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DIN 276/277

Grundstücksfläche FBG (m²)


 entspricht der Größe laut
Grundbucheintrag oder dem
Ergebnis der Vermessung

 In der Grundstücksfläche
können neben der
bebaubaren Fläche und der
Außenanlagenfläche
gesonderte
Erschließungsflächen und als
nicht bebaubar
ausgewiesene Flächen
enthalten sein.
Gliederung Flächen
Bruttogrundfläche BGF
- Definition
- Berechnung

Konstruktionsgrundfläche KGF Nettogrundfläche NGF

Nutzfläche NF Technische Funktionsfläche Verkehrsfläche VF


TF
Alt: Funktionsfläche FF
Grundlagen der Messregeln
 Die Messregeln für die Kostenermittlung müssen möglichst
einfach sein.
 Das gilt ganz besonders für die frühen Planungsphasen
 Daher ist es notwendig nicht den komplizierten
Aufmaßvorschriften der VOB zu folgen, sondern sich vielmehr
den einfacheren Regeln der Grundflächenermittlungen
anzuschließen, wie sie in der DIN 277 (2005) geregelt sind

 Messregeln
 Bruttoprinzip
 d.h. Ermittlung aus den äußeren Abmessungen
 Hierarchische Definition der Flächen
 jede Fläche wird i.d.R. durch die Summe ihrer Teilflächen definiert
 Einfachheit der Messregeln
 Kleine Vorsprünge, Rücksprünge usw. werden vernachlässigt, um die
Ermittlung der Mengen nicht zu komplizieren

Zur Gliederung
Überblick

Zur Gliederung
Bruttogrundfläche (BGF)
= Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen eines Bauwerkes

DIE BGF IST ENTSPRECHEND DEN FESTLEGUNGEN DER


LANDESBAUORDNUNG GRUNDLAGE
FÜR DIE BERECHNUNG DER GFZ (Grundflächenzahl)

Nicht dazu gehören:


- Grundflächen von nicht nutzbaren Dachflächen
- Grundflächen von konstruktiv bedingten Hohlräumen
- z. B. in belüfteten Dächern oder über abgehängten Decken.

Die Brutto-Grundfläche gliedert sich in:

Konstruktionsgrundfläche und Nettogrundfläche


Alt: Einteilung in Haupt- und
Nebennutzfläche entfällt

Zur Gliederung
Beispiel

Grundflächen und Rauminhalte sind nach ihrer Zugehörigkeit zu folgenden


Bereichen getrennt zu ermitteln:

Bereich a: überdeckt und allseitig in voller Höhe umschlossen,


Bereich b: überdeckt, jedoch nicht allseitig in voller Höhe umschlossen,
Bereich c: nicht überdeckt.

Zur Gliederung
Berechnung der Bruttogrundfläche
 Grundflächen und Rauminhalte sind getrennt nach
Grundrissebenen (z. B. Geschossen) und getrennt nach
unterschiedlichen Höhen zu ermitteln.
 Waagerechte Flächen sind aus ihren tatsächlichen Maßen zu
berechnen.
 Schrägliegende Flächen sind aus ihrer senkrechten Projektion
auf eine waagerechte Ebene zu berechnen.
 Für die Berechnung der BGF sind die äußeren Maße der
Bauteile einschließlich Bekleidung, z.B. Putz, in Fußbodenhöhe
anzusetzen.
 Konstruktive und gestalterische Vor- und Rücksprünge an den
Außenflächen bleiben dabei unberücksichtigt.
 BGF b sind an den Stellen , an denen sie nicht umschlossen
sind, bis zur senkrechten Projektion ihrer Überdeckung zu
rechnen.
 Bruttogrundflächen von Bauteilen (KGF), die zwischen den
Bereichen a und b liegen, sind zum Bereich a zu rechnen.

Zur Gliederung
Konstruktionsgrundfläche
= Summe der Grundflächen der aufgehenden Bauteile aller
Grundrissebenen eines Bauwerkes (inkl. Wänden, Stützen und
Pfeilern)

= auch die Grundflächen von Schornsteinen, nicht begehbaren


Schächten, Türöffnungen, Nischen sowie von Schlitzen zählen
zur Konstruktionsfläche

= bei der Berechnung sind die Fertigmaße der Bauteile in


Fußbodenhöhe einschließlich Putz oder Bekleidung anzusetzen.

= Konstruktive und gestalterische Vor- und Rücksprünge an den


Außenflächen, soweit sie die Netto-Grundfläche nicht beeinflussen,
Fuß-, Sockelleisten, Schrammborde sowie vorstehende Teile von
Fenster- und Türbekleidungen bleiben unberücksichtigt.

