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VOLLMACHT IM JOHANNESEVANGELIUM

von

RAINER METZNER
Berlin

Zusammenfassung
Der johanneische VollmachtsbegriV gehört zu den HeilsbegriVen des 4. Evangeliums,
dessen Verständnis für die johanneische „Sehweise“ von tragender Bedeutung ist.
Der 4. Evangelist hat ihn der synoptischen Tradition entlehnt und „johanneisch“
vertieft. Er versteht unter Vollmacht ein Autorisierungsgefüge in der Gemeinschaft
von Vater, Sohn und Glaubenden. Alle Vollmacht ist in Gott begründet, der
Sohn empfängt in höchster Autorität die Doxa des Vaters, seine Liebe, sein Wissen
und seine Lebensmacht und läßt die Glaubenden daran teilhaben. Der 4. Evangelist
macht deutlich, daß Vollmacht eine positive Gabe göttlicher Liebe ist, die der
ungläubigen Welt und ihrem „Herrscher“ vorenthalten bleibt.

Die theologische Bedeutung des VollmachtsbegriVes im Johannesevan-
gelium hat im Unterschied zum entsprechenden Problemkreis etwa im
Markusevangelium1 bisher noch keine eingehende Untersuchung erfahren.
Dabei ist die darin enthaltene Thematik für das Verständnis der johan-
neischen „Sehweise“ von erheblicher Bedeutung, weil sie die das 4.
Evangelium bewegende Frage nach der göttlichen Legitimation des
Gesandten und nach der Teilhabe am göttlichen Heil berührt. Die
inhaltliche Prägung des johanneischen Verständnisses von Vollmacht
ist daher eigens zu bedenken.
Der Evangelist benutzt den BegriV ¤jousÛa insgesamt 8mal an 5
Stellen (1:12; 5:27; 10:18 [2mal]; 17:2; 19:10-11 [3mal]). Er bezeich-
net zum einem – und dies in primärer Weise – die Autorisierung des
Sohnes durch den Vater (5:27; 10:17-18; 17:2), zum anderen die
Autorisierung der Glaubenden durch den Sohn (1:12), und schließlich
steht er für die dem politischen Machthaber verliehene Vollmacht
(19:10-11), die sich hintergründig als souveräne Macht des von Gott
legitimierten Sohnes erweist (s.u.). ¤jousÛa ist bei Johannes also ein
theologisch geladener BegriV, der (bis auf 19:10-11 in einem noch zu

1
Vgl. K. Scholtissek, Die Vollmacht Jesu. Traditions- und redaktionsgeschichtliche Studien zu
einem Leitmotiv markinischer Christologie ( NTA.NF 25; Münster 1992).

© Koninklijke Brill NV, Leiden, 2003 Novum Testamentum XLV, 1
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vollmacht im johannesevangelium 23

klärenden Sinne) keine politischen (wie in Mt 8:9; Lk 4:6; 12:11; 19:17;
20:20; 23:7; Röm 13:1-3; Kol 1:13; Tit 3:1; Apk 17:12-13)2 und kos-
mischen Bezüge (wie in 1.Kor 15:24; Eph 1:21; 3:10; 6:12; Kol 1:16;
2:10,15; 1.Petr 3:22)3 aufweist, sondern das Autorisierungsgefüge der
Gemeinschaft von Vater, Sohn und Glaubenden (vgl. 17:20-23) erschließt.
¤jousÛa ist eine dieses Gefüge bestimmende Binnenkategorie, während
die Welt draußen an dieser Vollmacht keinen Anteil hat und auch
keine eigene Vollmacht ausüben kann. Dies wird in einem noch näheren
Sinne zu klären sein. Auch soll im folgenden deutlich werden, daß das
johanneische Konzept „Vollmacht“ über den engeren BegriV ¤jousÛa
hinausgreift und kontextuell eine Perspektivenfülle erschließt, die eigens
erfaßt und bedacht werden muß.

1. Der theo-logische Akzent von ¤jousÛa
Zunächst gilt, daß der johanneische ¤jousÛa-BegriV theologisch
fundiert ist. Der 4. Evangelist macht deutlich, daß alle Vollmacht in
Gott begründet ist, von ihm ausgeht und die durch ihn Bevollmächtigten
an seiner Exousia partizipieren.4 Johannes nennt Jesus (5:27; 17:2) und
Pilatus (19:10-11) als direkte Mandatsträger Gottes. In einem durch
Jesus vermittelten Sinne kommt die Vollmacht Gottes den Gotteskindern
zu (1:12). Da diese „aus Gott“ geboren werden (1:13; vgl. 1.Joh 2:29;
3:9; 4:7; 5:1,4,18) und der Sohn in der Vollmacht Gottes agiert, geht
die ¤jousÛa der Gotteskinder über den Sohn auf Gott selbst zurück.
So bestätigt 5:19, daß der Sohn nichts von sich aus tun kann, „wenn
er es nicht den Vater tun sieht. Denn was jener tut, tut in gleicher
Weise der Sohn“ (vgl. 5:30; 7:16-18,28; 8:28). Wenn so der Sohn den
Glaubenden ¤jousÛa mitteilt, dann gibt er Gottes Vollmacht weiter,
die er selbst in Anspruch nimmt. Die Kette der Autorisierung reicht
von Gott über den Sohn bis zu den Glaubenden,5 und der Mandatar

2
Zum profan-politischen Gebrauch von Exousia in der griechischen Literatur und
im Frühjudentum vgl. K. Scholtissek, Vollmacht im Alten Testament und Judentum. BegriVs-
und motivgeschichtliche Studien zu einem bibeltheologischen Thema (PThS 24; Paderborn u.a.
1993) 77-85,93-100. S. auch W. Foerster, Art. ¦jestin ktl., ThWNT II (1935) 557-72,
hier: 559-63; O. Betz, Art. ¤jousÛa, TBLNT II (2000) 1184-8, hier: 1185.
3
Zu den ¤jousÛai überirdischer Art vgl. auch TestLev 3:8; äthHen 61:10; 2.Makk
3:24; Foerster, „¦jestin“, 568-70; I. Broer, Art. ¤jousÛa, EWNT II (1981) 23-29,
hier: 27.
4
Das entspricht grundsätzlich dem Verständnis von Vollmacht im alttestamentlich-
jüdischen Schrifttum. Vgl. Scholtissek, Vollmacht im Alten Testament, 145-6.
5
Die Vollmacht Christi und die Vollmacht der Christen kann daher nicht losgelöst

Scholtissek. die der Evangelist in 10:17-18 dem Tod Jesu. dazu Scholtissek. und 12:49 bemerkt entsprechend: „Denn ich habe nicht von mir aus geredet. Der Sohn tut vielmehr das. 10:31-39). was der Vater ihm geboten hat (14:31. Allerdings ist diese Vollmacht Žpƒ ¤mautoè speziŽ sch verstanden. Untersuchungen zur johanneischen Christologie und Eschatologie (Freiburg 1964) 112-13.7 Das weist auf die exponierte Stellung hin.18. so sendet und autorisiert der Sohn die Seinen. Joh 13:20 ist auf dem Hinter- grund des semitischen Botenrechtes der Repräsentation des Sendenden durch den Gesandten (vgl. auch 15:4. In 10:17-18 wird anders als sonst üblich davon gesprochen. Amiet. . vgl. autarke Vollmacht Jesu. Blank.42. Freiburg u. die die theo-logische Begründung der Vollmacht auf eigene Weise unterstreicht. Ihnen gegenüber wahrt Jesus seine Freiheit. daß Jesu eigene Vollmacht im Willen Gottes begründet ist. Diese Vollmacht über Kreuz und Auferstehung wird jedoch ausschließlich gegenüber denen betont. J. hier: 236). In der Regel ver- steht Jesus sein Wirken „nicht von sich aus“. hat mir ein Gebot gegeben. Entsprechend überträgt das Logion 13:20 Strukturelemente der johanneischen Christologie auf die Ekklesiologie: Wie der Vater den Sohn sendet und autorisiert und der Gesandte den Sendenden vollgültig repräsentiert.6 Das Autorisierungsgefüge hat in Gott seinen Anfang und setzt sich über den Sohn auf die Glaubenden hin fort. 16:13). Ber 5:5) zu interpretieren. Vollmacht im Alten Testament. In ihm sein und bleiben. 8:28. Sie wird als Gebot (¤ntol®) interpretiert. 1999) 229-30. um durch ihre Aufnahme die Integration in die Gemeinschaft mit Jesus und den Vater zu ermöglichen. 7 Zu der johanneischen Wendung „nicht von sich aus“ vgl. die Jesus das Leben nehmen wollen (vgl. 7:17. 15:10). 6 Vgl. seiner Erhöhung und Auferweckung beigemessen hat. V18c hält nämlich zugleich fest. dazu K. doch maßt er sich keine Eigenmächtigkeit gegenüber von der Exousia Gottes betrachtet werden (gegen P. IKZ 61 [1971] 233-42. Es handelt sich also nicht um eine von Gott losgelöste. „Exousia im Neuen Testament“. Die Sprache der Immanenz in den johan- neischen Schriften (HBS 21. reden oder richten kann (5:19. weil er nichts aus eigener Initiative tun. Jesus betont daher in 10:17-18 sein im Auftrag Gottes (¤ntol®) begründetes Recht auf souveräne Entscheidung über die Hingabe und den Neuempfang seines Lebens. das Jesus von Gott empfangen hat. daß Jesus von sich aus (Žpƒ ¤mautoè) Vollmacht hat. Krisis.30. der mich gesandt hat. Für das Vater-Sohn-Verhältnis ergibt sich dabei eine Besonderheit. 14:10.a. vgl.28. sondern der Vater. was ich zu sagen habe und was ich reden soll“.24 rainer metzner übt jeweils die Vollmacht des Mandanten aus. Vgl. 129-38.

