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MiCOM P132

Überstromzeitschutz- und Steuereinrichtung

P132/DE M/R-53-C

Version P132 -312 -433/434/438/439/440 -654

Betriebsanleitung

Band 1 von 2
Hinweis zu der PDF-Version dieser Betriebsanleitung
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WARNUNG
Beim Betrieb eines elektrischen Gerätes stehen zwangsläufig bestimmte Teile
dieses Gerätes unter gefährlicher Spannung. Die Nichtbeachtung von
Warnhinweisen sowie eine falsche oder nicht bestimmungsgemäße
Verwendung können zu Personen- und Sachgefährdungen führen und
Personen- und Sachschäden bewirken.
Vor Tätigkeiten im Klemmenbereich muss das Gerät spannungsfrei geschaltet
werden. Bei Verwendung von Litzendrähten müssen Adernendhülsen
verwendet werden.
Zur Signalisierung des Gerätezustands können die Meldungen
GRUN D: Block ade /Stör un g und SEL BÜ: Warnung (LED) der
Selbstüberwachungsfunktion auf Ausgangsrelais konfiguriert werden.
Schneider Electric empfiehlt dringend die Verdrahtung dieser Ausgangsrelais
zur Schaltanlagenleittechnik.
Dieses Gerät darf nur in Übereinstimmung mit der Betriebsanleitung
modifiziert werden. Sollten andere Modifikationen ohne die ausdrückliche
Zustimmung von Schneider Electric ausgeführt werden, so erlischt der
Garantieanspruch und es kann zur Beeinträchtigung der Zuverlässigkeit und
Sicherheit des Geräts kommen.
Der einwandfreie und sichere Betrieb dieses Gerätes setzt sachgemäßen
Transport und fachgerechte Lagerung, Aufstellung, Montage und
Inbetriebsetzung sowie sorgfältige Bedienung, Wartung und Instandhaltung
voraus.
Arbeiten und Handhabungen an diesem Gerät dürfen daher nur durch
qualifiziertes, mit dem „Safety Guide“ (SFTY/4LM/J11 oder neuere Version)
vertrautes, Personal durchgeführt werden. Die Warnungen in den Kapiteln
Kapitel 5, (S. 5-1), Kapitel 10, (S. 10-1), Kapitel 11, (S. 11-1) and
Kapitel 12, (S. 12-1) sowie der Inhalt von Kapitel 14, (S. 14-1) müssen
dem Personal bekannt sein. Bei Nichtbeachtung der Warnungen erlischt der
Garantieanspruch und es kann zur Beeinträchtigung der Zuverlässigkeit und
Sicherheit des Geräts kommen.
Montage der abgesetzten Vor-Ort-Bedienung:
Ein Schutzleiter (Schutzerde) von mindestens 1.5 mm2 muss mit dem
Schutzleiteranschluss des Bedienteils verbunden sein und diesen mit dem
Schutzleiteranschluss des Gerätegehäuses verbinden. Das Bedienteil und das
Gerät müssen in derselben Schaltanlage montiert sein.
Zur Vermeidung von Personenschäden darf das Kommunikationskabel zum
Bedienteil keinen Kontakt mit Teilen haben, die unter gefährlicher Spannung
stehen.
Das Kommunikationskabel zum Bedienteil darf nicht neben
Hochspannungskabeln oder Hochspannungsverbindungen verlaufen. Es
könnten sonst Ströme induziert werden, die zu elektromagnetischen
Störungen führen könnten.

Qualifiziertes Personal
sind Personen, die u.a.
● mit Aufstellung, Montage, Inbetriebsetzung und Betrieb des Gerätes und
des Systems, in das es eingebaut wird, vertraut sind,
● Schalthandlungen gemäß den Standards der Sicherheitstechnik
durchführen können und berechtigt sind, insbesondere ein- und
auszuschalten, freizuschalten, zu erden und zu kennzeichnen,
● gemäß den Standards der Sicherheitstechnik unterwiesen sind in Pflege
und Gebrauch von Sicherheitsausrüstungen,
● in Soforthilfemaßnahmen (Erste Hilfe) geschult sind.

Hinweis
Die Betriebsanleitung des Gerätes gibt Hinweise für Aufstellung, Montage,
Inbetriebsetzung und Betrieb des Gerätes, kann hierbei jedoch nicht jeden
denkbaren Fall berücksichtigen und nicht sämtliche Detailinformationen
enthalten. Bei Unklarheiten oder besonderen Problemen darf nicht eigenmächtig
gehandelt werden. In solchen Fällen ist mit der zuständigen technischen
Vertriebsniederlassung von Schneider Electric Kontakt aufzunehmen und die
erforderliche Auskunft anzufordern.
Alle Vereinbarungen, Zusagen und Rechtsverhältnisse sowie sämtliche
Verpflichtungen von Schneider Electric auch im Hinblick auf die
Gewährleistungsregelung ergeben sich ausschließlich aus dem jeweils gültigen
Kaufvertrag, der durch den Inhalt der Betriebsanleitung nicht beeinflusst wird.
Änderungen nach Drucklegung
P132

Inhaltsverzeichnis

1 Anwendung und Leistungsumfang ......................................................................1-1


1.1 Funktionsübersicht ......................................................................................................1-1
1.2 Hauptfunktionen ......................................................................................................... 1-7
1.3 Steuerfunktionen ........................................................................................................ 1-8
1.4 Globale Funktionen ..................................................................................................... 1-9
1.5 Aufbau ...................................................................................................................... 1-10
1.6 Konfigurierbare Funktionstasten ...............................................................................1-11
1.7 Ein-/Ausgänge ........................................................................................................... 1-12
1.8 Bedienung und Anzeige ............................................................................................ 1-13
1.9 Informationsschnittstellen ........................................................................................ 1-14

2 Technische Daten ............................................................................................... 2-1


2.1 Konformität ................................................................................................................. 2-1
2.2 Allgemeine Daten ....................................................................................................... 2-2
2.2.1 Allgemeine Gerätedaten ................................................................................................................................2-2
2.3 Prüfungen ................................................................................................................... 2-4
2.3.1 Typprüfung .................................................................................................................................................... 2-4
2.3.2 Stückprüfung ................................................................................................................................................. 2-7
2.4 Umgebungsbedingungen ............................................................................................ 2-8
2.5 Ein- und Ausgänge ...................................................................................................... 2-9
2.5.1 Messeingänge ................................................................................................................................................2-9
2.5.2 Binäre Signaleingänge ...................................................................................................................................2-9
2.5.3 IRIG-B-Schnittstelle ......................................................................................................................................2-10
2.5.4 Gleichstromeingang .................................................................................................................................... 2-10
2.5.5 Widerstandsthermometer ............................................................................................................................2-10
2.5.6 Gleichstromausgang ....................................................................................................................................2-10
2.5.7 Ausgangsrelais ............................................................................................................................................ 2-11
2.5.8 BCD-codierte Messwertausgabe .................................................................................................................. 2-11
2.6 Schnittstellen ............................................................................................................ 2-12
2.6.1 Vor-Ort-Bedienfeld .......................................................................................................................................2-12
2.6.2 PC-Schnittstelle ........................................................................................................................................... 2-12
2.6.3 Serielle Kommunikationsschnittstelle ..........................................................................................................2-12
2.6.4 Kommunikationsschnittstelle IEC ................................................................................................................ 2-13
2.6.5 IRIG‑B‑Schnittstelle ......................................................................................................................................2-14
2.7 Informationsausgabe ................................................................................................ 2-15
2.8 Einstellungen – Typische Kenndaten .........................................................................2-16
2.8.1 Grundfunktion ............................................................................................................................................. 2-16
2.8.2 Unabhängiger und abhängiger Überstromzeitschutz .................................................................................. 2-16
2.8.3 Kurzschlussrichtungserkennung .................................................................................................................. 2-16
2.8.4 Über-/Unterspannungszeitschutz .................................................................................................................2-16
2.8.5 Leistungsrichtungsschutz ............................................................................................................................ 2-16
2.9 Abweichungen .......................................................................................................... 2-17
2.9.1 Abweichungen der Ansprechwerte .............................................................................................................. 2-17
2.9.2 Abweichungen der Zeitstufen ......................................................................................................................2-18
2.9.3 Abweichungen der Messwerterfassung ....................................................................................................... 2-19
2.10 Auflösung bei der Messwerterfassung ...................................................................... 2-21
2.10.1 Zeitauflösung .............................................................................................................................................. 2-21
2.10.2 Leiterströme ................................................................................................................................................ 2-21
2.10.3 Erdstrom ......................................................................................................................................................2-21

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 1


P132 Inhaltsverzeichnis

2.10.4 Leiter-Erde-Spannungen und Verlagerungsspannung ................................................................................. 2-21


2.11 Aufzeichnungsfunktionen ..........................................................................................2-22
2.11.1 Organisation der Aufzeichnungsspeicher .................................................................................................... 2-22
2.12 Stromversorgung ...................................................................................................... 2-24
2.13 Anforderungen an Stromwandler .............................................................................. 2-25
2.13.1 Symbole ...................................................................................................................................................... 2-25
2.13.2 Allgemeines .................................................................................................................................................2-27
2.13.3 Überstromzeitschutz ....................................................................................................................................2-27

3 Arbeitsweise ....................................................................................................... 3-1


3.1 Bausteinstruktur ......................................................................................................... 3-1
3.2 Mensch-Maschine-Kommunikation ..............................................................................3-3
3.3 Konfiguration des Vor-Ort-Bedienfeldes (Funktionsgruppe VOB) ................................ 3-4
3.3.1 Schaltfeldtafel ............................................................................................................................................... 3-5
3.3.2 Betriebstafel .................................................................................................................................................. 3-6
3.3.3 Störfalltafel ....................................................................................................................................................3-7
3.3.4 Erdschlusstafel .............................................................................................................................................. 3-8
3.3.5 Überlasttafel ..................................................................................................................................................3-9
3.3.6 Auswahl der Steuerstelle ............................................................................................................................. 3-10
3.3.7 Konfigurierbare Rückstelltaste .................................................................................................................... 3-10
3.4 Serielle Schnittstellen ............................................................................................... 3-11
3.4.1 PC-Schnittstelle (Funktionsgruppe PC) ........................................................................................................ 3-11
3.4.2 „Logische“ Kommunikationsschnittstelle 1 (Funktionsgruppe KOMM1) .......................................................3-12
3.4.3 „Logische“ Kommunikationsschnittstelle 2 (Funktionsgruppe KOMM2) .......................................................3-21
3.4.4 „Logische“ Kommunikationsschnittstelle 3 (Funktionsgruppe KOMM3) .......................................................3-23
3.4.5 Kommunikationsschnittstelle IEC 61850 (Funktionsgruppen IEC und GOOSE) ............................................ 3-28
3.4.6 Redundant Ethernet Board .......................................................................................................................... 3-42
3.5 Zeitsynchronisation über die IRIG‑B‑Schnittstelle (Funktionsgruppe IRIGB) ............. 3-46
3.6 Konfigurierbare Funktionstasten (Funktionsgruppe FKT_T) .......................................3-47
3.7 Konfiguration und Betriebsart der binären Eingänge (Funktionsgruppe EING) ......... 3-49
3.8 Messwerteingabe (Funktionsgruppe MESSE) ............................................................ 3-51
3.8.1 Gleichstromeingang auf dem Analogbaustein (E/A) .................................................................................... 3-51
3.8.2 Anschluss des Widerstandsthermometers am „Messeingang PT 100“ des Analogbausteins (E/A) ..............3-55
3.8.3 Anschluss der Temperaturfühler an der Temperaturmesskarte (RTD-Baustein) ......................................... 3-56
3.9 Konfiguration, Betriebsart und Blockade der Ausgangsrelais (Funktionsgruppe
AUSG) ....................................................................................................................... 3-59
3.10 Messwertausgabe (Funktionsgruppe MESSA) ........................................................... 3-62
3.10.1 Allgemeine Einstellungen ............................................................................................................................ 3-62
3.10.2 BCD-codierte Messwertausgabe .................................................................................................................. 3-63
3.10.3 Analoge Messwertausgabe .......................................................................................................................... 3-67
3.10.4 Ausgabe „externer“ Messwerte ...................................................................................................................3-73
3.11 Konfiguration und Betriebsart der Leuchtanzeigen (Funktionsgruppe LED) ..............3-74
3.11.1 Konfiguration der Leuchtanzeigen ...............................................................................................................3-74
3.11.2 Anordnung der Leuchtanzeigen ...................................................................................................................3-74
3.11.3 Betriebsart der Leuchtanzeigen .................................................................................................................. 3-75
3.12 Grundfunktionen des P132 (Funktionsgruppe GRUND) ............................................. 3-78
3.12.1 Aufbereitung der Messgrößen ..................................................................................................................... 3-78
3.12.2 Phasenwechsel-Funktion ............................................................................................................................. 3-79
3.12.3 Betriebsmesswerterfassung ........................................................................................................................ 3-80
3.12.4 Konfiguration und Einschalten der Gerätefunktionen .................................................................................. 3-94
3.12.5 Umschaltung auf „dynamische Parameter“ .................................................................................................3-97
3.12.6 Stromflussüberwachung .............................................................................................................................. 3-98

2 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


Inhaltsverzeichnis P132

3.12.7 Rushstabilisierung ....................................................................................................................................... 3-98


3.12.8 Funktionssperren .......................................................................................................................................3-100
3.12.9 Sammelblockade ....................................................................................................................................... 3-101
3.12.10 Blockade / Störung .................................................................................................................................... 3-102
3.12.11 Verknüpfung der LS-Ein-Meldung zwischen Steuerung und Schutz ........................................................... 3-102
3.12.12 Erfassung und Verarbeitung der LS-Stellungsmeldungen ..........................................................................3-102
3.12.13 Ein Kommando .......................................................................................................................................... 3-104
3.12.14 Sammelmeldungen ................................................................................................................................... 3-106
3.12.15 Erdschlussmeldungen ................................................................................................................................3-107
3.12.16 Anregemeldungen und Auslöselogik ......................................................................................................... 3-109
3.12.17 Schalterfallmeldung ...................................................................................................................................3-116
3.12.18 Kommunikationsstörung ............................................................................................................................3-118
3.12.19 Zeitstempelung und Uhrzeitsynchronisation ............................................................................................. 3-118
3.12.20 Rückstellmechanismen ..............................................................................................................................3-120
3.12.21 Zuordnung der „logischen“ Kommunikationsschnittstellen zu den physikalischen Kommunikationskanälen
................................................................................................................................................................... 3-122
3.12.22 Prüf-Modus ................................................................................................................................................ 3-123
3.13 Parametersatzumschaltung (Funktionsgruppe PSU) ............................................... 3-124
3.14 Selbstüberwachung (Funktionsgruppe SELBÜ) ....................................................... 3-126
3.14.1 Tests während eines Hochlaufs ................................................................................................................. 3-126
3.14.2 Zyklische Tests .......................................................................................................................................... 3-126
3.14.3 Meldung .....................................................................................................................................................3-126
3.14.4 Reaktionen ................................................................................................................................................ 3-127
3.14.5 Warnspeichergedächtnis ........................................................................................................................... 3-128
3.14.6 Warnspeicher-Zeitstempel ........................................................................................................................ 3-128
3.15 Betriebsaufzeichnung (Funktionsgruppe BT_AZ) .................................................... 3-129
3.16 Überwachungsaufzeichnung (Funktionsgruppe ÜW_AZ) .........................................3-130
3.17 Überlastmesswerterfassung (Funktionsgruppe ÜL_ME) .......................................... 3-131
3.17.1 Überlastdauer ............................................................................................................................................3-131
3.17.2 Erfassung der Überlastmesswerte des Motorschutzes .............................................................................. 3-131
3.17.3 Erfassung der Überlastmesswerte des Thermischen Überlastschutzes ..................................................... 3-131
3.18 Überlastaufzeichnung (Funktionsgruppe ÜL_AZ) .................................................... 3-133
3.18.1 Start Überlastaufzeichnung ....................................................................................................................... 3-133
3.18.2 Zählen der Überlastereignisse ...................................................................................................................3-133
3.18.3 Zeitstempelung ......................................................................................................................................... 3-133
3.18.4 Überlastprotokollierung ............................................................................................................................. 3-133
3.19 Erdschlussmesswerterfassung (Funktionsgruppe ES_ME) .......................................3-135
3.19.1 Rückstellen der Erdschlussmesswerte .......................................................................................................3-135
3.19.2 Dauer der Erdschlussaufzeichnung ........................................................................................................... 3-135
3.19.3 Erdschlussmesswerte in Betriebsart „wattmetrisch“ der wattmetrischen Erdschlussrichtungserkennung
................................................................................................................................................................... 3-135
3.19.4 Erdschlussmesswerte in Betriebsart „amperemetrisch“ der wattmetrischen
Erdschlussrichtungserkennung ..................................................................................................................3-137
3.19.5 Erdschlussmesswerte in Betriebsart „Admittanzbestimmung“ der wattmetrischen
Erdschlussrichtungserkennung ..................................................................................................................3-138
3.20 Erdschlussaufzeichnung (Funktionsgruppe ES_AZ) .................................................3-141
3.20.1 Start Erdschlussaufzeichnung ................................................................................................................... 3-141
3.20.2 Zählen von Erdschlüssen ...........................................................................................................................3-141
3.20.3 Zeitstempelung ......................................................................................................................................... 3-141
3.20.4 Erdschlussprotokollierung ......................................................................................................................... 3-141
3.21 Störfallmesswerterfassung (Funktionsgruppe ST_ME) ............................................ 3-143
3.21.1 Laufzeit und Störfalldauer ......................................................................................................................... 3-143
3.21.2 Erfassungszeitpunkt der Störfallmesswerte .............................................................................................. 3-143
3.21.3 Erfassung der Störfallmesswerte ...............................................................................................................3-144
3.21.4 Erfassung des Fehlerortes ......................................................................................................................... 3-148

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P132 Inhaltsverzeichnis

3.21.5 Rückstellen der Störfallmesswerte ............................................................................................................ 3-149


3.22 Störfallaufzeichnung (Funktionsgruppe ST_AZ) ...................................................... 3-150
3.22.1 Start Störfallaufzeichnung ......................................................................................................................... 3-150
3.22.2 Zählen von Störfällen ................................................................................................................................ 3-150
3.22.3 Zeitstempelung ......................................................................................................................................... 3-151
3.22.4 Störfallprotokollierung ............................................................................................................................... 3-152
3.22.5 Störwerterfassung ..................................................................................................................................... 3-152
3.23 Unabhängiger Überstromzeitschutz (Funktionsgruppe UMZ) ..................................3-155
3.23.1 Aus-/Einschalten des UMZ-Schutzes .......................................................................................................... 3-155
3.23.2 Auswahl der Messgröße für die Leiterstromstufen .................................................................................... 3-156
3.23.3 Leiterstromstufen ...................................................................................................................................... 3-156
3.23.4 Gegensystemstromstufen ......................................................................................................................... 3-163
3.23.5 Aus-/Einschalten der Erdstromstufen des UMZ-Schutzes .......................................................................... 3-165
3.23.6 Auswahl der Messgröße für die Erdstromstufe .......................................................................................... 3-166
3.23.7 Erdstromstufen ..........................................................................................................................................3-166
3.23.8 Haltezeitlogik für intermittierende Erdkurzschlüsse .................................................................................. 3-169
3.24 Abhängiger Überstromzeitschutz (Funktionsgruppen AMZ_1 und AMZ_2) ..............3-172
3.24.1 Aus-/Einschalten des AMZ-Schutzes .......................................................................................................... 3-172
3.24.2 Abhängige Kennlinien ................................................................................................................................3-173
3.24.3 Freigabeschwellen .....................................................................................................................................3-177
3.24.4 Leiterstromstufe ........................................................................................................................................ 3-178
3.24.5 Gegensystemstromstufe ........................................................................................................................... 3-182
3.24.6 Auswahl der Messgröße für die Erdstromstufe .......................................................................................... 3-184
3.24.7 Erdstromstufe ............................................................................................................................................3-184
3.24.8 Haltezeit .................................................................................................................................................... 3-187
3.25 Kurzschlussrichtungserkennung (Funktionsgruppe KURI) ....................................... 3-189
3.25.1 Aus-/Einschalten der Kurzschlussrichtungserkennung ...............................................................................3-189
3.25.2 Leiterstromstufen ...................................................................................................................................... 3-189
3.25.3 Freigaben für die Leiterstromstufen .......................................................................................................... 3-190
3.25.4 Bildung des Sperrsignals für die Leiterstromstufen ................................................................................... 3-192
3.25.5 Erdstromstufen ..........................................................................................................................................3-194
3.25.6 Aufbereitung und Auswahl der Messgrößen .............................................................................................. 3-195
3.25.7 Freigaben für die Erdstromstufen ..............................................................................................................3-196
3.25.8 Bildung des Sperrsignals für die Erdstromstufen .......................................................................................3-197
3.25.9 Meldelogik ................................................................................................................................................. 3-200
3.25.10 Kurzschlussrichtungserkennung mit dem Spannungsspeicher ..................................................................3-200
3.26 Schutz bei Zuschalten auf einen Kurzschluss (Funktionsgruppe ZUKS) .................. 3-202
3.27 Signalvergleich (Funktionsgruppe SV) .................................................................... 3-204
3.27.1 Aus-/Einschalten des SV ............................................................................................................................ 3-204
3.27.2 Bereitschaft des Signalvergleiches ............................................................................................................3-204
3.27.3 Aufbau der Übertragungsstrecke ...............................................................................................................3-206
3.27.4 Funktionsweise des Signalvergleichs .........................................................................................................3-206
3.27.5 Überwachung und Schleifenprüfung des Signalvergleichs ........................................................................ 3-208
3.28 Automatische Wiedereinschaltung (Funktionsgruppe AWE) ................................... 3-210
3.28.1 Betriebsarten der AWE .............................................................................................................................. 3-211
3.28.2 Aus-/Einschalten der AWE ......................................................................................................................... 3-212
3.28.3 AWE-Blockade ........................................................................................................................................... 3-213
3.28.4 AWE-Funktionsbereitschaft ........................................................................................................................3-214
3.28.5 Startzeiten .................................................................................................................................................3-215
3.28.6 Blockade und Rückstellung der Startzeiten ............................................................................................... 3-221
3.28.7 AWE-Zyklus ............................................................................................................................................... 3-222
3.28.8 Blockade des UMZ- bzw. AMZ-Schutzes sowie wattmetrischer Erdschlussrichtungserkennung und
parametrierbarer Logik ..............................................................................................................................3-222
3.28.9 Beispiel parametrierbarer Logik in der AWE .............................................................................................. 3-223
3.28.10 Allgemeine Steuerfunktionen .................................................................................................................... 3-224

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Inhaltsverzeichnis P132

3.28.11 Kurzunterbrechung (KU) ............................................................................................................................ 3-225


3.28.12 Zusammenwirken der AWE mit der SKA ....................................................................................................3-227
3.28.13 Probe-KU ....................................................................................................................................................3-229
3.28.14 Langzeitunterbrechung (LU) ...................................................................................................................... 3-230
3.28.15 Zähler der AWE ......................................................................................................................................... 3-232
3.28.16 Zähler der Anzahl von Schalterbetätigungen ............................................................................................ 3-233
3.29 Synchronkontrollautomatik (Funktionsgruppe SKA) ................................................3-234
3.29.1 Aus-/Einschalten der SKA ...........................................................................................................................3-234
3.29.2 SKA Bereitschaft und Blockade ..................................................................................................................3-235
3.29.3 Ein-Anforderung ........................................................................................................................................ 3-236
3.29.4 Betriebsarten der SKA ............................................................................................................................... 3-239
3.29.5 Erweiterte Einstellung der Ein-Freigabedingungen ....................................................................................3-239
3.29.6 Berücksichtigung der LS-Einschaltzeit .......................................................................................................3-240
3.29.7 Spannungskontrollierte Ein-Freigabe .........................................................................................................3-241
3.29.8 Synchronkontrollierte Ein-Freigabe ........................................................................................................... 3-244
3.29.9 Spannungs-/ synchronkontrollierte Ein-Freigabe ....................................................................................... 3-246
3.29.10 Prüfen der SKA .......................................................................................................................................... 3-247
3.29.11 Einbindung der SKA in die Schaltgerätesteuerung und ‑überwachung ......................................................3-248
3.29.12 Messwerte der Synchronkontrollautomatik ............................................................................................... 3-249
3.29.13 Zähler der SKA ...........................................................................................................................................3-250
3.30 Wattmetrische Erdschlussrichtungserkennung (Funktionsgruppe EWATT) ............. 3-251
3.30.1 Aus-/Einschalten der wattmetrischen Erdschlussrichtungserkennung .......................................................3-251
3.30.2 Bereitschaft der wattmetrischen Erdschlussrichtungserkennung ..............................................................3-251
3.30.3 Aufbereitung und Auswahl der Messgrößen .............................................................................................. 3-252
3.30.4 Wattmetrische Auswertung ....................................................................................................................... 3-253
3.30.5 Amperemetrische Auswertung .................................................................................................................. 3-257
3.30.6 Admittanzbestimmung .............................................................................................................................. 3-258
3.30.7 Zählen der Erdschlüsse der wattmetrischen Auswertung und der Admittanzbestimmung ....................... 3-263
3.31 Erdschlusswischererkennung (Funktionsgruppe EWI) .............................................3-264
3.31.1 Aus-/Einschalten der Erdschlusswischererkennung ................................................................................... 3-264
3.31.2 Bereitschaft der Erdschlusswischererkennung .......................................................................................... 3-264
3.31.3 Aufbereitung und Auswahl der Messgrößen .............................................................................................. 3-265
3.31.4 Bestimmen der Erdschlussrichtung ........................................................................................................... 3-266
3.31.5 Rückstellen des Richtungsentscheides ......................................................................................................3-268
3.31.6 Überwachung der Messgrößen .................................................................................................................. 3-268
3.31.7 Zählen der Erdschlusswischer ................................................................................................................... 3-269
3.32 Motorschutz (Funktionsgruppe MS) .........................................................................3-270
3.32.1 Aus-/Einschalten des Motorschutzes ......................................................................................................... 3-270
3.32.2 Anregebedingungen .................................................................................................................................. 3-270
3.32.3 Überlastschutz ...........................................................................................................................................3-271
3.32.4 Sonderfälle beim Überlastschutz ............................................................................................................... 3-278
3.32.5 Unterlastschutz ......................................................................................................................................... 3-281
3.32.6 Schutz von explosionsgeschützten elektrischen Maschinen ......................................................................3-282
3.32.7 Betriebsstundenzähler ...............................................................................................................................3-284
3.33 Thermischer Überlastschutz (Funktionsgruppe THERM) ......................................... 3-286
3.33.1 Bereitschaft des thermischen Überlastschutzes ........................................................................................3-286
3.33.2 Betriebsarten .............................................................................................................................................3-286
3.33.3 Einfluss der Kühlmitteltemperatur .............................................................................................................3-287
3.33.4 Betrieb des thermischen Überlastschutzes ohne Erfassung der Kühlmitteltemperatur .............................3-288
3.33.5 Relatives Abbild .........................................................................................................................................3-289
3.33.6 Absolutes Abbild ........................................................................................................................................3-290
3.33.7 Auslösekennlinien ......................................................................................................................................3-290
3.33.8 Vorwarnung ............................................................................................................................................... 3-291
3.33.9 Auslösung .................................................................................................................................................. 3-291
3.33.10 Abkühlung ................................................................................................................................................. 3-292

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P132 Inhaltsverzeichnis

3.33.11 Auswahl der Messgröße für den thermischen Überlastschutz ................................................................... 3-292
3.33.12 Betrieb in Verbindung mit dem Motorschutz ............................................................................................. 3-292
3.33.13 Rückstellen ................................................................................................................................................ 3-292
3.34 Unsymmetrieschutz (Funktionsgruppe I2>) ............................................................3-294
3.34.1 Aus-/Einschalten des Unsymmetrieschutzes ............................................................................................. 3-294
3.34.2 Funktionsweise .......................................................................................................................................... 3-294
3.35 Spannungszeitschutz (Funktionsgruppe U<>) ........................................................3-296
3.35.1 Aus-/Einschalten U<>‑Schutzes ................................................................................................................ 3-296
3.35.2 Bereitschaft des U<>‑Schutzes .................................................................................................................3-296
3.35.3 Mindeststromüberwachung ....................................................................................................................... 3-296
3.35.4 Überwachung der Leiterspannungen .........................................................................................................3-297
3.35.5 Überwachung der Mit- und Gegensystemspannung .................................................................................. 3-302
3.35.6 Überwachung der Verlagerungsspannung .................................................................................................3-306
3.35.7 Überwachung der Referenzspannung ........................................................................................................3-307
3.36 Frequenzschutz (Funktionsgruppe f<>) ................................................................. 3-310
3.36.1 Aus-/Einschalten des Frequenzschutzes .................................................................................................... 3-310
3.36.2 Mess-Spannungsauswahl ...........................................................................................................................3-310
3.36.3 Unterspannungsblockade und Auswertezeit ..............................................................................................3-311
3.36.4 Betriebsarten des Frequenzschutzes .........................................................................................................3-312
3.36.5 Frequenzüberwachung .............................................................................................................................. 3-312
3.36.6 Frequenzüberwachung kombiniert mit differentieller Frequenzgradientenüberwachung (df/dt) ...............3-312
3.36.7 Frequenzüberwachung kombiniert mit mittlerer Frequenzgradientenüberwachung (Δf/Δt) ......................3-313
3.36.8 fmin-/fmax-Erfassung ................................................................................................................................... 3-314

3.37 Leistungsrichtungsschutz (Funktionsgruppe P<>) ................................................. 3-316


3.37.1 Aus-/Einschalten des P<>-Schutzes .......................................................................................................... 3-316
3.37.2 Leistungsberechnung ................................................................................................................................ 3-316
3.37.3 Leistungsüberwachung ..............................................................................................................................3-316
3.37.4 Überwachung der Wirkleistung auf Schwellenüberschreitung ...................................................................3-317
3.37.5 Wirkleistungsrichtung bei Schwellenüberschreitung ................................................................................. 3-318
3.37.6 Überwachung der Blindleistung auf Schwellenüberschreitung .................................................................. 3-319
3.37.7 Blindleistungsrichtung bei Schwellenüberschreitung ................................................................................ 3-320
3.37.8 Überwachung der Wirkleistung auf Schwellenunterschreitung ................................................................. 3-321
3.37.9 Wirkleistungsrichtung bei Schwellenunterschreitung ................................................................................ 3-322
3.37.10 Überwachung der Blindleistung auf Schwellenunterschreitung .................................................................3-324
3.37.11 Blindleistungsrichtung bei Schwellenunterschreitung ............................................................................... 3-325
3.37.12 Anregemeldungen mit Richtung ................................................................................................................ 3-327
3.38 Leistungsschalter-Versagerschutz (Funktionsgruppe LSV) ..................................... 3-329
3.38.1 Aus-/Einschalten des Leistungsschalter-Versagerschutzes ........................................................................3-329
3.38.2 Bereitschaft des Leistungsschalter-Versagerschutzes ...............................................................................3-330
3.38.3 Erkennen einer Abschaltung ......................................................................................................................3-330
3.38.4 Stromflussüberwachung ............................................................................................................................ 3-331
3.38.5 Auswertung der Leistungsschalter-Stellungsmeldungen ........................................................................... 3-332
3.38.6 Anwurfkriterien ..........................................................................................................................................3-333
3.38.7 Zeitstufen und Ausgangslogik ................................................................................................................... 3-333
3.38.8 Aus Kommandos ........................................................................................................................................3-335
3.38.9 Anregeauslösung .......................................................................................................................................3-335
3.38.10 Endfehlerschutz .........................................................................................................................................3-335
3.38.11 Leistungsschalter-Gleichlaufüberwachung ................................................................................................ 3-337
3.39 Leistungsschalter-Zustandsüberwachung (Funktionsgruppe LSÜ) ..........................3-338
3.39.1 Aus-/Einschalten der Leistungsschalter-Zustandsüberwachung ................................................................ 3-338
3.39.2 Varianten ...................................................................................................................................................3-338
3.39.3 Leistungsschalter-Abnutzungskurve ..........................................................................................................3-338
3.39.4 Berechnung des Abnutzungszustandes des Leistungsschalters ................................................................ 3-339
3.39.5 Betriebsarten .............................................................................................................................................3-340
3.39.6 Zyklus der Leistungsschalter-Zustandsüberwachung ................................................................................3-340

6 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


Inhaltsverzeichnis P132

3.39.7 Verknüpfung der Steuerung mit dem Aus Kommando .............................................................................. 3-341
3.39.8 Polselektive Zähl- und Messwerte ............................................................................................................. 3-341
3.39.9 Rückstellen der Messwerte ........................................................................................................................3-342
3.39.10 Setzen der Messwerte ............................................................................................................................... 3-342
3.39.11 Überwachung der Schaltspiele des Leistungsschalters ............................................................................. 3-344
3.39.12 Überwachung der abgeschalteten Ströme ................................................................................................ 3-345
3.39.13 Blockade der Leistungsschalter-Zustandsüberwachung ............................................................................3-345
3.40 Messkreisüberwachung (Funktionsgruppe MKÜ) .....................................................3-347
3.40.1 Stromüberwachung ................................................................................................................................... 3-347
3.40.2 Spannungsüberwachung ........................................................................................................................... 3-348
3.40.3 Phasenfolgeüberwachung ......................................................................................................................... 3-350
3.40.4 „Fuse Failure“-Überwachung der Referenzspannung ................................................................................ 3-350
3.41 Grenzwertüberwachung (Funktionsgruppe GRENZ) ................................................3-352
3.41.1 Aus-/Einschalten der Grenzwertüberwachung ........................................................................................... 3-352
3.41.2 Überwachung der Leiterströme und ‑spannungen .................................................................................... 3-352
3.41.3 Überwachung der Verlagerungsspannung .................................................................................................3-354
3.41.4 Überwachung der linearisierten Gleichstrommesswerte ........................................................................... 3-355
3.41.5 Überwachung der Referenzspannung ........................................................................................................3-356
3.41.6 Überwachung des „PT 100“-Temperaturmesswertes ................................................................................ 3-357
3.41.7 Überwachung der Temperaturmesswerte T1 bis T9 .................................................................................. 3-358
3.41.8 Drahtbruch ................................................................................................................................................ 3-359
3.41.9 Reservefühler ............................................................................................................................................ 3-360
3.41.10 2-aus-3-Überwachung ............................................................................................................................... 3-360
3.41.11 Anwendungsbeispiel ..................................................................................................................................3-362
3.42 Parametrierbare Logik (Funktionsgruppen LOGIK und LOG_2) ................................3-364
3.43 Schaltgerätesteuerung und -überwachung (Funktionsgruppen BM01 bis BM03) ....3-372
3.43.1 Freigabe der Schaltbefehle der Steuerung ................................................................................................ 3-373
3.43.2 Betriebsmittelkennzeichnung .................................................................................................................... 3-375
3.43.3 Auswahl des Schaltfeldtyps ....................................................................................................................... 3-376
3.43.4 Definitionen des Schaltfeldtyps ................................................................................................................. 3-376
3.43.5 Verarbeitung der Stellungsmeldungen eines handbetätigten Schaltgerätes .............................................3-377
3.43.6 Funktionsablauf bei steuerbaren Schaltgeräten ........................................................................................ 3-379
3.43.7 Direkte Motorsteuerung .............................................................................................................................3-389
3.44 Verriegelungslogik (Funktionsgruppe V_LOG) .........................................................3-397
3.44.1 IEC 61850 Reporting ..................................................................................................................................3-398
3.45 Einpolige Befehle (Funktionsgruppe BEF_1) ............................................................3-399
3.46 Einpolige Meldungen (Funktionsgruppe MEL_1) ......................................................3-400
3.46.1 Erfassung binärer Meldungen für die Steuerung ....................................................................................... 3-402
3.47 Binäre Zählwerte (Funktionsgruppe ZW) ................................................................ 3-405
3.47.1 Aus-/Einschalten der Zählfunktion .............................................................................................................3-405
3.47.2 Entprellung ................................................................................................................................................ 3-405
3.47.3 Zählfunktion .............................................................................................................................................. 3-405
3.47.4 Übertragen der Zählstände über die Kommunikationsschnittstelle ...........................................................3-406
3.47.5 Rückstellen der Zähler ...............................................................................................................................3-406

4 Aufbau ................................................................................................................ 4-1


4.1 Bauformen .................................................................................................................. 4-2
4.2 Maßbilder .................................................................................................................... 4-4
4.2.1 Maßbilder für das Gehäuse 24 TE ..................................................................................................................4-4
4.2.2 Maßbilder für das Gehäuse 40 TE ..................................................................................................................4-5
4.2.3 Maßbilder für das Gehäuse 84 TE ..................................................................................................................4-7
4.2.4 Abgesetztes Bedienteil .................................................................................................................................. 4-8
4.3 Bausteine .................................................................................................................. 4-10

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 7


P132 Inhaltsverzeichnis

5 Montage und Anschluss ...................................................................................... 5-1


5.1 Aus- und Einpacken .................................................................................................... 5-3
5.2 Kontrolle der Nenndaten und Ausführung ...................................................................5-4
5.3 Forderungen an den Einbauort ................................................................................... 5-5
5.3.1 Klimatische Bedingungen .............................................................................................................................. 5-5
5.3.2 Mechanische Bedingungen ............................................................................................................................5-5
5.3.3 Elektrische Bedingungen an die Hilfsspannung für die Stromversorgung ..................................................... 5-5
5.3.4 Elektromagnetische Bedingungen ................................................................................................................. 5-5
5.4 Montage ......................................................................................................................5-6
5.5 Schutz- und Betriebserdung ......................................................................................5-12
5.6 Anschluss .................................................................................................................. 5-13
5.6.1 Anschluss der Mess- und Hilfskreise ............................................................................................................5-13
5.6.2 Anschluss der IRIG‑B-Schnittstelle ...............................................................................................................5-19
5.6.3 Anschluss der seriellen Schnittstellen ......................................................................................................... 5-20
5.7 Anordnungs- und Anschlusspläne ............................................................................. 5-24
5.7.1 Anordnungspläne P132‑433/434/438/439/440 ............................................................................................ 5-24
5.7.2 Anschlusspläne P132 ‑433/434/438/439/440 .............................................................................................. 5-25

6 Bedienung ...........................................................................................................6-1
6.1 Vor-Ort-Bedienfeld ...................................................................................................... 6-1
6.2 Anzeige und Tastatur .................................................................................................. 6-2
6.2.1 Textdisplay .................................................................................................................................................... 6-2
6.2.2 Anzeigenbeleuchtung .................................................................................................................................... 6-2
6.2.3 Anzeigenkontrast ...........................................................................................................................................6-2
6.2.4 Kurzbeschreibung der Tasten ........................................................................................................................ 6-3
6.3 Anzeigeebenen ........................................................................................................... 6-5
6.4 Verfügbarkeit der Schaltfeldtafel ................................................................................ 6-6
6.5 Anzeigetafeln .............................................................................................................. 6-7
6.6 Menübaum und Datenpunkte ..................................................................................... 6-8
6.7 Listendatenpunkte ...................................................................................................... 6-9
6.8 Hinweis zu den Darstellungen der Bedienschritte .....................................................6-10
6.9 Konfigurierbare Funktionstasten ...............................................................................6-11
6.9.1 Konfiguration der Funktionstasten F1 … Fx .................................................................................................6-11
6.9.2 Funktionstasten F1 ... Fx als Steuertasten ...................................................................................................6-13
6.10 Wechseln der Anzeigeebenen ...................................................................................6-15
6.11 Bedienung in der Tafelebene .................................................................................... 6-16
6.11.1 Schaltfeldtafel ............................................................................................................................................. 6-16
6.12 Bedienung in der Menübaumebene .......................................................................... 6-20
6.12.1 Durchlaufen des Menübaumes .................................................................................................................... 6-20
6.12.2 Umschalten zwischen Adress- und Klartext-Modus ..................................................................................... 6-21
6.12.3 Änderungsfreigabe ...................................................................................................................................... 6-21
6.12.4 Ändern von Parametern .............................................................................................................................. 6-23
6.12.5 Listenparameter .......................................................................................................................................... 6-24
6.12.6 Auslesen von Speichern .............................................................................................................................. 6-27
6.12.7 Rückstellen .................................................................................................................................................. 6-30
6.12.8 Passwortgeschützte Bedienhandlungen ...................................................................................................... 6-31
6.12.9 Ändern des Passwortes ............................................................................................................................... 6-33

7 Einstellungen ...................................................................................................... 7-1


7.1 Parame ter ................................................................................................................ 7-1

8 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


Inhaltsverzeichnis P132

7.1.1 K e n n w e r t e ..................................................................................................................................................7-4
7.1.2 K o n f i g u r a t i o n s p a r a m e t e r ....................................................................................................................7-13
7.1.3 F u n k t i o n s p a r a m e t e r ........................................................................................................................... 7-101

8 Informationen und Bedienfunktionen ................................................................. 8-1


8.1 Be tr ie b ...................................................................................................................... 8-1
8.1.1 Z y k l i s c h e W e r t e .......................................................................................................................................8-1
8.1.2 B e d i e n u n g u n d P r ü f u n g .....................................................................................................................8-169
8.1.3 B e t r i e b s a u f z e i c h n u n g ........................................................................................................................ 8-184
8.2 Erei gn isse ............................................................................................................ 8-185
8.2.1 E r e i g n i s z ä h l e r ...................................................................................................................................... 8-185
8.2.2 E r e i g n i s m e s s w e r t e ..............................................................................................................................8-192
8.2.3 E r e i g n i s a u f z e i c h n u n g ........................................................................................................................ 8-200

9 IEC 61850-Einstellungen über den IED Configurator ...........................................9-1


9.1 Manage IED .................................................................................................................9-2
9.2 IED Details .................................................................................................................. 9-3
9.3 Communications ......................................................................................................... 9-4
9.4 SNTP ........................................................................................................................... 9-5
9.4.1 General Config ...............................................................................................................................................9-5
9.4.2 External Server 1 ...........................................................................................................................................9-5
9.4.3 External Server 2 ...........................................................................................................................................9-5
9.5 Dataset Definitions ..................................................................................................... 9-6
9.6 GOOSE Publishing ....................................................................................................... 9-7
9.6.1 System/LLN0 ................................................................................................................................................. 9-7
9.7 GOOSE Subscribing .....................................................................................................9-9
9.7.1 Mapped Inputs ...............................................................................................................................................9-9
9.8 Report Control Blocks ............................................................................................... 9-12
9.8.1 System/LLN0 ............................................................................................................................................... 9-12
9.9 Controls .....................................................................................................................9-13
9.9.1 Control Objects ............................................................................................................................................9-13
9.9.2 Uniqueness of Control ................................................................................................................................. 9-13
9.10 Measurements .......................................................................................................... 9-15
9.11 Configurable Data Attributes .................................................................................... 9-16
9.11.1 System/LLN0 ............................................................................................................................................... 9-16

10 Inbetriebnahme ................................................................................................ 10-1


10.1 Sicherheitshinweise .................................................................................................. 10-1
10.2 Inbetriebnahmeprüfungen ........................................................................................ 10-4
10.2.1 Vorbereitung ................................................................................................................................................10-4
10.2.2 Prüfung ........................................................................................................................................................10-6
10.2.3 Überprüfen der binären Signaleingänge ......................................................................................................10-6
10.2.4 Überprüfen der Ausgangsrelais ................................................................................................................... 10-7
10.2.5 Überprüfen der Strommesseingänge ...........................................................................................................10-7
10.2.6 Überprüfen des Schutzes .............................................................................................................................10-7
10.2.7 Überprüfung des phasenrichtigen Anschlusses der Leiterstrom- und Spannungswandler mit Laststrom
..................................................................................................................................................................... 10-8
10.2.8 Überprüfung des phasenrichtigen Anschlusses des Erdstromwandlers mit Laststrom ................................ 10-8
10.2.9 Vereinfachte Überprüfung des phasenrichtigen Anschlusses des Erdstromwandlers mit Laststrom ...........10-8
10.2.10 Überprüfen des unabhängigen Überstromzeitschutzes ............................................................................... 10-9
10.2.11 Überprüfen des abhängigen Überstromzeitschutzes ................................................................................. 10-10
10.2.12 Überprüfen der Kurzschlussrichtungserkennung: Richtungsprüfung der Leiterstromstufen ..................... 10-10
10.2.13 Kurzschlussrichtungserkennung: Richtungsprüfung der Erdstromstufen .................................................. 10-11

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 9


P132 Inhaltsverzeichnis

10.2.14 Überprüfen des Signalvergleichs ............................................................................................................... 10-11


10.2.15 Überprüfung der automatischen Wiedereinschaltung ............................................................................... 10-12
10.2.16 Überprüfen des Motorschutzes ..................................................................................................................10-12
10.2.17 Überprüfen des thermischen Überlastschutzes ......................................................................................... 10-13
10.2.18 Überprüfen des Spannungszeitschutzes ....................................................................................................10-13
10.2.19 Überprüfen der wattmetrischen Erdschlussrichtungserkennung ............................................................... 10-15
10.2.20 Hilfsschaltung in Netzen mit Erdschlusskompensation ..............................................................................10-15
10.2.21 Hilfsschaltung in Netzen mit isoliertem Sternpunkt ...................................................................................10-17
10.2.22 Überprüfen der Erdschlusswischererkennung ........................................................................................... 10-19
10.2.23 Überprüfen der Steuerungsfunktionen ...................................................................................................... 10-19
10.2.24 Beenden der Inbetriebnahme ....................................................................................................................10-21

11 Fehlerbehebung ................................................................................................11-1

12 Wartung ............................................................................................................ 12-1


12.1 Wartungsmaßnahmen im Bereich der Stromversorgung .......................................... 12-2
12.2 Turnusmäßige Funktionsprüfung .............................................................................. 12-4
12.3 Analoge Eingangskreise ............................................................................................ 12-5
12.4 Binäre Eingänge ........................................................................................................12-6
12.5 Binäre Ausgänge .......................................................................................................12-7
12.6 Serielle Schnittstellen ............................................................................................... 12-8

13 Lagerung ...........................................................................................................13-1

14 Zubehör und Ersatzteile ....................................................................................14-1

15 Bestellangaben ................................................................................................. 15-1

A1 Funktionsgruppen .............................................................................................A1-1

A2 Interne Signale ................................................................................................. A2-1

A3 Glossar ..............................................................................................................A3-1
Bausteine ....................................................................................................................................A3-1
Symbole ......................................................................................................................................A3-1
Beispiele von Signalnamen .........................................................................................................A3-7
Verwendete Formelzeichen ........................................................................................................ A3-8

A4 Fernwirkschnittstellen ...................................................................................... A4-1


A4.1 Fernwirkschnittstelle nach DIN EN 60870‑5‑101 bzw. IEC 870‑5‑101 (Companion
Standard) ..................................................................................................................A4-1
A4.1.1 Kompatibilität [en: Interoperability] ............................................................................................................ A4-1
A4.2 Kommunikationsschnittstelle nach IEC 60870-5-103 ................................................A4-8
A4.2.1 Kompatibilität .............................................................................................................................................. A4-8

A5 Hinweise zur Liste der Schaltfeldtypen .............................................................A5-1

A6 Liste der Schaltfeldtypen .................................................................................. A6-1


A6.1 Schaltfeldtyp Nr. 2 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ........................ A6-1
A6.2 Schaltfeldtyp Nr. 3 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ........................ A6-2
A6.3 Schaltfeldtyp Nr. 546 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene, direkte
Motorsteuerung ............................................................................................................. A6-3

10 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


Inhaltsverzeichnis P132

A6.4 Schaltfeldtyp Nr. 4 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ........................ A6-4


A6.5 Schaltfeldtyp Nr. 5 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ........................ A6-5
A6.6 Schaltfeldtyp Nr. 6 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ........................ A6-6
A6.7 Schaltfeldtyp Nr. 523 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-7
A6.8 Schaltfeldtyp Nr. 549 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene, direkte
Motorsteuerung ............................................................................................................. A6-8

A6.9 Schaltfeldtyp Nr. 244 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-9
A6.10 Schaltfeldtyp Nr. 544 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................. A6-10
A6.11 Schaltfeldtyp Nr. 567 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................. A6-11
A6.12 Schaltfeldtyp Nr. 521 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................. A6-12
A6.13 Schaltfeldtyp Nr. 519 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................. A6-13
A6.14 Schaltfeldtyp Nr. 7 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Einfach-Sammelschiene ...................... A6-14
A6.15 Schaltfeldtyp Nr. 8 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Einfach-Sammelschiene ...................... A6-15
A6.16 Schaltfeldtyp Nr. 9 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Einfach-Sammelschiene ...................... A6-16
A6.17 Schaltfeldtyp Nr. 10 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-17
A6.18 Schaltfeldtyp Nr. 11 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-18
A6.19 Schaltfeldtyp Nr. 12 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Einfach-Sammelschiene ..... A6-19
A6.20 Schaltfeldtyp Nr. 13 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Einfach-Sammelschiene ..... A6-20
A6.21 Schaltfeldtyp Nr. 14 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Einfach-Sammelschiene ..... A6-21
A6.22 Schaltfeldtyp Nr. 15 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Einfach-Sammelschiene ..... A6-22
A6.23 Schaltfeldtyp Nr. 16 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Einfach-Sammelschiene ..... A6-23
A6.24 Schaltfeldtyp Nr. 17 Abzweigfeld mit sonstigem Schaltgerät, Einfach-Sammelschiene .............. A6-24
A6.25 Schaltfeldtyp Nr. 504 Abzweigfeld mit sonstigem Schaltgerät, Einfach-Sammelschiene ............ A6-25
A6.26 Schaltfeldtyp Nr. 541 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................. A6-26
A6.27 Schaltfeldtyp Nr. 18 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene, direkte
Motorsteuerung ........................................................................................................... A6-27

A6.28 Schaltfeldtyp Nr. 19 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-28


A6.29 Schaltfeldtyp Nr. 20 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-29
A6.30 Schaltfeldtyp Nr. 21 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-30
A6.31 Schaltfeldtyp Nr. 557 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................. A6-31
A6.32 Schaltfeldtyp Nr. 22 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene, direkte
........................................................................................................... A6-32
Motorsteuerung

A6.33 Schaltfeldtyp Nr. 23 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-33


A6.34 Schaltfeldtyp Nr. 24 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-34
A6.35 Schaltfeldtyp Nr. 25 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-35
A6.36 Schaltfeldtyp Nr. 508 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................. A6-36
A6.37 Schaltfeldtyp Nr. 26 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-37
A6.38 Schaltfeldtyp Nr. 27 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Einfach-Sammelschiene, direkte
Motorsteuerung ........................................................................................................... A6-38

A6.39 Schaltfeldtyp Nr. 28 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-39


A6.40 Schaltfeldtyp Nr. 29 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-40
A6.41 Schaltfeldtyp Nr. 30 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Einfach-Sammelschiene, direkte
........................................................................................................... A6-41
Motorsteuerung

A6.42 Schaltfeldtyp Nr. 31 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-42


A6.43 Schaltfeldtyp Nr. 32 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-43
A6.44 Schaltfeldtyp Nr. 33 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-44

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 11


P132 Inhaltsverzeichnis

A6.45 Schaltfeldtyp Nr. 34 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Einfach-Sammelschiene ..... A6-45
A6.46 Schaltfeldtyp Nr. 35 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Einfach-Sammelschiene, direkte
........................................................................................................... A6-46
Motorsteuerung

A6.47 Schaltfeldtyp Nr. 36 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Einfach-Sammelschiene ..... A6-47
A6.48 Schaltfeldtyp Nr. 37 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Einfach-Sammelschiene ..... A6-48
A6.49 Schaltfeldtyp Nr. 38 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Einfach-Sammelschiene, direkte
Motorsteuerung ........................................................................................................... A6-49

A6.50 Schaltfeldtyp Nr. 39 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Einfach-Sammelschiene ..... A6-50
A6.51 Schaltfeldtyp Nr. 40 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Einfach-Sammelschiene ..... A6-51
A6.52 Schaltfeldtyp Nr. 41 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Einfach-Sammelschiene ..... A6-52
A6.53 Schaltfeldtyp Nr. 503 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Einfach-Sammelschiene ... A6-53
A6.54 Schaltfeldtyp Nr. 507 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Einfach-Sammelschiene ... A6-54
A6.55 Schaltfeldtyp Nr. 220 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene, direkte
Motorsteuerung ........................................................................................................... A6-55

A6.56 Schaltfeldtyp Nr. 42 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene, direkte


........................................................................................................... A6-56
Motorsteuerung

A6.57 Schaltfeldtyp Nr. 43 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-57


A6.58 Schaltfeldtyp Nr. 221 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................. A6-58
A6.59 Schaltfeldtyp Nr. 44 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene .................... A6-59
A6.60 Schaltfeldtyp Nr. 45 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
........................................................................................................... A6-60
Motorsteuerung

A6.61 Schaltfeldtyp Nr. 46 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-61


A6.62 Schaltfeldtyp Nr. 47 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-62
A6.63 Schaltfeldtyp Nr. 48 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-63
A6.64 Schaltfeldtyp Nr. 49 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
........................................................................................................... A6-64
Motorsteuerung

A6.65 Schaltfeldtyp Nr. 50 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-66


A6.66 Schaltfeldtyp Nr. 51 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-67
A6.67 Schaltfeldtyp Nr. 52 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-68
A6.68 Schaltfeldtyp Nr. 53 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-69
A6.69 Schaltfeldtyp Nr. 526 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-70
A6.70 Schaltfeldtyp Nr. 54 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
........................................................................................................... A6-71
Motorsteuerung

A6.71 Schaltfeldtyp Nr. 55 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-72


A6.72 Schaltfeldtyp Nr. 56 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-73
A6.73 Schaltfeldtyp Nr. 57 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-74
A6.74 Schaltfeldtyp Nr. 58 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
........................................................................................................... A6-75
Motorsteuerung

A6.75 Schaltfeldtyp Nr. 59 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-77


A6.76 Schaltfeldtyp Nr. 60 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-78
A6.77 Schaltfeldtyp Nr. 61 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-79
A6.78 Schaltfeldtyp Nr. 62 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-80
A6.79 Schaltfeldtyp Nr. 63 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Doppel-Sammelschiene, direkte
Motorsteuerung ........................................................................................................... A6-81

A6.80 Schaltfeldtyp Nr. 64 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Doppel-Sammelschiene ......A6-82


A6.81 Schaltfeldtyp Nr. 65 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Doppel-Sammelschiene ......A6-83
A6.82 Schaltfeldtyp Nr. 66 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Doppel-Sammelschiene ......A6-84

12 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


Inhaltsverzeichnis P132

A6.83 Schaltfeldtyp Nr. 67 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Doppel-Sammelschiene, direkte


........................................................................................................... A6-85
Motorsteuerung

A6.84 Schaltfeldtyp Nr. 68 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Doppel-Sammelschiene ......A6-87


A6.85 Schaltfeldtyp Nr. 69 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Doppel-Sammelschiene ......A6-88
A6.86 Schaltfeldtyp Nr. 70 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Doppel-Sammelschiene ......A6-89
A6.87 Schaltfeldtyp Nr. 71 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Doppel-Sammelschiene ......A6-90
A6.88 Schaltfeldtyp Nr. 72 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-91
A6.89 Schaltfeldtyp Nr. 73 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-92
A6.90 Schaltfeldtyp Nr. 74 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-93
A6.91 Schaltfeldtyp Nr. 75 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-95
A6.92 Schaltfeldtyp Nr. 76 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-96
A6.93 Schaltfeldtyp Nr. 77 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-97
A6.94 Schaltfeldtyp Nr. 78 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .....................A6-99
A6.95 Schaltfeldtyp Nr. 79 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-101
A6.96 Schaltfeldtyp Nr. 80 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-102
A6.97 Schaltfeldtyp Nr. 81 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-103
A6.98 Schaltfeldtyp Nr. 82 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-105
A6.99 Schaltfeldtyp Nr. 83 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-106
A6.100 Schaltfeldtyp Nr. 84 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-107
A6.101 Schaltfeldtyp Nr. 85 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-109
A6.102 Schaltfeldtyp Nr. 86 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-111
Motorsteuerung

A6.103 Schaltfeldtyp Nr. 87 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-112


A6.104 Schaltfeldtyp Nr. 88 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-113
A6.105 Schaltfeldtyp Nr. 89 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-114
Motorsteuerung

A6.106 Schaltfeldtyp Nr. 90 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-115


A6.107 Schaltfeldtyp Nr. 91 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-116
A6.108 Schaltfeldtyp Nr. 92 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-117
A6.109 Schaltfeldtyp Nr. 93 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-118
Motorsteuerung

A6.110 Schaltfeldtyp Nr. 94 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-119


A6.111 Schaltfeldtyp Nr. 95 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-120
A6.112 Schaltfeldtyp Nr. 96 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-121
Motorsteuerung

A6.113 Schaltfeldtyp Nr. 97 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-123


A6.114 Schaltfeldtyp Nr. 98 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-124
A6.115 Schaltfeldtyp Nr. 99 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene ...................A6-125
A6.116 Schaltfeldtyp Nr. 100 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-126
Motorsteuerung

A6.117 Schaltfeldtyp Nr. 101 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-127


A6.118 Schaltfeldtyp Nr. 102 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-128
A6.119 Schaltfeldtyp Nr. 103 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
Motorsteuerung ......................................................................................................... A6-129

A6.120 Schaltfeldtyp Nr. 104 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-130


A6.121 Schaltfeldtyp Nr. 105 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-131

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 13


P132 Inhaltsverzeichnis

A6.122 Schaltfeldtyp Nr. 106 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-132


A6.123 Schaltfeldtyp Nr. 107 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-133
Motorsteuerung

A6.124 Schaltfeldtyp Nr. 108 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-134


A6.125 Schaltfeldtyp Nr. 109 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-135
A6.126 Schaltfeldtyp Nr. 110 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
Motorsteuerung ......................................................................................................... A6-136

A6.127 Schaltfeldtyp Nr. 111 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-138


A6.128 Schaltfeldtyp Nr. 112 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-139
A6.129 Schaltfeldtyp Nr. 113 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-140
A6.130 Schaltfeldtyp Nr. 114 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Doppel-Sammelschiene,
................................................................................................A6-141
direkte Motorsteuerung

A6.131 Schaltfeldtyp Nr. 115 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Doppel-Sammelschiene ..A6-142
A6.132 Schaltfeldtyp Nr. 116 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Doppel-Sammelschiene ..A6-143
A6.133 Schaltfeldtyp Nr. 117 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Doppel-Sammelschiene,
direkte Motorsteuerung ................................................................................................A6-144

A6.134 Schaltfeldtyp Nr. 118 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Doppel-Sammelschiene ..A6-145
A6.135 Schaltfeldtyp Nr. 119 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Doppel-Sammelschiene ..A6-146
A6.136 Schaltfeldtyp Nr. 120 Abzweigfeld mit Lasttrennschalter / Sicherung, Doppel-Sammelschiene ..A6-147
A6.137 Schaltfeldtyp Nr. 222 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-148
Motorsteuerung

A6.138 Schaltfeldtyp Nr. 223 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte


Motorsteuerung ......................................................................................................... A6-149

A6.139 Schaltfeldtyp Nr. 121 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte


Motorsteuerung ......................................................................................................... A6-150

A6.140 Schaltfeldtyp Nr. 122 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte


......................................................................................................... A6-152
Motorsteuerung

A6.141 Schaltfeldtyp Nr. 123 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-154


A6.142 Schaltfeldtyp Nr. 124 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-155
A6.143 Schaltfeldtyp Nr. 224 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-156
A6.144 Schaltfeldtyp Nr. 225 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-157
A6.145 Schaltfeldtyp Nr. 125 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-158
A6.146 Schaltfeldtyp Nr. 126 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-160
A6.147 Schaltfeldtyp Nr. 127 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-162
A6.148 Schaltfeldtyp Nr. 128 Abzweigfeld mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .................A6-163
A6.149 Schaltfeldtyp Nr. 133 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-165
A6.150 Schaltfeldtyp Nr. 553 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-166
A6.151 Schaltfeldtyp Nr. 134 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-167
A6.152 Schaltfeldtyp Nr. 528 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-168
A6.153 Schaltfeldtyp Nr. 542 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-169
A6.154 Schaltfeldtyp Nr. 135 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-170
A6.155 Schaltfeldtyp Nr. 136 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-171
A6.156 Schaltfeldtyp Nr. 137 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-172
A6.157 Schaltfeldtyp Nr. 547 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-173
Motorsteuerung

A6.158 Schaltfeldtyp Nr. 564 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-174
A6.159 Schaltfeldtyp Nr. 138 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-175

14 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


Inhaltsverzeichnis P132

A6.160 Schaltfeldtyp Nr. 545 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-176
A6.161 Schaltfeldtyp Nr. 139 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-177
A6.162 Schaltfeldtyp Nr. 548 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-178
Motorsteuerung

A6.163 Schaltfeldtyp Nr. 552 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene, direkte


......................................................................................................... A6-179
Motorsteuerung

A6.164 Schaltfeldtyp Nr. 140 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-180
A6.165 Schaltfeldtyp Nr. 141 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-181
A6.166 Schaltfeldtyp Nr. 543 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-182
A6.167 Schaltfeldtyp Nr. 142 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-183
A6.168 Schaltfeldtyp Nr. 558 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-184
A6.169 Schaltfeldtyp Nr. 143 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-185
Motorsteuerung

