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Der Tropische Regenwald

Quelle:
Meta-Evolutions.de Stichwort: Fotoalbum-Regenwald Datum: 04.04.2007

Gliederung
• Einleitung
• Regenwaldgebiete der Erde
• Aufbau des Regenwaldes
• Klima
• Tagesablauf
• Vegetation
• Artenvielfalt der Pflanzen
• Medizinpflanzen
• Artenvielfalt der Tiere
• Aussterben der Artenvielfalt
• Bevölkerung
• Anbau von Lebens- und Genussmitteln
• Gründe für das Abholzen des Regenwaldes
• Die Veränderungen beim Verschwinden des Regenwaldes
Einleitung
Der Regenwald ist der wichtigste Lebensraum der Erde. Er ist die „Wettermaschine“ und die
„grüne Lunge“ unseres Planeten. Er bedeckt ca. 6% unserer Erde. Keine andere Region der
Erde bietet eine solch große Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren. Über die Hälfte aller Tier-
arten findet in den tropischen Wäldern ihre Heimat. Im Regenwald herrscht ein besonders
feuchtes Klima, aufgrund 2000 mm Niederschlag pro Jahr. Doch der Regenwald ist bedroht.
Die Bäume werden abgeholzt und verbrannt, und so verlieren wir jeden Tag große Flächen
dieses faszinierenden Lebensraums.

Quelle:
Buch „Leben in den Regenwäldern“ Seite 3 vom Carlsen Verlag 1992 Datum: 01.03.07

Regenwaldgebiete der Erde


Regenwald findet man auf allen Kontinenten am Äquator, bis zum ca. 10. Breitengrad Nord-
und südlich des Äquators. Das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet der Erde liegt
am Amazonasbecken. Es ist zugleich mehr als die Hälfte der Gesamtfläche des tropischen
Regenwaldes. Weitere große Regenwaldgebiete befinden sich am Kongobecken und in Indo-
nesien. Gemäßigten Regenwald findet man in den Ländern Chile, Neuseeland, Tasmanien
und an der Westküste Nordamerikas.

Quelle:
Wikipdia.de Stichwort: Tropischer Regenwald Letzte Änderung: 27.02.07 Datum: 01.03.07

Aufbau des Regenwaldes


Man kann sich den Regenwald wie ein Haus mit mehreren Stockwerken vorstellen. Ganz
oben befindet sich das geschlossene Kronendach in 30-50 Metern Höhe. Einzelne Baumrie-
sen ragen sogar noch darüberhinaus. Darunter befindet sich das mittlere Stockwerk mit
Bäumen und Lianen in 20-30 Metern Höhe. Das unterste Stockwerk liegt in 10-15 Metern
Höhe und umfasst Sträucher und Sprösslinge. Diese drei Stockwerke sind die Hauptschich-
ten des Regenwaldes, doch natürlich existieren noch weitere Zwischenschichten. Eine bo-
dennahe Krautschicht ist nur schwach ausgeprägt, da nur wenig Licht auf den Boden trifft
und so kaum Pflanzenwuchs dort möglich ist.

Quelle:
Wellermanns.de Stichwort: Tropischer Regenwald Datum: 21.05.07

Klima
Die tropischen Regenwälder wachsen in den Tropen, wo es das ganze Jahr über Sommer ist.
Statt Jahreszeiten gibt es hier Regenzeiten. Feucht und warm sind wohl die zwei zutreffends-
ten Begriffe für das Klima im Regenwald. In Äquatornähe weist das Klima gleichmäßig hohe
Temperaturen, Niederschläge und hohe Luftfeuchtigkeit auf. Die Luftfeuchtigkeit fällt selten
unter 95% und die Lufttemperatur übersteigt selten 33°C.

Niederschlag

Die Niederschlagsmengen am Äquator sind durch die starken Sonneneinstrahlungen sehr


hoch. Sie führen zur Erwärmung der feuchten Luftmassen, welche aufsteigen, abkühlen und
die überschüssige Feuchtigkeit in Form von Niederschlägen abgeben. Die Durchschnittsmen-
ge des Niederschlags liegt bei rund 2000 Millimeter, teilweise sogar bei 10.000 im Jahr.

