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Christus der Heiler

von

F. F. Bosworth

(Bibelzitate aus der Schlachter Bibel)

Inhalt

Vorwort

1. An jene, die Heilung brauchen

2. Hat Jesus uns von unseren Krankheiten erlöst
als er das Sühneopfer für unsere Sünden
darbrachte?

3. Ist Heilung für alle?

4. Das Mitgefühl des Herrn

5. Wie man den erlösenden Segen und den
Bundessegen für körperliche Heilung anwendet

6. Glauben anwenden

7. Wie man Heilung von Christus empfängt

8. Wie deine Gebete beantwortet werden

9. Der Glaube, der nimmt

10. Unser Bekenntnis

11. Die Fülle des Lebens Gottes: Das Geheimnis
des Sieges

12. Gottes Garten

13. Warum einige es nicht schaffen, Heilung von
Christus zu empfangen

14. Der Pfahl des Paulus

Einunddreißig Fragen

Zeugnisse

Der ultimative Triumph
Vorwort

Als wir im Jahre 1924 die Botschaften für die
erste Auflage dieses Buches schrieben, hätten
wir uns nicht träumen lassen, dass die
dargestellten Wahrheiten eine so große Anzahl
von Menschen in so vielen Teilen der Welt
segnen würden. Die Ergebnisse sind über die
Jahre eine Demonstration der Wahrheit der
inspirierten Erklärung gewesen, dass Gott "weit
mehr zu tun vermag als wir bitten oder
verstehen" (Epheser 3:20).

Während der 44 folgenden Jahre sind sechs
umfassendere Auflagen gedruckt und von
Tausenden Gottesdienern und Gläubigen
gelesen worden, die uns geschrieben haben und
uns mitteilten, wie sehr sie an Seele und Leib
erleuchtet und gesegnet worden sind, indem sie
diese Botschaften immer wieder lasen.

In diesem Buch haben wir versucht, das
Vokabular zu benutzen, das die Allgemeinheit
versteht. Ein fortwährender Strom von
Zeugnissen erreicht uns von denen, die durch
ihren eigenen Glauben bekehrt und wunderbar
geheilt wurden, den sie entwickelten während sie
die Wahrheiten lasen und über sie meditierten,
die wir deutlich zu machen versucht haben.

Wir haben Tausende Male bewiesen und
beweisen weiterhin, dass durch die einfache
Präsentation von genügend Material aus dem
Wort Gottes gegenüber dem Verstand und den
Herzen der unheilbar Kranken diese zum selben
Status der Sicherheit und Versicherung
bezüglich der Heilung ihres Körpers wie der
Heilung ihrer Seele gelangen können.

Wir sind daher zunehmend begeistert über das
Privileg, den "unvergänglichen Samen", das
Wort Gottes, in die Herzen derer säen zu dürfen,
für die Jesus gestorben ist. O was für eine
herrliche Tatsache, dass wir alle "mit einem
Preis erkauft worden" sind um der Garten des
Herrn zu sein, in dem sein "unvergänglicher
Same", das Wort Gottes, kontinuierlich
gepflanzt, bewässert und kultiviert wird, damit es
gegenwärtige und ewige Wunder hervorbringen
kann.

In dem "Samen" sind Möglichkeiten enthalten,
die über die menschliche Vorstellungskraft
hinausgehen, so wie in einem kleinen Saatkorn
ein potentieller Baum eine Million Mal größer ist
als der Same. Indem wir Gottes Garten bepflanzt
halten, wie es der Farmer mit seinen Feldern tut,
kann ein Kind Gottes Dinge erreichen, die
tausendmal größer sind als Menschen mit den
größten menschlichen Fähigkeiten sie erreichen
können, einfach indem sie Seine Verheißungen
annehmen.

Wir haben festgestellt, dass die regelmäßigen
Zuhörer unseres Radioprogramms, von denen
wir die meisten noch nie gesehen haben, durch
das Lesen der Heilungsliteratur und der übrigen
Literatur, die wir veröffentlicht haben, ein viel
breiteres Verständnis bekommen haben als
diejenigen, die nur gelegentlich eine Botschaft in
unseren öffentlichen Versammlungen hören.
Weil man sie immer wieder nachlesen und
studieren kann bringen unsere Botschaften in
gedruckter Form bessere Resultate in den
Seelen und Körpern derjenigen zustande, für die
wir beten, als in einigen, die unsere
Versammlungen besuchen und Gebet wünschen
bevor sie genug vom Wort Gottes hören, um
Glauben hervorzubringen.

Dieses Buch geht mit dem ernstlichen Gebet
hinaus, dass viele Tausende mehr es lernen,
sich die vielen Segnungen anzueignen, die in der
Bibel verheißen sind. "Wir wünschen aber, dass
jeder von euch denselben Fleiß bis ans Ende
beweise ... Nachfolger derer, welche durch
Glauben und Geduld die Verheißungen ererben."
(Hebräer 6:11-12).
Kapitel 1

An jene, die Heilung brauchen

Bevor Menschen einen standhaften Glauben für
die Heilung ihres Körpers haben können,
müssen sie jegliche Unsicherheit in Bezug auf
den Willen Gottes in dieser Angelegenheit
loswerden. Angewandter Glaube kann nicht über
das Wissen einer Person über den offenbarten
Willen Gottes hinausgehen. Bevor man also
versucht, Glauben für Heilung auszuüben, muss
man wissen, was die Bibel ganz eindeutig lehrt
dass es nämlich genauso sehr Gottes Wille ist,
den Körper zu heilen, wie es Sein Wille ist, die
Seele zu heilen. Die Predigten in diesem Buch
benennen und erläutern diese Schriftstellen, die
diesen Punkt für dich für alle Zeit klarstellen
werden. Nur wenn du weißt, dass Gott genau
das verheißt, wonach du suchst, kann alle
Unsicherheit verschwinden und ein standfester
Glaube wird möglich. Seine Verheißungen sind
alle eine Offenbarung dessen, was Gott begierig
ist, für uns zu tun. Solange wir nicht wissen, wie
Gottes Wille aussieht, haben wir nichts, worauf
wir unseren Glauben stützen können.

Es ist wichtig, dass der Sinn der Menschen, die
Heilung suchen, "erneuert" ist, d.h. in Harmonie
mit dem Denken Gottes. Das ist in der Bibel
offenbart und wird auf den folgenden Seiten
aufgezeigt. Ein Glaube, der sich Gottes
verheißene Segnungen zu Eigen macht, ist das
Resultat, das sich einstellt, wenn man Gottes
Wort kennt und danach handelt (Römer 10:17).
Die richtige mentale Haltung oder der "erneuerte
Sinn" (Römer 12:2) macht einen standfesten
Glauben für jedermann möglich.

Wir erhalten ständig Zeugnisse von Menschen,
die beim Lesen dieses Buches auf wunderbare
Weise geheilt wurden, obwohl zuvor bereits
wiederholt erfolglos für sie gebetet wurde. Viele
haben sich beim Lesen dieser Anweisungen
auch freudig bekehrt.

Die Welt wäre sehr überrascht wenn sie die
wundervollen Zeugnisse lesen könnte, die wir
aus dem ganzen Land erhalten haben. Wir
haben mehr als 225.000 Briefe von unseren
Radiohörern und deren Freunden bekommen,
von denen wir die meisten noch nie gesehen
haben.

Die Wahrheiten, die in den in diesem Buch
enthaltenen Predigten besprochen werden,
haben zusammen mit dem "Gebet des
Glaubens" Heilung in Reichweite Tausender von
Leidenden gebracht, die ohne das direkte
Eingreifen des Heiligen Geistes nicht mehr
gesund geworden wären. Gott sei alle Ehre
dafür!

Obwohl wir uns über diese Wunder freuen,
erinnern wir uns doch auch daran, dass sie nur
externe Manifestationen eines tausendfach
größeren und kostbareren Wunders sind, das
sich im heiligen Raum der innersten Seele
abgespielt hat. Die innere Ursache ist so viel
kostbarer als die äußerliche Auswirkung. Externe
Resultate von Gebet sind wie die Zahlen in
einem Sparbuch, die dokumentieren, dass du
Gold bei der Bank deponiert hast. Das Gold
selbst ist aber viel wertvoller als die Zahlen.

Das Wort ist die Saat

Jesus sagte: "Das Wort ist die Saat". Es ist die
Saat für das göttliche Leben. Solange ein
Mensch, der Heilung sucht, sich aus dem Wort
Gottes nicht ganz sicher ist, dass es Gottes Wille
ist, genau ihn zu heilen, versucht er eine Ernte
einzubringen, wo zuvor keine Saat gepflanzt
wurde. Einem Bauern wäre es unmöglich,
Glauben für eine Ernte zu haben bevor er nicht
sicher ist, dass die Saat gepflanzt wurde.
Es ist nicht Gottes Wille, dass eine Ernte
eingebracht wird ohne dass zuvor gesät wurde
ohne dass Sein Wille bekannt ist und daraufhin
gehandelt wird. Jesus sagte: "Ihr werdet die
Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch
frei machen." Freiheit von Krankheit kommt aus
dem Kennen der Wahrheit. Gott tut nichts ohne
Sein Wort. "Er sandte Sein Wort und heilte sie"
sind die Worte des Heiligen Geistes (Psalm
107:20). All sein Wirken geschieht in Treue zu
Seinen Verheißungen.

Jeder Kranke muss wissen, dass es Gottes Wille
ist, ihn zu heilen. Das ist die notwendige "Saat",
die in seinem Denken und in seinem Herzen
gepflanzt werden muss. Sie ist nicht gepflanzt
bevor sie nicht bekannt ist und im Vertrauen
angenommen wurde. Kein Sünder kann ein
Christ werden solange er nicht weiß, dass es
Gottes Wille ist, gerade ihn zu retten. Es ist das
Wort Gottes, gepflanzt und bewässert und
standhaft darauf vertraut, welches sowohl Seele
als auch Körper heilt. Die "Saat" muss gepflanzt
bleiben und weiter bewässert werden bevor sie
ihre Ernte hervorbringen kann.

Wenn jemand sagt: "Ich glaube, dass der Herr
mich heilen kann" ohne aus dem Wort Gottes
auch zu wissen, dass Gott gerade ihn heilen will,
ist das vergleichbar mit einem Bauern, der sagt:
"Ich glaube, dass Gott mir eine Ernte schenken
kann, ohne dass ich eine Saat gepflanzt und
bewässert habe." Gott kann die Seele eines
Menschen nicht retten solange der Mensch
selbst nicht Gottes Willen in dieser
Angelegenheit kennt. Erlösung geschieht durch
Glauben das heißt, indem man dem bekannten
Willen Gottes vertraut. Geheilt zu sein ist erlöst
sein in einem physischen Sinn.

Mit den jeden Glauben zerstörenden Worten
"wenn es dein Wille ist" für Heilung zu beten
bedeutet, die "Saat" nicht zu pflanzen, sondern
zu vernichten. "Das Gebet des Glaubens", das
die Kranken heilt, soll dem Pflanzen der "Saat"
(das Wort) folgen und nicht vorausgehen.
Glaube basiert allein darauf.

Es ist das Evangelium, das nach Aussage des
Heiligen Geistes "die Kraft Gottes zur Errettung"
in all seinen Stadien ist, sowohl körperlich als
auch geistlich. Das ganze Evangelium ist "für
jede Kreatur" und "für alle Nationen". Das
Evangelium lässt einen Menschen nicht in der
Unsicherheit, wo er mit einem "wenn es dein
Wille ist" betet. Es sagt ihm, was Gottes Wille ist.
Die Worte des Heiligen Geistes "selbst ... trug
unsere Krankheiten" (Matthäus 8:17) sind
genauso wahr ein Teil des Evangeliums wie
seine Worte "Der selbst unsere Sünden an
seinem Leib auf das Holz hinauf trug" (1. Petrus
2:24).

Weder das geistliche noch das körperliche
Stadium des Evangeliums soll durch Gebet allein
angewandt werden. Saatgut ist kraftlos solange
es nicht gepflanzt wurde. Viele sollten, statt zu
sagen "Bete für mich", zunächst einmal sagen
"Lehre mich Gottes Wort, damit ich klug an
meiner Genesung mitwirken kann." Wir müssen
die Wohltaten von Golgatha kennen bevor wie
sie uns im Glauben zu Eigen machen können.
David präzisiert: "Der all deine Sünden vergibt
und all deine Krankheiten heilt."

Nachdem wir ausreichend aufgeklärt sind, sollte
unsere Haltung jeder Krankheit gegenüber die
gleiche sein wie unsere Haltung gegenüber
Sünde. Es sollte genauso definitiv unser Ziel
sein, dass unser Körper geheilt wird wie unsere
Seele. Wir sollten keinen Teil des Evangeliums
ignorieren. Unser Stellvertreter hat sowohl
unsere Sünden als auch unsere Krankheiten
getragen, damit wir von beidem befreit werden.
Dass Christus unsere Sünden und Krankheiten
getragen hat ist sicherlich ein triftiger Grund
dafür, ihm jetzt für die Befreiung von beidem zu
vertrauen. Wenn wir Gott im Gebet ernsthaft um
die Vergebung unserer Sünden bitten, sollen wir
auf der Basis der Autorität Seines Wortes
glauben, dass unser Gebet erhört wurde.
Dasselbe sollen wir auch tun, wenn wir um
Heilung beten.

Wir können durch die Verheißungen Gottes
ausreichend aufgeklärt werden, wenn wir einfach
nur glauben, dass unser Gebet erhört wurde,
bevor wir die Antwort tatsächlich erlebt haben
(Markus 11:24). Wenn wir dies tun und
zusätzlich noch Hebräer 10:35-36 befolgen,
können wir immer die Erfüllung jeder göttlichen
Verheißung zustande bringen. Es ist Gottes
Wille, dass jeder Christ erfolgreich Hebräer 6:11-
12 praktiziert.

In der Zwischenzeit, nachdem wir Gott ernsthaft
um die Heilung unseres Körpers gebeten haben
und auf die Vollendung der Heilung warten,
können und sollten wir eine der wertvollsten
Lektionen unseres christlichen Lebens lernen.
Diese Lektion beinhaltet, wie man Hebräer
10:35-36 befolgt. Nur göttliche Verheißungen
können unseren Glauben standfest machen.
Nachdem Jona um Gnade gebetet hatte, warf er
seine Zuversicht nicht weg, weil es noch keinen
sichtbaren Beweis dafür gab, dass sein Gebet
beantwortet wurde. Nein, er hielt seine
Zuversicht fest und fügte ihr sogar noch im
Voraus das Opfer der Danksagung hinzu (Jona
2:9). In Hebräer 13:15 weist der Heilige Geist
uns alle an, das "beständig" zu tun.

Gottes Verheißungen wirken ihre Wunder
während wir ewige Realitäten sehen und danach
handeln (Seine Verheißungen, Seine Treue etc.)
und uns weigern, uns von vorübergehenden
Dingen vom Gegenteil überzeugen zu lassen.
Gott erfüllt Seine Verheißungen immer wenn er
auf die richtige Kooperation stößt. Er akzeptiert
uns immer und wirkt für uns wenn wir Markus
11:24 und Hebräer 10:35-36 beachten. "Ich
werde ihn sättigen mit langem Leben" ist Gottes
Verheißung, die von allen angenommen werden
soll (Psalm 91:16).

Umfassende Anweisungen

In Sprüche 4:20-22 finden wir die umfassendsten
Anweisungen dazu, wie man Heilung empfängt:

Mein Sohn, merke auf meine Worte, neige dein
Ohr zu meinen Reden! Lass sie nie von deinen
Augen weichen, bewahre sie im innersten
Herzen! Denn sie sind das Leben denen, die sie
finden, und heilsam ihrem ganzen Leib.

Das Wort Gottes kann nicht Gesundheit für
Seele oder Körper sein solange es nicht gehört,
angenommen und befolgt wurde. Beachte, dass
hier die Worte Gottes nur denen Leben sind, die
sie "finden". Wenn du Leben und Heilung von
Gott empfangen willst, dann nimm dir die Zeit,
die Worte in der Bibel zu finden, die diese
Resultate versprechen.

Wenn Gottes Wort deinem ganzen Fleisch
Gesundheit wird, wird dein Krebs verschwinden,
dein Tumor wird verschwinden und dein Kropf
wird verschwinden. Wir haben tausendfach
gesehen, dass das Wort, wenn es angenommen
und danach gehandelt wird, diese Ergebnisse
hervorbringt. Das Fleisch von Tausenden ist
ungesundes Fleisch weil sie es versäumt haben,
den Teil des Wortes Gottes zu "finden" und
darauf zu hören, der Heilung hervorbringt. Das
ist die göttliche Methode, um die Segnungen zu
empfangen, die Gott für uns bereitgestellt hat.
Viele haben es einfach nur deshalb nicht
geschafft, Heilung zu empfangen, weil sie dieser
Methode nicht gefolgt sind.

Gott sagt, wenn wir das tun, was uns in der Bibel
gesagt wird, werden Seine Worte "Gesundheit
für unser ganzes Fleisch". Es spielt keine Rolle,
welcher Teil von ungesundem Fleisch ob es
Krebs ist, ein Kropf oder ein Tumor Gott sagt,
"Gesundheit für ihr ganzes Fleisch". Wessen
Fleisch? All derjenigen, die Gottes Worte über
das Thema "finden" und darauf achten. Das ist
exakt dieselbe Art und Weise, wie Gottes Wort
Gesundheit für die Seele wird.

In dieser umfassenden Passage sagt Gott uns
genau, wie wir auf Seine Worte "achten". Er
sagt: "Lass sie nie von deinen Augen weichen,
bewahre sie im innersten Herzen!" Statt deine
Augen auf deine Symptome zu richten und dich
damit zu befassen, sollst du Gottes Wort "nicht
von deinen Augen weichen lassen". Schau
kontinuierlich darauf und werde wie Abraham
stark im Glauben indem du auf die Verheißungen
Gottes und nichts anderes schaust. So wie eine
Saat nur dann ihr Werk tun kann wenn sie im
Boden bleibt, so kann auch der "unvergängliche
Same" des Wortes Gottes nur dann effektiv in
uns arbeiten, wenn wir es "inmitten unserer
Herzen" bewahren. Nicht gelegentlich, sondern
fortwährend. Der Grund, warum viele versagt
haben, ist weil sie dies nicht getan haben.

Wir müssen dasselbe tun wie Bauern

Wenn wir auf Gottes Worte achten indem wir sie
nicht von unseren Augen weichen lassen und sie
mitten in unseren Herzen bewahren, befindet
sich die Saat in "gutem Boden". Das ist die Art
von Boden, von dem Jesus sagt, dass er "Frucht
bringt". Paulus sagt: "Es wirkt effektiv." Wenn der
Bauer seine Saat in den Boden legt, gräbt er sie
nicht jeden Tag wieder aus um zu sehen, welche
Fortschritte sie macht, sondern sagt: "Ich bin
froh, dass das erledigt ist." Er glaubt, dass die
Saat ihr Werk begonnen hat. Warum haben wir
nicht denselben Glauben an die "unvergängliche
Saat" Christi Worte, von denen Er sagt, dass sie
"Geist und Leben" sind? Glaube, dass sie bereits
dabei sind, ihr Werk zu tun, ohne darauf zu
warten, dass du auch etwas siehst. Wenn der
Bauer ohne eine definitive Verheißung Glauben
an die Natur haben kann, warum kann dann der
Christ nicht Glauben an den Gott der Natur
haben?

Der Psalmist sagte: "Dein Wort hat mich belebt."
Paulus sagt uns, dass es das Wort ist, das
"effektiv in denen arbeitet", die glauben. Jedes
Wort Gottes ist "Geist und Leben" und wird in
uns wirken wenn wir es annehmen und darauf
"achten". Wenn wir das Wort Gottes annehmen
und dem Wort gehorchen, können wir mit Paulus
sagen: "Die Kraft Gottes wirkt mächtig in mir."
Das Wort Gottes wird somit zur Kraft Gottes. Es
ist "Geist und Leben". Wenn ein Acker, in den
eine Saat gesät worden ist, zu uns sprechen
könnte, würde er sagen: "Die Saat wirkt mächtig
in mir."

Drei entscheidende Dinge

Diese Passage in den Sprüchen zeigt uns die
Methode, wie man Resultate aus den
Verheißungen in Gottes Wort erhält:

1. Da muss ein aufmerksames Ohr sein. "Neige
dein Ohr zu meinen Reden."
2. Da muss ein standhafter Blick sein. "Lasse sie
nicht von deinen Augen weichen."
3. Da muss ein umschließendes Herz sein.
"Behalte sie inmitten deines Herzens."

Wenn deine Augen auf deine Symptome
gerichtet sind und dein Denken mehr mit ihnen
beschäftigt ist als mit Gottes Wort, hast du die
falsche Art von Saat in deinem Boden für die
Ernte, die du dir wünschst. Du hast die Saat des
Zweifels in deinem Boden. Du versuchst, von
einer Art Pflanze eine andere Art Ernte
einzubringen. Doch es ist unmöglich, Unkraut zu
säen und Weizen ernten zu wollen. Deine
Symptome mögen auf deinen Tod hindeuten,
doch Gottes Wort deutet auf Leben für dich hin
und du kannst nicht gleichzeitig in diese beiden
gegenläufigen Richtungen schauen.

Welche Art von Saat hast du?

Welche Art von Saat hast du in deinem Boden?
"Lasse Gottes Wort nicht von deinen Augen
weichen ...". Das bedeutet: schaue standhaft und
kontinuierlich und ausschließlich auf die
Anhaltspunkte, die Gott dir für deinen Glauben
gibt. Gott sagt zu allen unheilbar Kranken "Jeder,
der hinschaut, soll leben." Das Wort "hinschaut"
steht in der fortwährenden Gegenwartsform.
Damit ist nicht ein flüchtiger Blick gemeint,
sondern "lasse seine Worte nicht von deinen
Augen weichen ...".

Die Motive, die nach unserer Aufmerksamkeit
verlangen, sind überaus mächtig. Es ist unser
himmlischer Vater, der spricht. Der ganze
Himmel steht hinter Seinen Worten. Die Dinge,
die ausgesprochen werden, sind von
anregendem und belebendem Wert. Sie sind
Leben denen, die sie finden und Heilung nicht
nur für die Seele, sondern auch für den Körper
und zwar nicht nur für einen besonderen Teil
davon, sondern für "ihr ganzes Fleisch".

Ein Medikament, das einen einzigen Körperteil
effektiv heilt, würde seinen Erfinder bereits reich
machen. Hier ist ein Medikament für den ganzen
Körper, vom Kopf bis zu den Füßen. Hier ist ein
Arzt von unendlicher Fähigkeit, der "all deine
Krankheiten heilt."

Der Beweis von Dingen, die man nicht sieht

Nachdem du deine Saat gepflanzt hast, glaubst
du, dass sie wächst, noch bevor du sie wachsen
siehst. Das ist Glaube, der "der Beweis ist von
Dingen, die man nicht sieht." In Christus haben
wir den vollkommenen Beweis für unseren
Glauben. Jeder Mensch kann seine Zweifel
loswerden indem er standhaft und ausschließlich
auf den Beweis schaut, den Gott uns für unseren
Glauben gegeben hat. Nur das zu sagen, was
Gott sagt, wird Glauben hervorbringen und
zunehmen lassen. Dadurch wird es leichter, zu
glauben als zu zweifeln. Die Beweise für den
Glauben sind so viel stärker als die für den
Zweifel. Zweifle nicht an deinem Glauben.
Zweifle an deinen Zweifeln, denn sie sind
unverlässlich.

O, was für ein Mittel des Segens ist der Blick im
Glauben auf Christus! Dort ist Leben, Licht,
Freiheit, Liebe, Freude, Führung, Weisheit,
Verständnis, vollkommene Gesundheit. Es ist
alles in dem standhaften Blick auf den
Gekreuzigten. Niemand schaut jemals
vergebens auf den Großen Arzt.

Jeder, der auf die eherne Schlange, den
Vorschatten auf Christus, schaute, blieb am
Leben. "Und ihr Angesicht war nicht beschämt",
sagt der Psalmist. Menschlich gesprochen waren
sie alle unheilbar krank, doch ihnen wurde
sowohl Vergebung als auch Heilung zuteil indem
sie schauten. Wer auf Christus vertraut muss
sich seiner Zuversicht nicht schämen. Zeit und
Ewigkeit werden beide sein Vertrauen auf Gott
rechtfertigen.

Dieses Buch wird denen, die Heilung brauchen,
zeigen, welchen Teil des Wortes sie annehmen
und achten müssen. Einige sind auf wunderbare
Weise geheilt worden während sie die nächste
Predigt in diesem Buch lasen.
Kapitel 2

Hat Jesus uns von unseren Krankheiten erlöst
als er das Sühneopfer für unsere Sünden
darbrachte?

Beachte: Wenn du als Leser gelehrt worden bist,
Krankheit als einen "Pfahl im Fleisch" zu
betrachten, der bleiben muss, bitten wir dich,
zunächst Predigt 14 über den Pfahl des Paulus
zu lesen, bevor du irgendeine andere Predigt in
diesem Buch liest. Andernfalls wird dir
wahrscheinlich die Kraft der biblischen Aussagen
entgehen, die in anderen Teilen des Buches
präsentiert werden.

Bevor wir die Frage in der Überschrift aus dem
Wort Gottes beantworten, möchte ich deine
Aufmerksamkeit auf ein paar Tatsachen lenken,
die in der Bibel gelehrt werden und sich auf
dieses Thema auswirken.

Die Bibel erklärt in Römer 5:12, dass "durch
einen Menschen die Sünde in die Welt
gekommen ist und durch die Sünde der Tod."
Hier wird ganz klar ausgesagt, dass der Tod
durch Sünde in die Welt gekommen ist. Darum
ist es klar, dass Krankheit, die mit einsetzendem
Tod gleichzusetzen ist, auch durch Sünde in die
Welt kam. Da Krankheit durch Sünde Einlass
bekam, muss ihr wahres Heilmittel im
Erlösungswerk von Christus zu finden sein. Es
ist der Teufel, der unterdrückt
(Apostelgeschichte 10:38). Wenn die Natur also
versagt, welche Kraft außer der Kraft des
Sohnes Gottes kann dann Krankheit entfernen?
Sobald Krankheit über die natürliche
Wiederherstellungsfähigkeit hinaus
fortgeschritten ist, wird sie in jedem Fall zum Tod
führen, es sei denn, sie wird durch die Kraft
Gottes entfernt. Jeder ehrliche Arzt wird dies
zugeben, denn er kann nur die Macht
beanspruchen, der Natur zu helfen, nicht zu
heilen. In diesem Fall würde alles, was die Kraft
Gottes hindert, der Natur nachzuhelfen, eine
Genesung unmöglich machen. Folglich sagt
Jakobus: "Bekennt einander eure Sünden, damit
ihr geheilt werdet." Damit sagt er, dass wir
andernfalls nicht geheilt werden können.

Wenn Krankheit über die
Wiederherstellungskraft der Natur hinaus
fortgeschritten ist, können weder Natur noch
Ärzte und noch nicht einmal Gebet den
Leidenden retten, solange er nicht seine Sünden
bekennt und Gott aufgrund Seiner eigenen,
souveränen Ziele die Krankheit entfernt. Da
Krankheit ein Teil des Fluches ist, muss ihr
wahres Heilmittel das Kreuz sein. Wer außer
Gott kann den Fluch entfernen und wie kann
Gott es auf gerechte Weise tun außer durch ein
stellvertretendes Opfer? Die Bibel lehrt, wie es
ein Schreiber ausdrückt, dass Krankheit die
physische Strafe der Ungerechtigkeit ist. Da
Christus in seinem Körper all unsere der Sünde
zuzuschreibenden körperlichen Schulden
getragen hat, sind unsere Körper rechtmäßig von
Krankheit befreit. Durch das Erlösungswerk von
Christus können wir alle als Teil der "Anzahlung
unseres Erbes" das "Leben Jesu haben,
manifest gemacht in unserem sterblichen
Fleisch." Dies unterstützt die Natur bis unser
Werk vollendet ist. So wie wir die
"Erstlingsfrüchte" unserer geistlichen Erlösung
bereits jetzt empfangen können, können wir
auch die "Erstlingsfrüchte" unserer körperlichen
Erlösung empfangen.

Nun zu der Frage: Hat Jesus uns von unseren
Krankheiten erlöst als er das Sühneopfer für
unsere Sünden darbrachte? Wenn Heilung wie
manche lehren nicht im Sühneopfer enthalten
ist, warum standen dann im Alten Testament die
Vorschatten des Sühneopfers immer in
Verbindung mit körperlicher Heilung? Warum
wurde von den Israeliten in 2. Mose Kapitel 12
erwartet, dass sie zur Erlangung von körperlicher
Stärke das Fleisch des Passahlammes aßen,
wenn wir nicht auch von Christus körperliches
Leben oder Stärke empfangen können? Paulus
sagt, dass Christus unser Passahlamm ist, das
für uns geopfert wurde. 765 Jahre nach der
Einrichtung des Passahfestes lesen wir in 2.
Chronik 30:20, dass "der Herr auf Hiskia hörte
und das Volk heilte" als sie das Passahfest
feierten. Paulus spricht in 1. Korinther 11:29-30
von dem Versäumnis der Korinther, den "Leib
richtig zu unterscheiden" (den Leib von Christus,
unserem Passahlamm) und nennt dies als den
Grund dafür, dass viele unter ihnen schwach und
krank waren ....

Das Abendmahl ist mehr als eine Verordnung,
weil wir an Christus teilhaftig werden, während
wir der Sinnbilder seines Todes und der daraus
resultierenden Wohltaten teilhaftig werden. In
Christus ist sowohl geistliches als auch
körperliches Leben. Sicherlich gibt es keinen
besseren Zeitpunkt, um uns der Privilegien zu
bedienen, "auch Jesu Leben manifest gemacht
in unserem sterblichen Fleisch" zu haben (2.
Korinther 4:11)

Heilung, gelehrt durch die Vorschatten im Alten
Testament

In 3. Mose 14:18 lesen wir wieder von dem
Priester, der das Opfer für die Reinigung eines
Aussätzigen darbrachte. Warum ein Opfer für die
Heilung des Aussätzigen wenn Heilung für uns
nicht im Sühneopfer von Christus enthalten ist?
Die Vorschatten in 3. Mose Kapitel 14 und 15
zeigen uns, dass es ausnahmslos durch ein
Sühneopfer war, dass Krankheit geheilt wurde.
Weiter brauchen wir nicht mehr gehen. Das ist
eine vollständige Antwort auf die Frage, um die
es uns geht. All diese modellhaften Sühneopfer
weisen auf Golgatha hin und prophezeien
Golgatha.
In Lukas 4:19 sagt Jesus uns wiederum, dass er
gesalbt war, "das angenehme Jahr des Herrn zu
verkünden", womit er sich auf das Jubeljahr im
Alten Testament bezog. Das zeigt uns, dass das
Jubeljahr auffallend typisch für die Segnungen
des Evangeliums ist. Hier bezieht er das
Jubeljahr auf das Zeitalter des Evangeliums.

3. Mose 25:9 zeigt uns, dass bis zum
Versöhnungstag keine Segnung des Jubeljahres
durch den Klag der Posaune verkündigt werden
durfte. An diesem Tag wurde ein Ochse als
Sündopfer geschlachtet und der Gnadenthron
wurde mit Blut besprengt. Keine Gnade wurde
angeboten bis das Blut des Sühneopfers auf den
Gnadenthron gesprengt war, weil es
unbesprengt ein Richterstuhl war. Das lehrt uns,
dass uns keine Gnade und kein Segen des
Evangeliums unabhängig vom Sühneopfer
Christi angeboten werden.

Rückgewinn all dessen, was durch den
Sündenfall verloren ging

Durch den Sündenfall haben wir alles verloren.
Jesus hat alles durch sein Sühneopfer zurück
gewonnen. Es war am Versöhnungstag, dass
Gott sagte: "Jeder Mann soll zu seinem Besitz
zurückkehren." Die Reihenfolge im Jubeljahr war
zuerst das Sühneopfer und dann der Klang der
Posaune mit der Ankündigung der
Freudenbotschaft, dass "jeder Mann zu seinem
Besitz zurückkehren soll." Die Reihenfolge ist
dieselbe: zuerst Golgatha, dann die Posaune
des Evangeliums, die "jeder Kreatur" verkündet,
dass er "unsere Sünden und Krankheiten trug"
etc. Das zeigt uns, dass wir "jeder zu seinem
Besitz zurückkehren dürfen".

Gottes sieben Erlösungsnamen, von denen einer
Jehovah Rapha lautet, "Ich bin der Herr, der dich
heilt", zeigen uns, zu welchem verlorenen Besitz
jeder Mensch in unserem Gnadenzeitalter
zurückkehren darf. Die beiden herausragenden
Besitztümer, die im Zeitalter des Evangeliums
wiederhergestellt werden, sind Gesundheit für
Seele und Körper. Vergebung und Heilung
wurden universell angeboten wo auch immer
Christus "das angenehme Jahr des Herrn"
verkündete. Der "innere" und der "äußere"
Mensch sollen dann heil und bereit gemacht
werden für den Dienst Gottes. Alle wurden
"bereitgemacht zu jedem guten Werk" damit sie
ihren Lauf vollenden konnten.

Einige der Fundamentalisten, die die Anhänger
der Christlichen Wissenschaft dafür angreifen,
dass sie glauben, wir könnten losgelöst von
Golgatha gerettet werden, machen exakt
denselben Fehler wenn sie sagen, dass sie an
Heilung glauben, dass sie jedoch losgelöst von
Golgatha angeboten werden kann. Es ist mir ein
Rätsel, wie irgendjemand sagen kann, dass das
Blut von Christus genauso effektiv war als es
noch in seinen Adern floss wie nachdem es
vergossen wurde. Jedes Opfer im Alten
Testament musste sterben und Blut vergießen
bevor das Blut wirksam war. Die Bibel sagt:
"Ohne das Vergießen von Blut gibt es keine
Vergebung von Sünden." Übernimm eine
blutlose Religion und du hast nichts weiter als
eine Religion voller Ideen und nichts als einen
menschlichen Nervenkitzel. "Unaussprechliche
Freude und voller Herrlichkeit" können niemals
bekannt werden außer bei denen, die durch das
vergossene Blut von Christus erlöst worden sind.
Es ist mir ein genauso großes Rätsel, wie diese
selbst ernannten Fundamentalisten sagen
können, dass Heilung ohne einen Bezug auf den
Tod von Christus gewährt werden kann. Die
Erlösung irgendeines Teiles des Menschen ohne
Opfer ist in der Bibel unbekannt.

Wenn körperliche Heilung losgelöst von
Golgatha angeboten und gepredigt wird, wieso
durfte dann im Jubeljahr bis zum
Versöhnungstag vom Klang der Posaune keine
Segnung angekündigt werden? Paulus sagt uns,
dass "in Ihm" alle Verheißungen Ja und Amen
sind. Das ist eine andere Art, zu sagen, dass die
Verheißungen Gottes, einschließlich seiner
Verheißung, zu heilen, ihre Existenz und Kraft
ausschließlich dem Erlösungswerk von Christus
verdanken.

Heilung ist nicht aufgeschoben bis zum
Tausendjährigen Reich

Einige versuchen, göttliche Heilung auf den
Beginn des Tausendjährigen Reiches zu
verlagern, doch Jesus sagte, dass "heute" (nicht
zu Beginn des Tausendjährigen Reiches) "diese
Schriftstelle in euren Ohren erfüllt ist". Es war in
der Gemeinde (nicht im Tausendjährigen Reich),
wo Gott Lehrer, Gaben der Heilungen etc.
einsetzte. Niemand in der Gemeinde wird im
Tausendjährigen Reich Heilung brauchen, weil
alle Heiligen vorher ihren verherrlichten Körper
empfangen. Sie werden auffahren um dem Herrn
in der Luft zu begegnen "wenn dieser sterbliche
Körper Unsterblichkeit anzieht". Wenn wir
Heilung auf den Beginn des Tausendjährigen
Reiches verschieben, müssen wir das auch mit
den Lehrern etc. tun, die Gott in der Gemeinde
eingesetzt hat, einschließlich der "Gaben der
Heilungen". Zu sagen, dass Heilung nur für das
Tausendjährige Reich ist, kommt der
Behauptung gleich, dass wir heute bereits im
Tausendjährigen Reich leben, denn Gott heilt
Tausende heutzutage.

Gottes allumfassende Verheißung lautet, dass er
während des "angenehmen Jahres des Herrn",
was dem Zeitalter des Heiligen Geistes
entspricht, seinen Geist auf alles Fleisch
ausgießen wird. Er kommt als das
Ausführungsorgan von Christus um alle
Segnungen der Erlösung für uns auszuführen. Er
bringt uns "die Anzahlung" oder die
"Erstlingsfrüchte" unserer geistlichen und
körperlichen Erbschaft, bis der letzte Feind,
welcher der Tod ist, zerstört ist und uns damit
unser volles Erbe zufällt.

Glaube kommt durch Hören

Der Grund, warum so viele heutzutage krank
sind und nicht zu ihrem körperlichen Besitz
zurückgekehrt sind, ist dass sie die Posaune
bezüglich Heilung nicht gehört haben. "Glaube
kommt durch Hören" und sie haben nicht gehört,
weil die Evangeliumsposaune vieler
Gottesdiener kaputt gegangen ist als sie auf dem
theologischen Seminar waren. Sie erinnern mich
an einen Mann, den ich kannte und der in einer
Blaskapelle die Posaune spielte. Zu Beginn einer
Probeaufführung steckten ein paar Jungen einen
kleinen Nagel in das Mundstück seines Horns.
Als er hinein blies prallte sein Atem gegen den
Kopf des Nagels und es war ihm unmöglich, viel
Klang aus dem Instrument zu holen. Doch er
merkte über die ganze Probeaufführung hinweg
nicht, dass etwas nicht stimmte. Einige Prediger
denken wie dieser Mann, dass sie ihre
Evangeliumsposaune richtig blasen. Sie haben
nicht gemerkt, dass nicht halb soviel dabei
herauskommt wie es sollte. Sie verkünden nicht
wie Paulus den "vollen Ratschluss Gottes".

Wie in 3. Mose die Vorschatten zeigen, dass
Heilung ausnahmslos durch das Sühneopfer
kam, stellt auch Matthäus 8:16-17 definitiv fest,
dass Christus alle Krankheiten auf der
Grundlage des Sühneopfers heilte. Das
Sühneopfer war sein Grund dafür, keine
Ausnahmen zu machen wenn er die Kranken
heilte. "Er heilte alle, die krank waren, damit
erfüllt würde, was durch Jesaja gesagt ist, den
Propheten, welcher spricht: «Er hat unsere
Gebrechen weggenommen und die Krankheiten
getragen.»" Da es unsere Krankheiten sind, die
er trug, umfasst Sein Sühneopfer uns alle und es
erforderte die Heilung aller, um diese Prophetie
zu erfüllen. Jesus heilt immer noch alle, die mit
lebendigem Glauben zu Ihm kommen "damit
erfüllt würde ...".

Da alle in den dunkleren Zeiten der Vorschatten
das Privileg hatten, geheilt zu werden, hat Gott
ganz sicher in diesem "besseren" Zeitalter mit
seinem "besseren" Bund und seinen "besseren"
Verheißungen nicht Seine Gnade aus dem Alten
Testament abgezogen. Andernfalls wären wir
durch das Kommen und das Sühneopfer von
Christus ziemlich beraubt worden.

In 4. Mose 16:46-50 stand Aaron als Priester in
seinem Amt als Mittler, nachdem 14.700
Menschen an der Plage gestorben waren,
zwischen den Toten und den Lebenden und
brachte ein Sühneopfer für die Entfernung der
Plage und die Heilung des Körpers dar. So hat
Christus, unser Vermittler, uns durch Sein
Sühneopfer von der "Plage" der Sünde und der
Krankheit erlöst.

Der Vorschatten der ehernen Schlange

In 4. Mose 21:9 lesen wir wieder davon, dass die
Israeliten alle geheilt wurden, indem sie auf die
eherne Schlange schauten, die als ein Modell
des Sühneopfers aufgerichtet worden war. Wenn
Heilung nicht im Sühneopfer enthalten wäre,
warum wurde dann von diesen sterbenden
Israeliten erwartet, dass sie für ihre körperliche
Heilung auf den Vorschatten des Sühneopfers
schauen sollten? Da sowohl Heilung als auch
Vergebung durch den Vorschatten des
Sühneopfers kamen, warum dann nicht zu uns
durch Christus, das wahre Sühneopfer? Wie ihr
Fluch durch das Aufrichten der ehernen
Schlange entfernt wurde, so sagt Paulus uns
dass auch der unsere durch das Aufrichten von
Christus entfernt wurde (Galater 3:13).
In Hiob 33:24-25 lesen wir wieder: "Ich habe ein
Lösegeld gefunden." Hier sehen wir, dass Hiobs
Fleisch durch ein Sühneopfer geheilt wurde.
Warum nicht auch unseres?

David eröffnet den 103. Psalm indem er seine
Seele auffordert, den Herrn zu loben und "nicht
alle seine Wohltaten zu vergessen". Dann
präzisiert er: "Der all deine Sünden vergibt und
all deine Krankheiten heilt." Wie vergibt Gott
Sünde? Natürlich durch das Sühneopfer von
Christus. Er heilt Krankheiten auf dieselbe Art
und Weise, weil das Sühneopfer von Jesus
Christus das einzige Fundament für irgendeine
Wohltat für den gefallenen Menschen ist. Wie
kann Gott irgendeinen Teil des Menschen retten
außer durch das Sühneopfer?

In 1. Korinther 10:11 sagt Paulus uns: "Das
alles, was jenen widerfuhr, ist ein Vorbild und
wurde zur Warnung geschrieben für uns, auf
welche das Ende der Zeitalter gekommen ist." In
Galater 3:7, 16 und 29 zeigt der Heilige Geist
uns klar auf, dass diese Dinge sowohl für die
Heiden als auch für die Israeliten sind. "So
erkennet auch, dass die aus dem Glauben
Gerechten Abrahams Kinder sind ....Nun aber
sind die Verheißungen dem Abraham und
seinem Samen zugesprochen worden .... Gehört
ihr (Heiden) aber Christus an, so seid ihr
Abrahams Same und nach der Verheißung
Erben."

Der Geistliche Daniel Bryant sagt in seinem
Buch Christ among Our Sick: "Die Gemeinde
lernte damals, was die Gemeinde scheinbar
wieder lernen muss; nämlich dass es für den
mitfühlenden Christus keinen Unterschied
zwischen einem kranken Heiden und einem
kranken Israeliten gibt."

Die sieben Erlösungsnamen von Jehovah
Für mich liegt ein weiteres unwiderlegbares
Argument dafür, dass Heilung im Sühneopfer
inbegriffen ist, in den sieben Erlösungsnamen
Jehovahs. Auf den Seiten 6 und 7 der Scofield
Bibel sagt Herr Scofield in seiner Fußnote über
die Erlösungsnamen, dass der Name Jehovah
deutlich der Erlösungsname der Gottheit ist und
"der Selbst-Existierende, der sich selbst
offenbart" bedeutet. Diese sieben
Erlösungsnamen, sagt er, weisen auf "eine
fortwährende und zunehmende Selbst-
Offenbarung hin". Dann sagt er: "In Seiner
erlösenden Beziehung zum Menschen hat
Jehovah sieben zusammengesetzte Namen, die
Ihn als den offenbaren, der jedem Bedürfnis des
Menschen von seinem verlorenen Zustand bis
zum Ende begegnen."

Da es Seine erlösende Beziehung zu uns ist, die
diese Namen offenbaren, müssen sie alle auf
Golgatha hinweisen, wo wir erlöst wurden. Die
Segnung, die jeder Name offenbart, muss durch
das Sühneopfer bereitgestellt sein. Das lehrt die
Bibel ganz deutlich.

Im Folgenden sehen wir die sieben
Erlösungsnamen:

JEHOVAH SCHAMMA wird übersetzt mit "Der
Herr ist da" oder "Der Herr ist gegenwärtig" und
offenbart uns das erlösende Privileg, Seine
Gegenwart zu genießen. Er sagt: "Siehe, ich bin
bei euch alle Zeit." Dass diese Segnung durch
das Sühneopfer bereitgestellt wurde, beweist die
Tatsache, dass wir "durch das Blut Christi nah
gemacht worden sind."

JEHOVAH SHALOM wird übersetzt mit "Der Herr
unser Friede" und offenbart uns das erlösende
Privileg, seinen Frieden zu haben. Folglich sagt
Jesus: "Meinen Frieden gebe ich euch." Dieser
Segen ist im Sühneopfer enthalten, weil "die
Strafe für unseren Frieden auf ihm lag" als er
durch Sein Blut am Kreuz Frieden schuf.
JEHOVAH ROI wird übersetzt "Der Herr ist mein
Hirte". Er wurde unser Hirte indem er "das Leben
für die Schafe gab", darum ist dieses Privileg ein
erlösendes Privileg, erkauft durch das
Sühneopfer.

JEHOVAH JIREH bedeutet "Der Herr wird
versorgen" (für ein Opfer sorgen) und Christus
war das bereitgestellte Opfer für unsere
vollkommene Erlösung.

JEHOVAH NISSI bedeutet "Der Herr ist unser
Banner" oder "unser Sieger" oder "unser
Führer". Als Christus durch das Kreuz über
Mächte und Gewalten triumphierte, machte Er
für uns durch das Sühneopfer das erlösende
Privileg möglich, zu sagen "Dank sei Gott, der
uns den Sieg schenkt durch unseren Herrn
Jesus Christus."

JEHOVAH TSIDKENU wird übersetzt "Der Herr
unsere Gerechtigkeit". Er wird unsere
Gerechtigkeit indem Er unsere Sünden am Kreuz
trägt. Daher ist unser erlösendes Privileg, das
"Geschenk der Gerechtigkeit" zu empfangen, ein
Segen durch das Sühneopfer.

JEHOVAH RAPHA wird übersetzt "Ich bin der
Herr, dein Arzt" oder "Ich bin der Herr, der dich
heilt". Dieser Name ist gegeben, um uns unser
erlösendes Privileg zu offenbaren, geheilt zu
werden. Dieses Privileg wurde durch das
Sühneopfer erkauft. Das Erlösungskapitel im
Buch Jesaja erklärt: "Doch wahrlich, unsere
Krankheit trug er, und unsere Schmerzen lud er
auf sich." Um der Erörterung willen habe ich
diesen Namen bis zuletzt aufgespart. Tatsache
ist aber, dass der allererste Bund, den Gott nach
der Durchquerung des Roten Meeres gab und
der so unverwechselbar typisch für unsere
Erlösung war, ein Bund der Heilung war. Es war
zu dieser Zeit, dass Gott sich als unser Arzt
offenbarte, durch den ersten Erlösungs- und
Bundesnamen, Jehovah Rapha: "Ich bin der
Herr, der dich heilt." Das ist nicht nur eine
Verheißung, sondern es ist ein Statut und eine
Verfügung. Und so haben wir entsprechend
dieser alten Verfügung in der Anweisung aus
Jakobus 5:14 eine positive Heilungsverfügung im
Namen von Christus. Das ist so heilig und
bindend für jede heutige Gemeinde wie die
Verfügung des Abendmahls und der christlichen
Taufe. Jehovah Rapha ist einer Seiner
Erlösungsnamen und versiegelt den Bund der
Heilung. Christus könnte während Seiner
Erhöhung sein Amt als Heiler genauso wenig
aufgeben wie die Ämter Seiner anderen sechs
Erlösungsnamen. Sind irgendwelche der
Segnungen, die Seine Erlösungsnamen
offenbaren, von diesem "besseren" Zeitalter
abgezogen worden?

Nachdem wir uns einige der Vorschatten
angesehen haben, die Heilung lehren, wollen wir
jetzt den Prototyp, das Sühneopfer selbst,
betrachten. Es wird in dem großen
Erlösungskapitel, dem 53. Kapitel des Buches
Jesaja, beschrieben. Dies ist das größte Kapitel
des größten der Propheten, in dem die Lehre
des Sühneopfers vollständig festgehalten ist. Da
die Vorschatten des Alten Testaments Heilung
lehrten, ist es sicherlich unvertretbar und
unlogisch, den Prototyp auf eine niedrigere
Ebene zu stellen.

Er hat unsere Schmerzen getragen

Bevor ich aus diesem Kapitel zitiere möchte ich
betonen, dass die hebräischen Worte choli und
makob im Englischen inkorrekt übersetzt worden
sind. Alle, die sich die Zeit genommen haben,
den Urtext zu untersuchen, haben
herausgefunden, was überall anerkannt wird.
Diese beiden Worte bedeuten jeweils
"Krankheiten" und "Schmerzen" wo auch immer
sie sonst im Alten Testament erscheinen. Dieses
Wort choli wird in 5. Mose 7:15 und 28:61, 1.
Könige 17:17, 2. Könige 1:2 und 8:8, 2. Chronik
16:12 und 21:15 sowie in anderen Texten als
"Gebrechen" und "Krankheit" interpretiert. Das
Wort makob wird in Hiob 14:22 und 33:19 sowie
an weiteren Stellen im Sinne von "Schmerzen"
verwendet. Somit sagt der Prophet in diesem
vierten Vers: "Doch wahrlich, unsere Krankheit
trug er, und unsere Schmerzen lud er auf sich."
Der Leser wird bezüglich weiterer Zeugnisse
über diesen Punkt auf jeden beliebigen
Standardkommentar verwiesen, doch es gibt
keinen besseren Kommentar als Matthäus 8:16-
17.

Jesaja 53:4 kann sich nicht auf Krankheit der
Seele beziehen und keines der Worte, die hier
als "Krankheit" und "Schmerzen" übersetzt
werden, hat irgendeinen Bezug auf geistliche
Dinge, sondern nur allein auf körperliche
Krankheit. Das wird belegt durch Matthäus 8:16-
17, wo es heißt "und er trieb die Geister aus
durchs Wort und heilte alle Kranken; auf dass
erfüllt würde, was durch Jesaja gesagt ist, den
Propheten, welcher spricht: «Er hat unsere
Gebrechen weggenommen und die Krankheiten
getragen.» Das ist ein inspirierter Kommentar
über diesen vierten Vers aus Jesaja Kapitel 53.
Er erklärt klipp und klar, dass der Prophet sich
auf körperliche Leiden bezieht. Darum muss das
Wort choli (Krankheit) in Jesaja wortwörtlich
genommen werden. Derselbe Heilige Geist, der
diesen Vers inspiriert hat, zitiert ihn in Matthäus
als Erklärung der universellen Anwendung
Christi Macht, den Körper zu heilen. Irgendeine
andere Sichtweise einzunehmen bedeutet, den
Heiligen Geist zu beschuldigen, beim Zitieren
seiner eigenen Vorhersage einen Fehler
gemacht zu haben.

Ich werde hier den erfahrenen Übersetzer Dr.
Young in seiner Version der Bibel zitieren:

Er ist verachtet und von Menschen verlassen,
ein Mann der Schmerzen (hebr.: makob) und mit
Krankheit (choli) vertraut, und wie jemand, von
dem man das Gesicht abwendet, ist er verachtet
und wir achteten ihn nicht. Wahrlich, unsere
Krankheiten (choli) hat er getragen und unsere
Schmerzen (makob), er hat sie auf sich
genommen. Und wir wir betrachteten ihn als
geplagt, von Gott geschlagen und heimgesucht.
Und er ist für unsere Übertretungen durchbohrt
worden, verletzt für unsere Bosheiten. Die Strafe
für unseren Frieden liegt auf ihm und durch
seine Striemen ist uns Heilung zuteil geworden.
Wir alle sind wie Schafe umhergeirrt und jeder
wandte sich auf seinen eigenen Weg. Und
Jehovah hat unser aller Strafe auf ihn gelegt.
Und Jehovah gefiel es, ihn zu verletzen. Er hat
ihn krank (choli) gemacht. Wenn seine Seele ein
Schuldopfer macht, sät er Saat er verlängert die
Tage. Mit Übertretern war er überladen, und die
Sünde vieler hat er getragen und für die
Übertreter hat er Fürbitte geleistet.

Dr. Isaac Leeser, der fähige Übersetzer der
hebräischen englischen Bibel, gibt diese Verse
folgendermaßen wieder:

Er war verachtet und von den Menschen
gescheut, ein Mann der Schmerzen und mit
Krankheit vertraut. Doch nur unsere Krankheiten
hat er selbst getragen, und unsere Schmerzen
auf sich genommen. Und durch seine Striemen
ist uns Heilung garantiert worden. Doch dem
Herrn hat es gefallen, ihn durch Krankheit zu
zerschmettern.

Rotherhams Übersetzung von Vers 10 lautet: "Er
hat Krankheit auf ihn gelegt." Im vierten Vers
bedeutet das Wort getragen (nasa) "aufheben,
wegtragen, abtransportieren oder über eine
Distanz entfernen." Es ist ein levitisches Wort
und wird auf den Sündenbock angewandt, der
die Sünden des Volkes wegtrug. "... dass also
der Bock alle ihre Missetaten auf sich in eine
Wildnis trage (nasa); und er soll ihn in der Wüste
loslassen. (3. Mose 16:22). Jesus trug also
meine Sünden und Krankheiten weg, hinaus aus
dem Lager ans Kreuz. Sünde und Krankheit sind
von mir auf Golgatha übergegangen Erlösung
und Gesundheit sind von Golgatha auf mich
übergegangen.

In diesem vierten Vers des Erlösungskapitels
sind die hebräischen Verben für "getragen" und
"auf sich nehmen" (nasa und sabal) dieselben
beiden Worte, die in den Versen 11 und 12 für
das stellvertretende Tragen von Sünde
gebraucht werden: "Er wird tragen (auf sich
nehmen) ihre Bosheit .... Und er hat die Sünde
vieler getragen." Beide Worte bezeichnen eine
schwere Last und kennzeichnen tatsächliche
Stellvertretung und eine vollkommene
Entfernung des Getragenen. Als Jesus unsere
Sünden, unsere Krankheiten und unsere
Schmerzen trug, hat er sie weggetragen und
entfernt. Beide Worte bedeuten "Stellvertretung",
das jemand die Last eines anderen trägt.

An diesem Punkt sei es mir gestattet, aus Jesus,
unser Heiler zu zitieren, einem großartigen
Traktat, das von Rev. W.C. Stevens geschrieben
wurde:

Diese Prophetie präsentiert Heilung als einen
integralen Bestandteil des stellvertretenden
Sühneopfers .... Nun, was auch immer die
Bedeutung dieser beiden hebräischen Verben
(nasa und sabal) ist, dieselbe Bedeutung muss
in beiden Fällen angewandt werden, nämlich auf
das Tragen von Sünde und auf das Tragen von
Krankheit. Die Bedeutung in einem Fall zu
verdrehen würde die Freiheit bedeuten, ihn auch
in dem anderen Fall zu verdrehen. Und dass die
Bedeutung dieser Verben in Bezug auf Sünde
nicht nur hier in dieser Prophetie, sondern auch
überall sonst im Alten Testament, streng
stellvertretend und sühnend ist, bestreitet kein
evangelikaler Schüler. Diese Prophetie gibt
daher der Verbindung Christi mit Krankheit
denselben stellvertretenden und sühnenden
Charakter, der überall seiner Übernahme
unserer Sünden gegeben wird.

Eine inspirierte Übersetzung

Wir sind somit vom Geist auf die erlösende
Bedeutung von Christi Tragen von Krankheiten
festgelegt. Frei, jedoch treu, übersetzt Matthäus
8:17 die Passage aus Jesaja 53:4 "Doch
wahrlich, unsere Krankheit trug er, und unsere
Schmerzen lud er auf sich." Die Hilfe, die Jesus
für alle Arten von körperlichen Krankheiten
leistete, wird in Matthäus als eine Erfüllung
dessen bezeichnet, was in Jesaja vom Diener
Jehovahs prophezeit wird. Die hebräischen
Verben des Textes sprechen hinsichtlich Sünde
von einer schweren Last und vom Wegtragen
der Sündenschuld einer Person, d.h. die Sünde
eines anderen zu tragen, um dafür zu sühnen.
Doch hier, wo es nicht um unsere Sünden,
sondern um unsere Krankheiten und unsere
Schmerzen geht, bleibt die vermittelnde
Bedeutung dieselbe. Hier ist nicht gemeint, dass
der Diener Jehovahs in erster Linie in die
Gemeinschaft unserer Leiden eintrat, sondern
dass er die Leiden auf Sich selbst lud, die wir zu
tragen hatten und zu tragen verdient hatten; und
darum hat er sie nicht nur weggetragen, sondern
auch in Seiner eigenen Person erlitten um uns
von ihnen zu entbinden. Nun, wenn jemand
Leiden auf sich nimmt, die ein anderer zu tragen
hatte, und das nicht nur in Gemeinschaft mit ihm
tut, sondern an seiner statt, dann nennen wir das
Stellvertretung. Hier zeigen die besten
Ergebnisse der Exegese, dass das Tragen und
Entfernen von menschlicher Krankheit ein
integraler Bestandteil des Erlösungswerkes ist,
eine Bereitstellung durch das Sühneopfer, ein
Teil der Lehre von dem gekreuzigten Christus,
dass Jesus genauso der Erlöser des Körpers ist
wie des Geistes und dass er kommt um seine
Segnungen fließen zu lassen soweit der Fluch
reicht.

Körperliche Heilung durch direkte göttliche
Vertretung wird zu einem Segen für jeden
Gläubigen in jeder Periode der
Evangeliumsgeschichte. Das regelt die Frage, ob
ein Prediger die Pflicht hat, es zu predigen.

Ein Einwand beantwortet

Ein kanadischer Schreiber wendet ein, dass
Matthäus 8:17 sich nicht auf das Sühneopfer
beziehen kann, weil Christus zu diesem
Zeitpunkt noch nicht gekreuzigt worden war und
das somit besage würde, dass "Christus ein
sühnendes Leben geführt hat". Das ist für mich
überhaupt kein Argument, weil Christus "seit
Grundlegung der Welt das Lamm Gottes war,
das geschlachtet wurde". Er hat nicht nur vor
Golgatha schon Krankheiten geheilt, sondern
auch Sünden vergeben und doch wurden beide
dieser Gnadengaben auf der Grundlage des
zukünftigen Sühneopfers gewährt.

Ein bekannter New Yorker Kleriker wirft praktisch
denselben Einwand ein. Er argumentiert, dass
die Tatsache, dass Christus in Matthäus Jesajas
Prophetie erfüllt, indem er die Kranken heilt,
beweist, dass "Jesus unsere Krankheiten nicht
am Kreuz getragen hat, sondern als er lebte in
der Stadt Kapernaum". Um das zu beantworten
muss ich lediglich fragen: "Hat Jesus unsere
Sünden in Kapernaum oder am Kreuz
getragen?" Sowohl seine Vergebung von
Sünden als auch seine Heilung der Kranken
geschahen im Hinblick auf sein kommendes
Sühneopfer, denn "ohne das Vergießen von Blut
gibt es keinen Straferlass."

