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EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE IN KÖNIGSBACH UND BILFINGEN

Gemeindebrief
Neues aus der Evangelischen Kirchengemeinde in Königsbach und Bilfingen
23. Ausgabe Herbst 2018

Wertvoll.

Gemeindebrief – Evangelische Kirchengemeinde in Königsbach und Bilfingen
EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser,
an einem Samstag im aktiven Dienst (S. 6); und natürlich noch viel mehr,
Juli schlendere ich neu- das wir für Sie zusammengetragen haben.
gierig über den belebten
Marktplatz in Königs- Viel Freude beim Lesen!
bach. Der Flohmarkt mit
seinen vielen Tischen
voller Krimskrams lässt
mich hoffen, womöglich
für ein paar Euromün-
zen eine gebrauchte Johannes Schwab, Gemeindediakon
Schallplatte zu ergat-
tern; in der Vergangen- PS: Als Berater und Co-Redakteur
heit hatte ich immer wieder das Glück, echte musika- dieser Ausgabe stand dem Redak-
lische Schätze in verstaubten Kartons zu entdecken. tionsteam dankenswerterweise
Claudius Schillinger mit Rat
Sie müssen wissen: der Klang dieser alten, runden und Tat zur Seite. Er arbeitet seit
Plastik-Dinger ist für mich deshalb ein so außerge- einigen Monaten als Referent für
wöhnlicher Genuss, weil er viel mehr Fülle und Öffentlichkeitsarbeit im Kirchen-
Bandbreite hat, und so auch mehr in mir zum bezirk Pforzheim-Land.
Schwingen bringen kann. Liegt dann auf dem Plat-
tenteller eine der wirklich großartigen Platten aus
meinen Kindheitstagen, dann werden oft dankbare IMPRESSUM
Erinnerungen aus jener Zeit wieder wach und le-
bendig. Wenn das geschieht, weiß ich wieder einmal: Herausgeber:
„Das war’s wert! Die Suche hat sich gelohnt!“ Evangelische Kirchengemeinde Königsbach
Redaktionsteam:
Wer nun kritisch die Stirn runzelt hat nicht ganz Un- Pia Carina Bauer, Ulrike Bauer, Claudius Schillinger (Referent für
recht: nüchtern betrachtet ist mein Schnäppchen Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenbezirk, V.i.S.d.P),
nur eine kleine Kostbarkeit. Was ich allerdings durch Johannes Schwab, Gottfried Zurbrügg
diesen „Schatz“ erlebe bedeutet mir viel, und gibt Erscheinungsweise: 3x jährlich
mir die Gewissheit, dass ich etwas wirklich Wertvolles
Druck:
gefunden habe. Erstaunlich, was alles auf Marktplät-
Hoch-Druck, 75203 Königsbach-Stein
zen zu finden ist - und sei’s auch nur die Erkenntnis: Auflage: 2.500 Stück
„Wertvoll ist das, was mir etwas bedeutet.“
Kontakt:
„Wertvoll“ – so lautet auch das Thema, mit dem wir Evangelisches Gemeindehaus Königsbach
Kirchstraße 5
Sie einladen, auf den folgenden Seiten auf Schatz-
75203 Königsbach
suche zu gehen. Sie werden dabei – so hoffen wir –
Evangelisches Gemeindezentrum Bilfingen
entdecken, was uns als Kirche in Königsbach und Jahnstraße 1
Bilfingen derzeit besonders wichtig ist. 75236 Kämpfelbach-Bilfingen
Soll heißen: was uns bewegt!
Titelbild: pixabay.com

Zum Beispiel, wie sinnvoll eine Zugfahrt per Anhal- Internet:
www.ek-koenigsbach.de
ter sein kann, in der Erzählung von und mit Gottfried
pfarramt@ek-koenigsbach.de
Zurbrügg (S. 4); die „Sabbatzeit“ unseres Pfarrers
Oliver Elsässer – informativ erklärt von Pfarrer i.R. Spenden- und Kontoverbindung:
Empfänger: Ev. KG Königsbach
Paul-Ludwig-Böcking, der sich uns bei dieser Gele- Bank: Sparkasse Pforzheim-Calw
genheit etwas näher vorstellt (S. 5); der Abschied IBAN: DE21 6665 0085 0000 9513 90
unserer langjährigen Organistin Helga Künzig aus dem BIC: PZHSDE66XXX

2 Gemeindebrief – Evangelische Kirchengemeinde in Königsbach und Bilfingen
ANDACHT

Was wir wert sind
„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu
achten und zu schützen ist Verpflichtung aller
staatlichen Gewalt.
Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unver-
letzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten
als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft,
des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.“
– Grundgesetz, Artikel 1, Absatz 1 und 2

Mit diesen Sätzen beginnt das schreibt im 1. Korintherbrief, Kapitel 6,20: „Ihr seid teuer
Grundgesetz der Bundesrepu- Gott garantiert erkauft!“ Nicht mit Gold, Euros oder Dollars, „sondern
blik Deutschland. Es sind gro- unsere Würde mit Christi heiligen, teuren Blut und mit seinem unschul-
ße, gewichtige Sätze, geschrie- digen Leiden und Sterben.“ (Martin Luther im Kleinen
ben vor dem Hintergrund der Katechismus). Wir sind als Menschen teuer erkauft. Wir
Erfahrung des Nationalsozialismus, als in Deutsch- sind Gott einen ganzen Christus wert. Das ist sozusa-
land und von Deutschland aus willkürlich Menschen gen „die Wertschöp-
ihrer Rechte und Würde beraubt, in großes Leiden fung,“ die jeden Unsere Würde gründet
gestürzt und umgebracht wurden. Die Würde eines Menschen so einzig darin, dass wir von Gott
Menschen ist unantastbar: das heißt, ohne Ein- macht: Wir sind Gott nach seinem Ebenbild
schränkung, ohne Relativierung, immer und überall! seinen Sohn Jesus geschaffen sind!
Christus wert!
Aber ist das selbstverständlich? Nein, die Würde des
Menschen war und ist zerbrechlich und gefährdet. Für Paulus folgt aus dieser Erkenntnis eine Verpflich-
Allein in diesem Sommer gab es genug Nachrichten, tung: Weil ihr Gott so wertvoll seid, dass er seinen
die einem das erschreckend bewusst machen: Der Christus für euch gibt, darum seid ihr Christus mit
Prozess von Staufen zu schwerstem Kindesmiss- Leib und Seele verpflichtet. Darum preist Gott mit
brauch lässt in einen Abgrund blicken – und es ge- eurem ganzen Leben! (1. Korinther 6,21) Also: stellt
schieht mitten unter uns! Chemnitz ist ein weiteres, euch Gott ganz und gar und sichtbar in diesem Leben
erschreckendes Stichwort mit seinem hemmungslo- zur Verfügung. Erweist euch nicht nur gedanklich und
sen Hass gegen alle Fremden und „geistlich“ als Christen, sondern
Ausländer. Der Kadaver des Na- handfest und konkret und in die-
tionalsozialismus zappelt kräftig! Das ist sozusagen „die Wert- sem Leben. Denn ihr seid teuer er-
Und ebenfalls empörend finde ich schöpfung,“ die jeden Menschen kauft, gehört nun ganz und gar zu
die europäische und deutsche Po- so einzig macht: Wir sind Gott Jesus Christus! – Wie prägt das als
litik, Menschen im Mittelmeer er- seinen Sohn Jesus Christus wert! Christen unsere politische Einstel-
trinken zu lassen, weil sie ja an- lung? Wo kommt das im alltägli-
geblich „nur“ Wirtschaftsflücht- chen Leben bei uns und in unserer
linge sind und denen, die auch noch „auf dem Gesellschaft vor? Wer steht dafür ein? Wir leben heu-
Sprung“ sind, als abschreckendes Beispiel dienen sol- te in einer Zeit mit vielen Herausforderungen. Auch
len. Etwas Besseres fällt dem ehemals „christlichen uns sagt die Bibel:„Ihr seid teuer erkauft! Darum ehrt
Abendland“ als Politik nicht ein? Und dazu klatschen Gott mit eurem Leben!“
Leute in unserem Land Beifall?! Ja, geht's noch? „Die Pfarrer Oliver Elsässer
Würde des Menschen ist unantastbar.“ – Aber wer
garantiert das? Die Bibel sagt: Gott selbst!

