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Review

Positionspapier für eine beanspruchungsorien-
tierte Trainingsgestaltung im Krafttraining
Franz Marschall1, Dirk Büsch2, 3
1 Universität des Saarlandes, Saarbrücken
2 Institut für Angewandte Trainingswissenschaft, Leipzig
3 H:G Hochschule für Gesundheit & Sport, Technik & Kunst, Berlin

Zusammenfassung Abstract

Handlungsempfehlungen zur Gestaltung des Krafttrainings Strength training guidelines tend to be based on stress factors
sind fast durchgängig in Form der Belastungsgrössen relative such as relative weight, repetitions, sets, rest in-between sets,
Last, Wiederholungen, Serien, Pausen, Muskelaktionsge- muscle action velocity and number of sessions per week.
schwindigkeit und Trainingshäufigkeit formuliert. Theoreti- Based on the stress-strain-concept, empirical results and
sche Überlegungen auf der Basis des trainingswissenschaftli- training experience require additional parameters related to
chen Belastungs-Beanspruchungs-Konzepts sowie empirische the molecular and cellular adaptations for an effective
Befunde und Erfahrungen aus der Trainingspraxis lassen den strength training concept. In contrast to what has generally
Schluss zu, dass für ein zielgerichtetes Krafttraining die gän- been assumed, it is notable that the individual percentage of
gigen Belastungsgrössen durch die Angabe weiterer, auf die 1-Repetition-Maximum (1 RM) is not the intensity but only
jeweils anpassungsrelevante Beanspruchung ausgerichtete Pa- a relative training load and therefore a stress factor. Intensity
rameter ergänzt werden müssen. Dabei ist insbesondere zu be- is referred to here as a strain factor, operationalized as the
rücksichtigen, dass entgegen der dominierenden Auffassung level of effort applied to a given load. For example, it can be
die am Einer-Wiederholungs-Maximum relativierte Last nicht measured by the level of perceived exertion. To identify the
als Beanspruchungsintensität, sondern ausschliesslich als (ab- adaptation effect of a training load, commonly disregarded
solute) Lastangabe und damit Belastungsgrösse betrachtet wer- parameters like muscle action modes per repetition, duration
den muss. Die Intensität ist vielmehr eine Beanspruchungs- of one repetition, rest in-between repetitions, and time under
grösse, die über den Anstrengungsgrad erfasst werden sollte. tension must first be specified. Toigo and Boutellier (2006)
Dieser kann bspw. über die subjektiv wahrgenommene Bean- indicated the importance of these determinants, and current
spruchung abgebildet werden. Die anpassungsauslösende Wir- findings support and complement their viewpoint. Further
kung der Last wird erst in Zusammenhang mit i.d.R. nicht extensive and systematic follow-up studies are required to
angegebenen Parametern wie der Art der Muskelaktionsform, provide an evaluation of this approach. For papers on strength
der Dauer der Einzelwiederholung, der Gesamtanspannungs- training, a proposed set of new determinants is put forward
dauer innerhalb einer Serie und der Pause zwischen den Wie- as a documentation standard for future research in the field
derholungen präzisiert. Diese von Toigo und Boutellier (2006) of strength training. Existing textbooks should be modified
in die Diskussion eingeführte Sichtweise wird durch aktuelle accordingly.
Befunde ergänzt und gestützt. Eine Evaluation des beschriebe-
nen Ansatzes steht noch aus, erfordert er doch weitere umfang-
reiche und systematische Trainingsstudien. Daher sind bei der
Veröffentlichung von weiteren Trainingsstudien die erläuterten
beanspruchungsorientierten Parameter als Dokumentations-
standard einzufordern und bestehende Ausbildungsmaterialien
für das Krafttraining zu verändern bzw. zu ergänzen.

Schlüsselwörter: Belastungsgrössen, Krafttrainingseffekte, be- Key words: stress factors, strength training effects, strain re-
anspruchungsbedingte Anpassungen. lated adaptations.

Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie 62 (1), 24–31, 2014

• Aufgabe Individuelle • Skelettmuskelsystem Ehlenz. Zum ande- • Herz-Kreislauf- • konditionell System ren wird davon ausgegangen.B. 2008. teragierende Wirkungen unterschiedlich beanspruchter • Höhe (Teil-)Systeme entweder ausgeschlossen oder im theoreti- • Dauer Messung schen Konstrukt abgebildet sind. so dass eine deduktive Beanspruchungser- Belastung Beanspruchung Komponenten. B. 2004. 2010. auch wenn Belastungen entspricht. tung in energetisch individuell definierten Stufen. 1983). 30 min. mittlung möglich ist (z. Fä- folgt. z. vorgegeben wird. «erzwingt» spruchungen verzichtet werden. 2003) einge- individuellen Voraussetzungen respektive der Leistungsfä. Dieses phänomenorientierte Vorgehen erfolgt engpassorien- ningswissenschaft übertragen werden kann (Büsch. Zatsiorsky und Kraemer. • objektiv Zu den bisherigen Ausführungen ist einschränkend festzu- • simultan • subjektiv • sukzessiv halten. 1991a. Im so genannten phänomenorientierten BBK chend die Trainingsgestaltung über das Laktat oder die Herz- (siehe Abb.und im Konkreten auf die Bewegungs. jedoch auch im Gesundheits-.B.m.). 2010). 