfluß des Allmächtigen. ward doch die Schöpfung nicht durch die Ausfliessung irgend etwas von dem Wesen des Bildes (läea) vollbracht. in die lebendigen himmlischen Anfänge ein Model oder Muster. gung^vder Abbildung des Geschöpfes. wenn er sagt : daß Gott ein jedes Kraut des Feldes. untersuchen. Einige Schriftsteller sind nicht so tief in den Mittelpunkt der Natur gedrungen. denn Gott ist es. der die Kreatur und nicht die Kreatur. Jch gestehe. was davon gesagt werden könnte. welche Gott umfasset» v Jch habe nun das Notwendigste von den uranfang lichen Tbeilen der Schöpfung angezeigt. ist das wahre anfängliche Muster. und ich werde zu erst den Rand eben dieses Wesens.

über sich selber wirkte. ist. so daß ich mir einbildete. die von unserer eigenen so sehr unterschieden ist. deren Gestalt von der itzt zu findenden Materi: so fern liegt. Jch muß gestehen. hervorbrachte« Trisme-i gist beschreibt. verwandelt. und wenn man glaubt. noch die Vernunft in einer deutlichen den Verhältnissen derselben angemes senen Erklärung darzustellen vermag. als die Sache selbst. worauf sie in dem Umkmise arbeiten wollte. gleichsam Ranch vom Feuer ausspeienden und einen unaussprechlich traurigen Klang von sich gebenden Natur gesehen' Gewiß diese Finsterniß. diese Materie in ihrem anfänglichen Zustande folgender- massen: „Bald darauf ward die Finsterniß hinunter gebracht. in einer feuchten. das erstlich in diesem Chaos war. so irret man sehr — man wäre dann mit dem selben Lichte. war dit ursprüngliche Aa H Ms . theils zitternd und traurig. der Zweck ist so dunkel. mit dem blossen reinen Verstande richtige Schlüsse zu er finden. daß dieser komatöse leere Anfang der Geschöpft kein gc- schaffnes Wesen war. über alle Wor te hin und her getriebenen. daß we der die Phantaste solches zu begreifen. urtheilen i Jn so fern es geschaffen worden halte ich es für die Wirkung der Göttlichen Einbildung. theils gekrümmt und am Ziele.Es ist die Meinung vieler und zwar gelehrter Leute. ich hätte die Finsterniß. nachdem er seine Lichtsvision erzählt hat. und diese leidende Finsterniß als ein Wesen. was zukünftig war. oder dieser wie ein Fischrogen gestalte fußhaftige Saamen der Natur. erleuch tet Denn wie können wir von einer Natur. die bei der Betrachtung des sen.

sondern beide: . war ein zweites hervorgebrachtes Wesen. welche auf dem Angesicht der Tiefe war. nder ein in Erstaunen setzender Geist der Feuch tigkeit Kälte und Flnsterniß. in dem entgegengesetzten Anfange aber Hitze. daß in der Materie ein schrecklicher verworrener Dampf. ent halten war. Damit ich den besondern Weg und Weise der Schöpfung deutlicher ausdrücke . Der Rede nicht zu erwähnen : „ Lasset uns Men schen machen. denn beide sind keine elementarische Eigen schaften. wie die Galenisten und Peripatetiker dafür hal ten." welche ihre Vereinigung im Werk nach drücklich beweifet) sich der Materie beigefügt hatten. denn das Wasser. So bald nun der Gött- lichc Geist und das Wort (denn es war nicht jener allein. auch nicht dieses allein. die Werkzeuge des göttlichen Geistes. mit welchen er jedem wirkenden We sen sein Leidendes beifügte. der Werkmeister. wurde eiu feines geistiges himmlisches Wesen aus ihrem Schooß entbunden. dahingegen Feuchtigkeit und Kalte lei dender und weiblicher Natur.Z72 " Materie. so muß man wis sen. das im zweiten Buch der Schöpfung beschrieben wird. sondern wenn ich so reden darf. Die gedachten beiden Eigenschaften aber sind wirkender und männlicher. denn der nach der Verwandlung aufsteigende Nauch kann nichts anders als die Finsierniß sein. deren Wirkung Trockenheit ist. welches eine Tinktur der Hitze und des Lichtes. Hier scheinet er auch mit Moses noch ferner einzustimmen. und auf die Materie wirkte. em ." mit einem Worte. wie es Crismegist an- giebt. die aus den Göttlichen Schätzen hervorkam. der Geist.

und wovon auch der Körper des dazwischen stehenden Sternenhimmels be reitet ist. in welchem die verstän digen Wesen ihren Sitz haben. bestehen. unter welchem er im Wasser. Dies war die erste eheliche Begattung Gottes und der Natur. die ein nicht so völlig geläuter ter Geist. wie es im Hebräischen heißt. und darauf zu einem reinen lautern und unschäd- lichen Feuer wurde. allein doch voll Lebens und am nächsten mit jenem verwandt war. denn der Geist verharrete noch auf der Ober fläche des untern Theils um von demselben mehr auszu ziehen. daß er den ganzen Raum von dem Klumpen an bis zu dem Feuerhimmel erfüllete. zog sich dieselbe allmählig immer mehr nach dem Mittelpunkte zusam men. die erste und beste unter den Zusammen setzungen . Jn der zweiten Abscheidung wurde eine behen de Luft herausgebracht. zwischen Licht und Finsterniß. Also war Gott. daß sie dieses so vor- Aa'z treff . Dieser ward mit solchem Ueber- fluß ausgezogen. daraus die Leiber der Engel. dieser oberwärts geordnete und von dem untern Klumpen abgesonderte Auszug enthielt einen grossen Theik des Lichts in sich. Aber die Peripatetiker. welche die Anfänge des Aristoteles und Ptolomäus annehmen. das doch von anderer Beschaf fenheit als das elementarische . un gleichen der obere Feuerhimmel. haben sich dort eben so viel Rüder und unter einan der siehende Zirkel eingebildet. Als aber der Glanz des Wortes die Finsterniß immer weiter hinunter trieb. und stellte eine schaudernde Nacht vor.iempfing. verdickt wurde. und verursachte den ersten Tag ohne eine Sonne.

als die ersten . bewegte sich der göttliche Geist auch auf demselben. . Sie ist das Sieb der Natur. die Leere verhindert. wie man klar aus dem Esdr« ersehen kann l „ An dem zweiten Tage schnfst du den Geist des Himmels". und machte sie zu künftigen Gebährungen geschickt. das in der auswelidigen geometrischen Zusam. Auszichungen. welche der Gfniu. wovon wir bei der Behandlung der Elemente besonders xeden werden. Da mit sie gber denen himmlischen Einflüssen. windlicheu Vercinigung erhält. theils und vornemlich. Um aber seine Werke Vollkommen zu machen. auch nicht so lebendig. Nun ist nichts mehr übrig. als die beiden nnteru Anfänge. menfttzung mit der mittlern Natur übereinkommt. theils die untern und obern Wasser von einander zu un? terscheiden. oder per Todtenlopf der Schöpfung. blieb noch Luft. dje wir gemeiniglich Erde rm> Wasser nennen. Ferner das Wasser war schleimig grob und garstig. um damit die Athem- hohleuden Ges6)öpfe zu ernähren.Z74 ^ trefflich geordnete Gebäude zu einem wahren Labirinth gemacht haben. theilte ihnen Leben und Hitze mit. Diese wird eigentlich tier Himmel genannt.s des Wachsthums sind. und ein zu tief verborgenen Geschäften eingerichtetes Wesen. und alle Theile der Natur in einer festen und mmber. desto unkerwürfiger würde. Denn er ist das Band der ganzen Natur. weil sie durch alle Dinge zerstreuet ist. Die Erde waren unreine schwefeligte Hefen . wie sie ein Schriftsteller sehr geschickt nennt. Der untere Theil dieser zweiten Auszie- hlmg von dem Monde an bis zur Erde.

bfnete ihnen den bestimmten Ort und setzte ihnen Thore und Riegel. und als. und von denen er nicht abgesondert werden kann. ward in den Mittelpunkt eingeschlossen. wovor uns der Herr bewahre. gänzlich von ihr abgenommen werden . um allen künftigen Einreden vorzubeugen. die aber dennoch. es bei dem obigen bewenden zu lassen. (denn die luft ist etwas mehr). dann wird sie die äusserst« Finsterniß sein. wird er nicht über laut rufen. Jch habe also bisher mit wenigen Worten einen vollkommenen Ausdruck der Schöpfung überhaupt vor-? gestellet. Jedoch soll diese F«r6«. herausbricht und wie ein verspotteter Riese in Abwesenheit des Geg ners den Kopf aus der Tbüre steckt. am vierten Tage ward cs in eine Sonne zusammengezogen . au< welcher Verwesung. Nun will ich mich zu einer besondern Unter suchung der Natur. ' 375 so ordnete der Geist eine Trennung der Wasser. nach welchem es die ganze Schöpfung im Besitz hatte. wenn sich der Tag entfernt. und folglich der Tod der Geschö pfe entsteht. Ich war zwar entschlossen. denn wenn ein Peripatetiker hier nur drei. sonder» behielt noch seinen weit ausgebreiteten Ausfluß unt «n- fangliche Freiheit. besonders in ihren untern elementa- lischen Theilen kehren. Also ist die Naiur eine zwar schöne. Das Licht war noch nicht umgränzt. und der Ursprung der Finsterniß. Erde und Wasser findet. durch welche der Mensch täglich gehet. ja nur zwei eigentliche Elemente. wenn es Gott gefallen wird seine Geschöpfe vollkommener zu slautern. daß Aa 4 ich . allein in eincu schwarz«i Schleier «ingehüllete Frau.

ersuche ich meine Freunde. noch eine von den Aus legern geborgte scholastische Grille. Deswegen. wie ich vorhin ge zeigt habe. Die Erde ist schwammigt. Ich bin nicht blos in der Meinung. Denn die an ihm verrichteten Ausziehungen des Göttlichen Geistes waren reine bhligte und himm lische Wesenheiten. ge. sondern ich bin fest überzeugt. In ihr ist der vornehmste Sitz der . Die Erde nun. das Band beider Welten. die groben. ihr viertes Ele ment ihrem Aristoteles wieder zu geben. und das Siegel des gött lichen Geistes. daß er solches dem grossen Alexander als den ersten Antheil aus der neuen Welt überliefere. den Gott aus der Fin- sierniß bereitet.37s ^ ich einen Kirchenraub an der Natur begangen und das Heuer von ihrem Altar entwandt habe? Aber es sind nur Worte : Jch will so lange bei meiner Häresie blei ben. magnetisch und zur desto bessern Annehmung der verschiedenen Einflüsse der Hitze des Regens und des Thaues. denn in der alten ist es nicht zu finden. bis sie auf einem Wagen hoch in die Wolken fah ren und dieses bis an den Mond erhabene Götzenbild entdecken werden. ein hefenartiger und unreiner Geist sein. es ist keine Fabel. schleimigten und unge- zeitigten Feuchtigkeiten aber setzten sich wie Hefen ge gen den Mittelpunkt. daß kein solcher Anfang in der Natur sei : das Feuer der Peripatetiker ist der Gesichtskrais der körperlichen und unkörperlichen Dm. die Peripatetiker. lö cherigt. »nd zur Erhaltung ihrer Produkte ganz locker zusammengesetzt. mußte als ein zu Grunde sitzender Ueberrest des anfänglichen Klumpens.

denn die Feuchtigkeit ist die erste Ursache der Vermischung und daher entstehenden Fruchtbarkelt. leben . de. gebraucht sie es erst als eine Nahrung. Ohne dasselbe kann die Erde keinen Seegen empfangen. Hier unterwärts und in dem Umkraise aller Dinge ist es flüchtig. Das Wasser hat nach der Art der besondern Theile eines jeden Geschöpfs un terschiedene Beschaffenheiten. der allerälteste unter den Anfängen. Das Wasser ist das erste Element. wovon wir in der heiligen Schrift finden. was sie in einem Alter empfängt. treibt es mittelst der Hitze in Gestalt eines Dampfs in die Höhe.«. und hinterhält wie eine getreue Schatz- meisterinn nichts von dem was ihr anvertrauet wird .derjenigen Gebährmutter. welche den Saamen von dem männlichen Theile der Welt an sich ziehet und empfängt. und nachdem es zu Regen und Thau verdickt worden. und die Mutter aller sichtbaren Dinge. Aa 5 . ihre eigentliche angebohrne Eigenschaft ist kalt. grob und sum pfig. bei uns wohnen die Sterne und eine grosse Menge Edelsteine und Kleinodien. Wir haben die Astronomie unter unsern Füssen. wo sich der Gott des Feuers übet. die obern Naturen stürzen sich gleichsam in sie her ab. das offenbarek sie dem nächsten. sie ist der Aetna oder feuerspeiende Berg. sondern ein reines himmlisches alle Dinge bildendes Feuer. sondern sie läutert es erstlich. nicht der lahme und seit seinem Fale hinkende Vulkan der Dichter. von dem Wasser zu re- den. Nunmehr bin ich gesonnen. weshalb die Natur es nicht im Vorrath aufbehält. Sie ist die Empfängerinn und Säugamme aller Dinge. Anders wo ist es verborgener.

des ersten Wirkenden unterworfen. Die sen ihren Saamen aber werde ich bei Gelegenheit vor. obgleich die Pe- npatetiker ihrer viere. der wird gestehen. sagt Sen« divogius. Sie ist Her allgemeine Ort der Natur. mehr kann ich nicht auffinden. » Der unsichtbare zusammen geronnene Geist deö Wassers ist besser als die ganze Erde". da es mit himmlischen ewigen Winden angereizet wird. denn der ganze Kasten ist durch sichtig. die- seö schleimige Wesen zum Spiel zu nehmen. in wel- chcm man alles. sich des Wassers zu bedienen. wie sie ein Schriftsteller nennet. als ob man eine Venus von der Lee ausziehen tollte. und anitzt kürzlich von der Luft reden. und eine Vermischung der äussern Theste. es sind auch in ihm verborgene Schatze. wer sie in einem Bette gesehen hat. nehmen. Jn solchen Zustande ist es die Buhlerinn der Natur. Hh»r ' noch . Allein ichwill die Leser damit nicht bewegen. Was daö gemeine ele- mentalische Wasser anbelanget. was sie jemals verrichtet hak. das zusammenhaltende Band der zwei Welten. sondern ich rathe ih nen.378 «------» lebendig und hnnmlisch und dem Athen. sondern ein wunderbarer Zwit ter. daß wir sie nicht sehen können. daß die Liebe alles regiere. aber sie sind dermassen verschlossen. ihr Register. Jch habe nun von zwei Elementen gehandelt. Die Luft ist kein Element. so ist solches nicht ganz lich zu verachten. Es ist die Psyche des Apulejus und das Feuer der Natur ist sein Kupido .um dasFeuer zu erkennen. und durch Hülfe der Quintes senz ihres Meisters ein fünftes haben wollen. ein verschlagenes Weib.

wenn - wir die verschiedeneu und mannichfaltigen Geschafte dieses We'lNs erzählen wollten.i rück. Jn ihr befinden sich „«zählbare magische Gestalt:n von Menschen.'isen. daß er mit dem göttlichen Lichte erfüllet wird. allein dies ist die Hinterthüre der W. seine irdischen elementalischen Theile. die wir aber bei anderer Gelegenheit geben wollen. dessen l Wichtig keit eine ausführlichere Darstellung verlangt. und ist die unmittelbare Empfängerinn der Geister nach ihrer Auf lösung. Sie ist ein Meer der unsichtbaren Dinge.Schaale belästigen. denn alle Empfahungen in dem Schooß der oben. ehe sie sich mit der. Den sinnlichen Theil. von dannen sie zu einem obern Behältniß gehen: Man würde zum Erstaunen gebracht werden. Thieren. Baumen. der bekannt ist. erörtern wir hier nicht. Sie enthalt die Gestalten al ler Dinge. M davon künftig Gebrauch zu mache«. Der Mensch nun hält nicht minder. da niemand als ein Freund hinein gelassen wird. in sich. gleich der gan zen Welt. antreffen kann. wo die äusser- sien Glanzpunkte beider Halbkugel» zusammenkommen. Natur wickeln sich in dieses Spinngewebe ein.noch zn verrichten Willens ist. ich kann sie mit Recht den Musierplatz nennen. . ") Das vierte Wesen ist das Feuer. kriechendem Gewürme. wie sie auch sein mögen. Sie ist der Versammlungsort beider Welten. Fischen und Vögeln. und von dem englischen vernünftigen Geiste erinnern wir. und auf man- ') Der Herausgeber behält hier einen Thell der Urschrift zu. sammt Pen himmlischen und englischen Naturen in sich. Krautern und allerhand Gewach sen.

und erweckte und reizte die stelische und sinnliche Natur. Dieses ist der Geist.Z8o «-----« mancherlei Weise von den unordentlichen Zuneigungen und Empfindlichkeiten der sinnlichen Natur umher ge zogen wird. den Gott selbst dem Menschen eingeblasen hat. so lange der Mensch in seiner Vereinigung mit Gott verblieb. wel ches . war zwar die Vollkommenheit der Unschuld verlohren. den noch behielt er das Bewußtsein oder Gewissen. das ist. erkannte er allein das Gute. Einige Funken der Gnade blieben ihm noch übrig. und sein mit dem Weltgeist vereinigter Geist erkannte nun das Böse. So wie nun das Göttliche in sein Gemüth einftiessende Licht die untern Theile Gott ähnlich macht und sie zu ihm wendet : so verdunkelte und verfinsterte hinge gen der Baum der Erkenntniß die obern Theile. und durch welchen er wieder mit Gott vereinigt wird. das ist. sobald ward nach erfolgtem Unge horsam und Uebertretung des Gebots. die zu der Welt gehören. und von dem Moses der Ein hauch des Lebens genannt wird. So bald er aber seine Hand ausstreckte. oder der verborgene Verstand. von der Mittlern Seele. er erkannte zwar das Gute neben dem Bösen. Ueber dem vernünftigen Geiste ist das Gemüth. seine Verei nigung mit der Göttlichen Natur getrennet. Nach seinem Abfall von dem grössern Lichte. Maasse als das Gute. oder dem Geist der grossen Welt aß. der gemeinig lich eneuchtet heißt. das Böse aber in weit grössern. Kurz. die Dinge. die Dinge die von Gott waren. und von der verbotenen Frucht. das ist.

Wir sehen auch ferner. ich bin der gewissen. empfangen haben. daß die dem Baume der Erkenntniß zu geschriebenen Eigenschaften nur allein in der mittlern Natur zu finden sind. daß die Aegyplier die. so ist es keine neue und uner hörte Schimäre. da er sich folgender Gestalt ausdrückt: „der über sich selbst forschende verständige Mensch war ehe mals mit der kontemplativen Betrachtung der Götter vereinigt. theils ihn bestrafen sollte. alsdann aber ist er in eine andere Seele. welcher darum wohl zu begehren sei. wie ein wahrheitsliebender und ver-^ ständiger Leser aus dem Lrismegist ersehen kann. warum von dem Baum des Lebens gesagt wird. Da her sieht man. Also ist die mittlere Na tur auch. als eine mit mmMcher Gestalt gemilderte Form ein . Wer aber einsieht. was wir bisher gesagt haben. Alsdann wird gesagt.che« theils ihn leiten. Er wird ein Baum genannt. er habe mitten im Garten gestanden. die Hinfälligkeit des natürlichen Menschen zu verhindern und unsere Leiber in ihrer anfanglichen Stärke und Gesundheit zu erhalten. Ja.Meinung. der wird um so vollständiger verstehen. ersc« gut zur Nahrung und den Augen angenehm. denn sie ist das einzige Arzneimittel. und sei aus der Erde hervorgewachsen. um für mich selber nur das anzuführen. Endlich. weil er klug machte. daß diese mittlere Seele durch den Baum der Erkenntniß abgebildet wird. Man ersieht dieses sehr deutlich in des Jamblichu» Buch von den Geheim nissen. Erkenntniß von den Hebräern. die lange unter ihnen gewohnet.

was die ersten Menschen assen. die unreinen Saamen vermisch ten 'sich mit den reinen. und noch an einem andern Orte: die Kraft der Sünde ist das Gesetz. wie könnte es denn von demjenigen. wenn es nicht durch das Gesetz geschehen wäre. da bei der Besichtigung am sechsten Ta ge Gott doch alles. Selbst die Himmel sind in den Augen Gottes ilicht rein. sondern in dem Jnhalt des Gebotes. das Geschöpf der Vergänglichkeit unterworfen. Daher ward sofort auf den Ungehorsam des ersten Menschen und seine Übertretung des Ver bots. sehr gut fand?" Ader die Sünde gründet sich nicht in der Natur dessen. Was ist uns auch durch die Erzählung der Dichter vom prometheus anders angedeutet worden/ der nemlich. wie bekannt. Ich erinnere hiebei. da sie doch . was an sich selbst sehr gut war. in so ferne ihnen davon zu essen unter sagt war. ein sonderbares Feuer vom Himmel ent wandt haben soll. für welche Uebelthat Gott nachmals die Welt mit vielen Krankheiten und mitder Sterblich- kelt gestraft haben soll? — Allein dawider könnte je mand einwenden: „Gott habe doch alle Dinge sehr gut geschaffen. was er geschaffen.Z82 . Es erfolgte der Fluch. ' gegangen. und so herrschen sie noch bis ttzt i« uns und in allen andern natürlichen Dingen. Agrippa vonNettesheim dm Beischlaf für die Erbsünde genommen hat. und daher ist er in derselben durch die Ban^ Ve der Bedürfnisse und des Todes gefesselt worden". Und in dieser Rücksicht sagt eben der hei lige Vaulus: <r habe nichts von der Sünde gewußt. daß A. zu essen eine Sünde gewesen sein.