Wir sind Gott seinen Sohn wert
Unsere Würde gründet darin, dass wir von Gott nach
seinem Ebenbild geschaffen sind! Und ihm, dem
Schöpfer, sind wir etwas wert! Der Apostel Paulus

Gemeindebrief – Evangelische Kirchengemeinde in Königsbach und Bilfingen 3
ZWISCHENRUF
KIRCHENGESCHICHTE

Einfach mal anhalten
Da steht doch jemand an den Bahngleisen und Verlass einfach einmal die gewohnten Gleise
hält den Daumen heraus, als ob er ein Auto an- Es ist gut, einmal die gewohnten Gleise zu verlassen.
halten würde! Das geht doch gar nicht – oder hat Ein Touristenführer in Südafrika erzählte: „Bei uns füh-
der Zug wirklich gehalten? ren die Gleise immer geradeaus, stundenlang. Ich war
Lokführer und habe meinen Dienst gerne getan, aber
Der Zug hat wirklich gehalten, lieber Leserinnen und dann reizte es mich doch, einmal eine Kurve zu fahren.
Leser, denn das Geheimnis ist ganz einfach. Bei Regio- Ich quittierte meinen Dienst und wurde Busfahrer.“ In
nalzügen gibt es die Bedarfshaltestelle und da muss Südafrika kein Problem. Nun führte er Reisegruppen
man zeigen, dass man mitfahren möchte. Die lustige durch den Busch – zu Fuß oder im Jeep – wieder ganz
Idee, sich hinzustellen und so zu tun, als trampe man neue Erfahrungen. „Das muss man mögen“, sagte man
mit dem Zug, kam mir, weil es in der Nähe von Berlin mir und ich habe gut verstanden. Aber den Zug der Zeit
war, wo ich in Caputh für vier Wochen als Pfarrvertreter einmal anhalten, um auszusteigen?
den Dienst versah. Berlins größter Bahnhof ist der „An-
halter Bahnhof“. Gemeint ist Sachsen–Anhalt und Wir machen alle die Erfahrung, dass die Zeit immer
nicht, dass man dort mit den EC–Zügen trampen könne. schneller läuft. Es ist nicht nur das Alter, das mich das
Eine nette Idee, oder? Aber auch mehr! Warum nicht so erfahren lässt. Die Kommunikation wird immer
einmal wagen, den Zug anzuhalten! Christian Morgen- schneller, die Termine immer enger, das Fernsehpro-
stern (1871–1914) dichtete: „Wer wagt es sich donnern- gramm immer fordernder und da bleibt oft keine Zeit
den Zügen entgegenzustellen? Die kleinen Blumen auf mehr zum Anhalten. Es ist geradezu gewünscht, dass
den Schwellen.“ Sie können das, was ich nicht könnte wir nicht anhalten, denn wer innehält, der wird nach-
und auch nicht wagen dürfte. Aber einmal auf den Zug denklich: Muss das alles so sein? Muss man stets kau-
springen, der mich aus dem Alltag reißt und mich in fen oder im Internet Informationen sammeln? Muss
ganz neue Welten bringt. Warum nicht? ich immer auf das Handy schauen und viel zu wenig
meiner Partnerin in die Augen? Viel zu selten ein Ge-
spräch über den Gartenzaun führen, weil alle die Dau-
men über das Handy gleiten lassen.

Es lohnt sich gerade in unserer Zeit,
einmal anzuhalten, auszusteigen, sich umzuschauen!
Unser Leben ist der Zeit unterworfen. Wir verändern
uns mit ihr, aber in einem ganz anderen Rhythmus von
Tagen, Wochen oder gar Jahren. „An den Kindern und
Enkeln merkt man, dass man älter wird“, sagen wir. Da
sind Jahre angesprochen, die wie im Flug vorbeiziehen,
wenn wir nicht aufpassen. „Was da vergeht, das ist mein
Leben“, singt der Liedermacher Reinhard Mey über die
Zeit. Zeit ist kostbar, ja, das stimmt. Zeit ist mehr als
Geld. Zeit ist ein Geschenk, wenn wir sie nutzen.

Also – mal die Zeit anhalten, mal auf den Zug springen
und neue Erfahrungen machen, aber auch ankommen!
Auch das braucht Zeit! Ankommen und zuhause sein
und die Züge einfach vorbeifahren lassen. Auch das
haben wir am „Anhalter Bahnhof“ getan – und es hat
sehr gut getan, Zeit zu haben.
Gottfried Zurbrügg
Foto: Privat

4 Gemeindebrief – Evangelische Kirchengemeinde in Königsbach und Bilfingen
KIRCHENGESCHICHTE
WIR STELLEN VOR

Foto: Privat
Der Pfarrer ist dann mal weg ...
Die Evangelische Kirche in Deutschland hat auf-
grund statistischer Angaben die Wochenarbeits-
zeit von Pfarrerinnen und Pfarrer mit 55 Stunden
angesetzt: Sonntagsgottesdienst, Trauerfeiern,
Taufen, Trauungen und die entsprechenden Ge-
spräche dazu, Religionsunterricht, organisatori-
sche Gemeindeleitung und -koordination, ge-
meindliche Gremien und Sitzungen, Mitarbeiter-
gespräche, Besuche, Konflikte, übergemeindliche
Gremien, Papiere lesen und erstellen usw. Viele
Pfarrerinnen und Pfarrer arbeiten weit über die
55 Stunden hinaus.