Teil (HThK 4/2. die Jesus ausübt. Söding. Baum-Bodenbender.105-38. die dem Heilsplan Gottes dient.37- 38.9 Als Pilatus dabei auf seine Macht über Leben und Tod.“ Uns interessiert der erste Teil der Antwort Jesu. R. Johanneische Christologie im Prozeß Jesu vor Pilatus (Joh 18:28-19:16a ) (FzB 49. Darum heißt es. 2. Entsprechend läßt der Täufer in 3:27 verlauten: „Kein Mensch kann irgend etwas empfangen. daß Jesu Vollmacht auf das Kreuz bezogen ist. Metzner. treVend R. Stuttgart 1996) 23-104. Schnackenburg. Jesu Vollmacht über das Kreuz Von 10:17-18 her wird deutlich. „Die Macht der Wahrheit und das Reich der Freiheit. was er (der Sohn. R. hier: 38-42. vgl. 17:4.31. sondern in gleicher Weise das tut.a. 5:30. ZThK 93 (1996) 35-58. wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist“. T. Exemplarisch seien genannt R. über Freigabe oder Kreuzigung des Gefangenen verweist (V10). Würzburg 1984) 23-96. vollmacht im johannesevangelium 25 dem Vater an. Diebold-Scheuermann. 5:36. Zur johanneischen Deutung des Pilatus-Prozesses ( Joh 18:28-19:16) “. 10 Zum Problem der „größeren Sünde“ in Joh 19:11c vgl. Selbsthingabe Jesu und Neuempfang des Lebens geschehen nach dem Willen des Vaters. wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist“. C. Das Johannesevangelium. um dessen Heilswerk zu vollenden (4:34. 14:10-11).M. daß der Sohn nichts von sich aus (Žfƒ ¥autoè) tun kann. aus eigenem Entschluß. Deshalb hat der. Analog geht es in 19:11 um eine Vollmacht. was sein Vater tut (5:19). 10:25. die sein Schicksal hintergründig deutet: „Du hättest keine Vollmacht über mich.) ‚aus sich selbst‘.“ 9 Zur Komposition von Joh 18:28-19:16a liegen gegenwärtig umfangreiche Studien vor. doch auch dies nach dem Auftrag des Vaters (10:18). größere Sünde. der dich mir überantwortet hat. Dement- 8 Vgl.40. Jesus vor Pilatus. 51990) 130: „Das einzige. Er handelt gänzlich nach dem Willen des Vaters. Freiburg u. 2. wie die eigene Vollmacht Jesu mit der Verfügungsgewalt des Pilatus über Jesus (19:10-11) zu verein- baren ist. 9:4. Das führt zu der Frage. reagiert Jesus mit einer Antwort. tut. 6:38.8 Es ist seine Vollmacht. Eine exegetische Untersuchung zum Verhör Jesu durch Pilatus ( Joh 18:28-19:16a ) (SBB 32.32. Kann die Vollmacht des Pilatus „gegen“ Jesus (19:11) im Widerspruch zum Heilswillen Gottes stehen? Zum Verständnis der Aussage in 19:10-11 ist folgendes zu bedenken: Der Evangelist entfaltet in 19:9-12 das zweite Gespräch zwischen Pilatus und Jesus innerhalb des Prätoriums. ist die Hingabe seines Lebens. Das Verständnis der Sünde im Johannesevangelium ( WUNT 122. Hoheit in Niedrigkeit. . Tübingen 2000) 248-61. und in 6:65 spricht Jesus: „Keiner kann zu mir kommen.10 Sie enthält eine johanneische Ausdrucksweise für göttliche Autorisierung.39. wenn es dir nicht von oben gegeben wäre.

Das Evangelium nach Johannes (KEK 2. Johannes hat dies bereits in 2:19 deutlich gemacht. The Death of the Messiah. in: ders.27. D.12 Der Leser weiß.“13 Dieser Hintergrund läßt die Vollmacht des Pilatus in einer eigentüm- lichen Verschränkung mit der in 10:17-18 erwähnten Vollmacht Jesu erscheinen. 19:12-16a). Gütersloh 31991) 683. The Johannine Passion Narrative Reexamined (Shipston-on-Stour.11 sondern konkret von der ¤jousÛa „gegen“ Jesus (V11) die Rede. ihm gegebene Funktion und Aufgabe bei der Auseinandersetzung um die Aletheia. Diebold-Scheuermann. die ihn zur Kreuzigung (V10) führen wird. Wilckens. Kap. in: C. L. Vgl. J. From Gethsemane to the Grave (New York u. Baum-Bodenbender. 3:3. 11 So H. Brown. „Die Macht. R. Becker. BZ NF 37 (1993) 88-92.M.Br. wird sie zum Zeichen der Souveränität und Freiwilligkeit des Leidensweges Jesu: Pilatus vollstreckt nur. ist nicht im Wesen der ¤jousÛa begründet. 75. wie sich der Prozeß gegen Jesus entwickeln wird. Warwickshire 1993) 25. R. die Pilatus als römi- schem Prokurator zukommt. und er weiß.31) verliehen bekommt. Bultmanns Auslegung von Joh 18:28 bis 19:16“.E. Schenke. Da sie aber hintergründig eine von Gott verliehene Verfügungs- gewalt ist und Jesus in Einheit mit dem Vater wirkt. U.a. son- dern nur als Bevollmächtigter Gottes handelt. 54). daß Pilatus darin nicht autonom. ist hin- tergründig der Wille Gottes am Werk. Johanneskommentar (Düsseldorf 1998) 354-5. 68-69. „Der Staat und die Verkündigung. Hoheit. Göttingen 141956) 512 (anders Ergänzungsheft. Schnelle. Während Pilatus vorder- gründig nach politischem Kalkül entscheidet (vgl. Theologia Crucis – Signum Crucis (FS E. Das Evangelium nach Johannes (NTD 4. 280. 14 Vgl. sondern ist nur eine bestimmte.).. The Victim.11-21 (ÖTK 4/2. 1956) 56-74. . Die Zeit der Kirche.7. „ Jesus und Pilatus nach dem Johannesevangelium“. souveränen Handelns Jesu. 1994) 841- 2. R.a. Röm 13:1). Schlier.D. Das Evangelium nach Johannes.26 rainer metzner sprechend ist auch nicht allgemein von einer göttlich begründeten Staatsmacht des Statthalters (vgl. die ihm deshalb letztlich ‚von oben‘ zukommt. hier: 92. Bultmann. Dinkler. Andresen/G. Jesus. U. Hoheit. Tübingen 1979) 359-75. 13 Baum-Bodenbender. So tut sich dem Leser der wahre Hintergrund des Geschehens auf. Lebenshingabe und Auferstehung Jesu sind Merkmal eigenen. Klein (Hg. Jesus freizulassen und zu kreuzigen und am Ende des Prozesses über ihn das Urteil zu fällen. Leipzig 1998) 279. Zeller. Göttingen 171998) 287. 14 Die von Pilatus in Anspruch genommene Amtsvollmacht gegen Jesus steht nur nach politischem Ermessen über der Vollmacht Jesu. Exegetische Aufsätze und Vorträge (Freiburg i. 12 So mit Recht u. weil er seine Vollmacht „von oben“ (vgl. dazu D. J. was in Jesu Willen bereits beschlossen ist. Das Evangelium nach Johannes (ThHK 4. 74-75. „ Jesus und die Philosophen vor dem Richter (zu Joh 19:8-11) “. Lührmann. Derrett. der Joh 19:11 zu Recht als Veranschaulichung von Joh 10:18 versteht.

In Wahrheit geht es um die freie und sou- veräne Vollmacht des Sohnes.33-38. 12:27-28.17. ist in Wirklichkeit der. 2:19b. Zum johanneischen Verständnis des Kreuzestodes Jesu“.17 3. Die theologia crucis des Johannesevangeliums ( WMANT 69. 19:28-30). Jesus und „der Herrscher dieser Welt“ Während Pilatus als Bevollmächtigter Gottes operiert und so – wenn auch unwissend – Gottes Heilswillen dient. „Reich Christi. Derjenige. Bedrängte Gemeinde und verherrlichter Christus (München 4 1992) 195-7.28.3. K. dem Willen des Vaters zu folgen und dessen Werk zu vollenden.16 Dabei ist vorausgesetzt. souveränen und vollmächtigen Übernahme des Leidens- weges durch Jesus. 19:11. Schwemer (Hg. 13:2.26- 27. Die Passionsgeschichte im Johannesevangelium (StANT 30. Tübingen 1991) 163-84. hat der ganz andere Macht- haber. 12:31. Wilckens.M.30) . Dieses Konzept der Souveränität Jesu bestimmt nicht nur die johanneische Passionsgeschichte im engeren Sinne. Im Augenblick seines Triumphes (vgl. sondern setzt von Beginn des Evangeliums an ein (vgl. München 1972) 278-94. Brandt u. 17:4.36-37) und der Sohn dessen Werk vollendet (4:34. Insofern ist die von Gott an Pilatus verliehene ¤jousÛa hintergründig die souveräne ¤jousÛa des Sohnes selbst. (Hg. BTB 25 (1995) 110-15. Dauer. Neukirchen-Vluyn 1994) 248-52. wie sie nach 10:17-18 verstanden wird. Wengst.27) wird seine Macht 15 Vgl. 16:11). daß die Erhöhung Jesu dem Willen des Vaters entspricht (vgl. 18:11. Reich Gottes und Weltreich im Johannesevangelium“. Königsherrschaft Gottes und himm- lischer Kult im Judentum. in: E. 14:30. 10:17-18. vollmacht im johannesevangelium 27 wenn er dort Jesu Auferstehung als dessen eigenes Handeln versteht (vgl. Von einer Exousia des Teufels spricht der 4. sowie M.15 Die in 19:10-11 genannte ¤jousÛa des Pilatus ist demnach Ausdruck der freiwilligen. Nur vordergründig hat Pilatus die Verfügungsgewalt über Leben und Tod Jesu. daß der Teufel seine Macht verloren hat (vgl. 17 Vgl. IgnSm 2). Th. Popkes. J. 16 Vgl. Gemeinschaft am Evangelium (FS W. 14:30. keine Ver- fügungsgewalt über Jesus. Ford.a. der in einem der Welt ver- borgenen Sinne über sich selbst entscheidet. dazu A. 14:31.M. „Jesus as Sovereign in the Passion accord- ing to John“. 11:51. 3:14. Knöppler. Hengel. U. 5:36. Urchristentum und in der hellenistischen Welt (WUNT 55. 13:1. Der Christus traditus ist der Christus se ipsum tradens.26-27. 16:11). se ipsum tradens. 18:1-11. Leipzig 1996) 363-83. Für ihn ist klar. 11:7./A.28. über dessen Lebensende andere das Urteil fällen. in: ders.). 22:53 ganz bewußt nicht. 12:27-28. Johannes. „Christus traditus.). Wilckens. . Evangelist im Unterschied zu Lk 4:6. hier: 167-8. 62. „der Herrscher dieser Welt“ (12:31. 19:24.