A6.170 Schaltfeldtyp Nr. 144 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene, direkte


Motorsteuerung ......................................................................................................... A6-187

A6.171 Schaltfeldtyp Nr. 145 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-189
A6.172 Schaltfeldtyp Nr. 146 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-190
A6.173 Schaltfeldtyp Nr. 517 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-191
A6.174 Schaltfeldtyp Nr. 147 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-192
A6.175 Schaltfeldtyp Nr. 148 Längskupplung mit Lasttrennschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-194
A6.176 Schaltfeldtyp Nr. 149 Längskupplung mit Lasttrennschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-195
A6.177 Schaltfeldtyp Nr. 150 Längskupplung mit Lasttrennschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-196
A6.178 Schaltfeldtyp Nr. 226 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene, direkte
Motorsteuerung ......................................................................................................... A6-197

A6.179 Schaltfeldtyp Nr. 151 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene, direkte


......................................................................................................... A6-199
Motorsteuerung

A6.180 Schaltfeldtyp Nr. 152 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-201
A6.181 Schaltfeldtyp Nr. 227 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-202
A6.182 Schaltfeldtyp Nr. 153 Längskupplung mit Leistungsschalter, Einfach-Sammelschiene ............ A6-204
A6.183 Schaltfeldtyp Nr. 154 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-206
Motorsteuerung

A6.184 Schaltfeldtyp Nr. 155 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte


......................................................................................................... A6-208
Motorsteuerung

A6.185 Schaltfeldtyp Nr. 156 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............A6-210


A6.186 Schaltfeldtyp Nr. 157 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............A6-211
A6.187 Schaltfeldtyp Nr. 158 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............A6-212
A6.188 Schaltfeldtyp Nr. 159 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............A6-213
A6.189 Schaltfeldtyp Nr. 160 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............A6-214
A6.190 Schaltfeldtyp Nr. 161 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............A6-216
A6.191 Schaltfeldtyp Nr. 513 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............A6-218
A6.192 Schaltfeldtyp Nr. 514 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............A6-219
A6.193 Schaltfeldtyp Nr. 162 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............A6-220
A6.194 Schaltfeldtyp Nr. 163 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............A6-221
A6.195 Schaltfeldtyp Nr. 554 Längskupplung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene, direkte
Motorsteuerung ......................................................................................................... A6-223

A6.196 Schaltfeldtyp Nr. 555 Längskupplung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-224
Motorsteuerung

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 15


P132 Inhaltsverzeichnis

A6.197 Schaltfeldtyp Nr. 164 Längskupplung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene .......A6-225
A6.198 Schaltfeldtyp Nr. 242 Längskupplung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene, direkte
Motorsteuerung ......................................................................................................... A6-226

A6.199 Schaltfeldtyp Nr. 243 Längskupplung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene, direkte
Motorsteuerung ......................................................................................................... A6-227

A6.200 Schaltfeldtyp Nr. 511 Längskupplung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-228
Motorsteuerung

A6.201 Schaltfeldtyp Nr. 228 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte


......................................................................................................... A6-229
Motorsteuerung

A6.202 Schaltfeldtyp Nr. 229 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte


Motorsteuerung ......................................................................................................... A6-231

A6.203 Schaltfeldtyp Nr. 165 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte


......................................................................................................... A6-233
Motorsteuerung

A6.204 Schaltfeldtyp Nr. 166 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte


......................................................................................................... A6-235
Motorsteuerung

A6.205 Schaltfeldtyp Nr. 167 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............A6-237


A6.206 Schaltfeldtyp Nr. 168 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............A6-238
A6.207 Schaltfeldtyp Nr. 230 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............A6-239
A6.208 Schaltfeldtyp Nr. 231 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............A6-241
A6.209 Schaltfeldtyp Nr. 169 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............A6-243
A6.210 Schaltfeldtyp Nr. 170 Längskupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............A6-245
A6.211 Schaltfeldtyp Nr. 505 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-247
A6.212 Schaltfeldtyp Nr. 197 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-248
Motorsteuerung

A6.213 Schaltfeldtyp Nr. 198 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-250
A6.214 Schaltfeldtyp Nr. 199 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-251
A6.215 Schaltfeldtyp Nr. 200 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-252
A6.216 Schaltfeldtyp Nr. 556 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-254
Motorsteuerung

A6.217 Schaltfeldtyp Nr. 565 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte


......................................................................................................... A6-255
Motorsteuerung

A6.218 Schaltfeldtyp Nr. 201 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-256
A6.219 Schaltfeldtyp Nr. 202 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-257
A6.220 Schaltfeldtyp Nr. 203 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-258
A6.221 Schaltfeldtyp Nr. 245 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-260
A6.222 Schaltfeldtyp Nr. 563 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-261
A6.223 Schaltfeldtyp Nr. 204 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-262
Motorsteuerung

A6.224 Schaltfeldtyp Nr. 205 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-263
A6.225 Schaltfeldtyp Nr. 206 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-264
A6.226 Schaltfeldtyp Nr. 207 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-265
A6.227 Schaltfeldtyp Nr. 208 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-266
A6.228 Schaltfeldtyp Nr. 236 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-267
Motorsteuerung

A6.229 Schaltfeldtyp Nr. 209 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte


Motorsteuerung ......................................................................................................... A6-268

A6.230 Schaltfeldtyp Nr. 210 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-270
A6.231 Schaltfeldtyp Nr. 237 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-271

16 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


Inhaltsverzeichnis P132

A6.232 Schaltfeldtyp Nr. 211 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-272
A6.233 Schaltfeldtyp Nr. 238 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
Motorsteuerung ......................................................................................................... A6-274

A6.234 Schaltfeldtyp Nr. 212 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte


Motorsteuerung ......................................................................................................... A6-275

A6.235 Schaltfeldtyp Nr. 213 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-277
A6.236 Schaltfeldtyp Nr. 239 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-278
A6.237 Schaltfeldtyp Nr. 214 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-279
A6.238 Schaltfeldtyp Nr. 240 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte
......................................................................................................... A6-281
Motorsteuerung

A6.239 Schaltfeldtyp Nr. 215 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene, direkte


......................................................................................................... A6-283
Motorsteuerung

A6.240 Schaltfeldtyp Nr. 216 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-285
A6.241 Schaltfeldtyp Nr. 241 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-286
A6.242 Schaltfeldtyp Nr. 217 Querkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene .............. A6-288
A6.243 Schaltfeldtyp Nr. 218 Vollkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene ................A6-290
A6.244 Schaltfeldtyp Nr. 219 Vollkupplung mit Leistungsschalter, Doppel-Sammelschiene ................A6-292
A6.245 Schaltfeldtyp Nr. 171 Sammelschienen-Messung mit Sicherung, Einfach-Sammelschiene ....... A6-294
A6.246 Schaltfeldtyp Nr. 172 Sammelschienen-Messung mit Sicherung, Einfach-Sammelschiene ....... A6-295
A6.247 Schaltfeldtyp Nr. 540 Sammelschienen-Messung mit Sicherung, Einfach-Sammelschiene ....... A6-296
A6.248 Schaltfeldtyp Nr. 173 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Einfach-Sammelschiene
.............................................................................................................................. A6-297
A6.249 Schaltfeldtyp Nr. 174 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Einfach-Sammelschiene
.............................................................................................................................. A6-298
A6.250 Schaltfeldtyp Nr. 175 Sammelschienen-Messung mit Sicherung, Einfach-Sammelschiene, direkte
Motorsteuerung ......................................................................................................... A6-299

A6.251 Schaltfeldtyp Nr. 176 Sammelschienen-Messung mit Sicherung, Einfach-Sammelschiene ....... A6-300
A6.252 Schaltfeldtyp Nr. 177 Sammelschienen-Messung mit Sicherung, Einfach-Sammelschiene ....... A6-301
A6.253 Schaltfeldtyp Nr. 506 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Einfach-Sammelschiene
.............................................................................................................................. A6-302
A6.254 Schaltfeldtyp Nr. 232 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Einfach-
Sammelschiene, direkte Motorsteuerung .......................................................................... A6-303

A6.255 Schaltfeldtyp Nr. 178 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Einfach-


Sammelschiene, direkte Motorsteuerung .......................................................................... A6-304

A6.256 Schaltfeldtyp Nr. 233 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Einfach-Sammelschiene


.............................................................................................................................. A6-305
A6.257 Schaltfeldtyp Nr. 179 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Einfach-Sammelschiene
.............................................................................................................................. A6-306
A6.258 Schaltfeldtyp Nr. 180 Sammelschienen-Messung mit Sicherung, Doppel-Sammelschiene ........ A6-307
A6.259 Schaltfeldtyp Nr. 181 Sammelschienen-Messung mit Sicherung, Doppel-Sammelschiene ........ A6-308
A6.260 Schaltfeldtyp Nr. 182 Sammelschienen-Messung mit Sicherung, Doppel-Sammelschiene ........ A6-309
A6.261 Schaltfeldtyp Nr. 183 Sammelschienen-Messung mit Sicherung, Doppel-Sammelschiene ........ A6-310
A6.262 Schaltfeldtyp Nr. 184 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene
.............................................................................................................................. A6-311
A6.263 Schaltfeldtyp Nr. 185 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene
.............................................................................................................................. A6-312
A6.264 Schaltfeldtyp Nr. 186 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene
.............................................................................................................................. A6-313

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 17


P132 Inhaltsverzeichnis

A6.265 Schaltfeldtyp Nr. 187 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene


.............................................................................................................................. A6-314
A6.266 Schaltfeldtyp Nr. 188 Sammelschienen-Messung mit Sicherung, Doppel-Sammelschiene ........ A6-315
A6.267 Schaltfeldtyp Nr. 189 Sammelschienen-Messung mit Sicherung, Doppel-Sammelschiene ........ A6-316
A6.268 Schaltfeldtyp Nr. 190 Sammelschienen-Messung mit Sicherung, Doppel-Sammelschiene, direkte
Motorsteuerung ......................................................................................................... A6-317

A6.269 Schaltfeldtyp Nr. 191 Sammelschienen-Messung mit Sicherung, Doppel-Sammelschiene ........ A6-318
A6.270 Schaltfeldtyp Nr. 192 Sammelschienen-Messung mit Sicherung, Doppel-Sammelschiene ........ A6-319
A6.271 Schaltfeldtyp Nr. 193 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene
.............................................................................................................................. A6-320
A6.272 Schaltfeldtyp Nr. 559 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene
.............................................................................................................................. A6-321
A6.273 Schaltfeldtyp Nr. 509 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-
Sammelschiene, direkte Motorsteuerung .......................................................................... A6-322

A6.274 Schaltfeldtyp Nr. 529 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-


Sammelschiene, direkte Motorsteuerung .......................................................................... A6-323

A6.275 Schaltfeldtyp Nr. 560 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene


.............................................................................................................................. A6-324
A6.276 Schaltfeldtyp Nr. 510 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-
Sammelschiene, direkte Motorsteuerung .......................................................................... A6-325

A6.277 Schaltfeldtyp Nr. 530 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-


Sammelschiene, direkte Motorsteuerung .......................................................................... A6-326

A6.278 Schaltfeldtyp Nr. 194 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene


.............................................................................................................................. A6-327
A6.279 Schaltfeldtyp Nr. 234 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-
Sammelschiene, direkte Motorsteuerung .......................................................................... A6-328

A6.280 Schaltfeldtyp Nr. 195 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-


Sammelschiene, direkte Motorsteuerung .......................................................................... A6-329

A6.281 Schaltfeldtyp Nr. 235 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene


.............................................................................................................................. A6-330
A6.282 Schaltfeldtyp Nr. 196 Sammelschienen-Messung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene
.............................................................................................................................. A6-331
A6.283 Schaltfeldtyp Nr. 129 Sammelschienen-Erdung mit sonstigem Schaltgerät, Einfach-Sammelschiene,
................................................................................................A6-332
direkte Motorsteuerung

A6.284 Schaltfeldtyp Nr. 130 Sammelschienen-Erdung mit sonstigem Schaltgerät, Einfach-Sammelschiene


.............................................................................................................................. A6-333
A6.285 Schaltfeldtyp Nr. 131 Sammelschienen-Erdung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene,
................................................................................................A6-334
direkte Motorsteuerung

A6.286 Schaltfeldtyp Nr. 132 Sammelschienen-Erdung mit sonstigem Schaltgerät, Doppel-Sammelschiene


.............................................................................................................................. A6-335
A6.287 Schaltfeldtyp Nr. 1 sonstiges Feld mit sonstigem Schaltgerät, ohne Sammelschiene .............. A6-336
A6.288 Schaltfeldtyp Nr. 980 sonstiges Feld mit sonstigem Schaltgerät, ohne Sammelschiene .......... A6-337
A6.289 Schaltfeldtyp Nr. 981 sonstiges Feld mit sonstigem Schaltgerät, ohne Sammelschiene .......... A6-338
A6.290 Schaltfeldtyp Nr. 982 sonstiges Feld mit sonstigem Schaltgerät, ohne Sammelschiene .......... A6-340
A6.291 Schaltfeldtyp Nr. 983 sonstiges Feld mit sonstigem Schaltgerät, ohne Sammelschiene .......... A6-341

A7 P132 Versionsübersicht .................................................................................... A7-1

18 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


P132

1 Anwendung und Leistungsumfang

1.1 Funktionsübersicht
Das Gerät MiCOM P132 vereinigt Schutz- und Steuerfunktionen in einem Gerät.

Abb. 1-1: P132 in einem 84 TE-Gehäuse.

Abb. 1-2: P132 in einem 40 TE-Gehäuse.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 1-1


P132 1 Anwendung und Leistungsumfang

Abb. 1-3: P132 in einem 24 TE-Gehäuse.

Die Schutzfunktionen sind bestimmt für den selektiven Kurzschluss-Schutz,


Erdschluss-Schutz und Überlastschutz in Mittel- und Hochspannungsnetzen.
Die Netze können mit starrer Sternpunkterdung, niederohmiger
Sternpunkterdung, mit Erdschlusskompensation oder mit isoliertem Sternpunkt
betrieben werden. Die große Anzahl von Schutzfunktionen erlaubt einen weiten
Anwendungsbereich für den Schutz von Kabel- und Freileitungsstrecken,
Transformatoren und Motoren. Für eine Anpassung an unterschiedliche Betriebs-
oder Netzführungszustände sind die relevanten Schutzparameter in vier
unabhängigen Parametersätzen hinterlegbar.
Die Steuerfunktionen sind ausgerichtet für die Steuerung von bis zu drei
elektrisch betätigten und rückgemeldeten Schaltgeräten eines Schaltfelds in
einer Mittelspannungs- oder einfachen Hochspannungsanlage. Für die Auswahl
des Schaltfelds verfügt das P132 über fast 300 vordefinierte Schaltfeldtypen und
ermöglicht das Laden eines benutzerdefinierten Schaltfeldtyps.
Die externen Hilfseinrichtungen werden durch die Integration von
hilfsspannungsunabhängigen binären Eingängen und Leistungsausgängen, durch
die direkte Anschlussmöglichkeit von Strom- und Spannungswandlern und durch
die vollständige Verriegelungsmöglichkeit auf ein Minimum reduziert. Daraus
resultiert eine vereinfachte Handhabung der Sekundärtechnik eines Schaltfeldes
von der Planung bis zur Inbetriebsetzung der Anlage.
Im Betrieb ermöglicht die benutzerfreundliche Oberfläche mit den umschaltbaren
Tafeln eine einfache Geräteeinstellung und die sichere Betriebsführung der
Schaltanlage durch Verhinderung nicht zulässiger Schalthandlungen.
Das P132 ist mit einer großen Anzahl von Schutz- und Steuerfunktionen
ausgestattet. Diese sind einzeln konfigurier- bzw. dekonfigurierbar.
Damit kann der jeweils benötigte Schutz- und Steuerumfang durch einfache
Konfiguration auf den betrachteten Anwendungsfall angepasst werden.
Eine leistungsfähige, frei parametrierbare Logik erlaubt auch die Realisierung
von Sonderapplikationen.

1-2 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


1 Anwendung und Leistungsumfang P132

Schutzfunktionen P132

ANSI IEC 61850 Funktions‐ nur


Funktion nur I I&U
gruppe U

50/ 51 DtpPhs- / UMZ ✓ ✓


Unabhängiger Überstromzeitschutz, vierstufig,
P/ Q/ N DtpEft- /
phasenselektiv (einschließlich
DtpNgsPTCO
Gegensystemüberstromschutz)
x

51 P/ ItpPhs- / AMZ_1, Abhängiger Überstromzeitschutz, einstufig, ✓ ✓


Q/ N ItpEft- / AMZ_2 phasenselektiv (einschließlich
ItpNgsPTCOx Gegensystemüberstromschutz)

67 DtpPhs- / KURI ✓
DtpResRDIR Kurzschlussrichtungserkennung
x

50/ 27 PSOF1 ZUKS Schutz bei Zuschalten auf Kurzschluss ✓ ✓

85 PSCH1 SV Signalvergleich ✓ ✓

79 RREC1 AWE Automatische Wiedereinschaltung (dreipolig) ✓ ✓

25 RSYN1 SKA Synchronkontrollautomatik (✓)

67W/ PSDE1 EWATT Erdschlussrichtungserkennung, wattmetrisch / ✓


YN Admittanzverfahren

PTEF1 EWI Erdschlusswischererkennung ☑

37/ 48/ MotPMRI1 / MS ✓ ✓


49/ MotPMSS1 /
49LR/ MotPTTR1 / Motorschutz
50S/ ZMOT1
66

49 ThmPTTR1 THERM Thermischer Überlastschutz ✓ ✓


Überwachung der Kühlmitteltemperatur (über (✓) (✓)
MESSE)

46 UbpNgsPTOC I2> ✓ ✓
Unsymmetrieschutz
x

27/ 59/ VtpPhs- / U<> ✓ ✓


47 P/ VtpNgs- /
Über- / Unterspannungszeitschutz
Q/ N VtpPss- /
VtpRefPTyVx

81 FrqPTyFx f<> Über- / Unterfrequenzschutz ✓ ✓

32/ 37 PdpAct- / P<> ✓


PdpRealPDy Leistungsrichtungsschutz
Px

50/ 62 RBRFx LSV ✓ ✓


Leistungsschalterversagerschutz
BF

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 1-3


P132 1 Anwendung und Leistungsumfang

Schutzfunktionen P132

ANSI IEC 61850 Funktions‐ nur


Funktion nur I I&U
gruppe U

XCBR1 LSÜ Leistungsschalterüberwachung ✓ ✓

30/ 74 AlmGGIO1 MKÜ Messkreisüberwachung ✓ ✓ ✓

GRENZ Grenzwertüberwachung ✓ ✓

PHAR1 GRUND Rushstabilisierung ✓ ✓

LGC PloGGIOx LOGIK / Parametrierbare Logik ✓ ✓ ✓


LOG_2

„nur U“ = P132 mit Spannungswandlern, ohne Stromwandler (Bestelloption).


„nur I“ = P132 ohne Spannungswandler, mit Stromwandlern (Bestelloption).
„I & U“ = P132 mit Spannungs- und Stromwandlern (Bestelloption).
✓ = Standard; (✓) = Bestelloption; ☑ = Nicht für P132 im 24 TE-Gehäuse.

Steuerfunktionen P132

ANSI IEC 61850 Funktions‐


Funktion
gruppe

52 XCBRx / BM01 bis ☑


XSWIx / BM03 Steuerung von bis zu 3 Schaltgeräten
CSWIx

CtlGGIO2 BEF_1 Einpolige Befehle 12

CtlGGIO1 MEL_1 Einpolige Meldungen 12

LGC V_LOG Verriegelungslogik 32

CntGGIO1 ZW Binärer Zählwert 4

Kommunikationsfunktionen P132

ANSI IEC 61850 Funktions‐


Funktion
gruppe

16S KOMM1, 2 Kommunikationsschnittstellen seriell, RS 422/485 (✓)


KOMM2 oder Lichtwellenleiter

CLK IRIGB Zeitsynchronisierung IRIG-B (✓)

KOMM3 Wirkschnittstelle InterMiCOM (✓)

16E IEC Kommunikationsschnittstelle Ethernet (✓)

16E GosGGIOx GOOSE IEC 61850 (✓)

1-4 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


1 Anwendung und Leistungsumfang P132

Messwertfunktionen, analoge Messwerteingabe / Messwertausgabe P132

ANSI IEC 61850 Funktions‐


Funktion
gruppe

Mmuxxx Messwertverarbeitung ✓

26 RtdGGIO1 MESSE Messeingang PT 100 (✓)


IdcGGIO1 Messwerteingabe 20 mA, ein einstellbarer (✓)
Eingabewert

MESSA Messwertausgabe 20 mA, zwei einstellbare (✓)


Ausgabewerte

Weitere Funktionen P132

ANSI IEC 61850 Funktions‐


Funktion
gruppe

LLN0.SGCB PSU Parametersatzumschaltung ✓

PTRCx / ST_AZ Störfallaufzeichnung ✓


RDRE1

16S 6 konfigurierbare Funktionstasten ☑

✓ = Standard; (✓) = Bestelloption; ☑ = Nicht für P132 im 24 TE-Gehäuse.

Eine Liste aller zur Verfügung stehenden Funktionsgruppen findet sich im


Anhang.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 1-5


P132 1 Anwendung und Leistungsumfang

Funktionsdiagramm für P132 im Gehäuse 40 TE oder 84 TE mit Stromwandlern.


(Siehe Funktionsübersichtstabelle für den Funktionsumfang von P132 im 24 TE-
Gehäuse bzw. von Ausführungen ohne Stromwandler.)

Optionale Steuerung und CLK Selbst- Aufzeichnung


16S 16S 16E Überlastaufz.
Überwachung von KOMM1 KOMM2 IEC IRIGB überwachung und Messwert-
bis zu 3 Schaltgeräten erfassung
Erdschlussaufz.
52 LGC Kommunikation zur Netzleitebene/
BM V_LOG Stationsleitebene über Modem, via RS485
oder LWL-Verbindung mit IEC 60870-5-101,
-103, Modbus, DNP3, Courier bzw. via RJ45 GRENZ Messwerte
Störfallaufz.
oder LWL-Verbindung mit IEC 61850.

Uref

50/51 P,Q,N 51 P,Q,N 51 P,Q,N 67 P,N 50/27 37/48/49/50S/66 46 49 30/74 25 79 50/62 BF


EWI LSÜ
UMZ AMZ_1 AMZ_2 KURI ZUKS MS I2> THERM MKÜ SKA AWE LSV

27/59/47 81 32 85 67W/YN 30/74


U<> f<> P<> LOGIK LOG_2
SV EWATT MKÜ

Signalübertragung immer Spg.wandler weitere


verfügbar bestückt Optionen
77
InterMiCOM ZW MEL_1 BEF_1 MESSE MESSA
Überstromzeitschutz- und
seriell konventionell Steuereinrichtung MiCOM P132

Abb. 1-4: Funktionsdiagramm.

1-6 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


1 Anwendung und Leistungsumfang P132

1.2 Hauptfunktionen
Die Funktionen in den vorausgehenden Tabellen bilden in sich abgeschlossene
Funktionsgruppen und können je nach Anwendungsfall einzeln konfiguriert bzw.
dekonfiguriert werden. Nicht benötigte, dekonfigurierte Funktionsgruppen sind
für den Anwender unsichtbar (mit Ausnahme des Konfigurationsparameters) und
werden funktional nicht unterstützt.
Dieses Konzept ermöglicht einerseits einen vergleichsweise großen
Funktionsumfang sowie universelle Einsatzmöglichkeiten der
Schutzeinrichtungen in einer Ausführung und andererseits eine einfache und
übersichtliche Einstellung und Anpassung an die jeweilige Schutz- und
Steuerungsaufgabe.
Die Schutz- und Steuerfunktionen können auf diese Weise in die Konfiguration
aufgenommen oder von der Konfiguration ausgeschlossen werden und sind im
Menüzweig "Hauptfunktionen" angeordnet.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 1-7


P132 1 Anwendung und Leistungsumfang

1.3 Steuerfunktionen
Die Steuerfunktionen des P132 sind ausgerichtet auf die Steuerung von bis zu
drei elektrisch betätigten und rückgemeldeten Schaltgeräten.
Eine Doppelbetätigungssperre ist fester Bestandteil der integrierten Steuerlogik.
Während der Abarbeitung eines Steuerbefehls werden alle anderen
Steuerbefehle abgewiesen.
Die Steuerung von Schaltgeräten erfolgt wahlweise über binäre Eingänge, die
optionale Kommunikationsschnittstelle oder die Funktionstasten der Vor-Ort-
Bedienung.
Bis zu 12 einpolige Betriebsmeldungen können über binäre Eingänge erfasst und
entsprechend ihrer primärtechnischen Bedeutung (z.B. Leistungsschalter-
Bereitschaft) verarbeitet werden. Jedem Schaltgeräteeingang und jeder
einpoligen Betriebsmeldung kann die Entprell- und Flatterzeit einer von drei
verfügbaren Gruppen zugeordnet werden, für die jeweils eine eigene Entprell-
und Flatterzeit einstellbar ist.
Für die Erfassung binärer Zählwerte können bis zu vier binäre Eingänge
konfiguriert werden. Die Zählerstände werden zyklisch über die serielle
Schnitstelle übertragen. Die Zählerstände werden bei Ausfall der
Betriebsspannung gespeichert. Nach einem Neuanlauf der Einrichtung wird die
Zählung mit dem jeweils gespeicherten Wert als Startwert fortgesetzt.
Schaltbefehlsausgaben führt das P132 unter Einbindung von Schaltbereitschafts-
und Zulässigkeitsprüfungen durch und überwacht anschließend die Laufzeiten
der Schaltgeräte. Wird festgestellt, dass ein Fehlverhalten eines Schaltgerätes
vorliegt, wird dies gemeldet (z.B. durch Konfiguration auf eine Leuchtanzeige).
Bevor eine Schaltbefehlsausgabe durchgeführt wird, prüft die Verriegelungslogik
des P132, ob dieser neue Schaltgerätezustand einer zulässigen Feld- bzw.
Anlagentopologie entspricht. Die Verriegelungslogik ist in Form der
Feldverriegelung mit und ohne Anlagenverriegelung für jedes Schaltfeld in der
Grundeinstellung hinterlegt. Durch einfache Parametrierung können die
Verriegelungsbedingungen an die aktuelle Feld- und Anlagentopologie angepasst
werden. Darstellung und Funktionsweise der Verriegelung entsprechen der
parametrierbaren Logik.
Bei Einbindung des P132 in eine Stationsleittechnik können die Bedingungen der
Feldverriegelung mit Anlagenverriegelung der Verriegelungsprüfung zugrunde
gelegt werden.
Ohne Einbindung in eine Leittechnik wird bei der Verriegelungsprüfung die
Feldverriegelung ohne Anlagenverriegelung angewendet, wobei externe
Ringleitungen in die Verriegelungslogik mit einbezogen werden können.
Bei einer zulässigen Feld- bzw. Anlagentopologie wird der Schaltbefehl
ausgegeben. Würde sich ein nicht zulässiger Zustand durch die Schalthandlung
einstellen, wird die Schaltbefehlsausgabe abgelehnt und es wird eine
entsprechende Meldung ausgegeben.
Werden durch den Schaltfeldtyp nicht alle binären Ausgänge benötigt, können
die nicht belegten Ausgänge frei genutzt werden.
Neben der Schaltbefehlsausgabe ist weiterhin eine Ansteuerung von binären
Ausgängen durch Dauerbefehle möglich.

1-8 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


1 Anwendung und Leistungsumfang P132

1.4 Globale Funktionen


Neben den aufgelisteten Funktionen der Gerätevarianten sowie einer
umfangreichen Selbstüberwachung ist das P132 mit folgenden global
arbeitenden Funktionen ausgerüstet:
● Parametersatzumschaltung
● Betriebsmesswerterfassung für die Unterstützung bei Inbetriebnahme,
Prüfung und Betrieb
● Betriebsaufzeichnung (Meldungsprotokollierung mit Absolutzeitzuordnung)
● Überlastmesswerterfassung
● Überlastaufzeichnung (Meldungsprotokollierung mit Absolutzeitzuordnung)
● Erdschlussmesswerterfassung
● Erdschlussaufzeichnung (Meldungsprotokollierung mit
Absolutzeitzuordnung)
● Störfallaufzeichnung (Meldungsprotokollierung mit Absolutzeitzuordnung
sowie Störwertaufzeichnung der drei Leiterströme, des Erdstromes, der drei
Leiter-Erd-Spannungen und der Verlagerungsspannung).

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 1-9


P132 1 Anwendung und Leistungsumfang

1.5 Aufbau
Das P132 ist modular aufgebaut. Die steckbaren Bausteine sind in einem
robusten Aluminiumgehäuse untergebracht und über eine Analog- und eine
Digitalbusleiterplatte elektrisch miteinander verbunden.

1-10 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


1 Anwendung und Leistungsumfang P132

1.6 Konfigurierbare Funktionstasten


Rechts vom Text-Display stehen für die beiden Gehäusevarianten 40TE und 84TE
sechs frei konfigurierbare Funktionstasten zur Verfügung. Hiermit wird ein
einfacher Steuerungseingriff ermöglicht.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 1-11


P132 1 Anwendung und Leistungsumfang

1.7 Ein-/Ausgänge
Folgende Ein- und Ausgänge stehen in der Grundbestückung zur Verfügung:
● 8 Ausgangsrelais mit frei wählbarer Funktionszuordnung.
● 4 Binäreingänge (Optokoppler).
Je nach Bestellung sind optional zusätzlich erhältlich:
● 4 Strommesseingänge.
● 4 oder 5 Spannungsmesseingänge.
● Ein oder zwei Binärbausteine X(6I 6O), für die Steuerung und Überwachung
von bis zu drei Schaltgeräten. (Nicht für 24 TE-Gerät.)
● Alternativ ein Binärbaustein X(6I 6O) plus optional ein Binärbaustein
X(6I 8O), für die Steuerung und Überwachung von bis zu drei
Schaltgeräten. (Nicht für 24 TE-Gerät.)
● Zusätzlicher Binärbaustein X(6O) (d.h. 6 Ausgangsrelais) oder X(6I 3O) (6
binäre Eingänge und 3 Ausgangsrelais) oder X(4H) (4 Leistungskontakte).
● Ein oder zwei zusätzliche Binärbausteine X(24I) mit zusätzlichen binären
Signaleingängen, deren Funktionszuordnung frei wählbar ist. (Nicht für
24 TE-Gerät.)
Bei Bestückung mit mindestens einem Modul vom Typ X(6I 6O) können 3
Schaltgeräte über vordefinierte Schaltfeldtypen gesteuert werden.
Die Nennströme bzw. die Nennspannungen der standardmäßigen Messeingänge
sind per Funktionsparameter einstellbar.
Der Nennspannungsbereich der Optokopplereingänge beträgt 24...250 V– ohne
interne Umschaltung. Optional sind auch Bereiche mit höheren Schaltschwellen
möglich.
Auch der Hilfsspannungseingang für die Stromversorgung ist als Weitbereich
realisiert. Der Nennspannungsbereich beträgt 60...250 V– und 100...230 V~. Eine
Version für den unteren Nennspannungsbereich von 24...60 V– steht ebenfalls
zur Verfügung.
Alle Ausgangsrelais sind sowohl für Melde- als auch für Kommandozwecke
geeignet.
Die optionalen (bis zu 10) Widerstandsthermometer-Eingänge (9 auf dem RTD-
Baustein, 1 auf dem Analogbaustein Y(4I)) sind zuleitungskompensiert und
abgleichfrei.
Der optionale 0...20 mA Eingang bietet eine Überwachung auf Drahtbruch und
Überlastung, eine einstellbare Nullpunktunterdrückung sowie die Möglichkeit der
Linearisierung der Eingangsgröße über 20 einstellbare Stützstellen.
Über die beiden optionalen 0...20 mA Ausgänge können zwei frei wählbare
Messgrößen (zyklisch aktualisierte Betriebsmesswerte und gespeicherte
Ereignismesswerte) in Form eines eingeprägten Gleichstroms ausgegeben
werden. Die Kennliniendefinition erfolgt über 3 einstellbare Stützstellen und
ermöglicht einen Mindestausgabestrom (z.B. 4 mA) für eine
Drahtbruchüberwachung auf der Empfängerseite, eine Knickpunktdefinition für
eine Lupenskalierung und eine Begrenzung auf kleinere Nennströme (z.B. 10
mA). Falls genügend Ausgangsrelais verfügbar sind, kann eine frei wählbare
Messgröße auch BCD-codiert über Kontakte ausgegeben werden.
Die Analogbausteine (d.h. sowohl Temperaturmesseingänge als auch 20 mA-Ein-/
Ausgänge) stehen allerdings für 24 TE-Geräte nicht zur Verfügung.

1-12 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


1 Anwendung und Leistungsumfang P132

1.8 Bedienung und Anzeige


● Vor-Ort-Bedienfeld mit Flüssigkristallanzeige (4 × 20 alphanumerische
Zeichen).
● 23 Leuchtanzeigen, davon 18 mit frei wählbarer Funktionszuordnung für die
Farben rot und grün. Weiterhin sind unterschiedliche Betriebsarten und
Blinkfunktionen wählbar.
● PC-Schnittstelle.
● Eine bzw. zwei Kommunikationsschnittstelle(n) zum Anschluss an ein
Stationsleittechniksystem (Option).

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 1-13


P132 1 Anwendung und Leistungsumfang

1.9 Informationsschnittstellen
Der Informationsaustausch erfolgt wahlweise über das Vor-Ort-Bedienfeld, die
PC‑Schnittstelle bzw. die optionalen Kommunikationsschnittstellen.
Über den ersten Kanal der Kommunikationsschnittstellen kann das P132 in die
Schaltanlagenleittechnik bzw. Fernwirktechnik eingebunden werden. Dieser
Kanal steht dabei wahlweise mit umschaltbarem Protokoll (nach
IEC 60870-5-103, IEC 870-5-101, DNP 3.0, MODBUS oder Courier) zur Verfügung.
Die zweite Kommunikationsschnittstelle (KOMM2, Protokoll nach
IEC 60870-5-103) ist für einen Fernzugriff vorgesehen.
Alternativ kann anstatt des ersten Kanals eine Ethernet-Schnittstelle für
Kommunikation nach IEC 61850 bestellt werden.
Externe Uhrzeitsynchronisierung kann mit einem der Protokolle oder über den
optionalen IRIG-B-Eingang erfolgen.
Über die optionale Wirkschnittstelle InterMiCOM (KOMM3) kann eine direkte
Verbindung zu einem weiteren MiCOM-Schutzgerät aufgebaut werden.

1-14 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


P132

2 Technische Daten

2.1 Konformität

Hinweise
Gültig für P132, version -312 -433/434/438/439/440 -654.

Konformitätserklärung
Das Erzeugnis „Überstromzeitschutz- und Steuereinrichtung P132“ ist in
Übereinstimmung mit den europäischen Normen EN 60255‑26 und EN 60255‑27
sowie der „EMV-Richtlinie“ und der „Niederspannungs-Richtlinie“ des Rates der
Europäischen Gemeinschaft entwickelt und hergestellt worden.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 2-1


P132 2 Technische Daten

2.2 Allgemeine Daten

2.2.1 Allgemeine Gerätedaten

Bauform
● Aufbaugehäuse für Wandmontage oder
● Einbaugehäuse geeignet für Schränke im 19″‑System und Schalttafeln.

Einbaulage
● Senkrecht ± 30°.

Schutzart
Nach DIN VDE 0470 und EN 60529 bzw. IEC 529.
● IP 52 für die Gehäusefront.
● Einbaugehäuse:
o IP 50 für das Gehäuse (exkl. rückwärtiger Anschlussraum)
o IP 20 für rückwärtigen Anschlussraum mit Stiftkabelschuhverbindungen
o IP 10 für rückwärtigen Anschlussraum mit Ringkabelschuhverbindungen
● Aufbaugehäuse:
o IP 50 für das Gehäuse
o IP 50 für den geschlossenen Anschlussraum bei Verwendung der
mitgelieferten Gummidurchführungen

Gewicht
● Gehäuse 24 TE: max. 5 kg
● Gehäuse 40 TE: ca. 7 kg
● Gehäuse 84 TE: ca. 11 kg

Abmessungen und Anschluss


Siehe Maßzeichnungen (Abschnitt 4.2, (S. 4-4)) sowie die Anordnungs- und
Anschlusspläne (Abschnitt 5.7, (S. 5-24)).

2-2 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


2 Technische Daten P132

Anschlussklemmen

PC-Schnittstelle (X6)
● Stecker DIN 41652, Bauform D‑Sub, 9polig

Kommunikationsschnittstellen KOMM1 bis KOMM3


● Lichtwellenleiter (X7, X8 und X31, X32)
o Lichtwellenleiteranschluss F-SMA nach IEC 60874‑2 (für Kunststofffaser),
oder
o Lichtwellenleiteranschluss BFOC-ST® Stecker 2.5 nach IEC 60874‑10‑1
(für Glasfaser).
(ST® ist ein eingetragenes Warenzeichen der AT&T Lightguide Cable
Connectors.)
● Drahtanschluss (X9, X10 und X33)
o Schraubanschlüsse M2 für Leitungsquerschnitte bis 1.5 mm².
● RS232 (X34) (nur für COMM3 / InterMiCOM)
o RS232: Stecker DIN 41652, Bauform D‑Sub, 9polig.
● IRIG-B-Schnittstelle (X11)
o BNC‑Stecker

Kommunikationsschnittstelle IEC 61850


● Lichtwellenleiter (X7, X8)
o Lichtwellenleiteranschluss BFOC-ST® Stecker 2.5 nach IEC 60874‑10 (für
Glasfaser).
(ST® ist ein eingetragenes Warenzeichen der AT&T Lightguide Cable
Connectors.)
● Lichtwellenleiter (X13)
o SC-Stecker nach IEC 60874‑14‑4 (für Glasfaser)
● Drahtanschluss (X12)
o RJ45-Stecker nach ISO/IEC 8877.

Strom-Messeingänge (konventionelle Eingänge)


● Schraubanschlüsse, Stiftkabelschuhanschluss: M5, selbstzentrierend mit
Drahtschutz für Leiterquerschnitte ≤ 4 mm², oder:
● Schraubanschlüsse, Ringkabelschuhanschluss: M4.

Übrige Ein- und Ausgänge


● Schraubanschlüsse, Stiftkabelschuhanschluss: M3, selbstzentrierend mit
Drahtschutz für Leiterquerschnitte 0,2 ... 2,5 mm², oder:
● Schraubanschlüsse, Ringkabelschuhanschluss: M4.

Kriech- und Luftstrecken


● Nach EN 60255-27.
● Verschmutzungsgrad 3, Arbeitsspannung 250 V,
● Überspannungskategorie III, Prüfstoßspannung 5 kV.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 2-3


P132 2 Technische Daten

2.3 Prüfungen

2.3.1 Typprüfung

Typprüfungen
Alle Prüfungen nach EN 60255-26.

2.3.1.1 Electromagnetische Verträglichkeit (EMV)

Störaussendung
Nach DIN EN 55022 bzw. IEC CISPR 22, Klasse A.

1-MHz-Burst
Nach EN 60255‑22‑1, Klasse III.
● Gleichtakt-/Längsspannung: 2,5 kV,
● Gegentakt-/Querspannung: 1,0 kV,
● Prüfdauer: > 2 s,
● Quellimpedanz: 200 Ω.

Störfestigkeit gegen Entladung statischer Elektrizität


Nach DIN EN 60255‑22‑2 und IEC 60255‑22‑2, Schärfegrad 4.

Kontaktentladung
● Einzelentladungen: > 10,
● Haltezeit: > 5 s,
● Prüfspannung: 8 kV,
● Prüfgenerator: 50 ... 100 MΩ, 150 pF / 330 Ω.

Störfestigkeit gegen hochfrequente elektromagnetische Felder


Nach DIN EN 61000‑4‑3 und DINV ENV 50204, Schärfegrad 3.
● Abstand der Antenne vom Prüfling: > 1 m allseitig,
● Feldstärke im Bereich 80 ... 1000 MHz: 10 V / m,
● Prüfung mit AM: 1 kHz / 80 %,
● Einzelprüfung bei 900 MHz: AM 200 Hz / 100 %.

Störfestigkeit gegen schnelle transiente elektrische Störgrößen (Burst)


Nach EN 61000-4‑4 und IEC 60255‑22‑4 , Schärfegrad 3 und 4.
● Anstiegszeit: 5 ns,
● Halbwertdauer: 50 ns,
● Amplitude: 2 kV / 1 kV bzw. 4 kV / 2 kV,
● Burst-Dauer: 15 ms,
● Burst-Periode: 300 ms,
● Burst-Frequenz: 5 kHz,
● Quellimpedanz: 50 Ω.

Störfestigkeit gegen energietechnische Frequenz


Nach IEC 60255‑22‑7, Klasse A.

2-4 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


2 Technische Daten P132

Leiter-Leiter
● Effektivwert 150 V,
● Kopplungswiderstand 100 Ω,
● Kopplungskondensator 0,1 μF, für 10 s.

Leiter-Erde
● Effektivwert 300 V,
● Kopplungswiderstand 220 Ω,
● Kopplungskondensator 0,47 μF, für 10 s.
Zur Einhaltung dieser Norm wird empfohlen, den Parameter (010 220)
EIN G: Filt er auf 6 [Schritte] einzustellen.

Störfestigkeit gegen Strom-/Spannungsstöße


Nach DIN EN 61000‑4‑5 und EN 60255-22‑5, Installationsklasse 4.

Prüfung der Kreise Stromversorgung, unsymmetrische Leitungen /


symmetrische Leitungen.
● Leerlaufspannung: 1,2 / 50 µs,
● Kurzschluss-Strom: 8 / 20 µs,
● Amplitude: 4 / 2 kV,
● Impulse: > 5 / min,
● Quellimpedanz: 12 / 42 Ω.

Störfestigkeit gegen leitungsgeführte Störgrößen, induziert durch hochfrequente Felder


Nach DIN EN 61000-4-6 und EN 60255-22‑6, Schärfegrad 3.
● Prüfspannung: 10 V.

Störfestigkeit gegen Magnetfelder mit energietechnischen Frequenzen


Nach DIN EN 61000-4-8 bzw. IEC 61000-4-8, Schärfegrad 4.
● Frequenz: 50 Hz,
● Feldstärke: 30 A / m.

Störfestigkeit gegen Welligkeit in Gleichstromhilfsgrößen


Nach EN 60255‑11.
● 12 %.

2.3.1.2 Isolation

Spannungsprüfung
Nach EN 60255-27.
● 2 kV~, 60 s.
Die Spannungsprüfung der Stromversorgungseingänge darf nur mit
Gleichspannung (2,8 kV–) erfolgen. Die PC-Schnittstelle darf nicht der
Spannungsprüfung unterzogen werden.

Stoßspannungsprüfung
Nach EN 60255-27.
● Stirnzeit: 1,2 µs,
● Rückenhalbwertzeit: 50 µs,
● Spitzenwert: 5 kV,
● Quellimpedanz: 500 Ω.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 2-5


P132 2 Technische Daten

2.3.1.3 Umweltprüfungen, Korrosionsfestigkeit

Prüfung der Temperaturfestigkeit


Nach IEC 60068-2-1
● -25°C Lagerung (96 Stunden)
● -40°C Betrieb (96 Stunden)
Nach IEC 60068-2-2
● +85°C Lagerung (96 Stunden)
● +85°C Betrieb (96 Stunden)
Nach IEC 60068-2-14
● Temperaturveränderungen, 5 Zyklen, 1°C / min Änderungsintervall

Prüfung der Feuchtigkeitsbeanspruchungen


Nach IEC 60068-2-3
● 56 Tage mit 93 % relativer Feuchte und 40 °C
Nach IEC 60068-2-30
● Feuchte Wärme, zyklisch (12 + 12 Stunden)
93 % relative Feuchte, + 25 …+ 55 °C

Korrosionsprüfung mit strömendem Mischgas


Nach IEC 60068-2-60: Prüfung Ke, Schärfegrad 3
● 21 Tage mit 75% relativer Feuchte und 30°C mit Einwirkung erhöhter
Konzentrationen von H2S, NO2, Cl2 and SO2.

2.3.1.4 Mechanische Festigkeit 1


Gültig für folgende Gehäusevarianten:
● Einbaugehäuse, Einbauvariante 1 (ohne Montagewinkel und
Abdeckrahmen)

Schwingprüfung
Nach DIN EN 60255‑21-1 bzw. IEC 60255-21-1, Prüfschärfeklasse 1.

Frequenzbereich im Betrieb
● 10 ... 60 Hz, 0,035 mm,
● 60 ... 150 Hz, 0,5 g.

Frequenzbereich beim Transport


● 10 ... 150 Hz, 1 g

Schockprüfung
Nach DIN EN 60255‑21‑2 bzw. IEC 60255-21-2.
Beschleunigung und Impulsdauer:
● Schockprüfung auf Funktionsfähigkeit (im Betrieb), Prüfschärfeklasse 1 ,
5 g für 11 ms,
● Schockprüfung auf Widerstandsfähigkeit (beim Transport),
Prüfschärfeklasse 1 ,
15 g für 11 ms

Erdbebenprüfung
Nach DIN EN 60255‑21‑3 bzw. IEC 60255‑21‑3, Prüfverfahren A, Klasse 1.

2-6 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


2 Technische Daten P132

Frequenzbereich
● 5 ... 8 Hz, 3,5 mm / 1,5 mm, 8 ... 35 Hz, 10 / 5 m/s², 3 × 1 Zyklus.

2.3.1.5 Mechanische Festigkeit 2


Gültig für folgende Gehäusevarianten:
● Einbaugehäuse, Einbauvariante 2 (mit Montagewinkel und Abdeckrahmen)
● Aufbaugehäuse

Schwingprüfung
Nach EN 60255‑21-1 bzw. IEC 60255-21-1, Prüfschärfeklasse 2.

Frequenzbereich im Betrieb
● 10 ... 60 Hz, 0,075 mm,
● 60 ... 150 Hz, 1,0 g

Frequenzbereich beim Transport


● 10 ... 150 Hz, 2 g

Schockprüfung
Nach DIN EN 60255‑21‑2 bzw. IEC 60255-21-2,
Beschleunigung und Impulsdauer:
● Schockprüfung auf Funktionsfähigkeit (im Betrieb), Prüfschärfeklasse 2,
10 g für 11 ms.
● Schockprüfung auf Widerstandsfähigkeit (beim Transport),
Prüfschärfeklasse 1,
15 g für 11 ms.
● Schockprüfung auf Dauerschock (beim Transport), Prüfschärfeklasse 1,
10 g für 16 ms.

Erdbebenprüfung
Nach DIN EN 60255‑21‑3 bzw. IEC 60255‑21‑3, Prüfverfahren A, Klasse 2

Frequenzbereich
● 5 ... 8 Hz, 7,5 mm / 3,5 mm, 8 ... 35 Hz, 20 / 10 m/s², 3 × 1 Zyklus.

2.3.2 Stückprüfung
Alle Prüfungen nach EN 60255‑1.

Spannungsprüfung
Nach EN 60255-27.
● 2,2 kV~, 1 s.
Die Spannungsprüfung der Stromversorgungseingänge darf nur mit
Gleichspannung (2,8 kV–) erfolgen.
Die PC-Schnittstelle darf nicht der Spannungsprüfung unterzogen werden.

Zusätzliche Wärmeprüfung
● 100 % kontrollierter Wärmedauertest, Eingänge beaufschlagt.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 2-7


P132 2 Technische Daten

2.4 Umgebungsbedingungen

Temperaturen

Empfohlener Temperaturbereich
● -5°C bis +55°C.

Grenztemperaturbereich
● Betrieb: -25°C bis +55°C.
● Lagerung und Transport: -25°C bis +70°C.

Feuchtebeanspruchung
● ≤ 75 % relativer Feuchte (Jahresmittel).
● 56 Tage mit ≤ 95 % relativer Feuchte und 40°C.
● Betauung nicht zulässig.

Sonneneinstrahlung
Direkte Sonneneinstrahlung auf die Gerätefront ist zu vermeiden.

2-8 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


2 Technische Daten P132

2.5 Ein- und Ausgänge

2.5.1 Messeingänge

Strom
● Nennstrom Inom: 1 und 5 A~ (einstellbar).
● Nennverbrauch je Leiter: < 0,1 VA bei Inom.
● Belastbarkeit:
o dauernd: 20 A,
o für 10 s: 150 A,
o für 1 s: 500 A.
● Nennstoßstrom: 1250 A.

Spannung
● Nennspannung Unom: 50 . . . 130 V~ (einstellbar).
● Nennverbrauch je Leiter: < 0,3 VA bei Unom = 130 V~.
● Belastbarkeit:
o dauernd: 150 V~
o für 10 s: 300 V~

Frequenz
● Nennfrequenz fnom: 50 Hz und 60 Hz (einstellbar).
● Arbeitsbereich: 0,95 . . . 1,05 fnom.
● Frequenzschutz: 40 . . . 70 Hz.

2.5.2 Binäre Signaleingänge


Ansprech–/Abfallpunkt der Schaltschwellen je nach Bestelloption
● Standardvariante mit Schaltschwelle 65% von 24 VDC (UH,min)
Sondervarianten mit Schaltschwellen von 58 ... 72 % der Nenneingangsspannung
(d.h. definitiv „low“ bei UE < 58 % der Nenneingangsspannung, definitiv „high“
bei UE > 72 % der Nenneingangsspannung):
● Sondervariante mit Schaltschwelle 65% von 110 VDC (UH,nom)
● Sondervariante mit Schaltschwelle 65% von 127 VDC (UH,nom)
● Sondervariante mit Schaltschwelle 65% von 220 VDC (UH,nom)
● Sondervariante mit Schaltschwelle 65% von 250 VDC (UH,nom)

Leistungsaufnahme je Eingang
● Standardvariante:
UE = 19 ... 110 V–: 0,5 W ± 30 %,
UE > 110 V–: UE · 5 mA ± 30 %.
● Sondervarianten:
UE > Schaltschwelle: UE · 5 mA ± 30 %.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 2-9


P132 2 Technische Daten

Die Standardvariante der binären Signaleingänge (Optokoppler) wird für die


meisten Anwendungen empfohlen, da diese Eingänge für alle Eingangsspannungen
ab 19 V ansprechen. Die Sondervarianten mit höheren Ansprech–/Abfallpunkten
sind für Anwendungen vorgesehen, bei denen eine höhere Schaltschwelle
ausdrücklich gefordert wird.
Für alle binären Signaleingänge gilt: Maximal zulässige Spannung 300 V –.

2.5.3 IRIG-B-Schnittstelle
● Minimaler / maximaler Eingangsspannungspegel (Spitze-Spitze): 100 mVss /
20 Vss.
● Eingangsimpedanz: 33 kΩ bei 1 kHz.
● Galvanische Isolation: 2 kV

2.5.4 Gleichstromeingang
● Eingangsstrom: 0 ... 26 mA.
● Wertebereich: 0,00 ... 1,20 Ig,nom(Ig,nom = 20 mA).
● Maximal zulässiger Dauerstrom: 50 mA.
● Maximal zulässige Eingangsspannung: 17 V.
● Eingangsbürde: 100 Ω.
● Überwachung auf Drahtbruch: 0 ... 10 mA (einstellbar).
● Überwachung auf Überlastung: > 24,8 mA.
● Nullpunktunterdrückung: 0,000 ... 0,200 Ig,nom (einstellbar).

2.5.5 Widerstandsthermometer
Für Analogbaustein (E/A) nur PT 100 zulässig, Abbildungskurve nach DIN IEC
75.1.
Für Temperaturmesskarte (RTD-Baustein) PT 100, Ni 100 oder Ni 120 zulässig.
● Wertebereich: -40,0 ... +215,0°C.
● 3-Leiter-Schaltung: max. 20 Ω je Leiter.
● Offener und kurzgeschlossener Eingang zulässig.
● Überwachung auf Drahtbruch: Θ > +215°C und Θ < -40°C.

2.5.6 Gleichstromausgang
● Ausgangsstrom: 0 ... 20 mA
● Maximal zulässige Bürde: 500 Ω
● Maximale Ausgangsspannung: 15 V

2-10 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


2 Technische Daten P132

2.5.7 Ausgangsrelais

Binärbaustein X(6I 6O) Binärbausteine X(4H), Übrige Bausteine


für Schaltgerätesteuerung. X(6I 6H)
mit Leistungskontakten für
hohe Schaltleistungen, nur
für Gleichspannung / -strom
verwendbar.

Bemessungs 250 V– 250 V– 250 V–


spannung: 250 V∿ 250 V∿

Dauerstrom: 8A 10 A 5A

Kurzzeitstro ● 30 A für 0,5 s ● 250 A für 0,03 s, 30 A für 0,5 s.


m: ● 30 A für 3 s

Einschaltver 1000 W (VA) bei L/ 30 A 1000 W (VA) bei L/


mögen: R = 40 ms. R = 40 ms.

Ausschaltver ● 0,2 A bei 220 V– und ● 7500 W ohmsche Last ● 0,2 A bei 220 V– und
mögen: L/R = 40 ms, bzw. 30 A bei 250 V–, L/R = 40 ms,
● 4 A bei 230 V∿ und Maximalwerte: 30 A ● 4 A bei 230 V∿ und
cos φ = 0,4. und 300 V–. cos φ = 0,4.
● 2500 W induktive Last
(L/R = 40 ms) bzw.
10 A bei 250 V–,
Maximalwerte: 10 A
und 300 V–.

Ansprechzeit kleiner als 5 ms kleiner als 0,2 ms kleiner als 5 ms


:

Rückfallzeit: kleiner als 5 ms kleiner als 8 ms kleiner als 5 ms

2.5.8 BCD-codierte Messwertausgabe


Maximal darstellbarer Zahlenwert: 399.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 2-11


P132 2 Technische Daten

2.6 Schnittstellen

2.6.1 Vor-Ort-Bedienfeld
Ein-/Ausgabe
● Über 13 Tasten und eine Flüssigkristallanzeige mit 4 × 20 Zeichen

Zustands- und Störfallmeldungen


● 23 Leuchtanzeigen (5 fest belegt, 18 frei belegbar)

2.6.2 PC-Schnittstelle
● Übertragungsrate: 300 ... 115 200 Baud (einstellbar)

2.6.3 Serielle Kommunikationsschnittstelle


Die Kommunikationseinheiten verfügen ‑ je nach Ausführung ‑ über drei
Kommunikationskanäle. Kanal 1 und Kanal 3 können als Drahtanschluss oder
Lichtwellenleiter ausgeführt sein, Kanal 2 ist nur für Drahtanschluss vorgesehen.
Für die 1. Kommunikationsschnittstelle sind Schnittstellenprotokolle nach
IEC 60870‑5‑103, IEC 870‑5‑101, MODBUS, DNP 3.0 und Courier einstellbar.
● Übertragungsrate: 300 … 64000 bit/s (einstellbar).
Die 2. Kommunikationsschnittstelle kann ausschließlich mit dem
Schnittstellenprotokoll nach IEC 60870‑5‑103 betrieben werden.
● Übertragungsrate: 300 bis 57600 bit/s (einstellbar).
Die 3. Kommunikationsschnittstelle ist zum Aufbau einer digitalen
Kommunikationsverbindung für eine echtzeitfähige Schutzsignalübertragung
zwischen zwei Schutzgeräten (Punkt-zu-Punkt-Verbindung; sog. Wirkverbindung
InterMiCOM) vorgesehen.
● Übertragungsrate: 600 bis 19200 bit/s (einstellbar).

Drahtanschluss
● nach RS 485 bzw. RS 422, 2 kV abgeriegelt
● überbrückbare Entfernung:
o Punkt-zu-Punkt-Verbindung: max. 1200 m
o Mehrpunktverbindung: max. 100 m

Anschluss von Kunststofffaser


● optische Wellenlänge: typ. 660 nm
● optische Sendeleistung: min. –7,5 dBm
● optische Empfindlichkeit: min. –20 dBm
● optische Empfangsleistung: max. –5 dBm
● überbrückbare Entfernung: max. 45 m
(Überbrückbare Entfernung bei beidseitig gleichen Sende- und
Empfangsleistungen unter Berücksichtigung einer Systemreserve von 3 dB
und typischen Faserdämpfungen)

2-12 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


2 Technische Daten P132

Anschluss von Glasfaser G 50/125


● optische Wellenlänge: typ. 820 nm
● optische Sendeleistung: min. –19,8 dBm
● optische Empfindlichkeit: min. –24 dBm
● optische Empfangsleistung: max. –10 dBm
● überbrückbare Entfernung: max. 400 m
(Überbrückbare Entfernung bei beidseitig gleichen Sende- und
Empfangsleistungen unter Berücksichtigung einer Systemreserve von 3 dB
und typischen Faserdämpfungen)

Anschluss von Glasfaser G 62,5/125


● optische Wellenlänge: typ. 820 nm
● optische Sendeleistung: min. –16 dBm
● optische Empfindlichkeit: min. –24 dBm
● optische Empfangsleistung: max. –10 dBm
● überbrückbare Entfernung: max. 1400 m
(Überbrückbare Entfernung bei beidseitig gleichen Sende- und
Empfangsleistungen unter Berücksichtigung einer Systemreserve von 3 dB
und typischen Faserdämpfungen)

2.6.4 Kommunikationsschnittstelle IEC


Auf Ethernet basierende Kommunikation gemäß IEC 61850:

Drahtanschluss
● RJ45, abgeriegelt 1,5 kV
● Übertragungsrate: 100 Mbit/s
● Maximale Entfernung: 100 m

Lichtwellenleiter (100 Mbit/s)


● optische Wellenlänge: typ. 1300 nm
● ST-Stecker
● Glasfaser G50/125:
o optische Sendeleistung: min. −18,85 dBm
o optische Empfindlichkeit: min. −32,5 dBm
o optische Empfangsleistung: max. −12 dBm
● Glasfaser G62,5/125:
o optische Sendeleistung: min. −15 dBm
o optische Empfindlichkeit: min. −32,5 dBm
o optische Empfangsleistung: max. −12 dBm
● SC-Stecker
● Glasfaser G50/125:
o optische Sendeleistung: min. −23,5 dBm
o optische Empfindlichkeit: min. −31 dBm
o optische Empfangsleistung: max. −14 dBm
● Glasfaser G62,5/125:
o optische Sendeleistung: min. −20 dBm
o optische Empfindlichkeit: min. −31 dBm
o optische Empfangsleistung: max. −14 dBm

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 2-13


P132 2 Technische Daten

2.6.4.1 Redundant Ethernet Board

2.6.4.1.1 Schnittstelle 100 Base FX (gemäß IEEE 802.3 and IEC 61850)

Lichtwellenleiter (‑X7, ‑X8, ‑X14, ‑X15):


● BFOC-(ST®)-Schnittstelle 2.5 gemäß IEC 60874‑10‑1 über LWL

LWL-(Glas-)Verbindung G 50/125
● Wellenlänge: typisch 1308 nm
● LWL-Ausgangsleistung: min. −23,5 dBm
● Empfindlichkeit: min. −31 dBm
● LWL-Eingangsleistung: max. −14 dBm

LWL-(Glas-)Verbindung G 62.6/125
● Wellenlänge: typisch 1308 nm
● LWL-Ausgangsleistung: min. −20 dBm
● Empfindlichkeit: min. −31 dBm
● LWL-Eingangsleistung: max. −14 dBm

2.6.4.1.2 Serielle Schnittstelle KOMM2

Anschlussklemme (X10)
● Schraubklemmen M2, für Leiterquerschnitte bis 1,5 mm²
Protokoll gemäß IEC 60870‑5‑103
Übertragungsgeschwindigkeit: 300 … 57600 Bit/s (einstellbar)

2.6.4.1.3 LWL-Verbindung gestört (Watchdog-Relais)


● Bemessungsspannung: 250 V–, 250 V∿
● Dauerstrom: 5 A
● Kurzzeitstrom: 30 A für 3 Sekunden
● Ausschaltvermögen Wechselspannung:
o 1500 VA ohmsche Last (cos φ = 1,0)
o 1500 VA induktive Last (cos φ = 0,5)
● Ausschaltvermögen Gleichspannung:
o 50 W, 250 V– ohmsche Last
o 25 W induktive Last (L/R = 40 ms)

2.6.5 IRIG‑B‑Schnittstelle
● Format B122
● Amplitudenmoduliertes Signal
● Trägerfrequenz: 1 kHz
● BCD-codierte Datumsinformation

2-14 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


2 Technische Daten P132

2.7 Informationsausgabe
Zähler, Messwerte und Meldungen: siehe Kapitel „Informationen und
Bedienfunktionen“.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 2-15


P132 2 Technische Daten

2.8 Einstellungen – Typische Kenndaten

2.8.1 Grundfunktion
● Mindestausgabezeit des Aus-Kommandos: 0,1 ... 10 s (einstellbar)
● Ausgabezeit des Ein-Kommandos: 0,1 ... 10 s (einstellbar)

2.8.2 Unabhängiger und abhängiger Überstromzeitschutz


● Ansprechzeit inklusive Ausgangsrelais (Messgröße von 0 auf 2‑fachen
Ansprechwert): ≤ 40 ms, ca. 30 ms
● Rückfallzeit (Messgröße von 2‑fachen Ansprechwert auf 0): ≤ 40 ms, ca.
30 ms
● Rückfallverhältnis der Anregung: ca. 0,95

2.8.3 Kurzschlussrichtungserkennung
● Nennöffnungswinkel für Vorwärtsentscheid: ± 90°
● Rückfallverhältnis Vorwärts-/Rückwärtserkennung: ≤ 7°
● Fußpunktfreigabe für Leiterströme: 0,1 Inom
● Fußpunktfreigabe für Leiter-Leiter-Spannungen: 0,002 Unom bei Unom =
100 V
● Fußpunktfreigabe für Erdstrom: 0,01 Inom
● Fußpunktfreigabe für Verlagerungsspannung: 0,015 … 0,6 Unom/√3
(einstellbar)

2.8.4 Über-/Unterspannungszeitschutz
● Ansprechzeit inklusive Ausgangsrelais (Messgröße vom Nennwert auf 1,2-
fachen Ansprechwert bzw. Messgröße vom Nennwert auf 0,8‑fachen
Ansprechwert):
o ≤ 40 ms, ca. 30 ms
● Rückfallzeit (Messgröße vom 1,2‑fachen Ansprechwert auf Nennwert bzw.
Messgröße vom 0,8‑fachen Ansprechwert auf Nennwert):
o ≤ 45 ms, ca. 30 ms
● Rückfallverhältnis für U<>:
o 1% ... 10% (einstellbar)

2.8.5 Leistungsrichtungsschutz
● Ansprechzeit inklusive Ausgangsrelais (Messgröße vom Nennwert auf 1,2-
fachen Ansprechwert bzw. Messgröße vom Nennwert auf 0,8‑fachen
Ansprechwert): ≤ 60 ms, ca. 50 ms
● Rückfallzeit (Messgröße vom 1,2‑fachen Ansprechwert auf Nennwert bzw.
Messgröße vom 0,8‑fachen Ansprechwert auf Nennwert): ≤ 40 ms, ca.
30 ms
● Rückfallverhältnis für P>, Q>: 0,05 ... 0,95 (einstellbar)
● Rückfallverhältnis für P<, Q<: 1,05 ... 20 (einstellbar)

2-16 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


2 Technische Daten P132

2.9 Abweichungen

2.9.1 Abweichungen der Ansprechwerte

2.9.1.1 Definitionen

Referenzbedingungen
● Sinusförmige Messgrößen bei Nennfrequenz fnom, Klirrfaktor ≤ 2%,
Umgebungstemperatur 20°C und Nennhilfsspannung UH,nom.

