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Christus der Heiler

von

F. F. Bosworth

(Bibelzitate aus der Schlachter Bibel)

Inhalt

Vorwort

1. An jene, die Heilung brauchen

2. Hat Jesus uns von unseren Krankheiten erlöst

als er das Sühneopfer für unsere Sünden darbrachte?

3. Ist Heilung für alle?

4. Das Mitgefühl des Herrn

5. Wie man den erlösenden Segen und den

Bundessegen für körperliche Heilung anwendet

6. Glauben anwenden

7. Wie man Heilung von Christus empfängt

8. Wie deine Gebete beantwortet werden

9. Der Glaube, der nimmt

10. Unser Bekenntnis

11. Die Fülle des Lebens Gottes: Das Geheimnis

des Sieges

12. Gottes Garten

Christus zu empfangen

14. Der Pfahl des Paulus

Einunddreißig Fragen

Zeugnisse

Der ultimative Triumph

Vorwort

Als wir im Jahre 1924 die Botschaften für die erste Auflage dieses Buches schrieben, hätten wir uns nicht träumen lassen, dass die dargestellten Wahrheiten eine so große Anzahl von Menschen in so vielen Teilen der Welt segnen würden. Die Ergebnisse sind über die Jahre eine Demonstration der Wahrheit der inspirierten Erklärung gewesen, dass Gott "weit mehr zu tun vermag als wir bitten oder verstehen" (Epheser 3:20).

Während der 44 folgenden Jahre sind sechs umfassendere Auflagen gedruckt und von Tausenden Gottesdienern und Gläubigen gelesen worden, die uns geschrieben haben und uns mitteilten, wie sehr sie an Seele und Leib erleuchtet und gesegnet worden sind, indem sie diese Botschaften immer wieder lasen.

In diesem Buch haben wir versucht, das Vokabular zu benutzen, das die Allgemeinheit versteht. Ein fortwährender Strom von Zeugnissen erreicht uns von denen, die durch ihren eigenen Glauben bekehrt und wunderbar geheilt wurden, den sie entwickelten während sie die Wahrheiten lasen und über sie meditierten, die wir deutlich zu machen versucht haben.

Wir haben Tausende Male bewiesen und beweisen weiterhin, dass durch die einfache Präsentation von genügend Material aus dem Wort Gottes gegenüber dem Verstand und den Herzen der unheilbar Kranken diese zum selben Status der Sicherheit und Versicherung bezüglich der Heilung ihres Körpers wie der Heilung ihrer Seele gelangen können.

Wir sind daher zunehmend begeistert über das Privileg, den "unvergänglichen Samen", das Wort Gottes, in die Herzen derer säen zu dürfen, für die Jesus gestorben ist. O was für eine

herrliche Tatsache, dass wir alle "mit einem Preis erkauft worden" sind um der Garten des Herrn zu sein, in dem sein "unvergänglicher Same", das Wort Gottes, kontinuierlich gepflanzt, bewässert und kultiviert wird, damit es gegenwärtige und ewige Wunder hervorbringen kann.

In dem "Samen" sind Möglichkeiten enthalten, die über die menschliche Vorstellungskraft hinausgehen, so wie in einem kleinen Saatkorn ein potentieller Baum eine Million Mal größer ist als der Same. Indem wir Gottes Garten bepflanzt halten, wie es der Farmer mit seinen Feldern tut, kann ein Kind Gottes Dinge erreichen, die tausendmal größer sind als Menschen mit den größten menschlichen Fähigkeiten sie erreichen können, einfach indem sie Seine Verheißungen annehmen.

Wir haben festgestellt, dass die regelmäßigen Zuhörer unseres Radioprogramms, von denen wir die meisten noch nie gesehen haben, durch das Lesen der Heilungsliteratur und der übrigen Literatur, die wir veröffentlicht haben, ein viel breiteres Verständnis bekommen haben als diejenigen, die nur gelegentlich eine Botschaft in unseren öffentlichen Versammlungen hören. Weil man sie immer wieder nachlesen und studieren kann bringen unsere Botschaften in gedruckter Form bessere Resultate in den Seelen und Körpern derjenigen zustande, für die wir beten, als in einigen, die unsere Versammlungen besuchen und Gebet wünschen bevor sie genug vom Wort Gottes hören, um Glauben hervorzubringen.

Dieses Buch geht mit dem ernstlichen Gebet

hinaus, dass viele Tausende mehr es lernen, sich die vielen Segnungen anzueignen, die in der Bibel verheißen sind. "Wir wünschen aber, dass jeder von euch denselben Fleiß bis ans Ende

beweise

Glauben und Geduld die Verheißungen ererben."

Nachfolger derer, welche durch

(Hebräer 6:11-12).

Kapitel 1

An jene, die Heilung brauchen

Bevor Menschen einen standhaften Glauben für die Heilung ihres Körpers haben können, müssen sie jegliche Unsicherheit in Bezug auf den Willen Gottes in dieser Angelegenheit loswerden. Angewandter Glaube kann nicht über das Wissen einer Person über den offenbarten Willen Gottes hinausgehen. Bevor man also versucht, Glauben für Heilung auszuüben, muss man wissen, was die Bibel ganz eindeutig lehrt dass es nämlich genauso sehr Gottes Wille ist, den Körper zu heilen, wie es Sein Wille ist, die Seele zu heilen. Die Predigten in diesem Buch benennen und erläutern diese Schriftstellen, die diesen Punkt für dich für alle Zeit klarstellen werden. Nur wenn du weißt, dass Gott genau das verheißt, wonach du suchst, kann alle Unsicherheit verschwinden und ein standfester Glaube wird möglich. Seine Verheißungen sind alle eine Offenbarung dessen, was Gott begierig ist, für uns zu tun. Solange wir nicht wissen, wie Gottes Wille aussieht, haben wir nichts, worauf wir unseren Glauben stützen können.

Es ist wichtig, dass der Sinn der Menschen, die Heilung suchen, "erneuert" ist, d.h. in Harmonie mit dem Denken Gottes. Das ist in der Bibel offenbart und wird auf den folgenden Seiten aufgezeigt. Ein Glaube, der sich Gottes verheißene Segnungen zu Eigen macht, ist das Resultat, das sich einstellt, wenn man Gottes Wort kennt und danach handelt (Römer 10:17). Die richtige mentale Haltung oder der "erneuerte Sinn" (Römer 12:2) macht einen standfesten Glauben für jedermann möglich.

Wir erhalten ständig Zeugnisse von Menschen, die beim Lesen dieses Buches auf wunderbare Weise geheilt wurden, obwohl zuvor bereits wiederholt erfolglos für sie gebetet wurde. Viele

haben sich beim Lesen dieser Anweisungen auch freudig bekehrt.

Die Welt wäre sehr überrascht wenn sie die wundervollen Zeugnisse lesen könnte, die wir aus dem ganzen Land erhalten haben. Wir haben mehr als 225.000 Briefe von unseren Radiohörern und deren Freunden bekommen, von denen wir die meisten noch nie gesehen haben.

Die Wahrheiten, die in den in diesem Buch enthaltenen Predigten besprochen werden, haben zusammen mit dem "Gebet des Glaubens" Heilung in Reichweite Tausender von Leidenden gebracht, die ohne das direkte Eingreifen des Heiligen Geistes nicht mehr gesund geworden wären. Gott sei alle Ehre dafür!

Obwohl wir uns über diese Wunder freuen, erinnern wir uns doch auch daran, dass sie nur externe Manifestationen eines tausendfach größeren und kostbareren Wunders sind, das sich im heiligen Raum der innersten Seele abgespielt hat. Die innere Ursache ist so viel kostbarer als die äußerliche Auswirkung. Externe Resultate von Gebet sind wie die Zahlen in einem Sparbuch, die dokumentieren, dass du Gold bei der Bank deponiert hast. Das Gold selbst ist aber viel wertvoller als die Zahlen.

Das Wort ist die Saat

Jesus sagte: "Das Wort ist die Saat". Es ist die Saat für das göttliche Leben. Solange ein Mensch, der Heilung sucht, sich aus dem Wort Gottes nicht ganz sicher ist, dass es Gottes Wille ist, genau ihn zu heilen, versucht er eine Ernte einzubringen, wo zuvor keine Saat gepflanzt wurde. Einem Bauern wäre es unmöglich, Glauben für eine Ernte zu haben bevor er nicht sicher ist, dass die Saat gepflanzt wurde.

Es ist nicht Gottes Wille, dass eine Ernte eingebracht wird ohne dass zuvor gesät wurde ohne dass Sein Wille bekannt ist und daraufhin gehandelt wird. Jesus sagte: "Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen." Freiheit von Krankheit kommt aus dem Kennen der Wahrheit. Gott tut nichts ohne Sein Wort. "Er sandte Sein Wort und heilte sie" sind die Worte des Heiligen Geistes (Psalm 107:20). All sein Wirken geschieht in Treue zu Seinen Verheißungen.

Jeder Kranke muss wissen, dass es Gottes Wille ist, ihn zu heilen. Das ist die notwendige "Saat", die in seinem Denken und in seinem Herzen gepflanzt werden muss. Sie ist nicht gepflanzt bevor sie nicht bekannt ist und im Vertrauen angenommen wurde. Kein Sünder kann ein Christ werden solange er nicht weiß, dass es Gottes Wille ist, gerade ihn zu retten. Es ist das Wort Gottes, gepflanzt und bewässert und standhaft darauf vertraut, welches sowohl Seele als auch Körper heilt. Die "Saat" muss gepflanzt bleiben und weiter bewässert werden bevor sie ihre Ernte hervorbringen kann.

Wenn jemand sagt: "Ich glaube, dass der Herr mich heilen kann" ohne aus dem Wort Gottes auch zu wissen, dass Gott gerade ihn heilen will, ist das vergleichbar mit einem Bauern, der sagt:

"Ich glaube, dass Gott mir eine Ernte schenken kann, ohne dass ich eine Saat gepflanzt und bewässert habe." Gott kann die Seele eines Menschen nicht retten solange der Mensch selbst nicht Gottes Willen in dieser Angelegenheit kennt. Erlösung geschieht durch Glauben das heißt, indem man dem bekannten Willen Gottes vertraut. Geheilt zu sein ist erlöst sein in einem physischen Sinn.

Mit den jeden Glauben zerstörenden Worten "wenn es dein Wille ist" für Heilung zu beten bedeutet, die "Saat" nicht zu pflanzen, sondern

zu vernichten. "Das Gebet des Glaubens", das die Kranken heilt, soll dem Pflanzen der "Saat" (das Wort) folgen und nicht vorausgehen. Glaube basiert allein darauf.

Es ist das Evangelium, das nach Aussage des Heiligen Geistes "die Kraft Gottes zur Errettung" in all seinen Stadien ist, sowohl körperlich als auch geistlich. Das ganze Evangelium ist "für jede Kreatur" und "für alle Nationen". Das Evangelium lässt einen Menschen nicht in der Unsicherheit, wo er mit einem "wenn es dein

Wille ist" betet. Es sagt ihm, was Gottes Wille ist.

Die Worte des Heiligen Geistes "selbst

unsere Krankheiten" (Matthäus 8:17) sind genauso wahr ein Teil des Evangeliums wie seine Worte "Der selbst unsere Sünden an seinem Leib auf das Holz hinauf trug" (1. Petrus

2:24).

trug

Weder das geistliche noch das körperliche Stadium des Evangeliums soll durch Gebet allein angewandt werden. Saatgut ist kraftlos solange es nicht gepflanzt wurde. Viele sollten, statt zu sagen "Bete für mich", zunächst einmal sagen "Lehre mich Gottes Wort, damit ich klug an meiner Genesung mitwirken kann." Wir müssen die Wohltaten von Golgatha kennen bevor wie sie uns im Glauben zu Eigen machen können. David präzisiert: "Der all deine Sünden vergibt und all deine Krankheiten heilt."

Nachdem wir ausreichend aufgeklärt sind, sollte unsere Haltung jeder Krankheit gegenüber die gleiche sein wie unsere Haltung gegenüber Sünde. Es sollte genauso definitiv unser Ziel sein, dass unser Körper geheilt wird wie unsere Seele. Wir sollten keinen Teil des Evangeliums ignorieren. Unser Stellvertreter hat sowohl unsere Sünden als auch unsere Krankheiten getragen, damit wir von beidem befreit werden. Dass Christus unsere Sünden und Krankheiten getragen hat ist sicherlich ein triftiger Grund dafür, ihm jetzt für die Befreiung von beidem zu

vertrauen. Wenn wir Gott im Gebet ernsthaft um die Vergebung unserer Sünden bitten, sollen wir auf der Basis der Autorität Seines Wortes glauben, dass unser Gebet erhört wurde. Dasselbe sollen wir auch tun, wenn wir um Heilung beten.

Wir können durch die Verheißungen Gottes ausreichend aufgeklärt werden, wenn wir einfach nur glauben, dass unser Gebet erhört wurde, bevor wir die Antwort tatsächlich erlebt haben (Markus 11:24). Wenn wir dies tun und zusätzlich noch Hebräer 10:35-36 befolgen, können wir immer die Erfüllung jeder göttlichen Verheißung zustande bringen. Es ist Gottes Wille, dass jeder Christ erfolgreich Hebräer 6:11- 12 praktiziert.

In der Zwischenzeit, nachdem wir Gott ernsthaft um die Heilung unseres Körpers gebeten haben und auf die Vollendung der Heilung warten, können und sollten wir eine der wertvollsten Lektionen unseres christlichen Lebens lernen. Diese Lektion beinhaltet, wie man Hebräer 10:35-36 befolgt. Nur göttliche Verheißungen können unseren Glauben standfest machen. Nachdem Jona um Gnade gebetet hatte, warf er seine Zuversicht nicht weg, weil es noch keinen sichtbaren Beweis dafür gab, dass sein Gebet beantwortet wurde. Nein, er hielt seine Zuversicht fest und fügte ihr sogar noch im Voraus das Opfer der Danksagung hinzu (Jona 2:9). In Hebräer 13:15 weist der Heilige Geist uns alle an, das "beständig" zu tun.

Gottes Verheißungen wirken ihre Wunder während wir ewige Realitäten sehen und danach handeln (Seine Verheißungen, Seine Treue etc.) und uns weigern, uns von vorübergehenden Dingen vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Gott erfüllt Seine Verheißungen immer wenn er auf die richtige Kooperation stößt. Er akzeptiert uns immer und wirkt für uns wenn wir Markus 11:24 und Hebräer 10:35-36 beachten. "Ich

werde ihn sättigen mit langem Leben" ist Gottes Verheißung, die von allen angenommen werden soll (Psalm 91:16).

Umfassende Anweisungen

In Sprüche 4:20-22 finden wir die umfassendsten Anweisungen dazu, wie man Heilung empfängt:

Mein Sohn, merke auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden! Lass sie nie von deinen Augen weichen, bewahre sie im innersten Herzen! Denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und heilsam ihrem ganzen Leib.

Das Wort Gottes kann nicht Gesundheit für Seele oder Körper sein solange es nicht gehört, angenommen und befolgt wurde. Beachte, dass hier die Worte Gottes nur denen Leben sind, die sie "finden". Wenn du Leben und Heilung von Gott empfangen willst, dann nimm dir die Zeit, die Worte in der Bibel zu finden, die diese Resultate versprechen.

Wenn Gottes Wort deinem ganzen Fleisch Gesundheit wird, wird dein Krebs verschwinden, dein Tumor wird verschwinden und dein Kropf wird verschwinden. Wir haben tausendfach gesehen, dass das Wort, wenn es angenommen und danach gehandelt wird, diese Ergebnisse hervorbringt. Das Fleisch von Tausenden ist ungesundes Fleisch weil sie es versäumt haben, den Teil des Wortes Gottes zu "finden" und darauf zu hören, der Heilung hervorbringt. Das ist die göttliche Methode, um die Segnungen zu empfangen, die Gott für uns bereitgestellt hat. Viele haben es einfach nur deshalb nicht geschafft, Heilung zu empfangen, weil sie dieser Methode nicht gefolgt sind.

Gott sagt, wenn wir das tun, was uns in der Bibel gesagt wird, werden Seine Worte "Gesundheit für unser ganzes Fleisch". Es spielt keine Rolle,

welcher Teil von ungesundem Fleisch ob es Krebs ist, ein Kropf oder ein Tumor Gott sagt, "Gesundheit für ihr ganzes Fleisch". Wessen Fleisch? All derjenigen, die Gottes Worte über das Thema "finden" und darauf achten. Das ist exakt dieselbe Art und Weise, wie Gottes Wort Gesundheit für die Seele wird.

In dieser umfassenden Passage sagt Gott uns genau, wie wir auf Seine Worte "achten". Er sagt: "Lass sie nie von deinen Augen weichen, bewahre sie im innersten Herzen!" Statt deine Augen auf deine Symptome zu richten und dich damit zu befassen, sollst du Gottes Wort "nicht von deinen Augen weichen lassen". Schau kontinuierlich darauf und werde wie Abraham stark im Glauben indem du auf die Verheißungen Gottes und nichts anderes schaust. So wie eine Saat nur dann ihr Werk tun kann wenn sie im Boden bleibt, so kann auch der "unvergängliche Same" des Wortes Gottes nur dann effektiv in uns arbeiten, wenn wir es "inmitten unserer Herzen" bewahren. Nicht gelegentlich, sondern fortwährend. Der Grund, warum viele versagt haben, ist weil sie dies nicht getan haben.

Wir müssen dasselbe tun wie Bauern

Wenn wir auf Gottes Worte achten indem wir sie nicht von unseren Augen weichen lassen und sie mitten in unseren Herzen bewahren, befindet sich die Saat in "gutem Boden". Das ist die Art von Boden, von dem Jesus sagt, dass er "Frucht bringt". Paulus sagt: "Es wirkt effektiv." Wenn der Bauer seine Saat in den Boden legt, gräbt er sie nicht jeden Tag wieder aus um zu sehen, welche Fortschritte sie macht, sondern sagt: "Ich bin froh, dass das erledigt ist." Er glaubt, dass die Saat ihr Werk begonnen hat. Warum haben wir nicht denselben Glauben an die "unvergängliche Saat" Christi Worte, von denen Er sagt, dass sie "Geist und Leben" sind? Glaube, dass sie bereits dabei sind, ihr Werk zu tun, ohne darauf zu

warten, dass du auch etwas siehst. Wenn der Bauer ohne eine definitive Verheißung Glauben an die Natur haben kann, warum kann dann der Christ nicht Glauben an den Gott der Natur haben?

Der Psalmist sagte: "Dein Wort hat mich belebt." Paulus sagt uns, dass es das Wort ist, das "effektiv in denen arbeitet", die glauben. Jedes Wort Gottes ist "Geist und Leben" und wird in uns wirken wenn wir es annehmen und darauf "achten". Wenn wir das Wort Gottes annehmen und dem Wort gehorchen, können wir mit Paulus sagen: "Die Kraft Gottes wirkt mächtig in mir." Das Wort Gottes wird somit zur Kraft Gottes. Es ist "Geist und Leben". Wenn ein Acker, in den eine Saat gesät worden ist, zu uns sprechen könnte, würde er sagen: "Die Saat wirkt mächtig in mir."

Drei entscheidende Dinge

Diese Passage in den Sprüchen zeigt uns die Methode, wie man Resultate aus den Verheißungen in Gottes Wort erhält:

1. Da muss ein aufmerksames Ohr sein. "Neige

dein Ohr zu meinen Reden."

2. Da muss ein standhafter Blick sein. "Lasse sie

nicht von deinen Augen weichen."

3. Da muss ein umschließendes Herz sein.

"Behalte sie inmitten deines Herzens."

Wenn deine Augen auf deine Symptome gerichtet sind und dein Denken mehr mit ihnen beschäftigt ist als mit Gottes Wort, hast du die falsche Art von Saat in deinem Boden für die Ernte, die du dir wünschst. Du hast die Saat des Zweifels in deinem Boden. Du versuchst, von einer Art Pflanze eine andere Art Ernte einzubringen. Doch es ist unmöglich, Unkraut zu säen und Weizen ernten zu wollen. Deine Symptome mögen auf deinen Tod hindeuten,

doch Gottes Wort deutet auf Leben für dich hin und du kannst nicht gleichzeitig in diese beiden gegenläufigen Richtungen schauen.

Welche Art von Saat hast du?

Welche Art von Saat hast du in deinem Boden? "Lasse Gottes Wort nicht von deinen Augen

Das bedeutet: schaue standhaft und

kontinuierlich und ausschließlich auf die Anhaltspunkte, die Gott dir für deinen Glauben

gibt. Gott sagt zu allen unheilbar Kranken "Jeder, der hinschaut, soll leben." Das Wort "hinschaut" steht in der fortwährenden Gegenwartsform. Damit ist nicht ein flüchtiger Blick gemeint, sondern "lasse seine Worte nicht von deinen

Augen weichen

weichen

".

".

Die Motive, die nach unserer Aufmerksamkeit verlangen, sind überaus mächtig. Es ist unser himmlischer Vater, der spricht. Der ganze Himmel steht hinter Seinen Worten. Die Dinge, die ausgesprochen werden, sind von anregendem und belebendem Wert. Sie sind Leben denen, die sie finden und Heilung nicht nur für die Seele, sondern auch für den Körper und zwar nicht nur für einen besonderen Teil davon, sondern für "ihr ganzes Fleisch".

Ein Medikament, das einen einzigen Körperteil effektiv heilt, würde seinen Erfinder bereits reich machen. Hier ist ein Medikament für den ganzen Körper, vom Kopf bis zu den Füßen. Hier ist ein Arzt von unendlicher Fähigkeit, der "all deine Krankheiten heilt."

Der Beweis von Dingen, die man nicht sieht

Nachdem du deine Saat gepflanzt hast, glaubst du, dass sie wächst, noch bevor du sie wachsen siehst. Das ist Glaube, der "der Beweis ist von Dingen, die man nicht sieht." In Christus haben

wir den vollkommenen Beweis für unseren Glauben. Jeder Mensch kann seine Zweifel loswerden indem er standhaft und ausschließlich auf den Beweis schaut, den Gott uns für unseren Glauben gegeben hat. Nur das zu sagen, was Gott sagt, wird Glauben hervorbringen und zunehmen lassen. Dadurch wird es leichter, zu glauben als zu zweifeln. Die Beweise für den Glauben sind so viel stärker als die für den Zweifel. Zweifle nicht an deinem Glauben. Zweifle an deinen Zweifeln, denn sie sind unverlässlich.

O, was für ein Mittel des Segens ist der Blick im Glauben auf Christus! Dort ist Leben, Licht, Freiheit, Liebe, Freude, Führung, Weisheit, Verständnis, vollkommene Gesundheit. Es ist alles in dem standhaften Blick auf den Gekreuzigten. Niemand schaut jemals vergebens auf den Großen Arzt.

Jeder, der auf die eherne Schlange, den Vorschatten auf Christus, schaute, blieb am Leben. "Und ihr Angesicht war nicht beschämt", sagt der Psalmist. Menschlich gesprochen waren sie alle unheilbar krank, doch ihnen wurde sowohl Vergebung als auch Heilung zuteil indem sie schauten. Wer auf Christus vertraut muss sich seiner Zuversicht nicht schämen. Zeit und Ewigkeit werden beide sein Vertrauen auf Gott rechtfertigen.

Dieses Buch wird denen, die Heilung brauchen, zeigen, welchen Teil des Wortes sie annehmen und achten müssen. Einige sind auf wunderbare Weise geheilt worden während sie die nächste Predigt in diesem Buch lasen.

Kapitel 2

Hat Jesus uns von unseren Krankheiten erlöst als er das Sühneopfer für unsere Sünden darbrachte?

Beachte: Wenn du als Leser gelehrt worden bist, Krankheit als einen "Pfahl im Fleisch" zu betrachten, der bleiben muss, bitten wir dich, zunächst Predigt 14 über den Pfahl des Paulus zu lesen, bevor du irgendeine andere Predigt in diesem Buch liest. Andernfalls wird dir wahrscheinlich die Kraft der biblischen Aussagen entgehen, die in anderen Teilen des Buches präsentiert werden.

Bevor wir die Frage in der Überschrift aus dem Wort Gottes beantworten, möchte ich deine Aufmerksamkeit auf ein paar Tatsachen lenken, die in der Bibel gelehrt werden und sich auf dieses Thema auswirken.

Die Bibel erklärt in Römer 5:12, dass "durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod." Hier wird ganz klar ausgesagt, dass der Tod durch Sünde in die Welt gekommen ist. Darum ist es klar, dass Krankheit, die mit einsetzendem Tod gleichzusetzen ist, auch durch Sünde in die Welt kam. Da Krankheit durch Sünde Einlass bekam, muss ihr wahres Heilmittel im Erlösungswerk von Christus zu finden sein. Es ist der Teufel, der unterdrückt (Apostelgeschichte 10:38). Wenn die Natur also versagt, welche Kraft außer der Kraft des Sohnes Gottes kann dann Krankheit entfernen? Sobald Krankheit über die natürliche Wiederherstellungsfähigkeit hinaus fortgeschritten ist, wird sie in jedem Fall zum Tod führen, es sei denn, sie wird durch die Kraft Gottes entfernt. Jeder ehrliche Arzt wird dies zugeben, denn er kann nur die Macht

beanspruchen, der Natur zu helfen, nicht zu heilen. In diesem Fall würde alles, was die Kraft Gottes hindert, der Natur nachzuhelfen, eine Genesung unmöglich machen. Folglich sagt Jakobus: "Bekennt einander eure Sünden, damit ihr geheilt werdet." Damit sagt er, dass wir andernfalls nicht geheilt werden können.

Wenn Krankheit über die Wiederherstellungskraft der Natur hinaus fortgeschritten ist, können weder Natur noch Ärzte und noch nicht einmal Gebet den Leidenden retten, solange er nicht seine Sünden bekennt und Gott aufgrund Seiner eigenen, souveränen Ziele die Krankheit entfernt. Da Krankheit ein Teil des Fluches ist, muss ihr wahres Heilmittel das Kreuz sein. Wer außer Gott kann den Fluch entfernen und wie kann Gott es auf gerechte Weise tun außer durch ein stellvertretendes Opfer? Die Bibel lehrt, wie es ein Schreiber ausdrückt, dass Krankheit die physische Strafe der Ungerechtigkeit ist. Da Christus in seinem Körper all unsere der Sünde zuzuschreibenden körperlichen Schulden getragen hat, sind unsere Körper rechtmäßig von Krankheit befreit. Durch das Erlösungswerk von Christus können wir alle als Teil der "Anzahlung unseres Erbes" das "Leben Jesu haben, manifest gemacht in unserem sterblichen Fleisch." Dies unterstützt die Natur bis unser Werk vollendet ist. So wie wir die "Erstlingsfrüchte" unserer geistlichen Erlösung bereits jetzt empfangen können, können wir auch die "Erstlingsfrüchte" unserer körperlichen Erlösung empfangen.

Nun zu der Frage: Hat Jesus uns von unseren Krankheiten erlöst als er das Sühneopfer für unsere Sünden darbrachte? Wenn Heilung wie manche lehren nicht im Sühneopfer enthalten ist, warum standen dann im Alten Testament die Vorschatten des Sühneopfers immer in Verbindung mit körperlicher Heilung? Warum wurde von den Israeliten in 2. Mose Kapitel 12

erwartet, dass sie zur Erlangung von körperlicher Stärke das Fleisch des Passahlammes aßen, wenn wir nicht auch von Christus körperliches Leben oder Stärke empfangen können? Paulus sagt, dass Christus unser Passahlamm ist, das für uns geopfert wurde. 765 Jahre nach der Einrichtung des Passahfestes lesen wir in 2. Chronik 30:20, dass "der Herr auf Hiskia hörte und das Volk heilte" als sie das Passahfest feierten. Paulus spricht in 1. Korinther 11:29-30 von dem Versäumnis der Korinther, den "Leib richtig zu unterscheiden" (den Leib von Christus, unserem Passahlamm) und nennt dies als den Grund dafür, dass viele unter ihnen schwach und krank waren

Das Abendmahl ist mehr als eine Verordnung, weil wir an Christus teilhaftig werden, während wir der Sinnbilder seines Todes und der daraus resultierenden Wohltaten teilhaftig werden. In Christus ist sowohl geistliches als auch körperliches Leben. Sicherlich gibt es keinen besseren Zeitpunkt, um uns der Privilegien zu bedienen, "auch Jesu Leben manifest gemacht in unserem sterblichen Fleisch" zu haben (2. Korinther 4:11)

Heilung, gelehrt durch die Vorschatten im Alten Testament

In 3. Mose 14:18 lesen wir wieder von dem Priester, der das Opfer für die Reinigung eines Aussätzigen darbrachte. Warum ein Opfer für die Heilung des Aussätzigen wenn Heilung für uns nicht im Sühneopfer von Christus enthalten ist? Die Vorschatten in 3. Mose Kapitel 14 und 15 zeigen uns, dass es ausnahmslos durch ein Sühneopfer war, dass Krankheit geheilt wurde. Weiter brauchen wir nicht mehr gehen. Das ist eine vollständige Antwort auf die Frage, um die es uns geht. All diese modellhaften Sühneopfer weisen auf Golgatha hin und prophezeien Golgatha.

In Lukas 4:19 sagt Jesus uns wiederum, dass er gesalbt war, "das angenehme Jahr des Herrn zu verkünden", womit er sich auf das Jubeljahr im Alten Testament bezog. Das zeigt uns, dass das Jubeljahr auffallend typisch für die Segnungen des Evangeliums ist. Hier bezieht er das Jubeljahr auf das Zeitalter des Evangeliums.

3. Mose 25:9 zeigt uns, dass bis zum Versöhnungstag keine Segnung des Jubeljahres durch den Klag der Posaune verkündigt werden durfte. An diesem Tag wurde ein Ochse als Sündopfer geschlachtet und der Gnadenthron wurde mit Blut besprengt. Keine Gnade wurde angeboten bis das Blut des Sühneopfers auf den Gnadenthron gesprengt war, weil es unbesprengt ein Richterstuhl war. Das lehrt uns, dass uns keine Gnade und kein Segen des Evangeliums unabhängig vom Sühneopfer Christi angeboten werden.

Rückgewinn all dessen, was durch den Sündenfall verloren ging

Durch den Sündenfall haben wir alles verloren. Jesus hat alles durch sein Sühneopfer zurück gewonnen. Es war am Versöhnungstag, dass Gott sagte: "Jeder Mann soll zu seinem Besitz zurückkehren." Die Reihenfolge im Jubeljahr war zuerst das Sühneopfer und dann der Klang der Posaune mit der Ankündigung der Freudenbotschaft, dass "jeder Mann zu seinem Besitz zurückkehren soll." Die Reihenfolge ist dieselbe: zuerst Golgatha, dann die Posaune des Evangeliums, die "jeder Kreatur" verkündet, dass er "unsere Sünden und Krankheiten trug" etc. Das zeigt uns, dass wir "jeder zu seinem Besitz zurückkehren dürfen".

Gottes sieben Erlösungsnamen, von denen einer Jehovah Rapha lautet, "Ich bin der Herr, der dich heilt", zeigen uns, zu welchem verlorenen Besitz

jeder Mensch in unserem Gnadenzeitalter zurückkehren darf. Die beiden herausragenden Besitztümer, die im Zeitalter des Evangeliums wiederhergestellt werden, sind Gesundheit für Seele und Körper. Vergebung und Heilung wurden universell angeboten wo auch immer Christus "das angenehme Jahr des Herrn" verkündete. Der "innere" und der "äußere" Mensch sollen dann heil und bereit gemacht werden für den Dienst Gottes. Alle wurden "bereitgemacht zu jedem guten Werk" damit sie ihren Lauf vollenden konnten.

Einige der Fundamentalisten, die die Anhänger der Christlichen Wissenschaft dafür angreifen, dass sie glauben, wir könnten losgelöst von Golgatha gerettet werden, machen exakt denselben Fehler wenn sie sagen, dass sie an Heilung glauben, dass sie jedoch losgelöst von Golgatha angeboten werden kann. Es ist mir ein Rätsel, wie irgendjemand sagen kann, dass das Blut von Christus genauso effektiv war als es noch in seinen Adern floss wie nachdem es vergossen wurde. Jedes Opfer im Alten Testament musste sterben und Blut vergießen bevor das Blut wirksam war. Die Bibel sagt:

"Ohne das Vergießen von Blut gibt es keine Vergebung von Sünden." Übernimm eine blutlose Religion und du hast nichts weiter als eine Religion voller Ideen und nichts als einen menschlichen Nervenkitzel. "Unaussprechliche Freude und voller Herrlichkeit" können niemals bekannt werden außer bei denen, die durch das vergossene Blut von Christus erlöst worden sind. Es ist mir ein genauso großes Rätsel, wie diese selbst ernannten Fundamentalisten sagen können, dass Heilung ohne einen Bezug auf den Tod von Christus gewährt werden kann. Die Erlösung irgendeines Teiles des Menschen ohne Opfer ist in der Bibel unbekannt.

Wenn körperliche Heilung losgelöst von Golgatha angeboten und gepredigt wird, wieso durfte dann im Jubeljahr bis zum

Versöhnungstag vom Klang der Posaune keine Segnung angekündigt werden? Paulus sagt uns, dass "in Ihm" alle Verheißungen Ja und Amen sind. Das ist eine andere Art, zu sagen, dass die Verheißungen Gottes, einschließlich seiner Verheißung, zu heilen, ihre Existenz und Kraft ausschließlich dem Erlösungswerk von Christus verdanken.

Heilung ist nicht aufgeschoben bis zum Tausendjährigen Reich

Einige versuchen, göttliche Heilung auf den Beginn des Tausendjährigen Reiches zu verlagern, doch Jesus sagte, dass "heute" (nicht zu Beginn des Tausendjährigen Reiches) "diese Schriftstelle in euren Ohren erfüllt ist". Es war in der Gemeinde (nicht im Tausendjährigen Reich), wo Gott Lehrer, Gaben der Heilungen etc. einsetzte. Niemand in der Gemeinde wird im Tausendjährigen Reich Heilung brauchen, weil alle Heiligen vorher ihren verherrlichten Körper empfangen. Sie werden auffahren um dem Herrn in der Luft zu begegnen "wenn dieser sterbliche Körper Unsterblichkeit anzieht". Wenn wir Heilung auf den Beginn des Tausendjährigen Reiches verschieben, müssen wir das auch mit den Lehrern etc. tun, die Gott in der Gemeinde eingesetzt hat, einschließlich der "Gaben der Heilungen". Zu sagen, dass Heilung nur für das Tausendjährige Reich ist, kommt der Behauptung gleich, dass wir heute bereits im Tausendjährigen Reich leben, denn Gott heilt Tausende heutzutage.

Gottes allumfassende Verheißung lautet, dass er während des "angenehmen Jahres des Herrn", was dem Zeitalter des Heiligen Geistes entspricht, seinen Geist auf alles Fleisch ausgießen wird. Er kommt als das Ausführungsorgan von Christus um alle Segnungen der Erlösung für uns auszuführen. Er bringt uns "die Anzahlung" oder die

"Erstlingsfrüchte" unserer geistlichen und körperlichen Erbschaft, bis der letzte Feind, welcher der Tod ist, zerstört ist und uns damit unser volles Erbe zufällt.

Glaube kommt durch Hören

Der Grund, warum so viele heutzutage krank sind und nicht zu ihrem körperlichen Besitz zurückgekehrt sind, ist dass sie die Posaune bezüglich Heilung nicht gehört haben. "Glaube kommt durch Hören" und sie haben nicht gehört, weil die Evangeliumsposaune vieler Gottesdiener kaputt gegangen ist als sie auf dem theologischen Seminar waren. Sie erinnern mich an einen Mann, den ich kannte und der in einer Blaskapelle die Posaune spielte. Zu Beginn einer Probeaufführung steckten ein paar Jungen einen kleinen Nagel in das Mundstück seines Horns. Als er hinein blies prallte sein Atem gegen den Kopf des Nagels und es war ihm unmöglich, viel Klang aus dem Instrument zu holen. Doch er merkte über die ganze Probeaufführung hinweg nicht, dass etwas nicht stimmte. Einige Prediger denken wie dieser Mann, dass sie ihre Evangeliumsposaune richtig blasen. Sie haben nicht gemerkt, dass nicht halb soviel dabei herauskommt wie es sollte. Sie verkünden nicht wie Paulus den "vollen Ratschluss Gottes".

Wie in 3. Mose die Vorschatten zeigen, dass Heilung ausnahmslos durch das Sühneopfer kam, stellt auch Matthäus 8:16-17 definitiv fest, dass Christus alle Krankheiten auf der Grundlage des Sühneopfers heilte. Das Sühneopfer war sein Grund dafür, keine Ausnahmen zu machen wenn er die Kranken heilte. "Er heilte alle, die krank waren, damit erfüllt würde, was durch Jesaja gesagt ist, den Propheten, welcher spricht: «Er hat unsere Gebrechen weggenommen und die Krankheiten getragen.»" Da es unsere Krankheiten sind, die er trug, umfasst Sein Sühneopfer uns alle und es

erforderte die Heilung aller, um diese Prophetie zu erfüllen. Jesus heilt immer noch alle, die mit lebendigem Glauben zu Ihm kommen "damit

erfüllt würde

".

Da alle in den dunkleren Zeiten der Vorschatten das Privileg hatten, geheilt zu werden, hat Gott ganz sicher in diesem "besseren" Zeitalter mit seinem "besseren" Bund und seinen "besseren" Verheißungen nicht Seine Gnade aus dem Alten Testament abgezogen. Andernfalls wären wir durch das Kommen und das Sühneopfer von Christus ziemlich beraubt worden.

In 4. Mose 16:46-50 stand Aaron als Priester in seinem Amt als Mittler, nachdem 14.700 Menschen an der Plage gestorben waren, zwischen den Toten und den Lebenden und brachte ein Sühneopfer für die Entfernung der Plage und die Heilung des Körpers dar. So hat Christus, unser Vermittler, uns durch Sein Sühneopfer von der "Plage" der Sünde und der Krankheit erlöst.

Der Vorschatten der ehernen Schlange

In 4. Mose 21:9 lesen wir wieder davon, dass die Israeliten alle geheilt wurden, indem sie auf die eherne Schlange schauten, die als ein Modell des Sühneopfers aufgerichtet worden war. Wenn Heilung nicht im Sühneopfer enthalten wäre, warum wurde dann von diesen sterbenden Israeliten erwartet, dass sie für ihre körperliche Heilung auf den Vorschatten des Sühneopfers schauen sollten? Da sowohl Heilung als auch Vergebung durch den Vorschatten des Sühneopfers kamen, warum dann nicht zu uns durch Christus, das wahre Sühneopfer? Wie ihr Fluch durch das Aufrichten der ehernen Schlange entfernt wurde, so sagt Paulus uns dass auch der unsere durch das Aufrichten von Christus entfernt wurde (Galater 3:13).

In Hiob 33:24-25 lesen wir wieder: "Ich habe ein Lösegeld gefunden." Hier sehen wir, dass Hiobs Fleisch durch ein Sühneopfer geheilt wurde. Warum nicht auch unseres?

David eröffnet den 103. Psalm indem er seine Seele auffordert, den Herrn zu loben und "nicht alle seine Wohltaten zu vergessen". Dann präzisiert er: "Der all deine Sünden vergibt und all deine Krankheiten heilt." Wie vergibt Gott Sünde? Natürlich durch das Sühneopfer von Christus. Er heilt Krankheiten auf dieselbe Art und Weise, weil das Sühneopfer von Jesus Christus das einzige Fundament für irgendeine Wohltat für den gefallenen Menschen ist. Wie kann Gott irgendeinen Teil des Menschen retten außer durch das Sühneopfer?

In 1. Korinther 10:11 sagt Paulus uns: "Das alles, was jenen widerfuhr, ist ein Vorbild und wurde zur Warnung geschrieben für uns, auf welche das Ende der Zeitalter gekommen ist." In Galater 3:7, 16 und 29 zeigt der Heilige Geist uns klar auf, dass diese Dinge sowohl für die Heiden als auch für die Israeliten sind. "So erkennet auch, dass die aus dem Glauben

Gerechten Abrahams Kinder sind

sind die Verheißungen dem Abraham und seinem Samen zugesprochen worden ihr (Heiden) aber Christus an, so seid ihr Abrahams Same und nach der Verheißung Erben."

Gehört

Nun aber

Der Geistliche Daniel Bryant sagt in seinem Buch Christ among Our Sick: "Die Gemeinde lernte damals, was die Gemeinde scheinbar wieder lernen muss; nämlich dass es für den mitfühlenden Christus keinen Unterschied zwischen einem kranken Heiden und einem kranken Israeliten gibt."

Die sieben Erlösungsnamen von Jehovah

Für mich liegt ein weiteres unwiderlegbares Argument dafür, dass Heilung im Sühneopfer inbegriffen ist, in den sieben Erlösungsnamen Jehovahs. Auf den Seiten 6 und 7 der Scofield Bibel sagt Herr Scofield in seiner Fußnote über die Erlösungsnamen, dass der Name Jehovah deutlich der Erlösungsname der Gottheit ist und "der Selbst-Existierende, der sich selbst offenbart" bedeutet. Diese sieben Erlösungsnamen, sagt er, weisen auf "eine fortwährende und zunehmende Selbst- Offenbarung hin". Dann sagt er: "In Seiner erlösenden Beziehung zum Menschen hat Jehovah sieben zusammengesetzte Namen, die Ihn als den offenbaren, der jedem Bedürfnis des Menschen von seinem verlorenen Zustand bis zum Ende begegnen."

Da es Seine erlösende Beziehung zu uns ist, die diese Namen offenbaren, müssen sie alle auf Golgatha hinweisen, wo wir erlöst wurden. Die Segnung, die jeder Name offenbart, muss durch das Sühneopfer bereitgestellt sein. Das lehrt die Bibel ganz deutlich.

Im Folgenden sehen wir die sieben Erlösungsnamen:

JEHOVAH SCHAMMA wird übersetzt mit "Der Herr ist da" oder "Der Herr ist gegenwärtig" und offenbart uns das erlösende Privileg, Seine Gegenwart zu genießen. Er sagt: "Siehe, ich bin bei euch alle Zeit." Dass diese Segnung durch das Sühneopfer bereitgestellt wurde, beweist die Tatsache, dass wir "durch das Blut Christi nah gemacht worden sind."

JEHOVAH SHALOM wird übersetzt mit "Der Herr unser Friede" und offenbart uns das erlösende Privileg, seinen Frieden zu haben. Folglich sagt Jesus: "Meinen Frieden gebe ich euch." Dieser Segen ist im Sühneopfer enthalten, weil "die Strafe für unseren Frieden auf ihm lag" als er durch Sein Blut am Kreuz Frieden schuf.

JEHOVAH ROI wird übersetzt "Der Herr ist mein Hirte". Er wurde unser Hirte indem er "das Leben für die Schafe gab", darum ist dieses Privileg ein erlösendes Privileg, erkauft durch das Sühneopfer.

JEHOVAH JIREH bedeutet "Der Herr wird versorgen" (für ein Opfer sorgen) und Christus war das bereitgestellte Opfer für unsere vollkommene Erlösung.

JEHOVAH NISSI bedeutet "Der Herr ist unser Banner" oder "unser Sieger" oder "unser Führer". Als Christus durch das Kreuz über Mächte und Gewalten triumphierte, machte Er für uns durch das Sühneopfer das erlösende Privileg möglich, zu sagen "Dank sei Gott, der uns den Sieg schenkt durch unseren Herrn Jesus Christus."

JEHOVAH TSIDKENU wird übersetzt "Der Herr unsere Gerechtigkeit". Er wird unsere Gerechtigkeit indem Er unsere Sünden am Kreuz trägt. Daher ist unser erlösendes Privileg, das "Geschenk der Gerechtigkeit" zu empfangen, ein Segen durch das Sühneopfer.

JEHOVAH RAPHA wird übersetzt "Ich bin der Herr, dein Arzt" oder "Ich bin der Herr, der dich heilt". Dieser Name ist gegeben, um uns unser erlösendes Privileg zu offenbaren, geheilt zu werden. Dieses Privileg wurde durch das Sühneopfer erkauft. Das Erlösungskapitel im Buch Jesaja erklärt: "Doch wahrlich, unsere Krankheit trug er, und unsere Schmerzen lud er auf sich." Um der Erörterung willen habe ich diesen Namen bis zuletzt aufgespart. Tatsache ist aber, dass der allererste Bund, den Gott nach der Durchquerung des Roten Meeres gab und der so unverwechselbar typisch für unsere Erlösung war, ein Bund der Heilung war. Es war zu dieser Zeit, dass Gott sich als unser Arzt offenbarte, durch den ersten Erlösungs- und

Bundesnamen, Jehovah Rapha: "Ich bin der Herr, der dich heilt." Das ist nicht nur eine Verheißung, sondern es ist ein Statut und eine Verfügung. Und so haben wir entsprechend dieser alten Verfügung in der Anweisung aus Jakobus 5:14 eine positive Heilungsverfügung im Namen von Christus. Das ist so heilig und bindend für jede heutige Gemeinde wie die Verfügung des Abendmahls und der christlichen Taufe. Jehovah Rapha ist einer Seiner Erlösungsnamen und versiegelt den Bund der Heilung. Christus könnte während Seiner Erhöhung sein Amt als Heiler genauso wenig aufgeben wie die Ämter Seiner anderen sechs Erlösungsnamen. Sind irgendwelche der Segnungen, die Seine Erlösungsnamen offenbaren, von diesem "besseren" Zeitalter abgezogen worden?

Nachdem wir uns einige der Vorschatten angesehen haben, die Heilung lehren, wollen wir jetzt den Prototyp, das Sühneopfer selbst, betrachten. Es wird in dem großen Erlösungskapitel, dem 53. Kapitel des Buches Jesaja, beschrieben. Dies ist das größte Kapitel des größten der Propheten, in dem die Lehre des Sühneopfers vollständig festgehalten ist. Da die Vorschatten des Alten Testaments Heilung lehrten, ist es sicherlich unvertretbar und unlogisch, den Prototyp auf eine niedrigere Ebene zu stellen.

Er hat unsere Schmerzen getragen

Bevor ich aus diesem Kapitel zitiere möchte ich betonen, dass die hebräischen Worte choli und makob im Englischen inkorrekt übersetzt worden sind. Alle, die sich die Zeit genommen haben, den Urtext zu untersuchen, haben herausgefunden, was überall anerkannt wird. Diese beiden Worte bedeuten jeweils "Krankheiten" und "Schmerzen" wo auch immer sie sonst im Alten Testament erscheinen. Dieses

Wort choli wird in 5. Mose 7:15 und 28:61, 1. Könige 17:17, 2. Könige 1:2 und 8:8, 2. Chronik 16:12 und 21:15 sowie in anderen Texten als "Gebrechen" und "Krankheit" interpretiert. Das Wort makob wird in Hiob 14:22 und 33:19 sowie an weiteren Stellen im Sinne von "Schmerzen" verwendet. Somit sagt der Prophet in diesem vierten Vers: "Doch wahrlich, unsere Krankheit

trug er, und unsere Schmerzen lud er auf sich." Der Leser wird bezüglich weiterer Zeugnisse über diesen Punkt auf jeden beliebigen Standardkommentar verwiesen, doch es gibt keinen besseren Kommentar als Matthäus 8:16-

17.

Jesaja 53:4 kann sich nicht auf Krankheit der Seele beziehen und keines der Worte, die hier als "Krankheit" und "Schmerzen" übersetzt werden, hat irgendeinen Bezug auf geistliche Dinge, sondern nur allein auf körperliche Krankheit. Das wird belegt durch Matthäus 8:16- 17, wo es heißt "und er trieb die Geister aus durchs Wort und heilte alle Kranken; auf dass erfüllt würde, was durch Jesaja gesagt ist, den Propheten, welcher spricht: «Er hat unsere Gebrechen weggenommen und die Krankheiten getragen.» Das ist ein inspirierter Kommentar über diesen vierten Vers aus Jesaja Kapitel 53. Er erklärt klipp und klar, dass der Prophet sich auf körperliche Leiden bezieht. Darum muss das Wort choli (Krankheit) in Jesaja wortwörtlich genommen werden. Derselbe Heilige Geist, der diesen Vers inspiriert hat, zitiert ihn in Matthäus als Erklärung der universellen Anwendung Christi Macht, den Körper zu heilen. Irgendeine andere Sichtweise einzunehmen bedeutet, den Heiligen Geist zu beschuldigen, beim Zitieren seiner eigenen Vorhersage einen Fehler gemacht zu haben.

Ich werde hier den erfahrenen Übersetzer Dr. Young in seiner Version der Bibel zitieren:

Er ist verachtet und von Menschen verlassen,

ein Mann der Schmerzen (hebr.: makob) und mit Krankheit (choli) vertraut, und wie jemand, von dem man das Gesicht abwendet, ist er verachtet und wir achteten ihn nicht. Wahrlich, unsere Krankheiten (choli) hat er getragen und unsere Schmerzen (makob), er hat sie auf sich genommen. Und wir wir betrachteten ihn als geplagt, von Gott geschlagen und heimgesucht. Und er ist für unsere Übertretungen durchbohrt worden, verletzt für unsere Bosheiten. Die Strafe für unseren Frieden liegt auf ihm und durch seine Striemen ist uns Heilung zuteil geworden. Wir alle sind wie Schafe umhergeirrt und jeder wandte sich auf seinen eigenen Weg. Und Jehovah hat unser aller Strafe auf ihn gelegt. Und Jehovah gefiel es, ihn zu verletzen. Er hat ihn krank (choli) gemacht. Wenn seine Seele ein Schuldopfer macht, sät er Saat er verlängert die Tage. Mit Übertretern war er überladen, und die Sünde vieler hat er getragen und für die Übertreter hat er Fürbitte geleistet.

Dr. Isaac Leeser, der fähige Übersetzer der hebräischen englischen Bibel, gibt diese Verse folgendermaßen wieder:

Er war verachtet und von den Menschen gescheut, ein Mann der Schmerzen und mit Krankheit vertraut. Doch nur unsere Krankheiten hat er selbst getragen, und unsere Schmerzen auf sich genommen. Und durch seine Striemen ist uns Heilung garantiert worden. Doch dem Herrn hat es gefallen, ihn durch Krankheit zu zerschmettern.

Rotherhams Übersetzung von Vers 10 lautet: "Er hat Krankheit auf ihn gelegt." Im vierten Vers bedeutet das Wort getragen (nasa) "aufheben,

wegtragen, abtransportieren oder über eine Distanz entfernen." Es ist ein levitisches Wort und wird auf den Sündenbock angewandt, der

die Sünden des Volkes wegtrug. "

der Bock alle ihre Missetaten auf sich in eine Wildnis trage (nasa); und er soll ihn in der Wüste

dass also

loslassen. (3. Mose 16:22). Jesus trug also meine Sünden und Krankheiten weg, hinaus aus dem Lager ans Kreuz. Sünde und Krankheit sind von mir auf Golgatha übergegangen Erlösung und Gesundheit sind von Golgatha auf mich übergegangen.

In diesem vierten Vers des Erlösungskapitels

sind die hebräischen Verben für "getragen" und "auf sich nehmen" (nasa und sabal) dieselben beiden Worte, die in den Versen 11 und 12 für das stellvertretende Tragen von Sünde gebraucht werden: "Er wird tragen (auf sich

nehmen) ihre Bosheit

vieler getragen." Beide Worte bezeichnen eine schwere Last und kennzeichnen tatsächliche Stellvertretung und eine vollkommene Entfernung des Getragenen. Als Jesus unsere Sünden, unsere Krankheiten und unsere Schmerzen trug, hat er sie weggetragen und entfernt. Beide Worte bedeuten "Stellvertretung", das jemand die Last eines anderen trägt.

Und er hat die Sünde

An diesem Punkt sei es mir gestattet, aus Jesus, unser Heiler zu zitieren, einem großartigen Traktat, das von Rev. W.C. Stevens geschrieben wurde:

Diese Prophetie präsentiert Heilung als einen integralen Bestandteil des stellvertretenden

Sühneopfers

Bedeutung dieser beiden hebräischen Verben (nasa und sabal) ist, dieselbe Bedeutung muss in beiden Fällen angewandt werden, nämlich auf das Tragen von Sünde und auf das Tragen von Krankheit. Die Bedeutung in einem Fall zu verdrehen würde die Freiheit bedeuten, ihn auch in dem anderen Fall zu verdrehen. Und dass die Bedeutung dieser Verben in Bezug auf Sünde nicht nur hier in dieser Prophetie, sondern auch überall sonst im Alten Testament, streng stellvertretend und sühnend ist, bestreitet kein evangelikaler Schüler. Diese Prophetie gibt daher der Verbindung Christi mit Krankheit

Nun, was auch immer die

denselben stellvertretenden und sühnenden Charakter, der überall seiner Übernahme unserer Sünden gegeben wird.