= Die Konstruktions-Grundfläche darf auch als Differenz aus Brutto-


und Netto-Grundfläche ermittelt werden.

Zur Gliederung
Nettogrundfläche
 Summe der nutzbaren, zwischen den aufgehenden Bauteilen befindlichen
Grundflächen aller Grundrissebenen eines Bauwerkes.

 auch die Grundflächen von freiliegenden Installationen und von fest


eingebauten Gegenständen, z. B. von Öfen, Heizkörpern oder Tischplatten
zählen zur Nettogrundfläche

 ALT: Bei der Berechnung der Netto-Grundfläche sind die Grundflächen von
Räumen oder Raumteilen unter Schrägen mit lichten Raumhöhen von 1,5 m
und mehr sowie unter 1,5 m stets getrennt zu ermitteln.

 Die Netto-Grundfläche gliedert sich in Nutzfläche, technische Funktionsfläche


und Verkehrsfläche

 Für die Ermittlung der Netto-Grundfläche bzw. der Nutz-, Funktions- oder
Verkehrsfläche im einzelnen sind die lichten Maße der Räume in Fußbodenhöhe
ohne Berücksichtigung von Fuß-, Sockelleisten oder Schrammborden
anzusetzen (vgl. 2. Berechnungsverordnung).

Zur Gliederung
Exkurs: Wohnflächenverordnung
 Die Wohnfläche ist ein Begriff, der in der seit Jan. 04 neu
erschienenen Wohnflächenverordnung definiert ist und entgegen
der, wie schon in der 2. BV, auch nur den früheren Regelwerken
sowohl für den öffentlich geförderten wie auch den privaten
Wohnungsbau Gültigkeit rechtskräftig ist hat. Allerdings kann die
WoflV auch als Grundlage im privaten Wohnbau vertragsrechtlich
vereinbart werden.

 In Übereinstimmung mit der Flächenermittlung der


Nettogrundfläche der DIN 277 werden die lichten Fertigmaße der
einzelnen Räume der Berechnung zu Grunde gelegt. Die bis dahin
in der 2. BV geltenden Flächenberechnung nach lichten
Rohbaumaßen mit anschließendem Abzug von 3 % gelten nicht
mehr. Für die Flächenberechnung nach DIN 277 war eine solche
Berechnung noch nie zulässig, wurde aber fälschlicherweise
praktiziert!

 Im Einzelnen werden jedoch noch Unterschiede zur


Flächenberechnung der DIN 277 erkennbar, so im § 3 WoFlV

Zur Gliederung
Exkurs: Wohnflächenverordnung
§ 3WoFlV

 Bei der Ermittlung der Grundflächen bleiben außer


Betracht die Grundflächen von

 Schornstein, Vormauerungen, Bekleidungen,


freistehende Pfeiler und Säulen, wenn sie eine Höhe
von mehr als 1,5 m aufweisen und ihre Grundfläche
mehr als 0,1 m² beträgt
 Treppen mit über drei Steigungen und deren
Treppenabsätze
 Türnischen und
 Fenster und offene Wandnischen, die nicht bis zum
Fußboden herunterreichen und 0,13 Meter oder
weniger tief sind

 Unterschiedlich wird auch der Nutzwert von Flächen


betrachtet, wonach gem. §4 wie folgt zu verfahren ist.
Zur Gliederung
Exkurs: Wohnflächenverordnung
§ 4 WoFlV

 Die Grundflächen sind folgendermaßen anzurechnen

 Von Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe


von mindestens 2 Metern sind vollständig
 Von Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe
von mindestens 1 Meter und weniger als 2 Metern sind
zur Hälfte
 Von unbeheizten Wintergärten, Schwimmbädern und
ähnlichen nach allen <Seiten geschlossenen Räumen
sind zur Hälfte,
 Von Balkonen, Loggien, Dachgärten und Terrassen
sind in der Regel zu einem Viertel, maximal jedoch zur
Hälfte

Zur Gliederung
Nutzfläche (NF)
 Die Nutzfläche ist derjenige Teil der
Netto-Grundfläche, der der Nutzung des Bauwerkes
aufgrund seiner Zweckbestimmung dient. Die
Nutzfläche gliedert sich in Hauptnutzfläche (HNF)
und Nebennutzfläche (NNF).