Die Prophetie sagt, dass er "unsere Krankheiten
getragen hat". Das schließt neben denen aus
Kapernaum alle anderen ein. In den Versen 4
und 5 dieses Erlösungskapitels sehen wir ihn
sterben für

UNSERE Krankheiten
UNSERE Schmerzen
UNSERE Übertretungen
UNSERE Sünden
UNSEREN Frieden
UNSERE Heilung, denn "durch seine Striemen
sind wir geheilt worden."

Wir würden diese Bibelstellen falsch
wiedergeben müssen um uns selbst von
irgendeiner dieser Segnungen auszuschließen.

Das einzige "Wahrlich" im Erlösungskapitel geht
seiner Vorsorge für Heilung voraus. Es könnte
keine stärkere Aussage zu unserer vollständigen
Erlösung von Schmerzen und Krankheit durch
seinen sühnenden Tod geben. Wenn Christus,
wie einige meinen, nicht willens wäre, während
Seiner Erhöhung genauso universell zu heilen
wie er es während Seiner Erniedrigung tat, hätte
er Sein Versprechen in Johannes 14:12-13
brechen müssen. Er wäre nicht "Jesus Christus,
derselbe gestern, heute und in alle Ewigkeit".

Die Tatsache der Heilung im Sühneopfer macht
die Fortführung Seines Heilungsdienstes
während Seiner Erhöhung unabdingbar. Sein
Erlösungswerk umfasst alle, die auf der Erde
leben während Er selbst beim Vater ist. Folglich
gibt er uns das obige Versprechen, dieselben
und größere Werke zu tun, in Beantwortung
unserer Gebete von der Rechten Gottes aus.
Solange die Gemeinde unter der Herrschaft des
Geistes blieb, geschahen dieselben Werke
weiter. Die Geschichte offenbart, wie Dr. A.J.
Gordon es ausdrückt, "dass wann auch immer
wir auf eine Erweckung schlichten Glaubens und
apostolischer Einfachheit stoßen, auch die
evangelikalen Wunder geschehen, die das
apostolische Zeitalter so sicher charakterisieren."

Der Apostel Paulus sagt uns: "Er wurde für uns
zur Sünde gemacht, der von keiner (eigenen)
Sünde wusste." In gleicher Weise "hat er ihn
krank gemacht" (für uns), der keine (eigene)
Krankheit kannte. Petrus schreibt: "Der an
seinem eigenen Körper unsere Sünden an das
Holz hinauf getragen hat". Jesaja erklärt:
"Wahrlich, unsere Krankheiten hat er getragen
und unsere Schmerzen, er hat sie auf sich
genommen." Leeser übersetzt: "nur unsere
Krankheiten hat er getragen", da er keine
eigenen hatte.

In Vers 6 der Übersetzung von Dr. Young, die
oben bereits zitiert wurde, lesen wir: "Und
Jehovah hat auf Ihn unser aller Strafe gelegt."
Ein Schreiber forscht in Bezug auf diesen Punkt:
"Was sind die Strafen der Sünde?" Dann sagt er
im Wesentlichen, dass jedermann zugibt, dass
Sünde durch Seelenverdammnis, ein schlechtes
Gewissen, mentale Unruhe und regelmäßig auch
durch Krankheit bestraft wird ... und glauben,
dass diese durch das stellvertretende
Sühneopfer erlassen werden. Durch welche
biblische Regel oder welchen vernünftigen
Grund sollte die letztgenannte Strafe von dem
Rest abgetrennt werden? Beachte die Worte des
Propheten: Jehovah hat unser aller Strafe auf
Ihn gelegt." Da Krankheit ein Teil dieser Strafe
ist, wird durch das unveränderliche Wort Gottes
demonstriert, dass Krankheit im Sühneopfer
eingeschlossen ist. Dann fragt er: "Ist es wahr,
dass Gott Befreiung von jeder Strafe und
Konsequenz der Sünde mit Ausnahme von einer
gewährt und dass diese eine (Krankheit)
unvermeidlich bis zum bitteren Ende bleiben
muss? Hinweg mit solch einem Gedanken!
Jesaja bestätigt, dass die gesamte Strafe, die
uns allen gegolten hätte, auf Ihn gelegt wurde ....
Er hat bezeugt "Es ist vollbracht." Es gab nichts
Unvollständiges an dem Werk unseres
mächtigen Jesus. Ich möchte dem hinzufügen:
wenn es anders wäre, hätte der Prophet sagen
sollen: "Jehovah hat einen Teil unserer Strafe
auf ihn gelegt."
Das Kreuz ist ein vollkommenes Heilmittel für
den ganzen Menschen

Jesus ging mit Geist, Seele und Leib ans Kreuz
um den Menschen mit Geist, Seele und Leib zu
erlösen. Darum ist das Kreuz der Mittelpunkt des
Erlösungsplans für den Menschen an Geist,
Seele und Leib.

Jede Form von Krankheit, die dem Menschen
bekannt ist, war inbegriffen und viele von ihnen
werden sogar explizit im "Fluch des Gesetzes"
(5. Mose 28:15-62) und anderen Bibelstellen
erwähnt. In Galater 3:13 haben wir die positive
Aussage, dass "Christus uns vom Fluch des
Gesetzes erlöst hat, indem Er selbst zum Fluch
für uns wurde; denn es steht geschrieben:
verflucht ist jeder, der am Holz hängt." Welche
deutlichere Erklärung könnten wir haben, als
dass Christus, der unter dem Gesetz geboren
wurde um uns zu erlösen, dessen Fluch trug und
uns daher von jeder Krankheit und allen
Gebrechen erlöste. Hier wird festgestellt, dass
es am Kreuz war, wo Jesus uns vom Fluch des
Gesetzes erlöste. Mit anderen Worten: Er erlöste
uns von folgenden Krankheiten, die in 5. Mose
besonders genannt sind: Auszehrung
(Tuberkulose), Fieber, Entzündung, die
Geschwüre Ägyptens, Beulen, Ausschlag,
Krätze, Wahnsinn, Blindheit, Geistesverwirrung
und allen anderen Krankheiten und Plagen, die
nicht in diesem Buch des Gesetzes
aufgeschrieben sind. Darin eingeschlossen sind
somit auch Krebs, Grippe, Mumps, Masern und
jede andere moderne Krankheit. Wenn Christus
uns vom Fluch des Gesetzes erlöst hat und
Krankheit in diesem Fluch enthalten ist, hat er
uns ganz sicher von Krankheit erlöst.

Erlösung ist gleichbedeutend mit Golgatha
Erlösung ist gleichbedeutend mit Golgatha.
Darum sind wir vom gesamten Fluch erlöst, an
Geist, Seele und Leib einzig durch das
Sühneopfer von Christus. Da Krankheit ein Teil
des Fluches ist, wie hätte Gott auf gerechte
Weise diesen Teil des Fluches entfernen können
indem er die Kranken heilte, ohne uns zuerst
davon zu erlösen? Noch einmal: Da "Christus
uns vom Fluch des Gesetzes erlöst hat", wie
konnte Gott uns rechtfertigen und gleichzeitig
verlangen, dass wir unter dem Fluch des
Gesetzes bleiben? Der Apostel Paulus sagt: "Ihr
seid nicht mehr unter dem Gesetz, sondern unter
der Gnade" (Römer 6:14). Kurz gesagt: Warum
sollte irgendjemand unter dem Fluch des
Gesetzes bleiben, der nicht unter dem Gesetz
ist? Das wäre dasselbe als würde man einen
Mann lebenslänglich ins Gefängnis stecken
nachdem er für unschuldig befunden wurde und
das Gericht die Anklage wegen Mordes gegen
ihn fallen gelassen hat.

Paulus argumentiert in Römer Kapitel 3, dass
"Gott Christus als Versöhnung eingesetzt hat ...
dass er gerecht und der Rechtfertiger derer sein
möge, die an Jesus glauben." Mit anderen
Worten: Wäre das Sühneopfer nicht, wäre Gott
ungerecht, wenn er den Sünder rechtfertigen
würde. Gleichermaßen wäre Gott ungerecht,
wen er den Kranken heilen würde ohne ihn
zuerst von der Krankheit zu erlösen. Die
Tatsache, dass Gott jemals irgendeinen
Menschen geheilt hat, ist für mich der beste
Beweis dafür, dass Heilung im Sühneopfer
inbegriffen war. Wenn nicht durch die Erlösung
Heilung für alle verfügbar wäre, wie konnten
dann so große Menschenmengen von Christus
die Heilung bekommen, die Gott nicht verfügbar
gemacht hatte? "Er heilte sie alle."

Eine wichtige Frage

Wenn der Körper nicht in die Erlösung
eingeschlossen wäre, wie kann es dann eine
Auferstehung geben? Wie kann "Verweslichkeit
Unverweslichkeit anziehen" oder "Sterblichkeit
Unsterblichkeit anziehen"? Wenn wir nicht von
Krankheit erlöst worden sind, wären wir dann
nicht auch im Himmel der Krankheit ausgeliefert,
wenn es möglich wäre, ungeachtet einer
Erlösung aufzuerstehen? Jemand hat sehr gut
angemerkt: "Da die zukünftige Bestimmung des
Menschen sowohl geistlicher als auch
körperlicher Art ist, muss auch seine Erlösung
sowohl geistlicher als auch körperlicher Natur
sein."

Warum sollte der "letzte Adam" nicht alles
wegnehmen, was der "erste Adam" auf uns
gebracht hat?

Nun wollen wir uns ein paar Parallelen im
Evangelium ansehen.

A.: DER INNERE MENSCH / B.: DER ÄUSSERE
MENSCH

A: Adam brachte durch seinen Fall Sünde in
unsere Seelen.
B: Adam brachte durch seinen Fall Krankheit in
unsere Körper.

A: Sünde ist daher das Werk des Teufels.
B: Krankheit ist daher das Werk des Teufels.
Jesus ging umher "und tat wohl und heilte alle,
die vom Teufel überwältigt waren."

A: Jesus wurde geoffenbart um die Werke des
Teufels in der Seele zu zerstören.
B: Jesus wurde geoffenbart um die Werke des
Teufels im Körper zu zerstören.

A: Der Erlösungsname Jehovah Tsidkenu
offenbart Gottes Erlösungsvorsorge für unsere
Seelen.
B: Der Erlösungsname Jehovah Rapha offenbart
seine Erlösungsvorsorge für unsere Körper.
A: Auf Golgatha hat Jesus unsere Sünden
getragen.
B: Auf Golgatha hat Jesus unsere Krankheiten
getrag

A: Er "wurde für uns zur Sünde" (2. Kor. 5:21)
als er "unsere Sünden trug" (1. Petrus 2:24).
B: Er wurde für uns zum Fluch (Galater 3:13) als
er "unsere Krankheiten trug" (Matthäus 8:17).

A: "Der selbst unsere Sünden an seinem Leib
auf das Holz hinauf trug."
B: "Durch dessen Striemen ihr geheilt worden
seid."

A: "Der all deine Sünden vergibt."
B: "Der all deine Krankheiten heilt."

A: "Denn ihr seid um einen Preis erkauft;
verherrlicht daher Gott in eurem Geist." (1.
Korinther 6:20)
B: "Denn ihr seid um einen Preis erkauft;
verherrlicht daher Gott in eurem Leib." (1.
Korinther 6:20)

A: Der Geist ist mit einem Preis erkauft.
B: Der Körper ist mit einem Preis erkauf

A: Ist in Sünde zu verharren der Weg, um Gott in
deinem Geist zu verherrlichen?
B: Ist in Krankheit zu verharren der Weg um Gott
in deinem Körper zu verherrlichen?

A: Da er "unsere Sünden trug", wie sehr muss es
da Gottes Wille sein, uns zu erlösen, wenn wir
zu ihm kommen? "Wer da glaubt".
B: Da er "unsere Krankheiten trug", wie sehr
muss es da Gottes Wille sein, uns zu heilen,
wenn wir zu ihm kommen? "Er heilte sie alle."

A: "Wie Gott ihn zur Sünde für uns machte, der
von keiner Sünde wusste." Rev. A.J. Gordon
B: "So machte Gott ihn krank für uns der keine
Krankheit kannte." Rev. A.J. Gordon

A: "Da unser Stellvertreter unsere Sünden trug,
hat er es nicht deshalb getan, damit wir sie nicht
tragen müssen?" Rev. A.J. Gordon
B: "Da unser Stellvertreter unsere Krankheiten
trug, hat er es nicht deshalb getan, damit wir sie
nicht tragen müssen?" Rev. A.J. Gordon

A: "Christus trug unsere Sünden, damit wir von
ihnen befreit wurden. Das war nicht MITLEID,
sondern STELLVERTRETUNG." Rev. A.J.
Gordon
B: "Christus trug unsere Krankheiten, damit wir
davon befreit wurden. Das war nicht MITLEID,
sondern STELLVERTRETUNG. Rev. A.J.
Gordon

A: Wenn die Tatsache, dass Jesus unsere
Sünden an seinem eigenen Leib ans Kreuz
getragen hat, ein gültiger Grund ist, dass wir jetzt
für die Vergebung unserer Sünden vertrauen
sollen,
B: warum ist dann nicht die Tatsache, dass er
"unsere Krankheiten trug", ein gültiger Grund,
dass wir ihm jetzt für die Heilung unsres Leibes
vertrauen sollen?

A: Glauben für Erlösung kommt durch das Hören
des Evangeliums Er trug unsere Sünden.
B: Glauben für Heilung kommt durch das Hören
des Evangeliums. Er trug unsere Krankheiten.

A: Darum "Predigt das Evangelium (dass er
unsere Sünden trug) der ganzen Schöpfung",
B: und das Evangelium (dass er unsre
Krankheiten trug) der ganzen Schöpfung."

A: Die Verheißung Christi für die Seele ist im
Großen Missionsauftrag enthalten (Mk. 16:16).
B: Die Verheißung Christi für den Körper ist im
Großen Missionsauftrag enthalten (Mk. 16:18).
A: In Verbindung mit der Einsetzung der Taufe
lehrt die Bibel, dass wer glaubt und getauft wird,
errettet wird (Mk 16:16).
B: In Verbindung mit der Einsetzung des
Salbens mit Öl lehrt die Bibel, dass wer glaubt
und mit Öl gesalbt wird, geheilt wird. (Jak. 5:14)

A: Wir sind aufgefordert, in Christi Namen
zutaufen.
B: Wir sind aufgefordert, im Namen des Herrn
mit Öl zu salben.

A: Beim Abendmahl wird der Wein in Erinnerung
an seinen Tod für unsere Seelen getrunken.
(1.Kor. 11:25)
B: Beim Abendmahl wird das Brot in Erinnerung
an seinen Tod für unsre Körper gegessen.
(1.Kor. 11:23-24)

A: Der Sünder soll Buße tun bevor er "zur
Gerechtigkeit glaubt.
B: Jakobus 5:1 sagt: "Bekennt eure Sünden,
damit ihr geheilt werdet."

A: Die Wassertaufe steht für totale Unterwerfung
und Gehorsam.
B: Die Salbung mit Öl ist das Symbol und
Zeichen der Weihe.

A: Der Sünder muss Gottes Verheißung als
wahrannehmen bevor er die Freude der
Erlösung empfinden kann.
B: Der Kranke muss Gottes Verheißung als wahr
annehmen bevor er sich wohl fühlen kann.

A: So viele ihn annahmen wurden von Gott
geboren. (Johannes 1:12-13)
B: So viele ihn anrührten wurden geheilt.
(Markus 6:56)

Geheilt durch Glauben

Ich will nun einen von vielen Hundert Fällen von
Krankheit und Gebrechen schildern, die geheilt
wurden während die Kranken der Predigt über
das Thema der im Sühneopfer enthaltenen
Heilung zuhörten. Ihre Heilung kam durch ihren
eigenen Glauben bevor sie überhaupt eine
Gelegenheit hatten, gesalbt zu werden.

Als sie erst ein Kind von 8 Jahren war erkrankte
Frau Clara Rupert aus Lima/Ohio an einem
dermaßen schlimmen Keuchhusten, dass die
Muskelfasern in einem ihrer Augen zerrissen.
Während der folgenden Jahre blieb dieses Auge
vollkommen blind und gefühllos, so dass sie mit
ihrem Finger über den bloßen Augapfel reiben
konnte, ohne einen Schmerz zu spüren. Sie
sagte, wenn ihr an windigen Tagen kleine
Partikel ins Auge fliegen würden, spüre sie
keinen Schmerz.

Während unser Erweckungsversammlungen in
Lima/Ohio hörte sie eine Predigt über das
Sühneopfer. Sie sagte sich in ihrem Herzen:
"Wenn das wahr ist und das ist es, weil die Bibel
es sagt -, dann bin ich mir genauso sicher, dass
mein blindes Auge wieder sehend wird wenn ich
heute zum Altar gehe wie ich mir sicher war,
dass ich erlöst wurde als ich vor Jahren aus
diesem Grund zum Altar ging." Mit dieser
logischen Überlegung kam sie zum Altar und
während wir mit anderen beteten, bat sie Gott,
sie zu heilen. Bevor wir überhaupt die
Gelegenheit hatten, sie mit Öl zu salben, stand
sie schon weinend auf den Beinen. Sie ging
zurück zu ihrem Platz und schlang die Arme um
ihren Vater. Die übrige Versammlung fragte sich,
wieso sie den Altar verlassen hatte ohne mit Öl
gesalbt worden zu sein. Ihr Vater sagte: "Was ist
los, Kind?" Sie erwiderte: "Mein Auge." Er sagte:
"Was denn? Tut es weh?" Sie sagte: "Nein, ich
kann perfekt sehen!"

Wenige Monate später trafen wir diese Frau und
ihren Ehemann während einer
Erweckungsversammlung in St. Paul/Minnesota
wieder. Sie besuchten die Bibelschule und
arbeiteten an ihrem Abschluss. Ihr Ehemann
wollte das Evangelium von Christus predigen,
der seine Frau so wunderbar geheilt hatte.

Fast täglich hören wir in unseren
Versammlungen Zeugnisse von Menschen, die
geheilt wurden während sie da saßen und das
Evangelium hörten.

Was bedeutende Männer zu sagen haben

Diese Sichtweisen über die im Sühneopfer
enthaltene Heilung sind nicht neu und nur
charakteristisch für mich. Viele der
gottesfürchtigsten und fähigsten Lehrer der
Gemeinde haben sie gesehen und gelehrt.
Zusätzlich zu den bereits zitierten Lehrern will
ich ein paar Worte von Dr. Torray und anderen
anfügen.

Dr. R.A. Torray erklärt in seinem Buch über
"Göttliche Heilung":

Der Sühnetod von Jesus Christus sicherte für
uns nicht nur körperliche Heilung, sondern die
Auferstehung und Vervollkommnung und
Verherrlichung unseres Körpers .... Das
Evangelium von Christus umfasst die Erlösung
für den Körper genauso wie für die Seele .... So
wie man die Erstlingsfrüchte seiner geistlichen
Erlösung bereits im jetzigen Leben bekommt, so
bekommt man auch die Erstlingsfrüchte unserer
körperlichen Erlösung bereits in diesem Leben
.... Individuelle Gläubige, ob sie nun Älteste sind
oder nicht, haben das Privileg und die Pflicht, im
Fall von Krankheit "füreinander zu beten", und
zwar mit der Erwartung, dass Gott hören und
heilen wird.

Dr. R.E. Stanton, ein ehemaliger Moderator der
Generalversammlung der Presbyterianischen
Kirche erklärt in seinem Werk Gospel
Parallelisms:

Es ist mein Ziel, aufzuzeigen, dass das
Sühneopfer von Christus gleichermaßen das
Fundament für Befreiung von Sünde legt wie für
die Befreiung von Krankheit. Diese vollkommene
Versorgung ist für beides gemacht worden. So
haben wir in der Ausübung unseres Glaubens
unter den beschriebenen Bedingungen genauso
viel Grund zu glauben, dass der Körper von
Krankheit befreit wird wie dass die Seele von
Sünde befreit wird. Kurz gesagt: beide Zweige
der Befreiung stehen auf demselben Boden und
es ist notwendig, beide in jede wahre Vorstellung
dessen einzubeziehen, was das Evangelium der
Menschheit anbietet. Das Sühneopfer von
Christus umfasst sowohl die körperlichen als
auch die geistigen Bedürfnisse der Menschheit
.... Die Heilung des Körpers ist daher kein
"Nebenthema", wie es einige darstellen. Es ist
genauso wenig ein Nebenthema wie die Heilung
der Seele ein Nebenthema ist. Sie sind beide nur
jeweils ein Teil desselben Evangeliums und
basieren beide gleichermaßen auf demselben,
großen Sühneopfer.

Folgendes ist der Bericht der Kommission über
Geistliche Heilung, erstellt von der
Episkopalkirche. Er wurde von Bischof Reese
gesponsert, der über viele Jahre den
Heilungsdienst praktiziert hat und Vorsitzender
der Kommission war. Die Kommission stellt fest:

Die Heilung des Körpers ist ein wesentliches
Element des Evangeliums und muss gepredigt
und praktiziert werden .... Gott will unsere
Gesundheit, damit die Gemeinde, der "Leib
Christi" denselben Auftrag und dieselbe Kraft hat
wie "das Haupt". Wir Kirchenmänner mit dieser
wahren Vorstellung von Gott als Schöpferische
Liebe müssen nun einer sündigen und leidenden
Welt dieses volle Evangelium der Erlösung von
Sünde und ihrer unvermeidlichen Konsequenzen
verkünden.
Zu diesen Schlussfolgerungen kam diese
Kommission von Gelehrten nach drei Jahren des
Studiums und der Forschung.

Bischof Charles H. Brent von der
Episkopalkirche war das Oberhaupt aller
Kapläne in Frankreich und leitete das religiöse
Leben unserer Armeen in Übersee. Er bestätigt:
"Wer die Heilungskraft von Christus lediglich auf
die Zeiten des Neuen Testaments beschränkt,
predigt nicht das volle Evangelium. Gott war und
ist der Erlöser des Körpers genauso wie der
Seele."

James Moore Hickson fleht: "Eine lebendige
Gemeinde ist eine, in der der lebendige Christus
lebt und wandelt und durch ihre Glieder dasselbe
tut, was er in den Tagen seines Fleisches tat.
Sie muss somit sowohl eine heilende als auch
eine Seelen errettende Gemeinde sein ....
Geistliche Heilung ist sakramental. Sie ist die
Ausweitung durch die Glieder seines mystischen
Leibes seines eigenen, verkörperten Lebens."

Die späten, kompetenten Schreiber Dr. A.B.
Simpson, Andrew Murray, A.T. Pierson, Dr. A.J.
Gordon und viele derzeitige Schreiber, die wir
zitieren könnten, haben die im Sühneopfer
enthaltene Heilung gelehrt. Ein unbekannter
Autor hat gesagt: "An das Kreuz von Golgatha
hat Jesus die Proklamation genagelt: «Erlöse
ihn, dass er nicht zur Grube (ins Grab)
hinabfahre; ich habe ein Lösegeld gefunden!»
(Hiob 33:24)

Jesaja beginnt das Erlösungskapitel mit der
Frage: "Wer hat dem geglaubt, was uns
verkündigt ward, und der Arm des Herrn, wem
ward er geoffenbart?" (Jesaja 53:1) Und es folgt
die Verkündigung, dass er unsere Sünden und
Krankheiten getragen hat. Die Antwort auf die
Frage ist, dass nur diejenigen, die die
Verkündigung gehört haben, sie auch glauben
konnten, denn "der Glaube kommt durch die
Verkündigung". Da Jesus gestorben ist um zu
erlösen und zu heilen, ist diese Tatsache ganz
sicher wert, verkündigt zu werden.

Der Zweck dieser Predigt ist es, zu beweisen,
dass Heilung im Sühneopfer bereitgestellt und
daher ein Teil des Evangeliums ist, von dem
Christus uns aufgefordert hat, es zu predigen:

der ganzen Welt
allen Nationen
jeder Kreatur
mit aller Kraft
alle Tage bis ans Ende des Zeitalters.
Kapitel 3

Ist Heilung für alle?

Ist es, wie in der Vergangenheit, heute immer
noch der Wille Gottes, alle zu heilen, die es
nötig haben und die Zahl ihrer Tage voll zu
machen?

Die größte Barriere für den Glauben vieler, die
heutzutage körperliche Heilung suchen, ist die
Unsicherheit in ihrem Denken, ob es Gottes
Wille ist, alle zu heilen. Fast jeder weiß, dass
Gott einige heilt, doch vieles an der modernen
Theologie hindert die Menschen daran, zu
wissen, was die Bibel ganz klar lehrt dass
Heilung für alle bereitgestellt ist. Es ist
unmöglich, kühn im Glauben eine Segnung zu
beanspruchen, von der wir uns nicht sicher sind,
ob Gott sie anbietet. Die Kraft Gottes kann nur
da beansprucht werden, wo der Wille Gottes
bekannt ist.

Es wäre fast unmöglich, einen Sünder dahin zu
bringen, zu glauben, um gerecht zu werden,
wenn man ihn nicht vorher vollkommen davon
überzeugt hat, dass es Gottes Wille ist, ihn zu
erretten. Der Glaube beginnt da, wo der Wille
Gottes bekannt ist. Wenn es Gottes Wille ist,
nur einige zu heilen, dann hat niemand
irgendeine Basis für den Glauben, es sei denn,
durch eine spezielle Offenbarung, dass er zu
den begünstigten Personen zählt. Glaube muss
auf dem Willen Gottes allein ruhen, nicht auf
unseren Sehnsüchten oder Wünschen. Den
Glauben anzuwenden bedeutet nicht, zu
glauben, dass Gott heilen kann, sondern zu
glauben, dass Gott heilen wird. Weil sie nicht
wissen, dass es ein Erlösungsprivileg für alle ist,
fügen heutzutage die meisten der
Heilungssuchenden ihrer Bitte die
Redewendung "wenn es dein Wille ist" hinzu.

Eine korrigierte Theologie

Unter all denen, die während seines irdischen
Dienstes Heilung von Jesus erbaten, lesen wir
nur von einem, der diese Art von Theologie
hatte. Es war der Aussätzige, der sagte: "Herr,
wenn du willst, kannst du mich rein machen."
Das Erste, was Christus tat, war seine
Theologie zu korrigieren indem er sagte: "Ich
will, sei rein." Das "Ich will" von Christus machte
sein "wenn" nichtig. Das fügte zu seinem
Glauben, dass Christus ihn heilen konnte die
Tatsache hinzu, dass er es tun würde.

Die Theologie die dieser Aussätzige hatte bevor
Christus ihn aufklärte, ist heute fast universal,
weil dieser Teil des Evangeliums so selten und
nur so bruchstückhaft gepredigt wird.

Wir sehen aus fast jedem nur vorstellbaren
Blickwinkel durch die ganze Bibel hindurch,
dass keine Lehre deutlicher gelehrt wird als die,
dass es Gottes Wille ist, alle zu heilen, die der
Heilung bedürfen, damit sie die Zahl ihrer Tage
gemäß seiner Verheißung voll machen.
Natürlich sind hier alle gemeint, die richtig
gelehrt wurden und die im Wort
vorgeschriebenen Bedingungen erfüllen.
Jemand sagt nun vielleicht: "Wenn Heilung für
alle ist, dann würden wir ja nie sterben." Wieso
nicht? Göttliche Heilung reicht nicht weiter als
die Verheißung Gottes. Er verspricht nicht, dass
wir nie sterben werden, doch er sagt:

... und ich will die Krankheit aus deiner Mitte tun
... ich will die Zahl deiner Tage voll machen. (2.
Mose 23:25-26)

Unser Leben währt siebzig Jahre ... (Psalm
90:10)

Er hat auf dem Wege meine Kraft gebeugt,
meine Tage verkürzt. (Psalm 102:24)

Warum willst du vor der Zeit sterben? (Prediger
7:17)

Ein anderer mag fragen: "Nun, wie soll ein
Mensch denn dann sterben?"

Nimmst du ihren Odem weg, so vergehen sie
und werden wieder zu Staub ... (Psalm 104:29)
Rev. P. Gavin Duffy schreibt zu diesem Punkt:

Er hat dem Menschen eine gewisse
Lebensspanne zugemessen und Sein Wille ist
es, dass diese auch ausgelebt wird. Erinnert
euch, dass alle, die Er von den Toten
zurückgerufen hat, junge Leute waren, die die
Fülle ihrer Jahre noch nicht ausgelebt hatten.
Und genau an dieser Tatsache können wir sehr
gut Seinen Protest gegen vorzeitigen Tod sehen
.... Natürlich dürfen wir nicht erwarten, dass die
Alten körperlich wieder jung werden, doch wenn
die zugemessene Zeitspanne noch nicht gelebt
wurde, haben wir ein Recht, Gottes Geschenk
der Gesundheit zu beanspruchen. Und selbst
wenn sie schon überschritten wurde und es Sein
Wille ist, dass wir noch für längere Zeit hier
bleiben, ist es gleichermaßen Sein Wille, dass
das bei guter Gesundheit geschieht.

Der Tod kommt und dann machen wir dafür
unseren Gott verantwortlich und sagen schwach
"Dein Wille geschehe". Doch nie hat Gott unter
dem Gras jemanden eingesperrt. Gott schickt
nicht Krankheit oder Verbrechen oder
Unachtsamkeit oder Kampftruppen und wenn
wir vor unserer Zeit sterben ist es die Schuld
des Menschen.

Er ist ein Gott des Lebens, nicht des Todes.
Er ist ein Gott, der uns die Geburt schenkt.
Er hat nicht um einen Atemzug abgekürzt das
Leben auch nur eines Menschen auf der Erde.
Und er lässt uns in der Welt leben für das
Vollmaß der uns zugemessenen Jahre.
Also mache nicht Gott verantwortlich, denn
unsere eigene Sünde ist es, die unsere Tränen
verursacht. (engl. Original von Douglas Malloch)

Lies Gottes Willen und wisse

Wenn wir wissen wollen, was in einem
Testament steht, sollten wir das Testament
lesen. Wenn wir Gottes Willen in Bezug auf
irgendein Thema wissen wollen, dann sollten wir
Sein Testament lesen. Stelle dir vor, eine Frau
würde sagen: "Mein sehr reicher Ehemann ist
verstorben. Ich wünschte, ich wüsste, ob er mir
in seinem Testament etwas vermacht hat." Ich
würde zu ihr sagen: "Warum liest du nicht das
Testament und schaust nach?"

Das Wort "Testament" steht für den letzten
Willen einer Person. Die Bibel enthält Gottes
letzten Willen und Testament, in dem Er uns all
die Segnungen der Erlösung vererbt. Da es
Sein "letzter Wille" und Sein Testament ist, ist
alles später Verfasste eine Fälschung. Kein
Mensch schreibt ein neues Testament nachdem
er gestorben ist. Wenn Heilung in Gottes
Testament für uns enthalten ist, dann bedeutet
die Aussage, dass das Zeitalter der Wunder
vorbei ist, im Grunde das Gegenteil der
Wahrheit zu sagen, dass ein Testament nach
dem Tod des Erblassers zu nichts Nütze ist.
Jesus ist nicht nur der Erblasser, der gestorben
ist. Er ist auferstanden und auch der Vermittler
des Testaments. Er ist sozusagen unser
Anwalt. Er wird uns nicht um das Erbe betrügen,
wie es einige irdische Anwälte tun. Er ist unser
Vertreter zur rechten Hand Gottes.

Um die Antwort auf die aufgeworfene Frage zu
finden wollen wir uns von der modernen
Tradition abwenden und zum Wort Gottes
gehen, das eine Offenbarung Seines Willens ist.
Das 15. Kapitel des 2. Buches Mose typisiert
unsere Erlösung und wurde zu unserer
Ermahnung geschrieben. Direkt nach der
Durchquerung des Roten Meeres gab Gott Sein
erstes Versprechen, zu heilen. Dieses
Versprechen war für alle. Gott benannte die
Bedingungen, den Bedingungen wurde
entsprochen und wir lesen: "Aber sie ließ er
ausziehen mit Silber und Gold, und es war kein
Strauchelnder unter ihren Stämmen." Hier gab
Gott den Bund der Heilung, offenbart durch und
versiegelt mit Seinem ersten Bund und
Erlösungsnamen "JEHOVAH RAPHA", was
übersetzt wird mit "Ich bin der Herr, der dich
heilt." Das ist Gottes Wort, "versiegelt im
Himmel", eine sich nie ändernde Tatsache,
soweit es Gott betrifft.

Wer ist autorisiert, Gottes Willen zu verändern?

Zu sagen, dass dieses Privileg der Gesundheit
für Gottes Volk heute nicht gilt, bedeutet Gottes
"Ich BIN" in ein "Ich WAR Jehovah Rapha"
abzuändern. Wer hat das Recht, Gottes
Erlösungsnamen zu ändern? Statt Sein Amt als
Heiler aufzugeben ist Er "Jesus Christus,
derselbe gestern, heute und in alle Ewigkeit"
unter diesem ersten von sieben
Erlösungsnamen. Die Segnungen, die durch
Seine Erlösungsnamen offenbart werden,
wurden, wie wir in der vorhergehenden Predigt
gesehen haben, durch das Sühneopfer
bereitgestellt. Er "schmeckte den Tod für jeden
Menschen" und kann daher nicht auf Israel
beschränkt werden. Dieses 15. Kapitel des 2.
Buches Mose zeigt uns, dass zumindest in
diesem Zeitalter, vor 3.500 Jahren, Gott Sein
Volk nicht im Zweifel über seine Bereitschaft zu
heilen ließ.

Eine Nation ohne eine einzige kranke Person

Dieser universelle Zustand der Gesundheit in
der Nation Israel hielt an solange die
Bedingungen Gottes eingehalten wurden.
Zwanzig Jahre später (4. Mose 16:46-50), als
die Plage aufgrund von Sünde 14.700 Israeliten
vernichtete, besann sich Israel erneut auf die
Bedingungen. Die Plage blieb aus und Er war
immer noch JEHOVAH RAPHA, der Heiler, nicht
einiger, sondern aller. Es wäre nicht wahr, dass
der Plage Einhalt geboten wurde, wenn selbst
ein einziger von ihnen weiterhin davon befallen
geblieben wäre. Dieser Zustand der Gesundheit
blieb 19 Jahre lang erneut ununterbrochen
bestehen. Dann murrte das Volk, unzufrieden
mit Gottes in Liebe und Gnade erwähltem Weg
für es, gegen Gott und gegen Mose. Es wurde
daraufhin durch die feurigen Schlangen
verflucht. Wieder besann sich das Volk auf
Gottes Bedingungen indem es seine Sünden
bekannte. Sein Wort an das Volk durch Mose
lautete: "Und es soll geschehen, wer gebissen
ist und sie (die eherne Schlange, das Symbol
für Golgatha) ansieht, der soll am Leben
bleiben! (4. Mose 21:8) Wieder zeigt uns die
Bibel, dass es immer noch Gottes Wille war,
nicht einige, sondern alle zu heilen. Jeder, der
gebissen worden war, blieb am Leben durch das
Ansehen der ehernen Schlange, die eine
typische Vorahnung des kommenden Opfers für
uns auf Golgatha war.

Der Psalmist David verstand zu seiner Zeit,
dass Heilung ein universelles Privileg war. In
Psalm 86 sagt er: "Denn du, Herr, bist gut ...
und bist reich an Gnade gegen alle, die dich
anrufen." Wir werden in der folgenden Predigt
sehen, dass Heilung durch die ganze Bibel
hindurch eines der bekanntesten
Gnadengeschenke war. Die Kranken baten im
Neuen Testament um "Gnade" wenn sie Heilung
von Christus wünschten. Gottes Gnade umfasst
sowohl das körperliche als auch das geistliche
Wesen des Menschen. Daher zeigte Jesus nach
der Verheißung des Alten Testaments, dass er
"reich an Gnade" war, indem er nicht einige,
sondern alle heilte, die zu ihm kamen. Im Psalm
103 sehen wir wieder, dass David glaubte, dass
die Gnade der Heilung genauso ein universelles
Privileg war wie die Gnade der Vergebung. Er
fordert seine Seele auf, Gott zu preisen, "der
das vergibt alle deine Übertretungen und der da
heilt alle deine Gebrechen." Der alle heilt ist
genauso permanent wie Der alle vergibt, denn
die ursprüngliche Sprache wird in Bezug auf
beide Gnadengeschenke verwendet.

In Psalm 91:16 sagt Gott über den Menschen,
"der im Schatten des Allmächtigen wohnt": "Ich
werde ihn sättigen mit langem Leben." Gilt das
Privileg des Wohnens im Schatten des
Allmächtigen nur für einige oder für alle? Wenn
es für alle gilt, dann lautet Gottes Verheißung an
alle: "Ich werde ihn sättigen mit langem Leben."
Gott müsste dieses Versprechen brechen, wenn
er nicht mehr willens wäre, seine gehorsamen
Kinder zu heilen, die mitten im Leben stehen.
Wenn das Wohnen im Schatten des
Allmächtigen in einem dunkleren Zeitalter der
Welt möglich war, dann ist es ganz sicher in
diesem besseren Zeitalter der Gnade möglich.
Er ist in der Lage, "uns jede Gnade im
Überfluss zu spenden" (2. Korinther 9:8) und
das gilt für jedes seiner Kinder heute. Die
heiligen Propheten des Alten Testaments
weissagten von der Gnade, die zu uns kommen
sollte.

Golgatha begegnet allen Nöten des Menschen

Im großen Erlösungskapitel, Jesaja Kapitel 53,
hat Jesus sowohl unsere Krankheiten als auch
unsere Sünden getragen. Das macht das eine
Privileg so universell wie das andere. Was
Jesus für Einzelne tat, die ihn um Segnungen
baten, war für sie, doch was Er auf Golgatha tat,
war für alle.

Es ist klar, dass es in all diesen aus dem Alten
Testament zitierten Fällen Gottes Wille war, alle
zu heilen, die Seine Bedingungen erfüllten. Wo
auch immer Vergebung angeboten wurde,
wurde auch Heilung angeboten. Mögen doch
diejenigen, die lehren, dass Gottes Wille in
Bezug auf Heilung heute nicht mehr derselbe
ist, die Frage beantworten: "Warum sollte Gott
dieses Gnadengeschenk des Alten Testaments
aus diesem besseren Zeitalter abziehen?" Sollte
man nicht vielmehr erwarten, dass Er, der
"bessere Dinge für uns aufbewahrt hatte" und
"derselbe ist gestern und heute und in alle
Ewigkeit" dieselben Gnadengaben während
dieses besseren Zeitalters beibehält? Lasst uns
nun in das Neue Testament schauen und
sehen.

Christus ist der Ausdruck des Willens Gottes

Es gibt keinen besseren Weg, die Antwort auf
die vor uns liegende Frage zu erkunden als
durch das Lesen der Evangelien, weil sie über
die Lehren und Taten Christi berichten. Er war
der Ausdruck des Willens des Vaters. Sein
Leben war sowohl eine Offenbarung als auch
eine Manifestation der unwandelbare Liebe
Gottes und des Willens Gottes. Er führte
buchstäblich den Willen Gottes für die
Menschheit aus. Er sagte: "Ich bin vom Himmel
herabgekommen, nicht um meinen Willen zu
tun, sondern den Willen dessen, der mich
gesandt hat. Der Vater, der in mir wohnt, der tut
die Werke." Er hat auch gesagt: "Wer mich
gesehen hat, hat den Vater gesehen." Wenn Er
die Menschenmengen heilte, die ihn umringten,
sehen wir Tag für Tag, wie der Vater seinen
Willen offenbart. Wenn Er einem jeden von
ihnen die Hände auflegte und sie heilte, tat und
offenbarte Er den Willen Gottes für unseren
Körper. Es gibt wahrscheinlich kaum jemand,
der so konservativ ist wie die Gelehrten der
Episkopalkirche. Die ernannte Kommission
studierte das Thema der göttlichen Heilung und
erstattete der Gemeinde Bericht. Sie
verbrachten dreieinhalb Jahre mit dem Studium
und der Erforschung sowohl der Bibel als auch
der Geschichte. In ihrem Bericht heißt es: "Das
Heilen der Kranken durch Jesus geschah als
eine Offenbarung des Willens Gottes für den
Menschen." Weil sie entdeckten, dass Sein
Wille vollkommen offenbart wird, sagten sie
weiter: "Die Gemeinde kann nicht länger mit
dem, den Glauben vernichtenden, Anhang
"Wenn es dein Wille ist" für die Kranken beten."

Die Botschaft, die überall in den Evangelien
gelehrt wird, ist eine der vollkommenen Heilung
für Seele und Körper für alle, die zu Ihm
kommen. Viele sagen heutzutage: "Ich glaube
an Heilung, aber ich glaube nicht, dass sie für
jeden ist." Wenn nicht, wie können wir dann
jemals für irgendwen das Gebet des Glaubens
beten? Selbst wenn wir gerade einen der
Glücklichen vor uns haben, den Gott heilen will,
dann brauchen wir doch noch eine Offenbarung
des Geistes, dass es in diesem Fall so ist.
Wenn es nicht Gottes Wille ist, alle zu heilen,
dann kann niemand den Willen Gottes für sich
selbst aus der Bibel feststellen. Sollen wir diese
Lehrer so verstehen, dass wir unsere Bibeln
schließen sollen? Müssen wir unsere
Offenbarung direkt vom Heiligen Geist
bekommen, bevor wir für die Kranken beten
können, weil der Wille Gottes nicht für jeden
sicher aus der Bibel erfahren werden kann?

Das kommt im Grunde der Lehre gleich, dass
sämtliche göttliche Aktivität in Bezug auf
Heilung von der direkten Offenbarung durch den
Heiligen Geist geleitet ist, statt durch die Heilige
Schrift. Wie sollen die Kranken geheilt werden,
wenn es kein Evangelium (gute Nachricht) als
Basis für ihren Glauben zu verkündigen gibt?
Oder da Glaube bedeutet, dass man erwartet,
dass Gott Seine Verheißungen einlöst, wie kann
es irgendwelchen Glauben für Heilung geben,
wenn es keine Verheißung in der Bibel gibt, die
der Kranke auf sich anwenden kann? Die Bibel
sagt uns, wie Gott die Kranken heilt: "Er sandte
Sein Wort und machte sie gesund und ließ sie
ihren Gräbern entrinnen" (Psalm 107:20). Das
Wort Gottes, welches in den Gläubigen wirkt,
ist heilsam ihrem ganzen Leib." (siehe 1.
Thessalonicher 2:13 und Sprüche 4:22)

Glaube ruht auf mehr als reiner Fähigkeit

Wenn ein Millionär vor einem Publikum von
tausend Menschen ankündigen würde, dass er
in der Lage sei, jedem von ihnen tausend Dollar
zu schenken, wäre das für niemanden im
Publikum eine Basis für den Glauben, dass er
tatsächlich tausend Dollar bekommt. Glaube
kann nicht auf Fähigkeit ruhen. Wenn der
Millionär weiter sagen würde: "Ich werde fünfzig
Personen aus dem Publikum jeweils tausend
Dollar schenken", gäbe es immer noch keine
Basis für irgendwen im Publikum, Glauben für
die tausend Dollar zu haben. Wenn man
jemanden im Publikum fragen würde, ob er
"vollkommen davon überzeugt" ist, tausend
Dollar von dem Millionär zu bekommen, würde
die Antwort lauten: "Ich brauche das Geld und
ich hoffe, dass ich unter den Glücklichen bin,
doch sicher kann ich nicht sein." Sollte der
Millionär allerdings sagen: "Es ist mein Wille,
jedem von euch tausend Dollar zu schenken",
dann hätte jeder im Publikum einen Grund zum
Glauben und würde zweifellos zu dem reichen
Mann sagen: "Vielen Dank, ich werde mein Geld
annehmen."

Nun, nehmen wir einmal an, bei Gott gäbe es
ein Ansehen der Person und es sei Sein Wille,
nur einige von denen zu heilen, die der Heilung
bedürfen. Lasst uns einen Blick in die
Evangelien werfen und sehen, wie die Freunde
und Angehörigen der Kranken entschieden,
welche der Kranken sie zur Heilung zu Jesus
bringen sollten. "Als aber die Sonne unterging,
brachten alle, welche Kranke hatten mit
mancherlei Gebrechen, sie zu ihm, und er legte
einem jeden von ihnen die Hände auf und heilte
sie." (Lukas 4:40) Hier wurden die
Unglücklichen, wenn es denn welche davon
gab, gebracht und alle genauso geheilt wie all
die anderen. Sicher war es Gott, der Seinen
eigenen Willen tat und offenbarte. Wenn du dort
gewesen und krank gewesen wärest, wärest
auch du gebracht worden und zusammen mit
dem Rest geheilt worden, weil sie sie alle
brachten. Matthäus sagt uns in seinem Bericht
desselben Ereignisses, warum Jesus eine
Ausnahmen machte. Er heilte sie alle, "auf dass
erfüllt würde, was durch Jesaja gesagt ist, den
Propheten, welcher spricht: «Er hat unsere
Gebrechen weggenommen und unsere
Krankheiten getragen.» Das Wort unsere
bedeutet, dass jeder in das Opfer von Golgatha
eingeschlossen ist. Darum erfordert es die
Heilung aller, um die Prophetie zu erfüllen. Nicht
nur bei dieser Gelegenheit, sondern bei jeder
Gelegenheit bis heute heilt Er die Kranken, "auf
dass erfüllt würde, was durch Jesaja gesagt ist,
den Propheten, welcher spricht: «Er hat unsere
Gebrechen weggenommen und unsere
Krankheiten getragen.»

Mögen die Kranken die Evangelien durchgehen
und die vielen alle und wer auch immer
beachten und sie werden sehen, dass der
Erlösungssegen der Heilung für alle war.
Niemand hat jemals Jesus vergeblich um
Heilung gebeten. Keine Menschenmenge war je
groß genug, dass Jesus auch nur einen
Kranken übrig gelassen und ihn nicht geheilt
hätte.

Jesus heilte alle Krankheiten
Und Jesus durchzog ganz Galiläa, lehrte in
ihren Synagogen und predigte das Evangelium
von dem Reich und heilte alle Krankheiten und
alle Gebrechen im Volk. Und sein Ruf
verbreitete sich in ganz Syrien; und sie brachten
alle Kranken zu ihm, die mit mancherlei
Krankheiten und Schmerzen behaftet waren,
Besessene und Mondsüchtige und Lahme; und
er heilte sie. Und es folgte ihm eine große
Volksmenge nach aus Galiläa und aus dem
Gebiet der Zehn-Städte und aus Jerusalem und
Judäa und von jenseits des Jordan. (Matthäus
4:23-25)

Und Jesus durchzog alle Städte und Dörfer,
lehrte in ihren Synagogen, predigte das
Evangelium von dem Reich und heilte jede
Krankheit und jedes Gebrechen. Als er aber die
Volksscharen sah, jammerten sie ihn, weil sie
beraubt und vernachlässigt waren wie Schafe,
die keinen Hirten haben .... Da rief er seine
zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Vollmacht
über die unreinen Geister, sie auszutreiben, und
jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen.
(Matthäus 9:35-36; 10:1)

Beachte, dass es die Volksmengen waren, die
um Heilung baten, die das Aussenden neuer
Arbeiter in Seine Ernte zum Predigen und
Heilen erforderlich machte. Es dauerte nicht
lange bis siebzig weitere gebraucht wurden und
ausgesandt wurden, um zu predigen und zu
heilen.
Jesus aber, da er es merkte, zog sich von dort
zurück; und es folgten ihm viele nach, und er
heilte sie alle. (Matthäus 12:15)

Als nun Jesus hervorkam, sah er eine große
Menge und erbarmte sich über sie und heilte
ihre Kranken. (Matthäus 14:14)

Und sie fuhren hinüber und kamen in das Land
Genezareth. Und da ihn die Männer dieser
Gegend erkannten, sandten sie in die ganze
Umgegend und brachten alle Kranken zu ihm.
Und sie baten ihn, dass sie nur den Saum
seines Kleides anrühren dürften; und so viele
ihn anrührten, die wurden ganz gesund.
(Matthäus 14:34-36)

Und er stieg mit ihnen hinab und stellte sich auf
einen ebenen Platz mit einer großen Schar
seiner Jünger und einer großen Menge Volkes
aus ganz Judäa und von Jerusalem und von der
Meeresküste, von Tyrus und Zidon, die
gekommen waren, um ihn zu hören und geheilt
zu werden von ihren Krankheiten; und die,
welche von unreinen Geistern geplagt waren,
wurden geheilt. Und alles Volk suchte ihn
anzurühren, denn Kraft ging von ihm aus und
heilte alle. (Lukas 6:17-19)

Wir sehen durch die ganzen Evangelien
hindurch, dass wiederholt festgestellt wird, dass
alle Kranken zu Jesus gebracht wurden,
einschließlich all der Unglücklichen, wenn es
denn welche gab. Wenn es nach der modernen
Tradition Gottes Wille ist, dass die Kranken zu
Seiner Verherrlichung geduldig krank bleiben,
ist es dann nicht seltsam, dass nicht ein einziger
aus dieser Gruppe unter all den
Menschenmengen war, die zu Jesus gebracht
wurden, um geheilt zu werden? Indem er den
Epileptiker heilte (Markus 9:14-29) bewies
Jesus es als den Willen des Vaters, selbst
diesen zu heilen, den die Jünger, die göttlich
beauftrag waren, Dämonen auszutreiben, nicht
zu befreien vermocht hatten. Wir sehen an
diesem Vers, dass es falsch gewesen wäre,
aufgrund dieses Versagens der Jünger Gottes
Heilungswillen in Frage zu stellen und zu lehren,
dass Gott nicht bereit ist, zu heilen. Jesus
zeigte, indem er den Epileptiker dennoch heilte,
dass dieses Versagen nichts als Unglauben
bewies. Petrus beschreibt nach dreieinhalb
Jahren fortwährender Verbindung mit dem Herrn
dessen irdischen Dienst mit dieser kurzen
Aussage: "Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit
heiligem Geist und Kraft gesalbt hat, welcher
umherzog, indem er wohltat und alle heilte, die
vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war
mit ihm." (Apostelgeschichte 10:38)

So sehen wir nun in all den oben genannten und
vielen anderen Schriftstellen, die zeigen, dass
Er sie alle heilte, den offenbarten Willen Gottes
für unseren Körper und die Antwort auf die
Frage: "Ist Heilung für alle?"

Mitfühlende Liebe Jesus' vorherrschendes
Motiv

Viele sind in unseren Tagen gelehrt worden,
dass Jesus Seine Heilungswunder nur tat um
Seine Macht zu zeigen und Seine Göttlichkeit zu
beweisen. Das mag wahr sein, aber es ist bei
weitem nicht die ganze Wahrheit. Er hätte nicht
alle heilen müssen um Seine Macht zu
demonstrieren. Schon ein paar herausragende
Fälle hätten da gereicht und Seine Macht
bewiesen. Doch die Bibel zeigt uns, dass Er
aufgrund Seines Mitgefühls heilte und um
Prophetie zu erfüllen. Andere lehren, dass Er
die Kranken heilte um Sich bekannt zu machen,
doch in Matthäus 12:15-16 lesen wir: "Jesus
aber, da er es merkte, zog sich von dort zurück;
und es folgten ihm viele nach, und er heilte sie
alle. Und er gebot ihnen, ihn nicht offenbar zu
machen."

Einige, die zugeben müssen, dass Jesus alle
heilte, die zu Ihm kamen, argumentieren dass
Jesajas Prophetie über das Tragen unserer
Krankheiten sich nur auf Seinen irdischen
Dienst bezieht, dass diese universale
Manifestation Seines Mitgefühls etwas
Spezielles war und keine Offenbarung des
unveränderlichen Willens Gottes. Doch die Bibel
lehrt deutlich, dass Er nur zu wirken und zu
lehren begann, was nach Seiner Himmelsfahrt
nicht nur fortgeführt, sondern erweitert werden
sollte.

Nachdem Christus dreieinhalb Jahre lang alle
geheilt hatte, die zu ihm kamen, sagte Er: "Es
ist gut (vorteilhaft) für euch, dass ich weggehe."
(Johannes 16:7) Wie hätte dies wahr sein
können wenn Sein Weggehen Seinen Dienst an
den Kranken modifiziert hätte?

Den Unglauben erwartend, mit der diese
wunderbare Verheißung aufgenommen werden
würde, stellte Er Seiner Verheißung, nach
Seiner Erhöhung dieselben und größere Werke
weiterhin zu tun, die Worte "Wahrlich, wahrlich"
voran. "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer
an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die
ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich
zu meinem Vater gehe. Und (wie sollen wir sie
tun?) was ihr auch in meinem Namen bitten
werdet, will ich tun, auf dass der Vater
verherrlicht werde in dem Sohn." (Johannes
14:12-13) Mit anderen Worten: Wir sollen sie
tun indem wir Ihn bitten, sie zu tun.

Er hat nicht gesagt "geringere Werke", sondern
"die Werke" und "größere Werke". Für mich sind
diese Worte von den Lippen Christi eine
vollkommene Antwort an all die Gegner und all
ihre Bücher und Artikel gegen göttliche Heilung.

"Es steht geschrieben" war Christi Methode als
Er dem Teufel widerstand. William Jennings
Bryan hat so wunderbar gefragt: "Da Christus
gesagt hat Es steht geschrieben und der Teufel
gesagt hat Es steht geschrieben, warum kann
da der Prediger nicht auch sagen: Es steht
geschrieben?"
Die Weisheit der Urgemeinde

Die Urgemeinde hat Christus beim Wort
genommen und vereint für Zeichen und Wunder
der Heilung gebetet bis "der Ort erbebte, an
dem sie versammelt waren". Dann "trug man die
Kranken auf die Gassen hinaus und legte sie
auf Betten und Bahren .... Es kamen aber auch
viele aus den umliegenden Städten in
Jerusalem zusammen und brachten Kranke und
von unreinen Geistern Geplagte; die wurden alle
geheilt." (Apostelgeschichte 5:15-16). Alles, was
Jesus zu tun und zu lehren begonnen hatte,
führte Er hier von der Rechten Gottes aus durch
"Seinen Leib, die Gemeinde" weiter, ganz
gemäß Seiner Verheißung. Einige sagen: "Oh,
das war nur zu Anfang der Apostelgeschichte,
damit ihr Wort über die Auferstehung von
Christus bestätigt wurde."

Lasst uns daher zum letzten Kapitel der
Apostelgeschichte gehen und lesen, wie Paulus
dreißig Jahre später auf der Insel Malta den
Vater des Publius heilte und "daraufhin auch die
übrigen Kranken auf der Insel herbei kamen und
sich heilen ließen." (Apostelgeschichte 28:8-9)

Im allerletzten Kapitel der Apostelgeschichte,
die das einzige unvollendete Buch im Neuen
Testament ist, ist es immer noch der Wille
Gottes, zu heilen nicht einige, sondern alle.
Die Werke des Heiligen Geistes

Der Heilige Geist, den Christus als Seinen
Nachfolger und Sein Ausführungsorgan sandte,
nahm Besitz von der Gemeinde, die der Leib
Christi ist. Er zeigte dieselbe Heilungskraft nach
Pfingsten, die Christus zuvor gezeigt hatte und
große Menschenmengen wurden geheilt. In den
Evangelien wie in der Apostelgeschichte lesen
wir nie von jemandem, der um Heilung gebeten
hätte und abgewiesen worden wäre. Menschen
haben dieses Buch "Apostelgeschichte"
genannt (oder im Englischen: Acts of the
Apostles = Werke der Apostel, Anm. d. Ü.). Ein
besserer und wahrerer Name für dieses Buch
wäre "Die Werke des Heiligen Geistes". Es
berichtet über die Werke des Heiligen Geistes
sowohl durch andere als auch durch die
Apostel. Philippus und Stephanus, die keine
Apostel waren, wurden genauso herrlich
gebraucht wie Petrus und Johannes. Der Heilige
Geist kam, um für uns all die Segnungen zu
vollstrecken, die durch Christi Erlösungswerk
erkauft worden waren und durch die sieben
Erlösungsnamen Gottes zugesichert waren. Er
hat nie auch nur ein Stück das Interesse an dem
Werk verloren, das Er zu tun kam. Wenn du
wissen willst, wie Er heute wirken will, dann lies,
wie Er damals gewirkt hat. Die
Apostelgeschichte zeigt uns, wie Er wirken will
durch alle Zeitalter hindurch, bis zum Ende.

Es war der Heilige Geist, der all die
Heilungswunder von der Hand Christi wirkte.
Jesus hat nie ein Wunder gewirkt bis der Heilige
Geist, der Wunder-Wirker, auf Ihn kam. Danach
trieb Er in vollkommenem Vertrauen auf den
Heiligen Geist Dämonen aus und heilte die
Kranken. Die Wunder Christi wurden alle durch
den Geist gewirkt, noch bevor Sein eigenes
Zeitalter begonnen hatte und bevor Er offiziell in
Sein Amt eingetreten war. Warum sollte der
Heilige Geist, der schon alle Kranken heilte
bevor Seine eigene "Amtsperiode" begann,
weniger tun nachdem Er in Sein Amt eingetreten
war? Hat der Wunder- Wirker Sein Amt
angetreten um Wunder während Seiner eigenen
Amtsperiode abzuschaffen?

Sind die Lehren und Handlungsweisen der
Gemeinde in Bezug auf Heilung in dieser
lauwarmen Laodicea-Periode der Geschichte
ein wahrerer Ausdruck des Willens Gottes als
die Lehren und Handlungsweisen der
Urgemeinde, die noch unter dem vollen Einfluss
des Geistes stand? Ganz entschieden nicht! Ich
zögere nicht, zu sagen, dass die moderne
Theologie den Heiligen Geist eines Teils Seines
Dienstes beraubt hat.

Die gegenwärtige Haltung von Christus

Wenn wir nun zusammenfassen, was bisher
geschrieben wurde, haben wir aus vielen
Blickwinkeln eine Offenbarung von der
mitfühlenden Haltung Christi gegenüber unseren
Krankheiten und Gebrechen seit Seiner
Erhöhung zur Rechten Gottes.
Wir beschäftigen uns jetzt nicht mehr mit der
Vergangenheit, sondern nur mit Christi
gegenwärtiger Haltung gegenüber Krankheit
und Gebrechen.

1. Die gegenwärtige Haltung von Christus wird
vollkommen durch Seinen Erlösungsnamen
Jehovah Rapha offenbart. Sein Erlösungsname
kann sich nicht verändern. Jeder wird zugeben,
dass Seine anderen sechs Erlösungsnamen
eine Offenbarung Seiner gegenwärtigen Haltung
bezüglich des Spendens des Segens ist, den
jeder Name offenbaren sollte. Mit welcher Logik
können wir annehmen, dass Er Sein Amt als
Heiler abgelegt hat, das durch den Namen
Jehovah Rapha offenbart wird?