Eine inspirierte Übersetzung

Wir sind somit vom Geist auf die erlösende Bedeutung von Christi Tragen von Krankheiten festgelegt. Frei, jedoch treu, übersetzt Matthäus 8:17 die Passage aus Jesaja 53:4 "Doch wahrlich, unsere Krankheit trug er, und unsere Schmerzen lud er auf sich." Die Hilfe, die Jesus für alle Arten von körperlichen Krankheiten leistete, wird in Matthäus als eine Erfüllung dessen bezeichnet, was in Jesaja vom Diener Jehovahs prophezeit wird. Die hebräischen Verben des Textes sprechen hinsichtlich Sünde von einer schweren Last und vom Wegtragen der Sündenschuld einer Person, d.h. die Sünde eines anderen zu tragen, um dafür zu sühnen. Doch hier, wo es nicht um unsere Sünden, sondern um unsere Krankheiten und unsere Schmerzen geht, bleibt die vermittelnde Bedeutung dieselbe. Hier ist nicht gemeint, dass der Diener Jehovahs in erster Linie in die Gemeinschaft unserer Leiden eintrat, sondern dass er die Leiden auf Sich selbst lud, die wir zu tragen hatten und zu tragen verdient hatten; und darum hat er sie nicht nur weggetragen, sondern auch in Seiner eigenen Person erlitten um uns von ihnen zu entbinden. Nun, wenn jemand Leiden auf sich nimmt, die ein anderer zu tragen hatte, und das nicht nur in Gemeinschaft mit ihm tut, sondern an seiner statt, dann nennen wir das Stellvertretung. Hier zeigen die besten Ergebnisse der Exegese, dass das Tragen und Entfernen von menschlicher Krankheit ein integraler Bestandteil des Erlösungswerkes ist, eine Bereitstellung durch das Sühneopfer, ein Teil der Lehre von dem gekreuzigten Christus, dass Jesus genauso der Erlöser des Körpers ist wie des Geistes und dass er kommt um seine Segnungen fließen zu lassen soweit der Fluch

reicht.

Körperliche Heilung durch direkte göttliche Vertretung wird zu einem Segen für jeden Gläubigen in jeder Periode der Evangeliumsgeschichte. Das regelt die Frage, ob ein Prediger die Pflicht hat, es zu predigen.

Ein Einwand beantwortet

Ein kanadischer Schreiber wendet ein, dass Matthäus 8:17 sich nicht auf das Sühneopfer beziehen kann, weil Christus zu diesem Zeitpunkt noch nicht gekreuzigt worden war und das somit besage würde, dass "Christus ein sühnendes Leben geführt hat". Das ist für mich überhaupt kein Argument, weil Christus "seit Grundlegung der Welt das Lamm Gottes war, das geschlachtet wurde". Er hat nicht nur vor Golgatha schon Krankheiten geheilt, sondern auch Sünden vergeben und doch wurden beide dieser Gnadengaben auf der Grundlage des zukünftigen Sühneopfers gewährt.

Ein bekannter New Yorker Kleriker wirft praktisch denselben Einwand ein. Er argumentiert, dass die Tatsache, dass Christus in Matthäus Jesajas Prophetie erfüllt, indem er die Kranken heilt, beweist, dass "Jesus unsere Krankheiten nicht am Kreuz getragen hat, sondern als er lebte in der Stadt Kapernaum". Um das zu beantworten muss ich lediglich fragen: "Hat Jesus unsere Sünden in Kapernaum oder am Kreuz getragen?" Sowohl seine Vergebung von Sünden als auch seine Heilung der Kranken geschahen im Hinblick auf sein kommendes Sühneopfer, denn "ohne das Vergießen von Blut gibt es keinen Straferlass."

Die Prophetie sagt, dass er "unsere Krankheiten getragen hat". Das schließt neben denen aus Kapernaum alle anderen ein. In den Versen 4 und 5 dieses Erlösungskapitels sehen wir ihn

sterben für

UNSERE Krankheiten UNSERE Schmerzen UNSERE Übertretungen UNSERE Sünden UNSEREN Frieden UNSERE Heilung, denn "durch seine Striemen sind wir geheilt worden."

Wir würden diese Bibelstellen falsch wiedergeben müssen um uns selbst von irgendeiner dieser Segnungen auszuschließen.

Das einzige "Wahrlich" im Erlösungskapitel geht seiner Vorsorge für Heilung voraus. Es könnte keine stärkere Aussage zu unserer vollständigen Erlösung von Schmerzen und Krankheit durch seinen sühnenden Tod geben. Wenn Christus, wie einige meinen, nicht willens wäre, während Seiner Erhöhung genauso universell zu heilen wie er es während Seiner Erniedrigung tat, hätte er Sein Versprechen in Johannes 14:12-13 brechen müssen. Er wäre nicht "Jesus Christus, derselbe gestern, heute und in alle Ewigkeit".

Die Tatsache der Heilung im Sühneopfer macht die Fortführung Seines Heilungsdienstes während Seiner Erhöhung unabdingbar. Sein Erlösungswerk umfasst alle, die auf der Erde leben während Er selbst beim Vater ist. Folglich gibt er uns das obige Versprechen, dieselben und größere Werke zu tun, in Beantwortung unserer Gebete von der Rechten Gottes aus. Solange die Gemeinde unter der Herrschaft des Geistes blieb, geschahen dieselben Werke weiter. Die Geschichte offenbart, wie Dr. A.J. Gordon es ausdrückt, "dass wann auch immer wir auf eine Erweckung schlichten Glaubens und apostolischer Einfachheit stoßen, auch die evangelikalen Wunder geschehen, die das apostolische Zeitalter so sicher charakterisieren."

Der Apostel Paulus sagt uns: "Er wurde für uns

zur Sünde gemacht, der von keiner (eigenen) Sünde wusste." In gleicher Weise "hat er ihn krank gemacht" (für uns), der keine (eigene) Krankheit kannte. Petrus schreibt: "Der an seinem eigenen Körper unsere Sünden an das Holz hinauf getragen hat". Jesaja erklärt:

"Wahrlich, unsere Krankheiten hat er getragen und unsere Schmerzen, er hat sie auf sich genommen." Leeser übersetzt: "nur unsere Krankheiten hat er getragen", da er keine eigenen hatte.

In Vers 6 der Übersetzung von Dr. Young, die oben bereits zitiert wurde, lesen wir: "Und

Jehovah hat auf Ihn unser aller Strafe gelegt." Ein Schreiber forscht in Bezug auf diesen Punkt:

"Was sind die Strafen der Sünde?" Dann sagt er im Wesentlichen, dass jedermann zugibt, dass Sünde durch Seelenverdammnis, ein schlechtes Gewissen, mentale Unruhe und regelmäßig auch

durch Krankheit bestraft wird

dass diese durch das stellvertretende Sühneopfer erlassen werden. Durch welche biblische Regel oder welchen vernünftigen Grund sollte die letztgenannte Strafe von dem Rest abgetrennt werden? Beachte die Worte des Propheten: Jehovah hat unser aller Strafe auf Ihn gelegt." Da Krankheit ein Teil dieser Strafe ist, wird durch das unveränderliche Wort Gottes demonstriert, dass Krankheit im Sühneopfer eingeschlossen ist. Dann fragt er: "Ist es wahr, dass Gott Befreiung von jeder Strafe und Konsequenz der Sünde mit Ausnahme von einer gewährt und dass diese eine (Krankheit) unvermeidlich bis zum bitteren Ende bleiben muss? Hinweg mit solch einem Gedanken! Jesaja bestätigt, dass die gesamte Strafe, die uns allen gegolten hätte, auf Ihn gelegt wurde Er hat bezeugt "Es ist vollbracht." Es gab nichts Unvollständiges an dem Werk unseres mächtigen Jesus. Ich möchte dem hinzufügen:

wenn es anders wäre, hätte der Prophet sagen sollen: "Jehovah hat einen Teil unserer Strafe auf ihn gelegt."

und glauben,

Das Kreuz ist ein vollkommenes Heilmittel für den ganzen Menschen

Jesus ging mit Geist, Seele und Leib ans Kreuz um den Menschen mit Geist, Seele und Leib zu erlösen. Darum ist das Kreuz der Mittelpunkt des Erlösungsplans für den Menschen an Geist, Seele und Leib.

Jede Form von Krankheit, die dem Menschen bekannt ist, war inbegriffen und viele von ihnen werden sogar explizit im "Fluch des Gesetzes" (5. Mose 28:15-62) und anderen Bibelstellen erwähnt. In Galater 3:13 haben wir die positive Aussage, dass "Christus uns vom Fluch des Gesetzes erlöst hat, indem Er selbst zum Fluch für uns wurde; denn es steht geschrieben:

verflucht ist jeder, der am Holz hängt." Welche deutlichere Erklärung könnten wir haben, als dass Christus, der unter dem Gesetz geboren wurde um uns zu erlösen, dessen Fluch trug und uns daher von jeder Krankheit und allen Gebrechen erlöste. Hier wird festgestellt, dass es am Kreuz war, wo Jesus uns vom Fluch des Gesetzes erlöste. Mit anderen Worten: Er erlöste uns von folgenden Krankheiten, die in 5. Mose besonders genannt sind: Auszehrung (Tuberkulose), Fieber, Entzündung, die Geschwüre Ägyptens, Beulen, Ausschlag, Krätze, Wahnsinn, Blindheit, Geistesverwirrung und allen anderen Krankheiten und Plagen, die nicht in diesem Buch des Gesetzes aufgeschrieben sind. Darin eingeschlossen sind somit auch Krebs, Grippe, Mumps, Masern und jede andere moderne Krankheit. Wenn Christus uns vom Fluch des Gesetzes erlöst hat und Krankheit in diesem Fluch enthalten ist, hat er uns ganz sicher von Krankheit erlöst.

Erlösung ist gleichbedeutend mit Golgatha

Erlösung ist gleichbedeutend mit Golgatha. Darum sind wir vom gesamten Fluch erlöst, an Geist, Seele und Leib einzig durch das Sühneopfer von Christus. Da Krankheit ein Teil des Fluches ist, wie hätte Gott auf gerechte Weise diesen Teil des Fluches entfernen können indem er die Kranken heilte, ohne uns zuerst davon zu erlösen? Noch einmal: Da "Christus uns vom Fluch des Gesetzes erlöst hat", wie konnte Gott uns rechtfertigen und gleichzeitig verlangen, dass wir unter dem Fluch des Gesetzes bleiben? Der Apostel Paulus sagt: "Ihr seid nicht mehr unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade" (Römer 6:14). Kurz gesagt: Warum sollte irgendjemand unter dem Fluch des Gesetzes bleiben, der nicht unter dem Gesetz ist? Das wäre dasselbe als würde man einen Mann lebenslänglich ins Gefängnis stecken nachdem er für unschuldig befunden wurde und das Gericht die Anklage wegen Mordes gegen ihn fallen gelassen hat.

Paulus argumentiert in Römer Kapitel 3, dass "Gott Christus als Versöhnung eingesetzt hat dass er gerecht und der Rechtfertiger derer sein möge, die an Jesus glauben." Mit anderen Worten: Wäre das Sühneopfer nicht, wäre Gott ungerecht, wenn er den Sünder rechtfertigen würde. Gleichermaßen wäre Gott ungerecht, wen er den Kranken heilen würde ohne ihn zuerst von der Krankheit zu erlösen. Die Tatsache, dass Gott jemals irgendeinen Menschen geheilt hat, ist für mich der beste Beweis dafür, dass Heilung im Sühneopfer inbegriffen war. Wenn nicht durch die Erlösung Heilung für alle verfügbar wäre, wie konnten dann so große Menschenmengen von Christus die Heilung bekommen, die Gott nicht verfügbar gemacht hatte? "Er heilte sie alle."

Eine wichtige Frage

Wenn der Körper nicht in die Erlösung

eingeschlossen wäre, wie kann es dann eine Auferstehung geben? Wie kann "Verweslichkeit Unverweslichkeit anziehen" oder "Sterblichkeit Unsterblichkeit anziehen"? Wenn wir nicht von Krankheit erlöst worden sind, wären wir dann nicht auch im Himmel der Krankheit ausgeliefert, wenn es möglich wäre, ungeachtet einer Erlösung aufzuerstehen? Jemand hat sehr gut angemerkt: "Da die zukünftige Bestimmung des Menschen sowohl geistlicher als auch körperlicher Art ist, muss auch seine Erlösung sowohl geistlicher als auch körperlicher Natur sein."

Warum sollte der "letzte Adam" nicht alles wegnehmen, was der "erste Adam" auf uns gebracht hat?

Nun wollen wir uns ein paar Parallelen im Evangelium ansehen.

A.: DER INNERE MENSCH / B.: DER ÄUSSERE MENSCH

A: Adam brachte durch seinen Fall Sünde in unsere Seelen. B: Adam brachte durch seinen Fall Krankheit in unsere Körper.

A: Sünde ist daher das Werk des Teufels. B: Krankheit ist daher das Werk des Teufels. Jesus ging umher "und tat wohl und heilte alle, die vom Teufel überwältigt waren."

A: Jesus wurde geoffenbart um die Werke des Teufels in der Seele zu zerstören. B: Jesus wurde geoffenbart um die Werke des Teufels im Körper zu zerstören.

A: Der Erlösungsname Jehovah Tsidkenu offenbart Gottes Erlösungsvorsorge für unsere Seelen. B: Der Erlösungsname Jehovah Rapha offenbart seine Erlösungsvorsorge für unsere Körper.

A: Auf Golgatha hat Jesus unsere Sünden getragen. B: Auf Golgatha hat Jesus unsere Krankheiten getrag

A: Er "wurde für uns zur Sünde" (2. Kor. 5:21) als er "unsere Sünden trug" (1. Petrus 2:24). B: Er wurde für uns zum Fluch (Galater 3:13) als er "unsere Krankheiten trug" (Matthäus 8:17).

A: "Der selbst unsere Sünden an seinem Leib auf das Holz hinauf trug." B: "Durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid."

A: "Der all deine Sünden vergibt." B: "Der all deine Krankheiten heilt."

A: "Denn ihr seid um einen Preis erkauft; verherrlicht daher Gott in eurem Geist." (1. Korinther 6:20) B: "Denn ihr seid um einen Preis erkauft; verherrlicht daher Gott in eurem Leib." (1. Korinther 6:20)

A: Der Geist ist mit einem Preis erkauft. B: Der Körper ist mit einem Preis erkauf

A: Ist in Sünde zu verharren der Weg, um Gott in deinem Geist zu verherrlichen? B: Ist in Krankheit zu verharren der Weg um Gott in deinem Körper zu verherrlichen?

A: Da er "unsere Sünden trug", wie sehr muss es da Gottes Wille sein, uns zu erlösen, wenn wir zu ihm kommen? "Wer da glaubt". B: Da er "unsere Krankheiten trug", wie sehr muss es da Gottes Wille sein, uns zu heilen, wenn wir zu ihm kommen? "Er heilte sie alle."

A: "Wie Gott ihn zur Sünde für uns machte, der von keiner Sünde wusste." Rev. A.J. Gordon

B: "So machte Gott ihn krank für uns der keine Krankheit kannte." Rev. A.J. Gordon

A: "Da unser Stellvertreter unsere Sünden trug, hat er es nicht deshalb getan, damit wir sie nicht tragen müssen?" Rev. A.J. Gordon B: "Da unser Stellvertreter unsere Krankheiten trug, hat er es nicht deshalb getan, damit wir sie nicht tragen müssen?" Rev. A.J. Gordon

A: "Christus trug unsere Sünden, damit wir von ihnen befreit wurden. Das war nicht MITLEID, sondern STELLVERTRETUNG." Rev. A.J. Gordon B: "Christus trug unsere Krankheiten, damit wir davon befreit wurden. Das war nicht MITLEID, sondern STELLVERTRETUNG. Rev. A.J. Gordon

A: Wenn die Tatsache, dass Jesus unsere Sünden an seinem eigenen Leib ans Kreuz getragen hat, ein gültiger Grund ist, dass wir jetzt für die Vergebung unserer Sünden vertrauen sollen, B: warum ist dann nicht die Tatsache, dass er "unsere Krankheiten trug", ein gültiger Grund, dass wir ihm jetzt für die Heilung unsres Leibes vertrauen sollen?

A: Glauben für Erlösung kommt durch das Hören des Evangeliums Er trug unsere Sünden. B: Glauben für Heilung kommt durch das Hören des Evangeliums. Er trug unsere Krankheiten.

A: Darum "Predigt das Evangelium (dass er unsere Sünden trug) der ganzen Schöpfung", B: und das Evangelium (dass er unsre Krankheiten trug) der ganzen Schöpfung."

A: Die Verheißung Christi für die Seele ist im Großen Missionsauftrag enthalten (Mk. 16:16). B: Die Verheißung Christi für den Körper ist im Großen Missionsauftrag enthalten (Mk. 16:18).

A: In Verbindung mit der Einsetzung der Taufe lehrt die Bibel, dass wer glaubt und getauft wird, errettet wird (Mk 16:16). B: In Verbindung mit der Einsetzung des Salbens mit Öl lehrt die Bibel, dass wer glaubt und mit Öl gesalbt wird, geheilt wird. (Jak. 5:14)

A: Wir sind aufgefordert, in Christi Namen zutaufen. B: Wir sind aufgefordert, im Namen des Herrn mit Öl zu salben.

A: Beim Abendmahl wird der Wein in Erinnerung an seinen Tod für unsere Seelen getrunken. (1.Kor. 11:25) B: Beim Abendmahl wird das Brot in Erinnerung an seinen Tod für unsre Körper gegessen. (1.Kor. 11:23-24)

A: Der Sünder soll Buße tun bevor er "zur Gerechtigkeit glaubt. B: Jakobus 5:1 sagt: "Bekennt eure Sünden, damit ihr geheilt werdet."

A: Die Wassertaufe steht für totale Unterwerfung und Gehorsam. B: Die Salbung mit Öl ist das Symbol und Zeichen der Weihe.

A: Der Sünder muss Gottes Verheißung als wahrannehmen bevor er die Freude der Erlösung empfinden kann. B: Der Kranke muss Gottes Verheißung als wahr annehmen bevor er sich wohl fühlen kann.

A: So viele ihn annahmen wurden von Gott geboren. (Johannes 1:12-13) B: So viele ihn anrührten wurden geheilt. (Markus 6:56)

Geheilt durch Glauben

Ich will nun einen von vielen Hundert Fällen von

Krankheit und Gebrechen schildern, die geheilt wurden während die Kranken der Predigt über das Thema der im Sühneopfer enthaltenen Heilung zuhörten. Ihre Heilung kam durch ihren eigenen Glauben bevor sie überhaupt eine Gelegenheit hatten, gesalbt zu werden.

Als sie erst ein Kind von 8 Jahren war erkrankte Frau Clara Rupert aus Lima/Ohio an einem dermaßen schlimmen Keuchhusten, dass die Muskelfasern in einem ihrer Augen zerrissen. Während der folgenden Jahre blieb dieses Auge vollkommen blind und gefühllos, so dass sie mit ihrem Finger über den bloßen Augapfel reiben konnte, ohne einen Schmerz zu spüren. Sie sagte, wenn ihr an windigen Tagen kleine Partikel ins Auge fliegen würden, spüre sie keinen Schmerz.

Während unser Erweckungsversammlungen in Lima/Ohio hörte sie eine Predigt über das Sühneopfer. Sie sagte sich in ihrem Herzen:

"Wenn das wahr ist und das ist es, weil die Bibel es sagt -, dann bin ich mir genauso sicher, dass mein blindes Auge wieder sehend wird wenn ich heute zum Altar gehe wie ich mir sicher war, dass ich erlöst wurde als ich vor Jahren aus diesem Grund zum Altar ging." Mit dieser logischen Überlegung kam sie zum Altar und während wir mit anderen beteten, bat sie Gott, sie zu heilen. Bevor wir überhaupt die Gelegenheit hatten, sie mit Öl zu salben, stand sie schon weinend auf den Beinen. Sie ging zurück zu ihrem Platz und schlang die Arme um ihren Vater. Die übrige Versammlung fragte sich, wieso sie den Altar verlassen hatte ohne mit Öl gesalbt worden zu sein. Ihr Vater sagte: "Was ist los, Kind?" Sie erwiderte: "Mein Auge." Er sagte:

"Was denn? Tut es weh?" Sie sagte: "Nein, ich kann perfekt sehen!"

Wenige Monate später trafen wir diese Frau und ihren Ehemann während einer Erweckungsversammlung in St. Paul/Minnesota

wieder. Sie besuchten die Bibelschule und arbeiteten an ihrem Abschluss. Ihr Ehemann wollte das Evangelium von Christus predigen, der seine Frau so wunderbar geheilt hatte.

Fast täglich hören wir in unseren Versammlungen Zeugnisse von Menschen, die geheilt wurden während sie da saßen und das Evangelium hörten.

Was bedeutende Männer zu sagen haben

Diese Sichtweisen über die im Sühneopfer enthaltene Heilung sind nicht neu und nur charakteristisch für mich. Viele der gottesfürchtigsten und fähigsten Lehrer der Gemeinde haben sie gesehen und gelehrt. Zusätzlich zu den bereits zitierten Lehrern will ich ein paar Worte von Dr. Torray und anderen anfügen.

Dr. R.A. Torray erklärt in seinem Buch über "Göttliche Heilung":

Der Sühnetod von Jesus Christus sicherte für

uns nicht nur körperliche Heilung, sondern die Auferstehung und Vervollkommnung und

Verherrlichung unseres Körpers

Das

Evangelium von Christus umfasst die Erlösung

für den Körper genauso wie für die Seele

wie man die Erstlingsfrüchte seiner geistlichen Erlösung bereits im jetzigen Leben bekommt, so bekommt man auch die Erstlingsfrüchte unserer körperlichen Erlösung bereits in diesem Leben Individuelle Gläubige, ob sie nun Älteste sind oder nicht, haben das Privileg und die Pflicht, im Fall von Krankheit "füreinander zu beten", und zwar mit der Erwartung, dass Gott hören und heilen wird.

So

Dr. R.E. Stanton, ein ehemaliger Moderator der Generalversammlung der Presbyterianischen Kirche erklärt in seinem Werk Gospel

Parallelisms:

Es ist mein Ziel, aufzuzeigen, dass das Sühneopfer von Christus gleichermaßen das Fundament für Befreiung von Sünde legt wie für die Befreiung von Krankheit. Diese vollkommene Versorgung ist für beides gemacht worden. So haben wir in der Ausübung unseres Glaubens unter den beschriebenen Bedingungen genauso viel Grund zu glauben, dass der Körper von Krankheit befreit wird wie dass die Seele von Sünde befreit wird. Kurz gesagt: beide Zweige der Befreiung stehen auf demselben Boden und es ist notwendig, beide in jede wahre Vorstellung dessen einzubeziehen, was das Evangelium der Menschheit anbietet. Das Sühneopfer von Christus umfasst sowohl die körperlichen als auch die geistigen Bedürfnisse der Menschheit Die Heilung des Körpers ist daher kein "Nebenthema", wie es einige darstellen. Es ist genauso wenig ein Nebenthema wie die Heilung der Seele ein Nebenthema ist. Sie sind beide nur jeweils ein Teil desselben Evangeliums und basieren beide gleichermaßen auf demselben, großen Sühneopfer.

Folgendes ist der Bericht der Kommission über Geistliche Heilung, erstellt von der Episkopalkirche. Er wurde von Bischof Reese gesponsert, der über viele Jahre den Heilungsdienst praktiziert hat und Vorsitzender der Kommission war. Die Kommission stellt fest:

Die Heilung des Körpers ist ein wesentliches Element des Evangeliums und muss gepredigt

und praktiziert werden

Gesundheit, damit die Gemeinde, der "Leib Christi" denselben Auftrag und dieselbe Kraft hat wie "das Haupt". Wir Kirchenmänner mit dieser wahren Vorstellung von Gott als Schöpferische Liebe müssen nun einer sündigen und leidenden Welt dieses volle Evangelium der Erlösung von Sünde und ihrer unvermeidlichen Konsequenzen verkünden.

Gott will unsere

Zu diesen Schlussfolgerungen kam diese Kommission von Gelehrten nach drei Jahren des Studiums und der Forschung.

Bischof Charles H. Brent von der Episkopalkirche war das Oberhaupt aller Kapläne in Frankreich und leitete das religiöse Leben unserer Armeen in Übersee. Er bestätigt:

"Wer die Heilungskraft von Christus lediglich auf die Zeiten des Neuen Testaments beschränkt, predigt nicht das volle Evangelium. Gott war und ist der Erlöser des Körpers genauso wie der Seele."

James Moore Hickson fleht: "Eine lebendige Gemeinde ist eine, in der der lebendige Christus lebt und wandelt und durch ihre Glieder dasselbe tut, was er in den Tagen seines Fleisches tat. Sie muss somit sowohl eine heilende als auch eine Seelen errettende Gemeinde sein Geistliche Heilung ist sakramental. Sie ist die Ausweitung durch die Glieder seines mystischen Leibes seines eigenen, verkörperten Lebens."

Die späten, kompetenten Schreiber Dr. A.B. Simpson, Andrew Murray, A.T. Pierson, Dr. A.J. Gordon und viele derzeitige Schreiber, die wir zitieren könnten, haben die im Sühneopfer enthaltene Heilung gelehrt. Ein unbekannter Autor hat gesagt: "An das Kreuz von Golgatha hat Jesus die Proklamation genagelt: «Erlöse ihn, dass er nicht zur Grube (ins Grab) hinabfahre; ich habe ein Lösegeld gefunden!» (Hiob 33:24)

Jesaja beginnt das Erlösungskapitel mit der Frage: "Wer hat dem geglaubt, was uns verkündigt ward, und der Arm des Herrn, wem ward er geoffenbart?" (Jesaja 53:1) Und es folgt die Verkündigung, dass er unsere Sünden und Krankheiten getragen hat. Die Antwort auf die Frage ist, dass nur diejenigen, die die Verkündigung gehört haben, sie auch glauben

konnten, denn "der Glaube kommt durch die Verkündigung". Da Jesus gestorben ist um zu erlösen und zu heilen, ist diese Tatsache ganz sicher wert, verkündigt zu werden.

Der Zweck dieser Predigt ist es, zu beweisen, dass Heilung im Sühneopfer bereitgestellt und daher ein Teil des Evangeliums ist, von dem Christus uns aufgefordert hat, es zu predigen:

der ganzen Welt allen Nationen jeder Kreatur mit aller Kraft alle Tage bis ans Ende des Zeitalters.

Kapitel 3

Ist Heilung für alle?

Ist es, wie in der Vergangenheit, heute immer noch der Wille Gottes, alle zu heilen, die es nötig haben und die Zahl ihrer Tage voll zu machen?

Die größte Barriere für den Glauben vieler, die heutzutage körperliche Heilung suchen, ist die

Unsicherheit in ihrem Denken, ob es Gottes Wille ist, alle zu heilen. Fast jeder weiß, dass Gott einige heilt, doch vieles an der modernen Theologie hindert die Menschen daran, zu

wissen, was die Bibel ganz klar lehrt

Heilung für alle bereitgestellt ist. Es ist unmöglich, kühn im Glauben eine Segnung zu beanspruchen, von der wir uns nicht sicher sind, ob Gott sie anbietet. Die Kraft Gottes kann nur da beansprucht werden, wo der Wille Gottes bekannt ist.

dass

Es wäre fast unmöglich, einen Sünder dahin zu bringen, zu glauben, um gerecht zu werden, wenn man ihn nicht vorher vollkommen davon überzeugt hat, dass es Gottes Wille ist, ihn zu erretten. Der Glaube beginnt da, wo der Wille Gottes bekannt ist. Wenn es Gottes Wille ist, nur einige zu heilen, dann hat niemand irgendeine Basis für den Glauben, es sei denn, durch eine spezielle Offenbarung, dass er zu

den begünstigten Personen zählt. Glaube muss auf dem Willen Gottes allein ruhen, nicht auf unseren Sehnsüchten oder Wünschen. Den Glauben anzuwenden bedeutet nicht, zu glauben, dass Gott heilen kann, sondern zu glauben, dass Gott heilen wird. Weil sie nicht wissen, dass es ein Erlösungsprivileg für alle ist, fügen heutzutage die meisten der Heilungssuchenden ihrer Bitte die Redewendung "wenn es dein Wille ist" hinzu.

Eine korrigierte Theologie

Unter all denen, die während seines irdischen Dienstes Heilung von Jesus erbaten, lesen wir nur von einem, der diese Art von Theologie hatte. Es war der Aussätzige, der sagte: "Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen." Das Erste, was Christus tat, war seine Theologie zu korrigieren indem er sagte: "Ich will, sei rein." Das "Ich will" von Christus machte sein "wenn" nichtig. Das fügte zu seinem Glauben, dass Christus ihn heilen konnte die Tatsache hinzu, dass er es tun würde.

Die Theologie die dieser Aussätzige hatte bevor Christus ihn aufklärte, ist heute fast universal, weil dieser Teil des Evangeliums so selten und nur so bruchstückhaft gepredigt wird.

Wir sehen aus fast jedem nur vorstellbaren Blickwinkel durch die ganze Bibel hindurch,

dass keine Lehre deutlicher gelehrt wird als die, dass es Gottes Wille ist, alle zu heilen, die der Heilung bedürfen, damit sie die Zahl ihrer Tage gemäß seiner Verheißung voll machen. Natürlich sind hier alle gemeint, die richtig gelehrt wurden und die im Wort vorgeschriebenen Bedingungen erfüllen. Jemand sagt nun vielleicht: "Wenn Heilung für alle ist, dann würden wir ja nie sterben." Wieso nicht? Göttliche Heilung reicht nicht weiter als die Verheißung Gottes. Er verspricht nicht, dass wir nie sterben werden, doch er sagt:

und ich will die Krankheit aus deiner Mitte tun ich will die Zahl deiner Tage voll machen. (2. Mose 23:25-26)

Unser Leben währt siebzig Jahre

90:10)

(Psalm

Er hat auf dem Wege meine Kraft gebeugt, meine Tage verkürzt. (Psalm 102:24)

Warum willst du vor der Zeit sterben? (Prediger

7:17)

Ein anderer mag fragen: "Nun, wie soll ein Mensch denn dann sterben?"

Nimmst du ihren Odem weg, so vergehen sie

Rev. P. Gavin Duffy schreibt zu diesem Punkt:

Er hat dem Menschen eine gewisse Lebensspanne zugemessen und Sein Wille ist es, dass diese auch ausgelebt wird. Erinnert euch, dass alle, die Er von den Toten zurückgerufen hat, junge Leute waren, die die Fülle ihrer Jahre noch nicht ausgelebt hatten. Und genau an dieser Tatsache können wir sehr gut Seinen Protest gegen vorzeitigen Tod sehen Natürlich dürfen wir nicht erwarten, dass die Alten körperlich wieder jung werden, doch wenn die zugemessene Zeitspanne noch nicht gelebt wurde, haben wir ein Recht, Gottes Geschenk der Gesundheit zu beanspruchen. Und selbst wenn sie schon überschritten wurde und es Sein Wille ist, dass wir noch für längere Zeit hier bleiben, ist es gleichermaßen Sein Wille, dass das bei guter Gesundheit geschieht.

Der Tod kommt und dann machen wir dafür unseren Gott verantwortlich und sagen schwach "Dein Wille geschehe". Doch nie hat Gott unter dem Gras jemanden eingesperrt. Gott schickt nicht Krankheit oder Verbrechen oder Unachtsamkeit oder Kampftruppen und wenn wir vor unserer Zeit sterben ist es die Schuld des Menschen.

Er ist ein Gott des Lebens, nicht des Todes.

Er ist ein Gott, der uns die Geburt schenkt.

Er hat nicht um einen Atemzug abgekürzt das

Leben auch nur eines Menschen auf der Erde.

Und er lässt uns in der Welt leben für das Vollmaß der uns zugemessenen Jahre.

Also mache nicht Gott verantwortlich, denn unsere eigene Sünde ist es, die unsere Tränen verursacht. (engl. Original von Douglas Malloch)

Lies Gottes Willen und wisse

Wenn wir wissen wollen, was in einem Testament steht, sollten wir das Testament lesen. Wenn wir Gottes Willen in Bezug auf irgendein Thema wissen wollen, dann sollten wir Sein Testament lesen. Stelle dir vor, eine Frau würde sagen: "Mein sehr reicher Ehemann ist verstorben. Ich wünschte, ich wüsste, ob er mir in seinem Testament etwas vermacht hat." Ich würde zu ihr sagen: "Warum liest du nicht das Testament und schaust nach?"

Das Wort "Testament" steht für den letzten Willen einer Person. Die Bibel enthält Gottes letzten Willen und Testament, in dem Er uns all die Segnungen der Erlösung vererbt. Da es Sein "letzter Wille" und Sein Testament ist, ist alles später Verfasste eine Fälschung. Kein Mensch schreibt ein neues Testament nachdem er gestorben ist. Wenn Heilung in Gottes Testament für uns enthalten ist, dann bedeutet die Aussage, dass das Zeitalter der Wunder vorbei ist, im Grunde das Gegenteil der Wahrheit zu sagen, dass ein Testament nach

dem Tod des Erblassers zu nichts Nütze ist. Jesus ist nicht nur der Erblasser, der gestorben ist. Er ist auferstanden und auch der Vermittler des Testaments. Er ist sozusagen unser Anwalt. Er wird uns nicht um das Erbe betrügen, wie es einige irdische Anwälte tun. Er ist unser Vertreter zur rechten Hand Gottes.

Um die Antwort auf die aufgeworfene Frage zu finden wollen wir uns von der modernen Tradition abwenden und zum Wort Gottes gehen, das eine Offenbarung Seines Willens ist. Das 15. Kapitel des 2. Buches Mose typisiert unsere Erlösung und wurde zu unserer Ermahnung geschrieben. Direkt nach der Durchquerung des Roten Meeres gab Gott Sein erstes Versprechen, zu heilen. Dieses Versprechen war für alle. Gott benannte die Bedingungen, den Bedingungen wurde entsprochen und wir lesen: "Aber sie ließ er ausziehen mit Silber und Gold, und es war kein Strauchelnder unter ihren Stämmen." Hier gab Gott den Bund der Heilung, offenbart durch und versiegelt mit Seinem ersten Bund und Erlösungsnamen "JEHOVAH RAPHA", was übersetzt wird mit "Ich bin der Herr, der dich heilt." Das ist Gottes Wort, "versiegelt im Himmel", eine sich nie ändernde Tatsache, soweit es Gott betrifft.

Wer ist autorisiert, Gottes Willen zu verändern?

Zu sagen, dass dieses Privileg der Gesundheit

für Gottes Volk heute nicht gilt, bedeutet Gottes "Ich BIN" in ein "Ich WAR Jehovah Rapha" abzuändern. Wer hat das Recht, Gottes Erlösungsnamen zu ändern? Statt Sein Amt als Heiler aufzugeben ist Er "Jesus Christus, derselbe gestern, heute und in alle Ewigkeit" unter diesem ersten von sieben Erlösungsnamen. Die Segnungen, die durch Seine Erlösungsnamen offenbart werden, wurden, wie wir in der vorhergehenden Predigt gesehen haben, durch das Sühneopfer bereitgestellt. Er "schmeckte den Tod für jeden Menschen" und kann daher nicht auf Israel beschränkt werden. Dieses 15. Kapitel des 2. Buches Mose zeigt uns, dass zumindest in diesem Zeitalter, vor 3.500 Jahren, Gott Sein Volk nicht im Zweifel über seine Bereitschaft zu heilen ließ.

Eine Nation ohne eine einzige kranke Person

Dieser universelle Zustand der Gesundheit in der Nation Israel hielt an solange die Bedingungen Gottes eingehalten wurden. Zwanzig Jahre später (4. Mose 16:46-50), als die Plage aufgrund von Sünde 14.700 Israeliten vernichtete, besann sich Israel erneut auf die Bedingungen. Die Plage blieb aus und Er war immer noch JEHOVAH RAPHA, der Heiler, nicht einiger, sondern aller. Es wäre nicht wahr, dass der Plage Einhalt geboten wurde, wenn selbst ein einziger von ihnen weiterhin davon befallen geblieben wäre. Dieser Zustand der Gesundheit blieb 19 Jahre lang erneut ununterbrochen bestehen. Dann murrte das Volk, unzufrieden

mit Gottes in Liebe und Gnade erwähltem Weg für es, gegen Gott und gegen Mose. Es wurde daraufhin durch die feurigen Schlangen verflucht. Wieder besann sich das Volk auf Gottes Bedingungen indem es seine Sünden bekannte. Sein Wort an das Volk durch Mose lautete: "Und es soll geschehen, wer gebissen ist und sie (die eherne Schlange, das Symbol für Golgatha) ansieht, der soll am Leben bleiben! (4. Mose 21:8) Wieder zeigt uns die Bibel, dass es immer noch Gottes Wille war, nicht einige, sondern alle zu heilen. Jeder, der gebissen worden war, blieb am Leben durch das Ansehen der ehernen Schlange, die eine typische Vorahnung des kommenden Opfers für uns auf Golgatha war.

Der Psalmist David verstand zu seiner Zeit, dass Heilung ein universelles Privileg war. In Psalm 86 sagt er: "Denn du, Herr, bist gut und bist reich an Gnade gegen alle, die dich anrufen." Wir werden in der folgenden Predigt sehen, dass Heilung durch die ganze Bibel hindurch eines der bekanntesten Gnadengeschenke war. Die Kranken baten im Neuen Testament um "Gnade" wenn sie Heilung von Christus wünschten. Gottes Gnade umfasst sowohl das körperliche als auch das geistliche Wesen des Menschen. Daher zeigte Jesus nach der Verheißung des Alten Testaments, dass er "reich an Gnade" war, indem er nicht einige, sondern alle heilte, die zu ihm kamen. Im Psalm 103 sehen wir wieder, dass David glaubte, dass die Gnade der Heilung genauso ein universelles Privileg war wie die Gnade der Vergebung. Er fordert seine Seele auf, Gott zu preisen, "der das vergibt alle deine Übertretungen und der da

heilt alle deine Gebrechen." Der alle heilt ist genauso permanent wie Der alle vergibt, denn die ursprüngliche Sprache wird in Bezug auf beide Gnadengeschenke verwendet.

In Psalm 91:16 sagt Gott über den Menschen, "der im Schatten des Allmächtigen wohnt": "Ich werde ihn sättigen mit langem Leben." Gilt das Privileg des Wohnens im Schatten des Allmächtigen nur für einige oder für alle? Wenn es für alle gilt, dann lautet Gottes Verheißung an alle: "Ich werde ihn sättigen mit langem Leben." Gott müsste dieses Versprechen brechen, wenn er nicht mehr willens wäre, seine gehorsamen Kinder zu heilen, die mitten im Leben stehen. Wenn das Wohnen im Schatten des Allmächtigen in einem dunkleren Zeitalter der Welt möglich war, dann ist es ganz sicher in diesem besseren Zeitalter der Gnade möglich. Er ist in der Lage, "uns jede Gnade im Überfluss zu spenden" (2. Korinther 9:8) und das gilt für jedes seiner Kinder heute. Die heiligen Propheten des Alten Testaments weissagten von der Gnade, die zu uns kommen sollte.

Golgatha begegnet allen Nöten des Menschen

Im großen Erlösungskapitel, Jesaja Kapitel 53, hat Jesus sowohl unsere Krankheiten als auch unsere Sünden getragen. Das macht das eine Privileg so universell wie das andere. Was Jesus für Einzelne tat, die ihn um Segnungen

baten, war für sie, doch was Er auf Golgatha tat, war für alle.

Es ist klar, dass es in all diesen aus dem Alten Testament zitierten Fällen Gottes Wille war, alle zu heilen, die Seine Bedingungen erfüllten. Wo auch immer Vergebung angeboten wurde, wurde auch Heilung angeboten. Mögen doch diejenigen, die lehren, dass Gottes Wille in Bezug auf Heilung heute nicht mehr derselbe ist, die Frage beantworten: "Warum sollte Gott dieses Gnadengeschenk des Alten Testaments aus diesem besseren Zeitalter abziehen?" Sollte man nicht vielmehr erwarten, dass Er, der "bessere Dinge für uns aufbewahrt hatte" und "derselbe ist gestern und heute und in alle Ewigkeit" dieselben Gnadengaben während dieses besseren Zeitalters beibehält? Lasst uns nun in das Neue Testament schauen und sehen.

Christus ist der Ausdruck des Willens Gottes

Es gibt keinen besseren Weg, die Antwort auf die vor uns liegende Frage zu erkunden als durch das Lesen der Evangelien, weil sie über die Lehren und Taten Christi berichten. Er war der Ausdruck des Willens des Vaters. Sein Leben war sowohl eine Offenbarung als auch eine Manifestation der unwandelbare Liebe Gottes und des Willens Gottes. Er führte buchstäblich den Willen Gottes für die Menschheit aus. Er sagte: "Ich bin vom Himmel

herabgekommen, nicht um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke." Er hat auch gesagt: "Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen." Wenn Er die Menschenmengen heilte, die ihn umringten, sehen wir Tag für Tag, wie der Vater seinen Willen offenbart. Wenn Er einem jeden von ihnen die Hände auflegte und sie heilte, tat und offenbarte Er den Willen Gottes für unseren Körper. Es gibt wahrscheinlich kaum jemand, der so konservativ ist wie die Gelehrten der Episkopalkirche. Die ernannte Kommission studierte das Thema der göttlichen Heilung und erstattete der Gemeinde Bericht. Sie verbrachten dreieinhalb Jahre mit dem Studium und der Erforschung sowohl der Bibel als auch der Geschichte. In ihrem Bericht heißt es: "Das Heilen der Kranken durch Jesus geschah als eine Offenbarung des Willens Gottes für den Menschen." Weil sie entdeckten, dass Sein Wille vollkommen offenbart wird, sagten sie weiter: "Die Gemeinde kann nicht länger mit dem, den Glauben vernichtenden, Anhang "Wenn es dein Wille ist" für die Kranken beten."

Die Botschaft, die überall in den Evangelien gelehrt wird, ist eine der vollkommenen Heilung für Seele und Körper für alle, die zu Ihm kommen. Viele sagen heutzutage: "Ich glaube an Heilung, aber ich glaube nicht, dass sie für jeden ist." Wenn nicht, wie können wir dann jemals für irgendwen das Gebet des Glaubens beten? Selbst wenn wir gerade einen der Glücklichen vor uns haben, den Gott heilen will, dann brauchen wir doch noch eine Offenbarung des Geistes, dass es in diesem Fall so ist.

Wenn es nicht Gottes Wille ist, alle zu heilen, dann kann niemand den Willen Gottes für sich selbst aus der Bibel feststellen. Sollen wir diese Lehrer so verstehen, dass wir unsere Bibeln schließen sollen? Müssen wir unsere Offenbarung direkt vom Heiligen Geist bekommen, bevor wir für die Kranken beten können, weil der Wille Gottes nicht für jeden sicher aus der Bibel erfahren werden kann?

Das kommt im Grunde der Lehre gleich, dass sämtliche göttliche Aktivität in Bezug auf Heilung von der direkten Offenbarung durch den

Heiligen Geist geleitet ist, statt durch die Heilige Schrift. Wie sollen die Kranken geheilt werden, wenn es kein Evangelium (gute Nachricht) als Basis für ihren Glauben zu verkündigen gibt?

Oder

dass Gott Seine Verheißungen einlöst, wie kann es irgendwelchen Glauben für Heilung geben, wenn es keine Verheißung in der Bibel gibt, die der Kranke auf sich anwenden kann? Die Bibel sagt uns, wie Gott die Kranken heilt: "Er sandte Sein Wort und machte sie gesund und ließ sie ihren Gräbern entrinnen" (Psalm 107:20). Das Wort Gottes, welches in den Gläubigen wirkt, ist heilsam ihrem ganzen Leib." (siehe 1. Thessalonicher 2:13 und Sprüche 4:22)

da Glaube bedeutet, dass man erwartet,

Glaube ruht auf mehr als reiner Fähigkeit

Wenn ein Millionär vor einem Publikum von tausend Menschen ankündigen würde, dass er

in der Lage sei, jedem von ihnen tausend Dollar zu schenken, wäre das für niemanden im Publikum eine Basis für den Glauben, dass er tatsächlich tausend Dollar bekommt. Glaube kann nicht auf Fähigkeit ruhen. Wenn der Millionär weiter sagen würde: "Ich werde fünfzig Personen aus dem Publikum jeweils tausend Dollar schenken", gäbe es immer noch keine Basis für irgendwen im Publikum, Glauben für die tausend Dollar zu haben. Wenn man jemanden im Publikum fragen würde, ob er "vollkommen davon überzeugt" ist, tausend Dollar von dem Millionär zu bekommen, würde die Antwort lauten: "Ich brauche das Geld und ich hoffe, dass ich unter den Glücklichen bin, doch sicher kann ich nicht sein." Sollte der Millionär allerdings sagen: "Es ist mein Wille, jedem von euch tausend Dollar zu schenken", dann hätte jeder im Publikum einen Grund zum Glauben und würde zweifellos zu dem reichen Mann sagen: "Vielen Dank, ich werde mein Geld annehmen."

Nun, nehmen wir einmal an, bei Gott gäbe es ein Ansehen der Person und es sei Sein Wille, nur einige von denen zu heilen, die der Heilung bedürfen. Lasst uns einen Blick in die Evangelien werfen und sehen, wie die Freunde und Angehörigen der Kranken entschieden, welche der Kranken sie zur Heilung zu Jesus bringen sollten. "Als aber die Sonne unterging, brachten alle, welche Kranke hatten mit mancherlei Gebrechen, sie zu ihm, und er legte einem jeden von ihnen die Hände auf und heilte sie." (Lukas 4:40) Hier wurden die Unglücklichen, wenn es denn welche davon gab, gebracht und alle genauso geheilt wie all

die anderen. Sicher war es Gott, der Seinen eigenen Willen tat und offenbarte. Wenn du dort gewesen und krank gewesen wärest, wärest auch du gebracht worden und zusammen mit dem Rest geheilt worden, weil sie sie alle brachten. Matthäus sagt uns in seinem Bericht desselben Ereignisses, warum Jesus eine Ausnahmen machte. Er heilte sie alle, "auf dass erfüllt würde, was durch Jesaja gesagt ist, den Propheten, welcher spricht: «Er hat unsere Gebrechen weggenommen und unsere Krankheiten getragen.» Das Wort unsere bedeutet, dass jeder in das Opfer von Golgatha eingeschlossen ist. Darum erfordert es die Heilung aller, um die Prophetie zu erfüllen. Nicht nur bei dieser Gelegenheit, sondern bei jeder Gelegenheit bis heute heilt Er die Kranken, "auf dass erfüllt würde, was durch Jesaja gesagt ist, den Propheten, welcher spricht: «Er hat unsere Gebrechen weggenommen und unsere Krankheiten getragen.»

Mögen die Kranken die Evangelien durchgehen und die vielen alle und wer auch immer beachten und sie werden sehen, dass der Erlösungssegen der Heilung für alle war. Niemand hat jemals Jesus vergeblich um Heilung gebeten. Keine Menschenmenge war je groß genug, dass Jesus auch nur einen Kranken übrig gelassen und ihn nicht geheilt hätte.

Jesus heilte alle Krankheiten

Und Jesus durchzog ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk. Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien; und sie brachten alle Kranken zu ihm, die mit mancherlei Krankheiten und Schmerzen behaftet waren, Besessene und Mondsüchtige und Lahme; und er heilte sie. Und es folgte ihm eine große Volksmenge nach aus Galiläa und aus dem Gebiet der Zehn-Städte und aus Jerusalem und Judäa und von jenseits des Jordan. (Matthäus

4:23-25)

Und Jesus durchzog alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, predigte das Evangelium von dem Reich und heilte jede

Krankheit und jedes Gebrechen. Als er aber die Volksscharen sah, jammerten sie ihn, weil sie beraubt und vernachlässigt waren wie Schafe,

die keinen Hirten haben

zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister, sie auszutreiben, und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen. (Matthäus 9:35-36; 10:1)

Da rief er seine

Beachte, dass es die Volksmengen waren, die um Heilung baten, die das Aussenden neuer Arbeiter in Seine Ernte zum Predigen und Heilen erforderlich machte. Es dauerte nicht lange bis siebzig weitere gebraucht wurden und ausgesandt wurden, um zu predigen und zu heilen.

Jesus aber, da er es merkte, zog sich von dort zurück; und es folgten ihm viele nach, und er heilte sie alle. (Matthäus 12:15)

Als nun Jesus hervorkam, sah er eine große Menge und erbarmte sich über sie und heilte ihre Kranken. (Matthäus 14:14)

Und sie fuhren hinüber und kamen in das Land Genezareth. Und da ihn die Männer dieser Gegend erkannten, sandten sie in die ganze Umgegend und brachten alle Kranken zu ihm. Und sie baten ihn, dass sie nur den Saum seines Kleides anrühren dürften; und so viele ihn anrührten, die wurden ganz gesund. (Matthäus 14:34-36)

Und er stieg mit ihnen hinab und stellte sich auf einen ebenen Platz mit einer großen Schar seiner Jünger und einer großen Menge Volkes aus ganz Judäa und von Jerusalem und von der Meeresküste, von Tyrus und Zidon, die gekommen waren, um ihn zu hören und geheilt zu werden von ihren Krankheiten; und die, welche von unreinen Geistern geplagt waren, wurden geheilt. Und alles Volk suchte ihn anzurühren, denn Kraft ging von ihm aus und heilte alle. (Lukas 6:17-19)

Wir sehen durch die ganzen Evangelien hindurch, dass wiederholt festgestellt wird, dass alle Kranken zu Jesus gebracht wurden,

einschließlich all der Unglücklichen, wenn es denn welche gab. Wenn es nach der modernen Tradition Gottes Wille ist, dass die Kranken zu Seiner Verherrlichung geduldig krank bleiben, ist es dann nicht seltsam, dass nicht ein einziger aus dieser Gruppe unter all den Menschenmengen war, die zu Jesus gebracht wurden, um geheilt zu werden? Indem er den Epileptiker heilte (Markus 9:14-29) bewies Jesus es als den Willen des Vaters, selbst diesen zu heilen, den die Jünger, die göttlich beauftrag waren, Dämonen auszutreiben, nicht zu befreien vermocht hatten. Wir sehen an diesem Vers, dass es falsch gewesen wäre, aufgrund dieses Versagens der Jünger Gottes Heilungswillen in Frage zu stellen und zu lehren, dass Gott nicht bereit ist, zu heilen. Jesus zeigte, indem er den Epileptiker dennoch heilte, dass dieses Versagen nichts als Unglauben bewies. Petrus beschreibt nach dreieinhalb Jahren fortwährender Verbindung mit dem Herrn dessen irdischen Dienst mit dieser kurzen Aussage: "Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit heiligem Geist und Kraft gesalbt hat, welcher umherzog, indem er wohltat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm." (Apostelgeschichte 10:38)

So sehen wir nun in all den oben genannten und vielen anderen Schriftstellen, die zeigen, dass Er sie alle heilte, den offenbarten Willen Gottes für unseren Körper und die Antwort auf die Frage: "Ist Heilung für alle?"

Mitfühlende Liebe Jesus' vorherrschendes

Motiv

Viele sind in unseren Tagen gelehrt worden, dass Jesus Seine Heilungswunder nur tat um Seine Macht zu zeigen und Seine Göttlichkeit zu beweisen. Das mag wahr sein, aber es ist bei weitem nicht die ganze Wahrheit. Er hätte nicht alle heilen müssen um Seine Macht zu demonstrieren. Schon ein paar herausragende Fälle hätten da gereicht und Seine Macht bewiesen. Doch die Bibel zeigt uns, dass Er aufgrund Seines Mitgefühls heilte und um Prophetie zu erfüllen. Andere lehren, dass Er die Kranken heilte um Sich bekannt zu machen, doch in Matthäus 12:15-16 lesen wir: "Jesus aber, da er es merkte, zog sich von dort zurück; und es folgten ihm viele nach, und er heilte sie alle. Und er gebot ihnen, ihn nicht offenbar zu machen."

Einige, die zugeben müssen, dass Jesus alle heilte, die zu Ihm kamen, argumentieren dass Jesajas Prophetie über das Tragen unserer Krankheiten sich nur auf Seinen irdischen Dienst bezieht, dass diese universale Manifestation Seines Mitgefühls etwas Spezielles war und keine Offenbarung des unveränderlichen Willens Gottes. Doch die Bibel lehrt deutlich, dass Er nur zu wirken und zu lehren begann, was nach Seiner Himmelsfahrt nicht nur fortgeführt, sondern erweitert werden sollte.

Nachdem Christus dreieinhalb Jahre lang alle geheilt hatte, die zu ihm kamen, sagte Er: "Es

ist gut (vorteilhaft) für euch, dass ich weggehe." (Johannes 16:7) Wie hätte dies wahr sein können wenn Sein Weggehen Seinen Dienst an den Kranken modifiziert hätte?

Den Unglauben erwartend, mit der diese wunderbare Verheißung aufgenommen werden würde, stellte Er Seiner Verheißung, nach Seiner Erhöhung dieselben und größere Werke weiterhin zu tun, die Worte "Wahrlich, wahrlich" voran. "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe. Und (wie sollen wir sie tun?) was ihr auch in meinem Namen bitten werdet, will ich tun, auf dass der Vater verherrlicht werde in dem Sohn." (Johannes 14:12-13) Mit anderen Worten: Wir sollen sie tun indem wir Ihn bitten, sie zu tun.

Er hat nicht gesagt "geringere Werke", sondern "die Werke" und "größere Werke". Für mich sind diese Worte von den Lippen Christi eine vollkommene Antwort an all die Gegner und all ihre Bücher und Artikel gegen göttliche Heilung.

"Es steht geschrieben" war Christi Methode als Er dem Teufel widerstand. William Jennings Bryan hat so wunderbar gefragt: "Da Christus gesagt hat Es steht geschrieben und der Teufel gesagt hat Es steht geschrieben, warum kann da der Prediger nicht auch sagen: Es steht geschrieben?"