Abweichung
● Abweichung bezogen auf eingestellten Wert bei Referenzbedingungen.

2.9.1.2 Messkreisüberwachung

Ansprechwerte Idiff>, Umin<


● Abweichung: ± 3%

2.9.1.3 Unabhängiger und abhängiger Überstromzeitschutz

Leiter- und Erdstromstufen


● Abweichung: ± 5 %

Gegensystemstufen
● Abweichung: ± 5 %

2.9.1.4 Kurzschlussrichtungserkennung
● Abweichung: ± 10°

2.9.1.5 Motorschutz und thermischer Überlastschutz (Reaktionszeit)


● Abweichung: ± 7,5% bei I/IB = 6

2.9.1.6 Unsymmetrieschutz
● Abweichung: ± 5%

2.9.1.7 Über- / Unterspannungszeitschutz

Ansprechwerte
● U<>, Umit<>: ± 1% (im Bereich 0,6...1,4 Unom)
● UNE>, Ugegen>: ± 1% (im Bereich > 0,3 Unom)

2.9.1.8 Frequenzschutz

Ansprechwerte f<>
● ± 30 mHz (f nom = 50 Hz)
● ± 40 mHz (f nom = 60 Hz)

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 2-17


P132 2 Technische Daten

Ansprechwerte df/dt
● ± 0,1 Hz/s (f nom = 50 or 60 Hz)

2.9.1.9 Leistungsrichtungsschutz

Ansprechwerte P<>, Q<>


● Abweichung: ± 5%

2.9.1.10 Wattmetrische Erdschlussrichtungserfassung

Ansprechwerte UNE>, IE,w, IE,B, IE>


● Abweichung: ± 3 %

Sektorwinkel
● Abweichung: 1°

2.9.1.11 Gleichstromeingang
● Abweichung: ± 1 %

2.9.1.12 Widerstandsthermometer
● Abweichung: ± 2°C

2.9.1.13 Analoge Messwertausgabe


● Abweichung: ± 1%

Ausgangs-Restwelligkeit bei max. Bürde


● ± 1%

2.9.2 Abweichungen der Zeitstufen

2.9.2.1 Definitionen

Referenzbedingungen
● Sinusförmige Messgrößen bei Nennfrequenz fnom, Klirrfaktor ≤ 2%,
Umgebungstemperatur 20°C und Nennhilfsspannung UH,nom.

Abweichung
● Abweichung bezogen auf eingestellten Wert bei Referenzbedingungen.

2.9.2.2 Unabhängige Verzögerungen


● Abweichung: ± 1% + 20 … 40 ms

2.9.2.3 Abhängige Verzögerungen


● Abweichung bei I ≥ 2·IB: ± 5% + 10 ... 25 ms
● Für IEC-Kennlinie extremely inverse und für thermische Überlastkennlinie:
± 7,5% + 10 ... 20 ms

2-18 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


2 Technische Daten P132

2.9.3 Abweichungen der Messwerterfassung

2.9.3.1 Definition

Referenzbedingungen
● Sinusförmige Messgrößen bei Nennfrequenz fnom, Klirrfaktor ≤ 2%,
Umgebungstemperatur 20°C und Nennhilfsspannung UH,nom.

Abweichung
● Abweichung bezogen auf den jeweiligen Nennwert bei
Referenzbedingungen.

2.9.3.2 Betriebsmesswerterfassung

Ströme der Messeingänge


● Abweichung: ± 1%

Spannungen der Messeingänge


● Abweichung: ± 0.5%

Intern gebildeter Summenstrom und Strom des Gegensystems


● Abweichung: ± 2%

Intern gebildete Verlagerungsspannung und Spannungen des Mit- und


Gegensystems
● Abweichung: ± 2 %

Wirk- und Blindleistung / Wirk- und Blindarbeit


● Abweichung: ± 2% bei cos φ = ± 0,7
● Abweichung: ± 5% bei cos φ = ± 0,3

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 2-19


P132 2 Technische Daten

Lastwinkel
● Abweichung: ± 1°

Frequenz
● Abweichung: ± 10 mHz

Gleichstrom der Messwerteingabe und -ausgabe


● Abweichung: ± 1%

Temperatur
● Abweichung: ± 2°

2.9.3.3 Störfallmesswerte

Kurzschluss-Strom und -Spannung


● Abweichung: ± 3%

Kurzschlussimpedanz, -reaktanz und Fehlerort


● Abweichung: ± 5%

2.9.3.4 Interne Uhr

Bei freilaufender interner Uhr


● Abweichung: < 1 min/Monat

Bei externer Synchronisation (bei einem Synchronisierintervall ≤ 1 min)


● Abweichung: < 10 ms

Bei Synchronisation über IRIG‑B‑Schnittstelle


● ± 1 ms

2-20 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


2 Technische Daten P132

2.10 Auflösung bei der Messwerterfassung

2.10.1 Zeitauflösung
● 20 Abtastwerte pro Periode

2.10.2 Leiterströme
Dynamikbereich
● 100 Inom bzw. 25 Inom

Amplitudenauflösung
● bei Inom = 1 A: 6,1 mAeff bzw. 1,5 mAeff
● bei Inom = 5 A: 30,5 mAeff bzw. 7,6 mAeff

2.10.3 Erdstrom
Dynamikbereich
● 16 IE,nom bzw. 2 IE,nom

Amplitudenauflösung
● bei Inom = 1 A: 0,98 mAeff bzw. 0,12 mAeff
● bei Inom = 5 A: 4,9 mAeff bzw. 0,61 mAeff

2.10.4 Leiter-Erde-Spannungen und Verlagerungsspannung


Dynamikbereich
● 150 V

Amplitudenauflösung
● 9,2 mVeff

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 2-21


P132 2 Technische Daten

2.11 Aufzeichnungsfunktionen

2.11.1 Organisation der Aufzeichnungsspeicher

Betriebsspeicher

Speicherbreite
● Alle betriebsrelevanten Meldungen aus insgesamt 1024 verschiedenen
logischen Signalen.

Speichertiefe
● Speicherung der letzten 1000 Meldungen.

Überwachungsspeicher

Speicherbreite
● Alle für die Selbstüberwachung relevanten Meldungen aus insgesamt 1024
verschiedenen logischen Zustandsmeldungen.

Speichertiefe
● Speicherung von bis zu 30 Meldungen.

Überlastspeicher

Anzahl
● Speicherung der letzten 8 Überlastfälle

Speicherbreite
● Alle für einen Überlastfall relevanten Meldungen aus insgesamt 1024
verschiedenen logischen Zustandsmeldungen.

Speichertiefe
● 200 Einträge pro Überlastfall.

Erdschluss-Speicher

Anzahl
● Speicherung der letzten 8 Erdschlussfälle

Speicherbreite
● Alle für einen Erdschlussfall relevanten Meldungen aus insgesamt 1024
verschiedenen logischen Zustandsmeldungen.

Speichertiefe
● 200 Einträge pro Erdschlussfall.

Störfallspeicher

Anzahl
● Speicherung der letzten 8 Störfälle.

Speicherbreite und Störwerte


● Alle für einen Störfall relevanten Meldungen aus insgesamt 1024
verschiedenen logischen Zustandsmeldungen
● Abtastwerte aller gemessenen Ströme und Spannungen.

2-22 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


2 Technische Daten P132

Speichertiefe und Störwerte


● 200 Einträge pro Störfall
● max. Anzahl der Perioden pro Störfall einstellbar; insgesamt
820 Perioden über alle Störfälle, d.h. 16,4 s (bei fnom = 50 Hz) bzw. 13,7 s
(bei fnom = 60 Hz).

Auflösung bei der Aufzeichnung


● Wie in Abschnitt 2.10, (S. 2-21), mit maximalem Dynamikbereich (100 Inom
und 16 IE,nom)

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 2-23


P132 2 Technische Daten

2.12 Stromversorgung
Nennhilfsspannung UH,nom
● 24 … 60 V– oder 60 ... 250 V– und 100 ... 230 V~ (je nach Bestellung)

Arbeitsbereich für Gleichspannung


● 0,8 ... 1,1 UH,nom bei einer Restwelligkeit bis 12% von UH,nom.

Arbeitsbereich für Wechselspannung


● 0,9 ... 1,1 UH,nom

Nennverbrauch
● bei UH = 220 V– und maximaler Bestückung
o (Ausgangsstellung/Wirkstellung): Gehäuse 24 TE: ca. 11 W / 20 W
o (Ausgangsstellung/Wirkstellung): Gehäuse 40 TE: ca. 12,6 W / 34,1 W
o (Ausgangsstellung/Wirkstellung): Gehäuse 84 TE: ca. 14,5 W / 42,3 W

Einschaltspitzenstrom
● < 3 A für die Dauer von 0,25 ms

Überbrückungszeit
● ≥ 50 ms bei Aussetzen von UH ≥ 220 V– (höherer Wert des
Versorgungsspannungsbereiches)
● ≥ 50 ms bei Aussetzen von UH ≥ 60 V– (niedriger Wert des
Versorgungsspannungsbereiches)

2-24 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


2 Technische Daten P132

2.13 Anforderungen an Stromwandler

2.13.1 Symbole
Folgende Symbole gemäß Normen DIN EN 60044–1 und DIN EN 60044–6 werden
verwendet:

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 2-25


P132 2 Technische Daten

Ipn Primärer Bemessungsstrom (primärer Nennstrom) des Stromwandlers


Isn Sekundärer Bemessungsstrom (sekundärer Nennstrom) des Stromwandlers
Ipsc Primärer (symmetrischer) Bemessungs-Kurzschlussstrom
Kssc Verhältnis des symmetrischen maximalen Kurzschlussstroms zum primären
Bemessungsstrom des Stromwandlers (Kurzschlussstromverhältnis):
I psc
K ssc = I pn

IB Bezugsstrom AMZ-Schutz
Rbn Bemessungsaußenbürde des Stromwandlers
Pbn Äquivalente Leistung, die sich aus der ohmschen Bemessungsaußenbürde
des Stromwandlers und dem sekundären Bemessungsstrom berechnet:
2
Pbn = Rbn · I sn

Rb Tatsächliche Außenbürde des Stromwandlers


Pb Äquivalente Leistung, die sich aus der tatsächlichen ohmschen Außenbürde
des Stromwandlers und dem sekundären Bemessungsstrom berechnet:
2
Pb = Rb · I sn

Rct Innenbürde des Stromwandlers (Drahtwiderstand der Sekundärwicklung)


Pct Äquivalente Leistung, die sich aus der Innenbürde des Stromwandlers und
dem sekundären Bemessungsstrom berechnet:
2
Pct = Rct · I sn

Usal Sekundäre Genauigkeits-Grenzspannung (EMK) des Stromwandlers


Uk Bemessungs-Kniepunktspannung (EMK) des Stromwandlers
nn Bemessungs-Genauigkeits-Grenzfaktor des Stromwandlers
nb Tatsächlicher Genauigkeits-Grenzfaktor des Stromwandlers:
Rct + Rbn Pct + Pbn
nb = nn · Rct + Rb = nn · Pct + Pb

Rl Leiterwiderstand zwischen Stromwandler und Schutzeinrichtung (nur ein


Weg)
Rrel Ohmsche Strommesseingangsbürde der Schutzeinrichtung
Tp Primäre Zeitkonstante (Zeitkonstante des Primärnetzes)
ω Kreisfrequenz des Netzes
Xp/Rp Impedanzverhältnis des Primärnetzes:
Xp
Rp = ω · Tp

Kd Dimensionierungsfaktor für den Stromwandler


Kemp Relaisspezifischer, empirisch ermittelter Dimensionierungsfaktor für den
Stromwandler

2-26 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


2 Technische Daten P132

2.13.2 Allgemeines
Der Stromwandler kann dimensioniert werden:
● gemäß IEC 60044‑1, 2.3.4, nach der mindestens erforderlichen sekundären
Genauigkeits-Grenzspannung:
U sal ≥ K d · K ssc · I sn · (Rct + Rb)
● oder gemäß IEC 60044‑1, 2.3.3, nach dem mindestens erforderlichen
Bemessungs-Genauigkeits-Grenzfaktor:
Rct + Rb Pct + Pb
nn ≥ K d · K ssc · Rct + Rbn = K d · K ssc · Pct + Pbn

Diese beiden Größen sind ineinander umrechenbar:


Pbn
U sal = nn · ( I sn + I sn · Rct )

Die tatsächliche Außenbürde Rb ergibt sich wie folgt:


● Für Leiter-Erde-Fehler: Rb = 2 · Rl + Rrel
● Für Leiter-Leiter-Fehler: Rb = Rl + Rrel
Der Leitungswiderstand wird berechnet mit:
l
Rl = ρ ⋅ A

● ρ = spezifischer Leiterwiderstand
(z. B. für Kupfer 0,021 Ω mm²/m = 2,1⋅10-8 Ω m bei 75°C)
● l = Leitungslänge
● A = Leitungsquerschnitt
Die ohmsche Strommesseingangsbürde Rrel des Stromwandlers der MiCOM Px3x
beträgt weniger als 20 mΩ, unabhängig vom eingestellten Nennstrom (1A or 5A).
In der Regel kann diese Bürde vernachlässigt werden.
Die Bemessungs-Kniepunktspannung Uk gemäß IEC 60044‑1, 2.3.12, ist niedriger
als die sekundäre Genauigkeits-Grenzspannung Usal gemäß IEC 60044‑1, 2.3.4.
Ein allgemeingültiges Verhältnis zwischen Uk und Usal kann nicht angegeben
werden; für standardmäßiges Kernmaterial gelten jedoch die folgenden
Verhältnisse:
● UK≈0,85⋅Usal für Stromwandler der Klasse 5P, bzw.
● UK≈0,75⋅Usal für Stromwandler der Klasse 10P.
Theoretisch könnten die Spezifikationen des Stromwandlers auf
Sättigungsfreiheit berechnet werden, indem für den erforderlichen
Überdimensionierungsfaktor Kd dessen Maximum angesetzt wird:
Xp
K d = K max ≈ 1 + Rp = 1 + ω · Tp

Dies ist jedoch nicht erforderlich. Vielmehr genügt es, einen empirisch
ermittelten Dimensionierungsfaktor Kd=Kemp so zu bemessen, dass das
bestimmungsgemäße Verhalten der betrachteten Schutzfunktion unter den
gegebenen Bedingungen gewährleistet ist. Dieser Faktor hängt wie weiter unten
beschrieben von der jeweiligen Applikation und dem Typ der Schutzeinrichtung
ab.

2.13.3 Überstromzeitschutz
Sind Schutzeinrichtungen auf einen hohen Auslösewert eingestellt
(beispielsweise den 5-fachen Nennstrom), sollte der Genauigkeits-Grenzfaktor

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 2-27


P132 2 Technische Daten

mindestens so hoch wie der Wert des Einstellstroms sein, damit ein rasches
Auslösen der Schutzeinrichtung gewährleistet ist.
Gemäß IEC 60044-1 beschreibt der Bemessungs-Genauigkeits-Grenzfaktor nn des
Wandlers (z B. Klasse 5P20 15VA) die maximale Stromstärke, bis zu der der
Stromwandler unter gegebenen Bedingungen innerhalb der spezifizierten
Genauigkeit liegen wird (z. B. muss für Klasse 5P20 15VA bei 20fachem
Nennstrom und einer Nennbürde von 15 VA der Gesamtfehler kleiner als 5%
sein). Wie im ersten Abschnitt beschrieben, weicht der tatsächliche Genauigkeits-
Grenzfaktor nb in der Praxis vom Bemessungsfaktor nn ab.
Sind Schutzeinrichtungen auf niedrige Auslösewerte eingestellt (beispielsweise
den 1- bis 2-fachen Nennstrom), muss die Wandlersättigung nicht berücksichtigt
werden. Bei abhängig verzögertem Überstromzeitschutz sollte ein Fehlerstrom in
eingeschwungenem Zustand von bis zu 20-fachem Referenzstrom (Iref) nicht zu
einer Sättigung des Wandlers führen. Aufgrund der transienten Wandlersättigung
verlängert sich die Auslösezeit. Für diese Verzögerung sollte stets ein Zeitraum
von der Dauer der primären Zeitkonstante angesetzt werden.
Für Überstromschutzapplikationen sollte der tatsächliche Genauigkeits-
Grenzfaktor nb gemäß IEC 60044-1 wie folgt gewählt werden:
● UMZ: nb = maximum((I>/In), 20)
● AMZ: nb = maximum((IB/In), 20)
Mit dem resultierenden Bemessungs-Genauigkeits-Grenzfaktor nn:
Rct + Rb
nn ≥ nb · Rct + Rbn

Alternativ lässt sich die erforderliche Kniepunktspannung des Wandlers Uk gemäß


British Standard BS 3938 folgendermaßen berechnen:
Uk ≥ Kd⋅Kssc⋅Isn⋅(Rct+Rb)
● Wobei Kd=Kemp=0,5 für unabhängig verzögerten Überstrom- und
Erdkurzschluss-Überstromzeitschutz (UMZ; I>; IE>):
● Kd=Kemp=0,5 für abhängig verzögerten Überstromzeitschutz (AMZ; IB, P)
● Kd=Kemp=1,0 für abhängig verzögerten Erdkurzschluss-
Überstromzeitschutz (AMZ; IB, E)
Es wird empfohlen, mindestens Stromwandler der Genauigkeitsklasse 10P (oder
gleichwertig) zu verwenden.

2-28 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


P132

3 Arbeitsweise

3.1 Bausteinstruktur
Das digital arbeitende Gerät P132 ist ein Gerät der Gerätefamilie MiCOM P30.
Alle Gerätetypen dieser Familie sind aus gleichen einheitlichen Hardware-
Bausteinen aufgebaut. Das folgende Bild zeigt die Hardware-Grundstruktur des
P132.

Kommunikations- Wirkschnittstelle
PC-Schnittstelle schnittstelle(n) InterMiCOM

Kommunikationsbaus.
L Aus Kommando
Warnung

Bedienbaustein
Block./Störung
Betrieb

A A A
Änderungsmod.

N μC P μP
Analogbaustein Prozessorbaustein

Analoger
Digitaler Busbaustein
Busbaust.

B Analoger Busbaustein

T X Y V
Wandlerbaustein

Binärbaustein

Analogbaustein

Versorgungsbaustein

Spannungen Ströme Meldungen Kommandos Meldungen Analogwerte Meldungen Kommandos Hilfsspannung


Befehle Meldungen Befehle Befehle Meldungen
D5Z5201C

Abb. 3-1: Hardware-Grundstruktur.

Über die Peripheriebausteine T, Y und X werden die externen analogen und


binären Größen – galvanisch getrennt – auf die internen Verarbeitungspegel
umgesetzt.
Die optionalen Binärbausteine X sind mit Optokopplereingängen für die Eingabe
binärer Signale bzw. mit Ausgangsrelais für die Ausgabe von Kommandos und
Meldungen oder einer Kombination von beiden ausgerüstet.
Die externe Hilfsspannung wird an den Versorgungsbaustein V angelegt, der die
intern benötigten Hilfsspannungen bereitstellt.
Grundsätzlich erfolgt der Transfer der analogen Daten vom Wandlerbaustein T
über den analogen Busbaustein zum Prozessorbaustein P. Der Prozessorbaustein
enthält alle für die Digitalisierung der Analoggrößen erforderlichen Elemente wie
Multiplexer und Analog/Digital-Wandler. Die analogen Daten, die der
Analogbaustein Y aufbereitet, werden über den digitalen Busbaustein dem
Prozessorbaustein P zugeführt. Der optionale Erdschlusswischerbaustein N wertet
die Messgrößen nach dem Erdschlusswischerverfahren aus.
Durch den Prozessor werden die digitalisierten Messgrößen und die binären
Meldungen verarbeitet, die Schutzauslösung und Meldungen generiert und über

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-1


P132 3 Arbeitsweise

den digitalen Busbaustein an die Binärbausteine X weitergeleitet. Außerdem wird


die gesamte Gerätekommunikation durch den Prozessorbaustein bearbeitet.
Mit den optionalen Kommunikationsbausteinen A werden zwei serielle
Informationsschnittstellen für die Anbindung der Schutzeinrichtung an eine
Schaltanlagenleittechnik und den Fernzugriff bzw. eine serielle Wirkschnittstelle
für den Datenaustausch zwischen zwei Schutzeinrichtungen bereit gestellt.
Der Bedienbaustein L ist parallel hinter der Gerätefrontplatte angeordnet und
über eine Flachbandleitung mit dem Prozessorbaustein verbunden. Der
Bedienbaustein enthält alle Bedien- und Anzeigeelemente sowie den Anschluss
für einen Bedien-PC in Verbindung mit dem Bedienprogramm S1.

3-2 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.2 Mensch-Maschine-Kommunikation
Für den Informationsaustausch zwischen Mensch und Gerät stehen folgende
Schnittstellen zur Verfügung:
● Integriertes Vor‑Ort‑Bedienfeld
● PC-Schnittstelle
● Kommunikationsschnittstelle
Alle Einstellgrößen und Meldungen sowie Messgrößen und Bedienfunktionen sind
systemeinheitlich in verschiedenen Ordnern des Menübaumes angeordnet.
Folgende Hauptordner sind vorhanden:

Ordner „Parameter“
In diesem Ordner sind alle Einstellwerte zusammengefasst. Im Einzelnen findet
man hier die Kennwerte für die Identifikation des Gerätes, die
Konfigurationsparameter für die Anpassung der Geräteschnittstellen an die
Anlage sowie die Funktionsparameter für die Anpassung der Gerätefunktionen an
den Prozess. Alle Werte dieser Gruppe sind nichtflüchtig gespeichert, d.h. die
Werte bleiben auch nach Ausfall der Stromversorgung erhalten.

Ordner „Betrieb“
In diesem Ordner sind alle betriebsrelevanten Informationen, wie z.B. die
Betriebsmesswerte, und die Zustände von binären Signalen zu finden. Diese
Informationen werden zyklisch aktualisiert und sind daher nicht gespeichert.
Weiterhin sind hier verschiedene Bedienparameter zusammengefasst, die u.a.
das Rückstellen von Zählern, Speichern und Anzeigen ermöglichen.

Ordner „Ereignisse“
Der dritte Ordner ist ausschließlich für die Aufzeichnung von Ereignissen
vorgesehen. Somit sind alle Informationen dieser Gruppe gespeichert.
Insbesondere die Kommt‑/ Geht-Meldungen während eines Störfalles, die
erfassten Störfallmesswerte sowie die abgetasteten Störwerte werden hier
abgelegt und können später ausgelesen werden.

Anzeige von Einstellungen und Meldungen


Die Einstellungen und Meldungen werden wahlweise im Klartext oder als
Adressen codiert angezeigt. Alle Einstellungen und Meldungen des P132 sind in
einer separat erhältlichen Dokumentensammlung namens „DataModelExplorer“
dokumentiert. Das „Addresses“-Dokument, welches Teil des
„DataModelExplorer“ ist, ist vollständig in dem Sinne, dass es alle für den
Benutzer des P132 relevanten Einstellungen, Meldungen und Messwerte enthält.
Die Konfiguration des Vor‑Ort‑Bedienfeldes gestattet außerdem die Einrichtung
von Messwerttafeln an der LC‑Anzeige. In Abhängigkeit vom Betriebszustand des
Netzes werden unterschiedliche Messwerttafeln aufgeschaltet. Hierbei wird nach
aufsteigender Priorität zwischen ungestörtem Betrieb, dem Betrieb unter
Überlastbedingungen und dem Betrieb nach einem Kurzschluss im Netz
unterschieden. Dadurch liefert das P132 situationsgerecht die jeweils relevanten
wichtigen Messwertinformationen.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-3


P132 3 Arbeitsweise

3.3 Konfiguration des Vor-Ort-Bedienfeldes (Funktionsgruppe


VOB)
Die Konfiguration des Vor-Ort-Bedienfeldes umfasst die Konfiguration der
Schaltfeld- und Messwerttafeln sowie die Auswahl der Steuerstelle.
Bei installiertem Textdisplay zeigt die Schaltfeldtafel die Signalisierung der
Schaltzustände der Betriebsmittel (eingeschaltet, ausgeschaltet, Störstellung)
sowie der aktiven Steuerstelle (Fern oder Ort). Das Textdisplay zeigt maximal 3
Schaltgeräte an, eines pro Zeile, wobei das aktuell ausgewählte durch
Voranstellen eines blinkenden „>“-Zeichens vor dem
Betriebsmittelbezeichnungstext gekennzeichnet wird.
Des Weiteren stehen im P132 Messwerttafeln zur Verfügung, die
situationsbezogen Messwerte anzeigen.
Im ungestörten Netzbetrieb wird die Schaltfeldtafel oder – falls sie angewählt ist –
die Betriebstafel angezeigt. Ist die Betriebstafel angewählt und tritt ein Ereignis
auf, wird auf die entsprechende Ereignistafel umgeschaltet – sofern den
Ereignistafeln Messwerte zugeordnet wurden. Im Falle eines Überlast- oder
Erdschlussereignisses wird bei Ereignisende automatisch wieder auf die
Betriebstafel umgeschaltet. Bei einem Störfall bleibt die Störfalltafel
aufgeschaltet, bis die Leuchtanzeigen oder die Störfallspeicher rückgestellt
werden.
Ist die Änderungsfreigabe (VOB: Änderu n gsf re igabe erteilt, wird nach der
durch die Einstellung VOB: Hal tezei t f ür Taf e ln bestimmten Zeit die
Änderungsfreigabe aufgehoben und die Schaltfeldtafel aufgeschaltet.

3-4 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.3.1 Schaltfeldtafel

Abb. 3-2: Beispiel für eine Schaltfeldtafel (Textdisplay)

Das P132 verfügt über eine Reihe von vordefinierten Schaltfeldtypen.


Wie die Schaltfeldtafel angewählt wird, ist in Kapitel 6, (S. 6-1) beschrieben.
Jedes dargestellte Betriebsmittel des Schaltfeldes ist mit einem (per
Konfiguration einstellbaren) Betriebsmittelnamen gekennzeichnet (siehe
Abschnitt 3.43.2, (S. 3-375)).
Die Anzeige von Betriebsmittelnamen kann (über V O B: A nzeige L/R)
abgeschaltet werden. Die Anzeige der Steuerstelle (Ort-/ Fernsteuerung) und der
Verriegelung kann (über VOB: Anze i ge V erri e ge lun g) abgeschaltet werden.
Bevor ein Schaltgerät gesteuert werden kann, muss es angewählt werden. Die
Anwahl wird wieder aufgehoben, sobald die eingestellte Zeit für die Beleuchtung
(VOB: Rückspr .ze it Be le uch) oder die eingestellte Zeit für die Anwahl
(VOB: Rückspr .ze it Anw ahl) abläuft.

VOB:
BM01: Anzeige L/R
Betriebsmittelname [ 221 070 ]
[ 210 000 ]
VOB:
Anzeige Verriegelung
[ 221 071 ]

VOB:
Rückspr.zeit Anwahl
[ 221 030 ]

VOB:
Rückspr.zeit Beleuch
[ 003 023 ]

Q0

Fern Verrie

VOB:
Rückspr.z.Anw.angesp
305 551

45Z8003A

Abb. 3-3: Schaltfeldtafel (Textdisplay)

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-5


P132 3 Arbeitsweise

3.3.2 Betriebstafel
Die Betriebstafel wird nach Ablauf der eingestellten Rücksprungzeit angezeigt,
wenn mindestens ein Messwert konfiguriert wurde.
Aus den Betriebsmesswerten können über einen m-aus-n‑Parameter Messwerte
ausgewählt werden, die auf der Betriebstafel angezeigt werden. Sind mehr
Messwerte zur Anzeige ausgewählt, als auf der LC‑Anzeige dargestellt werden
können, wird entweder in Zeitintervallen, die durch die Einstellung
VOB: Halt e ze it für Taf eln bestimmt wird, oder durch Betätigen der
entsprechenden Taster der Vor‑Ort‑Bedienung auf die Anzeige der nächsten
Messwerte umgeschaltet.

VOB:
Fkt. Betriebstafel
[ 053 007 ]

Meßwert 1 m aus n
Meßwert 2

Meßwert 3 VOB:
Autom. Rückspr.zeit VOB:
[ 003 014 ] Autom. Rückspr.zeit
Meßwert n

VOB:
ausgew. Meßwerte Haltezeit für Tafeln VOB:
[ 031 075 ] Haltezeit für Tafeln

ST_AZ:
Ereignis läuft S1 1 ≥1 C
[ 035 000 ]
R1
ÜL_AZ:
Ereignis läuft ≥1
[ 035 003 ] Betriebstafel

ES_AZ:
Ereignis läuft
[ 035 005 ]

GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen ≥1
GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
ST_AZ:
Rückst. Aufz. BED
[ 003 006 ]
1: ausführen
ST_AZ:
Rückst. Aufz. EXT
[ 005 243 ]

GRUND:
Rückstellen LED
306 020

50Z01CXA

Abb. 3-4: Betriebstafel.

3-6 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.3.3 Störfalltafel
Die Störfalltafel wird bei einem Störfall anstelle einer anderen Messwerttafel
aufgeschaltet, wenn mindestens ein Messwert konfiguriert wurde. Die
Störfalltafel bleibt aufgeschaltet, bis die Leuchtanzeigen oder die Störfallspeicher
rückgestellt werden.
Aus den Störfallmesswerten können über einen m-aus-n‑Parameter Messwerte
ausgewählt werden, die auf der Störfalltafel angezeigt werden. Sind mehr
Messwerte zur Anzeige ausgewählt, als auf der LC‑Anzeige dargestellt werden
können, wird entweder in Zeitintervallen, die durch die Einstellung
VOB: Halte zei t für Taf e ln bestimmt wird, oder durch Betätigen der
entsprechenden Taster der Vor‑Ort‑Bedienung auf die Anzeige der nächsten
Messwerte umgeschaltet.

VOB:
Fkt. Störfalltafel
[ 053 003 ]

Meßwert 1 m aus n
Meßwert 2

Meßwert 3

Meßwert n

ausgew. Meßwerte

VOB:
Haltezeit für Tafeln
[ 031 075 ]
R
GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen ≥1 Störfalltafel

GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
ST_AZ:
Rückst. Aufz. BED
[ 003 006 ]
1: ausführen
ST_AZ:
Rückst. Aufz. EXT
[ 005 243 ]
GRUND:
Rückstellen LED
306 020

50Z01EJA

Abb. 3-5: Störfalltafel.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-7


P132 3 Arbeitsweise

3.3.4 Erdschlusstafel
Die Erdschlusstafel wird bei einem Erdschluss anstelle einer anderen
Messwerttafel automatisch aufgeschaltet, wenn mindestens ein Messwert
konfiguriert wurde. Die Erdschlusstafel bleibt bis zum Ende des Erdschlusses
aufgeschaltet, es sei denn, ein Störfall tritt auf. In diesem Fall wird auf die
Störfalltafel umgeschaltet.
Über einen m-aus-n‑Parameter können Messwerte ausgewählt werden, die auf
der Erdschlusstafel angezeigt werden. Sind mehr Messwerte zur Anzeige
ausgewählt, als auf der LC‑Anzeige dargestellt werden können, wird entweder in
Zeitintervallen, die durch die Einstellung VOB: Haltezeit für Tafe ln bestimmt
wird, oder durch Betätigen der entsprechenden Taster der Vor‑Ort‑Bedienung auf
die Anzeige der nächsten Messwerte umgeschaltet.

VOB:
Fkt. Erdschlußtafel
[ 053 004 ]

Meßwert 1 m aus n
Meßwert 2

Meßwert 3

Meßwert n

ausgew. Meßwerte
VOB:
Haltezeit für Tafeln
[ 031 075 ]
R
GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen ≥1 Erdschlußtafel

GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
ES_AZ:
Rückst. Aufz. BED
[ 100 000 ]
1: ausführen
ES_AZ:
Rückst. Aufz. EXT
[ 005 242 ]
GRUND:
Rückstellen LED
306 020

50Z0139B

Abb. 3-6: Erdschlusstafel.

3-8 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.3.5 Überlasttafel
Die Überlasttafel wird bei einer Überlast anstelle einer anderen Messwerttafel
automatisch aufgeschaltet, wenn mindestens ein Messwert konfiguriert wurde.
Die Überlasttafel bleibt bis zum Ende der Überlast aufgeschaltet, es sei denn, ein
Störfall tritt auf. In diesem Fall wird auf die Störfalltafel umgeschaltet.
Über einen m-aus-n‑Parameter können Messwerte ausgewählt werden, die auf
der Überlasttafel angezeigt werden. Sind mehr Messwerte zur Anzeige
ausgewählt, als auf der LC‑Anzeige dargestellt werden können, wird entweder in
Zeitintervallen, die durch die Einstellung V OB: H al te ze it f ür Tafeln bestimmt
wird, oder durch Betätigen der entsprechenden Taster der Vor‑Ort‑Bedienung auf
die Anzeige der nächsten Messwerte umgeschaltet.

VOB:
Fkt. Überlasttafel
[ 053 005 ]

Meßwert 1 m aus n
Meßwert 2

Meßwert 3

Meßwert n

ausgew. Meßwerte
VOB:
Haltezeit für Tafeln
[ 031 075 ]
R
GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen ≥1 Überlasttafel

GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
ÜL_AZ:
Rückst. Aufz. BED
[ 100 003 ]
1: ausführen
ÜL_AZ:
Rückst. Aufz. EXT
[ 005 241 ]
GRUND:
Rückstellen LED
306 020

50Z0140A

Abb. 3-7: Überlasttafel.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-9


P132 3 Arbeitsweise

3.3.6 Auswahl der Steuerstelle


Die Steuerung der Schaltgeräte kann von Ferne (Remote) oder Vor‑Ort (Local)
erfolgen. Die Umschaltung zwischen Ort- und Fernsteuerung erfolgt über eine
entsprechend konfigurierte Funktionstaste oder über einen externen
Schlüsselschalter, dessen Stellung über einen entsprechend konfigurierten
binären Eingang abgefragt wird (Konfiguration über GRUND: Ein.zuo. L/ R-
Schalt .).
Zur Verwendung einer Funktionstaste als Fern-/Ort-Umschalter siehe
Abschnitt 3.6, (S. 3-47) und Abschnitt 6.9.2, (S. 6-13).
Mit der Einstellung VOB: Fkt.zuo. L /R-Tas ter wird gewählt, ob mit Taster oder
Schlüsselschalter zwischen Fern- / Ortsteuerung (L↔R) oder zwischen Fern- und
Ortsteuerung / Ortsteuerung (R&L↔L) umgeschaltet wird.
Ist nur die Fernsteuerung freigegeben, erfolgt eine Ortsteuersperre. Ist nur die
Ortsteuerung freigegeben, erfolgt eine Fernsteuersperre.

VOB:
FKT_T: Fkt.zuo. L/R-Taster
Fkt.zuordnung F1 [ 225 208 ]
[ 080 112 ]

1: R <-> L
GRUND: 2: R & L <-> L
Ort/Fern-Taster
[ 006 004 ]

1)

& S1 1 & 1

& R1 0 & 2, 3 VOB:


Fernsteuersp. angesp
& [ 221 004 ]
Ort 1
& VOB:
Fern Ortsteuersp. angespr
2
[ 221 005 ]
&
Fern & Ort 3 VOB:
Fern- & Ortsteuerung
305 560

GRUND:
Ein.zuo. L/R-Schalt.
[ 221 008 ]

Meldung 1

Meldung 2 m aus n

Meldung 3

Meldung n

ohne Funktion

ausgewählte Meldung

1) Taster der VOB


12Z6261A

Abb. 3-8: Auswahl der Steuerstelle

3.3.7 Konfigurierbare Rückstelltaste


Das P132 verfügt über eine Rückstelltaste – –, auf die eine oder mehrere
Rückstellfunktionen konfiguriert werden kann, indem die gewünschten
Funktionen bei VOB: Fkt. R ückst.tast e ausgewählt werden. Näheres zu
Rückstellfunktionen findet sich in Abschnitt 3.12.20, (S. 3-120).

3-10 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.4 Serielle Schnittstellen


Das P132 verfügt standardmäßig über eine PC-Schnittstelle. Der
Kommunikationsbaustein A mit zwei Kommunikationskanälen ist optional
vorhanden. Über den Kommunikationsbaustein A erfolgt die Kommunikation des
P132 mit dem Rechner der Leitstation. Über alle Schnittstellen ist Einstellen und
Auslesen des P132 möglich.
Es sind Einstellungen für zwei „logische“ Kommunikationsschnittstellen
vorhanden. Die Einstellungen der „logischen“ Kommunikationsschnittstelle 1
(KOMM1) können den physikalischen Kommunikationskanälen 1 oder 2
zugeordnet werden (siehe Abschnitt 3.12.21, (S. 3-122)). Wurden die
Einstellungen von KOMM1 dem Kommunikationskanal 2 zugeordnet, bedeutet
dies automatisch, dass die Einstellungen der „logischen“
Kommunikationsschnittstelle 2 (KOMM2) an Kommunikationskanal 1 wirksam
werden.
Über die Kommunikationsschnittstelle 2 kann nur mit dem P132 kommuniziert
werden, wenn die PC‑Schnittstelle inaktiv ist. Sobald Kommunikation über die
PC‑Schnittstelle stattfindet, ist die Kommunikationsschnittstelle 2 „tot“. Sie wird
erst wieder freigegeben, wenn der „Timeout“ der PC-Schnittstelle abgelaufen ist.
Werden am P132 Prüfungen durchgeführt, empfiehlt es sich, den Prüf-Modus
einzuschalten. Damit bewertet der PC bzw. die Leittechnik alle einlaufenden
Meldungen entsprechend (siehe Abschnitt 3.12.22, (S. 3-123)).

3.4.1 PC-Schnittstelle (Funktionsgruppe PC)


Über die PC-Schnittstelle erfolgt die Kommunikation mit einem PC. Damit der
Datentransfer zwischen P132 und PC funktioniert, müssen einige Einstellungen
am P132 durchgeführt werden.
Für die Bedienung des P132 steht ein Bedienprogramm als Zubehör zur
Verfügung.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-11


P132 3 Arbeitsweise

PC:
Feldadresse
[ 003 068 ]

PC:
Geräteadresse
[ 003 069 ]

PC:
Baudrate
[ 003 081 ]

PC:
Paritätsbit
[ 003 181 ]

PC:
Freigabe Spontanmeld
[ 003 187 ]

PC:
Ausw. Spontanmldg.
[ 003 189 ]

PC:
Freigabe zykl. Daten
[ 003 084 ]

PC:
zykl. D. ILS Telegr.
[ 003 185 ]

PC:
Delta U
[ 003 055 ]

PC:
Delta I
[ 003 056 ]
PC:
Melde-/Meßwertsperre PC:
[ 003 086 ] Delta P
[ 003 059 ]

0 PC:
Delta f
1 [ 003 057 ]

0: nein PC:
Delta Meßw. ILS Tele
1: ja [ 003 155 ]

PC:
Delta t
GRUND: [ 003 058 ]
Schutz ext. ausg.
[ 038 046 ]
PC:
Timeout
PC: [ 003 188 ]
Befehlssperre
[ 003 182 ]

0: nein

1: ja
PC-Schnittstelle

GRUND:
Prüf-Modus
[ 037 071 ]

19Z80ECA

Abb. 3-9: Einstellungen der PC-Schnittstelle.

3.4.2 „Logische“ Kommunikationsschnittstelle 1 (Funktionsgruppe


KOMM1)
Es sind mehrere Schnittstellenprotokolle an der „logischen“
Kommunikationsschnittstelle 1 verfügbar. Die vom P132 zur Verfügung gestellten
umschaltbaren Schnittstellenprotokolle sind nachfolgend aufgeführt:

3-12 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

● IEC 60870‑5‑103, “Transmission protocols – Companion standard for the


informative interface of protection equipment”, First edition 1997‑12
(entspricht VDEW / ZVEI-Empfehlung „Protection Communication
Companion Standard 1, Kompatibilitätsstand 2, Ausgabe Februar 1995“)
mit Erweiterung für Steuerung und Überwachung,
● IEC 870‑5‑101, “Telecontrol equipment and systems – Part 5: Transmission
protocols ‑ Section 101 Companion standard for basic telecontrol tasks”,
First edition 1995‑11,
● ILS‑C, proprietäres Protokoll von Schneider Electric,
● MODBUS,
● DNP 3.0,
● COURIER.
Damit der Datentransfer funktioniert, müssen einige Einstellungen am P132
durchgeführt werden.
Die Kommunikationsschnittstelle kann über einen binären Signaleingang gesperrt
werden. Ferner kann über einen binären Signaleingang eine Melde-/
Messwertsperre eingelegt werden.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-13


P132 3 Arbeitsweise

KOMM1:
Befehlssperre BED
[ 003 172 ]

0: nein KOMM1:
Befehlssperre
[ 003 174 ]
1: ja
KOMM1:
Befehlssperre EXT
[ 003 173 ]

KOMM1:
Grund IEC870-5 freig
[ 003 215 ] KOMM1:
Komm.protokoll
[ 003 167 ]
0

1
0: nein
1: ja

KOMM1:
Zusatz -101 freig.
[ 003 216 ]

KOMM1:
0 ausgew. Protokoll ausgew. Protokoll
304 415
1
0: nein
1: ja

KOMM1:
Zusatz ILS freig.
[ 003 217 ]

0: nein
1: ja

KOMM1:
MODBUS freigeben
[ 003 220 ]

0: nein
1: ja

KOMM1:
DNP3 freigeben
[ 003 231 ]

0: nein
1: ja

KOMM1:
COURIER freigeben
[ 103 040 ]

0: nein
1: ja

64Z51FEA

Abb. 3-10: „Logische“ Kommunikationsschnittstelle 1, Auswahl des Schnittstellenprotokolls.

3-14 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

KOMM1: KOMM1:
Variante 103er-Prot. Ausw. Spontanmldg.
[ 003 178 ] [ 003 179 ]

KOMM1: KOMM1:
Zeichen-Ruhelage Freigabe zykl. Daten
[ 003 165 ] [ 003 074 ]

KOMM1: KOMM1:
Baudrate zykl. D. ILS Telegr.
[ 003 071 ] [ 003 175 ]

KOMM1: KOMM1:
Paritätsbit Delta U
[ 003 171 ] [ 003 050 ]

KOMM1: KOMM1:
Pausenüberwachung Delta I
[ 003 176 ] [ 003 051 ]

KOMM1: KOMM1:
Überw.zeit Pollen Delta P
[ 003 202 ] [ 003 054 ]

KOMM1: KOMM1:
Oktett Komm. Adresse Delta f
[ 003 072 ] [ 003 052 ]

KOMM1: KOMM1:
Testmonitor eingesch Delta Meßw. ILS Tele
[ 003 166 ] [ 003 150 ]

KOMM1: KOMM1:
Herstellerkennung Delta t
[ 003 161 ] [ 003 053 ]

KOMM1: KOMM1:
Oktett Adresse ASDU Delta t (Arbeit)
[ 003 073 ] [ 003 151 ]

KOMM1: KOMM1:
Freigabe Spontanmeld schleich. Gen.abfr.
[ 003 177 ] [ 003 077 ]
KOMM1:
ausgew. Protokoll
304 415

KOMM1:
IEC 870-5-103
[ 003 219 ]

KOMM1:
eingeschaltet BED
[ 003 170 ]
1: ja

KOMM1:
Befehlssperre
[ 003 174 ]

GRUND: KOMM1:
Prüf-Modus Komm.schnittstelle Kommunikation gestört
[ 037 071 ] 304 422

KOMM1:
Melde-/Meßw.sp. BED
[ 003 076 ]

0: nein KOMM1:
Melde-/Meßwertsperre
1: ja
[ 037 075 ]

KOMM1:
Melde-/Meßw.sp. EXT
[ 037 074 ]

GRUND:
Schutz ext. ausg.
[ 038 046 ]

12Z62FFA

Abb. 3-11: „Logische“ Kommunikationsschnittstelle 1, Einstellungen für das Schnittstellenprotokoll nach


IEC 60870‑5‑103.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-15


P132 3 Arbeitsweise

KOMM1: KOMM1:
Zeichen-Ruhelage Delta t
[ 003 165 ] [ 003 053 ]

KOMM1: KOMM1:
Baudrate Delta t (Arbeit)
[ 003 071 ] [ 003 151 ]

KOMM1: KOMM1:
Paritätsbit schleich. Gen.abfr.
[ 003 171 ] [ 003 077 ]

KOMM1: KOMM1:
Pausenüberwachung Länge Komm. Adresse
[ 003 176 ] [ 003 201 ]

KOMM1: KOMM1:
Überw.zeit Pollen Oktett 2 Komm. Adr.
[ 003 202 ] [ 003 200 ]

KOMM1: KOMM1:
Oktett Komm. Adresse Länge Übertr.ursache
[ 003 072 ] [ 003 192 ]

KOMM1: KOMM1:
Testmonitor eingesch Länge Adresse ASDU
[ 003 166 ] [ 003 193 ]

KOMM1: KOMM1:
Herstellerkennung Oktett 2 Adr. ASDU
[ 003 161 ] [ 003 194 ]

KOMM1: KOMM1:
Oktett Adresse ASDU Länge Adr. Inf.Obj.
[ 003 073 ] [ 003 196 ]

KOMM1: KOMM1:
Freigabe Spontanmeld Okt. 3 Adr. Inf.Obj.
[ 003 177 ] [ 003 197 ]

KOMM1: KOMM1:
Ausw. Spontanmldg. Inf.Nr. <-> F-Typ
[ 003 179 ] [ 003 195 ]

KOMM1: KOMM1:
Freigabe zykl. Daten Länge Zeitstempel
[ 003 074 ] [ 003 198 ]

KOMM1: KOMM1:
zykl. D. ILS Telegr. Konv. ASDU1 / ASDU20
[ 003 175 ] [ 003 190 ]

KOMM1: KOMM1:
Delta U Konvertierung ASDU2
[ 003 050 ] [ 003 191 ]

KOMM1: KOMM1:
Delta I Anlaufmeldung
[ 003 051 ] [ 003 199 ]

KOMM1: KOMM1:
Delta P Symmetr. Betrieb
[ 003 054 ] [ 003 226 ]
KOMM1:
ausgew. Protokoll
304 415 KOMM1: KOMM1:
Delta f Richtungs-Bit
KOMM1: [ 003 052 ] [ 003 227 ]
IEC 870-5-101
[ 003 218 ] KOMM1: KOMM1:
Delta Meßw. ILS Tele Überw.zeit Quittung
[ 003 150 ] [ 003 228 ]

KOMM1:
eingeschaltet BED
[ 003 170 ]
1: ja

KOMM1:
Befehlssperre
[ 003 174 ]

GRUND:
Prüf-Modus
[ 037 071 ] KOMM1:
Melde-/Meßw.sp. BED
[ 003 076 ]

0 Komm.Schnittstelle KOMM1:
Kommunikation gestört
1 304 422

0: nein
KOMM1:
Melde-/Meßwertsperre
1: ja [ 037 075 ]

KOMM1:
Melde-/Meßw.sp. EXT
[ 037 074 ]

GRUND:
Schutz ext. ausg.
[ 038 046 ] 19Z51FGA

Abb. 3-12: „Logische“ Kommunikationsschnittstelle 1, Einstellungen für das Schnittstellenprotokoll nach


IEC 870‑5‑101

3-16 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

KOMM1: KOMM1:
Zeichen-Ruhelage Freigabe zykl. Daten
[ 003 165 ] [ 003 074 ]

KOMM1: KOMM1:
Baudrate zykl. D. ILS Telegr.
[ 003 071 ] [ 003 175 ]

KOMM1: KOMM1:
Paritätsbit Delta U
[ 003 171 ] [ 003 050 ]

KOMM1: KOMM1:
Pausenüberwachung Delta I
[ 003 176 ] [ 003 051 ]

KOMM1: KOMM1:
Überw.zeit Pollen Delta P
[ 003 202 ] [ 003 054 ]

KOMM1: KOMM1:
Oktett Komm. Adresse Delta f
[ 003 072 ] [ 003 052 ]

KOMM1: KOMM1:
Testmonitor eingesch Delta Meßw. ILS Tele
[ 003 166 ] [ 003 150 ]

KOMM1: KOMM1:
Herstellerkennung Delta t
[ 003 161 ] [ 003 053 ]

KOMM1: KOMM1:
Oktett Adresse ASDU Delta t (Arbeit)
[ 003 073 ] [ 003 151 ]

KOMM1: KOMM1:
Freigabe Spontanmeld schleich. Gen.abfr.
[ 003 177 ] [ 003 077 ]

KOMM1:
Ausw. Spontanmldg.
[ 003 179 ]

KOMM1:
ausgew. Protokoll
304 415

KOMM1:
IEC 870-5, ILS
[ 003 221 ]

KOMM1:
eingeschaltet BED
[ 003 170 ]
1: ja

KOMM1:
Befehlssperre
[ 003 174 ] KOMM1:
Komm.Schnittstelle Kommunikation gestört
304 422
GRUND:
Prüf-Modus
[ 037 071 ]

KOMM1:
Melde-/Meßw.sp. BED
[ 003 076 ]

0: nein KOMM1:
Melde-/Meßwertsperre
1: ja [ 037 075 ]

KOMM1:
Melde-/Meßw.sp. EXT
[ 037 074 ]

GRUND:
Schutz ext. ausg.
[ 038 046 ]

19Z51FHA

Abb. 3-13: „Logische“ Kommunikationsschnittstelle 1, Einstellungen für das Schnittstellenprotokoll ILS_C

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-17


P132 3 Arbeitsweise

KOMM1: KOMM1:
Variante MODBUS-Prot Testmonitor eingesch
[ 003 214 ] [ 003 166 ]

KOMM1: KOMM1:
Zeichen-Ruhelage Reg.zuo. ausgew.Bef.
[ 003 165 ] [ 003 210 ]

KOMM1: KOMM1:
Baudrate Reg.zuo. ausgew.Mlg.
[ 003 071 ] [ 003 211 ]

KOMM1: KOMM1:
Paritätsbit Reg.zuo. ausgew.Meßw
[ 003 171 ] [ 003 212 ]

KOMM1: KOMM1:
Pausenüberwachung Reg.zuo. ausgew.Para
[ 003 176 ] [ 003 213 ]

KOMM1: KOMM1:
Überw.zeit Pollen Delta t (MODBUS)
[ 003 202 ] [ 003 152 ]

KOMM1: KOMM1:
Oktett Komm. Adresse Autom. Ereig.bestät.
[ 003 072 ] [ 003 249 ]

KOMM1:
ausgew. Protokoll
304 415

KOMM1:
MODBUS
[ 003 223 ]

KOMM1:
eingeschaltet BED
[ 003 170 ]
1: ja
KOMM1:
Komm.schnittstelle Kommunikation gestört
304 422
KOMM1:
Befehlssperre
[ 003 174 ]

GRUND:
Prüf-Modus
[ 037 071 ]

19Z50FJB

Abb. 3-14: „Logische“ Kommunikationsschnittstelle 1, Einstellungen für das MODBUS‑Protokoll.

3-18 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

KOMM1: KOMM1:
Zeichen-Ruhelage Link Confirm.Timeout
[ 003 165 ] [ 003 244 ]

KOMM1: KOMM1:
Baudrate Link Max. Retries
[ 003 071 ] [ 003 245 ]

KOMM1: KOMM1:
Paritätsbit Appl.Confirm.Timeout
[ 003 171 ] [ 003 246 ]

KOMM1: KOMM1:
Pausenüberwachung Appl. Need Time Del.
[ 003 176 ] [ 003 247 ]

KOMM1: KOMM1:
Überw.zeit Pollen Ind./Kl. bin. Eing.
[ 003 202 ] [ 003 232 ]

KOMM1: KOMM1:
Oktett Komm. Adresse Ind./Kl. bin. Ausg.
[ 003 072 ] [ 003 233 ]

KOMM1: KOMM1:
Okt.2 Komm.Adr.,DNP3 Ind./Kl. bin. Zähl.
[ 003 240 ] [ 003 234 ]

KOMM1: KOMM1:
Testmonitor eingesch Ind./Kl. anal. Eing.
[ 003 166 ] [ 003 235 ]

KOMM1: KOMM1:
Phys. Charact. Delay Ind./Kl. anal. Ausg.
[ 003 241 ] [ 003 236 ]

KOMM1: KOMM1:
KOMM1: Phys. Char. Timeout Delta Meßw. (DNP3)
ausgew. Protokoll [ 003 242 ] [ 003 250 ]
304 415

KOMM1: KOMM1: KOMM1:


DNP3 Link Confirm. Mode Delta t (DNP3)
[ 003 230 ] [ 003 243 ] [ 003 248 ]

KOMM1:
eingeschaltet BED
[ 003 170 ]
1: ja

KOMM1:
Befehlssperre
[ 003 174 ]

GRUND: KOMM1:
Prüf-Modus Komm.schnittstelle Kommunikation gestört
[ 037 071 ] 304 422

19Z50AZA

Abb. 3-15: „Logische“ Kommunikationsschnittstelle 1, Einstellungen für DNP 3.0.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-19


P132 3 Arbeitsweise

KOMM1: KOMM1:
Zeichen-Ruhelage Testmonitor eingesch
[ 003 165 ] [ 003 166 ]

KOMM1: KOMM1:
Baudrate Auswahl Befehle
[ 003 071 ] [ 103 042 ]

KOMM1: KOMM1:
KOMM1: Paritätsbit Auswahl Meldungen
ausgew. Protokoll [ 003 171 ] [ 103 043 ]
304 415

KOMM1: KOMM1: KOMM1:


COURIER Pausenüberwachung Auswahl Meßwerte
[ 103 041 ]
[ 003 176 ] [ 103 044 ]

KOMM1: KOMM1:
Überw.zeit Pollen Auswahl Parameter
[ 003 202 ] [ 103 045 ]
KOMM1:
eingeschaltet BED KOMM1: KOMM1:
[ 003 170 ] Oktett Komm. Adresse Delta t (COURIER)
[ 003 072 ] [ 103 046 ]

0: nein

1: ja

KOMM1:
Befehlssperre
[ 003 174 ]

GRUND: KOMM1:
Prüf-Modus Komm.schnittstelle Kommunikation gestört
[ 037 071 ] 304 422

19Z51BAA

Abb. 3-16: „Logische“ Kommunikationsschnittstelle 1, Einstellungen für das COURIER‑Protokoll.

3.4.2.1 Prüfen der KOMM1-Spontanmeldungen


Für die Schnittstellenprotokolle nach IEC 60870‑5‑103, IEC 870‑5‑101 oder ILS‑C
besteht die Möglichkeit, zu Prüfzwecken eine Meldung auszuwählen und über
Einstellparameter die Übertragung der Meldung zur Leitstation als „kommend“
oder „gehend“ anzustoßen.

3-20 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

KOMM1:
Ausw. Spont.mld.Test
[ 003 180 ]

Meldung 1

Meldung 2

Meldung 3

Meldung n

ausgew. Meldungen

KOMM1:
Test Spontm. kommt
[ 003 184 ]
KOMM1:
Spontanmld. kommt
0 [ --- --- ]

0: nicht ausführen

1: ausführen

KOMM1:
Test Spontmld. geht
[ 003 186 ]
KOMM1:
Spontanmld. geht
0 [ --- --- ]

0: nicht ausführen

1: ausführen

48Z50FKA

Abb. 3-17: Prüfen der KOMM1-Spontanmeldungen.

3.4.2.2 Prüfen der Schalterstellungen und Meldungen


Für das Schnittstellenprotokoll nach IEC 60870‑5‑103 ist beim Prüfen zu
Testzwecken das Anstoßen der Meldungen (MEL) und der Schalterstellungen
(BM) des Steuerteils möglich.
Hierzu stehen folgende Parameter zur Verfügung:
● (221 105) KOMM1: Au s w. St.Me l . BM Te st
Auswahlmöglichkeiten:
o nicht belegt
o BM01 ... BM03
● (221 106) KOMM1: Tes t Ste llun gsm. BM
Auswahlmöglichkeiten:
o nicht ausführen
o ausführen AUS
o ausführen EIN
o ausführen Störst.

3.4.3 „Logische“ Kommunikationsschnittstelle 2


(Funktionsgruppe KOMM2)
Die „logische“ Kommunikationsschnittstelle 2 unterstützt das
Schnittstellenprotokoll nach IEC 60870‑5‑103.
Damit der Datentransfer funktioniert, müssen einige Einstellungen am P132
durchgeführt werden.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-21


P132 3 Arbeitsweise

KOMM2:
Zeichen-Ruhelage
[ 103 165 ]

KOMM2:
Baudrate
[ 103 071 ]

KOMM2:
Paritätsbit
[ 103 171 ]

KOMM2:
Pausenüberwachung
[ 103 176 ]

KOMM2:
Überw.zeit Pollen
[ 103 202 ]

KOMM2:
Oktett Komm. Adresse
[ 103 072 ]

KOMM2:
Herstellerkennung
[ 103 161]

KOMM2:
Oktett Adresse ASDU
[ 103 073 ]

KOMM2:
Freigabe Spontanmeld
[ 103 177 ]

KOMM2: KOMM2:
eingeschaltet BED Ausw. Spontanmldg.
[ 103 170 ] [ 103 179 ]
KOMM2:
Freigabe zykl. Daten
0
[ 103 074 ]
1
KOMM2:
0: nein zykl. D. ILS Telegr.
[ 103 175 ]
1: ja
KOMM2:
Delta U
[ 103 050 ]

KOMM2:
Delta I
[ 103 051 ]
KOMM2:
Melde-/Meßw.sp. BED KOMM2:
Delta P
[ 103 076 ]
[ 103 054 ]

0 KOMM2:
Delta f
1 [ 103 052 ]

0: nein KOMM2:
Delta Meßw. ILS Tele
1: ja [ 103 150 ]

KOMM2:
GRUND: Delta t
Schutz ext. ausg.
[ 103 053 ]
[ 038 046 ]

KOMM2:
Befehlssperre BED
[ 103 172 ]

0: nein

1: ja
Komm.schnittstelle

GRUND:
Prüf-Modus
[ 037 071 ]

40Z5070A

Abb. 3-18: Einstellungen der „logischen“ Kommunikationsschnittstelle 2.

3.4.3.1 Prüfen der KOMM2-Spontanmeldungen


Zu Prüfzwecken besteht die Möglichkeit, eine Meldung auszuwählen und über die
Vor-Ort-Bedienung die Übertragung der Meldung zur Leitstation als „kommend“
oder „gehend“ anzustoßen.

