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Einführung in die Didaktik der Chemie SS 2011

Univ.-Prof. Dr. Anja Lembens


Chemie

Testen Sie Ihr Wissenschaftsverständnis


und erfahren Sie, was damit gemeint ist

Sie finden in der Tabelle Aussagen über Wissenschaft und Wissenschaftler, deren
Wahrheitsgehalt Sie bitte mit „Richtig“ oder „Falsch“ bewerten.

Aussagen R oder F?

1. Wissenschaftler erwarten bei Experimenten ein bestimmtes Ergebnis.


2. Wissenschaft produziert nur vorläufige Ergebnisse, die sich ändern können.
3. Wissenschaft hat eine bestimmte Art, Forschung durchzuführen, die „die
wissenschaftliche Methode“ genannt wird.
4. Wissenschaftliche Theorien sind Erklärungen und keine Fakten.
5. Beim wissenschaftlichen Arbeiten darf man nur solchen Ergebnissen
trauen, die empirisch eindeutig belegt sind.
6. Wissenschaft beruht auf Fakten, nicht aus menschlichen Interpretationen
derselben.
7. Um wissenschaftlich zu arbeiten, muss man Experimente machen.
8. Wissenschaftliche Theorien ändern sich nur dann, wenn neue Erkenntnisse
hinzukommen.
9. Wissenschaftler variieren ihre Experimente, um bestimmte Ergebnisse zu
erhalten.
10. Wissenschaft beweist endgültig, was wahr ist.
11. Ein Experiment kann beweisen, dass eine Theorie wahr ist.
12. Wissenschaft basiert zum Teil auf Überzeugungen, Annahmen und Nicht-
beobachtbarem.
13. Vorstellungskraft und Kreativität werden in allen Phasen wissenschaftlicher
Untersuchungen verwendet.
14. Naturwissenschaftliche Theorien sind lediglich Vorstellungen darüber, wie
etwas funktioniert.
15. Ein naturwissenschaftliches Gesetz ist eine Theorie, die gründlich und
ernsthaft bestätigt wurde.
16. Ausbildung, Hintergrund, Einstellungen, disziplinärer Schwerpunkt,
Grundannahmen und Philosophie eines Wissenschaftlers beeinflussen die
Wahrnehmung und Interpretation verfügbarer Daten.
17. Ein naturwissenschaftliches Gesetz wird sich nicht ändern, weil es als wahr
bewiesen wurde.
18. Eine akzeptierte wissenschaftliche Theorie ist eine Hypothese von
beträchtlicher Erklärungskraft, die bisher allen Versuchen, diese zu
widerlegen widerstanden hat.
19. Ein naturwissenschaftliches Gesetz beschreibt Beziehungen zwischen
beobachtbaren Phänomenen, erklärt sie aber nicht.
20. Wissenschaft baut mehr auf Deduktion (X folgt aus Y) als auf Induktion (X
impliziert Y) auf.
21. Wissenschaftler denken sich Erklärungen, Modelle und theoretische
Einheiten aus.
22. Wissenschaftler konstruieren Theorien, um weitere Forschung anzuleiten.
23. Wissenschaftler akzeptieren die Existenz theoretischer Konstrukte, die nie
direkt beobachtet wurden.
24. Wissenschaftliche Gesetze sind absolut gültig.

Quelle: Carrier, R. (2001)


http://www.infidels.org/library/modern/richard_carrier/SciLit.html
(Übersetzung und Überarbeitung A. Lembens und T. Leonhard)

Weitere Literatur:
Bybee, R. W. (1997). Towards an understanding of scientific literacy. In P. Gräber, P.
Nentwig, & C. Bolte (Hrsg.), Scientific Literacy - Mythos oder Realität? (S. 21-43).
Kiel: Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften.

Z:\Eigene Dateien\AECCChem\Lehrveranstaltungen\Einführung Didaktik_11\Sitzung 9\Scientific Literacy Test.doc