Die Metaphorik von Herz und Hand macht dabei den Unterschied zwischen Unfreiheit und 18 Hengel. Daher ist auch die ¤jousÛa über „alle Reiche der Welt“. Das Johannesevangelium. In Joh 14:30 hat die Wendung die Bedeutung: „einen Anspruch auf Jesus oder Gewalt über ihn haben“ (R.a.19 weil der Vater dem Sohn „alles in seine Hände gegeben“ hat (13:3). wie sie die Synoptiker kennen.“18 Der Teufel kann nur in der Stunde des Kreuzes wirksam werden. Jesus auszuliefern. weil er von fremder Macht geführt wird (vgl. „¤jousÛa“. wird in dem einleitenden Kommentar zur Fußwaschung deutlich (13:1-3). die ihm vom Vater ver- liehen ist. Dementsprechend berichtet Johannes keine Versuchung Jesu zu Beginn seines öVentlichen Auftretens. Bauer/K.v. . sondern Vater und Sohn lassen sie bewußt gewähren. Evangelium wirklich stellen müßte. Schnackenburg. Freiburg u. Geschickt operiert der Evangelist mit den Gegen- spielerpaaren: Teufel-Judas und Vater-Sohn. 20 Zur programmatisch-einleitenden Bedeutung des Kommentars Joh 13:1-3 für die Fußwaschung Joh 13:4-20 und den zweiten Teil des Johannesevangeliums insgesamt ( Joh 13:1-20:31) vgl. Nur vordergründig kann der Teufel Jesu Tod betreiben. Teil [HThK IV/3. Daß Jesu Vollmacht souverän und ungebrochen ist. Wilckens. und daß er von Gott gekommen war und zu Gott geht“. weil so die Vollmacht Jesu gesteigert wird. Johannes geht daher ganz bewußt von der Machtlosigkeit des Teufels aus. 13:27). 19 Zur Wendung ¦xein ti ¦n tini (= etwas an jemand haben) vgl. Der Gehorsam Jesu kann nicht wirklich auf die Probe gestellt werden. weil der Sohn von Beginn an in vollkommener Einheit mit dem Vater wirkt. ein- schließlich „des Herrschers dieser Welt“. Eindrücklich wird hier ein Kontrast aufgebaut: Während Judas Marionette und Werkzeug des Teufels ist. ähnlich Betz. daß der Teufel Judas lenkt. Der Teufel kann keine Macht über Jesus haben (14:30). keine Herausforderung. Evangelist hier andere Akzente.a. 3. Bewußt setzt der 4. daß der Vater ihm alles in die Hände gegeben hatte. die ihm der Teufel nach der synoptischen Tradition anbietet (Lk 4:5-6par). 172. W. „Sein scheinbarer Triumph. Dagegen bemerkt V2 zuvor. 1187. 61992] 99). 205-6.20 Johannes teilt in 13:3 mit. der sich Jesus im 4. Der Teufel und Judas können nicht eigenständig Macht über Jesus ausüben. „Reich Christi“. um hier seine Macht zu verlieren. Aland. indem er ihm ins Herz legt. daß das kommende Geschehen in der Verfügung des Sohnes liegt: Jesus „wußte. Griechich-deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Literatur (Berlin-New York 19886) s. ¦xv 7. Jesu Tod am Pfahl der Schande. bedeutet in Wirklichkeit dessen Sieg und seine Entmachtung. Johannes. indem er sich des Verräters bedient.28 rainer metzner gebrochen. han- delt Jesus in freier und souveräner Vollmacht.

Geber 26mal) sich auf Menschen erstreckt.u. hier: 775. DÛdvmi ist im Johannesevangelium ein BegriV mit ausgesprochen theologischer Qualität. 23 Vgl. b‹llv 2. Understanding the Fourth Gospel (Oxford 1991) 321-2. EWNT III (1983) 1108-11. W. die der Mandant (Gott) seinem Mandatar ( Jesus) zugesteht. hier: 1110. Der Mandatar wird das ihm Anvertraute. Voraussetzung dafür ist.b. Kein Inhaber von Vollmacht hat die ¤jousÛa von sich. Diese Inbesitznahme des Verräters ist so stark. ohne daß irdische oder gegengött- liche Mächte diese Vollmacht bestimmen. daß ¤jousÛa als vermittelte und partizipiale Autorität erfahren wird. s. Die Vollmacht der göttlichen Gabe Bisher ist deutlich geworden. Art. „In die Hand jmds. daß Jesus in freier und souveräner Autorität einen Sendungsauftrag erfüllt. Ashton. EWNT I (1980) 771-76. 4. vollmacht im johannesevangelium 29 Freiheit deutlich: „ins Herz legen“ (b‹llein eÞw t¯n kardÛan)21 bezeich- net die teu ische Umklammerung des Herzens. lenken oder beeinträchtigen können. Radl. da fuhr der Satan in ihn hinein“ (13:27). 24 Vgl. an dessen Herrschermacht er uneinge- schränkt partizipieren kann. das von Gott her (ca. daß der Sohn seine Vollmacht als direkte Gabe Gottes empfängt. So vermerkt der Täufer mit Blick auf Jesus: „Kein Mensch kann irgend etwas empfangen.Kön 11:29-31 und Beispielen aus Midraschtexten. in eigener Hand-lungsfreiheit tun. xeÛr 2. daß Judas selbst zu einem di‹bolow wird (6:70) und dem Verderben anheimfällt (17:12).v. 22 Zum übertragenen Gebrauch von xeÛr vgl. dÛdvmi. Sie wird ihm vielmehr „gegeben“. xeÛr. während der Herrscher und seine Welt nur negative Macht des Hasses ausüben können (s.24 21 Zur Wendung „ jemandem ins Herz legen“ = „ jemandem eingeben“ vgl. Bauer-Aland. Vollmacht ist daher als Gottes Gabe näher- hin zu beschreiben.). wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist“ (3:27). Popkes. Darum teilt der Evangelist auch wenig später mit: „Und nach dem Bissen. Der Teufel ergreift von ihm Besitz. . Wörterbuch. dazu J. geben“ (didñnai ¤n t» xeirÛ tinow)22 ist dagegen formaler Ausdruck für die Übertragung von Macht und Autorität23 und zielt auf die freie Verfügungsgewalt. Er ist dabei von der Liebe Gottes getragen. 42mal) über Christus (Empfänger 28mal. Bauer- Aland. mit Verweis auf 1. aus der sich Judas nicht selbst befreien kann. Art. s.v. Wörterbruch. Geben ist Teil des göttlichen Handelns. Johannes zeigt. W. das in seine Hand Gegebene.

g. hier: 155-69. Denn die Vollmacht des Sohnes beruht gerade nicht auf Eigenmächtigkeit. 20:28. daß der Sohn die Stelle des höchsten Gottes ein- nimmt. . L. so daß der Sohn mit dem Vater zusammenwirkt (5:17. önoma 4. was Gott schon immer zukommt.18). 5:30.v. s.19). hier: 757.-C. s. EWNT II (1981) 1268-77. nämlich seine göttliche Autorität und Macht. ausgerüstet und ausgewiesen. 28:18. daß der Vater ihm alles (p‹nta) in die Hände gegeben hat (3:35. Bauer-Aland. in: O. ähnlich Schnackenburg. Als die höchste Autorität õ yeñw hat der Vater den Sohn „versiegelt“. T. 13:3). dazu Schnelle. daß Jesus sich Gott gleich macht und so göttliche Macht und Autorität in eigenmächtiger Selbsterhebung anmaßt (5:18. Der Sohn empfängt genau das. Kammler (Hg.27 Ihm wird die göttliche Geistgabe so sehr zu eigen. Philo. die höchste Autorität. um so seine Einheit mit Gott zu bezeugen. „ Jesus und der Geistparaklet“.86. hier: 1273-5. EWNT III (1983) 756-8. kann aus der Sicht des Evangelisten nur als Mißverständnis gelten. 26 Vgl. 13:3) Vollmacht wird zunächst in ihrer Totalität erfaßt.18. in seinem Auftrag (5:43. als Sohn bleibt er vom Vater unterschieden. ohne ihn mit dem höchsten Gott zu identiŽ zieren oder daneben einen zweiten Gott zu stellen (vgl.v. 31.Joh 5:20). beglaubigt und bestätigt (6:27d). Allein im Blick auf den Sohn kann Johannes davon sprechen. 27 Vgl. mit ihm übereinstimmt (vgl.28 Darum hat er ihm ein Gebot gegeben. sfragÛw 2. was er zu sagen und zu reden hat (12:49). Der Vorwurf. 12:13)29 sowie nach 25 Vgl. Johannes II. sfragÛzv.v. 51. Kammler. 1. Bauer-Aland.1. der von einem „exklusiven Monotheismus in bini- tarischer Gestalt“ spricht.h. d.a. 10:25.62). Wörterbuch. Art. Vielmehr hat sich der Vater in freiem Entschluß seinem Sohn so sehr mitgeteilt. Johannesstudien (WUNT 88. 8:16. Art. sfragÛzv 2. daß er in ihm vollständig oVenbar wird (vgl. önoma. Wörterbuch. 28 Zu sfragÛzein im Sinne der Autorisierung und Beglaubigung vgl. Tübingen 1996) 87-190.25 Der Evangelist kann daher dem Christus-Logos yeñw-Qualität zusprechen (1:1. QuaestGen 2. s. weil in der Macht des Vaters gründende Hoheit ‚über alles‘ “. Die absolute Vollmacht des Gottessohnes ( Joh 3:35. Johannes. 10:33). 12:44-45).30 rainer metzner 4.-C. Leg All 2. rechtskräftig autorisiert. und das ist Gott. vgl. Apk 12:10).26 yeñw ist der Sohn von Ewigkeit her als der ständige Geistträger (1:32-34).“ 29 Zur Wendung ¤n tÒ ônñmati = „im Auftrag von“ vgl. Johannes III. daß er uneingeschränkt Gottes Autorität in Anspruch nehmen kann: „Ich und der Vater sind eins“ (10:30) besagt eben nicht. 18: Jesu „unanfechtbare. Schnackenburg. erkennt in dem auVälligen Zusatz õ yeñw nach der Nennung des Vaters eine Nuance und versteht 6:27d so: „Diesen hat der Vater ‚besiegelt‘.c. dazu H.).c. Hartman. nämlich die alles umfassende Macht im Himmel und auf Erden (vgl. der die Einzigkeit Gottes in Frage stellen würde. Mt 11:27. Schramm. HoŽ us/H.