 Gruppe 1 – Wohnen Aufenthalt


 Gruppe 2 – Büroarbeit
 Gruppe 3 – Produktion Handarbeit
 Gruppe 4 – Lagern Verkaufen
 Gruppe 5 – Bildung Unterricht
 Gruppe 6 – Heilen Pflegen
 Gruppe 7 – Sonstige Nutzung

Zur Gliederung
Technische Funktionsfläche (TF)
Die technische Funktionsfläche (lt. DIN 277-1 1987-06
Funktionsfläche) ist derjenige Teil der Netto-
Grundfläche, der der Unterbringung zentraler
betriebstechnischer Anlagen in einem Bauwerk dient.

Sofern es die Zweckbestimmung eines Bauwerkes ist,


eine oder mehrere betriebstechnische Anlagen
unterzubringen, die der Ver- und Entsorgung anderer
Bauwerke dienen, z. B. bei einem Heizhaus, sind die
dafür erforderlichen Grundflächen jedoch als
Nutzflächen einzustufen.

Zur Gliederung
Verkehrsfläche (VF)
 Die Verkehrsfläche ist derjenige Teil der Netto-
Grundfläche, der dem Zugang zu den Räumen, dem
Verkehr innerhalb des Bauwerkes und auch dem
Verlassen im Notfall dient.

 Bewegungsflächen innerhalb von Räumen, die zur


Nutz- oder Funktionsfläche gehören, z. B. Gänge
zwischen Einrichtungsgegenständen, zählen nicht
zur Verkehrsfläche.

Zur Gliederung
Treppen und Rampen
 Die Grundflächen von Treppenräumen und Rampen
sind als Projektion auf die darüber liegende
Grundrissebene zu berechnen, soweit sie sich nicht
mit anderen Grundflächen überschneiden.

 Grundflächen unter der jeweils ersten Treppe oder


unter der ersten Rampe werden derjenigen
Grundrissebene zugerechnet, auf der die Treppe
oder Rampe beginnt. Sie werden ihrer Nutzung
entsprechend zugeordnet.

 Die Grundflächen von Aufzugsschächten und von


begehbaren Installationsschächten werden in jeder
Grundrissebene, durch die sie führen, berechnet.

Zur Gliederung
Messregeln für Grobelemente

 310 Baugrube (m³ BG)


 320 Gründung (m² GRF)
 330 Außenwände (m² AWF)
 340 Innenwände (m² IWF)
 350 Decken (m² DEF)
 360 Dächer (m² DAF)
310 Baugrube (m³ BG)
 Als Baugrubeninhalt (BGI) wird das Volumen des
Aushubs einschließlich der Arbeitsräume gemessen.

 Aushub für Fundamente, Grundleitungen,


Ausgleichsschichten, Filterschichten usw. wird nicht
berücksichtigt.

Zur Gliederung
320 Gründung (m² GRF)
 Als Gründungsfläche (GRF) wird die
unterste Grundrissfläche (bei
unterschiedlichem Niveau die Summe der
Teilflächen) gemessen.

 Die Fläche ergibt sich aus den äußeren


Abmessungen in Bodenhöhe.

 Konstruktive und gestalterische Vor- und


Rücksprünge bleiben unberücksichtigt

Zur Gliederung
Messregeln für Gründungsfläche
 Als Gründungsfläche (GRF) wird die unterste
Grundrissfläche (bei unterschiedlichen Niveau die Summe
der Teilflächen) gemessen
 Die Fläche ergibt sich aus den äußeren Abmessungen in
Bodenhöhe
 Konstruktive und gestalterische Vor- und Rücksprünge
bleiben unberücksichtigt

Anteile
GRF a Fundamentplattenfläche
GRF b Horizontale Bodenplattenfläche
GRF c Horizontale Projektionsfläche Treppe
GRF d Sonstige Fläche (Konstruktionsfläche, Belagsflächen

Zur Gliederung
Messregeln für Gründungsfläche

Übermessen: Kleine Vor- und Rücksprünge bleiben


unberücksichtigt, ebenso Fundamentüberstand
Schräge Flächen: Treppen, Rampen werden in der
Projektion gemessen
Zur Gliederung
Messregeln für Gründungsfläche

Zur Gliederung
Messregeln für Gründungsfläche

Zur Gliederung
Messregeln für Gründungsfläche

Zur Gliederung
Messregeln für Gründungsfläche
 Aus Vereinfachungsgründen bei
Kostenplanung und –dokumentatiion
wird ohne Berücksichtigung der
unterschiedlichen Aufmaßvorschriften
der VOB, Teil C, die Messregeln der
Gebäudegrobelemente für die
Belagsflächen zugrunde gelegt.
 Gemessen wird der tatsächlich belegte
Teil der Gründungsfläche GRF;
Öffnungen und Durchdringungen bis 1
m² werden dabei übermessen