Anhand eines Balkendiagrammes möchte ich dies noch einmal verdeutlichen:

Es zeigt die Durchschnittsmenge der Niederschläge pro Monat, der in den Tropen gelegenen
Stadt Cayenne (grün) und Berlin (orange). Cayenne liegt 4,8 Grad nördlich des Äquators,
Berlin 52,5 Grad nördlich. Jährlich fallen in Cayenne etwa 3.300 Millimeter Regen, in Berlin
sind es 590 Millimeter.

Temperatur

Im Tropischen Regenwald ist die Temperatur das ganze Jahr konstant hoch. Es gibt keine
Jahreszeiten gemäß unserer Vorstellung von Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die
Nacht ist quasi der Winter der Tropen. Die täglichen Temperaturschwankungen übertreffen
die jährlichen bei weitem.
Anhand eines Diagrammes möchte ich dies noch einmal verdeutlichen:

Es zeigt die Durchschnittstemperaturen eines jeden Monats der in den Tropen gelegenen
Stadt Cayenne (grün) und Berlin (orange). Über das ganze Jahr ermittelt, liegt die Durch-
schnittstemperatur in Cayenne bei 26,4°C und in Berlin bei 8,9°C.

Quelle:
Faszination-Regenwald.de Stichwort: Klima Letzte Änderung: 13.02.07 Datum: 03.03.07
Referate10.com Stichwort: Klima Datum: 03.03.07

Tagesablauf
Der Tagesablauf im Tropischen Regenwald ist durch die Nähe zum Äquator immer relativ
gleich. Am Äquator steht die Sonne genau 12 Stunden über dem Horizont und 12 Stunden
darunter. Das bedeutet 12 Stunden Helligkeit und 12 Stunden Dunkelheit.

Ein Tagesablauf könnte wie folgt aussehen:

Tageszeit Wettergeschehen
6.00 Uhr Sonnenaufgang, der Regenwald liegt im Ne-
bel (20°C)
Bis 10.00 Uhr Viel Wasser verdunstet (20-25°C)
Bis 13.30 Uhr Große Wolken entstehen und verdecken die
Sonne (28°C)
Zwischen 14.00 und 17.00 Uhr Heftige Regenfälle und Gewitter (Bis ca.
30°C)
Ab 17.00 Uhr Die Sonne scheint wieder (28°C)
18.00 Uhr Sonnenuntergang (26°C)
Nach 18.00 Uhr Es ist dunkel (nachts 20-23°C)
Quelle:
Wikipedia.de Stichwort: Tropischer Regenwald Letzte Änderung: 27.02.07 Datum: 03.03.07
Vegetation
Vegetation ist lateinisch und bedeutet: Die gesamte Pflanzenwelt eines Gebietes.

Der tropische Regenwald zeichnet sich durch eine immergrüne Vegetation aus. Er ist in drei
Haupt- und mehrere Zwischenschichten gegliedert (siehe oben „Aufbau des Regenwaldes).
Wesentliches Merkmal des tropischen Regenwaldes ist, dass es keine ausgeprägten Blüte-
und Fruchtzeiten gibt. Denn es existiert kein Jahreszeitenklima mit Vegetationsperioden,
sondern es herrscht ein ganzjähriges Treibhausklima.
Quelle:
Referate10.com Stichwort: Biologie: Klima, Vegetation und Landwirtschaft im tropischen Regenwald Datum:
11.03.07