Die Weisheit der Urgemeinde

Die Urgemeinde hat Christus beim Wort genommen und vereint für Zeichen und Wunder der Heilung gebetet bis "der Ort erbebte, an

dem sie versammelt waren". Dann "trug man die Kranken auf die Gassen hinaus und legte sie

auf Betten und Bahren

viele aus den umliegenden Städten in Jerusalem zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte; die wurden alle geheilt." (Apostelgeschichte 5:15-16). Alles, was Jesus zu tun und zu lehren begonnen hatte, führte Er hier von der Rechten Gottes aus durch "Seinen Leib, die Gemeinde" weiter, ganz gemäß Seiner Verheißung. Einige sagen: "Oh, das war nur zu Anfang der Apostelgeschichte, damit ihr Wort über die Auferstehung von Christus bestätigt wurde."

Es kamen aber auch

Lasst uns daher zum letzten Kapitel der Apostelgeschichte gehen und lesen, wie Paulus dreißig Jahre später auf der Insel Malta den Vater des Publius heilte und "daraufhin auch die übrigen Kranken auf der Insel herbei kamen und sich heilen ließen." (Apostelgeschichte 28:8-9)

Im allerletzten Kapitel der Apostelgeschichte, die das einzige unvollendete Buch im Neuen Testament ist, ist es immer noch der Wille Gottes, zu heilen nicht einige, sondern alle.

Die Werke des Heiligen Geistes

Der Heilige Geist, den Christus als Seinen Nachfolger und Sein Ausführungsorgan sandte, nahm Besitz von der Gemeinde, die der Leib Christi ist. Er zeigte dieselbe Heilungskraft nach Pfingsten, die Christus zuvor gezeigt hatte und große Menschenmengen wurden geheilt. In den Evangelien wie in der Apostelgeschichte lesen wir nie von jemandem, der um Heilung gebeten hätte und abgewiesen worden wäre. Menschen haben dieses Buch "Apostelgeschichte" genannt (oder im Englischen: Acts of the Apostles = Werke der Apostel, Anm. d. Ü.). Ein besserer und wahrerer Name für dieses Buch wäre "Die Werke des Heiligen Geistes". Es berichtet über die Werke des Heiligen Geistes sowohl durch andere als auch durch die Apostel. Philippus und Stephanus, die keine Apostel waren, wurden genauso herrlich gebraucht wie Petrus und Johannes. Der Heilige Geist kam, um für uns all die Segnungen zu vollstrecken, die durch Christi Erlösungswerk erkauft worden waren und durch die sieben Erlösungsnamen Gottes zugesichert waren. Er hat nie auch nur ein Stück das Interesse an dem Werk verloren, das Er zu tun kam. Wenn du wissen willst, wie Er heute wirken will, dann lies, wie Er damals gewirkt hat. Die Apostelgeschichte zeigt uns, wie Er wirken will durch alle Zeitalter hindurch, bis zum Ende.

Es war der Heilige Geist, der all die Heilungswunder von der Hand Christi wirkte. Jesus hat nie ein Wunder gewirkt bis der Heilige

Geist, der Wunder-Wirker, auf Ihn kam. Danach trieb Er in vollkommenem Vertrauen auf den Heiligen Geist Dämonen aus und heilte die Kranken. Die Wunder Christi wurden alle durch den Geist gewirkt, noch bevor Sein eigenes Zeitalter begonnen hatte und bevor Er offiziell in Sein Amt eingetreten war. Warum sollte der Heilige Geist, der schon alle Kranken heilte bevor Seine eigene "Amtsperiode" begann, weniger tun nachdem Er in Sein Amt eingetreten war? Hat der Wunder- Wirker Sein Amt angetreten um Wunder während Seiner eigenen Amtsperiode abzuschaffen?

Sind die Lehren und Handlungsweisen der Gemeinde in Bezug auf Heilung in dieser lauwarmen Laodicea-Periode der Geschichte ein wahrerer Ausdruck des Willens Gottes als die Lehren und Handlungsweisen der Urgemeinde, die noch unter dem vollen Einfluss des Geistes stand? Ganz entschieden nicht! Ich zögere nicht, zu sagen, dass die moderne Theologie den Heiligen Geist eines Teils Seines Dienstes beraubt hat.

Die gegenwärtige Haltung von Christus

Wenn wir nun zusammenfassen, was bisher geschrieben wurde, haben wir aus vielen Blickwinkeln eine Offenbarung von der mitfühlenden Haltung Christi gegenüber unseren Krankheiten und Gebrechen seit Seiner Erhöhung zur Rechten Gottes.

Wir beschäftigen uns jetzt nicht mehr mit der Vergangenheit, sondern nur mit Christi gegenwärtiger Haltung gegenüber Krankheit und Gebrechen.

1. Die gegenwärtige Haltung von Christus wird

vollkommen durch Seinen Erlösungsnamen Jehovah Rapha offenbart. Sein Erlösungsname kann sich nicht verändern. Jeder wird zugeben, dass Seine anderen sechs Erlösungsnamen eine Offenbarung Seiner gegenwärtigen Haltung bezüglich des Spendens des Segens ist, den jeder Name offenbaren sollte. Mit welcher Logik können wir annehmen, dass Er Sein Amt als Heiler abgelegt hat, das durch den Namen Jehovah Rapha offenbart wird?

2. Seine gegenwärtige Haltung wird auch

vollkommen durch Seine eigene, definitive Verheißung offenbart, Seinen Heilungsdienst in Beantwortung der Gebete der Gläubigen weiterzuführen und auszudehnen während Er zur Rechten Gottes sitzt. "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe. Und was ihr auch in meinem Namen bitten werdet, will ich tun, auf dass der Vater verherrlicht werde in dem Sohn." (Johannes

14:12-13)

3. Seine gegenwärtige Haltung wird durch Seine

eigene Erfüllung der obigen Verheißung

offenbart, die in der Apostelgeschichte überliefert wird. Selbst im allerletzten Kapitel, dreißig Jahre nach Seiner Himmelfahrt, lesen wir: "Daraufhin kamen auch die übrigen Kranken auf der Insel herbei und ließen sich heilen." (Apostelgeschichte 28:9)

4. Seine gegenwärtige Haltung wird durch die

Tatsache offenbart, dass Heilung ein Teil des Evangeliums in dem großen Missionsauftrag ist, den Jesus uns zu predigen beauftragt hat. Diesem Missionsauftrag folgt die Verheißung "Kranken werden sie die Hände auflegen und sie werden sich wohl befinden." (Markus 16:15,

18)

5. Seine gegenwärtige Haltung wird durch die

Tatsache offenbart, dass Sein Vertretungswerk auf Golgatha für all diejenigen war, die während der Zeit Seiner Erhöhung zur Rechten des Vaters auf der Erde leben. Wir haben in der vorherigen Predigt gesehen, dass wie auch in 3. Mose berichtet wird, alle Krankheiten auf dem Fundament des Sühneopfers geheilt wurden. Matthäus sagt uns, dass das Sühneopfer der Grund dafür war, dass Christus keine Ausnahmen machte unter den Kranken, die zu Ihm kamen und um Heilung baten.

6. Seine gegenwärtige Haltung wird durch den

deutlichen Auftrag offenbart, "jeden Kranken" in der Gemeinde zu heilen während Er beim Vater ist, um Salbung und Gebet zu bitten mit der Verheißung "Der Herr wird ihn aufrichten" (Jakobus 5:14-15). Meint er, dass wir mit oder

ohne Glauben beten sollen? Wie können wir "das Gebet des Glaubens" sprechen wenn es nicht Sein Wille ist, zu heilen? Fordert Er uns auf, für etwas zu beten, das Er nicht tun wird? Genau hier werden selbst einfache Gemeindemitglieder aufgefordert, einander ihre Sünden zu bekennen und mit derselben Bestimmtheit füreinander um Heilung zu beten, mit der Elia um Regen gebetet hat (Jakobus 5:16-18). Würde Gott uns auffordern, Fürbitte für etwas zu leisten, wenn es gar nicht

Sein Wille ist, das zu tun? Ganz sicher nicht!

7. Seine gegenwärtige Haltung wird auch durch

die Tatsache offenbart, dass Er seit Seiner Erhöhung in der Gemeinde Lehrgaben, Gaben der Wunderwirkungen, Gaben der Heilungen etc. eingesetzt hat. Dies war für die Fortführung "derselben Werke" und der "größeren Werke", von denen Er verheißen hatte, sie von der Rechten Gottes aus weiterzuführen. Die Geschichte berichtet uns von der Manifestation dieser wunderbaren Gaben seit den Tagen der Apostel bis in die Gegenwart.

Das unveränderliche Mitgefühl von Jesus

8. Seine gegenwärtige Haltung gegenüber

unserer Krankheit wird auch wunderbar durch die Tatsache offenbart, dass Sein Mitgefühl seit Seiner Erhöhung weder zurückgezogen noch modifiziert wurde.

In einer späteren Predigt über das Thema des Mitgefühls des Herrn werden wir sehen, dass unser Herr während Seines irdischen Dienstes überall von Mitgefühl bewegt wurde und alle heilte, die Heilung brauchten. Dasselbe griechische Wort, das mit "Gnade" übersetzt wird, wird auch wiederholt mit "Mitgefühl" übersetzt, denn das ist dasselbe. Als zwei Blinde Jesus um Gnade baten, war Jesus von Mitgefühl bewegt und heilte sie.

Da körperliche Heilung im Neuen Testament immer und überall eine Gnade ist (und es Gnade oder Mitgefühl waren, die Ihn bewegten, alle zu heilen die zu Ihm kamen), ist dann nicht die Verheißung immer noch wahr, dass Er "reich an Gnade gegenüber allen" ist, die Ihn anrufen? Bietet nicht dieses herrliche Zeitalter des Evangeliums den Leidenden genauso viel Gnade und Mitgefühl an wie das dunklere Zeitalter? Reverend Kenneth Mackenzie, ein geachteter Lehrer und Autor der Episkopalkirche, fragt zu diesem Punkt: "Könnte das liebende Herz des Sohnes Gottes, der Mitgefühl mit den Kranken hatte und alle heilte, die der Heilung bedurften, aufhören die Leiden der Seinen zu beachten, nachdem Er zur Rechten Gottes erhöht worden war?"

Ist es nicht seltsam, dass irgendjemand in diesem besseren Zeitalter der Gnade eine Position einnimmt, die gleichbedeutend mit der Aussage ist, dass die Manifestation von Christi Mitgefühl den Kranken gegenüber seit Seiner Verherrlichung zurückgezogen oder selbst modifiziert wurde? Wenn Gott nicht genauso

willig ist, Seinen Anbetern die Gnade der Heilung zu zeigen wie Er bereit ist, Seinen Feinden die Gnade der Vergebung zu zeigen, dann gewährt Er den Kindern des Teufels bereitwilliger Mitgefühl als Seinen eigenen. Die Bibel leugnet das aber indem sie sagt: "Die Gnade (das Mitgefühl) des Herrn währt von Ewigkeit zu Ewigkeit (nicht nur über dem Sünder allein, sondern) über denen, die Ihn fürchten." Er liebt Sein eigenes, krankes und leidendes Kind noch mehr als den Sünder. Dank sei Gott, dass "seine Gnade ewiglich währt und seine Treue von Geschlecht zu Geschlecht." (Psalm

100:5)

Segnungen für alle

9. Die gegenwärtige Haltung von Christus wird auch durch die Tatsache offenbart, dass im Jubeljahr des Alten Testaments (3. Mose 25:28), das Jesus in Lukas 4:19 auf das Zeitalter des Evangeliums überträgt, jeder wieder zu seinem Besitz kommen sollte. Die Segnungen des Jubeljahres waren für jeden. Im Zeitalter des Evangeliums sind dessen Segnungen für "die ganze Schöpfung". Darauf gehen wir in der nächsten

Predigt noch ausführlicher ein.

10. Seine gegenwärtige Haltung wird auch durch die Tatsache offenbart, "dass Er uns (uns alle) vom Fluch des Gesetzes erlöst hat" (Galater 3:13). Wir haben in der vorherigen

Predigt gesehen, dass dieser Fluch all die Krankheiten umfasste, die im Lauf der Geschichte bekannt waren. Wie kann Gott uns rechtfertigen und zugleich erwarten, dass wir unter dem Fluch bleiben, von dem Er uns erlöst hat?

Die Anzahlung der vollständigen Erlösung

11. Seine gegenwärtige Haltung wird auch durch die Tatsache offenbart, dass der Heilige Geist und Sein Werk in uns "das Pfand unseres Erbes ist bis zur Erlösung des erkauften Eigentums" (Epheser 1:14). Wir haben bereits herausgearbeitet, dass unsere ewige Bestimmung sowohl geistlicher als auch körperlicher Natur ist und dass es unsere Erlösung daher auch sein muss. Darum können wir unser vollständiges Erbe erst am kommenden Tag der Erlösung empfangen. Doch Dank sei Gott haben wir durch die Erfüllung mit dem Heiligen Geist jetzt schon die "Anzahlung" bekommen. Paulus sagt uns, dass wir "die Erstlingsfrüchte des Geistes "haben. (Römer 8:23) Diese manifestieren sich sowohl geistlich als auch körperlich. Die "Erstlingsfrüchte des Geistes" beinhalten die Anzahlung der Unsterblichkeit. Das ist ein Vorgeschmack der Auferstehung. Da unsere Körper Glieder Christi sind, ist Sein verherrlichtes körperliches Leben genauso wahrhaft mit unserem Körper verbunden wie Sein geistliches Leben mit unserem Geist verbunden ist. Dasselbe Leben, das den Weinstock durchströmt, ist auch in den Reben.

In Christus, dem "wahren Weinstock", ist sowohl geistliches als auch körperliches Leben. Nur indem in unseren Körper etwas von demselben Leben einströmt, das Er uns bei der Auferstehung zuströmen lassen wird, kann der Geist die Erstlingsfrucht unseres Erbes für den Körper sein. Da unser Erbe einen verherrlichten Körper enthält, was muss da die Anzahlung sein? Dank sei Gott ist es, "damit auch das Leben Jesu offenbar werde an unserem sterblichen Fleisch". (2. Korinther 4:11) Sein unsterbliches Leben berührt unseren sterblichen Körper mit einem Vorgeschmack der Erlösung. Das befähigt uns, unseren Lauf zu vollenden, damit wir "einen vollen Lohn empfangen".

12. Offenbart nicht die Natur selbst die gegenwärtige Haltung von Christus bezüglich der Heilung unseres Körpers? Überall heilt die Natur oder versucht zumindest ihr Bestes, um zu heilen. Sobald Krankheitskeime in unseren Körper hineinkommen, beginnt die Natur, sie auszustoßen. Brich dir einen Knochen oder schneide dir in den Finger und die Natur wird ihr Äußerstes tun um zu heilen, und das gewöhnlich erfolgreich. Nun, hat Gott die Natur aufgefordert, gegen Seinen eigenen Willen zu rebellieren? Wenn Krankheit der Wille Gottes für Seine Kinder ist, würde es dann nicht ganz danach aussehen?

Gebraucht Gott körperliche Leiden?

Wenn Krankheit, wie einige meinen, der Wille Gottes für Seine treuen Kinder ist, dann ist es eine Sünde, wenn sie sich auch nur wünschen, wieder gesund zu sein. Ganz zu schweigen von den Tausenden von Dollar, die ausgegeben werden, um Seine Absicht zunichte zu machen. Ich danke Gott wirklich für all die Hilfe, die Leidenden je durch Ärzte, Chirurgen, Krankenhäuser und Krankenschwestern zuteil geworden ist. Wenn Krankheit der Wille Gottes ist, dann ist nach dem Zitat eines Schreibers "jeder Arzt ein Gesetzesbrecher, jede ausgebildete Krankenschwester widersetzt sich dem Allmächtigen und jedes Krankenhaus ist ein Haus der Rebellion statt ein Haus des Erbarmens." Wenn das wahr wäre, dürften wir keine Krankenhäuser unterstützen, sondern müssten stattdessen unser Möglichstes tun, um sie alle zu schließen.

Wenn die moderne Theologie derer, die lehren, dass Gott möchte, dass einige Seiner Anbeter zu Seiner Verherrlichung krank bleiben, stimmen würde, dann hat Jesus während Seines irdischen Dienstes nie gezögert, Gott den Vater all der Herrlichkeit zu berauben indem Er alle heilte, die zu Ihm kamen. Gleichermaßen hat der Heilige Geist Ihn aller nur möglichen Verherrlichung beraubt indem Er all die Kranken in den Straßen Jerusalems heilte. Und auch Paulus hätte dann Gott aller Herrlichkeit beraubt indem er alle Kranken auf der Insel Malta heilte.

Viele argumentieren heutzutage, dass Gott selbst die Gehorsamen peinigt und machen

Krankheit dadurch zu einem Liebespfand unseres Himmlischen Vaters. Wenn das stimmen würde, warum sollten wir dann versuchen, dieses Liebespfand loszuwerden? Warum betet der Krebskranke nicht um einen zweiten derartigen Segen für sich und bittet Ihn, doch auch seine Frau und Kinder, seine Eltern und seine Nachbarn etc. zu segnen?

Züchtigt Gott nicht manchmal Seine Kinder durch Krankheit? Ganz entschieden Ja! Wenn wir Gott ungehorsam sind, mag Krankheit durch die liebende Disziplinierung des Vaters zugelassen werden. Doch Gott hat uns gesagt, wie wir das vermeiden und abwenden können:

"Denn wenn wir uns selbst richteten, würden wir nicht gerichtet werden; werden wir aber vom Herrn gerichtet, so geschieht es zu unserer Züchtigung, damit wir nicht samt der Welt verdammt werden." (1. Korinther 11:31- 32) Diese Züchtigungen sollen uns vor der endgültigen Verdammnis bewahren. Wenn wir den Grund für die Züchtigung erkennen und uns davon abwenden, dann verheißt Gott, dass sie zurückgezogen wird. Sobald wir "uns selbst richten" oder unsere Lektion gelernt haben, lautet die absolute Verheißung, dass wir "nicht gerichtet werden". Indem wir uns selbst richten vermeiden wir Züchtigung. Göttliche Heilung ist nicht allen Christen bedingungslos zugesagt, ungeachtet ihres Verhaltens. Sie ist für jene, die glauben und gehorchen. "Alle Pfade des Herrn sind Gnade und Wahrheit denen, die seinen Bund und seine Zeugnisse bewahren." (Psalm

25:10)

13. Die Haltung unseres Herrn wird uns auch durch die Tatsache gezeigt, dass Er erschienen ist "um die Werke des Teufels zu zerstören" (1. Johannes 3:8). Denke nur daran, dass Er den Himmel verlassen und den schrecklichen Wechsel zur Menschwerdung durchlaufen hat und denke an all die Leiden und Opfer, die dann folgten. Was war die Absicht, die Ihn bei alldem bewegte? Die Bibel gibt uns die Antwort. "Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre." Diese Absicht beinhaltete die Heilung aller, die vom Teufel überwältigt waren (Apostelgeschichte 10:38). Hat Er diese Absicht, die Er selbst beibehielt als er im Garten Gethsemane Blut schwitzte und an der Er auch während der schrecklichen Folter auf Golgatha festhielt seit Seiner Verherrlichung preisgegeben? Will Er, dass die Werke des Teufels, die Er einstmals zerstören wollte, in unserem Körper bleiben? Kann es sein, dass Er jetzt einen Krebs, eine Seuche, einen Fluch, die Werke des Teufels in den Gliedern Christi und den Tempeln des Heiligen Geistes haben will? Ist es nicht vielmehr Sein Wille, jeden Teil des "Leibes Christi" zu heilen? Wenn nicht, warum hat er dann bestimmt, dass die Kranken in Seinem Namen zur Heilung gesalbt werden sollen?

Da "der Leib für den Herrn ist" und "ein lebendiges Opfer für den Herrn" sollte Er da nicht lieber einen gesunden Körper haben als einen beschädigten? Wenn nicht, wie kann Er uns dann "ausrüsten mit allem Guten um Seinen Willen zu tun"? (Hebräer 13:21) Es ist Gottes ausdrücklicher Wille, dass wir "überreich sind zu jedem guten Werk" (2. Korinther 9:8), "zu jedem

guten Werk zubereitet" (2. Timotheus 2:21), "zu jedem guten Werk ausgerüstet" (2. Timotheus 3:17), "fleißig zu guten Werken" (Titus 2:14) und "uns guter Werke zu befleißigen" (Titus 3:8). Gilt das nur für gesunde Männer und Frauen? Wenn es für alle gilt, dann muss er die Kranken heilen, damit es ihnen möglich ist. Kein Mensch kann "überreich sein zu jedem guten Werk" wenn er an ein Krankenzimmer gefesselt ist.

Pauschale Erlösung

14. Seine gegenwärtige Haltung wird auch durch die Bedeutung des Wortes Erlösung offenbart. Das Wort soteria, das griechische Wort für Erlösung, impliziert Befreiung, Bewahrung, Heilung, Gesundheit und Unversehrtheit. Im Neuen Testament wird es manchmal auf die Seele, an anderen Stellen aber auch auf den Körper allein bezogen. Das griechische Wort sozo, das mit "erlöst" übersetzt wird, bedeutet ebenfalls "geheilt", "heil gemacht", "ganz gemacht". In Römer 10:9 wird es mit "gerettet" übersetzt und in Apostelgeschichte 14:9 mit "geholfen" und bezieht sich auf die Heilung des Mannes, der seit seiner Geburt gelähmt war. Beide griechischen Worte für Erlösung und erlöst bedeuten sowohl geistliche als auch körperliche Erlösung oder, mit anderen Worten, geistliche und körperliche Heilung. Paulus sagt in Epheser 5:23 dass Christus "des Leibes Retter" ist.

Gilt das nun für einige oder für alle?

Dr. Scofield sagt in seiner Fußnote über das Wort Erlösung: "Erlösung ist das große, pauschale Wort des Evangeliums, das in sich alle Erlösungshandlungen und Erlösungsprozesse vereint." Das Wort beinhaltet daher unseren Besitz und unser Genießen all der Segnungen, die durch Seine sieben Erlösungsnamen offenbart werden. Diese Namen sollen uns zeigen, was unsere Erlösung alles beinhaltet. Darum ist es das Evangelium sowohl der Heilung des Körpers als auch der Seele, das "die Kraft Gottes zur Rettung für jeden ist, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen." Derselbe Herr über alles ist großzügig gegenüber allen, die Ihn anrufen."

Kapitel 4

Das Mitgefühl des Herrn

Gnädig und barmherzig ist der Herr, geduldig und von großer Güte! Der Herr ist gegen alle gütig, und seine Barmherzigkeit erstreckt sich über alle seine Werke. (Psalm 145:8-9)

Im Studium des Mitgefühls des Herrn haben wir eine vollkommene Offenbarung der Bereitschaft des Herrn, zu heilen. Während seines irdischen Dienstes war Er überall von Mitgefühl bewegt und heilte alle, die der Heilung bedurften. Es ist dieser selbe Jesus, der, nachdem Er gesagt hatte "es ist gut für euch, dass ich weggehe" nun zur Rechten Gottes sitzt, damit Er ein gnädiger (mitfühlender) und treuer Hohepriester für uns ist.

In der Bibel bedeuten Gnade und Mitgefühl dasselbe. Das hebräische Substantiv rachamin wird sowohl mit "Gnade" als auch mit "Mitgefühl" übersetzt. Das griechische Verb eleeo wird übersetzt mit "Gnade haben" und "Mitgefühl haben". Und gleichermaßen wird das griechische Adjektiv eleemon mit "gnädig-mitfühlend" definiert. Mitgefühl zu haben bedeutet, zärtlich zu lieben, Erbarmen haben, Gnade zeigen und voller eifriger Sehnsucht zu sein.

Gottes größtes Attribut ist Liebe

Der obige Text beginnt mit den Worten "Gnädig und barmherzig ist der Herr, geduldig und von großer Güte". Diese Aspekte des Wesens Gottes werden durch die Bibel hindurch wieder und wieder zum Ausdruck gebracht. Gottes größtes Attribut ist Liebe und zwar ist das verbunden mit Seiner Vaterschaft. Die auffälligsten Aussagen in der Bibel über unseren himmlischen Vater sind die Erklärungen über Seine Liebe, Seine Gnade und Sein Mitgefühl. Es gibt keinen Aspekt des Charakters Gottes, der den Glauben so inspiriert wie dieser. In unseren Erweckungsversammlungen habe ich den Glauben himmelhoch wachsen sehen wenn die Wahrheit von Gottes gegenwärtiger Liebe und Mitgefühl dem Verstand und den Herzen der Menschen zu dämmern begann. Es geht nicht um das, was Gott tun kann, sondern um das, wovon wir wissen, dass Er Sich danach sehnt, es zu tun, was unseren Glauben inspiriert.

Indem Er sein Mitgefühl überall durch das Heilen der Kranken zeigte, enthüllte Jesus das leidenschaftliche Herz Gottes gegenüber dem Volk. Die Menschenmengen kamen zu Ihm und baten um Hilfe. Wie hinterlistig Satan doch daran gearbeitet hat, diese herrliche Tatsache vor den Menschen zu verbergen! Er hat die unbiblische, unlogische und abgenutzte Aussage verbreitet, dass das Zeitalter der Wunder vorbei ist bis er fast erfolgreich das Mitgefühl Gottes vor den

Augen der Welt verfinstert hat. Die moderne Theologie betont die Macht Gottes mehr als Sein Mitgefühl und seine Kraft mehr als die großartige Tatsache, dass "die überwältigende Größe Seiner Macht" für uns ist. Doch die Bibel dreht dies um und betont stärker Seine Bereitschaft, Seine Kraft zu gebrauchen als die Kraft selbst. An keiner Stelle sagt die Bibel "Gott ist Kraft", doch sie sagt sehr wohl "Gott ist Liebe". Es ist nicht Glauben an Gottes Macht, der uns Seine Segnungen sichert, sondern Glauben an Seine Liebe und Seinen Willen.

Gottes Liebe wird von der modernen Theologie verschleiert

Die erste Aussage in unserem obigen Text lautet: "Gnädig und barmherzig ist der Herr", was bedeutet, dass Er geneigt ist, Seine Gunst zu erweisen. Diese herrliche Tatsache, die mit solcher Brillanz durch die ganze Bibel hindurch scheint, ist von der modernen Theologie derart verschleiert worden, dass wir überall nur hören "Der Herr ist fähig" statt "Der Herr ist gnädig".

Hunderte Heilungsbedürftige sind zu uns gekommen oder haben uns geschrieben und über ihre Befreiungsbedürftigkeit gesagt: "Der Herr ist fähig." Sowohl ihre Lehren als auch ihr Mangel an Lehre haben sie davon abgehalten, zu erkennen, dass der Herr auch willig ist. Wie viel Glauben erfordert es, zu sagen, der Herr sei fähig? Der Teufel weiß sogar, dass Gott fähig ist

und er weiß auch, dass Er willig ist. Doch er hat die Menschen davon abgehalten, letzteres zu erkennen. Satan ist bereit, uns die Macht des Herrn hervorheben zu lassen, weil er weiß, dass das keine ausreihende Basis für den Glauben ist, das Mitgefühl und die Bereitschaft des Herrn aber sehr wohl.

Bevor wir für die Heilung von Menschen beten müssen wir sie das Wort Gottes lehren, bis sie sagen können: "Der Herr ist gnädig" statt "Der Herr ist fähig". Genau das musste Jesus tun bevor er den Aussätzigen heilen konnte, der sagte: "Wenn du willst, kannst du mich heilen." Er zeigte ihm Seine Bereitschaft, damit der Mann wirklich Heilung erwarten konnte.

In der vorhergehenden Predigt haben wir viele biblische Beweise für die gegenwärtige Heilungsbereitschaft des Herrn aufgeführt. Doch selbst wenn wir von der Aussage "Er ist fähig" zu der Aussage "Er ist willig" voranschreiten können, ist das nicht genug. Das Wort willig ist zu zahm um Gottes gnädige Haltung uns gegenüber umfassend zum Ausdruck zu bringen. "Er hat Lust an der Gnade" (Micha 7:18). Seine Haltung wird in 2. Chronik 16:9 ausführlicher dargestellt: "Denn die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde, um sich mächtig zu erzeigen an denen, die von ganzem Herzen ihm ergeben sind." Dieser Text zeigt unsren Herrn als nicht nur willig, sondern begierig, Seinen Segen mächtig auf alle auszugießen, die es Ihm möglich machen. "Die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde" oder mit anderen Worten: Er jagt ständig nach

Gelegenheiten, Sein wohlwollendes Herz zu erfreuen, weil Er Lust an der Gnade hat.

Wohlwollen ist das große Attribut Gottes. Wenn du Ihm gefallen willst, räume die Hindernisse aus dem Weg, damit Er Sein Wohlwollen ausführen kann. Er ist unendlich gut. Er existiert für immer in einem Zustand der vollkommenen Hingabe, Segnungen auf Seine Geschöpfe auszugießen, wenn sie es Ihm möglich machen. Jeder kann das tun. Stelle dir einmal vor, der große Pazifische Ozean würde hoch über uns empor gehoben. Denke nur, welchen Druck er auf jede Erdspalte ausüben würde, um ein Ventil zu finden, durch das er sein Wasser über die ganze Erde ausströmen lassen könnte. Dann hast du ein Bild für Gottes wohlwollende Haltung uns gegenüber.

Eine ernste Herausforderung

Nachdem du zuerst richtig aufgeklärt worden bist, fordere ich dich als Leser heraus, dich selbst an dem Punkt zu platzieren, wo Gottes Gnade dich erreichen kann ohne dass Er die herrlichen Prinzipien Seiner moralischen Herrschaft verletzen muss. Dann warte und sieh, ob du nicht eine absolut überwältigende Demonstration Seiner Liebe und Gnade erleben wirst. Der Segen wird fließen bis du die Grenzen deiner Erwartungen erreicht hast. Kornelius brachte sich selbst an den Punkt, an dem Gottes Gnade ihn erreichen konnte, indem er zu Petrus

sagte: "So sind wir nun alle vor Gott gegenwärtig, zu hören alles, was dir von Gott aufgetragen ist." Er erlebte Gottes Güte so sehr, dass er nicht einmal abwarten konnte, bis Petrus seine Predigt beendet hatte. Sobald Petrus genug gesagt hatte um eine Basis für seinen Glauben zu bilden, fiel der Segen nieder.

Gott ist nicht nur fähig, sondern Er ist auch willig, "weit mehr zu tun als wir bitten oder verstehen." Seine Liebe ist so groß, dass sie nicht vollkommen zufrieden gestellt sein würde, wenn Er nur all die heiligen Wesen in Seinem Universum segnen würde. Darum ist sie auf Seine Feinde in der ganzen Welt ausgeweitet. Mir scheint es, dass es Gott lieber wäre, wir würden Seine Fähigkeit anzweifeln als Seine Willigkeit. Auch mir wäre es lieber, wenn ein Mensch, der Probleme hat, zu mir sagen würde:

"Bruder Bosworth, ich weiß, dass du mir helfen würdest, wenn du es könntest (und damit meine Fähigkeit anzweifelt) als "Ich weiß, dass du mir helfen kannst, aber ich habe nicht das Vertrauen, dass du mir auch helfen willst."

Der Text zu Beginn dieser Predigt sagt weiter aus, dass der Herr "gnädig und barmherzig ist, geduldig und von großer Güte." Wenn ich daran denke, wie der Herr unsere Herzen mit Seiner zärtlichen Liebe überflutet bis sie in der Fürbitte für andere voller unaussprechlicher Seufzer sind, stehe ich ehrfürchtig da und frage mich, wie groß Sein Mitgefühl sein muss. Das Mitgefühl einer Mutter für ihr leidendes Kind macht sie nicht nur willig, dem Kind Erleichterung zu verschaffen, sondern sie leidet, wenn sie es nicht kann. Das

griechische Wort sympathes (übersetzt mit Mitgefühl) bedeutet, mit einem anderen zu leiden. Entsprechend sagt Jesaja: "Bei all ihrer Angst war Ihm auch angst" (Jesaja 63:9). Ist es nicht seltsam, dass diese erstaunliche Tatsache Seiner Barmherzigkeit gegenüber den Kranken, die während der dunkleren Zeitalter des Alten Testaments so deutlich gesehen und angewandt wurde, in diesem "besseren" Zeitalter übersehen und beiseite geschoben werden soll? Christus hat den Weg für die größtmögliche Manifestation Seiner Gnade in jedem Bereich menschlicher Not geöffnet.

Das wohlwollende Herz Gottes erreicht alle

Unser Text schließt, nachdem er die Größe Seines Mitgefühls aufgezeigt hat, mit der logischen Schlussfolgerung: "Der Herr ist gegen alle gütig, und Seine Barmherzigkeit erstreckt sich über alle Seine Werke." Mit anderen Worten: Er ist so voller Mitgefühl, dass es bei der Schenkung Seiner Gnadengaben kein Ansehen der Person geben kann. Gott ist nicht in der Lage, Sein wohlwollendes Herz vollkommen zufrieden zu stellen indem er heilige Wesen segnet. Er muss Seine Gnade auf die Gottlosen der Erde ausdehnen. Wie sollte Er den allgemeinen Segen der Heilung von irgendeinem Seiner eigenen, gehorsamen Kinder zurückhalten?

Propheten und Könige haben dieses Zeitalter der

Gnade zu sehen gewünscht. Was für eine sonderbare Lehre, dass die Kranken nicht in dieser Zeit des Lichts genauso viel Erbarmen erwarten können wie die Leidenden während der

dunkleren Zeitalter. Ist Gott jetzt eher bereit, den Kindern des Teufels die Gnade der Vergebung zu erweisen als Seinen eigenen Kindern die Gnade der Heilung? Tatsache ist, dass Er Sein eigenes krankes und leidendes Kind noch mehr liebt als den Sünder. "Aber die Gnade des Herrn währt von Ewigkeit zu Ewigkeit (nicht nur über dem Sünder, sondern) über denen, die ihn fürchten." (Psalm 103:17). "Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, welche ihn fürchten" (Psalm 103:13). "Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so groß ist Seine Gnade über die, welche Ihn fürchten (und auch über den Sünder)" (Psalm 103:11). Der kranke Christ kann mit Salomo

sagen: "Kein Gott ist dir gleich

Bund und die Barmherzigkeit hältst deinen Knechten, die von ganzem Herzen vor dir wandeln" (2. Chronik 6:14). Nicht nur einige, sondern "alle Pfade des Herrn sind Gnade und Wahrheit denen, die Seinen Bund und Seine Zeugnisse bewahren." (Psalm 25:10)

der du den

Beispiele für das Mitgefühl des Herrn

Lasst uns einige Passagen aus den Evangelien anschauen, die das Mitgefühl des Herrn zeigen.

Und es kam ein Aussätziger zu Ihm, bat ihn, fiel

vor Ihm auf die Knie und sprach: Wenn du willst, kannst du mich reinigen! Da erbarmte sich Jesus

seiner, streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach zu ihm: Ich will; sei gereinigt! Und während Er redete, wich der Aussatz alsbald von

ihm, und er wurde rein

allen Seiten zu Ihm. (Markus 1:40-45)

und sie kamen von

Hier war es Erbarmen, das Christus bewegte, diesen Aussätzigen zu heilen.

Als aber Jesus das hörte, entwich Er von dort in einem Schiff abseits an einen einsamen Ort. Und als die Volksmenge es vernahm, folgte sie Ihm aus den Städten zu Fuß nach. Als nun Jesus hervorkam, sah Er eine große Menge und erbarmte sich über sie und heilte ihre Kranken. (Matthäus 14:13-14)

Wie überall sonst war Er auch hier "reich an Gnade" gegenüber allen, die der Heilung bedurften. Es war Seine Barmherzigkeit, die Ihn bewegte.

Und als sie von Jericho auszogen, folgte ihm eine große Volksmenge nach. Und siehe, zwei Blinde saßen am Wege; als sie hörten, dass Jesus vorüberziehe, schrieen sie und sprachen:

Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Aber das Volk bedrohte sie, sie sollten schweigen. Sie aber schrieen nur noch mehr und sprachen:

Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Und Jesus stand still, rief sie und sprach: Was wollt ihr, dass ich euch tun soll? Sie sagten zu ihm:

Herr, dass unsere Augen geöffnet werden! Da erbarmte sich Jesus ihrer und rührte ihre Augen an, und alsbald sahen sie wieder und folgten ihm nach. (Matthäus 20:29-34)

Diese blinden Männer baten um das Erbarmen, ihre Augen geöffnet zu bekommen. Jesus schenkte ihnen die Gnade der Heilung und bewies damit, dass Heilung genau wie Vergebung ein Gnadengeschenk ist. Die Kranken baten in jenen Tagen, wenn sie Heilung wünschten, um Gnade. Heute sehen die meisten Leute Gnade nur in Verbindung mit dem Sünder und wissen nicht, dass Seine Gnade sich auch auf die Kranken erstreckt.

Gott ist der Vater der Barmherzigkeit

Paulus, der Gott den "Vater der Barmherzigkeit" nennt, beweist dies indem er alle Kranken auf

der Insel Malta heilt. Jesus sagte: "Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen!" Hiob wurde geheilt als er für seine Freunde betete. Nach einer der Seligpreisungen erlangt man Gnade indem man Gnade erweist. Jakobus 5:11 sagt: "Der Herr ist voll Mitleid und Erbarmen." Es folgt die Anweisung an die Gemeinde: "Ist jemand von euch krank, der lasse die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen

" Der Herr ist voll Mitleid und Erbarmen. Mit anderen Worten: Möge wer auch immer in der Gemeinde heute krank ist genauso wie Hiob seine Heilung erlangen. Jesus hat alles

bereitgestellt, was wir brauchen. Er sagt heute immer noch, wie Er es zu den beiden blinden Männern gesagt hat: "Was willst du, dass ich dir tun soll?"

Jesus hatte Erbarmen mit dem besessenen Gadarener. Der Mann war so besessen von einer Legion Dämonen, dass er sich selbst mit Steinen ins Fleisch schnitt und die Ketten zerbrach, mit denen das Volk ihn oft anzubinden versucht hatte. Als er wieder bekleidet und bei Sinnen war, freute er sich so sehr, dass er den Herrn bat, bei ihm bleiben zu dürfen. "Aber Jesus ließ es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: Gehe in dein Haus, zu den Deinen, und verkündige ihnen, wie Großes der Herr an dir getan und wie er sich deiner erbarmt hat! Und er ging hin und fing an im Gebiet der Zehn-Städte zu verkündigen, wie Großes Jesus an ihm getan habe; und jedermann verwunderte sich. (Markus

5:19-20)

Das Ergebnis des Zeugnisses eines Mannes

Lasst uns Matthäus 15:30-31 lesen und die Ergebnisse des Zeugnisses dieses einen Mannes sehen, das das Erbarmen des Herrn preisen sollte.

Und es kamen zu ihm große Volksmengen, die hatten Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viele andere bei sich; und sie legten sie zu

seinen Füßen, und er heilte sie, so dass sich die Menge verwunderte, als sie sah, dass Stumme redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme wandelten und Blinde sehend wurden; und sie priesen den Gott Israels.

Es war nicht die Tatsache, dass sie krank waren, wie einige heutzutage lehren, sondern die Tatsache, dass sie geheilt wurden, die diese "großen Volksmengen" veranlassten, den Gott Israels zu preisen. O, wie viel Ehre würde Gott zuteil werden und wie viele Segnungen würden der Welt zukommen, wenn jeder Gottesdiener heute klar die biblischen Verheißungen für die Heilung der Kranken darlegen würde! Welch ein Segen würde es sein, wenn ein jeder, sobald er geheilt worden ist, die Barmherzigkeit des Herrn innerhalb seines Umfeldes verkündigen würde. Innerhalb kürzester Zeit würden Tausende und Abertausende, die derzeit krank sind, Glauben an Christus für Heilung bekommen. Dann würde man erneut von den Volksmengen sagen können, dass sie "den Gott Israels preisen" würden. Die so genannte höhere Kritik und der Modernist würden schon bald unpopulär werden und die falschen Heilungssekten würden nicht die Unzähligen von der Gemeinde wegziehen, die sie derzeit verführen.

Oben wird gesagt, dass dieser Mann die Barmherzigkeit des Herrn "verkündigte". Einige beziehen Stellung gegen uns und schreiben Artikel gegen uns, weil wir die Zeugnisse derer veröffentlichen, die wunderbar geheilt wurden. Was ist da los? Ist irgendetwas falsch daran, das Gebot des Herrn zu befolgen, "Seine Taten unter

dem Volk bekannt zu machen"? Da Jesus gestorben ist um den Weg zu öffnen, dass Seine Gnadengaben alle Nöte des Menschen erreichen, sollten wir sicherlich bereit sein, sie das wissen zu lassen. Wenn man einige dieser Bücher und Artikel liest sollte man meinen, es sei ein Verbrechen, die Menschen das Erbarmen Gottes wissen zu lassen.

Du wirst bemerken, dass in der oben zitierten Schriftstelle sich Jesu Ruhm infolge der Heilungswunder weit verbreitete und "die Menschen von allen Seiten zu Ihm kamen." Und "sie folgten ihm aus den Städten zu Fuß nach" und "große Volksmengen strömten ihm zu." Volksmengen! Volksmengen! Volksmengen überall.

Heute ist es genauso. Wenn das Gebot befolgt wird, "Seine Taten unter dem Volk bekannt zu machen" und wenn Seine Barmherzigkeit "verkündigt" wird, beginnen Dinge zu geschehen. Sobald in einer Stadt bekannt ist, dass "derselbe Jesus" tatsächlich die Kranken heilt, kommen die Menschen aus allen Richtungen. Ich habe noch nie etwas gesehen, was alle Barrieren so niederreißt und die Menschen aus allen Richtungen herbeibringt wie die Manifestation der Barmherzigkeit des Herrn, wenn Er die Kranken heilt. Wir haben in unseren Erweckungsversammlungen festgestellt, dass sobald die Öffentlichkeit herausfindet, was "derselbe Jesus" tut, die Menschen aus allen Richtungen kommen. Sie kommen von den Methodisten, von den Katholiken, aus der Christlichen Wissenschaft, von den Spiritisten,

von den Juden, von den Armen, von den Reichen und aus jedem anderen Lager. Menschenmengen hören das Evangelium und übergeben ihr Leben Gott. Sie würden nie die Versammlungen besuchen wenn es keine Heilungswunder gäbe, die Seine Barmherzigkeit offenbaren.

Der Effekt der heutigen Heilungen

Wenn Christus und Seine Apostel ohne Wunder nicht die Volksmengen anziehen konnten, erwartet Er dann mehr von uns? Wir haben dreizehn Jahre lang gepredigt bevor der Herr uns geführt hat, diesen Teil des Evangeliums auf eine kühnere und öffentlichere Art zu predigen. Der "Heilungsdienst" hat auch nicht von dem viel wichtigeren Thema der Errettung der Seele abgelenkt, sondern wir haben stattdessen mehr freudige Bekehrungen in einer Woche gesehen als zuvor während eines ganzen Jahres der evangelistischen Arbeit. Sobald unsere Erweckungsversammlungen losgehen kommen allabendlich Hunderte um ihr Herz und Leben Gott zu geben. Ganze Städte beginnen, über Jesus zu reden. Andere Evangelisten, die unsere Erweckungsversammlungen besucht haben, beweisen nun in ihren eigenen Versammlungen, dass dies wahr ist.

Unsere letzte Missionsreise, die dem Schreiben dieses Buches voranging, fand in Ottawa/Kanada statt. Während der sieben

Wochen unserer Versammlungen kamen etwa 6.000 Menschen und baten um Heilung und über 12.000 bekehrten sich. Ich bezweifle, ob mehr als 1.000 Menschen sich bekehrt hätten wenn da nicht die Heilungswunder gewesen wären, die die Barmherzigkeit des Herrn offenbarten. Die Stadt und die ganze Umgebung waren aufgestört wie noch nie zuvor in der Geschichte. Die größten Mengen, die sich jemals bei religiösen Versammlungen in dieser Hauptstadt Kanadas unter einem Dach versammelt hatten, füllten das neu erbaute Auditorium, das Millionen Dollar gekostet hatte. Es ist das größte Gebäude in der Stadt. Die Besucherzahlen beliefen sich auf bis zu 10.000 in einer einzigen Versammlung. Bevor wir die Stadt wieder verließen erhielten wir viele Hunderte schriftlicher Zeugnisse. Menschen, die von fast jeder Art von Krankheit und Gebrechen geheilt worden waren, berichteten, was Gott getan hatte. Gott allein sei alle Ehre!

Ein baptistischer Evangelist unter mehreren anderen, der dies nun selbst auch als wahr bewiesen hat, hat in einem von zehn Traktaten, die er über das Thema veröffentlicht hat, geschrieben, dass Heilung das größte Evangelisationswerkzeug ist, das der Herr jemals gebraucht hat. Er sagte, er würde für alles Geld Amerikas nicht zu seiner alten Methode (neuen Methode) zurückkehren.

Eine zunehmende Ernte

Nun lasst uns noch eine weitere Passage über die Barmherzigkeit des Herrn ansehen.

Und Jesus durchzog alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, predigte das Evangelium von dem Reich und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen. Als er aber die Volksscharen sah, jammerten sie ihn, weil sie beraubt und vernachlässigt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenige. Darum bittet den Herrn der Ernte,

dass er Arbeiter in seine Ernte aussende! Da rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister, sie auszutreiben, und jede Krankheit und jedes

Gebrechen zu heilen

Jesus aus, gebot ihnen und sprach

Diese zwölf sandte

Geht hin

predigt

10:8)

heilt Kranke

" (Matthäus 9:35-

Hier wird das Erbarmen Jesu gegenüber den Kranken nun so gut bekannt, dass die "Ernte" zu groß für den EINEN ERNTEARBEITER wird. Sein barmherziges Herz ist voller Sehnsucht über die zunehmende Anzahl derer, die Ihn aufgrund des Andrangs nicht erreichen konnten. "Als er die Volksmengen sah, wurde er bewegt über sie." Es ist, als sei Er persönlich nur in der Lage, einem Teil von ihnen zu dienen, und Sein Erbarmen für den Rest der rapide wachsenden Volksmengen veranlasst Ihn nun, weitere Arbeiter auszusenden um zu predigen und zu heilen. "Seine Ernte" ist nicht nur von der Art her heute dieselbe wie damals, sondern sie ist auch heute noch viel größer als damals. Sein

Erbarmen ist immer noch dasselbe. Er will heute dieselbe Art von Erntearbeitern, die durch Predigen und Heilen dieselbe Ernte in "allen Städten und Dörfern" einbringen sollen. Sein Erbarmen, manifestiert durch diese zwölf neuen Erntearbeiter, erforderte bald das Aussenden siebzig weiterer, die ermächtigt waren, zu predigen und zu heilen. Arbeiter dieser Art gibt es heute wenige. "Die Ernte" ist wahrhaft weitaus größer als damals. Was Er begonnen hat "zu tun und zu lehren" ist genau dasselbe, was nach Seinem Willen heute getan und gelehrt werden soll. Statt etwas zu beenden, wie es die moderne Idee sieht, hat Er etwas begonnen, von dem Er versprochen hat, dass es fortgeführt werden und zunehmen würde. Es ist nicht das Evangelium des 20. Jahrhunderts, sondern "dieses Evangelium" (das, welches Er verkündigte), von dem Er gesagt hat, dass es in der ganzen Welt gepredigt werden soll.

Eine sonderbare Umkehrung der Verheißung Christi

Jesus lehrte in Johannes 14:12-13 ausdrücklich und versprach, dass dieselbe Gnade und Barmherzigkeit die Menschen durch unsere Gebete erreichen würde während Er unser Hohepriester im Himmel ist. Tatsächlich sollte Sein Weggehen den Weg dafür öffnen, dass sich Sein Erbarmen in einem viel breiteren Ausmaß manifestieren konnte. Jesaja prophezeite von Ihm: "Darum ist er hoch erhaben, damit er sich über euch erbarmen kann" (Jesaja 30:18). Jesus sagte: "Es ist gut für euch, dass ich weggehe."

Das könnte nicht wahr sein, wenn Sein Weggehen die Manifestation Seiner Barmherzigkeit bezüglich des Heilens der Kranken aufgehoben oder auch nur modifiziert hätte. Ist es nicht sonderbar, dass viele Gottesdiener heute durch die Lehre, dass das Zeitalter der Wunder vorüber sei, die Verheißung von Christus exakt umkehren, dass dieselben und größere Werke getan werden sollen? Andere nehmen dieselbe Umkehrung vor indem sie neben vielen anderen traditionellen und unbiblischen Gedanken lehren, dass Gott möchte, dass einige Seiner hingegebenen Kinder zu Seiner Ehre krank bleiben.

Jeder Mensch, der lehrt, dass Heilung heute nicht für alle ist, die heute der Heilung bedürfen, so wie es auch in der Vergangenheit war, lehrt im Grunde genommen, dass sich Christi Erbarmen über die Kranken seit Seiner Erhöhung zumindest modifiziert hat. Schlimmer noch ist die Lehre anderer, die behaupten, dass Seine Barmherzigkeit, die Kranken zu heilen, vollkommen zurückgezogen wurde. Mir ist es ein Rätsel, wie irgendein Gottesdiener eine Position einnehmen kann, die die Manifestation der größten Attribute der Gottheit verschleiert und störend beeinträchtigt. Gottes Barmherzigkeit ist göttliche Liebe in Aktion. Als Paulus den stärksten nur möglichen Aufruf zur Hingabe

machte, sagte er: "Ich ermahne euch

Bramherzigkeit Gottes." Das ist die Manifestation

Seines größten Merkmals.

kraft der

Unser Hohepriester

Jesus sagte: "Wenn der Geist der Wahrheit gekommen ist, wird Er mich verherrlichen." Könnte der Geist Christus vor den Kranken

verherrlichen, indem Er ihnen sagt, dass das Zeitalter der Wunder vorbei ist? Er hat

versprochen "die Werke

während diesen Zeitalters zu tun. Würde es Jesus verherrlichen, wenn Er seit Seiner Erhöhung Seinen Dienst an den Kranken zurückgezogen oder modifiziert hätte? Ist der Geist gekommen, um Christus zu verherrlichen, indem Er den Dienst an Seinen kranken und leidenden Brüdern modifiziert? Ist Christus ihr Hohepriester? Würde das nicht im direkten Gegensatz zur Verherrlichung des Gottes Israels im Zehnstädtegebiet durch die Heilung der Menschenmengen stehen? Sollen wir unser Gebet des Glaubens für unsere Heilung aufgeben? Falls ja, dann ist die übliche Praxis, für die Kranken zu beten, dass sie Kraft und Geduld haben möchten, um ihr Leiden zu tragen, richtig. Doch irgendetwas stimmt nicht!

und größere Werke"

Seit Jesus unser Hohepriester geworden ist, spricht Er siebenmal vom Himmel und sagt: "Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt." Menschen sagen heutzutage vieles, was der Geist nie gesagt hat und das Gegenteil von dem ist, was er tatsächlich sagt. Es folgen einige der Dinge, die der Geist sagt, um Christus zu verherrlichen.

"Daher musste er in allem den Brüdern ähnlich

werden, damit er barmherzig (mitfühlend) würde und ein treuer Hohepriester vor Gott" (Hebräer 2:17) Wir haben bereits aufgezeigt, dass die beiden Worte barmherzig und mitfühlend als Bedeutung des griechischen Adjektivs eleemon genannt werden, das in diesem Abschnitt mit "barmherzig" übersetzt wird. Dieser Vers bezieht sich nicht auf das Mitgefühl Christi, das Er während Seines irdischen Dienstes zeigte. Es bezieht sich ausschließlich auf Seinen Dienst vom Himmel aus und auf die Tatsache, dass Seine Verkörperung enden musste, damit Er nach Seiner Rückkehr in den Himmel Erbarmen als unser Hohepriester zeigen könnte. Alles, was Jesus bis zum Tag Seiner Himmelfahrt zu tun und zu lehren begann, ist das, was Er aufgrund Seines unveränderlichen Mitgefühls versprochen hat, nach Seinem Fortgehen weiterzuführen und auszuweiten.

Der Geist verherrlicht Christus des Weiteren indem Er sagt, dass Jesus jetzt berührt ist (griechisch: sumpatheo, in Hebräer 10:34 mit "Mitgefühl" übersetzt) angesichts unserer Leiden. Er kann immer noch Mitgefühl haben (Hebräer 5:2). Er ist "Jesus Christus, derselbe gestern, heute und in Ewigkeit." Lasst uns Ihn anbeten, weil Seine Barmherzigkeit heute immer noch dieselbe ist. Wenn Er Sich all unsere Leiden anschaut, ist Er immer noch "von Mitgefühl bewegt" und hat das Verlangen, uns zu helfen.

Wir erkennen, dass viele, die nicht an göttliche Heilung glauben, durchaus mit dem Geist in diesen herrlichen Empfindungen kooperieren,

soweit sie sich auf den wichtigeren Bereich der Errettung der Seele beziehen. Einige sagen, dass das Zeitalter der Wunder vorbei ist. Wenn Er Sein Amt und Werk erfüllt, den erhöhten Christus zu verherrlichen, bringt der Geist die tiefen Empfindungen von Hebräer 10:34 zum Ausdruck. Wie wundervoll wäre es doch, wenn alle Gottesdiener und Christen mit dem Geist kooperieren würden indem sie auch diese herrlichen Empfindungen gegenüber denen aussprechen würden, die körperlich leiden. Statt Priester und Leviten zu sein, die auf die andere Straßenseite überwechseln und vorbeigehen wird die Gemeinde in Jakobus Kapitel 5 aufgefordert, ein "guter Samariter" zu sein. Sie muss mitfühlend den körperlichen Nöten der Kranken und Leidenden dienen. Sie sollte ihre Wunden verbinden und den heilenden Balsam aus Wein und Öl (das Wort Gottes und den Geist Gottes) darüber ausgießen. "Er sandte Sein Wort und heilte sie" durch die Kraft des Geistes. Jesus sprach ein "Wehe euch" gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer aus, weil sie die wichtigeren Themen des Erbarmens und des Glaubens weggelassen hatten.

