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Technische Grundlagen

der Informatik
(TGdI)
Teil 3 – Physik und elektrotechnische
Grundlagen

Prof. Dr.-Ing. Götz C. Kappen
Leiter Labor für Nachrichtentechnik
Stegerwaldstraße 39 fon +49 (0)2551.9 62.812 goetz.kappen@fh-muenster.de
D-48149 Münster fax +49 (0)2551.9 62-963 www.fh-muenster.de/kappen
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Version 2017-1.1

Lernziele

• Was sind elektrische Schaltkreise?
• Wie lauten die fundamentalen Gesetze der Elektrotechnik?
• Was sind die wichtigsten Bauelemente?
• Wie können grundlegende Schaltungen realisiert werden?

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2 Prof. Dr.-Ing. Götz C. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Oktober 2017

Hinweis

• Dieser Teil gibt nur einen ersten, sehr oberflächlichen Einblick in die Physik
und Elektrotechnik
• Für ein detaillierte Behandlung wird auf die Literatur verwiesen
• Der Abschnitt liefert die Grundlagen für das Verständnis der Halbleiter, der
Halbleiterbauelemente und der Halbleiterschaltungen
• Es wird maßgeblich auf das Gleichspannungsverhalten von Schaltkreisen
eingegangen
• Wechselstrom wird nur am Rande behandelt

3 Prof. Dr.-Ing. Götz C. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Oktober 2017

Ausgangspunkt

4

Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. hat also einen Betrag und eine Richtung • Das elektrische Feld zeigt von positiven zu negativen Ladungen (Feldlinien) 𝑞𝑞 • Der Abstand der Feldlinien zeigt die Stärke des + 𝐸𝐸 elektrischen Feldes • Das elektrische Feld berechnet sich zu 1 𝑞𝑞 𝑟𝑟⃗ 𝐸𝐸 = ⋅ ⋅ 4𝜋𝜋𝜀𝜀0 𝑟𝑟⃗ 2 𝑟𝑟⃗ Richtungsvektor mit der Länge Eins 5 Prof.Das Elektrische Feld Feldlinien • Ein elektrisch geladenes Teilchen erzeugt ein elektrisches Feld • Das elektrische Feld ist eine vektorielle Größe.-Ing. Oktober 2017 . Dr. Götz C.

Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Götz C.-Ing.Das Elektrische Feld Äquipotentialflächen 𝜑𝜑 = 1V • Um eine elektrische Ladung ergeben sich Kugelschalen. Dr. Oktober 2017 . auf denen das elektrische Feld konstant ist 𝜑𝜑 = 2V • Man spricht von einem konstanten Potential 𝜑𝜑 und 𝜑𝜑 = 3V 𝜑𝜑 = 4V Äquipotentialflächen 𝜑𝜑 = 5V • Die Differenz zwischen Potentialen bezeichnet man als Spannung 𝑈𝑈 + 𝐸𝐸 • Das Potential ist eine skalare Größe und berechnet sich aus dem elektrischen Feld mit (𝑟𝑟 = 𝑟𝑟⃗ ) 𝜑𝜑 = const 𝑟𝑟̃ 𝑟𝑟̃ 1 𝑞𝑞 𝑟𝑟⃗ 𝑞𝑞 1 𝜑𝜑 𝑟𝑟 = � ⋅ 2 ⋅ d𝑟𝑟⃗ = � ⋅ 2 d𝑟𝑟 0 4𝜋𝜋𝜀𝜀0 𝑟𝑟 𝑟𝑟 0 4𝜋𝜋𝜀𝜀0 𝑟𝑟 𝑟𝑟̃ 𝑞𝑞 1 𝑞𝑞 = � 2 d𝑟𝑟 = − + 𝐶𝐶 Feldlinien rechtwinkelig 4𝜋𝜋𝜀𝜀0 0 𝑟𝑟 4𝜋𝜋𝜀𝜀0 𝑟𝑟̃ Potential 0 im Unendlichen auf Äquipotentiallinien 𝑟𝑟 6 Prof.