Artenvielfalt der Pflanzen

In der Tat ist der Artenreichtum


verblüffend. Während in ganz Europa
nur etwa 50 verschiedene Baumarten
vorkommen, gibt es auf
Regenwaldflächen von der Größe
zweier Fußballfelder oft über 500. Von
den weltweit bisher bekannten
248.000 Arten höherer Pflanzen
kommen jedoch sicher mindestens
zwei Drittel in tropischen
Regenwäldern vor.
Bäume bilden eine Lebensgrundlage
für Pflanzen sowie Tiere. Die mächtigen Urwaldriesen haben meist eine Höhe von bis zu 60
Metern und bilden das Kronendach. An den riesigen Baumstämmen hangeln sich Schling-
pflanzen-Lianen und Aufsitzerpflanzen
(Epiphyten) empor. Lianen sind kräftige Schling-
pflanzen, die zwar im Boden wurzeln, jedoch ihre
Kronen im oberen Stockwerk haben. Unter
Epiphyten versteht man Pflanzen, die fast komplett
auf ihr eigenes Wurzelwerk im Boden verzichten
und mit Hilfe spezieller Haftorgane auf Stämmen,
Ästen und Zweigen aufsitzen. Zu diesen Pflanzen
gehören Farne, Orchideen und Bromelien
(Ananasgewächse). Die Farne gehören zu der
Klasse der farnartigen Pflanzen und sind meist
krautig, seltener baumartig. In Deutschland gelten
Farne als Schwimmpflanzen, in den Tropen da-
gegen als Baumpflanzen. Auch typische Pflanzen
des tropischen Regenwaldes sind Kautschukbaum,
Palme, Banane, Feige, Paranussbaum, Kolabaum, Muskatnussbaum und Edelhölzer, wie z.B.
Mahagoni und Palisander. Mahagoni ist ein wertvolles, rötlich-braunes Holz. Palisanderholz
ist ein hartes Edelholz mit dunkler, rötlicher Tönung.

Quelle: Referat10.com Stichwort: Biologie: Klima, Vegetation und Landwirtschaft im tropischen Regenwald
Quelle der Bilder: Google Stichwort: Bromelien; Wellermanns.de Stichwort: Tropischer Regenwald Da-
tum: 18.04.07
Medizinpflanzen

Die Blätter, Blüten, Früchte, Wurzeln und Samen einiger Regenwaldpflanzen enthalten
Wirkstoffe, die von den Einheimischen schon seit Jahrhunderten als Medizin verwendet
werden. Beispielsweise enthalten die Samen des australischen
Bohnenbaums einen Stoff namens Castanospermin, der
gegen gefährliche Viren wie den AIDS-Erreger HIV eingesetzt
werden. Einige Pflanzen, wie die Calabarbohnen, sind in
großen Mengen äußerst giftig. Eine kleine Dosis jedoch hilft
gegen bestimmte Krankheiten. Die Bohnen werden heute auch
in der westlichen Medizin eingesetzt.
Quelle:
Buch: „Der Regenwald“ Seite 15 & 35 von Jen Green 2004

Hier noch einige weitere Medizinpflanzen-Beispiele:

Ananas

Herkunft: Ursprünglich aus Südamerika, heute weltweit in den Tropen verbreitet.


Inhaltsstoffe: Bromelain (Enzym)
Traditionelle Nutzung: Frischgepresster Saft dient als Mittel gegen Verdauungsstörungen
und zur Förderung des Schleimauswurfs bei Erkältungen.
Abkochungen von Blättern und unreifen Früchten werden zur Bekämpfung von Darmwür-
mern und als Abtreibungsmittel getrunken.
Nutzung in der modernen Medizin: Bestandteil verdauungsfördernder Medikamente.

Chinarindenbaum
Herkunft: Tropisches Südamerika

Inhaltsstoffe: Chinin (weißes, wasserunlösliches, kristallines


Pulver)
Traditionale Nutzung: Rindenauszüge gegen Fie-ber
Nutzung in der modernen Medizin: Malariamittel,
Grundstoff für Medikamente gegen Herzrhythmus-störungen

Brechwurzel
Herkunft: Tropische Regionen Brasiliens, Boliviens und Kolum-
biens
Inhaltsstoffe: Emetin
Traditionelle Nutzung: Gegen Amöbenruhr (Infek-tion des
Darmes) und andere Verdauungs-beschwerden, zum Auslösen von
Brechreiz
Nutzung in der modernen Medizin: Mittel gegen Amöbenruhr
Javanische Gelbwurzel