10:18) und seine Werke tut (4:34. Leiden 2000) 164-76.30 die von Gott beauftragt worden sind. 7:21. The Johannine Reception of the Psalms (AGAJU 47. hier: 28.9. 34 Die „größeren Werke“ haben einen doppelten Bezug.29-30. 4. Art. 31 Die Wendung pròw oîw õ lñgow toè yeoè ¤g¡neto (10:35) entspricht der biblischen Auftragsformel „Das Wort Gottes erging an . 17:4“. jetzt ausführlich M.18. Der Schluß a minori ad maius macht hier klar: Jesu Vollmacht als Gottessohn übersteigt bei weitem die Vollmacht aller bisher von Gott beauftragter Handlungsträger. Schlier. Daly-Denton. vollmacht im johannesevangelium 31 seinem Willen und seiner Weisung handelt (6:38. ist „Anweisung und Zuweisung des väterlichen Werkes an den Sohn. Ps 8:6-9. zum einem die nachfol- genden Wunder. die ein äußerlich sichtbares „Staunen“ der Anwesenden hervorrufen (vgl. Deshalb kann auch für deÛknumi tŒ ¦rga gesagt werden dÛdvmi tŒ ¦rga 5:36. Die Heilsvollmacht des Gottessohnes ( Joh 5:20-22.27. Es besteht eine vollständige OVenbarungs.2. es schließt Vollmachts- übertragung ein.31 aber nicht nach Gottes Art gerichtet haben und deshalb unter das Gericht Gottes Ž elen (Ps 81:1 LXX). 6:37-39. da er doch von Gott geheiligt und in die Welt gesandt worden ist (10:36). 14:10-11). David in the Fourth Gospel. 33 H. . Diese Einheit wird in 10:34-36 mit Hilfe von Ps 81:6 (LXX) deut- lich gemacht: Wenn Gott schon die ungerechten Richter Israels. „Götter“ genannt hat. Sach 12:8). worin die größeren Werke bestehen: Der Sohn hat Teil an der lebensspendenden Vollmacht Gottes. „Gott“ (1:1. 45:7.27. Die Vollmacht des Sohnes dient der Vermittlung von Leben und Heil. 9:16.34 Er erweckt wie der Vater Tote 30 Zur Diskussion um die Identität der „Götter“ in Ps 82:1. Die Gedankenkette von 5:20-22 stellt den engen Zusammenhang von Vollmacht und Lebensvermittlung heraus: Der Vater liebt den Sohn und „zeigt“ ihm alles (p‹nta). die der Vater dem Sohn „zeigen“ (bzw.24) Die absolut qualiŽ zierte Aussage von der Gabe Gottes (p‹nta) kann Johannes soteriologisch näher bestimmen. 10:28-29.und Wirkeinheit von Vater und Sohn. . Das „Zeigen“ ist hier mehr als nur ein Verweisen. 11:47).32. 7:1..33 V20b verweist auf größere Werke. 10:25. 9:4.28.37-38. was er tut (5:20a). Dafür sind folgende Belege in Betracht zu ziehen: Joh 5:20-22. 17:1-8.32 um wieviel mehr kann Jesus den Anspruch erheben. deÛknumi ktl. und V21 macht deut- lich. „geben“) wird. 20:28) im Sinne des einzigen Gottessohnes zu sein.6 vgl.“. 8:26. Ex 4:16. 5:36. zum anderen Totenerwecken und Richten. in seinem Namen zu handeln. ThWNT II (1935) 26-33. 32 Im AT können gelegentlich Inhaber besonderer von Gott übertragener Ämter in einem abgeleiteten Sinne „Götter“ genannt werden (vgl. wie die fol- .

1. 106-7. Schnelle. daß es eine Vollmacht generell über Leben und Tod.38 was mir der Vater gibt. Joh 6:37-39. Johannes. den er mir gegeben hat.Joh 5:4. daß der Vater dem Sohn das ganze Gericht gegeben hat. Schnackenburg. verloren gehen lasse. weil im johanneischen Kerygma der Heilswille Gottes eine Prävalenz vor seinem Richten hat (vgl. . Labahn. 10:28-29.39. Debrunner/ F. Vgl. ohne pn 10:29). Vgl. Johannes. Die Gabe des Vaters ist in die auf Rettung zielende Verantwortung des Sohnes gestellt. Dem Sohn kommt wie dem Vater zv¯ ¤n ¥autÒ zu. V22 begründet diese Vollmacht darin. die er als Menschensohn zum Gericht ausübt. der mich gesandt hat.36 Der Kontext macht deutlich. Jesus der Lebensspender. 4. Blaß/A. 35 Vgl. werde ich nicht hinauswerfen“. 194. In 6:37 formuliert der Evangelist: „Alles (pn statt p‹nta!). ausgesagt. Wenn es in V21 heißt.28-29).37 Dabei leitet der Heilswille Gottes den Richtungssinn der Vollmacht. Ähnlich fährt 6:39 mit Blick auf den Heilswillen Gottes fort: „Dies ist der Wille dessen. die der Vater dem Sohn anvertraut hat. Johannes II. Zuvor in 5:26 bemerkt der Evangelist. sondern ihn am letzten Tag auferwecke“ (vgl. und den. son- dern Vollmacht und Autorität. An diesen Stellen wird die Vollmacht des Gottessohnes als Schutz und Hilfe für die Glaubenden. 17:2.35 In 5:27 begegnet dann der BegriV ¤jousÛa: Gott hat seinem Sohn (vgl. daß das Leben die Gabe Gottes an den Sohn ist: Wie der Vater das Leben „in sich“ hat. Rehkopf.32 rainer metzner zum Leben. 12:47). Grammatik des neutestamentlichen Griechisch (Göttingen 151979) § 138. Heil und Gericht ist (5:24-25. dazu M.Esra 13. 132-3. Es liegt in seiner Macht. Untersuchungen zu einer Geschichte der johanneischen Tradition anhand ihrer Wundergeschichten (BZNW 98. Es geht Gott wie seinem Sohn darum. 38 Johannes benutzt in solchen Zusammenhängen öfters das Neutrum pn statt des Maskulinums (6:37. dann meint dies nicht Willkür. 5:26) eine Vollmacht gegeben. wird zu mir kom- men. das per deŽ nitionem Leben ist. Berlin-New York 1999). so hat er dem Sohn an dieser Lebensgabe Anteil gegeben (¦dvken). Leben zu vermitteln (5:24-25). 100-102. 18:9). daß der Sohn lebendig macht. genden Sätze (5:21-22) zeigen. jedem das Leben zu spenden. 116-7. Vollmacht im Alten Testament. 36 Gemäß der frühjüdischen Menschensohnvorstellung (äthHen 33-72. der zu mir kommt. dazu Scholtissek. Die Gerichtsvollmacht des Sohnes ist also auf die Vermittlung von Leben bezogen. „welche er will“ (oîw y¡lei). 37 Vgl. Der Sohn ist in seiner Handlungsfreiheit keinerlei Bedingungen und Beschränkungen unterworfen. Johannes III. Schnackenburg. Die Einheit zwischen Vater und Sohn ist daher in essentieller Weise begründet: Der Sohn par- tizipiert an dem göttlichen Wesen. 1. Wilckens. Vgl. daß ich keinen. 3:16-17. syrBar 53) vollzieht der Menschensohn als wesentliche Aufgabe seiner Vollmacht das Gericht. F.