Wenn nach DIN 277 eine Netto-


Grundfläche anzusetzen ist,
(Montageschacht, Notausstieg etc.) so ist
die BGF als GRF mit zu erfassen

Zur Gliederung
330 Außenwände (m² AWF)
 Die Außenwandfläche ist die Summe der abgewickelten Außenfläche der
Außenwände.
 Gemessen wird vertikal ab Oberkante Fundament bis Oberfläche des
Dachbelages bzw. bis zur Oberkante der als Dachbrüstung geführten
Außenwand
 Öffnungen, wie z.B. Fenster, Türen und Loggien, konstruktive Vorsprünge
wie z.B. Lichtschächte werden übermessen

 Bis auf kleinere Abweichungen ist die Fläche der Außenwände die Summe
der Flächen der Elemente
 Tragende Außenwände
 Nichttragende Außenwände
 Außentüren und –fenster
 Elementierte Außenwände

 Vertikal: Ab Oberkante Fundament bis zur Auflagerung der


Dachkonstruktion bzw. bis zur Oberkante einer als Brüstung geführten
Außenwand.

 Horizontal: An den Kanten, die die Bruttogrundrissfläche nach DIN 277


einschließen.

Zur Gliederung
Messregeln für Außenwände
 Anteile
 AWF a tragende Außenwandfläche
 AWF b Nichttragende Außenwandfläche (z.B.
Fensterbrüstung, Ausfachung,
Glasbausteinwände, lichdurchlässige Wände
 AWF c Außenstützen-Ansichtsfläche
 AWF d Außenfenster-, Außentürfläche
 AWF e elementierte Außenwandfläche (eingestellte
oder vorgehängte Fertigelemente mit voll
integrierten Öffnungen
 AWF f Sonstige Außenwandfläche (Schnittflächen,
offene Flächen, nicht massive Brüstungen
und Geländer

Die Außenwandfläche wird durch die äußeren Abmessungen


als „Bruttofläche“ definiert
Zur Gliederung
Messregeln für Außenwände

 Übermessen:
 Kleine Vor-, und Rücksprünge (bis zu
0,5 m), Lichschächte usw. bleiben
unberücksichtigt.
 Mehrfachmessungen:
 Ligen mehrere Außenwandflächen
hintereinander, so werden alle
gemessen (z.B. Arkade, Loggia,
Durchfahrt)

Zur Gliederung
Messregeln für Außenwände
Brüstung, Attika
 Brüstungen, Attiken,
Geländer werden als
Außenwand bis
Oberkante gemessen

Terrassiert
Terrassierte Gebäude haben ein- oder
mehrfache Außenwandfläche, wobei
bis Auflager der Dachkonstruktion
bzw. bis Oberkante tatsächliche Höhe
zu messen ist

Zur Gliederung
Messregeln für Außenwände
Loggia, Laubengang, Arkade

 Loggien, Laubengänge,
Arkaden, offene Durchfahrten
etc. mit mehrfachen
Außenwänden: alle
Außenwände werden einzeln
gemessen

Zur Gliederung
Messregeln für Außenwände
Brüstungen, Geländer

 Brüstungen, Geländer u.ä.


bei vorspringenden Teilen
werden als „der
Außenwand
entsprechende Bauteile“
in tatsächlicher Höhe
gemessen

Zur Gliederung
Messregeln für Außenwände
Vorsprung

 Vor- und Rücksprünge bis


0,5 m werden übermessen,
sofern diese bei der
Ermittlung der Brutto-
Grundfläche nach DIN 277
nicht berücksichtigt werden.
Die Mindesthöhe einer Wand
beträgt ebenfalls 0,5 m;
sonst werden diese Teilöe
als AWF vernachlässigt

Zur Gliederung
Messregeln für Außenwände
Erker

 Erker (Vorsprünge) über 0,5


m in Höhe oder Breite
werden in der Abwicklung
gemessen.

Zur Gliederung
Messregeln für Außenwände
Lichtschacht

 Lichtschächte werden
übermessen, sofern diese
nicht als Verkehrsflächen
nach DIN 277 anzusetzen
sind (Notausstieg,
Transportschacht usw.)

Zur Gliederung
Messregeln für Außenwände
Außentreppe

 Außentreppen,
Montageschächte u.ä. haben
mehrfache Außenwände,
sofern sie als
Bruttogrundrissfläche nach
DIN 277 auszuweisen sind

Zur Gliederung
Messregeln für Außenwände
Außenstützen

 Wird BGF nach DIN 277


durch freistehende
Außenstützen umfaßt, so
werden die vertikalen
Begrenzungsflächen längs
der BGF zu den
Außenwänden gerechnet.
Sofern vorhanden, ist die
Mehrfach-Messung zu
beachten

Zur Gliederung
Messregeln für Außenwände
Innenhöfe

 Wandflächen nicht
überdachter Innenhöfe sind in
die Erfassung einzubeziehen.