Nach 20 bis 30 Dienstjahren hat dann mancher auch
einmal eine längere Dienstpause verdient. „Sabbati-
cal“ genannt. Jedenfalls hat sich unser Königsbacher
Gemeindepfarrer Oliver Elsässer entschlossen, eine
solche Auszeit beim Dekan und dem Kirchengemein-
derat zu erbitten. Die Genehmigung liegt vor. Und
darum ist vom 1. September bis 28. Februar Oliver El-
sässer nicht in der Kirchengemeinde Königsbach tä-
tig. Wir gönnen es ihm.

… und ein anderer ist da!
Und nun? Durch persönliche Kontakte von Pfarrer
Oliver Elsässer und Pfarramtssekretärin Doris
Schmidt wurde ich – Ruhestandspfarrer Paul-Ludwig ver für den Niedersächsischen EC-Verband, zehn
Böcking aus Pforzheim – zur Unterstützung und Be- Jahre CVJM-Generalsekretär beim CVJM Landesver-
ratung in Königsbach aktiviert. Mit Zustimmung des band Baden und bin dadurch zum Pfarrdienst ordi-
Dekans und des Kirchengemeinderates bin ich, Paul- niert worden. Nach viereinhalb Jahren als Leiter des
Ludwig Böcking, seit 1. September zur Unterstützung Landeskirchlichen Gemeinschaftsverbandes in Bay-
und Beratung in Königsbach stunden- und tageweise ern war ich von 2007 bis 2015 Gemeindepfarrer in
im Einsatz. Zweimal im Monat halte ich den Sonn- Eutingen. Meine geistliche Heimat ist der CVJM und
tagsgottesdienst. Ich leite die Sitzungen des Kirchen- das freie Werk in der Landeskirche. Ich bin Jesus- und
gemeinderates und die Mitarbeitertreffen und berate Bibel- und Menschenfan. Ich denke gerne und predi-
in allen anliegenden Fragen. Ich führe Taufen und ge mit Leidenschaft und Bodenhaftung, um Men-
Mitarbeitergespräche durch und halte nach Möglich- schen für Jesus zu gewinnen. Dafür hänge ich mich
keit den Kontakt zu den Vereinen, Gruppen und Tref- im CVJM Eutingen, in drei Hauskreisen und in der
fen der Kirchengemeinde. Die Trauerfeiern halten die Christusbewegung Baden rein. Ich liebe alles, was mit
Pfarrerinnen und Pfarrer der Nachbargemeinden und Bewegung an der frischen Luft zu tun hat: Joggen,
Prädikanten. So weit es mir möglich ist, stehe ich zu Fernwandern, Skifahren usw. Kinder und Freunde
Gesprächen zur Verfügung. besuchen, Gespräche mit Menschen und Vereins-
„Feschdle“ und deutsche Kultur und Geschichte –
Noch ein paar Angaben zu meiner Person. Ich bin 70 das gefällt mir. Fit, fromm, frei oder „Deo servire,
Jahre alt und fühle mich fit. Seit sieben Jahren bin ich summa libertas – Gott zu dienen, ist die größte Frei-
verwitwet. Wir haben vier erwachsene Kinder in heit“ – das bin ich.
Hamburg, Zürich und Dachau und einen Enkel. Ich
war fünf Jahre Jugendreferent in Bielefeld, 16 Jahre Vielleicht sehen wir uns einmal.
leitender Referent im Landesjugendpfarramt Hanno- Pfarrer i. R. Paul-Ludwig Böcking

Gemeindebrief – Evangelische Kirchengemeinde in Königsbach und Bilfingen 5
VERABSCHIEDUNG HELGA KÜNZIG

Foto: Privat
Wenn die Organistin bei einer
Beerdigung ein Volkslied spielt
Am Sonntag, 15. Juli, verabschiedete die Bilfinger
Gottesdienstgemeinde im „Gottesdienst im Grü-
nen“ ihre langjährige Organistin Helga Künzig.
Über 40 Jahre, nämlich seit 1976, hat sie für die
Evangelische Kirchengemeinde den Orgeldienst
versehen.

Pfarrer Oliver Elsässer bedankte sich gemeinsam mit
Sonja Lott und Margret Müller mit einem Blumen-
strauß und einer kleinen Aufmerksamkeit für die vie-
len Jahre treu geleisteten Dienstes.

In der Regel spielte Helga Künzig zweimal im Monat
im Sonntagsgottesdienst, darüber hinaus auch bei
Hochzeiten und Beerdigungen. Bis vor wenigen Jah-
ren vertrat sie noch bei solchen Anlässen in Königs-
bach. In Bilfingen war Helga Künzig insofern eine Art
„Institution“, weil sie auch für die katholische Kir-
chengemeinde die Beerdigungen an der kleinen Or-
gel in der alten Kirche begleitet hat.

In seinem Dankwort sagte Pfarrer Oliver Elsässer:
„Als junge Frau hat Helga Künzig in einer Band ge-
spielt, Tanzmusik, so hat sie mir einmal erzählt, und
ich meine, wenn sie heute jung wäre, dann würde sie
bestimmt eine eigene Band leiten und wäre ‚eine
ganz coole Socke’“.