2. Seine gegenwärtige Haltung wird auch
vollkommen durch Seine eigene, definitive
Verheißung offenbart, Seinen Heilungsdienst in
Beantwortung der Gebete der Gläubigen
weiterzuführen und auszudehnen während Er
zur Rechten Gottes sitzt. "Wahrlich, wahrlich,
ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird die
Werke auch tun, die ich tue, und wird größere
als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe.
Und was ihr auch in meinem Namen bitten
werdet, will ich tun, auf dass der Vater
verherrlicht werde in dem Sohn." (Johannes
14:12-13)

3. Seine gegenwärtige Haltung wird durch Seine
eigene Erfüllung der obigen Verheißung
offenbart, die in der Apostelgeschichte
überliefert wird. Selbst im allerletzten Kapitel,
dreißig Jahre nach Seiner Himmelfahrt, lesen
wir: "Daraufhin kamen auch die übrigen
Kranken auf der Insel herbei und ließen sich
heilen." (Apostelgeschichte 28:9)

4. Seine gegenwärtige Haltung wird durch die
Tatsache offenbart, dass Heilung ein Teil des
Evangeliums in dem großen Missionsauftrag ist,
den Jesus uns zu predigen beauftragt hat.
Diesem Missionsauftrag folgt die Verheißung
"Kranken werden sie die Hände auflegen und
sie werden sich wohl befinden." (Markus 16:15,
18)

5. Seine gegenwärtige Haltung wird durch die
Tatsache offenbart, dass Sein Vertretungswerk
auf Golgatha für all diejenigen war, die während
der Zeit Seiner Erhöhung zur Rechten des
Vaters auf der Erde leben. Wir haben in der
vorherigen Predigt gesehen, dass wie auch in 3.
Mose berichtet wird, alle Krankheiten auf dem
Fundament des Sühneopfers geheilt wurden.
Matthäus sagt uns, dass das Sühneopfer der
Grund dafür war, dass Christus keine
Ausnahmen machte unter den Kranken, die zu
Ihm kamen und um Heilung baten.

6. Seine gegenwärtige Haltung wird durch den
deutlichen Auftrag offenbart, "jeden Kranken" in
der Gemeinde zu heilen während Er beim Vater
ist, um Salbung und Gebet zu bitten mit der
Verheißung "Der Herr wird ihn aufrichten"
(Jakobus 5:14-15). Meint er, dass wir mit oder
ohne Glauben beten sollen? Wie können wir
"das Gebet des Glaubens" sprechen wenn es
nicht Sein Wille ist, zu heilen? Fordert Er uns
auf, für etwas zu beten, das Er nicht tun wird?
Genau hier werden selbst einfache
Gemeindemitglieder aufgefordert, einander ihre
Sünden zu bekennen und mit derselben
Bestimmtheit füreinander um Heilung zu beten,
mit der Elia um Regen gebetet hat (Jakobus
5:16-18). Würde Gott uns auffordern, Fürbitte
für etwas zu leisten, wenn es gar nicht
Sein Wille ist, das zu tun? Ganz sicher nicht!

7. Seine gegenwärtige Haltung wird auch durch
die Tatsache offenbart, dass Er seit Seiner
Erhöhung in der Gemeinde Lehrgaben, Gaben
der Wunderwirkungen, Gaben der Heilungen
etc. eingesetzt hat. Dies war für die Fortführung
"derselben Werke" und der "größeren Werke",
von denen Er verheißen hatte, sie von der
Rechten Gottes aus weiterzuführen. Die
Geschichte berichtet uns von der Manifestation
dieser wunderbaren Gaben seit den Tagen der
Apostel bis in die Gegenwart.

Das unveränderliche Mitgefühl von Jesus

8. Seine gegenwärtige Haltung gegenüber
unserer Krankheit wird auch wunderbar durch
die Tatsache offenbart, dass Sein Mitgefühl seit
Seiner Erhöhung weder zurückgezogen noch
modifiziert wurde.
In einer späteren Predigt über das Thema des
Mitgefühls des Herrn werden wir sehen, dass
unser Herr während Seines irdischen Dienstes
überall von Mitgefühl bewegt wurde und alle
heilte, die Heilung brauchten. Dasselbe
griechische Wort, das mit "Gnade" übersetzt
wird, wird auch wiederholt mit "Mitgefühl"
übersetzt, denn das ist dasselbe. Als zwei
Blinde Jesus um Gnade baten, war Jesus von
Mitgefühl bewegt und heilte sie.

Da körperliche Heilung im Neuen Testament
immer und überall eine Gnade ist (und es
Gnade oder Mitgefühl waren, die Ihn bewegten,
alle zu heilen die zu Ihm kamen), ist dann nicht
die Verheißung immer noch wahr, dass Er
"reich an Gnade gegenüber allen" ist, die Ihn
anrufen? Bietet nicht dieses herrliche Zeitalter
des Evangeliums den Leidenden genauso viel
Gnade und Mitgefühl an wie das dunklere
Zeitalter? Reverend Kenneth Mackenzie, ein
geachteter Lehrer und Autor der
Episkopalkirche, fragt zu diesem Punkt: "Könnte
das liebende Herz des Sohnes Gottes, der
Mitgefühl mit den Kranken hatte und alle heilte,
die der Heilung bedurften, aufhören die Leiden
der Seinen zu beachten, nachdem Er zur
Rechten Gottes erhöht worden war?"

Ist es nicht seltsam, dass irgendjemand in
diesem besseren Zeitalter der Gnade eine
Position einnimmt, die gleichbedeutend mit der
Aussage ist, dass die Manifestation von Christi
Mitgefühl den Kranken gegenüber seit Seiner
Verherrlichung zurückgezogen oder selbst
modifiziert wurde? Wenn Gott nicht genauso
willig ist, Seinen Anbetern die Gnade der
Heilung zu zeigen wie Er bereit ist, Seinen
Feinden die Gnade der Vergebung zu zeigen,
dann gewährt Er den Kindern des Teufels
bereitwilliger Mitgefühl als Seinen eigenen. Die
Bibel leugnet das aber indem sie sagt: "Die
Gnade (das Mitgefühl) des Herrn währt von
Ewigkeit zu Ewigkeit (nicht nur über dem Sünder
allein, sondern) über denen, die Ihn fürchten."
Er liebt Sein eigenes, krankes und leidendes
Kind noch mehr als den Sünder. Dank sei Gott,
dass "seine Gnade ewiglich währt und seine
Treue von Geschlecht zu Geschlecht." (Psalm
100:5)

Segnungen für alle

9. Die gegenwärtige Haltung von Christus wird
auch durch die Tatsache offenbart, dass im
Jubeljahr des Alten Testaments (3. Mose
25:28), das Jesus in Lukas 4:19 auf das
Zeitalter des Evangeliums überträgt, jeder
wieder zu seinem Besitz kommen sollte. Die
Segnungen des Jubeljahres waren für jeden. Im
Zeitalter des Evangeliums sind dessen
Segnungen für "die ganze Schöpfung". Darauf
gehen wir in der nächsten
Predigt noch ausführlicher ein.

10. Seine gegenwärtige Haltung wird auch
durch die Tatsache offenbart, "dass Er uns (uns
alle) vom Fluch des Gesetzes erlöst hat"
(Galater 3:13). Wir haben in der vorherigen
Predigt gesehen, dass dieser Fluch all die
Krankheiten umfasste, die im Lauf der
Geschichte bekannt waren. Wie kann Gott uns
rechtfertigen und zugleich erwarten, dass wir
unter dem Fluch bleiben, von dem Er uns erlöst
hat?

Die Anzahlung der vollständigen Erlösung

11. Seine gegenwärtige Haltung wird auch
durch die Tatsache offenbart, dass der Heilige
Geist und Sein Werk in uns "das Pfand unseres
Erbes ist bis zur Erlösung des erkauften
Eigentums" (Epheser 1:14). Wir haben bereits
herausgearbeitet, dass unsere ewige
Bestimmung sowohl geistlicher als auch
körperlicher Natur ist und dass es unsere
Erlösung daher auch sein muss. Darum können
wir unser vollständiges Erbe erst am
kommenden Tag der Erlösung empfangen.
Doch Dank sei Gott haben wir durch die
Erfüllung mit dem Heiligen Geist jetzt schon die
"Anzahlung" bekommen. Paulus sagt uns, dass
wir "die Erstlingsfrüchte des Geistes "haben.
(Römer 8:23) Diese manifestieren sich sowohl
geistlich als auch körperlich. Die
"Erstlingsfrüchte des Geistes" beinhalten die
Anzahlung der Unsterblichkeit. Das ist ein
Vorgeschmack der Auferstehung. Da unsere
Körper Glieder Christi sind, ist Sein
verherrlichtes körperliches Leben genauso
wahrhaft mit unserem Körper verbunden wie
Sein geistliches Leben mit unserem Geist
verbunden ist. Dasselbe Leben, das den
Weinstock durchströmt, ist auch in den Reben.
In Christus, dem "wahren Weinstock", ist sowohl
geistliches als auch körperliches Leben. Nur
indem in unseren Körper etwas von demselben
Leben einströmt, das Er uns bei der
Auferstehung zuströmen lassen wird, kann der
Geist die Erstlingsfrucht unseres Erbes für den
Körper sein. Da unser Erbe einen verherrlichten
Körper enthält, was muss da die Anzahlung
sein? Dank sei Gott ist es, "damit auch das
Leben Jesu offenbar werde an unserem
sterblichen Fleisch". (2. Korinther 4:11) Sein
unsterbliches Leben berührt unseren sterblichen
Körper mit einem Vorgeschmack der Erlösung.
Das befähigt uns, unseren Lauf zu vollenden,
damit wir "einen vollen Lohn empfangen".

12. Offenbart nicht die Natur selbst die
gegenwärtige Haltung von Christus bezüglich
der Heilung unseres Körpers? Überall heilt die
Natur oder versucht zumindest ihr Bestes, um
zu heilen. Sobald Krankheitskeime in unseren
Körper hineinkommen, beginnt die Natur, sie
auszustoßen. Brich dir einen Knochen oder
schneide dir in den Finger und die Natur wird ihr
Äußerstes tun um zu heilen, und das
gewöhnlich erfolgreich. Nun, hat Gott die Natur
aufgefordert, gegen Seinen eigenen Willen zu
rebellieren? Wenn Krankheit der Wille Gottes für
Seine Kinder ist, würde es dann nicht ganz
danach aussehen?

Gebraucht Gott körperliche Leiden?
Wenn Krankheit, wie einige meinen, der Wille
Gottes für Seine treuen Kinder ist, dann ist es
eine Sünde, wenn sie sich auch nur wünschen,
wieder gesund zu sein. Ganz zu schweigen von
den Tausenden von Dollar, die ausgegeben
werden, um Seine Absicht zunichte zu machen.
Ich danke Gott wirklich für all die Hilfe, die
Leidenden je durch Ärzte, Chirurgen,
Krankenhäuser und Krankenschwestern zuteil
geworden ist. Wenn Krankheit der Wille Gottes
ist, dann ist nach dem Zitat eines Schreibers
"jeder Arzt ein Gesetzesbrecher, jede
ausgebildete Krankenschwester widersetzt sich
dem Allmächtigen und jedes Krankenhaus ist
ein Haus der Rebellion statt ein Haus des
Erbarmens." Wenn das wahr wäre, dürften wir
keine Krankenhäuser unterstützen, sondern
müssten stattdessen unser Möglichstes tun, um
sie alle zu schließen.

Wenn die moderne Theologie derer, die lehren,
dass Gott möchte, dass einige Seiner Anbeter
zu Seiner Verherrlichung krank bleiben,
stimmen würde, dann hat Jesus während
Seines irdischen Dienstes nie gezögert, Gott
den Vater all der Herrlichkeit zu berauben indem
Er alle heilte, die zu Ihm kamen.
Gleichermaßen hat der Heilige Geist Ihn aller
nur möglichen Verherrlichung beraubt indem Er
all die Kranken in den Straßen Jerusalems
heilte. Und auch Paulus hätte dann Gott aller
Herrlichkeit beraubt indem er alle Kranken auf
der Insel Malta heilte.

Viele argumentieren heutzutage, dass Gott
selbst die Gehorsamen peinigt und machen
Krankheit dadurch zu einem Liebespfand
unseres Himmlischen Vaters. Wenn das
stimmen würde, warum sollten wir dann
versuchen, dieses Liebespfand loszuwerden?
Warum betet der Krebskranke nicht um einen
zweiten derartigen Segen für sich und bittet Ihn,
doch auch seine Frau und Kinder, seine Eltern
und seine Nachbarn etc. zu segnen?

Züchtigt Gott nicht manchmal Seine Kinder
durch Krankheit? Ganz entschieden Ja! Wenn
wir Gott ungehorsam sind, mag Krankheit durch
die liebende Disziplinierung des Vaters
zugelassen werden. Doch Gott hat uns gesagt,
wie wir das vermeiden und abwenden können:
"Denn wenn wir uns selbst richteten, würden wir
nicht gerichtet werden; werden wir aber vom
Herrn gerichtet, so geschieht es zu unserer
Züchtigung, damit wir nicht samt der Welt
verdammt werden." (1. Korinther 11:31- 32)
Diese Züchtigungen sollen uns vor der
endgültigen Verdammnis bewahren. Wenn wir
den Grund für die Züchtigung erkennen und uns
davon abwenden, dann verheißt Gott, dass sie
zurückgezogen wird. Sobald wir "uns selbst
richten" oder unsere Lektion gelernt haben,
lautet die absolute Verheißung, dass wir "nicht
gerichtet werden". Indem wir uns selbst richten
vermeiden wir Züchtigung. Göttliche Heilung ist
nicht allen Christen bedingungslos zugesagt,
ungeachtet ihres Verhaltens. Sie ist für jene, die
glauben und gehorchen. "Alle Pfade des Herrn
sind Gnade und Wahrheit denen, die seinen
Bund und seine Zeugnisse bewahren." (Psalm
25:10)
13. Die Haltung unseres Herrn wird uns auch
durch die Tatsache gezeigt, dass Er erschienen
ist "um die Werke des Teufels zu zerstören" (1.
Johannes 3:8). Denke nur daran, dass Er den
Himmel verlassen und den schrecklichen
Wechsel zur Menschwerdung durchlaufen hat
und denke an all die Leiden und Opfer, die dann
folgten. Was war die Absicht, die Ihn bei alldem
bewegte? Die Bibel gibt uns die Antwort. "Dazu
ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die
Werke des Teufels zerstöre." Diese Absicht
beinhaltete die Heilung aller, die vom Teufel
überwältigt waren (Apostelgeschichte 10:38).
Hat Er diese Absicht, die Er selbst beibehielt als
er im Garten Gethsemane Blut schwitzte und
an der Er auch während der schrecklichen
Folter auf Golgatha festhielt seit Seiner
Verherrlichung preisgegeben? Will Er, dass die
Werke des Teufels, die Er einstmals zerstören
wollte, in unserem Körper bleiben? Kann es
sein, dass Er jetzt einen Krebs, eine Seuche,
einen Fluch, die Werke des Teufels in den
Gliedern Christi und den Tempeln des Heiligen
Geistes haben will? Ist es nicht vielmehr Sein
Wille, jeden Teil des "Leibes Christi" zu heilen?
Wenn nicht, warum hat er dann bestimmt, dass
die Kranken in Seinem Namen zur Heilung
gesalbt werden sollen?

Da "der Leib für den Herrn ist" und "ein
lebendiges Opfer für den Herrn" sollte Er da
nicht lieber einen gesunden Körper haben als
einen beschädigten? Wenn nicht, wie kann Er
uns dann "ausrüsten mit allem Guten um Seinen
Willen zu tun"? (Hebräer 13:21) Es ist Gottes
ausdrücklicher Wille, dass wir "überreich sind zu
jedem guten Werk" (2. Korinther 9:8), "zu jedem
guten Werk zubereitet" (2. Timotheus 2:21), "zu
jedem guten Werk ausgerüstet" (2. Timotheus
3:17), "fleißig zu guten Werken" (Titus 2:14) und
"uns guter Werke zu befleißigen" (Titus 3:8). Gilt
das nur für gesunde Männer und Frauen? Wenn
es für alle gilt, dann muss er die Kranken heilen,
damit es ihnen möglich ist. Kein Mensch kann
"überreich sein zu jedem guten Werk" wenn er
an ein Krankenzimmer gefesselt ist.

Pauschale Erlösung

14. Seine gegenwärtige Haltung wird auch
durch die Bedeutung des Wortes Erlösung
offenbart. Das Wort soteria, das griechische
Wort für Erlösung, impliziert Befreiung,
Bewahrung, Heilung, Gesundheit und
Unversehrtheit. Im Neuen Testament wird es
manchmal auf die Seele, an anderen Stellen
aber auch auf den Körper allein bezogen. Das
griechische Wort sozo, das mit "erlöst" übersetzt
wird, bedeutet ebenfalls "geheilt", "heil
gemacht", "ganz gemacht". In Römer 10:9 wird
es mit "gerettet" übersetzt und in
Apostelgeschichte 14:9 mit "geholfen" und
bezieht sich auf die Heilung des Mannes, der
seit seiner Geburt gelähmt war. Beide
griechischen Worte für Erlösung und erlöst
bedeuten sowohl geistliche als auch körperliche
Erlösung oder, mit anderen Worten, geistliche
und körperliche Heilung. Paulus sagt in Epheser
5:23 dass Christus "des Leibes Retter" ist.
Gilt das nun für einige oder für alle?
Dr. Scofield sagt in seiner Fußnote über das
Wort Erlösung: "Erlösung ist das große,
pauschale Wort des Evangeliums, das in sich
alle Erlösungshandlungen und
Erlösungsprozesse vereint." Das Wort beinhaltet
daher unseren Besitz und unser Genießen all
der Segnungen, die durch Seine sieben
Erlösungsnamen offenbart werden. Diese
Namen sollen uns zeigen, was unsere Erlösung
alles beinhaltet. Darum ist es das Evangelium
sowohl der Heilung des Körpers als auch der
Seele, das "die Kraft Gottes zur Rettung für
jeden ist, der glaubt, zuerst für den Juden, dann
auch für den Griechen." Derselbe Herr über
alles ist großzügig gegenüber allen, die Ihn
anrufen."
Kapitel 4

Das Mitgefühl des Herrn

Gnädig und barmherzig ist der Herr, geduldig
und von großer Güte! Der Herr ist gegen alle
gütig, und seine Barmherzigkeit erstreckt sich
über alle seine Werke. (Psalm 145:8-9)

Im Studium des Mitgefühls des Herrn haben wir
eine vollkommene Offenbarung der Bereitschaft
des Herrn, zu heilen. Während seines irdischen
Dienstes war Er überall von Mitgefühl bewegt
und heilte alle, die der Heilung bedurften. Es ist
dieser selbe Jesus, der, nachdem Er gesagt
hatte "es ist gut für euch, dass ich weggehe" nun
zur Rechten Gottes sitzt, damit Er ein gnädiger
(mitfühlender) und treuer Hohepriester für uns
ist.

In der Bibel bedeuten Gnade und Mitgefühl
dasselbe. Das hebräische Substantiv rachamin
wird sowohl mit "Gnade" als auch mit "Mitgefühl"
übersetzt. Das griechische Verb eleeo wird
übersetzt mit "Gnade haben" und "Mitgefühl
haben". Und gleichermaßen wird das griechische
Adjektiv eleemon mit "gnädig-mitfühlend"
definiert. Mitgefühl zu haben bedeutet, zärtlich
zu lieben, Erbarmen haben, Gnade zeigen und
voller eifriger Sehnsucht zu sein.
Gottes größtes Attribut ist Liebe

Der obige Text beginnt mit den Worten "Gnädig
und barmherzig ist der Herr, geduldig und von
großer Güte". Diese Aspekte des Wesens
Gottes werden durch die Bibel hindurch wieder
und wieder zum Ausdruck gebracht. Gottes
größtes Attribut ist Liebe und zwar ist das
verbunden mit Seiner Vaterschaft. Die
auffälligsten Aussagen in der Bibel über unseren
himmlischen Vater sind die Erklärungen über
Seine Liebe, Seine Gnade und Sein Mitgefühl.
Es gibt keinen Aspekt des Charakters Gottes,
der den Glauben so inspiriert wie dieser. In
unseren Erweckungsversammlungen habe ich
den Glauben himmelhoch wachsen sehen wenn
die Wahrheit von Gottes gegenwärtiger Liebe
und Mitgefühl dem Verstand und den Herzen der
Menschen zu dämmern begann. Es geht nicht
um das, was Gott tun kann, sondern um das,
wovon wir wissen, dass Er Sich danach sehnt,
es zu tun, was unseren Glauben inspiriert.

Indem Er sein Mitgefühl überall durch das Heilen
der Kranken zeigte, enthüllte Jesus das
leidenschaftliche Herz Gottes gegenüber dem
Volk. Die Menschenmengen kamen zu Ihm und
baten um Hilfe. Wie hinterlistig Satan doch daran
gearbeitet hat, diese herrliche Tatsache vor den
Menschen zu verbergen! Er hat die unbiblische,
unlogische und abgenutzte Aussage verbreitet,
dass das Zeitalter der Wunder vorbei ist bis er
fast erfolgreich das Mitgefühl Gottes vor den
Augen der Welt verfinstert hat. Die moderne
Theologie betont die Macht Gottes mehr als Sein
Mitgefühl und seine Kraft mehr als die großartige
Tatsache, dass "die überwältigende Größe
Seiner Macht" für uns ist. Doch die Bibel dreht
dies um und betont stärker Seine Bereitschaft,
Seine Kraft zu gebrauchen als die Kraft selbst.
An keiner Stelle sagt die Bibel "Gott ist Kraft",
doch sie sagt sehr wohl "Gott ist Liebe". Es ist
nicht Glauben an Gottes Macht, der uns Seine
Segnungen sichert, sondern Glauben an Seine
Liebe und Seinen Willen.

Gottes Liebe wird von der modernen Theologie
verschleiert

Die erste Aussage in unserem obigen Text
lautet: "Gnädig und barmherzig ist der Herr", was
bedeutet, dass Er geneigt ist, Seine Gunst zu
erweisen. Diese herrliche Tatsache, die mit
solcher Brillanz durch die ganze Bibel hindurch
scheint, ist von der modernen Theologie derart
verschleiert worden, dass wir überall nur hören
"Der Herr ist fähig" statt "Der Herr ist gnädig".

Hunderte Heilungsbedürftige sind zu uns
gekommen oder haben uns geschrieben und
über ihre Befreiungsbedürftigkeit gesagt: "Der
Herr ist fähig." Sowohl ihre Lehren als auch ihr
Mangel an Lehre haben sie davon abgehalten,
zu erkennen, dass der Herr auch willig ist. Wie
viel Glauben erfordert es, zu sagen, der Herr sei
fähig? Der Teufel weiß sogar, dass Gott fähig ist
und er weiß auch, dass Er willig ist. Doch er hat
die Menschen davon abgehalten, letzteres zu
erkennen. Satan ist bereit, uns die Macht des
Herrn hervorheben zu lassen, weil er weiß, dass
das keine ausreihende Basis für den Glauben
ist, das Mitgefühl und die Bereitschaft des Herrn
aber sehr wohl.

Bevor wir für die Heilung von Menschen beten
müssen wir sie das Wort Gottes lehren, bis sie
sagen können: "Der Herr ist gnädig" statt "Der
Herr ist fähig". Genau das musste Jesus tun
bevor er den Aussätzigen heilen konnte, der
sagte: "Wenn du willst, kannst du mich heilen."
Er zeigte ihm Seine Bereitschaft, damit der Mann
wirklich Heilung erwarten konnte.

In der vorhergehenden Predigt haben wir viele
biblische Beweise für die gegenwärtige
Heilungsbereitschaft des Herrn aufgeführt. Doch
selbst wenn wir von der Aussage "Er ist fähig" zu
der Aussage "Er ist willig" voranschreiten
können, ist das nicht genug. Das Wort willig ist
zu zahm um Gottes gnädige Haltung uns
gegenüber umfassend zum Ausdruck zu
bringen. "Er hat Lust an der Gnade" (Micha
7:18). Seine Haltung wird in 2. Chronik 16:9
ausführlicher dargestellt: "Denn die Augen des
Herrn durchstreifen die ganze Erde, um sich
mächtig zu erzeigen an denen, die von ganzem
Herzen ihm ergeben sind." Dieser Text zeigt
unsren Herrn als nicht nur willig, sondern
begierig, Seinen Segen mächtig auf alle
auszugießen, die es Ihm möglich machen. "Die
Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde"
oder mit anderen Worten: Er jagt ständig nach
Gelegenheiten, Sein wohlwollendes Herz zu
erfreuen, weil Er Lust an der Gnade hat.

Wohlwollen ist das große Attribut Gottes. Wenn
du Ihm gefallen willst, räume die Hindernisse aus
dem Weg, damit Er Sein Wohlwollen ausführen
kann. Er ist unendlich gut. Er existiert für immer
in einem Zustand der vollkommenen Hingabe,
Segnungen auf Seine Geschöpfe auszugießen,
wenn sie es Ihm möglich machen. Jeder kann
das tun. Stelle dir einmal vor, der große
Pazifische Ozean würde hoch über uns empor
gehoben. Denke nur, welchen Druck er auf jede
Erdspalte ausüben würde, um ein Ventil zu
finden, durch das er sein Wasser über die ganze
Erde ausströmen lassen könnte. Dann hast du
ein Bild für Gottes wohlwollende Haltung uns
gegenüber.

Eine ernste Herausforderung

Nachdem du zuerst richtig aufgeklärt worden
bist, fordere ich dich als Leser heraus, dich
selbst an dem Punkt zu platzieren, wo Gottes
Gnade dich erreichen kann ohne dass Er die
herrlichen Prinzipien Seiner moralischen
Herrschaft verletzen muss. Dann warte und sieh,
ob du nicht eine absolut überwältigende
Demonstration Seiner Liebe und Gnade erleben
wirst. Der Segen wird fließen bis du die Grenzen
deiner Erwartungen erreicht hast. Kornelius
brachte sich selbst an den Punkt, an dem Gottes
Gnade ihn erreichen konnte, indem er zu Petrus
sagte: "So sind wir nun alle vor Gott
gegenwärtig, zu hören alles, was dir von Gott
aufgetragen ist." Er erlebte Gottes Güte so sehr,
dass er nicht einmal abwarten konnte, bis Petrus
seine Predigt beendet hatte. Sobald Petrus
genug gesagt hatte um eine Basis für seinen
Glauben zu bilden, fiel der Segen nieder.

Gott ist nicht nur fähig, sondern Er ist auch willig,
"weit mehr zu tun als wir bitten oder verstehen."
Seine Liebe ist so groß, dass sie nicht
vollkommen zufrieden gestellt sein würde, wenn
Er nur all die heiligen Wesen in Seinem
Universum segnen würde. Darum ist sie auf
Seine Feinde in der ganzen Welt ausgeweitet.
Mir scheint es, dass es Gott lieber wäre, wir
würden Seine Fähigkeit anzweifeln als Seine
Willigkeit. Auch mir wäre es lieber, wenn ein
Mensch, der Probleme hat, zu mir sagen würde:
"Bruder Bosworth, ich weiß, dass du mir helfen
würdest, wenn du es könntest (und damit meine
Fähigkeit anzweifelt) als "Ich weiß, dass du mir
helfen kannst, aber ich habe nicht das
Vertrauen, dass du mir auch helfen willst."

Der Text zu Beginn dieser Predigt sagt weiter
aus, dass der Herr "gnädig und barmherzig ist,
geduldig und von großer Güte." Wenn ich daran
denke, wie der Herr unsere Herzen mit Seiner
zärtlichen Liebe überflutet bis sie in der Fürbitte
für andere voller unaussprechlicher Seufzer sind,
stehe ich ehrfürchtig da und frage mich, wie groß
Sein Mitgefühl sein muss. Das Mitgefühl einer
Mutter für ihr leidendes Kind macht sie nicht nur
willig, dem Kind Erleichterung zu verschaffen,
sondern sie leidet, wenn sie es nicht kann. Das
griechische Wort sympathes (übersetzt mit
Mitgefühl) bedeutet, mit einem anderen zu
leiden. Entsprechend sagt Jesaja: "Bei all ihrer
Angst war Ihm auch angst" (Jesaja 63:9). Ist es
nicht seltsam, dass diese erstaunliche Tatsache
Seiner Barmherzigkeit gegenüber den Kranken,
die während der dunkleren Zeitalter des Alten
Testaments so deutlich gesehen und angewandt
wurde, in diesem "besseren" Zeitalter übersehen
und beiseite geschoben werden soll? Christus
hat den Weg für die größtmögliche Manifestation
Seiner Gnade in jedem Bereich menschlicher
Not geöffnet.

Das wohlwollende Herz Gottes erreicht alle

Unser Text schließt, nachdem er die Größe
Seines Mitgefühls aufgezeigt hat, mit der
logischen Schlussfolgerung: "Der Herr ist gegen
alle gütig, und Seine Barmherzigkeit erstreckt
sich über alle Seine Werke." Mit anderen
Worten: Er ist so voller Mitgefühl, dass es bei der
Schenkung Seiner Gnadengaben kein Ansehen
der Person geben kann. Gott ist nicht in der
Lage, Sein wohlwollendes Herz vollkommen
zufrieden zu stellen indem er heilige Wesen
segnet. Er muss Seine Gnade auf die Gottlosen
der Erde ausdehnen. Wie sollte Er den
allgemeinen Segen der Heilung von irgendeinem
Seiner eigenen, gehorsamen Kinder
zurückhalten?

Propheten und Könige haben dieses Zeitalter der
Gnade zu sehen gewünscht. Was für eine
sonderbare Lehre, dass die Kranken nicht in
dieser Zeit des Lichts genauso viel Erbarmen
erwarten können wie die Leidenden während der
dunkleren Zeitalter. Ist Gott jetzt eher bereit, den
Kindern des Teufels die Gnade der Vergebung
zu erweisen als Seinen eigenen Kindern die
Gnade der Heilung? Tatsache ist, dass Er Sein
eigenes krankes und leidendes Kind noch mehr
liebt als den Sünder. "Aber die Gnade des Herrn
währt von Ewigkeit zu Ewigkeit (nicht nur über
dem Sünder, sondern) über denen, die ihn
fürchten." (Psalm 103:17). "Wie sich ein Vater
über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr
über die, welche ihn fürchten" (Psalm 103:13).
"Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so
groß ist Seine Gnade über die, welche Ihn
fürchten (und auch über den Sünder)" (Psalm
103:11). Der kranke Christ kann mit Salomo
sagen: "Kein Gott ist dir gleich ... der du den
Bund und die Barmherzigkeit hältst deinen
Knechten, die von ganzem Herzen vor dir
wandeln" (2. Chronik 6:14). Nicht nur einige,
sondern "alle Pfade des Herrn sind Gnade und
Wahrheit denen, die Seinen Bund und Seine
Zeugnisse bewahren." (Psalm 25:10)

Beispiele für das Mitgefühl des Herrn

Lasst uns einige Passagen aus den Evangelien
anschauen, die das Mitgefühl des Herrn zeigen.

Und es kam ein Aussätziger zu Ihm, bat ihn, fiel
vor Ihm auf die Knie und sprach: Wenn du willst,
kannst du mich reinigen! Da erbarmte sich Jesus
seiner, streckte die Hand aus, rührte ihn an und
sprach zu ihm: Ich will; sei gereinigt! Und
während Er redete, wich der Aussatz alsbald von
ihm, und er wurde rein ... und sie kamen von
allen Seiten zu Ihm. (Markus 1:40-45)

Hier war es Erbarmen, das Christus bewegte,
diesen Aussätzigen zu heilen.

Als aber Jesus das hörte, entwich Er von dort in
einem Schiff abseits an einen einsamen Ort. Und
als die Volksmenge es vernahm, folgte sie Ihm
aus den Städten zu Fuß nach. Als nun Jesus
hervorkam, sah Er eine große Menge und
erbarmte sich über sie und heilte ihre Kranken.
(Matthäus 14:13-14)

Wie überall sonst war Er auch hier "reich an
Gnade" gegenüber allen, die der Heilung
bedurften. Es war Seine Barmherzigkeit, die Ihn
bewegte.

Und als sie von Jericho auszogen, folgte ihm
eine große Volksmenge nach. Und siehe, zwei
Blinde saßen am Wege; als sie hörten, dass
Jesus vorüberziehe, schrieen sie und sprachen:
Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Aber
das Volk bedrohte sie, sie sollten schweigen. Sie
aber schrieen nur noch mehr und sprachen:
Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Und
Jesus stand still, rief sie und sprach: Was wollt
ihr, dass ich euch tun soll? Sie sagten zu ihm:
Herr, dass unsere Augen geöffnet werden! Da
erbarmte sich Jesus ihrer und rührte ihre Augen
an, und alsbald sahen sie wieder und folgten ihm
nach. (Matthäus 20:29-34)

Diese blinden Männer baten um das Erbarmen,
ihre Augen geöffnet zu bekommen. Jesus
schenkte ihnen die Gnade der Heilung und
bewies damit, dass Heilung genau wie
Vergebung ein Gnadengeschenk ist. Die
Kranken baten in jenen Tagen, wenn sie Heilung
wünschten, um Gnade. Heute sehen die meisten
Leute Gnade nur in Verbindung mit dem Sünder
und wissen nicht, dass Seine Gnade sich auch
auf die Kranken erstreckt.

Gott ist der Vater der Barmherzigkeit

Paulus, der Gott den "Vater der Barmherzigkeit"
nennt, beweist dies indem er alle Kranken auf
der Insel Malta heilt. Jesus sagte: "Selig sind die
Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit
erlangen!" Hiob wurde geheilt als er für seine
Freunde betete. Nach einer der Seligpreisungen
erlangt man Gnade indem man Gnade erweist.
Jakobus 5:11 sagt: "Der Herr ist voll Mitleid und
Erbarmen." Es folgt die Anweisung an die
Gemeinde: "Ist jemand von euch krank, der
lasse die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen
..." Der Herr ist voll Mitleid und Erbarmen. Mit
anderen Worten: Möge wer auch immer in der
Gemeinde heute krank ist genauso wie Hiob
seine Heilung erlangen. Jesus hat alles
bereitgestellt, was wir brauchen. Er sagt heute
immer noch, wie Er es zu den beiden blinden
Männern gesagt hat: "Was willst du, dass ich dir
tun soll?"

Jesus hatte Erbarmen mit dem besessenen
Gadarener. Der Mann war so besessen von
einer Legion Dämonen, dass er sich selbst mit
Steinen ins Fleisch schnitt und die Ketten
zerbrach, mit denen das Volk ihn oft anzubinden
versucht hatte. Als er wieder bekleidet und bei
Sinnen war, freute er sich so sehr, dass er den
Herrn bat, bei ihm bleiben zu dürfen. "Aber
Jesus ließ es ihm nicht zu, sondern sprach zu
ihm: Gehe in dein Haus, zu den Deinen, und
verkündige ihnen, wie Großes der Herr an dir
getan und wie er sich deiner erbarmt hat! Und er
ging hin und fing an im Gebiet der Zehn-Städte
zu verkündigen, wie Großes Jesus an ihm getan
habe; und jedermann verwunderte sich. (Markus
5:19-20)

Das Ergebnis des Zeugnisses eines Mannes

Lasst uns Matthäus 15:30-31 lesen und die
Ergebnisse des Zeugnisses dieses einen
Mannes sehen, das das Erbarmen des Herrn
preisen sollte.

Und es kamen zu ihm große Volksmengen, die
hatten Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und
viele andere bei sich; und sie legten sie zu
seinen Füßen, und er heilte sie, so dass sich die
Menge verwunderte, als sie sah, dass Stumme
redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme
wandelten und Blinde sehend wurden; und sie
priesen den Gott Israels.

Es war nicht die Tatsache, dass sie krank waren,
wie einige heutzutage lehren, sondern die
Tatsache, dass sie geheilt wurden, die diese
"großen Volksmengen" veranlassten, den Gott
Israels zu preisen. O, wie viel Ehre würde Gott
zuteil werden und wie viele Segnungen würden
der Welt zukommen, wenn jeder Gottesdiener
heute klar die biblischen Verheißungen für die
Heilung der Kranken darlegen würde! Welch ein
Segen würde es sein, wenn ein jeder, sobald er
geheilt worden ist, die Barmherzigkeit des Herrn
innerhalb seines Umfeldes verkündigen würde.
Innerhalb kürzester Zeit würden Tausende und
Abertausende, die derzeit krank sind, Glauben
an Christus für Heilung bekommen. Dann würde
man erneut von den Volksmengen sagen
können, dass sie "den Gott Israels preisen"
würden. Die so genannte höhere Kritik und der
Modernist würden schon bald unpopulär werden
und die falschen Heilungssekten würden nicht
die Unzähligen von der Gemeinde wegziehen,
die sie derzeit verführen.

Oben wird gesagt, dass dieser Mann die
Barmherzigkeit des Herrn "verkündigte". Einige
beziehen Stellung gegen uns und schreiben
Artikel gegen uns, weil wir die Zeugnisse derer
veröffentlichen, die wunderbar geheilt wurden.
Was ist da los? Ist irgendetwas falsch daran, das
Gebot des Herrn zu befolgen, "Seine Taten unter
dem Volk bekannt zu machen"? Da Jesus
gestorben ist um den Weg zu öffnen, dass Seine
Gnadengaben alle Nöte des Menschen
erreichen, sollten wir sicherlich bereit sein, sie
das wissen zu lassen. Wenn man einige dieser
Bücher und Artikel liest sollte man meinen, es
sei ein Verbrechen, die Menschen das Erbarmen
Gottes wissen zu lassen.

Du wirst bemerken, dass in der oben zitierten
Schriftstelle sich Jesu Ruhm infolge der
Heilungswunder weit verbreitete und "die
Menschen von allen Seiten zu Ihm kamen." Und
"sie folgten ihm aus den Städten zu Fuß nach"
und "große Volksmengen strömten ihm zu."
Volksmengen! Volksmengen! Volksmengen
überall.

Heute ist es genauso. Wenn das Gebot befolgt
wird, "Seine Taten unter dem Volk bekannt zu
machen" und wenn Seine Barmherzigkeit
"verkündigt" wird, beginnen Dinge zu geschehen.
Sobald in einer Stadt bekannt ist, dass "derselbe
Jesus" tatsächlich die Kranken heilt, kommen die
Menschen aus allen Richtungen. Ich habe noch
nie etwas gesehen, was alle Barrieren so
niederreißt und die Menschen aus allen
Richtungen herbeibringt wie die Manifestation
der Barmherzigkeit des Herrn, wenn Er die
Kranken heilt. Wir haben in unseren
Erweckungsversammlungen festgestellt, dass
sobald die Öffentlichkeit herausfindet, was
"derselbe Jesus" tut, die Menschen aus allen
Richtungen kommen. Sie kommen von den
Methodisten, von den Katholiken, aus der
Christlichen Wissenschaft, von den Spiritisten,
von den Juden, von den Armen, von den
Reichen und aus jedem anderen Lager.
Menschenmengen hören das Evangelium und
übergeben ihr Leben Gott. Sie würden nie die
Versammlungen besuchen wenn es keine
Heilungswunder gäbe, die Seine Barmherzigkeit
offenbaren.

Der Effekt der heutigen Heilungen

Wenn Christus und Seine Apostel ohne Wunder
nicht die Volksmengen anziehen konnten,
erwartet Er dann mehr von uns? Wir haben
dreizehn Jahre lang gepredigt bevor der Herr
uns geführt hat, diesen Teil des Evangeliums auf
eine kühnere und öffentlichere Art zu predigen.
Der "Heilungsdienst" hat auch nicht von dem viel
wichtigeren Thema der Errettung der Seele
abgelenkt, sondern wir haben stattdessen mehr
freudige Bekehrungen in einer Woche gesehen
als zuvor während eines ganzen Jahres der
evangelistischen Arbeit. Sobald unsere
Erweckungsversammlungen losgehen kommen
allabendlich Hunderte um ihr Herz und Leben
Gott zu geben. Ganze Städte beginnen, über
Jesus zu reden. Andere Evangelisten, die
unsere Erweckungsversammlungen besucht
haben, beweisen nun in ihren eigenen
Versammlungen, dass dies wahr ist.

Unsere letzte Missionsreise, die dem Schreiben
dieses Buches voranging, fand in
Ottawa/Kanada statt. Während der sieben
Wochen unserer Versammlungen kamen etwa
6.000 Menschen und baten um Heilung und über
12.000 bekehrten sich. Ich bezweifle, ob mehr
als 1.000 Menschen sich bekehrt hätten wenn da
nicht die Heilungswunder gewesen wären, die
die Barmherzigkeit des Herrn offenbarten. Die
Stadt und die ganze Umgebung waren aufgestört
wie noch nie zuvor in der Geschichte. Die
größten Mengen, die sich jemals bei religiösen
Versammlungen in dieser Hauptstadt Kanadas
unter einem Dach versammelt hatten, füllten das
neu erbaute Auditorium, das Millionen Dollar
gekostet hatte. Es ist das größte Gebäude in der
Stadt. Die Besucherzahlen beliefen sich auf bis
zu 10.000 in einer einzigen Versammlung. Bevor
wir die Stadt wieder verließen erhielten wir viele
Hunderte schriftlicher Zeugnisse. Menschen, die
von fast jeder Art von Krankheit und Gebrechen
geheilt worden waren, berichteten, was Gott
getan hatte. Gott allein sei alle Ehre!

Ein baptistischer Evangelist unter mehreren
anderen, der dies nun selbst auch als wahr
bewiesen hat, hat in einem von zehn Traktaten,
die er über das Thema veröffentlicht hat,
geschrieben, dass Heilung das größte
Evangelisationswerkzeug ist, das der Herr
jemals gebraucht hat. Er sagte, er würde für
alles Geld Amerikas nicht zu seiner alten
Methode (neuen Methode) zurückkehren.

Eine zunehmende Ernte
Nun lasst uns noch eine weitere Passage über
die Barmherzigkeit des Herrn ansehen.

Und Jesus durchzog alle Städte und Dörfer,
lehrte in ihren Synagogen, predigte das
Evangelium von dem Reich und heilte jede
Krankheit und jedes Gebrechen. Als er aber die
Volksscharen sah, jammerten sie ihn, weil sie
beraubt und vernachlässigt waren wie Schafe,
die keinen Hirten haben. Da sprach er zu seinen
Jüngern: Die Ernte ist groß, aber der Arbeiter
sind wenige. Darum bittet den Herrn der Ernte,
dass er Arbeiter in seine Ernte aussende! Da rief
er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen
Vollmacht über die unreinen Geister, sie
auszutreiben, und jede Krankheit und jedes
Gebrechen zu heilen .... Diese zwölf sandte
Jesus aus, gebot ihnen und sprach ... Geht hin
... predigt ... heilt Kranke ... " (Matthäus 9:35-
10:8)

Hier wird das Erbarmen Jesu gegenüber den
Kranken nun so gut bekannt, dass die "Ernte" zu
groß für den EINEN ERNTEARBEITER wird.
Sein barmherziges Herz ist voller Sehnsucht
über die zunehmende Anzahl derer, die Ihn
aufgrund des Andrangs nicht erreichen konnten.
"Als er die Volksmengen sah, wurde er bewegt
über sie." Es ist, als sei Er persönlich nur in der
Lage, einem Teil von ihnen zu dienen, und Sein
Erbarmen für den Rest der rapide wachsenden
Volksmengen veranlasst Ihn nun, weitere
Arbeiter auszusenden um zu predigen und zu
heilen. "Seine Ernte" ist nicht nur von der Art her
heute dieselbe wie damals, sondern sie ist auch
heute noch viel größer als damals. Sein
Erbarmen ist immer noch dasselbe. Er will heute
dieselbe Art von Erntearbeitern, die durch
Predigen und Heilen dieselbe Ernte in "allen
Städten und Dörfern" einbringen sollen. Sein
Erbarmen, manifestiert durch diese zwölf neuen
Erntearbeiter, erforderte bald das Aussenden
siebzig weiterer, die ermächtigt waren, zu
predigen und zu heilen. Arbeiter dieser Art gibt
es heute wenige. "Die Ernte" ist wahrhaft weitaus
größer als damals. Was Er begonnen hat "zu tun
und zu lehren" ist genau dasselbe, was nach
Seinem Willen heute getan und gelehrt werden
soll. Statt etwas zu beenden, wie es die moderne
Idee sieht, hat Er etwas begonnen, von dem Er
versprochen hat, dass es fortgeführt werden und
zunehmen würde. Es ist nicht das Evangelium
des 20. Jahrhunderts, sondern "dieses
Evangelium" (das, welches Er verkündigte), von
dem Er gesagt hat, dass es in der ganzen Welt
gepredigt werden soll.

Eine sonderbare Umkehrung der Verheißung
Christi

Jesus lehrte in Johannes 14:12-13 ausdrücklich
und versprach, dass dieselbe Gnade und
Barmherzigkeit die Menschen durch unsere
Gebete erreichen würde während Er unser
Hohepriester im Himmel ist. Tatsächlich sollte
Sein Weggehen den Weg dafür öffnen, dass sich
Sein Erbarmen in einem viel breiteren Ausmaß
manifestieren konnte. Jesaja prophezeite von
Ihm: "Darum ist er hoch erhaben, damit er sich
über euch erbarmen kann" (Jesaja 30:18). Jesus
sagte: "Es ist gut für euch, dass ich weggehe."
Das könnte nicht wahr sein, wenn Sein
Weggehen die Manifestation Seiner
Barmherzigkeit bezüglich des Heilens der
Kranken aufgehoben oder auch nur modifiziert
hätte. Ist es nicht sonderbar, dass viele
Gottesdiener heute durch die Lehre, dass das
Zeitalter der Wunder vorüber sei, die Verheißung
von Christus exakt umkehren, dass dieselben
und größere Werke getan werden sollen?
Andere nehmen dieselbe Umkehrung vor indem
sie neben vielen anderen traditionellen und
unbiblischen Gedanken lehren, dass Gott
möchte, dass einige Seiner hingegebenen
Kinder zu Seiner Ehre krank bleiben.

Jeder Mensch, der lehrt, dass Heilung heute
nicht für alle ist, die heute der Heilung bedürfen,
so wie es auch in der Vergangenheit war, lehrt
im Grunde genommen, dass sich Christi
Erbarmen über die Kranken seit Seiner
Erhöhung zumindest modifiziert hat. Schlimmer
noch ist die Lehre anderer, die behaupten, dass
Seine Barmherzigkeit, die Kranken zu heilen,
vollkommen zurückgezogen wurde. Mir ist es ein
Rätsel, wie irgendein Gottesdiener eine Position
einnehmen kann, die die Manifestation der
größten Attribute der Gottheit verschleiert und
störend beeinträchtigt. Gottes Barmherzigkeit ist
göttliche Liebe in Aktion. Als Paulus den
stärksten nur möglichen Aufruf zur Hingabe
machte, sagte er: "Ich ermahne euch ... kraft der
Bramherzigkeit Gottes." Das ist die Manifestation
Seines größten Merkmals.
Unser Hohepriester

Jesus sagte: "Wenn der Geist der Wahrheit
gekommen ist, wird Er mich verherrlichen."
Könnte der Geist Christus vor den Kranken
verherrlichen, indem Er ihnen sagt, dass das
Zeitalter der Wunder vorbei ist? Er hat
versprochen "die Werke ... und größere Werke"
während diesen Zeitalters zu tun. Würde es
Jesus verherrlichen, wenn Er seit Seiner
Erhöhung Seinen Dienst an den Kranken
zurückgezogen oder modifiziert hätte? Ist der
Geist gekommen, um Christus zu verherrlichen,
indem Er den Dienst an Seinen kranken und
leidenden Brüdern modifiziert? Ist Christus ihr
Hohepriester? Würde das nicht im direkten
Gegensatz zur Verherrlichung des Gottes Israels
im Zehnstädtegebiet durch die Heilung der
Menschenmengen stehen? Sollen wir unser
Gebet des Glaubens für unsere Heilung
aufgeben? Falls ja, dann ist die übliche Praxis,
für die Kranken zu beten, dass sie Kraft und
Geduld haben möchten, um ihr Leiden zu tragen,
richtig. Doch irgendetwas stimmt nicht!

Seit Jesus unser Hohepriester geworden ist,
spricht Er siebenmal vom Himmel und sagt: "Wer
Ohren hat, der höre, was der Geist den
Gemeinden sagt." Menschen sagen heutzutage
vieles, was der Geist nie gesagt hat und das
Gegenteil von dem ist, was er tatsächlich sagt.
Es folgen einige der Dinge, die der Geist sagt,
um Christus zu verherrlichen.

"Daher musste er in allem den Brüdern ähnlich
werden, damit er barmherzig (mitfühlend) würde
und ein treuer Hohepriester vor Gott" (Hebräer
2:17) Wir haben bereits aufgezeigt, dass die
beiden Worte barmherzig und mitfühlend als
Bedeutung des griechischen Adjektivs eleemon
genannt werden, das in diesem Abschnitt mit
"barmherzig" übersetzt wird. Dieser Vers bezieht
sich nicht auf das Mitgefühl Christi, das Er
während Seines irdischen Dienstes zeigte. Es
bezieht sich ausschließlich auf Seinen Dienst
vom Himmel aus und auf die Tatsache, dass
Seine Verkörperung enden musste, damit Er
nach Seiner Rückkehr in den Himmel Erbarmen
als unser Hohepriester zeigen könnte. Alles, was
Jesus bis zum Tag Seiner Himmelfahrt zu tun
und zu lehren begann, ist das, was Er aufgrund
Seines unveränderlichen Mitgefühls versprochen
hat, nach Seinem Fortgehen weiterzuführen und
auszuweiten.

Der Geist verherrlicht Christus des Weiteren
indem Er sagt, dass Jesus jetzt berührt ist
(griechisch: sumpatheo, in Hebräer 10:34 mit
"Mitgefühl" übersetzt) angesichts unserer
Leiden. Er kann immer noch Mitgefühl haben
(Hebräer 5:2). Er ist "Jesus Christus, derselbe
gestern, heute und in Ewigkeit." Lasst uns Ihn
anbeten, weil Seine Barmherzigkeit heute immer
noch dieselbe ist. Wenn Er Sich all unsere
Leiden anschaut, ist Er immer noch "von
Mitgefühl bewegt" und hat das Verlangen, uns zu
helfen.

Wir erkennen, dass viele, die nicht an göttliche
Heilung glauben, durchaus mit dem Geist in
diesen herrlichen Empfindungen kooperieren,
soweit sie sich auf den wichtigeren Bereich der
Errettung der Seele beziehen. Einige sagen,
dass das Zeitalter der Wunder vorbei ist. Wenn
Er Sein Amt und Werk erfüllt, den erhöhten
Christus zu verherrlichen, bringt der Geist die
tiefen Empfindungen von Hebräer 10:34 zum
Ausdruck. Wie wundervoll wäre es doch, wenn
alle Gottesdiener und Christen mit dem Geist
kooperieren würden indem sie auch diese
herrlichen Empfindungen gegenüber denen
aussprechen würden, die körperlich leiden. Statt
Priester und Leviten zu sein, die auf die andere
Straßenseite überwechseln und vorbeigehen
wird die Gemeinde in Jakobus Kapitel 5
aufgefordert, ein "guter Samariter" zu sein. Sie
muss mitfühlend den körperlichen Nöten der
Kranken und Leidenden dienen. Sie sollte ihre
Wunden verbinden und den heilenden Balsam
aus Wein und Öl (das Wort Gottes und den Geist
Gottes) darüber ausgießen. "Er sandte Sein
Wort und heilte sie" durch die Kraft des Geistes.
Jesus sprach ein "Wehe euch" gegen die
Schriftgelehrten und Pharisäer aus, weil sie die
wichtigeren Themen des Erbarmens und des
Glaubens weggelassen hatten.

In Apostelgeschichte Kapitel 5 finden wir einen
weiteren wunderbaren Beweis dafür, dass Christi
Mitgefühl gegenüber den Kranken heute noch
dasselbe ist. Wir lesen über die
Menschenmengen, die am Tag Seines
Auffahrens zum Vater in die Straßen Jerusalems
gebracht wurden, dass sie alle geheilt wurden.
Hier zeigte sich wieder, dass Jesus als unser
Hohepriester im Himmel genau dasselbe tat, was
Er getan hatte, bevor Er weggegangen war. Vom
Himmel aus war Er "von Mitgefühl bewegt" und
heilte alle, die der Heilung bedurften.

Selbst im letzten Kapitel der Apostelgeschichte
manifestiert sich Sein Erbarmen vom Himmel
indem alle auf der Insel Malta geheilt wurden.
Während Er unser Hohepriester ist, ist Sein
Mitgefühl so große, dass Er "immerdar lebt um
für uns einzutreten" (Hebräer 7:25).

Sein Mitgefühl für die Kranken hat Ihn auch seit
Seiner Verherrlichung dazu bewegt, in der
Gemeinde Geistesgaben einzusetzen. Die
Gaben des Glaubens, der Wunderwirkungen und
der Heilungen für die Gesundung der Kranken
werden uns über die Jahrhunderte gegeben,
während Er unser Hohepriester ist. Rev. W. C.
Stevens sagt von diesen Tagen, die der
Erhöhung von Christus folgen: "Wir sehen, dass
selbstverständlich und notwendig die Gaben der
Heilungen eine genauso große Stellung und
Wichtigkeit einnehmen wie es in dem
persönlichen Dienst unseres Herrn auf Erden der
Fall war."

Selbst die ganz normalen Gemeindemitglieder
können für die Kranken beten

Es ist Sein gegenwärtiges Mitgefühl für die
Kranken, das Jesus veranlasst hat, als unser
Hohepriester und Haupt der Gemeinde die
Ältesten und selbst die ganz normalen
Gemeindemitglieder aufzufordern, das Gebet
des Glaubens für die Heilung aller Kranken
während des Gemeindezeitalters zu beten
(Jakobus 5:14; Markus 16:17-18). Rev. W. C.
Stevens bemerkt zu diesem Punkt: "Alle
Prediger, Lehrer, Autoren und andere, die das
Wort des Lebens an die Menschen austeilen,
sollten diese Anweisung (Jakobus 5:14)
kontinuierlich für die Menschen befolgen, denn
Krankheit konfrontiert sie ständig."

Selbst während Seines irdischen Dienstes hätte
unser verehrter Herr jedes Opfer gebracht und
selbst den Fluch erlitten, um den Weg dafür frei
zu machen, dass Sein Erbarmen auch den
unwürdigsten und provokantesten Seiner Feinde
erreichen konnte. Sowohl der blutige Schweiß im
Garten Gethsemane als auch die entsetzlichen
Qualen auf Golgatha waren nichts als die
Manifestation Seiner unendlichen
Barmherzigkeit. Er ging nach Golgatha "mit
einem Gesicht hart wie Kieselstein". Er war
durch den Kuss von Judas verraten und in die
Hände Seiner Peiniger ausgeliefert worden.
Petrus hatte das Ohr des Dieners des
Hohepriesters mit dem Schwert abgetrennt.
Jesus heilt das Ohr Seines Feindes und fordert
Petrus auf, sein Schwert wegzustecken. Er
ummantelte sozusagen Sein eigenes Schwert
indem Er dem natürlichsten Impuls Seiner
heiligen Seele nachging. Er weigerte sich, zu
beten, obwohl Er durch Gebet sofort mehr als
zwölf Legionen von Engeln zur Verfügung
gehabt hätte, die Ihn in die Lage versetzt hätten,
dem Todeskampf am Kreuz zu entgehen. Dann
hätte es nur einen Richterstuhl gegeben und
keinen Gnadenthron. Der gefallene Mensch mit
all seinen Nöten an Geist, Seele und Leib hätte
keine Hoffnung gehabt. In Seinem
stellvertretenden Werk für uns sah Er jede
mögliche Not der Menschheit voraus und bahnte
den Weg dafür, dass Gnade jede Phase
menschlicher Not erreichen kann. Die sieben
Segnungen Seines Bundes, Seine "Gegenwart",
als "Versorger", "Frieden", "Sieg", "Hirte",
"Gerechtigkeit" und "Arzt" sind aufgrund der
Tragödie Seines Kreuzes sicher. Sie werden uns
durch Seine Erlösungsnamen offenbart. Seine
Bündnisse, einschließlich des Bundes der
Heilung, sind uns aufgrund Seiner Gnade
gegeben; " ... welcher den Bund und die Gnade
denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote
bewahren, auf tausend Geschlechter" (5. Mose
7:9)

Wie man das Herz von Jesus nicht bekümmert

Seine Liebe und Sein Erbarmen anzuzweifeln
oder zu ignorieren bekümmert das Herz von
Jesus. Es ließ Ihn über Jerusalem weinen. So oft
haben Gottesdiener in diesen Tagen gesagt,
dass wir heute keine Wunder mehr brauchen.
Sie meinen, Wunder seien lediglich ein Zeichen
gewesen, um die Gottheit des Herrn zu
beweisen etc. Ich habe zu ihnen gesagt: "Wenn
du Krebs hättest, der dich auffressen würde,
dann würdest du ein Wunder brauchen, oder?"
Die meisten Menschen heute sind so im Dunkeln
über dieses Thema dass es ihnen nie auch nur
in den Sinn kommt, dass es auch für die
Kranken Gnade gibt. Sie denken nie an die
Gaben der Heilungen und Wunderwirkungen als
die Manifestation von Christi Erbarmen. Stunde
um Stunde und Tag um Tag, drei Jahre lang,
heilte Er alle, die zu Ihm kamen aufgrund Seines
Mitgefühls. Sind nicht die Nöte der Leidenden
heute genau dieselben wie damals? Brauchen
sie nicht genau soviel Mitgefühl wie in der
Vergangenheit?

Wir denken an die zahllosen Menschen in
Verzweiflung, die so furchtbare Qualen erleiden,
dass der Tod eine Gnade wäre. Die Ärzte haben
ihr Bestes getan, jedoch schließlich sagen
müssen: "Wir können nichts mehr für Sie tun."
Das Erbarmen Christi ist in jedem Augenblick
immer noch genauso wie es sich während der
drei Jahre Seines irdischen Dienstes der Liebe
manifestiert hat. Wie kostbar ist es doch, dies als
eine Tatsache zu wissen, auf die wir uns absolut
verlassen können.

Wir haben aufgezeigt, dass körperliche Heilung
eine Gnade ist, die Christus überall und jedem
bescherte, der darum bat. Er war der Ausdruck
des Willens des Vaters. Wir haben die deutliche
Erklärung, dass der Herr "reich an Gnade ist
gegenüber allen (einschließlich der Kranken), die
Ihn anrufen" weil "Seine Gnade ewig währt".
Seine Gnade reicht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Er
ist voller Gnade über all Seine Werke. Besiegeln
diese Schriftstellen das Thema nicht? Statt zu
sagen, dass das Zeitalter der Wunder vorbei ist,
sollten wir sagen: "Es steht geschrieben! Es
steht geschrieben!"
Kapitel 5

Wie man den erlösenden Segen und den
Bundessegen für körperliche Heilung anwendet

Beachte: In dieser Predigt wiederholen wir einige
der Aussagen aus den vorherigen Seiten damit
diese Predigt genug Wahrheit enthält um ein
vollständiges Fundament für den Glauben zu
legen. Das geschieht zum Vorteil einiger, die das
Gebet des Glaubens brauchen bevor sie die Zeit
haben, das ganze Buch zu lesen.

