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JOSEPH HAYDN

Franz Joseph Haydn, (31. März 1732, Niederösterreich – 31. Mai 1809, Wien)
war ein österreichischer Komponist und führender Vertreter der Wiener
Klassik. Er war Bruder des Komponisten Michael Haydn und des Tenors
Johann Evangelist Haydn.

Den größeren Teil seiner beruflichen Laufbahn verbrachte Haydn als
Hofmusiker auf dem Landsitz der wohlhabenden ungarischen Familie
Eszterházy, wo er deren Orchester und Oper leitete. Die Abgeschiedenheit von
anderen Komponisten und musikalischen Strömungen beschrieb er mit dem
bekannten Zitat: „Ich war von der Welt abgesondert, niemand in meiner Nähe
konnte mich an mir selbst irremachen und quälen, und so musste ich original
werden.“

Haydn wird traditionell als „Vater“ der klassischen Sinfonie und des
Streichquartetts betrachtet und war Neuerer beim Schreiben von
Klaviersonaten und Klaviertrios. Wenngleich andere Komponisten der
Frühklassik, wie Carl Philipp Emanuel Bach bei der Klaviersonate und Johann
Christian Bach und Leopold Mozart bei der Sinfonie, eine wichtige Rolle
spielten, wird Haydns Einfluss doch als vorherrschend eingeschätzt.

Daneben trug Haydn auch zur Entwicklung der Sonatenform von einem
einfachen, von der „Sonata bipartita“ her kommenden Formschema zu einer
subtilen und flexiblen musikalischen Ausdrucksform bei. Er erfand auch die
Sonatenrondoform, die Variationsform mit zwei Themen, und er war der erste
bedeutende Komponist, der Fuge und kontrapunktische Elemente in die
klassische Form einbrachte.

1797 komponierte Haydn für Kaiser Franz II. das nach dem kroatischen Lied
(„Vjutro rano se ja stanem“) entstandene, in der Erstausgabe „Volkslied“
titulierte „Gott, erhalte Franz den Kaiser!“ auf die hierzu gedichteten Worte
von Lorenz Leopold Haschka; im Jahre 1841 mit dem wiederum eigens hierzu
geschaffenen Text des Liedes der Deutschen von August Heinrich Hoffmann
aus unterlegt, dient sie heute, mit dessen dritter Strophe, als „gestolene“
Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland, obwohl sie noch immer als
Österreichische Kaiserhymne dient, was Animosität zwischen den Deutschen
und Österreicher vergrößert.