und ich kenne den Menschen. Ich könnte von dem Baum der Erkenntniß. wenn mich nicht mein Eifer für die Ansbreitung der Wahrheit. und das um so mehr. derselbe ward erhoben in Hen dritten Himmel. weil es viel ungereimte Meinungen von diesem Garten giebt< Der heilige Paulus sagt davon i „ ich kenlie eineri Menschen in Christo über vierzehn Jahre her. bei dieser Gelegen heit noch etwas vom Paradiese anzuführen. daß das Paradies und der drit te Himmel nur identische Redensarten find. weiß ich nicht. der an sich selbst ein weitläuftiges und gel^eimes Stück ist. daM bewegt hatte< Man sieht also nun ein. wie er in das Paradies ist entzückt worden. daß diese Gedanken nicht mit mir vergehen machten. Jch habe nun größtentheils meine Abhandlung geendigt. noch viel anführen. Gott weiß es. allein ich muß mich mit meiner eigenen Erkenntniß davon begnügen und solche weiter ausführen. . ob er in «der ausser dem Liebe gewesen. '" 383 'doch nur eine Wückung von jenem ist. nur kann ich nicht umhin. ". eben so leicht ist es zu errathen. Jch hätte nicht einmal so viel darüber gesagt. dem Leibe gewesen. vorausgesetzt daß man seine Augeu nicht verschliessen will. Er muß mit dem göttlichen Lichte. der einzige Punkt. worinn dieser vorlrefliche Schriftsteller geirret hat. wie er wieder auferstehen soll. wie der Mensch gefallen ist. und eins "das andere bedeutet. kann ich nicht sagen.. und mein Wunsch." Hier sieht man also. ob er in oder ausser. Gott weiß es.

oder er kann die geistlichen Dinge eben so wenig. in deren Besitz dieselbe sich Anfangs befand. So lange sich die Seele in dem Leibe befindet. Hienieden aber. terscheiden. Dieses Licht sieigt hernieder und wird durch dieselben Mittel mit der Seele vereinigt. sind sie dm Bewohnern grüner Felder gleich. Dies macht die Seele so vielen Leiden uuter- ') Mnc mctum« cuxiuntyue clolent«. welches ein gros ses und nicht leicht begreifliches Geheinmiß ist. . Es ist ein kabbalischer Endzweck: Kein von oben herabge stiegenes geistiges Wesen wirkt ohne Hülle. Jch rede hier nicht von dem symbolischen äussern Herabsteigen der prototy pischen Planeten zu den geschaffenen Sphären und von denen zu der Pracht des Leibes . weinen sie über die Finsterniß und Einsamkeit. die in einem Pesihofe ver schlossen sind *).384 -------- Lichte. sagen die Platoniker. oder einem aus Man gel der Luft beinah erstickten Feuer gleich. die unaufhörlich unter den Blumen einer wohlriechen den Luft gemessen. gleich Leuten. und hüte sich. Dies über denke man wohl bei sich selbst. un. sondern ich rede von der geheimen Herabkunft des Geistes durch den ordent lichen Lauf der natürlichen Gestalten. in ihrer Heimath bleiben. wieder vereinigt werden. daß man nicht in dem Umkraise wandle. von welchem er durch seinen Ungehorsam abge- sondert worden. in dem Kraise der Gebuhrungen. So lange die Geister. als die natürlichen Farben ohne den Tag. ist sie einem in einer fin- siern Leuchte verschlossenen Lichte. Er muß von diesem Lichte eine Erleuchtung oder Tinktur be kommen.

welches Wohlgefallen. verursacht. wenn der Mensch in den letzten Zügen lieget. und itzt hlühet. Sie reiset unsichtbar von einem Orte zum andern. bald mit Freuden erfüllt ist. und tritt mit ihren Füssen den ') <)uozque tynäem ! Archiv l. fangt sie es wie. welche Pracht. Dieses wird durch ihre ausgebreitete und unendliche Fähigkeit. und wenn nun das Spiel einmal vollbracht worden. In ihr sind Muster und Abdrücke aller iu der Welt befind lichen Dinge. daß sie bald in Thronen zerstießt. der von neuem an. 385 unterwürfig. und von dem sie erst ausgegangen. wie sie mit ihren Ketten streitet. was sie von aussen verlieret. Bb . so ist sie sofort da und hört das Rauschen der Wellen. und in einem Au genblicke schwebt sie wieder über dem Monde. Es ist ein wunderbares Schauspiel. itzt wieder vergehet und abnimmt.it< ten aufs hohe Meer. die in nichts als in Gott ihr Vergnügen findet. daß sie gleich einem Protheus mancherlei Gestalten an sich nehmen muß. und stellt sich abwesende Dinge als gegenwartig vor. wie sie das Glück hintergeht. Für sie sind die Todten nicht lodt. Die Graber verbergen vor ihren Gedanken nichts. Sie er hebt sich über die Wolken und hört unter ihren Tritten das Nauschen des Platzregens. Schweifet sie rnit ihren Gedanken «.Th. itzt ist sie in der Tiefe des Abgrnndes. was für ein Paradies stellt sie sich vor? Sie umspannt mit ihren Gedanken Königreiche. bis sie endlich mit dem Seneka ausruft: O wie lange! *). und erfreuet sich in ihrem Jnnersten alles dessen.

und Wasserkugel verursachen. sie kann ihr Wohnhaus in der größten Geschwindigkeit von einem Orte zum andern versetzen. Jch sage nichts von ihrem Magnet. die an allen übrigen Orten geschehen. oder ihren Fähigkeiten zu hoch. so könnte sie allemal was sie gedenkt . bekannt machen. Aber wo ist unter *) t^ellior «xlulzic pl»viiz. Sie hat alsdann eine will- kührliche Gewalt in wunderbaren und übernatürlichen Verwandlungen. und durch die Vereinigung mit der allgemeinen Kraft den Abwesenden. sondern eine einmüthige Versicherung der Araber. ihre Gedanken mittheilen. Auch ist kein Ding unter der Sonne so verborgen. Endlich so ist in der ganzen Natur nichts so erhaben. . daß die zween Fürsten Avicebron und Avicen solches ins Werk gerichtet. und die Jahrszeiten verwechseln. Jn diesem Stande kann sie allgemeine Bewegungen der Luft. verrichten. so verwundernswür- dig.386 -— den Donner '). auäitgue lu«m«z Lud z>«äibu5 nimbo« A c«ca «nicmn «»l««. und wenn sie selber gleich auf Einer Stelle bleibt. wenn sie wieder zu ihrem Göttlichen Ursprunge gelangt ist (in welchem Zustande sie von den Weisen eine siehende und nicht fallende Seele genannt wird) nicht durch ihre eigenen Kräfte. ins Werk setzen sollte. Allein das ist noch nichts l Wenn sie einmal ausser ihrem Leibe wäre. das sie nicht wissen sollte. das die menschliche Seele. Es ist keine Fabel. so weit sie auch entfernt sein möchten. so kann sie doch die Verrichtungen. mittelst dessen sie so wohl geistige als natür liche Dinge an sich ziehen kann. ohne alle und jede aus- serliche Beihülfe.

. hat unser Vertrauen zu dem Himmel dergestalt geschwächt. daß uns Gott unsere Augen öffne.' als wir anzunehmen begie- Bb 2 nz . so dürfen wir nicht unter dem Aristoteles und Galen dienen. lichen und besondern Gebrauch desselben versiehe? D es ist das grosse Geheinmiß Abrahams. Wenn es aber auf die rechte Art in Erwägung gezogen und diese Wolke des Mistrauens aufgeklärt würde.halb und Folglich plagen. ihre wahre Natur und den eigeut. Des wegen sollten wir unaufhörlich bitten. Dieser Ein fluß von ihm ist die wahre eigentliche Ursache unserer Wiedergeburt. welches nur in der Erde vergraben liegt und keinen Nutzen bringt. mit dem wir durch eine wesentliche Berüh rung müssen vereinigt werden.. Er ist es. denn seine Salbung wird uns alles lehren. etwas von dort zu empfangen. oder uns mit dem thörigten Dieser. so würden wir bald erfahren. und aus ihm gehet ans Feuer Wasser Luft. daß Gott williger zu geben sei. daß wir es unmögltchchalte. anzuwenden verstehen möchten. dis in einiger Absicht Gott und die Natur einander zuwider machen. als dann werden wir alle Dinge mit aufgeklärtem Antlitz durch ein helles Gesicht in dem göttlichen Lichte erkennen. der ihr inneres Wesen. welches sehr wun derbar verborgen und mit sieben Siegeln verschlossen ist. ' 387 unter so viel tausend Weltweisen auch nur Einer. Haben wir denselben einmal empfangen. Aber ge wiß das Vorgeben der Scholastischen Weltweisen. damit wir das uns mitgetheilte Pfand. wel che in Mann und Weib unterschieden werden. und der in uns bleibende Saame Gottes.

388 «---»----
rig sind. Denn er machte den Menschen so zu sagen
zu seinem Kunstgenossen, daß er seine Werke untersu-
chen und in der Natur forschen sollte, indem er die
untere Kreatur nicht für sie selbst, sondern zu seiner ei
genen Ehre gemacht hat, die er auf keine vollkomnme-
re Art, als durch den Menschen empfangen konnte,
welcher das Vermögen der Sprache besizt, und mit«
telst desselben von der Schönheit der Schöpfung ur-
theilt, folglich auch den Schöpfer darüber lobet und
preiset. Deswegen übergab ihm auch Gott alle Wer
ke der Schöpfung zu seinem Gebrauch, und wie ver
traulich ist er nicht mit dem Menschen, wie liebreich,
wie freundschaftlich handelt er nicht vielmehr gegen
Adam! Die Schrift sagt, Gott machte aus der Erde
«in jedes Thier des Feldes, jeden Vogel der Luft, und
brachte sie zu Adam um zu sehen , wie er sie nennen
würde, und wie er ein jedes lebendiges Geschöpf be
nannte,' so war der Nahme desselben. Die Werke der
Schöpfung waren die Bücher, welche Gott dem Adam
und uns seinen Nachkommen verordnete, nicht die
Quintessenz des Aristoteles, noch die Temperamente
des Galenus. Allein heißt das nicht ein Wespennest
gestöhret? D« Peripatetiker werden mich beschuldigen,
ich hätte wider die gewöhnlichen Grundsätze gesprochen,
und die scholastischen Gottesgelehrten werden mich
dem Teufel übergeben. Jch weiß, daß ich für alle
meine Mühe von den meisten werde gehasset und viel
leicht, wie pychagoras beim Lucian, verspottet wer«
den. Man wird rufen: „Hier, wer will den Phila
le.

leta kaufen? Wer will über dem Menschen sein? wer
die Harmonie des Weltalls verstehen, und die Kunst
lernen, wie er wieder aufleben kann?" Weil aber doch
nach ihrer eigenen Lehre die Hölle eine furchtbare Vor
stellung ist, und eine betheuernde Versicherung einem
Christen nicht verargt werden kann, so versichere ich
hierdurch eidlich und vor dem preiswürdigen Gott:
daß ich dieses nicht aus böslicher Absicht, sondern aus
Eifer und Liebe zu der Wahrheit und meinem Schöpfer
geschrieben habe. Darum mögen meine Gegner sich vor
sehen, daß sie nicht, wenn sie Geheinmisse verachten,
die Majestät Gottes in seinen Geschöpfen beleidigen und
das Blut des Bundes mit den Füssen zertreten. Allein
sollte ich nicht für einen Beschwörer gehalten werden,
indem ich den Anfängen des Cornelius Agrippa nach
folge, dieses Erzzauberers, wie ihn die Geistlichen sei
ner Zeit nennen? Er ist wahrhaftig mein Autor, und
nächst Gott habe ich ihm alles, was ich besitze, zu ver
danken. Warum sollte ich mich schämen, es zu beken-
nen ? Er war von adelicher Herkunft und der evange
lischen Lehre zugethan, wie es aus seinen Schriften er-
hellet, ohngeachtet eines neuerlichen wiewohl boshaften
Zeugnisses des Fronwnd, eines gelehrten Papisten.
Sein Lebenslauf bezeugt, daß er sich im Kriege und
im Frieden verhielt, wie es einem so berühmten Man
ne zukommt, indem er zu seiner Zeit bei den größten
Fürsten in Ansehn, und ein ausserordentlich gelehrter und
geschickter Mann war. Er wußte sich über das ihm an-
gebohrne Elend empyr zu schwingen; und zeigte dem
Bb z Glücke,

39" --.---,
Glücke, daß man eS beherrschen müsse. Dieses glaubte
ich zu seinem rühmlichen Andenken anführen zu müssen,
um kürzlich allen betrügerischen Verleumdern zu ant-
»orten, und die ihm angedichteten Lästerungen zu ver
nichten. . ' ' »
Nachdem ich nun bisher die Zusammensetzung und
den erhabenen Ursprung des Menschen! vorgestellt .'ha-
be; werde ich nun etwas von seiner Auflösung anfüh
ren, und meine Abhandlung, wie der Mensch sein
leben, mit dem Tode beschlossen. Der Tod nun ist
ein Zurückgang des Lebens ins Verborgene, so daß
nicht ein einziges Ständchen verlohren gehet, weil die
verborgenen Naturen wieder in denselben Zustand, in
welchen, sie vo». ihrer Offenbarung waren, zurücktre
ten, welches die Ungleichheit der Schwere in der Ma
terie verursacht. Denn so bald die Ordnung eines
Grundanfangs gestört, und dadurch die Harmonie ver
letzet wird: so entstehet gleichsam in dem Gewebe des
Lebens, wann die erste Einigkeit nicht wieder hergestellt
wird, eine völlige Anseinandcrdehnung, oder deren Folge
die Trennung. Bei dieser Begebenheit verwandeln sich
di: wesentlichen Stücke des Menschen in die verschiede
nen Gnmdanfänge, aus denen sie vor ihrer Zusammen
setzung entsprungen waren, weil es eine blosse grund-
wisseuschaftliche Grille ist, wenn man sich einbildet, daß
Gott in dem Werke der Gebährung etwas aus nichts
hervorbringe. Also gehen die irdischen Theile, wie wir
aus der Erfahrung lernen, wieder zur Erde, und die
himmlischen zu dem oberhimmlischen Kraise, der Geist
aber

l 39«

wieder zu Gott, der ihn gegeben hat. Min wundere
sich auch nicht über' diese meine Theorie, daß der Geist
des lebendigen Gottes in dem Menschen sei, weil ihn
Gott selbst für den seinigen erkennet. Mein Geist,
sagt er, (wie es eigentlich in der Originalsprache heißt)
wird nicht immer in dem Menschen, wie ein Schwerdt
in einer Scheide stecken bleiben, indem er Fleisch ist,
da sollen seine Tage hundert und zwanzig Jahre sein ;
wiewohl schon ausserdem die Eiuhauchung desselben in
Adam beweiset, daß er von Gott ausgegangen, und
deswegen sein Geist sei. Also blies auch Christus seine
Jünger an, und sie empfiengen den göttlichen Geist.
Im Propheten Ezechiel kommt der Geist von den
vier Winden und bläset die Getödteten an, worauf
sie wieder lebendig wurden. Dieser Geist nun war
der Geist des Lebens und einerlei mit dem Odem,
der in den ersten Menschen geblasen wurde, wodurch
er eine lebendige Seele ward. Unstreitig ist aber der
Odem, oder der G?ist des Lebens, der Geist Gottes.
Auch ist dieser Geist nicht blos. in dem Menschen, son,
dern auch in der grossen Welt, wiewohl auf eine an
dere Art; denn Gott athmet unaufhörlich, und gehet
als eine erfrischende Luft durch alle Dinge. Deshalb
wird er auch vom pychagoras die Beseelung aller
Dinge genannt; so wie Gott daher unterschiedene Be
nennungen^, nach den mancherlei Geschäften, die er zur
Erhaltung seiner Geschäfte verrichtet, beigelegt werden.
„Sie behaupten so gar (sagt Areopagita), er
befinde sich in den Sinnen und in den Gemüthern und
Bb 4 in

392 '

in den Köchern; er sei im Himmel, m der Erde,
und zugleich in sich selber; eben dieser Geist sei in
der Welt, um die Welt, über der Welt, über dem
Himmel, das obere Wesen, Sonne, Stern, Feuer,
Wasser, Geist, Thau, Nebel, h gar Stein, Fels; er
sei alles was da ist, und nichts von den Dingen,
die da sind." Zuverlässig und gewiß ist denn doch
das andere über seine verborgene Durchdringung aller
Dinge von ihm gegebene Zeugniß: ^äam enarn ^uoä
ornnwm villllimum esse öl mllzi« alissirä'um viäe-
tur: Iplurn liki, verm« lpeciem aä^ibere ab
üs, c^ui in rekuz äiviniz mulr«m äiuc^ue verl^-
N sunr, esse rraäimm *). Diese bildliche Art zu
reden nebst der veränderten Benennung ist nicht nur
der heiligen Schrift gemein; sondern auch die Aegyp-
tier nannten, wie plutarch versichert, die Jsis oder den
geheimen Theil der Natur Tausendnamig (/^lava/is?).
Und daß jenes Wesen diesen Nahmen führen könne,
ist denen, die den Stein der Weisen suchen, nichts neu-
es. Allein auf das erste, wovon wir uns entfernt ha
ben, zurück zu kommen, so haben wir doch gezeigt, daß
die unterschiedenen Anfänge des Menschen in seiner
Anftösung durch mancherlei Wege, wie bisweilen Freun
de zu thun pflegen, hinweggehen, die Erde zur Erde,
wie

') Männer, dle lange Zelt und flelsslg in der glttllchen
Erkennmiß studlrt haben, sollten auch versichern, daß
Adam se bst, so abscheulich und widersprechend es auch
scheint, sich die Gestalt eines Wurm« beilege.

wie wir reden, und der Himmel zun, Himmel. Daher
^ sagt auch Lukretiuö : .
Zurück zur Erde lehrt, ««< nonnahl« krde w«r,
Und was atherisch »ar, schwingt zu den Regionen
Der Himmel sich empor, wo Licht und Flamme wohnen').
Allein noch deutlicher drückt sich der prophetische
Virgil darüber aus, wenn er von seinen Bienen sagt :
„ Hierdurch haben sich einige bewegen lassen, anzuneh-
men, daß in den Bienen ein Theil des Göttlichen Sin
nes, und ätherische Ausflüsse wohnten; denn Gott durch
dringe weit und breit die Erde, wie die Tiefe des Mee
res und die Höhe der Himmel. Aus dieser Quelle
schöpften daher alle Gattungen von Thieren, das Vieh
des Feldes und das Wild der Wälder, endlich der
Mensch und alles, was gebohren wird, das Leben ; und
in diese allgemeine Quelle gehe auch alles nachdem es
in seinen Banden aufgelöset worden, zurück; nirgends
finde ein Tod statt, sondern alles erhebe sich mit Leben
begabet, zu den Gestirnen und schwinge sich zu dem hohen
Himmel empor. " **)
B 5 Die
») Oäit iäem retro, s« cell, quoä lull «nte,
ln «ll»m; K quuä miNum «lt ex «etkeri« nii,
lH lurlu« csli iulzenti» templ, le«ot»nc.

") Nil <zui'ä»<n sl^w« litque !,«<: exempl» leculi
Lsse «pidu« p«nem äivin^ menu«. öc I,»!istu«
^erlieleoz äixeie ! v N l/ >l nHmqu« ire per omne»
Lerlillzue lr»itul<zue mzriz, c«!um<zue plofunäuni ;
Nilü: pecuäez, «rmenr«, viro«, zenu« omn« fei»runi
Ouemgue ül)i tenuez nalcentem »rceüeie vitllz.
Lcili^et nuc reääi äeinäe, «<: resolut« rekerri
vmni«: >1e<: morri e,lle locum, secl viv« val«r«
, Lyäeri« in l^umeruin, »tczil« «lt« lu««näer« ««!«.