Der erste Schritt

Der erste Schritt in Richtung Heilung ist derselbe
wie der erste Schritt zur Errettung oder zu jedem
anderen Segen, den Gott verheißt. Die kranke
Person muss wissen, was die Bibel ganz klar
lehrt und dass es Gottes Wille ist, zu heilen,
solange bis jemand die ihm zugemessene
Lebensspanne (70 Jahre nach Psalm 90:10)
ausgelebt hat. Jeder einzelne Kranke muss
durch das Wort Gottes davon überzeugt sein,
dass seine Heilung der Wille Gottes ist. Es ist
unmöglich, echten Glauben für Heilung zu haben
solange da noch der leiseste Zweifel an Gottes
Willen ist.

Es ist unmöglich, kühn im Glauben einen Segen
zu beanspruchen, von dem wir nicht sicher sind,
dass Gott ihn anbietet. Die Kraft Gottes kann nur
da beansprucht werden, wo der Wille Gottes
bekannt ist. Beispielsweise wäre es fast
unmöglich, einen Sünder dahin zu bringen, "zur
Gerechtigkeit zu glauben" bevor man ihn völlig
davon überzeugt hat, dass es Gottes Wille ist,
ihn zu erretten. Glaube beginnt da, wo der Wille
Gottes bekannt ist. Glaube muss auf dem Willen
Gottes allein ruhen, nicht auf Sehnsüchten oder
Wünschen. Glauben anzuwenden bedeutet
nicht, davon überzeugt zu sein, dass Gott kann,
sondern dass Er es tun wird. Diejenigen, die
behaupten, an Heilung zu glauben und dann ein
Wort zugunsten von Heilung sprechen und zehn
Worte dagegen, können keinen Glauben für
Heilung hervorbringen.

Glaube ist die Erwartung, dass Gott Seinen
Willen ausführen wird

Wenn Gott uns auffordert, für die Kranken zu
beten, dann möchte Er, dass wir mit Glauben
beten. Das könnten wir aber nicht tun, wenn wir
Seinen Willen in der Angelegenheit nicht kennen
würden. Solange eine Person Gottes Willen nicht
kennt, hat sie keine Basis für Glauben. Glauben
bedeutet, zu erwarten, dass Gott das tut, wovon
wir wissen, dass es Sein Wille ist, es zu tun.
Wenn wir Glauben haben, ist es nicht schwer, zu
erleben, dass Gott Seinen Willen ausführt.

Wenn wir wissen, dass es Sein Wille ist, ist es
für uns nicht schwer zu glauben, dass Er das tun
wird, wovon wir sicher sind, dass Er es tun will.
Auf diesem Weg hat jede errettete Person das
noch viel größere Wunder der neuen Geburt
erlebt. Es kann keine Aneignung durch Glauben
geben bis wir durch das Evangelium erfahren,
was Gott für uns bereitgestellt hat.

Es gibt keine Lehre, die durch das Wort Gottes
hindurch leidenschaftlicher gelehrt wird als die,
dass durch das Sühneopfer von Christus sowohl
Erlösung als auch körperliche Heilung
bereitgestellt wurden. Es ist Gottes Wille, die
Krankheit derer wegzunehmen, die Ihm dienen
und gemäß Seiner Verheißung (2. Mose 23:25-
26) die Zahl ihrer Tage voll zu machen. Wie die
Vorschatten in 3. Mose Kapitel 14 und 15
zeigen, dass es ausnahmslos durch das
Sühneopfer war, dass Krankheit unter dem
Gesetz von Mose geheilt wurde, so stellt
Matthäus 8:17 definitiv fest, dass Jesus alle
Krankheiten auf der Basis des Sühneopfers
heilte. Diese Schriftstelle zeigt uns, dass der
Grund dafür, dass Christus keine Ausnahmen
machte wenn Er die Kranken heilte, die sich um
Ihn scharten, Sein Sühneopfer war. Er brachte
Sein Sühneopfer für die ganze Menschheit, dich
eingeschlossen. Während eine Menschenmenge
nach der anderen zu Ihm hin drängte um Ihn
predigen zu hören und von ihren Krankheiten
geheilt zu werden, wird durch die Evangelien
hindurch wiederholt festgestellt, dass "Er sie alle
heilte" (lies Matthäus 4:24; 12:15: 14:14; Lukas
4:40; Apostelgeschichte 10:38). Er konnte keine
Ausnahmen machen. Warum? Weil Er in seinem
kommenden Sühneopfer "selbst unsere
Krankheiten trug". Da es unsere Krankheiten
sind, die Er trug, erfordert es das Heilen aller,
um diese Prophetie zu erfüllen. Gott hat das
sorgfältig in so eine einfache Sprache gepackt,
dass wir es schon fehlinterpretieren müssen um
uns selbst außen vor zu lassen. Was Golgatha
bereitstellt ist für alle!

Gottes Weg um die Seele zu erretten, den
Körper zu heilen und alles andere zu tun, was Er
tun will, ist Sein Wort, Seine Verheißung, zu
senden. Dann hält Er die Verheißung, wo immer
sie Glauben hervorbringt. Die göttliche
Vorgehensweise für Heilung wird in dem Text
ausgedrückt: "Er sandte Sein Wort und machte
sie gesund und ließ sie ihren Gräbern entrinnen."
(Psalm 107:20).

Es ist das Wort Gottes, das in denen wirkt, die
glauben (1. Thessalonicher 2:13). Es ist "heilsam
ihrem ganzen Leib." (Sprüche 4:22)

Wie der Glaube eines kleinen Mädchens für ein
neues Kleid durch das Hören des Versprechens
seiner Mutter kommt, es ihm nächsten Samstag
zu kaufen, so kommt unser Glaube für Heilung
durch das Hören von Gottes Wort. Das ist Sein
Versprechen, dass Er es tun wird. Sowohl der
Glaube des kleinen Mädchens als auch unserer
"kommt durch das Hören". Von dem kleinen
Mädchen könnte und würde man nicht erwarten,
Glauben für das neue Kleid zu haben solange
seine Mutter es nicht versprochen hat. So
können auch wir keinen Glauben für Heilung
oder Errettung oder irgendeinen anderen Segen
haben bis dieser Glauben durch das Hören (der
Verheißung) Gottes kommt, es zu tun. Und es
wird auch nicht von uns erwartet.

Wie könnte irgendjemand "Rechtfertigung durch
Glauben" empfangen solange es ihm niemand
gepredigt hat? Wie könnte irgendjemand Heilung
durch Glauben erlangen solange es ihm
niemand gepredigt hat? Es ist das Wort Gottes,
das einen Menschen weise macht zum Heil. Wir
müssen sehen, dass der Schöpfer und Erlöser
des Körpers auch sein Arzt ist bevor wir einen
Grund haben, Heilung zu erwarten.

Der Wert von Gottes Erlösungsnamen

Da Er uns heilt indem Er uns Sein Wort sendet,
was kann da mehr Sein Wort sein als Seine
Erlösungs- und Bundesnamen, die alle sieben
für den spezifischen Zweck gegeben wurden,
jedem Menschen Seine erlösende Haltung der
Menschheit gegenüber zu offenbaren?

Wenn Christus uns auffordert, das Evangelium
der ganzen Schöpfung zu verkündigen, meint Er
damit, dass wir die "Gute Nachricht" der
Errettung verkünden sollen. Seine sieben
Erlösungsnamen offenbaren, was unsere
Erlösung beinhaltet. Er hat viele andere Namen,
doch nur sieben Erlösungsnamen. Diese sieben
Namen werden in der Bibel ausschließlich in
Seinem Umgang mit dem Menschen gebraucht.
Nicht sechs Namen, nicht acht, sondern sieben,
die vollkommene Zahl, weil Er ein vollkommener
Erlöser ist. Seine Erlösung umfasst die ganze
Bandbreite menschlicher Bedürfnisse. Die
Segnungen, die von jedem dieser Namen
offenbart werden, sind alle im Sühneopfer.
Beispielsweise bedeutet JEHOVAH SCHAMMA
"Der Herr ist da", uns nahe gemacht durch das
Blut von Christus.

JEHOVAH SHALOM wird übersetzt mit "Der
HERR ist unser Frieden." Das ist im Sühneopfer
enthalten, weil "die Strafe, uns zum Frieden, auf
Ihm lag".

JEHOVAH ROI wird übersetzt mit "Der HERR ist
mein Hirte." Er wurde unser Hirte indem Er Sein
Leben für die Schafe gab. Dieses Privileg ist im
Sühneopfer enthalten.

JEHOVAH JIREH bedeutet "Der HERR wird
versorgen", d.h. Er wird für ein Opfer sorgen.
Christus selbst war das Opfer, für das Er auf
Golgatha sorgte.

Er wurde JEHOVAH NISSI, "der HERR unser
Banner" oder Sieger, indem Er am Kreuz alle
Mächte und Gewalten entmachtete.

Er trug unsere Sünden und wurde JEHOVAH
TSIDKENU, "der HERR, unsere Gerechtigkeit."
Er öffnete den Weg für jeden Sünder, das
Geschenk der Gerechtigkeit zu empfangen.
JEHOVAH RAPHA wird übersetzt mit "Ich bin
der HERR, der dich heilt" oder "Ich bin der
HERR, dein Arzt." Das ist ebenfalls im
Sühneopfer enthalten, weil Er selbst unsere
Schwachheiten auf Sich nahm und unsere
Krankheiten trug.

Damit ist die Liste der sieben Namen vollständig,
die zu dem Zweck gegeben wurden, Gottes
Beziehung zu uns allen unter diesen sieben
Titeln zu offenbaren. Diese sieben Namen
gehören alle beständig zu Christus. Unter jedem
dieser sieben Titel ist Er "derselbe gestern,
heute und in alle Ewigkeit." Jesus sagt zu allen,
die für irgendeine dieser sieben Segnungen zu
Ihm kommen: "Wer zu mir kommt, den werde ich
nicht hinaus stoßen."

Das ist die Gute Nachricht, von der Gott möchte,
dass sie der ganzen Schöpfung gepredigt wird,
damit jeder Mensch das Privileg hat, "die Fülle
der Segnungen des Evangeliums von Christus"
zu genießen.

Ich sage noch einmal, dass nichts mehr Gottes
Wort ist, feststehend im Himmel, als Sein
Erlösungsname Jehovah Rapha. Niemand hat
das Recht, Gottes "Ich bin Jehovah Rapha" in
ein "Ich war" abzuändern. Das Wort des Herrn
bleibt in alle Ewigkeit.

Da Jehovah Shalom, "der Herr unser Frieden"
einer von Christi Erlösungsnamen ist, hat da
nicht jeder Mensch ein Erlösungsrecht, Frieden
von Ihm zu erhalten? Hat nicht jeder Mensch
gleichermaßen das Recht, das "Geschenk der
Gerechtigkeit" von JJehovahTsidkenu zu
erlangen, etc.? Wenn ja, warum hat dann nicht
jeder Mensch ein Erlösungsrecht, Heilung von
Jehovah Rapha zu erlangen?

Dieses Wort Jehovah Rapha wurde von denen,
zu denen es zuerst gesandt wurde so akzeptiert
und geglaubt, dass "kein Schwacher unter ihren
Stämmen war." Wann auch immer ihre
Übertretungen diesen Zustand der Gesundheit
beeinträchtigten, wurden, sobald sie Buße getan
hatten typische Schuldopfer dargebracht. Gott
war immer noch Jehovah Rapha, der Heiler,
nicht nur für einige, sondern für alle. Gott
möchte, dass dieser Erlösungsname - und auch
alle anderen - an die ganze Schöpfung mit der
Verheißung ausgesandt wird "Sie werden
gesund werden. Der Herr wird sie aufrichten."

Die eherne Schlange ein Symbol für Christus

Gott ergänzte Sein Wort an die sterbenden
Israeliten indem Er ihnen das zusätzliche Wort
"wer gebissen wurde und sie (die eherne
Schlange, das Symbol für Golgatha) ansieht, der
soll am Leben bleiben." Wenn körperliche
Heilung nicht im Sühneopfer enthalten ist, warum
wurde dann von diesen sterbenden Israeliten
erwartet, für ihre körperliche Heilung auf das
Symbol für Golgatha zu schauen? So wie ihr
Fluch durch das Aufrichten des Symbols für
Christus entfernt wurde, so wird unserer durch
das Aufrichten von Christus, den Prototyp,
entfernt. Da uns der Geist gegeben worden ist
um Christus zu einer Realität zu machen, warum
sollten wir da nicht mit genauso viel Erwartung
auf Christus selbst schauen wie sie auf das
Symbol?

Man sollte wohl beachten, dass sie nicht auf die
eherne Schlange und ihre Symptome gleichzeitig
schauen konnten. Abrahams Glaube wurde stark
als er auf die Verheißung Gottes schaute. Einige
Leute kehren das um. Ihr Glaube wird schwach
während sie auf ihre Symptome schauen und die
Verheißungen vergessen. Gottes Wort ist die
einzige solide Basis für unseren Glauben. Gott
heilte indem Er Seinen Sohn sandte. Wir werden
unsere Heilung verpassen wenn wir es unseren
Symptomen erlauben, uns daran zu hindern, zu
erwarten, was Sein Wort verheißt.

Der zweite Schritt

Der zweite Schritt um geheilt zu werden besteht
darin, sich sicher zu sein, dass man mit Gott im
Reinen ist. Unsere Erlösungssegnungen sind an
Bedingungen gebunden. Nachdem wir das
Evangelium gehört haben und wissen, was es
anbietet, sagt Jesus: "Tue Buße und glaube das
Evangelium." Nur diejenigen, die mit Gott im
Reinen sind, können diese Anweisungen
befolgen. Wenn wir Heilung für unseren Körper
suchen, sollte es keinen Kompromiss mit dem
Feind unserer Seele geben, weil er der Urheber
unserer Krankheiten ist. Jesus hat versprochen,
die Werke des Teufels in unserem Körper zu
zerstören. Er kann das nicht rechtmäßig tun
während wir in unserer Seele an dem Werk des
Teufels festhalten. Es ist schwer, Glauben für die
Entfernung eines Teils des Werkes des Teufels
auszuüben während wir es einem schlimmeren
Teil erlauben, zu bleiben. Solange ein Mensch
nicht voll und ganz die Frage des Gehorsams
gegenüber Gott angeht und klärt, befindet er sich
nicht auf Glaubensboden. Jakobus sagt:
"Bekennt einander eure Sünden ... damit ihr
geheilt werdet." Es ist Gottes Wille, dass es dir
gut geht und dass du gesund bist und dass es
deiner Seele gut geht. Wenn ich Bosheit in
meinem Herzen habe, wird der Herr mich nicht
erhören. Wenn unser Herz uns nicht verurteilt,
haben wir Zuversicht gegenüber Gott.

Die Aufforderung an die Kranken, "die Ältesten
zu rufen", wurde zuerst an Christen geschrieben,
die mit dem Geist erfüllt waren. Irgendetwas läuft
falsch wenn ein Mensch den Segen haben
möchte, aber nicht den Segensgeber, Seine
Gnade, aber nicht Ihn selbst. Es ist nicht in
Ordnung, Seine Gnade zu suchen und
gleichzeitig Seinen Willen abzulehnen. Bitte nicht
um einen kleinen Segen während du einen
großen zurückweist. Es ist unmöglich, göttliche
Segnungen gleichzeitig zu empfangen und
abzulehnen. Gott wartet darauf, zu Satan und zu
Krankheit zu sagen, was Er zu Pharao sagte:
"Lass mein Volk ziehen, damit es mir dienen
kann" (2. Mose 7:16). Unsere erste Überlegung
sollte in allen Dingen, selbst im Bitten um die
Wiederherstellung körperlicher Gesundheit, die
Herrlichkeit Gottes sein (Rev. Gavin Duffy).

Stärke für den Dienst für Gott ist die einzige
echte Ausgangsbasis, wenn man Gesundheit
von Seiner Hand erbittet. Sie Salbung mit Öl für
die Heilung ist ein Symbol und ein Zeichen der
Weihe. Wir müssen unsere Gesundheit für
Gottes Verherrlichung ersehnen.

Was bedeutet die Salbung also? Lies 3. Mose
8:10-12 und du erhältst Gottes Antwort auf diese
Frage. "Und Mose nahm das Salböl und salbte
die Wohnung und alles, was darin war, und
weihte es", d.h. er sonderte es aus für Gott. Die
Salbung mit Öl im Namen des Herrn war ein Akt
der Widmung und Weihe und bedeutete auf
Seiten des Gesalbten eine vollkommene
Unterwerfung an Gott. Seine Hände sollten für
Ihn und für Ihn allein arbeiten, seine Füße sollten
für Ihn und für Ihn allein gehen, seine Augen für
Ihn allein sehen, Seine Lippen für Ihn allein
sprechen, Seine Ohren für Ihn allein hören und
sein ganzer Körper der Tempel des Heiligen
Geistes sein.

Rev. R.A. Torrey

"Mein Lieber, ich wünsche dir in allen Stücken
Wohlergehen und Gesundheit, wie es deiner
Seele wohl geht!" (3. Johannes 1:2)

Der Heilige Geist sagt uns, dass wir uns Gott
unterwerfen sollen bevor Er sagt "Widersteht
dem Teufel", weil niemand erfolgreich dem
Teufel widerstehen kann, solange er sich nicht
Gott unterwirft. Wenn man dem Teufel so
widersteht, wird er nicht nur weggehen, sondern
er wird buchstäblich wegrennen oder "von uns
fliehen"! (Jakobus 4:7)

Der Fluch, der die verschiedenen Krankheiten
beinhaltet, die in 5. Mose Kapitel 28 aufgelistet
sind, kam auf das Volk aufgrund seines
Ungehorsams und sein Dienst erfolgte nicht "mit
fröhlichem und gutwilligem Herzen." Der
Herzenszustand, der für das Kommen der in
diesem Kapitel erwähnten Krankheiten
verantwortlich war, ist nicht der richtige
Herzenszustand für ihre Entfernung. Mit anderen
Worten: Der Herzenszustand, der damals für
den Fluch verantwortlich war, ist nicht der
Herzenszustand, in dem man heute für die
Entfernung des Fluches zu Ihm kommen kann.

Gottes Verheißungen gelten nur den
Gehorsamen

Es sind diejenigen, die sich am Herrn erfreuen,
denen Er gibt, was ihr Herz begehrt (Psalm
37:4). Gott hat den Standard im Zeitalter der
Gnade nicht gesenkt. Es sind nur die
Gehorsamen, die "der Stimme des Herrn
gehorchen und alle Seine Satzungen halten",
denen verheißen ist "Der Herr wird alle Krankheit
von dir tun." (2. Mose 15:26; 5. Mose 7:15)
"Glaube ist die Einheit unseres Herzens und
Willens mit Gottes Wille und Absicht. Und wo es
an dieser Einheit fehlt, sind Ergebnisse
unmöglich. Das ist ein sehr wichtiges geistliches
Gesetz für das wir heutzutage beklagenswert
blind sind" (Rev. P. Gavin Duffy). Gott sagt über
die Furcht des Herrn und das Abwenden vom
Bösen: "Das wird (in sich selbst) deinem Leib
gesund (hebr.: Medizin) sein und deine Gebeine
erquicken!" (Sprüche 3:7-8)

Glaube impliziert immer Gehorsam. Paulus wies
die Epheser an, das fünfte Gebot zu befolgen,
"auf dass es dir wohl gehe und du lange lebst
auf Erden." (Epheser 6:3) Naamans Kapitulation
und Gehorsam dem Wort Gottes gegenüber
waren vollständig bevor er geheilt wurde.

An diejenigen, die "aufrecht wandeln" ist das
Wort gerichtet "Nichts Gutes wird ihm versagt"
(Psalm 84:12). Bevor wir daher irgendetwas vom
Herrn erbitten sollten wir uns dem ersten und
größten Gebot ergeben: "Du sollst den Herrn,
deinen Gott, lieben von ganzem Herzen." Gott
sagt: "Denn er klammert sich an mich an, darum
will ich ihn erretten." (Psalm 91:14) "Er bewahrt
den Bund und die Gnade denen, die ihn lieben
und seine Gebote bewahren, auf tausend
Geschlechter." (5. Mose 7:9) Darum lasst uns
wie der Aussätzige kommen und Ihn anbeten
wenn wir um Heilung bitten.

"In ihrer (Weisheit) Rechten ist langes Leben, in
ihrer Linken Reichtum und Ehre." (Sprüche 3:16)
Heirate sie (Weisheit) und du bekommst ihre
Besitztümer. Weisheit wird hier als eine
großzügige Königin dargestellt, die mit beiden
Händen Segnungen an all diejenigen verteilt, die
sich ihrer Herrschaft unterwerfen.

Es ist für diejenigen, die Ihm von ganzem Herzen
ergeben sind, dass die Augen des Herrn die
ganze Erde durchstreifen, um sich mächtig zu
erzeigen (2. Chronik 16:9).

"Ein gelassenes Herz ist des Leibes Leben; aber
Eifersucht ist Knochenfraß." (Sprüche 14:30) Ein
verdorbenes Herz ist schlimmer als ein
verdorbener Magen. Eine kranke Seele ist
schlimmer als ein kranker Körper. Ein gestörter
Wille ist schlimmer als eine gestörte Leber.
Paulus hat gesagt: "Der Leib für den Herrn"
bevor er sagte "der Herr für den Leib."

Die Bibel lehrt, dass der Körper "teuer erkauft ist;
darum verherrlicht Gott mit eurem Leib und mit
eurem Geist, die Gott gehören." (2. Korinther
6:20) "Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, kraft
der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber
darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott
wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger
Gottesdienst." (Römer 12:1) Darum bringe
deinen Körper Ihm dar, wenn du geheilt werden
willst. Erst nachdem er Sein Eigentum geworden
ist, hat Er verheißen, ihn zu reparieren.
Zuerst zum Kreuz zur Reinigung

"Der sichere Weg für den Kranken ist, zuerst
zum Kreuz zur Reinigung, dann zum
Obergemach für die Gabe des Heiligen Geistes,
dann auf den Berg für eine Lebensübergabe und
zuletzt zum großen Arzt für Stärke für den
Dienst." (Bryant) "Wenn aber der Geist dessen,
der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch
wohnt, so wird derselbe, der Christus von den
Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen
Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der
in euch wohnt." (Römer 8:11) In Christus, dem
wahren Weinstock, ist alles Leben für unsere
Seelen und Körper, das wir brauchen. Wie
können wir das besitzen und genießen außer
durch unsere Einheit mit dem Weinstock! Nicht
getrennt von Ihm, sondern "in Ihm" sind wir
vollständig. (Kolosser 2:10)

Stellvertretung ohne Einheit ist nicht ausreichend
für unseren Besitz und Genuss des Lebens des
Weinstocks. Wenn du ein Wunder brauchst,
dann stelle dich ein auf den Wunder-Wirker. Wir
genießen das Leben des Weinstocks durch
unsere vollkommene Einheit mit dem Weinstock.
Um Heilung zu bitten und sich gleichzeitig
weigern, sich vom Geist führen zu lassen, ist als
würde man einen Zimmermann bitten, das Haus
zu reparieren, sich aber weigern, ihn in das Haus
einzulassen.

"So viele Ihn anrührten, die wurden ganz
gesund." (Matthäus 14:36) Du kannst Ihn nicht
mit Zurückhaltung berühren. Wie die Frau, die
sich durch die Menge drängte und Ihn berührte,
musst du Selbstsucht, Ungehorsam, unbekannte
Sünden, eine lauwarme Haltung, die öffentliche
Meinung, menschliche Traditionen und gegen
göttliche Heilung geschriebene Artikel mit den
Ellbogen aus dem Weg drücken. Tatsache ist,
dass du oft sogar an deinem eigenen Pastor
vorbeidrängen musst, der vielleicht über diesen
Teil des Evangeliums nicht aufgeklärt ist. Dränge
vorbei an Zweifeln, Wankelmütigkeit,
Symptomen, Gefühlen und der lügenden
Schlange.

Der Heilige Geist, der gekommen ist um für uns
die Segnungen der Erlösung zu vollstrecken, ist
unser Beistand oder Helfer. Er ist bereit, uns zu
helfen, an all diesen Hindernissen vorbei und
darüber hinaus zu drängen bis an den Ort, an
dem wir Ihn für unsere Nöte berühren können.
Gott wartet darauf, den Heiligen Geist in Fülle
über uns auszugießen. Er kommt als Christi
Vollstrecker, um für uns all die Segnungen zu
vollstrecken, die durch Golgatha bereitgestellt
sind. Diese Segnungen sind uns versprochen in
Seinen sieben Erlösungsnamen und
Bundesnamen.

Es ist immer noch wahr, dass so viele Ihn
berühren, gesund werden. Wie berühren wir Ihn?
Indem wir Seinen Verheißungen glauben. Das ist
ein unfehlbarer Weg, um Christus für
irgendetwas zu berühren, was Er verheißen hat.
Wir berühren Ihn indem wir bitten und glauben,
dass Er unsere Gebete hört, wenn wir beten. Als
die Frau Ihn berührte, war es ihr Glaube, der sie
gesund machte. Das war nicht in erster Linie
eine körperliche Berührung, denn "es ist der
Geist, der uns belebt (Leben gibt); das Fleisch
nützt nichts." Millionen von Sündern haben Ihn
so für das noch größere Wunder der neuen
Geburt berührt.

Nicht nur Kontakt, sondern Einheit

So wie die Kranken Ihn berührten und gesund
gemacht wurden als Christus auf der Erde lebte,
ist es nun das Privileg aller, Ihn wirklich zu
berühren. Die Berührung vereint uns mit Christus
in einer engeren Verbindung als damals. Das ist
nicht nur ein Kontakt, sondern Einheit, so real
wie der Weinstock und die Reben. Alles was in
dem Weinstock ist, einschließlich sowohl
geistliches als auch körperliches Leben, gehört
uns, den Reben.

Die Berührung im Glauben kann uns nun unter
die volle Herrschaft des Heiligen Geistes
bringen, was während des irdischen Dienstes
von Christus nicht möglich war, denn "der Heilige
Geist war noch nicht gekommen." Er ist der
Wunder-Wirker. Jesus ist seit Seiner
Verherrlichung kein geringerer Erlöser und Heiler
Er ist größer. Das Privileg, Ihn zu berühren, ist
nun viel größer als während Seiner persönlichen
Anwesenheit auf der Erde, weil durch die
Berührung nun mehr empfangen werden kann.
Von der Rechten Gottes aus hat Er mehr zu
geben. Er sagte: "Es ist gut für euch, dass ich
fortgehe." Er ging fort um uns den Geist zu
senden. Da der Geist kommt, um Christus auf
eine Art und Weise zu offenbaren, wie Er vor
Seinem Fortgehen nicht offenbart werden
konnte, warum können wir da nicht mit
mindestens so viel Glauben für Heilung an Ihn
herantreten wie jene, die Ihn damals umringten?

Das zuvor Gesagte zeigt uns die große
Wichtigkeit, mit Gott im Reinen zu sein bevor
man um Heilung bittet. Die Segnung, mit Gott im
Reinen zu sein, ist tausendmal erstrebenswerter
und angenehmer als die Heilung selbst. Ich habe
schon körperlich Leidende gesehen, die
strahlend glücklich waren und Sünder in
vollkommener Gesundheit, die so unglücklich
waren, dass sie Selbstmord begehen wollten.

Der dritte Schritt

Wir wollen nun deutlich machen, wie man sich
Heilung aneignet. Dinge von Gott zu bekommen
ist wie Dame spielen. Nachdem eine Person
einen Zug gemacht hat, hat sie nichts zu tun bis
der andere Spieler einen Zug macht. Jeder
macht einen Zug, wenn er an der Reihe ist.
Wenn Gott also Heilung oder irgendeine andere
Segnung bereitgestellt hat und uns Sein Wort
gesandt hat, sind wir am Zug bevor Er wieder
einen Zug macht. Unser Zug besteht darin, zu
erwarten, was Er verheißen hat, wenn wir beten.
Das wird uns dazu veranlassen, im Glauben zu
handeln bevor wir die Heilung sehen. Die
Heilung kommt dann beim nächsten Zug, wenn
Gott wieder an der Reihe ist.

Gott macht nie einen Zug, wenn Er nicht an der
Reihe ist, aber Er macht immer einen Zug, wenn
Er an der Reihe ist. Als Noah von Gott gewarnt
wurde bezüglich eines Ereignisses, das noch
nicht zu sehen war, bestand sein Zug darin, zu
glauben, dass die Flut kommen würde. Er
handelte im Glauben indem er das Schiff auf
trockenem Land baute. Wenn Gott also zu
irgendeinem Kranken sagt: "Das Gebet des
Glaubens wird den Kranken retten und der Herr
wird ihn aufrichten", dann bist du, wie Noah, von
Gott über Dinge informiert worden, die noch nicht
zu sehen sind. Dein Zug ist derselbe wie der von
Noah nämlich zu glauben und entsprechend zu
handeln. Die gefallene Natur wird von dem
regiert, was sie durch ihre Sinne wahrnimmt. Der
Glaube wird durch das pure Wort Gottes regiert
und ist nichts weniger als die Erwartung, dass
Gott tut was Er verheißen hat. Er behandelt Gott
wie ein ehrliches Wesen.

Mit Erwartung meine ich nicht Hoffnung. Ein
Schreiber hat es gut ausgedrückt: "Wir hoffen
auf das, was möglich sein könnte, doch wir
erwarten, was möglich sein muss ... mit dieser
Erwartung, die Zweifel oder Angst vor Versagen
ausschließt und unerschütterliche Zuversicht
zeigt."

Glaube wartet nie darauf, zu sehen bevor er
glaubt. Er kommt durch Hören von Dingen, die
noch nicht zu sehen sind. Er ist eine
Überzeugung von Tatsachen, die man nicht
sieht. Alles was ein Mann des Glaubens braucht
ist zu wissen, dass Gott gesprochen hat. Das
überträgt eine vollkommene Sicherheit auf die
Seele. "So spricht der Herr" klärt alles. "Es steht
geschrieben" ist alles, was der Glaube braucht.

Glaube bläst immer das Horn bevor, nicht
nachdem, die Mauern gefallen sind. Glaube
beurteilt nie nach dem, was vor Augen sichtbar
ist. Es ist die Zuversicht von Dingen, die nicht zu
sehen, aber versprochen sind. Glaube ruht auf
viel soliderem Boden als die Wahrnehmung der
Sinne. Es ist das Wort Gottes, das für immer
bleibt. Unsere Sinne können uns täuschen, aber
Gottes Wort niemals!

Wenn dem kleinen Mädchen für den
kommenden Samstag ein neues Kleid
versprochen worden ist, ist Glaube die
tatsächliche Erwartung, die es hat und die sich
zwischen heute und Samstag manifestiert. Wenn
der Samstag kommt und sie das neue Kleid
sieht, hört der Glaube für das neue Kleid auf.
Echter Glaube zeigt immer entsprechende
Handlungen. Das kleine Mädchen klatscht
aufgrund seines Glaubens in die Hände und
sagt: "Prima! Prima! Am nächsten Samstag
bekomme ich ein neues Kleid!" Es rennt und
erzählt seinen Spielkameraden, dass es die
Antwort auf seine Bitte bekommen hat.
Gott kann nicht lügen

Jesus schaute am Grab von Lazarus auf und
sagte. "Ich danke dir, Vater, dass du mich gehört
hast." Lazarus war immer noch tot. Das kleine
Mädchen hat keine Angst davor, im Voraus zu
erzählen, dass es ein neues Kleid haben wird.
Wenn seine Spielkameraden sagen: "Woher
willst du das wissen?" wird es zuversichtlich
erwidern: "Mama hat es mir versprochen!" Nun,
du hast einen besseren Grund dafür, Heilung zu
erwarten als das kleine Mädchen, ein neues
Kleid zu erwarten. Die Mutter könnte vor
Samstag noch sterben, aber Gott nicht. Die
Mutter könnte lügen, aber Gott nicht. Das Haus
mitsamt dem Geld der Mutter könnte abbrennen.
All diese Gefahren bestehen bei Gott nicht.
Jeder Fall von Glauben in der Geschichte war
eine gut gegründete Versicherung,
hervorgebracht allein durch die Verheißung
Gottes. Auf der Basis dieser Verheißung wurde
gehandelt bevor irgendetwas Sichtbares da war,
um die Zuversicht zu ermutigen, so wie bei dem
kleinen Mädchen "zwischen heute und
Samstag".

Glaube schaut nicht auf die sichtbaren Dinge. Es
war keine Flut in Sicht als Noah seine Arche
baute. Es waren noch nie zuvor Steinmauern
durch das Blasen von Widderhörnern und lautes
Schreien gefallen. Sie erwarteten einfach, was
Gott verheißen hatte. Als sie entsprechend ihrem
Glauben handelten indem sie die Widderhörner
bliesen während die Mauern immer noch
standen, war das ihr Zug. Dann war natürlich
Gott am Zug und die Mauern fielen!
Das gesamte elfte Kapitel des Hebräerbriefes ist
geschrieben, um aufzuzeigen, wie jeder, der
Glauben hatte, "zwischen heute und Samstag"
handelte. Gott hat solches Wohlgefallen an den
Handlungen des Glaubens dass er dort viele
Fälle im Detail aufgeführt hat. "Durch Glauben"
handelte Noah so und so. "Durch Glauben"
handelte Jakob so und so. "Durch Glauben"
handelte Mose so und so. "Durch Glauben fielen
die Mauern von Jericho." "Durch Glauben"
handelte Abraham so und so als alles ganz nach
dem Gegenteil dessen aussah, was Gott
verheißen hatte. Indem sie auf die Verheißung
Gottes (und nicht auf ihre Unfruchtbarkeit)
schaute, empfing Sara die Kraft, Mutter zu
werden nachdem sie längst über das geeignete
Alter hinaus war. All diese Menschen handelten
mit nichts als dem Wort Gottes als Grundlage für
die Erwartung dessen, was Er verheißen hatte.

Es ist dasselbe mit jedem einzelnen Fall von
Glauben in der Geschichte. Jonas Symptome
waren sehr real als er sich im Bauch des Fisches
befand und er verleugnete sie nicht, aber er
nannte sie "lügende Einbildungen." Mit anderen
Worten: Alle Symptome, die uns die Tatsache
anzweifeln lassen, dass Gott "allen gegenüber
reich an Gnade ist", die auf Ihn vertrauen, sollten
als "lügende Einbildungen" betrachtet werden.
Jona sagte: "Die Verehrer lügender Einbildungen
verlassen ihre Gnade." Statt auf Satan zu hören
und unsere Symptome zu beobachten müssen
wir mit Gott zusammenarbeiten, der heilt indem
Er Sein Wort sendet und es hält!
Wir müssen mit Ihm kooperieren indem wir uns
nicht mit dem beschäftigen, was der Teufel sagt,
sondern mit dem Wort, das Er zu unserer
Heilung sendet.

Symptome können andauern

Selbst wenn wir im Glauben handeln
verschwinden Symptome nicht immer sofort.
Nachdem Hiskia geheilt war, dauerte es drei
Tage bis er stark genug war, zum Haus des
Herrn zu gehen. In Johannes 4:50-52 glaubte
der Vater dem Wort, das Jesus zu ihm
gesprochen hatte. Als er auf seine Diener traf
fragte er sie nach der Stunde, in der der Zustand
seines sterbenden Sohnes sich zu bessern
begann.

Die Bibel differenziert zwischen den "Gaben der
Heilungen" und der "Gabe der
Wunderwirkungen." Christus konnte in Nazareth
aufgrund ihres Unglaubens kein Wunder tun,
aber Er heilte ein paar Kranke. Wenn jeder sofort
gesund werden würde, gäbe es keinen Raum für
die Gaben der Heilungen. Es wären
ausschließlich Wunder. Viele Menschen
verpassen ihre Heilung indem sie versuchen,
Gott auf Wunder zu beschränken. Die
Verheißung von Christus ist, dass "sie gesund
werden", aber Er sagt nicht "sofort."

Die Symptome des Lebens in einem Baum
bleiben noch für eine Weile sichtbar nachdem
der Baum gefällt worden ist.

Glaube bedeutet, dass wir zuversichtlich sind in
Bezug auf das, was wir hoffen und überzeugt
von dem, was wir nicht sehen (nach Hebräer
11:1). Wir sind überzeugt, weil Gott, der nicht
lügen kann, gesprochen hat. Wie allumfassend
ausreichend dieser Grund doch zum Glauben ist!
Glaube ist absolut rational. Er ist nicht, wie viele
achtlose Leute annehmen, ein Glauben ohne
Beweis. Wir glauben aufgrund des absolut
bestmöglichen Beweises, Gottes Wort, das im
Himmel festgeschrieben ist. Der Apostel
Jakobus sagt: "Ich zeige dir durch meine Taten
was Glaube ist." (Jakobus 2:18) Glaube
bedeutet, so überzeugt von der absoluten
Wahrheit der Erklärungen Gottes zu sein, die in
der Bibel aufgezeichnet sind, das wir
dementsprechend handeln.

Glaube ist sowohl rational als auch sicher

Was kann rationaler und sicherer sein als
Glaube?

Glaube bedeutet, die schriftliche Verheißung
Gottes als Seine direkte Botschaft an uns
anzunehmen. Seine Verheißung bedeutet
dasselbe als würde Er vor uns erscheinen und
zu uns sagen: "Ich habe dein Gebet erhört." Das
Wort Gottes wird für unseren Körper auf dieselbe
Weise zum Leben wie für unsere Seele, indem
wir Seine Verheißung glauben.

Ich habe einige Menschen gekannt, die schon
seit bis zu vierzig Jahren für Heilung gebetet
hatten ohne sie zu empfangen. Sobald ihnen
erklärt wurde, wie man sich die Heilung aneignet,
ist sie in einigen Fällen sofort erfolgt. Wir
müssen nicht vierzig Jahre oder eine Woche
lang für die Segnung beten, die Christus uns so
sehnsüchtig gerne schenken will. Sein
mitfühlendes Herz sehnt sich mehr danach, uns
zu heilen als wir uns die Heilung überhaupt
wünschen können. Wir lassen Ihn warten bis wir
den Glauben haben, der durch das Hören kommt
und entsprechend handeln. Gott wird nicht
mogeln und einen Zug machen, wenn Er nicht an
der Reihe ist.

Wir sehen, dass Jesus sowohl unsere
Krankheiten als auch unsere Sünden am Kreuz
getragen hat und darum müssen wir sie nicht
tragen. Unser nächster Schritt ist, uns das im
Glauben anzueignen. Das ist der einzige
biblische Weg. Gott schenkte uns diesen Teil
unseres Erbes vor etwa 2.000 Jahren und Er ist
derjenige, der wartet. Er wartet darauf, dass wir
uns die Segnung im Glauben aneignen. Vor
2.000 Jahren hat Gott "Sünde hinweg getan" und
"unser aller Übertretungen auf Christus gelegt."
Vor 2.000 Jahren hat Christus selbst "unsere
Sünden auf sich genommen und unsere
Krankheiten getragen." Gott ist die wartende
Partei. Er wartet darauf, dass uns klar wird, wie
wir uns die Segnung aneignen, die Er bereits
gegeben hat. In 2. Petrus 3:9 heißt es: "Der Herr
säumt nicht mit der Verheißung, ... sondern Er ist
langmütig gegen uns." Er ist nicht langsam mit
der Erfüllung Seiner Verheißungen, sondern wir
sind langsam und Er ist geduldig mit uns.

Die meisten von uns hätten auch schon fünf
Jahre früher errettet werden können. Gott hat
uns nicht warten lassen, sondern wir haben Ihn
warten lassen. Es ist dasselbe mit unserer
Heilung.

Wenn ihr betet, nicht hinterher

In Markus 11:24 sagt Jesus uns genau, wie wir
uns jede der Segnungen aneignen können, die
durch Seinen Tod für uns erkauft wurde.
Nachdem Er alles verheißen hat, was wir
brauchen, sagt Er: "Was auch immer ihr erbittet,
wenn ihr betet ...." Das bedeutet nicht "nachdem
ihr zwanzig Jahre lang gebetet habt." Es
bedeutet nicht "nachdem ihr gesund geworden
seid", sondern "während ihr noch krank seid."

"Wenn ihr betet, dann glaubt, dass ihr
empfangen habt und ihr werdet das Erbetene
haben." Die Bedingung, um zu empfangen was
wir von Gott erbitten, ist zu glauben, dass Er
unsere Gebete beantwortet wenn wir beten und
dass wir gemäß Seiner Verheißung "gesund
werden."
Wenn du für Heilung betest, autorisiert Christus
dich, dein Gebet als beantwortet zu betrachten.
Es ist dasselbe wie damals, als Er am Grab von
Lazarus stand und sagte: "Ich danke dir, Vater,
dass du mich erhört hast" bevor er Lazarus aus
dem Grab herauskommen sah. Wenn wir um
Heilung bitten, möchte Jesus, dass wir mit
Glauben sagen: "Ich danke dir, Vater, dass du
mich erhört hast" bevor wir die Antwort auf unser
Gebet gesehen haben.

Glaube ist, wenn Gottes Wort allein unser Grund
für den Glauben ist, dass unser Gebet
beantwortet wurde, bevor wir es sehen oder
fühlen.

Jesus erklärte: "Die Worte, die ich zu euch
spreche, sie sind Geist und Leben." Johannes
sagt: "Das Wort war Gott." Die geschriebenen
Worte Christi als direkte Botschaft an uns
anzunehmen ist Glauben. Das ist der Weg, auf
dem das Wort Gottes Leben für uns wird, sowohl
in unserer Heilung als auch in unserer Erlösung.
Beispielsweise ist der Akt des Glaubens und des
Annehmens von Christus gemäß Johannes 1:12
gleichzusetzen mit dem Akt Gottes, der uns
durch Seine Kraft die neue Geburt schenkt.
Durch denselben Prozess wird auch göttliche
Heilung in unseren Körper übertragen.

Autor unbekannt

Jemand hat über die Frau, die das Gewand von
Jesus berührt hat, gesagt, dass Glaube,
Tatsache und Fühlen die Reihenfolge bei
Heilung ist, von der Gott nie abweicht. Wenn wir
von dieser Reihenfolge abweichen, werden
weder Glaube noch Tatsache und Fühlen so
sein, wie wir es uns gewünscht haben, weil sie
nicht so sind, wie Gott es sich gewünscht hat.

1. Thessalonicher 2:13 sagt, dass Gottes Wort in
uns, den Gläubigen, wirkt. Wenn Sein Wort uns
davon überzeugt, dass unser Gebet beantwortet
ist, bevor wir die Antwort gesehen haben,
beginnt das Wort effektiv in uns zu wirken.

Gottes Wort versagt nie, in denen zu wirken, die
es als solches annehmen, weil sie keine Zweifel
dahingehend zulassen, dass es sich in ihrer
eigenen Erfahrung erfüllen wird ... Gott hat all
Seine Segnungen an Glauben gebunden, keine
einzige wird auf Unglauben hin geschenkt.

Harriet S. Bainbridge

Wenn Menschen zu mir sagen: "Ich weiß nicht,
ob es Gottes Wille ist, mich zu heilen", frage ich
sie: "Ist es Gottes Wille, Seine Verheißungen
einzuhalten?" Es geht nicht um die Frage "Habe
ich genug Glauben?", sondern um die Frage "Ist
Gott ehrlich?" Es geht nicht darum, wie wir uns
fühlen, sondern wie die Tatsachen aussehen.
Sollte das kleine Mädchen am nächsten Tag
krank werden und sich schlecht fühlen, hat das
nichts damit zu tun, dass ihr die Mutter am
nächsten Samstag ein neues Kleid kaufen wird.
Die Bibel sagt: "Wenn wir irgendetwas nach
Seinem Willen erbitten, hört Er uns." Ist das wahr
oder nicht?

Antwortet Gott auf Gebet? Wenn du standfest
glaubst, dass du die Antwort auf dein Gebet
empfangen hast (Markus 11:24) und gemäß
deinem Glauben handelst, wird jeder von euch
geheilt, wenn auch nicht immer sofort.

Gott macht immer Seinen Zug nach deinem Zug.
Das ist das Handeln nach einer "vollen
Zuversicht", hervorgebracht allein durch Seine
Verheißung, bevor wir die Antwort auf unser
Gebet sehen. Da Heilung durch Glauben
geschieht und "Glaube ohne Werke tot ist", ist es
nachdem wir im Glauben zu handeln beginnen,
dass Gott zu heilen beginnt.

Unser Glaube veranlasst Gott zum Handeln

Unser "Werk des Glaubens" bewegt Gott zum
Handeln. Wir können nicht alle auf dieselbe
Weise handeln. Als die zehn Aussätzigen
gingen, wurden sie geheilt. Jona im Bauch des
Fisches konnte nicht "gehen", doch er handelte
gemäß seinem Glauben indem er sagte,
während er sich immer noch in dem Fisch
befand: "Ich aber will dir mit lauter Stimme
danken und dir opfern." Gemäß unserem
Glauben zu handeln indem wir Gott im Voraus
loben und Ihm danken ist durch die Geschichte
hindurch Sein festgelegter Weg dafür gewesen,
uns all Seine Segnungen anzueignen. Hebräer
13:15 lehrt uns, dass unser Dankopfer und unser
Lobopfer im Voraus für die Segnung dargebracht
werden soll, die Gott verheißen hat. Nur dann
können wir eine Antwort erwarten. Psalm 50:14-
15 sagt: "Opfere Gott Dank und bezahle dem
Höchsten deine Gelübde; und rufe mich an am
Tage der Not, so will ich dich erretten, und du
sollst mich ehren!"

Hier wie auch überall sonst wird von uns
erwartet, dass wir wie Jona Danksagung
darbringen während wir immer noch in unseren
Problemen feststecken. Vielleicht war das genau
die Verheißung, die er beanspruchte. "Lass die
Elenden und Armen deinen Namen preisen."
(Psalm 74:21) Preise Gott im Voraus, während
du dich immer noch in Not befindest. "Lasst uns
in Seine Gegenwart kommen mit Danksagung"
bedeutet nicht, geheilt zu werden und dann aus
Seiner Gegenwart fort zu gehen und Ihm zu
danken. Es bedeutet, mit Danksagung für
Heilung zu Ihm zu kommen bevor du geheilt bist.
"Geht zu Seinen Toren ein mit Danken, zu
seinen Vorhöfen mit Loben." (Psalm 100:4) Wir
sollten natürlich auch mit Danksagung fortgehen,
aber das ist nicht Glaube.

Glaube ist das, was wir haben bevor wir geheilt
werden. "Sie sollen den Herrn loben, die Ihn
suchen." "Deine Mauern sollen «Heil» und deine
Tore «Lob» genannt werden." Ohne Lob rennen
wir gegen eine feste Mauer ohne Tor. Doch
wenn wir beginnen, Gott zu loben und uns die
Verheißungen anzueignen, öffnen wir unser
eigenes Tor und gehen hindurch. "Frohlocke und
freue dich; denn der Herr wird Großes tun!"
Folglich "waren sie beständig im Tempel und
lobten und priesen Gott." Das war nicht
nachdem, sondern bevor sie mit dem Heiligen
Geist erfüllt worden waren. Als sie ihre Stimmen
erhoben und den Herrn priesen "erfüllte die
Herrlichkeit des Herrn das Haus Gottes." Sie
glaubten Seinen Worten (nicht ihren Symptomen
oder dem Vater der Lügen) und sangen Ihm
Loblieder.

Lasse Satan deinem Lob und Dank zuhören

Statt auf den "Vater der Lügen" zu hören, lasse
ihn deinem Lobpreis Gottes für Seine
Verheißung zuhören! "Alles was Odem hat
preise den Herrn." Der Kranke hat Odem. Mit
anderen Worten: Während du noch krank bist,
preise Ihn, weil du gemäß Seiner Verheißung
gesund werden wirst. "Lasse dein Herz nicht
betrübt werden." "Sorge (lasse dich nicht
ablenken) um nichts; sondern lasse deine Bitten
mit Danksagung vor Gott bekannt werden."
"Werft alle Sorgen auf Ihn, denn Er sorgt für
euch."

Jeder kranke Christ hat sogar während er noch
krank ist tausendmal mehr, worüber er glücklich
sein kann als der fröhlichste Sünder bei
vollkommener Gesundheit.

Preise Gott, denn "Glaube ohne Werke ist tot."
"In allem sagt Dank, denn das ist der Wille
Gottes für euch." "Ich werde den Herrn allezeit
preisen, Sein Lob soll immer in meinem Mund
sein." Da alles was Odem hat aufgefordert ist,
den Herrn zu preisen, besteht die einzige
biblische Entschuldigung dafür, Ihn nicht zu
preisen, darin, keinen Odem zu haben. "Durch
Ihn lasst uns nun Gott allezeit ein Opfer des
Lobes darbringen, das ist die «Frucht der
Lippen», die Seinen Namen bekennen!" "Wer
Dank opfert, der ehrt mich." "Denn deine Gnade
ist besser als Leben, meine Lippen sollen dich
preisen." Preist Ihn, denn "Gut ist's, dem Herrn
zu danken." "Preist Sein heiliges Gedächtnis."
Preise Ihn, denn Lobpreis zurückzuhalten ist
entweder ein Zeichen von Unglauben oder
Undankbarkeit. Preist Ihn, denn "dem Redlichen
ziemt Lobgesang." Preise Ihn, weil Gott im
Lobpreis Seines Volkes wohnt. Paulus und Silas
sangen um Mitternacht Loblieder, obwohl ihre
Rücken bluteten und ihre Füße im Block waren
und Gott sang den Bass mit einem Erdbeben,
das sie befreite.

Wahrer Glaube freut sich an den Verheißungen
Gottes als würde er die Befreiung schon erleben
und genießen.

Obwohl drei große Armeen gegen Joschafat
auszogen, was menschlich gesehen völlige
Ausrottung bedeutete, priesen sie den Herrn und
lobten ihn hoch mit lauter Stimme. Der einzige
Beweis dafür, dass ihr Gebet erhört worden war,
war das nackte Wort Gottes, und das nur durch
menschliche Lippen. Am nächsten Tag, als sie in
den Kampf hinauszogen und zu singen und den
Herrn zu preisen begannen, reagierte der Herr
seinerseits damit, dass Er einen Hinterhalt
gegen den Feind arrangierte und der Sieg war
errungen (2. Chronik 20:21-22). "Und wir halten
nun desto fester an dem prophetischen Wort",
denn "vom heiligen Geist getrieben redeten
heilige Menschen." (2. Petrus 1:19, 21)

Wie der Feind im Garten Eden Erfolg dabei
hatte, Gottes Zeugnis nichtig zu machen, was
dazu führte, dass Adam und Eva von der
verbotenen Frucht aßen, so will er nun Gottes
Zeugnis nichtig machen, so dass wir das
Evangelium nicht glauben. Nachdem Gott gesagt
hatte: "An dem Tag, an dem ihr davon esst,
werdet ihr sicherlich sterben", sagte die
Schlange: "Ihr werdet keineswegs sterben." Und
nun, wenn das Wort Gottes deutlich sagt: "Den
Kranken werden sie die Hände auflegen und sie
werden gesund werden", will dieselbe Schlange
uns davon überzeugen, dass sie nicht gesund
werden. Ist es vernünftig, dem "Vater der Lügen"
mehr zu glauben als dem Sohn Gottes, der die
fleischgewordene Wahrheit ist? Wenn wir wegen
Erlösung oder Heilung zu Gott kommen, ist es
entscheidend, dass jeder von uns einen
Entschluss fasst, ob er es dem Zischen der
Schlange gestatten will, sich über die Stimme
Gottes zu erheben.

Gesegnet sind die Ohren, die den Puls des
göttlichen Flüsterns hören und nicht auf die
vielen Einflüsterungen der Welt achten.
Thomas a Kempis

Wenn Satan dir, nachdem du für deine Heilung
mit Öl gesalbt worden bist, erzählt, dass du nicht
gesund werden wirst, dann solltest du wie Jesus
zu ihm sagen: "Es steht geschrieben: Sie werden
gesund werden und der Herr wird sie aufrichten."
(Jakobus 5:15) In derselben Passage bedeutet
"im Namen des Herrn" dasselbe als hätte der
Herr persönlich dich gesalbt. Erwarte von Ihm,
dass Er Seine eigene Anordnung und Sein
eigene Verheißung ehrt.

Warum auf den Teufel hören?

Alles was der Teufel von den Lippen Christi zu
hören bekam als er Ihn versuchte, war "Es steht
geschrieben! Es steht geschrieben! Es steht
geschrieben!" (Matthäus 4:4, 7, 10) Da verließ
Ihn der Teufel (Matthäus 4:11). Doch alles was
wir von einigen Leuten hören ist "Der Teufel
sagt! Der Teufel sagt! Der Teufel sagt!" als
wären Christi Worte von geringerer Bedeutung
als die des Teufels! Das war die Methode von
Christus. Es ist die erfolgreichste Methode, dem
Teufel Widerstand zu leisten. Lasst uns keine
andere versuchen! "Gebt dem Teufel keinen
Raum" (Epheser 4:27). "Widersteht dem Teufel
und er wird von euch fliehen" (Jakobus 4:7). Es
gibt nur einen Weg, um dem Teufel zu
widerstehen und das ist, standfest Gottes Wort
zu glauben und danach zu handeln.
Wann auch immer wir von irgendeiner Stimme
neben der Stimme Gottes beeinflusst werden,
haben wir den Weg Gottes für unsere Heilung
verlassen.

Welchen Grund hast du zum zweifeln? Du hast
nicht mehr Grund zum zweifeln als der Sünder,
wenn er Buße tut und um die Vergebung seiner
Sünden bittet. Du hast genau denselben Grund,
um zu erwarten, geheilt zu werden, wie du Grund
hattest, errettet zu werden. "Du hast Sein Wort
darauf und wenn du das nicht bis zu dem Punkt
annehmen kannst, dass du danach handelst, ist
dein Glaube immer noch weit davon entfernt, das
zu sein was er sein sollte." (Duffy)

Das Erbarmen des Herrn eine Basis für Glauben

Was für eine Basis für Glauben doch das
Erbarmen des Herrn ist! Da Christus uns von
Krankheit erlöst hat, kann man ganz sicher
Seiner Liebe und Treue vertrauen. Das Kreuz ist
ein sicheres Fundament und ein perfekter Grund
für die Ausübung unseres Glaubens.

Lasst uns Krankheit im Glauben abtun wie wir
Sünde abtun würden. Der hingegebene Christ
wird nicht einen Augenblick lang bewusst Sünde
tolerieren und wie tolerant sind doch einige
gegenüber Krankheit. Sie verhätscheln ihre
Leiden und Schmerzen noch und ergehen sich in
ihnen statt ihnen als Worte des Teufels zu
widerstehen.

Harriet S. Bainbridge sagt, dass der Herr Jesus
betreffend Sünde, Sorgen und körperlichem
Elend der Menschheit gesagt hat: "Es ist
vollbracht." Er hat jedem von uns das Geschenk
des Heiligen Geistes gegeben um uns zu
befähigen, die großartige Erlösung zu erkennen
und zu genießen, die Er für uns erkauft hat.
Ohne Zweifel zu glauben, dass Christi Worte "Es
ist vollbracht" eine buchstäbliche Aussage einer
unveränderlichen Tatsache sind, bringt
ausnahmslos Befreiung. Die Schlange leugnet
immer noch diese große Aussage von Christus,
zu unserem großen Verlust, so wie sie Eva dazu
veranlasste, Worte zu vergessen und zu
missachten, die Gott deutlich zu ihr gesprochen
hatte. Unsere Erlösung von Krankheit wurde
tatsächlich im Leib unseres gekreuzigten Herrn
bewirkt. Indem wir von ganzem Herzen glauben
und annehmen was Gott in Seinem
geschriebenen Wort über die Angelegenheit
gesagt hat, machen wir die persönliche
Erfahrung von Christus als unser Arzt.

Resultate des Glaubens an Gott aus der
heutigen Zeit

Diese Anweisungen zu befolgen hat Tausenden
von Menschen Gesundheit verschafft, die zuvor
gelehrt worden waren, dass das Zeitalter der
Wunder vorbei sei. Ihnen war gesagt worden,
dass Gott möchte, dass Menschen zu Seiner
Verherrlichung krank bleiben etc. Die blind
Geborenen sehen nun. Von Geburt an Taube
und Taubstumme hören und sprechen nun. Seit
ihrer Geburt Verkrüppelte sind nun vollkommen
gesund. Menschen, die jahrelang Epileptiker
waren, sind nun frei und freuen sich. Viele, die
schon fast an Krebs gestorben wären, sind nun
gesund und beten das Gebet des Glaubens für
die Heilung anderer. Bei Gott gibt es kein
Ansehen der Person. "Wenn nun jemand sich
von solchen reinigt, wird er ein Gefäß zur Ehre
sein, geheiligt und dem Hausherrn nützlich, zu
jedem guten Werke zubereitet." (2. Timotheus
2:21) Das ist jedoch nie wahr, solange wir krank
im Bett liegen. Gottes neuer Bund sorgt dafür,
dass jeder von uns "ausgerüstet wird mit allem
Guten, Seinen Willen zu tun." Das können wir
nicht solange wir krank sind. Das zeigt uns Seine
Bereitschaft, uns gesund zu machen. Tatsache
ist, dass Er sogar begierig ist, das zu tun.

Er kann Seinen Bund mit uns nicht einhalten
ohne unsere Krankheiten wegzunehmen und
nach Seiner Verheißung die Zahl unserer Tage
voll zu machen.

Da wir "durch Seine Striemen geheilt sind"
sollten wir nicht vergessen, was Ihn unsere
Heilung gekostet hat. Mit Dankbarkeit und Liebe
und dem Dienst für Gott geweiht, lasst uns auf
Seiner Verheißung stehen und das "Widderhorn"
des Glaubens und der Danksagung blasen bis
die Mauern unseres Leidens einstürzen.

Glaube wartet nicht, bis die Mauern einstürzen;
Glaube schreit sie nieder!
Kapitel 6

Glauben anwenden

Der Apostel Paulus sagt uns in seinem Brief an
die Galater genau, wie Gott Wunder wirkt. "Der
euch nun den Geist darreicht und Kräfte in euch
wirken lässt, tut er es durch Gesetzeswerke oder
durch die Predigt vom Glauben? Gleichwie
Abraham Gott geglaubt hat und es ihm zur
Gerechtigkeit gerechnet wurde, so erkennt auch,
dass die aus dem Glauben Gerechten Abrahams
Kinder sind." (Galater 3:5-7)

Moffat übersetzt diese Passage wie folgt: "Wenn
Er euch mit dem Geist ausstattet und Wunder
unter euch wirkt, geschieht es dann weil ihr das
Gesetz befolgt oder weil ihr die Botschaft des
Evangeliums glaubt? Nun, es ist wie bei
Abraham; er hatte Glauben."

