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REGIO FUSSBALL

ERWEITERUNG Die Aufsteiger Aesch, Therwil, Rheinfelden und Dornach sowie Absteiger Nordstern sind die neuen Gesichter in der aufgestockten Liga. SEITE 26 BIS 40
BILD: ANDREAS FROSSARD

VERLAGSBEILAGE ZUR SAISON 2010/2011 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG

Fünf neue Teams in der 2. Liga regional

Aufwind bei den Frauenklubs
FRAUENFUSSBALL Der FC Basel hat eine neue Trainerin. Dies hilft auch den Aufsteigerinnen aus Therwil. SEITE 46, 47
FOTOLIA, WALTER LUGER

Fair gewinnt.
www.weisse-weste.ch

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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INHALT
1. Liga, Gruppe 2
Gruppeneinteilung, Spielpläne FC Basel U21 SC Dornach FC Laufen 3 4 6 8 10 12

Mit der WM im Rücken in die neue Fussballsaison
Die bz präsentiert die dritte Ausgabe des «Regio Fussball»
VON PATRICK PENSA

Sensationell! Die Schweiz gewinnt 1:0 gegen Spanien: die Fussballmacht, den Europameister – und späteren Weltmeister. Die Weltmeisterschaft ist Geschichte. Schon wieder vergessen, wer die Fussballwelt verzückte, wer bereits in der Vorrunde enttäuschte oder das Training boykottierte. Trotzdem ist sie noch präsent, die WM 2010. Das Klubhaus des FC Therwil ist noch mit den Flaggen der teilnehmenden Nationen geschmückt. Die Trainer der Region sind inspiriert von dem Fussballfest. Sie wollen ihre Teams passen sehen wie die Spanier, robust verteidigen wie die Holländer, erfrischend angreifen wie die Deutschen.
SIE HABEN SICH VIEL vorgenommen, die Übungsleiter in der Nordwestschweiz. Dabei ist es schwierig, ein neues Spielsystem einzuführen. Dies weiss auch Max Thalmann.

Der 57-Jährige koordiniert neu die Ausbildung bei den Old Boys und will diese an die Spitze des Breitenfussballs führen. Bereits ganz weit vorne befindet sich der FC Basel U21. Trainer Patrick Rahmen tritt in diesem Jahr aber mit noch jüngeren Spielern an als gewohnt, so dass es interessant sein wird zu sehen, wie sich die Mannschaft entwickelt. Neu in der 1. Liga ist der SC Dornach. Damit verfügt die Region nun über fünf Mannschaften in der obersten Amateurklasse.
VIEL BEWEGUNG gab es im Umfeld der 2. Liga regional. Mit Absteiger Nordstern ist ein Traditionsverein nur hauchdünn dem Exodus entgangen. Der Klub versucht nun sein Glück mit Spielern, die zum Grossteil aus der 4. Liga stammen, dafür aber bereit sind, für den Verein an ihre Grenzen zu gehen. Gleich vier Mannschaften drängen aus der 3. Liga nach oben. Dass dies zu einer Verwässerung führt, denkt Kuno Cereda, Präsident der Wettspiel-

kommission, nicht, wie er im Interview sagt. Er nimmt auch Stellung zum SC Baudepartement, der seinen Rückzug aus der Gruppe 2 der 3. Liga bekannt gab.
WEITHERUM BEKANNT ist mittlerweile die Fairnessaktion «Weisse Weste» der Basellandschaftlichen Kantonalbank. Zum dritten Mal können die fairsten Vereine des Baselbiets um den Pokal «kämpfen». An dieser Stelle sei der BLKB und dem Fussballverband Nordwestschweiz gedankt, da die bz ohne diese Partner dieses Heft nicht herausgeben könnte. Zusammen wurde viel Zeit in diese Beilage investiert, die Ihre Vorfreude auf die Saison 2010/11 noch steigern und unter dem Jahr als Nachschlagewerk dienen soll. Besonders spannend wird es sein, bei Saisonende zu schauen, ob sich die abgegebenen Tipps bewahrheitet haben. Noch nie war es so schwierig, Favoriten auszumachen. Wir wünschen Ihnen viel Spass – mit diesem Heft und auf den Fussballplätzen.

SV Muttenz BSC Old Boys

2. Liga inter, Gruppe 3
Gruppeneinteilung, Spielpläne FC Allschwil FC Black Stars FC Liestal FC Oberdorf 15 16 18 20 22

Aktion Weisse Weste
Ausschreibung 24

2. Liga regional
Gruppeneinteilung, Spielpläne FC Aesch FC Amicitia Riehen SC Binningen FC Birsfelden FC Concordia SC Dornach 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40

IMPRESSUM
Herausgeber:
Basellandschaftliche Zeitung AG Rheinstrasse 3 4410 Liestal

SPONSOR

VERBAND

FC Nordstern BSC Old Boys FC Pratteln FC Rheinfelden FC Reinach SV Sissach FC Therwil AS Timau

Fussball und Fairness
VON CORNELIA KÖNIG, Leiterin Sponsoring Basellandschaftliche Kantonalbank Die neue Saison wird wieder viele spannende Spiele bringen. Es wird gewonnen und verloren, gelacht und geweint – bei den Grossen wie bei den ganz Kleinen. Rund 4000 Spiele werden in der kommenden Saison auf den Fussballplätzen der Region ausgetragen. Die Sonderbeilage der Basellandschaftlichen Zeitung zum regionalen Fussball ist eine tolle Idee, die wir gerne unterstützen. Der Umfang der Publikation ist ein Beleg dafür, welche Bedeutung und Verbreitung der Fussballsport bei uns hat. Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) als Sponsorin wird die Regio Fussball Sonderbeilage in ihren Niederlassungen auflegen, wo sie alle Interessierten beziehen können. Mit der neuen Saison beginnt die dritte Auflage unseres Fairness-Wettbewerbs «Weisse Weste». Das Projekt unterstützt unser Ziel, den Fussballsport noch schöner und fairer zu machen. Lesen Sie dazu den Bericht auf den Seiten 24 und 25 in dieser Ausgabe. Wir freuen uns auf eine spannende und faire Fussballsaison.

Motivation für die Vereine
VON ROLAND PAOLUCCI, Präsident Fussballverband Nordwestschweiz Die Aktion «Weisse Weste» geht nun bereits ins dritte Jahr. Im Namen des Fussballverbandes Nordwestschweiz danke ich der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) dafür, dass sie sich entschieden hat, diesen wirkungsvollen Wettbewerb nochmals ein Jahr weiterzuführen. In den letzten zwei Jahren wurde auf den Fussballplätzen fairer miteinander umgegangen und es war bedeutend ruhiger als in den Jahren davor. Die Aktion «Weisse Weste» trägt dazu wesentlich bei. Es ist eine Motivation für die Vereine, eine weisse Weste zu besitzen, hört man diesen Begriff nun doch des Öfteren in der Fussballszene. Gratulieren möchten wir dem diesjährigen Sieger, dem FC Arisdorf und allen anderen Vereinen, die sich permanent mit dem Fairplay-Gedanken beschäftigen.

Verlagsleitung:
Sabine Galindo

Koordination: Denise Schneider Redaktion:
Patrick Pensa

Konzept/Layout: Salome Vogt Bild:
Heinz Dürrenberger Andreas Frossard Alan Heckel Juri Junkov Kenneth Nars Nicole Nars-Zimmer Patrick Pensa Dominique Steinbach Martin Töngi

3. Liga
Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 41 42 43

Inserate: bz, Dieter Butz Druck:
AZ Print AG, Aarau
Erscheint als Beilage zur Basellandschaftlichen Zeitung bz vom 11. August 2010

Thema
OB-Nachwuchsorganisation Verband bz-Trophy Frauenfussball 44 45 45 46

REGIO FUSSBALL

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Mittwoch, 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG

1. LIGA. GRUPPE 2
BILD: MARTIN TÖNGI

1. LIGA

Modus
Am Ende der Saison steigen zwei Teams in die Challenge League auf. Diese werdein Aufstiegsspielen erkoren, für welche die zwei bestklassierten Teams pro Gruppe sowie die zwei besten Drittplatzierten teilnahmeberechtigt sind. U21Teams sind für die Aufstiegsspiele zur Challenge League weiterhin nicht zugelassen. Die beiden letztplatzierten Mannschaften der drei 1.Liga-Gruppen steigen in die 2. Liga interregional ab. ( P P E )

Gruppe 2
FC Basel U21 FC Breitenrain SC Bümpliz 78 SC Dornach Grasshopper Club Zürich U21 FC Grenchen FC Laufen FC Münsingen SV Muttenz BSC Old Boys FC Schötz FC Solothurn FC Thun Berner Oberland U21 FC Wangen b.O. FC Zürich U21 SC Zofingen

SPIELPLAN GRUPPE 2. SAISON 2010/11
1. RUNDE

8. RUNDE 25. September: Grasshoppers U21 - Zofingen.Basel U21 - Thun/BO U21 (15:30). Dornach - Bümpliz 78 (16:00). Old Boys - Zürich U21 (16:00). Schötz - Grenchen (16:00). Münsingen - Wangen b.O. (16:00). Breitenrain Laufen (16:00). Solothurn - Muttenz (17:30). 9. RUNDE

15. RUNDE 13. November: Basel U21 - Dornach (14:00). Schötz Breitenrain (16:00). – 14. November: Zofingen - Zürich U21. Old Boys - Bümpliz 78. Muttenz - Thun/BO U21. Wangen b.O. - Laufen (14:30). Grenchen - Grasshoppers U21 (14:30). Münsingen - Solothurn (14:30). 16. RUNDE 20. November: Basel U21 - Solothurn(15:30). Old Boys - Dornach (16:00). Schötz - Zofingen (16:00). – 21. November: Grasshoppers U21 - Zürich U21. Bümpliz 78 Thun/BO U21. Grenchen - Laufen (14:30). Wangen b.O. - Muttenz (14:30). Münsingen - Breitenrain (14:30). 17. RUNDE 27.November: Münsingen - Zofingen.Breitenrain - Basel U21 (14:30). Grasshoppers U21 - Schötz (17:00). Laufen - Zürich U21 (18:00). – 28. November: Old Boys Thun/BO U21. Wangen b.O. - Bümpliz 78. Solothurn Dornach (14:30). Muttenz - Grenchen (15:00). 18. RUNDE 5. März: Old Boys - Solothurn (16:00). Dornach - Breitenrain (16:00). – 6. März: Zofingen - Basel U21. Grasshoppers U21 - Münsingen. Laufen - Schötz. Muttenz - Zürich U21. Bümpliz - Grenchen.Thun/BO U21 - Wangen b.O. 19. RUNDE 12. März: Dornach - Zofingen. – 13. März: Solothurn Breitenrain.Old Boys - Wangen b.O.Grenchen - Thun/BO U21. Zürich U21 - Bümpliz 78. Schötz - Muttenz. Münsingen - Laufen. Basel U21 - Grasshoppers U21. 20. RUNDE 19. März: Old Boys - Breitenrain (16:00). – 20.März: Zofingen - Solothurn.Grasshoppers U21 - Dornach.Laufen - Basel U21. Muttenz - Münsingen. Bümpliz 78 - Schötz. Thun/BO U21 - Zürich U21. Wangen b.O. - Grenchen. 21. RUNDE 26. März: Breitenrain - Zofingen. – 27. März: Old Boys Grenchen. Zürich U21 - Wangen b.O. Schötz - Thun/BO U21. Münsingen - Bümpliz 78. Basel U21 - Muttenz. Dornach - Laufen. Solothurn - Grasshoppers U21. 22. RUNDE 2. April: Old Boys - Zofingen (16:00). – 3. April: Grasshoppers U21 - Breitenrain.Laufen - Solothurn.Muttenz - Dornach. Bümpliz 78 - Basel U21.Thun/BO U21 - Münsingen. Wangen b.O. - Schötz. Grenchen - Zürich U21.

23. RUNDE 6. April: Old Boys - Zürich U21. Schötz - Grenchen. Münsingen - Wangen b.O.Basel U21 - Thun/BO U21.Dornach - Bümpliz 78. Solothurn - Muttenz. Breitenrain - Laufen. Zofingen - Grasshoppers U21. 24. RUNDE 9.April: Laufen - Zofingen. Old Boys - Grasshoppers U21 (16:00). – 10. April: Muttenz - Breitenrain. Bümpliz 78 Solothurn. Thun/BO U21 - Dornach. Wangen b.O. - Basel U21. Grenchen - Münsingen. Zürich U21 - Schötz. 25. RUNDE 17. April: Old Boys - Schötz. Münsingen - Zürich U21. Basel U21 - Grenchen. Dornach - Wangen b.O. Solothurn Thun/BO U21. Breitenrain - Bümpliz 78. Zofingen - Muttenz. Grasshoppers U21 - Laufen. 26. RUNDE 30. April: Bümpliz 78 - Zofingen. Old Boys - Laufen (16:00). – 1. Mai: Muttenz - Grasshoppers U21.Thun/BO U21 - Breitenrain. Wangen b.O. - Solothurn. Grenchen Dornach. Zürich U21 - Basel U21. Schötz - Münsingen. 27. RUNDE 8. Mai: Old Boys - Münsingen. Basel U21 - Schötz. Dornach - Zürich U21. Solothurn - Grenchen. Breitenrain Wangen b.O. Zofingen - Thun/BO U21. Grasshoppers U21 - Bümpliz 78. Laufen - Muttenz. 28. RUNDE 11. Mai: Muttenz - Old Boys. Bümpliz 78 - Laufen. Thun/BO U21 - Grasshoppers U21. Wangen b.O. - Zofingen. Grenchen - Breitenrain. Zürich U21 - Solothurn. Schötz - Dornach. Münsingen - Basel U21. 29. RUNDE 14. Mai: Basel U21 - Old Boys (16:00). Münsingen - Dornach (16:00). Schötz - Solothurn (16:00). Zürich U21 Breitenrain (16:00). Grenchen - Zofingen(16:00). Wangen b.O. - Grasshoppers U21 (16:00). Thun/BO U21 Laufen (16:00). Bümpliz 78 - Muttenz (16:00). 30. RUNDE 28. Mai: Old Boys - Bümpliz 78 (16:00). Muttenz Thun/BO U21 (16:00). Laufen - Wangen b.O. (16:00). Grasshoppers U21 - Grenchen (16:00).Zofingen - Zürich U21 (16:00). Breitenrain - Schötz (16:00). Solothurn Münsingen (16:00). Dornach - Basel U21 (16:00).

7. August: Dornach - Old Boys (16:00). Breitenrain Münsingen (16:00). Grasshoppers U21 - Zürich U21 (17:00). Solothurn - Basel U21 (17:30). Laufen - Grenchen (18:00). – 8. August: Muttenz - Wangen b.O. (15:00). Bümpliz 78 - Thun/BO U21 (15:00). Zofingen Schötz (16:00). 2. RUNDE 21. August: Basel U21 - Breitenrain (15:30). Dornach Solothurn (16:00). Zürich U21 - Laufen (16:00). Old Boys - Thun/BO U21 (16:00). Münsingen - Zofingen (16:00). Wangen b.O. - Bümpliz 78 (17:30). Grenchen Muttenz (17:30). Schötz - Grasshoppers U21 (18:00). 3. RUNDE 28. August: Breitenrain - Dornach (16:00). Thun/BO U21 - Wangen b.O. (16:00).Zofingen - Basel U21 (16:30). Grasshoppers U21 - Münsingen (17:00). Solothurn - Old Boys (17:30). Laufen - Schötz (18:00). – 29. August: Muttenz - Zürich U21 (15:00). Bümpliz 78 - Grenchen (15:00). 4. RUNDE 1. September: Bümpliz 78 -Zürich U21.Schötz - Muttenz (19:30). Münsingen - Laufen (19:30). Solothurn - Breitenrain (19:30). Old Boys - Wangen b.O. (20:00). Grenchen - Thun/BO U21 (20:00). Dornach - Zofingen (20:00). Basel U21 - Grasshoppers U21 (20:30). 5. RUNDE 4. September: Solothurn -Zofingen. Breitenrain - Old Boys (16:00). Grasshoppers U21 - Dornach (17:00). Wangen b.O. - Grenchen (17:30). Thun/BO U21 - Zürich U21 (20:00). – 5. September: Schötz -Bümpliz 78. Laufen - Basel U21 (15:00). Muttenz - Münsingen (15:00). 6. RUNDE 11. September: Basel U21 - Muttenz (15:30). Dornach Laufen (16:00). Old Boys - Grenchen. Schötz - Thun/BO U21. Breitenrain - Zofingen (alle 16:00). Solothurn Grasshoppers U21 (17:30). – 12. September: Wangen b.O. - Zürich U21. Münsingen - Bümpliz 78 (14:30). 7. RUNDE 18.September: Old Boys - Zofingen. Basel U21 - Bümpliz 78. Münsingen - Thun/BO U21. Wangen b.O. - Schötz (16:00). Muttenz - Dornach (16:00). Grasshoppers U21 - Breitenrain (17:00). Grenchen - Zürich U21 (17:30). Laufen - Solothurn (18:00).

2. Oktober: Grasshoppers U21 - Old Boys (17:00). Wangen b.O. - Basel U21 (17:30). Grenchen - Münsingen (17:30). Laufen - Zofingen (18:00). – 3. Oktober: Solothurn - Bümpliz 78. Dornach - Thun/BO U21. Schötz Zürich U21. Muttenz - Breitenrain (15:00). 10. RUNDE 9. Oktober: Muttenz - Zofingen. Basel U21 - Grenchen (15:30). Dornach - Wangen b.O.. Breitenrain - Bümpliz 78. Old Boys - Schötz (alle 16:00). Grasshoppers U21 Laufen (17:00). Solothurn - Thun/BO U21 (17:30). – 10. Oktober: Münsingen - Zürich U21 (14:30). 11. RUNDE 16. Oktober: Schötz - Münsingen (16:00). Wangen b.O. Solothurn (17:00). Grenchen - Dornach (17:30). Laufen - Old Boys (18:00).– 17. Oktober: Basel U21 - Zürich U21. Zofingen - Bümpliz 78. Breitenrain- Thun/BO U21. Muttenz - Grasshoppers U21 (15:00). 12. RUNDE 23. Oktober: Thun/BO U21 - Zofingen. Basel U21 Schötz (15:30). Dornach - Zürich U21 (16:00). Breitenrain - Wangen b.O. (16:00). Old Boys - Münsingen (16:00). Grasshoppers U21 - Bümpliz 78 (17:00). Solothurn - Grenchen (17:30). Laufen- Muttenz (18:00). 13. RUNDE 30. Oktober: Schötz - Dornach (16:00). Münsingen Basel U21 (17:00).Wangen b.O. - Zofingen (17:00). Grenchen - Breitenrain (17:30). – 31. Oktober: Solothurn Zürich U21. Laufen - Bümpliz 78. Grasshoppers U21 Thun/BO U21. Muttenz - Old Boys (15:00). 14. RUNDE 6. November: Grenchen - Zofingen. Breitenrain - Zürich U21 (14:30). Old Boys - Basel U21(16:00). Dornach Münsingen (16:00). Grasshoppers U21 - Wangen b.O. (17:00). Laufen - Thun/BO U21 (18:00). – 7. November: Solothurn - Schötz (14:30). Muttenz - Bümpliz 78 (15:00).

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REGIO FUSSBALL

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DER BZ-TIPP: 1. RANG
Noch mehr jüngere Spieler hin, angepasste Strategie her: Der FC Basel hat immer noch die beste Nachwuchsabteilung des Landes. So sind in der U21 mit Roman Buess, Kofi Nimeley und Robin Vecchi gleich drei U17-Weltmeister von 2009 im Kader. Und mit Patrick Rahmen steht ein Trainer an der Linie, der in der Vergangenheit stets dafür gesorgt hat, dass sich das spielerische Potential auch in der Tabelle niederschlägt. Der viel bemühte Spruch, dass sich Qualität am Ende durchsetzt, ist diesem Fall also mehr als berechtigt. (AHE)

DER TRAINER
Der frühere NLA-Stürmer (FCB, YB) Patrick Rahmen geht mit der U21 des FC Basel in seine vierte Saison. Mehrere seiner Spieler haben den Einstieg ins Profigeschäft geschafft, zudem konnte er mit dem Basler Nachwuchs sowohl 2008 als auch 2009 den Gruppensieg feiern.( A H E )

Mehr Spielzeit für Talente
FC Basel U21: Die Mannschaft wird diese Saison noch jünger sein als bisher
Weil so viele talentierte Spieler nachrücken, wurde darauf verzichtet, «Vaterfiguren» zu halten. Die Saison soll ein Test sein.
VON ALAN HECKEL

BILD: NICOLE NARS-ZIMMER

Eigentlich ist die Situation für Patrick Rahmen nicht anders als in den letzten drei Jahren. Denn seit der 41-Jährige das Traineramt bei der U21 des FC Basel übernommen hat, muss er jeden Sommer die Hälfte des Kaders durch nachrückende Spieler aus der U18 ersetzen und praktisch eine komplett neue Mannschaft formen. Doch während er bisher auf ein paar «ältere» Spieler als Führungsfiguren für die New-

comer zurückgreifen konnte, um diesen den Wechsel vom Juniorenin den Aktivfussball zu erleichtern, wird dies in der kommenden Saison nicht mehr der Fall sein. «Wir haben unsere Strategie angepasst, weil so viele Junge nachstossen. Wir wollen ihnen möglichst viel Spielzeit geben», sagt Rahmen. Einerseits kamen die Basler vom diskutierten Plan, Dominic Schilling und Ramon Cecchini als «Vaterfiguren» eine weitere Saison zu beschäftigen, ab, weil mit Sandro Wieser und Kofi Nimeley gleich zwei hochtalentierte Zentrumsspieler nachrücken, und man hofft, dass Fabian Ritter an seine starken Leistungen der Vorsaison anknüpfen und zur Leaderfigur

werden kann. Zum anderen will der Verein laut Rahmen die kommende Spielzeit nutzen, «um zu sehen, wie weit wir auf diese Weise kommen.» Man habe nun die Möglichkeit, schneller zu beurteilen, wohin der Weg eines Spielers führt.

«Die Ausbildung steht im Vordergrund. Doch an zweiter Stelle kommt der Tabellenplatz.»
Dennoch hält der Trainer fest, dass die gewonnenen Erkenntinsse durchaus zur Folge haben können, «dass wir wieder mit drei, vier erfahreneren Spielern in die übernächste Saison gehen.»
OBWOHL DIE BASLER Talente durch die aktuelle Strategie noch früher auf dem Radar der Konkurrenz auftauchen, hält Rahmen das Interesse der europäischen Grossvereine aber nicht für eine latente Gefahr: «Der FCB ist in einer guten Position. Beispiele wie Kuzmanovic, Rakitic, Derdiyok oder Fabian Frei zeigen, was mit sukzessiver Arbeit möglich ist. Junge Spieler erhalten bei uns eine gute Ausbildung, und wenn die Qualität da ist, führt der Weg unweigerlich nach oben.» Probleme mit der neuen Situation hat der Trainer nicht: «Ich bin offen dafür, schliesslich dürfen wir nicht aufsteigen und müssen keinen bestimmten Tabellenplatz erreichen. Dennoch halte ich den Schritt von der U18 in die U21 für grösser als denjenigen von der U21 in die erste Mannschaft, wo man in eine natürliche Hierarchie kommt. Deshalb ist es wichtig, Geduld zu bewahren.» Die sportlichen Ambitionen schraubt Rahmen deswegen aber nicht zurück: «Natürlich steht die Ausbildung im Vordergrund. Doch an zweiter Stelle kommt für

So lief es vergangene Saison

mich der Tabellenplatz. Die Spieler sollen lernen, resultatorientiert zu spielen, schliesslich haben sie in der ersten Mannschaft jedes Wochenende den Druck, gewinnen zu müssen.» Dass seine aktuelle Equipe dazu in der Lage sein wird, steht für ihn ausser Frage: «Was das Team technisch und taktisch drauf hat, kann sich sehen lassen!» In punkto Spielweise wird vieles dem Fanionteam angepasst. «Von Ballbesitz geprägter Fussball, das Kreieren von Überzahlspiel im Mittelfeld, das Einschalten der Aussenverteidiger in den Angriff, den Gegner laufen lassen und selbst zum Abschluss kommen», zählt Patrick Rahmen die wichtigsten Punkte auf. Ein Informationsaustausch zwischen ihm und Thorsten Fink, dem Cheftrainer der Profimannschaft, findet häufig statt. «Unser Verhältnis ist auch im zwischenmenschlichen Bereich sehr gut. Er lässt mich sehr nahe an die erste Mannschaft heran und ist über die Geschehnisse bei uns auf dem Laufenden», erklärt Rahmen.
DIE GEGNERSCHAFT dürfte Rahmens Truppe in der neuen Saison sehr viel abverlangen. Der FCB-Trainer hält die Gruppe 2 jedenfalls «für die klar stärkste der drei 1.-LigaGruppen.» Neben den Nachwuchsmannschaften von drei weiteren Super-League-Vereinen dürften vor allem die vier anderen Teams aus der Region den Baslern vehementen Widerstand leisten. «Diese Derbys haben vor allem für unsere Kontrahenten ihren Reiz. Sie sind gegen uns doppelt motiviert und gehen ganz anders zur Sache als beispielsweise gegen Bümpliz oder Münsingen», sinniert Patrick Rahmen und kommt, wohl auch weil nach dem Aufstieg des SC Dornach zwei zusätzliche Derbys auf dem Programm stehen, zum Schluss: «Wir werden noch mehr die Gejagten sein.»

Auf den ersten Blick mag der zweite Schlussrang nicht die Strahlkraft der Gruppensiege aus den Vorjahren haben. Diverse Verletzungen, ungünstig gelegte Termine der Junioren-Auswahlteams sowie die bewusste leihweise Abgabe von Teamstützen wie Altin Osmani und Dennis Iapichino zur Winterpause waren nur einige der Widrigkeiten, mit denen Patrick Rahmens Team zu kämpfen hatte. Unter dem Strich kann man im Basler Lager aber ein positives Fazit ziehen, hätte es doch

ohne zwei Forfait-Niederlagen wieder zu Rang 1 gereicht. Die U21 des FC Basel hatte mit neun Siegen aus den ersten elf Runden einen hervorragenden Saisonstart, büsste in der Folge aber ein wenig an Souveränität ein. Erst in der zweiten Hälfte der Rückrunde konnten gegen Höngg (4:1) und in Grenchen (5:1) wieder zwei Partien in Folge gewonnen werden. Das spielerische Hoch nutzten die Basler im Schlussspurt und kämpften sich noch bis auf Rang 2 vor. ( A H E )

BILD: MARTIN TÖNGI

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Mittwoch, 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG

1. LIGA. GRUPPE 2

FC BASEL U21. Hinten (von links): Patrick Rahmen (Trainer), Reto Weidmann (Assistenztrainer), Sandro Wieser, Kevin Eigenmann, Robin Vecchi, Arljind Ajeti, Marco Bicvic, Michel Gadient, Jan Wuhrmann, Philippe Sidler, Miodrag Trifunovic, Ivan Tezak. – Vorne: Janick Kamber; Simon Grether, Renato Santabarbara, Ilija Kovacic, Cüneyt Eksi, Cedric Saladin, Kofi Nimeley, Marc Dinkel, Jérémy Randaxhe. Es fehlen: Niki Wiedmann, Fabian Ritter, Roman Buess. BILD: NICOLE NARS-ZIMMER

FC BASEL U21. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Ilija Kovacic 18 Cedric Saladin ABWEHRSPIELER 4 Robin Vecchi 5 Arljind Ajeti 16 Marc Dinkel 22 Jan Wuhrmann 23 Philippe Sidler Niki Wiedmann MITTELFELDSPIELER 6 Fabian Ritter 7 Cüneyt Eksi 8 Kofi Nimeley 10 Marco Bicvic 17 Simon Grether 20 Renato Santabarbara 21 Jérémy Randaxhe 24 Sandro Wieser STÜRMER 9 Roman Buess 11 Kevin Eigenmann 19 Michel Gadient TRAINER / BETREUER Trainer: Patrick Rahmen. – Assistenztrainer: Reto Weidmann. – Coach: Ivan Tezak. – Pflege: Dirk Wüst. – Material: Miodrag Trifunovic.

FAKTEN
Jan Wuhrmann (Zürich), Kevin Eigenmann (Laufen), Ilija Kovacic, Robin Vecchi, Arljind Ajeti, Kofi Nimeley, Simon Grether, Renato Santabarbara, Jérémy Randaxhe, Philippe Sidler, Sandro Wieser (FCB U18).

FC Basel U21
In 1. Liga seit: 2001. Saisonziele: Ausbildung junger Spieler im Hinblick auf eine Profikarriere und um die Tabellenspitze in der Gruppe 2 mitspielen. Budget: keine Angaben.

ZUZÜGE

Neun Spieler aus der U18 und ein Zürcher spielen neu in der Mannschaft.

ABGÄNGE

Drazen Cosic und Dersu Heri sind zu Stadtkonkurrent Old Boys zurückgekehrt.

Marco Aratore (Aarau, leihweise), Oliver Klaus (Yverdon, leihweise), Stefan Schindelholz (Dornach), Drazen Cosic, Dersu Heri (Old Boys), Joel Stampfli (Liestal), David Hasler (Vaduz), Taulant Xhaka, Granit Xhaka, Pascal Schürpf, Matthias Baron (1. Mannschaft), Dominic Schilling, Ramon Cecchini (?).

Heimspiele: Leichtathletikstadion St. Jakob (5000 Plätze) Anspielzeit: Jeweils am Samstag um 16.00 Uhr (kurzfristige Änderungen vorbehalten). Eintritt: gratis; Kollekte während des Spiels. Verpflegung: ein Verpflegungsstand. Besonderes: Aufgrund der Reglemente ist der FCB U21 weiterhin nicht aufstiegsberechtigt.

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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DER BZ-TIPP: 9. RANG
Der SC Dornach ist in der 1. Liga kein Neuling. Zum dritten Mal stiegen die Dornacher in die höchste Amateurklasse auf. Die Spieler und der Trainer sind heiss auf die neue Aufgabe. Die Mischung zwischen routinierten Akteuren und jungen Talenten scheint im Team von Übungsleiter Pascal Burger perfekt. Prunkstück der Dornacher ist die Offensive. Gelingt es ihnen, auch in der Abwehr diszipliniert zu spielen, werden sie im Mittelfeld Fuss fassen. Die bz traut dem Liganeuling Platz 9 zu. ( D N )

DER TRAINER
Pascal Burger nimmt mit dem SC Dornach die vierte Saison in Angriff. Der Aufstieg in die 1. Liga ist für den 35Jährigen der erste grosse persönliche Erfolg als verantwortlicher Aktivtrainer. Vor seiner Dornacher Zeit war Burger im Nachwuchsbereich des FCB als Assistent von Heinz Hermann tätig. ( D N )

Einstelliger Schlussrang als Saisonziel
SC Dornach: Der Aufsteiger hat sein Kader hochwertig verstärkt, um in der 1. Liga zu bestehen
Der SC Dornach startet mit viel Elan in die 1. Liga. Das Team von Trainer Burger will sich in der neuen Umgebung auf einem gesicherten Mittelfeldplatz etablieren und dabei an der Aufgabe wachsen.
VON PETER GSCHWIND

BILD: PATRICK PENSA

Vor einem Jahr war beim SC Dornach vieles anders. Über die Ausgangslage für die Saison 2009/2010 brauchte Pascal Burger nicht lange nachzudenken. «Unser Saisonziel in der 2. Liga interregional ist der Gruppensieg und somit der Auf-

stieg in die 1. Liga», sagte der Trainer unmissverständlich, und die Spieler schlossen sich den hochgesteckten Erwartungen an. In der Zwischenzeit haben die Dornacher mit beeindruckenden Leistungen dieses Ziel erreicht und das Publikum mit erfrischendem und mutigem Offensivfussball begeistert. «Wir wollen in der 1. Liga einen einstelligen Schlussrang belegen», weist Pascal Burger auf die neue Aufgabe hin. Absichtlich spricht der Übungsleiter nicht vom Ligaerhalt oder Abstiegskampf, denn das Wort Relegation ist schon im vorneherein mit einer negativen Aussage verbunden. Unter den 16 Mannschaften in der Gruppe 2 peilt

der SC Dornach mindestens den neunten Rang an, und daran arbeiten die Solothurner seit Beginn der Trainingseinheiten am 6. Juli.