Das Elektrische Feld Feldlinien • Beim elektrischen Feldern zeigen die Feldlinien in Richtung der Kraft. Dr. Oktober 2017 . + 𝐸𝐸 𝜑𝜑 = const 7 Prof. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Götz C. In einem elektrostatischen (von Ladungen ausgehenden) Feld verlaufen sie also von der positiven zur negativen Ladung.-Ing. die auf eine positive Probeladung wirkt.

Das Atom Heliumatom • Bestandteile – Kern (lat. Götz C. Oktober 2017 . Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Dr.: Nucleus) Atomkern – Protonen (positiv geladene Teilchen) – Neutronen (ungeladene Teilchen) – Elektronen (negativ geladene Teilchen) • Kombination von Atomen  Molekül • Bewegung von Ladungsträgern – Strom (Formelzeichen 𝑰𝑰) • Ungleichgewicht von Ladungsträgern – Spannung (Formelzeichen 𝑼𝑼) Neutron Proton Elektron 8 Prof.-Ing.

-Ing. Elektron und Proton) 9 Prof.Elektrische Ladungen • Falls positive Ladung = negative Ladung – Elektrisch neutral • Kräfte zwischen den Ladungsträgern – Gleiche Ladungen stoßen sich ab (z. Elektron und Elektron) – Unterschiedliche Ladungen ziehen sich an (z. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Dr.B.B. Götz C. Oktober 2017 .

de/cms/fileadmin/internet/publikationen/broschueren/ – Kohärent Länge Meter m Masse Kilogramm kg Zeit Sekunde s Elektrische Stromstärke Ampere A Temperatur Kelvin K Einheiten_deutsch. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17.-Ing.ptb. Dr. Oktober 2017 .Physikalische Größen und Einheiten Basiseinheiten des SI-Systems • SI – Système international d’unités Einheiten werden nicht • Einheitensystem kursiv geschrieben – Metrisch – Dezimal Basisgröße Name Zeichen https://www. Götz C.pdf Stoffmenge Mol mol Lichtstärke Candela cd 10 Prof.

– Weder erzeugbar noch zerstörbar überschüssigen Elektronen – Übertragbar • Einheit – Influenz – Coulomb (Einfluss auf Ladungsverteilungen) – 1C = 1A ∙ 1s (Amperesekunde) • Zwei Arten von Ladung – 1 Elektron besitzt die Ladung – Elektronenmangel − 𝑒𝑒 ≈ −1. Oktober 2017 . Götz C.24 ∙ 1018 𝑒𝑒 – Elektronenüberschuss – Negative Ladung – Ungleiche Ladungen streben Ausgleich an 11 Prof. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Dr.602 ∙ 10−19 C – Positive Ladung – 1C ≈ −6.Elektrische Ladungen Eigenschaften • Fundamentale Eigenschaft von Materie • Quantifizierung • Nur verschiebbar – Anzahl der fehlenden bzw.-Ing.

-Ing. + 𝐼𝐼 (Widerstand) zum Pluspol . Dr. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Oktober 2017 . Götz C.Elektrischer Strom • Gerichtete Bewegung von Elektronen • Beispiel 𝑅𝑅 = 50Ω 𝐼𝐼 • Messgröße – Stromstärke 𝑰𝑰 𝑈𝑈 = 5V – Einheit – Ampere (A) bewegte elektrische Ladung 𝑄𝑄 C – Freie Elektronen treten aus Minuspol der – Zeit 𝑡𝑡 [s] Stromquelle heraus – Elektronen fließen über Verbraucher . + – Physikalische Stromrichtung − → + 𝑄𝑄 𝑑𝑑𝑑𝑑 𝐼𝐼 = auch 𝐼𝐼 = – Technische Stromrichtung 𝑡𝑡 𝑑𝑑𝑑𝑑 + → − 12 Prof.

Götz C. Oktober 2017 . Dr.-Ing.Elektrischer Widerstand • Hemmung des Flusses freier Ladungsträger – Begrenzt Strom im Schaltkreis • Der Widerstad ist antiproportional zum Stromfluss • Messgröße – Widerstand 𝑹𝑹 – Einheit – Ohm (Ω) • Bauteilzeichen nach EN 60617-2 𝑅𝑅 13 Prof. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17.

Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17.-Ing. Oktober 2017 .Spezifischer Widerstand • Verschiedene Materialien besitzen unterschiedliche Eigenschaften bzgl. Götz C. des Flusses elektrischer Ladung – Leitfähigkeit eines Materials • Spezifischer Widerstand eines Materials 1 𝜌𝜌Material = Leitfähigkeit • Wiederstand R eines Leitungssegments der Länge 𝒍𝒍 und des Durchmessers 𝒅𝒅 𝜌𝜌Material ∙ 𝑙𝑙 𝑅𝑅 = 𝑑𝑑 • Elektrischer Leitwert 𝑮𝑮 1 1 A 𝐺𝐺 = Siemens 𝑆𝑆 = =1 𝑅𝑅 Ω V 14 Prof. Dr.

h. Götz C. Oktober 2017 . Dr. Leitungsdrähte besitzen einen Widerstand 𝑅𝑅 > 0 • Widerstand der Leitungsdrähte wird oft ignoriert – Falls 𝑅𝑅Leitungsdraht relevant. füge Widerstandsbauteil der Schaltung hinzu 𝑅𝑅 = 50Ω 𝐼𝐼 𝑈𝑈 = 5V 15 Prof.Leitungen & Widerstand • Übliche Materialien und Umgebungsbedingungen – 𝜌𝜌Material > 0 – D.-Ing. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17.

Götz C. Dr. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Oktober 2017 .-Ing.Elektrische Spannung • Definition: Elektrische Spannung zwischen Punkt 𝑎𝑎 und 𝑏𝑏 entspricht Energie um Probeladung von 𝑎𝑎 nach 𝑏𝑏 zu bewegen Größe der Probeladung + 𝑄𝑄0 𝑄𝑄1 + Referenz • Spezialfall Potential 𝜑𝜑 eines Punktes 𝑝𝑝: Elektrische Spannung gegenüber festem Bezugspunkt („Masse“) 16 Prof.

Dr. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17.-Ing. Oktober 2017 . Götz C.Elektrische Spannung Darstellung • Messgröße – Spannung 𝑼𝑼 – Einheit – Volt (V) • Reihenfolge ist relevant 17 Prof.

Oktober 2017 . Dr.Elektrische Kapazität • Fassungsvermögen (Speichervermögen) des elektrischen Bauteils „Kondensator“ • Messgröße – Kapazität 𝑪𝑪 – Einheit – Farad (F) – 1F = Fassungsvermögen eines Kondensators. der 1C bei 1V speichert • Bauteilzeichen nach EN 60617-2 𝐶𝐶 18 Prof.-Ing. Götz C. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17.

Oktober 2017 .Leistung • Messgröße – Leistung 𝑷𝑷 – Einheit – Watt (W) • Umgesetzte Energie pro Zeit 𝐸𝐸 𝑃𝑃 = 𝑡𝑡 • Umgesetzte elektrische Energie 𝑃𝑃 = 𝑈𝑈 ∙ 𝐼𝐼 • Jedes elektronisches Bauteil besitzt eine Verlustleistung 19 Prof.-Ing. Dr. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Götz C.

Gesetzmäßigkeiten Fundamentale Gesetze der Elektrotechnik 20 .

Spannung über Leiter 𝑈𝑈 = 𝑅𝑅 ∙ 𝐼𝐼 • Proportionalitätsfaktor 𝑈𝑈 𝑅𝑅 = 𝐼𝐼 • Insbesondere 1V = 1Ω ∙ 1A • Spannungsabfall entsprechend der technischen Stromrichtung 𝑈𝑈 = 𝑅𝑅 ∙ 𝐼𝐼 𝑈𝑈 = −𝑅𝑅 ∙ 𝐼𝐼 𝐼𝐼 𝐼𝐼 21 Prof. Oktober 2017 .-Ing. Götz C. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17.Ohmsches Gesetz • Strom durch Leiter. Dr.

