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DEUTSCHE NORM Baugrund, Untersuchung von Bodenproben Dl Bestimmung des Wasserdurchlassigkeitsbeiwerts Teil 1: Laborversuche Ies 93.020 Mai 1998 18130-1 Ersatz fir ‘Ausgabe 1989-11 Deskriptoren: Baugrund, Bodenprobe, Wasserdurchidssigkelt, aborversuch Soll, investigation and testing — Determination ofthe coefficient of water permeability — Part: Laboratory tests Sol, reconnaissance et Determination du coatficie Parte 1: Essais de laboratoire fe perméabilté & Yeau — Inhalt 0 Vorwort 11 Anwendungsbereich 2. Normative Verwelsungen 3. Detinitionen 34 Durchfud 32. Filtergeschwindigkeit 83 Standrohrspiegeihohe 34 Hydraulischer Héhenunterschied 35 Hycraulisches Gefalle 36 Durchlissigkeltsbeiwert 87 Durchlassigkeitsbereich 38 Versuchsklasse 4 Bezeichnung 5. Versuchsgrundiagen 5.41 Allgemeines 5.2 KorngrdBe, KomgréBenvertellung lund Korngetige Dichte Beschatfenheit des Wassers, Sattigungszahl Hycraulisches Getalle Temperatur Probenabmessungen 53 54 55 56 67 58 6 Bestandtelle von Versuchsanordnungen Erzeugung des hydraulischen Gefalles, ‘Messung der Standrohrspiegelhohen ‘Messung der durchstrémenden Wassermenge 6.4 Verhinderung der Umiautigkeit 65 Sattigung 68 Spannungszustinde des Probekorpers. 67 Auswahl der Versuchsanordnung 7 Ermittiung der Durchlassigkelt In ausgewahiten Versuchsanordnungen 71 Untersuchung im Kompressions-Durchlassig- keitsgerat mit statischer Belastung des Probekorpers 8 72. Untersuchung im Versuchszylinder mit Standrohren 10 73. Untersuchung in der Taxialzelle 2 74 Untersuchung im Versuchszylinder 4 8 Auswertung der Versuche 16 81 Versuch mit konstantem hydraulischen Gefalle 16 8.2. Versuch mit veranderichem hycraulischen Getalle 16 83 Abhangigkeit des Durchldssigkeitsbeiverts ‘von der Porenzahl 16 8.4 Angabe der Versuchsergebrisse 16 9 Anwendungsbeispielo 8.1 Bestimmung der Durchlassigkeit im Kompressions-Durchlssigkeitsgarat mit statischer Belastung des Probekorpers nach 71 Bastimmung der Durchlassigkeit im Versuchszylinder mit Standrohren nach 72 83 Bestimmung der Durchidssigkeit in der Tiaxiazelle nach 73 8.4 Bestimmung der Durchidssigkeit im Versuchszylinder nach 7.4 92 Fortsetzung Selte 2 bis 20 NormenausschuS Bauwesen (NABau) im DIN Deutsches Institut flr Normung eV (GON Desachos natu tr among a sede hv Gor Vewlalagung, such auszogsun ‘ur Gananmigung des OW Deutsnes inst tr Normung eV. gosta, -Aeivoraul de Normen deh Bou veri Gri 10772 Bern Rat Nr DIN 18190-1 1008-05 Presoe 11 err 0007 Seite 2 DIN 18190-1 : 1998-05 Vorwort Die Ausgabe dieser Norm wurde vor Normenausschu8 Bauwesen im DIN e, V.im Arbeltsausschu 05.0300 “Baugrund, Versuche und Versuchsgerdte" erarbeite. DIN 18180 “Baugrund, Untersuchung von Bodenproben — Bestimmung des Wasserdurchlassigkeltsbelwerts” besteht aus: = Teilt: Laborversuche Folgende Normen dieser Reihe befinden sich zur Zeit in Vorbereitung: — Faldversuche Anderungen ‘Gegenbber der Ausgabe November 1989 wurden folgende Anderungen vorgenommen: 2) Anpassung an dberarbeitete Nomen ) Aufnahme des Beispiels “Untersuchung im Versuchszylinder* ©) Wegfall des Belspiels “Untersuchung bei Séitigungsdruck und bet im Verhaltnis zum Porenwasserdruck kieinem Unterschied der Standrohrepiagefnoher® 4) Algemene