Herkunft: Ursprünglich aus Indien, heute weltweit in den


Tropen verbreitet
Inhaltsstoffe: Curcumin (orange-gelber Farbstoff)
Traditionelle Nutzung: Zur Förderung des Gallenflusses
und der Fettverdauung. Mittel gegen Bronchitis. Zur inneren
und äußeren Anwendung bei Entzündungen.
Die zerriebene Wurzel ist Hauptbestandteil des Currypulvers.
Nutzung in der modernen Medizin: Leberthera-
pheutikum

Quelle:
OroVerde.de Letzte Änderung: 10.03.07 Datum: 10.03.07
Quelle der Bilder:
Wikipedia.de Letzte Änderung: 27.02.07 Datum: 10.03.07

Artenvielfalt der Tiere


Nirgendwo auf der Erde finden wir mehr Tierarten als im Regenwald. Mehr als die Hälfte
aller Tierarten der Erde lebten dort. Keine andere Naturlandschaft der Erde bietet den Tieren
so viele Verstecke wie die Urwaldriesen mit ihren verschiedenen Kronenstockwerken.

Der Regenwald ist ein idealer Lebensraum für Reptilien. Sie sind wechselwarme Tiere, des-
halb brauchen sie ein warmes Umfeld, damit ihre Körper gut funktionieren. In den Flüssen
der Regenwälder leben Alligatoren und Kaimane. Riesenschlangen wie Anakonda und Py-
thons bewegen sich schnell durch überflutete
Waldgebiete.

Die höchsten Raubtiere des Regenwaldes sind


Vertreter der Katzenfamilie, von der kleinsten
Ozelotkatze bis zum größten Jaguar. Diese Jäger
haben kaum Feinde im Wald, sie sind flink und
gut bewaffnet und fangen ihre Beute ohne eigenes
Risiko. Tagsüber ist ihr geflecktes Fell eine per-
fekte Tarnung im trüben Licht des Waldes.

In allen Regenwäldern leben viele Vögel, aber


nirgends so viele wie am Amazonas mit einem
Fünftel aller Arten. Dort gibt es Bodenbewohner, Körnerfresser, Adler und Geier, aber die
bekanntesten Vögel aus dem Regenwald sind wohl die Papageien. Papageien leben in allen
Regenwaldregionen, in Afrika, Südostasien und in der Karibik.

Regenwälder wimmeln von Insekten. Ameisen räumen den Waldboden auf, Käfer fressen
Gänge in die Baumrinden, und Schmetterlinge saugen Nektar aus den Blüten hoch oben in
den Wipfeln. Wann immer ein Stück Regenwald genau untersucht wird, entdeckt man neue
Arten an Insekten. In den Regenwäldern Panamas finden sich mehr als 1.500 Arten von
Schmetterlingen, insgesamt gibt es über 150.000 bekannte Arten. Der Regenwald am Ama-
zonas wurde an verschiedenen Stellen untersucht, man fand pro Hektar allein 200 Arten
Schmetterlinge. Und obwohl die untersuchten Flächen sich sehr ähnelten, waren es jedes Mal
200 völlig unterschiedliche Schmetterlingsarten.
Quelle:Buch „Leben in den Regenwäldern“ Seite 20-26 vom Carlsen Verlag 1992 Datum: 12.04.07
Quelle des Bildes: Google Stichwort: Alligatoren
Das Artensterben
„Stirbt im Regenwald eine Art aus, so führt dies oft zu einer tödlichen Kettenreaktion, weil
viele Arten aufeinander angewiesen sind, wie z.B. die Giftfrösche auf die Bromelien. In West-
afrika sind allein etwa 30 Baumarten vom Wald-Elefanten abhängig. Die Elefanten müssen
ihre Früchte fressen, damit die Samen frei werden. Seit die Elefanten fast verschwunden
sind, wachsen einige Baumarten kaum mehr nach. Viele Arten leben außerdem auf einem
sehr kleinen Gebiet, die Goldkröte in Costa Rica kommt zum Beispiel nur auf einer Fläche
von 50m mal 100m vor -- sonst nirgends. Da schon über die Hälfte aller Regenwälder zer-
stört ist, werden wir wohl nie erfahren, wie viele Arten bereits endgültig verschwunden sind,
und auch nicht, wie sie aussahen, wie sie lebten und was bzw. wie sie uns evtl. hätten nutzen
können. Denn die allerwenigsten Tier- und Pflanzenarten des Tropenwaldes sind bislang
überhaupt entdeckt. Nur etwa 1% ist wissenschaftlich erforscht.
Trotzdem entstammt diesem kleinen Anteil untersuchter Arten
bereits ein Viertel unserer rezeptpflichtigen Medikamente. Bei
der Erforschung weiterer Arten könnten also wahrscheinlich
noch ungeahnte Heilmittel gegen Krankheiten gefunden wer-
den, die bis jetzt noch nicht oder nur mangelhaft bekämpfbar
sind. Auch die Grundlagen vieler Nahrungs- und Schädlingsbe-
kämpfungsmittel liegen in den Regenwäldern verborgen.“