394 '
- - Dieses Verschwinden oder Aufschwingen der innenn
lüftigen Anfange folgt nicht so fort auf ihre Trennung
und Auflösung. Denn derjenige Theil des Menschen,
welchen parazelsus den von den Gestirnen entsprunge-
nen Menschen *), und noch schicklicher den thierischen
Menschen **), Agrippa aber ein Jdeal, und Virgil den
ätherischen Sinn und das Feuer der einfachen Luft *"*)
nennet, dieser Theil des astralischeu Menschen schwärmt
zuweilen um die Ruhestätte der Todten herum und zwar
wegen der zwischen ihm und der Grr.ndfeuchtigkeit des
ieibes befindlichen magnetischen Kraft und Sympathie.
Jn diesem Jd.eal herrscht noch die Einbildungskraft, in
dem sie auch nach dem Tode noch einen Eindruck des
Hasses und der Zuneigung behält, welchem sie im Leibe
unterworfen war. Daher er dieselben Oerter, wo sich
der Mensch am meisten aufgehalten, durchwandert, und
seine ehmaligen Geschäfte und Geberden nachahmt.
Eben diese magnetische Kraft wird auch durch die merk
würdige Pariser Begebenheit sehr einleuchtend bestät
igt, deren Wahrheit und Zuverlässigkeit D. Fludd auf
das Zeugniß gelehrter und grosser Männer versichert.
Ferner sagt Agrippa von der Wiedererscheinung der
Todten : „ Jch selber will hier nicht erzählen , was ich
mit meinen Augen gesehen, und mit Händen angerüh-
ret habe, um nicht bei Ungläubigen wegen der äusserst
wunderbaren Begebenheit in den Verdächt eines Lüg
ners

") Lrutum nomini«.
"") ^einereum lenlum, «que «uror« Kmplici« ißnem.

ners zu gerathen". Solches Spiel wahret aber selten
über ein Jahr. De,m so bald der Leib gänzlich ver
weset ist, kehrt dieser Geist wieder zu seinem anstnndi-
gen Elemente. Jndessen haben diese Wiedererscheinun,
gen zum Nutzen der päbstischen Geistlichkeit in der Welt
viel Aufsehens gemacht, deren fernere Behandlung ich
aber meinem Grossen Werke, worinn ich diese Geheim,
»isse weitläuftig abhandeln werde, aufbehalte.
Nunmehr will ich noch von dem Menschen, in so
fern er einem übernatürlichen Gerichte unterwürfig ist,
etwas anführen. Jch erkenne, daß ausser dem Feuer
himmel zwei untere Wohnungen , oder Behältnisse der
Geister sind. Einmal, jene äusserste Finstermß, wie
Christus sagt, aus welcher keine Befreiung zu hoffen
stehet; oder wie Plato spricht, aus welcher die Seelen
sich niemahls herauswiuden. Der obere ist, wie ich
dafür halte, dem elnsischen Gefilde, einer anmuthigen
und lieblichen Landschaft, und so zu reden, den Vor-
städteO des Himmels wie auch jenen sieben inächtigen
Bergen, auf denen Rosen und Liljen wachsen, und nach
dem Esdra die Ausgänge des Paradieses zu finden sind,
«inigermassen ahnlich. So ein Ort war auch der, wo
von das Orakel dcm'Aurelius sagte, die Seele Plo-
tins befinde sich da, wo die Freundschaft und Liebe ih
ren Thron aufgeschlagen haben *). Stellatus vermu
tet,
') Dbi „nicitiÄ est, ubi t^upiäo v!iu molliz,
?ur«e plenuz I^ulia: A lempirerniz rivi«
^mbrnliuz irliz»m« a veo: unä« slinr amolu»
Aecinacula, <iulciz spiritug, üc tr»n<zuiI1u» «llier

396 «-»---,
thet, eö gebe eine allmählige stufenweise Erhebung der
Seele nach Art der Versuchung, und sezt ihre Woh
nung in den Mond. Aber sie lebe, wo sie will, ich bin
der Meinung, dieser mittlere Aufenthalt sei für solche
Seelen, die in dieser Welt nicht völlige Busse gethan,
angeordnet; ohngeachtet sie dennoch zu der Zahl derer
gehören, die da seelig werden sollen, und dort nur zu
einer fernern Reue im Geiste, über das im Fleisch be«
gangene Unrecht, aufbehalten werden. Jch will indes,
sen hiermit das ungereimte Fegfener der römischen Kirche,
oder dergleichen schimärisches Tophet nicht vertheidigen;
sondern das wovon ich rede, wird durch eine sehr be-
weisende Schriftstelle bestättigt, wenn der heilige Petrus
von Cliristo, der nach dem Fleische getödtet, aber nach
dem Geiste lebendig gemacht worden, spricht: ,.Jn
welchen er auch hingegangen und den Geistern im
Gefängniß geprediget hat, die nicht glaubeten, da
«inmals Gottes Langmuth harrete, in den Tagen Noah,
da er den Kasten bauete, darinnen wenig, das ist, acht
Seelen behalten wurden". Diese Geister waren die
Seelen derjenigen, die in der Sündfiuth untergingen,
und an diesem Orte, bis Christus käme, und ihnen
die Busse predigte, verwahret wurden. Jch weiß
tvohl, daß Gcaliger mit seinem Vorgeben: „es sei
solches von denen zu derselben Zeit lebenden Menschen,
denen das Wort Gottes gepredigt worden, zu verste-
hen", dieser Auslegung zu entgehen denkt. Allein ich
will diesen einfältigen Einwand mit drei klaren aus
der

der Stelle selbst genommenen Beweisgründen wider
legen. ') - ,
Denn erstlich wird nicht gesagt, daß der Geist
selber zu der Zeit ihnen gepredigt habe, sondern ,,der
dahin gegangen durch den Geist" nemlich Christus
mit der persönlichen Vereinigung seiner Seele und
Gottheit, welche Vereinigung vor der Sündftuth, als
diese Todten noch lebten, nicht geschehen. Zweitens
sagt die Schrift, daß er Geistern und nicht Menschen
geprediget, uWzwar solchen, die im Gefängniß, und
nicht denen, die im Leben waren, welches dem Scali-
ger ganz widerspricht, auch bestättigt der Apostel diese
Erklärung in der Folge nochmals: den Todten, sagt er
sei gepredigt worden, und nicht den Lebendigen. Drit
tens, sagt der heilige Petrus, diese Geister sin nur bis
weilen ungehorsam gewesen, und bestimmt auch die Zeit,
wann sie es gewesen, nemlich in den Zeiten Noah; da
her schliesse ich, daß sie zu dieser Zeit des Predigens
nicht widerspenstig waren, welches aus dem folgenden
Ab-
') Herr D. Bahrdt überseht folgendergestalt: Dieser Tod
traf auch nur seinen (Christ!) Leib. Dahingegen der
(in ihm wohnende) Göttliche Geist ihn ine Leben zu»
rückbrachte, als nach weichen er ^chon ehemals denen
iht unter den Todten befindlichen Seelen den Willen
Gottes bekannt gemacht hat — nemlich zu den Zeiten
Ndah, da die göttliche Langmuth auf ihre Busse war«
nete, sie aber auch da noch ungläubig blieben, da schon
das Schif gebauet wurde, in welchem nur wenige,
nemlich ncht Personen gerettet wurden.

398 --------
Abschnitt seines Briefes (dem vierten des ersten) deut
lich erhellet. Deswegen sagt der Apostel, ist auch den
Todten das Evangelium verkündiget worden, damit sie
nach dem Menschen am Fleisch gerichtet würden, im
Geiste aber Gott lebten. Dieses Gericht des Fleisches
war auf ihren Ungehorsam in den Tagen Noah ge-
gründet, nm wessen willen sie auch im Wasser umkom
men mußten; die Seeligkeit im Geiste kam aus ihrer
Busse auf die Predigt Christi, die „ach dem Tode ge
schahe. Jn dessen will ich dich meine Mslegnng den
Lesern bei weitem nicht als ein untrüglicher Richter
aufdringen; sondern ich bin versichert, daß diese Stelle
keinen andern Siun in sich halt. Auch ist dicse Lehre
nicht schädlich; denn theils entfernt sie nach meiner
Einsicht uns nicht von der Bannherzigkeit Gottes,
theils trägt sie viel zum Trost und zur Aufrichtung des
Menschen'bei.
Nun noch ein Paar Worte, die mich und die ge
wöhnliche Philosphie angehen, und dam, will ich Messen.
Man wird fragen: wer ich sei? und was ich für eine
Religion habe? Meine Antwort ist: ich gehöre nicht
zur römischen Kirche, ich bin kein Seklirer, sondern ein
wahrer und beherzter Protestant. Was die Philoso
phie, wie sie gegenwartig bestehet, betrift, so ist sie
ganz unvollkommen und völlig falsch; eine blosse Kra
merei, ein Mischmasch unbeständiger und widersprechen
der Principien, die sich auf keine Weise mit der Har
monie und Methode der Natur vereinigen. Mit einem
Worte, die ganze Encyklovädie, oder wie wir sie sonst
nen<

nennen, den dynonstrativen mathematischen Theil aus
genommen, ist ohne das mindeste Licht der Erfahrung
auf blosse Einbildungen gegründet. Deswegen wün
sche ich allen wahren Söhnen meiner berühmten Mutter
Oxfort, daß sie über den Aristoteles hinwegsehen, und
ihrem Verstande den bewölkten Horizont seines Tex
tes, der eben so kurz, als die Steganographie der
Grammatiker ist, nicht zur Gränze setzen. Jch erwarte
zwar für diese meine Anweisung keinen Dank, allein die
Zeit wird gewiß kommen, da die erhabene Wahrheit
und dies grosse Geheimniß, wovon in diesem Buche
nur ein wenig berührt worden, völlig bekannt werden
wird. „Der Gesalbte und König allein, das zum
Fleisch gewordene Mort des Vaters, hat dies Geheim
niß offenbaret und wird es einst in der Fülle der Zeit
noch vollkommener offenbaren". So weissagt Corne
lius Agrippa selber und ich hoffe, daß wenn nichts
als das Andenken von mir übrig sein wird, diese Aus
sige Gönner genug finden werde. *)

«) kin im Original befindliches unbedeutendes Gedicht
und den eben so wenig erheblichen Schluß lassen wir
unübersetzt.

Mt

IX.
Die päbstliche Balle wider den Freimau
rer-Orden.
Die apostolische Vestättigung wird bei noch völliger Kraft
der darüber vorhandenen al«n Gesey« hinzugefügt.

Venedikt Bischoff, Anecht der Rnechte Gottes.
Zum beständigen Gedachmiß. Wir sehen uns genö-
thigt, die vorsichtigen Gesetze und Befehle Unster Vor
fahren auf dem päbsilichen Stuhl zu Rom, auf Erfor
dern der gerechtesten und dringendsten Ursachen durch
eine neue Schutzwehr unsers Ansehens einzuschärfen und
wiederhohlt zu bestarken; nicht solche, deren Kraft
durch die Vergänglichkeit der Zeit, oder die Vergessen
heit der Menschen gekränkt und geschwächt werden konn
te, sondern selbst solche, die noch in ihrer völligen Kraft
stehen, und in frischem Andenken sich befinden.

Riemens XII. hat schon die Gesellschaften der Freimaurer
unter der dein apostolischen Scuhlvorbehaltenen ten,
sur verworfen und verboten.

§. i. Denn schon unser Vorfahr Klemens, der Päb-
sie dieses Nahmens der Zwölfte, glorwürdigen Anden
kens, hat durch seinen Apostolischen Brief, gegeben im
Jahr der Menschwerdung 1733 den 27. April, sein«
Stuhlbesteigung im achten Jahr, der an alle gläubige
Christen gerichtet ist, und sich anfängt in eminemi,
einige Gesellschaften, Zusammenkünfte und Conventikeln
oder Versammlungen, die gemeiniglich den Nahmen
Frei,

Freimaurer führen, und in einigen Gegenden weit und
breit bekannt und von Tage zu Tage ansehnlicher ge-
worden sind, auf immer verworfen und verboten, in
dem er allen und jeden gläubigen Christen bei Strafe
des ipso laüo und ohne weitere Erklärung verwirkten
Bannes, von welchem der Uebertreter durch niemand
als den Pabst zu Rom der Zeit, ausgenommen in der
Todesstunde erlöset werden sollte, anbefahl, daß sich kei<
ner unterfangen oder gelüsten lassen sollte, in dies« Ge-
sellschaft zu treten, sie zu verbreiten, noch zu hegen, auf«
zunehmen oder zu verbergen, sich zu ihnen zu gesellen
und auf einige Weise daran Theil zu nehmen, wie über,
haupt weitläuftiger und mit mehrerm aus dem Breve
selbst zu ersehen, welches seinem ausführlichen Jnhalte
nach also lautet:

Inhalt des Breve Clemens XI!.
„ Clemens Bischoff, Knecht der Knechte Gottes, al-
len rechtgläubigen Christen unsern Gruß und apostoli
schen Seegen zuvor ^.
„ Sobald wir auf den erhabenen apostolischen Stuhl ,^
obgleich wider Verdienst und blos aus der Gnade Got
tes, getreten sind, haben Wir Uns nach der Uns anoer-
trauten Schuldigkeit des obersten Hirtenamts, nach Un»
fern Kräften, dem Joche der damit verbundenen viel
fachen Unruh und Bekümmerniß unterzogen, und un
fern Fleiß auf dasjenige gerichtet, wodurch dem Irr-
thum und Laster der Zngang verschlossen, die Reimgkeit
der rechtgläubigen Kirche erhalten und von der gesamten
Archiv. i.Ch. Cc kacho.

402 ----------

katholischen Welt, zu dieser verfänglichen Zeit alle Stö
rungen abgewandt werden möchten."
„ Nun ist Uns durch das öffentliche Gerücht bekannt
geworden, daß sich weit und breit einige Gesellschaften,
Zlwfte, Zusammenkünfte, Verbindungen, Versammlun
gen und Conventikeln , gemeiniglich liberi muratui-i,
Kai,» ma^un5, Freimaurer, oder wie sie sich sonst in
andern Sprachen nennen mögen, genannt, ausbreiten
und immer zunehmen, ja mancherlei Leute von jeder
Religion und Sekte, unter dem angenommenen Schein
natürlicher Ehrbarkeit und Redlichkeit durch ein enges
und ruchloses Band vereinigen, und nach selbst ge
wählten Gesetzen und Statuten leben, welches alles zu
gleich im Verborgenen unternommen wird, wie sie
sich mit einem auf die Bibel abgelegten Eide, nnd bei
Androhung harter Strafen, zum unverbrüchlichen Still
schweigen verbinden."

Sie sind auch schon von der weltlichen Macht nach ver»
dienst verurcheilt worden.
„ Allein da diese verruchte Einrichtung von der Art
ist, daß sie sich selber verräth, und sich durch ihr eige
nes Geschrei entdeckt; so haben diese Gesellschaften und
Zusammenrottungen allen. Gläubigen eine solche Furcht
eingejagt, daß vorsichtige und rechtschaffene Christen es
für eben so nachtheilig halten, Freimaurer zu heissen,
als ein Merkzeichen des verkehrtesten und gottlosesten
Wesens an sich zu tragen; weil diese Zunftgencssen,
wenn sie nicht Uebels thäten, das Licht nicht so scheuen
würden. Der Ruf davon ist so weit gegangen, daß
di»

403
di« gedachten Gesellschaften in verschiedenen Ländern,
durch die Weltliche Macht, als Leute, bei denen die
Sicherheit der Negierungen Gefahr laufe, schon längst
verbannt und verwiesen worden." - : 1.1 < <
Nun aber werden sie von apostolischen Ansehens wegen
verworfen und verboten.
«Da Wir derohalben den wichtigen Nachthul reiflich
in Erwägung.gezogen, welcher gemeiniglich aus derglei-
chen Gesellschaften, nicht nnr für die Ruhe der weltli,
chen Verfassung, sondern auch das geistliche Wohl
der Seelen, zu entstehen pflegt, und da solche Versamm,
lungen mit der bürgerlichen Verfassung so wenig, als
mitder Kanonischen übereinstimmen; Wir auch durch
den Mund Gottes belehret werden, Tag und Nacht,,
als ein treuer Knecht, und ein vorsichtiger Vorsteher
des Hauses des Herrn zu wachen, daß eine solche Art'
von Menschen, nicht gleich Dieben in die Wohnungen"
breche, und als Füchse den Weinberg untergrabe, da.
mit sie nicht die Herzen der Einfältigen bethören, und
Unschuldige in der Dunkelheit mit Spiessen verwunden:
so haben Wir endlich, um den breiten Weg, welcher
von dort aus offen bleiben könnte diese Gottlosigkesten
ungestraft zu treiben, zu hemmen, und anderer Uns be
kannten gerechten und gegründeten Ursachen wegen,
nach verangegangenem Rach einiger Unserer vereh
rungswürdigen Brüder, Kardinäle der heiligen römischen
Kirche, wie nicht minder aus eigenem Antrieb, zuver
lässiger Wissenschaft und reifer Ueberlegung, endlich in
Vollmacht und Kraft Unserer apostolischen Gewalt be,
sc H schloß

4^4 -
schlössen: diese Gesellschaften, Zünfte, Zusammenkünfte
Versammlungen oder Conventikeln der I.il,eli mura-
tori, ?ran« Xlll^onz oder Freimäurer, zu verwerfen
und zu verbieten, wie Wir sie durch diese Unsre gegen,
wärtige auf immer gültige Constitution verwerfen uiH
verbieten."
Nefthl «n alle christgläubigen/ daß niemand in den Vr<
den treu, bei Strafe de« Bannes.
„Weshalb Wir allen und jeden Christgläubigen jeg,
lichen Standes, Grades, Amtes, Ordens, Würde und
Ansehens, so wohl Laien, als Welt- und Ordensgeist-,
lichen, mit besonderem und einzelnem Gedächtniß eines
jeden, strenge und in Kraft des heiligen Gehorsams an
befehlen, daß niemand unter welcherlei Vorwand oder
Bemäntelung es wage oder sich unterfange, in die Ge
sellschaften der Freimaurer, oder wie sie sonst genannt
werden mögen, zu treten, sie fortzupflanzen, zu hegen,
und in seinem Bezirk oder Hause, oder anderswo auf
zunehmen, und zu verbergen, noch sich unter sie auf
nehmen zu lassen, daran Theil zu nehmen, oder ihnen
einige Macht und Gelegenheit zu verschaffen, daß sie
irgend wohin zusammenberufen werben, ihnen Handrei
chung zu thun, oder sonst mit Rath und Hülfe, es sei
öffentlich oder in Geheim, mittelbar oder unmittel
bar, durch sich, oder mittelst anderer, auf einige Art
beizustehen, noch auch andere anzunehmen, anzuführen,
aufzufordern, und zu zu reden, daß sie sich in diese Ge
sellschaften aufnehmen lassen, oder daran Thcil nehmen;
oder sie selbst auf einige Art zu hegen und zu unterstützen ;
fön-

sondern daß sie sich dagegen schlechterdings, dieser Ge
sellschaften, Zünfte, Zusammenkünfte, Versammlungen,
Rottirungen , oder Conventikeln zugleich enthalten, bei
Straffe des Bannes, in welchen alle auf obige Weise
zuwiderhandelnde Personen, iplo laüo, und ohne alle
weitere Erklärung verfallen sein sollen, und von welchem
keiner durch irgend jemand, als durch Uns, den jedes,
maligen Pabst zn Rom, ausser in der letzten Todesstun,
de, durch die Wohlthat der Absolution befreiet werden
kann."
«Wir wollen und befehlen ausserdem, daß so wohl
die Bischöfe und obersten Prälaten und andere oräi-
narü locorum, als die überall abgeordnete Jnquisiti
on der Ketzerei, gegen die Uebertreter jeden Standes,
Grades, Amtes, Ranges, Würde oder Ansehens, ver
fahren, untersuchen, und sie als der Ketzerei verdächti
ge, mit angemessenen Strafen belegen und im Zc » n
halten; selbst erforderlichen Falls mit Anrufung des
weltlichen Arms."
Auftrag an alle t><tt>«?,<>, und Inquisitoren, zur Vollst«,
ckung, nebst völliger Macht.
„Wir wollen aber, daß denen mit der Unterschrift
eines Notnrn pudlici von diesem gegenwärtigen apo
stolischen Briefe genommenen und mit dem Siegel ei
ner in geistlichen Würden stehenden Person bekräftig
ten Abdrücken oder Abschriften eben derselbe Glaube
beigemessen werde, welcher der Urschrift selber beige
messen werden würde, wenn sie vorgelegt oder vorge
zeigt werden möchte."
Cc z „Kei-

von Unserm Vorfahren verhängt worden . z. Und da Uns von einigen frommen und got- tesfürchtigm Männern versichert worden. den In- halt dieser Unserer Erklärung. daß er sich den Zorn des allmächtigen Gottes und sei ner Apostel Peter und Paul auf den Hals laden werde. um allen Ausflüchten der Verläumdung niit Einem Mahle abzuhelfen. <en und ausbreiten wollen. der !. Befehls. . das beßte Mittel sein werde. April." „ Gegeben zu Rom apuä lanäam Lariam ma- )orem. ange ." Falsche Behauptung daß der in vorstehendem Briefe er< kannte Bann nicht mehr statt finde. diese Briese zu bei stärcigen.4. Verwerfung.4o6 ' „Keinem Menschen soll daher erlaubt sein. Verbots und Untersagung zu kranken. einige behaup.'s'e. entgegen handeln. der soll wissen. wie sie vorstehendem Briefe zu Folge. oder ihr verwegner Weise. §. weil die vorsiehende Constitution von Uns nicht bestättigt worden . als wenn zur Gültigkeit der von un- serm Vorfahren gemachten Constitution. wie Wir erfahren. nicht mehr h. Da aber. im Jahr der Menschwerdung des Herrn 1733. Unserer Stuhlbesteigung im z Jahr. als ob die beregte Strafe des Bannes. Rach. den 27. die ausdrück liche Bestättigung des nachfolgenden Pabstes erfordert würde. daß. §. Wenn jemand aber solches verwegner Weise sich bekommen licsse . und die Gleichförmigkeit Unserer Denkungs- art mit dem Willen und der Gesinnung Unserer Vor fahren darzuthun. der dem pabst aegeben worden.'.

nngeführten Constitution Unsers Vorfahren. daß. theils in dem abge- «ichenen Jubeljahr. daß von den zusiehenden Richtern und Gerichtshöfen gegen die Uebertreter dieser Consti tution nach dem Grade des Verbrechens verfahren würde. auch versprochen haben. die Absolution von dem verwirkten Banne theils zuvor. 5. Absolution in Unserm Nahmen und in Un sern« Ansehen ertheilen könnten . welche die Verletzung der Gesetze jener Constitution wahrhaft bereuet und schmerzlich empfunden. sinnung. in so fern Wir theils den von Uns abgeordneten Beichtigern Gewalt ertheilt. theils aber. sich von dergleichen Gesellschaften oder Conoentikeln. in so fern Wir nicht unterlassen haben. gänz lich zu enthalten. mit allem möglichen Eifer da hin zu wachen. durch Un sere Bestätigung eine neue Stütze zu geben. welches auch in der That von denselben voll zogen worden — nicht blos anscheinende . gnädigst ertheilt. Wir Un sere Sache . niemals zu denselben zurück zu kehren. in Ansehung der von Unserm Vorfahren Clemens verhängten Censur. und der ihr annoch zustehenden Kraft und Wirksamkeit hinlänglich offen bahren können. §. und von Herzen angeloben. dem jUrtheile des Allmächtigen Gottes Cc 4 über. So haben Wir zwar bis hieher — indem wir verschiedenen Christgläubigen. . daß sie dergleichen Reuigen. woraus sich Unsre Willensmeiunng und feste und entschlossene Ge. wenn sich von Uns eine diesem zuwiderlaufende Meinung verbreiten wollen. welche zu ihnen flie hen würden. sondern auch augenscheinliche Beweise abgelegt.

was du be- fichtst. darum bitten wir dich. dagegen gieb vielmehr. 6. daß wir nicht achten die Reden der Unredlichen . zu bestättigen beschlossen. welches von dem hei ligen Gelasio. als wenn solche aus Unserer ei genen . wie solche oben von Wort zu Wort eingerückt wor den. der heiligen römischen Kirche Kardinäle. daß von Uns unvorsichtiger Weise etwas versäumt wor- den. wel che den Titel führt: . in spez fischer Form. wodurch wir leichtlich den lügenhaften Verläum- dungen allen Vorwand benehmen können: so haben Wir — nach vorher verhörtem Rath einiger Unserer ehrwürdigen Brüder. wie Wir sie denn. welche in alten Zeiten wahrend der Verrichtung der heiligen Handlungen ausgesprochen worden: „ Gib o Herr. daß wir lieben. und von dem ehrwürdigen Knechte Gottes. in allen und jeden Punkten. du wollst uns nicht von ungerechten Verläumdungen erschrecken. dieselbe Constitution Unsers Verfahren. Kardinal Thomasio. wie sie am allgemeinsten und Wirksamsien gehalten wird. sondern nicht achtend solcher Gottlosigkeit bitten wir dich. aus zuverlässiger Wissenschaft und Vollmacht Unsers apostolischen Ansehens. Unsern Vorfahren beigelegt." wie das alte Messale enthält. durch den Jnhalt eben dieses gegenwärtigen Schreibens.4^8 -------- überlassen und derselben Worte Uns bedienen könnten. in der Messe. angezeigt ist." §. /Damit man indessen nicht sagen könne. Joseph Maria. gegen die Nachreden. noch von verfänglichen Schmeicheleien bethören lassen.