3-22 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

KOMM2:
Ausw. Spont.mld.Test
[ 103 180 ]

Meldung 1

Meldung 2

Meldung 3

Meldung n

ausgew. Meldungen

KOMM2:
Test Spontm. kommt
[ 103 184 ]
KOMM2:
Spontanmld. kommt
0 [ --- --- ]

0: nicht ausführen

1: ausführen

KOMM2:
Test Spontmld. geht
[ 103 186 ]
KOMM2:
Spontanmld. geht
0 [ --- --- ]

0: nicht ausführen

1: ausführen

48Z50FLA

Abb. 3-19: Prüfen der KOMM2-Spontanmeldungen.

3.4.4 „Logische“ Kommunikationsschnittstelle 3


(Funktionsgruppe KOMM3)

3.4.4.1 Anwendung
Die Kommunikationsschnittstelle 3 dient zum Aufbau einer digitalen
Kommunikationsverbindung zwischen zwei MiCOM-Geräten für den Austausch
von bis zu 8 binären Schutzsignalen. Während die
Kommunikationsschnittstellen 1 und 2 als Informationsschnittstellen für die
Anbindung von Datenerfassungseinrichtungen und für den Fernzugriff
vorgesehen sind, handelt es sich bei der Kommunikationsschnittstelle 3 um eine
sog. Wirkschnittstelle mit dem Anspruch einer echtzeitfähigen Signalübertragung
(sog. Wirkverbindung InterMiCOM). Hauptanwendung ist der Austausch von
Signalen des Signalvergleichs (Funktionsgruppe SV). Es können jedoch auch
beliebige andere geräteinterne sowie geräteexterne Binärsignale übertragen
werden.

3.4.4.2 Übertragungsmedien
Die Kommunikationsschnittstelle 3 ist asynchron ausgelegt und im
Vollduplexmodus zu betreiben. Als Übertragungsmedium stehen die nachfolgend
aufgeführten Möglichkeiten zur Auswahl:

Direkte Verbindung ohne Zusatzgeräte:


● Glasfaser (z.B. über 2 x G62,5/125 bis max. 1,4 km)
● Symmetrisches Telefonadernpaar (RS 422 bis max. 1,2 km)

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-23


P132 3 Arbeitsweise

Einsatz externer Übertragungsgeräte:


● LWL-Modul (z.B. OZD 485 BFOC‑1300 / Hirschmann bis max. 8/14/20 km)
● Universal-Modem (z.B. PZ 511 auf Telefonadern 2x2x0,5 mm bis max.
10 km)
● Sprachfrequenz-Modem (z.B. TD‑32 DC / Westermo bis max. 20 km)
Digitales Netzwerk:
● Asynchrone Datenschnittstelle eines Multiplexers

3.4.4.3 Aktivieren und Einschalten


Die Kommunikationsschnittstelle 3 kann über den Parameter
KOMM3: Fkt.g rupp e KOMM3 aktiviert werden. Dieser Parameter ist nur
sichtbar und damit verfügbar, falls im Gerät der entsprechende (optionale)
Kommunikationsbaustein bestückt ist. Nach Aktivierung der
Kommunikationsschnittstelle 3 sind dann auch alle dieser Funktionsgruppe
zugeordneten Datenpunkte (Parameter, Meldungen, …) sichtbar.
Über KOMM3: e ingeschalte t BED kann die Funktionsgruppe ein- bzw.
ausgeschaltet werden.

3.4.4.4 Telegrammkonfiguration
Die Baudrate des Telegrammverkehrs auf der Wirkschnittstelle ist einstellbar
(KOMM3: Baudrat e) und kann damit an die Anforderungen des
Übertragungsmediums angepasst werden. Quell- und Empfangsadresse können
unterschiedlich eingestellt werden (KO MM3: Que lladr esse bzw.
KOMM 3: E mpfang sadr e sse), um zu verhindern, dass ein Gerät mit sich selbst
kommuniziert.
Die Wirkverbindung InterMiCOM ermöglicht die Übertragung von jeweils 8
unabhängigen Binärsignalen in jede Übertragungsrichtung. Für die
Funktionszuordnung der einzelnen Sendesignale (KOMM3: Fkt.zuord. Sende n
1, ...) steht die Auswahltabelle der binären Ausgänge (Ausgangsrelais) zur
Verfügung. Die Konfiguration der Empfangssignale (KOMM3 : Fk t.zuord.
Empfan g 1, …) erfolgt auf Basis der Auswahltabelle der binären Eingänge
(Optokopplereingänge).
Für jedes der 8 Empfangssignale kann im Rahmen seiner Betriebsart
(KOMM3: Be tri eb sart E mpf . 1, …) einzeln festgelegt werden, welchen
Prüfumfang das empfangene Telegramm bestehen muss, damit der mit diesem
Telegramm übertragene Binärsignalwert verwendet wird. Eine speziell gewählte
Telegrammstruktur unterteilt die 8 Binärsignale außerdem in 2 Gruppen. Die
Gruppenzugehörigkeit im Zusammenhang mit der gewählten Betriebsart der
Telegrammprüfung bestimmt die Wichtung im Hinblick auf die in Zielkonflikt
stehenden Leistungskenngrößen „Schnelligkeit“, „Sicherheit“ und
„Verlässlichkeit“:
● Binärsignale 1 … 4: Betriebsart wählbar zwischen schnell oder sicher
● Binärsignale 5 … 8: Betriebsart wählbar zwischen verläßlich oder sicher
Gemäß DIN EN 60834‑1 werden Signalvergleichsverfahren nach deren
spezifischen Anforderungen in drei Gruppen eingeteilt (Bild 3-20, (S. 3-25)).
Durch Wahl eines Binärsignals aus einer der beiden o.g. Gruppen im
Zusammenhang mit der gewählten Betriebsart lassen sich diese Anforderungen
wie folgt erfüllen:

3-24 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Signalvergleich mit „Unmittelbarer Fernauslösung“:

Kriterium: Sicherheit.

Auswirkung: Kein Empfang von Störsignalen im Falle von Kanalrauschen.

Empfohlene Einstellung: Binärsignal aus der Gruppe 1 … 4 oder 5 … 8 in der Betriebsart sicher.

Signalvergleich mit „Freigabeverfahren“:

Kriterium: Verlässlichkeit.

Auswirkung: Größtmögliche Wahrscheinlichkeit von Signalübertragung im Falle von


Kanalrauschen.

Empfohlene Einstellung: Binärsignal aus der Gruppe 5 … 8 in der Betriebsart verläßlich.

Signalvergleich mit „Sperrverfahren“:

Kriterium: Geschwindigkeit.

Auswirkung: Schnelle Übertragung von Gegenstelle zu Gegenstelle.

Empfohlene Einstellung: Binärsignal aus der Gruppe 1 … 4 in der Betriebsart schnell.

Schnelligkeit

schnell

Sperrverfahren
Freigabeverfahren
Messbereichserweiterung
Indirekte Mitnahme

hoch Direkte hoch

Mitnahme
Sicherheit Verlässlichkeit

47Z1030A

Abb. 3-20: Graphische Veranschaulichung der Anforderungen der Signalvergleichsverfahren an die


Übertragungsstrecke.

3.4.4.5 Überwachung des Telegrammverkehrs


Die Zeitstufe KOMM3: Zeit bis Ü -Störung dient zur Überwachung der
Übertragungsstrecke (vergangene Zeit seit dem letzten vollständig gültigen

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-25


P132 3 Arbeitsweise

Telegramm). Der weite Einstellbereich gestattet die Anpassung an die


tatsächliche Schutzsignalübertragungszeit, was beim zeitkritischen
Signalvergleich mit Sperrverfahren von großer Bedeutung für ein
bestimmungsgemäßes Verhalten ist. Nach Ablauf dieser Zeitstufe werden die
Meldungen KOMM3 : Ü-Störung sowie SELB Ü: Ü -Störung KOMM3 generiert
und die Empfangssignale nehmen automatisch ihren jeweils eingestellten
Vorgabewert (KOMM3 : D e fau ltwert Empf . 1, …) an. Für die
Hauptanwendung des Signalvergleichs kann die Störungsmeldung über einen
separaten Parameter (KOMM3: Sign .zuord. Ü-St ör.) in die entsprechende
Eingangsmeldung der Funktionsgruppe SV rangiert werden.
Die Zeitstufe KOMM3: Ze it bis Ü-Kan.au s g. dient zum Erkennen eines
kompletten Ausfalls des Übertragungskanals. Nach Ablauf dieser Zeitstufe
werden die Meldungen KOMM3: Ü. -Kan al ausgefallen sowie SELBÜ: Ü-
Kanal ausgef.KOMM3 generiert.

3-26 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Telegramm
empfangen

Prüfung 1.Zeichen &


Quelladresse

Sperrsignale
akzeptiert

Prüfung
Telegrammsyntax

Freigabesignale
akzeptiert

CRC-Prüfung

Direkte Mitnahme
Signale akzeptiert

(Neu-)Start der
Überwachungs-
zeitstufen

KOMM3:
Zeit bis Ü-Störung
[ 120 033 ]

KOMM3:
1 Ü-Störung
[ 120 043 ]

KOMM3:
Zeit bis Ü-Kan.ausg.
[ 120 035 ]

KOMM3:
1 Ü.-Kanal ausgefallen
[ 120 044 ]

47Z1031B

Abb. 3-21: Graphische Veranschaulichung der Auswertung des Empfangssignals.

3.4.4.6 Überwachung der Qualität der Übertragungsstrecke


InterMiCOM ermittelt mit jedem neu eintreffenden Telegramm die Anzahl der als
fehlerhaft erkannten Telegramme bezogen auf die jeweils letzten 1000
empfangenen Telegramme. Das Ergebnis wird sowohl als aktueller
Betriebsmesswert KOMM3: A nz. Te l e gr.f . norm. als auch als Maximalwert
KOMM3: Anz. T.f. max,ge s p. bereit gestellt.
Über eine einstellbare Ansprechschwelle KOMM3: An z. n. akz. T. fehler kann
eine entsprechende Meldung KOMM3: n.akz. An z. T.feh ler sowie

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-27


P132 3 Arbeitsweise

SEL BÜ : n.a kz. Anz. T.f eh ler versorgt werden. Außerdem werden die
fehlerhaft erkannten Telegramme gezählt (KOMM3: Anz. Telegrammfe hle r).
Über den Anstoßparameter KOMM3: Rü cks t . A nz.T.f. BED (sowie das binäre
Signal KO MM 3: R ück st. A nz.T.f . EX T) können der Maximalwert und der
Ereigniszähler gemeinsam rückgestellt werden.

3.4.4.7 Inbetriebnahmehilfen
Über physikalische Zustandsmeldungen können die jeweils aktuellen
Binärsignalwerte der einzelnen Sendesignale (KOM M3: Zustand Senden 1,
…) und der einzelnen Empfangssignale (K OMM3: Zust and Empf ang 1, …)
abgefragt werden. Darüber hinaus stellt InterMiCOM für den Fall von Problemen
bei der Inbetriebnahme der Wirkverbindung zwei Testmöglichkeiten bereit.
Beim sog. Loopback-Test wird der Sendeanschluss direkt mit dem
Empfangsanschluss desselben Gerätes verbunden. Nach Vorwahl der
gewünschten Kombination von Binärsignalwerten (KOMM3: Loopback
Senden) in Dezimaldarstellung kann der Loopback-Test über
KOMM3: Loop back Te st angestoßen werden. Für die eingestellte Haltezeit
KOMM3: Halte ze it Te st wird nun das vorgewählte Bitmuster gesendet. Als
Quelladresse wird automatisch der sonst nicht benutzte Wert „0“ verwendet.
Über die Betriebsmesswerte KOMM3: Loopback Ergebnis und
KOM M3: Loopb ack Empf ang kann das Ergebnis während des Ablaufs der
Haltezeit geprüft werden. Nach Ablauf der Haltezeit wird der Loopback-Modus
automatisch verlassen und es werden wieder die jeweils aktuellen
Binärsignalwerte mit der eingestellten Quelladresse übertragen.
Mit Hilfe des Loopback-Tests können somit im Falle von Problemen mit der
Wirkverbindung Gerätedefekte erkannt bzw. ausgeschlossen werden. Die
Übertragungsstrecke selbst kann dagegen bis zum Ende des Signalweges durch
manuelles Setzen eines vorgewählten Binärsignals (KOMM3 : A usw. Sende sig.
Test) mit vorgewähltem Signalzustand (KOMM3: Ausw. log.Zust . Test)
getestet werden. Nach Anstoß des Tests über KOM M3 : Sendesignal Test wird
für die eingestellte Haltezeit KOMM3: H alte ze it Test das vorgewählte
Binärsignal mit dem vorgewählten Signalzustand übertragen. Alle anderen 7
Binärsignale werden dagegen mit ihrem jeweils aktuellen Binärsignalwert
übertragen. Das Ergebnis kann am Gerät der Gegenseite während des Ablaufs
der Haltezeit z.B. über die physikalischen Zustandsmeldungen geprüft werden.
Nach Ablauf der Haltezeit wird der Testmodus automatisch verlassen und es
werden wieder für alle Binärsignale die jeweils aktuellen Binärsignalwerte
übertragen.

3.4.5 Kommunikationsschnittstelle IEC 61850 (Funktionsgruppen IEC


und GOOSE)
Mit diesen Funktionsgruppen und dem Ethernet-Baustein wird das
Kommunikationsprotokoll IEC 61850 implementiert.

Die Funktionsgruppe IEC kann nur alternativ zur KOMM1 betrieben werden
(HW‑Bestelloption!)

3.4.5.1 Kommunikationsschnittstelle IEC 61850 (Funktionsgruppe IEC)


Das P132 verfügt als weitere Option über ein Schnittstellenprotokoll gemäß dem
Ethernet-basierten Kommunikationsstandard IEC 61850.

3.4.5.1.1 IEC 61850


Mit der IEC 61850 wurde von Anwendern und Herstellern gemeinsam ein
weltweiter Standard geschaffen. Das Hauptziel der IEC 61850 ist die

3-28 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Interoperabilität von Geräten. Diese beinhaltet die Fähigkeit zweier oder


mehrerer intelligenter elektronischer Geräte (IED) desselben oder verschiedener
Hersteller, Informationen auszutauschen und diese für ein bestimmungsgemäßes
Zusammenwirken zu nutzen.
Die neue Kommunikationsnorm IEC 61850 schafft somit eine durchgängige, von
der Prozessleitebene bis hin zur Netzleitebene einheitliche
Kommunikationsgrundlage zum Austausch von z.B. Meldungen, Daten,
Messwerten und Befehlen.
Zur standardisierten Beschreibung aller in einem Feldgerät befindlichen
Informationen und Dienste wird eine Modellierung der nach außen hin sichtbaren
Funktionen vorgenommen. Diese, für jedes Gerät speziell erstellte,
Datenmodellierung dient als Grundlage für den Datenaustausch zwischen dem
Gerät und aller an diesen Informationen interessierten, leittechnischen
Einrichtungen. Zur Vereinfachung des Engineerings auf Leittechnikebene wird
mit Hilfe der Modellierung eine standardisierte Beschreibungsdatei des Gerätes
auf Basis XML erstellt. Diese Datei kann von dem jeweiligen
Konfigurationsprogramm der leittechnischen Einrichtung importiert und
weiterverarbeitet werden. Somit ist eine automatisierte Erstellung von
Prozessvariablen, Anlagenbildern und Meldebildern möglich.
Zur Beschreibung der IEC 61850 Modellierung des P132 stehen die folgenden
Dokumentationen zur Verfügung:
● ICD-Datei auf Basis XML in der SCL (Substation Configuration Description
Language) mit der Beschreibung der verfügbaren Daten, Eigenschaften und
Dienste des Gerätes zum Import in den Systemkonfigurator.
● PICS_MICS_ADL-Datei mit den folgenden Inhalten:
● PICS (Protocol Implementation Conformance Statement) mit der Übersicht
der verfügbaren Dienste.
● MICS (Model Implementation Conformance Statement) mit der Übersicht
der verfügbaren Objekttypen.
● ADL (Address Assignment List) mit der Übersicht der Zuordnung der
Parameteradressen (Meldungen, Messwerte, Befehle usw.) des Gerätes zur
Gerätemodellierung nach IEC 61850.

3.4.5.1.2 Ethernetbaustein
Der optionale Ethernetbaustein stellt einen RJ45-Anschluss und eine optische
Schnittstelle für die Ethernet-Netzwerkanbindung bereit. Die Auswahl, welche der
beiden Schnittstellen für die Ethernet-Netzwerkanbindung verwendet wird,
erfolgt über den Parameter [IC] : Media.

Die mit „[ I C ] :...“ gekennzeichneten Einstellparameter der Funktionsgruppe IEC


werden mit dem IED Configurator eingestellt und können über die VOB bzw. das
Bedienprogramm nicht verändert werden.

Für die optische Schnittstelle kann zwischen den Bestellvarianten ST-Stecker und
SC-Stecker mit 100 Mbit/s und 1300 nm gewählt werden (Variante ST-Stecker mit
100 Mbit/s und 1300 nm in Vorbereitung). Der RJ45-Anschluss unterstützt 10
Mbit/s und 100 Mbit/s.
Der optionale Ethernetbaustein stellt zusätzlich eine RS-485-Schnittstelle für
einen Fernzugriff mit dem Bedienprogramm S1 bereit (Funktionsgruppe KOMM2).

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-29


P132 3 Arbeitsweise

Das P132 kann mit dem optionalen Ethernetbaustein nur alternativ zu dem
herkömmlichen, optionalen Kommunikationsbaustein bestückt werden. Folglich
steht das Ethernet-basierte Kommunikationsprotokoll IEC 61850 nur alternativ zur
Funktionsgruppe KOMM1 zur Verfügung.

3.4.5.1.3 Konfigurieren und Einschalten


Die Funktionsgruppe IEC kann über den Parameter IEC: Fkt.gruppe IEC
konfiguriert werden. Dieser Parameter ist nur sichtbar und damit verfügbar, falls
im Gerät der optionale Ethernetbaustein bestückt ist. Nach Konfigurierung über
IE C: Fkt.g rupp e I ECsind der Parameter IEC: ein ge schaltet BED sowie die
Parameter für die Uhrzeitführung sichtbar und zur Konfiguration freigegeben.
Über IEC : einge schal tet BED kann die Funktionsgruppe ein- bzw.
ausgeschaltet werden.
Die Einstellparameter der Funktionsgruppe IEC und der damit in Verbindung
stehenden Funktionsgruppe GOOSE sind im Gerät nicht automatisch aktiv. Das
Gerät verfügt über zwei Speicherbereiche „Bänke“, von denen der eine die
aktiven Einstellparameter enthält. Der andere Speicherbereich dient dem
Konfigurationsvorgang der Parameter aus IED Configurator und aus dem
Bedienprogramm. Die projektspezifischen Erweiterungen der IEC 61850
Parameter des IED Configurators werden durch Download einer .MCL-Datei in das
Gerät geladen. Mit Ausführen des BefehlsIE C: Umschalt.Konfig.bank, werden
die in dem Gerät befindlichen inaktiven Kommunikationsparameter aktiviert.
Dieser Befehl kann auch aus dem IED Configurator abgesetzt werden.

3-30 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Systemkonfigurator

PACiS SCE

.iid
.scd
.icd

IED Configurator IED Configurator

S&R 103
.mcl .x3v Bedienprogramm

19Z7001B

Abb. 3-22: Konfiguration gemäß IEC 61850-6.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-31


P132 3 Arbeitsweise

IEC 61850-Parameter von Geräte-Parametern getrennt

IED
Bedien-PC
Prozessorbaustein
Bedienprogramm
Geräte-
Parameter
Umschalt -
Parameter-Download parameter

IED Ethernetbaustein
Configurator Parameter-Upload IEC 61850- IEC 61850-
Parameter Parameter
Bank 1 Bank 2

Bank-Umschaltung zur Aktivierung


der Geräteeinstellungen

Neues Konzept zur Handhabung der Parameter in IEDs


19Z7002B

Abb. 3-23: Ablage der Konfigurationsparameter.

3.4.5.1.4 Client-Anmeldung
Die Kommunikation im Ethernet erfolgt nicht wie bei anderen Protokollen nach
einem restriktiven Master-Slave-Verfahren. Stattdessen werden nach der
Definition des „Abstract Communication Service Interface“ (ACSI, IEC 61870-7-2)
den Geräten Server- oder Client-Funktionalitäten zugewiesen. „Server“ ist immer
derjenige, der Informationen für andere zur Verfügung stellt. Ein Client kann sich
an diesem Server anmelden und von ihm Informationen, z.B. „Reports“ erhalten.
Das Gerät kann in seiner Funktion als Server bis zu 16 Clients im Netz mit
spontanen oder zyklischen Informationen versorgen.

3.4.5.1.5 Uhrzeitsynchronisierung
Die Uhrzeitsynchronisierung erfolgt bei IEC 61850 über das für Ethernet als
Standard definierte SNTP-Protokoll. Das P132 fungiert hierzu als SNTP-Client.
Für die Uhrzeitsynchronisierung kann zwischen den Betriebsarten Anycast vom
SNTP-Server oder Request vom Server gewählt werden. Im ersten Fall erfolgt die
Synchronisierung vom SNTP-Server aus an alle im Netz befindlichen Geräte über
eine gemeinsame (Broadcast-) Message, im zweiten Fall fordert das P132 eine
gerätespezifische Uhrzeit-Message in einem einstellbaren Zyklus an.
Es können 2 SNTP-Server eingestellt werden. Dabei erfolgt bevorzugt die
Uhrzeitsynchronisierung mit dem ersten Server. Nur wenn von diesem keine
Message mehr empfangen wird, wird auf den zweiten Server zugegriffen.
Im Hinblick auf die unter der Grundfunktion einstellbaren Priorisierung der
Uhrzeitsynchronisierungsquellen ist bei Auswahl KOMM1/IEC automatisch die

3-32 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Synchronisierung über IEC 61850 aktiv, wenn dieses Kommunikationsprotokoll


eingesetzt wird.

3.4.5.1.6 Generierung von Datasets, Reporting


Die projektspezifische Ausprägung des Kommunikationsverhaltens des Gerätes
wird durch die Konfiguraton von Datasets, Reports und hochprioren
Übertragungsmethoden bestimmt. Um als Meldung versandt zu werden, muss
eine Information in einem Dataset enthalten sein. Ein Dataset ist eine Liste zur
Übertragung bestimmter Datenobjekte. Die Auswahl der Datenobjekte und die
daraus resultierende Länge des Datasets wird vom Anwendungsfall bestimmt;
lediglich die maximale Größe eines mit GOOSE (siehe Abschnitt 3.4.5.2, (S. 3-
38)) zu versendenen Datasets ist auf 1500 Bytes beschränkt.

Übersteigt die Größe der konfigurierten Datasets signifikant die für die GOOSEs
zulässige Maximalgröße, so kann die IEC-Konfiguration nicht mehr vom P132
zurückgelesen werden. Es wird daher generell empfohlen, die Größe der
konfigurierten Datasets auf 100% der GOOSE-Kapazität zu begrenzen.

Die im Gerät zur Verfügung stehenden Datenobjekte liegen in ihrer durch die
IEC 61850 vorgegebenen Struktur zur Auswahl vor. Innerhalb der
Qualitätskennung jeder Information werden das invalid-Bit und das Test-Bit
entsprechend dem Gerätezustand bedient; die übrigen Merkmale werden nicht
gesetzt. Mit dem IED Configurator können beliebig viele Datasets erzeugt
werden. Die Ablage der Datasets unter System\LLN0 ist zwingend
vorgeschrieben. Für die Dekodierung und Auswertung von empfangenen
Meldungen ist die Kenntnis vom Inhalt eines Datasets von grundsätzlicher
Bedeutung. Konfigurationsdateien verfügen über eine Aufstellung aller Datasets
mit der Beschreibung der darin enthaltenen Datenobjekte.
Neben ihrer Verwendung bei hochprioren Übertragungsmethoden (siehe
Abschnitt 3.4.5.1.12, (S. 3-38)) werden Datasets vor allem im Reporting
eingesetzt. Das Gerät stellt bis zu sechzehn Unbuffered Reports und acht
Buffered Reports bereit, unabhängig von der Anzahl der angemeldeten Clients.
Die Verwaltung ist in sechzehn Unbuffered Report Control Blocks (urcbA … urcbP)
bzw. acht Buffered Report Control Blocks (brcbA … brcbH) organisiert. Während
bei Unbuffered Reporting Informationen im Falle von Kommunikationsstörungen
verlorengehen können, unterstützen Buffered Report Control Blocks eine
gepufferte Übertragung, wie sie für eine lückenlose Ereignisschreibung
erforderlich ist. Jedem Report kann ein vorher definierter Dataset zugeordnet
werden, der damit bestimmt, welche Datenobjekte mit dem betreffenden Report
versandt werden. Die Zuordnung von Datasets ist nicht beschränkt; ein und
derselbe Dataset kann in verschiedenen Reports oder auch GOOSEs referenziert
werden.
Das Gerät bedient bis zu sechzehn Clients. Jeder Client kann sich an beliebig
viele der zur Verfügung stehenden Reports anmelden. Hierbei kann ein
Unbuffered Report jeweils bis zu 8 Clients und ein Buffered Report jeweils bis zu
4 Clients zugeteilt werden. Ein Client ist dann in der Lage, den gewünschten
Report für sich zu aktivieren und das Übertragungsverhalten für seine Belange
einzustellen. Bei der Zuordnung der Datasets auf die Reports ist das
Systemkonzept mit den vorgesehenen Clients entsprechend zu berücksichtigen.
Reports werden vom Gerät nicht empfangen.

3.4.5.1.7 Übertragung von nicht im IEC 61850 Datenmodell modellierten Meldungen


Zusätzlich zu den in der IEC 61850 Gerätemodellierung enthaltenen
Informationen kann optional eine Auswahl von bis zu 16 Informationen aller im
Gerät verfügbaren Meldungen über Reporting versendet werden. Die Auswahl

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-33


P132 3 Arbeitsweise

der Zustandsmeldungen (Rangierung auf die Kommunikation) wird über die


Einstellungen IEC : A us wah l Si gGGIO1getroffen. Die für SigGGIO1
festgelegten Datenobjekt-Indizes folgen der Reihenfolge der m-aus-n-Auswahl
der Zustandsmeldungen. Die Indizes SigGGIO1.ST.ind1 … SigGGIO1.ST.ind16
können dann wie die übrigen Datenobjekte in die Datasets aufgenommen
werden.

3.4.5.1.8 Einzelbefehle
Die Konfiguration der Einzelbefehle (Kurzbefehl, Langbefehl, Dauerbefehl) erfolgt
im Bedienprogramm. Die Befehlsgabe an das Gerät kann von allen am Gerät
vorher angemeldeten Clients erfolgen. Es wird jedoch immer nur ein Befehl
ausgeführt. Für Einzelbefehle ist die Betriebsart „Direct control with normal
security” festgelegt.

3.4.5.1.9 Schaltgerätesteuerung
Die Konfiguration der Schaltgerätesteuerung für die IEC 61850 ist ausschließlich
über ein spezielles Konfigurationsprogramm, den IED Configurator, möglich.
Die Steuerung der Schaltgeräte kann von allen am Gerät vorher angemeldeten
Clients erfolgen. Es wird jedoch immer nur ein Schaltbefehl ausgeführt, d.h.
während der Ausführung eines Schaltbefehles werden weitere
Schaltanforderungen von anderen Clients zurückgewiesen. Für die Steuerung der
Betriebsmittel durch die Clients sind die folgenden Betriebsarten unter [ IC ]:
ctlModel für jedes Schaltgerät getrennt einstellbar:
● Status only
● Direct control with enhanced security
● SBO (Select before operate) with enhanced security
In der Betriebsart Select before operate erfolgt vor dem Schaltbefehl eine
Selektierung des Schaltgerätes durch den Client. Aufgrund der Selektierung ist
das Schaltgerät für diesen Client reserviert. Schaltanforderungen von anderen
Clients werden abgewiesen. Erfolgt kein Schaltbefehl des Clients nach der
Selektierung, so wird die Selektierung nach einem einstellbaren Timeout [ IC ]:
sboTime out (Vorbelegung: 2 Minuten) durch das Gerät zurückgesetzt.
Soll bei Systemanwendungen sichergestellt sein, dass systemweit nur ein
einziger Schaltbefehl in Bearbeitung ist („Uniqueness“), wird die Verriegelung der
sekundärtechnischen Geräte untereinander über GOOSE eingerichtet. Weitere
Hinweise hierzu sind in der Beschreibung der Funktionsgruppe GOOSE enthalten.
Die Meldung der Schaltgerätestellungen an die Clients erfolgt über Reports.

3.4.5.1.10 Originator Category


Der Originator ist ein in der IEC 61850 definierter Informationstyp, der bei der
Bearbeitung von Schaltbefehlen und bei Stellungsmeldungen von Schaltgeräten
übertragen wird. Er setzt sich aus zwei Informationen zusammen:
● Originator Identification: Bezeichnung des Urhebers des Schaltbefehls
(Textinformation; leer, falls der Urheber nicht bekannt ist.)
● Originator Category: Verursacher des Befehls entsprechend einer
standardisierten Liste von Kategorien.
Die Unterscheidungsmöglichkeiten und existierenden Kategorien der Originator
Category werden gemäß der folgenden Tabelle unterstützt.

3-34 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Originator Originator Beschreibung


Category Identification

1 remote-control Siehe Hinweis Der Schaltbefehl wird von einem Anlagenführer auf
[1] (am Ende Netzwerkebene ausgelöst.
dieser Tabelle).

2 automatic-remote Siehe Hinweis Der Schaltbefehl wird von einem Automatisierungsprozess


[1]. auf Netzwerkebene übertragen.

3 station-control Siehe Hinweis Der Schaltbefehl wird von einem Anlagenführer auf
[1]. Stationsleitebene ausgelöst.

4 automatic-station Siehe Hinweis Der Schaltbefehl wird von einem Automatisierungsprozess


[1]. auf Stationsleitebene übertragen.

5 bay-control Local HMI Der Schaltbefehl wird an der Vor-Ort-Bedienung des P132
Control gegeben.

6 bay-control Local EXT Steuerkommando, ausgelöst an einem Bedienfeld von Fern


Control über ein binäres Eingangssignal. (Siehe auch Hinweis [2].)
Hierbei werden die „elektrischen Steuersignale“
● BMxx: Ei n. zu o. el . St. Aus
● BMxx: Ein .zuo. e l. St. Ein
zusammen mit der Einstellung
● (221 061) GR UND : E lektr. Steu eru ng = Ort
verwendet.

7 remote-control Remote EXT Steuerkommando, ausgelöst an einem Bedienfeld von Fern


Control über ein binäres Eingangssignal. (Siehe auch Hinweis [2].)
Hierbei werden die „elektrischen Steuersignale“
● BMxx: Ei n.zuo. e l. St. A us
● BMxx: Ein.zuo. e l. St. Ein
zusammen mit der Einstellung
● (221 061) GRUND: Ele k tr. Ste ue ru ng = Fern
verwendet.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-35


P132 3 Arbeitsweise

Originator Originator Beschreibung


Category Identification

8 process Spontaneous Aus oder Ein Kommando einer Schutzfunktion.


Process Event Hierbei handelt es sich normalerweise um die Auslösung
einer Schutzfunktion oder um Ein Befehle der Automatischen
Wiedereinschaltung. Es spielt keine Rolle, ob dies durch eine
interne Schutzfunktion des P132 ausgelöst wird, durch
externe Geräte oder einen manuellen Schaltbefehl.
Die relevanten internen Kommandos sind:
● (035 071) GRU ND: Gen . A us Komman do
● (037 009) GRUND : E in K ommando
Beispiele für externe Signale, die diesen zwei Kommandos
zugeordnet sein können:
● (037 019) GRUND: P aralle l A u s EXT
● (037 018) GRUND: Man. A u s K. EXT
● (041 022) GRUND : Man . Ei n K. EXT
(Siehe auch Hinweis [2].)

9 process Spontaneous Eine spontane Zustandsänderung beim Betriebsmittel liegt


Process Event vor, ausgelöst durch:
● manuellen Schaltbefehl oder
● durch ein anderes Schutz- oder Steuergerät.
Möglich ist eine solche Zustandsänderung auch durch:
● Verlust der Versorgungsspannung bei den elektrischen
Eingangssignalen,
● Defekt der Verdrahtung,
● Defekt des Betriebsmittels.
(Allerdings führt dies üblicherweise zu einer Störstellung 00
oder 11 des Betriebsmittels.)

10 process IED Restart Kalt- oder Warmstart des P132, absichtlich herbeigeführt
oder als spontane Reaktion, zum Beispiel ausgelöst durch:
● Verlust der P132-Versorgungsspannung,
● Aktivitäten bei der Inbetriebnahme,
● die Selbstüberprüfung des P132.

11 maintenance Test Mode Der Prüf-Modus des P132 ist aktiviert.


Operation Dies geschieht entweder durch Einstellparameter
● (003 012) GRUND: Prü f-Modu s BED
oder durch das binäre Signal
● (037 070) GRUND: Prü f-Modu s EXT
(Siehe auch Hinweis [2].)

Die mit dem Schaltbefehl übermittelte Originator Identification wird vom P132 in
den Information Report kopiert.

3-36 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

[2]: Externe binäre Signale können über verschiedene Schnittstellen empfangen


werden:
● Optokoppler-Eingänge,
● InterMiCOM-Wirkschnittstelle,
● GOOSE-Leitstellenkommunikation,
● oder über eine Zuordnung der LOGIK-Ausgänge.

Die Originator Category „automatic-bay “ wird nicht ausgegeben. Automatische


Wiedereinschaltung ist in allen MiCOM-Px3x-Geräten als Teil der
Schutzfunktionalität implementiert und wird daher als process, siehe
Tabellenzeile Nr. 8, ausgegeben.

UC 7

UC 1,2

HMI
Netzwerk
Aus/Ein durch externe
Schutzfunktion oder
Gateway Steuerung
UC 7

UC 3,4 UC 10, 11
UC 9

Leistungs-
HMI
schalter
(Station) UC 6, 7 UC 5 UC 8
t

Binäres Signal
Kommunikationsverbindung
Interne Schnittstelle 12Z7312A_DE

Abb. 3-24: Steuerungsmöglichkeiten in einer Netzwerkumgebung. Die angegebenen Zahlen beziehen sich auf die
Nummerierung der „Originator Categories“ in der vorangegangenen Tabelle.

3.4.5.1.11 Störfallübertragung
Die Konfiguration der Störfallübertragung für die IEC 61850 ist ausschließlich
über den IED Configurator möglich.
Es wird die Übertragung von Störfalldateien per „File-Transfer“ unterstützt. Die
COMTRADE Störfalldateien können im Gerät einheitlich entweder als ASCII- oder
als Binär-Datei übertragen werden. Die Übertragung kann dekonfiguriert werden.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-37


P132 3 Arbeitsweise

3.4.5.1.12 Hochpriore Übertragung von Informationen


Während normale Server-Client-Dienste über den MMS- und TCP/IP-Level
übermittelt werden, arbeitet die hochpriore Informationsübertragung direkt auf
Ethernet-Level. Darüber hinaus können Messages dieser besonderen Form von
allen Teilnehmern im betroffenen Teilnetz unabhängig von ihrer Server- oder
Clientfunktion empfangen werden. Sie werden dort eingesetzt, wo eine
beschleunigte Übertragung von Informationen zwischen zwei oder mehreren
Geräten gewünscht wird. Anwendungen sind z.B. rückwärtige Verriegelung, AUS-
Mitnahme oder die dezentrale Anlagenverriegelung.
Nach IEC 61850 gibt es die GOOSE-Methode (Generic Object Oriented Substation
Event) zur hochprioren Übertragung von Informationen. Die GOOSE ermöglicht
die Übertragung aller in der Modellierung verfügbaren Datenformate, wie z.B.
Binärinformationen, Integer-Werte, zweipolige Stellungsmeldungen oder analoge
Messwerte. Das Gerät unterstützt den Empfang und die Auswertung von GOOSEs
mit Binärinformationen und zweipoligen Betriebsmittel-Stellungsmeldungen.

3.4.5.1.13 Kommunikation mit dem Bedienprogramm S1 über die Ethernet-Schnittstelle


Ein direkter Zugriff des Bedienprogramms S1 über die Ethernet-Schnittstelle des
Gerätes kann über das „Tunneling-Prinzip“ erfolgen. Die Übertragung erfolgt
mittels eines Ethernet-Standard-Protokolls, wird aber nur von dem zugehörigen
Bedienprogramm S1 unterstützt (herstellerspezifische Lösung). Die Übertragung
erfolgt über die gleiche Netzwerk-Hardware wie die Server-Client-
Kommunikation. Es stehen dabei alle gewohnten Funktionen des
Bedienprogramms wie Lesen/Schreiben von Einstellparametern oder das
Auslesen von gespeicherten Daten zur Verfügung.

3.4.5.2 Generic Object Oriented Substation Event (Funktionsgruppe GOOSE)


Für den hochprioren Austausch von Informationen zwischen einzelnen Geräten
(IEDs) im lokalen Netzwerk stellt das Gerät im Rahmen der IEC 61850 die
Funktionsgruppe GOOSE zur Verfügung. Die GOOSE bietet die Möglichkeit,
Informationen für Rückwärtige Verriegelung, dezentrale Anlagenverriegelung,
AUS-Kommandos, Blockaden, Freigaben, Stellungsmeldungen und andere Signale
schnell und gesichert zu übertragen.
GOOSE Messages werden nur von Switches, nicht von Routern übertragen. Somit
verbleiben GOOSE Messages in dem lokalen Netzwerk, an dem das Gerät
angeschlossen ist.

3.4.5.2.1 Konfigurieren und Einschalten


Die Funktionsgruppe GOOSE kann über den Parameter GO OSE: Fkt.gruppe
GOOSE eingestellt werden. Dieser Parameter ist nur sichtbar und damit
verfügbar, falls im Gerät der optionale Ethernetbaustein bestückt ist. Nach
Einstellen der GOOSE sind die dieser Funktionsgruppe zugeordneten Parameter
sichtbar und zur Einstellung freigegeben.
Weitere Einstellparameter der Funktionsgruppe GOOSE werden mit dem IED
Configurator eingestellt und können über die VOB bzw. das Bedienprogramm
nicht verändert werden.
Über GOOS E: e ing es chal tet BED kann die Funktionsgruppe ein- bzw.
ausgeschaltet werden.

3-38 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

» Device A » Device B

IEC 61850 S1 Studio System/GosGGIO2 S1 Studio

Mapping GOOSE: Output 1 ... 32 GOOSE: Input 1 ... 128

System/GosGGIO2.ST.ind1 ... 32

IED Configurator IED Configurator System/GosGGIO1

System/LLN0/Dataset x Pos1.stVal ... Pos128.stVal

IED Configurator
MCL
System/LLN0/gcb01 ... 08

IED Configurator System/DevGosGGIO3

Pos1.stVal ... Pos128.stVal

Fixed assignment

S1 Studio

Ext.Dev 1 … 128

19Z8203A

Abb. 3-25: GOOSE-Konfiguration.

3.4.5.2.2 GOOSE senden


Das Gerät kann bis zu acht verschiedene GOOSE Messages versenden, die in
acht GOOSE Control Blocks (gcb01 … gcb08) verwaltet werden. Der
Informationsinhalt richtet sich nach dem der jeweiligen GOOSE zugeordneten
Dataset. Die maximale Größe eines mit GOOSE zu versendenen Datasets ist auf
1500 Bytes beschränkt. Zur Überprüfung dieser Grenze ist im IED Configurator
eine Kontrollanzeige dargestellt.

Übersteigt die Größe der konfigurierten Datasets signifikant die für die GOOSEs
zulässige Maximalgröße, so kann die IEC-Konfiguration nicht mehr vom P132
zurückgelesen werden. Es wird daher generell empfohlen, die Größe der
konfigurierten Datasets auf 100% der GOOSE-Kapazität zu begrenzen.

Bei der Festlegung der Datasets für GOOSEs empfiehlt es sich, die einzelnen
Datenattribute und nicht die übergreifenden Datenobjekte auszuwählen.
Hierdurch hält sich die Datenmenge in Grenzen und auf Empfangsseite wird die
Dekodierung gewährleistet.
Wie beim Reporting können zusätzlich zu den in der IEC 61850
Gerätemodellierung enthaltenen Informationen optional eine Auswahl von bis zu
32 Informationen aller im Gerät verfügbaren Meldungen über GOOSE versendet
werden. Die Auswahl der Zustandsmeldungen (Rangierung auf die

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-39


P132 3 Arbeitsweise

Kommunikation) wird über die Einstellungen GOOSE: Ausg. 1 Fk t.zuor d. (n =


1 bis 32) getroffen. Die für GosGGIO2 festgelegten Datenobjekt-Indizes folgen
den Funktionszuordnungen der GOOSE Outputs. Die Indizes GosGGIO2.ST.ind1 …
GosGGIO2.ST.ind32 können dann wie die übrigen Datenobjekte in die Datasets
aufgenommen werden.
Bei einem Zustandswechsel einer ausgewählten Zustandsmeldung sowie bei
einer Messwertänderung größer als des für den betreffenden Datenpunkt
eingestellten Deadbands wird die vollständige GOOSE gesendet. Es erfolgt eine
mehrfache Wiederholung des Sendens in kurzen ansteigenden Zeitabständen.
Die erste Wiederholung erfolgt gemäß der über den Parameter [IC]: Minimum
Cycle Time vorgegebenen Zykluszeit. Die Zyklen der folgenden Wiederholungen
ergeben sich gemäß einer Bestimmungsgleichung, deren Inkrement über den
Parameter [IC]: Increment vorgegebenen ist. Erfolgt bis zum Erreichen einer
maximalen Zykluszeit [IC]: Maximum Cycle Time kein weiterer Zustandswechsel,
so wird die GOOSE zyklisch in Intervallen entsprechend der maximalen Zykluszeit
gesendet.
Zur eindeutigen Identifizierung der gesendeten GOOSE sind die Kennungen [IC ]:
Mult ica st MAC Addre ss, [IC] : A ppl i cation ID (hex),
[IC]: VLA N Id en tifi er (h ex), [IC] : V LA N P riority und
[IC]: GOOSE Id en tif ie r über die Einstellung im IED Configurator vorzugeben.
Weitere Kennungen sind [ IC] : Datase t Re f e ren ce und [IC ]: C onfigura tion
R evision.
Jeder GOOSE wird ein Statusänderungs-Index sowie die Anzahl der wiederholten
Sendungen mitgegeben.

3.4.5.2.3 GOOSE empfangen


Die GOOSE ermöglicht den Empfang von bis zu 128 logischen binären
Zustandmeldungen sowie von 128 zweipoligen Stellungsmeldungen externer
Betriebsmittel (Ext.BMxx). Im IED Configurator ist für jede zu empfangende
Zustandsmeldung oder Stellungsmeldung durch Eintrag von [IC] : Multicast
MAC Add ress, [IC ]: Applicati on ID ( he x), [I C]: Sour ce Path, [IC]:
GOOSE Ide nt ifie r und [ IC]: DataSe t R e fe re nce diejenige GOOSE Message
auszuwählen, welche die gewünschte Information enthält. Durch weitere Vorgabe
von [IC]: Data Obj Index / Type , was dem GOOSE Position Index und der Struktur
der Information des sendenden Gerätes entspricht, erfolgt die Selektierung der
gewünschten Information aus der ausgewählten GOOSE. Die in einer
empfangenen GOOSE ebenfalls enthaltenen Identifikationsmerkmale „VLAN
Identifier“ und [I C] : C onf iguration R evi sion werden nicht ausgewertet.
Diese die Information kennzeichnenden Parameter werden entweder der Geräte-
und Projektierungsdokumentation des sendenden Gerätes oder aber einer
IEC 61850 konformen Konfigurationsdatei entnommen. Bei Verwendung der
„Browse-Funktion“ (virtuelle Taste) unterstützt der IED Configurator den Import
von .IID-, .SCD- und .MCL-Dateien. Die Auswahl und Übernahme der Parameter
aus einer bestehenden Projektierung zeichnet sich durch eine vereinfachte und
sehr zuverlässige Dateneingabe aus.
Liefert der Datentyp des ausgewählten Datenobjektes eine Qualitätsinformation,
kann diese ausgewertet werden. Mit Aktivierung von [ IC ]: Quality Obj Index
ist der Abstand der Qualitätskennung zum Datenobjekt anzugeben (sofern nicht
voreingestellt) und das Qualitätskriterium, welches abgeprüft werden soll. Eine
Meldung wird als ungültig verworfen, wenn eines der angegebenen Bits ([IC]:
I nv ali dity Quality bi ts, siehe dargestellte Bitleiste) als gesetzt empfangen
wird. Diese Parameter werden üblicherweise in einer Konfigurationsdatei
beschrieben und beim Import von dort übernommen.
Jede GOOSE ist mit einer Zeitinformation über die Dauer der Gültigkeit ihrer
Informationen versehen. Diese entspricht jeweils dem doppelten Zeitabstand zur

3-40 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

nächsten GOOSE Wiederholung. Läuft die Gültigkeit ab, ohne dass diese GOOSE
wieder empfangen wurde (z.B. aufgrund einer Kommunikationsstörung), nehmen
die Empfangssignale automatisch ihren jeweils eingestellten Vorgabewert [IC]:
Default Inpu t Value an. Es hängt von der betreffenden Anwendung ab,
welcher der möglichen Zustandswerte den gewünschten Sicherheitsgrad
herstellt.
Die nachfolgende Konfiguration (Rangierung auf die Gerätefunktionen) der
empfangenen logischen Zustandmeldungen des Logischen Knotens GosGGIO1
(GOOSE : Eing. 1 Fkt.z uor d. (n = 1 bis 128)) erfolgt auf Basis der
Auswahltabelle der binären Eingänge, identisch mit denen der
Optokopplereingänge. Die empfangenen Stellungsmeldungen von externen
Betriebsmitteln (LN: DevGosGGIO3) stehen in der Auswahltabelle der
Verriegelungsgleichungen der Funktionsgruppe V_LOG für den Aufbau einer
dezentralen Anlagenverriegelung zur Verfügung.
Zur Lösung der Verknüpfung eines Einganges mit einem externen Datenpunkt
kann die virtuelle Taste „Unmap“ verwendet werden. In diesem Fall werden alle
Einträge dieses Einganges gelöscht.

3.4.5.2.4 Einmaligkeit eines Befehls innerhalb eines Systems (Uniqueness of Control)


Soll bei Systemanwendungen sichergestellt sein, dass systemweit nur ein
einziger Schaltbefehl in Bearbeitung ist („Uniqueness“), wird die Verriegelung der
sekundärtechnischen Geräte untereinander über GOOSE eingerichtet. Mit
Empfang eines Schaltbefehls setzt das Gerät die Statusinformation Control/
LLN0.ST.OrdRun.stVal. Diese Information wird – in einem Dataset eingetragen -
über GOOSE im System verteilt und steht somit allen anderen Geräten als
Verriegelungskondition zur Verfügung. Nach Beendigung der Befehlssequenz
wird die Statusinformation zurückgesetzt und entsprechend gemeldet.
Das Gerät kann bis zu 32 andere Geräte hinsichtlich deren Befehlsstatus
überwachen. Im IED Configurator werden OrdRunGGIO1.ind1.stVal …
OrdRunGGIO1.ind32.stVal analog zu den übrigen GOOSE-Eingängen konfiguriert.
Eine Rangierung in die Verriegelungsgleichungen ist nicht erforderlich, da die
Berücksichtigung innerhalb der Befehlsüberprüfung mit Konfigurieren des ersten
Einganges automatisch aktiviert wird. Die Ausführung eines Befehls während
einer empfangenen Signalisierung wird vom Gerät abgewiesen.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-41


P132 3 Arbeitsweise

» Device A » Device B

IED Configurator S1 Studio

Control/LLN0.ST.OrdRun.stVal

IED Configurator

System/LLN0/Dataset
x

IED Configurator IED Configurator System/OrdRunGGIO1


MCL
System/LLN0/gcb01 ... 08 Ind1.stVal ... Ind32.stVal

19Z7004A

Abb. 3-26: Uniqueness of Control.

3.4.6 Redundant Ethernet Board


Das P132 kann (optional) mit einem speziellen Kommunikationsbaustein, dem
Redundant Ethernet Board, alternativ zu einem einfachen Ethernet-Baustein
bestückt werden. (Siehe Kapitel 15, (S. 15-1) für die genauen
Bestellinformationen und Abschnitt 5.7, (S. 5-24) für die Anordnungs- und
Anschlussdiagramme.)
Das Redundant Ethernet Board ermöglicht, dass immer ein alternativer
Datenübertragungsweg verfügbar ist, und es stellt dadurch eine kontinuierliche
Redundanz zur Verfügung.
Der Ausfall eines industriellen Datennetzes kann fatale Folgen haben. Redundanz
liefert erhöhte Sicherheit und Zuverlässigkeit, und außerdem können jederzeit
weitere Geräte in das Datennetz eingefügt bzw. herausgenommen werden, ohne
dass es dafür abgeschaltet werden muss.

3.4.6.1 Hardware-Bausteine
Die Geräte MiCOM Px3x sind mit einheitlichen Hardware-Bausteinen bestückt.
Die folgende Tabelle enthält die Listennummern von den drei möglichen
Varianten des Redundant Ethernet Board:

3-42 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Typ Listennummer Beschreibung Breite

A 9651 531 KE Duale Ethernet SHP + RS 485 + IRIG-B 4 TE

A 9651 532 KE Duale Ethernet RSTP + RS 485 + IRIG-B 4 TE

A 9651 533 KE Duale Ethernet Dual-Homed + RS 485 + IRIG-B 4 TE

A 9652 036 KE Duale Ethernet PRP + RS 485 + IRIG-B 4 TE


Tab. 3-1: Varianten des Redundant Ethernet Board.

Alle Varianten haben einen Ethernet-Anschluss für Lichtwellenleiter mit 1300 nm,
Multi-Mode, 100BaseFx (ST®-Verbinder), außerdem einen modulierten IRIG‑B-
Eingang und Anschlüsse für ein Watchdog-Relais sowie eine RS485-Schnittstelle
(KOMM2-Schnittstelle, siehe Abschnitt 3.4.3, (S. 3-21)).
Das Redundant Ethernet Board befindet sich auf dem Steckplatz 2 des P132.
Jedes Redundant Ethernet Board besitzt zwei MAC-Adressen: Eine für den
internen verwalteten Ethernet-Switch und eine für das P132.

3.4.6.2 Redundanz-Protokolle
In der folgenden Liste ist die Implementierung der Ethernet Redundanz durch
Schneider Electric wiedergegeben. Diese enthält vier Varianten mit dem
eingefügten DFÜ-Protokoll gemäß IEC 61850 sowie den zusätzlichen Redundanz-
Protokollen SHP, RSTP, DHP und PRP.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-43


P132 3 Arbeitsweise

Parallel Redundancy Protocol (PRP IEC 62439‑3 (2012))


● Das PRP verwendet zwei Ethernet-Netzwerke, die gleichzeitig und
voneinander unabhängig arbeiten. Hinter PRP steht das Konzept einer
„Redundanz in den Geräten“, das bei einem Ausfall oder einer
Wiedereingliederung für einen reibungslosen Übergang sorgt. Außerdem
bietet es eine nahtlose Neukonfiguration des Ethernet-Netzwerkes in
kürzester Zeit.

Rapid Spanning Tree Protocol (RSTP IEEE 802.1D‑2004)


● Dieser Kommunikationsbaustein ist zu jedem RSTP-Gerät kompatibel. Das
RSTP ist ein Standard, der zum schnellen Wiederaufbau eines Datennetzes
nach einer Leitungsstörung eingesetzt wird. Dabei sucht es sich einen
alternativen Pfad, wodurch eine schleifenfreie Datennetzstruktur möglich
wird. Obwohl RSTP eine Störung im Datennetz schnell umgehen kann,
hängt die Erholzeit jedoch von der Geräteanzahl im Datennetz und dessen
Struktur ab.
Dieser Kommunikationsbaustein ist zu jedem RSTP-Gerät kompatibel,
insbesondere zu C264 (mit bestücktem Ethernet-Baustein „SWS2x2“).

Self Healing Protocol (SHP)


● SHP wird bei Datennetzen mit doppelringförmigen Strukturen angewendet
und erlaubt, das gesamte Netzwerk in weniger als 1 s neu zu konfigurieren.
Wenn ein LWL bricht, dann bemerken beide Endgeräte diesen LWL-Bruch.
Durch die Verwendung des primären und des redundanten Netzwerks wird
der Ring automatisch wieder geschlossen.
Dieser Kommunikationsbaustein ist kompatibel mit MiCOM C264 (mit
bestücktem Ethernet-Baustein „SWR2x2“) und MiCOM H35x Multimode
Ethernet-Switches. Das Self Healing Protocol ist eine firmeneigene Lösung
von Schneider Electric und stellt extrem schnelle Erholzeiten bereit.

Dual Homing Protocol (DHP)


● Das Dual Homing Protocol wird in doppelsternförmigen Netzwerken
eingesetzt und ermöglicht einen reibungslosen Übergang (mit 0 ms
Übergangszeit).
Wird eine LWL-Verbindung zwischen zwei Geräten unterbrochen, so
arbeitet das Netz weiterhin korrekt weiter. Die Dual-Homing-Funktion
steuert die Datennetzstrukturen, bei denen ein Gerät in zwei unabhängige
Datennetze eingebunden ist. Dabei ist das eine Datennetz die
Hauptverbindung und die zweite die Reserveverbindung. Beide
Datenverbindungen arbeiten gleichzeitig.
Dieser Kommunikationsbaustein ist kompatibel mit MiCOM C264 (mit
bestücktem Ethernet-Baustein „SWD2x2“) und MiCOM H36x Multimode
Ethernet-Switches. Das Dual Homing Protocol ist eine firmeneigene Lösung
von Schneider Electric und stellt eine störungsfreie Redundanz für das P132
bereit.

3.4.6.3 Übergeordnete Funktionen für alle Redundant Ethernet Boards


Folgendes gilt für die vier redundanten Ethernet-Protokolle (SHP, RSTP, DHP und
PRP).

Ethernet 100Base Fx
Die LWL-Schnittstellen mit ST-Verbinder sind voll-duplex und haben eine
Baudrate von 100 Mbps.

3-44 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Weiterleiten
Die MiCOM P30, P40 series, C264 and MiCOM H Switches unterstützen den Modus
„Store-and-Forward“ (Speichern und Weiterleiten). Der MiCOM-Switch leitet
Datenpakete mit bekannten MAC-Adressen an den entsprechenden Port weiter.
Datenpakete mit unbekannten MAC-Adressen, Broadcast- und Multicast-
Datenpakete werden an alle Ports – mit Ausnahme des Ausgangsports –
weitergeleitet. Der Ethernet-Switch leitet keine fehlerhaften Ethernet-
Datenpakete, kein Pausen-Frame gem. IEEE 802.3x und keine lokalen
Datenpakete weiter.

Prioritäts-Kennzeichnung
Die Priorität gemäß IEEE 802.1p ist an allen Ports aktiviert.

Simple Network Management Protocol – SNMP


Das Simple-Network-Management-Protocol (SNMP) ist ein Netzwerkprotokoll, das
zur Steuerung von Geräten in einem IP-Netzwerk entwickelt wurde. Das SNMP
benötigt eine Management-Informations-Basis (MIB), welche Daten über die zu
überwachenden Parameter enthält. SNMP-Daten mit dem MIB-Format haben eine
Baumstruktur, und jeder Knoten im Baum ist durch eine numerische
Objektkennung (OID bzw. Objekt-Identifier) gekennzeichnet. Jede Objektkennung
(OID) kennzeichnet eine Variable, die ausgelesen bzw. mit entsprechender
Software mit dem SNMP eingestellt werden kann. Die MIB-Daten sind normiert.
Kundeneigene SNMP-Software-Tools können mit den Geräten der Reihen
MiCOM P30, P40, C264 und Hx5x verwendet werden. Schneider Electric
empfiehlt, einen SNMP-MIB-Browser zu verwenden, der sämtliche SNMP-
Grundfunktionen wie GET, GETNEXT, RESPONSE unterstützt. Um bei der
Anwendung von SNMP Zugang zum Datennetz zu erlangen, ist die IP-Adresse des
internen Switch des Redundant Ethernet Boards zu verwenden.

Simple Network Time Protocol – SNTP (Zeitserver-Protokoll)


Das Zeitserver-Protokoll (SNTP) wird sowohl vom P132 als auch von redundanten
Ethernet-Switches unterstützt. Es wird zur Synchronisierung von Taktgebern in
Computer-Systemen über paketvermittelte Datennetze mit variabler Latenzzeit
verwendet. Um die Auswirkungen der variablen Latenzzeit zu verringern, welche
durch die Warteschlangen in paketvermittelten Datennetzen entstehen, wird ein
sogenannter Jitter-Puffer eingesetzt, wodurch ein ununterbrochener Datenstrom
über das Datennetz sichergestellt wird.
Das P132 empfängt das Synchronisiersignal vom SNTP-Server. Dies erfolgt durch
Anwendung der IP-Adresse des SNTP-Servers, welche im P132 durch die IED
Configurator-Software eingegeben wird.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-45


P132 3 Arbeitsweise

3.5 Zeitsynchronisation über die IRIG‑B‑Schnittstelle


(Funktionsgruppe IRIGB)
Steht z.B. ein GPS-Empfänger mit IRIG‑B Anschluss zur Verfügung, kann über die
optional vorhandene IRIG‑B-Schnittstelle die interne Uhr des P132 auf die GPS-
Zeit synchronisiert werden. Dabei ist zu beachten, dass das IRIG‑B-Signal nur
eine Tagesinformation enthält (Tag seit Jahresbeginn). Auf Basis dieser
Tagesinformation errechnet das P132 mit Hilfe des am P132 eingestellten Jahres
das aktuelle Datum (TT.MM.JJ).

Aus-/Einschalten der IRIG‑B-Schnittstelle


Die IRIG‑B-Schnittstelle kann über Einstellparameter aus-/eingeschaltet werden.

Synchronisationsbereitschaft
Ist die IRIG‑B-Schnittstelle eingeschaltet und empfängt ein Signal, überprüft das
P132 das Empfangssignal auf Plausibilität. Nichtplausible Signale werden vom
P132 verworfen. Wird vom P132 auf Dauer kein korrektes Signal empfangen, ist
die Synchronisation nicht mehr bereit.

IRIGB:
eingeschaltet BED
[ 023 200 ]

IRIGB:
eingeschaltet
[ 023 201 ]

IRIGB:
Synchron. bereit
[ 023 202 ]

47Z02BAA

Abb. 3-27: IRIG‑B-Schnittstelle.

3-46 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.6 Konfigurierbare Funktionstasten (Funktionsgruppe FKT_T)


Das P132 verfügt über sechs frei konfigurierbare Funktionstasten. Es kann (für
z.B. F1 über F KT_T: Pas swort Fkt. tas te 1) ein Passwort auf die jeweilige
Funktionstaste konfiguriert werden, und in diesem Falle wird diese
Funktionstaste erst nach Eingabe des konfigurierten Passwortes freigegeben.
Bild 3-28, (S. 3-48) zeigt die Arbeitsweise am Beispiel der Funktionstaste F1.
Nach Eingabe des Passwortes bleibt die Funktionstaste für die eingestellte Zeit
F KT_T: Rückspr.z.F kt.taste n wirksam. Danach wird sie bis zur nächsten
Passworteingabe gesperrt. Entsprechendes gilt für die Funktionstasten F2 bis F6.
Ausnahme: Ist eine Funktionstaste als Steuertaste konfiguriert, erfolgt eine
Passwortabfrage nur, falls die Funktionstaste mit der Funktion „Fern/Ort-
Umschaltung“ belegt ist.

Konfiguration der Funktionstasten mit einer Einzelfunktion


Auf jede Funktionstaste kann eine Einzelfunktion konfiguriert werden, indem (z.B.
für F1) bei FKT_T: F kt.zuordnu ng F1 eine logische Zustandsmeldung (außer
VOB: Anst. Menüspr. 1 EXT und V OB: A n st. Me nü spr. 2 EXT) ausgewählt
wird. Die zugeordnete Funktion im P132 wird dann bei Betätigung der
betreffenden Funktionstaste angestoßen.

Konfiguration der Funktionstasten mit Menüsprunglisten


Jeder Funktionstaste kann statt einer Einzelfunktion eine der beiden
Menüsprunglisten zugeordnet werden, indem (z.B. für F1) bei
F KT_T: F kt .zuordn ung F1 der Listeneintrag V OB: A ns t. Me n üs pr. 1 EXT
oder VOB: Anst. Me nü spr. 2 EXT ausgewählt wird. Durch wiederholtes
Betätigen der zugeordneten Funktionstaste werden die Funktionen der
ausgewählten Menüsprungliste nacheinander angesprochen.
Die beiden Menüsprunglisten werden bei VOB: Fkt . Menüspr. list e 1 oder
VOB: Fkt . Men üspr.lis te 2 zusammengestellt. Bis zu 16 Funktionen wie z.B.
Einstellparameter, Ereigniszähler und/oder Ereignisprotokolle können ausgewählt
werden.

Die Leuchtanzeigen (LEDs), auch die sechs unmittelbar neben den Funktionstasten
angeordneten, werden unabhängig konfiguriert, es besteht also auch kein
Zusammenhang mit der jeweiligen Funktionstastenbelegung.