In diesem Abschnitt sagt Gott uns, dass Er
Wunder an unserem Körper genau auf dieselbe
Weise wirkt wie an unserer Seele. Es geschieht,
indem wir die Evangeliumsbotschaft hören und
glauben. Tatsache ist, dass alles, was Gott tut,
auf die Weise geschieht, dass Er Verheißungen
ausspricht und sie dann erfüllt wo auch immer
sie Glauben hervorbringen. Er sagt, es ist wie mit
Abraham. Wie war es mit Abraham? Beachte:
Er vertraute einfach dem Wort Gottes. Er hatte
Glauben, dass Gott genau das tun würde, was
Er verheißen hatte.
Er war vollkommen überzeugt vom Wort Gottes
allein.
Er hielt am Anfang seiner Zuversicht fest als sein
Glaube geprüft wurde.
Er war in der Angelegenheit völlig mit dem Wort
Gottes beschäftigt.
Er weigerte sich, seine Zuversicht wegzuwerfen
als Gott ihm durch die Aufforderung, Isaak zu
opfern, scheinbar die sichtbare Ermutigung
seines Glaubens wegnahm.

Er "zog seinen schon erstorbenen Leib nicht in
Betracht" oder die Tatsache, dass er schon etwa
hundert Jahre alt war. Er schaute auch nicht auf
den erstorbenen Mutterleib von Sara als
irgendein Hindernis oder Grund zum zweifeln
daran, dass Isaak geboren werden würde
(Römer 4:19). Diese Dinge, die im Natürlichen
die Geburt von Isaak unmöglich gemacht hätten,
wurden von Abraham nicht als der geringste
Grund zum Zweifeln angesehen. Er kannte sein
Alter. Er wusste um die Unfruchtbarkeit von
Sara. Die Schwierigkeiten waren ihm bewusst.
Doch trotz dem Unmöglichen glaubte er Gott.

Unter äußerst hoffnungslosen Umständen wurde
er stark im Glauben indem er auf die Verheißung
Gottes schaute und war absolut überzeugt davon
und absolut sicher, dass Gott Seine Verheißung
erfüllen würde. Beachte: Indem er auf die
Verheißung Gottes schaute wurde Abraham
stark im Glauben. "Jeder, der auf sie schaute"
(die eherne Schlange, Gottes Heilmittel und
Gottes Verheißung) war gleichermaßen die
Bedingung, die Gott für die Heilung der
sterbenden Israeliten forderte (4. Mose 21:8).
Wenn wir zu Gott kommen und Heilung
wünschen sollten wir sicherstellen, dass das
unsere Haltung ist, weil außerhalb dieser
Bedingung keine Heilung verheißen ist.

Die Basis unseres Glaubens

Wenn wir unseren Glauben auf der Besserung
unseres Befindens basieren oder von unseren
Symptomen oder dem, was wir sehen und
fühlen, beeinflusst werden statt vom Wort Gottes
allein, ist unser Glaube genau in dem Ausmaß
kein echter Glaube. Mit dem beschäftigt zu sein
was wir sehen oder fühlen bedeutet, genau die
Bedingung umzukehren, die Gott uns
vorgegeben hat und der wir folgen sollen. "Jeder,
der auf sie schaut, soll am Leben bleiben." Das
bedeutet einfach, dass jeder, der sich wie
Abraham mit Gottes Verheißung beschäftigt, so
dass er nicht länger von den Symptomen
beeinflusst wird, gesund werden wird. Das Wort
Gottes (du nicht das, was wir sehen oder fühlen)
soll die Basis unseres Glaubens sein. Unser
Schauen auf die Verheißung Gottes ist ein guter
Grund dafür, von Gott Erbarmen zu erwarten.

Beachte, dass Abraham durch das
kontinuierliche Schauen auf die Verheißung
Gottes das Wunder erlebte. Mit Symptomen
beschäftigt zu sein oder sich von ihnen
beeinflussen zu lassen statt von Gottes Wort
bedeutet, die Aufrichtigkeit Gottes in Frage zu
stellen. Statt Gott zum Lügner zu machen
belegte Jona im Bauch des Fisches seine
Symptome und Umstände, die seiner Erwartung
von Gottes Erbarmen im Weg zu stehen
schienen, mit dem Namen "lügende
Einbildungen." Erkennend, dass es Symptome
waren, die ihn belogen und nicht Gott, sagte er:
"Die Verehrer lügender Einbildungen verlassen
ihre Gnade." Gott weigert sich nie, Gnade zu
schenken, doch viele "verlassen" sie indem sie
auf ihre Symptome schauen. Die Symptome sind
real, werden jedoch zu "lügenden Einbildungen"
wenn sie uns sagen, dass Gott nicht reich an
Gnade ist gegenüber allen, die auf Ihn vertrauen.

Abrahams Glaube war nicht auf etwas
gegründet, das er sah. Du musst dafür sorgen,
dass auch deiner es nicht ist. Alles was Abraham
sehen konnte stand im Gegensatz zu dem, was
er erwartete. Nachdem Isaak geboren war, hatte
Abraham eine Stütze für seinen Glauben. Durch
Isaak "werden alle Nationen der Erde gesegnet
sein." Mit Isaak vor Augen war der Kanal, durch
den Gott den Rest Seiner Verheißung erfüllen
würde, leicht zu glauben. Und so prüfte Gott
Abrahams Glauben indem Er ihn aufforderte,
Isaak zu opfern und damit den Kanal zu
vernichten. Abraham war dadurch nicht
entmutigt. Echter Glaube wächst nur noch durch
eine Prüfung. Da er immer noch Gottes Wort
darauf hatte, war er bereit, jede sichtbare
Ermutigung seiner Erwartung zu entfernen und
dennoch weiterhin "vollkommen überzeugt" zu
sein. Gott musste ihn zurückhalten, sonst hätte
er Isaak tatsächlich geopfert. Diese Prüfung war
Gottes Weg, um seinen Glauben zu
vervollkommnen, nicht um ihn zu zerstören.

Wenn du wegen deiner Heilung zu Gott
gekommen bist und Er hinterher sieht, dass du
mehr durch die Besserung deines Befindens
ermutigt bist als durch Sein Wort, könnte Er es
für notwendig befinden, deinen Glauben zu
prüfen. Damit will Er dich die herrliche Lektion
lehren, Seinem Wort zu vertrauen, selbst wenn
alle Sinne dem widersprechen. Glaube hat einzig
und allein mit dem Wort Gottes zu tun.

In Hebräer 10:35-36 sagt Gott zu allen, deren
Glaube auf Seinem Wort gegründet ist: "So werft
nun eure Zuversicht nicht weg, welche eine
große Belohnung hat! Denn Ausdauer tut euch
not, damit ihr nach Erfüllung des göttlichen
Willens die Verheißung erlangt." "Denn wir sind
Christi Genossen geworden, wenn wir die
anfängliche Zuversicht bis ans Ende festhalten."
(Hebräer 3:14)

Viele handeln im direkten Gegensatz dazu.
Nachdem sie gesalbt worden sind und für sie
gebetet wurde, habe ich einige schon voller
Enttäuschung sagen hören. "Ich hatte ganz
sicher geglaubt, dass ich geheilt werden würde"
statt sich in der Verheißung Gottes zu freuen. Ich
wusste sofort, dass sie nie richtig begriffen
hatten, was Glauben ist. Ihre Erwartung war,
zuerst gesund zu werden und dann zu glauben,
dass Gott ihr Gebet erhört hatte. Wenn Gottes
Wort der einzige Grund für ihre Erwartung
gewesen wäre, hätten sie den Anfang ihrer
Zuversicht festgehalten. Es ist nie angemessen
oder vernünftig, unsere Zuversicht wegzuwerfen
solange wir das Wort Gottes als Basis dafür
haben. Es ist verheißen, dass wir nur unter der
Bedingung Teilhaber werden, dass wir standhaft
am Anfang unserer Zuversicht festhalten. In der
Zwischenzeit, zwischen Gottes Verheißung und
ihrer Erfüllung, hat Abraham nicht auf seine
Symptome geschaut und seine Zuversicht
weggeworfen weil er keine sichtbare Ermutigung
hatte, sondern er hat das Gegenteil getan.
Indem er auf die Verheißung Gottes schaute,
wurde er nicht wankelmütig durch Unglaube,
sondern stark im Glauben und gab Gott alle Ehre
(siehe Römer 4:20). Nachdem Jona aus dem
Bauch des Fisches um Erbarmen gebetet hatte,
warf er seine Zuversicht nicht weg weil es keinen
sichtbaren Beweis dafür gab, dass sein Gebet
erhört worden war. Er hielt seine Zuversicht fest
und fügte ihr im Voraus das Opfer der
Danksagung hinzu. Nachdem sie um die Mauern
von Jericho marschiert waren warfen Josua und
das Volk Israel ihre Zuversicht nicht weg weil die
Mauern der Stadt immer noch standen. Ihr
Glaube basierte auf Gottes Wort: "Ich habe
Jericho in deine Hand gegeben." Wenn keiner
von ihnen seine Zuversicht weggeworfen hat,
warum solltest du es dann tun?

Deine Denkweise sollte dieselbe sein wie die von
Noah, als er auf trockenem Land ein Schiff baute
und Pech auf die Fugen schmierte, um es
wasserdicht zu machen. In seinem Denken war
die Tatsache der kommenden Flut vollkommen
entschieden und das Wort Gottes war der
einzige Grund für dieses Denken. Deine
Denkweise sollte dieselbe sein wie die von
Abraham. Für ihn war die Tatsache, dass Isaak
geboren werden würde, vollkommen
entschieden, obwohl alle Symptome und
Umstände das Gegenteil anzeigten. Gottes Wort
an dich bezüglich deiner Heilung ist genauso klar
und deutlich wie das Wort an Abraham.

In Markus 11:24 teilt Jesus uns genau die
Bedingung mit, die Er für die Aneignung jeder
der Segnungen erwartet, die Er verheißen hat.
Er sagt: "Darum sage ich euch: Alles, was ihr im
Gebet verlangt, glaubt, dass ihr es empfangen
habt, so wird es euch zuteil werden!" Das heißt
"Ihr werdet sie haben nachdem ihr glaubt, dass
Er euer Gebet erhört hat, so wie Jesus gesagt
hat "Ich danke dir, dass du mich erhört hast"
während Lazarus immer noch tot war. Wir sollten
in der Lage sein, zu sagen: "Ich danke dir, dass
du mich erhört hast" während wir immer noch
krank sind. "Es wird euch zuteil werden" ist deine
Antwort von Jesus und auch dein Beweis dafür,
dass dein Gebet erhört worden ist. Für den
Glauben ist das Wort Gottes die Stimme Gottes.
Er hat uns nicht versprochen, dass unsere
Heilung beginnen wird, solange wir nicht
glauben, dass Er unser Gebet erhört hat. "Wenn
wir irgendetwas nach Seinem Willen erbitten
erhört Er uns." Wenn das stimmt, dann glaube
im Augenblick deines Gebets, dass dein Gebet
erhört worden ist. Wir müssen in der Lage sein,
zu sagen: "Ich weiß, dass meine Bitte erhört
worden ist, die ich von Ihm erbeten habe", nicht
weil wir die Antwort bereits sehen, sondern weil
Gott treu ist und zu Seinem Wort steht.
Es ist nie angemessen, nach dem Gebet
unseren Glauben auf die Besserung unseres
Befindens zu stützen. Ich habe einige mit großer
Freude sagen hören: "Mir geht es so viel besser
seit für mich gebetet worden ist. Nun weiß ich,
dass ich ganz gesund werde." Das bedeutet,
dass sie an die Stelle der Verheißung Gottes
einen anderen Grund für ihre Erwartung gesetzt
hatten, gesund zu werden. Es gibt keinen Grund
für den Glauben der so gut ist wie das Wort
Gottes. Nehmen wir einmal an, ich bete für die
Heilung eines Mannes und er würde unmittelbar
nach dem Gebet eine 50%ige Besserung seines
Befindens feststellen. Diese Verbesserung
seines Befindens ist auch nicht annähernd ein so
guter Grund für das Wissen, dass er schließlich
gänzlich gesund werden wird wie die Verheißung
Gottes. Die Verheißung Gottes ist sogar dann
noch ein besserer Grund wenn er sich nach dem
Gebet um 50% schlechter fühlen würde. Stelle
dir vor, du versprichst deinem Kind eine
bestimmte Sache und am nächsten Tag stellst
du fest, dass es genau das erwartet, was du ihm
versprochen hast, jedoch nicht deshalb, weil du
es ihm versprochen hast. Es hat irgendeinen
anderen Grund für diese Erwartung. Das würde
dich traurig machen. Es würde beweisen, dass
das Kind deinem Wort nicht vertraut.

Es ehrt Gott, wenn wir Ihm glauben obwohl alle
Sinne Ihm widersprechen. Er verspricht,
diejenigen zu ehren, die Ihn ehren. Gott hat
versprochen, nur auf den Glauben zu reagieren,
der durch Sein Wort hervorgebracht wurde und
auf Seinem Wort, Seiner Verheißung, ruht.
Einige erwarten, dass sie glauben, dass sie
erhört worden sind sobald sie sich besser fühlen.
Gott hat aber nicht gesagt, dass Er bessere
Gefühle sendet, um Glauben hervorzubringen
und sie dann zu heilen. "Er sandte Sein Wort
und heilte sie." Gott selbst hat Sein Wort
gesandt. Wir haben es Ihm nicht "aus der Nase
ziehen" müssen. Wie absurd ist es dann, es
anzuzweifeln. Ist es nicht viel rationaler, von Gott
zu erwarten, dass Er Sein Versprechen hält als
zu erwarten, dass Er es bricht? Wirklich, nichts
könnte lächerlicher oder absurder sein als es
Symptomen oder Gefühlen zu gestatten, Anlass
für den Zweifel an der Erfüllung von Gottes
Verheißung zu sein. Nimm einmal an, du hättest
deinem Kind ein neues Kleid versprochen und es
würde sich danach den Knöchel verstauchen
und seine Zuversicht auf das neue Kleid
wegwerfen weil der Knöchel so schmerzt. Du
würdest zu ihm sagen: "Schatz, ich habe dir das
neue Kleid versprochen. Kannst du meinem Wort
nicht glauben?" Es antwortet: "Aber Mama, mein
Knöchel schmerzt aber noch so sehr, es ist noch
ein bisschen besser geworden, es scheint sogar
schlimmer zu werden." Wir absurd wäre doch
eine derartige Argumentationsweise! Nun, wenn
es absurd ist aufgrund von Schmerzen eine
Verheißung anzuzweifeln, dann ist es
gleichermaßen absurd, irgendeine Verheißung
anzuzweifeln. Stelle dir noch einmal vor, du
hättest deiner kleinen Tochter das neue Kleid
versprochen und hinterher rennt sie zum Spiegel
um zu sehen, ob sie nun hübscher angezogen
aussieht. Dann sagt sie: "Ich kann keinen
Unterschied sehen. Ich schaue kein bisschen
anders aus" und gibt den Gedanken gänzlich
auf, ein neues Kleid zu bekommen.
Zu lernen, wie man glaubt dass Gott uns hört
wenn wir beten ist ein viel größerer Segen als
die Heilung selbst. Dann kann das Gebet des
Glaubens zehntausend Mal wiederholt werden,
für andere und für sich selbst. So können wir
unser ganzes Leben damit verbringen, die
Erfüllung göttlicher Verheißungen zu erlangen.

Wir haben gesehen, wie Abraham ein Wunder
erlebte; und Gott sagt, dass es mit uns ist wie
mit Abraham. Auf dieselbe Weise können wir die
Fülle von Gottes Verheißungen empfangen, die
wir "auch wandeln in den Fußstapfen des
Glaubens, den unser Vater Abraham hatte"
(Römer 4:12).
Kapitel 7

Wie man Heilung von Christus empfängt

In 4. Mose Kapitel 21 finden wir einen Bericht
über Gottes Gericht. Die Israeliten waren von
feurigen Schlangen gebissen worden und
starben. Gott hatte die Anweisung gegeben,
dass eine eherne Schlange an einer Stange
aufgerichtet werden sollte. Das war ein Symbol
für das Sühneopfer, das Christus übernahm und
auf sich selbst anwandte. Die Bedingung für die
Heilung wird uns in Vers 8 genannt: "Und es soll
geschehen, wer gebissen ist und sie ansieht, der
soll am Leben bleiben!"

Wenn Heilung nicht durch Christi Sühneopfer
bereitgestellt ist, wie manche lehren, warum
wurde dann von diesen sterbenden Israeliten
erwartet, dass sie auf das Symbol für das
Sühneopfer schauen sollten um körperlich
geheilt zu werden? Da sowohl Sündenvergebung
als auch Heilung ihnen allen durch einen
erwartungsvollen Blick auf das Symbol für
Golgatha zuteil wurden, warum können wir dann
nicht genauso viel von Christus, dem Prototyp,
empfangen? Wenn wir das nicht können wird
damit das Symbol auf eine höhere Ebene
gehoben als Christus selbst und das Symbol
wird zu einer falschen Prophetie.
"Jeder, der schaut"

Beachte, dass niemand Heilung außerhalb der
Bedingung empfangen konnte: "Jeder, der sie
ANSIEHT."

ANSEHEN bedeutet, von dem eingenommen
und beeinflusst zu sein, was wir anschauen. Es
ist das Äquivalent zu Abrahams Weigerung,
seinen erstorbenen Körper zu beachten. Er
wurde stark im Glauben indem er auf die
Verheißungen Gottes schaute. Von unseren
Gefühlen oder Symptomen eingenommen und
beeinflusst zu sein bedeutet, die Bedingungen
umzukehren, die Gott erwartet.

ANSEHEN bedeutet Aufmerksamkeit. Gott gab
den Bund der Heilung und offenbarte sich selbst
als unser Arzt und Heiler durch den
Erlösungsnamen Jehovah Rapha. Die
Bedingung, die Er festlegte, war dass sie "Ihm
gehorchen und all Seine Gebote halten" sollten.
Das bedeutet Aufmerksamkeit und Beachtung
gegenüber Seinem Wort. In Markus 4:24 hat
Jesus uns auch gelehrt, dass wir uns selbst
durch unsere Aufmerksamkeit und Beachtung
von Gottes Wort Seine Segnungen zumessen.
Das Wort Gottes ist der Samen. Wenn er in
guten Boden gesät wird, hat er, wie jeder
Samen, die Kraft, sein eigenes Werk zu tun.
Aufmerksamkeit und Beachtung gegenüber dem
Wort Gottes ist der Weg, um ihn in guten Boden
zu säen und dort zu belassen.
Satan kann den Samen nicht daran hindern,
dass er sein Werk tut, es sei denn, wir erlauben
es ihm, den Samen wieder aus dem Boden zu
holen. Er kann das nur tun indem er uns dazu
bringt, unsere Aufmerksamkeit vom Wort Gottes
abzulenken und auf unsere Symptome zu
richten. Jona nannte seine Symptome "lügende
Einbildungen" und sagte, während er sich immer
noch im Bauch des Fisches befand: "Da meine
Seele bei mir verschmachtete, gedachte ich an
den Herrn, und mein Gebet kam zu dir in deinen
heiligen Tempel." Dann hören wir ihn das Opfer
der Danksagung darbringen. Das zeigt uns, was
ANSEHEN bedeutet.

ANSEHEN bedeutet auch Erwartung. Wenn wir
Gott um Errettung bitten erwarten wir Errettung
von Ihm. Er sagt zu uns allen: "Schaut auf mich,
alle Enden der Erde, und lasst euch erretten." Da
Gott Heilung bereitgestellt und verheißen hat,
sollten wir auch den leisesten Gedanken aus
unserem Kopf verbannen, nicht geheilt zu
werden.

Das Wort ANSEHEN wird auch mit "bedenken"
übersetzt. Wir lesen, dass Sara bedachte, dass
sie sich auf Ihn verlassen könnte, der die
Verheißung gegeben hatte. Statt ihr Alter zu
bedenken empfing sie Glauben indem sie das
Wort Gottes bedachte.

Das Wort ANSEHEN steht in der fortlaufenden
Gegenwartsform. Das ist nicht nur ein flüchtiger
Blick, sondern ein fortwährendes "Starren" bis du
gesund bist. Es war ein standfester Glaube, der
Abraham die Erfüllung von Gottes Verheißung
brachte. Der Heilungsprozess geht weiter
während wir auf die Verheißung schauen. Wir
sollen im Glauben denken, sprechen, handeln
und an ihm festhalten bis die Verheißung erfüllt
ist. Indem wir uns mit Symptomen oder Gefühlen
beschäftigen verletzen wir die Bedingungen und
drehen damit den Hahn zu Seiner Kraft ab.

Die Sicht des Glaubens

Wir lesen in Hebräer 11:23-27, dass Mose "sich
an den Unsichtbaren hielt, als sähe er Ihn."
Soweit es den Sehnerv betrifft ist der Glaube
"die Zuversicht auf Dinge, die man nicht sieht."
Doch wenn es um die "erleuchteten Augen
unseres Verständnisses" geht, ist der Glaube die
Zuversicht auf Dinge, die man sieht. Im Glauben
zu leben bedeutet, eine Sicht besserer Art zu
haben. Wir sollen unser Leben damit verbringen,
auf viel bessere Dinge zu schauen als die, die
wir mit unserem Sehnerv wahrnehmen können.
Wir sehen mit den Augen des Glaubens die
herrlichen Dinge, die für das natürliche Auge
unsichtbar sind. Immerhin ist es der Verstand
und nicht der Sehnerv, der sieht. Dein Geld auf
der Bank kannst du auch nur mit deinem
Verstand sehen. Wenn du einen Scheck
ausstellst, dann geschieht es im Glauben auf
das, was du nicht mit deinen natürlichen Augen
siehst, sondern mit deinem Verstand.

Glaube ist die rationalste Sache auf der Welt,
weil er sich auf die größten aller Fakten und
Realitäten stützt. Er sieht Gott. Er sieht
Golgatha, wo Krankheit und Sünde nichtig
gemacht wurden. Er sieht die Verheißungen
Gottes und Seine Treue. Dass alles ist sicherer
als das Fundament eines Berges. Glaube sieht
die Gesundheit und Stärke, die am Kreuz für uns
erworben wurden, bereits als unseren Besitz. Er
empfängt die Worte: "Er selbst hat unsere
Schwachheiten getragen und unsere
Krankheiten auf sich genommen" und handelt
dann entsprechend. Was das Auge des
Glaubens sieht, nimmt die Hand des Glaubens in
Besitz. Sie sagt: "Das gehört mir durch die
Verheißung Gottes." Glaube weigert sich,
irgendetwas anderes zu sehen als Gott und das,
was Er sagt.

Die herrlichen Realitäten des Glaubens

Es ist ein großer Fehler, anzunehmen, etwas sei
nicht real weil man es nicht mit den natürlichen
Augen sehen kann. Stelle dir einmal vor, du
solltest mir vertrauen, dich mit verbundenen
Augen die Straße entlang zu führen. Das
Pflaster unter deinen Füßen ist genauso real als
wenn du es sehen könntest. Jedes Mal, wenn du
einen Schritt machst, handelst du dabei nach
einem Glauben, der "die Zuversicht ist von
Dingen, die man nicht sieht" soweit es die
natürlichen Augen betrifft. Du siehst nur mit
deinem Verstand was ich mit meinen Augen
sehe und dir beschreibe. Die großen geistlichen
Realitäten und Tatsachen, die Gott sieht und von
denen Er uns erzählt sind genauso real als
würden wir sie mit unseren eigenen, natürlichen
Augen sehen können. Wegen Gott, Seiner Treue
und Seinen Verheißungen ist Glaube der
sicherste Boden, auf dem man stehen kann. Für
den Menschen, der nicht darüber aufgeklärt ist
oder die Verheißungen Gottes nicht sieht, ist es
ein Hinaustreten in den luftleeren Raum. Für
diejenigen, die Glauben an Gottes Wort haben,
ist es ein Gehen auf dem Fundament des
Universums. Durch das einfache Stehen auf dem
bloßen Wort Gottes sind Millionen von Sündern
"vom Königreich der Finsternis in das Reich von
Gottes liebem Sohn versetzt worden." Millionen
sind auch von dieser Welt in den Himmel
aufgenommen worden. Die Verheißung Gottes
ist ihnen mehr wert gewesen als eine
Jakobsleiter, die von dieser Welt bis hinauf in
den Himmel reicht und die man mit den
natürlichen Augen sehen kann.

Jesus sagt uns, dass Er kam, damit "die, die
nicht sehen (mit den natürlichen Augen) mit den
Augen des Glaubens sehen möchten." Nachdem
Er in den Himmel aufgefahren war, wo man Ihn
mit den natürlichen Augen nicht länger sehen
konnte, riet Er uns, unsere (geistlichen) Augen
mit Augensalbe zu behandeln, damit wir sehen
möchten. Indem er das tat konnte Petrus sich
mehr über das freuen, was er mit dieser neuen
Sicht sah, als über das, was er mit seinem
Sehnerv wahrnahm. Mit dieser besseren Art von
Sicht zu leben ist das glücklichste Leben, was
hier auf Erden möglich ist aufgrund der
Überlegenheit dessen, was wir ständig
anschauen: die besten Dinge, Freude bereitende
Realitäten. Übernatürliche Freude ist immer das
Resultat wenn wir unser besseres Paar Augen
benutzen.

Es ist wichtig, zu sehen, dass wahrer Glaube
sich immer mit Gottes Macht und Gnade
beschäftigt und nicht mit menschlicher
Schwäche. Gott lädt uns ein, Seine Stärke zu
ergreifen. Er sagt: "Die Kraft der Ohnmächtigen
lässt Er zunehmen." Er sagt auch: "Der
Schwache sage: Ich bin stark." Wenn wir Ihm
gehorchen und an die Autorität Seines Wortes
glauben haben wir Seine Stärke. Selbst wenn wir
uns schwach fühlen, wird Seine Stärke
vollkommen gemacht in unserer Schwachheit."
Wir müssen glauben, was Gott sagt, ungeachtet
unserer Gefühle.

Warum schaffen manche es nicht, Heilung zu
erlangen?

Ein Grund dafür, warum manche Leute nicht
geheilt werden, besteht darin, dass sie glauben,
was ihre fünf Sinne ihnen sagen statt dem Wort
Gottes zu glauben. Wir sollten erkennen, dass
die fünf Sinne zum natürlichen Menschen
gehören und uns gegeben wurden um sie für die
Dinge dieser Welt zu gebrauchen. Doch die
Dinge Gottes können nicht durch die natürlichen
Sinne unterschieden, angewandt oder erkannt
werden.

Keine Art von körperlicher Empfindung wie
Schmerzen, Schwäche oder Krankheit kann
jemals ein guter Grund dafür sein, die Erfüllung
irgendeiner göttlichen Verheißung anzuzweifeln.
Wie dumm wäre es von mir, die Verheißung von
Jesu Wiederkunft anzuzweifeln weil ich mich
krank oder schwach fühle oder Schmerzen habe!
Und wenn Schmerzen kein guter Grund für das
Zweifeln an einer Verheißung sind, sind sie auch
kein guter Grund für das Zweifeln an irgendeiner
Verheißung. Gott ist in der Erfüllung der einen
Verheißung genauso treu wie in der Erfüllung der
anderen. Wenn es dumm ist, aufgrund von
Schmerzen oder irgendwelchen
Missempfindungen an Gottes Verheißung
bezüglich der Wiederkunft Christi zu zweifeln,
dann ist es genauso dumm, aufgrund dieser
Dinge Gottes Verheißung, zu heilen,
anzuzweifeln.

Der Boden, auf dem wir die Vergebung von
Sünden beanspruchen, ist die Tatsache, dass
Christus sie "an Seinem eigenen Leib auf das
Holz hinauf getragen hat." (1. Petrus 2:24) Wir
müssen glauben, dass uns vergeben wurde,
bevor sich unsere Gefühle verändern können.
Auf genau dieselbe Weise und auf demselben
Boden nehmen wir körperliche Heilung von dem
Großen Arzt an. Die Heilung sowohl unserer
Seele als auch unseres Körpers basieren auf der
unveränderlichen Wahrheit des vollendeten
Werkes von Christus, nicht auf unseren
Gefühlen.

Gott gibt dir den Erlösungsnamen "Jehovah
Rapha" und sagt dadurch zu dir: "Ich bin der
Herr, der dich heilt." Er will, dass du im Glauben
antwortest: "Ja, Herr, Du bist der Herr, der mich
heilt." Er will, dass genau das, was Er sagt, in
deiner Erfahrung wahr wird. Du kannst keinen
Fehler machen wenn du sagst und standfest
glaubst was Er sagt: dass Er dich wirklich jetzt in
diesem Augenblick heilt. Er wird weiter an dir
wirken bis du "vollkommen gesund" bist. Glaube
bedeutet, zu sagen und zu glauben was Gott
sagt und dann entsprechend zu handeln. Die
Segnungen, die wir durch einen standfesten
Glauben an Gottes Verheißungen in Besitz
nehmen, werden sich immer manifestieren.

Wir dürfen nicht wankelmütig sein

Wenn wir uns die Heilung aneignen, die Christus
bereitgestellt hat, dürfen wir nicht wankelmütig
sein. Jakobus sagt: "Er bitte aber im Glauben
und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht der
Meereswoge, die vom Wind hin und her
getrieben wird. (Jakobus 1:6-7) Wir müssen
unseren eigenen Kopf ausschalten und "die
Gesinnung Christi anziehen." Das bedeutet,
dass wir nur das sehen, was Er sagt und
entsprechend handeln. Das gehört zu unserem
Bitten "im Glauben". Paulus sagt uns, wir sollen
"den alten Menschen und seine Handlungen
ablegen." Das beinhaltet auch die Gewohnheit
des alten Menschen, sein Denken nur nach dem
Zeugnis seiner fünf Sinne auszurichten. Den
neuen Menschen anzuziehen und den Sinn
Christi zu haben beinhaltet unser Denken und
Glauben an das, was geschrieben steht und wie
Er zu sagen: "Es steht geschrieben." Erinnere
dich: der "neue Mensch" wird nicht durch das
Zeugnis seiner Sinne beherrscht.

Das Wort Gottes ist mächtig

Die Bibel sagt uns, dass kein Wort Gottes ohne
Kraft ist. In Psalm 107:20 heißt es: "Er sandte
sein Wort und machte sie gesund." Das ist Seine
Art und Weise, sowohl unsere Seele als auch
unseren Körper zu heilen. Ich weiß von vielen,
die geheilt worden sind nachdem sie die Worte
in Jesaja 53:5 gelesen haben: "Durch seine
Striemen sind wir geheilt." Danach haben sie
gesagt: "Gott sagt, dass ich geheilt bin und ich
werde Gott glauben und nicht meinen Gefühlen."
Indem sie gesagt und wiederholt haben was Er
sagt und entsprechend gehandelt haben sind
sogar Krebserkrankungen verschwunden. Wenn
wir standfest glauben und entsprechend unserer
Überzeugung von Gottes Wort handeln, kann
nichts die Kraft in Gottes Wort davon abhalten,
zu veranlassen, dass alle Dinge genauso werden
wie das Wort es sagt. Alles was wir tun müssen
ist fest an das zu glauben, was das Wort sagt.
Wir müssen uns resolut weigern, die Dinge zu
sehen, zu glauben oder zu denken, die dem
Wort widersprechen. Wir müssen uns auf die
Seite Gottes stellen und glauben, dass alles,
was wir für Geist, Seele und Körper brauchen,
uns bereits gehört. Gott sagte zu Abraham: "Ich
habe dich zum Vater vieler Völker gemacht." Der
neue Name "Abraham" bedeutet "Vater vieler
Völker". Indem er im Glauben den neuen Namen
annahm, wiederholte der Patriarch kontinuierlich
Gottes Worte: "Ich BIN der Vater vieler Völker."
So betrachtete er die Dinge, die nicht waren, als
ob sie seien, gab Gott im Voraus alle Ehre und
dadurch wurde exakt das, was Gott gesagt hatte,
wahr.

"Wenn du glaubst, dass Gott alles getan und uns
gegeben hat von dem Er sagt, dass Er es getan
und uns gegeben hat, und konstant Seinem Wort
gehorsam bist, wird Gott bewirken, dass alle
alten Dinge dich verlassen und alles, was von
Christus ist, in dir erscheint." (Frau C. Nuzum)

Gott hat uns bereits alles gegeben

Er hat uns alles gegeben, was zum Leben und
zur Gottseligkeit dient (2. Petrus 1:3). Das
beinhaltet alles, was wir für Geist, Seele und
Körper brauchen, sowohl in diesem Leben als
auch in dem zukünftigen. Jesus hat all das für
uns erkauft. Gott sagt uns, dass Er es uns
bereits gegeben hat. Jesaja 53:5 und 1. Petrus
2:24 sagen uns, dass Gott uns geheilt hat.
Kolosser 1:13 sagt, dass Gott uns von der Macht
der Finsternis befreit hat. In Lukas 10:19 sagt
Jesus: "Siehe, ich habe euch Vollmacht
verliehen ... über alle Gewalt des Feindes; und
nichts wird euch beschädigen." Römer 6:18 sagt
uns, dass wir frei sind.

Wenn wir all das anwenden warnt Gott uns, dass
wir wie im Fall von Petrus nie auf unsere
Umstände und Gefühle schauen. Die Wellen
waren genauso hoch als Petrus vollkommen
sicher auf dem Wasser ging wie zu dem
Zeitpunkt, als er sank. Solange er nicht auf sie
achtete, konnten sie ihn nicht hindern. In dem
Augenblick, wo er auf sie schaute, begann er zu
zweifeln und ging unter. Der Wind war ebenfalls
genauso stark als Petrus sicher auf dem Wasser
ging wie zu dem Zeitpunkt, als er sank. Solange
er nicht darauf achtete, konnte ihn das nicht
hindern. Gott lehrt uns hier, dass wir, wenn wir
uns mit Schauen und Fühlen beschäftigen, alles
verlieren, was Er uns anbietet. Andererseits
können wir, wenn wir uns standhaft weigern,
irgendetwas anderes zu sehen als Gott und was
Er sagt, alles behalten, von dem Er sagt, dass Er
es uns gegeben hat.

Frau C. Nuzum

"Halte fest was du hast"

Satan ist damit beschäftigt, uns wegzunehmen
was wir von Gott bekommen haben. Gott bittet
uns "Halte fest was du hast" (Offenbarung 3:11).
Jesus hat Petrus die Macht gegeben, auf dem
Wasser zu gehen, doch der Teufel nahm ihm
das fort indem er ihn dazu brachte, seine
Aufmerksamkeit auf den Wind (repräsentiert die
Dinge, die wir fühlen) und auf die Wellen
(repräsentieren die Dinge, die wir sehen) zu
fixieren. Petrus hatte die Macht und gebrauchte
sie; doch er verlor sie durch Zweifeln.
Frau C. Nuzum

Viele verlieren die Manifestation der Heilung, die
bereits im Gange ist, indem sie ihre
Aufmerksamkeit von Christus und dem Wort
Gottes abwenden und auf ihre Gefühle richten.
Bevor du den Glaubensschritt für Heilung gehst,
musst du eine Sache vollkommen geklärt haben:
nachdem du den Schritt gegangen bist wirst du
nichts sehen als Gott und was Er sagt. Von dem
Augenblick an sollten Zweifel völlig außer Frage
stehen und als unangemessen betrachtet
werden. Das Zeugnis, auf das du deine Füße
gestellt hast, ist das Wort Gottes. Auf deine
Gefühle oder Symptome zu achten wäre
dasselbe als wenn ein Bauer seine Saat wieder
ausgräbt, um nachzusehen, ob sie auch wächst.
Das würde die Saat direkt an der Wurzel
abtöten. Wenn der wahre Bauer seine Saat in
den Boden gesät hat, sagt er mit Befriedigung:
"Ich bin froh, dass das erledigt ist." Er glaubt,
dass die Saat ihr Werk begonnen hat, selbst
bevor er sie wachsen sieht. Warum sollten wir
nicht dasselbe Vertrauen in den
"unvergänglichen Samen", das Wort Gottes,
haben? Glaube, dass es bereits sein Werk tut
ohne darauf zu warten, es zu sehen.

Für den Empfang übernatürlicher Heilung
müssen wir als erstes lernen, uns keine Sorgen
mehr über den Zustand unseres Körpers zu
machen. Du hast ihn dem Herrn übergeben und
Er hat die Verantwortung für deine Heilung
übernommen. Du sollst in der Angelegenheit
ganz glücklich und beruhigt sein. Du weißt aus
Seinem eigenen Wort, dass Er die
Verantwortung für jeden Fall übernimmt, den wir
Ihm vollkommen übertragen. Wenn wir Heilung
durch Glauben empfangen geraten der Körper
und seine Empfindungen aus dem Blickfeld und
nur der Herr und Seine Verheißungen stehen im
Mittelpunkt. Bevor er sich irgendeiner
körperlichen Veränderung bewusst ist, freut sich
der Glaube und sagt: "Es steht geschrieben" und
glaubt, was geschrieben steht. Jedes
unangenehme Gefühl sollte als eine Warnung
betrachtet werden. Wir sollten nicht auf den
Körper achten, sondern umso mehr auf die
Verheißung des Herrn und uns mit Ihm
beschäftigen. Wie viel besser ist es doch, in
Gemeinschaft mit Gott zu sein und sich an
Seiner Treue zu erfreuen als sich mit einem
kranken Körper zu beschäftigen. Auf diese
Weise haben wir schon große Menschenmengen
große geistliche Fortschritte machen sehen.
Andere haben die süße Gemeinschaft mit Gott
eingebüßt weil sie mit ihren Gefühlen und
Symptomen beschäftigt waren.

Wie Glaube vervollkommnet werden kann

In Markus 9:24 lesen wir, dass der Vater, der
Heilung für sein Kind erbeten hatte, "mit Tränen
schrie und sagte: Herr, ich glaube, hilf meinem
Unglauben." Indem er Christus bat, ihm zu
helfen, erhielt er die benötigte Hilfe. Er stieg auf
zu einem Punkt der Kraft über dem der Apostel
und hatte Erfolg, wo sie versagt hatten. Im
Griechischen wird der Heilige Geist Parakletos
genannt, was "Helfer" bedeutet. Dank sei Gott!
Der Christ kann immer Seine Hilfe bekommen,
wenn er sie braucht. Der Heilige Geist ist immer
bereit, in uns zu wirken "was angenehm ist in
Seinen Augen". In einem ganz speziellen Sinn
beinhaltet dies auch Glauben. "Denn ohne
Glauben ist es unmöglich, Ihm zu gefallen." Da
Glaube besonders angenehm in Gottes Augen
ist, will er ihn durch Sein Wort und durch Seinen
Geist in unseren Herzen hervorbringen. Der
Heilige Geist ist immer bereit, jedem Christen zu
helfen, Glauben für jede Segnung auszuüben,
die Gott uns in Seinem Wort versprochen hat.
Die Bibel sagt uns, dass Christus in der Lage ist,
uns bis zum Äußersten zu retten. Das schließt
insbesondere auch ein, dass Er uns von
unserem Unglauben retten kann. Das ist die
Sünde, von der der Heilige Geist uns überführen
will. Darum höre mit einer rigorosen Zielsetzung
nur auf Sein Wort. Bekenne Gott deinen
Unglauben und vertraue auf Ihn, dass Er dich
davon befreien wird, genau wie von jeder
anderen Sünde. Seine Gnade ist immer
ausreichend, um dafür zu sorgen, dass der
Glaube in Bezug auf die Aneignung jeder
Segnung triumphiert, die Er für uns bereitgestellt
hat. Der Heilige Geist ist immer bereit, für uns
die Erfüllung jeder Verheißung zu vollstrecken,
die Gott uns gegeben hat.

Warum Glaube notwendig ist

Was ist es, das einen gerechten Menschen
ausmacht? Wieder und wieder wird uns gesagt,
dass Abraham als gerecht betrachtet wurde. Die
Geschichte, wie seine Gerechtigkeit festgelegt
wurde, ist sehr einfach. Er glaubte Gott und
handelte entsprechend. Er glaubte und handelte
als hätte er von Gott bereits die Erfüllung Seiner
Verheißung empfangen. Das zu tun ist die
Endsumme der Gerechtigkeit. Nichts kann
jemals so wichtig und solch ein Privileg sein wie
das. Nur auf diese Weise allein kann Gottes
herrliches Programm für den Einzelnen und für
die Gemeinde ausgeführt werden. Auf keine
andere Weise können von irgendjemandem der
Wille und das Werk Gottes getan werden.

Christus wurde die Frage gestellt: "Was sollen
wir tun, damit wir auf mächtige Weise die Werke
Gottes wirken?" Seine Antwort lautete: "Das ist
das Werk Gottes, dass ihr glaubt." Nur wo er die
Ausübung lebendigen Glaubens für die Erfüllung
Seiner Verheißungen findet, kann Gott wirken.
Da wir dadurch gerecht werden, dass wir Gott
glauben, ist es umgekehrt Unglauben, der uns
ungerecht macht. Unglauben ist böse und
ungerecht, weil er das göttliche Programm
behindert und beiseite schiebt, das aus allem
besteht, was Gott als Antwort auf Glauben zu tun
versprochen hat. Kein Wunder, dass es die
Sünde des Unglaubens war, von der der Heilige
Geist im Auftrag Gottes die Welt überführen
sollte. Alles, was dahinter zurückbleibt, dass wir
einen lebendigen Glauben dafür haben, dass der
Wille und das Werk Gottes getan werden, ist
ungerecht. Obwohl wir es Religion nennen
mögen, ist es etwas anderes anstelle Seiner
Gerechtigkeit. Die Fähigkeit von Christus, uns
bis zum Äußersten zu retten, besteht in Seiner
Fähigkeit, uns von unserem Unglauben zu
retten. Dieser ist so tödlich für das herrliche,
göttliche Programm. Der Heilige Geist wurde uns
gegeben, um uns alle in alle Wahrheit zu führen,
so dass wir sie glauben möchten, damit das
ganze Programm Gottes ausgeführt wird. Wie
viele Menschen es doch gibt, die an Gott
glauben, ihm jedoch nicht so glauben, wie
Abraham es tat. Ein standhafter Glaube an das,
was Gott uns als Seinen Willen geoffenbart hat,
ist unsere ganze Pflicht. Von jedem Standpunkt
aus betrachtet ist das unser größtes Privileg.
Wie Gott doch die Welt mit Seiner mächtigen
Kraft überschwemmen würde, wenn alle, die
Seinen Namen bekennen, alle göttliche Wahrheit
entdecken, mit einer Besitz ergreifenden
Überzeugung glauben und entsprechend
handeln würden!

Glauben an Gott hat eine viel stärkere Grundlage
und einen viel stärkeren Helfer (den Heiligen
Geist) als Zweifel, Sünde oder Krankheit. Der
Heilige Geist wird dein Denken von allen
Zweifeln befreien wenn du dich Ihm ganz
anvertraust und dich darauf verlässt, dass Er es
tut. Vertraue Ihm und halte deine
Aufmerksamkeit auf das Wort Gottes gerichtet.

Gott hat für das Auge des Glaubens herrliche
und fortwährende Realitäten bereitgestellt. Wenn
man sie standhaft im Blick behält werden sie
immer stärker als der Krebs oder die Krankheit,
die der Sehnerv sieht. Zweifel und Sünde und
Krankheit können immer durch den richtigen
Gebrauch der "Augen unseres Verständnisses"
vernichtet werden. Das ist die unfehlbare
Methode, mit der wir uns alle Segnungen Gottes
zu Eigen machen können. Alle herrlichen Siege
des Glaubens, die in Hebräer Kapitel 11
aufgelistet sind, waren das Resultat des richtigen
und beständigen Gebrauchs ihrer besseren
Sicht.

"Das Gesetz des Geistes des Lebens", das
unsere Körper und Seelen heilt, ist viel stärker
als "Das Gesetz der Sünde und des Todes".
Dieses Gesetz wird, wenn es von uns nicht
gehindert wird, jedes Mal siegen. Jeder, der sich
daran macht, die Wohltaten des Sühneopfers zu
erlangen, hat einen unendlich fähigen Helfer.
Seine Macht kann nie versagen, wenn man sich
auf sie verlässt. So wie Gottes Gnade stärker ist
als Sünde, so ist Christi Heilungskraft viel stärker
als die Kraft jeder Krankheit. Und das Zeugnis,
das Gott uns für unseren Glauben gibt (Sein
eigenes Wort) ist, wenn es das Denken ganz
ausfüllt, stärker als jedes Zeugnis, das Satan
uns schicken mag um uns Anlass zum Zweifeln
zu geben.

Was ist die Ausübung des Glaubens?

Jesus sagte zu dem Mann mit der verdorrten
Hand: "Strecke deine Hand aus!" Christus
schenkt uns zuerst Glauben und dann ruft Er ihn
zu seiner wunderbaren Ausführung. Der Mann
streckte in Abhängigkeit von göttlicher Stärke
seine Hand aus und wurde gesund gemacht.
Wenn wir uns in Abhängigkeit von Gott
bemühen, zu tun was ohne Ihn unmöglich ist,
begegnet Gott uns mit göttlicher Kraft. Das
geschieht unabhängig von der Natur. In allen
Dingen, die Gott uns zu tun aufruft, sind "alle
Dinge möglich (nicht dem, der sich in sich selbst
fähig fühlt, sondern) dem, der da glaubt." Wir
sehen die Fähigkeit dieses Mannes nicht in sich
selbst, sondern in Christus. Jeder Teil der
Erlösung ist in Ihm enthalten. "Ich vermag alles
durch Christus, der mich stark macht." Durch
unsere Einheit mit Christus, dem wahren
Weinstock, gehört die Kraft bereits uns. Doch sie
muss umgesetzt werden. Es war das Bemühen
des Mannes, seine Hand auszustrecken, das
den Weg für die heilende Berührung und den
Fluss göttlichen Lebens öffnete. Obwohl sie im
Natürlichen begann wurde diese Handlung des
Glaubens ein Eintrittstor für das Übernatürliche,
das dann den Nöten des Mannes begegnete.
Durch die übertragene göttliche Kraft führte sie
sofort zu einer vollkommen übernatürlichen
Handlung. Sie führte zu einer Übung, zu der der
Körper in seinem vorherigen Zustand überhaupt
nicht fähig war. Es war eine Handlung, die
unabhängig von natürlicher Kraft und
vollkommen abhängig von Gott war.

Die Handlung des Glaubens ist nicht nur eine
körperliche Handlung. Sie beinhaltet auch das
Ausrichten von Herz und Denken auf Gott. Die
volle Ausübung des Glaubens bedeutet, dass wir
Glauben denken, Glauben sprechen und
Glauben handeln. Das bringt die Manifestation
all dessen, was nach der Verheißung des
Wortes Glauben erfordert. Du magst fragen:
"Wie kann man Glauben für die Heilung von
Blindheit oder eines Leidens ausüben, das nichts
mit der Bewegung des Körpers zu tun hat?" Zu
dem Blinden sagte Jesus: "Geh' hin und wasche
dich im Teich Siloah." Diese Handlung gab dem
Mann eine Gelegenheit, Glauben im Herzen, im
Denken und im Körper auszuüben. Es war
dasselbe mit Naaman, den zehn Aussätzigen
und dem Hauptmann. In jedem Fall gingen sie
hin und verließen sich auf das Wort von
Christus. Sie glaubten, dass die Heilung ihnen
gehörte bevor sie sich sichtbar manifestiert
hatte.

Du bringst vielleicht tausend Euro auf die Bank
und kommst dann zu mir und sagst mir, dass du
mir ein Geschenk über diese Summe gemacht
hast. Wenn ich dir glaube, würde ich
entsprechend handeln und nach meinem Bedarf
an Geld Schecks ausstellen oder Geld abheben.
Ich habe das Geld auf der Bank zwar nicht
gesehen, doch es gehört mir genauso als hätte
ich es gesehen und es in meiner Hand gehalten.
So ist auch mit Heilung für unsere Seele und
unseren Körper in Christus. Gott hat uns den
Schatz all dessen geschenkt, was Er ist.
Krankheit, von der ich erlöst worden bin, gehört
nicht zu mir, Heilung aber sehr wohl. Darum
beginne ich, mir Heilung abzuholen. Wie? Indem
ich in Seinem Namen versuche, was ich ohne
Ihn nicht tun kann. Das ist handelnder Glaube:
Gesundheit und Stärke von der Bank Gottes
abheben. Das bedeutet, auf etwas zu vertrauen
was wir nicht sehen oder fühlen, von dem wir
aber aus Gottes Wort wissen, dass es uns
gehört. Es funktioniert genauso wie uns das
Geld auf der Bank gehört, obwohl wir es weder
sehen noch fühlen.

Der gefällte Baum
Nun mag jemand fragen: "Wie kann ich sagen,
dass ich geheilt bin wenn ich doch die Krankheit
an meinem Körper sehe und mir der Schmerzen
bewusst bin?" Es gibt eine Illustration aus der
Natur, die manchmal angeführt wird um diese
Wahrheit klarer zu machen. Eine Methode, um
einen Baum zu töten, ist ihn zu fällen und wenn
wir einen gefällten Baum sehen, betrachten wir
ihn als einen toten Baum. Sein Blattwerk ist noch
eine ganze Weile frisch und grün und macht den
Anschein von Leben. Das natürliche Auge sieht
Leben. Doch das Auge unseres Verständnisses,
das über Wissen verfügt, das über das
hinausgeht, was man sehen kann, sieht Tod. Mit
der Zeit verdorren die Blätter und fallen ab und
der Tod, den das Auge des Verständnisses
schon von Anfang an gesehen hat, manifestiert
sich nun auch für die übrigen Sinne. So ist es
wenn wir Heilung für den Körper ergreifen. Wenn
wir das Wort der Verheißung proklamieren und
im Glauben ein vollendetes Werk empfangen,
versetzt das "Schwert des Geistes" der
Krankheit den Todesstoß. Eine kleine Weile
mögen die Symptome noch anhalten. Doch für
das Auge des Glaubens, das den Gekreuzigten
sieht, ist die Krankheit nichtig gemacht und
Gesundheit geschenkt. "Die Dinge, die nicht
sind, ins Dasein rufend als ob sie wären"
manifestiert sich das neue Leben in dem Körper.
Was das Auge des Glaubens von Anfang an als
Wahrheit gesehen hat manifestiert sich nun auch
für die übrigen Sinne. Glaube sieht Gott in
Seiner Liebe und Allmacht, der das Wort
ausführt.
aus: "Gems of Truth on Divine Healing"

Von den natürlichen Sinnen beherrscht zu
werden ist unwissenschaftlich weil es nicht alle
Fakten berücksichtigt. Es übersieht die größte
und beste aller Tatsachen. Heilung
ausschließlich durch natürliche Mittel ist
unwissenschaftlich, weil wichtige Fakten
übersehen werden. Es übersieht sowohl die
übernatürliche Wirkung in der Krankheit als auch
das Privileg des Übernatürlichen in ihrer Heilung.

Wir danken Gott für die Tausende, die auf diese
Weise große geistliche Fortschritte bei der
Erlangung ihrer Heilung gemacht haben. Der
Prozess des Glaubens, der die Heilung bringt, ist
noch ein weitaus größerer Segen als die Heilung
selbst. Durch die Bibel hindurch sind viele
berühmt für ihren Glauben geworden, mit dem
sie Gott für das suchen, was wir zeitliche
Segnungen nennen würden. Wenn wir den
Prozess des Glaubens zum Empfangen von
Heilung erlernt haben, haben wir auch gelernt,
wie wir alles andere bekommen können, was
Gott uns in Seinem Wort verheißt. Die Gemeinde
könnte Millionen für den Dienst für Gott
gewinnen und sie zu Kämpfern machen, die "den
guten Kampf des Glaubens kämpfen" indem sie
ihnen die Heilung anbietet, die Christus für sie
erkauft hat. Mögest du, lieber Leser, durch das
Lernen, wie man auf diese Weise geheilt wird, zu
einem Leben des Glaubens und Nützlichkeit im
Königreich Gottes voranschreiten.
Kapitel 8

Wie deine Gebete beantwortet werden

Die Vergangenheitsform von Gottes Wort

Es ist wichtig, dass diejenigen, die nach den
Gnadengaben Gottes suchen, sehen, dass
"Glauben anwenden" bedeutet, dass wir nehmen
und gebrauchen was Gott uns anbietet.
Hoffnung ist die Erwartung einer Segnung
irgendwann in der Zukunft. Glaube nimmt jetzt,
was Gott anbietet.

Wir sollen glauben, was Gott sagt, dass Er für
uns getan hat und dem entsprechend handeln.
Wir sollen unsere durch das Blut erkaufte
Freiheit nehmen, so wie die Sklaven des Südens
es nach der von Abraham Lincoln
verabschiedeten Unabhängigkeitserklärung
taten.

Das Evangelium ist eine weltweite
Unabhängigkeitserklärung der Freiheit vom
Dienst und der Gebundenheit an den alten
tyrannischen Herrn der Sünde und des Todes,
den Teufel. Als Jesus sagte: "Es ist vollbracht"
meinte Er, dass das Werk getan war. Aus Gottes
Sicht ist alles vollständig. Gott erwartet von uns,
dass wir als erledigt betrachten, wovon Jesus
sagte, dass es vollbracht sei. Die
Vergangenheitsformen von Gottes Wort
bedeuten eine erledigte, besiegelte und
endgültige Entscheidung Seines Willens.

In Galater 3:13 lesen wir: "Christus hat
(Vergangenheit) uns vom Fluch des Gesetzes
erlöst indem Er zum Fluch für uns wurde." Gott
hat unsere Erlösung vom Fluch des Gesetzes in
die Vergangenheitsform gefasst. Wir empfangen
unsere Befreiung wenn wir dasselbe tun. In 5.
Mose Kapitel 28 sehen wir, dass der Fluch alle
Krankheiten beinhaltet.

In Gottes Wort lesen wir: "Wahrlich, er hat
(Vergangenheit) unsere Krankheiten getragen
und unsere Schmerzen auf sich genommen ...".
Er selbst trug (Vergangenheit) unsere
Schwachheiten und Gebrechen" ... "Durch seine
Striemen wurden (Vergangenheit) wir geheilt."

Gott will, dass wir alle die Vergangenheitsformen
Seines Wortes bezüglich der Erlösung unserer
Seelen und Körper von Krankheit und
Gebrechen anwenden. Er will, dass wir im
Gehorsam vorwärts gehen und handeln, als
würden wir Ihm glauben. Wenn Gott eine
Verheißung in die Vergangenheitsform setzt,
autorisiert Er uns damit und erwartet, dass wir
dasselbe tun. Nichts anderes ist die Anwendung
von Glauben.

In Markus 11:24 autorisiert Jesus uns und weist
uns an, den Empfang der Segnung, für die wir
beten, in die Vergangenheitsform zu setzen. Er
sagt, wenn wir um die Segnungen bitten, die Er
uns anbietet, sollen wir glauben, dass wir sie
bereits empfangen haben und dann werden wir
sie tatsächlich haben. Wir sollen weiterhin
glauben, dass Gott uns gegeben hat was wir im
Gebet von Ihm erbeten haben. Wir sollen Ihn
fortwährend dafür preisen und Ihm für das
danken, was Er uns gegeben hat. Nachdem wir
glauben, dass wir das Erbetene empfangen
haben, nachdem wir glauben, dass Gott unser
Gebet erhört hat, geht Er ans Werk. Dann
beginnt der unvergängliche Same, Sein Wort, zu
wachsen.

Der Bauer muss das Aussäen seines Samens in
die Vergangenheit bringen bevor es möglich ist,
die Ernte einzuholen. Das permanente
Empfangen von Gottes Wort, dem
unvergänglichen Samen, muss in den "guten
Boden" unseres Herzens gesät werden. Es ist
notwendig, das Säen in die Vergangenheit zu
bringen bevor die Saat ihr Werk beginnen kann.

Zu glauben, dass Gott unser Gebet bereits
erhört hat bevor sich die Segnung manifestiert ist
der fruchtbare Boden, in dem der unvergängliche
Same, das Wort Gottes, wächst und Frucht trägt.
Zu glauben, dass Gott unser Gebet bereits
erhört hat bringt den Samen in den Boden und
dann (und nicht vorher) beginnt es zu wirken.

Am Grab von Lazarus sagte Jesus, während
Lazarus immer noch tot war, "Ich danke dir, dass
du mich erhörst hast." Die Kranken, die für
Heilung beten, sollen, bevor sich die Heilung
materialisiert, sagen: "Vater, ich danke dir, dass
du mich erhört hast." Das Gebet des Glaubens
bedeutet zu glauben, dass unser Gebet bereits
erhört wurde bevor sich die Antwort
materialisiert. "Und das ist die Freimütigkeit, die
wir ihm gegenüber haben, dass, wenn wir
seinem Willen gemäß um etwas bitten, er uns
hört. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, um
was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das
Erbetene haben, das wir von ihm erbeten
haben." (1. Johannes 5:14-15)

Bevor wir irgendeine Veränderung erlebt haben
oder uns einer Veränderung bewusst sind freut
sich der Glaube bereits und sagt: "Es steht
geschrieben." Wenn wir um Heilung bitten, sollen
wir über die Autorität des Wortes Gottes sagen:
"Ich danke dir, dass du mich erhört hast."

Glaube weigert sich (als Grund für Zweifel)
irgendetwas zu sehen, was dem Wort Gottes
widerspricht. Er sieht die Gesundheit und Stärke,
uns aufgrund des Todes des Erblassers bereits
zum Besitz vererbt. Durch Seinen Tod ist das
Testament in Kraft getreten. Jesus sagt zu uns:
"Dir geschehe (Vergangenheit) wie du geglaubt
hast."

Mit unseren natürlichen Augen sehen wir nur die
zeitlichen und untergeordneten Dinge der Erde,
doch mit den erleuchteten Augen unseres
Verständnisses sehen wir die die
übergeordneten, befriedigenden und
beständigen Realitäten von Gottes geistlichem
und ewigen Königreich.

Gott sagte zu Abraham: "Ich habe dich zu einem
Vater vieler Nationen gemacht (Vergangenheit)."
Da Gott diese Verheißung in die
Vergangenheitsform gesetzt hatte, tat Abraham
dasselbe und handelte gemäß seines Glaubens
indem er seinen neuen Namen "Abraham"
annahm, der "Vater vieler Völker" bedeutet.

Ein Mann steckte eine bestimmte Geldsumme in
die Manteltasche seiner Frau und sagte es ihr.
Er fragte sie, ob sie ihm glaube. "Natürlich tue
ich das", erwiderte sie und begann zu planen,
wie sie es ausgeben würde. Sie besaß dieses
Geld tatsächlich schon bevor sie es sah. Warum
sollten wir dem bloßen Wort anderer glauben
und von Gott Beweise verlangen?

Wenn jemand dir ein Haus überschreiben würde,
das du noch nie gesehen hast, würdest du
tatsächlich ein Haus besitzen bevor du es siehst.
"Glaube ist die Zuversicht (Besitzurkunde) von
Dingen, die man (noch) nicht sieht." Eine
Besitzurkunde macht ein Haus so sehr zu
deinem Haus, dass du es verkaufen kannst ohne
es jemals gesehen zu haben. Glaube bedeutet,
zu glauben, dass du hast wovon Gott gesagt hat,
dass du es hast und dem entsprechend zu
handeln bevor du fühlst oder siehst, dass du es
hast.