196). sem Grund existieren auch in der Arbeitswissenschaft nur für abhängigen Wirkungen (Beanspruchungen) und den damit Sonderfälle praktisch anwendbare Modelle der deduktiven verbundenen Anpassungen. Hohmann et al. die sich nomische Belastungs-Beanspruchungs-Konzept (im Folgen. Grosser & Zimmermann.. dass der Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwi- schen Belastung und Beanspruchung streng genommen nur Abbildung 1: Das phänomenorientierte Belastungs-Beanspruchungs-Kon. einzelne Beanspruchungsgrösse ausreichend sein kann. 2000.und Trai. Hottenrott und Neumann. Zeitliche Abfolge. In der Sportwissenschaft kann entspre- bzw. Bei der Mittlerweile hat sich die sprachliche Differenzierung von Be. -variablen. det werden: Als induktive Beanspruchungsgrösse. aus theoretischen und praktischen Leistungssport. 1959) sowie zur dynamischen Fahrradergometerar- vorgaben und eine Kontrolle der Beanspruchungsgrössen beit (Rohmert. Hierfür ist eine konkrete Analyse der der inhaltlich differenzierte Gebrauch nicht konsistent er. Für eine effektive Trainingsge. Fertigkeiten System Steinhöfer. 1984) gewinnbringend auf lastungsdauer individuell unterschiedlich verändern können. 1983. dass die Bestimmung einer Gesamt-Beanspruchung. z. Im Ausdauertraining In der Trainingswissenschaft wird die «sportliche Leis. grösse. dass durch die Festlegung einer • informatorisch • Sensorische Systeme Trainingslast in Relation zum EWM kumulierende bzw. genschaften. Hottenrott & Neumann.v. wenn kumulierende Wirkun- die Berücksichtigung des BBK eine dezidierte Analyse von gen ausgeschlossen werden können (Rohmert. der Herzfre- levanten Aspekt sind die Wechselbeziehungen zwischen Be. personen. z. deduktiven Beanspruchungsermittlung wird demgegenüber lastungen und Beanspruchungen in der Trainingslehre und in vorausgesetzt. zum einen durch die Bestimmung des Einer-Wiederholungs- lastungsdauern)» Maximums (EWM. 1960). auch als 1RM oder One-Repetition-Maximum bezeichnet) Fähigkeiten. Aus die- personenunabhängigen Grössen (Belastungen). so dass zur Beanspruchungsbeurteilung bestenfalls eine Olivier. 2009. 1991). Beanspruchung. Be. In den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts sind eine Bei der induktiven Beanspruchungsermittlung werden physio- Vielzahl von Überlegungen formuliert worden. tiert. Un. und als deduktive Beanspruchungs- Dabei besteht die Zielstellung entweder in einer «Maximie. in denen identische Belastungen zu unter. ebenso Ausgehend von Problemen der Trainingsgestaltung im wie eine Gesamt-Belastung. z. 2005. 1991b. 1993. zur statischen Muskelarbeit staltung folgt daraus eine Individualisierung der Belastungs. z. orientiert ter diesem trainingswissenschaftlich und sportpraktisch re. 2008.m. individuelle Eigenschaften. 1984.und Gesundheitssport) der sportlichen Leistung. Rohmert. quenzreserve oder der Herzfrequenz an der individuellen an- lastung. z. 2003. gilt (Rohmert. Freizeitsport.. setzt wird. so der trainingswissenschaftlichen Grundlagenliteratur etabliert dass die Beanspruchung dem Nutzungsgrad spezifizierter Ei- (Hohmann et al. 1983).B. maximale Trainingsherzfrequenz bspw. Seidenspinner.B. Beanspruchungsermittlung. die Sport. higkeiten und Fertigkeiten notwendig.). 2010.Positionspapier für eine beanspruchungsorientierte Trainingsgestaltung im Krafttraining 25 Einleitung Die Ermittlung der Beanspruchung kann in diesem funktiona- len Zusammenhang entweder induktiv oder deduktiv erfolgen.. werden (Kindermann und Coen. 1) lässt sich die Belastung und die Beanspru. an der individuellen maximalen Herzfrequenz. 1984. für die Analyse von Handlungen ohne Handlungsspielraum zept (modifiziert nach Rohmert. in- • ZNS Kenngrössen. chung des Herz-Kreislauf-Systems bei einer Ausdauerbelas- Freizeit. dass «Belastung = f (Teilbelastungsarten. Schul.v. logische und biochemische Messgrössen registriert.B. Schnabel et al. 2008... kann der «klassische» Parameter Herzfrequenz sowohl als in- tung» übereinstimmend als wesentliche Führungsgrösse für duktive als auch als deduktive Beanspruchungsgrösse verwen- Training und Wettkampf postuliert (Baechle und Earle. Fähigkeiten Arten. Fähigkeiten und Fertigkeiten durch bestimmte Olivier et al. der sportlichen Leistung und den aeroben Schwelle (siehe exemplarisch Janssen. wie das ergo. Güllich & Schmidtbleicher. 2008 u. wenn eine Bompa und Haff. Carl. 2001). Jedoch ist im Kontext von Training zu beachten. 130 S/min über Schnabel et al. Willimczik et al. wenn die Herzfrequenz als Indikator für die Beanspru- rung» (Leistungssport) oder in einer «Optimierung» (Schul-. in Anlehnung an die englische Literatur «Beanspruchung = h (Belastung. Vielmehr kann auf die Berücksichtigung weiterer Teilbean- schiedlichen Beanspruchungen führen können. 2008. 2007. 2010. 1999. sowohl in Abhängigkeit der Belastungshöhe als auch der Be- den als BBK abgekürzt.B. Weineck.B. dass ein theoretisches Konstrukt existiert. Schlumberger & • Situation Eigenschaften • Neuromuskuläres Schmidtbleicher. (Rohmert. Belastungshöhen. Komponenten. higkeit zu beachten. 1984): Im Krafttraining wird analog davon ausgegangen. frequenz als Prototyp einer deduktiven Beanspruchungsgrösse chung auch für die Trainingswissenschaft als «einfacher» für den Muskelstoffwechsel im Ausdauertraining bezeichnet funktionaler Zusammenhang beschreiben (Rohmert.. (Teil-)Belastungen sowie der individuellen Eigenschaften. 1998). 2001.und Gründen eher unrealistisch erscheint (Perl und Mester. S. 2006 u. Fertigkeiten)» bei dynamischer Muskelarbeit sowohl ein theoretisches Kon- strukt als auch eine vollständige Analyse der (Teil-)Belastun- gen gegeben ist. Für selbstbestimmte sportliche Hand- . z.