Konfiguration der Protokolltaste


Wie bei V O B: F kt . Me nü s pr.li ste 1 bzw. V OB: Fk t . Men üs pr.lis te 2,
können aus derselben Liste auch bei V OB: Fkt. Prot okollt ast e bis zu 16
Funktionen ausgewählt werden. Diese werden durch wiederholtes Betätigen der
Protokolltaste nacheinander angesprochen.

Konfiguration der Funktionstasten als Steuertasten


Jede Funktionstaste kann auch als Steuertaste konfiguriert werden, indem (z.B.
für F1) bei FKT_T: F kt.zuordn ung F1 einer der folgenden Funktionen
ausgewählt wird:
● GR UND : Ort /Fe rn-Tas te r (060 004)
● GRUND : BM A nwahl -Tast e r (060 001)
● GR UND : BM A US-Taster (060 002)
● GR UND : BM EIN-Tas te r (060 003)

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-47


P132 3 Arbeitsweise

Diese Steuerfunktionen können nur dann sinnvoll genutzt werden, wenn diese
vier Befehle allesamt konfiguriert sind, sodass vier der insgesamt sechs
Funktionstasten belegt sind.

Betriebsart der Funktionstasten


Für jede Funktionstaste kann (z.B. für F1) über FKT_T: Betriebsart F1 deren
Betriebsart festgelegt werden. Hierbei kann gewählt werden, ob die
Funktionstaste als Taster oder Schalter betrieben wird. In der Betriebsart Taster
ist die ausgewählte Funktion während der Betätigung der Funktionstaste aktiv. In
der Betriebsart Schalter wird bei jedem Betätigen der Funktionstaste die
ausgewählte Funktion ein- bzw. ausgeschaltet. Der Zustand der Funktionstasten
kann angezeigt werden.

Ausnahme: Für Funktionstasten, die als Steuertasten konfiguriert sind, ist die
Betriebsart irrelevant und wird daher ignoriert.

Handhabung der Tasten


Ist die Hintergrundbeleuchtung des LC-Displays ausgeschaltet, wird bei
Betätigung einer Funktionstaste oder der Protokolltaste zuerst die
Hintergrundbeleuchtung eingeschaltet. Erst mit dem zweiten Betätigen der Taste
erfolgt der Anstoß der konfigurierten Funktion. Dies entspricht dem Verhalten der
übrigen Tasten.

FKT_T:
Fkt.zuordnung F1
[ 080 112 ]

Funktion 1 EXT

Funktion 2 EXT

Funktion 3 EXT

Funktion n EXT

ausgew. Funktion & Fkt. aktivieren

FKT_T:
Betriebsart F1
[ 080 132 ]

1 & FKT_T:
Zustand F1
2 [ 080 122 ]

1: Taster
2: Schalter

& & S1 1

& R1 0

1)

1) Taster der VOB


40Z5003A

Abb. 3-28: Konfiguration und Betriebsart der Funktionstasten. Die zugeordnete Funktion kann eine Einzelfunktion
oder eine Menüsprungliste sein.

3-48 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.7 Konfiguration und Betriebsart der binären Eingänge


(Funktionsgruppe EING)
Das P132 verfügt über Optokopplereingänge zur Verarbeitung binärer Signale
aus der Anlage. Welche Funktionen im P132 bei Ansteuerung dieser binären
Signaleingänge angestoßen werden, wird durch Konfiguration der binären
Signaleingänge festgelegt. Im Normalbetrieb muss das Ansteuersignal
mindestens 12 ms plus die eingestellte Filterzeit anstehen (sofern aktiv "High",
gefilt. oder aktiv "Low", gefilt. ausgewählt wurde für E I N G : B e t r i e b s a
r t U x x x.

Konfiguration der binären Eingänge


Auf jeden binären Signaleingang kann eine Funktion konfiguriert werden.
Diesselbe Funktion kann auf mehrere Signaleingänge konfiguriert werden. Damit
kann eine Funktion von mehreren Schaltstellen mit unterschiedlichen
Signalspannungen aktiviert werden.
Es ist zu beachten, dass zeitkritische Anwendungen wie z.B. ein
Zeitsynchronisierbefehl nicht auf die Binäreingänge des Analogbausteines
rangiert werden, da diese eine erhöhte Reaktionszeit aufgrund der internen
Abarbeitung aufweisen.
In dieser Betriebsanleitung wird davon ausgegangen, dass die erforderlichen, mit
„EXT“ gekennzeichneten Funktionen auf binäre Signaleingänge konfiguriert
wurden.

Betriebsart der binären Eingänge


Für jeden binären Signaleingang kann dessen Betriebsart festgelegt werden.
Hierbei kann gewählt werden, ob das Vorhandensein einer Spannung (Betriebsart
„aktiv ‚High‘“) oder das Fehlen einer Spannung (Betriebsart „aktiv ‚Low‘“) als
logisches „1“-Signal bewertet wird. Die Anzeige des Zustandes eines binären
Signaleinganges – „Low“ oder „High“ – erfolgt unabhängig von der Einstellung
der Betriebsart des Signaleinganges.

Filterfunktion
Zur Unterdrückung kurzzeitiger Störspitzen an den Signaleingängen kann eine
zusätzliche Filterfunktion aktiviert werden (Betriebsarten „aktiv ‚High‘, gefilt.“
bzw. „aktiv ‚Low‘, gefilt.“). Mit dieser Funktion wird ein Zustandswechsel des
Eingangssignals erst dann signalisiert, wenn das Eingangssignal für die
eingestellte Anzahl Abtastschritte einen konstanten Pegel aufweist
(Abtastschrittweite = Periodendauer / 20). Die Einstellung der Anzahl
Abtastschritte erfolgt über den Parameter E ING: F ilter.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-49


P132 3 Arbeitsweise

EING:
Fkt.zuordnung U xxx
[ XXX XXX ]

Funktion 1 EXT

Funktion 2 EXT

Funktion 3 EXT

Funktion n EXT

ausgew. Funktion & Fkt. aktivieren

EING:
Betriebsart U xxx
[ YYY XXX ]

0: aktiv "Low"
1: aktiv "High"
2: aktiv "Low", gefilt.
3: aktiv "High",gefilt.
-Uxxx

&
Eingangssignal
&

EING: &
Filter
[ 010 220 ]
&

EING:
Zustand U xxx
&
[ ZZZ ZZZ ]

&

12Z6213A

Abb. 3-29: Konfiguration und Betriebsart der binären Signaleingänge

3-50 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.8 Messwerteingabe (Funktionsgruppe MESSE)


Für das P132 ist ein zweiter optionaler Analogbaustein verfügbar. Zusätzlich zum
Analogbaustein (E/A) mit Ein- und Ausgängen ist als neuer Analogbaustein (RTD)
die Temperaturmesskarte (auch als RTD-Baustein bezeichnet) hinzugekommen.
Der Analogbaustein (E/A) des P132 verfügt über eine Messwerteingabe mit zwei
Eingängen. Der 20 mA‑Eingang (Eingangskanal 1) ist für die Zuführung eines
Gleichstroms ausgelegt. Der andere Eingang ist für den Anschluss des
Widerstandsthermometers „PT100“ vorgesehen.
Die Temperaturmesskarte (der RTD-Baustein) des P132 hat 9 Eingänge zum
Anschluss der Temperaturfühler T1 ... T9. Diese Eingänge sind für den Anschluss
von PT 100, Ni 100 oder Ni 120 ausgelegt.
Der Eingangsstrom Ig des Analogbausteins (E/A) wird als Betriebsmesswert
angezeigt. Der für die Überwachung aufbereitete Strom Ig,lin wird ebenfalls als
Betriebsmesswert angezeigt. Ferner wird er durch die Grenzwertüberwachung
auf Über- bzw. Unterschreiten einstellbarer Schwellen überwacht (siehe
Abschnitt 3.41, (S. 3-352)).
Die Temperaturmessgrößen werden ebenso als Betriebsmesswerte angezeigt
und durch die Grenzwertüberwachung auf Über- bzw. Unterschreiten
einstellbarer Schwellen überwacht (siehe Abschnitt 3.41, (S. 3-352)).
Alle oben genannten Messgrößen werden auch an den thermischen
Überlastschutz weitergereicht. Dort kann eingestellt werden, ob der „PT
100“‑Eingang, der 20 mA‑Eingang oder – falls konfiguriert – einer der
Temperaturfühler T1 ... T9 für das thermische Abbild genutzt werden soll (siehe
Abschnitt 3.33, (S. 3-286)).

Aus-/Einschalten der Messwerteingabe


Die Messwerteingabe kann über Einstellparameter aus-/eingeschaltet werden.

MESSE:
eingeschaltet BED
[ 011 100 ]

0
MESSE:
1 eingeschaltet
[ 035 008 ]
0: nein
1: ja

S8Z52H1A

Abb. 3-30: Aus-/Einschalten der Messwerteingabe.

3.8.1 Gleichstromeingang auf dem Analogbaustein (E/A)


Externe Messgrößenumformer liefern in der Regel einen Ausgangsstrom von
0 ... 20 mA, der direkt proportional zur gemessenen physikalischen Größe – z.B.
Temperatur – ist.
Ist der Ausgangsstrom des Messgrößenumformers nur in bestimmten Bereichen
direkt proportional zur gemessenen Größe, kann eine Linearisierung – bei
entsprechender Einstellung der Messwerteingabe – stattfinden. Darüber hinaus
kann es für bestimmte Anwendungen notwendig sein, den zu überwachenden
Bereich zu begrenzen oder bestimmte Bereiche mit höherer bzw. niedrigerer
Empfindlichkeit zu überwachen.
Durch Einstellung der Wertepaare MESSE: Ig 1 / M ESSE : I g,lin 1 wird
bestimmt, welcher Eingangsstrom Ig dem durch die Grenzwertüberwachung
überwachten Strom Ig,lin entspricht. Die so bestimmten Punkte, die sogenannten

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-51


P132 3 Arbeitsweise

„Stützstellen“, werden in einem Ig‑Ig,lin‑Diagramm durch Geraden verbunden. Zur


Realisierung einer einfachen Kennlinie ist die Angabe von zwei Stützstellen, die
auch als Begrenzungswerte dienen (siehe Bild 3-31, (S. 3-52)), ausreichend. Für
die Realisierung einer komplexen Kennlinie stehen bis zu 20 Stützstellen zur
Verfügung.
Bei Einstellung der Kennlinie ist zu berücksichtigen, dass nur eine monoton
steigende Kennlinie zulässig ist. Bei einer abweichenden Einstellung wird die
Meldung SELBÜ : Unzul . Ke nn l. I g generiert.

I g,lin / I g,nom
1,2

1,1

I g,lin20 1

0,9

0,8

0,7

0,6

0,5

0,4

0,3

0,2

0,1

I g,lin1 0
0 0,1 0,2 0,25 0,3 0,35 0,4 0,45 0,5 0,6 I g / I g,nom

I g1 I g20
19Z5266A_DE

Abb. 3-31: Beispiel für die Umwandlung eines Eingangsstromes 4 ... 10 mA in einen zu überwachenden Strom Ig,lin
von 0 ... 20 mA.

3-52 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Ig,lin/ Ig,nom
0,8
Stützstellen
Stützstellen

Ig,lin20 0,7

0,6

Ig,lin4 0,5

0,4

Ig,lin3 0,3

Ig,lin2 0,2

Ig,lin1 0,1

0
0 0,1 0,2 0,3 0,4 0,5 0,6 0,7 0,8 0,9 1 1,1 1,2
Ig1 Ig2 Ig3 Ig4 Ig20 Ig / Ig,nom
Freigabe Ig norm
D5Z52KEC_DE

Abb. 3-32: Beispiel für eine Kennlinie mit fünf Stützstellen (Kennlinie bei Einstellung einer Nullpunktunterdrückung
von 0,1 Ig,nom ist gestrichelt dargestellt.)

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-53


P132 3 Arbeitsweise

MESSE: MESSE: MESSE:


Ig 1 Ig 8 Ig 15
[ 037 150 ] [ 037 164 ] [ 037 178 ]

MESSE: MESSE: MESSE:


Ig,lin 1 Ig,lin 8 Ig,lin 15
[037 151 ] [037 165 ] [037 179 ]

MESSE: MESSE: MESSE:


Ig 2 Ig 9 Ig 16
[ 037 152 ] [ 037 166 ] [ 037 180 ]

MESSE: MESSE: MESSE:


Ig,lin 2 Ig,lin 9 Ig,lin 16
[ 037 153 ] [ 037 167 ] [ 037 181 ]

MESSE: MESSE: MESSE:


Ig 3 Ig 10 Ig 17
[ 037 154 ] [ 037 168 ] [ 037 182 ]

MESSE: MESSE: MESSE:


Ig,lin 3 Ig,lin 10 Ig,lin 17
[ 037 155 ] [ 037 169 ] [ 037 183 ]

MESSE: MESSE: MESSE:


Ig 4 Ig 11 Ig 18
[ 037 156 ] [ 037 170 ] [ 037 184 ]

MESSE: MESSE: MESSE:


Ig,lin 4 Ig,lin 11 Ig,lin 18
[ 037 157 ] [ 037 171 ] [ 037 185 ]

MESSE: MESSE: MESSE:


Ig 5 Ig 12 Ig 19
[ 037 158 ] [ 037 172 ] [ 037 186 ]

MESSE: MESSE: MESSE:


Ig,lin 5 Ig,lin 12 Ig,lin 19
[ 037 159 ] [ 037 173 ] [ 037 187 ]

MESSE: MESSE: MESSE:


Ig 6 Ig 13 Ig 20
[ 037 160 ] [ 037 174 ] [ 037 188 ]

MESSE: MESSE: MESSE:


Ig,lin 6 Ig,lin 13 Ig,lin 20
[ 037 161 ] [ 037 175 ] [ 037 189 ]

MESSE: MESSE: MESSE:


Ig 7 Ig 14 Freigabe Ig norm.
[ 037 162 ] [ 037 176 ] [ 037 190 ]

MESSE: MESSE: MESSE:


Ig,lin 7 Ig,lin 14 Ig< Drahtbruch
[ 037 163 ] [ 037 177 ] [ 037 191 ]

MESSE:
eingeschaltet
[ 035 008 ]

SELBÜ:
Unzul. Kennl. Ig
[ 093 116 ]

MESSE:
Überlast 20mA Eing
[ 040 191 ]
Eingangskanal 1 (E1) SELBÜ:
Überlast 20mA Eing
[ 098 025 ]

MESSE:
Drahtbruch 20mA Eing
[ 040 192 ]
SELBÜ:
Drahtbruch 20mA Eing
[ 098 026 ]

MESSE:
Strom Ig,lin. norm.
[ 004 136 ]

MESSE:
Strom Ig norm.
[ 004 135 ]

MESSE:
Strom Ig
[ 004 134 ]

S8Z52H2A

Abb. 3-33: Analoger Gleichstromeingang.

Über die zuvor beschriebene Linearisierung hinaus besteht die Möglichkeit, die
linearisierten Werte zu skalieren, so dass z.B. auch negative Werte angezeigt
werden können und für die weitere Verarbeitung durch Schutzfunktionen zur
Verfügung stehen.

3-54 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

MESSE:
skal. Wert Ig,lin1
[ 037 192 ]

MESSE:
skal. Wert Ig,lin20
[ 037 193 ]

MESSE: MESSE:
Strom Ig,lin. norm. skal. Wert Ig,lin
[ 004 136 ] [ 004 180 ]

Q9Z5029A

Abb. 3-34: Skalierung des linearisierten Messwertes.

3.8.1.1 Nullpunktunterdrückung
Durch Einstellung von MESSE: Freigabe Ig n orm. wird die
Nullpunktunterdrückung definiert. Sofern der Gleichstrom die eingestellte
Schwelle nicht überschreitet, werden der normierte Eingangsstrom Ig,norm und
der Strom Ig,lin mit Wert „0“ angezeigt.

3.8.1.2 Drahtbruch- und Überlastüberwachung


Es ist eine Drahtbruchüberwachung realisiert. Unterschreitet der Strom Ig die
eingestellte Schwelle MESSE: Ig< Dr ah tbru ch, so erfolgt die Meldung
M ESSE: D raht bruch 20mA Ei ng.
Zum Schutz des 20 mA‑Eingangs vor Überlastung wird der Eingangsstrom
überwacht. Überschreitet er die fest eingestellte Schwelle von 24,8 mA, erfolgt
die Meldung MESSE: Überlas t 20m A Ei ng.

3.8.1.3 Reservefühler
Die Drahtbruchmeldung der Funktionsgruppe MESSE vom 20 mA-Eingang wird an
den thermischen Überlastschutz weitergereicht. Dort kann eingestellt werden, ob
ersatzweise auf den „PT 100“‑Eingang oder – falls konfiguriert – auf einen der
Temperaturfühler T1 ... T9 zurückgegriffen werden soll (siehe Abschnitt 3.33,
(S. 3-286)).

3.8.2 Anschluss des Widerstandsthermometers am „Messeingang PT


100“ des Analogbausteins (E/A)
Dieser Eingang auf dem Analogbaustein (E/A) ist für den Anschluss eines PT 100
ausgelegt. Die Abbildungskurve R = f(T) von PT 100‑Widerstandsthermometern
ist in DIN IEC 751 definiert. Erfolgt der Anschluss des PT 100 nach der
3‑Leiter‑Methode, ist kein weiterer Abgleich erforderlich.
Das Ergebnis der Temperaturmessung kann als direkter Messwert (Temperatur
T), normierter Wert (Temperatur norm. T) und als höchster Wert seit der letzten
Rückstellung (Temperatur Tmax) ausgelesen werden.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-55


P132 3 Arbeitsweise

MESSE:
eingeschaltet
[ 035 008 ]

MESSE:
Drahtbruch PT100
Meßeingang PT 100 [ 040 190 ]

SELBÜ:
Drahtbruch PT100
[ 098 024 ]

MESSE:
Temperatur T
[ 004 133 ]

MESSE:
Temperatur norm. T
[ 004 221 ]

MESSE:
Temperatur Tmax
[ 004 233 ]

19Z5262A

Abb. 3-35: Temperaturmessung mit dem Widerstandsthermometer „PT 100“ über den Analogbaustein (E/A).

3.8.2.1 Drahtbruchüberwachung
Bei Unterbrechung des Messkreises infolge eines Drahtbruches wird die Meldung
MESSE: Draht bru ch P T100 generiert.

3.8.2.2 Reservefühler
Die Drahtbruchmeldung der Funktionsgruppe MESSE vom PT 100-Eingang wird
an den thermischen Überlastschutz und die Grenzwertüberwachung
weitergereicht.
Beim thermischen Überlastschutz kann eingestellt werden, ob ersatzweise auf
den 20 mA-Eingang oder – falls konfiguriert – auf einen der Temperaturfühler
T1 ... T9 zurückgegriffen werden soll (siehe Abschnitt 3.33, (S. 3-286)).
Bei der Grenzwertüberwachung werden die dem defekten PT 100 zugeordneten
Grenzwertmeldungen blockiert.

3.8.3 Anschluss der Temperaturfühler an der Temperaturmesskarte


(RTD-Baustein)
Die Temperaturmesskarte (der RTD-Baustein) hat 9 Eingänge zum Anschluss der
Temperaturfühler T1 bis T9. Diese Eingänge sind für den Anschluss von PT 100,
Ni 100 oder Ni 120 ausgelegt.
Erfolgt der Anschluss der Temperaturfühler nach der 3‑Leiter‑Methode, ist kein
weiterer Abgleich erforderlich.
Für alle 9 Temperaturfühler T1 bis T9 muss derselbe Typ verwendet und bei
MES SE: Art der Temp.f ühl e r eingestellt werden.
Das Ergebnis der Temperaturmessung kann als direkter Messwert (Temperatur
Tx), normierter Wert (Temperatur norm. Tx), und als höchster Wert seit der
letzten Rückstellung (Temperatur Tx max) ausgelesen werden.

Drahtbruchüberwachung
Bei Unterbrechung eines der Messkreise infolge eines Drahtbruches wird die
Meldung ME SSE : D ra htbr uch T1 (bzw. T2 bis T9) generiert.

3-56 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

MESSE:
eingeschaltet
[ 035 008 ]

MESSE:
Drahtbruch T1
Meßeingang T 1 [ 040 193 ]

SELBÜ:
Drahtbruch T1
[ 098 029 ]

MESSE:
Temperatur T1
[ 004 224 ]

MESSE:
Temperatur norm. T1
[ 004 081 ]

MESSE:
Temperatur T1 max.
[ 004 234 ]

19Z5263A

Abb. 3-36: Temperaturmessung mit dem Temperaturfühler T1 über die Temperaturmesskarte. Entsprechendes gilt
für die Temperaturfühler T2 ... T9.

Reservefühler
Die Drahtbruchmeldungen der Funktionsgruppe MESSE für die Temperaturfühler
werden an den thermischen Überlastschutz weitergereicht. Dort kann eingestellt
werden, ob bei Ausfall des ebenfalls dort eingestellten Hauptfühlers ersatzweise
auf den 20 mA Eingang, den „PT 100“-Eingang oder auf einen der
Temperaturfühler T1 ... T9 als Reservefühler zurückgegriffen werden soll (siehe
Abschnitt 3.33, (S. 3-286)).
Auch an die Grenzwertüberwachung werden die Drahtbruchmeldungen der
Funktionsgruppe MESSE für die Temperaturfühler weitergereicht. Die Auswahl
der Reservefühler für die Grenzwertüberwachung wird in der Funktionsgruppe
MESSE getroffen.
Dazu sind die Temperaturfühler in drei Gruppen eingeteilt:
Gruppe 1: T1, T2, T3
Gruppe 2: T4, T5, T6
Gruppe 3: T7, T8, T9
Lautet die Einstellung bei MESSE: Backu pTempFüh ler PSx auf ohne, so
arbeitet die Grenzwertüberwachung ohne Reservefühler.
Lautet die Einstellung bei ME SSE : BackupTempFüh ler PSx auf Gruppe 1 - 2,
so wird ein ausgefallener Temperaturfühler der Gruppe 1 durch den
zugeordneten Temperaturfühler der Gruppe 2 ersetzt.
Fällt auch der Reservefühler aus der Gruppe 2 aus, so wird er durch den
zugeordneten Temperaturfühler der Gruppe 3 ersetzt, vorausgesetzt, dass bei
M ESSE: BackupTempFü hl er P Sx die Einstellung Gruppe 1 - 2/3 gewählt
wurde.
Die Zuordnung der Reservefühler ist wie folgt:

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-57


P132 3 Arbeitsweise

Hauptfühler Reservefühler aus der Gruppe 2, Reservefühler aus der Gruppe 3,


bei Einstellung: Gruppe 1 - 2 bei Einstellung: Gruppe 1 - 2/3
oder Gruppe 1 - 2/3

T1 T4 T7

T2 T5 T8

T3 T6 T9

Fällt also bei Einstellung Gruppe 1 - 2/3 der Fühler T1 aus, so wird er durch T4
ersetzt. Fällt auch T4 aus, so greift die Grenzwertüberwachung auf T7 zurück.
Weitere Einzelheiten sind der Funktionsbeschreibung „Grenzwertüberwachung“
(Abschnitt 3.41, (S. 3-352)) zu entnehmen.

Anwendungsbeispiel
Das folgende Bild zeigt eine Motorschutz-Anwendung für den Einsatz der
Temperaturfühler T1 bis T9 auf der Temperaturmesskarte (dem RTD-Baustein)
zusammen mit dem „PT 100“-Eingang auf dem Analogbaustein (E/A).

RTD RTD
Phase RTD
Haupttemperaturfühler
L1 L2 L3 Umgebungstemperatur/
RTD Kühlmitteltemperatur
Reservetemperaturfühler

RTD

RTD
RTD
RTD

RTD
RTD

RTD
RTD

Stator
RTD

RTD

Rotor

Lager Lager

Stator

19Z5236

Abb. 3-37: Temperaturerfassung eines Motors für die Grenzwertüberwachung (GRENZ) und den thermischen
Überlastschutz (THERM).

3-58 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.9 Konfiguration, Betriebsart und Blockade der Ausgangsrelais


(Funktionsgruppe AUSG)
Das P132 verfügt über Ausgangsrelais zur Ausgabe binärer Signale. Welche
binären Meldungen ausgegeben werden, wird durch Konfiguration festgelegt.

Konfiguration der Ausgangsrelais


Jedem Ausgangsrelais kann eine binäre Meldung zugeordnet werden. Dieselbe
binäre Meldung kann auf mehrere Ausgangsrelais konfiguriert werden.

Betriebsart der Ausgangsrelais


Für jedes Ausgangsrelais kann eine Betriebsart eingestellt werden, durch die
festgelegt wird, ob das Ausgangsrelais in Arbeits- (AS) oder Ruhestrombetrieb
(RS) betrieben wird und ob es in Selbsthaltung geht. Die Selbsthaltung wird –
abhängig von der gewählten Betriebsart – manuell über einen Einstellparameter
oder einen entsprechend konfigurierten binären Signaleingang zu Beginn eines
neuen Störfalles, gekennzeichnet durch das Kommen einer Generalanregung,
oder einer neuen Netzstörung aufgehoben.

Blockade der Ausgangsrelais


Das P132 bietet die Möglichkeit, alle Ausgangsrelais über Einstellparameter oder
einen entsprechend konfigurierten binären Signaleingang zu blockieren. Die
Ausgangsrelais werden ebenfalls blockiert, wenn das Gerät über entsprechend
konfigurierte binäre Eingänge ausgeschaltet ist oder die Selbstüberwachung
einen Hardwarefehler erkennt. Ein auf GRUND: Blockade/St örung
konfiguriertes Ausgangsrelais wird nicht in die Blockade einbezogen.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-59


P132 3 Arbeitsweise

AUSG:
Block. Ausg.r. BED
[ 021 014 ]

0
AUSG:
1 Ausg.r. blockiert
≥1 [ 021 015 ]
0: nein

AUSG: 1: ja
Block. Ausg.r. EXT
[ 040 014 ] ≥1
GRUND:
Schutz ext. ausg.
[ 038 046 ]
SELBÜ:
Hardwarefehler
304 950

AUSG:
Relais-Test läuft
402 107

AUSG:
Betriebsart K xxx
[ xxx xxx ]

1 ≥1
2

3 -K xxx

4
≥1
5

6
≥1 =1
1: AS nicht speichernd

2: AS man. Rückstellung
≥1
3: AS Rückst. b. Störf.

4: AS Rückst. b. Netzst
& ≥1
5: RS nicht speichernd
&
6: RS man. Rückstellung &
& ≥1 AUSG:
Zustand K 301
[ zzz zzz ]
AUSG:
Fkt.zuordnung K xxx & S1 1
[ yyy xxx ]
R1

Meldung 1
Meldung 2
Meldung 3 m aus n
Meldung n

≥1 & ≥1
ausgew. Meldung

&
GRUND:
Generalanregung AUSG:
1 S.h. rückgestellt
[ 040 000 ] & [ 040 088 ]
ST_AZ:
Netzstörung läuft
[ 035 004 ]
GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen
GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]

AUSG:
Rückst. S.h. BED
[ 021 009 ]

1 1
100 ms
0: nicht ausführen

1: ausführen
AUSG:
Rückst. S.h. EXT
[ 040 015 ]
19Z8741A

Abb. 3-38: Konfiguration, Einstellung der Betriebsart und Blockade der Ausgangsrelais

Test der Ausgangsrelais


Zu Prüfzwecken besteht die Möglichkeit, ein Ausgangsrelais auszuwählen und
über Einstellparameter anzusteuern. Bei Anstoß der Prüfung muss das Gerät
offline geschaltet sein. Die Ansteuerung bleibt für die eingestellte Haltezeit
wirksam.

3-60 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

AUSG:
Relaiszuordn. Test
[ 003 042 ]

AUSG:
Fkt.zuordnung K xx1
[ AAA AAA ]

AUSG:
Fkt.zuordnung K xx2
[ BBB BBB ]

AUSG:
Fkt.zuordnung K xx3
[ CCC CCC ]

AUSG:
Fkt.zuordnung K xxx
[ ZZZ ZZZ ]

GRUND: AUSG:
Gerät online
ausgew. Relais & Relais-Test läuft
[ 003 030 ] 402 107

0: nein (= off)

AUSG:
AUSG: Haltezeit Test
Test [ 003 044 ]
[ 003 043 ]

0 &

0: nicht ausführen

1: ausführen

19Z8739A

Abb. 3-39: Test der Ausgangsrelais

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-61


P132 3 Arbeitsweise

3.10 Messwertausgabe (Funktionsgruppe MESSA)


Es können Messwerte, die das P132 zur Verfügung stellt, ausgewählt werden, die
BCD‑codiert über Ausgangsrelais oder als analoger Gleichstrom ausgegeben
werden. Die Ausgabe als Gleichstrom erfolgt nur, wenn der Analogbaustein Y
bestückt ist. Die BCD-codierte Ausgabe kann jedoch unabhängig von der
Bestückung mit dem Analogbaustein Y erfolgen.

3.10.1 Allgemeine Einstellungen

3.10.1.1 Aus-/Einschalten der Messwertausgabe


Die Messwertausgabe kann über Einstellparameter aus-/eingeschaltet werden.

MESSE:
eingeschaltet BED
[ 011 100 ]

0
MESSE:
1 eingeschaltet
[ 035 008 ]
0: nein

1: ja

S8Z52H1A

Abb. 3-40: Aus-/Einschalten der Messwertausgabe.

3.10.1.2 Freigabe der Messwertausgabe


Über einen binären Signaleingang kann die Messwertausgabe freigegeben
werden, sofern die Funktion MESSA : F re i g. Au s gabe EXT konfiguriert wurde.
Wurde die Funktion MESSA : F re i g. Au s gabe EXT auf keinen binären
Signaleingang konfiguriert, ist die Messwertausgabe immer freigegeben.

EING:
Fkt.zuordnung U xxx
[ xxx xxx ]

U x1

U x2

U x3

U xx

Adresse 036 085 MESSA:


Freigabe
304 600
MESSA:
Freig. Ausgabe EXT
[ 036 085 ]

S8Z52H5A

Abb. 3-41: Freigabe der Messwertausgabe.

3-62 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.10.1.3 Rückstellen der Messwertausgabe


Die BCD-codierte oder analoge Ausgabe von Messwerten wird während des
Ablaufes der Haltezeit abgebrochen, wenn eine der folgenden Bedingungen
erfüllt ist:
● Über die integrierte Vor-Ort-Bedienung oder einen entsprechend
konfigurierten binären Signaleingang wird die Messwertausgabe
rückgestellt.
● Bei General Rückstellung.
● Bei Rückstellung der Leuchtanzeigen.

MESSA:
Rückst. Ausg. BED
[ 037 116 ]

1
0: nicht ausführen

1: ausführen

MESSA:
MESSA: Ausgabe rückgestellt
Rückst. Ausg. EXT
[ 036 087 ] [ 037 117 ]

GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ] MESSA:
Rückst. Meßw.ausgabe
1: ausführen 304 601
GRUND:
Rückst. Anz. BED
[ 021 010 ]
1: ausführen
GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
GRUND:
Rückst. Anz. EXT
[ 065 001 ]

47Z13H6A

Abb. 3-42: Rückstellen der Messwertausgabe.

3.10.1.4 Skalierung
Die Skalierung dient der Abbildung des physikalischen Messbereichs auf den
geräteinternen Einstellbereich.
Die Skalierbarkeit der Ausgabe ist auch für die vorzeichenbehaftete Ausgabe
einiger Störfallmesswerte, insbesondere der prozentualen Fehlerortangabe,
geeignet.

3.10.2 BCD-codierte Messwertausgabe


Es kann ein Messwert ausgewählt werden, der BCD-codiert über Ausgangsrelais
ausgegeben wird.
Der ausgewählte Messwert wird für die Dauer der einstellbaren Haltezeit
MESSA: Halt ezeit A us g. BC D BCD-codiert ausgegeben. Konnte der
ausgewählte Messwert nicht eingemessen werden, wird kein Messwert
ausgegeben.

3.10.2.1 Ausgabe von Ereignismesswerten


Wird während des Ablaufes der Haltezeit der Ereignismesswert aktualisiert, wird
der Speicher der Messwertausgabe gelöscht und die Haltezeit erneut gestartet.
Das heißt, der aktualisierte Wert wird sofort ausgegeben.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-63


P132 3 Arbeitsweise

3.10.2.2 Ausgabe von Betriebsmesswerten


Der Betriebsmesswert wird für die Dauer der Haltezeit ausgegeben. Nach Ablauf
der Haltezeit wird der aktuelle Wert übernommen und die Haltezeit erneut
gestartet. Wurde die Haltezeit auf blockiert eingestellt, bleibt der ausgegebene
Betriebsmesswert solange gespeichert, bis die Messwertausgabe rückgestellt
wird.

3.10.2.3 Skalierung der BCD-Ausgabe


Zur Definition der Auflösung bei der Messwertausgabe werden der auszugebende
Messwertebereich (Mx,min ... Mx,max) in skalierter Form (als Mx,skal,min ...
Mx,skal,max) sowie der zugehörige BCD-Anzeigebereich (BCD,min ... BCD,max)
eingestellt:
● MESSA: skal. min . Wert BCD
● MESSA: skal. max. We rt BCD
● MESSA: mi n. A nzei ge we rt BCD
● MESSA: max . An zei ge wert BC D
Der BCD-Anzeigebereich ist so zu wählen, dass der Wert 399 nicht überschritten
wird. Geschieht dies doch, oder liegt der Messwert außerhalb des zulässigen
Messbereiches, wird der Wert für „Überlauf“ (alle Relais angesteuert) übertragen.

Messwerte Bereich

Messwerte der Variablen Mx Mx,BE1 ... Mx,BE2

Zugehörige skalierte Messwerte 0 ... 1

Skaliert wird mit Bezug auf den Gesamtwertebereich des ausgewählten


Messwertes (Variable Mx). Der Gesamtwertebereich wird durch seine Endwerte
Mx,BE1 und Mx,BE2 definiert. (Mx,BE1 und Mx,BE2 sind im Bedienprogramm
S&R-103 (MiCOM S1) unter „Minimum“ bzw. „Maximum“ aufgeführt.)

Auszugebende Messwerte Bereich

Auszugebende Messwerte Mx,min ... Mx,max

Auszugebende skalierte Messwerte Mx,skal,min ... Mx,skal,max


wobei:
Mx,skal,min = (Mx,min - Mx,BE1) / (Mx,BE2 -
Mx,BE1)
Mx,skal,max = (Mx,max - Mx,BE1) / (Mx,BE2 -
Mx,BE1)

Bezeichnung dieser Einstellwerte im Datenmodell „skal. min. Wert BCD“ ... „skal. max. Wert BCD“

3-64 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Messwerte BCD-codierte Anzeigewerte

Messwerte im Bereich „auszugebende „min. Anzeigewert BCD“ ... „max. Anzeigewert


Messwerte“: BCD“
(Wert BCD gültig)

Messwerte Mx: „min. Anzeigewert BCD“ (Wert BCD nicht gültig)


Mx,BE1 ≤ Mx ≤ Mx,min

Messwerte Mx: „max. Anzeigewert BCD“ (Wert BCD nicht gültig)


Mx,max ≤ Mx ≤ Mx,BE2

Messwerte Mx: „max. Anzeigewert BCD“ (Überlauf)


Mx < Mx,BE1
oder
Mx > Mx,BE2

3.10.2.4 Beispiel zur Skalierung der BCD-Ausgabe


Der Wertebereich des Störfallmesswerts sei -320,00% ... +320,00%.
Der normierte Fehlerort sei im Bereich von 0% bis 200% auszugeben.

Messwerte Bereich

Störfallmesswert -320,00% ... +320,00%


ST_ME: Fehlerort n orm.

Zugehörige skalierte Messwerte 0 ... 1

Auszugebende Messwerte Bereich

Auszugebende Messwerte 0% ... 200%

Auszugebende skalierte Messwerte 0,5 ... 0,813


wobei:
0,500 = 320/640
0,813 = 520/640

Messwerte BCD-codierte Anzeigewerte

Messwerte im Bereich „auszugebende 0 ... 200


Messwerte“:

Hierfür ist folgende Geräteeinstellung zu wählen:


/Parameter/Konfig.parameter/

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-65


P132 3 Arbeitsweise

Address Description Current value

056 020 MESSA: Fkt.gruppe MESSA mit

031 074 MESSA: ei nges chaltet BE D ja

053 002 MESSA: Fkt.zu ordnu ng BCD ST_ME: Feh lerort norm .

010 010 ME SSA: Hal te zei t Aus g. BC D 1,00 s

037 140 M ESSA: s kal . m in. We rt BCD 0,500

037 141 MESSA: skal . max. W ert 0,813


BCD

037 142 ME SS A: min . Anze igew er t 0


BC D

037 143 MESSA: max. A nze ige we r t 200


BCD

Das folgende Bild zeigt die ausgegebenen Werte als Funktion des Fehlerortes.
Nur im Bereich 0 ... 200% wird mit dem BCD-kodierten Wert auch die Meldung
MESSA: Wert BC D gül ti g = ja ausgegeben.

ST_ME: MESSA: ST_ME:


Fehlerort norm. Wert BCD gültig Fehlerort norm.
BCD-Wert [004 027] [037 050] [004 027]

200

ST_ME:
-320% 0% 200% 320% Fehlerort norm.
[004 027]

47Z1040A

Abb. 3-43: BCD-kodierte Ausgabe des Fehlerortes.

3-66 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

MESSA:
MESSA: Haltezeit Ausg. BCD
eingeschaltet [ 010 010 ]
[ 037 102 ]

MESSA:
1-er Bit 0 (BCD)
[ 037 051 ]

MESSA:
1-er Bit 1 (BCD)
[ 037 052 ]
Einstellung block.
MESSA:
1-er Bit 2 (BCD)
[ 037 053 ]

MESSA: MESSA:
Freigabe 1-er Bit 3 (BCD)
304 600 [ 037 054 ]

MESSA:
10-er Bit 0 (BCD)
[ 037 055 ]

MESSA:
10-er Bit 1 (BCD)
MESSA: [ 037 056 ]
Rückst. Meßw.ausgabe
304 601 MESSA:
10-er Bit 2 (BCD)
[ 037 057 ]

MESSA:
10-er Bit 3 (BCD)
[ 037 058 ]
MESSA:
100-er Bit 0 (BCD)
[ 037 059 ]
ausgewählter
MESSA:
Betriebsmeßwert 100-er Bit 1 (BCD)
[ 037 060 ]
ausgewählter
Ereignismeßwert
wird aktualisiert
MESSA:
ausgew. Meßwert Wert BCD gültig
Wert nicht eingem. [ 037 050 ]

ausgew. Meßwert
Überlauf

MESSA:
Fkt.zuordnung BCD Meßwert ≥ 399
[ 053 002 ]

Meßwert 1

Meßwert 2

Meßwert 3

Meßwert n c1
c2
Skalierung
der BCD-Ausgabe
ausgew. Meßwert 1
++ 2

MESSA: 1...2
Ausgabe Wert x
[ * ]

0 . . . 100 %

Skalierung der BCD-Ausgabe


++
MESSA:
MESSA: Adresse skal. min. Wert BCD 037 140
Ausgabe Wert x
MESSA:
x: 1 037 120 skal. max. Wert BCD 037 141
MESSA:
x: 2 037 121 min. Anzeigewert BCD 037 142

x: 3 MESSA:
037 122 max. Anzeigewert BCD 037 143

19Z5264A

Abb. 3-44: BCD-codierte Messwertausgabe. Das Verhalten bei Überlauf ist im BCD-Beispiel (vorausgehendes Bild)
ersichtlich.

3.10.3 Analoge Messwertausgabe


Die analoge Messwertausgabe ist zweikanalig.
Aus den im P132 zur Verfügung stehenden Messwerten können zwei Messwerte
ausgewählt und als eingeprägter Gleichstrom ausgegeben werden. Für
spezifische Anpassungen – z.B. Anpassung an die Skalierung eines Messgerätes –
können drei Stützstellen je Kanal definiert werden. Der ausgegebene Gleichstrom
wird als Betriebsmesswert angezeigt.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-67


P132 3 Arbeitsweise

Der ausgewählte Messwert wird für die Dauer der einstellbaren Haltezeit
MESSA: Halt ezeit A usgabe A1 als Gleichstrom ausgegeben. Konnte der
ausgewählte Messwert nicht eingemessen werden, wird kein Messwert
ausgegeben.

3.10.3.1 Ausgabe von Ereignismesswerten


Wird während des Ablaufes der Haltezeit der Ereignismesswert aktualisiert, wird
der Speicher der Messwertausgabe gelöscht und die Haltezeit erneut gestartet.
Das heißt, der aktualisierte Wert wird sofort ausgegeben.

3.10.3.2 Ausgabe von Betriebsmesswerten


Der Betriebsmesswert wird für die Dauer der Haltezeit ausgegeben. Nach Ablauf
der Haltezeit wird der aktuelle Wert übernommen und die Haltezeit erneut
gestartet. Wurde die Haltezeit auf blockiert eingestellt, bleibt der ausgegebene
Betriebsmesswert solange gespeichert, bis die Messwertausgabe rückgestellt
wird.

3.10.3.3 Konfiguration der den Ausgangskanälen zugeordneten Ausgangsrelais


Es ist zu beachten, dass die Gleichstromausgabe nur erfolgt, wenn die den
Ausgangskanälen zugeordneten Ausgangsrelais auf MESSA: Wert A1
ausge be n konfiguriert sind, da andernfalls die Ausgangskanäle kurzgeschlossen
bleiben (siehe Anschlusspläne, Abschnitt 5.7, (S. 5-24)).

3.10.3.4 Skalierung der Analoganzeige


Zur Definition der Auflösung bei der Messwertausgabe werden der auszugebende
Messwertebereich in skalierter Form sowie der zugehörige Anzeigebereich
eingestellt. Zusätzlich wird ein Knickpunkt definiert. So kann eine Kennlinie der
analogen Ausgabe wie in Bild 3-45, (S. 3-71) dargestellt realisiert werden.

3.10.3.5 Auszugebender Messwertebereich


Der auszugebende Messwertebereich sei (Mx,min ... Mx,Knp ... Mx,max), wobei:
● Mx,min: kleinster auszugebender Wert
● Mx,Knp: Knickpunktwert des auszugebende Messwertebereichs
● Mx,max: größter auszugebender Wert
Dieser auszugebende Messwertebereich wird mit Hilfe der folgenden
Einstellparameter definiert:
● MES SA: sk al. mi n. We rt A1 bzw. MESSA : skal. min. Wert A2
● MESS A: skal. Kn ickpunkt A1 bzw. MESSA: skal. Knick punkt A2
● MESSA : skal. max. We rt A1 bzw. MESSA: sk al. max. Wert A 2
Skaliert wird mit Bezug auf den Gesamtwertebereich des ausgewählten
Messwertes (Variable Mx). Der Gesamtwertebereich wird durch seine Endwerte
Mx,BE1 und Mx,BE2 definiert. (Mx,BE1 und Mx,BE2 sind im Bedienprogramm
S&R-103 (MiCOM S1) unter „Minimum“ bzw. „Maximum“ aufgeführt.)

Messwerte Bereich

Messwerte der Variablen Mx Mx,BE1 ... Mx,BE2

Zugehörige skalierte Messwerte 0 ... 1

3-68 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Auszugebende Messwerte Bereich

Auszugebende Messwerte mit Knickpunktwert Mx,min ... Mx,Knp ... Mx,max

Auszugebende skalierte Messwerte mit skaliertem Mx,skal,min ... Mx,skal,Knp ... Mx,skal,max
Knickpunktwert wobei:
Mx,skal,min = (Mx,min - Mx,BE1) / (Mx,BE2 -
Mx,BE1)
Mx,skal,Knp = (Mx,Knp - Mx,BE1) / (Mx,BE2 -
Mx,BE1)
Mx,skal,max = (Mx,max - Mx,BE1) / (Mx,BE2 -
Mx,BE1)

Bezeichnung dieser Einstellwerte im Datenmodell „skal. min. Wert Ax“ ... „skal. Knickpunkt Ax“ ...
„skal. max. Wert Ax“

3.10.3.6 Zugehöriger Anzeigebereich


Der zugehörige Anzeigebereich wird mit Hilfe der folgenden Einstellparameter
zugeordnet:
● ME SSA: min . An ze ige we rt A1 bzw. MESSA : min. Anzeige we rt A2
● MESSA: Knick punkt A n z. A 1 bzw. ME SSA : Knickpunkt Anz. A2
● MESSA: max. Anze ige wer t A 1 bzw. MESSA: max. Anze igewe r t A2

Messwerte Analoge Anzeigewerte

Messwerte im Bereich „auszugebende Messwerte“ „min. Anzeigewert Ax“ ... „Knickpunkt Anz. Ax“ ...
„max. Anzeigewert Ax“
(Wert Ax gültig)

Messwerte Mx: „min. Anzeigewert Ax“ (Wert Ax nicht gültig)


Mx,BE1 ≤ Mx ≤ Mx,min

Messwerte Mx: „max. Anzeigewert Ax“ (Wert Ax nicht gültig)


Mx,max ≤ Mx ≤ Mx,BE2

Messwerte Mx: „max. Anzeigewert Ax“ (Überlauf)


Mx < Mx,BE1
oder
Mx > Mx,BE2

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-69


P132 3 Arbeitsweise

3.10.3.7 Beispiel: Skalierung für die Analoganzeige


Als zu übertragender Messwert in Kanal A1 sei die Spannung U12 ausgewählt.
Der Messbereich betrage 0 ... 1,5 Unom wobei Unom = 100 V.
Der zu übertragende Bereich sei 0,02 ... 1 Unom mit zugehöriger Anzeige 4 mA ...
18 mA.
Der Knickpunkt der Kennlinie sei 0,1 Unom mit zugehöriger Anzeige 16 mA.

Messwerte Bereich

Messwerte der Variablen Mx 0 V ... 150 V

Zugehörige skalierte Messwerte 0 ... 1

Auszugebende Messwerte Bereich

Auszugebende Messwerte mit Knickpunktwert 2 V ...10 V... 100 V

Zugehörige skalierte Messwerte 0,013 ... 0,067 ... 0,67


wobei:
Mx,skal,min = (2 V - 0 V ) / (150 V - 0 V ) = 0,013
Mx,skal,Knp = (10 V - 0 V ) / (150 V - 0 V ) = 0,067
Mx,skal,max = (100 V- 0 V ) / (150 V - 0 V ) = 0,67

Messwerte Analoge Anzeigewerte

Messwerte im Bereich "auszugebende Messwerte" 4 mA ... 16 mA ... 18 mA


0,02 ... 0,1 Unom ... 1 Unom

Hierfür ist folgende Geräteeinstellung im Menüzweig Parameter/


Konfig.parameter zu wählen:

Adresse Bezeichnung Aktueller Wert

056 020 MESSA: Fk t.grup pe ME SSA mit

031 074 MESSA: eingeschalte t BED ja

053 000 MESSA: Fk t.zuordnung A 1 GRUND: Spannu n g U12 n orm.

010 114 ME SSA: Halte zei t Ausgabe A 1 1.00 s

037 104 MESSA: sk al. min . We rt A 1 0.013 (entspr. 0.02 Unom)

037 105 MESSA: skal. Kni ckp unkt A 1 0.067 (entspr. 0.10 Unom)

037 106 MESSA: skal . max . We rt A 1 0.667 (entspr. 1.00 Unom)

037 107 MESSA: min . Anze igewe r t A 1 4 mA

037 108 MESSA: Knickp un kt Anz. A1 16 mA

037 109 MESSA: max . Anze ige wer t A1 18 mA

3-70 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Durch Einstellung von MESSA : min . Anze i ge we rt A 1 wird der Ausgangsstrom


bestimmt, der bei Werten kleiner/gleich dem eingestellten minimal zu
übertragenden Messwert ausgegeben wird. Die Einstellung MESSA: max.
Anzeig ewert A1 bestimmt den Ausgangsstrom, der beim maximal zu
übertagenden Messwert ausgegeben wird. Durch Definition des Knickpunktes
sind zwei Kennlinienabschnitte mit unterschiedlicher Steigung realisierbar. Bei
der Einstellung ist zu berücksichtigen, dass nur eine monoton steigende oder
eine monoton fallende Kennlinie zulässig ist. Bei einer abweichenden Einstellung
wird die Meldung S ELBÜ: Unzu l. K en nl . A1 generiert.

Die Prüfung der eingestellten Kennlinie sowie die Annahme der Kennlinie durch das
P132 bei zulässiger Einstellung finden erst dann statt, wenn das P132 bei
G R U N D : G e r ä t o n l i n e wieder online geschaltet wird.

Ia / mA
20

Max. 18
Anzeigewert
Knickpunkt 16
Anzeigewert
14

12

10

Min. 4
Anzeigewert
2

0
0 0,02 0,1 1 1,2 1,3 1,4 1,5 Unom
0,013 0,067 0,667 1,0 Mx,skal

19Z5265A

Abb. 3-45: Beispiel für eine Kennlinie der analogen Messwertausgabe. In diesem Beispiel ist der Bereichs-
Anfangswert gleich 0, es ist aber auch eine vorzeichenbehaftete Ausgabe möglich (entsprechend dem Beispiel im
Abschnitt BCD-codierte Messwertausgabe).

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-71


P132 3 Arbeitsweise

MESSA:
Wert A1 ausgeben
[ 037 118 ]
MESSA:
MESSA: Haltezeit Ausgabe A1
eingeschaltet [ 010 114 ]
[ 037 102 ]

Einstell. blockiert c
MESSA:
Freigabe
304 600
Ausgangskanal 1 (A1)

[ --- --- ]

MESSA: R
Rückst. Meßw.ausgabe
304 601
ausgewählter
Betriebsmeßwert

AUSG: ausgewählter
Fkt.zuordnung K xxx Ereignismeßwert
[ xxx xxx ] wird aktualisiert

c
K x1

K x2 MESSA:
skal. min. Wert A1
K x3 [ 037 104 ]

K xx MESSA:
skal. Knickpunkt A1
[ 037 105 ]
c
MESSA:
Wert A1 ausgeben MESSA:
[ 037 118 ] skal. max. Wert A1
[ 037 106 ]

MESSA:
min. Anzeigewert A1
[ 037 107 ]
MESSA:
Fkt.zuordnung A1
MESSA:
[ 053 000 ] Knickpunkt Anz. A1
[ 037 108 ]
Meßwert 1
MESSA:
max. Anzeigewert A1
Meßwert 2 [ 037 109 ]
Meßwert 3

Meßwert n

SELBÜ:
ausgew. Meßwert Unzul. Kennl. A1
[ 093 114 ]

Wert im Anzeige- MESSA:


Wert A1 gültig
und Skalierbereich [ 069 014 ]
MESSA:
Ausgabe Wert x
[ * ] Wert liegt im
Anzeigeber. jedoch
oberhalb Skalierber.

c1
0 . . . 100 % Wert < Anzeigeber. c2
c3

MESSA: Adresse Anzeigewert 1


Ausgabe Wert x
2
X: 1 037 120
min. Anzeigewert 3
X: 2 037 121
1 . . . 3 MESSA:
X: 3 037 122 Strom A1
max. Anzeigewert [ 005 100 ]

ausgew. Meßwert
Wert nicht eingem.

ausgew. Meßwert
Wert eingemessen

ausgew. Meßwert
Überlauf

S8Z52H8B

Abb. 3-46: Analoge Messwertausgabe.

3-72 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.10.4 Ausgabe „externer“ Messwerte


Über die Kommunikationsschnittstelle können Messwerte externer Einrichtungen,
die auf 0 ... 100 % skaliert sein müssen, auf die folgenden Parameter des P132
geschrieben werden:
● MESSA: Ausgabe We rt 1
● MES SA: Ausgabe We rt 2
● MESSA: Ausgabe W er t 3
Bei entsprechender Konfiguration der BCD‑codierten Messwertausgabe oder der
Kanäle der analogen Messwertausgabe werden diese „externen“ Messwerte BCD-
codiert bzw. als eingeprägter Gleichstrom vom P132 ausgegeben.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-73


P132 3 Arbeitsweise

3.11 Konfiguration und Betriebsart der Leuchtanzeigen


(Funktionsgruppe LED)
Das P132 verfügt über 23 Leuchtanzeigen zur Signalisierung binärer Signale.
Einige der Leuchtanzeigen sind fest mit Funktionen belegt. Die übrigen
Leuchtanzeigen sind frei konfigurierbar. Diese frei konfigurierbaren LEDs können
rot oder grün oder gelb leuchten (wobei gelb nicht unabhängig konfiguriert
werden kann, sondern sich als Mischfarbe aus rot und grün ergibt).

3.11.1 Konfiguration der Leuchtanzeigen


Jeder der zwei Farben rot und grün der frei konfigurierbaren Leuchtanzeigen
kann jeweils eine binäre Meldung zugeordnet werden. Dieselbe binäre Meldung
kann auf mehrere Leuchtanzeigen (bzw. Farben) konfiguriert werden.

Leuchtanzeige Beschriftung Konfiguration

H 1 (grün) Betrieb Nicht konfigurierbar. H 1 signalisiert die Funktionsbereitschaft


des Geräts (Versorgungsspannung vorhanden).

H 17(rot) Änderungsmod. Nicht konfigurierbar. H 17 signalisiert den Eingabemodus. Nur in


diesem Modus können Einstellungen durch Betätigen der „Auf“-/
„Ab“-Taster geändert werden. (Siehe Abschnitt 6.2, (S. 6-2).)

H 2 (gelb) Block./Störung Fest belegt mit der Funktion GRU ND: Bl ockade/Störung.

H 3 (gelb) Warnung Fest belegt mit der Funktion SEL BÜ: War nung ( LED).

H 4 (rot) Aus Kommando Beim P132 standardmäßig belegt mit der Funktion
GRUND: Ge n. Au s Me ldun g – Konfiguration aber änderbar.

H 4 (grün) ― Die grüne Farbe dieser Leuchtanzeige ist frei konfigurierbar.

H 5 bis H 16 ― Beide Farbanteile (rot/grün) dieser Leuchtanzeigen sind


unabhängig voneinander frei konfigurierbar.

3.11.2 Anordnung der Leuchtanzeigen


Das folgende Bild illustriert die Anordnung der Leuchtanzeigen auf der Vor-Ort-
Bedienung.

3-74 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Aus Kommando
H18
Warnung
Block./Störung
Betrieb
H19
Änderungsmod.

H20

H21

H22

H23

Abb. 3-47: Anordnung der Leuchtanzeigen (exemplarisch am Beispiel eines 40TE-Gehäuses).

3.11.3 Betriebsart der Leuchtanzeigen


Für jede der frei konfigurierbaren Leuchtanzeigen kann eine Betriebsart
eingestellt werden, durch die festgelegt wird, ob die Leuchtanzeige in Arbeits-
(AS) oder Ruhestrombetrieb (RS) betrieben wird, ob sie blinkt und ob sie in
Selbsthaltung geht. Die Selbsthaltung wird – abhängig von der gewählten
Betriebsart – in folgenden Fällen aufgehoben:
● manuell über Einstellparameter oder einen entsprechend konfigurierten
binären Signaleingang (siehe Abschnitt 3.12.20, (S. 3-120)),
● oder zu Beginn eines neuen Störfalles, gekennzeichnet durch das Kommen
einer Generalanregung oder einer neuen Netzstörung.
Insgesamt ergeben sich hieraus acht Betriebsarten als Kombinationen aus den
folgenden Komponenten:

nicht speichernd speichernd mit


manueller Rückstellung

nicht blinkend Arbeitsstrom AS nicht speichernd AS man. Rückstellung

Ruhestrom RS nicht speichernd RS man. Rückstellung

blinkend Arbeitsstrom AS nicht speich. bl AS man. Rück. bl

Ruhestrom RS nicht speich. bl RS man. Rückst. bl

In addition to these there are the following 4 operating modes:

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-75


P132 3 Arbeitsweise

Arbeitsstrom mit Rückstellung bei Arbeitsstrom mit Rückstellung bei


neuem Störfall neuer Netzstörung

nicht blinkend AS Rückst. b. Störf. AS Rückst. b. Netzst

blinkend AS Rst. b. Störf. bl AS Rst. b. Netzst bl

Außerdem steht noch als 13. Betriebsart zur Verfügung: Arbeitsstrom


Alarmeinheit (AS Alarmeinheit). In diesem Falle ist das Blinkverhalten wie folgt:
● Bei erstem Kommen des Signals, das der LED zugeordnet ist, beginnt diese
zu blinken.
Die LED blinkt in der Farbe, die per Konfiguration diesem Signal zugeordnet
ist; falls beide Farben (rot und grün) konfiguriert sind und beide Signale
aktiv werden, blinkt die LED in gelber Farbe.
● Werden die Leuchtanzeigen rückgesetzt und das konfigurierte Signal steht
immer noch an, dann leuchtet die LED kontinuierlich (d.h. nicht blinkend).
Wichtig: Falls die LED in gelber Farbe blinkte, behält sie die gelbe Farbe
bei, auch wenn eines der zwei konfigurierten Signale nicht mehr ansteht.
● Falls bei Rücksetzen der Leuchtanzeigen oder danach kein konfiguriertes
Signal mehr ansteht, erlischt die LED.
● Falls später, nach dem Verlöschen der LED, ein zugeordnetes Signal erneut
kommt, beginnt die LED erneut (in der zugeordneten Farbe) zu blinken.
Falls beide Farben konfiguriert wurden und die LED nach dem Rücksetzen
kontinuierlich gelb leuchtet, ist es denkbar, dass eines der beiden Signale
geht und wieder kommt, während das andere Signal durchgehend ansteht.
Auch in diesem Falle beginnt die LED beim erneuten Kommen des zweiten
Signals wieder gelb zu blinken. Weil aber die LED während der gesamten
Zeit immer gelb bleibt, ist es nicht mehr möglich, die beiden Signale
voneinander zu unterscheiden. Insofern ist generell Vorsicht angeraten,
wenn zwei verschiedene Signale auf eine LED dieser Betriebsart
konfiguriert werden.

3-76 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

LED:
Betriebsart H xx
[ xxx xxx ]

10

11

12

13 ≥1
1: AS nicht speichernd
2: AS man. Rückstellung
3: AS Rückst. b. Störf.
4: AS Rückst. b. Netzst !G!
5: RS nicht speichernd
6: RS man. Rückstellung
7: AS nicht speich. bl
8: AS man. Rück. bl -Hxx (rot)
9: AS Rst. b. Störf. bl
10: AS Rst. b. Netzst bl
11: RS nicht speich. bl
12: RS man. Rückst. bl
13: AS Alarmeinheit

& LED:
Zustand H xx rot
[ zzz zzz ]
LED: &
Fkt.zuord. Hxx rot
[ yyy yyy ]
&

Meldung 1 &
Meldung 2 &
Meldung 3 m aus n
Meldung n
& S1 1

& R1
ausgew. Meldungen

&

&
ST_AZ:
Ereignis läuft
[ 035 000 ]
&
ST_AZ:
Netzstörung läuft
[ 035 004 ]

GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen

GRUND:
Rückstellen LED
306 020 12Z8100A

Abb. 3-48: Konfiguration und Betriebsart der Leuchtanzeigen am Beispiel der LED-Farbe „rot“.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-77


P132 3 Arbeitsweise

3.12 Grundfunktionen des P132 (Funktionsgruppe GRUND)

3.12.1 Aufbereitung der Messgrößen


Dem P132 werden die sekundären Leiterströme der Anlagenwandler zugeführt.
Desweiteren ist optional der Anschluss an bis zu fünf Spannungswandler möglich.
Die Messgrößen werden - galvanisch getrennt - auf normierte Elektronikpegel
umgesetzt. Im Leiterstrompfad sind zur Unterdrückung von aperiodischen
Signalanteilen Luftspaltwandler eingesetzt. Die analogen Größen werden
digitalisiert und stehen so für die weitere Verarbeitung zur Verfügung.
Einstellungen, die nicht auf Nenngrößen bezogen vorgenommen werden, werden
vom P132 auf Nenngrößen umgerechnet. Hierfür sind die sekundären
Nennströme und Nennspannungen der Anlagenwandler einzustellen.
Am P132 ist der Anschluss-Sinn der Messkreise einzustellen. Bild 3-49, (S. 3-79)
zeigt den standardmäßigen Anschluss. Die Phase der digitalisierten Ströme wird
durch diese Einstellung um 180° gedreht.
Soll das P132 mit wattmetrischer Erdschlussrichtungserkennung arbeiten, muss
der Stromwandler T4 an einen Stromwandler in Holmgreenschaltung – wie
in Bild 3-49, (S. 3-79) gestrichelt dargestellt – oder an einen
Kabelumbauwandler angeschlossen werden.
Bei Bestückung des P132 mit der Temperaturmesskarte (RTD-Baustein für
PT 100, Ni 100 oder Ni 120) können zusätzlich zu einem
PT 100‑Widerstandsthermometer am Analogbaustein (E/A) weitere
Temperaturfühler an der Temperaturmesskarte angeschlossen werden wie in
Abschnitt 3.8.2, (S. 3-55) beschrieben.