Ich kann das als Pfarrer nur so unkonventionell und
salopp ausdrücken, weil ich finde, dass Helga Künzig
sehr vielseitig und gekonnt und vor allem mit Augen-
zwinkern mit ihrem Instrument umging. Sehr spon-
tan konnte sie als Nachspiel auch mal ein Volkslied
oder ein paar Takte aus einem Schlager spielen … Ich
erinnere mich an die Beerdigung eines Mannes, der
aus Ostpreußen stammte, und am Ende spielte sie
dem Verstorbenen zu Ehren spontan das 'Ostpreu-
ßenlied' – das Pendant zum Badener-Lied. Sie war
musikalisch vielseitig, humorvoll – und absolut zu- Es ist gut und an der Zeit, dass sie jetzt nach über
verlässig! Inzwischen fällt ihr das Gehen schwer, und vierzig Jahren aufhört. Aber ich werde sie vermissen.
ihre Kinder mussten sie zur Kirche fahren, was be- Und die Gemeinde in Bilfingen hat ihr viel zu danken,
stimmt oft nicht immer einfach zu bewerkstelligen weil sie zu den Menschen gehört, die ein Ehren- oder
war. Aber wenn Helga sagte, sie spielt, dann brauchte Nebenamt sehr gewissenhaft und mit Freude aus-
man sich keinerlei Gedanken machen. Sie war dann üben. Nochmals: Danke, liebe Helga!
bestimmt da. Pfarrer Oliver Elsässer

6 Gemeindebrief – Evangelische Kirchengemeinde in Königsbach und Bilfingen
CVJM KÖNIGSBACH-BILFINGEN

Dorffest: Mit Genuss die
Gemeindearbeit unterstützt

Mit rund 80 Mitarbeitern an sieben Ständen blicken wieder einen großen Flohmarkt mit allerlei schönen
wir auf ein erfolgreiches Dorffest-Wochenende in Dingen zum Stöbern und Feilschen! Auch hier noch-
diesem Jahr zurück. mals vielen Dank für alle Sachspenden.

Bei uns konnte man leckere Flammkuchen und Crêpes Auf diesem Weg bedanken wir uns von ganzem Her-
in vielen Variationen genießen, eine kleine Pause bei zen bei allen Helfern für die großartige Unterstützung!
Kaffee und Kuchen einlegen oder sich natürlich beim Wir sind jedes Mal überwältigt und können nur stau-
Torwandschießen sportlich beweisen. Bei letzterem nen, wie ihr mit dazu beitragt, dass unsere Jugendar-
gab es tolle Preise zu gewinnen. Auch die Kleinen und beit so umfassend möglich ist! Daher:
Kleinsten kamen beim Kinderschminken, Dosenwer-
fen und Schatzgraben nicht zu kurz. Traditionell gab es VIELEN DANK an alle fleißigen Helfer, Auf- und
Abbauer, Schichtenübernehmer, Springer, Einkäu-
fer, Teigrührer, Soßenmacher, Flohmarkt(ver)käu-
fer, Kinderschminker, Kuchenbäcker ...
Pia Bauer, CVJM Königsbach-Bilfingen

Ein Sommernachtstraum

Drei weitere erfolgreiche Aufführungen folgten am
Samstag und Sonntag. Es wirkten 13 Jugendliche im
Alter von 14–16 Jahren mit, die alle eine außerordent-
liche schauspielerische Leistung boten.

Von Herzen möchten wir uns bei allen Mitwirkenden,
bei den vielen helfenden Händen und Unterstützern,
und bei den knapp 300 Zuschauern bedanken. Allen
voran Dagmar Brade, die dieses Projekt plante,
leitete und durchführte. Die Aufführungen
war erstklassig und allesamt ausverkauft.
Am vorletzten Wochenende Pia Bauer, CVJM Königsbach-Bilfingen
im September war es end-
Fotos: Privat

lich soweit: unser Jugend-
theaterprojekt führte mit
dem Stück von William
Shakespeare „Ein Sommer-
nachtstraum“ am Freitag-
abend die lang ersehnt Pre-
miere auf.

Gemeindebrief – Evangelische Kirchengemeinde in Königsbach und Bilfingen 7
TERMINE

Termine Kreise und Gruppen

enschen
Angebote für junge M
d große Kinder
Angebote für kleine un Jugendkreis Alive
har (1.–4. Klasse) Ort: Jugendschuppen
Kleine Mädchenjungsc
Königsbach Zeit: Mi. 19.00–21.00 Uh
r
Ort: Ev. Gemeindehaus
17. 30 Uh r vin Bau er, Na talie Hirschbach
Zeit: Fr. 16.00– Leitung: Ke
Alicia Teuscher,
Leitung: Mara Schanz, and me“
r Jugendkreis JAM „Jesus
Victoria Wagne
Ort: Jugendschuppen
har (5.–7. Klasse) Zeit: Di. 19.15 Uhr
Große Mädchenjungsc
Königsbach Leitung: Alexander Bai
er
Ort: Ev. Gemeindehaus
18. 00 Uh r
Zeit: Fr. 16.30– nst
er, Lina Haible, ABBA Jugendgottesdie
Leitung: Marlena Elsäss Ge me ind eha us Königsbach
Ort: Ev.
Chiara Tomka 18. 00 Uhr, s. Homepage
Zeit: 5x im Jahr, So.
(1.–4. Klasse) Leitung: Anne Hirschbac
h
Kleine Bubenjungschar
us Königsbach
Ort: Ev. Gemeindeha kreis
30 Uh r Meet&Chill Mitarbeiter
Zeit: Di. 17. 00– 18.
’s Hü tte (Brettener Straße 10)
Nicolas Schmidt, Ort: Onkel Tom
Leitung: Samuel Brade, 00 Uhr, s. Homepage
Zeit: 1x im Monat, Mi. 19.
Jonas Schwab a Hir sch bac h
Leitung: Monik
(5.–7. Klasse)
Große Bubenjungschar
och -Sc hule
Ort: Johannes-Sch
. 16. 00– 17. 30 Uh r
Zeit: Do
Tobias Kühner,
Leitung: Philipp Haas,
Lucian Ro the n Laterne, Latern
e ...
sse)
Scoutjungschar (3.–7. Kla Laternenumzu
g
Ort: wechselnd der Elternausz
eit
he Amtsblatt
Zeit: 1. Sa. im Monat, sie Treffpunkt Ev.
der Bai er Gemeindehaus
Leitung: Alexan
Königsbach
So. 11.11.18 um
17
.00 Uhr
Musik Bei jedem Wette
r!
Kirchenchor
Königsbach
Ort: Ev. Gemeindehaus Sport
Zeit: Di. 20. 00 Uh r
Leitung: Silke Lindörfer Sportkreis
-Schule
Ort: Johannes-Schoch
Posaunenchor Fr. 19. 00– 21. 00 Uh r
Königsbach Zeit:
Ort: Ev. Gemeindehaus Leitung: Adrian Sm ets ers
Zeit: Do. 20.00 Uh r
r Indiaca
Leitung: Dr. Irene Rössle Königsbach
Ort: Bildungszentrum
30– 21. 00 Uh r
Zeit: Mo. 19.
tun g: Seb ast ian Ku ste rer
Lei
in
d Kle Seniorengymnastik
r o ß un
st für
G nen Ort: Ev. Gemeindehaus
sdien terin
Gotte M i tarbei usetreff, Zeit: Di. 9.00 Uhr
mit ä
insam st, M d Leitung: Ingrid Neumann
sdien
geme dergotte uppe) un
in lgr t Teakwon Do
des K (Krabbe rnauszei -Schule
lte
bach Ort: Johannes-Schoch
der E
e K önigs Leitung: Jürgen Kö hle r
rch 00–17.50 Uhr
g. Ki hr Kinder 5–7 Jahre: Di. 17.
Evan 8, 10
.00 U 3 Jah re: Di. 15. 45–16.55 Uhr
.1 2 .1 Kinder 8–1
So. 2 J.: Di. 19. 25–20.30 Uhr
Jugend/Erw. ab 13
14 Jahren)
X-Do (Jugend/Erw. ab
ann es- Sch och -Schule
Ort: Joh
15 Uh r
Zeit: Di. 18.10–19.
Leitun g: Jür gen Kö hle r
ab 14 Jahren)
Krav Maga (Jugend/Erw.
Sch och -Sc hule
Ort: Johannes-
Di. 20. 35– 22. 00 Uh r
en igs ba ch .de Zeit:
Ho me pa ge : ww w. ek -ko Leitung: Jürgen Köhler