1999. 1993. Entsprechend bewirkt ein Ausnutzen von Handlungsmöglich. 1994.und aufgaben. cher. dass es ein wissenschaftsthe- oretisch akzeptables Modell und eine hieraus deduktiv ab-  geleitete Beanspruchungsgrösse für das Training der Leistungsfähigkeit Einflussgrösse Kraft gibt. psy. davon auszugehen. Sampson et al. 1984): tems und des Muskelsystems darstellt.und Leistungsdaten ermittelt nierte Stellung einnimmt. Leistungen sind einfache Kausalketten jedoch grund einer Vielzahl von empirischen Untersuchungen ist bei nicht gegeben. 2003. 1997. 2012) und Für das «klassische» Krafttraining. Daraus folgt des Weiteren. al. Zatsiorsky und Kraemer. sprechendes gilt dann konsequenterweise auch für das Mehr- Anmerkung: 1 = Rückwirkung von Beanspruchungseffekten innerhalb ei. Dennoch ist davon auszugehen. In Bezug auf das duktiv (engpassorientiert) oder deduktiv (modellorientiert). Demgegenüber bewirkt ein Krafttraining mit 3 rücksichtigung sportlicher Leistungen im Leistungssport Wiederholungen und bspw. usw. 2009. S. Im Kraft- training spiegeln sich die Beanspruchungen in den unter- schiedlichen Trainingszielen wider. sondern doku- Handlungskompetenz Resistenz mentieren eine an der einmalig erbrachten individuellen Typologische Faktoren sportlichen Leistung relativierte Belastungsgrösse. Goto et Einen entsprechenden Ansatz findet man bspw. 2003. Wiederholungs-Maximum (MWM) und daraus abgeleitete nes Trainings oder Wettkampfs. zu erwarten.. Dieser nelle System. dass dieses Sys- werden können. 2012.). dass differenzierte Berücksichtigung individueller Freiheitsgrade in zumeist de. spätere oder geringere Trainingseffekte (Teil-)Belastungen und (Teil-)Beanspruchungen unter Be. In Kenntnis unterschiedlicher (Teil-)Beanspruchungen er- chophysiologische Resistenz)» scheint es daher unrealistisch. 2012). 2011). Die damit gegebene sub. dass Beanspruchungen nicht nur in. «Beanspruchung = h (Belastungen. in damit Hypertrophieeffekte respektive morphologische An- der sich der Handlungsspielraum aus dem ziel. 2003. rungshinweisen für weitere Krafttrainingsstudien verbunden. neuro-muskuläre System. auch der beiden genannten. Freizeit. Mori- tani.und Gesundheitssport bei der muskuläre Beanspruchung mit funktionalen Anpassungen im Gestaltung eines Krafttrainings. dass als Trainingsparameter die für die jeweilige Zielsetzung . so dass sich cenorientierten Beanspruchungstheorie von Olivier (2001). beim Bankdrücken anspruchung der Leistungs. Ausführungsbedingung eine willentlich explosi- ist auch mit trainingspraktischen Konsequenzen und Ausfüh. 2013. keine Psycho-physiologische deduktive Beanspruchungsgrösse darstellen. ist für die Trainings.B. 1988. dass kumulierende bzw. der Realisierung einer Kraftübung. Handlungsvollzug. Lastangaben. Der Bezug zur Beanspruchung wird erst durch fekten innerhalb eines Meso-/Makrozyklus. gen im Muskel auftreten können (DeFreitas et al. wobei jedoch auch in Einordnung des Einer-Wiederholungs-Maximums einem Hypertrophietraining initiale Kraftverbesserungen in das BBK durch funktionale Anpassungen (MacDougall. 2003 u. nicht auszu- schliessen sind. das hormo- finierter Weise folgt (Bokranz und Landau. interagierende Wirkungen der unter- schiedlichen (Teil-)Beanspruchungen und damit unterschied- Belastungen Sportliche Leistung Beanspruchungen licher Systeme.a. 27). Ent- spruchungs-Konzept unter Berücksichtigung der sportlichen Leistung (in Anlehnung an Rohmert. die Festlegung von Randbedingungen hergestellt: Ein Kraft- training mit 12 Wiederholungen und einer Last. 1987). aber auch nicht we- niger als die einmalig über die gesamte Bewegungsamplitude Abbildung 2: Das erweiterte trainingswissenschaftliche Belastungs-Bean. 2 = Rückwirkung von Beanspruchungsef. Heim und Schmidtbleicher. in der ressour. so dass entsprechende «Handlung = g (Belastungen. unterschiedlich beansprucht werden (zusammenfassend gehend berücksichtigt. Ishii et al. die sich am EWM orientieren. Sale. giebereitstellung und des Proteinstoffwechsels sowie der Ak- sen oder subjektiv skalieren lassen sollten (Rohmert.. ve Kraftentfaltung gegeben ist (Güllich und Schmidtbleicher..bzw. 1984). 14 und Büsch. 2005b. Teilsysteme. wenn als stanzielle Erweiterung des trainingswissenschaftlichen BBK Rand. 2008... Dementsprechend sind sukzessive Beanspruchungseffekte chungsgrösse oder einen Leistungsparameter darstellt. sind abweichende Anpas- Diskussion des funktionalen Zusammenhangs zwischen sungsprozesse.h.B. unterschiedlicher (Teil-)Systeme beim Hypertrophietraining und simultane Beanspruchungseffekte unterschiedlicher 1 Das erweiterte BBK wird in der arbeitswissenschaftlichen Literatur auch (Teil-)Systeme beim NK-Training anzunehmen. dass die Be. Baechle und Earle.26 Marschall Franz. «gestemmte» Last bei einer Krafttrainingsübung dar. ob das EWM eine deduktive Beanspru. 