«Der ganze Verein muss wieder in umgekehrter Richtung buchstabieren.»
«Vorstand, Trainer und Spieler sind in der neuen Situation gefordert. Wir müssen wieder lernen, mit Niederlagen zu leben», legt Stefan Schindelholz vom Präsidium die Ausgangslage dar. Der «Mister SC Dornach» hebt hervor, dass in der vergangenen Saison die erste und zweite Mannschaft den Aufstieg schafften und dabei viele Tore erzielten und haufenweise Punkte sammelten. «Wir müssen alle wieder in umgekehrter Richtung buchstabieren», blickt Schindelholz auf die kommende Saison voraus.
«MIT DEN VERSTÄRKUNGEN bin ich sehr zufrieden.» Pascal Burger verdeutlicht, dass die Dornacher als Aufsteiger gefordert sind. Bewusst legte der Verein Wert darauf, dass die neu verpflichteten Spieler charakterlich in die Mannschaft passen. Burger ist überzeugt, dass die Neuzugänge dem Team in allen Bereichen weiterhelfen. Im zentralen Mittelfeld kann Francis Sarret, der bei der SR Delémont Erfahrung in der Challenge League sammelte, dem Spiel nach vorne in gleichem Masse Akzente geben, wie Rückkehrer Glaynson Lima seine Kaltblütigkeit im Verwerten der Tormöglichkeiten unter Beweis stellen soll. Mit Marc Troller, dem Topskorer der vergangenen Saison, und Lima stehen im Angriff zwei Spieler, die jedem Kenner ins Auge springen. «Nicolas Maissen und Nicolas Stocker sind weitere Verstärkungen,

So lief es vergangene Saison

die uns als Gruppe vorwärtsbringen», weist Burger auf die Transfers hin. Positiv beurteilt der Teamchef, der nun mit Thomas Mohler einen Assistenten zur Seite hat, die Gegebenheit, dass das Kader aufgestockt wurde. «Die Meisterschaft geht an die Substanz», kommentiert er die Erweiterung. «Man wächst an der Aufgabe», heisst das Motto von Pascal Burger. Im Training wird grosse Bedeutsamkeit auf das Wesentliche gelegt. Das heisst, physisch und taktisch wollen die Dornacher einen weiteren Schritt nach vorne tätigen, damit sie sich in der 1. Liga etablieren können. Burger ist überzeugt, dass seine Mannschaft die Qualitäten besitzt, sich im Mittelfeld festsetzen zu können. Aus einer gut organisierten Abwehr will Dornach sein Spiel weiterhin offensiv ausrichten. Die Tatsache, dass die Reserven den Sprung in die 2. Liga regional schafften, ist auch bei Pascal Burger positiv zu spüren. «Es ist wichtig,

BILD: MARTIN TÖNGI

«Nicolas Maissen und Nicolas Stocker sind Verstärkungen, die uns vorwärtsbringen.»
dass verletzte Akteure oder Spieler, die nicht regelmässig zum Einsatz gelangen oder die einen Trainingsrückstand aufweisen, auf einem gewissen Niveau spielen können», legt Burger die Promotion der zweiten Mannschaft aus. Die Zusammenarbeit mit dem «Zwei», welches von Marco Cecere trainiert wird, bezeichnet Burger als sehr gut. Sorgen bereiten dem Dornacher Trainer nur die Spieler, die noch in den Ferien weilen und das Vorbereitungsprogramm verpassen. Mit diesen Umständen müssen sich mit Sicherheit auch andere Teamchefs auseinandersetzen.

«Die Art und Weise, wie die Mannschaft den Aufstieg in die 1. Liga erarbeitet hat, war befriedigend und beeindruckend.» Pascal Burger, der Trainer, spricht beim Rückblick auf die vergangene Saison auch das Umfeld der Dornacher an, welches am Vorhaben mitgezogen hat. Die Fussballer vom Fusse des Gempens hatten in der 2. Liga interregional von der ersten Spielrunde an nur ein Ziel vor Augen. Dieses hiess Aufstieg in die 1. Liga. Mit einer sensationellen Hinrunde, in welcher die Dornacher alle 13 Spiele gewannen

und 39 Punkte holten, legten sie die Basis zur Promotion. Die Elf von Trainer Burger musste zwar in der Rückrunde auch Niederlagen verkraften, doch zeigte sie in den entscheidenden Spielen Nervenstärke und taktische Geschicklichkeit. «Diese Leistung können wir nicht mehr toppen», kommentiert auch Stefan Schindelholz vom Präsidium die vergangene Saison, die zusätzlich mit dem Aufstieg der zweiten Mannschaft in die 2. Liga und deren Sieg im Baslercup eine weitere Krönung fand. ( D N )

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Mittwoch, 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG

1. LIGA. GRUPPE 2

SC DORNACH. Hinten (von links): Antonino Infantino, Marco Infantino, Matthias Oser, Chris De Lima, Stefan Schindelholz, Glen Lima, Dario Di Giovine, Alain Borer. – Mitte: Karl Eberhart (Physiotherapeut), Thomas Mohler (Assistent), Pascal Burger (Trainer), Kevin Wenzin, Lucca Spohn, Ricardo Silva, Stefan Abt, Nicolas Stocker, Francis Sarret, Stefan Schindelholz (Präsident), Christian Hoffmann (Sponsor). – Vorne: Marc Trolller, Aleksandar Micic, Srdjan Lazic, Yannick Güngerich, Danilo Bjekovic, Ernes Hodic, Antonio Brescia, Benny Hauer (Betreuer). – Es fehlen: Reto Friedli, Nicolas Maissen, René Furler (Torhütertrainer), Thomas Amsler (Coach). BILD: PATRICK PENSA

SC DORNACH. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Srdjan Lazic 18 Danilo Bjekovic ABWEHRSPIELER 4 Aleksander Micic 5 Yannick Güngerich 6 Ricardo Silva 13 Toni Brescia 17 Marco Infantino 20 Antonio Infantino MITTELFELDSPIELER 2 Chris De Lima 7 Dario Di Giovine 8 Nicolas Maissen 9 Lucca Spohn 10 Reto Friedli 11 Nicolas Stocker 15 Stefan Abt 16 Francis Sarret STÜRMER 3 Glen Lima 12 Mathias Oser 14 Marc Troller Martin Kottmann TRAINER / BETREUER Trainer : Pascal Burger. – Assistent: Thomas Mohler. – Coach: Thomas Amsler. – Torhütertrainer: René Furler. – Betreuer: Benni Hauer. – Masseur: Karl Eberhart. 19 Alain Borer 22 Kevin Wenzin 21 Ernes Hodic Stefan Schindelholz

FAKTEN
Chris de Lima, Glen Lima (Laufen), Nicolas Maissen (Muttenz), Lucca Spohn (Weil), Stefan Schindelholz (FCB U21), Nicolas Stocker (FCB U18), Francis Sarret (Bassecourt), Danilo Bjekovic (FCB U17), Ernes Hodic (Liestal).

SC Dornach
In 1. Liga seit: 2010. Saisonziel: Es wird ein einstelliger Schlussrang angestrebt. Budget: 280 000 Franken für den Gesamtverein.

ZUZÜGE

Dornach hat alle Linien mit erfahrenen ErstligaAkteuren verstärkt.

ABGÄNGE

Tobias Ruetz, Fabian Dreier (2. Mannschaft), Kosta Disseris (Laufen).

Heimspiele: Sportplatz Gigersloch (2500 Stehplätze). Anspielzeit: Am Samstag um 16.00 Uhr, unter der Woche um 20.00 Uhr. Eintritt: 10 Franken für Erwachsene, Jugendliche bis 16 Jahre gratis. Verpflegung: Grill von Hans Borer und Klubrestaurant von Franco Riccardi.

Tobias Ruetz und Fabian Dreier ziehen sich in die zweite Mannschaft zurück.

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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DER BZ-TIPP: 13. RANG
Der FC Laufen hat im Vergleich zu den meisten Gegnern finanziell weniger Spielraum. Mit Lima, Eigenmann und Halimi ist der komplette Angriff der letzten Saison weg. Somit ist das von der Vereinsleitung angegebene Saisonziel «Klassenerhalt» auch durchaus realistisch. Vergangene Saison wäre es ohne das «Geschenk» gegen Basel Platz 13 gewesen. Die Zahl 13 soll in diesem Fall für den FC Laufen auch am Ende der neuen Saison Glück bedeuten und damit den Ligaerhalt. ( E H )

DER TRAINER
Der 41-jährige Boris Zimmermann ist für Laufen ein Glücksfall. Auch wenn in diesem vom Erfolg bestimmten Metier alles schnell ändern kann. Der 41jährige Oberbaselbieter hat es mit seiner ruhigen, aber bestimmten Art verstanden, aus den Spielern das Optimum herauszuholen. (EH)

Mourinho und Barça im Kopf
FC Laufen: Eine neue Offensive, die viele taktische Möglichkeiten bietet, soll Laufen über dem Strich halten
Nach dem Ligaerhalt muss der FC Laufen mit einem auf zahlreichen Positionen neu besetzten Team in die zweite 1.-Liga-Saison in Folge gehen. Geblieben ist jedoch das Saisonziel: Klassenerhalt.
VON EDGAR HÄNGGI

BILD: HEINZ DÜRRENBERGER

Das erste Saisonhighlight haben die Laufner bereits hinter sich. Sie durften gegen den FC Basel «testen». Das 0:7 nahm man gelassen. «Das war kein Test für uns, sondern ein Spiel, das den Spielern und Zuschauern Spass machen sollte», so Trainer Boris Zimmermann. Fünf Runden vor Saisonende hat er die Laufner als Verantwortlicher übernommen.

Zehn Punkte holte die Mannschaft dann und realisierte damit den Klassenerhalt. «Der Grat zwischen Erfolg und Niederlage ist oftmals sehr schmal. Ich traf eine Mannschaft mit Qualität an. Die Spieler brauchten aber ein Erfolgserlebnis und der Sieg gegen die Old Boys löste dann die Verkrampfung.» Der offensichtlichste Unterschied zu seinem Vorgänger Patrick «James» Bader ist die Art an der Linie. Während Bader akustisch und emotional «mitspielte» und mitlitt, scheint Zimmermann die Gelassenheit in Person. Hier ein kurzer Zuruf, da mal rasch ein anerkennendes Zunicken – mehr war da nicht. «Das ist meine Art, man muss mich nicht bemerken. Es war in jener

Phase wichtig die Nerven nicht zu verlieren. Die Mannschaft hatte sich dann gefunden. Etwas spät, aber doch nicht zu spät.»

«Die Mannschaft hatte sich dann gefunden. Etwas spät, aber doch nicht zu spät.»
Sportchef Enrico Gasser hat erneut auf die Ferien verzichtet und dafür gesorgt, dass das Kader zum Trainingsstart stand. Nicht weniger als zehn neue Spieler werden sich das Leibchen des FCL überstreifen, wobei Suhanthan, Borer, Sahinbay und Bufaj alle schon in Laufen spielten.
VOR ALLEM IN DER OFFENSIVE ist man gespannt, ob der Abgang des kompletten Angriffes kompensiert werden kann. Eigenmann, Lima und Halimi hatten 18 der 47 Treffer erzielt. Den neuen Laufner Sturm bilden Suhanthan, Diseris, Jorai, Donatiello und Borer. Auch Mihalj und Schmidlin können ganz vorne eingesetzt werden. «Unsere neue Offensive ist jung und nicht so erfahren. Das trifft aber auch auf die gesamte Equipe zu. Es sind sehr unterschiedliche Stürmer, was uns doch viele taktische Möglichkeiten gibt», so Zimmermann. Mit Captain und «Urgestein» Nicola Sibilia ist aber nicht nur der mit 30 Jahren älteste Spieler geblieben, sondern mit 13 Treffern auch der erfolgreichste der vergangenen Saison. Fatih Dogan trägt die Nummer 10. Auch wenn das nicht mehr die typische Spielmachernummer ist, wird Dogan doch eine spielbestimmende Funktion ausüben müssen. Auf der Torhüterposition ist Laufen gut besetzt. Tobias Schnell hat mit starken Auftritten auf sich aufmerksam gemacht. Aber Nico Stalder ist gesundheitlich wieder voll da und

So lief es vergangene Saison

wird auch wegen seiner Erfahrung sehr wichtig sein. Laufen wird, da macht sich auch niemand etwas vor, in erster Linie aus der stabilen Defensive spielen müssen. Mitspielen könnte gegen manchen Gegner zum Untergang führen. Das bestreitet Zimmermann auch nicht. «Es wird Spiele geben, da werden wir untergehen. Wenn wir dann aber ruhig bleiben, werden wir uns konsolidieren und weiterentwickeln. Eine Mischung aus Mourinhos Defensivkonzept und dem offensiven Kurzpassspiel von Barcelona ist meine Spielphilosophie. Damit will ich sagen, dass wir zwar aus der gesicherten Defensive operieren müssen, aber sicher nicht mauern werden. Das klingt gut, ist aber enorm schwierig umzusetzen.» Für Sportchef Gasser ist der Saisonauftakt reizvoll. «Wir stehen bereits in der zweiten Runde der CupQualifikation und treffen da zuhause auf Challenge League Absteiger Le Mont. Wir wollen wieder in die erste Hauptrunde und dann auf

BILD: KENNETH NARS

«Wir wollen wieder in die erste Hauptrunde des Cups und dann auf Losglück hoffen.»
Losglück hoffen.» Auch in der Meisterschaft kann man auf eigenem Platz starten. Erster Gegner wird der FC Grenchen sein. Zuversicht auf einen geglückten Start besteht trotz der durchwachsenen Leistungen am Black Stars-Turnier. Nach einem starken Auftritt gegen Binningen gab es Niederlagen gegen die beiden späteren Finalisten Basel U21 und Dornach. Dass noch nicht alles stimmte, blieb Zimmermann nicht verborgen. «Es ist ja der Sinn von solchen Turnieren, dass Mängel aufgedeckt und dann korrigiert werden können.»

Die 1:5-Startpleite gegen den SV Schaffhausen sorgte bei Aufsteiger FC Laufen für lange Gesichter. Doch zwei überraschende 1:0-Siege im Schweizer Cup gegen Chênois und YF Juventus brachten das Selbstvertrauen zurück. Die von Trainer Patrick Bader betreute Mannschaft schloss die Vorrunde auf Position elf ab. Dass man dann doch immer mehr in den Abstiegskampf involviert wurde, lag vor allem an der mageren Auswärtsbilanz. Lediglich

zweimal siegten die Baselbieter als Gast. Den Forfaiterfolg gegen den FC Basel bereits mitgerechnet. Mitte April trat Bader zurück. Er wollte mit seinem Handeln die Spieler aufrütteln. Als Boris Zimmermann seine Arbeit aufnahm, blühten die Laufentaler richtiggehend auf und schafften noch Rang neun. Dies allerdings auch nur mit vier Punkten Reserve auf den ersten Absteiger – der SV Schaffhausen hiess. ( E H )

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1. LIGA. GRUPPE 2

FC LAUFEN. Hinten (von links): Philippe Borer, Serdar Sahinbay, Raphael Pflugi, Faith Dogan, Anton Weis, Reshigsan Suhanthan, Philipp Schmidlin. – Mitte: Fabio Eugster, Kosta Diseris, Michael Misev, Adnan Ercedogan, Gaetan Frund, Lubos Smitala, Kim Sami. – Vorne: Bekim Arifi (Assistent), Guido Halbeisen (Coach), Christian Donatiello, Arben Gashi, Tobias Schnell, Enis Bufaj, Michael Jorai, Dardan Sadrija, Boris Zimmermann (Trainer), Roman Künzli. – Es fehlen: Jonas Uebersax, Nico Stalder, Marco Miholi, Nicola Sibilia . BILD: HEINZ DÜRRENBERGER

FC LAUFEN. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Tobias Schnell 22 Nico Stalder ABWEHRSPIELER 2 Serdar Sahinbay 3 Armen Limani 4 Gaetan Frund 6 Fabio Eugster 7 Lubos Smitala 12 Jonas Uebersax 13 Enis Bufaj MITTELFELDSPIELER 5 Raphael Pflugi 8 Dardan Sadrija 9 Philipp Schmidlin 10 Fatih Dogan 18 Anton Weis 20 Nicola Sibilia 21 Marko Mihalj STÜRMER 11 Michael Jorai 15 Cristian Donatiello 19 Kosta Diseris 24 Reshigesan Suhantan TRAINER / BETREUER Trainer: Boris Zimmermann. - Assistenztrainer: Bekim Arifi. - Torhütertrainer: Roman Künzli. Coach: Guido Halbeisen. - Pflege: Monika Ackermann. - Material: Herbert Inhäbit. 25 Philippe Borer 14 Michael Misev 17 Kim Sami 23 Arben Gashi

FAKTEN
Reshigesan Suhanthan (Alle), Kosta Diseris (Dornach), Dardan Sadrija (Vicques), Michael Jorai (Zwingen), Cristian Donatiello (Concordia), Marko Mihalj (Grenchen), Philipp Borer (Old Boys), Serdar Sahinbay (Sissach), Enis Bufaj (Binningen), Philipp Schmidlin (eigene Junioren).

FC Laufen
In 1. Liga seit: 2009. . Budget: 140 000 Franken. Heimstadion: Stadion Nau (5000 Stehplätze). Anspielzeiten: Jeweils am Samstag um 18.00 Uhr.

ZUZÜGE

Reshigesan Suhantan kehrt in die Mannschaft zurück.

ABGÄNGE

Pierluigi Spallino (Allschwil), Glynson Lima, Christopher De Lima (beide Dornach), Kevin Eigenmann (FCB U21 zurück), Cedric Cueni (FCB U18).

Eintritt: Erwachsene 10 Franken, Jugendliche 6 Franken. Verpflegung: im Klubrestaurant in der Nau. Besonderes: In der zweiten Qualifikationsrunde für den Schweizer Cup spielt der FC Laufen am 15. August in der Nau gegen den FC Le Mont.

Stürmer Kevin Eigenmann kehrt zum FC Basel zurück.

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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DER BZ-TIPP: 10. RANG
Nach seinem Fehltipp aus der letzten Saison (15. Platz), hofft der Schreibende diesmal auf einen Volltreffer. Die praktisch ohne Hoffnung in die Meisterschaft gestartete Muttenzer-Notmannschaft hat alle Experten überrascht und eine mehr oder weniger gute Saison gespielt. Wenn die Talente im Team weiterhin fleissig an sich arbeiten und die Routiniers ihre Erfahrung einbringen können, dann dürfte in der Saison 2010/11 der Abstiegskampf kein Thema sein. ( P U )

DER TRAINER
Der 36-jährige Atilla Sahin wird auch in der dritten Saison als Cheftrainer seine Philosophie nicht ändern. Mit einem Mix aus jungen, hungrigen und einigen älteren, erfahrenen Spielern wird er erneut versuchen den Ligaerhalt zu schaffen. ( P U )

Jung und Alt zieht an einem Strick
SV Muttenz: Das Wunder Ligaerhalt ist geschafft, nun wird eine Bestätigung erwartet
Was zu Beginn der letzten Saison kaum jemand geglaubt hatte, wurde Tatsache und der als Abstiegskandidat Nummer Eins gehandelte SV Muttenz spielt weiterhin in der 1. Liga.
VON PAUL ULLI

BILD: KENNETH NARS

Wenn man die Kaderliste des SV Muttenz für die am 7. August beginnende Erstliga-Meisterschaft etwas genauer unter die Lupe nimmt, sieht man, dass es im Vergleich zum Vorjahr kaum Veränderungen gibt. «Die verschworene Truppe» wie sie der routinierte Verteidiger Pascal

Bieri nach dem letzten Meisterschaftsspiel genannt hatte, bleibt mit ganz wenigen Ausnahmen zusammen. Die Mannschaft will ihrem treuen Publikum guten Fussball zeigen und, wenn immer möglich, das erklärte Saisonziel Ligaerhalt nicht wie in den letzten Jahren erst im letzten Spiel realisieren. «Die in der abgelaufenen Saison kurzfristig ins Team eingebauten eigenen Junioren haben jetzt ein erstes Lehrjahr hinter sich und machten zum Teil grosse Fortschritte» sagt Sportchef Peter Schüpbach. Diese jungen, talentierten Spieler wie Andrin Brügger, Tobias Aebi oder Michael Neuhaus

harmonieren nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz ausgezeichnet mit den Routiniers wie Yannick Rahmen, Fidel Tato oder dem immer noch torgefährlichen Ivano Biancavilla.

«Dass man mit nur jungen Spielern nicht bestehen kann, weiss jeder Fussballkenner.»
«Dass man mit nur jungen Spielern während einer ganzen 1.-LigaSaison einfach nicht bestehen kann, weiss jeder Fussballkenner. Es braucht in einer solchen Mannschaft auch erfahrene Spieler, die ihre ganze Routine, auch im Trainingsbetrieb, an ihre jüngeren Teamkollegen weitergeben können» weiss Trainer Atilla Sahin auch aus seiner aktiven Laufbahn.
EINER VON DIESEN ist Mirco Maissen. Der 32-Jährige bestreitet bereits seine 12. Saison beim SV Muttenz und will auch in der kommenden Meisterschaft nochmals voll angreifen: «Ich erlebte 1998 die genau gleiche Situation, nur in vertauschten Rollen. Ich war der kleine Mirco, der an seinen Vorbildern wie Patrick und Mischa Rahmen oder Walter Bernhard emporschaute und deren Direktiven befolgte. Heute versuche ich zusammen mit Tobias Sander und anderen Langzeit-Muttenzern, für unsere Nachwuchsspieler das gleiche Vorbild zu sein. Und wenn die selbstbewussten jungen Spieler sich von uns «Alten» auch wenn es nicht so gut läuft mal etwas sagen lassen, dann werden wir eine tolle Saison spielen und erstmals seit vielen Jahren nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben.» Mirco Maissen betont aber auch, wie wichtig es sein wird, von grösseren Verletzungen verschont

zu bleiben. Gerade er selbst hatte im letzten Jahr Verletzungspech. «Nachdem ich den Meisterschaftsstart wegen eines Kreuzbandrisses verpasst hatte, musste ich die beiden letzten Partien wegen eines Nasenbeinbruches pausieren», erzählt der 32-Jährige.
AUCH WENN NOCH NICHT alle Kaderspieler präsent sind, läuft die Vorbereitungsphase bei den Baselbietern auf Hochtouren. Beim FC Black Stars-Sommercup konnte die Mannschaft innerhalb von 10 Tagen vier Testspiele gegen renommierte Gegner absolvieren. Vor allem beim überraschenden Sieg gegen die U21 der Grasshoppers konnte die Mannschaft überzeugen. In der Offensive scheinen die Muttenzer besser bestückt, als in den letzten Jahren. Mit dem vom FC Aesch gekommenen Valon Mernica, Pajtim Ismajli und der FC Basel-Leihgabe Marco Weisskopf hat Trainer Sahin neben Topskorer Ivano Biancavilla endlich mehr Alternativen. Und wenn sich der Mitte der letzten Saison als Topskorer vom 2. Liga-Aufsteiger FC Rheinfelden gekommene Servet Ar-

So lief es vergangene Saison

BILD: NICOLE NARS-ZIMMER

«Dann werden wir eine tolle Saison spielen und nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben»
gin doch noch an den höheren Rhythmus in der obersten Amateurklasse gewöhnt, kann auch er zu einem Gewinn werden. Mit dem erst 18-jährigen Steven Oberle und dem in der letzten Saison dank überzeugenden Leistungen überraschend zum Stammkeeper avancierten Valentino Reist scheinen die Baselbieter auch auf der Torhüterposition besser besetzt als in der abgelaufenen Saison.

In der bz-Vorschau vor einem Jahr lautete der Titel «Ligaerhalt käme einem Wunder gleich». Und dass Wunder immer wieder geschehen, bewies der SV Muttenz eindrücklich. Nach dem Aderlass von 10 Kaderspielern, welche alle dachten, ihre Mannschaft sei abgestiegen (wegen dem Zwangsabstieg des FC Concordia in die 2. Liga regional verblieb der SV Muttenz kurzfristig in der 1. Liga), konnten die Teamverantwortli-

chen nur ein Notkader, gespickt mit unerfahrenen Juniorenspielern, zusammenstellen. Obwohl sich diese Mannschaft während der ganzen Saison in den hinteren Tabellenregionen bewegte, konnte sie in entscheidenden Momenten immer wieder zulegen. So vor allem in den letzten Spielen, wo man aus vier Partien gleich zehn Punkte holte und damit dem Abstieg definitiv entrinnen konnte. ( P U )

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Mittwoch, 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG

1. LIGA. GRUPPE 2

SV MUTTENZ. Hinten (von links): Pascal Bieri, Marc Tanner, Onur Akbulut, Valon Mernica, Tobias Aebi, Ersin Elmas, Marco Weisskopf, Pascal Alig. – Mitte: Roland Muchenberger (Torhüter-Trainer), Andreas Aerni (Co-Trainer), Mirco Maissen, Sven Jegge, David Erbacher, Servet Argin, Andrin Brügger, Michael Neuhaus, Tobias Sander, Peter Schüpbach, Daniele Dumitra (Massage), Atilla Sahin (Trainer). – Vorne: Eljimi Shashivari, Emir Amiti, Ivano Biancavilla, Marco Allenbach, Valention Reist, Steven Oberle, Fidel Tato, Daniele Zanfrini, Pajtim Ismajli. BILD: KENNETH NARS

SV MUTTENZ. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Steven Oberle 23 Marco Allenbach ABWEHRSPIELER 2 Andrin Brügger 3 Marc Tanner 4 David Erbacher 5 Pascal Bieri 7 Daniele Zanfiri 10 Mirco Maissen 11 Tobias Sander MITTELFELDSPIELER 6 Onur Akbulut 8 Ermir Amiti 12 Ersin Elmas 13 Pajtim Ismajli 17 Fidel Tato 18 Thomas Eggenberger 22 Eljmi Shashivari STÜRMER 9 Valon Mernica 14 Ivano Biancavilla 19 Servet Argin 21 Marco Weisskopf TRAINER / BETREUER Trainer: Atilla Sahin. - Assistenztrainer: Andreas Aerni. - Torhütertrainer: Roland Muchenberger. Massage: Daniele Dumitra.- Coach: Roberto Peresani. - Sportchef: Peter Schüpbach. 20 Sven Jegge Bernhard Röthlisberger 15 Michael Neuhaus 16 Tobias Aebi Valentino Reist

FAKTEN
Salem Fahdy (eigene Junioren), Ersin Elmas (SC Binningen), Pascal Alig (zurück nach Verletzungspause), Marco Allenbach (Amicitia Riehen), Sven Jegge (Concordia).

SV Muttenz
In 1. Liga seit: 2005. Budget: 150 000 Franken. Heimspiele: Stadion Margelacker (200 Sitzplätze, 3000 Stehplätze). Anspielzeit: In der Regel am Sonntag um 15.00 Uhr. Bei Sonntags-Heimspielen des FC Basel jeweils am Samstagnachmittag um 16.00 Uhr. Eintritt: 10 Franken. Verpflegung: Restaurant im Klubhaus und Grillstand. Besonderes: In der zweiten Qualifikationsrunde für den Schweizer Cup spielt der SV Muttenz am 15. August im Tessin gegen den FC Mendrisio-Stabio.

ZUZÜGE

Sven Jegge spielte schon in der Challengue League und stürmt nun für seinen Heimatort.

ABGÄNGE

Juan Munoz wird der Muttenzer Verteidigung fehlen.

Dersu Heri, Dario Sanseverino (beide Old Boys), Nicolas Maissen (Dornach), Carmelo D’Amelio, Juan Munoz (beide Solothurn), Yannick Rahmen (Allschwil).

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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DER BZ-TIPP: 8. RANG
Das Kader erfuhr nur punktuelle Veränderungen. Dieser Faktor sollte sich positiv auswirken. Übungsleiter Massimo Ceccaroni kann auf eine eingespielte Equipe zählen, welche die Vorstellungen seines Trainers genauestens kennt. Dadurch sollten die Old Boys besser aus den Startlöchern kommen als vor einem Jahr. Das wiederum sollte der jungen Mannschaft Selbstvertrauen geben. Der angestrebte einstellige Tabellenplatz kann unter diesem Vorzeichen erreicht werden. ( E N G )

DER TRAINER
Massimo Ceccaroni legt auch als Trainer die gleiche Leidenschaft an den Tag wie sie ihn als Spieler auszeichnete. Der Traum von einem Engagement in der Profiliga lebt nach wie vor. Seine ganze Aufmerksamkeit liegt derzeit aber beim BSC Old Boys. ( E N G )

Die Mannschaft soll der Star sein
BSC Old Boys: Die Basler setzen auf Kontinuität und streben einen einstelligen Tabellenplatz an
Das Kader der Old Boys erfuhr nur wenige Änderungen. Mit Hochdruck wird allerdings noch nach einem Stürmer mit Torgarantie gesucht.
VON DIETER ENGELS

BILD: KENNETH NARS

Wer den Präsidenten Balz Heusler und den Trainer Massimo Ceccaroni zum Gespräch bittet, trifft auf eine geballte Ladung Fussballkompetenz. Die beiden nehmen ihre sechste gemeinsame Saison beim BSC Old Boys in Angriff – die vierte in der höchsten Amateurliga. Der Umgangston ist geprägt von höchstem

gegenseitigen Respekt. Ein Kompetenzgerangel gibt es nicht. Die Aufgabenverteilung ist klar geregelt: «Die sportliche Oberverantwortung liegt bei Massimo», drückt es Heusler knapp und deutlich aus. Er selber kümmert sich im Hintergrund um all die administrativen und organisatorischen Belange, die das Präsidentenamt eines solch grossen Vereins mit sich bringt.
CECCARONI SEINERSEITS hört seinem Präsidenten aufmerksam zu, wenn der über Strukturen und organisatorische Abläufe erzählt. Ein Indiz dafür, dass Ceccaroni «mehr als nur ein Trainer ist», wie es Balz

ausdrückt. Wenn es um Transfers geht, Strukturen im Nachwuchsbereich oder die Förderung junger talentierter Spieler ist die Meinung des ehemaligen FCB-Verteidigers gefragt. Regelmässige Treffen mit Max

«Ich möchte, dass sich meine Spieler voll in den Dienst der Mannschaft stellen.»
Thalmann, dem Nachwuchs-Koordinator, und den Trainern der A- und B-Junioren sind für Ceccaroni zudem eine Selbstverständlichkeit. Eine erfolgreiche Jugendarbeit ist für die Old Boys Voraussetzung, um sich längerfristig in der höchsten Amateurliga zu halten. Die finanziellen Mittel bewegen sich im gleichen Rahmen wie vergangene Saison und lassen nach wie vor keine spektakulären Transfers zu. Entsprechend verhalten waren die Aktivitäten der Basler, was Neuzuzüge betrifft: Nach einer Saison beim Nachwuchs des FC Basel kehren Torhüter Dersu Heri und Verteidiger Drazen Cosic auf die Schützenmatte zurück. Von den BJunioren wird der talentierte Flavio Rüedi in das Kader der ersten Mannschaft aufgenommen. Der 17Jährige ist ein Versprechen für die Zukunft und durfte beim letzten Spiel der vergangenen Saison in Delémont bereits eine Halbzeit lang 1.-Liga-Luft schnuppern. Vom SV Weil stösst Stürmer Patrick Streule zum Team. Auch er allerdings noch im Junioren-Alter und deshalb eher als «Spieler mit Perspektive» zu titulieren. Weil sich auch die Abgänge in überschaubarem Rahmen halten, macht sich Ceccaroni berechtigte Hoffnungen, mit einem eingespielten Team einen besseren Saisonstart hinzulegen als vor einem Jahr.

So lief es vergangene Saison

Mit einem Punkt aus sechs Spielen ist dieser ziemlich missglückt. «Vielleicht habe ich von den Spielern zu Beginn zu viel verlangt», übt sich «Cecca» ein wenig in Selbstkritik. Hier hakt auch gleich der Präsident ein: «Trotz dieses Fehlstartes wurden wir nicht nervös. Ich habe gesehen, wie Massimo mit der Mannschaft umgeht. Die Trainings waren auf einem hohen Level. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich die Resultate einstellen.» Wenn Ceccaroni von seiner Fussballphilosophie erzählt, fallen immer wieder die gleichen Wörter: konstruktiv, offensiv, resultatorientiert. «So wie die Spanier an der Weltmeisterschaft Fussball gespielt haben, das gefällt mir. Die haben das Spiel immer selber in der Hand», gerät er ins Schwärmen. Ein Forlan, Schweinsteiger oder Puyol

«Einer, der für uns ein Dutzend Tore erzielt, würde uns schon enorm helfen.»
haben es ihm besonders angetan: «Die stellen sich voll in den Dienst der Mannschaft und drängen sich selber nie in der Vordergrund. Ich möchte, dass meine Spieler ebenso auftreten.»
DRINGEND GESUCHT wird noch ein Torjäger. Einer wie es Rui Norinho vor zwei Jahren war. Der Portugiese erzielte damals 20 Treffer. «Einer, der für uns ein Dutzend Tore erzielt, würde uns schon enorm helfen», gibt Ceccaroni seinem Wunsch Ausdruck. Der andere Wunsch ist, die Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz zu beenden und sich vor den lokalen Ligakonkurrenten Muttenz, Laufen und Dornach zu klassieren. Die U21 des FC Basel will Ceccaroni (noch) nicht angreifen.

