You are on page 1of 34

BAUTECHNIK IM ANTIKEN UND

VORANTIKEN KLEINASIEN
Internationale Konferenz
13.-16. Juni 2007 in Istanbul

Herausgegeben von
Martin Bachmann

(OFFPRINT/AYRIBASIM)

Bautechnik im antiken und vorantiken Kleinasien
Herausgegeben von
Martin Bachmann

BYZAS 9
Veröffentlichungen des Deutschen Archäologischen Instituts Istanbul

© 2009 Ege Yay›nlar›
ISBN 978-975-807-223-1

Umschlaggestaltung
Martin Bachmann
(Aufnahme: Mauerwerkspartie der hell. Stadtmauer von Oinoanda 2007)

Redaktion
Martin Bachmann, Celine Wawruschka, Lena Kühne

Druck
Graphis Matbaa

Produktion und Vertrieb
Zero Prod. Ltd.
Abdullah Sokak. No: 17 Taksim 34433 Istanbul-Turkey
Tel: +90 (212) 244 75 21 Fax: +90 (212) 244 32 09
info@zerobooksonline.com
www.zerobooksonline.com/eng/

Inhalt

Vorwort .............................................................................................................................................................................................................................................. IX
Im Spannungsfeld zwischen Tradierung und Innovation. Die Bautechnikgeschichte
Kleinasiens im Licht der Beiträge des Kolloquiums
Martin Bachmann ...................................................................................................................................................................................................... 1
Exploring Building Continuity in the Anatolian Neolithic; Functional and
Symbolic Aspects
Bleda S. Düring .......................................................................................................................................................................................................... 23
Erkenntnisse aus der ländlichen Architektur in Thrakien für das Verständnis der
vorgeschichtlichen Flechtwerkbauweise. Rekonstruktionsversuche zu den Bauten
der Schicht 2 des Siedlungshügels Aşağı Pınar
Zeynep Eres . ................................................................................................................................................................................................................... 39
Das Wissen der neolithischen Bauleute. Zu den epistemischen Fundamenten der
kleinasiatischen Bautechnik
Dietmar Kurapkat .................................................................................................................................................................................................... 65
Alte Paradigmen und neue Erkenntnisse zur hethitischen Holz-Lehmziegel-Architektur
Dirk Paul Mielke ....................................................................................................................................................................................................... 81
Vom Plan zur Durchführung - Gedanken zur Planung und Baudurchführung in
hethitischer Zeit
Andreas Schachner ............................................................................................................................................................................................ 107
Die Techniken der Steinbearbeitung in der hethitischen Architektur des
2. Jahrtausends v. Chr.
Jürgen Seeher ........................................................................................................................................................................................................... 119
Staudämme – Ein besonderer Aspekt der hethitischen Baukunst
Andreas Hüser ......................................................................................................................................................................................................... 157
Stones of Ayanis: New Urban Foundations and the Architectonic Culture in Urartu
during the 7th C. BC
Ömür Harmanşah ............................................................................................................................................................................................... 177
Wilhelm Dörpfeld’s Theory of Wood and Mudbrick Architecture:
Implications and a Reassessment
Elizabeth Riorden . .............................................................................................................................................................................................. 199

............................................................................ Ulf Weber .... 393 Röhren im Scheitel................................................. Jhs.......................................................................................................................................................................................................................................... in Ephesos und in Kleinasien Ursula Quatember ............................................................................................................................................................................................................ vor Christus Alexander von Kienlin ................ Massimiliano Marazzi ....................................und ein rätselhafter Hebe-Mechanismus? Aenne Ohnesorg ............................. und des 3......................................................................................................................................................... Jhs............................................................................................................................................................................................................ Zur Bautechnik römischer Tonnengewölbe............................................ 483 Warum konnte der römische Ziegelbau in Kleinasien keine Erfolgsgeschichte werden? Ulrike Wulf-Rheidt .................................................................... Jh.IV Inhalt Die hölzerne Grabkammer von Tatarlı: Ein hochentwickeltes Beispiel antiker anatolischer Blockbautradition aus dem 5....................... 371 Zum Baubetrieb Kleinasiens in der römischen Kaiserzeit Georg A...................................... 429 Bautechnik von Tabernakelfassaden des 2................................................................................... ...... 251 Bautechnische Eigenheiten im hellenistischen Wehrbau Kilikiens Timm Radt ....................................................................................................... Versatz und Verbindung von Bauteilen des archaischen Artemistempels von Ephesos ................................................................................................................................................................................................................................................................................................... Chr.......................................................................................................................................................................... Chr.................................................................. Lancaster ................................................... v........................................................................................ 455 Theater Ephesos – Aspekte der Adaption im Zuschauerraum der römischen Zeit Hanna Liebich – Gudrun Styhler .............. Athanasia Kanta.................................................................................................................................................. Jhs..... n............................................................................ 211 The Architectural Investigation of the Protopalatial Site of Monastiraki.......................................................... n............. ............................................................................................................ Crete Maria Teresa Como................................................................................................................................ 343 Early Examples of So–Called Pitched Brick Barrel Vaulting in Roman Greece and Asia Minor: A Question of Origin and Intention Lynne C.............. Plattner ........................................................................................................................... 269 Der hellenistische Naiskos von Didyma im Licht seiner Versatzmarken des 3.. 509 .......................................................................... 323 Chronology of the Temple Tombs in Rough Cilicia Murat Durukan ................................................................................................................................................................................................................ 309 Versatzmarken am Propylon des Heiligtums für Apollon Karneios in Knidos Hansgeorg Bankel ................................ 469 Ziegelmauerwerk in Ephesos Hilke Thür ......... 225 Die Bedeutung inschriftlicher Zeugnisse für die Bauforschung Jürgen Hammerstaedt .......... Ausbau der Rüstungen aus den Substruktionen des Traianeums in Pergamon Klaus Nohlen ............................................................................ 497 Baukonstruktion und Bautechnik des Zeustempels von Aizanoi im Vergleich zu anderen Pseudodipteroi Thekla Schulz .................... 409 Die Reliefdarstellung einer antiken Steinsägemaschine aus Hierapolis in Phrygien und ihre Bedeutung für die Technikgeschichte Klaus Grewe ......... ........ 295 Lewises in Hellenistic and Roman Building at Pergamon William Aylward . 243 Transport............................................................................................................................................................................................................................

........ Inhalt V Bautechnik am Theaterstadion in Aizanoi: Notwendigkeit oder Teil des Entwurfskonzeptes? Corinna Rohn ................................................................................................................................................................................... 571 ................ Zum Steinfachwerkbau im antiken Kleinasien Dorothea Roos ................................. 527 »So bieten diese zerstückten Ruinen einen höchst seltsamen Anblick dar................................................. einem riesigen Skelett vergleichbar«...................................................... 539 Spätantike und frühbyzantinische Bautechnik im südlichen Kleinasien Ina Eichner ......................................................................................................................................................................................................................... 551 Anschriften der Autoren ......................................................................................................................................................................................................................................................

.

Bautechnik im antiken und vorantiken Kleinasien. Chr.) wird nun deutlich. datiert in die zweite Hälfte des 3. Es könnte sich dabei um die erste bildliche Darstellung eines Getriebeantriebs in der Geschichte der Technik handeln. die bei genauerer Betrachtung ein technikgeschichtliches Motiv erkennen ließ. Bezüglich ihrer Bedeutung bisher unerkannt war eine Re- liefdarstellung im Giebelfeld an der Stirnseite des Sarkophags von Markos Aurelios Am- mianos. Leupold – J. Durch die Entschlüsselung eines Reliefs aus Hierapolis in Phrygien (2. Jhs. M. BYZAS 9 (2009) 429-454 Die Reliefdarstellung einer antiken Steinsägemaschine aus Hierapolis in Phrygien und ihre Bedeutung für die Technikgeschichte Klaus GREWE »Es ist das Schneiden der Quadersteine und Marmorblöcke zu Schalen und Tafeln. Kurbelwelle und Schubstangen auf eine Doppel-Steinsäge ist in dem Relief fein herausgearbeitet. wenn es durch Menschenhände geschehen soll. mit welch technischer Raffinesse die Antike sich dieses Problems angenommen hat: Die Kraftübertragung von einem Wasserrad über Zahnräder. Die archäologischen Funde zweier Marmorwerkstätten in Gerasa und Ephesus ließen erste Einblicke in das Herstellungsverfahren in byzantinischer Zeit zu. M. dass man nicht unbillig auf die Erfindung einer solchen Maschine bedacht gewesen…« J. seltener auch mit bildlichen Darstellungen. eine so saure. Die Darstellung zeigt eine von einem . Jh.. Chr. um in den reichen Villen und vor allem in den Thermen die Fußböden zu belegen und die Wände zu verkleiden. Über deren Herstellung gaben bisher lediglich einige antike Schriftquellen Auskunft. Beyer (1735) Zusammenfassung In der Antike bestand ein enormer Bedarf an Marmorplatten. Einleitung Im Gräberfeld rechts und links der Zufahrtsstraße nach Hierapolis in Phrygien (heute Pamukkale/Türkei) befinden sich unzählige Sarkophage mit Inschriften. als langsame und wenig fördernde Arbeit. Bachmann (Hrsg. n.). n. Hälfte 3.

die deutsche Übersetzung der Ammianos-Inschrift machte dankenswerterweise W. Aur.). Antike Textstellen sind da nicht immer eindeutig. Technische Darstellungen aus der Antike. Es ist nur in Einzelfällen möglich. müssen Rekon- struktionen technischer Vorgänge in der Regel anhand archäologischer Funde und Be- funde vorgenommen werden. die Funktionsweise ei- ner technischen Einrichtung aufgrund der Konstruktionszeichnung oder Beschreibung des antiken Ingenieurs oder Konstrukteurs zu rekonstruieren. 1). als sein Wissen aus dem Technikbau oder dem technischen Gerät selbst zu gewinnen. Hälfte 3. Francesco D´Andria. wie die Beschreibung eines Tunnelbaus. wobei er oftmals nur spärliche Reste eines Bauwerks oder eine schematisierte Darstellung zur Verfügung hat. Da antike Baubeschreibungen oder Konstruktionspläne für technische Bauwerke oder technische Einrichtungen und Gerätschaften nur selten erhalten sind. Besonderer Dank gilt Prof. 1 Hierapolis. 3 Vitruv VIII. ist Vitruv bei der Beschreibung seines Chorobates – eines anti- ken Nivelliergerätes – wesentlich unpräziser3. Relief einer antiken Doppel- Steinsäge auf dem Sarkophag des M. Grewe 1985.1–3. F. Wasserrad angetriebene Doppel-Steinsäge1. Er muss also den Bauwerkscode oder das Konstruktionsprinzip entschlüsseln. Das gilt gleichermaßen für technische Großbauten wie auch für handwerkliche und technische Geräte. Mangartz und J. es förmlich herauszulesen. 18–21. Kessener. sollten deshalb nach Möglichkeit von Historikern und Ingenieuren gemeinsam gelesen werden. n. Die Inschriften des Sarkophages hat Tullia Ritti bearbeitet. Jh. 134–139. wie an zwei Beispielen belegt sein soll: Wäh- rend der Text des antiken Ingenieurs Nonius Datus über den Bau eines Aquäduktes in Saldae (Mitte 2. Damit steht eine für die Technikgeschichte einzigartige Quelle zur Verfügung (Abb. 5. .) sehr genau und eindeutig die Planung und Vermessung ei- nes Tunnels beschreibt2. Ammianos (2. Für gewinnbringende Diskussionen zur Technik antiker Steinsägemaschinen danke ich besonders P. ihr ist für eine stets kollegiale Zusammen- arbeit zu danken. Seigne.430 Klaus Grewe Abb. Eck. Deshalb bleibt dem Ingenieur unserer Tage nichts anderes übrig. n. Chr. 1 Das bis dahin nicht erkannte Relief wurde dem Verfasser bei der Grabungskampagne in Hierapolis im Sommer 2005 vorgelegt und von ihm erstmals entschlüsselt. 2 Grewe 1998. Chr. dem Direktor der MAIER (Missione Archeologica Italiana di Hierapolis) für die Gelegenheit zur Bearbeitung des Ammianos- Reliefs. Jh.