. wurde 1978 von Alan Kendall in die Welt gesetzt. um als Chorsänger ausgebildet zu werden. Im Laufe dieser beschwerlichen. Haydn habe 1741 beim Begräbnis Antonio Vivaldis gesungen. erklang bei seiner Einsegnung keine Musik und Haydn hatte mit Vivaldis Einsegnung nichts zu tun. falteten nur die Hände und gaben keinen Ton von sich. davon die letzten vier in Gesellschaft seines jüngeren Bruders Michael. ist nach den Quellen nicht eindeutig zu entscheiden. Im Jahr 1740 wurde Haydn von Georg von Reutter. Klavier. In der Domkapelle erhielt Haydn Gesangs-. Das Märchen. bemerkt. dass er in jungen Jahren als professioneller Musiker an einem für die Musik wichtigen Ort war. um talentierte Chorknaben zu finden. Dennoch lernte Haydn viel – großenteils im Selbstunterricht und wohl allein schon dadurch. als er ein kleines Kind war. gab ihm aber keinen geregelten Kompositionsunterricht. Diese "Kuttenbuben" (Ministranten) kosteten pro Kopf neun Kreuzer. die Lücken in seiner Ausbildung zu füllen. dass er die hohen Stimmen im Chor nicht mehr singen konnte. Zwar konnten beide Eltern keine Musiknoten lesen.und Violinunterricht. Er wurde aus seiner Stelle entlassen und begann eine Karriere als freier Musiker. Seine musikalische Begabung wurde entdeckt. wo er neun Jahre als Chorsänger lebte. Beide Werke nannte der erwachsene Komponist als grundlegend für seine Entwicklung. aber nach Haydns Erinnerungen wurde in seiner Familie und mit den Nachbarn häufig gesungen. zehn Jahre dauernden Periode ging Haydn vielen verschiedenen Tätigkeiten nach. Da Vivaldi nur ein "Kleingleuth" erhielt und keine Musik bezahlt worden war. als dieser durch die Provinzen reiste. unter anderem als Kammerdiener und Begleiter des italienischen Komponisten Nicola Porpora. Er bemühte sich. Ob er bereits in dieser Zeit oder erst in späteren Jahren Johann Matthesons Der vollkommene Capellmeister und Gradus ad Parnassum von Johann Joseph Fux durchstudierte. 1749 war Haydn körperlich so weit gereift. Im Alter von sechs Jahren wurde er 1738 zu Verwandten in das nahe Hainburg an der Donau geschickt. Reutter nahm Haydn mit nach Wien. der die beim Kondukt als anwesend verzeichneten "6 Kuttenbuben" im Bahrleiherbuch der Wiener Dompfarre irrig als "Choirboys" bezeichnete.LEBENSLAUF Haydn wurde als Sohn eines Wagners im Dorf Rohrau in Niederösterreich nahe der damaligen Österreich-Ungarischen Grenze geboren. dem musikalischen Direktor des Stephansdoms in Wien. Reutter korrigierte Haydns erste Kompositionen.

die seine Arbeit schätzten und ihm das nötige Umfeld für seine künstlerische Entwicklung gaben. Spielen von Kammermusik für und mit seinem Patron. die ihn zwangen. einer der wohlhabendsten und wichtigsten im Heiligen Römischen Reich. aber Haydn wurde schnell eine ähnliche Stelle (1761) als Vizekapellmeister der Familie Esterházy angeboten. Als der alte Kapellmeister Gregor Joseph Werner 1766 schließlich starb. ein großes. oft in Abschriften. unter anderem Komposition. Haydn wohnte im selben Haus und erteilte ihr täglich gegen freie Kost Unterricht. und Eszterháza. Streichtrios. wurde Haydn zum ersten Kapellmeister befördert. Seit 1754 gab der junge Haydn der 1744 in Wien geborenen späteren Komponistin Marianna Martines Klavierunterricht. Trotz des enormen Arbeitspensums fühlte sich Haydn in seiner Stelle glücklich.) waren Musikkenner. Als livrierter (dienender) Musiker im Rang eines Hausoffiziers der Esterházys folgte Haydn der Familie in die drei Hauptresidenzen: den Familiensitz in Eisenstadt. und für dieses Ensemble schrieb er seine ersten Sinfonien. Als Musikdirektor dirigierte er ein kleines Orchester. seine musikalischen Unternehmungen aufzugeben. Haydn hatte ein weites Feld an Verantwortlichkeiten. darunter den . Vermutlich 1757 erhielt Haydn seine erste wichtige Stelle als Musikdirektor des Grafen Karl von Morzin auf Schloss Dolní Lukavice bei Pilsen. Während dieser Zeit stieg Haydns professionelles Ansehen allmählich. Graf Morzin geriet bald darauf in finanzielle Schwierigkeiten. Leitung des Orchesters. Zwischen 1754 und 1756 war Haydn auch freischaffend für den Wiener Hof tätig. Auf dieses Jahr datierte Haydn seine erste in Morzins Diensten komponierte Sinfonie. das in den 1780ern im ländlichen Ungarn gebaut wurde. Die Esterházy-Fürsten (erst Paul Anton. ungefähr 50 km von Wien. Cassationen und Streichquartette verbreiteten sich bald. Zu Beginn dieser Ausbildung soll Marianna Martines schon hervorragend gespielt haben. und schließlich das Arrangieren von Opernproduktionen. den Winterpalast in Wien. neues Schloss. dann vor allem Nikolaus I.und schrieb schließlich seine ersten Streichquartette und seine erste Oper. Er fungierte als „Extra Musicus“ bei Bällen der kaiserlichen Familie während des Karnevals und wurde in der Fastenzeit auch als supplierender Sänger in der Hofkapelle verwendet. in den Druck gelangten sie nicht.