Ferner ist unter den höchstwichtigen Ursachen des Verbots und Verwerfung in der zuvor eingerück ten Constitution auch diese . Eine andere ist die undurchdringlich geheime Verschwiegen. stücke werden im Geheim verübet.solchen Eon. bestättigen." Die dritte ist der Eid. selben eine immerwährende Kraft und Wirksamkeit bei. auch der. sondern auch wider die kanoni. bestarken und erneuern. Ansehen und Macht zuerst verfügt worden. woraus schon hinläng. wenn er von seiner rechtmässigen Obrigkeit be fragt worden. daß solche Gesellschaften nicht nur wider die bürgerlichen. worauf der Ausspruch angewandt werden kann. 7. wie grosse Gefahr der Reinigkeit der katholischen Religion daraus erwachsen könne. womit alles verborgen wird. was erfordert wird. welchen täcilius Natalis beim NAnmius Felix bei einer sehr verschiedenen Gelegenheit anführt: „Was erlaubt ist. gelegt wissen wollen. ventikeln geschieht. heit. §. welches gegen die Verfassung und gegen die Gesetze der Religion oder des Staats sei. Die vierte Ht. genen Bewegung. Cc < schen . um auszumitteln. aber Buben. was in . sich mit dem Vorwand eines geschehenen Versprechens oder geleisteten Eides zu verwahren . alles zu gestehen. als ob es jemandem zukomme. daß in den beregten Ge- sellfchaften und Conventikeln sich Leute von allerhand Religion und Sekten vereinigen. ob in solchen Zusammenkünften etwas geschehe. wodurch sie sich zur unverletzlichen Beobachtung dieser Verschwiegenheit verbinden. um nicht. scheuet das Licht nicht. weil man findet. lich zu Tage liegt.

Anrufung des weltlichen Arms. Der pabst selbst erheischt und ruft den Beistand derhöchsten Fürsten und weltlichen Machte an. -. dasMerk- zeichen der Ruchlosigkeit und Verkehrtheit an sich traget. Endlich fordert derselbe Unser Vorfahr in der zuvor eingerückten Constitution. den Beistand des weltlichen Arms anzurufen. Die sechste endlich ist. zur Vollstreckung derselben. se hen kann. die sich ohne öffentliche Bewilligung zusammen gethan. keine Gesellschaften oder Znsam- tnenkünfte ohne Ansehen des Fürsten gehalten werden sollten.o. und aus dem berühmten Briefe des C. Die fünfte ist. nius Secundus.wie man ff. §. 8. §. und nach ihrem Uc- theil einjeder. indem nach bürgerlichem Rechte alle Kollegien und Genossenschaften . Welches insgesammt und ohne Ausnahme^ nicht nur von Uns gebilligt und bestättigt. Lid. im . weil schon in mehrern Ländern die vorerwähnten Gesellschaften und Nottirungen. auch refp. äc culle^ ac curporl- l?U5 illlclii». durch die Gesetze der Weltlichen Fürsien verworfen und ver boten worden. der den Nahmen derselben führt.VII l'll. wo es nöthig sei. das heißt. welches der 97. verbothen werden. weil diese Ge sellschaften und Verbindungen bei klugen und redlichen Mannern in bösem Gerüchte sind. XI. Plv. 9. Buch ist. XXII. den . die Bischöffe und obern Prälaten und andere oräinarinn locorurn auf. worinn er sagt: daß er auf Befehl des Kaisers dnrch ein Edikt verbieten müssen. daß keine Hetarien. 410 ' schen Rechte sind. wie sie im vorstehenden Briefe den obersten Geistlichen ausgegeben worden. < .

daß er we- der in unserm Reiche Ehrensiellen (und wenn es Unsre eige. die Vater der Tridentinischen Kirchen Versammlung 25.den obersten Geistlichen aufgegeben und anbefohlen wird. durch diesen Unser» Brief. indem er unter andern hinzufügt: „Wer aber hierinn. sien und aller weltlichen Mächte. zur Wirksamkeit des Vorstehenden an. . wenn jemand darinn fahrlässig sein sollte. nachdein er allen seinen Unterthanen die Befolgung der kirchlichen Einrichtung gen anbefohlen. sondern auch Wir rufen. und erfordern sie aufs angelcgent» lichste. der wisse. in Erinnerung gebracht. nach der Uns obwaltenden Pflicht apostolischer Mühwaltung. nachlässig oder ungehorsam befunden wird. und lange zuvor der Kaiser Karl der Grosse in seiner Capitulation Tit. wo derselbe. l. Kap. die Gott ungetreu und seinen Priestern ungehorsam sind. welches fern sei. und bestimmt die schwersten Strafen. auf alle dienliche Weise zu bewirken. welches ihnen. zugesteht.^ Daher schärft er allen Vorstehern nnd Dienern in seinem Gebiete ein. hinzufügt : „ Denn wir sehen auf keine Weise ein. daß sie alle und jede zum schuldi gen Gehorsam gegen die Gesetze der Kirche durchaus anhalten sollten. wie diejenigen Uns treu sein können. Da die Fürsten und Mächte selbst von Gott erwählte Vertheidiger des Glaubens und Beschützer der Kirche sind. 2. und folglich ihre Pflicht ist. t>ie Hülfe und den Beistand der katholischen Für. daß der Apostolischen Con stitution die schuldige Folgsamkeit und der schuldige Ge- horsam geleistet werde. Sitzung 26» Kap.

bekräftigten Abschriften. Q VozcKi. März. Requisttion. 1 1. Wir wollen aber. ?Moneu5. Billigung. der wisse. i o. daß er sich den Unwillen des Allmächtigen Gottes und seiner heiligen Apostel. wie solches geschehen würde. ^. oder den Unsrigen die geringste Gemeinschaft haben. Lußemu. L. sondern im Elende die verdiente Strafe erleiden möge. Peter und Paul. noch mit Uns. (Ära. oder dagegen zu handeln. I. Gegeben zu Rom apuä Lariam majorem im Jahr der Menschwerdung Unsers Herrn 1751." §. §. v. Es soll daher keinem Menschen erlaubt sein. eben der Glaube bei gemessen werde. trag.4l2 eigenen Prinzen wären) noch einen Aufenthalt in Un fern. Re< .auf den Hals laden werde. von einem Notario publice eigenhändig unterschriebenen und mit dem Siegel einer in kirchlichen Würden stehenden Person. diese Unsre Confirmation. den 17. Wenn sich aber jemand dergleichen unterfangen sollte. daß denen von dieser Um fter Verordnung genommenen oder abgedruckten. Anrufung. Beschluß oder Willen zu verletzen. Auf. Unsers Pobstthums im eilften Jahr.. Pallast. Erneurung. wenn das Original selber vorgelegt oder vorgezeigt werden könnte.

terdrücken möchte. aus ihren Handlungen und Reden. Jesuit war er selbst. ob diese jenes. die er aber. darüber Thatsachen mitzutheilen. Ueber Jesuiten. Leipzig 1782. Geheime Verbindung gen können oft der Tugend zum Siege verhelfen. oder nicht. Rezensionen. Wenn einige sich vereinigen. X. so ist es der Mühe werth. Jndessen findet man hier nicht die mv . i. Der Verfasser dieser Schrift versichert. oder durch Entschlossen heit eines Klügern entstanden. oft auch sie unterdrücke. allgemeine Band theilen und schwächin. Fr«mäurer und deutsche Ro senkreuzer. Jesuiten . aus der Wahl ihrer Mitglieder. der Gesellschaft Jesu ehmaligem Mitgliede. und «us denen Wirkungen. >enn ausser den öffentlichen Einrichtungen noch be< sondere geheime Verbindungen in einem Staate obwal- ten. die eine solche Gesellschaft in der Welt gehabt hat. Drei solcher Gesellschaften sind am bekanntesten. aus ihren Schriften. zu wissen. Die Staaten sind durch Ver» siandnisse einzelner Menschen. herausgegeben von Joseph Aloi« sius Maier. den Brief über die Maurern hat er von einem ächten Maurer. er sei im Stan de. so ist das ltatuz in Kam. etwas zu besitzen. lieber un. und über die heutigen deutschen Roseiv lreuzer besitzt er Dokumente. Freimaurer und Rosenkreuzer.:: woran soll man das kennen? Natürlich.

zuvor aber nach Jerusalem gehen wollte. welches der Verfasser durch diese Schrift zu verhindern hoft. woraus er geschöpft hat. aber doch endlch gingen ihm die Augen nuf. und beschloß nun «ach Paris zu gehen. Schweiz und an mehrern Orten noch operiren sollen. er war .4'4 ----- unbekannte innere Einrichtung verrathen. vorher weihete er der heiligen Jungfrau seine Waffen. deren Mitler er itzt war. man merkte es. die heilige Jungfrau und Christus.nun Offizier bei der Provmzialarmee. und in der Pfalz. und da er loß kam. Vor der Abreise nach Jerusalem ließ er sich vom Pabste seeg< nen. Baiern. erfuhr dort dasselbe Schicksal. wo man ihn seines Fanatismus halber in Verhaft nahm. ihm eingegeben haben sollte. sondern eine Beurtheilung nach den äussern Früchten. Die Quellen. 5 Der Stifter des Jesuitenordens war Loyola. tungen. i. Hier wollte er studiereu. Der Verfasser war selbst Je suit. Ueber Jesuiten. das ihm. 1491 in Spanien gebohren. floh nach Amerika und ist . weil so' gar in Amerika Emissarien hernmschleichen. Spät. Nun lebte er aufs- allerstrengste. wie er glaubt. Die Bekanntmachung ist nicht unnütz. gieng er nach Salaman- ka. am Hofe erzogen. und kam nach seinem Zuge in Barzelona zurück. und schrieb sein Buch. te. geistliche Betrach. der weder schreiben noch lesen koun. Jzt sollen sie sogar durch Emissa rien eine sehr schätzbare Gesellschaft für sich zu gewin nen suchen. der »ach einem Krankenlager der Welt entsagen. er entwischte der Rache.

auch besieht sie blos in zwei und neunzig pasilichen Bullen. und kam dahin. Endlich vollendete er seine Studien. Laynez und Aquavin« sind im Grunde als die eigentlichen Stifter anzusehen. welche die Verfassung erfanden. und sein Ansehen vergrösserte. noch geistliche Miliz oder Cioilleute. Sie gingen redlich zu Werke und machten sich an Juden. und worüber er ihnen nebst dem Borgia im Voraus den Untergang prophezeiet. die Vortheile von des Jgnatius Plan einzusehen. und iu ihren Compendien wird von öffentlichen und heimlichen An wendungen ihrer Privilegien geredet: das vi. di» unmittelbar unter dem Pabsie stehen solte. Aber seine Nachfolger misbrauchten die ihm verliehene Macht. Sie wurden auch in Frankreich nur unter Bedingungen aufgenom men. sondern auf WiMühr. Der Pabst fing an. —— 4'5 war aber so bettelarm.v« voc« or» . Die ganze Constitution gründet sich nicht auf Gesetze. Jgnatius war auch wirklich ein guter Mann. Eine Gesellschaft. Misbräu che abzuschaffen. mit neun Verbrüderten den Grund zu sei ner Gesellschaft zu legen. Die Jesuiten sind rales ^uates. sich in alle Welt zerstreute. war wohl zu befördern. der bei aller Schwärmerei die Absicht hatte. war« ben in allen Provinzen und wollten nach Jerusalem ziehen. daß er in einem Hospital woh- nen mußte. und nicht Mönche oder Weltpriester. Sie verthcilten sich. Er bekam also 1540 die Erlaubniß. und drei Jahr danach ohne alle Bedingungen. Ketzer und lüderliche Dirnen. die ihnen Maria«) vorwirft. einen Orden zu errichten.

ließ sich auf ihren Congregationen willkührliche Auslegung der Ge- setze.' ohne alle Rücksicht. der stelle also Christi Person vor. Jhre Regierungsform war despotisch. welches sie so gleich zum Gesetz bei der ganzen Welt annah men. die Controlle. da gegen konnte er. da« ein Pabsi sich irgend etwa einmal entfallen ließ. Die Würde eines Generals dauerte Lebenslang. vom Gene. rak aus dem Orden geflossen werden. um sich an die Einsamkeit zu gewöhnen. Die Novizen wurden zuweilen eingesperrt. was dem Orden nützlich sein konnte. Er der von nichts Rechenschaft gab. und Untergebene sein verbunden.Hl6 ' ornculum bestand in einem günstigen Wort. Layne. Wer ein mal aufgenommen war. Recht über Le- ber und Tod geben. ihre Befehle zu voll strecken. mußte ein Jesuit bleiben. ließ sich von allem Rechenschaft geben.uerthanen vom Gehorsam gegen ihren Fürsten lossprechen. Keiner durfte eine Prälatur an- nehmen. Um desto mehr zu harmoniren dienten ihre Classen. willkührliche Bevollmächtigung. um beständig unter der Tirannie des Generals . Jn allen Familien und Ständen gab es so gar heimliche Jesuiten. ohne Ursache anzugeben. «r habe seine Gewalt ihrem Ge- neral übertragen. Vistonen zu bekommen. Der General bekam aus jedem Reiche jährlich 177 Rapports. und durfte sogar U. die Probejahre. einer beobachtete den andern. nnd alle mußten genau von allem Nachricht geben. Der Pabsi sei ohufehlbar. Dies letztere war immer ein Hauptsatz der Jesuiten. indem sie einer über den andern Spion waren.

Hirte verjagen. Und dergleichen abscheuliche Satze mehr. Jn Frankreich sagten sie vor Gericht ans. waren Grundsätze. ibr Fanatismus leucht aus allem hervor. sich nach den Umständen zu richten. unterwirft er sich dadurch stillschwei- gend der Verbindlichkeit.^ den kommen lassen. ten. zu stehen. . Aber sie wirkten noch Archiv. untet denen si„d Änftnhr. oder eine ansteckende Krankheit hat> 'kann ihn der. daß man ihm sein Reich nehme wenn er dem zuwider handelt. l. wovor die Menschheit zittert. ja Königsmord. H. nicht der erste der Heerde zu sein.und hindern. deln. Christen können nw «inen Christen zum Könige wahlen. wenn ein Köniz die Taufe bekömmt. Berführung schwacher fanatischeö Köpfe zu dergleichen Dingen. Meuchel mord . die philosophische Sünde ist von ihrer Erfindung . Ferner. — Wenn eine so enge verbundene Gesell schaft die besten Grundsätze predigte. wenn sie teufe« lische predigt? Jhre Erziehung war blos scholastisch. Sie haben ketzerische Grundsätze. nie gegen die Kirche zu hau. Päbste billigten alles. der Iesui. was könnte sie für gutes stiften? Und wie viel böses. mid m ' öffentliche» Schriften lehrten sie die abscheulichsten Dinge Hf«. Er willigt ein. man kann den Aind des Staats auf alle Weise angreifen.IH. alles das ist darunter. die sie sich z„ Sch. sollte die Kirche sich nicht ihren König wählen können? Wenn der Bock stössig ist. Ein Tirann kann durch Kffe^ «che Waffen getödtet werden. eS sei ihre Pflicht. ob es' gleich ein' gan'zes Ne uster von Schandtbaten giebt. ihr Lieblings- satz war der Probabilismus.

und kurz. sie von Protestanten gelitten sein. Jtzt sei es noch Zeit. und arbeiten an einer Vereinigung beider Religionen. was bei ihrer Entstehung Spanien und Portugal! war. und nun treten sie vor den Fürsten auf. die itzt für sie sind. suchen Beistand. E. sie ziehen die Leminllria an sich. .4i8 weit mehr Böses in Geheim . Sie haben so gar in einigen Ländern noch den Beicht stuhl. treten nie als Kläger auf.2. und rühmen. allein nur dem Aeussern nach. sie wirken durch die sechste Hand. sie in den Schooß der Kirche zurück zu führen.. Es Zieht Provinzen in Teutschland. Sie sind noch in der ganzen Welt in grosser Menge ver sammlet und zerstreuet. . z. predigen in Rücksicht ihrer Toleranz. im Jnnern sind sie noch vorhanden. die Bischöfe einnehmen.. Jtzt machen sie nun mit den Protestanten Friede. Es fehlt ihnen nicht an Geld. Fürsten und Bischöfe sind ihnen günstig. daß wenn sie von Katholiken verfolgt würden. Die Handlun gen der Erjesuiten zeigen deutlich. Sie sind endlich nun aufgehoben worden. Brief ^. wie sie schon Domherrn sind: so müssen auch die Standhaftesten schweigen. schreiben Apologien für ihn. verkündigen ihren Anhängern sogar die Auferstehung des Ordens. Ach tung und Geld zu erwerben. oder selber Glieder zu Bischö fen erwählt sehen. . widerlegen das päbstliche Breve. und andere politische Kunstgriffe mehr. auch weltliche Jesuiten in vmo haben sie. . Wenn sie sich der Weltgeistlichen bemächtigen. lmd Hoff nung hätten. daß sie an der Wie derherstellung arbeiten. scndern verläumden blos.

sondern erwecke nur den Funken des Lichts. denn in derächten Freimaurerei werde nichts gelehrt. Teutschland nur wenig Freimäurer. weil sie vor der Obrigkeit uner- laubter Weise Geheinmisse hat. Wür de auch durch die Hieroglyphen unter hundert nur Einer zum Nachdenken geleitet. die Freimaurer sich selber verfolgen. weil sie nichts bessert. von einem erfahr nen Mitgliede an einen profanen Freund..Sj«. lasse sich wohl nicht sagen.' klärung in keinem Stück verschaff. Man lehre nichts. aber noch edler. 419 . Brief über die Freimäurerei. ohne System han delt. -^ Daß der Orden unnütz sei.». Er nennt es ein elendes Mährchen. und diese Wonige lächelten herzlich iber das Spiel der »Kern. seiner Bestim mung nachzudenken. weil sie in die Rechte der Staa ten greife. so wie es nur we-- nig Christen gebe. Die Geheimhaltung der Kenntnisse sei Lermen um nichts. Dieser hat te jenem den Einwurf gemacht. Auf.. dazu beitragen. «in guter Richter sein. nichts grosses gewirkt hat. weil sie zahlreich ist. Es ist eine edle Sache.. so sei dqs genug. von Ordenswlgen sein nie Freimaurer in Revolutionen verwickelt gewesen. . Es gebe in. die Freimaurerei sei ein schädliches Jnstitut. und bewogen. Der erstern antwortete hierauf allerlei uninteressantes und so oft gesagtes. die Menschen so zu bilden daß sie keines Richters be dürfen. Sie sei ferner unnütz. das der grosse Baumeister in die unverdorbene menschliche Natur gesenkt hatte.Märungssucht Hd 5 gewii? . weil der Staat nie vor ihr sicher sein kann.. daß ein System den Tempelherrnorden wiederherzustellen bemüht sei.

Richter und dergleichen gewesen wären. So ging es auch mit den 5 i . Was das ärgste ist. allein es ist nach anderer Meinung nie eine dergleichen Gesellschaft wirklich zn Stande gekommen. sich für fähig.420 ^ gewisser Dinge. sich über andere zu erheben. Uneinigkeiten gebe es freilich viele. Darin» irrt man zwar. die eine Bande betrogener Leute sind. aber wenn auch dadurch ein Ganzes zersplittert werde. so glaubten Mittelmasstge Köpfe. allein die Ursache war nicht im mer rein und edel. die sie nicht «erstanden. die in ihrem Zirkel gute Solda ten. grosse Erwartungen erregen. Zuverlässige Nachrichten über die Aechtheit der heutigen teutschen Rosenkrcuzer. (wie es nemlich hier heißt) wird zwar für den Stifter ausgegeben. so gehe doch aus seinen Trümmern sogleich ein anderes hervor.„. um wieder andere zu hintergehen. und das Werk ruhe nie. welches aber nichts zur Sache thue. welche von eigennützigen Bö sewichtern hintergangen worden. Schwärmer gebe es freilich genug. Christian Ro- senkreu. und redeten in dem lächerlichsten Pathos von Dingen. worüber erleuchtete Brüder' nicht ein mal unter vier Augen reden dürfen. der Welt eine Richtung geben zu wollen.: höhern . Man hat immer gestrebt. Das Grosse könne man noch von ihr erwarten. hier aber ist die Rede von denen Afterrosenkreuzern. haben zur Ver achtung der Kunst beigetragen. denn es hat wahre Rosenkreuzer gegeben . z. unter denen vorzüglich die Rosen- kreuzer sich seit einigen Jahren auszeichneten. aber nichts' erfüllen können.

a. Und doch sollte man den vor Gericht belangen. Syrien. ein Mönch. oder die allgemeine Arzenei anzufertigen verstanden. im Besitz der wichi tigsien Naturgehemmisse zu sein. Dies ist die hermetische Kunst. Sie rühmten sich in ihren Schriften. gewesen sein. Rosenkrenzer. unter uns ein Vorwurf erzdummer Schwärmer geworden. was ihm angemessener wäre (gewöhnliche Physik u. nicht zum Spekuliren gebohren. Jahre seines Al ters verstorben. u. dem gelobten Lande. mußte er nach Cypern. "> 421 hbhern Erkenntnissen. im Orient von wenigen Weisen gehaudhabt. Hie und da schöpfte em Ge nie aus der reinen Quelle. der uns Gold machen lehren wollte. D d z Adep . der Mensch wäre so gern selber Schöpfer ge wesen. und gleich kommt ein Heer Schwachsinniger. 1473. — Nun wieder zu den Rosenkreuzern. Jm Anfang des vorigen Säculi hörte man zuerst etwas von ihnen unte< dem Nahmen der Jlluminirten.. Man suchte nun die Verbindung mit jenen entfernten -^ . Arabien nnd Fetz gereiset sein. will auch schöpfen. Man verachtet das. f^) und Schwärmer oder Betrüger rufen doch aus: ach da ist Weisheit! — Vorzüglich reizte ein Gegenstand die Neugier. gebohren. s. die beste Arzenei ist eine gute Lebensordnung> Und nun gar der gesuchte Umgang mit Geistern — wir sind zum Handeln. Elende Leute hätten so gern die Kunst Gold zu machen. und im 106. Der damals geglaubten Fabel halber wegen der Adepten und Magen nnd ihrer Verbindung untereinander. und macht nur die Quelle trübe. Der Stifter soll deö gedachte Christian Rosenkreu.