Mommsen. in: AZ NF III. nur ist an dem einen Ende der Welle ein Zahnrad an- gebracht. als habe Ammianos mit diesem Relief in erster Linie seine Getriebeerfindung zeigen wollen und nur in zweiter Linie die angeschlossene Steinsäge. . 5 Vitruv X. Vitruv – von dem man es also in erster Linie erwartet hätte – hat sich mit dem Thema ›Steinschneiden‹ überhaupt nicht beschäftigt. denn er schreibt. Dieser Hinweis auf frühere Rekonstruktionsversuche nach technischen Texten der Antike ist notwendig. Bei der Beschreibung einer Wassermühle zeigt er uns die Kraftübertragung von einem Wasserrad über die Welle und das an deren anderem Ende angebrachte Zahnrad auf ein weiteres Rad. welches für die Umdrehung des Mühlsteines sorgt: »Nach demselben Prinzip werden auch Wassermühlen getrieben. Dies ist senkrecht auf die hohe Kante gestellt und dreht sich gleichmäßig mit dem Rad in derselben Richtung. hat diese Erfordernis klar erkannt. dadurch dass sie die Zäh- ne des horizontalen Zahnrades in Bewegung setzen. sondern als Neuerfindungen der Renaissance bezeichnen muss. Wir sind also auch in diesem Fall auf die Aussagefähigkeit des Reliefs. es »wird vielleicht ein verständiger Ingenieur unserer Epoche aus dem Bauwerk selbst dasjenige zu lösen wissen. So erzwingen die Zähne jenes Zahnrades. bei denen sonst alles ebenso ist.2. dass man die dort skizzierten Modelle nicht mehr als Choroba- tes des Vitruv. Geschichtliche Quellen und archäologische Befunde Wie so oft in der technikgeschichtlichen Forschung wird man bezüglich der Beantwortung einer bautechnischen Frage bei Vitruv fündig. denn auch diese Dar- stellung ist nicht eindeutig. Im Falle von Vitruvs Text über den Chorobates wird das noch deutlicher: Da die Zeich- nungen zum Text Vitruvs verloren sind. 1871. Tunnelbau unter Antoninus Pius. Anschließend an dieses größere Zahnrad ist ein (kleine- res) Zahnrad horizontal angebracht. Jhs. fast ein Dutzend Funktionsmodelle vorgelegt worden sind. kann lediglich der Text für eine Rekonstruktion dieses antiken Nivelliergerätes herangezogen werden und der ist so wenig eindeutig. das an der Welle (des Schaufelrades) angebracht ist. eine Umdrehung der Mühlsteine«5. andere hingegen – auch die von Leonardo da Vinci – entsprechen dem Text Vitruvs so wenig. Die Inschrift auf dem Sarkophag nennt zwar Ammianos als Konstrukteur der im Relief gezeigten Anlage. der den antiken Text auf dem Grabstein des Nonius-Datus bezüglich der Baubeschreibung des Tunnels in Saldae zu lesen hatte. 5. 5 zitiert in: Grewe 1998. 5. Mommsen. was uns im Bericht seines römischen Vorfahren unverständlich bleibt«4. das in jenes eingreift. Lediglich an einer Stelle erwähnt er 4 Th. um die Schwierigkeiten bei der Rekonstruktion der Steinsäge nach dem Re- lief auf dem Sarkophag des Markos Aurelios Ammianos aufzuzeigen. dass seit Leonardo da Vinci Ende des 15. Es hatte schon bei der ersten Betrachtung den Anschein. auf Vergleichsbeispiele an anderen Orten und auf die Plausibilität der zur Rekonstruktion führenden Gedankengänge angewiesen. sagt ansonsten aber nichts über die Konstruktion und die Funktionsweise. Erstaunlicherweise sind einige dieser Rekonstruktionen in der Praxis über- haupt nicht einsetzbar. Die Reliefdarstellung einer antiken Steinsägemaschine aus Hierapolis in Phrygien 431 Th.

ob sie aus geschnittenem oder aus festen Stücken von geglättetem Marmor gebaut waren. gleichzeitig mit Q. der indische glättet nicht in gleicher Weise. im 403. Olympiade. der dabei aber etwas mehr ins Detail geht. nämlich im Hause der Königs Mausolos in Halikarnassos. die bei Ebbe bloßliegt. erwähnt das Haus des Mausolos: »Die Erfindung.432 Klaus Grewe Marmorplatten als Wandverkleidung. ich kann aber nicht sicher sagen. doch empfehlen die Fachleute. … Unter diesen ›Liebhabern‹ war es meiner Mei- nung nach zuerst M. ja sogar aus Indien. ohne rau zu machen. . Er schneidet. Der gröbere Sand reibt nämlich in breiteren Einschnitten. der in Rom ganze Wände seines Hauses auf dem mons Caelius mit Marmortafeln verkleiden ließ. ein aus Formiae stammender römischer Ritter. Chr. Pionieroberst des C. was großen Anstoß erregte. der ›der ägyptische‹ heißt. indem er erwähnt. auf diese Weise 6 Vitruv II. Soviel ich wenigstens finde. von wo man Perlen zu holen nach den strengen Sitten ‹der Alten› als unwürdig galt. war. indem die Säge in einer sehr schmalen Linie auf den Sand drückt und durch bloßes Hin. Dies waren die alten Methoden zum Schneiden von Marmor. Er war Konsul im 676. 8. Später wurde ein nicht weniger empfehlenswerter ‹Sand› auf einer Sandbank des adriati- schen Meeres gefunden. Der ‹indische› Sand wird als zweitbestes Mittel gelobt. ‹den Marmor› zu schneiden und aus Prunk- sucht zu teilen: er hatte einen unglücklichen Einfall. weicher ist jedoch der äthiopische. denn auch das kam noch hinzu. ließ als erster von allen in seinem Haus Schwellen aus numidischem Marmor legen.]. XXXVI. war das Haus des Mausolos in Halikarnassos das älteste.6 Auch Plinius. ‹Mausolos› starb im zweiten Jahr der 107. stammt vielleicht aus Karien. aber nicht leicht wahrzunehmen ist. eine Übervorteilung. 6–8. Chr. Das Schneiden geschieht mit Sand und hat den Anschein. Jahre unserer Stadt [78 v. Jahr der Stadt Rom [351 v. dass das Schneiden des Steins eigentlich nicht mit dem Sägen von Holz vergleichbar ist. Hierfür wird äthiopischer Sand bevorzugt. ihn in gebranntem Zustand zum Polieren des Mar- mors zu verwenden. Mamurra. Plinius geht allerdings auch auf die Technik der Steinsägen ein. dessen Bühne marmorne Wände hatte. Lepidus. Ich finde nämlich in Italien ‹zur damaligen Zeit› noch keine Spuren von geschnitte- nem Marmor«7. nat. mit jedem beliebi- gen Sand aus allen Flüssen zu schneiden.hist. Die betrügerische Absicht der Handwerker hat es übrigens schon gewagt. womit man den Marmor schnitt. Catulus Konsul. Marmor in Platten zu zerschneiden.und Herziehen ‹den Mar- mor› zerschneidet. Einen ähnlichen Fehler hat der Sand von Naxos und der von Koptos. Scaurus. Caesar in Gallien… . son- dern dass es sich hierbei eher um ein ›Schneiden‹ des Steins handelt: »Doch wer auch immer als erster auf den Gedanken kam. 7 Plinius. wie Cornelius Nepos berichtet. dessen Zie- gelwände mit prokonnesischem Marmor verkleidet waren. nimmt mehr Marmor hinweg und erfordert durch seine Rauheit mehr Arbeitsaufwand beim Polieren. wie dies heute beim Tempel des Iuppiter Tonans auf dem Kapitol der Fall ist. Der erste. M. dass man ‹bis› von Äthiopien das herbeschaffte. durch das Eisen bewirkt zu werden.]. die nur wenige bemerken.

Warnecke 1997. ohne dass dabei auf die technische Ausführung näher eingegangen wird. Wenn Ausonius in seiner »Mosella« (371 n.) schreibt: »Dir [Mosella]. Zum Polieren des Marmors wird dagegen thebaischer Sand verwendet sowie der aus Tuff.65 m großen Raum am Artemis-Tempel von Gerasa fanden sich bei archäologischen Untersuchungen nach 1930 Einrichtungen. Chr. Es bleibt sogar offen. 13 Res gestae XXIII. berühmt durch den Marmor. 33. die in 8 Plinius. Wikander 1981. es fand sich der Graben für ein Wasserrad mit beidseitig in situ erhaltenen Auflagermauern für die Wasserradachsen und es fanden sich zwei Säulenstücke von 1. mit kosendem Wasser zu dienen. Anm. Seigne 2002b. die Ruwer. XXXVI. Erst die archäologischen Funde von Gerasa (Jordanien) und Ephesus (Türkei) führten zu konkreten archäologischen Belegen für die Anwendung von Sägemaschinen – allerdings in byzantinischer Zeit.65 m × 6. Wikander 1989. Chr. 359–364. Treffliche Fische bevölkern die Kyll. die der Wasserzuführung gedient hatten. dass Plinius zwar richtig erkannt habe.hist. dass nicht das Eisen. Bis zum Auffinden der ersten Sägespuren an Marmorplatten und Sarkophagen war es allein die Schriftstelle des römischen Dichters Ausonius. Mosella. Gerasa In einem 8. Seigne 2006. in eiligen Kreisen dreht dort die Ruwer die körnerzermahlenden Steine und zieht durch glasglatte Blöcke aus Marmor die kreischenden Sägen und lässt von beiden Gestaden ein unablässiges Lärmen vernehmen« 10. in metrischer Übersetzung vorgelegt von B. 307. dass Plinius´ ›moralisierenden Betrachtungen‹ allerdings weitergehend nichts für die Technik des Steinsägens hergeben9.51 m Länge mit Durchmessern von rund 1 m.4.oder Bimsstein gewonnene«8. sondern der Sand für den eigentlichen Sägevorgang ursächlich ist. J. drängen die reißende Kyll. dann setzt das voraus. K. die auf eine sekundäre Nut- zung als Steinsägewerkstatt hindeuteten14: Es fanden sich Aussparungen in einer Wand. nat. 4. bei Gregor von Nyssa12 und Ammianos Marcellinus13 enwähnt. die einen direkten Hinweis auf den Einsatz von wassergetriebenen Sägemaschinen für das Altertum gab. dass hier vom Wasser der Ruwer angetriebene Steinsägemaschinen im Einsatz gewesen sein müssen11. . 10 Ausonius. 11 Simms 1983.67 m und 1. Seigne 2002a. 9 Röder 1971. Weis (Darmstadt 1994). Weitere wassergetriebene Steinsägen sind ebenfalls im 4. III 656a M. so rasch sie´s vermögen. 12 Hom. Die Reliefdarstellung einer antiken Steinsägemaschine aus Hierapolis in Phrygien 433 verlieren die geschnittenen Platten an Stärke. Jahrhundert n. Röder schreibt nicht zu Unrecht. Seigne 2002c. 9. 14 Seigne 2000. ob in der Frühzeit Handsägen oder wasser- getriebene Sägemaschinen zum Einsatz gekommen sind.