In Apostelgeschichte Kapitel 5 finden wir einen weiteren wunderbaren Beweis dafür, dass Christi Mitgefühl gegenüber den Kranken heute noch dasselbe ist. Wir lesen über die Menschenmengen, die am Tag Seines Auffahrens zum Vater in die Straßen Jerusalems gebracht wurden, dass sie alle geheilt wurden. Hier zeigte sich wieder, dass Jesus als unser Hohepriester im Himmel genau dasselbe tat, was Er getan hatte, bevor Er weggegangen war. Vom Himmel aus war Er "von Mitgefühl bewegt" und

heilte alle, die der Heilung bedurften.

Selbst im letzten Kapitel der Apostelgeschichte manifestiert sich Sein Erbarmen vom Himmel indem alle auf der Insel Malta geheilt wurden. Während Er unser Hohepriester ist, ist Sein Mitgefühl so große, dass Er "immerdar lebt um für uns einzutreten" (Hebräer 7:25).

Sein Mitgefühl für die Kranken hat Ihn auch seit Seiner Verherrlichung dazu bewegt, in der Gemeinde Geistesgaben einzusetzen. Die Gaben des Glaubens, der Wunderwirkungen und der Heilungen für die Gesundung der Kranken werden uns über die Jahrhunderte gegeben, während Er unser Hohepriester ist. Rev. W. C. Stevens sagt von diesen Tagen, die der Erhöhung von Christus folgen: "Wir sehen, dass selbstverständlich und notwendig die Gaben der Heilungen eine genauso große Stellung und Wichtigkeit einnehmen wie es in dem persönlichen Dienst unseres Herrn auf Erden der Fall war."

Selbst die ganz normalen Gemeindemitglieder können für die Kranken beten

Es ist Sein gegenwärtiges Mitgefühl für die Kranken, das Jesus veranlasst hat, als unser Hohepriester und Haupt der Gemeinde die Ältesten und selbst die ganz normalen Gemeindemitglieder aufzufordern, das Gebet

des Glaubens für die Heilung aller Kranken während des Gemeindezeitalters zu beten (Jakobus 5:14; Markus 16:17-18). Rev. W. C. Stevens bemerkt zu diesem Punkt: "Alle Prediger, Lehrer, Autoren und andere, die das Wort des Lebens an die Menschen austeilen, sollten diese Anweisung (Jakobus 5:14) kontinuierlich für die Menschen befolgen, denn Krankheit konfrontiert sie ständig."

Selbst während Seines irdischen Dienstes hätte unser verehrter Herr jedes Opfer gebracht und selbst den Fluch erlitten, um den Weg dafür frei zu machen, dass Sein Erbarmen auch den unwürdigsten und provokantesten Seiner Feinde erreichen konnte. Sowohl der blutige Schweiß im Garten Gethsemane als auch die entsetzlichen Qualen auf Golgatha waren nichts als die Manifestation Seiner unendlichen Barmherzigkeit. Er ging nach Golgatha "mit einem Gesicht hart wie Kieselstein". Er war durch den Kuss von Judas verraten und in die Hände Seiner Peiniger ausgeliefert worden. Petrus hatte das Ohr des Dieners des Hohepriesters mit dem Schwert abgetrennt. Jesus heilt das Ohr Seines Feindes und fordert Petrus auf, sein Schwert wegzustecken. Er ummantelte sozusagen Sein eigenes Schwert indem Er dem natürlichsten Impuls Seiner heiligen Seele nachging. Er weigerte sich, zu beten, obwohl Er durch Gebet sofort mehr als zwölf Legionen von Engeln zur Verfügung gehabt hätte, die Ihn in die Lage versetzt hätten, dem Todeskampf am Kreuz zu entgehen. Dann hätte es nur einen Richterstuhl gegeben und keinen Gnadenthron. Der gefallene Mensch mit all seinen Nöten an Geist, Seele und Leib hätte

keine Hoffnung gehabt. In Seinem stellvertretenden Werk für uns sah Er jede mögliche Not der Menschheit voraus und bahnte den Weg dafür, dass Gnade jede Phase menschlicher Not erreichen kann. Die sieben Segnungen Seines Bundes, Seine "Gegenwart", als "Versorger", "Frieden", "Sieg", "Hirte", "Gerechtigkeit" und "Arzt" sind aufgrund der

Tragödie Seines Kreuzes sicher. Sie werden uns durch Seine Erlösungsnamen offenbart. Seine Bündnisse, einschließlich des Bundes der Heilung, sind uns aufgrund Seiner Gnade

gegeben; "

denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote bewahren, auf tausend Geschlechter" (5. Mose

7:9)

welcher den Bund und die Gnade

Wie man das Herz von Jesus nicht bekümmert

Seine Liebe und Sein Erbarmen anzuzweifeln oder zu ignorieren bekümmert das Herz von Jesus. Es ließ Ihn über Jerusalem weinen. So oft haben Gottesdiener in diesen Tagen gesagt, dass wir heute keine Wunder mehr brauchen. Sie meinen, Wunder seien lediglich ein Zeichen gewesen, um die Gottheit des Herrn zu beweisen etc. Ich habe zu ihnen gesagt: "Wenn du Krebs hättest, der dich auffressen würde, dann würdest du ein Wunder brauchen, oder?" Die meisten Menschen heute sind so im Dunkeln über dieses Thema dass es ihnen nie auch nur in den Sinn kommt, dass es auch für die Kranken Gnade gibt. Sie denken nie an die Gaben der Heilungen und Wunderwirkungen als die Manifestation von Christi Erbarmen. Stunde

um Stunde und Tag um Tag, drei Jahre lang, heilte Er alle, die zu Ihm kamen aufgrund Seines Mitgefühls. Sind nicht die Nöte der Leidenden heute genau dieselben wie damals? Brauchen sie nicht genau soviel Mitgefühl wie in der Vergangenheit?

Wir denken an die zahllosen Menschen in Verzweiflung, die so furchtbare Qualen erleiden, dass der Tod eine Gnade wäre. Die Ärzte haben ihr Bestes getan, jedoch schließlich sagen müssen: "Wir können nichts mehr für Sie tun." Das Erbarmen Christi ist in jedem Augenblick immer noch genauso wie es sich während der drei Jahre Seines irdischen Dienstes der Liebe manifestiert hat. Wie kostbar ist es doch, dies als eine Tatsache zu wissen, auf die wir uns absolut verlassen können.

Wir haben aufgezeigt, dass körperliche Heilung eine Gnade ist, die Christus überall und jedem bescherte, der darum bat. Er war der Ausdruck des Willens des Vaters. Wir haben die deutliche Erklärung, dass der Herr "reich an Gnade ist gegenüber allen (einschließlich der Kranken), die Ihn anrufen" weil "Seine Gnade ewig währt". Seine Gnade reicht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Er ist voller Gnade über all Seine Werke. Besiegeln diese Schriftstellen das Thema nicht? Statt zu sagen, dass das Zeitalter der Wunder vorbei ist, sollten wir sagen: "Es steht geschrieben! Es steht geschrieben!"

Kapitel 5

Wie man den erlösenden Segen und den Bundessegen für körperliche Heilung anwendet

Beachte: In dieser Predigt wiederholen wir einige der Aussagen aus den vorherigen Seiten damit diese Predigt genug Wahrheit enthält um ein vollständiges Fundament für den Glauben zu legen. Das geschieht zum Vorteil einiger, die das Gebet des Glaubens brauchen bevor sie die Zeit haben, das ganze Buch zu lesen.

Der erste Schritt

Der erste Schritt in Richtung Heilung ist derselbe wie der erste Schritt zur Errettung oder zu jedem anderen Segen, den Gott verheißt. Die kranke Person muss wissen, was die Bibel ganz klar lehrt und dass es Gottes Wille ist, zu heilen, solange bis jemand die ihm zugemessene Lebensspanne (70 Jahre nach Psalm 90:10) ausgelebt hat. Jeder einzelne Kranke muss durch das Wort Gottes davon überzeugt sein, dass seine Heilung der Wille Gottes ist. Es ist unmöglich, echten Glauben für Heilung zu haben solange da noch der leiseste Zweifel an Gottes Willen ist.

Es ist unmöglich, kühn im Glauben einen Segen zu beanspruchen, von dem wir nicht sicher sind,

dass Gott ihn anbietet. Die Kraft Gottes kann nur da beansprucht werden, wo der Wille Gottes bekannt ist. Beispielsweise wäre es fast unmöglich, einen Sünder dahin zu bringen, "zur Gerechtigkeit zu glauben" bevor man ihn völlig davon überzeugt hat, dass es Gottes Wille ist, ihn zu erretten. Glaube beginnt da, wo der Wille Gottes bekannt ist. Glaube muss auf dem Willen Gottes allein ruhen, nicht auf Sehnsüchten oder Wünschen. Glauben anzuwenden bedeutet nicht, davon überzeugt zu sein, dass Gott kann, sondern dass Er es tun wird. Diejenigen, die behaupten, an Heilung zu glauben und dann ein Wort zugunsten von Heilung sprechen und zehn Worte dagegen, können keinen Glauben für Heilung hervorbringen.

Glaube ist die Erwartung, dass Gott Seinen Willen ausführen wird

Wenn Gott uns auffordert, für die Kranken zu beten, dann möchte Er, dass wir mit Glauben beten. Das könnten wir aber nicht tun, wenn wir Seinen Willen in der Angelegenheit nicht kennen würden. Solange eine Person Gottes Willen nicht kennt, hat sie keine Basis für Glauben. Glauben bedeutet, zu erwarten, dass Gott das tut, wovon wir wissen, dass es Sein Wille ist, es zu tun. Wenn wir Glauben haben, ist es nicht schwer, zu erleben, dass Gott Seinen Willen ausführt.

Wenn wir wissen, dass es Sein Wille ist, ist es für uns nicht schwer zu glauben, dass Er das tun

wird, wovon wir sicher sind, dass Er es tun will. Auf diesem Weg hat jede errettete Person das noch viel größere Wunder der neuen Geburt erlebt. Es kann keine Aneignung durch Glauben geben bis wir durch das Evangelium erfahren, was Gott für uns bereitgestellt hat.

Es gibt keine Lehre, die durch das Wort Gottes hindurch leidenschaftlicher gelehrt wird als die, dass durch das Sühneopfer von Christus sowohl Erlösung als auch körperliche Heilung bereitgestellt wurden. Es ist Gottes Wille, die Krankheit derer wegzunehmen, die Ihm dienen und gemäß Seiner Verheißung (2. Mose 23:25- 26) die Zahl ihrer Tage voll zu machen. Wie die Vorschatten in 3. Mose Kapitel 14 und 15 zeigen, dass es ausnahmslos durch das Sühneopfer war, dass Krankheit unter dem Gesetz von Mose geheilt wurde, so stellt Matthäus 8:17 definitiv fest, dass Jesus alle Krankheiten auf der Basis des Sühneopfers heilte. Diese Schriftstelle zeigt uns, dass der Grund dafür, dass Christus keine Ausnahmen machte wenn Er die Kranken heilte, die sich um Ihn scharten, Sein Sühneopfer war. Er brachte Sein Sühneopfer für die ganze Menschheit, dich eingeschlossen. Während eine Menschenmenge nach der anderen zu Ihm hin drängte um Ihn predigen zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden, wird durch die Evangelien hindurch wiederholt festgestellt, dass "Er sie alle heilte" (lies Matthäus 4:24; 12:15: 14:14; Lukas 4:40; Apostelgeschichte 10:38). Er konnte keine Ausnahmen machen. Warum? Weil Er in seinem kommenden Sühneopfer "selbst unsere Krankheiten trug". Da es unsere Krankheiten sind, die Er trug, erfordert es das Heilen aller,

um diese Prophetie zu erfüllen. Gott hat das sorgfältig in so eine einfache Sprache gepackt, dass wir es schon fehlinterpretieren müssen um uns selbst außen vor zu lassen. Was Golgatha bereitstellt ist für alle!

Gottes Weg um die Seele zu erretten, den Körper zu heilen und alles andere zu tun, was Er tun will, ist Sein Wort, Seine Verheißung, zu senden. Dann hält Er die Verheißung, wo immer sie Glauben hervorbringt. Die göttliche Vorgehensweise für Heilung wird in dem Text ausgedrückt: "Er sandte Sein Wort und machte sie gesund und ließ sie ihren Gräbern entrinnen." (Psalm 107:20).

Es ist das Wort Gottes, das in denen wirkt, die glauben (1. Thessalonicher 2:13). Es ist "heilsam ihrem ganzen Leib." (Sprüche 4:22)

Wie der Glaube eines kleinen Mädchens für ein neues Kleid durch das Hören des Versprechens seiner Mutter kommt, es ihm nächsten Samstag zu kaufen, so kommt unser Glaube für Heilung durch das Hören von Gottes Wort. Das ist Sein Versprechen, dass Er es tun wird. Sowohl der Glaube des kleinen Mädchens als auch unserer "kommt durch das Hören". Von dem kleinen Mädchen könnte und würde man nicht erwarten, Glauben für das neue Kleid zu haben solange seine Mutter es nicht versprochen hat. So können auch wir keinen Glauben für Heilung oder Errettung oder irgendeinen anderen Segen haben bis dieser Glauben durch das Hören (der Verheißung) Gottes kommt, es zu tun. Und es

wird auch nicht von uns erwartet.

Wie könnte irgendjemand "Rechtfertigung durch Glauben" empfangen solange es ihm niemand gepredigt hat? Wie könnte irgendjemand Heilung durch Glauben erlangen solange es ihm niemand gepredigt hat? Es ist das Wort Gottes, das einen Menschen weise macht zum Heil. Wir müssen sehen, dass der Schöpfer und Erlöser des Körpers auch sein Arzt ist bevor wir einen Grund haben, Heilung zu erwarten.

Der Wert von Gottes Erlösungsnamen

Da Er uns heilt indem Er uns Sein Wort sendet, was kann da mehr Sein Wort sein als Seine Erlösungs- und Bundesnamen, die alle sieben für den spezifischen Zweck gegeben wurden, jedem Menschen Seine erlösende Haltung der Menschheit gegenüber zu offenbaren?

Wenn Christus uns auffordert, das Evangelium der ganzen Schöpfung zu verkündigen, meint Er damit, dass wir die "Gute Nachricht" der Errettung verkünden sollen. Seine sieben Erlösungsnamen offenbaren, was unsere Erlösung beinhaltet. Er hat viele andere Namen, doch nur sieben Erlösungsnamen. Diese sieben Namen werden in der Bibel ausschließlich in Seinem Umgang mit dem Menschen gebraucht. Nicht sechs Namen, nicht acht, sondern sieben, die vollkommene Zahl, weil Er ein vollkommener

Erlöser ist. Seine Erlösung umfasst die ganze Bandbreite menschlicher Bedürfnisse. Die Segnungen, die von jedem dieser Namen offenbart werden, sind alle im Sühneopfer. Beispielsweise bedeutet JEHOVAH SCHAMMA "Der Herr ist da", uns nahe gemacht durch das Blut von Christus.

JEHOVAH SHALOM wird übersetzt mit "Der HERR ist unser Frieden." Das ist im Sühneopfer enthalten, weil "die Strafe, uns zum Frieden, auf Ihm lag".

JEHOVAH ROI wird übersetzt mit "Der HERR ist mein Hirte." Er wurde unser Hirte indem Er Sein Leben für die Schafe gab. Dieses Privileg ist im Sühneopfer enthalten.

JEHOVAH JIREH bedeutet "Der HERR wird versorgen", d.h. Er wird für ein Opfer sorgen. Christus selbst war das Opfer, für das Er auf Golgatha sorgte.

Er wurde JEHOVAH NISSI, "der HERR unser Banner" oder Sieger, indem Er am Kreuz alle Mächte und Gewalten entmachtete.

Er trug unsere Sünden und wurde JEHOVAH TSIDKENU, "der HERR, unsere Gerechtigkeit." Er öffnete den Weg für jeden Sünder, das Geschenk der Gerechtigkeit zu empfangen.

JEHOVAH RAPHA wird übersetzt mit "Ich bin der HERR, der dich heilt" oder "Ich bin der HERR, dein Arzt." Das ist ebenfalls im Sühneopfer enthalten, weil Er selbst unsere Schwachheiten auf Sich nahm und unsere Krankheiten trug.

Damit ist die Liste der sieben Namen vollständig, die zu dem Zweck gegeben wurden, Gottes Beziehung zu uns allen unter diesen sieben Titeln zu offenbaren. Diese sieben Namen gehören alle beständig zu Christus. Unter jedem dieser sieben Titel ist Er "derselbe gestern, heute und in alle Ewigkeit." Jesus sagt zu allen, die für irgendeine dieser sieben Segnungen zu Ihm kommen: "Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinaus stoßen."

Das ist die Gute Nachricht, von der Gott möchte, dass sie der ganzen Schöpfung gepredigt wird, damit jeder Mensch das Privileg hat, "die Fülle der Segnungen des Evangeliums von Christus" zu genießen.

Ich sage noch einmal, dass nichts mehr Gottes Wort ist, feststehend im Himmel, als Sein Erlösungsname Jehovah Rapha. Niemand hat das Recht, Gottes "Ich bin Jehovah Rapha" in ein "Ich war" abzuändern. Das Wort des Herrn bleibt in alle Ewigkeit.

Da Jehovah Shalom, "der Herr unser Frieden" einer von Christi Erlösungsnamen ist, hat da nicht jeder Mensch ein Erlösungsrecht, Frieden

von Ihm zu erhalten? Hat nicht jeder Mensch gleichermaßen das Recht, das "Geschenk der Gerechtigkeit" von JJehovahTsidkenu zu erlangen, etc.? Wenn ja, warum hat dann nicht jeder Mensch ein Erlösungsrecht, Heilung von Jehovah Rapha zu erlangen?

Dieses Wort Jehovah Rapha wurde von denen, zu denen es zuerst gesandt wurde so akzeptiert und geglaubt, dass "kein Schwacher unter ihren Stämmen war." Wann auch immer ihre Übertretungen diesen Zustand der Gesundheit beeinträchtigten, wurden, sobald sie Buße getan hatten typische Schuldopfer dargebracht. Gott war immer noch Jehovah Rapha, der Heiler, nicht nur für einige, sondern für alle. Gott möchte, dass dieser Erlösungsname - und auch alle anderen - an die ganze Schöpfung mit der Verheißung ausgesandt wird "Sie werden gesund werden. Der Herr wird sie aufrichten."

Die eherne Schlange ein Symbol für Christus

Gott ergänzte Sein Wort an die sterbenden Israeliten indem Er ihnen das zusätzliche Wort "wer gebissen wurde und sie (die eherne Schlange, das Symbol für Golgatha) ansieht, der soll am Leben bleiben." Wenn körperliche Heilung nicht im Sühneopfer enthalten ist, warum wurde dann von diesen sterbenden Israeliten erwartet, für ihre körperliche Heilung auf das Symbol für Golgatha zu schauen? So wie ihr Fluch durch das Aufrichten des Symbols für

Christus entfernt wurde, so wird unserer durch das Aufrichten von Christus, den Prototyp, entfernt. Da uns der Geist gegeben worden ist um Christus zu einer Realität zu machen, warum sollten wir da nicht mit genauso viel Erwartung auf Christus selbst schauen wie sie auf das Symbol?

Man sollte wohl beachten, dass sie nicht auf die eherne Schlange und ihre Symptome gleichzeitig schauen konnten. Abrahams Glaube wurde stark als er auf die Verheißung Gottes schaute. Einige Leute kehren das um. Ihr Glaube wird schwach während sie auf ihre Symptome schauen und die Verheißungen vergessen. Gottes Wort ist die einzige solide Basis für unseren Glauben. Gott heilte indem Er Seinen Sohn sandte. Wir werden unsere Heilung verpassen wenn wir es unseren Symptomen erlauben, uns daran zu hindern, zu erwarten, was Sein Wort verheißt.

Der zweite Schritt

Der zweite Schritt um geheilt zu werden besteht darin, sich sicher zu sein, dass man mit Gott im Reinen ist. Unsere Erlösungssegnungen sind an Bedingungen gebunden. Nachdem wir das Evangelium gehört haben und wissen, was es anbietet, sagt Jesus: "Tue Buße und glaube das Evangelium." Nur diejenigen, die mit Gott im Reinen sind, können diese Anweisungen befolgen. Wenn wir Heilung für unseren Körper suchen, sollte es keinen Kompromiss mit dem

Feind unserer Seele geben, weil er der Urheber unserer Krankheiten ist. Jesus hat versprochen, die Werke des Teufels in unserem Körper zu zerstören. Er kann das nicht rechtmäßig tun während wir in unserer Seele an dem Werk des

Teufels festhalten. Es ist schwer, Glauben für die Entfernung eines Teils des Werkes des Teufels auszuüben während wir es einem schlimmeren Teil erlauben, zu bleiben. Solange ein Mensch nicht voll und ganz die Frage des Gehorsams gegenüber Gott angeht und klärt, befindet er sich nicht auf Glaubensboden. Jakobus sagt:

"Bekennt einander eure Sünden

geheilt werdet." Es ist Gottes Wille, dass es dir gut geht und dass du gesund bist und dass es deiner Seele gut geht. Wenn ich Bosheit in meinem Herzen habe, wird der Herr mich nicht erhören. Wenn unser Herz uns nicht verurteilt, haben wir Zuversicht gegenüber Gott.

damit ihr

Die Aufforderung an die Kranken, "die Ältesten zu rufen", wurde zuerst an Christen geschrieben, die mit dem Geist erfüllt waren. Irgendetwas läuft falsch wenn ein Mensch den Segen haben möchte, aber nicht den Segensgeber, Seine Gnade, aber nicht Ihn selbst. Es ist nicht in Ordnung, Seine Gnade zu suchen und gleichzeitig Seinen Willen abzulehnen. Bitte nicht um einen kleinen Segen während du einen großen zurückweist. Es ist unmöglich, göttliche Segnungen gleichzeitig zu empfangen und abzulehnen. Gott wartet darauf, zu Satan und zu Krankheit zu sagen, was Er zu Pharao sagte:

"Lass mein Volk ziehen, damit es mir dienen kann" (2. Mose 7:16). Unsere erste Überlegung sollte in allen Dingen, selbst im Bitten um die Wiederherstellung körperlicher Gesundheit, die

Herrlichkeit Gottes sein (Rev. Gavin Duffy).

Stärke für den Dienst für Gott ist die einzige echte Ausgangsbasis, wenn man Gesundheit von Seiner Hand erbittet. Sie Salbung mit Öl für die Heilung ist ein Symbol und ein Zeichen der Weihe. Wir müssen unsere Gesundheit für Gottes Verherrlichung ersehnen.

Was bedeutet die Salbung also? Lies 3. Mose 8:10-12 und du erhältst Gottes Antwort auf diese Frage. "Und Mose nahm das Salböl und salbte die Wohnung und alles, was darin war, und weihte es", d.h. er sonderte es aus für Gott. Die Salbung mit Öl im Namen des Herrn war ein Akt der Widmung und Weihe und bedeutete auf Seiten des Gesalbten eine vollkommene Unterwerfung an Gott. Seine Hände sollten für Ihn und für Ihn allein arbeiten, seine Füße sollten für Ihn und für Ihn allein gehen, seine Augen für Ihn allein sehen, Seine Lippen für Ihn allein sprechen, Seine Ohren für Ihn allein hören und sein ganzer Körper der Tempel des Heiligen Geistes sein.

Rev. R.A. Torrey

"Mein Lieber, ich wünsche dir in allen Stücken Wohlergehen und Gesundheit, wie es deiner Seele wohl geht!" (3. Johannes 1:2)

Der Heilige Geist sagt uns, dass wir uns Gott unterwerfen sollen bevor Er sagt "Widersteht

dem Teufel", weil niemand erfolgreich dem Teufel widerstehen kann, solange er sich nicht Gott unterwirft. Wenn man dem Teufel so widersteht, wird er nicht nur weggehen, sondern er wird buchstäblich wegrennen oder "von uns fliehen"! (Jakobus 4:7)

Der Fluch, der die verschiedenen Krankheiten beinhaltet, die in 5. Mose Kapitel 28 aufgelistet sind, kam auf das Volk aufgrund seines Ungehorsams und sein Dienst erfolgte nicht "mit fröhlichem und gutwilligem Herzen." Der Herzenszustand, der für das Kommen der in diesem Kapitel erwähnten Krankheiten verantwortlich war, ist nicht der richtige Herzenszustand für ihre Entfernung. Mit anderen Worten: Der Herzenszustand, der damals für den Fluch verantwortlich war, ist nicht der Herzenszustand, in dem man heute für die Entfernung des Fluches zu Ihm kommen kann.

Gottes Verheißungen gelten nur den Gehorsamen

Es sind diejenigen, die sich am Herrn erfreuen, denen Er gibt, was ihr Herz begehrt (Psalm 37:4). Gott hat den Standard im Zeitalter der Gnade nicht gesenkt. Es sind nur die Gehorsamen, die "der Stimme des Herrn gehorchen und alle Seine Satzungen halten", denen verheißen ist "Der Herr wird alle Krankheit von dir tun." (2. Mose 15:26; 5. Mose 7:15)

"Glaube ist die Einheit unseres Herzens und Willens mit Gottes Wille und Absicht. Und wo es an dieser Einheit fehlt, sind Ergebnisse unmöglich. Das ist ein sehr wichtiges geistliches Gesetz für das wir heutzutage beklagenswert blind sind" (Rev. P. Gavin Duffy). Gott sagt über die Furcht des Herrn und das Abwenden vom Bösen: "Das wird (in sich selbst) deinem Leib gesund (hebr.: Medizin) sein und deine Gebeine erquicken!" (Sprüche 3:7-8)

Glaube impliziert immer Gehorsam. Paulus wies die Epheser an, das fünfte Gebot zu befolgen, "auf dass es dir wohl gehe und du lange lebst auf Erden." (Epheser 6:3) Naamans Kapitulation und Gehorsam dem Wort Gottes gegenüber waren vollständig bevor er geheilt wurde.

An diejenigen, die "aufrecht wandeln" ist das Wort gerichtet "Nichts Gutes wird ihm versagt" (Psalm 84:12). Bevor wir daher irgendetwas vom Herrn erbitten sollten wir uns dem ersten und größten Gebot ergeben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen." Gott sagt: "Denn er klammert sich an mich an, darum will ich ihn erretten." (Psalm 91:14) "Er bewahrt den Bund und die Gnade denen, die ihn lieben und seine Gebote bewahren, auf tausend Geschlechter." (5. Mose 7:9) Darum lasst uns wie der Aussätzige kommen und Ihn anbeten wenn wir um Heilung bitten.

"In ihrer (Weisheit) Rechten ist langes Leben, in

ihrer Linken Reichtum und Ehre." (Sprüche 3:16) Heirate sie (Weisheit) und du bekommst ihre Besitztümer. Weisheit wird hier als eine großzügige Königin dargestellt, die mit beiden Händen Segnungen an all diejenigen verteilt, die sich ihrer Herrschaft unterwerfen.

Es ist für diejenigen, die Ihm von ganzem Herzen ergeben sind, dass die Augen des Herrn die ganze Erde durchstreifen, um sich mächtig zu erzeigen (2. Chronik 16:9).

"Ein gelassenes Herz ist des Leibes Leben; aber Eifersucht ist Knochenfraß." (Sprüche 14:30) Ein verdorbenes Herz ist schlimmer als ein verdorbener Magen. Eine kranke Seele ist schlimmer als ein kranker Körper. Ein gestörter Wille ist schlimmer als eine gestörte Leber. Paulus hat gesagt: "Der Leib für den Herrn" bevor er sagte "der Herr für den Leib."

Die Bibel lehrt, dass der Körper "teuer erkauft ist; darum verherrlicht Gott mit eurem Leib und mit eurem Geist, die Gott gehören." (2. Korinther 6:20) "Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, kraft der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst." (Römer 12:1) Darum bringe deinen Körper Ihm dar, wenn du geheilt werden willst. Erst nachdem er Sein Eigentum geworden ist, hat Er verheißen, ihn zu reparieren.

Zuerst zum Kreuz zur Reinigung

"Der sichere Weg für den Kranken ist, zuerst zum Kreuz zur Reinigung, dann zum Obergemach für die Gabe des Heiligen Geistes, dann auf den Berg für eine Lebensübergabe und zuletzt zum großen Arzt für Stärke für den Dienst." (Bryant) "Wenn aber der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt." (Römer 8:11) In Christus, dem wahren Weinstock, ist alles Leben für unsere Seelen und Körper, das wir brauchen. Wie können wir das besitzen und genießen außer durch unsere Einheit mit dem Weinstock! Nicht getrennt von Ihm, sondern "in Ihm" sind wir vollständig. (Kolosser 2:10)

Stellvertretung ohne Einheit ist nicht ausreichend für unseren Besitz und Genuss des Lebens des Weinstocks. Wenn du ein Wunder brauchst, dann stelle dich ein auf den Wunder-Wirker. Wir genießen das Leben des Weinstocks durch unsere vollkommene Einheit mit dem Weinstock. Um Heilung zu bitten und sich gleichzeitig weigern, sich vom Geist führen zu lassen, ist als würde man einen Zimmermann bitten, das Haus zu reparieren, sich aber weigern, ihn in das Haus einzulassen.

"So viele Ihn anrührten, die wurden ganz

gesund." (Matthäus 14:36) Du kannst Ihn nicht mit Zurückhaltung berühren. Wie die Frau, die sich durch die Menge drängte und Ihn berührte, musst du Selbstsucht, Ungehorsam, unbekannte Sünden, eine lauwarme Haltung, die öffentliche Meinung, menschliche Traditionen und gegen göttliche Heilung geschriebene Artikel mit den Ellbogen aus dem Weg drücken. Tatsache ist, dass du oft sogar an deinem eigenen Pastor vorbeidrängen musst, der vielleicht über diesen Teil des Evangeliums nicht aufgeklärt ist. Dränge vorbei an Zweifeln, Wankelmütigkeit, Symptomen, Gefühlen und der lügenden Schlange.

Der Heilige Geist, der gekommen ist um für uns die Segnungen der Erlösung zu vollstrecken, ist unser Beistand oder Helfer. Er ist bereit, uns zu helfen, an all diesen Hindernissen vorbei und darüber hinaus zu drängen bis an den Ort, an dem wir Ihn für unsere Nöte berühren können. Gott wartet darauf, den Heiligen Geist in Fülle über uns auszugießen. Er kommt als Christi Vollstrecker, um für uns all die Segnungen zu vollstrecken, die durch Golgatha bereitgestellt sind. Diese Segnungen sind uns versprochen in Seinen sieben Erlösungsnamen und Bundesnamen.

Es ist immer noch wahr, dass so viele Ihn berühren, gesund werden. Wie berühren wir Ihn? Indem wir Seinen Verheißungen glauben. Das ist ein unfehlbarer Weg, um Christus für irgendetwas zu berühren, was Er verheißen hat. Wir berühren Ihn indem wir bitten und glauben, dass Er unsere Gebete hört, wenn wir beten. Als

die Frau Ihn berührte, war es ihr Glaube, der sie gesund machte. Das war nicht in erster Linie eine körperliche Berührung, denn "es ist der Geist, der uns belebt (Leben gibt); das Fleisch nützt nichts." Millionen von Sündern haben Ihn so für das noch größere Wunder der neuen Geburt berührt.

Nicht nur Kontakt, sondern Einheit

So wie die Kranken Ihn berührten und gesund gemacht wurden als Christus auf der Erde lebte, ist es nun das Privileg aller, Ihn wirklich zu berühren. Die Berührung vereint uns mit Christus in einer engeren Verbindung als damals. Das ist nicht nur ein Kontakt, sondern Einheit, so real wie der Weinstock und die Reben. Alles was in dem Weinstock ist, einschließlich sowohl geistliches als auch körperliches Leben, gehört uns, den Reben.

Die Berührung im Glauben kann uns nun unter die volle Herrschaft des Heiligen Geistes bringen, was während des irdischen Dienstes von Christus nicht möglich war, denn "der Heilige Geist war noch nicht gekommen." Er ist der Wunder-Wirker. Jesus ist seit Seiner Verherrlichung kein geringerer Erlöser und Heiler Er ist größer. Das Privileg, Ihn zu berühren, ist nun viel größer als während Seiner persönlichen Anwesenheit auf der Erde, weil durch die Berührung nun mehr empfangen werden kann. Von der Rechten Gottes aus hat Er mehr zu

geben. Er sagte: "Es ist gut für euch, dass ich fortgehe." Er ging fort um uns den Geist zu senden. Da der Geist kommt, um Christus auf eine Art und Weise zu offenbaren, wie Er vor Seinem Fortgehen nicht offenbart werden konnte, warum können wir da nicht mit mindestens so viel Glauben für Heilung an Ihn herantreten wie jene, die Ihn damals umringten?

Das zuvor Gesagte zeigt uns die große Wichtigkeit, mit Gott im Reinen zu sein bevor man um Heilung bittet. Die Segnung, mit Gott im Reinen zu sein, ist tausendmal erstrebenswerter und angenehmer als die Heilung selbst. Ich habe schon körperlich Leidende gesehen, die strahlend glücklich waren und Sünder in vollkommener Gesundheit, die so unglücklich waren, dass sie Selbstmord begehen wollten.

Der dritte Schritt

Wir wollen nun deutlich machen, wie man sich Heilung aneignet. Dinge von Gott zu bekommen ist wie Dame spielen. Nachdem eine Person einen Zug gemacht hat, hat sie nichts zu tun bis der andere Spieler einen Zug macht. Jeder macht einen Zug, wenn er an der Reihe ist. Wenn Gott also Heilung oder irgendeine andere Segnung bereitgestellt hat und uns Sein Wort gesandt hat, sind wir am Zug bevor Er wieder einen Zug macht. Unser Zug besteht darin, zu erwarten, was Er verheißen hat, wenn wir beten. Das wird uns dazu veranlassen, im Glauben zu

handeln bevor wir die Heilung sehen. Die Heilung kommt dann beim nächsten Zug, wenn Gott wieder an der Reihe ist.

Gott macht nie einen Zug, wenn Er nicht an der Reihe ist, aber Er macht immer einen Zug, wenn Er an der Reihe ist. Als Noah von Gott gewarnt wurde bezüglich eines Ereignisses, das noch nicht zu sehen war, bestand sein Zug darin, zu glauben, dass die Flut kommen würde. Er handelte im Glauben indem er das Schiff auf trockenem Land baute. Wenn Gott also zu irgendeinem Kranken sagt: "Das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten", dann bist du, wie Noah, von Gott über Dinge informiert worden, die noch nicht zu sehen sind. Dein Zug ist derselbe wie der von Noah nämlich zu glauben und entsprechend zu handeln. Die gefallene Natur wird von dem regiert, was sie durch ihre Sinne wahrnimmt. Der Glaube wird durch das pure Wort Gottes regiert und ist nichts weniger als die Erwartung, dass Gott tut was Er verheißen hat. Er behandelt Gott wie ein ehrliches Wesen.

Mit Erwartung meine ich nicht Hoffnung. Ein

Schreiber hat es gut ausgedrückt: "Wir hoffen auf das, was möglich sein könnte, doch wir

erwarten, was möglich sein muss

Erwartung, die Zweifel oder Angst vor Versagen ausschließt und unerschütterliche Zuversicht zeigt."

mit dieser

Glaube wartet nie darauf, zu sehen bevor er glaubt. Er kommt durch Hören von Dingen, die

noch nicht zu sehen sind. Er ist eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. Alles was ein Mann des Glaubens braucht ist zu wissen, dass Gott gesprochen hat. Das überträgt eine vollkommene Sicherheit auf die Seele. "So spricht der Herr" klärt alles. "Es steht geschrieben" ist alles, was der Glaube braucht.

Glaube bläst immer das Horn bevor, nicht nachdem, die Mauern gefallen sind. Glaube beurteilt nie nach dem, was vor Augen sichtbar ist. Es ist die Zuversicht von Dingen, die nicht zu sehen, aber versprochen sind. Glaube ruht auf viel soliderem Boden als die Wahrnehmung der Sinne. Es ist das Wort Gottes, das für immer bleibt. Unsere Sinne können uns täuschen, aber Gottes Wort niemals!

Wenn dem kleinen Mädchen für den kommenden Samstag ein neues Kleid versprochen worden ist, ist Glaube die tatsächliche Erwartung, die es hat und die sich zwischen heute und Samstag manifestiert. Wenn der Samstag kommt und sie das neue Kleid sieht, hört der Glaube für das neue Kleid auf. Echter Glaube zeigt immer entsprechende Handlungen. Das kleine Mädchen klatscht aufgrund seines Glaubens in die Hände und sagt: "Prima! Prima! Am nächsten Samstag bekomme ich ein neues Kleid!" Es rennt und erzählt seinen Spielkameraden, dass es die Antwort auf seine Bitte bekommen hat.

Gott kann nicht lügen

Jesus schaute am Grab von Lazarus auf und sagte. "Ich danke dir, Vater, dass du mich gehört hast." Lazarus war immer noch tot. Das kleine Mädchen hat keine Angst davor, im Voraus zu erzählen, dass es ein neues Kleid haben wird. Wenn seine Spielkameraden sagen: "Woher willst du das wissen?" wird es zuversichtlich erwidern: "Mama hat es mir versprochen!" Nun, du hast einen besseren Grund dafür, Heilung zu erwarten als das kleine Mädchen, ein neues Kleid zu erwarten. Die Mutter könnte vor Samstag noch sterben, aber Gott nicht. Die Mutter könnte lügen, aber Gott nicht. Das Haus mitsamt dem Geld der Mutter könnte abbrennen. All diese Gefahren bestehen bei Gott nicht. Jeder Fall von Glauben in der Geschichte war eine gut gegründete Versicherung, hervorgebracht allein durch die Verheißung Gottes. Auf der Basis dieser Verheißung wurde gehandelt bevor irgendetwas Sichtbares da war, um die Zuversicht zu ermutigen, so wie bei dem kleinen Mädchen "zwischen heute und Samstag".

Glaube schaut nicht auf die sichtbaren Dinge. Es war keine Flut in Sicht als Noah seine Arche baute. Es waren noch nie zuvor Steinmauern durch das Blasen von Widderhörnern und lautes Schreien gefallen. Sie erwarteten einfach, was Gott verheißen hatte. Als sie entsprechend ihrem Glauben handelten indem sie die Widderhörner bliesen während die Mauern immer noch standen, war das ihr Zug. Dann war natürlich Gott am Zug und die Mauern fielen!

Das gesamte elfte Kapitel des Hebräerbriefes ist geschrieben, um aufzuzeigen, wie jeder, der Glauben hatte, "zwischen heute und Samstag" handelte. Gott hat solches Wohlgefallen an den Handlungen des Glaubens dass er dort viele Fälle im Detail aufgeführt hat. "Durch Glauben" handelte Noah so und so. "Durch Glauben" handelte Jakob so und so. "Durch Glauben" handelte Mose so und so. "Durch Glauben fielen die Mauern von Jericho." "Durch Glauben" handelte Abraham so und so als alles ganz nach dem Gegenteil dessen aussah, was Gott verheißen hatte. Indem sie auf die Verheißung Gottes (und nicht auf ihre Unfruchtbarkeit) schaute, empfing Sara die Kraft, Mutter zu werden nachdem sie längst über das geeignete Alter hinaus war. All diese Menschen handelten mit nichts als dem Wort Gottes als Grundlage für die Erwartung dessen, was Er verheißen hatte.

Es ist dasselbe mit jedem einzelnen Fall von Glauben in der Geschichte. Jonas Symptome waren sehr real als er sich im Bauch des Fisches befand und er verleugnete sie nicht, aber er nannte sie "lügende Einbildungen." Mit anderen Worten: Alle Symptome, die uns die Tatsache anzweifeln lassen, dass Gott "allen gegenüber reich an Gnade ist", die auf Ihn vertrauen, sollten als "lügende Einbildungen" betrachtet werden. Jona sagte: "Die Verehrer lügender Einbildungen verlassen ihre Gnade." Statt auf Satan zu hören und unsere Symptome zu beobachten müssen wir mit Gott zusammenarbeiten, der heilt indem Er Sein Wort sendet und es hält!

Wir müssen mit Ihm kooperieren indem wir uns nicht mit dem beschäftigen, was der Teufel sagt, sondern mit dem Wort, das Er zu unserer Heilung sendet.

Symptome können andauern

Selbst wenn wir im Glauben handeln verschwinden Symptome nicht immer sofort. Nachdem Hiskia geheilt war, dauerte es drei Tage bis er stark genug war, zum Haus des Herrn zu gehen. In Johannes 4:50-52 glaubte der Vater dem Wort, das Jesus zu ihm gesprochen hatte. Als er auf seine Diener traf fragte er sie nach der Stunde, in der der Zustand seines sterbenden Sohnes sich zu bessern begann.

Die Bibel differenziert zwischen den "Gaben der Heilungen" und der "Gabe der Wunderwirkungen." Christus konnte in Nazareth aufgrund ihres Unglaubens kein Wunder tun, aber Er heilte ein paar Kranke. Wenn jeder sofort gesund werden würde, gäbe es keinen Raum für die Gaben der Heilungen. Es wären ausschließlich Wunder. Viele Menschen verpassen ihre Heilung indem sie versuchen, Gott auf Wunder zu beschränken. Die Verheißung von Christus ist, dass "sie gesund werden", aber Er sagt nicht "sofort."

Die Symptome des Lebens in einem Baum

bleiben noch für eine Weile sichtbar nachdem der Baum gefällt worden ist.

Glaube bedeutet, dass wir zuversichtlich sind in Bezug auf das, was wir hoffen und überzeugt von dem, was wir nicht sehen (nach Hebräer 11:1). Wir sind überzeugt, weil Gott, der nicht lügen kann, gesprochen hat. Wie allumfassend ausreichend dieser Grund doch zum Glauben ist! Glaube ist absolut rational. Er ist nicht, wie viele achtlose Leute annehmen, ein Glauben ohne Beweis. Wir glauben aufgrund des absolut bestmöglichen Beweises, Gottes Wort, das im Himmel festgeschrieben ist. Der Apostel Jakobus sagt: "Ich zeige dir durch meine Taten was Glaube ist." (Jakobus 2:18) Glaube bedeutet, so überzeugt von der absoluten Wahrheit der Erklärungen Gottes zu sein, die in der Bibel aufgezeichnet sind, das wir dementsprechend handeln.

Glaube ist sowohl rational als auch sicher

Was kann rationaler und sicherer sein als Glaube?

Glaube bedeutet, die schriftliche Verheißung Gottes als Seine direkte Botschaft an uns anzunehmen. Seine Verheißung bedeutet dasselbe als würde Er vor uns erscheinen und zu uns sagen: "Ich habe dein Gebet erhört." Das Wort Gottes wird für unseren Körper auf dieselbe

Weise zum Leben wie für unsere Seele, indem wir Seine Verheißung glauben.

Ich habe einige Menschen gekannt, die schon seit bis zu vierzig Jahren für Heilung gebetet hatten ohne sie zu empfangen. Sobald ihnen erklärt wurde, wie man sich die Heilung aneignet, ist sie in einigen Fällen sofort erfolgt. Wir müssen nicht vierzig Jahre oder eine Woche lang für die Segnung beten, die Christus uns so sehnsüchtig gerne schenken will. Sein mitfühlendes Herz sehnt sich mehr danach, uns zu heilen als wir uns die Heilung überhaupt wünschen können. Wir lassen Ihn warten bis wir den Glauben haben, der durch das Hören kommt und entsprechend handeln. Gott wird nicht mogeln und einen Zug machen, wenn Er nicht an der Reihe ist.

Wir sehen, dass Jesus sowohl unsere Krankheiten als auch unsere Sünden am Kreuz getragen hat und darum müssen wir sie nicht tragen. Unser nächster Schritt ist, uns das im Glauben anzueignen. Das ist der einzige biblische Weg. Gott schenkte uns diesen Teil unseres Erbes vor etwa 2.000 Jahren und Er ist derjenige, der wartet. Er wartet darauf, dass wir uns die Segnung im Glauben aneignen. Vor 2.000 Jahren hat Gott "Sünde hinweg getan" und "unser aller Übertretungen auf Christus gelegt." Vor 2.000 Jahren hat Christus selbst "unsere Sünden auf sich genommen und unsere Krankheiten getragen." Gott ist die wartende Partei. Er wartet darauf, dass uns klar wird, wie wir uns die Segnung aneignen, die Er bereits gegeben hat. In 2. Petrus 3:9 heißt es: "Der Herr

säumt nicht mit der Verheißung,

langmütig gegen uns." Er ist nicht langsam mit der Erfüllung Seiner Verheißungen, sondern wir sind langsam und Er ist geduldig mit uns.

sondern Er ist

Die meisten von uns hätten auch schon fünf Jahre früher errettet werden können. Gott hat uns nicht warten lassen, sondern wir haben Ihn warten lassen. Es ist dasselbe mit unserer Heilung.

Wenn ihr betet, nicht hinterher

In Markus 11:24 sagt Jesus uns genau, wie wir uns jede der Segnungen aneignen können, die durch Seinen Tod für uns erkauft wurde. Nachdem Er alles verheißen hat, was wir

brauchen, sagt Er: "Was auch immer ihr erbittet,

wenn ihr betet

ihr zwanzig Jahre lang gebetet habt." Es bedeutet nicht "nachdem ihr gesund geworden seid", sondern "während ihr noch krank seid."

" Das bedeutet nicht "nachdem

"Wenn ihr betet, dann glaubt, dass ihr empfangen habt und ihr werdet das Erbetene haben." Die Bedingung, um zu empfangen was wir von Gott erbitten, ist zu glauben, dass Er unsere Gebete beantwortet wenn wir beten und dass wir gemäß Seiner Verheißung "gesund werden."

Wenn du für Heilung betest, autorisiert Christus dich, dein Gebet als beantwortet zu betrachten. Es ist dasselbe wie damals, als Er am Grab von Lazarus stand und sagte: "Ich danke dir, Vater, dass du mich erhört hast" bevor er Lazarus aus dem Grab herauskommen sah. Wenn wir um Heilung bitten, möchte Jesus, dass wir mit Glauben sagen: "Ich danke dir, Vater, dass du mich erhört hast" bevor wir die Antwort auf unser Gebet gesehen haben.

Glaube ist, wenn Gottes Wort allein unser Grund für den Glauben ist, dass unser Gebet beantwortet wurde, bevor wir es sehen oder fühlen.

Jesus erklärte: "Die Worte, die ich zu euch spreche, sie sind Geist und Leben." Johannes sagt: "Das Wort war Gott." Die geschriebenen Worte Christi als direkte Botschaft an uns anzunehmen ist Glauben. Das ist der Weg, auf dem das Wort Gottes Leben für uns wird, sowohl in unserer Heilung als auch in unserer Erlösung. Beispielsweise ist der Akt des Glaubens und des Annehmens von Christus gemäß Johannes 1:12 gleichzusetzen mit dem Akt Gottes, der uns durch Seine Kraft die neue Geburt schenkt. Durch denselben Prozess wird auch göttliche Heilung in unseren Körper übertragen.

Autor unbekannt

Jemand hat über die Frau, die das Gewand von Jesus berührt hat, gesagt, dass Glaube,

Tatsache und Fühlen die Reihenfolge bei Heilung ist, von der Gott nie abweicht. Wenn wir von dieser Reihenfolge abweichen, werden weder Glaube noch Tatsache und Fühlen so sein, wie wir es uns gewünscht haben, weil sie nicht so sind, wie Gott es sich gewünscht hat.

1. Thessalonicher 2:13 sagt, dass Gottes Wort in uns, den Gläubigen, wirkt. Wenn Sein Wort uns davon überzeugt, dass unser Gebet beantwortet ist, bevor wir die Antwort gesehen haben, beginnt das Wort effektiv in uns zu wirken.

Gottes Wort versagt nie, in denen zu wirken, die es als solches annehmen, weil sie keine Zweifel dahingehend zulassen, dass es sich in ihrer

eigenen Erfahrung erfüllen wird

Seine Segnungen an Glauben gebunden, keine einzige wird auf Unglauben hin geschenkt.

Gott hat all

Harriet S. Bainbridge

Wenn Menschen zu mir sagen: "Ich weiß nicht, ob es Gottes Wille ist, mich zu heilen", frage ich sie: "Ist es Gottes Wille, Seine Verheißungen einzuhalten?" Es geht nicht um die Frage "Habe ich genug Glauben?", sondern um die Frage "Ist Gott ehrlich?" Es geht nicht darum, wie wir uns fühlen, sondern wie die Tatsachen aussehen. Sollte das kleine Mädchen am nächsten Tag krank werden und sich schlecht fühlen, hat das nichts damit zu tun, dass ihr die Mutter am nächsten Samstag ein neues Kleid kaufen wird. Die Bibel sagt: "Wenn wir irgendetwas nach

Seinem Willen erbitten, hört Er uns." Ist das wahr oder nicht?

Antwortet Gott auf Gebet? Wenn du standfest glaubst, dass du die Antwort auf dein Gebet empfangen hast (Markus 11:24) und gemäß deinem Glauben handelst, wird jeder von euch geheilt, wenn auch nicht immer sofort.

Gott macht immer Seinen Zug nach deinem Zug. Das ist das Handeln nach einer "vollen Zuversicht", hervorgebracht allein durch Seine Verheißung, bevor wir die Antwort auf unser Gebet sehen. Da Heilung durch Glauben geschieht und "Glaube ohne Werke tot ist", ist es nachdem wir im Glauben zu handeln beginnen, dass Gott zu heilen beginnt.

Unser Glaube veranlasst Gott zum Handeln

Unser "Werk des Glaubens" bewegt Gott zum Handeln. Wir können nicht alle auf dieselbe Weise handeln. Als die zehn Aussätzigen gingen, wurden sie geheilt. Jona im Bauch des Fisches konnte nicht "gehen", doch er handelte gemäß seinem Glauben indem er sagte, während er sich immer noch in dem Fisch befand: "Ich aber will dir mit lauter Stimme danken und dir opfern." Gemäß unserem Glauben zu handeln indem wir Gott im Voraus loben und Ihm danken ist durch die Geschichte hindurch Sein festgelegter Weg dafür gewesen,

uns all Seine Segnungen anzueignen. Hebräer 13:15 lehrt uns, dass unser Dankopfer und unser Lobopfer im Voraus für die Segnung dargebracht werden soll, die Gott verheißen hat. Nur dann können wir eine Antwort erwarten. Psalm 50:14- 15 sagt: "Opfere Gott Dank und bezahle dem Höchsten deine Gelübde; und rufe mich an am Tage der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich ehren!"

Hier wie auch überall sonst wird von uns erwartet, dass wir wie Jona Danksagung darbringen während wir immer noch in unseren Problemen feststecken. Vielleicht war das genau die Verheißung, die er beanspruchte. "Lass die Elenden und Armen deinen Namen preisen." (Psalm 74:21) Preise Gott im Voraus, während du dich immer noch in Not befindest. "Lasst uns in Seine Gegenwart kommen mit Danksagung" bedeutet nicht, geheilt zu werden und dann aus Seiner Gegenwart fort zu gehen und Ihm zu danken. Es bedeutet, mit Danksagung für Heilung zu Ihm zu kommen bevor du geheilt bist. "Geht zu Seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben." (Psalm 100:4) Wir sollten natürlich auch mit Danksagung fortgehen, aber das ist nicht Glaube.

Glaube ist das, was wir haben bevor wir geheilt werden. "Sie sollen den Herrn loben, die Ihn suchen." "Deine Mauern sollen «Heil» und deine Tore «Lob» genannt werden." Ohne Lob rennen wir gegen eine feste Mauer ohne Tor. Doch wenn wir beginnen, Gott zu loben und uns die Verheißungen anzueignen, öffnen wir unser eigenes Tor und gehen hindurch. "Frohlocke und

freue dich; denn der Herr wird Großes tun!" Folglich "waren sie beständig im Tempel und lobten und priesen Gott." Das war nicht nachdem, sondern bevor sie mit dem Heiligen Geist erfüllt worden waren. Als sie ihre Stimmen erhoben und den Herrn priesen "erfüllte die Herrlichkeit des Herrn das Haus Gottes." Sie glaubten Seinen Worten (nicht ihren Symptomen oder dem Vater der Lügen) und sangen Ihm Loblieder.

Lasse Satan deinem Lob und Dank zuhören

Statt auf den "Vater der Lügen" zu hören, lasse ihn deinem Lobpreis Gottes für Seine Verheißung zuhören! "Alles was Odem hat preise den Herrn." Der Kranke hat Odem. Mit anderen Worten: Während du noch krank bist, preise Ihn, weil du gemäß Seiner Verheißung gesund werden wirst. "Lasse dein Herz nicht betrübt werden." "Sorge (lasse dich nicht ablenken) um nichts; sondern lasse deine Bitten mit Danksagung vor Gott bekannt werden." "Werft alle Sorgen auf Ihn, denn Er sorgt für euch."

Jeder kranke Christ hat sogar während er noch krank ist tausendmal mehr, worüber er glücklich sein kann als der fröhlichste Sünder bei vollkommener Gesundheit.

Preise Gott, denn "Glaube ohne Werke ist tot."