Glaswände

 Glasbausteine,
lichtdurchlässige Wände (z.B.
beim Gewächshaus) sind
nichttragende Wände und
keine Fenster

Zur Gliederung
Messregeln für Außenwände
Bekleidungsflächen (einschließlich
Stützen)

 Aus Vereinfachungsgründen bei


Kostenplanungen und –dokumentation
wird ohne Berücksichtigung der
unterschiedlichen Aufmaßvorschriften
der VOB, Teil C, die Messregel der
Gebäude- Grobelemente für die
Bekleidungsflächen zugrunde gelegt.
Gemessen wird der tatsächlich
bekleidete Teil der Außenwandfläche
AWF; Öffnungen und Durchdringungen
bis 1 m² werden dabei übermessen

Zur Gliederung
Messregeln für Außenwände
Dachgaube, Dachbalkon; Balkontrennwand

 Dachgauben, Dachbalkone: Wandflächen


von Dachinnenbalkonen und großen
Dachgauben (über 5 m² Anteil der
Dachfläche) sind hier mitzuerfassen.
 Die Gaubenseiten sind nur als Wand
anzusetzen, wenn sie sich in der
Konstrutionsart vom Dach unterscheiden.
 Balkontrenn-, Sichtschutzwände: Diese
Wände in massiver oder leichter Bauart
sind hier mitzuerfassen

Zur Gliederung
340 Innenwände (m² IWF)
 Summe der Innenwandflächen in allen
Grundrissebenen.

 Nettoprinzip: Im Gegensatz zu allen anderen Gebäude-


Grobelementen werden bei den Innenwänden nicht die
"äußeren" Abmessungen einschließlich
Durchdringungen gemessen, sondern nur die
tatsächlich ausgeführten Flächen berücksichtigt.

 Vertikal: Ab unterem Auflager (Tragkonstruktion oder


nichttragende Konstruktion) bis zur tatsächlich
ausgeführten Oberkante.

 Horizontal: Bis zur Innenkante der Außenwand.

Zur Gliederung
Messregeln für Innenwände

 Anteile
 IWF a tragende Innenwandfläche
 IWF b Nichttragende Innenwandfläche
 IWF c Innenstützen-Ansichtsfläche
 IWF d Innenfenster-, Außentürfläche
 IWF e elementierte Innenwandfläche (weitgehend
vorgefertigte Innenwände einschl. Öffnungen)
 IWF f Sonstige Innenwandfläche (offene Innenwandfläche,
nicht massive Brüstung und Geländer)

Die Innenwandfläche wird


als Nettofläche definiert

Zur Gliederung
Messregeln für Innenwände
 Übermessen:
 Kleine Vor-, Rücksprünge (bis zu 0,5 m) sowie alle
Öffnungen wie Türen, Innenfenster und alle
ungeschlossenen Öffnungen (Durchgang,
Durchreiche u.ä.) werden übermessen.
 Schräge Fläche:
 Sofern geneigte Fläche nicht zur Deckenfläche DEF
(mit Zuordnung zur Brutto-Grundfläche nach DIN
277) gehören, sind sie der Innenwandfläche
zuzuordnen, wobei als allgemeine Abgrenzung
zwischen DEF und IWF eine Neigung von 45°
anzusetzen ist.
 Mehrfachmessung
 Liegen mehrere Innenwandflächen in geringem
Abstand hintereinander, so werden alle gemessen
(z.B. zweischalige Wände, Wände vor
Installationsschächten u.ä.)

Zur Gliederung
Messregeln für Innenwände
Einbindende Wände
 Bei ein- und durchbindenden
Wänden wird nur eine Wand
gemessen (in der Regel die
dickere)

Verspringende Wände
 Verspringende Wände
werden aus einzelnen
ebenen Stücken
zusammengesetzt

Zur Gliederung
Messregeln für Innenwände
Nichtebene Wände
 Nicht-ebene Wände werden
abgewickelt gemessen,
wobei die größere
Abmessung zugrunde zu
legen ist

Innenbrüstung
 Innenbrüstungen sind als
Wandanzusetzen, wenn sie
in gleicher Art und als
Fortsetzung einer Wand
ausgeführt sind

Zur Gliederung
Messregeln für Innenwände
Leichtwände
 Leichtwände werden in tatsächlicher
Höhe gemessen, wobei geringfügige
Aufständerungen (bis 20 cm ab
Bodenbelag, z.B. bei
Sanitärtrennwänden) übermessen
werden. Aussteifungen/Abstützungen
zur tragenden Deckenkonstruktion
ohne flächige Ausfachungen bleiben
unberücksichtigt