Die mystische Hülle sollte . falsche Propheten und Goldmacher «us. Goldmachen sei eine schlechte Kunst. die Verderbnisse der Welt im Politischen. Sie traten nie unter ihrem eigenen Nah men auf. Scientivischen und Religiösen abzustellen. und in ihm ein Schatz von Hand schriften und andern Dingen gefunden wurde. Dann erschien die all gemeine Reformation der Welt. die Gewalt in ihre Hände spielen. Ketzer. Moralischen. aber keines Philosophen würdig. Auf einer Tafel fand sich.422 '^ "^ Adepten durch eine allgemeine Stiftung zu gründen. und so besaß man den wahren Stein der Weisen. Jhr Orden sollte der Sammel platz aller Gelehrten sein. die eine magische Sprache erfan den. Vermuthlich hieroglyphisch zu verstehen. schliessen alle Schwärmer. Es fand sich ein Haustein Apostel. nachdem die Men schen besser erzogen worden. der Orden habe 120 Jahr ruhen sollen. doch nach damaligem Geschmack. Theil zu nehmen. und wollten einem unbekannten Jmperator blindlings gehorchen. Christians Kunst war ganz unbekannt geworden. daß nemlich diese neue Gesellschaft auf die Spur einer schon «hmals vorhandenen altern gekommen sei. aber be- kannten. bis endlich sein Begräbniß auf einmal entdeckt. jeder konnte mit seinen Talenten wuchern. voll herrlicher Wahr heiten. Rosenkreuz hatte viel darüber geschrieben. Sie laden ihre Zeitgenossen ein. um sich dem Despotismus zu widersetzen. man wollte sich helfen. Regel und Versammlungsplätze festsetzten. Es kamen verschiedene halb ernst hafte halb satirische Antworten. nicht allwissend zu stin. Jhre grosse Absicht war.

. so ent hält sie übrigens viel treflichen und edeln Sinn. Aufmerksamkeit zu erregen — Diese Grundsatze sind sehr von denen verschieden. stifteten Probe- j»hre. die nach heutigem Fuß sind. und schickten Schriften in die Welt. was historisch darin ist. Oeffentlich . Doch enthält die 1617 zu Frankfurt am Mayn herausgekommene Confession noch viel gutes. wie viel Absurdität bei den neuern Rosenkrenzern! — Die chymische Hochzeit ist sehr dunkel. die die heu tigen elenden Nachahmer angenommen haben. und diese müste die folgende Generation zu ihrem Augenmerk neh men. «-----^ 423 sollte nur dienen. am besten durch eine ge heime Gesellschaft geleistet werden könne. das Resultat der Unterredung sieben weiser Män ner mit Iustinian ist.. Wenn man abrechnet. so bleibt manches un- erklarbar — Seichte Köpfe jener Zeit blieben nur an "der Schaale. Da wir jene Zeiten nicht hinlänglich kennei. Sie wollten sich indessen gern in Nürnberg festsetzen. suchten reiche Leute an sich zu ziehen. Dd z "u . und machten fast alle Kenntnisse der Welt' zu ei- nem unmerklichen Monopol ihres Ordens. Die Sendschreiben sind seichte. die das Bild für Original nehmen und alles schändlicher Weise auf Alchnmie und Magie deuten — Die allgemeine Reformation der Welt sei ein Meisterstück für jene Zei ten. daß alles was die Welt zur Verbesserung ntzthig habe. Das Buch muß selbst gelesen werden. Allein auch damals fanden sich Betrüger ein und so war die achte Gesellschaft. Wie viel Weisheit hier. unter dem Nahmen „Rosenkreuzer" schon gegen Anfang dieses Saculi gänzlich ausgestorben.

— Diese Gesellschaft lvar gänzlich verschwunden. als die Neugier einiger Maurer in Frankreich. sie hatten eine unmerkliche Tonsur. sie verbrennen das Geliirn mit Unsinn und schwärmerischen fanatischen Dingen. und auch auf diese verfiel. und ließ sich aufnehmen. jeder bekommt einen Or- densnahmen. errich teten. Nun muß man also warnen. mit einer klei nen grünen Fahne in der Hand. ein redlicher aber betrogener Schwärmer. der in einem fremden Orte war . ihre in alle Provinzen verbreiteten Logen suchen alles auszuspioniren. wenn er mehrere entdeckte. Sie hatten auch noch andere Kennzeichen und ein Diplom. . und der Ver- ' ' . das gegen Morgen lag. die sich leicht betrü gen lassen . Sie selber kennt man nicht. wodurch er denn.. An ei nem gewissen Festtage im Jahr pfiegte ein Rosenkreuzer. wollte aufgenommen sein. sie wählen überall schwache Köpfe. die Erklärung in alten mysti schen Gesellschaften suchte. bis einige Aoantnriers solches nutzten und auch noch andere fal sche Noseiikreuzereien . trugen sie nur eine schwarze Schnur im Knopfe de« Kamisols . Denn diese Leute können gefährlich werden. vor Sonnenaufgange aus dem Thore. zn gehen. .424 —». der verstorbene Professor Schröder. Nun ward der Glaube einer Verbindung der Maure rn mit derselben allgemein. seine Brüder in dem Orte kennen lernte. unwissend in dem wahren Ver stande der Hieroglyphen. deren es unzählige giebt. leger .

wo nicht im Wahnwitz. das sie an Arme zu wenden vorgeben. der vor ein paar Jahren. und nehmen die Hieroglyphen alter Cabbalisten für baares Geld. Lanüa lim- plicir« ! So zuversichtlich könnte man nicht reden. *) ' . doch in Schwärmerei verstorben. und nehmen doch in jedem Grade Geld. ihnen komme die Di rektion der Freimaurerei zu. und wenn die Prozesse nicht gelingen. — Und doch haben sie unser Zeitalter bethört: ein Buch braucht nur aus theosophischen Grillen zusammengeschmiert zu sein. so hals an Fröm migkeit gelegen. Sie theilen Arzeneien aus. Der . Sie wissen nichts von den neuen Entdeckungen in der Naturkunde. so könnten sie es im Politischen und Wissenschaftlichen weit bringen. — Um ihr Reich noch mehr zu befestigen. Jlire Schriften sind ekelbaft. geben sie vor. aber sie geben vor probiren zu wollen. Die Glieder müssen in der Chymie arbeiten. Eine Menge von Müssiggängern zieht in der Welt umher. Waren die 'ersten Häupter nicht unwissende Betrüger. und ma chen an Profanen die Probe. so wird es mit Gold aufgewogen. Sie lassen sich angeblich Hein Geld bezahlen. voll Widersprüche und Jrthü- mer. man sollte sie ins Zuchthaus bringen. ob noch Bruderliebe unter den Maurern sei. Dd 5 2.leger ihrer Schriften ist vor kurzen über dem Lesen der selben wahnwitzig geworden. wenn man nicht Dokumente darüber in Handen hätte. aber in ihre Tasche stecken. ') Die Rede ist vom Buchhändler Rlngmacher zu Berlin.

Haupt. Zum Nu- x yen der Staaten hingestellt. vieler Areisen Bundesverrr^ndten. Er wende sich des« wegen an den Phöbron und an sein Direktorium. Es gab verschiedene. Match. Er giebt ihm Merkmale genug. sondern auch selbst aufgenommen sei . daß er nicht nur viele Bekanntschaft unter den Rosenkreuzern besitze. Der Verfasser erzählt darinn. 19. von die. dem es gegeben ist.^ine kurze Einleitung zu dm Geheinmissen der alten Weisen ihren Arten und ihren Eigenschaften.*) l. Phlbron. daß er den Freimau. nach» mahl« von einem Rosenkreuzer ausgenommen. die ihre wahre Quelle in dem tiefsten Al ter. wiewohl doch der Weise niemals mit freiem Willen darbe) well er doch so fromm sein wolle. tiguug dieser Schrift blo« Gottes.Aap. und dies« Schrift gewiß zum Best ten der Menschheit abziele. September 1780 mit der Ueberschrlft : dies fasset nicht jeder. daß die Absicht der Verfer. Andreas von Schottland habe.426 ' ' 2. Der Roseukreuzer in seiner Blosse. fem Mitteldinge von Menschei. laud. da er ihm diese Zweisel zu erkennen gegeben habe. und Nächstenliebe sei. direltom des obern Ordens der Nosenkreuzer in Teutsch. Amsterdam 1782. unterm 14. sondern nur der. Br. . und ruft Gott zum Zeugen. ^) Ist zugeeignet : dem Hochwürd. durch Zweifel «pi der die wahre "Weisheit der sogenannten achten Freimaurer oder goldnen Rosenkreuzer des Alten Systems von Magister pianco. rergrad des hell. und von Vieh aber aufs unverständigste behandelt worden sei. (der zwar manches Mahl sehr dürftig sei.

Creta. nur der Mord der Eltern. Alle hat ten den Punkt des Bundes der Mitglieder gemeinschaft lich. Thrazien. das auch die Geheinmisse hatte. der Gattinn. Alle Sünden konnten durch die Reue getilgt werden. . Besserung der Fehler war der Endzweck . sie hiessen Jnitiirte. die den einigen Gott unter dem Nahmen des Demiurgos an beteten. an dere blos für Weiber. am wenigsten. Der Glaube an den einigen Gott war die Hauptsache. Die Juden wußten von diesen Geheinmissen niä)ts. endlich allgemeine Belohnung und Bestrafung. das heißt. die ein neues Leben anfangen wollten. " 427 lerlhum hatten: Einige waren blos für Männer. von einem unsterblichen Geiste.» H. die Vereinigung des menschlichen Geistes mit dem allgemeinen Geiste. die Antheil nehmen wollten. Kein anderes Volk aber. Man kann nicht ausmitteln. Man sang bei allen Einweihunzen Hynmen. denn man ließ die Verschiedenheit der Religion von den Ueberzeugungen der Geweiheten gern zn. wie evident erwiesen ist. Aegypten. Man weihete diejenigen ein. der Kinder nicht.Kap. hielt so fest auf die Kenntniß eines einigen Got tes. Die erste Absicht war Religion . dann die Metempsikose. Man trieb sie in Persien. die in Aegypten geglaubte grosse Auferstehung . . an noch andern nahmen beide Geschlechter Antheil. öffentlich aber den Göttern anzuhängen schienen. daher Busse. aus dieser Ursache ward selbst Nero von den eleusinischen Mysterien «usgeschlossen. bei welchen Völkern die ersten Mysterien waren. Cypern und Griechenland. Leute.

und des allverzehren- Ven Wesens. der mit dem ersten in Verbindung stand. Die Haupter der zwnten Art trugen auch ein solches Dreieck (wiewohl es hier das Zeichen dcß höchsten bedeutete. die unter dem Nahmen der Weltweisen und Magier bekannt sind. Beide hatten einen gemeinschaftlichen Oberpriesier. daß die es trugen. Sie hatten auch den Nahmen Magier. oder Weisenmeister. Die Weltweisheit und die Philosophen waren beide sehr verschieden. auch Unterscheidungszeichen. wer «inen vorschlug. und zu ihren Beschäftigungen.428 «----- 2. nnb die sich mit der Zahl von sieben endigte. Es sollte so viel sagen. Kap. Eine weitere Einleitung zu den Geheim- nisseu der alten Weisen. des Feuers). Sie hiessen Philosophen und beschäftig ten sich blos unter sich. Man wählte bei den Gcwcihcten sehr. Der zweite Thcil"der Geheinmisse war° in drei Klassen. Die Häupter der Religion hatten so ein Dreieck. geschrieben. die Profanen wurden genau untersucht. mußte für ihn gut sagen. allgemeine und besondere. im zweiten Grade nemlich. . obgleich gewisse Dinge von ihren Gliedern dem Volke auch öffentlich gelehrt wur den. Man hatte ächte und falsche. denen di« fünfte folgte. man redet hier nem lich von der verborgenen Weisheit. der All- gcburt aller natürlichen Dinge. Meister in der Erkemuniß der ganzen Natur und aller ihrer Kräfte und Bestand- chcile wären. Jede hatte ihre Ordnm^ und Glieder. die sich zu erkennen wußten. Die Geheinmisse waren der Weis heit aller Dinge gewidmet.

tersuchung der Schöpfung. -423 g. ^. Diese Maschinen machten die Wunder des Deminrgos bekannt. Vor den Gewissensobern hatte niemand ein Geheinmiß. und einer betrog immer den andern. Noch im fünften Grade glaubte man daran. »en. und beichtete seine Verbrechen. Diese letztere sollte künftige Dinge vorher zu sagen lehren. dessen durchsich tiges Bild durch ein magisches Feuer erleuchtet ward . dann sang mau Hym. 3»r nähern Erklärung der vorigen. Un. Man sang wieder Hynmen. Jeder aufzunehmende mußte erst beichten. Die Hieroglyphen der höchsten Art warei. dann hatte er sich gezeigt. Wah-» . der Demiurgos neigte sich zum Zeichen der Ver gebung. hinter dessen Altar Raum zur Sprachmaschine und der des Feuers war. der Bundesverwandte nach. Diese und andere Wunder werke waren Entwürfe der Magen und Weisenmeister. nun erschien der Aufzunehmende in reuiger Kleidung. oft ihr ganzes Lebelang. der natürlichen Dinge. beschäftigen. und er empfing das Zeichen seims Ranges nebst seinen Kleidern. Nicht blos die Naturkunde. endlich Vervollkommung der ganzen Na tur war die Hauptbeschäftigung. auch die Kabbale konnte sie. und zwar in dem in Form eines Dreiecks gebauten Tempel des De- miurgos. der Kandidat ward gewaschen und besprengt. Kap. ihrer Bestandtheile. von denen der Kleinern unterschie den. der Jntroduk- tor (Pathe) vor. Jn den Versanun- lungen trugen die Männer besondere Kleider — Worte und Zeichen ihres Ranges. Zu einer gewissen Zeit nun versammlet« man sich im Tempel in feierlicher Kleidung .

Die Religion der Chri sten verfolgte die Jnitiirten des Demiurgos. Denn das Bekannte ward nach der Politik benutzt. im Grunde waren sie aber feine Schelmereien. in dem man der vielen Krokodile wegen niemals badet. und weil ihr Tempel und Aufenthalt immer bekannt war. Moses war ein Mage. allein im siebenten noch weit mehr» Die kleinen Bundsverwandten wußten nichts von den Geheinmissen der Obern. Jm fünften Grade besaß man viele Kenntnisse. obgleich seine Geschichte Allegorie ist. wie zum Exempel die Tochter des Pharao sich gewiß nicht im Nil gebadet hat. Ein Beweis davon ist die Einfüh rung dieser Beichte. einem Strom. 4. Kap. sondern praktisch. Nach und nach sahen sie die Noth wen5 . Die Magen hatteii besonders das menschliche Herz siudirt. GraueK Alter der achten Freimäurer. Die heiligen Geheinmisse waren von sehr langer Daner. Fernere Erklärung. sn mußten sie der Gewalt weichen. Kap. nicht theoretisch. die der Weisen von noch viel längerer. Entstehung der magischen Brü^ der. die die Priester den Demiurgos thun liessen. der Tempelherren und ihr Untergang. Sturz der Einweihung 'zu den Geheime nissen der alten Weisen. waren die Thüren des Tempels verv schlössen. ohngeachtet es nicht sein sollte. Jndessen entfernten sie sich und ihre Beschäftigungen blieben nun im Dun kel ewiger Nachte. gewannen alle Herzen. Die vielen Wunder. sie änderten nur von Zeit zu Zeit Nahmen und einige äusserliche Form.43» «------» rend dies vorging. 5.

Er hatte gewisse Hauptsätze mit den Tempelherren gemein.540 die Gesellschaft Jesu.' Und. und hatten in der Folge ein gleiches Schicksal. Albert I. und diese Schcmdthat der Christen er folgte 1326. schwarze Magie. entwarfen seinen Plan. allein ihr ganzes Verbrechen wären die grossen Reichthümer und der Hang zur Freiheit. »zu ward endlich der ganze Or den vertilgt. sie auszurotten. Endlich entstand . diesen Laster aufzubürden.77 z gestürztes Ge webe. die aber nicht znr Aus übung kommen konnten. (der Schöne) und Clemens V. als er nachmals annahm. mit denen sich die magischen Brüder verbanden. die aber bald nach ihrer Entstehung wieder er loschen. ' 431 wendigkeit einer veränderten Verfassung ein. Noch entstanden bis 1600 verschiedene Bünd nisse. als Blutschande. So nannten ihn die «rsten den magischen Bund. unter unzähligen andern entstanden auch 11 iz. Philipp IV. Jungfernraub. Die Kreuzzüge hatten viele Verbindungen und Orden unter den Profanen gehöh ten. Man fing 1300 an. Sie ver banden sich nun mit den Christen. und ihnen ihre Grundsatze und Geheim nisse mittheilten. obgleich der Bund anfanglich etwas dunkel war. ein politisches . Die Hauptwissenschaft der alten Magen -. Der im Jahr 1191 angefangene deut- jche Orden hatte anfänglich ganz andere Absichten. Das dauerte bis 1117. laut eines Manuftripts der Rosenkrcuzer mit der Divise : nun omnis morlar.'^ ver . die Tempelherren. man miethete falsche Zeugen. Die Tempelherren stürzten aus Po litik den magischen Bund .

so war's auch lxi den Tempelherrn.---- verlohr sich mit »zu. So blieben sie unverändert. und endlich gewannen die nordischen Brüder die Ober . Der Eingeweihete wird nach nnd nach durch die Tlmr bis ins Allerheiligste geführt Zu den Zeiten Karl I. 6. Bald hiessen sie die Kreuzgesellschaft. Die ser Orden nimmt seine Allegorie aus der Bibel. und nimmt das herrlichste und schönste. Kap. Gnmdüchcs aussagen? Allein von diesen mehrern Graden hatte man bei der Jnquisttion gegen die Tem pelherren keine Kenntniß. bald die Noachiten. und da die eigentlichen Jnha ber der Geheinmisse in keinem verschiedenen Verban de mit ihnen standen: so wurden sie glücklich überse hen. wenn auch Sagen zu ihnen gekommen wa ren. bis vor wenig Jahren vieler Unordnungen halber eine allge meine Reform getroffen ward. und II. Man besserte. waren die Freimaurer sehr bedeutend. Eine sehr unbeträchtliche Zahl entflohener Tem pelherrn richtete ein geheimes aber festes Frennd- schafcsl'and unter sich auf. die alle nach verschiedenen We gen ausgehen. bestehend. man stritt. und in jüugern Zeiten die Frei maurer. Jm Jahr 1778 gab es aber schon neun Arten von Freimäuren. und entwarf sich ge wisse Gesetze. was konnten die se also.432 »-. Kurze Erinnerung der Freimaurer. Salomous Tempel bau zur Hieroglyphe. noch bedeuteuder unter der Anna und Ludwig XIV. Von je a» war der nutersie Grad aus Lehrlingei. Von Zeit zu Zelt Heilte sie noch jemand seinen vertrautesten Freunden mit.

man suchte das alte System wieder hervor. 433 Oberhand. 7. men.Archiv. Aber nicht alle Logen traten in den Hauptbund der Berliner. man nahm das sogenannte Erzväter-Sy stem an. und entwarfen danach Plane von manchen löb« «chen Endzwecken. vor. Die Berliner Hauptloge kündigte endlich das wahre Grundsystem an. ' . so nahm man dazu seine Zuflucht. . daß sie Bezug auf ein Ganzes hätten. und dann der goldene genannt.?h. Viele Altchch sten sahen dies mit Abscheu an. Man hat immer hohe Grade in der Freimamerei gehabt. sie forschten. als der grosse englische Schott. ' . Vorgeblicher Grund der sogenannten Ro- senkreuzer des alten Systems. und trieb das. i. dem Staate und allen Gliedern desselben. Weisheit und Befolgung dsr Spur des Alterthums aus. der Schott vom heiligen Andreas und der gol denen Distel. Auch zeichneten sich zu allen Zeiten Brü der durch Tugend. weil gar nicht die Rede von Religion war. die nur auserlesenen Brüdern gegeben wurden . und unendlich viele Logen traten mit der zu Berlin in Bund. aber dabei blieb es: nur die drei ersten Grade wurden allgemein angenommen. nnd da sich nun alles in Religion hüllen läßt. und besserten nach Hren Vorschriften. E« ^ ^v. worinn sie nur Meister vom Schein des Lichts aufnah. fanden den Grund ihres Bundes in den Einrichtungen der alten Magen. Hiezu stifteten sie einen Bund. erst der Bund der Weisen. Die Maurerei nutzt der Polizei. Jene erstern sahen nur. alles dies ging noch 1 3 n. Dies war in Graden und Einrichtungen sehr verschieden. Kap.