Quelle:
Lernstunde.de Stichwort: Tropischer Regenwald Datum: 12.04.07

Bevölkerung
Regenwälder wurden früher von einigen Menschen als Rückzugsräume genutzt. Trotz der
riesigen Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren, hatten sie immer große Schwierigkeiten, ihre
Nahrung zu sichern. Nur die Menschen, die sich ganz den Bedingungen des Regenwaldes
anpassten, hatten eine Chance zu überleben. Die ersten Bewohner des Regenwaldes waren
wahrscheinlich Jäger und Sammler, die als Nomaden herumzogen. Die Jagd- und Sammeler-
gebnisse reichten zum Überleben allerdings nicht aus. Deshalb entwickelte sich eine Feld-
baumethode, die als Brandrodungs-Wanderfeldbau bezeichnet wird. Kleine Waldflächen
werden gerodet und als Feldflächen genutzt. Saatgut und Ableger von Nutzpflanzen werden
in den Boden gebracht. Da der Waldboden nährstoffarm ist, müssen die Felder nach wenigen
Jahren aufgegeben werden.

Quelle:
Buch „Menschen Zeiten Räume“ Seite 135 vom Cornelsen Verlag 1999 Datum: 15.04.07
Hier ein Beispiel einer Bevölkerungsgruppe:

Die Shuar

In den östlichen Andenausläufern leben


40.000 Shuar. In einigen abgelegenen
Gemeinden betreiben sie Wanderfeldbau
und sind Jäger, Fischer und Sammler.
Viele Shuar jedoch wohnen mittlerweile
in Städten. Durch diesen Kontakt kam es
in Religion und Vorstellungskraft zu einer
Verschmelzung der traditionellen und
christlichen Elemente.

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts gingen die


Shuar der Kopfjagd nach und stellten aus den Köpfen ihrer Feinde sogenannte Schrumpfköp-
fe her.

Der Verlust ihrer Gebiete als Konsequenz der Kolonisation


führte u.a. dazu, dass sich die Shuar in Gruppen teilten. An-
fang der 70er entstanden die Vereinigungen der Shuar-
Siedlungen und ein Verband. Diese Organisationen kämpfen
für die Rechte der Gemeinschaft und für die Aufwertung ihrer
Kultur.

Quelle:
Regenwaldmenschen.de Stichwort: Shuar Datum: 15.04.07
Quelle der Bilder:
1. Google Stichwort: Shuar
2. Wikipedia.de Stichwort: Schrumpfköpfe