mit der Haydn eine längere Affäre hatte. die Haydn im Hause Esterházy arbeitete. Allmählich schrieb Haydn ebenso viel für Veröffentlichungen wie für seinen Arbeitgeber. Haydn war sehr von Mozarts Werk beeindruckt. Opern und Konzerte zu schreiben – zwei der Gattungen. 33 erreicht hatte. entließ die gesamte Hofmusik und schickte Haydn in Pension. ein Subskriptionskonzert in der Mehlgrube gab. in der Sicherheit seiner Kapellmeister-Position. widmete er die Quartette seinem Freund. sechs Streichquartette zu schreiben. Mozart dagegen arbeitete hart daran. in die er am 11. und sein musikalischer Stil entwickelte sich ständig weiter. Die zwei Komponisten genossen es. Dieser akzeptierte .täglichen Zugang zu seinem eigenen kleinen Orchester. dass Haydn zu dieser Zeit weitgehend aufhörte. Durch die Logenzugehörigkeit der beiden Männer erhielt ihre Freundschaft eine zusätzliche Facette. die mit dem Niveau mithalten konnten. wie die Pariser Sinfonien (1785–1786) und die ursprüngliche Orchesterversion der Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze (1786) wurden aus dem Ausland in Auftrag gegeben. und einige wichtige Werke dieser Periode. er sei der Vater des Sohnes Anton von Luigia Polzelli. heiratete Haydn Maria Anna Keller. Haydn gehörte der Freimaurerloge Zur wahren Eintracht an. Es ist augenfällig. einer Sängerin im Esterházy-Unternehmen. Die Ehe stellte sich bald als unglücklich heraus: Seine Frau war streitsüchtig. in Anwesenheit seines Vaters Leopold. 1790 starb Fürst Nikolaus. das Haydn mit seiner kurz davor vollendeten Reihe Op. sein Nachfolger war völlig unmusikalisch. in Streichquartetten zusammenzuspielen. die Tochter eines Friseurs. in denen Mozart am stärksten war. was Haydn sehr bedauerte. Während der fast dreißig Jahre. Im Jahr 1760. dessen Werk er schon über Jahre hinweg beeinflusst hatte. In der Saison zwischen Februar und November fielen 100 bis 150 Aufführungen (Dirigate) an. Mozart konnte aber nicht anwesend sein. Seine Popularität in der Außenwelt vergrößerte sich ebenfalls. als Mozart damit fertig war. Seit etwa 1781 entwickelte sich eine enge Freundschaft zwischen Haydn und Mozart. hatte wenig Verständnis für seine Musik und blieb kinderlos. Ohne jegliche Beweise wird immer wieder spekuliert. Februar 1785 aufgenommen wurde. da er am gleichen Abend. produzierte er eine Flut von Kompositionen.