Sie war dreigeteilt, die Saison der Old Boys. Ein Punkt nach sechs Runden liess bereits das Schlimmste befürchten. Dann starteten die Basler eine furiose Aufholjagd und setzten sich dank 29 Punkten aus 15 Spielen im Mittelfeld fest. Kein anderes Team der Liga holte in dieser Phase der Meisterschaft mehr Punkte. 14 Spiele in Folge blieb das Team von Massimo Ceccaroni ungeschlagen und richtete seinen

Blick nach 21 Runden – durchaus berechtigt – nach vorne. Das Viertplatzierte Delémont, der spätere Aufsteiger in die Challenge League, hatte nur gerade sieben Punkte Vorsprung. Dann erfolgte ein veritabler Einbruch. Die Ausbeute aus den letzten neun Spielen: Magere vier Punkte. Dank der glänzenden Phase von Mitte September 2009 bis Ende März 2010 war der Abstieg aber nie ein Thema. ( E N G )

BILD: KENNETH NARS

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Mittwoch, 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG

1. LIGA. GRUPPE 2

BSC OLD BOYS. Hinten (von links): Rafael Brändli, Vincent Leuthard, Pascal Rietmann, Drazen Cosic, Basil Gygax, Bryan Schaub. – Mitte: Igor Fuhr (Physio), Christian Schmid (Coach), Ali Hussein Kassem, Alessandro Romagna, Robin Schüpbach, Patrick Breton, Flavio Rüedi, Massimo Ceccaroni (Trainer), Balz Heusler (Präsident). – Vorne: Markus Lichtsteiner (Assistent), Alessandro De Colle, Cyrill Gloor, Florian Stocker, Dersu Heri, Denis Jeray, Manuel Jenni, Stefan Leberl (Torhüter-Trainer). – Es fehlen: Daniel Stucki, Isa Mulaj, Valentino Fazio, Patrick Streule. BILD: KENNETH NARS

BSC OLD BOYS. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Florian Stocker 21 Dersu Heri ABWEHRSPIELER 2 Basil Gygax 3 Daniel Stucki 4 Dennis Jeraj 5 Drazen Cosic 7 Vincent Leuthard 17 Cyrill Gloor 24 Allessandro De Colle MITTELFELDSPIELER 8 Manuel Jenny 9 Isa Mulaj 10 Patrik Breton 12 Valentino Fazio 15 Alessandro Romagna 16 Robin Schüpbach 20 Flavio Rüedi STÜRMER 11 Pascal Rietmann 13 Dilaver Yagimli 18 Patrick Streule 19 Rafael Brändli TRAINER / BETREUER Trainer: Massimo Ceccaroni. – Assistenztrainer: Markus Lichtsteiner. – Torhütertrainer: Stefan Leberl. – Coach: Christian Schmid. 23 Ali Hussein Kassem

FAKTEN
Drazen Cosic, Dersu Heri (beide FC Basel U21), Flavio Rüedi (Junior), Patrick Streule (SVWeil),Alessandro Romagna (Vicenza Calcio).

BSC Old Boys
In 1. Liga seit: 2007. . Saisonziel: Es wird ein einstelliger Tabellenplatz angestrebt. Budget: unbekannt. Heimspiele: Stadion Schützenmatte (2000 Sitz- und 6000 Stehplätze). Anspielzeit: jeweils am Samstag um 17.00 Uhr. Eintritt: 12 Franken für Erwachsene, 5 Franken für Kinder, Schüler, Lehrlinge und Studenten. Verpflegung: Klubrestaurant und Joe Morettos Grillstand.

ZUZÜGE

Alessandro Romagna kommt aus Italien und studiert nun in Basel.

ABGÄNGE

Philipp Borer (Laufen),Alan Briggs (2. Mannschaft), Petrit Frrokaj (Liestal), Luca Guarda (unbekannt), Steven Kocher (Pause/Ausbildung)

Philip Borer spielt in Zukunft im Laufner Mittelfeld.

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2. LIGA INTERREGIONAL. GRUPPE 3 Mittwoch, 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG
BILD: JURI JUNKOV

2. LIGA INTER

Modus
Neu gibt es sechs Gruppen zu je 14 Mannschaften in der 2. Liga interregional. Die sechs Gruppensieger steigen automatisch in die erste Liga auf. Absteigen werden jeweils die drei Tabellenletzten der sechs Gruppen, also insgesamt 18 Teams. (PPE)

Gruppe 3
FC Alle FC Allschwil FC Black Stars FC Bôle FC Courtételle FC Langenthal FC Liestal FC Moutier Neuchâtel Xamax M21 FC Oberdorf FC Porrentruy FC Saint-Imier FC Serrières FC Tavannes/Tramelan

SPIELPLAN GRUPPE 3. SAISON 2010/11
1. RUNDE 13.August: Tavannes/Tramelan -Serrières (20:00).– 14. August: Saint-Imier - Alle (17:30). Bôle - Allschwil (17:30). Oberdorf - Black Stars (18:00). – 15. August: Porrentruy - Xamax U21 (15:00). Langenthal - Courtételle (15:00). Moutier - Liestal (16:00). 2. RUNDE 21. August: Tavannes/Tramelan - Saint-Imier (16:00). Xamax U21 - Bôle (17:00). Liestal - Langenthal (17:00). Serrières - Courtételle (18:00). Alle - Porrentruy (18:00). Allschwil - Oberdorf (18:30). – 22. August: Black Stars - Moutier (16:00). 3. RUNDE 27. August: Oberdorf - Xamax U21 (20:00). Porrentruy Tavannes/Tramelan (20:30). – 28.August: Courtételle Liestal (16:00). Bôle - Alle (17:30). Saint-Imier - Serrières (17:30). – 29. August: Langenthal - Black Stars (15:00). Moutier - Allschwil (16:00). 4. RUNDE 4. September: Tavannes/Tramelan - Bôle (16:00). Xamax U21 - Moutier (17:00). Saint-Imier - Porrentruy (17:30). Allschwil - Langenthal (18:30). 5. September: Alle - Oberdorf (16:00).Serrières - Liestal (16:00).Black Stars - Courtételle (16:00). 5. RUNDE 11. September: Courtételle - Allschwil (16:00). Liestal Black Stars (17:00). Bôle - Saint-Imier (17:30). Oberdorf - Tavannes/Tramelan (18:00). – 12. September: Langenthal - Xamax U21 (15:00). Porrentruy - Serrières (15:00). Moutier - Alle (16:00). 6. RUNDE 18. September: Tavannes/Tramelan - Moutier (16:00). Xamax U21 - Courtételle (16:00). Saint-Imier - Oberdorf (17:30). Serrières - Black Stars (18:00). Allschwil - Lie11. RUNDE 23. Oktober: Courtételle - Bôle (16:00). Liestal - Porrentruy (17:00). Allschwil - Tavannes/Tramelan (18:30). – 24. Oktober: Xamax U21 - Alle (15:00). Langenthal Oberdorf (15:00). Moutier - Serrières (16:00). Black Stars - Saint-Imier (16:00). stal (18:30). – 19. September: Langenthal - Alle. Porrentruy - Bôle (15:00). 7. RUNDE 23. September: Bôle - Serrières (20:15). – 25. September: Courtételle - Alle (16:00). Liestal - Xamax U21 (17:00). Oberdorf - Porrentruy (18:00). – 26. September: Langenthal - Tavannes/Tramelan (15:00). Moutier Saint-Imier (16:00). Black Stars - Allschwil (16:00). 8. RUNDE 2. Oktober: Tavannes/Tramelan - Courtételle (16:00). Saint-Imier - Langenthal (17:30). – 3. Oktober: Liestal Alle. Allschwil - Serrières. Xamax U21 - Black Stars. Porrentruy - Moutier. Bôle - Oberdorf (alle 15:00). 9. RUNDE 9. Oktober: Oberdorf - Serrières (17:00). Liestal - Tavannes/Tramelan (17:00). Allschwil - Xamax U21 (18:30). 10. Oktober: Langenthal - Porrentruy (15:00). Courtételle - Saint-Imier (15:00). Black Stars - Alle (16:00). Moutier - Bôle (16:00). 10. RUNDE 16. Oktober: Tavannes/Tramelan - Black Stars (16:00). Oberdorf - Moutier (17:00). Bôle - Langenthal (17:30). Saint-Imier - Liestal (17:30). – 17. Oktober: Xamax U21 Serrières.Allschwil - Alle.Porrentruy - Courtételle (15.00). (17:30). – 31. Oktober: Alle - Serrières. Porrentruy Black Stars (15:00). Bôle - Liestal (15:00). Moutier Langenthal (15:00). 13. RUNDE 6. November: Xamax U21 - Saint-Imier (14:30). Courtételle - Moutier (15:00). Liestal - Oberdorf (17:00). Allschwil - Porrentruy (18:30). – 7. November: Tavannes/Tramelan - Alle. Langenthal - Serrières (14:30). Black Stars - Bôle (16:00). 14. RUNDE 13. März: Tavannes/Tramelan -Serrières. Saint-Imier Alle. Porrentruy -Xamax U21. Bôle -Allschwil. Oberdorf Black Stars. Moutier -Liestal. Langenthal -Courtételle. 15. RUNDE 20. März: Serrières - Courtételle. Liestal - Langenthal. Black Stars - Moutier. Allschwil - Oberdorf. Xamax U21 Bôle.Alle - Porrentruy.Tavannes/Tramelan - Saint-Imier. 16. RUNDE 27. März: Saint-Imier - Serrières. Porrentruy - Tavannes/Tramelan.Bôle - Alle.Oberdorf - Xamax U21. Moutier - Allschwil. Langenthal - Black Stars. Courtételle - Liestal. 17. RUNDE 3. April: Serrières - Liestal. Black Stars - Courtételle. Allschwil - Langenthal.Xamax U21 - Moutier.Alle - Oberdorf. Tavannes/Tramelan - Bôle. Saint-Imier - Porrentruy. 18. RUNDE 10.April: Porrentruy - Serrières. Bôle - Saint-Imier. Oberdorf - Tavannes/Tramelan. Moutier - Alle. Langenthal Xamax U21. Courtételle - Allschwil. Liestal - Black Stars. 19. RUNDE 17.April: Serrières - Black Stars.Allschwil - Liestal.Xamax U21 - Courtételle. Alle - Langenthal. Tavannes/Tramelan - Moutier. Saint-Imier - Oberdorf. Porrentruy - Bôle. 20. RUNDE 1. Mai: Bôle - Serrières. Oberdorf - Porrentruy. Moutier Saint-Imier. Langenthal - Tavannes/Tramelan. Courtételle - Alle. Liestal - Xamax U21. Black Stars - Allschwil. 21. RUNDE 8. Mai: Serrières - Allschwil. Xamax U21 - Black Stars. Alle - Liestal.Tavannes/Tramelan - Courtételle. Saint-Imier - Langenthal. Porrentruy - Moutier. Bôle - Oberdorf. 22. RUNDE 15. Mai: Oberdorf - Serrières. Moutier - Bôle. Langenthal - Porrentruy. Courtételle - Saint-Imier. Liestal - Tavannes/Tramelan. Black Stars - Alle. Allschwil - Xamax U21. 23. RUNDE 22. Mai: Serrières - Xamax U21. Alle - Allschwil. Tavannes/Tramelan - Black Stars.Saint-Imier - Liestal.Porrentruy - Courtételle. Bôle - Langenthal. Oberdorf - Moutier. 24. RUNDE 29.Mai: Moutier - Serrières.Langenthal - Oberdorf.Courtételle - Bôle. Liestal - Porrentruy. Black Stars - SaintImier.Allschwil - Tavannes/Tramelan.Xamax U21 - Alle. 25. RUNDE 4.Juni: Serrières - Alle.Tavannes/Tramelan - Xamax U21. Saint-Imier - Allschwil. Porrentruy - Black Stars. Bôle Liestal. Oberdorf - Courtételle. Moutier - Langenthal. 26. RUNDE 11. Juni: Langenthal - Serrières. Courtételle - Moutier. Liestal - Oberdorf. Black Stars - Bôle. Allschwil - Porrentruy.Xamax U21 - Saint-Imier.Alle - Tavannes/Tramelan.

12. RUNDE
30. Oktober: Tavannes/Tramelan - Xamax U21 (16:00). Oberdorf - Courtételle (17:00). Saint-Imier - Allschwil

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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DER BZ-TIPP: 8. RANG
Allschwil ist zweimal hintereinander aufgestiegen, aber der Trainer hält das Steigerungspotenzial noch keinesfalls für ausgeschöpft. Pavkovic hält eine Platzierung zwischen den Rängen 1 bis 5 für machbar. Er gibt aber zu, dass dies eine optimistische Erwartung ist, und man erst einmal zwei bis drei Spiele gegen Mannschaften, auf die man noch nie getroffen ist, abwarten sollte, bis man eine genaue Prognose abgeben kann. Präsident Hagen erwartet eine Platzierung im Mittelfeld. Dem schliesst sich auch die bz an. ( L U H )

DER TRAINER
Der 42-jährige Sinisa «Six» Pavkovic spielte als Jugendlicher bei Dynamo Zagreb. Nach seiner Flucht in die Schweiz 1993 ging er für den FC Jugos und BD aufs Feld. Seit einem Herzinfarkt ist er als Trainer aktiv. Seit zweieinhalb Jahren sehr erfolgreich beim FC Allschwil. (LUH)

Den Lauf in der neuen Liga fortsetzen
FC Allschwil: Der Meister der 2. Liga regional geht selbstbewusst, aber auch überlegt in die neue Saison
Zwei Saisons, zwei Aufstiege: Allschwil hat einen Lauf und will diesen auch überregional fortführen. Trainer Pavkovic sorgt sich noch ein wenig über die neue, unbekannte Konkurrenz.
VON LUDWIG HEYNE

BILD: ANDREAS FROSSARD

Wer zwei Mal hintereinander aufsteigt und in diesen zwei Saisons auch nur zwei Meisterschaftsniederlagen hinnehmen musste, nimmt natürlich auch die 2. Liga interregional mit breiter Brust in Angriff. Dennoch gibt es einige Punk-

te, über die sich «Six» Pavkovic Gedanken machen muss. Mit Jens Giese und Fabio Paganelli haben zwei verdiente Spieler das Team verlassen und sind zu den Senioren gewechselt. Die Zukunft von Emre Yaman ist noch ungewiss. Inwieweit die Neuzugänge Pascal Suter (vom FC Laufen), Miri Resul und Manuel Lack (beide von der 2. Mannschaft der Old Boys) sowie eigene «beförderte» Junioren diese kompensieren können, wird sich noch weisen müssen. Weitaus grösseres Unbehagen bereitet Pavkovic, dass er einen Grossteil der Konkurrenz über-

haupt nicht kennt. «Die Teams der Region machen mir keine Sorgen, die kenne ich gut und bin überzeugt, dass wir mit denen mithalten können», meint der Erfolgstrai-

«Die Teams der Region machen mir keine Sorgen, mit denen können wir mithalten.»
ner der Allschwiler. «Aber von den übrigen Teams, vor allem denen aus der Westschweiz, kennen wir die Qualität einfach noch nicht.» Deshalb büffelt Pavkovic seit Wochen fleissig Matchtelegramme der letzten Saison, um zumindest ansatzweise zu erspüren, welchem Spieler von welchem Team vielleicht besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss.
VON NUTZEN SIND ihm auch seine guten Kontakte zum FC Black Stars, der ja schon eine Saison lang seine Erfahrungen mit den Gegnern der Allschwiler sammeln konnte, wovon auch Pavkovic indirekt profitieren konnte. «Der Spielplan will es, dass die Black Stars meistens eine Woche vor uns auf den gleichen Gegner treffen werden, dass heisst, dass wir eine gute Quelle haben, um an aktuelle Informationen von unserer Konkurrenz zu kommen: Welcher Spieler ist besonders schnell? Über welche Seite laufen ihre Angriffe meist? Ganz allgemein: Wie ist ihr Spielsystem? Ich erhoffe mir viel von solchen Vorkenntnissen und glaube, so die Mannschaft viel besser auf einen unbekannten Gegner einstellen zu können.» Auch strukturell wird sich der Verein an die neuen Anforderungen anpassen. Der Mannschaft steht neu mit Philipp Baltisberg ein eigener Physiotherapeut zur Verfügung. Und José Cipriano wird als Team-

So lief es vergangene Saison

coach die mannschaftsinternen Abläufe koordinieren helfen und dadurch den Trainer entlasten, der sich nun ganz auf das Sportliche konzentrieren kann. Wesentlich wird für Allschwil aber sein, ob sie die Siegermentalität der vergangenen Saisons auch in die 2. Liga interregional mitnehmen können. Seit einer Niederlage gegen die Old Boys im April 2008 haben die Baselbieter von 53 Ligaspielen nur zwei Begegnungen verloren. Das letzte im November 2009, wieder gegen ihren «Angstgegner» Old Boys. Zuhause haben die Allschwiler seit der Einweihung des Stadions «Im Brüel» vor zweieinhalb Jahren sowieso noch nie verloren.
PAVKOVIC UND SPORTCHEF Longhi sind sich einig, dass der Saisonbeginn diesmal besonders wichtig sein wird. Wenn der Lauf der Allschwiler so weitergeht, kann die Mannschaft auch in der 2. Liga inter für Furore sorgen. Ansonsten hoffen die beiden, dass das Team auf etwaige Rückschläge eine so positive Reaktion zeigt, wie bei den wenigen Negativerlebnissen der letzten Saison. Auf jeden Fall sind sich beide einig, dass der FC Allschwil

BILD: ALAN HECKEL

Wenn man ungeschlagen aus der 3. Liga aufsteigt, erwartet man schon, dass man auch in der 2. Liga regional mithalten kann. Dementsprechend gross war der Jubel, als man zum lange herbeigesehnten Saisonauftakt gegen Sissach glatt mit 5:2 gewinnen konnte. Vom Aufstieg hat da freilich noch keiner gesprochen. Als dann aber nach 6 Runden 16 Punkte zu Buche standen, wurde man allmählich gewahr, das auch in dieser Saison wieder eine Promotion im Bereich des möglichen liegen könnte. Zudem kam noch

hinzu, dass in dieser Saison ja zwei Mannschaften aus dieser Gruppe die Möglichkeit zum Aufstieg erhielten. Den Allschwilern konnte dies aber egal sein, gewannen sie doch die Meisterschaft am letzten Spieltag nach einem dramatischen Fernduell gegen den FC Oberdorf. Als Rezept für den Erfolg nennt Coach Pavkovic neben der Qualität und dem Siegeswillen der Spieler vor allem die tolle Stimmung und den Zusammenhalt im Team, das in den letzten zwei Jahren nur wenige Veränderungen erfahren hat. ( L U H )

«Ich erhoffe mir von solchen Vorkenntnissen, die Mannschaft gut einstellen zu können.»
nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird. Eine mutige Einschätzung für eine Mannschaft, die noch vor 2 Jahren in der 3. Liga gespielt hat, und sich zum grossen Teil immer noch aus den gleichen Spielern von damals zusammensetzt. Aber auch ein Zeichen des Vertrauens, dass die Clubleitung und der Trainer in die Qualität der Mannschaft setzen.

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2. LIGA INTERREGIONAL. GRUPPE 3 Mittwoch, 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG

FC ALLSCHWIL. Hinten (von links): Roderick Föll, Santino Negroni, Marco Oeggerli, Joel Grillon, Sohail Bamassy, Marco Paracchini, Pascal Zogg. – Mitte: Laurent Longhi (Sportchef), Alfred Burla (Masseur), Pascal Suter, Vulnet Bajrami, Janis Birrer, Florian Schöffel, Jose Cipriano (Coach), Sinisa Pavkovic (Trainer), Gideon Mumenthaler (Assistenztrainer). – Vorne: Yannick Rahmen, Manuel Lack, Fabio Scheibler, Almedin Ahmetovic, Nico Offenhäuser, Sazan Mustafi, Guiseppe Conserva. – Es fehlen: Yannick Guya, Shid Sinani, Michel Banholzer, Resul Demiri. BILD: ANDREAS FROSSARD

FC ALLSCHWIL. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Nico Offenhäuser 27 Fabio Scheibler ABWEHRSPIELER 2 Pascal Zogg 6 Manuel Lack 13 Vulnet Bajrami 14 Marco Paracchini 15 Marco Oeggerli 16 Roderick Föll 17 Pascal Suter 24 Sehid Sinani MITTELFELDSPIELER 5 Yannick Guye 7 Joel Grillon 8 Resul Demiri 9 Sazan Mustafi 10 Almedin Ahmetovic 23 Michel Banholzer STÜRMER 18 Santino Negrino 19 Sohail Bamassy 21 Florian Schoeffel 30 Giuseppe Conserva TRAINER / BETREUER Trainer: Sinisa Pavkovic. - Assistenztrainer: Gideon Mumenthaler. n.o. Jannis Birrer n.o. Yannick Rahmen

FAKTEN
Yannick Rahmen (Muttenz), Resul Demiri, Manuel Lack (beide Old Boys II), Pascal Suter (Laufen), Marco Paracchini (zurück aus Neuseeland), Fabio Scheibler,Janis Birrer (beide A-Junioren).

FC Allschwil
In 2. Liga inter seit: 2010. Saisonziel: Die Mannschaft will in der vorderen Tabellenhälfte anzutreffen sein. Budget: unbekannt. Heimspiele: Sportanlage Im Brüel (200 Sitz- und 1500 Stehplätze). Anspielzeit: jeweils am Samstag um 18.30 Uhr. Eintritt: gratis. Verpflegung: Restaurant auf der Anlage.

ZUZÜGE

Yannick Rahmen von Muttenz ist stark bei stehenden Bällen.

ABGÄNGE

Mit Jens Giese und Fabio Paganelli ziehen sich zwei verdiente Spieler zurück.

Jens Giese, Fabio Paganelli (beide Senioren), Pascal Baltisberger, Mark Hunziker,Mekan Kent,Raphael Müller, Nico Galli (alle 2. Mannschaft), Emrah Yaman (?).

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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DER BZ-TIPP: 6. RANG
Namen, respektive viele bekannte Namen machen noch lange keine Spitzenmannschaft. Es könnte aber durchaus sein, dass sich die verbliebenen Spieler mit den wenigen Zuzügen gut verstehen und damit auch eine gewisse spielerische Qualität ins Team kommt. Wenn alles stimmt und die Mannschaft die Vorgaben ihres kompetenten Trainers umsetzen kann, liegt in diesem Jahr durchaus ein Platz unter den besten sechs Mannschaften im Bereich des Möglichen. ( P U )

DER TRAINER
Der 54-jährige Bruno Kaufmann war so etwas wie der Wunschkandidat von Sportchef Peter Faé. Ein im FussballVeteranenalter steckender Chef, der alle fussballerischen Facetten aus dem Effeff kennt und die Spieler richtig zu packen weiss. ( P U )

Die richtige Mischung gefunden
FC Black Stars: Im zweiten Jahr in der 2. Liga interregional denkt man bei den Schwarzsternen vorwärts
Mit einem im Vergleich zu den vergangenen Jahren wenig veränderten Spielerkader will man bei den Black Stars weitere Fortschritte erzielen.
VON PAUL ULLI

BILD: ANDREAS FROSSARD

«Manchmal dauert es halt ein bisschen länger, bis man die richtige Mischung gefunden hat» gibt sich Sportchef Peter Faé selbstkritisch in Bezug auf die in den letzten zwei Jahren enorm vielen Spielerwechsel bei den Black Stars. Mehr als die Hälfte des in der Saisonvorschau 2009/2010 präsentierten Spielerkaders war nämlich zu Beginn der

Rückrunde im vergangenen März nicht mehr beim Quartierverein auf dem Buschweilerhof aktiv. Dazu gehörte auch Aufstiegstrainer Mario Hueber, der relativ kurzfristig sein Amt zur Verfügung stellte und durch den erfahrenen Bruno Kaufmann ersetzt wurde. Es ist müssig, nach den Gründen für das schnelle «Verschwinden» einiger Spieler zu suchen. Vielleicht hat der eine oder andere seine fussballerischen Fähigkeiten schlicht überschätzt, oder aber der zeitliche Aufwand für die 2. Liga Interregional wurde einfach zu gross. Nicht zu diesen Akteuren gehört der 32-jährige Routinier Philippe Becker, welcher vor einem

Jahr vom SC Binningen auf den Buschweilerhof wechselte. Dort sorgte er mit seinen Toren und seiner offensiven Durchschlagskraft sofort für Furore und will dies auch

«Faik Zikolli ist nicht nur ein Goalgetter, sondern auch technisch sehr versiert.»
in der am 14./15. August beginnenden Saison weiter tun: «Ich suchte nach vier Jahren beim SC Binningen eine neue Herausforderung bei einem aufstrebenden Verein. Ich darf trotz des Trainer- und der vielen Spielerwechsel auf eine gute Saison zurückblicken und will mit unserem Team auch in der neuen Runde, wenn immer möglich, an der Spitze mitspielen», richtet Becker seinen Blick zurück und urteilt positiv über seinen neuen Sturmpartner: «Mit dem vom FV Lörrach verpflichteten Torjäger Faik Zikolli werden wir im Angriff noch unberechenbarer sein. Er ist nicht nur ein Goalgetter, sondern auch technisch sehr versiert.» Philippe Becker, der in der Saison 2007/08 die bz-Trophy gewinnen konnte, sieht positive Punkte und solche, bei denen sich die Mannschaft noch steigern muss: «Durch die wenigen Transfers wird die Mannschaft in Sachen Beständigkeit und Automatismen zulegen können. Wichtig wird aber sein, dass wir uns auf den offensiven Aussenbahnen verbessern. Diese Positionen waren in der abgelaufenen Saison etwas unsere Achillesferse. Mit Wilson Cardoso konnte zudem ein ausgezeichneter Abwehrchef verpflichtet werden, der bereits über viel Erfahrung aus höheren Ligen verfügt.» Eine nicht ganz unwichtige Unbekannte lokalisiert Becker bei

der neuen Gruppe: «Durch die neue Gruppeneinteilung spielen in unserer Gruppe ausser den regionalen Teams und dem FC Langenthal viele neue waadtländer und jurassische Vereine, deren Spielstärke wir überhaupt nicht kennen. Trotzdem bin ich überzeugt, dass wir mit unserer Truppe und dem routinierten Cheftrainer einen Platz unter den besten fünf Teams erreichen können und das von vielen Experten immer wieder angesprochene zweite verflixte Jahr in der oberen Liga für uns kein Thema sein wird.»
ÜBERZEUGT VON SEINER Mannschaft ist auch der umtriebige Faé, der nichts dem Zufall überlässt und immer akribische Arbeit leistet: «Wir bieten den Spielern trotz nur eines Rasenplatzes für den ganzen Verein gute Trainingsbedingungen und ein kompetentes Umfeld. Ausserdem haben wir die vielen Abgänge der letzten Saison mit nur wenigen, aber gezielten Zuzügen kompensiert, sodass wir spielerisch eher stärker sein werden.» Mit dem vom Basler Traditionsclub organisierten eigenen Sommer-Cup mit zwölf interessanten Teams aus der 1. und 2. Liga konnte

So lief es vergangene Saison

BILD: KENNETH NARS

Dem Team vom damaligen Trainer Mario Hueber lief es nicht immer nach Wunsch und nach einem Trainingslager vor Beginn der Rückrunde im Tessin kam es zum überraschenden Trainerwechsel. Der kurzfristig verpflichtete ehemalige Nationalliga-Fussballer Bruno Kaufmann holte mit seinem Team gleich in den ersten Spielen seiner Amtszeit die für den Ligaerhalt und das damit verbundene Erreichen

des erklärten Saisonzieles nötigen Punkte. Ausserdem impfte er der Mannschaft die für ein erfolgreiches Abschneiden notwendige Disziplin und Gradlinigkeit ein. Dass die letzten Saisonpartien nicht mehr ganz die erwarteten Resultate brachten, war darauf zurückzuführen, dass der Abstieg bereits einige Runden vor Schluss kein Thema mehr war und die Motivation bei den Akteuren etwas verloren ging. ( P U )

«Durch die wenigen Abgänge wird die Mannschaft in Sachen Beständigkeit zulegen.»
sich die Mannschaft ideal auf die neue Saison vorbereiten. Ausserdem wird der Buschweilerhof im Mai 2011 mit einem Kunstrasen und einem zusätzlichen Garderobentrakt versehen, sodass die Bedingungen für die von der Vereinsleitung sicherlich dann noch etwas höher gesteckten Ziele noch besser werden.

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2. LIGA INTERREGIONAL. GRUPPE 3 Mittwoch, 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG

FC BLACK STARS. Hinten (von links): Ernst Lips, Wilson Cardoso, Jean Basse, Philippe Becker, Matthias Bader, Yannick Hohn, Davide Quaranta, Adolphe Lengue Lengue, Niang Fadel, Roger Iseli, Peter Fae (Sportchef). – Mitte: Alois Stadelmann, Jimmi Strittmatter (Betreuer), Flurin Baltermia, Carol Baltermina, Alisha Gatti (Masseurin), Seyfettin Kalayci, Daniel Baalbaki, Sinan Sahinbay, Daniel Ferry, Bruno Kaufmann(Trainer), Urs Renggli (Assistenztrainer), – Vorne: Jouni Said, Avdil Krasniqi, Fahredin Zikoli, Remo Muchenberger, Ivan Fernandez, Ousmane Ndong, Faik Zikoli, Korkmaz Ismail, Zafer Dagdelen. BILD: ANDREAS FROSSARD

FC BLACK STARS. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Ivan Fernandez 29 Remo Muchenberger ABWEHRSPIELER 2 Daniel Ferry 3 Antonio Spagnolo 4 Yannick Hohn 5 Can Agdas 14 Matthias Bader 16 Carol Baltermina MITTELFELDSPIELER 16 Patrick Oehler 7 Ousmane Ndong 8 Davide Quaranta 10 Seyfettin Kalayci 12 Flurin Baltermina 13 Fadel Niang 17 Avdil Krasniqi 18 Ivo Reichlin STÜRMER 9 Jouni Said 11 Philippe Becker 19 Adolphe Lengue Lengue 21 Faik Zikolli TRAINER / BETREUER Trainer: Bruno Kaufmann. - Assistenztrainer: Urs Renggli. - Torhütertrainer: Sven Schäfer. - Betreuer: Jimmi Strittmatter. - Masseurin: Alisha Gatti- Sportchef: Peter Faé. 23 Almedin Hasanic 20 Jean Basse 32 Fahredin Zikolli 24 Wilson Cardoso

FAKTEN
Mathias Bader (Steinen/Höllstein D), Wilson Cardoso (Alle), Adolphe Lengue Lengue (Nordstern), Ivo Reichlin (Bubendorf), Faik Zikoli (FV Lörrach), Flurin Baltermia (2. Mannschaft), Avdil Krasniqi (A-Junioren).

FC Black Stars
In 2. Liga inter seit: 2009. . Saisonziel: Der Verein will seine zweite Saison in der vorderen Hälfte beenden. Budget: keine Angaben. Heimspiele: Sportplatz Buschweilerhof (500 Stehplätze). Anspielzeit: jeweils am Sonntag um 16.00 Uhr. Eintritt: 8 Franken; für Frauen ist der Eintritt gratis. Verpflegung: Auf dem Buschweilerhof sorgt die Klub-Beiz und ein Grillmeister für das leibliche Wohl der Zuschauer.

ZUZÜGE

Der Stürmer Adolphe Lengue Lengue von Nordstern soll für Tore sorgen.

ABGÄNGE

Blerim Ameti, Drnasi Mevlan, Haris Hasanic, Elvedin Jakupovic, Rafena Perparim (alle 2. Mannschaft).

Fünf Spieler verstärken die 2. Mannschaft.