8 Gemeindebrief – Evangelische Kirchengemeinde in Königsbach und Bilfingen
TERMINE

Kontaktdaten erfragen Sie bitte beim
Ev. Pfarramt in Königsbach
Tel: 2340 oder pfarramt@ek-koenigsbach.de

Angebote für Erwachsene
Angebote für Familien
Gebetskreis
Zeit: Di. 8.00 Uhr Krabbelgruppe
Leitung: Monika Hirschbach Ort: Ev. Gemeindehaus Königsbach
Zeit: Di. 10.00 Uhr
Frauenbibelkreis (AB-Verein) Leitung: Sarah Endlein, Natalie Hirschbach
Ort: Wössinger Straße 17 a
Zeit: 2x monatl. Mi., 9.45 Uhr Offener Spielekreis
Leitung: Annette Mall Ort: Ev. Gemeindehaus Bilfingen
Zeit: 14-tägig, s. Amtsblatt
Biblische Themenabende (AB-Verein)
Ort: Wössinger Straße 17 a Mäusetreff (0 – 4 Jahre)
Zeit: 2. Mi. im Monat, 19.30 Uhr Ort: Ev. Gemeindehaus Königsbach
Leitung: Annette und Reinhard Mall Zeit: 1x im Monat, So. 10.00 Uhr
Leitung: Ulrike Seemann
Bibelgesprächskreis (AB-Verein)
Ort: Wössinger Straße 17 a Kindergottesdienst (4 –13 Jahre)
Zeit: So. 19.30 Uhr Ort: Ev. Gemeindehaus Königsbach
Leitung: Annette und Reinhard Mall Zeit: 14-tägig, So. 10.00 Uhr,
s. Homepage oder Amtsblatt
Frauengesprächskreis Leitung: Sylvia Siebenmorgen
Ort: Ev. Gemeindehaus Königsbach Termine:
Zeit: 1x monatl. 9.30 –11.00 Uhr • 7.10.18, 9.45 Uhr
Donnerstags, bitte Amtsblatt oder Kindergottesdienst mit Erntedankfeier/Mäuset
Homepage beachten reff
• 21.10.18, 9.45 Uhr
Kindergottesdienst
Lobpreis- und Gebetsabend
• 4.11.18, 9.45 Uhr
Ort: Onkel Tom’s Hütte (Brettener Straße 10)
Kindergottesdienst (Herbstferienwoche)/Mäusetr
Zeit: 6x im Jahr, Fr. 19.00 Uhr, s. Homepage eff
• 18.11.18, 9.45 Uhr
Leitung: Tobias Schwender
Kindergottesdienst
Bibel-Art-Journaling • 2.12.18, 9.45 Uhr
Ort: Ev. Gemeindehaus Königsbach Familiengottesdienst am 1. Advent/Mäusetre
ff
Zeit: geplant: ein Wochenende im • 16.12.18, 9.45 Uhr
Herbst, s. Amtsblatt Kindergottesdienst am 3. Advent
Leitung: Meike Szekeresch • 23.12.18, 9.45 Uhr
Kindergottesdienst mit Weihnachtsfeier/Mäusetr
Frauenfrühstück eff
Ort: Ev. Gemeindehaus Königsbach ELTERNausZEIT
Zeit: 17.11.2018 um 8.45 Uhr Aktiv mit der Familie Zeit verbringen, Infos über
eltern-
Leitung: Manuela Wiedemann auszeit@gmail.com
Leitung: Meike Szekeresch
Hauskreise
Alle Infos zu unseren Hauskreisen erhalten
Sie auf An-
frage im Pfarramt, Tel. 07232 2340 oder auf
unserer
Homepage. Angebote in Bilfingen
Gemischte Jungschar (1.–4. Klasse)
Ort: Gemeindezentrum Bilfingen
Zeit: Mi. 17.00 –18.30 Uhr
Leitung: Taran Forte

m Essen Kaffeetassenmorgen (Frauengesprächskreis)
Gemeinsa Ort: Gemeindezentrum Bilfingen
ss
nausschu Zeit: jeden 2. Montag im Monat
der Missio si e
bekocht Ansprechpartner:
Elke Krinzessa und Christa Pasenau
eindehaus
Foto: Stephanie Hofschlaeger, pixelio.de

Evang. Gem ach
Kön ig sb Gitarrenkreis
0 Uhr Ort: Gemeindezentrum Bilfingen
8 um 12.0
So. 11.11.1 Zeit: 14-tägig Mittwochs, 18.00 Uhr
erd aus –
ie Ihren H
Leitung: Elke Krinzessa und Christa Pasenau
„Lassen S emeindehaus“
d k om m en ins G Knoddelkränzle
un
Ort: Gemeindezentrum Bilfingen
Zeit: letzter Mittwoch im Monat; 14.00 –16.0
0 Uhr
Ansprechpartnerin: Margarete Müller

Gemeindebrief – Evangelische Kirchengemeinde in Königsbach und Bilfingen 9
BERICHT VOM MITARBEITERTAG

Vom Wert der Gastfreundschaft
„Da fühl ich mich wohl – gastfreundliche Gemeinde sein und werden“