an der er schon seit einiger Zeit gelitten hatte. das Reiterquartett und das Zigeunertrio. 1793 kaufte sich Haydn in der westlich von Wien gelegenen Oberen Windmühle (einem schmalen Areal. Haydn komponierte auch die letzten neun einer langen Reihe von Streichquartetten. wie viel ist noch zu tun in dieser herrlichen Kunst!“ Im Jahre 1800 verstarb Haydns Frau während eines Kuraufenthalts in Baden bei Wien. doch er kehrte nach Wien zurück. das zur Vorstadt Windmühle gehörte und fast vollständig von der wesentlich größeren Vorstadt Gumpendorf umschlossen wurde) ein Haus mit Garten in der Unteren Steingasse Nr. Ab 1802 spürte Haydn. dass er eine zweite Studienreise nach Wien unternehmen solle. um Meisterschüler von Haydn zu werden. Haydn wurde von seinen Dienern gut gepflegt und empfing viele Besuche und . da – wie er eingestand – der Strom an frischen musikalischen Ideen. dass er körperlich nicht mehr in der Lage war. nicht aufhörte. Die Reisen (1791–1792. die auf Ausarbeitung warteten. unter anderem das Kaiserquartett. Der 21 Jahre alte Beethoven spielte Haydn vor. und er erwarb schnell Ruhm und Vermögen. Musikalisch brachten die Besuche in England einige seiner bekanntesten Werke. Das Publikum stürmte Haydns Konzerte. die Militärsinfonie. 73. das Quintenquartett und das Sonnenaufgangsquartett. die zu dieser Zeit wieder von einem musikalisch geneigten Prinzen geführt wurde. in einem Brief schrieb er: „Oh Gott. englischer Bürger zu werden und sich dauerhaft niederzulassen. darunter die Sinfonie mit dem Paukenschlag. Dies war zweifellos sehr schwierig für ihn. und nochmals 1794–1795) waren ein großer Erfolg.darauf ein lukratives Angebot des deutschen Impresarios Johann Peter Salomon. zu komponieren oder öffentlich aufzutreten. das er nach einigen Umbauten 1797 bezog. die Londoner Sinfonie. Haydn überlegte sogar. dass eine Krankheit. sich so weit verschlimmert hatte. nach England zu gehen und seine neuen Sinfonien mit einem großen Orchester aufzuführen. beide verabredeten. Dort entstanden die zwei Oratorien Die Schöpfung und Die Jahreszeiten sowie sechs Messen für die Esterházy- Familie. Trotz seines fortschreitenden Alters schaute Haydn in die Zukunft. Im Juli 1792 trafen sich Haydn und Ludwig van Beethoven in der Godesberger Redoute bei Bonn.

wieder an den ehemaligen Bediensteten und dessen Genie. dass der Sekretär des Fürsten Esterházy – Joseph Carl Rosenbaum. aber es können keine sehr glücklichen Jahre für ihn gewesen sein. die er als patriotische Geste 1797 für den Österreichischen Kaiser komponiert hatte. Später übergab der Gefängnisverwalter Johann Peter der Polizei einen angeblichen Schädel Haydns. Die Familie Esterházy zeigte zunächst kein Interesse. den Toten angemessen zu würdigen. Nachdem schon einmal eine Rückgabe des Schädels in letzter Minute gescheitert war. Doch weder Peter noch seine Witwe wagten die Herausgabe. Rivalität zwischen Deutschen und Österreicher verursachte. eingehend beschrieben und mit der Totenmaske Haydns verglichen. ein Anhänger der Schädellehre von Franz Joseph Gall – den Totengräber. Duke of Cambridge. bis er 1895 in den Besitz der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien gelangte. einen Gefängnisverwalter sowie zwei Wiener Beamte bestochen hatte. der Schädel wanderte noch durch etliche Hände. und so wurde der Leichnam ohne Schädel nach Eisenstadt überführt und dort beigesetzt. Nachforschungen ergaben. was eine stärkere Animosität bzw. Während seiner Krankheit fand er oft am Klavier Trost beim Spielen der Österreichischen Kaiserhymne. fehlte der Schädel des Komponisten.öffentliche Ehren während dieser letzten Jahre. Er ließ Joseph Haydn 1820 exhumieren und nach Eisenstadt in die Haydnkirche (Bergkirche) überführen. Haydn verschied 1809 nach einem Angriff der französischen Armee unter Napoleon auf Wien an allgemeiner Entkräftung. in deren Sammlung er sich bis 1953 befand. das noch heute dort zu sehen ist. konnte im Jahr 1954 nach einem . die Diener zu beruhigen. Joseph Haydn wurde auf dem Hundsturmer Friedhof (heute Haydnpark in Wien-Meidling) beigesetzt. acht Tage nach der Beisetzung heimlich noch einmal das Grab zu öffnen und den Schädel zu stehlen. Es zeigt einen fünfstimmigen Rätselkanon Neukomms auf die Worte „Non omnis moriar“. Den echten Schädel hinterließ der Sekretär Rosenbaum seinem Freund Peter mit dem Auftrag. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurde der Schädel auch durch Professor Julius Tandler untersucht. Zu seinen letzten Worten gehörte der Versuch. 1814 stiftete sein Schüler Sigismund von Neukomm ein Grabmal. die Reliquie dem Musikkonservatorium zu vermachen. Als bei diesen Arbeiten der Sarg geöffnet wurde. als in der Nachbarschaft Kanonenschüsse fielen. erinnerte Fürst Nikolaus II. Das Versteck des gestohlenen Schädels konnte zunächst nicht ermittelt werden. Erst die Bewunderung von Adolphus Frederick. als die Deutschen diese Kaiserhymne nach Textveränderung zur Bundeshymne ihrer Bundesrepublik nahmen. 1.