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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DER BZ-TIPP: 2. RANG
Wenig gravierende Veränderungen im Kader und eine scheinbar einfachere Gruppe – die Voraussetzungen für die Kantonshauptstädter sehen gut aus. In seinem ersten Jahr als Trainer will Orazio Ferranti aber erst einmal eine gute Mischung innerhalb seines Teams und mit seinen Methoden finden und nicht gleich die Parole Aufstieg herausgeben. Die zahlreichen 2. Liga inter Neulinge sind zudem immer für eine Überraschung gut. Deshalb der Tipp der bz: Die gleiche Platzierung wie 2010, Rang 2. ( Y S )

DER TRAINER
Nach dem Abgang von Patrick Manz fungiert neu der Ex-Profi Orazio Ferranti als Leitfigur. Der 25-jährige, der seine Karriere in der FCL-Jugend begonnen hatte, wird als Spielertrainer seine Mannschaft nicht nur von der Seitenlinie aus unterstützen. ( Y S )

«Wieder ganz vorne mitspielen»
FC Liestal: Mit einer grösstenteils unveränderten Mannschaft starten die Hauptstädter in die neue Saison
Nach einer fantastischen letzten Saison und einem Trainerwechsel muss sich der FC Liestal in diesem Jahr beweisen. Mit nur drei Abgängen sollte dies möglich sein.
VON YANNIK SPRECHER

BILD: ANDREAS FROSSARD

Mit 53 Punkten hat der FC Liestal in der letzten Saison den VereinsPunkterekord für die 2. Liga interregional deutlich um 11 Punkte überboten. Die Kantonshauptstädter erreichten den zweiten Tabellenrang und übertrafen die Erwartungen damit bei Weitem – beinahe hätte

es gar für den Aufstieg in die 1. Liga als bester Tabellenzweiter gereicht, der FC Bümplitz 78 aus der Gruppe 2 machte diesen Träumen aber einen Strich durch die Rechnung. In der neuen Saison muss der FCL ohne Erfolgstrainer Patrick Manz – der die Mannschaft schon zum Aufstieg in die 2. Liga inter geführt hatte – auskommen. Private und berufliche Gründe veranlassten Manz, von seinem Trainerposten zurückzutreten. Übernommen wird das Team aber von keinem Unbekannten. Der ehemalige FCB-Nachwuchs- und Challenge-League-Spieler Orazio Ferranti, der vor einem Jahr zu Liestal stiess, wird als Spie-

lertrainer an die Erfolge seines Vorgängers anzuknüpfen versuchen. «Das Ziel ist, da weiter zu machen, wo Patrick aufgehört hat», sagt der 25-jährige. «Wir wollen natürlich

«Das Ziel ist, da weiterzumachen, wo Patrick Manz letzte Saison aufgehört hat.»
wieder ganz vorne mitspielen.» Die Voraussetzungen dafür sehen gut aus: Die Mannschaft bleibt grösstenteils bestehen, es gibt nicht viele Zuzüge im Stammkader und nur zwei Leistungsträger verlassen den FC Liestal. Der langjährige Innenverteidiger Pius Kaderli wechselt zum FC Bubendorf und auch Stürmer Husein Music verlässt das Gitterli nach nur einer Saison bereits wieder. Um die Lücke in der Defensive zu füllen, kommt Joel Stampfli von der U21 des FC Basel zurück zum FCL. Für frischen Wind in der Offensive soll der Mittelfeldspieler Petrit Frrokaj von den Basler Old Boys sorgen.
ZUDEM WIRKT DIE LIESTALER Gruppe auf den ersten Blick um einiges schwächer als letztes Jahr. Aufgrund der neu hinzugefügten Gruppe 6 und der damit einhergehenden Mannschaftsumteilungen, blieb von den letztjährigen direkten Konkurrenten nur der FC Langenthal. Ansonsten besteht die Gruppe aus einigen jurassischen Tabellenmittelfeldlern aus der letzten Saison und vielen Aufsteigern; unter anderem die Fussballclubs aus Allschwil und Oberdorf, aus der regionalen zweiten Liga. «Wir dürfen diese jungen Mannschaften auf keinen Fall unterschätzen», so Orazio Ferranti. «Die spielen an einem Tag nicht so toll, am nächsten dann aber wieder super. Das wird am An-

fang sicher nicht einfach.» Mit möglichst wenigen Veränderungen und einem eingespielten Team möchte der frischgebackene Trainer, der von FCL-Präsidentin Patricia Schönenberger nach Manz' Abgang klar als die «beste Lösung» gesehen wird, mit diesen unberechenbaren Gegnern um die Topplatzierungen kämpfen. Unterstützt wird er dabei von seinem neuen Assistenten Philippe Konrad (zuvor Goalietrainer und Team-Manager) und dem altbekannten Rest des Betreuerteams. Ausserdem ist ihm wichtig, dass junge Neuzugänge wie Seladin Buija, ebenfalls von OB, und der eigene Nachwuchs nachhaltig in den Kader eingegliedert werden können.
DIE VORBEREITUNG BEGANN erst am 12. Juli. Zwei Testspiele wurden bereits gespielt: Gegen den AS Timau gewannen die Baselbieter mit

So lief es vergangene Saison

«Wir dürfen die jungen Mannschaften, die aufgestiegen sind, auf keinen Fall unterschätzen»
3:1, gegen die U18 des FCB erreichten sie ein 4:4. Das Restprogramm wird mit den Erstligisten Buochs, Schötz und Baden einiges anspruchsvoller. Den ersten Ernstkampf muss Ferrantis Elf am 7. August mit der zweiten Runde des Schweizer Cups bestreiten, da die Liestaler in der ersten Runde ein freilos erhielten. Die Meisterschaft geht acht Tage darauf in Moutier los. Beim ersten Heimspiel, eine Woche später, trifft die Liestaler Mannschaft dann bereits auf die starken Langenthaler, gegen die sie zuletzt 1:1 unentschieden spielten. Ob Liestal unter dem neuen Trainer die Stärke und die Konstanz der letzten Saison erneut abrufen kann, wird sich womöglich schon dann zeigen.

Wie schon im Jahr zuvor erreichte Liestal eine deutlich bessere Klassierung als von der bz erwartet und dem Trainer vorgegeben. Zum Schluss der Meisterschaft trennten nur zwei Punkte den FCL vom besten Gruppenzweiten der 2. Liga interregional FC Bümplitz 78 (Gruppe 2) und somit dem Aufstieg in die 1. Liga. Trotz diesem fantastischen Ergebnis in der schweren Gruppe 4 bleibt ein kleiner Wermutstropfen: Die aberkannten drei

Punkte aus dem Spiel gegen den FC Nordstern, das wegen Gewalthandlungen auf dem Spielfeld abgebrochen werden musste. Diese Punkte hätten dem Verein zum Aufstieg gereicht. Nur vier Niederlagen mussten die Liestaler einstecken, 16 Partien konnten gewonnen werden. Sowohl die Defensive mit 35 kassierten, als auch die Offensive mit 57 geschossenen Toren erzielten dabei die drittbeste Leistung der Liga. ( Y S )

BILD: JURI JUNKOV

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2. LIGA INTERREGIONAL. GRUPPE 3 Mittwoch, 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG

FC LIESTAL. Hinten (von links): Selatin Buja, Gueney Demir, Petrit Frrokaj, Beat Bieri, Patrick Hersperger, Roman Aeschbach, Fabian Gut. – Mitte: Gerhard Dürr (Coach), Bruno Trüssel (Masseur), Nnandi Chukwu, Antue Urrea, Nicola Werder, Joel Stampfli, Orazio Ferranti (Trainer), Patricia Schönenberger (Präsidentin), Philipp Konrad (Assistenztrainer). – Vorne: Pascal Tschopp, Damiano Manna, Eldin Beganovic, Sascha Wieland, Stefan Gubser, Arber Aziri, Luca Guarda. – Es fehlen: Fabian Kohler, Raphael Sole, Marc Hasler, Jose Blanco, Valentin Aschwanden. BILD: ANDREAS FROSSARD

FC LIESTAL. KADER SAISON 2010/2011
TORHÜTER 1 Sascha Wieland 22 Stefan Gubser 27 Eldin Hasanovic ABWEHRSPIELER 2 Seladin Buija 3 Joel Stampfli 4 Antü Urrea 6 Orazio Ferranti 8 Damiano Manna 13 Fabian Kohler MITTELFELDSPIELER 5 Petrit Frrokaj 7 Fabian Gut 12 Arber Aziri 14 Beat Bieri 15 Luca Guardi 17 Patrik Hersperger STÜRMER 9 Jose Blanco 10 Roman Aeschbach 11 Nandy Chukwu 19 Demir Güney 25 Valentin Aschwanden TRAINER / BETREUER Trainer: Orazio Ferranti. - Assistenz- und Torhütertrainer: Philippe Konrad. - Betreuer: Gery Dürr. - Masseur: Bruno Trüssel. 26 Pascal Tschopp 16 Nicola Werder 18 Raphael Sole 23 Marc Hasler

FAKTEN
Selatin Buija, Petrit Frrokaj, Luca Guarda (Old Boys I), Joel Stampfli (FCB U21), Pascal Tschopp (2. Mannschaft).

FC Liestal
In 2. Liga inter seit: 2005. .

ZUZÜGE

Joel Stampfli und Selatin Buija verstärken die Verteidigung.

Saisonziel: Nach dem zweiten Platz letzte Saison will der Klub wieder vorne mitspielen. Budget: unbekannt.
Hodzic Ernes (SC Dornach), Pius Kaderli (FC Bubendorf), Husein Music (?).

ABGÄNGE

Heimspiele: Sportplatz Gitterli (300 Sitzplätze und 5000 Stehplätze). Anspielzeit: jeweils am Samstag um 17.00 Uhr. Eintritt: 8 Franken für Erwachsene, Jugendliche bis 16 Jahre gratis. Verpflegung: Stadionrestaurant Gitterli mit Grill.

Die Tore von Husein Music werden dem Verein fehlen.

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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DER BZ-TIPP: 10. RANG
«Alles andere als der Ligaerhalt ist unrealistisch», erklärt Trainer Roland Sorg. Offensiv kann der Neuling auch in der 2. Liga inter Akzente setzen; die Frage ist, ob die Abwehr der Oberbaselbieter den höheren Anforderungen gerecht wird. Sorg verfügt über ein breites Kader, in welchem die Stimmung und Team-Solidarität superb ist. Wir tippen für den FC Oberdorf einen zweistelligen Tabellenplatz. Allerdings eine Rangierung, die den Klassenerhalt (Platz 10) bedeuten wird. ( G K )

DER TRAINER
Roland Sorg durchlief beim FC Nordstern alle Juniorenstufen und spielte für die Kleinbasler in der Nationalliga B. Weitere Stationen waren der SC Baudepartement und SC Dornach. Seine bisherigen Trainerstationen waren Dornach und Laufen, bevor er auf die Saison 2009/10 zum FC Oberdorf wechselte. ( G K )

Abenteuer und Herausforderung
FC Oberdorf: Der zweite regionale Aufsteiger strebt in der 2. Liga interregional den Ligaerhalt an
Der 1933 gegründete FC Oberdorf spielt erstmals in seiner Klubgeschichte in einer überregionalen Spielklasse. Die Equipe hat gute Argumente, um in der vierthöchsten Landesklasse zu bestehen.
VON GEORGES KÜNG

BILD: ANDREAS FROSSARD

«Die 2. Liga inter wird wohl zu einer Art Abenteuer für uns.» Der dies sagt, heisst Roland Sorg und ist seit Sommer 2009 Trainer des FC Ober-

dorf. «Mir ist zu Ohren gekommen, dass uns alle Gruppengegner als sicheren Absteiger sehen», ergänzt der frühere Elite-Fussballer. Doch auch der in Kaiseraugst wohnhafte Sorg weiss, dass sein Team durchaus über Qualitäten und Tugenden verfügt, welche die neue Spielklasse eher als «Herausforderung denn Abenteuer» erscheinen lassen. Dennoch ist der 44-jährige Sorg Realist und meint ernst: «Wir müssen uns nichts vormachen. Wir betreten Neuland und unsere Rivalen sind unbekannte Grössen. Vereine

wie die U21-Equipe von Neuchâtel Xamax oder der FC Langenthal haben bestimmt andere Möglichkeiten als wir. Sicher, ich habe in den

«Ich habe gehört, dass uns alle Gruppengegner als sicheren Absteiger sehen.»
letzten Jahren viele Matches des SC Dornach in der 2. Liga interregional verfolgt und weiss in etwa, was auf uns zukommt. Einige Teams sind in unserer Reichweite», so Sorg, der weiterhin bei den Veteranen des SC Dornach aktiv ist. In der letzten Spielzeit erzielte Oberdorf die stolze Zahl von sagenhaften 81 Toren. Obwohl Ramon Krattiger 20 Treffer erzielte («und dies als Mittelfeldakteur», wie Sorg erklärt), sieht der Trainer das Kollektiv und die mannschaftliche Geschlossenheit als besondere Tugenden des Neulings. A propos Krattiger: Dieser hat vom Super-LeagueAufsteiger FC Thun ein konkretes Angebot bekommen. Thun-Trainer Murat Yakin bemühte sich persönlich um Krattiger, der aber als Integrations- und Symbolfigur des FC Oberdorf gilt und dem Verein, bis auf einen Abstecher in den FCBNachwuchs stets die Treue gehalten hat.
AUF DIE NEUE SAISON 2010/11 hin haben zwar der Teamcaptain (Timo Haller) und Vize-Mannschaftsführer Olaf Wahl den Verein verlassen und sich dem ambitionierten Drittligisten FC Bubendorf angeschlossen. Doch mit Torhüter Marco Schmid (SC Binningen), Emanuele Papale (Lausen; früher Binningen, BD und Black Stars), Arianit Shaqiri (Binningen; ein Bruder von FCB-Nationalspieler Xherdan Shaqiri) und den beiden Sissachern Samuel Mol-

So lief es vergangene Saison

let (einst im Nachwuchs des FC Basel) sowie Daniel Rickenbach konnte die Mannschaft gut ergänzt, ja wohl sogar verstärkt werden. Bezüglich der Infrastruktur kann sich der FC Oberdorf nicht beklagen. «Stimmt. Egal ob Trainingsplatz oder Hauptfeld – viele andere Klubs beneiden uns um die Sportanlage z'Hof», erklärt Trainer Sorg. Eines aber gibt es im Waldenburgertal nicht: Kein einziger Spieler wird bezahlt. Punkteprämien kommen in die Mannschaftskasse und sind für Ausrüstung und Trainingslager bestimmt. «Das Umfeld ist motiviert, der Klub gesund – und dennoch könnte das Fanionteam noch mehr Support, gerade bezüglich Publikumsresonanz, brauchen. Ich denke, die Mannschaft hat es verdient, denn wir spielen einen gepflegten, offensiv ausgerichteten Fussball», so Roland Sorg, der ein Verfechter des 4-4-2-Systems ist.
SEIT MITTE JULI ist die Mannschaft wieder – dreimal in der Woche – im Training. Zum Auftakt kommt es gleich zum Derby gegen den FC Black Stars, der seinen Kader auf die neue Saison gut ergänzen konnte. «Diese Partie hat sicher Zündstoff und wird uns schon aufzeigen, ob wir mit den spielstärkeren Rivalen mithalten können», schmunzelt

BILD: JURI JUNKOV

Oberdorf beendete die letzte Saison einen Punkt hinter Regionalmeister FC Allschwil, aber mit elf Zählern Vorsprung auf das Drittklassierte Amicitia Riehen, auf dem 2. Tabellenplatz. 81 geschossene Tore stehen 41 Gegentreffern gegenüber. «Wir hatten nur in der Vorrunde, als wir dreimal in Serie verloren (darunter gegen den Absteiger Laufen), eine kleine Baisse. Sonst waren wir in unseren Leistungen konstant und hatten nie

den von vielen prognostizierten Einbruch», blickt Trainer Sorg auf die letzte Spielzeit zurück. Die Baselbieter spielten nur einmal unentschieden, siegten aber gleich 18 Mal, was dazu führte, dass der FCO während der ganzen Rückrunde stets auf einem Aufstiegsplatz lag und sich die umsichtige Klubleitung mit Präsident Johannes Schweizer (Titterten) an der Spitze schon an Ostern mit der neuen Spielklasse befassen konnte. ( G K )

«Wir müssen uns nichts vormachen. Ich weiss in etwa, was auf uns zukommt.»
Sorg. Im Wissen, dass der FC Oberdorf in den letzten 12 Monaten zu einem veritablen Höhenflug angesetzt hat. Und schon mancher Favorit ist auf dem über 500 Meter über Meer hochgelegenen Sportplatz z'Hof arg ins Straucheln gekommen.

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2. LIGA INTERREGIONAL. GRUPPE 3 Mittwoch, 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG

FC OBERDORF. Hinten (von links): Liridon Atashi, Ismet Abazi, Mischa Wittwer, Petr Schafran, Besfort Gegaj. – Mitte: Roland Sorg (Trainer), Daniel Rickenbacher, Thomas Hersperger, Samuel Mollet, Martin Kamber (Assistenztrainer), Kurt Affentranger (Betreuer). – Unten: Jeton Abazi, Marco Schmid, Ramon Krattiger, Daniel Imhof, Sven Hofacker. – Es fehlen: Ilaz Hajdini, Chahid Boudikan, Sandro Zoppas, Renato Lotti, Martin Imhof, Yosef Callo, Michael Henz, Reto Gutschier, Silvan Schafroth, Sascha Degen, Emanuele Papale, Arianit Shaqiri. BILD: ANDREAS FROSSARD

FC OBERDORF. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Marco Schmid 22 Daniel Imhof ABWEHRSPIELER 6 Thomas Hersperger 11 Sascha Degen 15 Petr Schafran 19 Sven Hofacker 20 Mischa Wittwer 21 Martin Imhof MITTELFELDSPIELER 2 Daniel Rickenbacher 3 Samuel Mollet 5 Michael Henz 10 Renato Lotti 12 Ismet Abazi 13 Ramon Krattiger 17 Ilaz Hajdini STÜRMER 4 Chahid Boudikan 7 Liridon Atashi 8 Reto Gutschier 9 Silvan Schafroth 14 Emanuele Papale TRAINER / BETREUER Trainer: Roland Sorg. – Assistenztrainer: Martin Kamber. – Betreuer: Kurt Affentranger. 18 Sandro Zoppas 23 Arianit Shaqiri 24 Jeton Abazi

FAKTEN
Liridon Atashi (Birsfelden), Samuel Mollet, Daniel Rickenbacher (beide Sissach), Emanuele Papale (Lausen 72), Marco Schmid, Arianit Shaqiri (beide Binningen).

FC Oberdorf
In 2. Liga inter seit: 2010. . Saisonziel: Ligaerhalt. . Budget: unbekannt. . Heimspiele: z’Hof (100 Sitzplätze und 1000 Stehplätze).

ZUZÜGE

Oberdorf nimmt fünf 2.-Liga-regional-Akteure von anderen Klubs mit in die neue Spielklasse.

ABGÄNGE

Murat Aldemir (Reinach), Timo Haller, Olaf Wahl (Bubendorf).

Anspielzeit: jeweils am Samstag um 18.00 Uhr. Eintritt: 8 Franken. Verpflegung: Restaurant auf der Anlage.

Mit Timo Haller wechselt ein Schlüsselspieler zum 3.-Ligisten Bubendorf.

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

«DIE WEISSE WESTE»

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Weisse Weste geht in die dritte Runde
Die Fairnesswertung der Basellandschaftlichen Kantonalbank sucht wieder den fairsten Baselbieter Verein

Welcher Verein darf sich nach der Saison 2010/11 in den Sockel eingravieren lassen? BILD: ZVG/BLKB

In der kommenden Saison wird zum dritten Mal die Weisse Weste der Basellandschaftlichen Kantonalbank vergeben. Gesucht wird der fairste Fussballverein des Baselbiets.
Die Fussball WM in Südafrika hat es einmal mehr gezeigt: Wo fair gespielt wird, gibt es Tore, Spannung und ein grosses Erlebnis für die Zuschauer. Wo sich aber die Mannschaften mit unfairen Mitteln bekämpfen, entsteht oft nur Krampf und Langeweile. Um den Fairnessgedanken auf den Fussballplätzen noch mehr zu verbreiten, vergibt die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) in der kommenden Saison zum dritten Mal die Weisse Weste an den fairsten Verein des Baselbiets. 25 Fussballvereine kämpfen dann in über 3500 Spielen mit ihren Teams um die Trophäe und ein Preisgeld von insgesamt 15000 Franken.
FAIRNESS-WETTKAMPF. Die Weisse Weste ist eine Fairness-Meisterschaft, die parallel zum Spielbetrieb

des Fussballverbands Nordwestschweiz läuft. Alle Baselbieter Clubs, die über mindestens drei Mannschaften, davon eine Juniorenmannschaft, verfügen, nehmen automatisch am Wettkampf um die Weisse Weste teil. In die Wertung miteinbezogen werden bei allen Spielen die auf dem Matchblatt aufgeführten Ereignisse. So wird jede gelbe Karte mit einem Strafpunkt erfasst, während eine rote Karte wegen Unsportlichkeit bereits 11 Strafpunkte ergibt. Muss ein Spiel wegen Unsportlichkeiten sogar abgebrochen werden, sind mindestens 100 Strafpunkte fällig. Die Summe aller Strafpunkte geteilt durch die Anzahl der Spiele des Vereins ergibt jeweils den Fairness-Quotienten für die Rangliste.
SCHALTSTELLE FUSSBALLVERBAND. Neben der BLKB als Initiantin spielt der Fussballverband Nordwestschweiz eine wichtige Rolle. Die Geschäftsstelle verarbeitet alle Resultate der Meisterschaftsspiele und erstellt die übersichtliche offizielle Fairness-Rangliste. Roland Paolucci, Präsident des Verbands, steht hinter

der Idee der Weissen Weste: «Wir unterstützen jede Mass-nahme, die auf den Fussballplätzen der Region grobes Foulspiel, Tätlichkeiten oder sogar Angriffe auf die Schiedsrichter verhindert.»
GUTE NACHRICHTEN. Weiterer wichtiger Partner ist die Basellandschaftliche Zeitung. Als führende Zeitung für den regionalen Fussballsport publiziert sie regelmässig die aktuelle Tabelle zum Stand des Wettbewerbs, und sie bietet auch mit eigenen redaktionellen Beiträgen zum Thema Fairness ein Forum, das vor allem mit positiven Schlagzeilen über den Fussballsport berichten soll. BLKB ALS SPONSORIN. Die BLKB engagiert sich seit langem als Sponsorin im sportlichen, kulturellen und sozialen Leben des Baselbiets. Im Sport ist sie dabei vor allem als Sponsorin von Breitensport-Aktivitäten aktiv. Mit der Aktion «Weisse Weste» will die BLKB auch die Aufgabe der Vereine als wichtige Träger unseres gesellschaftlichen und kulturellen Lebens würdigen.

Die Fussballclubs des Baselbiets:
FC Aesch FC Allschwil FC Arisdorf FC Arlesheim SV Augst FC Biel-Benken SC Binningen FC Birsfelden FC Bubendorf FC Diegten Eptingen FC Ettingen FC Frenkendorf FC Gelterkinden FC Laufen FC Lausen 72 FC Liestal FC Münchenstein SV Muttenz FC Oberdorf FC Oberwil FC Pratteln FC Reinach FC Riederwald FC Röschenz AC Rossoneri SV Sissach FC Therwil FC Zwingen

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Mittwoch, 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG

«DIE WEISSE WESTE»

Würdige Preisverleihung in Liestal
Am 24. Juni 2010 fand im Stadion Gitterli in Liestal die Preisverleihung der Weissen Weste der Saison 2009/2010 statt. In einer feierlichen Ehrung durften die Siegervereine FC Arisdorf (1. Rang), FC Ettingen (2.) und SC Binningen (3.) ihre Trophäen und die Siegprämien entgegennehmen, überreicht von Jean-Daniel Neuenschwander, Mitglied der Geschäftsleitung der Basellandschaftlichen Kantonalbank (rechts), und Roland Paolucci, Präsident des Fussballverbands Nordwestschweiz (links).

Fairness und Partnerschaft
Dr. Beat Oberlin, Präsident der Geschäftsleitung BLKB

Fussball ist ein wunderbarer Sport. Er fasziniert weltweit Junge und Alte, Männer und Frauen, Aktive und Zuschauer. Fussball ist ein Phänomen. Aber ohne Fairness kann auch der Fussballsport nicht bestehen. Der Respekt vor den Mitspielern, den Gegenspielern, vor dem Schiedsrichter ist unabdingbar, um ein schönes Spiel zu erleben. MIT DER WEISSEN WESTE möchten wir dazu beitragen, dass der Fussballsport im Baselbiet fairer wird. Der Wettbewerb soll uns helfen, das Thema Fairness zu thematisieren und dazu beitragen, dass sich bei den Spielern, Trainern, Eltern und Zuschauern neben dem Siegeswillen ein weiterer Gedanke durchsetzt: Es zählt nicht nur, ob man ein Spiel gewinnt, es zählt auch, wie man ein Spiel gewinnt. WIR FREUEN UNS deshalb, auch in der nächsten Saison wieder einen Preis für die Weisse Weste auszuschreiben. Und wir hoffen natürlich, dass die Clubs bei der Definition ihrer Saisonziele den Gewinn der Weissen Weste nicht vergessen. AUCH FÜR DIE Basellandschaftliche Kantonalbank hat der Gedanke der Weissen Weste eine grosse Bedeutung. Wir verstehen uns als fairen Sparring Partner im Geschäftsleben. Wir fordern unser Gegenüber, wir setzen uns ein und wir suchen den Erfolg. Dabei vergessen wir aber nie die Ideen der Fairness, sei es im Umgang mit den Kundinnen und Kunden, mit Lieferanten oder Arbeitskolleginnen und -kollegen. Deshalb passt die Weisse Weste zur BLKB, und wir stehen voll hinter der Aktion.

AUSSCHREIBUNG VEREINSMEISTERSCHAFT «WEISSE WESTE 2010/11»

EINER WIRD GEWINNEN Jeder der 28 Baselbieter Fussballclubs, welcher die Teilnahmebedingungen erfüllt, hat die Möglichkeit, in der kommenden Saison durch besonders faire Spielweise die Siegprämie von zehntausend Franken zu gewinnen. PREISGELD 1. Rang 10 000 Franken 2. Rang 3 000 Franken 3. Rang 2 000 Franken TEILNAHMEBEDINGUNGEN Teilnehmen können alle Baselbieter Fussballclubs, die über mindestens drei Mannschaften im 11-er Fussball verfügen, davon mind. eine Juniorenmannschaft in der Kategorie A bis C. DATENERHEBUNG/WERTUNG Die Daten für die Erstellung der Rangliste werden vom Fussballverband Nordwestschweiz aufgrund der offiziellen Matchberichte der einzelnen Fussballspiele erhoben. In die Wertung werden nicht nur die gelben und roten Karten miteinbezogen, sondern auch weitere Ereignisse gemäss dem offiziellen Bussenkatalog des Schweizer Fussballverbands. Sieger wird der Verein mit dem tiefsten Strafpunkte-Quotienten. RANGLISTE/BERICHTERSTATTUNG Alle Informationen zur Weissen Weste mit den genauen Wertungskriterien findet man auf www.weisseweste.ch. Dort wird auch die Rangliste während der Saison wöchentlich aktualisiert. Die Basellandschaftliche Zeitung publiziert den aktuellen Tabellenstand jeweils in ihrer Dienstagsausgabe.

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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BILD: JURI JUNKOV

2. LIGA REGIONAL

Modus
Die 2. Liga regional besteht aus 14 Mannschaften. Der Gruppensieger ist Regionalmeister und steigt in die 2. Liga interregional auf. Die drei Tabellenletzten steigen in die 3. Liga ab. Bei einem Absteiger aus der 2. Liga interregional steigen alle 3.-LigaGruppensieger auf. Ohne Absteiger käme auch noch der beste zweite zum Handkuss.
(PPE)

Nordwestschweiz
FC Aesch FC Amicitia Riehen SC Binningen FC Birsfelden FC Concordia SC Dornach FC Nordstern BSC Old Boys FC Pratteln FC Rheinfelden FC Reinach SV Sissach FC Therwil AS Timau

SPIELPLAN NORDWESTSCHWEIZ. SAISON 2010/11
1. RUNDE 14. August: Dornach - Timau (18.00). Sissach - Old Boys (18.00). – 15. August: Therwil - Birsfelden (10.00). Binningen - Rheinfelden (10.15) Reinach - Nordstern (11.00). Aesch - Pratteln (13.00).Amicitia - Concordia (13.00). 2. RUNDE 21. August: Concordia - Sissach (18.00). Pratteln - Therwil (18.00). Timau - Amicitia (18.30). Birsfelden - Dornach (19.00).Rheinfelden - Aesch (19.00). – 22. August: Binningen - Aesch (10.15). Old Boys - Reinach (11.00). 3. RUNDE 24. August: Aesch - Rheinfelden (19.30).Amicitia - Birsfelden (19.30). Sissach - Timau (20.00). – 25. August: Nordstern - Old Boys (19.30). Dornach - Pratteln (20.00). – 26. August: Therwil - Binningen (20.00). Reinach - Concordia (20.15). 4. RUNDE 28. August: Concordia - Nordstern. Pratteln - Amicitia. Aesch - Therwil (alle 18.00). Timau - Reinach (18.30). Rheinfelden - Old Boys (19.00). Birsfelden - Sissach (19.30). – 29. August: Binningen - Dornach (10.15). 5. RUNDE 4. September: Dornach - Aesch. Sissach - Pratteln. Nordstern - Timau (alle 18.00). Therwil - Rheinfelden (19.00). – 5. September: Old Boys - Concordia. Reinach - Birsfelden (11.00). Amicitia - Binningen (13.00). 6. RUNDE 11. September: Pratteln - Reinach (18.00). Timau - Old Boys (18.30). Birsfelden - Nordstern (19.00). Rheinfelden - Concordia (19.00). – 12. September: Therwil - Dornach (10.00). Binningen - Sissach (10.15). Aesch - Amicitia (13.00). 7. RUNDE 25. September: Sissach - Aesch (18.00). Concordia - Timau (18.00). Dornach - Rheinfelden (19.30). – 26. September: Reinach - Binningen (11.00). Old Boys - Birsfelden (11.00). Amicitia - Therwil (13.00). 8. RUNDE 2. Oktober: Pratteln - Old Boys. Dornach - Amicitia (beide 18.00). Rheinfelden - Timau (19.00). Birsfelden - Concordia (19.00). – 3. Oktober: Therwil - Sissach (10.00). Binningen - Nordstern (10.15).Aesch - Reinach (13.00). 9. RUNDE 9. Oktober: Sissach - Dornach. Nordstern - Aesch . Concordia - Pratteln (alle 18.00).Timau - Birsfelden (18.30). – 10. Oktober: Old Boys - Binningen (11.00). Reinach Therwil (11.00). Amicitia - Rheinfelden (13.00). 10. RUNDE 16. Oktober: Dornach - Reinach (18.00). Rheinfelden Birsfelden (19.00). – 17. Oktober: Therwil - Nordstern (10.00).Binningen - Concordia (10.15).Aesch - Old Boys (13.00). Pratteln - Timau (15.00). 11. RUNDE 23. Oktober: Sissach - Rheinfelden. Concordia - Aesch. Nordstern - Dornach (alle 18.00). Timau - Binningen (18.30). Birsfelden - Pratteln (19.00). – 24. Oktober: Old Boys - Therwil (11.00). Reinach - Amicitia (11.00). 12. RUNDE 30. Oktober: Dornach - Old Boys (18.00). Sissach Reinach (18.00). Rheinfelden - Pratteln (19.00). – 31. Oktober: Therwil - Concordia (10.00). Binningen - Birsfelden (10.15). Aesch - Timau (13.00). Amicitia - Nordstern (13.00). 13. RUNDE 6. November: Nordstern - Sissach (18.00). Concordia Dornach (18.30). Timau - Therwil (18.30). Birsfelden Aesch (19.30). – 7. November: Old Boys- Amicitia (11.00). Reinach - Rheinfelden (11.00). Pratteln - Binningen (14.30). 14. RUNDE 20. März: Rheinfelden - Binningen. Pratteln - Aesch. Birsfelden - Therwil. Timau - Dornach. Concordia - Amicitia. Old Boys - Sissach. Nordstern - Reinach. 15. RUNDE 27. März: Nordstern - Rheinfelden. Reinach - Old Boys. Sissach - Concordia.Amicitia - Timau. Dornach - Birsfelden. Therwil - Pratteln. Aesch - Binningen. 16. RUNDE 3. April: Rheinfelden - Aesch. Binningen - Therwil. Pratteln - Dornach. Birsfelden - Amicitia. Timau - Sissach. Concordia - Reinach. Old Boys - Nordstern. 17. RUNDE 10. April: Old Boys - Rheinfelden.Nordstern - Concordia. Reinach - Timau. Sissach - Birsfelden. Amicitia - Pratteln. Dornach - Binningen. Therwil -Aesch. 18. RUNDE 17. April: Rheinfelden - Therwil. Aesch - Dornach. Binningen - Amicitia. Pratteln - Sissach. Birsfelden Reinach. Timau - Nordstern. Concordia - Old Boys. 19. RUNDE 20. April: Concordia - Rheinfelden. Old Boys - Timau. Nordstern - Birsfelden. Reinach - Pratteln. Sissach - Binningen. Amicitia -Aesch. Dornach - Therwil. 20. RUNDE 1. Mai: Rheinfelden - Dornach. Therwil - Amicitia. Aesch - Sissach. Binningen - Reinach. Pratteln - Nordstern. Birsfelden - Old Boys. Timau - Concordia. 21. RUNDE 4. Mai: Timau - Rheinfelden. Concordia - Birsfelden. Old Boys - Pratteln. Nordstern - Binningen. Reinach - Aesch. Sissach - Therwil. Amicitia - Dornach. 22. RUNDE 8. Mai: Rheinfelden- Amicitia. Dornach - Sissach. Therwil - Reinach. Aesch - Nordstern. Binningen - Old Boys. Pratteln - Concordia. Birsfelden - Timau. 23. RUNDE 15. Mai: Birsfelden - Rheinfelden. Timau - Pratteln. Concordia - Binningen. Old Boys - Aesch. Nordstern - Therwil. Reinach - Dornach. Sissach - Amicitia. 24. RUNDE 22. Mai: Rheinfelden - Sissach. Amicitia - Reinach. Dornach - Nordstern.Therwil - Old Boys.Aesch - Concordia. Binningen - Timau. Pratteln - Birsfelden. 25. RUNDE 29. Mai: Pratteln - Rheinfelden. Birsfelden - Binningen. Timau -Aesch. Concordia - Therwil. Old Boys - Dornach. Nordstern - Amicitia. Reinach - Sissach. 26. RUNDE 5. Juni: Rheinfelden - Reinach.Sissach - Nordstern.Amicitia - Old Boys. Dornach - Concordia. Therwil - Timau. Aesch - Birsfelden. Binningen - Pratteln.