3-78 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

L1
L2
L3

GRUND:
Uref,nom Wandl. sek.
[ 031 052 ]
1U
U̲ref
2U

GRUND: GRUND:
Anschl. Meßkreise IL Inom Gerät
[ 010 004 ] [ 010 003 ]
I1

X X∙Y I̲L1
I2
X X∙Y I̲L2

I3 X X∙Y I̲L3

1: standardmäßig
IE (Y = 1)
2: umgekehrt
(Y = -1)

GRUND: GRUND:
Anschl. Meßkreise IE IE,nom Gerät
[ 010 019 ] [ 010 026 ]

X X∙Y I̲E

1: standardmäßig
(Y = 1)
2: umgekehrt
(Y = -1)

GRUND:
UNE,nom Wandler sek.
[ 010 028 ]
n e
U̲N-E
n

GRUND:
Unom Wandler sek.
[ 010 009 ]
U

U̲L1-E
e V
U̲L2-E
W
U̲L3-E
N

19Z6402A

Abb. 3-49: Anschluss der Messkreise des P132. (Bei Bestückung des P132 mit der Temperaturmesskarte (RTD-
Baustein): Siehe auch die Verweise im vorausgehenden Text.)

3.12.2 Phasenwechsel-Funktion
Die Phasenwechsel-Funktion dient dem Schutz von Maschinen mit Links‑/
Rechtslaufsteuerung des Motors, die über Phasendrehung parallel geschalteter
Leistungsschalter (einer mit Phasendrehung) betrieben werden, wobei die
Spannung sammelschienenseitig und der Strom abgangseitig zwischen

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-79


P132 3 Arbeitsweise

Leistungsschalter und Motor gemessen wird und damit je nach Betriebsart


invertiert zur Spannung gemessen werden kann. Dank der Phasenwechsel-
Funktion kann das P132 die korrekte Arbeitsweise aller Schutzfunktionen
erhalten, auch wenn der Phasenwechsel innerhalb der geschützten Zone
stattfindet.
Dazu wird gleich nach der AD-Wandlung die Verbindung zwischen dem
physikalischen Wandlereingang und dem internen numerischen Signal der
Einstellung entsprechend vertauscht. (Die Messwerte in den entsprechenden
Messwertspeichern werden gegeneinander ausgetauscht.) Somit kann die
weitere Verarbeitung der Messwerte unverändert bleiben und die
Implementierung der Schutzfunktionen bleibt unberührt.
Der folgende Einstellparameter steht für den Phasenwechsel zur Verfügung:

Parameter Wert

GRUND: Phasenwechsel I PSx ● ohne


● PS1: (010 200) ● Leiter 1-2
● PS2: (010 201) ● Leiter 2-3
● PS3: (010 202) ● Leiter 3-1
● PS4: (010 203)

Über die Parametersätze kann der Phasenwechsel problemlos über eine der
Schnittstellen (VOB, PC, KOMMx) oder über entsprechend konfigurierte binäre
Eingänge aktiviert werden.
Durch Aktivierung eines binären Einganges, nämlich durch Belegung mit
GRU ND: Phasenwechse l I EXT, kann die im aktiven Parametersatz über
GRU ND: Phasenwechse l I P Sx vorgegebene Phasenfolge des Stromes
invertiert werden.

3.12.3 Betriebsmesswerterfassung
Das P132 verfügt über eine Betriebsmesswerterfassung, die die vom P132
gemessenen Ströme und Spannungen und daraus abgeleitete Größen anzeigt. Es
müssen einstellbare Mindestschwellen überschritten werden, damit Messwerte
angezeigt werden. Falls die Mindestschwellen nicht überschritten werden, wird
der Wert nicht eingemessen angezeigt. Folgende Messgrößen werden angezeigt:

3-80 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

● Leiterströme aller drei Leiter


● Verzögerte und gespeicherte Leiterströme aller drei Leiter
● Minimaler und maximaler Leiterstrom
● Verzögerter und gespeicherter maximaler Leiterstrom
● Erdstrom, den das P132 am Wandler T 4 misst, und errechneter
Summenstrom
● Errechneter ungefilterter Summenstrom
● Leiter-Erd-Spannungen
● Summe der drei Leiter-Erd-Spannungen und Verlagerungsspannung, die
das P132 am Wandler T 90 misst
● Referenzspannung, die das P132 am Wandler T 15 misst
● Leiter-Leiter-Spannungen
● Minimale und maximale Leiter-Leiter-Spannung und Minimale und
maximale Leiter-Erd-Spannung
● Mit- und Gegensystemstrom, bezogen auf Inom, unter Berücksichtigung der
eingestellten Phasenfolge (alternative Terminologie: Drehfeld)
● Mit- und Gegensystemspannung, jeweils bezogen auf Unom
● Wirk-, Blind- und Scheinleistung
● Wirkleistungsfaktor
● Positive und negative Wirk- und Blindarbeit
● Lastwinkel φ in allen drei Leitern
● Winkel zwischen gemessenem Erdstrom und gemessener
Verlagerungsspannung
● Phasenlage zwischen errechnetem und gemessenem Erdstrom (binäre
Anzeige von gleichphasiger bzw. gegenphasiger Phasenlage)
● Netzfrequenz
Die Messwerte werden in Abständen von ca. 1 s aktualisiert. Die Aktualisierung
wird abgebrochen, wenn die Selbstüberwachung einen Fehler der Hardware
feststellt.

3.12.3.1 Strommesswerte
Die Strommesswerte werden sowohl bezogen auf die Nenngrößen des P132 als
auch in Primärgrößen angezeigt. Damit eine Anzeige in Primärwerten erfolgen
kann, ist der primäre Nennstrom des Anlagenstromwandlers am P132
einzustellen.

Phasenfolge L1-L2-L3 (bzw. Drehfeld rechtsdrehend)


● Gegensystemstrom:
1
I gegen = 3 · | (I L1 + a 2 · I L2 + a · I L3) |
¯ ¯ ¯ ¯ ¯ ¯
● Mitsystemstrom:
1
I mit = 3 · | (I L1 + a · I L2 + a 2 · I L3) |
¯ ¯ ¯ ¯ ¯ ¯

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-81


P132 3 Arbeitsweise

Phasenfolge L1-L3-L2 (bzw. Drehfeld linksdrehend)


● Gegensystemstrom:
1
I gegen = 3 · | (I L1 + a · I L2 + a 2 · I L3) |
¯ ¯ ¯ ¯ ¯ ¯
● Mitsystemstrom:
1
I mit = 3 · | (I L1 + a 2 · I L2 + a · I L3) |
¯ ¯ ¯ ¯ ¯ ¯
● Hierbei bedeutet:
a = e2πj/3 = e j·120°
¯
a 2 = e4πj/3 = e j·240°
¯

GRUND:
Freigabe Meßwerte IL
GRUND: [ 011 030 ]
Generalanregung int.
306 539

GRUND: c
Hardwarefehler
306 540

I̲L1 c1

I̲L2 c2

I̲L3 c3

c4

c5

c6

1 GRUND:
Strom I1 norm.
[ 005 041 ]

2 GRUND:
Strom I2 norm.
[ 006 041 ]

3 GRUND:
Strom I3 norm.
[ 007 041 ]
+
+ 4 GRUND:
+ Strom Σ(IL) norm.
[ 005 011 ]

5 GRUND:
COMP Strom IL,max norm.
[ 005 051 ]

6 GRUND:
Strom IL,min norm.
[ 005 056 ]

I̲max
GRUND:
I̲min Inom Wandler prim.
[ 010 001 ]

GRUND:
Strom I1 prim.
[ 005 040 ]

GRUND:
Strom I2 prim.
[ 006 040 ]

GRUND:
Strom I3 prim.
[ 007 040 ]

GRUND:
Strom Σ(IL) prim.
[ 005 010 ]

GRUND:
Strom IL,max prim.
[ 005 050 ]

GRUND:
Strom IL,min prim.
[ 005 055 ]

19Z6403A

Abb. 3-50: Betriebsmesswerte Leiterstrom, Teil 1.

3-82 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

GRUND:
I1 verz. norm.
[ 006 235 ]

GRUND:
I2 verz. norm.
[ 006 236 ]

GRUND:
I3 verz. norm.
[ 006 237 ]
GRUND: GRUND:
Einst.z. IL,max,verz IL,max,verz. norm.
[ 010 113 ] [ 005 037 ]

GRUND:
GRUND: I1 gesp. norm.
Strom I1 norm.
R [ 006 232 ]
[ 005 041 ]

GRUND: GRUND:
Strom I2 norm. I2 gesp. norm.
[ 006 041 ] R [ 006 233 ]

GRUND:
GRUND: I3 gesp. norm.
Strom I3 norm. [ 006 234 ]
[ 007 041 ] R

GRUND:
GRUND: IL,max,gesp. norm.
Strom IL,max norm. [ 005 035 ]
[ 005 051 ] R

GRUND:
Inom Wandler prim.
[ 010 001 ]

GRUND:
I1 verz. prim.
[ 006 226 ]
GRUND:
I2 verz. prim.
[ 006 227 ]

GRUND:
I3 verz. prim.
[ 006 228 ]

GRUND:
IL,max,verz. prim.
GRUND: [ 005 036 ]
Rückst. IL,max,g.BED
[ 003 033 ] GRUND:
I1,gesp. prim.
[ 006 223 ]
0
GRUND:
1 I2,gesp. prim.
[ 006 224 ]
GRUND: 0: nicht ausführen
General Rückst. BED
1: ausführen GRUND:
[ 003 002 ] I3,gesp. prim.
1: ausführen [ 006 225 ]
GRUND:
General Rückst. EXT GRUND:
[ 005 255 ] IL,max,gesp. prim.
GRUND: [ 005 034 ]
Rückst. IL,max,g.EXT
[ 005 211 ]

19Z6404A

Abb. 3-51: Betriebsmesswerte Leiterstrom, Teil 2 (Verzögerte und gespeicherte Strommesswerte).

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-83


P132 3 Arbeitsweise

GRUND:
GRUND: Freigabe Meßwerte IE
Generalanregung int.
306 539
[ 011 031 ]

GRUND:
Hardwarefehler
306 540

I̲E

GRUND:
Strom IE norm.
[ 004 044 ]

GRUND:
IE,nom Wandler prim.
[ 010 018 ]

GRUND:
Strom IE prim.
[ 004 043 ]

S8Z5097A

Abb. 3-52: Betriebsmesswert Erdstrom.

3.12.3.2 Verzögerte Maximalstromanzeige


Das P132 bietet die Möglichkeit, den Maximalwert der drei Leiterströme
verzögert anzuzeigen. Die verzögerte Maximalstromanzeige folgt dem Wert des
Maximalstromes Imax nach einer e‑Funktion (siehe oberen Kurvenverlauf in
Bild 3-53, (S. 3-85)). Über GR UND: Ei nst.z. IL,max,verz wird die Zeit
eingestellt, nach der die verzögerte Maximalstromanzeige 95 % vom
Maximalstrom Imax erreicht hat.

3.12.3.3 Gespeicherte Maximalstromanzeige


Der gespeicherte Maximalstrom folgt dem verzögerten Maximalstrom. Ist der
Wert des verzögerten Maximalstromes rückläufig, bleibt der höchste Wert des
verzögerten Maximalstromes gespeichert. Die Anzeige bleibt solange konstant,
bis der aktuelle, verzögerte Maximalstrom den Wert des gespeicherten
Maximalstromes überschreitet (siehe mittleren Kurvenverlauf in Bild 3-53, (S. 3-
85)). Über GRU ND : R ücks t. I L, max,g. BED wird der gespeicherte
Maximalstrom auf den aktuellen Wert des verzögerten Maximalstromes gestellt
(siehe unteren Kurvenverlauf in Bild 3-53, (S. 3-85)).

3.12.3.4 Verzögerte und gespeicherte Anzeige der drei Leiterströme


Das P132 bietet ebenso die Möglichkeit, auch die Werte der drei Leiterströme
verzögert anzuzeigen. Diese Funktionalität entspricht der verzögerten
Maximalstromanzeige (siehe Beschreibung oben und Bild 3-53, (S. 3-85) sowie
Bild 3-51, (S. 3-83)), jedoch mit dem Unterschied, dass nach eingestellter
Verzögerung 90% des Endwertes (nicht 95% wie bei Imax) erreicht werden.
Die gespeicherten Leiterströme sind analog dem gespeicherten Maximalstrom
implementiert.
Die Verzögerung für diese sechs Messwerte ergibt sich, wie für Imax,verz, über den
Einstellparameter GR UND : E in st.z. I L ,m ax,verz.

3-84 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

GRUND:
Strom IL,max norm.
[ 005 051 ]

GRUND:
IL,max,verz. norm.
[ 005 037 ]

GRUND: GRUND:
Einst.z. IL,max,verz Einst.z. IL,max,verz
[ 010 113 ] [ 010 113 ]

GRUND:
Strom IL,max norm.
[ 005 051 ]

GRUND:
IL,max,gesp. norm.
[ 005 035 ]

GRUND: GRUND:
Einst.z. IL,max,verz Einst.z. IL,max,verz
[ 010 113 ] [ 010 113 ]

GRUND:
Strom IL,max norm.
[ 005 051 ]

GRUND:
IL,max,gesp. norm.
[ 005 035 ]

GRUND: GRUND:
Einst.z. IL,max,verz Einst.z. IL,max,verz
[ 010 113 ] [ 010 113 ]

GRUND:
Rückst. IL,max,g.BED
[ 003 033 ]

GRUND:
Rückst. IL,max,g.EXT
[ 005 211 ]
50Z0115A

Abb. 3-53: Funktionsweise der verzögerten und der gespeicherten Maximalstromanzeige.

3.12.3.5 Spannungsmesswerte
Die Spannungsmesswerte werden sowohl bezogen auf die Nenngrößen des P132
als auch in Primärgrößen angezeigt. Damit eine Anzeige in Primärwerten erfolgen
kann, ist die primäre Nennspannung des Anlagenwandlers am P132 einzustellen.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-85


P132 3 Arbeitsweise

U̲L1-E COMP

U̲L2-E

U̲L3-E

U̲LE,max U̲LE,max

U̲LE,min U̲LE,min

+
+ Σ(ULE)/3 Σ(ULE)/3
+

+ U̲L1-L2

+ U̲L2-L3

+ U̲L3-L1

GRUND:
Phasenfolge COMP
[ 010 049 ]

2 U̲LL,max U̲LL,max

1 2 U̲LL,min U̲LL,min

1: L1 - L2 - L3
2: L1 - L3 - L2
U̲gegen U̲gegen

U̲mit U̲mit

47Z0106A

Abb. 3-54: Ermittlung der minimalen und maximalen Leiter-Erd- und Leiter-Leiter-Spannungen sowie Gegen- und
Mitsystemspannung.

3-86 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

GRUND: C
Generalanregung int.
306 539

GRUND: GRUND:
Hardwarefehler Freigabe Meßwerte U
306 540
[ 011 032 ]

U̲L1-E C1

U̲L2-E C2

U̲L3-E C3

U̲LE,max C4

U̲LE,min C5

Σ(ULE)/3 C6

U̲L1-L2 C7
U̲L2-L3 C8

U̲L3-L1 C9

U̲LL,max C10

U̲LL,min C11
GRUND:
Spannung U1E norm.
U̲gegen C12
[ 005 043 ]
U̲mit C13 GRUND:
Spannung U2E norm.
[ 006 043 ]
GRUND:
Spannung U3E norm.
[ 007 043 ]
1 GRUND:
Spg. ULE,max norm.
2 [ 008 043 ]
GRUND:
Spg. ULE,min norm.
3 [ 009 043 ]
GRUND:
4 Spg. Σ(ULE)/√3 norm.
[ 005 013 ]
GRUND:
5 Spannung U12 norm.
[ 005 045 ]
6 GRUND:
Spannung U23 norm.
7 [ 006 045 ]
GRUND:
8 Spannung U31 norm.
[ 007 045 ]
9 GRUND:
Spg. ULL,max norm.
[ 008 045 ]
10 GRUND:
Spg. ULL,min norm.
11 [ 009 045 ]
GRUND:
12 Spannung Ugegen norm
[ 009 017 ]
13 GRUND:
Spannung Umit norm.
[ 009 018 ]
GRUND:
Unom Wandler prim. GRUND:
[ 010 002 ] Spannung U1E prim.
[ 005 042 ]
GRUND:
Spannung U2E prim.
[ 006 042 ]
GRUND:
Spannung U3E prim.
[ 007 042 ]
GRUND:
Spg. ULE,max prim.
[ 008 042 ]
GRUND:
Spg. ULE,min prim.
[ 009 042 ]
GRUND:
Spg. Σ(ULE)/3 prim.
[ 005 012 ]
GRUND:
Spannung U12 prim.
[ 005 044 ]
GRUND:
Spannung U23 prim.
[ 006 044 ]
GRUND:
Spannung U31 prim.
[ 007 044 ]
GRUND:
Spg. ULL,max prim.
[ 008 044 ]
GRUND:
Spg. ULL,min prim.
[ 009 044 ]
GRUND:
Spg. ULL,min prim.
[ 009 044 ]

12Z6204B

Abb. 3-55: Betriebsmesswerte Leiter-Erd- und Leiter-Leiter-Spannungen.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-87


P132 3 Arbeitsweise

GRUND:
Generalanregung int.
306 539

GRUND:
Hardwarefehler GRUND:
306 018 Freigabe Meßwert UNE
[ 011 033 ]

U̲N-E

GRUND:
Spannung UNE norm.
[ 004 042 ]

GRUND:
UNE,nom Wandl. prim.
[ 010 027 ]

GRUND:
Spannung UNE prim.
[ 004 041 ]

19Z5064A

Abb. 3-56: Betriebsmesswert Verlagerungsspannung.

GRUND:
Freigabe Meßw. Uref
[ 011 034 ]

GRUND:
Hardwarefehler
306 018

U̲ref

GRUND:
Spannung Uref norm.
[ 005 047 ]

GRUND:
Uref,nom Wandl. prim
[ 010 100 ]

GRUND:
Spannung Uref prim.
[ 005 046 ]

47Z0109A

Abb. 3-57: Betriebsmesswert Referenzspannung.

3.12.3.6 Messwerte Leistung, Wirkleistungsfaktor und Winkel


Die Berechnung dieser abgeleiteten Betriebsgrößen unterliegt folgenden
Randbedingungen:

3-88 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

● Wirk- und Blindleistung werden stets berechnet und angezeigt, da diese


Werte für die anschließende Energiemessung benötigt werden. Größere
Messabweichungen sind bei kleinen Leiterströmen bzw. bei ungünstigem
Leistungsfaktor möglich.
● Der Wirkleistungsfaktor wird nur berechnet, wenn die Scheinleistung größer
als 5% Snom ist.
● Die Lastwinkel werden nur angezeigt, wenn der jeweilige Leiterstrom
größer 0,1·Inom ist und die Leiter-Erde-Spannung größer als 1,5 V ist.
● Der Winkel zwischen gemessenem Erdstrom und gemessener
Verlagerungsspannung wird nur angezeigt, wenn der Erdstrom größer
0,02·IEnom und die Verlagerungsspannung größer als 1,5 V ist.
Der Parameter GR UN D: Be tr.Me ßrich tu n g P ,Q kann von standardmäßig auf
umgekehrt gesetzt werden, falls gewünscht wird, dass die folgenden
Betriebsmesswerte mit umgekehrtem Vorzeichen angezeigt werden (siehe
Bild 3-58, (S. 3-90)):
● GRU ND : Wirkl e istu ng P norm.
● GR UND : Blin dl ei stung Q n orm
● GR UN D: Wirkl eis tu n g P pri m.
● GRUN D: Blindle istun g Q pri m
Alle anderen Betriebsmesswerte bleiben unbeeinflusst von der Einstellung dieses
Parameters. Zu beachten ist ferner, dass die Invertierung des Vorzeichen nur die
Anzeige der Betriebsmesswerte betrifft, sämtliche Schutzfunktionen verwenden
intern die nicht-invertierten Messwerte.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-89


P132 3 Arbeitsweise

GRUND:
Inom Wandler prim.
[ 010 001 ]
GRUND:
Unom Wandler prim.
[ 010 002 ]
GRUND:
Scheinleist. S norm.
[ 005 026 ]

S > 0,05 Snom C

GRUND:
Wirkleistungsfaktor
[ 004 054 ]

GRUND:
I̲L1 > 0,025 Inom Scheinleist. S prim.
GRUND: [ 005 025 ]
Betr.Meßrichtung P,Q
[ 006 096 ]
I̲L2 > 0,025 Inom
GRUND:
Wirkleistung P norm.
X X · Y [ 004 051 ]
I̲L3 GRUND:
> 0,025 Inom X X · Y Blindleistung Q norm
[ 004 053 ]
X X · Y GRUND:
Wirkleistung P prim.
U̲L1-E > 1,5 V X X · Y [ 004 050 ]
GRUND:
1: standardmäßig Blindleistung Q prim
(Y = 1) [ 004 052 ]
U̲L2-E > 1,5 V 2: umgekehrt
(Y = -1)

U̲L3-E > 1,5 V

I̲E > 0,02 IEnom


GRUND:
& C Lastwinkel phi1 norm
U̲N-E [ 005 073 ]
> 1,5 V

GRUND:
Lastwinkel phi1
[ 004 055 ]

GRUND:
& C Lastwinkel phi2 norm
[ 005 074 ]

GRUND:
Lastwinkel phi2
[ 004 056 ]

GRUND:
& C Lastwinkel phi3 norm
[ 005 075 ]

GRUND:
Lastwinkel phi3
[ 004 057 ]

GRUND:
& C Winkel phiE norm
[ 005 076 ]

GRUND:
Winkel phiE
[ 004 072 ]

GRUND:
& C Winkel ΣULE/IE norm
[ 005 072 ]

GRUND:
Winkel ΣULE zu IE
+ [ 005 009 ]
+
+

GRUND:
Hardwarefehler
306 018
19Z8003A

Abb. 3-58: Betriebsmesswerte Leistung, Wirkleistungsfaktor und Winkel.

3.12.3.7 Phasenlage IE
Das P132 prüft, ob die Phasenlagen von errechnetem Erdstrom und gemessenem
Erdstrom übereinstimmen. Ist die Phasenverschiebung zwischen den beiden
Strömen ≤ 45°, wird gleichphasig angezeigt.

3-90 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

I̲L1
I̲L2
I̲L3

I̲E

GRUND:
1 2 Phasenlage IE zu ΣIL
[ 004 073 ]
1: gleichphasig

2: gegenphasig

47Z0112A

Abb. 3-59: Phasenlage zwischen errechnetem und gemessenem Erdstrom.

3.12.3.8 Frequenz
Das P132 ermittelt die Frequenz aus der Spannung UL1-L2. Die Spannung muss
eine Mindestschwelle von 0,65 Unom überschreiten, damit die Frequenz ermittelt
wird.

GRUND:
Generalanregung int. C
306 539

GRUND:
Hardwarefehler
306 018 >0,65⋅Unom

GRUND:
U̲L1-E + C Frequenz f norm.
[ 004 070 ]
U̲L2-E -

GRUND:
f Frequenz f
[ 004 040 ]

12Z6209A

Abb. 3-60: Frequenzmessung.

3.12.3.9 Positive und negative Wirk- und Blindarbeit


Aus den vorzeichenbehafteten primären Wirk- bzw. Blindleistungen ermittelt das
P132 die positive und negative Wirk- und Blindarbeit.
Zur Ermittlung der Wirk- und Blindarbeit sind zwei unterschiedliche Verfahren
wählbar. Bei Auswahl von Verfahren 1 werden Wirk- und Blindarbeit in Abständen
von ca. 2 s ermittelt. Ist das Verfahren 2 ausgewählt, erfolgt die Berechnung der
Wirk- und Blindarbeit in Abständen von ca. 100 ms. Damit wird eine höhere
Genauigkeit erreicht.
Die ermittelten Werte für Wirk- und Blindarbeit werden als Textfelder angezeigt,
der mögliche Wertebereich beträgt circa 0 … 6,5 TWh bei einer Auflösung von
10 kWh. Zusätzlich existieren diese Werte noch einmal als Kombination aus je
einem 16-Bit-Wert und Überlaufzähler. Diese werden für die Übertragung über
serielle Protokolle (z.B. Modbus, DNP3, Courier) benötigt.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-91


P132 3 Arbeitsweise

Arbeitswerte (32 Bit / Textfeld) Arbeitswerte (16 Bit) Überlaufzähler für die 16 Bit-
Wertebreich: 0 … Wertebreich: 0 … 655,35 MWh Werte
6553500,00 MWh Wertebreich: 0 … 10000

(008 065) GRUND: pos. (005 061) GRUND: pos . (009 090) GRU ND: Anz. Über l.
Wirkarbeit prim Wirka rbei t prim pos.Wwirk

(008 066) GRUND: neg. (005 062) GRUND: n eg. (009 091) GRUND: A nz.Über l.
Wirkarbeit prim Wirk arbe it prim neg.Wwirk

(008 067) (005 063) (009 092) GRU ND: Anz. Über l.
GRUND: pos.Blindarb eit GRUN D: pos .Bl indarbe it posWbl ind
pr im prim

(008 068) (005 064) (009 093) GR UND: An z.Übe rl.


GRUND: ne g.Blindarbeit GR UND : ne g.Bl in darbe it n egWbl i nd
prim prim

Die Gesamtarbeit errechnet sich wie folgt:


Gesamtarbeit = Anzahl Überläufe · 655,35 + aktueller Zählerstand
Zum Beispiel:
(GRU ND : pos. W irkarbe i t prim) = (GRU ND: Anz.Über l. pos.Wwirk) ·
655.35 + (GRUN D : p os. Wi rkarbeit prim)

3-92 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

GRUND:
Betr.art Arbeitserm.
[ 010 138 ]

GRUND:
Wirkleistung P prim.
[ 004 050 ] ∫P(t) dt GRUND:
pos. Wirkarbeit prim
R [ 005 061 ]

-∫P(t) dt GRUND:
neg. Wirkarbeit prim
R [ 005 062 ]

GRUND:
Blindleistung Q prim
[ 004 052 ] ∫Q(t) dt GRUND:
GRUND: pos.Blindarbeit prim
Rückst.Messw.Arb.BED R [ 005 063 ]
[ 003 032 ]

0 -∫Q(t) dt GRUND:
neg.Blindarbeit prim
R [ 005 064 ]
1 ≥1

0: nicht ausführen

1: ausführen Überlauf GRUND:


Anz.Überl. pos.Wwirk
Übertrag [ 009 090 ]
GRUND:
Rückst.Messw.Arb.EXT
[ 005 212 ]
Überlauf GRUND:
Anz.Überl. neg.Wwirk
Übertrag [ 009 091 ]

Überlauf GRUND:
Anz.Überl. posWblind
Übertrag [ 009 092 ]

GRUND:
Überlauf Anz.Überl. negWblind
[ 009 093 ]
Übertrag

19Z8033A

Abb. 3-61: Ermittlung der positiven und negativen Wirk- und Blindarbeit.

3.12.3.10 Einsatz der Verfahren zur Arbeitsmessung

Verfahren Eigenschaften Einsatz bei:

1 ● Berechnung der Wirk-/Blindarbeit ● Bei konstanter Last und bei Änderung


mit einer Zykluszeit von ca. 2 s. von Lastschwankungen nicht kleiner
● Dieses Verfahren bewirkt eine 1 Sekunde.
geringe Systembelastung. ● Phasenwinkel kleiner 70° (cos φ > 0,3 ).

2 ● Berechnung der Wirk-/Blindarbeit ● Bei schnell veränderlicher Last.


mit einer Zykluszeit von ca. ● Phasenwinkel kleiner 70° (cos φ > 0,3).
100 ms.
● Höhere Systembelastung als
Verfahren 1.

Der maximale Winkelfehler des P132 von 1° führt bei großen Phasenwinkeln zu
einem ansteigenden Messfehler, der (für den Bereich 0° ≤ φ < 90°) im folgenden
Diagramm dargestellt ist.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-93


P132
Fehler
3 Arbeitsweise

5%

2%

45° 70°

Phasenwinkel
S8Z0401B

Abb. 3-62: Messfehler der Arbeitsmessung durch den Winkelfehler des P132.

Der Messfehler beträgt:


● ca. ± 2 % vom Messwert für |cos φ| ≥ 0,7
● ca. ± 5 % vom Messwert für |cos φ| ≥ 0,3
● wobei der gesamte Messbereich −180° ≤ φ ≤ 180° ist.
Bei Phasenwinkeln φ mit |cos φ| < 0,3, oder wenn die aus der maximalen
Winkelgenauigkeit resultierende Ungenauigkeit der Arbeitsmesswerte nicht
toleriert werden kann, müssen externe Zähler für die Erfassung der Arbeit
eingesetzt werden.

3.12.4 Konfiguration und Einschalten der Gerätefunktionen


Der Funktionsumfang des Gerätes kann durch Konfiguration an die Erfordernisse
der Hochspannungsanlage angepasst werden. Durch Einschluss der gewünschten
Gerätefunktionen in die Konfiguration und Dekonfiguration der anderen
Gerätefunktionen schafft sich der Anwender ein individuell konfiguriertes Gerät.
Parameter, Meldungen und Messwerte von Gerätefunktionen, die dekonfiguriert
sind, werden an der Vor‑Ort-Bedienung nicht angezeigt. Allgemeine Funktionen,
wie z.B. Betriebsaufzeichnung (BT_AZ) oder Grundfunktionen (GRUND) können
nicht dekonfiguriert werden.

3.12.4.1 Dekonfigurieren einer Gerätefunktion


Um eine Gerätefunktion zu dekonfigurieren, müssen folgende Voraussetzungen
erfüllt sein:

3-94 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

● Die Gerätefunktion muss ausgeschaltet sein.


● Keinem binären Eingang darf eine Funktion der zu dekonfigurierenden
Gerätefunktion zugeordnet sein.
● Es darf keine Meldung der Gerätefunktion auf einen binären Ausgang oder
eine Leuchtanzeige konfiguriert sein.
● Keine Funktion der zu dekonfigurierenden Gerätefunktion darf in einem
Listenparameter ausgewählt sein.
Im Ordner „Konfigurationsparameter“ des Menübaumes finden sich die
Einstellparameter zur Dekonfiguration von Gerätefunktionen. Beispielsweise
kann die Funktionsgruppe „GRENZ“ mit dem Einstellparameter
GRENZ: Fkt.g ruppe GRENZ dekonfiguriert werden, indem man den Wert auf
ohne setzt. Mit dem gleichen Einstellparameter kann die Funktion GRENZ durch
Einstellen von mit wieder in die Konfiguration eingeschlossen werden.
Zu welcher Gerätefunktion ein Parameter, eine Meldung oder ein Messwert
gehört, ist durch den Funktionsgruppenbezeichner, z.B. „GRENZ:“, definiert. In
der folgenden Beschreibung der Gerätefunktionen wird davon ausgegangen,
dass die jeweilige Gerätefunktion konfiguriert ist.

3.12.4.2 Aus-/Einschalten der Gerätefunktion


Über die Dekonfiguration von Gerätefunktionen hinaus besteht die Möglichkeit,
das Gerät über einen Funktionsparameter oder binäre Signaleingänge
auszuschalten. Über binäre Signaleingänge kann der Schutz nur dann aus‑/
eingeschaltet werden, wenn sowohl die Funktion GR UND : Sch ut z aussch.
EX T als auch GRUND : Sch ut z e insch . EXT konfiguriert ist. Ist nur eine oder
keine der beiden Funktionen konfiguriert, wird dies wie „Schutz extern
eingeschaltet“ bewertet. Sind die Ansteuersignale der binären Signaleingänge
unplausibel, z.B. beide logisch „1“, bleibt der letzte plausible Zustand
gespeichert.

Wird der Schutz über den auf G R U N D : S c h u t z a u s s c h . E X T konfigurierten


binären Signaleingang ausgeschaltet, erfolgt keine Meldung G R U N D : B l o c k a d e /
S t ö r u n g.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-95


P132 3 Arbeitsweise

GRUND:
Gerät online
[ 003 030 ]

0 0: nein (= off)

1 GRUND:
Schutz ein
306 001
0: nein (= off)
1: ja (= on)

EING:
Fkt.zuordnung U xxx
[ 152 xxx ]

U x1

U x2

U x3

U xx

Adresse 003 027 GRUND:


Schutz ext. eing.
Adresse 003 026 [ 003 028 ]

GRUND:
Schutz einsch. EXT
[ 003 027 ]
GRUND:
Schutz ext. ausg.
GRUND: [ 038 046 ]
Schutz aussch. EXT
[ 003 026 ]

D5Z5004A

Abb. 3-63: Aus-/Einschalten der Gerätefunktionen.

3.12.4.3 Aus-/Einschalten der Erdstrommess-Systeme des UMZ-/AMZ-Schutzes


Das Aus-/Einschalten kann über Einstellparameter oder binäre Signaleingänge
erfolgen.
Über GRUN D: Sch ut z E e ing. BED wird das Einschalten freigegeben. Ist diese
Freigabe gesetzt, können die Erdstrommess-Systeme des UMZ-/AMZ-Schutzes
über Einstellparameter oder entsprechend konfigurierte binäre Signaleingänge
aus-/eingeschaltet werden. Dabei sind Einstellparameter und binäre
Signaleingänge gleichberechtigt. Ist nur die Funktion GRUND: Schutz E
e insch. EX T einem binären Signaleingang zugeordnet, werden die
Erdstrommess-Systeme des UMZ-/AMZ-Schutzes mit einer positiven Flanke des
Eingangssignals eingeschaltet, mit einer negativen ausgeschaltet. Im Falle, dass
nur die Funktion GRUND: Sch u tz E aus s ch. EXT einem binären
Signaleingang zugeordnet wurde, bewirkt ein Signal an diesem Eingang nichts.

3-96 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

GRUND:
Schutz E eing. BED
[ 018 008 ]

0
GRUND:
1 Schutz E eingesch.
[ 040 133 ]
0: nein
1: ja
GRUND:
Schutz E ausgesch.
[ 040 134 ]
EING:
Fkt.zuordnung U xxx
[ xxx xxx ]

U x1

U x2

U x3

U xx

Adresse 040 130

Adresse 040 131

GRUND:
Sch. E ext/bed eing.
[ 040 132 ]
GRUND:
Schutz E einsch. EXT
[ 040 130 ]

GRUND:
Schutz E einsch. BED
[ 003 142 ]

1
0: nicht ausführen

1: ausführen
GRUND:
Schutz E aussch. EXT
[ 040 131 ]

GRUND:
Schutz E aussch. BED
[ 003 141 ]

1
0: nicht ausführen

1: ausführen

19Z5005A

Abb. 3-64: Aus-/Einschalten der Erdstrommess-Systeme des UMZ-/AMZ-Schutzes.

3.12.5 Umschaltung auf „dynamische Parameter“


Über einen entsprechend konfigurierten binären Signaleingang besteht für einige
Schutzfunktionen die Möglichkeit, für die Dauer der eingestellten Haltezeit auf
andere Einstellungen – die „dynamischen Parameter“ – umzuschalten. Ist die
Haltezeit auf 0 s eingestellt, erfolgt die Umschaltung solange der binäre
Signaleingang angesteuert ist.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-97


P132 3 Arbeitsweise

GRUND:
Haltez.dyn.Para. PSx
[ * ]

GRUND: GRUND:
Umsch. dyn.Param.EXT 1 dyn. Param. aktiv
[ 036 033 ] [ 040 090 ]

t1 = 0 s &

Parameter- GRUND:
Haltez.dyn.Para. PSx
satz 1 018 009
satz 2 001 211
satz 3 001 212
satz 4 001 213
12Z6205A

Abb. 3-65: Umschaltung auf „dynamische Parameter“.

3.12.6 Stromflussüberwachung
Der Stromflusses wird kontinuierlich und polselektiv überwacht, unabhängig von
der Stromflussüberwachung durch die Funktionsgruppe LSV. Hierzu werden die
Abtastwerte der Ströme mit dem fest vorgegebenen Schwellwert 0,05·Inom
kontinuierlich verglichen.
Im Rahmen der Überwachung werden die leiterselektiven Meldungen
GRU ND: St romfl uß L1, GRUND : Stromf l uß L2, GRUND: Stromfluß L3
kontinuierlich ausgegeben, solange die Stromflusskriterien erfüllt sind.

>0,05·Inom

I̲L1 GRUND:
Stromfluß L1
[ 010 223 ]

GRUND:
I̲L2 Stromfluß L2
[ 010 224 ]
GRUND:
I̲L3 Stromfluß L3
[ 010 225 ]

19Z8039A

Abb. 3-66: Stromflussüberwachung.

3.12.7 Rushstabilisierung
Die Rushstabilisierung erkennt Stromspitzen, die beim Einschalten von
Transformatoren oder Maschinen auftreten. Für alle ausgewählten
Überstromzeitstufen des Überstromzeitschutzes (UMZ) sowie des abhängigen
Überstromzeitschutzes (AMZ_1 und AMZ_2) wird selektiv die Anregung der
Schutzfunktion verhindert.
Zur Erkennung eines Einschaltstromes wertet die Rushstabilisierung das
Verhältnis der Ströme der zweiten Harmonischen zur Grundschwingung aus.
Überschreitet dieses Verhältnis die mit Parameter GRUND: Rush I(2 fn)/
I(fn)PSx eingestellte Schwelle, spricht die Rushstabilisierung an.
Der Stromtrigger GR UND : I > R ush s t. au fh . PSx und eine feste
Stromschwelle von 0,1 Inom begrenzen den Arbeitsbereich der
Rushstabilisierung. Die Funktion wird blockiert, wenn der Strom diese Grenzen
über- bzw. unterschreitet.
Mit dem Parameter GR UND: t Ru s hst. auf h. P Sx kann eine maximale
Haltezeit für die Rushstablisierung eingestellt werden.

3-98 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

GRUND: GRUND:
I> Rushst. aufh. PSx t Rushst. aufh. PSx
GRUND: & C
Schutz ein [ * ] [ * ]
306 001
GRUND:
Rushst. L1 angespr.
& 1 t & [ 041 027 ]
I̲L1

GRUND:
Rushst. L2 angespr.
& &
1 t [ 041 028 ]
I̲L2

GRUND:
Rushst. L3 angespr.
& 1 &
t [ 041 029 ]
I̲L3

>0,1 Inom

&
GRUND:
Betr.art Rushst. PSx
[ * ]
GRUND:
Rushst. angesprochen
0 306 014

0: ohne GRUND:
Rush I(2fn)/I(fn)PSx Parameter- GRUND: GRUND:
1: leiterübergreifend [ * ] Betr.art Rushst. PSx I> Rushst. aufh. PSx
2: leiterselektiv
satz 1 017 097 017 095
fnom satz 2 001 088 001 085
I(2⋅fn)/I(fn)
satz 3 001 089 001 086
2*fnom
satz 4 001 090 001 087
fnom
Parameter- GRUND: GRUND:
2*fnom I(2⋅fn)/I(fn) Rush I(2fn)/I(fn)PSx t Rushst. aufh. PSx

satz 1 017 098 019 001


fnom
satz 2 001 091 019 002
2*fnom I(2⋅fn)/I(fn) satz 3 001 092 019 003

satz 4 001 093 019 004

12Z7306A

Abb. 3-67: Rushstabilisierung.

3.12.7.1 Funktionszuordnung
Die Rushstabilisierung ist für die Funktionsgruppen UMZ, AMZ_1 und AMZ_2
vorgesehen. Abhängig von der Einstellung des Parameters
GR UND : Funkt.R ush stab. P Sx werden die Anregungen der genannten
Funktionsgruppen selektiv verhindert.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-99


P132 3 Arbeitsweise

GRUND:
Funkt.Rushstab. PSx

[ * ]

m aus n
3 UMZ:
UMZ: Block. Anr. I> Lx
Anregung I>
450 137
040 036
3
UMZ: UMZ:
Anregung I>> Block. Anr. I>> Lx
GRUND: 040 029 450 141
Rushst. angesprochen 3
UMZ: UMZ:
306 014
Anregung I>>> Block. Anr. I>>> Lx
039 075 450 145

GRUND: UMZ:
Rushst. L1 angespr. UMZ: Block. Anr. IE>
[ 041 027 ] Anregung IE>
450 149
040 077

UMZ: UMZ:
Anregung IE>> Block. Anr. IE>>
450 150
GRUND: 040 041
Rushst. L2 angespr.
UMZ:
[ 041 028 ] UMZ: Block. Anr. IE>>>
Anregung IE>>> 450 151
039 078

UMZ: UMZ:
GRUND: Anregung IE>>>> Block. Anr. IE>>>>
035 031 450 152
Rushst. L3 angespr.
[ 041 029 ] UMZ: UMZ:
Anregung Igegen> Block.Anr. Igegen>
036 145
450 153

UMZ: UMZ:
Anregung Igegen>> Block.Anr. Igegen>>
450 154
036 146

UMZ: UMZ:
Anregung Igegen>>> Block.Anr. Igegen>>>
036 147 450 155

AMZ_1: 3
AMZ:
Anregung IB,L> Block.Anr. IB,L> Lx
040 080 450 156

AMZ_1:
Anregung IB,E> AMZ:
Block.Anr. IB,E>
040 081 450 160

AMZ_1: AMZ:
Anregung IB,gegen> Block.Anr. IB,gegen>
040 107 450 161

AMZ_2: 3
AMZ_2:
Anregung IB,L> Block.Anr. IB,L> Lx
040 018 450 162

AMZ_2: AMZ_2:
Anregung IB,E> Block.Anr. IB,E>
040 019 450 166

AMZ_2: AMZ_2:
Anregung IB,gegen> Block.Anr. IB,gegen>
040 156 450 167

Parameter- GRUND:
Funkt.Rushstab. PSx

satz 1 017 093

satz 2 017 064

satz 3 017 082

satz 4 017 083

12Z7331A

Abb. 3-68: Auswahl der Stabilisierungskriterien für die Rushstabilisierung.

3.12.8 Funktionssperren
Durch Einbeziehung der Funktionssperren in die Feldverriegelung können
Schalthandlungen unabhängig vom aktuellen Schaltzustand verhindert werden,
z.B. durch ein externes Signal „LS Antrieb nicht bereit“ oder das Schutz Aus einer
externen Schutzeinrichtung.
Den Funktionssperren 1 und 2 können über einen 1‑aus‑n‑Parameter die
entprellten und durch die Flatterunterdrückung bereinigten Signale eines binären
Einganges oder die Ausgänge der parametrierbaren Logik zugeordnet werden.
Durch das Eingangssignal der Funktionssperren wird eine Zeitstufe gestartet,
nach deren Ablauf die Meldung GR UND: Fkt.s pe rre 1 angespr erfolgt.

3-100 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

GRUND:
Ein.zuo. Fkt.sperre1
[ 221 014 ]

Meldung 1

Meldung 2 GRUND:
Anspr.verzFkt.sperre
Meldung 3 [ 221 029 ]

Meldung n

GRUND:
ausgewählte Meldung Fkt.sperre 1 angespr
[ 221 015 ]

GRUND:
Fkt.sperre 2 angespr
[ 221 023 ]

GRUND:
Ein.zuo. Fkt.sperre2
[ 221 022 ]

ausgewählte Meldung

F0Z5016A

Abb. 3-69: Funktionssperren.

3.12.9 Sammelblockade
Es können zwei Sammelblockaden über m-aus-n‑Parameter definiert werden. Auf
diese Weise können über einen entsprechend konfigurierten binären
Signaleingang die durch die Auswahl definierten Funktionen blockiert werden.

GRUND:
Fkt.zuordn. Block. 1
[ 021 021 ]

Funktion 1
m aus n

Funktion 2

Funktion n

ausgew. Funktionen GRUND:


Block. 1 ausg. Fkt.
306 022

GRUND:
Blockieren 1 EXT
[ 040 060 ]

GRUND:
Fkt.zuordn. Block. 2
[ 021 022 ]

Funktion 1
m aus n

Funktion 2

Funktion n

ausgew. Funktionen GRUND:


Block. 2 ausg. Fkt.
306 023

GRUND:
Blockieren 2 EXT
[ 040 061 ]

D5Z50CLA

Abb. 3-70: Sammelblockade.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-101


P132 3 Arbeitsweise

3.12.10 Blockade / Störung


Falls die Schutzfunktionen blockiert sind, erfolgt Signalisierung per Dauerlicht
durch die gelbe Leuchtanzeige H 2 am Vor-Ort-Bedienfeld sowie Meldung über
das auf GR UN D: Blockade /Störung konfigurierte Ausgangsrelais. Darüber
hinaus sind durch Einstellung eines m-aus-n‑Parameters Funktionen auswählbar,
die zu der Meldung GRUND: Blockade/Störu ng führen sollen.

GRUND:
Gerät online
[ 003 030 ]
0: nein (= off) GRUND:
Gerät nicht bereit
[ 004 060 ]

GRUND:
SELBÜ: Blockade/Störung
Blockade [ 004 065 ]
304 951

GRUND:
Aus K. blockiert
[ 021 013 ]

GRUND:
Fkt.zuordn. Störung
[ 021 031 ]

Meldung 1
m aus n
Meldung 2

Meldung 3

Meldung n

ausgew. Meldungen

D5Z50EHA

Abb. 3-71: Meldung „Blockade/Störung“.

3.12.11 Verknüpfung der LS-Ein-Meldung zwischen Steuerung und Schutz


Mit Auswahl des Schaltfeldtyps wird festgelegt, bei welchem Betriebsmittel
(BM01, BM02 usw.) es sich um den Leistungsschalter handelt. Durch Einstellung
GRUN D: Si gn .zuo. LS Ei n wird die Verknüpfung der Stellungsmeldung „Ein“
zwischen Steuerung und Schutz hergestellt. Das heißt, ist die Verknüpfung
hergestellt, muss nur ein binärer Eingang mit der Rückmeldung des
Leistungsschalters belegt werden.

GRUND:
Sign.zuo. LS Ein
[ 021 020 ]

BM01:
Ein Meldung EXT
[ 210 031 ]

BM02:
Ein Meldung EXT
[ 210 081 ]

BM03:
Ein Meldung EXT
[ 210 131 ]

GRUND:
ausgewählte Meldung LS Ein 3p EXT
[ 036 051 ]
GRUND:
LS Ein 3p EXT
[ 036 051 ]

12Z6268A

Abb. 3-72: Verknüpfung der LS-Ein-Meldung zwischen Steuerung und Schutz.

3.12.12 Erfassung und Verarbeitung der LS-Stellungsmeldungen

Erweiterte LS-Stellungsmeldungen
Im Rahmen der Grundfunktion steht die erweiterte Erfassung der
Leistungsschalter-(LS-) Stellungsmeldungen zur Verfügung. Wahlweise können

3-102 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

die Sammelmeldungen GRUND: LS Ei n 3 p bzw. GR UND : L S A us 3p oder die


polselektiven „Ein“-Stellungsmeldungen erfasst werden. Eine gleichzeitige
Erfassung aller Stellungsmeldungen ist nicht sinnvoll und sollte daher auch nicht
vorgenommen werden.
Sofern nur der Eingang GRUND: LS Ei n 3 p EXT konfiguriert ist, wird damit
auch die Meldung GR UND: LS A u s 3p versorgt (siehe Bild 3-73, (S. 3-104)).
Bild 3-73, (S. 3-104) zeigt die logische Verarbeitung der Stellungsmeldungen.
Die Plausibilisierungslogik spricht an, wenn eine der folgenden Unstimmigkeiten
auftreten:
● Mindestens eine Sammelmeldung und mindestens eine polselektive
Meldung sind gleichzeitig konfiguriert.
● Die Sammelmeldungen GRUND : L S Ei n 3 p E XT und GRU ND: L S Aus
3p EX T stehen gleichzeitig an.
● Eine polselektive Meldung GRUND : L S Ei n L 1 EXT (L1 bis L3) steht nicht
an (= Schalterpol offen) und gleichzeitig fließt ein Strom größer 0,05·Inom in
diesem Leiter.
Die Plausibilisierungslogik ist entsprechend angepasst, dass auch die alleinige
Konfiguration des Eingangs GRU ND: L S E in 3p EXT zulässig ist. Damit ist ein
rückwärtskompatibler Betrieb möglich (z.B. in vorhandener Anlage, bei der nur
diese eine Meldung verdrahtet ist).
Die Meldung der Unplausibilität ist generell um 100 ms ansprechverzögert, um
ein Ansprechen bei transienten Vorgängen zu verhindern.
Neben der reinen Erfassung für Meldezwecke werden die Stellungsmeldungen in
folgenden Funktionen ausgewertet:
● AWE: Bereitschaftsmeldung
Sofern die AWE nur bei zuvor eingeschaltetem Leistungsschalter bereit sein
soll (Einstellung AW E: LS-Ei n-St.mel dg. PSx = mit), so wird hierzu jetzt
die resultierende Meldung GRU ND: L S E in 3 p abgefragt (anstelle der
bisherigen Eingangsmeldung GRU ND: LS E in 3p EX T).
● SV: unverzögertes Echo bei LS-Aus
Bei offenem Leistungsschalter wird das Echo unverzögert ausgegeben.
Hierzu wird jetzt die Meldung GRUND : L S Ei n 3 p verwendet (anstelle der
bisherigen invertierten Eingangsmeldung GR UND : L S E in 3p EXT).
● MKÜ: Freigabe der Spannungsüberwachung durch LS-Hilfskontakt
In der Betriebsart Umin< m. LSHK-Freig. wird jetzt anstelle der
Eingangsmeldung GRU ND: LS Ein 3p EXT die intern gebildete Meldung
GR UND : LS Ei n 3p verwendet.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-103


P132 3 Arbeitsweise

& GRUND:
LS Aus 3p
GRUND: &
LS Aus 3p EXT [ 031 040 ]
[ 031 028 ]
&

&

GRUND:
[ 031 028 ] & LS Aus >=1p
&
konfiguriert [ 031 039 ]

GRUND: GRUND:
LS Ein 3p EXT & & LS Ein 3p
[ 036 051 ] [ 031 042 ]
&

&

[ 036 051 ] GRUND:


& LS Ein >=1p
konfiguriert
[ 031 038 ]

GRUND:
LS Ein L1 EXT GRUND:
& & LS Ein L1
[ 031 029 ]
[ 031 035 ]

GRUND:
& & LS Aus L1
[ 031 032 ]
[ 031 029 ]
konfiguriert

GRUND: GRUND:
LS Ein L2 EXT & & LS Ein L2
[ 031 030 ] [ 031 036 ]

GRUND:
& & LS Aus L2
[ 031 033 ]
[ 031 030 ]
konfiguriert

GRUND: GRUND:
LS Ein L3 EXT & & LS Ein L3
[ 031 031 ] [ 031 037 ]

GRUND:
& & LS Aus L3
[ 031 034 ]
[ 031 031 ]
konfiguriert

10 100 ms

5 0 t
GRUND:
LS St.mldg. unplaus.
[ 031 041 ]

>0,05 Inom
Plausibilisierung

I̲L1

I̲L2

I̲L3

45Z1101B

Abb. 3-73: Erfassung der Leistungsschalter-Stellungsmeldungen.

3.12.13 Ein Kommando


Der Leistungsschalter kann entweder durch die im P132 integrierte automatische
Wiedereinschaltung (AWE), die Synchronkontrollautomatik (SKA), über
Einstellparameter oder einen entsprechend konfigurierten binären Signaleingang
eingeschaltet werden. Das Ein Kommando über Einstellparameter oder binären

3-104 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Signaleingang wird nur ausgeführt, wenn kein Aus Kommando 1 oder das Aus
einer parallel arbeitenden Schutzeinrichtung ansteht. Außerdem wird das Ein
Kommando nicht ausgeführt, wenn Leistungsschalter „Ein“-Stellung gemeldet
wird. Die Dauer des Ein Kommandos ist einstellbar.
Durch eine Ein Anforderung der AWE erfolgt bei eingeschalteter SKA das Ein
Kommando erst nach der Ein Freigabe der SKA.

Zähler der Ein Kommandos


Die Ein Kommandos werden gezählt. Der Zähler kann einzeln oder gemeinsam
mit weiteren Zählern rückgestellt werden (siehe Abschnitt 3.12.20, (S. 3-120)).

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-105


P132 3 Arbeitsweise

GRUND:
Gen. Aus Meldung 1
[ 036 005 ]
GRUND:
Parallel Aus EXT
[ 037 019 ]
GRUND:
LS Ein 3p EXT
[ 036 051 ]

[ 015 042 ]

GRUND: GRUND:
Freig. man.Ein K.BED Rückf.z.Freig.man.K.
[ 003 105 ] [ 003 088 ]

0
GRUND:
1 t Man. Ein K. freigeg.
1 [ 039 113 ]
0: nein
1: ja

GRUND:
Man. Ein K. BED
[ 018 033 ]

0 &

0: nicht ausführen
1: ausführen GRUND:
Man. Ein Kommando
500ms [ 037 068 ]

GRUND:
GRUND: & Man. Ein K. EXT
Freig. man.Ein K.EXT [ 041 022 ]
[ 041 023 ]
GRUND:
Man. Ein K. EXT
[ 041 022 ]
GRUND:
C Ein-Kommandozeit
AWE: &
Ein-(WE)-Anforderung [ 015 067 ]
[ 037 077 ] GRUND:
SKA: & Ein Kommando
Ein-Freigabe 1 [ 037 009 ]
[ 037 083 ] t
SKA:
eingeschaltet
[ 018 024 ] &

&

SKA:
man. Ein-Anforderung
305 000 &

GRUND:
Rückst. Z. E/A K BED
[ 003 007 ]

0 GRUND:
+ Anzahl Ein Kommandos
[ 009 055 ]
1

GRUND: 0: nicht ausführen R


General Rückst. BED
[ 003 002 ] 1: ausführen
1: ausführen

GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
GRUND:
Rückst. Z. E/A K EXT
[ 005 210 ] 19Z80CKA

Abb. 3-74: Ein Kommando.

3.12.14 Sammelmeldungen
Die Sammelmeldungen 1 und 2 werden durch oder‑Verknüpfungen in der
parametrierbaren Logik gebildet. Welcher Ausgang der parametrierbaren Logik
als Sammelmeldung interpretiert wird, wird durch Konfiguration der
Eingangszuordnung der jeweiligen Sammelmeldung festgelegt. Es wird sowohl
eine aktualisierende als auch eine gespeicherte Meldung generiert. Die
Rückstellung der gespeicherten Meldung erfolgt über folgende Mechanismen:

3-106 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

● Bei Generalrückstellung.
● Bei Rückstellung der Selbsthaltung.
● Bei Rückstellung der Leuchtanzeigen.
● Durch einen Befehl über die Kommunikationsschnittstelle.
Steht zum Zeitpunkt der Rückstellung die Sammelmeldung noch an, folgt die
gespeicherte Meldung der aktualisierenden Meldung.

GRUND:
Ein.zuo.Sammelmldg.1
[ 221 051 ]

Meldung 1

Meldung 2

Meldung 3

Meldung n

ausgewählte Meldung GRUND:


Sammelmldg.1 angespr
[ 221 017 ]

GRUND:
Sammelmld.1 gespeich
GRUND: S 11
[ 221 054 ]
Ein.zuo.Sammelmldg.2
[ 221 052 ] R1

ausgewählte Meldung GRUND:


Sammelmldg.2 angespr
[ 221 053 ]

KOMM1:
Rückst. Sammelmdg. 1 GRUND:
[ --- --- ] Sammelmld.2 gespeich
S 11 [ 221 055 ]
KOMM1:
Rückst. Sammelmdg. 2 R1
[ --- --- ]

GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen

GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
AUSG:
Rückst. S.h.
402 102

GRUND:
Rückstellen LED
306 020

12Z62FMA

Abb. 3-75: Sammelmeldungen.

3.12.15 Erdschlussmeldungen
Wird durch die wattmetrische Erdschlussrichtungserkennung oder die
Erdschlusswischererkennung ein Erdschluss festgestellt, analysiert das P132 die
Leiter-Erd-Spannungen und schließt daraus auf den Leiter, in dem ein Erdschluss
vorliegt.
Während eines Erdschlusses ermittelt das P132 die kleinste Leiter-Erd-Spannung
und prüft, ob die beiden übrigen Leiter-Erd-Spannungen die Schwelle von
0,2 Unom überschreiten. Desweiteren müssen die beiden größeren Leiter-Erd-
Spannungen um Faktor 1,5 größer als die kleinste Leiter-Erd-Spannung sein. Sind
diese Bedingungen erfüllt, erfolgt eine Erdschlussmeldung für den Leiter mit der
kleinsten Leiter-Erd-Spannung.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-107


P132 3 Arbeitsweise

GRUND:
Erdschluß
[ 041 087 ]

U̲L1-E

U̲L2-E U̲min

U̲L3-E

GRUND:
U̲min=U̲L1-E Erdschluß L1
[ 041 054 ]
U̲min=U̲L2-E

U̲min=U̲L3-E
GRUND:
Erdschluß L2
[ 041 055 ]

GRUND:
Erdschluß L3
[ 041 056 ]

> 0,2 Unom

> 1,5 U̲L1-E

> 1,5 U̲L2-E

> 1,5 U̲L3-E

S8Z5081A

Abb. 3-76: Leiterselektive Erdschlussmeldungen.

Die durch die wattmetrische Erdschlussrichtungserkennung oder die


Erdschlusswischererkennung generierten Erdschlussmeldungen werden zu
Sammelmeldungen zusammengefasst.

3-108 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

EWATT: GRUND:
Erdschluß watt./Adm. Erdschluß
[ 009 037 ] [ 041 087 ]

EWATT:
Erdschluß amp.
[ 009 038 ]

EWI:
Erdschluß
[ 004 033 ]

EWATT: GRUND:
vorwärts / LS Erdschluß vorw./LS
[ 009 035 ] [ 041 088 ]

EWI:
vorwärts / LS
[ 004 031 ]

EWATT: GRUND:
rückwärts / SS Erdschluß rückw./SS
[ 009 036 ]
[ 041 089 ]

EWI:
rückwärts / SS
[ 004 032 ]

S8Z0182A

Abb. 3-77: Erdschluss-Sammelmeldungen.

3.12.16 Anregemeldungen und Auslöselogik

3.12.16.1 Leiterselektive Anregemeldungen


Aus den leiterselektiven Anregesignalen des unabhängigen
Überstromzeitschutzes und des abhängigen Überstromzeitschutzes werden
gemeinsame leiterselektive Anregemeldungen gebildet.
Durch die leiterselektiven Anregesignale sowie die Signale der Erd- und
Gegensystemanregung, wird eine einstellbare Zeitstufe gestartet. Während des
Ablaufes der Zeitstufe werden die Anregemeldungen gesperrt. Durch den
Motorschutz werden die Anregemeldungen unmittelbar gesperrt, wenn der
Anlauf eines Motors erkannt wurde. Die Sperre wird unwirksam, sofern eine
Aus Meldung vorliegt.
Die Ansprechverzögerungen der Erd- und Gegensystemstufen von UMZ- und
AMZ-Schutz können - je nach Einstellung - bei einpoliger bzw. mehrpoliger
Anregung blockiert werden.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-109


P132 3 Arbeitsweise

GRUND: GRUND:
Gen. Aus Meldung 1 & Sperren Anr. Mld.
[ 036 005 ]
306 512
GRUND:
Gen. Aus Meldung 2
[ 036 023 ]
MS:
Hochlauf
[ 040 119 ]

GRUND:
Unterdr.Anr.Mldg.PSx
[ * ]

0 t

UMZ: GRUND:
Anregung L1 & Anregung L1
305 458
[ 040 005 ]
AMZ:
Anregung L1
304 359

UMZ: GRUND:
Anregung L2 & Anregung L2
305 459 [ 040 006 ]
AMZ:
Anregung L2
304 360

UMZ:
Anregung L3 GRUND:
305 460 & Anregung L3
AMZ: [ 040 007 ]
Anregung L3
304 361

UMZ: GRUND:
Anregung E & Anregung N
305 461 [ 040 008 ]
AMZ_1:
Anregung IB,E>
[ 040 081 ]
GRUND:
AMZ_1: & Anregung Igegen
Anregung IB,gegen>
[ 040 107 ] [ 040 105 ]
UMZ: GRUND:
Anregung Igegen> Anregung L1 int.
[ 036 145 ] 306 513
UMZ: GRUND:
Anregung Igegen>> Anregung L2 int.
[ 036 146 ] 306 514

UMZ: GRUND:
Anregung Igegen>>> Anregung L3 int.
[ 036 147 ] 306 515

GRUND:
Anregung N int.
GRUND: 306 516
Bl. Zeitst.E,geg.PSx GRUND:
[ * ] Anregung Igegen int.
306 517

0
& GRUND:
1 Bl. Zeitst. E,gegen
306 400
&
2

0: ohne

1: bei einph. Anregung

2: bei mehrph. Anregung

Parameter- GRUND: GRUND:


Unterdr.Anr.Mldg.PSx Bl. Zeitst.E,geg.PSx
satz 1 017 054 017 015
satz 2 001 222 001 214
satz 3 001 223 001 215
satz 4 001 224 001 216
12Z6208A

Abb. 3-78: Leiterselektive Anregemeldungen. (Dargestellt ist nur AMZ_1; die Logik gilt – mit anderen Adressen –
analog für AMZ_2.)