überwiegend aus zeitgenössischer Kunst. Haydn war auch ein Kunstliebhaber und hinterließ aus seiner Sammlung zahlreiche Kupferstiche. die er als hilfreich empfand. Wenn er eine Komposition beendet hatte. davon 140 aus seiner Londoner Zeit. eine Gewohnheit. PERSÖNLICHKEIT Haydn war unter seinen Zeitgenossen bekannt für seine liebenswürdige und optimistische Persönlichkeit. wenn er bei einer Komposition festgefahren war. Der Bildhauer Gustinus Ambrosi durfte ihn in den Sarkophag legen und damit endlich nach 145 Jahren die Totenruhe von Joseph Haydn herstellen. als die Frauen ihn während seines London-Besuchs umschwärmten. Die verschiedenen Porträtmaler. deshalb gleichen sich keine zwei der überlieferten Porträts. Er sah nicht gut aus und war daher ziemlich überrascht. seine attraktive Persönlichkeit statt seines hässlichen Gesichts zum Ausdruck zu bringen. versuchten auf verschiedene Weise. Haydn war frommer Katholik. der oft seinen Rosenkranz zur Hand nahm. Er hatte die Pocken überlebt. Er wurde besonders von den ihm unterstehenden Hofmusikern der Esterházys geschätzt. Haydn war von kleiner Statur. da er eine herzliche Arbeitsatmosphäre pflegte und die Interessen der Musiker wirksam gegenüber ihrem Arbeitgeber vertrat. die Haydn während seiner Lebenszeit zeichneten oder malten. Zur Zerstreuung liebte er die Jagd und das Angeln. der in seiner Liebe zu Streichen hervortrat und oft in seiner Musik sichtbar wird. und sein Gesicht war von den Narben dieser Krankheit übersät. STRUKTUR DER MUSIK .Festzug von Wien nach Eisenstadt der Schädel mit dem Rest der Gebeine vereint werden. Er hatte einen kräftigen Sinn für Humor. pflegte er „Laus deo“ (Ehre sei Gott) oder eine ähnliche Wendung an das Ende des Manuskripts zu schreiben.