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2. LIGA 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG NORDWESTSCHWEIZ Mittwoch,

Eine eingeschworene Einheit
FC Aesch: Der Rückkehrer in die zweite Liga will sich nicht verstecken
Ohne Söldner, sondern mit Aescher Urgesteinen möchte sich der FCA sich in der zweiten Liga etablieren.
VON DOMINIQUE STEINBACH

Unglücklich war Trainer Roland Boder noch vor einem Jahr mit der zweiten Mannschaft in die vierte Liga abgestiegen. Anstatt gefeuert zu werden, was die erwartbare Folge des Abstiegs gewesen wäre, bekam Boder aber die erste Mannschaft zur Betreuung. Das Vertrauen in Boder wurde nun mit dem souveränen Aufstieg belohnt. Diesen hatten sich die Aescher in der zweiten Gruppe der dritten Liga vor allem durch ihre Konstanz erarbeitet: Bis Ende April war das Team noch ungeschlagen in der Meisterschaft und hatte bis zu 11 Punkten Vorsprung auf seine Verfolger. Erst nach dem Testspiel gegen den FC Basel gerieten die Aescher ins Wanken und verloren ihre ersten Partien. «Wir hätten den Aufstieg viel früher realisieren sollen, das FCB-Spiel war aber wie ein Wendepunkt», so Boder über die vergangene Saison. Es folgten zwei Niederlagen und zwei Unentschieden. Berauschend war das Spiel der Aescher wieder in der letzten Partie gegen die Black Stars, als man ein 2:0 zur Pause noch in ein 7:3 verwandelte.
WAS DAS ABSCHNEIDEN in der zweiten Liga betrifft, ist man in Aesch zuversichtlich: «Vom Umfeld her dürfen wir sicher nicht nur von Klassenerhalt sprechen», stellt Sportchef Heinz Schweighauser klar und schätzt, «dass wir im vorderen Drittel mitspielen werden.» Die Stärke des FCA ist für den Sportchef wie für den Trainer ganz klar die eingeschworene Einheit: «Wir haben bei uns keine Stars, von welchen Sieg oder Niederlage abhängt. Bei uns ist jeder Spieler ersetzbar, wenn es ihm gerade nicht so läuft», erklärt Boder. Neben punktuellen Verstärkungen wurde der Kader des FCA nicht gross umgerüstet. Das Gros der jungen Equipe hat bereits in der zweiten Liga oder höher gespielt und den Club auch nach dem Abstieg in die dritte Liga nicht verlassen. «Wir wollen keine fremden Spieler verpflichten und unsere AJunioren in die zweite Mannschaft abschieben» erklärt Trainer Boder die Personalpolitik beim FCA. Mit

FC AESCH. Hinten (von links): Bilal Güclü, Attilio Luongo, Christian Wipf, Marco Martina, Patrick Dind. – Mitte: Georg Dind (Assistenztrainer), Roland Boder (Trainer), Sandro Olimpio, Ersin Yildiz, Tatiano Scarlino, Kevin Dind, David Hermann, Ahmet Catar, Angelo Sibilia, Heinz Schweighauser (Sportchef), Sven Wagner (Assistenztrainer). – Vorne: Sascha Boder, Nicola Bellusci, Marc Bergamaschi, Nathalie Suter (Masseurin), Lukas Schaufelberger, Marco Ledermann, David Weishaupt. – Es fehlen: Dominic Dind, Antonio Della Pia, Pascal Bucher, Arben Arifi, Maurizio Bellusci, Kuqi Salih. BILD: ZVG

DER BZ-TIPP: 13. RANG
bz-Mitarbeiter Dominique Steinbach traut den Aeschern einen Platz im guten Mittelfeld zu. Nicht ganz so optimistisch ist die Sportredaktion. Der FCA ist der Aufsteiger aus der schwächsten Gruppe, spielte siebenmal unentschieden und hat in der Vorbereitung nicht überzeugt. Das Team landet unter dem Strich. ( B Z )

FC AESCH. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Marc Bergamaschi 22 Maurizio Bellusci 25 Lukas Schaufelberger ABWEHRSPIELER 2 Ahmet Catar 3 Kuqi Salih 4 Giuseppe Novia 5 Patrick Dind 6 Dominic Dind 7 Christian Wipf 15 Bilal Güclü 17 Pascal Bucher MITTELFELDSPIELER 8 Sandro Olimpio 9 Kevin Dind 10 Sascha Boder 12 Marco Ledermann 14 David Weishaupt 16 Ersin Yildiz STÜRMER 11 Tatiano Scarlino 13 Antonio Della Pia 19 Angelo Sibilia 23 Arben Arifi 18 Attilio Luongo 20 Nicola Bellusci 21 David Hermann 24 Marco Martina TRAINER / BETREUER Trainer: Roland Boder. - Assistenztrainer: Georg Dind; Sven Wagner. - Torhütertrainer: Bruno Renz. Sportchef: Heinz Schweighauser.

der fruchtbaren Nachwuchsarbeit, die in Aesch geleistet wird, hat es der Club freilich auch gar nicht nötig, fremde Spieler anzuheuern. Dass sich diese nachhaltige Strategie auszahlt, zeigt sich eindrücklich am Kader der Birstaler. Dieses setzt sich aus über zwei Dritteln aus Aescher Urgesteinen zusammen. «Fünfzehn Spieler», so der Trainer, «sind Aescher Buben.» Auch um das Team für die 2. Liga zu ergänzen, musste Boder seine Fühler kaum weit ausstrecken: «Von sich aus kamen Spieler und fragten an, ob sie wieder beim FC Aesch spielen dürfen. Wir sind eben eine grosse Familie», erwähnt Boder nicht ohne Stolz.

ZUZÜGE

Mit Arben Arifi verfügen die Aescher über einen neuen Torjäger.

Ahmed Catar, Marco Ledermann (beide Black Stars), Angelo Sibilia (Reinach), David Hermann (Birsfelden), Arben Arifi (Concordia), Giuseppe Novia (SV Rheinfelden), Bilal Güclü (Türgücü), Marco Martino, Lukas Schaufelberger (beide Junioren).

ABGÄNGE

Auf die Tore von Valon Mernica muss der FC Aesch verzichten.

Valon Mernica (Muttenz), Sven Wagner (Trainerstab), Gökhan Ünlü, Bulut Mustafa (beide Ettingen), Jan Schwizer, Rrahimi Bujar (?).

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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Aufstieg ist nicht das Saisonziel
FC Amicitia Riehen: Anstelle von Mittelfeldakteur Valentino Fazio soll nun Dario Cosic für Tore sorgen
Mit noch offensiverem Fussball will Amicitia in der neuen Saison erneut oben mitspielen. Ein Aufstieg wäre finanziell möglich, ist aber nicht angestrebt.
VON YANNIK SPRECHER

«Der Anfang der letzten Saison verlief überraschend gut», erzählt Trainer Marco Chiarelli. Die ersten fünf Spiele wurden deutlich gewonnen und auch in der Folge hielten sich die Riehener lange an der Tabellenspitze. Die Rückrunde hingegen begann genau umgekehrt und brachte einige hohe Niederlagen mit sich. Zum Schluss reichte es für den angestrebten dritten Rang, wenngleich mit elf Punkten Abstand weit abgeschlagen hinter den Aufsteigern Allschwil und Oberdorf. In der neuen Meisterschaft möchte Chiarelli ähnliches erreichen. Das Ziel ist mindestens Rang vier. Der FC Amicitia hätte womöglich das Potenzial für eine bessere Platzierung, auch wenn der Trainer nach dem ersten Training eine leichte Amnesie bei seinem Team festgestellt hat. «Nach einem Monat Pause scheint praktisch alles vergessen», sagt er halbernst. Das Budgetproblem der letzten Jahre bei einem allfälligen Aufstieg ist kein Thema mehr; falls Riehen den ersten Tabellenrang erreichen würde, wäre das Finanzielle für die nächste Saison in der 2. Liga interregional geregelt. «Es ist aber nicht unser Saisonziel, aufzusteigen», macht der ehemalige Nationalligaspieler deutlich.
WICHTIG IST IHM in der neuen Saison auch, die Neuzugänge und vor allem die eigenen Nachwuchsspieler – wie beispielsweise Karli Odermatts Enkel Nicola Gassmann – fest in den Kader zu integrieren. Vom neu ins Team gestossenen Dario Cosic erwartet Chiarelli am meisten: Er soll im Mittelfeld eine Führungsposition einnehmen. Cosic spielte schon in drei verschiedenen 1.-LigaVereinen, zuletzt aber beim schwachen SC Baudepartement. Von Sissach und Birsfelden kamen die Defensivspieler Yannick Thommen und Sandro Di Giuseppe – um die Konkurrenz in der Verteidigung etwas anzustacheln. Die Riehener hatten auch einige unangenehme Abgänge. Vor allem der technisch starke Mittelfeldspieler Valentino Fazio, der zum

FC AMICITIA RIEHEN. Hinten (von links): Aris Arslani, Dario Cosic, Andy Kohler, Luca Köchlin, Danilsson Fernandes, Giuseppe Buccafurni, Nicola Gassmann. – Mitte: Benedikt Bregenzer, Martin Märklin, Jörg Rickli (Präsident), Marco Chiarelli (Trainer), Andi Vetter (Assistenztrainer), Walter Schneider (Sportchef), André Spycher, Milan Vujasinovic. – Vorne: Mirkan Arkasel, Sandro De Giuseppe, Dersio Ramos, David Heutschi, Dominik Kurt, Yannik D'Alfonso, Jozo Iljasevic, Lorenz Mietrup, Yannick Thommen. – Es fehlen: Sascha Hassler, Brian Müller, Pierre Thiobane, Arum Vellupilai, Dennis Uebersax. BILD: PATRICK PENSA

DER BZ-TIPP: 2. RANG
Marco Chiarelli möchte sich in der neuen Saison wieder ähnlich platzieren wie in der letzten. Mindestens Rang vier lautet die Vorgabe. Seine Mannschaft hat das Potenzial, vorne mitzuspielen – die Platzierung wird vor allem davon abhängen, wie sich die Riehener gegen andere Topteams schlagen. ( Y S )

FC AMICITIA RIEHEN. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Dominik Kurt 12 David Heutschi ABWEHRSPIELER 3 Luca Koechlin 4 Yannick Thommen 5 Sandro De Giuseppe 6 Benedikt Bregenzer 9 Mirkan Arkasel 21 Lorenz Mietrup 23 Nicola Gassmann MITTELFELDSPIELER 2 Dercio Ramos 5 Sandro De Giuseppe 10 Brian Müller 13 Milan Vujasinovic 14 Danilsson Fernandes 15 Aris Arslani 16 Arum Vellupilai STÜRMER 7 Giuseppe Buccafurni 8 Sascha Hassler 11 Pierre Thiobane 17 Dennis Uebersax 18 Jozo Ilijasevic 19 Andy Kohler 22 Dario Cosic 25 Martin Märklin TRAINER / BETREUER Trainer: Marco Chiarelli. - Assistent/Coach: Andreas Vetter. - Goalietrainer: Roland Muchenberger. Sportchef: Walter Schneider. - Physio: Daniel Gull.

Anfang der Rückrunde zur 1.-LigaMannschaft der Old Boys wechselte, fehlt. Auch Goalie Marco Allenbach zog es in die erste Liga, er spielt fortan beim SV Muttenz. Obwohl der FCA mit 64 Treffern in der letzten Saison die viertbeste Leistung erzielte und nah an den beiden vor ihnen platzierten Teams (OB und Allschwil) dran war, möchte Marco Chiarelli in der nächsten Saison noch mehr Tore sehen. «Wir wollen noch offensiver spielen», kündigt er an. Wie dieses Vorhaben gegen die anderen Favoriten der 2. Liga regional funktioniert, wird sich erstmals am 15. August zeigen, wenn die Meisterschaft zu Hause gegen den ambitionierten FC Concordia losgeht.

ZUZÜGE

Riehen verstärkt sich mit dem ehemaligen 1.-Liga.Spieler Dario Cosic.

Yannick Thommen (Sissach), Sandro De Giuseppe (Birsfelden), Dario Cosic (Baudepartement).

ABGÄNGE

Mittelfeld-Techniker Fazio zog es bereits im Winter zur ersten Mannschaft der Old Boys.

Marco Allenbach (Muttenz), Valentino Fazio (Old Boys),Janaki Felske (SchwarzWeiss), Raphael Heizmann (2. Mannschaft), André Spycher, Kevin Onyeyiri (beide Rücktritt).

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2. LIGA 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG NORDWESTSCHWEIZ Mittwoch,

Neuanfang mit jungen Kräften
SC Binningen: Gleich sechs Junioren nahm der neue Trainer Alain Burger in die erste Mannschaft mit
Beim SC Binningen wurde mehr als die halbe Mannschaft ausgewechselt. Entsprechend hat das Zusammenwachsen des Teams in der neuen Saison Priorität.
VON ALAN HECKEL

Spitzenplätze, zwischenzeitlicher Aufstieg, Gewinn des Basler Cups sowie Heimspiele gegen Basel und Aarau im Schweizer Cup: Der SC Binningen war in den letzten Jahren der Inbegriff einer erfolgreichen 2.Liga-regional-Mannschaft. Mit dem Team der vergangenen Jahre hat die Ausgabe 2010/2011 personell aber nicht mehr viel gemein: 15 Spieler aus dem 24-Mann-Kader sind auf die neue Saison zu den Blauweissen gestossen. «In den letzten Jahren ist die Mannschaft kaum verändert worden. Doch der Erfolg hat auch zu einer gewissen Sättigung geführt», erklärt Sportchef Thomas Bünter den Hauptgrund für den Umbruch. Mit Alain Burger steht beim SCB auch ein neuer Cheftrainer an der Seitenlinie. Der 32-Jährige war zuletzt für die A-Junioren verantwortlich und hat gleich sechs seiner Spieler in die erste Mannschaft«mitgenommen». Primäres Ziel des Trainers ist es, «die Mannschaft zu formen. Es macht keinen Sinn, eine Rangvorgabe zu machen.» Deutlicher wird Burger, wenn es um seine Philosophie geht: «Ich will konstruktiven Fussball sehen. Bei mir wird es keine langen Bälle geben. Wir spielen gepflegt hinten heraus, suchen die Tiefe und forcieren das Flügelspiel.» Dass das Kader in der Lage sein wird, die Vorgaben des Trainers auf dem Platz umzusetzen, steht für diesen ausser Frage: «Die Qualität ist vorhanden. Es wird interessant sein, den Fans die neue Mannschaft zu zeigen.» Auch der Sportchef ist mit dem Spielermaterial zufrieden: «Es hat zwar ein wenig gedauert, all diese Fussballer zu finden, doch wir sind von ihnen voll überzeugt – auch charakterlich.»
DAS JUGENDLICHE GESICHT

SC Binningen. Hinten (von links): Lucas Formoso, Silvano Früh, Dominic Castelli, Ralph Sprunger, Bojan Lukac, Vjaltrim Selmani. – Mitte: Angela Pöpelt (Masseurin), Daniel Cotting (Coach), Urs Suter (Coach), Kevin Thüring, Marius Affentranger, Arif Dal, Aleksandar Rosic, Lukas Berger, Yves Winkler, Jürg Suter (Präsident), Alain Burger (Trainer). – Vorne: Pascal Herger, Corsin Schmid, Fabio Guercio, Sandro Meier, Anton Begic, Ruben Schneider, Janosch Martens, Yannick Spinnler. – Es fehlen: Oliver Borrey, Muhammet Iseni, Mark Pfändler, Eser Senpinar, Janic Von Arx. BILD: ALAN HECKEL

DER BZ-TIPP: 9. RANG
«Bleiben Winkler, Castelli und Co. verletzungsfrei und erreichen ihr Rendement, ist für den SC Binningen ein Platz in der erweiterten Spitzengruppe möglich», meint bz-Mitarbeiter Alan Heckel. Die Sportredaktion traut dem jungen, neu zusammengestellten Team nicht so viel zu und sieht es Ende Saison im hinteren Mittelfeld, auf Rang 9. ( B Z )

SC BINNINGEN. KADER 2010/2011
TORHÜTER 2 Anton Begic 12 Sandro Meier ABWEHRSPIELER 1 Marius Affentranger 3 Lukas Berger 4 Oliver Borrey 6 Arif Dal 7 Lucas Formoso 10 Muhamet Iseni 11 Janosch Martens MITTELFELDSPIELER 8 Silvano Früh 9 Pascal Herger 13 Mark Pfändler 14 Corsin Schmid 15 Ruben Schneider 16 Valtjerim Selmani 21 Janic von Arx 22 Yves Winkler STÜRMER 5 Dominic Castelli 17 Eser Senpinar 18 Yannick Spinnler 19 Ralph Sprunger 20 Kevin Thüring TRAINER / BETREUER Trainer: Alain Burger. - Assistenztrainer: Yves Winkler. - Coaches: Daniel Cotting, Urs Suter. - Masseurin: Angela Pöpelt.

ZUZÜGE

des Teams ist gemäss Burger «Zeichen und Ansporn für unseren Nachwuchs. Den Junioren wird gezeigt, dass man es in die erste Mannschaft schaffen kann.» Dass sich das Durchschnittsalter von 22 Jahren in heiklen Phasen als Nachteil erweisen könnte, glaubt Bünter nicht, «denn in jeder Reihe haben wir einen erfahrenen Spieler.» Der prominente-

ste Routinier ist Dominic Castelli, der vor ein paar Jahren mit Concordia in der Challenge League gespielt hat und vom FC Schötz zu den Unterbaselbietern gewechselt ist. «Er wurde von jedem 2.-Liga-interregional-Verein gejagt, hat sich aber für uns entschieden», freut sich Burger. Im Gegensatz zur Konkurrenz ist Binningen mit dem Schweizer Cup in einem zusätzlichen Wettbewerb vertreten. «Das ist ein Highlight, das wir allen Neuzuzügen versprochen haben», sagt Sportchef Bünter und fügt hinzu: «Aus dem Cup verabschieden wir uns erst, nachdem ein grosses Kaliber auf dem Spiegelfeld zu Gast war.»

Arif Dal, Muhamet Iseni und Eser Senpinar von OB bringen Erfahrung ins Team.

Lukas Berger, Janosch Martens, Mark Pfändler, Ruben Schneider, Yannick Spinnler, Corsin Schmid (alle Nachwuchs), Anton Begic (Nordstern), Oliver Borrey (Dinamo),Dominic Castelli (Schötz),Arif Dal, Muhamet Iseni, Eser Senpinar (OB II), Sandro Meier (Therwil), Ralph Sprunger (Schwarz-Weiss),Yves Winkler (Ettingen).

ABGÄNGE

Es gab über zehn Abgänge, darunter auch etliche Stammspieler.

Stefan Krähenbühl, Ariat Shaqiri, Erdin Shaqiri, Ersin Elmas (Muttenz), Patrick Scheuber (Biel-Benken), Dominik Müller (Therwil), Philippe Rüegsegger, Daniel Jermann, Sascha Hügin (2. Mannschaft), Marco Schmid (Oberdorf), Enis Bufaj (Laufen),Manuel Bärtschi (Möhlin-Rhyburg), Maurizio Guarancini (Timau).

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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Das Streben nach Konstanz
FC Birsfelden: Die erste Mannschaft der Unterbaselbieter will endlich ihr Potenzial ausschöpfen
Mit einer stärkeren Defensive und mehr Disziplin will Trainer André Häfliger mit Birsfelden positiv auffallen.
VON ALAN HECKEL

Der FC Birsfelden hatte in der vergangenen Spielzeit etwas von einer Wundertüte. Die Hafenstädter erwiesen sich beim 2:2 gegen den späteren Aufsteiger Allschwil absolut ebenbürtig und siegten beim favorisierten SC Binningen problemlos mit 3:0. Auf der anderen Seite wurde gegen Laufen in den Schlussminuten aus einem 3:2 ein 3:4 und im Basler Cup schied man sang- und klanglos gegen den unterklassigen FC Sloboda aus. Der zehnte Schlussrang entsprach im Endeffekt zwar den gezeigten Leistungen, dennoch lieferte die Mannschaft genügend Hinweise darauf, dass mehr möglich gewesen wäre. Es wundert deshalb nicht, wenn Trainer André Häfliger für die neue Saison fordert: «Wir müssen konstanter werden.» Dass Häfliger die vergangenen Monate als Ausgangspunkt für die Saisonvorbereitung nimmt, macht durchaus Sinn, da unter den Abgängen der Birsfelder mit Mirko Dapoto und Sandro De Giuseppe lediglich zwei Stammspieler sind. «Von den Akteuren, die derzeit im Kader stehen, kenne ich 80 Prozent fünf Jahre oder länger. Sie bringen alle Voraussetzungen mit, um in der oberen Tabellenhälfte mitzuspielen. Das wird auch unser Ziel sein», erklärt der Trainer.
BEI ZWEI PUNKTEN will André Häfliger besonders ansetzen, um die Leistungen seiner Truppe zu verbessern. Einer davon ist die Defensive. «Wir haben in der letzten Saison am viertmeisten Gegentore kassiert. Daran müssen wir arbeiten, denn vorne sind wir immer für ein Tor gut.» Als einen der Gründe für die defensive Anfälligkeit nennt er die Tatsache, «dass wir die komplette Rückrunde nur mit zwei gelernten Verteidigern bestreiten mussten.» Der Zuzug von Bejtula Jasari soll Abhilfe in dieser Richtung schaffen. «Er kann von hinten heraus positive Impulse geben, hat ein gutes Stellungsspiel und kann eine Abwehr dirigieren», nennt Häfliger die Vorzüge des Neuzugangs. Des weiteren will der Trainer an der Disziplin der Mannschaft auf dem Platz arbeiten: «Wir haben

FC BIRSFELDEN. Hinten (von links): André Häfliger (Trainer), Pajazit Bajrami, MIchael Näf, Thomas Lutz, Reto Graf, David Von Euw, Manuel Notz, Patrick Nestler, Fabio di Ciuccio, Roland Muchenberger (Assistenztrainer). – Vorne (von links): Dario Oemeroglu, Sandro Falletta, Dominik Hürner, Pascal Borgeaud, Ozan Oeztürk, Dominic Denicola, Roberto Vigliano. – Es fehlen: Joshua Strub, Marco Manna, Bejtula Jasari, Vulkan Ibisoski, Kendim Mehmeti, Metin Yilmaz, Chris Würth, Kenan Oemeroglu und Carmin Brodbeck (Masseur). BILD: DOMINIQUE STEINBACH

DER BZ-TIPP: 6. RANG
Ein eingespieltes Team, das zu viele Gegentore kassiert und endlich sein wahres Leistungsvermögen abrufen soll, war der FC Birsfelden schon vor einem Jahr. Wenn die Mannschaft dieses Mal von einer Verletztenmisere verschont bleibt und aus den Fehlern der Vergangenheit lernt, ist ein Platz im vorderen Mittelfeld realistisch. ( A H E )

FC BIRSFELDEN. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Dominik Hürner 29 Ozan Oeztürk ABWEHRSPIELER 2 Joshua Strub 3 Sandro Falletta 4 Thomas Lutz 5 Marco Manna 6 Bejtula Jasari 7 Pajazit Bajrami 8 David von Euw 25 Pascal Borgeaud MITTELFELDSPIELER 9 Vulkan Ibisoski 11 Kendim Mehmeti 14 Metin Yilmaz 16 Chris Würth 19 Patrick Nestler 20 Reto Graf 21 Manuel Notz 22 Dominic Denicola STÜRMER 10 Dario Oemeroglu 12 Roberto Vigliano 17 Kenan Oemeroglu TRAINER / BETREUER Trainer: André Häfliger. – Assistenztrainer: Roland Muchenberger. – Masseur: Carmine Brodbeck.

zehn Rückrundenspiele in Unterzahl beendet – das müssen wir abstellen.» André Häfliger rechnet damit, dass sich der FC Amicitia vorne absetzt und die restlichen Teams in Reichweite seiner Equipe liegen: «Das wird eine ausgeglichene Saison.» Als zusätzlicher Pluspunkt für den FCB könnte sich das Wegfallen der «Nebengeräusche» erweisen. Die Trennung von Häfligers Vorgänger Andreas Radovic und Sportchef Walter Schneider kurz vor Rückrundenbeginn hatte auch die Mannschaft tangiert. «Die Unruhe ist weg», sagt Häfliger und hofft nun, dass sein Team die gute Vorbereitung auf dem Platz umsetzen kann.

ZUZÜGE

Bejtula Jasari soll die bislang anfällige Abwehr dirigieren.

Bejtula Jasari (Reinach), Thomas Lutz, Roberto Vigliano, Reto Graf (alle 2. Mannschaft), Ozan Oeztürk (Junioren).

ABGÄNGE

Mirko Dapoto und Sandro De Giuseppe werden der Mannschaft fehlen.

Mirko Dapoto (Timau), Sandro De Giuseppe (Amicitia), Jonathan Buchmann, Mika Buchmann, Mike Schwery, Nicola Cristofaro (?).

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2. LIGA 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG NORDWESTSCHWEIZ Mittwoch,

Ein wegweisendes Jahr
FC Concordia Basel: Nach der letztjährigen Übergangssaison wollen die Basler nun unbedingt wieder aufsteigen
Die Devise der kommenden Saison für den FC Concordia ist klar: Nur der Aufstieg zählt.
VON JEREMY WEILL

«Ziel des Vereins ist es schnellstmöglich in die erste Liga zu gelangen», verdeutlicht Sportchef Reto Fluri. In der letzten Spielzeit schien dieses Unterfangen nicht sehr realistisch. Nach dem Rückzug aus der Challenge League und einer Zeit der Ungewissheit, schloss Congeli die Vorrunde auf dem letzten Platz ab. Dieser Rang war auf Grund der kurzfristigen Einteilung in die 2. Liga regional erklärbar, war diese Relegation doch mit restriktiven Kaderänderungen verbunden, weshalb mit nicht weniger als 10 A-Junioren der Spielbetrieb aufgenommen wurde. Dank einigen Transfers in der Winterpause konnten die Basler in der Rückrunde überzeugen und die Meisterschaft schliesslich im Mittelfeld beenden. Auf dieser Rückrunde soll nun aufgebaut werden. Schwer zu verkraften ist der Abgang von Captain Donatiello zum FC Laufen. Die übrigen Teamstützen aber bleiben und es kommen Junioren vom FCB und aus den eigenen Reihen sowie ein Spieler von Aarau. Wichtig ist die Arbeit von Trainer Samir Tabakovic. Der Verein sieht in ihm nicht nur einen Trainer, sondern auch einen Ausbildner. «Wir haben eine junge Mannschaft mit talentierten Spielern, die auch charakterliche Stärken aufweisen», stellt Tabakovic fest. Er meint, dass durch harte Arbeit der Aufstieg möglich sei und betont, wie wertvoll die Vorbereitungsphase ist, denn diese habe letztes Jahr gefehlt. Auch hat Tabakovic auf der Aktivenstufe noch nie mit einer solch jungen Mannschaft gearbeitet, deren Altersdurchschnitt etwas mehr als 18 beträgt.
DIE EIGENEN JUNIOREN waren schon immer das Prunkstück des langjährig zweitbesten Basler Vereins. Spieler wie Murat und Hakan Yakin, Karl Odermatt oder aktuell Beg Ferati konnten sich in die erste Mannschaft des FC Basel spielen. Primäres Ziel ist das System von Concordia mit den vielen U-Mannschaften (diese Saison ab U10) zu erhalten. Da keine U17-Mannschaft existiert, rechnet die Clubleitung mit Absprüngen Richtung FCB. Die-

FC CONCORDIA. Hinten (von links): Reto Fluri (Sportchef), Luca Brunner, Milos Milutinovic, Semir Bisevac, Evgeny Skrinnyk, Florian Bachmann, Emreh Ekin, Samir Tabakovic (Trainer), Vladimir Djurdevic (Physiotherapeut). – Vorne: Filip Golubovic, Matthias Bohler, Fabio Viteritti, Sven Ramseyer, Fabio Puglisi, Roger Saladin, Serge Müller, Andy Jeker, Eric Traitzel. – Es fehlen: Emanuel Brito, Aldin Catic, Eric Fluri, Nicola Caktas, Velid Kijevcanin, Almin Mislimovic, Biagio Ferrara (Assistenztrainer). BILD: PATRICK PENSA

DER BZ-TIPP: 1. RANG
Concordia kann auf ein ähnliches Kader wie in der starken Rückrunde 2010 zählen. Gute Testspielergebnisse und ein professionelles Umfeld stimmen zuversichtlich. Der Verein hat letztes Jahr wieder bei Null begonnen und ist nur wegen der Umstrukturierung im ersten halben Jahr nicht über den 7. Platz hinausgekommen. Da diese Neuorientierung diese Saison ausfällt und eine optimale Vorbereitung stattgefunden hat, sollte der Aufstieg möglich sein. ( J W E )

FC CONCORDIA. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Roger Saladin 22 Sven Ramseyer ABWEHRSPIELER 2 Fabio Puglisi 3 Emanuel Brito 4 Matthias Bohler 5 Murat Karaca 8 Florian Bachmann 14 Nicola Caktas 15 Eric Trautzel 18 Filip Golubovic MITTELFELDSPIELER 6 Almin Mislimovic 7 Aldin Catic 10 Fabio Viteritti 12 Luca Ritter 13 Evgeny Skrynnyk 17 Eric Fluri 19 Andy Jeker 20 Emrah Ekin STÜRMER 9 Semir Bisevac 11 Milos Milutinovic 16 Velid Kijevcanin Nicola Caktas, Eric Trautzel,Murat Karaca, Filip Golubovic, Andy Jeker, Almin Mislimovic, Fabio Viteritti (alle FCB U17), Semir Bisevac (Aarau U18), Eric Fluri (Muttenz), Emrah Ekin (SC Münchenstein), Luca Ritter, Florian Bachmann, Velid Kijevcanin (alle Junioren). Cristian Donatiello (Laufen), Branco Maijc (Black Stars), Arben Arifi (Aesch), Colin Kohler (Old Boys), Ugur Findik (Türkei), Mohamed Kassam (Deutschland), Didier Rickenbacher (Gelterkinden), Orhan Oeztürk (?), Milos Savic (Pause), Jean-Yves Momo (?). TRAINER / BETREUER Trainer: Samir Tabakovic. – Assistenztrainer: Biagio Ferrara. – Physiotherapeut: Vladimir Djurdevic. – Sportchef: Reto Fluri.

ZUZÜGE

se Abgänge werden durch Spieler des FCB kompensiert, die den umgekehrten Weg einschlagen, um Spielpraxis in der 2. Liga zu sammeln. Aber auch eigene Junioren sollen früh in die erste Mannschaft eingebaut werden. «Das Alter der Spieler wird zwischen 17 und 21 liegen», sagt Fluri. «Es ist nicht das Ziel mit erfahrenen 1.-Liga-Spielern aufzusteigen, da dies langfristig keinen Ertrag mit sich bringt. Zudem ist es auch finanziell nicht möglich.» Bewusst ist man sich bei Concordia, in spätestens drei Jahren, soll wieder in der 1. Liga gespielt werden.