Anbau von Lebens- und Genussmitteln


„Wo einstmals die unüberschaubare Wildnis des Tropenwalds
herrschte, stehen in Reih und Glied Plantagenpflanzen, um
uns mit Produkten wie Kaffee, Tee, Palmöl oder Bananen zu
versorgen. Nicht nur die Natur leidet darunter, auch die Men-
schenrechte und Menschenwürde der Arbeiter auf solchen
Feldern wird häufig mit Füßen getreten: Beispielsweise sind
sie ohne Schutzkleidung hochgiftigen Pestiziden und Herbizi-
den ausgesetzt, haben weder Kranken- noch Altersversiche-
rungen und dürfen sich nicht gewerkschaftlich organisieren.
Ein Beispiel für die Zerstörung von Regenwald durch Mono-
kulturen (Form der Bodenbewirtschaftung) und Plantagen-
wirtschaft ist der Tabakanbau. Für die Länder der Tropen ist
das Rauchen nicht nur ein gesundheitliches, sondern auch ein
ökologisches Problem. Neben den Rodungen für Plantagenflächen verschwindet besonders
viel Wald für das Trocknen des Tabaks. So schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO,
dass für 300 Zigaretten ein Baum gefällt wird. 1,2 Millionen Hektar Waldland werden auf
diese Weise jedes Jahr ver(b)raucht. Selbst der deutsche Verband der Zigarettenindustrie
gibt zu, dass weltweit jährlich weit über 9 Millionen m3 Tropenholz zur Tabak- Herstellung
und -verpackung vernichtet werden. Das entspricht der sechsfachen Menge des gesamten
deutschen Tropenholzimports.“

Quelle:
Artenschutz.info Stichwort: Tropischer Regenwald Datum: 15.03.07
Quelle des Bildes:
Google: Stichwort: Kaffeebohnen

Gründe für das Abholzen des Regenwaldes


Auch wenn sich die Regenwälder auf den verschiedenen Kontinenten in ihrem Artenspek-
trum, in der Bodenbeschaffenheit oder der Besiedlungsdichte teilweise deutlich voneinander
unterscheiden, sind die Hauptursachen ihrer Zerstörung weltweit sehr ähnlich:

• 80% des Holzertrages wird in den Entwicklungsländern als Brennholz verbraucht


(Kochen und Heizen)
• Gute Exporterlöse und Arbeitsplätze in der Holzbranche
• Brandrodung für Landwirtschaft und Rinderweiden
• Brandrodung für Plantagenanbau
• Ausbeutung von Bodenschätzen wie Eisenerz, Gold, Öl oder Gas
• Bau von Großstaudämmen zur Energiegewinnung

Quelle:
Lernstunde.de Stichwort: Tropischer Regenwald Datum: 25.05.06

Die Veränderungen beim Verschwinden des Regenwaldes

Was in Millionen Jahren allmählich herangewachsen ist, kann der Mensch mit seinem Werk-
zeug vergleichsweise in Minutenschnelle vernichten. Tausende von tropischen Pflanzenarten
sind bereist unwiederbringlich verschwunden, unzählige Tiere verlieren ihren Lebensraum.

Verschwinden die Regenwälder komplett, verändert sich das Klima auf der ganzen Welt. Wo
es sich erwärmt und wo abkühlt, darüber gibt es verschiedene Meinungen. Sicher ist jeden-
falls, dass es irgendwo in der Welt weniger regnen wird und dafür woanders riesige Wüsten
entstehen werden. Möglicherweise werden sich dann Länder wie Kanada, Grönland oder
Island zu bevorzugten Zielen für den Massentourismus entwickeln, während man in Spanien
das Gemüse in beheizten Treibhäusern mühsam heranziehen muss.

Heute wissen wir, dass sich die Erde zumindest in der Antarktis erwärmt. Die Temperaturen
steigen jedes Jahr, die Eisberge schmelzen allmählich, der Meeresspiegel steigt und irgend-
wann werden wohl Inseln und Städte im Meer versinken.

Folgende Gefahren gehen vom Regenwald durch seine Vernichtung aus:

• Freisetzung des Treibhausgases CO2 bei der Brandrodung


• Freisetzung des Treibhausgases Methan bei der Tierhaltung und dem Staudammbau
• Freisetzung von Wärme bei der Brandrodung
• Luftverschmutzung durch die Brandrodung
• Herabsetzung des Bodens durch Brandrodungs-, Plantagen- und Viehwirtschaft

Quelle:
Regenwald.info Stichwort: Folgen Datum: 25.05.07