0. 15 Seigne 2002a. Seigne 2006. eingerichtet worden sein muss. .)15. 6. Beide Sägen wurden von einem Wasserrad angetrieben. Chr. Der archäologische Befund war also recht eindeutig: hier hatte man zum ersten Mal eine Steinsägewerkstatt angetroffen.50 m und einem Durchmesser von 4. Aufgrund der Tiefe des Wassergrabens und des Abstands der Radlagersteine lässt sich ein Wasserrad mit einer Breite ca. Jh. Chr. Die Position des Wasserrades und die Raumgröße lassen nur die Annah- me zu.434 Klaus Grewe Abb. legt Seigne diese Aktivitäten in die Zeit Justinians (527–565 n.50 m rekonstruieren. Da die Werkstatt nach der Aufgabe des Tempels im 5.00 m bis 4. Die Sägespuren in den beiden Säulenstücken belegen einen Sägebetrieb mit zwei neben- einander stehenden Gattersägen in deren Sägerahmen jeweils vier Sägeblätter nebenein- ander einspannt waren (Abb. Spuren einer mit vier Sägeblättern bespannten Gattersäge in einer zur Weiterverwendung vorgesehenen antiken Säule. dass beide Sägen nebeneinander gestanden haben müssen. wobei die Schubstangen (Pleuelstangen) über Kurbelwellen an beiden Enden der Rad- achsen oder an beiden Seiten des Wasserrades exzentrisch angebracht gewesen sein müs- sen. n. Jahrhundert n. die uns bei Ausonius nur aufgrund ihrer Betriebsgeräusche beschrieben ist. keinerlei Bezug zur Architektur inmitten des Raumes lagen. 388. in der Säulen vom Portikus des Arte- mistempels zu Marmorplatten zerlegt werden sollten. Chr. 2). 212. Da beide Säulenstücke ein- deutige Sägespuren aufwiesen – und zwar in Längsrichtung der Säulen – scheint man in diesem Raum eine Werkstatt eingerichtet zu haben. und vor dem alles verheerenden Erdbeben des Jahres 749 n. 2 Gerasa. Vom Sägebe- trieb selbst war aber außer den beiden Werkstücken am Ort nichts erhalten. Chr. in der nach einer Methode gearbeitet worden sein muss.

Die Reliefdarstellung einer antiken Steinsägemaschine aus Hierapolis in Phrygien 435 Abb. Chr. Das zeigt. Auch dieser Befund wird in das 6. Mangartz 2006. Ephesus Ein der Steinwerkstatt von Gerasa durchaus ähnlicher Befund wurde zwischen 1969 und 1985 vom Österreichischen Archäologischen Institut (ÖAI) bei den Ausgrabungen im Hanghaus 2 von Ephesus gemacht16. und auch hier wurde ein ehemals anders genutzter Raum zu einer Steinwerkstatt umfunk- tioniert. die aber in beiden Fällen nur eine handbreit tief in den Stein eingeschnitten sind. Jh. 3 Ephesus. Chr. dass hier mit einem doppelblättrigen Sägegatter gearbeitet worden ist und zwar gleichzeitig in beiden Steinen. datiert. die Spuren von nicht vollendeten Sägevorgängen zeigen. die von einem bereits abgeschlossenen Sägevorgang her- rühren müssen. An den beiden Marmorblöcken sind für unsere Betrachtungen vor allem die Schleifspu- ren interessant. Die Positionierung des (nicht mehr vorhandenen) Wasserrades. n. jedoch lassen die Unterbauten einen gewissen Einblick in den Sägebetrieb zu. n. denn der Vorgang wurde abgebrochen. Man erkennt an den Innenseiten beider Blöcke von oben nach unten durchgängige Schnittflächen. denn ein neuer Sägevorgang ist begonnen. Kanäle und Gräben belegen die Betriebswasserzuführung und die Ableitung des Abwassers. aber nicht vollendet worden: In beiden Blöcken sind je- weils zwei Schnittspuren über die gesamte Länge der Blöcke zu sehen. Der deutlichste Hinweis auf eine Steinwerkstatt sind zwei in situ befindliche Steinblöcke. Spuren einer mit zwei Sägeblättern bespannten Gattersäge in zwei Marmorblöcken. als man in beide Steine gleich tief einge- drungen war (Abb. bereitet aufgrund der Befundlage keine Schwie- rigkeiten. 6. 3). Dazu gehören neben Balkenlöchern und Auflagern für die Radkonstruktion vor allem die Gerinne für das Abwasser des Wasserrad- kastens und das ausgespülte Schleifmittel. Jh. Holzteile der Säge oder des Antriebs haben sich auch hier nicht erhalten. 16 Schiøler 2005. . Danach müssen beiden Blöcke neu positioniert worden sein. dessen Durch- messer bis 2.8 m betragen haben könnte.

Abb. Nach Aussage der Darstellung bildet die Achse (Welle) des Was- serrades die Verbindung zu einem Zahnradgetriebe (Abb. sonst wären sie als Räder gar nicht erkennbar geworden. Das Zahnrad ist am Ende der Achse (Radwelle) des Wasserrades fest montiert und dreht sich im Gleichlauf mit dem Wasserrad. Ammianos-Relief. Detail mit Wasserrad und Aufschlagwasser. Der Aufprall des Wassers auf die Schaufeln treibt das Rad an und hält es in einer konstan- ten Drehbewegung. musste er die Radan- sichten um 90 Grad drehen. Die Übertragung der Drehbewegung auf den Mechanismus der Steinsäge ist im Relief anschaulich dargestellt. Kammrad. Das Zahnrad (Kammrad) wiederum überträgt die . Details der Kraftübertragung auf die beiden Sägen mit Welle. Da der Künstler die Räder dieses Sägewerkes und die Achse von der Breitseite darstellen wollte. Voraussetzung für den Be- trieb eines solchen Rades ist ein Aufstau und eine künstliche Heranführung des Wassers. Es hat den Anschein als sei hier ein mittelschlächtiges Wasserrad dargestellt: das Wasser trifft also in halber Höhe des Rades auf die Schaufeln. Ammianos-Relief. Das Ammianos-Relief einer Steinsäge von Hierapolis Als erstes fällt in der Abbildung das große Antriebsrad ins Auge. 4). Durch diese Einrichtung ist die für den Betrieb der Säge notwendige Energie bereitgestellt (Abb. Drehling und Schubstangen. das rechts im Bild zu se- hen ist. 5). 4 Hierapolis.436 Klaus Grewe Abb. 5 Hierapolis.

nämlich der von oben nach unten. 6 Hierapolis. Ein glatter Säge- schnitt ist mit einer Steinsäge nämlich nur möglich. müsste die Drehzahl der Kurbelwelle etwas höher gelegen haben als die der Antriebsräder. die an beiden Seiten des Rades exzentrisch angebracht sind. mittels dessen die Sägen geführt werden. Dargestellt sind sie während des Sägebetriebs. Wenngleich die beiden Sägen sehr detailgetreu und richtig dargestellt sind. sondern an zwei Hubzapfen.und hergezo- gen. wenn das Sägeblatt in streng senk- rechter Stellung gehalten wird und auch seitlich keine Taumelbewegungen vollführen kann. Aber auch diese Abb. wobei das Sägeblatt sich in den Stein einschneidet. Die Reliefdarstellung einer antiken Steinsägemaschine aus Hierapolis in Phrygien 437 Kraft auf ein drittes Rad (Drehling). Detail der Kraftübertragung vom Drehling mit der Kurbelwelle über eine Schubstange auf eine der beiden Sägen. in den der Spannrahmen eingehängt ist. . während eine mehrblättrige Säge als ›Gattersäge‹ bezeichnet wird. Die beiden Steinsägen mit den beiden Steinblöcken sind sehr anschaulich und detail- getreu. Dazu muss dem Spannrahmen mit dem eingespannten Sägeblatt neben der Möglichkeit zur horizontalen Bewegung ein weiterer Spielraum gegeben sein. der von den Schubstangen zurückgelegten Horizontalbewegungen und damit auch der Arbeitsbewegung der angeschlossenen Sägen. Ammianos- Relief. Im Steinsägebetrieb nennt man eine einblättrige Säge ›Trennsäge‹. Zur weiteren Kraftübertragung auf die angeschlosse- ne Steinsäge dienen Schubstangen. Beim Sägevorgang wird dieser Rahmen mittels der Schubstange hin. bei denen die Sägeblätter durch einen Rahmen die nötige Spannung erhalten. wie sie auch bei der Holzbearbeitung eingesetzt wird (Abb. Vom Typ her handelt es sich in beiden Fällen um Spannsägen. Diese sind nicht an der Achse des Drehlings mon- tiert. Der dargestellte Steinblock ist zur Hälfte eingeschnitten. Die dargestellte Säge entspricht einer einfachen Zimmermannssäge. das als Kurbelwelle dient: hier wird die Drehbewe- gung des Wasserrades in eine horizontale Bewegung umgesetzt (rotierende Bewegung → linear oszillierende Bewegung). aber vereinfacht und symbolisierend dargestellt. Diese Hubzapfen vollziehen beim Betrieb der Anlage Kreisbahnen um die Achse des Drehlings und bewegen auf diese Weise die angeschlossenen Schubstangen hin und her. fehlt in der Darstellung eine Art Aufbau. denn die Sägeblätter haben jeweils einen Steinblock bereits zur Hälfte zersägt. Da die Kurbelwelle im Relief etwas kleiner dargestellt ist als das Kammrad. Dazu bedarf es eines Gehäuses in Kastenform. Der Durchmesser der von den Hubzapfen vollzogenen Kreisbahnen entspricht da- mit genau der Länge. 6).