Sieben Spieler vom FCB U17 stossen zu der Mannschaft.

ABGÄNGE

Captain Cristian Donatiello verlässt Congeli in Richtung Laufen in die erste Liga.

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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Starker Teamgeist in Gelb und Schwarz
SC Dornach: Den Schwung der letzten Saison gleich in die neue Liga mitnehmen
Den Sieg im Baslercup wiederholen und eine unbekümmerte Saison in der 2. Liga regional: dies die Ziele des Aufsteigers.
VON PETER GSCHWIND

«Wir wollen den Siegerpokal im Baslercup verteidigen.» Marco Cecere, Trainer der Dornacher Reserven, deutet an, dass der Aufsteiger auch in der regionalen 2. Liga die Messlatte hochhalten will. «Ich hoffe, dass wir so schnell wie möglich die nötigen Punkte einfahren, um uns im gesicherten Mittelfeld festsetzen zu können», veranschaulicht Cecere ein weiteres Saisonziel in der neuen Umgebung. Der Trainer baut auf den gesunden Teamgeist und die Tatsache, dass das gelb-schwarze Herz der Routiniers auf die jungen Spieler übergreift. «Die älteren Aktiven sollen Freude haben, wie die jüngeren Fortschritte machen», erklärt der ehemalige Stürmer einen weiteren Punkt, der die zweite Mannschaft des SC Dornach weiterbringen soll. Nur noch im äussersten Notfall will Marco Cecere die Fussballschuhe selber schnüren und auf dem Spielfeld mittun.
BEWUSST HABEN DIE Dornacher mit dem Training erst am 20. Juli begonnen. Die vielen Cupspiele und die Promotionsrunde der Zweitklassierten in der 3. Liga, wo sich das Team des Trainerduos Marco Cecere und Sebastiano «Nino» Nigro klar durchsetzte, haben viel Kraft gekostet. Weil Nigro sich um das A-Trainerdiplom bemüht und daher mit den A-Junioren selbstständig ein Elferteam betreuen muss, ist Cecere momentan alleine für die Mannschaft verantwortlich. Nicht mehr bei den Dornachern kickt Pino Busetti mit, der den Liganeuling letzten Endes fast im Alleingang nach oben schoss. Eine grosse Wertschätzung legt Marco Cecere daher auf Fabian Dreier, der von der ersten Mannschaft ins «Zwei» wechselte. «Wie Rafat Abid ist Dreier ein Leistungsträger, der seine Aufgaben wahrnimmt, mit den Jungen redet und den Karren ziehen kann», meint Cecere lobend. Als Torhütertrainer wirkt neu mit Tobias Ruetz, dem Stammgoalie der ersten Mannschaft in der vergangenen Saison, ein weiterer Akteur mit gelb-schwarzem Herzblut mit.

DORNACH 2. Hinten (von links): Christopher Kunz, Piero Spallino, Nabil Morello, Rafat Abid, Nihat Kizildere, Fabian Dreier. – Mitte: Tobias Ruetz (Goalietrainer), Beat Zaugg, Lovato Nico, Pascal Schweizer, Roman Von Wartburg, Mirco Schnell, Surin Phoomvijit, Marco Cecere (Trainer). – Unten: Fabian Cigliano, Patrick Wiggli, Dominik Haering, Roberto Valente, Berkan Irizik. – Es fehlen: Cristian Tamborini, Amel Becirevic, Daniel Fiechter, Michael Roesch. BILD: ANDREAS FROSSARD

DER BZ-TIPP: 7. RANG
Die Mischung zwischen routinierten und jungen Spielern stimmt. Die Dornacher Reserven setzen auf den gesunden Teamgeist und hoffen, die Euphorie der vergangenen Saison auch in der neuen Umgebung ausspielen zu können. Man kann davon ausgehen, dass die Dornacher im Mittelfeld Fuss fassen und sich auf dem 7. Schlussrang klassieren. (DN)

SC DORNACH. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Patrick Wiggli Dominik Häring Roberto Valente ABWEHRSPIELER 4 Berkan Irizik 5 Cristian Tamborini 8 Fabian Dreier 13 Mirco Schnell 14 Nihat kizildere 16 Michael Rösch 17 Roman Von Wartburg MITTELFELDSPIELER 6 Surin Phoomvijit 7 Daniel Fiechter 12 Nabil Morello 17 Fabian Cigliano 20 Rafat abid 21 Christoph Kunz 22 Piero Spallino STÜRMER 9 Nico Lovato 10 Amel Becirevic 11 Pascal Schweizer 19 Beat Zaugg TRAINER / BETREUER Trainer: Marco Cecere. – Torhütertrainer: Tobias Ruetz. – Masseur: Riccardo Costabile.

«Langjährige Geduld, die vorzügliche Infrastruktur und der gute Finanzhaushalt sind Erfolg versprechende Elemente», nennt Stefan Schindelholz vom Präsidium einige Eigenschaften, die den Club am Fusse des Gempens auszeichnen. Für Marco Cecere ist gerade der gesunde Menschenverstand eine wichtige Voraussetzung, die den Verein zusammenbringt. Einen Wermutstropfen macht Cecere vor dem Saisonstart trotzdem aus. «Es ist schade, dass wir als Sieger des Baslercups nicht in der ersten Hauptrunde des Schweizercups mittun können», sagt er zur Gegebenheit, dass der Finalgegner SC Binningen auf das grosse Los hoffen darf.

ZUZÜGE

Fabian Dreier aus der 1. Mannschaft wird eine Führungsrolle übernehmen.

Nico Lovato, Surin Phoomvijit, Fabian Cigliano (alle Muttenz), Roberto Valente (BD), Piero Spallino (Laufen), Mirco Schnell (Riederwald), Fabian Dreier (1.Mannschaft), Nabil Morello (Junioren).

ABGÄNGE

Pino Busetti (Rossoneri), Riccardo Costabile (Rücktritt).

Als Fussballer tritt Costabile zurück, hilft dem Team aber als Masseur weiter.

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2. LIGA 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG NORDWESTSCHWEIZ Mittwoch,

Neue Mannschaft und Philosophie
FC Nordstern: Der Traditionsklub hat sein ganzes Fanionteam mitsamt Trainer verloren
Der letztjährige interregionale Zweitligist erlebte einen einzigartigen Exodus, der dazu führt, dass der 109 Jahre alte Klub eine neue Vereinsphilosophie konsequent durchziehen will.
VON GEORGES KÜNG

Jahrelang hatte Yvo Guidantoni, umtriebiger, engagierter Trainer dafür gesorgt, dass der FC Nordstern in der 2. Liga inter spielen konnte. Obwohl das Klubumfeld, das öffentliche Interesse wie die NachwuchsBewegung schon längst nicht mehr diesem Standard entsprachen. Der einst so stolze, ruhmreiche Verein, der im «Goldenen Buch der 15 Schweizer Traditionsklubs» weiterhin seinen Platz hat, konnte Jahr für Jahr den Abstieg verhindern. Mit der Relegation in die regionale 2. Liga sind Trainer und bis auf Christoph Balmer sämtliche Akteure vom Rankhof gegangen. Für kurze Zeit glaubte man, dass es kein Fanionteam mehr geben würde. Den wilden Spekulationen hat Klubpräsident Hans Hunziker ein Ende gesetzt. In einer Pressemitteilung schreibt er unter anderem: Das Kader der 1. Mannschaft wurde jahrelang meist aus den verschiedensten Richtungen, mit Aufwand und finanziellem Einsatz, angelockt. Es bildete sich nie eine kompakte Mannschaft. Erhielt einer der Spieler anderweitig ein lukrativeres Angebot, so lief er – trotz vertraglicher Bindung – einfach davon. Nur sehr wenige Spieler identifizierten sich mit dem FC Nordstern.
DER «NEUE» FC NORDSTERN setzt sich grösstenteils aus der 2. Mannschaft, welche in der 4. Liga ordentliche Resultate erzielt hatte, zusammen. Trainer Dominik Schindler und sein Assistent Davide Silvi sowie Coach Andi Wyss, ein jahrzehntelanger Nordsternler, versuchten, einige ehemalige Nordstern-Akteure zu einem Comeback oder Rückkehr auf den Rankhof zu bewegen. «Dies ist im Moment noch nicht gelungen, denn einige haben schon bei anderen Klubs zugesagt; vielleicht haben wir in der Winterpause mehr Erfolg», so Wyss. Der Verein weiss, dass er eine weitere Relegation in Kauf nimmt. Präsident Hunziker schreibt: Sollte ein weiterer Abstieg unumgänglich sein, stehen sowohl die Clubleitung

FC Nordstern. Hinten (von links): Andi Wyss (Coach), Davide Silvi (Assistent), Stefan Tschopp, Mundele Mputu, Thierry Gerber, Laurant Ehrath, Jürgen Rotzler, Yves Clerc, Semere Mehari, Tim Gloor, Ben Gloor, Sangja. – Vorne: Dominik Schindler (Trainer), Kevin Toroten, Orhan Haliti, Sebastian Gass, Steffen Guhr, Deniz Yesilkaya, Gilberto Lima. – Es fehlen: Ervé Gissinger, Elhan Haliti, Elbasan Leka, Christoph Balmer, Armend Dinaj, Veprim Haliti, Burim Haliti, Lukas Pfister, Patrick Witzig, Fabian Herzog. BILD: ZVG

DER BZ-TIPP. 14. RANG
Es wäre Augenwischerei zu glauben, dass man mit lauter Viertliga-Spielern in der 2. Liga regional bestehen kann. Die Frage ist, ob der FC Nordstern zum Kanonenfutter wird oder ob im Laufe der Saison, vielleicht auch dank Zuzügen, eine Annäherung ans ZweitligaNiveau gelingt. Die erste Testpartie gegen Aufsteiger Dornach II (0:2) sah eine solidarische Equipe, die aber zu jedem Zeitpunkt inferior war. ( G K )

FC NORDSTERN. KADER 2010/2011
TORHÜTER Sebastian Gass Steffen Guhr ABWEHRSPIELER Yves Clerc Ervé Gissinger Elhan Haliti Elbasan Leka Jürgen Rotzler Kevin Toroten Stefan Tschopp Deniz Yesilkaya MITTELFELDSPIELER Christoph Balmer Armend Dinaj Ben Gloor Veprim Haliti Burim Haliti Orhan Haliti Lukas Pfister Patrick Witzig STÜRMER Laurent Ehrath Tim Gloor Fabian Herzog Enbijar Bedzeti Berat Abazi Burim Haliti (Birsfelden), Elhan Haliti, Orhan Haliti, Berat Abazi (BD), Yves Clerc, Armend Dinaj, Sebastian Gass, Thierry Gerber,Tim Gloor, Ben Gloor, Veprim Haliti, Fabian Herzog, Daniel Lüscher, Lukas Pfister, Stefan Tschopp, Patrick Witzig, Kevin Toroten (alle 2. Mannschaft), Laurent Ehrath (Elsass), Elbasan Leka (Dardania), Jürgen Rotzler (Hausen D), Deniz Yesilkaya (Steinen). TRAINER / BETREUER Trainer: Dominik Schindler. – Assistenztrainer: Davide Silvi. – Coach: Andi Wyss.

ZUZÜGE

wie auch die Mannschaft dem FC Nordstern viel näher als ein gekaufter Erfolg. Oder wie es Heidi Wilde, gute Seele und unermüdliche Schafferin im Verein, klar sagte: «Früher war mit dem Abpfiff fertig und die Spieler liefen in alle Himmelsrichtungen davon. Dies wird sich ändern. Nach dem Match hockt man zusammen, pflegt die Kameradschaft. Und der FC Nordstern soll wieder ein Klubleben haben.» Dies gibt zwar noch keine Punkte, ist aber der einzige Weg, damit es den rot-schwarzen Traditionsverein auch noch in den nächsten Jahren geben wird.

Der Grossteil der Zuzüge stammt aus der eigenen 2. Mannschaft.

ABGÄNGE

Etliche Spieler sind nach dem Abstieg davongezogen.

Anton Begic (Binningen), Adolphe Lengue Lengue (Black Stars), Abdoul Niang, Kenan Mutlu, Sylvain Guema, Dashnor Hoti, Mikias Alem, Marijan Duspara (?).

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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Einen Spitzenplatz im Visier
BSC Old Boys Basel: Junioren soll bei der zweiten Mannschaft zu Teamstützen heranwachsen
Drei bewährte Spieler verlassen die Mannschaft. Trainer Mario Ritter ist aber überzeugt, dass sein Team trotzdem vorne mitspielen wird.
VON ROLF TRIULZI

In seiner dritten Saison als Trainer der 2.-Liga-Mannschaft hat sich der 28-jährige Mario Ritter hohe Ziele gesetzt. «Wir wollen in der neuen Spielzeit an der Spitze mitspielen.» Diese Vorgabe ist ambitiös, doch durchaus realistisch. Nicht nur mit der Mannschaft, auch im persönlichen Bereich hat der Coach hohe Erwartungen. Nachdem er das A-Diplom als Fussballtrainer erfolgreich abgeschlossen hat, soll bei Gelegenheit auch der Instruktorenausweis in Angriff genommen werden. Das hohe sportliche Ziel soll mit den bisherigen Helfern erreicht werden. Im ganzen Staff gibt es keinen Wechsel, ein Beweis, dass die Chemie stimmt. In der neuen Spielzeit werden junge, hungrige Spieler zum Einsatz kommen. Ritter sieht sich als Ausbildner für das 1. LigaTeam von der Schützenmatte. Dass dies keine leeren Worte sind hat er schon mehrfach bewiesen. Ein regelmässiger Kontakt mit Massimo Ceccaroni sowie die gute Infrastruktur sind zusätzliche Faktoren, die zum Erfolg beitragen sollen.
ÜBER ABSTIEGSKANDIDATEN oder Meisterschaftsfavoriten wollte sich der Trainingsleiter auch in dieser Saison nicht gross äussern. Dies war schon in den letzten beiden Spielzeiten so. «Wir müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren.» Trotzdem waren ihm dann noch zwei Favoriten zu entlocken. An der Spitze erwartet Ritter den Amicitia Riehen und auch Aufsteiger Dornach. Mit Manuel Lack, Resul Demiri (beide zu Allschwil 2. Liga inter) und Lionel Moser (Rücktritt) fehlen allerdings drei Teamstützen aus der abgelaufenen Saison. Moser, der meist den Spielrhythmus bestimmte, wird sicher nicht ganz einfach zu ersetzen sein. «Nun ist es so und ich sehe dies als grosse Chance für andere Kandidaten, in diese Rolle zu schlüpfen», sagt Ritter. Durch seine vielen Besuche bei Juniorenpartien ist er sicher, mit den erfolgten Zuzügen, die Lücken zu schliessen. «Wenn die Jungen schon früh gefordert werden und sehen, dass wir ihnen auch das Vertrauen

OLD BOYS 2. Hinten (von links): Mario Ritter (Trainer), Oliver Brogli, Diogo Carwahlo, Matthieu Gausselan, Simon Tillessen, Onur Tasyurdu, Milos Colovic, Samy Boulbrima, Ralpf Tillessen (Coach), Urs Dill (Masseur). – Vorne: Alan Briggs, Fabio Paulos, Prezak Jusaj, Jan Kessler, Kevin Mahrer, Colin Kohler, Adda Mahi. – Es fehlen: Valentino Vrontzos, Siro Nichele, Bryan Schaub, Thomas Barca, Matthias Thalmann, Argjend Turkay. BILD: JURI JUNKOV

DER BZ-TIPP: 3. RANG
Die hohen Erwartungen der Clubverantwortlichen sind äusserst anspruchsvoll. Unter Berücksichtigung der Fortschritte während den letzten beiden Spielzeiten wäre ein Mittelfeldplatz schon eine Enttäuschung. Trotz den erwähnten Abgängen dürfte es der Mannschaft gelingen, die neue Saison auf dem dritten Rang zu beenden. ( RT )

BSC OLD BOYS. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Jan Kessler 21 Matthias Thalmann ABWEHRSPIELER 2 Fabio Paulos 3 Alan Briggs 4 Kevin Mahrer 5 Matthieu Gausselan 6 Oliver Brogli 16 Samy Boulbrima 18 Simon Tillessen MITTELFELDSPIELER 7 Rrezak Jusay 8 Dioga Carvahlo 10 Thomas Barca 13 Adda Mahi 17 Colin Kohler 19 Siro Nichele 20 Milos Colovic STÜRMER 9 Valentino Vrontzos 11 Argjend Turkay 14 Bryan Schaub 15 Onur Taysurdu TRAINER / BETREUER Trainer: Mario Ritter. – Coach: Ralph Tillessen. – Betreuer: Urs Dill.

schenken, wird der Club meistens durch deren Leistungen belohnt.» Trainingsauftakt war am 12. Juli. Wöchentlich wird drei-, phasenweise gar viermal trainiert. Jeweils zum Wochenende können die Erfahrungen aus der Trainingswoche in einem Spiel umgesetzt werden. So werden die Automatismen optimal einstudiert. Die letzten Wochen und Monate der abgelaufenen Saison haben bewiesen, dass der Teamgeist gut ist. Auf ein Trainingslager wird in diesem Jahr verzichtet. Dafür ist ein Trainingsweekend vorgesehen; allerdings in den heimischen Gefilden auf dem Sportplatz Schützenmatte.

ZUZÜGE

Verteidiger Alan Briggs kommt von der ersten Mannschaft.

Milos Colovic, Simon Tillessen, Onur Tasyurdu (alle Liestal), Colin Kohler (Concordia), Alan Briggs (1. Mannschaft), Matthieu Gausselan (Junioren).

ABGÄNGE

Manuel Lack und Resul Demiri gehen mit Allschwil in die 2. Liga interregional.

Manuel Lack, Resul Demiri (beide Allschwil),Alessandro De Colle (1. Mannschaft), Arif Dal, Muhamed Iseni, Eser Senpinar (alle Binningen), Lionel Moser (Rücktritt).

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2. LIGA 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG NORDWESTSCHWEIZ Mittwoch,

«Das kann nicht jedes Mal gut gehen»
FC Pratteln: Trainer Sandro Kamber ist sich bewusst, dass die letzte Spielzeit auch negativ hätte enden können
Die letzte Saison war eine Saison zum Vergessen für den FC Pratteln. Nur dank eines enormen Schlussspurts konnte der Abstieg verhindert werden.
VON ANDY JOST

In dieser Saison soll sich das Szenario aber nicht wiederholen. Das Problem lag nicht am Können oder im taktischen Bereich, sondern an der Disziplin. Die Mannschaft schwächte sich mit internen Querelen selbst. Erst mit dem Trainierwechsel zur Winterpause kam etwas mehr Ruhe ins Team, wenn auch nicht gleich von Anfang an. Dieses Szenario soll sich in dieser Spielzeit nicht wiederholen. Immerhin hat Sandro Kamber den Vorteil, dass er dieses Jahr von Anfang an die Verantwortung trägt. «Die Mannschaft und der Staff kennt sich bereits. Wir haben bis Ende Juni durchtrainiert, und auch die neu dazugestossenen Spieler waren bereits mit dabei», so Kamber. Die Mannschaftsbildung ist somit bereits vor der Urlaubszeit erfolgt.
WIE JEDER VEREIN hat auch der FC Pratteln ein paar Abgänge zu verzeichnen. Aber mit neun neuen Spielern überwiegen die Zuzüge. Mit Steven Schuler ist sogar ein Spieler aus dem fernen Schaffhausen neu im Verein. Auch der Name Erdin Shaqiri lässt aufhorchen, auch wenn ein Name alleine noch kein Erfolgsgarant ist. Mit Jonas Kayitana, Genc Rafuna, Boban Jevremovic, Sasa Milojevic und Mensur Ferizi konnten weitere junge Talente in die Mannschaft eingebaut werden. Einzig Norbert Schneider hat von den Neuen neben Schuler das zwanzigste Lebensjahr bereits vollendet. Das Team wurde also nochmals stark verjüngt, was vor allem mittelfristig zu einem grossen Vorteil werden könnte. Der zweite Teil der Vorbereitung hat mit einem kleinen Dämpfer begonnen. Aber mitten in der Urlaubszeit überrascht es nicht, dass das erste Testspiel gegen den unterklassigen FC Bubendorf deutlich mit 0:5 verloren ging. Das Spiel war ein weiterer Schritt zur Teambildung und die Niederlage sollte auch auf keinen Fall überbewertet werden. Wenn es nach dem Trainer geht, soll das Team ganz bestimmt nichts mit dem Abstieg zu tun ha-

FC PRATTELN. Hinten (von links): Albin Moser (Betreuer), Steven Schuler, Sasa Milojevic, Shaban Kryeziu, Ardit Osmani, Matthias Maeder, Carmine Anzante (Sportchef). – Mitte: Sandro Kamber (Trainer), Fabio Saccomani, Kayitana Jonas, Norbert Schneider, Remo Kessler, Rilind Selmani, Albert Stieger (Masseur). – Vorne: Alessandro Mastroianni (Torhüter-Trainer), Alex Da Silva, Jerun Isenschmid, Salvatore Clemente, Sebastian Flück, Boban Jevremovic, Raymond Onpeng, Christian Kunz (Coach). – Es fehlen: Florian Metzger, Genc Rafuna, Marco Blank, Jonas Giezendanner, Hakan Nergiz, Hatem Ferati, Mensur Ferizi, Erdin Shaqiri. BILD: ZVG

DER BZ-TIPP: 5. RANG
Dass Sandro Kamber nun die Zügel bereits in der Vorbereitung in den Händen hält, ist bestimmt ein Vorteil für den Verein. Was er zu leisten im Stande ist, hat er bereits in der letzten Saison eindrücklich bewiesen. Der Aufstieg könnte für nächste Saison realistisch sein, in dieser Spielzeit dürfte es ein guter fünfter Platz werden. ( A JO )

FC PRATTELN. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Florian Metzger 23 Salvatore Clemente ABWEHRSPIELER 2 Remo Kessler 3 Fabia Saccomani 5 Matthias Maeder 12 Hakan Nergiz 13 Jerun Isenschmid 18 Raymond Onpeng 19 Steven Schuler MITTELFELDSPIELER 4 Genc Rafuna 6 Norbert Schneider 9 Ardit Osmani 14 Boban Jevremovic 15 Sasa Milojevic 16 Shaban Kryeziu 17 Hatem Ferati STÜRMER 7 Marco Blank 8 Alex Da Silva 10 Rilind Selmani 11 Jonas Giezendanner 20 Mensur Ferizi 21 Erdin Shaqiri 22 Jonas Kayitana Steven Schuler (Schaffhausen), Florian Metzger (2. Mannschaft), Jonas Kayitana (Rossoneri), Erdin Shaqiri (Binningen), Genc Rafuna, Sasa Milojevic (beide Liestal), Norbert Schneider (Bad. Säckingen), Boban Jevremovic, Mensur Ferizi (Concordia). TRAINER / BETREUER Trainer: Sandro Kamber. – Torhüter-Trainer: Alessandro Mastroianni. – Coach: Christian Kunz. – Betreuer: Albin Moser. – Masseur: Albert Stieger.

ben. «Nochmals eine solche Saison wie die letzte können wir uns nicht leisten. Das kann nicht jedes Mal gut gehen», ist sich Kamber sicher. Es ist wirklich nicht alltäglich, dass ein Team vom Tabellenende acht Spiele in Folge nicht mehr verliert. Das genaue Ziel wurde erst innerhalb der Mannschaft kommuniziert. Als Minimalziel hat Sandro Kamber einen Platz im gesicherten Mittelfeld formuliert. «Aber ich will mich eher nach oben orientieren.» An mangelnder Disziplin wird es auf keinen Fall scheitern. Dafür hat der Sektionschef bereits in der letzten Saison gesorgt. Wohin die Reise dann schlussendlich geht, werden die nächsten Monate zeigen.

ZUZÜGE

Steven Schuler und Erdin Shaqiri heissen die prominentesten Zuzüge.

ABGÄNGE

Nur Smajo Muric verstärkt einen direkten Konkurrenten.

Sebastian Flück (2. Mannschaft), Smajo Muric (Sissach), Ferdi Oezbanaz (Türgücü), Finn Ramseier, Cellik Ruhullah (beide Pause), Erol Dogan (Rücktritt).

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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«Erfolg gibt den Schweisstropfen recht»
FC Rheinfelden: Im letzten Spiel haben die Aargauer den ersehnten Sprung nach oben geschafft
Der mehrmals angepeilte Aufstieg wurde mit einem neuen Trainer und einer namenlosen Mannschaft endlich geschafft.
VON PAUL ULLI

Die Reaktionen der Verantwortlichen des FC Rheinfelden nach dem entscheidenden Auswärtsspiel gegen den NK Dinamo Möhlin liessen keine Fragen offen. Riesige Steine schienen auf dem Sportplatz Steinli auf den Boden zu fallen. Sportchef Andy Probst umarmte mit nassen Augen jeden der ihm über den Weg lief und der erfolgreiche Neo-Trainer Björn Ulli sass ganz allein und in sich gekehrt im Anstosskreis und verarbeitete das soeben Geschaffte. Der 32-jährige Rheinfelden-Trainer hatte die Saison mit einer jungen und unerfahrenen Mannschaft in Angriff genommen und konnte zusammen mit seinen Spielern an diesem für den Verein denkwürdigen Sonntagvormittag die Früchte der harten Arbeit ernten. Einer der weiss, wovon er spricht, ist FCR-Urgestein und Captain Matthieu Horner, welcher bei seiner Auswechslung kurz vor Schluss der «Finalissima» in einem Satz alles über die abgelaufene Saison sagte: «Ich bin völlig fertig. Bei diesem Spielsystem muss jeder unglaublich viel laufen, damit die geforderte Taktik auch aufgeht. Aber der sensationelle Erfolg gibt den vielen Schweisstropfen letztendlich recht.»
DOCH MIT DEM AUFSTIEG in die 2. Liga regional ist die Mission von Ulli und seinen «Namenlosen» noch lange nicht beendet: «Wir werden weiter hart arbeiten müssen, damit wir in der 2. Liga bestehen können. Der Rhythmus wird anders sein und einige Mannschaften verfügen über sehr routinierte Spieler. Doch meine Spieler haben schnell gemerkt, dass man bei knallharter Einhaltung der vorgegebenen Taktik und der optimalen Umsetzung des Spielsystems auch gegen stärker dotierte Gegner Erfolge feiern kann.» Verstärkungen mit Spielern aus höheren Ligen sind beim Fricktaler Fussballklub kein Thema. «Mit dem Aufstieg stossen wir finanziell ans Limit. Da liegen kostenpflichtige Transfers einfach nicht drin. Ausserdem haben wir eine ausgezeichnet geführte Juniorenabteilung, was mit dem Einbau einiger Talente ins

FC RHEINFELDEN. Hinten (von links): Hakan Gören, Ivan Chamorro, Salvatore Di Pasqua, Francisco Froufe, Roman Rothweiler, Dominique Balmat, Andreas Gellert. – Mitte: Orlando Palumbo (Assistenztrainer), Andreas Probst (Spiko-Präsident), Dominik Tanner, Matthieu Horner, Marco Bretscher, Pascal Knobel (Torwarttrainer), Fausto Lucchesi (Juniorenobmann), Björn Ulli (Cheftrainer). – Vorne: Sami Ali; Yannick Zimmermann, Hakan Akyol, Patrick Ivanovic, Andreas Bolinger, Valentin Herzog, Cengiz Mor, Philipp Koller. – Es fehlen: Riad Gashi, Fabian Hubeli, Jonas Hürbin, Qendrim Mustafa, Roberto Silva. BILD: EVI KUNZ

DER BZ-TIPP: 11. RANG
Für die meisten Rheinfelder Spieler wird es der erste Auftritt in der 2. Liga sein. Doch wenn die Mannschaft weiterhin ihr Spiel spielt und die Jungen an ihre Fähigkeiten glauben und ihr fussballerisches Potential ausschöpfen, kann der einzige Aargauer Verein in der regionalen 2. Liga dem Abstieg gerade so entgehen. ( B Z )

FC RHEINFELDEN. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Andreas Bollinger Pascal Knobel Jean-Michel Benkert ABWEHRSPIELER 3 Jonas Hürbin 4 Yannick Zimmermann 5 Hakan Gören 15 Dominik Tanner 18 Andreas Gellert 19 Fabian Hubeli MITTELFELDSPIELER 6 Roman Rothweiler Ali Sami 10 Matthieu Horner 14 Dominique Balmat 17 Philipp Koller 21 Valentin Herzog 22 Hakan Akyol Rui Manuel Da Silva Pereira STÜRMER 9 Quendrim Mustafa 11 Ivan Chamorro 29 Salvatore Di Pasqua Francisco Froufe Marco Bretscher 20 Riad Gashi Ali Sami (Concordia), Francisco Froufe, Rui Manuel Da Silva Perreira (Sissach Portugiesen), Marco Bretscher (reaktiviert). TRAINER / BETREUER Trainer: Björn Ulli. – Assistenztrainer: Orlando Palumbo. – Physio: Pascal Knobel. – Masseur: Urs Andacher. – Sportchef: Andreas Probst.

Fanionteam bereits belegt werden konnte», sagt Präsident Remo Jotti. So werden der Trainer und sein Assistent Orlando Palumbo weiterhin mit eigenen Junioren und Routiniers arbeiten. Als am Ende der letzten Saison auf Grund von Verletzungen und Spielsperren der Kader etwas gar knapp wurde, nominierte Ulli teilweise sogar B-Junioren in die Startformation. Wie weit dies in der 2. Liga führen wird, bleibt abzuwarten. Doch die Rheinfelder-Fussballer scheinen sich schnell an die professionellen Trainingsmethoden ihres Chefs gewöhnt zu haben und wollen mit guten Leistungen für weitere positive Schlagzeilen sorgen.

ZUZÜGE

Routinier Marco Bretscher wurde reaktiviert.

ABGÄNGE

Malte Commandeur (Rücktritt), Gionathan De Vita (?).

Nur zwei Spieler verlassen den Aufsteiger aus der 3. Liga.