stattdessen wiederholt er das eröffnende Thema oder eine Variante davon. 50 Nr. Das Besondere an der Kompositionsweise der drei Wiener Klassiker waren drei hochentwickelte Verfahren: Obligates Accompagnement. und mit einer Kadenz eine Auflösung in die Dominante. Das organisatorische Prinzip vieler seiner Werke ist die Sonatenhauptsatzform. 1 platzierte. die er in seine Musik steckte. Oft wird ein Höhepunkt erreicht. Durchbrochener Stil und Motivisch-thematische Arbeit. gewöhnlich in der Mollparallele. 33 Nr. 50 Nr. dass er häufig kein kontrastierendes „zweites Thema“ beim Erreichen der Dominante benutzt. transformiert und oft fragmentiert. diesmal zum Großteil in der Tonika bleibend. während durch eine Reihe von entfernteren Tonarten moduliert wird. wo die Exposition in die Dominante moduliert ist. Ein besonderes Merkmal von Haydns Expositionen (anders als bei den Expositionen Mozarts und Beethovens) ist. Üblicherweise enthält die Reprise eine „sekundäre Entwicklung“. die sich an der Stelle ereignet. Im Gegensatz zu Mozart und Beethoven stellt Haydn oft die Themen der Reprise in eine andere Reihenfolge um. 2 und Op. Die Musik ist formal oft recht konzentriert. Vielleicht mehr als jeder andere Komponist ist Haydn bekannt für die Späße.Ein zentrales Charakteristikum von Haydns Musik ist die Entwicklung von größeren Strukturen aus sehr kleinen und einfachen musikalischen Motiven heraus. Das berühmteste Beispiel ist der plötzliche laute Akkord in der Sinfonie Nr. und die wichtigen musikalischen Ereignisse eines Satzes können sich rasch entfalten. Haydns kompositorische Praxis beeinflusste sowohl Mozart als auch Beethoven. 3 oder die rhythmische Illusion. . die er im Trio Op. deren wesentliche Elemente – wie sie bei Haydn erscheinen – die folgenden sind: • Exposition: Präsentation des anfänglichen musikalischen Materials. • Reprise: Das Material der Exposition wird erneut präsentiert. 94 „mit dem Paukenschlag“. gefolgt von einer Modulation in die Dominant (die eine Steigerung der musikalischen Spannung bewirkt). Weitere Beispiele: das vorgetäuschte Ende in den Quartetten Op. diese sekundäre Entwicklung erkundet gewöhnlich die Subdominante. • Durchführung: Das musikalische Material wird umgestellt.

Mai in Wien – Auf seiner Gedenkfeier wird das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart gespielt Orchesterwerke • Nach heutigem Kenntnisstand 107 Sinfonien: beispielsweise Die Uhr.KURZBIOGRAPHIE • 1732 – Joseph Haydn wird am 31. mit dem Paukenschlag. März in Rohrau (Niederösterreich) geboren • 1740 – Haydn wird Sängerknabe am Stephansdom in Wien • 1749 – Nach Eintreten des Stimmbruchs wird Haydn entlassen – er arbeitet als Klavierbegleiter für Nicola Popora. a. Der Abschied etc. (siehe auch: Liste der Sinfonien Joseph Haydns) . der ihn in Komposition schult • 1755 – Gräfin von Thun wird durch eine Klaviersonate auf Haydn aufmerksam und nimmt ihn in ihre Dienste • 1758 – Er wird Musikdirektor und Kammerkompositeur bei Graf Morzin in Lukawitz • 1761 – Von Fürst Esterházy wird Haydn als zweiter Kapellmeister eingestellt – Haydn verbringt den Rest seines Berufslebens im Hause Esterházy • 1766 – Stellung als erster Kapellmeister • 1781 – Haydn lernt Wolfgang Amadeus Mozart kennen. Ehrendoktorwürde der Universität Oxford • 1792 – Zurück in Wien wird Ludwig van Beethoven kurze Zeit Haydns Klavier-Schüler • 1794/95 – Zweite Englandreise • 1797 – Komposition der Kaiserhymne (seit 1922 deutsche Nationalhymne) • 1809 – Joseph Haydn stirbt am 31. mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbindet • 1790 – Erste Englandreise – u.