Menschen zu teilen und selbst bei Gott zu Gast sein.
Das heißt, seinen Segen zu empfangen und Gottes Ge-
meinschaft in Gruppen und Kreisen zu erleben.
• Gastfreundschaft bedeutet,
sich an den Gästen auszurichten.
Welche Bedürfnisse haben unsere Besucher und Mit-
arbeiter? Welche Gelegenheiten schaffe ich, damit sich
Menschen angesprochen fühlen.
• Gastfreundlich sein bedeutet,
sich auf den Weg zu machen.
Nicht warten, dass die Menschen kommen, sondern
dahin gehen, wo die Menschen sind.
• Gastfreundlich sein heißt, zu Gott einzuladen.
Am Samstag, 23. Juni, war im evangelischen Ge- Gemeinde als Station oder Oasen auf dem Weg zum
meindehaus in Königsbach viel geboten. Ziel sehen. Die Menschen zu unterstützen, ihren eigenen
Glauben zu finden.
Bereits im Vorfeld hatte sich der Mitarbeiterausschuss mit • Gastfreundlich sein heißt,
der Referentin unserer Landeskirche, Dr. Silke Obenauer dass der Gast auch ablehnen darf.
getroffen um sich intensiv mit dem Thema zu befassen. Ein Angebot kann angenommen aber auch abgelehnt
Wir wurden positiv überrascht, wie vielfältig dann die An- werden. Dabei dennoch vertrauen, dass Gott wirkt.
meldungen waren: Jung und Alt, aus den verschiedensten • Gastfreundliche Gemeinde vertraut auf den
Gruppen und Kreisen unserer Gemeinde. rechten Zeitpunkt.
In vier thematischen Einheiten gingen wir im Laufe des Sie fragt: Was ist jetzt unser Auftrag?,
Tages der Frage auf den Grund, was unsere Gemeinde und ergreift Gelegenheiten beim Schopf.
gastfreundlich und einladend werden lässt. Im ersten Teil
machte uns Silke Obenauer auf die stark veränderte ge- Fazit „Gastfreundliche Gemeinde“
sellschaftliche Situation aufmerksam. Säkularisierung, Die innere Haltung der Mitarbeiter ist entscheidend.
Multioptionsgesellschaft, Individualisierung, Mobilität und Es gilt, bei den Menschen die Sehnsucht nach Gott zu
Digitalisierung stellen die Kirchengemeinden vor große wecken. Sich mit den Menschen auseinanderzuset-
Herausforderungen. Sie wies darauf hin, dass das Hin- zen. Gemeinsam Antworten zu suchen. Ungewöhnli-
schauen und sich mit den gebotenen Realitäten auseinan- ches auszuprobieren. Nicht die Zahl der Anwesenden
derzusetzen, schon der erste Schritt sei, sich den Verände- ist entscheidend, die Güte der Begegnung zählt.
rungen zu stellen. Dabei ist die Treue der Mitarbeiter, die Zum Abschluss sollten gemeinsam Vorhaben benannt
Jesus Christus im Blick haben, von großer Bedeutung. Die- werden, die in der Gemeinde konkret umgesetzt wer-
sen Herausforderungen kann man aber auch mit Mut zu den können. Genannt wurden:
neuen Ideen und ungewöhnlichen Aktionen begegnen. • Begrüßungs- und Verabschiedungsteams
für Gottesdienste berufen
Sechs Thesen • Kirchkaffee als regelmäßiges Angebot
Anhand von sechs Thesen wies uns die Referentin auf die nach dem Gottesdienst
Haltung, die eine gastfreundlichen Gemeinde ausmacht, • offenes Angebot, um als Gemeinde
hin und gab Tipps zur praktischen Umsetzung: zusammen zu kommen (s.u.)
• Gastfreundschaft als Haltung • Schnittstellen fördern zwischen den Kindergottes-
Eine benediktinische Tradition sagt aus: „Die Tür ist diensten, Jungscharen und Familiengottesdiensten
offen, das Herz noch viel mehr“. In jedem Gast nehmen • den Kindergottesdienst stärker ins Bewusstsein
wir Jesus Christus auf. der Gottesdienstgemeinde rücken
• Gastfreundschaft gehört zum Wesen Gottes. • Jungschar- bzw. Jungschar-Familientage anbieten
Die Sehnsucht und Leidenschaft Gottes nach den • Gebetskreise fördern

10 Gemeindebrief – Evangelische Kirchengemeinde in Königsbach und Bilfingen
BERICHT VOM MITARBEITERTAG

Fotos: Privat
Als Ergebnis des Mitarbeitertags vom 23. Juni 2018
soll es ein offenes Angebot für die ganze Gemeinde
geben, das jeweils eine Gruppe der Gemeinde ge-
staltet. Im September wurde ein Brief an alle Gruppen
und Kreise versandt, der um Beteilung für dieses Pro-
jekt bittet. Dieses offene Angebot könnte z. B. ein
Spieleabend, ein Lobpreisabend, eine Bastelaktion,
eine Gebetsnacht, ein Kinoabend ... sein.
Grillabend & Public Viewing
Mit einem gemütlichen Grillabend und Public Viewing
Die konkrete Idee mit Angabe von Wunschdatum
des Vorrundenspiels Deutschland:Schweden, klang der
und Verantwortlichem senden Sie bitte an eltern-
Tag trotz der Niederlage unserer Nationalmannschaft
auszeit@gmail.com oder das Pfarramt pfarramt@ek-
in bester Stimmung und sehr gelöst aus.
koenigsbach.de. Wir freuen uns auf Ihre Ideen!
An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich bei al-
len Teilnehmenden, Verantwortlichen und Helfenden.
Ulrike Bauer

VERSCHIEDENE ANGEBOTE IM HERBST UND ADVENT

stand präsent. Angeboten wurden in jedem Jahr, und
werden auch in diesem Jahr, selbst hergestellte Bastel-
arbeiten und aufwendige Handarbeiten. Diese werden
alle in ehrenamtlicher Arbeit angefertigt. Über die Jahre
hat sich eine Gruppe zusammengefunden, das Knod-
delkränzchen, die sich das ganze Jahr über einmal im
Monat zusammenfindet, Gemeinschaft pflegt und Vor-
bereitungen für den Weihnachtsmarkt trifft.