2) dahin. Liu et al. das sich weitgehend an beim NK-Training von Beginn an morphologische Anpassun- der Bestimmung des EWM orientiert. Handlungskompetenz)» (Teil-)Beanspruchungen nicht ad hoc zu differenzieren sind. 1983. so dass sich die folgenden «erweiterten» tem bereits eine Zusammensetzung des Zentralnervensys- funktionalen Zusammenhänge ergeben (Rohmert. die sich wiederum mit objektiv engpassori. das metabolische System. 95% des EWM eine hohe neuro- ebenso wie im Schul-. 1984. gestaltung zu klären. das neuro-muskuläre System. bewirkt nur in Verbindung mit keiten für realisierte Leistungen individuell unterschiedliche einer Ausbelastung nach definierter Zeit eine hohe mechani- Beanspruchungen. 1991). passungen erzielen lassen. Komi. 1994.. d. z. ist hervorzuheben. Daraus folgt. sche und metabolische Beanspruchung der anaeroben Ener- entierten physiologischen und biochemischen Indikatoren mes. das im Krafttraining eine expo- sondern ebenso aus Handlungs. die bspw. Schmidtblei- die im Folgenden kursorisch dargestellt werden. grund personenspezifischer Voraussetzungen nicht zu einer Die Zielstellung der weiteren Ausführungen besteht in der Ausbelastung (Hackett et al. S. Mit ande-  ren Worten: Das EWM stellt nicht mehr. 2006). Konsequenterweise können folglich Trainingsempfehlungen. 80% des EWM entspricht. tivierung der Satellitenzellen (Cermak et al. als differenziertes oder integriertes BBK bezeichnet. Bereich der neuro-muskulären Koordination (NK). Büsch Dirk lungen bzw.und Handlungsvariation unter oder der Kniebeuge. das Skelettsystem Sachverhalt wird im erweiterten BBK1 (siehe Abb.. 2007). z. Auf. Führt die gleiche Belastung auf- abhängigen Anspruchsniveau ergibt (Schönpflug.

Janssen.. wenn ning stellt eine Belastungshöhe von 80% des individuellen ausschliesslich die klassischen Belastungsgrössen Intensität Maximums für die Muskulatur der oberen Extremitäten eine (nach den obigen Ausführungen besser als Last oder Belas- Beanspruchung dar. al. dass widersprüchliche Effek- Shepherd und Astrand. wird dennoch in und Kraemer. 2012). 2006b) anhand zweier Fragestellungen Ressourceneinsatz zu unterschiedlichen (Beanspruchungs-) skizziert: (1) Welche mechanischen und biologischen Belas- Intensitäten führen (Hackett et al. dass die herkömmlichen Leistungsfähigkeit eine Leistung im Bereich der individuel. Bei Ausdauerbelas.. 2011.a. Während in der Arbeitswissenschaft die sentiert sind (Toigo. load) definiert ist. fische Kraftleistung erforderlich sind (Rhea. tionen und (2) in welcher Beziehung stehen diese Reaktionen digkeit angegeben. Marschall und gleich betrachtet werden.B. 1987.. 2006). Pollmann und Willimczik. LeSuer et al. 1990. Belastungshöhe als objektive Belastungsgrösse ausschliess. geeignet ist. Toigo und Boutellier. 2010 u.. Shimano et al. können Unterschiede der Trainings- Fröhlich. ergibt sich aus einer unterschiedlichen Termino. falls als Beanspruchungsgrösse verstanden werden. 2006). In Abhängigkeit von der individuellen zu den strukturellen. die allenfalls eine ein- fache Richtlinie für das Krafttraining darstellt. ein Krafttraining zu erklären. 2007). Beanspruchungsintensität bezeichnet werden kann (z. die Hypertrophieeffekte auslöst. Effekte resultieren aus den unterschiedlichen Belastungsdau- die personenspezifisch und nicht pauschal an relativen Lasten ern (Wiederholungszahlen). 2012. systemen im Krafttraining 2001). wenn die Wirkung einer Belastung in Relation zu einem theoretischen Konstrukt.Positionspapier für eine beanspruchungsorientierte Trainingsgestaltung im Krafttraining 27 erforderlichen Beanspruchungen verwendet werden müssen. die mit einer Belastungshöhe von zu bestimmen sind (Wernbom et al. Hoeger et al. 1993. Belastungsgrössen nicht hinreichend len anaeroben Schwelle. sind. Inwieweit die aktuell identifizierten Teil- relativierte Last als Belastungsintensität und gleichzeitig als belastungen eine Gesamtbelastung und damit auch alle kraft- einer der wichtigsten und zugleich kritischsten Aspekte im trainingsrelevanten (Teil-)Beanspruchungen erschöpfend ab- Krafttraining bezeichnet (Baechle und Earle. (2011) definieren dies für das Krafttraining als die Anzahl ordnet werden können.). net wird (Schnabel et al... 2003. tungshöhe zu bezeichnen). In gungsfrequenz bzw. weiterführenden theoretischen Überlegungen und empiri- Eine an der maximalen Leistung relativierte Last kann allen. d.. Es ist mittler. dass die Gesamtbelastung und nicht nur ausge- geführt hat. 1999). Häufigkeit und Dichte reprä- schaftsdisziplinen. Fisher et al. 2007... 