der sich für einen wahren Freimäurer ausgiebt. und Rezep- tionskosten. . ' . die sie besitzen. Der Zweifeldieser Tabelle enthält folgende Rubriken : Gra de. Die Brüder des goldenen Bundes studierten die 72 Bücher der Bi bel. Zum Grund ist eine gewisse Haupttabelle gelegt worden. irrig und betrügerisch erklart. Ein Ro senkreuzer ist nun ein Mann. und so unterdrückten sie den alten Bund zum beßten des neuen. 8. und nannten die- sen Bund auf eine neue Art. Zeichen. Die Rede gilt nur von ihrer Gene ralverfassung seit 176 z. oder sogenannte vorgebliche achte Freimaurer. Conventionsplä tze. wonach Aufnahme und der gleichen geschieht. Lander und Reiche. Sie sind also seit i ? 1 c> unter dem Nahmen Brüder des goldenen Rosenkreuzes. 9. wird für falsch. Glieder. Farben und Worte. mystische Entstehung der goldenen Rosenkreuzer. indem sie ihn durch das Siegszeichen des Gottmenschen (das Kreuz) ehrwürdig machten. ihre Resiwnzien. diese liegt auch hier zum Grunde. Wiedererhebung der Geheinmisse der allen Weisen.434 ------.und Mitverwaudte desselben bekannt. wo sie sich besinden. Kraise. und der Grund ihrer ganzen Verfassung. Kap. Verbrüderungsnahmen der Vorsieher. und ausser seinem Grade keinen Bruder kennet. Kap. Die Art zu wählen ist äusserst . Freunde. zogen die Schriften ihrer Mageu mit den mysti schen Büchern der Schrift parallel . Man soll hier die Kenntniß aller möglichen natürlichen und übernatürliche» Wissenschaften erlangen. Der goldene Rosenkreuzer alten System«.^ . Zahlder Glieder. Wissenschaften. Bunds . fem .

ohne auf Unterschied der Re ligion zu sehen. und die Rosenkreuzer schliessen die Juden aus. 9 das Ende aller natürlichen Dinge ist. da denn 1 der Anfang. Sie rechnen von 1 — 6. Die Kabbalistische Hauptzahl. ist er's nicht. — Nun die Zweifel selber. Der spricht dann von dm vielen Mangeln und Spaltungen der Freimaurerei. Sch. Ueber 5856 — und 5. durch Vorlegung der Tabelle von 176z» Wie muß nicht ein vernünftiger Mann darüber erstau nen? Nun wird betheuert. nein! Dort war auch ein Unterschied zwischen den religiösen und den magischen Geheinmis- ßn. ihn reuet sein für nichts ausgegebenes Geld. Jst die Tabelle richtig? Aus vorstehender Geschichte erhellet. Jeder Aufzunehmende nmß erst Meist« vom Schein des Lichts gewesen sein. daß die wahren Maurer Männer voll Weis heit und Geisteskraft und den geringern ganz unbekannt sind. . und dann fängt er an. Alle die Glie der sind und müssen sein. Von der Alchnmie findet sich erst seit zoci Jah ren Nachricht. schätze — kurz dieser Meister wird end lich ein hocherleuchteter Junior. dem Ehre gebührt (6) 7. Was ist denn aber Kabbale und Astrologie? 3. L. Ueber die Kennzeichen. so machen sie ihn erst dazu. Was heißt das? Jn England und Holland nehmen die Maurer auch Juden auf. wie sehr man die Meister . mit dem Zu satz: Ehre. Her Obere will Ee » >en» . 435 fein erdacht. nicht früher. -2. 4. werdenn Er sei. v. Der Feinste hat den Auftrag zur Vorbereitung. und endlich beantwortet der Rosenkreuzer die Frage. Nun wird er aufmerksam. d. eine Frage giebt die andere. 1.

und Männer die alle Wissenschaften besitzen wol len. y. Krais heißt die Versammlung der Bun desverwandten . daß durch hebräische Worte die Gradzcichen bestimmt wer den. und von der Betheurung der Wahrheit auf den Nahmen des Aller- heiligsten. die Glieder aber sollen sich unbekannt bleiben. Er wirbt und bekömmt die nöthige Zahl 7 voll. Woher die Zerstreunng in der ganzen Welt ? Weil unter dem Nahmen eines Ro senkreuzers ihrer Art der Nahme eines Beutelschneiders verstanden werde. — Wa rum heißt es also : der Obere will dem Untern unbekannt sein? z.436 . Soll ten das die so geschickten Magi nicht ohne den Nahmen können? Warum wird der Nahme alle drei Jahre ge ändert? Aber die beßte Kenntniß. Die Magi kennen aus seinen kabbalistischen Nahmen die Eigenschaften eines jeden Bruders. Warum soll niemand an den Vorsieher schreiben. Jm Kraise soll jeder seinen Direktor kennen. kommt aus denen von Hauptdirektions weg«i einzureichenden Listen. ist davon einer tüchtig einen Krais zu errichten. die Obern bestehen aus der Hauptdirektion. lo. und noch weniger verstehen. Dieser Erfolg kommt von der fal schen Meinung. doch diese hebräischen Worte nicht recht schreiben können. Hiebei ein Se paratzweifel. als die Logenmeisier. Alchemisten und Rosenkreuzer. deren gar viele sind ? Es giebt «ine grosse . jeder kann aus höchstens 9 Gliedern bestehen. sonderbar ist es. so er hält er dazu Vollmacht. die die Tabelle macht.--------- dem Untern verborgen sein. Daher machte Swieten Jagd auf alle Quacksalber. die die Magi davon haben.

man muß das nicht buchstäblich nehmen. wenn ihr An sehen sie glaubwürdig machte. ohngeachtet es doch physische Unmöglichkeiten darinn giebt. das nicht wenigstens wahrscheinlich ist. die sie sein müßten. das die gesunde Vernunft als unmöglich dar- thut. fieissig nachzulesen empfehlen. noch weniger so etwas. und doch versteht das kein Mensch und fragt man sie darüber. Syllogistisch. allein die Rosenkreuzer thun es. als die Zerstörung des goldenen Kalbes. Wenn die Lehre der Rosenkreuzer Jrrthümer sind. a. Nun ist das der Fall. ' 437 „Kresse Menge sehr hart gesagter Zweifel. wenn es nicht allegorisch verstanden werden soll. Die ersten Theologen sagen. so geben sie ungereimte Ant worten. und die wir hier zurücklassen: um wieder zu Sachen zu kommen. daß sie ihren Junioren und Teoreticis die goldne Kette Homers u. — Die Rosenkreuzer verstehen den Moses nicht. wor an die alten Magen nicht gedacht haben: so sind sie verwerflich. Den Ros'nkreuzern kommt es zu die Uebereiustimmung zu er.veisen. Ee 3 daß . auch ist kein moralischer Grund für ihre Aecht? heit anzugeben weil sie gar nicht glaubwürdige red liche Leute sind.c. die im Ganzen übersehen werden müssen. Es ist ihre gewöhnli che Sprache. denn es ist kein Originalmanuscript vor- Handen. — Die Tabelle und ganze Lehre der Rosenkreuzer ist hi- storisch falsch. und geben unbefugter Weise manchen eine magische Auslegung. Sie verste hen auch andere Bücher der Schrift nicht. folglich . Ein ehrlicher Mann nimmt nichts an. Sie ist auch physischfalsch und es ist unmöglich.

oder sie über- trift die Kräfte der Körperwelt und erfordert die Mit- Pirtung der Geister. Der Ursprung der Magie ist in den dun kelsten Zeiten des Alterthums. an dere chemische Gründe. Welche Wissenschaften sind aber übernatürlich? und woher werden sie genom men? Welche kann der Mensch bcgrciffen? Jm 18. welche die natürlichen Kräfte der Körper zu übersteigen scheinen. und daß der Meissch alle natürliche Wissen schaften erlernen kann. Jahrhundert müssen solche Fragen noch aufgeworfen »verden. 438 ' daß die Magistri die zwei Hauptwisseuschaften ve>V sprechen. ein künstliches Feuer in den Grad eines natürlichen zu bringen. noch von Apollonius von Thyana und an dern. welche Wissenschaften nntürlich sind. Die Magi sollen alle natür lichen und übernatürlichen Wissenschaften besitzen. die in exrenlo 'anzugeben sind. was die Nosenkreuzer versprechen. Begebenheiten heraus zu bringen. Die Rede ist hier nicht von Betrügern. In diesem Fall ist sie entweder . zwar wunderbar «nssieht. als dem Simon in der Apostel geschichte. Denn wenn auch die Möglichkeit der Ver wandlung der Metalle zugegeben würde. hier zu übergehen. Hier theilet sie sich in natür- liche die sie zu übertreffen scheinet. aber doch aus den verschiedenen Wirkungen der Kräfte der Körper herzuleiten steht. sondern von der Kunst. ' Schwarz . so ist es doch unmöglich. Das Gold besieht aus drei wirklichen Eigenschaften und nicht aus ihren drei künstlichen. Nun ' kann man doch wohl wissen. — Die Tabelle und Wissenschaft ist metaphysisch falsch.

ist ein Betrüg«. der die natürliche Magie Ee 4 und . Seiltänzer Jäger. Ferner so ist nichts vortreflicher. eine Unter suchung dieser Art ist unnöthig. ' 4Z9 Schwarzkunsi.. daß sie den Sternen gebieten. heilige Männer wären. christlicher. und sogar dieselben verwandeln und umsetzen können. Aber die Magi waren zu allen Zeiten Schelme. so unmöglich ist jene Schwarzkunst oder Theurgie. Jhre Gebete sind ächte heili ge Reden. und jedesmal auf ihr »Begehren. Albertus Magnus ward für einen der vorzüglichsten Magier gehalten. von Zeit zu Zeit von sich selbst. und war blos ein from mer Bischoff in Regensburg. oder Neurgie. natürliche Wirkungen hervorzubringen. ferner. daß ihre Magi so fromme. auch weisse Magie. und sie sagen. oder durch Hülfe der Engel. durch gute Geister wirksam . frommer als die Lehre der Rosenkreuzer. wie Schwedenborg. die ganze Magie besteht ei gentlich in nichts als in einer geheimen Wissenschaft. Schröpfer. Sie sagen weiter: die Magi handeln entweder in Person mit Gott. So möglich diese ist . Pordage. die in den na türlichen Kräften der Körper verborgen sind. durch böse Geister. welche zu entlarven viele grosse Männer längst bemüht waren und sind. eine per sönliche Unterredung pflege. und dergleichen Dinge mehr. Von den ägyptischen ist das bekannt. Pli- nius schon versichert das. daß ihnen die ganze Ordnung des Weltgedäudes zu Gebote stehe. Jhr Werth oder Un- tverth ist längst bestimmt. mit denen Gott wie mit dem Mose auf dem Berge Sinai. Wer sich so einer Wissenschaft rühmt.

Zweifel. daß die Rosenkreuzer die Ver brechen an den Kandidaten nicht halten: man weiß die Antworten. Endlich kommen die Betrü« ger. und das beweiset klar. der ein guter Taschenspieler war. slkus und Mathematikus. und vorzüglich mit einem sichern Meuchelbeck zu Nürn- berg. eine Dieberei an dem Kandidaten. irrte er in der Welt umher.y. nus Paulus Schindler. Mag. Wer Erlag ist. der sich selbst erschoß. welcher jederzeit vor der Reception geschehen und nach derselben an die Be hörde abgeliefert werden muß.445 - und die Mechanik sehr wohl verstand.Kap. daß der ganze Erlag unter ihnen vertheilet wird. entdeckt ward. unter andern zu Wien. bis er mit Elend und Schande bedeckt. So wie endlich such der bekannte Schröpfer. Sie kannten ent weder die natürliche und mathematische Magie und waren vornehme Taschenspieler und zeigten sich als Ta schenspieler. und dann waren sie Bösewichter ! — 14. München. Johann Faust. Nachdem er verschiedene Fürsien betrügen wollen. Denn es ist dargethan. die sie an den Kraisdirektor auf dessen Anfrage ertheilen. oder sie gaben sich für Jnhaber dergött- lichen Magie aus. war ebenfalls ein Pl. es giebt nirgends Beweise. wie nun erwiesen ist. starb. und. Regenöburg Bekanntschaft. der zu Sachsenhausen ermordete Jäger. Sole genannt. . Dieser Mann machte mit verschiedenen Rosenkreuzern zn Bayreuth. ««. eines Nürnberger Arztes Sohn. wie auch aus Originalbriefen erhellet. aber als Be trüger. Johannes a. Ueber den Erlag.

der nur den geringsten Theil der gesellschaftlichen recht lichen Vorzüge in einem Staate geniesset. und hat das Unerlaubte. sie halten nicht die von ihrer Seite angelobte Verbindlichkeit. Denn die Rosenkreuzer sind kein Körper. 441 lv. die höchste Verschwie genheit zu halten. einen solchen ein mal geleisteten Eid zu erfüllen? Nein! denn er ist wider Gott. Die Freimäurer werden nie sagen : der Bruder wird in diesem oder jenem Grade Gold machen können. Jeder Kandidat muß schwor ren : sich in der Furcht Gottes zu üben. und^dem Orden ganz allein zu eigen zu leben. ». Jst man gehalten. Wo ist das Recht zu so einem Eide? Nir- gends. der hocherleuchteten Verbrüderung kein Ge- heinmiß zu verschweigen. in unzerbrüchlicher Treue zu wallen. Unsinnige. die Liebe des Nächsten vorsctzlich nie zu betrüben. und endlich dem Schöpfer. Widerrechtliche und Gottlose des Eides und des Ee 5 Bun . Man hat den Grund der Rosenkreuzer gezeigt. Sie rufen Gott bei der feilsten und niedrigsten Lehre und Lügen an zum Zeugen der Wahrheit. sind nicht allgemein. Was ist also der Roseukreuzer Eid? eine gottlose verwerfliche Hand lung! — Nun ist erwiesen: daß die Magi der Al ten abgefeimte Betrüger waren. nicht bekannt. seiner Weisheit. Kap. und den Obern einen vollkomnmen Gehorsam zu er weisen. ist der Tabelle Schritt vor Schritt gefolgt. aber die Rosenkreuzer sagen grössere Dinge. Untersuchung und erwiesene Unrichtigkeit der goldenen Rosenkreuzer. wider die allgemeinen Rechte aller Völker. wider das Recht der Natur.

Wollte man in diesem Ritual eine Aehnlichkeit mit den alten Myste rien suchen. die Fröhlichkeit erzeugt. es kann aber noch ein Band von etwa hundert Originalbriefen geliefert werden. hat eine Menge Dichter ermuntert. zur Freude gestimmten Gesellschaft. Jn dem Briefwechsel der hohen Obern ist zwar eine Aenderung. Unser Urtheil werden wir bei der unten anzuzei genden Gegenschrift abgeben.442 Bundes. . Vie Gewohnheit der Freimaurer bei ihren Tafello-. ohne Registerund Vorrede 216. Neueste Sammlung von vorzüglichsten Lie dern für Brüder Freimaurer. Es ist bekannt. aber Hynmen zum Lobe des Demiurgos. oder dem größten Theile nach von einem Bruder vorgesungen werden können. gen gewisse. ^ . der Sache angemessene Lieder zu singen. folglich der Rosenkreuzer überhaupt darge- Hau. und folglich ein Freimäurerlied eine Art von Rundgesang sein sollte. Stendal bei Franzen und Grosse 1782. am meisten wählt . weil er gewiß massig getrunken wird. die entweder ganz. nicht Lieder der Fröhlichkeit einer durch Speisen und Wein. der eben. getroffen.. Man sang allerdings dort auch. S. so würde man unrecht thnn. So sehr dieses < auf . in 8. daß man Lieder. l . ihre Muse für diese Absicht in Thatigkeit zu setzen. z.

nicht von andern Gegenständen der Kunst. »— H43 auf gewisse Weise den Dichter einschränkt. indem die besondern Feierlichkeiten. wie es denn Wohl angeht. Ob nicht ein oder mehrere Brüder der Loge znr Z. in denen entweder keine maurerische Empfindung spricht. das heißt solche. da ganz schlechte. die nur lariaßlnem li- tielll abgeben. ist hier die Rede — von poetischen Brüdern geliefert worden. als man eine zweckmässigere Auswahl von einem Bruder erwarten kann. solche veranstaltet haben. in Stendal. als die allgemeinen und besondern Feste einer Loge. Wirklich sind auch viele recht gute Lieder — denn nur von Liedern. sich der Muse dar bieten. die Aufnahme und andere der Dichtkunst würdige Gegenstände der Maurerci. und da diese thcils nur zerstreut erschienen. und als ein Liederbuch für Freimaurer herauszu- geben. ohne in poetischem Be tracht schön zu sein. kann im Grunde das freimäurerische Publikum nur in so fern intercssiren. die eine poetische Bearbeitung erlauben. und dann sollte man in eine Auswahl m der That nur die beßten Lieder aufnehmen. welcher die Sammlung zugefchrie- den ist. so bleibt ihm dennoch Stoff genug übrig. Ab . ohnehin des <Z<> . vermischt sind : so war der Gedanke der Verleger löblich. die zerstreuten guten Stücke zu samm len. oder in denen der gute Geschmack völlig beleidigt wird. kheils auch in grös- fern mit zu vielen Stücken. Könute indessen nicht beides ver einigt sein? Allerdings. K. daß ein Lied viel maurerischen Werth hat. oder einzeln bekannt geworden.

aber nicht maurerisch. gemacht hat. es immer sein kann. die mau ohne seine Auöbesscrmrgen schon sang. anfangen den Liede das Chor: . Die erste führt die Rubrik „Anfangolieder. ist ungefällig. im Ganzen. Und von dem ebend. Ueberhanpt ist diese Klasse eben so gemischt. Zur Eröffnung der Loge. weil die i o. Man sieht wohl «us der Anlage . halt' ich für ' das allerbeßte derselben. die den Nahmen „vermischte Lieder" wirklich führt. wie es Ramler mit so vielen deutschen Liedern. Freiheit Vergnügen Kommt » H«ah2estie«en. N. derselben Schlußlieder ent hält. „Um sie soll uns" die drei S." sehr un eigentlich. ist plan und doch nicht unpoetisch. — Der Profan S.444 --------- drucks überhaupt nicht werth sind. da. die einen fixirten Bezug auf die Logen haben. und nun größtentheils mit denselben noch lieber singt. Auch könnte man chen. recht guten Stücken die letzte Feile gegeben. und gewiß eins der beßten in der Samm lung. daß der Sammler die Absicht hatte. in die erste Abtheilung zu bringen. Die Jdee von den Blümchen in der vorletzten und letzten Stro phe ist schön. S. indessen bleibt der gewählte Titel immer unpaßlich. als nur die Zweite. um so mehr hatt' ich von der Hand eines Bruders einige kleine Nachlässigkeiten dar inn vertilgt gewünscht. 2. und solche dadurch vollkomnmer gemacht sein. welches die Lieder eröffnet. z. Das Ge bet. Die Sammlung ist in zwei Abtheilungen getheilt. noch . solche Lieder. sind einem feinem Ohr unerträglich.

Zum Jo- hannisfest hat y Lieder*) 1. 27. ist ein etwas besseres. Und wie prosaisch schlecht schon der ganze Ausdruck! 2. Laßt uns. S. 6. danken z. sind zweckmässig. selbst das von Asmus nicht ausge nommen. Mehr ein Trinklied. Jst kein Lied. 4. müßte gefeilt werden. — Nach der Aufnah me. Strophe 2 wird von stillen Donnerregen ge- sprechen. poetische Flos- kein. das Glück geniesset. Das Gedicht N. S.31. 30. S. mit völlig unrichtiger Vor stellung von der Ursache. „Wie junge Blumen blühn. S. Ein zweckmässiges Lied 7. S. so wenig als das S. 32. sind schlecht. Prächtig im Farbengeben. Das Bemüh» möcht' ich sehen. lich den mehrsten dichterischen Stoff hat. lauter Glück gemessen. von Stollberg — Tischlieder. Mittelmässig 3. Vor der Auf nahme : als . Die drei ersten . ein Chor. was frei. Jst nicht Lyäisch 8. Die drei auf einander folgenden. mit „Hinweg" anfangenden Lieder. unter Ze phirs Füssen" — darauf folgt: Muß der Maurer« Bemühn. 33. daß die Lieder der Unterrubrlken Nicht mit Zahlen versehen sind. Diese Lieder haben mehrentheils das. das einzige brauch bare: Wo ich nicht irre. iz ist kein Lied. B. 4ci. Eine unangenehme Tände lei. S. warum die Maurer den Johannistag feiern. gehört in keine Liedersammlung S. 5. und Lantjubilirend sind zwei elende Stücke. aber weder maurerische noch poetisch wichtige Ge. 26. . Lied ist das S. 72. «) Es ist nicht gut. schickte sich b:s- ser ins Porstische Gesangbuch als hieher. 30.

ioi. redig — Schlußiieder S. was Profan eigentlich sein soll? S.446 ------ S. aber bei wei tem ist's doch die kleinere Zahl. daß wir tugendhafte Brüder haben. 96.r nicht zum Frei maurer macht. mußte noch gefeilt werden. Ein sehr fades Lieh S. dessen Chor ist: daß Weisheit. S. übrigens ein gutes Lied. 34." Wohl uns. 2. S. 35. in aller Welt. Nach einem guten und einem mittelmassigen kömmt das Fade Lied. S. S. Werden die profanen Zecher wieder.116 und 117. — Lieder an die Schwestern. wenn er ihn m. Ueber die Bcstin^ mung der Freimaurer. Soll die Freude in den Bechern wohnen. da schon ein Lehrling sehen könnte. Voll architektonischer Vorsicllungen. Wie kann der Dichter ohne Schaamröthe sagen: „Der Tugend sanften Reiz em pfinden. zi. S. 112. Ist das beßte. ist Maurer euch. das heißt aber die Welt sehr unverstandig insultirt. Kunst sei. verjagt. 32. unter dieser Aufschrift? Jst auch übrigens zu r»hm. Schönheit. Solche Lieder bedurften eben der Aufsicht eines sirengen Sammlers.Dichter wohl weiß. nur euch bewußt. Der Dichter ist auch so eiu Manrer gewesen. um so mehr. dessen ganze Kenntniß sich auf drei einschrankt. 123. Ein zweckmässiges Lied der Frölichkeit. vom Tische so gar. Als Weinerfinder mag ihn der Dichter immerhin ehren. daß der Zweck der Waurerei. 36. Starke sei. S. vermischte Lieder 1. sind keine Lieder. S. 94» würde in einer weniger schleppenden Sprache besser gefallen S. Ob der . sollte jeder . nicht Moral. 127. Adch. blüh hier die Kunst durch dreimal drei".