Enthalten sind:
 Versetzbare, jedoch ortsfeste Wände
(freistellbare Wände bleiben
unberücksichtigt)
 Glas- und verglaste Wände
 WC- /Dusch- Trennwände, nicht
jedoch Wannenaufsätze und –
vorhänge
 Maschendrahtwände und
Lattenverschläge einschl. der
Türen/Tore

Zur Gliederung
Messregeln für Innenwände
Freistehende Stützen
 Freistehende Stützen werden in der größten
Länge gemessen.

Gewölbe
 Als Wandfläche ist nur der senkrechte oder
bis max. 10° gegen die Senkrechte
geneigte Teil anzusetzen. Die übrige Fläche
ist DEF oder DAF zuzuordnen

Geöffnete Wände
 Geöffnete Wände mit Wandartigem Charakter
werden voll gemessen

Stürze
 Wandartig ausgebildete, in der Ebene von
Wänden liegende Stürze, Träger, Unter-
und Überzüge sind als Wände zu messen
(sonst sind diese der DEF oder DAF
zuzuordnen)

Zur Gliederung
Messregeln für Innenwände
Deckenanschluss
 Wandanschluss an
profilierte Decken
(Kassetten-, Rippen-, TT-
Decken): Es wird bis zur
tatsächlich ausgeführten
Oberkante gemessen,
wobei Durchdringungen
unberücksichtigt bleiben

Zur Gliederung
Messregeln für Innenwände
Bekleidungsflächen (einschließlich
Stützen)

 Aus Vereinfachungsgründen bei


Kostenplanungen und –dokumentation
wird ohne Berücksichtigung der
unterschiedlichen Aufmaßvorschriften
der VOB, Teil C, die Messregel der
Gebäude- Grobelemente für die
Bekleidungsflächen zugrunde gelegt.
Gemessen wird der tatsächlich
bekleidete Teil der Innenwandfläche
IWF; Öffnungen und Durchdringungen
bis 1 m² werden dabei übermessen.

Zur Gliederung
Messregeln für Innenwände
Anmerkungen zu den Messregeln KG 340 Innenwände

 Die Messregel für Innenwände werden vom


Baukosteninformationszentrum Deutscher
Architektenkammern abweichend von der Norm DIN 277-
3 definiert.
 Sie orientieren sich an den realistischen Abmessungen
der Innenwandfläche und nicht am „Bruttoprinzip“.
 Das Bruttoprinzip führt dazu, dass die ermittelte
Innenwandfläche unter Umständen erheblich über den
realistischen Abmessungenliegt, wenn komplette
Deckenkonstruktionen und Außenwandstärkenzur
Innenwandfläche hinzugerechnet werden.
 Das Nettoprinzip des BKI führt zum Zeitpunkt der
Kostenschätzung (LKeistungsphase 2 – Vorplanung) zu
vertretbaren Schätzmengen

Zur Gliederung
350 Decken (m² DEF)
 Summe der Grundflächen der Grundrissebenen
nach DIN 277
mit Ausnahme der Gründungsfläche (320) und
der Dachfläche (360).
 Die Fläche in den einzelnen Grundrissebenen
ergibt sich in der Regel aus den äußeren
Abmessungen in Bodenhöhe
 Konstruktive und Gestalterische Vor- und
Rücksprünge bleiben unberücksichtigt und
 Treppen und Rampen werden als Projektion der
Flächen gerechnet und damit übermessen.
Öffnungen über 0,5 m² werden abgezogen.

Zur Gliederung
Messregeln für Decken

 Anteile
 DEF a Deckenkonstruktionsfläche innen und außen
 DEF b Treppenfläche, soweit nicht zu GRF gehörend
 DEF c Sonstige horizontale Deckenfläche (z.B. offene
Deckenfläche)

Die Deckenfläche wird


durch die äußeren
Abmessungen als
„Bruttofläche“ definiert

Zur Gliederung
Messregeln für Decken

 Übermessen:
 Wände, Schächte, Öffnungen,
Durchdringungen usw. bis 1 m² werden
übermessen.