"In allem sagt Dank, denn das ist der Wille Gottes für euch." "Ich werde den Herrn allezeit preisen, Sein Lob soll immer in meinem Mund sein." Da alles was Odem hat aufgefordert ist, den Herrn zu preisen, besteht die einzige biblische Entschuldigung dafür, Ihn nicht zu preisen, darin, keinen Odem zu haben. "Durch Ihn lasst uns nun Gott allezeit ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die «Frucht der Lippen», die Seinen Namen bekennen!" "Wer Dank opfert, der ehrt mich." "Denn deine Gnade ist besser als Leben, meine Lippen sollen dich preisen." Preist Ihn, denn "Gut ist's, dem Herrn zu danken." "Preist Sein heiliges Gedächtnis." Preise Ihn, denn Lobpreis zurückzuhalten ist entweder ein Zeichen von Unglauben oder Undankbarkeit. Preist Ihn, denn "dem Redlichen ziemt Lobgesang." Preise Ihn, weil Gott im Lobpreis Seines Volkes wohnt. Paulus und Silas sangen um Mitternacht Loblieder, obwohl ihre Rücken bluteten und ihre Füße im Block waren und Gott sang den Bass mit einem Erdbeben, das sie befreite.

Wahrer Glaube freut sich an den Verheißungen Gottes als würde er die Befreiung schon erleben und genießen.

Obwohl drei große Armeen gegen Joschafat auszogen, was menschlich gesehen völlige Ausrottung bedeutete, priesen sie den Herrn und lobten ihn hoch mit lauter Stimme. Der einzige Beweis dafür, dass ihr Gebet erhört worden war, war das nackte Wort Gottes, und das nur durch menschliche Lippen. Am nächsten Tag, als sie in den Kampf hinauszogen und zu singen und den

Herrn zu preisen begannen, reagierte der Herr seinerseits damit, dass Er einen Hinterhalt gegen den Feind arrangierte und der Sieg war errungen (2. Chronik 20:21-22). "Und wir halten nun desto fester an dem prophetischen Wort", denn "vom heiligen Geist getrieben redeten heilige Menschen." (2. Petrus 1:19, 21)

Wie der Feind im Garten Eden Erfolg dabei hatte, Gottes Zeugnis nichtig zu machen, was dazu führte, dass Adam und Eva von der verbotenen Frucht aßen, so will er nun Gottes Zeugnis nichtig machen, so dass wir das Evangelium nicht glauben. Nachdem Gott gesagt hatte: "An dem Tag, an dem ihr davon esst, werdet ihr sicherlich sterben", sagte die Schlange: "Ihr werdet keineswegs sterben." Und nun, wenn das Wort Gottes deutlich sagt: "Den Kranken werden sie die Hände auflegen und sie werden gesund werden", will dieselbe Schlange uns davon überzeugen, dass sie nicht gesund werden. Ist es vernünftig, dem "Vater der Lügen" mehr zu glauben als dem Sohn Gottes, der die fleischgewordene Wahrheit ist? Wenn wir wegen Erlösung oder Heilung zu Gott kommen, ist es entscheidend, dass jeder von uns einen Entschluss fasst, ob er es dem Zischen der Schlange gestatten will, sich über die Stimme Gottes zu erheben.

Gesegnet sind die Ohren, die den Puls des göttlichen Flüsterns hören und nicht auf die vielen Einflüsterungen der Welt achten.

Thomas a Kempis

Wenn Satan dir, nachdem du für deine Heilung mit Öl gesalbt worden bist, erzählt, dass du nicht gesund werden wirst, dann solltest du wie Jesus zu ihm sagen: "Es steht geschrieben: Sie werden gesund werden und der Herr wird sie aufrichten." (Jakobus 5:15) In derselben Passage bedeutet "im Namen des Herrn" dasselbe als hätte der Herr persönlich dich gesalbt. Erwarte von Ihm, dass Er Seine eigene Anordnung und Sein eigene Verheißung ehrt.

Warum auf den Teufel hören?

Alles was der Teufel von den Lippen Christi zu hören bekam als er Ihn versuchte, war "Es steht geschrieben! Es steht geschrieben! Es steht geschrieben!" (Matthäus 4:4, 7, 10) Da verließ Ihn der Teufel (Matthäus 4:11). Doch alles was wir von einigen Leuten hören ist "Der Teufel sagt! Der Teufel sagt! Der Teufel sagt!" als wären Christi Worte von geringerer Bedeutung als die des Teufels! Das war die Methode von Christus. Es ist die erfolgreichste Methode, dem Teufel Widerstand zu leisten. Lasst uns keine andere versuchen! "Gebt dem Teufel keinen Raum" (Epheser 4:27). "Widersteht dem Teufel und er wird von euch fliehen" (Jakobus 4:7). Es gibt nur einen Weg, um dem Teufel zu widerstehen und das ist, standfest Gottes Wort zu glauben und danach zu handeln.

Wann auch immer wir von irgendeiner Stimme neben der Stimme Gottes beeinflusst werden, haben wir den Weg Gottes für unsere Heilung verlassen.

Welchen Grund hast du zum zweifeln? Du hast nicht mehr Grund zum zweifeln als der Sünder, wenn er Buße tut und um die Vergebung seiner Sünden bittet. Du hast genau denselben Grund, um zu erwarten, geheilt zu werden, wie du Grund hattest, errettet zu werden. "Du hast Sein Wort darauf und wenn du das nicht bis zu dem Punkt annehmen kannst, dass du danach handelst, ist dein Glaube immer noch weit davon entfernt, das zu sein was er sein sollte." (Duffy)

Das Erbarmen des Herrn eine Basis für Glauben

Was für eine Basis für Glauben doch das Erbarmen des Herrn ist! Da Christus uns von Krankheit erlöst hat, kann man ganz sicher Seiner Liebe und Treue vertrauen. Das Kreuz ist ein sicheres Fundament und ein perfekter Grund für die Ausübung unseres Glaubens.

Lasst uns Krankheit im Glauben abtun wie wir Sünde abtun würden. Der hingegebene Christ wird nicht einen Augenblick lang bewusst Sünde tolerieren und wie tolerant sind doch einige gegenüber Krankheit. Sie verhätscheln ihre Leiden und Schmerzen noch und ergehen sich in ihnen statt ihnen als Worte des Teufels zu

widerstehen.

Harriet S. Bainbridge sagt, dass der Herr Jesus betreffend Sünde, Sorgen und körperlichem Elend der Menschheit gesagt hat: "Es ist vollbracht." Er hat jedem von uns das Geschenk des Heiligen Geistes gegeben um uns zu befähigen, die großartige Erlösung zu erkennen und zu genießen, die Er für uns erkauft hat. Ohne Zweifel zu glauben, dass Christi Worte "Es ist vollbracht" eine buchstäbliche Aussage einer unveränderlichen Tatsache sind, bringt ausnahmslos Befreiung. Die Schlange leugnet immer noch diese große Aussage von Christus, zu unserem großen Verlust, so wie sie Eva dazu veranlasste, Worte zu vergessen und zu missachten, die Gott deutlich zu ihr gesprochen hatte. Unsere Erlösung von Krankheit wurde tatsächlich im Leib unseres gekreuzigten Herrn bewirkt. Indem wir von ganzem Herzen glauben und annehmen was Gott in Seinem geschriebenen Wort über die Angelegenheit gesagt hat, machen wir die persönliche Erfahrung von Christus als unser Arzt.

Resultate des Glaubens an Gott aus der heutigen Zeit

Diese Anweisungen zu befolgen hat Tausenden von Menschen Gesundheit verschafft, die zuvor gelehrt worden waren, dass das Zeitalter der Wunder vorbei sei. Ihnen war gesagt worden, dass Gott möchte, dass Menschen zu Seiner

Verherrlichung krank bleiben etc. Die blind Geborenen sehen nun. Von Geburt an Taube und Taubstumme hören und sprechen nun. Seit ihrer Geburt Verkrüppelte sind nun vollkommen gesund. Menschen, die jahrelang Epileptiker waren, sind nun frei und freuen sich. Viele, die schon fast an Krebs gestorben wären, sind nun gesund und beten das Gebet des Glaubens für die Heilung anderer. Bei Gott gibt es kein Ansehen der Person. "Wenn nun jemand sich von solchen reinigt, wird er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt und dem Hausherrn nützlich, zu jedem guten Werke zubereitet." (2. Timotheus 2:21) Das ist jedoch nie wahr, solange wir krank im Bett liegen. Gottes neuer Bund sorgt dafür, dass jeder von uns "ausgerüstet wird mit allem Guten, Seinen Willen zu tun." Das können wir nicht solange wir krank sind. Das zeigt uns Seine Bereitschaft, uns gesund zu machen. Tatsache ist, dass Er sogar begierig ist, das zu tun.

Er kann Seinen Bund mit uns nicht einhalten ohne unsere Krankheiten wegzunehmen und nach Seiner Verheißung die Zahl unserer Tage voll zu machen.

Da wir "durch Seine Striemen geheilt sind" sollten wir nicht vergessen, was Ihn unsere Heilung gekostet hat. Mit Dankbarkeit und Liebe und dem Dienst für Gott geweiht, lasst uns auf Seiner Verheißung stehen und das "Widderhorn" des Glaubens und der Danksagung blasen bis die Mauern unseres Leidens einstürzen.

Glaube wartet nicht, bis die Mauern einstürzen;

Glaube schreit sie nieder!

Kapitel 6

Glauben anwenden

Der Apostel Paulus sagt uns in seinem Brief an die Galater genau, wie Gott Wunder wirkt. "Der euch nun den Geist darreicht und Kräfte in euch wirken lässt, tut er es durch Gesetzeswerke oder durch die Predigt vom Glauben? Gleichwie Abraham Gott geglaubt hat und es ihm zur Gerechtigkeit gerechnet wurde, so erkennt auch, dass die aus dem Glauben Gerechten Abrahams Kinder sind." (Galater 3:5-7)

Moffat übersetzt diese Passage wie folgt: "Wenn Er euch mit dem Geist ausstattet und Wunder unter euch wirkt, geschieht es dann weil ihr das Gesetz befolgt oder weil ihr die Botschaft des Evangeliums glaubt? Nun, es ist wie bei Abraham; er hatte Glauben."

In diesem Abschnitt sagt Gott uns, dass Er Wunder an unserem Körper genau auf dieselbe Weise wirkt wie an unserer Seele. Es geschieht, indem wir die Evangeliumsbotschaft hören und glauben. Tatsache ist, dass alles, was Gott tut, auf die Weise geschieht, dass Er Verheißungen ausspricht und sie dann erfüllt wo auch immer sie Glauben hervorbringen. Er sagt, es ist wie mit Abraham. Wie war es mit Abraham? Beachte:

Er vertraute einfach dem Wort Gottes. Er hatte Glauben, dass Gott genau das tun würde, was Er verheißen hatte.

Er war vollkommen überzeugt vom Wort Gottes allein.

Er hielt am Anfang seiner Zuversicht fest als sein Glaube geprüft wurde.

Er war in der Angelegenheit völlig mit dem Wort Gottes beschäftigt.

Er weigerte sich, seine Zuversicht wegzuwerfen als Gott ihm durch die Aufforderung, Isaak zu opfern, scheinbar die sichtbare Ermutigung seines Glaubens wegnahm.

Er "zog seinen schon erstorbenen Leib nicht in Betracht" oder die Tatsache, dass er schon etwa hundert Jahre alt war. Er schaute auch nicht auf den erstorbenen Mutterleib von Sara als irgendein Hindernis oder Grund zum zweifeln daran, dass Isaak geboren werden würde (Römer 4:19). Diese Dinge, die im Natürlichen die Geburt von Isaak unmöglich gemacht hätten, wurden von Abraham nicht als der geringste Grund zum Zweifeln angesehen. Er kannte sein Alter. Er wusste um die Unfruchtbarkeit von Sara. Die Schwierigkeiten waren ihm bewusst. Doch trotz dem Unmöglichen glaubte er Gott.

Unter äußerst hoffnungslosen Umständen wurde er stark im Glauben indem er auf die Verheißung Gottes schaute und war absolut überzeugt davon und absolut sicher, dass Gott Seine Verheißung erfüllen würde. Beachte: Indem er auf die Verheißung Gottes schaute wurde Abraham

stark im Glauben. "Jeder, der auf sie schaute" (die eherne Schlange, Gottes Heilmittel und Gottes Verheißung) war gleichermaßen die Bedingung, die Gott für die Heilung der sterbenden Israeliten forderte (4. Mose 21:8). Wenn wir zu Gott kommen und Heilung wünschen sollten wir sicherstellen, dass das unsere Haltung ist, weil außerhalb dieser Bedingung keine Heilung verheißen ist.

Die Basis unseres Glaubens

Wenn wir unseren Glauben auf der Besserung unseres Befindens basieren oder von unseren Symptomen oder dem, was wir sehen und fühlen, beeinflusst werden statt vom Wort Gottes allein, ist unser Glaube genau in dem Ausmaß kein echter Glaube. Mit dem beschäftigt zu sein was wir sehen oder fühlen bedeutet, genau die Bedingung umzukehren, die Gott uns vorgegeben hat und der wir folgen sollen. "Jeder, der auf sie schaut, soll am Leben bleiben." Das bedeutet einfach, dass jeder, der sich wie Abraham mit Gottes Verheißung beschäftigt, so dass er nicht länger von den Symptomen beeinflusst wird, gesund werden wird. Das Wort Gottes (du nicht das, was wir sehen oder fühlen) soll die Basis unseres Glaubens sein. Unser Schauen auf die Verheißung Gottes ist ein guter Grund dafür, von Gott Erbarmen zu erwarten.

Beachte, dass Abraham durch das kontinuierliche Schauen auf die Verheißung

Gottes das Wunder erlebte. Mit Symptomen beschäftigt zu sein oder sich von ihnen beeinflussen zu lassen statt von Gottes Wort bedeutet, die Aufrichtigkeit Gottes in Frage zu stellen. Statt Gott zum Lügner zu machen belegte Jona im Bauch des Fisches seine Symptome und Umstände, die seiner Erwartung von Gottes Erbarmen im Weg zu stehen schienen, mit dem Namen "lügende Einbildungen." Erkennend, dass es Symptome waren, die ihn belogen und nicht Gott, sagte er:

"Die Verehrer lügender Einbildungen verlassen ihre Gnade." Gott weigert sich nie, Gnade zu schenken, doch viele "verlassen" sie indem sie auf ihre Symptome schauen. Die Symptome sind real, werden jedoch zu "lügenden Einbildungen" wenn sie uns sagen, dass Gott nicht reich an Gnade ist gegenüber allen, die auf Ihn vertrauen.

Abrahams Glaube war nicht auf etwas gegründet, das er sah. Du musst dafür sorgen, dass auch deiner es nicht ist. Alles was Abraham sehen konnte stand im Gegensatz zu dem, was er erwartete. Nachdem Isaak geboren war, hatte Abraham eine Stütze für seinen Glauben. Durch Isaak "werden alle Nationen der Erde gesegnet sein." Mit Isaak vor Augen war der Kanal, durch den Gott den Rest Seiner Verheißung erfüllen würde, leicht zu glauben. Und so prüfte Gott Abrahams Glauben indem Er ihn aufforderte, Isaak zu opfern und damit den Kanal zu vernichten. Abraham war dadurch nicht entmutigt. Echter Glaube wächst nur noch durch eine Prüfung. Da er immer noch Gottes Wort darauf hatte, war er bereit, jede sichtbare Ermutigung seiner Erwartung zu entfernen und dennoch weiterhin "vollkommen überzeugt" zu

sein. Gott musste ihn zurückhalten, sonst hätte er Isaak tatsächlich geopfert. Diese Prüfung war Gottes Weg, um seinen Glauben zu vervollkommnen, nicht um ihn zu zerstören.

Wenn du wegen deiner Heilung zu Gott gekommen bist und Er hinterher sieht, dass du mehr durch die Besserung deines Befindens ermutigt bist als durch Sein Wort, könnte Er es für notwendig befinden, deinen Glauben zu prüfen. Damit will Er dich die herrliche Lektion lehren, Seinem Wort zu vertrauen, selbst wenn alle Sinne dem widersprechen. Glaube hat einzig und allein mit dem Wort Gottes zu tun.

In Hebräer 10:35-36 sagt Gott zu allen, deren Glaube auf Seinem Wort gegründet ist: "So werft nun eure Zuversicht nicht weg, welche eine große Belohnung hat! Denn Ausdauer tut euch not, damit ihr nach Erfüllung des göttlichen Willens die Verheißung erlangt." "Denn wir sind Christi Genossen geworden, wenn wir die anfängliche Zuversicht bis ans Ende festhalten." (Hebräer 3:14)

Viele handeln im direkten Gegensatz dazu. Nachdem sie gesalbt worden sind und für sie gebetet wurde, habe ich einige schon voller Enttäuschung sagen hören. "Ich hatte ganz sicher geglaubt, dass ich geheilt werden würde" statt sich in der Verheißung Gottes zu freuen. Ich wusste sofort, dass sie nie richtig begriffen hatten, was Glauben ist. Ihre Erwartung war, zuerst gesund zu werden und dann zu glauben, dass Gott ihr Gebet erhört hatte. Wenn Gottes

Wort der einzige Grund für ihre Erwartung gewesen wäre, hätten sie den Anfang ihrer Zuversicht festgehalten. Es ist nie angemessen oder vernünftig, unsere Zuversicht wegzuwerfen solange wir das Wort Gottes als Basis dafür haben. Es ist verheißen, dass wir nur unter der Bedingung Teilhaber werden, dass wir standhaft am Anfang unserer Zuversicht festhalten. In der Zwischenzeit, zwischen Gottes Verheißung und ihrer Erfüllung, hat Abraham nicht auf seine Symptome geschaut und seine Zuversicht weggeworfen weil er keine sichtbare Ermutigung hatte, sondern er hat das Gegenteil getan. Indem er auf die Verheißung Gottes schaute, wurde er nicht wankelmütig durch Unglaube, sondern stark im Glauben und gab Gott alle Ehre (siehe Römer 4:20). Nachdem Jona aus dem Bauch des Fisches um Erbarmen gebetet hatte, warf er seine Zuversicht nicht weg weil es keinen sichtbaren Beweis dafür gab, dass sein Gebet erhört worden war. Er hielt seine Zuversicht fest und fügte ihr im Voraus das Opfer der Danksagung hinzu. Nachdem sie um die Mauern von Jericho marschiert waren warfen Josua und das Volk Israel ihre Zuversicht nicht weg weil die Mauern der Stadt immer noch standen. Ihr Glaube basierte auf Gottes Wort: "Ich habe Jericho in deine Hand gegeben." Wenn keiner von ihnen seine Zuversicht weggeworfen hat, warum solltest du es dann tun?

Deine Denkweise sollte dieselbe sein wie die von Noah, als er auf trockenem Land ein Schiff baute und Pech auf die Fugen schmierte, um es wasserdicht zu machen. In seinem Denken war die Tatsache der kommenden Flut vollkommen entschieden und das Wort Gottes war der

einzige Grund für dieses Denken. Deine Denkweise sollte dieselbe sein wie die von Abraham. Für ihn war die Tatsache, dass Isaak geboren werden würde, vollkommen entschieden, obwohl alle Symptome und Umstände das Gegenteil anzeigten. Gottes Wort an dich bezüglich deiner Heilung ist genauso klar und deutlich wie das Wort an Abraham.

In Markus 11:24 teilt Jesus uns genau die Bedingung mit, die Er für die Aneignung jeder der Segnungen erwartet, die Er verheißen hat. Er sagt: "Darum sage ich euch: Alles, was ihr im Gebet verlangt, glaubt, dass ihr es empfangen habt, so wird es euch zuteil werden!" Das heißt "Ihr werdet sie haben nachdem ihr glaubt, dass Er euer Gebet erhört hat, so wie Jesus gesagt hat "Ich danke dir, dass du mich erhört hast" während Lazarus immer noch tot war. Wir sollten in der Lage sein, zu sagen: "Ich danke dir, dass du mich erhört hast" während wir immer noch krank sind. "Es wird euch zuteil werden" ist deine Antwort von Jesus und auch dein Beweis dafür, dass dein Gebet erhört worden ist. Für den Glauben ist das Wort Gottes die Stimme Gottes. Er hat uns nicht versprochen, dass unsere Heilung beginnen wird, solange wir nicht glauben, dass Er unser Gebet erhört hat. "Wenn wir irgendetwas nach Seinem Willen erbitten erhört Er uns." Wenn das stimmt, dann glaube im Augenblick deines Gebets, dass dein Gebet erhört worden ist. Wir müssen in der Lage sein, zu sagen: "Ich weiß, dass meine Bitte erhört worden ist, die ich von Ihm erbeten habe", nicht weil wir die Antwort bereits sehen, sondern weil Gott treu ist und zu Seinem Wort steht.

Es ist nie angemessen, nach dem Gebet unseren Glauben auf die Besserung unseres Befindens zu stützen. Ich habe einige mit großer Freude sagen hören: "Mir geht es so viel besser seit für mich gebetet worden ist. Nun weiß ich, dass ich ganz gesund werde." Das bedeutet, dass sie an die Stelle der Verheißung Gottes einen anderen Grund für ihre Erwartung gesetzt hatten, gesund zu werden. Es gibt keinen Grund für den Glauben der so gut ist wie das Wort Gottes. Nehmen wir einmal an, ich bete für die Heilung eines Mannes und er würde unmittelbar nach dem Gebet eine 50%ige Besserung seines Befindens feststellen. Diese Verbesserung seines Befindens ist auch nicht annähernd ein so guter Grund für das Wissen, dass er schließlich gänzlich gesund werden wird wie die Verheißung Gottes. Die Verheißung Gottes ist sogar dann noch ein besserer Grund wenn er sich nach dem Gebet um 50% schlechter fühlen würde. Stelle dir vor, du versprichst deinem Kind eine bestimmte Sache und am nächsten Tag stellst du fest, dass es genau das erwartet, was du ihm versprochen hast, jedoch nicht deshalb, weil du es ihm versprochen hast. Es hat irgendeinen anderen Grund für diese Erwartung. Das würde dich traurig machen. Es würde beweisen, dass das Kind deinem Wort nicht vertraut.

Es ehrt Gott, wenn wir Ihm glauben obwohl alle Sinne Ihm widersprechen. Er verspricht, diejenigen zu ehren, die Ihn ehren. Gott hat versprochen, nur auf den Glauben zu reagieren, der durch Sein Wort hervorgebracht wurde und auf Seinem Wort, Seiner Verheißung, ruht. Einige erwarten, dass sie glauben, dass sie

erhört worden sind sobald sie sich besser fühlen. Gott hat aber nicht gesagt, dass Er bessere Gefühle sendet, um Glauben hervorzubringen und sie dann zu heilen. "Er sandte Sein Wort und heilte sie." Gott selbst hat Sein Wort gesandt. Wir haben es Ihm nicht "aus der Nase ziehen" müssen. Wie absurd ist es dann, es anzuzweifeln. Ist es nicht viel rationaler, von Gott zu erwarten, dass Er Sein Versprechen hält als zu erwarten, dass Er es bricht? Wirklich, nichts könnte lächerlicher oder absurder sein als es Symptomen oder Gefühlen zu gestatten, Anlass für den Zweifel an der Erfüllung von Gottes Verheißung zu sein. Nimm einmal an, du hättest deinem Kind ein neues Kleid versprochen und es würde sich danach den Knöchel verstauchen und seine Zuversicht auf das neue Kleid wegwerfen weil der Knöchel so schmerzt. Du würdest zu ihm sagen: "Schatz, ich habe dir das neue Kleid versprochen. Kannst du meinem Wort nicht glauben?" Es antwortet: "Aber Mama, mein Knöchel schmerzt aber noch so sehr, es ist noch ein bisschen besser geworden, es scheint sogar schlimmer zu werden." Wir absurd wäre doch eine derartige Argumentationsweise! Nun, wenn es absurd ist aufgrund von Schmerzen eine Verheißung anzuzweifeln, dann ist es gleichermaßen absurd, irgendeine Verheißung anzuzweifeln. Stelle dir noch einmal vor, du hättest deiner kleinen Tochter das neue Kleid versprochen und hinterher rennt sie zum Spiegel um zu sehen, ob sie nun hübscher angezogen aussieht. Dann sagt sie: "Ich kann keinen Unterschied sehen. Ich schaue kein bisschen anders aus" und gibt den Gedanken gänzlich auf, ein neues Kleid zu bekommen.

Zu lernen, wie man glaubt dass Gott uns hört wenn wir beten ist ein viel größerer Segen als die Heilung selbst. Dann kann das Gebet des Glaubens zehntausend Mal wiederholt werden, für andere und für sich selbst. So können wir unser ganzes Leben damit verbringen, die Erfüllung göttlicher Verheißungen zu erlangen.

Wir haben gesehen, wie Abraham ein Wunder erlebte; und Gott sagt, dass es mit uns ist wie mit Abraham. Auf dieselbe Weise können wir die Fülle von Gottes Verheißungen empfangen, die wir "auch wandeln in den Fußstapfen des Glaubens, den unser Vater Abraham hatte" (Römer 4:12).

Kapitel 7

Wie man Heilung von Christus empfängt

In 4. Mose Kapitel 21 finden wir einen Bericht über Gottes Gericht. Die Israeliten waren von feurigen Schlangen gebissen worden und starben. Gott hatte die Anweisung gegeben, dass eine eherne Schlange an einer Stange aufgerichtet werden sollte. Das war ein Symbol für das Sühneopfer, das Christus übernahm und auf sich selbst anwandte. Die Bedingung für die Heilung wird uns in Vers 8 genannt: "Und es soll geschehen, wer gebissen ist und sie ansieht, der soll am Leben bleiben!"

Wenn Heilung nicht durch Christi Sühneopfer bereitgestellt ist, wie manche lehren, warum wurde dann von diesen sterbenden Israeliten erwartet, dass sie auf das Symbol für das Sühneopfer schauen sollten um körperlich geheilt zu werden? Da sowohl Sündenvergebung als auch Heilung ihnen allen durch einen erwartungsvollen Blick auf das Symbol für Golgatha zuteil wurden, warum können wir dann nicht genauso viel von Christus, dem Prototyp, empfangen? Wenn wir das nicht können wird damit das Symbol auf eine höhere Ebene gehoben als Christus selbst und das Symbol wird zu einer falschen Prophetie.

"Jeder, der schaut"

Beachte, dass niemand Heilung außerhalb der Bedingung empfangen konnte: "Jeder, der sie ANSIEHT."

ANSEHEN bedeutet, von dem eingenommen und beeinflusst zu sein, was wir anschauen. Es ist das Äquivalent zu Abrahams Weigerung, seinen erstorbenen Körper zu beachten. Er wurde stark im Glauben indem er auf die Verheißungen Gottes schaute. Von unseren Gefühlen oder Symptomen eingenommen und beeinflusst zu sein bedeutet, die Bedingungen umzukehren, die Gott erwartet.

ANSEHEN bedeutet Aufmerksamkeit. Gott gab den Bund der Heilung und offenbarte sich selbst als unser Arzt und Heiler durch den Erlösungsnamen Jehovah Rapha. Die Bedingung, die Er festlegte, war dass sie "Ihm gehorchen und all Seine Gebote halten" sollten. Das bedeutet Aufmerksamkeit und Beachtung gegenüber Seinem Wort. In Markus 4:24 hat Jesus uns auch gelehrt, dass wir uns selbst durch unsere Aufmerksamkeit und Beachtung von Gottes Wort Seine Segnungen zumessen. Das Wort Gottes ist der Samen. Wenn er in guten Boden gesät wird, hat er, wie jeder Samen, die Kraft, sein eigenes Werk zu tun. Aufmerksamkeit und Beachtung gegenüber dem Wort Gottes ist der Weg, um ihn in guten Boden zu säen und dort zu belassen.

Satan kann den Samen nicht daran hindern, dass er sein Werk tut, es sei denn, wir erlauben es ihm, den Samen wieder aus dem Boden zu holen. Er kann das nur tun indem er uns dazu bringt, unsere Aufmerksamkeit vom Wort Gottes abzulenken und auf unsere Symptome zu richten. Jona nannte seine Symptome "lügende Einbildungen" und sagte, während er sich immer noch im Bauch des Fisches befand: "Da meine Seele bei mir verschmachtete, gedachte ich an den Herrn, und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel." Dann hören wir ihn das Opfer der Danksagung darbringen. Das zeigt uns, was ANSEHEN bedeutet.

ANSEHEN bedeutet auch Erwartung. Wenn wir Gott um Errettung bitten erwarten wir Errettung von Ihm. Er sagt zu uns allen: "Schaut auf mich, alle Enden der Erde, und lasst euch erretten." Da Gott Heilung bereitgestellt und verheißen hat, sollten wir auch den leisesten Gedanken aus unserem Kopf verbannen, nicht geheilt zu werden.

Das Wort ANSEHEN wird auch mit "bedenken" übersetzt. Wir lesen, dass Sara bedachte, dass sie sich auf Ihn verlassen könnte, der die Verheißung gegeben hatte. Statt ihr Alter zu bedenken empfing sie Glauben indem sie das Wort Gottes bedachte.

Das Wort ANSEHEN steht in der fortlaufenden Gegenwartsform. Das ist nicht nur ein flüchtiger Blick, sondern ein fortwährendes "Starren" bis du gesund bist. Es war ein standfester Glaube, der

Abraham die Erfüllung von Gottes Verheißung brachte. Der Heilungsprozess geht weiter während wir auf die Verheißung schauen. Wir sollen im Glauben denken, sprechen, handeln und an ihm festhalten bis die Verheißung erfüllt ist. Indem wir uns mit Symptomen oder Gefühlen beschäftigen verletzen wir die Bedingungen und drehen damit den Hahn zu Seiner Kraft ab.

Die Sicht des Glaubens

Wir lesen in Hebräer 11:23-27, dass Mose "sich an den Unsichtbaren hielt, als sähe er Ihn." Soweit es den Sehnerv betrifft ist der Glaube "die Zuversicht auf Dinge, die man nicht sieht." Doch wenn es um die "erleuchteten Augen unseres Verständnisses" geht, ist der Glaube die Zuversicht auf Dinge, die man sieht. Im Glauben zu leben bedeutet, eine Sicht besserer Art zu haben. Wir sollen unser Leben damit verbringen, auf viel bessere Dinge zu schauen als die, die wir mit unserem Sehnerv wahrnehmen können. Wir sehen mit den Augen des Glaubens die herrlichen Dinge, die für das natürliche Auge unsichtbar sind. Immerhin ist es der Verstand und nicht der Sehnerv, der sieht. Dein Geld auf der Bank kannst du auch nur mit deinem Verstand sehen. Wenn du einen Scheck ausstellst, dann geschieht es im Glauben auf das, was du nicht mit deinen natürlichen Augen siehst, sondern mit deinem Verstand.

Glaube ist die rationalste Sache auf der Welt,

weil er sich auf die größten aller Fakten und Realitäten stützt. Er sieht Gott. Er sieht Golgatha, wo Krankheit und Sünde nichtig gemacht wurden. Er sieht die Verheißungen Gottes und Seine Treue. Dass alles ist sicherer als das Fundament eines Berges. Glaube sieht die Gesundheit und Stärke, die am Kreuz für uns erworben wurden, bereits als unseren Besitz. Er empfängt die Worte: "Er selbst hat unsere Schwachheiten getragen und unsere Krankheiten auf sich genommen" und handelt dann entsprechend. Was das Auge des Glaubens sieht, nimmt die Hand des Glaubens in Besitz. Sie sagt: "Das gehört mir durch die Verheißung Gottes." Glaube weigert sich, irgendetwas anderes zu sehen als Gott und das, was Er sagt.

Die herrlichen Realitäten des Glaubens

Es ist ein großer Fehler, anzunehmen, etwas sei nicht real weil man es nicht mit den natürlichen Augen sehen kann. Stelle dir einmal vor, du solltest mir vertrauen, dich mit verbundenen Augen die Straße entlang zu führen. Das Pflaster unter deinen Füßen ist genauso real als wenn du es sehen könntest. Jedes Mal, wenn du einen Schritt machst, handelst du dabei nach einem Glauben, der "die Zuversicht ist von Dingen, die man nicht sieht" soweit es die natürlichen Augen betrifft. Du siehst nur mit deinem Verstand was ich mit meinen Augen sehe und dir beschreibe. Die großen geistlichen Realitäten und Tatsachen, die Gott sieht und von denen Er uns erzählt sind genauso real als

würden wir sie mit unseren eigenen, natürlichen Augen sehen können. Wegen Gott, Seiner Treue und Seinen Verheißungen ist Glaube der sicherste Boden, auf dem man stehen kann. Für den Menschen, der nicht darüber aufgeklärt ist oder die Verheißungen Gottes nicht sieht, ist es ein Hinaustreten in den luftleeren Raum. Für diejenigen, die Glauben an Gottes Wort haben, ist es ein Gehen auf dem Fundament des Universums. Durch das einfache Stehen auf dem bloßen Wort Gottes sind Millionen von Sündern "vom Königreich der Finsternis in das Reich von Gottes liebem Sohn versetzt worden." Millionen sind auch von dieser Welt in den Himmel aufgenommen worden. Die Verheißung Gottes ist ihnen mehr wert gewesen als eine Jakobsleiter, die von dieser Welt bis hinauf in den Himmel reicht und die man mit den natürlichen Augen sehen kann.

Jesus sagt uns, dass Er kam, damit "die, die nicht sehen (mit den natürlichen Augen) mit den Augen des Glaubens sehen möchten." Nachdem Er in den Himmel aufgefahren war, wo man Ihn mit den natürlichen Augen nicht länger sehen konnte, riet Er uns, unsere (geistlichen) Augen mit Augensalbe zu behandeln, damit wir sehen möchten. Indem er das tat konnte Petrus sich mehr über das freuen, was er mit dieser neuen Sicht sah, als über das, was er mit seinem Sehnerv wahrnahm. Mit dieser besseren Art von Sicht zu leben ist das glücklichste Leben, was hier auf Erden möglich ist aufgrund der Überlegenheit dessen, was wir ständig anschauen: die besten Dinge, Freude bereitende Realitäten. Übernatürliche Freude ist immer das Resultat wenn wir unser besseres Paar Augen

benutzen.

Es ist wichtig, zu sehen, dass wahrer Glaube sich immer mit Gottes Macht und Gnade beschäftigt und nicht mit menschlicher Schwäche. Gott lädt uns ein, Seine Stärke zu ergreifen. Er sagt: "Die Kraft der Ohnmächtigen lässt Er zunehmen." Er sagt auch: "Der Schwache sage: Ich bin stark." Wenn wir Ihm gehorchen und an die Autorität Seines Wortes glauben haben wir Seine Stärke. Selbst wenn wir uns schwach fühlen, wird Seine Stärke vollkommen gemacht in unserer Schwachheit." Wir müssen glauben, was Gott sagt, ungeachtet unserer Gefühle.

Warum schaffen manche es nicht, Heilung zu erlangen?

Ein Grund dafür, warum manche Leute nicht geheilt werden, besteht darin, dass sie glauben, was ihre fünf Sinne ihnen sagen statt dem Wort Gottes zu glauben. Wir sollten erkennen, dass die fünf Sinne zum natürlichen Menschen gehören und uns gegeben wurden um sie für die Dinge dieser Welt zu gebrauchen. Doch die Dinge Gottes können nicht durch die natürlichen Sinne unterschieden, angewandt oder erkannt werden.

Keine Art von körperlicher Empfindung wie Schmerzen, Schwäche oder Krankheit kann

jemals ein guter Grund dafür sein, die Erfüllung irgendeiner göttlichen Verheißung anzuzweifeln. Wie dumm wäre es von mir, die Verheißung von Jesu Wiederkunft anzuzweifeln weil ich mich krank oder schwach fühle oder Schmerzen habe! Und wenn Schmerzen kein guter Grund für das Zweifeln an einer Verheißung sind, sind sie auch kein guter Grund für das Zweifeln an irgendeiner Verheißung. Gott ist in der Erfüllung der einen Verheißung genauso treu wie in der Erfüllung der anderen. Wenn es dumm ist, aufgrund von Schmerzen oder irgendwelchen Missempfindungen an Gottes Verheißung bezüglich der Wiederkunft Christi zu zweifeln, dann ist es genauso dumm, aufgrund dieser Dinge Gottes Verheißung, zu heilen, anzuzweifeln.

Der Boden, auf dem wir die Vergebung von Sünden beanspruchen, ist die Tatsache, dass Christus sie "an Seinem eigenen Leib auf das Holz hinauf getragen hat." (1. Petrus 2:24) Wir müssen glauben, dass uns vergeben wurde, bevor sich unsere Gefühle verändern können. Auf genau dieselbe Weise und auf demselben Boden nehmen wir körperliche Heilung von dem Großen Arzt an. Die Heilung sowohl unserer Seele als auch unseres Körpers basieren auf der unveränderlichen Wahrheit des vollendeten Werkes von Christus, nicht auf unseren Gefühlen.

Gott gibt dir den Erlösungsnamen "Jehovah Rapha" und sagt dadurch zu dir: "Ich bin der Herr, der dich heilt." Er will, dass du im Glauben antwortest: "Ja, Herr, Du bist der Herr, der mich

heilt." Er will, dass genau das, was Er sagt, in deiner Erfahrung wahr wird. Du kannst keinen Fehler machen wenn du sagst und standfest glaubst was Er sagt: dass Er dich wirklich jetzt in diesem Augenblick heilt. Er wird weiter an dir wirken bis du "vollkommen gesund" bist. Glaube bedeutet, zu sagen und zu glauben was Gott sagt und dann entsprechend zu handeln. Die Segnungen, die wir durch einen standfesten Glauben an Gottes Verheißungen in Besitz nehmen, werden sich immer manifestieren.

Wir dürfen nicht wankelmütig sein

Wenn wir uns die Heilung aneignen, die Christus bereitgestellt hat, dürfen wir nicht wankelmütig sein. Jakobus sagt: "Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht der Meereswoge, die vom Wind hin und her getrieben wird. (Jakobus 1:6-7) Wir müssen unseren eigenen Kopf ausschalten und "die Gesinnung Christi anziehen." Das bedeutet, dass wir nur das sehen, was Er sagt und entsprechend handeln. Das gehört zu unserem Bitten "im Glauben". Paulus sagt uns, wir sollen "den alten Menschen und seine Handlungen ablegen." Das beinhaltet auch die Gewohnheit des alten Menschen, sein Denken nur nach dem Zeugnis seiner fünf Sinne auszurichten. Den neuen Menschen anzuziehen und den Sinn Christi zu haben beinhaltet unser Denken und Glauben an das, was geschrieben steht und wie Er zu sagen: "Es steht geschrieben." Erinnere dich: der "neue Mensch" wird nicht durch das

Zeugnis seiner Sinne beherrscht.

Das Wort Gottes ist mächtig

Die Bibel sagt uns, dass kein Wort Gottes ohne Kraft ist. In Psalm 107:20 heißt es: "Er sandte sein Wort und machte sie gesund." Das ist Seine Art und Weise, sowohl unsere Seele als auch unseren Körper zu heilen. Ich weiß von vielen, die geheilt worden sind nachdem sie die Worte in Jesaja 53:5 gelesen haben: "Durch seine Striemen sind wir geheilt." Danach haben sie gesagt: "Gott sagt, dass ich geheilt bin und ich werde Gott glauben und nicht meinen Gefühlen." Indem sie gesagt und wiederholt haben was Er sagt und entsprechend gehandelt haben sind sogar Krebserkrankungen verschwunden. Wenn wir standfest glauben und entsprechend unserer Überzeugung von Gottes Wort handeln, kann nichts die Kraft in Gottes Wort davon abhalten, zu veranlassen, dass alle Dinge genauso werden wie das Wort es sagt. Alles was wir tun müssen ist fest an das zu glauben, was das Wort sagt. Wir müssen uns resolut weigern, die Dinge zu sehen, zu glauben oder zu denken, die dem Wort widersprechen. Wir müssen uns auf die Seite Gottes stellen und glauben, dass alles, was wir für Geist, Seele und Körper brauchen, uns bereits gehört. Gott sagte zu Abraham: "Ich habe dich zum Vater vieler Völker gemacht." Der neue Name "Abraham" bedeutet "Vater vieler Völker". Indem er im Glauben den neuen Namen annahm, wiederholte der Patriarch kontinuierlich Gottes Worte: "Ich BIN der Vater vieler Völker." So betrachtete er die Dinge, die nicht waren, als

ob sie seien, gab Gott im Voraus alle Ehre und dadurch wurde exakt das, was Gott gesagt hatte, wahr.

"Wenn du glaubst, dass Gott alles getan und uns gegeben hat von dem Er sagt, dass Er es getan und uns gegeben hat, und konstant Seinem Wort gehorsam bist, wird Gott bewirken, dass alle alten Dinge dich verlassen und alles, was von Christus ist, in dir erscheint." (Frau C. Nuzum)

Gott hat uns bereits alles gegeben

Er hat uns alles gegeben, was zum Leben und zur Gottseligkeit dient (2. Petrus 1:3). Das beinhaltet alles, was wir für Geist, Seele und Körper brauchen, sowohl in diesem Leben als auch in dem zukünftigen. Jesus hat all das für uns erkauft. Gott sagt uns, dass Er es uns bereits gegeben hat. Jesaja 53:5 und 1. Petrus 2:24 sagen uns, dass Gott uns geheilt hat. Kolosser 1:13 sagt, dass Gott uns von der Macht

der Finsternis befreit hat. In Lukas 10:19 sagt Jesus: "Siehe, ich habe euch Vollmacht

verliehen

nichts wird euch beschädigen." Römer 6:18 sagt

uns, dass wir frei sind.

über alle Gewalt des Feindes; und

Wenn wir all das anwenden warnt Gott uns, dass wir wie im Fall von Petrus nie auf unsere Umstände und Gefühle schauen. Die Wellen waren genauso hoch als Petrus vollkommen

sicher auf dem Wasser ging wie zu dem Zeitpunkt, als er sank. Solange er nicht auf sie achtete, konnten sie ihn nicht hindern. In dem Augenblick, wo er auf sie schaute, begann er zu zweifeln und ging unter. Der Wind war ebenfalls genauso stark als Petrus sicher auf dem Wasser ging wie zu dem Zeitpunkt, als er sank. Solange er nicht darauf achtete, konnte ihn das nicht hindern. Gott lehrt uns hier, dass wir, wenn wir uns mit Schauen und Fühlen beschäftigen, alles verlieren, was Er uns anbietet. Andererseits können wir, wenn wir uns standhaft weigern, irgendetwas anderes zu sehen als Gott und was Er sagt, alles behalten, von dem Er sagt, dass Er es uns gegeben hat.

Frau C. Nuzum

"Halte fest was du hast"

Satan ist damit beschäftigt, uns wegzunehmen was wir von Gott bekommen haben. Gott bittet uns "Halte fest was du hast" (Offenbarung 3:11). Jesus hat Petrus die Macht gegeben, auf dem Wasser zu gehen, doch der Teufel nahm ihm das fort indem er ihn dazu brachte, seine Aufmerksamkeit auf den Wind (repräsentiert die Dinge, die wir fühlen) und auf die Wellen (repräsentieren die Dinge, die wir sehen) zu fixieren. Petrus hatte die Macht und gebrauchte sie; doch er verlor sie durch Zweifeln.

Frau C. Nuzum

Viele verlieren die Manifestation der Heilung, die bereits im Gange ist, indem sie ihre Aufmerksamkeit von Christus und dem Wort Gottes abwenden und auf ihre Gefühle richten. Bevor du den Glaubensschritt für Heilung gehst, musst du eine Sache vollkommen geklärt haben:

nachdem du den Schritt gegangen bist wirst du nichts sehen als Gott und was Er sagt. Von dem Augenblick an sollten Zweifel völlig außer Frage stehen und als unangemessen betrachtet werden. Das Zeugnis, auf das du deine Füße gestellt hast, ist das Wort Gottes. Auf deine Gefühle oder Symptome zu achten wäre dasselbe als wenn ein Bauer seine Saat wieder ausgräbt, um nachzusehen, ob sie auch wächst. Das würde die Saat direkt an der Wurzel abtöten. Wenn der wahre Bauer seine Saat in den Boden gesät hat, sagt er mit Befriedigung:

"Ich bin froh, dass das erledigt ist." Er glaubt, dass die Saat ihr Werk begonnen hat, selbst bevor er sie wachsen sieht. Warum sollten wir nicht dasselbe Vertrauen in den "unvergänglichen Samen", das Wort Gottes, haben? Glaube, dass es bereits sein Werk tut ohne darauf zu warten, es zu sehen.

Für den Empfang übernatürlicher Heilung müssen wir als erstes lernen, uns keine Sorgen mehr über den Zustand unseres Körpers zu machen. Du hast ihn dem Herrn übergeben und Er hat die Verantwortung für deine Heilung übernommen. Du sollst in der Angelegenheit ganz glücklich und beruhigt sein. Du weißt aus Seinem eigenen Wort, dass Er die

Verantwortung für jeden Fall übernimmt, den wir Ihm vollkommen übertragen. Wenn wir Heilung durch Glauben empfangen geraten der Körper und seine Empfindungen aus dem Blickfeld und nur der Herr und Seine Verheißungen stehen im Mittelpunkt. Bevor er sich irgendeiner körperlichen Veränderung bewusst ist, freut sich der Glaube und sagt: "Es steht geschrieben" und glaubt, was geschrieben steht. Jedes unangenehme Gefühl sollte als eine Warnung betrachtet werden. Wir sollten nicht auf den Körper achten, sondern umso mehr auf die Verheißung des Herrn und uns mit Ihm beschäftigen. Wie viel besser ist es doch, in Gemeinschaft mit Gott zu sein und sich an Seiner Treue zu erfreuen als sich mit einem kranken Körper zu beschäftigen. Auf diese Weise haben wir schon große Menschenmengen große geistliche Fortschritte machen sehen. Andere haben die süße Gemeinschaft mit Gott eingebüßt weil sie mit ihren Gefühlen und Symptomen beschäftigt waren.

Wie Glaube vervollkommnet werden kann

In Markus 9:24 lesen wir, dass der Vater, der Heilung für sein Kind erbeten hatte, "mit Tränen schrie und sagte: Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben." Indem er Christus bat, ihm zu helfen, erhielt er die benötigte Hilfe. Er stieg auf zu einem Punkt der Kraft über dem der Apostel und hatte Erfolg, wo sie versagt hatten. Im Griechischen wird der Heilige Geist Parakletos genannt, was "Helfer" bedeutet. Dank sei Gott! Der Christ kann immer Seine Hilfe bekommen,

wenn er sie braucht. Der Heilige Geist ist immer bereit, in uns zu wirken "was angenehm ist in Seinen Augen". In einem ganz speziellen Sinn beinhaltet dies auch Glauben. "Denn ohne Glauben ist es unmöglich, Ihm zu gefallen." Da Glaube besonders angenehm in Gottes Augen ist, will er ihn durch Sein Wort und durch Seinen Geist in unseren Herzen hervorbringen. Der Heilige Geist ist immer bereit, jedem Christen zu helfen, Glauben für jede Segnung auszuüben, die Gott uns in Seinem Wort versprochen hat. Die Bibel sagt uns, dass Christus in der Lage ist, uns bis zum Äußersten zu retten. Das schließt insbesondere auch ein, dass Er uns von unserem Unglauben retten kann. Das ist die Sünde, von der der Heilige Geist uns überführen will. Darum höre mit einer rigorosen Zielsetzung nur auf Sein Wort. Bekenne Gott deinen Unglauben und vertraue auf Ihn, dass Er dich davon befreien wird, genau wie von jeder anderen Sünde. Seine Gnade ist immer ausreichend, um dafür zu sorgen, dass der Glaube in Bezug auf die Aneignung jeder Segnung triumphiert, die Er für uns bereitgestellt hat. Der Heilige Geist ist immer bereit, für uns die Erfüllung jeder Verheißung zu vollstrecken, die Gott uns gegeben hat.

Warum Glaube notwendig ist

Was ist es, das einen gerechten Menschen ausmacht? Wieder und wieder wird uns gesagt, dass Abraham als gerecht betrachtet wurde. Die Geschichte, wie seine Gerechtigkeit festgelegt wurde, ist sehr einfach. Er glaubte Gott und

handelte entsprechend. Er glaubte und handelte als hätte er von Gott bereits die Erfüllung Seiner Verheißung empfangen. Das zu tun ist die Endsumme der Gerechtigkeit. Nichts kann jemals so wichtig und solch ein Privileg sein wie das. Nur auf diese Weise allein kann Gottes herrliches Programm für den Einzelnen und für die Gemeinde ausgeführt werden. Auf keine andere Weise können von irgendjemandem der Wille und das Werk Gottes getan werden.

Christus wurde die Frage gestellt: "Was sollen wir tun, damit wir auf mächtige Weise die Werke Gottes wirken?" Seine Antwort lautete: "Das ist das Werk Gottes, dass ihr glaubt." Nur wo er die Ausübung lebendigen Glaubens für die Erfüllung Seiner Verheißungen findet, kann Gott wirken. Da wir dadurch gerecht werden, dass wir Gott glauben, ist es umgekehrt Unglauben, der uns ungerecht macht. Unglauben ist böse und ungerecht, weil er das göttliche Programm behindert und beiseite schiebt, das aus allem besteht, was Gott als Antwort auf Glauben zu tun versprochen hat. Kein Wunder, dass es die Sünde des Unglaubens war, von der der Heilige Geist im Auftrag Gottes die Welt überführen sollte. Alles, was dahinter zurückbleibt, dass wir einen lebendigen Glauben dafür haben, dass der Wille und das Werk Gottes getan werden, ist ungerecht. Obwohl wir es Religion nennen mögen, ist es etwas anderes anstelle Seiner Gerechtigkeit. Die Fähigkeit von Christus, uns bis zum Äußersten zu retten, besteht in Seiner Fähigkeit, uns von unserem Unglauben zu retten. Dieser ist so tödlich für das herrliche, göttliche Programm. Der Heilige Geist wurde uns gegeben, um uns alle in alle Wahrheit zu führen,

so dass wir sie glauben möchten, damit das ganze Programm Gottes ausgeführt wird. Wie viele Menschen es doch gibt, die an Gott glauben, ihm jedoch nicht so glauben, wie Abraham es tat. Ein standhafter Glaube an das, was Gott uns als Seinen Willen geoffenbart hat, ist unsere ganze Pflicht. Von jedem Standpunkt aus betrachtet ist das unser größtes Privileg. Wie Gott doch die Welt mit Seiner mächtigen Kraft überschwemmen würde, wenn alle, die Seinen Namen bekennen, alle göttliche Wahrheit entdecken, mit einer Besitz ergreifenden Überzeugung glauben und entsprechend handeln würden!

Glauben an Gott hat eine viel stärkere Grundlage und einen viel stärkeren Helfer (den Heiligen Geist) als Zweifel, Sünde oder Krankheit. Der Heilige Geist wird dein Denken von allen Zweifeln befreien wenn du dich Ihm ganz anvertraust und dich darauf verlässt, dass Er es tut. Vertraue Ihm und halte deine Aufmerksamkeit auf das Wort Gottes gerichtet.

Gott hat für das Auge des Glaubens herrliche und fortwährende Realitäten bereitgestellt. Wenn man sie standhaft im Blick behält werden sie immer stärker als der Krebs oder die Krankheit, die der Sehnerv sieht. Zweifel und Sünde und Krankheit können immer durch den richtigen Gebrauch der "Augen unseres Verständnisses" vernichtet werden. Das ist die unfehlbare Methode, mit der wir uns alle Segnungen Gottes zu Eigen machen können. Alle herrlichen Siege des Glaubens, die in Hebräer Kapitel 11 aufgelistet sind, waren das Resultat des richtigen

und beständigen Gebrauchs ihrer besseren Sicht.

"Das Gesetz des Geistes des Lebens", das unsere Körper und Seelen heilt, ist viel stärker als "Das Gesetz der Sünde und des Todes". Dieses Gesetz wird, wenn es von uns nicht gehindert wird, jedes Mal siegen. Jeder, der sich daran macht, die Wohltaten des Sühneopfers zu erlangen, hat einen unendlich fähigen Helfer. Seine Macht kann nie versagen, wenn man sich auf sie verlässt. So wie Gottes Gnade stärker ist als Sünde, so ist Christi Heilungskraft viel stärker als die Kraft jeder Krankheit. Und das Zeugnis, das Gott uns für unseren Glauben gibt (Sein eigenes Wort) ist, wenn es das Denken ganz ausfüllt, stärker als jedes Zeugnis, das Satan uns schicken mag um uns Anlass zum Zweifeln zu geben.

Was ist die Ausübung des Glaubens?

Jesus sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: "Strecke deine Hand aus!" Christus schenkt uns zuerst Glauben und dann ruft Er ihn zu seiner wunderbaren Ausführung. Der Mann streckte in Abhängigkeit von göttlicher Stärke seine Hand aus und wurde gesund gemacht. Wenn wir uns in Abhängigkeit von Gott bemühen, zu tun was ohne Ihn unmöglich ist, begegnet Gott uns mit göttlicher Kraft. Das geschieht unabhängig von der Natur. In allen Dingen, die Gott uns zu tun aufruft, sind "alle

Dinge möglich (nicht dem, der sich in sich selbst fähig fühlt, sondern) dem, der da glaubt." Wir sehen die Fähigkeit dieses Mannes nicht in sich selbst, sondern in Christus. Jeder Teil der Erlösung ist in Ihm enthalten. "Ich vermag alles durch Christus, der mich stark macht." Durch unsere Einheit mit Christus, dem wahren Weinstock, gehört die Kraft bereits uns. Doch sie muss umgesetzt werden. Es war das Bemühen des Mannes, seine Hand auszustrecken, das den Weg für die heilende Berührung und den Fluss göttlichen Lebens öffnete. Obwohl sie im Natürlichen begann wurde diese Handlung des Glaubens ein Eintrittstor für das Übernatürliche, das dann den Nöten des Mannes begegnete. Durch die übertragene göttliche Kraft führte sie sofort zu einer vollkommen übernatürlichen Handlung. Sie führte zu einer Übung, zu der der Körper in seinem vorherigen Zustand überhaupt nicht fähig war. Es war eine Handlung, die unabhängig von natürlicher Kraft und vollkommen abhängig von Gott war.