42 damit er ewiges Leben gebe jedem. 263-4. Verherrliche deinen Sohn. dazu Daly-Denton. der sie mir gegeben hat. und sie werden in Ewigkeit nicht ver- loren gehen (oé m¯ Žpñlvntai).14. So heißt es gleich zu Beginn: „Vater.24. 5:26. 42 Psa s‹rj ist ein Semitismus für „jeder Mensch.b. Wenn die Hand des Vaters durch die Hand des Sohnes zur Geltung kommt. Joh 17:1-8.o. .9. 17:2). 17:6. kann sie keiner der durch den Vater und den Sohn verbürgten Gabe des ewigen Lebens entziehen (= „rauben“. 10:38). den du ihm 39 Die Handschriften des Textes von V29a weichen voneinander ab (zur Diskussion vgl. V29b). die vom Vater sagt. die dem Hirten Jesus nachfolgen. Mein Vater.) verstärkt: Jesus handelt in vollmächtiger Einheit mit dem Vater.33. Belege bei Bauer- Aland. das die Heilsgabe des Sohnes schlechthin ist (vgl. und keiner wird sie aus meiner Hand rauben. s‹rj 3.d.40 Johannes weitet das alttes- tamentliche Bild von Gott dem Hirten auf den Hirten Jesus aus und läßt damit an eine Übertragung von Autorität denken: Der Vater hat die Schafe dem Hirten gegeben. Die Lesart. David. Bauer-Aland.33. 10:12). 386). Schnackenburg. jedermann“. Weil die Glaubenden des Vaters und des Sohnes Eigentum sind (vgl. Er wirkt in vollkommener Handlungseinheit mit dem Vater (vgl.v. Johannes II. ist größer als alle. 6:27. – Der Vollmachtsgedanke wird durch das schon für 3:35 und 13:3 erwähnte Bild von der Hand (s. Ps 94:7 LXX).39 und keiner kann (sie) rauben aus der Hand meines Vaters“ (10:28-29). xeÛr 2. Motivgeschichtlich ist hier das Bild von den „Schafen seiner (Gottes) Hand“ aufgenommen (vgl. 17:12) weist auf das Bild von der Glaubensherde in Joh 10 voraus. vgl. In großer theologischer Dichte bedenkt das hohe- priesterliche Gebet die Heilsvollmacht Jesu. Daher kann er sich zu gegebener Zeit der Hand41 seiner Feinde entziehen (10:39). die Verheißung: „Und ich gebe ihnen ewiges Leben. dann ist der Sohn in einem ausgezeichneten Sinne als Hand- langer Gottes zu verstehen. 41 Zu xeÛr in der Bedeutung „die feindliche Gewalt“ vgl.9). ergibt im Zusammenhang von V28-29 den besten Sinn (vgl. neben 10:28 auch 4:10. daß er größer ist als alle. denn durch die schützende Hand Jesu wirkt die schützende Hand Gottes. Mit dieser Vollmacht ist der Hirte gegenüber den Schafen in die P icht genommen: Er gibt ihnen das ewige Leben. Dort gilt den Schafen. 40 Vgl. damit der Sohn dich verherrliche.51. Wörterbuch. wie du ihm Vollmacht gegeben hast über jeden Menschen. s. gekommen ist die Stunde. s. Wörterbuch.v. vollmacht im johannesevangelium 33 Diese eigentümlich geprägte Rede von der Gabe Gottes und vom Nicht-Verloren-Geben der dem Sohn Anvertrauten in Joh 6 (vgl.

ein eigen- tümliches Anakoluth nach pw. die du mir gegeben hast. was du mir gegeben hast. die der Vater ihm anvertraut hat. vgl. damit sie meine Herrlichkeit sehen. die du mir gegeben hast. was du mir gegeben hast. 44 Vgl. und sie haben geglaubt. Nun haben sie erkannt.“ Die Vollmacht des Gottessohnes wird so als retten- des OVenbarungswissen für die Glaubenden zur Geltung gebracht. daß du mich gesandt hast“. Vgl. Die johanneische Eschatologie III. kŽkeÝnoi). . Sie waren dein. . Sie wird in der escha- tologischen Schlußbitte 17:24.3. Die oben für 10:28-29 festgestellte doppelte Relation der Gabe begegnet hier wieder: Der Vater hat dem Sohn Vollmacht über die Menschen gegeben. von dir ist.34 rainer metzner gegeben hast“43 (17:1-2). Sie ist die dem Sohn mitgeteilte Gabe der Doxa Gottes. steht er auch in der Fürbitte „für die. die du mir gegeben hast. daß alles (p‹nta). daß alles (p‹nta). die auf die Vollendung der Glaubenden in der zukünftig-jenseitigen Gemeinschaft mit Jesus blickt. welche du mir aus der Welt gegeben hast. daß der theologisch qualiŽ zierte Terminus dÛdvmi als Explikation des ¤jousÛa- BegriVes zu verstehen ist. und sie haben dein Wort bewahrt. Frey. damit dieser ihnen das göttliche OVenbarungswissen mitteilt. § 282. 17:2 bestätigt. 17:9) dem Sohn anvertraut hat. Tübingen 2000) 223-31. daß wo ich bin. auch die bei mir sind. ich will. Denn die Worte. aétoÝw ist constructio ad sensum (ebd. die du mir gegeben hast“. § 466. „die du mir gegeben hast“. weil du mich geliebt hast vor ErschaVung der Welt“. habe ich ihnen gegeben. und der Sohn gibt denen das ewige Leben. von dir ist. erhalten sie Einsicht in die göttliche Bevollmächtigung des Sohnes: „Nun haben sie erkannt.3. Blaß/Debrunner/Rehkopf. Da die Glaubenden Jesus anvertraut sind.44 aufgenom- men und entfaltet: „Vater. Die eschatologische Verkündigung in den johanneischen Texten (WUNT 117. das ihm selbst gegeben ist. .) wird in 17:6-8 mit der soteriologischen Voll- machtsaussage eng verknüpft: „Ich habe deinen Namen den Menschen oVenbart. Grammatik. Die für 3:35 und 13:3 erkannte absolut qualiŽ zierte Aussage von der Gabe Gottes (s. ähnlich 17:24: ù d¡kvk‹w moi . ein (17:9). Vollmacht wird hier doxologisch bestimmt. und mir hast du sie gegeben.o. Johannes macht hier deutlich. dazu J. und sie haben sie angenommen und in Wahrheit erkannt. wei- tergibt. daß Gott die Glaubenden als sein Eigentum (vgl. Indem Jesus ihnen die Worte. Dann werden sie in der Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn 43 17:2b (und 6:39) bildet mit der Wendung pn ù d¡dvkaw aétÒ ktl. an der auch die ihm anvertrauten Glaubenden bei der kommenden Vollendung Anteil bekommen sollen. daß ich aus dir gekommen bin.

abgeleitete und geliehene Vollmacht. Sie bleiben Kinder Gottes. die Studie von Scholtissek. OVb 13:8. 17:18). Insofern üben die Glaubenden eine begrenzte Vollmacht aus. zum Sohn zu kommen (6:65). Dieser Dienst versetzt sie in die Lage. daß ihnen im Unterschied zu dem Sohn nicht „alles“ (s. wie es ihnen zugleich vom Vater gegeben wird. vollmacht im johannesevangelium 35 (vgl. das „Bleiben“ in ihm (15:1-7). 12:41. daß der Sohn an der Vollmacht Gottes teilhat. 14:2-3) Einsicht in die Herrlichkeit Gottes erhalten.26. HoŽ us. 17:8. 45 Zur Wendung „vor Grundlegung der Welt“ im vorzeitigen und vorweltlichen Sinn vgl. 17:26) mitgeteilt hat (vgl. 4.Petr 1:20. in der sie auf ihren Mandanten verwiesen bleiben. die dieser seinem Sohn von Ewigkeit her45 in Liebe (vgl. Die Gottheit Gottes und die darin begründete Vollmacht über Leben und Tod (vgl. Entscheidend ist die personale Bindung an Christus. Eph 1:4. Kinder Gottes zu werden (1:12.3. Ihnen „gibt“ der Sohn Vollmacht. Dabei bleiben sie aber auf den Souverän ver- wiesen. aber sie können anders als der Vater und der Sohn nicht yeñw -Autorität beanspruchen. katabol®. vgl. ohne den sie nichts tun können (15:5) – wie auch der Sohn nichts ohne den Vater tun kann (5:19). Sie werden im Geist „von oben“ neu geboren (3:3. 11:52). EWNT II (1981) 630-1. Der zweite Komplex der dÛdvmi-Aussagen bezieht sich daher auf die Glaubenden. Jesu OVenbarungswerk von Heil und Gericht (5:24-29) nachöster- lich fortzusetzen (20:23). Art. . 5:24-29) kommt allein dem Vater wie dem Sohn zu. durch die die Glaubenden am göttlichen Leben Anteil bekommen und für den Sendungsdienst ausgerüstet werden (15:16. Sie ist eine durch den OVenbarer und Lebensspender ver- mittelte.o. O. 46 Zu den Immanenzaussagen im Johannesevangelien vgl. 1.5) und dadurch zum Eigentum Gottes gemacht (17:6.9). passim. der ihnen das ewige Leben spendet (5:24. um sie zum Heil für die Seinen einzusetzen. Dabei läßt er sie auch an seiner Heilsvollmacht teilhaben.46 Wird den Glaubenden die geistliche Vollmacht über Heil und Gericht in der Fortsetzung des OVenbarungswerkes Jesu übertragen. 17:5). Die Vollmachtsgabe der Glaubenden (1:12) Die Aussagen über die Vollmacht Jesu zeigen. Die Auszeichnung der Gotteskindschaft erlangen sie also durch den Glauben an den Sohn. ähnlich Mt 25:34. In ihm sein und bleiben.) gegeben werden kann. Die in 1:12 genannte Vollmacht der Kinder Gottes ist daher in Jesu Heilsvollmacht als Spender des Lebens begründet. 17:2-3). 6:27. dann bleibt dabei klar.