2A = 4V A 𝑈𝑈1 = 4𝑉𝑉 𝑅𝑅1 = 20Ω • Potential 𝑼𝑼𝟐𝟐 𝑈𝑈2 = 5V − 4V = 1V 𝑈𝑈 = 5V • Abfallende Spannung über 𝑹𝑹𝟐𝟐 V 𝐼𝐼 = 200mA 𝑈𝑈2 = 𝑅𝑅2 ∙ 𝐼𝐼 = 5Ω ∙ 0.2A = 1V A 𝑈𝑈2 = 1V 𝑅𝑅2 = 5Ω 22 Prof. Dr.2A = 5 ∙ 0. Oktober 2017 .2A = 20 ∙ 0.Ohmsches Gesetz Serienschaltung von Widerständen • Abfallende Spannung über 𝑹𝑹𝟏𝟏 𝐼𝐼 = 200mA V 𝑈𝑈1 = 𝑅𝑅1 ∙ 𝐼𝐼 = 20Ω ∙ 0.-Ing. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Götz C.

Oktober 2017 .-Ing.Knoten & Maschen • Knoten – Verbindung. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Götz C. Dr. in der mehr als zwei unterschiedliche Ströme zusammentreffen • Masche – Geschlossener Strompfad in einer Schaltung mit demselben Anfangs- und Endknoten 23 Prof.

und abfließender Ströme • Zufließender Strom: positiv • Abfließender Strom: negativ 24 Prof.-Ing. Götz C. Dr. Oktober 2017 . Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Kirchhoffsches Gesetz – Knotenpunktsatz (Knotenregel) • ∀ Punkte 𝑝𝑝 – Summe der zufließenden Ströme = Summe der abfließenden Ströme ​d. h. � 𝐼𝐼𝑗𝑗 = 0 𝐼𝐼𝑗𝑗 ∈ℐ mit ℐ Menge aller am Punkt 𝑝𝑝 ein.Kirchoffsche Regeln 1.

Dr.Kirchoffsche Regeln 2.-Ing. � 𝑈𝑈𝑗𝑗 = 0 𝑈𝑈𝑗𝑗 ∈𝒰𝒰 mit 𝒰𝒰 Menge aller in Masche 𝑚𝑚 verursachten (gerichteten) Spannungsabfälle und Spannungsquellen 25 Prof. Oktober 2017 . Götz C. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Kirchhoffsches Gesetz – Maschensatz (Maschenregel) • ∀ Maschen 𝑚𝑚 – Summe der Spannungsabfälle über alle Bauteile der Masche = 0V d.h.

Kirchhoffsche Knotenregel Beispiel 26 Prof. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17.-Ing. Oktober 2017 . Dr. Götz C.

Dr. Oktober 2017 .Kirchhoffsche Maschenregel Beispiel 27 Prof. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Götz C.-Ing.

Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Oktober 2017 .-Ing. Götz C. Dr.Zusammenfassung von Widerständen Serielle Anordnung von Widerständen Ausgehend von der Kirchhoffschen Knotenregel • Es gilt 𝐼𝐼1 = 𝐼𝐼2 = ⋯ = 𝐼𝐼𝑛𝑛 = 𝐼𝐼 • Alle Widerstände werden vom gleichen Strom durchflossen • Daher gilt 𝑅𝑅1 𝑅𝑅2 𝑅𝑅3 𝑈𝑈 = 𝐼𝐼 ∙ 𝑅𝑅1 + 𝐼𝐼 ∙ 𝑅𝑅2 + ⋯ + 𝐼𝐼 ∙ 𝑅𝑅𝑛𝑛 • Und der Gesamtwiderstand berechnet sich als 𝑈𝑈 𝑅𝑅ges = = 𝑅𝑅1 + 𝑅𝑅2 + ⋯ + 𝑅𝑅𝑛𝑛 𝐼𝐼 28 Prof.

Oktober 2017 .-Ing. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Götz C.Zusammenfassung von Widerständen Parallele Anordnung von Widerständen Ausgehend von der Kirchhoffschen Knotenregel • Es gilt 𝐼𝐼 = 𝐼𝐼1 + 𝐼𝐼2 + ⋯ + 𝐼𝐼𝑛𝑛 𝑅𝑅1 • Der Spannungsabfall über allen Widerständen ist identisch • Daraus folgt 𝑅𝑅2 𝑈𝑈 𝑈𝑈 𝑈𝑈 = 𝑅𝑅ges ∙ 𝐼𝐼 = 𝑅𝑅ges ∙ 𝐼𝐼1 + ⋯ + 𝐼𝐼𝑛𝑛 = 𝑅𝑅ges ∙ + ⋯+ 𝑅𝑅1 𝑅𝑅𝑛𝑛 𝑅𝑅3 • Und damit (𝑈𝑈 kürzen) 1 1 1 1 = + + ⋯+ 𝑅𝑅ges 𝑅𝑅1 𝑅𝑅2 𝑅𝑅 𝑛𝑛 29 Prof. Dr.