Die Grundvoraussetzungen für die Durchführung des Sägevorgangs. 7 Hierapolis. denn er verzichtet auf alle weiteren technischen Details und zeigt nur die Säge. Sägewerke. dass die dargestellte Szene klar erkennbar sein sollte. Auf die Darstellung von Wellzapfen oder Radstühlen zur Lagerung der Welle wird verzichtet. die Säge selbst hingegen nur mit ih- ren unbedingt notwendige Merkmalen. der Kurbelwelle und den Schub- stangen das Wichtige. sondern hätte den Betrachter nur noch mehr verwirrt. wie wir eines auf dem Ammianos-Sarkophag er- kennen können. Hier hat der Steinmetz seine Darstellung am stärksten generalisiert.438 Klaus Grewe Abb. Auch die für das Steinsägen unverzichtbaren Hilfsmittel wie Wasser und Schleifsand sind vom Künstler in das Relief nicht eingebracht worden. um eine Übersicht- lichkeit seines Reliefs zu erhalten (Abb. das Mühlrad und das Getriebe schweben also frei in der Luft. 7). dass die Darstellung eines kompletten Sägewerkes den Steinmetz ganz sicher überfordert hätte. um sie als solche zu erkennen. Man kann allerdings annehmen. Vermutlich haben wir hier eine der ältesten Darstellungen . nämlich die Mög- lichkeiten zur Führung des Sägeblattes sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Rich- tung sind im Ammianos-Relief nicht dargestellt. Vermutlich wäre eine detailliertere Zeichnung allerdings nicht klarer geworden. sondern zudem auch noch ebene Oberflächen erhalten. Bewegungsrichtung muss streng geführt werden. damit die gesägten Steinplatten nicht nur gleichmäßig dick werden. In der Darstellung steht die Säge wie von selbst auf dem Stein. dürften dagegen viel seltener – wenn überhaupt an einem anderen Ort – anzutreffen gewesen sein. Die dreidimensionale Umsetzung der Reliefdarstellung zeigt die von Ammianos gewählte Technik der Kratftübertragung. Einer der Gründe hierfür ist sicher. denn sie hat weder eine horizontale noch eine vertikale Führung. Einfache Sägen mag es zu seiner Zeit auch für den Handbetrieb des Öfteren gegeben haben. Aber dennoch stellt sich die Frage. sondern für ihn war der von einem Wasserrad ausgehende Antrieb der Säge mitsamt seinem Getriebe. Ammianos-Relief. warum Ammianos den Antrieb der Säge mit derart großer Sorgfalt und Detailfreudigkeit darstellen ließ. Auch die Säge ist nur symbolisch dargestellt. Es könnte aber auch noch etwas anderes hinzukommen: Ammianos zählte nicht unbedingt die Säge zu seinen großen erfinderischen Leistungen. sie hat keinerlei Führung in vertikaler Richtung und ist auch nach den Seiten hin nicht abgestützt. Auch die Darstellung der Lage- rung der Räder auf Wellzapfen oder Radstühlen hat er sich erspart.

Bürger von Hierapolis. der schließlich an der Hauptzufahrtsstraße zur Stadt aufgestellt war. Für diese Mitteilung wählte er ein Giebelfeld seines Sarko- phagdeckels. schuf diese mit dem Geschick des Daeda- lus. Und jetzt werde ich (in diesem Sarkophag) für immer ruhen«17. deutsche Übersetzung von W. Das ist nicht verwunderlich. Die Steinsäge ist nur symbolisch für den hier gewählten Verwendungszweck der Maschine dargestellt. Aur.und Getriebelagerung. Ritti gelesen. Nicht ohne Grund bezeichnet Ammianos sich in der Inschrift auf dem Sarkophag als »geschickten Daedalus«. Mit der Darstellung der komplizierten Antriebstechnik seiner Kraft- maschine wollte er den Betrachter beeindrucken. Ammianos. 8). zumal die Einzelheiten der Säge in einem Steinrelief kaum herauszuarbeiten gewesen wären. Es sei nicht unerwähnt. der Nachwelt die Kenntnis von seiner Erfindung einer Sägemaschine zu hinterlassen. Für Ammianos schien es wichtig. die Vorbeikommenden nicht mit einer unkomplizierten Handsäge beeindrucken. denn bis zu den Funden von 17 Die Inschrift wurde von T. Ammianos-Relief. Die Rekonstruktion des Sägevorgangs In Ermangelung archäologischer Funde und Befunde sind die früheren Rekonstruktio- nen von Steinsägen meist sehr vorsichtig vorgenommen worden. . begnügte er sich nicht mit einer einfachen Dreidimensionale Darstellung der Sägemaschine mit der notwendigen Ergänzung Anlage. Die Reliefdarstellung einer antiken Steinsägemaschine aus Hierapolis in Phrygien 439 eines Getriebes vor uns. sondern er zeigte derer gleich zwei der Wasserrad. So waren es in der Re- gel handbetriebene Sägen. Eck. sondern vielmehr mit einer von Wasserkraft betriebenen Großsäge – und auch dabei Abb. 8 Hierapolis. das seine Erfindung mit den wesentlichen Einzelheiten zeigte. geschickt wie Daedalus bei der Herstellung einer (sich wie ein Rad drehenden) Maschine. Hier ließ er ein Relief anbringen. (Abb. Ammianos wollte mit der Darstellung auf seinem Sarkophag. womit er sich in diesem Fall den Ruhm eines Erfinders anheftet: »M. die für den Einsatz im Steinbruch oder zum Schneiden von Marmor beschrieben wurden. dass mit dieser Antriebsmaschine auch andere Werkbänke anzutreiben gewesen wären.

kam den Bestandteilen des Sägeschlammes und seiner Wirkungsweise eine besondere Bedeutung zu. die für eine wassergetrie- bene Sägemaschine von der Konstrukti- on her ausgeschlossen werden mussten (Abb. Bei die- sem Vorgang wird freilich nicht nur der Stein. 19 Röder 1971. dass die angeführten zur Verkippung neigen. Bei der Sägemaschine waren die Abb. nur als Pendelsägen zu rekonstruieren. Handgetriebene Steinsägen waren. in den ein ungezahntes Ei- senband eingespannt wird. Vertikalhub. 9). Durch die Enträtselung des Ammianos-Reliefs von Hierapolis kam nun ein weiterer Baustein zu einer Rekonstruktion hinzu. Durch das Pendeln berührt die Sägeschneide den Boden des Sägekanals nur kurzfristig und schwingt dann bis zu den Umkehrpunkten aus (Aushub. Hier setzten sich die Körner immer wieder in dem weichen Eisen des Sägeblattes fest. Aufgabemenge.oder Horizontalschub) wird feuchter Quarzsand (Sägeschlamm) in den Stein eingerieben und dieser durch langsames Ablassen des Sägerahmens durchgeschnitten. Röder führt dazu verschiedene Wir- kungsweisen an.440 Klaus Grewe Gerasa und Ephesus war es einzig die Literaturstelle bei Ausonius. 308. »dass hauptsächlich neben der Meißel- wirkung die Zerspanung (Hobelwirkung) am Boden des Sägekanals wirksam war. Die von Röder für die Pendelsäge ge- nannten Möglichkeiten der Laufabwei- chung »Verkantung. Während dieses Vorgangs kann der Sägeschlamm ent- lang der Blattflanken bis unter die Schneide dringen. Er wird beim Rückschwingen des Sägeblattes unter die Schneide in den Sägekanal geschlagen und tieft diesen ein. Da die Sägeblätter nicht gezahnt waren. dass ein mög- lichst sauberer Schnitt im Stein zustande kam. Eine Sägemaschine ohne strenge Horizontalführung würde besonders Kräfte so zu lenken. Verkippung und Verschwenkung (Verdrehung)« waren Wirkungsgrade. die Säge so zu führen. Röder). dass ein hochkant gestellter Rahmen. mittig oder an beiden Enden pendelnd aufgehängt ist.und Herbewegung des Sägeblattes (Hub.und Kerbrollung. die einen Hinweis auf eine wassergetriebene Steinsäge gab. Durch die Hin. Die Anteile der einzelnen Wirkweisen waren recht verschieden je nach Sandart. . Laufabweichungen möglichst vermieden 18 Röder 1971. sondern auch das Sägeblatt abgenutzt«18. 9 Die möglichen Laufabweichungen einer vom Wasserrad ausgehenden wirksamen Pendelsäge (nach J. Vorschubdruck und die Art des zu sägenden Gesteins und seiner Bestandteile«19. Lüfthub). »Das Prinzip der alten [Pendel-] Steinsäge besteht darin. kommt aber zu dem Schluss. 307–308. Bei der handgetriebenen Säge lag es am Geschick der Steinbrucharbei- ter. wenn man von kleinen von Hand geführten Modellen einmal absieht. Das über- schüssige Sandmaterial aber wurde an die Seiten der Schneidkante gedrückt und wirkte hier auf dem Wege der Druck.

sie ist aber keines- wegs gegen die Verkippung der Säge geschützt (Abb. noch gegen Verkantung und Verdrehung der Sägen geschützt. Im beeindruckenden Nachbau in Gerasa ist die Säge durch zusätzliche Einbauten in ihren vertikalen Bewegungen so eingeschränkt worden. Seigne 2006. Die Reliefdarstellung einer antiken Steinsägemaschine aus Hierapolis in Phrygien 441 Abb. Das war allerdings nur zu erzielen. dass es bisher für keine der vorgeschlagenen Rekonstruktionen einen funktionstüchtigen Nachbau gibt. Im Falle der Gerasa-Säge liegt diese Fehlrekonstruktion daran. In Seignes Sägerekonstruktion wird der Sägerahmen mit den Sägeblättern in einem Sägegestell nur in vertikaler Richtung geführt – in horizontaler Richtung ist der Sägerahmen völlig führungslos und würde im Betrieb von der Schubstange in die vom Wasserradantrieb vorgegebene Richtung gezogen. 10). 20 Es ist bemerkenswert. In der Rekonstruktion der Sägemaschine nach J. dass Seigne den hochkant gestellten Rahmen für die Einspannung der Sägeblätter von den Handsägen übernom- men hat21. 10 Gerasa. Seigne ist keine horizontale Führung des Sägerahmens vorgesehen. Bei der leichtesten Achsverdrehung des Wasserrades müssten die Sägerahmen unkontrolliert Schwingen und Tanzen.und herbewegen und somit in den Stein überhaupt nicht eindringen kann. wurden. Seigne 2002a. wenn das Sägeblatt durch den Maschinenan- trieb sowohl vertikal als auch horizontal zwangsweise geführt wurde – nur dadurch war eine glatte Schnittfläche zu erreichen. dass sie sich lediglich hin. Eine solche Säge lässt zwar ein einiger- maßen gegen Verschwenkung und Verkantung geschütztes Sägen zu. 21 Seigne 2000. Die bisher vorgelegten Rekonstruktionsmodelle von Seigne für Gerasa. . Seigne 2002c. denn in keiner dieser Rekonstruktionen ist die Säge wirksam gegen Verkippung geschützt20. Seigne 2002b. von Schiøler und Mangartz für Ephesus und von Kessener für das Ammianos-Relief von Hierapolis sind in dieser Hinsicht nicht überzeugend. Die beiden Ephesus-Rekonstruktionsmodelle sind weder gegen Verkippung.