darin aber als Unwissender wirksam sein. der sich gegen den OVenbarer und die Seinen wendet (15:18-16:4a). daß Jesus in vollmächtiger Einheit mit Gott wirkt: Er ist es.) in der Stunde der Verherrlichung des Gottessohnes ohne wirkliche Macht über Jesus sein.u. Rettung kommt ihr zugute. 6:51c. weil sie auf der innigen Beziehung der Agape beruht (s. Aber diese Vollmacht ist nur eine zeitlich begrenzte Vollmacht und wird von Pilatus nicht als von Gott geliehene Autorität erkannt. 12:47). Im folgenden ist daher die Vollmacht Jesu noch genauer zu beschreiben. Verständnis. Wenn Johannes demnach diese Vollmacht dem Lamm Gottes zuspricht. . daß die von Gott vermittelte Vollmachtsgabe Jesu zielorientiert ist: Der Vater begabt seinen Sohn mit Vollmacht. um die Welt zu retten (3:16-17. Der Haß der Welt.). neben Jesus bestehen können: 47 Vgl. dazu Metzner. der wie Gott von der Sklavenherrschaft der Sünde befreien kann (8:34- 36).47 Nach jüdischem Verständnis steht jedoch Gott allein das Privileg zu. 44:22. Die Vollmachtsgabe des Pilatus (19:11) Schließlich wird auch Pilatus eine Vollmacht von Gott gegeben (19:11 s. Pilatus handelt als Bevollmächtigter Gottes.o.4. dann verdeut- licht er. Pilatus wird wie „der Herrscher dieser Welt“ (s. Mi 7:18). Johannes setzt durchgehend voraus. Diese Exklusivität der Vollmacht über die Sünde hat einen zwei- fachen kritischen Akzent. Programmatisch für das Evangelium macht der Evangelist in 1:29 klar. läßt für die Welt keine göttliche Vollmachtsaufgabe von Dauer zu. Sünde vollmächtig zu vergeben (Ex 34:7. 5. die traditionell mit Befreiung von Sünde in Zusammen- hang gebracht werden. seinen Sohn der Verherrlichung zuzuführen (17:1). indem sie von der versklavenden Macht der Sünde befreit wird (8:31-36). 128-43.36 rainer metzner 4. Sie bleibt ihm in ihrer göttlichen Funktionalität verborgen. daß das Gotteslamm Sünde fortträgt. Während die ¤jousÛa des Sohnes als yeñw und der Glaubenden als t¡kna yeoè von Dauer ist. beseitigt und Sündenmacht deŽ nitiv bricht. Sie schließt aus. Die sündenvergebende Vollmacht Jesu Aus dem genannten Komplex der Gabe-Aussagen treten die christo- logisch gefüllten deutlich hervor.). weil Gott allein das Privileg zusteht. Ein vergleichbarer Anspruch Jesu wird in Mk 2:7 als Gotteslästerung zurückgewiesen. daß andere Personen und kultischen Orte.o. Jes 43:25. wird Pilatus nur in der Zeit des Verhörs und der Verurteilung gegen Jesus als Gottes Bevollmächtigter.

14:6. indem er die aus Mk 11:15-19parr bekannte Szene von der Tempelreinigung an den Anfang seines Evangeli- ums gestellt hat (2:13-22).R. Johannes der Täufer im Vierten Evangelium (ÖBS 12.. in: J. 1. Brown. hier: 85-86. 51 Vgl. Evangelium vgl.97. 10:38.a. „Er aber sprach vom Tempel seines Leibes“ (BBB 117. J. Hainz (Hg. 4:10). Werbick (Hg. Backhaus. Rahner. Stowasser.51 Der Täufer wird zum bloßen Zeugen Jesu Christi stilisiert (vgl. Der Tod Jesu als Heiligtumsweihe (WMANT 66. „Weißt du. dann ist damit ein kult(tem- pel-)kritischer Akzent gesetzt. K. vollmacht im johannesevangelium 37 (1) Die Aussage über das Gotteslamm. in: ders. 17:19) hat sich Gott selbst wohnhaft gemacht. sowie J. Klosterneuburg 1992).143-56 . in dem Gott Wohnung nimmt und die Sühne erwirkt. ohne daß es des Tempels weiterhin bedarf. Das Johannesevangelium spiegelt eine Konkurrenz zur Täufergemeinde wider..G. Nicht mehr die im Tempel geschlachteten Passalämmer. Jesus’ Attitude towards the Law (WUNT 2. sondern Jesus Christus selbst als das eine Passalamm bewirkt das Heil durch Vergebung der Sünden.. Tübingen 1997) 454-5. den neuerbauten Tempel auf den gekreuzigten und auferweckten Christus bezogen hat (2:21) und durch diese Kompositionsfolge einen engeren Zusammenhang mit dem in Kap. 50 Zur kultkritischen Tendenz im 4. 49 Vgl. W. Stuttgart 1972) 39V.). ZThK 84 (1987) 36-57. .). Wenn er das Kreuz als Ort der Sühne der Sünden Ž xiert.9-10). Tempel und Kult. Methodenstreit zum Johannesevange- lium (Darmstadt 1991) 16-44. Kraus. Sühne und Versöhnung (Theologie zur Zeit 1. The Community of the Beloved Disciple (London 1979) 34V. u. In ihm als dem neuen. Lichtenberger. J. 6:69. W.48 Johannes hat sie kreuzestheologisch gefüllt (19:31-37). Bodenheim 1998) 176-340. 129-32. H. Der Evangelist hat dies zum Ausdruck gebracht. 48 Zur Begründung im einzelnen vgl. 1:51. eschatologischen Heilig- tum (vgl. Verständnis.489-90. Frühwald-König. Wie in ihm Gott gegenwärtig ist (vgl. um den vollgültigen ßlasmñw der Sünden zur Geltung zu bringen (vgl. Jahrhunderts“. Neukirchen-Vluyn 1991) 223-9. Ein Beitrag zur Christologie des Johannesevangeliums (BU 27. M. Regensburg 1998) 67 V. Haacker. das aus Mk 14:58par entlehnte Tempellogion in diesen Zusammenhang versetzt hat (2:19)./J. K. Düsseldorf 1986) 21-91. R.262-71. Die Stiftung des Heils (AzTh I/47. 10:36a. so ist es jetzt allein Jesus Christus. Loader. dürfte der sühnetheologischen Passalammtradition entlehnt worden sein.Joh 2:2. Blank. was Versöhnung heißt? Der Kreuzestod Jesu als Sühne und Versöhnung“. das Sünden tilgt (1:29).49 Galt bisher der Tempel als Ort der Anwesenheit Gottes und der Sühne. Metzner.E. „Täufergemeinden und frühchristliche Täuferpolemik im letzten Drittel des 1.50 (2) Ein weiterer kritischer Akzent ist im Blick auf den Täufer gesetzt. 1 angesprochenen Heilswerk des Gotteslammes hergestellt hat. so wird auch der Geist als nachösterlicher Repräsentant Jesu ohne Vermittlung des Tempels der Ort der Anbetung Gottes sein (4:20-24). „Täuferkreise als Gegenspieler jenseits des Textes“.

a.E. Brown. 3:22-36. Evangelist die Täufertradition in Mk 1:2-11 gekannt und in Joh 1:19-34 eigenständig umgestaltet hat. „Der Täufer als Zeuge des OVenbarers.a. Der schon erwähnte einleitende Kommentar zur Fußwaschung 13:1-3 (s. daß für Johannes weder der Tempel noch der Täufer eine heilsvermittelnde Rolle spielen. 1943-61.-A.38 rainer metzner 1:6-8. Leuven 1992) 1963-84. Theobald. Das Täuferbild von Joh 1:19-34 auf dem Hintergrund von Mk 1:2-11“. E. So übt der 4. dazu D. In abgeleiteter Weise kommt die Vollmacht über die Sünde auch den Glaubenden zu. in: Van Segbroeck u. 54 Vgl.15. Van Segbroeck u. 128-9. 55 Der in diesem Zusammenhang auftretende BegriV oäda bezeichnet „den theoretischen . and Acts“. .54 6. The Four Gospels. Jesus partizipiert in exklusiver Weise an der Heils. 5:33-35. Verständnis. Sünde zu brechen. M.). Freed. The Gospel according to John (AncB 29. Eine Heilsfunktion kommt ihm nicht mehr zu. eÞw fesin martiÇn) richtigzustellen.). hier: 1951. .) verdeutlicht die Vollmacht des Gottessohnes als deŽ nitives Wissen um das. Die Vollmacht des Wissens Die Teilhabe an der Macht Gottes versetzt Jesus auch in einen besonderen Stand der Erkenntnis. The Four Gospels (BETL 100. the Synoptics. New York 1966) 65. Lk 3:3) bewußt gestrichen haben.55 52 Vgl. ist Ausdruck der einzigartigen Vollmacht. Evangelist Kritik an einem soteriologischen Verständnis der Johannestaufe. daß der 4. die er anstelle und in der Autorität des sündenvergebenden Gottes ausübt. Münster 1988) 276. Stowasser.142. um Mk 1:4 (b‹ptisma . in: F. Johannes der Täufer. Geht man davon aus. 53 So auch R. 10:40-42). die das OVenbarungswerk Jesu nachösterlich fort- setzen (20:23). was mit ihm geschieht. sondern das des Gotteslammes. Evangelist weist Jesus die Aufgabe des aàrein t¯n martÛan toè kñsmou zu. „ Jn 1:19-27 in Light of Related Passages in John.33) und den Bericht über die Taufe Jesu streicht.19-34. Die Exklusivität Jesu Christi.o. So wird deutlich. Koch. daß Jesus von Gott (mit dem Geist) getauft wurde (1:32-34). 270-81.D.52 so wird er die dort verankerte Aussage von der durch das Wirken des Täufers vermittelten Sündenvergebung (Mk 1:4. Er verwehrt Johannes ausdrück- lich den bei den Synoptikern und Josephus überlieferten Beinamen „der Täufer“ und betont nachdrücklich. (Hg. Die Fleischwerdung des Logos (NTA. indem er sie zu einer bloßen Wassertaufe reduziert (1:26. dazu Metzner. (Hg. Nicht das Wirken des Täufers führt zur Sündenvergebung.und Herrschermacht Gottes.53 Der 4.NF 20. Der Auferstandene wird diese Vollmacht den Seinen mitteilen.