𝑰𝑰𝟐𝟐. Götz C. 𝑼𝑼𝟑𝟑 über die Widerstände 𝑹𝑹𝟏𝟏. 𝑹𝑹𝟐𝟐. 𝑹𝑹𝟑𝟑 𝑅𝑅1 = 5Ω 𝑅𝑅3 = 5Ω 𝑈𝑈 = 5V 𝑅𝑅2 = 10Ω 30 Prof.-Ing.Zusammenfassung von Widerständen Beispiel • Gesucht wird – Gesamtwiderstand 𝑹𝑹 – Strom 𝑰𝑰𝟏𝟏. 𝑹𝑹𝟑𝟑 – Spannungen 𝑼𝑼𝟏𝟏. Oktober 2017 . 𝑼𝑼𝟐𝟐. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. 𝑹𝑹𝟐𝟐. 𝑰𝑰𝟑𝟑 durch die Widerstände 𝑹𝑹𝟏𝟏. Dr.

Bauelemente Wichtige Bauelemente in der Elektrotechnik 31 .

Dr. Oktober 2017 .-Ing. Götz C.Wichtige Bauelemente Spannungsquelle • Zwei Pole unterschiedlicher Ladung – Pluspol – Minuspol • Quellenspannung – Spannung zwischen den Polen • Stromrichtung – Technisch + → − – Physikalisch − → + • Bauteilzeichen nach EN 60617-2 ideale Spannungsquelle Batterie 32 Prof. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17.

Oktober 2017 .-Ing. Pull- Down-Widerstand) 33 Prof.bzw.Wichtige Bauelemente Widerstand • Bauteilzeichen nach EN 60617-2 fester Widerstand variable Widerstände (Potentiometer) • Weitere Varianten – Temperaturabhängig – Lichtabhängig • Einsatzzweck (später) Leitung auf definierten Zustand Wert setzen (Stichworte: Pull-Up. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Götz C. Dr.

Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Götz C.-Ing. Dr. Oktober 2017 .Wichtige Bauelemente Schalter • Verbindet zwei Leitungssegment in Abhängigkeit eines Steuersignals – Schalter geschlossen  Strom fließt – Schalter geöffnet  Strom fließt nicht • Arten – Mechanisch – Elektrisch – High-aktiv hohes Potential am Steuereingang  Schalter geschlossen – Low-aktiv Steuer-Potential liegt „nahe“ Masse  Schalter geschlossen • Bauteilzeichen nach EN 60617-2 Schließer Öffner 34 Prof.

die an Schaltkreisen angelegt werden können – Gleichspannung vs. Oktober 2017 . – Realisierung von Rechnern – Aufbau von Peripherie-Geräten – … 35 Prof.-Ing. die wir hier nicht weiter betrachten – Spule (! Induktivität). z. B. Operationsverstärker – … • Ferner haben wir uns keinerlei Gedanken über die Art von Spannungen gemacht. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Dr. Wechselspannung • Achtung – (Weitergehende) Kenntnisse der analogen Elektrotechnik spielen eine wesentliche Rolle im Umfeld aktueller Computertechnik. Götz C.Ausblick Elektrotechnik …jenseits der technischen Grundlagen der Informatik • Bisher – Grundlegende Bauteile der Elektrotechnik • Es gibt weitere (elementare) Bauteile.

Schaltungen Grundlegende elektronische Schaltungen 36 .

Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17.Spannungsteiler • Kirchhoffsche Maschen 𝐼𝐼 U = 𝑈𝑈1 + 𝑈𝑈2 = 𝐼𝐼 ∙ 𝑅𝑅1 + 𝐼𝐼 ∙ 𝑅𝑅2 𝑅𝑅1 𝑈𝑈1 • Umformung nach 𝑰𝑰 𝑈𝑈1 𝐼𝐼 = 𝑈𝑈 𝑅𝑅1 + 𝑅𝑅2 • Spannungsabfall am Widerstand 𝑹𝑹𝟏𝟏 𝑅𝑅2 𝑈𝑈2 𝑅𝑅1 𝑈𝑈1 = 𝑅𝑅1 ∙ 𝐼𝐼 = ∙ 𝑈𝑈 𝑅𝑅1 + 𝑅𝑅2 • Analog 𝑼𝑼𝟐𝟐 37 Prof.-Ing. Dr. Götz C. Oktober 2017 .

Dr.Taster Nicht-invertierend • Schalter geschlossen – Durch 𝑹𝑹 fließt Strom 𝐼𝐼 𝑈𝑈B 𝐼𝐼 = 𝑈𝑈𝑖𝑖𝑖𝑖 𝑅𝑅 → 𝑈𝑈out = 𝑈𝑈𝐵𝐵 • Schalter geöffnet 𝑈𝑈𝐵𝐵 𝑈𝑈in = 0V („Masse“) – 𝑹𝑹 dient als Pull-Down-Widerstand 𝑅𝑅 𝑈𝑈𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜 38 Prof. Oktober 2017 . Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17.-Ing. Götz C.

-Ing.Logische Grundbausteine Inverter – NOT 𝑈𝑈in 𝑈𝑈out 0 1 1 0 𝑅𝑅 𝑈𝑈𝐵𝐵 𝑈𝑈𝑖𝑖𝑖𝑖 𝑈𝑈𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜 39 Prof. Götz C. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Dr. Oktober 2017 .

Dr. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17.Logische Grundbausteine NAND 𝑈𝑈1 𝑈𝑈2 𝑈𝑈out 0 0 0 𝑅𝑅 0 1 0 1 0 0 1 1 1 𝑈𝑈𝐵𝐵 𝑈𝑈1 𝑈𝑈𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜 𝑈𝑈2 40 Prof. Oktober 2017 .-Ing. Götz C.

-Ing. Oktober 2017 .Logische Grundbausteine NOR 𝑈𝑈1 𝑈𝑈2 𝑈𝑈o𝐮𝐮𝐮𝐮 0 0 0 𝑅𝑅 0 1 1 1 0 1 1 1 1 𝑈𝑈𝐵𝐵 𝑈𝑈1 𝑈𝑈2 𝑈𝑈𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜 41 Prof. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Dr. Götz C.

Technische Informatik.-Ing. Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17. Oldenbourg. B.7 2008  Abb.B. • Schaltbild z. 5. Dr.8 • Vorgehen • Vorgehen – z. Becker/Molitor. Götz C. Oktober 2017 . Becker/Molitor. nach dem sogenannten Wägeverfahren Wägeverfahren 42 Prof. Oldenbourg.B. 5. nach dem sogenannte – z.B. Technische Informatik.Wandler Digital/Analog-Wandler Analog/Digital-Wandler (D/A-Wandler) (A/D-Wandler) • Wandle 𝑛𝑛-Bit-Binärzahl in ein analoges • Wandelt analoge Signale in Signal um 𝑛𝑛-Bit-Binärzahl • Liefert 2𝑛𝑛 verschiedene analoge Signale • Liefert 2𝑛𝑛 binäre Werte für analogen Eingang • Schaltbild z. 2008  Abb.

Kappen Technische Grundlagen der Informatik – Teil 4 – Physik und elektrotechnische Grundlagen 17.und Parallelschaltung • Grundlegende logische Grundschaltungen 43 Prof. Oktober 2017 .Zusammenfassung • Grundlegende elektronische Bauelemente • Grundlegende elektronische Schaltkreise • Ohmsches Gesetz • Kirchhoffsche Gesetze – Maschen. Götz C.und Knotenregel • Widerstandschaltung – Serien. Dr.-Ing.

fh-muenster.fh-muenster.-Ing.de/kappen www. Dr.kappen@fh-muenster.de/ntlab .812 goetz. Götz C.9 62-963 www. Kappen Leiter Labor für Nachrichtentechnik Stegerwaldstraße 39 fon +49 (0)2551.de D-48149 Münster fax +49 (0)2551.Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Prof.9 62.