der über vier an seinen Ecken angebrachten Seilen mit Gegengewichten in der Balance gehalten werden soll22. sondern eine – ver- mutlich sogar stark – konkav gewölbte Bogenform erhalten hätte. In seiner Rekonstruktion findet sich zwar ein Sägegestell hin- zugefügt. dass der Sägekanal nicht horizontal ausgeführt worden wäre. Kessener macht in seiner Hierapolis-Rekonstrution denselben Fehler.442 Klaus Grewe Abb. 11 und 12). 11 Ephesus. In der Rekonstruktion der Sägemaschine nach Th. Die leichteste Un- wucht in der Antriebswelle müsste bei diesen Modellen zum ›Taumeln‹ und ›Baumeln‹ des Sägerahmens führen. . Hier sorgt noch nicht einmal ein Sägegestell dafür. Kessener in Grewe – Kessener 2007. Mangartz 2006. Dieser Art Sägeblattführung hätte in allen zuvor genannten Rekonstruktionen zur Folge gehabt. Diese Säge wäre gegen keine der von Röder genannten Laufab- weichungen geschützt gewesen. dass die Säge in der Vertikalen streng geführt wird. die Führung des Sägerahmens ist aber auch bei ihm nur in vertikaler Richtung gewährleistet (Abb. 23 H. Die Ursache hierfür ist konstruktionsbedingt. P. den wir schon bei Seigne am Beispiel Gerasa gesehen haben23: Er übernimmt die Reliefdarstellung wie eine Konstruktionszeichnung. M. Schiøler ist der Sägerahmen frei pendelnd aufgehängt. Da bei der wassergetriebenen Sägemaschine die kreisförmige 22 Schiøler 2005. Schiøler und Mangartz rekonstruieren statt des vertikal aufgehängten Rahmens einen ho- rizontal schwebenden Rahmen. (Abb. 13).

sondern sie ist direkt von der Kurbelwelle abhängig: Die Kreisbewegung der Kurbelwelle überträgt sich über die Schubstange auf die Säge. die wegen der auf sie einwirkenden Zug. Die Reliefdarstellung einer antiken Steinsägemaschine aus Hierapolis in Phrygien 443 Abb. dieser entspricht nämlich exakt dem Durch- messer des von der Kurbelwelle vollzogenen Kreises. So bestimmt die Länge der Kurbelwelle den horizontalen Bewegungsbereich der Säge.und Schubkräfte die Bewegung der Kurbelwelle nachzuvollziehen sucht: Die Bewegung der Säge wird sich dabei auf einer Schleppkurve (Traktrix) vollziehen. Kesseners Zeichnung der Sägemaschine wird die Säge nur vertikal geführt. Bewegung des Wasserrades über die an eine Kurbelwelle angeschlossene Schubstange (Pleuelstange) in die Horizontalbewegung der Säge umgesetzt werden muss. die die Sägeblattführung beeinflussen. Abb. Auch in P. Wenn nun das Sägeblatt lediglich in einen hochkant gestellten Rahmen eingespannt und dieser mit der Schubstange ver- bunden ist. treten Kräfte auf. so wird die Horizontalbewegung nicht streng geführt. in der sich die Kurbelwelle bei ihrer Kreisbewegung gerade befindet. Das ist am ehesten an einem Beispiel aus dem Straßenver- kehr zu verdeutlichen. Mangartz ist der Sägerahmen ebenfalls frei pendelnd aufgehängt. . 12 Ephesus. da es mit der Schleppkurve eines Anhängers zu vergleichen ist. da sie immer in die Richtung gezogen wird. In der Rekonstruktion der Sägemaschine nach F. Diese Schleppkurve wird sich bei der Zugbewegung auf einer anderen Bahn befinden als bei der Schubbewegung. 13 Hierapolis.

c. In der Praxis wird der Kraftwagen die Kurve auf der Fahrbahn umrunden. die entweder in einem hochkant gestellten Rahmen in einem Sägegestell ohne horizontale Führung untergebracht wurden oder de- ren Rahmen an vier Seilen frei schwebend aufgehängt wurden. sondern diese stattdessen regelrecht schneiden. während der Anhänger über die Bordsteinkante der Kurve ge- zogen wird. e) Bei der folgenden Umkehr vom Schieben zum Ziehen kippt der Sägerahmen von einer Schräglage in die andere.444 Klaus Grewe der von einem Kraftwagen gezogen wird: Fährt ein solches Gespann um eine Kurve. so wird der Anhänger die vom Kraftwagen vorgelegte Kurve nicht nachvollziehen. 14 Auswirkungen der Schleppkurve beim Betrieb einer horizontal nicht geführten Säge: a) Der Sägerahmen mit den Sägeblättern wird auf dem Steinblock in Position gebracht. Im Moment des Kippens setzt der Sägevorgang für einen Augenblick aus. Jeder der dieses Manöver als ungeüb- ter Fahrer einmal versucht hat. sondern sich stattdessen querstellen. der nicht die gewünschte horizontale Schnittlinie. dass ein Teil der Schubkraft ins Leere laufen wird. d) Beim Übergang vom Ziehen zum Schieben verkippt der Sägerahmen und ein Teil der Schubkraft stößt ins Leere. was zu einem ›Buckel‹ in der Schnittkante führen muss. a b c d e Abb. Erst mit viel Feingefühl und Fahrpraxis wird es einem Fahrer gelingen. Noch stärker wird sich diese Schleppkurve bei der Schubbewegung auswirken. Noch gravierender wirkt sich die Traktrix bei der Rückwärtsfahrt aus. . 14 a–e). kennt das Ergebnis: der rückwärts geschobene Anhänger wird sich nicht auf der bei der Zugfahrt beschriebenen Schleppkurve bewegen. hinzu kommt. b) Die Kurbelwelle zieht den Sägerahmen auf einer Schleppkurve in ihre Richtung. also in horizontaler Rich- tung ein völlig freies Spiel hat. Ganz ähnlich ist das Verhalten von Sägen. wird die an der Schubstange beweglich angehängte Säge sich bei jeder Zugbewegung verkippen. Je nach Drehrichtung der Kurbelwelle wird sie dabei nach unten oder oben gezogen werden. Als Ergebnis wird sich ein völlig uneinheitlicher Sägekanal zeigen. sondern eine konkave Wölbung mit stark einge- schnittenen Enden aufweist (Abb. wenn also der Anhänger vom Kraftwagen geschoben wird. die einzig fahrbare Traktrix zu finden. Da ein solcher Sägerah- men nur im ersten Fall in vertikaler Richtung zwangsgeführt ist. um den Anhänger in eine gewünschte Richtung zu bugsieren.

resp. sie sind nämlich tatsächlich annähernd horizontal. Die in Gerasa angesägten Mar- morsäulen und die in Ephesus gefundenen Marmor- blöcke zeigen aber völlig andere Schnittspuren. Sturm. liegt an der ruckartigen Richtungsänderung zwischen dem Schieben und Ziehen des Spannrahmens. mit den angebotenen Rekonstruktionen wäre ein solches Ergebnis jedenfalls niemals zu erreichen gewesen25. die derartige Laufabweichungen möglichst ausschließt (Abb. ÖAI Wien. Schiø- ler. Das heißt zum einen. Um ein funktionierendes Modell einer Steinsägemaschine zu erhalten. C. Da jede Lauf- abweichung der Säge ihre Spuren in der Schnittfläche des Steins hinterlassen würde. die leichten Abrundungen an den Enden sind von der ruckartigen Schubumkehr verursacht. die völlig andere Arbeitsspuren als die vorgefundenen hinterlassen würde. 25 Dass auch eine streng horizontal geführte Säge einen leicht konkav gewölbten Sägeschnitt verursacht. dass die im Ammianos-Relief dargestellten Einzelteile der Sägemaschine sich im Modell wieder finden müssen. Wiplinger. 1718 ein neues Modell entwickelt und beschrieben. es kann also nicht etwa eine Säge rekonstruiert werden.26 24 Die Messergebnisse lieferte mir freundlicherweise G. b) Eine Sägemaschine ohne strenge horizontale Führung des Sägerahmens wird einen ›Buckel‹ in der Schnittkante verursachen. der mit einer nach Seigne. Um diese Anforderungen zu erfüllen. Jeder Marmorblock. . Tab. u. XXXVII. Zieht man die frühen neuzeitlichen Mühlenhandbücher zu Rate. dass eine solche Sägemaschine ohne zwangsweise Führung in verti- kaler und horizontaler Richtung nicht einwandfrei funktionieren kann. Mangartz oder Kessener rekonstruierten Sägema- schine geschnitten worden wäre. Diese geringen Wölbungen können nur das Ergebnis einer horizontal streng geführten Säge sein. müsste nach diesen Vorgaben einen von der Horizontalen abweichenden Sägeschnitt aufweisen. ist eine Rekonstruktion anzustreben. Die beiden Marmorblöcke von Ephesus zeigen auf ihre Längen von ca. 15 Typische Schnittkanten als Auswirkungen verschiedener Sägetechniken: a) Eine mittig aufgehängte Pendelsäge mit abgerundetem Sägeblatt wird eine konvexe Schnittkante verursachen. 15 mm (südlicher Block)24. 26 Sturm 1718. müssen die aus den archäologischen Quellen bisher gewonnen Erkenntnisse natürlich in den Entwurfsplan einfließen. 2. s. Weiterhin müssen sich die in den in Gerasa und Ephesus gefundenen Werkstücken sichtbaren Arbeitsspuren auf den Sägevorgang zurückführen lassen. kommt man genau zu dieser Erkenntnis. Dieses Beispiel zeigt. Die Reliefdarstellung einer antiken Steinsägemaschine aus Hierapolis in Phrygien 445 Abb. 15).2 m eine konkave Wölbung von lediglich 12 mm (nördlicher Block). hat J. c) horizontale Schnittkante einer sowohl vertikal als auch horizontal streng geführten Säge. der nach eigener Aussage zuvor mehrere schlecht funktionierende Steinsägen gesehen hat.