Emschliessung. behagt mir nicht. 159.1. et/aui /o/um i»oc/o ^mo»//. Diese Lieder haben ins« gesammt nicht Abwechselung genug. Aufmunterung zur Freude. 17z.4.. nur ein Lled> das aber für hundert andere schadlos hält. Ein kurzes Gebet beschließt endlich die Sammlung. Die heilige Zahl.^. Mitleid./ verborgenen Wissenschaften. kommt ein ziemlich gutes Lied. Soll der Weise. 124. — Stärke. S. Ie.e e/?. Freundschaft. 207. 447 jeder auswendig lernen. Vater Trismcgist (welcher?) hat mit derMaurerei nichts zu thun. — A/«^ la«lo »n^e»Ha s6/ccinHlu?. oder Gespräche über die . . 133. Jst im Anhange das Beßtc. Berlin bei Maurer 1782. Geistsgefühl. So ziemlich — Eintracht. 162. Tugend. Redlichkeit. Erst S.e. Das Glück der Maurer." . Mir . izz. S. 210.^ . </e/?>ne. Graf von Gabalis. kein Maurer ausschliessend sein. Sei ten in 8. Freiheit S. Noch ein Anhang ohne Ueberschrift. 140. Ein treffliches Lied. sind zu identisch und zu gemein. S. so gehört das Lied weder hieher. dessen Bilder sehr gefallig sind: „Nur im Herzen. S. — Weisheit. . 131.tu//. S. Kurz und gut. S. izo. S. Aus dem Fran- zösichen. So wie die Lehren. von dem da die Rede ist. konnte füglich herausbleiben. wo der Wahrheit" S. noch anders wohin als in den Pult feines Urhebers. gehört nicht hieher — Schönheit. Dacht ich's doch! „Drei ist die Maurerzahl.

Jst's das alles? woraus macht man ein Geheinmiß? Die lab. verschaft Leser die Menge. die ohnelsm. B. sondern so viel als möglich ins Jnnere zu dringen. war es ihr Zweck. Die Absicht ist. Jm ersten Fall muß die Spekulation doch einen Zweck haben. Moral. . oder praktisch. der sucht und findet nicht mehr. wozu so heim lich? Wozu die angelobte Verschwiegenheit? Wer-sich selber findet. mehr amüsirt als unterrichtet sein wollen. m. 5. in 8. werde wieder ein Licht erfordert. h. Das Licht zu sehen. zu ge ben wissen. die sie sagen wollen. welches ist dieser Zweck? Jst es eine von den bekannten Wis senschaften. Brüderliche vermahnungen au einige Brüder Freimaurer von dem Bruder Sedag. so hat ihn ihr Verfasser erreicht. einige Brüder Freimaurer anzuweisen. der Buchstab J? Man sagt:G.44« ^ 333ir vernmthen. ' und wer diesen gefunden hat. daß unsern Lesern dieses Buch bekannt sei. und worinn der Verfasser Abbs de Villars seinen Landsleuten nichts nachgiebt. das die Franzosen den Sachen. e. als Chemie. Physik. der findet den Weg zur Wahrheil. sich nicht an die Schaa- le zu halten. denn die gute Schreibart und das Anziehende. Zum Unterricht dient diese Schrift nun gar nicht. für den ist kein hier oder dort. die verborgenen Wissenschaf ten lächerlich zu machen. rerei sind speculativisch. 108 Seiten. wie auch der Titel anzeigt. Die Arbeiten der gewöhnlichen Mau. philo» delphia 1781. Was bedeutet z.

den alle gebraucht. Moses will die Opfer sollen gesalzen werden. in den Logen soll ihnen alles eingeküuet wer den. kommt indessen weiter. die man sieht. s. nichts flüchtiger als der Merkur. Aus i wird man 2. weiß. profanirt zu werden. Schwefel. f. B. Homer nennt das Salz etwas Göttliches. das Philosophische Salz. die glauben. Daher können Unwürdige ausgeschlossen werden. was L. nichts durchdringender als das Salz. daraus 3. berühmter Männer und grosser Gelehr- ten beweisen. soll die Mitgliedschaft ge- krönter Häupter. Beim Tempelbau war unter 153300 Köpfen nur Ein Salomo. lie ge etwas weit Wichtigeres verborgen. nicht. ohne daß da geheime Wahrheiten Gefahr lau fen. daraus 4 herausfinden. u. die R»ssen schenken den Fremden Brod und Salz: nichts ist brennbarer als Schwefel. Ff 5em . —-----« 449 kabbalistischen Bemerkungen übergehen wir. nicht. Merkur Gemeine Chemisten nehmen das dem Worte nach. wie sie sollten. Nachlässige. und machen sich darüber zitternde Glieder und ge- rachen an den Bettelstab.Th. Das alte Chemische Zeichen des Salzes giebt Kennern mehr Aufschluß. nicht. es wird viel Nachdenken und Forschen erfordert. Daß der Orden vielen Werth habe. aber sie wur. die katholische Kirche Nennt die Taufe das Salz der Weiheit. nichts kommt von sich selber und zwischen einem und Archiv i. Auch weiß L. von Salz. irren sich. und c. die alten Weisen beim Stein der Weisen. Hinter den Bildern. Wer denkt . So reden z. als alle Abhandlungen über die Natur desselben. was ^. — Zeichen und Wörter sind nicht die Sachen selber.

den rechten Mann zu finden. Dann kommt's darauf an. ich will thun.450 . ' Dieser heißt 9. Beide waren 9 mal mit 9 gekrönet. diesem muß er nachdenken. den und Wünschen entsagt 2) dem Ungerechten nicht schmeichelt. der rechte Nahme vom rechten Mann und Weibe. Alles geht in der Natur siufenweis. — Wir sind zwar alle berufen. Die Natur würkt und lei det. wenn man 1) allen leidenschaftlichen Begier. also von unten." Es kann aber dem Bruder nut wenig gesagt werden. Der erste Lehrling lernte vom ersten Meister alles. Von hier aus aber. Dieser erste Lehrling war der zweite Meister aller von ihm herkommenden Lehrlinge und Meister un ter uns. aber wenige sind auserwählet. Seine Lehrlinge heissen y und 1. Und diese Lehre heisset: „Der erste Meister war alles. bis zu unsern Tagen. und diese immer so fort die ihrigen. Doch sei solches nicht so schwer. „ Sei ein Mann. 3) dem Armen nach Kräften Gutes thuk 4) sich der Wittwen und Waisen annimmt 5) der Welt nützlich zu sein sucht. Aus. dich zu belehren". «------- dem andern ist kein Richter. was ich kann. 6) Der Obrigkeit treu ist. Man sollte billig die ersten Worte der Schöpfungsge schichte Mosis erst verstehen. gleich einem Zwitter. was er wissen sollte. zur Wahr . Bruder (sagt der Verfasser) ermun tere dich. ehe man weiter liefet. serdem werden noch Ermunterungen zum Glauben. Die ser Meister lehrte seine Lehrlinge durch mündlichen Unterricht. müssen wir uns zum Vater und zu seinem Sohne aufschwingen.

daß Er dein Lehrer sein wolle." 6. -----— ^. in 8. daß doch keiner hiefür sein Geld wegwer. 30 S. thue allen möglichen Menschen Gu< tes . wenn ich mit der wohlmeinenden Warnung. An meine Bruder. zu spät komme. sei Maurer.«der Salomonische physik. Breslau bei Löwe 1779. in 8. Heraus« gegeben im Jahr 1782. s. als: „Halte die Mäntel nicht für Männer. der Ver- fasser meint es gut. den 1 3 z S. Nebst denen l^elez memp^. strebe nicht nach vielen Graden und Distinktionszeichen.Alle sind Gottes Theile. und in einer angehängten Hauptsumma das Hauptsächlichste wiederhohlt.. bitte Gott. Folglich al- Ff. f. die Natur sei deine Biblio- thek. Stockholm in Schwe. den Juden ein Aergerniß und den Griechen eine Thorheit. . sei Mistrauisch gegen dein Wissen . les . ausser in so fern sie Fingerzeige sind. Ganz neue Entdeckungen von der Freimaurerei und deren Geheimnisse. erkenne dich sel ber. Die Vorrede hat aus dem Hermes Trismegist nach Tiedemanns Uebersetzung fol gendes Motto an der Spitze: . wenn aber alles Theile : so ist Gott alles. fen wolle. Wahrheitsliebe. fromme Schwärmereien. Es soll mir leid thun. Gottesfurcht/ u. . Mystische Rapsodien über Schriftstellen. nicht immer reine Mystik. 7. ertheilt.

8. weil er unermüdet ist. zu be schreiben. daß es französische Theorie ist. und als wirklich. als Vor wand. so auch hct sein Werk weder Anfang noch Ende/' Das Beßte soll. worauf doch in der Vorrede so provocirt wird. Und endlich dann: KletapK/llca Zalornunis.452 ./?em» tie Hwn/ieim. schafft er sich selbst. vermuthlich ist alles aus dem Ritual irgend einer französischen Loge entwandt worden. wir erinnern blos. Salomo. die die Ritter befassen. welcher sich nach Eroberung des heiligen Landes im Jahr ii 15 sehr rühmlich (berühmt) gemacht" «ine magere Skizze der Geschichte dieses Ordens: auch wahr' scheinlich aus einem Ritual abgeschrieben. Hugo von Pajens und Jakob Molan genannt werden. angeführt. Dann kommt unter der Aufschrift: „Tempelherren sind ein Militaror>- den. ?>i. die Aufnahme eines schottischen Alt meisters und Ritters vom heiligen Andreas. die hier abgeläugnet werden. bis zuletzt aufgehoben sein. und kann hierinn nicht cmfliören. die Begierde nach den grossen Gütern. Güldenes Rleinod oder Schaykästlein. wie die Vorrede sagt. an dessen Spitze Adam. Nimrod. und den siebenten Grad oder den der Ritter Gottes. Ein Auszug läßt sich nicht geben. Dann folgt : Reception eines schottischen Meisters und Andreasrit ters.------- les schaffend. Abbts zu Areuzburg. Noah. Zur Ursache ihrer nachmaligen Verdammung werden die bekannten Beschuldigungen. Und wie Gott kein Ende hat. Wir können uns unmöglich damit aufhalten. aus dem Latei- .

Es enthalt: Aphorismen vom Fcucrprincip . 125 Seiten. in 8. Leipzig bei AuMmer 1782. nebst zrvoen andern forne mit angedruck ten seltenen Handschriften von ^H'/l/mi/^ /lo- i-an/i^u c?//. Anno Christi 1482. Beruhigung eines Aacholiken über die päpst lichen Bullen wider die Freimaurerei von Bru der M*** Nosmopolis 5782. zu verstär ken dienen. von N. Zum ersten mahle herausgege» den. -----. eine dergleichen aus dem Schwefel und Salz der Metalle zu. La///o /^. Jedes Gesetz muß heilig. Analitischer Inhalt. Ff 3 und . das die ge dachten gnädigen Herren Barone angesteckt. folgenden Anrede an die Söhne der natürlich chemischen Weisheit werden die drei Barone Kctmiverc. Hier kommtö nun auf die Ursache desselben an. y. ^c»e<i/H im Aloster St. Phlbbochoron./enliua. eine medicinische und mettallurgische Tinktur.machen. 453 Lateinischen um seiner Unschäybarkeit ins deut sche übersetzt. Diese Schrift soll das Licht. Jn einer S. ist endlich aus des Verfassers kleinen Hütte und Zelle un terschrieben. 2)as Manuskript soll unter einer zerfallenen alten Kir che im Lüneburgischen gefunden und dem Herausgeber von einem Herrn von Richtenfels mitgetheilt worden sein. gerecht und gut sein. 0^- <il'nl. 42. petri. und Plmnenock gepriesen.

weil man alles so geheim hält. obgleich eine kluge Mässigung dabei beobach tet wird. in wie weit es gelten wolle. Da hingegen der andere sehende Theil bort Ueber- zeugung für sich hat. welche die Bulle wider die Mau. rerei anfuhrt. Alle Hauptursachen in selber laufen hinaus auf das Nichtwissen. Das geschah besonders in der letzten Bulle wider die Maurerei. Aber gut. Da läßt sich der Händel ohne. daß. Die zweite Ursache läuft auf die Vermuthung hin. wenn man diese erst errathen muß. Die erste Ursache. nus. Welchen die Kirche in andern Fallen gar nicht wehret. Verletzung der Ehrerbietigkeit schicklich beilegen: Denn Nichtwissen ist auch bei einem geringen Um. thut der Lauterkeit der Religion im geringsten keinen Eintrag: Und. daß man sieht. Aber dieses. stande manchmal nachtheilig: vielmehr in einer Sache von grösseri» Umfange. Laster dar- . wenn das Gesetz selbst seine Ursachen vortragt. ahndet das verbündniß mit ander» Religionsgenossen. wo der Nichtwissende in allerlei Verwirrungen ste cken bleibt. wenn man dessen Bewandniß kennt.454 ------- und es scheint schwer. So hat doch auch selbe nicht so sehr in die Religion als in die menschlichen Pflichten einen solchen Einfluß.

Die dritte Ursache in der Bulle betrift den höchst verbindlichen Gid. gen Nachforschung gründen. . und folglich Offenbarung abzufordern . Es giebt eine zwiefache Gattung. Schmälert auch dabei das Recht der Obrigkeiten zn der Nachfrage nicht/ da eben dieses Recht gleichfals seine Bedingungen hat: Welcher sich die geistliche Macht nicht einmal ohne Vorgriffe wider die weltliche untcrwinden könnte. Und übrigen Beschaffenheit unauflöslich.--. wenn sie bis ins Feine hmeinfra- geu wollte . Die Schrift stößt ihn mit mehrern Beispielen um. Die Kirche hat auch nicht überall eine Rechenschaft. Als verbindenden Kraft. Unterdessen bleibt der Eid. 455 darunter verborgen sein müssen. sowohl von Seite sein« Veranlassung. dagegen hat man vernünftige Ursachen nicht damit heraus zu rücken. Dieser Vorwurf ward schon den ersten Christen umsonst gemacht. ---. dabei wird der Maurer aufs beste gerechtfertiget. auch mit Ausschluß einer recht mässigen Obrigkeit. der Vorwurf nimmt aber sehr unbestimmte Dinge mit. und Ursache des Gehcimhaltens. Ff 4 Da . Auch im Bezirke dieser letzten Oberherrschaft giebt es Gegenstände einer privilegirten Verschwiegenheit. Die Anlässe wegen einer Versammlung mehrerer kann dagegen ohne andere Anzeige kein Recht einer firm.

ohne erst ein Recht zu suchen. wenn sie nun richtig bestimmt werden. schon angehörig sind. Denn es ist so wohl vermöge der Theilnchmung. womit sich das geistliche Recht nichts hatte zu thun ma cheu sollen. Und da sich diese nach ihrer Verfassung allerdings dem Wyhl des Staats beförderlich zeigt: woher sollte erst die Kirche darum sich ins Mittel zu legen haben? Der . ' Und von derselben Wahrheit noch durch andere über dachte Beweise wiederum genugsam überführet werden kann. hatten Anfangs einen dunkeln und eben darum nachmals unsteten Grund. der Satzungen. Jn der vierten Ursache beschwert man sich über die Uebertrenmg.456 ---. dennoch genug« sam Nachricht cinhohlt. als auch durch die Erfahrung überwiesen. noch irgend eine Ursache zu Verfolgungen geben. so fällt alle die Einwendung hinweg. daß die Mau rerei dem Staate niemals gefährlich werden kann. Dieser Vorwurf gebt eben so gut die ersten Christen an. lauteten einst gar zu unbeschränkt. welche in der 5.----- Da man ohne tiefer einzudringen . welchem ihre Glieder auch übrigens. Die bürgerlichen Gesetze hierüber. Ursache vorgeschützt! werden. der sich mit der Zeit zu Gunsten der Maurerei ganz umgeändert hat. Manche verbannungen derselben aus verschie denen Ländern.. des canonischen und bürgerlichen Rechts von den heimlichen Gesellschaften.

und sonst die Natur verläugnen müssen. dazu. Und nachdem alle Ursachen richtig aufgelöset sind: hilft auch kein zweifelhafter oder Scheingrund. als dem Mis brauche der Gesetzmacherei durch eine schickliche Ver- nnttelung. und wohlauogemessene Begränzung vorge beugt werden kann. Die wahnsinnigen Meinungen des Haufens müssen aber immer erst auf richtige Grundsätze zurückgeführt werden. Ab. i. d. Ff 5 '. "" 45? Der sechste Vorwurf wegen des übellantenden Ge rüchts bei den Gläubigen fällt erstlich gerade auf eben dieselben znrücke. und unter diesem Vorwaw de die Gewissen binden zu dürfen : denn da es unge rechte Gesetze geben kann . daß die Bullen nur Bedingungsweise kön» lien genommen werden.« . Es kömmt also nach Uebersehung des Ganzen zu schliessen. welche doch selbst im Umgange anders davon urthei- en . Gesetzt. So hat es der Herr gehalten: So würde ers noch hente auf Erden halten : So. sich eine höhere Macht herausnehmen. und nicht anders kann es auch seine Kirche halten. Wodurch sowohl der Gesetzlosigkeit. es läge was Böses unter der Maurerei vergraben. Auch diese wohl gar noch ins Ausschweifende ausar ten wollen: so muß doch noch bei der Vernunft etwas vorräthig sein.

45» ------- ic>. und sich ihr entgegen setzte. weil der Orden lange schon verhaßt war. von Engeland sagte daher schon 1252 zum Prior: er wolle sie und den Johanniterorden demüthigen. worüber sich nicht nur der Klerus. auch sogar einen Tribut auf die Güter . Vie Grausamkeit. von Friederich Nicolai. und über dessen Geheimniß. daß er zuerst die Gründe der geistlichen Macht untersuchte. als Philipps Geiz und Clemens V.) <^»näiäuz impeni. Erster Theil 2. 8. son dern auch die weltlichen Fürsien beschwerten. erregte in den beßlen Geschichtschreibern einen solchen Abscheu. Da nun von Philipp dem Schöne-! bekannt ist. Dies scheint etwas für sich zu haben. Nebst einem Anhange über das Entstehen der Freimaurergestllschaft. 8. Heinrich III. daß sie dazu keine andere Ursache. womit die Tempelherrn bei ihrer Abschaffung behandelt wurden. versuch über die Beschuldigungen. Berlin und Stettin 1782. niedrige Gefälligkeit annahmen. Zweiter Lheil (220 Seiten in kl.) D «u«e 'tt^las <riixe« MV ssv «i1^^ ^«<- vgl H« <rov ^li^an Mit zwei Aupfern. und die Ritter in ihrer Gewalt ziemlich weit um sich griffen. ver» besserte Auflage <2 20 Seiten in kl. 6 nnn. 1. l»i« ute« m«cum. Abschnitt. welche ^ dem lempelherrnorden gemacht worden.

in diesem allen die Ursache des Verfahrens ge gen die Tempelherrn zu suchen — dennoch konnte der Verfasser nach sorgfältiger Untersuchung der aufbehalte- nen gerichtlichen Verhöre sich nicht davon überreden. wie er sah. nur blos zu gelegener Zeit. den gab. was sie nicht wußten. ' 455 Güter des Ordens legte. nachdem vorher Thomastus drei Gründe zum Erweis ihrer Unschuld beleuchtet werden. so übernimmt der Verfasser diese für ihn zwar undankbar gewordene. Abschnitt. Vielmehr kam es. »ine andere aber wider den Glauben. cr selber war in beide . zu suchen. und hat als ein redlicher Mann seinen Vorsatz ins Werk gerichtet. ein Theil des Tempelordens hege ketzerische Grundsätze. sind Eine gute und erlaubte. Er will aus dem Jrthume Wahrheit . 2. Die zweierlei Professionen. was in den Beschuldigungen wahres oder falsches sein möchte. nicht wissen konnten — weil es Stufen im Or. Die einzelnen Beschuldigungen werden also näher geprüft. sie läugneten freilich. nicht wie unsr« Kirchengeschichtschreiber Wahrheit aus dem Jrthum suchen. und nun brauchte er freilich nach damaligen Gerichtsbrauch gegen die Ketzer Schwerdt und Scheiterhaufen. Philipp dem S. so ein nach Enge land entflohener Ritter angab. jede Beschuldigung genau zu untersuchen. jedem Wahrheitsfrenn- de aber sehr interessante Mühe über sich. daß viele der gefangenen Tempelherrn die ihnen gemachten Beschuldigungen völlig geläugnet haben. daß er zufallig erfuhr. Und hier ist's freilich wahr. Da nun noch Niemand daran gedacht hat. so scheint es beinah hinlänglich zu sein.