36. 7:30. F. er weiß wie dieser „alles“ (p‹nta 16:30. Die johanneische Sehweise und die Frage nach dem historischen Jesus (QD 28. Mit der Einsicht in das Kreuzesgeschehen gibt der Sohn daher sein vollmächtiges Wissen kund. 11:9-10. 12:7. So kön- nen die durch den Sohn in der Stunde des Abschieds eingeweihten Jünger sagen: „Nun wissen wir. 16:30). Les deux modes de la connaissance dans le quatrième évangile“.52-55 . „die alles weiß und versteht“ (vgl. 16:28). Die Vollmacht des Wissens besteht zugleich darin. Wiederholt wird betont. 13:27. was mit ihm am Ende geschieht. Sie ist jedoch in 13:3a um die bereits oben besprochene Vollmachtsaussage ergänzt: Jesus wußte. vgl. 8:20. was ihm bevorsteht (18:4). V30).56 daß ihn jemand fragt (2:24-25. „daß der Vater ihm alles in die Hände gegeben hat“.3). daß er aus dieser Welt zum Vater hinübergeht“ (13:1). Er ist wie Gott allwissend. I. 18:4. hier: 1207). Die absolute Vollmacht des Sohnes (p‹nta ¦dvken aétÒ. „daß seine Stunde gekommen ist. Johannes III. Im ersten Fall wird deutlich gemacht. was in Jesu Wissen als Ziel und Vollendung der Sendung Jesu bevorsteht. dazu Schnackenburg. bei Johannes „ein intuitives oder sicheres Wissen“ (A. . 56 Die johanneische Wendung (oé) xreÛan ¦xein in Joh 2:25 und 16:30 (vgl. vollmacht im johannesevangelium 39 Zweimal begegnet das Partizip eÞdÅw (13:1. daß der Sohn sein vom Vater empfangenes Wissen den Seinen weitergibt.Joh 2:27 im Blick auf die Glaubenden) unterstreicht das göttliche Wissen Jesu (vgl. 8:8). Horstmann. wenn es soweit ist (19:28. Die Vollmacht des Gottessohnes schließt die in der vollständigen Einheit von Vater und Sohn begründete Kenntnis als OVenbarungsgewißheit ein. So ist der ganze Kom- mentar von vorn und hinten umschlossen von dem. wie Gottes Weisheit. 1. oäda. Weil der Sohn an Gottes Gottheit partizipiert. Darum kann er seinen Leidensweg in freier und souveräner Entscheidung gehen (18:1-11).27) im voraus weiß (9:4. Mussner. daß Jesus um „seine Stunde“ (vgl. Darum weiß er auch alles. Jesus kennt seinen Weg vom Vater zum Vater. „Oäda et ginÅskv .32-33. 2:4c. Zum johanneischen ErkenntnisbegriV vgl. 21:17) und hat es nicht nötig. Art. er kennt den Vater selbst (8:55). ja. Weish 9:11. 3:35) schließt also deutlich seine Einsicht in den Heilswillen des Vaters ein. daß du alles weißt und es nicht nötig Besitz von Wissen“. 12:23. „daß er von Gott gekommen ist und zum Vater geht“ (13:3b. 19:28). Im zweiten Fall wird diese Einsicht ähnlich formuliert: Jesus wußte. vgl. 185-6). vgl. Und darum kennt er das Ende des Geschehens. vgl. Bib 40 (1959) 709-25. de la Potterie. daß Jesus Kenntnis über das bevorstehende Passionsgeschehen hat: Er wußte. daher weiß er auch um das. 8:14. 1206-9. EWNT II [1981]. den Vater kennt (8:55) und alles weiß. Freiburg 1965) 26-34.

16:13-15).).) wird deutlich. daß ich von dir ausgegangen bin.Joh 4:8. 1. . Wörterbuch. Münster 1996) 306-57. Die Glaubenden sind demnach die Wissenden. Diese in Liebe gegründete Beziehung zwischen Vater und Sohn kommt auch den Glaubenden zugute. Die Vollmacht der Liebe Schließlich ist noch ein letzter und entscheidender Aspekt des johan- neischen VollmachtsbegriVes zu bedenken. Vgl. die durch Erkenntnisvermittlung des Sohnes seine OVenbarungsworte empfangen und über seinen Sendungsauftrag sowie über den Heils- willen Gottes vollständige Erkenntnis erlangt haben (vgl.57 Entsprechend hält 3:35 fest: „Der Vater liebt den Sohn und hat ihm alles in seine Hand gegeben“. Der Kommentar zur Fußwaschung 13:1-3 zeigt. 58 Joh 13:1 verbindet in der präpositionalen Wendung eÞw t¡low die zeitliche Bedeutung (bis zum Ende) mit der qualitativen (gänzlich. die du mir gegeben hast.58 Daher sieht sich der Sohn 57 Zum johanneischen Liebesgedanken vgl. eÞw 3 und s. daß dich jemand fragt. (Hg.o.) ist die vollmächtige und freie Lebenshingabe Jesu Ausdruck des in der Vaterliebe begründeten Gottesgebotes. was du mir gegeben hast. in: ders. d. „‚Gott ist Liebe‘.25. Der lebendige Gott (NTA 31.g. daß du mich gesandt hast“ (17:7-8). 10:14.h. völlig. Jesus bestätigt in seinem Gebet zum Vater: „Nun haben sie erkannt. und sie haben geglaubt. Für die Vermittlung dieser OVen- barung in nachösterlicher Zeit steht der Paraklet zur Verfügung (14:26.v. daß sich die absolute Vollmacht des Sohnes (13:3) in der Liebe zu den Seinen verwirklicht. 1. in abschließender Weise). 17:3. t¡low 1. und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt. Deshalb glauben wir. völlig und bis zum Ende gilt (13:1). Aus dem einzigartigen Gottesverhältnis göttlicher Liebe leitet sich Jesu Vollmacht ab.20. Söding. daß dem Sohn die Doxa Gottes aufgrund der seit jeher gültigen Liebe Gottes „gegeben“ ist.40 rainer metzner hast. aus der die Vollmacht des Sohnes  ießt. von dir kommt. Die Vollmacht des Sohnes wird also von der ewigen Doxa-Liebe des Vaters getragen.v. dazu Bauer-Aland. 7. daß alles. Ähnlich formuliert 5:20: „Der Vater liebt (fileÝ) den Sohn und zeigt ihm alles. was er tut“.16 als Spitzensatz Biblischer Theologie“. Nach 10:17-18 (s. Denn die Worte.o. Vollmacht ist Gabe und Erweis der göttlichen Liebe.Joh 4:16). Und in 17:24 (s. Die bleibende Liebe des Vaters zum Sohn (Žgap˜ und fileÝ im Präsens!) ist die Quelle. 14:7. T. habe ich ihnen gegeben. daß du von Gott gekommen bist“ (16:30). und zwar als Liebe. s. weiter 6:69. die eÞw t¡low.

kann dem Teufel und der ungläubigen Welt keine Vollmacht im eigentlichen Sinne zukommen. Die Welt. Vollmacht im Alten Testament. die zum Beispiel des Jüngerverhaltens wird (13:4-20). vollmacht im johannesevangelium 41 beauftragt. daß der Teufel in weltlicher Perspektive Macht ausübt: Als „der Herrscher dieser Welt“ (õ rxvn toè kñsmou toætou 12:31. nur Ohnmacht genannt werden. vgl. weil Vollmacht eine positive Autorität ist. 7:7. die unter der Herrschaft des Teufels steht (12:31. 16:11). Evangelisten. Zwar räumt Johannes ein. Der anschließende Bericht von der Fußwaschung verdeutlicht die Symbol- handlung der sich selbst bis in den Tod verschenkenden Liebe des Gottessohnes. das Werk Gottes zu „vollenden“ (4:34.139-46 . Motivgeschichtlich ist der Grundgedanke der Partizipation an der Heils. ist eine Eigenheit des 4. 17:4).59 59 Vgl. kann sie dem Teufel und seiner Welt nicht wirklich zukommen. dazu Scholtissek. 16:11) ist die ungläubige (!) Welt ihm untertan. Da „Vollmacht“ in Wahrheit jedoch eine Gabe der Liebe ist. die sich dem Heilswillen Gottes verdankt. Wenn Jesus seine Liebe am Kreuz „vollendet“.und Herrschafts- macht Gottes im alttestamentlich-jüdischen Sprachraum vorgegeben. denn „der Herrscher dieser Welt“ und sein kñsmow einerseits und die Vollmacht der Liebe andererseits schließen sich aus. 8. . Die Liebe Jesu zu den Seinen.100-17. Ihnen muß der Evangelist die Auszeichnung liebender Exousia verweigern. gemessen an der Vollmacht der Liebe. ist daher die vollgültige Explikation der Vollmacht Jesu. liebt nur sich selbst (15:19) und bringt Jesus und den Seinen die negative Macht des Hasses entgegen (15:18-16:4a. vgl. 5:36. Die Herkunft des johanneischen VollmachtsbegriVes Abschließend soll nach den Wurzeln des johanneischen Vollmachts- begriVes gefragt werden. 26-76. Der Haß der Welt kann daher. Die Voraussetzungen des johan- neischen VollmachtsbegriVes sind jedoch traditionell. die in der Liebe des Vaters zum Sohn grün- det (15:9-10) und zum Modell des Jüngerverhaltens wird. kommt darin die Liebe des Vaters zur Geltung. Weil der VollmachtsbegriV so eng mit dem LiebesbegriV verbunden ist. 14:30. die präexistent im Heilswillen Gottes grundgelegt ist und in der Vollendung des Sendungs- weges Jesu heilsstiftend für die Glaubenden zur Geltung kommt. Die Vorstellung von einer in der Liebe des Vaters zum Sohn begründeten Vollmacht Jesu. 12:31) und er hat keine wirkliche Macht über den Gottessohn (14:30). 17:14). vgl. denn der Herrscher dieser Welt ist bereits gerichtet (16:11.