Ein weit gefächertes Ange-
bot erwartet Sie am Stand
der Kirchengemeinde von
A wie Angels aus Papier, G
Weihnachtsmarkt Bilfingen wie gestrickte Socken, L wie
Lavendelstäbe, T wie Trok-
„Alle Jahre wieder …“ – seit 20 Jahren, am ers- kenfrüchte, Q wie Quitten-
ten Adventwochenende, kann sich Jung und marmelade bis Z wie zauber-
Alt beim Bilfinger Weihnachtsmarkt auf die Vor- hafte Geschenke und vieles
weihnachtszeit einstimmen. In und rund um die alte mehr. Mit jedem Wunsch den Sie sich selbst erfüllen, hel-
Kelter findet man die unterschiedlichsten Angebote fen Sie an anderer Stelle. Der Erlös kommt zu einem Teil
kulinarischer Art, aber auch zahlreiche Bastelarbei- der Kinderklinik Schömberg und zum anderen dem Kin-
ten und Kunsthandwerk. derhospiz Sterneninsel zugute. Der Bilfinger Weihnacht-
markt hat sich über die Jahre zu einem besonderen Ort
Viele der örtlichen Vereine, die Grundschule und die der Begegnung entwickelt. Wir würden uns freuen,
Kindertagesstätte engagieren sich, nicht nur in Form ei- auch Sie in diesem Jahr am 29. und 30. November auf
nes Standes, sondern bereichern das Angebot durch Be- dem Weihnachtmarkt, insbesondere am Stand der
teiligung am Rahmenprogramm. Die evangelische Kir- Kirchengemeinde, begrüßen zu dürfen.
chengemeinde ist von Anfang an mit einem Verkaufs- Antje Konrad

Gemeindebrief – Evangelische Kirchengemeinde in Königsbach und Bilfingen 11
VERSCHIEDENE ANGEBOTE IM HERBST UND ADVENT

Adventsfenster Frauenfrühstück

Warten – Innehalten – Die Tage werden
Gemeinsam Zeit kälter und kürzer
miteinander verbringen und es beginnt die
Zeit der Gemüt-
Das Adventsfenster ist ein lichkeit.
lebendiger Adventskalen-
der, bei dem sich Jung und Alt Wir laden alle Frau-
in der Zeit vom 1. bis 23. De- en, ob jung, ob alt,
zember immer um 18 Uhr vor einem Fenster in Königs- herzlich zu einem
bach treffen. Dort wird gemeinsam gesungen und schließ- gemütlichen Frau-
lich das für diesen Tag gestaltete Fenster geöffnet. Zudem enfrühstück am
wird eine Geschichte, ein Gedicht, ein Lied oder vielleicht Samstag, 17. No-
etwas ganz anderes vorgetragen. Bei Punsch, Tee und ei- vember, um 8.45
nem Keks soll der Abend dann gemütlich ausklingen. Uhr ins evangeli-
• Datum und Ort entnehmen Sie bitte sche Gemeinde-
dem Gemeindeblatt. haus ein. Es erwartet Sie wieder eine entspannte, ge-
mütliche Atmosphäre in schönem Ambiente, liebevoll
gedeckte Tische, ein tolles Buffet, kleiner Bazar mit
Offener Spielkreis wunderschönen Geschenkideen, schöne musikalische
Umrahmung sowie eine liebevolle Kinderbetreuung.
In der kalten Jahreszeit laden wir an folgenden Ta- Nicht zuletzt haben wir dieses Mal die bekannte Re-
gen ein zum Offenen Spielkreis im evangelischen ferentin Cornelia Mack bei uns zu Besuch. Sie spricht
Gemeindezentrum Bilfingen zu dem Thema: „Die Jahreszeiten unseres Lebens“.
Das Frauenfrühstücksteam freut sich auf dich.
• 25.10.2018 • 10.1.2019
• 8.11.2018 • 24.1.2019
• 22.11.2018 • 7.2.2019
• 6.12.2018 • 21.2.2019
• 20.12.2018 • 14.3.2019
18 Uhr Advents- • 28.3.2019
fenster in Königsbach

Jeweils ab 15.30 Uhr bis 17 Uhr.
Kontakt: offenerspielkreis@gmx.de

Wort & Whisky

Ein Abend mit Bibelworten,
Impulsen und maßvollem
Whiskygenuss

• Samstag, 17. November,
18 Uhr im evangelischen
Gemeindehaus.
• Teilnahme nur nach Anmeldung.
• Bitte Aushänge und Mitteilungsblatt beachten.
• Kontakt: ferdinand.szekeresch@gmail.com

12 Gemeindebrief – Evangelische Kirchengemeinde in Königsbach und Bilfingen
SPENDEN FÜR DAS KIRCHENDACH

Fotos: Privat
Jahrgang 1940/41 überreicht 300 Euro als Spende
für das Kirchengebälk

Interessiert steigen sie mit Pfarrer Oliver Elsässer
auf den Dachboden der Kirche, die versammelten
Frauen und Männer des Jahrgangs 1940/41 aus
Königsbach.

Interessiert, weil sie sehen wollen, wo es denn krankt
am Dachgebälk. Oliver Elsässer zeigt ihnen einige
Stellen, wo man deutlich die Spuren von Fäule und
Fraß im Gebälk sehen kann. Und sie sehen auch an
den bereits reparierten Balken, wie die Zimmerei
dann vorgehen wird. Verständnis für die Notwendig-
keit der Reparatur und die Höhe der Geldmittel
wächst. Die Verbundenheit mit dem Kirchengebäude
ist sowieso groß: „Die Kirche ist für uns alle ein Wahr-
zeichen, und wenn wir von einer Reise oder vom Ur-
laub kommen, grüßt uns die Kirche schon von wei-
tem“, sagten Hermann Dürrler und Hildegard Weg- ahmer findet wie bei der Restaurierung der Orgel
ner, die im Namen des Konfirmandenjahrgangs eine 2013. Mit Lied und Gebet und Segen verabschiedeten
Spende von 300 Euro an Oliver Elsässer überreichen. sich die Spender in ihrer Kirche.
Am Ende dankte er herzlich und brachte seine Hoff- Nochmals herzlichen Dank!
nung zum Ausdruck, dass diese Aktion ähnlich Nach- Pfarrer Oliver Elsässer

Dreifachspende von Königsbacher Vereinen

Gleich drei Gruppen bzw. Vereine stellten den Er-
lös ihrer Aktion der Kirchengemeinde zugunsten
der Kirchendachrenovierung zur Verfügung:

Im Rahmen der Wochen „Kultur am Ort“ hatten Po-
saunenchor und die „Blauen Husaren“, zeitweise zu-
sammen mit Tanja Roser als Gast, ein Konzert im Ge-
wölbekeller des Gemeindehauses gegeben. Der
CVJM Königsbach übernahm die Bewirtung der rund
150 Gäste. Im August wurde dann vor malerischer
Kulisse durch Irene Rößler, Kevin Bauer und Wolf-
gang Müller ein symbolischer Scheck in Höhe von
750 Euro an Pfarrer Oliver Elsässer übergeben.
Wir danken als Gemeinde herzlich!
Pfarrer Oliver Elsässer

Gemeindebrief – Evangelische Kirchengemeinde in Königsbach und Bilfingen 13
REISEBERICHT TANSANIA

Fotos: Privat
Fest der Kulturen Königsbach

Hilfsverein „Friends of Education in Tansania e.V.“
und „Brot für die Welt“
In den vergangenen anderthalb Jahren ist viel in
unserem kirchlichen Partnerschaftsprojekt in Tan-
sania passiert!