Bei Sägen mit mehreren Sägeblättern nebeneinander (Gattersägen). Leupold und Beyer bemängeln. die Leichtgängigkeit der Sägemaschine31. 33 »Daß Wasser aber nicht nur an einer Stelle.und Wiedergehen einschneide«.und herbewegt wird. 16). 115–116. Da Sturms Säge nur über ein Sägeblatt verfügt. der vom Ge- triebe angetrieben über acht Rollen auf zwei seitlichen Holzbalken hin. 4. 5. in den das Sägeblatt vertikal beweglich eingehängt ist. In dem horizontal bewegten Sägeschlitten sind an den Schmalseiten mittig zwei senkrecht stehende Hölzer angebracht. Sie wird über ein Getriebe angetrieben. wobei sich dann der gesamte Rahmen im Sägeschlitten selbsttätig abzu- senken hat. das gleichmäßige Einschneiden in den Steinblock30.und Herbewegen der Sägeblätter29. sondern ein auf Rädern beweglicher Sägeschlit- ten. das aus einem Kammrad mit 48 Kämmen und einem Drehling mit 16 Stäben (Stöcken) besteht. 30 »Daß der Schnitt einmahl so starck wie das andere mahl geschehe«. die selbsttätige Berieselung des Sägeschnittes mit dem Schleifmittel Sand32.und hergezogen. 29 »Daß die Säge continuierlich in dem Hin. ist die beschriebene Art der Unterbringung ausreichend.446 Klaus Grewe Die Sturmsche Sägemaschine besteht aus einem feststehenden Sägebock (in diesem Fall ein regelrechtes Holzgehäuse). Mit dem Einschneiden in den Steinblock rutscht das Sägeblatt in den ›Faltzen‹ der Vertikalhölzer tiefer. 3. dass die meisten der von ihm angetroffenen Sägen diese Anfor- derungen nicht erfüllen und empfehlen – »weil uns keine bessere Invention zu Händen gekommen« – die bei L. die der vertikalen Führung des Sägeblattes die- nen. XL. 32 »Daß ohne Menschen Zuthun. die gleichmäßige Beträufelung des Sägeschnittes mit Wasser33.« . der zu sägende Steinblock ist auf einem Holzbock im Inneren gelagert (Abb. Taf. Mit diesen Vorrichtungen ist das Sägeblatt nicht nur horizontal. die Arbeit viel zu schwer gehet. 28 Leupold – Beyer 1735. an dem andern aber naß schneidet.und Vertikalfüh- rung des Sägeblattes sowie eine automatische Sandberieselung und Wasserbeträufelung aus. wo die Säge an einem Orte trocken. C. das kontinuierliche Hin. sondern ohne Knarren und Poltern fein stille fort arbeite«. Damit das kraftvoll geschieht. Der Sägeschlitten (Sägewagen) ist der bewegliche Teil dieser Sägemaschine. in welchem als bewegliches Teil der Sägeschlitten hin. Leupold nennt als wichtigste Eigenschaften einer solchen ›Steinsäge-Mühle‹: 1. Diese Anforderung stellen auch Leupold und Beyer an eine Steinsägemaschine.und Schubkräfte des Antriebs direkt auf das Sägeblatt aus. Sturm schon früher publizierte Steinsäge28. müssen diese in Rahmen (Gatter) eingespannt sein. Diese Säge zeichnet sich durch eine zwangsweise Horizontal. 31 »Daß sie nicht schwer gehe. sondern auch vertikal zwangsweise geführt! Es fällt in diesem Modell aber vor allem eines auf: Hier wird nicht etwa das Sägeblatt von der Schubstange hin.und her bewegt wird. sind an beiden Enden des Sägeblattes Gewichte aufgelegt27. 27 Sturm nennt ein Gewicht von »zwei Centnern«. 2. sondern immer indirekt über einen Sägeschlitten. In keinem Fall wirken sich die Zug. sondern stets auch hin und wieder über den gantzen Schnitt zutropffe. der Sand vor sich in den gantzen Schnitt laufe«. weil sonsten.

In dem von einem Zahnradgetriebe hin und her bewegten Sägeschlitten ist ein Sägeblatt in einen vertikal beweglichen Rahmen eingespannt. 16 ›Steinschneide-Mühle‹ von L. Die Reliefdarstellung einer antiken Steinsägemaschine aus Hierapolis in Phrygien 447 Abb. C. Sturm (1718). .

Jahrhunderts die Aufgabe gestellt. zeigen feststehende Gattersägen. Die Fotodokumentation führte freundlicherweise P. V. Diese war zwar in einem historischen Mühlengebäude untergebracht.448 Klaus Grewe Fasst man alle bisher aufgezeigten Überlegungen zusammen. dass der Verfasser vor wenigen Jahren in Schwerin das funktionstüchtige Modell einer Steinsägemaschine fand. Hinweis von W. für die Lager der Mühlräder wurde Fockholz verwendet. Prospekte von 1920/30 der ehemaligen Maschinenfabrik Carl Meyer. müsste nun eine funktions- tüchtige Rekonstruktion zu bauen sein. die 1983 wiederhergestellte Anlage dient heute Museumszwecken. in denen Spannrahmen mit eingespannten Sägeblättern (Gatter) hin- und herbewegt wurden. sich bezüglich einer solchen Re- konstruktion bei den frühen modernen Sägemaschinen umzuschauen. von der Inneneinrichtung fehlten allerdings die wesentli- chen Bestandteile35. Jhs. Ein Zufall wollte es allerdings. Schmidt.. Danach war zwar ein altes Mühlen- gebäude. 37 Die Mühle stammt aus dem Jahre 1705. Es wäre durchaus verlockend. Leupold – Beyer 1735. die Steinsägemaschine wurde 1753–1755 eingebaut und diente bis zur Fertigstellung des Schweriner Schlosses im Jahre 1857 der Steinverarbeitung. – W. wobei beson- ders Leupold und Beyer. in dem seit 1705 Steine geschnitten und poliert worden waren. dass sie hier als Vergleichsmodell näher vorgestellt werden soll (Abb. Die Sägen wurden von Elektromotoren angetrieben. sondern statt dessen eine Neuerfindung vorzulegen. Für die Rekonstruktion der Mühle in den Jahren 1983 bis 1985 be- diente man sich der Vorbilder aus historischen Handbüchern des 18. Die Schleifmühle Schwerin befindet sich in der Trägerschaft des Stadtgeschichts- und Museumsvereins Schwerin e. Da die aus Holz gebaute Sägemaschine aus einer gleichermaßen einfachen wie effektiven Konstruktion besteht. Leide. Zähne – Weißbuche (im Sommer geschlagen. als historischer Baukörper wiederhergestellt. frdl. Zahnräder – Eiche. 36 Sturm 1718. Schwerin. wobei die Kraftübertragung – wie bei der Ammianos-Säge – über Kurbelwellen und Schubstangen geschah. kann sie durchaus als Vor- bild für die Rekonstruktion des römischen Vorläufermodells dienen. Schwerin durch. 35 Von den Originalteilen fand sich vor dem Wiederauf bau lediglich ein Segment des Kammrades. Die Säge ist Teil einer mit Wasserkraft angetriebenen Doppelanlage bestehend aus einer Steinsäge und einer Schleifmühle37. Das Schweriner Modell einer Steinsäge Die Gefahr bei der Rekonstruktion technischer Vorgänge oder Gerätschaften liegt immer darin. die 1993 von der Fa. Die Steinsäge von Schwerin ist der Ammianos-Säge in der Funktionsweise des Sägeantriebs derart ähnlich – die Technik der Kraftübertragung vom Wasserrad auf die Säge ist praktisch identisch –. Bei der Rekonstruktion wurden folgende Holzarten verwendet: Schubstange – Esche. das Gebäude einer zerfallenen historischen Schleifmühle mit altem Baumaterial wieder aufzubauen und danach mit neuem Leben zu erfüllen. Behrens 1789. 17). In Schwerin hatte man sich in den 80er Jahren des 20. Die Sägen sind allerdings komplett aus Eisen hergestellt und schon deshalb mit antiken Vorläufern nicht vergleichbar34. zweimal jährlich mit Rindertalg eingefettet gegen Holzwürmer). Moll ist für sachkundige Auskünfte freundlich zu danken. herangezogen wurden36. Leide und J. die sich aber selbst auf Sturms »Vollständige Mühlen-Baukunst« beziehen. Burkhardt GmbH – damals noch unter dem Namen »Eisenwerk Hensel« firmierend – übernommen wurde. 34 Die modernsten Steinsägen werden computergesteuert mit Sägeseilen betrieben und können als Vergleiche nicht mehr herangezogen werden. . nicht das wirkliche Vorbild aus antiker Zeit zu treffen. es handelte sich allerdings um den Nachbau nach historischen Vorlagen.

2 m). das an der Außenwand des Gebäudes über dem Mühlenbach angebracht ist und unterschlächtig angetrieben wird. Nach historischen Vorbildern nachgebaute Steinsäge. Mit der Schweriner Sägemaschine steht der Forschung ein 1:1-Modell einer antiken Steinsäge zur Verfügung. .6 m) ange- trieben. Von diesem Kammrad aus werden zwei 38 Zahnrad mit im Außenrand seitlich eingebrachten Zähnen. Bei günstigen Bedingungen werden 12 U/min und da- mit eine Leistung von 6 PS erreicht. Auf diese Weise werden auch die in der Ammianos-Säge nicht dargestellten Maschinenteile sichtbar. 17 Alte ›Schleifmühle‹ in Schwerin. Dort dreht sie ein großes Kammrad 38 (Dm 2. und es kann das Bild der kompletten und funkti- onstüchtigen Anlage vorgestellt werden. hölzernen Wasserrad (Dm 4. Die Reliefdarstellung einer antiken Steinsägemaschine aus Hierapolis in Phrygien 449 Abb. Von hier aus wird die Drehbewegung des Wasser- rades über die Radwelle von 5. Die Säge wird von einem mächtigen. b 1.45 m.5 m Länge in das Innere des Gebäudes übertragen. Ein besonderes Merkmal ist die nachgewiesene Tauglichkeit des Schweriner Modells.

. 18). Der Sägetisch ist der feststehende Unterbau der Steinsäge. nämlich über eine an die jeweilige Kurbelwelle angehängte Schubstange. Die Kraftübertragung vom Zahnrad über Drehling und Schubstange auf den Sägeschlitten entspricht im Wesentlichen der Darstellung auf dem Ammianos- Relief. Um den Anforderungen nach einem glatten Sägeschnitt gerecht zu werden. Damit sind die Anforderungen nach einer zwangsweisen Führung der Sägeblätter sowohl in horizontaler Richtung als auch in vertikaler Richtung gewährleistet39. In die beiden Außenholme der Längsseiten des Sägetisches sind Schienen eingelassen. 18 Alte ›Schleifmühle‹ in Schwerin.450 Klaus Grewe Abb. Jahrhunderts gebaut. besteht die Säge aus drei deutlich ge- trennten Bauteilen: dem Sägetisch. dem Sägeschlitten (Sägewagen) und dem Spannrah- men. Die Übertragung der rotierenden Bewegung in eine linear oszillierende Bewegung ge- schieht in Schwerin und bei der Ammianos-Säge auf dieselbe Art und Weise. Die Schubstange ist bei beiden Modellen aus Holz (Abb. in denen der Sägeschlitten hin. wenn die Schienen stattdessen in den Boden eingelassen wären. an deren Stelle der zu sägende Steinblock gelagert ist. während sie in Hierapolis vermutlich als Hubzapfen in der Seitenwand des Rades untergebracht war. 39 Der Nachbau der Schweriner Sägemaschine wurde 1983 bis 1985 nach Vorbildern aus der Fachliteratur des 18. das in Schwerin verwirklichte Modell für die Rekonstruktion des antiken Vorgängers als Vorbild zu nehmen. zumal der Getriebeantrieb der Schweriner Säge bis in die Einzelheiten der Reliefdarstellung aus Hierapolis entspricht. Mit der Schubstange erreicht die Kraftübertragung die Säge. Als kleiner Unterschied zur Ammianos-Säge ist die Kurbelwelle in Schwerin aus Stahl (früher Schmiedeeisen) auf die Achse montiert worden. Er gleicht einem massiven Tisch ohne Tischplatte.). 19).und hergeschoben werden kann40 (Abb. kleinere Räder (Drehlinge) mit den Kurbelwellen angetrieben: auf der einen Seite der Antrieb für die Steinsäge und auf der anderen Seite der Antrieb für die Schleifmühle. (Lediglich das Kammrad des Getriebes im Relief ist hier durch ein Kronrad ersetzt. Da auf diese Weise eine funktionstüchtige Säge entstanden ist. 40 Bei größeren Anlagen könnte auf den Tisch verzichtet werden. die alle Anforderungen an einen glatten Schnitt erfüllt. scheint es erlaubt.