Die Handlung des Glaubens ist nicht nur eine körperliche Handlung. Sie beinhaltet auch das Ausrichten von Herz und Denken auf Gott. Die volle Ausübung des Glaubens bedeutet, dass wir Glauben denken, Glauben sprechen und Glauben handeln. Das bringt die Manifestation all dessen, was nach der Verheißung des Wortes Glauben erfordert. Du magst fragen:

"Wie kann man Glauben für die Heilung von Blindheit oder eines Leidens ausüben, das nichts mit der Bewegung des Körpers zu tun hat?" Zu dem Blinden sagte Jesus: "Geh' hin und wasche dich im Teich Siloah." Diese Handlung gab dem Mann eine Gelegenheit, Glauben im Herzen, im

Denken und im Körper auszuüben. Es war dasselbe mit Naaman, den zehn Aussätzigen und dem Hauptmann. In jedem Fall gingen sie hin und verließen sich auf das Wort von Christus. Sie glaubten, dass die Heilung ihnen gehörte bevor sie sich sichtbar manifestiert hatte.

Du bringst vielleicht tausend Euro auf die Bank und kommst dann zu mir und sagst mir, dass du mir ein Geschenk über diese Summe gemacht hast. Wenn ich dir glaube, würde ich entsprechend handeln und nach meinem Bedarf an Geld Schecks ausstellen oder Geld abheben. Ich habe das Geld auf der Bank zwar nicht gesehen, doch es gehört mir genauso als hätte ich es gesehen und es in meiner Hand gehalten. So ist auch mit Heilung für unsere Seele und unseren Körper in Christus. Gott hat uns den Schatz all dessen geschenkt, was Er ist. Krankheit, von der ich erlöst worden bin, gehört nicht zu mir, Heilung aber sehr wohl. Darum beginne ich, mir Heilung abzuholen. Wie? Indem ich in Seinem Namen versuche, was ich ohne Ihn nicht tun kann. Das ist handelnder Glaube:

Gesundheit und Stärke von der Bank Gottes abheben. Das bedeutet, auf etwas zu vertrauen was wir nicht sehen oder fühlen, von dem wir aber aus Gottes Wort wissen, dass es uns gehört. Es funktioniert genauso wie uns das Geld auf der Bank gehört, obwohl wir es weder sehen noch fühlen.

Der gefällte Baum

Nun mag jemand fragen: "Wie kann ich sagen, dass ich geheilt bin wenn ich doch die Krankheit an meinem Körper sehe und mir der Schmerzen bewusst bin?" Es gibt eine Illustration aus der Natur, die manchmal angeführt wird um diese Wahrheit klarer zu machen. Eine Methode, um einen Baum zu töten, ist ihn zu fällen und wenn wir einen gefällten Baum sehen, betrachten wir ihn als einen toten Baum. Sein Blattwerk ist noch eine ganze Weile frisch und grün und macht den Anschein von Leben. Das natürliche Auge sieht Leben. Doch das Auge unseres Verständnisses, das über Wissen verfügt, das über das hinausgeht, was man sehen kann, sieht Tod. Mit der Zeit verdorren die Blätter und fallen ab und der Tod, den das Auge des Verständnisses schon von Anfang an gesehen hat, manifestiert sich nun auch für die übrigen Sinne. So ist es wenn wir Heilung für den Körper ergreifen. Wenn wir das Wort der Verheißung proklamieren und im Glauben ein vollendetes Werk empfangen, versetzt das "Schwert des Geistes" der Krankheit den Todesstoß. Eine kleine Weile mögen die Symptome noch anhalten. Doch für das Auge des Glaubens, das den Gekreuzigten sieht, ist die Krankheit nichtig gemacht und Gesundheit geschenkt. "Die Dinge, die nicht sind, ins Dasein rufend als ob sie wären" manifestiert sich das neue Leben in dem Körper. Was das Auge des Glaubens von Anfang an als Wahrheit gesehen hat manifestiert sich nun auch für die übrigen Sinne. Glaube sieht Gott in Seiner Liebe und Allmacht, der das Wort ausführt.

aus: "Gems of Truth on Divine Healing"

Von den natürlichen Sinnen beherrscht zu werden ist unwissenschaftlich weil es nicht alle Fakten berücksichtigt. Es übersieht die größte und beste aller Tatsachen. Heilung ausschließlich durch natürliche Mittel ist unwissenschaftlich, weil wichtige Fakten übersehen werden. Es übersieht sowohl die übernatürliche Wirkung in der Krankheit als auch das Privileg des Übernatürlichen in ihrer Heilung.

Wir danken Gott für die Tausende, die auf diese Weise große geistliche Fortschritte bei der Erlangung ihrer Heilung gemacht haben. Der Prozess des Glaubens, der die Heilung bringt, ist noch ein weitaus größerer Segen als die Heilung selbst. Durch die Bibel hindurch sind viele berühmt für ihren Glauben geworden, mit dem sie Gott für das suchen, was wir zeitliche Segnungen nennen würden. Wenn wir den Prozess des Glaubens zum Empfangen von Heilung erlernt haben, haben wir auch gelernt, wie wir alles andere bekommen können, was Gott uns in Seinem Wort verheißt. Die Gemeinde könnte Millionen für den Dienst für Gott gewinnen und sie zu Kämpfern machen, die "den guten Kampf des Glaubens kämpfen" indem sie ihnen die Heilung anbietet, die Christus für sie erkauft hat. Mögest du, lieber Leser, durch das Lernen, wie man auf diese Weise geheilt wird, zu einem Leben des Glaubens und Nützlichkeit im Königreich Gottes voranschreiten.

Kapitel 8

Wie deine Gebete beantwortet werden

Die Vergangenheitsform von Gottes Wort

Es ist wichtig, dass diejenigen, die nach den Gnadengaben Gottes suchen, sehen, dass "Glauben anwenden" bedeutet, dass wir nehmen und gebrauchen was Gott uns anbietet. Hoffnung ist die Erwartung einer Segnung irgendwann in der Zukunft. Glaube nimmt jetzt, was Gott anbietet.

Wir sollen glauben, was Gott sagt, dass Er für uns getan hat und dem entsprechend handeln. Wir sollen unsere durch das Blut erkaufte Freiheit nehmen, so wie die Sklaven des Südens es nach der von Abraham Lincoln verabschiedeten Unabhängigkeitserklärung taten.

Das Evangelium ist eine weltweite Unabhängigkeitserklärung der Freiheit vom Dienst und der Gebundenheit an den alten tyrannischen Herrn der Sünde und des Todes, den Teufel. Als Jesus sagte: "Es ist vollbracht" meinte Er, dass das Werk getan war. Aus Gottes Sicht ist alles vollständig. Gott erwartet von uns, dass wir als erledigt betrachten, wovon Jesus sagte, dass es vollbracht sei. Die

Vergangenheitsformen von Gottes Wort bedeuten eine erledigte, besiegelte und endgültige Entscheidung Seines Willens.

In Galater 3:13 lesen wir: "Christus hat (Vergangenheit) uns vom Fluch des Gesetzes erlöst indem Er zum Fluch für uns wurde." Gott hat unsere Erlösung vom Fluch des Gesetzes in die Vergangenheitsform gefasst. Wir empfangen unsere Befreiung wenn wir dasselbe tun. In 5. Mose Kapitel 28 sehen wir, dass der Fluch alle Krankheiten beinhaltet.

In Gottes Wort lesen wir: "Wahrlich, er hat (Vergangenheit) unsere Krankheiten getragen und unsere Schmerzen auf sich genommen Er selbst trug (Vergangenheit) unsere

Schwachheiten und Gebrechen"

Striemen wurden (Vergangenheit) wir geheilt."

".

"Durch seine

Gott will, dass wir alle die Vergangenheitsformen Seines Wortes bezüglich der Erlösung unserer Seelen und Körper von Krankheit und Gebrechen anwenden. Er will, dass wir im Gehorsam vorwärts gehen und handeln, als würden wir Ihm glauben. Wenn Gott eine Verheißung in die Vergangenheitsform setzt, autorisiert Er uns damit und erwartet, dass wir dasselbe tun. Nichts anderes ist die Anwendung von Glauben.

In Markus 11:24 autorisiert Jesus uns und weist uns an, den Empfang der Segnung, für die wir beten, in die Vergangenheitsform zu setzen. Er

sagt, wenn wir um die Segnungen bitten, die Er uns anbietet, sollen wir glauben, dass wir sie bereits empfangen haben und dann werden wir sie tatsächlich haben. Wir sollen weiterhin glauben, dass Gott uns gegeben hat was wir im Gebet von Ihm erbeten haben. Wir sollen Ihn fortwährend dafür preisen und Ihm für das danken, was Er uns gegeben hat. Nachdem wir glauben, dass wir das Erbetene empfangen haben, nachdem wir glauben, dass Gott unser Gebet erhört hat, geht Er ans Werk. Dann beginnt der unvergängliche Same, Sein Wort, zu wachsen.

Der Bauer muss das Aussäen seines Samens in die Vergangenheit bringen bevor es möglich ist, die Ernte einzuholen. Das permanente Empfangen von Gottes Wort, dem unvergänglichen Samen, muss in den "guten Boden" unseres Herzens gesät werden. Es ist notwendig, das Säen in die Vergangenheit zu bringen bevor die Saat ihr Werk beginnen kann.

Zu glauben, dass Gott unser Gebet bereits erhört hat bevor sich die Segnung manifestiert ist der fruchtbare Boden, in dem der unvergängliche Same, das Wort Gottes, wächst und Frucht trägt. Zu glauben, dass Gott unser Gebet bereits erhört hat bringt den Samen in den Boden und dann (und nicht vorher) beginnt es zu wirken.

Am Grab von Lazarus sagte Jesus, während Lazarus immer noch tot war, "Ich danke dir, dass du mich erhörst hast." Die Kranken, die für Heilung beten, sollen, bevor sich die Heilung

materialisiert, sagen: "Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast." Das Gebet des Glaubens bedeutet zu glauben, dass unser Gebet bereits erhört wurde bevor sich die Antwort materialisiert. "Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten, er uns hört. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, um was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben." (1. Johannes 5:14-15)

Bevor wir irgendeine Veränderung erlebt haben oder uns einer Veränderung bewusst sind freut sich der Glaube bereits und sagt: "Es steht geschrieben." Wenn wir um Heilung bitten, sollen wir über die Autorität des Wortes Gottes sagen:

"Ich danke dir, dass du mich erhört hast."

Glaube weigert sich (als Grund für Zweifel) irgendetwas zu sehen, was dem Wort Gottes widerspricht. Er sieht die Gesundheit und Stärke, uns aufgrund des Todes des Erblassers bereits zum Besitz vererbt. Durch Seinen Tod ist das Testament in Kraft getreten. Jesus sagt zu uns:

"Dir geschehe (Vergangenheit) wie du geglaubt hast."

Mit unseren natürlichen Augen sehen wir nur die zeitlichen und untergeordneten Dinge der Erde, doch mit den erleuchteten Augen unseres Verständnisses sehen wir die die übergeordneten, befriedigenden und beständigen Realitäten von Gottes geistlichem

und ewigen Königreich.

Gott sagte zu Abraham: "Ich habe dich zu einem Vater vieler Nationen gemacht (Vergangenheit)." Da Gott diese Verheißung in die Vergangenheitsform gesetzt hatte, tat Abraham dasselbe und handelte gemäß seines Glaubens indem er seinen neuen Namen "Abraham" annahm, der "Vater vieler Völker" bedeutet.

Ein Mann steckte eine bestimmte Geldsumme in die Manteltasche seiner Frau und sagte es ihr. Er fragte sie, ob sie ihm glaube. "Natürlich tue ich das", erwiderte sie und begann zu planen, wie sie es ausgeben würde. Sie besaß dieses Geld tatsächlich schon bevor sie es sah. Warum sollten wir dem bloßen Wort anderer glauben und von Gott Beweise verlangen?

Wenn jemand dir ein Haus überschreiben würde, das du noch nie gesehen hast, würdest du tatsächlich ein Haus besitzen bevor du es siehst. "Glaube ist die Zuversicht (Besitzurkunde) von Dingen, die man (noch) nicht sieht." Eine Besitzurkunde macht ein Haus so sehr zu deinem Haus, dass du es verkaufen kannst ohne es jemals gesehen zu haben. Glaube bedeutet, zu glauben, dass du hast wovon Gott gesagt hat, dass du es hast und dem entsprechend zu handeln bevor du fühlst oder siehst, dass du es hast.

Gott sagte zu Josua: "Siehe, ich habe Jericho in deine Hand gegeben." Josua und seine Männer

legten diesen Sieg in die Vergangenheit, genau wie Gott es getan hatte, und die Mauern von Jericho fielen nieder während sie ihrem Glauben entsprechend handelten.

Jesus sagte zu den zehn Aussätzigen, die um Gnade baten: "Geht hin und zeigt euch den Priestern." Sein Wort an sie war soviel als hätte Er gesagt: "Ich habe euch mein Wort gegeben, dass es vollbracht ist." Sie kannten das Gesetz in Bezug auf Aussätzige und wussten daher, was Seine Anweisung bedeutete. Sie setzten ihre Heilung in die Vergangenheit bevor sie sie sahen und sie manifestierte sich während sie ihrem Glauben entsprechend handelten.

Jona setzte seine Befreiung in die Vergangenheit und nannte seine Symptome "lügende Einbildungen" und brachte Gott Dank dar während er sich immer noch im Bauch des großen Fisches befand. Es funktionierte.

Der Grund, weshalb Tausende nicht das bekommen, wofür sie beten, ist dass sie ihre Segnung in der Zukunftsform belassen. Das ist nur Hoffnung und kein Glaube, der sich die Segnungen jetzt nimmt.

Wären die Gaben Gottes für Seele und Körper in erster Linie verheißene Gaben, so müssten wir darauf warten, dass Gott Seine Verheißungen einlöst und die Verantwortung läge bei Ihm. Doch alle Segnungen Gottes sind sowohl angebotene als auch verheißene Gaben und

müssen daher angenommen werden. Die Verantwortung für ihren Übergang liegt bei uns. Das befreit Gott von jeglicher Verantwortung für irgendwelches Versagen.

Der einzige Grund, weshalb du nicht bereits ein Jahr eher errettet worden bist, ist dass du nicht eher angenommen hast, was Gott bereitstellt und dir anbietet. Gott hat dich nicht warten lassen. Du hast Ihn warten lassen.

Einige sagen: "Gott wird mich schon zu Seiner Zeit heilen." Das ist nur Hoffnung, kein Glaube. Glaube nimmt an, was Gott jetzt anbietet.

Kapitel 9

Der Glaube, der nimmt

Darum sage ich euch: Alles, was ihr im Gebet verlangt, glaubt, dass ihr es empfangen habt, so wird es euch zuteil werden!

Markus 11:24

Glaube eine Besitzurkunde

"Glaube ist

Besitzurkunde) von Dingen, die man nicht sieht." (Hebräer 11:1) In Jeremia wird wiederholt von einer Besitzurkunde als "Zuversicht" gesprochen. Deine Besitzurkunde ist die "Zuversicht" oder der Beweis dafür, dass du dein eigenes Haus besitzt. Glaube ist die Besitzurkunde dessen, was du noch nicht gesehen hast. Wenn du die Besitzurkunde eines Hauses bekommen hast, das du noch nicht gesehen hast, besitzt du

bereits ein Haus bevor du es gesehen hast. Jesus hat wiederholt gesagt: "Wer glaubt, der hat." Die Moffat Übersetzung von Hebräer 11:1 lautet: "Glaube bedeutet, dass wir von dem überzeugt sind, was wir nicht sehen."

die Zuversicht (oder die

In Markus 11:24 fordert Jesus uns auf, zu glauben, dass wir die Dinge, die wir im Gebet

erbitten bereits zum Zeitpunkt unseres Gebets empfangen haben, ohne darauf zu warten, dass wir sie sehen oder fühlen. Unter dieser Bedingung verspricht Er: "Ihr werdet sie haben." Glaube für die Heilung unseres Körpers ist dasselbe wie Glaube für Vergebung. Du sollst auf der Basis der Autorität des Wortes Gottes glauben, dass dir vergeben worden ist, bevor du dich entsprechend fühlst. Nichts anderes ist Glauben, denn Glaube ist die Zuversicht von Dingen, die man nicht sieht. Sobald sich die Segnung, die wir im Glauben angenommen haben, manifestiert hat, endet der Glaube für diese Segnung.

Wenn du im Testament eines reichen Mannes bedacht worden bist, bist du im Augenblick des Todes dieses Mannes bereits reich, obwohl du noch nichts von dem Geld gesehen hast. Genauso gehört alles, was uns im Testament unseres Herrn vererbt worden ist, bereits durch den Tod von Jesus, dem Erblasser, uns. Glaube bedeutet einfach, das zu benutzen was uns gehört.

Mit Heilung läuft es genauso wie mit Vergebung. Wir müssen glauben, dass wir zum Zeitpunkt unseres Gebets Heilung "empfangen haben", bevor wie sie sehen oder fühlen. Das ist die "Zuversicht", von der uns der Heilige Geist in Hebräer 10:35-36 sagt, dass wir sie nicht wegwerfen sollen. Der Grund dafür ist, dass diese Zuversicht "eine große Belohnung hat". Petrus sagt uns, dass es die Prüfung dieses Glaubens ist (des Glaubens, dass wir bereits empfangen haben), die "kostbarer als Gold" ist.

Wir sollen zum Zeitpunkt unseres Gebets schon glauben, dass unsere Bitte gewährt ist und dass wir bereits haben, wofür wir gebetet haben, bevor wir es sehen. Das ist die "Zuversicht" auf die in 1. Johannes 5:14-15 Bezug genommen wird: "Wir wissen, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben."

Der Feigenbaum, den Jesus verfluchte, verdorrte nicht von den Blättern an, die zu sehen waren, sondern "von den Wurzeln an" die nicht sichtbar waren. Wenn man die Blätter betrachtete konnte man den Tod des Baumes zunächst nicht sehen.

Unsere "Unabhängigkeitserklärung"

Golgatha war unsere "Unabhängigkeitserklärung" von allem, was außerhalb des Willens Gottes liegt. Wir sollen einfach glauben, wovon Gott sagt, dass Er es für uns getan hat und entsprechend handeln. Wir sollen unsere durch das Blut erkaufte Freiheit nehmen wie es die Sklaven des Südens nach der von Abraham Lincoln verabschiedeten Unabhängigkeitserklärung taten. Stelle dir vor, die Sklaven hätten nach der Wahrnehmung ihrer Sinne geurteilt und gesagt: "Ich fühle mich überhaupt nicht anders. Ich kann keine Veränderung sehen. Meine Umgebung ist genau dieselbe wie sonst auch immer." Wäre das Glauben gewesen? Es war erst dann Glaube, als sie nach der Freiheit handelten, die ihnen bereits

gehörte.

Indem wir das Wort Gottes glauben und danach handeln wird uns alles, was uns in Christus gehört, sofort verfügbar. Irgendeinen gegenteiligen körperlichen Beweis dem Wort Gottes vorzuziehen bedeutet, das Wort in Bezug auf deine Person nichtig zu machen. Glaube bedeutet, zu glauben was Gott sagt, auch angesichts gegenteiliger Beweise der Sinne. Wir sollen standhaft jedem Grund zum Zweifel widerstehen, der dem Wort Gottes widerspricht. Glaube bedeutet, dass wir den Bereich der natürlichen Sinne verlassen haben.

Wenn ein Freund zu deinen Gunsten tausend Euro auf der Bank einzahlt und dir den entsprechenden Kontoauszug und Schecks mitbringt, würdest du nicht in deine leere Geldbörse schauen um zu sehen, wie viel Geld du hast. Du würdest auf deinen Kontoauszug schauen. Die Bibel ist der Kontoauszug des Christen. Gott hat darauf in Christus alles eingezahlt, was ich brauche. Es gehört mir bereits. Das abzuleugnen ist nicht die richtige Haltung gegenüber Gott. Die richtige Haltung gegenüber Gott und Seinen Verheißungen wird ihre Erfüllung mit sich bringen.

Du musst Christus annehmen bevor du irgendeine der wunderbaren Resultate der Erlösung erfahren kannst. Christus kommt zuerst. Danach kommen die Resultate. Wir empfangen Heilung, göttliches Leben. Kraft und jede andere verheißene Segnung auf genau

dieselbe Art und Weise wie wir Christus und Erlösung empfangen haben. Da Vergebung unsichtbar ist, wie empfangen wir sie? Antwort:

durch Glauben an Gottes Wort. Warum sollten wir nicht göttliche Heilung, Leben und Kraft auf dieselbe Weise empfangen?

Jede Segnung, die im Glauben angenommen wird, musst du haben bevor du sie siehst und bevor sie sich manifestiert. Andernfalls wäre sie nicht durch Glauben empfangen. Glaube ist die Zuversicht dessen, was man nicht sieht. Die zehn Aussätzigen besaßen bereits ihre Heilung in ihrer unmanifestierten Form als sie sich auf den Weg machten um sich den Priestern als geheilt zu zeigen. Ihre Heilung manifestierte sich während sie entsprechend ihrem Glauben handelten. Gottes Ankündigung "Ich bin der Herr, der dich heilt" muss als die Stimme Gottes angenommen werden. Sie muss als Tatsache in der Gegenwartsform geglaubt und entsprechend eingeschätzt werden.

Die sechs Sinne

Parfüm ist für den Hörsinn nicht existent. Was wir gemäß Markus 11:24 im Glauben annehmen ist zunächst für die fünf natürlichen Sinne nicht existent. Du zweifelst ja auch nicht an der Existenz dessen, was du siehst, weil du es nicht riechen, berühren oder hören kannst. Warum solltest du dann an der Existenz dessen zweifeln, was du im Glauben (mit dem sechsten

Sinn) angenommen hast, nur weil du es nicht sehen oder fühlen kannst? Die fünf natürlichen Sinne gehören zum natürlichen Menschen. Paulus sagt, dass der natürliche Mensch "die Dinge Gottes nicht erfassen kann." Nur durch unseren sechsten Sinn, den Glauben, können wir die Segnungen sehen, ergreifen und festhalten, die Gott uns anbietet, bis sie sich völlig manifestiert haben. Unsere fünf Sinne um einen Beweis dafür zu konsultieren, dass unser Gebet erhört worden ist, ist genauso lächerlich als würden wir mit unseren Ohren zu sehen oder mit unseren Augen zu hören versuchen.

All unsere sechs Sinne arbeiten unabhängig voneinander. Du siehst was du nicht hören kannst. Du hörst was du nicht sehen kannst etc. Auf dieselbe Weise nimmst du durch Glauben wahr was zuerst für die natürlichen Sinne nicht existent ist. Es ist wichtig, zu sehen, dass gegenteilige Wahrnehmungen der fünf natürlichen Sinne kein Grund für Zweifel sind. Die Beweise, auf denen der Glaube ruht, sind immer noch perfekt. Es handelt sich nur dann um Glauben, wenn wir trotz gegenteiliger Wahrnehmungen der Sinne überzeugt sind. Abraham empfing und glaubte das Wort Gottes trotz der natürlichen Beweise für dessen Unmöglichkeit.

Du musst Parfum bereits haben bevor du es riechen kannst. Du musst eine Mahlzeit bereits haben bevor du sie schmecken kannst. Und so musst du auch die Heilung bereits haben bevor du sie fühlen kannst. Glaube empfängt Vergebung und Heilung. Danach lobt und preist

er Gott für beides, obwohl es nach der Wahrnehmung der fünf Sinne nichts zu loben und preisen gibt.

Jesus sagte: "Ich danke dir, dass du mich erhört hast" als die Auferweckung von Lazarus sich noch in unmanifestierter Form befand. Bevor wir irgendeine Veränderung sehen oder fühlen können müssen wir glauben, dass unser Gebet für Heilung erhört worden ist. Wir müssen wie Jesus sagen: "Ich danke dir, dass du mich erhört hast." Die Engel in Dotan waren bereits gegenwärtig bevor sie für den Diener von Elisa sichtbar wurden. Die Fähigkeit, sie zu sehen, die Gott ihm schenkte, schuf sie nicht; sie waren vorher schon da.

Während wir fest in einem mentalen Zustand des Glaubens verharren wirkt Gott. Das geschieht während wir nicht auf die sichtbaren Dinge schauen, sondern auf die unsichtbaren Dinge (siehe 2. Korinther 4:18). Wir schauen auf Gott, auf Seine Verheißungen, Seine Treue, Seine Gerechtigkeit etc. Glaube hat es nur mit dem Unsichtbaren und Unfühlbaren zu tun. Sobald das, was wir im Glauben ergriffen haben, sich für die natürlichen Sinne manifestiert, ist es kein Glaube mehr.

Die richtige mentale Haltung

Kein Mensch, der es zulässt, dass sein Denken

von den fünf natürlichen Sinnen beherrscht wird, kann siegreichen Glauben haben. Das Denken, das von den natürlichen Sinnen beherrscht wird, lebt in einem Bereich der Unsicherheit. Bis Gottes Wort die Herrschaft über dein Denken gewinnt wirst du immer von Gefühlen und Sinneswahrnehmungen hin und her geworfen werden statt fest auf dem Wort Gottes zu stehen. Denken und Gesinnung derer, die Heilung suchen, müssen erneuert werden. Sie müssen in Harmonie mit der Gesinnung Gottes kommen, wie sie in der Bibel offenbart und in diesem Buch erläutert wird. Glauben an Gottes verheißene Segnungen ist das Resultat des Kennens des Wortes Gottes und des entsprechenden Handelns. Die richtige mentale Haltung oder "die erneuerte Gesinnung" (Römer 12:2) macht einen standhaften Glauben für jeden möglich. Gott heilt immer wenn er die richtige Kooperation bekommt.

Besitzen bevor man es sieht

Ich habe eine bestimmte Geldsumme in die Manteltasche meiner Frau gesteckt. Später erzählte ich es ihr und fragte sie, ob sie mir glaubte. Sie sagte: "Natürlich tue ich das" und dankte mir für das Geld. Sie hatte dieses Geld in Wirklichkeit bereits ehe sie es sah. Warum sollten wir dem bloßen Wort anderer glauben und von Gott sichtbare Beweise fordern?

Glaube weiterhin, dass Gott dir bereits zum

Zeitpunkt deines Gebets das Erbetene gegeben hat, danke Ihm und lobe und preise Ihn für das, was Er dir gegeben hat und es wird sich immer materialisieren. Das bringt Gott immer zum Wirken. So viele warten darauf, dass Gott sie heilt, wobei Er nur darauf wartet, dass sie annehmen, was Er ihnen anbietet. Wie entnervend wäre es doch für einen Freund, der dir ein Geschenk hinhält, wenn du weinst und darum bettelst und ihn weiterhin warten lässt, obwohl er es dir doch längst geben will!

Ich will das einmal anders ausdrücken. Jesus fordert uns auf, zu glauben, dass wir bereits zum Zeitpunkt unseres Gebets das Erbetene empfangen haben, noch bevor es eine sichtbare Form annimmt. Es ist klar, dass das Erbetene in zwei Formen existiert: zuerst unsichtbar und dann sichtbar. Zuerst sollst du glauben, dass du es (in seiner unsichtbaren Form) empfangen hast und dann wirst du es (in seiner sichtbaren Form) haben.

Wir haben das Erbetene zuerst im Wahrnehmungsbereich des Glaubens und danach im Wahrnehmungsbereich der natürlichen Sinne. Jesus fordert uns in Markus 11:24 auf, sobald wir beten auch zu glauben, dass wir "empfangen haben" (in seiner unsichtbaren Form) für was wir gebetet haben. Dann verändert Er es in seine sichtbare oder materielle Form. Die zehn Aussätzigen hatten alle bereits ihre Heilung in ihrer unsichtbaren Form als sie sich auf den Weg machten um den Priestern ihre Heilung in ihrer sichtbaren und materiellen Form zu zeigen.

Als Jesus sagte: "ich danke dir, dass du mich erhört hast" war die Auferweckung von Lazarus im Bereich des Glaubens vollständig geschehen, noch bevor sie zu sehen war. Wenige Momente später manifestierte sie sich auch im Bereich der Sinne oder in der materiellen Form. Gleichermaßen sollen wir glauben, dass wir unsere Heilung bereits vollständig in ihrer unsichtbaren Form empfangen haben bevor Gott sie in ihre sichtbare oder materielle Form verändert. Die Tatsache, dass der Glaube die Zuversicht (oder die Besitzurkunde) von Dingen ist, die man nicht sieht, beweist, dass wir die Dinge bereits haben müssen, für die wir beten. Wir erhalten sie zuerst in ihrer unsichtbaren Form bevor Gott sie in ihre sichtbare oder materielle Form verändern kann.

Das gesamte elfte Kapitel des Hebräerbriefes berichtet von den Handlungen der Heiligen Gottes im Bereich des Glaubens bevor die Resultate ihres Glaubens sichtbare Form annahmen. Alle Handlungen des Glaubens bewegen sich im Bereich des noch Unsichtbaren. Zu glauben, dass wir bereits zum Zeitpunkt unseres Gebets das Erbetene empfangen haben, ist die Zuversicht, die standhaft sein soll. Wir haben standhaften Glauben bis Gott die Segnungen, die wir ergriffen haben, von ihrer unsichtbaren in ihre sichtbare Form verändert.

Im Glauben zu leben ist das Leben mit der Art von Sicht, die ewige Dinge sieht und auf ewige Dinge ausgerichtet ist. Sie sieht Gott, Seine

Verheißungen, Seine Treue und die vielen anderen vollkommenen Gründe für den Glauben. Es war Glauben ohne zu sehen, der Petrus "unaussprechliche und herrliche Freude" verschaffte. Nichts was er jemals gesehen hatte schenkte ihm so viel Freude wie er nun hatte, indem er glaubte ohne zu sehen.

Das Opfer des Lobes und des Dankes geschieht fortwährend im Bereich des Glaubens. Es geschieht bevor sich unsere Segnungen in ihre sichtbare Form verwandelt haben. Jona nannte seine Symptome "lügende Einbildungen" und opferte Danksagung während er sich noch immer im Bauch des großen Fisches befand. Die Israeliten sangen auf ihrem Weg in den Kampf Loblieder.

Kapitel 10

Unser Bekenntnis

Viele Menschen empfangen nicht, worum sie beten weil es ihnen an Verständnis über das Bekenntnis mangelt. In Hebräer 3:1 wird das Christentum eine "Berufung" genannt. Das griechische Wort, das hier mit "Berufung" übersetzt wird, ist dasselbe Wort, das gewöhnlich mit "Bekenntnis" übersetzt wird.

Was es bedeutet

Das Wort Bekenntnis bedeutet in der griechischen Sprache "dasselbe sagen wie". Es bedeutet, zu glauben und zu sagen was Gott über unsere Sünden, unsere Krankheiten und alles andere sagt, was in unserer Erlösung enthalten ist. Das Bekenntnis ist eine Bekräftigung einer Bibelwahrheit, die wir angenommen haben. Das Bekenntnis bedeutet einfach, mit unserem Herzen Gottes Erklärung dessen, was wir in Christus sind, zu glauben und mit unseren Lippen zu wiederholen.

Der Heilige Geist sagt in 1. Petrus 2:24 "Durch Seine Wunden seid ihr geheilt worden." Wir sollen dasselbe glauben und sagen. Wenn unsere Bekräftigung das Wort Gottes ist, wacht

Er darüber und führt es aus (Jeremia 1:12).

Das Bekenntnis ist die Methode des Glaubens, sich zum Ausdruck zu bringen.

"Der Hohepriester unseres Bekenntnisses"

In Hebräer 3:1 werden wir aufgefordert, den "Apostel und Hohenpriester unseres Bekenntnisses, Jesus Christus", zu betrachten. Wenn es mit Gottes Wort übereinstimmt, handelt Jesus, unser Hohepriester, für uns gemäß unserem Bekenntnis.

Paulus sagt uns, dass er "das Wort des Glaubens" gepredigt hat. Er sagte: "Wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott Ihn von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet; denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden." (Römer 10:9-10)

Die Beziehung zwischen Bekenntnis und Manifestation

Beachte an dieser Stelle, dass das Bekenntnis dasselbe zu sagen, was Gott sagt durch Glauben erfolgt. Man muss glauben und

bekennen bevor man das Resultat erlebt.

Das Bekenntnis kommt zuerst und danach reagiert Jesus, unser Hohepriester, mit der neuen Geburt. Es heißt nicht "Errettung um zu bekennen", sondern "Bekenntnis, um errettet zu werden". Das Bekenntnis kommt vor der Errettung. Es gibt keine Errettung ohne Bekenntnis.

Glaube bedeutet, auf Gottes Wort hin zu handeln. Das bringt Gott immer zum Wirken, um Seine Verheißung zu erfüllen.

Was sollen wir bekennen?

Nur wenige Christen haben heutzutage den Stellenwert erkannt, den das Bekenntnis in Gottes Plan für unsere Aneignung Seiner Segnungen einnimmt. Wann auch immer das Wort Bekenntnis gebraucht wird, denken viele instinktiv an das Bekennen von Sünde, Schwäche und Versagen. Das ist jedoch nur die negative Seite dieser großen Frage. Unser negatives Bekenntnis von Sünde sollte nur den Weg für das positive Bekenntnis "zur Errettung" freimachen. Das umfasst eine ganze Lebensspanne des Glaubens mit dem Herzen und des Aussprechens mit den Lippen von allem, was Gott und in Seinen Verheißungen sagt.

Das Bekennen zur Errettung in seiner anfänglichen Form und danach in jeder seiner nachfolgenden Formen ist entscheidend. Wir bekennen Gottes Wort zuerst in der Form der neuen Geburt und danach in der Form jeder Segnung, die uns verheißen ist. Der Christ soll auf jede Phase seiner Erlösung hin handeln, von der er weiß. Wir sollen in dem Maß des "Wortes des Glaubens" mit dem Herzen glauben und mit dem Mund bekennen, was Paulus gepredigt hat. Er predigte "den ganzen Ratschluss Gottes". Er predigte "den unausforschlichen Reichtum Christi". Er sagte, er habe ihnen nichts vorenthalten, was ihnen von Nutzen ist.

Alles was Jesus in Seinem stellvertretenden Werk getan hat ist das Privateigentum des Individuums, für das Jesus es getan hat. Durch unser ganzes christliches Leben hindurch möchte Gott, dass wir mit unserem Herzen alles glauben und mit unserem Mund alles bekennen, was wir nach Seiner Aussage in Christus sind. Wir sollen unseren rechtmäßigen Stand in Christus nicht ignorieren oder verleugnen. Er ist die Basis für die Handlungen des Glaubens, die Gott veranlassen, zu wirken um Sein Wort an uns zu erfüllen. Wir sollen in unserem Herzen bekennen oder flüstern: "In Ihm bin ich heil." Wenn wir wissen, dass Gott in Seinem Wort sagt "Ich bin der Herr, der dich heilt", dann sollen wir es glauben und mit unseren Lippen bekennen. Christus wird als unser Hohepriester handeln und es ausführen.

Wir sollen bekennen, dass Golgatha unsere

"Unabhängigkeitserklärung" war und uns von allem befreit hat, was außerhalb des Willens Gottes liegt - und entsprechend handeln. Wir sollen bekennen, dass unsere Krankheiten auf Christus gelegt wurden und dass wir vom Fluch der Krankheit befreit sind. "Der Schwache sage:

Ich bin stark", denn "der Herr ist meine Stärke".

Unser Bekenntnis beinhaltet:

die gesamte Bibelwahrheit

alles, was Sein Opfer erwirkt hat

alles, was Sein Amt als Hohepriester abdeckt

den gesamten offenbarten Willen Gottes.

Wir sollen bekennen, dass unsere Erlösung vollkommen ist. Satans Herrschaft ist zum Ende gekommen. Golgatha hat uns befreit. Wir sollen auf der Grundlage unserer Unabhängigkeitserklärung glauben, dass wir frei sind, nie auf der Basis unserer Gefühle oder der Hinweise, die unsere Sinne uns geben.

Ein Straferlass ist das Auswischen von allem, das mit dem alten Leben in Verbindung steht. Wir sind "eine neue Schöpfung". Das Alte ist vergangen, alles ist neu geworden. Wir sollen kontinuierlich unsere Erlösung von der Herrschaft Satans bekennen.

Natürlich sollen wir anderen Menschen nicht

sagen, unsere Heilung habe sich bereits vollkommen manifestiert, solange das nicht auch tatsächlich so ist. Das sagt Gott nicht. Doch wenn du gefragt wirst kannst du sagen: "Ich stehe auf dem Wort Gottes."

Falsches Bekenntnis

Wir erheben uns nie über unser Bekenntnis hinaus. Ein negatives Bekenntnis zieht uns auf die Ebene dieses Bekenntnisses hinunter. Was wir mit unseren Lippen bekennen ist das, was uns wirklich kontrolliert. Unser Bekenntnis kerkert uns ein wenn es negativ ist oder setzt uns frei, wenn es positiv ist. Viele reden ständig von ihrem Versagen und ihrem Mangel an Glauben. Unvermeidlich sinken sie auf die Ebene ihres Bekenntnisses ab. Einen Mangel an Glauben zu bekennen lässt den Zweifel nur noch zunehmen. Jedes Mal, wenn du Zweifel und Ängste bekennst, bekennst du deinen Glauben an Satan und verleugnest die Fähigkeit und Gnade Gottes. Wenn du Zweifel bekennst, bist du von deinen eigenen Worten eingekerkert. Sprüche 6:2 sagt: "Du bist durch ein mündliches Versprechen gebunden und gefangen durch die Reden deines Mundes." Wenn wir Sein Wort anzweifeln, dann geschieht es, weil wir etwas anderes glauben, das diesem Wort widerspricht. Ein falsches Bekenntnis sperrt den Vater aus und lässt Satan hinein.

Wir sollen uns weigern, irgendetwas mit falschen

Bekenntnissen zu tun zu haben. Wenn wir erkennen, dass wir uns nie über die Ebene unseres Bekenntnisses hinaus erheben können, kommen wir an den Punkt, an dem Gott uns gebrauchen kann.

Krankheit gewinnt die Vorherrschaft wenn du das Zeugnis deiner Sinne bekennst. Gefühle und Eindrücke haben keinen Raum im Bereich des Glaubens. Krankheit zu bekennen ist wie das Quittieren des Empfangs eines von der Post angelieferten Pakets. Satan ist dann im Besitz deiner Empfangsbestätigung und kann nachweisen, dass du es angenommen hast. Nimm niemals irgendetwas an, das Satan dir schickt. "Gebt dem Teufel keinen Raum."

In 1. Petrus 4:11 steht: "Wenn jemand redet, so rede er es als Gottes Wort." In Epheser 4:29 werden wir aufgefordert, nur das auszusprechen, was "gut zur notwendigen Erbauung ist." Wir sollen nichts für den Widersacher bezeugen. Wir sollen im Glauben handeln, im Glauben sprechen und im Glauben denken.

In Philipper 4:8 sagt der Heilige Geist: "Im Übrigen, meine Brüder, was wahrhaftig (das Wort), was ehrbar, was gerecht, was keusch, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder ein Lob ist, dem denkt nach."

Der Heilige Geist sagt im Buch der Sprüche, wie ein Mensch in seinem Herzen denkt, so ist er

auch. In 2. Korinther 10:4-5 sagt der Heilige Geist: "Die Waffen unseres Kampfes sind

mächtig

gefangen unter den Gehorsam gegen Christus." Wir sollen Vorstellungen (Schlussfolgerungen) niederreißen und dem Wort Gottes seinen Platz in unserem Denken und auf unseren Lippen einräumen.

und nehmen jeden Gedanken

Die Gesinnung von Christus

Jesus erinnert sich daran, dass Er unsere Krankheiten trug. Der Heilige Geist fordert uns auf: "Vergiss nicht alle Seine Wohltaten, der da vergibt alle deine Übertretungen und der da heilt alle deine Krankheiten."

Gottes geistliche und körperliche Veränderungen kommen zu uns durch "die Erneuerung unseres

Sinnes". In Römer 12:1-2 lesen wir: "

eure Leiber (das Zuhause oder Labor der fünf

Sinne) dar als ein lebendiges Opfer

euer Wesen durch die Erneuerung eures Sinnes um prüfen zu können, was der Wille Gottes sei, der gute und wohlgefällige und vollkommene."

bringt

verändert

Ein geistliches Gesetz, das nur wenige erkennen, besagt, dass unser Bekenntnis uns beherrscht. Was wir mit unseren Lippen bekennen ist das, was unser innerstes Wesen wirklich beherrscht. Lasse deine Lippen ihren Dienst tun. Weigere dich, es ihnen zu gestatten,

in deinem Fall die Effektivität des Wortes Gottes nichtig zu machen. Einige bekennen mit ihren Lippen, leugnen jedoch in ihrem Herzen. Sie sagen mit ihrem Mund: "Ja, das Wort ist wahr", doch in ihrem Herzen sagen sie: "Aber in meinem Fall ist es nicht wahr." Das Bekenntnis deiner Lippen ist wertlos solange dein Herz es dementiert.

Halte an deinem Bekenntnis fest

In Hebräer 4:14 heißt es: "Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis!" Das ist das Bekenntnis unseres Glaubens an das Erlösungswerk, das Gott durch Christus gewirkt hat.

Ich soll an dem Bekenntnis der absoluten Integrität der Bibel festhalten. Ich soll an dem Bekenntnis des Werkes Christi in all seinen Phasen festhalten. Mir wird gesagt, dass ich an dem Bekenntnis festhalten soll, dass "Gott die Kraft meines Lebens ist." Ich soll an dem Bekenntnis festhalten, dass Er "meine Krankheiten getragen und meine Gebrechen auf sich genommen hat" und dass ich "durch Seine Wunden geheilt bin."

Gott sagt das und wir sollen es glauben und dasselbe sagen. Wir sollen wissen, welches

unsere Rechte sind, die durch das Wort Gottes offenbart werden und dann an unserem Bekenntnis dieser Rechte festhalten.

Wenn du weißt, dass Christus "deine Gebrechen auf sich nahm und deine Krankheiten getragen hat", dann halte an deinem Bekenntnis dieser Wahrheit fest.

Wenn du liest "Größer ist der, der in mir ist als der, der in der Welt ist", dann halte an diesem Bekenntnis fest.

Wir sollen unser Bekenntnis dessen festhalten was Christus für uns getan hat, damit es in uns getan wird.

Wir sollen an dem Bekenntnis unserer Erlösung von der Herrschaft Satans festhalten.

Wir sollen auch angesichts aller gegenteiligen Indizien an unserem Bekenntnis festhalten.

Gott erklärt, dass wir "durch Seine Striemen geheilt sind." Ich soll bekennen, was Gott über meine Krankheit sagt und an diesem Bekenntnis festhalten. Ich soll die absolute Vertrauenswürdigkeit dieser Worte anerkennen, bevor ich irgendeine sichtbare Veränderung sehe. Ich soll auf diese Worte hin handeln und Ihm für die Tatsache danken, dass Er meine Krankheit auf Christus gelegt hat, genauso wie

meine Sünden.

Heilung geschieht immer im Gegenzug zum Zeugnis des Glaubens. Einige versagen wenn die Dinge schwierig werden, weil sie ihr Bekenntnis verlieren. Krankheit ist genauso wie Sünde durch unser Bekenntnis des Wortes besiegt. Lasse deine Lippen ihre Pflicht erfüllen. Fülle sie mit dem Wort. Lasse sie sagen was Gott über deine Krankheit sagt. Erlaube es ihnen nicht, etwas Gegenteiliges zu sagen.

Gottes Wort mit unserem Herzen zu glauben beinhaltet, dass wir "den alten Menschen abgelegt haben" mit seiner Gewohnheit, nach den Indizien der Sinne zu urteilen. Der Glaube betrachtet alle gegenteiligen Symptome als "lügende Einbildungen" wie Jona es tat und stellt das Wort an den Platz der Sinne.

Unser einziges Problem besteht darin, im Einklang mit Gottes Wort zu bleiben und es den Sinnen nicht zu erlauben, den Platz des Wortes Gottes zu vereinnahmen. Wir hören auf, mit dem ungläubigen Thomas übereinzustimmen, der sagt: "Wenn ich es nicht sehe, werde ich es nicht glauben." Wir sollen Christi eigene Worte beweisen: "Gesegnet sind diejenigen, die nicht gesehen haben und dennoch glauben." Das Wort ist leblos bis ihm auf deinen Lippen Glauben eingehaucht wird. Dann wird es zu einer übernatürlichen Kraft. Lasse deine Lippen mit dem Wort Gottes harmonisieren.

Der Dienst Christi als Hohepriester begegnet jeder unserer Nöte vom Augenblick unserer neuen Geburt an bis wir in den Himmel eintreten. Warum sollen wir an unserem Bekenntnis festhalten?

Weil Christus der Hohepriester unseres Bekenntnisses ist (Hebräer 4:14-16)

Weil Er ein großer Hohepriester ist.

Weil Er ein barmherziger Hohepriester ist.

Weil Er vom Empfinden unserer Schwachheiten berührt wird.

Weil Er immerdar lebt "um für uns einzutreten!" Er ist immer bereit, uns "Gnade zu schenken in Zeiten der Not."

Unser Erfolg ist sicher

Da Jesus "der Hohepriester unseres Bekenntnisses" ist, ist unser Erfolg garantiert. Wenn du bekennst: "Durch Seine Striemen bin ich geheilt" und an deinem Bekenntnis festhältst, kann keine Krankheit vor dir bestehen. Danke einfach dem Vater und preise Ihn wann auch immer eine Not dir begegnet, die durch das Erlösungswerk abgedeckt ist, und der Erfolg gehört dir. Glaube bedeutet, Gott von Herzen für die Heilung zu danken, die sich noch nicht manifestiert hat. Wir sind uns ihrer so sicher als hätte sie sich bereits manifestiert.

Das Bekenntnis deiner Lippen, das aus dem Glauben in deinem Herzen erwachsen ist, wird den Feind in jedem Konflikt absolut besiegen. Die Worte von Christus haben die Macht der Dämonen gebrochen und die Kranken geheilt. Dasselbe tun sie auch heute, wenn wir sie glauben und bekennen. Das Wort wird dich heilen wenn du es kontinuierlich bekennst. Gott wird veranlassen, dass dein Körper dem Bekenntnis Seines Wortes gehorcht, denn kein Wort Gottes ist ohne Kraft (Lukas 1:37).

Wenn ich es wage, zu sagen, dass Psalm 34:10 wahr ist, wo es heißt "Die den Herrn fürchten haben keinen Mangel" und zu meinem Bekenntnis stehe, wird Gott alles ausführen was ich bekannt habe.

Nichts wird dich so schnell aufbauen und deinen Glauben stärken wie das Bekenntnis:

Bekenne es zuerst in deinem Herzen.

Bekenne es laut in deinem Zimmer.

Sage es immer und immer wieder.

Sage es so lange bis dein Geist und deine Worte übereinstimmen.

Sage es bis dein ganzes Sein in Harmonie und Einklang mit dem Wort Gottes schwingt.

Christi Worte sind erfüllt mit Ihm selbst und wenn

wir nach ihnen handeln erfüllen sie uns mit Christus. Wir sollen dem Wort genauso gehorchen wie wir Jesus gehorchen würden wenn Er sichtbar in unserer Gegenwart stünde.

Christus als Herrn bekennen

Wenn wir für die Erlösung in ihrer anfänglichen Form zu Gott kommen und danach in jeder anderen Form, ist immer eine Sache notwendig. Unser Bekenntnis der Herrschaft Christi und unsere Unterwerfung unter diese Herrschaft sind erforderlich. Der Heilige Geist sagt in Kolosser 2:6 "Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so wandelt in ihm." Und in Römer 14:9 heißt es: "Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er sowohl über Tote als auch über Lebende Herr sei." Glauben für die Erfüllung irgendeiner Verheißung anzuwenden erfordert unsere Unterwerfung unter Seine Herrschaft. Während wir Ihm als Herr über unser Leben unterworfen sind ist Er bereit,

uns zu heilen

uns mit dem Geist zu taufen

uns zoe zu schenken Gottes eigenes Leben im Überfluss

in uns eine Quelle zu sein, die aufsprudelt zum ewigen Leben

unseren rechtmäßigen Stand zu unserer

Erfahrung zu machen

Seine Person in der Form jeder verheißenen Segnung zu manifestieren

selbst unsere Stärke, unser Anteil, unser Alles zu sein

uns den unbegrenzten Geberauch Seines Namens zu gewähren

uns zu befähigen, in Seinem Namen Dämonen auszutreiben

uns zur Verkündigung zu salben

uns zu befähigen, Kranken die Hände aufzulegen, so dass sie gesund werden.

Dein Erfolg und deine Nützlichkeit in der Welt werden an deinem Bekenntnis und an der Zähigkeit bemessen, mit der du unter allen Umständen an diesem Bekenntnis festhältst. Gott kann in dir nicht größer sein als du Ihn bekennst. Angesichts jeglicher Not bekenne, dass der Herr dein Hirte ist und dass es dir an nichts mangeln wird.

Die meisten der in dieser Predigt zum Ausdruck gebrachten Gedanken habe ich mit seiner Erlaubnis aus den Schriften des späten Reverend E.W. Kenyon zusammen getragen. Er war der Autor von The Father and His Family, The Wonderful Name of Jesus, Two Kinds of Life, Jesus the Healer, In His Presence, Two Kinds of Love, Two Kinds of Faith, Two Kinds of Righteousness und Kenyon's Living Poems.

Kapitel 11

Die Fülle des Lebens Gottes: Das Geheimnis des Sieges

Ohne eine göttliche Offenbarung kann ich einer Person nicht den spezifischen Grund nennen, warum gerade ihr Gebet für die Erfüllung einer göttlichen Verheißung sich verzögert. Ich kann dich jedoch auf eine höchst wunderbare Wahrheit hinweisen. Das ist die wesentlichste aller Wahrheiten, die Gott geoffenbart hat. Es ist das einzige Heilmittel für alle unsere Beschwerden. Eine Verzögerung beim Empfang von Heilung beispielsweise ist in einem gewissen Sinn eine gute Nachricht. Die gute Nachricht ist, dass wir mehr vom "Leben Gottes" haben können.

Es gibt vier griechische Worte im Neuen Testament, die mit "Leben" übersetzt werden. Eines davon bedeutet "Art des Lebens", ein anderes "menschliches Leben" und ein weiteres "Verhalten". Doch das griechische Wort für die Art von Leben, das Jesus in die Welt brachte, ist zoe. Dies wird mit "ewiges Leben" und "Leben Gottes" übersetzt. "Ewiges Leben" ist das tatsächliche Leben des Ewigen selbst.

Das Johannesevangelium beginnt mit dem Wort zoe. Dieses Wort erscheint im Neuen Testament 130 Mal. Johannes 10:10 sagt uns, dass der

Mensch ein Recht auf einen Überfluss an einer neuen Art von Leben, "Gottes eigenem Leben", haben sollte. Neu ist es natürlich nur in dem Sinne, dass es nun auch der Mensch besitzen soll.

Das Leben, das selbst lebt

Viele Gottesdiener studieren heute eher die "Art des Lebens" und das "Verhalten" als zoe, das "Leben Gottes." Wenn man es in ausreichendem Maß empfängt, lebt zoe selbst. Paulus betete für Christen, die bereits mit dem Heiligen Geist erfüllt waren, dass sie "mit der ganzen Fülle Gottes erfüllt werden möchten." Das zeigt, dass zoe Gott selbst ist und alles, was wir davon haben, ist ein unzerrissener Teil des "Lebens Gottes." "Voller Glauben" zu sein bedeutet, voll von dieser Art von Leben zu sein, das "alles glaubt." Voll göttlicher Liebe zu sein bedeutet, voll mit dem "Leben Gottes" zu sein, welcher Liebe ist.

Zoe sind "alle Dinge möglich." Wenn man es in ausreichendem Maß empfängt kann es in uns jede Verheißung oder Anforderung der Bibel erfüllen. In uns alles zu erfüllen was die Bibel fordert oder verheißt ist genau das, was das "Leben Gottes" in uns bewirken sollte. Indem wir genug von dem "Leben Gottes" empfangen, können wir an Geist, Seele und Leib mehr als Überwinder werden. Gott will in uns alles tun was Er in Christus für uns tat.

Zoe, in ausreichendem Maß empfangen, verändert uns "von Herrlichkeit zu Herrlichkeit in das Bild Christi." Es verwandelt Glauben in Wissen. Es ist die Quelle aller göttlichen Gnadengaben. Es schenkt uns Gottes Weisheit. Es überwindet die Welt, das Fleisch und den Teufel. Es wirkt in uns was in Seinen Augen wohlgefällig ist.

Indem Er uns mit Seinem eigenen Leben füllt wird Gott selbst unser Leben, unser Frieden, unsere Gerechtigkeit, unsere Reinheit, unsere Stärke und unsere Gesundheit. Er wird der Bewahrer unseres Geistes, unserer Seele und unseres Körpers, unser Eifer, unsere Freude, unser Glauben. Durch Sein Leben ist Er unser Führer, unser Lehrer, unsere Zufriedenheit und unser Alles, was Leben und Göttlichkeit betrifft.

Gottes Segnungen sind Teil Seiner selbst

Indem Er uns mit mehr und mehr von Seinem Leben erfüllt will Gott sich selbst in uns in der Form jeder geistlichen Segnung manifestieren, die Er verheißen hat. Das ist das Wunder und das Geniale am Christentum. Römer 5:10 sagt uns, dass wir "gerettet werden durch Sein Leben." Das gilt sowohl für die Seele als auch für den Körper.