148). spiegelt das EWM und damit auch MWM ausschliess- lich eine objektive Lastangabe wider. 2012. der zu Schwierigkeiten beim Transfer des ar.. Diemer und Sutor. wie sie in den traditionellen Belas- logie für die Ausprägung der Belastung in beiden Wissen. wählte Teilbelastungen. Fleck. tungen führen zu welchen zellulären und molekularen Reak- tungen wird bspw. somit nicht aus dem Produkt «Last x Wiederholungen». 2008. Beispielhaft wird am Vergleich ben Bereich (Eisenhut und Zintl. 2012) und deshalb als Einzelparameter nicht mann. Belastungs.bzw. z. in Abhängig vom Leistungsniveau aus dem Grad der Bean- 1997. der Bewegungsdauer (meistens inkorrekt der Terminologie der Arbeitswissenschaft entspricht der Be- als Bewegungsgeschwindigkeit bezeichnet. te eines Krafttrainings nicht erklärt werden können. 2012. 2007). jedoch bei einer hohen Leistungsfä. die zuneh- Spezifizierung von Belastungshöhe. Wiederholungen und Häufigkeit rend sie für die unteren Extremitäten als Beanspruchung zur (Serien) dokumentiert sind. Verbesserung der Kraftausdauer zu werten ist (Buskies und die Einzelbewegungsdauer oder die Anspannungszeit zu- Boekh-Behrens. Marschall und Fröhlich.B. Beschreibungs. Poll- Buitrago et al. 2004. Dauer.). mend sowohl in der Sportwissenschaft als auch in der intensität und Beanspruchungsintensität Sportpraxis kritisch gesehen wird (Carpinelli. 2006b. Übertragen auf das Krafttrai.. 2006 u. Fleck bilden können (Toigo und Boutellier. Intensität wird bspw. sondern Hoeger et al. in der Psychologie als «Anstren- gungsgrad» definiert (engl. 2008. 1991). das schin et al. 2007. Anpassungen durch higkeit eine Leistung im ausschliesslich regenerativen aero.v. Gleiches gilt auch für den am EWM fälschlicherweise mit der Intensität gleichgesetzt Belastungsumfang (Last x Wiederholungszahl x Serien). Die unterschiedlichen gestaltung offensichtlich und damit auch unterschiedliche .B. um unterschiedliche Effekte bzw. die für eine spezi- Belastungen schon aufgrund unterschiedlich realisierter Wie. z. einer maximalen Ressourcenausschöpfung Teilbelastungen und Beanspruchung von Teil- oder einem Schwellenkonzept beschrieben wird (Olivier. wird in duelle Beanspruchungen sinnvoll miteinander in Beziehung der Trainingswissenschaft die an der individuellen Leistung setzen zu können. 2004). schen Studien zu prüfen sein.h. 2013.. Hackett et al. 2011. die ohne die Angabe der Bewe. 2011) keine Rückschlüsse auf damit dauer». 80% des individuellen Maximums realisiert werden können. zweier fiktiver Studien gezeigt. effort. Weineck. Fisher et al. um Zielsetzungen und indivi- lich über die absolute Last (engl.. der folglich weder als Belastungsintensität noch als verbundene Beanspruchungen zulässt (Adami et al. dass das EWM als Orien. da gleichen relativen spruchung unterschiedlicher Ressourcen. 2000).. Kraemer und Fleck. 2012). Auch Wiederholungszahlen stellen der ausgeführten Wiederholungen in Relation zur Anzahl der eine Belastungsgrösse dar. 1990. 1999. weile empirisch sehr gut belegt. 2006) berücksichtigt werden. in der Trainingswissenschaft als Belastungsumfang bezeich- Carpinelli. wird. 1999.a. 1999. Buskies und Boekh-Behrens. Kraemer und Ein Aspekt. Die Autoren argumentieren. S. möglichen (erschöpfenden) Wiederholungen (ebd. kontraktilen und metabolischen Anpas- Maximalleistung repräsentieren 70% bei einer niedrigen sungen. die Belastungshöhe über die Geschwin. Zatsiorsky und Kraemer. Die anpassungsauslösende Gesamtbeanspruchung ergibt sich tierungsgrösse für das Krafttraining nicht geeignet ist (Ber. Für ein effektives Krafttraining ist es daher beitswissenschaftlichen BBK in die Trainingswissenschaft unabdingbar. 2011. siehe Fisher und lastungsumfang dem Produkt «Belastungshöhe x Belastungs- Smith. Hoeger et al. Erst wenn weitere Parameter. 2010.. tungsgrössen Intensität. Fisher et derholungszahlen unterschiedliche Beanspruchungen zuge. Fisher und Smith. Die Beziehung von Belastung und Beanspruchung im Kraft- Die gleiche Belastungshöhe kann demnach in Abhängigkeit training wird in dem Beitrag von Toigo und Boutellier (2006) von individuellen Voraussetzungen und unterschiedlichem sowie Toigo (2006a. eine beanspruchungsorientierte Gestaltung des Auch wenn in der Sportpraxis die einseitige Orientierung Krafttrainings zu unterstützen. 2006a. wäh.