redaktionelle Uberarbetung der Norm «) Anderung dee Normbezeichnung Frere Ausgaben DIN 18130-1: 1983-11, 1989-11, 1 Anwendungsbereich Diese Norm git fUr die Bestimmung des Wasserdurch- lassigheitsbeiwertes von Boden (Lockergestein) durch Laborversuche (im folgenden kurz: Durchlassigket). Die Versuchsergebnisse werden im Grund- und Erdbau ange- wendet Sie sind Grundiage z. B.fur die Berechnung von Grundwasserstromungen und zur Beurteilung der Durch- ‘assigkeit von Kkinstien hergestelten Dichtungs- oder Fiterschichten, 2 Normative Verweisungen Diese Norm enthalt durch datierte oder undatierte Verwei- ‘sungen Festiegungen aus anderen Publikationen. Diese rormativen Verweisungen sind an den jeweiligen Stellen im Text zien, und die Publikationen sind nachstehend ‘ufgetint. Bei daierien Verweisungen gehdren spatere ‘Anderungen oder Uberarbeitungen dieser Publikationen ‘nur2u dieser Norm, falis sie durch Anderung oder Uberar- beitung eingearbeitet sind. Bei undatierten Verweisungen Gilt die letzle Ausgabe der in Bezug genommenen Publi keaton. DIN 4021 ;Baugrund — AutschluB durch Schdrfe und Bohrungen sowie Entnahme von Proben IN 40224 Baugrund und Grundwasser_ — Benennen und Beschreiben von Boden und Fels — Schichtenver- Zeichnis for Bohrungen ohne durchgehende Gewin- rung von gekernten Proben im Boden und im Fels DIN 18125-2 :1986-05, ‘Baugrund; Versuche und Versuchsgerate — Bestim- mung der Dichte des Bodens — Feldversuche DIN 18127 ;Baugrund; Versuche und Versuchsger versuch DIN 18137-2: 1990-12 ‘Baugrund; Versuche und Versuchsgerate — Bestim- mung der Schertestigheit — Triaxilversuch DIN 18196 Erd- und Grundbau — Bodenklassifikation far bau- technische Zwecke — Proctor- 3° Definitionen Fur die Anwendung dieser Norm gelten die folgenden Defintionen: 34 Durchflus Q Quotient aus dem Wasservolumen Vy, das eine bestimmte Querschnittslache A (Fesistofie und Poren) eines Probekirpers durchfleft und der dazu bendtigten Zeit £(siehe Bild 1) Ve a t Q Standrohrspiegethhe Fitterstein Probekérper mit Querschnittsflache A senkrecht 2ur Fliefrichtung Bild 1: Strémungsvorgang in einer Bodenprobe 3.2 Filtergeschwindigkeit 0 Quotient aus DurchfluB @ und zugehdriger Querschnits- fliche A senkrecht 2ur FieGrichtung @ 33. Standrohrspiegelhdhe Diejenige Wasserspiegelhone in einem bestimmten Qui schnit, die sich wahrend des. Somungsvorganges in finem — wirkichen oder gedachtan — genigand honen Fohr einstelt, das an diesen Querschnitt angeschlossen ist ohne die Svomung merkich2u siren (siehe Bld 1) 3.4 Hydraulischer Héhenunterschied /: Ditferenz zweier Standrohrspiegelhéhen in zwei Quer schnitten des Probekorpers (siehe Bild 1). 3.5 Hydraulisches Geféile i Quotient aus hydraulischem Hohenunterschied /r und der durchstromten Lange [ (Abstand der Ansatzpunkte der ‘Standrohe in FlieBrichtung) des Probekorpers: @ 3.6 Durchlssigkeitsbeiwert Quotient aus Filtergeschwindigkeit » und dem hydrau- lischen Getalle bei laminarer Durchstrémung des wassergesattigion Bodens — allgemein (FlieBigesetz von DARCY) k= 2 = const ® ANMERKUNG: Die Durchldssigkeit teilgesattigter Béden ist stets kleiner als die Durchlassigkeit gesattigter Biden (siehe auch Anmerkung 2 2u 85), 3.7 Durchlassigkeitsbereich Eine bestimmte Spanne von