19 Alte ›Schleifmühle‹ Abb. Der Sägeschlitten läuft auf drei Paar Rädern und wird mittels der an der Frontseite einge- hängten Schubstange bewegt. die man auf den Spannrah- men aufgelegt hat41. Abb. 50 kg. um einen vertikalen Druck des mit zwei Sägeblättern bestückten Sägerahmens auf den zu sägenden Stein auszuüben. wodurch wiederum auch glatte Vertikalschnitte gewährleistet sind. hat man sie durchbohrt und durch Holzstifte auf der Oberseite des Spannrahmens fixiert (Abb. Dazu sind am Spannrahmen insgesamt acht Holzstifte angebracht worden. Den notwendigen Druck dafür bewirken mehrere Gewichte. Bei mehr als zwei Sägeblättern nimmt das Eigengewicht zu. 22 Von der Pleuelstange wird der Sägewagen hin. 20). die in die Führungsschie- nen (Nuten) der senkrechten Ständerhölzer des Sägeschlittens eingepasst sind. Gleichzeitig wird der eingehängte Sägerahmen von aufgelegten Gewichten nach unten gedrückt. die in einen Spannrahmen eingespannt sind. und die Sägeblätter schneiden sich in den Steinblock ein. Diese Holzstifte sorgen für ein sauber geführtes Absenken des Spannrahmens beim Eindringen der Sägeblätter in den Steinblock (Abb. von der Pleuelstange die vier Führungsschienen Sägetisch mit zwei (Schubstange) auf sechs des Sägetisches eingepasst eingelassenen Schienen Rollen hin und her und ermöglichen ein für den Sägewagen. Der Spannrahmen sorgt für eine gleichmäßige Vertikal- bewegung.und Herbewegungen des Sä- gevorgangs nicht herunterfallen. so dass beispielsweise bei acht Blättern ganz auf Zusatzgewichte verzichtet werden kann. Durch die Führung des Wagens in den Schienen des Säge- tisches ist zwangsweise eine gleichmäßige Horizontalbewegung gewährleistet. Nur durch das gleichzeitige Einwirken der horizontalen und vertikalen Kräfte auf die Sägeblätter werden die gewünschten glatten Schnitte erreicht. gleichmäßiges Absenken des Sägerahmens. 22). Die Reliefdarstellung einer antiken Steinsägemaschine aus Hierapolis in Phrygien 451 Abb. Der Schnitt wird mittels zweier parallel geführter Sägeblätter ausgeführt. 20 Der Sägewagen Abb. Theoretisch müsste diese 41 Die Gewichte sind notwendig. 21 Kleine Holzstifte in Schwerin. . Nachbau einer (Sägeschlitten) wird im Sägerahmen sind in historischen Sägemaschine. 21). wodurch ein glatter Horizontalschnitt möglich wird (Abb. Das Gewicht des Spannrahmens beträgt ca. Damit diese Gewichte bei den Hin. bewegt.und hergeschoben.

Um den Steinblock vor dem Anschnitt in Position zu bringen. Die Seile sind paarweise so angebracht 42 Spätere Ausführungen von Sägeblättern haben an der Unterkante rechteckige Aussparungen. abhängig von der Abnutzung der Holz- stifte des Spannrahmens und der Führungsschienen des Sägeschlittens. einer kleinen Leitung auf die Schnittstelle. Da hier ein ruckartiger Richtungswechsel vollzogen wird. Hier könnte nun der Einwand erfolgen. In dieser Hinsicht wirkt sich allerdings das Verhalten des Sägeschlittens bei dem zuvor beschriebenen ruckartigen Richtungswechsel positiv aus (Abb.452 Klaus Grewe Abb. 23 Alte ›Schleifmühle‹ in Abb . Die Stärke dieser Ausformung ist u. als im durchgängigen Mittel- teil der Schnittlinie. um dem Schleifmittel zu größerer Wirkung zu verhelfen. . da es nicht in den Schleifkanal unter dem Sägeblatt eindringen kann. Da sich bei diesen sich ständig wiederholenden Richtungswechseln die Säge stets ein wenig anhebt. Auf diese Weise entstehen an den beiden Enden des Schnittkanals leichte Abflachungen. Die Sägewirkung wird erreicht durch Zugabe von Schleifmitteln in Form von Wasser und Schleifsand (Schmirgel) auf die Schnittstellen (Abb. 23). kann der Spannrahmen mittels Seilen hochgezogen und niedergelassen werden.a. Ungezahntes Sägeblatt. kann das Schleifmittel vom zugeführten Wasser in den Schleifkanal unter dem Sägeblatt eingespült werden. Zu diesem Zweck ist der Rah- men an seinen vier Ecken an Seilen aufgehängt. Bei den Sägeblättern handelt es sich um einfache Eisenblätter ohne Zähne42 (Abb. 25). kommt es zu einer unvermeidbaren. deren Auswirkun- gen beim Wechsel von der Schubbewegung zur Zugbewegung (und umgekehrt) zutage treten. 24). Während das Schwerin. schneidet das Sägeblatt an den beiden Enden des Schnittkanals etwas stärker ein. dass ein streng horizontal geführtes Sägeblatt das Schleifmittel nicht zur Wir- kung kommen lässt. die eine – allerdings nur schwache – konkave Form der Schnittlinie verursachen. rinnt das Wasser aus Teilansicht. Säge einen exakt horizontalen Sägeschnitt hinterlassen.24 Alte ›Schleifmühle‹ in Schwerin. Schleifmittel von Hand aufgestreut wird. in modernen Sägemaschinen wird mit Sägeseilen gearbeitet. allerdings nur sehr geringfügigen Verkippung. Da eine solche Säge aber nicht ohne ein gewisses ›Spiel‹ des Spannrahmens im Sägeschlitten zu bauen ist.

ist im Relief durch die symbolische Dar- stellung zweier einfacher Spannsägen. . B. 25 a. b Das Werkstück aus Schwerin zeigt deutlich die Schnittlinie. da die Säge beim ruckartigen Richtungswechsel stets ein wenig stärker einschneidet. während die angetriebenen Sägen aufgrund der frühen Fachliteratur des 18. die jeweils einen Steinblock zur Hälfte zerschnitten haben. Ammianos. Hier ist erstmals die Kraftübertragung von einem Wasserrad über ein Getriebe bildlich dargestellt. als seine vielleicht bedeutendste Lebensleistung. Da bisher angenommen wurde. Dass mit dieser Ma- schine eine Doppel-Steinsäge angetrieben wurde. Die Reliefdarstellung einer antiken Steinsägemaschine aus Hierapolis in Phrygien 453 Abb. (Das linke Teilstück des Steins ist abgebrochen). Die detailgetreue Darstellung des Sägeantriebs ließ eine funktionstüchtige Rekonstruk- tion zu. wie sie von einer horizontal und vertikal geführten Steinsäge verursacht ist: Die Enden der Schnittlinie sind leicht abgeflacht. Auf diese Weise lässt sich bei Bedarf – z. kommt der Entschlüsselung des Ammianos-Reliefs eine besondere Bedeutung für die Technikgeschichte zu. für die Nachwelt darzustellen. um zu einem funktionstüchtigen Nachbau zu kommen. nach Beendigung des Sägevorgangs oder beim Bruch eines der Sägeblätter – der Rahmen hochziehen. kam es offensichtlich in erster Linie darauf an. Jahrhunderts rekonstruiert werden mussten. der sich in der Inschrift als »geschickten Erfinder« be- zeichnet. dass sie über eine in der Oberkante des Sägewagens angebrachte Walze laufen und durch Drehung derselben gleichmäßig gehoben oder abgelassen werden können. Maschinenantriebe über ein derartiges Ge- triebe seien erst in mittelalterlichen Quellen zu finden. diese Kraftmaschine. worden. Schlussbetrachtung Die Reliefdarstellung einer antiken Steinsägemaschine auf einem Sarkophag in Hierapolis kann als einer der bedeutendsten Funde der jüngeren technikgeschichtlichen Forschung gelten. dargestellt.

BABesch Suppl. AAJ 26. Sixth-Century Waterpowered Sawmill. Congress on the History of Water Management and Hydraulic Engineering in the Mediterrannean Region 2004. Mangartz 2006 F. Ausonius´ Saw-Mills – Once More.bd. . Wikander. 2002. Tunnelbau unter Antoninus Pius. Wiplinger (Hrsg. RheinMusBonn 2. Welcher allerhand Sorten von solchen Machinen. deutsch von K. Proceedings of the 12th Int. JdI 86. Müller und Zimmerleute (Schwerin 1789). Leupold. zusam- mengetragen von Johann Mattias Beyer (Leipzig 1735. A Sixth Century Water-powered Sawmill at Jerash. C. I. 5. Journal of the International Society of Molinology 70. Une scierie méchanique au VIe siècle. Seigne. A Stone Relief of an Water-powered Stone Saw at Hierapolis. How to Saw Marble. Water-powered Stone Saws in Late Antiquity. Note sur le sciage des pierres dures à l´époque romaine. Ausonius and the Authenticity of the Mosella. Leupold – Beyer 1735 J. The Use of Water Power in Classical Antiquity. 36–37. Seigne 2000 J. Seigne 2002b J. Mosella. so wohl histor. 2002. (Wiesbaden 1985) 18–21. C. 1971. Collection du Centre Jean Bérard 27 (Naples 2007) 227–234. Planung und Trassierung im antiken Tunnelbau (Mainz 1998) 134–139. Türkei – Vorbericht. 205–213. Grewe 1998 K. Plinius Secundus d. 253–312. Seigne. Schriftenreihe der Frontinus-Gesellschaft. Behrens. Warnecke. Grewe – Kessener 2007 K. Zur Rekonstruktion der wassergetriebenen byzantinischen Steinsägemaschine von Ephesos. 1989. Planung und Trassierung römischer Wasserleitungen.). 185–190. Grewe 1985 K. oder Schauplatz der Mühlen-Bau- Kunst. P. RACFr 39. Actes du Colloques International. Nachdruck Hannover 1982). 2002. 14–16. Mangartz. M. Seigne. Zehn Bücher über Architektur. in: Énergie hydraulique et machines élévatrices d´eau dans l´Antiquité.und Mühlen-Grundwerks-Baue mit den Haupt- und Spezialrissen zum gemeinnützigen Gebrauche für Bauliebhaber. Vitruv Vitruv. Journal of the International Society of Molinology 64. Röder. 2000. 1997. Schiøler. 33–38. Grewe. Naturkunde. Seigne 2006 J. deutsch von R. deutsch von C. als pract. Wikander 1981 Ö. Seigne. Suppl. Die practische Mühlen-Baukunst oder gründliche und vollstän- dige Anweisung zum Mühlen. Theatrum machinarum molarium. Mommsen 1871 Th. AKorrBl 36/4. Hopp (Darmstadt 1992). Die antike Marmorsäge – Eine Werkzeugmaschine wird rekonstruiert. Water Driven Saws. Ä.und Aufrissen vorstellet…. Behrens 1789 E. Wikander 1989 Ö. 2005. Sturm 1718 L. Kessener. Simms 1983 D. 635–643. König und J. Grewe. die man Muehlen nen- net. Archéologia 385. Vollständige Mühlen-Baukunst (Augsburg 1718). Licht am Ende des Tunnels. Cura Aquarum in Ephesos. Weis (Darmstadt 1984). OpRom XIII. Plinius C. 34–35. AZ NF III. Technology and Culture 24. Marmor Phrygium – Die antiken Marmorbrüche von Iscehisar in Westanatolien. Seigne 2002c J. OpRom XVII. nebst ihren Grund. Schiøler 2005 Th. 2006. The Precondition for Industrialisation? in: G. 1981. 223–234. Grewe – H. 1983. Röder 1971 J. Seigne..12 (Leiden 2006) 383–390. Wikander. L. 1871. Sturm. Seigne 2002a J.454 Klaus Grewe Literaturverzeichnis Ausonius Ausonius. Fensterbusch (Darmstadt 1976). 91–104. Simms. Warnecke 1997 H. Mommsen. 573– 590.