3.12.16.2 Generalanregung
Aus den Anregesignalen des UMZ-Schutzes und des AMZ-Schutzes wird die
Generalanregung gebildet. Hierbei wird durch Einstellung entschieden, ob die
Erdstromstufen sowie die Gegensystemstromstufe an der Bildung der
Generalanregung beteiligt werden. Falls das Ansprechen einer der
Erdstromstufen und der Gegensystemstromstufe einstellungsgemäß nicht zur
Generalanregung führt, werden die zugehörigen Ansprechverzögerungen

3-110 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

blockiert. Damit ist dann auch kein Aus Kommando durch Erdstrom- und
Gegensystemstufen möglich.

GRUND:
Betr.art Gen.Anr.PSx
[ * ]

GRUND:
0 Betr.art Gen.Anr.PSx
[ * ]
1 1: mit Anreg. IE,Igegen

0: o. Anreg. IE, Igegen

1: mit Anreg. IE,Igegen


GRUND:
General Rückst. BED
GRUND:
[ 003 002 ] Anreg. I>,kIB,L>
1: ausführen 306 521

GRUND: GRUND:
General Rückst. EXT + Anzahl Generalanr.
[ 005 255 ] [ 004 000 ]
R
UMZ:
Anregung I>
[ 040 036 ]
AMZ_1: GRUND:
Anregung IB,L> & Generalanregung
[ 040 080 ] [ 040 000 ]
UMZ:
Anregung I>> GRUND:
[ 040 029 ] Generalanregung int.
306 539
UMZ:
Anregung I>>>
[ 039 075 ]

AMZ_1: &
Anregung IB,E>
[ 040 081 ]
UMZ: &
Anregung IE>
[ 040 077 ]
UMZ:
Anregung IE>> GRUND:
[ 040 041 ] tGA PSx
UMZ: [ * ]
Anregung IE>>>
[ 039 078 ]
UMZ:
Anregung IE>>>>
[ 035 031 ] GRUND:
tGA abgelaufen
[ 040 009 ]
AMZ_1:
Anregung IB,gegen>
[ 040 107 ]
UMZ:
Anregung Igegen>
[ 036 145 ]
UMZ:
Anregung Igegen>>
[ 036 146 ]
UMZ:
Anregung Igegen>>>
[ 036 147 ]

GRUND:
Sperren Anr. Mld.
* Parameter- GRUND: GRUND:
306 512 Betr.art Gen.Anr.PSx tGA PSx
satz 1 017 027 017 005
satz 2 001 219 001 225
satz 3 001 220 001 226
satz 4 001 221 001 227
12Z6201A

Abb. 3-79: Generalanregung. (Dargestellt ist nur AMZ_1; die Logik gilt – mit anderen Adressen – analog für AMZ_2.)

3.12.16.3 Zähler der Generalanregung


Die Anzahl der Generalanregungen wird gezählt.

3.12.16.4 Sammelmeldungen des UMZ- und AMZ- Schutzes


Die durch den UMZ- bzw. AMZ- Schutz generierten Meldungen und Aus
Meldungen sind zu Sammelmeldungen zusammengefasst.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-111


P132 3 Arbeitsweise

UMZ: GRUND:
tI> abgelaufen Zeitstufe L abgel.
[ 040 010 ] [ 040 031 ]
UMZ:
tI>> abgelaufen
[ 040 033 ]
UMZ:
tI>>> abgelaufen
[ 040 012 ]
AMZ_1:
tIB,L> abgelaufen
[ 040 082 ]

UMZ: GRUND:
tIgegen> abgelaufen Zeitst. Igegen abgel
[ 036 148 ] [ 040 050 ]
UMZ:
tIgegen>> abgelaufen
[ 036 149 ]
UMZ:
tIgegn>>> abgelaufen
[ 036 150 ]
AMZ_1:
tIB,gegen> abgel.
[ 040 109 ]

UMZ: GRUND:
tIE> abgelaufen Zeitstufe E abgel.
[ 040 013 ] [ 040 032 ]
UMZ:
tIE>> abgelaufen
[ 040 121 ]
UMZ:
tIE>>> abgelaufen
[ 039 079 ]

UMZ:
tIE>>>> abgelaufen
[ 035 040 ]
AMZ_1:
tIB,E> abgelaufen
[ 040 083 ]

UMZ: GRUND:
Aus Meldung tI> Aus Mldg. tI>/IB,L>
[ 041 020 ] [ 040 042 ]
AMZ_1:
Aus Meldung tIB,L>
[ 040 084 ]

UMZ: GRUND:
Aus Meldung tIgegen> AusMld.tIgeg>/IBgeg>
[ 036 151 ] [ 040 051 ]
AMZ_1:
Aus Mldg. tIB,gegen>
[ 040 108 ]

UMZ: GRUND:
Aus Meldung tIE> Aus Mldg. tIE>/IB,E>
[ 041 021 ] [ 040 043 ]
AMZ_1:
Aus Meldung tIB,E>
[ 040 085 ]

12Z5122A

Abb. 3-80: Sammelmeldungen von UMZ- und AMZ-Schutz. (Dargestellt ist nur AMZ_1; die Logik gilt – mit anderen
Adressen – analog für AMZ_2.)

3.12.16.5 Aus Kommando


Das P132 verfügt über zwei Aus Kommandos. Die Funktionen, die eine Auslösung
bewirken sollen, können durch Einstellung von m-aus-n-Parametern für jedes der
beiden Aus Kommandos unabhängig voneinander ausgewählt werden. Die
Mindestzeit der Aus Kommandos ist einstellbar. Die Aus Meldungen stehen nur
solange an, wie die Bedingungen für die Meldung erfüllt sind.

3-112 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

GRUND:
Block. Aus K. BED
[ 021 012 ]

0
GRUND:
1 Aus K. blockiert
[ 021 013 ]
0: nein
1: ja
GRUND:
Block. Aus K. EXT
[ 036 045 ]
GRUND:
Fkt.zuordn. Aus K. 1
[ 021 001 ]

Meldung 1

Meldung 2 m aus n

Meldung n
GRUND:
ausgew. Meldungen Gen. Aus Meldung 1
[ 036 005 ]
GRUND:
Mindestzeit Aus K. 1
[ 021 003 ]

GRUND: GRUND:
Selbsthltg. Aus K. 1 Gen. Aus Kommando 1
[ 021 023 ] [ 036 071 ]

0: nein
1: ja

GRUND:
Fkt.zuordn. Aus K. 2
[ 021 002 ]

Meldung 1

Meldung 2 m aus n

Meldung n

GRUND:
ausgew. Meldungen Gen. Aus Meldung 2
[ 036 023 ]

GRUND: GRUND:
Mindestzeit Aus K. 2 Gen. Aus Meldung
[ 021 004 ] [ 036 251 ]

GRUND: GRUND:
Selbsthltg. Aus K. 2 Gen. Aus Kommando 2
[ 021 024 ] [ 036 022 ]

GRUND:
0 Gen. Aus Kommando
[ 035 071 ]
1

0: nein
1: ja
AWE:
Aus Meldung
[ 039 099 ]
GRUND:
Rückst.S.h.Aus K.BED
[ 021 005 ]

0
GRUND:
1 S.h. Aus K. rückgest
[ 040 139 ]
0: nicht ausführen

GRUND: 1: ausführen
Rückst.S.h.Aus K.EXT
[ 040 138 ]

19Z5007A

Abb. 3-81: Bildung der Aus Kommandos.

3.12.16.5.1 Selbsthaltung der Aus Kommandos


Durch entsprechende Einstellung (über GR UND: Se lbst hlt g. A us K. 1 bzw.
GR UND : Selbsth ltg. Aus K. 2) kann für jedes der beiden Aus Kommandos
bestimmt werden, ob es in Selbsthaltung gehen soll.
Ist Selbsthaltung gewählt, steht das Aus Kommando bis zur Rückstellung über
Einstellparameter (GRUND : Rückst.S.h. Aus K.BE D) bzw. bis zur Rückstellung

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-113


P132 3 Arbeitsweise

über einen entsprechend konfigurierten binären Signaleingang


(GRU ND : Rückst.S.h .A us K. EXT) an.
Die Selbsthaltung wird nicht wirksam, wenn ein Aus Kommando von der AWE
erteilt wurde.

3.12.16.5.2 Blockade der Aus Kommandos


Die Aus Kommandos können über Einstellparameter oder einen entsprechend
konfigurierten binären Signaleingang blockiert werden. Die Blockade ist für beide
Aus Kommandos gemeinsam wirksam. Die Auslösemeldungen bleiben von der
Blockade unbeeinflusst. Falls die Aus Kommandos blockiert sind, wird dies per
Dauerlicht durch die gelbe Leuchtanzeige H 2 am Vor‑Ort‑Bedienfeld sowie ein
auf „Blockade/Störung“ konfiguriertes Ausgangsrelais gemeldet.

GRUND:
Block. Aus K. BED
[ 021 012 ]

1 GRUND:
Aus K. blockiert
0: nein [ 021 013 ]

1: ja

GRUND:
Block. Aus K. EXT
[ 036 045 ]

47Z01AWA

Abb. 3-82: Blockade der Aus Kommandos.

3.12.16.5.3 Zähler der Aus Kommandos


Die Aus Kommandos werden gezählt. Die Zähler können einzeln oder gemeinsam
rückgestellt werden.

GRUND:
GRUND: + Anzahl Gen. Aus K. 1
Gen. Aus Kommando 1
[ 004 006 ]
[ 036 071 ]
R
GRUND: GRUND:
Gen. Aus Kommando 2 + Anzahl Gen. Aus K. 2
[ 036 022 ] [ 009 050 ]
GRUND: R
Rückst. Z. E/A K BED
[ 003 007 ]

1 ≥1
GRUND: 0: nicht ausführen
General Rückst. BED
[ 003 002 ] 1: ausführen
1: ausführen
GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
GRUND:
Rückst. Z. E/A K EXT
[ 005 210 ]

12Z6190A

Abb. 3-83: Zähler der Aus Kommandos.

3.12.16.6 Manuelles Aus Kommando


Über Einstellparameter oder einen entsprechend konfigurierten binären
Signaleingang kann ein manuelles Aus Kommando erteilt werden, das jedoch nur
dann ausgeführt wird, wenn das manuelle Aus in der Auswahl der möglichen
Funktionen enthalten ist, die eine Auslösung bewirken.

3-114 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

GRUND:
Man. Aus K. BED
[ 003 040 ]

0
GRUND:
1 1 Man. Aus Meldung
[ 034 017 ]
0: nicht ausführen 100 ms

1: ausführen
GRUND:
Man. Aus K. EXT
[ 037 018 ]

19Z5008A

Abb. 3-84: Manuelles Aus Kommando.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-115


P132 3 Arbeitsweise

3.12.17 Schalterfallmeldung
Die Meldung Schalterfall kann in Abhängigkeit von der Betriebsart aufgrund
unterschiedlicher Ereignisse gebildet werden:
Betriebsart “ALSTOM D“ (GRU ND: Be trA rt Sch alt erfall, 221 080):
In dieser Betriebsart wird zusätzlich die Meldung G RUND : Schalte rfall int ern
(221 006) gebildet.
Die Meldung GR UN D: Schal terfal l i nte r n wird gesetzt, wenn folgende
Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind:
● Der Eingang, der als „Schutz Aus“ konfiguriert ist, ist logisch „1“ gesetzt,
oder das ausgewählte Aus Kommando des P132 steht an.
● An dem auf „Leistungsschalter Aus“ konfigurierten Eingang steht eine
logische „1“ an.
Betriebsart “Kein Steuerbefehl“ (GRU ND: Be trA rt Schalter fall, 221 080):
Die Meldung GRUN D: Sch alte rfall wird nur gesetzt, wenn der
Leistungsschalter seine Position von „Ein“ nach „Aus“ ändert, ohne dass zuvor
eine Befehlsgabe über das P132 erfolgt ist. Dabei werden Befehlsgaben über die
serielle Schnittstelle, das integrierte Vor-Ort-Bedienfeld oder externe
Befehlseingänge in gleicher Weise behandelt. Diese Einstellung blockiert die
Meldung GRUN D: S chal te rf all i ntern.
Die Meldung „Schalterfall einer externen Einrichtung“ kann ebenfalls gemeldet
werden. Dazu ist ein Eingang als „GRU ND: Ein .zuo.Freig.SF ext“ und ein
weiterer Eingang als „GRUND: Ei n.zuo. SF e xtern“ zu konfigurieren.

3-116 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

GRUND:
Ein.zuo. Schutz Aus
[ 221 010 ]

Meldung 1

Meldung 2

Meldung 3

Meldung n

ausgewählte Meldung ≥1

GRUND:
Ausw.Schutz Aus f.SF
GRUND: [ 221 012 ]
Gen. Aus Kommando 1
[ 036 071 ]
0

1
GRUND:
Gen. Aus Kommando 2 2
[ 036 022 ]
≥1 3

0 ... 3

0: ohne Funktion
1: Gen. Aus Kommando 1
2: Gen. Aus Kommando 2
3: Gen.Aus Kommando 1/2

GRUND:
BetrArt Schalterfall
[ 221 080 ]

1 ... 2
1: ALSTOM D
2: Kein Steuerbefehl

GRUND:
Ein.zuo. LS Aus
[ 221 013 ]
BM01:
Schaltgerät Aus
[ 210 036 ]
BM02:
Schaltgerät Aus
[ 210 086 ]
BM03:
Schaltgerät Aus GRUND:
[ 210 136 ]
& Schalterfall intern
ausgewählte Meldung [ 221 006 ]

GRUND:
Ein.zuo.Freig.SF ext
[ 221 050 ]

GRUND:
& ≥1 Schalterfall
ausgewählte Meldung [ 221 016 ]

GRUND:
Ein.zuo. SF extern
[ 221 024 ]

ausgewählte Meldung

AWE:
Unterbr. Sch.f.mldg.
[ 036 040 ]
12Z8169A

Abb. 3-85: Schalterfallmeldung

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-117


P132 3 Arbeitsweise

3.12.18 Kommunikationsstörung
Kommt keine Verbindung mit der Leitstation zustande oder die Verbindung wird
unterbrochen, wird „Kommunikationsstörung“ gemeldet. Die Meldung wird
ebenfalls generiert, wenn der Kommunikationsbaustein A nicht bestückt ist.

KOMM1: GRUND:
Kommunikation gestört Kommunikationsstör.
[ 221 019 ]
304 422

GERÄT:
Baust. A nicht best.
307 140

19Z5070A

Abb. 3-86: Kommunikationsstörung.

3.12.19 Zeitstempelung und Uhrzeitsynchronisation


Die in Betriebsspeicher, Überwachungsspeicher und Ereignisspeichern
abgelegten Informationen werden mit Datum und Uhrzeit gespeichert. Damit
diese Zeitstempelung richtig erfolgt, sind Datum und Uhrzeit am P132
einzustellen.
Durch einen entsprechend konfigurierten binären Signaleingang kann durch
einen Impuls die Uhrzeit von verschiedenen Geräten synchronisiert werden. Das
P132 wertet die kommende Flanke aus. Damit wird die Uhr auf die nächste volle
Minute gesetzt. Es wird entweder ab- oder aufgerundet. Bei mehrfachem
Kommen/Gehen (Prellen eines Relaiskontaktes) wird die letzte Flanke
ausgewertet.

GRUND:
Datum
[ 003 090 ]

GRUND:
Uhrzeit
[ 003 091 ]

GRUND:
Zeitumstellung
[ 003 095 ]

GRUND:
Minutenimp. Uhr EXT
[ 060 060 ]

GRUND:
Zeitmarke
306 021

Einstellung GRUND:
Zeitumstellung

0: Standardzeit
1: Sommerzeit

Q6Z0152B

Abb. 3-87: Zeiteinstellung und Uhrzeitsynchronisation durch Minutenimpuls über Binäreingang.

3-118 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.12.19.1 Synchronisierungsquelle
Das P132 besitzt eine Fülle von Optionen für die Synchronisation der internen
Uhr:
● Uhrzeit-Telegramm über die Kommunikationsschnittstelle KOMM1/IEC
(Vollzeit)
● Uhrzeit-Telegramm über die Kommunikationsschnittstelle KOMM2/PC
(Vollzeit)
● IRIG-B-Signal (nur Uhrzeit))
● Minutenimpuls über Binäreingang (GRUND), siehe Bild 3-87, (S. 3-118) und
den vorangehenden Absatz
Bei älteren Geräteversionen wurden diese Schnittstellen gleichrangig behandelt,
d.h. die Synchronisierung erfolgte unabhängig davon, von welcher Teilfunktion
der Anstoß kam. Sofern die Synchronisier-Quellen (Kommunikations-Master, IRIG-
B- und Minutenimpuls- Signalquellen) die gleiche Zeit haben, ist mit keinerlei
Komplikationen zu rechnen. Bei Zeitdifferenzen der Synchronisierquellen kann es
hingegen zu unerwünschten Sprüngen in der Uhrzeitführung kommen.
Andererseits ist häufig eine redundante Uhrzeitsynchronisation vorgesehen, um
z.B. über IRIG-B die Synchronisation aufrechtzuerhalten, auch wenn die
Kommunikation zur Leittechnik gestört ist.
Für solche Anwendungsfälle ist bei aktuellen Geräteversionen eine primäre und
eine Reserve-Quelle für die Uhrzeitsynchronisation einstellbar, wobei jeweils die
4 oben aufgelisteten Optionen zur Verfügung stehen.
GR UND : Prim.Q ue ll e Ze i tsync
GR UND : Re serveQue l leZei tsyn
Die Synchronisation erfolgt damit solange ausschließlich über die primäre Quelle,
wie innerhalb des einstellbaren Timeouts (GRUND : Zeit sy nch r. Timeout
erneute Synchronisiertelegramme (bzw. Minutenimpulse) empfangen werden.
Die Reservequelle kommt zum Tragen, wenn nach Ablauf der eingestellten
Timeout-Zeit keine Synchronisierung durch die Primärquelle erfolgt ist.
Bei Auswahl des Uhrzeit-Telegramms über IEC als primäre Quelle wird bei Ausfall
der Uhrzeit von Server SNTP1 zunächst die Uhrzeit von Server SNTP2 abgefragt,
bevor auf die Reservequelle zurückgegriffen wird.
Bei blockiertem Timeout erfolgt die Zeitsynchronisation ausschließlich über die
Primärquelle.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-119


P132 3 Arbeitsweise

3.12.20 Rückstellmechanismen
Gespeicherte Informationen, wie z.B. Ereignisprotokolle, Störfallmesswerte usw.,
können auf unterschiedliche Weise gelöscht werden. Folgende Mechanismen sind
vorhanden:
● Automatische Rückstellung der Ereignismeldungen, die über
Leuchtanzeigen signalisiert werden – sofern die Betriebsart der
Leuchtanzeige entsprechend eingestellt ist –, und der Anzeige der
Ereignismesswerte an der Vor-Ort-Bedienung bei Eintritt eines neuen
Ereignisses. Hier werden nur die Anzeigen am Vor-Ort-Bedienfeld, nicht
jedoch die internen Speicher, wie z.B. der Störfallspeicher, gelöscht.
● Rückstellung der Leuchtanzeigen und Ereignismesswerte an der Vor-Ort-
Bedienung durch Betätigen des Rückstelltasters der Vor-Ort-Bedienung.
Es können weitere Speicher zugeordnet werden, die dann dann ebenfalls
bei Betätigen des Rückstelltasters gelöscht werden, indem die
gewünschten Funktionen bei VOB: Fkt. Rückst.taste ausgewählt
werden.
● Bereichsweise Rückstellung, z.B. nur der Störfallspeicher, über
Einstellparameter. (Das heißt für dieses Beispiel: zum Menü-Eintrag
ST_AZ: Rückst . Au fz. BE D navigieren und auf ausführen setzen, siehe
auch die genaue Schritt-für-Schritt-Beschreibung in Abschnitt 6.12.7, (S. 6-
30).)
● Bereichsweise Rückstellung, z.B. nur der Störfallspeicher, über
entsprechend konfigurierte binäre Signaleingänge. (Das heißt für dieses
Beispiel: den Parameter ST_AZ: Rü ck s t. A ufz. EXT dem gewünschten
binären Eingang, z.B. EI NG: F kt.zuordnu ng U 301, zuordnen.)
● Sammelrückstellung über Einstellparameter, indem zum Menü-Eintrag
GR UND : Samm el rückst . 1 BE D (bzw. GRUND: Sammelrückst. 2
BED) navigiert und dieser auf ausführen gesetzt wird. Hierfür müssen die
gewünschten (d.h. rückzusetzenden) Speicher dem Parameter
GR UND : Fkt.zu ordn . Rü ck st 1 (bzw. GRU ND: F kt.zuordn. Rück st
2) zugeordnet werden.
● Sammelrückstellung über entsprechend konfigurierte binäre
Signaleingänge. (Das heißt, nachdem die rückzusetzenden Speicher dem
Parameter GR UND: Fkt. zuordn . Rück st 1 (bzw. GRUND: Fkt.z uordn.
Rü ckst 2) zugeordnet sind, den Parameter GRUND: Samm elrückst . 1
EX T (bzw. GR UND: Samme lrü cks t. 2 EXT) dem gewünschten binären
Eingang, z.B. E I NG: Fk t.zu ordnun g U 301 zuordnen.)
● General-Rückstellung über Einstellparameter (Menü-Eintrag
GR UND : Gen eral Rückst. BED). Es werden alle Speicher, Zähler,
Ereignisse etc. rückgesetzt, ohne spezielle Konfigurationsmöglichkeiten.
● General-Rückstellung über entsprechend konfigurierte binäre
Signaleingänge. (GRUND : Ge ne ral R ückst. EXT wird dem gewünschten
binären Eingang zugeordnet.) Es werden alle Speicher, Zähler, Ereignisse
etc. rückgesetzt, ohne spezielle Konfigurationsmöglichkeiten.
Sofern für einen bestimmten Speicher mehrere Rücksetzmechanismen
konfiguriert wurden, sind alle gleichberechtigt.
Bei einem Kaltstart, das heißt bei gleichzeitigem Ausfall von interner Batterie und
Stromversorgung, sind alle gespeicherten Meldungen und Werte verloren.

3-120 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]

1 1: ausführen

0: nicht ausführen
1: ausführen

GRUND:
Rückst. Anz. BED
[ 021 010 ]

0: nicht ausführen
1: ausführen GRUND:
≥1 Rückstellen LED
306 020
GRUND:
Rückst. Anz. EXT
[ 065 001 ]

12Z6115A

Abb. 3-88: Generalrückstellung, Rückstellung der Leuchtanzeigen und Ereignismesswerte an der Vor-Ort-
Bedienung.

VOB: BT_AZ:
Rückstelltaste aktiv & ≥1 Rückst. Aufz. EXT
310 024 [ 005 213 ]

VOB:
Fkt. Rückst.taste
[ 005 251 ]

m aus n

BT_AZ:
Rückst. Aufz. EXT
[005 213]

GRUND: GRUND:
Sammelrückst. 1 BED Sammelrückst. 2 BED
[ * ] [ * ]

0 0

1 ≥1 & 1 ≥1 &
0: nicht ausführen 0: nicht ausführen

GRUND: 1: ausführen 1: ausführen


Sammelrückst. 1 EXT
[ * ]
GRUND:
Sammelrückst. 2 EXT
GRUND: GRUND:
[ * ] Fkt.zuordn. Rückst 1 Fkt.zuordn. Rückst 2
[ * ] [ * ]

m aus n m aus n

BT_AZ: BT_AZ:
Rückst. Aufz. EXT Rückst. Aufz. EXT
[005 213] [005 213]

12Z61RMB

Abb. 3-89: Rückstelltaste an der Vor-Ort-Bedienung und Sammel-Rückstellfunktion am Beispiel des


Betriebsprotokolls (d.h. am Beispiel des Rückstellsignals B T _ A Z : R ü c k s t . A u f z . E X T).

Eine vollständige Liste aller Rückstellsignale, die sich auf die in Bild 3-89, (S. 3-
121) dargestellte Weise generieren lassen, lässt sich über den separat
erhältlichen DataModelExplorer erhalten, indem man in der
P132‑654_de_Addresses.pdf den Einstellparameter GRU ND: Fkt .zu ordn.
Rück st 1 nachschlägt und die dort verlinkte Konfig.-Tabelle aufruft.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-121


P132 3 Arbeitsweise

3.12.20.1 Rückstellen über Tasten der Vor-Ort-Bedienung


Weitere Rückstellmöglichkeiten sind im Grunde keine eigenständigen
Rückstellmechanismen, sondern machen lediglich einen der oben beschriebenen
Mechanismen besonders einfach erreichbar, nämlich durch Konfiguration auf
eine Taste:
● Die Funktionstasten können so konfiguriert werden, dass die Rückstellung
eines bestimmten Speichers zugeordnet wird. Technisch ist dies analog zur
Rückstellung über einen binären Signaleingang. Bei Betätigen der
Funktionstaste simuliert diese ein Signal an diesem binären Eingang. (Siehe
Abschnitt 3.6, (S. 3-47).)
● Alternativ kann man einer der konfigurierbaren Funktionstasten eine der
beiden Menüsprunglisten VOB: A nst . Me nüspr. 1 EXT (bzw.
V OB: Anst . Men üspr. 2 EXT) zuordnen und in der Definition VO B : F kt .
Me nüspr.li st e 1 (bzw. V O B: F kt. Me nüspr.liste 2) der ausgewählten
Menüsprungliste den gewünschten Rücksetzparameter einschließen.
● Das gleiche lässt sich auch mit der Protokolltaste ( ) erreichen, wenn man
dieser über VOB: Fkt. P rotokol l tas te einen Menüeintrag zum
Rücksetzen zuordnet.

3.12.21 Zuordnung der „logischen“ Kommunikationsschnittstellen zu den


physikalischen Kommunikationskanälen
Je nach Ausführung des Kommunikationsbausteines A stehen bis zu zwei
Kommunikationskanäle zur Verfügung (siehe „Technische Daten“). Diesen
physikalischen Kommunikationskanälen können die „logischen“
Kommunikationsschnittstellen KOMM1 und KOMM2 zugeordnet werden.
Wird der „logischen“ Kommunikationsschnittstelle KOMM1 der
Kommunikationskanal 2 zugeordnet, bedeutet dies automatisch, dass die
Einstellungen der „logischen“ Kommunikationsschnittstelle KOMM2 an
Kommunikationskanal 1 wirksam werden.
Über die Kommunikationsschnittstelle 2 kann nur mit dem P132 kommuniziert
werden, wenn die PC‑Schnittstelle inaktiv ist. Sobald Kommunikation über die
PC‑Schnittstelle stattfindet, ist die Kommunikationsschnittstelle 2 „tot“. Sie wird
erst wieder freigegeben, wenn der „Timeout“ der PC-Schnittstelle abgelaufen ist.

3-122 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

GRUND:
Kanalzuordn. KOMM1/2
[ 003 169 ]

1: KOMM1->Kanal 1,(2-2)

2: KOMM1->Kanal 2,(2-1)

"logische"

Komm.schnittstelle

KOMM1

Komm.Schnittstelle

Kanal 1

"logische"

Komm.schnittstelle

KOMM2

Komm.Schnittstelle

Kanal 2

45Z5171A

Abb. 3-90: Zuordnung der „logischen“ Kommunikationsschnittstellen zu den physikalischen


Kommunikationskanälen.

3.12.22 Prüf-Modus
Werden am P132 Prüfungen durchgeführt, empfiehlt es sich, den Prüf-Modus
einzuschalten, damit alle Meldungen über die seriellen Schnittstellen
entsprechend gekennzeichnet werden.

GRUND:
Prüf-Modus BED
[ 003 012 ]

0
GRUND:
1 Prüf-Modus
[ 037 071 ]
0: nein

1: ja

GRUND:
Prüf-Modus EXT
[ 037 070 ]

D5Z50EBA

Abb. 3-91: Prüf-Modus setzen.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-123


P132 3 Arbeitsweise

3.13 Parametersatzumschaltung (Funktionsgruppe PSU)


Das P132 bietet die Möglichkeit, vier voneinander unabhängige Parametersätze
(PS) voreinzustellen. Das Umschalten auf einen anderen Parametersatz kann
ohne Unterbrechung der Schutzfunktion während des Betriebes erfolgen.

Auswahl des Parametersatzes


Über den Funktionsparameter P SU: Ste ue rung ü. Bed BED bzw. über das
externe Signal PSU: Steue run g ü . Bed EXT kann gewählt werden, welche
Steuerstelle - Funktionsparameter oder binärer Signaleingang - den aktiven
Parametersatz bestimmt. Entsprechend der getroffenen Wahl wird der
Parametersatz entweder nach Maßgabe des voreingestellten
Funktionsparameters P SU: A us wahl PS BED oder in Abhängigkeit von
externen Signalen ausgewählt. Durch Abfrage der logischen Zustandsmeldungen
PS U: eingeschalt et e r P S bzw. PSU: PS 1 ei nge schaltet kann der aktuell
gültige Parametersatz festgestellt werden.

Auswahl des Parametersatzes über binäre Eingänge


Sollen die binären Signaleingänge zur Parametersatzumschaltung benutzt
werden, prüft das P132 zunächst, ob mindestens zwei binäre Eingänge für die
Parametersatzumschaltung konfiguriert sind. Ist dies nicht der Fall, wird der
Parametersatz wirksam, der über den Funktionsparameter ausgewählt ist. Das
P132 prüft ferner, ob die an den binären Signaleingängen anstehenden Signale
eine eindeutige Parametersatzauswahl gestatten. Dies ist nur dann der Fall,
wenn nur ein binärer Signaleingang logisch „1“ gesetzt ist. Steht an mehreren
binären Signaleingängen gleichzeitig ein „1“-Signal an, bleibt der Parametersatz
wirksam, der zuvor ausgewählt war. Entsteht beim Umschalten von einem
Parametersatz auf einen anderen eine spannungslose Pause, das heißt, alle
binären Signaleingänge sind logisch „0“, wird die Überbrückungszeit gestartet.
Während des Ablaufes der Zeitstufe bleibt der zuvor ausgewählte Parametersatz
wirksam. Sobald ein Signaleingang logisch „1“ wird, wird der zugehörige
Parametersatz wirksam. Ist nach Ablauf der Überbrückungszeit weiterhin kein
Signaleingang logisch „1“, wird auf den über den Funktionsparameter
ausgewählten Parametersatz umgeschaltet.
Steht nach Einschalten der Versorgungsspannung an keinem der für die
Parametersatzumschaltung ausgewählten binären Signaleingänge eine
logische „1“ an, wird nach Ablauf der Überbrückungszeit der über den
Funktionsparameter ausgewählte Parametersatz wirksam. Während des Ablaufes
der Überbrückungszeit ist der zuletzt gültige Parametersatz wirksam.
Die Parametersatzumschaltung kann auch während einer Anregung erfolgen. Bei
Umschaltung über binäre Signaleingänge ist mit einer maximalen Eigenzeit der
Signaleingänge von ca. 100 ms zu rechnen.
Einstellungen, für die im folgenden nur eine Adresse angegeben ist, sind in allen
vier Parametersätzen gleichermaßen wirksam.

3-124 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

PSU:
Steuerung ü. Bed BED
[ 003 100 ]

0: nein

1: ja PSU:
Steuerung ü. Bedien.
PSU: [ 036 102 ]
Steuerung ü. Bed EXT
[ 036 101 ] PSU:
Auswahl PS BED
EING: [ 003 060 ]
Fkt.zuordnung U xxx
[ 152 xxx ]
1

2
U x1
3
U x2
4
U x3
1: Parametersatz 1
U xx
2: Parametersatz 2
Adresse 065 002

Adresse 065 003 3: Parametersatz 3


1

Adresse 065 004 4: Parametersatz 4 2

Adresse 065 005 3

PSU:
1 4 eingeschalteter PS
[ 003 062 ]

PSU:
PS 1 eingeschaltet
[ 036 090 ]

PSU:
einschalten PS 1 EXT PSU:
[ 065 002 ] PS 2 eingeschaltet
[ 036 091 ]

PSU: PSU:
einschalten PS 2 EXT PS 3 eingeschaltet
[ 065 003 ] [ 036 092 ]

PSU: PSU:
einschalten PS 3 EXT PS 4 eingeschaltet
[ 065 004 ] [ 036 093 ]

PSU:
einschalten PS 4 EXT
[ 065 005 ]

1 4
PSU:
Überbrückungszeit
[ 003 063 ]
1

PSU:
0 4 ext. eingesch. PS
[ 003 061 ]
PSU:
PS 1 ext. eingesch.
[ 036 094 ]

PSU:
PS 2 ext. eingesch.
[ 036 095 ]

PSU:
PS 3 ext. eingesch.
[ 036 096 ]

PSU:
PS 4 ext. eingesch.
[ 036 097 ]
D5Z5002A

Abb. 3-92: Aktivierung der Parametersätze.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-125


P132 3 Arbeitsweise

3.14 Selbstüberwachung (Funktionsgruppe SELBÜ)


Umfangreiche Überwachungsroutinen im P132 sorgen dafür, dass interne Fehler
erkannt werden und nicht zu Fehlfunktionen führen. Die Auswahl der
Funktionszuordnung der Warnmeldung enthält u.a.
Selbstüberwachungsmeldungen aus der Kommunikationsüberwachung, der
Messkreisüberwachung, der Drahtbruchüberwachung sowie die Logikausgänge.

3.14.1 Tests während eines Hochlaufs


Nach Einschalten der Versorgungsspannung werden verschiedene Tests
durchgeführt, die das P132 auf Funktionsfähigkeit überprüfen. Stellt das P132 bei
einem der Tests einen Fehler fest, so wird der Hochlauf abgebrochen. Dabei kann
der Anzeige entnommen werden, bei welchem Test der Abbruch erfolgte. Es
lassen sich keine Bedienhandlungen durchführen. Ein erneuter Hochlaufversuch
des P132 kann nur durch Aus- und Wiedereinschalten der Versorgungsspannung
veranlasst werden.

3.14.2 Zyklische Tests


Nach erfolgreichem Hochlauf werden während des Betriebes zyklische
Selbstüberwachungstests durchgeführt. Im Falle eines positiven Testergebnisses
erfolgt eine spezifizierte Warnung, die in einem nichtflüchtigen Speicher – dem
Überwachungsspeicher – mit zugeordnetem Datum und zugeordneter Uhrzeit
hinterlegt wird (siehe auch Abschnitt 3.16, (S. 3-130)).
Die Selbstüberwachung überwacht die eingebaute Batterie auf Unterschreiten
des zulässigen Spannungspegels. Bei einer entsprechenden
Überwachungsmeldung sollte der Spannungsversorgungsbaustein innerhalb
eines Monats ausgetauscht werden, da andernfalls bei Ausfall der
Versorgungsspannung die Gefahr von Datenverlusten besteht. Hinweise zu
Wartungsmaßnahmen enthält Abschnitt 12.1, (S. 12-2).

3.14.3 Meldung
Die Überwachungsmeldungen werden auch über das Ausgangsrelais, das auf
SEL BÜ: Warnung ( Re lai s) konfiguriert ist, gemeldet. Das Ausgangsrelais
spricht solange an, wie ein interner Fehler erkannt wird.

SELBÜ:
Fkt.zuordn. Warnung
[ 021 030 ]

Meldung 1
m aus n
Meldung 2

Meldung 3

Meldung n

SELBÜ:
ausgew. Überw.mldg. Warnung (LED)
[ 036 070 ]
SELBÜ:
SELBÜ: Warnung (Relais)
Hardwarefehler [ 036 100 ]
304 950

Q6Z0154A

Abb. 3-93: Überwachungsmeldungen.

3-126 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.14.4 Reaktionen
Die Reaktion des P132 hängt von der Art der Überwachungsmeldung ab.
Folgendes Verhalten ist möglich:
● Exklusives Melden
Falls mit der Überwachungsmeldung keine Funktionsstörung verbunden ist,
erfolgt lediglich eine Meldung ohne weitere Konsequenzen. Diese Situation
ist z.B. dann gegeben, wenn interne Datenerfassungsspeicher überlaufen.
● Selektive Blockade
Sollte allein in einem Bereich, der die Schutzfunktionen nicht beeinflusst,
ein Fehler diagnostiziert werden, wird ausschließlich der betroffene Bereich
blockiert. Dieser Fall tritt z.B. dann ein, wenn ein Fehler auf dem
Kommunikationsbaustein oder im Bereich der PC-Schnittstelle festgestellt
wird.
● Warmstart
Stellt die Selbstüberwachung z.B. einen Fehler in der Hardware fest, der
durch einen Neustart des Systems eventuell behoben werden könnte,
erfolgt automatisch ein sogenannter Warmstart. Dabei wird – wie bei jedem
Hochlauf – das Rechnersystem neu in einen definierten Zustand gesetzt.
Kennzeichen eines Warmstartes ist, dass alle gespeicherten Daten und
somit insbesondere alle Einstellparameter von diesem Vorgang nicht
beeinflusst werden. Ein Warmstart kann auch manuell durch eine
Bedienhandlung veranlasst werden. Während des Ablaufes eines
Warmstartes sind die Schutzfunktionen sowie die Kommunikation über die
seriellen Schnittstellen blockiert. Wird nach einem durch die
Selbstüberwachung ausgelösten Warmstart der gleiche Fehler festgestellt,
bleiben die Schutzfunktionen blockiert, jedoch ist Kommunikation über die
seriellen Schnittstellen in der Regel wieder möglich.
● Kaltstart
Wird im Rahmen der Selbstüberwachung beim Checksummentest ein
verfälschter Parametersatz diagnostiziert, wird ein Kaltstart durchgeführt.
Dies ist erforderlich, da das Gerät nicht erkennen kann, welcher Parameter
verfälscht ist. Ein Kaltstart bewirkt, dass alle internen Speicher in einen
definierten Zustand gebracht werden. Das bedeutet, dass nach einem
Kaltstart auch alle Einstellungen des Gerätes verworfen sind. Die Werte der
Grundeinstellung sind im Hinblick auf einen sicheren Ausgangszustand so
gewählt, dass die Schutzfunktionen hierbei blockiert sind. Die den Kaltstart
auslösende Überwachungsmeldung sowie der Hinweis auf den
Parameterverlust sind im Überwachungsspeicher eingetragen.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-127


P132 3 Arbeitsweise

3.14.5 Warnspeichergedächtnis
Je nach Art der erkannten internen Störung versucht das P132, das Problem
durch einen Warmstart zu beheben (siehe oben; siehe auch die Beschreibung
des Geräteverhaltens bei Fehlern, Kapitel 11, (S. 11-1)). Ob diese Maßnahme
ausreichend war, wird daran gemessen, ob die erkannte Überwachungsmeldung
nicht bereits in Folge einer früheren Störung im Warnspeicher eingetragen ist. Ist
sie bereits eingetragen, so geht das P132 – je nach erkannter Störung – nach
dem 2. Warmstart in Blockade.
Der besseren Kontrolle dieses Verhaltens dient der Funktionsparameter
SEL BÜ : Wa rnsp .-Ge däch tn is. Dieser Parameter kann entweder auf blockiert
oder auf eine Zeitdauer (in Stunden) gesetzt werden. (Es ist allerdings nicht
ratsam, ihn auf genau 0 zu setzen, weil es dann zu keiner Blockade mehr käme
und somit im Falle einer permanenten Störung schwerwiegendes Fehlverhalten
die Folge wäre.)
In der Grundeinstellung ist diese Zeitstufe blockiert, d.h. die Blockade des
Gerätes bei der zweiten gleichartigen Störung geschieht unabhängig davon, wie
lange das erste Auftreten der Überwachungsmeldung zurückliegt.
Bei sehr sporadisch auftretenden Störungen kann dieses Verhalten zu
unerwünschten Geräteblockaden führen, wenn der Warnspeicher nicht
zwischenzeitlich zurückgesetzt wird, beispielsweise weil die Station im Winter
schwer zugänglich ist und das Auslesen und Rücksetzen des Warnspeichers über
die Kommunikationsschnittstellen nicht realisiert ist. Um dieses Problem zu
entschärfen, empfiehlt sich das Setzen des Funktionsparameters auf eine
bestimmte Zeitdauer, sodass die Blockade nur dann erfolgt, wenn die gleiche
Gerätestörung innerhalb dieser Zeitspanne erneut auftritt. Anderenfalls wird
nach Warmstart normal weitergearbeitet.

3.14.6 Warnspeicher-Zeitstempel
Der Zeitpunkt des letzten Auftretens der Gerätestörung wird gespeichert.

3-128 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.15 Betriebsaufzeichnung (Funktionsgruppe BT_AZ)


Für die kontinuierliche Aufzeichnung von betrieblichen Vorgängen sowie
Ereignissen ist ein ringförmig angelegter, nichtflüchtiger Betriebsspeicher
vorhanden, in den die betrieblich relevanten Meldungen jeweils mit
Vollzeitstempel (Datum und Uhrzeit) für den Zeitpunkt des Kommens bzw.
Gehens in chronologischer Reihenfolge eingetragen werden. Zu den betrieblich
relevanten Meldungen gehören Bedienhandlungen wie z.B. das Aus- und
Einschalten von Funktionen sowie Bedienanstöße für Prüfung und Rückstellung.
Auch Beginn und Ende von Ereignissen im Netz, die eine Abweichung vom
normalen bzw. ungestörten Betrieb darstellen, wie z.B. Überlast, Erdschluss und
Kurzschluss werden aufgezeichnet. Der Inhalt des Betriebsspeichers kann
gelöscht werden.

Zähler der betrieblich relevanten Meldungen


Die Anzahl der im Betriebsspeicher gespeicherten Meldungen wird gezählt.

BT_AZ:
Betriebsprotokoll
[ 003 024 ]

Betriebsspeicher
GRUND:
betrieb. relv. Mldg.
306 024

GRUND: BT_AZ:
General Rückst. BED Anz. Betriebsmldg.
[ 003 002 ] +
[ 100 002 ]
1: ausführen R
GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
BT_AZ:
Rückst. Aufz. EXT
[ 005 213 ]
BT_AZ:
Rückst. Aufz. BED
[ 100 001 ]

0: nicht ausführen
1: ausführen
12Z61CMA

Abb. 3-94: Betriebsaufzeichnung und Zähler der betrieblich relevanten Meldungen.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-129


P132 3 Arbeitsweise

3.16 Überwachungsaufzeichnung (Funktionsgruppe ÜW_AZ)


Die durch die Selbstüberwachung generierten Überwachungsmeldungen werden
im Überwachungsspeicher aufgezeichnet. Die Speichertiefe erlaubt maximal
30 Einträge. Falls mehr als 29 Überwachungsmeldungen ohne zwischenzeitliche
Speicherlöschung auftreten, wird als letzte Meldung SELBÜ: Überlauf ÜW _AZ
eingetragen. Überwachungsmeldungen, die auf einen Fehler der Hardware des
Gerätes zurückzuführen sind, werden immer in den Überwachungsspeicher
eingetragen. Überwachungsmeldungen, die aufgrund einer Peripheriestörung
auftreten, werden wahlweise in den Überwachungsspeicher eingetragen. Die
Auswahl erfolgt über Einstellung eines m-aus-n-Parameters (siehe Abschnitt 3.14,
(S. 3-126)).
Falls im Überwachungsspeicher mindestens ein Eintrag gespeichert ist, erfolgt
Signalisierung durch die rote Leuchtanzeige H 3 am Vor-Ort-Bedienfeld. Dabei
wird jeder neue Eintrag mit Blinklicht gekennzeichnet.
Der Überwachungsspeicher kann nur manuell durch eine Bedienhandlung
gelöscht werden. Einträge in den Überwachungsspeicher werden auch dann nicht
automatisch gelöscht, wenn der entsprechende Test bei einem erneuten
Prüfzyklus negativ verläuft. Der Inhalt des Überwachungsspeichers kann am Vor-
Ort-Bedienfeld oder über die PC- bzw. Kommunikationsschnittstelle gelesen
werden. Die den einzelnen Einträgen zugeordneten Zeitinformationen sind
sowohl über die PC- oder Kommunikationsschnittstelle als auch die Vor-Ort-
Bedienung abrufbar.

Zähler der Überwachungsmeldungen


Die Anzahl der im Überwachungsspeicher abgelegten Einträge wird am Zähler
ÜW_AZ : Anzahl Ü berw.mldg. angezeigt.

ÜW_AZ:
Überwach.protokoll
[ 003 001 ]

GRUND:
Zeitmarke
306 021

SELBÜ:
Hardwarefehler
304 950

ausgew. Überw.mldg.

ÜW_AZ:
Rückst. Aufz. BED
[ 003 008 ]
CT30 SELBÜ:
≥1 Überlauf ÜW_AZ
[ 090 012 ]
0
ÜW_AZ:
1 ≥1 Anzahl Überw.mldg.
[ 004 019 ]
0: nicht ausführen

1: ausführen
ÜW_AZ:
Rückst. Aufz. EXT
[ 005 240 ]

12Z6155A

Abb. 3-95: Überwachungsaufzeichnung und Zähler der Überwachungsmeldungen.

3-130 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.17 Überlastmesswerterfassung (Funktionsgruppe ÜL_ME)

3.17.1 Überlastdauer
Das P132 ermittelt bei einer Überlast die Überlastdauer. Die Überlastdauer ist
definiert als Zeit zwischen Kommen und Gehen der Meldung ÜL _AZ: Ereignis
lä uft.

ÜL_AZ: ÜL_ME:
Ereignis läuft + Überlastdauer
[ 035 003 ] [ 004 102 ]
R

GRUND: ≥1
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen
GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
ÜL_AZ:
Rückst. Aufz. EXT
[ 005 241 ]
ÜL_AZ:
Rückst. Aufz. BED
[ 100 003 ]
1: ausführen
50Z0137A

Abb. 3-96: Überlastdauer.

3.17.2 Erfassung der Überlastmesswerte des Motorschutzes


Während eines Motorhochlaufes werden die Messwerte für die Anlaufzeit, den
maximalen Anlaufstrom und die Anlauferwärmung ermittelt und am Ende des
Anlaufes gespeichert.

ÜL_ME:
MS: Anlaufzeit, MS
Hochlauf
[ 040 119 ] [ 005 096 ]

ÜL_ME:
Anlaufstrom, MS
[ 005 098 ]
MS:
IL,max eff/IB
304 740

ÜL_ME:
Anlauferwärmung, MS
[ 005 097 ]

19Z5280A

Abb. 3-97: Überlastmesswerte des Motorschutzes.

3.17.3 Erfassung der Überlastmesswerte des Thermischen


Überlastschutzes
Die Überlastmesswerte werden aus den Betriebsmesswerten des Thermischen
Überlastschutzes abgeleitet. Sie werden am Ende des Überlastereignisses
gespeichert.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-131


P132 3 Arbeitsweise

ÜL_AZ:
Ereignis läuft C
[ 035 003 ]

THERM: ÜL_ME:
Stand Abbild THERM Stand Abbild, THERM
[ 004 016 ] [ 004 147 ]
R

THERM: ÜL_ME:
I Laststrom, THERM
305 202 [ 004 058 ]
R

THERM: ÜL_ME:
Objekttemperatur Objekttemp., THERM
[ 004 137 ] [ 004 035 ]
R

THERM: ÜL_ME:
Kühlmitteltemperatur Kühlmitteltemp.THERM
[ 004 149 ] [ 004 036 ]
R

THERM: ÜL_ME:
Restzeit bis Aus Restzeit b.Aus,THERM
[ 004 139 ] [ 004 148 ]
R

THERM: ÜL_ME:
Temp.-Offset Abbild Offset Abbild, THERM
[ 004 109 ] [ 004 154 ]
R

GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen ≥1

GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
ÜL_AZ:
Rückst. Aufz. EXT
[ 005 241 ]
ÜL_AZ:
Rückst. Aufz. BED
[ 100 003 ]
1: ausführen
12Z6238A

Abb. 3-98: Überlastmesswerte des Thermischen Überlastschutzes.

3-132 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.18 Überlastaufzeichnung (Funktionsgruppe ÜL_AZ)

3.18.1 Start Überlastaufzeichnung


Eine Überlast, und damit der Start einer Überlastaufzeichnung, ist dann gegeben,
wenn die Meldung THER M: A n regung k*IB> oder MS: An regun g k *IB>
auftritt.

3.18.2 Zählen der Überlastereignisse


Die Überlastereignisse werden gezählt und mit dieser laufenden Nummer
gekennzeichnet.

ÜL_AZ:
Ereignis läuft
[ 035 003 ]
THERM:
Anregung k*IB>
[ 041 108 ] +

R ÜL_AZ:
Anzahl Überlast
[ 004 101 ]
GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]

1: ausführen
GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
ÜL_AZ:
Rückst. Aufz. EXT
[ 005 241 ]
ÜL_AZ:
Rückst. Aufz. BED
[ 100 003 ]
1: ausführen

52Z01C3A

Abb. 3-99: Zählen der Überlastereignisse.

3.18.3 Zeitstempelung
Zu jedem Überlastereignis wird von der internen Uhr das Datum abgespeichert.
Gleichfalls von der internen Uhr erhalten die einzelnen Kommt-/Geht-Meldungen
einer Überlast die jeweilige Absolutzeit zugeordnet. Das den Überlastereignissen
zugeordnete Datum und die Uhrzeit bei Eintritt des Ereignisses können am Vor-
Ort-Bedienfeld im Überlastspeicher sowie über PC- und
Kommunikationsschnittstelle ausgelesen werden. Die den Meldungen
zugeordneten Zeitinformationen ‑ relativ zum Überlastbeginn ‑ sind im
Überlastspeicher sowie über die PC- oder eine der Kommunikationsschnittstellen
abrufbar.

3.18.4 Überlastprotokollierung
Meldungen während eines Überlastereignisses werden ereignisbezogen in
chronologischer Reihenfolge erfasst. Insgesamt können acht Überlastereignisse
mit jeweils maximal 200 Kommt-/Geht-Meldungen in den Überlastspeichern
nichtflüchtig gespeichert werden. Bei mehr als acht Überlastereignissen ohne
zwischenzeitliche Speicherlöschung wird jeweils das älteste Überlastprotokoll
überschrieben. Falls während des Ablaufes eines Überlastereignisses mehr als
199 Kommt-/Geht-Meldungen auftreten, wird als letzte Meldung
ÜL_AZ: Überlau f Übe r lastsp. eingetragen.
Zusätzlich zu den Meldungen werden die ermittelten Überlastmesswerte in den
Überlastspeicher eingetragen.
Die Überlastprotokolle können am Vor-Ort-Bedienfeld oder über die PC- bzw.
Kommunikationsschnittstelle gelesen werden.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-133


P132 3 Arbeitsweise

ÜL_AZ: C
Ereignis läuft
[ 035 003 ]

Meldung 1 + CT200 ÜL_AZ:


1 ≥1 Überlauf Überlastsp.
Meldung 2 1 R [ 035 007 ]

Meldung 3 1

Meldung n 1 ÜL_AZ:
Überlastprotokoll 1
[ * ]

ÜL_AZ:
n Überlastprotokoll 1
Meßwert 1
1 033 020
Meßwert 2
2 033 021
Meßwert 3
3 033 022
Meßwert n
4 033 023
GRUND:
Zeitmarke
306 021 5 033 024

ST_AZ: & 6 033 025


Ereignis läuft
[ 035 000 ] 7 033 026
R
8 033 027
ÜL_AZ:
Rückst. Aufz. BED
[ 100 003 ]

GRUND:
1 ≥1
General Rückst. BED 0: nicht ausführen
[ 003 002 ]
1: ausführen
1: ausführen
GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
ÜL_AZ:
Rückst. Aufz. EXT
[ 005 241 ]

12Z6117A

Abb. 3-100: Überlastspeicher.

3-134 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.19 Erdschlussmesswerterfassung (Funktionsgruppe ES_ME)


Das P132 ermittelt bei einem Erdschluss die folgenden Erdschlussmesswerte:
● Dauer der Erdschlussaufzeichnung
● Bei eingeschalteter wattmetrischer Erdschlussrichtungserkennung (EWATT)
o Erdschlussdauer bei wattmetrischer, amperemetrischer Auswertung oder
Admittanzbestimmung
o Verlagerungsspannung UNE bei wattmetrischer Auswertung oder
Admittanzbestimmung
o Erdstrom IE
o Wirkanteil des Erdstromes bei wattmetrischer Auswertung
o Blindanteil des Erdstromes bei wattmetrischer Auswertung
o gefilterten Erdstrom bei amperemetrischer Auswertung
o Admittanz, Konduktanz und Suszeptanz bei Admittanzbestimmung.

3.19.1 Rückstellen der Erdschlussmesswerte


Nach Betätigen des Rückstelltasters am Vor-Ort-Bedienfeld wird als
Erdschlussmesswert nicht eingemessen angezeigt. Die Erdschlussmesswerte sind
damit nicht gelöscht, sondern können über PC- und Kommunikationsschnittstelle
weiterhin ausgelesen werden.

3.19.2 Dauer der Erdschlussaufzeichnung


Die Dauer der Erdschlussaufzeichnung ist definiert als Zeit zwischen Kommen
und Gehen der Meldung ES_A Z: Ere igni s läu ft.

ES_AZ: ES_ME:
Ereignis läuft + Erdschlußdauer
[ 035 005 ] [ 009 100 ]
R

GRUND: ≥1
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen
GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
ES_AZ:
Rückst. Aufz. EXT
[ 005 242 ]
ES_AZ:
Rückst. Aufz. BED
[ 100 000 ]
1: ausführen
50Z01DWA

Abb. 3-101: Dauer der Erdschlussaufzeichnung.

3.19.3 Erdschlussmesswerte in Betriebsart „wattmetrisch“ der


wattmetrischen Erdschlussrichtungserkennung

3.19.3.1 Erdschlussdauer
Die Erdschlussdauer ist definiert als die Zeit zwischen Ansprechen und Rückfall
des Triggers EWA TT: UNE> PSx. Eine Zeit wird nach Ende des Erdschlusses
jedoch nur dann ausgegeben, wenn der Trigger EWATT: UNE> PSx mindestens
für die eingestellte Zeitstufe EWA TT: tU NE> P Sx angesprochen hatte. Nach
Ablauf von EWA TT: tUNE> PSx wird die Anzeige der Erdschlussdauer des
letzten Erdschlusses automatisch gelöscht.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-135


P132 3 Arbeitsweise

S1 1 & C

R1

ES_ME:
EWATT: Erdschlußdauer watt.
UNE> angesprochen & +
[ 009 024 ]
304 151
R
EWATT:
watt. bereit
[ 038 026 ] ≥1 R

EWATT:
Erdschluß watt./Adm.
[ 009 037 ] ≥1
GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen

GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
GRUND:
Rückstellen LED
306 020

50Z0144A

Abb. 3-102: Messung und Speicherung der Erdschlussdauer bei wattmetrischer Auswertung.

3.19.3.2 Erdstrom
Es wird der Erdstrom gespeichert, der zum Zeitpunkt des Ablaufes der Zeitstufe
EWATT: tUN E> PSx fließt. Zusätzlich wird der Wirk- bzw. Blindanteil des
Erdstromes zum Zeitpunkt der Ausgabe des Richtungsentscheides gespeichert.
Alle Messwerte werden als normierte Größen bezogen auf den Nennstrom Inom
des Gerätes ausgegeben.

3.19.3.3 Verlagerungsspannung
Es wird die Verlagerungsspannung gespeichert, die zum Zeitpunkt des Ablaufes
der Zeitstufe EWATT: tUNE > P Sx ansteht.

3-136 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

EWATT: C
Erdschluß watt./Adm.
[ 009 037 ]

ES_ME:
I̲E Strom IE norm.
[ 009 021 ]
R

EWATT:
vorwärts / LS C
[ 009 035 ]
≥1
EWATT:
rückwärts / SS
[ 009 036 ]
EWATT: ES_ME:
Strom IE,w norm. Strom IE,w norm.
[ 004 045 ] [ 009 022 ]
& ≥1 R

EWATT: ES_ME:
Strom IE,b norm. Strom IE,b norm.
[ 009 023 ]
R

ES_ME:
EWATT: Spannung UNE norm.
U̲NE [ 009 020 ]
304 150
R

GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen ≥1
GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
GRUND:
Rückstellen LED
306 020

50Z0145A

Abb. 3-103: Erdstrom und Verlagerungsspannung bei wattmetrischer Auswertung.

3.19.4 Erdschlussmesswerte in Betriebsart „amperemetrisch“ der


wattmetrischen Erdschlussrichtungserkennung

3.19.4.1 Erdschlussdauer
Die Erdschlussdauer ist definiert als die Zeit zwischen Ansprechen und Rückfall
des Triggers EW ATT: I E> PSx. Eine Zeit wird nach Ende des Erdschlusses
jedoch nur dann ausgegeben, wenn der Trigger EW ATT: IE > PSx mindestens
für die Dauer der eingestellten Ansprechverzögerung
IEEWATT: An spre chverz. IE PSx angesprochen hatte. Nach Ablauf der
Ansprechverzögerung wird die Anzeige der Erdschlussdauer des letzten
Erdschlusses automatisch gelöscht.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-137


P132 3 Arbeitsweise

S1 1 & C

R1

EWATT: ES_ME:
+ Erdschlußdauer amp.
IE> angesprochen
304 158 [ 009 026 ]
R

R
≥1

EWATT:
Anspr.verz. IE abgel
304 157
≥1
GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen

GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
GRUND:
Rückstellen LED
306 020

50Z0148A

Abb. 3-104: Messung und Speicherung der Erdschlussdauer bei amperemetrischer Auswertung.

3.19.4.2 Erdstrom
Es wird der ungefilterte und der gefilterte Erdstrom zum Zeitpunkt des Ablaufes
der Ansprechverzögerung IE (EWA TT: An s pre chve rz. IE PSx) gespeichert.

EWATT:
Anspr.verz. IE abgel C
304 157

ES_ME:
I̲E Strom IE norm.
[ 009 021 ]
R

ES_ME:
EWATT: Strom IE gef. norm.
I̲E gefiltert [ 009 025 ]
304 159
R

GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen ≥1
GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
GRUND:
Rückstellen LED
306 020

50Z0151A

Abb. 3-105: Erdstrom bei amperemetrischer Auswertung.

3.19.5 Erdschlussmesswerte in Betriebsart „Admittanzbestimmung“ der


wattmetrischen Erdschlussrichtungserkennung

Erdschlussdauer
Die Erdschlussdauer ist definiert als die Zeit zwischen Ansprechen und Rückfall
des Triggers EWA TT: U NE> P Sx. Eine Zeit wird nach Ende des Erdschlusses
jedoch nur dann ausgegeben, wenn der Trigger E WATT: UNE> PSx mindestens
für die eingestellte Zeitstufe EW ATT: tUNE> PSx angesprochen hatte. Nach
Ablauf von EWA TT: t UNE> P Sx wird die Anzeige der Erdschlussdauer des
letzten Erdschlusses automatisch gelöscht.

3-138 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

S1 1 & C

R1

EWATT: ES_ME:
UNE> angesprochen + Erdschl.dauer Admitt
& [ 009 068 ]
304 151

EWATT: R
Admittanz bereit
[ 038 167 ] R
≥1

EWATT:
Erdschluß watt./Adm.
[ 009 037 ] ≥1
GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen

GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
GRUND:
Rückstellen LED
306 020

50Z0152A

Abb. 3-106: Messung und Speicherung der Erdschlussdauer bei Admittanzbestimmung.

3.19.5.1 Erfassung der Admittanz, Konduktanz und Suszeptanz


Konduktanz und Suszeptanz werden zum Zeitpunkt der Ausgabe des
Richtungsentscheides gespeichert. Der Wert der Admittanz wird zum Zeitpunkt
des Ablaufes der Zeitstufe E WATT: Ans pr.ve rz. Y(E)>PSx erfasst.

3.19.5.2 Erdstrom
Es wird der Erdstrom gespeichert, der zum Zeitpunkt des Ablaufes der Zeitstufe
E WATT: t UN E> PSx fließt. Der Messwert wird als normierte Größe bezogen auf
den Nennstrom Inom des Gerätes ausgegeben.

3.19.5.3 Verlagerungsspannung
Es wird die Verlagerungsspannung gespeichert, die zum Zeitpunkt des Ablaufes
der Zeitstufe EWATT: tU NE> P Sx ansteht.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-139


P132 3 Arbeitsweise

EWATT:
Erdschluß watt./Adm. C
[ 009 037 ]

I̲E ES_ME:
Strom IE norm.
[ 009 021 ]
R

EWATT:
Anspr.verz.Y(E) abgel C
304 175

EWATT: ES_ME:
Admitt. Y(E) norm. Admittanz Y(E) norm.
[ 004 191 ] [ 009 065 ]
R

EWATT:
vorwärts / LS C
[ 009 035 ] ≥1
EWATT:
rückwärts / SS
[ 009 036 ]
EWATT:
Kondukt. G(E) norm. ES_ME:
Kondukt. G(E) norm.
[ 004 192 ]
[ 009 066 ]
& ≥1 R

EWATT:
Suszept. B(E) norm. ES_ME:
[ 004 193 ] Suszept. B(E) norm.
[ 009 067 ]
R

ES_ME:
EWATT: Spannung UNE norm.
U̲NE
304 150
[ 009 020 ]
R

GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen ≥1
GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
GRUND:
Rückstellen LED
306 020

50Z0153A

Abb. 3-107: Erdschlussmesswerte bei Admittanzbestimmung.