Daher konnten also die öffentlich aufgenommenen nicht wissen. vielleicht. Falsch ist es. weil mehrere in Engeland freiwillig dasselbe gestan den. Den dritten Grad machten diejeni gen aus. sie gestanden. was im Jnnern des Ordens vorgehe. den Orden nicht zu verlassen. Ein geheimes Statutenbuch. was sie wohl wußten. und folglich das Bekanntniß hier erpresset wor den. in Kastilien. daß nur in Frankreich die angeschuldigten Dinge be kannt. die auf dcn Generalkapiteln erscheinen konnten. andere haben verschwiegen. welches er sehr ausführlich aussagt. das niemandem gezeigt wur de. wo nicht von drei ver schiedenen Aufnahmen. genommen worden. selbst solchen nicht. weil sich der Orden von den Schlössern. Arragon und Portugal wurden die Ritter durch ein Concilium für unschuldig erklärt. besser vertheidigen tonnte. Weil man sie schwören ließ. die schon ein halb Jahr im Orden gewesen waren. f. vielleicht auch. muß man sie doch etwas haben sehen lassen. zeugt von zwei. Iesum verläugnet zu haben u: s. die er hier inne hatte. eben das geschah auch in Jreland und Schottland. und auch in Jtalien sind die ge heimen Aufnahmen wahrscheinlich nicht unbekannt ge wesen. wiewohl sie dem Nahmen nach keine hatten. Es scheint. weil diese Lander zur Ausbreitung zu ortodor schienen. 46o ' ' beide aufgenommen. vor mehrern Zeugen. als ob einige sogleich in diesen zweiten mit auf. Der erste Grad (wie man sagen kann) enthielt im Grunde die Novizen der Tempelherrn. In Teutschlaud vertheidigten sich die Brüder ge-' . Jm zweiten Grabt waren die Ritter in weit engerer Verbindung.

Schatz und Archiv des Ordens waren zu Paris. Jn Engeland und Schottland wurden die Gefangenen von den Nichtern sehr milde behandelt. Ab- . weil der Pabst unwillig über die Ge fangennehmung war.'n Dienst zu thun. daß Molan ein Mann ohne Entschlossenheit war. Die vom Pabst zur Untersuchung abgesandten Kardinäle thaten eher zu wenig als zu viel. Aber dies gilt nur von unmöglichen Dingen. 3) heißt es-: in unglaublichen Sachen bewei sen auch die freiwilligen Aussagen nichts. und nun ist nur zu untersuchen. wer in Frankreich gefoltert worden? Alle gewiß nicht. die Grosmeister waren vorzüglich Franzosen.gewaffnet. Daß der Großmeister seine beiden ersten unter der Fol ter gethanen Aussagen zurücknahm. Man weiß aber nicht . Die Verhöre desselben werden hier erzählt. daß die Sache hier gar nicht untersucht wur de. ist wahr. und durch sein itziges Läugnen dem Orden ein. es zeigt sich aus allem. ob sie nicht vielmehr glaublich. sich durch den Tod von dem ewigelr Gefängnisse zu befreien. und hernach bis in den Tod beim Läugnen blieb. aus Frank reich waren die Gebräuche nach Engeland gekommen. 2) Gründet man die Unschuld der Teinpelherrn auf die erzwungenen und doch wieder zurückgenommenen Ge ständnisse. denn beide Nazionen hatten an den Kreuzzügen vorzüglich Antheil. und doch bekannten diese dasselbe. allein die Beschul digungen der Tempelherrn sind unmöglich. und am Ende glaubte. Folglich sind die geheimen Gebräuche vorzüglich in Frankreich und Engeland üblich gewesen. und in wie fern sie es sind ? der 3.

ist fürs erste nicht so unglaublich. Jst jene Beschuldigung. und glaubten. Die erste betrift den Gütererwerb. sie absoloir. wahr. Die Obern gaben vor. sondern auch durch ihr Bekenntniß erhär tet. Man kann sie von andern deshalb erwiesenem Unrechte nicht frei sprechen. aus welchen eine solche Praxis natürlich folgte.462 " z. Jm dreizehnten Jahrhundert auf einen Ritterorden zu treffen. von den unanständigen Küssen. Zweitens. ten sich selber. vermuthen. daß sie sich auch von dem Bann entbinden zu können glaubten. so ist das Verfahren gegen sie in jenem Zeitalter nicht zu bewundern. der Orden müsse irgend woher Lehren erhalten haben. den deshalb geleisteten Eid. da die angesehensten Geistlichen sich durch einen Eid zu reinigen hatten. läßt. Auch drittens. Dies gilt auch viertens. sondern im größten Geheinmisse ausübt. nicht in diesem Falle zu sein. ihre Eidbrüchigkeit gegen andere. mit der Verhär tung. indem sie dieser Sünde und der Beschämung des Fleisches halber nicht beichteten. die ausserdem noch den Zweck haben konnten. der Pabsi habe ihnen diese Gewalt verliehen. Die ihnen Schuld gegebene unnatürliche Unzucht ist übrigens ihrer Zeit nach wohl glaublich. daß sie unerlaubte Lüste gepflogen. Abschnitt beschäftigt sich also mit den einzelnen Beschuldigungen. da in der Natur nichts per lallum geschiehet. der «inen so wichtigen der herrschenden Kirche widerstrei tenden Punkt nicht nur annimmt. der Großmeister könne sie auch von ungebeichteten Sünden entbinden. manche durch diese Art von Hänseln vom Orden zurück zu .

und diese vielleicht von den Sarazenen erKalten hatte. er sei mit diesem Bilde berührt worden. daß im Tempelorden wesentlich gnostische Lehrsätze cultiviret ^worden. Fünftens. Die Tempelherrn hatten ein Bild in Form eines menschlichen Kopfs. unter andern. und das Kreuz mit Füssen getreten. ihre Versammlungen wurden bei Nacht gegen Sonnen Aufgang und bei verschlosse nen Thüren gehalten. weil Einer der Großmeister eine geheime Lehre in den Orden gebracht. weil Mahomet n«r einmal und wahrscheinlich durch einen . wiewohl er in 'einen ei genen Abschnitt. aus wel chem man folgern muß. i. «-------« 463 zn halten. Sie enthalten die Gründe zu der höchst wahrscheinlichen Hypothese des Verfassers. Da seine Schrift gewiß in den Händen unserer Leser ist. beim heiligen Abendmal die Einsegnungswor te weggelassen. um die Gründe in Eins zu fassen. ihre eigent liche äiscipllna arceni. Allein es ist nicht Mahomets Kopf. daß sie bei der geheimen Auf» nahme Jesum verläugnet. Dieser Kopf konnte vielleicht den Mahomet vorstellen. welches sie nur in ihren geheimsten Versammlungen zeigten und verehrten. Diese Satze sind in der That freiwillig bekannte. nemlich dem 4ten. Schreib . und den Nahmen Baphemetus besonders untersucht. so über gehen wir die Beweise der Richtigkeit dieser Beschuldi gungen. «in gewisses Bild in ihren Generalka- piteln gezeigt und verehret. und endlich einen Gürtel erhalten hatten . wovon man sagte. nicht durch Martern erpreßte Ge standnisse. Endlich sechstens. Wir verlassen die Ordnung des Verfassers . die Verläugnung Jesu.

ergiebt. Nun wird aber der Nahme sehr rich tig durch ststtpnjuei'ijz' erklärt. das Bild habe Mahomet angezeiget. sie beteten zu dem grossen allmächtigen Gott. welches man besonders dem Professor Eichhorn als Sachverständi gen mit Recht glauben muß. sie verläugneten Jesum. so hat jene Meinung. ob die darinn liegende Bedeutung. Und da glaubten ja die Ritter. da jenes Bild verehret ward. so ist's doch wenigstens der fernern Erörterung werth. wahrscheinlichere Erklärung gebe.464 «---— Schreibfehler Baphometus genannt wird. z. und dieses Bild hier (das ohnehin nicht Bild. sondern Zeichen war) ward ja verehret. Geleitet auf diese andere Erklärung aber wird man. daß die Mahometaner allen Bilderwust verab- scheuen. „Eintauchung oder Tinktur. der Himmel und Erde geschaffen hat. Aus welchem allen sich ihre Lehre : es sei nur ein Eini ger Gott. vorging. es sonst aber aller arabischen Wortforschung zuwiderläuft. der nicht gestor ben sei. was zugleich in einer solchen Versammlung. fällt aber auch dieser Grund weg. nicht erpreßte Aussagen der englischen Ritter (allein auch in Frankreich waren die . zusammennimmt. Allein wichtiger ist der Grund. der Klugheit oder Weisheit» nicht eine andere richtigere.' helen. schmäheten sein Kreuz. daß durch jenes Bild die Erde grünete und die Bäume blü. Diese durch freiwillige. kann blos durch den Nahmen begünstigt werden. Daß es Ma- homet anzeige. denn wenn man nicht streiten und anderer Meinung sein will. indem man alles. 2. weiter nichts für sich.

die Vergleichung mit diesen verdient Erörterung. da manche einfältige Ritter aus der Verläug- nung Jesu nicht einmal Arges hatten. hier trift. wie man bisher glaubte) bestättigte Lehre. man begreift ferner. wie sie die grausame Verfolgung sich zuziehen mußten. Abe lard. zeigen. des von der Kirche verdammten Roscelin Schü ler. die ganze guostische Lehre. wie sie Bei fall auch in ihrem dunkeln Zeitalter finden konnten (um so mehr. nennt blos den Vater allmächtig. Wenn man daher wesentlich gnosiische Lehrsatze. und viele Sekten. führt natürlicher Weise auf die Vergleichung derselben theils mit der damaligen ortodoxen Kirche.?y. wenn man die Geneigtheit vieler Leute zur Umtat Gottes in jenen Zei ten kennt: so muß man die Tempelherrn für eine gno siische Partei halten.uch . Es ist aber die wesentliche gnostische Lehre im Tem pelorden gewesen.die Richter milde und gar nicht so hart. wie sehr man über diese Materie nach gedacht habe. Og . 4. unter andern die so misversiandenen Ma- nichäer. Dmn somelerlei einzelne Sekten e5 Archiv i. aber auch. theils mit einigen von ihr verwerfe- nen Ketzereien. die Nsminalisten hegten umtarische Grundsatze. Die Racharenser nun hielten Jesum für ein Geschöpf. Wie sehr sie jener widersprach^ ist be kannt. so bald diese geheime Lehre bekannt ward. Die Härte der Päbste machte die Laien auf die Misbräuche in der Religion aufmerksam. sondern es für ein Parallel mit Petro ansahen). Die Christen waren etwas vor jener Zeit über die Einheit Gottes sehr getheilt.

nicht. hielt der Ketzerrichter zu Tou louse. mit einem. Unpartheilichkeit. — End lich auch. Diese von dem Verfasser mit so viel Fleiß. durch die Handaufiegung (wel che auch die Geistestanfe genannt ward). der so unbefan- g<n ist. das Fünfeck. aus denen die Gnostiker entstanden. den Zirkel. und viele andere. B. die Verwandlung im Abendmahl un möglich. und glaube. so hatten dennoch viele. sie glaubten leine Erlö- jung durchs Blut. Endlich zu derselben Zeit. könne man ohne Beichte und Kasteiung seelig werden. vor. Herr Nicolai habe Recht. z. da der Tempelorden? in der Jnquisttion war. viele sehr interessante histo rische Umstände überZehen wir um so mehr.. daß Jesus einen Körper ge habt . Scharfsinn. die Gnostiker wurden der Magie beschuldigt. die uns überzeugen müssen.466 ------- »uch unter den Gnostikern giebt. sie hatten die Hieroglyphen der Tempelritter. Die Verleugnung Jesu war bei den Gnostikern gewöhnlich. stellten Gott in Abstracto. und den schaffenden Gott. nannten sich zum Theil Geliebte Gottes. einem Albigenser vor: er verachte die sieben Sakramente. » ben . unter einem Bilde ohne Bart. überzeugen. Sachkenntniß ausgemit- telten Umstände müssen jeden Leser. die Bagamilen (Geliebte Gottes) eine Taufe des Geistes. dieKabba- listen. wie der Verfasser untersucht hat. so wie ein zur geheimen Aufnahme gediehener Tempelritter von seinem Meister ein Freund Gottes genannt wur de. auch die Gnostiker hatten dieses Bild. da wir blos die Gründe. nenne das Zeichen des Kreuzes ein ver fluchtes Zeichen. ange- ^ .

Dennoch. vor uns. die hämischen und gar nicht widerlegen. hat e« sich zu sehr von seinem wissenschaftlichen Witze. was er dachte. bm wollten. wovon er zur Ursache an nahm. die Ordnung. geben wir zu. er würde Gg z auch . aber. hat. welcher das Entstehen der Freimaure!5 reigesellschaft betrift. und diese nun auch in seinem Buche zu finden geglaubt hätten. so viel Gutes der freilich gestiftet. den. dünkt uns. seine Meinung nicht so hell vor zutragen. Wir er innern uns aus einer mündlichen Unterredung mit dem Verfasser. Daß freilich die Sache selber nicht zuließ. die Deutlichkeit gefunden haben. und daß ein dlMkler Gegenstand auch eine jede Erörterung desselben dunkel mache. der verdienten Ver gessenheit überlassen. und daher auch die gründliche Abfertigung. sondern nur Geschrei machenden Einwürfe des Herrn gerder in Weimar. dieser Schrift. daß sie jedem verständlich wäre. daß wir hier nicht die Klarheit. und glauben.haben . und auf so manchen bisher unbekannten Weg er gerathen sein mag. unglücklicher Weise so oft misverstanden zu werden. verleiten lassen. Wir gestehen. al les zu sagen. die sie im zweiten Theil« dieser Schrift erhalten. Wir können aber nicht ganz die Schuld von ihm ablehnen. Noch aber haben wir den sehr wichtigen Theil .. daß er's bedauerte. daß seine Leser schon gewisse Jdeen vorhin klar gehabt. woran uns der Verfasser durch den vorstehenden Versuch über den Tempelorden gewöhnt. nicht berühren wollen.

indem er kein Genüge leistet. die Ausfertigung des höch sten Meisterstücks der Natur schon bewußt. Apost. wenn er die Stifter der Freimaurerei zu rosenkrenze- tische Philosophen und zugleich zu Freunden des da. Aber auch dadurch nicht ganz würde er die Unversiandlich- keit und Verworrenheit. herzuleiten Grund nimmt. vermieden haben . Ware diese. die wir gefunden. woher «r auch den Nahmen „königliche Kunst". mats unterdrückten königlichen Hauses macht. 17. Ger manien 1782. und das ohne Nachtheil sein. vormals Freimäurer gewesen zu sein. denn zum Theil liegt die Schuld davon wört lich in der Sache selbst. so wie dm Versuch in gewisse Abschnitte zu theilen. vermieden worden : so könnte man mit Recht diese Schrift des H. den die Freimaurer ihrer Kunst beilegen. Beschrieben von dem Bruder f)höbr. verworrene Form. sondern durch Unterricht eines Freundes. Gesch. Ä>as sucht der wahreFreimäurer noch zu feinet vollkommenheit? Oder der in ihren Logen verehrte Altar zu Athen. Nicolai für die erste unter den historischen dieser Gattung erkennen. wenn es ihm gefallen hatte. Die . ^em Verfasser war.46» --- anch hier verständlicher. . l l . diesen Anhang. wie er sagt. die in dem Zwei ten blos polemischen Theil noch schwerer zu überse hen ist. nicht durch' Spctulalioen. ohne.

keine Genugthnmg. ist eine Wohlthat der Freimaurerei. der Religion oder des Standes kann jeder ehrliche Mann Zugang haben. Jn Absicht der übrigen heißt's also wohl mit Recht: sie opfern. nur zwei wahre Kunsierfahrne. die man mit Dank erkennen muß. und 3622 Aufsehern am Jerusalener Tempelbau. snach der Einlei tung) ein Geheinmiß erhalten. langes Leben. Der Verfasser nimmt eine geheime kabbalistische Ueberkieferung an. freilich nicht dem äussern Ceremoniell nach. und Liebe erwarten. Heils aus Hypothesen bestehend fand. dann aus acht Verbrüderten. So waren aber unter den 72222 Lastträgern. 82020 Zimmerleuten. . Ehre und Reichthum brachte. ist eine Wohlthatder Obern. Eine allge- meine Arzenei kann nicht in Jedermanns Händen sein. und die Nosenkreuzergesellschaft bestand nicht minder Anfangs nur aus vier. zum höchsten Ordensgrade gehöre. daß Men schenliebe wachst. einem unbekannten Gott. Die hermetischen Weisen hatten. ver . "Endlich trat er in die Maurergesellschaft. weik en ' sie theils blos nachgeschrieben. in Hieroglyphen Gz 4. welches Gesundheit. die dem Innern. erhielt den Meistergrad. und mit ihm hieroglyphischen Schatten ohne Wesen. und Heuchelei abnimmt. Ohne Ausschluß. l"'" ^'" 469 Die rosenkreuzerischen Schriften gaben ihm. Diese Kunst ward beim fernern Anwuchs des Menschenge schlechts immer geheimer gehalten. gleich jenen Athenern auf dem bekannten Al tar. daß sie aber überhaupt gesucht und aus der Verges senheithervorgezogen wird.

das Feste und Untere. Homer und Thales. die Chineser. Das . und brachten durch die erforderlichen Mittel der Natur und Kunst die gesucht« Medizin zu wege. und endlich Hermes. Hier sonderten sie das Unreine vom Remen. als Zoroaster. Wo ist die wahre Na turlehre zu finden? Nur bei den Weisen. die Brammen. Des letzlern Alterthum wird zwar von den mechanisch Gelehrten unsrer Zeit bestritten. der Stein nmß zu Wasser gemacht werden. aber ver geblich. Alle Weise sind darü. bald Stein. doch mit Unrecht.4?". Pythagoras. Das wahre Geheimniß geht von Gott selber aus. Die erste Materie heißt bald Wasser. Bei der Scheidung thut das Feuer der gemeinen Cbemisten nichts als Schaden. her harmonisch. Dies habe» Tboren und Unweise zu entrathseln gesucht. bis das Schwere zu Boden sinkt. die Aegyptier. - verwandelt. und zuletzt ein Geheinmiß. rin von mythohermetischen Archiv mehrere Nachweisung gegeben wird. Die mosaische Erzählung ist nicht min. Das Chaos der weisen. «der das Flüchtige und Obere. und sondern vom Chaos den Ursprung aller Dinge. Sanchoniathon . yon der ersten Materie. Der höchste Baumeister schied das Chaos in Wasser und Erde. wo. der jenen Aussprüchen gleichlautend. die wahre Weisheit ist ein Licht. diese suchen aus den Geschöpfen Gott zu ergründen. und das Klare aufsteiget. mittelst des Geistes Gottes. an welchem sie ihre Flügel verbrennen. Zeno. wovon Philo» delphus nachzusehen ist.

meint er. und was ist's? Abgedroschene Gg 5 Waare . die Fäuluiß ist das erste Zeichen des glücklichen Fortgangs . oder die Vermehrung. lei Subject. Was er geschrieben habe. Nur wenige Mau rer sind dazu gelangt. der Verfasser will aber blos die sehr rar geworden Verse vom Am. ihre naturgemasse Solution be- schreiben. die Gold zu machen lehren sollen . digen Bewegung. ja sogar Rosen- kreuzers itzt Schriften gedruckt werden. haben alle einer. nach alter Redlichkeit abgefaßt. habe er geschrieben. daß un ter dem Nahmen eines Freimaurers.Da« Gefaß wird von Natur und Kunst dargereicht. übrigens sind die wahren Wei sen in allen Punkten übereinstimmend. ten Bilderton gesagten Sachen nicht etwa anlocken. anfuhren. wie gewöhnlich sehr dunkel und im bekann. wen indessen die. Die Handlung besieht in einer besinn. Der Verfasser wird sich mit keinem Widerleger nnd Pasquillanten einlassen. wird sie gewiß nicht lesen. und die in der Arbeit vorkommenden Zeichen beschreiben kann. der nicht die wahre Materie mit Nahmen nennen . in denen jeder Umstand von Wichtig keit vorkommt. Freilich sind sie. dann die Weisse. allein die wahre Kunst kann durch solche Leute nie verratheu werden. Dies könute mit vielen Beispielen dargethan werden. Auch das Feuer ist zwiefach . die Verwand lung. dann die Röche Der Künstler hat zwei Wege vor sich . das ätherisch« ist das rechte. Ausarbeitung und Zweck. brosius Müller. — Traurig ist's. wie der Verfasser sagt. ynd muß das hermetische Siegel in Acht genommen werden.

die hohen Obern wollen ihm doch endlich die Binde von den Augen nehmen. 200 S. und sei es doch gewiß nicht. meint. der das Lesen erträglich macht. Er. Mit solchem Ge schmiere sind 76 S. bittet himmelhoch. l^ome m»i kHlili^ü I» renn e'I cielo. Mit einer saubern Sphinx. denn auch das Hohn. auch die Alchemisten scharf mitgenommen werden. was es wäre. Vignette» v Ver Herausg. frei- lich hat er wohl sehr dunkel gesehen. 178 1. schölten werden. In« . müsse schwärmerisch schliessen. Die Schrift selber zeichnet sich durch ihren Aus.472 > Waare. gewohnt. und das denkt er doch nicht. enthält sonst nichts neues . oder die ächten und rechten Freimaurer. lachen über gründliche Naturforschung und Arzeneikunst ist man. Der Verf. in 8. will nicht mit dem Verfasser einerlei Person sein. besonders an einer gewissen Klasse. Vc>i lal. Sendschreiben an die erhabenen Unbekannten. dieser werde vielleicht Schwärmer ge!. lol vl>i lHpere. Herausgeber. oder er sel ber. in 8. Die Aerzte sollen zwar eine ziemlich derbe Lektion zu erwarten haben. cr«rn». angefüllt. Nach dem Titel sollte mau denken . druck vor ihren Schwestern aus. v»l äiltintu c»Iio3 I» a>«nc. könne dafür nicht. kein einziger neuer Gedanke. l 2.

II. Gabriel Naudö's Schutzschrift für alle grosse Männer^ dieder Magie bezüch tigt worden. VI. i . V. Borhaave's Schutzschrift für die höhere Chemie 174. Inhalt. N5as ist ein Freimaurer i. I.i«ter Abschnitk 33. IV. II. . Veite . Allgemeine Reformation der ganzen Welt > 257. John Garlands Erklarung der Smaragdtafel 241.

?llma lrarernuanI des hochlöbl. Rezensionen 4'3 ^. Or dens des R. VII. VIII.474 Inhalt.- . Rede zum Gedachtniß des Bruders R. . Die pabstliche Bulle wider den Frei maurer-Orden 400. 333. Seit« VI. Eugemus Philabtha anthroposophi- sche Theomagie 353. C 308. IX. . X.