Gott sagte zu Josua: "Siehe, ich habe Jericho in
deine Hand gegeben." Josua und seine Männer
legten diesen Sieg in die Vergangenheit, genau
wie Gott es getan hatte, und die Mauern von
Jericho fielen nieder während sie ihrem Glauben
entsprechend handelten.

Jesus sagte zu den zehn Aussätzigen, die um
Gnade baten: "Geht hin und zeigt euch den
Priestern." Sein Wort an sie war soviel als hätte
Er gesagt: "Ich habe euch mein Wort gegeben,
dass es vollbracht ist." Sie kannten das Gesetz
in Bezug auf Aussätzige und wussten daher,
was Seine Anweisung bedeutete. Sie setzten
ihre Heilung in die Vergangenheit bevor sie sie
sahen und sie manifestierte sich während sie
ihrem Glauben entsprechend handelten.

Jona setzte seine Befreiung in die
Vergangenheit und nannte seine Symptome
"lügende Einbildungen" und brachte Gott Dank
dar während er sich immer noch im Bauch des
großen Fisches befand. Es funktionierte.

Der Grund, weshalb Tausende nicht das
bekommen, wofür sie beten, ist dass sie ihre
Segnung in der Zukunftsform belassen. Das ist
nur Hoffnung und kein Glaube, der sich die
Segnungen jetzt nimmt.

Wären die Gaben Gottes für Seele und Körper in
erster Linie verheißene Gaben, so müssten wir
darauf warten, dass Gott Seine Verheißungen
einlöst und die Verantwortung läge bei Ihm.
Doch alle Segnungen Gottes sind sowohl
angebotene als auch verheißene Gaben und
müssen daher angenommen werden. Die
Verantwortung für ihren Übergang liegt bei uns.
Das befreit Gott von jeglicher Verantwortung für
irgendwelches Versagen.

Der einzige Grund, weshalb du nicht bereits ein
Jahr eher errettet worden bist, ist dass du nicht
eher angenommen hast, was Gott bereitstellt
und dir anbietet. Gott hat dich nicht warten
lassen. Du hast Ihn warten lassen.

Einige sagen: "Gott wird mich schon zu Seiner
Zeit heilen." Das ist nur Hoffnung, kein Glaube.
Glaube nimmt an, was Gott jetzt anbietet.
Kapitel 9

Der Glaube, der nimmt

Darum sage ich euch: Alles, was ihr im Gebet
verlangt, glaubt, dass ihr es empfangen habt, so
wird es euch zuteil werden!
Markus 11:24

Glaube eine Besitzurkunde

"Glaube ist ... die Zuversicht (oder die
Besitzurkunde) von Dingen, die man nicht sieht."
(Hebräer 11:1) In Jeremia wird wiederholt von
einer Besitzurkunde als "Zuversicht" gesprochen.
Deine Besitzurkunde ist die "Zuversicht" oder der
Beweis dafür, dass du dein eigenes Haus
besitzt. Glaube ist die Besitzurkunde dessen,
was du noch nicht gesehen hast. Wenn du die
Besitzurkunde eines Hauses bekommen hast,
das du noch nicht gesehen hast, besitzt du
bereits ein Haus bevor du es gesehen hast.
Jesus hat wiederholt gesagt: "Wer glaubt, der
hat." Die Moffat Übersetzung von Hebräer 11:1
lautet: "Glaube bedeutet, dass wir von dem
überzeugt sind, was wir nicht sehen."

In Markus 11:24 fordert Jesus uns auf, zu
glauben, dass wir die Dinge, die wir im Gebet
erbitten bereits zum Zeitpunkt unseres Gebets
empfangen haben, ohne darauf zu warten, dass
wir sie sehen oder fühlen. Unter dieser
Bedingung verspricht Er: "Ihr werdet sie haben."
Glaube für die Heilung unseres Körpers ist
dasselbe wie Glaube für Vergebung. Du sollst
auf der Basis der Autorität des Wortes Gottes
glauben, dass dir vergeben worden ist, bevor du
dich entsprechend fühlst. Nichts anderes ist
Glauben, denn Glaube ist die Zuversicht von
Dingen, die man nicht sieht. Sobald sich die
Segnung, die wir im Glauben angenommen
haben, manifestiert hat, endet der Glaube für
diese Segnung.

Wenn du im Testament eines reichen Mannes
bedacht worden bist, bist du im Augenblick des
Todes dieses Mannes bereits reich, obwohl du
noch nichts von dem Geld gesehen hast.
Genauso gehört alles, was uns im Testament
unseres Herrn vererbt worden ist, bereits durch
den Tod von Jesus, dem Erblasser, uns. Glaube
bedeutet einfach, das zu benutzen was uns
gehört.

Mit Heilung läuft es genauso wie mit Vergebung.
Wir müssen glauben, dass wir zum Zeitpunkt
unseres Gebets Heilung "empfangen haben",
bevor wie sie sehen oder fühlen. Das ist die
"Zuversicht", von der uns der Heilige Geist in
Hebräer 10:35-36 sagt, dass wir sie nicht
wegwerfen sollen. Der Grund dafür ist, dass
diese Zuversicht "eine große Belohnung hat".
Petrus sagt uns, dass es die Prüfung dieses
Glaubens ist (des Glaubens, dass wir bereits
empfangen haben), die "kostbarer als Gold" ist.
Wir sollen zum Zeitpunkt unseres Gebets schon
glauben, dass unsere Bitte gewährt ist und dass
wir bereits haben, wofür wir gebetet haben,
bevor wir es sehen. Das ist die "Zuversicht" auf
die in 1. Johannes 5:14-15 Bezug genommen
wird: "Wir wissen, dass wir das Erbetene haben,
das wir von ihm erbeten haben."

Der Feigenbaum, den Jesus verfluchte, verdorrte
nicht von den Blättern an, die zu sehen waren,
sondern "von den Wurzeln an" die nicht sichtbar
waren. Wenn man die Blätter betrachtete konnte
man den Tod des Baumes zunächst nicht sehen.

Unsere "Unabhängigkeitserklärung"

Golgatha war unsere
"Unabhängigkeitserklärung" von allem, was
außerhalb des Willens Gottes liegt. Wir sollen
einfach glauben, wovon Gott sagt, dass Er es für
uns getan hat und entsprechend handeln. Wir
sollen unsere durch das Blut erkaufte Freiheit
nehmen wie es die Sklaven des Südens nach
der von Abraham Lincoln verabschiedeten
Unabhängigkeitserklärung taten. Stelle dir vor,
die Sklaven hätten nach der Wahrnehmung ihrer
Sinne geurteilt und gesagt: "Ich fühle mich
überhaupt nicht anders. Ich kann keine
Veränderung sehen. Meine Umgebung ist genau
dieselbe wie sonst auch immer." Wäre das
Glauben gewesen? Es war erst dann Glaube, als
sie nach der Freiheit handelten, die ihnen bereits
gehörte.

Indem wir das Wort Gottes glauben und danach
handeln wird uns alles, was uns in Christus
gehört, sofort verfügbar. Irgendeinen
gegenteiligen körperlichen Beweis dem Wort
Gottes vorzuziehen bedeutet, das Wort in Bezug
auf deine Person nichtig zu machen. Glaube
bedeutet, zu glauben was Gott sagt, auch
angesichts gegenteiliger Beweise der Sinne. Wir
sollen standhaft jedem Grund zum Zweifel
widerstehen, der dem Wort Gottes widerspricht.
Glaube bedeutet, dass wir den Bereich der
natürlichen Sinne verlassen haben.

Wenn ein Freund zu deinen Gunsten tausend
Euro auf der Bank einzahlt und dir den
entsprechenden Kontoauszug und Schecks
mitbringt, würdest du nicht in deine leere
Geldbörse schauen um zu sehen, wie viel Geld
du hast. Du würdest auf deinen Kontoauszug
schauen. Die Bibel ist der Kontoauszug des
Christen. Gott hat darauf in Christus alles
eingezahlt, was ich brauche. Es gehört mir
bereits. Das abzuleugnen ist nicht die richtige
Haltung gegenüber Gott. Die richtige Haltung
gegenüber Gott und Seinen Verheißungen wird
ihre Erfüllung mit sich bringen.

Du musst Christus annehmen bevor du
irgendeine der wunderbaren Resultate der
Erlösung erfahren kannst. Christus kommt
zuerst. Danach kommen die Resultate. Wir
empfangen Heilung, göttliches Leben. Kraft und
jede andere verheißene Segnung auf genau
dieselbe Art und Weise wie wir Christus und
Erlösung empfangen haben. Da Vergebung
unsichtbar ist, wie empfangen wir sie? Antwort:
durch Glauben an Gottes Wort. Warum sollten
wir nicht göttliche Heilung, Leben und Kraft auf
dieselbe Weise empfangen?

Jede Segnung, die im Glauben angenommen
wird, musst du haben bevor du sie siehst und
bevor sie sich manifestiert. Andernfalls wäre sie
nicht durch Glauben empfangen. Glaube ist die
Zuversicht dessen, was man nicht sieht. Die
zehn Aussätzigen besaßen bereits ihre Heilung
in ihrer unmanifestierten Form als sie sich auf
den Weg machten um sich den Priestern als
geheilt zu zeigen. Ihre Heilung manifestierte sich
während sie entsprechend ihrem Glauben
handelten. Gottes Ankündigung "Ich bin der
Herr, der dich heilt" muss als die Stimme Gottes
angenommen werden. Sie muss als Tatsache in
der Gegenwartsform geglaubt und entsprechend
eingeschätzt werden.

Die sechs Sinne

Parfüm ist für den Hörsinn nicht existent. Was
wir gemäß Markus 11:24 im Glauben annehmen
ist zunächst für die fünf natürlichen Sinne nicht
existent. Du zweifelst ja auch nicht an der
Existenz dessen, was du siehst, weil du es nicht
riechen, berühren oder hören kannst. Warum
solltest du dann an der Existenz dessen
zweifeln, was du im Glauben (mit dem sechsten
Sinn) angenommen hast, nur weil du es nicht
sehen oder fühlen kannst? Die fünf natürlichen
Sinne gehören zum natürlichen Menschen.
Paulus sagt, dass der natürliche Mensch "die
Dinge Gottes nicht erfassen kann." Nur durch
unseren sechsten Sinn, den Glauben, können
wir die Segnungen sehen, ergreifen und
festhalten, die Gott uns anbietet, bis sie sich
völlig manifestiert haben. Unsere fünf Sinne um
einen Beweis dafür zu konsultieren, dass unser
Gebet erhört worden ist, ist genauso lächerlich
als würden wir mit unseren Ohren zu sehen oder
mit unseren Augen zu hören versuchen.

All unsere sechs Sinne arbeiten unabhängig
voneinander. Du siehst was du nicht hören
kannst. Du hörst was du nicht sehen kannst etc.
Auf dieselbe Weise nimmst du durch Glauben
wahr was zuerst für die natürlichen Sinne nicht
existent ist. Es ist wichtig, zu sehen, dass
gegenteilige Wahrnehmungen der fünf
natürlichen Sinne kein Grund für Zweifel sind.
Die Beweise, auf denen der Glaube ruht, sind
immer noch perfekt. Es handelt sich nur dann
um Glauben, wenn wir trotz gegenteiliger
Wahrnehmungen der Sinne überzeugt sind.
Abraham empfing und glaubte das Wort Gottes
trotz der natürlichen Beweise für dessen
Unmöglichkeit.

Du musst Parfum bereits haben bevor du es
riechen kannst. Du musst eine Mahlzeit bereits
haben bevor du sie schmecken kannst. Und so
musst du auch die Heilung bereits haben bevor
du sie fühlen kannst. Glaube empfängt
Vergebung und Heilung. Danach lobt und preist
er Gott für beides, obwohl es nach der
Wahrnehmung der fünf Sinne nichts zu loben
und preisen gibt.

Jesus sagte: "Ich danke dir, dass du mich erhört
hast" als die Auferweckung von Lazarus sich
noch in unmanifestierter Form befand. Bevor wir
irgendeine Veränderung sehen oder fühlen
können müssen wir glauben, dass unser Gebet
für Heilung erhört worden ist. Wir müssen wie
Jesus sagen: "Ich danke dir, dass du mich erhört
hast." Die Engel in Dotan waren bereits
gegenwärtig bevor sie für den Diener von Elisa
sichtbar wurden. Die Fähigkeit, sie zu sehen, die
Gott ihm schenkte, schuf sie nicht; sie waren
vorher schon da.

Während wir fest in einem mentalen Zustand des
Glaubens verharren wirkt Gott. Das geschieht
während wir nicht auf die sichtbaren Dinge
schauen, sondern auf die unsichtbaren Dinge
(siehe 2. Korinther 4:18). Wir schauen auf Gott,
auf Seine Verheißungen, Seine Treue, Seine
Gerechtigkeit etc. Glaube hat es nur mit dem
Unsichtbaren und Unfühlbaren zu tun. Sobald
das, was wir im Glauben ergriffen haben, sich für
die natürlichen Sinne manifestiert, ist es kein
Glaube mehr.

Die richtige mentale Haltung

Kein Mensch, der es zulässt, dass sein Denken
von den fünf natürlichen Sinnen beherrscht wird,
kann siegreichen Glauben haben. Das Denken,
das von den natürlichen Sinnen beherrscht wird,
lebt in einem Bereich der Unsicherheit. Bis
Gottes Wort die Herrschaft über dein Denken
gewinnt wirst du immer von Gefühlen und
Sinneswahrnehmungen hin und her geworfen
werden statt fest auf dem Wort Gottes zu stehen.
Denken und Gesinnung derer, die Heilung
suchen, müssen erneuert werden. Sie müssen in
Harmonie mit der Gesinnung Gottes kommen,
wie sie in der Bibel offenbart und in diesem Buch
erläutert wird. Glauben an Gottes verheißene
Segnungen ist das Resultat des Kennens des
Wortes Gottes und des entsprechenden
Handelns. Die richtige mentale Haltung oder "die
erneuerte Gesinnung" (Römer 12:2) macht einen
standhaften Glauben für jeden möglich. Gott heilt
immer wenn er die richtige Kooperation
bekommt.

Besitzen bevor man es sieht

Ich habe eine bestimmte Geldsumme in die
Manteltasche meiner Frau gesteckt. Später
erzählte ich es ihr und fragte sie, ob sie mir
glaubte. Sie sagte: "Natürlich tue ich das" und
dankte mir für das Geld. Sie hatte dieses Geld in
Wirklichkeit bereits ehe sie es sah. Warum
sollten wir dem bloßen Wort anderer glauben
und von Gott sichtbare Beweise fordern?

Glaube weiterhin, dass Gott dir bereits zum
Zeitpunkt deines Gebets das Erbetene gegeben
hat, danke Ihm und lobe und preise Ihn für das,
was Er dir gegeben hat und es wird sich immer
materialisieren. Das bringt Gott immer zum
Wirken. So viele warten darauf, dass Gott sie
heilt, wobei Er nur darauf wartet, dass sie
annehmen, was Er ihnen anbietet. Wie
entnervend wäre es doch für einen Freund, der
dir ein Geschenk hinhält, wenn du weinst und
darum bettelst und ihn weiterhin warten lässt,
obwohl er es dir doch längst geben will!

Ich will das einmal anders ausdrücken. Jesus
fordert uns auf, zu glauben, dass wir bereits zum
Zeitpunkt unseres Gebets das Erbetene
empfangen haben, noch bevor es eine sichtbare
Form annimmt. Es ist klar, dass das Erbetene in
zwei Formen existiert: zuerst unsichtbar und
dann sichtbar. Zuerst sollst du glauben, dass du
es (in seiner unsichtbaren Form) empfangen
hast und dann wirst du es (in seiner sichtbaren
Form) haben.

Wir haben das Erbetene zuerst im
Wahrnehmungsbereich des Glaubens und
danach im Wahrnehmungsbereich der
natürlichen Sinne. Jesus fordert uns in Markus
11:24 auf, sobald wir beten auch zu glauben,
dass wir "empfangen haben" (in seiner
unsichtbaren Form) für was wir gebetet haben.
Dann verändert Er es in seine sichtbare oder
materielle Form. Die zehn Aussätzigen hatten
alle bereits ihre Heilung in ihrer unsichtbaren
Form als sie sich auf den Weg machten um den
Priestern ihre Heilung in ihrer sichtbaren und
materiellen Form zu zeigen.
Als Jesus sagte: "ich danke dir, dass du mich
erhört hast" war die Auferweckung von Lazarus
im Bereich des Glaubens vollständig geschehen,
noch bevor sie zu sehen war. Wenige Momente
später manifestierte sie sich auch im Bereich der
Sinne oder in der materiellen Form.
Gleichermaßen sollen wir glauben, dass wir
unsere Heilung bereits vollständig in ihrer
unsichtbaren Form empfangen haben bevor Gott
sie in ihre sichtbare oder materielle Form
verändert. Die Tatsache, dass der Glaube die
Zuversicht (oder die Besitzurkunde) von Dingen
ist, die man nicht sieht, beweist, dass wir die
Dinge bereits haben müssen, für die wir beten.
Wir erhalten sie zuerst in ihrer unsichtbaren
Form bevor Gott sie in ihre sichtbare oder
materielle Form verändern kann.

Das gesamte elfte Kapitel des Hebräerbriefes
berichtet von den Handlungen der Heiligen
Gottes im Bereich des Glaubens bevor die
Resultate ihres Glaubens sichtbare Form
annahmen. Alle Handlungen des Glaubens
bewegen sich im Bereich des noch
Unsichtbaren. Zu glauben, dass wir bereits zum
Zeitpunkt unseres Gebets das Erbetene
empfangen haben, ist die Zuversicht, die
standhaft sein soll. Wir haben standhaften
Glauben bis Gott die Segnungen, die wir
ergriffen haben, von ihrer unsichtbaren in ihre
sichtbare Form verändert.

Im Glauben zu leben ist das Leben mit der Art
von Sicht, die ewige Dinge sieht und auf ewige
Dinge ausgerichtet ist. Sie sieht Gott, Seine
Verheißungen, Seine Treue und die vielen
anderen vollkommenen Gründe für den Glauben.
Es war Glauben ohne zu sehen, der Petrus
"unaussprechliche und herrliche Freude"
verschaffte. Nichts was er jemals gesehen hatte
schenkte ihm so viel Freude wie er nun hatte,
indem er glaubte ohne zu sehen.

Das Opfer des Lobes und des Dankes geschieht
fortwährend im Bereich des Glaubens. Es
geschieht bevor sich unsere Segnungen in ihre
sichtbare Form verwandelt haben. Jona nannte
seine Symptome "lügende Einbildungen" und
opferte Danksagung während er sich noch
immer im Bauch des großen Fisches befand. Die
Israeliten sangen auf ihrem Weg in den Kampf
Loblieder.
Kapitel 10

Unser Bekenntnis

Viele Menschen empfangen nicht, worum sie
beten weil es ihnen an Verständnis über das
Bekenntnis mangelt. In Hebräer 3:1 wird das
Christentum eine "Berufung" genannt. Das
griechische Wort, das hier mit "Berufung"
übersetzt wird, ist dasselbe Wort, das
gewöhnlich mit "Bekenntnis" übersetzt wird.

Was es bedeutet

Das Wort Bekenntnis bedeutet in der
griechischen Sprache "dasselbe sagen wie". Es
bedeutet, zu glauben und zu sagen was Gott
über unsere Sünden, unsere Krankheiten und
alles andere sagt, was in unserer Erlösung
enthalten ist. Das Bekenntnis ist eine
Bekräftigung einer Bibelwahrheit, die wir
angenommen haben. Das Bekenntnis bedeutet
einfach, mit unserem Herzen Gottes Erklärung
dessen, was wir in Christus sind, zu glauben und
mit unseren Lippen zu wiederholen.

Der Heilige Geist sagt in 1. Petrus 2:24 "Durch
Seine Wunden seid ihr geheilt worden." Wir
sollen dasselbe glauben und sagen. Wenn
unsere Bekräftigung das Wort Gottes ist, wacht
Er darüber und führt es aus (Jeremia 1:12).

Das Bekenntnis ist die Methode des Glaubens,
sich zum Ausdruck zu bringen.

"Der Hohepriester unseres Bekenntnisses"

In Hebräer 3:1 werden wir aufgefordert, den
"Apostel und Hohenpriester unseres
Bekenntnisses, Jesus Christus", zu betrachten.
Wenn es mit Gottes Wort übereinstimmt, handelt
Jesus, unser Hohepriester, für uns gemäß
unserem Bekenntnis.

Paulus sagt uns, dass er "das Wort des
Glaubens" gepredigt hat. Er sagte: "Wenn du mit
deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und
in deinem Herzen glaubst, dass Gott Ihn von den
Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet; denn
mit dem Herzen glaubt man, um gerecht, und mit
dem Mund bekennt man, um gerettet zu
werden." (Römer 10:9-10)

Die Beziehung zwischen Bekenntnis und
Manifestation

Beachte an dieser Stelle, dass das Bekenntnis
dasselbe zu sagen, was Gott sagt durch
Glauben erfolgt. Man muss glauben und
bekennen bevor man das Resultat erlebt.

Das Bekenntnis kommt zuerst und danach
reagiert Jesus, unser Hohepriester, mit der
neuen Geburt. Es heißt nicht "Errettung um zu
bekennen", sondern "Bekenntnis, um errettet zu
werden". Das Bekenntnis kommt vor der
Errettung. Es gibt keine Errettung ohne
Bekenntnis.

Glaube bedeutet, auf Gottes Wort hin zu
handeln. Das bringt Gott immer zum Wirken, um
Seine Verheißung zu erfüllen.

Was sollen wir bekennen?

Nur wenige Christen haben heutzutage den
Stellenwert erkannt, den das Bekenntnis in
Gottes Plan für unsere Aneignung Seiner
Segnungen einnimmt. Wann auch immer das
Wort Bekenntnis gebraucht wird, denken viele
instinktiv an das Bekennen von Sünde,
Schwäche und Versagen. Das ist jedoch nur die
negative Seite dieser großen Frage. Unser
negatives Bekenntnis von Sünde sollte nur den
Weg für das positive Bekenntnis "zur Errettung"
freimachen. Das umfasst eine ganze
Lebensspanne des Glaubens mit dem Herzen
und des Aussprechens mit den Lippen von
allem, was Gott und in Seinen Verheißungen
sagt.
Das Bekennen zur Errettung in seiner
anfänglichen Form und danach in jeder seiner
nachfolgenden Formen ist entscheidend. Wir
bekennen Gottes Wort zuerst in der Form der
neuen Geburt und danach in der Form jeder
Segnung, die uns verheißen ist. Der Christ soll
auf jede Phase seiner Erlösung hin handeln, von
der er weiß. Wir sollen in dem Maß des "Wortes
des Glaubens" mit dem Herzen glauben und mit
dem Mund bekennen, was Paulus gepredigt hat.
Er predigte "den ganzen Ratschluss Gottes". Er
predigte "den unausforschlichen Reichtum
Christi". Er sagte, er habe ihnen nichts
vorenthalten, was ihnen von Nutzen ist.

Alles was Jesus in Seinem stellvertretenden
Werk getan hat ist das Privateigentum des
Individuums, für das Jesus es getan hat. Durch
unser ganzes christliches Leben hindurch
möchte Gott, dass wir mit unserem Herzen alles
glauben und mit unserem Mund alles bekennen,
was wir nach Seiner Aussage in Christus sind.
Wir sollen unseren rechtmäßigen Stand in
Christus nicht ignorieren oder verleugnen. Er ist
die Basis für die Handlungen des Glaubens, die
Gott veranlassen, zu wirken um Sein Wort an
uns zu erfüllen. Wir sollen in unserem Herzen
bekennen oder flüstern: "In Ihm bin ich heil."
Wenn wir wissen, dass Gott in Seinem Wort sagt
"Ich bin der Herr, der dich heilt", dann sollen wir
es glauben und mit unseren Lippen bekennen.
Christus wird als unser Hohepriester handeln
und es ausführen.

Wir sollen bekennen, dass Golgatha unsere
"Unabhängigkeitserklärung" war und uns von
allem befreit hat, was außerhalb des Willens
Gottes liegt - und entsprechend handeln. Wir
sollen bekennen, dass unsere Krankheiten auf
Christus gelegt wurden und dass wir vom Fluch
der Krankheit befreit sind. "Der Schwache sage:
Ich bin stark", denn "der Herr ist meine Stärke".

Unser Bekenntnis beinhaltet:

die gesamte Bibelwahrheit
alles, was Sein Opfer erwirkt hat
alles, was Sein Amt als Hohepriester abdeckt
den gesamten offenbarten Willen Gottes.

Wir sollen bekennen, dass unsere Erlösung
vollkommen ist. Satans Herrschaft ist zum Ende
gekommen. Golgatha hat uns befreit. Wir sollen
auf der Grundlage unserer
Unabhängigkeitserklärung glauben, dass wir frei
sind, nie auf der Basis unserer Gefühle oder der
Hinweise, die unsere Sinne uns geben.

Ein Straferlass ist das Auswischen von allem,
das mit dem alten Leben in Verbindung steht.
Wir sind "eine neue Schöpfung". Das Alte ist
vergangen, alles ist neu geworden. Wir sollen
kontinuierlich unsere Erlösung von der
Herrschaft Satans bekennen.

Natürlich sollen wir anderen Menschen nicht
sagen, unsere Heilung habe sich bereits
vollkommen manifestiert, solange das nicht auch
tatsächlich so ist. Das sagt Gott nicht. Doch
wenn du gefragt wirst kannst du sagen: "Ich
stehe auf dem Wort Gottes."

Falsches Bekenntnis

Wir erheben uns nie über unser Bekenntnis
hinaus. Ein negatives Bekenntnis zieht uns auf
die Ebene dieses Bekenntnisses hinunter. Was
wir mit unseren Lippen bekennen ist das, was
uns wirklich kontrolliert. Unser Bekenntnis
kerkert uns ein wenn es negativ ist oder setzt
uns frei, wenn es positiv ist. Viele reden ständig
von ihrem Versagen und ihrem Mangel an
Glauben. Unvermeidlich sinken sie auf die
Ebene ihres Bekenntnisses ab. Einen Mangel an
Glauben zu bekennen lässt den Zweifel nur noch
zunehmen. Jedes Mal, wenn du Zweifel und
Ängste bekennst, bekennst du deinen Glauben
an Satan und verleugnest die Fähigkeit und
Gnade Gottes. Wenn du Zweifel bekennst, bist
du von deinen eigenen Worten eingekerkert.
Sprüche 6:2 sagt: "Du bist durch ein mündliches
Versprechen gebunden und gefangen durch die
Reden deines Mundes." Wenn wir Sein Wort
anzweifeln, dann geschieht es, weil wir etwas
anderes glauben, das diesem Wort widerspricht.
Ein falsches Bekenntnis sperrt den Vater aus
und lässt Satan hinein.

Wir sollen uns weigern, irgendetwas mit falschen
Bekenntnissen zu tun zu haben. Wenn wir
erkennen, dass wir uns nie über die Ebene
unseres Bekenntnisses hinaus erheben können,
kommen wir an den Punkt, an dem Gott uns
gebrauchen kann.

Krankheit gewinnt die Vorherrschaft wenn du das
Zeugnis deiner Sinne bekennst. Gefühle und
Eindrücke haben keinen Raum im Bereich des
Glaubens. Krankheit zu bekennen ist wie das
Quittieren des Empfangs eines von der Post
angelieferten Pakets. Satan ist dann im Besitz
deiner Empfangsbestätigung und kann
nachweisen, dass du es angenommen hast.
Nimm niemals irgendetwas an, das Satan dir
schickt. "Gebt dem Teufel keinen Raum."

In 1. Petrus 4:11 steht: "Wenn jemand redet, so
rede er es als Gottes Wort." In Epheser 4:29
werden wir aufgefordert, nur das auszusprechen,
was "gut zur notwendigen Erbauung ist." Wir
sollen nichts für den Widersacher bezeugen. Wir
sollen im Glauben handeln, im Glauben
sprechen und im Glauben denken.

In Philipper 4:8 sagt der Heilige Geist: "Im
Übrigen, meine Brüder, was wahrhaftig (das
Wort), was ehrbar, was gerecht, was keusch,
was liebenswert, was wohllautend, was
irgendeine Tugend oder ein Lob ist, dem denkt
nach."

Der Heilige Geist sagt im Buch der Sprüche, wie
ein Mensch in seinem Herzen denkt, so ist er
auch. In 2. Korinther 10:4-5 sagt der Heilige
Geist: "Die Waffen unseres Kampfes sind ...
mächtig ... und nehmen jeden Gedanken
gefangen unter den Gehorsam gegen Christus."
Wir sollen Vorstellungen (Schlussfolgerungen)
niederreißen und dem Wort Gottes seinen Platz
in unserem Denken und auf unseren Lippen
einräumen.

Die Gesinnung von Christus

Jesus erinnert sich daran, dass Er unsere
Krankheiten trug. Der Heilige Geist fordert uns
auf: "Vergiss nicht alle Seine Wohltaten, der da
vergibt alle deine Übertretungen und der da heilt
alle deine Krankheiten."

Gottes geistliche und körperliche Veränderungen
kommen zu uns durch "die Erneuerung unseres
Sinnes". In Römer 12:1-2 lesen wir: "... bringt
eure Leiber (das Zuhause oder Labor der fünf
Sinne) dar als ein lebendiges Opfer ... verändert
euer Wesen durch die Erneuerung eures Sinnes
um prüfen zu können, was der Wille Gottes sei,
der gute und wohlgefällige und vollkommene."

Ein geistliches Gesetz, das nur wenige
erkennen, besagt, dass unser Bekenntnis uns
beherrscht. Was wir mit unseren Lippen
bekennen ist das, was unser innerstes Wesen
wirklich beherrscht. Lasse deine Lippen ihren
Dienst tun. Weigere dich, es ihnen zu gestatten,
in deinem Fall die Effektivität des Wortes Gottes
nichtig zu machen. Einige bekennen mit ihren
Lippen, leugnen jedoch in ihrem Herzen. Sie
sagen mit ihrem Mund: "Ja, das Wort ist wahr",
doch in ihrem Herzen sagen sie: "Aber in
meinem Fall ist es nicht wahr." Das Bekenntnis
deiner Lippen ist wertlos solange dein Herz es
dementiert.

Halte an deinem Bekenntnis fest

In Hebräer 4:14 heißt es: "Da wir nun einen
großen Hohenpriester haben, der die Himmel
durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so
lasst uns festhalten an dem Bekenntnis!" Das ist
das Bekenntnis unseres Glaubens an das
Erlösungswerk, das Gott durch Christus gewirkt
hat.

Ich soll an dem Bekenntnis der absoluten
Integrität der Bibel festhalten. Ich soll an dem
Bekenntnis des Werkes Christi in all seinen
Phasen festhalten. Mir wird gesagt, dass ich an
dem Bekenntnis festhalten soll, dass "Gott die
Kraft meines Lebens ist." Ich soll an dem
Bekenntnis festhalten, dass Er "meine
Krankheiten getragen und meine Gebrechen auf
sich genommen hat" und dass ich "durch Seine
Wunden geheilt bin."

Gott sagt das und wir sollen es glauben und
dasselbe sagen. Wir sollen wissen, welches
unsere Rechte sind, die durch das Wort Gottes
offenbart werden und dann an unserem
Bekenntnis dieser Rechte festhalten.

Wenn du weißt, dass Christus "deine Gebrechen
auf sich nahm und deine Krankheiten getragen
hat", dann halte an deinem Bekenntnis dieser
Wahrheit fest.

Wenn du liest "Größer ist der, der in mir ist als
der, der in der Welt ist", dann halte an diesem
Bekenntnis fest.

Wir sollen unser Bekenntnis dessen festhalten
was Christus für uns getan hat, damit es in uns
getan wird.

Wir sollen an dem Bekenntnis unserer Erlösung
von der Herrschaft Satans festhalten.

Wir sollen auch angesichts aller gegenteiligen
Indizien an unserem Bekenntnis festhalten.

Gott erklärt, dass wir "durch Seine Striemen
geheilt sind." Ich soll bekennen, was Gott über
meine Krankheit sagt und an diesem Bekenntnis
festhalten. Ich soll die absolute
Vertrauenswürdigkeit dieser Worte anerkennen,
bevor ich irgendeine sichtbare Veränderung
sehe. Ich soll auf diese Worte hin handeln und
Ihm für die Tatsache danken, dass Er meine
Krankheit auf Christus gelegt hat, genauso wie
meine Sünden.

Heilung geschieht immer im Gegenzug zum
Zeugnis des Glaubens. Einige versagen wenn
die Dinge schwierig werden, weil sie ihr
Bekenntnis verlieren. Krankheit ist genauso wie
Sünde durch unser Bekenntnis des Wortes
besiegt. Lasse deine Lippen ihre Pflicht erfüllen.
Fülle sie mit dem Wort. Lasse sie sagen was
Gott über deine Krankheit sagt. Erlaube es ihnen
nicht, etwas Gegenteiliges zu sagen.

Gottes Wort mit unserem Herzen zu glauben
beinhaltet, dass wir "den alten Menschen
abgelegt haben" mit seiner Gewohnheit, nach
den Indizien der Sinne zu urteilen. Der Glaube
betrachtet alle gegenteiligen Symptome als
"lügende Einbildungen" wie Jona es tat und stellt
das Wort an den Platz der Sinne.

Unser einziges Problem besteht darin, im
Einklang mit Gottes Wort zu bleiben und es den
Sinnen nicht zu erlauben, den Platz des Wortes
Gottes zu vereinnahmen. Wir hören auf, mit dem
ungläubigen Thomas übereinzustimmen, der
sagt: "Wenn ich es nicht sehe, werde ich es nicht
glauben." Wir sollen Christi eigene Worte
beweisen: "Gesegnet sind diejenigen, die nicht
gesehen haben und dennoch glauben." Das
Wort ist leblos bis ihm auf deinen Lippen
Glauben eingehaucht wird. Dann wird es zu
einer übernatürlichen Kraft. Lasse deine Lippen
mit dem Wort Gottes harmonisieren.
Der Dienst Christi als Hohepriester begegnet
jeder unserer Nöte vom Augenblick unserer
neuen Geburt an bis wir in den Himmel eintreten.
Warum sollen wir an unserem Bekenntnis
festhalten?

Weil Christus der Hohepriester unseres
Bekenntnisses ist (Hebräer 4:14-16)
Weil Er ein großer Hohepriester ist.
Weil Er ein barmherziger Hohepriester ist.
Weil Er vom Empfinden unserer Schwachheiten
berührt wird.
Weil Er immerdar lebt "um für uns einzutreten!"
Er ist immer bereit, uns "Gnade zu schenken in
Zeiten der Not."

Unser Erfolg ist sicher

Da Jesus "der Hohepriester unseres
Bekenntnisses" ist, ist unser Erfolg garantiert.
Wenn du bekennst: "Durch Seine Striemen bin
ich geheilt" und an deinem Bekenntnis festhältst,
kann keine Krankheit vor dir bestehen. Danke
einfach dem Vater und preise Ihn wann auch
immer eine Not dir begegnet, die durch das
Erlösungswerk abgedeckt ist, und der Erfolg
gehört dir. Glaube bedeutet, Gott von Herzen für
die Heilung zu danken, die sich noch nicht
manifestiert hat. Wir sind uns ihrer so sicher als
hätte sie sich bereits manifestiert.
Das Bekenntnis deiner Lippen, das aus dem
Glauben in deinem Herzen erwachsen ist, wird
den Feind in jedem Konflikt absolut besiegen.
Die Worte von Christus haben die Macht der
Dämonen gebrochen und die Kranken geheilt.
Dasselbe tun sie auch heute, wenn wir sie
glauben und bekennen. Das Wort wird dich
heilen wenn du es kontinuierlich bekennst. Gott
wird veranlassen, dass dein Körper dem
Bekenntnis Seines Wortes gehorcht, denn kein
Wort Gottes ist ohne Kraft (Lukas 1:37).

Wenn ich es wage, zu sagen, dass Psalm 34:10
wahr ist, wo es heißt "Die den Herrn fürchten
haben keinen Mangel" und zu meinem
Bekenntnis stehe, wird Gott alles ausführen was
ich bekannt habe.

Nichts wird dich so schnell aufbauen und deinen
Glauben stärken wie das Bekenntnis:

Bekenne es zuerst in deinem Herzen.
Bekenne es laut in deinem Zimmer.
Sage es immer und immer wieder.
Sage es so lange bis dein Geist und deine Worte
übereinstimmen.
Sage es bis dein ganzes Sein in Harmonie und
Einklang mit dem Wort Gottes schwingt.

Christi Worte sind erfüllt mit Ihm selbst und wenn
wir nach ihnen handeln erfüllen sie uns mit
Christus. Wir sollen dem Wort genauso
gehorchen wie wir Jesus gehorchen würden
wenn Er sichtbar in unserer Gegenwart stünde.

Christus als Herrn bekennen

Wenn wir für die Erlösung in ihrer anfänglichen
Form zu Gott kommen und danach in jeder
anderen Form, ist immer eine Sache notwendig.
Unser Bekenntnis der Herrschaft Christi und
unsere Unterwerfung unter diese Herrschaft sind
erforderlich. Der Heilige Geist sagt in Kolosser
2:6 "Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn,
angenommen habt, so wandelt in ihm." Und in
Römer 14:9 heißt es: "Denn dazu ist Christus
gestorben und wieder lebendig geworden, dass
er sowohl über Tote als auch über Lebende Herr
sei." Glauben für die Erfüllung irgendeiner
Verheißung anzuwenden erfordert unsere
Unterwerfung unter Seine Herrschaft. Während
wir Ihm als Herr über unser Leben unterworfen
sind ist Er bereit,

uns zu heilen
uns mit dem Geist zu taufen
uns zoe zu schenken Gottes eigenes Leben im
Überfluss
in uns eine Quelle zu sein, die aufsprudelt zum
ewigen Leben
unseren rechtmäßigen Stand zu unserer
Erfahrung zu machen
Seine Person in der Form jeder verheißenen
Segnung zu manifestieren
selbst unsere Stärke, unser Anteil, unser Alles
zu sein
uns den unbegrenzten Geberauch Seines
Namens zu gewähren
uns zu befähigen, in Seinem Namen Dämonen
auszutreiben
uns zur Verkündigung zu salben
uns zu befähigen, Kranken die Hände
aufzulegen, so dass sie gesund werden.

Dein Erfolg und deine Nützlichkeit in der Welt
werden an deinem Bekenntnis und an der
Zähigkeit bemessen, mit der du unter allen
Umständen an diesem Bekenntnis festhältst.
Gott kann in dir nicht größer sein als du Ihn
bekennst. Angesichts jeglicher Not bekenne,
dass der Herr dein Hirte ist und dass es dir an
nichts mangeln wird.

Die meisten der in dieser Predigt zum Ausdruck
gebrachten Gedanken habe ich mit seiner
Erlaubnis aus den Schriften des späten
Reverend E.W. Kenyon zusammen getragen. Er
war der Autor von The Father and His Family,
The Wonderful Name of Jesus, Two Kinds of
Life, Jesus the Healer, In His Presence, Two
Kinds of Love, Two Kinds of Faith, Two Kinds of
Righteousness und Kenyon's Living Poems.
Kapitel 11

Die Fülle des Lebens Gottes: Das Geheimnis
des Sieges

Ohne eine göttliche Offenbarung kann ich einer
Person nicht den spezifischen Grund nennen,
warum gerade ihr Gebet für die Erfüllung einer
göttlichen Verheißung sich verzögert. Ich kann
dich jedoch auf eine höchst wunderbare
Wahrheit hinweisen. Das ist die wesentlichste
aller Wahrheiten, die Gott geoffenbart hat. Es ist
das einzige Heilmittel für alle unsere
Beschwerden. Eine Verzögerung beim Empfang
von Heilung beispielsweise ist in einem gewissen
Sinn eine gute Nachricht. Die gute Nachricht ist,
dass wir mehr vom "Leben Gottes" haben
können.

Es gibt vier griechische Worte im Neuen
Testament, die mit "Leben" übersetzt werden.
Eines davon bedeutet "Art des Lebens", ein
anderes "menschliches Leben" und ein weiteres
"Verhalten". Doch das griechische Wort für die
Art von Leben, das Jesus in die Welt brachte, ist
zoe. Dies wird mit "ewiges Leben" und "Leben
Gottes" übersetzt. "Ewiges Leben" ist das
tatsächliche Leben des Ewigen selbst.

Das Johannesevangelium beginnt mit dem Wort
zoe. Dieses Wort erscheint im Neuen Testament
130 Mal. Johannes 10:10 sagt uns, dass der
Mensch ein Recht auf einen Überfluss an einer
neuen Art von Leben, "Gottes eigenem Leben",
haben sollte. Neu ist es natürlich nur in dem
Sinne, dass es nun auch der Mensch besitzen
soll.

Das Leben, das selbst lebt

Viele Gottesdiener studieren heute eher die "Art
des Lebens" und das "Verhalten" als zoe, das
"Leben Gottes." Wenn man es in ausreichendem
Maß empfängt, lebt zoe selbst. Paulus betete für
Christen, die bereits mit dem Heiligen Geist
erfüllt waren, dass sie "mit der ganzen Fülle
Gottes erfüllt werden möchten." Das zeigt, dass
zoe Gott selbst ist und alles, was wir davon
haben, ist ein unzerrissener Teil des "Lebens
Gottes." "Voller Glauben" zu sein bedeutet, voll
von dieser Art von Leben zu sein, das "alles
glaubt." Voll göttlicher Liebe zu sein bedeutet,
voll mit dem "Leben Gottes" zu sein, welcher
Liebe ist.

Zoe sind "alle Dinge möglich." Wenn man es in
ausreichendem Maß empfängt kann es in uns
jede Verheißung oder Anforderung der Bibel
erfüllen. In uns alles zu erfüllen was die Bibel
fordert oder verheißt ist genau das, was das
"Leben Gottes" in uns bewirken sollte. Indem wir
genug von dem "Leben Gottes" empfangen,
können wir an Geist, Seele und Leib mehr als
Überwinder werden. Gott will in uns alles tun was
Er in Christus für uns tat.
Zoe, in ausreichendem Maß empfangen,
verändert uns "von Herrlichkeit zu Herrlichkeit in
das Bild Christi." Es verwandelt Glauben in
Wissen. Es ist die Quelle aller göttlichen
Gnadengaben. Es schenkt uns Gottes Weisheit.
Es überwindet die Welt, das Fleisch und den
Teufel. Es wirkt in uns was in Seinen Augen
wohlgefällig ist.

Indem Er uns mit Seinem eigenen Leben füllt
wird Gott selbst unser Leben, unser Frieden,
unsere Gerechtigkeit, unsere Reinheit, unsere
Stärke und unsere Gesundheit. Er wird der
Bewahrer unseres Geistes, unserer Seele und
unseres Körpers, unser Eifer, unsere Freude,
unser Glauben. Durch Sein Leben ist Er unser
Führer, unser Lehrer, unsere Zufriedenheit und
unser Alles, was Leben und Göttlichkeit betrifft.

Gottes Segnungen sind Teil Seiner selbst

Indem Er uns mit mehr und mehr von Seinem
Leben erfüllt will Gott sich selbst in uns in der
Form jeder geistlichen Segnung manifestieren,
die Er verheißen hat. Das ist das Wunder und
das Geniale am Christentum. Römer 5:10 sagt
uns, dass wir "gerettet werden durch Sein
Leben." Das gilt sowohl für die Seele als auch für
den Körper.

Es ist unmöglich, an Gottes Ziel für unser
Gebetsleben heranzureichen ohne voll von
diesem Leben zu sein, das "immerdar lebt um für
uns einzutreten." Mit anderen Worten: erst wenn
zoe unsere Gebete inspiriert, können wir bitten
worum wir wollen und werden es empfangen.
Zoe, das "Leben Gottes", ist der Heiler von Seele
und Körper. Göttliche Heilung, göttliches Leben
und göttliche Stärke sind Christus Selbst,
"manifest in unserem sterblichen Fleisch." Die
Fülle dieses neuen Lebens ist besser als die
Heilung, die es hervorbringt. David sagte: "Der
Herr ist mein Anteil. Der Herr ist meine Stärke."
Seine Segnungen waren Gott, Selbst
manifestiert in diesen verschiedenen Formen.
Gott schenkt jedem von uns geistliche
Segnungen indem Er sich selbst uns schenkt.
Unsere Segnungen sind ein Teil von Gott.

Jesus sagte: "Ich bin der Weinstock und ihr seid
die Reben." Das Leben des Weinstocks ist in
seinen Reben. Das Leben der Reben ist ein Teil
des Lebens des Weinstocks. Es ist der Wille
Christi, dass alle Reben angefüllt mit Seinem
eigenen Leben sind. Wenn wir voll mit zoe sind,
sind wir genauso Eins mit Gott wie die Bucht
Eins mit dem Ozean ist, weil die Gezeiten in die
Bucht strömen. Paulus sagt: "Die mit dem Herrn
verbunden sind, sind ein Geist." Das bedeutet
sozusagen, dass unser Geist und Sein Geist zu
einem verschmelzen. Diese Wahrheit liefert uns
eine der Antworten auf die Frage: "Warum bin
ich nicht geheilt?"

Ich habe gehört, dass Christen ihre Gründe dafür
nannten, mit dem Geist erfüllt zu werden. Es
scheint mir als würde jeder Christ in der Welt
solange beten bis er mit dem Geist erfüllt ist.
Viele wissen nicht um die vielen herrlichen
Gründe, warum der Heilige Geist sie mit sich
selbst erfüllen will. Einer Seiner Gründe ist, dass
Er ungehindert in Seinem Werk sein möchte,
kontinuierlich unseren Geist, unsere Seele und
unseren Körper zu beleben. In Johannes 6:63
hat Jesus gesagt: "Es ist der Geist, der belebt"
oder Leben gibt. Im Römerbrief wird er als "der
Geist des Lebens" bezeichnet. Alles Leben ist
auf die direkte Handlung des Heiligen Geistes
zurückzuführen. Es ist Sein Werk, uns
kontinuierlich das tatsächliche Leben von Jesus
zu übertragen. Jesus ist die wahre Quelle des
Lebens sowohl für die Seelen als auch für die
Körper der Kinder Gottes. Sein Werk des
Belebens oder des Steigerns des göttlichen
Lebens in unserem Geist, unserer Seele und
unserem Körper wird behindert oder begrenzt
wenn wir nicht wirklich voll mit dem Geist sind.

Jesus sagte, dass Er nicht nur gekommen ist,
damit wir Leben haben, sondern damit wir es "im
Überfluss haben." Wir können Sein Leben nicht
in dem von Ihm gewünschten Umfang haben
solange wir nicht mit dem Geist erfüllt sind. Das
"in Ihm bleiben", zu dem Jesus uns aufgefordert
hat, sorgt dafür, dass wir mit dem Geist erfüllt
bleiben. Das entfernt alle Hindernisse für die
kontinuierliche Belebung durch den Geist von
uns. In Psalm 119 gebraucht David das Wort
beleben elf Mal. Er wusste, dass mehr Leben
das Heilmittel, das einzige Heilmittel, für alle
unsere Beschwerden ist. Es ist gut zu wissen,
wofür wir beten. David wünschte sich Belebung,
mehr Leben, gesteigertes Leben. Darum strebte
er nach der Segnung, die die Wurzel alles
anderen ist. Er betete: "Belebe mich nach deiner
Gnade." Wir brauchen nie etwas zu fürchten,
was Gnade tut. Nichts anderes ist so gut. Gnade
selbst kann uns einen größeren Dienst tun als
dafür zu sorgen, dass wir "Leben im Überfluss"
haben.

"Nach deinem Wort"

In Psalm 119:25 betet David: "Belebe mich nach
deinem Wort." Dank sei Gott können wir alle
jeden Tag mit Glauben beten und die Antwort
bekommen. Das ist ein umfassendes und
inspiriertes Gebet: "Belebe mich nach deinem
Wort." Beachte, dass das Beleben nach
Aussage von David "nach deinem Wort" ist. Der
Heilige Geist hat das Wort Gottes inspiriert. Es
ist Sein eigener Entwurf, nach dem Er arbeitet
während Er Sein großes Werk der Belebung
wirkt. "Nach Gottes Wort" belebt zu werden
bedeutet, im gesamten Spektrum unseres
komplexen Seins an Geist, Seele und Körper
angefüllt von Seinem Leben zu sein.

Gott hat Christus zur Schatzkammer all dessen
gemacht, was Er ist. In Ihm ist "alle Fülle der
Gottheit verkörpert." Wir können voll sein von
allem, was der Weinstock enthält. Die "in Ihm"
bleibende Rebe hat nicht nur Leben, sondern ist
allezeit voll des Lebens. Durch die Fülle und
folgende, ungehinderte Belebung ist es, dass
wir, wie Paulus sagt, "an Geist, Seele und Leib
bewahrt werden." Paulus sagt, dass der Geist
auch "unseren sterblichen Leib beleben" wird. In
2. Korinther 4:11 lesen wir die Worte: "damit
auch das Leben Jesu offenbar werde an
unserem sterblichen Fleisch." Wenn du Heilung
von Christus brauchst, dann warte darauf, dass
Gott dich durch den Geist in dem Maß belebt,
dass Markus 11:24 in dir erfüllt wird. Das ist
genau das, was der göttliche Lebensspender für
dich tun möchte.

Lasst uns jeden Tag beten: "Belebe mich
(schenke mir mehr Leben) nach deinem Wort."
Das ist jeder Offenbarung gemäß, die wir in der
Bibel finden, die uns zeigt, wie Gott uns haben
möchte. Jedes Mal, wenn du im Wort mehr
entdeckst, was Gott erwartet, dann freue dich.
Sei ermutigt. Es ist die Aufgabe des Geistes,
nicht deine Aufgabe, dich in dem Maß zu
beleben. Lasse dieses Gebet jeden Tag dein
erstes Gebet sein. Es ist die Bedingung für
tausend andere Segnungen. Es ist Gottes
Methode, um "in dir alles Wohlgefallen der Güte
zu erfüllen." Der Heilige Geist will uns in dem
Maß beleben, dass alles, was Er uns betreffend
in Gottes Wort offenbart hat, in uns erfüllt wird.

In Psalm 119:50 sagt David: "Dein Wort hat mich
belebt." Der Geist belebt uns gemäß unserem
Vertrauen auf Gottes Wort. Das geschieht in
dem Ausmaß jeder Verheißung oder jedes
Gebotes, das wir von Zeit zu Zeit im Wort Gottes
finden. Diese Belebung wird, wie Paulus sagt,
"von Herrlichkeit zu Herrlichkeit" sein. Gottes
Worte sind "Geist und Leben" und sie bewirken
exakt das, was sie offenbaren. Wenn wir darum
beten, "nach Seinem Wort" belebt zu werden,
wissen wir, dass wir gemäß Seinem Willen
beten. Wir können daher die Antwort erhalten.
"Nach Seinem Wort" bedeutet sowohl "nach
Seinen Verheißungen" als auch "nach Seinen
Geboten." Je mehr das Wort erwartet, umso
besser. Umso größer wird die Belebung sein.
Was für ein herrliches Privileg es doch ist, dass
wann auch immer wir den größten Mangel
empfinden, wir zu dem Lebensspender beten
können: "Belebe du mich. Schenke mir mehr
Leben." Wir brauchen jeden Tag Belebung.
Während Er auf der Erde lebte, sagte Jesus:
"Kommt zu mir und trinkt." Vom Himmel aus sagt
Er im letzten Kapitel der Bibel immer noch: "Wer
da will, der nehme das Wasser des Lebens
umsonst." Er will eine unerschöpfliche Quelle
des Lebens in uns sein, die aufsprudelt und als
"Ströme lebendigen Wassers" aus uns heraus
fließt.

Das wiederholte Lesen und die ernsthafte
tägliche Praxis dieser Botschaft werden die
Erfüllung möglich machen. Du kannst die
Erfüllung jeder Verheißung oder jedes Gebotes
in der Bibel empfangen. Diese Praxis ist mir
jeden Tag ein zunehmender Segen und wird es
immer sein.

F.F.B.
Kapitel 12

Gottes Garten

Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott
aber hat das Gedeihen gegeben ... ihr aber seid
Gottes Ackerfeld und Gottes Bau.

1. Korinther 3:6-9

Jedes moralische Geschöpf auf Erden ist "mit
einem Preis erkauft" worden um der Garten
Gottes zu sein, in dem Sein "unvergänglicher
Same" wachsen und kultiviert werden kann und
seine Wunder hervorbringt. Wahre Christen sind
Gottes "Farm", Sein "Ackerbau", Sein "Feld",
Sein "Garten." Ein "Feld" gehört seinem
Eigentümer. Daher sagt Paulus: "Ihr gehört nicht
euch selbst. Ihr seid durch einen Preis erkauft
worden." Gott ist im Besitz der Besitzurkunde.
Wir gehören absolut Ihm. Wir gehören Ihm
rechtmäßig aufgrund der Schöpfung und
aufgrund der Bewahrung. Doch die größte
Tatsache ist, dass wir Ihm aufgrund der Erlösung
gehören. Er hat uns mit einem unendlich hohen
Preis "gekauft", damit wir Sein Feld sind.

Das Pflanzen der Saat
Paulus sagte zu den Korinthern: "Ich habe
gepflanzt." Im Gleichnis vom Sämann hat Jesus
gesagt: "Der Same ist das Wort." Es ist der
"unvergängliche Same." Gott bringt Seine
wunderbare Ernte auf dieselbe Art und Weise
ein wie es ein Farmer tut. Jesus sagte: "Er
sandte einen Sämann aus, um zu säen." Es ist
Gottes Wort, das uns wissen lässt, wofür wir Ihm
vertrauen sollen. "Der Glaube kommt durch die
Verkündigung", dadurch, dass wir wissen, was
Gottes Wille für uns ist. Weil die Saat solche
Wunder hervorbringen kann, will Gott, dass all
Seine Saat gepflanzt wird. Gottes Absicht bei der
Erschaffung von Samen war, dass er in "guten
Boden" gepflanzt werden sollte, wo er keimen
und wachsen und "Frucht bringen" soll. Also
sagte Paulus: "Ich habe gepflanzt." Samen ist
kraftlos solange er nicht gepflanzt wird.

Der unendlich hohe Preis, den Gott für das
"Feld" bezahlt hat, offenbart uns die Wichtigkeit,
den "unvergänglichen Samen" zu pflanzen. Alle
wunderbaren Werke Gottes sind potentiell in
dem Samen. David sagte: "All Sein Wirken
geschieht in Treue", d.h. in Treue Seinen
Verheißungen gegenüber. Gottes Werke werden
verhindert bis der Samen in "fruchtbaren Boden"
gepflanzt wurde. Sein Plan für uns alle ist, dass
wir unser Leben damit verbringen, das Keimen
und Wachstum des "unvergänglichen Samens"
möglich zu machen.

Nichts kann die Stelle des Samens einnehmen,
noch nicht einmal Gebet. Gebet ist nicht der
Samen. Das Wort ist der Samen. Der einzige
Zweck von Gottes Verheißungen ist ihre
Erfüllung. Sie sind alle eine Offenbarung dessen,
was Er für uns zu tun begierig ist. Der Heilige
Geist, dessen Aufgabe es ist, die Verheißungen
zu erfüllen, spricht von ihnen als "überaus groß
und kostbar." Ihre Größe kann man an ihrer
Angemessenheit erkennen, all unseren
Bedürfnissen zu begegnen und unsere ganze
Aufnahmefähigkeit auszufüllen. Ihre
Unveränderlichkeit macht sie "überaus groß und
kostbar." Sie entfernen jeden Grund zum Zweifel
und liefern und vollkommene Gründe, auf denen
wir unsere Erwartungen aufbauen können. Wie
natürlicher Samen können die Verheißungen
nicht verändert werden. Darum bewirken sie ihre
wunderbaren Resultate jederzeit und in jedem
Garten.

Es ist die Aufgabe von Christen, der Welt durch
tatsächliche Demonstrationen zu beweisen, dass
die Verheißungen Gottes heute noch genauso
wahr sind wie vor zweitausend Jahren. Sie
wurden geschenkt, um gekannt und erkannt,
beansprucht und im Gebet geltend gemacht zu
werden. Sie sollen gesät und durch Gebet
gepflügt werden. In Römer 4:12 bezeichnet Gott
Christen als solche, die "in den Fußstapfen des
Glaubens, den unser Vater Abraham hatte,
wandeln." Wir alle sollten jede Verheißung, die
Gott uns gemacht hat, genauso behandeln wie
Abraham Gottes Verheißung an ihn behandelte.
Kann es sein, dass Gott Menschen dieses
Zeitalters des Heiligen Geistes weniger real ist
wie jenen, die im Schatten dieser "besseren
Dinge" lebten?

Jesus sagte zu einigen der Juden Seiner Tage:
"Mein Wort hat keinen Platz in euch." Welchen
Platz sollte das Wort Gottes in uns haben?
Meine Antwort ist, dass es einen entscheidenden
Platz in unseren Gedanken, unserer Erinnerung,
unserem Bewusstsein und unserem Gemüt
einnehmen und behalten sollte. Es sollte in uns
einen Platz der Ehre, der Ehrfurcht, des
Glaubens, der Liebe und des Gehorsams
einnehmen und behalten. Es sollte in uns einen
Platz der Autorität einnehmen und behalten.

Millionen von Menschen singen die herrliche
Hymne "Standing on the Promises of God" (dt.:
Stehe auf den Verheißungen Gottes). Tatsache
ist, dass die meisten Verheißungen Gottes von
den postmodernen Gemeindemitgliedern nie
beansprucht werden. Auf den Verheißungen
Gottes zu stehen bedeutet, dass sie erfüllt
werden. Es bedeutet, die Segnung anzuwenden,
die jede Verheißung offenbart. Es bedeutet, das
"Gebet des Glaubens" für ihre Erfüllung zu
beten. Die Verheißungen zu vernachlässigen ist
dasselbe, als würde man rückgängig machen,
was ihre Erfüllung bedeuten würde, wenn sie
bereits eingetreten wäre. Ihre Kostbarkeit sollte
unsere Liebe und Wertschätzung der
Verheißungen bestimmen. Paulus war froh, zu
sagen: "Ich habe gepflanzt." Wenn alle Farmer
ihre Samen so behandeln würden wie Millionen
von Gemeindemitgliedern heutzutage Gottes
"unvergänglichen Samen" behandeln, würde die
Welt an Hunger zugrunde gehen.

Die Möglichkeiten in dem Samen
In dem Samen liegen unendliche Möglichkeiten.
Darum sollte man von jedem Christen sagen
können, wie es auch am Anfang war "Sie
nahmen das Wort freudig auf." Selbst im
schlichtesten Bibeltext steckt ein Wort des
Segens, so wie in einem kleinen Samenkorn ein
potentieller Baum steckt, der eine Million Mal
größer ist als der Same. Ein Bibelvers, dem es
gestattet ist, in einem menschlichen Herzen zu
keimen, kann sich zu einer Ernte von Tausenden
von Bekehrungen entwickeln und zu der "ewigen
Herrlichkeit", die daraus folgt. Ein Weizenkorn
kann mit der Zeit einen Kontinent bedecken und
ganze Nationen ernähren. Die Ergebnisse des
Kultivierens des unvergänglichen Samens sind
so viel größer und erstrebenswerter als die
Ernten materieller Samen wie die Himmel höher
als die Erde sind. Nur der unvergängliche Samen
kann unvergängliche Resultate hervorbringen.
Die Bibel sagt, dass jeder Same nach seiner Art
reproduziert. Ede Verheißung offenbart durch die
versprochene Segnung das Wesen der erfüllten
Ernte.