3-140 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.20 Erdschlussaufzeichnung (Funktionsgruppe ES_AZ)

3.20.1 Start Erdschlussaufzeichnung


Ein Erdschluss, und damit der Start einer Erdschlussaufzeichnung, ist dann
gegeben, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
● Es wurde ein Erdschluss durch die wattmetrische
Erdschlussrichtungserkennung festgestellt.
● Es wurde ein Erdschluss durch die Erdschlusswischererkennung festgestellt.

3.20.2 Zählen von Erdschlüssen


Die Erdschlüsse werden gezählt und mit dieser laufenden Nummer
gekennzeichnet.

GRUND:
Erdschluß ES_AZ:
≥1 Ereignis läuft
[ 041 087 ] [ 035 005 ]
GRUND:
Erdschluß vorw./LS
[ 041 088 ]
GRUND:
Erdschluß rückw./SS
[ 041 089 ]

GRUND:
General Rückst. BED ES_AZ:
+ Anzahl Erdschlüsse
[ 003 002 ]
1: ausführen [ 004 100 ]
≥1 R
GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
ES_AZ:
Rückst. Aufz. BED
[ 100 000 ]
1: ausführen
ES_AZ:
Rückst. Aufz. EXT
[ 005 242 ]

50Z01B8A

Abb. 3-108: Erdschlusszählung.

3.20.3 Zeitstempelung
Zu jedem Erdschluss wird von der internen Uhr das Datum abgespeichert.
Gleichfalls von der internen Uhr erhalten die einzelnen Kommt-/Geht-Meldungen
eines Erdschlusses die jeweilige Absolutzeit zugeordnet. Das dem Erdschluss
zugeordnete Datum und die Uhrzeit bei Eintritt des Ereignisses können am Vor-
Ort-Bedienfeld im Erdschluss speicher, sowie über PC- und
Kommunikationsschnittstelle ausgelesen werden. Die den Meldungen
zugeordneten Zeitinformationen – relativ zum Erdschlussbeginn – sind im
Erdschluss-Speicher sowie über die PC- oder Kommunikationsschnittstelle
abrufbar.

3.20.4 Erdschlussprotokollierung
Meldungen während eines Erdschlusses werden erdschlussbezogen in
chronologischer Reihenfolge erfasst. Insgesamt können acht Erdschlussprotokolle
mit jeweils maximal 200 Kommt-/Geht-Meldungen in den Erdschluss-Speichern
nichtflüchtig gespeichert werden. Bei mehr als acht Erdschlüssen ohne
zwischenzeitliche Speicherlöschung wird jeweils das älteste Erdschlussprotokoll
überschrieben. Falls während des Ablaufes eines Erdschlusses mehr als 199
Kommt-/Geht-Meldungen auftreten, wird als letzte Meldung ES_A Z: Ü berlauf
Erdschlußsp eingetragen.
Zusätzlich zu den Meldungen werden die ermittelten Erdschlussmesswerte in den
Erdschluss-Speicher eingetragen.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-141


P132 3 Arbeitsweise

Die Erdschlussprotokolle können am Vor-Ort-Bedienfeld oder über die PC- bzw.


Kommunikationsschnittstelle gelesen werden.

ES_AZ: C
Ereignis läuft
[ 035 005 ]

Meldung 1 + CT200 ES_AZ:


1 ≥1 Überlauf Erdschlußsp
Meldung 2 [ 035 006 ]
1 R

Meldung 3 1

Meldung n ES_AZ:
1 Erdschlußprotokoll n
[ * ]

ES_AZ:
n Erdschlußprotokoll n
Meßwert 1
1 033 010
Meßwert 2
2 033 011
Meßwert 3
3 033 012
Meßwert n

GRUND: 4 033 013


Zeitmarke
306 021 5 033 014

& 6 033 015


ST_AZ:
Ereignis läuft
[ 035 000 ] 7 033 016
R
8 033 017
ES_AZ:
Rückst. Aufz. BED
[ 100 000 ]

1 ≥1
GRUND: 0: nicht ausführen
General Rückst. BED
[ 003 002 ] 1: ausführen
1: ausführen

GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
ES_AZ:
Rückst. Aufz. EXT
[ 005 242 ]

12Z6141A

Abb. 3-109: Erdschlussspeicher.

3-142 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.21 Störfallmesswerterfassung (Funktionsgruppe ST_ME)


Das P132 ermittelt bei einer Störung im Netz die folgenden Störfallmesswerte:
● Laufzeit
● Störfalldauer
● Kurzschluss-Strom
● Kurzschluss-Spannung
● Kurzschlussimpedanz
● Kurzschlussreaktanz in Prozent der Leitungsreaktanz und in Ω
● Kurzschlusswinkel
● Kurzschlussentfernung
● Erdkurzschluss-Strom
● Erdkurzschlusswinkel
● Fehlerort relativ
● Fehlerort in km

3.21.1 Laufzeit und Störfalldauer


Die Laufzeit ist definiert als die Zeit zwischen Kommen und Gehen der im P132
generierten Generalanregung, die Störfalldauer als Zeit zwischen Kommen und
Gehen der Meldung ST_AZ: Er e i gni s läuft.

ST_ME:
GRUND: Laufzeit
Generalanregung int. +
306 539 [ 004 021 ]
R

≥1

ST_AZ: ST_ME:
Ereignis läuft + Störfalldauer
[ 035 000 ] [ 008 010 ]
R

GRUND: ≥1
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen ≥1
GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]

GRUND:
Rückstellen LED
306 020

50Z01A9A

Abb. 3-110: Laufzeit und Störfalldauer.

3.21.2 Erfassungszeitpunkt der Störfallmesswerte


Zu welchem Zeitpunkt im Verlauf eines Störfalles die Störfallmesswerte erfasst
werden, wird durch die Einstellung ST_ME : E rfas su ngs zeitp. PSx bestimmt.
Folgende Einstellungen sind möglich:
● Störfall-Ende – Erfassung am Störfall-Ende.
● Trigger/Aus/Ende – Erfassung zum Zeitpunkt
o der Ansteuerung eines entsprechend konfigurierten binären
Signaleinganges während einer Generalanregung,
o des Auftretens einer General Aus Meldung,
o des Endes einer Generalanregung.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-143


P132 3 Arbeitsweise

Eine Fehlerortausgabe erfolgt – je nach Einstellung – bei einer Generalanregung


oder bei einer Generalanregung und gleichzeitiger General Aus Meldung.

ST_ME:
Erfassungszeitp. PSx
[ * ]

1: Störfall-Ende
2: Trigger/Aus/Ende

ST_ME:
GRUND: Ausgabe Meßwerte
Generalanregung int. 305 075
306 539

ST_ME:
Ausg. Fehlerort PSx

ST_ME: [ * ]
Triggern EXT
[ 036 088 ]
1

GRUND: 2
Gen. Aus Meldung 1
[ 060 005 ] 1: bei Generalanregung
2: bei Gen.anr. mit Aus
GRUND:
Gen. Aus Meldung 2
ST_ME:
[ 060 023 ] Ausgabe Fehlerort
305 076

Parameter- ST_ME: ST_ME:


Erfassungszeitp. PSx Ausg. Fehlerort PSx
satz 1 010 011 010 032
satz 2 010 042 010 033
satz 3 010 043 010 034
satz 4 010 044 010 035
S8Z50B1C

Abb. 3-111: Freigabe der Störfallmesswerte und des Fehlerortes.

3.21.3 Erfassung der Störfallmesswerte


Das P132 ermittelt aus dem leiterselektiven Anregeentscheid den Fehlertyp und
signalisiert diesen über ST_ME: Fe hl erart. Außerdem wählt das P132 abhängig
hiervon eine Mess-Schleife aus. Aus Spannung und Strom dieser Mess-Schleife
wird die Kurzschlussimpedanz und die Richtung des Fehlers ermittelt. Bei
einpoligen Anregungen mit Erde werden für die ausgewählten Messgrößen die
um den Erdfaktor korrigierten Ströme verwendet. Bei dreipoligen Anregungen
mit oder ohne Erde werden aus den verketteten Spannungen die kleinste
Spannung und der zugehörige verkettete Strom als Messgrößen ausgewählt.

3-144 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Anregung (S T _ M E : F e h l e r a r t) Ausgewählte Messgrößen

L1 IL1-kE / UL1-E

L2 IL2-kE / UL2-E

L3 IL3-kE / UL3-E

L1-E IL1-kE / UL1-E

L2-E IL2-kE / UL2-E

L3-E IL3-kE / UL3-E

L1-L2 IL1-L2 / UL1-L2

L2-L3 IL2-L3 / UL2-L3

L3-L1 IL3-L1 / UL3-L1

L1-L2-E IL1-L2 / UL1-L2

L2-L3-E IL2-L3 / UL2-L3

L3-L1-E IL3-L1 / UL3-L1

L1-L2-L3 IL-L(min) / UL-L(min)

L1-L2-L3-E IL-L(min) / UL-L(min)

ST_ME:
Betrag kE PSx
[ * ]

ST_ME:
Winkel kE PSx
[ * ]

I̲L1
k̲E·I̲E ST_ME:
I̲L2
I̲E·k̲E
I̲L3 307 125

ST_ME:
I̲L1-I̲E·k̲E
307 126

ST_ME:
I̲L2-I̲E·k̲E
307 127

ST_ME:
I̲L3-I̲E·k̲E
307 128

Parameter- ST_ME: ST_ME:


Betrag kE PSx Winkel kE PSx
satz 1 012 037 012 036
satz 2 012 087 012 086
satz 3 013 037 013 036
satz 4 013 087 013 086

19Z5009A

Abb. 3-112: Bildung der um den Erdfaktor korrigierten Ströme.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-145


P132 3 Arbeitsweise

GRUND:
Anregung L1 int.
306 513

GRUND:
Anregung L2 int.
306 514

GRUND:
Anregung L3 int.
306 515

GRUND:
Anregung N int.
306 516

ST_ME:
I̲L1-I̲E·k̲E
307 126

ST_ME:
I̲L2-I̲E·k̲E
307 127

ST_ME:
I̲L3-I̲E·k̲E
307 128

I̲L1

I̲L2

I̲L3

U̲L1-E

U̲L2-E

U̲L3-E

GRUND:
Umeß
306 544

GRUND:
Imeß
306 545

GRUND:
Ausgew. Meßschl.L1-E
306 546

GRUND:
Ausgew.Meßschl.L2-E
306 547

GRUND:
Ausgew.Meßschl.L3-E
306 548

GRUND:
Ausgew.Meßschl.L1-L2
306 549

GRUND:
Ausgew.Meßschl.L2-L3
306 550

GRUND:
ausgew.Meßschl.L3-L1
306 551

GRUND:
Ausgew.Meßschl.LE
306 552

GRUND:
Ausgew.Meßschl.LL
306 553

ST_ME:
Fehlerart

[ 010 198 ]

19Z8071A

Abb. 3-113: Messgrößenauswahl für die Erfassung der Kurzschlussdaten.

Der Fehler muss mindestens 60 ms anstehen, damit die Störfallmesswerte


ermittelt werden können.
Zur Ermittlung der Kurzschlussdaten werden die durch die Messgrößenauswahl
ausgewählten Messgrößen IMess und UMess herangezogen, wenn der Fehler durch
die Störfallmesswerterfassung erkannt wird. Als Kurzschluss-Strom wird
entsprechend der ausgewählten Mess-Schleife ein Leiterstrom ausgewählt. Bei
mehrpoligen Anregungen ist dies der Strom des zyklisch voreilenden Leiters. Die
primäre Kurzschlussreaktanz wird aus der normierten Kurzschlussreaktanz mit
Hilfe der eingestellten primären Strom- und Spannungswandler-Nenndaten
errechnet.
Die Erdkurzschlussdaten werden nur ermittelt, wenn durch die
Störfallmesswerterfassung eine Leiter-Erd-Schleife für die Messung ausgewählt
wurde. Die geometrische Summe der drei Leiterströme wird als Erdkurzschluss-
Strom angezeigt. Der Erdkurzschlusswinkel ist die Phasenverschiebung zwischen
Erdkurzschluss-Strom und ausgewählter Mess-Spannung.

3-146 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Liegt eine Automatenfallmeldung vor oder hat der Wandlerbaustein keine


Spannungswandlerbestückung, wird nur der Kurzschluss-Strom ermittelt und es
wird der maximale Leiterstrom angezeigt.
Kurzschluss-Strom und -spannung werden als normierte Größen bezogen auf Inom
und Unom angezeigt. Liegen die gemessenen bzw. errechneten Werte ausserhalb
des zulässigen Messbereiches, erfolgt die Anzeige Überlauf.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-147


P132 3 Arbeitsweise

ST_ME: C 1,2
Ausgabe Meßwerte
305 075

GRUND:
Inom Wandler prim.
[ 010 001 ]

GRUND:
Unom Wandler prim.
[ 010 002 ]

GRUND: C2
Ausgew.Meßschl.LE
306 552

60 ms 0
GRUND: C1
Generalanregung int. ≥1
306 539

GRUND:
Autom.fall U EXT
≥1
[ 004 061 ] C 1,3,4
1 ST_ME:
GRUND: KS-Strom L norm.
U-Wandler n.bestückt C2 [ 004 025 ]
306 554 R

GRUND: ST_ME:
Imeß 1 1 KS-Strom L prim.
306 545
COMP [ 010 199 ]
R
2

I̲max 1 ST_ME:
KS-Spg. LE/LL norm.
3 [ 004 026 ]
R

4 ST_ME:
1 KS-Spg. LE/LL prim.
[ 010 217 ]
R
2 ... 3
GRUND: C1
Ausgew. Meßschl.L1-E 1
306 546
1 ST_ME:
KS-Winkel L
4 [ 004 024 ]
GRUND: C2 R
Ausgew.Meßschl.L2-E
306 547

GRUND: ST_ME:
C3 1 KS-Impedanz sek.
Ausgew.Meßschl.L3-E
306 548 [ 004 023 ]
R

GRUND:
Ausgew.Meßschl.L1-L2 C1
306 549
1 ST_ME:
KS-Reaktanz sek.
GRUND: R [ 004 028 ]
Ausgew.Meßschl.L2-L3 C2
306 550

GRUND: 1 ST_ME:
ausgew.Meßschl.L3-L1 C3
KS-Reaktanz prim.
306 551 [ 004 029 ]
R
I̲L1
1
I̲L2 2 ST_ME:
2
KS-Winkel E
I̲L3 [ 004 048 ]
3 R

1 ... 3
2 ST_ME:
KS-Strom E norm.
[ 004 049 ]
R

U<2V
ST_ME:
2 KS-Strom E prim.
[ 010 216 ]
R

GRUND: C
Umeß
306 544

GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen ≥1
GRUND:
General Rückst. EXT ST_ME:
[ 005 255 ] ausgew. Meßschleife
[ 004 079 ]
GRUND:
Rückstellen LED
306 020

19Z8055A

Abb. 3-114: Erfassung der Kurzschlussdaten.

3.21.4 Erfassung des Fehlerortes


Damit der Fehlerort in Prozent der Leitungslänge und in km ermittelt werden
kann, muss der Wert der Leitungsreaktanz, der 100% der zu überwachenden

3-148 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Leitungsstrecke entspricht, sowie die entsprechende Leitungslänge in km am


P132 eingestellt werden.

ST_ME:
Leitungslänge PSx
[ * ]

ST_ME:
Ltg.reaktanz PSx
[ * ]

ST_ME: C
Ausgabe Fehlerort
305 076

ST_ME:
ST_ME: Fehlerort
KS-Reaktanz sek. [ 004 022 ]
[ 004 028 ] R

GRUND: ST_ME:
General Rückst. BED Fehlerort norm.
[ 003 002 ] [ 004 027 ]
1: ausführen ≥1 R

GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]

GRUND:
Rückstellen LED Parameter- ST_ME: ST_ME:
306 020 Leitungslänge PSx Ltg.reaktanz PSx
satz 1 010 005 010 012
satz 2 010 006 010 013
satz 3 010 007 010 014
satz 4 010 008 010 015
50Z01B4B

Abb. 3-115: Erfassung des Fehlerortes.

3.21.5 Rückstellen der Störfallmesswerte


Nach Betätigen des Rückstelltasters am Vor-Ort-Bedienfeld wird als Wert der
Störfallmesswerte nicht eingemessen angezeigt. Die Werte sind damit nicht
gelöscht, sondern können über PC- und Kommunikations-Schnittstelle weiterhin
ausgelesen werden.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-149


P132 3 Arbeitsweise

3.22 Störfallaufzeichnung (Funktionsgruppe ST_AZ)

3.22.1 Start Störfallaufzeichnung


Ein Störfall, und damit der Start einer Störfallaufzeichnung, ist dann gegeben,
wenn mindestens eines der folgenden Signale ansteht:
● GR UND : Ge ne rala nre gun g
● GR UND : Gen. Aus Me ldung 1
● GRU ND : Gen . Au s Me ldu n g 2
● ST_AZ : Triggern
● ST_AZ: I> anges proche n
Darüberhinaus können über einen m‑aus‑n‑Parameter Meldungen konfiguriert
werden, bei deren Auftreten eine Störfallaufzeichnung erfolgen soll.

3.22.2 Zählen von Störfällen


Die Störfälle werden gezählt und mit dieser laufenden Nummer gekennzeichnet.

3-150 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

ST_AZ:
I>
[ 017 065 ]

ST_AZ:
I̲L1 I> angesprochen
[ 040 063 ]
I̲L2

I̲L3

ST_AZ:
Fkt.zuordn. Trigger
[ 003 085 ]

Meldung 1

Meldung 2
m aus n
Meldung 3

Meldung n

ausgew. Meldungen

ST_AZ: ST_AZ:
Triggern
Triggern EXT ≥1
[ 036 089 ] [ 037 076 ]

ST_AZ:
ST_AZ: Ereign.trig. angespr
Triggern BED [ 002 002 ]
[ 003 041 ]

0 0 1 min ST_AZ:
≥1 Ereignis läuft
1 [ 035 000 ]

0: nicht ausführen

GRUND: 1: ausführen
Generalanregung int.
306 539

GRUND:
Gen. Aus Meldung 1
[ 036 005 ]
GRUND:
Gen. Aus Meldung 2
[ 036 023 ]

ST_AZ:
GRUND: + Anzahl Störfälle
General Rückst. BED [ 004 020 ]
[ 003 002 ]
≥1 R
1: ausführen
GRUND:
General Rückst. EXT ST_AZ:
[ 005 255 ] + Anz. Netzstörungen
[ 004 010 ]
ST_AZ:
Rückst. Aufz. BED R
[ 003 006 ]
1: ausführen
ST_AZ:
Rückst. Aufz. EXT
[ 005 243 ]
ST_AZ:
& Netzstörung läuft
≥1 [ 035 004 ]
AWE:
Zyklus läuft
[ 037 000 ]
& S1 1

R1

12Z6221A

Abb. 3-116: Start der Störfallaufzeichnung und Störfallzähler.

3.22.3 Zeitstempelung
Zu jedem Störfall wird von der internen Uhr das Datum abgespeichert. Gleichfalls
von der internen Uhr erhalten die einzelnen Kommt-/Geht-Meldungen eines
Störfalles die jeweilige Absolutzeit zugeordnet. Das den Störfällen zugeordnete
Datum und die Uhrzeit bei Eintritt des Störfalles können am Vor-Ort-Bedienfeld
im Störfallspeicher sowie über PC- und Kommunikationsschnittstelle ausgelesen
werden. Die den Meldungen zugeordneten Zeitinformationen – relativ zum
Störfallbeginn – sind im Störfallspeicher sowie über die PC- oder
Kommunikationsschnittstelle abrufbar.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-151


P132 3 Arbeitsweise

3.22.4 Störfallprotokollierung
Meldungen während eines Störfalles einschließlich der Meldungen während der
einstellbaren Vor- und Nachlaufzeit werden störfallbezogen in chronologischer
Reihenfolge erfasst. Insgesamt können acht Störfälle mit jeweils maximal
200 Kommt-/Geht-Meldungen in den Störfallspeichern nichtflüchtig gespeichert
werden. Bei mehr als acht Störfällen ohne zwischenzeitliche Speicherlöschung
wird jeweils das älteste Störfallprotokoll überschrieben. Falls während des
Ablaufes eines Störfalles mehr als 199 Kommt-/Geht-Meldungen auftreten, wird
als letzte Meldung ST_A Z: Überl auf Stör fal l sp. eingetragen. Werden Uhrzeit
und Datum innerhalb der Vorlaufzeit umgestellt, wird die Meldung
ST _AZ: Z eitmarke fal sch generiert.
Zusätzlich zu den Störfallmeldungen werden die ermittelten Störfallmesswerte in
den Störfallspeicher eingetragen.
Die Störfallprotokolle können am Vor-Ort-Bedienfeld oder über die PC- bzw.
Kommunikationsschnittstelle gelesen werden.

ST_AZ: C
Ereignis läuft
[ 035 000 ]
ST_AZ:
Meldung 1 + CT200 Überlauf Störfallsp.
1 ≥1 [ 035 001 ]
Meldung 2 1 R

Meldung 3 1

Meldung n 1 ST_AZ:
Störfallprotokoll n
[ * ]
1

ST_AZ:
Vorlaufzeit
[ 003 078 ]
ST_AZ:
Nachlaufzeit
[ 003 079 ]

ST_AZ:
n Störfallprotokoll n
Störfallspeicher n
1 003 000

2 033 001

3 033 002

Meßwert 1 4 033 003

Meßwert 2 5 033 004

Meßwert 3 6 033 005

Meßwert n 7 033 006

GRUND: 8 033 007


Zeitmarke
306 021

GRUND:
General Rückst. BED &
[ 003 002 ]
1: ausführen R
≥1
GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
ST_AZ:
Rückst. Aufz. EXT
[ 005 243 ]

ST_AZ:
Rückst. Aufz. BED
[ 003 006 ]

1 1: ausführen

0: nicht ausführen
1: ausführen

12Z6161B

Abb. 3-117: Störfallspeicher.

3.22.5 Störwerterfassung
Die folgenden analogen Signale werden aufgezeichnet:

3-152 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

● Die Leiterströme.
● Die Leiter-Erd-Spannungen.
● Den Erdstrom, den das P132 am Wandler T 4 misst.
● Die Verlagerungsspannung, die das P132 am Wandler T 90 misst.
● Die bei der Wandlerbestückung T(4I/5U) gemessene Referenzspannung
Uref.
● Die Frequenz.
Die Signale werden vor, während und nach einem Störfall aufgezeichnet. Die
Zeiten für die Aufzeichnung vor und nach dem Störfall können eingestellt
werden. Es stehen maximal 16,4 s für die Aufzeichnung zur Verfügung. Diese
Zeit kann auf maximal acht Störfälle aufgeteilt werden. Die maximale
Aufzeichnungszeit je Störfall ist einstellbar. Dauert ein Störfall einschließlich der
eingestellten Vor- und Nachlaufzeiten länger als die eingestellte maximale
Aufzeichnungszeit, wird die Aufzeichnung bei Erreichen der eingestellten
maximalen Aufzeichnungszeit beendet.
Die Vorlaufzeit wird korrekt eingehalten, wenn sie kleiner als die eingestellt
maximale Aufzeichnungszeit eingestellt ist. Andernfalls wird die Vorlaufzeit auf
die maximale Aufzeichnungszeit minus ein Abtastschritt begrenzt und die
Nachlaufzeit auf Null gesetzt.
Wird die maximale Aufzeichnungszeit von 16,4 s überschritten, werden die
analogen – nicht jedoch die binären – Werte des ältesten Störfalles
überschrieben. Sind mehr als acht Störfälle seit der letzten Rückstellung
aufgetreten, werden alle Daten des ältesten Störfalles überschrieben.
Die analogen Daten der Störfallaufzeichnung können nur über die PC- oder
Kommunikationsschnittstelle ausgelesen werden.
Bei Abschalten der Versorgungsspannung oder nach einem Warmstart bleiben
die Werte aller Störfalle gespeichert.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-153


P132 3 Arbeitsweise

ST_AZ:
Ereignis läuft C
[ 035 000 ]

ST_AZ:
Max. Aufzeichn.zeit
[ 003 075 ]

ST_AZ:
Vorlaufzeit
[ 003 078 ]

ST_AZ:
Nachlaufzeit
[ 003 079 ]

I̲L1 Analogkanal 1
R

I̲L2 Analogkanal 2
R

I̲L3 Analogkanal 3
R

U̲L1-E Analogkanal 4
R

U̲L2-E Analogkanal 5
R

U̲L3-E Analogkanal 6
R

I̲E Analogkanal 7
R

U̲N-E Analogkanal 8
R

U̲ref Analogkanal 9
R

f Analogkanal 10
R
ST_AZ:
Rückst. Aufz. BED
[ 003 006 ]
1: ausführen
≥1
GRUND:
General Rückst. BED
[ 003 002 ]
1: ausführen

GRUND:
General Rückst. EXT
[ 005 255 ]
ST_AZ:
Rückst. Aufz. EXT
[ 005 243 ]

19Z8020A

Abb. 3-118: Störwerterfassung.

3-154 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

3.23 Unabhängiger Überstromzeitschutz (Funktionsgruppe UMZ)


Im P132 ist ein dreistufiger unabhängiger Überstromzeitschutz (UMZ-Schutz)
realisiert. Zur Verfügung stehen drei getrennte Systeme für:
● Leiterströme
● Gegensystemströme
● Erdströme
Durch das Ansprechen der Rushstabilisierung, die
Kurzschlussrichtungserkennung oder die automatische Wiedereinschaltung kann
in den Funktionsablauf des UMZ-Schutzes eingegriffen werden.

3.23.1 Aus-/Einschalten des UMZ-Schutzes


Der UMZ-Schutz kann über Einstellparameter aus‑/eingeschaltet werden.
Darüberhinaus kann für jeden Parametersatz separat eine Freigabe erfolgen.

UMZ:
eingeschaltet BED
[ 022 075 ]

0
UMZ:
1 eingeschaltet
[ 040 120 ]
0: nein
1: ja

UMZ:
Freigabe PSx
[ * ]

Parameter- UMZ:
Freigabe PSx
0
satz 1 072 098
1 satz 2 073 098
satz 3 074 098
0: nein satz 4 075 098
1: ja

19Z5089A

Abb. 3-119: Aus-/Einschalten des UMZ-Schutzes.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-155


P132 3 Arbeitsweise

3.23.2 Auswahl der Messgröße für die Leiterstromstufen


Ein Einstellparameter legt fest, welcher Strom vom P132 für die
Leiterstromstufen I>, I>> und I>>> herangezogen wird. Das kann entweder der
maximale Leiterstrom oder ein Stromwert mit eliminiertem Erdstrom sein.
Einer der folgenden Stromwerte wird genutzt:
● Der maximale Leiterstrom
● Der maximale Leiterstrom bereinigt um ein Drittel des gerechneten
Summenstromes, d.h. ( I̲ max − ⅓⋅Σ I̲ L)
● Der maximale Leiterstrom bereinigt um ein Drittel des am vierten
Stromwandler (T4) gemessenen Erdstromes , d.h. ( I̲ max − ⅓⋅I̲ E)

I̲L1
UMZ:
I̲L2 I0 Elimin. I> PSx

I̲L3

I̲max

+
⅓·ΣI̲P −
UMZ:
P

I̲>
310 069
0: ohne
+ 1: mit IE gerechnet
I̲E ⅓·I̲E − 2: mit IE gemessen

UMZ:
I0 Elimin. I>> PSx

UMZ:
I̲>>
310 070
0: ohne
1: mit IE gerechnet
2: mit IE gemessen

UMZ:
I0 Elimin. I>>> PSx

UMZ:
I̲>>>
310 071
0: ohne
1: mit IE gerechnet
2: mit IE gemessen
Parameter- UMZ: UMZ: UMZ:
I0 Elimin. I> PSx I0 Elimin. I>> PSx I0 Elimin. I>>> PSx
satz 1 013 150 013 154 013 158
satz 2 013 151 013 155 013 159
satz 3 013 152 013 156 013 160
satz 4 013 153 013 157 013 161

19Z8702A

Abb. 3-120: Auswahl der Messgröße

3.23.3 Leiterstromstufen
Die drei Leiterströme werden vom P132 dreistufig auf Überschreiten einstellbarer
Schwellen überwacht. Alternativ können je Stufe zwei unterschiedliche Schwellen
wirksam sein. Die „dynamischen“ Schwellen sind für die eingestellte Haltezeit
wirksam (siehe Abschnitt 3.12.5, (S. 3-97)), die „normalen“ Schwellen, wenn
keine Haltezeit läuft. Überschreitet der Strom in einem Leiter die eingestellten

3-156 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Schwellen, werden Zeitstufen gestartet, nach deren Ablauf eine Meldung erfolgt.
Die Zeitstufen können über entsprechend konfigurierte binäre Signaleingänge
blockiert werden.
Außerdem kann optional eine Spannungsprüfung hinzugewählt werden, sodass
zeitgleich zu einer Schwellenüberschreitung eines Leiterstromes die Spannung in
einer zum Leiterstrom passenden Messschleife eine einstellbare Schwelle
unterschreiten muss. Diese Spannungsschwelle ist für die Stufen I>, I>>, I>>>
unabhängig voneinander einstellbar über die Parameter UMZ: U< (I>) PSx
bzw. UMZ: U < (I>>) PSx bzw. UMZ: U< (I>>> ) PSx. Der Einstellwert
blockiert schaltet diese Art der Spannungsprüfung für die jeweilige
Überstromzeitstufe ab, ebenso wird die Spannungsprüfung abgeschaltet, wenn
die MKÜ Nicht-Verfügbarkeit der Spannungswandler meldet. Es gibt ferner eine
gemeinsame einstellbare Zeitstufe U MZ: tSD PSx: In den Leiter-Erd-
Messschleifen wird bei Schwellenunterschreitung der Spannung zunächst diese
Zeitstufe gestartet, und erst nach deren Ablauf wird die Überstromanregung
freigegeben.
Es kann auch für jede Überstromstufe separat eingestellt werden, ob der
Messwert der Grundschwingung oder der Effektivwert für die Anregung
verwendet werden soll.
Bei Ansprechen der Rushstabilisierung werden die konfigurierten Stufen des
UMZ-Schutzes blockiert (siehe Abschnitt 3.12.7.1, (S. 3-99)).
Die Aus Meldungen aller Leiterstromstufen werden durch die automatische
Wiedereinschaltung (AWE) blockiert, wenn die AWE in der Lage ist ein Aus
Kommando zu generieren.
Die Aus Meldungen des UMZ-Schutzes können durch die
Kurzschlussrichtungserkennung (Stufen I>, I>>, I>>>, IE>, IE>>, IE>>>) blockiert
werden. Je nach Einstellung der Kurzschlussrichtungserkennung erfolgt eine
Freigabe der Aus Meldung der Stufen.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-157


P132 3 Arbeitsweise

UMZ: UMZ:
eingeschaltet &
Meßwert I/IE> PSx
[ 040 120 ] [  *  ]
GRUND:
Schutz ein UMZ:
& c I> PSx
[  *  ]
GRUND:
dyn. Param. aktiv
UMZ:
[ 040 090 ] & c I> dynamisch PSx
[  *  ]

I̲L1 UMZ:
I> Anregung L1
I̲L2 UMZ:
I> Anregung L2
I̲L3 UMZ:
I> Anregung L3

UMZ:
Meßwert I/IE>> PSx
[  *  ]

UMZ:
& c I>> PSx
[  *  ]

UMZ:
& c I>> dynamisch PSx
[  *  ]

UMZ:
I>> Anregung L1
UMZ:
I>> Anregung L2
UMZ:
I>> Anregung L3

UMZ:
Meßwert I/IE>>> PSx
[  *  ]

UMZ:
& c I>>> PSx
[  *  ]

UMZ:
& cI>>> dynamisch PSx
[  *  ]

UMZ:
I>>> Anregung L1
UMZ:
I>>> Anregung L2
UMZ:
I>>> Anregung L3

UMZ: UMZ: UMZ: UMZ: UMZ:


Parameter- Meßwert I/IE> PSx I> PSx I> dynamisch PSx Meßwert I/IE>> PSx I>> PSx

satz 1 060 002 017 000 017 080 060 006 017 001
satz 2 060 003 073 007 073 032 060 007 073 008
satz 3 060 004 074 007 074 032 060 008 074 008
satz 4 060 005 075 007 075 032 060 009 075 008

UMZ: UMZ: UMZ: UMZ:


Parameter- I>> dynamisch PSx Meßwert I/IE>>> PSx I>>> PSx I>>> dynamisch PSx

satz 1 017 084 060 010 017 002 017 085


satz 2 073 033 060 011 073 009 073 034
satz 3 074 033 060 012 074 009 074 034
satz 4 075 033 060 013 075 009 075 034 19Z8315A

Abb. 3-121: Leiterstromstufen, interne Überstromanregungen.

3-158 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

UMZ:
I> Anregung L1
460 515

UMZ:
I> Anregung L2
460 516

UMZ:
I> Anregung L3
460 517

MKÜ:
Meßkreise U gestört
[ 038 023 ]

UMZ:
U< (I>) PSx
[  *  ]

blockiert

& ≥1 UMZ:
Anregung L1
fnom ≥1 305 458

U̲L1-E UL1-E √3 &

& ≥1 UMZ:
fnom Anregung L2
≥1 305 459
U̲L2-E UL2-E √3 &

≥1 UMZ:
fnom & Anregung L3
≥1 305 460
U̲L3-E UL3-E √3 &
&
fnom ≥1 ≥1 UMZ:
+ Σ Anregung I>
& [ 040 036 ]

&
fnom ≥1
+ Σ
&

&
fnom
+ Σ ≥1
&

&

COMP ≥1
U̲min &

UMZ:
tSD PSx
[  *  ]

t 0
UMZ: UMZ:
≥1 ≥1 * Parameter- U< (I>) PSx tSD PSx
GRUND: satz 1 011 244 012 206
Sternpunktbeh. PSx
[ 010 048 ] satz 2 011 245 012 207
2: isoliert/kompensiert satz 3 011 246 012 208
3 satz 4 011 247 012 209
UMZ:
Block. Anr. I> Lx
450 137

19Z8116A

Abb. 3-122: Leiterstromstufen, optionale Spannungsprüfung und Blockade durch Rushstabilisierung, Stufe I>.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-159


P132 3 Arbeitsweise

UMZ:
I>> Anregung L1
460 518

UMZ:
I>> Anregung L2
460 519

UMZ:
I>> Anregung L3
460 520

MKÜ:
Meßkreise U gestört
[ 038 023 ]

UMZ:
U< (I>>) PSx
[  *  ]

blockiert

& ≥1 UMZ:
Anregung L1
fnom ≥1 305 458

U̲L1-E UL1-E √3 &

& ≥1 UMZ:
fnom Anregung L2
≥1 305 459
U̲L2-E UL2-E √3 &

≥1 UMZ:
fnom & Anregung L3
≥1 305 460
U̲L3-E UL3-E √3 &
&
fnom ≥1 ≥1 UMZ:
+ Σ Anregung I>>
& [ 040 029 ]

&
fnom ≥1
+ Σ
&

&
fnom
+ Σ ≥1
&

&

COMP ≥1
U̲min &

UMZ:
tSD PSx
[  *  ]

t 0
UMZ: UMZ:
≥1 ≥1 * Parameter- U< (I>>) PSx tSD PSx
GRUND: satz 1 011 248 012 206
Sternpunktbeh. PSx
[ 010 048 ] satz 2 011 249 012 207
2: isoliert/kompensiert satz 3 011 250 012 208
3 satz 4 011 251 012 209
UMZ:
Block. Anr. I>> Lx
450 141

19Z8117A

Abb. 3-123: Leiterstromstufen, optionale Spannungsprüfung und Blockade durch Rushstabilisierung, Stufe I>>.

3-160 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

UMZ:
I>>> Anregung L1
460 521

UMZ:
I>>> Anregung L2
460 522

UMZ:
I>>> Anregung L3
460 523

MKÜ:
Meßkreise U gestört
[ 038 023 ]

UMZ:
U< (I>>>) PSx
[  *  ]

blockiert

& ≥1 UMZ:
Anregung L1
fnom ≥1 305 458

U̲L1-E UL1-E √3 &

& ≥1 UMZ:
fnom Anregung L2
≥1 305 459
U̲L2-E UL2-E √3 &

≥1 UMZ:
fnom & Anregung L3
≥1 305 460
U̲L3-E UL3-E √3 &
&
fnom ≥1 ≥1 UMZ:
+ Σ Anregung I>>>
& [ 039 075 ]

&
fnom ≥1
+ Σ
&

&
fnom
+ Σ ≥1
&

&

COMP ≥1
U̲min &

UMZ:
tSD PSx
[  *  ]

t 0
UMZ: UMZ:
≥1 ≥1 * Parameter- U< (I>>>) PSx tSD PSx
GRUND: satz 1 011 252 012 206
Sternpunktbeh. PSx
[ 010 048 ] satz 2 011 253 012 207
2: isoliert/kompensiert satz 3 011 254 012 208
3 satz 4 011 255 012 209
UMZ:
Block. Anr. I>>> Lx
450 145

19Z8118A

Abb. 3-124: Leiterstromstufen, optionale Spannungsprüfung und Blockade durch Rushstabilisierung, Stufe I>>>.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-161


P132 3 Arbeitsweise

UMZ:
Blockieren tI> EXT
[ 041 060 ] UMZ:
C tI> PSx
UMZ:
Anregung I> [ * ]
[ 040 036 ]
UMZ:
Start Zeitst. PSx
t 0
[ * ] UMZ:
& tI> abgelaufen
1: mit Anregung
2: mit Richtung [ 040 010 ]
&
KURI:
Richtung tI> PSx
[ * ]
1: vorwärts gerichtet
&
2: rückwärts gerichtet
&
3: ungerichtet

KURI:
Fehler L vorwärts
[ 036 018 ]
KURI:
Fehler L rückwärts
[ 036 019 ]
UMZ:
UMZ: C tI>> PSx
Blockieren tI>> EXT
[ 041 061 ] [ * ]

UMZ:
Anregung I>>
[ 040 029 ] t 0 UMZ:
& tI>> abgelaufen
[ 040 033 ]
&
KURI:
Richtung tI>> PSx
[ * ]
1: vorwärts gerichtet
&
2: rückwärts gerichtet
&
3: ungerichtet
UMZ:
UMZ: C tI>>> PSx
Blockieren tI>>> EXT
[ 041 062 ] [ * ]

UMZ:
Anregung I>>>
[ 039 075 ] t 0 UMZ:
& tI>>> abgelaufen
[ 040 012 ]
&
KURI:
Richtung tI>>> PSx
[ * ]
1: vorwärts gerichtet
&
2: rückwärts gerichtet
&
3: ungerichtet

Parameter- UMZ: UMZ: KURI: UMZ: KURI: UMZ: KURI:


* tI> PSx Start Zeitst. PSx Richtung tI> PSx tI>> PSx Richtung tI>> PSx tI>>> PSx Richtung tI>>> PSx

satz 1 017 004 002 138 017 071 017 006 017 072 017 007 007 230
satz 2 073 019 002 139 077 237 073 020 077 238 073 021 007 231
satz 3 074 019 002 142 078 237 074 020 078 238 074 021 007 232
satz 4 075 019 002 143 079 237 075 020 079 238 075 021 007 233

19Z8119A

Abb. 3-125: Leiterstromstufen, Zeitstufen und KURI-Abhängigkeit.

3-162 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

UMZ: UMZ:
tI> abgelaufen Aus Meldung tI>
[ 040 010 ] [ 041 020 ]
KURI:
Sperr.Richtg.tI>
304 461

UMZ: UMZ:
tI>> abgelaufen Aus Meldung tI>>
[ 040 033 ] [ 040 011 ]
KURI:
Sperr.Richtg.tI>>
304 462

UMZ: UMZ:
tI>>> abgelaufen Aus Meldung tI>>>
[ 040 012 ] [ 040 076 ]
KURI:
Sperr.Richtg.tI>>>
310 067

AWE:
Aus blockiert
[ 042 000 ]
19Z8008A

Abb. 3-126: Aus Meldungen der Leiterstromstufen des Überstromzeitschutzes.

3.23.4 Gegensystemstromstufen
Das P132 ermittelt den Gegensystemstrom nach folgenden Formeln aus den drei
Leiterströmen. Dabei wird die Einstellung GRU ND: Ph asen folge berücksichtigt.

Phasenfolge L1-L2-L3 (bzw. Drehfeld rechtsdrehend)


● Gegensystemstrom:
1
I gegen = 3 · | (I L1 + a 2 · I L2 + a · I L3) |
¯ ¯ ¯ ¯ ¯ ¯
Phasenfolge L1-L3-L2 (bzw. Drehfeld linksdrehend)
● Gegensystemstrom:
1
I gegen = 3 · | (I L1 + a · I L2 + a 2 · I L3) |
¯ ¯ ¯ ¯ ¯ ¯
● Hierbei bedeutet:
a = e2πj/3 = e j·120°
¯
a 2 = e4πj/3 = e j·240°
¯
Der Gegensystemstrom wird vom P132 dreistufig auf Überschreiten einstellbarer
Schwellen überwacht. Alternativ können je Stufe zwei unterschiedliche Schwellen
wirksam sein. Die „dynamischen“ Schwellen sind für die eingestellte Haltezeit
der „dynamischen Parameter“ wirksam (siehe Abschnitt 3.12.5, (S. 3-97)), die
„normalen“ Schwellen, wenn keine Haltezeit läuft. Überschreitet der Strom die
eingestellten Schwellen, werden Zeitstufen gestartet, nach deren Ablauf eine Aus
Meldung erfolgt.
Die Zeitstufen können über entsprechend konfigurierte binäre Signaleingänge
blockiert werden. Ferner können die Zeitstufen – je nach Einstellung –
automatisch bei ein- oder mehrpoligen Anregungen blockiert werden.
Die Aus Meldungen der Gegensystemstufen werden nur freigegeben, wenn die
Betriebsart der Generalanregung auf mit Anreg. IE,Igegen eingestellt ist.
Bei Ansprechen der Rushstabilisierung (siehe Abschnitt 3.12.7, (S. 3-98)) wird die
erste Gegensystemstromstufe blockiert.
Bei eingeschalteter Kurzschlussrichtungserkennung wirken die Aus-Meldungen
der UMZ-Gegensystemstromstufen stets richtungsunabhängig.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-163


P132 3 Arbeitsweise

Die Aus Meldungen der Gegensystemstromstufen werden durch die


automatische Wiedereinschaltung (AWE) blockiert, wenn die AWE in der Lage ist,
ein Aus Kommando zu generieren.

UMZ:
Block.Anr. Igegen>
450 153
UMZ:
Block.Anr. Igegen>>
450 154
UMZ:
Block.Anr. Igegen>>>
450 155

UMZ:
eingeschaltet
[ 040 120 ] &
GRUND:
Schutz ein
306 001

GRUND:
dyn. Param. aktiv
[ 040 090 ]

UMZ:
Block. tIgegen> EXT UMZ:
[ 036 141 ] C tIgegen> PSx
[ * ]
GRUND:
Bl. Zeitst. E,gegen UMZ:
306 400
c Igegen> PSx
& [ * ]
t 0
UMZ:
UMZ: tIgegen> abgelaufen
GRUND:
Phasenfolge & c Igegen> dyna. PSx
[ * ]
[ 036 148 ]
[ 010 049 ]

UMZ:
I̲L1 Anregung Igegen>
& [ 036 145 ]
I̲L2 Igegen
I̲L3
UMZ:
& Aus Meldung tIgegen>
[ 036 151 ]
AWE:
Aus blockiert
[ 042 000 ]

UMZ:
UMZ: tIgegen>> PSx
Block. tIgegen>> EXT C
[ 036 142 ] [ * ]

UMZ:
Igegen>> PSx
& c [ * ]
t 0 UMZ:
UMZ: tIgegen>> abgelaufen
Igegen>> dyna. PSx [ 036 149 ]
& c [ * ]

UMZ:
& Anregung Igegen>>
[ 036 146 ]

UMZ:
& Aus Mldg. tIgegen>>
[ 036 152 ]

UMZ: UMZ:
Block. tIgegn>>> EXT tIgegen>>> PSx
[ 036 143 ] [ * ]

UMZ:
c Igegen>>> PSx
& [ * ]
t 0 UMZ:
UMZ: tIgegn>>> abgelaufen
[ 036 150 ]
& c Igegen>>> dyna. PSx
[ * ]

UMZ:
Anregung Igegen>>>
& [ 036 147 ]

UMZ:
& Aus Mldg. tIgegen>>>
GRUND:
Betr.art Gen.Anr.PSx [ 036 153 ]
[ * ]
1: mit Anreg. IE,Igegen

Parameter- UMZ: UMZ: UMZ: UMZ: UMZ: UMZ:


* Igegen> PSx Igegen> dyna. PSx tIgegen> PSx Igegen>> PSx Igegen>> dyna. PSx tIgegen>> PSx

satz 1 072 011 076 200 072 023 072 012 076 201 072 024
satz 2 073 011 077 200 073 023 073 012 077 201 073 024
satz 3 074 011 078 200 074 023 074 012 078 201 074 024
satz 4 075 011 079 200 075 023 075 012 079 201 075 024

Parameter- UMZ: UMZ: UMZ: GRUND:


* Igegen>>> PSx Igegen>>> dyna. PSx tIgegen>>> PSx Betr.art Gen.Anr.PSx

satz 1 072 013 076 202 072 025 017 027


satz 2 073 013 077 202 073 025 001 219
satz 3 074 013 078 202 074 025 001 220
satz 4 075 013 079 202 075 025 001 221
19Z8082A

Abb. 3-127: Gegensystemstromstufen.

3-164 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

UMZ: UMZ:
tIgegen> abgelaufen Aus Meldung tIgegen>
[ 036 148 ] & [ 036 151 ]

UMZ:
UMZ: Aus Mldg. tIgegen>>
tIgegen>> abgelaufen & [ 036 152 ]
[ 036 149 ]

UMZ: UMZ:
tIgegn>>> abgelaufen Aus Mldg. tIgegen>>>
[ 036 150 ] & [ 036 153 ]
AWE:
Aus blockiert
[ 042 000 ]

GRUND:
Betr.art Gen.Anr.PSx
[ * ] Parameter- GRUND:
*
1: mit Anreg. IE,Igegen Betr.art Gen.Anr.PSx
satz 1 017 027
satz 2 001 219
satz 3 001 220
satz 4 001 221
19Z5282B

Abb. 3-128: Aus Meldungen der Gegensystemstromstufen des Überstromzeitschutzes.

3.23.5 Aus-/Einschalten der Erdstromstufen des UMZ-Schutzes


Die Erdstromstufen des UMZ-Schutzes können über Einstellparameter oder
binäre Signaleingänge aus-/eingeschaltet werden.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-165


P132 3 Arbeitsweise

3.23.6 Auswahl der Messgröße für die Erdstromstufe


Als Erdstrom für die Erdstromstufen IE>, IE>> bzw. IE>>> wird - ja nach
Einstellung - entweder der vom P132 aus den drei Leiterströmen berechnete
Erdstrom oder der über den vierten Stromwandler (T4) gemessene Erdstrom oder
der berechnete Erdstrom mit Nullstromaussiebung herangezogen. Der
berechnete Erdstrom mit Nullstromaussiebung ist der aus den drei Leiterströmen
berechnete Erdstrom bereinigt um ein Drittel des über den vierten Stromwandler
(T4) gemessenen Erdstroms (Σ I̲ L − ⅓⋅I̲ E). Für die Erdstromstufe IE>>>> wird
immer der aus den drei Leiterströmen berechnete Erdstrom verwendet.

UMZ:
Ausw. IE> PSx
I̲L1 [*]

I̲L2
I̲L3
1

I̲E 2

1 ... 3 UMZ:
I̲E>
310 063
1: gerechnet
+ 2: gemessen
I̲E/3 −
3: gerechnet m.I0 Elim.

UMZ:
Ausw. IE>> PSx
[*]

1 ... 3 UMZ:
I̲E>>
310 064
1: gerechnet
2: gemessen
3: gerechnet m.I0 Elim.

UMZ:
Ausw. IE>>> PSx
[ * ]

1 ... 3 UMZ:
I̲E>>>
310 065
1: gerechnet
2: gemessen
3: gerechnet m.I0 Elim.
UMZ:
I̲E>>>>
310 066
UMZ: UMZ: UMZ:
* Parameter- Ausw. IE> PSx Ausw. IE>> PSx Ausw. IE>>> PSx

satz 1 072 128 007 239 007 243


satz 2 073 128 007 240 007 244
satz 3 074 128 007 241 007 245
satz 4 075 128 007 242 007 246
19Z8713A

Abb. 3-129: Auswahl der Messgröße

3.23.7 Erdstromstufen
Der Erdstrom wird vierstufig auf Überschreiten einstellbarer Schwellen
überwacht. Alternativ können je Stufe zwei unterschiedliche Schwellen wirksam
sein. Die „dynamischen“ Schwellen sind für die eingestellte Haltezeit wirksam
(siehe Abschnitt 3.12.5, (S. 3-97)), die „normalen“ Schwellen, wenn keine

3-166 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

Haltezeit läuft. Überschreitet der Erdstrom die eingestellten Schwellen, werden


Zeitstufen angestoßen, nach deren Ablauf eine Meldung erfolgt.
Die Zeitstufen können über entsprechend konfigurierte binäre Signaleingänge
blockiert werden. Ferner können die Zeitstufen – je nach Einstellung –
automatisch bei ein- oder mehrpoligen Anregungen blockiert werden.
Es kann auch für jede Erdstromstufe separat eingestellt werden, ob der Messwert
der Grundschwingung oder der Effektivwert für die Anregung verwendet werden
soll.
Die Aus Meldungen der Erdstromstufen werden nur freigegeben, wenn die
Betriebsart der Generalanregung auf mit Anreg. IE,Igegen eingestellt ist.
Die Aus Meldungen aller Erdstromstufen werden durch die automatische
Wiedereinschaltung (AWE) blockiert, wenn die AWE in der Lage ist ein Aus
Kommando zu generieren.
Die Aus Meldungen des UMZ-Schutzes können durch die
Kurzschlussrichtungserkennung (nur die Stufen IE> und IE>>) blockiert werden.
Je nach Einstellung der Kurzschlussrichtungserkennung erfolgt eine Freigabe der
Aus Meldung der Stufen IE> bzw. IE>>.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-167


P132 3 Arbeitsweise

UMZ: ≥1 UMZ:
Block. Anr. IE> Anregung E
UMZ:
Block. Anr. IE>>
UMZ:
Block. Anr. IE>>>
UMZ:
Block. Anr. IE>>>> UMZ:
c tIE> PSx
UMZ: ≥1
Blockieren tIE> EXT [  *  ]
[ 041 063 ] UMZ:
Meßwert I/IE> PSx
[  *  ] t 0 UMZ:
GRUND: tIE> abgelaufen
Bl. Zeitst. E,gegen
UMZ: [ 040 013 ]
& c IE> PSx
GRUND: [  *  ]
dyn. Param. aktiv
UMZ:
[ 040 090 ] & c IE> dynamisch PSx
[  *  ]
&
UMZ: [ 040 077 ]
I̲E
UMZ:
c tIE>> PSx
UMZ: ≥1
Blockieren tIE>> EXT [  *  ]
[ 041 064 ] UMZ:
Meßwert I/IE>> PSx
[  *  ] t 0 UMZ:
tIE>> abgelaufen
UMZ: [ 040 121 ]
& c IE>> PSx
[  *  ]

UMZ:
& c IE>> dynamisch PSx
[  *  ] UMZ:
& Anregung IE>>
[ 040 041 ]
UMZ:
c tIE>>> PSx
UMZ: ≥1
Block. tIE>>> EXT [  *  ]
[ 041 065 ] UMZ:
Meßwert I/IE>>> PSx
[  *  ] t 0 UMZ:
tIE>>> abgelaufen
UMZ: [ 039 079 ]
& c IE>>> PSx
[  *  ]

UMZ:
& cIE>>> dynamisch PSx
[  *  ] UMZ:
& Anregung IE>>>
[ 039 078 ]

UMZ:
c tIE>>>> PSx
UMZ: ≥1
Block. tIE>>>> EXT [  *  ]
[ 041 101 ] UMZ:
Meßwert IE>>>> PSx
[  *  ] t 0 UMZ:
tIE>>>> abgelaufen
UMZ: [ 035 040 ]
UMZ: & & c IE>>>> PSx
eingeschaltet
[  *  ]
[ 040 120 ]
GRUND: UMZ:
Schutz E eingesch. & c IE>>>> dyn. PSx
[ 040 133 ] [  *  ] UMZ:
& Anregung IE>>>>
[ 035 031 ]

UMZ: UMZ: UMZ: UMZ: UMZ: UMZ:


Parameter- tIE> PSx Meßwert I/IE> PSx IE> PSx IE> dynamisch PSx tIE>> PSx Meßwert I/IE>> PSx

satz 1 017 008 060 002 017 003 017 081 017 010 060 006
satz 2 073 027 060 003 073 015 073 035 073 028 060 007
satz 3 074 027 060 004 074 015 074 035 074 028 060 008
satz 4 075 027 060 005 075 015 075 035 075 028 060 009

UMZ: UMZ: UMZ: UMZ: UMZ: UMZ:


Parameter- IE>> PSx IE>> dynamisch PSx tIE>>> PSx Meßwert I/IE>>> PSx IE>>> PSx IE>>> dynamisch PSx

satz 1 017 009 017 086 017 019 060 010 017 018 017 087
satz 2 073 016 073 036 073 029 060 011 073 017 073 037
satz 3 074 016 074 036 074 029 060 012 074 017 074 037
satz 4 075 016 075 036 075 029 060 013 075 017 075 037

UMZ: UMZ: UMZ: UMZ:


Parameter- tIE>>>> PSx Meßwert IE>>>> PSx IE>>>> PSx IE>>>> dyn. PSx

satz 1 072 030 060 014 072 018 072 036


satz 2 073 030 060 015 073 018 072 105
satz 3 074 030 060 016 074 018 072 202
satz 4 075 030 060 017 075 018 072 219 19Z8383A

Abb. 3-130: Erdstromstufen.

3-168 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

UMZ: UMZ:
tIE> abgelaufen Aus Meldung tIE>
[ 040 013 ] &
[ 041 021 ]
KURI:
Sperr.Richtg.tIE>
304 463

UMZ: UMZ:
tIE>> abgelaufen & Aus Meldung tIE>>
[ 040 121 ] [ 040 028 ]

KURI:
Sperr.Richtg.tIE>>
304 464

UMZ: UMZ:
tIE>>> abgelaufen Aus Meldung tIE>>>
[ 039 079 ] &
[ 040 079 ]

UMZ: UMZ:
tIE>>>> abgelaufen Aus Meldung tIE>>>>
[ 035 040 ] &
[ 035 046 ]
AWE:
Aus blockiert
[ 042 000 ]

GRUND:
Betr.art Gen.Anr.PSx
[ * ] * Parameter- GRUND:
Betr.art Gen.Anr.PSx
1: mit Anreg. IE,Igegen
satz 1 017 027
satz 2 001 219
satz 3 001 220
satz 4 001 221
12Z5103B

Abb. 3-131: Aus Meldungen der Erdstromstufen des Überstromzeitschutzes.

3.23.8 Haltezeitlogik für intermittierende Erdkurzschlüsse


Im P132 ist für die Behandlung intermittierender Erdkurzschlüsse eine
Haltezeitlogik realisiert.
● Mit Kommen einer Anregung IE> in der Erdstromstufe wird die Haltezeit
zurückgesetzt. Gleichzeitig wird mit Kommen der Anregung IE> die
Anregezeit kumuliert.
● Mit Gehen der Anregung IE> wird die Zeitstufe UMZ: Imp. verl.
IE >,int PSx gestartet und somit die Aufladung des Kumulationsspeichers
um den eingestellten Wert der Zeitstufe verlängert.
● Das Ergebnis der Kumulation wird mit dem einstellbaren Grenzwert
UMZ: t IE>,in term. PSx verglichen.
● Bei Erreichen des Grenzwertes und anstehender Generalanregung erfolgt
eine Auslösung, sofern die entsprechenden globalen Einstellungen dies
zulassen:
o GR UN D: Bl. Ze its t .E,ge g. PSx (Adresse 017 015)
o GRU ND : Be tr.art Gen .An r.P Sx (Adresse 017 027)
o GR UN D: Fkt.zu or dn. A u s K. 1 (Adresse 021 001)
o GRU ND : Fkt.zuordn. Au s K . 2 (Adresse 021 002)
● Wird der Grenzwert, während die Zeitstufe UMZ: Imp. verl. I E>, int PSx
läuft, erreicht, dann erfolgt eine Auslösung mit dem Kommen der nächsten
Generalanregung.
● Jedes Rückfallen der Ansprechstufe IE> startet die einstellbare
HaltezeitU MZ: Halte z.f . tIE >,i.PSx neu. Bei Ablauf der Haltezeit bzw.
nach einer Auslösung durch die Haltezeitlogik (UMZ: Aus Meldung
tI E> ,i. wird die Kumulation abgebrochen und der Kumulationsspeicher
gelöscht.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-169


P132 3 Arbeitsweise

UMZ:
Imp.verl. IE>,intPSx
[ * ]

UMZ:
tIE>,interm. PSx
[ * ]

UMZ:
Haltez.f. tIE>,i.PSx
[ * ]

UMZ:
Aus Meldung tIE>,i.
UMZ: [ 039 073 ]
Anregung IE> Haltezeitlogik
[ 040 077 ]
UMZ:
t2 E
305 454

UMZ:
Imp. verl. läuft
305 462
UMZ:
Haltez.tIE>,i. läuft
[ 040 086 ]
GRUND:
Generalanregung UMZ:
[ 040 000 ] tIE>,interm. abgel.
[ 040 099 ]

Parameter- UMZ: UMZ: UMZ:


Imp.verl. IE>,intPSx tIE>,interm. PSx Haltez.f. tIE>,i.PSx
satz 1 017 055 017 056 017 057
satz 2 073 042 073 038 073 039
satz 3 074 042 074 038 074 039
satz 4 075 042 075 038 075 039

19Z5019A

Abb. 3-132: Haltezeitlogik für unabhängige Kennlinien.

UMZ:
Anregung IE>
[ 040 077 ]

UMZ:
Imp. verl. läuft
305 462

UMZ:
Haltez.tIE>,i. läuft
[ 040 086 ]

UMZ:
t2 E
305 454

UMZ:
Aus Meldung tIE>,i.
[ 039 073 ]

Einstellungen

UMZ: UMZ: UMZ:


Imp.verl. IE>,intPSx tIE>,interm. PSx Haltez.f. tIE>,i.PSx

eingestellt=80ms eingestellt=15s eingestellt=300s

S8Z5001A

Abb. 3-133: Signalverlauf bei Nichterreichen des Kumulationsgrenzwertes.

3-170 P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654


3 Arbeitsweise P132

UMZ:
Anregung IE>
[ 040 077 ]

UMZ:
Imp. verl. läuft
305 462

UMZ:
Haltez.tIE>,i. läuft
[ 040 086 ]

UMZ:
t2 E
305 454

UMZ:
Aus Meldung tIE>,i.
[ 039 073 ]

<1>= Hier erfolgten


Anregungen die
nicht dargestellt
sind

Einstellungen

UMZ: UMZ: UMZ:


Imp.verl. IE>,intPSx tIE>,interm. PSx Haltez.f. tIE>,i.PSx

eingestellt=80ms eingestellt=15s eingestellt=300s

19Z5243A

Abb. 3-134: Signalverlauf bei Erreichen des Kumulationsgrenzwertes.

P132/DE M/R-53-C // P132‑312‑654 3-171


P132 3 Arbeitsweise

3.24 Abhängiger Überstromzeitschutz (Funktionsgruppen AMZ_1


und AMZ_2)

In diesem Abschnitt steht AMZ für AMZ_1.


Die Beschreibung gilt jeweils auch für AMZ_2 (falls nicht anders angegeben).
Die angegebenen Adressen gelten für AMZ_1. Die Adressen der Funktionsgruppe
AMZ_2 können Kapitel 7, (S. 7-1) und Kapitel 8, (S. 8-1) entnommen werden.
Zum Beispiel hat A M Z _ 1 : e i n g e s c h a l t e t B E D die Adresse (017 096) (wie in
Bild 3-135, (S. 3-172) angegeben), dagegen hat A M Z _ 2 : e i n g e s c h a l t e t B E D
die Adresse (017 052).

Der abhängige Überstromzeitschutz (AMZ) arbeitet mit drei getrennten Systemen


für:
● Leiterströme,
● Gegensystemstrom,
● Erdstrom.
Durch die Kurzschlussrichtungserkennung oder die automatische
Wiedereinschaltung kann in den Funktionsablauf des AMZ-Schutzes eingegriffen
werden.

3.24.1 Aus-/Einschalten des AMZ-Schutzes


Der AMZ-Schutz kann über Einstellparameter aus-/eingeschaltet werden.
Darüberhinaus kann für jeden Parametersatz separat eine Freigabe erfolgen.

AMZ_1:
eingeschaltet BED
[ 017 096 ]

0
AMZ_1:
1 eingeschaltet
[ 040 100 ]
0: nein
1: ja

AMZ_1:
Freigabe PSx
[ * ]