 Große Öffnungen
 Räume über mehrere Geschosse, große
überdachte Innenlichthöfe usw. werden
nur in der untersten Ebene als
Grundrissfläche gerechnet
Zur Gliederung
Messregeln für Decken
Treppen und Rampen
 Sie zählen zu der oberen Grundrissebene und werden in
der Projektion gemessen. Dies gilt auch für Wendel und
Spindeltreppen. Auf dem Erdreich aufliegende Treppen
und Rampen zählen zur Gründungsfläche GRF

Unterschiedliches Niveau
 Nicht durchlaufende Geschosse werden nur bis zur
Begrenzung gemessen

Geschoß
 Ein Geschoß liegt nur dann vor, wenn in dieser Ebene
Nutz- oder Funktionsfläche nach DIN 277 realisiert ist.
 Ein Kriechkeller oder ein nicht nutzbarer Dachraum gilt
nicht als Geschoß

Zur Gliederung
Messregeln für Decken
Belags- und Bekleidungsflächen (inkl.
Über- und Unterzüge

 Aus Vereinfachungsgründen bei


Kostenplanungen und –dokumentation
wird ohne Berücksichtigung der
unterschiedlichen Aufmaßvorschriften
der VOB, Teil C, die Messregel der
Gebäudegrobelemente für die Belags-
und Bekleidungsflächen zugrunde
gelegt. Gemessen wird der tatsächlich
belegte oder bekleidete Teil der
Deckenfläche DEF; Öffnungen und
Durchdringungen bis 1 m² werden
dabei übermessen.

Zur Gliederung
360 Dächer (m² DAF)
 Die Dachfläche ist die Summe aller Flächen oder
geneigten Dächer, die das Gebäude nach oben abgrenzen.
 Bei Flachdächern ergibt sich die Fläche aus den äußeren
Abmessungen in Höhe der Dachkonstruktion.
 Abwicklung der Oberfläche wird durch die äußeren
Abmessungen begrenzt, beim Flachdach von Außenkante
zu Außenkante der tragenden Dachkonstruktion.
 Bei geneigten Dächern wird die abgewickelte Fläche
ermittelt. Dachüberstände sind entlang der Oberkante der
Dachkonstruktion mitzumessen.
 Für Bekleidungsflächen wird der tatsächlich belegte oder
bekleidete Teil der Dachfläche gemessen.
 Öffnungen und Durchdringungen bis 1 m² werden dabei
übermessen.

Zur Gliederung
Messregeln für Dachflächen

 Anteile
 DAF a Dachkonstruktionsfläche
 DAF b Dachöffnungsfläche
 DAF c Sonstige Dachflächen

Die Dachfläche wird durch


die äußeren Abmessungen
als „Bruttofläche“ definiert

Zur Gliederung
Messregeln für Dachflächen

 Übermessen:

 Kleine Vorsprünge und Aufbauten bis


0,5 m werden nicht abgewickelt
 Ausschnitte bis 5 m² werden
übermessen

Zur Gliederung
Messregeln für Dachflächen
Räumliche Dachkonstruktion
 Räumliche
Dachkonstruktionen, z.B.
Dachstuhl über nicht
nutzbarem Dachraum
werden entlang der
Oberflächen gemessen.

Dachüberstände
 Dachüberstände sind mit zu
messen entlang der
Oberkante der
Dachkonstruktion

Zur Gliederung
Messregeln für Dachflächen
Gewölbe
 Gewölbe werden bis zur
vertikalen Außenwand, evtl.
bis zum Fundament als DAF
gemessen

Terrassierte Dachflächen
 Terrassierte Dachflächen
werden von Außenkante
aufgehende Außenwand bis
Außenkante
Dachkonstruktion gemessen
 Dachflächen können auch
erdüberschüttet (befestigt,
begrünt) sein

Zur Gliederung
Messregeln für Dachflächen
Dachöffnungen
 Stark überhöhte Abdeckungen von Dachöffnungen
(Schrägverglasung, Dachreiter) werden in der Abwicklung
gemessen.
 Parallel zur Dachfläche oder leicht überhöhte Abdeckungen
werden in der Projektion auf die umgebende Dachfläche (als Teil
davon) gemessen (Lichtkuppeln, Dachflächenfenster usw.)
 Dachöffnungen wie Dachfenster, -luken, Lichtkuppeln,
Rauchabzüge, Dachreiter u.ä. sind gegnüber der Dachdeckung, -
dichtung in anderer Konstruktionsart ausgeführt

Zur Gliederung
Messregeln für Dachflächen
Eingeschnittene Dachbalkone
 Bei eingeschnittenen Dachbalkonen wird die Dachöffnung in
der Schräge von der Hauptdachfläche abgezogen, sofern sie
größer als 5 m² ist

Vordächer
 Vordächer über 3 m² sind Dächer
 Vordächer bis 3 m² zählen zu KG 339 (Außenwände,
sonstige)