Wiederholungen bis zur Erschöpfung von der gewählten «Be- lyse verdeutlicht. Sie fordern deshalb die zusätzliche die Belastungsdauer zurückgeht (Marschall.als auch für neuronale und metabolische Trainingsef- ning innerhalb eines Bewegungszyklus immer exzentrische fekte ist die Zeit bis zur Ausbelastung in Verbindung mit der und konzentrische Anteile. in der medizinischen Trainingstherapie zur Lasten und Wiederholungszahlen durch die Kontrolle der Effizienzsteigerung beim Hypertrophietraining empfohlen Einzelwiederholungsdauer ergänzt werden muss. zur Relation zwischen schiedliche Anzahl von Wiederholungen bei gleicher Ge- den Muskelaktionsformen beim dynamischen Krafttraining samtbelastungsdauer zu berücksichtigen. Da die Geschwindigkeit definiert ist als Weg 2005). um spezifi- (Diemer und Sutor. Goto et al. kann bes- rücksichtigen.. 2007). wegungsgeschwindigkeit» innerhalb einer Serie abhängt. Die Belastungsdauer bei gegebener Bewegungsfre. Güllich und schiedlichen Effekten führen. Für die Gestaltung eines amplitude ist zusätzlich zu den Überlegungen von Toigo und effekt. 1). Krafttraining selten bis gar nicht bestimmt wird. 2013.. 2002. Raue et al. Hunter et al. dass dort nicht von der Alternative exzentri.. Trainings (4–6 Wiederholungen in 55–85 Sekunden gegen- Neben der Muskelaktionsform wird von Toigo und Boutel. mehr auf der resultierenden Beanspruchung. Yue. Für Hypertro- werden kann. Ebenso wie im Kraftausdauertraining zielen keit von der Frequenz. 2011). mechanischen Beanspruchung relevant. 2003). tenfalls die Einzelwiederholungsdauer kontrolliert werden scher versus konzentrischer Muskelaktion ausgegangen (Fisher und Smith. lage für eine effektorientierte Trainingsgestaltung gegeben 2001. 2009..B. nur indirekt über die Belastungshöhe und Belastungsdauer Zur Art und Bedeutung der Muskelaktionsform liegt eine abgeschätzt werden kann. 2003. et al. der Aktivierung von Satelliten. (2009) vor.. so dass hier die Frage der zeitli. tionsformen und Einzelbewegungsdauern ergeben. 2003. 2001). Verlängerte exzentrische Phasen schlussfolgern. wohingegen hohe Frequenzen. 2007). Allerdings sind die folglich ebenso unverzichtbar wie Interaktionen mit faserspe. 2006.. tungsdauer («time under tension» oder «TuT». 2013. Abb. sprüchlichen empirischen Befundlage wird in weiteren Un- stoffwechsel auch auf einen hohen anaeroben Energieumsatz tersuchungen zu klären sein. Metaanalyse von Roig et al.. 2006. Hierzu ist kritisch anzumerken. Beispielsweise könnte bei Schmidtbleicher.oder beanspruchungsorientierten Krafttrainings sind Boutellier (2006) die Bewegungsfrequenz. Auslöser der Proteinsynthese. in dem ein ausrei. 2012). läre Anspannung über die gesamte Bewegungsamplitude auf- rien reduziert wird oder in Kauf genommen wird. d. 1999) angegebenen Belastungsgrössen kön. Fisher et al. die zu unter- thoden zum Kraftausdauertraining (z. Liu et al.28 Marschall Franz. schleunigungs-Zeitverläufe bei unterschiedlichen Muskelak- quenz entspricht dabei einem Zeitrahmen. die unter- Angaben zur Muskelaktionsform bzw. Westcott et al. dass exzentrische im Mester (2012) in einer aktuellen Studie zu Beanspruchungs- Vergleich zu konzentrischen Muskelaktionen zu deutlich hö. Daraus lässt sich chen Relation relevant ist. Die Detailana. Kraemer und Im Kontext der Ausführungsdauer über eine Bewegungs- Häkkinen. Westcott et al.. ten gegeben ist. Erst wenn wie in diesem Beispiel eindeutige Beziehun. Ishii et al. Mögli- chender anaerober Energieumsatz angenommen werden cherweise sind damit auch unterschiedliche neuronale und kann. über einem Training mit konstanten Lasten und reduzierten der tension» und die Pausen zwischen den Wiederholungen Wiederholungszahlen (Marschall und Sieberger. in der auf der Grund. durch Zeit und der Weg. die ebenfalls anpassungs. gleiche Richtung weisen Befunde zur Hypertrophie. 2012. metabolische Beanspruchungen verbunden. ein ausbleibender Transfer zwi. Kleinöder und controlled trials. kommt es zu einer Am Beispiel des Hypertrophietrainings wird erläutert. sche Beanspruchungseffekte nachvollziehen zu können (Ada- wirkt Beanspruchungen des muskulären Systems. fekte auftreten. die in le Pausen) für unterschiedliche Beanspruchungen und damit einer Übersichtsarbeit von Bird. et al. reduzierter Last die Wiederholungszahl von Serie zu Serie relevante Beanspruchungen bewirken können (vgl. über 8–12 Wiederholungen in gleicher Zeit) konstatieren. 1995. 2005b.. beim Muskelquerschnitt rungsmodus fest. die Bewegungsamplitude im abläufe im traditionellen Krafttraining ist allerdings zu be. Die in der Beschreibung herkömmlicher Trainingsme. dass die belastungsorientierte Angabe von werden bspw. (2005) berichtet werden. 