Das Begießen

Paulus sagte: "Ich habe gepflanzt, Apollos hat
begossen." Alle Samen und alle Pflanzen in
Gottes Garten brauchen Bewässerung. Jesus
sagte von dem steinigen Boden, auf den der
Same fiel, dass er "nicht viel Erde" (oder
Feuchtigkeit) hatte. Er sagte: "Die Saat hat keine
Wurzel." Wenn die Saat wachsen soll, muss der
Boden feucht gehalten werden. Es liegt an dem
Mangel der konstanten Bewässerung, dass viele
der Pflanzen Gottes dahinwelken statt zu
wachsen. Ein Garten ist ein Ort für Wachstum.
Paulus schrieb den Korinthern: "Euer Glaube
wächst über die Maßen." Eure Liebe wächst. Er
forderte alle auf, "in der Gnade zu wachsen."
Darum sagt Gott zu jedem Seiner kleinen
Gärten: "Sei erfüllt mit dem Geist." Halte den
Boden feucht. Das Wasser ist der Geist, den
Gott jenen gegeben hat, die Ihm gehorsam sind.
Die Fülle des Geistes ist die Bedingung für Sein
vollkommenes Wirken.

Wie David die Saat bewässerte

Jeder der 176 Verse von Psalm 119 zeigt Davids
Haltung gegenüber dem Wort Gottes. Er erkennt
freudig seine Verpflichtung an, eifrig Gottes
Vorschriften einzuhalten. Er verspricht: "Ich will
deine Gebote halten." Er sagte zu Gott: "Ich
habe dein Wort in meinem Herzen geborgen ....
Ich freue mich des Weges deiner Zeugnisse, wie
über lauter Reichtümer .... Ich habe meine Lust
an deinen Satzungen und vergesse deine Worte
nicht .... Ich habe deine Zeugnisse bewahrt ....
Sogar Fürsten sitzen und bereden sich gegen
mich; aber dein Knecht sinnt über deine
Satzungen .... Ich habe den Weg der Wahrheit
erwählt .... Ich laufe den Weg deiner Gebote ....
Ich will dein Gesetz bewahren und es von
ganzem Herzen befolgen .... Und ich will dein
Gesetz stets bewahren, immer und ewiglich ....
Und ich will von deinen Zeugnissen reden .... Die
Übermütigen haben mich arg verspottet;
dennoch bin ich von deinem Gesetz nicht
abgewichen .... Deine Satzungen sind meine
Lieder geworden .... Das ist mein Teil, o Herr ....
Ich habe mich beeilt und nicht gesäumt, deine
Gebote zu befolgen .... Die Stolzen haben mich
mit Lügen besudelt; ich beobachte von ganzem
Herzen deine Befehle .... Ich vergnüge mich an
deinem Gesetz .... Das Gesetz deines Mundes
ist besser für mich als Tausende von Gold- und
Silberstücken .... Auf ewig, o Herr, steht dein
Wort im Himmel fest .... von einem Geschlecht
zum anderen währt deine Treue .... Wäre dein
Gesetz nicht meine Lust gewesen, so wäre ich
vergangen in meinem Elend .... Ich will deine
Befehle auf ewig nicht vergessen .... Wie habe
ich dein Gesetz so lieb! Ich denke darüber nach
den ganzen Tag .... Von allen schlechten Wegen
habe ich meine Füße abgehalten, um dein Wort
zu befolge .... Wie süß ist deine Rede meinem
Gaumen, mehr als Honig meinem Mund! ... Dein
Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht für
meinen Pfad .... Ich habe geschworen und werde
es halten, dass ich die Verordnungen deiner
Gerechtigkeit bewahren will .... Deine Zeugnisse
sind mein ewiges Erbe; denn sie sind meines
Herzens Wonne. Ich habe mein Herz geneigt,
deine Satzungen auf ewig zu erfüllen. Ich hasse
die Unentschiedenen; aber dein Gesetz habe ich
lieb .... Ich werde mich an deinen Satzungen
stets ergötzen .... Darum liebe ich deine Befehle
mehr als Gold und als feines Gold .... Darum
lobe ich mir alle deine Gebote und hasse jeden
trügerischen Pfad .... Wunderbar sind deine
Zeugnisse; darum bewahrt sie meine Seele ....
Meiner Verfolger und Widersacher sind viele;
dennoch habe ich mich nicht von deinen
Zeugnissen abgewandt .... Ich freue mich über
dein Wort wie einer, der große Beute findet."
All diese Aussagen und viele mehr stehen in
Psalm 119. Sie zeigen uns, wie David das Wort
bewässerte. Paulus sagte, dass derjenige, der
pflanzt und derjenige, der begießt, gleichwertig
sind. Die Saat zu begießen ist genauso
notwendig wie sie zu pflanzen. Gott lässt die
Saat nicht wachsen solange wir sie nicht
begießen.

Gott lässt die Saat wachsen

Und dann sagt Paulus, dass es Gott ist, der das
Wachstum schenkt. Er hat Seine Verheißungen
zu diesem einen Zweck gegeben. Er lässt immer
die Saat wachsen wenn sie in gutem Boden
bewahrt und begossen wird. Das Wachstum
kommt nach dem Begießen.

Jesus sagte auch: "Sie bringt viel Frucht." Die
Saat bringt immer Frucht. Die Intensität allen
heiligen Verlangens wird an dem Grad der
göttlichen Liebe gemessen, die jemand besitzt.
Gottes Verlangen ist daher viel größer als das
unsere, weil Seine Liebe größer ist als die
unsere. Seine Güte ist so groß, dass Seine
Augen beständig "die ganze Erde durchstreifen"
auf der Suche nach Gelegenheiten, diejenigen
zu segnen, deren Herzenshaltung es möglich
macht. Was Gott verheißen hat gehört uns. Die
Gerechtigkeit Gottes verlangt, dass Er die Saat
wachsen lässt wenn sie gepflanzt und begossen
wird. Johannes sagt: "Er ist treu und gerecht."
Das Wort gerecht bedeutet, dass Gott ungerecht
wäre, wenn Er uns vorenthalten würde, was Er
verheißt. Wir haben ein Recht auf das, was Er
uns verheißt. Es ist eine 100%ige Tatsache,
dass Gott jede Saat wachsen lässt wenn sie
gepflanzt und begossen wird. Zu unserer
gegenwärtigen und zukünftigen Freude können
wir das alle beweisen. Gott ist der beste Farmer
im Universum. Er versagt nie!

Gottes Zeitpunkt ist jetzt

Das Werk des "unvergänglichen Samens" ist
übernatürlich weil es Gott allein ist, der die Saat
wachsen lässt. Samen bringen ihre wunderbaren
Ergebnisse oft schon am selben Tag hervor, an
dem sie gepflanzt wurden. Gottes Verheißungen
sind für heute. Sein Zeitpunkt ist immer heute.
"Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so
verstockt eure Herzen nicht!" (Hebräer 4:7)
Wenn du die Annahme von Gottes
Verheißungen hinauszögerst bist du morgen
vielleicht nicht mehr am Leben. Die
Verheißungen Gottes gehören uns heute und zu
irgendeinem anderen Zeitpunkt sind sie uns
nicht mehr sicher. Der einzige Weg, um sich
Gottes verheißener Segnungen sicher zu sein,
ist Seinen Zeitpunkt anzunehmen und wir lesen
in 2. Korinther 6:2 "Seht, jetzt ist die angenehme
Zeit, jetzt ist der Tag des Heils!" Da Jetzt der
Gott angenehme Zeitpunkt ist, sollten auch wir
ihn als unseren Zeitpunkt annehmen. Er fordert
uns auf, Seine Stimme "heute" zu hören und
sagt: "Verstockt nicht eure Herzen" durch
Abwarten. In Markus 11:24 sagt Jesus: "Glaubt
nur, dass ihr es empfangen habt" (wörtlich:
"genommen" habt). Wann? "Jetzt", nämlich wenn
wir beten. Schon bevor die Antwort sich
manifestiert hat sagt der Glaube: "Vater, ich
danke dir, dass du mich erhört hast." Wenn du
nichts sehen oder spüren kannst, sage: "Das ist
die Zeit, um zu vertrauen." Die Ergebnisse
werden sich nicht manifestieren bis wir glauben,
dass unser Gebet erhört worden ist und an
diesem Glauben festhalten. Sage zu Gott: "Du
arbeitest und wirkst jetzt als Reaktion auf meinen
Glauben. Ich baue auf deine Treue." Die
Angelegenheit geht in dem Augenblick aus
unseren Händen in die Hände Gottes über, in
dem wir eine definitive Übergabe der Sache an
Gott vollziehen. Paulus sagte: "Er ist mächtig,
das ihm anvertraute Gut zu verwahren bis auf
jenen Tag." Doch Gott verspricht nicht,
irgendetwas zu verwahren, das Ihm nicht
übergeben worden ist.

Das ist der Weg, der zu gehen ist, um alles zu
empfangen, was Gott uns verheißen hat. Wären
die Gaben Gottes für Seele und Leib
ausschließlich verheißene Geschenke, so
müssten wir darauf warten, dass der
Versprechensgeber Seine Verheißungen einlöst.
Die Verantwortung würde bei Ihm liegen. Doch
alle Segnungen Gottes sind nicht nur verheißene
Gaben, sondern auch angebotene Geschenke
und müssen daher angenommen werden. Die
Verantwortung für ihren Transfer liegt bei uns.
Das entbindet Gott von aller Verantwortung für
jegliches Versagen.
Die Auswirkungen des Bewässerns der Saat

Was war die Auswirkung von Davids Haltung
gegenüber Gottes Wort, von seinem Bewässern
der Saat? Dieser Hirtenjunge wurde durch das
Bewässern des Wortes in ihm weiser als all
seine Lehrer. Seine Haltung gegenüber Gottes
Wort machte ihn zu einem "Mann nach dem
Herzen Gottes". Sie machte ihn zum größten
Psalmisten der Welt. Seine Psalmen haben
Millionen Menschen durch die folgenden
Jahrhunderte hindurch gesegnet. Seine
Bewässerung der Saat machte ihn zu einem
göttlich inspirierten Schreiber. So wie jeder
gepflanzte Samen im Gegenzug mehr Samen
hervorbringt, so wurden Davids Worte in den
Psalmen zu Gottes unvergänglichem Samen, der
über Jahrhunderte hinweg in menschlichen
Herzen weltweit gekeimt ist. Seine Worte haben
den Text für Tausende von Predigten geliefert.

David fand heraus, dass durch Meditation
(Nachsinnen) unsere geistliche Nahrung gekaut
wird und deren Süße schmecken lässt. Es
extrahiert den Nährwert des Wortes in unserem
Herzen und in unserem Leben. Meditation stellt
eine Verdauungskraft dar und verwandelt
Wahrheit in geistliche Nahrung. Es ist das Wort
Gottes, von dem Paulus sagt, dass es in uns all
die göttlichen Veränderungen von Herrlichkeit zu
Herrlichkeit wirkt. David sagte: "Ich bin
einsichtiger als die Alten; denn ich achte auf
deine Befehle." Indem er in seinem Herzen und
in seinem Leben die Befehle des Herrn
beachtete, verstand David schon früh in seinem
Leben mehr als diejenigen, die in früheren Zeiten
gelebt hatten. Er wusste mehr als sie während
ihrer gesamten Lebenszeit durch Erfahrung
gelernt hatten. David, der sein Leben nur als
Hirtenjunge begann, erlangte durch das
Meditieren über und das Praktizieren von
göttlichen Geboten solch eine Weisheit und
Erkenntnis, dass von ihm in 2. Samuel 14:17 als
ein "Engel Gottes" bezeichnet wird. Er war in der
Lage, Richtig und Falsch zu unterscheiden. Im
selben Kapitel wird seine Weisheit mit "der
Weisheit eines Engels" verglichen. Er sagte:
"Dein Wort hat mich belebt." Es hat sein ganzes
Sein in dem Maß belebt, dass Gottes Wort in
ihm erfüllt wurde. Sein Leben war erfüllt von
Lobpreis und Danksagung. Wie viel besser es
doch ist, der Garten des Herrn zu sein als der
des Teufels! Die Möglichkeiten des
"unvergänglichen Samens" sind unendlich.
Nichts kann so förderlich sein wie Gottes Garten
zu sein. Nur Gott kann wissen, wie die ewige
Ernte aussehen wird. Erinnere dich, dass du
durch dein ganzes christliches Leben hindurch
Gottes Feld bist, das bepflanzt werden muss.
Kapitel 13

Warum einige es nicht schaffen, Heilung von
Christus zu empfangen

22 Gründe für das Ausbleiben der Heilung

Es wird durch die ganze Bibel hindurch so klar
offenbart, dass der Himmlische Vater unsere
Heilung will. Warum erlangen dann einige, die
Heilung suchen, diese Heilung nicht? Diese
Frage beschäftigt viele ernsthafte Fragesteller.
Es gibt etliche Antworten auf diese Frage, die
wir kurz erwähnen werden. Durch diese
Antworten ist vielen geholfen worden, denen es
vorher nicht gelungen war, Heilung zu
empfangen. Infolge dessen sind sie auf
herrliche Weise geheilt worden.

1. Unzureichende Anleitung

Der erste Grund, wenn jemand seine Heilung
nicht empfängt, ist Unkenntnis bezüglich der
Heilungskraft des Evangeliums. Paulus sagt
uns, dass der Glaube durch die Verkündigung
des Wortes Gottes kommt. Viele haben Heilung
von Christus erbeten bevor sie genug vom Wort
Gottes gehört oder verstanden haben. Sie
hatten keinen standfesten Glauben. Die
Mitglieder der ersten Gemeinde waren in Bezug
auf die Verkündigung des ganzen Evangeliums
im Einklang. Sie hielten nichts Nutzbringendes
zurück. Paulus verkündete den "ganzen
Ratschluss Gottes."

Wir haben gesehen, dass Gottes Methode, um
Glauben für Heilung zu erzeugen, dieselbe ist
wie die, um Glauben für Errettung zu erzeugen.
Das ist auch die Methode für jede andere
Segnung. Der Bedürftige sollte als erstes aus
dem Wort Gottes lernen wie Gottes Wille in der
betreffenden Angelegenheit aussieht. Die Hand
des Glaubens kann sich nicht ausstrecken und
von Gott nehmen was das Auge des Glaubens
nicht zuerst als Wille Gottes erkannt hat. Jesus
sagte: " Ihr werdet die Wahrheit erkennen und
die Wahrheit wird euch frei machen." Es ist die
Wahrheit des geschriebenen Wortes, die uns
freisetzt. Freiheit ist die bekannt gewordene
Wahrheit, verstanden, angenommen, danach
gehandelt, bewahrt und standhaft mit einer
anwendenden Überzeugung geglaubt.

Paulus sagt uns, dass es das Wort Gottes ist,
das "in den Gläubigen wirkt." Das Wort Gottes
ist die kostbare Saat, der unvergängliche
Samen. Es ist der Samen, der die Kraft hat. Es
versagt nie, sein Werk zu tun. Es muss bekannt
sein und angenommen sowie im "fruchtbaren
Boden" bewahrt werden, dem einzigen Ort, an
dem die gute Saat wachsen kann.

Einige empfangen ihre Heilung nicht weil sie
versuchen, Ergebnisse aus dem Samen, dem
Wort betreffend Heilung, zu erlangen ohne zu
wissen, was dieses Wort ist. Sie versuchen,
Resultate zu bekommen ohne dem Wort seinen
Platz zu geben und ohne die gute Saat im
"fruchtbaren Boden" zu bewahren. Die Saat
kann nicht in uns wirken solange sie nicht in uns
ist weil wir sie kennen und angenommen haben.

Gott sagte: "Ich bin der Herr, der dich heilt" und
hat versprochen, all unsere Krankheiten
wegzunehmen. Doch zuerst sagte Er: "Wenn du
der Stimme des Herrn gehorchen ... und alles
tun wirst." Das bedeutet, eifrig zu sein in Bezug
auf Erkennen, Verstehen und Praktizieren
dessen, was Gott in Seinem Wort über das
Thema Heilung sagt. Wir müssen wissen, was
Gott uns anbietet bevor wir erwarten können, es
von Ihm zu empfangen. Die Kenntnis von Gottes
Willen muss dem Glauben vorausgehen, dass
Gottes Wille geschieht. Sehr viele wissen
heutzutage nicht, dass die vollkommene Heilung
ihres Körpers der völlig offenbarte Wille Gottes
in Seinem geschriebenen Wort, der Bibel, ist.
Das zu wissen ist der einzige ausreichende
Nachweis für die Anwendung von Glauben.

Alle Heilung Suchenden können, wenn sie
geprüft werden, sagen: "Es steht geschrieben."
Dann können sie Gottes Verheißungen vor
Satan zitieren. Das klärt die Frage von Gottes
Willen. Ohne das kann ihr Glaube nicht
standhaft bleiben. Viele Leidende haben
jahrelang erfolglos für Heilung gebetet weil sie
den jeden Glauben vernichtenden Satz "wenn
es dein Wille ist" angefügt haben. Später sind
sie dann durch die Wahrheit von Gottes Wort
geheilt worden, die in diesem Buch enthalten ist
und erläutert wird.

Die Urgemeinde war im Einklang bezüglich der
Lehre dieser Wahrheit. Die Gläubigen erhoben
auch gemeinsam ihre Stimmen zu Gott und
beteten für "Zeichen und Wunder" der Heilung.
Sie beteten "das Gebet des Glaubens" bevor
die Kranken auf die Straßen Jerusalems
hinausgetragen wurden. Es war nicht der
Glaube eines einzelnen Evangelisten, sondern
der Glaube der gesamten Gemeinschaft von
Gläubigen. Das brachte Heilung zu jedermann
in den Straßen Jerusalems nachdem Christus in
den Himmel aufgefahren war
(Apostelgeschichte 5:14-16).

Die Mehrzahl der heutigen Gottesdiener und
Christen sind in Bezug auf das Thema des
Dienstes der Heilung durch ihre Traditionen des
Ultra- Dispensationalismus gebunden. Durch
ihren Mangel an Verständnis des Wortes
beziehen sie Opposition dagegen, wie es in der
Urgemeinde gelehrt, gepredigt und praktiziert
wurde.

Gemeindemitglieder haben im Großen und
Ganzen die Haltung unseres Herrn gegenüber
Krankheit nicht akzeptiert, wie sie in den
Evangelien offenbart wird. Sie können nicht im
Einklang für diese Heilungsresultate beten wie
es die Urgemeinde getan hat. Heutzutage nimmt
Opposition oftmals den Platz vereinten Gebets
ein. Unglaube nimmt den Platz vereinten Gebets
ein. Im Gegensatz zur Urgemeinde nimmt
Lauheit den Platz des vom Geist erfüllten
Lebens ein. Ich will dir folgende Frage stellen:
Da wir alle untereinander Glieder sind, könnte
da nicht der Grund dafür, dass einige
heutzutage keine Heilung empfangen,
größtenteils auf den von Unglauben erfüllten
Teil der Gemeinde selbst zurückzuführen sein?
Ich glaube, dass du dem zustimmen wirst.

Wir hören so oft, dass gesagt wird: "Das
Zeitalter der Wunder ist vorbei." Nimm nur
einmal an, wir würden allgemein glauben, dass
das Zeitalter der Wiedergeburt vorbei ist. Wie
sehr würde das doch das Werk des Dienstes in
diesem Bereich des Evangeliums behindern!
Christliche Arbeiter hätten keinen Erfolg in
Bezug auf die Errettung von Seelen. Sie würden
die Menschen zuerst dazu bringen müssen, die
falsche Tradition aufzugeben und das Wort
Gottes an deren Stelle zu setzen. Nimm
andererseits einmal an, wir wären von
Kindesbeinen an alle über den Heilungsteil des
Evangeliums gelehrt worden. In diesem Fall bin
ich sicher, dass nur sehr wenige
Schwierigkeiten haben würden, Glauben für
Heilung aufzubringen.

Es ist das Wort Gottes, das Glauben für Heilung
erzeugt. Wir hatten die Freude, zu sehen, dass
Hunderte geheilt wurden während sie der
Wahrheit über dieses Thema zuhörten. Andere
sind geheilt worden während sie unsere
gedruckten Anweisungen gelesen haben. Diese
beantworteten ihre Fragen und beseitigten alle
Hindernisse für ihren Glauben.
2. Mangel an vereintem Gebet

Der zweite Grund, weshalb einige ihre Heilung
nicht empfangen ist eine Erweiterung dessen,
was wir bereits gesagt haben. Christus hatte
geplant, Seinen Heilungsdienst während Seiner
Abwesenheit fortzusetzen. Das sollte durch
Seine gesamte Gemeinde geschehen, die Sein
Leib ist, und nicht nur durch ein unbedeutendes
Glied dieses Leibes. Er sagte: "Diese Zeichen
aber werden denen folgen" der Gemeinde,
nicht "ihm", dem Individuum. Christus war
gegangen und hatte Seinen Nachfolger, den
Heiligen Geist, gesandt. Es war nicht der
Glaube eines einsamen oder einzelnen
Evangelisten, sondern der Glaube der vom
Geist erfüllten Gemeinde. Dieser brachte all den
Kranken in den Straßen Jerusalems Heilung.

Heute gibt es einige, die keine öffentlichen
Heilungsgottesdienste mögen. Als Gott es auf
Seine Weise tat heilte Er große
Menschenmengen direkt auf den Straßen. Er
wollte, dass Sein Erbarmen der Welt als ein
Fundament für Glauben bekannt gemacht
wurde. Gott begann Seine Werke in diesem
Zeitalter wie Er sie auch weitergeführt wissen
will durch die gesamte Gemeinde. Jedes
Mitglied sollte vom Heiligen Geist erfüllt werden
und bleiben.

Die größte Anzahl von Bekehrungen wird heute
durch eine Ausgießung des Heiligen Geistes
und eine Gemeinde bewirkt, die im Einklang ist.
Auf diese Weise wurden alle in den Straßen
Jerusalems geheilt.

Die meisten Wirkungen Gottes an Menschen
sowohl in Bezug auf Erlösung als auch auf
Heilung geschehen durch die Ausgießung des
Heiligen Geistes und durch eine vom Geist
erfüllte, in Einheit verbundene und betende
Gemeinde. Seine Methode wird offenbart durch
die Verheißung "Ich werde meinen Geist
ausgießen" und durch die Aussage "Sie waren
alle erfüllt mit dem Geist." Eine vom Geist
erfüllte und betende Gemeinde bringt eine
Atmosphäre hervor, in der es für Gott leicht ist,
zu wirken. Das macht es dem Teufel schwer,
störend einzugreifen. Diese Atmosphäre ist der
Heilige Geist selbst. Er ist mehr als ein Gegner
für den Teufel.

Im Erweckungsgürtel fielen während der
Erweckungen unter Finney und bei anderen
großen Erweckungen Sünder unter der
Überführung um sobald sie an einem der Orte,
an denen Erweckungsversammlungen
stattfanden, aus dem Zug stiegen. Finney
berichtet von einer solchen Einheit im Gebet,
dass jeder Erwachsene mit Ausnahme einer
einzigen Person auf einer vier Kilometer langen
Straße errettet wurde. Die Christen beteten
vereint für diesen einen und er wurde ebenfalls
errettet.

Es stimmt, dass Personen manchmal auch dort
errettet und geheilt werden, wo keine
Erweckung stattfindet. Doch Gottes normaler
Weg ist, dass Sein Volk gemeinsam für eine
Ausgießung des Heiligen Geistes betet. Wir
lesen: "Sie verharrten alle einmütig im Gebet."
So etwas sehen wir heutzutage selten! Einiges
an unserer heutigen Theologie veranlasst viele
Menschen dazu, sich an vergangenen
Segnungen festzuklammern. Sie erleben keine
tägliche Erneuerung der Fülle, die die
ursprünglichen Segnungen begründete. Damals
wurden Christen mit dem Geist erfüllt. Solange
die Gemeinde nicht mit dem Heiligen Geist
erfüllt ist und bleibt ist es unmöglich, dass die
geistliche Atmosphäre in den Versammlungen
so sein wird, wie sie sein muss. Andernfalls
wird Gott limitiert oder behindert. Diese
Atmosphäre wird dadurch hergestellt, dass die
gesamte Gemeinde mit dem Geist erfüllt ist und
alle für das Werk Christi beten. Dann ist die
Kraft Gottes gegenwärtig um so zu heilen, wie
es am Anfang war. Gottes Weg ist, dass die
gesamte Gemeinde mit demselben Heiligen
Geist erfüllt ist und bleibt, der die
Menschenmengen in der Zeit des Neuen
Testaments errettet und geheilt hat.

Die Ergebnisse der Erfüllung göttlicher
Verheißungen sind in jedem Zeitalter dieselben.
Wenn du wissen willst, wie der Geist heute
wirkt, dann lies nach, wie er gewirkt hat als er im
vollen Besitz der Gemeinde war. Die
Apostelgeschichte ist ein Muster, nach dem der
Heilige Geist auch während Seines Zeitalters
wirken will. Alle Mitglieder der Urgemeinde in
Apostelgeschichte Kapitel 4 waren mit dem
Geist erfüllt; alle verharrten im Gebet für
"Zeichen und Wunder" der Heilung. In Jakobus
Kapitel 5 werden alle Christen aufgefordert, für
die Heilung der Kranken zu beten und das
genauso ernsthaft, wie Elia um Regen betete.
Als dies in der Urgemeinde praktiziert wurde
war das "Gebet des Glaubens" durch die
Ältesten nichts weiter als das Aussprechen des
Gebets der gesamten Gemeinde.

Johannes sagt: "Und das ist die Freimütigkeit,
die wir ihm gegenüber haben, dass, wenn wir
seinem Willen gemäß um etwas bitten, er uns
hört." (1. Johannes 5:14) Das wurde durch die
gesamte Gemeinschaft der Christen in
Apostelgeschichte Kapitel 4 unter Beweis
gestellt. Jeder Christ ist heute aufgefordert, vom
Geist erfüllt zu sein, für die Ausgießung des
Geistes zu beten und im Gebet für die Heilung
der Kranken zu verharren. Jeder Priester sollte
seine Priesterschaft ausüben. Das Versäumnis
der Mehrheit, dies heutzutage zu tun,
verunreinigt die Atmosphäre in den
Versammlungen. Es macht es schwerer für die
Kranken, Glauben zu haben und für den
Heiligen Geist ist es dadurch schwerer, zu
wirken.

Das Versäumnis der Christen, im Geist zu leben
und zu wandeln, limitiert den Heiligen Israels.
Unsere Erfüllung mit dem Heiligen Geist ist die
Bedingung für Sein vollkommenes Wirken. Statt
von dieser Atmosphäre umgeben zu sein ist
eine arme, geplagte Frau heute oft von
Opposition aus ihrer eigenen Familie umgeben.
Manchmal erfährt sie Opposition durch ihren
eigenen Pastor und Gemeindegeschwister. Sie
empfängt ihre Heilung nicht weil sie geistig und
körperlich zu schwach ist um den Kampf allein
zu kämpfen. Genau diejenigen, die ihr
Opposition entgegensetzen, sollten diejenigen
sein, die im Glauben für ihre Heilung beten. Wir
sollen alle "einer des anderen Lasten tragen und
dadurch das Gesetz Christi erfüllen." (Galater
6:2)

Die Mitglieder der Urgemeinde erfüllten die
Bedingung, mit dem Geist erfüllt zu sein. Heute
sind es genau diejenigen, die diese
Bedingungen nicht einhalten, die fragen, warum
einige ihre Heilung nicht empfangen. Die
Antwort ist: weil genau diese Zweifler es der
Gemeinde unmöglich machen, im Einklang im
Gebet und Glauben für die Kranken zu sein. Die
Gemeinde ist nicht im Einklang mit Gottes
Programm.

Von zwanzig Bischöfen der Episkopalkirche der
Nationengemeinschaft Australiens wurde ein
bemerkenswertes Dokument unterzeichnet. Es
liefert einen wunderbaren Bericht über die
Heilungswunder, die sich in den Kathedralen
dieser Glaubensgemeinschaft in den
verschiedenen Städten des Landes
manifestierten. In diesem Bericht heißt es:

Der benötigte Glaube ist nicht in erster Linie
individuell, sondern ein gemeinschaftlicher
Glaube, der Glaube des Zuhauses, des
Dienstes und der gesamten Gemeinde. Der
Leib, nicht ein einzelnes Glied davon, muss mit
Christus als seinem Haupt kooperieren wenn
seine kranken Glieder alle geheilt werden sollen.
Die bemerkenswertesten Gruppen nach der
Mission waren Gemeinden, in denen die Welle
der Fürbitte am höchsten war und sich am
weitesten ausgebreitet hatte. ... Die Welt wartet
heute auf eine frische Offenbarung der
Gegenwart und Kraft Gottes im Werk der
Gemeinde und im Leben ihrer Mitglieder. Sie hat
bereits einmal mehr das Wunder göttlicher
Heilung erlebt.

Heute bezieht ein großer Teil der
Gemeindemitglieder aus Unwissenheit
Opposition gegen das, wofür die Urgemeinde im
Gebet verharrte. Sie haben die Haltung unseres
Herrn gegenüber Krankheit nicht akzeptiert. Sie
haben die Bedingungen für die Heilung der
Kranken nicht erfüllt, die Gott erwartet. Es sind
genau diese Menschen, die Gottes Wirken
behindern, die immer auf das Versagen
hinweisen, für das sie selbst am meisten
verantwortlich sind.

Es ist heute nicht ungewöhnlich, dass
diejenigen, die die Werke Christi tun sollten, die
Kranken warnen, sich von Orten fernzuhalten,
wo die Werke Christi getan werden. Wäre es
nicht besser, sie würden die Menschen davor
warnen, dorthin zu gehen, wo Konfirmation,
Taufe, Gemeindemitgliedschaft oder
Reformation an die Stelle der neuen Geburt
gesetzt werden?

3. Gemeinschaftlicher Unglaube

Der dritte Grund, weshalb einige ihre Heilung
von Christus nicht empfangen, ist
gemeinschaftlicher Unglaube. Jesus wirkte
Wunder und heilte alle Kranken. Doch als Er in
Seine Heimatstadt Nazareth kam, wo er
aufgewachsen war, "konnte er dort nicht viele
Wunder tun ... wegen ihres Unglaubens."
(Markus 6:5-6) Denke einmal darüber nach!
Christus höchstpersönlich, unter der vollen
Salbung des Heiligen Geistes, wurde durch
gemeinschaftlichen Unglauben gehindert. Da
das stimmt, ist es da verwunderlich, dass
heutzutage einige in irgendeiner Stadt keine
Heilung empfangen? In Nazareth, wo die
Menschen Christus durch ihren Unglauben zum
Lügner erklärten, erlaubte es Gott nicht, dass
die Gabe der Wunderwirkungen durch Christus
wirkte. Warum sollte Er es heute tun? Paulus
hatte mehr Erfolg mit dem Wirken von Wundern
unter den Heiden als Jesus in Seiner
Heimatstadt (Apostelgeschichte 14).

Was das Thema Heilung betrifft sind die
Menschen heutzutage gelehrt worden, anstelle
des klaren Wortes Gottes an Traditionen zu
glauben. Das hat die ganze Welt in ein
wahrhaftes Nazareth des Unglaubens
verwandelt. Damit meine ich, dass heutzutage
gemeinschaftlicher Unglaube fast die Regel ist.
Diejenigen, die das volle Evangelium predigen
und für die Kranken beten müssen in einem
Nazareth des Unglaubens arbeiten. Wir können
nur so weit kommen wie wir die "Traditionen von
Menschen" hinsichtlich Heilung loswerden
können. Wir müssen die Menschen lehren, was
die Bibel tatsächlich über das Thema lehrt.
Wenn wir das tun, so sage ich kühn, dass Jesus
Christus (nicht wir) größeren Erfolg dabei hatte,
in all den Städten Wunder zu wirken, in denen
wir unsere Erweckungsversammlungen
durchgeführt haben als in Nazareth, Seiner
Heimatstadt. Es soll mich bitte niemand falsch
verstehen. Ich sage nicht, dass wir Erfolg
gehabt haben. Ich spreche über das, was
Christus getan hat. Wann und wo auch immer
Menschen durch unseren Dienst aufgeklärt
worden sind, kennen sie ihr Privileg in Bezug
auf Heilung.

Die Tatsache, dass Christus in Nazareth kein
Wunder tun konnte, beweist nur den Unglauben
der Menschen dort. Wenn die Kranken, wie
einige lehren, ohne ihren Glauben geheilt
werden, warum hat Jesus dann nicht einfach die
Kranken in Nazareth geheilt? Die Bibel gibt uns
die Antwort: "wegen ihres Unglaubens."

Einige Christen erklären heute die Tatsache,
dass einige keine Heilung empfangen, damit,
dass sie die Bereitschaft von Christus in Frage
stellen, alle Kranken zu heilen. Sie sollten dann
aber auch Seine Bereitschaft in Frage stellen,
alle Sünder zu erretten, um die Tatsache zu
erklären, dass so viele in den Gemeinden nicht
erlöst sind.
Bei einer Gelegenheit berührte nur eine einzige
Frau innerhalb einer großen Menschenmenge
Jesus mit Glauben für Heilung. Später taten
ganze Menschenmengen dasselbe. Es ist eine
Frage der Aufklärung und des Glaubens.

Die neun Jünger waren nicht in der Lage
gewesen, den epileptischen Jungen zu heilen,
der in den Evangelien erwähnt wird. Ein
Theologe der damaligen Zeit hätte sich, wenn er
wie so viele Theologen unserer Zeit gewesen
wäre, an diesem Versagen festgebissen. Er
hätte gesagt: "Damit haben wir den Beweis
dafür, dass es nicht immer Gottes Wille ist, zu
heilen." Doch der Vater wollte, dass der Junge
geheilt wurde. Der Junge selbst wollte geheilt
werden. Die Jünger, göttlich beauftragt
Dämonen auszutreiben und die Kranken zu
heilen, wollten dass er geheilt wurde. Unter
ähnlichen Umständen würde angesichts solchen
Versagens heute jemand sagen: "Es ist nicht
Gottes Wille, dass so jemand geheilt wird." Sie
würden aus dem Versagen eine Theologie
machen. Doch Jesus kam vom Berg herab und
befreite den Jungen. Das beweist, dass es
Gottes Wille ist, zu heilen, selbst wenn Seine
bevollmächtigten Repräsentanten es nicht
geschafft haben sollten, zu heilen. Warum
machen wir nicht daraus eine Theologie?

Als der Vater des Jungen zu Jesus sagte:
"Wenn du etwas tun kannst" weigerte sich
Jesus, die Verantwortung für jedwedes
Versagen zu übernehmen. Er sagte: "Wenn du
nur glauben kannst ..." Da rief der Vater aus:
"Herr, ich glaube. Hilf meinem Unglauben."
Natürlich erhielt er die Hilfe, um die er gebeten
hatte. Er hatte Erfolg wo die Apostel versagt
hatten. Christus befreite den Jungen.

Tatsache ist, dass wir im Heilungsdienst
genötigt sind, gegen fast universellen
Unglauben zu arbeiten. Diejenigen, die nur den
Teil des Evangeliums predigen, bei dem es um
die Errettung der Seele geht, arbeiten inmitten
der fast universellen Akzeptanz dieser Lehre.
Doch Gott schenkt Beweise göttlicher Heilung,
die genauso leuchtend und überzeugend sind
wie die Beweise der Erretung. Das geschieht mit
nicht einmal annähernd so viel Lehre um
Glauben hervorzubringen. Wenn ich über den
Mangel an Lehre über göttliche Heilung und den
ungeistlichen Zustand der Gemeinden
nachdenke bin ich nicht überrascht über den
Mangel an Glauben aufgrund ihrer generellen
Haltung gegenüber diesem Teil vergessener
Orthodoxie. Statt mich zu wundern, warum
einige nicht geheilt werden, wundere ich mich
über den Erfolg, den Gott jenen schenkt, die für
die Kranken beten. Ich habe erlebt, dass viele
Taubstumme geheilt wurden als kaum jemand
im Publikum die Heilung erwartete.

Tausende bezeugen nun, dass sie göttlich
geheilt wurden und in gesundheitlich gutem
Zustand sind. Der allgemeine Durchschnitt
bekennender Christen in jedweder Gemeinde ist
nicht immer geistlich gesund. Würde nicht die
körperliche Gesundheit derer, die bezeugen,
dass sie göttlich geheilt worden sind, im
Vergleich mit der geistlichen Gesundheit derer,
die dem Evangelium für Heilung widersprechen,
besser abschneiden? Ist der durchschnittliche
bekennende Christ ein besserer Beweis für die
Lehre der Erlösung als diejenigen, die göttlich
geheilt wurden, es für die Lehre göttlicher
Heilung sind? Er sollte es sein, weil er diesen
Teil des Wortes Gottes sein Leben lang gehört
hat. Die Mehrheit derer, die geheilt werden
wenn wir für sie beten, hat die klare Lehre des
Wortes Gottes über göttliche Heilung erst
wenige Tage gehört. Es gibt heute viele, die
göttlich geheilt wurden obwohl sie von Geburt
an taubstumm waren. Sie können körperlich
besser hören als das durchschnittliche
Gemeindemitglied geistlich hören kann. Ich
habe viele gesehen, die vor dem Heilungsgebet
keinen Schritt laufen konnten und die heute
körperlich besser laufen als der
durchschnittliche Christ geistlich läuft. Der
durchschnittliche Christ hat sein ganzes Leben
lang das Wort Gottes gehört, das die Heilung
der Seele lehrt, während diese anderen nur ein
paar Mal das Wort Gottes gehört haben, das die
Heilung des Körpers lehrt.

Sind alle, die getauft worden sind, von all ihren
Sünden rein gewaschen worden? Nein, sondern
nur diejenigen, die Glauben haben. Was
Wasser in der Verordnung der christlichen
Taufe ist, ist Öl in der Verordnung der Salbung
der Kranken für Heilung.

Stelle dir vor, jemand würde zu mir sagen:
"Soundso ist mit Öl gesalbt, aber nicht geheilt
worden." Ich würde antworten: "Soundso ist
getauft, aber nicht errettet worden und wurde
nicht von der Krankheit der Sünde geheilt."
Wenn jemand zu mir sagen würde: "Ich kenne
einen Mann, den du mit Öl gesalbt hast, dessen
Körper aber nicht geheilt worden ist", dann
würde ich zu ihm sagen: "Ich kenne einen
Mann, den du in Wasser getauft hast, dessen
Seele aber nicht geheilt worden ist." Tausende,
die getauft worden sind, sind nie von neuem
geboren worden. Das ist unendlich viel
schlimmer als wenn ein Christ seine körperliche
Heilung nicht empfängt.

Einige sagen: "Wenn Soundso geheilt werden
sollte, dann glaube ich an göttliche Heilung."
Warum nicht konsequent sein? Sage: "Wenn
Soundso errettet werden sollte, dann glaube ich
an Erlösung." Das ist dasselbe als würde man
sagen: "Ich glaube lieber Soundsos Erfahrung
als Gott, der Bibel und der Erfahrung all der
anderen Tausende, die errettet und geheilt
worden sind." Warum sagst du nicht, nachdem
Gott Tausende von all ihren Leiden geheilt hat,
zu Ihm: "Ich glaube erst wenn du noch einen
weiteren geheilt hast."

Würdest du die Lehre der Erlösung ablehnen
weil einige Gemeindemitglieder nicht erlöst sind
während Tausende andere erlöst sind? Ich habe
einmal einen Diener Gottes über das Werk
eines anderen Evangelisten sagen hören:
"Soundso ist mit Öl gesalbt worden und man hat
für ihn gebetet, doch er ist gestorben, ohne
geheilt zu werden." Doch genau derselbe Diener
Gottes hat Soundso getauft und in die
Gemeinde eingegliedert und dadurch vor der
Welt proklamiert, dass seine Seele von der
Krankheit der Sünde geheilt worden ist. Doch
der Mann ist ohne die neue Geburt gestorben
und seine Seele war verloren. Das ist unendlich
viel schlimmer als wenn ein kranker Christ nicht
geheilt wird, stirbt und in der Herrlichkeit
erwacht.

Nimm einmal an, das Zeugnis derjenigen unter
uns, die sagen, dass sie geheilt worden sind,
würde abgelehnt weil sich nach sorgfältiger
Untersuchung durch einen medizinischen
Experten zeigen würde, dass wir körperlich nicht
vollkommen sind. Wenn wir konsequent sein
wollten müssten wir dann auch einen geistlichen
Experten mit einem geistlichen
Unterscheidungsvermögen wie es der Apostel
Paulus hatte diejenigen in der modernen
Gemeinde untersuchen lassen, die dem
Evangelium der Heilung widersprechen. Er
müsste das Zeugnis all jener unter ihnen
ablehnen, die geistlich nicht an den Standard
der Bibel für eine gesunde Seele heranreichen.

Nachdem ich Zeuge der wunderbaren Heilung
Tausender geworden bin, bin ich davon
überzeugt, dass die Beweise für Heilung
genauso leuchtend und überzeugend sind wie
die Beweise der Errettung. Doch ich begründe
keine Lehre auf diesen Gebetserhörungen. Ich
für mein Teil werde das volle Evangelium auch
dann predigen wenn ich mein Leben lang nie
wieder erleben sollte, dass auch nur ein weiterer
Mensch errettet oder geheilt wird. Ich bin
entschlossen, meine Lehren auf dem
unveränderlichen Wort Gottes zu begründen
und nicht auf Phänomenen oder menschlichen
Erfahrungen.

Kein Mann Gottes kann Ergebnisse erzielen
solange er nicht durch das Predigen des Wortes
Gottes Glauben für das erzeugen kann, was das
Wort anbietet. 60.000 Gemeinden in den
Vereinigten Staaten berichten von keiner
einzigen Bekehrung innerhalb des letzten
Jahres. Doch ich werde diese Tatsache
dennoch nicht als einen Grund dafür anführen,
die Lehre der Erlösung order irgendeinen
anderen Teil des Evangeliums zu bekämpfen.

Einige sagen: "Wir glauben an Heilung, doch wir
glauben nicht, dass man sie zur Schau stellen
sollte. Ich habe bemerkt, dass einige, die sich
nicht mit denjenigen freuen können, die
erfolgreich göttliche Heilung von Christus
empfangen haben, schnell ein Versagen zur
Schau stellen. Sie sprechen nicht über die
Erfolge. Für mich ist es ein Rätsel, wie irgendein
Christ sich nicht freuen kann, wenn eine arme,
geplagte Person von Christus geheilt wurde. Ich
freue mich nicht nur, wenn ein Leidender von
Christus geheilt wurde, sondern ich bin auch
froh, Gottes Erbarmen vor der Welt zur Schau
zu stellen. "Macht Seine Werke bekannt unter
den Völkern" ist Gottes Gebot. Jesus trug dem
Besessenen, aus dem er den Dämon
ausgetrieben hatte, auf, zurück in seine
Gemeinschaft zu gehen und dort zu erzählen,
welche große Gnade Christus ihm erwiesen
hatte. Die Bibel berichtet uns, dass er im
ganzen Gebiet der Zehn Städte dieses
Erbarmen Christi verkündete. Im nächsten
Kapitel lesen wir von großen Menschenmengen,
die im Gebiet der Zehn Städte von Christus
geheilt wurden. Die Menschenmengen
verherrlichten den Gott Israels.

4. Die Traditionen von Menschen

Der Heilungsteil des Evangeliums wird durch die
Traditionen gehindert und sogar nichtig
gemacht. Jesus sagte zu den jüdischen Lehrern
Seiner Zeit: "Warum übertretet ihr auch die
Gebote Gottes durch eure Tradition?" Heute
haben die meisten Prediger Schlimmeres getan.
Sie haben einen Teil des Evangeliums durch
ihre Traditionen nichtig gemacht.

Eine Tradition ist, dass Gott der Urheber von
Krankheit ist und das Leiden einiger Seiner
Anbeter will. Es ist mir ein Rätsel, wie
irgendjemand angesichts der Bibel und des
Dienstes von Christus diese Ansicht vertreten
kann. Drei Jahre lang heilte Jesus alle, die vom
Teufel überwältigt waren oder zumindest alle,
die zu Ihm kamen und um Heilung baten.

Wenn Krankheit der Wille Gottes für Seine
Anbeter ist, dann ist jeder Arzt ein
Gesetzesbrecher, jede ausgebildete
Krankenschwester widersetzt sich dem
Allmächtigen und jedes Krankenhaus ist ein Ort
der Rebellion und kein Ort der Gnade. Wenn
Gott möchte, dass jemand krank ist, dann ist es
für denjenigen eine Sünde, auch nur gesund
werden zu wollen, weil wir den Willen Gottes
lieben sollen, wie immer er auch aussieht.

Eine andere Tradition, die dafür verantwortlich
ist, dass Tausende nach Jahren körperlicher
Qual einen verfrühten Tod sterben, ist die
Lehre, dass wir Gott mehr dadurch verherrlichen
können, dass wir krank bleiben und uns in
Geduld üben als dadurch, dass wir göttlich
geheilt werden. Oft kniet ein ehrlicher aber
unaufgeklärter Diener Gottes neben dem Bett
eines Leidenden mit Arthritis, Krebs oder
irgendeiner anderen gefährlichen Krankheit. Er
betet: "Herr, da es dir in deiner liebenden
Vorsehung gefallen hat, deine züchtigende
Hand auf unsere liebe Schwester zu legen, so
schenke ihr doch die Stärke und Geduld, diese
Leiden zu ertragen." Das tut er statt der klaren
Anweisung zu gehorchen, die Kranken in der
Gemeinde zu salben und gemäß Jakobus 5:14-
15 das Gebet des Glaubens für ihre Heilung zu
beten. John Wesley sagte, diese Methode sei
die einzige Vorgehensweise der Heilung in der
Gemeinde gewesen bis sie durch Unglauben
verloren ging.

Viele sind gelehrt worden, dass man Gott mehr
dadurch verherrlichen kann, dass man krank
bleibt als dadurch, dass man geheilt wird. Wenn
das stimmt, dann hat Jesus nicht gezögert,
Seinem Vater soviel Herrlichkeit zu rauben wie
möglich. Er heilte während Seines irdischen
Dienstes jeden, der Ihn um Hilfe anrief. Sein
Nachfolger, der Heilige Geist, wurde auf die
Erde gesandt um das zu erweitern, was Christus
zu tun und zu lehren begonnen hatte. Er zögerte
nicht, Gott all der Herrlichkeit zu berauben
indem Er jeden in den Straßen Jerusalems
heilte (Apostelgeschichte 5:15-16). Paulus
zögerte nicht, Gott aller Herrlichkeit zu
berauben, indem er all die anderen Kranken auf
der Insel Malta heilte.

Die am meisten verbreitete und
fadenscheinigste Tradition ist die abgenutzte
Aussage: "Das Zeitalter der Wunder ist vorbei."
Von allen heutigen Traditionen der Ältesten oder
Gottesdiener ist dies die dümmste, unlogischste
und unbiblischste die ich kenne. Der Heilige
Geist, in dessen "Amtsperiode" wir heute leben,
ist Gottes einziger Wunderwirker, der einzige
Verwalter des Willens des Vaters. Er ist
derjenige, der all die kranken Massen von
Menschen heilte, die in den Tagen Seines
Fleisches zu Jesus kamen und von Ihm Heilung
erbaten. Alle Wunder, die bis zum Pfingsttag
jemals gewirkt wurden, wurden durch den Geist,
den Wunderwirker, gewirkt. Das geschah bevor
er offiziell in Seine eigene "Amtsperiode"
eingetreten war.

Das Zeitalter in dem wir leben war von unserem
himmlischen Vater dazu ausersehen, das am
meisten von Wundern geprägte aller Zeitalter zu
sein. Es ist das Zeitalter des Wunderwirkers,
das Zeitalter des Heiligen Geistes. Während
dieses Zeitalters lautet die große Verheißung,
dass Gott den Heiligen Geist, den
Wunderwirker, auf alles Fleisch ausgießen wird.
Das ist das einzige Zeitalter, in dem der
Wunderwirker sich in uns verkörpert. Das ist das
einzige Zeitalter, in dem die neun Geistesgaben
einschließlich der Gabe des Glaubens, der
Heilungen und der Wunderwirkungen nach dem
Willen und der Wahl des Heiligen Geistes an
alle Menschen verteilt werden sollten. Jesus
erklärte, dass die Werke, die Er getan hatte,
fortgeführt werden würden und dass durch den
Heiligen Geist, den Wunderwirker, sogar
"größere Werke" geschehen würden. Das war
nachdem er während der Erhöhung Christi in
sein Amt eintrat. Dies ist das Zeitalter des
Geistes.
Wie absurd und lächerlich es doch für jeden
Bibellehrer ist, ausgerechnet dieses, das
Zeitalter des Wunderwirkers, als das einzige
Zeitalter herauszupicken, in dem keine Wunder
geschehen sollen! Wie absurd, wenn so jemand
lehrt, dass der Heilige Geist in jedem Zeitalter
Wunder gewirkt hat außer in Seinem eigenen
Zeitalter! Dieses ist ein "besseres" Zeitalter mit
einem "besseren" Hohenpriester, einem
"besseren Bund", mit "besseren Verheißungen"
alles ist "besser" als in jedem vorhergehenden
Zeitalter.

Einige reden als wäre das gegenwärtige
Zeitalter nicht das Zeitalter des Heiligen
Geistes. Es gibt nur ein Zeitalter des Heiligen
Geistes und es liegt zwischen dem ersten und
zweiten Kommen unseres Herrn. Es ist wahr:
wir leben innerhalb dieses Zeitalters des
Geistes in der lauwarmen Periode der
Gemeinde von Laodizea. Zu Beginn des
Zeitalters befand sich die Gemeinde in ihrer vom
Geist erfüllten Periode und nun befinden wir uns
in der lauwarmen Periode desselben Zeitalters.
Aber ich für mein Teil (und dank sei Gott gibt es
noch viele andere wie mich) werde sowohl
meine Verkündigung als auch meine Praxis auf
die Verkündigung und Praxis der Gemeinde in
ihrer vom Geist erfüllten Periode gründen. Das
ist besser als auf der Basis der Verkündigung
und Praxis der Gemeinde in ihrer lauwarmen
Periode zu operieren. Ich arbeite lieber daran,
die wahre Gemeinde auf den biblischen
Standard des ersten Jahrhunderts anzuheben
als zu versuchen, die Bibel an den lauwarmen
Standard des 20. Jahrhunderts anzupassen. In
vorhergehenden Kapiteln haben wir gesehen,
dass Gott in jedem Jahrhundert seit
Fertigstellung der Bibel Wunder gewirkt hat, bis
hin in unsere Tage. Diese abgenutzte Tradition,
die wir hier betrachten, wird von den Fakten der
Geschichte vollkommen beiseite gewischt.

Eine andere Tradition ist, dass es nicht Gottes
Wille ist, alle zu heilen. In vorhergehenden
Kapiteln haben wir diesen Einwand schon aus
jeder erdenklichen Perspektive beantwortet.
Wenn es Gottes Wille wäre, nur einige der
Heilungsbedürftigen zu heilen, dann hätte
niemand je irgendeine Basis für Glauben, es sei
denn, er hätte eine spezielle Offenbarung
darüber bekommen, dass er einer der
Begünstigten ist. Wenn Gottes
Heilungsverheißung nicht für alle gelten würde,
dann kann kein Mensch den Willen Gottes für
sich sicher aus der Bibel entnehmen. Sollen wir
solche Lehrer so verstehen, dass wir unsere
Bibeln schließen und unsere Offenbarung direkt
vom Geist bekommen sollen bevor wir für die
Kranken beten können? Kann der Wille Gottes
in dieser Angelegenheit nicht sicher aus der
Bibel entnommen werden? Das würde praktisch
bedeuten, zu lehren, dass die gesamte göttliche
Aktivität in punkto Heilung von direkten
Offenbarungen des Geistes dirigiert werden
müsste statt von der Bibel.

Wieder andere werden daran gehindert, Heilung
zu empfangen, weil sie gelehrt worden sind,
ihren Gebeten den jeden Glauben
vernichtenden Zusatz "Wenn es dein Wille ist"
anzufügen. Im ganzen Neuen Testament gibt es
nur einen einzigen Fall, in dem jemand auf diese
Weise um Heilung gebeten hat. Dies ist der Fall
des Aussätzigen, der gesagt hat: "Wenn du
willst, kannst du mich heilen." Dieser Mann hätte
nicht anders beten können weil er noch nicht
über den Willen Gottes in dieser Angelegenheit
informiert war. Jesus heilte diesen Aussätzigen
nicht bevor Er seinem Glauben die Tatsache
angefügt hatte, dass Er ihn heilen konnte und
dann den Glauben, dass Er ihn heilen würde.
Das "Ich will" von Jesus machte das "Wenn"
des Aussätzigen nichtig. Es ist unmöglich,
jemals im Glauben zu beten solange das
"Wenn" nicht aus dem Gebet entfernt wurde.
Echten Glauben zu haben bedeutet,
vollkommen davon überzeugt zu sein, dass Gott
tun wird was Er zu tun versprochen hat.
Niemand ist jemals "vollkommen überzeugt"
wenn er seinem Gebet den Zusatz "Wenn es
dein Wille ist" anfügt. Da Gott Seinen Willen in
dieser Angelegenheit durch Seine
Verheißungen offenbart hat, ist beim Gebet um
Heilung der Zusatz "Wenn es dein Wille ist"
dasselbe als würde man sagen "Wenn es dein
Wille ist, dein Versprechen zu halten."

Eine weitere unbiblische Prämisse, die
Tausende von Leidenden in ein verfrühtes Grab
geschickt und Unzählige andere vom Empfang
ihrer Heilung abgehalten hat ist die moderne
Lehre, dass Paulus' Pfahl im Fleisch irgendeine
Art von körperlichem Leiden war. Die
Unrichtigkeit dieser Position wird im folgenden
Kapitel behandelt.

Der Ausdruck "Pfahl im Fleisch" wird nicht
einmal im Alten oder Neuen Testament
verwendet außer als Illustration. Das Bild des
"Pfahls oder Dorns im Fleisch" wird an keiner
Stelle der Bibel als Symbol für Krankheit
gebraucht. Jedes Mal, wenn der Begriff in der
Bibel verwendet wird, wird extra genau
ausgeführt, was der "Pfahl oder Dorn im
Fleisch" war. Beispielsweise sprach Mose in 4.
Mose 33:55 zum Volk Israel, bevor es in das
Land Kanaan einzog. Er sagte: "Werdet ihr aber
die Einwohner des Landes nicht vor eurem
Angesicht vertreiben, so sollen euch die, welche
ihr übrig bleiben lasst, zu Dornen werden in
euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten,
und sie sollen euch befehden in dem Land,
darin ihr wohnt."

Hier sagt die Bibel selbst uns deutlich, was die
"Dornen" in den Augen und die "Stacheln" in
den Seiten der Israeliten waren. Es waren die
Einwohner Kanaans, welche sie verschont
hatten, keine Augenprobleme oder Krankheiten.
Gott gebrauchte dies lediglich als eine
Illustration um aufzuzeigen, dass die Kanaaniter
genauso störend sein würden wie ein Dorn im
Fleisch wenn Israel ihnen erlauben würde, in
dem Land zu bleiben und sie würden für das
Volk ein ständiges Ärgernis sein. An allen
anderen Stellen in der Bibel, wo dieser Begriff
benutzt wird, sind die Dornen Persönlichkeiten.

In jeder der anderen Begebenheiten führt die
Bibel definitiv aus, was der Pfahl oder Dorn war.
In diesem speziellen Fall sagt Paulus ganz
ausdrücklich, was sein Pfahl war. Er sagte, dass
es "ein Botschafter (griech.: angelos) Satans"
war oder, wie es von anderen übersetzt wird
"der Engel des Teufels", "Satans Engel" etc.

Das griechische Wort angelos erscheint 188 Mal
in der Bibel. Es wird 181 Mal mit "Engel"
übersetzt und die anderen sieben Male mit
"Botschafter" In jedem der 188 Fälle, wo dieses
Wort in der Bibel benutzt wird, steht es für eine
Person und nicht für eine Sache. Ein Engel oder
ein Botschafter ist immer eine Person, die von
einer Person zu einer anderen geschickt wird,
nie eine Krankheit.

Paulus sagt uns nicht nur, dass sein Pfahl ein
Engel oder Botschafter Satans war, sondern er
sagt uns auch mit welcher Absicht dieser
Botschafter kam. Er sagte, dass er gesandt war
um "mich zu schlagen", auf dieselbe Art und
Weise wie die Wellen gegen das Schiff
schlugen und die Soldaten Christus schlugen.
Weymouth übersetzt diesen Abschnitt
folgendermaßen: Satans Engel, der mir Schlag
auf Schlag versetzt." Schlagen bedeutet,
jemandem wiederholte Schläge zu verpassen.
Wenn Paulus' Schläge einfach nur körperlicher
Art gewesen wäre, hätte es sich um eine
Aufeinanderfolge von Krankheiten handeln
müssen oder um das wiederholte Auftauchen
ein und derselben Krankheit. Andernfalls hätte
er es nicht Schlagen genannt.

In Bezug auf diesen Botschafter oder Engel
verwendet Rotherhams Übersetzung das
Personalpronomen "Er". Weymouth's
Übersetzung sagt: "Was das betrifft habe ich
den Herrn dreimal gebeten, mich von ihm zu
befreien." Diese beiden Pronomen und auch
das Wort "Engel" oder "Botschafter" beweisen,
was Paulus' Dorn war. Er selbst zeigt uns
deutlich, dass es eine satanische Persönlichkeit
war, keine Krankheit. Paulus hätte nicht die
Personalpronomen er und ihm gebraucht wenn
er von einer Krankheit gesprochen hätte, weil
eine Krankheit keine Persönlichkeit hat. Paulus
zählt fast jede Art von Problem auf, die man sich
als seine Schläge vorstellen kann, doch
Krankheit befindet sich nicht auf der Liste.

Jesus offenbarte uns den unveränderlichen
Willen Gottes durch das, was Er tat. Er heilte
jede kranke Person, die Ihn jemals um Heilung
bat, doch Er versprach nicht, die Schläge oder
Verfolgung wegzunehmen. Paulus war der
produktivste Lehrer über das Thema göttliche
Heilung in der Bibel.