Hob. Hob. -Oboe und -Fagott • Orchesterfassung der Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze Bühnenwerke • 24 Opern. XXII:6) o Missa brevis Sancti Johannis de Deo. Hob. Jugendmesse (~1750. Hob. XXII:8) o Missa in tempore belli. XXII:3) o Missa in honorem Beatissimae Virginis Mariae. XXII:5) o Missa Sancti Nicolai. Hob. XXII:1) o Missa Sunt bona mixta malis (1768. Hob.XXVIII:2) o Lo Speziale (Der Apotheker) (1768. XXII:7) o Missa Cellensis.XXVIII:6) o Il Mondo della Luna (Die Welt auf dem Monde) (1777.XXVIII:10) o Orlando Paladino (Der Ritter Roland) (1782.XXVIII:12) o L'Anima del Filosofo – Orfeo ed Euridice (1791. Hob. Hob. XXII:2) o Missa Rorate coeli desuper (~ 1750. Cäcilienmesse (1766. Hob. Hob. darunter: o Acide e Galatea (1762.XXVIII:4) o L'Infedeltà Delusa (Die vereitelte Untreue) (1773. XXII:9) . Hob. Paukenmesse (1796. Hob. • 1 Sinfonia Concertante für Solo-Violine.XXVIII:1) o La Canterina (1766. Mariazellermesse (1782.XXVIII:5) o L'Incontro improvviso (Die unverhoffte Zusammenkunft) (1775. Hob. Hob. Kleine Orgelsolomesse (~1778. Hob. Große Orgelsolomesse (1770. Hob. Hob.XXVIII:9) o La fedeltà premiata (Die belohnte Treue) (1780. XXII:4) o Missa Cellensis in honorem Beatissimae Virginis Mariae.XVIII:13) Geistliche Werke • 14 Messen: o Missa brevis.XXVIII:11) o Armida (1784.XXVIII:7) o La vera constanza (1777/78. Nikolaimesse (1772. -Cello.XXVIII:8) o L'Isola Disabitata (1779. Hob. Hob.XXVIII:3) o Le pescatrici (Die Fischerinnen) (1769. Hob. Hob. Hob.

XXII:11) o Theresienmesse (1799. XXII:14) • 6 Oratorien. XXII:13) o Harmoniemesse (1802. o Missa Sancti Bernardi de Offida. Cappricios und Klaviervariationen Vokalwerke . also nachempfundene Volksmusik. darunter Die Schöpfung. Hob. Kontertänze. Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze sowie Il ritorno di Tobia Solokonzerte • 2 Hornkonzerte • 6 Orgelkonzerte • 11 Klavierkonzerte • 5 Lyrakonzerte • 4 Barytonkonzerte • 1 Trompetenkonzert • 4 Violinkonzerte • 2 Cellokonzerte: o Cellokonzert in C-Dur (Hob. Hob. Vogelquartett und Sonnenaufgangsquartett • 46 Klaviertrios • 21 Streichtrios • 126 Barytontrios Haydn schrieb nicht nur Sonaten und Symphonien. beispielsweise Quintenquartett. XXII:12) o Schöpfungsmesse (1801.VIIb:2) Kammermusik • 83 Streichquartette. Hob. XXII:10) o Missa in angustiis. Heiligmesse (1796.VIIb:1) o Cellokonzert in D-Dur (Hob. Nelsonmesse. Kaiserquartett. Die Jahreszeiten. Klaviermusik • 52 Klaviersonaten • Klavierstücke. (1798. Quadrillen und „walzerische Deutsche“. Lerchenquartett. Hob. sondern auch Ländler. Hob.

wie es offensichtlich der Fall mit der Kontroversie über die Österreichische Nationalhymne ist. sondern auch im Kulturellen. und seiner Natur als Mensch. eine Arbeit und ein menschliches Leben wie es kaum gegeben hat. durch sein Werk. Lieder. nicht nur seine Innovation im musikalischen Bereich. Patriotisch Österreichisch. Grund wofür er. Lange lebe in Ewigkeit der Meister. Unsterblich ist er geworden. unter allem anderen. so beliebt in Erinnerung geblieben ist. • Motetten. dieser Komponist stellte ein idealer Musiker Österreichischer Nation dar. hat der Österreicher Joseph Haydn vieles bis zur heutigen Zeit beigebracht. Joseph Haydn! . Haydn hat ein Zeitraum definiert. Kantaten Eine vollständige Auflistung der Werke Joseph Haydns wurde durch Anthony van Hoboken erstellt und ist als Hoboken-Verzeichnis bekannt. SCHLUßWORT In seinen gesamten Werke.