Es ist unmöglich, an Gottes Ziel für unser

Gebetsleben heranzureichen ohne voll von diesem Leben zu sein, das "immerdar lebt um für uns einzutreten." Mit anderen Worten: erst wenn zoe unsere Gebete inspiriert, können wir bitten worum wir wollen und werden es empfangen. Zoe, das "Leben Gottes", ist der Heiler von Seele und Körper. Göttliche Heilung, göttliches Leben und göttliche Stärke sind Christus Selbst, "manifest in unserem sterblichen Fleisch." Die Fülle dieses neuen Lebens ist besser als die Heilung, die es hervorbringt. David sagte: "Der Herr ist mein Anteil. Der Herr ist meine Stärke." Seine Segnungen waren Gott, Selbst manifestiert in diesen verschiedenen Formen. Gott schenkt jedem von uns geistliche Segnungen indem Er sich selbst uns schenkt. Unsere Segnungen sind ein Teil von Gott.

Jesus sagte: "Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben." Das Leben des Weinstocks ist in seinen Reben. Das Leben der Reben ist ein Teil des Lebens des Weinstocks. Es ist der Wille Christi, dass alle Reben angefüllt mit Seinem eigenen Leben sind. Wenn wir voll mit zoe sind, sind wir genauso Eins mit Gott wie die Bucht Eins mit dem Ozean ist, weil die Gezeiten in die Bucht strömen. Paulus sagt: "Die mit dem Herrn verbunden sind, sind ein Geist." Das bedeutet sozusagen, dass unser Geist und Sein Geist zu einem verschmelzen. Diese Wahrheit liefert uns eine der Antworten auf die Frage: "Warum bin ich nicht geheilt?"

Ich habe gehört, dass Christen ihre Gründe dafür nannten, mit dem Geist erfüllt zu werden. Es scheint mir als würde jeder Christ in der Welt

solange beten bis er mit dem Geist erfüllt ist. Viele wissen nicht um die vielen herrlichen Gründe, warum der Heilige Geist sie mit sich selbst erfüllen will. Einer Seiner Gründe ist, dass Er ungehindert in Seinem Werk sein möchte, kontinuierlich unseren Geist, unsere Seele und unseren Körper zu beleben. In Johannes 6:63 hat Jesus gesagt: "Es ist der Geist, der belebt" oder Leben gibt. Im Römerbrief wird er als "der Geist des Lebens" bezeichnet. Alles Leben ist auf die direkte Handlung des Heiligen Geistes zurückzuführen. Es ist Sein Werk, uns kontinuierlich das tatsächliche Leben von Jesus zu übertragen. Jesus ist die wahre Quelle des Lebens sowohl für die Seelen als auch für die Körper der Kinder Gottes. Sein Werk des Belebens oder des Steigerns des göttlichen Lebens in unserem Geist, unserer Seele und unserem Körper wird behindert oder begrenzt wenn wir nicht wirklich voll mit dem Geist sind.

Jesus sagte, dass Er nicht nur gekommen ist, damit wir Leben haben, sondern damit wir es "im Überfluss haben." Wir können Sein Leben nicht in dem von Ihm gewünschten Umfang haben solange wir nicht mit dem Geist erfüllt sind. Das "in Ihm bleiben", zu dem Jesus uns aufgefordert hat, sorgt dafür, dass wir mit dem Geist erfüllt bleiben. Das entfernt alle Hindernisse für die kontinuierliche Belebung durch den Geist von uns. In Psalm 119 gebraucht David das Wort beleben elf Mal. Er wusste, dass mehr Leben das Heilmittel, das einzige Heilmittel, für alle unsere Beschwerden ist. Es ist gut zu wissen, wofür wir beten. David wünschte sich Belebung, mehr Leben, gesteigertes Leben. Darum strebte er nach der Segnung, die die Wurzel alles

anderen ist. Er betete: "Belebe mich nach deiner Gnade." Wir brauchen nie etwas zu fürchten, was Gnade tut. Nichts anderes ist so gut. Gnade selbst kann uns einen größeren Dienst tun als dafür zu sorgen, dass wir "Leben im Überfluss" haben.

"Nach deinem Wort"

In Psalm 119:25 betet David: "Belebe mich nach deinem Wort." Dank sei Gott können wir alle jeden Tag mit Glauben beten und die Antwort bekommen. Das ist ein umfassendes und inspiriertes Gebet: "Belebe mich nach deinem Wort." Beachte, dass das Beleben nach Aussage von David "nach deinem Wort" ist. Der Heilige Geist hat das Wort Gottes inspiriert. Es ist Sein eigener Entwurf, nach dem Er arbeitet während Er Sein großes Werk der Belebung wirkt. "Nach Gottes Wort" belebt zu werden bedeutet, im gesamten Spektrum unseres komplexen Seins an Geist, Seele und Körper angefüllt von Seinem Leben zu sein.

Gott hat Christus zur Schatzkammer all dessen gemacht, was Er ist. In Ihm ist "alle Fülle der Gottheit verkörpert." Wir können voll sein von allem, was der Weinstock enthält. Die "in Ihm" bleibende Rebe hat nicht nur Leben, sondern ist allezeit voll des Lebens. Durch die Fülle und folgende, ungehinderte Belebung ist es, dass wir, wie Paulus sagt, "an Geist, Seele und Leib bewahrt werden." Paulus sagt, dass der Geist

auch "unseren sterblichen Leib beleben" wird. In 2. Korinther 4:11 lesen wir die Worte: "damit auch das Leben Jesu offenbar werde an unserem sterblichen Fleisch." Wenn du Heilung von Christus brauchst, dann warte darauf, dass Gott dich durch den Geist in dem Maß belebt, dass Markus 11:24 in dir erfüllt wird. Das ist genau das, was der göttliche Lebensspender für dich tun möchte.

Lasst uns jeden Tag beten: "Belebe mich (schenke mir mehr Leben) nach deinem Wort." Das ist jeder Offenbarung gemäß, die wir in der Bibel finden, die uns zeigt, wie Gott uns haben möchte. Jedes Mal, wenn du im Wort mehr entdeckst, was Gott erwartet, dann freue dich. Sei ermutigt. Es ist die Aufgabe des Geistes, nicht deine Aufgabe, dich in dem Maß zu beleben. Lasse dieses Gebet jeden Tag dein erstes Gebet sein. Es ist die Bedingung für tausend andere Segnungen. Es ist Gottes Methode, um "in dir alles Wohlgefallen der Güte zu erfüllen." Der Heilige Geist will uns in dem Maß beleben, dass alles, was Er uns betreffend in Gottes Wort offenbart hat, in uns erfüllt wird.

In Psalm 119:50 sagt David: "Dein Wort hat mich belebt." Der Geist belebt uns gemäß unserem Vertrauen auf Gottes Wort. Das geschieht in dem Ausmaß jeder Verheißung oder jedes Gebotes, das wir von Zeit zu Zeit im Wort Gottes finden. Diese Belebung wird, wie Paulus sagt, "von Herrlichkeit zu Herrlichkeit" sein. Gottes Worte sind "Geist und Leben" und sie bewirken exakt das, was sie offenbaren. Wenn wir darum beten, "nach Seinem Wort" belebt zu werden,

wissen wir, dass wir gemäß Seinem Willen beten. Wir können daher die Antwort erhalten. "Nach Seinem Wort" bedeutet sowohl "nach Seinen Verheißungen" als auch "nach Seinen Geboten." Je mehr das Wort erwartet, umso besser. Umso größer wird die Belebung sein. Was für ein herrliches Privileg es doch ist, dass wann auch immer wir den größten Mangel empfinden, wir zu dem Lebensspender beten können: "Belebe du mich. Schenke mir mehr Leben." Wir brauchen jeden Tag Belebung. Während Er auf der Erde lebte, sagte Jesus:

"Kommt zu mir und trinkt." Vom Himmel aus sagt Er im letzten Kapitel der Bibel immer noch: "Wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst." Er will eine unerschöpfliche Quelle des Lebens in uns sein, die aufsprudelt und als "Ströme lebendigen Wassers" aus uns heraus fließt.

Das wiederholte Lesen und die ernsthafte tägliche Praxis dieser Botschaft werden die Erfüllung möglich machen. Du kannst die Erfüllung jeder Verheißung oder jedes Gebotes in der Bibel empfangen. Diese Praxis ist mir jeden Tag ein zunehmender Segen und wird es immer sein.

F.F.B.

Kapitel 12

Gottes Garten

Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott

aber hat das Gedeihen gegeben Gottes Ackerfeld und Gottes Bau.

ihr aber seid

1. Korinther 3:6-9

Jedes moralische Geschöpf auf Erden ist "mit einem Preis erkauft" worden um der Garten Gottes zu sein, in dem Sein "unvergänglicher Same" wachsen und kultiviert werden kann und seine Wunder hervorbringt. Wahre Christen sind Gottes "Farm", Sein "Ackerbau", Sein "Feld", Sein "Garten." Ein "Feld" gehört seinem Eigentümer. Daher sagt Paulus: "Ihr gehört nicht euch selbst. Ihr seid durch einen Preis erkauft worden." Gott ist im Besitz der Besitzurkunde. Wir gehören absolut Ihm. Wir gehören Ihm rechtmäßig aufgrund der Schöpfung und aufgrund der Bewahrung. Doch die größte Tatsache ist, dass wir Ihm aufgrund der Erlösung gehören. Er hat uns mit einem unendlich hohen Preis "gekauft", damit wir Sein Feld sind.

Das Pflanzen der Saat

Paulus sagte zu den Korinthern: "Ich habe gepflanzt." Im Gleichnis vom Sämann hat Jesus gesagt: "Der Same ist das Wort." Es ist der "unvergängliche Same." Gott bringt Seine wunderbare Ernte auf dieselbe Art und Weise ein wie es ein Farmer tut. Jesus sagte: "Er sandte einen Sämann aus, um zu säen." Es ist Gottes Wort, das uns wissen lässt, wofür wir Ihm vertrauen sollen. "Der Glaube kommt durch die Verkündigung", dadurch, dass wir wissen, was Gottes Wille für uns ist. Weil die Saat solche Wunder hervorbringen kann, will Gott, dass all Seine Saat gepflanzt wird. Gottes Absicht bei der Erschaffung von Samen war, dass er in "guten Boden" gepflanzt werden sollte, wo er keimen und wachsen und "Frucht bringen" soll. Also sagte Paulus: "Ich habe gepflanzt." Samen ist kraftlos solange er nicht gepflanzt wird.

Der unendlich hohe Preis, den Gott für das "Feld" bezahlt hat, offenbart uns die Wichtigkeit, den "unvergänglichen Samen" zu pflanzen. Alle wunderbaren Werke Gottes sind potentiell in dem Samen. David sagte: "All Sein Wirken geschieht in Treue", d.h. in Treue Seinen Verheißungen gegenüber. Gottes Werke werden verhindert bis der Samen in "fruchtbaren Boden" gepflanzt wurde. Sein Plan für uns alle ist, dass wir unser Leben damit verbringen, das Keimen und Wachstum des "unvergänglichen Samens" möglich zu machen.

Nichts kann die Stelle des Samens einnehmen, noch nicht einmal Gebet. Gebet ist nicht der Samen. Das Wort ist der Samen. Der einzige Zweck von Gottes Verheißungen ist ihre

Erfüllung. Sie sind alle eine Offenbarung dessen, was Er für uns zu tun begierig ist. Der Heilige Geist, dessen Aufgabe es ist, die Verheißungen zu erfüllen, spricht von ihnen als "überaus groß und kostbar." Ihre Größe kann man an ihrer Angemessenheit erkennen, all unseren Bedürfnissen zu begegnen und unsere ganze Aufnahmefähigkeit auszufüllen. Ihre Unveränderlichkeit macht sie "überaus groß und kostbar." Sie entfernen jeden Grund zum Zweifel und liefern und vollkommene Gründe, auf denen wir unsere Erwartungen aufbauen können. Wie natürlicher Samen können die Verheißungen nicht verändert werden. Darum bewirken sie ihre wunderbaren Resultate jederzeit und in jedem Garten.

Es ist die Aufgabe von Christen, der Welt durch tatsächliche Demonstrationen zu beweisen, dass die Verheißungen Gottes heute noch genauso wahr sind wie vor zweitausend Jahren. Sie wurden geschenkt, um gekannt und erkannt, beansprucht und im Gebet geltend gemacht zu werden. Sie sollen gesät und durch Gebet gepflügt werden. In Römer 4:12 bezeichnet Gott Christen als solche, die "in den Fußstapfen des Glaubens, den unser Vater Abraham hatte, wandeln." Wir alle sollten jede Verheißung, die Gott uns gemacht hat, genauso behandeln wie Abraham Gottes Verheißung an ihn behandelte. Kann es sein, dass Gott Menschen dieses Zeitalters des Heiligen Geistes weniger real ist wie jenen, die im Schatten dieser "besseren Dinge" lebten?

Jesus sagte zu einigen der Juden Seiner Tage:

"Mein Wort hat keinen Platz in euch." Welchen Platz sollte das Wort Gottes in uns haben? Meine Antwort ist, dass es einen entscheidenden Platz in unseren Gedanken, unserer Erinnerung, unserem Bewusstsein und unserem Gemüt einnehmen und behalten sollte. Es sollte in uns einen Platz der Ehre, der Ehrfurcht, des Glaubens, der Liebe und des Gehorsams einnehmen und behalten. Es sollte in uns einen Platz der Autorität einnehmen und behalten.

Millionen von Menschen singen die herrliche Hymne "Standing on the Promises of God" (dt.:

Stehe auf den Verheißungen Gottes). Tatsache ist, dass die meisten Verheißungen Gottes von den postmodernen Gemeindemitgliedern nie beansprucht werden. Auf den Verheißungen Gottes zu stehen bedeutet, dass sie erfüllt werden. Es bedeutet, die Segnung anzuwenden, die jede Verheißung offenbart. Es bedeutet, das "Gebet des Glaubens" für ihre Erfüllung zu beten. Die Verheißungen zu vernachlässigen ist dasselbe, als würde man rückgängig machen, was ihre Erfüllung bedeuten würde, wenn sie bereits eingetreten wäre. Ihre Kostbarkeit sollte unsere Liebe und Wertschätzung der Verheißungen bestimmen. Paulus war froh, zu sagen: "Ich habe gepflanzt." Wenn alle Farmer ihre Samen so behandeln würden wie Millionen von Gemeindemitgliedern heutzutage Gottes "unvergänglichen Samen" behandeln, würde die Welt an Hunger zugrunde gehen.

Die Möglichkeiten in dem Samen

In dem Samen liegen unendliche Möglichkeiten. Darum sollte man von jedem Christen sagen können, wie es auch am Anfang war "Sie nahmen das Wort freudig auf." Selbst im schlichtesten Bibeltext steckt ein Wort des Segens, so wie in einem kleinen Samenkorn ein potentieller Baum steckt, der eine Million Mal größer ist als der Same. Ein Bibelvers, dem es gestattet ist, in einem menschlichen Herzen zu keimen, kann sich zu einer Ernte von Tausenden von Bekehrungen entwickeln und zu der "ewigen Herrlichkeit", die daraus folgt. Ein Weizenkorn kann mit der Zeit einen Kontinent bedecken und ganze Nationen ernähren. Die Ergebnisse des Kultivierens des unvergänglichen Samens sind so viel größer und erstrebenswerter als die Ernten materieller Samen wie die Himmel höher als die Erde sind. Nur der unvergängliche Samen kann unvergängliche Resultate hervorbringen. Die Bibel sagt, dass jeder Same nach seiner Art reproduziert. Ede Verheißung offenbart durch die versprochene Segnung das Wesen der erfüllten Ernte.

Das Begießen

Paulus sagte: "Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen." Alle Samen und alle Pflanzen in Gottes Garten brauchen Bewässerung. Jesus sagte von dem steinigen Boden, auf den der Same fiel, dass er "nicht viel Erde" (oder Feuchtigkeit) hatte. Er sagte: "Die Saat hat keine Wurzel." Wenn die Saat wachsen soll, muss der

Boden feucht gehalten werden. Es liegt an dem Mangel der konstanten Bewässerung, dass viele der Pflanzen Gottes dahinwelken statt zu wachsen. Ein Garten ist ein Ort für Wachstum. Paulus schrieb den Korinthern: "Euer Glaube wächst über die Maßen." Eure Liebe wächst. Er forderte alle auf, "in der Gnade zu wachsen." Darum sagt Gott zu jedem Seiner kleinen Gärten: "Sei erfüllt mit dem Geist." Halte den Boden feucht. Das Wasser ist der Geist, den Gott jenen gegeben hat, die Ihm gehorsam sind. Die Fülle des Geistes ist die Bedingung für Sein vollkommenes Wirken.

Wie David die Saat bewässerte

Jeder der 176 Verse von Psalm 119 zeigt Davids Haltung gegenüber dem Wort Gottes. Er erkennt freudig seine Verpflichtung an, eifrig Gottes

Vorschriften einzuhalten. Er verspricht: "Ich will deine Gebote halten." Er sagte zu Gott: "Ich habe dein Wort in meinem Herzen geborgen Ich freue mich des Weges deiner Zeugnisse, wie

über lauter Reichtümer

an deinen Satzungen und vergesse deine Worte

nicht

Sogar Fürsten sitzen und bereden sich gegen

mich; aber dein Knecht sinnt über deine

Ich habe meine Lust

Ich habe deine Zeugnisse bewahrt

Satzungen

Ich habe den Weg der Wahrheit

erwählt

Ich laufe den Weg deiner Gebote

Ich will dein Gesetz bewahren und es von

ganzem Herzen befolgen

Gesetz stets bewahren, immer und ewiglich Und ich will von deinen Zeugnissen reden

Übermütigen haben mich arg verspottet;

Und ich will dein

Die

dennoch bin ich von deinem Gesetz nicht

abgewichen Lieder geworden

Ich habe mich beeilt und nicht gesäumt, deine

Deine Satzungen sind meine

Das ist mein Teil, o Herr

Gebote zu befolgen

mit Lügen besudelt; ich beobachte von ganzem

Herzen deine Befehle

deinem Gesetz

ist besser für mich als Tausende von Gold- und

Silberstücken

Wort im Himmel fest

zum anderen währt deine Treue

Gesetz nicht meine Lust gewesen, so wäre ich

vergangen in meinem Elend

Befehle auf ewig nicht vergessen

ich dein Gesetz so lieb! Ich denke darüber nach

den ganzen Tag

habe ich meine Füße abgehalten, um dein Wort

zu befolge

Gaumen, mehr als Honig meinem Mund!

Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht für

meinen Pfad

es halten, dass ich die Verordnungen deiner

Gerechtigkeit bewahren will

sind mein ewiges Erbe; denn sie sind meines

Herzens Wonne. Ich habe mein Herz geneigt, deine Satzungen auf ewig zu erfüllen. Ich hasse die Unentschiedenen; aber dein Gesetz habe ich

lieb

stets ergötzen

mehr als Gold und als feines Gold

lobe ich mir alle deine Gebote und hasse jeden

trügerischen Pfad

Zeugnisse; darum bewahrt sie meine Seele Meiner Verfolger und Widersacher sind viele; dennoch habe ich mich nicht von deinen

Zeugnissen abgewandt

dein Wort wie einer, der große Beute findet."

Die Stolzen haben mich

Ich vergnüge mich an

Das Gesetz deines Mundes

Auf ewig, o Herr, steht dein

von einem Geschlecht

Wäre dein

Ich will deine Wie habe

Von allen schlechten Wegen

Wie süß ist deine Rede meinem

Dein

Ich habe geschworen und werde

Deine Zeugnisse

Ich werde mich an deinen Satzungen

Darum liebe ich deine Befehle

Darum

Wunderbar sind deine

Ich freue mich über

All diese Aussagen und viele mehr stehen in Psalm 119. Sie zeigen uns, wie David das Wort bewässerte. Paulus sagte, dass derjenige, der pflanzt und derjenige, der begießt, gleichwertig sind. Die Saat zu begießen ist genauso notwendig wie sie zu pflanzen. Gott lässt die Saat nicht wachsen solange wir sie nicht begießen.

Gott lässt die Saat wachsen

Und dann sagt Paulus, dass es Gott ist, der das Wachstum schenkt. Er hat Seine Verheißungen zu diesem einen Zweck gegeben. Er lässt immer die Saat wachsen wenn sie in gutem Boden bewahrt und begossen wird. Das Wachstum kommt nach dem Begießen.

Jesus sagte auch: "Sie bringt viel Frucht." Die Saat bringt immer Frucht. Die Intensität allen heiligen Verlangens wird an dem Grad der göttlichen Liebe gemessen, die jemand besitzt. Gottes Verlangen ist daher viel größer als das unsere, weil Seine Liebe größer ist als die unsere. Seine Güte ist so groß, dass Seine Augen beständig "die ganze Erde durchstreifen" auf der Suche nach Gelegenheiten, diejenigen zu segnen, deren Herzenshaltung es möglich macht. Was Gott verheißen hat gehört uns. Die Gerechtigkeit Gottes verlangt, dass Er die Saat wachsen lässt wenn sie gepflanzt und begossen wird. Johannes sagt: "Er ist treu und gerecht."

Das Wort gerecht bedeutet, dass Gott ungerecht wäre, wenn Er uns vorenthalten würde, was Er verheißt. Wir haben ein Recht auf das, was Er uns verheißt. Es ist eine 100%ige Tatsache, dass Gott jede Saat wachsen lässt wenn sie gepflanzt und begossen wird. Zu unserer gegenwärtigen und zukünftigen Freude können wir das alle beweisen. Gott ist der beste Farmer im Universum. Er versagt nie!

Gottes Zeitpunkt ist jetzt

Das Werk des "unvergänglichen Samens" ist übernatürlich weil es Gott allein ist, der die Saat wachsen lässt. Samen bringen ihre wunderbaren Ergebnisse oft schon am selben Tag hervor, an dem sie gepflanzt wurden. Gottes Verheißungen sind für heute. Sein Zeitpunkt ist immer heute. "Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht!" (Hebräer 4:7) Wenn du die Annahme von Gottes Verheißungen hinauszögerst bist du morgen vielleicht nicht mehr am Leben. Die Verheißungen Gottes gehören uns heute und zu irgendeinem anderen Zeitpunkt sind sie uns nicht mehr sicher. Der einzige Weg, um sich Gottes verheißener Segnungen sicher zu sein, ist Seinen Zeitpunkt anzunehmen und wir lesen in 2. Korinther 6:2 "Seht, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils!" Da Jetzt der Gott angenehme Zeitpunkt ist, sollten auch wir ihn als unseren Zeitpunkt annehmen. Er fordert uns auf, Seine Stimme "heute" zu hören und sagt: "Verstockt nicht eure Herzen" durch Abwarten. In Markus 11:24 sagt Jesus: "Glaubt

nur, dass ihr es empfangen habt" (wörtlich:

"genommen" habt). Wann? "Jetzt", nämlich wenn wir beten. Schon bevor die Antwort sich manifestiert hat sagt der Glaube: "Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast." Wenn du nichts sehen oder spüren kannst, sage: "Das ist die Zeit, um zu vertrauen." Die Ergebnisse werden sich nicht manifestieren bis wir glauben, dass unser Gebet erhört worden ist und an diesem Glauben festhalten. Sage zu Gott: "Du arbeitest und wirkst jetzt als Reaktion auf meinen Glauben. Ich baue auf deine Treue." Die Angelegenheit geht in dem Augenblick aus unseren Händen in die Hände Gottes über, in dem wir eine definitive Übergabe der Sache an Gott vollziehen. Paulus sagte: "Er ist mächtig, das ihm anvertraute Gut zu verwahren bis auf jenen Tag." Doch Gott verspricht nicht, irgendetwas zu verwahren, das Ihm nicht übergeben worden ist.

Das ist der Weg, der zu gehen ist, um alles zu empfangen, was Gott uns verheißen hat. Wären die Gaben Gottes für Seele und Leib ausschließlich verheißene Geschenke, so müssten wir darauf warten, dass der Versprechensgeber Seine Verheißungen einlöst. Die Verantwortung würde bei Ihm liegen. Doch alle Segnungen Gottes sind nicht nur verheißene Gaben, sondern auch angebotene Geschenke und müssen daher angenommen werden. Die Verantwortung für ihren Transfer liegt bei uns. Das entbindet Gott von aller Verantwortung für jegliches Versagen.

Die Auswirkungen des Bewässerns der Saat

Was war die Auswirkung von Davids Haltung gegenüber Gottes Wort, von seinem Bewässern der Saat? Dieser Hirtenjunge wurde durch das Bewässern des Wortes in ihm weiser als all seine Lehrer. Seine Haltung gegenüber Gottes Wort machte ihn zu einem "Mann nach dem Herzen Gottes". Sie machte ihn zum größten Psalmisten der Welt. Seine Psalmen haben Millionen Menschen durch die folgenden Jahrhunderte hindurch gesegnet. Seine Bewässerung der Saat machte ihn zu einem göttlich inspirierten Schreiber. So wie jeder gepflanzte Samen im Gegenzug mehr Samen hervorbringt, so wurden Davids Worte in den Psalmen zu Gottes unvergänglichem Samen, der über Jahrhunderte hinweg in menschlichen Herzen weltweit gekeimt ist. Seine Worte haben den Text für Tausende von Predigten geliefert.

David fand heraus, dass durch Meditation (Nachsinnen) unsere geistliche Nahrung gekaut wird und deren Süße schmecken lässt. Es extrahiert den Nährwert des Wortes in unserem Herzen und in unserem Leben. Meditation stellt eine Verdauungskraft dar und verwandelt Wahrheit in geistliche Nahrung. Es ist das Wort Gottes, von dem Paulus sagt, dass es in uns all die göttlichen Veränderungen von Herrlichkeit zu Herrlichkeit wirkt. David sagte: "Ich bin einsichtiger als die Alten; denn ich achte auf deine Befehle." Indem er in seinem Herzen und in seinem Leben die Befehle des Herrn beachtete, verstand David schon früh in seinem Leben mehr als diejenigen, die in früheren Zeiten

gelebt hatten. Er wusste mehr als sie während ihrer gesamten Lebenszeit durch Erfahrung gelernt hatten. David, der sein Leben nur als Hirtenjunge begann, erlangte durch das Meditieren über und das Praktizieren von göttlichen Geboten solch eine Weisheit und Erkenntnis, dass von ihm in 2. Samuel 14:17 als ein "Engel Gottes" bezeichnet wird. Er war in der Lage, Richtig und Falsch zu unterscheiden. Im selben Kapitel wird seine Weisheit mit "der Weisheit eines Engels" verglichen. Er sagte:

"Dein Wort hat mich belebt." Es hat sein ganzes Sein in dem Maß belebt, dass Gottes Wort in ihm erfüllt wurde. Sein Leben war erfüllt von Lobpreis und Danksagung. Wie viel besser es doch ist, der Garten des Herrn zu sein als der des Teufels! Die Möglichkeiten des "unvergänglichen Samens" sind unendlich. Nichts kann so förderlich sein wie Gottes Garten zu sein. Nur Gott kann wissen, wie die ewige Ernte aussehen wird. Erinnere dich, dass du durch dein ganzes christliches Leben hindurch Gottes Feld bist, das bepflanzt werden muss.

Kapitel 13

Warum einige es nicht schaffen, Heilung von Christus zu empfangen

22 Gründe für das Ausbleiben der Heilung

Es wird durch die ganze Bibel hindurch so klar offenbart, dass der Himmlische Vater unsere Heilung will. Warum erlangen dann einige, die Heilung suchen, diese Heilung nicht? Diese Frage beschäftigt viele ernsthafte Fragesteller. Es gibt etliche Antworten auf diese Frage, die wir kurz erwähnen werden. Durch diese Antworten ist vielen geholfen worden, denen es vorher nicht gelungen war, Heilung zu empfangen. Infolge dessen sind sie auf herrliche Weise geheilt worden.

1. Unzureichende Anleitung

Der erste Grund, wenn jemand seine Heilung nicht empfängt, ist Unkenntnis bezüglich der Heilungskraft des Evangeliums. Paulus sagt uns, dass der Glaube durch die Verkündigung des Wortes Gottes kommt. Viele haben Heilung von Christus erbeten bevor sie genug vom Wort Gottes gehört oder verstanden haben. Sie hatten keinen standfesten Glauben. Die Mitglieder der ersten Gemeinde waren in Bezug

auf die Verkündigung des ganzen Evangeliums im Einklang. Sie hielten nichts Nutzbringendes zurück. Paulus verkündete den "ganzen Ratschluss Gottes."

Wir haben gesehen, dass Gottes Methode, um Glauben für Heilung zu erzeugen, dieselbe ist wie die, um Glauben für Errettung zu erzeugen. Das ist auch die Methode für jede andere Segnung. Der Bedürftige sollte als erstes aus dem Wort Gottes lernen wie Gottes Wille in der betreffenden Angelegenheit aussieht. Die Hand des Glaubens kann sich nicht ausstrecken und von Gott nehmen was das Auge des Glaubens nicht zuerst als Wille Gottes erkannt hat. Jesus sagte: " Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen." Es ist die Wahrheit des geschriebenen Wortes, die uns freisetzt. Freiheit ist die bekannt gewordene Wahrheit, verstanden, angenommen, danach gehandelt, bewahrt und standhaft mit einer anwendenden Überzeugung geglaubt.

Paulus sagt uns, dass es das Wort Gottes ist, das "in den Gläubigen wirkt." Das Wort Gottes ist die kostbare Saat, der unvergängliche Samen. Es ist der Samen, der die Kraft hat. Es versagt nie, sein Werk zu tun. Es muss bekannt sein und angenommen sowie im "fruchtbaren Boden" bewahrt werden, dem einzigen Ort, an dem die gute Saat wachsen kann.

Einige empfangen ihre Heilung nicht weil sie versuchen, Ergebnisse aus dem Samen, dem Wort betreffend Heilung, zu erlangen ohne zu

wissen, was dieses Wort ist. Sie versuchen, Resultate zu bekommen ohne dem Wort seinen Platz zu geben und ohne die gute Saat im "fruchtbaren Boden" zu bewahren. Die Saat kann nicht in uns wirken solange sie nicht in uns ist weil wir sie kennen und angenommen haben.

Gott sagte: "Ich bin der Herr, der dich heilt" und hat versprochen, all unsere Krankheiten wegzunehmen. Doch zuerst sagte Er: "Wenn du

der Stimme des Herrn gehorchen

tun wirst." Das bedeutet, eifrig zu sein in Bezug auf Erkennen, Verstehen und Praktizieren dessen, was Gott in Seinem Wort über das Thema Heilung sagt. Wir müssen wissen, was Gott uns anbietet bevor wir erwarten können, es von Ihm zu empfangen. Die Kenntnis von Gottes Willen muss dem Glauben vorausgehen, dass Gottes Wille geschieht. Sehr viele wissen heutzutage nicht, dass die vollkommene Heilung ihres Körpers der völlig offenbarte Wille Gottes in Seinem geschriebenen Wort, der Bibel, ist. Das zu wissen ist der einzige ausreichende Nachweis für die Anwendung von Glauben.

und alles

Alle Heilung Suchenden können, wenn sie geprüft werden, sagen: "Es steht geschrieben." Dann können sie Gottes Verheißungen vor Satan zitieren. Das klärt die Frage von Gottes Willen. Ohne das kann ihr Glaube nicht standhaft bleiben. Viele Leidende haben jahrelang erfolglos für Heilung gebetet weil sie den jeden Glauben vernichtenden Satz "wenn es dein Wille ist" angefügt haben. Später sind sie dann durch die Wahrheit von Gottes Wort geheilt worden, die in diesem Buch enthalten ist

und erläutert wird.

Die Urgemeinde war im Einklang bezüglich der Lehre dieser Wahrheit. Die Gläubigen erhoben auch gemeinsam ihre Stimmen zu Gott und beteten für "Zeichen und Wunder" der Heilung. Sie beteten "das Gebet des Glaubens" bevor die Kranken auf die Straßen Jerusalems hinausgetragen wurden. Es war nicht der Glaube eines einzelnen Evangelisten, sondern der Glaube der gesamten Gemeinschaft von Gläubigen. Das brachte Heilung zu jedermann in den Straßen Jerusalems nachdem Christus in den Himmel aufgefahren war (Apostelgeschichte 5:14-16).

Die Mehrzahl der heutigen Gottesdiener und Christen sind in Bezug auf das Thema des Dienstes der Heilung durch ihre Traditionen des Ultra- Dispensationalismus gebunden. Durch ihren Mangel an Verständnis des Wortes beziehen sie Opposition dagegen, wie es in der Urgemeinde gelehrt, gepredigt und praktiziert wurde.

Gemeindemitglieder haben im Großen und Ganzen die Haltung unseres Herrn gegenüber Krankheit nicht akzeptiert, wie sie in den Evangelien offenbart wird. Sie können nicht im Einklang für diese Heilungsresultate beten wie es die Urgemeinde getan hat. Heutzutage nimmt Opposition oftmals den Platz vereinten Gebets ein. Unglaube nimmt den Platz vereinten Gebets ein. Im Gegensatz zur Urgemeinde nimmt Lauheit den Platz des vom Geist erfüllten

Lebens ein. Ich will dir folgende Frage stellen:

Da wir alle untereinander Glieder sind, könnte da nicht der Grund dafür, dass einige heutzutage keine Heilung empfangen, größtenteils auf den von Unglauben erfüllten Teil der Gemeinde selbst zurückzuführen sein? Ich glaube, dass du dem zustimmen wirst.

Wir hören so oft, dass gesagt wird: "Das Zeitalter der Wunder ist vorbei." Nimm nur einmal an, wir würden allgemein glauben, dass das Zeitalter der Wiedergeburt vorbei ist. Wie sehr würde das doch das Werk des Dienstes in diesem Bereich des Evangeliums behindern! Christliche Arbeiter hätten keinen Erfolg in Bezug auf die Errettung von Seelen. Sie würden die Menschen zuerst dazu bringen müssen, die falsche Tradition aufzugeben und das Wort Gottes an deren Stelle zu setzen. Nimm andererseits einmal an, wir wären von Kindesbeinen an alle über den Heilungsteil des Evangeliums gelehrt worden. In diesem Fall bin ich sicher, dass nur sehr wenige Schwierigkeiten haben würden, Glauben für Heilung aufzubringen.

Es ist das Wort Gottes, das Glauben für Heilung erzeugt. Wir hatten die Freude, zu sehen, dass Hunderte geheilt wurden während sie der Wahrheit über dieses Thema zuhörten. Andere sind geheilt worden während sie unsere gedruckten Anweisungen gelesen haben. Diese beantworteten ihre Fragen und beseitigten alle Hindernisse für ihren Glauben.

2. Mangel an vereintem Gebet

Der zweite Grund, weshalb einige ihre Heilung nicht empfangen ist eine Erweiterung dessen, was wir bereits gesagt haben. Christus hatte geplant, Seinen Heilungsdienst während Seiner Abwesenheit fortzusetzen. Das sollte durch Seine gesamte Gemeinde geschehen, die Sein Leib ist, und nicht nur durch ein unbedeutendes Glied dieses Leibes. Er sagte: "Diese Zeichen aber werden denen folgen" der Gemeinde, nicht "ihm", dem Individuum. Christus war gegangen und hatte Seinen Nachfolger, den Heiligen Geist, gesandt. Es war nicht der Glaube eines einsamen oder einzelnen Evangelisten, sondern der Glaube der vom Geist erfüllten Gemeinde. Dieser brachte all den Kranken in den Straßen Jerusalems Heilung.

Heute gibt es einige, die keine öffentlichen Heilungsgottesdienste mögen. Als Gott es auf Seine Weise tat heilte Er große Menschenmengen direkt auf den Straßen. Er wollte, dass Sein Erbarmen der Welt als ein Fundament für Glauben bekannt gemacht wurde. Gott begann Seine Werke in diesem

Zeitalter wie Er sie auch weitergeführt wissen

will

Mitglied sollte vom Heiligen Geist erfüllt werden und bleiben.

durch die gesamte Gemeinde. Jedes

Die größte Anzahl von Bekehrungen wird heute durch eine Ausgießung des Heiligen Geistes und eine Gemeinde bewirkt, die im Einklang ist. Auf diese Weise wurden alle in den Straßen

Jerusalems geheilt.

Die meisten Wirkungen Gottes an Menschen sowohl in Bezug auf Erlösung als auch auf Heilung geschehen durch die Ausgießung des Heiligen Geistes und durch eine vom Geist erfüllte, in Einheit verbundene und betende Gemeinde. Seine Methode wird offenbart durch die Verheißung "Ich werde meinen Geist ausgießen" und durch die Aussage "Sie waren alle erfüllt mit dem Geist." Eine vom Geist erfüllte und betende Gemeinde bringt eine Atmosphäre hervor, in der es für Gott leicht ist, zu wirken. Das macht es dem Teufel schwer, störend einzugreifen. Diese Atmosphäre ist der Heilige Geist selbst. Er ist mehr als ein Gegner für den Teufel.

Im Erweckungsgürtel fielen während der Erweckungen unter Finney und bei anderen großen Erweckungen Sünder unter der Überführung um sobald sie an einem der Orte, an denen Erweckungsversammlungen stattfanden, aus dem Zug stiegen. Finney berichtet von einer solchen Einheit im Gebet, dass jeder Erwachsene mit Ausnahme einer einzigen Person auf einer vier Kilometer langen Straße errettet wurde. Die Christen beteten vereint für diesen einen und er wurde ebenfalls errettet.

Es stimmt, dass Personen manchmal auch dort errettet und geheilt werden, wo keine Erweckung stattfindet. Doch Gottes normaler Weg ist, dass Sein Volk gemeinsam für eine

Ausgießung des Heiligen Geistes betet. Wir lesen: "Sie verharrten alle einmütig im Gebet." So etwas sehen wir heutzutage selten! Einiges an unserer heutigen Theologie veranlasst viele Menschen dazu, sich an vergangenen Segnungen festzuklammern. Sie erleben keine tägliche Erneuerung der Fülle, die die ursprünglichen Segnungen begründete. Damals wurden Christen mit dem Geist erfüllt. Solange die Gemeinde nicht mit dem Heiligen Geist erfüllt ist und bleibt ist es unmöglich, dass die geistliche Atmosphäre in den Versammlungen so sein wird, wie sie sein muss. Andernfalls wird Gott limitiert oder behindert. Diese Atmosphäre wird dadurch hergestellt, dass die gesamte Gemeinde mit dem Geist erfüllt ist und alle für das Werk Christi beten. Dann ist die Kraft Gottes gegenwärtig um so zu heilen, wie es am Anfang war. Gottes Weg ist, dass die gesamte Gemeinde mit demselben Heiligen Geist erfüllt ist und bleibt, der die Menschenmengen in der Zeit des Neuen Testaments errettet und geheilt hat.

Die Ergebnisse der Erfüllung göttlicher Verheißungen sind in jedem Zeitalter dieselben. Wenn du wissen willst, wie der Geist heute wirkt, dann lies nach, wie er gewirkt hat als er im vollen Besitz der Gemeinde war. Die Apostelgeschichte ist ein Muster, nach dem der Heilige Geist auch während Seines Zeitalters wirken will. Alle Mitglieder der Urgemeinde in Apostelgeschichte Kapitel 4 waren mit dem Geist erfüllt; alle verharrten im Gebet für "Zeichen und Wunder" der Heilung. In Jakobus Kapitel 5 werden alle Christen aufgefordert, für die Heilung der Kranken zu beten und das

genauso ernsthaft, wie Elia um Regen betete. Als dies in der Urgemeinde praktiziert wurde war das "Gebet des Glaubens" durch die Ältesten nichts weiter als das Aussprechen des Gebets der gesamten Gemeinde.

Johannes sagt: "Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten, er uns hört." (1. Johannes 5:14) Das wurde durch die gesamte Gemeinschaft der Christen in Apostelgeschichte Kapitel 4 unter Beweis gestellt. Jeder Christ ist heute aufgefordert, vom Geist erfüllt zu sein, für die Ausgießung des Geistes zu beten und im Gebet für die Heilung der Kranken zu verharren. Jeder Priester sollte seine Priesterschaft ausüben. Das Versäumnis der Mehrheit, dies heutzutage zu tun, verunreinigt die Atmosphäre in den Versammlungen. Es macht es schwerer für die Kranken, Glauben zu haben und für den Heiligen Geist ist es dadurch schwerer, zu wirken.

Das Versäumnis der Christen, im Geist zu leben und zu wandeln, limitiert den Heiligen Israels. Unsere Erfüllung mit dem Heiligen Geist ist die Bedingung für Sein vollkommenes Wirken. Statt von dieser Atmosphäre umgeben zu sein ist eine arme, geplagte Frau heute oft von Opposition aus ihrer eigenen Familie umgeben. Manchmal erfährt sie Opposition durch ihren eigenen Pastor und Gemeindegeschwister. Sie empfängt ihre Heilung nicht weil sie geistig und körperlich zu schwach ist um den Kampf allein zu kämpfen. Genau diejenigen, die ihr

Opposition entgegensetzen, sollten diejenigen sein, die im Glauben für ihre Heilung beten. Wir sollen alle "einer des anderen Lasten tragen und dadurch das Gesetz Christi erfüllen." (Galater

6:2)

Die Mitglieder der Urgemeinde erfüllten die Bedingung, mit dem Geist erfüllt zu sein. Heute sind es genau diejenigen, die diese Bedingungen nicht einhalten, die fragen, warum einige ihre Heilung nicht empfangen. Die Antwort ist: weil genau diese Zweifler es der Gemeinde unmöglich machen, im Einklang im Gebet und Glauben für die Kranken zu sein. Die Gemeinde ist nicht im Einklang mit Gottes Programm.

Von zwanzig Bischöfen der Episkopalkirche der Nationengemeinschaft Australiens wurde ein bemerkenswertes Dokument unterzeichnet. Es liefert einen wunderbaren Bericht über die Heilungswunder, die sich in den Kathedralen dieser Glaubensgemeinschaft in den verschiedenen Städten des Landes manifestierten. In diesem Bericht heißt es:

Der benötigte Glaube ist nicht in erster Linie individuell, sondern ein gemeinschaftlicher Glaube, der Glaube des Zuhauses, des Dienstes und der gesamten Gemeinde. Der Leib, nicht ein einzelnes Glied davon, muss mit Christus als seinem Haupt kooperieren wenn seine kranken Glieder alle geheilt werden sollen. Die bemerkenswertesten Gruppen nach der Mission waren Gemeinden, in denen die Welle

der Fürbitte am höchsten war und sich am

weitesten ausgebreitet

heute auf eine frische Offenbarung der Gegenwart und Kraft Gottes im Werk der Gemeinde und im Leben ihrer Mitglieder. Sie hat bereits einmal mehr das Wunder göttlicher Heilung erlebt.

Die Welt wartet

Heute bezieht ein großer Teil der Gemeindemitglieder aus Unwissenheit Opposition gegen das, wofür die Urgemeinde im Gebet verharrte. Sie haben die Haltung unseres Herrn gegenüber Krankheit nicht akzeptiert. Sie haben die Bedingungen für die Heilung der Kranken nicht erfüllt, die Gott erwartet. Es sind genau diese Menschen, die Gottes Wirken behindern, die immer auf das Versagen hinweisen, für das sie selbst am meisten verantwortlich sind.

Es ist heute nicht ungewöhnlich, dass diejenigen, die die Werke Christi tun sollten, die Kranken warnen, sich von Orten fernzuhalten, wo die Werke Christi getan werden. Wäre es nicht besser, sie würden die Menschen davor warnen, dorthin zu gehen, wo Konfirmation, Taufe, Gemeindemitgliedschaft oder Reformation an die Stelle der neuen Geburt gesetzt werden?

3. Gemeinschaftlicher Unglaube

Der dritte Grund, weshalb einige ihre Heilung von Christus nicht empfangen, ist

gemeinschaftlicher Unglaube. Jesus wirkte

Wunder und heilte alle Kranken. Doch als Er in Seine Heimatstadt Nazareth kam, wo er aufgewachsen war, "konnte er dort nicht viele

Wunder tun

(Markus 6:5-6) Denke einmal darüber nach! Christus höchstpersönlich, unter der vollen Salbung des Heiligen Geistes, wurde durch gemeinschaftlichen Unglauben gehindert. Da das stimmt, ist es da verwunderlich, dass heutzutage einige in irgendeiner Stadt keine Heilung empfangen? In Nazareth, wo die Menschen Christus durch ihren Unglauben zum Lügner erklärten, erlaubte es Gott nicht, dass die Gabe der Wunderwirkungen durch Christus wirkte. Warum sollte Er es heute tun? Paulus hatte mehr Erfolg mit dem Wirken von Wundern unter den Heiden als Jesus in Seiner Heimatstadt (Apostelgeschichte 14).

wegen ihres Unglaubens."

Was das Thema Heilung betrifft sind die Menschen heutzutage gelehrt worden, anstelle des klaren Wortes Gottes an Traditionen zu glauben. Das hat die ganze Welt in ein wahrhaftes Nazareth des Unglaubens verwandelt. Damit meine ich, dass heutzutage gemeinschaftlicher Unglaube fast die Regel ist. Diejenigen, die das volle Evangelium predigen und für die Kranken beten müssen in einem Nazareth des Unglaubens arbeiten. Wir können nur so weit kommen wie wir die "Traditionen von Menschen" hinsichtlich Heilung loswerden können. Wir müssen die Menschen lehren, was die Bibel tatsächlich über das Thema lehrt. Wenn wir das tun, so sage ich kühn, dass Jesus Christus (nicht wir) größeren Erfolg dabei hatte, in all den Städten Wunder zu wirken, in denen

wir unsere Erweckungsversammlungen durchgeführt haben als in Nazareth, Seiner Heimatstadt. Es soll mich bitte niemand falsch verstehen. Ich sage nicht, dass wir Erfolg gehabt haben. Ich spreche über das, was Christus getan hat. Wann und wo auch immer Menschen durch unseren Dienst aufgeklärt worden sind, kennen sie ihr Privileg in Bezug auf Heilung.

Die Tatsache, dass Christus in Nazareth kein Wunder tun konnte, beweist nur den Unglauben der Menschen dort. Wenn die Kranken, wie einige lehren, ohne ihren Glauben geheilt werden, warum hat Jesus dann nicht einfach die Kranken in Nazareth geheilt? Die Bibel gibt uns die Antwort: "wegen ihres Unglaubens."

Einige Christen erklären heute die Tatsache, dass einige keine Heilung empfangen, damit, dass sie die Bereitschaft von Christus in Frage stellen, alle Kranken zu heilen. Sie sollten dann aber auch Seine Bereitschaft in Frage stellen, alle Sünder zu erretten, um die Tatsache zu erklären, dass so viele in den Gemeinden nicht erlöst sind.

Bei einer Gelegenheit berührte nur eine einzige Frau innerhalb einer großen Menschenmenge Jesus mit Glauben für Heilung. Später taten ganze Menschenmengen dasselbe. Es ist eine Frage der Aufklärung und des Glaubens.

Die neun Jünger waren nicht in der Lage gewesen, den epileptischen Jungen zu heilen,

der in den Evangelien erwähnt wird. Ein Theologe der damaligen Zeit hätte sich, wenn er wie so viele Theologen unserer Zeit gewesen wäre, an diesem Versagen festgebissen. Er hätte gesagt: "Damit haben wir den Beweis dafür, dass es nicht immer Gottes Wille ist, zu heilen." Doch der Vater wollte, dass der Junge geheilt wurde. Der Junge selbst wollte geheilt werden. Die Jünger, göttlich beauftragt Dämonen auszutreiben und die Kranken zu heilen, wollten dass er geheilt wurde. Unter ähnlichen Umständen würde angesichts solchen Versagens heute jemand sagen: "Es ist nicht Gottes Wille, dass so jemand geheilt wird." Sie würden aus dem Versagen eine Theologie machen. Doch Jesus kam vom Berg herab und befreite den Jungen. Das beweist, dass es Gottes Wille ist, zu heilen, selbst wenn Seine bevollmächtigten Repräsentanten es nicht geschafft haben sollten, zu heilen. Warum machen wir nicht daraus eine Theologie?

Als der Vater des Jungen zu Jesus sagte:

"Wenn du etwas tun kannst" weigerte sich

Jesus, die Verantwortung für jedwedes Versagen zu übernehmen. Er sagte: "Wenn du

nur glauben kannst

"Herr, ich glaube. Hilf meinem Unglauben." Natürlich erhielt er die Hilfe, um die er gebeten hatte. Er hatte Erfolg wo die Apostel versagt hatten. Christus befreite den Jungen.

" Da rief der Vater aus:

Tatsache ist, dass wir im Heilungsdienst genötigt sind, gegen fast universellen Unglauben zu arbeiten. Diejenigen, die nur den Teil des Evangeliums predigen, bei dem es um

die Errettung der Seele geht, arbeiten inmitten der fast universellen Akzeptanz dieser Lehre. Doch Gott schenkt Beweise göttlicher Heilung, die genauso leuchtend und überzeugend sind wie die Beweise der Erretung. Das geschieht mit nicht einmal annähernd so viel Lehre um Glauben hervorzubringen. Wenn ich über den Mangel an Lehre über göttliche Heilung und den ungeistlichen Zustand der Gemeinden nachdenke bin ich nicht überrascht über den Mangel an Glauben aufgrund ihrer generellen Haltung gegenüber diesem Teil vergessener Orthodoxie. Statt mich zu wundern, warum einige nicht geheilt werden, wundere ich mich über den Erfolg, den Gott jenen schenkt, die für die Kranken beten. Ich habe erlebt, dass viele Taubstumme geheilt wurden als kaum jemand im Publikum die Heilung erwartete.

Tausende bezeugen nun, dass sie göttlich geheilt wurden und in gesundheitlich gutem Zustand sind. Der allgemeine Durchschnitt bekennender Christen in jedweder Gemeinde ist nicht immer geistlich gesund. Würde nicht die körperliche Gesundheit derer, die bezeugen, dass sie göttlich geheilt worden sind, im Vergleich mit der geistlichen Gesundheit derer, die dem Evangelium für Heilung widersprechen, besser abschneiden? Ist der durchschnittliche bekennende Christ ein besserer Beweis für die Lehre der Erlösung als diejenigen, die göttlich geheilt wurden, es für die Lehre göttlicher Heilung sind? Er sollte es sein, weil er diesen Teil des Wortes Gottes sein Leben lang gehört hat. Die Mehrheit derer, die geheilt werden wenn wir für sie beten, hat die klare Lehre des Wortes Gottes über göttliche Heilung erst

wenige Tage gehört. Es gibt heute viele, die göttlich geheilt wurden obwohl sie von Geburt an taubstumm waren. Sie können körperlich besser hören als das durchschnittliche Gemeindemitglied geistlich hören kann. Ich habe viele gesehen, die vor dem Heilungsgebet keinen Schritt laufen konnten und die heute körperlich besser laufen als der durchschnittliche Christ geistlich läuft. Der durchschnittliche Christ hat sein ganzes Leben lang das Wort Gottes gehört, das die Heilung der Seele lehrt, während diese anderen nur ein paar Mal das Wort Gottes gehört haben, das die Heilung des Körpers lehrt.

Sind alle, die getauft worden sind, von all ihren Sünden rein gewaschen worden? Nein, sondern nur diejenigen, die Glauben haben. Was Wasser in der Verordnung der christlichen Taufe ist, ist Öl in der Verordnung der Salbung der Kranken für Heilung.

Stelle dir vor, jemand würde zu mir sagen:

"Soundso ist mit Öl gesalbt, aber nicht geheilt worden." Ich würde antworten: "Soundso ist getauft, aber nicht errettet worden und wurde nicht von der Krankheit der Sünde geheilt." Wenn jemand zu mir sagen würde: "Ich kenne einen Mann, den du mit Öl gesalbt hast, dessen Körper aber nicht geheilt worden ist", dann würde ich zu ihm sagen: "Ich kenne einen Mann, den du in Wasser getauft hast, dessen Seele aber nicht geheilt worden ist." Tausende, die getauft worden sind, sind nie von neuem geboren worden. Das ist unendlich viel schlimmer als wenn ein Christ seine körperliche

Heilung nicht empfängt.

Einige sagen: "Wenn Soundso geheilt werden sollte, dann glaube ich an göttliche Heilung." Warum nicht konsequent sein? Sage: "Wenn Soundso errettet werden sollte, dann glaube ich an Erlösung." Das ist dasselbe als würde man sagen: "Ich glaube lieber Soundsos Erfahrung als Gott, der Bibel und der Erfahrung all der anderen Tausende, die errettet und geheilt worden sind." Warum sagst du nicht, nachdem Gott Tausende von all ihren Leiden geheilt hat, zu Ihm: "Ich glaube erst wenn du noch einen weiteren geheilt hast."

Würdest du die Lehre der Erlösung ablehnen weil einige Gemeindemitglieder nicht erlöst sind während Tausende andere erlöst sind? Ich habe einmal einen Diener Gottes über das Werk eines anderen Evangelisten sagen hören:

"Soundso ist mit Öl gesalbt worden und man hat für ihn gebetet, doch er ist gestorben, ohne geheilt zu werden." Doch genau derselbe Diener Gottes hat Soundso getauft und in die Gemeinde eingegliedert und dadurch vor der Welt proklamiert, dass seine Seele von der Krankheit der Sünde geheilt worden ist. Doch der Mann ist ohne die neue Geburt gestorben und seine Seele war verloren. Das ist unendlich viel schlimmer als wenn ein kranker Christ nicht geheilt wird, stirbt und in der Herrlichkeit erwacht.