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2. LIGA 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG NORDWESTSCHWEIZ Mittwoch,

Alte Abwehr geht, neuer Sturm kommt
FC Reinach: Ein grosser Umbruch in der Mannschaft soll zur Chance werden
Obwohl 13 Spieler den FC Reinach verlassen haben, bleiben dessen Ambitionen hoch. Insbesondere die neue Offensive verspricht mehr Durchschlagskraft.
VON DOMINIQUE STEINBACH

Als bekannt wurde, dass gleich 13 Spieler des letztjährigen Kaders den Verein von sich aus wechseln werden, hatten nicht wenige den FC Reinach als künftigen Abstiegskandidaten gehandelt. Der Verein hat jedoch reagiert und mit den Neuzugängen ist der Kader von Bruno Mühlheim nominell um einiges stärker, was die Offensive angeht. Mit Haydar Sentürk von BD und Ali Yirtlaz von Timau ist der Sturm stärker bestückt und im Mittelfeld zieht künftig Murat Aldemir von Oberdorf die Fäden. Defensiv werden die Birstaler hingegen um einiges anfälliger sein als in der letzten Spielzeit, denn unter den dreizehn Abgängern befanden sich sich sieben Verteidiger sowie Stammtorhüter Sandro Wiesendanger.
DIE TORHÜTERPOSITION wird fortan durch Valmir Hylaj besetzt, in welchem Mühlheim einen sicheren Wert erkennt. Die Verteidigung wird grösstenteils mit Spielern aus der dritten Liga besetzt. Der bislang interessanteste Zuzug in der Abwehr heisst Moise Alima und kommt aus St. Louis. Der Abwehrkoloss hat sich vor allem im American Football einen Namen gemacht. Trotz dieses grossen Umbruchs beharrt man in Reinach aber auf dem Dreijahresplan, den man sich vorgenommen hat: «Wir sind nicht ein Verein, der seine Pläne einfach so über den Haufen wirft. Den Dreijahresplan haben wir ja auch nicht aus Spass aufgestellt.» In einem Jahr will der FCR nach wie vor angreifen. Die weitreichenden Umstellungen sieht der Trainer denn auch mehr als eine Herausforderung, denn als Hindernis. «Eine Reduktion des Kaders war früher oder später ohnehin geplant. Jetzt hat sich das halt von alleine erledigt», so Mühlheim. Der grobe Schnitt in der Mannschaft kann sich für den FC Reinach durchaus auch als Vorteil erweisen. Dem Ensemble der vergangenen Saison mangelte es mitunter etwas an Biss. Sechs der Ab-

FC REINACH. Hinten (von links): Ali Yirtlaz, Deniz Acar, Moise Alima, Emeric Atikossie, Mischa Holenstein, Boris Ivankovic, Yasim Biral. – Mitte: Markus Ulmann (Sportchef), Haydar Sentürk, Murat Aldemir, Franco Ehrat, Samuel Huber, Thomas Koster, Flavio Rossi, Bruno Mühlheim (Trainer), Däny Meyer (Masseur). – Vorne: Murat Argin, Faton Aydari, Ömer Pinar, Valmir Hylaj, Kevin Mühlheim, Tobias Grether, Etienne Lander, Bylbyl Krasniqi. – Es fehlen: Ivan Moyano, Jérôme Meyer, Fabian Groth, Ivan Ivankovic, Etienne Lander, Luca Prontera, Bujar Murati, Leonardo Antonietti, Adnan Isaki, Ibraim Ibraimi, Faton Aydari. BILD: MARTIN TÖNGI

DER BZ-TIPP: 10. RANG
Nach den grossen Umstellungen sei der FC Reinach schwer einzuschätzen, gesteht selbst Trainer Bruno Mühlheim. Zwischen dem 3. und dem 8. Rang sieht er seine Mannschaft abschneiden. In Anbetracht der neuen Verteidigung tippt die bz-Sportredaktion den FCR auf den 10. Platz. ( B Z )

FC REINACH. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Valmir Hylaj 21 Ivan Moyano ABWEHRSPIELER 3 Tobias Grether 4 Deniz Acar 6 Jérôme Meyer 7 Franco Ehrat 8 Mischa Holenstein Moise Alima MITTELFELDSPIELER 10 Bybyl Krasniqi 11 Murat Aldemir 12 Thomas Koster 13 Fabian Roth 14 Ivan Ivankovic 17 Etienne Lander 19 Luca Prontera 20 Adnan Isaki STÜRMER 9 Haydar Sentürk 15 Bujar Murati 16 Leonardo Antonietti 18 Boris Ivankovic 23 Ali Yirtlaz 22 Ibraim Ibraimi Faton Aydari Ömer Pinar Emeric Atikossie Deniz Acar (Aesch), Murat Aldemir (Oberdorf), Ibraim Ibraimi (Birsfelden), Etienne Lander (Frenkendorf), Jérôme Meyer (Dornach), Ömer Pinar (Laufen), Moise Alima (St. Louis), Haydar Sentürk (BD), Ali Yirtlaz (Timau), Mischa Holenstein, Ivan Ivankovic, Boris Ivankovic, Fabian Roth, (alle 2.Mannschaft), Ivan Moyano (Junioren), Emeric Atikossie (Mulhouse). Olivier Freiburghaus, Philipp Miano (beide Senioren), Marc Häusermann, David Dreier (beide Therwil), Marc Geiser, Sandro Wiesendanger, Marc Perret (alle Arlesheim), Christoph Abt (Firmensport), Jasari Bejtula (Birsfelden), Philipp Neuschäfer, Beat Spinnler, Marc Zanini (alle Muttenz), Angelo Sibilia (Aesch). TRAINER / BETREUER Trainer: Bruno Mühlheim. - Assistent: Ljubisa Obradovic. - Masseur: Däny Meyer. -Sportchef: Markus Ullmann.

ZUZÜGE

gänge wechselten auch zu Mannschaften in die dritte Liga, zwei zu den Senioren. Die neue Zusammenstellung dürfte dagegen deutlich mehr Temperament und Willen besitzen. «Manchmal geht es schon etwas forscher und lauter zur Sache», berichtet Mühlheim aus den Trainings mit seiner umgestellten Mannschaft. Auf die kommende Saison ist ein kreativer und torgefährlicher FC Reinach zu erwarten. Das grosse Manko der letzten Saison, die mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive, sollte mit den Zuzügen im Sturm behoben sein. Die Defensive, lange Zeit die Stärke des FCR, ist hingegen klar als schwächer einzustufen.

Haydar Sentürk und Ali Yirtlaz werden den Angriff beleben, Murat Aldemir das Mittelfeld.

ABGÄNGE

Fast die gesamte Verteidigung inklusive Torhüter Wiesendanger verlassen das Team.

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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Ein Mix aus Spanien und Holland
SV Sissach: Das junge Team will mit kreativem und aggressivem Fussball den Abstiegssorgen entgehen
Erst im letzten Spiel konnte der SV Sissach den Klassenerhalt definitiv sichern. Für diese Spielzeit wünscht sich Trainer Daniel Senn einen sicheren Mittelfeldplatz.
VON ANDY JOST

Das Potential für eine sorgenfreie Saison wäre auch 2009/10 bereits vorhanden gewesen. «Aber als ich das Team übernommen hatte, war es keine Einheit. Die Mannschaft hatte keinen Teamgedanken», resümiert Daniel Senn die Schwierigkeiten des letzten Jahres. Das spielerische Potential wäre auf jeden Fall vorhanden gewesen. Aber die Solidarität auf dem Feld liess oftmals zu wünschen übrig. Genau da will er auch für die neue Saison den Hebel ansetzen. «Die Mannschafts- und Teambildung hat für mich Priorität.» In der letzten Spielzeit gelang dies zum Glück noch kurz vor Schluss, sonst wäre der Abstieg wohl Tatsache geworden. In dieser Saison möchte Senn aber von Anfang an weit weg vom Abstiegskampf sein. Jedoch zumindest die Mannschaftsbildung wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Oberbaselbieter haben einige Abgänge zu kompensieren. Mit Fabiano Di Pasquale, Fabian Eisenring, Samuel Mollet, Yannik Thommen und Daniel Rickenbacher haben gleich fünf Teamstützen der letzten Saison das Team verlassen, und Stammtorhüter Daniel Eichelberger hat seinen Rücktritt erklärt. Dafür kehren mit Jeton Lepaia und Florian Schneider zwei Sissacher zurück ins Team. Auch Smajo Muric hat eine Sissacher Vergangenheit, und weitere Verstärkungen werden noch folgen.
FÜR DANIEL SENN ist eine Platzierung im gesicherten Mittelfeld das erklärte Ziel. «Eine Platzierung zwischen Rang Fünf bis Neun ist realistisch. Letztes Jahr wurden wir unter Wert geschlagen.» Gleichzeitig erhofft sich der Trainer, «dass vor allem auch die jungen Spieler ihr enormes Potential konstant ausschöpfen können.» Denn beim SV Sissach setzt man auch weiterhin auf den eigenen Nachwuchs. Spieler wie Simon Coletta, Patrick Kaufmann oder Frank Duttweiler, um nur einige Beispiele zu nennen, haben den Schritt bereits geschafft

SV SISSACH. Hinten (von links): Daniel Senn (Trainer), Jeton Asani, Jeton Lepaja, Dominic Willi, Florian Schneider, Mischa Hulliger, Mehmet Redzepov, Patrick Kaufmann, Carlo Melone (Co-Trainer). – Vorne: Adrian Jeker, Gregory Reggis Britto, Filipe Goncalves Teixeira, Manuel Hellstern, Deny Luthiger, Christian Nzumbi, Frank Duttweiler, Dennis Kanwar. – Es fehlen: Stephan Federer, Philippe Dennler, Mehmet Redzepov, Onur Erdem, Mico Soravitto, Azifi Gezim, Severin Isler, Abdurahim Hyseni, Simon Coletta, Fatmir Salihi. BILD: KENNETH NARS

DER BZ-TIPP: 12. RANG
Ein Platz im Mittelfeld ist das erklärte Ziel der Mannschaft. Dazu müsste das Team aber näher zusammenrücken als in der letzten Saison. Ein wichtiger Faktor wird auch sein, wie die Abgänge, gerade von Samuel Mollet, kompensiert werden können. ( B Z )

SV SISSACH. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Manuel Hellstern 22 Stephan Federer ABWEHRSPIELER 2 Philippe Dennler 3 Florian Schneider 4 Mischa Hulliger 5 Mehmet Redzepov 8 Onur Erdem 20 Dennis Kanwar MITTELFELDSPIELER 6 Patrick Kaufmann 7 Mirco Soravitto 9 Filipe Goncalves Teixeira 12 Azifi Gezim 13 Jeton Lepaja 15 Severin Isler 17 Adrian Jeker 18 Abdurahim Hyseni STÜRMER 10 Simon Coletta 11 Gregory Reggis Britto 14 Frank Duttweiler 16 Fatmir Salihi 19 Dominic Willi 21 Smajo Muric TRAINER / BETREUER Trainer: Daniel Senn. – Assistenztrainer: Carlo Melone.

und sind ein fester Bestandteil der ersten Mannschaft. Auch in dieser Saison soll der eine oder andere Junior im Fanionteam integriert werden. Seine Fussballphilosophie beschreibt Daniel Senn aus einer Mischung zwischen Spanien und Holland. Er erhofft sich von seinem Team die Kreativität der Iberer und die Aggressivität der Holländer. Wenn sich seine Spieler diese Vorbilder zu Herzen nehmen, sollten auf dem Tannenbrunn offensive Spiele zu sehen sein. Der Weltmeistertitel wird wohl dennoch nicht möglich sein, aber es hört sich zumindest nach Spektakel an. In wie weit das junge Team die Erwartungen erfüllen kann, wird sich im Verlaufe der Saison zeigen.

ZUZÜGE

Smajo Muric vom FC Pratteln soll die Abwehr verstärken.

Florian Schneider, Jeton Lepaja (beide Galaxy), Gregory Reggis Britto (Liestal), Smajo Muric (Pratteln),Azifi Gezim (Lausen), Dominic Willi, Dennis Kanwar (beide 2. Mannschaft), Mischa Hulliger, Adrian Jeker (beide B-Junioren), Manuel Hellstern (reaktiviert).

ABGÄNGE

Samuel Mollet und Daniel Rickenbacher gehen mit Oberdorf in die 2. Liga interregional.

Yannick Thommen (Amicitia), Daniel Rickenbacher, Samuel Mollet (Oberdorf), Fabian Eisenring (Liestal), Fabiano De Pasquale (Gelterkinden), Dennis Kaderli (3. Mannschaft), Daniel Eichelberger (Rücktritt),Alban Sulejmani, Ramazan Aldemir (?).

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2. LIGA 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG NORDWESTSCHWEIZ Mittwoch,

«Wir bleiben bodenständig»
FC Therwil: Der Neuling strebt einen gesicherten Mittelfeldplatz an
Seit Mitte der 90er-Jahre spielte «Därwil» in der 3. Liga. Nun sind die GelbSchwarzen in die höchste regionale Klasse zurückgekehrt. An der Vereinsphilosophie ändert dies aber nichts.
VON GEORGES KÜNG

Rolf Frei (53) ist seit elf Jahren Präsident des FC Therwil und zugleich Gemeinderat im 99er-Dorf, wie Therwil im Volksmund heisst. Die Promotion in die 2. Liga regional war in den letzten Jahren oftmals knapp verpasst worden. Auch heuer mussten die Leimentaler bis zur letzten Runde bangen, denn die zweite Mannschaft des SC Dornach war bis zuletzt ein unerbittlicher Verfolger des FCT. Baumeister des Erfolges ist Trainer Franz Glaser (56), der jetzt seine fünfte Spielzeit mit Therwil in Angriff nimmt. Vorgängig war der erfahrene Fussballlehrer sieben Jahre in Rheinfelden gewesen und hatte noch früher den SC Baudepartement und BSC Old Boys trainiert. «Ich bin im Hinblick auf die kommende Saison zuversichtlich. Wir haben eine ausgeglichen besetzte Equipe, in welcher ein vorzüglicher Teamgeist herrscht. Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich nichts mit den Relegationsplätzen tun zu haben und im Mittelfeld Unterschlupf zu finden», so der in Ettingen wohnhafte Glaser. Auch Präsident Frei ist überzeugt, dass «eine Rangierung in der ersten Tabellenhälfte durchaus realistisch ist.»
GEHT ES UM GELDMITTEL und grosszügige Spesenentschädigungen, so predigen einige Zweitligisten Wasser und trinken weiterhin munter Wein. Nicht so Therwil. «Niemand erhält auch nur einen Rappen. Pro Punkt gibt es 100 Franken in die Mannschaftskasse, wobei der Betrag auch hier auf 5000 Franken limitiert ist. Und jeder Spieler ist verpflichtet, entweder einen Matchball-Spender oder einen Inserenten für unser Vereinsjournal zu finden. Sonst wird der Betrag von der Teamkasse abgezogen», erklärt Präsident Frei, der in einem Jahr sein Amt an den früheren Goalgetter Beat Hess abgeben wird. Und dass die Spieler der 1. und 2. Mannschaft bei Anlässen aktiv mithelfen, ist eine Selbstverständlichkeit in Therwil. «Wir sind ein

FC THERWIL. Hinten (von links): Stefan Jeltsch, David Dreier, Francesco Spallato, Adrian Kunz, Michel Glaser. – Mitte: Giovanni Altignier (Masseur), Rolf Zuber (Torhütertrainer), Kristian Kleiber, Jean Battegay, Simon Häusermann, Claude Schmidlin, Floriano Brogno, Fabio Porcaro, Ernest Pley, Franz Glaser (Trainer), Ruedi Rüegg (Coach). – Vorne: Fiston Nzita, Fabio Canalella, Christoph Hess, Simon Roth, Raphael Müller, Kevin Honauer. – Es fehlen: Matthias Zwicky, Marc Häusermann, Dominik Müller, Michel Weber, Marco Vogel, Adriano Donatiello.
BILD: PATRICK PENSA

DER BZ-TIPP: 8. RANG
Individualisten und Akteure, die den Gedanken eines Dorfklubs nicht mittragen können, haben beim Aufsteiger keine Chance. Der FC Therwil tritt auf und neben dem Spielfeld als Kollektiv auf. Dem Rücktritt von Captain Marc Schaub steht der Zuzug von Dominik Müller gegenüber. Therwil wird nie gegen hinten schauen müssen und zuletzt den 8. Rang belegen. ( G K )

FC THERWIL. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Christoph Hess 22 Simon Roth ABWEHRSPIELER 2 Matthias Zwicky 3 Fabio Canalella 4 Fabio Porcaro 5 Marc Häusermann 6 Stefan Jeltsch 7 Michael Glaser 11 Kristian Kleiber MITTELFELDSPIELER 8 Raphael Müller 9 Floriano Brogno 13 Adrian Kunz 15 Jean Battegay 16 Simon Häusermann 20 Marco Vogel 21 Francesco Spallato 23 Fiston Nzita STÜRMER 10 Ernest Pley 17 Dominik Müller 18 Michael Weber 19 Claude Schmidlin 24 Adriano Donatiello 12 Kevin Honauer 14 David Dreier Simon Roth (Laufen), David Dreier, Marc Häusermann (beide Reinach), Dominik Müller (Binningen), Claude Schmidlin (Arlesheim), Marco Vogel (Bubendorf), Fiston Nzita (Black Stars), Simon Häusermann (2. Mannschaft). TRAINER / BETREUER Trainer: Franz Glaser. – Coach: Ruedi Rüegg. – Torhüter-Trainer: Rolf Zuber. – Masseur: Giovanni Altinier.

ZUZÜGE

Dorfklub und bodenständig; daran hat der Aufstieg gar nichts verändert», erklären Frei und Glaser unisono. Trainer Glaser hat schon mal einen Spieler, der zum FCT wechseln wollte, «mangels Identifikation und Integrationsfähigkeit ins Vereinsleben», obwohl er substanziell eine Verstärkung gewesen wäre, abgewiesen. Mit 25 Mannschaften gehört der FC Therwil zu den grössten regionalen Fussball-Klubs. «Unser Verein ist, nicht nur finanziell, gesund. Das ist nur möglich, weil sich jedes Mitglied bewusst ist, dass ein/e jede/r etwas zum Gedeihen beitragen muss», so Rolf Frei.

Erfahrene Spieler wie Dominik Müller oder David Dreier unterstützen den Aufsteiger.

ABGÄNGE

Marc Schaub (Senioren), Michael Roderer (2. Mannschaft), Eser Coban (Türgücü).

Nur ein Spieler verlässt den Verein, zwei wechseln in andere Mannschaften.

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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Schönsten Fussball der Region spielen
AS Timau: Spanische und deutsche Tugenden sowie namhafte Zugänge sollen die Mannschaft weiterbringen
Als Aufsteiger verbrachte die AS Timau eine ruhige erste Saison in der 2. Liga regional. In dieser Saison soll aber ein weiterer Schritt nach vorn gemacht werden. Den letztjährigen sechsten Platz zu verbessern, dürfte wohl das Minimalziel sein.
VON ANDY JOST

Die wichtigste Änderung findet wohl an der Seitenlinie statt. Mit Marco Raimondo bekommt Giuseppe Sciortino einen erfahrenen Mann zur Seite gestellt. Raimondo wird vor allem an den Spieltagen das Kommando inne haben, damit sich der Spielertrainer Sciortino auch wieder mehr auf sein eigenes Spiel konzentrieren kann. Als Aufsteiger auf einem gesicherten sechsten Platz abzuschliessen, sollte einen Trainer eigentlich zufrieden stimmen. Doch Sciortino findet auch da das Haar in der Suppe. «Vor allem in der Rückrunde hat die Einstellung nicht mehr gestimmt. Wegen den vielen Verletzten war der Konkurrenzkampf um einen Platz in der Startformation nicht mehr da. Das hat sich auch auf die Spiele ausgewirkt.» So das Fazit Sciortinos zur letzten Saison. Diesen sechsten Platz zu verbessern ist das Minimalziel des Trainers. Die Freude am Fussball habe ihm auch manchmal gefehlt. «Ich will den schönsten Fussball in der Region spielen und damit erfolgreich sein.»
EINE KLARE VORGABE an sein Team. Und der Mittelfeldstratege hat auch klare Vorstellungen, wie das aussehen soll. «Die Spielfreude, Organisation und Qualität der Spanier, gepaart mit dem Zug aufs Tor, dem Offensivdrang und der Einstellung der Deutschen.» Dementsprechend wurde das Team auch qualitativ verstärkt. Es sind einige namhafte Spieler aus der Region dazugekommen wie Luca Cordasco, Mirko Dapoto, Mike Schwery, Talibor Karan und Mauri Giaracuni. Weil das letztjährige Team zum grössten Teil zusammengehalten werden konnte, ist somit das Kader grösser geworden. So können auch verletzungsbedingte Ausfälle, die sich wohl nicht vermeiden lassen, kompensiert werden. Nicht dass sich das Szenario der letzten Rückrunde wiederholt.

AS TIMAU. Hinten (von links): John Rizzato (Coach), Koray Kaymaz, Mesut Sarikabaday, Gionata Melileo, Ivan Cotugno, Pino Lauda, Ali Jaffrar, Pino Angelillo, Roberto Traversi (stv. Präsident). – Vorne: Gino Lepore, Toni Viscusi, LucianoBruno, Benjamin Manser, Tunc Polat, Mike Schwery, Mirko Dapoto. – Es fehlen: Marco Aluisi, Domenico Seminara, Luca Cordasco, Noah Stutz, Alain Raso, Mauri Giaracuri, Memsur Dzinic, Guiseppe Scortino (Trainer) und Marco Raimondi (Co-Trainer). BILD: MARTIN TÖNGI

DER BZ-TIPP: 4. RANG
Die Mannschaft konnte zusammengehalten und sogar noch verstärkt werden. Auch hat sich das Team nun an den etwas höheren Rhythmus gewöhnt und kann wohl deshalb vorne mitspielen. Für die ersten drei Plätze wird es aber wohl knapp nicht reichen. ( A JO )

AS TIMAU. KADER 2010/2011
TORHÜTER 1 Benjamin Manser 28 Alain Raso ABWEHRSPIELER 2 Mauri Giaracuni 3 Noah Stutz 4 Luciano Bruno 5 Ivan Cotugno 10 Gino Lepore 16 Ivan Guerrieri 17 Karan Dalibor MITTELFELDSPIELER 6 Tunc Polat 7 Domenico Seminara 8 Memsur Dzinic 13 Koray Kaymaz 15 Jonny Melileo 21 Pino Lauda 24 Mirko Dapoto STÜRMER 9 Antonio Viscusi 11 Luca Cordasco 14 Marco Aluisi 18 Giovanni Azzarito 19 Giuseppe Sciortino 87 Mike Schwery 23 Pino Angelillo TRAINER / BETREUER Trainer: Giuseppe Sciortino und Marco Raimondo. – Assistenztrainer: John Rizotti. – Coach: Rocco Tarantino.

Das grösste Problem dürfte einmal mehr die Vorbereitung im Sommer werden. Wie jedes Jahr ist es ein fleissiges Kommen und Gehen, was den Urlaub betrifft. Auch der Spielertrainer selbst wird noch ein bisschen Ferien geniessen. Dass darunter das Training und die Teambildung leiden könnten, lässt Sciortino aber nicht gelten. «Es ist jedes Jahr dasselbe. Wir haben uns daran gewöhnt und es geht ja nicht nur uns so.» Man dürfe nicht vergessen, dass es immer noch eine Amateurliga sei. Man kann von den Spielern nicht erwarten, dass sie ihr Leben nach dem Fussball richten. Also dürfte die Mannschaft mit der besten Eigenverantwortung der Spieler im Urlaub auch den erfolgreichsten Saisonstart haben.

ZUZÜGE

Timau hat sich mit fünf bewährten ZweitligaAkteuren verstärkt.

Mirko Dapoto, Mike Schwery (beide Birsfelden), Mauri Giaracuni (Binningen), Dalibor Karan, Luca Cordasco (beide Baudepartement).

ABGÄNGE

Ricardo Rios (Concordia).

Einzig Verteidiger Ricardo Rios hat das Team verlassen.

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Mittwoch, 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG

3. LIGA

Zeit für einen Umbruch gekommen
3. Liga. Gruppe 1: Der FC Gelterkinden will wieder in der Spitzengruppe mitmischen
VON PATRICK PENSA

Dreimal Erster nach der Meisterschaft. Dreimal knapp gescheitert in den Aufstiegsspielen. Die erste Mannschaft des FC Gelterkinden ist wahrlich nicht zu beneiden. Letzte Saison kam es noch dicker. Die Mannschaft verlor den Anschluss an die Spitzenteams, musste sich mit dem vierten Schlussrang begnügen und die zweite Mannschaft musste sogar den Gang in die vierte Liga antreten. Der Moment für Veränderungen bei dem Traditionsverein scheint gekommen. Romano Stucki, der zuletzt die Aescher Junioren trainierte, übernimmt nach dem Weggang Rolf

Gerbers die erste Mannschaft. Und auch das zweite Team erhält mit Patrick Heller einen neuen Übungsleiter. Altgediente Spieler wie Boris Niederhauser, Frank Mangold oder Roger Schreiber treten zurück, insgesamt sieben neue Gesichter stossen zu der Mannschaft hinzu.
«WIR WOLLEN IN DIESER schweren Gruppe wieder vorne mitmischen», sagt Spiko-Präsident Boris Niederhauser. Dadurch steige die Spannung und der Spass am Training nehme auch wieder zu. Den Gruppensieg nennt er nicht als dringliches Ziel. «Ich sehe den FC Bubendorf und NK Dinamo, die den Aufstieg knapp verpasst haben, als Favoriten.» Dass die zweite Mannschaft nur noch in der vierten Liga spielt, sei kein Problem. Sie müssten auch nicht unbedingt gleich wieder aufsteigen. «Bei ihnen geht es darum, wieder Motivation zu tanken, nachdem sie letzte Saison ziemlich unten durch mussten», sagt Niederhauser. Es wäre schön, wenn sie an der Tabellenspitze ein Wort mitreden könnten, sagt er weiter.

3. LIGA

Modus
Drei Gruppen zu je 12 Mannschaften. Die Gruppensieger steigen direkt auf, die zwei Tabellenletzten je Gruppe ab. Der SC Baudepartement in der Gruppe 2 steht nach dem Rückzug bereits als erster Absteiger fest. ( P P E )

Gruppe 1
FC Bubendorf a FC Concordia NK Dinamo FC Frenkendorf FC Galaxy FC Gelterkinden FC Liestal SV Muttenz FC Oberdorf FC Pratteln AC Rossoneri SV Sissach

Gelterkindens Michael Ritter in Aktion. BILD: JURI JUNKOV

SPIELPLAN GRUPPE 1. SAISON 2010/11
1. RUNDE 14. August: Bubendorf a - Dinamo (18.00). Liestal - Galaxy (18.00). Rossoneri - Gelterkinden (20.00). Frenkendorf - Oberdorf (20.00). – 15. August: Muttenz - Concordia (11.00). – 31. August: Sissach - Pratteln (20.00). 2. RUNDE 21. August: Dinamo - Frenkendorf (18.00). – 22. August: Pratteln - Bubendorf a (11.00).Muttenz - Sissach (11.00). Concordia - Gelterkinden (11.00). Galaxy - Rossoneri (12.30). – 18. September: Oberdorf - Liestal (18.00). 3. RUNDE 26. August: Liestal - Dinamo (20.00). – 28. August: Rossoneri - Oberdorf (18.00). Gelterkinden - Galaxy (18.00). Sissach - Concordia (18.00). – 29. August: Frenkendorf Pratteln (11.00). Bubendorf a - Muttenz (15.00). 4. RUNDE 4. September: Oberdorf - Gelterkinden (18.00) Dinamo - Rossoneri (18.00). – 5. September: Muttenz - Frenkendorf (10.00). Sissach - Bubendorf a (11.00). Pratteln - Liestal (11.00). Concordia - Galaxy (11.00). 9. RUNDE 16. Oktober: Dinamo - Pratteln (18.00). Liestal - Concordia (18.00). Rossoneri - Frenkendorf (18.00). Gelterkinden - Bubendorf a (18.00). – 17. Oktober: Oberdorf Muttenz (10.00). Galaxy - Sissach (12.30). 10. RUNDE 23. Oktober: Bubendorf a - Galaxy (18.00). Frenkendorf - Gelterkinden (18.00). Sissach - Oberdorf (20.00). – 24. Oktober: Concordia - Pratteln (11.00). Muttenz - Dinamo (12.00). Liestal - Rossoneri (12.30). 16. RUNDE 17. April: Concordia - Bubendorf a. Sissach - Frenkendorf. Muttenz - Liestal. Pratteln - Rossoneri. Dinamo - Gelterkinden. Oberdorf- Galaxy. 22. RUNDE 5. Juni: Concordia - Rossoneri. Liestal - Gelterkinden. Frenkendorf - Galaxy. Bubendorf a - Oberdorf. SissachDinamo. Muttenz - Pratteln. 8. RUNDE 9. Oktober: Pratteln - Oberdorf (18.00). Bubendorf a Rossoneri (18.00). – 10. Oktober: Muttenz - Galaxy. Sissach - Gelterkinden. Concordia - Dinamo (alle 11.00). – 19. Oktober: Frenkendorf - Liestal (20.00). 6. RUNDE 21. September: Sissach - Liestal (20.00). – 23. September: Bubendorf a - Frenkendorf (20.15). – 25. September: Dinamo - Galaxy (18.00). – 26. September: Muttenz - Rossoneri (10.00). Pratteln - Gelterkinden (11.00). Concordia - Oberdorf (11.00). 7. RUNDE 2. Oktober: Liestal - Bubendorf a (18.00).Rossoneri - Sissach (18.00). Gelterkinden - Muttenz (18.00). Oberdorf Dinamo (18.00). – 3. Oktober: Galaxy - Pratteln (12.30). – 12. Oktober: Frenkendorf - Concordia (20.00). 11. RUNDE 30. Okotber: Rossoneri - Concordia (18.00). Gelterkinden - Liestal (18.00).Dinamo - Sissach (18.00).– 31. Oktober: Pratteln - Muttenz (11.00). Galaxy - Frenkendorf (12.30). Oberdorf - Bubendorf a (15.00). 12. RUNDE 20. März: Concordia - Muttenz. Pratteln - Sissach. Dinamo - Bubendorf a. Oberdorf - Frenkendorf. Galaxy - Liestal. Gelterkinden - Rossoneri. 13. RUNDE 27. März: Gelterkinden - Concordia. Rossoneri - Galaxy. Liestal - Oberdorf. Frenkendorf - Dinamo. Bubendorf a Pratteln. Sissach- Muttenz. 14. RUNDE 3. April: Concordia - Sissach. Muttenz - Bubendorf a. Pratteln- Frenkendorf. Dinamo- Liestal. Oberdorf - Rossoneri. Galaxy - Gelterkinden. 15. RUNDE 10. April: Galaxy - Concordia. Gelterkinden - Oberdorf. Rossoneri - Dinamo. Liestal - Pratteln. Frenkendorf Muttenz. Bubendorf a - Sissach. 17. RUNDE 1. Mai: Oberdorf- Concordia. Galaxy - Dinamo. Gelterkinden - Pratteln. Rossoneri - Muttenz. Liestal - Sissach. Frenkendorf - Bubendorf a. 18. RUNDE 8. Mai: Concordia - Frenkendorf. Bubendorf a - Liestal. Sissach - Rossoneri. Muttenz - Gelterkinden. Pratteln Galaxy. Dinamo - Oberdorf. 19. RUNDE 15. Mai: Dinamo - Concordia. Oberdorf - Pratteln. Galaxy - Muttenz. Gelterkinden - Sissach. Rossoneri - Bubendorf a. Liestal - Frenkendorf. 20. RUNDE 22. Mai: Concordia - Liestal. Frenkendorf - Rossoneri. Bubendorf a - Gelterkinden. Sissach- Galaxy. Muttenz Oberdorf. Pratteln - Dinamo. 21. RUNDE 29. Mai: Pratteln - Concordia. Dinamo - Muttenz. Oberdorf - Sissach. Galaxy - Bubendorf a. Gelterkinden Frenkendorf. Rossoneri - Liestal.

5. RUNDE 11. September: Bubendorf a - Concordia (18.00). Frenkendorf - Sissach (18.00). Gelterkinden - Dinamo (18.00). Rossoneri - Pratteln (20.00). – 12. September: Liestal - Muttenz (12.30). Galaxy - Oberdorf (12.30).

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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Ein Verein im Aufwärtstrend
3. Liga. Gruppe 2: Nach der Teilnahme in den Aufstiegsspielen orientiert sich der SC Münchenstein nach vorne
VON PATRICK PENSA

«Wir haben bereits gefeiert, als wir Zweite wurden. Die Aufstiegsspiele waren einfach eine Zugabe», sagt Oktay Binici vom Vorstand des SC Münchenstein. Dass die zweite Gruppe die schwächste sei, würde vielleicht gesamthaft stimmen, aber nicht an der Spitze. Sie hätten in den Aufstiegsspielen gezeigt, dass sie mit NK Dinamo aus Gruppe 1 auf Augenhöhe seien. Dornach hätte wie von einem anderen Stern gespielt, da wäre nichts zu machen gewesen. Dies hätten aber wohl alle Gegner der Solothurner im Basler Cup oder der Rückrunde zu spüren bekommen.

Die Münchensteiner sind jedenfalls auf den Geschmack gekommen, auch wenn Binici lediglich einen Platz unter den ersten Fünf als Saisonziel nennt. Das Team blieb grösstenteils zusammen, nur gerade ein Stürmer versucht sein Glück bei einem anderen Verein. Dafür wird die Defensive mit einem ehemaligen Nordstern-Spieler und einem von Concordia verstärkt.
DER KLEINE VEREIN ist auch gesamthaft im Aufwärtstrend. Die zweite Mannschaft ist in die 4. Liga aufgestiegen, ein neues 5.-Liga-Team wird gegründet. In einem Jahr soll eine Nachwuchsabteilung institutionalisiert werden. Einen Titel gab es für das fast rein türkische Team bereits in der Saison 2009/10 zu feiern. Die Münchensteiner konnten in Lausanne den Satus Cup für sich entscheiden und damit die Trophäe seit langem wieder in die Deutschschweiz entführen. Nun werden sie vielleicht Gastgeber des nächsten Finals. Als härteste Widersacher in der Gruppe erwartet Binici den FC Schwarz-Weiss und Baudepartement, falls sie antreten.