Durchléssigkeitsbeiverten. ANMERKUNG:: For bautechnische Zwecke werden {nf Durchiassigkeitsbereiche definiert (siehe Tabelle 1). Tabelle 1: Durchlassigkeltsbereiche in Abhangigkelt vom barclssigetspewert te Boraich unter 107° sehr schwach durchlassig 10° bis 10° schwach durchlssig ber 10°® bis 107+ durchlassig Uber 10°* bis 10°? stark durchlassig ber 10°? sehr stark durchissig 3.8 Versuchsklasse Klasse, in der Durchlassigkeitsversuche erfaSt werden, die unter jowails gleichen Bedingungen bezuglich Was- sersiitigung und Art der Strémung (siehe Tabelle 4) ablauten. Seite 3 DIN 18130-1 : 1998-05 ANMERKUNG: Die Versuchsklassen stufen die Durchlassigheitsversuche danach ein, in welchem Mate sie eine fehlertrele Bestimmung des Durch- lassigkeitsbeiwertes k des geséitigten Bodens ermagichen, 4 Bezeichnung Bezeichnung des Laborversuchs zur Bestimmung des Durchlassigkoitsbeiwerts an feinkornigem Boden im Kompressions-Durchlassigkeitsgerat (KD) mit Messung des hydrauiischen Gefélles in einem Standrohr (ES) und des Wasservolumens im Standrohr (ST) sowie mit stat- scher Belastung (SB) des Probekérpers, Versuchs- Klasse 3: Versuch DIN 18130 — KD — ES — ST—SB—3, 5 Versuchsgrundlagen 54 Allgemeines Der Durchiu8 und das hydrauiische Getle missen an der 2u untersuchenden Bodenprobe zuverlassig_ gemnessen werden konnen. Die Versuchsanordnung ist entsprechend 2u wahlen. Anhalispunktehierur geben die Karngrotenver- tellung und das Komngefige des Bodens. Des weiteren ist der EinfluB von Dichie, Beschatfenneit des Wassers und Sattigung des Porenraums zu beachten. Diese Bedingun- gen soliten im Versuch den Verhalnissen im Feld mogichst {teu angepast werden (siehe 5:3, 54 und 5.5), da sie von EinfuB auf das Ergebnis sind, Sie missen bei der Deutung des Versuchsergebnisses berucksichtigt werden und sind im Versuctsbericht zu nennen (siehe 8.4). Ergebnisse, dio aus unterschiediichen Versuchsanord- rnungen erhalten wurden, sind nur miteinander vergleich- bar, wenn die Versuchsenordnungen der Versuchs- Klasse 1 genigen. 5.2 KomgréBe, KorngréBenvertellung und Korngefiige Die Korngrote bestimmt dle Mindestabmessungen der Proben (sishe 58). Koingrotenverteilung und Korngetige drfen sich wanrend der Durchstrémung nicht verandern, ANMERKUNG: Feinkémige Proben sind in der agel schwacher durchlassig, grobkémige Proben starker durchlassig, Bei gleichem Korndurch- messer dg ist eine ungleichformige Probe bei sonst gleichen Verhaltnissen weniger durchlassig als ine gleichf6rmige. Auch kolloidale Eigen- schatten des Feinkorns kénnen die Durchlassig- keit herabsetzen, Fein- und gemischtkornige Baden haben bel Kro- melstruktur infolge der vorhandenen Grobporen eine gréSere Durchlassigksit als bei homogener Verteilung der Korner. Krimelstruktur ist bet gestorten und mit niecrigem Wassergehalt kunst- lich aufbereiteten fein- und gemischtkomnigen Proben zu erwarten, Geschichtote Biden und Béden mit platigen oder stabformigen Kémem mit bevorzugter Oriente: rung weisen parallel zur Schichtung oder der Komorientierung eine grORere Durchiassigkeit aut als senkrecht dazu Bei zu hohem hydraulischen Gefélle Kénnen ins besondere in gemischtkérnigen und stark durch- lassigen Boden Kornumlagerungen wahrend des \Versuchs 2u einer Veranderung der Durchlassig- ket fahren.