Nimm einmal an, das Zeugnis derjenigen unter uns, die sagen, dass sie geheilt worden sind,

würde abgelehnt weil sich nach sorgfältiger Untersuchung durch einen medizinischen Experten zeigen würde, dass wir körperlich nicht vollkommen sind. Wenn wir konsequent sein wollten müssten wir dann auch einen geistlichen Experten mit einem geistlichen Unterscheidungsvermögen wie es der Apostel Paulus hatte diejenigen in der modernen Gemeinde untersuchen lassen, die dem Evangelium der Heilung widersprechen. Er müsste das Zeugnis all jener unter ihnen ablehnen, die geistlich nicht an den Standard der Bibel für eine gesunde Seele heranreichen.

Nachdem ich Zeuge der wunderbaren Heilung Tausender geworden bin, bin ich davon überzeugt, dass die Beweise für Heilung genauso leuchtend und überzeugend sind wie die Beweise der Errettung. Doch ich begründe keine Lehre auf diesen Gebetserhörungen. Ich für mein Teil werde das volle Evangelium auch dann predigen wenn ich mein Leben lang nie wieder erleben sollte, dass auch nur ein weiterer Mensch errettet oder geheilt wird. Ich bin entschlossen, meine Lehren auf dem unveränderlichen Wort Gottes zu begründen und nicht auf Phänomenen oder menschlichen Erfahrungen.

Kein Mann Gottes kann Ergebnisse erzielen solange er nicht durch das Predigen des Wortes Gottes Glauben für das erzeugen kann, was das Wort anbietet. 60.000 Gemeinden in den Vereinigten Staaten berichten von keiner einzigen Bekehrung innerhalb des letzten Jahres. Doch ich werde diese Tatsache

dennoch nicht als einen Grund dafür anführen, die Lehre der Erlösung order irgendeinen anderen Teil des Evangeliums zu bekämpfen.

Einige sagen: "Wir glauben an Heilung, doch wir glauben nicht, dass man sie zur Schau stellen sollte. Ich habe bemerkt, dass einige, die sich nicht mit denjenigen freuen können, die erfolgreich göttliche Heilung von Christus empfangen haben, schnell ein Versagen zur Schau stellen. Sie sprechen nicht über die Erfolge. Für mich ist es ein Rätsel, wie irgendein Christ sich nicht freuen kann, wenn eine arme, geplagte Person von Christus geheilt wurde. Ich freue mich nicht nur, wenn ein Leidender von Christus geheilt wurde, sondern ich bin auch froh, Gottes Erbarmen vor der Welt zur Schau zu stellen. "Macht Seine Werke bekannt unter den Völkern" ist Gottes Gebot. Jesus trug dem Besessenen, aus dem er den Dämon ausgetrieben hatte, auf, zurück in seine Gemeinschaft zu gehen und dort zu erzählen, welche große Gnade Christus ihm erwiesen hatte. Die Bibel berichtet uns, dass er im ganzen Gebiet der Zehn Städte dieses Erbarmen Christi verkündete. Im nächsten Kapitel lesen wir von großen Menschenmengen, die im Gebiet der Zehn Städte von Christus geheilt wurden. Die Menschenmengen verherrlichten den Gott Israels.

4. Die Traditionen von Menschen

Der Heilungsteil des Evangeliums wird durch die Traditionen gehindert und sogar nichtig

gemacht. Jesus sagte zu den jüdischen Lehrern Seiner Zeit: "Warum übertretet ihr auch die Gebote Gottes durch eure Tradition?" Heute haben die meisten Prediger Schlimmeres getan. Sie haben einen Teil des Evangeliums durch ihre Traditionen nichtig gemacht.

Eine Tradition ist, dass Gott der Urheber von Krankheit ist und das Leiden einiger Seiner Anbeter will. Es ist mir ein Rätsel, wie irgendjemand angesichts der Bibel und des Dienstes von Christus diese Ansicht vertreten kann. Drei Jahre lang heilte Jesus alle, die vom Teufel überwältigt waren oder zumindest alle, die zu Ihm kamen und um Heilung baten.

Wenn Krankheit der Wille Gottes für Seine Anbeter ist, dann ist jeder Arzt ein Gesetzesbrecher, jede ausgebildete Krankenschwester widersetzt sich dem Allmächtigen und jedes Krankenhaus ist ein Ort der Rebellion und kein Ort der Gnade. Wenn Gott möchte, dass jemand krank ist, dann ist es für denjenigen eine Sünde, auch nur gesund werden zu wollen, weil wir den Willen Gottes lieben sollen, wie immer er auch aussieht.

Eine andere Tradition, die dafür verantwortlich ist, dass Tausende nach Jahren körperlicher Qual einen verfrühten Tod sterben, ist die Lehre, dass wir Gott mehr dadurch verherrlichen können, dass wir krank bleiben und uns in Geduld üben als dadurch, dass wir göttlich geheilt werden. Oft kniet ein ehrlicher aber unaufgeklärter Diener Gottes neben dem Bett

eines Leidenden mit Arthritis, Krebs oder irgendeiner anderen gefährlichen Krankheit. Er betet: "Herr, da es dir in deiner liebenden Vorsehung gefallen hat, deine züchtigende Hand auf unsere liebe Schwester zu legen, so schenke ihr doch die Stärke und Geduld, diese Leiden zu ertragen." Das tut er statt der klaren Anweisung zu gehorchen, die Kranken in der Gemeinde zu salben und gemäß Jakobus 5:14- 15 das Gebet des Glaubens für ihre Heilung zu beten. John Wesley sagte, diese Methode sei die einzige Vorgehensweise der Heilung in der Gemeinde gewesen bis sie durch Unglauben verloren ging.

Viele sind gelehrt worden, dass man Gott mehr dadurch verherrlichen kann, dass man krank bleibt als dadurch, dass man geheilt wird. Wenn das stimmt, dann hat Jesus nicht gezögert, Seinem Vater soviel Herrlichkeit zu rauben wie möglich. Er heilte während Seines irdischen Dienstes jeden, der Ihn um Hilfe anrief. Sein Nachfolger, der Heilige Geist, wurde auf die Erde gesandt um das zu erweitern, was Christus zu tun und zu lehren begonnen hatte. Er zögerte nicht, Gott all der Herrlichkeit zu berauben indem Er jeden in den Straßen Jerusalems heilte (Apostelgeschichte 5:15-16). Paulus zögerte nicht, Gott aller Herrlichkeit zu berauben, indem er all die anderen Kranken auf der Insel Malta heilte.

Die am meisten verbreitete und fadenscheinigste Tradition ist die abgenutzte Aussage: "Das Zeitalter der Wunder ist vorbei." Von allen heutigen Traditionen der Ältesten oder

Gottesdiener ist dies die dümmste, unlogischste und unbiblischste die ich kenne. Der Heilige Geist, in dessen "Amtsperiode" wir heute leben, ist Gottes einziger Wunderwirker, der einzige Verwalter des Willens des Vaters. Er ist derjenige, der all die kranken Massen von Menschen heilte, die in den Tagen Seines Fleisches zu Jesus kamen und von Ihm Heilung erbaten. Alle Wunder, die bis zum Pfingsttag jemals gewirkt wurden, wurden durch den Geist, den Wunderwirker, gewirkt. Das geschah bevor er offiziell in Seine eigene "Amtsperiode" eingetreten war.

Das Zeitalter in dem wir leben war von unserem himmlischen Vater dazu ausersehen, das am meisten von Wundern geprägte aller Zeitalter zu sein. Es ist das Zeitalter des Wunderwirkers, das Zeitalter des Heiligen Geistes. Während dieses Zeitalters lautet die große Verheißung, dass Gott den Heiligen Geist, den Wunderwirker, auf alles Fleisch ausgießen wird. Das ist das einzige Zeitalter, in dem der Wunderwirker sich in uns verkörpert. Das ist das einzige Zeitalter, in dem die neun Geistesgaben einschließlich der Gabe des Glaubens, der Heilungen und der Wunderwirkungen nach dem Willen und der Wahl des Heiligen Geistes an alle Menschen verteilt werden sollten. Jesus erklärte, dass die Werke, die Er getan hatte, fortgeführt werden würden und dass durch den Heiligen Geist, den Wunderwirker, sogar "größere Werke" geschehen würden. Das war nachdem er während der Erhöhung Christi in sein Amt eintrat. Dies ist das Zeitalter des Geistes.

Wie absurd und lächerlich es doch für jeden Bibellehrer ist, ausgerechnet dieses, das Zeitalter des Wunderwirkers, als das einzige Zeitalter herauszupicken, in dem keine Wunder geschehen sollen! Wie absurd, wenn so jemand lehrt, dass der Heilige Geist in jedem Zeitalter Wunder gewirkt hat außer in Seinem eigenen Zeitalter! Dieses ist ein "besseres" Zeitalter mit einem "besseren" Hohenpriester, einem "besseren Bund", mit "besseren Verheißungen" alles ist "besser" als in jedem vorhergehenden Zeitalter.

Einige reden als wäre das gegenwärtige Zeitalter nicht das Zeitalter des Heiligen Geistes. Es gibt nur ein Zeitalter des Heiligen Geistes und es liegt zwischen dem ersten und zweiten Kommen unseres Herrn. Es ist wahr:

wir leben innerhalb dieses Zeitalters des Geistes in der lauwarmen Periode der Gemeinde von Laodizea. Zu Beginn des Zeitalters befand sich die Gemeinde in ihrer vom Geist erfüllten Periode und nun befinden wir uns in der lauwarmen Periode desselben Zeitalters. Aber ich für mein Teil (und dank sei Gott gibt es noch viele andere wie mich) werde sowohl meine Verkündigung als auch meine Praxis auf die Verkündigung und Praxis der Gemeinde in ihrer vom Geist erfüllten Periode gründen. Das ist besser als auf der Basis der Verkündigung und Praxis der Gemeinde in ihrer lauwarmen Periode zu operieren. Ich arbeite lieber daran, die wahre Gemeinde auf den biblischen Standard des ersten Jahrhunderts anzuheben als zu versuchen, die Bibel an den lauwarmen Standard des 20. Jahrhunderts anzupassen. In

vorhergehenden Kapiteln haben wir gesehen, dass Gott in jedem Jahrhundert seit Fertigstellung der Bibel Wunder gewirkt hat, bis hin in unsere Tage. Diese abgenutzte Tradition, die wir hier betrachten, wird von den Fakten der Geschichte vollkommen beiseite gewischt.

Eine andere Tradition ist, dass es nicht Gottes Wille ist, alle zu heilen. In vorhergehenden Kapiteln haben wir diesen Einwand schon aus jeder erdenklichen Perspektive beantwortet. Wenn es Gottes Wille wäre, nur einige der Heilungsbedürftigen zu heilen, dann hätte niemand je irgendeine Basis für Glauben, es sei denn, er hätte eine spezielle Offenbarung darüber bekommen, dass er einer der Begünstigten ist. Wenn Gottes Heilungsverheißung nicht für alle gelten würde, dann kann kein Mensch den Willen Gottes für sich sicher aus der Bibel entnehmen. Sollen wir solche Lehrer so verstehen, dass wir unsere Bibeln schließen und unsere Offenbarung direkt vom Geist bekommen sollen bevor wir für die Kranken beten können? Kann der Wille Gottes in dieser Angelegenheit nicht sicher aus der Bibel entnommen werden? Das würde praktisch bedeuten, zu lehren, dass die gesamte göttliche Aktivität in punkto Heilung von direkten Offenbarungen des Geistes dirigiert werden müsste statt von der Bibel.

Wieder andere werden daran gehindert, Heilung zu empfangen, weil sie gelehrt worden sind, ihren Gebeten den jeden Glauben vernichtenden Zusatz "Wenn es dein Wille ist" anzufügen. Im ganzen Neuen Testament gibt es

nur einen einzigen Fall, in dem jemand auf diese Weise um Heilung gebeten hat. Dies ist der Fall des Aussätzigen, der gesagt hat: "Wenn du willst, kannst du mich heilen." Dieser Mann hätte nicht anders beten können weil er noch nicht über den Willen Gottes in dieser Angelegenheit informiert war. Jesus heilte diesen Aussätzigen nicht bevor Er seinem Glauben die Tatsache angefügt hatte, dass Er ihn heilen konnte und dann den Glauben, dass Er ihn heilen würde. Das "Ich will" von Jesus machte das "Wenn" des Aussätzigen nichtig. Es ist unmöglich, jemals im Glauben zu beten solange das "Wenn" nicht aus dem Gebet entfernt wurde. Echten Glauben zu haben bedeutet, vollkommen davon überzeugt zu sein, dass Gott tun wird was Er zu tun versprochen hat. Niemand ist jemals "vollkommen überzeugt" wenn er seinem Gebet den Zusatz "Wenn es dein Wille ist" anfügt. Da Gott Seinen Willen in dieser Angelegenheit durch Seine Verheißungen offenbart hat, ist beim Gebet um Heilung der Zusatz "Wenn es dein Wille ist" dasselbe als würde man sagen "Wenn es dein Wille ist, dein Versprechen zu halten."

Eine weitere unbiblische Prämisse, die Tausende von Leidenden in ein verfrühtes Grab geschickt und Unzählige andere vom Empfang ihrer Heilung abgehalten hat ist die moderne Lehre, dass Paulus' Pfahl im Fleisch irgendeine Art von körperlichem Leiden war. Die Unrichtigkeit dieser Position wird im folgenden Kapitel behandelt.

Der Ausdruck "Pfahl im Fleisch" wird nicht

einmal im Alten oder Neuen Testament verwendet außer als Illustration. Das Bild des "Pfahls oder Dorns im Fleisch" wird an keiner Stelle der Bibel als Symbol für Krankheit gebraucht. Jedes Mal, wenn der Begriff in der Bibel verwendet wird, wird extra genau ausgeführt, was der "Pfahl oder Dorn im Fleisch" war. Beispielsweise sprach Mose in 4. Mose 33:55 zum Volk Israel, bevor es in das Land Kanaan einzog. Er sagte: "Werdet ihr aber die Einwohner des Landes nicht vor eurem Angesicht vertreiben, so sollen euch die, welche ihr übrig bleiben lasst, zu Dornen werden in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten, und sie sollen euch befehden in dem Land, darin ihr wohnt."

Hier sagt die Bibel selbst uns deutlich, was die "Dornen" in den Augen und die "Stacheln" in den Seiten der Israeliten waren. Es waren die Einwohner Kanaans, welche sie verschont hatten, keine Augenprobleme oder Krankheiten. Gott gebrauchte dies lediglich als eine Illustration um aufzuzeigen, dass die Kanaaniter genauso störend sein würden wie ein Dorn im Fleisch wenn Israel ihnen erlauben würde, in dem Land zu bleiben und sie würden für das Volk ein ständiges Ärgernis sein. An allen anderen Stellen in der Bibel, wo dieser Begriff benutzt wird, sind die Dornen Persönlichkeiten.

In jeder der anderen Begebenheiten führt die Bibel definitiv aus, was der Pfahl oder Dorn war. In diesem speziellen Fall sagt Paulus ganz ausdrücklich, was sein Pfahl war. Er sagte, dass es "ein Botschafter (griech.: angelos) Satans"

war oder, wie es von anderen übersetzt wird "der Engel des Teufels", "Satans Engel" etc.

Das griechische Wort angelos erscheint 188 Mal in der Bibel. Es wird 181 Mal mit "Engel" übersetzt und die anderen sieben Male mit "Botschafter" In jedem der 188 Fälle, wo dieses Wort in der Bibel benutzt wird, steht es für eine Person und nicht für eine Sache. Ein Engel oder ein Botschafter ist immer eine Person, die von einer Person zu einer anderen geschickt wird, nie eine Krankheit.

Paulus sagt uns nicht nur, dass sein Pfahl ein Engel oder Botschafter Satans war, sondern er sagt uns auch mit welcher Absicht dieser Botschafter kam. Er sagte, dass er gesandt war um "mich zu schlagen", auf dieselbe Art und Weise wie die Wellen gegen das Schiff schlugen und die Soldaten Christus schlugen. Weymouth übersetzt diesen Abschnitt folgendermaßen: Satans Engel, der mir Schlag auf Schlag versetzt." Schlagen bedeutet, jemandem wiederholte Schläge zu verpassen. Wenn Paulus' Schläge einfach nur körperlicher Art gewesen wäre, hätte es sich um eine Aufeinanderfolge von Krankheiten handeln müssen oder um das wiederholte Auftauchen ein und derselben Krankheit. Andernfalls hätte er es nicht Schlagen genannt.

In Bezug auf diesen Botschafter oder Engel verwendet Rotherhams Übersetzung das Personalpronomen "Er". Weymouth's Übersetzung sagt: "Was das betrifft habe ich

den Herrn dreimal gebeten, mich von ihm zu befreien." Diese beiden Pronomen und auch das Wort "Engel" oder "Botschafter" beweisen, was Paulus' Dorn war. Er selbst zeigt uns deutlich, dass es eine satanische Persönlichkeit war, keine Krankheit. Paulus hätte nicht die Personalpronomen er und ihm gebraucht wenn er von einer Krankheit gesprochen hätte, weil eine Krankheit keine Persönlichkeit hat. Paulus zählt fast jede Art von Problem auf, die man sich als seine Schläge vorstellen kann, doch Krankheit befindet sich nicht auf der Liste.

Jesus offenbarte uns den unveränderlichen Willen Gottes durch das, was Er tat. Er heilte jede kranke Person, die Ihn jemals um Heilung bat, doch Er versprach nicht, die Schläge oder Verfolgung wegzunehmen. Paulus war der produktivste Lehrer über das Thema göttliche Heilung in der Bibel.

Eine weitere Tradition, die den Dienst der Heilung behindert hat, ist die Lehre dass Jesus die Kranken als der Sohn Gottes heilte, nicht als der Menschensohn. Solche Lehrer glauben, weil wir nicht Christus sind, könnten wir solche Werke heute nicht erwarten. Die Bibel lehrt uns, dass Jesus, der Sohn Gottes, Sich selbst entäußerte und Seinen Brüdern in allen Dingen gleich wurde, nur ohne Sünde. Er spricht von Sich selbst über 80 Mal als "der Sohn des Menschen." Als der Sohn des Menschen sagte Er: "Aus mir selbst heraus kann ich nichts tun." Das galt ganz sicher nicht für Ihn bevor Er der Sohn des Menschen wurde. Alle Dinge wurden durch Ihn und für Ihn gemacht. Wir haben

bereits gesehen das Jesus Seine Werke in Abhängigkeit vom Geist tat. Er begann bis zu dem Tag an dem Er emporgehoben wurde sowohl zu tun als auch zu lehren was Er selbst in Johannes 14:12 verheißen hatte. Diese Dinge würde Er nach Seiner Verherrlichung in Beantwortung der Gebete der Gemeinde fortführen und erweitern. Die Worte selbst aus Apostelgeschichte 1:1 lauten "Jesus begann sowohl zu tun als auch zu lehren" und beweisen, dass das, was der Herr sowohl zu tun als auch zu lehren "begann" vom Heiligen Geist durch die Gemeinde weitergeführt werden sollte.

5. Das Brechen der Naturgesetze

Das Versagen einiger, Heilung zu empfangen, ist auf das Brechen von Naturgesetzen zurückzuführen. Wir wollen uns erinnern, dass Naturgesetze Gottes Gesetze sind und damit genauso göttlich wie Seine Wunder. Natur ist Gott in Aktion, allerdings nicht auf Wunder wirkende Weise. Aufgrund ihrer Unkenntnis von Naturgesetzen versorgen einige Menschen ihren Körper nicht mit der erforderlichen Ernährung oder essen zu viel und bitten dann Gott, sie von Magenproblemen zu heilen. Dadurch verhindern sie die Antwort auf ihre Gebete. Nachdem Gott sich selbst als Jehovah Rapha, unser Heiler, offenbart hatte, verhängte Er die Bedingung, dass das Volk Seine Gesundheitsgesetze befolgen musste. Manchmal brauchen Leidende, denen es an Erkenntnis in Bezug auf Ernährung und andere einfache Erfordernisse fehlt, den Rat von einer qualifizierten Person bezüglich dieser Dinge.

6.

Unglaube eines Ältesten oder Dieners Gottes,

der betet

Einige werden nicht geheilt aufgrund von Unglauben auf Seiten des Ältesten oder Dieners Gottes, der für sie betet. Die Jünger Christi konnten, obwohl sie göttlich beauftragt waren, Dämonen auszutreiben und die Kranken zu heilen, den epileptischen Jungen nicht befreien. Als Jesus vom Berg herabkam befreite Er den Jungen und tadelte die Jünger wegen ihres Unglaubens.

7. Ein böser Geist muss ausgetrieben werden

Einige werden nicht geheilt weil ihr Leiden das Werk eines bösen Geistes ist, der ausgetrieben werden muss. Jesus heilte nicht die epileptische Krankheit, sondern trieb den epileptischen Geist aus. Er trieb auch den tauben und stummen Geist und blinde Geister aus. Er sagte von denen, die glauben: "In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben." Oftmals haben wir schon erlebt, dass Menschen augenblicklich befreit wurden wenn wir den plagenden Geist zurechtwiesen. Wir sprachen repräsentativ im Namen Christi oder in Seiner Autorität.

8. Sünde der kranken Person

Einige empfangen keine Heilung weil sie Sünde

in ihrem Herzen haben. Sie sollten mit David zu sagen lernen: "Wenn ich Sünde in meinem Herzen haben sollte, wird der Herr mich nicht hören." Gott hat nicht versprochen, die Werke des Teufels im Körper zu zerstören während wir an den Werken des Teufels in der Seele festhalten. Nicht bekannte Sünde hindert Menschen, Gottes Gnade zu empfangen. Sein Wort sagt uns: Wer seine Sünde bedeckt wird nicht gedeihen; doch wer seine Sünde bekennt und sich von ihr abwendet wird Gnade empfangen."

9. Der lauwarme Zustand der Gemeinde

In dieser Periode der Laodizea- Gemeinde ist der lauwarme Zustand das größte Hindernis für Heilung. Nachdem Christus verherrlicht worden war sandte Er die Botschaft herab: "Ich wünschte, du wärest kalt oder heiß. Weil du aber lauwarm bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund."

Das Beste für uns ist, glühend heiß für Gott zu sein. Das Zweitbeste ist, kalt zu sein. Doch es ist fatal, lauwarm zu sein, denn der Herr hat gesagt, dass Er die Lauwarmen ausspeien wird.

Lauwarm zu sein ist eine viel schlimmere Krankheit als Krebs. Darum will Gott den lauwarmen Zustand zuerst heilen. Er hat versprochen, unsere Abtrünnigkeit zu heilen und wartet nur darauf, unsere Herzen mit Seiner Liebe zu überfluten. Gott sagt von dem

Menschen, dessen Herz voller heißer Liebe zu Ihm ist: "Weil er seine Liebe auf mich gerichtet hat werde ich ihn befreien." Gott mit Freude und fröhlichem Herzen zu dienen war die Bedingung für Heilung zu Zeiten des Alten Testaments. Ganz sicher ist der Standard in dieser Zeit der Gnade nicht gesenkt worden!

10. Unwilligkeit, sich Gott zu unterwerfen

Einige empfangen keine Heilung weil Krankheit und Leiden das natürliche Resultat eines Herzens sind, das nicht bereit ist, Gott ins Zentrum Seines Willens zu folgen. Wenn ein Mensch seinen Willen seinem liebenden Vater unterwirft folgt Heilung. Es ist Gottes Wille, dass wir das Vergnügen lernen, Ihm zu dienen und Sein göttliches Programm für unser Leben auszuleben. Es ist unmöglich, das "Gebet des Glaubens" für diejenigen zu beten, die nicht bereit sind, in das herrliche Zentrum von Gottes Willen geführt zu werden.

11. Ein nicht zur Vergebung bereiter Geist

Ein nicht zur Vergebung bereiter Geist oder das Nähren von Groll hindert einige daran, die Heilung des Herrn zu empfangen. Jesus sagte:

"Wenn ihr den Menschen ihre Sünden nicht vergebt, so wird euer Vater im Himmel euch eure Sünden auch nicht vergeben." Das erste, was wir brauchen und das erste, was Gott uns schenken möchte, ist die Vergebung unserer Sünden, doch Gott kann uns nicht vergeben

wenn wir anderen nicht vergeben. Und wenn Er uns nicht vergeben kann, dann kann Er uns auch ganz gewiss nicht heilen. Oft haben wir die Leidenden schon augenblicklich Heilung empfangen sehen nachdem sie bereit waren, denen zu vergeben, die ihnen Unrecht getan hatten.

12. Die Notwendigkeit, Vergebung zu erbitten

Unrecht, das nicht in Ordnung gebracht worden ist, hindert den Glauben einiger, so dass sie keine Heilung empfangen. Diejenigen, die ihrem Nächsten in irgendeiner Form Unrecht getan haben, müssen ihn um Vergebung bitten. Wir kennen viele, die entsetzlich geplagt waren und geheilt wurden sobald das geschehen war.

13. Mangel an Eifer

Einige haben keinen Eifer wenn sie Heilung von Gott empfangen wollen. Gott belohnt diejenigen, die Ihn eifrig suchen. Wir kennen Leidende, die ein Dutzend oder mehr Operationen ohne jedes positive Heilungsversprechen über sich ergehen ließen. Doch wenn wir Gott um Heilung bitten, welche Er ja positiv zu schenken verspricht, bringen manche nicht einmal einen Bruchteil des Eifers auf, den einige zeigen, die Hilfe von Menschen erwarten.

Heilung

Aufgrund unsachgemäßer Anleitung werden einige nicht geheilt weil sie Gott auf Wunder beschränken wollen. Wenn sie nicht augenblicklich gesund und stark werden, werfen diese Leute ihre Zuversicht fort.

Gott differenziert zwischen einem Wunder und einer Heilung. Wenn jeder kranke Mensch augenblicklich gesund und stark werden würde, würde es gar keine Heilung geben. Es wären ausschließlich Wunder. Bei der Aufzählung der Geistesgaben spricht Paulus von Gaben der Heilungen und auch von Gaben der Wunderwirkungen. Christus konnte in Nazareth aufgrund des Unglaubens der Bevölkerung kein Wunder tun, doch Er heilte einige Kranke dort. Heilungen mit Wundern zu verwechseln ist heutzutage, wo es so wenig klare Lehre über das Thema gibt, ein sehr verbreitetes Hindernis für Heilung.

15. Das Beobachten von Symptomen

Einige schwächen ihren Glauben indem sie ihre Symptome beobachten. Stattdessen sollten sie stark im Glauben werden wie seinerzeit Abraham, der nur auf die Verheißung Gottes schaute. Gott hat Sein Wort zur einzigen Basis für Glauben gemacht. Einige Menschen vereiteln ihre Heilung indem sie ihre Gefühle zur Basis für ihren Glauben machen.

16. Das Versäumnis, im Glauben zu handeln

Andere empfangen keine Heilung weil sie nicht im Glauben handeln. "Glaube ohne Werke ist tot." Gott ist nicht am Zug solange wir nicht Glauben mit den entsprechenden Handlungen zeigen. Die wörtliche Übersetzung von Markus 11:22 "Habt Glauben an Gott" lautet "Rechnet mit Gottes Treue."

Die volle Ausübung des Glaubens bedeutet, dass wir Glauben denken, Glauben sprechen und Glauben handeln. Zu dem Blinden sagte Jesus: "Gehe hin und wasche dich im Teich Siloah." Diese Handlung gab dem Mann eine Gelegenheit, seinen Glauben im Herzen, im Verstand und im Körper auszuüben. Er wurde erst geheilt nachdem er diesen sichtbaren Ausdruck seines Glaubens demonstriert hatte. Er glaubte, dass die Heilung ihm gehörte, bereits bevor sie sich manifestierte.

Es war dasselbe im Fall von Naaman, dem Aussätzigen und auch im Fall der zehn Aussätzigen. Jesus sagte: "Geht hin und zeigt euch den Priestern." Dann wird berichtet:

"Während sie hingingen wurden sie rein." Ein sichtbarer Ausdruck des Glaubens, der Herz, Verstand und Körper einschloss, wurde erwartet bevor ihre Heilung sich manifestierte. Einige werden nicht geheilt weil sie diese göttliche Ordnung umkehren.

17.

Mangel an Zuversicht

Andere werfen ihre Zuversicht weg wenn sie geprüft werden. Sie sehen nicht, dass ihr

Glaube wie im Fall von Abraham

Prüfung vollkommen gemacht und nicht vernichtet werden sollte.

durch die

Wir sind unter der Bedingung zu Teilhabern der Verheißungen Gottes gemacht worden, dass wir unsere Zuversicht festhalten bis die Verheißungen sich erfüllt haben (Hebräer 10:35). Wenn das Wort Gottes der Grund für unseren Glauben ist, ist es nie richtig, unsere Zuversicht auf dieses Wort wegzuwerfen.

18. Die Ablehnung des Heiligen Geistes

Einige empfangen keine Heilung weil sie es ablehnen, den Heiligen Geist zu empfangen. Er wurde gesandt um uns die Segnungen der Erlösung zu übertragen. In Römer 8:11 sagt Paulus uns, dass unsere sterblichen (rechtlich toten) Körper auch durch den Geist lebendig gemacht werden, der in uns (nicht außerhalb von uns) wohnt. Da unser Körper der Tempel des Heiligen Geistes ist und der Heilige Geist es ist, der die Heilung zuführt, könnten wir ihn auch mit dem Zimmermann vergleichen, der das Haus repariert. Einige halten beständig den Zimmermann aus dem Haus während sie Ihn bitten, es von innen zu reparieren. Paulus sagte:

"Der Leib für den Herrn" bevor er sagte "der Herr für den Leib." Wir müssen unseren Körper als ein lebendiges Opfer dem Herrn darbringen (Römer 12:1) und ihn zum Tempel des Heiligen Geistes werden lassen, wenn wir wollen, dass er geheilt wird. Dieser Hinderungsgrund trifft gewöhnlich nicht auf diejenigen zu, die in Bezug auf ihr Privileg, mit dem Geist erfüllt zu werden, in Unkenntnis sind.

19. Mangel an Glauben

Einige werden nicht geheilt weil sie persönlichen Glauben, geheilt zu werden, durch ihren Glauben an die Lehre göttlicher Heilung ersetzen.

20. Das Versäumnis, Gottes Verheißungen

anzunehmen

Einige werden nicht geheilt weil sie die geschriebene Verheißung Gottes nicht als Sein direktes Wort an sie annehmen. Sie erkennen nicht, dass Glaube das Wort Gottes als die Stimme Gottes interpretiert. In Psalm 138:2 lesen wir: "Du hast dein Wort über deinen Namen erhoben."

21. Das Warten auf Heilung, um erst danach zu

glauben

Einige glauben nicht, dass ihr Gebet für Heilung

erhört worden ist solange sie die Antwort nicht erlebt und gesehen haben. Christus hat nicht versprochen, dass unsere Heilung beginnen wird bevor wir glauben, dass Er unser Gebet erhört hat. Einige meinen, dass sie immer weiter beten müssen und glauben nicht, dass ihr Gebet erhört worden ist bis sie gesund sind. Das ist genau das Gegenteil dessen, was Gott erwartet.

In Markus 11:24 erklärt Jesus uns die genauen Bedingungen, die Er für die Anwendung der Segnungen erwartet, die Er versprochen hat. Er sagt: "Alles, was ihr im Gebet verlangt, glaubt, dass ihr es empfangen habt, so wird es euch zuteil werden!" Das bedeutet, dass du es haben wirst nachdem du geglaubt hast, dass Er dein Gebet erhört hat. So wie Jesus gesagt hat "Ich danke dir, dass du mich erhört hast" während Lazarus noch tot war, so sollten auch wir in der Lage sein, zu sagen: "Ich danke dir, dass du mich erhört hast" während wir noch krank sind. "So wird es euch zuteil werden" ist deine Antwort von Jesus. Es ist auch dein Beweis dafür, dass dein Gebet erhört worden ist.

Wie wir bereits gesagt haben interpretiert Glaube das Wort Gottes als die Stimme Gottes. Gott hat nicht versprochen, dass unsere Heilung beginnen wird bevor wir glauben, dass Er unser Gebet erhört hat. "Wenn wir etwas nach Seinem Willen erbitten so erhört Er uns." Wenn das stimmt, dann müssen wir glauben, dass unser Gebet erhört worden ist wenn wir beten. Wir müssen in der Lage sein, zu sagen: "Wir wissen, dass wir das von Ihm Erbetene

empfangen haben", nicht weil wir die Antwort schon sehen, sondern weil Gott treu ist und es auch tun wird.

Abraham betete nicht fortwährend für die Geburt von Isaak bis das Kind geboren war. Stattdessen glaubte er weiter und verherrlichte Gott für Sein Wort in der Angelegenheit.

Mehr als einmal haben wir gelesen, dass der Segen kam nachdem Salomo zu beten aufgehört hatte.

Jesus hörte am Grab von Lazarus auf zu beten. Noch bevor Lazarus aus dem Grab kam, sagte Jesus: "Ich danke dir, dass du mich erhört hast."

Joschafat und das Volk Israel hatten "mit Beten aufgehört." Sie alle priesen Gott mit lauter Stimme für die Antwort auf ihre Gebete bevor sie zum Kampf gegen die drei großen Armeen auszogen. Ihr Glaube war "die Zuversicht von Dingen, die (noch) nicht sichtbar waren." (Hebräer 11:1).

Die 120 Gläubigen im Obergemach hatten zu Beten aufgehört. Sie alle priesen und lobten Gott fortwährend als der Geist auf sie ausgegossen wurde.

Wenn jemand für Heilung gesalbt worden ist sollte damit das Beten beendet sein. Wenn

jemand, der gesalbt worden ist, wirklich Glauben hat, werden wir von ihm nichts mehr als Danksagung hören bis er wirklich auch spürbar geheilt wurde.

Wenn ein Kind seine Mutter um ein neues Kleid bittet und die Mutter sagt: "Ich werde eines für dich kaufen", hört das Kind auf zu bitten bevor tatsächlich ein Kleid in Sicht ist. Statt weiter fortwährend zu sagen "Bitte schenke mir ein neues Kleid" sagt es: "Super! Ich freue mich!"

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle sagen, dass man nach dem Bekenntnis nicht gleichgültig werden darf. Man muss aktiv bleiben. Es muss so sein wie bei dem Volk Israel, als es um die Mauern von Jericho herum wanderte und seine Widderhörner blies. Es muss so sein wie bei Joschafat und seinen Männern. Nachdem sie zu Beten aufgehört hatten, zogen sie hinaus in den Kampf und sangen Loblieder für Gott.

Die Heilung der zehn Aussätzigen erfolgte während ihr Vertrauen immer noch aktiv war.

Gott sagte zu den sterbenden Israeliten: "Jeder, der (auf die eherne Schlange) schaut, wird am Leben bleiben." Dieses Wort schaut steht in der fortlaufenden Gegenwartsform. Es ist nicht ein einmaliger Blick, sondern ein fortwährendes "Starren".

Mose sah kontinuierlich Ihn, der unsichtbar ist.

Es war ein standhafter Glaube, der Abraham die Erfüllung von Gottes Verheißung brachte. Abraham wurde stark im Glauben indem er (fortwährend) auf die Verheißung Gottes schaute.

Wenn wir es zulassen, dass unsere Zuversicht inaktiv wird, wird sie geschwächt. Wenn wir sie aktiv halten wird sie beständig stärker werden.

22. Fokus auf Besserung, nicht auf Gottes Verheißungen

Einige hindern Gott indem sie ihren Glauben auf die Verbesserung ihres Zustandes nach dem Gebet gründen statt auf Seine Verheißungen. Sie erkennen nicht, dass es keinen anderen Grund für den Glauben gibt, der so gut ist wie das Wort Gottes. Sie verstehen nicht, dass Gott jeden Christen darin trainieren will, Ihm auch dann zu glauben wenn alles, was er außer Seiner Verheißung sehen kann, genau das Gegenteil besagt. Amen und Amen!

Kapitel 14

Paulus' Pfahl im Fleisch

Und damit ich mich der außerordentlichen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Pfahl fürs Fleisch gegeben, ein Engel Satans, dass er mich mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe. Seinetwegen habe ich dreimal den Herrn gebeten, dass er von mir ablassen möchte. Und er hat zu mir gesagt:

Lasse dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne. Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

1. Korinther 12:7-10

Einer der häufigsten Einwände, die heute gegen den Heilungsdienst erhoben werden, ist Paulus' "Pfahl im Fleisch." Ein überlieferter Gedanke hat zum nächsten geführt. Es gibt die weit verbreitete Lehre, dass Gott der Urheber von Krankheit ist und dass Er einige der gläubigsten Seiner Kinder dazu ausersehen hat, krank zu bleiben und Ihn durch Ihre Tapferkeit und Geduld im Ertragen dieser Krankheit zu verherrlichen. Das hat zweifellos zu der Idee

geführt, dass Paulus eine Krankheit hatte und dass Gott sich weigerte, diese zu heilen. Wir glauben nicht, dass irgendjemand, der sich die Zeit nimmt, alles zu lesen was Gott über das Thema Heilung zu sagen hat, jemals zu einer solchen Schlussfolgerung kommen kann.

Ich gebe gerne zu, dass gleichermaßen gläubige Menschen unterschiedliche Ansichten vertreten, nicht nur zu diesem Thema, sondern auch zum gesamten Thema der göttlichen Heilung. Es ist in erster Linie eine Frage des Studierens und der Untersuchung. Viele gute Menschen, deren Lehre besagt, dass das Zeitalter der Wunder vorbei ist etc. haben beim Lesen der Bibel gedankenlos die biblische Lehre über Heilung überschlagen, weil sie nicht glauben, dass sie auf unsere heutige Zeit noch anwendbar ist. Fast alle, die gegen uns gesprochen und geschrieben haben, haben nicht gezögert, unseren Namen zu nennen und gnadenlos auf uns "einzuprügeln"; doch sie haben nie versucht, die biblischen Argumente zu widerlegen, die wir in unseren Predigten über das Thema dargelegt haben. Wir haben ihre Aussagen sorgfältig, ohne ihre Namen zu nennen, öffentlich vorgelesen und aus der Bibel beantwortet. Wenn wir "gegen Fleisch und Blut" kämpfen würden, hätten wir diese Personen namentlich genannt und sie wütend verfolgt, doch das wäre Christus nicht ähnlich. Wir fühlen uns geleitet, unsere Hände von Gottes Dienern zu lassen und Ihn unsere Kämpfe für uns ausfechten zu lassen.

Die absurde Darstellung eines Geistlichen

Bevor wir in das Thema von Paulus' "Pfahl" einsteigen zitieren wir folgenden Text aus einer Mitschrift einer Predigt, die von einem bekannten New Yorker Geistlichen gehalten wurde. Er überarbeitete diese Predigt auch, druckte sie in großen Mengen und verteilte sie an jeden Haushalt in der Umgebung unserer Erweckungsversammlungen. Obwohl er praktisch keine Kenntnis darüber hatte, was wir gelehrt haben, weil er uns noch nie gesehen oder gehört hatte, versuchte er, unsere Lehre über Heilung zu verunglimpfen.

Unter anderem sagte er:

Tatsache ist, dass Paulus krank war. Er war der kränkste Mensch überhaupt. Er hatte eine der schlimmsten und schmerzhaftesten orientalischen Krankheiten. Er hatte Ophthalmie, eine Augenkrankheit. Die Beweise dafür sind überwältigend. Er sagt uns selbst, dass er "einen Pfahl im Fleisch" hatte. Wenn Paulus vor anderen Christen stand, waren seine Augen mit scheußlichem Eiter erfüllt und diese entsetzlich aussehende Flüssigkeit rann ihm das Gesicht hinunter. Warum hätten die Galater ihre eigenen Augen für ihn ausgerissen wenn nicht seine Augen, wenn er vor ihnen stand, ein bemitleidenswerter Anblick für sie gewesen wäre, wie es die Augen jedes an Ophthalmie Erkrankten sind? Der besondere Schmerz dieser Krankheit ist, dass er mit einem "Pfahl" im Auge vergleichbar ist. Es steht fraglos fest, dass

Paulus ein kranker Mann war. Er sagt es selbst. Paulus hatte seine Krankheit nicht durch Ansteckung bekommen. Wie hat er sie bekommen? Jesus Christus gab sie ihm. Paulus wollte nicht krank sein. Er betete zum Herrn, dass dieser ihn von der Krankheit heilen möchte. Er betete nicht einmal, nicht zweimal, sondern dreimal. Er erhielt keine Antwort auf seine Gebete. Trotz all seines Betens wurde er nicht geheilt. Sein dreimal an Gott gerichtetes Gebet brachte ihm keine Heilung, noch nicht einmal ansatzweise. Doch das ist noch nicht alles. Der Herr sagte etwas sehr Überraschendes zu Paulus. Er sagte: "Meine Gnade ist ausreichend für dich." Er sagt Paulus, dass es besser für ihn ist, krank zu sein als gesund. Er sagt Paulus, dass es der göttliche Wille ist, dass er nicht geheilt wird. Er sagt Paulus, dass die göttliche Kraft mit Ophthalmie und Krankheit besser durch ihn operieren kann als ohne. Höre, was Paulus bezüglich seiner Krankheit und dem Willen des Herrn, dass er nicht geheilt werden soll, zum Herrn zu sagen hat. Dies sind seine Worte: "Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne." Hier sagt Paulus einfach folgendes: "Ich rühme mich meiner Ophthalmie. Meine Augen mögen voller ekligen Eiters sein und ich mag ein Objekt des Mitleids sein. Doch egal ich werde mich dessen rühmen. Ich werde mich in meiner Krankheit freuen." Im zitternden Fleisch und schmerzhaften Leiden Seines Apostels hat der Herr Seinen Protest gegen diese abscheuliche Lehre, diese brutale Verkehrung des Kreuzes Christi in ein Zentrum körperlicher Heilung, niedergeschrieben.

In Beantwortung der Argumente unseres Bruders zu diesem Thema wollen wir zunächst einmal festhalten, dass der Begriff "Pfahl im Fleisch" weder im Alten noch im Neuen Testament auch nur einmal verwendet wird ohne dass es sich dabei um eine Illustration handelt. Das Bild des Pfahls oder Dorns im Fleisch wird nicht an einer einzigen Stelle in der Bibel als Symbol für Krankheit gebraucht. Jedes Mal, wenn der Ausdruck in der Bibel verwendet wird, wird spezifisch und genau gesagt, was der "Pfahl oder Dorn im Fleisch" war, wie wir noch sehen werden. In 4. Mose 33:55 beispielsweise sagte Mose vor dem Einzug in das Land Kanaan zum Volk Israel: "Werdet ihr aber die Einwohner des Landes nicht vor eurem Angesicht vertreiben, so sollen euch die, welche ihr übrig bleiben lasst, zu Dornen werden in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten, und sie sollen euch befehden in dem Land, darin ihr wohnt."

Hier sagt uns die Bibel selbst klar und deutlich, dass die "Dornen" in den Augen und in den Seiten der Israeliten die Bewohner des Landes Kanaan waren und keine Augenprobleme oder Krankheit. Diese Lehrer bestehen darauf, dass Paulus' "Pfahl" ein körperliches Leiden gewesen sein muss weil Paulus sagt, dass der "Pfahl" sich in seinem Fleisch befand. Ich halte dem entgegen, dass die Bibel im Fall der Israeliten "Dornen in den Augen" und "Stacheln in den Seiten" sagt, das jedoch nicht bedeutet, dass Gott die Kanaaniter in die Augen und Seiten stechen würde. Gott illustrierte lediglich, dass ein im Fleisch steckender Dorn genau so lästig und störend ist wie die Kanaaniter es beständig

für das Volk Israel sein würden.

Die Kanaaniter waren Israel ein Dorn im Auge

Acht Jahre später sagt Josua erneut über die

Heidennationen in Kanaan: "

zum Fallstrick und zur Schlinge und zur Geißel an eurer Seite werden und zu Dornen in euren Augen." (Josua 23:13) Hier sehen wir wieder, dass es "die Kanaaniter" waren und nicht wunde Augen oder andere Krankheiten. Wie in allen anderen Fällen auch wird hier wieder ausdrücklich gesagt, was der "Pfahl oder Dorn" war.

sie werden euch

Unter den letzten Worten Davids lesen wir: "Die Söhne Belials sollen ihnen wie Dornen sein." Ohne Ausnahme waren die "Dornen" in all diesen Fällen Persönlichkeiten. Wie in jedem dieser Fälle ausdrücklich festgestellt wird, was der "Pfahl oder Dorn" war, so stellt auch Paulus ausdrücklich fest, was sein "Pfahl" war. Er sagt, dass es ein Botschafter (griech.: angelos) Satans war oder, wie es von anderen übersetzt wird, "der Engel des Teufels", "Satans Engel" etc.

Das griechische Wort angelos erscheint 188 Mal in der Bibel. Es wird 181 Mal mit "Engel" übersetzt und in den anderen sieben Fällen mit "Botschafter". In allen 188 Fällen in der gesamten Bibel ist es in jedem Fall ausnahmslos

eine Person. Die Hölle war für den Teufel und seine Engel (oder Botschafter) bereitet und ein "Engel" oder ein "Botschafter" ist immer eine Person, die eine andere Person zu jemandem schickt und nie eine Krankheit.

Der Pfahl des Paulus' war ein Engel Satans

Paulus sagt uns nicht nur, dass sein "Pfahl" ein Engel Satans war, sondern auch mit welchem Auftrag der Engel kam: "um mich zu schlagen" oder, wie Rotherdam es übersetzt, "damit er mir fortwährend Schläge versetzt". Nun, das Wort schlagen bedeutet, "Schlag auf Schlag versetzen", so wie die Wellen das Boot peitschten und wie Christus geschlagen wurde! Entsprechend übersetzt Weymouth: "Satans Engel, der mir Schlag auf Schlag versetzt." Da Schlagen wiederholte Schläge bedeutet, müsste es sich somit, wenn Paulus' Schläge eine Krankheit gewesen wären, um viele Krankheiten oder die mehrfache Wiederholung derselben Krankheit gehandelt haben damit der Begriff Schlagen zutreffend wäre.

Bezug nehmend auf diesen Botschafter oder Engel verwendet Rotherhams Übersetzung das Pronomen "er" und Weymouth's Übersetzung sagt: "Was das betrifft habe ich den Herrn dreimal gebeten, mich von ihm zu befreien." Beide Übersetzer gebrauchen Personalpronomen wenn sie von Paulus' "Pfahl" sprechen. Diese beiden Pronomen sowie die

Worte "Engel" und "Botschafter" beweisen, dass Paulus' "Pfahl" wie er selbst deutlich aufzeigt eine satanische Persönlichkeit war und keine Krankheit. Wir würden nicht die Personalpronomen "er" und "ihm" verwenden wenn wir von Ophthalmie oder irgendeiner anderen Krankheit sprechen würden. Da Paulus ausdrücklich feststellt, dass sein "Pfahl" ein Engel Satans war, ein dämonischer Geist, den Satan gesandt hatte um ihm Schwierigkeiten zu machen wohin auch immer er ging, warum sollten wir dann sagen, dass es etwas anderes war?

Die Leiden des Paulus

Kurz nach Paulus' Bekehrung sagte Gott zu Ananias: "Ich werde ihm zeigen, welche großen Dinge er um meines Namens willen erleiden muss", nicht durch Krankheit, sondern durch die Verfolgungen, die Paulus als seine Schläge aufzählt. Paulus hatte die Christen an jedem Ort verfolgt und nun begann er, dieselben und größere Verfolgungen zu erleiden. Die von Satans Engel angezettelten Schläge

spezifizierend fährt Paulus fort und sagt: "Darum

rühme ich mich

bin ich stark." Als erstes erwähnt Paulus "Schwachheiten", denn er erkannte, was jeder Christ erkennen sollte: seine Schwäche und Unfähigkeit, aus eigener Kraft gegen einen satanischen Botschafter aufzustehen und triumphierend durch "Misshandlungen, Nöte, Verfolgungen, Ängste" und all die anderen Schläge zu gehen, die er an anderer Stelle

denn wenn ich schwach bin,

aufzählt. Darum bat er den Herrn dreimal, von "ihm" (dem Botschafter) befreit zu werden, der ihn so schwer und auf so vielerlei Weise schlug. Christus reagierte auf dieses dreimal wiederholte Gebet nicht indem Er den satanischen Botschafter entfernte, sondern indem Er sagte:

"Meine Gnade (welche für den "inneren" Menschen ist) ist ausreichend für dich, denn meine Kraft ist in Schwachheit vollkommen."

Als Paulus erkannte, dass die Gnade Gottes

ausreichend war, ihn soweit zu stärken, dass er all diese Dinge ertragen konnte, sagte er:

"Darum will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi

auf mir ruhe

ich stark." Wie kann es wahr sein, dass Christi Kraft in Paulus' Schwachheit vollkommen wurde, wenn er doch weiterhin schwach blieb und Paulus nicht ein tatsächlicher Teilhaber an Christi Stärke wurde, was die Schwachheit entfernen musste, sei sie nun körperlicher oder geistlicher Natur? Ist ein Mensch ohne die Übertragung von Gottes Stärke auf ihn mächtig in seiner Schwäche, egal ob körperlich oder geistlich? Paulus sah, dass die Gnade Gottes, die ihm geschenkt war, gerade seine Schläge und selbst seine Gefangenschaften dazu veranlasste, zu seinem Besten zu wirken und der Verbreitung des Evangeliums zu dienen. Welcher Diener Gottes hat nicht gelernt und das wahrscheinlich mehr als einmal dass dann, wenn er sich der eigenen Schwäche ganz besonders bewusst ist, die Kraft Christi am stärksten auf ihm ruht? Wenn er sich bewusst in sich selbst am schwächsten fühlt ist er am stärksten weil er nicht von seiner eigenen,

denn wenn ich schwach bin, bin

sondern von göttlicher Stärke abhängig ist.

Gnade für die geistlichen, nicht für körperliche Schwachheiten

Paulus ist klar in der Lehre, dass es das "Leben von Jesus" ist, das "in unserem sterblichen Fleisch manifest gemacht wird." In der Bibel wird an keiner Stelle gesagt, dass Gott unserem Körper Gnade schenkt. Das eigentliche Wort "Gnade" zeigt schon, dass es der "innere Mensch" war, der Hilfe brauchte. Die Gnade Gottes wird nur dem inneren Menschen geschenkt, von dem Paulus sagt, dass er in seinem Fall "Tag für Tag erneuert" wurde. Mit anderen Worten: "Gnade" ist für geistliche Schwachheiten und nicht für die körperlichen.

Als im Alten Testament die Begriffe "Dornen in den Augen" und "Stacheln in den Seiten" gebraucht wurden waren die Kanaaniter keine Störung für die Israeliten in dem Sinne, dass sie irgendwelche körperlichen Krankheiten auf sie gebracht hätten. So wie die störenden Kanaaniter sich außerhalb der Körper der Israeliten befanden, so befand sich auch Satans Engel außerhalb von Paulus' Körper. Denn ganz sicher hatte der Apostel keinen Dämon, der in seinem Körper wohnte. Gottes Gnade ist immer geschenkt worden um uns zu befähigen, unsere Verfolgungen und Versuchungen zu ertragen, jedoch nicht unsere Sünden und Krankheiten, die Er für uns getragen hat. Gott hat nie

versprochen, äußerliche Schläge, Leiden und Versuchungen von Christen fernzuhalten. Er schenkt uns die Gnade, sie zu ertragen. Doch durch die Geschichte hindurch ist Er immer bereit gewesen, die innerlichen oder körperlichen Bedrückungen des Teufels sowie unsere Sünden wegzunehmen.

Gott war mit Ihm

Jesus "ging umher und tat Gutes und heilte alle die vom Teufel unterdrückt waren, denn Gott war mit Ihm." Gottes Wort sagt uns: "Und alle, die gottselig leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung leiden." (2. Timotheus 3:12) Er hat nie gesagt: "Sie werden krank bleiben", so wie die unbiblischen Ansichten, die heute von vielen vertreten werden. Diese Sichtweise leugnet alle biblischen Beispielsfälle. Zweifellos hatte Paulus den Ausdruck "Pfahl im Fleisch" oder "Dorn im Fleisch" aus dem Lesen des Alten Testaments entnommen. Weil der Begriff äußerliche und nicht körperliche Störungen illustrierte, verwendete er denselben Begriff um seine eigenen Schläge zu illustrieren.

Wenn die Schwachheiten, von denen Paulus hier spricht, wirklich körperlicher Art gewesen wären und Paulus nach dem oben zitierten Schreiber der "kränkste Mensch überhaupt" war, dessen "Pfahl" Gott nicht entfernen wollte, wie konnte er dann "mehr arbeiten als alle"? Wenn der "kränkste Mensch überhaupt" mehr Arbeit leisten

kann wie ein gesunder Mensch, dann sollten wir wohl alle für Krankheit beten, damit auch wir mehr Arbeit für Gott tun können. Nachdem er erkannt hatte, dass Gottes Kraft "in seiner Schwäche vollkommen war" konnte Paulus sich nicht nur seiner Schwachheiten freuen, sondern auch der Schläge, die er erwähnt:

Misshandlungen, Nöte, Verfolgungen, Ängste etc. Beachte hier, dass Paulus unter anderem auch Nöte erwähnt und damit seine finanziellen Schläge meint, auf die er sich aus in seinem ersten Brief an die Korinther bezieht, der ein Jahr zuvor geschrieben wurde. Er sagt: "Bis auf diese Stunde leiden wir Hunger, Durst und Blöße, werden geschlagen und haben keine Bleibe und arbeiten mühsam mit unsern eigenen Händen." (1. K