Immer noch ist die ganze Schulgemeinschaft glücklich
darüber, dass nun in allen Bereichen der Schule Was- ein Ausschnitt vom Gelände
ser fließt. Diese Situation war auch Grundvorausset- mit Mauer
zung, dass auf dem weitläufigen Schulgelände ein
Schulgarten angelegt werden konnte. Das Projekt mit
einem Volumen von über 25.000 Euro soll bis zum Jah-
resende abgeschlossen sein.
Wir sind stolz und dankbar, dass wir als Hilfsverein schaft soll es auch darum gehen, Verständnis für ökolo-
bei unserem Folgeprojekt: „Umzäunung und Anlegen gischen Gartenbau mit traditionellen einheimischen
eines Schulgartens“ nochmals „Brot für die Welt“ als Pflanzen zu vermitteln.
Kooperationspartner gewinnen konnten. Eine beson-
dere Auszeichnung war es für unseren Verein und für Scholarship fund
die Kirchengemeinde Königsbach-Bilfingen, dass Viele Schülerinnen und Schüler sind sehr arm, leiden
Heike Elsässer beim „Brot-für-die-Welt“-Seminar: Hunger und können von ihren Familien nicht versorgt
„Partnerschaftsprojektefonds“ im Juni in Leipzig un-
ser Projekt vorstellen konnte.
mit Schultor
Seht selbst, was bereits passiert ist:
Die Umzäunung ist fertig! Mit vereinten Kräften wurde
Ende Februar die letzte Lücke in der Umzäunung ge-
schlossen und das Schultor eingebaut. Mit diesem
Schritt ist ein geschützter Raum gegen Zugriffe von
außen für die Mlekia Winners Secondary School ent-
standen. Das große Areal kann nun wirtschaftlich ge-
nutzt werden.

Der Aufbau des Schulgartens ist eine Hilfe zur Selbst-
hilfeprojekt: Neben der Ernährung der Schulgemein-

14 Gemeindebrief – Evangelische Kirchengemeinde in Königsbach und Bilfingen
REISEBERICHT TANSANIA

Schüler bei der Arbeit
Wir sind unglaublich dankbar, dass sich immer
Menschen bewegen lassen, ihre Hand auftun und
konkrete Hilfe leisten. Ohne großzügige Unterstüt-
zung und Spenden wäre es nicht möglich, nachhal-
tig Hilfe zu leisten. Wenn Sie das Projekt angespro-
chen hat und sie uns unterstützen wollen, freuen
wir uns. Nähere Informationen, Bankverbindung
usw. finden Sie unter www.friendsoftansania.com.
Danke, wenn auch Sie sich berühren lassen.
Heike und Oliver Elsässer

„Ihr Herz schlägt für Afrika, nicht wahr?“, werde
ich manchmal gefragt. Ja, es hat sich so ergeben,
dass unser Herz in Ifakara in Afrika berührt wurde.
Wir haben gesehen, wie arm viele Menschen sind,
und dass sie unsere Hilfe brauchen. Und man kann
etwas tun! Das ist die große Erfahrung, die meine
Frau und ich in den vergangenen Jahren gemacht
werden. Für sie wurde von unserem Hilfsverein ein Un-
haben! Es hat sich so gefügt – wir sehen es als Got-
terstützungsfonds eingerichtet, damit Schulgeld und ein
tes Führung an. Und wir staunen immer wieder,
Zuschuss zum Lebensunterhalt bezahlt werden.
welcher Segen auf unserem Projekt liegt, wie viel
Der Schulvorstand in Ifakara entscheidet jedes Jahr
sich in den vergangenen vier Jahren getan hat. Al-
aufs Neue, welche Jugendlichen diese Unterstützung
lein schon die Kooperation mit „Brot für die Welt“
bekommen. Für dieses Projekt kann man gezielt
ist eine große Hilfe!
und zeitlich begrenzt ganz konkret spenden. Sie
Es ist so, wie ich es in meiner Andacht (siehe S. 3)
helfen damit einem jungen Menschen in Afrika, ei-
anfangs geschrieben habe: Gott hat uns gezeigt,
ne Ausbildung und damit eine Lebensperspektive
dass jeder Mensch ihm am Herzen liegt. Jeder
in seinem Heimatland zu gewinnen. Näheres er-
Mensch hat Anspruch auf ein Leben in Würde! Da-
fahren Sie unter www.friendsoftansania.com
zu gehören Nahrung und Kleidung, ein Dach über
dem Kopf, medizinische Grundversorgung, Bil-
Unter großem Einsatz hat die „Tansania-AG“ am
dung – und vielleicht noch einiges mehr. Ich ver-
Edith-Stein-Gymnasium in Bretten mit ihrer Lehrerin
stehe es als Gottes Aufgabe für uns Christen heute,
Heike Elsässer in den vergangenen eineinhalb Jahren
dass wir zeigen und vorleben, dass wir Menschen
Spenden in Höhe von 8.500 Euro gesammelt bzw. er-
füreinander verantwortlich sind. Und wenn wir
halten. Bei verschiedenen sozialen Förderprojekten
helfen, dass Menschen in anderen Ländern dort ei-
wie „Sparda-Impuls“ oder „Jugend-hilft“ gewann das
ne gute Lebensperspektive haben, dann werden sie
Projekt viermal einen Preis. Über den Verkauf von So-
gar nicht auf den Gedanken kommen, nach Europa
larlampen wurden die Zuschussgelder nochmals ver-
oder Nordamerika auszuwandern. Denn nur weni-
mehrt. Eine tolle Truppe!
ge verlassen ohne Not ihre angestammte Heimat.

Gruppenbild mit Solarlampen

Gemeindebrief – Evangelische Kirchengemeinde in Königsbach und Bilfingen 15
EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE IN KÖNIGSBACH UND BILFINGEN

Unsere Würde gründet darin,
dass wir von Gott
nach seinem Ebenbild
geschaffen sind!
Pfarrer Oliver Elsässer

16 Gemeindebrief – Evangelische Kirchengemeinde in Königsbach und Bilfingen

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