Propheten. Schnelle. Hengel. in: ders. . Göttingen 31999. Menschensohn) bedient. 2:10. 65 Zur Frage.M. 66 Vgl. Einleitung in das Neue Testament. der seit jeher mit dem Geist bevollmächtigt ist ( Joh 1:32-34). „The Q-Logion Mt 11:27/Lk 10:22 and the Gospel of John“.). Evangelist andere Akzente setzt als der 2. dazu A.63 Eine größere Nähe Ž ndet sich zu dem Q-Logion Lk 10:22/Mt 11:27. 293. M. Heilungen. „ John and the Synoptics“. Neukirchen-Vluyn 1990) 208-9. U. in: M. 64 Vgl. Luz. da der 4. L’Évangile de Jean. Luz. 62 Die Frage der Kenntnis und Verwendung der Synoptiker durch Johannes wird heute vielfach wieder positiv beantwortet. A. 163-99. Vollmacht im Alten Testament. Sources.61 Es ist nicht auszuschließen. „that John has known the saying in the Matthean and/or Lukan form“ (187-8). Ein Lösungsversuch (WUNT 67. Teilband Mt 8-17 (EKK I/2. 3:15. théologie (BETL 44. rédaction.) vermut- lich redaktionell gebildet. daß Johannes begriZich und motivisch bei Markus Anleihen genommen hat. Scholtissek. das Johannes aller Wahrscheinlichkeit nach über die Synoptiker ken- nengelernt haben wird.). 163. Die Vollmacht Jesu. Denaux meint.64 Es spricht von Jesus als dem zu endzeitlicher Machtstellung erhöhten Gottessohn65 und bestimmt seine universale Macht. (Hg. Messias.42 rainer metzner Hier läßt sich eine „theologisch-soteriologische Grundlinie“ wahrneh- men. 6:7. wonach der allein mächtige Gott sich bevollmächtigter Boten und Mittler (Könige. um mit der Vollmacht göttlicher Liebesgabe das Leben zu bringen. Leuven 1992). Gottesknecht. der seit der Taufe durch die Geistsalbung zum messianischen Gottessohn bestellt ist (Mk 1:9-11) und die Gottesherrschaft vollmächtig in seiner Lehre und in seinen Machttaten (Exorzismen. Für Johannes ist Jesus der vom Vater gesandte Gottessohn. Die johanneische Frage. Matthäus II. 11:27-33). der das Q-Logion „as a bridge between the Synoptics und the Fourth Gospel“ erkennt (187). Tübingen 1993) 208-9. Das Evangelium nach Matthäus. Evangelist. vgl. 506-9. Vgl. dazu F. John and the Synoptics. 2.27. Neirynck. R. kritisch U. 63 Markus spricht von der Vollmacht des Irdischen.66 60 Vgl. Wunder) nahebringt.245-6.). 211: „Matthäus hat jenen Vers (Mt 28:18. und zwar so. Mt 28:18 interpretiert das Wort in diesem Sinne „alle Vollmacht im Himmel und auf der Erde“. Denaux. John and the Synoptics (BETL 101. Denaux (Hg. de Jonge (Hg.62 Doch hätte sich Johannes inhaltlich in diesem Falle nicht zu sehr von Mk beein ussen lassen. Er ver- steht Jesu Exousia als „Ausdruck und Gestalt der messianischen Sendung des Gottessohnes zur Verkündigung und Vermittlung der nahen Gottesherrschaft“. Markus hat die Vollmacht Jesu zu einem redaktionellen Leitmotiv seiner Christologie gemacht (Mk 1:22. um rettend und erlösend zu wirken.60 Diese Linie wird im NT aufgenommen und mit christologischen Inhalten gefüllt. daß er das traditionelle Logion 11:27 aufnahm und bewußt ausweitete“. ob Lk 10:22/Mt 11:27 die Menschensohnchristologie von Dan 7:14 voraussetzt. 61 Scholtissek. Leuven 1977) 73-106.

Gnilka. 13:3: p‹nta [s. Evangelist sein Verständnis von der Vollmacht des Gottessohnes in Anlehnung an Mt 11:27/Lk 10:22 und Mt 28:18 entwickelt hat. J. Das Matthäusevangelium. 3:13. Er hat dem Vollmachtskonzept eine tragende Rolle im Gesamtkonzept des Evangeliums beigemessen und ihm im Blick auf die Präexistenz-. 31993) 437. H. 1:51]: „vom Himmel“). So ergibt sich eine ganze Reihe von Parallelen zwischen Mt/Lk und Joh. Münster 31982) 120. 9. die die Binnenperspektive der Gemeinschaft 67 Vgl. Ergebnis Der 4.). daß der Sohn in Erkenntnis der himmli- schen Geheimnisse des Vaters spricht.a. Evangelist hat den ¤jousÛa-BegriV der synoptischen Tradition (Mt/Lk) entlehnt und „johanneisch“ vertieft. 2. vollmacht im johannesevangelium 43 Diese „johanneisch“ klingenden Logien (Lk 11:22/Mt 11:27. Die uneingeschränkte Machtvollkommenheit des Sohnes ist eine Gabe Gottes (Mt 11:27/ Lk 10:22.68 Das entspricht unserer Deutung der Vollmacht des Wissens des Gottessohnes und der durch ihn vermittelten Erkenntnis an die Glaubenden bei Johannes (s. HoVmann.27.50. ¤dñyh. Mt 28:18: paredñyh bzw. Studien zur Theologie der Logienquelle ( NTA 8. Freiburg u. Johannes benutzt wie Mt 28:18 den BegriV ¤jousÛa zur Bezeichnung der einzig- artigen Autorität Jesu. 4.a. 1.]. das in der wechselseitigen und exklu- siven Beziehung zwischen dem Vater und dem Sohn begründet ist (Mt 11:27b-c/Lk 10:22b-c. 6:33. Das Logion Mt 11:25-27/ Lk 10:21-22 macht deutlich. 51. Der Sohn empfängt seine Vollmacht vom Vater (Mt 11:27/Lk 10:22. 8:23: „von oben“ bzw. Das Lukasevangelium. 17:25). 1994) 110. . Joh 3:35. Schürmann. Freiburg u. P. daß der 4.o. dazu Luz. Die Vollmacht ist total und universal – die alles umfassende Macht im Himmel und auf der Erde (Mt 11:27/Lk 10:22:67 p‹nta. Johannes bevorzugt aktive Formen von dÛdvmi [s. 5. die er oVenbar macht.38.]).58 [vgl. 10:17-18). Teil Lk 9:51-11:54 (HThK III/2. 3:31. Mt 28:18) weisen auVällige Gemeinsamkeiten mit Johannes auf: 1. die die Vermutung nahelegt. 2. Mt 28:18: psa ¤jousÛa.o. 68 Vgl. Joh 5:26-27.und Kreuzesthematik ein eigenes „johanneisches“ ProŽ l verliehen. 210-11.42. Die Vollmacht des Sohnes schließt gött- liches OVenbarungswissen ein. Matthäus II. Freilich hat er es seinen Vorlagen gegenüber ausgebaut und vertieft. Er verwendet ihn in einer theologisch dichten Fülle. Joh 10:15a. Liebes. Teil Mt 1:1-13:58 (HThK I/1.o. 3.

weil er an der Gottheit Gottes. Vollmacht ist daher eine verliehene Gabe des Vaters. In einer Exklusivität. Er beschreibt damit ein Auto- risierungsgefüge. Vollbracht wird das Heil durch die Lebenshingabe des Sohnes. in Wahrheit jedoch Ausdruck der Freiheit. der aus göttlicher Kenntnis seines Sendungsauftrages handelt. Ihm kann keine positive. die Tempel und Täufer in den Schatten stellt. die dem Heilswillen Gottes dienen. der als Bevollmäch- tigter Gottes wirkt.44 rainer metzner von Vater. die dem Sohn in der Ausübung seines Sendungsauftrages und Heilswerkes in originärer Weise sowie den Glaubenden durch die rettende OVenbarungserkenntnis. Sie gehört damit zu den Basiskategorien johanneischer Theologie. Dieses Heil kommt in der Befreiung der Welt von der Herrschaft der Sünde zur Geltung. Sohn und Glaubenden erfaßt. die Erfahrung der Lebensspende und die Beauftragung zum Sendungsdienst in abge- leiteter Weise zukommt. Die Lebenshingabe Jesu ist nur vordergründig und für begrenzte Zeit das Werk des irdischen Machthabers. Liebe und Heil stiftende Vollmacht zugestanden wer- den. Sie autorisiert den Sohn als vollgültigen Mandats- und Machtträger Gottes. Die Vollmacht der freiwilligen Lebenshingabe Jesu ist Explikation des in der Vaterliebe begründeten Gottesgebotes. an seiner Liebe. am göttlichen Wissen und an der lebensspenden- den Vollmacht Gottes dauerhaft teilhat und sie zum Heil für die Menschen einsetzt. übt der Sohn Vollmacht anstelle und in der Autorität des sündenvergebenden Gottes aus und teilt diese Vollmacht über die Sünde den Glaubenden mit. an seiner Doxa. das von Gott über den Sohn bis zu den Glaubenden reicht und die Partizipation an der Heils.und Herrschermacht Gottes zum Ausdruck bringt. Souve- ränität und Liebe des Gottessohnes. . die in der Liebe des Vaters zum Sohn begründet ist und als sich verschenkende Liebe für die Welt wirksam wird. Der Sohn und die Glaubenden fungieren als Mandatsträger. Vollmacht ist im johanneischen Sinne eine Auszeichnung gött- licher Liebe. Demgegenüber ist „der Herrscher dieser Welt“ machtlos.