Alle anderen Abbildungen vom Autor. Nr. Emmerling – 6. Oberendorff nach Esin – Harmankaya 1999. Mangartz – 13 P. Beitrag Hüser: 3 d nach Samarin u. Kienlin. 2 – 17 vereinfacht nach Gourdin – Kingery 1975. 11 – 15 nach Schirmer 1983. Uçankuş – 5. 98 – 3 Zeichnung Ekin Yerlikaya (DAI Istanbul) nach Harmankaya – Tanındı – Özbaşaran 1997 – 4 . Kurapkat (DAI 2000) – 5 DAI 1998 – 7–9 D. Beitrag Grewe: 1–6. Schiøler – 12 F. Abb. Nr. Umzeichnung nach Erten 2007 und Foto nach Keil-Wilhelm 1931. 10. 11 nach Machatschek 1967 –14 Olba. Stadtmauer von Oinoanda 2007. 2. C. 10 E. I. 10–13. Beitrag Aylward: 1 nach Drexell 1911. 19–22 K. 30. B. Abb. 7. Beitrag Eres: Alle Abbildungen vom Archiv des »Thracian Research Project«. Abb. Mauerwerkspartie der hell. Bachmann. v. 20. 7.a. 287–288 und 277) – 13 O.-J. Valentina Hinz und Stefan Franz nach Angaben und Bauaufnahmen vom Autor. v. 6–7. Kessener – 15 F. Beitrag Bachmann: 1 Zeichnung Ekin Yerlikaya (DAI Istanbul) nach Naumann 1971. 28. Abbildungsnachweis Umschlagbild: M. . 9. Alle anderen Abbildungen vom Autor. Grewe – 7–8. 4 D. Abb. Seigne – 11 Th. Alle anderen Abbildungen vom Autor. Alle anderen Abbildungen vom Autor. 22. VI. 26. Grewe – 16 nach L. Beitrag Como: Alle Abbildungen vom Archiv der »Missione Monastiraki«. Aurenche 2007 – 14 nach Aurenche 1993. 25 – 5 unten nach Seeher 2006. 169 – 6 Pergamon Museum. Beitrag Bankel: 1. Alle anderen Abbildungen vom Autor. nach Hampel 1991. Abb. Mit Genehmigung des »Ayanis Project«. Kurapkat (DAI 2002) – 10. Uçankuş – 2 A. 1960. V2. 10–12 Aufnahme M. 14 – 2 Zeichnung Ekin Yerlikaya (DAI Istanbul) nach Efe 2003. Abb. Abb. 28. 7. Oszvald (2001) – 8 Aufnahme D. 2. 15–17.21 – 4 Fränkel 1890. Schmidt (DAI 2004) – 3. 136–138. 14 H. 23–25 P. Bachmann. Taf. Kellner (DAI Istanbul). 186–189 – 4 b. Schmidt. 8–9 S. Beitrag Durukan: 5. Sturm – 17–18. Beitrag Kurapkat: 2 K. 9 – 4 c nach Seeher 2006. 93. 9– 2 M. Bachmann (2006) – 5 Aufnahme P. Beitrag Düring: 1 von M. Röder – 10 J.Lauffer – 9 J. Beitrag Eicher: Alle Abbildungen von der Autorin. Johannes (Badisches Landesmuseum 2007. Abb. Hartmann – 4 H.3–268. Roos (2005) – 9 Zeichnung M. Oberendorff. 6. 16 D. Alle anderen vom Autor. 34. Abb. Demeter. Beitrag Kienlin: 1 nach H. Dinkel – 3 A. Berlin. Kienlin. Beitrag Harmanşah: 3 nach Çilingiroğlu 2003.

Beitrag Plattner: 10: Pensabene 2002. Abb. D. Beitrag Schachner: 1–5 Bogazköy-Hattuša Expedition. 213. Abb. 21 – 5 b Naumann 1955. Schmeling (im Original 1:20) . T. Abb. Beitrag Seeher: 11 Neve 1969. 33 – 1 b Ohnesorg. Roewer – 10 ÖAI Archiv. A. 12. 85 – 12 Lanckoronski 1890. ÖAI – 16: Mattern 2001. Taf. Alle anderen Abbildungen von der Autorin. 15 – 9 J. Fig. Mitte rechts und Taf. 22 d. 21 – rechts: D. Fink. ergänzt – 8 F. 303/14 – 11 Knackfuss 1924. M. Umzeichnung und Rekonstruktionen: D. bearbeitet von K. Abb. Beitrag Quatember: 1. 93 – 4. A. Abb. Taf. Taf. 83/263–2 – 15 D. Inv. Gail (ÖAI) – 3. 2. 2 – 6–8 Kuşaklı-Projekt – 9 B. 2 – 2 b Schirmer 1985. 1902. 101.1 – 9 links: J. Tafel 9. Taf. Abb. Taf. Alle anderen Abbildungen vom Autor. Beitrag Thür: 1 U. Bogenstätter. Abb. Alle übrigen Abbildungen von der Autorin. Abb. 38 – 2 Ohnesorg 2007. 75. Alle anderen Abbildungen von den Autorinnen. Rohn. Adenstedt (ÖAW). Beitrag Schulz: 1 Hoepfner – Schwandner 1990 – 4 Naumann 1979. Z 145 – 2. Abb.5 Zeichnungen P. Alle anderen Abbildungen vom Autor. 22 – 4 Ohnesorg 2007. 126. Schinz (im Original 1:50). 31c – 15. Beitrag Mielke: 1 Bittel – Naumann 1938. P. Roos – 12 Durm 1905. Roos. Schachner – 16. Durugönül 1998. Attila – 2–4: C. Taf.Nr. Beitrag Weber: 1 nach Knackfuß 1941. Alle anderen Abbildungen von der Autorin. Beitrag Rohn: 1 A. Schwing – 2 D. 14. Abb. Abb. 1999. Feichtner nach Vorgaben des Verf.-P. C. 25. Taf. Abb. 21c – 4 c Neve 1999. Dorothea Roos. 4–5 P. Lanckoronski 1890. Beitrag Roos: 1–11 Bauaufnahmen und Fotos: Peter Baumeister. 4 und Aupert 1994. Fig. Beitrag Liebich – Styhler: 9 von Gerkan – Müller-Wiener 1961.Beitrag Lancaster: 2 Nach Aupert 1991. Alle anderen Abbildungen von der Autorin. Abb. Bachmann (DAI Istanbul) – 17 nach S. Taf. Abb. 1. 16 – 2 a Neve 1993. 2. Marr. 6–7. Outschar –4 I. 21f – 4 d Neve 1999. 23 – 3 Ohnesorg 2007. 32 – 20 nach Puchstein 1912. Unterstadt/Tempel 1a. 27 – 6 W. Taf. Bachmann – 19 nach Neve 1992. Durugönül. Abb. 55 Abb. Taf. Abb. 26 unten) – 4 a Neve 1999. Gerhardt (im Original 1:20) – 19 Zeichnung M. Größchen – 6 Zeichnung A. 45 – 5 a Bittel – Naumann 1938. Abb. 1. Rheidt. Taf. Roos. Beitrag Wulf-Rheidt: 1 Jörg Denkinger (Architekturreferat DAI Berlin). Abb. 216 – 13 Durm 1905. Nohlen. Müller – 5 U. 20 Reuther 1938. Abb. Beitrag Ohnesorg: 1 a Krischen 1938. Abb. Beil. Taf. – 3 a Puchstein 1912. 76/6 – 7 Ohnesorg2007. 99 a. 217 – 14 Pergamon Nr. Alle anderen Abbildungen vom Autor. 31 A. bearbeitet von K. Röring. Wilkening – 6–8 K. Radt – 10 M. 4 und Neve 1995/96 Abb. Beitrag Radt: 1 T. Grunwald (DAI Berlin). Beitrag Nohlen: 2 Umzeichnung K. Adam – Mitte: nach S. Sulzgruber. 2007. 25 – 13 A.12 b – 13 überarbeitet nach Neve 1985. 78 – 5 c Neve 1969. 2 oben – 5 Ohnesorg 2007. Turgut Saner. Abb. Beitrag Riorden: 1–5 von der Autorin – 6–7 nach Dörpfeld et al. Abb.Alle übrigen Abbildungen vom Autor. Abb. Taf. Oszvald – 35 nach Neve 2001. 100. 10. Abb.c – Alle übrigen Abbildungen Boğazköy-Hattuša Projekt des DAI. 52 Diagramm 4 – 33 P. 21. Mielke. 214. Alle anderen Abbildungen von der Autorin. 88 – 3 b Müller-Karpe. Roos – 7 Durugönül. 13 N. Alle anderen Abbildungen vom Autor. D. 92 (Umzeichnung nach Bittel – Naumann 1938. 62. Fichtinger. Prochaska – 8 Wilberg 1943. 7 – 3 c Naumann 1971. (im Original 1:100). nach Modell H. Alle anderen Abbildungen von der Autorin. Abb. N. . Abb. Knackfuss 1924. 9 (verändert) – 4 b Neve 1999. 87 – 32 nach Lee 1986. Schleif – 3. Größchen – 18 Zeichnung W.

Related Interests