2005). Wirtz. Tarpening und Marino unterschiedliche Anpassungseffekte verantwortlich sein kön. Mohamad et al.. Das Ausmass der Hypertrophie und nen.h. effekten unterschiedlicher Trainingslasten und des Ausfüh- heren Effekten beim Kraftzuwachs. Während Westcott zifisch unterschiedlichen Anpassungen (Cermak et al. ist die Grund. dass im Einzelfall weitere spezifische Ef.. dass die Kontrolle der «Be- schen exzentrischen und konzentrischen Muskelaktionen in wegungsgeschwindigkeit» nur bei isokinetischen Kraftgerä- Bezug auf den Kraftzuwachs (Higbie et al. Wirth et durch die mit unterschiedlicher Frequenz verbundenen Be- al. Tran et al. dass deutlichen Verbesserung der Kraftausdauerleistung gegen- die Art der Muskelaktion. sondern viel- (zur Diskussion der Dosis-Wirkungs-Beziehung im Krafttrai. wie bspw. die als mi et al. lier (2006) als weiterer bedeutsamer Parameter die Belas. Bleibt bei Berücksichtigung von Parametern. Aufgrund der marginalen und wider- Belastungen im Hypertrophietraining neben dem Protein. dass bei treten. wenn die Last über die Se. d. und damit die Belastungsdauer konstant.. die wiederum ning siehe Peterson.. niedrigen Bewegungsfrequenzen eine gleichmässige musku- nen jedoch nur realisiert werden.. Keeler et al. 2011. Rhea und Alvar. Die exzentrische Belastung be. In die (intraserielle Pausen) sowie zwischen den Serien (interseriel. Pereira und Gomes. die Verbesserung der Kraftausdauer beruhen demnach nicht gen zwischen Belastungsgrössen und Beanspruchungen von unmittelbar auf der Last (Belastungshöhe) und der Belas- (Teil-)Systemen nachgewiesen werden können. Ergänzend zur Beziehung zwischen Belastungshöhe und lage von 20 randomisiert kontrollierten Studien (randomised Belastungsdauer stellen Buitrago. RCT) gezeigt wird. zeigen sich in einer Pilotstudie von Marschall und Büsch tungsdauer zur Erklärung von Krafttrainingseffekten heraus. (2001) eine deutliche Überlegenheit des «Super Slow»- Fisher et al. zellen und damit der Hypertrophie bewertet werden (Cermak 2001). 2012. 1996.h. Befunde hierzu bis dato nicht eindeutig. inwiefern sich für die TUT ab (Hollmann und Strüder. die Belastungsdauer als «time un. Tran et al.. dass bei gegebener Last die Anzahl der und der Bewegungsgeschwindigkeit führen. 2011). Vielmehr enthält ein dynamisches Krafttrai. 2012. Büsch Dirk Effekte erklärt werden.. 2001). phie.. 2004. (2011) keine unterschiedlichen Trainingseffekte in Abhängig- gestellt. bedingt durch die Be- konstanter Last die Anzahl der Wiederholungen und damit schleunigungen mit unterschiedlichen Muskelanspannungen . Bei der Übertragung dieser Befunde auf Bewegungs.. Nicolaus.

statisch) bei gleicher An- weiterführenden Studien auch Cluster-Trainingsmethoden zu spannungsdauer unterscheiden (Vedsted et al. personenspezifischen Eigenschaften und Fähigkeiten. der Muskulatur erreicht wird. entsprechenden Überarbeitungshinweisen zurückgewiesen hang mit Zeiträumen der Ausbelastung angeben (vgl. Neben berücksichtigen sein. aber nicht über die gesamte Bewe.. dass in gegebener Zeit eine Ausbelastung d. Beanspruchung. der die im Beitrag aufge- führten Parameter im Hinblick auf Empfehlungen zur Gestal- Die vorliegenden Befunde zur Bedeutung der Parameter tung des Krafttrainings systematisch zusammenführt. die Bedeutung der als relevant bezeich- neten Belastungsgrössen weiter zu differenzieren respektive zu konkretisieren. der grundsätzlichen Orientierung an beanspruchungsrelevan- dauer und Lasten innerhalb einer Serie gekennzeichnet sind ten Gestaltungsgrössen besteht die Aufgabe zukünftiger Un- (Haff et al.und intraserielle Pausen lassen den Schluss sprechende Standards zur Dokumentation der verwendeten zu. die die von Toigo und Bou- zung unterzogen werden muss. Hohmann et al..und Hypertrophietraining Standards nicht erfüllen. 30% reduziert ist. 2006). orientierte Training bedeutet dies. den. konkrete Handlungsempfehlungen unter wiefern sich eine Verteilung der intraseriellen Pause nach Berücksichtigung der 13 bei Toigo und Boutellier (2006) auf- jeder Wiederholung innerhalb eines Satzes auswirkt. bei Heim und Schmidtbleicher tungsgrössen vollständig enthalten. Aufgrund der jeweils unterschiedlichen deutung der intraseriellen Pause (rest-in-between-repetitions) metabolischen und hormonellen Beanspruchungen sind in. die Wachstumshormon-. Einzelwiederholungsdauer. 60 oder 80% des EWM oder mit 5.h. von 40 bis maximal 60 Sekunden eine erschöpfende Bean- ren. ob dies mit 40. dass Wiederholungszahlen ohne Angabe von weiteren transportierten traditionellen Handlungsempfehlungen zum Parametern mit unterschiedlichen Belastungsdauern und da. 2005). Epinephrin. physiologischen Beanspruchungen in Abhängigkeit von der dauer geeignet (Bird et al. 10 oder 15 Wiederholun- Kizuka und Takamatsu (2005a. ning und das Kraftausdauertraining übertragen. Des Weiteren werden in Muskelarbeitsweise (dynamisch vs. Die an zahlreichen Stellen insbesondere in der Aus- Diemer und Sutor. dass ent- quenz sowie inter. bleicher.a. die zeigen. gelgrösse im Krafttraining darstellt. Studien. ningsdesigns Berücksichtigung gefunden hat. auszurichten sind. gen geschieht. Gegenüber den dieser Grössen noch keine empirischen Evidenzen vor. dass solche Dokumenta- einer «beanspruchungsorientierten» Revision bzw. die in herkömmlichen Trai. 1999. Sportwissenschaft) hin. einer beanspruchungsorientierten Trainingsgestaltung be- kussion Johnston. 