Lichtdächer
 Lichtdächer sind keine Dachöffnungen (z.B. bei einem
Gewächshaus), sondern Wintergarten Dachflächen

Zur Gliederung
Messregeln für Dachflächen
Belags- und Bekleidungsflächen (inkl.
Über- und Unterzüge

 Aus Vereinfachungsgründen bei


Kostenplanungen und –dokumentation
wird ohne Berücksichtigung der
unterschiedlichen Aufmaßvorschriften
der VOB, Teil C, die Messregel der
Gebäudegrobelemente für die
Bekleidungsflächen zugrunde gelegt.
Gemessen wird der tatsächlich belegte
oder bekleidete Teil der Dachfläche
DAF; Öffnungen und Durchdringungen
bis 1 m² werden dabei übermessen.

Zur Gliederung
Außenanlagen (m² AUF)
Definition
 Die Außenanlagenfläche ist der für
Außenanlagen vorgesehene Teil der
Grundstücksfläche

BKI Anmerkung
 Im Regelfalle entspricht die Außenanlage
der unbebauten Grundstücksfläche
 In Sonderfällen kann die
Außenanlagefläche, die zur
Kostenkennwertbildung herangezogen
wird größer sein als die
Grundstücksfläche, z.B. wenn für die
Außenanlagen Nachbargrundstücke ganz
oder teilweise gemietet oder gepachtet
werden

Zur Gliederung
Gliederung Volumen

Bruttorauminhalt BRI
- Definition
- Berechnung

Nettorauminhalt NRI
Bruttorauminhalt (BRI)
DEFINITION:
Der Bruttorauminhalt ist der Rauminhalt des Baukörpers, der nach unten
von der Unterfläche der konstruktiven Bauwerkssohle und im übrigen von
den äußeren Begrenzungsflächen des Bauwerkes umschlossen wird.

DER BRI IST ENTSPRECHEND DEN FESTLEGUNGEN DER


LANDESBAUORDNUNG GRUNDLAGE
Bruttorauminhalt
FÜR DIE BERECHNUNG (BRI)
DER BMZ

Nicht zum Brutto-Rauminhalt gehören die Rauminhalte von

 Fundamenten;
 Bauteilen, soweit sie für den Brutto-Rauminhalt von untergeordneter
Bedeutung sind, z. B. Kellerlichtschächte, Außentreppen, Außenrampen,
Eingangsüberdachungen und Dachgauben;
 untergeordneten Bauteilen wie z. B. konstruktive und gestalterische Vor-
und Rücksprünge an den Außenflächen, auskragende Sonnenschutzanlagen,
Lichtkuppeln, Schornsteinköpfe, Dachüberstände, soweit sie nicht
Überdeckungen für Bereich b nach Abschnitt 3.1.1 sind.

Zur Gliederung
Berechnung des BRI (1 von 2)
 Der BRI ist aus den berechneten BGF und den
dazugehörigen Höhen zu errechnen.

 Als Höhen für die Ermittlung des Brutto-Rauminhaltes gelten die


senkrechten Abstände zwischen den Oberflächen des
Bodenbelages der jeweiligen Geschosse bzw. bei Dächern die
Oberfläche des Dachbelages.

 Bei Luftgeschossen gilt als Höhe der Abstand von der Oberfläche
des Bodenbelages bis zur Unterfläche der darüberliegenden
Deckenkonstruktion.

 Bei untersten Geschossen gilt als Höhe der Abstand von der
Unterfläche der konstruktiven Bauwerkssohle bis zur Oberfläche
des Bodenbelages des darüberliegenden Geschosses.

 Für die Höhen des Bereichs c sind die Oberkanten der diesem
Bereich zugeordneten Bauteile, z.B. Brüstungen, Attiken,
Geländer, maßgebend.

Zur Gliederung
Berechnung des BRI (2 von 2)
 Bei Bauwerken oder Bauwerksteilen, die von nicht
senkrechten und/oder nicht waagerechten Flächen
begrenzt werden, ist der Rauminhalt nach entsprechenden
Formeln zu berechnen.

HINWEIS:
Über die Berechnung von Flächen und Rauminhalten wird
häufig vor Gericht gestritten, weil viele Berechnungs-
Grundlagen unterschiedlich interpretiert werden können.
Relevante Urteile können hier nicht berücksichtigt werden,
darum ist in Falle eines Falles unbedingt fachlicher Rat
einzuholen - z.B. bei Architekten bzw. den
Architekten-Kammern.

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Nettorauminhalt NRI

 Der Netto-Rauminhalt ist die


Summe der Rauminhalte aller
Räume, deren Grundflächen zur
Netto-Grundfläche gehören.

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