Eine weitere Tradition, die den Dienst der
Heilung behindert hat, ist die Lehre dass Jesus
die Kranken als der Sohn Gottes heilte, nicht als
der Menschensohn. Solche Lehrer glauben,
weil wir nicht Christus sind, könnten wir solche
Werke heute nicht erwarten. Die Bibel lehrt uns,
dass Jesus, der Sohn Gottes, Sich selbst
entäußerte und Seinen Brüdern in allen Dingen
gleich wurde, nur ohne Sünde. Er spricht von
Sich selbst über 80 Mal als "der Sohn des
Menschen." Als der Sohn des Menschen sagte
Er: "Aus mir selbst heraus kann ich nichts tun."
Das galt ganz sicher nicht für Ihn bevor Er der
Sohn des Menschen wurde. Alle Dinge wurden
durch Ihn und für Ihn gemacht. Wir haben
bereits gesehen das Jesus Seine Werke in
Abhängigkeit vom Geist tat. Er begann bis zu
dem Tag an dem Er emporgehoben wurde
sowohl zu tun als auch zu lehren was Er selbst
in Johannes 14:12 verheißen hatte. Diese Dinge
würde Er nach Seiner Verherrlichung in
Beantwortung der Gebete der Gemeinde
fortführen und erweitern. Die Worte selbst aus
Apostelgeschichte 1:1 lauten "Jesus begann
sowohl zu tun als auch zu lehren" und
beweisen, dass das, was der Herr sowohl zu tun
als auch zu lehren "begann" vom Heiligen Geist
durch die Gemeinde weitergeführt werden sollte.

5. Das Brechen der Naturgesetze

Das Versagen einiger, Heilung zu empfangen,
ist auf das Brechen von Naturgesetzen
zurückzuführen. Wir wollen uns erinnern, dass
Naturgesetze Gottes Gesetze sind und damit
genauso göttlich wie Seine Wunder. Natur ist
Gott in Aktion, allerdings nicht auf Wunder
wirkende Weise. Aufgrund ihrer Unkenntnis von
Naturgesetzen versorgen einige Menschen
ihren Körper nicht mit der erforderlichen
Ernährung oder essen zu viel und bitten dann
Gott, sie von Magenproblemen zu heilen.
Dadurch verhindern sie die Antwort auf ihre
Gebete. Nachdem Gott sich selbst als Jehovah
Rapha, unser Heiler, offenbart hatte, verhängte
Er die Bedingung, dass das Volk Seine
Gesundheitsgesetze befolgen musste.
Manchmal brauchen Leidende, denen es an
Erkenntnis in Bezug auf Ernährung und andere
einfache Erfordernisse fehlt, den Rat von einer
qualifizierten Person bezüglich dieser Dinge.
6. Unglaube eines Ältesten oder Dieners Gottes,
der betet

Einige werden nicht geheilt aufgrund von
Unglauben auf Seiten des Ältesten oder Dieners
Gottes, der für sie betet. Die Jünger Christi
konnten, obwohl sie göttlich beauftragt waren,
Dämonen auszutreiben und die Kranken zu
heilen, den epileptischen Jungen nicht befreien.
Als Jesus vom Berg herabkam befreite Er den
Jungen und tadelte die Jünger wegen ihres
Unglaubens.

7. Ein böser Geist muss ausgetrieben werden

Einige werden nicht geheilt weil ihr Leiden das
Werk eines bösen Geistes ist, der ausgetrieben
werden muss. Jesus heilte nicht die epileptische
Krankheit, sondern trieb den epileptischen Geist
aus. Er trieb auch den tauben und stummen
Geist und blinde Geister aus. Er sagte von
denen, die glauben: "In meinem Namen werden
sie Dämonen austreiben." Oftmals haben wir
schon erlebt, dass Menschen augenblicklich
befreit wurden wenn wir den plagenden Geist
zurechtwiesen. Wir sprachen repräsentativ im
Namen Christi oder in Seiner Autorität.

8. Sünde der kranken Person

Einige empfangen keine Heilung weil sie Sünde
in ihrem Herzen haben. Sie sollten mit David zu
sagen lernen: "Wenn ich Sünde in meinem
Herzen haben sollte, wird der Herr mich nicht
hören." Gott hat nicht versprochen, die Werke
des Teufels im Körper zu zerstören während wir
an den Werken des Teufels in der Seele
festhalten. Nicht bekannte Sünde hindert
Menschen, Gottes Gnade zu empfangen. Sein
Wort sagt uns: Wer seine Sünde bedeckt wird
nicht gedeihen; doch wer seine Sünde bekennt
und sich von ihr abwendet wird Gnade
empfangen."

9. Der lauwarme Zustand der Gemeinde

In dieser Periode der Laodizea- Gemeinde ist
der lauwarme Zustand das größte Hindernis für
Heilung. Nachdem Christus verherrlicht worden
war sandte Er die Botschaft herab: "Ich
wünschte, du wärest kalt oder heiß. Weil du
aber lauwarm bist und weder kalt noch heiß,
werde ich dich ausspeien aus meinem Mund."

Das Beste für uns ist, glühend heiß für Gott zu
sein. Das Zweitbeste ist, kalt zu sein. Doch es
ist fatal, lauwarm zu sein, denn der Herr hat
gesagt, dass Er die Lauwarmen ausspeien wird.

Lauwarm zu sein ist eine viel schlimmere
Krankheit als Krebs. Darum will Gott den
lauwarmen Zustand zuerst heilen. Er hat
versprochen, unsere Abtrünnigkeit zu heilen und
wartet nur darauf, unsere Herzen mit Seiner
Liebe zu überfluten. Gott sagt von dem
Menschen, dessen Herz voller heißer Liebe zu
Ihm ist: "Weil er seine Liebe auf mich gerichtet
hat werde ich ihn befreien." Gott mit Freude
und fröhlichem Herzen zu dienen war die
Bedingung für Heilung zu Zeiten des Alten
Testaments. Ganz sicher ist der Standard in
dieser Zeit der Gnade nicht gesenkt worden!

10. Unwilligkeit, sich Gott zu unterwerfen

Einige empfangen keine Heilung weil Krankheit
und Leiden das natürliche Resultat eines
Herzens sind, das nicht bereit ist, Gott ins
Zentrum Seines Willens zu folgen. Wenn ein
Mensch seinen Willen seinem liebenden Vater
unterwirft folgt Heilung. Es ist Gottes Wille, dass
wir das Vergnügen lernen, Ihm zu dienen und
Sein göttliches Programm für unser Leben
auszuleben. Es ist unmöglich, das "Gebet des
Glaubens" für diejenigen zu beten, die nicht
bereit sind, in das herrliche Zentrum von Gottes
Willen geführt zu werden.

11. Ein nicht zur Vergebung bereiter Geist

Ein nicht zur Vergebung bereiter Geist oder das
Nähren von Groll hindert einige daran, die
Heilung des Herrn zu empfangen. Jesus sagte:
"Wenn ihr den Menschen ihre Sünden nicht
vergebt, so wird euer Vater im Himmel euch
eure Sünden auch nicht vergeben." Das erste,
was wir brauchen und das erste, was Gott uns
schenken möchte, ist die Vergebung unserer
Sünden, doch Gott kann uns nicht vergeben
wenn wir anderen nicht vergeben. Und wenn Er
uns nicht vergeben kann, dann kann Er uns
auch ganz gewiss nicht heilen. Oft haben wir
die Leidenden schon augenblicklich Heilung
empfangen sehen nachdem sie bereit waren,
denen zu vergeben, die ihnen Unrecht getan
hatten.

12. Die Notwendigkeit, Vergebung zu erbitten

Unrecht, das nicht in Ordnung gebracht worden
ist, hindert den Glauben einiger, so dass sie
keine Heilung empfangen. Diejenigen, die ihrem
Nächsten in irgendeiner Form Unrecht getan
haben, müssen ihn um Vergebung bitten. Wir
kennen viele, die entsetzlich geplagt waren und
geheilt wurden sobald das geschehen war.

13. Mangel an Eifer

Einige haben keinen Eifer wenn sie Heilung von
Gott empfangen wollen. Gott belohnt diejenigen,
die Ihn eifrig suchen. Wir kennen Leidende, die
ein Dutzend oder mehr Operationen ohne jedes
positive Heilungsversprechen über sich ergehen
ließen. Doch wenn wir Gott um Heilung bitten,
welche Er ja positiv zu schenken verspricht,
bringen manche nicht einmal einen Bruchteil
des Eifers auf, den einige zeigen, die Hilfe von
Menschen erwarten.

14. Das Streben nach Wundern und nicht nach
Heilung

Aufgrund unsachgemäßer Anleitung werden
einige nicht geheilt weil sie Gott auf Wunder
beschränken wollen. Wenn sie nicht
augenblicklich gesund und stark werden, werfen
diese Leute ihre Zuversicht fort.

Gott differenziert zwischen einem Wunder und
einer Heilung. Wenn jeder kranke Mensch
augenblicklich gesund und stark werden würde,
würde es gar keine Heilung geben. Es wären
ausschließlich Wunder. Bei der Aufzählung der
Geistesgaben spricht Paulus von Gaben der
Heilungen und auch von Gaben der
Wunderwirkungen. Christus konnte in Nazareth
aufgrund des Unglaubens der Bevölkerung kein
Wunder tun, doch Er heilte einige Kranke dort.
Heilungen mit Wundern zu verwechseln ist
heutzutage, wo es so wenig klare Lehre über
das Thema gibt, ein sehr verbreitetes Hindernis
für Heilung.

15. Das Beobachten von Symptomen

Einige schwächen ihren Glauben indem sie ihre
Symptome beobachten. Stattdessen sollten sie
stark im Glauben werden wie seinerzeit
Abraham, der nur auf die Verheißung Gottes
schaute. Gott hat Sein Wort zur einzigen Basis
für Glauben gemacht. Einige Menschen
vereiteln ihre Heilung indem sie ihre Gefühle zur
Basis für ihren Glauben machen.
16. Das Versäumnis, im Glauben zu handeln

Andere empfangen keine Heilung weil sie nicht
im Glauben handeln. "Glaube ohne Werke ist
tot." Gott ist nicht am Zug solange wir nicht
Glauben mit den entsprechenden Handlungen
zeigen. Die wörtliche Übersetzung von Markus
11:22 "Habt Glauben an Gott" lautet "Rechnet
mit Gottes Treue."

Die volle Ausübung des Glaubens bedeutet,
dass wir Glauben denken, Glauben sprechen
und Glauben handeln. Zu dem Blinden sagte
Jesus: "Gehe hin und wasche dich im Teich
Siloah." Diese Handlung gab dem Mann eine
Gelegenheit, seinen Glauben im Herzen, im
Verstand und im Körper auszuüben. Er wurde
erst geheilt nachdem er diesen sichtbaren
Ausdruck seines Glaubens demonstriert hatte.
Er glaubte, dass die Heilung ihm gehörte,
bereits bevor sie sich manifestierte.

Es war dasselbe im Fall von Naaman, dem
Aussätzigen und auch im Fall der zehn
Aussätzigen. Jesus sagte: "Geht hin und zeigt
euch den Priestern." Dann wird berichtet:
"Während sie hingingen wurden sie rein." Ein
sichtbarer Ausdruck des Glaubens, der Herz,
Verstand und Körper einschloss, wurde erwartet
bevor ihre Heilung sich manifestierte. Einige
werden nicht geheilt weil sie diese göttliche
Ordnung umkehren.
17. Mangel an Zuversicht

Andere werfen ihre Zuversicht weg wenn sie
geprüft werden. Sie sehen nicht, dass ihr
Glaube wie im Fall von Abraham durch die
Prüfung vollkommen gemacht und nicht
vernichtet werden sollte.

Wir sind unter der Bedingung zu Teilhabern der
Verheißungen Gottes gemacht worden, dass wir
unsere Zuversicht festhalten bis die
Verheißungen sich erfüllt haben (Hebräer
10:35). Wenn das Wort Gottes der Grund für
unseren Glauben ist, ist es nie richtig, unsere
Zuversicht auf dieses Wort wegzuwerfen.

18. Die Ablehnung des Heiligen Geistes

Einige empfangen keine Heilung weil sie es
ablehnen, den Heiligen Geist zu empfangen. Er
wurde gesandt um uns die Segnungen der
Erlösung zu übertragen. In Römer 8:11 sagt
Paulus uns, dass unsere sterblichen (rechtlich
toten) Körper auch durch den Geist lebendig
gemacht werden, der in uns (nicht außerhalb
von uns) wohnt. Da unser Körper der Tempel
des Heiligen Geistes ist und der Heilige Geist es
ist, der die Heilung zuführt, könnten wir ihn
auch mit dem Zimmermann vergleichen, der das
Haus repariert. Einige halten beständig den
Zimmermann aus dem Haus während sie Ihn
bitten, es von innen zu reparieren. Paulus sagte:
"Der Leib für den Herrn" bevor er sagte "der
Herr für den Leib." Wir müssen unseren Körper
als ein lebendiges Opfer dem Herrn darbringen
(Römer 12:1) und ihn zum Tempel des Heiligen
Geistes werden lassen, wenn wir wollen, dass
er geheilt wird. Dieser Hinderungsgrund trifft
gewöhnlich nicht auf diejenigen zu, die in Bezug
auf ihr Privileg, mit dem Geist erfüllt zu werden,
in Unkenntnis sind.

19. Mangel an Glauben

Einige werden nicht geheilt weil sie persönlichen
Glauben, geheilt zu werden, durch ihren
Glauben an die Lehre göttlicher Heilung
ersetzen.

20. Das Versäumnis, Gottes Verheißungen
anzunehmen

Einige werden nicht geheilt weil sie die
geschriebene Verheißung Gottes nicht als Sein
direktes Wort an sie annehmen. Sie erkennen
nicht, dass Glaube das Wort Gottes als die
Stimme Gottes interpretiert. In Psalm 138:2
lesen wir: "Du hast dein Wort über deinen
Namen erhoben."

21. Das Warten auf Heilung, um erst danach zu
glauben

Einige glauben nicht, dass ihr Gebet für Heilung
erhört worden ist solange sie die Antwort nicht
erlebt und gesehen haben. Christus hat nicht
versprochen, dass unsere Heilung beginnen
wird bevor wir glauben, dass Er unser Gebet
erhört hat. Einige meinen, dass sie immer weiter
beten müssen und glauben nicht, dass ihr
Gebet erhört worden ist bis sie gesund sind.
Das ist genau das Gegenteil dessen, was Gott
erwartet.

In Markus 11:24 erklärt Jesus uns die genauen
Bedingungen, die Er für die Anwendung der
Segnungen erwartet, die Er versprochen hat. Er
sagt: "Alles, was ihr im Gebet verlangt, glaubt,
dass ihr es empfangen habt, so wird es euch
zuteil werden!" Das bedeutet, dass du es haben
wirst nachdem du geglaubt hast, dass Er dein
Gebet erhört hat. So wie Jesus gesagt hat "Ich
danke dir, dass du mich erhört hast" während
Lazarus noch tot war, so sollten auch wir in der
Lage sein, zu sagen: "Ich danke dir, dass du
mich erhört hast" während wir noch krank sind.
"So wird es euch zuteil werden" ist deine
Antwort von Jesus. Es ist auch dein Beweis
dafür, dass dein Gebet erhört worden ist.

Wie wir bereits gesagt haben interpretiert
Glaube das Wort Gottes als die Stimme Gottes.
Gott hat nicht versprochen, dass unsere Heilung
beginnen wird bevor wir glauben, dass Er unser
Gebet erhört hat. "Wenn wir etwas nach Seinem
Willen erbitten so erhört Er uns." Wenn das
stimmt, dann müssen wir glauben, dass unser
Gebet erhört worden ist wenn wir beten. Wir
müssen in der Lage sein, zu sagen: "Wir
wissen, dass wir das von Ihm Erbetene
empfangen haben", nicht weil wir die Antwort
schon sehen, sondern weil Gott treu ist und es
auch tun wird.

Abraham betete nicht fortwährend für die Geburt
von Isaak bis das Kind geboren war.
Stattdessen glaubte er weiter und verherrlichte
Gott für Sein Wort in der Angelegenheit.

Mehr als einmal haben wir gelesen, dass der
Segen kam nachdem Salomo zu beten
aufgehört hatte.

Jesus hörte am Grab von Lazarus auf zu beten.
Noch bevor Lazarus aus dem Grab kam, sagte
Jesus: "Ich danke dir, dass du mich erhört hast."

Joschafat und das Volk Israel hatten "mit Beten
aufgehört." Sie alle priesen Gott mit lauter
Stimme für die Antwort auf ihre Gebete bevor
sie zum Kampf gegen die drei großen Armeen
auszogen. Ihr Glaube war "die Zuversicht von
Dingen, die (noch) nicht sichtbar waren."
(Hebräer 11:1).

Die 120 Gläubigen im Obergemach hatten zu
Beten aufgehört. Sie alle priesen und lobten
Gott fortwährend als der Geist auf sie
ausgegossen wurde.

Wenn jemand für Heilung gesalbt worden ist
sollte damit das Beten beendet sein. Wenn
jemand, der gesalbt worden ist, wirklich Glauben
hat, werden wir von ihm nichts mehr als
Danksagung hören bis er wirklich auch spürbar
geheilt wurde.

Wenn ein Kind seine Mutter um ein neues Kleid
bittet und die Mutter sagt: "Ich werde eines für
dich kaufen", hört das Kind auf zu bitten bevor
tatsächlich ein Kleid in Sicht ist. Statt weiter
fortwährend zu sagen "Bitte schenke mir ein
neues Kleid" sagt es: "Super! Ich freue mich!"

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle sagen, dass
man nach dem Bekenntnis nicht gleichgültig
werden darf. Man muss aktiv bleiben. Es muss
so sein wie bei dem Volk Israel, als es um die
Mauern von Jericho herum wanderte und seine
Widderhörner blies. Es muss so sein wie bei
Joschafat und seinen Männern. Nachdem sie zu
Beten aufgehört hatten, zogen sie hinaus in den
Kampf und sangen Loblieder für Gott.

Die Heilung der zehn Aussätzigen erfolgte
während ihr Vertrauen immer noch aktiv war.

Gott sagte zu den sterbenden Israeliten: "Jeder,
der (auf die eherne Schlange) schaut, wird am
Leben bleiben." Dieses Wort schaut steht in der
fortlaufenden Gegenwartsform. Es ist nicht ein
einmaliger Blick, sondern ein fortwährendes
"Starren".
Mose sah kontinuierlich Ihn, der unsichtbar ist.

Es war ein standhafter Glaube, der Abraham die
Erfüllung von Gottes Verheißung brachte.
Abraham wurde stark im Glauben indem er
(fortwährend) auf die Verheißung Gottes
schaute.

Wenn wir es zulassen, dass unsere Zuversicht
inaktiv wird, wird sie geschwächt. Wenn wir sie
aktiv halten wird sie beständig stärker werden.

22. Fokus auf Besserung, nicht auf Gottes
Verheißungen

Einige hindern Gott indem sie ihren Glauben auf
die Verbesserung ihres Zustandes nach dem
Gebet gründen statt auf Seine Verheißungen.
Sie erkennen nicht, dass es keinen anderen
Grund für den Glauben gibt, der so gut ist wie
das Wort Gottes. Sie verstehen nicht, dass Gott
jeden Christen darin trainieren will, Ihm auch
dann zu glauben wenn alles, was er außer
Seiner Verheißung sehen kann, genau das
Gegenteil besagt. Amen und Amen!
Kapitel 14

Paulus' Pfahl im Fleisch

Und damit ich mich der außerordentlichen
Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein
Pfahl fürs Fleisch gegeben, ein Engel Satans,
dass er mich mit Fäusten schlage, damit ich
mich nicht überhebe. Seinetwegen habe ich
dreimal den Herrn gebeten, dass er von mir
ablassen möchte. Und er hat zu mir gesagt:
Lasse dir an meiner Gnade genügen, denn
meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen!
Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner
Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi
bei mir wohne. Darum habe ich Wohlgefallen an
Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten,
an Verfolgungen, an Ängsten um Christi willen;
denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

1. Korinther 12:7-10

Einer der häufigsten Einwände, die heute gegen
den Heilungsdienst erhoben werden, ist Paulus'
"Pfahl im Fleisch." Ein überlieferter Gedanke hat
zum nächsten geführt. Es gibt die weit
verbreitete Lehre, dass Gott der Urheber von
Krankheit ist und dass Er einige der gläubigsten
Seiner Kinder dazu ausersehen hat, krank zu
bleiben und Ihn durch Ihre Tapferkeit und
Geduld im Ertragen dieser Krankheit zu
verherrlichen. Das hat zweifellos zu der Idee
geführt, dass Paulus eine Krankheit hatte und
dass Gott sich weigerte, diese zu heilen. Wir
glauben nicht, dass irgendjemand, der sich die
Zeit nimmt, alles zu lesen was Gott über das
Thema Heilung zu sagen hat, jemals zu einer
solchen Schlussfolgerung kommen kann.

Ich gebe gerne zu, dass gleichermaßen gläubige
Menschen unterschiedliche Ansichten vertreten,
nicht nur zu diesem Thema, sondern auch zum
gesamten Thema der göttlichen Heilung. Es ist
in erster Linie eine Frage des Studierens und
der Untersuchung. Viele gute Menschen, deren
Lehre besagt, dass das Zeitalter der Wunder
vorbei ist etc. haben beim Lesen der Bibel
gedankenlos die biblische Lehre über Heilung
überschlagen, weil sie nicht glauben, dass sie
auf unsere heutige Zeit noch anwendbar ist.
Fast alle, die gegen uns gesprochen und
geschrieben haben, haben nicht gezögert,
unseren Namen zu nennen und gnadenlos auf
uns "einzuprügeln"; doch sie haben nie versucht,
die biblischen Argumente zu widerlegen, die wir
in unseren Predigten über das Thema dargelegt
haben. Wir haben ihre Aussagen sorgfältig,
ohne ihre Namen zu nennen, öffentlich
vorgelesen und aus der Bibel beantwortet. Wenn
wir "gegen Fleisch und Blut" kämpfen würden,
hätten wir diese Personen namentlich genannt
und sie wütend verfolgt, doch das wäre Christus
nicht ähnlich. Wir fühlen uns geleitet, unsere
Hände von Gottes Dienern zu lassen und Ihn
unsere Kämpfe für uns ausfechten zu lassen.
Die absurde Darstellung eines Geistlichen

Bevor wir in das Thema von Paulus' "Pfahl"
einsteigen zitieren wir folgenden Text aus einer
Mitschrift einer Predigt, die von einem
bekannten New Yorker Geistlichen gehalten
wurde. Er überarbeitete diese Predigt auch,
druckte sie in großen Mengen und verteilte sie
an jeden Haushalt in der Umgebung unserer
Erweckungsversammlungen. Obwohl er
praktisch keine Kenntnis darüber hatte, was wir
gelehrt haben, weil er uns noch nie gesehen
oder gehört hatte, versuchte er, unsere Lehre
über Heilung zu verunglimpfen.

Unter anderem sagte er:

Tatsache ist, dass Paulus krank war. Er war der
kränkste Mensch überhaupt. Er hatte eine der
schlimmsten und schmerzhaftesten
orientalischen Krankheiten. Er hatte Ophthalmie,
eine Augenkrankheit. Die Beweise dafür sind
überwältigend. Er sagt uns selbst, dass er "einen
Pfahl im Fleisch" hatte. Wenn Paulus vor
anderen Christen stand, waren seine Augen mit
scheußlichem Eiter erfüllt und diese entsetzlich
aussehende Flüssigkeit rann ihm das Gesicht
hinunter. Warum hätten die Galater ihre eigenen
Augen für ihn ausgerissen wenn nicht seine
Augen, wenn er vor ihnen stand, ein
bemitleidenswerter Anblick für sie gewesen
wäre, wie es die Augen jedes an Ophthalmie
Erkrankten sind? Der besondere Schmerz
dieser Krankheit ist, dass er mit einem "Pfahl" im
Auge vergleichbar ist. Es steht fraglos fest, dass
Paulus ein kranker Mann war. Er sagt es selbst.
Paulus hatte seine Krankheit nicht durch
Ansteckung bekommen. Wie hat er sie
bekommen? Jesus Christus gab sie ihm. Paulus
wollte nicht krank sein. Er betete zum Herrn,
dass dieser ihn von der Krankheit heilen
möchte. Er betete nicht einmal, nicht zweimal,
sondern dreimal. Er erhielt keine Antwort auf
seine Gebete. Trotz all seines Betens wurde er
nicht geheilt. Sein dreimal an Gott gerichtetes
Gebet brachte ihm keine Heilung, noch nicht
einmal ansatzweise. Doch das ist noch nicht
alles. Der Herr sagte etwas sehr
Überraschendes zu Paulus. Er sagte: "Meine
Gnade ist ausreichend für dich." Er sagt Paulus,
dass es besser für ihn ist, krank zu sein als
gesund. Er sagt Paulus, dass es der göttliche
Wille ist, dass er nicht geheilt wird. Er sagt
Paulus, dass die göttliche Kraft mit Ophthalmie
und Krankheit besser durch ihn operieren kann
als ohne. Höre, was Paulus bezüglich seiner
Krankheit und dem Willen des Herrn, dass er
nicht geheilt werden soll, zum Herrn zu sagen
hat. Dies sind seine Worte: "Darum will ich mich
am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten
rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne."
Hier sagt Paulus einfach folgendes: "Ich rühme
mich meiner Ophthalmie. Meine Augen mögen
voller ekligen Eiters sein und ich mag ein Objekt
des Mitleids sein. Doch egal ich werde mich
dessen rühmen. Ich werde mich in meiner
Krankheit freuen." Im zitternden Fleisch und
schmerzhaften Leiden Seines Apostels hat der
Herr Seinen Protest gegen diese abscheuliche
Lehre, diese brutale Verkehrung des Kreuzes
Christi in ein Zentrum körperlicher Heilung,
niedergeschrieben.
In Beantwortung der Argumente unseres Bruders
zu diesem Thema wollen wir zunächst einmal
festhalten, dass der Begriff "Pfahl im Fleisch"
weder im Alten noch im Neuen Testament auch
nur einmal verwendet wird ohne dass es sich
dabei um eine Illustration handelt. Das Bild des
Pfahls oder Dorns im Fleisch wird nicht an einer
einzigen Stelle in der Bibel als Symbol für
Krankheit gebraucht. Jedes Mal, wenn der
Ausdruck in der Bibel verwendet wird, wird
spezifisch und genau gesagt, was der "Pfahl
oder Dorn im Fleisch" war, wie wir noch sehen
werden. In 4. Mose 33:55 beispielsweise sagte
Mose vor dem Einzug in das Land Kanaan zum
Volk Israel: "Werdet ihr aber die Einwohner des
Landes nicht vor eurem Angesicht vertreiben, so
sollen euch die, welche ihr übrig bleiben lasst, zu
Dornen werden in euren Augen und zu Stacheln
in euren Seiten, und sie sollen euch befehden in
dem Land, darin ihr wohnt."

Hier sagt uns die Bibel selbst klar und deutlich,
dass die "Dornen" in den Augen und in den
Seiten der Israeliten die Bewohner des Landes
Kanaan waren und keine Augenprobleme oder
Krankheit. Diese Lehrer bestehen darauf, dass
Paulus' "Pfahl" ein körperliches Leiden gewesen
sein muss weil Paulus sagt, dass der "Pfahl" sich
in seinem Fleisch befand. Ich halte dem
entgegen, dass die Bibel im Fall der Israeliten
"Dornen in den Augen" und "Stacheln in den
Seiten" sagt, das jedoch nicht bedeutet, dass
Gott die Kanaaniter in die Augen und Seiten
stechen würde. Gott illustrierte lediglich, dass
ein im Fleisch steckender Dorn genau so lästig
und störend ist wie die Kanaaniter es beständig
für das Volk Israel sein würden.

Die Kanaaniter waren Israel ein Dorn im Auge

Acht Jahre später sagt Josua erneut über die
Heidennationen in Kanaan: " ... sie werden euch
zum Fallstrick und zur Schlinge und zur Geißel
an eurer Seite werden und zu Dornen in euren
Augen." (Josua 23:13) Hier sehen wir wieder,
dass es "die Kanaaniter" waren und nicht wunde
Augen oder andere Krankheiten. Wie in allen
anderen Fällen auch wird hier wieder
ausdrücklich gesagt, was der "Pfahl oder Dorn"
war.

Unter den letzten Worten Davids lesen wir: "Die
Söhne Belials sollen ihnen wie Dornen sein."
Ohne Ausnahme waren die "Dornen" in all
diesen Fällen Persönlichkeiten. Wie in jedem
dieser Fälle ausdrücklich festgestellt wird, was
der "Pfahl oder Dorn" war, so stellt auch Paulus
ausdrücklich fest, was sein "Pfahl" war. Er sagt,
dass es ein Botschafter (griech.: angelos)
Satans war oder, wie es von anderen übersetzt
wird, "der Engel des Teufels", "Satans Engel"
etc.

Das griechische Wort angelos erscheint 188 Mal
in der Bibel. Es wird 181 Mal mit "Engel"
übersetzt und in den anderen sieben Fällen mit
"Botschafter". In allen 188 Fällen in der
gesamten Bibel ist es in jedem Fall ausnahmslos
eine Person. Die Hölle war für den Teufel und
seine Engel (oder Botschafter) bereitet und ein
"Engel" oder ein "Botschafter" ist immer eine
Person, die eine andere Person zu jemandem
schickt und nie eine Krankheit.

Der Pfahl des Paulus' war ein Engel Satans

Paulus sagt uns nicht nur, dass sein "Pfahl" ein
Engel Satans war, sondern auch mit welchem
Auftrag der Engel kam: "um mich zu schlagen"
oder, wie Rotherdam es übersetzt, "damit er mir
fortwährend Schläge versetzt". Nun, das Wort
schlagen bedeutet, "Schlag auf Schlag
versetzen", so wie die Wellen das Boot
peitschten und wie Christus geschlagen wurde!
Entsprechend übersetzt Weymouth: "Satans
Engel, der mir Schlag auf Schlag versetzt." Da
Schlagen wiederholte Schläge bedeutet, müsste
es sich somit, wenn Paulus' Schläge eine
Krankheit gewesen wären, um viele Krankheiten
oder die mehrfache Wiederholung derselben
Krankheit gehandelt haben damit der Begriff
Schlagen zutreffend wäre.

Bezug nehmend auf diesen Botschafter oder
Engel verwendet Rotherhams Übersetzung das
Pronomen "er" und Weymouth's Übersetzung
sagt: "Was das betrifft habe ich den Herrn
dreimal gebeten, mich von ihm zu befreien."
Beide Übersetzer gebrauchen
Personalpronomen wenn sie von Paulus' "Pfahl"
sprechen. Diese beiden Pronomen sowie die
Worte "Engel" und "Botschafter" beweisen, dass
Paulus' "Pfahl" wie er selbst deutlich aufzeigt
eine satanische Persönlichkeit war und keine
Krankheit. Wir würden nicht die
Personalpronomen "er" und "ihm" verwenden
wenn wir von Ophthalmie oder irgendeiner
anderen Krankheit sprechen würden. Da Paulus
ausdrücklich feststellt, dass sein "Pfahl" ein
Engel Satans war, ein dämonischer Geist, den
Satan gesandt hatte um ihm Schwierigkeiten zu
machen wohin auch immer er ging, warum
sollten wir dann sagen, dass es etwas anderes
war?

Die Leiden des Paulus

Kurz nach Paulus' Bekehrung sagte Gott zu
Ananias: "Ich werde ihm zeigen, welche großen
Dinge er um meines Namens willen erleiden
muss", nicht durch Krankheit, sondern durch die
Verfolgungen, die Paulus als seine Schläge
aufzählt. Paulus hatte die Christen an jedem Ort
verfolgt und nun begann er, dieselben und
größere Verfolgungen zu erleiden. Die von
Satans Engel angezettelten Schläge
spezifizierend fährt Paulus fort und sagt: "Darum
rühme ich mich ... denn wenn ich schwach bin,
bin ich stark." Als erstes erwähnt Paulus
"Schwachheiten", denn er erkannte, was jeder
Christ erkennen sollte: seine Schwäche und
Unfähigkeit, aus eigener Kraft gegen einen
satanischen Botschafter aufzustehen und
triumphierend durch "Misshandlungen, Nöte,
Verfolgungen, Ängste" und all die anderen
Schläge zu gehen, die er an anderer Stelle
aufzählt. Darum bat er den Herrn dreimal, von
"ihm" (dem Botschafter) befreit zu werden, der
ihn so schwer und auf so vielerlei Weise schlug.
Christus reagierte auf dieses dreimal wiederholte
Gebet nicht indem Er den satanischen
Botschafter entfernte, sondern indem Er sagte:
"Meine Gnade (welche für den "inneren"
Menschen ist) ist ausreichend für dich, denn
meine Kraft ist in Schwachheit vollkommen."

Als Paulus erkannte, dass die Gnade Gottes
ausreichend war, ihn soweit zu stärken, dass er
all diese Dinge ertragen konnte, sagte er:
"Darum will ich mich nun vielmehr meiner
Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi
auf mir ruhe ... denn wenn ich schwach bin, bin
ich stark." Wie kann es wahr sein, dass Christi
Kraft in Paulus' Schwachheit vollkommen wurde,
wenn er doch weiterhin schwach blieb und
Paulus nicht ein tatsächlicher Teilhaber an
Christi Stärke wurde, was die Schwachheit
entfernen musste, sei sie nun körperlicher oder
geistlicher Natur? Ist ein Mensch ohne die
Übertragung von Gottes Stärke auf ihn mächtig
in seiner Schwäche, egal ob körperlich oder
geistlich? Paulus sah, dass die Gnade Gottes,
die ihm geschenkt war, gerade seine Schläge
und selbst seine Gefangenschaften dazu
veranlasste, zu seinem Besten zu wirken und der
Verbreitung des Evangeliums zu dienen.
Welcher Diener Gottes hat nicht gelernt und
das wahrscheinlich mehr als einmal dass dann,
wenn er sich der eigenen Schwäche ganz
besonders bewusst ist, die Kraft Christi am
stärksten auf ihm ruht? Wenn er sich bewusst in
sich selbst am schwächsten fühlt ist er am
stärksten weil er nicht von seiner eigenen,
sondern von göttlicher Stärke abhängig ist.

Gnade für die geistlichen, nicht für körperliche
Schwachheiten

Paulus ist klar in der Lehre, dass es das "Leben
von Jesus" ist, das "in unserem sterblichen
Fleisch manifest gemacht wird." In der Bibel
wird an keiner Stelle gesagt, dass Gott unserem
Körper Gnade schenkt. Das eigentliche Wort
"Gnade" zeigt schon, dass es der "innere
Mensch" war, der Hilfe brauchte. Die Gnade
Gottes wird nur dem inneren Menschen
geschenkt, von dem Paulus sagt, dass er in
seinem Fall "Tag für Tag erneuert" wurde. Mit
anderen Worten: "Gnade" ist für geistliche
Schwachheiten und nicht für die körperlichen.

Als im Alten Testament die Begriffe "Dornen in
den Augen" und "Stacheln in den Seiten"
gebraucht wurden waren die Kanaaniter keine
Störung für die Israeliten in dem Sinne, dass sie
irgendwelche körperlichen Krankheiten auf sie
gebracht hätten. So wie die störenden
Kanaaniter sich außerhalb der Körper der
Israeliten befanden, so befand sich auch Satans
Engel außerhalb von Paulus' Körper. Denn ganz
sicher hatte der Apostel keinen Dämon, der in
seinem Körper wohnte. Gottes Gnade ist immer
geschenkt worden um uns zu befähigen, unsere
Verfolgungen und Versuchungen zu ertragen,
jedoch nicht unsere Sünden und Krankheiten,
die Er für uns getragen hat. Gott hat nie
versprochen, äußerliche Schläge, Leiden und
Versuchungen von Christen fernzuhalten. Er
schenkt uns die Gnade, sie zu ertragen. Doch
durch die Geschichte hindurch ist Er immer
bereit gewesen, die innerlichen oder körperlichen
Bedrückungen des Teufels sowie unsere Sünden
wegzunehmen.

Gott war mit Ihm

Jesus "ging umher und tat Gutes und heilte alle
die vom Teufel unterdrückt waren, denn Gott war
mit Ihm." Gottes Wort sagt uns: "Und alle, die
gottselig leben wollen in Christus Jesus, müssen
Verfolgung leiden." (2. Timotheus 3:12) Er hat
nie gesagt: "Sie werden krank bleiben", so wie
die unbiblischen Ansichten, die heute von vielen
vertreten werden. Diese Sichtweise leugnet alle
biblischen Beispielsfälle. Zweifellos hatte Paulus
den Ausdruck "Pfahl im Fleisch" oder "Dorn im
Fleisch" aus dem Lesen des Alten Testaments
entnommen. Weil der Begriff äußerliche und
nicht körperliche Störungen illustrierte,
verwendete er denselben Begriff um seine
eigenen Schläge zu illustrieren.

Wenn die Schwachheiten, von denen Paulus hier
spricht, wirklich körperlicher Art gewesen wären
und Paulus nach dem oben zitierten Schreiber
der "kränkste Mensch überhaupt" war, dessen
"Pfahl" Gott nicht entfernen wollte, wie konnte er
dann "mehr arbeiten als alle"? Wenn der
"kränkste Mensch überhaupt" mehr Arbeit leisten
kann wie ein gesunder Mensch, dann sollten wir
wohl alle für Krankheit beten, damit auch wir
mehr Arbeit für Gott tun können. Nachdem er
erkannt hatte, dass Gottes Kraft "in seiner
Schwäche vollkommen war" konnte Paulus sich
nicht nur seiner Schwachheiten freuen, sondern
auch der Schläge, die er erwähnt:
Misshandlungen, Nöte, Verfolgungen, Ängste
etc. Beachte hier, dass Paulus unter anderem
auch Nöte erwähnt und damit seine finanziellen
Schläge meint, auf die er sich aus in seinem
ersten Brief an die Korinther bezieht, der ein
Jahr zuvor geschrieben wurde. Er sagt: "Bis auf
diese Stunde leiden wir Hunger, Durst und
Blöße, werden geschlagen und haben keine
Bleibe und arbeiten mühsam mit unsern eigenen
Händen." (1. Korinther 4:11). Das Zeigt, dass
Paulus' Vorstellung von Schlägen keine
permanente Krankheit war.

Paulus zählt seine Schläge auf

Wenn der "Pfahl" von Paulus statt der Schläge,
die er erwähnt, Ophthalmie oder etwas Ähnliches
gewesen wäre, wovon er nichts sagt, warum
nennt er die Sache dann nicht beim Namen?
Nicht nur hier, sondern auch überall sonst im
Korintherbrief, zählt Paulus detailliert seine
Schläge auf, die ihm der Engel Satans verpasst.
Zusätzlich zu den Misshandlungen, Nöten,
Verfolgungen, Ängsten etc., die in unserem Text
erwähnt werden, erwähnt er in Kapitel 6
desselben Briefes auch noch "Schläge,
Gefängnisse, Aufruhr, Mühe, Wachen und
Fasten, Schande, böse Nachrede und
Verführer. Er beschreibt seine Position als
"Unbekannte und doch erkannt, als Sterbende,
und siehe, wir leben, als Gezüchtigte und doch
nicht getötet; als Betrübte, aber immer fröhlich,
als Arme, die doch viele reich machen, als die
nichts haben und doch alles besitzen." (2.
Korinther 6:9-10) In Kapitel 11 erwähnt er "über
die Maßen viele Streiche, weit mehr in
Gefängnissen, öfters in Todesgefahren. Von den
Juden habe ich fünfmal vierzig Streiche weniger
einen empfangen; dreimal bin ich mit Ruten
geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal
habe ich Schiffbruch erlitten; einen Tag und eine
Nacht habe ich in der Tiefe zugebracht. Ich bin
oftmals auf Reisen gewesen, in Gefahren auf
Flüssen, in Gefahren durch Mörder, in Gefahren
vom eigenen Volk, in Gefahren von Heiden, in
Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der
Wüste, in Gefahren auf dem Meer, in Gefahren
unter falschen Brüdern" (2. Korinther 11:23-26)
Er persönlich erlitt "Hunger, Durst und Blöße,
werden geschlagen und haben keine Bleibe und
arbeiten mühsam mit unseren eigenen Händen.
Wir werden geschmäht und segnen, wir leiden
Verfolgung und halten stand; wir werden
gelästert und spenden Trost; zum Auswurf der
Welt sind wir geworden, zum Abschaum aller bis
jetzt." (1. Korinther 4:11-13).

Eine nachdenkenswerte Frage

Wer sonst als der Engel Satans könnte für all
diese Leiden verantwortlich gewesen sein? In
der Aufzählung sehen wir, dass Paulus nahezu
alles nur Erdenkliche aufführt außer Krankheit
und Ophthalmie. Das einzige, was er nicht
erwähnt und dessen Abwesenheit wirklich
auffällt, zieht sich die Tradition heran und erklärt,
dass dies sein "Pfahl" gewesen sei. Warum
ersetzen diese Leute all diese Schläge, die
Paulus erwähnt, durch "Ophthalmie" oder
"Krankheit", von denen Paulus keines erwähnt?

Obwohl von vielen wohlmeinenden Menschen
geglaubt, bemerkt ein Autor, dass diese weit
verbreitete Perversion der Schriftstellen über
den "Pfahl" des Paulus ganz sicher von Satan
inspiriert ist, weil es ihm das Privileg verschafft,
sein übles Werk weiterzuführen und die Körper
der Menschen mit Krankheiten zu quälen.

Da Heilung ein essentielles Element des
Evangeliums ist, wie konnte da Paulus "die Fülle
der Segnungen des Evangeliums" genießen
wie er es tat und dennoch krank bleiben? Ist
nicht Heilung ein Teil der Segnungen des
Evangeliums? Selbst so konservative Gelehrte
wie die episkopale Kommission stimmen zu,
dass "körperliche Heilung ein essentieller
Bestandteil des Evangeliums ist."

Nehmen wir einmal an, unser Bruder würde mit
seiner Behauptung Recht haben, dass Paulus
der "kränkste Mensch überhaupt" war und unter
Ophthalmie litt ist es dann nicht seltsam, dass
die Epheser den Eiter aus seinen Augen rinnen
sahen und wussten, dass Gott ihn nicht heilen
wollte und dieser Anblick ihnen trotzdem
Glauben für "spezielle Wunder" gab, die für sie
gewirkt werden würden? Hier wird gesagt: "Und
Gott wirkte ungewöhnliche Wunder durch die
Hände des Paulus, so dass sogar
Schweißtücher oder Gürtel von seinem Leib weg
auf die Kranken gelegt wurden und die
Krankheiten von ihnen wichen und die bösen
Geister ausfuhren." (Apostelgeschichte 19:11-
12). Die Bibel spricht nie von ungewöhnlichen
Wundern in Verbindung mit irgendeinem
anderen Apostel außer in Bezug auf diesen
"kränksten" Apostel. Wenn heute Taschentücher
vom Leib eines Menschen herbeigebracht
würden, der unter Ophthalmie leidet, würden wir
sie nicht den Kranken zu Heilung auflegen,
sondern sie verbrennen, damit sich die Infektion
nicht ausbreitet.

Der Fall des verkrüppelten Mannes in Lystra

Als der heidnische, verkrüppelte Mann in Lystra
Paulus "das Evangelium" predigen hörte und
einen Blick auf Paulus' Augen mit ihren
"abscheulichen Absonderungen" (?) warf, gab
ihm dieser Anblick sofort den Glauben, zum
ersten Mal in seinem Leben zu laufen. Paulus
"sehend dass er Glauben hatte, geheilt zu
werden, sagte mit lauter Stimme: Stehe aufrecht
auf deine Füße ... und er sprang auf und lief."
Dieser heidnische, verkrüppelte Mann war noch
nie Zeuge eines Wunders geworden oder hatte
das Evangelium gepredigt gehört bevor er es
vom "kränksten Mann überhaupt" hörte, den
Gott nicht heilen wollte.
Ist es nicht auch hier wieder erstaunlich, dass
Paulus, "während unaussprechlich entsetzlicher
Eiter aus seinen Augen rann, er unter der
schlimmsten und schmerzhaftesten
orientalischen Krankheit litt und ein
bemitleidenswerter Anblick war" was alles
Jesus Christus ihm gegeben und dazu gesagt
hatte, dass es dem göttlichen Willen entspräche,
dass er nicht geheilt wird - in diesem Zustand
"die Heiden in Wort und Tat gehorsam machen
konnte"? Durch mächtige Zeichen und Wunder
in der Kraft des Heiligen Geistes ... von
Jerusalem bis hin nach Illyrien" (Römer 15:18-
19).

Auf der Insel Malta wurden nach dem Anblick
von Paulus' hässlicher Krankheit, die er behalten
musste weil "göttliche Kraft mit Ophthalmie und
Krankheit besser durch ihn wirken kann und wird
als ohne" zuerst der Vater des Publius und
danach die anderen Kranken auf der Insel
geheilt (Apostelgeschichte 28:8-9).

Verherrlichen die Kranken sich in Krankheit?

Der oben zitierte Bruder sagt: "Paulus sagt
genau das: Ich rühme mich meiner Ophthalmie.
Meine Augen mögen voller abscheulicher
Absonderungen sein und ich mag ein Objekt des
Mitleids sein, egal. Ich werde mich darin
verherrlichen. Ich werde mich in meiner
Krankheit erfreuen!" Da solche Menschen
lehren, es sei recht für Paulus, sich darin zu
rühmen, der "kränkste Mensch überhaupt" zu
sein warum rühmen sie sich dann nicht selbst
auch in ihrer Krankheit anstatt ihr Möglichstes
zu tun, um sie loszuwerden? Wenn sie sich ihres
"Pfahls" rühmen, warum sind dann einige von
ihnen zu einem Chirurg gegangen, um ihn
herausoperieren zu lassen?

Einige argumentieren, dass Paulus' "Pfahl" eine
teilweise Blindheit war, hervorgerufen durch die
Helle des göttlichen Lichts, das ihn bei seiner
Bekehrung umgab. Im Jahr 60 n. Chr., als er
diesen Brief schrieb, sagt Paulus uns, dass es
"vor etwa vierzehn Jahren war", dass er die Fülle
von Offenbarungen empfing, die dazu führten,
dass ihm der "Pfahl im Fleisch" gegeben wurde.
Daraus können wir schließen, dass ihm zwölf
Jahre nach seiner Bekehrung der "Pfahl"
gegeben wurde. Dieser Brief wurde 26 Jahre
nach seiner Bekehrung geschrieben. Es würde
Gotteslästerung nahe kommen, von einer
teilweisen Blindheit, die durch einen
persönlichen, flüchtigen Blick auf den
verherrlichten Christus verursacht wurde, als
"Botschafter Satans" zu sprechen.

Warum der "Pfahl" des Paulus?

Paulus stellt eindeutig fest, dass ihm seine
Schläge durch den Botschafter Satans zuteil
wurden, damit er sich nicht "über die Maßen
erhebe durch die Fülle seiner Offenbarungen."
Ist die Fülle ihrer Offenbarungen der Grund
dafür, dass heute die Kranken überall gelehrt
werden müssen, ihre Krankheit als einen "Pfahl"
zu betrachten, der bleiben muss, damit sie sich
nicht überheben?

Da der "Pfahl" des Paulus seinen Glauben für
die Heilung der anderen Kranken auf der Insel
Malta und anderswo offenbar nicht gehindert
hat, warum sollte er dann den unseren hindern?
Warum sollte das heute überall als ein Hindernis
gelehrt werden zu welch kleinem Maß an
Glauben für Heilung die Kranken auch immer
empfangen haben? Die Bibel sagt: "Der Glaube
kommt durch die Verkündigung" doch
heutzutage schwindet der Glaube durch die
Verkündigung wenn man diese dummen Lehren
hört. Der weit verbreitete Irrtum über Paulus'
"Pfahl im Fleisch" durchtrennt das Evangelium.
Er entfernt vollkommen die Grundlage, auf der
Glaube für Heilung ruhen muss. Der Kranke
muss nun vom Geist eine spezielle Offenbarung
darüber bekommen, dass er geheilt werden soll
und kann diese nicht mehr aus der Bibel
entnehmen.

Wir haben aus den Schriften dieser Lehrer
entnommen, dass sie schnell damit bei der Hand
sind, auch nur den kleinsten körperlichen Defekt
jener zu erwähnen, die Heilung lehren und unter
deren Dienst auch Kranke geheilt werden. Und
doch führen sie das Argument an, dass es für
Paulus, der der bedeutendste Heilungslehrer des
Neuen Testaments war, in Ordnung war, diesen
"Pfahl" des körperlichen Leidens zu haben.
Wenn wir den wunderbaren Heilungsdienst von
Paulus duplizieren könnten indem die ganze Zeit
"entsetzlicher Eiter" aus unseren Augen triefen
würde würde das dann nicht von genau
denselben Lehrern als gefundenes Fressen
dafür herangezogen werden, sich über uns
lächerlich zu machen?

Paulus' Pfahl war kein Hindernis für seine Arbeit

Die Bibel zeigt, dass Paulus' "Pfahl" ihn nicht
daran hinderte, mehr als alle anderen zu
arbeiten. Diejenigen, die gelehrt werden, dass
ihre Krankheit ein "Pfahl" ist, der bleiben muss,
werden durch ihren "Pfahl" oft zu jeglicher Arbeit
unfähig gemacht. Manche können nicht einmal
mehr für sich selbst sorgen. Sie vermehren die
Arbeit für andere Leute, die für sie sorgen
müssen. Es war der Apostel Paulus, der schrieb,
dass wir "zu jedem guten Werk bereit",
"ausgerüstet zu jedem guten Werk", "eifrig zu
guten Werken" etc. sein sollen. Wie kann die
Masse von Christen, die durch einen "Pfahl im
Fleisch" an ihre Krankenzimmer gefesselt sind,
"überreich bereit sein zu jedem guten Werk?"
Beziehen sich all diese Schriftstellen nur auf
gesunde Christen?

Wenn die Worte Christi "meine Gnade ist
ausreichend für dich" bedeuten, dass Er zu
Paulus sagt, dass dieser krank bleiben soll,
dann wäre das der erste und einzige Fall in der
Bibel, in dem Gott jemals irgendjemandem
gesagt hat, er solle seine Krankheit behalten.
Schon die Tatsache allein, dass es eine einzelne
Ausnahme wäre, würde die Regel bestätigen
und was die Bibel im Überfluss zeigt: dass Er
alle anderen geheilt hat. Warum verdrehen so
viele heutige Lehrer diese Bibelstellen und
machen Paulus' "Pfahl" zum markantesten Punkt
in der Diskussion um Heilung? Warum behalten
sie nicht die universelle Politik des Heilens im
Hintergrund, die durch die gesamte Bibel
hindurch offenbart wird? Paulus' "Pfahl" hat ihn
nicht daran gehindert, seinen Lauf für Gott zu
vollenden (2. Timotheus 4:7). Doch die heutige
Lehre über Paulus' "Pfahl" hat Massen von
Menschen in ein verfrühtes Grab geschickt, oft
nach vielen Jahren entsetzlichen Leidens. Diese
hatten ihren Lauf erst halb vollendet. Das ist ein
sich konstant wiederholendes Geschehen und
eine schreckliche Tragödie! Heute glauben viele
Leidende dieser Lehre.

Viele scheinen irrtümlicherweise zu meinen, sie
sollten dem Beispiel von Paulus folgen und
beten bis Gott zu ihnen spricht, dass Er, wie im
Fall von Paulus, will, dass sie ihr Leiden
behalten. Wenn Gott ihnen einen biblischen
Grund für ihre Krankheit geben würde, würden
wir schnell "Amen!" dazu sagen, denn wir lieben
den Willen Gottes.

In Galater 4:13 sagt Paulus: "Denn ihr wisst,
dass ich euch in Schwachheit nach dem Fleisch
das Evangelium gepredigt habe zum ersten
Mal." Wahrscheinlich hat es sich hier tatsächlich
um eine körperliche Schwäche gehandelt, doch
"zum ersten Mal" bedeutet nicht, dass er
schwach geblieben ist. Bedeutet es nicht
vielmehr, dass er gesund geworden ist? Warum
sollte er sonst sagen "beim ersten Mal"?
Wahrscheinlich war dieses "erste Mal", wie
einige Gelehrte glauben, kurz nach seiner
Steinigung in Lystra.

Nachdem Paulus mit deutlichsten Worten
ausgeführt hat, was sein "Pfahl" war wie seltsam
ist es doch da, dass heutige Gottesdiener
sagen, es sei etwas anderes gewesen. Warum
sollten sie es gegen die biblische Lehre der
Heilung verwenden wenn doch Paulus selbst
unter den Aposteln und anderen Schreibern des
Neuen Testaments der größte Lehrer über
dieses Thema war?

Paulus' Verkündigung bewirkt Glauben

Es war das Evangelium, das Paulus in Ephesus
predigte, das Glauben für die
"außergewöhnlichen Wunder" der Heilung
bewirkte, die wir erwähnt haben. Er sagte über
seine eigene Verkündigung dort "ich habe nichts
zurückgehalten was euch nützlich ist." Wenn alle
Prediger heute nichts zurückhalten würden, was
uns nützlich ist, dann würden sie ganz sicher
auch alle Heilung lehren.

In Römer 15:18-19 war es Paulus, der sagte, "er
habe vollkommen das Evangelium von Jesus
Christus verkündigt" (das volle Evangelium
gepredigt) und "die Heiden gehorsam gemacht in
Wort und Tat." Das geschah durch "mächtige
Zeichen und Wunder durch die Kraft des
Heiligen Geistes Gottes ... von Jerusalem und
weiter bis Illyrien."

25 Jahre nachdem er ein Apostel geworden war,
schrieb Paulus an die Korinther: "Deshalb sind
unter euch viele Schwache und Kranke, und
eine beträchtliche Zahl sind entschlafen." (1.
Korinther 11:30) Wenn Paulus' "Pfahl" eine
körperliche Krankheit war, hätten sie ihm
wahrscheinlich zurück geschrieben und gefragt:
"Warum bist du denn dann schwach und
krank?"

Es war Paulus, der schrieb: "Wisst ihr nicht, dass
euer Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist?",
"die Glieder Christi", "Glieder Seines Leibes,
von Seinem Fleisch und von Seinem Gebein." Er
schrieb, dass wir die "Erstlingsfrüchte des
Geistes" (Erstlingsgaben unserer geistlichen und
körperlichen Erlösung) haben, "damit das Leben
Jesu auch an unserem sterblichen Fleisch
offenbar werde." Er schrieb "dass der Geist auch
eure sterblichen Leiber (nicht tot) lebendig
mache durch seinen Geist, der in euch wohnt."
(Römer 8:11) Paulus sagte, dass Jesus der
Erlöser des Leibes sei und "dass der Leib für
den Herrn ist und der Herr für den Leib."

Berufen, Heilige zu sein

Paulus ist der Apostel, der schrieb: "an die
Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, an die
Geheiligten in Christus Jesus, an die berufenen
Heiligen, samt allen, die den Namen unsres
Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, bei
ihnen und bei uns." "Gott hat einigen in der
Gemeinde gegeben ... Gaben der
Wunderwirkungen ... Gaben der Heilungen" etc.
Er sagte, dass diese Gaben und Berufungen
Gottes unwiderruflich sind, d.h. nicht
zurückgezogen werden und dass wir alle
aufgefordert sind, uns nach den besten Gaben
auszustrecken.

Paulus glaubte nicht wie Menschen heute lehren
dass diese Segnungen auf Israel beschränkt
waren. Er glaubte, dass die Scheidewand
niedergerissen war und dass in Christus weder
Jude noch Grieche zählt, sondern dass wir alle
"eins sind in Christus Jesus." Folglich heilte er
den verkrüppelten Heiden in Lystra genauso wie
Petrus und Johannes den verkrüppelten Juden
an der Schönen Pforte heilten. Paulus glaubte
auch, dass die Symbole des Alten Testaments
"zur Warnung für uns aufgeschrieben wurden"
dass alle, die glauben, Abrahams Nachkommen
sind und dass Abraham und seinen
Nachkommen die Verheißungen gegeben
wurden, woraus folgt: "Gehört ihr aber Christus
an, so seid ihr Abrahams Same und nach der
Verheißung Erben." (Galater 3:29)

Paulus auf der Insel Malta
Es war Paulus, der lehrte, dass in "Ihm"
(Christus) alle Verheißungen Ja und Amen sind
zur Verherrlichung Gottes durch uns. Mit
anderen Worten: alle Verheißungen Gottes
einschließlich all seiner Heilungsverheißungen,
verdanken ihre Existenz und Kraft dem
stellvertretenden Werk Christi für uns und das
Erlösungswerk von Christus war für alle.
Folglich zeigt uns das letzte Kapitel der
Apostelgeschichte, dass Paulus glaubte und
bewies, dass es Gottes Wille war, nicht einige,
sondern "alle anderen Kranken auf der Insel
Malta" zu heilen. (Apostelgeschichte 28:9)

Paulus differenzierte zwischen Wundern und
Heilungen. Er glaubte nicht, dass jede Person
umgehend gesund wurde, weil er Trophimus in
Milet krank zurückließ. Epaphroditus war
todkrank um des Evangeliums willen (oder durch
Überarbeitung) und davon erholte er sich auch
nicht unmittelbar. Paulus war kein Fanatiker
hinsichtlich der Naturgesetze für Gesundheit,
die genauso göttlich sind wie Gottes Wunder. Er
zögerte nicht, Timotheus anlässlich seiner
Magenprobleme ein wenig Wein statt reinen
Wassers zu empfehlen.

Paulus glaubte daran, dass die Kranken selbst
Glauben für Heilung hatten. Er sagte nicht zu
dem verkrüppelten Mann "Stehe aufrecht auf
deine Füße" bis er gemerkt hatte, dass der Mann
"Glauben hatte, geheilt zu werden." Jesus selbst
konnte in Nazareth aufgrund von allgemeinem
Unglauben keine Wunder tun.
Eine lehrreiche Zusammenfassung

Ist es nicht seltsam, dass irgendjemand mit
folgendem Hintergrundwissen hinsichtlich des
Themas der Heilung die ganze Bibel beiseite
schieben kann:

- Gottes Erlösungs- und Bundesname Jehovah
Rapha

- Gottes Bund der Heilung

- Die Lehre und die Heilungsverheißungen in den
Symbolen des Alten Testaments

- Die universellen Beispielsfälle der Heilung
durch die gesamte Geschichte des Alten
Testaments hindurch

- Die Worte, Lehre, Gebote, Verheißungen und
der Heilungsdienst von Christus, durch den Er
den Willen Gottes hinsichtlich unseres Körpers
offenbarte

- Die Gaben der Heilungen, die der Gemeinde
gegeben wurden

- Die Verordnung der Krankensalbung in der
Gemeinde

- Die Tatsache, dass Christus sowohl unsere
Sünden als auch unsere Krankheiten auf
Golgatha trug

- Die unzähligen Tausende derer, die seit den
Tagen der Apostel geheilt wurden, einschließlich
unserer heutigen Zeit im Besonderen

Ist es nicht eigenartig, dass manche all das
beiseite schieben und hinsichtlich des Themas
Heilung als ihren Text die Bibelstelle über
Paulus' "Pfahl" heranziehen, von dem die
Gelehrten zugeben, dass sie nicht beweisen
können, dass er irgendeinen Bezug zu
Krankheit oder Heilung hat?