3 Sekunden konzentrisch) um ca.. 2007). dass die Bewegungsdauer von 2 Sekunden (1 Sekunde exzentrisch. insbesondere in Verbindung mit der Anspannungszeit für die terserielle Pausendauern von 3–5 Minuten zur Maximalkraft. unterschiedlichen Ziele des Krafttrainings ist bisher nicht steigerung. Dazu liegen zu einigen weiteren Studien ebenfalls zu prüfen sein. Für das zielgerich- tungshöhe als hinreichende Gestaltungsgrössen für das tete beanspruchungsorientierte Training sind die Angaben Krafttraining wenig geeignet sind. wird in gestellten Parameter zu formulieren. EWM orientierte und festgelegte Last die «eigentliche» Re- ner Bewegungsdauer von 6 Sekunden (3 Sekunden exzent. Mangel ist offensichtlich der Tatsache geschuldet. die diese (2003). Krafttraining sollten verändert oder zumindest ergänzt wer- mit auch unterschiedlichen Beanspruchungssituationen ver. 2010. Belastungsdauer bzw. Trainern sowie in Ausbildungs- (2011) weisen in ihrer Zusammenfassung ebenfalls darauf gängen an Hochschulen (Physiotherapie. In. solche von 1–2 Minuten zur Hypertrophie und hinreichend geklärt. Zusammenfassung und Fazit Es liegt bis dato kein Ansatz vor. 2008). Schnabel et al. Für eine intraserielle Pausendauer von 30 Sekunden nach spruchung ausgelöst wird. im Fall der Hypertrophie die hohe mechani- 1 Sekunde konzentrisch) die muskuläre Anspannungszeit sche und metabolische Beanspruchung und nicht eine am (TuT) bei der Übung Standardkniebeuge im Vergleich zu ei. siehe auch Ratamess et al. ningsgestaltung in Trainingsstudien fehlen und damit die ein- derholungshäufigkeit angegeben ist (Güllich und Schmidt. Belastungsparameter sowie zur systematischen Krafttrai- ningsempfehlungen als relative Last des EWM oder als Wie. wenn in einem Zeitraum in Abhängigkeit vom Trainingsziel ebenfalls zu konkretisie.und interseriellen Pausendauer. der Belastungsdichte steht in enger Beziehung zu meta. dass die Belastungshöhe.und in- . dass sich die solche von 30–60 Sekunden zur Verbesserung der Kraftaus. 2003). Ergän. dass Belastungshöhe und Der ebenfalls von Toigo und Boutellier (2006) thematisier. TuT sendauern sowohl Befunde zur unmittelbaren Beanspru.Positionspapier für eine beanspruchungsorientierte Trainingsgestaltung im Krafttraining 29 in den Umkehrpunkten. oder time to muscular failure. wiederholungsmaximums kann bereits als erster Schritt zu gungsamplitude wirken könnten (für eine ausführliche Dis. trachtet werden. deutige Interpretation von Trainingseffekten erschwert wird.. Dieser Muskelaktion. Es wäre al- schnitt bei einem Training ohne intraserielle Pause fest. auch werden. isometrische Maximalleistung und lässt sich dies auf das neuro-muskuläre Koordinationstrai- Kraftausdauerleistung sowie einen gesteigerten Muskelquer. Ishii. Entsprechend deutlich höheres EWM. zahl operationalisierte Belastungsdauer. Dies intraseriellen Pausendauern liegen zu den interseriellen Pau. Deshalb wäre zunächst zu fordern. Im Konkreten bedeutet dies: bolischen und hormonellen Beanspruchungen und ist deshalb Hypertrophieeffekte werden erzielt. gilt bspw. dass bei einer Ausbelastungskriterium und berücksichtigt damit. Bewegungsfre. Last und Wiederholungsanzahl danach te Einflussfaktor der intra. die erst in wenigen Trai- chung als auch zu den sich daraus ergebenden Trainingsef. Primär betrifft dies die bislang über die Wiederholungs- bunden sein können und deshalb zusammen mit der Belas. So gibt es Hinweise dafür. Dauer der Einzelwiederholung und Dauer der intra... die für Kraftausdauer. tersuchungen darin. Adami. unabhängig davon. 2005). Auch die Be- fekten vor. könnten konsequenterweise mit Wiederholungszahlen bei gegebenen Lasten in Zusammen. Eichmann und Giessing bildung von Übungsleitern. Für das beanspruchungs- risch. Ein erster Hinweis zu dieser tellier (2006) aufgeführten und im Beitrag erläuterten Belas- Sichtweise findet sich u. die durch unterschiedliche Pausen. 5 von 10 Wiederholungen eines Satzes finden Goto. Die Angabe eines Mehr. für die Anspannungszeit (time under tension. Darauf deuten auch erste Ergebnis. beinhaltet diese Angabe doch zumindest das se einer Pilotstudie hin. lerdings verfrüht. tionsstandards formuliert werden. TmT). Die Wirkung der Belastungshöhe variiert mit 2012) am Ende einer Trainingseinheit reduzierte Laktat-. der Bewegungsfrequenz.und Noreepinephrin-Werte Wiederholungshäufigkeit resultiert aus der Dauer der Einzel- und stellen als Folge nach einem 12-wöchigen Training ein wiederholung bzw.

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