Gruppe 2
BCO Alemannia FC Amicitia Riehen SC Baudepartement (Rückzug) FC Black Stars US Bottecchia FC Italia Club Oberwil SC Münchenstein US Olympia FC Schwarz-Weiss FC Sloboda FC Telegraph FC Türgücü

Wichtiger Antreiber: Münchensteins Onur Sengün am Ball. BILD: JURI JUNKOV

SPIELPLAN GRUPPE 2. SAISON 2010/11
1. RUNDE 15. August: Black Stars - Türgücü (10.15). SchwarzWeiss - Bottecchia (11.00).Alemannia - Amicitia (11.00). Telegraph - Italia Club Oberwil (13.00). Sloboda - Münchenstein (13.00). 2. RUNDE 21. August: Münchenstein- Bottecchia (18.00). Italia Club Oberwil - US Olympia 1963 (18.00). – 22. August: Amicitia- Telegraph (13.00). Sloboda- Alemannia (13.00). FC Türkgücü Basel - Schwarz-Weiss (15.00). 3. RUNDE 29. August: Black Stars - Italia Club Oberwil (10.15). US Olympia 1963 - Amicitia (11.00). Alemannia - Münchenstein (11.00). Telegraph - Sloboda (13.00). Bottecchia Türkgücü (13.00). 4. RUNDE 2. September: Sloboda - US Olympia 1963 (20.00). – 4. September: Münchenstein- Türkgücü (18.00). Italia Club Oberwil - Schwarz-Weiss(18.00). – 5. September: Alemannia - Telegraph (11.00). Amicitia- Black Stars (13.00). 5. RUNDE 7. September: Bottecchia- Italia Club Oberwil (20.00).– 11. September: Alemannia - Black Stars. – 12. September: Black Stars - Sloboda (10.15). Schwarz-Weiss - Amicitia (11.00). US Olympia 1963 - Alemannia (11.00). Telegraph - Münchenstein (13.00). 10. RUNDE 23. Oktober: Münchenstein - Amicitia (18.00). – 24. Oktober: Black Stars - Schwarz-Weiss (10.15). US Olympia 1963 - Bottecchia (11.00). Sloboda - Italia Club Oberwil (13.00). Telegraph - Türkgücü (13.00). 6. RUNDE 25. September: Italia Club Oberwil - Türkgücü (18.00). – 26. September: Sloboda - Schwarz-Weiss (13.00). Telegraph - US Olympia 1963 (13.00). Amicitia- Bottecchia (15.00). 7. RUNDE 3. Oktober: Black Stars - Telegraph (10.15). SchwarzWeiss - Alemannia (11.00). Bottecchia - Sloboda (13.00).US Olympia 1963 - Münchenstein (13.00).Türkgücü - Amicitia (15.00). 8. RUNDE 9. Oktober: Münchenstein - Italia Club Oberwil (18.00). – 10. Oktober: Alemannia - Bottecchia (11.00).US Olympia 1963 - Black Stars (11.00). Telegraph - SchwarzWeiss (13.00). Sloboda- Türkgücü (13.00). 9. RUNDE 16. Oktober: Italia Club Oberwil - Amicitia (18.00). – 17. Oktober: Black Stars - Münchenstein (10.15). SchwarzWeiss - US Olympia 1963 (11.00).Bottecchia- Telegraph (13.00). Türkgücü - Alemannia (15.00). 11. RUNDE 30. Oktober: Italia Club Oberwil - Alemannia (18.00). – 31. Oktober: Schwarz-Weiss - Münchenstein (13.00). Bottecchia- Black Stars (13.00).Türkgücü - US Olympia 1963 (15.00). Amicitia- Sloboda (15.00). 12. RUNDE 20. März: Münchenstein - Sloboda. Amicitia - Alemannia. Italia Club Oberwil - Telegraph. Türkgücü - Black Stars. Bottecchia - Schwarz-Weiss. 13. RUNDE 27. März: Bottecchia- Münchenstein. Schwarz-Weiss Türkgücü. US Olympia 1963 - Italia Club Oberwil. Telegraph - Amicitia. Alemannia - Sloboda. 14. RUNDE 3. April: Münchenstein- Alemannia. Sloboda- Telegraph. Amicitia - US Olympia 1963. Italia Club Oberwil Black Stars. Türkgücü - Bottecchia. 15. RUNDE 10.April: Türkgücü - Münchenstein.Schwarz-Weiss - Italia Club Oberwil.Black Stars - Amicitia.US Olympia 1963 - Sloboda. Telegraph - Alemannia. 16. RUNDE 17. April: Münchenstein - Telegraph. Alemannia - US Olympia 1963. Sloboda- Black Stars. AmicitiaSchwarz-Weiss. Italia Club Oberwil - Bottecchia. 17. RUNDE 1. Mai: Türkgücü - Italia Club Oberwil. Bottecchia- Amicitia. Schwarz-Weiss - Sloboda. Black Stars - Alemannia. US Olympia 1963 - Telegraph. 18. RUNDE 8. Mai: Münchenstein - US Olympia 1963. Telegraph Black Stars.Alemannia - Schwarz-Weiss. Sloboda - Bottecchia. Amicitia - Türkgücü. 19. RUNDE 15. Mai: Italia Club Oberwil - Münchenstein. Türkgücü Sloboda. Bottecchia- Alemannia. Schwarz-Weiss - Telegraph. Black Stars - US Olympia 1963. 20. RUNDE 22. Mai: Münchenstein - Black Stars. US Olympia 1963 Schwarz-Weiss. Telegraph - Bottecchia. Alemannia Türkgücü. Amicitia- Italia Club Oberwil. 21. RUNDE 29. Mai: Amicitia- Münchenstein. Italia Club Oberwil Sloboda.Türkgücü - Telegraph.Bottecchia - US Olympia 1963. Schwarz-Weiss - Black Stars. 22. RUNDE 5. Juni: Münchenstein - Schwarz-Weiss. Black Stars Bottecchia. US Olympia 1963 - Türkgücü. Alemannia Italia Club Oberwil. Sloboda- Amicitia.

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Mittwoch, 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG

3. LIGA

Ohne Druck ins zweite Jahr
3. Liga. Gruppe 3: Langfristig will Breitenbach wieder in eine Liga, die besser zum Verein passt
VON PATRICK PENSA

«Vor, während aber vor allem nach dem Abstieg sind einige Dinge falsch gelaugen», meint der Trainer der ersten Mannschaft Breitenbachs, Ernst Bitterlin. Der 63-jährige ist ein Kenner des regionalen Fussballs, trainiert schon seit gut 30 Jahren verschiedene Mannschaften bis Erstliga-Niveau, war oft auch als Feuerwehrmann bei Vereinen im Einsatz , denen das Wasser bis zum Hals stand. Der Gang zu Breitenbach vor einem Jahr hatte einen anderen Grund. Bitterlin sollte die Juniorenabteilung ausbauen, damit der Verein auf einem starken Fundament steht. Als die er-

ste Mannschaft aber nach sechs Runden erst drei Zähler auf dem Konto hatte, sprang der Routinier ein. Und hatte Erfolg: Breitenbach beendete die Saison auf dem siebten Rang. «Wir spielten eine anständige Saison und die erste Mannschaft hat wieder ein gesundes Kader», sagt der Trainer. Dass die Mannschaft auf die neue Saison hin keinen einzigen Abgänger hat, zeigt, dass sie zu einer Einheit geworden ist.
NUN WILL MAN sich wieder vermehrt nach vorne orientieren. «Wir haben keinen Druck vom Vorstand, aber ein Verein wie Breitenbach gehört nicht in die 3. Liga», sagt Bitterlin. Als Nummer zwei im Laufental/Schwarzbubenland müsse der Anspruch ein anderer sein. Wie hoch das Niveau in der Gruppe 3 sei, könne man erst nach den ersten Runden abschätzen. Stark sei auf jeden Fall Laufen II einzuschätzen. Auf diese emotionsgeladenen Derbys gegen den Nachbarn freut sich Bitterlin besonders. Er macht aber keinen Hehl daraus, dass er, wenn der Verein wieder in ruhigen Gewässern ist, das Ruder gerne einem Jüngeren überlässt.

Gruppe 3
FC Allschwil FC Arlesheim SC Binningen FC Breitenbach FC Bubendorf b FC Ferad FC Ettingen FC Laufen FC Münchenstein FC Oberwil NK Posavina FC Riederwald

Breitenbachs Pascal Martin (rechts) umläuft einen Therwiler-Spieler.
BILD: EDGAR HÄNGGI

SPIELPLAN GRUPPE 3. SAISON 2010/11
1. RUNDE 14. August: Münchenstein - Laufen (18.00). Breitenbach - Bubendorf b (18.00). – 15. August: Ettingen - Posavina (10.15).Arlesheim - Binningen (11.00).Allschwil Ferad (11.00). Oberwil - Riederwald (13.00). 2. RUNDE 21. August: Posavina - Oberwil (18.00).Bubendorf b - Ettingen (18.00). Arlesheim - Breitenbach (18.00) Binningen - Ferad (18.30). – 22. August: Riederwald - Münchenstein (13.30). Laufen - Allschwil (14.00). 3. RUNDE 28. August: Breitenbach - Binningen (18.00). Münchenstein - Posavina (18.00). – 29. August: Ettingen - Arlesheim (10.15.) Allschwil - Riederwald (11.00). Ferad - Laufen (13.00). Oberwil - Bubendorf b (13.00). 4. RUNDE 4. September: Posavina - Allschwil (18.00).Bubendorf b - Münchenstein (18.00). Arlesheim - Oberwil (18.00). Breitenbach - Ettingen (18.00). – 5. September: Binningen - Laufen (10.15). Riederwald - Ferad (13.30). 6. RUNDE 25. September: Breitenbach - Münchenstein (18.00). Posavina - Laufen (20.00).– 26. September: Bubendorf b - Ferad (10.00). Binningen - Riederwald (10.15). Ettingen - Oberwil (10.15). Arlesheim - Allschwil (11.00). 7. RUNDE 2. Oktober: Riederwald - Posavina (17.00). Oberwil - Binningen (18.00). Münchenstein - Ettingen (18.00). – 3. Oktober: Laufen - Bubendeorf b (11.00).Allschwil - Breitenbach (13.00). Ferad - Arlesheim (13.00). 8. RUNDE 9. Oktober: Oberwil - Münchenstein (18.00). Breitenbach - Ferad (18.00). Bubendorf b - Riederwald (20.00). – 10. Oktober: Binningen - Posavina (10.15). Ettingen Allschwil (10.15). Arlesheim - Laufen (11.00). 9. RUNDE 16. Oktober: Münchenstein - Binningen (18.00). – 17. Oktober: Allschwil - Oberwil (11.00). Laufen - Breitenbach (11.00). Ferad - Ettingen (13.00). Riederwald - Arlesheim (13.30). Posavina - Bubendorf b (19.00). 11. RUNDE 30. Oktober: Bubendorf b - Arlesheim (18.00).Allschwil - Binningen (18.30). Posavina - Breitenbach. – 31. Oktober: Laufen - Oberwil (11.00). Ferad - Münchenstein (13.00). Riederwald - Ettingen (14.00). 12. RUNDE 20. März: Binningen - Arlesheim. Bubendorf b - Breitenbach. Posavina - Ettingen. Riederwald - Oberwil. Laufen - Münchenstein . Ferad - Allschwil. 13. RUNDE 27. März: Ferad - Binningen. Allschwil - Laufen. Münchenstein - Riederwald. Oberwil Posavina. Ettingen Bubendorf b. Breitenbach - Arlesheim. 14. RUNDE 3. April: Binningen - Breitenbach. Arlesheim - Ettingen. Bubendorf b - Oberwil. Posavina - Münchenstein. Riederwald - Allschwil. Laufen - Ferad. 15. RUNDE 10. April: Laufen - Binnigen.Ferad - Riederwald.Allschwil - Posavina. Münchenstein - Bubendorf b. Oberwil - Arlesheim. Ettingen - Breitenbach. 16. RUNDE 17. April: Binnigen - Ettingen. Breitenbach - Oberwil. Arlesheim - Münchenstein. Bubendorf b - Allschwil. Posavina - Ferad. Riederwald - Laufen. 17. RUNDE 1. Mai. Riederwald - Binningen. Laufen - Posavina. Ferad - Bubendorf b. Allschwil - Arlesheim. Münchenstein Breitenbach. Oberwil - Ettingen. 18. RUNDE 8. Mai: Binningen - Oberwil. Ettingen - Münchenstein. Breitenbach - Allschwil. Arlesheim - Ferad. Bubendorf b - Laufen. Posavina - Riederwald. 19. RUNDE 15. Mai: Posavina - Binningen.Riederwald - Bubendorf b. Laufen - Arlesheim. Ferad - Breitenbach. Allschwil - Ettingen. Münchenstein - Oberwil. 20. RUNDE 22. Mai: Binningen - Münchenstein. Oberwil - Allschwil. Ettingen - Ferad. Breitenbach - Laufen. Arlesheim - Riederwald. Bubendorf b - Posavina. 21. RUNDE 29. Mai: Bubendorf b - Binningen. Posavina - Arlesheim. Riederwald - Breitenbach. Laufen - Ettingen. Ferad Oberwil. Allschwil - Münchenstein. 22. RUNDE 5. Juni: Binningen - Allschwil. Münchenstein - Ferad. Oberwil - Laufen. Ettingen - Riederwald. Breitenbach Posavina. Arlesheim - Bubendorf b.

5. RUNDE 11. September: Oberwil - Breitenbach (18.00). Münchenstein - Arlesheim (18.00). – 12. September: Ettingen - Binningen (10.15).Allschwil - Bubendorf b (11.00). Laufen - Riederwald (11.00). Ferad - Posavina (13.00).

10. RUNDE 23. Oktober: Breitenbach - Riederwald (18.00). Oberwil - Ferad (18.00). Münchenstein - Allschwil (20.00). – 24. Oktober: Ettingen - Laufen (10.15). Binningen - Bubendorf b (10.15). Arlesheim - Posavina (11.00).

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

REGIO FUSSBALL

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Breitenfussball wird professionalisiert
Die erfolgreiche OB-Nachwuchsschmiede engagiert mit Max Thalmann einen erfahrenen Instruktor
Der Club an der Schützenmatte orientiert sich am Junioren-Spitzenfussball. Kinder und Jugendliche lernen aber auch fürs Leben.
VON DOMINIQUE STEINBACH

Der BSC Old Boys, das ist nicht erst seit dem Durchbruch von Nati-Stürmer Eren Derdiyok bekannt, leistet hervorragende Arbeit im Nachwuchsbereich. In der Coca-Cola Junior-League, der höchsten Juniorenspielklasse im Breitenfussball, ist OB landesweit am stärksten vertreten. «Wir sind der einzige Club der Schweiz», so OB-Präsident Balz Heusler, «der immer mit A, B und C-Junioren dabei gewesen ist.» Auch vom Umfang der Abteilung her gehört OB mit 24 Juniorenteams schweizweit zur absoluten Spitze. Auf die neue Saison hin konnte nun mit Max Thalmann eine der erfahrensten Trainerpersönlichkeiten im Nachwuchsbereich als Ausbildungskoordinator engagiert werden. «Wir möchten bei OB einen Schritt weiter gehen», so Thalmann selbst, der seit Juni sein neues Amt innehat.
DER MASSSTAB IST BEI OB hoch gesetzt: «Wir wollen spitze sein im Breitenfussball», erklärt der neue Ausbildungskoordinator. Um das angestrebte Ziel zu erreichen, orientiert man sich am Spitzenfussball, was die Trainingsinhalte und deren Koordination betrifft. So hat Thalmann gemeinsam mit Vereinsführung und Trainerteam ein umfangreiches Nachwuchskonzept auf

die Beine gestellt. «Auf dem Papier», betont der SFV-Instruktor, nützt ein Konzept wenig; umgesetzt und gelebt muss es werden.» Vor allem sei die Zusammenarbeit zwischen den Trainern der verschiedenen Altersklassen zu intensivieren. «Wir wollen eine Philosophie umsetzen, in der alle Zahnrädchen ineinander greifen.» Die Spielphilosophie ist unter Thalmann ganz auf das Spiel mit dem Ball ausgerichtet. «Wir wollen von klein auf die technischen und taktischen Voraussetzungen schaf-

«Wir wollen eine Philosophie umsetzen, in der alle Zahnrädchen ineinander greifen.»
fen, dass die Spieler im Ballbesitz kreativ wirken können, auch wenn der Gegner eng steht. Dies wird ein Merkmal von OB-Mannschaften sein.» Die angestrebte Spielweise umzusetzen ist freilich ein langjähriger Prozess. Ein Umdenken muss nach Thalmann vor allem bezüglich der Trainerrolle geschehen: «Der Juniorentrainer ist nicht ein Trainer wie der einer Super-League-Mannschaft, der sich am Erfolg orientieren muss», weiss Thalmann. «In der Nachwuchsförderung muss man sich am Weiterentwickeln des einzelnen Spielers orientieren. Wir sind keine Trainer, sondern primär Ausbilder.» Die Ausbilder von OB haben dem-

Voller Einsatz auf der Jagd nach dem runden Leder. BILD: PATRICK PENSA

nach auch nicht in erster Linie Rechenschaft über Sieg oder Niederlage abzulegen. Wichtiger sind die Informationen zur Entwicklung der einzelnen Junioren, welche, in Matchrapporten festgehalten, dem Koordinator und seinem Staff ermöglichen, einen Nachwuchsfuss-baller bestmöglich zu fördern.
ÜBER 400 KINDER und Jugendliche haben die «Ausbilder» von OB zu betreuen. Diese grosse Zahl entspricht der einer kleineren Sekundarschule. Aufgrund der verschiedenen kulturellen Hintergründe der Kinder könnte man Integrationsprobleme erwarte. Dies sei aber nicht der Fall, so Thalmann: «Den Kindern ist es egal, woher jemand kommt. Sie sind völlig offen und haben zusammen Spass am Spiel.» Bei OB legt man zudem grossen Wert auf die

Erfahrene Trainerpersönlichkeit als Koordinator
Mit Max Thalmann kommt ein absoluter Experte auf die Schützenmatte: Der heute 57-Jährige spielte in der ehemaligen Nationalliga C beim FC Nordstern, wo seine Trainerlaufbahn zusammen mit Werner Mogg und Marcel Hottiger ihren Anfang nahm. In den achtziger Jahren war Thalmann Assistent beim Traditionsclub auf dem Rankhof, damals noch in der Nationalliga A. FC Aesch hiess Thalmanns nächste Station, den er zusammen mit Mogg zur Talentschmiede machte. Herausgekommen sind unter anderen Alex Frei und Marco Streller. Als Urs Siegentaler die erste Mannschaft des FC Basel führte, trainierte Thalmann das Reserveteam des FC Basel, daraufhin den SC Baudepartement in der ersten Liga. Nach neun Jahren, in welchen Thalmann als SFV-Instruktor mehrere Auswahlmannschaften betreute, kam der Ruf an die Schützenmatte.

Persönlichkeitsentwicklung der Junioren. Man fördert Teamgeist, Disziplin, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und korrekte Umgangsformen. Fussball lehre die Jugendlichen zum Beispiel auch Respekt vor Autoriäten. Schiedsrichterentscheide seien zu akzeptieren. Solche Eigenschaften helfen den Spielern später auch im Alltag, ist sich Thalmann sicher. Wie die meisten Vereine verfügt OB auch über eine schriftlichen Verhaltenskodex. «In einem Verein geht es nicht ohne Regeln – und die müssen befolgt werden», so der 57-Jährige. Dass der Verhaltenskodex nicht einfach niedergeschrieben ist, sondern auch gelebt wird, beweist die Tatsache, dass der BSC Old Boys die nationale Fairplay-Vereins-Trophy der letzten Saison gewinnen konnte.

Den Kindern werden schon früh Regeln beigebracht. BILD: PATRICK PENSA

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Mittwoch, 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG

REGIOFUSSBALL

«Eine Erweiterung bringt nie eine Niveausteigerung»
Der Präsident der Wettspielkommission des Fussballverbandes Nordwestschweiz und Kenner des Regionalfussballs, Kuno Cereda, zum Spielbetrieb in der Region
Vier Aufsteiger in die 2. Liga regional, der Abstieg Nordsterns und der Rücktritt Baudepartements: die regionale Fussballwelt ist in Bewegung. Der 64-Jährige ordnet die vorsaisonalen Geschehnisse ein.
VON PATRICK PENSA

Hattrick in Schussweite
Zweimal gewann Dennis Uebersax die bz-Trophy
Der Stürmer des FC Amicitia Riehen dominierte die letzten zwei Jahre die Torschützenwertung der 2. Liga regional. Mit 25 Toren in der vergangenen Spielzeit stellte er sogar einen Höchstwert auf, wie die Galerie der jüngeren Sieger zeigt. Uebersax stürmt auch in der Saison 2010/11 wieder für Amicitia, obwohl er Angebote aus höheren Ligen gehabt hätte. Er fühle sich wohl in der Mannschaft und wolle im Moment noch auf sein Studium fokussieren, so die schlüssige Antwort. Mit dem Aufstieg von Oberdorf und Allschwil fallen die torgefährlichen Konkurrenten Ramon Krattiger und Sohail Bamassy aus der Wertung. Im Rennen um die Krone bleibt aber Antonio Viscusi, der weiter für die AS Timau stürmt. Wenn man der Vorschau glauben darf, wird er zu vielen Torchancen kommen und Uebersax arg in Bedrängnis bringen. Sowohl Amicitia als auch Timau zählen als Kandidaten für einen Spitzenplatz. Natürlich wollen auch andere Offensivkräfte auf den Thron. Vielleicht sind auch bei den Aufsteigern Stürmerjuwelen versteckt. Die neue Saison wird zeigen, ob es dem Hattrick-Spezialisten Uebersax zum dritten Titel in Serie reicht. ( P P E )
BISHERIGE PREISTRÄGER DER BZ-TROPHY

Kuno Cereda, Jahre mit einer Weltmeisterschaft haben meist den Effekt, dass die Mitgliederzahlen bei den Fussballklubs ansteigen. Was meinen Sie, hat in der Region einen grösseren Einfluss, die Weltmeisterschaft oder der Double-Gewinn des FC Basel?

Kuno Cereda: Meine Kollegen von der Nachwuchsabteilung sagen mir gerade, dass sich der Zuwachs mit zwei Prozent in diesem Jahr im normalen Rahmen hält. Die Nationalmannschaft ist trotz des Erfolges gegen Spanien in Afrika relativ früh ausgeschieden. Zudem bekommen Kinder die Erfolge des FC Basel viel näher mit. Deswegen denke ich, dass der FCB bei uns in der Region eine grössere Wirkung hat.
Auf Beginn der Saison 2010/11 tritt ein neuer Modus mit neu sechs statt fünf 2.-Liga-Interregional-Gruppen in Kraft. Was ist der Grund für diese Änderung?

Testspiele gegen den FCB sind Highlights für die Amateurteams, hier im Juli für die erste Mannschaft des FC Laufen. BILD: HEINZ DÜRRENBERGER
ner Verwässerung der 2. Liga kommt?

Es geht um eine Anpassung des Systems, die eine Vereinfachung bringen soll. Die Erweiterung der 2. Liga interregional auf sechs Gruppen ermöglicht es, dass nun einfach alle ersten aufsteigen können. Damit entfallen alle komplizierten Regelungen mit bestem zweiten und auch die Absteiger sind klar. So ist das ganze System übersichtlicher.
Wieso besteht die 2. Liga regional nun aus 14 Vereinen?

Nein, wenn man die Aufsteiger anschaut, sieht man, dass es sich um Vereine handelt, die über eine gute Infrastruktur und intakte Juniorenabteiltungen verfügen. Ich denke, dass Aesch, Rheinfelden, Therwil und Dornach das entsprechende Niveau mitbringen. Aber es ist klar, eine Erweiterung bringt nie eine Niveausteigerung mit sich.
Der Traditionsverein FC Nordstern ging den umgekehrten Weg und tritt nun mit einer eher schwachen Mannschaft an.

her glaube ich nicht, dass sich dies häufen wird, sondern eine Ausnahme bleibt.
Wieso wurde nicht eine andere Mannschaft nachgezogen?

Der Rücktritt kam zu spät. Die Spielpläne waren schon erstellt. Das Reglement sieht in diesem Fall vor, dass der zurückgetretene Verein als fixer Absteiger gilt.
Was erwarten Sie von den Aufsteigern in den interregionalen Ligen, Dornach, Allschwil, Oberdorf?

Ja, das ist schade. Nordstern kämpfte schon seit Jahren gegen den Abstieg. Von daher hat sich dieses Szenario abgezeichnet. Die finanzielle Situation spielt dabei wahrscheinlich auch eine Rolle.
Der SC Baudepartement, ebenfalls ein Traditionsverein, musste sich nach dem Abstieg sogar aus der 3. Liga zurückziehen. Denken Sie es wird in den nächsten Jahren noch mehr solche Fälle geben?

Die Klubs kamen mit dem Wunsch zu uns, dass die drei Sieger der 3.Liga-Gruppen direkt aufsteigen. Drei fixe Absteiger bei 12 Teams wären zuviel gewesen, deswegen die Erhöhung.
Denken Sie nicht, dass es mit vier Aufsteigern aus der 3. Liga zu ei-

Bei Allschwil bin ich sicher, dass sie überzeugen werden. Sie waren früher auch in der 1. Liga. Für Oberdorf ist es, glaube ich, das erste Mal in der Vereinsgeschichte und ich weiss nicht, wie sie sich verstärken konnten. Von daher lasse ich mich überraschen. Auch über Dornach bin ich zu wenig informiert, denke aber, dass die Mannschaft stark genug ist, um in der 1. Liga bestehen zu können.
Wann ist Ihre Arbeit intensiver: vor oder während der Saison?

2009/10 Dennis Uebersax 2008/09 Dennis Uebersax 2007/08 Philippe Becker 2006/07 Ramon Krattiger 2005/06 Kenan Oemeroglu 2004/05 Gianluca Varano 2003/04 Pascal Schweizer 2002/03 Giuseppe Sciortino 2001/02 Angelo D’Elia 2000/01 Gianluca Varano

25 Tore 22 Tore 24 Tore 20 Tore 21 Tore 23 Tore 23 Tore 18 Tore 15 Tore 27 Tore

Mit der vorgeschriebenen Juniorenförderung bei den 2.-Liga-Vereinen wollen wir dies verhindern. Von da-

Das macht keinen Unterschied. Es läuft eigentlich immer weiter. Ohne Unterbruch.

BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG Mittwoch, 11. August 2010

FRAUENFUSSBALL

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Nur der Klassenerhalt zählt
Nach dem souveränen Aufstieg in die Nationalliga B, verstärkt sich der FFC Therwil nachhaltig
Das Pech der einen ist das Glück des FFC Therwil. Er wird mit einigen ehemaligen FCB-Spielerinnen den Abstieg aus der NLB zu verhindern suchen.
VON DANIEL AENISHÄNSLIN

gekommen. Mit Barbara Egger, Claudine Studer sowie Flavia Näf sollen noch Gespräche geführt werden.
«ICH FREUE MICH RIESIG auf diese neue Herausforderung», sagt VizeCaptain Tanja Rickenbacher, «ohne die Spielerinnen vom FCB mit ihrer Erfahrung wäre der Ligaerhalt kaum machbar.» Ab sofort wird die Trainingsintensität um eine weitere Einheit auf drei gesteigert. «Auf

Mit dem FFC Therwil kehrt ein traditionsreicher Verein wieder in die Nationalliga zurück. Nicht gleich ins Oberhaus, aber immerhin in die Nationalliga B. Die Therwilerinnen brachten vergangene Saison das Kunststück fertig, ohne Niederlage aus der 1. Liga aufzusteigen. «Überrascht hat mich nicht, dass wir den Aufstieg realisieren konnten», sagt Trainer Riccardo Legge, «vielmehr wie souverän uns das gelungen ist.» Seit dem 19. Juli bereitet Legge die Mission Klassenerhalt mit seinem frisch verstärkten Team vor. Der Umbruch im FC Basel spielt ihm dabei in die Hände. Die neue FCB-

«So haben wir etwas mehr Zeit uns auf dem höheren Niveau einzuleben.»
uns wartet nun eine viel grössere Belastung als noch in der 1. Liga», sagt Riccardo Legge. Legge geht von einer «schwierigen» Saison aus. Sein Team wird fast doppelt so viele Spiele bestreiten wie bisher. Zudem werden drei von zehn Teams zum Schluss den Gang in die 1. Liga antreten müssen. «Wir müssen gegen Teams wie Aarau und Malters bestehen», sagt Legge. Gegner vom Kaliber von Gurmels oder Walperswil sind zumindest vorläufig Geschichte. Tanja Rickenbacher sieht in der grösseren Anzahl Spiele eine Chance: «So haben wir etwas mehr Zeit, uns auf dem höheren Niveau einzuleben.» Trainer Riccardo Legge sieht darin auch eine Gefahr: «Wir haben letzte Saison oft gewonnen, nie ver-

«Auf uns wartet nun eine viel grössere Belastung als noch in der 1. Liga.»
Trainerin Susanne Gubler plant nicht mehr mit allen Spielerinnen, die gegen Schlieren den Abstieg in die NLB abwenden konnten. Torhüterin Sandra Pieragostino, Verteidigerin Sandrine Wagner und Mittelfeldaktrice Nadia Iuliano sind schon

Therwils routinierte Mittelfeldspielerin Vanessa Meyer bei einem Testspiel gegen die Frauen des FC Basel. BILD: ANDREAS FROSSARD

loren, das macht alles einfacher.» Viele Spielerinnen müssten erst wieder lernen, mit einer Niederlage umzugehen. «Gut», scherzt Legge, «auch in dieser Hinsicht bringen die ehemaligen Spielerinnen des FCB genügend Erfahrung mit.»

Den Aufstieg habe der FFC Therwil geschafft, weil er als Team funktionierte, ist Legge überzeugt, «den Abstieg werden wir nur abwenden können, wenn wir erneut zu einem Team zusammenwachsen.»

Inserat

Vom FCB zu Therwil: Torhüterin Sandra Pieragostino. BILD: ANDREAS FROSSARD

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FRAUENFUSSBALL IN DER REGION Mittwoch, 11. August 2010 BASELLANDSCHAFTLICHE ZEITUNG

Die Titelsammlerin solls richten
Aufbruchstimmung in der Frauenmannschaft des FC Basel
Die Frauen des FC Basel haben in Susanne Gubler eine neue Trainerin gefunden. Sie will den FCB in den beiden nächsten Jahren nach oben führen.
VON DANIEL AENISHÄNSLIN

«Sehr familiär» sei sie in Basel aufgenommen worden, sagt die neue FCB-Trainerin Susanne Gubler. Doch wer die 45-jährige Zürcherin holt, verfolgt keine Kuschelpolitik, sondern hat Ambitionen. Gubler scheint den Erfolg gepachtet zu haben. Schon als Spielerin holte sie mit dem FC Bern dreimal das Double, einen weiteren Meisterund Cuptitel sowie fünf Meistertitel mit dem SV Seebach. 44 Mal lief die zentrale Mittelfeldspielerin für die Schweiz auf.
DIE GELERNTE MASSEURIN und Fitnesstrainerin hat auch an der Seitenlinie Erfolg. Noch bevor sie den FC Basel in den Barragespielen vom Juni gegen Schlieren übernahm, hatte sie mit den Frauen des FC Zürich die Titelverteidigung feiern
Inserat

dürfen. Es war ihr fünfter Titel als Trainerin. «Ich sehe Entwicklungspotenzial», sagt Gubler über die Qualität ihres neuen Teams, «aber auch noch Nachholbedarf im mentalen und athletischen Bereich.» Susanne Gubler möchte den FCB noch in der anlaufenden Spielzeit ins Mittelfeld der Tabelle führen, in der folgenden Saison unter die ersten vier. Aus dem Ab-

«Ich sehe Entwicklungspotenzial, aber auch noch Nachholbedarf in ein paar Bereichen.»
Susanne Gubler fordert ihre Spielerinnen hart. BILD: DANIEL AENISHÄNSLIN
stiegskandidaten soll ein Titelanwärter werden. «Ich musste deshalb einen Schnitt im Team vornehmen», sagt Gubler. Sechs Spielerinnen müssen sich einen neuen Verein suchen. Dem gegenüber stehen drei «Wunschtransfers». Vom Hamburger SV kommt die technisch versierte slowenische Offensivspielerin Fata Salkunic (19), vom FC Thun Sami-

ra Susuri (18, Schweiz U20) fürs zentrale Mittelfeld sowie Torhüterin Jennifer Oehrli (21), die dem erweiterten Kader des Nationalteams angehört. Zum Saisonstart muss der FCB auf Giulia Eichenberger verzichten, die sich am Kreuzband verletzt hat.

Die FCB-Frauen legen nun in vier Trainings pro Woche sowie Testspielen die Basis für einen intensiven Herbst. Bis zur Winterpause werden sie doppelt so viele Spiele bestreiten müssen wie bis anhin. Der neue Modus verläuft analog zur Super League der Männer.

Fairplay zahlt sich aus.

Wer fair spielt, ist der wahre Sieger – im Sport wie im Leben. Deshalb wird in der Saison 2010/2011 der fairste Baselbieter Fussballclub mit der Weissen Weste der Basellandschaftlichen Kantonalbank ausgezeichnet. Und mit 10 000 Franken für die Clubkasse belohnt. Alle Infos auf www.weisse-weste.ch