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Erderwärmung, Treibhauseffekt und Zeit

(CO2 ist klimaneutral)

Ulrich Wolff
Oktober 2018

Mit etwa 1367 ± 46 W/m2 erreicht die Solarstrahlung im Jahresverlauf eine
Kreisfläche am oberen Rand der Atmosphäre hinter der sich die Erdkugel dreht. Im
Tagesverlauf reduziert sich daher der in die Atmosphäre eindringende Energiefluss
nachts am Äquator und im jeweiligen Winter an den Polen auf den Wert Null. Im
Mittel dringen 342 ± 12 W/m2 in die Atmosphäre ein. Davon reflektieren die Eis- und
Wasserpartikel des Wasserkreislaufes geschätzte 30% direkt in den Weltraum,
sodass insgesamt maximal etwa 240 ± 8 W/m2 den menschlichen Lebensraum
erwärmen können.

Ein kleiner hochenergetischer Anteil der Solarstrahlung lässt aus Sauerstoff Ozon
entstehen und wird in Wärme gewandelt, die nach unten in die Tropopause abfließt;
der wesentlich größere Rest erreicht die Materie an der Erdoberfläche, wird dort
absorbiert und in Wärme gewandelt.

An dieser Stelle beginnt eine emsige Suche nach einer vermeintlich drohenden oder
auch nicht drohenden Klimakatastrophe als Folge der Nutzung fossiler Brennstoffe.
Beweise dafür und dagegen sollen mittlere Temperaturen 2 m über der
Erdoberfläche, Treibhausgase, Sonnenflecken, Wetterextreme u. a. m. liefern. –
Offenbar wird dabei einmal mehr die Sicht auf den Wald von den Bäumen verstellt:

Dominante Wärmespeicher der Erde sind ihre Ozeane: 1332 Milliarden
Kubikkilometer Wasser mit einer mittleren Tiefe von 3800 m bedecken 71 % der
Erdoberfläche, besorgen exklusiv die Wasserversorgung des menschlichen
Lebensraumes und steuern wesentlich das Wetter und seine Statistik, das Klima. Ihr
Zustand ist übersichtlich:

Seit 12.000 Jahren hat schmelzendes Eis die Wassermenge um 3,2% ansteigen
lassen. Die Wassertemperaturen bewegen sich gegenwärtig in einem engen
Temperaturbereich zwischen –2 ℃ (271 K) und (nach oben offen) +30 ℃ (303 K).
Mit der Erdwärme allein würde sich an der Oberfläche eine Eistemperatur von
etwa -243 ℃ (30 K) einstellen.

Um eine Eis Säule an den Polen von 1 m2 Oberfläche und 3800 m Tiefe auf 271 K zu
erwärmen, (oder eine Abkühlung zu verhindern) müssen darin etwa 350.000 kWh an
Solarwärme gespeichert werden; um in einer Wassersäule gleicher Maße am
Äquator 303 K zu erreichen, muss die gespeicherte Wärmemenge bereits auf
470.000 kWh anwachsen. Ihre jeweilige Größe beschreibt das Produkt aus der
zufließenden Heizleistung der Sonne und der Zeitspanne zwischen ihrer Absorption
und ihrer Emission in den Weltraum.
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Mit 0.24 kW/m2 errechnet sich daraus für das kältere Wasser eine Durchflusszeit von
170 Jahren, für das wärmere Wasser am Äquator dagegen etwa 230 Jahre.

Tatsächlich ist der solare Energiefluss in die Ozeane jedoch kleiner als 0.24 kW/m2,
das kältere Wasser der Polarmeere erreicht davon nur ein kleinerer, das wärmere
Wasser am Äquator dagegen ein größerer Anteil. Für eine exakte Berechnung fehlen
die Daten, so dass als Ergebnis zuverlässig nur eine Aussage zur Größenordnung
der Durchflusszeit möglich ist:

Im Mittel dauert es gegenwärtig etwa 200 Jahre, bis die absorbierte Solarwärme
aus den Ozeanen in den Weltraum abfließt.

Bei einem Zufluss von weniger als 0,24 kW/m2 an Solarenergie emittieren die
Ozeane an ihrer Oberfläche bekanntlich eine Wärmestrahlung zwischen 0,31 kW/m2
(bei 271K) und 0,48 kW/m2 (bei 303 K), verdampfen Wasser und verlieren Wärme
durch Konvektion und Wärmeleitung.

Nur der signifikante Einfluss der energetischen Rückkopplung des sog.
atmosphärischen Treibhauseffektes auf die Größe dieser Zeitspanne gleicht
die Energiebilanz der Ozeane aus und verhindert, dass ihr Wasser nicht
vollständig gefriert.

Das lebenswichtige CO2 ist zweifellos bodennah mit einem vergleichsweise geringen
Beitrag zur Rückstrahlung von Energie an dieser energetischen Rückkopplung
beteiligt. Mengenabhängige Änderungen seines Beitrages müssen jedoch ohne
Wirkung bleiben, weil die jeweils durchfließende Energie von den Quellen darüber in
Wolken und Tropopause absorbiert, gewandelt und wieder emittiert wird.

https://www.scribd.com/document/379087623/Das-CO2-ist-klimaneutral
https://de.scribd.com/document/372778420/Klimasensitivita-t-des-CO2-eine-
Seifenblase